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	<title>FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
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	<title>FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>Burkina Faso bricht diplomatische Beziehungen zu Frankreich ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burkina-faso-bricht-diplomatische-beziehungen-zu-frankreich-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 01:22:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Burkina Faso beendet mit sofortiger Wirkung seine diplomatischen Beziehungen zu Frankreich. Ouagadougou spricht von Einmischung und „neokolonialen Ambitionen“, legt dafür jedoch keine Belege vor.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburkina-faso-bricht-diplomatische-beziehungen-zu-frankreich-ab%2F&amp;action_name=Burkina%20Faso%20bricht%20diplomatische%20Beziehungen%20zu%20Frankreich%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-bricht-diplomatische-beziehungen-zu-frankreich-ab/">Burkina Faso bricht diplomatische Beziehungen zu Frankreich ab</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso hat die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich mit sofortiger Wirkung abgebrochen. Die Entscheidung gilt seit Freitag, 26. Juni 2026. Die Regierung in Ouagadougou begründet den Schritt mit einem vollständigen Vertrauensverlust und wirft Paris Einmischung, „neokoloniale Ambitionen“ sowie die Unterstützung gegen Burkina Faso gerichteter Netzwerke vor. Zugleich kündigten die Behörden an, französische Staatsangehörige im Land zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der burkinische Regierungssprecher Pingdwendé Gilbert Ouédraogo veröffentlichte die Entscheidung im Namen der Regierung. Sie betrifft nach deren Darstellung ausschließlich die offiziellen Beziehungen zwischen beiden Staaten und nicht die Verbindungen zwischen der französischen und der burkinischen Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reaktion der französischen Regierung lag zunächst nicht vor. Auch die praktischen Folgen für die diplomatischen Vertretungen und mögliche Fristen zur Schließung von Einrichtungen wurden zunächst nicht genannt.</p>



<h2 id="h-ouagadougou-spricht-von-vollstandigem-vertrauensverlust" class="wp-block-heading"><span id="ouagadougou-spricht-von-vollstaendigem-vertrauensverlust">Ouagadougou spricht von vollständigem Vertrauensverlust</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung erklärte, sie habe die bilateralen Beziehungen einer „eingehenden Bewertung“ unterzogen. Die Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt, Vertrauen, staatlicher Souveränität und Nichteinmischung seien nicht mehr gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ouagadougou wirft der französischen Regierung einen „unaufhörlichen Aktivismus“ gegen die Interessen Burkina Fasos vor. Paris verfolge „offenkundige neokoloniale Ambitionen“ und unterstütze aktiv „subversive Netzwerke und Terroristen“, die Burkina Faso und die Sahelzone angriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diese Anschuldigungen legte die Regierung in ihrer Erklärung keine Belege vor. Frankreich hat vergleichbare Vorwürfe aus den Staaten der Allianz der Sahelstaaten in der Vergangenheit zurückgewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die burkinischen Behörden kritisierten außerdem französische Stellungnahmen und Bewertungen zur politischen und sicherheitspolitischen Lage des Landes. Diese seien parteiisch und zielten darauf ab, Burkina Faso innerhalb der internationalen Gemeinschaft zu isolieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Angesichts dieser imperialistischen Bestrebungen, unser Land zu beherrschen und unser Volk zu unterwerfen, haben wir uns für Verantwortung und Souveränität entschieden“, erklärte die Regierung.</p>



<h2 id="h-bruch-betrifft-das-verhaltnis-zwischen-den-staaten" class="wp-block-heading"><span id="bruch-betrifft-das-verhaeltnis-zwischen-den-staaten">Bruch betrifft das Verhältnis zwischen den Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ouagadougou betonte, dass die Entscheidung nicht gegen französische Bürger gerichtet sei. Die historischen, menschlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen zwischen beiden Bevölkerungen blieben bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie betrifft ausschließlich den institutionellen Rahmen der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten“, heißt es in der Regierungserklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden sicherten französischen und anderen ausländischen Staatsangehörigen Schutz und die Wahrung ihrer Interessen zu. Die Bevölkerung wurde zu Zurückhaltung, Verantwortungsbewusstsein und einem respektvollen Verhalten gegenüber Ausländern aufgerufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ausdrückliche Appell richtet sich gegen mögliche Übergriffe oder Vergeltungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem diplomatischen Bruch. Alle im Land lebenden Ausländer müssten im Einklang mit den Gesetzen Burkina Fasos behandelt werden.</p>



<h2 id="h-beziehungen-hatten-sich-seit-jahren-verschlechtert" class="wp-block-heading"><span id="beziehungen-hatten-sich-seit-jahren-verschlechtert">Beziehungen hatten sich seit Jahren verschlechtert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung beendet eine mehrjährige Phase wachsender Spannungen zwischen Burkina Faso und seiner früheren Kolonialmacht. Seit dem Machtwechsel durch das Militär und dem Amtsantritt von Hauptmann Ibrahim Traoré im Jahr 2022 hat Ouagadougou seine außen- und sicherheitspolitische Ausrichtung verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso kündigte Anfang 2023 das Militärabkommen mit Frankreich und verlangte den Abzug der im Land stationierten französischen Soldaten. Paris beendete daraufhin seinen Militäreinsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 2024 erklärte Burkina Faso mehrere französische Diplomaten zu unerwünschten Personen und warf ihnen subversive Aktivitäten vor. Frankreich wies die Anschuldigungen zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Zusammenarbeit in den Bereichen Medien, Kultur und Verwaltung wurde schrittweise eingeschränkt. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-verbietet-franzoesischen-sender-wegen-terrorismus-berichterstattung/" type="post" id="27185">Französische Medienangebote waren zeitweise oder dauerhaft von Sperren betroffen. </a>Zugleich verfügten beide Staaten bereits seit längerer Zeit nicht mehr über vollständig besetzte diplomatische Vertretungen auf Botschafterebene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abbruch der Beziehungen geht über die bisherigen Ausweisungen, Einschränkungen und militärischen Trennungen hinaus. Er beseitigt den verbliebenen offiziellen diplomatischen Rahmen zwischen beiden Regierungen.</p>



<h2 id="h-bruch-folgt-dem-kurs-der-sahel-allianz" class="wp-block-heading"><span id="bruch-folgt-dem-kurs-der-sahel-allianz">Bruch folgt dem Kurs der Sahel-Allianz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso stimmt seine Außen- und Sicherheitspolitik zunehmend mit Mali und Niger innerhalb der Allianz der Sahelstaaten ab. <a href="https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/" type="post" id="27290">Die drei militärisch geführten Länder werfen Frankreich regelmäßig vor, seine frühere Vormachtstellung in Westafrika erhalten zu wollen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/" type="post" id="20304">Mali hatte den französischen Botschafter bereits 2022 ausgewiesen und die militärische Zusammenarbeit mit Paris beendet. </a><a href="https://fokus-afrika.de/niger-sitzt-auf-1-800-tonnen-uran-fest/" type="post" id="27794">Niger verlangte nach dem Machtwechsel von 2023 ebenfalls den Abzug französischer Truppen und entzog dem französischen Botschafter die diplomatische Anerkennung.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="658" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-1024x658.jpeg" alt="" class="wp-image-12040 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-1024x658.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-300x193.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-768x494.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-380x244.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-800x514.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso.jpeg 1120w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im März 2025 kündigten Burkina Faso, Mali und Niger zudem ihren gemeinsamen Austritt aus der Internationalen Organisation der Frankophonie an. Die drei Regierungen begründeten den Schritt mit ihrer staatlichen Souveränität und einer aus ihrer Sicht politisierten Haltung der Organisation.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sahelstaaten haben zugleich ihre Zusammenarbeit mit Russland ausgeweitet.<a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256"> Russische Militärangehörige und Strukturen des Africa Corps unterstützen die Regierungen im Kampf gegen bewaffnete islamistische Gruppen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ouagadougou vertieft darüber hinaus Beziehungen zu China, der Türkei, <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-sucht-den-austausch-mit-iran/" type="post" id="25052">Iran</a> und weiteren Staaten. Im Februar 2026 führte der burkinische Verteidigungsminister Célestin Simporé in Teheran Gespräche über eine sicherheitspolitische Zusammenarbeit.</p>



<h2 id="h-regierung-kundigt-weitere-diversifizierung-an" class="wp-block-heading"><span id="regierung-kuendigt-weitere-diversifizierung-an">Regierung kündigt weitere Diversifizierung an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-haelt-sich-israel-offen/">Burkina Faso will seine Außenpolitik nach dem Bruch mit Paris auf zusätzliche Partner ausrichten. </a>Die Regierung nannte die Stärkung der Süd-Süd-Kooperation, ausgewogene Beziehungen zu anderen Staaten sowie die Förderung von Sicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung als Leitlinien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ouagadougou erklärte zugleich, grundsätzlich für Gespräche mit allen Staaten offen zu bleiben. Voraussetzung seien gegenseitiger Respekt, Reziprozität, souveräne Gleichheit und die Anerkennung der jeweiligen nationalen Interessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob und unter welchen Bedingungen künftig wieder direkte diplomatische Gespräche mit Frankreich möglich wären, ließ die Regierung offen. Konkrete Angaben zum weiteren Betrieb der Botschaften, zu konsularischen Dienstleistungen oder zum Umgang mit bestehenden bilateralen Abkommen enthielt die Erklärung nicht.</p>
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		<title>Trotz Friedensabkommen: M23 festigt Kontrolle im Ostkongo – Trump-Berater warnt Kriegsparteien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/trotz-friedensabkommen-m23-festigt-kontrolle-im-ostkongo-trump-berater-warnt-kriegsparteien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 01:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Friedensabkommen auf dem Papier, neue Machtstrukturen vor Ort: M23 festigt seine Kontrolle im Ostkongo. Fast 27 Millionen Menschen leiden unter Ernährungsunsicherheit, während Ebola sich in Konfliktgebieten ausbreitet.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftrotz-friedensabkommen-m23-festigt-kontrolle-im-ostkongo-trump-berater-warnt-kriegsparteien%2F&amp;action_name=Trotz%20Friedensabkommen%3A%20M23%20festigt%20Kontrolle%20im%20Ostkongo%20%E2%80%93%20Trump-Berater%20warnt%20Kriegsparteien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Rebellenallianz AFC/M23 festigt trotz laufender Friedensprozesse ihre Kontrolle über Gebiete im Osten der Demokratischen Republik Kongo und baut dort parallele Verwaltungsstrukturen aus. Der UN-Sicherheitsrat beriet darüber am Freitag, 26. Juni 2026, in New York. Der neue Leiter der UN-Mission MONUSCO, James Swan, warnte vor einer weiterhin „komplexen, volatilen und verheerenden“ Sicherheitslage. Zugleich verschärfen fast 27 Millionen Menschen ohne ausreichende Ernährung, unterfinanzierte Hilfsprogramme und ein Ebola-Ausbruch die Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Swan forderte die Demokratische Republik Kongo, Ruanda und die M23 auf, die Vereinbarungen der Friedensprozesse von Washington und Doha umzusetzen. Die diplomatischen Fortschritte hätten die Gewalt bislang nicht beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Bleiben Sie auf Kurs zu einem dauerhaften Frieden“, appellierte der UN-Sonderbeauftragte an die Konfliktparteien.</p>



<h2 id="h-m23-baut-parallele-verwaltung-aus" class="wp-block-heading"><span id="m23-baut-parallele-verwaltung-aus">M23 baut parallele Verwaltung aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Osten des Landes dauern die Kämpfe zwischen der Allianz des Kongoflusses und der Bewegung 23. März, kurz AFC/M23, auf der einen sowie der kongolesischen Armee und verbündeten Milizen auf der anderen Seite an. In einzelnen Gebieten kämpfen auch die Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas an der Seite der kongolesischen Kräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AFC/M23 wird nach Angaben der Vereinten Nationen von den ruandischen Streitkräften unterstützt. Die Gruppe habe sich zwar teilweise aus einzelnen Orten zurückgezogen, festige jedoch weiterhin ihre Herrschaft in den kontrollierten Gebieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie konsolidiert dennoch weiterhin parallele Verwaltungsstrukturen in den von ihr kontrollierten Gebieten“, erklärte Swan vor dem Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit schafft die Rebellengruppe eigene politische und administrative Strukturen neben den staatlichen Institutionen der Demokratischen Republik Kongo. Die Regierung in Kinshasa wirft der AFC/M23 vor, besetzte Gebiete dauerhaft ihrer Kontrolle zu entziehen und weitere militärische Vorstöße vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Nord- und Süd-Kivu wird weiterhin an mehreren Fronten gekämpft. Auch rund um Rubaya, eines der bedeutendsten Coltan-Abbaugebiete im Osten des Landes, kam es zuletzt zu Auseinandersetzungen.</p>



<h2 id="h-usa-sehen-verstosse-auf-beiden-seiten" class="wp-block-heading"><span id="usa-sehen-verstoesse-auf-beiden-seiten">USA sehen Verstöße auf beiden Seiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/christopher-smith-us-kongress-kuendigt-druckmittel-zur-durchsetzung-der-washington-accords-an/">Die Vereinigten Staaten warfen sowohl der Demokratischen Republik Kongo als auch Ruanda vor, ihren Verpflichtungen aus dem Washington-Prozess bislang nicht ausreichend nachzukommen.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="538" height="310" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/23352c2a-bee3-4f6f-9c68-d1287ea7f7d5.jpeg" alt="" class="wp-image-28452 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/23352c2a-bee3-4f6f-9c68-d1287ea7f7d5.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/23352c2a-bee3-4f6f-9c68-d1287ea7f7d5-300x173.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/23352c2a-bee3-4f6f-9c68-d1287ea7f7d5-380x219.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Botschaft an die Parteien ist klar: Geben Sie das gefährliche Streben nach einer militärischen Lösung dieses Konflikts auf und bekennen Sie sich vollständig und unverzüglich zu den vereinbarten Friedensrahmen“, sagte der US-Sonderberater für arabische und afrikanische Angelegenheiten, Massad Boulos.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Washington drohte mit weiteren Maßnahmen gegen Akteure, die die Umsetzung der Vereinbarungen behindern. Die USA verwiesen dabei auf bereits verhängte Sanktionen wegen der Unterstützung der M23 und des illegalen Handels mit Mineralien aus dem Ostkongo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten betrachten MONUSCO weiterhin als einen wichtigen Bestandteil der Friedensbemühungen. Die Mission könne Verstöße gegen Waffenruhen dokumentieren, Entwaffnung und Reintegration unterstützen sowie bei der Eindämmung des Ebola-Ausbruchs helfen.</p>



<h2 id="h-uberwachungsmechanismus-soll-waffenruhe-prufen" class="wp-block-heading"><span id="ueberwachungsmechanismus-soll-waffenruhe-pruefen">Überwachungsmechanismus soll Waffenruhe prüfen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erweiterter gemeinsamer Überprüfungsmechanismus soll künftig kontrollieren, ob die Konfliktparteien ihre Waffenruhe einhalten. Die Regierung in Kinshasa und die AFC/M23 haben bereits Vertreter für das sogenannte Expanded Joint Verification Mechanism Plus benannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Instrument entstand im Rahmen des von Katar vermittelten Doha-Prozesses. <a href="https://fokus-afrika.de/internationale-kontaktgruppe-fordert-einhaltung-der-waffenruhe-im-ostkongo/" type="post" id="25370">Die Internationale Konferenz über die Region der Großen Seen soll an der Umsetzung beteiligt werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">MONUSCO unterstützt den Aufbau des Mechanismus. Swan forderte dessen raschen Einsatz, damit Verstöße unabhängig geprüft und Verantwortlichkeiten festgestellt werden können.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28453 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vertreter Frankreichs, Großbritanniens, Panamas, Bahrains und Kolumbiens unterstützten die schnelle Aufnahme der Überwachung. Pakistan betonte zugleich, dass MONUSCO dafür Bewegungsfreiheit, sicheren Zugang und die Zusammenarbeit aller Konfliktparteien benötige.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Sicherheit der Friedenskräfte ist eine unverzichtbare Voraussetzung für den Erfolg“, erklärte der pakistanische Botschafter Muhammad Usman Iqbal Jadoon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In von der M23 kontrollierten Gebieten wird die Bewegungsfreiheit der UN-Mission weiterhin eingeschränkt. Auch die Schließung von Banken und des Flughafens in Goma behindert Einsätze und humanitäre Lieferungen.</p>



<h2 id="h-632-zivile-todesopfer-seit-marz-dokumentiert" class="wp-block-heading"><span id="632-zivile-todesopfer-seit-maerz-dokumentiert">632 zivile Todesopfer seit März dokumentiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zivilbevölkerung trägt weiterhin die Hauptlast der Gewalt. MONUSCO dokumentierte seit dem 19. März mindestens 632 Todesfälle infolge bewaffneter Auseinandersetzungen in Nord-Kivu und Ituri.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Entführungen, Zwangsrekrutierungen, Hinrichtungen und konfliktbedingte sexualisierte Gewalt. Die UN-Mission verstärkte ihre Patrouillen und richtete zusätzliche mobile Einsatzbasen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der M23 bedrohen weitere bewaffnete Gruppen die Bevölkerung. Die Allied Democratic Forces töteten nach Angaben Swans seit der vorherigen Unterrichtung des Sicherheitsrats mindestens 28 Zivilisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia verurteilte im Namen der Demokratischen Republik Kongo und Somalias Angriffe auf Zivilisten, Entführungen und Zwangsrekrutierungen. Es gebe keine militärische Lösung des Konflikts.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-schlaegt-alarm-trotz-waffenruhe-eskaliert-die-gewalt-im-ostkongo-weiter/">Ein möglicher Rückzug von MONUSCO müsse deshalb schrittweise, verantwortungsvoll und an die Sicherheitslage gebunden erfolgen. </a>Die Mission müsse weiterhin Zivilisten schützen, staatliche Institutionen stärken und die Rückkehr staatlicher Autorität unterstützen können.</p>



<h2 id="h-kinshasa-fordert-ruckzug-ruandischer-truppen" class="wp-block-heading"><span id="kinshasa-fordert-rueckzug-ruandischer-truppen">Kinshasa fordert Rückzug ruandischer Truppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ruanda-und-dr-kongo-liefern-sich-offenen-schlagabtausch-im-un-sicherheitsrat/">Der kongolesische UN-Botschafter Zénon Ngay Mukongo warf der AFC/M23 vor, ihre Offensive mit Unterstützung der ruandischen Streitkräfte fortzusetzen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist auf höchster Ebene der Vereinten Nationen eine festgestellte Tatsache“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution 2773 des Sicherheitsrats verlangt, dass die M23 ihre Kampfhandlungen beendet und sich die ruandischen Streitkräfte aus dem Gebiet der Demokratischen Republik Kongo zurückziehen. Zugleich soll die Unterstützung anderer bewaffneter Gruppen eingestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich bezeichnete die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Landes als „nicht verhandelbar“. Ein wirksamer Waffenstillstand sei notwendig, um die Bevölkerung zu schützen und den Friedensbemühungen eine Chance zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China forderte ebenfalls eine sofortige umfassende Waffenruhe und die vollständige Umsetzung der Resolution. Große Staaten außerhalb der Region sollten die kongolesischen Rohstoffe nicht als „Verhandlungsmasse“ behandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland erklärte dagegen, die bisherigen diplomatischen Bemühungen hätten noch keine Ergebnisse auf dem Schlachtfeld hervorgebracht. „Diese Waffenruhe funktioniert nicht“, sagte die stellvertretende russische UN-Botschafterin Anna Jewstignejewa.</p>



<h2 id="h-rohstoffe-finanzieren-den-krieg" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-finanzieren-den-krieg">Rohstoffe finanzieren den Krieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Kinshasa verbindet den Konflikt eng mit der illegalen Ausbeutung natürlicher Ressourcen. <a href="https://fokus-afrika.de/illegale-goldlieferketten-zwischen-ostkongo-ruanda-und-den-emiraten-offengelegt/" type="post" id="24086">M23 und verbündete Netzwerke sollen Mineralien aus besetzten Gebieten abtransportieren und über Nachbarstaaten auf internationale Märkte bringen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die im Osten geplünderten Mineralien finanzieren den Krieg“, sagte der kongolesische Vertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region verfügt über große Vorkommen an Coltan, Gold, Zinn und weiteren Rohstoffen, die unter anderem für Elektronik, Batterien und moderne Energietechnik benötigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zunehmende internationale Nachfrage nach kritischen Mineralien verstärkt die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung des Ostkongo. Gleichzeitig erschweren bewaffnete Kontrolle, Schmuggel und intransparente Lieferketten eine legale Nutzung der Vorkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-ruandas-armee/" type="post" id="25270">Die Vereinigten Staaten haben Sanktionen gegen Personen und Netzwerke verhängt, die mit der Unterstützung der M23 oder dem illegalen Mineralienhandel in Verbindung gebracht werden.</a></p>



<h2 id="h-fast-27-millionen-menschen-ohne-ausreichende-ernahrung" class="wp-block-heading"><span id="fast-27-millionen-menschen-ohne-ausreichende-ernaehrung">Fast 27 Millionen Menschen ohne ausreichende Ernährung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der militärischen Gewalt verschärft sich die humanitäre Krise. Fast 27 Millionen Menschen im Land gelten als von Ernährungsunsicherheit betroffen. Das entspricht mehr als einem Viertel der Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der humanitäre Hilfsplan für 2026 konzentriert sich auf 7,3 Millionen besonders gefährdete Menschen. Dafür werden rund 1,4 Milliarden US-Dollar benötigt. Bislang ist der Plan zu 53,3 Prozent finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schließung von Banken und Flughäfen sowie Einschränkungen der Bewegungsfreiheit behindern die Versorgung. Hilfsorganisationen erreichen viele Gemeinden nur eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MONUSCO leidet zugleich unter der Liquiditätskrise der Vereinten Nationen. Sparmaßnahmen haben ihre Kapazitäten in den Bereichen Aufklärung, Überwachung, Frühwarnung, medizinische Versorgung und Beobachtung der Menschenrechtslage reduziert.</p>



<h2 id="h-ebola-breitet-sich-in-konfliktgebieten-aus" class="wp-block-heading"><span id="ebola-breitet-sich-in-konfliktgebieten-aus">Ebola breitet sich in Konfliktgebieten aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ebola-Ausbruch stellt die bereits überlasteten Gesundheitsstrukturen im Osten der Demokratischen Republik Kongo vor zusätzliche Belastungen. Besonders betroffen sind Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptausbruch liegt nach Angaben Swans in einem aktiven Konfliktgebiet und betrifft auch städtische Räume. Gesundheitseinrichtungen verfügen dort nur über begrenzte personelle und materielle Kapazitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Lage des Hauptausbruchs in einem Gebiet mit aktiven Kämpfen und in städtischen Regionen mit bereits überlasteten Gesundheitsstrukturen birgt erhebliche Risiken einer weiteren Ausbreitung“, warnte der MONUSCO-Leiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter Dänemarks, Griechenlands und Lettlands verwiesen im Sicherheitsrat auf die Verbindung zwischen Unsicherheit, Vertreibung und der Ausbreitung der Krankheit. Eingeschränkter Zugang, Misstrauen gegenüber Behörden sowie Falschinformationen erschwerten die Eindämmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MONUSCO unterstützt die Maßnahmen gegen Ebola, während die Mission zugleich ihre Aufgaben beim Schutz von Zivilisten und bei der Stabilisierung der Konfliktgebiete fortführt.</p>



<h2 id="h-washington-doha-und-afrikanische-union-koordinieren-prozesse" class="wp-block-heading"><span id="washington-doha-und-afrikanische-union-koordinieren-prozesse">Washington, Doha und Afrikanische Union koordinieren Prozesse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Friedensbemühungen laufen auf mehreren diplomatischen Ebenen. Die Demokratische Republik Kongo und Ruanda verhandeln im Rahmen des Washington-Prozesses. <a href="https://fokus-afrika.de/dr-kongo-und-afc-m23-bekraeftigen-waffenruhe-unter-vermittlung-katars/">Parallel führt Katar Gespräche zwischen der kongolesischen Regierung und der AFC/M23.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union unterstützt einen afrikanisch geführten Prozess unter Leitung des togolesischen Politikers Faure Gnassingbé. Vertreter der verschiedenen Vermittlungsinitiativen trafen sich Anfang Juni in Lomé, um ihre Arbeit enger abzustimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gemeinsame Überwachungsausschuss des Washington-Prozesses kam am 24. Juni in London zusammen. Beteiligt waren die Demokratische Republik Kongo, Ruanda, die Vereinigten Staaten, Katar, Togo und die Kommission der Afrikanischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnehmer erörterten die verschlechterte Sicherheits- und Versorgungslage sowie die Umsetzung der bisherigen Verpflichtungen. Kinshasa und Kigali informierten über ihre jeweiligen Schritte im Rahmen des Abkommens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Swan forderte alle Beteiligten auf, bereits unterzeichnete Protokolle umzusetzen und offene Fragen, darunter humanitäre Vereinbarungen, weiterzuverhandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftrotz-friedensabkommen-m23-festigt-kontrolle-im-ostkongo-trump-berater-warnt-kriegsparteien%2F&action_name=Trotz%20Friedensabkommen%3A%20M23%20festigt%20Kontrolle%20im%20Ostkongo%20%E2%80%93%20Trump-Berater%20warnt%20Kriegsparteien&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/trotz-friedensabkommen-m23-festigt-kontrolle-im-ostkongo-trump-berater-warnt-kriegsparteien/">Trotz Friedensabkommen: M23 festigt Kontrolle im Ostkongo – Trump-Berater warnt Kriegsparteien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Deutsche Welle will Desinformation in Afrika bekämpfen – Bundesregierung übt Kritik und kürzt Mittel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutsche-welle-will-desinformation-in-afrika-bekaempfen-bundesregierung-uebt-kritik-und-kuerzt-mittel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 00:36:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nigeria und die Demokratische Republik Kongo werden zu den zentralen Afrika-Zielmärkten der Deutschen Welle. Die Bundesregierung unterstützt den Kurs, verlangt aber transparentere Kriterien, breitere Zielgruppen und mehr europäische Kooperation.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsche-welle-will-desinformation-in-afrika-bekaempfen-bundesregierung-uebt-kritik-und-kuerzt-mittel%2F&amp;action_name=Deutsche%20Welle%20will%20Desinformation%20in%20Afrika%20bek%C3%A4mpfen%20%E2%80%93%20Bundesregierung%20%C3%BCbt%20Kritik%20und%20k%C3%BCrzt%20Mittel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-welle-will-desinformation-in-afrika-bekaempfen-bundesregierung-uebt-kritik-und-kuerzt-mittel/">Deutsche Welle will Desinformation in Afrika bekämpfen – Bundesregierung übt Kritik und kürzt Mittel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Deutsche Welle richtet ihre Strategie stärker auf den Kampf gegen Desinformation in Afrika aus. Im Mittelpunkt stehen dabei Länder mit eingeschränkter Medienfreiheit wie Nigeria und die Demokratische Republik Kongo. Die Bundesregierung unterstützt diesen Kurs grundsätzlich, fordert jedoch klarere Kriterien für die Auswahl der Zielregionen und kritisiert zugleich einzelne Aspekte der Planung. Zudem sorgen Kürzungen im Haushalt für zusätzlichen Druck auf den Auslandssender.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stellungnahme der Bundesregierung zur Aufgabenplanung der Deutschen Welle für die Jahre 2026 bis 2029 wurde am Donnerstag, 25. Juni 2026, im Bundestag veröffentlicht. Der Sender will unter dem Leitmotiv „Freiheit, Innovation, Dialog“ gezielt gegen Desinformation vorgehen und unabhängige Informationen in politisch sensiblen Regionen stärken.</p>



<h2 id="h-nigeria-und-demokratische-republik-kongo-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="nigeria-und-demokratische-republik-kongo-im-fokus">Nigeria und Demokratische Republik Kongo im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Deutsche Welle definiert weltweit 16 sogenannte Prio-A-Länder, in denen sie ihre Aktivitäten besonders ausbauen will. In Subsahara-Afrika stehen Nigeria und die Demokratische Republik Kongo im Zentrum. Beide Länder gelten als Schlüsselstaaten mit wachsender Bevölkerung, großer politischer Bedeutung und zunehmendem Einfluss auf regionale Entwicklungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sender sieht dort einen hohen Bedarf an verlässlichen Informationen, da Desinformation und Einflussnahme durch autoritäre Akteure zunehmen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/KayH-Portrait-StM-Wolfram-Weimer-8-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28448 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/KayH-Portrait-StM-Wolfram-Weimer-8-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/KayH-Portrait-StM-Wolfram-Weimer-8-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/KayH-Portrait-StM-Wolfram-Weimer-8-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/KayH-Portrait-StM-Wolfram-Weimer-8-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/KayH-Portrait-StM-Wolfram-Weimer-8-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/KayH-Portrait-StM-Wolfram-Weimer-8-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/KayH-Portrait-StM-Wolfram-Weimer-8-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/KayH-Portrait-StM-Wolfram-Weimer-8-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/KayH-Portrait-StM-Wolfram-Weimer-8.jpg 2500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kulturstaatsminister Wolfram Weimer betonte in diesem Zusammenhang, die Deutsche Welle müsse sich stärker auf Regionen konzentrieren, „die für Deutschland und Europa besonders relevant sind“, und dort zur freien Meinungsbildung beitragen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Nigeria und dem Kongo sollen auch weitere Länder in West-, Ost- und Zentralafrika über verschiedene Sprachangebote erreicht werden, darunter Englisch, Französisch, Haussa und Kisuaheli.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Subsahara-Afrika gewinnt nach Einschätzung der Deutschen Welle auch deshalb an Bedeutung, weil internationale Akteure wie <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> ihren Einfluss ausbauen, während sich die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> teilweise zurückziehen. <a href="https://fokus-afrika.de/aethiopien-sperrt-deutsche-welle/" type="post" id="21183">Der Sender will dem mit unabhängigen journalistischen Angeboten entgegenwirken.</a></p>



<h2 id="h-bundesregierung-fordert-mehr-transparenz" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-fordert-mehr-transparenz">Bundesregierung fordert mehr Transparenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung unterstützt die stärkere Ausrichtung auf Regionen mit eingeschränkter Medienfreiheit und wachsender Desinformation. Sie verlangt jedoch eine nachvollziehbare Begründung dafür, warum bestimmte Länder priorisiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reichweite allein solle künftig nicht mehr entscheidend sein. Stattdessen müssten Kriterien wie Medienfreiheit, politische Lage und strategische Bedeutung stärker berücksichtigt werden. Die Deutsche Welle müsse offenlegen, wie diese Faktoren gewichtet werden und warum einzelne Sprachangebote ausgebaut oder reduziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Konzentration auf junge, urbane Zielgruppen sieht die Bundesregierung kritisch. Der Sender müsse breitere Bevölkerungsschichten erreichen, insbesondere Menschen mit eingeschränktem Zugang zu digitalen Medien.</p>



<h2 id="h-kritik-an-strategie-und-europaischer-rolle" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-strategie-und-europaeischer-rolle">Kritik an Strategie und europäischer Rolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung mahnt zudem eine stärkere Zusammenarbeit mit europäischen Partnern an. Statt im Wettbewerb zu stehen, sollten Auslandssender wie die Deutsche Welle, der BBC World Service oder France Médias Monde enger kooperieren, um Desinformation effektiver zu begegnen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="558" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutsche_Welle-1024x558.jpg" alt="" class="wp-image-23027 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutsche_Welle-1024x558.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutsche_Welle-300x163.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutsche_Welle-768x418.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutsche_Welle-380x207.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutsche_Welle-800x436.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutsche_Welle-1160x632.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutsche_Welle.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich wird das Ziel der Deutschen Welle, zur „führenden Stimme der Freiheit aus Europa“ zu werden, zurückhaltend bewertet. Entscheidend sei nicht die Positionierung im Wettbewerb, sondern die gemeinsame Stärkung unabhängiger Medienangebote.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch innerhalb der Europäischen Union müsse der Sender klarer darlegen, welchen Mehrwert seine Angebote gegenüber bestehenden Medien leisten.</p>



<h2 id="h-kunstliche-intelligenz-als-chance-und-risiko" class="wp-block-heading"><span id="kuenstliche-intelligenz-als-chance-und-risiko">Künstliche Intelligenz als Chance und Risiko</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist der Einsatz künstlicher Intelligenz. Die Deutsche Welle will KI nutzen, um Inhalte schneller zu produzieren, zu übersetzen und gezielter zu verbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sieht der Sender darin eine wachsende Gefahr: <a href="https://fokus-afrika.de/bundestagsanhoerung-warnt-vor-desinformation-als-angriff-auf-demokratien/">Deepfakes und automatisierte Desinformationskampagnen könnten öffentliche Debatten manipulieren. </a>Die Deutsche Welle will deshalb verstärkt auf transparente Quellen und journalistische Standards setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung unterstützt den Einsatz von KI, fordert jedoch klare Regeln und eine deutliche Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und automatisierten Formaten.</p>



<h2 id="h-gesetzesreform-geplant" class="wp-block-heading"><span id="gesetzesreform-geplant">Gesetzesreform geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kündigte an, den gesetzlichen Auftrag der Deutschen Welle zu überarbeiten. Der bisherige Rahmen sei zu weit gefasst und müsse an neue geopolitische und technologische Entwicklungen angepasst werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bekämpfung von Desinformation und die Stärkung freier Meinungsbildung sollen dabei stärker in den Mittelpunkt rücken. Die redaktionelle Unabhängigkeit des Senders bleibt jedoch durch die Rundfunkfreiheit geschützt.</p>



<h2 id="h-kurzungen-belasten-den-sender" class="wp-block-heading"><span id="kuerzungen-belasten-den-sender">Kürzungen belasten den Sender</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur strategischen Neuausrichtung steht die Deutsche Welle unter finanziellem Druck. Für das Jahr 2026 erhält der Sender rund 415,4 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt – weniger als ursprünglich geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Haushaltsausschuss kürzte den Zuschuss um 10,1 Millionen Euro. Gleichzeitig steigen die Kosten, etwa durch Tarifanpassungen. Insgesamt muss die Deutsche Welle Einsparungen in Millionenhöhe bewältigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Deutsche Journalisten-Verband warnt vor möglichen Folgen für Beschäftigte. Bis zu 300 überwiegend freie Mitarbeiter könnten von Einkommenseinbußen oder Arbeitsplatzverlusten betroffen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Deutsche Welle fordert daher eine langfristig verlässliche Finanzierung, um ihren Auftrag im Kampf gegen Desinformation erfüllen zu können.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsche-welle-will-desinformation-in-afrika-bekaempfen-bundesregierung-uebt-kritik-und-kuerzt-mittel%2F&action_name=Deutsche%20Welle%20will%20Desinformation%20in%20Afrika%20bek%C3%A4mpfen%20%E2%80%93%20Bundesregierung%20%C3%BCbt%20Kritik%20und%20k%C3%BCrzt%20Mittel&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-welle-will-desinformation-in-afrika-bekaempfen-bundesregierung-uebt-kritik-und-kuerzt-mittel/">Deutsche Welle will Desinformation in Afrika bekämpfen – Bundesregierung übt Kritik und kürzt Mittel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland fordert Stopp: „Fenster schließt sich“ – UN warnt vor Massengewalt in Sudans El Obeid</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 22:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>„Das Zeitfenster schließt sich rasch“: Die UN warnt vor einer Eskalation in El Obeid. Rund 500.000 Menschen könnten von einer Offensive und zunehmenden Drohnenangriffen betroffen sein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid%2F&amp;action_name=Deutschland%20fordert%20Stopp%3A%20%E2%80%9EFenster%20schlie%C3%9Ft%20sich%E2%80%9C%20%E2%80%93%20UN%20warnt%20vor%20Massengewalt%20in%20Sudans%20El%20Obeid&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid/">Deutschland fordert Stopp: „Fenster schließt sich“ – UN warnt vor Massengewalt in Sudans El Obeid</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen warnen vor einer unmittelbar drohenden Eskalation in El Obeid, die Hunderttausende Menschen gefährden und die Gewalt von Al-Faschir wiederholen könnte. Der Sicherheitsrat befasste sich am Freitag, 26. Juni 2026, mit der Lage in der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Kordofan. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-rsf-fuehrungsfiguren-im-sudan/">Die paramilitärischen Rapid Support Forces haben nach UN-Angaben ihre Präsenz rund um die Stadt verstärkt, während Drohnenangriffe die Zivilbevölkerung und lebenswichtige Infrastruktur treffen.</a> Deutschland und sechs weitere europäische Staaten fordern die RSF auf, ihren Angriff unverzüglich einzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Zeitfenster, um eine umfassendere Eskalation in El Obeid zu verhindern, schließt sich rasch“, erklärte die Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen für politische und friedenskonsolidierende Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo. Ein weiterer militärischer Vorstoß könne neue Fluchtbewegungen auslösen und die Instabilität in der gesamten Region Kordofan verschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF schätzt, dass rund 500.000 Menschen durch die Kämpfe in und um El Obeid gefährdet sind. Unter ihnen befinden sich etwa 100.000 Binnenvertriebene.</p>



<h2 id="h-el-obeid-wird-zum-brennpunkt-des-sudan-krieges" class="wp-block-heading"><span id="el-obeid-wird-zum-brennpunkt-des-sudan-krieges">El Obeid wird zum Brennpunkt des Sudan-Krieges</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">El Obeid liegt an einer strategischen Verbindung zwischen der Hauptstadtregion Khartum und dem westlichen Sudan. <a href="https://fokus-afrika.de/drohnen-werden-zur-toedlichsten-waffe-gegen-zivilisten-im-sudan/" type="post" id="27345">Die Stadt dient zugleich als wichtiges Zentrum für humanitäre Einsätze in Kordofan und Darfur.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen beobachten nach eigenen Angaben erhebliche Truppenverstärkungen der RSF rund um die Stadt. Hinzu kommen verstärkter Beschuss und wiederholte Drohnenangriffe. Die Entwicklungen nähren Befürchtungen, dass die RSF eine Bodenoffensive zur Einnahme El Obeids vorbereiten könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt befindet sich unter Kontrolle der sudanesischen Streitkräfte. Armee und RSF kämpfen seit April 2023 um die politische und militärische Vorherrschaft im Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DiCarlo bezeichnete Kordofan als das gegenwärtige „Epizentrum“ des Konflikts. Auch um Dilling, Kadugli und Babanusa haben sich die Kämpfe verschärft. Die Sicherheitslage in den Bundesstaaten Weißer Nil und Blauer Nil bleibt ebenfalls angespannt.</p>



<h2 id="h-sorge-vor-einer-wiederholung-von-al-faschir" class="wp-block-heading"><span id="sorge-vor-einer-wiederholung-von-al-faschir">Sorge vor einer Wiederholung von Al-Faschir</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der Vereinten Nationen und mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats zogen Parallelen zur Einnahme Al-Faschirs durch die RSF im Oktober 2025. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sieht-kennzeichen-von-voelkermord-in-el-fasher/" type="post" id="24852">Nach dem Fall der Hauptstadt Nord-Darfurs wurden zahlreiche Berichte über Massentötungen, Hinrichtungen, Entführungen, willkürliche Inhaftierungen und weitere Übergriffe auf Zivilisten bekannt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die damaligen Verbrechen weisen nach Einschätzung europäischer Außenminister „Merkmale eines Völkermords“ auf. Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, die Niederlande, Norwegen und das Vereinigte Königreich erklärten, eine Wiederholung müsse verhindert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„El Obeid steht am Abgrund einer Gräueltat, die die Wunden vertiefen würde, die dem Sudan bereits in El Faschir zugefügt wurden“, sagte der britische Vertreter James Kariuki im Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Dänemark warnte davor, dass El Obeid zu einem „weiteren El Faschir“ werden könnte. Der Sicherheitsrat habe die Verantwortung, vor möglichen Massengräueltaten zu handeln und nicht erst zu reagieren, wenn es zu spät sei.</p>



<h2 id="h-drohnen-treffen-wasser-energie-und-hilfseinrichtungen" class="wp-block-heading"><span id="drohnen-treffen-wasser-energie-und-hilfseinrichtungen">Drohnen treffen Wasser-, Energie- und Hilfseinrichtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die zunehmende Nutzung von Drohnen verändert nach Einschätzung der Vereinten Nationen den Verlauf des Krieges. Angriffe werden dadurch geografisch weiter verteilt, schwerer vorhersehbar und tödlicher für die Zivilbevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In und um El Obeid wurden Strom-, Treibstoff- und Wassereinrichtungen sowie Unterkünfte für Vertriebene getroffen. Die Angriffe haben Versorgungsengpässe verschärft und erschweren die Arbeit humanitärer Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Parteien könnten dieses Kampftempo ohne die hochentwickelten Waffen, die sie durch Unterstützung von außen erhalten, nicht aufrechterhalten“, erklärte DiCarlo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der persönliche Sudan-Gesandte des UN-Generalsekretärs, Pekka Haavisto, verwies ebenfalls auf die internationale Dimension. Die im Sudan eingesetzten Drohnen würden nicht im Land selbst hergestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da Drohnen auch während der Regenzeit eingesetzt werden können, rechnen die Vereinten Nationen nicht mit der sonst üblichen saisonalen Abnahme der Kampfhandlungen.</p>



<h2 id="h-kinder-besonders-stark-von-drohnenangriffen-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="kinder-besonders-stark-von-drohnenangriffen-betroffen">Kinder besonders stark von Drohnenangriffen betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/">UNICEF bezeichnet den Sudan als die größte humanitäre Krise der Welt.</a> Seit Beginn des Krieges wurden mehr als 5.700 schwere Verstöße gegen Kinder bestätigt. Mehr als 5.000 Kinder wurden getötet oder verletzt. Die tatsächliche Zahl dürfte nach Einschätzung des Kinderhilfswerks deutlich höher liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast 80 Prozent der gemeldeten getöteten oder verletzten Kinder in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 waren nach UNICEF-Angaben von Drohnenangriffen betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das laufende Jahr wird erwartet, dass rund 825.000 Kinder unter fünf Jahren an akuter Unterernährung leiden. Insgesamt sind seit Kriegsbeginn mehr als 3,5 Millionen Menschen aus dem Sudan geflohen. Weitere 6,5 Millionen wurden innerhalb des Landes vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Im Sudan endet ein Angriff nicht, wenn die Explosion vorüber ist“, sagte die stellvertretende UNICEF-Exekutivdirektorin Hannan Sulieman. Ein einzelner Angriff könne Kindern zugleich den Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung, Bildung und Schutz nehmen.</p>



<h2 id="h-deutschland-fordert-sofortigen-stopp-des-rsf-angriffs" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-fordert-sofortigen-stopp-des-rsf-angriffs">Deutschland fordert sofortigen Stopp des RSF-Angriffs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2775868-2775868">Deutschland und sechs weitere europäische Staaten forderten die RSF auf, alle Angriffe auf El Obeid unverzüglich einzustellen. </a>Zivilisten müssten die Stadt sicher verlassen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Konfliktparteien seien verpflichtet, einen schnellen und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe zu ermöglichen. Die RSF, die sudanesischen Streitkräfte und ihre jeweiligen Verbündeten müssten deeskalieren und das humanitäre Völkerrecht einhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sieben Staaten verwiesen außerdem auf glaubhafte Hinweise auf eine bevorstehende Offensive. Wiederholte Drohnenangriffe hätten Zivilisten getötet und einen akuten Mangel an Treibstoff, Lebensmitteln und Wasser verursacht. Auch humanitäre Helfer seien gezielt angegriffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Durch Unterstützung von außen wird dieser Konflikt weiterhin aufrechterhalten“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Staaten und andere Akteure, die Einfluss auf die Kriegsparteien haben, müssten diesen nutzen, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.</p>



<h2 id="h-hemedti-verspricht-schutz-der-zivilbevolkerung" class="wp-block-heading"><span id="hemedti-verspricht-schutz-der-zivilbevoelkerung">Hemedti verspricht Schutz der Zivilbevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Gesandter Haavisto telefonierte mit dem <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-rsf-fuehrungsfiguren-im-sudan/" type="post" id="25092">RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo</a>, genannt Hemedti, über die Lage in El Obeid. Hemedti habe ihm zugesichert, Zivilisten nicht anzugreifen und humanitäre Korridore zur Stadt zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das müssen wir nun so genau wie möglich überprüfen“, sagte Haavisto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat hatte die RSF bereits am 20. Juni aufgefordert, jeden Angriff auf El Obeid einzustellen. Die Ratsmitglieder verlangten zugleich Ermittlungen zu allen Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht und den Schutz der Fluchtwege aus der Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia forderte im Namen der Demokratischen Republik Kongo und Liberias ein sofortiges Ende aller militärischen Vorstöße auf El Obeid. Die Belagerung der Stadt müsse aufgehoben werden. Der Sicherheitsrat solle die bestehenden Sanktionsinstrumente stärker nutzen.</p>



<h2 id="h-usa-verhangen-neue-sanktionen-gegen-sudan" class="wp-block-heading"><span id="usa-verhaengen-neue-sanktionen-gegen-sudan">USA verhängen neue Sanktionen gegen Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verschaerfen-sudan-sanktionen-und-fordern-abzug-von-kolumbianischen-soeldnern/" type="post" id="26669">Die Vereinigten Staaten kündigten im Sicherheitsrat eine zweite Sanktionsrunde gegen Sudan wegen des mutmaßlichen Einsatzes chemischer Waffen an. </a>Washington wirft dem Land einen Verstoß gegen internationales Recht und gegen das Chemiewaffenübereinkommen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sudans Vertreter wies die Anschuldigungen zurück. Die USA hätten keine Beweise für den Einsatz chemischer Waffen durch die sudanesische Armee vorgelegt. Die Frage solle von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen geprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington verhängte zudem Sanktionen gegen acht Personen und Einrichtungen. Ihnen wird vorgeworfen, Beschaffungs- und Rekrutierungsnetzwerke unterstützt zu haben, durch die sowohl die sudanesischen Streitkräfte als auch die RSF ihre Kampfhandlungen ausweiten konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Vertreter Massad Boulos sprach sich außerdem dafür aus, das bislang auf Darfur begrenzte Waffenembargo auf den gesamten Sudan auszuweiten oder ein neues landesweites Embargo zu beschließen.</p>



<h2 id="h-sudan-und-emirate-streiten-uber-externe-unterstutzung" class="wp-block-heading"><span id="sudan-und-emirate-streiten-ueber-externe-unterstuetzung">Sudan und Emirate streiten über externe Unterstützung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Sudans UN-Botschafter beschuldigte die Vereinigten Arabischen Emirate, die RSF mit Waffen zu versorgen. </a>Internationaler Druck auf Abu Dhabi könne den Krieg beenden, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate wiesen den Vorwurf zurück und bezeichneten ihn als Versuch, von der Verantwortung der Kriegsparteien abzulenken. Der emiratische Vertreter Mohamed Issa Abushahab forderte eine sofortige und bedingungslose humanitäre Waffenruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese solle einen sicheren Zugang für Hilfsorganisationen ermöglichen, in einen dauerhaften Waffenstillstand münden und den Weg zu einer zivil geführten politischen Übergangsordnung öffnen. Sollten die Konfliktparteien eine Waffenruhe ablehnen, müsse der Sicherheitsrat Maßnahmen zur Begrenzung ihrer militärischen Möglichkeiten prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China, Russland, Ägypten, Saudi-Arabien, Äthiopien und die Türkei betonten zugleich die Souveränität und territoriale Einheit des Sudan. Mehrere dieser Staaten warnten davor, Armee und RSF politisch gleichzusetzen oder dem Land eine Lösung von außen aufzuzwingen.</p>



<h2 id="h-erstmals-seit-drei-jahren-gemeinsame-politische-gesprache" class="wp-block-heading"><span id="erstmals-seit-drei-jahren-gemeinsame-politische-gespraeche">Erstmals seit drei Jahren gemeinsame politische Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den militärischen Entwicklungen haben die Afrikanische Union, die Europäische Union, die ostafrikanische Regionalorganisation IGAD, die Arabische Liga und die Vereinten Nationen Gespräche mit sudanesischen Parteien, politischen Gruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Beratungen fanden im April am Rande einer internationalen Sudan-Konferenz in Berlin statt. Anfang Juni folgte ein Treffen in Addis Abeba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haavisto bezeichnete die Gespräche als erste Zusammenkunft sudanesischer politischer Akteure seit drei Jahren, bei der nach einer gemeinsamen Grundlage für einen Friedensprozess gesucht werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die als Quintett bezeichnete Gruppe berät über die Bildung eines Vorbereitungskomitees für einen breiten innersudanesischen Dialog. Daneben unterstützen die Vereinten Nationen Bemühungen der Vereinigten Staaten, Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Vereinigten Arabischen Emirate um eine humanitäre Waffenruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Kriegsparteien gingen nach Haavistos Einschätzung weiterhin davon aus, militärische Erfolge erzielen zu können. Regierungen in der Region und am Golf hätten ihm jedoch deutlich gemacht, dass sie eine militärische Lösung des Konflikts nicht für möglich hielten.</p>
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		<title>UN-Chefwahl unter Verdacht: Bericht enthüllt mutmaßliche Hinterzimmerdeals – Macky Sall ohne Integritätszusage</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 21:13:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Posten gegen Stimmen? Ein neuer Bericht dokumentiert mutmaßliche Absprachen zwischen UN-Kandidaten und Vetomächten. Im aktuellen Rennen steht auch Macky Sall wegen einer bislang fehlenden Integritätszusage im Blickpunkt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-chefwahl-unter-verdacht-bericht-enthuellt-mutmassliche-hinterzimmerdeals-macky-sall-ohne-integritaetszusage%2F&amp;action_name=UN-Chefwahl%20unter%20Verdacht%3A%20Bericht%20enth%C3%BCllt%20mutma%C3%9Fliche%20Hinterzimmerdeals%20%E2%80%93%20Macky%20Sall%20ohne%20Integrit%C3%A4tszusage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-chefwahl-unter-verdacht-bericht-enthuellt-mutmassliche-hinterzimmerdeals-macky-sall-ohne-integritaetszusage/">UN-Chefwahl unter Verdacht: Bericht enthüllt mutmaßliche Hinterzimmerdeals – Macky Sall ohne Integritätszusage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats sollen Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs wiederholt politische und personelle Zugeständnisse als Gegenleistung für ihre Unterstützung abverlangt haben. Die Untersuchung wurde am 24. Juni 2026 <a href="https://static1.squarespace.com/static/5399cc0ae4b0705199b37aa3/t/6a3bd52adfe1d1158cfdc163/1782306090978/Backroom+Deals+in+Sec-Gen+selection+-+1+for+8+Billion+report+-+24+June+2026.pdf">veröffentlicht</a>. Die Kampagne „1 for 8 Billion“ dokumentiert 13 mutmaßliche Versuche solcher Tauschgeschäfte in der Geschichte der Vereinten Nationen und sieht Hinweise auf eine Beteiligung aller fünf Vetomächte. <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-verteidigt-bei-un-anhoerung-sein-vorgehen-gegen-proteste-im-senegal/">Mit Macky Sall gehört auch der frühere Präsident Senegals zu den Kandidaten der aktuellen Wahl, die eine öffentliche Integritätsverpflichtung bislang nicht unterstützt haben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veröffentlichung erfolgt kurz vor den vertraulichen Gesprächen des Sicherheitsrats mit den Bewerbern um die Nachfolge von António Guterres.<a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580"> Der neue Generalsekretär oder die neue Generalsekretärin soll das Amt am 1. Januar 2027 antreten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Geheime Absprachen über Spitzenposten könnten die Unabhängigkeit der künftigen UN-Führung bereits vor Amtsantritt einschränken. Besonders betroffen wären Bewerber aus kleineren Staaten und Ländern des Globalen Südens, deren Zugang zu einflussreichen Positionen innerhalb der Organisation durch nationale Machtmonopole begrenzt wird.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-entscheidet-hinter-verschlossenen-turen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-entscheidet-hinter-verschlossenen-tueren">Sicherheitsrat entscheidet hinter verschlossenen Türen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat führt die Auswahl des Generalsekretärs weitgehend vertraulich durch. Die 15 Mitgliedstaaten befragen die Kandidaten zunächst in nicht öffentlichen Sitzungen. Anschließend folgen informelle Probeabstimmungen, bei denen die Mitglieder ihre Zustimmung oder Ablehnung ausdrücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten dieser sogenannten Straw Polls sollen in der letzten Juliwoche beginnen. In einer späteren Phase verwenden die fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die Vereinigten Staaten andersfarbige Stimmzettel als die zehn gewählten Ratsmitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ablehnende Stimme auf einem Stimmzettel der Vetomächte signalisiert, dass ein Kandidat mit einem späteren Veto rechnen muss. Dadurch entsteht erheblicher Druck, vermutete Forderungen eines ständigen Mitglieds zu erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben klar formulierten Tauschgeschäften spielen auch unausgesprochene Erwartungen eine Rolle. Staaten könnten etwa die Besetzung eines hohen UN-Amtes mit einem eigenen Staatsangehörigen verlangen oder davon ausgehen, nach der Wahl für ihre Unterstützung entschädigt zu werden.</p>



<h2 id="h-13-mutmassliche-tauschgeschafte-dokumentiert" class="wp-block-heading"><span id="13-mutmassliche-tauschgeschaefte-dokumentiert">13 mutmaßliche Tauschgeschäfte dokumentiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung stützt sich auf mehr als 40 Gespräche mit früheren Diplomaten, hochrangigen UN-Bediensteten, Kandidaten früherer Auswahlverfahren, Mitgliedern von Wahlkampfteams, Wissenschaftlern und Journalisten. Unter den Gesprächspartnern befanden sich sechs Bewerber aus dem Auswahlverfahren von 2016.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden 13 Fälle identifiziert, in denen Staaten ihre Unterstützung mutmaßlich mit Forderungen oder Angeboten verbunden haben sollen. Etwa die Hälfte dieser Vereinbarungen wurde offenbar angenommen. Die dokumentierten Beispiele gelten als wahrscheinlicher Bruchteil der tatsächlichen Absprachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Angaben beruhen auf vertraulichen Aussagen und historischen Darstellungen. Die betroffenen Vorgänge wurden nicht in allen Fällen öffentlich bestätigt.</p>



<h2 id="h-china-soll-von-kurt-waldheim-einen-spitzenposten-erhalten-haben" class="wp-block-heading"><span id="china-soll-von-kurt-waldheim-einen-spitzenposten-erhalten-haben">China soll von Kurt Waldheim einen Spitzenposten erhalten haben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der frühen Beispiele betrifft die Wahl Kurt Waldheims im Jahr 1971. Nach der Übernahme des chinesischen Sitzes bei den Vereinten Nationen soll die Volksrepublik China einen hochrangigen Posten im UN-Sekretariat verlangt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Waldheim schuf anschließend das Amt des Untergeneralsekretärs für politische Angelegenheiten, Treuhandfragen und Entkolonialisierung und besetzte es mit einem chinesischen Staatsangehörigen. Die zeitliche und politische Verbindung gilt als Hinweis auf eine entsprechende Absprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderes Verhalten zeigte U Thant im Jahr 1961. Frankreich soll von ihm verlangt haben, einen französischen Staatsangehörigen zum Kabinettschef zu ernennen. U Thant wies die Forderung zurück und stellte klar, dass Frankreich seine Kandidatur gegebenenfalls blockieren könne. Frankreich ließ die Forderung daraufhin fallen.</p>



<h2 id="h-frankreich-sicherte-sich-einfluss-auf-un-friedensmissionen" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-sicherte-sich-einfluss-auf-un-friedensmissionen">Frankreich sicherte sich Einfluss auf UN-Friedensmissionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Auswahl Kofi Annans im Jahr 1996 soll Frankreich seine Unterstützung an die Ernennung eines französischen Staatsangehörigen zum Leiter der UN-Friedensmissionen geknüpft haben. Annan akzeptierte die Forderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Auswahlverfahren von 2006 verlangte Frankreich vom späteren Generalsekretär Ban Ki-moon, den Spitzenposten für Friedensoperationen erneut mit einem Franzosen zu besetzen. Seit 1997 wurde dieses Amt durchgehend von französischen Staatsangehörigen geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Praxis wird als „Ringfencing“ bezeichnet. Dabei werden bestimmte Spitzenpositionen faktisch für Angehörige einzelner Staaten oder Staatengruppen reserviert, obwohl sie offiziell nach Qualifikation und unter Berücksichtigung einer breiten geografischen Verteilung besetzt werden sollen.</p>



<h2 id="h-usa-und-grossbritannien-stellten-forderungen-an-ban-ki-moon" class="wp-block-heading"><span id="usa-und-grossbritannien-stellten-forderungen-an-ban-ki-moon">USA und Großbritannien stellten Forderungen an Ban Ki-moon</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten forderten <a href="https://fokus-afrika.de/ban-ki-moon-warnt-vor-bedeutungsverlust-des-sicherheitsrats-ohne-reformen/">Ban Ki-moon</a> 2006 auf, einen US-Amerikaner in eine der höchsten politischen Funktionen des UN-Sekretariats zu berufen. Nach seinem Amtsantritt erhielt ein amerikanischer Staatsangehöriger den entsprechenden Posten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2007 wird die höchste politische Position im Sekretariat ununterbrochen von US-Amerikanern besetzt. Das gilt als Beispiel für ein nationales Monopol, das den Zugang von Bewerbern aus anderen Teilen der Welt einschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien verlangte während Bans Kandidatur, einen Briten mit der Leitung der politischen Angelegenheiten zu betrauen. Ban lehnte diese konkrete Forderung ab. Der humanitäre Spitzenposten der Vereinten Nationen wurde jedoch seit 2007 durchgehend von britischen Staatsangehörigen geführt.</p>



<h2 id="h-guterres-soll-russland-entgegengekommen-sein" class="wp-block-heading"><span id="guterres-soll-russland-entgegengekommen-sein">Guterres soll Russland entgegengekommen sein</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-23401 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1536x864.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch António Guterres wurde vor seiner Wahl im Jahr 2016 mit einer Forderung Russlands konfrontiert. Moskau verlangte die Ernennung eines russischen Staatsangehörigen für eine hohe Position am UN-Hauptsitz als Gegenleistung für seine Zustimmung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres gründete später das Büro der Vereinten Nationen zur Terrorismusbekämpfung und ernannte einen Russen zu dessen Leiter. Diese Position ist weiterhin mit einem russischen Staatsangehörigen besetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spanien, das damals als gewähltes Mitglied dem Sicherheitsrat angehörte und Guterres unterstützte, verlangte ebenfalls eine einflussreiche Aufgabe für einen spanischen Staatsangehörigen. Guterres ernannte später einen Spanier zu seinem leitenden politischen Berater.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Vereinbarungen können Reformen erschweren. Wer bereits vor Amtsantritt bestimmte Posten oder Strukturen zusagt, hat später weniger Spielraum für Veränderungen.</p>



<h2 id="h-spitzenposten-bleiben-unter-den-vetomachten-verteilt" class="wp-block-heading"><span id="spitzenposten-bleiben-unter-den-vetomaechten-verteilt">Spitzenposten bleiben unter den Vetomächten verteilt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere langjährige nationale Besetzungsmuster innerhalb der Vereinten Nationen lassen sich erkennen. Neben dem politischen Spitzenamt für die Vereinigten Staaten und den Friedensoperationen für Frankreich werden die humanitäre Koordination mit Großbritannien und die Leitung der UN-Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten mit China verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vier chinesische Staatsangehörige führten nacheinander die Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten. Seit 1993 stand zudem entweder das UN-Büro in Wien oder das UN-Büro in Genf unter der Leitung eines russischen Staatsangehörigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Monopole widersprechen Artikel 100 der UN-Charta, der die Unabhängigkeit des internationalen Personals von einzelnen Regierungen festschreibt. Auch die Generalversammlung hat seit 1980 in mindestens 15 Resolutionen nationale Monopole auf Spitzenpositionen abgelehnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 2024 angenommene Zukunftspakt der Vereinten Nationen hält ebenfalls fest, dass kein Staat und keine Staatengruppe ein Monopol auf hohe Ämter innerhalb des UN-Systems besitzen soll.</p>



<h2 id="h-macky-sall-unterstutzt-integritatsprinzipien-bislang-nicht" class="wp-block-heading"><span id="macky-sall-unterstuetzt-integritaetsprinzipien-bislang-nicht">Macky Sall unterstützt Integritätsprinzipien bislang nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„1 for 8 Billion“ fordert die Bewerber der aktuellen Wahl auf, die „Principles for Integrity in UN Secretary-General Campaigns“ öffentlich anzuerkennen. Die Grundsätze verpflichten Kandidaten unter anderem dazu, ihre Unabhängigkeit von einzelnen Mitgliedstaaten auch bei der Besetzung hoher Positionen zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Michelle Bachelet, María Fernanda Espinosa, Rebeca Grynspan und Carolyn Rodrigues Birkett haben die Prinzipien unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall und Rafael Grossi haben die Erklärung bislang nicht unterzeichnet. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie Absprachen mit Staaten getroffen haben. Gefordert wird jedoch eine klare Zusage, keine Unterstützung gegen Posten, politische Gefälligkeiten oder den Schutz nationaler Personalmonopole einzutauschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere senegalesische Präsident Sall ist einer von sechs genannten Bewerbern. Seine Kandidatur bringt erstmals seit Jahrzehnten wieder einen prominenten westafrikanischen Politiker in das Rennen um das höchste Amt der Vereinten Nationen.</p>



<h2 id="h-reformdruck-erhoht-bedeutung-der-auswahl" class="wp-block-heading"><span id="reformdruck-erhoeht-bedeutung-der-auswahl">Reformdruck erhöht Bedeutung der Auswahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl fällt in eine Phase finanzieller und politischer Spannungen innerhalb der Vereinten Nationen. Die Organisation steht unter Druck, ihre Strukturen zu verkleinern, Aufgaben neu zu ordnen und auf veränderte geopolitische Machtverhältnisse zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusagen an Vetomächte könnten den Handlungsspielraum der neuen UN-Führung bei solchen Reformen einengen. Vereinbarungen über Personal und Zuständigkeiten könnten bestehende Strukturen schützen, auch wenn organisatorische Veränderungen erforderlich wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefordert wird, keine personellen Gegenleistungen für Stimmen zu verlangen. Kandidaten sollen Gespräche über Spitzenpositionen offenlegen und nationale Monopole beenden. Der künftige Generalsekretär oder die künftige Generalsekretärin soll hohe Ämter öffentlich ausschreiben und nach Qualifikation, Unabhängigkeit sowie geografischer Vielfalt besetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>„Das werden wir auch in Zukunft fortsetzen“: Merz verteidigt Entwicklungspolitik gegenüber der AfD</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/das-werden-wir-auch-in-zukunft-fortsetzen-merz-verteidigt-entwicklungspolitik-gegenueber-der-afd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 12:13:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[GIZ]]></category>
		<category><![CDATA[Jemen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Friedrich Merz weist die AfD-Kritik an deutschen Entwicklungsausgaben zurück und begründet sein Festhalten an der Zusammenarbeit mit einem Treffen mit Senegals Präsidenten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdas-werden-wir-auch-in-zukunft-fortsetzen-merz-verteidigt-entwicklungspolitik-gegenueber-der-afd%2F&amp;action_name=%E2%80%9EDas%20werden%20wir%20auch%20in%20Zukunft%20fortsetzen%E2%80%9C%3A%20Merz%20verteidigt%20Entwicklungspolitik%20gegen%C3%BCber%20der%20AfD&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/das-werden-wir-auch-in-zukunft-fortsetzen-merz-verteidigt-entwicklungspolitik-gegenueber-der-afd/">„Das werden wir auch in Zukunft fortsetzen“: Merz verteidigt Entwicklungspolitik gegenüber der AfD</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit gegen grundsätzliche Kritik der AfD verteidigt und dabei auf die Lage in Senegal verwiesen. In der Regierungsbefragung des Bundestages reagierte der CDU-Politiker auf Fragen des AfD-Abgeordneten Mirco Hanker. Einen mutmaßlichen Betrugsfall bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im Jemen lehnte Merz als Begründung ab, die gesamte Entwicklungspolitik infrage zu stellen. Deutschland werde auch künftig zur Stabilisierung wirtschaftlich schwächerer Regionen beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hanker hatte die Höhe der deutschen Entwicklungsausgaben angesichts des geringen Wirtschaftswachstums kritisiert. Zugleich verwies er auf den Verdacht, dass bei Projekten der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im Jemen mehrere Millionen Euro veruntreut worden sein könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abgeordnete fragte, ob dies auf unzureichende Kontrollen und fehlerhafte Evaluationsverfahren im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hinweise.</p>



<h2 id="h-merz-lehnt-verallgemeinerung-des-giz-falls-ab" class="wp-block-heading"><span id="merz-lehnt-verallgemeinerung-des-giz-falls-ab">Merz lehnt Verallgemeinerung des GIZ-Falls ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundeskanzler widersprach dem Versuch, aus den Vorwürfen gegen ein einzelnes Projekt eine grundsätzliche Kritik an der deutschen Entwicklungszusammenarbeit abzuleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe keine Veranlassung, diesen Einzelfall so zu verallgemeinern, dass ich damit die gesamte deutsche Entwicklungshilfe beziehungsweise die wirtschaftliche Zusammenarbeit, wie wir heute richtigerweise sagen, mit anderen Teilen der Welt infrage stelle“, erklärte Merz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den konkreten Vorwürfen im Jemen, möglichen finanziellen Schäden oder eingeleiteten Untersuchungen machte der Kanzler in seiner Antwort keine weiteren Angaben. Seine Stellungnahme konzentrierte sich auf die politische Bedeutung der deutschen Zusammenarbeit mit Partnerstaaten.</p>



<h2 id="h-treffen-mit-senegals-prasident-pragt-antwort" class="wp-block-heading"><span id="treffen-mit-senegals-praesident-praegt-antwort">Treffen mit Senegals Präsident prägt Antwort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-senegal-wollen-investitionen-und-sicherheitspartnerschaft-ausbauen/" type="post" id="28356">Merz verwies auf ein Treffen mit dem Präsidenten Senegals, das diese Woche stattgefunden hatte. </a>Die Begegnung habe ihm die Lebensbedingungen der Menschen und die Herausforderungen der Region erneut vor Augen geführt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28359 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Sie das Schicksal dieser Menschen sehen, dieser Region sehen, dann verstehen Sie, wie wichtig es ist, dass ein wohlhabendes Land wie die Bundesrepublik Deutschland auch dazu beiträgt, dass sich diese Regionen auf der Welt stabil entwickeln können“, sagte der Bundeskanzler.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/merz-empfaengt-au-kommissionschef-youssouf-vor-sudan-konferenz-in-berlin/">Anschließend bekräftigte er die Fortsetzung dieses Engagements</a>: „Das werden wir auch in Zukunft fortsetzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abgeordnete von CDU und CSU sowie SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterstützten die Antwort mit Beifall. Aus der AfD kamen dagegen Zwischenrufe. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel sprach von herausgeworfenen Steuergeldern und bezeichnete Merz als „Kanzler für den Senegal“.</p>



<h2 id="h-streit-uber-zweck-und-kontrolle-der-entwicklungsausgaben" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-zweck-und-kontrolle-der-entwicklungsausgaben">Streit über Zweck und Kontrolle der Entwicklungsausgaben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">Der Wortwechsel macht unterschiedliche Vorstellungen über die deutsche Entwicklungspolitik sichtbar. </a>Die AfD stellt die Ausgaben mit Blick auf die wirtschaftliche Lage Deutschlands infrage und verbindet ihre Kritik mit Forderungen nach strengeren Kontrollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz verteidigt die wirtschaftliche Zusammenarbeit dagegen als Beitrag zur Stabilisierung von Staaten und Regionen. Dabei stellte er nicht einzelne Programme oder finanzielle Instrumente in den Vordergrund, sondern Deutschlands Verantwortung als wirtschaftlich starkes Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verwendet zunehmend den Begriff wirtschaftliche Zusammenarbeit statt Entwicklungshilfe. Damit verbindet sie klassische entwicklungspolitische Maßnahmen mit Investitionen, wirtschaftlichen Partnerschaften, Beschäftigung und dem Aufbau stabiler staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-wirbt-in-senegal-und-kap-verde-fuer-stabilitaet-und-migrationssteuerung/" type="post" id="24797">Senegal gehört zu den afrikanischen Partnerstaaten Deutschlands.</a> Die bilaterale Zusammenarbeit umfasst unter anderem wirtschaftliche Entwicklung, Energie, Beschäftigung, berufliche Qualifizierung und staatliche Reformen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdas-werden-wir-auch-in-zukunft-fortsetzen-merz-verteidigt-entwicklungspolitik-gegenueber-der-afd%2F&action_name=%E2%80%9EDas%20werden%20wir%20auch%20in%20Zukunft%20fortsetzen%E2%80%9C%3A%20Merz%20verteidigt%20Entwicklungspolitik%20gegen%C3%BCber%20der%20AfD&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/das-werden-wir-auch-in-zukunft-fortsetzen-merz-verteidigt-entwicklungspolitik-gegenueber-der-afd/">„Das werden wir auch in Zukunft fortsetzen“: Merz verteidigt Entwicklungspolitik gegenüber der AfD</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA entziehen Reisepässe bei hohen Unterhaltsschulden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-entziehen-reisepaesse-bei-hohen-unterhaltsschulden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:42:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28424</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die USA entziehen Bürgern mit mehr als 2.500 Dollar Unterhaltsschulden den Reisepass. Im Ausland ist nur eine direkte Rückreise möglich.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-entziehen-reisepaesse-bei-hohen-unterhaltsschulden%2F&amp;action_name=USA%20entziehen%20Reisep%C3%A4sse%20bei%20hohen%20Unterhaltsschulden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-entziehen-reisepaesse-bei-hohen-unterhaltsschulden/">USA entziehen Reisepässe bei hohen Unterhaltsschulden</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung entzieht Staatsbürgern mit erheblichen Rückständen beim Kindesunterhalt gültige Reisepässe oder verweigert die Ausstellung neuer Dokumente. Die US-Mission in Nigeria informierte darüber am 24. Juni 2026. Betroffen sind Personen, die mehr als 2.500 US-Dollar an ausstehenden Unterhaltszahlungen schulden. Amerikaner im Ausland können nach einem Passentzug nur ein zeitlich und räumlich begrenztes Dokument zur direkten Rückkehr in die Vereinigten Staaten erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium setzt die Regelung gemeinsam mit dem US-Gesundheitsministerium um. Die Auslandsvertretung richtete ihre Mitteilung ausdrücklich an US-Bürger in Nigeria und verwies Betroffene an die nächstgelegene US-Botschaft oder ein Konsulat.</p>



<h2 id="h-passsperre-ab-mehr-als-2-500-dollar-ruckstand" class="wp-block-heading"><span id="passsperre-ab-mehr-als-2-500-dollar-rueckstand">Passsperre ab mehr als 2.500 Dollar Rückstand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer mehr als 2.500 Dollar Kindesunterhalt schuldet, erfüllt nach den geltenden US-Bundesvorschriften nicht die Voraussetzungen für einen regulären Reisepass. Das Außenministerium darf in solchen Fällen keinen neuen Pass ausstellen und kann ein bereits gültiges Dokument widerrufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahme betrifft damit nicht nur neue Passanträge. Auch Amerikaner, die sich mit einem gültigen Reisepass außerhalb der Vereinigten Staaten aufhalten, müssen mit dessen Entzug rechnen, wenn ihre Unterhaltsschulden die festgelegte Grenze überschreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Mission sprach von „erheblichen ausstehenden Unterhaltsschulden“. Ob ein Fall an das Außenministerium weitergeleitet wird, erfolgt in Abstimmung mit dem für die Verwaltung des Kindesunterhalts zuständigen Gesundheitsministerium.</p>



<h2 id="h-begrenzter-pass-ermoglicht-nur-die-heimreise" class="wp-block-heading"><span id="begrenzter-pass-ermoeglicht-nur-die-heimreise">Begrenzter Pass ermöglicht nur die Heimreise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">US-Bürger, deren Reisepass während eines Auslandsaufenthalts widerrufen wird, können bei einer Botschaft oder einem Konsulat einen Termin vereinbaren. Dort kann ihnen ein eingeschränkter Pass ausgestellt werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The Department of State, in coordination with <a href="https://x.com/HHSGov?ref_src=twsrc%5Etfw">@HHSGov</a>, is revoking passports of Americans with significant outstanding child support debt. If you are outside the U.S. and your passport is revoked, you can schedule an appointment at the nearest U.S. embassy or consulate for a… <a href="https://t.co/GFyJp006bF">pic.twitter.com/GFyJp006bF</a></p>— U.S. Mission Nigeria (@USinNigeria) <a href="https://x.com/USinNigeria/status/2069798954997264530?ref_src=twsrc%5Etfw">June 24, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Dokument gilt ausschließlich für die direkte Rückreise in die Vereinigten Staaten. Es ersetzt keinen regulären Reisepass und kann nicht für weitere internationale Reisen genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit soll sichergestellt werden, dass Betroffene trotz des Passentzugs in ihr Heimatland zurückkehren können. Für andere Reiseziele oder eine Fortsetzung des Aufenthalts mit einem regulären US-Reisedokument reicht der begrenzte Pass nicht aus.</p>



<h2 id="h-vollwertiger-reisepass-erst-nach-begleichung-der-schulden" class="wp-block-heading"><span id="vollwertiger-reisepass-erst-nach-begleichung-der-schulden">Vollwertiger Reisepass erst nach Begleichung der Schulden</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/US_Army_53425_JBB_Passport_Program_provides_worldwide_experiences-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-28426 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/US_Army_53425_JBB_Passport_Program_provides_worldwide_experiences-1024x731.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/US_Army_53425_JBB_Passport_Program_provides_worldwide_experiences-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/US_Army_53425_JBB_Passport_Program_provides_worldwide_experiences-768x548.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/US_Army_53425_JBB_Passport_Program_provides_worldwide_experiences-380x271.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/US_Army_53425_JBB_Passport_Program_provides_worldwide_experiences-800x571.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/US_Army_53425_JBB_Passport_Program_provides_worldwide_experiences-1160x828.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/US_Army_53425_JBB_Passport_Program_provides_worldwide_experiences.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein neuer Reisepass mit regulärer Gültigkeitsdauer kann erst beantragt werden, nachdem die ausstehenden Unterhaltszahlungen beglichen wurden. Die Zahlung allein führt nicht automatisch zur Ausstellung des Dokuments. Betroffene müssen anschließend einen neuen Passantrag stellen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Mission in Nigeria verwies für weitere Informationen auf das Reiseportal des US-Außenministeriums. Dort finden US-Bürger Hinweise zum Verfahren bei Unterhaltsschulden, zur Passsperre und zu den erforderlichen Schritten nach der Begleichung der Forderungen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-entziehen-reisepaesse-bei-hohen-unterhaltsschulden%2F&action_name=USA%20entziehen%20Reisep%C3%A4sse%20bei%20hohen%20Unterhaltsschulden&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-entziehen-reisepaesse-bei-hohen-unterhaltsschulden/">USA entziehen Reisepässe bei hohen Unterhaltsschulden</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU stockt militärische Unterstützung für Togo auf 15 Millionen Euro auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:31:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Überwachungstechnik, Kommunikationssysteme und Ausrüstung für Einsätze auf See: Die EU erhöht ihre militärische Unterstützung für Togo auf 15 Millionen Euro.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf%2F&amp;action_name=EU%20stockt%20milit%C3%A4rische%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Togo%20auf%2015%20Millionen%20Euro%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf/">EU stockt militärische Unterstützung für Togo auf 15 Millionen Euro auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union erhöht ihre militärische Unterstützung für Togo auf insgesamt 15 Millionen Euro und finanziert zusätzliche Ausrüstung für die Marine des Landes. Der Rat der Europäischen Union fasste den <a href="https://www.eeas.europa.eu/togo/european-union-and-togo_en?s=125">Beschluss</a> am Freitag, 26. Juni 2026. Die neue Maßnahme umfasst fünf Millionen Euro und soll Togos Überwachungs-, Kommunikations- und Interventionsfähigkeiten im Golf von Guinea stärken. Die bereitgestellte Ausrüstung ist nicht für die Anwendung tödlicher Gewalt vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterstützung wird über die Europäische Friedensfazilität finanziert. Mit den Mitteln soll die Togoer Marine Ausrüstung erhalten, die ihren operativen Bedarf bei Einsätzen zur maritimen Sicherheit deckt.</p>



<h2 id="h-marine-erhalt-uberwachungs-und-kommunikationstechnik" class="wp-block-heading"><span id="marine-erhaelt-ueberwachungs-und-kommunikationstechnik">Marine erhält Überwachungs- und Kommunikationstechnik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unterstützungspaket umfasst Überwachungs- und Kommunikationskapazitäten sowie Wartungs- und Unterstützungsausrüstung. Hinzu kommen Instrumente, mit denen die Marine bei Zwischenfällen auf See eingreifen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU verbindet die Maßnahme mit Togos Engagement innerhalb der Jaunde-Architektur. Über diesen Rahmen koordinieren Staaten und regionale Organisationen ihre Zusammenarbeit gegen Piraterie und andere Bedrohungen der maritimen Sicherheit im Golf von Guinea.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beschluss soll zugleich die sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und Togo vertiefen. Darüber hinaus richtet sich die Unterstützung auf eine stärkere regionale Kooperation im gesamten Golf von Guinea.</p>



<h2 id="h-erste-hilfsmassnahme-richtete-sich-auf-togos-landstreitkrafte" class="wp-block-heading"><span id="erste-hilfsmassnahme-richtete-sich-auf-togos-landstreitkraefte">Erste Hilfsmaßnahme richtete sich auf Togos Landstreitkräfte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Finanzierung folgt auf eine erste Unterstützungsmaßnahme über zehn Millionen Euro, die der Rat am 18. Juli 2025 beschlossen hatte. Diese Mittel waren für die Togoer Streitkräfte bestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Paket sollte die Fähigkeit des Landes stärken, seine territoriale Unversehrtheit zu schützen. Dazu zählte auch die Eindämmung einer möglichen Ausbreitung gewaltorientierten Extremismus im Norden Togos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem neuen Beschluss erweitert die EU ihre Unterstützung auf die maritime Sicherheit. Die beiden Maßnahmen erreichen zusammen ein Volumen von 15 Millionen Euro.</p>



<h2 id="h-eu-verbindet-militarhilfe-mit-entwicklungsmassnahmen" class="wp-block-heading"><span id="eu-verbindet-militaerhilfe-mit-entwicklungsmassnahmen">EU verbindet Militärhilfe mit Entwicklungsmaßnahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Förderung der Togoer Streitkräfte ist Teil eines breiteren europäischen Unterstützungspakets. Dieses kombiniert militärische und verteidigungspolitische Instrumente mit Entwicklungszusammenarbeit zur Vorbeugung und Bekämpfung gewaltorientierten Extremismus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="315" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02.jpg" alt="" class="wp-image-28422 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02.jpg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02-300x135.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02-380x171.jpg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-ghana-schliessen-sicherheits-und-verteidigungspartnerschaft/">Daneben unterstützt die EU afrikanisch geführte Einsätze zur maritimen Sicherheit und zur Bekämpfung der Piraterie im Golf von Guinea. </a>Militärische Akteure sollen dort Schiffe, Küstengemeinden und deren wirtschaftliche Lebensgrundlagen schützen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Maßnahme ergänzt außerdem die Sicherheits- und Verteidigungsinitiative der EU für den Golf von Guinea. Die Union hatte diese Initiative im Dezember 2023 gestartet, um Frieden und Stabilität in der Region zu fördern.</p>



<h2 id="h-friedensfazilitat-finanziert-militarische-fahigkeiten-von-partnerstaaten" class="wp-block-heading"><span id="friedensfazilitaet-finanziert-militaerische-faehigkeiten-von-partnerstaaten">Friedensfazilität finanziert militärische Fähigkeiten von Partnerstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Friedensfazilität besteht seit März 2021. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-staerkt-senegals-armee-mit-15-millionen-euro/">Über das Instrument finanziert die EU außenpolitische Maßnahmen mit militärischer oder verteidigungspolitischer Ausrichtung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel können eingesetzt werden, um Konflikten vorzubeugen, Frieden zu sichern und die internationale Sicherheit zu stärken. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Ausrüstung und Unterstützung für Drittstaaten sowie regionale und internationale Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf%2F&action_name=EU%20stockt%20milit%C3%A4rische%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Togo%20auf%2015%20Millionen%20Euro%20auf&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf/">EU stockt militärische Unterstützung für Togo auf 15 Millionen Euro auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>AfD spricht von „realitätsfernem Sozialismus“: Linken-Plan scheitert im Entwicklungsausschuss</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-spricht-von-realitaetsfernem-sozialismus-linken-plan-gegen-scheitert-im-entwicklungsausschuss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:20:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Globale Vermögensteuer, höhere Entwicklungsausgaben und ein Gerechtigkeitscheck: Der umfassende Umverteilungsplan der Linken findet im Entwicklungsausschuss keine Mehrheit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-spricht-von-realitaetsfernem-sozialismus-linken-plan-gegen-scheitert-im-entwicklungsausschuss%2F&amp;action_name=AfD%20spricht%20von%20%E2%80%9Erealit%C3%A4tsfernem%20Sozialismus%E2%80%9C%3A%20Linken-Plan%20scheitert%20im%20Entwicklungsausschuss&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Entwicklungsausschuss des Bundestages hat einen Antrag der Linksfraktion abgelehnt, der den Abbau globaler Ungleichheit zum obersten Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit machen sollte. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/050/2105029.pdf">Abstimmung</a> fand am Mittwoch, 24. Juni 2026, in Berlin statt. Union, SPD und AfD votierten gegen den Vorstoß, Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich. Die Linke blieb damit als einzige Fraktion bei ihrer Forderung nach einer stärkeren Umverteilung von Vermögen und höheren deutschen Entwicklungsausgaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verband die Entwicklungspolitik mit weitreichenden steuer- und wirtschaftspolitischen Veränderungen. Vorgesehen waren unter anderem international koordinierte Steuern auf große Vermögen und Unternehmen, ein „Gerechtigkeitscheck“ für politische Vorhaben sowie die dauerhafte Einhaltung des internationalen Ziels, mindestens 0,7 Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungsleistungen bereitzustellen.</p>



<h2 id="h-linke-fordert-gerechtigkeitscheck-fur-politische-entscheidungen" class="wp-block-heading"><span id="linke-fordert-gerechtigkeitscheck-fuer-politische-entscheidungen">Linke fordert Gerechtigkeitscheck für politische Entscheidungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion wollte Handels- und Wirtschaftsabkommen, Gesetzesvorhaben und die Unternehmensförderung des Bundes darauf prüfen lassen, wie sie sich auf die Verteilung von Einkommen und Vermögen innerhalb und zwischen Staaten auswirken. Ergänzend sollte die Bundesregierung jährlich über die Entwicklung der globalen Ungleichheit berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein neu einzurichtender Expertenrat für globale Gerechtigkeit sollte der Bundesregierung regelmäßig Handlungsempfehlungen vorlegen. Die geplante Entwicklungsstrategie sollte zudem gemeinsam mit deutschen, europäischen und internationalen Akteuren erarbeitet werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg.png" alt="" class="wp-image-22608 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-300x196.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-768x502.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-380x248.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-800x523.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; white-space: normal;">Eine Abgeordnete der Linken erklärte im Ausschuss, ihrer Fraktion gehe es nicht darum, wohlhabenden Menschen ihren Besitz zu entziehen. Sie müssten jedoch einen gerechten Anteil zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben leisten. Während das Vermögen weniger Menschen stark wachse, könnten Millionen trotz Arbeit keine Rücklagen bilden und hätten keinen ausreichenden Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser oder Medikamenten.</span></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung müsse deshalb die Verhandlungen über eine Steuerkonvention der Vereinten Nationen unterstützen. Zusätzliche öffentliche Einnahmen könnten nach Auffassung der Fraktion in Krankenhäuser, Schulen und Verkehrssysteme fließen.</p>



<h2 id="h-globale-steuern-und-hohere-entwicklungsausgaben-gefordert" class="wp-block-heading"><span id="globale-steuern-und-hoehere-entwicklungsausgaben-gefordert">Globale Steuern und höhere Entwicklungsausgaben gefordert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag forderte international abgestimmte Unternehmens-, Finanztransaktions-, Umwelt- und Vermögensteuern. Die Linke griff damit auch Vorschläge für eine globale Steuer auf sehr große Vermögen auf, wie sie unter anderem von Brasilien in internationale Beratungen eingebracht worden waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf nationaler Ebene verlangte die Fraktion die Wiedereinführung einer Vermögensteuer, eine einmalige Abgabe für die reichsten 0,7 Prozent der Bevölkerung und eine Reform der Erbschaftsteuer. Steuervergünstigungen für besonders große Erbschaften sollten gestrichen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben sollte die Bundesregierung eine Reform der Schuldenbremse einleiten. Bei neuen Steuergesetzen wollte die Linke künftig offenlegen lassen, welche Einkommensgruppen und Unternehmen durch Mehr- oder Mindereinnahmen besonders betroffen wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/berlin-haelt-an-entwicklungszielen-fest-laesst-finanzierung-aber-offen/" type="post" id="27301">In der Entwicklungsfinanzierung verlangte die Fraktion, mindestens 0,7 Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungsleistungen bereitzustellen. </a>Davon sollten mindestens 0,2 Prozentpunkte den am wenigsten entwickelten Ländern zugutekommen. Weitere 0,1 Prozent sollten in die globale Gesundheitszusammenarbeit fließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bund-rechnet-mit-fluechtlingskosten-von-ueber-24-milliarden-euro-fuer-das-jahr-2025/" type="post" id="28026">Kosten für die Unterbringung von Geflüchteten in Deutschland, Studienplätze für Menschen aus Ländern des Globalen Südens und internationale Klimafinanzierung sollten nach dem Willen der Linken nicht länger auf die deutsche Entwicklungshilfequote angerechnet werden.</a></p>



<h2 id="h-union-verteidigt-rolle-privaten-kapitals" class="wp-block-heading"><span id="union-verteidigt-rolle-privaten-kapitals">Union verteidigt Rolle privaten Kapitals</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die CDU/CSU-Fraktion wandte sich gegen eine Gegenüberstellung von globaler Gerechtigkeit und wirtschaftlich oder geopolitisch ausgerichteter Entwicklungspolitik. <a href="https://fokus-afrika.de/cdu-mehr-privatwirtschaft-fur-die-entwicklungszusammenarbeit/">Ein Unionsabgeordneter verwies auf den Beitrag privaten Kapitals zu nachhaltiger Entwicklung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere in der globalen Gesundheit finanzierten private Stiftungen Forschungsprojekte und Programme. Die Forderungen der Linken könnten nach Einschätzung der Union dazu führen, dass sich solche Geldgeber zurückziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung setze stattdessen auf eine Verbindung aus öffentlicher Entwicklungszusammenarbeit, privaten Investitionen und lokaler Wertschöpfung. Investitionen sollten zusätzliche Mittel mobilisieren und wirtschaftliche Strukturen in den Partnerländern stärken.</p>



<h2 id="h-spd-warnt-vor-einseitiger-umverteilungslogik" class="wp-block-heading"><span id="spd-warnt-vor-einseitiger-umverteilungslogik">SPD warnt vor einseitiger Umverteilungslogik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD teilte nach eigenen Angaben die Einschätzung, dass die internationale Konzentration von Vermögen demokratische Gesellschaften unter Druck setze. Die Fraktion unterstütze deshalb Bemühungen um nationale und internationale Steuergerechtigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie lehnte es jedoch ab, Entwicklungszusammenarbeit vor allem als Instrument der globalen Umverteilung zu behandeln. Entwicklungspolitik sei zugleich Friedens-, Sicherheits- und Stabilitätspolitik, erklärte ein SPD-Abgeordneter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die pauschale Kritik der Linken an privaten Investitionen wies die SPD zurück. Angesichts begrenzter öffentlicher Haushalte könnten private Mittel einen wichtigen Hebel zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten bilden.</p>



<h2 id="h-afd-warnt-vor-kapitalabfluss" class="wp-block-heading"><span id="afd-warnt-vor-kapitalabfluss">AfD warnt vor Kapitalabfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD bezeichnete den Antrag als „realitätsfernen und globalistischen Sozialismus“. Viele vermögende Menschen engagierten sich über Stiftungen für soziale oder wissenschaftliche Vorhaben, argumentierte ein Abgeordneter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Große Vermögen bestünden zudem häufig aus Unternehmensanteilen oder Immobilien und seien nicht unmittelbar als verfügbares Geld vorhanden. Eine höhere Besteuerung könne Investitionen gefährden, Arbeitsplätze belasten und den Abfluss von Kapital aus Deutschland verstärken.</p>



<h2 id="h-grune-enthalten-sich-wegen-differenzen-bei-steuerplanen" class="wp-block-heading"><span id="gruene-enthalten-sich-wegen-differenzen-bei-steuerplaenen">Grüne enthalten sich wegen Differenzen bei Steuerplänen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-drei-milliarden-euro-fuer-humanitaere-hilfe/">Bündnis 90/Die Grünen unterstützte das grundsätzliche Ziel, globale Ungleichheit abzubauen, und teilte die Kritik der Linken an Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit. </a>Bei der konkreten Ausgestaltung internationaler Steuern bestanden jedoch Differenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/mehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung/" type="post" id="28415">Eine Grünen-Abgeordnete verwies auf den eigenen Antrag ihrer Fraktion zur Einführung einer Übergewinnsteuer.</a> Dieses Modell unterscheide sich von den steuerpolitischen Forderungen der Linken. Die Fraktion enthielt sich deshalb bei der Abstimmung.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-spricht-von-realitaetsfernem-sozialismus-linken-plan-gegen-scheitert-im-entwicklungsausschuss%2F&action_name=AfD%20spricht%20von%20%E2%80%9Erealit%C3%A4tsfernem%20Sozialismus%E2%80%9C%3A%20Linken-Plan%20scheitert%20im%20Entwicklungsausschuss&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afd-spricht-von-realitaetsfernem-sozialismus-linken-plan-gegen-scheitert-im-entwicklungsausschuss/">AfD spricht von „realitätsfernem Sozialismus“: Linken-Plan scheitert im Entwicklungsausschuss</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mehr EU-Entwicklungsgelder: Grünen-Antrag scheitert im Ausschuss trotz Unterstützung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:09:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Feste Quoten oder flexible Geopolitik? Im Bundestagsausschuss scheitert der Grünen-Vorstoß zur künftigen Verteilung europäischer Entwicklungsgelder.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung%2F&amp;action_name=Mehr%20EU-Entwicklungsgelder%3A%20Gr%C3%BCnen-Antrag%20scheitert%20im%20Ausschuss%20trotz%20Unterst%C3%BCtzung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung/">Mehr EU-Entwicklungsgelder: Grünen-Antrag scheitert im Ausschuss trotz Unterstützung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Entwicklungsausschuss des Bundestages hat einen Grünen-Antrag abgelehnt, der die EU-Entwicklungspolitik im Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 mit verbindlichen Ausgabenzielen absichern sollte. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/057/2105755.pdf">Entscheidung</a> fiel am Mittwoch, 24. Juni 2026, in Berlin. Union, SPD und AfD stimmten gegen den Antrag, die Linksfraktion enthielt sich. Hinter der Abstimmung steht ein grundsätzlicher Konflikt über die Frage, wie stark europäische Entwicklungsgelder an feste Ziele gebunden werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollten verhindern, dass Armutsbekämpfung, Klimaschutz und die Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen gegenüber außenwirtschaftlichen, geopolitischen oder migrationspolitischen Interessen der Europäischen Union an Gewicht verlieren. CDU und CSU warnten dagegen vor starren Quoten, die den Handlungsspielraum der EU in einer konfliktreichen Welt einschränken könnten.</p>



<h2 id="h-streit-um-das-neue-instrument-global-europe" class="wp-block-heading"><span id="streit-um-das-neue-instrument-global-europe">Streit um das neue Instrument „Global Europe“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung betrifft den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union. Er legt fest, wofür die EU zwischen 2028 und 2034 Geld ausgeben kann und welche politischen Prioritäten dabei gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle soll das geplante Außenfinanzierungsinstrument „Global Europe“ übernehmen. Der Antrag der Grünen verweist auf eine von der Europäischen Kommission vorgesehene Ausstattung von rund 200 Milliarden Euro. Das Instrument soll unterschiedliche Bereiche des europäischen Außenhandelns zusammenführen und der EU mehr Flexibilität bei der Verwendung ihrer Mittel geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sahen darin die Gefahr, dass klassische entwicklungspolitische Ziele gegenüber europäischen Wirtschafts-, Sicherheits- und Migrationsinteressen zurücktreten. Sie verlangten deshalb verbindliche Vorgaben für die Mittelvergabe sowie eine stärkere Kontrolle durch das Europäische Parlament.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Abgeordnete der Fraktion erklärte im Ausschuss, die EU und ihre Mitgliedstaaten seien zusammen die weltweit größte entwicklungspolitische Geberin. Daraus entstünden Gestaltungsmöglichkeiten in einer Zeit, die von Kriegen, Krisen und Angriffen auf demokratische Strukturen geprägt sei. Entwicklungspolitik müsse partnerschaftliche Beziehungen, Krisenvorsorge und die internationale Handlungsfähigkeit Europas stärken.</p>



<h2 id="h-grune-wollen-entwicklungsgelder-vor-zweckverschiebung-schutzen" class="wp-block-heading"><span id="gruene-wollen-entwicklungsgelder-vor-zweckverschiebung-schuetzen">Grüne wollen Entwicklungsgelder vor Zweckverschiebung schützen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag sah vor, 93 Prozent der Mittel von „Global Europe“ als öffentliche Entwicklungsleistungen abzusichern. Mindestens 15 Prozent sollten durch zivilgesellschaftliche Organisationen umgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sollten feste Ausgabenziele für menschliche Entwicklung, Klima- und Umweltschutz, Geschlechtergerechtigkeit sowie die Unterstützung der am wenigsten entwickelten Länder gelten. Die Grünen verlangten außerdem, die Interessen der Partnerländer und lokaler Akteure stärker in Planung und Umsetzung einzubeziehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsgelder sollten nach ihrem Willen nicht davon abhängig gemacht werden, ob Partnerstaaten Migranten und Geflüchtete zurücknehmen. Der Antrag wandte sich gegen eine politische Konditionierung der Zusammenarbeit durch europäische Migrationsinteressen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Auch die Infrastrukturstrategie „Global Gateway“ sollte enger an entwicklungspolitische Standards gebunden werden. </a>Projekte sollten sich stärker an den Prioritäten der Partnerländer orientieren, lokale Wertschöpfung fördern und keine nicht tragfähige Verschuldung verursachen. Aufträge sollten nach dem Antrag auch an lokale und von Frauen geführte Unternehmen vergeben werden.</p>



<h2 id="h-union-setzt-auf-flexibilitat-und-infrastrukturinvestitionen" class="wp-block-heading"><span id="union-setzt-auf-flexibilitaet-und-infrastrukturinvestitionen">Union setzt auf Flexibilität und Infrastrukturinvestitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die CDU/CSU-Fraktion erkannte an, dass der Antrag grundlegende Fragen zur wertebasierten Ausrichtung der Entwicklungspolitik aufwerfe. Feste Ausgabenquoten seien jedoch keine geeignete Antwort auf die internationale Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Unionsabgeordneter sprach von „ideologischen Ausgabenzielen“, die falsche Prioritäten setzen könnten. In fragilen Regionen müssten vielmehr wirtschaftliche Perspektiven entstehen. Investitionen in Infrastruktur könnten Arbeitsplätze schaffen und den Menschen Gründe geben, in ihren Herkunftsländern zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/cdu-mehr-privatwirtschaft-fur-die-entwicklungszusammenarbeit/" type="post" id="11452">Die Union stehe für „Global Europe“ als starkes und flexibles Instrument, für haushalterische Verantwortung und eine „realistische Geopolitik“, sagte der Abgeordnete.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD kritisierte besonders die Forderung, mindestens 15 Prozent der Mittel für zivilgesellschaftliche Organisationen vorzusehen. Ein Abgeordneter bezeichnete dies als Unterstützungsgarantie für den Grünen nahestehende Nichtregierungsorganisationen auf Kosten der Steuerzahler.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afd-hakt-nach-bmz-oeffnet-entwicklungspolitik-staerker-fuer-unternehmen/" type="post" id="27303">Zugleich verlangte die AfD, europäische Finanzhilfen stärker an Bedingungen zu knüpfen.</a> Dies solle insbesondere für die Zusammenarbeit bei der Rücknahme irregulärer Migranten gelten.</p>



<h2 id="h-spd-sieht-viele-forderungen-bereits-umgesetzt" class="wp-block-heading"><span id="spd-sieht-viele-forderungen-bereits-umgesetzt">SPD sieht viele Forderungen bereits umgesetzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/pistorius-fordert-staerkere-verzahnung-von-entwicklungs-und-sicherheitspolitik/" type="post" id="20619">Die SPD erklärte, sie teile mehrere Ziele des Antrags.</a> Dazu gehörten die Stärkung multilateraler Zusammenarbeit, die Orientierung an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und am Pariser Klimaabkommen sowie eine partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Punkte seien jedoch bereits Bestandteil deutscher und europäischer Politik, sagte eine SPD-Abgeordnete. Sie verwies auf die EU-Infrastrukturinitiative „Global Gateway“. Der Antrag bleibe zugleich vage bei der Frage, wie entwicklungspolitische Ziele unter den Bedingungen einer konfliktreicheren Welt durchgesetzt werden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion unterstützte die stärkere Einbindung lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen und lehnte eine Verknüpfung von Entwicklungsgeldern mit der Aufnahme zurückgeführter Migranten ebenfalls ab. Sie enthielt sich dennoch, weil die im Antrag genannten EU-Initiativen nach ihrer Einschätzung zu stark auf die Mobilisierung privaten Kapitals setzen.</p>
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			<media:title type="html">Berlin 2012</media:title>
			<media:description type="html">Berlin 2012</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland und Kenia treiben Investitionen in IT, Ausbildung und Geothermie voran</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-und-kenia-treiben-investitionen-in-it-ausbildung-und-geothermie-voran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 11:31:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[EAC]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland und Kenia vertiefen ihre Wirtschaftsbeziehungen: Neue Kooperationen betreffen IT-Fachkräfte, technische Ausbildung und die Nutzung von Geothermie. Die Bundesregierung will Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung enger verbinden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-und-kenia-treiben-investitionen-in-it-ausbildung-und-geothermie-voran%2F&amp;action_name=Deutschland%20und%20Kenia%20treiben%20Investitionen%20in%20IT%2C%20Ausbildung%20und%20Geothermie%20voran&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-kenia-treiben-investitionen-in-it-ausbildung-und-geothermie-voran/">Deutschland und Kenia treiben Investitionen in IT, Ausbildung und Geothermie voran</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutsche und kenianische Unternehmen haben bei einem Wirtschaftstag in Berlin neue Kooperationen zur Fachkräfteausbildung, digitalen Beschäftigung und Nutzung von Geothermie vereinbart. Die Projekte wurden unmittelbar vor den anschließenden deutsch-kenianischen Regierungsverhandlungen vorgestellt. Deutschland will die Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung enger verbinden, um mehr private Investitionen deutscher Unternehmen in Kenia zu ermöglichen. Das bilaterale Handelsvolumen stieg 2025 um 23 Prozent auf 590 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An dem Wirtschaftstag nahmen rund 100 Vertreter aus Politik und Wirtschaft teil. Dazu gehörten etwa 40 deutsche Unternehmen, eine Delegation des kenianischen Privatsektors und Kenias Minister für Handel und Investitionen, Lee Kinyanjui.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt standen erneuerbare Energien, digitale Wirtschaft, Agrarwirtschaft sowie Fachkräfteausbildung und Arbeitsmigration. In diesen Bereichen arbeiten die deutsche Entwicklungszusammenarbeit und die kenianische Regierung bereits zusammen.</p>



<h2 id="h-ausbildungszentrum-fur-moderne-kunststoffverarbeitung" class="wp-block-heading"><span id="ausbildungszentrum-fuer-moderne-kunststoffverarbeitung">Ausbildungszentrum für moderne Kunststoffverarbeitung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Kunststoffhersteller Ensinger und das kenianische Unternehmen Indevo Limited vereinbarten den Aufbau eines Ausbildungs- und Demonstrationszentrums in Kenia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den kommenden drei Jahren sollen dort mehr als 100 Fachkräfte und Ausbilder für moderne Verarbeitungstechnologien qualifiziert werden. Das Vorhaben wird als öffentlich-private Partnerschaft über die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zentrum soll berufliche Qualifizierung und praktische Anwendung miteinander verbinden. Neben der Ausbildung von Fachkräften ist die Demonstration moderner Produktionsverfahren vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kooperation greift einen Bedarf auf, der deutsche Unternehmen bei ihrem Engagement in afrikanischen Märkten regelmäßig beschäftigt. Investitionen in Produktion und technische Dienstleistungen hängen vielfach davon ab, ob qualifizierte Arbeitskräfte vor Ort verfügbar sind.</p>



<h2 id="h-it-fachkrafte-sollen-aus-kenia-fur-deutsche-unternehmen-arbeiten" class="wp-block-heading"><span id="it-fachkraefte-sollen-aus-kenia-fuer-deutsche-unternehmen-arbeiten">IT-Fachkräfte sollen aus Kenia für deutsche Unternehmen arbeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Vereinbarung betrifft den digitalen Arbeitsmarkt. Die deutschen IT-Unternehmen Heinlein Support und netspice arbeiten künftig mit dem kenianischen Technologieunternehmen CCI Kenya und der afrikanischen Talentplattform Global Careers Africa zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partner wollen kenianische IT-Fachkräfte qualifizieren und an deutsche Unternehmen vermitteln. Die Beschäftigten sollen überwiegend aus Kenia heraus für den internationalen Digitalsektor arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Firmen erhalten damit Zugang zu ausgebildeten Fachkräften, ohne dass diese zwingend nach Deutschland übersiedeln müssen. Für kenianische Beschäftigte entstehen Arbeitsmöglichkeiten in international tätigen Unternehmen und digitalen Dienstleistungsbereichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afd-stellt-migrationsabkommen-mit-kenia-in-frage/">Die Kooperation verbindet Fachkräftesicherung mit der Schaffung von Arbeitsplätzen in Kenia.</a> Sie ergänzt die zwischen beiden Staaten vereinbarten Programme zur legalen Arbeitsmigration und beruflichen Mobilität.</p>



<h2 id="h-deutsche-technik-soll-kenias-geothermie-effizienter-machen" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-technik-soll-kenias-geothermie-effizienter-machen">Deutsche Technik soll Kenias Geothermie effizienter machen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Energiesektor wurde eine neue Zusammenarbeit vereinbart. Das Rostocker Unternehmen IntecGMK und die staatliche kenianische Geothermal Development Company wollen bislang ungenutzte Niedrigtemperatur-Geothermie erschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es um Erdwärme, deren Temperatur für die herkömmliche Stromerzeugung häufig als zu niedrig gilt. Mit angepassten technischen Verfahren kann sie dennoch zur Energiegewinnung oder für industrielle Prozesse genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partner wollen zugleich die Effizienz bestehender Geothermieanlagen erhöhen und zusätzliche erneuerbare Energie verfügbar machen. Kenia gehört bereits zu den afrikanischen Staaten mit der stärksten Nutzung von Erdwärme und baut den Sektor seit Jahren aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit soll deutsche Technologie mit den geologischen Ressourcen und den Erfahrungen kenianischer Energieunternehmen verbinden. Erneuerbare Energien gehören neben Digitalisierung, Landwirtschaft und Ausbildung zu den Schwerpunkten der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-verbindet-entwicklungspolitik-mit-exportforderung" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-verbindet-entwicklungspolitik-mit-exportfoerderung">Bundesregierung verbindet Entwicklungspolitik mit Exportförderung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan warb auf dem Wirtschaftstag für ein stärkeres Engagement deutscher Unternehmen in Kenia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollen, dass mehr deutsche Unternehmen den Schritt nach Kenia machen, gerade in Zukunftsbranchen wie erneuerbare Energien oder der Digitalwirtschaft“, <a href="https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/wirtschaftstag-kenia-315898">erklärte</a> die Ministerin. Die Entwicklungspolitik solle dazu beitragen, aus Geschäftsideen Investitionen und Arbeitsplätze entstehen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Stefan Rouenhoff, verwies auf den im Koalitionsvertrag festgelegten Kurs der Bundesregierung. Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit sollen enger miteinander verzahnt und stärker an strategischen wirtschaftlichen Zielen ausgerichtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„So greifen wir die Anliegen der Wirtschaft auf und richten unsere Zusammenarbeit stärker an den praktischen Bedarfen der Unternehmen aus“, sagte Rouenhoff. Die Ergebnisse des Wirtschaftstages sollen in die deutsch-kenianischen Regierungsverhandlungen einfließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung setzt damit stärker auf die Beteiligung privater Unternehmen an Projekten, die bislang vor allem über klassische Entwicklungsprogramme finanziert wurden. Staatliche Förderung soll Investitionsrisiken mindern, Kontakte vermitteln und gemeinsame Vorhaben zwischen deutschen und kenianischen Firmen ermöglichen.</p>



<h2 id="h-kenia-ist-deutschlands-grosster-absatzmarkt-in-ostafrika" class="wp-block-heading"><span id="kenia-ist-deutschlands-groesster-absatzmarkt-in-ostafrika">Kenia ist Deutschlands größter Absatzmarkt in Ostafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region/">Kenia ist Deutschlands wichtigster Absatzmarkt in Ostafrika und zugleich ein wirtschaftliches Drehkreuz für die Ostafrikanische Gemeinschaft. </a>Rund 120 deutsche Unternehmen sind bereits in dem Land vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bilaterale Handelsvolumen erreichte 2025 nach Angaben der Bundesregierung 590 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 23 Prozent.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nairobi_City_tour-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28397 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nairobi_City_tour-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nairobi_City_tour-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nairobi_City_tour-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nairobi_City_tour-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nairobi_City_tour-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nairobi_City_tour-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nairobi_City_tour.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kenia bietet deutschen Unternehmen Zugang zu einem größeren regionalen Markt. Die Ostafrikanische Gemeinschaft umfasst mehrere Staaten mit einer zusammen deutlich größeren Bevölkerung als Kenia allein. Nairobi ist zudem Sitz zahlreicher internationaler Organisationen sowie ein regionales Zentrum für Technologie, Finanzdienstleistungen und Logistik.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die kenianische Regierung wirbt seit Längerem um zusätzliche private Investitionen aus Deutschland. Dabei stehen neben Energie und Digitalisierung auch Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und der Ausbau regionaler Lieferketten auf der Agenda.</p>



<h2 id="h-landwirtschaft-und-fachkrafte-bleiben-zentrale-themen" class="wp-block-heading"><span id="landwirtschaft-und-fachkraefte-bleiben-zentrale-themen">Landwirtschaft und Fachkräfte bleiben zentrale Themen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landwirtschaft beschäftigt einen großen Teil der kenianischen Bevölkerung, ist jedoch zunehmend von Dürren, Ernteausfällen und unsicheren Versorgungsketten betroffen. Investitionen in Verarbeitung, Lagerung, Bewässerung und Logistik sollen die lokale Produktion stärken und Verluste entlang der Lieferketten verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Qualifizierung von Arbeitskräften gehört zu den Schwerpunkten der deutsch-kenianischen Zusammenarbeit. Deutschland sucht Fachkräfte in technischen, digitalen und handwerklichen Berufen. Kenia verfügt über eine junge Bevölkerung und einen wachsenden Ausbildungs- und Technologiesektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wirtschaftstag wurde gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung organisiert. Beteiligt waren außerdem die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die Delegation der Deutschen Wirtschaft für Ostafrika und der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-und-kenia-treiben-investitionen-in-it-ausbildung-und-geothermie-voran%2F&action_name=Deutschland%20und%20Kenia%20treiben%20Investitionen%20in%20IT%2C%20Ausbildung%20und%20Geothermie%20voran&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-kenia-treiben-investitionen-in-it-ausbildung-und-geothermie-voran/">Deutschland und Kenia treiben Investitionen in IT, Ausbildung und Geothermie voran</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Nairobi_City_tour</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung setzt Nord-Süd-Kommission ein – Olaf Scholz übernimmt Vorsitz</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-setzt-nord-sued-kommission-ein-olaf-scholz-uebernimmt-vorsitz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 11:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Olaf Scholz und Costa Ricas frühere Präsidentin Laura Chinchilla übernehmen den Vorsitz einer neuen Nord-Süd-Kommission. Mindestens die Hälfte ihrer Mitglieder soll aus dem Globalen Süden kommen und an Deutschlands künftiger Entwicklungspolitik mitarbeiten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-setzt-nord-sued-kommission-ein-olaf-scholz-uebernimmt-vorsitz%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20setzt%20Nord-S%C3%BCd-Kommission%20ein%20%E2%80%93%20Olaf%20Scholz%20%C3%BCbernimmt%20Vorsitz&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-setzt-nord-sued-kommission-ein-olaf-scholz-uebernimmt-vorsitz/">Bundesregierung setzt Nord-Süd-Kommission ein – Olaf Scholz übernimmt Vorsitz</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat eine neue entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission eingesetzt und den früheren Bundeskanzler Olaf Scholz sowie Costa Ricas frühere Präsidentin Laura Chinchilla mit dem gemeinsamen Vorsitz betraut. Den Beschluss fasste das Bundeskabinett am 24. Juni. Das Gremium soll neue Partnerschaftsmodelle mit Ländern des Globalen Südens entwickeln und Vorschläge für die internationale Entwicklungsagenda nach 2030 vorlegen. Mindestens die Hälfte der rund 20 Mitglieder soll aus dem Globalen Süden kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommission trägt den Namen Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission, kurz ENSK. Sie soll unabhängig arbeiten und der Bundesregierung Empfehlungen zur künftigen Ausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik vorlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan begründete die Einrichtung mit den veränderten internationalen Kräfteverhältnissen. „Die globale Ordnung verschiebt sich – hin zu mehr multipolaren Machtzentren“, erklärte die Ministerin. Deutschland benötige stabile Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens, um weiterhin an der Gestaltung internationaler Prozesse mitzuwirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch aus der SPD-Bundestagsfraktion kommt Unterstützung für die Entscheidung. Sanae Abdi, entwicklungspolitische Sprecherin, bezeichnete die Einsetzung der Kommission als wichtigen Schritt für eine gerechtere internationale Zusammenarbeit. „Damit nimmt ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrages nun Gestalt an“, erklärte sie.</p>



<h2 id="h-scholz-und-chinchilla-sollen-mitglieder-auswahlen" class="wp-block-heading"><span id="scholz-und-chinchilla-sollen-mitglieder-auswaehlen">Scholz und Chinchilla sollen Mitglieder auswählen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Olaf Scholz und Laura Chinchilla sollen die weiteren Mitglieder der Kommission benennen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stimmt die Besetzung mit dem Auswärtigen Amt ab.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-01-23_Politik_SPD-Kanzlerkandidat_Olaf_Scholz_im_Gespraech_in_Erfurt_STP_6031-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28390 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-01-23_Politik_SPD-Kanzlerkandidat_Olaf_Scholz_im_Gespraech_in_Erfurt_STP_6031-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-01-23_Politik_SPD-Kanzlerkandidat_Olaf_Scholz_im_Gespraech_in_Erfurt_STP_6031-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-01-23_Politik_SPD-Kanzlerkandidat_Olaf_Scholz_im_Gespraech_in_Erfurt_STP_6031-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-01-23_Politik_SPD-Kanzlerkandidat_Olaf_Scholz_im_Gespraech_in_Erfurt_STP_6031-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-01-23_Politik_SPD-Kanzlerkandidat_Olaf_Scholz_im_Gespraech_in_Erfurt_STP_6031-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-01-23_Politik_SPD-Kanzlerkandidat_Olaf_Scholz_im_Gespraech_in_Erfurt_STP_6031-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-01-23_Politik_SPD-Kanzlerkandidat_Olaf_Scholz_im_Gespraech_in_Erfurt_STP_6031.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Scholz war von 2021 bis 2025 Bundeskanzler. Zuvor amtierte der SPD-Politiker unter anderem als Bundesfinanzminister, Vizekanzler und Erster Bürgermeister von Hamburg.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Chinchilla war von 2010 bis 2014 Präsidentin Costa Ricas. Die Politikwissenschaftlerin hatte zuvor unter anderem als Vizepräsidentin, Justizministerin und Ministerin für öffentliche Sicherheit gearbeitet. Damit übernehmen zwei frühere Regierungschefs aus dem Globalen Norden und dem Globalen Süden gemeinsam die Leitung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist ein wichtiges Signal und eine große Freude, dass sich mit Laura Chinchilla und Olaf Scholz zwei weltweit hoch geschätzte und multilateral erfahrene Co-Vorsitzende für diese Aufgabe einsetzen werden“, erklärte Alabali Radovan.</p>



<h2 id="h-globaler-suden-erhalt-mindestens-die-halfte-der-sitze" class="wp-block-heading"><span id="globaler-sueden-erhaelt-mindestens-die-haelfte-der-sitze">Globaler Süden erhält mindestens die Hälfte der Sitze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einsetzungsbeschluss legt fest, dass die Kommission mindestens zur Hälfte mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Globalen Süden besetzt werden muss. Die Mitglieder sollen aus Politik, Wissenschaft, Privatwirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Arbeitsweise soll eine gleichberechtigte Beteiligung sichern. Tagesordnungen und Themen dürfen demnach nicht allein von deutscher Seite oder von den Vertreterinnen und Vertretern des Globalen Nordens festgelegt werden. Die Kommission soll ihre inhaltlichen Schwerpunkte gemeinsam mit den Mitgliedern aus dem Globalen Süden entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Begleitend sind regionale Konsultationen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa geplant. Think Tanks und Forschungseinrichtungen können mit Studien und Analysen in die Arbeit einbezogen werden. Interessenvertretungen und externe Fachleute sollen über zusätzliche Gesprächs- und Dialogformate beteiligt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommission erhält außerdem einen strategischen Begleitkreis. In ihm sollen Mitglieder des Bundestages, Vertreter anderer Bundesministerien, Unternehmen, Gewerkschaften, politische Stiftungen, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Jugendorganisationen und Einrichtungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zusammenarbeiten.</p>



<h2 id="h-neue-partnerschaften-in-einer-multipolaren-welt" class="wp-block-heading"><span id="neue-partnerschaften-in-einer-multipolaren-welt">Neue Partnerschaften in einer multipolaren Welt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verbindet mit der Kommission eine Neuausrichtung der Beziehungen zu Ländern des Globalen Südens. Sie soll bestehende Partnerschaften überprüfen, neue Kooperationsmodelle entwickeln und deutsche Interessen mit den Positionen der beteiligten Länder verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sanae Abdi betonte in diesem Zusammenhang die strategische Bedeutung des Vorhabens: „Deutschland will und muss die Beziehungen zu den Ländern des Globalen Südens strategisch weiterentwickeln und den Herausforderungen einer veränderten Weltordnung aktiv begegnen.“ Die Idee einer solchen Kommission habe eine lange sozialdemokratische Tradition. Bereits die Brandt-Kommission habe gezeigt, dass Frieden, Wohlstand und Stabilität nicht getrennt voneinander gedacht werden könnten – ein Gedanke, der heute aktueller denn je sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Einsetzungsbeschluss ist von einer „sich drastisch verändernden Welt“ die Rede. Die Kommission soll die entwicklungspolitischen Beziehungen Deutschlands intensivieren, breiter aufstellen und zu einem internationalen Netzwerk ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei richtet sich die Arbeit nicht nur auf klassische Entwicklungsprogramme. Die Mitglieder sollen sich auch mit multilateralen Reformprozessen, neuen Formen internationaler Zusammenarbeit und der Rolle des Globalen Südens in einer zunehmend multipolaren Ordnung befassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Entwicklungsministerium will die Arbeit eng mit dem Auswärtigen Amt abstimmen. Ein beim Ministerium angesiedeltes Sekretariat übernimmt die organisatorische und inhaltliche Unterstützung. Über ihre internen Abläufe soll die Kommission ansonsten eigenständig entscheiden.</p>



<h2 id="h-kommission-soll-zeit-nach-der-agenda-2030-vorbereiten" class="wp-block-heading"><span id="kommission-soll-zeit-nach-der-agenda-2030-vorbereiten">Kommission soll Zeit nach der Agenda 2030 vorbereiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt liegt auf der Zukunft der globalen Nachhaltigkeitsziele. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung läuft zum Ende des Jahrzehnts aus. Die Nord-Süd-Kommission soll Empfehlungen für eine mögliche Nachfolgeagenda erarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Positionen und Zwischenergebnisse sind für 2027 vorgesehen. In diesem Jahr jährt sich die Gründung der historischen Nord-Süd-Kommission zum 50. Mal. Zugleich soll ein Gipfel zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen den internationalen Prozess zur Zeit nach 2030 vorantreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Kommission knüpft ausdrücklich an das 1977 gegründete und vom früheren Bundeskanzler Willy Brandt geleitete Gremium an. Die Bundesregierung greift damit ein Modell auf, bei dem frühere Regierungschefs, internationale Organisationen und Fachleute aus verschiedenen Weltregionen gemeinsame Empfehlungen zur Nord-Süd-Zusammenarbeit entwickeln.</p>



<h2 id="h-auftakt-bei-der-hamburg-sustainability-conference" class="wp-block-heading"><span id="auftakt-bei-der-hamburg-sustainability-conference">Auftakt bei der Hamburg Sustainability Conference</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommission nimmt ihre Arbeit am 30. Juni bei der Hamburg Sustainability Conference auf. Scholz und Chinchilla sollen dort erstmals gemeinsam in ihrer neuen Funktion auftreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden zwei Jahren sind regelmäßige Sitzungen, regionale Konsultationen und Beiträge zu internationalen Konferenzen geplant. Neben der Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz soll die Kommission auch an Veranstaltungen der Vereinten Nationen teilnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sanae Abdi betonte abschließend die Dringlichkeit: „Es ist gut, dass das Bundeskabinett diesen Schritt jetzt gegangen ist. Nun kommt es darauf an, dass die Kommission schnell besetzt wird und ihre Arbeit aufnimmt.“ Angesichts globaler Krisen, wachsender geopolitischer Spannungen und tiefgreifender Veränderungen in den internationalen Beziehungen brauche es zügig konkrete Empfehlungen für eine zukunftsfähige globale Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der formale Einsetzungsbeschluss sieht den Abschluss der Arbeit bis zum Ende der 21. Wahlperiode des Bundestages vor. Das Entwicklungsministerium plant einen ausführlichen Abschlussbericht für Ende 2028.</p>
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			<media:description type="html">Bundeskanzler Olaf Scholz gibt ein Statement zur tödlichen Messerattacke in Aschaffenburg</media:description>
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		<title>Wahlen in Sambia: Streit über Armee und Wahlregeln wächst – EU entsendet Wahlbeobachter</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wahlen-in-sambia-streit-ueber-armee-und-wahlregeln-waechst-eu-entsendet-wahlbeobachter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 10:34:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die EU entsendet mehr als 70 Experten und Beobachter zu Sambias Wahlen. Kurz vor der Abstimmung verschärft sich der Streit über Armeeeinsätze, Wahlkampfregeln und die Unabhängigkeit staatlicher Institutionen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwahlen-in-sambia-streit-ueber-armee-und-wahlregeln-waechst-eu-entsendet-wahlbeobachter%2F&amp;action_name=Wahlen%20in%20Sambia%3A%C2%A0Streit%20%C3%BCber%20Armee%20und%20Wahlregeln%20w%C3%A4chst%20%E2%80%93%C2%A0EU%20entsendet%20Wahlbeobachter&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wahlen-in-sambia-streit-ueber-armee-und-wahlregeln-waechst-eu-entsendet-wahlbeobachter/">Wahlen in Sambia: Streit über Armee und Wahlregeln wächst – EU entsendet Wahlbeobachter</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union entsendet eine Wahlbeobachtungsmission nach Sambia, während sich der Streit über die Rolle des Militärs und die Regeln des Wahlkampfs verschärft. Die allgemeinen Wahlen finden am 13. August 2026 statt. Juristen und zivilgesellschaftliche Organisationen warnen vor möglichen Eingriffen in die Versammlungsfreiheit und die zivile Kontrolle des Wahlprozesses. Präsident Hakainde Hichilema verspricht dagegen freie, faire und friedliche Wahlen.</p>



<h2 id="h-eu-schickt-landesweit-wahlbeobachter" class="wp-block-heading"><span id="eu-schickt-landesweit-wahlbeobachter">EU schickt landesweit Wahlbeobachter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU reagiert mit der Mission auf eine formelle Einladung der sambischen Regierung. Die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, ernannte den irischen Europaabgeordneten Michael McNamara zum Leiter der Wahlbeobachtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kernteam aus elf Wahlexperten soll Ende Juni in Sambia eintreffen. Später werden 32 Langzeitbeobachter in verschiedene Landesteile entsandt. Kurz vor dem Wahltag kommen weitere 32 Kurzzeitbeobachter hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission soll den Wahlprozess unabhängig und unparteiisch anhand der sambischen Gesetze sowie internationaler und regionaler Standards bewerten. Dazu gehören die Registrierung der Wähler, der Wahlkampf, die Arbeit der Wahlbehörden, die Abstimmung und die Auszählung der Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die EU hat seit 2001 jede allgemeine Wahl in Sambia beobachtet. Das ist ein Zeichen unserer langjährigen Partnerschaft“, <a href="https://www.eeas.europa.eu/eeas/zambia-european-union-deploys-election-observation-mission-1_en">erklärte</a> McNamara. Es handelt sich um die sechste EU-Wahlbeobachtungsmission in dem südafrikanischen Land.</p>



<h2 id="h-armeechef-gerat-wegen-ausserungen-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="armeechef-geraet-wegen-aeusserungen-unter-druck">Armeechef gerät wegen Äußerungen unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entsendung fällt in eine Phase wachsender Auseinandersetzungen über die Zuständigkeiten staatlicher Institutionen. Ein Bündnis sambischer Nichtregierungsorganisationen verlangt vom Oberbefehlshaber des Heeres, Generalleutnant Geoffrey Zyeele, Äußerungen zur Sicherung der öffentlichen Ordnung während der Wahlen zurückzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-hichilema-ernennt-neuen-armeechef-und-weitere-hochrangige-beamte/" type="post" id="10789">Zyeele soll bei einem öffentlichen Auftritt in der Ostprovinz erklärt haben, die Armee werde vor, während und nach den Wahlen keine Handlungen zulassen, die Frieden und Ordnung gefährdeten.</a> Die Organisationen sehen darin eine Überschreitung der verfassungsrechtlichen Grenzen zwischen Armee und Polizei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Juristin Linda Kasonde bezeichnete die Äußerungen im Namen des Bündnisses als „verfassungsrechtlich unzulässig und zutiefst alarmierend“. Sie könnten den demokratischen Charakter der Wahlen und die bürgerlichen Freiheiten der Bevölkerung gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sambische Armee sei in erster Linie für die Verteidigung der staatlichen Souveränität und der territorialen Unversehrtheit gegen äußere Bedrohungen zuständig, erklärte das Bündnis. Die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit falle dagegen in den Verantwortungsbereich der Polizei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Einsatz des Militärs im Inneren sei nur unter eng begrenzten außergewöhnlichen Bedingungen zulässig. Dazu könnten ein erklärter Notstand oder andere gesetzlich geregelte Ausnahmesituationen gehören. Solche Voraussetzungen lägen derzeit nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisationen forderten Präsident Hichilema in seiner Funktion als Oberbefehlshaber der Streitkräfte auf, die Grenzen eines möglichen Armeeeinsatzes öffentlich klarzustellen. Eine Reaktion des Heeres lag zunächst nicht vor.</p>



<h2 id="h-juristen-widersprechen-der-wahlkommission" class="wp-block-heading"><span id="juristen-widersprechen-der-wahlkommission">Juristen widersprechen der Wahlkommission</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die geplante Steuerung des Präsidentschaftswahlkampfs durch die Wahlkommission sorgt für Widerstand. Die Law Association of Zambia, der sambische Juristenverband, verlangt von der Electoral Commission of Zambia die Rücknahme eines vorgesehenen Zeitplans für Wahlkampfveranstaltungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident des Verbandes, Arnold Kaluba, fordert umfassende Gespräche mit Parteien, zivilgesellschaftlichen Gruppen und Religionsgemeinschaften, bevor neue Regeln in Kraft treten. Maßnahmen, die politische Versammlungen betreffen, müssten rechtmäßig, angemessen und verhältnismäßig sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit begann nach einer Ankündigung des leitenden Wahlbeamten Brown Kasaro. Die Kommission plant ein festes Programm für öffentliche Auftritte der Präsidentschaftskandidaten, um Überschneidungen zu vermeiden und allen Bewerbern einen geordneten Wahlkampf zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Juristen kritisieren nicht das Ziel, Veranstaltungen zu koordinieren, sondern das Verfahren. Betroffene Parteien seien erst einbezogen worden, nachdem die Kommission ihre Absicht bereits öffentlich gemacht habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Auftrag der Kommission besteht darin, Wahlen zu organisieren, nicht darin, den Parteien vorzuschreiben, wie sie mit den Wählern in Kontakt treten“, erklärte Kaluba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherige Anweisung betrifft nach einer Klarstellung der Regierung ausschließlich Veranstaltungen mit Präsidentschaftskandidaten. Bewerber um Sitze im Parlament sowie Kandidaten für Bürgermeisterämter und kommunale Mandate können ihre Wahlkampfaktivitäten fortsetzen.</p>



<h2 id="h-hichilema-verspricht-einen-friedlichen-urnengang" class="wp-block-heading"><span id="hichilema-verspricht-einen-friedlichen-urnengang">Hichilema verspricht einen friedlichen Urnengang</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Hichilema hat den Vorwürfen und Warnungen ein öffentliches Versprechen für glaubwürdige Wahlen entgegengesetzt. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-hichilema-verspricht-freie-und-faire-wahlen-in-sambia/" type="post" id="25940">Bei einer religiösen Veranstaltung der Siebenten-Tags-Adventisten in Lusaka erklärte er, die Abstimmung werde frei, fair und friedlich verlaufen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden die Tradition friedlicher Wahlen in unserem Land bewahren“, sagte Hichilema im Mulungushi International Conference Centre. Sambia werde auch nach dem Urnengang als geeintes Land bestehen bleiben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28384 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident erinnerte an den Wahlkampf 2021, als Oppositionsveranstaltungen wenige Monate vor der Abstimmung mit Tränengas aufgelöst worden seien. Er trage die Verantwortung dafür, dass sich solche Vorgänge in diesem Jahr nicht wiederholten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wahlkampfveranstaltungen sollten den Parteien dazu dienen, der Bevölkerung ihre Programme vorzustellen. Bewerber um öffentliche Ämter müssten bereit sein, den Menschen zu dienen und persönliche Interessen zurückzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hichilema hatte die Präsidentschaftswahl 2021 gegen den damaligen Staatschef Edgar Lungu gewonnen. Er bewirbt sich nun um eine zweite Amtszeit.</p>



<h2 id="h-opposition-verspricht-verzicht-auf-vergeltung" class="wp-block-heading"><span id="opposition-verspricht-verzicht-auf-vergeltung">Opposition verspricht Verzicht auf Vergeltung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Teile der Opposition bemühen sich um eine versöhnliche Sprache. Brian Mundubile, Präsidentschaftskandidat der National Reconciliation Party of Unity and Progress, erklärte bei einer Kundgebung in Kabwe, Anhänger der Regierungspartei United Party for National Development müssten bei einem Machtwechsel keine Verfolgung befürchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden keine Vergeltung üben“, sagte Mundubile. Regierungsanhänger sollten weder ihr Eigentum verkaufen noch das Land verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Hichilema gerichtet erklärte der Oppositionspolitiker, er werde ihn im Fall einer Wahlniederlage als ehemaligen Staatspräsidenten respektieren. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-hichilema-entlaesst-zwei-minister/" type="post" id="24875">Zugleich warf er ihm vor, das Land schlecht geführt zu haben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen sind Teil des Versuchs der Opposition, sich als Kraft der nationalen Aussöhnung zu präsentieren. Das oppositionelle Lager bleibt jedoch auf mehrere Parteien, Bündnisse und Präsidentschaftskandidaten verteilt.</p>



<h2 id="h-reformen-kurz-vor-der-wahl-bleiben-umstritten" class="wp-block-heading"><span id="reformen-kurz-vor-der-wahl-bleiben-umstritten">Reformen kurz vor der Wahl bleiben umstritten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institute for Security Studies sieht die Glaubwürdigkeit des Urnengangs zunehmend von der Arbeit der Wahlkommission, der Justiz und anderer staatlicher Kontrollorgane abhängig. Sambia hat seit der Rückkehr zum Mehrparteiensystem mehrere friedliche Regierungswechsel erlebt, wird aber weiterhin mit Einschränkungen bei politischen und bürgerlichen Freiheiten konfrontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders umstritten sind Verfassungs- und Wahlrechtsänderungen, die innerhalb des letzten Jahres beschlossen wurden. Das Parlament wurde von 156 auf 226 direkt gewählte Wahlkreise erweitert. Hinzu kommen 40 Sitze, die über ein Verhältniswahlsystem an Frauen, junge Menschen und Menschen mit Behinderungen vergeben werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlkommission schuf im Zuge einer Neufestlegung der Wahlkreise 70 zusätzliche Direktmandate. Kritiker werfen der Regierung vor, die neue Wahlkarte könne einzelne politische Hochburgen bevorzugen. Das Institute for Security Studies verweist zugleich darauf, dass die Verteilung der zusätzlichen Sitze zwischen Regierungs- und Oppositionsregionen kein einheitliches Muster erkennen lasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Kritik richtet sich gegen eine Verkürzung der öffentlichen Überprüfung des Wählerregisters von 90 auf 14 Tage sowie gegen neue Regeln zur Zulassung von Kandidaten. Der sambische Juristenverband und zivilgesellschaftliche Gruppen warnen außerdem vor Bestimmungen, die Versammlungen oder politische Aktivitäten einschränken könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 8,7 Millionen Menschen sind als Wähler registriert. Eine vom Institut angeführte Afrobarometer-Erhebung ergab, dass 86 Prozent der Sambier Wahlen als bestes Verfahren zur Auswahl politischer Führungskräfte ansehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Mission wird nach dem Wahltag eine vorläufige Bewertung veröffentlichen. Ein abschließender Bericht soll nach Beendigung des gesamten Wahlverfahrens den sambischen Behörden, Parteien und weiteren Beteiligten übergeben werden.</p>
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		<item>
		<title>Tausende menschliche Überreste ungeklärt: Bund plant kein Restitutionsgesetz für koloniale Kulturgüter</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tausende-menschliche-ueberreste-ungeklaert-bund-plant-kein-restitutionsgesetz-fuer-koloniale-kulturgueter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 23:45:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kein Gesetz, kein Standort für den Erinnerungsort und rund 6.000 ungeklärte Schädel: Die Bundesregierung legt den Stand der kolonialen Aufarbeitung und Restitutionspolitik offen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftausende-menschliche-ueberreste-ungeklaert-bund-plant-kein-restitutionsgesetz-fuer-koloniale-kulturgueter%2F&amp;action_name=Tausende%20menschliche%20%C3%9Cberreste%20ungekl%C3%A4rt%3A%20Bund%20plant%20kein%20Restitutionsgesetz%20f%C3%BCr%20koloniale%20Kulturg%C3%BCter&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tausende-menschliche-ueberreste-ungeklaert-bund-plant-kein-restitutionsgesetz-fuer-koloniale-kulturgueter/">Tausende menschliche Überreste ungeklärt: Bund plant kein Restitutionsgesetz für koloniale Kulturgüter</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung arbeitet derzeit nicht an einem eigenen Restitutionsgesetz für Kulturgüter und menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten. Diese Position legte sie in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag dar. Rückgaben sollen weiterhin auf Grundlage gemeinsamer Leitlinien von Bund, Ländern und Kommunen erfolgen. Zugleich bleibt offen, wo der angekündigte zentrale Erinnerungsort für den deutschen Kolonialismus entstehen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein im Koalitionsvertrag vorgesehenes Restitutionsgesetz betrifft ausschließlich Kulturgut, das Menschen während der nationalsozialistischen Verfolgung entzogen wurde. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesfinanzministerium und das Bundesjustizministerium führen dazu Gespräche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Schaffung eines Restitutionsgesetzes für Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten ist nicht Gegenstand des Koalitionsvertrags und dieser Gespräche“, erklärte die Bundesregierung.</p>



<h2 id="h-ruckgaben-bleiben-sache-von-museen-landern-und-kommunen" class="wp-block-heading"><span id="rueckgaben-bleiben-sache-von-museen-laendern-und-kommunen">Rückgaben bleiben Sache von Museen, Ländern und Kommunen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für koloniale Sammlungsbestände gelten weiterhin die im Oktober 2025 verabschiedeten gemeinsamen Leitlinien zum Umgang mit Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verantwortung für konkrete Rückgaben liegt überwiegend bei Museen und ihren Trägern. Viele dieser Einrichtungen gehören Ländern und Kommunen. Sie prüfen Forderungen, treffen Entscheidungen und stimmen die Übergaben mit Herkunftsstaaten und betroffenen Gemeinschaften ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine vollständige Übersicht über alle offenen Rückgabeforderungen besitzt die Bundesregierung nicht. Die einzelnen Museen und Sammlungen dokumentieren eingegangene Forderungen selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bundeshaushalt stehen 2026 insgesamt 600.000 Euro für die Rückführung kolonialer Kulturgüter zur Verfügung. Die Mittel sind für bedeutende Rückgabeprozesse auf zwischenstaatlicher Ebene vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob der Betrag ausreicht, konnte die Bundesregierung nicht beurteilen. Der Finanzbedarf hänge von laufenden Gesprächen mit Herkunftsstaaten und deren jeweiligen Prioritäten ab.</p>



<h2 id="h-koordinierungsrat-nimmt-arbeit-auf" class="wp-block-heading"><span id="koordinierungsrat-nimmt-arbeit-auf">Koordinierungsrat nimmt Arbeit auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/rueckgaben-von-kulturgueter-aus-dem-kolonialismus-sollen-schneller-zurueckgefuehrt-werden/" type="post" id="26136">Bund, Länder und Kommunen gründeten im März einen Koordinierungsrat für die Rückgabe von Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gremium soll als zentraler Ansprechpartner auf Regierungsebene dienen, Rückgabeprozesse begleiten und die Abstimmung zwischen den deutschen Institutionen bündeln. Das Auswärtige Amt stellt das Sekretariat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fokus stehen zunächst bestehende Gespräche mit staatlichen Stellen und Restitutionskomitees in afrikanischen Herkunftsländern. Die Bundesregierung nennt insbesondere Kamerun und Tansania.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/dinosaurier-aus-berliner-museum-soll-nach-tansania-zurueckkehren/" type="post" id="21542">Ein tansanisches Rückgabekomitee entsandte im März 2025 eine Delegation nach Deutschland.</a> Vertreter des zuständigen kamerunischen Komitees führten im Januar 2024 und im Juli 2025 Gespräche mit deutschen Stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere staatliche oder staatlich anerkannte Restitutionsgremien bestehen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/" type="category" id="80">Togo</a>. Wie Herkunftsgemeinschaften innerhalb der jeweiligen Länder in die Verfahren eingebunden werden, liegt in der Verantwortung der dortigen Regierungen.</p>



<h2 id="h-tausende-menschliche-uberreste-bleiben-ungeklart" class="wp-block-heading"><span id="tausende-menschliche-ueberreste-bleiben-ungeklaert">Tausende menschliche Überreste bleiben ungeklärt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders umfangreich ist die Aufarbeitung der anthropologischen Sammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Sie umfasst rund 7.700 menschliche Schädel, die 2011 in einem wissenschaftlich und konservatorisch problematischen Zustand übernommen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei etwa 1.700 Schädeln konnte die Herkunft inzwischen näher bestimmt werden. Die Untersuchungen erfolgten unter anderem gemeinsam mit Partnern aus Ruanda, Togo und Kamerun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist die Herkunft von rund 6.000 Schädeln weiterhin nicht geklärt. Die Stiftung will die systematische Erforschung fortsetzen, macht den Umfang der Arbeiten jedoch von den verfügbaren finanziellen und personellen Mitteln abhängig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung erklärte, Ziel der Forschung sei eine würdevolle Rückkehr der Verstorbenen in ihre Herkunftsgesellschaften. Jeder einzelne Fall müsse geprüft und dokumentiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Anlaufstelle für menschliche Überreste existiert bislang noch nicht. Ein von Auswärtigem Amt und Kulturstaatsminister gefördertes Vorbereitungsprojekt läuft bis Ende 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es soll Grundlagen für Repatriierungen, Forschung, Dokumentation und den weiteren Umgang mit menschlichen Überresten in deutschen Museen und Sammlungen erarbeiten. Daran sind deutsche und internationale Wissenschaftler sowie Vertreter von Herkunftsgesellschaften beteiligt.</p>



<h2 id="h-82-menschliche-uberreste-nach-namibia-zuruckgefuhrt" class="wp-block-heading"><span id="82-menschliche-ueberreste-nach-namibia-zurueckgefuehrt">82 menschliche Überreste nach Namibia zurückgeführt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahrzehnten wurden mehrere Hundert menschliche Überreste aus deutschen Einrichtungen zurückgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Namibia dokumentiert die Bundesregierung insgesamt 82 Rückführungen. Davon fanden 20 im Jahr 2011, weitere 35 im Jahr 2014 und 27 im Jahr 2018 statt. Beteiligt waren Einrichtungen unter anderem in Berlin, Freiburg, Greifswald, Jena, Hannover und Hamburg sowie ein privater Besitzer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Tansania wurden bislang zwei menschliche Überreste überführt. Für 14 weitere, die sich in Berlin befanden, wurde 2025 eine Rückgabe vereinbart. Ihre physische Überführung stand zum Zeitpunkt der Regierungsantwort noch aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere dokumentierte Rückgaben betrafen unter anderem Neuseeland, Australien, Hawaii, die Vereinigten Staaten, Paraguay, Japan, Brasilien und Chile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte bekannte Zahl entfällt auf Neuseeland mit 264 zurückgeführten menschlichen Überresten. Nach Australien wurden 163 und nach Hawaii 79 übergeben.</p>



<h2 id="h-benin-bronzen-und-kulturguter-aus-namibia" class="wp-block-heading"><span id="benin-bronzen-und-kulturgueter-aus-namibia">Benin-Bronzen und Kulturgüter aus Namibia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei kolonialen Kulturgütern nennt die Bundesregierung mehrere abgeschlossene Rückgaben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="500" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unterzeichnung_Vereinbarung_zur_Eigentumsuebertragung_Benin-Bronzen_der_Stadt_Koeln_an_Nigeria-4653.jpg" alt="" class="wp-image-26139 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unterzeichnung_Vereinbarung_zur_Eigentumsuebertragung_Benin-Bronzen_der_Stadt_Koeln_an_Nigeria-4653.jpg 500w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unterzeichnung_Vereinbarung_zur_Eigentumsuebertragung_Benin-Bronzen_der_Stadt_Koeln_an_Nigeria-4653-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unterzeichnung_Vereinbarung_zur_Eigentumsuebertragung_Benin-Bronzen_der_Stadt_Koeln_an_Nigeria-4653-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unterzeichnung_Vereinbarung_zur_Eigentumsuebertragung_Benin-Bronzen_der_Stadt_Koeln_an_Nigeria-4653-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unterzeichnung_Vereinbarung_zur_Eigentumsuebertragung_Benin-Bronzen_der_Stadt_Koeln_an_Nigeria-4653-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unterzeichnung_Vereinbarung_zur_Eigentumsuebertragung_Benin-Bronzen_der_Stadt_Koeln_an_Nigeria-4653-380x380.jpg 380w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/rueckgaben-von-kulturgueter-aus-dem-kolonialismus-sollen-schneller-zurueckgefuehrt-werden/" type="post" id="26136">Deutschland übertrug Nigeria 2022 das Eigentum an mehr als 850 Benin-Bronzen aus öffentlichen Sammlungen.</a> 22 Objekte wurden physisch nach Nigeria gebracht. Beteiligt waren unter anderem die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Linden-Museum in Stuttgart, das Museum am Rothenbaum in Hamburg und das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">An Namibia wurden 2019 die Bibel und die Peitsche des antikolonialen Widerstandskämpfers Hendrik Witbooi zurückgegeben. Im selben Jahr erfolgte die Überführung der historischen Kreuzkapsäule aus dem Deutschen Historischen Museum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2023 übergab die Stiftung Preußischer Kulturbesitz 23 weitere Objekte an Namibia. Dazu gehörten historische Alltagsgegenstände, Schmuck, Werkzeuge und Kleidung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Rückgaben gingen an Australien, Samoa und Neuseeland.</p>



<h2 id="h-provenienzfonds-kann-2027-nicht-fortgefuhrt-werden" class="wp-block-heading"><span id="provenienzfonds-kann-2027-nicht-fortgefuehrt-werden">Provenienzfonds kann 2027 nicht fortgeführt werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bezeichnet die Erforschung der Herkunft kolonialer Sammlungen als zentralen Bestandteil der Aufarbeitung. Dennoch kann der deutsch-französische Provenienzforschungsfonds nach derzeitiger Haushaltslage ab 2027 nicht fortgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für eine Ausweitung zu einem europäischen Fonds liegen keine verbindlichen Zusagen anderer Staaten vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fonds unterstützte gemeinsame Forschungsprojekte deutscher und französischer Einrichtungen. Dabei sollte geklärt werden, unter welchen Umständen Gegenstände während der Kolonialzeit erworben oder nach Europa gebracht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Provenienzprojekte finanziert der Bund über das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste. Eine gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen getragene Konzeption für ein internationales Expertengremium soll Anfang 2027 vorgelegt werden.</p>



<h2 id="h-standort-fur-kolonialismus-erinnerungsort-bleibt-offen" class="wp-block-heading"><span id="standort-fuer-kolonialismus-erinnerungsort-bleibt-offen">Standort für Kolonialismus-Erinnerungsort bleibt offen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will im Herbst 2026 ein Papier mit zentralen Handlungsfeldern zur Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus vorlegen. Dazu soll auch die Konzeption eines zentralen Erinnerungsortes gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine konkrete Standortprüfung oder Entscheidung hat bislang nicht stattgefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Auswahl sollen die kolonialhistorische Bedeutung eines Ortes, seine Einbindung in die bestehende Museums- und Bildungslandschaft sowie eine aktive lokale Zivilgesellschaft berücksichtigt werden. Auch die Erreichbarkeit über nationale und internationale Verkehrsverbindungen soll eine Rolle spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bildungs- und Forschungsangebote könnten Teil des Erinnerungsortes werden. Einzelheiten zur Finanzierung, institutionellen Trägerschaft und zum Zeitplan für die Errichtung liegen noch nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel unterstützt das Auswärtige Amt Erinnerungsprojekte in Namibia. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-restaurierung-der-alten-feste-in-windhoek-mit-160-000e/" type="post" id="14025">Die Restaurierung der Alten Feste in Windhoek wird 2025 und 2026 mit insgesamt 210.000 Euro gefördert.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-soll-fuer-kolonialverbrechen-zahlen-namibias-praesidentin-draengt-auf-reparationen/" type="post" id="28333">Für den baulichen Erhalt der Massengräber von Ovaherero und Nama in Swakopmund stellt Deutschland über denselben Zeitraum 40.717 Euro bereit.</a></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftausende-menschliche-ueberreste-ungeklaert-bund-plant-kein-restitutionsgesetz-fuer-koloniale-kulturgueter%2F&action_name=Tausende%20menschliche%20%C3%9Cberreste%20ungekl%C3%A4rt%3A%20Bund%20plant%20kein%20Restitutionsgesetz%20f%C3%BCr%20koloniale%20Kulturg%C3%BCter&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tausende-menschliche-ueberreste-ungeklaert-bund-plant-kein-restitutionsgesetz-fuer-koloniale-kulturgueter/">Tausende menschliche Überreste ungeklärt: Bund plant kein Restitutionsgesetz für koloniale Kulturgüter</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Unterzeichnung_Vereinbarung_zur_Eigentumsübertragung_Benin-Bronzen_der_Stadt_Köln_an_Nigeria-4653</media:title>
			<media:description type="html">Unterzeichnung Vereinbarung zur Eigentumsübertragung Benin-Bronzen der Stadt Köln an Nigeria</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland und Frankreich treiben neue EU-Sicherheitsstrategie voran</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:44:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Sicherheit umfasst für Berlin künftig mehr als Militär: Deutschland und Frankreich wollen Rohstoffe, Halbleiter, Lieferketten und Krisenvorsorge in einer neuen EU-Strategie zusammenführen. Am Fünf-Prozent-Ziel der NATO hält die Bundesregierung fest.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran%2F&amp;action_name=Deutschland%20und%20Frankreich%20treiben%20neue%20EU-Sicherheitsstrategie%20voran&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran/">Deutschland und Frankreich treiben neue EU-Sicherheitsstrategie voran</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Frankreich wollen die künftige EU-Sicherheitsstrategie mit gemeinsamen Vorschlägen prägen und dabei militärische, wirtschaftliche und technologische Risiken zusammenführen. Die Bundesregierung legte ihre Position am 17. Juni 2026 in einer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/065/2106535.pdf">Antwort</a> an den Bundestag dar. Der geplante europäische Sicherheitsrahmen soll neben Verteidigungsfähigkeit auch Krisenvorsorge, Handel, Klima, Erweiterungspolitik sowie digitale und wirtschaftliche Sicherheit umfassen. Berlin hält zugleich am Ziel fest, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und verteidigungsrelevante Infrastruktur einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung und die französische Regierung übermittelten ihr gemeinsames Papier bereits im März an den Europäischen Auswärtigen Dienst, die Europäische Kommission und die übrigen EU-Mitgliedstaaten. Am 23. März wurde das Dokument auch dem Deutschen Bundestag zugeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Kommission hatte die Erarbeitung einer neuen Sicherheitsstrategie im Januar angekündigt. Der Europäische Auswärtige Dienst legte den Mitgliedstaaten am 9. März das Diskussionspapier „New European Security Strategy – turning Europe’s strength into power“ vor.</p>



<h2 id="h-veroffentlichung-nach-nato-gipfel-geplant" class="wp-block-heading"><span id="veroeffentlichung-nach-nato-gipfel-geplant">Veröffentlichung nach NATO-Gipfel geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue EU-Strategie soll nach gegenwärtigem Kenntnisstand der Bundesregierung erst nach dem NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara veröffentlicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgesehen ist eine gemeinsame Mitteilung der Europäischen Kommission und des Europäischen Auswärtigen Dienstes. Konkrete Inhalte des endgültigen Textes liegen der Bundesregierung nach eigener Darstellung noch nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin unterstützt grundsätzlich den breiten Sicherheitsbegriff des europäischen Diskussionspapiers. Sicherheit soll demnach nicht allein als Schutz vor militärischen Angriffen verstanden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/">Auch widerstandsfähige Lieferketten, sichere digitale Systeme, wirtschaftliche Handlungsfähigkeit und die Vorbereitung auf Krisen sollen Bestandteil der europäischen Sicherheitsarchitektur werden. </a>Hinzu kommen Handels-, Klima- und Erweiterungspolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-risiken-und-chancen-kritischer-rohstoffe/">Der Ansatz verbindet damit traditionelle Verteidigungspolitik mit Bereichen, die bisher häufig der Wirtschafts-, Industrie- oder Technologiepolitik zugeordnet wurden.</a></p>



<h2 id="h-rohstoffe-und-lieferketten-werden-teil-der-sicherheitspolitik" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-und-lieferketten-werden-teil-der-sicherheitspolitik">Rohstoffe und Lieferketten werden Teil der Sicherheitspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will strategische Abhängigkeiten insbesondere bei Rohstoffen, Halbleitern und kritischen Technologien verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf europäischer Ebene unterstützt Berlin eine risikobasierte Wirtschaftssicherheitspolitik. Diese soll sich auf besonders gefährdete Bereiche wie die Stabilität von Lieferketten konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will noch 2026 gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft eine nationale Wirtschaftssicherheitsstrategie entwickeln. Sie soll sich an der europäischen Wirtschaftssicherheitsagenda orientieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Rohstoffen setzt die Bundesregierung unter anderem auf einen nationalen Rohstofffonds und Garantien für ungebundene Finanzkredite. Solche Garantien können Unternehmen bei der Finanzierung von Projekten unterstützen, die der Versorgung Deutschlands mit wichtigen Rohstoffen dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Baustein sind Rohstoffpartnerschaften mit rohstoffreichen Staaten. Konkrete Partnerländer oder neue Vereinbarungen nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben unterstützt Berlin europäische Maßnahmen im Rahmen des sogenannten RESourceEU-Aktionsplans der Europäischen Kommission. Ziel ist eine breitere und widerstandsfähigere Versorgung mit strategisch wichtigen Rohstoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die stärkere sicherheitspolitische Bedeutung von Rohstoffen betrifft auch die Beziehungen Europas zu afrikanischen Staaten. Zahlreiche für Energiewende, Digitalisierung und Verteidigungsindustrie benötigte Rohstoffe werden auf dem Kontinent gefördert. Die Bundesregierung benennt in ihrer Antwort jedoch weder einzelne afrikanische Länder noch konkrete Projekte.</p>



<h2 id="h-deutschland-baut-mikroelektronik-aus" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-baut-mikroelektronik-aus">Deutschland baut Mikroelektronik aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Versorgung mit Halbleitern gehört zum neuen Sicherheitsverständnis. Die Bundesregierung hatte im Oktober 2025 eine nationale Mikroelektronikstrategie beschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sollen Forschung, Entwicklung, Design und Produktion von Mikrochips in Deutschland und Europa ausgebaut werden. Die Abhängigkeit von Produktionsstandorten außerhalb Europas soll dadurch sinken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin unterstützt unter anderem europäische Großprojekte und den Bau moderner Chipfabriken sowie technologischer Pilotlinien. Fördermittel fließen dabei auch über sogenannte wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betrachtet nicht nur die eigentliche Chipproduktion als strategisch. Auch Hersteller von Produktionsanlagen, Zulieferer und Forschungseinrichtungen gehören zur europäischen Wertschöpfungskette.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu möglichen Auswirkungen dieser Politik auf die Beziehungen zu China, den Vereinigten Staaten oder anderen Drittstaaten äußerte sich die Bundesregierung nicht. Sie verwies darauf, dass die endgültigen Inhalte der europäischen Sicherheitsstrategie noch nicht feststünden.</p>



<h2 id="h-nato-bleibt-grundlage-der-kollektiven-verteidigung" class="wp-block-heading"><span id="nato-bleibt-grundlage-der-kollektiven-verteidigung">NATO bleibt Grundlage der kollektiven Verteidigung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass die EU ihre sicherheits- und verteidigungspolitischen Fähigkeiten in enger Abstimmung mit der NATO ausbauen müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doppelte militärische Strukturen sollen vermieden werden. Die NATO bleibe das Fundament der kollektiven Verteidigung ihrer europäischen Mitglieder, erklärte die Bundesregierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union soll zugleich einen stärkeren Beitrag zur europäischen, transatlantischen und globalen Sicherheit leisten. EU-Initiativen sollen die NATO ergänzen und nicht ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin hält dabei am sogenannten Fünf-Prozent-Ziel fest. Dieses sieht vor, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und verteidigungsrelevante Infrastruktur einzusetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28369 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung sieht keinen Anlass, von den Beschlüssen des NATO-Gipfels in Den Haag vom Juni 2025 abzuweichen. Sie begründet ihre Position mit einer verschärften Bedrohungslage und wachsenden sicherheitspolitischen Unsicherheiten in Europa.</p>
</div></div>



<h2 id="h-werte-und-interessen-sollen-verbunden-werden" class="wp-block-heading"><span id="werte-und-interessen-sollen-verbunden-werden">Werte und Interessen sollen verbunden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Diskussionspapier des Europäischen Auswärtigen Dienstes wird ein „prinzipienorientierter Pragmatismus“ als möglicher außenpolitischer Ansatz zur Debatte gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung legte dafür keine eigene Definition vor. <a href="https://fokus-afrika.de/bergbau-fur-die-energiewende-muss-menschenrechte-respektieren/" type="post" id="2425">Sie erklärte jedoch, ihre Außenpolitik beruhe weiterhin auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig will Berlin multilaterale Organisationen und internationale Foren nutzen, um deutsche und europäische Interessen durchzusetzen. Die Bundesregierung sieht darin keinen Widerspruch zu einer wertegebundenen Außenpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie unterstützt auch Maßnahmen, mit denen die Europäische Union ihre Verteidigungsbereitschaft erhöht. Diese sollen nach ihrer Darstellung Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsch-französische Vorschlagspapier wurde innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Welche einzelnen Empfehlungen Berlin und Paris für die endgültige Strategie vorgelegt haben, wird in der Antwort an den Bundestag nicht ausgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>75 Jahre Goethe-Institut: Steinmeier warnt vor Rückzug aus kultureller Außenpolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/75-jahre-goethe-institut-steinmeier-warnt-vor-rueckzug-aus-kultureller-aussenpolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:25:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Zum 75. Jubiläum des Goethe-Instituts warnt Bundespräsident Steinmeier vor einem Rückzug Deutschlands aus der internationalen Kulturarbeit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F75-jahre-goethe-institut-steinmeier-warnt-vor-rueckzug-aus-kultureller-aussenpolitik%2F&amp;action_name=75%20Jahre%20Goethe-Institut%3A%20Steinmeier%20warnt%20vor%20R%C3%BCckzug%20aus%20kultureller%20Au%C3%9Fenpolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum 75-jährigen Bestehen des Goethe-Instituts vor einem Rückzug Deutschlands aus der internationalen Kultur- und Bildungsarbeit gewarnt. Er äußerte sich am 23. Juni 2026 bei einem Festakt im Haus der Berliner Festspiele. In einer von Kriegen, geopolitischer Konkurrenz und autoritären Tendenzen geprägten Welt müsse Deutschland kulturell stärker präsent sein, erklärte Steinmeier. Kultur und Wissenschaft gehörten neben militärischer Stärke, Diplomatie und internationalem Recht zu den Grundlagen deutscher Außenpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundespräsident bezeichnete das Goethe-Institut als den „wichtigsten Partner der deutschen Außenpolitik“. Die Organisation unterhält 154 Institute in 100 Ländern und fördert dort die deutsche Sprache, kulturellen Austausch und internationale Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Partner aus Politik, Kultur, Zivilgesellschaft und Wirtschaft nahmen an dem Festakt in Berlin teil. Bundesaußenminister Johann Wadephul, Goethe-Präsidentin Gesche Joost und Generalsekretär Johannes Ebert würdigten das internationale Netzwerk als Verbindung zwischen Deutschland und Gesellschaften weltweit.</p>



<h2 id="h-steinmeier-fordert-kulturelle-prasenz-in-einer-polarisierten-welt" class="wp-block-heading"><span id="steinmeier-fordert-kulturelle-praesenz-in-einer-polarisierten-welt">Steinmeier fordert kulturelle Präsenz in einer polarisierten Welt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier stellte die Arbeit des Goethe-Instituts in einen engen Zusammenhang mit den aktuellen außenpolitischen Herausforderungen Deutschlands. Die Welt sei von Krisen, Kriegen und einer wachsenden Faszination für autoritäre Herrschaft geprägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig kehre das Denken in Machtblöcken und Einflusssphären zurück. Daraus dürfe jedoch nicht der Schluss gezogen werden, dass internationale Kulturarbeit an Bedeutung verliere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wer behauptet, es komme in dieser alten und wieder neuen Welt nur noch auf militärische Stärke an, begibt sich auf einen gefährlichen Weg“, sagte Steinmeier.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland sei keine klassische Großmacht. Seine Außenpolitik müsse deshalb auf vier Pfeilern beruhen: militärischer Stärke, Diplomatie, einer internationalen Rechtsordnung sowie Kultur und Wissenschaft als Form der Soft Power.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Kulturarbeit schaffe Räume, in denen Verständigung auch jenseits politischer Konflikte und wirtschaftlicher Interessen möglich bleibe. Diese Räume seien keine Ergänzung der Außenpolitik, sondern ein eigenständiger Bestandteil internationaler Beziehungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ziehen wir uns zurück, werden Rückwege zu einer friedlicheren Zukunft noch schwerer zu finden sein“, erklärte der Bundespräsident.</p>



<h2 id="h-goethe-institut-entstand-nach-dem-nationalsozialismus" class="wp-block-heading"><span id="goethe-institut-entstand-nach-dem-nationalsozialismus">Goethe-Institut entstand nach dem Nationalsozialismus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Goethe-Institut wurde 1951 gegründet. Seine Entstehung stand im Zusammenhang mit dem Versuch der jungen Bundesrepublik, nach dem Nationalsozialismus und der Shoah neues Vertrauen in Deutschland aufzubauen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/img_9652-v1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28364 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/img_9652-v1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/img_9652-v1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/img_9652-v1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/img_9652-v1-1536x1025.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/img_9652-v1-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/img_9652-v1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/img_9652-v1-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/img_9652-v1-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/img_9652-v1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung übertrug einen großen Teil der Kulturarbeit im Ausland bewusst an eigenständige zivilgesellschaftliche Organisationen. Neben dem Goethe-Institut gehörten dazu der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Alexander-von-Humboldt-Stiftung und das Institut für Auslandsbeziehungen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Goethe-Institut ist ein Kind der Bundesrepublik Deutschland“, sagte Steinmeier. Seine Eltern seien eine vertrauensvolle Politik sowie eine engagierte Zivilgesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung, Kulturarbeit nicht unmittelbar durch staatliche Stellen steuern zu lassen, bezeichnete er als mutigen Schritt. Die freiheitliche Organisation der auswärtigen Kulturarbeit sei in dieser Form international außergewöhnlich gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründer hätten darauf vertraut, dass Kunst, Sprache und Bildung helfen könnten, das durch deutsche Verbrechen zerstörte internationale Vertrauen schrittweise wiederherzustellen.</p>



<h2 id="h-ausbau-in-afrika-und-im-globalen-suden" class="wp-block-heading"><span id="ausbau-in-afrika-und-im-globalen-sueden">Ausbau in Afrika und im Globalen Süden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier erinnerte an Reformen, mit denen das Goethe-Institut seine internationale Präsenz seit den 2000er-Jahren neu ausrichtete. Dazu gehörte ein Abbau von Strukturen in der Zentrale zugunsten einer stärkeren Verantwortung der Standorte in den einzelnen Weltregionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau der Institute in Afrika und anderen Teilen des Globalen Südens. Weitere Standorte entstanden oder wurden gestärkt in Zentralasien und im Kaukasus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundespräsident verwies auf Begegnungen, die kulturelle Beziehungen zwischen Deutschland und afrikanischen Gesellschaften fördern. Ein Konzert des ghanaischen Musikers George Darko in Accra könne mehr Nähe zu Afrika schaffen als eine politische Rede eines europäischen Besuchers, erklärte Steinmeier.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/goethe-institut-eroeffnet-in-dakar-neuen-standort-aus-lehm/" type="post" id="26748">Als weiteres Beispiel nannte er das neue Goethe-Institut in Dakar. Das Gebäude wird von dem in Burkina Faso geborenen und in Berlin lebenden Architekten Francis Kéré entworfen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kulturelle Zusammenarbeit beruhe nicht allein auf der Vermittlung deutscher Positionen. Sie müsse gegenseitiges Interesse zeigen und Raum für Künstler, Kulturschaffende und unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven schaffen.</p>



<h2 id="h-wadephul-sieht-beitrag-zu-sicherheit-und-wohlstand" class="wp-block-heading"><span id="wadephul-sieht-beitrag-zu-sicherheit-und-wohlstand">Wadephul sieht Beitrag zu Sicherheit und Wohlstand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesaußenminister Johann Wadephul würdigte das Goethe-Institut als Vermittler eines modernen Deutschlandbildes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation habe mit kultureller Zusammenarbeit und der Förderung der deutschen Sprache weltweit Menschen für Deutschland gewonnen. <a href="https://fokus-afrika.de/bundespraesident-steinmeier-wirbt-fuer-regelbasierte-ordnung-und-zukunftspartnerschaften/">Daraus seien Netzwerke entstanden, die für die internationalen Beziehungen des Landes unverzichtbar seien.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie zu stärken, trägt zu Sicherheit und Wohlstand in unserem Land bei“, erklärte Wadephul.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Goethe-Institut ist eine sogenannte Mittlerorganisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Es erhält einen wesentlichen Teil seiner Finanzierung vom Bund, arbeitet in seinen Programmen jedoch eigenständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese institutionelle Distanz zum Staat soll es ermöglichen, auch in politisch schwierigen Umfeldern Beziehungen zu Künstlern, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aufrechtzuerhalten.</p>



<h2 id="h-joost-bezeichnet-netzwerk-als-freundschaftsangebot" class="wp-block-heading"><span id="joost-bezeichnet-netzwerk-als-freundschaftsangebot">Joost bezeichnet Netzwerk als Freundschaftsangebot</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Goethe-Präsidentin Gesche Joost erinnerte daran, dass die Organisation nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes gegründet wurde, um Deutschland durch Kultur, Bildung und Sprache wieder mit der Welt zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ging von Anfang an um die Idee, gemeinsame Zukünfte zu entwerfen“, sagte Joost. Die zentrale Frage laute, wie Gesellschaften miteinander leben könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das weltweite Netzwerk verstehe sie als „Freundschaftsangebot“, das auch unter schwierigen politischen Bedingungen aufrechterhalten werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-schaerft-seine-soft-power-afrika-erhaelt-strategische-rolle/" type="post" id="28200">Die Goethe-Institute bieten Sprachunterricht, Bibliotheken, Kulturprogramme und Kooperationen mit lokalen Partnern an.</a> Sie arbeiten unter anderem mit Schulen, Universitäten, Künstlern, Medien und Organisationen der Zivilgesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Millionen Menschen hätten über das Institut Deutsch gelernt und damit Zugang zu deutscher Kultur, Hochschulen, Unternehmen und zum Arbeitsmarkt erhalten, erklärte Steinmeier.</p>



<h2 id="h-kulturarbeit-bleibt-auch-in-krisengebieten-aktiv" class="wp-block-heading"><span id="kulturarbeit-bleibt-auch-in-krisengebieten-aktiv">Kulturarbeit bleibt auch in Krisengebieten aktiv</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Arbeit des Goethe-Instituts findet teilweise in Ländern statt, die von Krieg, politischer Repression oder gesellschaftlichen Konflikten betroffen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier verwies auf Einsätze in Kabul, im Kosovo, in Ruanda und in Syrien. In solchen Regionen unterstütze das Institut Kulturschaffende, schütze kulturelles Erbe und ermögliche Bildungs- und Austauschprogramme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit sei anspruchsvoll und in Krisengebieten mit persönlichen Risiken für die Beschäftigten verbunden. Der Bundespräsident dankte den Mitarbeitern für ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn offizielle politische Beziehungen eingeschränkt seien, könnten kulturelle Kontakte bestehen bleiben. Damit bewahre das Institut Verbindungen, auf die Diplomatie und gesellschaftlicher Austausch später zurückgreifen könnten.</p>



<h2 id="h-debatte-uber-finanzierung-und-zukunft" class="wp-block-heading"><span id="debatte-ueber-finanzierung-und-zukunft">Debatte über Finanzierung und Zukunft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier sprach beim Festakt auch Sorgen über die künftige Ausrichtung des Goethe-Instituts an. Innerhalb von Politik und Organisation würden angespannte Diskussionen über notwendige Veränderungen geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erneuerung gehöre seit seiner Gründung zur Geschichte des Instituts. Zugleich benötige es eine gesicherte finanzielle Grundlage und politische Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Goethe-Institut brauche Fürsprecher im Bundestag und Rückhalt gegen Kräfte, die Vielfalt und Offenheit in der internationalen Kulturarbeit ablehnten, sagte der Bundespräsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Generalsekretär Johannes Ebert betonte ebenfalls die Bedeutung verlässlicher Partnerschaften und der institutionellen Eigenständigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„75 Jahre Goethe-Institut sind ein starkes Fundament, aber vor allem ein Auftrag für die Zukunft“, erklärte Ebert. Der internationale Dialog müsse gestärkt und neue Perspektiven müssten in die Zusammenarbeit einbezogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unabhängigkeit als Mittlerorganisation sei eine Grundlage für Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Sie ermögliche es dem Goethe-Institut, auch unter schwierigen politischen Bedingungen Räume für Begegnung und kulturellen Austausch offenzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Deutschland und Senegal wollen Investitionen und Sicherheitspartnerschaft ausbauen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-und-senegal-wollen-investitionen-und-sicherheitspartnerschaft-ausbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:11:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing Faye ebenfalls zu einem Gespräch in Berlin. Behandelt wurden der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die Lage im Sahel und internationale politische Fragen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-und-senegal-wollen-investitionen-und-sicherheitspartnerschaft-ausbauen%2F&amp;action_name=Deutschland%20und%20Senegal%20wollen%20Investitionen%20und%20Sicherheitspartnerschaft%20ausbauen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-senegal-wollen-investitionen-und-sicherheitspartnerschaft-ausbauen/">Deutschland und Senegal wollen Investitionen und Sicherheitspartnerschaft ausbauen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Senegal wollen ihre Wirtschaftsbeziehungen vertiefen und die gemeinsame Sicherheitspartnerschaft ausbauen. <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-praesident-faye-reist-zu-merz-und-steinmeier-nach-deutschland/" type="post" id="28271">Bundeskanzler Friedrich Merz und Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye berieten darüber am 23. Juni 2026 in Berlin im Rahmen eines 48-stündigen offiziellen Arbeitsbesuchs des senegalesischen Staatschefs.</a> Beide Seiten betonten die Bedeutung der langjährigen Partnerschaft und kündigten an, diese durch neue Vereinbarungen und verstärkte Zusammenarbeit weiter zu festigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz empfing Faye mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt. <a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/" type="post" id="27696">Für den senegalesischen Präsidenten war es der erste Besuch in Berlin seit seinem Amtsantritt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye traf während seines Aufenthalts auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Zudem nahm er gemeinsam mit Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan am Deutsch-Senegalesischen Wirtschaftstag teil, bei dem bereits am Vortag mehrere wirtschaftliche Vereinbarungen geschlossen wurden.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-will-deutsche-unternehmen-unterstutzen" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-will-deutsche-unternehmen-unterstuetzen">Bundesregierung will deutsche Unternehmen unterstützen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Merz verwies auf eine zunehmende wirtschaftliche Verflechtung zwischen beiden Ländern. Immer mehr deutsche Unternehmen interessierten sich für den senegalesischen Markt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollen das als Bundesregierung unterstützen“, sagte der Kanzler. Dabei sollen Instrumente der deutschen Außenwirtschaftsförderung und der Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum stehen Investitionen und die Ausbildung junger Menschen in Berufen mit langfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten. Senegal hat eine junge und wachsende Bevölkerung. Die Schaffung von Arbeitsplätzen gehört deshalb zu den Schwerpunkten der nationalen Entwicklungsstrategie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Merz verband die Aussicht auf stärkere Investitionen mit der Forderung nach verlässlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.</a> Er begrüßte Reformen der senegalesischen Regierung, darunter das neue Investitionsgesetz, und ermutigte Dakar zu weiteren Schritten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Investitionen brauchen stabile Rahmenbedingungen“, erklärte der Bundeskanzler.</p>



<h2 id="h-faye-wirbt-um-deutsche-investitionen-und-verweist-auf-neue-dynamik" class="wp-block-heading"><span id="faye-wirbt-um-deutsche-investitionen-und-verweist-auf-neue-dynamik">Faye wirbt um deutsche Investitionen und verweist auf neue Dynamik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Faye erklärte, deutsche Unternehmen seien in Senegal ausdrücklich willkommen. Die Qualität deutscher Produkte und Dienstleistungen genieße in seinem Land hohes Ansehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die deutschen Unternehmen haben ihren Platz im Senegal“, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf die zunehmende Dynamik der wirtschaftlichen Beziehungen, die sich unter anderem in den beim Wirtschaftstag geschlossenen Vereinbarungen und im wachsenden Interesse deutscher Firmen widerspiegele. Senegal sei eine sichere und attraktive Destination für Investoren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28359 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Seine Regierung wolle die Privatwirtschaft stärker in die Zusammenarbeit einbeziehen und die Handels- und Investitionsbeziehungen mit Deutschland ausbauen. Der Präsident verband dies mit der nationalen Entwicklungsagenda Sénégal 2050, die einen langfristigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbau des Landes vorsieht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Faye erinnerte zudem an die historische Tiefe der Beziehungen, die seit den ersten Jahren der senegalesischen Unabhängigkeit durch regelmäßige Kontakte auf höchster Ebene geprägt seien.</p>



<h2 id="h-zusammenarbeit-bei-energie-gesundheit-und-ausbildung" class="wp-block-heading"><span id="zusammenarbeit-bei-energie-gesundheit-und-ausbildung">Zusammenarbeit bei Energie, Gesundheit und Ausbildung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die bestehende bilaterale Kooperation konzentriert sich unter anderem auf Gesundheit, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und berufliche Bildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye hob besonders die deutsche Unterstützung beim Ausbau der Solarenergie und bei Ausbildungsprogrammen hervor. Auch bei der Bewältigung der Coronapandemie habe Deutschland eine zentrale Rolle gespielt und sei zeitweise wichtigster bilateraler Partner Senegals gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus unterstützt Deutschland Senegal in zahlreichen strategischen Bereichen wie Wasserwirtschaft, Transport, Bildung, Justiz und Energie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz erklärte, die wirtschaftliche Kooperation solle beiden Seiten zugutekommen. Deutsche Unternehmen könnten neue Märkte erschließen, während Senegal Investitionen, Technologie, Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsplätze gewinnen wolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye stellte die Partnerschaft zugleich in den Zusammenhang gemeinsamer Werte. Die Beziehungen beruhten auf Frieden, Demokratie, Menschenrechten und der Achtung des Völkerrechts.</p>



<h2 id="h-merz-wurdigt-senegals-rolle-im-sahel" class="wp-block-heading"><span id="merz-wuerdigt-senegals-rolle-im-sahel">Merz würdigt Senegals Rolle im Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Wirtschaft und Investitionen bestimmten Sicherheit und Stabilität in Westafrika das Treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz verwies auf islamistisch motivierte Anschläge, organisierte Kriminalität und politische Instabilität in Senegals Nachbarschaft. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" type="post" id="22050">Die Sahelzone gehört seit Jahren zu den Regionen mit der weltweit höchsten Zahl tödlicher Terroranschläge.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ein stabiler Sahel liegt auch in unserem nationalen deutschen Interesse“, sagte der Kanzler. Gewalt und Unsicherheit verschärften Armut und trieben Menschen zur Flucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz würdigte Fayes Rolle als Vermittler und dessen Einsatz für Dialog, regionale Integration und eine Stärkung der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-polizei-ist-in-afrika-im-einsatz/" type="post" id="21271">Deutschland und Senegal unterhalten bereits eine Sicherheitspartnerschaft.</a> Diese Zusammenarbeit solle fortgesetzt und intensiviert werden, erklärte der Bundeskanzler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit Deutschland, Herr Präsident, steht Ihnen ein verlässlicher Partner zur Seite“, sagte Merz.</p>



<h2 id="h-faye-setzt-auf-dialog-und-internationale-kooperation" class="wp-block-heading"><span id="faye-setzt-auf-dialog-und-internationale-kooperation">Faye setzt auf Dialog und internationale Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Faye betonte, die Sicherheit Europas und Afrikas sei eng miteinander verbunden. Beide Länder seien im Kampf gegen Terrorismus aktiv und hätten ein gemeinsames Interesse an Frieden und Stabilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident sprach sich für Verhandlungslösungen in internationalen Krisen aus. Angesichts der Konflikte im Sahel, im Nahen und Mittleren Osten sowie in weiteren Weltregionen seien Deeskalation, Toleranz und ein Ende der Feindseligkeiten erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er plädierte zudem für eine offenere, gerechtere und inklusivere globale Ordnung sowie für eine verstärkte internationale Zusammenarbeit bei der Bewältigung globaler Herausforderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss seines Besuchs lud Faye Bundeskanzler Merz zu einem offiziellen Gegenbesuch nach Senegal ein. Eine solche Reise könnte nach Ansicht beider Seiten einen weiteren wichtigen Schritt zur Vertiefung der Partnerschaft darstellen.</p>



<h2 id="h-steinmeier-empfangt-faye-im-schloss-bellevue" class="wp-block-heading"><span id="steinmeier-empfaengt-faye-im-schloss-bellevue">Steinmeier empfängt Faye im Schloss Bellevue</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28358 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing Faye ebenfalls zu einem Gespräch in Berlin. Behandelt wurden der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die Lage im Sahel und internationale politische Fragen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier hatte Senegal zuletzt im Februar 2022 besucht. Das Bundespräsidialamt bezeichnete das Land als einen der engsten Partner Deutschlands in Westafrika und verwies auf seine lange demokratische Tradition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fayes Deutschlandbesuch umfasste damit Gespräche auf höchster politischer Ebene sowie Begegnungen mit Vertretern der deutschen und senegalesischen Wirtschaft. Die Gespräche bestätigten die wachsende Bedeutung der bilateralen Beziehungen und die gemeinsame Absicht, diese künftig weiter auszubauen.</p>
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		<title>Nach AGOA-Rückkehr: Gabun wirbt bei den USA um neue Investitionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-agoa-rueckkehr-gabun-wirbt-bei-den-usa-um-neue-investitionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 15:24:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Gabun ist zurück im US-Handelsprogramm AGOA und wirbt um amerikanische Investitionen. Präsident Brice Oligui Nguema stellte einer US-Delegation in Libreville neue Entwicklungsprojekte vor.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-agoa-rueckkehr-gabun-wirbt-bei-den-usa-um-neue-investitionen%2F&amp;action_name=Nach%20AGOA-R%C3%BCckkehr%3A%20Gabun%20wirbt%20bei%20den%20USA%20um%20neue%20Investitionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-agoa-rueckkehr-gabun-wirbt-bei-den-usa-um-neue-investitionen/">Nach AGOA-Rückkehr: Gabun wirbt bei den USA um neue Investitionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Gabun und die Vereinigten Staaten wollen ihre Wirtschafts- und Investitionsbeziehungen nach der Rückkehr des zentralafrikanischen Landes in das US-Handelsprogramm AGOA ausbauen. Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema und der US-Diplomat Christian Jové Ehrhardt berieten darüber am 19. Juni 2026 in Libreville. Im Zentrum standen neue Handelsmöglichkeiten, Investitionen in strategische Wirtschaftsbereiche und der geplante integrierte Komplex Kobe-Kobé. Konkrete Abkommen oder Investitionssummen wurden nach dem Treffen nicht bekannt gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrhardt reiste mit einer Delegation nach Gabun und wurde von Oligui Nguema im Präsidentenpalast empfangen. Er ist stellvertretender Unterstaatssekretär im Büro für Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration des US-Außenministeriums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begegnung diente nach Darstellung der gabunischen Präsidentschaft einer Bestandsaufnahme der bilateralen Beziehungen. Beide Seiten hätten gemeinsame Interessen und Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit erörtert.</p>



<h2 id="h-agoa-ruckkehr-ruckt-handel-in-den-mittelpunkt" class="wp-block-heading"><span id="agoa-rueckkehr-rueckt-handel-in-den-mittelpunkt">AGOA-Rückkehr rückt Handel in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erneute Aufnahme Gabuns in den African Growth and Opportunity Act, kurz AGOA, bildete den wirtschaftlichen Schwerpunkt des Gesprächs. Das US-Programm erleichtert ausgewählten afrikanischen Staaten den Zugang zum amerikanischen Markt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wiedereingliederung Gabuns wurde durch einen Erlass von US-Präsident Donald Trump beschlossen. Libreville sieht darin die Grundlage für neue Handelsbeziehungen zwischen gabunischen Unternehmen und dem US-Markt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Wiedereingliederung eröffnet neue Handelsmöglichkeiten und ist ein Zeichen des Vertrauens in die von den gabunischen Behörden eingeleiteten Reformen“, erklärte die gabunische Präsidentschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gabunische Regierung verbindet die Wiederaufnahme jedoch mit dem Ziel, mehr Investoren anzuziehen und die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten über die bisherige Zusammenarbeit hinaus zu erweitern.</p>



<h2 id="h-oligui-nguema-prasentiert-projekt-kobe-kobe" class="wp-block-heading"><span id="oligui-nguema-praesentiert-projekt-kobe-kobe">Oligui Nguema präsentiert Projekt Kobe-Kobé</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema stellte der amerikanischen Delegation mehrere Entwicklungsvorhaben seines Landes vor. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der geplante integrierte Komplex Kobe-Kobé.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kobe-Kobé ist ein groß angelegtes Industrie- und Infrastrukturprojekt, mit dem Gabun seine Wirtschaft breiter aufstellen und die Verarbeitung heimischer Rohstoffe im eigenen Land ausbauen will. Der Komplex soll verschiedene industrielle, logistische und wirtschaftliche Aktivitäten an einem Standort bündeln und damit neue Wertschöpfungsketten fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Vorhaben ist ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Entwicklungsstrategie des Landes. Es soll Arbeitsplätze schaffen, Investitionen anziehen und die industrielle Entwicklung stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nähere Angaben zu Standort, Investitionsvolumen, beteiligten Wirtschaftszweigen oder Zeitplan wurden bislang nicht veröffentlicht. Die Präsidentschaft erklärte jedoch, das Vorhaben stoße bei internationalen Partnern einschließlich der Vereinigten Staaten auf wachsendes Interesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen mit der US-Delegation diente auch dazu, mögliche amerikanische Beteiligungen an größeren Infrastruktur- und Entwicklungsprojekten auszuloten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten vereinbarten weitere Investitionsmöglichkeiten in strategischen Sektoren zu prüfen. Welche Bereiche dabei Vorrang erhalten sollen, blieb zunächst offen.</p>



<h2 id="h-libreville-sucht-engeren-dialog-mit-washington" class="wp-block-heading"><span id="libreville-sucht-engeren-dialog-mit-washington">Libreville sucht engeren Dialog mit Washington</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftlichen Gespräche waren Teil einer breiteren diplomatischen Annäherung. Oligui Nguema und Ehrhardt erörterten den Stand der Beziehungen sowie politische Fragen von gemeinsamem Interesse.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="415" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Oligui-et-Americain.jpg" alt="" class="wp-image-28343 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Oligui-et-Americain.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Oligui-et-Americain-300x195.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Oligui-et-Americain-380x246.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die gabunische Präsidentschaft sprach von einem konstruktiven Dialog und übereinstimmenden Positionen bei mehreren Themen. Einzelheiten zu den politischen und regionalen Fragen, die während der Unterredung behandelt wurden, veröffentlichte sie nicht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gabuns-praesident-oligui-nguema-setzt-auf-frankreich-und-lehnt-us-migrationsdeal-ab/" type="post" id="27906">Auch Ehrhardts Zuständigkeit für Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration wurde in den Berichten über das Treffen nicht mit konkreten Vereinbarungen verbunden. </a>Die Gespräche konzentrierten sich öffentlich vor allem auf Handel, Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrhardt ist seit Mai 2025 als stellvertretender Unterstaatssekretär im US-Außenministerium tätig. Der Berufsdiplomat trat 2007 in den Auswärtigen Dienst der Vereinigten Staaten ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu seinen früheren Auslandsstationen gehören Algerien, Jamaika, Kamerun und die Zentralafrikanische Republik. Darüber hinaus arbeitete er unter anderem im Sudan, im Tschad, in Haiti, Libyen und im Irak. In Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik leitete er Einsätze in den Bereichen Strafverfolgung und Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine berufliche Laufbahn umfasst damit mehrere Staaten <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrikas</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahelzone</a>. Ehrhardt spricht neben Englisch auch Französisch und Spanisch.</p>



<h2 id="h-keine-neuen-abkommen-angekundigt" class="wp-block-heading"><span id="keine-neuen-abkommen-angekuendigt">Keine neuen Abkommen angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema und Ehrhardt bekräftigten nach dem Treffen die Absicht, die Zusammenarbeit zwischen Gabun und den Vereinigten Staaten weiter zu vertiefen. Die Gespräche sollen sich auf Handel, Investitionen und weitere strategische Bereiche erstrecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://presidence.ga/2026/06/19/le-president-de-la-republique-recoit-le-sous-secretaire-adjoint-americain-christian-ehrhardt/">Die gabunische Präsidentschaft wertete die Begegnung als Zeichen eines wachsenden internationalen Vertrauens in die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes. </a>Diese Einschätzung wurde von der amerikanischen Delegation in den veröffentlichten Mitteilungen nicht ausdrücklich wiederholt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gemeinsame Erklärung, eine Liste konkreter Investitionsprojekte oder neue bilaterale Verträge wurden im Anschluss an die Unterredung nicht veröffentlicht.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-agoa-rueckkehr-gabun-wirbt-bei-den-usa-um-neue-investitionen%2F&action_name=Nach%20AGOA-R%C3%BCckkehr%3A%20Gabun%20wirbt%20bei%20den%20USA%20um%20neue%20Investitionen&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-agoa-rueckkehr-gabun-wirbt-bei-den-usa-um-neue-investitionen/">Nach AGOA-Rückkehr: Gabun wirbt bei den USA um neue Investitionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Abiy Ahmeds Partei gewinnt Wahl in Äthiopien und sichert sich klare Regierungsmehrheit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/abiy-ahmeds-partei-gewinnt-wahl-in-aethiopien-und-sichert-sich-klare-regierungsmehrheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 15:02:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[IGAD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>438 von 501 vergebenen Sitzen: Abiy Ahmeds Prosperity Party dominiert erneut Äthiopiens Bundesparlament. Die Wahlkommission meldet eine Beteiligung von mehr als 94 Prozent, während in Tigray und Teilen Amharas nicht abgestimmt werden konnte.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fabiy-ahmeds-partei-gewinnt-wahl-in-aethiopien-und-sichert-sich-klare-regierungsmehrheit%2F&amp;action_name=Abiy%20Ahmeds%20Partei%20gewinnt%20Wahl%20in%20%C3%84thiopien%20und%20sichert%20sich%20klare%20Regierungsmehrheit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/abiy-ahmeds-partei-gewinnt-wahl-in-aethiopien-und-sichert-sich-klare-regierungsmehrheit/">Abiy Ahmeds Partei gewinnt Wahl in Äthiopien und sichert sich klare Regierungsmehrheit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die regierende Prosperity Party von Ministerpräsident Abiy Ahmed hat bei Äthiopiens siebter allgemeiner Wahl 438 der 501 vergebenen Sitze im Bundesparlament gewonnen. Die Nationale Wahlkommission NEBE verkündete das endgültige Ergebnis am 21. Juni 2026 in Addis Abeba. Die Partei verfügt damit erneut über eine breite Mehrheit im Haus der Volksvertreter und kann die nächste Bundesregierung bilden. Präsident Taye Atske-Selassie bezifferte die Wahlbeteiligung auf mehr als 94 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partei Ethiopian Citizens for Social Justice, bekannt unter der Abkürzung EZEMA, erhielt 13 Mandate und stellt damit die stärkste Oppositionskraft im Bundesparlament. Die Nationalbewegung der Amhara, kurz NaMA, gewann sechs Sitze. Eine politische Plattform aus der Region Sidama kam auf drei Mandate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Parteien und unabhängige Kandidaten zogen ebenfalls in das Parlament ein. Eine vollständige Aufschlüsselung aller verbliebenen Mandate nach Parteien und Wahlkreisen wurde bei der Ergebniszeremonie zunächst nicht veröffentlicht.</p>



<h2 id="h-prosperity-party-liegt-weit-uber-notwendiger-mehrheit" class="wp-block-heading"><span id="prosperity-party-liegt-weit-ueber-notwendiger-mehrheit">Prosperity Party liegt weit über notwendiger Mehrheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/aethiopien-startet-waehlerregistrierung-fuer-parlamentswahl-2026/" type="post" id="25459">Für eine absolute Mehrheit im äthiopischen Bundesparlament waren 274 Sitze erforderlich.</a> Mit 438 Mandaten liegt die Prosperity Party deutlich über dieser Schwelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partei ging 2019 aus einem von Abiy Ahmed angestoßenen Zusammenschluss mehrerer regionaler Regierungsparteien hervor. Sie ersetzte die frühere Regierungskoalition Ethiopian People’s Revolutionary Democratic Front, die Äthiopien über mehr als zwei Jahrzehnte geführt hatte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-25579 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-1024x1024.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-768x768.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-380x380.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-800x800.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-1160x1160.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Abiy war 2018 nach anhaltenden Protesten und einem Führungswechsel innerhalb der damaligen Regierungskoalition Ministerpräsident geworden. Der Wahlsieg verschafft seiner Partei ein weiteres Mandat zur Führung der Bundesregierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Prosperity Party erklärte nach der Bekanntgabe der Ergebnisse, sie nehme den erneuten Regierungsauftrag mit Verantwortung an. Sie nannte die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit, die Bekämpfung der hohen Lebenshaltungskosten, Ernährungssicherheit und die Schaffung von Arbeitsplätzen als politische Schwerpunkte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere angekündigte Ziele sind die Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen, die Bekämpfung von Korruption und die Fortsetzung des nationalen Dialogprozesses. Dieser soll politische und gesellschaftliche Gruppen zusammenbringen und bestehende Konflikte innerhalb des föderalen Systems bearbeiten.</p>



<h2 id="h-ezema-kundigt-konstruktive-oppositionsarbeit-an" class="wp-block-heading"><span id="ezema-kuendigt-konstruktive-oppositionsarbeit-an">EZEMA kündigt konstruktive Oppositionsarbeit an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">EZEMA erklärte nach der Verkündung der Ergebnisse, mit Regierung, Parteien und gesellschaftlichen Akteuren bei Fragen von nationaler Bedeutung zusammenarbeiten zu wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partei gewann neben ihren 13 Sitzen im Bundesparlament weitere 73 Mandate in Regionalparlamenten sowie in den Stadträten von Addis Abeba und Dire Dawa. Insgesamt kommt EZEMA damit nach eigenen Angaben auf 86 Sitze auf den verschiedenen staatlichen Ebenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partei bezeichnete das Ergebnis als Grundlage für eine stärker strukturierte Oppositionsarbeit. Sie wolle ihre Organisation ausbauen, interne Schwächen beheben und sich auf eine politische Kultur konzentrieren, die von respektvoller Auseinandersetzung und konstruktivem Wettbewerb geprägt sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich gratulierte EZEMA der Prosperity Party zu ihrem Wahlsieg und erkannte deren Auftrag zur Fortsetzung der Regierung an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NaMA gewann ihre sechs Bundesmandate im Regionalstaat Amhara. Die Partei konzentriert sich politisch auf die Interessen der Amhara-Bevölkerung und tritt insbesondere in Fragen des föderalen Systems, territorialer Konflikte und regionaler Sicherheit auf.</p>



<h2 id="h-mehr-als-54-millionen-menschen-registriert" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-54-millionen-menschen-registriert">Mehr als 54 Millionen Menschen registriert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Wahl waren nach Angaben der regionalen Beobachtermission IGAD 54.057.861 Menschen registriert. Etwa 46 Prozent der registrierten Wahlberechtigten waren Frauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 10.000 Kandidatinnen und Kandidaten bewarben sich um Sitze im Bundesparlament, in den Parlamenten der Regionalstaaten und in den Räten der beiden föderalen Städte Addis Abeba und Dire Dawa. Insgesamt nahmen 42 Parteien und Parteienbündnisse am Wahlprozess teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlkommission setzte rund 195.000 Wahlhelfer ein. Landesweit waren etwa 52.000 Wahllokale vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmals kam in größerem Umfang ein digital entwickeltes Registrierungsverfahren zum Einsatz. Rund 5,3 Millionen Menschen nutzten digitale Systeme zur Eintragung in das Wählerverzeichnis. Der größte Teil der Bevölkerung wurde weiterhin über das herkömmliche Verfahren registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Kandidaten und Parteien konnten sich erstmals digital anmelden. Zusätzlich führte die Wahlkommission geografische Systeme zur Erfassung von Wahllokalen und besondere Verfahren für Binnenvertriebene und Angehörige der Streitkräfte ein.</p>



<h2 id="h-keine-abstimmung-in-tigray-und-teilen-amharas" class="wp-block-heading"><span id="keine-abstimmung-in-tigray-und-teilen-amharas">Keine Abstimmung in Tigray und Teilen Amharas</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Haus der Volksvertreter verfügt regulär über 547 Sitze. Die Wahl fand jedoch nur in 501 Wahlkreisen statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der gesamten Region Tigray wurde nicht abgestimmt. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-reagieren-mit-visa-sanktionen-auf-aufflammende-gefechte-im-tigray/" type="post" id="28298">Die Region ist weiterhin von den politischen und institutionellen Folgen des Krieges zwischen der äthiopischen Bundesregierung und der Volksbefreiungsfront von Tigray geprägt, der von 2020 bis 2022 dauerte.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in acht Wahlkreisen der Region Amhara konnten keine Wahlen stattfinden. Dort dauern bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und Milizen der Fano-Bewegung an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die IGAD-Beobachtermission erklärte, politische und sicherheitsbezogene Probleme hätten eine landesweite Durchführung verhindert. Damit blieben 46 der regulären 547 Parlamentssitze außerhalb der Abstimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl fand auch vor dem Hintergrund anhaltender Konflikte in Oromia statt. Dort kämpfen staatliche Kräfte seit Jahren gegen die Oromo Liberation Army.</p>



<h2 id="h-prasident-wertet-beteiligung-als-vertrauensbeweis" class="wp-block-heading"><span id="praesident-wertet-beteiligung-als-vertrauensbeweis">Präsident wertet Beteiligung als Vertrauensbeweis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Taye Atske-Selassie bezeichnete die hohe Wahlbeteiligung bei der Verkündung der Ergebnisse als Ausdruck des Vertrauens in demokratische und verfassungsmäßige Verfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Beteiligung an der Wahl ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Äthiopier an die Demokratie glauben, ihr Land lieben und entschlossen sind, Frieden und Entwicklung zu schützen“, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Politische Macht müsse durch Wahlen und nicht außerhalb der verfassungsmäßigen Ordnung angestrebt werden. Jede abgegebene Stimme sei ein Auftrag, mit dem Parteien verpflichtet würden, der Bevölkerung zu dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beteiligung von mehr als 94 Prozent beruht auf den Angaben der äthiopischen Behörden. Bei mehr als 54 Millionen registrierten Wahlberechtigten entspräche dies mehr als 50 Millionen abgegebenen Stimmen.</p>



<h2 id="h-afrikanische-union-spricht-von-demokratischem-meilenstein" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-union-spricht-von-demokratischem-meilenstein">Afrikanische Union spricht von demokratischem Meilenstein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union entsandte mehr als 60 Wahlbeobachter nach Äthiopien. Die Mission stand unter der Leitung des früheren kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bankole Adeoye, Kommissar der Afrikanischen Union für politische Angelegenheiten, Frieden und Sicherheit, <a href="https://www.fanamc.com/english/african-union-hails-ethiopias-7th-general-election-as-milestone-in-democratic-development/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=african-union-hails-ethiopias-7th-general-election-as-milestone-in-democratic-development">bezeichnete</a> die Wahl bei der Verkündung der Ergebnisse als einen weiteren Meilenstein in der demokratischen Entwicklung Äthiopiens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beobachter übermittelten der Wahlkommission vorläufige Feststellungen und Empfehlungen. Die Afrikanische Union erklärte, sie wolle Äthiopien weiterhin beim Ausbau demokratischer Institutionen, glaubwürdiger Wahlen und friedlicher Regierungsführung unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Beobachtermission der ostafrikanischen Regionalorganisation IGAD bewertete die Abstimmung vorläufig als überwiegend friedlich und geordnet. Sie hob die hohe Beteiligung, die organisatorischen Vorbereitungen und den Einsatz neuer Technologien hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Äthiopische Vereinigung von Juristinnen erklärte, die von ihr beobachteten Wahllokale hätten überwiegend pünktlich geöffnet und die vorgeschriebenen Abläufe eingehalten. Zugleich verwies die Organisation auf weiterhin bestehende Schwierigkeiten bei der politischen Beteiligung und Vertretung von Frauen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fabiy-ahmeds-partei-gewinnt-wahl-in-aethiopien-und-sichert-sich-klare-regierungsmehrheit%2F&action_name=Abiy%20Ahmeds%20Partei%20gewinnt%20Wahl%20in%20%C3%84thiopien%20und%20sichert%20sich%20klare%20Regierungsmehrheit&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/abiy-ahmeds-partei-gewinnt-wahl-in-aethiopien-und-sichert-sich-klare-regierungsmehrheit/">Abiy Ahmeds Partei gewinnt Wahl in Äthiopien und sichert sich klare Regierungsmehrheit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland soll für Kolonialverbrechen zahlen: Namibias Präsidentin drängt auf Reparationen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-soll-fuer-kolonialverbrechen-zahlen-namibias-praesidentin-draengt-auf-reparationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 14:42:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 100 Jahre nach dem Völkermord an den Ovaherero und Nama erhöht Namibia den Druck auf Berlin: Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah fordert Deutschland auf, historische Verantwortung endlich mit konkreten Reparationen zu verbinden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-soll-fuer-kolonialverbrechen-zahlen-namibias-praesidentin-draengt-auf-reparationen%2F&amp;action_name=Deutschland%20soll%20f%C3%BCr%20Kolonialverbrechen%20zahlen%3A%20Namibias%20Pr%C3%A4sidentin%20dr%C3%A4ngt%20auf%20Reparationen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-soll-fuer-kolonialverbrechen-zahlen-namibias-praesidentin-draengt-auf-reparationen/">Deutschland soll für Kolonialverbrechen zahlen: Namibias Präsidentin drängt auf Reparationen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Mehr als ein Jahrhundert nach dem Völkermord an den Ovaherero und Nama erhöht Namibia den Druck auf Deutschland. Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah hat die Bundesregierung aufgefordert, historische Verantwortung nicht nur anzuerkennen, sondern auch konkrete Reparationen für die Verbrechen der deutschen Kolonialherrschaft zu leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einer internationalen Konferenz zur Umsetzung der UN-Resolution A/RES/80/250 in Accra verband die Präsidentin die <a href="https://fokus-afrika.de/un-vollversammlung-erklaert-versklavung-von-afrikanern-zum-schwersten-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit/" type="post" id="26053">globale Debatte über Wiedergutmachung für Sklaverei und Kolonialismus</a> direkt mit den seit Jahren festgefahrenen Verhandlungen zwischen Namibia und Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika versucht nicht, alte Wunden wieder aufzureißen. Afrika versucht, Wunden zu heilen, die niemals geheilt wurden“, sagte Nandi-Ndaitwah vor Delegierten aus Afrika, der Karibik und der Diaspora.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Namibia gehe es nicht um Vergeltung, sondern um Gerechtigkeit. Eine echte Versöhnung könne nur gelingen, wenn historische Verbrechen anerkannt und ihre Folgen ernsthaft aufgearbeitet würden.</p>



<h2 id="h-der-streit-um-deutschlands-koloniales-erbe" class="wp-block-heading"><span id="der-streit-um-deutschlands-koloniales-erbe">Der Streit um Deutschlands koloniales Erbe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der namibischen Forderungen steht der Völkermord an den Ovaherero und Nama zwischen 1904 und 1908. Deutsche Kolonialtruppen töteten damals Zehntausende Menschen. Viele starben durch militärische Gewalt, Vertreibung in die Wüste, Hunger und Durst. Andere wurden in Konzentrationslagern interniert, wo Krankheiten, Misshandlungen und Zwangsarbeit zahlreiche weitere Opfer forderten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Namibia sind die Folgen bis heute sichtbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für viele Namibier endete der Völkermord nicht im Jahr 1908. Seine Echos reichen bis in die Gegenwart“, sagte die Präsidentin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das namibische Parlament verabschiedete bereits 2006 einen Antrag zu Völkermord, Entschuldigung und Reparationen. Dieser bildet bis heute die Grundlage für die Gespräche mit Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Gerechtigkeit verläuft selten auf einem geraden Weg. Sie ist oft langsam und unangenehm“, erklärte Nandi-Ndaitwah. Dennoch werde Namibia den Dialog mit Deutschland fortsetzen.</p>



<h2 id="h-milliardenangebot-aus-berlin-bleibt-umstritten" class="wp-block-heading"><span id="milliardenangebot-aus-berlin-bleibt-umstritten">Milliardenangebot aus Berlin bleibt umstritten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren verhandeln beide Regierungen über eine sogenannte Gemeinsame Erklärung zur Aufarbeitung der Kolonialverbrechen. <a href="https://fokus-afrika.de/nama-traditionalisten-lehnen-vereinbarung-zu-voelkermord-reparationen-ab/" type="post" id="13601">Ein Entwurf liegt vor, wurde jedoch bislang nicht endgültig angenommen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland stellte darin 1,1 Milliarden Euro über einen Zeitraum von 30 Jahren in Aussicht. Die Mittel sollen Entwicklungsprojekte in sieben besonders betroffenen Regionen finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier liegt einer der zentralen Streitpunkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der Ovaherero und Nama kritisieren, dass die Zahlungen nicht ausdrücklich als Reparationen bezeichnet werden. Sie lehnen es ab, die Mittel lediglich als Entwicklungszusammenarbeit zu behandeln, und fordern eine klare rechtliche Anerkennung als Wiedergutmachung für den Völkermord.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Beteiligung der betroffenen Gemeinschaften an den Verhandlungen sorgt seit Jahren für Konflikte. UN-Sonderberichterstatter warfen Namibia und Deutschland 2023 vor, die Rechte der Ovaherero und Nama verletzt zu haben, weil deren Vertreter nicht ausreichend in die Gespräche eingebunden worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kathrin-henneberger-dekolonialisierung-bleibt-zentrale-herausforderung/" type="post" id="13849">Die Experten forderten Deutschland auf, die volle Verantwortung für seine Kolonialverbrechen zu übernehmen.</a></p>



<h2 id="h-deutscher-botschafter-deutschland-ist-bereit-sich-zu-entschuldigen" class="wp-block-heading"><span id="deutscher-botschafter-deutschland-ist-bereit-sich-zu-entschuldigen">Deutscher Botschafter: „Deutschland ist bereit, sich zu entschuldigen“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz vor der Konferenz in Ghana hatte der scheidende deutsche Botschafter in Namibia, Thorsten Hütter, neue Bewegung in die Debatte gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Abschiedsbesuch bei Nandi-Ndaitwah äußerte er die Hoffnung, dass die Gemeinsame Erklärung noch bis Ende 2026 abgeschlossen werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Deutschland ist bereit, sich zu entschuldigen“, sagte Hütter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinen Gesprächen mit Nachfahren der Opfer sei deutlich geworden, dass viele Namibier neben einer Entschuldigung auch Sühne und konkrete Anerkennung des erlittenen Unrechts erwarteten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKjgsAQXAAAtLvQ-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-28335 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKjgsAQXAAAtLvQ-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKjgsAQXAAAtLvQ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKjgsAQXAAAtLvQ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKjgsAQXAAAtLvQ-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKjgsAQXAAAtLvQ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKjgsAQXAAAtLvQ-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKjgsAQXAAAtLvQ-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKjgsAQXAAAtLvQ.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/botschafter-shaanika-deutschland-und-namibia-sind-gut-aufgestellt/" type="post" id="24516">Gleichzeitig betonte der Botschafter, dass viele Betroffene nach einer Einigung eine engere Zusammenarbeit mit Deutschland anstrebten.</a> Bei seinem Treffen mit der Präsidentin wurden auch Themen wie grüner Wasserstoff, erneuerbare Energien und wirtschaftliche Kooperation besprochen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-internationale-reparationsbewegung-gewinnt-an-dynamik" class="wp-block-heading"><span id="internationale-reparationsbewegung-gewinnt-an-dynamik">Internationale Reparationsbewegung gewinnt an Dynamik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nandi-Ndaitwahs Vorstoß erfolgte im Rahmen einer größeren internationalen Debatte über Wiedergutmachung für Sklaverei und Kolonialismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz in Accra beschäftigte sich mit der Umsetzung der UN-Resolution A/RES/80/250. Die Resolution erkennt den Handel mit versklavten Afrikanern und deren Versklavung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit an und soll die Grundlage für konkrete Schritte bei Wiedergutmachung, Rückgabe und Rechenschaft schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-staatschefs-wollen-reparationen-fuer-afrika/" type="post" id="13978">Gastgeber war Ghanas Präsident John Dramani Mahama, der innerhalb der Afrikanischen Union als Beauftragter für Reparationsfragen tätig ist.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nandi-Ndaitwah bezeichnete die Resolution als wichtigen Meilenstein und rief afrikanische Staaten sowie die afrikanische Diaspora zu einem gemeinsamen Vorgehen auf. Historische Spaltungen hätten den Kontinent lange geschwächt. Nun müsse Afrika geschlossen auftreten.</p>



<h2 id="h-warum-wurden-die-versklaver-entschadigt-und-nicht-die-versklavten" class="wp-block-heading"><span id="warum-wurden-die-versklaver-entschaedigt-und-nicht-die-versklavten">„Warum wurden die Versklaver entschädigt – und nicht die Versklavten?“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hilary Beckles, Vorsitzender der Reparationskommission der Karibischen Gemeinschaft CARICOM, erinnerte daran, dass Forderungen nach Entschädigungen keineswegs neu seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits unmittelbar nach der Abschaffung der Sklaverei hätten ehemalige Versklavte Entschädigungen verlangt. Stattdessen seien in vielen Ländern die früheren Sklavenhalter finanziell entschädigt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie richteten Petitionen an die Parlamente Europas und fragten: Wenn die Versklaver Entschädigungen erhalten, warum bekommen wir, die Versklavten, keine?“, sagte Beckles.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er bezeichnete die UN-Resolution als Ausdruck einer „globalen Revolution des afrikanischen Bewusstseins“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nigerianische Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka warnte zugleich davor, Sklaverei als abgeschlossenes Kapitel der Geschichte zu betrachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Sklavenhandel ist nicht vorbei. Er ist vielmehr weiterhin sehr aktiv“, sagte Soyinka mit Verweis auf Menschenhandel, Kindesentführungen und moderne Formen der Ausbeutung.</p>
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		<title>Nach tödlicher Gewaltwelle: Gambias Parlament streitet über Rückkehr der Todesstrafe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-toedlicher-gewaltwelle-gambias-parlament-streitet-ueber-rueckkehr-der-todesstrafe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 00:07:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach mehreren Tötungsdelikten fordert ein Abgeordneter die Wiedereinführung der Todesstrafe in Gambia. Andere Parlamentarier sehen die Ursachen der Gewalt vor allem in Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch und Schwächen des Sicherheitsapparats.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-toedlicher-gewaltwelle-gambias-parlament-streitet-ueber-rueckkehr-der-todesstrafe%2F&amp;action_name=Nach%20t%C3%B6dlicher%20Gewaltwelle%3A%20Gambias%20Parlament%20streitet%20%C3%BCber%20R%C3%BCckkehr%20der%20Todesstrafe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-toedlicher-gewaltwelle-gambias-parlament-streitet-ueber-rueckkehr-der-todesstrafe/">Nach tödlicher Gewaltwelle: Gambias Parlament streitet über Rückkehr der Todesstrafe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine Reihe von Tötungsdelikten und Gewaltverbrechen hat in Gambias Nationalversammlung eine Debatte über die Wiedereinführung der Todesstrafe ausgelöst. Die <a href="https://thepoint.gm/africa/gambia/headlines/death-penalty-call-dominates-parliament-debate-on-rising-wave-of-killings">Auseinandersetzung</a> fand in der jüngsten Sitzung des Parlaments statt. Der Abgeordnete Almameh Gibba forderte härtere Strafen als Abschreckung, während andere Parlamentarier Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch, Grenzschutz und Defizite bei der Polizeiarbeit als Ursachen der Gewalt nannten. Eine Entscheidung über eine Änderung des Strafrechts wurde nicht getroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt war eine von Yahya Gassama, dem Abgeordneten für Kiang East, eingebrachte aktuelle Aussprache. Mehrere Parlamentarier verwiesen dabei auf jüngste Tötungsfälle, die in verschiedenen Teilen des Landes öffentliche Besorgnis ausgelöst haben.</p>



<h2 id="h-gibba-fordert-ruckkehr-zur-todesstrafe" class="wp-block-heading"><span id="gibba-fordert-rueckkehr-zur-todesstrafe">Gibba fordert Rückkehr zur Todesstrafe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Almameh Gibba, Abgeordneter des Wahlkreises Foni Kansala, stellte die Forderung nach der Todesstrafe in den Mittelpunkt seines Beitrags. Das Land müsse strengere Maßnahmen gegen Täter ergreifen, wenn es die zunehmende Gewalt eindämmen wolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn wir die Todesstrafe nicht zurückbringen, wird dieses Problem weiterbestehen. Drogen töten, Waffen töten, Alkoholismus tötet. Was wir tun müssen, ist bestrafen“, sagte Gibba.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/illegale-migration-belastet-grenzbeamte-in-gambia/" type="post" id="21795">Der Abgeordnete verband seine Forderung mit einem Appell an die Regierung, Recht und öffentliche Ordnung stärker zu priorisieren.</a> Ohne konsequente Strafverfolgung und ausreichende Unterstützung für die Sicherheitsbehörden werde die Gewalt weiter zunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was auch immer wir in diesem Land tun, es muss auf Recht und Ordnung beruhen. Wenn das nicht gewährleistet wird, werden wir weiterhin Blutvergießen erleben“, erklärte Gibba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Äußerungen waren ein politischer Vorstoß innerhalb der Parlamentsdebatte. Aus der Aussprache ging weder ein formeller Gesetzentwurf noch ein Beschluss der Nationalversammlung zur Wiedereinführung der Todesstrafe hervor.</p>



<h2 id="h-abgeordnete-nennen-soziale-ursachen-der-gewalt" class="wp-block-heading"><span id="abgeordnete-nennen-soziale-ursachen-der-gewalt">Abgeordnete nennen soziale Ursachen der Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Yahya Sanyang, Abgeordneter für Latrikunda Sabiji, widersprach der Konzentration auf strafrechtliche Verschärfungen nicht grundsätzlich, rückte jedoch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ursachen gewaltsamer Kriminalität in den Vordergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf Jugendarbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch, unzureichend kontrollierte Grenzen und Konflikte um Grundstücke. Auch die Zusammenarbeit zwischen Polizei und örtlichen Gemeinschaften müsse gestärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was verursacht all diese rücksichtslosen Tötungen in der Gesellschaft?“, fragte Sanyang. Die Regierung müsse dafür sorgen, dass junge Menschen Beschäftigung fänden und der Missbrauch von Rauschmitteln konsequent bekämpft werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Abgeordnete teilten die Einschätzung, dass Gewalt nicht allein durch höhere Strafen verhindert werden könne. In der Debatte wurden schlechte Straßenbeleuchtung, eine unzureichende Polizeipräsenz und der Verlust gesellschaftlicher Werte als weitere Faktoren genannt.</p>



<h2 id="h-kritik-an-regierung-und-sicherheitsbehorden" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-regierung-und-sicherheitsbehoerden">Kritik an Regierung und Sicherheitsbehörden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sulayman Saho, Abgeordneter für Central Badibou, warf der Regierung vor, Leben und Eigentum der Bevölkerung nicht ausreichend zu schützen. Er forderte weitere Reformen des Sicherheitssektors und eine parlamentarische Untersuchung der jüngsten Tötungsfälle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die heutige Regierung nimmt ihre Verantwortung zum Schutz des Lebens ihrer Bürger nicht ausreichend wahr“, sagte Saho.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0.webp" alt="" class="wp-image-28327 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-768x513.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-380x254.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-800x534.webp 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsausschuss der Nationalversammlung solle die Fälle untersuchen und prüfen, wo staatliche Schutzmechanismen versagt hätten. Sahos Forderung richtete sich damit nicht nur auf die strafrechtliche Ahndung einzelner Verbrechen, sondern auch auf mögliche institutionelle Schwächen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Aussprache wurde mehrfach eine bessere Ausstattung der Sicherheitsorgane gefordert. Dazu gehören eine stärkere Präsenz der Polizei in Wohngebieten, verbesserte Ermittlungsarbeit sowie eine konsequentere Kontrolle von Waffen, Drogen und grenzüberschreitenden Bewegungen.</p>



<h2 id="h-gemeinschaften-sollen-starker-einbezogen-werden" class="wp-block-heading"><span id="gemeinschaften-sollen-staerker-einbezogen-werden">Gemeinschaften sollen stärker einbezogen werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parlamentsmitglied Kebba Lang Fofana betonte die Verantwortung der Bevölkerung bei der Verhinderung von Gewalt. Sicherheit beginne nicht erst bei Polizei und Justiz, sondern innerhalb der Familien und örtlichen Gemeinschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind alle Polizisten“, sagte Fofana. „Frieden beginnt beim Einzelnen, schlägt zu Hause Wurzeln und breitet sich von dort auf die gesamte Gesellschaft aus.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er warb für lokale Friedensarbeit und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Bewohnern, Gemeindeverantwortlichen und Sicherheitsbehörden. Hinweise auf drohende Gewalttaten müssten frühzeitig weitergegeben und Konflikte möglichst vor einer Eskalation bearbeitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge zeigten unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die jüngsten Gewaltverbrechen bekämpft werden sollen. Während Gibba die abschreckende Wirkung der Todesstrafe hervorhob, forderten andere Abgeordnete ein umfassenderes Vorgehen gegen soziale Unsicherheit, Drogenmissbrauch und Schwächen im Sicherheitsapparat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übereinstimmung bestand in der Forderung nach schnellen Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und zur Wiederherstellung des Vertrauens in Polizei, Regierung und Justiz.</p>
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		<item>
		<title>Burkina Faso ordnet Religionsfreiheit neu ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burkina-faso-ordnet-religionsfreiheit-neu-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 12:47:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>„Eine rechtliche Lücke wurde geschlossen“: Burkina Faso gibt sich ein neues Religionsgesetz mit 112 Artikeln und verschärft die Regeln für Kultstätten, Predigten und religiöse Aktivitäten im öffentlichen Raum.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburkina-faso-ordnet-religionsfreiheit-neu-ein%2F&amp;action_name=Burkina%20Faso%20ordnet%20Religionsfreiheit%20neu%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-ordnet-religionsfreiheit-neu-ein/">Burkina Faso ordnet Religionsfreiheit neu ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Burkina Fasos Übergangsparlament hat einstimmig ein Gesetz verabschiedet, das religiöse Organisationen, Kultstätten, Prediger und deren Finanzierung umfassend regelt. Der Beschluss fiel in einer Sitzung der Übergangsgesetzgebenden Versammlung (ALP) in Ouagadougou. Das 112 Artikel umfassende Regelwerk bestätigt die Freiheit des Gewissens, des Glaubens und der Religionsausübung, verbindet sie jedoch mit Vorgaben zum Schutz der öffentlichen Ordnung und zur Bekämpfung religiös begründeter Radikalisierung. Verstöße können künftig mit gesetzlich festgelegten Sanktionen geahndet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung bezeichnet das Gesetz als Antwort auf eine bislang unzureichende rechtliche Regelung religiöser Aktivitäten. Es soll zugleich die unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften schützen und staatlichen Stellen mehr Möglichkeiten geben, gegen Missbrauch, extremistische Einflussnahme und die ungeordnete Nutzung öffentlicher Flächen vorzugehen.</p>



<h2 id="h-freiheit-des-glaubens-erhalt-einen-gesetzlichen-rahmen" class="wp-block-heading"><span id="freiheit-des-glaubens-erhaelt-einen-gesetzlichen-rahmen">Freiheit des Glaubens erhält einen gesetzlichen Rahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz legt erstmals in einem umfassenden Regelwerk fest, unter welchen Bedingungen religiöse Freiheiten im gesamten Staatsgebiet ausgeübt werden können. Es bestätigt das Recht auf Gewissens-, Glaubens- und Religionsfreiheit und stellt diese Grundsätze in den Zusammenhang von Frieden, Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Religiöse Gemeinschaften können ihre Aktivitäten weiterhin eigenständig organisieren. Sie müssen dabei jedoch die staatlichen Vorschriften, die öffentliche Sicherheit und die Rechte anderer Menschen beachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der für Religionsangelegenheiten zuständige Minister Émile Zerbo begrüßte die Verabschiedung des Gesetzes ausdrücklich. Nach seinen Worten habe Burkina Faso damit eine rechtliche Lücke geschlossen und sich einen modernen Rechtsrahmen gegeben. „Mit der Verabschiedung des Gesetzes über die Religionsfreiheiten hat sich unser Land einen modernen Text gegeben, der unsere aktuellen Realitäten berücksichtigt und es ermöglicht, eine friedliche Zukunft zu gestalten“, erklärte Zerbo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister widersprach zugleich Befürchtungen, das Gesetz richte sich gegen religiöse Gemeinschaften. Es solle vielmehr allen Gläubigen ermöglichen, ihren Glauben in Ruhe auszuüben, während gleichzeitig die öffentliche Ordnung und die geltenden Gesetze respektiert würden. „Dieses Gesetz kommt den Gläubigen zugute. Wer seinen Glauben ausüben möchte, ist in Burkina Faso willkommen. Freiheiten ohne Regulierung bergen Gefahren“, sagte er.</p>



<h2 id="h-neue-vorgaben-fur-moscheen-kirchen-und-gebetsstatten" class="wp-block-heading"><span id="neue-vorgaben-fuer-moscheen-kirchen-und-gebetsstaetten">Neue Vorgaben für Moscheen, Kirchen und Gebetsstätten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eigener Teil des Gesetzes betrifft religiöse Gebäude und andere Kultstätten. Er regelt ihre Gründung, ihren Standort und ihren Betrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorschriften sollen verhindern, dass öffentliche Flächen ohne Genehmigung dauerhaft für religiöse Zwecke genutzt werden. Zugleich sollen Religionsgemeinschaften geeignete und rechtlich abgesicherte Orte für Gebete, Gottesdienste und weitere religiöse Aktivitäten erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatlichen Stellen können damit stärker kontrollieren, wo neue Kultstätten entstehen und ob die geltenden Sicherheits-, Bau- und Verwaltungsvorschriften eingehalten werden. Welche konkreten Genehmigungsverfahren und Fristen gelten, soll sich aus den einzelnen Ausführungsbestimmungen ergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch religiöse Veranstaltungen außerhalb bestehender Gebetsstätten fallen unter den neuen Rechtsrahmen. Die Behörden erhalten zusätzliche Möglichkeiten, Aktivitäten einzuschränken, wenn sie die öffentliche Ordnung, die Sicherheit oder das friedliche Zusammenleben gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zerbo verwies darauf, dass zahlreiche öffentliche Flächen im Laufe der Jahre durch religiöse Einrichtungen oder Bauwerke in Anspruch genommen worden seien. „Viele unserer öffentlichen Räume wurden von religiösen Einrichtungen oder Gebäuden besetzt. Es war notwendig, Ordnung zu schaffen und gleichzeitig die Religionsfreiheit zu garantieren“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.aib.media/153481-2/">Angaben</a> des Ministers bleibt das Gebet im öffentlichen Raum grundsätzlich erlaubt. Verboten werde jedoch die dauerhafte Abgrenzung öffentlicher Flächen und deren Umwandlung in sakrale Gebetsorte. „Beten ist nicht verboten. Verboten ist es, einen Bereich im öffentlichen Raum abzugrenzen und ihm einen heiligen Charakter zu verleihen, obwohl der öffentliche Dienst nicht dafür vorgesehen ist“, sagte Zerbo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus verbietet das Gesetz jede Diskriminierung aufgrund der Religion und soll den säkularen Charakter des burkinischen Staates bewahren.</p>



<h2 id="h-staat-will-prediger-starker-kontrollieren" class="wp-block-heading"><span id="staat-will-prediger-staerker-kontrollieren">Staat will Prediger stärker kontrollieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz schafft außerdem Regeln für Prediger und andere Personen, die öffentlich religiöse Lehren verbreiten. Die Regierung will damit gegen Aufrufe zu Gewalt, extremistische Botschaften und Praktiken vorgehen, die gesellschaftliche Spannungen verschärfen können.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="341" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1.jpg" alt="" class="wp-image-27758 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1.jpg 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1-300x136.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1-380x173.jpg 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-schliesst-grossmoschee-und-verhaftet-salafistischen-prediger-mohamed-ishaq-kindo/" type="post" id="27756">Zerbo erklärte, der Staat könne religiöse Predigten nun besser begleiten und problematische Aktivitäten früher erkennen.</a> Das Gesetz richte sich insbesondere gegen die Instrumentalisierung des Glaubens zur Rechtfertigung von Gewalt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Ministers erhalten sowohl staatliche Stellen als auch die Dachverbände der Religionsgemeinschaften neue Instrumente, um religiöse Aktivitäten besser zu begleiten. Dies betreffe insbesondere Predigten in Kultstätten sowie religiöse Veranstaltungen im öffentlichen Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso ist seit Jahren von einer anhaltenden terroristischen Bedrohung betroffen. Bewaffnete Gruppen nutzen teilweise religiöse Begründungen, um Kämpfer zu mobilisieren, staatliche Einrichtungen anzugreifen und ihren Einfluss in einzelnen Regionen auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Vorschriften sollen religiöse Überzeugungen nicht beschränken, sondern die Grenze zwischen geschützter Religionsausübung und strafbaren oder sicherheitsgefährdenden Handlungen genauer bestimmen.</p>



<h2 id="h-finanzstrome-religioser-organisationen-werden-transparenter" class="wp-block-heading"><span id="finanzstroeme-religioeser-organisationen-werden-transparenter">Finanzströme religiöser Organisationen werden transparenter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Finanzierung religiöser Organisationen. Diese sollen künftig transparenter darlegen, wie sie finanzielle Mittel beschaffen, verwalten und einsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regelungen zielen auch auf Geldflüsse aus dem Ausland. Der Staat will mögliche externe Einflussnahme und die Finanzierung extremistischer oder sektenähnlicher Strukturen früher erkennen, ohne die finanzielle und organisatorische Eigenständigkeit anerkannter Religionsgemeinschaften grundsätzlich aufzuheben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisationen müssen ihre Ressourcen nach den im Gesetz festgelegten Vorgaben verwalten. Bei Verstößen gegen Transparenz- oder Registrierungspflichten können Sanktionen verhängt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Regelwerk enthält dazu straf- und verwaltungsrechtliche Bestimmungen. Sie sollen Handlungen erfassen, die gegen die Religionsfreiheit anderer Menschen, die öffentliche Ordnung oder die nationale Sicherheit verstoßen.</p>



<h2 id="h-schutz-von-kindern-vor-religios-begrundeter-ausbeutung" class="wp-block-heading"><span id="schutz-von-kindern-vor-religioes-begruendeter-ausbeutung">Schutz von Kindern vor religiös begründeter Ausbeutung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung verbindet die Reform auch mit einem stärkeren Schutz verletzlicher Menschen. Zerbo verwies insbesondere auf Kinder, die unter Berufung auf religiöse Traditionen zum Betteln gezwungen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Keine religiöse Erwägung kann solche Praktiken rechtfertigen“, erklärte der Minister. Die Behörden sollen künftig auf einer klareren Rechtsgrundlage gegen erzwungene Bettelei und andere Formen religiös begründeter Ausbeutung vorgehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz erfasst daneben sektiererische Praktiken und Handlungen, bei denen Menschen unter religiösem Vorwand finanziell, körperlich oder psychisch ausgebeutet werden. Religiöse Verantwortungsträger können zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie solche Praktiken organisieren, unterstützen oder dulden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung Zerbos erhöht die Ausbeutung von Kindern durch erzwungene Bettelei deren gesellschaftliche Verwundbarkeit. Langfristig könne dies dazu beitragen, dass Jugendliche leichter von terroristischen Gruppen angeworben werden.</p>



<h2 id="h-regierung-plant-ubersetzungen-in-nationale-sprachen" class="wp-block-heading"><span id="regierung-plant-uebersetzungen-in-nationale-sprachen">Regierung plant Übersetzungen in nationale Sprachen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Übergangs- und Schlussbestimmungen regeln das Inkrafttreten und die schrittweise Anwendung des Gesetzes. Staatliche Stellen wollen Religionsgemeinschaften und Bevölkerung über die neuen Vorschriften informieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu sind Übersetzungen in nationale Sprachen sowie Gesprächs- und Informationsveranstaltungen mit religiösen Organisationen vorgesehen. Die Regierung will dabei insbesondere die Regeln für Kultstätten, Prediger, Finanzierung und den Schutz Minderjähriger vermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden mit den Religionsgemeinschaften und der Bevölkerung sprechen. Der Text wird auch in den nationalen Sprachen verfügbar sein, damit jeder seinen Inhalt verstehen kann“, kündigte Zerbo an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz war bereits im März 2026 von der Regierung verabschiedet worden. Nach der Zustimmung des Übergangsparlaments steht nun noch die Verkündung durch den Präsidenten von Burkina Faso aus. Nach Angaben des Ministers sollen jene Bestimmungen, für die keine Übergangsfrist vorgesehen ist, unmittelbar nach Inkrafttreten angewendet werden.</p>
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		<title>UN zieht sich zurück – MINUSCA übergibt sieben Einsatzbasen an Zentralafrikanische Republik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-zieht-sich-zurueck-minusca-uebergibt-sieben-einsatzbasen-an-zentralafrikanische-republik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 12:31:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[MINUSCA]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Sieben UN-Stützpunkte gehen an die zentralafrikanischen Behörden über. MINUSCA spricht nicht von einem Rückzug, sondern von einer neuen Einsatzstrategie mit weniger festen Basen und mehr mobilen Patrouillen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-zieht-sich-zurueck-minusca-uebergibt-sieben-einsatzbasen-an-zentralafrikanische-republik%2F&amp;action_name=UN%20zieht%20sich%20zur%C3%BCck%20%E2%80%93%20MINUSCA%20%C3%BCbergibt%20sieben%20Einsatzbasen%20an%20Zentralafrikanische%20Republik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-zieht-sich-zurueck-minusca-uebergibt-sieben-einsatzbasen-an-zentralafrikanische-republik/">UN zieht sich zurück – MINUSCA übergibt sieben Einsatzbasen an Zentralafrikanische Republik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Mission MINUSCA hat sieben Einsatzbasen samt Gebäuden und technischer Ausstattung an die Behörden der Zentralafrikanischen Republik übergeben. Die Mission erläuterte den Schritt am 17. Juni 2026 in Bangui. Die Übergabe ist Teil einer geplanten Neuordnung der UN-Präsenz, bei der nationale Sicherheitskräfte in stabilisierten Gebieten mehr Verantwortung übernehmen sollen. MINUSCA will ihre festen Standorte reduzieren und zugleich mobile Patrouillen sowie schnelle Einsätze ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sieben Stützpunkte liegen in Mbaïki, Bamingui, Dékoa, Dilapoko, Ippy, Kouango und Pombolo. Sie verteilen sich auf sechs Präfekturen im Westen, Zentrum und Osten des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur übergebenen Infrastruktur gehören feste Gebäude, Fertigbauten, Wachposten und Hubschrauberlandeplätze. Hinzu kommen Brunnen, Wasserbehälter, Stromgeneratoren, Klimaanlagen und eine Verbrennungsanlage.</p>



<h2 id="h-ubergabe-folgt-einer-sicherheitsprufung" class="wp-block-heading"><span id="uebergabe-folgt-einer-sicherheitspruefung">Übergabe folgt einer Sicherheitsprüfung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">MINUSCA-Sprecherin Florence Marchal erklärte, die Standorte seien nach einer eingehenden Prüfung der Sicherheitslage ausgewählt worden. Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit Präsident Faustin-Archange Touadéra, Premierminister Félix Moloua und weiteren staatlichen Stellen getroffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Auswahl der an die zentralafrikanischen Behörden übergebenen Basen ist keineswegs zufällig“, sagte Marchal. In den betroffenen Gebieten seien die zentralafrikanischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte bereits stationiert oder sollten dort eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nationalen Kräfte sollen damit schrittweise Aufgaben übernehmen, die seit der Einrichtung der Mission von MINUSCA ausgeführt oder unterstützt wurden. Dazu gehört insbesondere der Schutz der Bevölkerung in Gebieten, die von den Vereinten Nationen inzwischen als ausreichend stabilisiert eingestuft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Übergabezeremonie in Mbaïki bezeichneten die Leiterin der MINUSCA, Valentine Rugwabiza, und Premierminister Moloua den Schritt als Beginn eines neuen Abschnitts in der Zusammenarbeit zwischen der Mission und der zentralafrikanischen Regierung.</p>



<h2 id="h-un-mission-weist-ruckzugsdeutung-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="un-mission-weist-rueckzugsdeutung-zurueck">UN-Mission weist Rückzugsdeutung zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marchal stellte klar, dass die Übergabe nicht mit einem vollständigen Rückzug der Mission gleichzusetzen sei. MINUSCA befinde sich vielmehr in einer geplanten Umstrukturierung, die sowohl die Sicherheitslage als auch die finanziellen Einschränkungen der Mission berücksichtige.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-28318 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In vergleichsweise stabilen Regionen soll die dauerhafte Präsenz in festen Lagern abnehmen. Personal und Mittel sollen stärker auf Gebiete konzentriert werden, in denen bewaffnete Gruppen weiterhin aktiv sind oder staatliche Institutionen nur eingeschränkt arbeiten können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission will dafür mehr Patrouillen über große Entfernungen und längere Zeiträume einsetzen. Auch ihre Fähigkeit, bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage kurzfristig Einheiten zu entsenden, soll gestärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Präsenz wird anders organisiert, aber sie bleibt bestehen“, erklärte Marchal. Der Wechsel führe von einer vorwiegend stationären Präsenz in Stützpunkten zu regelmäßig eingesetzten mobilen Einheiten.</p>



<h2 id="h-sicherheitsfortschritte-bleiben-regional-unterschiedlich" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsfortschritte-bleiben-regional-unterschiedlich">Sicherheitsfortschritte bleiben regional unterschiedlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Neuordnung folgt nach Darstellung der MINUSCA auf Fortschritte bei der Ausweitung staatlicher Strukturen und der Sicherung weiter Teile des Landes. <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrikanische-republik-touadera-gewinnt-praesidentschaftswahl-2025-im-ersten-wahlgang/" type="post" id="23231">Die Mission verweist unter anderem auf die Wahlen vom Dezember 2025 und April 2026.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember konnten bis auf wenige Wahllokale in der Präfektur Haut-Mbomou sämtliche Abstimmungsorte öffnen. Beim zweiten Wahlgang und den Teilwahlen im April seien alle Wahllokale zugänglich gewesen. Bei früheren Wahlen habe der Anteil geöffneter Wahllokale teilweise nur zwischen 30 und 40 Prozent gelegen, erklärte Marchal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sprecherin betonte zugleich, dass die Sicherheitsfortschritte in einigen Regionen weiterhin fragil seien. Weitere Anpassungen der Mission sollten deshalb geordnet und schrittweise erfolgen. Entscheidungen über zusätzliche Standortübergaben würden von der jeweiligen Entwicklung vor Ort abhängig gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MINUSCA ist seit 2014 in der Zentralafrikanischen Republik tätig. Ihr Mandat umfasst unter anderem den Schutz der Zivilbevölkerung, die Unterstützung des Friedensprozesses und die Stärkung staatlicher Institutionen. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mandat-bis-november-2026/" type="post" id="21972">Die Neuordnung ihrer Präsenz erfolgt auf Grundlage des aktuellen Mandats des UN-Sicherheitsrats.</a></p>
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		<title>Paul Biyas Gesundheit wirft Fragen auf – Kamerun dementiert Klinikaufenthalt in Genf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/paul-biyas-gesundheit-wirft-fragen-auf-kamerun-dementiert-klinikaufenthalt-in-genf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 12:18:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kamerun]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kameruns Regierung hat einen Bericht über eine angebliche stationäre Behandlung von Präsident Paul Biya in einer Privatklinik in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpaul-biyas-gesundheit-wirft-fragen-auf-kamerun-dementiert-klinikaufenthalt-in-genf%2F&amp;action_name=Paul%20Biyas%20Gesundheit%20wirft%20Fragen%20auf%20%E2%80%93%20Kamerun%20dementiert%20Klinikaufenthalt%20in%20Genf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/paul-biyas-gesundheit-wirft-fragen-auf-kamerun-dementiert-klinikaufenthalt-in-genf/">Paul Biyas Gesundheit wirft Fragen auf – Kamerun dementiert Klinikaufenthalt in Genf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Kameruns Regierung hat einen Bericht über eine angebliche stationäre Behandlung von Präsident Paul Biya in einer Privatklinik in Genf zurückgewiesen. Das Dementi veröffentlichte Kommunikationsminister und Regierungssprecher René Emmanuel Sadi am 18. Juni 2026. Die Regierung bestätigte zugleich, dass sich der 93-jährige Staatschef in der Schweiz aufhält und dort möglicherweise routinemäßig ärztlich untersuchen lässt. Biya sei jedoch nicht hospitalisiert und führe seine Amtsgeschäfte weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser war ein Beitrag des französischsprachigen Magazins <em>Jeune Afrique</em>. Unter der Überschrift „Paul Biya in der Schweiz: Hinter den Kulissen eines neuen medizinischen Aufenthalts des kamerunischen Präsidenten“ berichtete das Magazin, Biya werde seit dem 7. Juni in einer privaten Klinik in Genf behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die medizinische Versorgung stehe demnach im Zusammenhang mit einem angeblichen Schwächeanfall während der Feierlichkeiten zum kamerunischen Nationalfeiertag am 20. Mai. </p>



<h2 id="h-regierung-bestatigt-aufenthalt-in-genf" class="wp-block-heading"><span id="regierung-bestaetigt-aufenthalt-in-genf">Regierung bestätigt Aufenthalt in Genf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sadi bezeichnete den Bericht als „böswillige und unbegründete Spekulation“. Die Veröffentlichung verletze grundlegende Prinzipien des professionellen Journalismus, erklärte der Regierungssprecher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Regierung der Republik bestätigt, dass sich das Staatsoberhaupt tatsächlich in Genf in der Schweiz befindet, jedoch keineswegs in einer medizinischen Einrichtung untergebracht ist“, heißt es in der Mitteilung. Auch befinde sich Biya nicht in einem gesundheitlichen Zustand, der eine Behandlung in dem von <em>Jeune Afrique</em> beschriebenen Umfang erfordere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung schloss medizinische Untersuchungen während des Aufenthalts nicht grundsätzlich aus. Biya könne die Reise „legitimerweise“ für einfache ärztliche Konsultationen nutzen. Er verfolge jedoch weiterhin die Staatsgeschäfte und treffe die notwendigen Entscheidungen zur Führung des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Präsident der Republik ist daher nicht hospitalisiert und wird so bald wie möglich nach Kamerun zurückkehren“, erklärte Sadi. Die Regierung bedauerte zugleich, dass die Behauptung von einem Medium mit etablierter Bekanntheit verbreitet worden sei.</p>



<h2 id="h-biya-verliess-kamerun-am-7-juni" class="wp-block-heading"><span id="biya-verliess-kamerun-am-7-juni">Biya verließ Kamerun am 7. Juni</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die kamerunische Präsidentschaft hatte am 7. Juni mitgeteilt, dass Biya Yaoundé für einen „kurzen privaten Aufenthalt in Europa“ verlassen habe. Ein konkretes Zielland wurde zunächst nicht genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Begleitet wurde der Präsident von seiner Ehefrau Chantal Biya. Kamerunische Medien nennen außerdem Vizeadmiral Joseph Fouda und den Direktor des Zivilkabinetts der Präsidentschaft, Samuel Mvondo Ayolo, als Mitglieder der Delegation.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Paul_Biya_Voting_2018-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-28313 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Paul_Biya_Voting_2018-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Paul_Biya_Voting_2018-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Paul_Biya_Voting_2018-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Paul_Biya_Voting_2018-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Paul_Biya_Voting_2018-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Paul_Biya_Voting_2018-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Paul_Biya_Voting_2018-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Paul_Biya_Voting_2018-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Paul_Biya_Voting_2018.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/verfassungsrat-bestaetigt-paul-biya-mit-5366-prozent-regionale-resultate-proteste-und-sicherheitslage/" type="post" id="21281">Der Aufenthalt ist Biyas erste Auslandsreise seit seiner Wiederwahl am 12. Oktober 2025. </a><a href="https://fokus-afrika.de/kameruns-praesident-paul-biya-kehrt-nach-wochenlanger-abwesenheit-zurueck/" type="post" id="12023">Die zunächst fehlende Angabe zum Reiseziel und die Dauer seiner Abwesenheit lösten in Kamerun erneut Diskussionen über seinen Gesundheitszustand und die laufende Führung der Staatsgeschäfte aus.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ökonom und politische Kommentator Dieudonné Essomba kritisierte in einer Fernsehsendung, dass der Präsident für medizinische Untersuchungen nach Europa reisen müsse. „Wenn wir in unseren Krankenhäusern über gute technische Einrichtungen verfügten, müsste der Präsident nicht verreisen, um sich untersuchen zu lassen“, sagte Essomba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er stellte zugleich infrage, weshalb die Präsidentschaft keine genaueren Angaben zum Aufenthalt des Staatschefs gemacht habe. Die Regierung hält dagegen, dass Biya seine Aufgaben auch aus Genf ohne Einschränkungen wahrnehme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weder die Regierungserklärung noch die weiteren Stellungnahmen nennen einen konkreten Termin für Biyas Rückkehr nach Kamerun. Auch nähere Angaben zum privaten Programm des Präsidenten in der Schweiz wurden nicht veröffentlicht.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Steckt eine israelische Firma hinter Einflussoperationen bei Wahlen in Angola und Frankreich?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/steckt-eine-israelische-firma-hinter-einflussoperationen-bei-wahlen-in-angola-und-frankreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 11:48:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>48 Profile mit KI-Bildern, portugiesischen Namen und koordinierten Reaktionen: Eine französische Untersuchung legt technische Verbindungen zwischen einem Pro-MPLA-Netzwerk in Angola und der israelischen Einflussfirma BlackCore offen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsteckt-eine-israelische-firma-hinter-einflussoperationen-bei-wahlen-in-angola-und-frankreich%2F&amp;action_name=Steckt%20eine%20israelische%20Firma%20hinter%20Einflussoperationen%20bei%20Wahlen%20in%20Angola%20und%20Frankreich%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/steckt-eine-israelische-firma-hinter-einflussoperationen-bei-wahlen-in-angola-und-frankreich/">Steckt eine israelische Firma hinter Einflussoperationen bei Wahlen in Angola und Frankreich?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die französische Behörde Viginum hat 48 mutmaßlich unechte Facebook-Konten identifiziert, die Inhalte der angolanischen Regierung und der Regierungspartei MPLA koordiniert verstärkten und technische Verbindungen zur israelischen Einflussfirma BlackCore aufweisen. Ein Unterbereich der BlackCore-Website verweist zudem auf eine Schulung für die angolanische Regierung im Februar 2026. Einen formellen Auftrag Luandas an das Unternehmen belegt die Untersuchung jedoch nicht abschließend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viginum ist der französische staatliche Dienst zur Abwehr und zum Schutz vor ausländischer digitaler Einmischung und Desinformation. Der 2021 gegründete und dem Generalsekretariat für Verteidigung und nationale Sicherheit (SGDSN) unterstellte Dienst analysiert öffentlich zugängliche Online-Inhalte, um koordinierte Manipulationskampagnen gegen Frankreich zu erkennen und zu <a href="https://www.sgdsn.gouv.fr/files/files/viginum/Publications/20260611_SGDSN_VIGINUM_Rapport-public_Elections-municipales.pdf">dokumentieren</a>. Im Rahmen dieser Aufgabe untersucht Viginum digitale Einflussoperationen aus dem Ausland. Die Behörde entdeckte das angolanische Netzwerk bei Ermittlungen zu einer Kampagne gegen Kandidaten der französischen Linkspartei La France Insoumise bei den Kommunalwahlen im März.</p>



<h2 id="h-48-konten-verstarkten-regierungsinhalte" class="wp-block-heading"><span id="48-konten-verstaerkten-regierungsinhalte">48 Konten verstärkten Regierungsinhalte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 48 zum Zeitpunkt der Untersuchung noch aktiven Konten verwendeten überwiegend portugiesisch klingende Namen wie „Maria Sousa“, „Paulo Carvalho“ oder „Luisa Pereira“. Ihre Profilbilder waren nach Einschätzung von Viginum mit künstlicher Intelligenz erzeugt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen den Profilen bestanden wiederkehrende Verhaltensmuster. Sie verbreiteten dieselben Beiträge, reagierten koordiniert mit Gefällt-mir-Angaben und Kommentaren und verstärkten gegenseitig ihre Veröffentlichungen. Die Aktivitäten konzentrierten sich auf Inhalte der angolanischen Regierung und Beiträge zugunsten der Volksbewegung für die Befreiung Angolas, kurz MPLA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Konten traten außerdem Facebook-Gruppen mit angolanischem Publikum bei, darunter Gruppen, die offen die MPLA unterstützten. Die Partei regiert Angola seit der Unabhängigkeit im Jahr 1975. Staatspräsident João Lourenço steht zugleich an ihrer Spitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischen Ermittler stellten auch Fehler fest, die Zweifel an der vorgegebenen Identität der Profile weckten. Einige Kommentare unter offiziellen Veröffentlichungen der angolanischen Regierung waren nicht auf Portugiesisch, sondern auf Französisch verfasst. Einzelne Konten hatten zuvor französisch klingende Namen getragen. So war das Profil „Carlos Fernandes“ früher unter dem Namen „Alex Dupuis“ aktiv.</p>



<h2 id="h-uberschneidungen-mit-kampagne-in-frankreich" class="wp-block-heading"><span id="ueberschneidungen-mit-kampagne-in-frankreich">Überschneidungen mit Kampagne in Frankreich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viginum entdeckte mehrere direkte Kontakte zwischen dem lusophonen Netzwerk und Konten, die zuvor Inhalte rund um die französischen Kommunalwahlen verbreitet hatten. Profile aus beiden Gruppen reagierten aufeinander und verstärkten gegenseitig ihre Beiträge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischsprachigen Konten gehörten zum sogenannten Rokh-Solis-Netzwerk. Dieses verbreitete falsche oder irreführende Vorwürfe gegen La France Insoumise und mehrere ihrer Kandidaten in Marseille, Toulouse und Roubaix. Zu den eingesetzten Mitteln gehörten eigens eingerichtete Internetseiten, gefälschte Identitäten und koordinierte Aktivitäten auf Facebook, X, Instagram und TikTok.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Bewertung von Viginum erfüllte Rokh Solis die Kriterien einer ausländischen digitalen Einmischung. Die Sichtbarkeit der Inhalte blieb vor den französischen Kommunalwahlen jedoch begrenzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der weiteren Untersuchung stieß die Behörde auf ähnliche Konten und technische Infrastrukturen, die auch mit Aktivitäten in Angola, Togo, Gabun, Schottland und den Vereinigten Staaten in Verbindung standen.</p>



<h2 id="h-unterseite-verweist-auf-schulung-in-angola" class="wp-block-heading"><span id="unterseite-verweist-auf-schulung-in-angola">Unterseite verweist auf Schulung in Angola</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Spur führte zur Internetdomain blackcore.online. BlackCore bezeichnete sich dort als Anbieter von Einfluss-, Sicherheits- und Technologielösungen für Regierungen. Viginum konnte für das Unternehmen jedoch keine rechtliche Registrierung feststellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der inzwischen entfernte Unterbereich angola-plan.blackcore.online verwies auf eine im Februar 2026 abgehaltene Schulung für die angolanische Regierung. Die Behörde wertet dies als Hinweis darauf, dass BlackCore unmittelbar mit Regierungsvertretern in Angola zu tun hatte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1023" height="575" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking.webp" alt="" class="wp-image-28307 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking.webp 1023w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking-800x450.webp 800w" sizes="(max-width: 1023px) 100vw, 1023px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Viginum formuliert zugleich ausdrücklich nur die Hypothese, dass das Netzwerk zur Verstärkung angolanischer Regierungsinhalte mit dieser Tätigkeit von BlackCore zusammenhing. Als Stütze nennt die Behörde Überschneidungen bei der technischen Infrastruktur und den verwendeten Methoden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Unterseite beschrieb das Geschäftsmodell des Unternehmens. BlackCore gab dort an, über insgesamt 1.600 künstliche Nutzerprofile auf Facebook, Instagram und TikTok zu verfügen. Als Instrumente nannte die Firma den massenhaften Versand privater Nachrichten und das gezielte Einschleusen von Profilen in Onlinegemeinschaften und Facebook-Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Methoden entsprechen den von Viginum in Angola beobachteten Aktivitäten. Die Konten versuchten nicht nur, einzelne Veröffentlichungen sichtbarer zu machen. Sie positionierten sich über längere Zeit in bestehenden Gruppen, um ihre Inhalte vor einem glaubwürdig wirkenden sozialen Umfeld zu verbreiten.</p>



<h2 id="h-technische-spuren-fuhren-nach-israel" class="wp-block-heading"><span id="technische-spuren-fuehren-nach-israel">Technische Spuren führen nach Israel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Unterbereiche der BlackCore-Infrastruktur waren mit Programmen zur Suche nach Facebook-Gruppen, zur Verwaltung künstlicher Profile und zur automatisierten Verstärkung von Beiträgen verbunden. Viginum fand außerdem hebräische Metadaten und Verbindungen zu mehreren in Israel ansässigen oder von israelischen Staatsbürgern geführten Technologieunternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine Seite mit dem Namen „Politizando Angola“ tauchte im Umfeld der Ermittlungen auf. Sie war denselben Facebook-Gruppen beigetreten wie Teile des Netzwerks, das regierungsfreundliche Inhalte in Angola verstärkte. Eine damit verbundene TikTok-Spur war nach Angaben der französischen Behörde in Israel lokalisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchungen ermöglichen Viginum zufolge dennoch keine präzise Bestimmung aller beteiligten Betreiber und ihrer jeweiligen Aufgaben. Die Behörde spricht von einer wahrscheinlichen Beteiligung BlackCores an den untersuchten Einflusskampagnen, ordnet dem Unternehmen aber nicht abschließend jede einzelne Aktivität zu.</p>
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		<item>
		<title>USA reagieren mit Visa-Sanktionen auf aufflammende Gefechte im Tigray</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-reagieren-mit-visa-sanktionen-auf-aufflammende-gefechte-im-tigray/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 18:32:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Visa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Neue Gefechte in Tigray alarmieren Washington: Die USA verhängen Visa-Sanktionen gegen TPLF-Funktionäre und warnen vor einem Rückfall in den verheerenden Bürgerkrieg in Äthiopien.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-reagieren-mit-visa-sanktionen-auf-aufflammende-gefechte-im-tigray%2F&amp;action_name=USA%20reagieren%20mit%20Visa-Sanktionen%20auf%20aufflammende%20Gefechte%20im%20Tigray&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-reagieren-mit-visa-sanktionen-auf-aufflammende-gefechte-im-tigray/">USA reagieren mit Visa-Sanktionen auf aufflammende Gefechte im Tigray</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die USA haben Visa-Sanktionen gegen führende Mitglieder der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) verhängt. Hintergrund sind neue Spannungen und erste direkte Gefechte in der nordäthiopischen Region Tigray, die nach Einschätzung Washingtons den fragilen Frieden nach dem Bürgerkrieg gefährden. Die TPLF weist die Maßnahmen zurück und wirft den USA vor, die Verantwortung einseitig ihr zuzuschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium kündigte am 18. Juni Einreisebeschränkungen gegen nicht namentlich genannte TPLF-Mitglieder sowie deren unmittelbare Familienangehörige an. Betroffen seien Personen, die eine friedliche Lösung der Krise in Tigray behinderten oder dazu beitrügen, erklärte Washington.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region Tigray im Norden Äthiopiens war zwischen 2020 und 2022 Schauplatz eines der verheerendsten Konflikte der jüngeren afrikanischen Geschichte. Die Kämpfe zwischen der äthiopischen Zentralregierung und der TPLF kosteten nach US-Angaben rund 600.000 Menschen das Leben und führten zu massiven Vertreibungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington begründete die Visa-Sanktionen mit der Sorge vor einem Wiederaufflammen des Krieges. Hardliner innerhalb der TPLF und die anhaltenden Spannungen mit der äthiopischen Regierung gefährdeten den Frieden in Nordäthiopien und die Stabilität am Horn von Afrika, erklärte Außenministeriumssprecher Tommy Pigott.</p>



<h2 id="h-erste-direkte-zusammenstosse-seit-kriegsende" class="wp-block-heading"><span id="erste-direkte-zusammenstoesse-seit-kriegsende">Erste direkte Zusammenstöße seit Kriegsende</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Jahr kam es erstmals seit dem Friedensschluss wieder zu direkten Zusammenstößen zwischen Kräften aus Tigray und der äthiopischen Armee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg war offiziell durch das sogenannte Friedensabkommen von Pretoria beendet worden, das im November 2022 unter Vermittlung der Afrikanischen Union geschlossen wurde. Es sah unter anderem die Entwaffnung der TPLF-Kräfte, die Wiederherstellung staatlicher Dienstleistungen, die Rückkehr Vertriebener und einen besseren Zugang für humanitäre Hilfe vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Punkte gelten jedoch bis heute als nicht vollständig umgesetzt. Gleichzeitig sind Hunderttausende Menschen weiterhin vertrieben oder erneut von Unsicherheit betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA kündigten an, bei Bedarf weitere Maßnahmen gegen Personen zu ergreifen, die den Friedensprozess gefährden.</p>



<h2 id="h-tplf-weist-vorwurfe-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="tplf-weist-vorwuerfe-zurueck">TPLF weist Vorwürfe zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die TPLF reagierte mit scharfer Kritik auf die Entscheidung aus Washington. Die Partei bezeichnete die US-Politik als „unvollständig und unausgewogen“ und warnte davor, nur eine Konfliktpartei für die aktuellen Spannungen verantwortlich zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Selektive Rechenschaftspflicht untergräbt den Frieden“, erklärte die Organisation in ihrer Stellungnahme aus der Regionalhauptstadt Mekelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ansicht der TPLF hat vor allem die äthiopische Bundesregierung zentrale Verpflichtungen aus dem Friedensabkommen bislang nicht erfüllt. Genannt werden unter anderem Einschränkungen bei Bankdienstleistungen, Probleme bei der Treibstoffversorgung sowie Hindernisse für humanitäre Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Defizite erschwerten die Rückkehr Hunderttausender Binnenvertriebener. Zudem seien politische Fragen weiterhin ungelöst, was sich auch auf die politische Vertretung Tigrays ausgewirkt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die TPLF fordert deshalb, dass die USA auch Druck auf die Regierung in Addis Abeba ausüben. Dazu gehörten aus ihrer Sicht der Abzug nicht föderaler Truppen aus umstrittenen Gebieten sowie die Wiederherstellung ihres rechtlichen Status als politische Partei.</p>



<h2 id="h-machtkampf-innerhalb-der-tplf" class="wp-block-heading"><span id="machtkampf-innerhalb-der-tplf">Machtkampf innerhalb der TPLF</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Maßnahme hat auch Auswirkungen auf die inneren Konflikte innerhalb der TPLF. Seit dem Ende des Krieges ist die Organisation in rivalisierende Lager gespalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Getachew Reda, früherer Präsident der Übergangsverwaltung von Tigray und heute Berater des äthiopischen Premierministers für ostafrikanische Angelegenheiten, wertete die Visa-Sanktionen als deutliches Signal gegen das Lager des TPLF-Vorsitzenden Debretsion Gebremichael.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seiner Einschätzung gehe es weniger um die praktischen Folgen der Einreisebeschränkungen als um die politische Botschaft, dass Washington die Verantwortung für die jüngsten Spannungen vor allem bei den Hardlinern innerhalb der TPLF sehe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/VOA_Tigray_Children2-2-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28300 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/VOA_Tigray_Children2-2-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/VOA_Tigray_Children2-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/VOA_Tigray_Children2-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/VOA_Tigray_Children2-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/VOA_Tigray_Children2-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/VOA_Tigray_Children2-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/VOA_Tigray_Children2-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Getachew erklärte zudem, die Entscheidung könne als Warnung an mögliche Unterstützer dieser Gruppierung verstanden werden. <a href="https://fokus-afrika.de/tigray-gibt-es-bald-krieg-zwischen-aethiopien-und-eritrea/" type="post" id="24540">Dabei verwies er auf das Nachbarland Eritrea, das im Tigray-Krieg eine wichtige Rolle spielte. </a>Einen direkten Zusammenhang zwischen Eritrea und den aktuellen US-Maßnahmen stellte das Außenministerium allerdings nicht her.</p>
</div></div>



<h2 id="h-addis-abeba-schweigt-zunachst" class="wp-block-heading"><span id="addis-abeba-schweigt-zunaechst">Addis Abeba schweigt zunächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die äthiopische Bundesregierung äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu den Vorwürfen der TPLF oder zu den US-Sanktionen. <a href="https://fokus-afrika.de/us-und-eu-delegation-in-tigray-zur-umsetzung-des-pretoria-abkommens/">Die Regierung von Premierminister Abiy Ahmed hatte zuletzt mehrfach betont, am Friedensabkommen von Pretoria festhalten zu wollen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Visa-Sanktionen basieren auf einer Regelung des US-Einwanderungsrechts. Sie ermöglichen Einreiseverbote gegen Personen, deren Aufenthalt in den Vereinigten Staaten nach Einschätzung des Außenministeriums außenpolitischen Interessen der USA schaden könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington veröffentlichte weder die Namen noch die genaue Zahl der betroffenen TPLF-Mitglieder. Die Maßnahmen gelten auch für Ehepartner und Kinder der sanktionierten Personen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-reagieren-mit-visa-sanktionen-auf-aufflammende-gefechte-im-tigray%2F&action_name=USA%20reagieren%20mit%20Visa-Sanktionen%20auf%20aufflammende%20Gefechte%20im%20Tigray&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-reagieren-mit-visa-sanktionen-auf-aufflammende-gefechte-im-tigray/">USA reagieren mit Visa-Sanktionen auf aufflammende Gefechte im Tigray</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Senegals Präsident Faye reist zu Merz und Steinmeier nach Deutschland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/senegals-praesident-faye-reist-zu-merz-und-steinmeier-nach-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 01:11:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bassirou Diomaye Faye reist erstmals als senegalesischer Präsident nach Deutschland. Neben Gesprächen mit Friedrich Merz und Frank-Walter Steinmeier steht ein Wirtschaftsforum mit Unternehmen aus beiden Ländern auf dem Programm.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsenegals-praesident-faye-reist-zu-merz-und-steinmeier-nach-deutschland%2F&amp;action_name=Senegals%20Pr%C3%A4sident%20Faye%20reist%20zu%20Merz%20und%20Steinmeier%20nach%20Deutschland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-praesident-faye-reist-zu-merz-und-steinmeier-nach-deutschland/">Senegals Präsident Faye reist zu Merz und Steinmeier nach Deutschland</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye reist zu seinem ersten Besuch seit seinem Amtsantritt nach Deutschland und wird dort von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz empfangen. Der Aufenthalt ist vom 21. bis 23. Juni geplant. Faye ist nach Angaben des deutschen Botschafters in Dakar, Kai Baldow, der erste afrikanische Staatschef, der Deutschland seit dem Amtsantritt der Bundesregierung unter Merz besucht. Neben den politischen Gesprächen soll ein Wirtschaftsforum in Berlin neue Investitionen und Unternehmenspartnerschaften anstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baldow bezeichnete die Reise in einem Interview mit dem senegalesischen Fernsehsender TFM als „ein sehr starkes Zeichen“ für die engen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Der Besuch zeige, dass Deutschland und Senegal eine besonders intensive Partnerschaft verbinde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident will sich am 22. Juni auch an einem senegalesisch-deutschen Wirtschaftsforum in Berlin beteiligen. Dazu werden Unternehmen aus beiden Ländern erwartet. Die Teilnahme Fayes soll der Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der senegalesischen Privatwirtschaft zusätzliches politisches Gewicht verleihen. Auch eine Begegnung mit Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan ist geplant.</p>



<h2 id="h-wirtschaftsbeziehungen-sollen-politischer-partnerschaft-folgen" class="wp-block-heading"><span id="wirtschaftsbeziehungen-sollen-politischer-partnerschaft-folgen">Wirtschaftsbeziehungen sollen politischer Partnerschaft folgen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/" type="post" id="27696">Deutschland und Senegal arbeiten seit Jahrzehnten in der Entwicklungs-, Energie- und Bildungspolitik zusammen.</a> Der wirtschaftliche Austausch ist bislang jedoch weniger ausgeprägt als die politischen Beziehungen und die staatliche Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Regierungen hätten den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen deshalb zu einer Priorität erklärt, sagte Baldow. In Senegal gebe es erhebliches Potenzial für deutsche Unternehmen. Der Botschafter verwies auf die junge Bevölkerung, eine wachsende Mittelschicht und geplante Infrastrukturvorhaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Senegal versteht sich zugleich als Zugang zum westafrikanischen Markt. Das Land gehört der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/" type="post_tag" id="451">Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS </a>an und wirbt mit seiner Lage an der Atlantikküste sowie seiner politischen und wirtschaftlichen Rolle in der Region.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Viele deutsche Unternehmen konzentrierten sich in Afrika bisher stärker auf englischsprachige Märkte wie Ghana, Kenia oder Nigeria, erklärte Baldow. Das französischsprachige Westafrika habe für sie traditionell eine geringere Rolle gespielt. Die senegalesische Regierung bemühe sich inzwischen intensiver um Investoren und arbeite an Reformen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Botschafter verwies dabei auf das vom <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit/">senegalesischen Parlament</a> verabschiedete Investitionsgesetz. Transparente und verlässliche Bedingungen seien für deutsche Unternehmen eine zentrale Voraussetzung für Investitionen.</p>



<h2 id="h-energie-und-industrialisierung-als-schwerpunkte" class="wp-block-heading"><span id="energie-und-industrialisierung-als-schwerpunkte">Energie und Industrialisierung als Schwerpunkte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Energieversorgung gehört zu den wichtigsten Feldern der deutsch-senegalesischen Zusammenarbeit. Deutschland unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien und setzt dabei besonders auf Solarenergie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Senegal verfügt zugleich über eigene Öl- und Gasvorkommen vor seiner Küste. Die Zusammenarbeit zielt nach Darstellung Baldows auf einen Energiemix, der heimische fossile Ressourcen mit erneuerbaren Energien verbindet und die Abhängigkeit von Energieimporten verringert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Schwerpunkte sind die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, die berufliche Bildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Über das deutsche Programm Invest for Jobs werden Unternehmen und Beschäftigungsprojekte unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Berufsausbildung orientieren sich einzelne Programme am deutschen dualen Modell. Dabei findet die Ausbildung sowohl in Bildungseinrichtungen als auch direkt in Unternehmen statt. Mehrere Tausend Menschen im Senegal hätten bereits an Berufsorientierungs- oder Ausbildungsangeboten teilgenommen, sagte Baldow.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland begleitet außerdem Vorhaben zur stärkeren Industrialisierung Senegals. Dazu gehören Projekte in der pharmazeutischen Produktion und der Textilwirtschaft. <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/" type="post" id="26877">Die Herstellung von Impfstoffen im Senegal soll die Abhängigkeit von Importen verringern und die regionale Versorgung stärken.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der südöstlichen Region Kédougou unterstützt Deutschland wirtschaftliche Netzwerke, junge Unternehmer und Frauenkooperativen. Die Programme sollen Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb der großen Städte schaffen.</p>



<h2 id="h-deutschland-offnet-wege-fur-legale-migration" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-oeffnet-wege-fuer-legale-migration">Deutschland öffnet Wege für legale Migration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Migration soll bei den deutsch-senegalesischen Beziehungen eine Rolle spielen. Baldow unterschied dabei zwischen irregulärer Einwanderung und legalen Wegen zur Beschäftigung oder Ausbildung in Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-schleuserkriminalitaet-als-internationales-geschaeftsmodell/" type="post" id="27192">Europäische Staaten müssten irreguläre Migration wirksam kontrollieren.</a> Zugleich benötige die deutsche Wirtschaft junge und qualifizierte Arbeitskräfte, erklärte der Botschafter. Deshalb seien in den vergangenen Jahren neue Möglichkeiten für eine legale Einreise geschaffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Voraussetzungen seien in der Regel ausreichende Deutschkenntnisse sowie ein konkreter Arbeits- oder Ausbildungsvertrag. Wer ohne gültige Papiere und ohne geregelte Beschäftigung einreise, gerate dagegen häufig in unsichere Arbeits- und Lebensverhältnisse.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/kai-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28273 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/kai-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/kai-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/kai-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/kai-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/kai-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/kai-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/kai-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/kai.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Baldow berichtete von jungen Senegalesen, die bereits für eine Ausbildung oder eine Beschäftigung nach Deutschland gegangen seien. Berufsbildungsangebote könnten künftig stärker an den Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes ausgerichtet werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland wolle jedoch keine Berufsgruppen anwerben, die im Senegal selbst dringend benötigt würden. Die Auswahl solle sich auf Bereiche konzentrieren, in denen Deutschland einen Arbeitskräftebedarf habe und im Senegal ausreichend ausgebildete Bewerber zur Verfügung stünden.</p>



<h2 id="h-austausch-zwischen-hochschulen-und-kulturschaffenden" class="wp-block-heading"><span id="austausch-zwischen-hochschulen-und-kulturschaffenden">Austausch zwischen Hochschulen und Kulturschaffenden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere deutsche und senegalesische Hochschulen unterhalten bereits Partnerschaften. Der Deutsche Akademische Austauschdienst berät in Dakar zu Studienprogrammen, Forschungsaufenthalten und Stipendien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/goethe-institut-eroeffnet-in-dakar-neuen-standort-aus-lehm/" type="post" id="26748">Ein weiterer Ort des Austauschs ist das neue Goethe-Institut in Dakar, das im April eröffnet wurde.</a> Das Gebäude wurde vom burkinisch-deutschen Architekten Francis Kéré entworfen und unter Verwendung lokaler Materialien gemeinsam mit senegalesischen Partnern errichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-schaerft-seine-soft-power-afrika-erhaelt-strategische-rolle/" type="post" id="28200">Das Institut soll nicht nur deutsche Kultur präsentieren, sondern Begegnungen zwischen Künstlern, Filmschaffenden, Musikern und weiteren gesellschaftlichen Akteuren beider Länder ermöglichen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Senegal unterhalten seit der Unabhängigkeit des westafrikanischen Landes diplomatische Beziehungen. Deutschland gehörte zu den ersten Staaten, die die staatliche Unabhängigkeit Senegals anerkannten. Heute sind neben der deutschen Botschaft unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die Kreditanstalt für Wiederaufbau und mehrere deutsche politische Stiftungen im Land tätig.</p>
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			<media:title type="html">Senegals Präsident Faye reist zu Merz und Steinmeier nach Deutschland</media:title>
			<media:description type="html">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye besucht Deutschland und trifft Friedrich Merz und Frank-Walter Steinmeier. In Berlin ist zudem ein Wirtschaftsforum geplant.</media:description>
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		<title>Russland schützt Madagaskars Regierung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russland-schuetzt-madagaskars-regierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 20:07:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach Präsidentengarde und Spezialkräften hat Russland nun auch den Personenschutz der madagassischen Regierung ausgebildet. Moskaus Sicherheitskooperation mit Antananarivo erreicht damit eine weitere zentrale staatliche Einheit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussland-schuetzt-madagaskars-regierung%2F&amp;action_name=Russland%20sch%C3%BCtzt%20Madagaskars%20Regierung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russland-schuetzt-madagaskars-regierung/">Russland schützt Madagaskars Regierung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Russische Ausbilder haben erstmals Angehörige des Sicherheitsbataillons der madagassischen Regierung für den Personenschutz des Premierministers und der Kabinettsmitglieder geschult. Die sechswöchige Ausbildung endete am 17. Juni. Zehn Soldaten trainierten den Umgang mit Waffen, die Abwehr von Bedrohungen und verschiedene Kampftechniken. Der Kurs erweitert eine Sicherheitskooperation, die Antananarivo und Moskau seit dem Machtwechsel im Oktober 2025 deutlich ausgebaut haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bataillon für die Sicherheit der Primature ist unmittelbar für den Schutz von Premierminister Mamitiana Rajaonarison und weiteren Regierungsmitgliedern zuständig. Die madagassische Regierungszentrale kündigte nach Abschluss der Ausbildung neue Ausrüstung und Uniformen für die Einheit an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schulung folgt auf mehrere russische Ausbildungsprogramme für die Streitkräfte, Spezialeinheiten und die Präsidentengarde. <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/">Damit erstreckt sich die russische Unterstützung inzwischen auf mehrere bewaffnete Einheiten, die für die Führung des Staates und den Schutz seiner Institutionen eingesetzt werden.</a></p>



<h2 id="h-von-der-prasidentengarde-zur-primature" class="wp-block-heading"><span id="von-der-praesidentengarde-zur-primature">Von der Präsidentengarde zur Primature</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 5. Mai hatte das dem russischen Verteidigungsministerium zugeordnete Africa Corps eine Ausbildung für 127 madagassische Soldaten abgeschlossen. Zu den Teilnehmern gehörten Angehörige der Spezialkräfte und der Präsidentengarde. Die Militärführung Madagaskars und die russische Botschaft begleiteten die Abschlusszeremonie in Antananarivo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die madagassische Präsidentschaft hatte das Programm im Januar zunächst für 140 Soldaten angekündigt. Die achtwöchige Ausbildung umfasste Schießtraining, den Einsatz von Aufklärungs- und Angriffsdrohnen, Pionieraufgaben sowie die Vorbereitung von Angriffseinheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erste Gruppe erhielt Anfang März ihre Abschlusszertifikate. Die zweite Ausbildungsphase konzentrierte sich stärker auf Spezialkräfte und den Schutz des Präsidenten. Mit der anschließenden Schulung des Sicherheitsbataillons der Primature wurde nun auch der Personenschutz der Regierung in die Zusammenarbeit einbezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russischen Ausbilder waren bereits Ende Dezember 2025 nach Madagaskar gekommen. <em>Madagascar-Tribune.com</em>berichtete damals über eine etwa 40-köpfige Delegation unter Leitung des russischen Generals Andrei Awerjanow. Er gilt als führender Vertreter des militärischen Nachrichtendienstes und als Verantwortlicher des Africa Corps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation entstand Ende 2023 nach dem Tod des Wagner-Gründers Jewgeni Prigoschin. <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Russland überführte damit einen Teil der bisherigen Wagner-Strukturen in eine Organisation unter direkterer Kontrolle des Verteidigungsministeriums.</a> Das Africa Corps setzt sich aus ehemaligen Wagner-Kämpfern, früheren Kommandeuren und neu angeworbenem Personal zusammen.</p>



<h2 id="h-russland-liefert-waffen-fahrzeuge-und-baumaschinen" class="wp-block-heading"><span id="russland-liefert-waffen-fahrzeuge-und-baumaschinen">Russland liefert Waffen, Fahrzeuge und Baumaschinen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/" type="post" id="24972">Die Ausbildungsprogramme sind Teil einer Reihe militärischer Lieferungen und politischer Kontakte.</a> Am 14. Januar kündigte die madagassische Übergangsregierung den Erhalt eines ersten russischen Rüstungspakets an. Es umfasste Sturmgewehre, Drohnen und Präzisionsausrüstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. April folgten leichte gepanzerte Fahrzeuge und Militärlastwagen. Russland lieferte zudem Hubschrauber und schwere Fahrzeuge, die nach dem Zyklon Gezani auch bei Wiederaufbauarbeiten eingesetzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Juni übergab Moskau auf dem Militärstützpunkt Ivato weitere technische Geräte. Zu der Lieferung gehörten ein Kettenbulldozer, ein Radlader, ein Mobilkran, ein Bagger, mobile Stromgeneratoren sowie Anlagen zur Wasseraufbereitung und zur Notstromversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geräte sollen nach Angaben der russischen Botschaft bei Naturkatastrophen und beim Bau öffentlicher Infrastruktur eingesetzt werden. Organisiert wurde die Lieferung von der für internationale Militärkooperation zuständigen Abteilung des russischen Verteidigungsministeriums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Geschäftsträger Alexei Burjak bezeichnete die Übergabe als „eine neue Etappe der russischen Unterstützung für Madagaskar“. Der Schritt zeige, „dass wir ein verlässlicher Partner sind“. Russland verbinde die militärische Zusammenarbeit zunehmend mit Unterstützung für zivile Aufgaben, erklärte Burjak.</p>



<h2 id="h-kontakte-zwischen-antananarivo-und-moskau-nehmen-zu" class="wp-block-heading"><span id="kontakte-zwischen-antananarivo-und-moskau-nehmen-zu">Kontakte zwischen Antananarivo und Moskau nehmen zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/" type="post" id="22434">Die neue Intensität der Zusammenarbeit setzte nach dem Machtwechsel im Oktober 2025 ein.</a> Damals übernahm Oberst Michaël Randrianirina nach einem Staatsstreich die Führung Madagaskars.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24627 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-im-kontakt-mit-neuem-praesidenten-madagaskars-michael-randrianirina/" type="post" id="20880">Am 19. Februar empfing der russische Präsident Wladimir Putin Randrianirina in Moskau.</a> Ende März wurde eine russisch-madagassische Handelskammer eröffnet. Eine russische Wirtschaftsdelegation besuchte im Mai zudem Antsiranana, um eine mögliche Wiederbelebung der strategisch gelegenen Schiffswerft Secren zu prüfen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Staaten unterhalten bereits seit mehr als fünf Jahrzehnten militärische Beziehungen. Ein großer Teil der Ausrüstung der madagassischen Streitkräfte stammt aus sowjetischer oder russischer Produktion. Seit Ende 2025 hat sich jedoch die Zahl der Waffenlieferungen, Ausbildungsprogramme und hochrangigen Kontakte deutlich erhöht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die madagassische Führung begründet die Zusammenarbeit vor allem mit der inneren Sicherheitslage. Dazu gehören bewaffnete Viehdiebstähle im Süden und Westen des Landes. Randrianirina erklärte, die russischen Ausbilder könnten Veränderungen bei den für seinen Schutz zuständigen Sicherheitskräften bewirken.</p>



<h2 id="h-africa-corps-erreicht-den-indischen-ozean" class="wp-block-heading"><span id="africa-corps-erreicht-den-indischen-ozean">Africa Corps erreicht den Indischen Ozean</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">Mit dem Engagement in Madagaskar weitet das Africa Corps seinen Einsatzraum über seine bisherigen Schwerpunkte in der Sahelzone und Zentralafrika hinaus aus.</a> Die Organisation ist unter anderem in Libyen, Sudan, Mali, Burkina Faso, Niger und der Zentralafrikanischen Republik aktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> setzte das Africa Corps im November 2024 auf seine Sanktionsliste. Die britische Regierung wirft der Organisation weitreichende Menschenrechtsverletzungen und die wirtschaftliche Ausbeutung natürlicher Ressourcen in afrikanischen Staaten vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Madagaskar liegt mehr als 6.000 Kilometer von den bisherigen Einsatzgebieten des Africa Corps im Sahel entfernt. Die Insel grenzt an den Kanal von Mosambik, eine wichtige Schifffahrtsroute zwischen dem südlichen Afrika, dem Indischen Ozean und internationalen Energiemärkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-madagaskar-geben-sich-klare-ziele/">Der Ausbau der russischen Zusammenarbeit fällt zugleich in eine Phase wachsender Spannungen zwischen Antananarivo und Paris.</a> Die madagassischen Behörden verlangten Ende April die Ausweisung eines Mitarbeiters der französischen Botschaft. Ihm wurden Verbindungen zu mutmaßlichen Versuchen vorgeworfen, die politische Ordnung des Landes zu destabilisieren.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussland-schuetzt-madagaskars-regierung%2F&action_name=Russland%20sch%C3%BCtzt%20Madagaskars%20Regierung&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russland-schuetzt-madagaskars-regierung/">Russland schützt Madagaskars Regierung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Bewaffnete greifen Flughafen von Niamey an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bewaffnete-greifen-flughafen-von-niamey-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:51:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Schwere Schüsse am Flughafen von Niamey: Bewaffnete dringen nach Medienberichten in den Sicherheitsbereich ein. Das Gelände ist abgeriegelt. Es ist bereits der zweite Angriff auf den strategischen Standort innerhalb von fünf Monaten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbewaffnete-greifen-flughafen-von-niamey-an%2F&amp;action_name=Bewaffnete%20greifen%20Flughafen%20von%20Niamey%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bewaffnete-greifen-flughafen-von-niamey-an/">Bewaffnete greifen Flughafen von Niamey an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete haben den internationalen Flughafen Diori Hamani in Nigers Hauptstadt Niamey angegriffen. Der Angriff begann am frühen Morgen des 18. Juni 2026. Anwohner meldeten anhaltende Schüsse am Eingang und im Umfeld des Flughafens, während Sicherheitskräfte das Gelände und die Zufahrtsstraßen abriegelten. Zur Identität der Angreifer und zu möglichen Opfern lagen zunächst keine offiziellen Angaben vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nigrische Medium <em><a href="https://tamtaminfo.com/enieme-attaque-terroriste-a-laeroport-de-niamey-la-situation-est-sous-controle/">Tamtam Info</a></em> berichtete unter Berufung auf Sicherheitsquellen, eine Gruppe sei mit einem Bus zum Kreisverkehr vor dem Flughafen gefahren und habe dort das Feuer auf eingesetzte Polizisten eröffnet. Sicherheitskräfte hätten daraufhin eingegriffen und einen Teil der Angreifer außer Gefecht gesetzt. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben stand zunächst aus.</p>



<h2 id="h-schwere-schusse-rund-um-das-flughafengelande" class="wp-block-heading"><span id="schwere-schuesse-rund-um-das-flughafengelaende">Schwere Schüsse rund um das Flughafengelände</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anwohner berichteten der Nachrichtenagentur AFP, die ersten Schüsse gegen 6 Uhr Ortszeit gehört zu haben. Das Feuer sei aus Richtung des Flughafeneingangs gekommen und habe zwei Stunden später noch angedauert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere regionale Medien meldeten auch den Einsatz schwerer Waffen. Die ivorische Nachrichtenagentur AIP berichtete, Angreifer seien in den Flughafenbereich eingedrungen. Die nigrischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berichte über den weiteren Verlauf waren zunächst nicht einheitlich. Während einzelne Medien am Vormittag weiterhin von Schusswechseln sprachen, meldete <em>Tamtam Info</em>, die Sicherheitskräfte hätten die Lage unter Kontrolle gebracht. Such- und Kontrolloperationen im Umfeld des Flughafens dauerten demnach an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einsatzkräfte überprüften die Zufahrtswege und suchten nach möglichen weiteren Beteiligten. Der öffentliche Zugang zum Flughafen wurde gesperrt. Flugverbindungen waren nach Angaben mehrerer Medien vorübergehend ausgesetzt oder beeinträchtigt.</p>



<h2 id="h-keine-angaben-zu-opfern-und-schaden" class="wp-block-heading"><span id="keine-angaben-zu-opfern-und-schaeden">Keine Angaben zu Opfern und Schäden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die nigrischen Behörden hatten zunächst weder eine Opferzahl noch Angaben zu möglichen Schäden an der zivilen oder militärischen Infrastruktur veröffentlicht. Auch eine offizielle Einordnung des Vorfalls als terroristischer Angriff lag am Vormittag noch nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu dem Angriff bekannte sich zunächst keine Organisation. Die Identität und das Ziel der Angreifer blieben daher ungeklärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Tamtam Info</em> bezeichnete den Vorfall unter Berufung auf Sicherheitskreise als gescheiterten Terrorangriff. Das Medium berichtete außerdem, Anwohner hätten sich nach den Gefechten in der Nähe des Flughafens versammelt und den Sicherheitskräften ihre Unterstützung ausgesprochen.</p>



<h2 id="h-zweiter-angriff-innerhalb-von-funf-monaten" class="wp-block-heading"><span id="zweiter-angriff-innerhalb-von-fuenf-monaten">Zweiter Angriff innerhalb von fünf Monaten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="318" height="159" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Aero.png" alt="" class="wp-image-28249 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Aero.png 318w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Aero-300x150.png 300w" sizes="(max-width: 318px) 100vw, 318px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/schuesse-und-explosionen-am-flughafen-niamey-nahe-uranium-lager/" type="post" id="24120">Der Flughafen Diori Hamani war bereits in der Nacht vom 28. auf den 29. Januar 2026 Ziel eines größeren Angriffs. </a>Damals wurden neben dem zivilen Flughafen auch die angrenzende Luftwaffenbasis 101 und militärische Einrichtungen angegriffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefechte dauerten mehrere Stunden. Die nigrischen Streitkräfte und mit ihnen eingesetzte russische Kräfte schlugen den Angriff nach Angaben der Behörden zurück. Vier Menschen wurden verletzt, zudem entstanden erhebliche Sachschäden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Terrormiliz Islamischer Staat in der Sahelzone bekannte sich später zu dem Angriff. Nigers Übergangspräsident Abdourahamane Tiani erklärte damals, eine Lücke im Sicherheitsdispositiv habe den Angreifern den Zugang ermöglicht. Ihr Ziel sei es gewesen, die Luftstreitkräfte des Landes zu zerstören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff im Januar hatte die jihadistische Gewalt erstmals in größerem Umfang bis zu einer strategischen Einrichtung in der Hauptstadt getragen. Zuvor konzentrierten sich die meisten Anschläge bewaffneter Gruppen auf den Westen und Südosten Nigers.</p>



<h2 id="h-strategischer-standort-in-der-hauptstadt" class="wp-block-heading"><span id="strategischer-standort-in-der-hauptstadt">Strategischer Standort in der Hauptstadt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flughafen liegt südöstlich des Zentrums von Niamey und dient sowohl dem zivilen Luftverkehr als auch militärischen Zwecken. Auf dem Gelände und in seiner unmittelbaren Umgebung befinden sich Einrichtungen der nigrischen Streitkräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Militärputsch vom 26. Juli 2023 wird Niger vom Nationalen Rat für den Schutz des Vaterlandes geführt. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-zieht-botschaftspersonal-aus-niger-ab/" type="post" id="25881">Die Regierung hat ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit westlichen Staaten stark eingeschränkt und die militärischen Beziehungen zu Russland ausgebaut.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage bleibt vor allem in den Grenzgebieten zu Mali, Burkina Faso und Nigeria angespannt. Dort verüben mit dem Islamischen Staat und Al-Qaida verbundene Gruppen regelmäßig Angriffe auf Sicherheitskräfte und die Zivilbevölkerung. </p>
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			<media:title type="html">Aero</media:title>
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	</item>
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		<title>USA stellen über eine Milliarde Dollar für UNICEF und WFP bereit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-stellen-ueber-eine-milliarde-dollar-fuer-unicef-und-wfp-bereit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:37:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als eine Milliarde Dollar für UNICEF und das Welternährungsprogramm: Die USA bündeln ihre humanitäre Hilfe für über 40 Länder. Äthiopien gehört zu den genannten Einsatzstaaten – während weltweit 239 Millionen Menschen Unterstützung benötigen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-stellen-ueber-eine-milliarde-dollar-fuer-unicef-und-wfp-bereit%2F&amp;action_name=USA%20stellen%20%C3%BCber%20eine%20Milliarde%20Dollar%20f%C3%BCr%20UNICEF%20und%20WFP%20bereit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten stellen dem Kinderhilfswerk UNICEF und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen mehr als eine Milliarde US-Dollar für humanitäre Einsätze in über 40 Ländern bereit. Die Zusage wurde am 16. Juni 2026 bekannt gegeben. Mehr als 218 Millionen Dollar gehen an UNICEF, über 800 Millionen Dollar an das Welternährungsprogramm. Zu den ausdrücklich genannten Einsatzländern gehört Äthiopien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel sollen unter anderem für Ernährungshilfe, medizinische Versorgung, Kinderschutz, Logistik sowie Wasser- und Sanitärversorgung eingesetzt werden. Neben Äthiopien nannte das US-Außenministerium Myanmar und die Ukraine als Beispiele für Länder mit anhaltend hohem humanitärem Bedarf.</p>



<h2 id="h-washington-bundelt-seine-humanitare-finanzierung" class="wp-block-heading"><span id="washington-buendelt-seine-humanitaere-finanzierung">Washington bündelt seine humanitäre Finanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Vereinbarungen ersetzen zahlreiche einzelne Förderverträge durch größere globale Finanzierungszusagen. Washington begründet die Umstellung mit niedrigeren Verwaltungskosten, schnelleren Entscheidungen und einer stärkeren Kontrolle der Mittelverwendung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF und das Welternährungsprogramm können das Geld je nach Entwicklung der Krisen auf verschiedene Länder und Einsatzbereiche verteilen. Nach Darstellung des Außenministeriums ermöglicht das Modell den Organisationen, Hilfsgüter frühzeitig einzulagern, Personal vorzuhalten und teilweise innerhalb von 24 Stunden auf neue Katastrophen oder einen plötzlichen Anstieg des Bedarfs zu reagieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27258 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vergabe erfolgt nach einem Verfahren, das besonders schwere Krisen vorrangig behandeln soll. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump spricht dabei von einer „Hyperpriorisierung“. Mittel sollen zuerst in Gebiete fließen, in denen die größte Gefahr für Leben und Gesundheit besteht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Länderspezifische Beträge veröffentlichte das Außenministerium nicht. Damit bleibt zunächst offen, welcher Anteil der Finanzierung für Äthiopien und andere afrikanische Krisengebiete vorgesehen ist.</p>



<h2 id="h-abkommen-mit-ocha-dient-als-vorbild" class="wp-block-heading"><span id="abkommen-mit-ocha-dient-als-vorbild">Abkommen mit OCHA dient als Vorbild</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusagen an UNICEF und das Welternährungsprogramm sind Teil eines neuen amerikanischen Finanzierungsmodells. Grundlage ist eine im Dezember 2025 geschlossene Vereinbarung mit dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, OCHA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung knüpft an den bereits im März 2025 begonnenen Umbau des internationalen Hilfssystems unter dem Namen „Humanitarian Reset“ an. Dabei sollen Zuständigkeiten in den einzelnen Krisenländern stärker gebündelt, Entscheidungswege verkürzt und mehr Mittel unmittelbar für Einsätze verwendet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium bezeichnet die bisherige Zusammenarbeit mit OCHA als erfolgreich. Innerhalb von vier Monaten seien 88 Prozent der verfügbaren Mittel in die Einsatzgebiete weitergeleitet worden. Zwischen einer Finanzierungsentscheidung und der Auszahlung hätten durchschnittlich sieben Tage gelegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Angaben stammen von der US-Regierung. Washington sieht darin einen Beleg dafür, dass größere und flexiblere Fördervereinbarungen schneller arbeiten können als zahlreiche voneinander getrennte Einzelprojekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben UNICEF, dem Welternährungsprogramm und OCHA arbeitet das Außenministerium auch mit Catholic Relief Services und weiteren Hilfsorganisationen zusammen. Die zuständigen Stellen sollen Überschneidungen verhindern und kontrollieren, wie die amerikanischen Mittel eingesetzt werden.</p>



<h2 id="h-neue-zusage-folgt-auf-starke-kurzungen" class="wp-block-heading"><span id="neue-zusage-folgt-auf-starke-kuerzungen">Neue Zusage folgt auf starke Kürzungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/" type="post" id="23396">Die Finanzierung erfolgt in einer Phase, in der das globale Hilfssystem mit erheblichen Mittelkürzungen kämpft. </a>Die Europäische Kommission hatte Ende Mai festgestellt, dass Kürzungen der Vereinigten Staaten und anderer großer Geber humanitäre Organisationen zu einer drastischen Begrenzung ihrer Einsätze gezwungen hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch könne nur noch ein Teil der Menschen erreicht werden, die auf Nahrungsmittel, medizinische Hilfe, Unterkünfte oder Schutz angewiesen sind. Die EU warnte zugleich davor, humanitäre Hilfe zunehmend an politische oder ideologische Vorgaben zu knüpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge benötigen 2026 weltweit etwa 239 Millionen Menschen humanitäre Unterstützung. Im Jahr 2006 waren es noch rund 31 Millionen. Für den aktuellen Hilfsaufruf werden 23 Milliarden Dollar benötigt. Damit sollen 87 Millionen Menschen versorgt werden, weniger als die Hälfte der insgesamt ermittelten Bedürftigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der weltweiten Konflikte liegt nach Angaben der Europäischen Kommission bei rund 130. Das sind mehr als doppelt so viele wie vor 15 Jahren. Bewaffnete Konflikte verursachen demnach etwa 70 Prozent des globalen humanitären Bedarfs.</p>



<h2 id="h-eu-setzt-ebenfalls-auf-einen-umbau-der-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="eu-setzt-ebenfalls-auf-einen-umbau-der-hilfe">EU setzt ebenfalls auf einen Umbau der Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Europäische Union will ihre humanitäre Finanzierung stärker bündeln und vereinfachen. <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-zahlt-eine-milliarde-euro-an-humanitaere-hilfe/" type="post" id="25955">Die EU und ihre Mitgliedstaaten stellten 2025 zusammen rund 34 Prozent der weltweit erfassten humanitären Hilfe.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Brüssel plant gemeinsame Lieferketten, flexiblere mehrjährige Finanzierungen und eine stärkere Nutzung von Bargeldhilfen. Mindestens zwei Drittel der europäischen Mittel sollen künftig über solche flexiblen Finanzierungsformen bereitgestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich soll ein größerer Anteil direkt an Organisationen in den betroffenen Ländern gehen. Bis 2027 will die Europäische Kommission 25 Prozent ihrer humanitären Mittel so unmittelbar wie möglich an lokale Akteure vergeben. Ende 2024 lag ihr Anteil noch bei elf Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU begründet den Schritt mit der zentralen Rolle örtlicher Organisationen, die bei Kriegen, Überschwemmungen, Dürren oder Epidemien häufig als Erste Hilfe leisten. Gemeinsame Beschaffung, Lagerhaltung und Transportstrukturen sollen zudem verhindern, dass verschiedene Organisationen parallel dieselben Güter einkaufen oder getrennte Lieferketten betreiben.</p>



<h2 id="h-rund-118-millionen-menschen-sind-vertrieben" class="wp-block-heading"><span id="rund-118-millionen-menschen-sind-vertrieben">Rund 118 Millionen Menschen sind vertrieben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur US-Ankündigung rückte der Weltflüchtlingstag am 20. Juni die Folgen der globalen Krisen erneut in den Vordergrund. Rund 118 Millionen Menschen waren nach den jüngsten Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen im Jahr 2025 innerhalb ihres Landes oder über Staatsgrenzen hinweg vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 70 Millionen von ihnen lebten als Binnenvertriebene im eigenen Land. Knapp die Hälfte dieser Menschen stammt aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, Kolumbien, Syrien, Jemen und Afghanistan. Mehr als 40 Millionen Menschen flohen über eine internationale Grenze, blieben jedoch überwiegend in Nachbarstaaten ihrer Herkunftsländer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Altenkamp, verwies darauf, dass diese Nachbarländer den größten Teil der Versorgung übernehmen, während die internationalen Finanzmittel zurückgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es bleibt in der Verantwortung der internationalen Staatengemeinschaft und ist ein Gebot der Menschlichkeit, humanitäre Hilfe zu leisten“, erklärte Altenkamp. Hilfe in den Krisenregionen rette Leben, lindere Leid und könne verhindern, dass sich Menschen auf gefährliche Fluchtrouten begeben.</p>
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			<media:description type="html">President Donald J. Trump delivers remarks at a Military Mothers’ Day event, Wednesday, May 6, 2026, in the East Room of the White House. (Official White House Photo by Andrea Hanks)</media:description>
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		<title>Größte Oppositionspartei unterstützt Präsident Vila Nova bei Wahl in São Tomé und Príncipe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/groesste-oppositionspartei-unterstuetzt-praesident-vila-nova-bei-wahl-in-sao-tome-und-principe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:15:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[São Tomé und Príncipe]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Neue Kräfteverhältnisse vor der Präsidentschaftswahl in São Tomé und Príncipe: Der MLSTP unterstützt Amtsinhaber Carlos Vila Nova. Ex-Premier Jorge Bom Jesus zieht seine Kandidatur zurück.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgroesste-oppositionspartei-unterstuetzt-praesident-vila-nova-bei-wahl-in-sao-tome-und-principe%2F&amp;action_name=Gr%C3%B6%C3%9Fte%20Oppositionspartei%20unterst%C3%BCtzt%20Pr%C3%A4sident%20Vila%20Nova%20bei%20Wahl%20in%20S%C3%A3o%20Tom%C3%A9%20und%20Pr%C3%ADncipe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/groesste-oppositionspartei-unterstuetzt-praesident-vila-nova-bei-wahl-in-sao-tome-und-principe/">Größte Oppositionspartei unterstützt Präsident Vila Nova bei Wahl in São Tomé und Príncipe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die größte Oppositionspartei von São Tomé und Príncipe, der MLSTP, unterstützt die Wiederwahl von Präsident Carlos Vila Nova. Die Entscheidung fiel am Mittwoch, rund einen Monat vor der Präsidentschaftswahl am 19. Juli. Der <a href="https://fokus-afrika.de/sao-tome-und-principe-praesident-carlos-vila-nova-entlaesst-regierung/">frühere Premierminister</a> Jorge Bom Jesus zieht zugleich seine eigene Kandidatur zurück. Mit dem MLSTP stehen nun fünf Parteien hinter Vila Nova, der offiziell als unabhängiger Bewerber antritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Politische Kommission des MLSTP begründete ihren Kurswechsel mit den „übergeordneten Interessen der Nation“. <a href="https://fokus-afrika.de/sao-tome-und-principe-setzt-praesidentschafts-und-parlamentswahlen-fuer-2026-an/">Die Partei wolle sich zugleich auf die für September geplanten Parlamentswahlen konzentrieren.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Um das Land zu retten, hat der MLSTP eine Entscheidung mit staatspolitischer Verantwortung getroffen“, erklärte MLSTP-Vizepräsident Conceição Moreno. Die Partei stehe für eine „konstruktive, verantwortungsvolle und nicht aufrührerische Opposition“.</p>



<h2 id="h-jorge-bom-jesus-zieht-kandidatur-kurz-vor-der-wahl-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="jorge-bom-jesus-zieht-kandidatur-kurz-vor-der-wahl-zurueck">Jorge Bom Jesus zieht Kandidatur kurz vor der Wahl zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jorge Bom Jesus hatte zunächst zu den vom Verfassungsgericht zugelassenen Präsidentschaftskandidaten gehört. Der frühere Vorsitzende des MLSTP und Regierungschef von 2018 bis 2022 informierte die Parteiführung jedoch über seinen Rückzug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Politische Kommission würdigte seine Entscheidung als Ausdruck von Verantwortungsbewusstsein, politischer Reife und Patriotismus. Der Verzicht stärke die Einheit des MLSTP und trage zu einem politischen Umfeld bei, das Stabilität und Entwicklung ermögliche, erklärte die Parteiführung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Rückzug waren nach Angaben des Nachrichtenportals <em><a href="https://www.telanon.info/politica/2026/06/17/53336/mlstp-faz-jesus-desistir-para-carregar-vila-nova-ate-a-consagracao-no-altar/">Téla Nón</a></em> intensive Verhandlungen innerhalb der Politischen Kommission vorausgegangen. Die Zusammenarbeit zwischen dem MLSTP und Präsident Vila Nova habe sich bereits seit 2024 verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parteiführung rief ihre Mitglieder und Anhänger im Inland und in der Diaspora auf, Vila Nova bei der Präsidentschaftswahl zu unterstützen. Bei der Parlamentswahl im September soll die Unterstützung dagegen dem MLSTP gelten.</p>



<h2 id="h-funf-parteien-stellen-sich-hinter-vila-nova" class="wp-block-heading"><span id="fuenf-parteien-stellen-sich-hinter-vila-nova">Fünf Parteien stellen sich hinter Vila Nova</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem MLSTP hatten bereits vier weitere Parteien ihre Unterstützung für den amtierenden Präsidenten erklärt. Dazu gehören die neu gegründete Partei Nossa Terra, die Bewegung Demokratische Kräfte des Wandels und Liberale Union, MDFM/UL, die Bewegung Basta sowie die Partei der Demokratischen Konvergenz, PCD.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nossa-Terra-Sprecher Fausto Matos bezeichnete Vila Nova angesichts der politischen und gesellschaftlichen Lage des Landes als den geeigneten Kandidaten. Der MDFM/UL-Vorsitzende Moisés Viegas verwies auf die Sicherung institutioneller Stabilität und die Fortführung strategischer Vorhaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewegung Basta, die mit zwei Abgeordneten im Parlament vertreten ist, beschloss ihre Unterstützung einstimmig bei einer Sitzung ihres nationalen Entscheidungsgremiums. PCD-Präsident João Bonfim beschrieb Vila Nova als einen Kandidaten, der unterschiedliche politische Kräfte zusammenführen könne.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-28242 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-1024x1024.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-768x768.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-1536x1536.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-380x380.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-800x800.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n-1160x1160.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/719798490_1314574100786995_2203397693775303894_n.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Carlos Vila Nova hatte seine erneute Kandidatur am 14. Mai bekannt gegeben. Er trete nicht als Kandidat einer Partei, sondern als „Kandidat der Nation“ an, erklärte der Präsident bei einer Veranstaltung in São Tomé.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich bin Kandidat, weil das Land weiterhin Stabilität braucht“, sagte Vila Nova. Er wolle sich zudem für die Aufklärung der Todesfälle im Hauptquartier der Streitkräfte vom 25. November 2022 einsetzen. „Kein Land kommt ohne Wahrheit voran. Die Wahrheit wird festgestellt werden“, erklärte er.</p>
</div></div>



<h2 id="h-vila-nova-strebt-zweite-amtszeit-an" class="wp-block-heading"><span id="vila-nova-strebt-zweite-amtszeit-an">Vila Nova strebt zweite Amtszeit an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Carlos Vila Nova wurde 2021 mit Unterstützung der Partei Unabhängige Demokratische Aktion, ADI, zum Präsidenten gewählt. In der Stichwahl erhielt er 57,54 Prozent der Stimmen. Insgesamt stimmten 45.481 Wähler für ihn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein damaliger Gegenkandidat Guilherme Posser da Costa wurde vom MLSTP und einem Bündnis aus PCD, MDFM und UDD unterstützt. Mit der jetzigen Entscheidung stellt sich der MLSTP erstmals bei einer Präsidentschaftswahl hinter Vila Nova.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Präsidentenamt in São Tomé und Príncipe wird für fünf Jahre vergeben. Vila Nova bewirbt sich um eine zweite Amtszeit.</p>



<h2 id="h-verfassungsgericht-weist-kandidatur-von-nino-monteiro-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="verfassungsgericht-weist-kandidatur-von-nino-monteiro-zurueck">Verfassungsgericht weist Kandidatur von Nino Monteiro zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verfassungsgericht hatte zunächst fünf der sechs eingereichten Kandidaturen zugelassen. Neben Carlos Vila Nova erhielten Miques João Bonfim, Nito Viegas d’Abreu, Eugénio Tiny und Jorge Bom Jesus die Zulassung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abgelehnt wurde die Kandidatur von Nino Monteiro, die von der Partei MCI-PS unterstützt wird. Nach Darstellung von MCI-PS-Generalsekretär José Carvalho de Rio begründete das Gericht seine Entscheidung damit, dass Monteiros Mutter nicht von Geburt an Staatsbürgerin von São Tomé und Príncipe sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/vor-den-wahlen-in-sao-tome-und-principe-beschliesst-das-parlament-neue-wahlgesetze/">Der MCI-PS wirft dem Gericht vor, mit der Entscheidung den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Gleichbehandlung zu verletzen.</a> Die Partei bezeichnete die Ablehnung als diskriminierend und politisch motiviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der MCI-PS kündigte an, Rechtsmittel beim Verfassungsgericht einzulegen. Die Richter sollten Gelegenheit erhalten, eine aus Sicht der Partei ungerechte und konfliktverschärfende Entscheidung zu überprüfen, erklärte José Carvalho de Rio.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Somaliland schließt israelischen Militärstützpunkt nicht aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/somaliland-schliesst-israelischen-militaerstuetzpunkt-nicht-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 10:52:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Jemen]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Somaliland vertieft seine Beziehungen zu Israel und eröffnet eine Botschaft in Jerusalem. Präsident Irro schließt sogar einen künftigen israelischen Militärstützpunkt nicht aus – Somalia spricht von einer Verletzung seiner Souveränität.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsomaliland-schliesst-israelischen-militaerstuetzpunkt-nicht-aus%2F&amp;action_name=Somaliland%20schlie%C3%9Ft%20israelischen%20Milit%C3%A4rst%C3%BCtzpunkt%20nicht%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Somalilands Präsident Abdirahman Mohamed Abdullahi „Irro“ hat bei seinem Staatsbesuch in Israel einen künftigen israelischen Militärstützpunkt in Somaliland nicht ausgeschlossen und die erste Botschaft seines Landes in Jerusalem eröffnet. Dies geschah Mitte Juni 2026. Somalia verurteilte die diplomatischen Kontakte als Verletzung seiner Souveränität und kündigte mögliche rechtliche und diplomatische Schritte an. Israel und Somaliland wollen ihre Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Sicherheit, Landwirtschaft, Wasser, Gesundheit und Technologie ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage von <em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=qx6DJWrqAH0">i24News</a></em> nach einer israelischen Militärbasis erklärte Irro: „Nicht jetzt, aber für die Zukunft kann ich es nicht ausschließen.“ Konkrete Verhandlungen über einen Stützpunkt nannte er nicht. Somaliland wolle jedoch seine Küstenwache stärken und suche dafür Unterstützung bei seinen internationalen Partnern.</p>



<h2 id="h-erste-botschaft-somalilands-entsteht-in-jerusalem" class="wp-block-heading"><span id="erste-botschaft-somalilands-entsteht-in-jerusalem">Erste Botschaft Somalilands entsteht in Jerusalem</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Hargeisa bezeichnete die Eröffnung der Botschaft als Beginn einer langfristigen strategischen Partnerschaft. Während des Besuchs unterzeichneten beide Seiten eine gemeinsame Kooperationserklärung zu Landwirtschaft, Wasserversorgung, Sicherheit, Technologie, Investitionen, Infrastruktur und wirtschaftlicher Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irro sprach von der ersten offiziellen Auslandsreise eines Präsidenten von Somaliland. Eine frühere, nicht öffentlich angekündigte Reise von Vertretern seiner Regierung nach Israel habe die Grundlage für die nun vereinbarte Zusammenarbeit geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israel hatte Somaliland am 26. Dezember 2025 als unabhängigen Staat anerkannt. Damit wurde Israel nach Darstellung beider Regierungen zum ersten Mitgliedstaat der Vereinten Nationen, der seit der erneuten Unabhängigkeitserklärung Somalilands eine formelle Anerkennung aussprach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete die Reise als „historischen Moment“. Seine Regierung sei stolz darauf, als erste Regierung der Welt Somaliland anerkannt zu haben. Israel und Somaliland wollten zeigen, dass „Freiheit, Demokratie und Chancen stärker sind als Extremismus, Terrorismus und Chaos“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irro begründete die Wahl Jerusalems damit, dass Botschaften gewöhnlich in den Hauptstädten der Staaten eingerichtet würden, die sich gegenseitig anerkennen. Mögliche Kritik aus arabischen oder muslimisch geprägten Ländern wies er zurück. „Es ist eine Entscheidung, die wir getroffen haben, und wir werden dauerhaft daran festhalten“, sagte der Präsident.</p>



<h2 id="h-sicherheit-am-roten-meer-ruckt-in-den-fokus" class="wp-block-heading"><span id="sicherheit-am-roten-meer-rueckt-in-den-fokus">Sicherheit am Roten Meer rückt in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Somalilands Lage am Golf von Aden verleiht der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit besondere Bedeutung. Die Küste liegt gegenüber dem Jemen und nahe einer der wichtigsten internationalen Schifffahrtsrouten zwischen dem Roten Meer und dem Indischen Ozean.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="795" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSUWIAAD_tz-1024x795.jpeg" alt="" class="wp-image-28129 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSUWIAAD_tz-1024x795.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSUWIAAD_tz-300x233.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSUWIAAD_tz-768x596.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSUWIAAD_tz-380x295.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSUWIAAD_tz-800x621.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSUWIAAD_tz-1160x901.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSUWIAAD_tz.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Irro vermied eine direkte Zusage, sich an militärischen Operationen gegen die Huthi-Miliz im Jemen oder andere mit Iran verbundene Akteure zu beteiligen. Somaliland sei „kein Feind von irgendjemandem“, besitze aber das Recht, sich mit den verfügbaren Mitteln zu verteidigen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Küstenwache solle mit internationaler Unterstützung besser ausgerüstet und ausgebildet werden. Irro bestätigte, dass diese Rolle am Roten Meer auch Bestandteil der Gespräche mit Staaten sei, die eine Anerkennung Somalilands erwägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hafen von Berbera bildet einen weiteren Schwerpunkt. Irro bezeichnete ihn als traditionelles Logistikzentrum und als Zugang für Äthiopien und andere Staaten ohne eigenen Meerzugang. Somaliland will seine Lage an den internationalen Handelsrouten nutzen, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu Israel, den Vereinigten Staaten und den Vereinigten Arabischen Emiraten auszubauen.</p>



<h2 id="h-somalia-spricht-von-einem-angriff-auf-seine-souveranitat" class="wp-block-heading"><span id="somalia-spricht-von-einem-angriff-auf-seine-souveraenitaet">Somalia spricht von einem Angriff auf seine Souveränität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung Somalias reagierte mit einer formellen Protesterklärung. Das Außenministerium in Mogadischu zeigte sich „zutiefst besorgt“ über die israelischen Kontakte mit der von ihm als „sezessionistische Verwaltung“ bezeichneten Regierung Somalilands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede politische oder diplomatische Beziehung, die an der somalischen Bundesregierung vorbeiführe, verletze die „Souveränität, Einheit, territoriale Integrität und verfassungsmäßige Ordnung“ des Landes, erklärte das Ministerium am 16. Juni.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia sei ein international anerkannter souveräner Staat. Allein die Bundesregierung in Mogadischu sei befugt, das Land in den internationalen Beziehungen zu vertreten. Direkte Vereinbarungen mit Hargeisa hätten daher „keinen rechtlichen oder politischen Bestand“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/israels-botschafter-fuer-somaliland-loest-scharfe-reaktionen-aus/" type="post" id="26718">Mogadischu rief die Vereinten Nationen, die Afrikanische Union, die Arabische Liga, die Organisation für Islamische Zusammenarbeit und die ostafrikanische Regionalorganisation IGAD auf, Somalias territoriale Integrität zu verteidigen.</a> Die Regierung behalte sich alle rechtmäßigen diplomatischen und juristischen Maßnahmen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Palästinensische Autonomiebehörde kritisierte Irros Besuch und die Eröffnung der Botschaft in Jerusalem. Irro erklärte dazu, er habe am 17. Mai 2025 insgesamt 193 Staaten um Anerkennung gebeten. Israel sei das einzige Land gewesen, das auf sein Schreiben reagiert habe.</p>



<h2 id="h-irro-nennt-weitere-staaten-als-mogliche-partner" class="wp-block-heading"><span id="irro-nennt-weitere-staaten-als-moegliche-partner">Irro nennt weitere Staaten als mögliche Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Somaliland führt nach Angaben seines Präsidenten Gespräche mit mehreren Regierungen über eine mögliche Anerkennung. Namen weiterer Staaten wollte Irro nicht nennen. Eine Entscheidung könne jedoch „bald“ erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/trump-setzt-somalia-unter-druck-separatisten-aus-somaliland-und-puntland-profitieren/" type="post" id="22578">Offene diplomatische Kanäle bestünden auch zu den Vereinigten Staaten.</a> Der Kontakt zur Regierung von US-Präsident Donald Trump laufe über diplomatische Vertreter. Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kenia bezeichnete Irro ebenfalls als vorrangige Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Staaten, die Somaliland bislang nicht anerkennen, richtete er die Aufforderung: „Bitte schließen Sie sich an, bevor es zu spät ist.“ Früh handelnde Länder könnten nach seiner Darstellung bessere wirtschaftliche und strategische Kooperationsmöglichkeiten erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irro stellte außerdem direkte Flugverbindungen zwischen Israel und Hargeisa in Aussicht. Derzeit erschwerten Visabestimmungen und die internationale Zuordnung des somalischen Luftraums Reisen nach Somaliland. Die Regierung arbeite mit ihren Partnern und den zuständigen Luftfahrtorganisationen an einer Lösung.</p>



<h2 id="h-kooperation-bei-wasser-gesundheit-und-landwirtschaft" class="wp-block-heading"><span id="kooperation-bei-wasser-gesundheit-und-landwirtschaft">Kooperation bei Wasser, Gesundheit und Landwirtschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Sicherheit wollen beide Regierungen zivile Projekte entwickeln. Vorgesehen sind Kooperationen bei Bewässerung, Wassermanagement, Landwirtschaft, medizinischer Versorgung, Rohstoffen, Viehzucht, Fischerei und Infrastruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irro kündigte an, dass acht Kinder mit angeborenen Herzproblemen zur medizinischen Behandlung nach Israel gebracht werden sollen. Auch israelische Technologien zur Wasserversorgung und landwirtschaftlichen Produktion sollen in Somaliland eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somaliland betrachtet sich nicht als abtrünnige Region. Irro verwies darauf, dass das frühere britische Protektorat am 26. Juni 1960 unabhängig geworden sei und sich fünf Tage später mit dem ehemals italienisch verwalteten Somalia zusammengeschlossen habe. Mogadischu hält dagegen an der staatlichen Einheit fest und betrachtet Somaliland weiterhin als Teil der Bundesrepublik Somalia.</p>
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		<title>Menschenrechte nur hinter verschlossenen Türen? Bundesregierung setzt auf neue realpolitische Strategie</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/menschenrechte-nur-hinter-verschlossenen-tueren-bundesregierung-setzt-auf-neue-realpolitische-strategie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 23:32:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Keine bilateralen Menschenrechtsdialoge mehr: Die Bundesregierung verlagert ihre Menschenrechtspolitik zunehmend auf internationale Organisationen und NGOs – und setzt auf diskrete Diplomatie statt öffentliche Konfrontation.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmenschenrechte-nur-hinter-verschlossenen-tueren-bundesregierung-setzt-auf-neue-realpolitische-strategie%2F&amp;action_name=Menschenrechte%20nur%20hinter%20verschlossenen%20T%C3%BCren%3F%20Bundesregierung%20setzt%20auf%20neue%20realpolitische%20Strategie&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechte-nur-hinter-verschlossenen-tueren-bundesregierung-setzt-auf-neue-realpolitische-strategie/">Menschenrechte nur hinter verschlossenen Türen? Bundesregierung setzt auf neue realpolitische Strategie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant im gesamten Jahr 2026 keinen formellen bilateralen Menschenrechtsdialog mit einem anderen Staat. Das geht aus einer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106235.pdf">Antwort</a> auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Gleichzeitig betont Berlin, Menschenrechtsfragen weiterhin in Regierungsgesprächen, bei Auslandsreisen und in internationalen Organisationen anzusprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort deutet auf einen grundlegenden Wandel der deutschen Menschenrechtspolitik hin. Menschenrechte werden nicht mehr über sichtbare und institutionalisierte Dialogformate öffentlich verhandelt. Stattdessen setzt die Bundesregierung auf vertrauliche Gespräche, punktuelle Interventionen in Einzelfällen sowie auf internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen als zentrale Träger menschenrechtlicher Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit zeichnet sich eine Strategie ab, die Menschenrechtsfragen stärker aus der direkten bilateralen Diplomatie herauslöst und in multilaterale Strukturen verlagert. Kritiker könnten dies als Rückzug interpretieren. Aus Sicht der Bundesregierung dürfte es sich eher um einen realpolitischen Anpassungsprozess an eine zunehmend konfliktreiche geopolitische Lage handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bilaterale Menschenrechtsdialoge galten bislang als sichtbare Foren, in denen Regierungen regelmäßig über politische Gefangene, Rechtsstaatlichkeit oder internationale Verpflichtungen sprachen. Sie schufen Öffentlichkeit und politischen Druck. Auf genau diese Instrumente verzichtet Berlin nun vollständig.</p>



<h2 id="h-keine-neuen-dialogformate-vorgesehen" class="wp-block-heading"><span id="keine-neuen-dialogformate-vorgesehen">Keine neuen Dialogformate vorgesehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen dem 1. September 2025 und dem 31. März 2026 führte Deutschland keinen bilateralen Menschenrechtsdialog. Auch für die übrigen Monate des Jahres 2026 seien keine entsprechenden Gespräche geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entscheidung fällt in eine Zeit wachsender geopolitischer Spannungen. Der Krieg im Sudan, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Rivalität zwischen den Großmächten sowie Konflikte im Nahen Osten und in Afrika prägen die internationale Politik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund scheint die Bundesregierung ihre Prioritäten neu zu gewichten. Menschenrechtsfragen werden nicht aufgegeben, aber anders behandelt. Statt öffentlich sichtbarer Dialogformate setzt Berlin auf diskrete Diplomatie und die Einbindung internationaler Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung erklärt, Menschenrechte seien weiterhin Bestandteil von Gesprächen mit Regierungen, internationalen Organisationen und Vertretern der Zivilgesellschaft. Allerdings werden diese Themen zunehmend am Rande anderer politischer Gespräche behandelt oder auf besonders gravierende Einzelfälle konzentriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dahinter steht ein bekanntes Dilemma der Außenpolitik: Viele Staaten betrachten öffentliche Menschenrechtskritik als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten. Wer gleichzeitig wirtschaftliche, sicherheitspolitische oder strategische Interessen verfolgt, riskiert durch offene Konfrontationen den Verlust von Einfluss und Gesprächskanälen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung scheint daraus die Konsequenz zu ziehen, Menschenrechtsfragen weniger öffentlich und stärker vertraulich zu behandeln.</p>



<h2 id="h-keine-vollstandige-ubersicht-uber-auslandsreisen" class="wp-block-heading"><span id="keine-vollstaendige-uebersicht-ueber-auslandsreisen">Keine vollständige Übersicht über Auslandsreisen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollten außerdem wissen, welche Mitglieder der Bundesregierung zwischen September 2025 und März 2026 ins Ausland reisten und dort Menschenrechtsverteidiger oder Vertreter der Zivilgesellschaft trafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine vollständige Übersicht legte die Regierung jedoch nicht vor. Die Auswertung der Reisedaten von mehr als 100 Führungspersonen in den Ministerien würde nach ihrer Darstellung einen unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand verursachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Zahl der angesprochenen Menschenrechtsfälle blieb offen. Stattdessen verweist die Bundesregierung auf Presseankündigungen und die Internetseiten der Ministerien.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022.jpg" alt="" class="wp-image-21353 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort verdeutlicht ein weiteres Merkmal der neuen Strategie: Menschenrechtsfragen werden zwar weiterhin angesprochen, ihre konkrete Behandlung bleibt jedoch weitgehend vertraulich. Dadurch wird es schwieriger nachzuvollziehen, welchen Stellenwert sie in der täglichen Außenpolitik tatsächlich einnehmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ob politische Gefangene, bedrohte Aktivisten oder Einschränkungen der Pressefreiheit regelmäßig thematisiert werden, lässt sich anhand der Regierungsantwort kaum beurteilen.</p>



<h2 id="h-menschenrechte-nur-wo-angezeigt-in-gesprachsunterlagen" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechte-nur-wo-angezeigt-in-gespraechsunterlagen">Menschenrechte nur „wo angezeigt“ in Gesprächsunterlagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Bundesregierung werden Menschenrechtsfragen bei der Vorbereitung von Auslandsreisen berücksichtigt – allerdings nur dort, „wo dies angezeigt ist“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Formulierung deutet auf einen pragmatischen Ansatz hin. Menschenrechte erscheinen nicht mehr automatisch als eigenständiger Schwerpunkt jeder Reise, sondern werden situationsabhängig behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen festen ressortübergreifenden Mechanismus für die Vorbereitung und Auswertung menschenrechtlicher Gespräche gibt es offenbar nicht. Die Ministerien stimmen sich bei Bedarf ab und greifen auf Informationen von Nichtregierungsorganisationen sowie Berichte deutscher Auslandsvertretungen zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dies passt zu einer Politik, die weniger auf institutionalisierte Menschenrechtsdiplomatie und stärker auf flexible Einzelfallentscheidungen setzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung dokumentiert Gespräche zwar grundsätzlich, nennt jedoch kein einheitliches Verfahren zur Auswertung menschenrechtlicher Interventionen. Dadurch bleibt unklar, welche politischen Konsequenzen aus solchen Gesprächen gezogen werden.</p>



<h2 id="h-wirkung-diplomatischer-interventionen-kaum-messbar" class="wp-block-heading"><span id="wirkung-diplomatischer-interventionen-kaum-messbar">Wirkung diplomatischer Interventionen kaum messbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung räumt selbst ein, dass sich der Erfolg menschenrechtlicher Interventionen meist nicht unmittelbar messen lasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Einschätzung verweist auf einen zentralen Grund für den Strategiewechsel. Vertrauliche Diplomatie soll Handlungsspielräume erhalten und Gesprächskanäle offen halten. Ihre Wirkung bleibt jedoch häufig unsichtbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig werden Veränderungen in der Zusammenarbeit mit Staaten aufgrund einer verschlechterten Menschenrechtslage nicht systematisch erfasst. Ob Projekte ausgesetzt, Mittel gekürzt oder zivilgesellschaftliche Akteure stärker unterstützt werden, wird nicht zentral dokumentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt direkter politischer Konfrontation setzt Deutschland zunehmend auf internationale Institutionen. Für politisch Inhaftierte und andere Betroffene nutzt Berlin vor allem den UN-Menschenrechtsrat, das Hochkommissariat für Menschenrechte, die Arbeitsgruppe gegen willkürliche Inhaftierungen sowie europäische Institutionen und die OSZE.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschiebt sich ein Teil der praktischen Menschenrechtsarbeit von der bilateralen Ebene auf internationale Organisationen.</p>



<h2 id="h-deutschland-unterstutzt-aufarbeitung-im-sudan" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-unterstuetzt-aufarbeitung-im-sudan">Deutschland unterstützt Aufarbeitung im Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Besonders sichtbar ist dieser Ansatz im Sudan.</a> Dort dokumentieren internationale Organisationen schwere Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Angriffe auf die Zivilbevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sieht-kennzeichen-von-voelkermord-in-el-fasher/" type="post" id="24852">Deutschland unterstützte im UN-Menschenrechtsrat die Verlängerung der unabhängigen Untersuchungsmission zum Sudan und war Mitinitiator eines zusätzlichen Mandats nach den Gräueltaten in El Fasher.</a> Ziel ist es, Beweise zu sichern und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus fördert die Bundesregierung Organisationen, die Kriegsverbrechen dokumentieren, und unterstützt die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sudan zeigt exemplarisch, wie die Bundesregierung Menschenrechtspolitik zunehmend organisiert: Internationale Ermittlungsmechanismen, multilaterale Institutionen und spezialisierte Organisationen übernehmen Aufgaben, die früher stärker durch direkte politische Initiativen einzelner Staaten begleitet wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/" type="post_tag" id="374">Europäischen Union</a> setzte sich Deutschland für Sanktionen gegen Vertreter beider Konfliktparteien ein. Über die Coalition for Atrocity Prevention and Justice in Sudan arbeitet Berlin zudem mit europäischen Partnern zusammen, um Menschenrechtsverteidiger besser zu schützen und Straflosigkeit zu bekämpfen.</p>



<h2 id="h-deutschland-zweitgrosster-geber-des-un-menschenrechtsburos" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-zweitgroesster-geber-des-un-menschenrechtsbueros">Deutschland zweitgrößter Geber des UN-Menschenrechtsbüros</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während Deutschland auf bilaterale Dialoge verzichtet, verweist die Bundesregierung auf ihr finanzielles Engagement. 2025 war Deutschland der zweitgrößte Geber des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-botschafterin-annett-guenther-will-mehr-koordination-beim-schutz-der-menschenrechte-in-nigeria/" type="post" id="22452">Zusätzlich finanziert das Auswärtige Amt zahlreiche internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit entsteht der Eindruck einer teilweisen Verlagerung oder eines „Outsourcings“ der Menschenrechtspolitik. Anstatt selbst als sichtbarer Akteur aufzutreten, stärkt Deutschland internationale Institutionen und zivilgesellschaftliche Organisationen finanziell und politisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Staatenüberprüfungsverfahren des UN-Menschenrechtsrats bringt Deutschland regelmäßig Empfehlungen zur Verbesserung der Menschenrechtslage in anderen Ländern ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Strategie bietet mehrere Vorteile. Politischer Druck wird auf internationale Gremien verteilt, der Vorwurf nationaler Einmischung verliert an Gewicht und Deutschland kann seine Positionen vertreten, ohne bilaterale Beziehungen unmittelbar zu belasten.</p>



<h2 id="h-vertrauliche-gesprache-bleiben-zentrales-instrument" class="wp-block-heading"><span id="vertrauliche-gespraeche-bleiben-zentrales-instrument">Vertrauliche Gespräche bleiben zentrales Instrument</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Regierungen Menschenrechtskritik als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten zurückweisen, verweist Deutschland weiterhin auf die universelle Gültigkeit der Menschenrechte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig zeigt die aktuelle Politik, dass Berlin einen realpolitischen Ausweg aus einem wachsenden Spannungsfeld sucht. Einerseits sollen Menschenrechte weiterhin verteidigt werden. Andererseits möchte Deutschland seine wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und geopolitischen Interessen nicht gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Öffentliche Menschenrechtskonflikte können Beziehungen belasten, Verhandlungen erschweren und den Zugang zu wichtigen Partnerstaaten einschränken. In einer zunehmend fragmentierten Weltordnung gewinnt für viele Regierungen die Aufrechterhaltung von Gesprächskanälen an Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung setzt deshalb erkennbar auf eine Strategie der diskreten Einflussnahme. <a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechtsbeauftragter-lars-castellucci-reist-in-den-ostkongo/" type="post" id="26849">Menschenrechtsfragen werden häufiger vertraulich behandelt, internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen übernehmen einen größeren Teil der praktischen Arbeit, während öffentliche bilaterale Dialogformate an Bedeutung verlieren.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob dieser Ansatz langfristig wirksamer ist als klassische Menschenrechtsdialoge, bleibt offen. Klar ist jedoch: Deutschland verfolgt 2026 eine neue Form der Menschenrechtspolitik – weniger öffentlich, stärker multilaterisch und deutlich stärker auf die Balance zwischen Menschenrechten, staatlicher Souveränität und geopolitischen Interessen ausgerichtet.</p>
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		<item>
		<title>Deutschland schärft seine Soft Power – Afrika erhält strategische Rolle</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-schaerft-seine-soft-power-afrika-erhaelt-strategische-rolle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 17:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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<p>Fast zwei Milliarden Euro für Deutschlands Soft Power: Berlin richtet Kultur, Wissenschaft und Bildung stärker an außenpolitischen Interessen aus. In Afrika reichen die Schwerpunkte von Forschungszentren bis zur Rückgabe kolonialer Kulturgüter.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-schaerft-seine-soft-power-afrika-erhaelt-strategische-rolle%2F&amp;action_name=Deutschland%20sch%C3%A4rft%20seine%20Soft%20Power%20%E2%80%93%20Afrika%20erh%C3%A4lt%20strategische%20Rolle&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will seine Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik stärker als geopolitisches Instrument einsetzen und die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern gezielter an Wissenschaft, Fachkräftegewinnung und politischer Kommunikation ausrichten. Am 27. Mai legte die Bundesregierung dazu ihre Bilanz für das Jahr 2025 vor. Fast zwei Milliarden Euro flossen in internationale Bildungs-, Wissenschafts-, Kultur- und Kommunikationsarbeit. Auf dem afrikanischen Kontinent reichen die Schwerpunkte von Forschungszentren in Ghana und Südafrika über digitale Kommunikation aus Dakar und Pretoria bis zur Rückgabe von Kulturgütern aus kolonialen Zusammenhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesaußenminister Johann Wadephul hat einen neuen Strategieprozess angestoßen. Das Auswärtige Amt will seine Kommunikationsinstrumente stärker bündeln, regionale Projekte enger mit den bilateralen Beziehungen verbinden und den geförderten Mittlerorganisationen klarere politische Ziele vorgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bezeichnet die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik ausdrücklich als Teil deutscher Soft Power. Sie soll das Ansehen Deutschlands stärken, Vertrauen aufbauen und im internationalen Wettbewerb um Einfluss, Fachkräfte, Rohstoffe und politische Partnerschaften wirken.</p>



<h2 id="h-fast-zwei-milliarden-euro-fur-deutschlands-prasenz-im-ausland" class="wp-block-heading"><span id="fast-zwei-milliarden-euro-fuer-deutschlands-praesenz-im-ausland">Fast zwei Milliarden Euro für Deutschlands Präsenz im Ausland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/haushalt-2026-plus-fuer-das-auswaertiges-amt-abzuege-beim-bmz/" type="post" id="20020">Die Bundesregierung stellte 2025 knapp zwei Milliarden Euro für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik sowie die strategische Kommunikation bereit. </a>Mit rund 981,5 Millionen Euro entfiel knapp die Hälfte auf das Auswärtige Amt einschließlich des Deutschen Archäologischen Instituts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt steuerte 476 Millionen Euro bei. Aus dem Etat des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien kamen weitere 431 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zehn vom Auswärtigen Amt dauerhaft geförderte Mittlerorganisationen erhielten insgesamt 517 Millionen Euro. Das Goethe-Institut bekam davon 230,7 Millionen Euro, der Deutsche Akademische Austauschdienst rund 208 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere 282 Millionen Euro flossen in das deutsche Auslandsschulwesen und die Partnerschulen. Einzelne Projekte und Programme finanzierte das Auswärtige Amt mit rund 109 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verbindet diese Ausgaben zunehmend mit außenpolitischen Interessen. Kultur, Bildung und Wissenschaft sollen nicht mehr nur langfristige Kontakte fördern, sondern auch Deutschlands Position in internationalen Macht- und Systemkonflikten stärken.</p>



<h2 id="h-afrikanische-forschungspartner-rucken-in-den-fokus" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-forschungspartner-ruecken-in-den-fokus">Afrikanische Forschungspartner rücken in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Zusammenarbeit mit Afrika setzt die Bundesregierung besonders auf Wissenschafts- und Hochschulkooperationen. Deutschland will damit Forschungsnetzwerke ausbauen, den Zugang zu Talenten sichern und gemeinsame Lösungen für Energieversorgung, Pandemien und Klimawandel entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt ist das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst unterstützte Fachzentrum zur gerechten Energiewende in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a>. Es gehört zum Programm „Fachzentren Afrika“ und verbindet Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit dem Ziel, Fachwissen für den Umbau der Energiesysteme aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kumasi in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a> arbeitet das deutsch-westafrikanische Wissenschaftszentrum G-WAC an der Vorbeugung und Bekämpfung von Pandemien. Das Zentrum gehört zu den sichtbaren Einrichtungen der deutschen Wissenschaftsdiplomatie auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Maria-Sibylla-Merian-Zentren in Ghana und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> führen Wissenschaftler aus Deutschland und den Partnerländern zusammen. Das geistes- und sozialwissenschaftliche Zentrum MIASA in Ghana wurde 2025 erfolgreich evaluiert und kann nach Abschluss seiner Hauptphase eine weitere Förderung beantragen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5522-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28202 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5522-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5522-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5522-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5522-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5522-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5522-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2025-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5522.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung fördert über den Deutschen Akademischen Austauschdienst außerdem Hochschulen im Globalen Süden und unterstützt Wissenschaftler aus Entwicklungs- und Schwellenländern über das Georg-Forster-Programm der Alexander von Humboldt-Stiftung. Im Jahr 2025 wurden 46 Forschungsstipendien und zwei Forschungspreise vergeben.</p>
</div></div>



<h2 id="h-kenia-wird-pilotland-fur-neue-deutschlehrkraftestrategie" class="wp-block-heading"><span id="kenia-wird-pilotland-fuer-neue-deutschlehrkraeftestrategie">Kenia wird Pilotland für neue Deutschlehrkräftestrategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Sprache soll stärker mit Fachkräftegewinnung und wirtschaftlicher Zusammenarbeit verbunden werden. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-startet-allianz-fuer-faire-fachkraeftegewinnung-mit-wirtschaftspartnern/" type="post" id="25570">Die Bundesregierung sieht einen Mangel an qualifizierten Deutschlehrkräften als eines der größten Hindernisse für den Ausbau des Sprachunterrichts im Ausland.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 2026 soll deshalb eine neue Deutschlehrkräftestrategie zunächst in Brasilien, Kenia und Lettland erprobt werden. Aus den Pilotprojekten sollen Modelle für weitere Länder entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland verfügt weltweit über 135 Auslandsschulen und rund 2.000 Partnerschulen. Jährlich erwerben etwa 80.000 Menschen an diesen Einrichtungen einen Abschluss oder ein Sprachzertifikat, das ihnen ein Studium oder eine Beschäftigung in Deutschland ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung überprüft das Schulnetz seit 2025 stärker nach politischen und wirtschaftlichen Kriterien. Schulen in Wachstumsregionen und Ländern mit Bedeutung für die Fachkräftegewinnung sollen künftig größeres Gewicht erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Kooperationen zwischen Partnerschulen und deutschen Unternehmen werden ausgebaut. Sprachunterricht, berufliche Orientierung und Kontakte zur Wirtschaft sollen häufiger miteinander verbunden werden.</p>



<h2 id="h-dakar-und-pretoria-steuern-deutsche-kommunikation-in-afrika" class="wp-block-heading"><span id="dakar-und-pretoria-steuern-deutsche-kommunikation-in-afrika">Dakar und Pretoria steuern deutsche Kommunikation in Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Wissenschaft und Bildung gewinnt die direkte politische Kommunikation an Gewicht. Das Auswärtige Amt unterhält regionale Deutschlandzentren in Dakar, Pretoria und Kairo. Zwei weitere Zentren befinden sich in Mexiko und Singapur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einrichtungen produzieren Inhalte für deutsche Botschaften und Generalkonsulate, beraten diplomatische Vertretungen bei ihrer Social-Media-Arbeit und schulen Mitarbeiter in regionaler Kommunikation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünf Zentren veröffentlichten 2025 knapp 8.000 Beiträge, Videos und andere digitale Inhalte. Ihre eigenen Kanäle erreichten zusammen rund 4,2 Millionen Follower. Die Veröffentlichungen wurden mehr als 140 Millionen Mal angezeigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt nutzt diese Strukturen, um für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland zu werben und auf Desinformation zu reagieren. Zugleich sollen regionale Themen stärker in die Kommunikation deutscher Auslandsvertretungen einfließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung unterstützt außerdem kulturelle und zivilgesellschaftliche Initiativen für Medienfreiheit und Medienpluralismus in Afrika. In <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a> wurden Organisationen durch Fortbildungen und Vernetzungsangebote gefördert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weltweit erreichte die Hannah-Arendt-Initiative zur Unterstützung unabhängiger Medien im Jahr 2025 insgesamt 1.552 Menschen und 304 Medienorganisationen.</p>



<h2 id="h-kulturerhalt-in-namibia-und-mauretanien" class="wp-block-heading"><span id="kulturerhalt-in-namibia-und-mauretanien">Kulturerhalt in Namibia und Mauretanien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Schutz von Kulturerbe bleibt Bestandteil der deutschen Außenpolitik in Afrika. Aus dem Kulturerhaltprogramm des Auswärtigen Amts wurde 2025 unter anderem die Restaurierung der Alten Feste in Windhoek unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gebäude gehört zu den zentralen Bauwerken der deutschen Kolonialzeit in Namibia. Seine künftige Nutzung und historische Darstellung sind Teil der namibischen Debatte über den Umgang mit kolonialem Erbe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Mauretanien finanzierte Deutschland die Digitalisierung historischer Manuskripte. Damit sollen empfindliche Dokumente gesichert und wissenschaftlich zugänglich gemacht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung „Planet Africa – Eine archäologische Zeitreise“ präsentierte Forschungsergebnisse zur Geschichte des Kontinents an drei deutschen und fünf afrikanischen Standorten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Programm TheMuseumsLab bringt Deutschland zudem Nachwuchsführungskräfte aus afrikanischen und europäischen Museen zusammen. Die Teilnehmer arbeiten zu Provenienzforschung, Digitalisierung und dem Umgang mit Objekten aus kolonialen Kontexten.</p>



<h2 id="h-ruckgabe-menschlicher-uberreste-erhalt-vorrang" class="wp-block-heading"><span id="rueckgabe-menschlicher-ueberreste-erhaelt-vorrang">Rückgabe menschlicher Überreste erhält Vorrang</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/rueckgaben-von-kulturgueter-aus-dem-kolonialismus-sollen-schneller-zurueckgefuehrt-werden/" type="post" id="26136">Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände verabschiedeten im Oktober 2025 neue gemeinsame Leitlinien für Kulturgüter und menschliche Überreste aus kolonialen Zusammenhängen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Empfehlungen richten sich vor allem an öffentliche Museen, Sammlungen und ihre Träger. Sie sollen Abläufe bei Rückgabeforderungen klarer regeln, Informationen über Bestände transparenter machen und Herkunftsgesellschaften stärker einbeziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückführung menschlicher Überreste wird ausdrücklich priorisiert. Viele dieser Überreste gelangten während der Kolonialzeit aus afrikanischen Gebieten in deutsche wissenschaftliche und museale Sammlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leitlinien schreiben keine automatische Rückgabe sämtlicher Objekte vor. Sie betonen jedoch eine stärkere Bereitschaft zu Restitutionen und einen partnerschaftlichen Austausch mit Herkunftsstaaten und betroffenen Gemeinschaften.</p>



<h2 id="h-goethe-institut-verbindet-kultur-mit-fachkraftegewinnung" class="wp-block-heading"><span id="goethe-institut-verbindet-kultur-mit-fachkraeftegewinnung">Goethe-Institut verbindet Kultur mit Fachkräftegewinnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/goethe-institut-eroeffnet-in-dakar-neuen-standort-aus-lehm/" type="post" id="26748">Das Goethe-Institut bleibt die größte deutsche Kulturorganisation im Ausland.</a> Es unterhält 154 Institute in 100 Ländern und arbeitet zusätzlich mit zahlreichen lokalen Partnern zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2025 nahmen weltweit rund 256.000 Menschen an Sprachkursen teil. Bei Goethe-Instituten und ihren Partnern wurden 1,1 Millionen Deutschprüfungen abgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sprachförderung wird enger mit der Gewinnung internationaler Fachkräfte verbunden. Beratungs-, Informations- und Lernangebote erreichten jährlich mehr als 30.000 Menschen in Drittstaaten und in Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben organisierte das Goethe-Institut rund 22.500 Veranstaltungen in Kultur und Medien. Etwa 6,7 Millionen Menschen nahmen an diesen Angeboten teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will das internationale Netz künftig stärker auf Schlüsselregionen und zentrale Partnerstaaten ausrichten. Wissenschaftskooperationen, Sprachförderung, Kulturarbeit und politische Kommunikation werden dabei enger mit wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland mobilisiert 13 Millionen Euro gegen Ebola in Kongo und Uganda</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-mobilisiert-13-millionen-euro-gegen-ebola-in-kongo-und-uganda/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 16:44:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[EAC]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland mobilisiert 13 Millionen Euro gegen den Ebola-Ausbruch in Kongo und Uganda. Die Mittel stärken Notfallmaßnahmen, mobile Labore und grenzüberschreitende Gesundheitskontrollen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-mobilisiert-13-millionen-euro-gegen-ebola-in-kongo-und-uganda%2F&amp;action_name=Deutschland%20mobilisiert%2013%20Millionen%20Euro%20gegen%20Ebola%20in%20Kongo%20und%20Uganda&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland stellt zusätzlich 13 Millionen Euro bereit, um den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda einzudämmen und eine weitere Ausbreitung in der Region zu verhindern. Die Zusage erfolgte am 16. Juni bei einem hochrangigen virtuellen Treffen auf Einladung der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC und des burundischen Präsidenten Évariste Ndayishimiye als amtierendem Vorsitzenden der Afrikanischen Union. Neun Millionen Euro fließen in die betroffenen Länder, regionale Gesundheitsstrukturen und lokale Hilfsprogramme. Weitere vier Millionen Euro erhält die Weltgesundheitsorganisation für ihre Notfallmaßnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan erklärte, die Bundesregierung sei über die Lage „zutiefst besorgt“. Die zusätzlichen Mittel sollen die akute Reaktion unterstützen und zugleich bestehende Strukturen zur Überwachung, Diagnose und grenzüberschreitenden Bekämpfung von Infektionskrankheiten stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Deutschland steht in voller Solidarität an der Seite der betroffenen Menschen und Länder sowie der Afrikanischen Union“, sagte Alabali Radovan. Der Ausbruch zeige, wie dringend zusätzliche Maßnahmen seien, um die Ausbreitung zu stoppen.</p>



<h2 id="h-neun-millionen-euro-fur-betroffene-lander-und-regionale-partner" class="wp-block-heading"><span id="neun-millionen-euro-fuer-betroffene-laender-und-regionale-partner">Neun Millionen Euro für betroffene Länder und regionale Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von der neuen Zusage sind neun Millionen Euro für Maßnahmen in der Demokratischen Republik Kongo sowie für Africa CDC, die Ostafrikanische Gemeinschaft und lokale Programme der Vereinten Nationen und von Nichtregierungsorganisationen vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel sollen unter anderem die Überwachung neuer Infektionen, die schnelle Untersuchung von Verdachtsfällen und den Schutz des medizinischen Personals unterstützen. Hinzu kommen Maßnahmen zur Aufklärung der Bevölkerung und zur Koordinierung zwischen den betroffenen Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die übrigen vier Millionen Euro erhöhen den deutschen Beitrag zu den Notfallmaßnahmen der Weltgesundheitsorganisation. Die WHO koordiniert gemeinsam mit den nationalen Gesundheitsbehörden und Africa CDC Teile der epidemiologischen Überwachung, der technischen Unterstützung und der Versorgung betroffener Regionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan kündigte an, Deutschland werde auch seine Zusammenarbeit mit dem Pandemic Fund, der Impfallianz Gavi, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations und dem Zentralen Nothilfefonds der Vereinten Nationen fortsetzen.</p>



<h2 id="h-region-verstarkt-kontrollen-an-grenzen-und-flughafen" class="wp-block-heading"><span id="region-verstaerkt-kontrollen-an-grenzen-und-flughaefen">Region verstärkt Kontrollen an Grenzen und Flughäfen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Africa CDC hat die Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union aufgefordert, die Gesundheitskontrollen an internationalen Flughäfen, Seehäfen und wichtigen Landgrenzen umgehend zu verstärken. Ziel ist es, erkrankte Reisende früher zu erkennen und grenzüberschreitende Übertragungen des Bundibugyo-Ebolavirus zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanische Gesundheitsbehörde empfiehlt nichtinvasive Untersuchungen von Reisenden, ausreichend geschultes Personal und klar geregelte Verfahren für den Umgang mit Verdachtsfällen. Auch Gesundheitsmeldungen, Temperaturkontrollen und vorbereitete Isolierungs- und Überweisungswege sollen ausgebaut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen richten sich ausdrücklich nicht auf eine allgemeine Einschränkung von Reisen und Handel. Africa CDC will den Ausbruch an seinem Ursprung eindämmen und zugleich vermeiden, dass pauschale Grenzschließungen humanitäre Einsätze und die regionale Wirtschaft beeinträchtigen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="775" height="364" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms.jpg" alt="" class="wp-image-27441 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms.jpg 775w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-300x141.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-768x361.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-380x178.jpg 380w" sizes="(max-width: 775px) 100vw, 775px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Der Schutz der öffentlichen Gesundheit und die Sicherung des Reiseverkehrs müssen Hand in Hand gehen“, erklärte Africa-CDC-Generaldirektor Jean Kaseya. Wissenschaftlich begründete Kontrollen könnten Risiken verringern und unnötige Störungen von Reisen, Handel und Hilfseinsätzen verhindern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gesundheitsministerien, Einwanderungsbehörden, Grenzschutz, Luftfahrtbehörden und Hafenverwaltungen sollen ihre Zusammenarbeit dafür enger abstimmen. Africa CDC und die WHO haben technische Unterstützung, Schulungen und operative Hilfe angeboten.</p>



<h2 id="h-deutschland-baut-regionale-ebola-abwehr-aus" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-baut-regionale-ebola-abwehr-aus">Deutschland baut regionale Ebola-Abwehr aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Finanzzusage knüpft an eine längerfristige deutsche Zusammenarbeit mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft an. Deutschland unterstützt seit 2016 regionale Frühwarnsysteme, Labornetzwerke, die Ausbildung von Fachpersonal und Mechanismen zur schnellen Reaktion auf Krankheitsausbrüche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Juni unterzeichneten die Ostafrikanische Gemeinschaft und die KfW Entwicklungsbank in Arusha eine Partnerschaft über fünf Millionen Euro. Das Vorhaben soll die Vorbereitung auf Mpox und andere hochansteckende Krankheiten verbessern und die Laborkapazitäten in der Region erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich wurden drei Millionen Euro für die regionale Reaktion auf den aktuellen Ebola-Ausbruch zugesagt. Die Ostafrikanische Gemeinschaft will damit Überwachungssysteme ausbauen, technische Fachkräfte mobilisieren und die Zusammenarbeit ihrer Mitgliedstaaten stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EAC-Generalsekretär Stephen P. Mbundi erklärte, die Unterstützung ermögliche eine bessere regionale Koordination. Dazu gehörten leistungsfähigere Labore, eine schnellere Erfassung von Infektionen und die Entsendung von Experten in betroffene Gebiete.</p>



<h2 id="h-mobile-labore-sollen-verdachtsfalle-schneller-bestatigen" class="wp-block-heading"><span id="mobile-labore-sollen-verdachtsfaelle-schneller-bestaetigen">Mobile Labore sollen Verdachtsfälle schneller bestätigen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/" type="post" id="26877">Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf mobilen Laboren.</a> Mit deutscher Finanzierung wurden zehn solcher Einrichtungen in Burundi, der Demokratischen Republik Kongo, Kenia, Ruanda, Südsudan, Tansania und Uganda stationiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Labore ermöglichen Untersuchungen in der Nähe betroffener Gebiete und verkürzen die Zeit zwischen dem Auftreten eines Verdachtsfalls und einer bestätigten Diagnose. Dadurch können Kontaktpersonen früher ermittelt, Behandlungen schneller eingeleitet und lokale Infektionsketten gezielter unterbrochen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Netzwerk entstand im Rahmen eines regionalen Projekts zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten. Die technische Begleitung übernimmt das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, während die KfW Entwicklungsbank die deutsche Finanzierung abwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die mobilen Labore kamen bereits während der Corona-Pandemie, beim Ebola-Ausbruch in Uganda 2022, beim <a href="https://fokus-afrika.de/tansania-bestaetigt-neuen-fall-von-marburg-virus-erkrankung/" type="post" id="13580">Marburg-Ausbruch in Tansania 2023 </a>und bei der <a href="https://fokus-afrika.de/mpox-ausbruch-schulen-und-unicef-verstarken-masnahmen/" type="post" id="11419">regionalen Mpox-Welle 2024</a> zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge der aktuellen Maßnahmen stellte Deutschland der Ostafrikanischen Gemeinschaft zudem 500 Sätze persönlicher Schutzausrüstung zur Verfügung. Sie sind für Gesundheitskräfte bestimmt, die Infizierte behandeln, Proben entnehmen oder an Grenzübergängen und in Risikogebieten arbeiten.</p>



<h2 id="h-mehr-als-180-experten-fur-schnelle-einsatze" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-180-experten-fuer-schnelle-einsaetze">Mehr als 180 Experten für schnelle Einsätze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ostafrikanische Gemeinschaft verfügt außerdem über einen Pool von mehr als 180 Fachleuten, die bei Gesundheitskrisen kurzfristig entsandt werden können. Dazu gehören Spezialisten aus Humanmedizin, Veterinärmedizin, Labordiagnostik, Epidemiologie und Risikokommunikation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Experten arbeiten nach dem sogenannten One-Health-Ansatz. Dabei werden die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt gemeinsam betrachtet, weil zahlreiche Infektionskrankheiten von Tieren auf Menschen übergehen oder sich durch Umweltveränderungen ausbreiten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Schulungen sollen medizinisches Personal auf Infektionsschutz, Ausbruchsmanagement und die Kommunikation mit betroffenen Gemeinden vorbereiten. Daran wirken unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die Berliner Charité, das deutsche Schnell einsetzbare Expertenteam Gesundheit und das Freiwilligenkorps von Africa CDC mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EAC-Mitgliedstaaten entsenden Fachkräfte unter anderem an Grenzübergänge und bekannte Infektionsschwerpunkte. Der grenzüberschreitende Austausch von Gesundheitsdaten soll verhindern, dass Verdachtsfälle nach der Weiterreise in ein Nachbarland unentdeckt bleiben.</p>



<h2 id="h-afrikanische-union-koordiniert-politische-reaktion" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-union-koordiniert-politische-reaktion">Afrikanische Union koordiniert politische Reaktion</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das virtuelle Treffen brachte afrikanische und internationale Staats- und Regierungschefs, Minister, multilaterale Organisationen und Vertreter der Zivilgesellschaft zusammen. Neben Africa CDC nahmen unter anderem die Weltgesundheitsorganisation und die Weltbank teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burundis Präsident Ndayishimiye hatte das Treffen nach <a href="https://abpinfo.bi/2026/06/03/le-president-de-la-republique-du-burundi-recoit-en-audience-le-directeur-general-dafrica-cdc/">Gesprächen</a> mit Africa-CDC-Generaldirektor Kaseya angestoßen. <a href="https://fokus-afrika.de/au-gipfel-burundis-praesident-ndayishimiye-uebernimmt-au-vorsitz-2026/" type="post" id="24629">Als amtierender Vorsitzender der Afrikanischen Union will er die politische Koordination zwischen den Mitgliedstaaten und die Mobilisierung zusätzlicher Mittel vorantreiben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Africa CDC bezifferte den Finanzbedarf allein für die Ebola-Vorsorge in Burundi auf zehn bis 15 Millionen US-Dollar. Rund elf Millionen US-Dollar seien bereits gemeinsam mit Partnern mobilisiert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burundi grenzt an die Demokratische Republik Kongo und liegt damit in unmittelbarer Nähe zu betroffenen Regionen. Die Regierung hat Präventionsmaßnahmen verstärkt und die Bevölkerung aufgefordert, Hygiene- und Gesundheitsregeln konsequent einzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda werden weiterhin Ebola-Fälle registriert. Wiederkehrende Ausbrüche von Ebola, Marburg, Mpox und anderen Infektionskrankheiten belasten die Gesundheitssysteme der Region und erfordern eine enge Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-mobilisiert-13-millionen-euro-gegen-ebola-in-kongo-und-uganda%2F&action_name=Deutschland%20mobilisiert%2013%20Millionen%20Euro%20gegen%20Ebola%20in%20Kongo%20und%20Uganda&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-mobilisiert-13-millionen-euro-gegen-ebola-in-kongo-und-uganda/">Deutschland mobilisiert 13 Millionen Euro gegen Ebola in Kongo und Uganda</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Bund korrigiert falsche Zuordnung bei LGBTI-Projekt im südlichen Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bund-korrigiert-falsche-zuordnung-bei-lgbti-projekt-im-suedlichen-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 16:23:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Botsuana]]></category>
		<category><![CDATA[Südliches Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Knapp 250.000 Euro Bundesförderung, 150 erreichte Menschenrechtsaktivisten und ein Fehler im Transparenzportal: Die Bundesregierung korrigiert die Zuordnung eines LGBTI-Projekts im südlichen Afrika.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbund-korrigiert-falsche-zuordnung-bei-lgbti-projekt-im-suedlichen-afrika%2F&amp;action_name=Bund%20korrigiert%20falsche%20Zuordnung%20bei%20LGBTI-Projekt%20im%20s%C3%BCdlichen%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bund-korrigiert-falsche-zuordnung-bei-lgbti-projekt-im-suedlichen-afrika/">Bund korrigiert falsche Zuordnung bei LGBTI-Projekt im südlichen Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat eine falsche Zuordnung eines mit knapp 250.000 Euro geförderten Menschenrechtsprojekts im südlichen Afrika eingeräumt. Die Antwort wurde am 8. Juni im Bundestag veröffentlicht. Nicht Medica Mondiale, sondern der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland war Träger des Vorhabens, das 150 Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten in sechs Ländern erreichte. Eine unabhängige externe Evaluation ließ das Bundesentwicklungsministerium nach Projektende nicht durchführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Transparenzportal des Bundes war Medica Mondiale zunächst als Umsetzungspartner des Projekts aufgeführt. Die Bundesregierung erklärte, die fehlerhafte Darstellung sei durch eine verzögerte Aktualisierung des Datenbestands entstanden und inzwischen korrigiert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt mit dem Titel „Menschenrechte im südlichen Afrika durch Stärkung von NGO-Aktivistinnen voranbringen – mit dem Fokus Frauenrechte und LGBTI-Rechte“ lief vom 15. September 2018 bis zum 30. April 2022. Die Angaben veröffentlichte die Bundesregierung als Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion.</p>



<h2 id="h-lsvd-verantwortete-das-projekt" class="wp-block-heading"><span id="lsvd-verantwortete-das-projekt">LSVD verantwortete das Projekt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, kurz LSVD, hatte den Projektvorschlag beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eingereicht. Die operative Umsetzung in der Region übernahm die Coalition of African Lesbians.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ministerium förderte das Vorhaben, weil es nach seiner Bewertung den entwicklungspolitischen Zielen der Bundesregierung und internationalen Menschenrechtskonventionen entsprach. Förderfähig sind demnach Projekte, die zur Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen oder ökologischen Lage benachteiligter Bevölkerungsgruppen beitragen oder Menschenrechte im Globalen Süden stärken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26079 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt sollte Gruppen und Einzelpersonen in der Menschenrechtsarbeit ausbilden, miteinander vernetzen und ihre Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg verbessern. <a href="https://fokus-afrika.de/niger-stellt-homosexualitaet-unter-schwerer-strafe/" type="post" id="28087">Im Mittelpunkt standen Frauenrechte, sexuelle Selbstbestimmung und die Rechte lesbischer, schwuler, bisexueller, trans- und intergeschlechtlicher Menschen.</a></p>
</div></div>



<h2 id="h-150-aktivisten-in-sechs-landern-erreicht" class="wp-block-heading"><span id="150-aktivisten-in-sechs-laendern-erreicht">150 Aktivisten in sechs Ländern erreicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt nahmen 150 Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten aus Sambia, Botswana, Simbabwe, Lesotho, Mosambik und dem damaligen Swasiland, heute Eswatini, an den Maßnahmen teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnehmer arbeiteten in zivilgesellschaftlichen Organisationen zu Frauenrechten und sexueller Selbstbestimmung. Der lokale Projektpartner organisierte Fortbildungen, Beratungen und Erfahrungsaustausch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den behandelten Themen gehörten Menschenrechtsarbeit, Konfliktlösungsstrategien und Sicherheitsmaßnahmen für Menschen, die wegen ihres Engagements verfolgt oder bedroht wurden. Sämtliche Aktivitäten richteten sich an Selbstvertretungsorganisationen der jeweiligen Zielgruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung erklärte, das Projekt habe die Vernetzung lokaler Gruppen in den sechs Ländern gestärkt. Menschenrechtsverteidiger hätten ihre Arbeit ausbauen und sich stärker an öffentlichen Debatten in ihren Heimatländern beteiligen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nannte das Bundesentwicklungsministerium Botswana. Dort hätten Interventionen des Projekts die öffentliche Diskussion über die verfassungsmäßigen Rechte lesbischer, schwuler, bisexueller und transgeschlechtlicher Menschen gefördert.</p>



<h2 id="h-gesamtkosten-lagen-bei-mehr-als-327-000-euro" class="wp-block-heading"><span id="gesamtkosten-lagen-bei-mehr-als-327-000-euro">Gesamtkosten lagen bei mehr als 327.000 Euro</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bund stellte 249.758 Euro bereit. Die Förderung deckte 75 Prozent der als zuwendungsfähig anerkannten Ausgaben. Einschließlich des Eigenanteils des Projektträgers beliefen sich die tatsächlichen Gesamtkosten auf 327.317,42 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als die Hälfte der Ausgaben entfiel mit 56,52 Prozent auf den laufenden Projektbetrieb. Weitere 32,52 Prozent wurden für das Personal zur Durchführung der Maßnahmen vor Ort verwendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verwaltungskosten machten 9,09 Prozent aus. Auf eine Reise zur Projektbetreuung entfielen 1,87 Prozent der Ausgaben. Zusätzliche Managementgebühren wurden nach Darstellung der Bundesregierung weder an den deutschen Projektträger noch an die staatliche Durchführungsorganisation Engagement Global gezahlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-suedafrika-wollen-enger-zusammenarbeiten/" type="post" id="26475">Das Vorhaben war nicht ausdrücklich Teil der bilateralen Länderstrategie Deutschlands für das südliche Afrika.</a> Es wurde als Projekt eines privaten deutschen Trägers mit einem regionalen Partner gefördert und sollte die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im südlichen Afrika ergänzen.</p>



<h2 id="h-keine-wesentlichen-beanstandungen-bei-mittelverwendung" class="wp-block-heading"><span id="keine-wesentlichen-beanstandungen-bei-mittelverwendung">Keine wesentlichen Beanstandungen bei Mittelverwendung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verwendungsnachweis wurde nach Abschluss des Projekts geprüft. Wesentliche Beanstandungen bei der Verwendung der Fördermittel stellte die Bundesregierung nicht fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirkung des Vorhabens wurde während der Laufzeit hauptsächlich durch Befragungen der Teilnehmer und Erhebungen des Projektpartners vor Ort überprüft. Hinzu kamen Projektbetreuungsreisen des deutschen Trägers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine unabhängige externe Evaluation wurde nach dem Ende der Förderung im April 2022 nicht in Auftrag gegeben. Das Bundesentwicklungsministerium begründete dies damit, dass die Bundeshaushaltsordnung abgestufte Erfolgskontrollen vorsehe und nicht jedes geförderte Projekt extern bewertet werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Darstellung von Wirkung und Nachhaltigkeit sei Bestandteil der regulären Nachweisprüfung gewesen. Der Projektantrag enthielt eine Wirkungsmatrix mit Oberziel, Projektziel, Unterzielen sowie Ausgangs- und Zielwerten.</p>



<h2 id="h-erkenntnisse-sollen-in-neue-projekte-einfliessen" class="wp-block-heading"><span id="erkenntnisse-sollen-in-neue-projekte-einfliessen">Erkenntnisse sollen in neue Projekte einfließen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung machte keine konkreten Angaben dazu, wie die finanzielle Unabhängigkeit der beteiligten Organisationen nach dem Ende der Förderung gesichert wurde. Sie verwies stattdessen auf die gestärkte Vernetzung und die größere Beteiligung der Gruppen an öffentlichen Debatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschlussberichte und Verwendungsnachweise werden den für neue Förderanträge zuständigen Mitarbeitern des Bundesentwicklungsministeriums zur Verfügung gestellt. Erkenntnisse aus abgeschlossenen Vorhaben sollen dadurch in die Prüfung und Auswahl späterer Projekte einfließen.</p>
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		<title>EU kehrt nach Khartum zurück – Abdel Fattah al-Burhan warnt vor Einmischung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-kehrt-nach-khartum-zurueck-abdel-fattah-al-burhan-warnt-vor-einmischung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 10:29:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[IGAD]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Erstmals seit Beginn des Sudan-Krieges sind EU-Botschafter nach Khartum zurückgekehrt. Bei Gesprächen mit Abdel Fattah al-Burhan forderten sie eine Waffenruhe und ein Ende ausländischer Waffenlieferungen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-kehrt-nach-khartum-zurueck-abdel-fattah-al-burhan-warnt-vor-einmischung%2F&amp;action_name=EU%20kehrt%20nach%20Khartum%20zur%C3%BCck%20%E2%80%93%20Abdel%20Fattah%20al-Burhan%20warnt%20vor%20Einmischung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-kehrt-nach-khartum-zurueck-abdel-fattah-al-burhan-warnt-vor-einmischung/">EU kehrt nach Khartum zurück – Abdel Fattah al-Burhan warnt vor Einmischung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Botschafter der Europäischen Union haben erstmals seit Beginn des Sudan-Krieges politische Gespräche in Khartum geführt. Am 15. Juni traf die Delegation den Vorsitzenden des Souveränen Rates, Abdel Fattah al-Burhan, dessen Stellvertreter, den Premierminister und weitere Regierungsvertreter. Die EU forderte eine dauerhafte Waffenruhe, offene Korridore für humanitäre Hilfe und ein Ende der Angriffe auf Zivilisten und Infrastruktur. Al-Burhan wies zugleich ausländische Einflussnahme auf den politischen Prozess zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch markiert einen weiteren Schritt bei der Rückkehr diplomatischer und staatlicher Strukturen in die sudanesische Hauptstadt. Nach der militärischen Rückeroberung Khartums durch die Armee im Mai 2025 verlegten Regierungsstellen, einzelne Botschaften und Organisationen der Vereinten Nationen ihre Arbeit schrittweise aus Port Sudan zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EU-Botschafter Wolfram Vetter erklärte, die Delegation habe sich ein Bild von der Sicherheitslage, der humanitären Krise und den politischen Bedingungen im Land machen wollen. Die Europäische Union sei bereit, mit allen sudanesischen Seiten über einen Ausweg aus dem Krieg und einen Übergang zu einer unabhängigen, zivilen und demokratischen Ordnung zu sprechen.</p>



<h2 id="h-al-burhan-fordert-ende-auslandischer-unterstutzung-fur-rsf" class="wp-block-heading"><span id="al-burhan-fordert-ende-auslaendischer-unterstuetzung-fuer-rsf">Al-Burhan fordert Ende ausländischer Unterstützung für RSF</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Al-Burhan stellte den europäischen Diplomaten die Sicht der sudanesischen Armeeführung auf den Krieg dar. <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Er beschuldigte die paramilitärischen Rapid Support Forces, den Staat, seine Institutionen und die Zivilbevölkerung anzugreifen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Der Vorsitzende des Souveränen Rates forderte ein Ende der Unterstützung, die ausländische Staaten nach Darstellung Khartums an die RSF leisten. </a>Zugleich erklärte er, dass Gespräche über die politische Zukunft des Landes innerhalb Sudans stattfinden müssten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der politische Prozess ist eine rein sudanesische Angelegenheit, die im Sudan und nach dem Willen des sudanesischen Volkes stattfinden muss“, sagte al-Burhan. Internationale Unterstützung sei willkommen, wenn sie die staatliche Souveränität respektiere und zur Stabilisierung des Landes beitrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit zieht die Armeeführung eine Grenze zwischen ausländischer Vermittlung und direkter Einflussnahme auf die politische Neuordnung. Die EU unterstützt dagegen einen international begleiteten Prozess, an dem politische Bündnisse, zivile Gruppen und bewaffnete Akteure beteiligt werden sollen.</p>



<h2 id="h-eu-warnt-vor-waffen-und-auslandischen-kampfern" class="wp-block-heading"><span id="eu-warnt-vor-waffen-und-auslaendischen-kaempfern">EU warnt vor Waffen und ausländischen Kämpfern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vetter kritisierte den illegalen Zustrom von Waffen und ausländischen Kämpfern in den Sudan. Externe Unterstützung verlängere den Krieg und verschärfe das Leid der Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Konflikt im Sudan untergräbt unmittelbar die Stabilität und Sicherheit der Region und darüber hinaus“, erklärte der EU-Botschafter. Die Europäische Union fordere neue lokale, regionale und internationale Anstrengungen zur Deeskalation und zur Wiederaufnahme eines politischen Übergangs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU lehnt zudem die Bildung paralleler Regierungsstrukturen ab. Diese Position richtet sich gegen Versuche, in von unterschiedlichen Konfliktparteien kontrollierten Gebieten konkurrierende staatliche Institutionen aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg hat den Sudan faktisch in verschiedene militärische Einflusszonen geteilt. Während die Armee Khartum und weite Teile des Nordens und Ostens kontrolliert, verfügen die RSF weiterhin über starke Positionen in <a href="https://fokus-afrika.de/icc-fordert-gerechtigkeit-fuer-graeueltaten-in-darfur/" type="post" id="13682">Darfur</a> und anderen Landesteilen.</p>



<h2 id="h-vorwurfe-gegen-die-vereinigten-arabischen-emirate" class="wp-block-heading"><span id="vorwuerfe-gegen-die-vereinigten-arabischen-emirate">Vorwürfe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesische Regierung wirft den Vereinigten Arabischen Emiraten seit Langem vor, die RSF mit moderner Militärausrüstung und Drohnen zu versorgen. Die Lieferungen sollen nach Darstellung Khartums über den Flughafen Nyala sowie über <a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">Landrouten durch Äthiopien</a>, Libyen und den Tschad erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abu Dhabi weist die Anschuldigungen zurück. <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/" type="post" id="27692">Die Vorwürfe werden zugleich durch Berichte internationaler Ermittler und Beobachter gestützt, ohne dass die Emirate eine Beteiligung einräumen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ausländischer Unterstützung gehört zu den zentralen Streitpunkten internationaler Friedensbemühungen. Beide Konfliktparteien verfügen über regionale Verbindungen, die ihre militärischen Möglichkeiten und ihre politische Verhandlungsposition beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU fordert deshalb nicht nur eine Waffenruhe zwischen Armee und RSF, sondern auch eine Begrenzung externer Militärhilfe. Nach Vetters Darstellung kann ein politischer Prozess kaum vorankommen, solange Waffen, Geld und Kämpfer weiterhin von außen in das Land gelangen.</p>



<h2 id="h-funfermechanismus-bereitet-politischen-dialog-vor" class="wp-block-heading"><span id="fuenfermechanismus-bereitet-politischen-dialog-vor">Fünfermechanismus bereitet politischen Dialog vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union arbeitet gemeinsam mit der Afrikanischen Union, den Vereinten Nationen, der ostafrikanischen Regionalorganisation IGAD und der Arabischen Liga in einem Fünfermechanismus. Das Format soll die Spaltung zwischen politischen Kräften und bewaffneten Gruppen überwinden und einen umfassenden nationalen Dialog vorbereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang Juni führte der Mechanismus Gespräche mit politischen Bündnissen und bewaffneten Gruppen. Dabei verständigten sich Teilnehmer nach Angaben aus dem Vermittlungsprozess grundsätzlich auf die Einrichtung eines Vorbereitungskomitees.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Gremium soll die Voraussetzungen, die Zusammensetzung und die Arbeitsweise eines politischen Prozesses festlegen. Offen bleibt, welche Kräfte daran teilnehmen und wie zivile Akteure gegenüber den bewaffneten Konfliktparteien eingebunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU verbindet ihre Unterstützung mit der Forderung nach einer repräsentativen und unabhängigen zivilen Regierung. Al-Burhan betont dagegen, dass Entscheidungen über den Prozess allein bei sudanesischen Akteuren liegen müssten.</p>



<h2 id="h-khartum-wird-wieder-politisches-zentrum" class="wp-block-heading"><span id="khartum-wird-wieder-politisches-zentrum">Khartum wird wieder politisches Zentrum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückkehr der europäischen Diplomaten zeigt, dass Khartum nach Monaten der militärischen Kontrolle und Zerstörung wieder stärker zum politischen Zentrum des Landes wird. Die Behörden arbeiten seit der Rückeroberung daran, Verwaltungsgebäude, Verkehrswege und grundlegende Dienstleistungen wiederherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Stadtteile sind weiterhin schwer beschädigt. Die Rückkehr staatlicher Einrichtungen und diplomatischer Vertretungen erfolgt deshalb schrittweise und unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Gespräche informierte al-Burhan die Delegation über die Sicherheits- und Versorgungslage. Die europäischen Vertreter konzentrierten sich auf den Schutz von Zivilisten, den Zugang zu Hilfsbedürftigen und die Wiederaufnahme politischer Verhandlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU machte ihre weitere Zusammenarbeit von sichtbaren Schritten zur Deeskalation abhängig. Dazu zählen ein belastbarer Waffenstillstand, sichere humanitäre Zugänge und der sofortige Stopp von Angriffen auf die Bevölkerung und zivile Einrichtungen.</p>
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		<item>
		<title>Ruto bringt Afrikas Finanzagenda zum G7 – Kenias Schuldenlast erhöht den Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ruto-bringt-afrikas-finanzagenda-zum-g7-kenias-schuldenlast-erhoeht-den-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 09:57:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>William Ruto reist mit Forderungen nach günstigeren Krediten, Finanzreformen und neuen Investitionen zum G7-Gipfel. Doch Kenias hohe Schulden, das Handelsdefizit mit China und anhaltende Proteste setzen seiner internationalen Agenda enge Grenzen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fruto-bringt-afrikas-finanzagenda-zum-g7-kenias-schuldenlast-erhoeht-den-druck%2F&amp;action_name=Ruto%20bringt%20Afrikas%20Finanzagenda%20zum%20G7%20%E2%80%93%20Kenias%20Schuldenlast%20erh%C3%B6ht%20den%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ruto-bringt-afrikas-finanzagenda-zum-g7-kenias-schuldenlast-erhoeht-den-druck/">Ruto bringt Afrikas Finanzagenda zum G7 – Kenias Schuldenlast erhöht den Druck</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto will beim G7-Gipfel in Frankreich für eine Reform der internationalen Finanzordnung, günstigere Kredite und mehr Investitionen in Afrika werben. Am 15. Juni reist er nach Évian, wo die Staats- und Regierungschefs bis zum 17. Juni über globale wirtschaftliche Ungleichgewichte beraten. Das kenianische Präsidialamt kündigte an, Ruto werde die beim Africa Forward Summit in Nairobi formulierten afrikanischen Positionen vortragen. Seine Reise fällt in eine Phase, in der hohe Schuldendienstkosten, steigende Lebenshaltungskosten und Proteste gegen die Regierung den innenpolitischen Druck in Kenia erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum von Rutos Auftritt sollen die hohen Finanzierungskosten afrikanischer Staaten, die Reform internationaler Kreditregeln und der Zugang zu privaten Investitionen stehen. Nairobi will zudem engere Partnerschaften in den Bereichen Handel, Infrastruktur, Energie, Klimaschutz und Digitalisierung anstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto stellte sich in der Erklärung als Vertreter afrikanischer Interessen beim Gipfel dar. Ein formales Mandat der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanischen Union</a> erwähnte er jedoch nicht. Dies ist insofern bemerkenswert, als der Vorsitz der Afrikanischen Union derzeit bei <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/burundi/" type="category" id="31">Burundi</a> liegt und sich daraus kein automatisches Vertretungsmandat für Kenia ableiten lässt. Als politische Grundlage verweist die Regierung auf den Africa Forward Summit, den Kenia und Frankreich am 11. und 12. Mai in Nairobi ausrichteten.</p>



<h2 id="h-g7-berat-uber-schulden-und-globale-ungleichgewichte" class="wp-block-heading"><span id="g7-beraet-ueber-schulden-und-globale-ungleichgewichte">G7 berät über Schulden und globale Ungleichgewichte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hat den Abbau wirtschaftlicher Ungleichgewichte zum Schwerpunkt seiner G7-Präsidentschaft gemacht. Präsident Emmanuel Macron nennt hohe Schulden, industrielle Überkapazitäten, geringe private Investitionen in Entwicklungsländern und ungleichen Wettbewerb als zentrale Risiken für die Weltwirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel soll sich mit den anhaltenden Unterschieden zwischen Ländern mit hohen Handelsüberschüssen und Staaten mit großen Defiziten befassen. Die beiden größten Volkswirtschaften stehen dabei auf unterschiedlichen Seiten. Während die USA ein erhebliches Leistungsbilanzdefizit aufweisen, erzielt China einen großen Überschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias wirtschaftliche Lage zeigt, wie solche globalen Verschiebungen auf Staaten mit hohen Importen und begrenztem finanziellen Spielraum wirken. Das ostafrikanische Land verzeichnet seit Jahren Handelsdefizite und muss zugleich einen wachsenden Anteil seiner Staatseinnahmen zur Bedienung von Schulden verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als ein Drittel der kenianischen Einnahmen fließt inzwischen in Zins- und Tilgungszahlungen. Dadurch sinkt der Spielraum für öffentliche Investitionen, soziale Programme und Entlastungen bei steigenden Preisen.</p>



<h2 id="h-hohe-kreditkosten-belasten-rutos-regierung" class="wp-block-heading"><span id="hohe-kreditkosten-belasten-rutos-regierung">Hohe Kreditkosten belasten Rutos Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kenia-wandelt-chinesische-kredite-in-renminbi-um/" type="post" id="21651">Kenias Schuldenprobleme entstanden sowohl durch chinesische Infrastrukturkredite als auch durch die Aufnahme von Kapital an internationalen Finanzmärkten.</a> Nach der weltweiten Finanzkrise von 2008 konnte Nairobi zu vergleichsweise niedrigen Zinsen Kredite aufnehmen und erstmals Eurobonds ausgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/" type="post" id="26919">Gleichzeitig stieg die Kreditvergabe Chinas an afrikanische Staaten deutlich.</a> Kenia finanzierte damit unter anderem die Eisenbahnverbindung zwischen Mombasa und Nairobi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Corona-Pandemie änderten sich die Bedingungen. Höhere internationale Zinsen verteuerten neue Kredite und erschwerten die Refinanzierung bestehender Schulden. Auch chinesische Darlehen mit variablen kommerziellen Zinssätzen wurden dadurch teurer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders angespannt war die Lage vor der Rückzahlung eines Eurobonds über zwei Milliarden US-Dollar im Juni 2024. Zweifel an Kenias Fähigkeit, genügend Liquidität zu beschaffen, setzten den Schilling unter Druck und verschärften die fiskalische Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im selben Monat lösten geplante Steuererhöhungen landesweite Proteste aus. Bei den überwiegend von jungen Menschen getragenen Demonstrationen kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Ruto zog das umstrittene Finanzgesetz zurück und löste später sein Kabinett auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste folgten wenige Wochen nach einem Staatsbesuch des Präsidenten in den USA. Kritiker stellten die Kosten der Reise den wirtschaftlichen Belastungen der Bevölkerung gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch 2026 bleiben außenwirtschaftliche Entscheidungen ein innenpolitisches Konfliktthema. Proteste gegen eine von den USA unterstützte Ebola-Quarantäneeinrichtung sowie ein Stillstand im Transportsektor wegen steigender Treibstoffpreise zeigen, wie internationale Kooperationen und globale Preisentwicklungen die innenpolitische Debatte prägen.</p>



<h2 id="h-enormes-handelsdefizit-mit-china" class="wp-block-heading"><span id="enormes-handelsdefizit-mit-china">Enormes Handelsdefizit mit China</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">China ist Kenias größter Handelspartner, doch die Warenströme sind stark unausgeglichen. Im Jahr 2024 exportierte China Waren im Wert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar nach Kenia. Die kenianischen Ausfuhren nach China erreichten lediglich etwa 196 Millionen US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias Agrarsektor könnte von einem chinesischen Angebot profitieren, Importzölle auf Waren aus 53 afrikanischen Staaten abzuschaffen. Für Kenia ist der Zugang jedoch komplizierter, weil das Land als Volkswirtschaft mit mittlerem Einkommen zuvor über ein gegenseitiges Handelsabkommen verhandelte, das auch chinesischen Produkten einen erleichterten Zugang zum kenianischen Markt gewähren würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konkurrenz chinesischer Industrieprodukte setzt kenianische Hersteller zusätzlich unter Druck. Chinesische Unternehmen können häufig auf staatliche Finanzierung, subventionierte Lieferketten und große Produktionskapazitäten zurückgreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA bleiben dagegen ein bedeutender Absatzmarkt für kenianische Produkte. Kenias Exporte dorthin beliefen sich 2024 auf rund 662 Millionen US-Dollar. Neue US-Zölle und Unsicherheiten über künftige Handelsregeln erschweren jedoch die Planung für kenianische Unternehmen.</p>



<h2 id="h-strassenprojekt-zeigt-kenias-investitionsdilemma" class="wp-block-heading"><span id="strassenprojekt-zeigt-kenias-investitionsdilemma">Straßenprojekt zeigt Kenias Investitionsdilemma</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle westlicher und chinesischer Partner zeigen sich an einem geplanten Straßenprojekt zwischen Zentralkenia und Nairobi. Kenia hatte 2019 mit einem französischen Konsortium einen Vertrag über rund 1,5 Milliarden US-Dollar zum Ausbau einer mautpflichtigen Fernstraße geschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung beendete das Vorhaben 2024 angesichts steigender Kosten. Französische Partner waren Berichten zufolge nicht bereit, das Risiko zu übernehmen, falls die Mauteinnahmen hinter den Erwartungen zurückblieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend erhielten chinesische Unternehmen den Auftrag. Sie boten niedrigere Kosten an und erklärten sich bereit, das Einnahmerisiko zu tragen. Ein erheblicher Teil der benötigten Arbeitskräfte und Baumaterialien soll jedoch aus China kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch sinkt zwar das unmittelbare finanzielle Risiko des kenianischen Staates. Gleichzeitig erhöhen die Importe den bereits großen Handelsüberschuss Chinas gegenüber Kenia und begrenzen die Wirkung des Projekts auf heimische Zulieferer und Beschäftigte.</p>



<h2 id="h-nairobi-fordert-garantien-fur-private-investitionen" class="wp-block-heading"><span id="nairobi-fordert-garantien-fuer-private-investitionen">Nairobi fordert Garantien für private Investitionen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="731" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-731x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-28187 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-731x1024.jpeg 731w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-214x300.jpeg 214w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-768x1075.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1097x1536.jpeg 1097w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1463x2048.jpeg 1463w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-380x532.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-800x1120.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1160x1624.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-scaled.jpeg 1828w" sizes="(max-width: 731px) 100vw, 731px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ruto will in Évian für Garantiesysteme werben, die private Investitionen in afrikanischen Staaten absichern. Solche Modelle sehen vor, dass öffentliche oder internationale Institutionen einen Teil möglicher Anfangsverluste übernehmen. Dadurch sollen private Unternehmen bereit sein, auch in wirtschaftlich oder politisch als riskant eingestuften Märkten zu investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kenianische Präsidialamt erwartet zudem Gespräche über erschwingliche Kredite und eine Reform internationaler Bonitäts- und Finanzierungsregeln. Viele afrikanische Regierungen kritisieren, dass sie trotz vergleichbarer wirtschaftlicher Bedingungen deutlich höhere Zinsen zahlen müssen als Staaten in anderen Weltregionen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto plant am Rande des Gipfels bilaterale Treffen mit mehreren Staats- und Regierungschefs. Die Gespräche sollen Investitionen in Produktion, erneuerbare Energien, Infrastruktur, Landwirtschaft, Wohnungsbau, Gesundheitsversorgung und digitale Dienstleistungen mobilisieren.</p>



<h2 id="h-ruto-wirbt-um-investitionen-in-kunstliche-intelligenz" class="wp-block-heading"><span id="ruto-wirbt-um-investitionen-in-kuenstliche-intelligenz">Ruto wirbt um Investitionen in künstliche Intelligenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der kenianischen Delegation ist die digitale Wirtschaft. Ruto will einen gleichberechtigten Zugang afrikanischer Staaten zu künstlicher Intelligenz, Rechenzentren und digitaler Infrastruktur fordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Präsidialamts sind Gespräche mit Vertretern führender Technologieunternehmen vorgesehen. Genannt wurden unter anderem OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft, Meta und Nvidia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung will Kenia als afrikanischen Standort für digitale Dienstleistungen, Datenverarbeitung und technologische Innovation positionieren. Dabei sollen Partnerschaften zur Ausbildung junger Menschen, zur Entwicklung digitaler Fähigkeiten und zur Schaffung technologiegestützter Arbeitsplätze vereinbart werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Ruto nehmen die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten sowie die Spitzen der Europäischen Union am Gipfel teil. Deutschland wird durch Bundeskanzler Friedrich Merz vertreten. Gastgeber ist der französische Präsident Emmanuel Macron.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>„Die beste Strategie, Mayotte zurückzugewinnen, besteht darin, vorbildliche Komoren aufzubauen“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/die-beste-strategie-mayotte-zurueckzugewinnen-besteht-darin-vorbildliche-komoren-aufzubauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 23:11:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komoren]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>„Armut zieht niemanden an“: Komorens Oppositionspolitiker Said Ahmed Said Abdillah fordert einen Kurswechsel. Statt Mayotte nur diplomatisch zu beanspruchen, müsse das Land zunächst Stabilität, Wohlstand und glaubwürdige Institutionen schaffen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdie-beste-strategie-mayotte-zurueckzugewinnen-besteht-darin-vorbildliche-komoren-aufzubauen%2F&amp;action_name=%E2%80%9EDie%20beste%20Strategie%2C%20Mayotte%20zur%C3%BCckzugewinnen%2C%20besteht%20darin%2C%20vorbildliche%20Komoren%20aufzubauen%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/die-beste-strategie-mayotte-zurueckzugewinnen-besteht-darin-vorbildliche-komoren-aufzubauen/">„Die beste Strategie, Mayotte zurückzugewinnen, besteht darin, vorbildliche Komoren aufzubauen“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der komorische Oppositionspolitiker Said Ahmed Said Abdillah fordert, wirtschaftliche Entwicklung, stabile Institutionen und demokratische Reformen vor eine erneute politische Offensive zur Rückkehr Mayottes zu stellen. Am 11. Juni veröffentlichte der Vorsitzende der Partei Comores Alternatives einen entsprechenden <a href="https://www.habarizacomores.com/2026/06/avant-de-reclamer-mayotte-faisons-des.html">Grundsatzbeitrag</a>. Die Komoren müssten den Einwohnern Mayottes zunächst zeigen, dass ein gemeinsamer Staat Sicherheit, Beschäftigung und verlässliche öffentliche Strukturen bieten könne. Zugleich übte Abdillah scharfe Kritik an Präsident Azali Assoumani und an der fortbestehenden wirtschaftlichen Abhängigkeit von Frankreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die beste Strategie, Mayotte zurückzugewinnen, besteht nicht nur darin, die Insel zu beanspruchen. Sie besteht darin, vorbildliche Komoren aufzubauen“, erklärte Abdillah. Der Oppositionspolitiker gehört zu den Gründungsmitgliedern des Bündnisses Rassemblement de l’Opposition Comorienne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zugehörigkeit Mayottes prägt die Außen- und Innenpolitik der Komoren seit der Unabhängigkeit. Moroni betrachtet die Insel als Teil des komorischen Staatsgebiets, während sie von Frankreich verwaltet wird und inzwischen den Status eines französischen Übersee-Départements besitzt.</p>



<h2 id="h-entwicklung-soll-politische-forderung-starken" class="wp-block-heading"><span id="entwicklung-soll-politische-forderung-staerken">Entwicklung soll politische Forderung stärken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abdillah stellt den bisherigen Kurs der komorischen Regierungen grundsätzlich infrage. Diplomatische Erklärungen und internationale Resolutionen hätten die Lage über Jahrzehnte nicht verändert. Frankreich habe seine politische und institutionelle Präsenz auf Mayotte währenddessen weiter gefestigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Oppositionspolitiker leitet daraus eine innenpolitische Forderung ab. Die drei von Moroni regierten Inseln Grande Comore, Anjouan und Mohéli müssten zu einem Beispiel für Stabilität, wirtschaftlichen Fortschritt und gute Regierungsführung werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Armut zieht niemanden an“, erklärte Abdillah. Kein Bevölkerungsteil werde sich einem Staat anschließen wollen, der seinen Bürgern weder Sicherheit und Arbeit noch Gerechtigkeit und Hoffnung bieten könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine glaubwürdige Mayotte-Politik beginne deshalb mit Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und Arbeitsplätze. Nationale Ressourcen müssten stärker zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Beschäftigung junger Menschen eingesetzt werden.</p>



<h2 id="h-kritik-an-assoumanis-regierungsfuhrung" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-assoumanis-regierungsfuehrung">Kritik an Assoumanis Regierungsführung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28177 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/massive-wahlbetrugsvorwuerfe-und-politische-spannungen-auf-den-komoren/" type="post" id="13435">Abdillah wirft Präsident Azali Assoumani und früheren Regierungen vor, weder die Mayotte-Frage gelöst noch die 1975 begonnene staatliche Unabhängigkeit vollendet zu haben. </a>Eine dauerhafte diplomatische Strategie könne nicht von den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen innerhalb der Komoren getrennt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisiert er die Veränderungen am früheren System der rotierenden Präsidentschaft. Dieses Modell sollte den großen Inseln des Landes abwechselnd den Zugang zum Präsidentenamt sichern und damit das Gleichgewicht innerhalb des Archipels stabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abdillahs Darstellung hatte das System auch unter Teilen der Bevölkerung Mayottes Hoffnungen geweckt. Eine spätere Eingliederung in den komorischen Staat hätte demnach die Möglichkeit eröffnet, dass eines Tages auch ein Vertreter Mayottes das höchste Staatsamt übernimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Aufhebung beziehungsweise grundlegenden Veränderung dieses Mechanismus habe Assoumani diese Perspektive geschwächt und das institutionelle Gleichgewicht des Landes beschädigt, erklärte Abdillah.</p>



<h2 id="h-wahrungspolitische-bindung-an-frankreich-in-der-kritik" class="wp-block-heading"><span id="waehrungspolitische-bindung-an-frankreich-in-der-kritik">Währungspolitische Bindung an Frankreich in der Kritik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der politischen Ordnung nimmt Abdillah die Währungs- und Finanzpolitik ins Visier. Mehr als fünf Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit seien die Komoren weiterhin eng an ein von Frankreich geprägtes Währungssystem gebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Komoren-Franc ist über ein festes Wechselkurs- und Garantieabkommen mit dem Euro verbunden. Abdillah sieht darin einen Widerspruch zum Anspruch auf vollständige staatliche Souveränität. Die Kontrolle über die eigene Währung gehöre zu den zentralen Instrumenten eines unabhängigen Staates.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er fordert deshalb eine stärkere wirtschaftliche und finanzielle Eigenständigkeit. Die Unabhängigkeit bleibe nicht nur wegen des Status Mayottes unvollendet, sondern auch wegen der aus seiner Sicht fehlenden Kontrolle über zentrale wirtschaftspolitische Werkzeuge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Oppositionspolitiker verbindet diese Kritik mit dem Vorwurf, komorische Regierungen hätten seit 1975 keine eigenständige Entwicklungsstrategie aufgebaut. Die Folgen der Kolonialzeit zeigten sich weiterhin in wirtschaftlicher Schwäche, Armut und Spannungen zwischen den Inseln.</p>



<h2 id="h-mayotte-bleibt-kernfrage-seit-der-unabhangigkeit" class="wp-block-heading"><span id="mayotte-bleibt-kernfrage-seit-der-unabhaengigkeit">Mayotte bleibt Kernfrage seit der Unabhängigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Komoren erklärten am 6. Juli 1975 ihre Unabhängigkeit von Frankreich. Die damalige Regierung bezog den gesamten Archipel mit Grande Comore, Anjouan, Mohéli und Mayotte in die Unabhängigkeitserklärung ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Mayotte hatte sich jedoch zuvor eine Mehrheit der Abstimmenden gegen die Unabhängigkeit ausgesprochen. Die Insel blieb unter französischer Verwaltung. Die komorische Regierung erkennt diese Trennung bis heute nicht an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdillah verweist auf die Position der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1975, die die territoriale Einheit des Archipels in den Mittelpunkt stellte. Zahlreiche internationale Erklärungen hätten den komorischen Anspruch unterstützt, ohne den politischen Status Mayottes zu verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich führte die institutionelle Eingliederung der Insel schrittweise fort. Mayotte wurde 2011 französisches Département und gehört seit 2014 als Gebiet in äußerster Randlage zur Europäischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der wirtschaftliche und soziale Abstand zu den übrigen Inseln der Komoren bleibt groß. Gleichzeitig ist Mayotte mit erheblicher Armut, Wohnungsmangel, irregulärer Migration und einer angespannten öffentlichen Infrastruktur konfrontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdillah fordert, die Debatte nicht auf territoriale Ansprüche zu begrenzen. Frieden, Arbeit, Ernährungssicherheit und Zukunftsperspektiven für Familien müssten die unmittelbaren politischen Prioritäten bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Botschaft an Mayotte werde erst an Gewicht gewinnen, wenn die drei von Moroni regierten Inseln selbst Wohlstand, Freiheit und verlässliche Institutionen vorweisen könnten, erklärte der Vorsitzende von Comores Alternatives.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdie-beste-strategie-mayotte-zurueckzugewinnen-besteht-darin-vorbildliche-komoren-aufzubauen%2F&action_name=%E2%80%9EDie%20beste%20Strategie%2C%20Mayotte%20zur%C3%BCckzugewinnen%2C%20besteht%20darin%2C%20vorbildliche%20Komoren%20aufzubauen%E2%80%9C&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/die-beste-strategie-mayotte-zurueckzugewinnen-besteht-darin-vorbildliche-komoren-aufzubauen/">„Die beste Strategie, Mayotte zurückzugewinnen, besteht darin, vorbildliche Komoren aufzubauen“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Südafrika verschärft Abschiebungen und warnt vor Gewalt gegen Migranten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrika-verschaerft-abschiebungen-und-warnt-vor-gewalt-gegen-migranten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 22:53:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 40.000 Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus wurden in Südafrika seit Jahresbeginn festgenommen. Gleichzeitig bringen tödliche Angriffe auf Ausländer und abgesagte Auftritte südafrikanischer Künstler die Regierung international unter Druck.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrika-verschaerft-abschiebungen-und-warnt-vor-gewalt-gegen-migranten%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrika%20versch%C3%A4rft%20Abschiebungen%20und%20warnt%20vor%20Gewalt%20gegen%20Migranten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-verschaerft-abschiebungen-und-warnt-vor-gewalt-gegen-migranten/">Südafrika verschärft Abschiebungen und warnt vor Gewalt gegen Migranten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Südafrika verschärft landesweit die Kontrollen gegen irreguläre Migration und beschleunigt Abschiebungen, während neue Angriffe auf ausländische Staatsangehörige die Regierung unter Druck setzen. Die Maßnahmen wurden am Montag in Pretoria vorgestellt. <a href="https://fokus-afrika.de/fremdenfeindlichkeit-in-suedafrika-eskaliert-nigeria-reagiert-auf-zwei-getoetete-staatsbuerger/" type="post" id="27059">Mehr als 40.000 Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus seien seit Jahresbeginn festgenommen worden, erklärte Justizministerin Mmamoloko Kubayi. </a>Zugleich warnte sie vor Selbstjustiz und räumte ein, dass die Gewalt Südafrikas Ansehen und wirtschaftliche Interessen auf dem Kontinent belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheitsbehörden führen nach Darstellung der Regierung verstärkt geheimdienstlich unterstützte Kontrollen an Landgrenzen, Seehäfen und Flughäfen durch. Die Einsätze richten sich sowohl gegen Menschen ohne gültige Aufenthaltsdokumente als auch gegen Unternehmen, die gegen Einwanderungs- und Arbeitsrecht verstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein in der vergangenen Woche seien zahlreiche Migranten und mehrere Arbeitgeber festgenommen worden, sagte Kubayi bei einer Pressekonferenz des interministeriellen Ausschusses für Migration. Genaue Zahlen für diesen Zeitraum nannte sie nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die südafrikanische Regierung wird die Umgehung unserer Einwanderungssysteme und Gesetze nicht dulden“, erklärte die Ministerin. Auch Arbeitgeber müssten mit einem konsequenten Vorgehen rechnen, wenn sie Beschäftigte ohne die erforderlichen Genehmigungen einstellten oder arbeitsrechtliche Vorschriften missachteten.</p>



<h2 id="h-regierung-beschleunigt-ruckfuhrungen" class="wp-block-heading"><span id="regierung-beschleunigt-rueckfuehrungen">Regierung beschleunigt Rückführungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="744" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKDt_rDWgAAnMJY-1024x744.jpeg" alt="" class="wp-image-28174 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKDt_rDWgAAnMJY-1024x744.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKDt_rDWgAAnMJY-300x218.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKDt_rDWgAAnMJY-768x558.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKDt_rDWgAAnMJY-380x276.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKDt_rDWgAAnMJY-800x581.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKDt_rDWgAAnMJY-1160x843.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKDt_rDWgAAnMJY.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Präsident Cyril Ramaphosa hatte zuvor eine Reihe neuer Maßnahmen angekündigt. Dazu gehören strengere Grenzkontrollen, Änderungen im Arbeitsrecht und ein schärferes Vorgehen gegen Korruption innerhalb des Einwanderungssystems.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung will zudem Grenzanlagen ausbauen und staatliche Dienstleistungen in grenznahen Gemeinden stärken. Ein Gericht am Rückführungszentrum Lindela soll seine Arbeit wieder aufnehmen, damit ausländerrechtliche Verfahren und Abschiebungen schneller abgeschlossen werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lindela westlich von Johannesburg dient als zentrale Einrichtung zur Unterbringung ausreisepflichtiger Ausländer. Die Wiederaufnahme des Gerichtsbetriebs soll verhindern, dass sich Verfahren verzögern und Betroffene länger als notwendig in der Einrichtung bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ghana-warnt-wegen-fremdenfeindlichkeit-vor-reisen-nach-suedafrika/" type="post" id="27818">Rückführungen ausländischer Staatsangehöriger laufen nach Angaben Kubayis bereits.</a> Betroffen seien unter anderem Menschen aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/malawi/" type="category" id="37">Malawi</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>. Das südafrikanische Außenministerium stehe mit den jeweiligen Regierungen in Kontakt, um die Maßnahmen zu erläutern und geordnete Rückreisen zu organisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten unterstützten die freiwillige Rückkehr ihrer Staatsangehörigen, erklärte die Ministerin. Südafrika arbeite außerdem mit Partnerländern zusammen, um den Grenzschutz und die regionale Steuerung von Migration zu verbessern.</p>



<h2 id="h-tedros-verurteilt-todliche-angriffe" class="wp-block-heading"><span id="tedros-verurteilt-toedliche-angriffe">Tedros verurteilt tödliche Angriffe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die verschärften Kontrollen fallen mit neuen Berichten über Gewalt gegen ausländische Staatsangehörige zusammen. Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, verurteilte die Übergriffe als „tragischen Verrat“ an Südafrikas Freiheitskampf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tedros erklärte in einem Beitrag auf Facebook, mindestens fünf Äthiopier und fünf Mosambikaner seien bei den jüngsten Angriffen getötet worden. Tausende Familien seien aus Angst vor weiterer Gewalt geflohen. Eine unabhängige Bestätigung der von ihm genannten Opferzahlen lag zunächst nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist zutiefst erschütternd, in dieser Woche einen weiteren Anstieg fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika zu erleben“, schrieb der WHO-Generaldirektor.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">It is profoundly heartbreaking to witness another surge of xenophobic violence in <a href="https://x.com/hashtag/SouthAfrica?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#SouthAfrica</a> this week. Hundreds have marched on Parliament, thousands of families have been displaced, and lives have been tragically cut short. <br><br>These include at least five Ethiopians killed… <a href="https://t.co/0W5nssBZI8">pic.twitter.com/0W5nssBZI8</a></p>— Tedros Adhanom Ghebreyesus (@DrTedros) <a href="https://x.com/DrTedros/status/2066272593024344334?ref_src=twsrc%5Etfw">June 14, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Menschen aus Mosambik seien in Mossel Bay ums Leben gekommen. Zuvor seien bereits mindestens fünf äthiopische Staatsangehörige getötet worden. Tedros forderte, Beschwerden und gesellschaftliche Konflikte ausschließlich über Gerichte und rechtsstaatliche Verfahren zu lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Meinungsverschiedenheiten und Missstände müssen durch das Justizsystem und die Rechtsstaatlichkeit behandelt werden, niemals durch Selbstjustiz und kollektive Bestrafung“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der WHO-Chef erinnerte zugleich an die Unterstützung anderer afrikanischer Staaten für den südafrikanischen Kampf gegen die Apartheid. Äthiopien hatte Nelson Mandela 1962 einen Pass ausgestellt, der ihm Reisen durch Afrika ermöglichte. Zahlreiche Regierungen unterstützten die südafrikanische Befreiungsbewegung zudem politisch und finanziell.</p>



<h2 id="h-regierung-weist-vorwurf-allgemeiner-fremdenfeindlichkeit-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="regierung-weist-vorwurf-allgemeiner-fremdenfeindlichkeit-zurueck">Regierung weist Vorwurf allgemeiner Fremdenfeindlichkeit zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kubayi wandte sich gegen eine pauschale Darstellung Südafrikas als fremdenfeindliches Land. Die Regierung müsse irreguläre Migration bekämpfen und gleichzeitig Menschen schützen, die sich rechtmäßig im Land aufhielten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir erklären, dass Südafrikaner nicht fremdenfeindlich sind. Zugleich sagen wir den Südafrikanern, dass wir verantwortungsvoll handeln müssen“, sagte die Ministerin. Menschen mit gültigem Aufenthaltsstatus müssten denselben staatlichen Schutz erhalten wie südafrikanische Staatsangehörige.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung habe Gemeinden ausdrücklich aufgefordert, keine eigenmächtigen Kontrollen, Vertreibungen oder gewaltsamen Aktionen gegen vermeintliche Ausländer durchzuführen. Solche Maßnahmen träfen teilweise auch Südafrikaner, die wegen ihrer Sprache oder ihres Aussehens für ausländische Staatsangehörige gehalten würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte über Migration und Arbeitsplätze hat in mehreren Städten Proteste ausgelöst. Einzelne Gruppen blockierten in der Vergangenheit den Zugang ausländischer Staatsangehöriger zu Geschäften, Schulen oder Gesundheitseinrichtungen und verlangten eigenmächtig die Vorlage von Ausweisdokumenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kubayi warnte, dass solche Aktionen nicht nur Beziehungen zu anderen afrikanischen Staaten beschädigten. Sie könnten auch Spannungen zwischen südafrikanischen Bevölkerungsgruppen verschärfen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwächen.</p>



<h2 id="h-absagen-treffen-kunstler-und-unternehmen" class="wp-block-heading"><span id="absagen-treffen-kuenstler-und-unternehmen">Absagen treffen Künstler und Unternehmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen der Gewalt zeigen sich nach <a href="https://www.premiumtimesng.com/entertainment/naija-fashion/887881-xenophobia-our-artistes-gigs-are-being-cancelled-across-africa-south-africas-minister-of-justice.html">Darstellung</a> der Regierung inzwischen auch außerhalb Südafrikas. Südafrikanische Musiker und andere Künstler verlören Auftritte in afrikanischen Staaten, weil Veranstalter Buchungen stornierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Künstlerin habe sich persönlich an sie gewandt und berichtet, dass sämtliche geplanten Auftritte auf dem Kontinent abgesagt worden seien, sagte Kubayi. Für die Betroffenen bedeute dies direkte Einkommensverluste. Gleichzeitig werde das internationale Ansehen Südafrikas beschädigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch südafrikanische Unternehmen, die in anderen afrikanischen Ländern tätig sind, spürten Gegenreaktionen. Die Regierung habe deshalb Ministerien angewiesen, betroffene Unternehmen und im Ausland lebende Südafrikaner konsularisch zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium führt Gespräche mit afrikanischen Regierungen und Wirtschaftsvertretern. Dabei versucht Pretoria, zwischen der staatlichen Durchsetzung des Einwanderungsrechts und gewaltsamen Angriffen auf Ausländer zu unterscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kubayi erklärte, andere Staaten hätten Verständnis dafür, dass Südafrika gegen irreguläre Einwanderung vorgehe. Sie erwarteten jedoch, dass Menschen mit legalem Aufenthaltsstatus geschützt und Verstöße ausschließlich von den zuständigen Behörden verfolgt würden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN droht Liquiditätskollaps: Guterres will umstrittene Beitragsregel stoppen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-droht-liquiditaetskollaps-guterres-will-umstrittene-beitragsregel-stoppen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 22:16:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinten Nationen müssen Staaten Geld gutschreiben, das sie nie erhalten haben. António Guterres will die Regel stoppen, während milliardenschwere Beitragsrückstände die UN an die Grenze ihrer Zahlungsfähigkeit bringen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-droht-liquiditaetskollaps-guterres-will-umstrittene-beitragsregel-stoppen%2F&amp;action_name=UN%20droht%20Liquidit%C3%A4tskollaps%3A%20Guterres%20will%20umstrittene%20Beitragsregel%20stoppen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres will die automatische Rückgabe nicht eingezogener Mitgliedsbeiträge stoppen, um einen drohenden Liquiditätskollaps der Vereinten Nationen abzuwenden. Der Vorschlag wird im Juni 2026 im Haushaltsausschuss der UN-Generalversammlung verhandelt. Nach internen Berechnungen könnte die Organisation 2027 rund 1,3 Milliarden US-Dollar als Gutschriften verbuchen müssen, obwohl ein Teil dieses Geldes nie bei den Vereinten Nationen eingegangen ist. Besonders die ausstehenden Beiträge der USA verschärfen die Finanzkrise.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-warnen-vor-finanzkollaps-bis-mitte-august/" type="post" id="27210">Die Vereinten Nationen kürzen bereits Programme, reduzieren Personal und begrenzen laufende Ausgaben. Guterres hatte die Mitgliedstaaten gewarnt, dass der Organisation im Sommer das verfügbare Geld ausgehen könnte.</a> Einen festen Zeitpunkt für diesen Fall gibt es nach Angaben seines Sprechers Stéphane Dujarric jedoch nicht.</p>



<h2 id="h-un-schreibt-selbst-nie-gezahltes-geld-gut" class="wp-block-heading"><span id="un-schreibt-selbst-nie-gezahltes-geld-gut">UN schreibt selbst nie gezahltes Geld gut</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des Konflikts steht eine seit den 1960er-Jahren geltende Finanzregel. Danach werden nicht verwendete Haushaltsmittel und nicht eingezogene Mitgliedsbeiträge den Staaten als Gutschriften auf ihre künftigen Zahlungsverpflichtungen angerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit werden auch Beiträge zurückerstattet, die säumige Staaten zuvor gar nicht überwiesen haben. Der Einnahmeansatz des folgenden Haushalts sinkt entsprechend, während die von der Generalversammlung beschlossenen Aufgaben bestehen bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere internationale Organisationen wie die NATO oder die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erstatten dagegen nur tatsächlich vorhandene Überschüsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres schlägt deshalb vor, das Gutschriftensystem entweder grundlegend zu reformieren oder vorübergehend auszusetzen. Nicht gezahlte Beiträge sollen nicht mehr automatisch zu einer Verringerung des nächsten Haushalts führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ohne Maßnahmen wird die Organisation gezwungen sein, Millionen aus dem regulären Haushalt und den Friedensmissionen zurückzugeben, die sie nicht ausgeben konnte, weil sie das Geld nicht erhalten hat“, erklärte Dujarric gegenüber dem auf die Vereinten Nationen spezialisierten Medium <em><a href="https://passblue.com/2026/06/14/the-un-chiefs-plan-to-ease-the-organizations-cash-crunch/">PassBlue</a></em>.</p>



<h2 id="h-milliardenbeitrage-bleiben-aus" class="wp-block-heading"><span id="milliardenbeitraege-bleiben-aus">Milliardenbeiträge bleiben aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum 30. April beliefen sich die ausstehenden Beiträge zum regulären UN-Haushalt auf rund 2,8 Milliarden US-Dollar. <a href="https://fokus-afrika.de/blauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt/" type="post" id="27781">Bei den Friedensmissionen waren etwa 3,5 Milliarden US-Dollar offen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur 55 der 193 Mitgliedstaaten hatten ihren regulären Jahresbeitrag bis zum Ablauf der Zahlungsfrist am 8. Februar vollständig überwiesen. Das entspricht 28,5 Prozent der Mitglieder. Mitte Juni hatten 79 Staaten ihre Beiträge für 2026 noch nicht gezahlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen begannen das Jahr zugleich ohne verfügbare Bargeldreserven. Nach Angaben der für Managementstrategie zuständigen Untergeneralsekretärin Catherine Pollard waren sowohl der Betriebsmittelfonds als auch das Sonderkonto zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe bereits ausgeschöpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückstände aus dem Jahr 2025 lagen internen Abrechnungen zufolge bei mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar. Der für 2026 beschlossene reguläre Haushalt umfasst 3,238 Milliarden US-Dollar und liegt rund 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Kürzungen musste die UN im laufenden Jahr Gutschriften in Höhe von 9,3 Prozent des regulären Haushalts von 2025 an die Mitgliedstaaten weiterreichen. Bei unveränderten Zahlungsproblemen könnte dieser Anteil 2027 auf etwa 13 Prozent steigen.</p>



<h2 id="h-usa-nutzen-beitrage-als-politisches-druckmittel" class="wp-block-heading"><span id="usa-nutzen-beitraege-als-politisches-druckmittel">USA nutzen Beiträge als politisches Druckmittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA tragen nach dem von allen Mitgliedstaaten beschlossenen Verteilungsschlüssel 22 Prozent des regulären UN-Haushalts. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/" type="post" id="23396">Washington hat seine Beiträge seit 2024 jedoch nicht mehr vollständig entrichtet.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="758" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-1024x758.jpg" alt="" class="wp-image-25581 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-1024x758.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-300x222.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-768x568.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-380x281.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-800x592.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-1160x858.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/washington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik/" type="post" id="27869">US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Zahlungsverpflichtungen Anfang Juni vor dem Kongress als politisches Druckmittel.</a> Die Vereinten Nationen benötigten weitere grundlegende Reformen, erklärte Rubio. Die US-Regierung werde die von der UN eingeforderten Beiträge nutzen, um solche Veränderungen durchzusetzen. Konkrete Reformforderungen nannte er nicht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres weist diese Verbindung zurück. <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" type="post" id="26282">Seine Reforminitiative UN80, mit der Strukturen und Arbeitsabläufe der Organisation gestrafft werden sollen, könne die Pflicht der Staaten zur vollständigen und fristgerechten Zahlung ihrer Beiträge nicht ersetzen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als Regierungen können die Vereinten Nationen weder Kredite aufnehmen noch eigenes Geld schaffen. Die Organisation muss ihre von der Generalversammlung beschlossenen Aufgaben deshalb mit den tatsächlich eingegangenen Beiträgen finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Japan überwies zuletzt seinen Jahresbeitrag von knapp 222 Millionen US-Dollar. China zahlte zusätzlich 844 Millionen US-Dollar für den Friedenssicherungshaushalt der Jahre 2025 und 2026. Die Zahlungen verbesserten die Liquidität, deckten aber nicht die gesamten offenen Forderungen.</p>



<h2 id="h-g77-und-china-schlagen-dreijahrigen-test-vor" class="wp-block-heading"><span id="g77-und-china-schlagen-dreijaehrigen-test-vor">G77 und China schlagen dreijährigen Test vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Mitgliedstaaten besteht grundsätzlich Zustimmung, das bisherige System zu verändern. Über Umfang und Dauer einer Reform gibt es jedoch unterschiedliche Positionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe der 77 und China schlägt eine dreijährige Testphase vor. Während dieses Zeitraums sollen Gutschriften, die ausschließlich durch nicht gezahlte Pflichtbeiträge entstanden sind, nicht an die Staaten zurückgegeben werden. Tatsächlich erwirtschaftete oder anderweitig entstandene Überschüsse würden weiterhin angerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA plädieren für einen fünfjährigen Versuch. Anschließend soll der Generalsekretär bewerten, ob die Regel dauerhaft geändert werden sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten warnen davor, dass eine vollständige Abschaffung des Systems fehlende Zahlungen normalisieren könnte. Länder, die ihre Beiträge vollständig leisten, betrachten die Gutschriften zudem als ihnen zustehende Rückzahlungen. Eine Aussetzung könnte aus ihrer Sicht pünktlich zahlende Staaten belasten, während säumige Mitglieder von zusätzlicher finanzieller Flexibilität profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ronny Patz, UN-Experte am German Institute of Development and Sustainability, sieht dagegen einen sich selbst verstärkenden Mechanismus. Ohne die Gutschriften müsste die Organisation lediglich um den Betrag kürzen, den Staaten wie die USA nicht zahlen. Durch die zusätzliche Anrechnung nie eingegangener Beiträge werde die Finanzlücke jedoch immer größer.</p>



<h2 id="h-russland-fordert-sanktionen-gegen-saumige-staaten" class="wp-block-heading"><span id="russland-fordert-sanktionen-gegen-saeumige-staaten">Russland fordert Sanktionen gegen säumige Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russland hat im Rahmen der Verhandlungen unmittelbare Konsequenzen für Staaten mit hohen Rückständen vorgeschlagen. Die Vereinten Nationen sollen demnach weniger Staatsangehörige aus Ländern einstellen, deren Zahlungsrückstände mehr als eine Haushaltsperiode umfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem will Moskau Zahlungen an Unternehmen aus solchen Staaten einfrieren und die Vergabe neuer UN-Aufträge an dort registrierte Dienstleister begrenzen. Russland überwies seinen eigenen regulären Beitrag von rund 67 Millionen US-Dollar Ende März.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zahlreiche Mitglieder des Sicherheitsrates erfüllten die Zahlungsfrist nicht. Nur vier der 15 Ratsmitglieder hatten ihre Beiträge bis zum 8. Februar vollständig überwiesen. China hat von seinem regulären Jahresbeitrag von mehr als 600 Millionen US-Dollar bislang rund 153 Millionen US-Dollar gezahlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria hat seinen Beitrag für 2026 ebenfalls noch nicht entrichtet, obwohl das Land den Vorsitz im Haushaltsausschuss der Generalversammlung übernimmt. Der Ausschuss verhandelt über den regulären Haushalt der Vereinten Nationen, die Finanzierung der Friedensmissionen und die geplante Änderung des Gutschriftensystems.</p>
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			<media:description type="html">Der Sekretär Marco Rubio verlässt den Flughafen. Bild: US-Außenministerium / Freddie Everett</media:description>
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		<title>Machtkampf in Senegal: Sonko warnt Faye und hält Misstrauensvotum offen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/machtkampf-in-senegal-sonko-warnt-faye-und-haelt-misstrauensvotum-offen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 13:35:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kein endgültiger Bruch, aber auch kein Blankoscheck: Ousmane Sonko will Senegals Regierung nicht aus persönlichen Motiven blockieren. Bei Streit über Schulden, Reformen oder Wahlen hält er ein Misstrauensvotum jedoch ausdrücklich offen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmachtkampf-in-senegal-sonko-warnt-faye-und-haelt-misstrauensvotum-offen%2F&amp;action_name=Machtkampf%20in%20Senegal%3A%20Sonko%20warnt%20Faye%20und%20h%C3%A4lt%20Misstrauensvotum%20offen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/machtkampf-in-senegal-sonko-warnt-faye-und-haelt-misstrauensvotum-offen/">Machtkampf in Senegal: Sonko warnt Faye und hält Misstrauensvotum offen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ousmane Sonko hat ein endgültiges Zerwürfnis mit Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye ausgeschlossen, zugleich aber den Druck auf die neue Regierung erhöht. Das Interview mit <em>France 24</em> und Radio France Internationale wurde am Montag, 15. Juni 2026, ausgestrahlt. Der Präsident der Nationalversammlung kündigte an, die Exekutive nicht aus parteipolitischen Motiven zu blockieren. Ein Misstrauensvotum bleibe jedoch möglich, falls Entscheidungen der Regierung aus seiner Sicht den Interessen Senegals widersprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Sonko sprach knapp vier Wochen nach seiner Entlassung als Premierminister über die politischen Spannungen innerhalb des früheren Führungsduos.</a> Differenzen könnten bestehen, sagte er. Sie dürften jedoch nicht zu einer Spaltung des Landes führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich kann allen versichern, dass es keinen Bruch geben wird“, erklärte Sonko. <a href="https://fokus-afrika.de/sonko-erklaert-bruch-mit-praesident-diomaye-und-stellt-neue-regierung-infrage/" type="post" id="27865">Es könne politische, praktische und programmatische Meinungsverschiedenheiten geben.</a> Senegal sei jedoch größer als diese Konflikte.</p>



<h2 id="h-institutionelle-zusammenarbeit-statt-politischer-versohnung" class="wp-block-heading"><span id="institutionelle-zusammenarbeit-statt-politischer-versoehnung">Institutionelle Zusammenarbeit statt politischer Versöhnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko stellte keine persönliche oder politische Aussöhnung mit Faye in Aussicht. Er verlagerte die Beziehung vielmehr auf die Ebene der staatlichen Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung müsse ihre verfassungsmäßigen Aufgaben erfüllen. Die Nationalversammlung werde Gesetze beschließen, die Regierung kontrollieren und die Umsetzung öffentlicher Politik überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir müssen nicht unbedingt enge Freunde sein, damit es funktioniert“, sagte Sonko. Entscheidend sei, dass jede Institution ihre Befugnisse und die geltenden Regeln respektiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Entlassung bezeichnete er als Teil der politischen Geschichte Senegals. Er wolle seine Energie nun darauf konzentrieren, der Nationalversammlung die ihr zustehende Rolle zu geben. <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit/" type="post" id="27842">Zugleich wünsche er der neuen Regierung Erfolg, weil das laufende Mandat auch mit der politischen Verantwortung seiner Partei verbunden sei.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko hatte seit April 2024 als Premierminister unter Faye regiert. Der Präsident entließ ihn am 22. Mai 2026 und löste die Regierung auf. Wenige Tage später wählte die von PASTEF dominierte Nationalversammlung Sonko zu ihrem Präsidenten.</p>



<h2 id="h-sonko-sieht-gebrochene-politische-versprechen" class="wp-block-heading"><span id="sonko-sieht-gebrochene-politische-versprechen">Sonko sieht gebrochene politische Versprechen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der PASTEF-Vorsitzende vermied im Interview den zuvor verwendeten Begriff des Verrats. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-faye-stellt-vertrauen-in-premierminister-sonko-oeffentlich-in-frage/" type="post" id="27064">Dieser gehöre eher in den Bereich der Moral und persönlicher Gefühle.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Politisch entscheidend seien die Verpflichtungen, die PASTEF während zehn Jahren in der Opposition gegenüber der Bevölkerung eingegangen sei. Einige dieser Zusagen würden nicht eingehalten. Sonko erklärte zudem, er erkenne bei bestimmten Vorhaben keinen Willen mehr, sie umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit hält er an seiner Kritik am politischen Kurs des Präsidenten fest, ohne einen vollständigen institutionellen Bruch anzukündigen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Auch einen möglichen Ausschluss Fayes aus PASTEF schloss Sonko nicht grundsätzlich aus. Darüber könne jedoch nicht er allein entscheiden. Die Partei verfüge über festgelegte Verfahren und zuständige Gremien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind noch nicht an diesem Punkt“, sagte Sonko. Die Parteiorgane würden die Frage zum gegebenen Zeitpunkt bewerten.</p>



<h2 id="h-kein-blankoscheck-fur-die-neue-regierung" class="wp-block-heading"><span id="kein-blankoscheck-fuer-die-neue-regierung">Kein Blankoscheck für die neue Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko stellte klar, dass seine frühere Ankündigung, die Regierung nicht stürzen zu wollen, keine uneingeschränkte Unterstützung bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PASTEF werde kein Misstrauensvotum einsetzen, um persönliche Rechnungen zu begleichen oder die Arbeit der Exekutive aus politischen Gründen zu behindern. Die neue Regierung unter Premierminister Ahmadou Al Aminou Lo müsse zunächst Gelegenheit erhalten, ihre Arbeit aufzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es gibt keinen Blankoscheck für den Präsidenten der Republik oder die Regierung“, sagte Sonko. Sollten Umstände ein Misstrauensvotum erforderlich machen, werde die Nationalversammlung nicht davor zurückschrecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Möglichkeit besitzt politisches Gewicht, weil PASTEF über eine breite Mehrheit im Parlament verfügt. Ein Konflikt zwischen Partei, Nationalversammlung und Regierung könnte damit unmittelbar die Handlungsfähigkeit der Exekutive berühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko betonte zugleich, die wirtschaftliche und politische Lage verlange Zurückhaltung. Die parlamentarische Kontrolle dürfe nicht zu einem Instrument persönlicher Vergeltung werden.</p>



<h2 id="h-kommunalwahlen-sollen-im-januar-2027-stattfinden" class="wp-block-heading"><span id="kommunalwahlen-sollen-im-januar-2027-stattfinden">Kommunalwahlen sollen im Januar 2027 stattfinden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einer möglichen Verschiebung der Kommunalwahlen erteilte Sonko eine klare Absage. Die Abstimmungen sind für Januar 2027 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Wahlen können nicht verschoben werden. Es gibt keinen gültigen Grund für eine Verschiebung“, sagte der Präsident der Nationalversammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatschef müsse die gesetzlich vorgesehenen Schritte rechtzeitig einleiten. Dazu gehören ein Dekret zur Festlegung des Wahltermins und die spätere Einberufung der Wählerschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Sonkos Darstellung läuft die Frist für das entsprechende Dekret Mitte Juli ab. Er gehe davon aus, dass Faye seine gesetzlichen Verpflichtungen erfüllen werde. Unabhängig von möglichen politischen Manövern müssten die Wahlen zum vorgesehenen Zeitpunkt stattfinden.</p>



<h2 id="h-position-zur-schuldenrestrukturierung-wird-beweglicher" class="wp-block-heading"><span id="position-zur-schuldenrestrukturierung-wird-beweglicher">Position zur Schuldenrestrukturierung wird beweglicher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schuldenpolitik ließ Sonko eine vorsichtigere Haltung erkennen als während seiner Amtszeit als Premierminister. Er sei nicht grundsätzlich auf eine unveränderliche Position festgelegt. Entscheidend seien die Bedingungen einer möglichen Lösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine von ihm als „wilde Restrukturierung“ bezeichnete Neuordnung der Schulden lehnt er weiterhin ab. Während seiner Regierungszeit hätten die Voraussetzungen dafür nicht vorgelegen, weil Senegal seine Zahlungsverpflichtungen noch erfüllt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen hätten sich die wirtschaftlichen Belastungen jedoch verschärft. Neben der Schuldenkrise verwies Sonko auf zusätzliche Spannungen infolge der Krise in der Golfregion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds könne notwendig sein. Sonko kritisierte jedoch, dass der Fonds Senegal bislang nicht ausreichend bei der Bewältigung der Lage unterstützt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte eine Schuldenlösung den angekündigten strukturellen Umbau Senegals kurzfristigen Finanzkennzahlen unterordnen, werde er sie nicht akzeptieren. In einem solchen Fall werde die Nationalversammlung ihre Befugnisse nutzen, um die Entscheidung abzulehnen.</p>



<h2 id="h-sonko-fordert-prufung-eines-schuldenerlasses" class="wp-block-heading"><span id="sonko-fordert-pruefung-eines-schuldenerlasses">Sonko fordert Prüfung eines Schuldenerlasses</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Premierminister sprach sich zugleich dafür aus, die Streichung eines Teils der Verbindlichkeiten zu prüfen. Teile der unter der vorherigen Regierung aufgenommenen Schulden bezeichnete er als „illegitim“ beziehungsweise „odios“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/" type="post" id="27696">Für einen solchen Schritt sei politischer Mut notwendig. </a>Die heutige Exekutive müsse darüber mit den Gläubigern verhandeln und ihre Verantwortung übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko erklärte, während seiner Zeit als Premierminister nicht über alle notwendigen Entscheidungsbefugnisse verfügt zu haben. Die Position zur Schuldenverwaltung sei bis zum letzten Gespräch mit Faye grundsätzlich abgestimmt gewesen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1079" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1079px-Bassirou_Diomaye_Faye_-_2024_03.jpg" alt="Diomaye Faye" class="wp-image-10584 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Senegal verhandelt nach der nachträglichen Offenlegung erheblich höherer Staatsschulden über ein neues Programm mit dem Internationalen Währungsfonds. Die Auseinandersetzung über Restrukturierung, Schuldenerlass und staatliche Reformen gehört zu den zentralen Konfliktfeldern zwischen Sonko und der neuen Regierung.</p>
</div></div>



<h2 id="h-lgbtq-rechte-und-gesellschaftliche-debatten" class="wp-block-heading"><span id="lgbtq-rechte-und-gesellschaftliche-debatten">LGBTQ-Rechte und gesellschaftliche Debatten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zur Frage von LGBTQ-Rechten äußerte sich Sonko im Interview und bekräftigte seine bekannte Position. <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-parlament-verdoppelt-strafen-gegen-gleichgeschlechtliche-beziehungen/" type="post" id="25623">Senegal werde nach seiner Auffassung keine Legalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen oder eine Ausweitung entsprechender Rechte nach westlichem Vorbild vornehmen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko erklärte, die gesellschaftlichen und religiösen Werte des Landes müssten respektiert werden. Er kritisierte internationalen Druck auf afrikanische Staaten in Fragen der Sexualpolitik und betonte, dass Senegal seine Entscheidungen souverän treffen werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Haltung entspricht der bisherigen Linie von PASTEF und spiegelt die mehrheitlich konservativen Einstellungen in der senegalesischen Gesellschaft wider. Menschenrechtsorganisationen kritisieren dagegen seit Jahren die strafrechtliche Verfolgung homosexueller Handlungen im Land.</p>



<h2 id="h-fussball-egal-wie-es-ausgeht-afrika-wird-afrika-schlagen" class="wp-block-heading"><span id="fussball-egal-wie-es-ausgeht-afrika-wird-afrika-schlagen">Fußball: „Egal wie es ausgeht, Afrika wird Afrika schlagen“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf den Fußball kam Sonko im Interview zu sprechen. Auf die Frage, wer ein mögliches Duell zwischen Frankreich und Senegal gewinnen würde, antwortete er mit einem Satz, der für Aufmerksamkeit sorgte: „Egal wie es ausgeht, Afrika wird Afrika schlagen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit spielte Sonko auf die zahlreichen Spieler afrikanischer Herkunft an, die für die französische Nationalmannschaft auflaufen. Unabhängig vom Ergebnis eines solchen Spiels würden nach seiner Auffassung afrikanische Talente auf beiden Seiten des Platzes stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bemerkung war weniger als sportliche Prognose gedacht als vielmehr als Hinweis auf den Einfluss afrikanischer Spieler im internationalen Fußball. Viele der erfolgreichsten Nationalmannschaften Europas profitierten von Athleten mit familiären Wurzeln auf dem afrikanischen Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko nutzte das Beispiel, um die Bedeutung afrikanischer Talente hervorzuheben und deren Beitrag zum weltweiten Fußball zu unterstreichen.</p>



<h2 id="h-prasidentschaftskandidatur-fur-2029-bleibt-offen" class="wp-block-heading"><span id="praesidentschaftskandidatur-fuer-2029-bleibt-offen">Präsidentschaftskandidatur für 2029 bleibt offen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/senegals-premierminister-ousmane-sonko-bekraeftigt-kandidatur-fuer-praesidentschaftswahl-2029/" type="post" id="22994">Zu einer möglichen Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2029 äußerte sich Sonko zurückhaltend. </a>Eine Entscheidung sei zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PASTEF werde seinen Kandidaten nach den parteiinternen Verfahren bestimmen. Sonko wollte sich auch nicht dazu äußern, ob Faye eine zweite Amtszeit anstreben werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Er hat seinen Weg, und ich habe meinen“, sagte Sonko über den Präsidenten. Seine unmittelbare Aufgabe liege nun an der Spitze der Nationalversammlung.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmachtkampf-in-senegal-sonko-warnt-faye-und-haelt-misstrauensvotum-offen%2F&action_name=Machtkampf%20in%20Senegal%3A%20Sonko%20warnt%20Faye%20und%20h%C3%A4lt%20Misstrauensvotum%20offen&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/machtkampf-in-senegal-sonko-warnt-faye-und-haelt-misstrauensvotum-offen/">Machtkampf in Senegal: Sonko warnt Faye und hält Misstrauensvotum offen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Machtkampf in Senegal: Sonko warnt Faye und hält Misstrauensvotum offen</media:title>
			<media:description type="html">Ousmane Sonko schließt einen Bruch mit Präsident Bassirou Diomaye Faye aus. Ein Misstrauensvotum gegen Senegals Regierung hält er dennoch für möglich.</media:description>
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			<media:title type="html">Diomaye Faye</media:title>
			<media:description type="html">Diomaye Faye</media:description>
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		<title>Nach Steuerstreit fordert Madagaskars Gen Z die Auflösung des Parlaments</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-steuerstreit-fordert-madagaskars-gen-z-die-aufloesung-des-parlaments/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:15:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Erst beschlossen, dann ausgesetzt und nun auch vom Parlamentspräsidenten infrage gestellt: Der Streit um Madagaskars Fahrzeugsteuer verschärft die institutionelle Krise. Gen Z fordert erneut die Auflösung der Nationalversammlung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-steuerstreit-fordert-madagaskars-gen-z-die-aufloesung-des-parlaments%2F&amp;action_name=Nach%20Steuerstreit%20fordert%20Madagaskars%20Gen%20Z%20die%20Aufl%C3%B6sung%20des%20Parlaments&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-steuerstreit-fordert-madagaskars-gen-z-die-aufloesung-des-parlaments/">Nach Steuerstreit fordert Madagaskars Gen Z die Auflösung des Parlaments</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Jugendbewegung Gen Z Madagaskar fordert nach dem Streit über eine neue Kraftfahrzeugsteuer erneut die Auflösung der madagassischen Nationalversammlung. Die Erklärung wurde am Samstag, 13. Juni 2026, über soziale Netzwerke verbreitet. Das Bündnis macht die Abgeordnetenkammer für die Einführung der inzwischen ausgesetzten Steuer mitverantwortlich und spricht ihr die politische Legitimität ab. Zugleich kündigt die Bewegung an, vor dem Nationalfeiertag auf größere Straßenaktionen zu verzichten, ohne ihre Forderungen zurückzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser der neuen Auseinandersetzung ist die Taxe sur les véhicules à moteur, kurz TVM. Die Abgabe war im November 2025 mit dem Staatshaushalt für 2026 von der Nationalversammlung beschlossen worden. Nach massiver Kritik setzte das Wirtschafts- und Finanzministerium ihre Umsetzung zunächst aus.</p>



<h2 id="h-fahrzeugsteuer-lost-breite-kritik-aus" class="wp-block-heading"><span id="fahrzeugsteuer-loest-breite-kritik-aus">Fahrzeugsteuer löst breite Kritik aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generaldirektion für Steuern hatte die TVM am 9. Juni öffentlich angekündigt. Besitzer bereits zugelassener Fahrzeuge sollten die jährliche Abgabe ursprünglich bis zum 15. Juli entrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffen wären nicht nur private Autos und Motorräder gewesen. Die Steuer sollte auch für Nutzfahrzeuge, motorisierte Boote und Flugzeuge gelten. Ihre Zahlung war zudem mit mehreren Verwaltungsverfahren verbunden, darunter Versicherungen, Halterwechsel, technische Kontrollen und bestimmte Betriebsgenehmigungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden begründeten die neue Abgabe mit höheren Staatseinnahmen und einer verbesserten Erfassung der Fahrzeuge. In sozialen Netzwerken stieß die Regelung jedoch rasch auf Widerstand. Kritiker verwiesen auf steigende Lebenshaltungskosten, sinkende Kaufkraft und die bereits bestehenden finanziellen Belastungen vieler Haushalte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gen Z Madagasikara forderte eine grundsätzliche Überprüfung der Abgaben, die Fahrzeughaltern auferlegt werden. Einzelne Vertreter der Bewegung stellten auch die verpflichtende Versicherung zur Diskussion, falls die Fahrzeugsteuer beibehalten werden sollte.</p>



<h2 id="h-parlamentsprasident-fordert-rucknahme-einer-beschlossenen-steuer" class="wp-block-heading"><span id="parlamentspraesident-fordert-ruecknahme-einer-beschlossenen-steuer">Parlamentspräsident fordert Rücknahme einer beschlossenen Steuer</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28149 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach der wachsenden Kritik änderte auch die Führung der Nationalversammlung ihre Position. Parlamentspräsident Siteny Randrianasoloniako sprach sich dafür aus, die Bestimmungen zur TVM aus dem Nachtragshaushalt zu streichen, der derzeit in Tsimbazaza beraten wird.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gen Z Madagasikara wertet diesen Kurswechsel als Ausdruck institutioneller Widersprüche. Die Nationalversammlung habe die Steuer zunächst mit dem Haushalt beschlossen und fordere nun selbst ihre Abschaffung, nachdem die öffentliche Ablehnung deutlich geworden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/putsch-in-madagaskar-praesident-rajoelina-flieht-per-franzoesischem-militaerflugzeug/" type="post" id="20781">Die Bewegung sieht darin ein Zeichen mangelnder Vorbereitung und fehlender politischer Verantwortung.</a> Aus ihrer Sicht hat die Abgeordnetenkammer eine Maßnahme angenommen, ohne deren Folgen für Bürger und Wirtschaft ausreichend zu berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Suspendierung der Steuer durch das Finanzministerium beendet den politischen Streit daher nicht. Gen Z Madagasikara richtet seine Kritik inzwischen nicht mehr allein gegen die Abgabe, sondern gegen die Funktionsweise der Nationalversammlung insgesamt.</p>



<h2 id="h-bewegung-spricht-abgeordneten-legitimitat-ab" class="wp-block-heading"><span id="bewegung-spricht-abgeordneten-legitimitaet-ab">Bewegung spricht Abgeordneten Legitimität ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Erklärung wirft die Jugendbewegung den Abgeordneten vor, sich von den Lebensbedingungen der Bevölkerung entfernt zu haben. Die Nationalversammlung könne die Erwartungen und Interessen der Bürger nicht mehr glaubwürdig vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit um die TVM ist dabei Teil einer umfassenderen Kritik. Gen Z verweist auf wiederholte Kurswechsel, öffentliche Auseinandersetzungen und aus ihrer Sicht widersprüchliche Entscheidungen innerhalb des Parlaments.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewegung fordert bereits seit mehreren Monaten die Auflösung der Nationalversammlung. Darüber hinaus richtet sich ihre Kritik gegen den Hohen Verfassungsgerichtshof und die unabhängige nationale Wahlkommission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gen Z Madagaskar hatte bei den Protesten des Jahres 2025 eine sichtbare Rolle gespielt. Inzwischen versucht das Bündnis, den öffentlichen Unmut über einzelne politische Entscheidungen in einen dauerhaften institutionellen Reformdruck zu überführen.</p>



<h2 id="h-konflikte-belasten-die-nationalversammlung" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-belasten-die-nationalversammlung">Konflikte belasten die Nationalversammlung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Forderung fällt in eine Phase zunehmender Spannungen innerhalb der Abgeordnetenkammer. Das Verhältnis zwischen Parlamentspräsident Randrianasoloniako und Oppositionsführer Milavonjy Philobert gilt als stark belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer <a href="https://madagascar-tribune.com/Les-tensions-se-multiplient-nouvel-echange-muscle-entre-Siteny.html">Sitzung</a> in Tsimbazaza kam es zuletzt zu einem scharfen Wortwechsel. Randrianasoloniako äußerte ironisch den Wunsch, Philobert möge „für immer“ Oppositionsführer bleiben, während die Mehrheit ebenfalls „für immer“ regieren werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Philobert wies die Äußerung anschließend zurück. Seine politische Zukunft werde nicht vom Präsidenten der Nationalversammlung bestimmt, erklärte der Abgeordnete aus Ambovombe Androy.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Konflikte betreffen die Aufhebung parlamentarischer Immunität, die Inhaftierung von Abgeordneten und das Ausscheiden von fünf Mandatsträgern, die dem früheren Regierungslager zugerechnet werden. Vertreter der Zivilgesellschaft führen diese Vorgänge als Belege für einen Glaubwürdigkeitsverlust des Parlaments an.</p>



<h2 id="h-gen-z-setzt-vorerst-auf-politischen-druck" class="wp-block-heading"><span id="gen-z-setzt-vorerst-auf-politischen-druck">Gen Z setzt vorerst auf politischen Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewegung kündigte an, ihre Forderung nach der Auflösung der Nationalversammlung weiterzuverfolgen. Der politische Druck soll nach ihrer Darstellung kontinuierlich über öffentliche Erklärungen und organisierte Kampagnen aufrechterhalten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem madagassischen Nationalfeiertag will Gen Z jedoch eine Verschärfung der Sicherheitslage vermeiden. Das Bündnis erklärt, vorerst auf Aktionen zu verzichten, die zu Zusammenstößen oder Störungen der öffentlichen Ordnung führen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zurückhaltung bezieht sich nach Angaben der Bewegung ausschließlich auf die Form des Protests. An der Forderung nach einem Ende der laufenden Legislaturperiode hält Gen Z Madagasikara fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachtragshaushalt wird derzeit im Parlament beraten. Parlamentspräsident Randrianasoloniako verlangt, die Regelungen zur TVM daraus zu entfernen, nachdem die Abgabe bereits Bestandteil des im November 2025 verabschiedeten Haushaltsgesetzes für 2026 geworden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Vor G7-Reise verteidigt Kenias Präsident Ruto seine häufigen Auslandsreisen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vor-g7-reise-verteidigt-kenias-praesident-ruto-seine-haeufigen-auslandsreisen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>„Mein Terminkalender ist für sechs Monate voll“: Vor seiner Reise zum G7-Gipfel verteidigt Kenias Präsident William Ruto seine zahlreichen Auslandsreisen gegen Kritik der Opposition.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvor-g7-reise-verteidigt-kenias-praesident-ruto-seine-haeufigen-auslandsreisen%2F&amp;action_name=Vor%20G7-Reise%20verteidigt%20Kenias%20Pr%C3%A4sident%20Ruto%20seine%20h%C3%A4ufigen%20Auslandsreisen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vor-g7-reise-verteidigt-kenias-praesident-ruto-seine-haeufigen-auslandsreisen/">Vor G7-Reise verteidigt Kenias Präsident Ruto seine häufigen Auslandsreisen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto hat seine häufigen Auslands- und Inlandsreisen gegen Kritik der Opposition verteidigt und sie als Teil seiner Entwicklungsstrategie bezeichnet. Die Äußerungen fielen am Sonntag, 14. Juni 2026, bei einer kirchlichen Spendenveranstaltung im Kajiado County. Einen Tag später will Ruto zum G7-Gipfel nach Évian-les-Bains reisen, zu dem Frankreich Kenia als Gast eingeladen hat. Oppositionspolitiker stellen die Kosten und konkreten Ergebnisse seiner Reisetätigkeit infrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto erklärte, sein Terminkalender sei bereits für die kommenden sechs Monate gefüllt. Die zahlreichen Reisen gehörten zu dem Auftrag, den ihm die kenianische Bevölkerung bei der Präsidentschaftswahl 2022 erteilt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist die Arbeit, für die ich als Staatsoberhaupt gewählt wurde“, sagte Ruto. Er habe für das Amt kandidiert, weil er die Gelegenheit erhalten habe, dem Land in dieser Funktion zu dienen.</p>



<h2 id="h-ruto-erklart-reisen-zum-regierungsauftrag" class="wp-block-heading"><span id="ruto-erklaert-reisen-zum-regierungsauftrag">Ruto erklärt Reisen zum Regierungsauftrag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident reagierte auf Kritik an einer Reihe internationaler und innerkenianischer Termine. Nach seiner jüngsten Rückkehr aus Europa reiste er unter anderem nach Marsabit, Kakamega und Kajiado.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto stellte die Reisen als Arbeitstermine dar, die Investitionen, Handel und Entwicklungspartnerschaften fördern sollten. Seine Regierung müsse zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um die wirtschaftliche Entwicklung Kenias zu beschleunigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wer Urlaub machen will, kann das tun. Ich habe jedoch eine Aufgabe zu erfüllen“, sagte der Präsident. Sein Ziel sei es, die wirtschaftliche Transformation des Landes voranzutreiben und die im Wahlkampf gemachten Zusagen umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Vergleich nannte er Südkorea, Singapur und Malaysia. Diese Staaten hätten sich vor rund sechs Jahrzehnten auf einem ähnlichen wirtschaftlichen Entwicklungsstand wie Kenia befunden, seien inzwischen jedoch deutlich weiter vorangekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia müsse deshalb schneller wachsen und größere Anstrengungen unternehmen, um den Abstand zu verringern, erklärte Ruto.</p>



<h2 id="h-kenia-reist-als-gast-zum-g7-gipfel" class="wp-block-heading"><span id="kenia-reist-als-gast-zum-g7-gipfel">Kenia reist als Gast zum G7-Gipfel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto will am Montag am G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains teilnehmen. Frankreich hat neben Kenia auch Brasilien, Indien und Südkorea als Gaststaaten eingeladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die G7 besteht aus Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Auch die Europäische Union nimmt an den Treffen teil.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28146 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-2048x1365.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ruto erklärte in Kajiado, er werde bei dem Gipfel die Interessen der 54 afrikanischen Staaten vertreten. Dabei sollten unter anderem die wirtschaftliche Nutzung afrikanischer Ressourcen, die wachsende Bevölkerung des Kontinents und internationale Partnerschaften behandelt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia nimmt nicht als Mitglied der G7, sondern auf Einladung der französischen Präsidentschaft teil. Rutos Aussage beschreibt damit den politischen Anspruch, bei dem Treffen afrikanische Positionen einzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Schwerpunkten der französischen G7-Präsidentschaft gehören globale wirtschaftliche Ungleichgewichte, Entwicklungsfinanzierung, sichere Lieferketten und die Gestaltung internationaler Partnerschaften.</p>



<h2 id="h-brussel-reise-starkt-beziehungen-zur-europaischen-union" class="wp-block-heading"><span id="bruessel-reise-staerkt-beziehungen-zur-europaeischen-union">Brüssel-Reise stärkt Beziehungen zur Europäischen Union</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto war wenige Tage zuvor in Brüssel mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, zusammengetroffen. Costa bezeichnete Kenia anschließend als einen der wichtigsten Partner der Europäischen Union in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche betrafen Frieden und Sicherheit, Klimapolitik, Handel, Investitionen und multilaterale Zusammenarbeit. <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">Ruto führt den wachsenden diplomatischen Zugang Kenias zu internationalen Institutionen als Ergebnis seiner Reisetätigkeit an.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union gehört zu den bedeutenden Handels- und Entwicklungspartnern Kenias. Beide Seiten hatten ihre wirtschaftlichen Beziehungen bereits durch ein Handelsabkommen vertieft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto betrachtet solche Treffen zugleich als Teil einer Strategie, Nairobi als politischen und wirtschaftlichen Ansprechpartner internationaler Partner in Afrika zu positionieren.</p>



<h2 id="h-africa-forward-als-beispiel-fur-internationale-vernetzung" class="wp-block-heading"><span id="africa-forward-als-beispiel-fuer-internationale-vernetzung">Africa Forward als Beispiel für internationale Vernetzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/" type="post" id="27333">Als weiteren Erfolg seiner Außenpolitik nannte Ruto den Africa-Forward-Gipfel, den Kenia im Mai gemeinsam mit Frankreich in Nairobi ausrichtete.</a> An dem Treffen nahmen mehr als 30 afrikanische Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter internationaler Organisationen und der Wirtschaft teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche konzentrierten sich auf Investitionen, Innovation, Entwicklung, Frieden und eine Reform der internationalen Finanzarchitektur. Afrikanische Regierungen kritisierten dabei insbesondere die hohen Kreditkosten und die Bewertung finanzieller Risiken auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto forderte bei dem Gipfel Änderungen am internationalen System der Kreditbewertung. Afrikanische Staaten würden trotz ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten häufig als übermäßig riskant eingestuft und müssten deshalb höhere Zinsen zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud Ruto im Zusammenhang mit diesen Gesprächen zum G7-Gipfel ein. Die französische Regierung will dort unter anderem neue Finanzierungsmodelle und Investitionsgarantien für afrikanische Projekte beraten.</p>



<h2 id="h-opposition-verlangt-nachweise-fur-den-nutzen" class="wp-block-heading"><span id="opposition-verlangt-nachweise-fuer-den-nutzen">Opposition verlangt Nachweise für den Nutzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenianische Oppositionspolitiker kritisieren Rutos Reisetätigkeit seit längerer Zeit. Sie werfen ihm vor, zu viel Zeit im Ausland zu verbringen, während Teile der Bevölkerung unter hohen Lebenshaltungskosten, Arbeitslosigkeit und wachsender Steuerbelastung litten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Kritik stehen die Kosten der Reisen und die Frage, welche angekündigten Investitionen und Vereinbarungen tatsächlich umgesetzt wurden. Die Opposition verlangt konkretere Angaben zu wirtschaftlichen Ergebnissen, geschaffenen Arbeitsplätzen und abgeschlossenen Projekten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto weist die Vorwürfe zurück. Die Reisen hätten Kenias diplomatisches Gewicht erhöht und neue Möglichkeiten in den Bereichen Handel, Investitionen, Klimafinanzierung und Entwicklungszusammenarbeit eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch den Afrikanischen Klimagipfel von 2023 führt der Präsident als Beispiel an. Das Treffen in Nairobi brachte afrikanische Regierungen zusammen, um gemeinsame Positionen zu Klimafinanzierung, erneuerbaren Energien und nachhaltiger Entwicklung zu formulieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der G7-Gipfel in Évian-les-Bains findet vom 15. bis 17. Juni statt. Neben wirtschaftlichen Fragen stehen die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die internationale Zusammenarbeit bei Rohstoffen und Lieferketten auf der Tagesordnung.</p>
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		<title>Eritrea fordert mehr afrikanische Einheit im globalen Wettbewerb</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eritrea-fordert-mehr-afrikanische-einheit-im-globalen-wettbewerb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 23:21:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eritrea]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrika dürfe bei internationalen Entscheidungen nicht länger zurückgelassen werden, fordert Eritreas Außenminister Osman Saleh. In Asmara warb er für mehr Einheit, gemeinsame Ressourcennutzung und sichere Wasserversorgung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feritrea-fordert-mehr-afrikanische-einheit-im-globalen-wettbewerb%2F&amp;action_name=Eritrea%20fordert%20mehr%20afrikanische%20Einheit%20im%20globalen%20Wettbewerb&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eritrea-fordert-mehr-afrikanische-einheit-im-globalen-wettbewerb/">Eritrea fordert mehr afrikanische Einheit im globalen Wettbewerb</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Eritreas Außenminister Osman Saleh hat die afrikanischen Staaten zu engerer Zusammenarbeit, verantwortlicher Nutzung ihrer Rohstoffe und größerer Eigenständigkeit in internationalen Entscheidungen aufgerufen. Die Rede hielt er am Samstag, 13. Juni 2026, bei einer Feier zum 63. Jahrestag des Afrika-Tages in Asmara. Angesichts wachsender Konkurrenz um Ressourcen und strategische Partnerschaften müsse der Kontinent seine wirtschaftlichen Möglichkeiten stärker gemeinsam nutzen. Zugleich verwies Saleh auf anhaltende Armut, Konflikte und eine aus seiner Sicht unzureichende regionale Integration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das eritreische Außenministerium und die in Eritrea vertretenen afrikanischen Staaten veranstalteten die Feier im Asmara Palace Hotel unter dem Motto „Afrika: Ein Herz, ein Land, ein Schicksal“. An der Veranstaltung nahmen Regierungsmitglieder, hochrangige Vertreter der Regierungspartei Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit, Botschafter und weitere Diplomaten teil.</p>



<h2 id="h-saleh-verlangt-bestandsaufnahme-afrikanischer-entwicklung" class="wp-block-heading"><span id="saleh-verlangt-bestandsaufnahme-afrikanischer-entwicklung">Saleh verlangt Bestandsaufnahme afrikanischer Entwicklung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika verfüge über enorme natürliche Reichtümer, während große Teile seiner Bevölkerung weiterhin in Armut lebten, sagte Saleh. Gleichzeitig zerstörten bewaffnete Konflikte Menschenleben, Eigentum und wirtschaftliche Chancen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kontinent müsse deshalb seine gegenwärtige Lage grundlegend bewerten und Strategien entwickeln, um Armut und Konflikte zu überwinden. Eine stärkere wirtschaftliche Ergänzung zwischen den Staaten und Regionen sei notwendig, damit Afrika geschlossen handeln könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/88-millionen-euro-fuer-agenda-2063-afrikanische-union-und-deutschland-vertiefen-partnerschaft/" type="post" id="22185">Die in der Agenda 2063 der Afrikanischen Union formulierte Vision eines integrierten, wohlhabenden und friedlichen Kontinents bleibe erreichbar.</a> Die bisherigen Fortschritte entsprächen jedoch noch nicht den selbst gesetzten Zielen, erklärte der Außenminister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Agenda 2063 ist das langfristige Entwicklungsprogramm der Afrikanischen Union. Sie verbindet wirtschaftliche Integration, Frieden, politische Zusammenarbeit und eine stärkere internationale Rolle Afrikas.</p>



<h2 id="h-wettbewerb-um-ressourcen-nimmt-zu" class="wp-block-heading"><span id="wettbewerb-um-ressourcen-nimmt-zu">Wettbewerb um Ressourcen nimmt zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Saleh stellte seine Forderungen in den Zusammenhang einer sich verändernden internationalen Ordnung. Neue Machtzentren entstünden, technologische Entwicklungen beschleunigten sich und die wirtschaftliche Abhängigkeit zwischen Staaten nehme zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/" type="post" id="27743">Gleichzeitig wachse der Wettbewerb um Rohstoffe und strategische Partnerschaften. </a>Klimatische Belastungen, Gesundheitskrisen und soziale Ungleichheit könnten nicht allein auf nationaler Ebene bewältigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika müsse seine natürlichen Ressourcen „mit Integrität, Disziplin und einer gemeinsamen langfristigen Vision“ verwalten, sagte Saleh. Sie könnten eine Grundlage für breiter verteiltes Wirtschaftswachstum und nachhaltige Entwicklung bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden nicht länger akzeptieren, bei internationalen Entscheidungen zurückgelassen zu werden“, erklärte der Minister. Afrika könne seinen politischen und wirtschaftlichen Platz in der Welt nur durch Solidarität und gemeinsames Handeln stärken.</p>



<h2 id="h-wasser-und-sanitarversorgung-als-au-schwerpunkt" class="wp-block-heading"><span id="wasser-und-sanitaerversorgung-als-au-schwerpunkt">Wasser und Sanitärversorgung als AU-Schwerpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung griff zugleich das Jahresthema der Afrikanischen Union auf. Es lautet 2026: „Nachhaltige Wasserverfügbarkeit und sichere Sanitärsysteme gewährleisten, um die Ziele der Agenda 2063 zu erreichen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Saleh bezeichnete den Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung als Grundlage für Gesundheit, Menschenwürde und wirtschaftliche Entwicklung. Eine verlässliche Wasserversorgung ermögliche Hygiene, Sauberkeit und die Vorbeugung gegen Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister verwies dabei auf die besonderen klimatischen Bedingungen Eritreas. Das Land ist in weiten Teilen trocken und regelmäßig von Wasserknappheit betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/neuer-damm-in-emahmimet-eingeweiht/" type="post" id="11907">Die eritreische Regierung habe große, mittlere und kleinere Dämme sowie Wasserspeicher errichtet, um Niederschläge aufzufangen und länger nutzbar zu machen, erklärte Saleh. </a>Die Maßnahmen folgten dem Grundsatz, „jeden Tropfen Wasser zu bewahren“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er bezeichnete die Projekte als Ergebnis langfristiger Planung und konsequenter Ressourcenschonung. Auch die Sanitärversorgung werde weiter ausgebaut. Unabhängige Zahlen zur landesweiten Verfügbarkeit von Trinkwasser und sicheren Sanitäranlagen nannte der Minister in seiner Rede nicht.</p>



<h2 id="h-sudafrika-wirbt-fur-gemeinsame-partnerschaften" class="wp-block-heading"><span id="suedafrika-wirbt-fuer-gemeinsame-partnerschaften">Südafrika wirbt für gemeinsame Partnerschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">südafrikanische</a> Botschafter in Eritrea, Percy Mbuzeli Kumsha, bezeichnete den Afrika-Tag als Gelegenheit für eine gemeinsame Bestandsaufnahme des Kontinents.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Afrika-Tag ist mehr als ein Gedenken. Er ist eine Bekräftigung unseres gemeinsamen Weges und der Tatsache, dass uns ein gemeinsames Schicksal verbindet“, sagte Kumsha.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein afrikanischer Staat könne die bestehenden Aufgaben allein bewältigen. Der Kontinent benötige deshalb „intelligente Partnerschaften“, die gemeinsames Handeln ermöglichten.</p>



<h2 id="h-asmara-stellt-gemeinsame-identitat-heraus" class="wp-block-heading"><span id="asmara-stellt-gemeinsame-identitaet-heraus">Asmara stellt gemeinsame Identität heraus</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="551" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/shabait9846375968-1-1024x551.jpg" alt="" class="wp-image-28141 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/shabait9846375968-1-1024x551.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/shabait9846375968-1-300x161.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/shabait9846375968-1-768x413.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/shabait9846375968-1-380x204.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/shabait9846375968-1-800x430.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/shabait9846375968-1.jpg 1069w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das für die Feier in Asmara gewählte Motto „Ein Herz, ein Land, ein Schicksal“ solle die gemeinsame Geschichte und Identität Afrikas ausdrücken, erklärte Saleh. Trotz unterschiedlicher Sprachen, Regionen und gesellschaftlicher Hintergründe seien die Staaten des Kontinents durch Werte wie Solidarität, Gastfreundschaft und gegenseitige Unterstützung verbunden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das „eine Herz“ stehe für gemeinsame Ziele, das „eine Land“ für das afrikanische Erbe und die Verantwortung gegenüber den natürlichen Ressourcen. Das gemeinsame Schicksal müsse von Afrikanern selbst gestaltet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zentralen Veranstaltung waren mehrere gemeinsame Aktivitäten vorausgegangen. Dazu gehörten eine Podiumsdiskussion über afrikanische Einheit in einer veränderten Weltordnung und ein Fußballspiel zwischen Mitarbeitern des eritreischen Außenministeriums und einer Auswahl afrikanischer Botschaften in Asmara.</p>
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		<item>
		<title>Proteste gegen mögliche dritte Amtszeit von Präsident Tshisekedi eskalieren in Kinshasa</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/proteste-gegen-moegliche-dritte-amtszeit-von-praesident-tshisekedi-eskalieren-in-kinshasa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 16:24:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Tränengas, Schüsse und verletzte Oppositionspolitiker: Nach den Zusammenstößen am Parlament in Kinshasa kündigt die Regierung Ermittlungen an. Menschenrechtsgruppen verlangen eine unabhängige Untersuchung.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/proteste-gegen-moegliche-dritte-amtszeit-von-praesident-tshisekedi-eskalieren-in-kinshasa/">Proteste gegen mögliche dritte Amtszeit von Präsident Tshisekedi eskalieren in Kinshasa</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bei Protesten gegen eine mögliche dritte Amtszeit von Präsident Félix Tshisekedi ist es in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen. Sicherheitskräfte setzten am Freitag, 12. Juni 2026, rund um den Palais du Peuple Tränengas ein und gaben Schüsse ab. Mehrere Demonstranten, Oppositionspolitiker und Polizisten wurden verletzt. Die Regierung kündigte anschließend Ermittlungen an, während Menschenrechtsorganisationen eine unabhängige Untersuchung fordern. Angaben der Opposition über zwei Todesopfer sind bislang nicht bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser der Proteste ist ein Gesetzentwurf zur Durchführung von Referenden. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-tshisekedi-haelt-sich-zwei-wege-zur-macht-offen/">Die oppositionelle Koalition C64 befürchtet, dass damit der Weg für eine Verfassungsänderung geebnet werden könnte, die Tshisekedi eine dritte Amtszeit ermöglichen würde. </a>Die Regierung weist entsprechende Vorwürfe zurück.</p>



<h2 id="h-regierung-bestatigt-verletzte-und-sachschaden" class="wp-block-heading"><span id="regierung-bestaetigt-verletzte-und-sachschaeden">Regierung bestätigt Verletzte und Sachschäden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die kongolesische Regierung verurteilte die Gewalt und wies die zuständigen Stellen an, die genauen Umstände der Vorfälle zu ermitteln. Nach ihrer Darstellung wurden sowohl Demonstranten als auch Angehörige der Sicherheitskräfte verletzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem seien mehrere Fahrzeuge in Brand gesetzt sowie öffentliche und private Güter beschädigt worden. Der für Justiz zuständige Staatsminister traf Vertreter der beteiligten Parteien, um über den Ablauf und die Folgen der Auseinandersetzungen zu sprechen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/bitmap_1200_nocrop_1_1_20251024210311986055_Muyaya_1-1024x600.jpeg" alt="" class="wp-image-28135 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/bitmap_1200_nocrop_1_1_20251024210311986055_Muyaya_1-1024x600.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/bitmap_1200_nocrop_1_1_20251024210311986055_Muyaya_1-300x176.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/bitmap_1200_nocrop_1_1_20251024210311986055_Muyaya_1-768x450.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/bitmap_1200_nocrop_1_1_20251024210311986055_Muyaya_1-380x223.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/bitmap_1200_nocrop_1_1_20251024210311986055_Muyaya_1-800x469.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/bitmap_1200_nocrop_1_1_20251024210311986055_Muyaya_1-1160x680.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/bitmap_1200_nocrop_1_1_20251024210311986055_Muyaya_1.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung bekräftigte zugleich das Recht auf freie Meinungsäußerung, Versammlung und friedliche Demonstration. Diese Freiheiten müssten jedoch im Rahmen der Gesetze sowie unter Wahrung der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit ausgeübt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Politische Parteien und Organisationen der Zivilgesellschaft wurden zu Zurückhaltung und Verantwortung aufgerufen. Die Regierung verwies auf die bestehenden rechtlichen und institutionellen Wege zur Austragung politischer Konflikte.</p>



<h2 id="h-polizei-lost-marsch-zum-parlament-auf" class="wp-block-heading"><span id="polizei-loest-marsch-zum-parlament-auf">Polizei löst Marsch zum Parlament auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am Morgen waren zahlreiche Angehörige der kongolesischen Nationalpolizei rund um den Palais du Peuple stationiert. Das Gebäude beherbergt das Parlament der Demokratischen Republik Kongo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage verschärfte sich am frühen Nachmittag. Anhänger der Opposition hatten sich zunächst am Sitz der Partei Engagement pour la Citoyenneté et le Développement, kurz ECiDé, von Martin Fayulu am Boulevard Triomphal versammelt. Von dort versuchten sie, in Richtung Parlament zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei setzte Tränengas ein und gab mehrere Schüsse ab, die von <em>Radio Okapi</em> als Warnschüsse beschrieben wurden. Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur Reuters auch vom Einsatz scharfer Munition. Eine offizielle Bestätigung dafür liegt bislang nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reuters berichtete zudem, dass Demonstranten Steine auf die Sicherheitskräfte geworfen hätten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur sowie der Associated Press kam es auch zu Auseinandersetzungen zwischen Oppositionsanhängern und Unterstützern des Regierungslagers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach mehr als einer Stunde wurden die Demonstranten mehrere Hundert Meter vom Parlament zurückgedrängt. Der Verkehr im Zentrum Kinshasas war zeitweise erheblich beeinträchtigt.</p>



<h2 id="h-behorden-und-opposition-nennen-unterschiedliche-opferzahlen" class="wp-block-heading"><span id="behoerden-und-opposition-nennen-unterschiedliche-opferzahlen">Behörden und Opposition nennen unterschiedliche Opferzahlen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Provinzregierung von Kinshasa erklärte, es seien keine Todesfälle registriert worden. Ihre vorläufige Bilanz nennt 20 leicht Verletzte, darunter 15 Polizisten und fünf Demonstranten. Außerdem seien etwa fünf Fahrzeuge in Brand geraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisatoren des Protests sprachen dagegen von zwei getöteten Mitgliedern der ECiDé und mehreren Schwerverletzten. Die behaupteten Todesfälle sind weder von staatlichen Stellen noch durch unabhängige Quellen bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Verletzten befinden sich mehrere führende Oppositionspolitiker. Genannt wurden Martin Fayulu, Delly Sesanga, Jean-Marc Kabund und Ados Ndombasi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufnahmen zeigten Fayulu mit sichtbaren Verletzungen und Blut im Gesicht sowie an seiner Kleidung. Das Kommunikationsteam von Delly Sesanga erklärte, der Politiker sei am Bein von einer Kugel getroffen worden.</p>



<h2 id="h-streit-uber-den-ort-der-demonstration" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-den-ort-der-demonstration">Streit über den Ort der Demonstration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden der Hauptstadt hatten eine Kundgebung unmittelbar vor dem Palais du Peuple nicht zugelassen. Nach Darstellung der Provinzregierung wurde den Organisatoren stattdessen das Gelände Terrain Assossa angeboten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verwaltung begründete dies mit dem besonderen Schutz des Parlamentssitzes und der Notwendigkeit, den Verkehr sowie den Betrieb öffentlicher Einrichtungen aufrechtzuerhalten. Die C64 lehnte die Verlegung ab und hielt am Palais du Peuple als symbolischem Ort des Protests fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Provinzregierung warf den Organisatoren vor, von den vereinbarten Bedingungen und dem vorgesehenen Verlauf der Kundgebung abgewichen zu sein. Die Opposition bezeichnete das Vorgehen der Sicherheitskräfte dagegen als Unterdrückung einer verfassungsrechtlich geschützten Demonstration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Rolle regierungsnaher Aktivisten ist umstritten. Oppositionsvertreter beschuldigen Mitglieder der sogenannten Force du progrès, an Angriffen auf Demonstranten und den Sitz der ECiDé beteiligt gewesen zu sein. Die Regierungspartei Union pour la démocratie et le progrès social wies die Vorwürfe zurück und sprach von einer gezielten Provokationsstrategie der Opposition.</p>



<h2 id="h-menschenrechtsgruppen-fordern-unabhangige-untersuchung" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechtsgruppen-fordern-unabhaengige-untersuchung">Menschenrechtsgruppen fordern unabhängige Untersuchung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere kongolesische und internationale Menschenrechtsorganisationen kritisierten den Einsatz der Sicherheitskräfte. Die Voix des Sans Voix bezeichnete das Vorgehen als „hart, blutig und unverhältnismäßig“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation verwies auf zahlreiche Verletzte und auf Schäden am Parteisitz der ECiDé. Sie warf Teilen der Sicherheitskräfte zudem vor, angesichts bestimmter Gewalttaten nicht eingeschritten zu sein. Eine unabhängige Untersuchung müsse klären, wer für die Übergriffe verantwortlich sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nouvelle Société civile congolaise verurteilte „Akte polizeilicher Brutalität gegen Bürger“, die von ihren Rechten auf Versammlung und Demonstration Gebrauch gemacht hätten. Sie verlangte eine medizinische Versorgung der Verletzten, Ermittlungen gegen mögliche Täter und einen politischen Dialog.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch schloss sich der Forderung nach einer unabhängigen, unparteiischen und transparenten Untersuchung an. Ida Sawyer, Direktorin für Krisen, Konflikte und Waffen bei der Organisation, verwies auf die Verletzungen führender Oppositionspolitiker und die Berichte über Angriffe auf den Sitz der ECiDé.</p>



<h2 id="h-referendumsgesetz-verscharft-politischen-konflikt" class="wp-block-heading"><span id="referendumsgesetz-verschaerft-politischen-konflikt">Referendumsgesetz verschärft politischen Konflikt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser des Protests ist ein Gesetzentwurf über die Organisation von Referenden. Die Nationalversammlung hatte die Vorlage wenige Tage vor der Demonstration in erster Lesung angenommen. Anschließend wurde sie zur weiteren Beratung an den Senat übermittelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die C64 befürchtet, dass ein Referendum den Weg zu einer Änderung der verfassungsrechtlichen Amtszeitbegrenzung öffnen könnte. Die kongolesische Verfassung schließt eine Änderung der Bestimmungen zur Zahl und Dauer der Amtszeiten des Präsidenten grundsätzlich aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tshisekedi wurde 2018 erstmals gewählt und 2023 für eine zweite Amtszeit bestätigt. Seine reguläre Amtszeit endet 2028. Die Opposition bezeichnet die Referendumsvorlage als Versuch, die geltenden Beschränkungen zu umgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Koalition C64 gehören mehrere zuvor getrennt auftretende Oppositionskräfte. Der Name verweist auf Artikel 64 der kongolesischen Verfassung, der die Bürger verpflichtet, sich gegen Personen oder Gruppen zu stellen, die die Macht unter Verletzung der verfassungsmäßigen Ordnung ausüben.</p>
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		<title>Somalilands Präsident reist nach Israel – Heftige Proteste aus Somalia und Ägypten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/somalilands-praesident-reist-nach-israel-heftige-proteste-aus-somalia-und-aegypten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 15:14:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Jemen]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Somalilands Präsident wird in Israel erstmals mit vollständigem Staatsprotokoll empfangen. Die Visite vertieft die Beziehungen nach der israelischen Anerkennung und verschärft den Konflikt mit Somalia.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsomalilands-praesident-reist-nach-israel-heftige-proteste-aus-somalia-und-aegypten%2F&amp;action_name=Somalilands%20Pr%C3%A4sident%20reist%20nach%20Israel%20%E2%80%93%20Heftige%20Proteste%20aus%20Somalia%20und%20%C3%84gypten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/somalilands-praesident-reist-nach-israel-heftige-proteste-aus-somalia-und-aegypten/">Somalilands Präsident reist nach Israel – Heftige Proteste aus Somalia und Ägypten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Somalilands Präsident Abdirahman Mohamed Abdullahi ist zu einem Staatsbesuch in Israel eingetroffen und von Präsident Isaac Herzog in Jerusalem empfangen worden. Die Visite begann am Sonntag, 14. Juni 2026. Es ist der erste Besuch eines somaliländischen Staatsoberhaupts in Israel und die bislang ranghöchste Begegnung seit der gegenseitigen Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Somalia lehnt die israelische Anerkennung Somalilands weiterhin als Verletzung seiner staatlichen Souveränität ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herzog empfing Abdullahi mit militärischen Ehren am Präsidentensitz. Auf der Tagesordnung stehen die Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft, Technologie, Gesundheit, Handel und Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Heute wird Geschichte geschrieben, und Somaliland ist bereit, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen, die auf Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt beruht“, erklärte Abdullahi nach seiner Ankunft.</p>



<h2 id="h-israel-empfangt-somaliland-mit-vollem-staatsprotokoll" class="wp-block-heading"><span id="israel-empfaengt-somaliland-mit-vollem-staatsprotokoll">Israel empfängt Somaliland mit vollem Staatsprotokoll</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise hat für Somaliland eine besondere diplomatische Bedeutung. Seit der einseitigen Unabhängigkeitserklärung von Somalia im Jahr 1991 bemüht sich die Regierung in Hargeisa um internationale Anerkennung. <a href="https://fokus-afrika.de/israels-anerkennung-von-somaliland-belastet-somalias-praesidentschaft-im-un-sicherheitsrat/" type="post" id="23367">Israel erkannte Somaliland am 26. Dezember 2025 als unabhängigen und souveränen Staat an und wurde damit das erste Mitglied der Vereinten Nationen, das diesen Schritt vollzog.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„35 Jahre lang hat das Volk von Somaliland eine friedliche, demokratische und widerstandsfähige Nation aufgebaut“, schrieb Abdullahi zu Beginn der Reise. Somaliland habe die internationale Gemeinschaft gefragt: „Seht ihr uns?“ Israel habe als erstes Land geantwortet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Visite markiere einen „historischen Meilenstein“ und den Beginn eines neuen Kapitels in den Beziehungen zwischen Somaliland und Israel, erklärte der Präsident. Er vertrete dabei die Hoffnungen und Interessen von nach seinen Angaben sechs Millionen Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der politische Analyst Sharmake Ali bezeichnete den Empfang als den ersten Moment seit 35 Jahren, in dem Somaliland von einem anderen Staat mit vollständigem diplomatischem Protokoll behandelt werde. Die Begegnung geht damit über die informellen Kontakte hinaus, die Hargeisa seit Jahren zu mehreren Regierungen und internationalen Partnern unterhält.</p>



<h2 id="h-herzog-drangt-auf-konkrete-zusammenarbeit" class="wp-block-heading"><span id="herzog-draengt-auf-konkrete-zusammenarbeit">Herzog drängt auf konkrete Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Israels Präsident erklärte beim Empfang, beide Seiten hätten mit „Mut und Realismus“ gehandelt. Israel habe eine staatliche Realität anerkannt, die sich über mehrere Jahrzehnte entwickelt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herzog verwies auf Bilder aus Somaliland, auf denen Menschen nach der Anerkennung israelische Fahnen schwenkten. Diese Szenen hätten in Israel große Aufmerksamkeit erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun müssten beide Seiten von politischen Erklärungen zu praktischer Zusammenarbeit übergehen. „Wir müssen von Erklärungen zu Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den Menschen übergehen“, sagte Herzog.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28130 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Als gemeinsame Interessen nannte er den Kampf gegen extremistische Gruppen, regionale Sicherheit und den Schutz der freien Schifffahrt. Somaliland liegt am Golf von Aden gegenüber dem Jemen und damit an einer der strategisch wichtigsten Seeverbindungen zwischen dem Indischen Ozean, dem Roten Meer und dem Suezkanal.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Über den Hafen von Berbera besteht ein direkter Zugang zu einer Route, die für den internationalen Handel und die Energieversorgung von großer Bedeutung ist. Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf Schiffe im Roten Meer haben die sicherheitspolitische Bedeutung der Region für Israel zusätzlich erhöht.</p>



<h2 id="h-beziehungen-wurden-seit-dezember-rasch-ausgebaut" class="wp-block-heading"><span id="beziehungen-wurden-seit-dezember-rasch-ausgebaut">Beziehungen wurden seit Dezember rasch ausgebaut</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise Abdallahis folgt auf mehrere diplomatische Schritte innerhalb weniger Monate. <a href="https://fokus-afrika.de/israels-aussenminister-saar-besucht-somaliland-nach-anerkennung-durch-israel/" type="post" id="23249">Nach der israelischen Anerkennung besuchte Außenminister Gideon Sa’ar am 6. Januar 2026 die somaliländische Hauptstadt Hargeisa.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sa’ar führte dort Gespräche mit Abdullahi über den Ausbau der bilateralen Beziehungen. Während des Besuchs nahm der somaliländische Präsident die Einladung zu einer Reise nach Israel an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somaliland entsandte anschließend Mohamed Omar Hagi Mohamoud als ersten Botschafter nach Israel. <a href="https://fokus-afrika.de/israels-botschafter-fuer-somaliland-loest-scharfe-reaktionen-aus/" type="post" id="26718">Israel ernannte seinerseits einen diplomatischen Vertreter für Somaliland.</a> Beide Seiten kündigten den Aufbau regulärer diplomatischer Vertretungen an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hargeisa wirbt insbesondere um israelische Investitionen und Technologie. Somaliland bietet nach Darstellung seiner Regierung Möglichkeiten in der Landwirtschaft, im Bergbau, im Energiesektor und in der Hafenwirtschaft. </p>



<h2 id="h-somalia-weist-anerkennung-als-rechtswidrig-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="somalia-weist-anerkennung-als-rechtswidrig-zurueck">Somalia weist Anerkennung als rechtswidrig zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Mogadischu erkennt die Unabhängigkeit Somalilands nicht an. Sie betrachtet das Gebiet weiterhin als Teil der Bundesrepublik Somalia und bezeichnet offizielle Kontakte anderer Staaten mit Hargeisa ohne ihre Zustimmung als rechtswidrig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalias Präsident Hassan Sheikh Mohamud hatte die israelische Anerkennung kurz vor dem Besuch Abdallahis als einen der schwersten politischen Vorgänge in der jüngeren Geschichte seines Landes bezeichnet. Mogadischu spricht von einem Angriff auf die Souveränität und territoriale Integrität Somalias.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Besuch des israelischen Außenministers in Hargeisa forderte Somalia die Vereinten Nationen und die Afrikanische Union auf, an der international anerkannten Einheit des Landes festzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somaliland verwaltet sich dagegen seit 1991 weitgehend unabhängig. Es verfügt über eine eigene Regierung, ein Parlament, Sicherheitskräfte, eine Währung und staatliche Institutionen. Die internationale Gemeinschaft behandelte das Gebiet jedoch über Jahrzehnte nicht als souveränen Staat.</p>



<h2 id="h-botschaft-in-jerusalem-sorgt-fur-weiteren-streit" class="wp-block-heading"><span id="botschaft-in-jerusalem-sorgt-fuer-weiteren-streit">Botschaft in Jerusalem sorgt für weiteren Streit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Spannungen löste die Ankündigung Somalilands aus, eine Botschaft in Jerusalem zu unterhalten. Ägypten, Somalia und weitere arabische und mehrheitlich muslimische Staaten verurteilten den Schritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten 15 Staaten die geplante diplomatische Vertretung als Verletzung des Völkerrechts und des rechtlichen Status von Ostjerusalem. Zu den Unterzeichnern gehörten neben Ägypten und Somalia auch Saudi-Arabien, Katar, Jordanien, die Türkei, Pakistan, Indonesien, Dschibuti, Sudan, Jemen, Oman, Libanon, Mauretanien und die Palästinensische Autonomiebehörde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ägypten unterstützt ausdrücklich die Einheit und territoriale Integrität Somalias. Kairo lehnt sowohl die israelische Anerkennung Somalilands als auch eine somaliländische Vertretung in Jerusalem ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Hargeisa beharrt dagegen darauf, ihre internationalen Beziehungen eigenständig bestimmen zu können. Die israelische Anerkennung bildet dabei den bislang weitreichendsten diplomatischen Erfolg Somalilands seit der Unabhängigkeitserklärung von 1991.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreich und die Türkei ringen in Afrika um Einfluss – neue SADAT-Vorwürfe in Mali</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 12:08:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Schützt das türkische Unternehmen SADAT Malis Übergangspräsidenten Assimi Goïta? France 24 greift die unbestätigten Vorwürfe erneut auf. SADAT bestreitet jede Präsenz und operative Tätigkeit in Mali.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali%2F&amp;action_name=Frankreich%20und%20die%20T%C3%BCrkei%20ringen%20in%20Afrika%20um%20Einfluss%20%E2%80%93%20neue%20SADAT-Vorw%C3%BCrfe%20in%20Mali&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali/">Frankreich und die Türkei ringen in Afrika um Einfluss – neue SADAT-Vorwürfe in Mali</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der wachsende Wettbewerb zwischen Frankreich und der Türkei um politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss in Afrika zeigt sich derzeit auch in Mali. Der französische Auslandssender <em>France 24</em> hat erneut eine mögliche Rolle des türkischen Sicherheitsunternehmens SADAT im Umfeld der malischen Staatsführung thematisiert. Die Ausstrahlung erfolgte am Samstag, 13. Juni 2026. Der Sender sprach von anhaltenden Hinweisen auf den Einsatz türkischer Kräfte zum Schutz von Übergangspräsident Assimi Goïta und zur Ausbildung malischer Spezialeinheiten. SADAT weist die Vorwürfe vollständig zurück und erklärt, weder Personal noch operative Aktivitäten in Mali zu unterhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Fernsehbeitrag räumte <em>France 24</em> ein, dass eine Präsenz des Unternehmens in Mali nicht offiziell bestätigt sei. Der Korrespondent Ludovic de Foucaud verwies vielmehr auf „sehr hartnäckige Gerüchte“ über eine doppelte Aufgabe von SADAT innerhalb des Landes. Die Berichterstattung fügt sich in eine breitere Debatte über den schwindenden Einfluss Frankreichs im Sahel und den zunehmenden Ausbau türkischer Beziehungen zu afrikanischen Staaten ein.</p>



<h2 id="h-berichte-uber-schutz-von-assimi-goita" class="wp-block-heading"><span id="berichte-ueber-schutz-von-assimi-goita">Berichte über Schutz von Assimi Goïta</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des Senders soll das türkische Unternehmen an der persönlichen Absicherung von Assimi Goïta beteiligt sein. Im Beitrag fiel in diesem Zusammenhang der Begriff einer „Prätorianergarde“ des malischen Übergangspräsidenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>France 24</em> brachte die Vorwürfe mit Angriffen vom 25. April in Verbindung, bei denen bewaffnete Gruppen in bislang ungekanntem Umfang auch Drohnen eingesetzt haben sollen. Während dieser Angriffe sei Goïta möglicherweise von türkischen Kräften in Sicherheit gebracht worden. Unabhängige Belege für diese Darstellung nannte der Sender nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als zweite mögliche Aufgabe führte <em>France 24</em> die Ausbildung von Spezialeinheiten der malischen Streitkräfte an. Auch hierfür wurden in der Sendung keine öffentlich überprüfbaren Nachweise vorgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SADAT wird in internationalen Medien wiederholt als „türkisches Wagner“ oder als inoffizielle Parallelstruktur im Umfeld des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bezeichnet. Das Unternehmen wurde 2012 von dem früheren türkischen General Adnan Tanrıverdi gegründet und wird inzwischen von dessen Sohn geführt. SADAT selbst weist die Bezeichnung als Söldnerorganisation zurück.</p>



<h2 id="h-sadat-bestreitet-personal-und-einsatze-in-mali" class="wp-block-heading"><span id="sadat-bestreitet-personal-und-einsaetze-in-mali">SADAT bestreitet Personal und Einsätze in Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen hatte bereits am 13. Februar 2026 auf eine frühere Dokumentation von <em>France 24</em> reagiert. In „Die Drohne und der Koran: Exklusive Untersuchung zur türkischen Macht in Afrika“ hatte der Sender ebenfalls über eine mögliche SADAT-Präsenz in Mali und anderen afrikanischen Staaten berichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/">SADAT erklärte daraufhin, die Behauptung, das Unternehmen schütze Assimi Goïta oder führe operative Tätigkeiten in Mali aus, sei „vollständig realitätswidrig“.</a> Es habe bislang „keine operative Tätigkeit“ in Mali ausgeübt und dort kein Personal beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen warf <em>France 24</em> vor, selbst das Fehlen öffentlich bekannter Belege eingeräumt und die Vorwürfe dennoch auf Grundlage von Quellen mit ungewisser Verlässlichkeit verbreitet zu haben. Die Bezeichnungen als „türkisches Wagner“ und die Zuschreibung militärischer Einsätze seien eine Rufschädigung ohne Tatsachengrundlage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SADAT kündigte eine Schadenersatzklage gegen den französischen Sender in Frankreich an. Das Unternehmen bezeichnet sich als türkischer Anbieter von Dienstleistungen für die Verteidigungsindustrie. Es biete keine Sicherheitsdienste an, sei in keinem Konfliktgebiet präsent, beschäftige keine Söldner und verfüge über keine eigene bewaffnete Truppe.</p>



<h2 id="h-militarische-beziehungen-zwischen-ankara-und-bamako-wachsen" class="wp-block-heading"><span id="militaerische-beziehungen-zwischen-ankara-und-bamako-wachsen">Militärische Beziehungen zwischen Ankara und Bamako wachsen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig von den umstrittenen SADAT-Vorwürfen haben sich die offiziellen Verteidigungsbeziehungen zwischen der Türkei und Mali in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Türkische Hersteller liefern Drohnen, Waffen, Munition und elektronische Verteidigungstechnik an den westafrikanischen Staat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Rüstungs- und Sicherheitsforum Bamako Expo 2025 waren zahlreiche türkische Unternehmen vertreten. Dazu gehörten der Drohnenhersteller Baykar, der Raketenproduzent Roketsan und der Elektronikkonzern Aselsan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Türkische Drohnen haben für die malischen Streitkräfte an Bedeutung gewonnen. Ankara verbindet seine Lieferungen im Vergleich zu westlichen Staaten mit weniger politischen und rechtlichen Auflagen. <a href="https://fokus-afrika.de/tiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel/">Der geringere Preis türkischer Systeme und ihre vergleichsweise flexible Nutzung haben die Nachfrage in mehreren afrikanischen Staaten erhöht.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Mali wird unter Berufung auf das türkische Außenministerium für das Jahr 2003 auf fünf Millionen US-Dollar beziffert. Bis 2022 sei es auf 165 Millionen US-Dollar gestiegen. Waffen und Munition hätten sich seit 2024 zum wichtigsten türkischen Exportbereich im Handel mit Mali entwickelt und rund 20 Prozent des Austauschs ausgemacht.</p>



<h2 id="h-turkei-baut-ihren-einfluss-in-afrika-aus" class="wp-block-heading"><span id="tuerkei-baut-ihren-einfluss-in-afrika-aus">Türkei baut ihren Einfluss in Afrika aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die türkische Afrika-Politik beschränkt sich nicht auf militärische Zusammenarbeit. Ankara ist auf dem Kontinent auch im Bauwesen, in der Logistik, der zivilen Luftfahrt und im Bildungsbereich aktiv. Die staatliche Maarif-Stiftung betreibt Schulen in mehreren afrikanischen Staaten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="789" height="550" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg" alt="" class="wp-image-27931 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg 789w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-380x265.jpg 380w" sizes="(max-width: 789px) 100vw, 789px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-und-algerien-bilden-gemeinsame-front-gegen-israel/">Präsident Erdoğan hat die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu afrikanischen Staaten während seiner Amtszeit systematisch ausgebaut.</a> Er besuchte Mali im Jahr 2018. Ankara unterhält zugleich Beziehungen zu Regierungen im Sahel und zu Staaten, die sich sicherheitspolitisch enger an westliche Partner gebunden haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese parallelen Kontakte unterscheiden die Türkei von Russland und früheren westlichen Ordnungsmächten in der Region. Im Beitrag von <em>France 24</em> wurde Ankara deshalb als Akteur beschrieben, der mit verschiedenen politischen und militärischen Lagern im Sahel Beziehungen unterhalten könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bewaffnete Gruppen in Mali bewerten die türkische Präsenz nicht einheitlich. Einige hätten Ankara in der Vergangenheit als möglichen Vermittler betrachtet. Jüngere Erklärungen richteten sich jedoch scharf gegen den Einsatz türkischer Drohnen, denen die Gruppen auch zivile Opfer zuschreiben. In diesen Stellungnahmen werde die Türkei zunehmend gemeinsam mit Russland als militärischer Unterstützer der malischen Führung genannt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nach Niederlage bei UN-Wahl streitet Bundestag über Deutschlands Glaubwürdigkeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-niederlage-bei-un-wahl-streitet-bundestag-ueber-deutschlands-glaubwuerdigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 11:33:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschlands Niederlage bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat beschäftigt den Bundestag. Neben der AfD kritisieren auch SPD, Grüne und Linke Defizite bei Glaubwürdigkeit und Völkerrecht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-niederlage-bei-un-wahl-streitet-bundestag-ueber-deutschlands-glaubwuerdigkeit%2F&amp;action_name=Nach%20Niederlage%20bei%20UN-Wahl%20streitet%20Bundestag%20%C3%BCber%20Deutschlands%20Glaubw%C3%BCrdigkeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-niederlage-bei-un-wahl-streitet-bundestag-ueber-deutschlands-glaubwuerdigkeit/">Nach Niederlage bei UN-Wahl streitet Bundestag über Deutschlands Glaubwürdigkeit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die gescheiterte deutsche Kandidatur für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat im Bundestag einen Streit über Deutschlands außenpolitische Glaubwürdigkeit ausgelöst. Die Aussprache fand am Mittwoch, 10. Juni 2026, statt. Während die AfD der Bundesregierung ein umfassendes außenpolitisches Versagen vorwarf, kritisierten auch Grüne, Linke und Teile der SPD den deutschen Umgang mit dem Völkerrecht. Vertreter von CDU und CSU bezeichneten das Wahlergebnis als schwere Enttäuschung, wiesen aber Forderungen nach einem Rückzug aus den Vereinten Nationen zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktuelle Stunde war von der AfD-Fraktion beantragt worden. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" type="post" id="27897">Anlass war die Niederlage Deutschlands bei der Wahl um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. </a>Deutschland konnte sich in der Generalversammlung nicht gegen Portugal und Österreich durchsetzen.</p>



<h2 id="h-auswartiges-amt-raumt-strategische-fehler-ein" class="wp-block-heading"><span id="auswaertiges-amt-raeumt-strategische-fehler-ein">Auswärtiges Amt räumt strategische Fehler ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Florian Hahn, Staatsminister im Auswärtigen Amt, sprach von einer „herben Enttäuschung“. Das Ergebnis sei jedoch kein „Weltuntergang“ und dürfe nicht dazu führen, das deutsche Engagement innerhalb der Vereinten Nationen zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">Hahn räumte zugleich Probleme bei der Aufstellung der Kandidatur ein.</a> Viele Mitgliedstaaten hätten nicht verstanden, weshalb Deutschland gegen die engen europäischen Partner Portugal und Österreich angetreten und zudem vergleichsweise spät in das Rennen eingestiegen sei.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="712" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1024x712.jpg" alt="" class="wp-image-28116 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1024x712.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1536x1068.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-800x556.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1160x806.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2.jpg 2020w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-nennt-un-niederlage-herbe-enttaeuschung-und-wirbt-fuer-mehr-deutsche-praesenz-in-internationalen-organisationen/" type="post" id="28058">Deutschland habe sich in zentralen internationalen Konflikten deutlicher positioniert als seine beiden Mitbewerber. </a>Hahn verwies dabei auf die Unterstützung der Ukraine und das deutsche Bekenntnis zur Sicherheit Israels. Diese Positionen seien nicht überall auf Zustimmung gestoßen. Es gebe jedoch keinen Anlass, sich deshalb außenpolitisch zu „verbiegen“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der CDU-Abgeordnete Markus Koob argumentierte ähnlich. Das Wahlergebnis sei kein grundsätzliches Urteil über Deutschlands internationales Engagement.</p>



<h2 id="h-spd-fordert-klarere-haltung-gegenuber-partnern" class="wp-block-heading"><span id="spd-fordert-klarere-haltung-gegenueber-partnern">SPD fordert klarere Haltung gegenüber Partnern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte offenbarte zugleich unterschiedliche Bewertungen innerhalb der Regierungskoalition. Die SPD-Abgeordnete Derya Türk-Nachbaur kündigte an, Deutschland werde sich nach der Niederlage nicht „in die Schmollecke“ zurückziehen. Das Land müsse sein internationales Engagement verlässlich fortsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Aufarbeitung gehöre jedoch auch eine selbstkritische Prüfung der deutschen Positionen. „Dort, wo mehr Klarheit gefordert gewesen wäre, waren wir manchmal nicht klar genug“, sagte Türk-Nachbaur. Das Völkerrecht dürfe nicht relativiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer international gehört werden wolle, müsse unbequeme Wahrheiten auch gegenüber starken und engen Partnern aussprechen. Damit griff die SPD-Abgeordnete eine Kritik auf, die während der Aussprache vor allem von Grünen und Linken erhoben wurde.</p>



<h2 id="h-grune-kritisieren-selektiven-umgang-mit-volkerrecht" class="wp-block-heading"><span id="gruene-kritisieren-selektiven-umgang-mit-voelkerrecht">Grüne kritisieren selektiven Umgang mit Völkerrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Agnieszka Brugger von Bündnis 90/Die Grünen bezeichnete die Entscheidung, gleichzeitig gegen Österreich und Portugal anzutreten, als nicht besonders klug. Die Kandidatur habe jedoch nicht allein unter strategischen Fehlern gelitten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland sei nicht glaubwürdig aufgetreten, wenn es das Völkerrecht nur dann anspreche, „wenn es bequem ist“. Eine regelbasierte internationale Ordnung könne nur verteidigt werden, wenn rechtliche Maßstäbe konsequent und unabhängig vom jeweiligen Partner angewendet würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-drei-milliarden-euro-fuer-humanitaere-hilfe/">Brugger kritisierte außerdem Kürzungen im Bundeshaushalt, die internationale Partnerschaften schwächten. </a>In einer zunehmend konfliktreichen Welt brauche Deutschland ein breites Netz verlässlicher Partner. „Aber dafür muss man selbst ein verlässlicher Freund sein, wenn andere uns brauchen“, sagte die Grünen-Politikerin.</p>



<h2 id="h-linke-sieht-doppelstandards-gegenuber-israel-und-usa" class="wp-block-heading"><span id="linke-sieht-doppelstandards-gegenueber-israel-und-usa">Linke sieht Doppelstandards gegenüber Israel und USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linken-Abgeordnete Lea Reisner wertete das Wahlergebnis als direkte Reaktion auf die deutsche Außenpolitik. „Die Welt hat sich Deutschland angeschaut und Nein gesagt“, erklärte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reisner warf der Bundesregierung Doppelstandards bei der Anwendung des Völkerrechts vor. Sie verwies ausdrücklich auf den deutschen Umgang mit Israel und den Vereinigten Staaten. „Völkerrecht gilt entweder universell, oder es ist nichts wert“, sagte die Abgeordnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland nutze seine politische und wirtschaftliche Macht aus Sicht vieler Staaten nicht im Interesse der internationalen Gemeinschaft. Reisner verband diese Kritik zudem mit der deutschen Aufrüstungs- und Sicherheitspolitik.</p>



<h2 id="h-afd-spricht-von-aussenpolitischem-versagen" class="wp-block-heading"><span id="afd-spricht-von-aussenpolitischem-versagen">AfD spricht von außenpolitischem Versagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Markus Frohnmaier von der AfD erklärte, Deutschland sei international „durchgefallen“ und von den vermeintlichen „neuen Großmächten Portugal und Österreich“ verdrängt worden. Die Bundesrepublik spiele außenpolitisch allenfalls noch in der „Kreisliga“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Ursache nannte Frohnmaier unter anderem eine aus seiner Sicht zu einseitige Unterstützung der Ukraine. Diese Politik stoße international nicht überall auf Zustimmung. Obwohl Deutschland zu den größten Geldgebern der Vereinten Nationen gehöre, werde es nicht mehr als „ehrlicher Makler“ wahrgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesrepublik sei vielmehr „nur noch ein offener Tresor für den Rest der Welt“, sagte Frohnmaier. Aus dem Umfang der deutschen Beiträge entstehe kein entsprechender politischer Einfluss. Union und SPD widersprachen dieser Darstellung und lehnten eine Kürzung des deutschen UN-Engagements ab.</p>



<h2 id="h-streit-uber-deutschlands-internationale-rolle" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-deutschlands-internationale-rolle">Streit über Deutschlands internationale Rolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussprache verlagerte sich damit von der Organisation der Kandidatur auf grundsätzliche Fragen der deutschen Außenpolitik. <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat/">Union und Auswärtiges Amt führten das Scheitern vor allem auf die Konkurrenz mit zwei engen europäischen Partnern, den späten Einstieg und klarere deutsche Positionierungen zurück.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">SPD, Grüne und Linke stellten dagegen die Glaubwürdigkeit Deutschlands bei der Verteidigung des Völkerrechts in den Vordergrund. Besonders der Umgang mit engen Partnern und die unterschiedliche Bewertung internationaler Konflikte prägten die Kritik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hatte bereits mehrfach einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat inne. Das Gremium trägt innerhalb der Vereinten Nationen die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit.</p>
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			<media:description type="html">Florian Hahn, CDU/CSU, MdB, spricht zu TOP 25 (Bundeswehr) im Plenum des Deutschen Bundestages.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag verschärft Regeln für Vaterschaften nach Fall „Mr. Cash Money“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-verschaerft-regeln-fuer-vaterschaften-nach-fall-mr-cash-money/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 11:17:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Bundestag verschärft die Regeln gegen Scheinvaterschaften: Bei einem aufenthaltsrechtlichen Gefälle müssen Ausländerbehörden künftig zustimmen. Grüne und Linke warnen vor einem Generalverdacht gegen binationale Familien.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-verschaerft-regeln-fuer-vaterschaften-nach-fall-mr-cash-money%2F&amp;action_name=Bundestag%20versch%C3%A4rft%20Regeln%20f%C3%BCr%20Vaterschaften%20nach%20Fall%20%E2%80%9EMr.%20Cash%20Money%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-verschaerft-regeln-fuer-vaterschaften-nach-fall-mr-cash-money/">Bundestag verschärft Regeln für Vaterschaften nach Fall „Mr. Cash Money“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat die Regeln für Vaterschaftsanerkennungen verschärft, wenn dadurch die deutsche Staatsangehörigkeit oder ein Aufenthaltsrecht erlangt werden könnte. Die Entscheidung fiel am Freitag, 12. Juni 2026. CDU/CSU und SPD stimmten für den Gesetzentwurf der Bundesregierung, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke dagegen, die AfD enthielt sich. Künftig müssen Ausländerbehörden in bestimmten Fällen zustimmen, bevor eine Vaterschaftsanerkennung rechtlich wirksam werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der namentlichen Abstimmung während der zweiten Beratung votierten 296 Abgeordnete für das Gesetz. 130 stimmten dagegen, 134 enthielten sich. Die Bundesregierung begründet die Verschärfung damit, dass die bisherigen Regelungen missbräuchliche Anerkennungen nicht wirksam genug verhindert hätten.</p>



<h2 id="h-zustimmung-der-auslanderbehorde-wird-pflicht" class="wp-block-heading"><span id="zustimmung-der-auslaenderbehoerde-wird-pflicht">Zustimmung der Ausländerbehörde wird Pflicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/so-viele-unerlaubte-einreisen-und-abschiebungen-zaehlt-die-bundesregierung-2025/" type="post" id="27508">Die neue Kontrolle greift bei einem sogenannten aufenthaltsrechtlichen Gefälle.</a> Gemeint sind Fälle, in denen der anerkennende Mann etwa deutscher Staatsbürger ist oder ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt, während die Mutter lediglich geduldet ist oder sich im laufenden Asylverfahren befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In solchen Konstellationen soll die Anerkennung künftig grundsätzlich von der Zustimmung der zuständigen Ausländerbehörde abhängen. Liegt sie nicht vor, muss das Standesamt den Antrag ablehnen, den Mann als Vater in den Geburtseintrag des Kindes aufzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regelung kann damit auch deutsch-afrikanische und andere binationale Familien betreffen, wenn sich der aufenthaltsrechtliche Status der Eltern deutlich unterscheidet. Nicht die Staatsangehörigkeit allein löst das Verfahren aus, sondern die Verbindung aus Vaterschaftsanerkennung und einer möglichen Verbesserung des Aufenthaltsstatus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist auf Fälle, in denen deutsche Männer oder Männer mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht gegen Bezahlung die Vaterschaft für ein Kind anerkennen, zu dem keine biologische oder familiäre Beziehung besteht. Das Kind kann dadurch unter bestimmten Voraussetzungen die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben. Die Anerkennung kann zugleich den Aufenthaltsstatus der ausländischen Mutter begründen oder stärken.</p>



<h2 id="h-biologische-vater-und-gelebte-familien-sind-ausgenommen" class="wp-block-heading"><span id="biologische-vaeter-und-gelebte-familien-sind-ausgenommen">Biologische Väter und gelebte Familien sind ausgenommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ist der anerkennende Mann nachweislich der biologische Vater, wird keine Zustimmung der Ausländerbehörde benötigt. Auch eine tatsächlich bestehende sozial-familiäre Beziehung zwischen Vater und Kind schließt nach dem Gesetz eine missbräuchliche Anerkennung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine solche Beziehung liegt vor, wenn der Mann dauerhaft Verantwortung für das Kind übernimmt und tatsächlich an dessen Leben beteiligt ist. Können diese Verhältnisse durch Urkunden oder Registereinträge belegt werden, soll keine zusätzliche Missbrauchsprüfung erforderlich sein. Fehlen entsprechende Nachweise, kann die Ausländerbehörde die familiäre Beziehung überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im parlamentarischen Verfahren schränkten CDU/CSU und SPD den ursprünglichen Anwendungsbereich ein. Menschen mit einer Beschäftigungsduldung sollen nach Angaben der SPD nicht pauschal dem Zustimmungsvorbehalt unterliegen. Auch die Anforderungen an den Nachweis eines gemeinsamen Wohnsitzes wurden verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD-Abgeordnete Carmen Wegge erklärte, das Gesetz müsse präzise und verhältnismäßig angewendet werden. Echte Familien dürften nicht allein deshalb in aufwendige Verfahren geraten, weil ihre Lebensumstände auf dem Papier bestimmten Verdachtsmustern ähnelten.</p>



<h2 id="h-tauschung-und-falsche-angaben-werden-strafbar" class="wp-block-heading"><span id="taeuschung-und-falsche-angaben-werden-strafbar">Täuschung und falsche Angaben werden strafbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausländerbehörde kann eine bereits erteilte Zustimmung zurücknehmen, wenn sie durch arglistige Täuschung, Drohung, Bestechung oder vorsätzlich falsche beziehungsweise unterlassene Angaben erwirkt wurde. Die Rücknahme soll nur innerhalb der verfassungsrechtlich zulässigen Grenzen erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falsche oder unvollständige Angaben, die gezielt zur Erteilung einer Zustimmung führen sollen, werden künftig strafrechtlich verfolgt. Strafbar soll auch der Gebrauch einer auf diese Weise erlangten Zustimmung im Rechtsverkehr sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Daniela Ludwig, bezeichnete missbräuchliche Vaterschaftsanerkennungen in der Bundestagsdebatte als „Schleuserei mit neuen Mitteln“. Männer würden gegen Bezahlung Kinder anerkennen, die nicht ihre eigenen seien, um anderen Personen einen dauerhaften Aufenthalt zu ermöglichen.</p>



<h2 id="h-opposition-warnt-vor-generalverdacht" class="wp-block-heading"><span id="opposition-warnt-vor-generalverdacht">Opposition warnt vor Generalverdacht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke lehnten das Gesetz ab. Beide Fraktionen befürchten, dass binationale Familien nicht erst aufgrund eines konkreten Missbrauchsverdachts, sondern bereits wegen der unterschiedlichen Aufenthaltstitel der Eltern überprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sprachen von einem „Sonderfamilienrecht“ für ausländische und binationale Familien. Die Ausländerbehörden erhielten damit Einfluss auf eine Entscheidung, die bislang vor allem dem Familien- und Abstammungsrecht zugeordnet sei. Die Fraktion verwies zudem auf einen offenen Brief von mehr als 50 Organisationen, die vor unverhältnismäßigen Eingriffen in das Familienleben gewarnt hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte nannten Grüne und Linke unter Berufung auf Zahlen des Bundesjustizministeriums rund 73 festgestellte Missbrauchsfälle pro Jahr. Dem stünden nach ihrer Darstellung bis zu 65.000 zusätzliche Prüfverfahren gegenüber. Die Bundesregierung und die Koalitionsfraktionen betonten dagegen, dass biologische Väter und nachweislich gelebte Familienbeziehungen von der Zustimmungspflicht ausgenommen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die CDU/CSU erklärte, die Prüfung möglicher Missbrauchsfälle sei bei den Ausländerbehörden besser aufgehoben als bei den Standesämtern. Die Behörden verfügten über die notwendigen Informationen zum Aufenthaltsstatus und könnten gezielter zwischen tatsächlichen Familienbeziehungen und bezahlten Anerkennungen unterscheiden.</p>



<h2 id="h-fall-mr-cash-money-pragte-die-debatte" class="wp-block-heading"><span id="fall-mr-cash-money-praegte-die-debatte">Fall „Mr. Cash Money“ prägte die Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den bekanntesten Fällen, die in der politischen Diskussion über Scheinvaterschaften angeführt werden, gehört ein Mann, der sich in sozialen Medien „Mr. Cash Money“ nannte. Der deutsche Staatsbürger soll die Vaterschaft für 24 Kinder anerkannt haben, deren Mütter überwiegend aus Nigeria stammten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:26% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="168" height="300" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/images-14.jpeg" alt="" class="wp-image-28112 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bekannt wurde der Fall auch durch Auftritte in sozialen Netzwerken, in denen der offiziell mittellose Mann mit Luxusautos und Bargeld posierte. Die Anerkennungen sollen den betroffenen Kindern und Müttern den Zugang zu deutschen Aufenthaltstiteln und staatlichen Leistungen erleichtert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der AfD-Abgeordnete Stephan Brandner griff den Fall im Bundestag erneut auf. Seine Fraktion forderte ein noch umfassenderes Verfahren, bei dem die Ausländerbehörden immer beteiligt werden sollten, sobald ein Elternteil keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der AfD-Entwurf sah zudem vor, dass der anerkennende Mann die biologische Vaterschaft selbst nachweisen muss. Als möglicher Nachweis wurde eine DNA-Analyse genannt. Die übrigen Fraktionen lehnten den Gesetzentwurf ab.</p>



<h2 id="h-gesetz-enthalt-anderungen-zur-kritischen-infrastruktur" class="wp-block-heading"><span id="gesetz-enthaelt-aenderungen-zur-kritischen-infrastruktur">Gesetz enthält Änderungen zur kritischen Infrastruktur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Innenausschuss ergänzte den Gesetzentwurf kurz vor der Abstimmung um Regelungen, die nicht unmittelbar mit der Vaterschaftsanerkennung zusammenhängen. Betroffen sind das Kritis-Dachgesetz, das Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und das Energiewirtschaftsgesetz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kritis-Dachgesetz wird der Begriff der Anlagen unter anderem auf Software und IT-Dienste ausgeweitet. Das Gesetz regelt weiterhin vor allem die physische Widerstandsfähigkeit kritischer Einrichtungen, während die Anforderungen an deren digitale Sicherheit im BSI-Gesetz festgelegt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Energiewirtschaftsgesetz korrigierte der Bundestag zudem die gerichtliche Zuständigkeit bei Streitigkeiten über Strom- und Gassperren. Entsprechende Verfahren sollen wieder vor den Amtsgerichten verhandelt werden, sodass für betroffene Haushalte kein Anwaltszwang vor einem Landgericht entsteht.</p>
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	</item>
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		<title>Bundestag streitet über 3 Milliarden Euro an humanitäre Hilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-streitet-ueber-3-milliarden-euro-an-humanitaere-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 23:19:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr Geld, mehr Schutz für Helfer, weniger Politisierung: Der Bundestag debattiert über einen Grünen-Antrag zur Stärkung der humanitären Hilfe – inklusive der Forderung nach drei Milliarden Euro für humanitäre Hilfe ab 2026.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-streitet-ueber-3-milliarden-euro-an-humanitaere-hilfe%2F&amp;action_name=Bundestag%20streitet%20%C3%BCber%203%20Milliarden%20Euro%20an%20humanit%C3%A4re%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-streitet-ueber-3-milliarden-euro-an-humanitaere-hilfe/">Bundestag streitet über 3 Milliarden Euro an humanitäre Hilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat erstmals über einen Antrag der Grünen zur Stärkung der humanitären Hilfe beraten. Am Donnerstag wurde die Vorlage nach einer halbstündigen Aussprache an die Ausschüsse überwiesen. Federführend ist der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern mehr Geld, stärkeren Schutz für Hilfsorganisationen und eine konsequentere Verteidigung des humanitären Völkerrechts. Ihr Antrag trägt den Titel „Humanitäre Hilfe stärken, Völkerrecht verteidigen, international Verantwortung übernehmen“ und umfasst 22 Forderungen an die Bundesregierung. <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-drei-milliarden-euro-fuer-humanitaere-hilfe/" type="post" id="28070">Dazu gehört auch die Forderung, die deutsche humanitäre Hilfe im Jahr 2026 auf drei Milliarden Euro anzuheben.</a></p>



<h2 id="h-grune-sprechen-von-krise-des-hilfssystems" class="wp-block-heading"><span id="gruene-sprechen-von-krise-des-hilfssystems">Grüne sprechen von Krise des Hilfssystems</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion beschreibt eine Krise des internationalen humanitären Systems. Weltweit nähmen Kriege, bewaffnete Konflikte und klimabedingte Notlagen zu, während humanitäres Völkerrecht immer häufiger verletzt werde. Zugleich sei die Finanzierung internationaler Hilfe prekär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Vorwurf lautet, humanitäre Hilfe werde von Staaten zunehmend nach politischen Interessen gesteuert. Die Grünen verlangen, Hilfe müsse sich am Maß der Not orientieren und unabhängig von politischen, wirtschaftlichen oder geostrategischen Interessen geleistet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boris Mijatović eröffnete die Debatte für die Grünen mit scharfer Kritik an der Bundesregierung. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" type="post" id="27897">Deutschland habe die Wahl für einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verloren.</a> „Wer internationale Verantwortung beansprucht, muss sie glaubwürdig ausfüllen“, sagte Mijatović. Er warf Union und SPD vor, das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zur Stärkung der humanitären Hilfe bislang nicht einzulösen.</p>



<h2 id="h-drei-milliarden-euro-fur-2026-gefordert" class="wp-block-heading"><span id="drei-milliarden-euro-fuer-2026-gefordert">Drei Milliarden Euro für 2026 gefordert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen den deutschen Beitrag zur internationalen humanitären Hilfe an einem Fair-Share-Modell ausrichten. Für 2026 nennen sie einen Betrag von drei Milliarden Euro. Damit soll Deutschland nach Vorstellung der Fraktion einen angemessenen Beitrag zur Bewältigung weltweiter Krisen leisten. Zugleich kritisieren die Grünen Kürzungen im Haushaltstitel für humanitäre Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verweist auf mehr als 60 Kriege und bewaffnete Konflikte weltweit. Nach neuer Berechnungsgrundlage sind mindestens 239 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Nach früherer Berechnung wären es mehr als 300 Millionen Menschen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1080px-2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg" alt="" class="wp-image-11450 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; white-space: normal;">Besonders betont die Fraktion den Schutz humanitärer Helferinnen und Helfer. Im Antrag wird auf Angriffe gegen Personal, blockierte Hilfslieferungen und zerstörte zivile Infrastruktur in Konflikten verwiesen. Mijatović sprach im Bundestag von mehr als 1.000 getöteten Helferinnen und Helfern in den vergangenen drei Jahren.</span></p>
</div></div>



<h2 id="h-bundesregierung-verweist-auf-reformbedarf" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-verweist-auf-reformbedarf">Bundesregierung verweist auf Reformbedarf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bundesregierung sprach Lars Castellucci, Beauftragter für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe. Er wertete den Antrag als Unterstützung für ein System, das jede Hilfe gebrauchen könne. Zugleich verwies er auf begrenzte Haushaltsmittel und Reformbedarf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechtsbeauftragter-lars-castellucci-reist-in-den-ostkongo/" type="post" id="26849">Castellucci berichtete von einer Reise in die Demokratische Republik Kongo.</a> Dort sei kurz nach seinem Besuch erneut Ebola ausgebrochen. Hilfe vor Ort sei auch im deutschen Interesse, sagte er. „Wer anderen hilft, hilft eben auch ein Stück weit sich selbst.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Regierungsbeauftragte betonte, Deutschland bleibe ein starkes Land und könne ein starker Partner für Staaten sein, die Unterstützung benötigen. Hilfsorganisationen hätten im Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe auf ein stabiles Spendenaufkommen in Deutschland verwiesen.</p>



<h2 id="h-koalition-setzt-auf-lokale-partner" class="wp-block-heading"><span id="koalition-setzt-auf-lokale-partner">Koalition setzt auf lokale Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Unionsfraktion betonte Jonas Geisler die internationale Verantwortung Deutschlands, verwies aber auf begrenzte Möglichkeiten. Das humanitäre System müsse reformiert werden. Als Ansatzpunkte nannte er mehr Lokalisierung, vorausschauende Hilfe und pragmatische humanitäre Diplomatie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lokale Partner seien häufig länger vor Ort, besser vernetzt und kostengünstiger als internationale Strukturen. Geisler verwies auf Nigeria, wo ein UN-Mitarbeiter ein Vielfaches einer lokalen Kraft koste. Vorausschauende Hilfe könne zudem Leid und höhere Folgekosten vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die SPD stellte humanitäre Hilfe in einen friedenspolitischen Zusammenhang. Gabriele Heinrich nannte sie einen Teil ziviler Friedensinfrastruktur. Humanitäre Hilfe müsse transparent, rechenschaftspflichtig und von den Vereinten Nationen koordiniert bleiben.</p>



<h2 id="h-streit-uber-volkerrecht-und-prioritaten" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-voelkerrecht-und-prioritaeten">Streit über Völkerrecht und Prioritäten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD lehnte den Ansatz der Grünen scharf ab und forderte eine stärkere Konzentration auf Deutschland. Rainer Rothfuß kritisierte Waffenlieferungen, Sanktionen und aus seiner Sicht bestehende Doppelstandards in der Außenpolitik. Martin Sichert sprach sich gegen höhere Ausgaben im Ausland aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke unterstützte die Grunddiagnose des Grünen-Antrags, warf der Bundesregierung aber ebenfalls Kürzungen und Doppelstandards beim Völkerrecht vor. Kathrin Frey nannte Gaza, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a> als Beispiele für uneinheitliche Reaktionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag liegt nun in den Ausschüssen. Neben dem Menschenrechtsausschuss werden weitere Gremien die Forderungen beraten. Im Zentrum stehen die Finanzierung humanitärer Hilfe, darunter die von den Grünen geforderte Aufstockung auf drei Milliarden Euro, der Schutz des Völkerrechts, die Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs und die Frage, wie deutsche Hilfe unabhängiger, lokaler und vorausschauender organisiert werden kann.</p>
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		<item>
		<title>Namibia meldet weiteren Ölfund vor der Küste</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/namibia-meldet-weiteren-oelfund-vor-der-kueste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 22:52:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28091</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Namibia meldet einen weiteren Ölfund im Orange Basin. Namcor spricht bei Merlin-1X von guter Reservoirqualität, leichtem Öl und geringen Begleitgasmengen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnamibia-meldet-weiteren-oelfund-vor-der-kueste%2F&amp;action_name=Namibia%20meldet%20weiteren%20%C3%96lfund%20vor%20der%20K%C3%BCste&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/namibia-meldet-weiteren-oelfund-vor-der-kueste/">Namibia meldet weiteren Ölfund vor der Küste</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Namibia hat einen weiteren Ölfund im Orange Basin gemeldet und stärkt damit seine Position als neuer Energie-Standort an Afrikas Atlantikküste. Die Entdeckung erfolgte an der Explorationsbohrung Merlin-1X in der Lizenz PEL 39. Die staatliche Ölgesellschaft Namcor sieht darin ein starkes Signal für das wachsende Potenzial des Landes im Offshore-Sektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bohrung liegt im Tiefwassergebiet des Orange Basin, das sich in den vergangenen Jahren zu einem der meistbeachteten Explorationsräume Afrikas entwickelt hat. An der Lizenz PEL 39 sind unter anderem Shell, QatarEnergy und Namcor beteiligt.</p>



<h2 id="h-leichtes-ol-und-gute-reservoirqualitat" class="wp-block-heading"><span id="leichtes-oel-und-gute-reservoirqualitaet">Leichtes Öl und gute Reservoirqualität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Namcor-Sprecher Paulo Coelho bezeichnete die Ergebnisse als ermutigend. Die Bohrung habe drei Merkmale geliefert, die in der Ölindustrie besonders positiv bewertet würden: gute Reservoirqualität, leichtes Öl und nur sehr geringe Mengen an Begleitgas.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Holstein_at_Dusk-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-28093 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Holstein_at_Dusk-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Holstein_at_Dusk-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Holstein_at_Dusk-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Holstein_at_Dusk-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Holstein_at_Dusk-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Holstein_at_Dusk-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Holstein_at_Dusk-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Holstein_at_Dusk-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Holstein_at_Dusk.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Merlin-1X ist die zehnte Bohrung innerhalb der Lizenz PEL 39. Nach Einschätzung von Namcor liefert sie die bislang vielversprechendsten geologischen Ergebnisse in diesem Lizenzblock.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Namibia ist die Entdeckung ein weiterer Hinweis darauf, dass die Offshore-Funde nicht auf einzelne Zufallstreffer beschränkt sind. Das Land versucht, aus den bisherigen Entdeckungen eine tragfähige Öl- und Gasindustrie aufzubauen, ohne bislang über eine kommerzielle Produktion im großen Stil zu verfügen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-orange-basin-bleibt-im-fokus-internationaler-investoren" class="wp-block-heading"><span id="orange-basin-bleibt-im-fokus-internationaler-investoren">Orange Basin bleibt im Fokus internationaler Investoren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/totalenergies-und-galp-informieren-namibias-praesidentin-ueber-neue-offshore-lizenzen/" type="post" id="24210">QatarEnergy hält nach Angaben von Namcor Beteiligungen an vier Offshore-Explorationslizenzen in Namibia.</a> Diese umfassen zusammen rund 34.000 Quadratkilometer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Orange Basin gilt für internationale Energiekonzerne als besonders attraktiv, weil mehrere Bohrungen in den vergangenen Jahren auf große Kohlenwasserstoffsysteme hingewiesen haben. Die neuen Ergebnisse erhöhen den Druck, technische Bewertungen, mögliche Entwicklungspläne und Investitionsentscheidungen voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Namibia geht es dabei nicht nur um künftige Staatseinnahmen. Ein erfolgreicher Aufbau des Sektors könnte auch Infrastruktur, lokale Dienstleistungen, Ausbildung und Beschäftigung stärken. Zugleich wird entscheidend sein, wie schnell die Funde wirtschaftlich bewertet und in konkrete Entwicklungsprojekte überführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Namcor wertet die Entdeckung als Bestätigung, dass Namibia auf dem Weg zu einem wichtigen Standort der internationalen Öl- und Gasexploration ist.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnamibia-meldet-weiteren-oelfund-vor-der-kueste%2F&action_name=Namibia%20meldet%20weiteren%20%C3%96lfund%20vor%20der%20K%C3%BCste&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/namibia-meldet-weiteren-oelfund-vor-der-kueste/">Namibia meldet weiteren Ölfund vor der Küste</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mosambiks Oppositionsführer Mondlane prangert Morde gegen Opposition an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mosambiks-oppositionsfuehrer-mondlane-prangert-morde-gegen-opposition-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 22:40:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mosambiks Staatsrat ruft zu mehr nationalem Dialog auf – doch Venâncio Mondlane bleibt der Sitzung fern und prangert Tötungen sowie Angriffe gegen Mitglieder seiner Partei Anamola an.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmosambiks-oppositionsfuehrer-mondlane-prangert-morde-gegen-opposition-an%2F&amp;action_name=Mosambiks%20Oppositionsf%C3%BChrer%20Mondlane%20prangert%20Morde%20gegen%20Opposition%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mosambiks-oppositionsfuehrer-mondlane-prangert-morde-gegen-opposition-an/">Mosambiks Oppositionsführer Mondlane prangert Morde gegen Opposition an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Venâncio Mondlane hat eine Sitzung des mosambikanischen Staatsrats boykottiert und der Regierung Untätigkeit gegenüber Gewalt gegen Mitglieder seiner Partei vorgeworfen. Am Mittwoch blieb der frühere Präsidentschaftskandidat dem Beratungsgremium von Präsident Daniel Chapo fern. Der Staatsrat rief gleichzeitig zu einem stärkeren inklusiven nationalen Dialog auf, um sozialen Zusammenhalt und politische Stabilität zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mondlane ist Vorsitzender der Nationalen Allianz für ein freies und autonomes Mosambik, kurz Anamola. <a href="https://fokus-afrika.de/ueberraschung-bei-wahlen-in-mosambik/" type="post" id="11776">Dem Staatsrat gehört er an, weil der Zweitplatzierte der jüngsten Präsidentschaftswahl nach mosambikanischem Recht automatisch einen Sitz in dem Gremium erhält.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/rueckkehr-von-venancio-mondlane-zwischen-jubel-und-leid/">Seine Abwesenheit machte die Sitzung zu einem politischen Signal in einem angespannten Umfeld.</a></p>



<h2 id="h-mondlane-verweist-auf-totungen-und-verfolgung" class="wp-block-heading"><span id="mondlane-verweist-auf-toetungen-und-verfolgung">Mondlane verweist auf Tötungen und Verfolgung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/mondlane-kuendigt-rueckkehr-aus-katar-fuer-den-9-januar-an/">In einem offiziellen Schreiben an Präsident Chapo erklärte Mondlane, er befinde sich derzeit im Ausland. </a>Dort führe er Gespräche mit internationalen Akteuren, um auf „Morde, Entführungen, Verschleppungen, willkürliche Festnahmen und die grausame Verfolgung“ von Mitgliedern der Anamola aufmerksam zu machen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="680" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/680px-Venancio_Mondlane.jpg" alt="" class="wp-image-11778 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/680px-Venancio_Mondlane.jpg 680w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/680px-Venancio_Mondlane-283x300.jpg 283w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/680px-Venancio_Mondlane-380x402.jpg 380w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Oppositionspolitiker begründete seine Abwesenheit ausdrücklich mit politischer Schikane und Angriffen gegen Mitglieder und Unterstützer seiner Partei. In den vergangenen Wochen wurden zwei Anamola-Mitglieder in den Provinzen Inhambane im Süden und Manica im Zentrum des Landes erschossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/toetungen-nach-wahlen-in-mosambik/" type="post" id="11991">Mondlane warf den staatlichen Behörden vor, nicht ausreichend gegen die Gewalt vorzugehen.</a> „Diese gewaltsamen Episoden ereignen sich seit über einem Jahr, ohne dass nationale öffentliche Behörden eingegriffen hätten, um diese zutiefst unmenschlichen und antidemokratischen Gräueltaten zu stoppen“, heißt es in seinem Schreiben.</p>
</div></div>



<h2 id="h-mehr-als-20-angriffe-auf-oppositionsmitglieder" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-20-angriffe-auf-oppositionsmitglieder">Mehr als 20 Angriffe auf Oppositionsmitglieder</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die mosambikanische Nichtregierungsorganisation Decide Electoral Platform registrierte nach eigenen Angaben seit Juli 2025 mehr als 20 Angriffe gegen Mitglieder von Oppositionsparteien. Die Organisation beobachtet politische und wahlbezogene Entwicklungen im Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorwürfe treffen Mosambik in einer Phase, in der der Umgang mit Opposition, öffentlicher Sicherheit und politischer Beteiligung erneut im Mittelpunkt steht. Anamola ist eine junge Oppositionskraft um Mondlane, der nach der Präsidentschaftswahl eine sichtbare Rolle im politischen System beansprucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatsrat ist kein Entscheidungsorgan, sondern berät den Präsidenten in Fragen von nationalem Interesse. Die Teilnahme Mondlanes hätte der Sitzung politisches Gewicht gegeben, weil sie einen institutionellen Rahmen für Austausch zwischen Präsident, staatlichen Akteuren und politischen Persönlichkeiten bietet.</p>



<h2 id="h-staatsrat-fordert-inklusiveren-nationalen-dialog" class="wp-block-heading"><span id="staatsrat-fordert-inklusiveren-nationalen-dialog">Staatsrat fordert inklusiveren nationalen Dialog</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung fand unter Vorsitz von Präsident Daniel Chapo statt. Die Mitglieder des Staatsrats behandelten mehrere Fragen von nationalem Interesse und legten Beiträge zu Regierungsführung, institutioneller Stabilität und Entwicklung des Landes vor.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Daniel_Chapo_2016-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-14055 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Daniel_Chapo_2016-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Daniel_Chapo_2016-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Daniel_Chapo_2016-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Daniel_Chapo_2016-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Daniel_Chapo_2016-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Daniel_Chapo_2016-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Daniel_Chapo_2016-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Daniel_Chapo_2016-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Daniel_Chapo_2016.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Gremium rief dazu auf, den inklusiven nationalen Dialog zu vertiefen. Dieser Dialog wurde als Instrument zur Bewahrung von Frieden, nationaler Einheit und demokratischem Rechtsstaat bezeichnet. Zugleich betonte der Staatsrat die Bedeutung politischer Koordination und institutioneller Stabilität für Entscheidungen im Interesse des Landes.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatsrat sprach sich außerdem für Maßnahmen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und zur Förderung nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstums aus. Er bekräftigte seine Bereitschaft, den Präsidenten weiter zu beraten und Empfehlungen für nationale Einheit, politische Stabilität und die Konsolidierung demokratischer Institutionen vorzulegen.</p>



<h2 id="h-politischer-dialog-ohne-zentrale-oppositionsfigur" class="wp-block-heading"><span id="politischer-dialog-ohne-zentrale-oppositionsfigur">Politischer Dialog ohne zentrale Oppositionsfigur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mondlanes Abwesenheit steht im Kontrast zur Botschaft des Staatsrats. Während das Gremium mehr Dialog und sozialen Zusammenhalt fordert, verweist der Oppositionsführer auf Gewalt, Straflosigkeit und fehlendes Vertrauen in staatliche Reaktionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Schreiben macht zugleich deutlich, dass die Auseinandersetzung nicht nur im Inland geführt wird. Mondlane sucht internationale Aufmerksamkeit für die Lage seiner Partei und ihrer Unterstützer. Die von ihm genannten Gespräche mit Akteuren der internationalen Gemeinschaft sollen den Druck auf die mosambikanischen Behörden erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung des Staatsrats zeigt damit zwei parallele Linien der mosambikanischen Politik. Auf institutioneller Ebene wirbt der Präsident für Stabilität, nationale Einheit und Dialog. Die Opposition verweist auf Gewalt gegen ihre Mitglieder und macht deren Aufklärung zur Voraussetzung für Vertrauen in politische Prozesse.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Niger stellt Homosexualität unter schwerer Strafe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/niger-stellt-homosexualitaet-unter-schwerer-strafe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 22:22:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Niger verschärft sein Strafrecht: Gleichgeschlechtliche Beziehungen, LGBTQIA+-Organisationen und gleichgeschlechtliche Eheschließungen können künftig strafrechtlich verfolgt werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fniger-stellt-homosexualitaet-unter-schwerer-strafe%2F&amp;action_name=Niger%20stellt%20Homosexualit%C3%A4t%20unter%20schwerer%20Strafe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Niger hat gleichgeschlechtliche Beziehungen und mehrere Formen LGBTQIA+-bezogener Organisationstätigkeit erstmals ausdrücklich unter Strafe gestellt. Das neue Strafgesetzbuch wurde am 11. Juni 2026 promulgiert und im Amtsblatt veröffentlicht. Es sieht Haftstrafen vor, die in bestimmten Fällen bis zu 20 Jahre erreichen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Militärführung schließt damit eine Entwicklung ab, die bereits nach dem Machtwechsel von 2023 begonnen hatte. Der Nationale Rat für den Schutz des Vaterlandes, kurz CNSP, verschärft mit dem neuen Strafrecht den staatlichen Umgang mit sexueller Orientierung, Vereinigungsfreiheit und privaten Beziehungen. Niger reiht sich damit in eine wachsende Gruppe westafrikanischer Staaten ein, die ihre Strafgesetze gegen LGBTQIA+-Personen ausweiten oder verschärfen.</p>



<h2 id="h-neues-strafrecht-ersetzt-koloniales-gesetzbuch" class="wp-block-heading"><span id="neues-strafrecht-ersetzt-koloniales-gesetzbuch">Neues Strafrecht ersetzt koloniales Gesetzbuch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Strafgesetzbuch ersetzt einen Rechtsrahmen, der auf dem napoleonischen Strafrecht beruhte und nach der Unabhängigkeit 1961 übernommen worden war. Bislang stellte das nigrische Strafrecht gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht generell unter Strafe. Der frühere Artikel 282 betraf homosexuelle Handlungen nur, wenn Minderjährige unter 21 Jahren einbezogen waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Reform führt Niger nun mehrere neue Tatbestände ein. Strafbar werden demnach einvernehmliche sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen gleichen Geschlechts, die Feier gleichgeschlechtlicher Ehen sowie Aktivitäten von LGBTQIA+-Organisationen. Besonders hohe Strafen sollen für Eheschließungen zwischen Personen gleichen Geschlechts sowie für Beteiligte an solchen Zeremonien gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Leitung oder Finanzierung von Organisationen für homosexuelle Personen soll künftig verfolgt werden können. Damit betrifft die Reform nicht nur private Beziehungen, sondern auch Vereinigungen, Unterstützungssysteme und öffentliche Interessenvertretung.</p>



<h2 id="h-schrittweise-verscharfung-seit-2023" class="wp-block-heading"><span id="schrittweise-verschaerfung-seit-2023">Schrittweise Verschärfung seit 2023</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung folgt auf mehrere politische Signale der Übergangsregierung. Bereits im Oktober 2023 hatte die Militärführung angekündigt, gegen Personen vorzugehen, denen sie Versuche zur Einführung von LGBT-Praktiken in der nigrischen Gesellschaft vorwarf. Dabei wurde auch der Bildungsbereich genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im März 2025 verankerte die Junta ein ausdrückliches Verbot von LGBTQIA+-Praktiken in Artikel 25 der Charta der Neugründung. Diese Bestimmung enthielt jedoch noch keine konkreten Sanktionen. Das neue Strafgesetzbuch liefert nun den strafrechtlichen Rahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schritt fällt in eine Phase, in der Niger seine staatlichen Institutionen nach dem Militärputsch von 2023 neu ordnet. Der CNSP regiert das Land seit <a href="https://fokus-afrika.de/niger-weist-eu-resolution-zur-freilassung-von-ex-praesident-bazoum-zurueck/" type="post" id="25630">dem Sturz des gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum</a>. Die politische Neuordnung wird begleitet von einer stärkeren Betonung nationaler Souveränität, gesellschaftlicher Kontrolle und Abgrenzung gegenüber westlichen Partnern.</p>



<h2 id="h-aes-staaten-verscharfen-kurs" class="wp-block-heading"><span id="aes-staaten-verschaerfen-kurs">AES-Staaten verschärfen Kurs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Niger ist der dritte Mitgliedstaat der Allianz der Sahel-Staaten, der eine solche Gesetzgebung verabschiedet. Mali hatte im Dezember 2024 entsprechende Strafbestimmungen eingeführt. Burkina Faso folgte im September 2025.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562">Die Allianz der Sahel-Staaten wurde von Mali, Burkina Faso und Niger gegründet.</a> Alle drei Länder werden von Militärregierungen geführt. Sie haben sich in den vergangenen Jahren politisch von der westafrikanischen Staatengemeinschaft <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/" type="post_tag" id="451">ECOWAS</a> entfernt und ihre außen- und sicherheitspolitischen Partnerschaften neu ausgerichtet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_and_blue_skies-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-25625 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_and_blue_skies-1024x681.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_and_blue_skies-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_and_blue_skies-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_and_blue_skies-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_and_blue_skies-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_and_blue_skies-1160x771.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_and_blue_skies.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die rechtliche Verschärfung gegenüber LGBTQIA+-Personen wird damit Teil einer breiteren regionalen Entwicklung. Sie betrifft nicht nur einzelne nationale Strafrechtsreformen, sondern auch den politischen Umgang mit Gesellschafts-, Familien- und Identitätsfragen in mehreren westafrikanischen Staaten.</p>
</div></div>



<h2 id="h-senegal-und-ghana-im-regionalen-kontext" class="wp-block-heading"><span id="senegal-und-ghana-im-regionalen-kontext">Senegal und Ghana im regionalen Kontext</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/senegals-parlament-verdoppelt-strafen-gegen-gleichgeschlechtliche-beziehungen/" type="post" id="25623">Auch Senegal hat sein Strafrecht 2026 verschärft.</a> Präsident Bassirou Diomaye Faye promulgierte im März die Gesetzesänderung Nr. 2026-08, mit der Artikel 319 des Strafgesetzbuches geändert wurde. Die Strafen für sogenannte „unnatürliche Handlungen“ wurden auf fünf bis zehn Jahre Haft und Geldstrafen von zwei bis zehn Millionen CFA-Francs erhöht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der senegalesische Fall unterscheidet sich rechtlich vom Niger, weil das senegalesische Strafrecht bereits zuvor entsprechende Handlungen erfasste. Die Reform verschärfte vor allem Definitionen und Sanktionen. In Niger wird dagegen erstmals eine breitere strafrechtliche Grundlage für gleichgeschlechtliche Beziehungen und LGBTQIA+-bezogene Organisationstätigkeit geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/streit-um-ghanas-anti-lgbtq-gesetz-verschaerft-politischen-konflikt/" type="post" id="27852">In Ghana hat das Parlament Ende Mai 2026 ebenfalls ein Gesetz angenommen, das LGBTQIA+-Aktivitäten und deren Unterstützung strafrechtlich ausweiten soll.</a> Das Gesetz wartet noch auf die Unterzeichnung durch Präsident John Dramani Mahama. Es sieht unter anderem Strafen für die Förderung, Finanzierung oder Unterstützung von LGBTQIA+-Aktivitäten vor.</p>



<h2 id="h-menschenrechte-und-strafrecht-geraten-starker-in-konflikt" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechte-und-strafrecht-geraten-staerker-in-konflikt">Menschenrechte und Strafrecht geraten stärker in Konflikt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung in Westafrika verschärft den Konflikt zwischen nationalen Gesetzgebungen und internationalen menschenrechtlichen Standards. Menschenrechtsorganisationen kritisieren solche Gesetze regelmäßig als Eingriffe in Privatsphäre, Meinungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit und Gleichbehandlung. Regierungen und Befürworter verweisen dagegen häufig auf traditionelle Werte, religiöse Normen und den Schutz gesellschaftlicher Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Niger bleibt offen, wie das neue Strafgesetzbuch konkret angewendet wird. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren mögliche Durchführungsbestimmungen und nähere Vorgaben zur Strafverfolgung noch nicht öffentlich bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Gesetzgebung erhöht den rechtlichen Druck auf LGBTQIA+-Personen und auf Organisationen, die mit ihnen arbeiten. Sie betrifft auch internationale Partner, Hilfsorganisationen und Menschenrechtsakteure, die in Niger oder in der Sahel-Region tätig sind und ihre Programme unter veränderten rechtlichen Bedingungen weiterführen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>UNHCR: Weniger Vertriebene weltweit – doch 118 Millionen Menschen bleiben auf der Flucht</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/unhcr-weniger-vertriebene-weltweit-doch-118-millionen-menschen-bleiben-auf-der-flucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 15:16:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>118 Millionen Menschen bleiben weltweit auf der Flucht. Der neue UNHCR-Bericht zeigt zwar einen Rückgang – doch viele Menschen kehrten nicht in Sicherheit zurück, sondern in weiterhin von Konflikten geprägte Länder wie Sudan oder die Demokratische Republik Kongo.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Funhcr-weniger-vertriebene-weltweit-doch-118-millionen-menschen-bleiben-auf-der-flucht%2F&amp;action_name=UNHCR%3A%20Weniger%20Vertriebene%20weltweit%20%E2%80%93%20doch%20118%20Millionen%20Menschen%20bleiben%20auf%20der%20Flucht&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/unhcr-weniger-vertriebene-weltweit-doch-118-millionen-menschen-bleiben-auf-der-flucht/">UNHCR: Weniger Vertriebene weltweit – doch 118 Millionen Menschen bleiben auf der Flucht</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der weltweit Vertriebenen ist laut UNHCR erstmals seit zehn Jahren gesunken, bleibt aber mit knapp 118 Millionen Menschen auf einem sehr hohen Niveau. Der jährliche Weltflüchtlingsbericht wurde in Genf <a href="https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fileadmin/redaktion/PDF/UNHCR/global-trends-2025-report.pdf">vorgestellt</a>. Der Rückgang bedeutet dabei nicht zwangsläufig eine Entspannung der Lage: Viele Menschen kehrten in Länder zurück, die weiterhin von Konflikten, Unsicherheit und zerstörter Infrastruktur geprägt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende 2025 waren nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen 117,8 Millionen Menschen durch Verfolgung, Krieg, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen oder schwere öffentliche Unruhen vertrieben. Das waren 5,4 Millionen weniger als Ende 2024, ein Rückgang um vier Prozent. Weltweit war damit etwa jeder siebzigste Mensch auf der Flucht.</p>



<h2 id="h-ruckgang-durch-ruckkehr-in-fragile-lander" class="wp-block-heading"><span id="rueckgang-durch-rueckkehr-in-fragile-laender">Rückgang durch Rückkehr in fragile Länder</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückgang geht vor allem auf eine starke Zunahme von Rückkehrbewegungen zurück. UNHCR registrierte 2025 insgesamt 14,7 Millionen Rückkehrerinnen und Rückkehrer unter Flüchtlingen und Binnenvertriebenen. Viele dieser Bewegungen erfolgten jedoch nicht in stabile Verhältnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders Afghanistan, die Demokratische Republik Kongo, Sudan und Syrien prägten die Entwicklung. UNHCR weist darauf hin, dass zahlreiche Menschen in Regionen zurückkehrten, in denen weiterhin Gewalt herrscht oder grundlegende Versorgung fehlt. Der statistische Rückgang der Vertriebenenzahlen steht damit in einem Spannungsverhältnis zur tatsächlichen Lage vieler Betroffener.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast 4,4 Millionen Flüchtlinge kehrten 2025 in ihre Herkunftsländer zurück. Mehr als 90 Prozent dieser Rückkehrbewegungen entfielen auf Afghanistan, Syrien und Sudan. Zusätzlich wurden 10,3 Millionen Rückkehrerinnen und Rückkehrer unter Binnenvertriebenen registriert.</p>



<h2 id="h-sudan-und-kongo-pragen-afrikanische-fluchtdynamik" class="wp-block-heading"><span id="sudan-und-kongo-praegen-afrikanische-fluchtdynamik">Sudan und Kongo prägen afrikanische Fluchtdynamik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika bleibt stark von Vertreibung betroffen. In der Demokratischen Republik Kongo wurden 2025 rund 3,9 Millionen Menschen neu innerhalb des Landes vertrieben. Zugleich kehrten fast 3,6 Millionen Binnenvertriebene zurück. Viele dieser Rückkehrbewegungen standen im Zusammenhang mit der Schließung von Vertriebenensiedlungen rund um Goma und Nyiragongo nach der Machtübernahme lokaler De-facto-Autoritäten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23.jpeg" alt="" class="wp-image-13282 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-380x285.jpeg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Trotz der hohen Zahl an Rückkehrern blieben Ende 2025 in der Demokratischen Republik Kongo 5,7 Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben. Die Sicherheitslage im Osten verschlechterte sich weiter, insbesondere in Nord- und Südkivu. <a href="https://fokus-afrika.de/kagame-und-tshisekedi-unterzeichnen-friedensabkommen-zwischen-ruanda-und-dr-kongo-in-washington/" type="post" id="22648">Die Friedensabkommen von Washington</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/doha-abkommen-katar-vermittelt-zwischen-dr-kongo-und-afc-m23/" type="post" id="21998">Doha </a>haben sich bislang kaum in einer spürbaren Verbesserung für die Zivilbevölkerung niedergeschlagen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Auch Sudan bleibt eine der größten Fluchtkrisen weltweit.</a> Die Zahl der Binnenvertriebenen sank zwar von 11,6 Millionen Ende 2024 auf 9,1 Millionen Ende 2025. Der Rückgang hängt jedoch vor allem mit Rückkehrbewegungen nach Khartum und in östliche Landesteile zusammen, während die Kämpfe andernorts weitergingen. Allein durch die Eskalation in Nord-Darfur wurden 2025 erneut rund 492.400 Menschen vertrieben.</p>



<h2 id="h-flucht-findet-meist-in-der-nachbarschaft-statt" class="wp-block-heading"><span id="flucht-findet-meist-in-der-nachbarschaft-statt">Flucht findet meist in der Nachbarschaft statt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UNHCR betont, dass die meisten Flüchtlinge nicht in weit entfernte Industriestaaten gehen. Rund 65 Prozent der Flüchtlinge und anderer Menschen mit internationalem Schutzbedarf lebten Ende 2025 in Nachbarländern ihrer Herkunftsstaaten. Niedrig- und Mitteleinkommensländer beherbergten 68 Prozent dieser Gruppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den sechs größten Aufnahmeländern weltweit zählen zwei afrikanische Staaten. Uganda beherbergte 2,7 Millionen Flüchtlinge und andere Schutzbedürftige, Tschad 1,5 Millionen. Beide Länder tragen damit eine große Last in Regionen, die selbst von Armut, Unsicherheit und knappen Ressourcen geprägt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt waren Ende 2025 nach UNHCR-Angaben 41,6 Millionen Menschen Flüchtlinge oder gehörten vergleichbaren Schutzgruppen an. Hinzu kamen neun Millionen Asylsuchende, deren Verfahren noch nicht abgeschlossen waren. Binnenvertriebene stellten mit 68,7 Millionen Menschen die größte Gruppe der gewaltsam Vertriebenen.</p>



<h2 id="h-kinder-sind-uberproportional-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="kinder-sind-ueberproportional-betroffen">Kinder sind überproportional betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder machen 39 Prozent der Flüchtlinge, Menschen in flüchtlingsähnlichen Situationen und anderer international schutzbedürftiger Gruppen aus. Ihr Anteil liegt damit deutlich über ihrem Anteil an der Weltbevölkerung. Für viele von ihnen bedeutet Vertreibung den Verlust von Schule, familiärer Stabilität und sicheren Lebensbedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verwies darauf, dass hinter den Zahlen individuelle Schicksale stehen. „118 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Hinter dieser dramatischen Zahl stehen 118 Millionen Schicksale: Menschen, die ihre Heimat verlieren, weil sie in Schutt und Asche liegt. Familien, die lebenslang auseinandergerissen werden. Kinder, die ihre Kindheit verlieren und ohne Perspektive aufwachsen“, erklärte sie.</p>



<h2 id="h-entwicklungszusammenarbeit-als-teil-der-fluchtpolitik" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungszusammenarbeit-als-teil-der-fluchtpolitik">Entwicklungszusammenarbeit als Teil der Fluchtpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Ministerin zeigen die aktuellen Zahlen zugleich, dass sinkende Vertriebenenzahlen allein kein Erfolgskriterium sind. Viele Menschen kehrten in Länder zurück, die weiterhin von Konflikten und Instabilität geprägt sind. Deshalb müsse die internationale Gemeinschaft stärker an den Ursachen von Flucht ansetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für mich ist klar: es reicht nicht aus, nur auf die Folgen von Flucht zu reagieren. Wir müssen gemeinsam bei den Ursachen ansetzen“, erklärte Alabali Radovan. Entwicklungszusammenarbeit könne dazu beitragen, Perspektiven in Herkunfts- und Aufnahmeländern zu schaffen – etwa durch Bildung, Gesundheitsversorgung, Beschäftigungsmöglichkeiten und den Ausbau kommunaler Infrastruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tschad-deutschland-und-die-un-unterstuetzen-nachhaltige-integration-von-fluechtlingen/" type="post" id="12680">Gerade für afrikanische Aufnahmeländer wie Uganda oder Tschad gehe es nicht nur um humanitäre Hilfe, sondern auch um langfristige Investitionen in Schulen, Gesundheitsdienste und lokale Wirtschaftsentwicklung.</a> „Denn dort, wo Menschen Perspektiven auf eine Zukunft bekommen, muss niemand fliehen“, sagte die Ministerin.</p>



<h2 id="h-resettlement-bricht-ein" class="wp-block-heading"><span id="resettlement-bricht-ein">Resettlement bricht ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Befund des UNHCR-Berichts betrifft sichere Aufnahmewege. Die Zahl der Flüchtlinge, die über Resettlement oder Sponsoring-Programme in Drittstaaten aufgenommen wurden, fiel 2025 um mehr als die Hälfte. Insgesamt wurden 81.800 Menschen über solche Wege aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Rückgang steht einem deutlich höheren Bedarf gegenüber. UNHCR hatte für 2025 rund 2,9 Millionen Flüchtlinge mit Resettlement-Bedarf geschätzt. Die wichtigsten Aufnahmeländer in diesem Bereich waren Australien, Kanada, Frankreich und die Vereinigten Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/unhcr-warnt-vor-zwangsrueckfuehrungen-burundischer-fluechtlinge-aus-tansania/">Für Länder in Afrika, die große Flüchtlingsgruppen über viele Jahre aufnehmen, verschärft die geringe Zahl internationaler Aufnahmeplätze den Druck.</a> Viele Fluchtsituationen dauern inzwischen über Jahre oder Jahrzehnte an. UNHCR beziffert die Zahl der Flüchtlinge in langanhaltenden Situationen auf 24,9 Millionen.</p>



<h2 id="h-hilfe-allein-beendet-vertreibung-nicht" class="wp-block-heading"><span id="hilfe-allein-beendet-vertreibung-nicht">Hilfe allein beendet Vertreibung nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-fluechtlingskrise-verschaerft-sich/">Vertreibung bleibt eine langfristige Herausforderung.</a> In Ost- und Südafrika verbringen registrierte Flüchtlinge und Asylsuchende im Median fast 16 Jahre im Asylsystem. Familien mit fünf oder mehr Mitgliedern bleiben im Schnitt noch deutlich länger in einer solchen Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNHCR leitet daraus die Notwendigkeit ab, Flüchtlinge stärker in nationale Systeme einzubeziehen. Dazu gehören Bildung, Gesundheitsversorgung, Arbeitsmärkte, Ausweisdokumente, soziale Sicherung und lokale Wirtschaftsentwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sieht darin auch einen politischen Auftrag für die internationale Gemeinschaft. „Das ist gelebte Solidarität – und es ist eine Frage strategischer Vernunft: Wer Fluchtbewegungen nachhaltig verringern will, muss in Stabilität, Entwicklung und Partnerschaften investieren“, erklärte sie. Eine gerechtere und sicherere Welt entstehe nicht an Grenzen, sondern durch gemeinsame Verantwortung weit darüber hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Global Peace Index: Das sind die fünf unfriedlichsten Länder der Welt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/global-peace-index-das-sind-die-fuenf-unfriedlichsten-laendern-der-welt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 01:27:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Global Peace Index 2026 rückt Afrika ins Zentrum globaler Sicherheitsrisiken: Sudan und Kongo liegen am Ende der Rangliste, das Horn von Afrika gilt als verflochtenes Konfliktsystem.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fglobal-peace-index-das-sind-die-fuenf-unfriedlichsten-laendern-der-welt%2F&amp;action_name=Global%20Peace%20Index%3A%20Das%20sind%20die%20f%C3%BCnf%20unfriedlichsten%20L%C3%A4nder%20der%20Welt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/global-peace-index-das-sind-die-fuenf-unfriedlichsten-laendern-der-welt/">Global Peace Index: Das sind die fünf unfriedlichsten Länder der Welt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Global Peace Index 2026 zählt Sudan und die Demokratische Republik Kongo zu den fünf am wenigsten friedlichen Staaten der Welt. Die <a href="https://www.economicsandpeace.org/wp-content/uploads/2026/06/Global-Peace-Index-2026-Report.pdf">neue Ausgabe</a> wurde im Juni vom Institute for Economics & Peace veröffentlicht. Sie zeigt eine weitere Verschlechterung der weltweiten Friedenslage und beschreibt besonders das Horn von Afrika als eng verflochtenes Konfliktsystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weltweit sank das durchschnittliche Friedensniveau um 0,7 Prozent. Es ist der zwölfte Rückgang in Folge und die fünfzehnte Verschlechterung innerhalb von 18 Jahren. Von 163 bewerteten Staaten und Gebieten verschlechterten sich 99, während sich 62 verbesserten.</p>



<h2 id="h-sudan-bleibt-zentrum-einer-regionalen-krise" class="wp-block-heading"><span id="sudan-bleibt-zentrum-einer-regionalen-krise">Sudan bleibt Zentrum einer regionalen Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sudan liegt im Global Peace Index 2026 auf Rang 162 und damit nur vor Russland, das als am wenigsten friedliches Land der Welt eingestuft wird. Die Demokratische Republik Kongo folgt auf Rang 161. Zur Gruppe der fünf am schlechtesten bewerteten Länder zählen außerdem Ukraine und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Sudan-Krieg prägt die afrikanische Sicherheitslage weit über die Landesgrenzen hinaus.</a> Das Institute for Economics & Peace beschreibt den Bürgerkrieg als weltweit schwerste humanitäre Krise mit mehr als zwölf Millionen Vertriebenen. Externe Akteure, illegale Wirtschaftsstrukturen und regionale Verflechtungen verschärfen den Konflikt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Eine besondere Rolle spielen Goldschmuggel und die Finanzierung bewaffneter Gruppen. </a>Der Index verweist darauf, dass Einnahmen der Rapid Support Forces aus Goldgeschäften den Krieg widerstandsfähiger gegen äußeren Druck machen. Der stark gestiegene Goldpreis erhöhe zusätzliche Anreize, den Konflikt fortzusetzen.</p>



<h2 id="h-horn-von-afrika-als-verflochtenes-konfliktsystem" class="wp-block-heading"><span id="horn-von-afrika-als-verflochtenes-konfliktsystem">Horn von Afrika als verflochtenes Konfliktsystem</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Horn von Afrika wird im Index nicht als Ansammlung einzelner Konflikte beschrieben, sondern als zusammenhängendes regionales Konfliktsystem. Sudan, Äthiopien, Eritrea, Somalia, Dschibuti und Südsudan sind durch Fluchtbewegungen, grenzüberschreitende ethnische Mobilisierung, Rückzugsräume für bewaffnete Gruppen, Stellvertreterkonflikte, Waffenströme, ideologische Netzwerke, illegale Ökonomien und schwache Staatlichkeit verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird diese Verflechtung an der Verbindung zwischen Sudan, Äthiopien und dem Roten Meer. <a href="https://fokus-afrika.de/tigray-gibt-es-bald-krieg-zwischen-aethiopien-und-eritrea/" type="post" id="24540">Konflikte in Tigray</a>, Amhara und Oromia, die Rivalität zwischen Äthiopien und Eritrea sowie der <a href="https://fokus-afrika.de/spannungen-am-roten-meer-aethiopien-und-eritrea-warnen-einander-vor-krieg/" type="post" id="22411">Wettbewerb um Häfen und Zugänge zum Roten Meer greifen ineinander</a>. Auch Somalia und Südsudan wirken als Räume, über die Konflikte, Waffen, Menschen und politische Spannungen weitergetragen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Index nennt das Horn von Afrika das klarste Beispiel dafür, wie verschiedene Mechanismen der Konfliktausbreitung gleichzeitig wirken. Damit rückt die Region in den Mittelpunkt einer Debatte, die nicht nur Sicherheitsfragen betrifft, sondern auch humanitäre Hilfe, Migration, Rohstoffströme und Handelsrouten.</p>



<h2 id="h-afrikanische-lander-zwischen-stabilitat-und-ruckschlagen" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-laender-zwischen-stabilitaet-und-rueckschlaegen">Afrikanische Länder zwischen Stabilität und Rückschlägen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mauritius bleibt im Index das am besten platzierte afrikanische Land und erreicht Rang 18. Botswana folgt auf Rang 50, Gambia auf Rang 56, Madagaskar auf Rang 59 und Namibia auf Rang 63. Marokko liegt auf Rang 65, Senegal auf Rang 75, Ghana auf Rang 76, Tunesien auf Rang 77 und Angola auf Rang 78.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gabon und Lesotho zählen weltweit zu den Ländern mit den größten Verbesserungen. Gabon steigt auf Rang 100, Lesotho auf Rang 86. Beide Länder verbesserten sich deutlich gegenüber der vorherigen Ausgabe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den größten Verschlechterungen gehören mehrere afrikanische Staaten. Tschad, die Republik Kongo und Tansania werden im Index unter den Ländern mit den stärksten Rückgängen genannt. Tschad fällt auf Rang 145, die Republik Kongo auf Rang 120 und Tansania auf Rang 98.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Sahel-Staaten bleiben im unteren Bereich der Rangliste. Mali liegt auf Rang 154, Burkina Faso auf Rang 149 und Niger auf Rang 146. Nigeria steht auf Rang 142, Kamerun auf Rang 137, Äthiopien auf Rang 138 und Kenia auf Rang 132.</p>



<h2 id="h-globale-gewaltkosten-treffen-auch-afrika" class="wp-block-heading"><span id="globale-gewaltkosten-treffen-auch-afrika">Globale Gewaltkosten treffen auch Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der wirtschaftliche Schaden durch Gewalt wird für 2025 weltweit auf 21,8 Billionen US-Dollar in Kaufkraftparität beziffert. Das entspricht 10,5 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung oder 2.657 US-Dollar pro Kopf. Ein großer Teil entfällt auf Militärausgaben, innere Sicherheit, Konfliktfolgen, Vertreibung und Produktionsverluste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Subsahara-Afrika beziffert der Index die wirtschaftlichen Auswirkungen von Gewalt auf 686 Milliarden US-Dollar. In der Region Nahost und Nordafrika liegt der Wert bei 1,796 Billionen US-Dollar. Die Unterschiede zwischen den Regionen zeigen, wie stark Gewalt, Militarisierung und innere Unsicherheit wirtschaftliche Entwicklung belasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Der Index verweist zudem auf mögliche Folgewirkungen des Iran-Krieges für fragile Staaten.</a> Golfstaaten liefern große Anteile von Schwefel und Harnstoff, die für Düngemittel wichtig sind. Einschränkungen bei diesen Lieferketten treffen besonders Südasiens und Ostafrikas Landwirtschaft, weil die Auswirkungen auf Ernten erst später sichtbar werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eritrea, Madagaskar, Senegal und Sambia werden in einer Verwundbarkeitsanalyse als besonders exponiert genannt. <a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/" type="post" id="27696">Ausschlaggebend ist nicht allein Energieabhängigkeit, sondern die Verbindung aus institutioneller Schwäche, ökologischen Risiken und begrenztem fiskalischem Spielraum.</a></p>



<h2 id="h-kriege-werden-internationaler-und-schwerer-zu-beenden" class="wp-block-heading"><span id="kriege-werden-internationaler-und-schwerer-zu-beenden">Kriege werden internationaler und schwerer zu beenden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Index beschreibt eine Welt, in der Konflikte häufiger über Grenzen hinauswirken. Die Zahl der Länder, die in den vergangenen fünf Jahren zumindest teilweise an externen Konflikten beteiligt waren, stieg seit 2008 von 59 auf 103. Internationale Unterstützung für Regierungen, Rebellengruppen oder andere Konfliktakteure wird damit zu einem prägenden Merkmal moderner Kriege.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/M23_Troops_Bunagana_2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23010 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/M23_Troops_Bunagana_2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/M23_Troops_Bunagana_2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/M23_Troops_Bunagana_2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/M23_Troops_Bunagana_2-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/M23_Troops_Bunagana_2-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/M23_Troops_Bunagana_2-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/M23_Troops_Bunagana_2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch die Zahl aktiver staatlicher Konflikte erreichte den höchsten Stand seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. 2024 wurden 61 solcher Konflikte gezählt. Der Anstieg wird vor allem durch internationalisierte innerstaatliche Konflikte getrieben, die seit 2010 um mehr als 175 Prozent zugenommen haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verlieren klassische Mechanismen zur Beendigung von Kriegen an Wirkung. Der Anteil staatlicher Konflikte, die mit einem Friedensabkommen enden, sank von 23 Prozent in den 1970er Jahren auf rund vier Prozent in den 2010er Jahren. Auch klare militärische Siege wurden seltener.</p>



<h2 id="h-kunstliche-intelligenz-verandert-kriegsfuhrung" class="wp-block-heading"><span id="kuenstliche-intelligenz-veraendert-kriegsfuehrung">Künstliche Intelligenz verändert Kriegsführung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Global Peace Index 2026 widmet der Rolle künstlicher Intelligenz in Krieg und Friedensarbeit ein eigenes Kapitel. Drohnenangriffe nahmen zwischen 2018 und 2025 stark zu. 565 bewaffnete Gruppen führten in diesem Zeitraum mindestens einen Drohnenangriff aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verkürzen KI-gestützte Systeme die Zeit zwischen Zielerfassung und Angriff. Der Index warnt vor einem Rückgang menschlicher Kontrolle bei tödlichen Entscheidungen. Militärische Fähigkeiten entwickelten sich schneller als rechtliche und politische Regeln, die ihren Einsatz begrenzen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Friedensarbeit nennt der Index mögliche Anwendungen von KI bei Mediation, Übersetzung, Konfliktanalyse, Satellitenauswertung, Dokumentation von Gräueltaten, Minenräumung und Wiederaufbau. Die Finanzierung solcher Ansätze bleibt jedoch zersplittert und deutlich schwächer als militärische KI-Investitionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Global Peace Index bewertet 163 Staaten und Gebiete anhand von 23 qualitativen und quantitativen Indikatoren. Sie messen gesellschaftliche Sicherheit, laufende nationale und internationale Konflikte sowie Militarisierung.</p>
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		<item>
		<title>Königin Máxima und Elke Büdenbender setzen Signal für Internationalen Strafgerichtshof</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/koenigin-maxima-und-elke-buedenbender-setzen-signal-fuer-internationalen-strafgerichtshof/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 18:45:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Königin Máxima und Elke Büdenbender haben den Internationalen Strafgerichtshof besucht. Der Termin setzte beim Staatsbesuch Steinmeiers ein deutsch-niederländisches Signal gegen Straflosigkeit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoenigin-maxima-und-elke-buedenbender-setzen-signal-fuer-internationalen-strafgerichtshof%2F&amp;action_name=K%C3%B6nigin%20M%C3%A1xima%20und%20Elke%20B%C3%BCdenbender%20setzen%20Signal%20f%C3%BCr%20Internationalen%20Strafgerichtshof&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/koenigin-maxima-und-elke-buedenbender-setzen-signal-fuer-internationalen-strafgerichtshof/">Königin Máxima und Elke Büdenbender setzen Signal für Internationalen Strafgerichtshof</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Königin Máxima der Niederlande und Elke Büdenbender haben den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag besucht und damit ein deutsch-niederländisches Signal gegen Straflosigkeit gesetzt. Der Besuch fand am 10. Juni im Rahmen des deutschen Staatsbesuchs in den Niederlanden statt. Am Gericht trafen sie ICC-Präsidentin Tomoko Akane und Kanzler Osvaldo Zavala Giler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Termin fiel in eine Phase, in der internationale Gerichte, das humanitäre Völkerrecht und die Ahndung schwerster Verbrechen wieder stärker im Zentrum europäischer Außenpolitik stehen. Der Internationale Strafgerichtshof verfolgt Personen, denen Völkermord, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder das Verbrechen der Aggression vorgeworfen werden. Deutschland und die Niederlande betonten mit dem Besuch ihre Unterstützung für gemeinsame Anstrengungen gegen Straflosigkeit.</p>



<h2 id="h-den-haag-als-ort-internationaler-justiz" class="wp-block-heading"><span id="den-haag-als-ort-internationaler-justiz">Den Haag als Ort internationaler Justiz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof hat seinen Sitz in Den Haag. Die Niederlande nehmen damit eine besondere Rolle in der internationalen Strafjustiz ein. Deutschland zählt zu den Staaten, die den Gerichtshof politisch und finanziell unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch von Königin Máxima und Elke Büdenbender war Teil des Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Ehefrau in den Niederlanden. Steinmeier reiste vom 9. bis 11. Juni auf Einladung von König Willem-Alexander in das Königreich. Der Staatsbesuch sollte die politischen, wirtschaftlichen und kulturell-historischen Beziehungen zwischen beiden Ländern unterstreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und die Niederlande arbeiten eng in der Europäischen Union, den Vereinten Nationen und der Nato zusammen. Wirtschaftlich sind beide Länder stark miteinander verflochten. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner der Niederlande, die Niederlande sind der drittgrößte Handelspartner Deutschlands.</p>



<h2 id="h-kampf-gegen-straflosigkeit-im-mittelpunkt" class="wp-block-heading"><span id="kampf-gegen-straflosigkeit-im-mittelpunkt">Kampf gegen Straflosigkeit im Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof wertete den Besuch als Ausdruck des fortgesetzten Engagements beider Länder im Kampf gegen Straflosigkeit. Gemeint sind schwerste Verbrechen, die die internationale Gemeinschaft als Ganzes betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gerichtshof steht für den Anspruch, dass mutmaßliche Täter schwerster internationaler Verbrechen nicht dauerhaft der Verantwortung entgehen sollen. Gerade in Kriegen und bewaffneten Konflikten ist diese Frage politisch umkämpft. Ermittlungen, Haftbefehle und Verfahren des ICC lösen regelmäßig diplomatische Spannungen aus, weil sie staatliches Handeln und militärische Verantwortung berühren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28076 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-staerkt-internationalem-strafgerichtshof-demonstrativ-den-ruecken/">Für Deutschland ist die Unterstützung internationaler Strafgerichtsbarkeit Teil einer Außenpolitik, die sich auf Völkerrecht, Menschenrechte und multilaterale Institutionen stützt.</a> Die Niederlande profilieren sich seit Jahrzehnten als Standort internationaler Gerichte und Institutionen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-steinmeier-warnt-vor-neuem-zeitalter-der-regellosigkeit" class="wp-block-heading"><span id="steinmeier-warnt-vor-neuem-zeitalter-der-regellosigkeit">Steinmeier warnt vor „neuem Zeitalter der Regellosigkeit“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der ICC-Termin fügte sich in die politische Botschaft des Staatsbesuchs ein. Steinmeier sprach beim Staatsbankett in Amsterdam von einem „doppelten Epochenbruch“, in dem die internationale Ordnung zerfalle und die Welt in ein „neues Zeitalter der Regellosigkeit“ geraten sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundespräsident nannte den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">russischen</a> Angriffskrieg gegen die Ukraine als Bruch mit dem Völkerrecht und Angriff auf die europäische Sicherheitsordnung. Zugleich sprach er von einer Entfremdung im transatlantischen Verhältnis. Was in Moskau und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Washington</a> geschehe, sei „nicht das Gleiche und auch nicht vergleichbar“, sagte Steinmeier. Die Folgen verlangten Europa jedoch viel ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Antwort forderte er ein engeres europäisches Zusammenstehen. Europa müsse militärisch stärker werden, „nicht um Krieg zu führen, sondern um Krieg zu verhindern“. Steinmeier verwies dabei auf das Deutsch-Niederländische Corps, das künftig Verantwortung für den Schutz der Nato-Ostgrenze im Baltikum übernehmen soll.</p>



<h2 id="h-gemeinsame-werte-als-leitmotiv-des-staatsbesuchs" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsame-werte-als-leitmotiv-des-staatsbesuchs">Gemeinsame Werte als Leitmotiv des Staatsbesuchs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Sicherheit und Verteidigung standen Erinnerungskultur, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Zusammenhalt im Zentrum des Staatsbesuchs. Steinmeier besuchte am ersten Tag das Nationale Holocaustmuseum in Amsterdam und sprach mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Staatsbankett erinnerte der Bundespräsident an die deutsche Besatzung der Niederlande während der NS-Zeit und an den langen Weg der Versöhnung. Die heutige Freundschaft zwischen Deutschland und den Niederlanden bezeichnete er als Ergebnis eines dichten Netzes gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Beziehungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier stellte diese Partnerschaft in den größeren europäischen Rahmen. Er warnte vor einem neuen Nationalismus und vor Kräften, die liberale Demokratie und ihre Institutionen schwächen wollten. Europa müsse sich auf Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Freiheit besinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch von Königin Máxima und Elke Büdenbender beim Internationalen Strafgerichtshof knüpfte an diese Linie an. Er verband die deutsch-niederländische Partnerschaft mit der Unterstützung für internationale Justiz in einer Zeit, in der Kriege, Straflosigkeit und politische Angriffe auf multilaterale Institutionen die internationale Ordnung belasten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Grüne verlangen drei Milliarden Euro für humanitäre Hilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-drei-milliarden-euro-fuer-humanitaere-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 18:24:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kriege, Klimakrisen, blockierte Hilfslieferungen und gekürzte Mittel: Die Grünen verlangen im Bundestag drei Milliarden Euro für humanitäre Hilfe und mehr Schutz für humanitäre Organisationen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-verlangen-drei-milliarden-euro-fuer-humanitaere-hilfe%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20verlangen%20drei%20Milliarden%20Euro%20f%C3%BCr%20humanit%C3%A4re%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern von der Bundesregierung, den deutschen Beitrag zur internationalen humanitären Hilfe 2026 auf drei Milliarden Euro anzuheben und das humanitäre Völkerrecht stärker zu verteidigen. Der Bundestag berät den Antrag am Donnerstag erstmals. Die Fraktion beschreibt eine Krise des humanitären Systems, in der Kriege, Klimafolgen, Unterfinanzierung und Angriffe auf Hilfsorganisationen zusammenkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag trägt den Titel „Humanitäre Hilfe stärken, Völkerrecht verteidigen, international Verantwortung übernehmen“. Er umfasst 22 Forderungen an die Bundesregierung. Im Kern geht es um mehr Geld, den Schutz humanitärer Akteure, eine stärkere Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs und die Unabhängigkeit humanitärer Hilfe von politischen Interessen.</p>



<h2 id="h-humanitares-system-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="humanitaeres-system-unter-druck">Humanitäres System unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen verweisen auf weltweit steigende humanitäre Bedarfe. In dem Antrag ist von mehr als 60 Kriegen und bewaffneten Konflikten die Rede. Für den Zeitraum von Juli 2024 bis Juni 2025 nennen die Abgeordneten Schätzungen von 240.000 getöteten Zivilpersonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weltweit sind nach neuer Berechnungsgrundlage mindestens 239 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Nach bisheriger Berechnung wären es mehr als 300 Millionen Menschen. Die Fraktion sieht in der neuen Priorisierung internationaler Hilfsplanung keinen Rückgang der Not, sondern eine Anpassung an fehlende Mittel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Kritikpunkt richtet sich gegen die sogenannte Hyperpriorisierung im humanitären System der Vereinten Nationen. Damit werden Hilfspläne stärker auf unmittelbar lebensrettende Maßnahmen und besonders ausgewählte Zielgruppen konzentriert. Nach Darstellung der Grünen fallen dadurch Menschen aus internationalen Planungen heraus, obwohl ihre Lage unverändert kritisch bleibt.</p>



<h2 id="h-drei-milliarden-euro-als-deutscher-beitrag" class="wp-block-heading"><span id="drei-milliarden-euro-als-deutscher-beitrag">Drei Milliarden Euro als deutscher Beitrag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion fordert, den deutschen Beitrag zur humanitären Hilfe an einem Fair-Share-Modell auszurichten. Dieses Modell soll den Anteil Deutschlands an der globalen Finanzierung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit bestimmen. Für 2026 nennen die Grünen einen Betrag von drei Milliarden Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-zahlt-eine-milliarde-euro-an-humanitaere-hilfe/">Die Abgeordneten kritisieren, dass Deutschland die Mittel für humanitäre Hilfe zuletzt deutlich gekürzt habe.</a> Im Antrag heißt es, die Mehrheit des Bundestages habe den Titel für humanitäre Hilfe im Haushalt 2025 um mehr als 50 Prozent reduziert und dieses niedrigere Niveau auch für 2026 beibehalten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5017426-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-28072 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5017426-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5017426-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5017426-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5017426-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5017426-380x265.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5017426-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5017426-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5017426.jpg 1836w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Auffassung der Grünen trifft die Finanzierungskrise besonders das multilaterale Hilfssystem. Gemeint sind Mittel, die über internationale Organisationen, vor allem über Strukturen der Vereinten Nationen, koordiniert und nach humanitären Kriterien verteilt werden. Die Fraktion warnt, dass stärker bilaterale und interessengeleitete Hilfe die Prinzipien von Neutralität, Unparteilichkeit, Menschlichkeit und Unabhängigkeit schwächen könne.</p>
</div></div>



<h2 id="h-angriffe-auf-helfer-und-blockaden-von-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="angriffe-auf-helfer-und-blockaden-von-hilfe">Angriffe auf Helfer und Blockaden von Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen verbinden die Finanzierungsfrage mit einer schärferen Verteidigung des humanitären Völkerrechts. Dieses regelt in bewaffneten Konflikten den Schutz von Zivilpersonen, Verwundeten, Gefangenen und humanitärem Personal. Alle Konfliktparteien sind verpflichtet, Zugang zu Menschen in Not zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag nennt Angriffe auf zivile Infrastruktur, Krankenhäuser, Schulen, Energieversorgung und Wohngebiete als Teil der aktuellen Konfliktrealität. Auch Blockaden von Hilfslieferungen und gezielte Angriffe auf Helferinnen und Helfer werden hervorgehoben. Allein 2024 seien weltweit mehr als 380 humanitäre Helferinnen und Helfer getötet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung soll Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht konsequent ansprechen und Angriffe auf humanitäres Personal als schwerwiegende Verletzungen verurteilen. Zudem verlangen die Grünen, internationale humanitäre Akteure, Einrichtungen der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen besser vor Einschränkungen, Sanktionen und politischem Druck zu schützen.</p>



<h2 id="h-sudan-gaza-ukraine-und-myanmar-als-beispiele" class="wp-block-heading"><span id="sudan-gaza-ukraine-und-myanmar-als-beispiele">Sudan, Gaza, Ukraine und Myanmar als Beispiele</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag nennt mehrere Konflikte, in denen humanitäres Völkerrecht nach Darstellung der Grünen unter Druck steht. Im Sudan verweisen die Abgeordneten auf massive Einschränkungen des humanitären Zugangs, Blockaden von Hilfe, Angriffe auf Zivilpersonen und humanitäres Personal sowie schwere Gewaltverbrechen. <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg zählt zu den größten humanitären Krisen weltweit und betrifft auch die Stabilität am Horn von Afrika, in Nordostafrika und in angrenzenden Regionen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Gaza führen die Grünen wiederholte Angriffe auf zivile Infrastruktur und humanitäre Einrichtungen sowie Blockaden humanitärer Hilfe an. Ein Teil der Vorwürfe gegen Israel sei Gegenstand laufender Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof und dem Internationalen Strafgerichtshof. Dabei verweisen sie auch auf das Verfahren Südafrikas gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Ukraine nennt der Antrag russische Angriffe auf Energieinfrastruktur, Wärmeversorgung, Wasser und medizinische Einrichtungen. Für Myanmar beschreiben die Grünen Blockaden von Hilfslieferungen, Angriffe auf zivile Einrichtungen und Gewalt der Militärjunta sowie paramilitärischer Gruppen gegen die Bevölkerung.</p>



<h2 id="h-schutz-des-internationalen-strafgerichtshofs" class="wp-block-heading"><span id="schutz-des-internationalen-strafgerichtshofs">Schutz des Internationalen Strafgerichtshofs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern, internationale Mechanismen zur Durchsetzung des humanitären Völkerrechts zu stärken. Besonders nennen sie den Internationalen Strafgerichtshof. Die Bundesregierung soll das Gericht vor politischem Druck, Sanktionen und Einschränkungen seiner Arbeit schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das betrifft auch Verfahren, in denen mutmaßliche Kriegsverbrechen oder schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht untersucht werden. Die Fraktion sieht Rechenschaftspflicht als Gegenmittel zu einer Kultur der Straflosigkeit in Kriegs- und Krisengebieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich soll die Bundesregierung die humanitäre Diplomatie ausbauen. Gemeint sind politische und diplomatische Bemühungen, um Zugang für Hilfsorganisationen, Schutz für humanitäres Personal und die Achtung des Völkerrechts gegenüber Konfliktparteien durchzusetzen.</p>



<h2 id="h-mehr-direkte-unterstutzung-fur-lokale-akteure" class="wp-block-heading"><span id="mehr-direkte-unterstuetzung-fuer-lokale-akteure">Mehr direkte Unterstützung für lokale Akteure</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt des Antrags ist die Lokalisierung humanitärer Hilfe. Lokale und nationale Hilfsorganisationen sollen stärker in Planung, Entscheidungsprozesse und Mittelvergabe einbezogen werden. Die Grünen wollen, dass solche Akteure finanziell direkter gestärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion verweist darauf, dass lokale Helferinnen und Helfer häufig als Erste vor Ort sind und die Lage in den betroffenen Gemeinden besser kennen. Deshalb sollen auch von Nichtregierungsorganisationen geführte Finanzierungsfonds stärker unterstützt werden, einschließlich Fonds lokaler Akteure.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag sieht außerdem vor, mindestens 20 Prozent des deutschen Beitrags zu internationaler humanitärer Hilfe für vergessene Krisen auszugeben. Grundlage soll die Bewertung der Europäischen Union zu wenig beachteten Krisen sein. Besonders unterfinanzierte Hilfsbereiche sollen dabei stärker berücksichtigt werden.</p>



<h2 id="h-frauen-und-kinder-in-konfliktgebieten" class="wp-block-heading"><span id="frauen-und-kinder-in-konfliktgebieten">Frauen und Kinder in Konfliktgebieten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern, deutsche humanitäre Hilfe vollständig gendersensibel auszurichten. Mindestens acht Prozent sollen gezielt geschlechterbezogene Schutzbedarfe adressieren. Dazu zählen Maßnahmen gegen sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt sowie der Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheitsversorgung in Krisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verweist auf Schätzungen, wonach mehr als 670 Millionen Frauen und Mädchen in unmittelbarer Nähe zu bewaffneten Konflikten und Kriegsgebieten leben. Zudem seien 2024 weltweit 520 Millionen Kinder in Konfliktgebieten aufgewachsen. Sie seien dort Gewalt, sexueller Misshandlung, Kinderarbeit, Vertreibung, Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen und dem Verlust grundlegender Bildungs- und Gesundheitsversorgung ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ministerin-alabali-radovan-kritisiert-usa-fuer-global-gag-rule/" type="post" id="25255">Die Bundesregierung soll sich auch gegenüber den USA gegen die sogenannte Global Gag Rule aussprechen.</a> Diese Regel schränkt die Finanzierung von Organisationen ein, die Beratung oder Leistungen im Bereich Schwangerschaftsabbruch anbieten oder darüber informieren. Nach Darstellung der Grünen schwächt sie Programme zu geschlechtsspezifischer Gewalt und reproduktiver Gesundheit.</p>



<h2 id="h-hilfe-soll-nicht-politisch-gesteuert-werden" class="wp-block-heading"><span id="hilfe-soll-nicht-politisch-gesteuert-werden">Hilfe soll nicht politisch gesteuert werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion kritisiert eine zunehmende Politisierung humanitärer Hilfe durch Staaten. Hilfe werde immer häufiger „entlang politischer Prioritäten gesteuert“ und nicht „ausschließlich nach dem Maß der Not“. Dadurch werde die Unabhängigkeit humanitärer Arbeit untergraben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung soll sich in internationalen Gremien dafür einsetzen, dass humanitäre Hilfe frei von politischen, wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen bleibt. Das betrifft auch den sogenannten Humanitarian Reset der Vereinten Nationen, mit dem das internationale Hilfssystem effizienter, koordinierter und schneller reagieren soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen verlangen zugleich, dass Reformen des Systems nicht dazu führen, dass Menschen mit weiterhin gravierenden Bedarfen aus der Hilfe herausfallen. Humanitäre Hilfe, Übergangshilfe, Entwicklungszusammenarbeit, zivile Krisenprävention und Klimaanpassung sollen enger miteinander verzahnt werden.</p>
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		<title>Bundesregierung sieht Mauretanien als Schlüsselpartner im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 17:59:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mauretanien rückt stärker in den Fokus der deutschen Sahel-Politik: Die Bundesregierung verweist im Bundestag auf Sicherheit, Migration, Mali-Flüchtlinge und laufende Entwicklungsprojekte im Umfang von 275 Millionen Euro.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20sieht%20Mauretanien%20als%20Schl%C3%BCsselpartner%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel/">Bundesregierung sieht Mauretanien als Schlüsselpartner im Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung stuft Mauretanien als zentralen Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in der Sahel-Zone ein. Die Einschätzung fiel am Mittwoch in einer nichtöffentlichen Sitzung des Entwicklungsausschusses im Bundestag. Parlamentarischer Staatssekretär Johann Saathoff verwies auf die Rolle des Landes bei Sicherheit, Migration und der Aufnahme von Geflüchteten aus Mali.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien nimmt aus Sicht der Bundesregierung eine besondere Stellung in einer Region ein, die stark von Instabilität, Terrorismus und Fluchtbewegungen geprägt ist. Über die Europäische Union, die Nato und bilaterale Programme unterstützt Deutschland den Kapazitätsaufbau der mauretanischen Sicherheitskräfte. <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Ziel ist es, ein Übergreifen von Terrorismus und Instabilität aus dem benachbarten Mali zu verhindern.</a></p>



<h2 id="h-berlin-setzt-auf-mauretanien-in-einer-instabilen-region" class="wp-block-heading"><span id="berlin-setzt-auf-mauretanien-in-einer-instabilen-region">Berlin setzt auf Mauretanien in einer instabilen Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Saathoff bezeichnete Mauretanien als einzigen demokratischen Staat in der Region. Das Land mit rund 5,5 Millionen Einwohnern liegt an einer geopolitisch sensiblen Schnittstelle zwischen Nordafrika, Westafrika und der Sahel-Zone. <a href="https://fokus-afrika.de/migration-wie-marokko-von-transitland-zum-zielland-wurde/" type="post" id="23409">Zugleich ist es ein wichtiges Transitland für Migranten auf der Atlantikroute in Richtung Europa.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verbindet in Mauretanien Entwicklungszusammenarbeit, Sicherheitskooperation und migrationspolitische Zusammenarbeit. Die laufenden deutschen Vorhaben haben nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung einen Umfang von 275 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwerpunkte liegen auf Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt, nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung sowie dem Schutz natürlicher Lebensgrundlagen. <a href="https://maghreb-post.de/mauretanien-ein-land-ueber-welches-zu-wenig-gesprochen-wird/">Damit soll die staatliche Handlungsfähigkeit gestärkt und wirtschaftliche Perspektive vor Ort verbessert werden.</a></p>



<h2 id="h-mehr-als-310-000-gefluchtete-aus-mali" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-310-000-gefluechtete-aus-mali">Mehr als 310.000 Geflüchtete aus Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien hat mehr als 310.000 Geflüchtete aus Mali aufgenommen. Ein großer Teil von ihnen lebt im Flüchtlingslager Mbera im Südosten des Landes. <a href="https://fokus-afrika.de/mali-und-mauretanien-suchen-nach-vorwuerfen-ueber-terrorstuetzpunkte-einen-ausweg/" type="post" id="25874">Dort treffen die Folgen des Mali-Konflikts auf lokale Armut, Ernährungsunsicherheit und begrenzte staatliche Kapazitäten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt in Mbera und in den umliegenden Gemeinden gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm und dem Kinderhilfswerk Unicef die Integration der Geflüchteten. Die Hilfe soll nicht nur den Menschen aus Mali zugutekommen, sondern auch der mauretanischen Bevölkerung in den Aufnahmegemeinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Vertreterin des Ministeriums sprach im Ausschuss von einer Mammutaufgabe für die mauretanische Regierung. Sie nannte Registrierung und Versorgung der Geflüchteten als zentrale Herausforderungen. Zugleich solle verhindert werden, dass es zwischen Geflüchteten und lokaler Bevölkerung zu Verteilungskonflikten kommt.</p>



<h2 id="h-eu-migrationspartnerschaft-zeigt-wirkung" class="wp-block-heading"><span id="eu-migrationspartnerschaft-zeigt-wirkung">EU-Migrationspartnerschaft zeigt Wirkung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-mauretanien-ruecken-sahel-sicherheit-ins-zentrum-ihrer-partnerschaft/" type="post" id="26821">Die Migrationspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und Mauretanien aus dem Jahr 2024 hat nach Einschätzung Saathoffs dazu geführt, dass deutlich weniger Boote von Mauretanien aus in Richtung EU starten. </a>Die Atlantikroute gilt seit Jahren als eine der gefährlichsten Migrationsrouten nach Europa.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-26796 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland und die Europäische Union ist Mauretanien damit nicht nur ein entwicklungspolitischer Partner, sondern auch ein zentraler Akteur in der Migrationssteuerung. Die Bundesregierung sieht das Land zugleich unter Druck, weil es trotz eigener sozialer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten eine große Zahl von Schutzsuchenden aufgenommen hat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Grünen-Abgeordnete berichtete nach einem Besuch mit der Parlamentariergruppe Magreb, das Lager Mbera sei überfüllt und umliegende Dörfer seien mit der Aufnahme der Menschen überfordert. Auch die Sorge vor einer Infiltration durch islamistischen Terrorismus sei groß. Deutsche und internationale Organisationen leisteten vor Ort wichtige Arbeit.</p>



<h2 id="h-menschenrechtsfall-bleibt-thema-in-gesprachen" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechtsfall-bleibt-thema-in-gespraechen">Menschenrechtsfall bleibt Thema in Gesprächen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unionsfraktion fragte nach dem Fall einer mauretanischen Studentin, die 2023 wegen angeblicher Blasphemie verhaftet wurde und von der Todesstrafe bedroht sein soll. Eine Vertreterin des Auswärtigen Amtes sagte, der Fall sei der Bundesregierung bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Botschaft und Vertreter der Europäischen Union sprächen den Fall regelmäßig in Gesprächen mit mauretanischen Regierungsvertretern an. Damit bleibt neben Sicherheits-, Entwicklungs- und Migrationsfragen auch die Menschenrechtslage Teil der bilateralen Gespräche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion erkundigte sich nach einem deutschen Projekt zur Förderung verantwortungsvoller Regierungsführung. Das Bundesentwicklungsministerium erklärte, Deutschland unterstütze Mauretanien dabei, staatliche Dienstleistungen vor allem auf kommunaler und lokaler Ebene auszubauen. Das solle Vertrauen in den Staat stärken, Terrorismus vorbeugen und die Registrierung sowie Eingliederung von Geflüchteten aus Mali erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion fragte nach künftigen Vorhaben im Bereich Ernährungssicherheit. Saathoff verwies darauf, dass die Schwerpunkte der Zusammenarbeit gemeinsam mit den Partnerländern festgelegt würden. Die nächsten Regierungskonsultationen mit Mauretanien sind für November geplant.</p>
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			<media:title type="html">Rednerbild von Johann Saathoff</media:title>
			<media:description type="html">Johann Saathoff, MdB, SPD, hält eine Rede im Deutschen Bundestag</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Grüne wollen Antidiskriminierungsgesetz auf Staat, KI und Wohnungsmarkt ausweiten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-wollen-antidiskriminierungsgesetz-auf-staat-ki-und-wohnungsmarkt-ausweiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 17:27:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Zwanzig Jahre nach Inkrafttreten des AGG wollen die Grünen den Diskriminierungsschutz deutlich ausweiten: auf staatliches Handeln, KI-Systeme, den Wohnungsmarkt und plattformbasierte Arbeit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-wollen-antidiskriminierungsgesetz-auf-staat-ki-und-wohnungsmarkt-ausweiten%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20wollen%20Antidiskriminierungsgesetz%20auf%20Staat%2C%20KI%20und%20Wohnungsmarkt%20ausweiten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-wollen-antidiskriminierungsgesetz-auf-staat-ki-und-wohnungsmarkt-ausweiten/">Grüne wollen Antidiskriminierungsgesetz auf Staat, KI und Wohnungsmarkt ausweiten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen im Bundestag fordern eine umfassende Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und wollen den Schutz vor Diskriminierung deutlich ausbauen. Der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/063/2106337.pdf">Antrag</a> wurde am 9. Juni in den Bundestag eingebracht. Die Fraktion zielt auf neue Regeln für staatliches Handeln, künstliche Intelligenz, den Wohnungsmarkt, sexuelle Belästigung, Barrierefreiheit und die Rechte der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-will-diskriminierungsschutz-ausbauen/">Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ist seit 2006 der zentrale rechtliche Rahmen gegen Diskriminierung im Arbeitsleben und bei bestimmten privaten Rechtsgeschäften.</a> Die Grünen sehen zwanzig Jahre nach dem Inkrafttreten erhebliche Schutzlücken. Sie argumentieren, Deutschland verfüge im europäischen Vergleich über ein schwach ausgestaltetes Antidiskriminierungsrecht.</p>



<h2 id="h-agg-soll-schutz-auch-fur-staatliches-handeln-bieten" class="wp-block-heading"><span id="agg-soll-schutz-auch-fuer-staatliches-handeln-bieten">AGG soll Schutz auch für staatliches Handeln bieten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kernpunkt des Antrags betrifft den Staat selbst. Die Grünen wollen den Anwendungsbereich des AGG auf öffentlich-rechtliche Leistungen und Maßnahmen der Verwaltung ausweiten. Der Diskriminierungsschutz soll damit auch bei Bildung, Sozialleistungen, Gesundheitsversorgung und staatlich gesteuerten Zugangsentscheidungen greifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang ist staatliches Handeln nicht umfassend in das AGG einbezogen. Die Fraktion verweist darauf, dass Betroffene sich häufig auf verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbote oder Amtshaftungsansprüche stützen müssen. Diese Wege seien für viele Betroffene schwerer durchsetzbar, weil sie regelmäßig die Beweislast tragen und ein Verschulden nachweisen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen formulieren den Anspruch, dass die Maßstäbe, die der Staat privaten Akteuren vorgibt, auch für sein eigenes Handeln gelten sollen. Damit würde das AGG stärker in Bereiche hineinreichen, die für den Alltag vieler Menschen zentral sind.</p>



<h2 id="h-kunstliche-intelligenz-ruckt-ins-antidiskriminierungsrecht" class="wp-block-heading"><span id="kuenstliche-intelligenz-rueckt-ins-antidiskriminierungsrecht">Künstliche Intelligenz rückt ins Antidiskriminierungsrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag greift auch den Einsatz automatisierter und KI-gestützter Entscheidungssysteme auf. Die Grünen wollen ausdrücklich klarstellen, dass das Benachteiligungsverbot des AGG auch für automatisierte und teilautomatisierte Entscheidungen sowie künstliche Intelligenz gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Systeme beeinflussen zunehmend Entscheidungen über Arbeit, Wohnraum, Kredite, Versicherungen, Gesundheitsleistungen und andere Zugänge. Die Fraktion sieht darin neue Risiken für mittelbare Diskriminierung, weil Betroffene oft nicht erkennen können, welche Daten und Kriterien in eine Entscheidung eingeflossen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb sollen Prüf-, Dokumentations- und Transparenzpflichten im Gesetz verankert werden. Betroffene sowie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und qualifizierte Verbände sollen verständliche Auskunft über den Einsatz solcher Systeme, die wesentlichen Datengrundlagen, die entscheidenden Faktoren und mögliche Diskriminierungsrisiken erhalten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes soll zudem als zuständige Behörde im Sinne der europäischen KI-Verordnung benannt werden. Damit würde sie eine größere Rolle beim Schutz vor diskriminierenden Auswirkungen algorithmischer Systeme erhalten.</p>



<h2 id="h-verbande-sollen-klagen-konnen" class="wp-block-heading"><span id="verbaende-sollen-klagen-koennen">Verbände sollen klagen können</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur besseren Rechtsdurchsetzung fordern die Grünen ein Verbandsklagerecht im Antidiskriminierungsrecht. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und Antidiskriminierungsverbände sollen unabhängig von eigenen Rechten gerichtlich feststellen lassen können, ob gegen das Benachteiligungsverbot verstoßen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das soll vor allem Fälle von allgemeiner Bedeutung und viele gleichgelagerte Fälle erfassen. Auch Betriebsräte und Gewerkschaften sollen zu den qualifizierten Stellen zählen. Die Fraktion begründet dies damit, dass Diskriminierung häufig nicht nur einzelne Personen betrifft, sondern strukturell wirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sollen die Fristen für die außergerichtliche Geltendmachung von Ansprüchen verlängert werden. Statt kurzer Ausschlussfristen fordert die Fraktion eine Frist von zwölf Monaten. Während innerbetrieblicher Beschwerden, Beratungs- oder Schlichtungsverfahren soll diese Frist gehemmt werden.</p>



<h2 id="h-wohnungsmarkt-und-barrierefreiheit-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="wohnungsmarkt-und-barrierefreiheit-im-fokus">Wohnungsmarkt und Barrierefreiheit im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Wohnungsmarkt wollen die Grünen die bestehenden Ausnahmen im AGG einschränken. Diskriminierung soll bereits bei der Auswahl von Mietinteressentinnen und Mietinteressenten sowie in der Phase der Vertragsanbahnung ausdrücklich untersagt werden. Auch Vermittler und andere an der Wohnungsvergabe beteiligte Dritte sollen erfasst werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-26795 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-380x265.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-1160x808.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2.jpg 1274w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion fordert außerdem ein gesetzliches Verbot diskriminierender Wohnungsanzeigen. Dafür soll ein neuer Paragraf im AGG geschaffen werden. Die bisherigen Ausnahmeregelungen im Wohnbereich sollen enger gefasst werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Barrierefreiheit privater Anbieter von Gütern und Dienstleistungen soll verbindlicher geregelt werden. Die Grünen wollen, dass angemessene Vorkehrungen einklagbar werden. Damit richtet sich der Antrag auch auf alltägliche Zugänge zu Dienstleistungen, bei denen Menschen mit Behinderungen bislang auf Hürden stoßen können.</p>



<h2 id="h-antidiskriminierungsstelle-soll-mehr-befugnisse-erhalten" class="wp-block-heading"><span id="antidiskriminierungsstelle-soll-mehr-befugnisse-erhalten">Antidiskriminierungsstelle soll mehr Befugnisse erhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes soll nach dem Willen der Grünen unabhängiger und stärker ausgestattet werden. Die Fraktion fordert Weisungsfreiheit in organisatorischen, personellen und haushaltsrechtlichen Fragen sowie eine schrittweise Annäherung der Ausstattung an den europäischen Durchschnitt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem soll die Stelle umfassende Untersuchungs- und Auskunftsrechte erhalten. Sie soll Sach- und Rechtslagen in Diskriminierungsfällen feststellen, qualifizierte Stellungnahmen abgeben, sich in Gerichtsverfahren einbringen und im öffentlichen Interesse klagen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Antidiskriminierungsstelle soll außerdem eine Schlichtungsstelle gesetzlich verankert werden. Wenn ein zulässiger Antrag und konkrete Anhaltspunkte für Diskriminierung vorliegen, soll die Gegenseite an einem Schlichtungsverfahren teilnehmen müssen.</p>



<h2 id="h-reform-beruhrt-arbeit-plattformen-und-selbststandige" class="wp-block-heading"><span id="reform-beruehrt-arbeit-plattformen-und-selbststaendige">Reform berührt Arbeit, Plattformen und Selbstständige</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag geht über klassische Beschäftigungsverhältnisse hinaus. Auch selbstständige Tätigkeiten und plattformbasierte Arbeit sollen in den Schutzbereich des AGG aufgenommen werden. Digitale Plattformen und Dienstleistende sollen Verantwortung für diskriminierungsfreie Systeme tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Schutz vor sexueller Belästigung fordert die Fraktion eine Ausweitung auf Güter und Dienstleistungen sowie auf Selbstständige, Vorstandsmitglieder, Geschäftsführende und andere Organmitglieder. Diskriminierende Kündigungen sollen ebenfalls in den Schutzbereich des AGG einbezogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen zudem klarstellen, dass das Merkmal Geschlecht auch nicht binäre, transgeschlechtliche und intergeschlechtliche Menschen umfasst. Der Katalog der Diskriminierungsmerkmale soll geprüft und möglicherweise offener gestaltet werden, um neue Formen der Benachteiligung besser erfassen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verbindet rechtliche Fragen mit wirtschaftlichen Folgen. Die Fraktion bezeichnet wirksamen Diskriminierungsschutz als Standortfaktor im Wettbewerb um internationale Fachkräfte. Damit berührt die Reformdebatte auch die Frage, wie Deutschland Menschen mit internationaler Biografie Zugang zu Arbeit, Wohnung, Bildung und Teilhabe ermöglicht.</p>
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			<media:title type="html">Abendsonne im Bundestag</media:title>
			<media:description type="html">Die tief stehende Sonne beleuchtet den Plenarsaal. Blick auf den Bundestagsadler. Blick ins Plenum.</media:description>
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		<title>Wadephul nennt UN-Niederlage „herbe Enttäuschung“ und wirbt für mehr deutsche Präsenz in internationalen Organisationen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-nennt-un-niederlage-herbe-enttaeuschung-und-wirbt-fuer-mehr-deutsche-praesenz-in-internationalen-organisationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 13:34:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach dem Rückschlag in New York richtet Berlin den Blick auf Personal und Einfluss: Außenminister Johann Wadephul wirbt für ein stärkeres deutsches Netzwerk in internationalen Organisationen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwadephul-nennt-un-niederlage-herbe-enttaeuschung-und-wirbt-fuer-mehr-deutsche-praesenz-in-internationalen-organisationen%2F&amp;action_name=Wadephul%20nennt%20UN-Niederlage%20%E2%80%9Eherbe%20Entt%C3%A4uschung%E2%80%9C%20und%20wirbt%20f%C3%BCr%20mehr%20deutsche%20Pr%C3%A4senz%20in%20internationalen%20Organisationen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-nennt-un-niederlage-herbe-enttaeuschung-und-wirbt-fuer-mehr-deutsche-praesenz-in-internationalen-organisationen/">Wadephul nennt UN-Niederlage „herbe Enttäuschung“ und wirbt für mehr deutsche Präsenz in internationalen Organisationen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will nach der gescheiterten Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen seine Präsenz in internationalen Organisationen und europäischen Institutionen ausbauen. Außenminister Johann Wadephul <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2774500-2774500">sprach</a> in Berlin von einer „herben Enttäuschung“, stellte aber zugleich klar, dass Deutschland an seinem multilateralen Kurs festhalten werde. Vor rund 600 deutschen Beschäftigten internationaler Organisationen warb er für ein stärkeres „Team Deutschland“ in den Institutionen, in denen internationale Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede hielt Wadephul am 8. Juni bei der 14. Konferenz für deutsche Beschäftigte internationaler Organisationen und europäischer Institutionen in Berlin. Es war das erste Präsenztreffen dieser Art seit acht Jahren. Im Zentrum standen die <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" type="post" id="27897">Folgen der deutschen Niederlage in New York</a>, die Reform internationaler Institutionen und die Frage, wie Deutschland seine personelle Vertretung in multilateralen Strukturen stärken kann.</p>



<h2 id="h-deutschland-halt-an-respect-justice-peace-fest" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-haelt-an-respect-justice-peace-fest">Deutschland hält an „Respect. Justice. Peace“ fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verband die Niederlage bei der Sicherheitsratswahl mit einem Bekenntnis zur internationalen Zusammenarbeit. Deutschland habe sich aus Überzeugung um den nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat beworben, sagte der Außenminister. <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-fordert-handlungsfaehige-un/" type="post" id="20355">Als einer der größten Unterstützer der Vereinten Nationen wolle die Bundesrepublik weiter Verantwortung für Frieden und Sicherheit übernehmen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kampagnenmotto „Respect. Justice. Peace“ beschrieb Wadephul als Teil des deutschen außenpolitischen Markenkerns. Deutschland bleibe ein verlässlicher Partner und werde weltweit Verantwortung übernehmen. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">Die Aussage war auch eine politische Reaktion auf das Scheitern der Kandidatur, das in Berlin als Rückschlag für die deutsche Außenpolitik wahrgenommen wurde.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat ist das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen für Fragen von Frieden und internationaler Sicherheit. Deutschland strebt seit Jahren eine stärkere Rolle in den Vereinten Nationen an und gehört zu den wichtigsten Beitragszahlern des Systems.</p>



<h2 id="h-deutsche-fachkrafte-als-strategische-ressource" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-fachkraefte-als-strategische-ressource">Deutsche Fachkräfte als strategische Ressource</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz rückte Wadephul die Rolle deutscher Beschäftigter in internationalen Organisationen in den Vordergrund. Sie arbeiteten unter anderem bei den Vereinten Nationen, der Nato, der Europäischen Union, an internationalen Gerichtshöfen, in Entwicklungsprogrammen, Sicherheitsorganisationen und in der humanitären Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister bezeichnete diese Fachkräfte als „strategische Ressource“ für Deutschland. Ihre Erfahrung aus internationalen Institutionen solle stärker in nationale Entscheidungsprozesse einfließen. Zugleich solle deutsche Expertise dort vertreten sein, wo internationale Entscheidungen vorbereitet würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben Wadephuls arbeiten derzeit rund 9.500 Deutsche in knapp 300 internationalen Organisationen und europäischen Institutionen. Diese Zahl sei beachtlich, gemessen am politischen und finanziellen Gewicht Deutschlands gebe es aber „noch Luft nach oben“.</p>



<h2 id="h-mehr-nachwuchs-fur-eu-nato-und-vereinte-nationen" class="wp-block-heading"><span id="mehr-nachwuchs-fuer-eu-nato-und-vereinte-nationen">Mehr Nachwuchs für EU, Nato und Vereinte Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul warb dafür, mehr Bewerberinnen und Bewerber aus Deutschland für Auswahlverfahren internationaler Organisationen zu gewinnen. Das gelte für die Europäische Union ebenso wie für die Nato, das Sekretariat der Vereinten Nationen und andere Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch innerhalb der Bundesregierung setze er sich regelmäßig für die Unterstützung deutscher Kandidaturen ein, sagte Wadephul. Das Auswärtige Amt wolle zudem Tätigkeiten in internationalen Organisationen für eigenes Personal attraktiver und leichter zugänglich machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister räumte ein, dass es für eine Institution nicht einfach sei, gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitweise abzugeben. Zugleich brächten sie bei einer Rückkehr wertvolle Erfahrungen mit, die für die deutsche Außenpolitik von großem Nutzen seien.</p>



<h2 id="h-multilateralismus-unter-reformdruck" class="wp-block-heading"><span id="multilateralismus-unter-reformdruck">Multilateralismus unter Reformdruck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul stellte die Personalfrage in einen größeren Zusammenhang. Internationale Krisen wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Krieg im Iran und die humanitäre Krise in Sudan zeigten, dass globale Probleme nicht von einzelnen Staaten gelöst werden könnten. Konflikte, Migration, Energiepreise, Lieferketten und Klimafolgen machten internationale Zusammenarbeit notwendig.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28060 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig räumte der Außenminister Reformbedarf ein. <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" type="post" id="26282">Viele internationale Organisationen, darunter die Vereinten Nationen und die Europäische Union, müssten sich an neue geopolitische Realitäten anpassen.</a> Reformen könnten auch Personalkürzungen mit sich bringen. Entscheidend sei, dass deutsche Beschäftigte davon nicht überproportional betroffen seien.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verwies auch auf die Strukturreform des Auswärtigen Amts, die unmittelbar vor der Konferenz umgesetzt wurde. Das Ministerium solle die Anforderungen des heutigen strategischen Umfelds klarer abbilden. Eine ähnliche Anpassung sei auch für internationale und europäische Organisationen nötig.</p>



<h2 id="h-berlin-will-netzwerke-enger-nutzen" class="wp-block-heading"><span id="berlin-will-netzwerke-enger-nutzen">Berlin will Netzwerke enger nutzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz in Berlin sollte deutsche Beschäftigte aus internationalen Organisationen stärker miteinander und mit der Bundesregierung verbinden. Wadephul rief die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, die zwei Tage für Austausch, Kontakte und Zusammenarbeit zu nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff „Team Deutschland“ stand dabei für ein Netzwerk, das nicht nur über Dienststellen und Institutionen funktioniert, sondern über persönlichen Austausch, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung. Für die Bundesregierung ist dieses Netzwerk auch ein Instrument, um deutsche Interessen und Erfahrungen in internationalen Strukturen sichtbarer zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der außenpolitische Rückschlag in New York verändert damit nicht den deutschen Kurs, sondern verstärkt den Blick auf Personal, Netzwerke und Einfluss in multilateralen Institutionen. Wadephuls Botschaft in Berlin lautete: Deutschland will den Multilateralismus nicht nur verteidigen, sondern personell stärker mitgestalten.</p>
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			<media:description type="html">Am 2. Juni 2026 traf Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ihren deutschen Amtskollegen Johann Wadephul anlässlich der UN-Sicherheitsrat Wahl in New York. Foto: © BMEIA/ Michael Gruber</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Zentralafrika steht trotz politischer Fortschritte unter wachsendem Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/zentralafrika-steht-trotz-politischer-fortschritte-unter-wachsendem-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 00:06:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Zentralafrika macht politische Fortschritte, doch Sudan-Krieg, Boko Haram, Vertreibung und Ebola setzen die Region unter Druck. Im UN-Sicherheitsrat wächst die Sorge, dass militärische Antworten allein nicht reichen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fzentralafrika-steht-trotz-politischer-fortschritte-unter-wachsendem-druck%2F&amp;action_name=Zentralafrika%20steht%20trotz%20politischer%20Fortschritte%20unter%20wachsendem%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrika-steht-trotz-politischer-fortschritte-unter-wachsendem-druck/">Zentralafrika steht trotz politischer Fortschritte unter wachsendem Druck</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat sieht Zentralafrika trotz politischer Fortschritte vor einer wachsenden Sicherheits- und humanitären Krise. Am Dienstag <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16381.doc.htm">befasste</a> sich das Gremium in New York mit der Lage in der Region und der Arbeit des UN-Regionalbüros für Zentralafrika. Im Zentrum standen die Folgen des Krieges im Sudan, Angriffe von Boko-Haram-nahen Gruppen im Tschadseebecken, Einschränkungen politischer Freiheiten und ein Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo. UN-Vertreterin Martha Ama Akyaa Pobee warnte, militärische Antworten allein könnten die Krise nicht lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pobee, Beigeordnete Generalsekretärin für politische Angelegenheiten sowie Friedensaufbau und Friedenseinsätze, verwies auf Fortschritte bei Wahlen und regionaler Zusammenarbeit. Zugleich beschrieb sie eine Lage, in der Vertreibung, Terrorismus, wirtschaftlicher Druck und eingeschränkte Bürgerrechte mehrere Staaten gleichzeitig belasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Zwei Brennpunkte der Instabilität ragen in Zentralafrika heraus: der Osten des Tschad und die Tschadseeregion“, sagte Pobee vor dem Sicherheitsrat.</p>



<h2 id="h-sudans-krieg-belastet-den-tschad" class="wp-block-heading"><span id="sudans-krieg-belastet-den-tschad">Sudans Krieg belastet den Tschad</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg im Sudan wirkt immer stärker über die Landesgrenzen hinaus.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/" type="post" id="20996">Seit April 2023 sind mehr als 900.000 sudanesische Flüchtlinge und 300.000 tschadische Rückkehrer in den Tschad gekommen.</a> Das belastet staatliche Strukturen, lokale Versorgung und das soziale Gefüge in den östlichen Provinzen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tschad zählt damit zu den Staaten, die die Folgen des Sudan-Krieges unmittelbar tragen. Die Aufnahme von mehr als 1,2 Millionen Menschen trifft auf eine bereits angespannte humanitäre Lage. Vertreter mehrerer Staaten warnten im Sicherheitsrat, dass Vertreibung, Hunger, Krankheit und fehlende Grundversorgung in Zentralafrika immer stärker zusammenlaufen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="440" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb.jpeg" alt="" class="wp-image-28050 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb-300x189.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb-380x239.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter der Demokratischen Republik Kongo, der auch für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> sprach, forderte mehr internationale Unterstützung für den Tschad und andere betroffene Länder. Millionen Menschen seien von Vertreibung, Ernährungsunsicherheit, Epidemien und fehlenden Basisdiensten betroffen. „Dialog, Zusammenarbeit und die von den Afrikanern selbst gegebenen Antworten, unterstützt durch internationale Partner, sind der wirksame Weg zu Frieden, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung“, sagte Botschafter Zenon Ngay Mukongo.</p>
</div></div>



<h2 id="h-boko-haram-bleibt-bedrohung-im-tschadseebecken" class="wp-block-heading"><span id="boko-haram-bleibt-bedrohung-im-tschadseebecken">Boko Haram bleibt Bedrohung im Tschadseebecken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Druck aus dem Sudan bleibt das Tschadseebecken ein zweiter Krisenraum. In Teilen Kameruns und des Tschad leiden Zivilisten weiter unter Angriffen und Menschenrechtsverletzungen durch Boko-Haram-nahe Gruppen und Abspaltungen. <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/" type="post" id="26116">Die Milizen nutzen schwache staatliche Präsenz, ungesicherte Grenzräume und die schwierige Lage vieler Gemeinden aus.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Pobee bezeichnete die Multinationale Gemeinsame Einsatztruppe als wichtiges regionales Instrument gegen gewalttätigen Extremismus. An der Truppe beteiligen sich Kamerun, Tschad, Nigeria und Benin. Sie soll Boko Haram und den sogenannten Islamischen Staat in Westafrika im Tschadseebecken bekämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Vertreterin machte zugleich deutlich, dass Sicherheitsoperationen nicht ausreichen. Die Region brauche auch grenzüberschreitende Entwicklungsprogramme, funktionierende lokale Verwaltung, Jobs, Bildung und Unterstützung für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Internationale Partner und Entwicklungsbanken müssten die Programme der Tschadseebecken-Kommission stärker finanzieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="517" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5.jpeg" alt="" class="wp-image-28051 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5-300x222.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5-380x281.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-erklaeren-afrika-zum-schwerpunkt-ihrer-anti-terror-strategie/" type="post" id="27256">Die Vereinigten Staaten hoben im Sicherheitsrat ihre Zusammenarbeit mit Staaten der Region hervor.</a> Der stellvertretende US-Botschafter Jeffrey Bartos verurteilte die Gewalt von Boko Haram, ISIS-Westafrika und anderen Terrorgruppen. Er erklärte, die USA und Nigeria hätten kürzlich eine gemeinsame Operation zur Tötung von Abu Bilal Al-Minuki ausgeführt, den er als globalen Stellvertreter des sogenannten Islamischen Staates bezeichnete.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">Russland bot seinerseits an, die Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus fortzusetzen. </a>Die stellvertretende Botschafterin Anna M. Evstigneeva äußerte Sorge über die Verlagerung ausländischer terroristischer Kämpfer nach Afrika und verwies zugleich auf Schuldenlasten und wirtschaftliche Abhängigkeiten afrikanischer Staaten.</p>



<h2 id="h-einschrankungen-politischer-freiheiten-bereiten-sorge" class="wp-block-heading"><span id="einschraenkungen-politischer-freiheiten-bereiten-sorge">Einschränkungen politischer Freiheiten bereiten Sorge</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten im Sicherheitsrat warnten vor einem enger werdenden politischen Raum in Zentralafrika. Pobee sprach von einem besorgniserregenden Trend zunehmender Einschränkungen ziviler und politischer Rechte in mehreren Teilen der Region. Wenn dieser Trend nicht umgekehrt werde, könne er langfristige Stabilität gefährden und Konflikte begünstigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verwies unter anderem auf politische Vergeltung im Tschad und Einschränkungen sozialer Medien in Gabun. Frankreichs Vertreter betonte, offene und inklusive politische Räume sowie die Achtung der Menschenrechte seien für Stabilität notwendig. Auch Lettland, Panama, Dänemark, Griechenland und Kolumbien stellten den Zusammenhang zwischen Sicherheit, Regierungsführung, Klima, Hunger und Vertreibung heraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China hob dagegen die politischen Fortschritte mehrerer Staaten der Region hervor. Dazu zählte der chinesische Vertreter die Präsidentschaftswahl in der Republik Kongo, den Abschluss des politischen Übergangs in Gabun, Fortschritte im Tschad nach der Übergangsphase und die Vorbereitung von Wahlen in São Tomé und Príncipe. Peking unterstütze die Staaten der Region dabei, auf die Stimmen ihrer Bevölkerung zu hören und Sicherheit wiederherzustellen.</p>



<h2 id="h-ebola-ausbruch-verscharft-lage-im-osten-kongos" class="wp-block-heading"><span id="ebola-ausbruch-verschaerft-lage-im-osten-kongos">Ebola-Ausbruch verschärft Lage im Osten Kongos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat befasste sich auch mit Gesundheitsrisiken in der Region. Der jüngste Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo bereitet mehreren Staaten Sorge, weil der Konflikt in dieser Region die Eindämmung erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der britische Vertreter Archibald Young sagte, der Konflikt im Osten Kongos mache die Ebola-Reaktion schwieriger. Großbritannien stellt 26 Millionen Dollar für die Weltgesundheitsorganisation, die Vereinten Nationen und Partner bereit. Das Geld soll Krankheitsüberwachung, Gesundheitspersonal, Infektionsschutz und den Zugang betroffener Gemeinden zu lebensrettender Versorgung unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">London verwies außerdem auf zusätzliche regionale humanitäre Hilfe in Höhe von 55 Millionen Dollar. Der britische Vertreter nannte auch Klimawandel, Terrorismus und die Folgen des Sudan-Krieges als Faktoren, die Unsicherheit und Vertreibung in Zentralafrika weiter verschärfen.</p>



<h2 id="h-unoca-bleibt-diplomatischer-knotenpunkt" class="wp-block-heading"><span id="unoca-bleibt-diplomatischer-knotenpunkt">UNOCA bleibt diplomatischer Knotenpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das UN-Regionalbüro für Zentralafrika, UNOCA, soll Konflikte früh erkennen, Vermittlung unterstützen und regionale Zusammenarbeit fördern. Sein Mandat läuft bis Ende August 2027. Der Sicherheitsrat diskutierte die Lage auf Grundlage des jüngsten Halbjahresberichts des UN-Generalsekretärs.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="415" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266.jpeg" alt="" class="wp-image-28052 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266-300x178.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266-380x225.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Ratsmitglieder unterstützten die Arbeit von UNOCA und die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union, der Wirtschaftsgemeinschaft der zentralafrikanischen Staaten, der Tschadseebecken-Kommission und weiteren Partnern. Der Vertreter Pakistans forderte eine verlässliche Finanzierung regionaler Initiativen. Die Demokratische Republik Kongo, Liberia und Somalia betonten, Sicherheitsmaßnahmen müssten mit Stabilisierung, Wiederaufbau, Entwicklung und der Verhinderung von Rekrutierung verbunden werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte breite Unterstützung für regionale Sicherheitskooperation, humanitäre Hilfe und diplomatische Vermittlung. Zugleich traten unterschiedliche Akzente hervor: Einige Staaten betonten Menschenrechte, Klima und politische Freiheiten. Andere stellten nationale Souveränität, Terrorismusbekämpfung und wirtschaftliche Ursachen von Instabilität stärker in den Vordergrund.</p>
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		<title>Politisch motivierte Straftaten steigen auf neuen Höchststand</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/politisch-motivierte-straftaten-steigen-auf-neuen-hoechststand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 23:28:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Neuer Höchststand bei politisch motivierter Kriminalität: Rechte Straftaten bleiben stärkster Block, linke Delikte steigen deutlich, Hasskriminalität trifft weiter viele Gruppen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpolitisch-motivierte-straftaten-steigen-auf-neuen-hoechststand%2F&amp;action_name=Politisch%20motivierte%20Straftaten%20steigen%20auf%20neuen%20H%C3%B6chststand&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/politisch-motivierte-straftaten-steigen-auf-neuen-hoechststand/">Politisch motivierte Straftaten steigen auf neuen Höchststand</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl politisch motivierter Straftaten in Deutschland ist 2025 erneut gestiegen und hat mit 85.837 Fällen einen neuen Höchststand erreicht. Im Vorjahr waren 84.172 Delikte registriert worden. Rechte Straftaten bilden weiter den größten Block, während linke Straftaten besonders stark zulegen. Grüne und Linke fordern angesichts der Zahlen eine verlässliche Finanzierung von Demokratiearbeit und kritisieren Unsicherheit beim Bundesprogramm „Demokratie leben“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen <a href="https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/PMKZahlen/PMKZahlen_node.html#:~:text=Die%20Politisch%20motivierte%20Kriminalität%20(%20PMK,der%20Straftaten%20mehr%20als%20verdoppelt.">Fallzahlen</a> zeigen ein gespaltenes Bild. Im rechten Spektrum wurden 42.544 Straftaten erfasst, etwas weniger als 2024, aber weiterhin deutlich mehr als in allen anderen Bereichen. Die Zahl rechter Gewalttaten stieg dagegen um 7,39 Prozent auf 1.598 Fälle. Linke Straftaten nahmen um 35,29 Prozent auf 13.490 Fälle zu, linke Gewalttaten um 42,65 Prozent auf 1.087 Fälle.</p>



<h2 id="h-rechte-straftaten-bleiben-grosster-block" class="wp-block-heading"><span id="rechte-straftaten-bleiben-groesster-block">Rechte Straftaten bleiben größter Block</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundeskriminalamt ordnet politisch motivierte Straftaten nach sogenannten Phänomenbereichen. Dazu gehören unter anderem rechte, linke, ausländische und religiöse Ideologien sowie Fälle, die keiner dieser Kategorien eindeutig zugeordnet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/42-544-rechte-straftaten-in-deutschland-gemeldet/" type="post" id="27146">Die rechte Kriminalität bleibt mit Abstand die größte Kategorie.</a> Mehr als die Hälfte dieser Delikte waren Propagandadelikte, also etwa die Verbreitung verbotener Kennzeichen oder Propagandamittel verfassungswidriger Organisationen. 25.098 solcher Fälle wurden im rechten Spektrum registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Gewalt zeigt sich ebenfalls eine klare Belastung. Insgesamt wurden 4.156 politisch motivierte Gewalttaten gezählt. Davon entfielen 1.598 auf den rechten Bereich, 1.087 auf den linken Bereich, 704 auf ausländische Ideologie, 98 auf religiöse Ideologie und 669 auf sonstige Zuordnung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MKr368689_Katharina_Droege_BDK_2025-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27152 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MKr368689_Katharina_Droege_BDK_2025-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MKr368689_Katharina_Droege_BDK_2025-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MKr368689_Katharina_Droege_BDK_2025-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MKr368689_Katharina_Droege_BDK_2025-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MKr368689_Katharina_Droege_BDK_2025-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MKr368689_Katharina_Droege_BDK_2025-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MKr368689_Katharina_Droege_BDK_2025.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Katharina Dröge, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sprach von einer „besorgniserregenden Zunahme politisch motivierter Straftaten“. Rechte Straftaten blieben „weiterhin Spitzenreiter“ und seien damit „die größte Bedrohung für die Menschen in unserem Land“. Zugleich verwies sie auf die Zunahme linker Straftaten und forderte mehr Prävention, Aufklärung und eine verlässliche Finanzierung von Demokratieprogrammen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-mehr-straftaten-gegen-menschen-wegen-herkunft-geschlecht-und-orientierung" class="wp-block-heading"><span id="mehr-straftaten-gegen-menschen-wegen-herkunft-geschlecht-und-orientierung">Mehr Straftaten gegen Menschen wegen Herkunft, Geschlecht und Orientierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hasskriminalität bleibt ein großes Feld der politisch motivierten Kriminalität. 2025 wurden 22.159 Straftaten in diesem Bereich registriert, 386 mehr als im Vorjahr. Dazu zählen Delikte, die sich etwa gegen Menschen wegen ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe, sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität oder ihres sozialen Status richten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politisch-motivierte-gewalt-gegen-gefluechtete-steigt-linke-lehnt-eu-abschiebezentren-ab/">Besonders hoch blieb die Zahl fremdenfeindlicher Straftaten.</a> Das Bundeskriminalamt erfasste 19.484 Fälle, nahezu so viele wie im Vorjahr. 73,66 Prozent dieser Delikte wurden dem rechten Bereich zugeordnet. Bei ausländerfeindlichen Gewalttaten gab es einen Anstieg um 7,01 Prozent auf 947 Fälle. Der überwiegende Teil dieser Gewaltdelikte wurde rechtsmotivierter Kriminalität zugerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch frauenfeindliche und queerfeindliche Straftaten nahmen zu. Frauenfeindliche Straftaten stiegen auf 819 Fälle, nach 558 im Vorjahr. Straftaten im Zusammenhang mit sexueller Orientierung nahmen auf 2.070 Fälle zu. Bei Straftaten im Zusammenhang mit geschlechtsbezogener Diversität wurden 1.294 Fälle registriert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27862 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, nannte den Anstieg frauenfeindlicher Straftaten „besonders besorgniserregend“. Mit Blick auf die bevorstehenden CSD-Veranstaltungen forderte sie Schutzkonzepte der Behörden. Der Schutz solcher Veranstaltungen dürfe nicht von queeren und antifaschistischen Gruppen übernommen werden müssen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-streit-uber-demokratieprogramme" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-demokratieprogramme">Streit über Demokratieprogramme</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die politischen Reaktionen konzentrieren sich nicht nur auf Polizei und Strafverfolgung, sondern auch auf Prävention. Dröge kritisierte, die Bundesregierung schaffe ausgerechnet bei „Demokratie leben“ Verunsicherung, kündige Kürzungen an oder lasse Programme auslaufen. „Das Gegenteil wäre richtig: Wir brauchen jetzt ein Demokratiefördergesetz, wir brauchen eine verlässliche Finanzierung der Demokratieprogramme im Bundeshaushalt“, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Bünger wandte sich gegen Änderungen am Bundesprogramm. Über „Demokratie leben“ seien zahlreiche Projekte finanziert worden, die gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Frauen- und Queerfeindlichkeit arbeiteten. Die Linke fordert, den Umbau des Programms zu stoppen, die laufende Evaluation abzuwarten und ein Demokratiefördergesetz auf den Weg zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderungen treffen auf eine Sicherheitslage, in der politische Gewalt und Hasskriminalität nicht nur einzelne Szenen betreffen. Bei der rechten Gewalt wurden 1.146 gesundheitlich geschädigte Personen registriert. Bei linker Gewalt waren es 486 Personen. Insgesamt wurden 2.508 Menschen durch politisch motivierte Gewalttaten gesundheitlich geschädigt.</p>



<h2 id="h-wahlen-treiben-fallzahlen-zusatzlich-nach-oben" class="wp-block-heading"><span id="wahlen-treiben-fallzahlen-zusaetzlich-nach-oben">Wahlen treiben Fallzahlen zusätzlich nach oben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Treiber der Entwicklung waren Straftaten im Zusammenhang mit Wahlen. Das Bundeskriminalamt nennt teils erhebliche Anstiege in diesem Bereich als einen Grund für die hohen Gesamtzahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders viele Fälle betrafen Wahlplakate. Hier wurden 11.652 Delikte gezählt. Auch Straftaten gegen Parteien, Parteigebäude, Parteimitglieder und Parteivertreter nahmen in mehreren Bereichen zu. Die AfD war mit 4.050 Fällen als Unterangriffsziel am häufigsten betroffen, gefolgt von Bündnis 90/Die Grünen mit 3.367 Fällen, der CDU mit 2.481 Fällen und der SPD mit 2.242 Fällen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen zeigen, dass politisch motivierte Kriminalität nicht nur entlang ideologischer Lager verläuft. Sie trifft Menschen wegen Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung, richtet sich gegen Parteien und Wahlkampf, gegen Polizei, Staat und öffentliche Debatte.</p>
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			<media:title type="html">Katharina Dröge (BDK 2025)</media:title>
			<media:description type="html">Katharina Dröge (BDK 2025)</media:description>
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			<media:title type="html">Clara_Bünger</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Berlin hält an Rohstoffzentren fest – die Wirkung bleibt unklar</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/berlin-haelt-an-rohstoffzentren-fest-die-wirkung-bleibt-unklar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 23:11:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland braucht Rohstoffe für E-Autos, Batterien und digitale Infrastruktur. Doch bei den Rohstoffkompetenzzentren bleibt offen, wie viel sie tatsächlich bewirken.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fberlin-haelt-an-rohstoffzentren-fest-die-wirkung-bleibt-unklar%2F&amp;action_name=Berlin%20h%C3%A4lt%20an%20Rohstoffzentren%20fest%20%E2%80%93%20die%20Wirkung%20bleibt%20unklar&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-haelt-an-rohstoffzentren-fest-die-wirkung-bleibt-unklar/">Berlin hält an Rohstoffzentren fest – die Wirkung bleibt unklar</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will vorerst keine weiteren Rohstoffkompetenzzentren im Ausland fördern, obwohl Deutschland im Rennen um Batteriemetalle, Industrieminerale und andere kritische Rohstoffe unter Druck steht. Dies geht aus einer Antwort auf eine Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Zugleich bleibt offen, wie stark die bestehenden Zentren deutschen Unternehmen tatsächlich helfen, neue Lieferquellen und Rohstoffverträge zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die deutsche Wirtschaft ist das mehr als eine Verwaltungsfrage. Ohne verlässlichen Zugang zu Rohstoffen geraten zentrale Zukunftsbranchen unter Druck: Elektromobilität, Batterien, Halbleiter, digitale Infrastruktur und Teile der Automobilindustrie hängen von Lieferketten ab, die weltweit umkämpft sind. <a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/">Die Bundesregierung beschreibt ihre bestehenden Zentren als wichtigen Baustein, nennt aber keine konkreten Umsätze, keine gesicherten Verträge und keine neuen Alternativen zu diesem Instrument.</a></p>



<h2 id="h-zentren-in-neun-markten" class="wp-block-heading"><span id="zentren-in-neun-maerkten">Zentren in neun Märkten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland fördert derzeit Rohstoffkompetenzzentren oder ähnliche Einrichtungen in Chile, Kanada, dem südlichen Afrika, Peru, Brasilien, Australien, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> und der Mongolei. Sie sind überwiegend an Außenhandelskammern angebunden. In Ghana arbeitet die Delegation der deutschen Wirtschaft als Anlaufstelle für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/" type="category" id="64">Westafrika</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zentren sollen deutsche Unternehmen mit Partnern vor Ort vernetzen, Marktinformationen liefern, Delegationsreisen organisieren und Kontakte in Bergbau, Politik und Wirtschaft aufbauen. Dahinter steht ein einfaches Ziel: Deutschland will nicht von wenigen Lieferländern abhängig bleiben, sondern die Zugänge zu Rohstoffen diversifizieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle zeigt sich aber die Schwäche der Antwort der Bundesregierung. Sie beschreibt die Aufgaben der Zentren ausführlich, bleibt bei ihrer Wirkung aber allgemein. Ob aus Gesprächen konkrete Lieferverträge wurden, ob Unternehmen dadurch messbar mehr Geschäft gemacht haben oder ob sich Deutschlands Versorgungslage spürbar verbessert hat, kann nicht beziffert werden.</p>



<h2 id="h-wirkung-bleibt-schwer-greifbar" class="wp-block-heading"><span id="wirkung-bleibt-schwer-greifbar">Wirkung bleibt schwer greifbar</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="947" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Katherina_Reiche_2025-05-15_cropped-947x1024.jpg" alt="" class="wp-image-28044 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Katherina_Reiche_2025-05-15_cropped-947x1024.jpg 947w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Katherina_Reiche_2025-05-15_cropped-277x300.jpg 277w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Katherina_Reiche_2025-05-15_cropped-768x830.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Katherina_Reiche_2025-05-15_cropped-380x411.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Katherina_Reiche_2025-05-15_cropped-800x865.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Katherina_Reiche_2025-05-15_cropped.jpg 960w" sizes="(max-width: 947px) 100vw, 947px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; white-space: normal;">Die Bundesregierung spricht von einem „erheblichen Mehrwert“ der Rohstoffkompetenzzentren. Sie verweist auf Netzwerke, frühe Einbindung deutscher Unternehmen in Projekte und stabilere Lieferketten. Bei der Frage nach Umsätzen deutscher Unternehmen räumt sie jedoch ein, dass sich der Netzwerkeffekt keinen konkreten Umsätzen zuordnen lasse.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bleibt ein zentraler Punkt offen: Die Zentren werden als Teil der Rohstoffsicherung dargestellt, ihre tatsächliche Wirkung lässt sich aus der Antwort aber nicht klar ablesen. Für Unternehmen zählt am Ende nicht nur ein Ansprechpartner vor Ort, sondern der Zugang zu verlässlichen Lieferanten, Projekten, Finanzierung und langfristigen Abnahmeverträgen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade die Autoindustrie und die Digitalbranche stehen unter Druck, weil Rohstoffe für Batterien, Elektronik, Rechenzentren und moderne Produktionsketten geopolitisch sensibel geworden sind. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-risiken-und-chancen-kritischer-rohstoffe/">China, die USA, die Europäische Union und rohstoffreiche Staaten ringen um Kontrolle, Verarbeitung und Wertschöpfung.</a> In diesem Umfeld reicht reine Kontaktpflege nur dann aus, wenn daraus belastbare Lieferbeziehungen entstehen.</p>



<h2 id="h-keine-neuen-standorte-geplant" class="wp-block-heading"><span id="keine-neuen-standorte-geplant">Keine neuen Standorte geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Lage plant die Bundesregierung derzeit keine weiteren Rohstoffkompetenzzentren. Auch andere Einrichtungen mit ähnlichem Schwerpunkt sollen gegenwärtig nicht zusätzlich gefördert werden. Eine alternative Lösung beschreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Offen bleibt damit, wie Deutschland seine Position in Ländern stärken will, in denen wichtige Rohstoffe gefördert oder verarbeitet werden, aber bisher keine vom Bund geförderten Zentren bestehen. Ebenso unklar bleibt, ob die bestehenden Standorte stärker auf konkrete Industriebedarfe ausgerichtet werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist auf laufende Projekte mit Rohstoffbezug. Dazu gehören unter anderem ein Batterierohstoffscreening in Australien, Projekte zu nachhaltigem Bergbau in Peru, verantwortungsvollem Bergbau in Chile und Rohstoffnetzwerken entlang nachhaltiger Wertschöpfungsketten.<a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-risiken-und-chancen-kritischer-rohstoffe/"> Diese Programme zeigen, dass die Zentren eine entwicklungspolitische Komponente enthalten.</a> Sie ersetzen aber keine klare Antwort darauf, wie Deutschland im internationalen Wettbewerb um Rohstoffe zusätzliche Lieferquellen sichern will.</p>



<h2 id="h-afrikas-rolle-bleibt-begrenzt-sichtbar" class="wp-block-heading"><span id="afrikas-rolle-bleibt-begrenzt-sichtbar">Afrikas Rolle bleibt begrenzt sichtbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus afrikanischer Perspektive fällt auf, dass nur zwei Strukturen mit direktem Afrika-Bezug genannt werden: das Kompetenzzentrum im südlichen Afrika und das Zentrum für Bergbau und mineralische Rohstoffe Westafrika in Ghana. Beide Regionen verfügen über bedeutende Vorkommen mineralischer Rohstoffe. Gleichzeitig wächst auf dem Kontinent der Anspruch, nicht nur Rohstoffe zu exportieren, sondern mehr Verarbeitung und Wertschöpfung vor Ort aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland entsteht daraus ein doppelter Anspruch. Unternehmen suchen Zugang zu Rohstoffen, afrikanische Staaten drängen auf Industrialisierung, lokale Jobs und bessere Konditionen. Rohstoffpartnerschaften werden deshalb nicht allein über Kontakte und Marktberatung entschieden, sondern auch über Investitionen, Ausbildung, Verarbeitungskapazitäten und politische Verlässlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält ihre bestehenden Rohstoffkompetenzzentren für dauerhaft finanzierungswürdig. Ihre Antwort zeigt zugleich, dass der Nachweis ihrer Wirkung bisher unscharf bleibt. Im internationalen Rohstoffwettlauf setzt Berlin damit weiter auf ein Instrument, dessen Nutzen politisch betont, aber wirtschaftlich nicht konkret belegt wird.</p>
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		<item>
		<title>Bund rechnet mit Flüchtlingskosten von über 24 Milliarden Euro für das Jahr 2025</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bund-rechnet-mit-fluechtlingskosten-von-ueber-24-milliarden-euro-fuer-das-jahr-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 21:20:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Bund hat Milliarden für Flüchtlingskosten gezahlt – doch nun sollen die Länder 250 Millionen Euro zurücküberweisen. Gleichzeitig klagen Kommunen weiter über hohe Belastungen bei Unterbringung und Integration.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbund-rechnet-mit-fluechtlingskosten-von-ueber-24-milliarden-euro-fuer-das-jahr-2025%2F&amp;action_name=Bund%20rechnet%20mit%20Fl%C3%BCchtlingskosten%20von%20%C3%BCber%2024%20Milliarden%20Euro%20f%C3%BCr%20das%20Jahr%202025&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bund-rechnet-mit-fluechtlingskosten-von-ueber-24-milliarden-euro-fuer-das-jahr-2025/">Bund rechnet mit Flüchtlingskosten von über 24 Milliarden Euro für das Jahr 2025</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Kosten für Unterbringung, Versorgung und Integration von Geflüchteten bleiben für Bund, Länder und Kommunen ein Milliardenposten. Zwar gibt der Bund inzwischen etwas weniger Geld aus als auf dem Höhepunkt der Flüchtlingsausgaben 2023. Trotzdem summieren sich die Leistungen des Bundes für Flucht und Migration im Jahr 2025 noch immer auf rund 24,8 Milliarden Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig zeigt die neue <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106280.pdf">Abrechnung</a> zwischen Bund und Ländern: Der Bund hat offenbar mehr Geld überwiesen als am Ende nötig war. Deshalb erwartet die Bundesregierung nun eine Rückzahlung der Länder in Höhe von rund 250 Millionen Euro.</p>



<h2 id="h-7-500-euro-pro-neuem-asylantrag" class="wp-block-heading"><span id="7-500-euro-pro-neuem-asylantrag">7.500 Euro pro neuem Asylantrag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hintergrund ist ein neues Finanzierungssystem, auf das sich Bund und Länder Ende 2023 geeinigt hatten. Seitdem zahlt der Bund für jeden neuen Asylerstantrag pauschal 7.500 Euro an die Länder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee dahinter: Länder und Kommunen sollen schneller Geld bekommen, wenn mehr Geflüchtete ankommen. Denn gerade Städte und Gemeinden tragen einen großen Teil der Kosten – etwa für Unterkünfte, Schulen, Kitas oder Sozialleistungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst erhalten die Länder Abschlagszahlungen. Erst später wird genau nachgerechnet, wie viele Asylanträge tatsächlich gestellt wurden und wie hoch die endgültige Summe ausfällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2025 überwies der Bund zunächst 1,25 Milliarden Euro. Nach der späteren Abrechnung geht die Bundesregierung nun davon aus, dass davon etwa 250 Millionen Euro zu viel gezahlt wurden. Dieses Geld soll der Bund zurückbekommen.</p>



<h2 id="h-ausgaben-sinken-bleiben-aber-sehr-hoch" class="wp-block-heading"><span id="ausgaben-sinken-bleiben-aber-sehr-hoch">Ausgaben sinken – bleiben aber sehr hoch</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="687" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Empfang_der_Ukraine-Fluechtlinge_am_Hauptbahnhof_Duesseldorf_April_2022_2-687x1024.jpg" alt="" class="wp-image-28028 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Empfang_der_Ukraine-Fluechtlinge_am_Hauptbahnhof_Duesseldorf_April_2022_2-687x1024.jpg 687w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Empfang_der_Ukraine-Fluechtlinge_am_Hauptbahnhof_Duesseldorf_April_2022_2-201x300.jpg 201w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Empfang_der_Ukraine-Fluechtlinge_am_Hauptbahnhof_Duesseldorf_April_2022_2-768x1144.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Empfang_der_Ukraine-Fluechtlinge_am_Hauptbahnhof_Duesseldorf_April_2022_2-380x566.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Empfang_der_Ukraine-Fluechtlinge_am_Hauptbahnhof_Duesseldorf_April_2022_2-800x1192.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Empfang_der_Ukraine-Fluechtlinge_am_Hauptbahnhof_Duesseldorf_April_2022_2.jpg 960w" sizes="(max-width: 687px) 100vw, 687px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Flüchtlingskosten des Bundes gehen zwar zurück, bewegen sich aber weiterhin auf hohem Niveau. 2023 lagen die Ausgaben noch bei 29,6 Milliarden Euro, 2024 bei 28 Milliarden Euro und 2025 nun bei 24,8 Milliarden Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem seit dem russischen Angriff auf die Ukraine waren die Kosten stark gestiegen. <a href="https://fokus-afrika.de/mehr-menschen-scheitern-an-integrationskursen-in-deutschland/" type="post" id="27245">Viele Geflüchtete mussten untergebracht und versorgt werden, gleichzeitig stiegen die Ausgaben für Integration, Sprachkurse und soziale Leistungen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn die Zahlen inzwischen sinken, liegen sie weiterhin deutlich höher als vor dem Ukrainekrieg.</p>
</div></div>



<h2 id="h-lander-klagen-uber-hohe-belastung" class="wp-block-heading"><span id="laender-klagen-ueber-hohe-belastung">Länder klagen über hohe Belastung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Länder betonen allerdings, dass die Bundesmittel ihre tatsächlichen Kosten oft nicht decken. Viele verweisen darauf, dass sie zusätzlich Milliarden aus eigenen Haushalten finanzieren mussten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bund-stoppt-zugang-zu-integrationskursen-zehntausende-betroffen/" type="post" id="27520">Dabei geht es nicht nur um Unterkünfte, sondern auch um Schulen, Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung, Jugendhilfe und Integrationsangebote. </a>Besonders die Kommunen sehen sich vielerorts weiterhin stark belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bund wiederum verweist darauf, dass er Länder und Gemeinden 2025 insgesamt um rund 1,34 Milliarden Euro entlastet habe – unter anderem durch die Asylpauschale und durch kostenlose Grundstücke des Bundes für Unterkünfte.</p>



<h2 id="h-nordrhein-westfalen-erhalt-den-grossten-anteil" class="wp-block-heading"><span id="nordrhein-westfalen-erhaelt-den-groessten-anteil">Nordrhein-Westfalen erhält den größten Anteil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das meiste Geld aus der Bundespauschale floss 2025 nach Nordrhein-Westfalen. Das Land erhielt rund 264 Millionen Euro. Dahinter folgten Bayern mit 194 Millionen Euro und Baden-Württemberg mit knapp 165 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Länder erklärten, sie hätten das Geld vollständig oder zumindest überwiegend an Städte und Gemeinden weitergegeben. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-stellt-fast-600-000-reiseausweise-fuer-fluechtlinge-aus/" type="post" id="27383">Denn dort entstehen die meisten direkten Kosten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nordrhein-Westfalen teilte mit, dass die Bundesmittel an die Kommunen weitergereicht worden seien. Zusätzlich habe das Land selbst weitere rund 477 Millionen Euro für die Flüchtlingsaufnahme an Städte und Gemeinden gezahlt.</p>



<h2 id="h-stadte-und-gemeinden-tragen-einen-grossteil-der-kosten" class="wp-block-heading"><span id="staedte-und-gemeinden-tragen-einen-grossteil-der-kosten">Städte und Gemeinden tragen einen Großteil der Kosten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird die Belastung auf kommunaler Ebene. Städte und Landkreise müssen Unterkünfte organisieren, Sozialleistungen auszahlen und Integrationsangebote schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Hessen stellte das Land nach eigenen Angaben insgesamt rund 1,18 Milliarden Euro für den Asylbereich bereit. Rund 641 Millionen Euro davon gingen direkt an die Kommunen. Die Bundesmittel für Hessen lagen dagegen bei etwa 92 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern meldeten hohe eigene Ausgaben für Unterbringung und Integration. Bayern erklärte ebenfalls, dass die Leistungen des Landes die Bundesmittel deutlich übersteigen.</p>



<h2 id="h-streit-uber-weitergabe-der-bundesmittel" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-weitergabe-der-bundesmittel">Streit über Weitergabe der Bundesmittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schon länger gibt es Diskussionen darüber, ob die Länder Bundesgelder tatsächlich vollständig an die Kommunen weiterreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der neuen Asylpauschale zahlt der Bund den Ländern seit Jahren zusätzlich eine Milliarde Euro jährlich zur Entlastung der Kommunen. Die meisten Länder geben an, diese Mittel komplett weiterzugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Länder räumen allerdings ein, dass nur ein Teil direkt bei Städten und Gemeinden ankommt. Brandenburg meldete für 2025 eine teilweise Weiterleitung von gut 22 Prozent, Rheinland-Pfalz von knapp 25 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält deshalb fest, dass die Länder sehr unterschiedlich mit ihrer Verantwortung für die Finanzierung der Kommunen umgehen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestagsanhörung warnt vor Desinformation als Angriff auf Demokratien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestagsanhoerung-warnt-vor-desinformation-als-angriff-auf-demokratien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 16:57:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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<p>Russische Desinformation, KI-generierte Inhalte und die Macht großer Plattformen standen im Zentrum einer Bundestagsanhörung. Sachverständige warnen vor gezielten Kampagnen autoritärer Staaten gegen Demokratie und Menschenrechte.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestagsanhoerung-warnt-vor-desinformation-als-angriff-auf-demokratien%2F&amp;action_name=Bundestagsanh%C3%B6rung%20warnt%20vor%20Desinformation%20als%20Angriff%20auf%20Demokratien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestagsanhoerung-warnt-vor-desinformation-als-angriff-auf-demokratien/">Bundestagsanhörung warnt vor Desinformation als Angriff auf Demokratien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Sachverständige im Bundestag warnen vor Desinformation durch autoritäre Staaten als Angriff auf Demokratie und Menschenrechte. Die öffentliche Anhörung fand am Mittwoch im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe statt. Im Zentrum standen russische Einflusskampagnen, künstliche Intelligenz, Medienkompetenz und die Regulierung großer Plattformen. Die Einschätzungen reichten von der Forderung nach stärkerer Bildung bis zu einer konsequenteren Anwendung des Digital Services Act der Europäischen Union.</p>



<h2 id="h-russland-im-fokus-der-anhorung" class="wp-block-heading"><span id="russland-im-fokus-der-anhoerung">Russland im Fokus der Anhörung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Journalistin Gesine Dornblüth bezeichnete russische Desinformation als „Sicherheitsrisiko“. Sie sei ein zentraler Bestandteil des russischen hybriden Krieges gegen demokratische und offene Gesellschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dornblüth verwies darauf, dass der Kreml seine Desinformation weiter ausbaue. Für 2026 sehe der russische Haushalt umgerechnet 1,5 Milliarden Euro für Propagandamedien vor. Inhaltlich zielten die Kampagnen vor allem darauf, Stimmung gegen die Ukraine und ihre Unterstützer zu machen und Zweifel an den Sanktionen gegen Russland zu verbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gegenmittel nannte Dornblüth eine stärkere Medienpädagogik in Schulen und in der Erwachsenenbildung. Menschen, die Funktionsweisen russischer Kampagnen erkennen und mit solchen Angriffen rechnen, seien weniger anfällig.</p>



<h2 id="h-vernetztes-system-aus-medien-trollen-und-ki" class="wp-block-heading"><span id="vernetztes-system-aus-medien-trollen-und-ki">Vernetztes System aus Medien, Trollen und KI</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ferdinand Alexander Gehringer von der Konrad-Adenauer-Stiftung sah Russland bei Desinformation „an vorderster Front“. Er bezeichnete das Land als größte Bedrohung für Deutschland in diesem Bereich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russische Kampagnen kombinierten „staatliche Medien, Geheimdienststrukturen, Troll-Netzwerke und KI-generierte Inhalte zu einem hochgradig vernetzten Ökosystem“, sagte Gehringer. <a href="https://fokus-afrika.de/bnd-bestaetigt-russische-desinformation-gegen-entwicklungspolitik/" type="post" id="27574">Das Ziel bestehe darin, gesellschaftliche Spaltung zu vertiefen, Vertrauen in demokratische Prozesse zu untergraben und die Handlungsfähigkeit westlicher Staaten zu schwächen.</a> Betroffen sei auch die Unterstützung der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Politik- und Kommunikationsberater Johannes Hillje beschrieb Desinformation als Strategie der Informationsmanipulation. Vertrauen solle systematisch zerstört werden. „Die Menschen sollen nicht mehr wissen, was wahr ist und was falsch ist, die gemeinsame Faktenbasis soll eliminiert werden“, sagte Hillje.</p>



<h2 id="h-kunstliche-intelligenz-als-verstarker" class="wp-block-heading"><span id="kuenstliche-intelligenz-als-verstaerker">Künstliche Intelligenz als Verstärker</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="844" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-844x1024.png" alt="" class="wp-image-28024 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-844x1024.png 844w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-247x300.png 247w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-768x932.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-380x461.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-800x971.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505.png 960w" sizes="(max-width: 844px) 100vw, 844px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hillje warnte besonders vor manipulierten Informationsräumen durch künstliche Intelligenz. KI-Modelle könnten strategisch mit Desinformation gefüttert werden. „Im schlimmsten Fall kommt es zu der Situation, dass man eine KI befragt zur Überprüfung einer Information und die Antwort dieser KI ist eigentlich vom Urheber der Desinformation.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Antwort forderte Hillje mehr Medienbildung mit dem Ziel der Informationskompetenz. Menschen müssten besser einschätzen können, welche Quellen belastbar sind und welche Interessen hinter bestimmten Inhalten stehen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Puma Shen, Abgeordneter im taiwanesischen Parlament für die Democratic Progressive Party, verwies auf ein strukturelles Problem demokratischer Staaten. In seiner schriftlichen Stellungnahme sprach er von einem „asymmetrischen Dilemma“. Autoritäre Staaten wie China oder Russland verfügten über Ressourcen und Kanäle für Kampagnen, die keiner demokratischen Kontrolle unterlägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Shen forderte, die strukturelle Architektur ausländischer Einflussnahme zu zerschlagen und zugleich Medienkompetenz zu fördern. <a href="https://fokus-afrika.de/au-legt-ki-strategie-fest/">Bürgerinnen und Bürger sollten ermutigt werden, einfachen Internetnarrativen die Komplexität der realen Welt entgegenzusetzen und sich auf primäre und differenzierte Informationen zu konzentrieren</a></p>



<h2 id="h-streit-uber-regulierung-und-medienlandschaft" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-regulierung-und-medienlandschaft">Streit über Regulierung und Medienlandschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stefan Liebich von der Rosa-Luxemburg-Stiftung verwies auf die Schwächung lokaler Medien in Deutschland. Das schleichende Sterben von Lokalzeitungen verschärfe die Anfälligkeit für Desinformation. Gemeinnütziger Journalismus solle unterstützt werden, durch Spendenmodelle und dort, wo das nicht ausreiche, auch durch steuerliche Förderung des Staates.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liebich sprach sich zudem für eine stärkere Regulierung sozialer Netzwerke aus. Eine Verwässerung des Digital Services Act der Europäischen Union lehnte er ab. Mit Blick auf die Eigentümer großer Plattformen wie Elon Musk und Mark Zuckerberg sagte Liebich, daran werde deutlich, „was wir hier für ein Problem haben“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Digital Services Act soll große Onlineplattformen in der Europäischen Union stärker in die Verantwortung nehmen. Dabei geht es unter anderem um den Umgang mit illegalen Inhalten, Transparenzpflichten und Risiken für demokratische Prozesse.</p>



<h2 id="h-abweichende-sicht-auf-ungarn" class="wp-block-heading"><span id="abweichende-sicht-auf-ungarn">Abweichende Sicht auf Ungarn</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Perspektive brachte Jan Mainka, Chefredakteur und Herausgeber der „Budapester Zeitung“, in die Anhörung ein. Er beklagte ein „eklatantes Auseinanderklaffen“ zwischen dem Ungarnbild deutscher „Mainstreammedien“ und der Wirklichkeit vor Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mainka sagte, in Ungarn gebe es ausgeprägte Meinungsfreiheit. Medien könnten frei berichten, es gebe keine staatlichen Eingriffe in den redaktionellen Alltag und auch harte Kritik sei möglich. Als Beispiel verwies er auf Schmähungen gegen Premier Viktor Orban durch die Opposition, ohne dass dieser dagegen klage. Einen Straftatbestand der „Majestätsbeleidigung“ gebe es in Ungarn nicht.</p>



<h2 id="h-menschenrechte-im-digitalen-informationsraum" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechte-im-digitalen-informationsraum">Menschenrechte im digitalen Informationsraum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörung verband Desinformation ausdrücklich mit Menschenrechten. Der Titel der Sitzung lautete „Desinformation durch autokratische Staaten mit dem Ziel der Schwächung von Demokratie und Bedrohung der Menschenrechte“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-kuenstliche-intelligenz-bei-wahlen-in-uganda/">Die Beiträge der Sachverständigen machten deutlich, dass Desinformation nicht allein als Kommunikationsproblem behandelt wird.</a> In der Debatte ging es um demokratische Widerstandsfähigkeit, den Schutz öffentlicher Debatten, die Rolle unabhängiger Medien und die Macht digitaler Plattformen.</p>
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		<title>Religionsbeauftragter warnt vor weltweiter Einschränkung der Religionsfreiheit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/religionsbeauftragter-warnt-vor-weltweiter-einschraenkung-der-religionsfreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 11:47:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Zwei Drittel der Menschen leben nach Einschätzung des Religionsbeauftragten Thomas Rachel in Staaten mit eingeschränkter Religionsfreiheit. Im Bundestag forderte er, Religion stärker in der deutschen Außenpolitik mitzudenken.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Freligionsbeauftragter-warnt-vor-weltweiter-einschraenkung-der-religionsfreiheit%2F&amp;action_name=Religionsbeauftragter%20warnt%20vor%20weltweiter%20Einschr%C3%A4nkung%20der%20Religionsfreiheit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Religionsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Rachel, warnt vor einer massiven Einschränkung der Religionsfreiheit in vielen Teilen der Welt. Am Mittwoch sprach der CDU-Politiker im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Bundestages über die Lage religiöser Minderheiten. Zwei Drittel der Menschen lebten in Staaten, in denen Religionsfreiheit teilweise stark begrenzt werde. Rachel will das Thema stärker in der deutschen Außenpolitik verankern.</p>



<h2 id="h-zwei-drittel-der-menschen-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="zwei-drittel-der-menschen-betroffen">Zwei Drittel der Menschen betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rachel verwies im Ausschuss auf Diskriminierung religiöser Gruppen und Gemeinschaften in zahlreichen Ländern. Die zunehmende Politisierung und Instrumentalisierung von Religionen setze religiöse Minderheiten unter Druck und fordere auch Demokratien heraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nannte der Beauftragte China. Die Zentralregierung richte ihre Politik gezielt auf die Sinisierung ethnischer und religiöser Minderheiten aus. Betroffen seien vor allem Uiguren und Tibeter, aber auch Christen und Muslime.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Iran sieht Rachel besonders die Bahai systematischer Verfolgung ausgesetzt. Sie könnten ihre Religion nicht frei ausüben, würden ausgespäht, von Bildung ausgeschlossen und dürften weder arbeiten noch ein Gewerbe betreiben.</p>



<h2 id="h-religionsfreiheit-soll-starker-teil-der-aussenpolitik-werden" class="wp-block-heading"><span id="religionsfreiheit-soll-staerker-teil-der-aussenpolitik-werden">Religionsfreiheit soll stärker Teil der Außenpolitik werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rachel sieht sein Amt als Instrument, um öffentliche Aufmerksamkeit für Religions- und Weltanschauungsfreiheit zu schaffen. Zugleich solle die Bundesregierung die Lage in einzelnen Ländern genauer beobachten und sich stärker für die Einhaltung dieses Menschenrechts einsetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="677" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5-699c235e3c66e-1024x677.jpg" alt="" class="wp-image-28018 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5-699c235e3c66e-1024x677.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5-699c235e3c66e-300x198.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5-699c235e3c66e-768x508.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5-699c235e3c66e-1536x1015.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5-699c235e3c66e-2048x1354.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5-699c235e3c66e-380x251.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5-699c235e3c66e-800x529.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5-699c235e3c66e-1160x767.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5-699c235e3c66e-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der CDU-Politiker sprach sich dafür aus, Religion in außenpolitischen Analysen stärker zu berücksichtigen, besonders in Krisenregionen. Religiöse Akteure könnten bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen wichtige Partner sein.<a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-religionsbeauftragter-rachel-reist-in-gewaltregion/" type="post" id="26844"> In Bürgerkriegsländern mit schwachen staatlichen Strukturen verfügten sie häufig über gesellschaftliche Autorität und Zugang zu lokalen Gemeinschaften.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Rachel bezeichnete es als Vorteil, dass das Amt des Beauftragten für Religions- und Weltanschauungsfreiheit in der schwarz-roten Bundesregierung erstmals im Auswärtigen Amt angesiedelt ist. Über deutsche Botschaften ließen sich Informationen zur Lage der Religionsfreiheit in einzelnen Ländern besser sammeln.</p>



<h2 id="h-internationale-netzwerke-als-partner" class="wp-block-heading"><span id="internationale-netzwerke-als-partner">Internationale Netzwerke als Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Partner seiner Arbeit nannte Rachel internationale Zusammenschlüsse wie die International Religious Freedom or Belief Alliance. An deren Konferenz in Prag nahm er im November teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel sei, Religions- und Weltanschauungsfreiheit zu einem eigenständigen Thema der Außenpolitik zu machen. Damit rückt ein Menschenrecht stärker in den diplomatischen Alltag, das in vielen Konflikten zugleich politisch, gesellschaftlich und sicherheitspolitisch berührt ist.</p>



<h2 id="h-religion-zwischen-friedensarbeit-und-gewaltlegitimation" class="wp-block-heading"><span id="religion-zwischen-friedensarbeit-und-gewaltlegitimation">Religion zwischen Friedensarbeit und Gewaltlegitimation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rachel verwies auch auf die Rolle religiöser Akteure in Friedensprozessen. Religion könne Frieden stiften, sagte er mit Blick auf das Treffen von <a href="https://fokus-afrika.de/papst-leo-xiv-reist-im-april-nach-algerien-kamerun-angola-und-aequatorialguinea/" type="post" id="26245">Papst Leo XIV</a>. in Istanbul mit Bartholomäus I., dem Patriarchen der griechisch-orthodoxen Kirche in Konstantinopel. Das Zusammentreffen habe ein starkes Signal der Ökumene gesendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich warnte der Religionsbeauftragte vor dem Missbrauch von Religion zur Spaltung oder zur Legitimation von Gewalt. Als Beispiel nannte er den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I., der den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verteidige.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen eigenen Beitrag zur Befriedung beschrieb Rachel als Bemühen um Differenzierung. Einseitigen und polarisierenden Sichtweisen wolle er entgegenwirken.</p>
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		<item>
		<title>Friedensgutachten warnt vor „neuen Warlords“ in der Weltpolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/friedensgutachten-warnt-vor-neuen-warlords-in-der-weltpolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 11:33:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das Friedensgutachten 2026 warnt vor einer Weltordnung, in der Groß- und Mittelmächte Krieg wieder als Mittel der Politik nutzen. Sudan, Ostkongo, Gaza und die Ukraine stehen dabei für eine globale Gewaltdynamik, auf die Deutschland und Europa reagieren sollen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffriedensgutachten-warnt-vor-neuen-warlords-in-der-weltpolitik%2F&amp;action_name=Friedensgutachten%20warnt%20vor%20%E2%80%9Eneuen%20Warlords%E2%80%9C%20in%20der%20Weltpolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Friedensforschungsinstitute warnen vor einer Weltordnung, in der Groß- und Mittelmächte Krieg wieder als normales Mittel der Politik einsetzen. Das Friedensgutachten 2026 trägt den Titel „Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen“. Die Autorinnen und Autoren <a href="https://www.friedensgutachten.de/media/2026/06/05/FGA-2026-Gesamt-b.pdf">sehen</a> diese Entwicklung in Europa, im Nahen Osten und in Subsahara-Afrika, darunter im Sudan und im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Deutschland solle mit der Europäischen Union, Großbritannien und Partnern wie Südafrika neue Allianzen gegen diese Form von Machtpolitik aufbauen.</p>



<h2 id="h-staaten-als-gewaltakteure" class="wp-block-heading"><span id="staaten-als-gewaltakteure">Staaten als Gewaltakteure</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Friedensgutachten 2026 wurde von den vier deutschen Friedensforschungsinstituten BICC, IFSH, INEF und PRIF vorgelegt. Im Zentrum steht die These, dass ein neuer Typ staatlicher Gewaltakteure die internationale Politik prägt. Die Institute beschreiben diese Akteure als „staatliche Warlords“, die militärische Gewalt oder deren Androhung nutzen, um Macht-, Einfluss- und Profitinteressen durchzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff war lange vor allem für nichtstaatliche Gewaltunternehmer in fragilen Staaten gebräuchlich. Die Friedensforscher übertragen ihn nun auch auf Präsidenten, Generäle und Monarchen, die über Armeen, Geheimdienste und moderne Waffentechnologien verfügen. Sie handelten nicht außerhalb des Staates, sondern nutzten staatliche Machtmittel für klientelistische, imperiale oder territoriale Ziele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiele nennen die Institute unter anderem Russlands Krieg gegen die Ukraine, die US-israelische Intervention gegen Iran, den Gaza-Krieg, die <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Gewalt im Sudan</a> und den <a href="https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/" type="post" id="13732">Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo</a>. Auch die Rolle regionaler Mächte wie der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/" type="post_tag" id="380">Türkei</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">Äthiopiens</a> und der Golfstaaten wird in diesem Zusammenhang beschrieben.</p>



<h2 id="h-sudan-und-ostkongo-als-teil-einer-globalen-gewaltdynamik" class="wp-block-heading"><span id="sudan-und-ostkongo-als-teil-einer-globalen-gewaltdynamik">Sudan und Ostkongo als Teil einer globalen Gewaltdynamik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Subsahara-Afrika erscheint im Friedensgutachten als eine Region, in der sich lokale Konflikte, geopolitischer Wettbewerb und externe Einflussnahme überlagern. Sudan und Ostkongo werden als Beispiele für Konflikte genannt, in denen Gewalt nicht isoliert betrachtet werden kann. Bürgerkriege, Ressourceninteressen, regionale Rivalitäten und internationale Machtpolitik greifen ineinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird diese Dynamik bei den Golfstaaten. Das Friedensgutachten beschreibt <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/" type="post_tag" id="565">Saudi-Arabien</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Vereinigten Arabischen Emirate</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/doha-abkommen-katar-vermittelt-zwischen-dr-kongo-und-afc-m23/" type="post" id="21998">Katar</a> als Akteure, die in Konflikten im Nahen Osten und am Horn von Afrika mit militärischer Präsenz, finanzieller Unterstützung, Waffenlieferungen oder Vermittlungsinitiativen auftreten. Genannt werden unter anderem Libyen, Gaza, Syrien, Sudan, Jemen und Somalia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Institute bewerten diese Politik als ambivalent. Die Golfstaaten können in Friedensprozessen vermitteln, unterstützen aber zugleich unterschiedliche Konfliktparteien. Ob Krieg geführt oder Frieden vermittelt werde, folge häufig strategischen, geopolitischen oder wirtschaftlichen Interessen.</p>



<h2 id="h-forderung-nach-klarerer-deutscher-linie" class="wp-block-heading"><span id="forderung-nach-klarerer-deutscher-linie">Forderung nach klarerer deutscher Linie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland formuliert das Friedensgutachten mehrere politische Empfehlungen. Die Bundesregierung solle in Abstimmung mit der Europäischen Union und Großbritannien neue Allianzen gegen das „neue Kriegsfürstentum“ anstoßen. Als mögliche Partner nennen die Autorinnen und Autoren Indien, Brasilien, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a>, Kanada und Australien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich mahnen die Institute eine konsequentere Haltung zum Völkerrecht an. Deutschland verliere Glaubwürdigkeit, wenn es Regelbrüche nur selektiv benenne. Das Friedensgutachten nennt ausdrücklich Verstöße durch Verbündete wie die USA und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a>. Auch gewaltsam erlangten Gebietsverschiebungen solle Deutschland entgegentreten. Das gelte für russische Gebietsgewinne in der Ukraine ebenso wie für israelische Landnahmen in Palästina.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="709" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Attends_Board_of_Peace_Inaugural_Board_-_55105447754-1024x709.jpg" alt="" class="wp-image-25498 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Attends_Board_of_Peace_Inaugural_Board_-_55105447754-1024x709.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Attends_Board_of_Peace_Inaugural_Board_-_55105447754-300x208.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Attends_Board_of_Peace_Inaugural_Board_-_55105447754-768x532.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Attends_Board_of_Peace_Inaugural_Board_-_55105447754-380x263.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Attends_Board_of_Peace_Inaugural_Board_-_55105447754-800x554.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Attends_Board_of_Peace_Inaugural_Board_-_55105447754-1160x803.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Attends_Board_of_Peace_Inaugural_Board_-_55105447754.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei den Vereinten Nationen fordern die Institute eine Stärkung der Handlungsfähigkeit in Prävention, Vermittlung und Friedenssicherung. Gegenstrukturen zu den Vereinten Nationen und <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-unterzeichnet-gruendungsurkunde-des-neuen-friedensrates-von-donald-trump/" type="post" id="23837">kurzfristige Initiativen wie ein „Board of Peace“ unter Führung von Donald Trump</a> sollten die EU-Staaten ablehnen. Innerhalb der Vereinten Nationen müsse die Generalversammlung gestärkt werden.</p>
</div></div>



<h2 id="h-entwicklungspolitik-unter-sicherheitspolitischem-druck" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungspolitik-unter-sicherheitspolitischem-druck">Entwicklungspolitik unter sicherheitspolitischem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eigenes Kapitel widmet das Friedensgutachten der Entwicklungszusammenarbeit. Die Institute warnen vor einem <a href="https://fokus-afrika.de/bundeshaushalt-2026-aenderungen-im-aussen-und-entwicklungsressort-betreffen-auch-afrikapolitik/" type="post" id="22040">Rückzug großer Geber aus Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe</a>. Kürzungen zerstörten Schutznetze, verschärften Ernährungskrisen und schwächten grundlegende Dienstleistungen. In fragilen Gesellschaften wie im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a> steige dadurch das Risiko organisierter Gewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autorinnen und Autoren wenden sich gegen eine rein transaktionale Ausrichtung deutscher Entwicklungspolitik. Entwicklungszusammenarbeit verliere ihren friedenspolitischen Sinn, wenn sie vor allem zur Migrationsabwehr, Rohstoffsicherung oder für geopolitische Tauschgeschäfte eingesetzt werde. Stattdessen solle sie auf Inklusivität, Menschenrechte, multilaterale Kooperation und eine ausreichend finanzierte Friedensdimension ausgerichtet sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung prognostiziert für 2025 einen Rückgang der öffentlichen Entwicklungsleistungen um 9 bis 17 Prozent. Bereits 2024 war ein Minus von 9 Prozent verzeichnet worden. Mehrere große Geber, darunter Deutschland, Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich, haben Kürzungen umgesetzt oder angekündigt.</p>



<h2 id="h-rustungskontrolle-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="ruestungskontrolle-unter-druck">Rüstungskontrolle unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Friedensgutachten verweist auch auf neue technologische Risiken. Künstliche Intelligenz, autonome Systeme, Cyberfähigkeiten und moderne Biotechnologie verändern die internationale Sicherheit. Ihr Doppelverwendungscharakter erschwert Regulierung, weil dieselben Technologien zivil und militärisch genutzt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Institute fordern Deutschland auf, Grundlagen belastbarer Rüstungskontrolle auch in einer Phase neuer Rüstungswettläufe zu sichern. Rüstungskontrolle müsse flexibler werden und neue Waffentechnologien sowie digitale Systeme einbeziehen. Zugleich solle Europa seine Abhängigkeiten von den USA und China bei Künstlicher Intelligenz, kritischen Rohstoffen, Rechenressourcen und Wertschöpfungsketten verringern.</p>



<h2 id="h-friedensprozesse-nicht-als-schnelle-deals" class="wp-block-heading"><span id="friedensprozesse-nicht-als-schnelle-deals">Friedensprozesse nicht als schnelle Deals</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Übergänge vom Krieg zum Frieden lehnen die Institute ein Verständnis ab, das auf schnelle Absprachen zwischen politischen Führungen setzt. Frieden sei mehr als ein Waffenstillstand oder ein kurzfristiger Deal. Dauerhafte Übergänge verlangten glaubwürdige Sicherheitsgarantien, internationale Kontrolle, Entwaffnung, Demobilisierung, Reformen im Sicherheitssektor und rechtsstaatlich kontrollierten Wiederaufbau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Ukraine fordert das Friedensgutachten institutionelle statt persönlicher Sicherheitszusagen. Bei Gaza plädieren die Institute für konkrete Unterstützung bei Demilitarisierung, etwa durch Fachpersonal für Entwaffnung und Demobilisierung im Rahmen bestehender EU-Missionen. Zugleich empfehlen sie Deutschland, den palästinensischen Staat anzuerkennen. Für Syrien nennen sie inklusive politische Arrangements, lokale Teilhabe und Rechenschaftspflicht als Bedingungen für eine Normalisierung diplomatischer Beziehungen.</p>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio attends the Board of Peace Inaugural Board at the Donald J. Trump U.S. Institute of Peace in Washington, D.C., February 19, 2026. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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		<title>SIPRI-Jahresbericht: Alabali Radovan warnt vor reiner Aufrüstung – Deutschland auf Platz 4</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 11:02:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>SIPRI meldet globale Militärausgaben auf Höchststand, schwere Konflikte in Sudan und Nigeria und wachsende nukleare Risiken. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan warnt vor einem Sicherheitsdenken, das allein auf Aufrüstung setzt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4%2F&amp;action_name=SIPRI-Jahresbericht%3A%20Alabali%20Radovan%20warnt%20vor%20reiner%20Aufr%C3%BCstung%20%E2%80%93%20Deutschland%20auf%20Platz%204&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4/">SIPRI-Jahresbericht: Alabali Radovan warnt vor reiner Aufrüstung – Deutschland auf Platz 4</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan stellt Entwicklungspolitik angesichts steigender Militärausgaben und anhaltender Konflikte als Teil deutscher Sicherheitspolitik heraus. Die Erklärung erfolgte am Montag zum Jahresbericht 2026 des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI. Der Bericht zeichnet für 2025 ein Bild zunehmender Aufrüstung, wachsender nuklearer Risiken und hoher Gewalt in mehreren Weltregionen. Für Afrika nennt SIPRI unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a> unter den fünf größten bewaffneten Konflikten nach geschätzten Todeszahlen.</p>



<h2 id="h-entwicklungspolitik-als-teil-von-sicherheit" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungspolitik-als-teil-von-sicherheit">Entwicklungspolitik als Teil von Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan verband ihre Stellungnahme mit einer politischen Abgrenzung gegen ein Sicherheitsverständnis, das vor allem auf militärische Stärke setzt. „Die Krisen und Konflikte unserer Zeit sind menschengemacht. Es liegt also auch in unserer Macht, sie zu beenden“, erklärte die SPD-Politikerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie betonte zugleich die Rolle militärischer Abschreckung gegenüber Aggressoren. „Gegenüber Aggressoren ist Abschreckung unabdingbar, aber wer heute nur auf Aufrüstung setzt, denkt zu kurz“, sagte die Ministerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan formulierte <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus/" type="post" id="24604">Entwicklungspolitik als dritte Säule neben Diplomatie und Verteidigung. </a>„Atomwaffen und Panzer schaffen Abschreckung, Frieden aber entsteht durch Perspektiven für Menschen. Entwicklungspolitik ist unverzichtbar im Dreiklang mit Diplomatie und Verteidigung, um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.“</p>



<h2 id="h-weltweite-militarausgaben-auf-sipri-hochststand" class="wp-block-heading"><span id="weltweite-militaerausgaben-auf-sipri-hoechststand">Weltweite Militärausgaben auf SIPRI-Höchststand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI beziffert die weltweiten Militärausgaben im Jahr 2025 auf 2,9 Billionen US-Dollar. Das entspricht 2,5 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und dem höchsten Wert, den das Institut bislang <a href="https://www.sipri.org/sites/default/files/2026-06/yb26_summary_en_0.pdf">erfasst</a> hat. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-gibt-mehr-fuer-militaer-aus-als-ganz-afrika/" type="post" id="26892">Die Ausgaben stiegen demnach im elften Jahr in Folge.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26894 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland rangiert in der SIPRI-Liste der größten Militärausgaben 2025 auf Platz vier. Die deutschen Ausgaben werden mit 114 Milliarden US-Dollar angegeben, ein realer Anstieg um 24 Prozent gegenüber 2024. Vor Deutschland liegen die Vereinigten Staaten mit 954 Milliarden US-Dollar, China mit geschätzten 336 Milliarden US-Dollar und Russland mit geschätzten 190 Milliarden US-Dollar.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/" type="post" id="25512">In Afrika stiegen die Militärausgaben nach SIPRI-Angaben um 8,5 Prozent auf 58,2 Milliarden US-Dollar. </a>Europa verzeichnete mit 14 Prozent den stärksten regionalen Zuwachs und kam auf 864 Milliarden US-Dollar.</p>



<h2 id="h-konflikte-in-49-staaten" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-in-49-staaten">Konflikte in 49 Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI registrierte 2025 bewaffnete Konflikte in 49 Staaten. Die Zahl lag damit leicht unter dem Vorjahr, doch die Zahl zwischenstaatlicher bewaffneter Konflikte verdoppelte sich von drei auf sechs. Betroffen waren unter anderem Afghanistan und Pakistan, Indien und Pakistan, Iran und Israel mit den Vereinigten Staaten, Russland und Nordkorea gegen die Ukraine sowie die Demokratische Republik Kongo und Ruanda.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geschätzte Zahl konfliktbedingter Todesopfer sank leicht auf 238.000. SIPRI weist zugleich darauf hin, dass dieser Wert höher lag als in jedem anderen Jahr seit 2018, dem Beginn der konsistent vergleichbaren Datenreihe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den fünf größten bewaffneten Konflikten nach geschätzten Todeszahlen gehörten 2025 die Ukraine, Sudan, Israel-Palästina, Myanmar und Nigeria. Für Sudan nennt SIPRI 18.447 konfliktbedingte Todesopfer, für Nigeria 12.096. Damit stehen zwei afrikanische Konfliktlagen in der Gruppe der schwersten Gewaltkontexte des Jahres.</p>



<h2 id="h-afrika-zwischen-konflikten-hunger-und-vertreibung" class="wp-block-heading"><span id="afrika-zwischen-konflikten-hunger-und-vertreibung">Afrika zwischen Konflikten, Hunger und Vertreibung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sub-Sahara-Afrika bleibt nach SIPRI-Angaben von mehreren Sicherheitskrisen gleichzeitig betroffen. Das Institut nennt bewaffnete Konflikte, terroristische Bedrohungen, schwache Regierungsführung, extreme Armut, Klimarisiken und geopolitischen Wettbewerb um Einfluss und Ressourcen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region beherbergte 2025 mehr als 45 Prozent der weltweit Binnenvertriebenen. Zugleich waren nach SIPRI-Schätzung 167 Millionen Menschen in Afrika von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Das Institut bezeichnet diese Zahl als Rekordwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei den multilateralen Friedenseinsätzen zeigt der Bericht eine Verschiebung. Weltweit waren 2025 noch 58 Friedensoperationen aktiv, drei weniger als im Vorjahr. Die Zahl fiel damit erstmals seit 2016 unter 60. Das eingesetzte internationale Personal in Friedensoperationen sank innerhalb eines Jahrzehnts um fast 49 Prozent, von 152.803 Personen im Dezember 2016 auf 78.633 im Dezember 2025. Der Rückgang 2025 geht vor allem auf Kürzungen in Sub-Sahara-Afrika zurück, wo weiterhin die meisten Kräfte eingesetzt waren.</p>



<h2 id="h-atomwaffenstaaten-modernisieren-ihre-arsenale" class="wp-block-heading"><span id="atomwaffenstaaten-modernisieren-ihre-arsenale">Atomwaffenstaaten modernisieren ihre Arsenale</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der SIPRI-Jahresbericht verweist auch auf eine angespannte nukleare Lage. Zu Beginn des Jahres 2026 verfügten neun Staaten zusammen über rund 12.187 Atomwaffen. Dazu zählen die Vereinigten Staaten, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von diesen Waffen befanden sich 9.745 in militärischen Beständen und galten als potenziell einsatzfähig. Rund 4.012 Sprengköpfe waren bei Einsatzkräften stationiert. Etwas mehr als die Hälfte dieser stationierten Sprengköpfe wurde nach SIPRI-Einschätzung in hoher Einsatzbereitschaft auf ballistischen Raketen gehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI stellt fest, dass alle neun Atomwaffenstaaten ihre Arsenale 2025 weiter stärkten. Einige stationierten neue atomare oder atomwaffenfähige Systeme. Die Vereinigten Staaten und Russland besaßen zusammen fast 86 Prozent aller nuklearen Sprengköpfe.</p>



<h2 id="h-rustungstransfers-erreichen-neuen-hochststand-seit-dem-kalten-krieg" class="wp-block-heading"><span id="ruestungstransfers-erreichen-neuen-hoechststand-seit-dem-kalten-krieg">Rüstungstransfers erreichen neuen Höchststand seit dem Kalten Krieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der internationale Handel mit großen Waffensystemen nahm zu. SIPRI zufolge erreichte das Volumen der internationalen Transfers großer Waffen im Zeitraum 2021 bis 2025 den höchsten Stand seit Ende des Kalten Krieges. Gegenüber 2016 bis 2020 stieg es um 9,2 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Vereinigten Staaten</a> blieben mit einem Anteil von 42 Prozent der größte Waffenexporteur. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a> folgte mit 9,8 Prozent, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> mit 6,8 Prozent, Deutschland mit 5,7 Prozent und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> mit 5,6 Prozent. Die Waffenexporte der 27 EU-Mitgliedstaaten zusammen stiegen im Vergleich der beiden Fünfjahreszeiträume um 36 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Importen verschob sich das Gewicht stark nach Europa. Die europäischen Waffenimporte stiegen zwischen 2016 bis 2020 und 2021 bis 2025 um 210 Prozent. Afrika verzeichnete im selben Zeitraum einen Rückgang um 41 Prozent.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4%2F&action_name=SIPRI-Jahresbericht%3A%20Alabali%20Radovan%20warnt%20vor%20reiner%20Aufr%C3%BCstung%20%E2%80%93%20Deutschland%20auf%20Platz%204&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4/">SIPRI-Jahresbericht: Alabali Radovan warnt vor reiner Aufrüstung – Deutschland auf Platz 4</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU stellt Ägyptens Streitkräften weitere 20 Millionen Euro bereit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-stellt-aegyptens-streitkraeften-weitere-20-millionen-euro-bereit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 10:31:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die EU vertieft ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Ägypten: Weitere 20 Millionen Euro aus der Europäischen Friedensfazilität sollen die ägyptischen Streitkräfte stärken, vor allem im Mittelmeer und im Roten Meer.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-stellt-aegyptens-streitkraeften-weitere-20-millionen-euro-bereit%2F&amp;action_name=EU%20stellt%20%C3%84gyptens%20Streitkr%C3%A4ften%20weitere%2020%20Millionen%20Euro%20bereit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-stellt-aegyptens-streitkraeften-weitere-20-millionen-euro-bereit/">EU stellt Ägyptens Streitkräften weitere 20 Millionen Euro bereit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union stellt Ägyptens Streitkräften weitere 20 Millionen Euro aus der Europäischen Friedensfazilität bereit. Der Rat der EU fasste den Beschluss am Montag, 8. Juni 2026. Die Mittel sollen die ägyptischen Streitkräfte stärken und ihre Fähigkeiten zur maritimen Sicherheit im Mittelmeer und im Roten Meer ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der neuen Unterstützungsmaßnahme steigt die Hilfe für Ägypten aus der Europäischen Friedensfazilität seit 2024 auf insgesamt 40 Millionen Euro. Brüssel verbindet die Entscheidung mit der sicherheits- und verteidigungspolitischen Zusammenarbeit mit Kairo in einem regional angespannten Umfeld.</p>



<h2 id="h-unterstutzung-fur-maritime-sicherheit" class="wp-block-heading"><span id="unterstuetzung-fuer-maritime-sicherheit">Unterstützung für maritime Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahme richtet sich an die ägyptischen Streitkräfte und soll deren Fähigkeiten zur Sicherung ägyptischer Gewässer verbessern. Im Mittelpunkt stehen nach dem Beschluss des EU-Rates die nationale Sicherheit Ägyptens, Stabilität und der Schutz von Zivilpersonen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="750" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces.webp" alt="" class="wp-image-28005 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces.webp 1000w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-300x225.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-768x576.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-200x150.webp 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-260x195.webp 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-380x285.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-800x600.webp 800w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders genannt werden das Mittelmeer und das Rote Meer. Beide Seegebiete sind für Ägypten sicherheitspolitisch und wirtschaftlich von zentraler Bedeutung. Das Rote Meer bildet den Zugang zum Suezkanal, einer der wichtigsten Handelsrouten zwischen Europa, Asien und Afrika.</p>
</div></div>



<h2 id="h-eu-baut-sicherheitspolitische-zusammenarbeit-mit-kairo-aus" class="wp-block-heading"><span id="eu-baut-sicherheitspolitische-zusammenarbeit-mit-kairo-aus">EU baut sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Kairo aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beschluss steht im Rahmen der engeren Beziehungen zwischen der EU und Ägypten. Grundlage ist das Assoziierungsabkommen, das 2004 in Kraft trat. Im Jahr 2024 unterzeichneten beide Seiten eine gemeinsame Erklärung über eine strategische und umfassende Partnerschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Partnerschaft umfasst sechs Bereiche: politische Beziehungen, wirtschaftliche Stabilität, Handel und Investitionen, Migration und Mobilität, Sicherheit sowie Demografie und Humankapital. Die nun beschlossene Unterstützung fällt in den Bereich der Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. März 2026 fand in Kairo erstmals ein Sicherheits- und Verteidigungsdialog zwischen der EU und Ägypten statt. Die neue Maßnahme knüpft an diese Vertiefung der Zusammenarbeit an.</p>



<h2 id="h-europaische-friedensfazilitat-als-finanzierungsinstrument" class="wp-block-heading"><span id="europaeische-friedensfazilitaet-als-finanzierungsinstrument">Europäische Friedensfazilität als Finanzierungsinstrument</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Friedensfazilität wurde im März 2021 eingerichtet. Sie dient der Finanzierung von Maßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Ziel ist es, Konflikte zu verhindern, Frieden zu erhalten und internationale Sicherheit und Stabilität zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Fazilität kann die EU Drittstaaten sowie regionale und internationale Organisationen im militärischen und verteidigungspolitischen Bereich unterstützen. Ägypten gehört seit 2024 zu den Empfängern solcher Maßnahmen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-stellt-aegyptens-streitkraeften-weitere-20-millionen-euro-bereit%2F&action_name=EU%20stellt%20%C3%84gyptens%20Streitkr%C3%A4ften%20weitere%2020%20Millionen%20Euro%20bereit&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-stellt-aegyptens-streitkraeften-weitere-20-millionen-euro-bereit/">EU stellt Ägyptens Streitkräften weitere 20 Millionen Euro bereit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nach Suizidversuch im Gefängnis: Honorine Porsche nach Deutschland überstellt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-suizidversuch-im-gefaengnis-honorine-porsche-nach-deutschland-ueberstellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 15:21:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Honorine Porsche ist nach Deutschland überstellt worden. Die deutsche Staatsbürgerin war in Kinshasa wegen eines Rawbank-Überfalls zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-suizidversuch-im-gefaengnis-honorine-porsche-nach-deutschland-ueberstellt%2F&amp;action_name=Nach%20Suizidversuch%20im%20Gef%C3%A4ngnis%3A%20Honorine%20Porsche%20nach%20Deutschland%20%C3%BCberstellt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-suizidversuch-im-gefaengnis-honorine-porsche-nach-deutschland-ueberstellt/">Nach Suizidversuch im Gefängnis: Honorine Porsche nach Deutschland überstellt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die in der Demokratischen Republik Kongo verurteilte deutsche Staatsbürgerin Honorine Porsche ist nach Deutschland überstellt worden. Die Überstellung erfolgte am 4. Juni 2026 im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Deutschland. Eine von der kongolesischen Nachrichtenagentur ACP zitierte diplomatische Quelle verwies zudem auf mehrere Suizidversuche der Verurteilten im Gefängnis Makala. <a href="https://fokus-afrika.de/10-jahre-haft-fuer-honorine-porsche/" type="post" id="22388">Porsche war im Zusammenhang mit einem Banküberfall in Kinshasa zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.</a></p>



<h2 id="h-uberstellung-unter-deutscher-polizeibegleitung" class="wp-block-heading"><span id="ueberstellung-unter-deutscher-polizeibegleitung">Überstellung unter deutscher Polizeibegleitung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Honorine Porsche wurde unter Begleitung deutscher Polizeikräfte nach Deutschland gebracht. Die Überstellung steht nach Darstellung der diplomatischen Quelle im Rahmen der justiziellen und diplomatischen Kooperation zwischen Kinshasa und Berlin.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="904" height="644" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d9KKsWoAAmrh8-1.jpeg" alt="" class="wp-image-21179 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d9KKsWoAAmrh8-1.jpeg 904w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d9KKsWoAAmrh8-1-300x214.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d9KKsWoAAmrh8-1-768x547.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d9KKsWoAAmrh8-1-380x271.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d9KKsWoAAmrh8-1-800x570.jpeg 800w" sizes="(max-width: 904px) 100vw, 904px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Porsche besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit und ist kongolesischer Herkunft. Sie war in der Demokratischen Republik Kongo wegen ihrer Beteiligung an einem Überfall auf eine Filiale der Rawbank in Kinshasa verurteilt worden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall hatte in Kinshasa erhebliches öffentliches Interesse ausgelöst. <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-honorine-porsche-nach-bankueberfall-vom-militaer-misshandelt/" type="post" id="20929">Neben dem Banküberfall selbst rückte auch der Umgang staatlicher Kräfte mit der Festgenommenen in den Fokus.</a></p>



<h2 id="h-bankuberfall-am-rond-point-victoire" class="wp-block-heading"><span id="bankueberfall-am-rond-point-victoire">Banküberfall am Rond-Point Victoire</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Überfall ereignete sich am 16. Oktober 2025 in einer Rawbank-Filiale am Rond-Point Victoire in Kinshasa. Porsche wurde während des Einsatzes von Einheiten der Armee festgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss kam es zu zwei Verfahren. Das erste betraf den Banküberfall und führte zur Verurteilung Porsches zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. <a href="https://fokus-afrika.de/zehn-jahre-haft-im-fall-honorine-porsche-offiziere-freigesprochen/" type="post" id="21752">Das zweite Verfahren richtete sich gegen Polizeikräfte, denen Übergriffe auf die Frau während des Einsatzes vorgeworfen wurden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Überstellung nach Deutschland ändert nichts an der Tatsache, dass die Verurteilung in der Demokratischen Republik Kongo ergangen ist. Welche weiteren rechtlichen Schritte nach der Überführung in Deutschland folgen, ist nicht bekannt. </p>



<h2 id="fall-beruehrt-beziehungen-zwischen-kinshasa-und-berlin" class="wp-block-heading">Fall berührt Beziehungen zwischen Kinshasa und Berlin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Überstellung fällt in den Bereich bilateraler Zusammenarbeit zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Deutschland. Solche Verfahren betreffen rechtliche, konsularische und diplomatische Fragen zugleich, insbesondere wenn eine verurteilte Person die Staatsangehörigkeit eines anderen Landes besitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall verbindet mehrere Ebenen: eine strafrechtliche Verurteilung in Kinshasa, Vorwürfe gegen Sicherheitskräfte im Zusammenhang mit der Festnahme, den Gesundheitszustand der Verurteilten und die Kooperation zwischen beiden Staaten.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-suizidversuch-im-gefaengnis-honorine-porsche-nach-deutschland-ueberstellt%2F&action_name=Nach%20Suizidversuch%20im%20Gef%C3%A4ngnis%3A%20Honorine%20Porsche%20nach%20Deutschland%20%C3%BCberstellt&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-suizidversuch-im-gefaengnis-honorine-porsche-nach-deutschland-ueberstellt/">Nach Suizidversuch im Gefängnis: Honorine Porsche nach Deutschland überstellt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nigeria meldet Rettung von 360 Entführten aus Dschihadisten-Stützpunkt in Borno</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nigeria-meldet-rettung-von-360-entfuehrten-aus-dschihadisten-stuetzpunkt-in-borno/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 14:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nigeria meldet eine große Geiselrettung im Nordosten: 360 Entführte wurden aus einem JAS-Stützpunkt in den Mandara-Bergen befreit. Gleichzeitig gibt es unterschiedliche Angaben zu gestorbenen Kindern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigeria-meldet-rettung-von-360-entfuehrten-aus-dschihadisten-stuetzpunkt-in-borno%2F&amp;action_name=Nigeria%20meldet%20Rettung%20von%20360%20Entf%C3%BChrten%20aus%20Dschihadisten-St%C3%BCtzpunkt%20in%20Borno&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nigerianische Truppen haben nach Militärangaben 360 entführte Menschen aus einem Stützpunkt der Dschihadistengruppe JAS in den Mandara-Bergen im Süden des Bundesstaates Borno befreit. Die Operation wurde von der Joint Task Force North East unter Operation HADIN KAI durchgeführt. Sie richtete sich gegen eine befestigte Enklave von Jama’atu Ahlis Sunna Lidda’awati wal-Jihad, einer Fraktion des Boko-Haram-Umfelds. Unter den Befreiten befanden sich Männer, Frauen und Kinder, die aus mehreren Gemeinden verschleppt worden waren, besonders aus dem Gebiet um Ngoshe.</p>



<h2 id="h-spezialkrafte-greifen-nach-wochenlanger-aufklarung-an" class="wp-block-heading"><span id="spezialkraefte-greifen-nach-wochenlanger-aufklaerung-an">Spezialkräfte greifen nach wochenlanger Aufklärung an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einsatz wurde nach Angaben des Hauptquartiers von Operation HADIN KAI über mehrere Wochen vorbereitet. Der amtierende Medienoffizier der Truppe, Oberstleutnant Haruna M. Sani, erklärte, die Operation habe auf Informationen aus mehreren Quellen beruht. Diese hätten den Aufenthaltsort der Geiseln und das Unterstützungsnetzwerk der Aufständischen in dem Gebiet bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einsatzkräfte kombinierten menschliche Quellen, technische Aufklärung, Drohnenüberwachung und weiträumige Erkundungspatrouillen. Dadurch konnten sie nach Militärangaben das Gelände, Bewegungsmuster, Verteidigungsstellungen und mögliche Fluchtwege der Kämpfer erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein entscheidender Punkt sei die Infiltration des Netzwerks durch nachrichtendienstliche Quellen gewesen. Diese hätten Angaben zu den Standorten der Entführten, zu Kommandeuren der Aufständischen, internen Sicherheitsmaßnahmen und geplanten Verlegungsrouten geliefert. Parallel hätten Informations- und psychologische Operationen Misstrauen innerhalb der Gruppe verstärkt und deren Kommunikation beeinträchtigt.</p>



<h2 id="h-angriff-in-den-mandara-bergen" class="wp-block-heading"><span id="angriff-in-den-mandara-bergen">Angriff in den Mandara-Bergen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Spezialkräfte und Einheiten des Sektors 1 starteten anschließend einen koordinierten Einsatz aus mehreren Richtungen. Ziel war es, das Gebiet zu isolieren, wichtige Geländepunkte zu kontrollieren und Verstärkung oder Rückzug der Kämpfer zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Militärs drangen die Angriffskräfte unter dem Schutz der Dunkelheit in das Zielgebiet ein. Sperrkräfte bezogen Positionen entlang möglicher Fluchtwege. Die Truppen hätten die Aufständischen überrascht, bevor diese eine geordnete Gegenreaktion aufbauen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Kämpfer sollen ihre Stellungen verlassen und in das bergige Gelände geflohen sein. Andere hätten sich ergeben. Die befreiten Geiseln wurden gesichert, medizinisch untersucht und aus dem Einsatzgebiet gebracht.</p>



<h2 id="h-unterschiedliche-angaben-zu-gestorbenen-kindern" class="wp-block-heading"><span id="unterschiedliche-angaben-zu-gestorbenen-kindern">Unterschiedliche Angaben zu gestorbenen Kindern</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="450" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-1024x450.jpeg" alt="" class="wp-image-27990 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-1024x450.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-300x132.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-768x337.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-380x167.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-800x351.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-1160x509.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Militär erklärte, zwei Säuglinge seien an Erschöpfung gestorben. Als Grund nannte die Armee die schwierigen Bedingungen im bergigen Gelände und die Belastungen der langen Gefangenschaft.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Borno South Youth Alliance erklärte gegenüber <em><a href="https://www.channelstv.com/2026/06/07/zulum-commends-troops-after-rescue-of-360-hostages-in-borno/">Channels Television</a></em>, alle Entführten aus Ngoshe seien am Samstagabend freigekommen. Der Präsident der Gruppe, Samaila Ibrahim-Kaigama, sprach von vier in Gefangenschaft geborenen Babys, die an Infektionen gestorben seien. Ihre Mütter würden in einer staatlichen Einrichtung behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation begrüßte die Freilassung und bezeichnete sie als Ergebnis anhaltender Vermittlungen, Gespräche und öffentlicher Appelle. Zugleich forderte sie die Bundesregierung, die Regierung des Bundesstaates Borno und die zuständigen lokalen Behörden auf, die befreiten Menschen sorgfältig zu überprüfen.</p>



<h2 id="h-zulum-lobt-militar-und-erinnert-an-ngoshe" class="wp-block-heading"><span id="zulum-lobt-militaer-und-erinnert-an-ngoshe">Zulum lobt Militär und erinnert an Ngoshe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bornos Gouverneur Babagana Zulum lobte die beteiligten Soldaten und die Führung von Operation HADIN KAI. In einer Erklärung seines Medienberaters Dauda Iliya bezeichnete er den Einsatz als Ausdruck von Mut, Professionalität und wachsender Wirksamkeit nachrichtendienstlich geführter Militäroperationen im Nordosten Nigerias.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zulum hatte Ngoshe am 6. März 2026 besucht. Zwei Wochen später verbrachte er die Nacht bei Betroffenen in Pulka im Verwaltungsgebiet Gwoza. Dort hatte er zugesichert, dass die Bundesregierung und die Regierung des Bundesstaates Borno an der Freilassung der noch festgehaltenen Menschen arbeiteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gouverneur hatte außerdem Ngoshe besucht und eine sofortige Bewertung sowie den Wiederaufbau zerstörter Häuser angeordnet. Ziel war es, Bewohnern, die in Pulka Zuflucht gesucht hatten, eine Rückkehr in ihre Herkunftsorte zu ermöglichen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">OPERATION HADIN KAI EXECUTES UNPRECEDENTED INTELLIGENCE-LED RESCUE OPERATION, FREES 360 ABDUCTEES FROM JAS STRONGHOLD IN THE MANDARA MOUNTAINS<br><br>In one of the most significant hostage rescue operations conducted in the North East Theatre in recent times, troops of the Joint Task… <a href="https://t.co/czITHDCMEg">pic.twitter.com/czITHDCMEg</a></p>— Nigerian Army (@HQNigerianArmy) <a href="https://x.com/HQNigerianArmy/status/2063537742747717721?ref_src=twsrc%5Etfw">June 7, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Rettung von 360 Entführten aus der Boko-Haram-Hochburg ist ein bedeutender Erfolg“, erklärte Zulum. Der Einsatz zeige die Wirksamkeit behördenübergreifender Zusammenarbeit und den Willen der Sicherheitskräfte, Bürger nicht in den Händen von Aufständischen und Terroristen zurückzulassen.</p>



<h2 id="h-weitere-operationen-laufen" class="wp-block-heading"><span id="weitere-operationen-laufen">Weitere Operationen laufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das militärische Oberkommando würdigte die Disziplin und Professionalität der beteiligten Einheiten. Die Rettung zeige die Wirkung nachrichtendienstlich geführter Operationen und die wachsende Abstimmung zwischen Sicherheitsakteuren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Militärführung laufen Folgeoperationen zur Auswertung, Räumung und Verfolgung verbliebener Kämpfer. <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-begeht-anschlagserie-in-maiduguri/">Dabei sollen Reststrukturen der Gruppe ausgeschaltet, Unterstützungsnetzwerke zerschlagen und weitere Entführungen verhindert werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zulum forderte die Bewohner Bornos auf, wachsam zu bleiben und Sicherheitsbehörden weiterhin Hinweise zu geben. <a href="https://fokus-afrika.de/25-schuelerinnen-bei-angriff-auf-maedchenschule-in-kebbi-entfuehrt/" type="post" id="22144">An die Menschen in Mussa im Verwaltungsgebiet Askira Uba richtete er die Zusicherung, die Regierung arbeite weiter an der Freilassung verschleppter Schulkinder.</a></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigeria-meldet-rettung-von-360-entfuehrten-aus-dschihadisten-stuetzpunkt-in-borno%2F&action_name=Nigeria%20meldet%20Rettung%20von%20360%20Entf%C3%BChrten%20aus%20Dschihadisten-St%C3%BCtzpunkt%20in%20Borno&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-meldet-rettung-von-360-entfuehrten-aus-dschihadisten-stuetzpunkt-in-borno/">Nigeria meldet Rettung von 360 Entführten aus Dschihadisten-Stützpunkt in Borno</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Liberia stellt Sicherheitspolitik neu auf – Präsident will Ressourcen und Sicherheit zusammen denken</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/liberia-stellt-sicherheitspolitik-neu-auf-praesident-will-ressourcen-und-sicherheit-zusammen-denken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 13:46:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Liberia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Liberia richtet seine Sicherheitspolitik für zehn Jahre neu aus: Präsident Joseph Boakai setzt auf Grenzschutz, Cyberabwehr, Menschenrechte, lokale Beteiligung und regionale Partnerschaften.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fliberia-stellt-sicherheitspolitik-neu-auf-praesident-will-ressourcen-und-sicherheit-zusammen-denken%2F&amp;action_name=Liberia%20stellt%20Sicherheitspolitik%20neu%20auf%20%E2%80%93%20Pr%C3%A4sident%20will%20Ressourcen%20und%20Sicherheit%20zusammen%20denken&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/liberia-stellt-sicherheitspolitik-neu-auf-praesident-will-ressourcen-und-sicherheit-zusammen-denken/">Liberia stellt Sicherheitspolitik neu auf – Präsident will Ressourcen und Sicherheit zusammen denken</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Liberias Präsident Joseph Nyuma Boakai hat eine neue Nationale Sicherheitsstrategie für den Zeitraum 2026 bis 2036 gestartet. Die Vorstellung fand am 3. Juni 2026 im Executive Mansion in Monrovia statt. Die Strategie ist die erste umfassende Neuordnung des nationalen Sicherheitsrahmens seit 2008. Sie verbindet klassische Sicherheitsfragen mit Cyberrisiken, Grenzschutz, öffentlicher Gesundheit, wirtschaftlicher Verwundbarkeit, Menschenrechten und lokaler Regierungsführung.</p>



<h2 id="h-boakai-ruckt-sicherheit-naher-an-alltag-und-regierungsfuhrung" class="wp-block-heading"><span id="boakai-rueckt-sicherheit-naeher-an-alltag-und-regierungsfuehrung">Boakai rückt Sicherheit näher an Alltag und Regierungsführung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai präsentierte die National Security Strategy of the Republic of Liberia vor Vertretern der Sicherheitsbehörden, staatlichen Institutionen und weiteren Akteuren. <a href="https://fokus-afrika.de/liberias-praesident-boakai-geraet-unter-druck-verbuendete-wenden-sich-ab/">Der Präsident beschrieb Sicherheit als Grundlage für Entwicklung und als Voraussetzung für wirksame Regierungsführung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Strategie ist nicht nur ein Dokument. Sie ist Ausdruck unserer gemeinsamen Ziele als Volk und ein klarer Fahrplan zum Schutz der Souveränität Liberias, seiner territorialen Integrität, seiner nationalen Stabilität und seines demokratischen Fortschritts“, sagte Boakai.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident stellte die Strategie als Antwort auf ein verändertes Sicherheitsumfeld dar. Zu den Bedrohungen zählte er grenzüberschreitende organisierte Kriminalität, Cyberrisiken, Sabotage, klimabedingte Gefahren, wirtschaftliche Verwundbarkeit und neue Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit. Liberias Antwort müsse vorausschauend, koordiniert und auf künftige Entwicklungen vorbereitet sein.</p>



<h2 id="h-wechsel-von-einzelreaktionen-zu-einem-gemeinsamen-sicherheitsansatz" class="wp-block-heading"><span id="wechsel-von-einzelreaktionen-zu-einem-gemeinsamen-sicherheitsansatz">Wechsel von Einzelreaktionen zu einem gemeinsamen Sicherheitsansatz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Strategie markiert einen Wechsel von reaktiven und sektorbezogenen Antworten zu einem integrierten Sicherheitsansatz. Nach Darstellung der Regierung sollen Sicherheitsbehörden, zivile Institutionen, lokale Verwaltungen, Zivilgesellschaft und internationale Partner stärker miteinander arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Informationsminister Jerolinmek M. Piah erklärte bei der regulären Presseunterrichtung des Informationsministeriums, die Strategie sei nach zweijährigen Untersuchungen in allen 15 Counties Liberias entstanden. Dabei seien lokale Sicherheitsprobleme, Grenz- und maritime Verwundbarkeiten, transnationale Kriminalität, Klimarisiken, technologische Bedrohungen im Cyberraum sowie soziale und wirtschaftliche Faktoren geprüft worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie soll Sicherheitsfragen nicht mehr nur als Aufgabe bewaffneter oder uniformierter Institutionen behandeln. Sie verbindet nationale Sicherheit mit Rechtsstaatlichkeit, Bildung, Gesundheit, Beschäftigung, lokaler Verwaltung und Vertrauen in staatliche Institutionen.</p>



<h2 id="h-burger-menschenrechte-und-pravention-im-mittelpunkt" class="wp-block-heading"><span id="buerger-menschenrechte-und-praevention-im-mittelpunkt">Bürger, Menschenrechte und Prävention im Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Liberias Nationaler Sicherheitsberater Samuel Kofi Woods II bezeichnete die Strategie als Einschnitt in der nationalen Sicherheitsplanung. Seit der letzten Strategie von 2008 hätten sich die innere Lage, die regionale Umgebung und das globale Sicherheitsumfeld erheblich verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Woods erklärte, die neue Strategie stelle Bürger, Menschenrechte und Prävention stärker ins Zentrum. Sie sei in einem inklusiven Verfahren entstanden, an dem Regierungsinstitutionen, Sicherheitsbehörden, Abgeordnete, internationale Partner, zivilgesellschaftliche Organisationen und Bürger beteiligt gewesen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Entscheidend war, dass wir breite nationale Konsultationen, Bürgerversammlungen, Fokusgruppen und Anhörungen in Monrovia und in unseren Counties durchgeführt haben“, sagte Woods. Jugendgruppen, Frauenorganisationen, lokale Führungspersonen und Vertreter des Privatsektors seien in den Prozess einbezogen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie sieht stärkere Sicherheitskomitees auf County- und Distriktebene vor. Lokale Anliegen sollen früher in nationale Sicherheitsentscheidungen einfließen. Zudem sind Beschwerdemechanismen in Gemeinden, Menschenrechtsschulungen für Sicherheitsdienste, Programme zur Beschäftigung und Wiedereingliederung junger Menschen sowie genderbezogene Vorgaben für Sicherheitsplanung und Einsatzpraxis vorgesehen.</p>



<h2 id="h-cyberangriffe-werden-teil-der-nationalen-sicherheitsagenda" class="wp-block-heading"><span id="cyberangriffe-werden-teil-der-nationalen-sicherheitsagenda">Cyberangriffe werden Teil der nationalen Sicherheitsagenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Cyberrisiken erhalten in der neuen Strategie besonderes Gewicht. Liberia arbeitet bereits an einer National Cybersecurity Strategy für die Jahre 2025 bis 2029. Diese beschreibt den digitalen Wandel als Chance für Wirtschaft, öffentliche Dienste und gesellschaftliche Teilhabe, verweist aber zugleich auf wachsende Risiken für Energieversorgung, Telekommunikation, Transport, Finanzsektor und Gesundheitswesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 2022 und 2024 waren mehrere staatliche Einrichtungen sowie führende staatliche und private Unternehmen in Liberia von erheblichen Cyberangriffen betroffen. Die Folgen reichten von finanziellen Schäden über Datenabflüsse bis zu Störungen von Diensten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Cybersecurity-Strategie beschreibt Liberias bisherige Cybersicherheitsstrukturen als fragmentiert. Vorgesehen sind ein National Cybersecurity Council, ein National Cybersecurity Coordinator, ein späterer Aufbau einer National Cybersecurity Agency, Meldewege für Cybervorfälle, eine nationale Reaktionsfähigkeit bei großen Cyberereignissen und ein stärkerer Rechtsrahmen gegen Cyberkriminalität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird Cybersicherheit Teil einer breiteren Sicherheitsarchitektur. Digitale Infrastruktur, staatliche Daten, Finanzdienste und Kommunikationsnetze gelten nicht mehr nur als technische Fragen, sondern als Bereiche nationaler Stabilität.</p>



<h2 id="h-grenzsicherheit-gemeinden-und-internationale-partner" class="wp-block-heading"><span id="grenzsicherheit-gemeinden-und-internationale-partner">Grenzsicherheit, Gemeinden und internationale Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai kündigte an, seine Regierung werde weiter in <a href="https://fokus-afrika.de/tag/nachrichtendienste/" type="post_tag" id="506">nachrichtendienstliche Koordination</a>, Grenzsicherheit und gemeindebasierte Sicherheitsansätze investieren. Diese sollen Vertrauen zwischen Bürgern und Staat stärken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="447" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-1024x447.jpg" alt="" class="wp-image-27985 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-1024x447.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-300x131.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-768x335.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-380x166.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-800x349.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n.jpg 1145w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Dividenden von Frieden und Sicherheit müssen bei den einfachen Liberianern ankommen. Einfach gesagt: Es hängt davon ab, wie wir die Ressourcen des Landes verwalten, damit niemand zurückgelassen wird. Wenn das geschieht, wird Sicherheit gewährleistet sein“, sagte Boakai.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verwies zugleich auf die Rolle lokaler Autoritäten, traditioneller Führungspersonen, County Superintendents, religiöser Institutionen und zivilgesellschaftlicher Organisationen. Sie sollen die staatliche Sicherheitsarchitektur ergänzen und lokale Konflikt- und Risikofaktoren früher sichtbar machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die regionale und internationale Zusammenarbeit wird ausgebaut. Boakai nannte die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten, die Mano River Union, die Afrikanische Union und die Vereinten Nationen als zentrale Partner. Die Regierung verweist außerdem auf Unterstützung und Konsultationen mit Entwicklungspartnern, darunter die Folke Bernadotte Academy, <a href="https://fokus-afrika.de/liberia-politische-krise-im-parlament-us-botschaft-fordert-loesungen/">die Vereinigten Staaten</a>, Schweden, die Vereinten Nationen und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/" type="post_tag" id="451">ECOWAS</a>.</p>



<h2 id="h-neue-architektur-fur-ein-land-mit-regionalen-sicherheitsrisiken" class="wp-block-heading"><span id="neue-architektur-fuer-ein-land-mit-regionalen-sicherheitsrisiken">Neue Architektur für ein Land mit regionalen Sicherheitsrisiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia liegt in einer Region, in der Grenzsicherheit, Migration, Schmuggel, organisierte Kriminalität, maritime Risiken und politische Stabilität eng miteinander verbunden sind. Die neue Strategie bündelt diese Themen in einem Zehn-Jahres-Rahmen und ergänzt klassische Sicherheitsplanung durch soziale, wirtschaftliche und digitale Faktoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung beschreibt den <a href="https://mopt.gov.lr/wp-content/uploads/2026/02/Liberia_National-Cyber-Security-Strategy-2025-2029.docx.pdf">Ansatz</a> als „whole-of-society security architecture“. Dahinter steht der Anspruch, Sicherheit nicht nur durch staatliche Gewaltmittel zu sichern, sondern durch belastbare Institutionen, lokale Beteiligung, Rechtsstaatlichkeit, wirtschaftliche Perspektiven und frühzeitige Krisenerkennung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai schloss seine Rede mit einem Appell an öffentliche und private Akteure, die Umsetzung der Strategie zu unterstützen. Strategien müssten sich mit Zeit und Umständen verändern, sagte der Präsident. <a href="https://fokus-afrika.de/trump-stoppt-entwicklungshilfe-liberia-stark-betroffen/">Die Regierung bleibe verpflichtet, den Rahmen im Interesse des Landes zu überprüfen und anzupassen.</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Präsidentenlager gewinnt Mehrheit im neuen Parlament von Guinea</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesidentenlager-gewinnt-mehrheit-im-neuen-parlament-von-guinea/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 13:26:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Guinea]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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<p>Guinea hat vorläufige Wahlergebnisse: Die GMD sichert sich eine Mehrheit in der neuen Nationalversammlung, während die Wahlbehörde bei den Kommunalwahlen eine Beteiligung von 58,51 Prozent meldet.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesidentenlager-gewinnt-mehrheit-im-neuen-parlament-von-guinea%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sidentenlager%20gewinnt%20Mehrheit%20im%20neuen%20Parlament%20von%20Guinea&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/praesidentenlager-gewinnt-mehrheit-im-neuen-parlament-von-guinea/">Präsidentenlager gewinnt Mehrheit im neuen Parlament von Guinea</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/guinea-mamadi-doumbouya-vereidigt-und-offiziell-als-praesident-ins-amt-eingefuehrt/" type="post" id="23671">Präsidentenbewegung</a> GMD hat sich bei den Parlamentswahlen in Guinea eine klare Mehrheit in der künftigen Nationalversammlung gesichert. Die Wahl fand am 31. Mai 2026 statt. Die Generaldirektion Wahlen veröffentlichte vorläufige Ergebnisse für die 147 Mandate und meldete zugleich bei den Kommunalwahlen eine landesweite Beteiligung von 58,51 Prozent. In Koubia erhoben Kandidaten von FRONDEG und NGR erste Vorwürfe zu Unregelmäßigkeiten, während lokale Stimmen auf den ruhigen Verlauf der Abstimmung verwiesen.</p>



<h2 id="h-prasidentenlager-dominiert-in-conakry-und-im-landesinneren" class="wp-block-heading"><span id="praesidentenlager-dominiert-in-conakry-und-im-landesinneren">Präsidentenlager dominiert in Conakry und im Landesinneren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den 13 Gemeinden des Großraums Conakry setzte sich die GMD in fast allen Wahlkreisen durch. Eine Ausnahme bildet Gbessia, wo alle drei zu vergebenden Sitze an Avenir Guinée Nouvelle gingen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="650" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/G9QsH64XUAAqvMX-2-1-1024x650.jpeg" alt="" class="wp-image-27981 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/G9QsH64XUAAqvMX-2-1-1024x650.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/G9QsH64XUAAqvMX-2-1-300x190.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/G9QsH64XUAAqvMX-2-1-768x488.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/G9QsH64XUAAqvMX-2-1-1536x975.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/G9QsH64XUAAqvMX-2-1-380x241.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/G9QsH64XUAAqvMX-2-1-800x508.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/G9QsH64XUAAqvMX-2-1-1160x736.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/G9QsH64XUAAqvMX-2-1.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch im Landesinneren behaupteten sich Kandidaten des Präsidentenlagers in weiten Teilen der Regionen Boké, Kindia, Mamou, Labé, Faranah, Kankan und Nzérékoré. In Koundara gewann dagegen der FRONDEG und setzte sich dort gegen die Kandidaten der GMD durch.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die GMD erzielte außerdem Erfolge außerhalb des Landes. Die vier Sitze der guineischen Diaspora gingen in den Wahlkreisen Afrika, Europa, Amerika und Asien an Kandidaten der Präsidentenbewegung.</p>



<h2 id="h-147-abgeordnete-fur-die-neue-nationalversammlung" class="wp-block-heading"><span id="147-abgeordnete-fuer-die-neue-nationalversammlung">147 Abgeordnete für die neue Nationalversammlung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die vorläufige Zusammensetzung der Nationalversammlung umfasst 147 Abgeordnete. Neben den Direktmandaten spielen die 49 Sitze der nationalen Verhältniswahlliste eine wichtige Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dieser Liste erreichten mit der GMD verbundene Formationen mehrere Mandate. Die UMP erhielt neun Sitze, ND und RGT jeweils sieben, FIDEL sechs und UDD fünf Sitze. Damit festigt das Präsidentenlager seine Stellung nicht nur über Wahlkreise, sondern auch über die nationale Listenverteilung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generaldirektion Wahlen legte die Ergebnisse als vorläufige Zahlen vor. Damit steht die politische Grundlinie der neuen Nationalversammlung bereits weitgehend fest, auch wenn einzelne lokale Reaktionen und Einwände den Wahlprozess weiter begleiten.</p>



<h2 id="h-kommunalwahlen-mit-beteiligung-von-58-51-prozent" class="wp-block-heading"><span id="kommunalwahlen-mit-beteiligung-von-5851-prozent">Kommunalwahlen mit Beteiligung von 58,51 Prozent</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Parlamentswahlen wurden die Kommunalwahlen ausgewertet. Die Direction générale des élections meldete 3.856.690 Wählerinnen und Wähler. Von den abgegebenen Stimmen wurden 288.032 Stimmzettel als ungültig gewertet. Die Zahl der gültigen Stimmen lag bei 3.568.658.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Kommunalwahlen wurden 8.753 Sitze in 375 Wahlkreisen vergeben. Unter den gewählten Kommunalvertretern sind 5.130 Männer und 3.623 Frauen. Das entspricht einem Frauenanteil von 41,39 Prozent. Junge Gewählte im Alter von 18 bis 35 Jahren stellen 1.877 Mandate und damit 21,44 Prozent der kommunalen Mandatsträger.</p>



<h2 id="h-opposition-in-koubia-erhebt-vorwurfe" class="wp-block-heading"><span id="opposition-in-koubia-erhebt-vorwuerfe">Opposition in Koubia erhebt Vorwürfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Koubia reagierten Vertreter der Opposition nach der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse kritisch auf den Ablauf der Wahl. Dort gewann El Hadj Abdourahamane Baldé, Kandidat der GMD, den Sitz für die künftige Nationalversammlung. Er dankte den Wählern und den Partnern seiner politischen Bewegung für ihre Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fodé Baldé, Kandidat des FRONDEG, <a href="https://agpguinee.com/koubia-politique-reaction-de-lopposition-apres-la-victoire-provisoire-de-la-gmd/">erklärte</a> in sozialen Netzwerken, er nehme die Wahl des GMD-Kandidaten zur Kenntnis. Zugleich warf er lokalen Verantwortlichen und Distriktpräsidenten vor, die Formation an der Macht offen unterstützt zu haben. Außerdem erklärte er, in Gadha-Woundou an einer Wahlkampagne gehindert worden zu sein. In Pilimini habe er einen Wahlkampftag mit Vertretern der GMD teilen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Mamadou Hayya Diallo, Kandidat der NGR, kritisierte den Ablauf des Wahlprozesses. Er stellte insbesondere die Rolle einiger Wahlbeobachter infrage. Mehrere Bürger in Koubia erklärten nach der Verkündung der vorläufigen Ergebnisse, der Wahlgang sei ruhig und ohne Gewalt verlaufen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Algerien setzt vor Russland-Afrika-Gipfel auf aktive Rolle in Moskau</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algieren-setzt-vor-russland-afrika-gipfel-auf-aktive-rolle-in-moskau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 12:44:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Algerien geht mit klarer Botschaft in Richtung Russland-Afrika-Gipfel: In Moskau will Algier seine Rolle zwischen enger Kooperation mit Russland und formaler Nichtausrichtung sichtbar machen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgieren-setzt-vor-russland-afrika-gipfel-auf-aktive-rolle-in-moskau%2F&amp;action_name=Algerien%20setzt%20vor%20Russland-Afrika-Gipfel%20auf%20aktive%20Rolle%20in%20Moskau&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Algerien will beim dritten Russland-Afrika-Gipfel in Moskau aktiv auftreten und seine Zusammenarbeit mit Russland als Teil seiner Afrikapolitik sichtbar machen. Die Teilnahme ist für den 28. und 29. Oktober 2026 vorgesehen. Der algerische Botschafter in Russland, Tewfik Gouamri, kündigte den Schritt am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg an. Er bezeichnete die Kooperation mit Moskau als „starken Hebel für die Entwicklung des afrikanischen Kontinents“.</p>



<h2 id="h-algerien-positioniert-sich-vor-dem-treffen-in-moskau" class="wp-block-heading"><span id="algerien-positioniert-sich-vor-dem-treffen-in-moskau">Algerien positioniert sich vor dem Treffen in Moskau</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ankündigung aus Sankt Petersburg unterstreicht Algier seinen Anspruch, beim kommenden Russland-Afrika-Gipfel nicht nur vertreten zu sein, sondern aktiv an den Gesprächen teilzunehmen. Das Treffen in Moskau wird die dritte Ausgabe des Forums sein, das seit 2019 zu den sichtbaren Plattformen der russisch-afrikanischen Diplomatie gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Gipfel fand 2019 in Sotschi statt. Die zweite Ausgabe wurde im Juli 2023 in Sankt Petersburg organisiert. Damals nahmen offizielle Delegationen aus 48 afrikanischen Staaten teil, obwohl westliche Staaten wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine erheblichen politischen Druck ausübten.</p>



<h2 id="h-moskau-bereitet-die-dritte-ausgabe-vor" class="wp-block-heading"><span id="moskau-bereitet-die-dritte-ausgabe-vor">Moskau bereitet die dritte Ausgabe vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorbereitung des Gipfels liegt auf russischer Seite beim Berater von Präsident Wladimir Putin, Juri Uschakow. Er soll die bilateralen Treffen koordinieren und die finanziellen Modalitäten des Gipfels festlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte Anfang Mai erklärt, Moskau rechne damit, dass „die große Mehrheit der Länder des Kontinents“ im Oktober vertreten sein werde. Damit versucht Russland, das Format als festen Bestandteil seiner Beziehungen zu Afrika zu etablieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Moscow_09-13_img20_Grand_Kremlin_Palace-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27974 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Moscow_09-13_img20_Grand_Kremlin_Palace-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Moscow_09-13_img20_Grand_Kremlin_Palace-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Moscow_09-13_img20_Grand_Kremlin_Palace-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Moscow_09-13_img20_Grand_Kremlin_Palace-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Moscow_09-13_img20_Grand_Kremlin_Palace-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Moscow_09-13_img20_Grand_Kremlin_Palace-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Moscow_09-13_img20_Grand_Kremlin_Palace.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Moskau hat das Treffen auch eine außenpolitische Dimension. Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine im Februar 2022 sucht Russland verstärkt nach diplomatischen Partnern außerhalb Europas und Nordamerikas. <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Afrikanische Staaten spielen dabei eine größere Rolle, weil viele Regierungen ihre Beziehungen zu Moskau, Peking, Washington und Brüssel parallel pflegen.</a></p>
</div></div>



<h2 id="h-algier-bleibt-bei-seiner-linie-zwischen-moskau-und-nichtausrichtung" class="wp-block-heading"><span id="algier-bleibt-bei-seiner-linie-zwischen-moskau-und-nichtausrichtung">Algier bleibt bei seiner Linie zwischen Moskau und Nichtausrichtung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die algerische Position folgt einer bekannten Linie: Algerien hält enge Beziehungen zu Russland, vermeidet aber eine formale Blockzuordnung. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-debattiert-ueber-neue-weltordnung/" type="post" id="14146">Diese Haltung zeigt sich auch in den Vereinten Nationen.</a> Algerien gehörte zu den afrikanischen Staaten, die sich bei Abstimmungen in der UN-Generalversammlung einer Verurteilung des russischen Kriegs gegen die Ukraine nicht angeschlossen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Algier und Moskau reichen über diplomatische Kontakte hinaus. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-gibt-mehr-fuer-militaer-aus-als-ganz-afrika/" type="post" id="26892">Russland ist für Algerien seit Jahren ein wichtiger Partner in Sicherheits- und Rüstungsfragen.</a> Zugleich pflegt Algerien seine Rolle als Staat, der außenpolitische Eigenständigkeit betont und seine Beziehungen zu verschiedenen Machtzentren offenhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel in Moskau findet damit in einem Umfeld statt, in dem mehrere afrikanische Regierungen ihre außenpolitischen Spielräume neu ausloten. Für Algerien bietet das Format eine Bühne, um seine Rolle als nordafrikanischer Akteur mit kontinentalem Anspruch zu zeigen, ohne seine offizielle Linie der Nichtausrichtung aufzugeben.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mali verurteilt französischen Agenten zu 20 Jahren Haft</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-verurteilt-franzoesischen-agenten-zu-20-jahren-haft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 11:25:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mali verurteilt einen französischen Diplomatie-Mitarbeiter zu 20 Jahren Haft. Paris spricht von haltlosen Anschuldigungen. Der Fall verschärft den Konflikt zwischen Bamako und Frankreich.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-verurteilt-franzoesischen-agenten-zu-20-jahren-haft%2F&amp;action_name=Mali%20verurteilt%20franz%C3%B6sischen%20Agenten%20zu%2020%20Jahren%20Haft&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ein Gericht in Mali hat den französischen Staatsangehörigen Yann Vézilier wegen Beschädigung der Staatssicherheit zu 20 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil erging am Freitag, 5. Juni 2026, in Bamako.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich weist die Vorwürfe zurück und spricht von „haltlosen Anschuldigungen“. <a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/" type="post" id="20304">Die Verurteilung verschärft einen diplomatischen Konflikt, der seit dem Abzug der französischen Truppen und dem Ende mehrerer Sicherheitskooperationen zwischen Paris und Bamako anhält.</a></p>



<h2 id="h-paris-weist-vorwurfe-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="paris-weist-vorwuerfe-zurueck">Paris weist Vorwürfe zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Außenministerium erklärte, Vézilier sei Gegenstand eines Gerichtsverfahrens mit unbegründeten Anschuldigungen. Paris hält daran fest, dass der Franzose als akkreditierter Mitarbeiter der französischen Botschaft in Bamako tätig gewesen sei und Aufgaben im Rahmen der Sicherheitskooperation wahrgenommen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">Frankreich bestreitet, direkt oder indirekt an Handlungen zur Destabilisierung Malis beteiligt gewesen zu sein.</a> Das Außenministerium kündigte an, seine diplomatischen Bemühungen zugunsten des Verurteilten fortzusetzen. Konkrete nächste Schritte nannte Paris zunächst nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden stellen den Fall anders dar. Sie hatten Vézilier nach seiner Festnahme im August 2025 als Agenten bezeichnet, der im Auftrag des französischen Nachrichtendienstes gehandelt habe. Bamako wirft ihm vor, an einem Netzwerk beteiligt gewesen zu sein, das sensible Informationen sammeln und eine Destabilisierung der Institutionen der Übergangsregierung vorbereiten sollte.</p>



<h2 id="h-festnahme-im-august-2025" class="wp-block-heading"><span id="festnahme-im-august-2025">Festnahme im August 2025</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Yann Vézilier war am 13. August 2025 von der malischen Staatssicherheit festgenommen worden. Zeitgleich wurden mehrere Offiziere der malischen Streitkräfte in dem Verfahren genannt oder festgenommen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1.png" alt="" class="wp-image-27969 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-300x196.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-768x502.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-380x248.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-800x523.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden in Bamako sprachen damals von einer vereitelten Destabilisierungsaktion gegen die Institutionen der Transition. Die Ermittlungen wurden auf den Verdacht eines Komplotts und einer Beschädigung der Staatssicherheit gestützt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Zeitpunkt des Urteils machten die malischen Justizbehörden keine detaillierten Beweise öffentlich. Die französische Seite hält den Fall deshalb weiterhin für politisch belastet.</p>



<h2 id="h-geldstrafe-und-einreiseverbot" class="wp-block-heading"><span id="geldstrafe-und-einreiseverbot">Geldstrafe und Einreiseverbot</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Haftstrafe verhängte das Gericht gegen Vézilier eine Geldstrafe von 3,6 Millionen CFA-Francs, umgerechnet 6.300 Euro. Zudem wurde ein 20-jähriges Aufenthaltsverbot für Mali ausgesprochen. Der Verurteilte muss außerdem einen symbolischen Franc an den malischen Staat zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Urteil ist die bislang deutlichste gerichtliche Entscheidung in dem Verfahren, das seit 2025 die Beziehungen zwischen Mali und Frankreich zusätzlich belastet. Ob Rechtsmittel eingelegt werden, war zunächst nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine spätere diplomatische Lösung ist rechtlich nicht ausgeschlossen. Dazu könnten ein möglicher Transfer nach Frankreich zur Verbüßung der Strafe oder eine Begnadigung durch malische Behörden gehören. Eine solche Entwicklung hinge jedoch von Entscheidungen in Bamako und möglichen Gesprächen mit Paris ab.</p>



<h2 id="h-malische-offiziere-im-selben-verfahren" class="wp-block-heading"><span id="malische-offiziere-im-selben-verfahren">Malische Offiziere im selben Verfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Verfahren wurden auch mehrere malische Militärangehörige genannt. Dazu zählen General Abass Dembélé und Generalin Néma Sagara. Beide wurden im Oktober 2025 aus der Armee entlassen und im November wegen des Verdachts auf Destabilisierung und Atteinte an die Staatssicherheit angeklagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abass Dembélé ist ein früherer Gouverneur der Region Mopti. Er wird auch mit der Schlacht von Konna im Januar 2013 in Verbindung gebracht, einem wichtigen Ereignis vor der militärischen Rückeroberung der nördlichen Landesteile mit Unterstützung der französischen Operation Serval.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Néma Sagara ist Generalin der malischen Luftwaffe und hatte mehrere militärische Führungsaufgaben inne. Sie wurde während der Sicherheitskrise von 2012 im malischen Militär bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden veröffentlichten zunächst keinen öffentlichen Zeitplan für die weiteren gerichtlichen Schritte gegen andere in dem Verfahren genannte Personen.</p>



<h2 id="h-beziehungen-zwischen-bamako-und-paris-bleiben-belastet" class="wp-block-heading"><span id="beziehungen-zwischen-bamako-und-paris-bleiben-belastet">Beziehungen zwischen Bamako und Paris bleiben belastet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall steht in einer Phase anhaltender Spannungen zwischen Mali und Frankreich. Seit 2022 haben sich die Beziehungen beider Staaten stark verschlechtert. Der Abzug der französischen Operation Barkhane, die Beendigung mehrerer Kooperationsformate und gegenseitige diplomatische Vorwürfe haben die frühere Sicherheitszusammenarbeit weitgehend beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bamako wirft Paris seit Jahren Einmischung und destabilisierende Aktivitäten vor. Frankreich weist diese Vorwürfe zurück und kritisiert seinerseits den Kurs der malischen Übergangsbehörden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Benin und Niger prüfen Wiederöffnung ihrer Grenze – trotz Terrorgefahr</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/benin-und-niger-pruefen-wiederoeffnung-ihrer-grenze-trotz-terrorgefahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 22:51:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Benin und Niger nähern sich wieder an: Nach dem Besuch von Präsident Romuald Wadagni in Niamey soll ein Komitee binnen 15 Tagen die Wiederöffnung der gemeinsamen Grenze prüfen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbenin-und-niger-pruefen-wiederoeffnung-ihrer-grenze-trotz-terrorgefahr%2F&amp;action_name=Benin%20und%20Niger%20pr%C3%BCfen%20Wieder%C3%B6ffnung%20ihrer%20Grenze%20%E2%80%93%20trotz%20Terrorgefahr&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/benin-und-niger-pruefen-wiederoeffnung-ihrer-grenze-trotz-terrorgefahr/">Benin und Niger prüfen Wiederöffnung ihrer Grenze – trotz Terrorgefahr</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Niger hat ein Expertengremium eingesetzt, das innerhalb von 15 Tagen die Bedingungen für eine Wiederöffnung der Grenze zu Benin prüfen soll. Der Schritt erfolgte am Freitag, 5. Juni 2026, in Niamey.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einrichtung des Komitees folgt auf den offiziellen Besuch des neuen beninischen Präsidenten Romuald Wadagni bei Nigers Staatschef Abdourahamane Tiani. Beide Regierungen wollen die seit der Krise von 2023 belasteten Beziehungen wiederbeleben und Hindernisse für die bilaterale Zusammenarbeit abbauen.</p>



<h2 id="h-komitee-soll-hindernisse-binnen-15-tagen-erfassen" class="wp-block-heading"><span id="komitee-soll-hindernisse-binnen-15-tagen-erfassen">Komitee soll Hindernisse binnen 15 Tagen erfassen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nigers Premierminister Ali Mahamane Lamine Zeine leitete in Niamey die Einsetzung des Komitees. Es soll die Bedingungen für eine Öffnung der gemeinsamen Grenze untersuchen und konkrete Hindernisse benennen, die einer Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Staaten im Weg stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grenze zwischen Benin und Niger ist seit dem 30. Juli 2023 geschlossen. Die Schließung folgte auf die politische Krise nach der Machtübernahme des Militärs in Niamey und den anschließenden Spannungen zwischen Niger, Benin und der Westafrikanischen Staatengemeinschaft Cedeao.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadagni und Tiani hatten sich bei ihrem Treffen in Niamey darauf verständigt, die Zusammenarbeit auf politischer, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Ebene zu stärken. Beide Seiten wollen außerdem die gemeinsame Kooperationskommission regelmäßig tagen lassen.</p>



<h2 id="h-wadagni-setzt-fruhes-signal-an-die-sahelstaaten" class="wp-block-heading"><span id="wadagni-setzt-fruehes-signal-an-die-sahelstaaten">Wadagni setzt frühes Signal an die Sahelstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch in Niamey war einer der ersten außenpolitischen Schritte Wadagnis nach seiner Amtseinführung am 24. Mai. Nur wenige Tage später reiste der neue Präsident Benins nach Niger und Burkina Faso, zwei Mitgliedstaaten der Allianz der Sahelstaaten. Die AES wurde von Mali, Burkina Faso und Niger gegründet, die sich nach Konflikten mit der Cedeao zunehmend von der regionalen Organisation abgewandt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon bei Wadagnis Amtseinführung waren Vertreter aus Niger, Burkina Faso und Mali anwesend. Aus Niger nahm Premierminister Zeine teil, aus Burkina Faso Außenminister Karamoko Jean-Marie Traoré und aus Mali Außenminister Abdoulaye Diop. Die Präsenz der Sahelstaaten wurde als Zeichen einer möglichen politischen Öffnung zwischen Cotonou und den AES-Regierungen verstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Niamey sprachen Wadagni und Tiani von historischen Beziehungen der Freundschaft und Brüderlichkeit zwischen beiden Ländern. Tiani nahm eine Einladung zu einem offiziellen Gegenbesuch in Benin an. Ein Termin soll auf diplomatischem Weg festgelegt werden.</p>



<h2 id="h-grenze-ist-auch-wirtschaftlich-zentral" class="wp-block-heading"><span id="grenze-ist-auch-wirtschaftlich-zentral">Grenze ist auch wirtschaftlich zentral</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grenzfrage betrifft nicht nur Diplomatie und Sicherheit, sondern auch Handel und Versorgung. Niger ist ein Binnenstaat und nutzt den Hafen von Cotonou traditionell als wichtigen Zugang zum internationalen Handel. Die anhaltende Schließung der Grenze hat Wirtschaftsbeziehungen, Transportwege und regionale Lieferketten belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Krise gehörten Transit, Warenverkehr und Hafenlogistik zu den zentralen Verbindungen zwischen beiden Ländern. Für Benin ist der Hafen von Cotonou ein wirtschaftliches Schlüsselprojekt. Für Niger ist der Zugang zu Seehäfen eine Voraussetzung für Importe, Exporte und staatliche Einnahmen aus dem Handel.</p>



<h2 id="h-sicherheitslage-zwingt-zu-kooperation" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitslage-zwingt-zu-kooperation">Sicherheitslage zwingt zu Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche in Niamey standen auch im Zeichen der Sicherheitslage in Westafrika. Wadagni und Tiani erklärten, ihre Länder müssten ihre Kräfte im Kampf gegen Terrorismus und Banditentum in der Region bündeln.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ4uhQgWUAA9F5T-1024x577.jpeg" alt="" class="wp-image-27961 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ4uhQgWUAA9F5T-1024x577.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ4uhQgWUAA9F5T-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ4uhQgWUAA9F5T-768x432.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ4uhQgWUAA9F5T-1536x865.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ4uhQgWUAA9F5T-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ4uhQgWUAA9F5T-800x450.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ4uhQgWUAA9F5T-1160x653.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ4uhQgWUAA9F5T.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/dschihadisten-dringen-aus-benin-in-nigeria-ein/" type="post" id="3486">Benin ist seit mehreren Jahren stärker von Angriffen bewaffneter Gruppen im Norden betroffen.</a> Besonders die Departements Alibori und Atacora gelten als betroffene Gebiete. Gruppen, die Al-Qaida nahestehen, haben in den vergangenen Jahren Angriffe auf beninische Sicherheitskräfte verübt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 2025 starben bei einem Angriff 28 Soldaten. Im April 2025 kamen bei einem weiteren Angriff 54 Militärangehörige ums Leben. <a href="https://fokus-afrika.de/15-tote-bei-terrorangriff-der-jnim-auf-militaerposten-in-benin/" type="post" id="25423">Am 4. März 2026 wurden bei einem Angriff auf das Lager Kofouno 15 Soldaten getötet.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/scheidender-praesident-talon-wirbt-vor-machtwechsel-in-benin-um-unterstuetzung-fuer-wadagni/" type="post" id="27630">Wenige Stunden nach Wadagnis Amtseinführung am 25. Mai 2026 wurden zudem zwei Armeepositionen in Kourou Koualou angegriffen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der vorherige beninische Regierungskurs setzte mit der Operation „Mirador“ auf eine stärkere militärische Präsenz im Norden. Wadagni will nach seinen bisherigen Aussagen stärker auf Überwachung, Technologie, bessere Ausrüstung und regionale Abstimmung setzen.</p>



<h2 id="h-annaherung-nach-jahren-der-spannungen" class="wp-block-heading"><span id="annaeherung-nach-jahren-der-spannungen">Annäherung nach Jahren der Spannungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Benin und Niger hatten sich nach der Machtübernahme des Militärs in Niamey im Juli 2023 verschlechtert. Nigers Behörden warfen dem damaligen beninischen Präsidenten Patrice Talon und weiteren westafrikanischen Regierungschefs vor, die Sanktionen der Cedeao gegen Niger unterstützt zu haben. Dazu gehörten auch Grenzschließungen und die Drohung einer möglichen militärischen Intervention zur Wiedereinsetzung des <a href="https://fokus-afrika.de/niger-weist-eu-resolution-zur-freilassung-von-ex-praesident-bazoum-zurueck/" type="post" id="25630">gestürzten Präsidenten Mohamed Bazoum.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Niamey beschuldigte Benin zudem, ausländische Truppen nahe der Grenze zu beherbergen. Cotonou und Frankreich wiesen diese Vorwürfe zurück. Die Spannungen belasteten nicht nur politische Kontakte, sondern auch die Sicherheitskooperation entlang der gemeinsamen Grenze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadagni tritt nun in einer Region an, in der die Sicherheitsarchitektur Westafrikas stark verändert ist. Burkina Faso, Mali und Niger haben die Cedeao verlassen. Zugleich breiten sich bewaffnete Gruppen aus dem Sahel weiter in Richtung der Küstenstaaten aus. Benins neue Führung versucht deshalb, die Zusammenarbeit mit den Sahelstaaten wieder zu öffnen, ohne die bestehenden Partnerschaften des Landes aufzugeben.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Proteste vor UN-Büros in Tripolis: &#8220;Libyen nur für Libyer&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/proteste-vor-un-bueros-in-tripolis-libyen-nur-fuer-libyer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 22:25:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
		<category><![CDATA[UNSMIL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Proteste vor UN-Büros in Tripolis: Demonstrierende werfen dem UNHCR Ansiedlungspläne für Migranten in Libyen vor. Die UN weist die Vorwürfe als „vollständig falsch“ zurück.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fproteste-vor-un-bueros-in-tripolis-libyen-nur-fuer-libyer%2F&amp;action_name=Proteste%20vor%20UN-B%C3%BCros%20in%20Tripolis%3A%20%26%238220%3BLibyen%20nur%20f%C3%BCr%20Libyer%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Proteste gegen irreguläre Migration haben in Tripolis UN-Einrichtungen getroffen und die Vereinten Nationen zu einer öffentlichen Dementierung angeblicher Ansiedlungspläne für Migranten in Libyen veranlasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demonstrierende blockierten den Sitz des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR und richteten sich auch gegen ein nahegelegenes Büro der UN-Unterstützungsmission in Libyen. UNSMIL erklärte, Behauptungen über UN-Programme zur dauerhaften Ansiedlung von Migranten in Libyen seien „vollständig falsch“.</p>



<h2 id="h-proteste-richten-sich-gegen-unhcr-und-unsmil" class="wp-block-heading"><span id="proteste-richten-sich-gegen-unhcr-und-unsmil">Proteste richten sich gegen UNHCR und UNSMIL</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hunderte Menschen versammelten sich vor dem UNHCR-Büro in Tripolis. Nach Angaben lokaler Medien und Augenzeugen wurde der Betrieb der Einrichtung blockiert. Auf Schildern standen Parolen wie „Libyen ist nicht die Mülltonne der Welt“. Demonstrierende warfen dem UNHCR vor, Migranten dauerhaft im Land ansiedeln zu wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Sprechchören hieß es unter anderem „Libyen nur für Libyer“ und „Nein zu Eindringlingen in unserem Land, schafft sie hinaus“. Die Proteste richteten sich vor allem gegen irreguläre Migration und gegen die Rolle internationaler Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL erklärte, die Mission habe die Demonstrationen vor ihrem Hauptquartier und vor dem UNHCR-Büro zur Kenntnis genommen. Libyerinnen und Libyer hätten das Recht, Zugang zu korrekten Informationen zu erhalten und ihre Ansichten friedlich im Rahmen libyschen und internationalen Rechts zu äußern.</p>



<h2 id="h-un-spricht-von-falschen-behauptungen" class="wp-block-heading"><span id="un-spricht-von-falschen-behauptungen">UN spricht von falschen Behauptungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Mission wies den Vorwurf zurück, UN-Organisationen betrieben Programme zur Ansiedlung von Migranten in Libyen. Kein UN-Organ, auch nicht UNHCR, setze Programme um, die auf eine dauerhafte Unterbringung oder Ansiedlung von Migranten in Libyen zielten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27955 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL erklärte, UNHCR arbeite mit den libyschen Behörden und der internationalen Gemeinschaft zusammen, um Lösungen für Menschen zu finden, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen. <a href="https://fokus-afrika.de/ruanda-nimmt-164-fluechtlinge-aus-libyen-auf/" type="post" id="25176">Dazu gehörten Evakuierungen in Drittstaaten und freiwillige Rückkehr in Herkunftsländer, wenn die Bedingungen dies erlaubten.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Vertreter äußerten zugleich Sorge über Drohungen gegen Mitarbeitende. Die Mission betonte, dass humanitäre Arbeit und Schutzmaßnahmen nicht durch Falschinformationen gefährdet werden dürften.</p>



<h2 id="h-libyen-bleibt-transitland-fur-migration-nach-europa" class="wp-block-heading"><span id="libyen-bleibt-transitland-fuer-migration-nach-europa">Libyen bleibt Transitland für Migration nach Europa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen ist seit Jahren eines der wichtigsten Transitländer für Menschen, die aus afrikanischen Staaten südlich der Sahara, aus anderen Regionen Afrikas und aus Teilen Asiens nach Europa gelangen wollen. Das Land liegt an zentralen Routen über das zentrale Mittelmeer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Sturz Muammar al-Gaddafis 2011 ist Libyen politisch zersplittert. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-unterstuetzt-neuen-fahrplan-fuer-libyen/" type="post" id="19634">Rivalisierende Machtzentren, bewaffnete Gruppen, Schmuggelnetzwerke und schwache staatliche Strukturen prägen weite Teile des Landes.</a> Diese Lage hat die Kontrolle von Grenzen, Häfen und Migrationsrouten erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schätzungen gehen von mehr als 900.000 Migrantinnen und Migranten in Libyen aus. Viele leben in prekären Verhältnissen, andere werden in Haftzentren festgehalten oder geraten in die Hände von Schleusern und kriminellen Netzwerken. Zugleich wächst in Teilen der libyschen Bevölkerung der Druck auf Behörden und internationale Organisationen, irreguläre Migration stärker zu begrenzen.</p>



<h2 id="h-migrationsdebatte-verscharft-innenpolitischen-druck" class="wp-block-heading"><span id="migrationsdebatte-verschaerft-innenpolitischen-druck">Migrationsdebatte verschärft innenpolitischen Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste in Tripolis zeigen, wie stark Migration in Libyen inzwischen mit Fragen von Sicherheit, Souveränität, wirtschaftlichem Druck und öffentlicher Ordnung verbunden wird. Viele Libyerinnen und Libyer verbinden irreguläre Migration mit Kriminalitätsängsten, Belastungen für lokale Gemeinden und der Sorge, das Land könne dauerhaft zur Aufnahmezone für Migranten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sorge wird durch Behauptungen über angebliche Ansiedlungspläne internationaler Organisationen verstärkt. UNSMIL stellte dem entgegen, dass UNHCR nicht an einer dauerhaften Niederlassung von Migranten in Libyen arbeite, sondern an Schutz, Evakuierung und freiwilliger Rückkehr.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">UNSMIL refutes allegations of migrant resettlement to Libya<br>TRIPOLI—The United Nations Support Mission in Libya (UNSMIL) has taken note of the demonstrations held outside its offices and the offices of the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR). The United Nations… <a href="https://t.co/EU7QrcvmrR">pic.twitter.com/EU7QrcvmrR</a></p>— UNSMIL (@UNSMILibya) <a href="https://x.com/UNSMILibya/status/2062595006347554979?ref_src=twsrc%5Etfw">June 4, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, weil in sozialen Netzwerken Vergleiche zu Spannungen in Südafrika gezogen wurden. <a href="https://fokus-afrika.de/fremdenfeindlichkeit-in-suedafrika-eskaliert-nigeria-reagiert-auf-zwei-getoetete-staatsbuerger/" type="post" id="27059">Dort hat die Migrationsfrage ebenfalls Proteste, politische Debatten und diplomatische Reaktionen ausgelöst.</a></p>



<h2 id="h-humanitare-arbeit-unter-wachsendem-misstrauen" class="wp-block-heading"><span id="humanitaere-arbeit-unter-wachsendem-misstrauen">Humanitäre Arbeit unter wachsendem Misstrauen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UNHCR ist in Libyen seit Jahren in einem schwierigen Umfeld tätig. Die Organisation betreut Geflüchtete, Asylsuchende und besonders schutzbedürftige Menschen, während die libyschen Behörden mit irregulärer Migration, Sicherheitsproblemen und internationalem Druck umgehen müssen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27956 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Proteste verschärfen das Misstrauen gegenüber internationalen Organisationen. Für die UN liegt der Schwerpunkt nun darauf, die Vorwürfe öffentlich zurückzuweisen und zugleich den Zugang zu Schutzmechanismen, freiwilliger Rückkehr und Evakuierung aufrechtzuerhalten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL erklärte, die Vereinten Nationen arbeiteten weiter mit libyschen Institutionen zusammen. Die Mission verwies dabei auf die Verantwortung, friedliche Meinungsäußerung zu respektieren und zugleich falschen Behauptungen über die Arbeit der UN entgegenzutreten.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fproteste-vor-un-bueros-in-tripolis-libyen-nur-fuer-libyer%2F&action_name=Proteste%20vor%20UN-B%C3%BCros%20in%20Tripolis%3A%20%26%238220%3BLibyen%20nur%20f%C3%BCr%20Libyer%26%238221%3B&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/proteste-vor-un-bueros-in-tripolis-libyen-nur-fuer-libyer/">Proteste vor UN-Büros in Tripolis: &#8220;Libyen nur für Libyer&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">P0146700005H</media:title>
			<media:description type="html">Between January and August, nearly 20,000 people made the perilous overland journey to the coasts of Libya or Tunisia, to cross the Mediterranean and land on Italy&#039;s southernmost territory, the islet of Lampedusa. Many have already spent weeks, months and even years on the road and once on the coast, must entrust what little money they have left to the local criminal syndicates that traffic in human beings, and smaller and ever more dangerous boats..On land, after triage by the Medecins Sans Frontieres crew, the new arrivals are quickly loaded onto buses and ferried to the reception centre rebuilt a year ago with European Union subsidies, where  migrants are given clean clothes, shoes and a telephone card. They are photographed, identified (if possible) and after a few days&#039; rest, are sent, by air, ferry or hydrofoil to one of Italy&#039;s mainland centres, where they await the process of applications for papers and asylum.</media:description>
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			<media:title type="html">Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>165 Staaten für Afrika-Resolution – USA stimmen dagegen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/165-staaten-fuer-afrika-resolution-usa-stimmen-dagegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 20:50:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die UN fordert Frieden durch Entwicklung in Afrika. Gleichzeitig fehlen Milliarden für Friedensmissionen – und immer mehr Staaten umgehen das UN-System komplett.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F165-staaten-fuer-afrika-resolution-usa-stimmen-dagegen%2F&amp;action_name=165%20Staaten%20f%C3%BCr%20Afrika-Resolution%20%E2%80%93%20USA%20stimmen%20dagegen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/165-staaten-fuer-afrika-resolution-usa-stimmen-dagegen/">165 Staaten für Afrika-Resolution – USA stimmen dagegen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Vollversammlung hat eine Resolution verabschiedet, die nachhaltige Entwicklung als Grundlage für Frieden in Afrika definiert. 165 Staaten stimmten dafür, die USA dagegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Resolutionstext verbindet Armutsbekämpfung, Staatsaufbau und Konfliktprävention. Doch parallel zeigt eine <a href="https://issafrica.org/iss-today/peacekeeping-funding-cuts-mean-africa-must-rethink-security">Analyse</a> des Institute for Security Studies (ISS), wie weit Anspruch und Realität auseinanderliegen: Friedensmissionen sind chronisch unterfinanziert, die Afrikanische Union kämpft mit Finanzierungslücken, und immer mehr Staaten setzen auf private oder bilaterale Sicherheitsmodelle statt auf die UN.</p>



<h2 id="h-grosse-mehrheit-geringe-wirkungsmacht" class="wp-block-heading"><span id="grosse-mehrheit-geringe-wirkungsmacht">Große Mehrheit, geringe Wirkungsmacht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution „Förderung dauerhaften Friedens durch nachhaltige Entwicklung in Afrika“ wurde von Uruguay im Namen der Gruppe der 77 und China eingebracht. Sie gehört zu den regelmäßigen Afrika-Resolutionen der Vollversammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern der <a href="https://docs.un.org/en/A/80/L.70">Vorlage</a>: Konflikte entstehen nicht nur durch Waffen, sondern durch Armut, schwache Institutionen, Korruption, Arbeitslosigkeit und fehlende wirtschaftliche Perspektiven. Deshalb fordert die Resolution Investitionen in Staatsaufbau, Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung und regionale Integration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA lehnten den Text ab. Ihre Vertreterin sprach von „problematischen Formulierungen“, die nichts zum Kernauftrag der UN beitrügen. Der Widerspruch reicht jedoch tiefer: Während die Vollversammlung Entwicklung zur Friedensstrategie erklärt, geraten genau die Instrumente unter Druck, die Konflikte kurzfristig eindämmen sollen.</p>



<h2 id="h-frieden-kostet-wenig-und-selbst-das-wird-knapp" class="wp-block-heading"><span id="frieden-kostet-wenig-und-selbst-das-wird-knapp">Frieden kostet wenig – und selbst das wird knapp</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut ISS liegt das gesamte UN-Friedenssicherungsbudget bei nur 5,6 Milliarden US-Dollar – weniger als 0,2 Prozent der weltweiten Militärausgaben. <a href="https://fokus-afrika.de/blauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt/" type="post" id="27781">Afrika stellt mehr als die Hälfte aller Blauhelmsoldaten, finanziert aber nur einen kleinen Teil des Systems.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders problematisch: <a href="https://fokus-afrika.de/usa-setzen-un-unter-reformdruck-und-nehmen-minurso-ins-visier/" type="post" id="25895">Die USA schulden den UN rund 1,8 Milliarden Dollar an ausstehenden Beiträgen. </a>Gleichzeitig diskutiert der US-Kongress weitere Kürzungen. Für das kommende Jahr steht sogar eine Reduzierung der US-Mittel um 60 Prozent im Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit trifft die Finanzkrise genau jene Missionen, die die Resolution indirekt voraussetzt. Denn Entwicklungsprogramme funktionieren kaum dort, wo Staaten Territorium verlieren oder bewaffnete Gruppen ganze Regionen kontrollieren.</p>



<h2 id="h-die-au-soll-mehr-verantwortung-tragen-ohne-verlassliches-geld" class="wp-block-heading"><span id="die-au-soll-mehr-verantwortung-tragen-ohne-verlaessliches-geld">Die AU soll mehr Verantwortung tragen – ohne verlässliches Geld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution setzt stark auf afrikanische Eigenverantwortung und verweist auf die Agenda 2063 der Afrikanischen Union. Doch gerade die AU bleibt finanziell abhängig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar beschloss der UN-Sicherheitsrat Ende 2023 mit Resolution 2719 einen Mechanismus zur Finanzierung AU-geführter Friedenseinsätze über UN-Beiträge. Umgesetzt wurde er bislang nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folge: AU-Missionen hängen weiter von freiwilligen Gebern ab. Zahlungen kommen verspätet, Einsätze bleiben unsicher planbar. Der AU-Friedensfonds umfasst zwar 400 Millionen Dollar, es wurden daraus bisher aber nur wenige Millionen für frühe Krisenreaktionen ausgezahlt. Die Resolution fordert also mehr afrikanische Verantwortung – ohne die strukturellen Finanzprobleme zu lösen.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrealitat-entfernt-sich-vom-un-modell" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrealitaet-entfernt-sich-vom-un-modell">Sicherheitsrealität entfernt sich vom UN-Modell</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während die UN auf multilaterale Friedenssicherung setzt, entstehen längst parallele Sicherheitsstrukturen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-25371 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die ISS-Analyse beschreibt eine Verschiebung hin zu bilateralen Einsätzen, regionalen Militärkooperationen und privaten Sicherheitsakteuren. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-ruandische-truppen-im-kampf-gegen-terrorismus-in-mosambik/" type="post" id="12663">Ruandische Truppen sichern Nordmosambik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-entsendet-polizisten-nach-haiti/" type="post" id="26228">Kenia entsendet Kräfte nach Haiti</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Russland operiert über Wagner- beziehungsweise Africa-Corps-Strukturen in Mali</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/" type="post" id="27692">Vereinigten Arabischen Emirate unterstützen Söldner im Sudan.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Modelle sind oft schneller und politisch flexibler als UN-Missionen. Gleichzeitig umgehen sie internationale Kontrollmechanismen und schwächen multilaterale Strukturen weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier zeigt sich die Schwäche der Resolution: Sie beschreibt einen koordinierten internationalen Ansatz, während die Sicherheitsordnung in Afrika zunehmend fragmentiert wird.</p>



<h2 id="h-entwicklung-bleibt-ohne-sicherheit-begrenzt" class="wp-block-heading"><span id="entwicklung-bleibt-ohne-sicherheit-begrenzt">Entwicklung bleibt ohne Sicherheit begrenzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vollversammlung fordert bessere Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit, Jugendbeschäftigung und stärkere Institutionen. Das ISS verweist dagegen auf die operative Realität vieler Staaten: Grenzsicherung, Aufstandsbekämpfung und Schutz ländlicher Räume funktionieren oft nur eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit treffen zwei Ebenen aufeinander. Die Resolution formuliert langfristige politische Ziele. Die Realität scheitert an akuten Mangel an Geld, Personal und belastbaren Sicherheitsstrukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beides widerspricht sich nicht – zeigt aber das zentrale Problem internationaler Afrika-Politik: Frieden soll durch Entwicklung entstehen, doch vielerorts fehlt bereits die Stabilität, um Entwicklung überhaupt umzusetzen.</p>
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			<media:title type="html">United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_(8228455715)</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Ramaphosa gleitet in nächste Krise: Migration wird Streitfall beim Staatsbesuch</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ramaphosa-gleitet-in-naechste-krise-migration-wird-streitfall-beim-staatsbesuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 23:35:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Handel]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Migration wird für Südafrika zur diplomatischen Frage: Nach Gesprächen mit Kenias Präsident William Ruto kündigt Cyril Ramaphosa Gesandte nach Afrika und darüber hinaus an. Zugleich wollen Pretoria und Nairobi Handel und Mobilität ausbauen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Framaphosa-gleitet-in-naechste-krise-migration-wird-streitfall-beim-staatsbesuch%2F&amp;action_name=Ramaphosa%20gleitet%20in%20n%C3%A4chste%20Krise%3A%20Migration%20wird%20Streitfall%20beim%20Staatsbesuch&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ramaphosa-gleitet-in-naechste-krise-migration-wird-streitfall-beim-staatsbesuch/">Ramaphosa gleitet in nächste Krise: Migration wird Streitfall beim Staatsbesuch</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Südafrika will Gesandte in afrikanische Staaten und weitere Länder schicken, um die wachsenden Spannungen um Migration diplomatisch aufzugreifen. Die Ankündigung machte Präsident Cyril Ramaphosa am Donnerstag nach Gesprächen mit Kenias Präsident William Ruto in Pretoria.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatsbesuch sollte die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Südafrika und Kenia vertiefen. Zugleich rückte die Migrationsfrage in den Mittelpunkt, die Südafrika innenpolitisch belastet und zunehmend auch seine Beziehungen zu anderen afrikanischen Staaten berührt.</p>



<h2 id="h-ramaphosa-sucht-gesprach-uber-migration" class="wp-block-heading"><span id="ramaphosa-sucht-gespraech-ueber-migration">Ramaphosa sucht Gespräch über Migration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa sagte nach den bilateralen Gesprächen in den Union Buildings, er habe mit Ruto über Migration gesprochen. Diese Herausforderung betreffe nicht nur Südafrika, sondern viele Länder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe Präsident Ruto gesagt, dass Südafrikaner nicht fremdenfeindlich sind“, erklärte Ramaphosa. Auf Nachfrage kündigte er eine breitere diplomatische Initiative an. „Es wird Gesandte geben, die in afrikanische Länder und in die ganze Welt reisen, um diese Migrationsfrage anzugehen, mit der wir konfrontiert sind.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/fremdenfeindlichkeit-in-suedafrika-eskaliert-nigeria-reagiert-auf-zwei-getoetete-staatsbuerger/" type="post" id="27059">Damit machte Pretoria deutlich, dass Migration nicht nur als innenpolitisches Thema behandelt werden soll. </a>In Südafrika haben Proteste gegen irreguläre Migranten in Provinzen wie Gauteng und KwaZulu-Natal wiederholt Aufmerksamkeit ausgelöst. Zugleich sieht sich das Land als Befürworter afrikanischer Integration, stärkerer Mobilität und engerer Zusammenarbeit auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ghana-warnt-wegen-fremdenfeindlichkeit-vor-reisen-nach-suedafrika/" type="post" id="27818">Außenminister Ronald Lamola zog eine klare Grenze zwischen irregulärer Migration und Fremdenfeindlichkeit.</a> „Südafrikaner sind gastfreundliche und friedliebende Menschen, die mit allen auf dem Kontinent zusammenarbeiten wollen“, sagte Lamola. „Die Herausforderung, mit der wir umgehen, ist irreguläre Migration.“</p>



<h2 id="h-kenia-und-sudafrika-unterzeichnen-sechs-abkommen" class="wp-block-heading"><span id="kenia-und-suedafrika-unterzeichnen-sechs-abkommen">Kenia und Südafrika unterzeichnen sechs Abkommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa und Ruto beobachteten während des Staatsbesuchs die Unterzeichnung von sechs Absichtserklärungen. Sie betreffen Handelserleichterungen, maritime Zusammenarbeit, technische und berufliche Bildung, Gleichstellung und Frauenförderung, Kunst und Kultur sowie Sport.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarungen sollen die seit 2007 bestehende Gemeinsame Kooperationskommission in einen strategischen Partnerschaftsrahmen überführen. Beide Regierungen wollen damit die Beziehungen zwischen zwei der einflussreichsten Volkswirtschaften Afrikas institutionell aufwerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia ist Südafrikas wichtigster Handelspartner in Ostafrika. Südafrikanische Banken, Einzelhändler, Telekommunikationsunternehmen und Finanzinstitute sind in Kenia präsent. Nairobi gilt zugleich als Zugang zu ostafrikanischen Märkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto verwies auf einen Anstieg des bilateralen Handels von 590 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 auf 650 Millionen US-Dollar im Jahr 2025. Das entspreche einem Plus von 60 Millionen US-Dollar oder mehr als zehn Prozent innerhalb eines Jahres. „Diese Dynamik muss nicht nur erhalten, sondern beschleunigt werden“, sagte der kenianische Präsident.</p>



<h2 id="h-handelshemmnisse-bleiben-thema" class="wp-block-heading"><span id="handelshemmnisse-bleiben-thema">Handelshemmnisse bleiben Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Präsidenten sprachen sich für stärkere afrikanische Wertschöpfungsketten, mehr Investitionen und eine engere Zusammenarbeit im Rahmen der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone aus. Ramaphosa nannte eine ausgewogenere und für beide Seiten vorteilhafte Wirtschaftspartnerschaft als Ziel. Sie solle auf Investitionen, industrieller Zusammenarbeit, Technologietransfer und Produktion beruhen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-27940 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-1024x1024.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-1536x1536.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-800x800.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS-1160x1160.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ-MJAdXkAA_-WS.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ruto benannte bestehende Hindernisse direkt. „Wir erkennen an, dass reale Hindernisse weiterhin bestehen, darunter Zölle und nichttarifäre Handelshemmnisse, begrenzter Marktzugang und regulatorische Beschränkungen“, sagte er. Die Handelsminister beider Länder seien angewiesen worden, diese Barrieren abzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen machten deutlich, dass die politische Unterstützung für afrikanische Integration nicht automatisch zu offenen Märkten führt. Unternehmen stoßen weiterhin auf unterschiedliche Regeln, Marktzugangsbeschränkungen und Verwaltungshemmnisse.</p>
</div></div>



<h2 id="h-mobilitat-zwischen-integration-und-innenpolitischem-druck" class="wp-block-heading"><span id="mobilitaet-zwischen-integration-und-innenpolitischem-druck">Mobilität zwischen Integration und innenpolitischem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage der Bewegungsfreiheit prägte den Auftritt beider Präsidenten. Ruto verteidigte die visafreie Regelung zwischen Kenia und Südafrika. Sie habe Tourismus, Handel und kulturellen Austausch gestärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des kenianischen Präsidenten wurden 2025 insgesamt 58.000 Einreisen aus Kenia nach Südafrika registriert. Seit der Lockerung der Visabestimmungen sei der kenianische Tourismus nach Südafrika um fast 19 Prozent gestiegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist ein überzeugender Beleg dafür, dass die Bewegung von Menschen über Grenzen hinweg, wenn sie wirksam gesteuert wird, gemeinsamen Wohlstand schaffen, Beziehungen zwischen Staaten stärken und konkrete Vorteile für alle bringen kann“, sagte Ruto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte zugleich die Spannung zwischen wirtschaftlicher Öffnung und innenpolitischem Druck in Südafrika. Während beide Regierungen Mobilität als Teil wirtschaftlicher Integration beschrieben, sah sich Ramaphosa veranlasst, gegenüber Ruto ausdrücklich zu betonen, Südafrikaner seien nicht fremdenfeindlich.</p>



<h2 id="h-gemeinsame-linie-in-globalen-fragen" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsame-linie-in-globalen-fragen">Gemeinsame Linie in globalen Fragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa und Ruto stellten ihre Zusammenarbeit auch in den größeren Zusammenhang einer sich verändernden Weltordnung. Beide Präsidenten betonten Multilateralismus, afrikanische Interessen in internationalen Institutionen und die Rolle afrikanischer Staaten bei der Lösung von Konflikten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-stellt-afrikanische-union-offen-infrage/">Ruto sagte, die Weltordnung verändere sich, Gewissheiten stünden infrage und multilaterale Institutionen würden stärker hinterfragt.</a> „Wir bitten nicht darum, in die Architektur anderer aufgenommen zu werden. Wir behaupten unseren rechtmäßigen Platz unter den Architekten der neuen globalen Ordnung“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kenianische Präsident verwies auf die Aufnahme der Afrikanischen Union in die G20 und lobte Südafrikas Rolle in der Gruppe. Er kündigte an, bei seinem Besuch des G7-Gipfels in Frankreich dieselben afrikanischen Prioritäten zu vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa wies Spekulationen zurück, Südafrika und Kenia stünden in unterschiedlichen geopolitischen Lagern. „Das stimmt einfach nicht“, sagte er. Wenn Ruto beim G7-Gipfel spreche, werde er die Interessen Afrikas vertreten. „Wir haben uns entschieden, keine Zuschauer zu sein. Und wir haben uns auch entschieden, nicht still zu sein“, sagte Ramaphosa.</p>



<h2 id="h-afrikanisches-kapital-und-gesundheitssicherheit" class="wp-block-heading"><span id="afrikanisches-kapital-und-gesundheitssicherheit">Afrikanisches Kapital und Gesundheitssicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto sprach sich dafür aus, afrikanische Entwicklungsprojekte stärker mit afrikanischem Kapital zu finanzieren. Pensionsfonds, Versicherungen, Banken und Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen sollten eine größere Rolle beim Bau von Energieanlagen, Verkehrswegen und industriellen Strukturen übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir schauen nicht nur darauf, was wir mit anderen tun können“, sagte Ruto. „Wir schauen auch darauf, was wir selbst tun können.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Vorbereitung auf Ebola-Ausbrüche kam zur Sprache. Ruto verteidigte Kenias Entscheidung, Isolationskapazitäten einzurichten, nachdem es Sorgen über Ausbrüche im Osten der Demokratischen Republik Kongo gegeben hatte. Ramaphosa teilte mit, Südafrika habe fünf Millionen US-Dollar an die Afrikanischen Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention gezahlt, um die kontinentalen Bemühungen gegen Ebola zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatsbesuch umfasste neben Migration und Handel auch Fragen der regionalen Sicherheit. Südafrika und Kenia verweisen auf ihre diplomatischen Rollen bei Konflikten im Sudan, im Südsudan und im Osten der Demokratischen Republik Kongo.</p>
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		<item>
		<title>Schüsse in Mogadischu: Somalias Wahlstreit eskaliert</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/schuesse-in-mogadischu-somalias-wahlstreit-eskaliert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 23:01:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[IGAD]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Schwere Schusswechsel in Mogadischu: Der Streit über Somalias Wahlprozess und die verlängerte Amtszeit von Präsident Hassan Sheikh Mohamud ist eskaliert. UN und IGAD warnen vor neuer Instabilität.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fschuesse-in-mogadischu-somalias-wahlstreit-eskaliert%2F&amp;action_name=Sch%C3%BCsse%20in%20Mogadischu%3A%20Somalias%20Wahlstreit%20eskaliert&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Schwere Schusswechsel zwischen Regierungskräften und bewaffneten Oppositionsanhängern haben Mogadischu erfasst und den Streit über die verlängerte Amtszeit von Präsident Hassan Sheikh Mohamud verschärft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-was-passiert-in-somalia/" type="post" id="11632">Die Opposition wirft dem Präsidenten vor, nach dem Ende seiner Amtszeit am 15. Mai unrechtmäßig im Amt geblieben zu sein.</a> Die Regierung spricht dagegen von einem Sicherheitseinsatz gegen bewaffnete Gruppen, die Angriffe in Teilen der Hauptstadt verübt hätten.</p>



<h2 id="h-regierung-und-opposition-machen-sich-gegenseitig-verantwortlich" class="wp-block-heading"><span id="regierung-und-opposition-machen-sich-gegenseitig-verantwortlich">Regierung und Opposition machen sich gegenseitig verantwortlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In mehreren Vierteln Mogadischus waren nach Angaben von Bewohnern über Stunden Schüsse zu hören. Die somalische Polizei erklärte, sie führe eine groß angelegte Sicherheitsoperation gegen „schwer bewaffnete Milizen“ durch, die in einigen Gebieten Mörserangriffe gestartet hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Premierminister Hassan Ali Khaire erklärte auf X, er sei von Regierungskräften angegriffen worden, während er mit anderen Oppositionsvertretern friedliche Demonstrationen vorbereitet habe. „Die Verantwortung für alle Opfer oder Schäden, die aus diesem Vorfall entstehen, liegt bei dem Präsidenten, dessen Amtszeit abgelaufen ist“, schrieb Khaire.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er bezeichnete den Angriff als schweren Eingriff in die verfassungsmäßigen Rechte somalischer Bürgerinnen und Bürger und als Versuch, friedliche Versammlungen zu unterdrücken. Angaben zu möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor. Präsident Hassan Sheikh Mohamud äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu den Vorwürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der frühere Präsident Sharif Sheikh Ahmed erklärte, die Gewalt werde die angekündigten Proteste nicht stoppen. „Wenn der Präsident und seine Soldaten glauben, dass wir Angst haben oder fliehen werden, werden wir nicht weglaufen“, schrieb er auf X.</p>



<h2 id="h-streit-uber-amtszeit-und-wahlordnung" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-amtszeit-und-wahlordnung">Streit über Amtszeit und Wahlordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-mohamud-kuendigt-die-ersten-wahlen-seit-57-jahren-an/" type="post" id="20204">Auslöser der politischen Eskalation ist der Streit über die Amtszeit des Präsidenten und den weiteren Wahlprozess.</a> Mohamuds Mandat endete am 15. Mai, wurde aber um ein Jahr verlängert. Die Opposition hält diesen Schritt für verfassungswidrig und rief für Donnerstag zu Protesten auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ablauf der Amtszeit hatten Regierung und Opposition Gespräche aufgenommen, konnten sich jedoch nicht einigen. Der Konflikt knüpft an tiefere Auseinandersetzungen über Verfassungsänderungen, Wahlregeln und Regierungsreformen an.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="726" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Hassan_Sheikh_Mohamud_2022_portrait.jpg" alt="" class="wp-image-27935 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Hassan_Sheikh_Mohamud_2022_portrait.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Hassan_Sheikh_Mohamud_2022_portrait-300x227.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Hassan_Sheikh_Mohamud_2022_portrait-768x581.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Hassan_Sheikh_Mohamud_2022_portrait-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Hassan_Sheikh_Mohamud_2022_portrait-380x287.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Hassan_Sheikh_Mohamud_2022_portrait-800x605.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mohamud versucht, Somalia in Richtung allgemeiner demokratischer Wahlen zu führen. Bislang wählen Clanälteste die Abgeordneten des Parlaments, die anschließend den Präsidenten bestimmen. Eine landesweite Wahl nach dem Prinzip eine Person, eine Stimme fand in Somalia zuletzt 1969 statt. Das Land ist seit mehr als drei Jahrzehnten von Bürgerkrieg, Staatszerfall und Gewalt geprägt.</p>
</div></div>



<h2 id="h-verteidigungsminister-erhebt-vorwurfe-gegen-opposition" class="wp-block-heading"><span id="verteidigungsminister-erhebt-vorwuerfe-gegen-opposition">Verteidigungsminister erhebt Vorwürfe gegen Opposition</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Verteidigungsminister Ahmed Moallim Fiqi warf oppositionellen Politikern vor, einen Angriff auf die föderale Regierung zu unterstützen. In einer auf Facebook veröffentlichten Stellungnahme behauptete er, einige Oppositionsführer arbeiteten mit ausländischen Akteuren zusammen, die somalische Institutionen schwächen und laufende Reformen stören wollten. Belege oder konkrete Staaten nannte er nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fiqi erklärte, die Sicherheitskräfte hätten die Gewalt in der Hauptstadt weitgehend eingedämmt. Er warnte vor Versuchen, die Regierung mit bewaffneten Mitteln herauszufordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister verglich die beteiligten bewaffneten Gruppen mit den <a href="https://fokus-afrika.de/usa-verschaerfen-sudan-sanktionen-und-fordern-abzug-von-kolumbianischen-soeldnern/" type="post" id="26669">Rapid Support Forces</a> im Sudan, die seit 2023 gegen die sudanesische Armee kämpfen. „Einige haben versucht, ihre Aktivitäten unter dem Banner von Protesten oder Clan-Mobilisierung zu tarnen, aber ihr Ziel ist es, den somalischen Staat zu schwächen“, erklärte Fiqi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich rief er junge Männer, die an den Kämpfen beteiligt seien, dazu auf, sich zu ergeben und den nationalen Sicherheitskräften anzuschließen.</p>



<h2 id="h-vereinte-nationen-und-igad-warnen-vor-neuer-instabilitat" class="wp-block-heading"><span id="vereinte-nationen-und-igad-warnen-vor-neuer-instabilitaet">Vereinte Nationen und IGAD warnen vor neuer Instabilität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen zeigten sich alarmiert über die Gewalt in Mogadischu. UN-Generalsekretär António Guterres rief alle Beteiligten auf, Gespräche wieder aufzunehmen, Zivilisten und zivile Infrastruktur zu schützen und politische Differenzen durch Dialog zu lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergangsmission der Vereinten Nationen in Somalia, UNTMIS, verwies auf die Krise von 2021. Damals hatten Streitigkeiten über den Wahlfahrplan zu einer politischen Blockade, bewaffneten Auseinandersetzungen in Teilen Mogadischus und Sorgen vor einer weiteren Destabilisierung geführt. „Die Lehren von 2021 sollten nicht vergessen werden“, erklärte die Mission.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/igad-generalsekretaer-auf-offizieller-visite-in-somalia/" type="post" id="11029">Auch die Regionalorganisation IGAD verurteilte die Gewalt und forderte eine sofortige Deeskalation.</a> Ihr Exekutivsekretär Workneh Gebeyehu rief die politischen Akteure Somalias auf, die Interessen der Bevölkerung über politische Rivalitäten zu stellen und Streitfragen durch Dialog und Konsens zu lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Botschaft in Mogadischu bezeichnete die Gewalt als „rücksichtslos“. Führende Akteure aller Seiten trügen Verantwortung dafür, Stabilität zu bewahren und Differenzen friedlich beizulegen. Auch Großbritannien rief zur Zurückhaltung auf.</p>



<h2 id="h-politische-krise-trifft-laufenden-kampf-gegen-al-shabaab" class="wp-block-heading"><span id="politische-krise-trifft-laufenden-kampf-gegen-al-shabaab">Politische Krise trifft laufenden Kampf gegen Al-Shabaab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/regional-prasident-mobilisiert-krafte-zur-sicherstellung-der-hauptroute-gegen-al-shabaab/" type="post" id="11167">Die Eskalation fällt in eine Phase, in der Somalia weiterhin militärisch gegen die islamistische Miliz Al-Shabaab vorgeht. </a>Die Gruppe kontrolliert trotz wiederholter Offensiven weiterhin Gebiete und verübt Anschläge gegen staatliche Ziele, Sicherheitskräfte und Zivilisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Partner unterstützen Somalia seit Jahren beim Aufbau staatlicher Institutionen, bei Sicherheitsreformen und bei der Stabilisierung des Landes. Die Auseinandersetzung zwischen Regierung und Opposition verschärft den Druck auf ein politisches System, das zugleich Reformen, Wahlfragen und Sicherheitsoperationen bewältigen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weder die Bundesregierung noch die Oppositionsgruppen reagierten zunächst öffentlich auf die jüngsten Appelle der Vereinten Nationen und der IGAD. Diplomatische Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Gespräche liefen weiter, nachdem die vorherige Gesprächsrunde am 15. Mai ohne Einigung geendet hatte.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tiani in Ankara: Türkei und Niger vertiefen Partnerschaft in Sicherheit und Handel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 22:13:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Tiani in Ankara: Niger und die Türkei bauen ihre Partnerschaft aus. Im Zentrum stehen Sicherheit, Handel, Bildung und Gesundheit – mit besonderem Blick auf die Sahelzone.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel%2F&amp;action_name=Tiani%20in%20Ankara%3A%20T%C3%BCrkei%20und%20Niger%20vertiefen%20Partnerschaft%20in%20Sicherheit%20und%20Handel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel/">Tiani in Ankara: Türkei und Niger vertiefen Partnerschaft in Sicherheit und Handel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Niger und die Türkei haben in Ankara mehrere Abkommen zur Vertiefung ihrer Zusammenarbeit in Handel, Hochschulbildung, Gesundheit und Diplomatie unterzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarungen folgten auf Gespräche zwischen dem <a href="https://fokus-afrika.de/10-jahre-militaerische-uebergangszeit-in-niger-moeglich/">nigrischen Staatschef Abdourahamane Tiani</a> und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Präsidentenkomplex in Ankara. Beide Seiten rückten dabei auch die Zusammenarbeit in Verteidigung, Sicherheit, Energie, Bergbau, Investitionen und Landwirtschaft in den Vordergrund.</p>



<h2 id="h-ankara-setzt-auf-langfristige-zusammenarbeit-mit-niger" class="wp-block-heading"><span id="ankara-setzt-auf-langfristige-zusammenarbeit-mit-niger">Ankara setzt auf langfristige Zusammenarbeit mit Niger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erdoğan bezeichnete Niger als „freundliches und brüderliches Land“, mit dem die Türkei historische Beziehungen in Afrika verbinde. Die Gespräche hätten den Willen beider Seiten bestätigt, die Beziehungen „in jedem Bereich“ auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir bauen unsere Beziehungen zu afrikanischen Ländern auf der Grundlage gleichberechtigter Partnerschaft, gegenseitigen Respekts und von Win-win-Prinzipien weiter aus“, sagte Erdoğan bei der gemeinsamen Pressekonferenz. Die Türkei sehe diese Beziehungen nicht nur als Handels- und Wirtschaftsbeziehungen, sondern als langfristige Zusammenarbeit in Bereichen wie Sicherheit, Bildung, Kultur und Verkehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wird ein gemeinsamer Wirtschafts- und Handelsausschuss eingerichtet werden. Er soll Investitionen und den Austausch zwischen beiden Ländern fördern. Ankara und Niamey hätten zudem die Investitionsmöglichkeiten in Niger erörtert.</p>



<h2 id="h-sicherheit-und-sahel-stehen-im-zentrum" class="wp-block-heading"><span id="sicherheit-und-sahel-stehen-im-zentrum">Sicherheit und Sahel stehen im Zentrum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitszusammenarbeit nahm in Ankara breiten Raum ein. Erdoğan erklärte, die Türkei stehe an der Seite befreundeter Länder im Kampf gegen terroristische Organisationen, die besonders in der Sahelzone Instabilität verursachten. <a href="https://fokus-afrika.de/wer-finanziert-die-terrorismusbekaempfung/" type="post" id="25314">Er würdigte den Anti-Terror-Kampf der nigrischen Sicherheitskräfte unter Tiani.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten hätten Möglichkeiten engerer Zusammenarbeit in militärischer Ausbildung und Nachrichtendiensten besprochen. Ankara sei bereit, seine Erfahrungen in diesen Bereichen zu teilen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="789" height="550" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg" alt="" class="wp-image-27931 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg 789w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-380x265.jpg 380w" sizes="(max-width: 789px) 100vw, 789px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tiani hob nach Angaben der nigrischen Nachrichtenagentur ANP die türkische Unterstützung im Sicherheitsbereich hervor. Türkische Ausrüstung trage heute zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten Nigers gegen die terroristische Bedrohung bei, sagte der nigrische Staatschef.</p>
</div></div>



<h2 id="h-bildung-und-gesundheit-als-sichtbare-pfeiler-der-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="bildung-und-gesundheit-als-sichtbare-pfeiler-der-beziehungen">Bildung und Gesundheit als sichtbare Pfeiler der Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Sicherheit und Handel verwiesen beide Präsidenten auf bestehende türkische Projekte in Niger. Erdoğan nannte die Arbeit der Türkischen Maarif-Stiftung in Niamey. Mehr als 1.700 Schülerinnen und Schüler besuchen demnach die zwölf Schulen der Stiftung in der nigrischen Hauptstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem studieren fast 500 nigrische Studierende an Universitäten in der Türkei, darunter rund 300 mit türkischen Stipendien. Tiani verwies ebenfalls auf die Rolle der Maarif-Stiftung und auf das Türkei-Niger-Freundschaftskrankenhaus als Beispiele für die Zusammenarbeit im Bildungs- und Gesundheitsbereich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch in Ankara war Tianis erster offizieller Besuch außerhalb Afrikas. Tiani war bereits am Mittwoch in der türkischen Hauptstadt eingetroffen. Begleitet wurde er von einer Regierungsdelegation, der unter anderem die Minister für Verteidigung, Gesundheit, Ausrüstung und Infrastruktur, Bergbau, Außenbeziehungen, Wirtschaft und Finanzen, Landwirtschaft, Energie sowie Handel und Industrie angehörten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tansania weist EU-Druck zurück und vertieft Beziehungen zu Russland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tansania-weist-eu-druck-zurueck-und-vertieft-beziehungen-zu-russland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 12:21:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Tansania steht zwischen Brüssel und Moskau: Während EU-Ausschüsse Entwicklungsfinanzierung infrage stellen, setzt Präsidentin Samia in Russland auf Technologie, Industrie und neue Partnerschaften.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftansania-weist-eu-druck-zurueck-und-vertieft-beziehungen-zu-russland%2F&amp;action_name=Tansania%20weist%20EU-Druck%20zur%C3%BCck%20und%20vertieft%20Beziehungen%20zu%20Russland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Tansania hat eine Ausschussabstimmung im Europäischen Parlament über Entwicklungsfinanzierung zurückgewiesen und gleichzeitig seine Zusammenarbeit mit Russland deutlich ausgeweitet. Während Ausschüsse des Europäischen Parlaments Einwände gegen ein EU-Programm im Umfang von rund 156 Millionen Euro erhoben, traf Präsidentin Samia Suluhu Hassan in Moskau den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die beiden Entwicklungen zeigen, wie Dar es Salaam außenpolitisch zwischen Brüssel und Moskau eigene Spielräume nutzt.</p>



<h2 id="h-eu-ausschusse-stellen-entwicklungsfinanzierung-infrage" class="wp-block-heading"><span id="eu-ausschuesse-stellen-entwicklungsfinanzierung-infrage">EU-Ausschüsse stellen Entwicklungsfinanzierung infrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschüsse für Auswärtige Angelegenheiten und Entwicklung des Europäischen Parlaments stimmten mit 81 Stimmen bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen für einen Einspruch gegen die Finanzierung eines EU-Jahresaktionsplans für Tansania. Der Plan umfasst rund 156 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschüsse fordern die Europäische Kommission auf, den Entwurf zurückzuziehen. Der Einspruch richtet sich gegen eine überarbeitete Fassung eines Programms, das bereits im November 2025 auf Widerstand im Parlament gestoßen war. Damals hatte die Kommission den Annahmeprozess ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beschluss der Ausschüsse beendet das Verfahren nicht. Damit der Einspruch die Finanzierung formell stoppt, muss das Plenum des Europäischen Parlaments noch darüber entscheiden. Dort sitzen mehr als 700 Abgeordnete.</p>



<h2 id="h-dar-es-salaam-spricht-von-internem-eu-verfahren" class="wp-block-heading"><span id="dar-es-salaam-spricht-von-internem-eu-verfahren">Dar es Salaam spricht von internem EU-Verfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das tansanische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und ostafrikanische Zusammenarbeit reagierte noch am selben Tag mit einer Erklärung. Die Abstimmung sei Teil interner Entscheidungsabläufe des Europäischen Parlaments. Bisher hätten nur zwei Ausschüsse über die Vorschläge zu Tansania beraten und abgestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung betonte, das Verfahren sei nicht abgeschlossen. Ausschussbeschlüsse müssten zunächst dem Plenum des Europäischen Parlaments vorgelegt werden. Deshalb stelle die Abstimmung keine endgültige Position des Europäischen Parlaments dar.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="zxx" dir="ltr"><a href="https://t.co/Y1XtbbwPkH">pic.twitter.com/Y1XtbbwPkH</a></p>— MFA Tanzania (@mfa_tanzania) <a href="https://x.com/mfa_tanzania/status/2062383256381640816?ref_src=twsrc%5Etfw">June 4, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-tansania-washington-prueft-die-bilateralen-beziehungen/" type="post" id="22669">Dar es Salaam wies zudem darauf hin, dass Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Partnerstaaten über die Europäische Kommission geführt würden.</a> Empfehlungen parlamentarischer Ausschüsse seien nicht als direkte Entscheidung über die Zukunft der Beziehungen zwischen Tansania und der EU zu verstehen.</p>



<h2 id="h-streit-um-wahlen-und-menschenrechte" class="wp-block-heading"><span id="streit-um-wahlen-und-menschenrechte">Streit um Wahlen und Menschenrechte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wahlunruhen-in-tansania-ausnahmezustand-internetsperre-und-massenproteste/" type="post" id="21362">Die Einwände im Europäischen Parlament stehen im Zusammenhang mit der politischen Lage nach den Wahlen vom 29. Oktober 2025.</a> In dem Entwurf wird auf eine nationale Untersuchungskommission verwiesen, die am 23. April 2026 mindestens 518 Tote im Umfeld der Wahlgewalt anerkannt habe. Zugleich kritisieren die Ausschüsse, dass Verantwortliche nicht benannt und die Ergebnisse nicht veröffentlicht worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschüsse führen außerdem an, dass Tansania im Mai 2026 einen Besuch einer Delegation des Unterausschusses für Menschenrechte des Europäischen Parlaments abgelehnt habe. Zudem habe die Regierung zentrale Forderungen früherer Entschließungen des Parlaments nicht erfüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tansania-vor-den-wahlen-2025-praesidentin-samia-suluhu-hassan-will-erste-wahl-gewinnen/" type="post" id="21021">Ein weiterer Punkt betrifft Oppositionsführer Tundu Lissu, den Vorsitzenden von Chadema. Er sitzt seit mehr als einem Jahr in Haft.</a> Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe können nach Darstellung des Europäischen Parlaments mit der Todesstrafe verbunden sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tansanische Regierung erklärte dagegen, die Beziehungen zur Europäischen Union blieben stark und entwickelten sich weiter. Beide Seiten verfügten über etablierte Mechanismen für Konsultation und Dialog. Tansania bleibe daran interessiert, die langjährige Partnerschaft mit der EU im Interesse gemeinsamer Entwicklungsziele zu stärken.</p>



<h2 id="h-samia-und-putin-setzen-auf-technologie-und-industrie" class="wp-block-heading"><span id="samia-und-putin-setzen-auf-technologie-und-industrie">Samia und Putin setzen auf Technologie und Industrie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Debatte in Brüssel führte Präsidentin Samia Suluhu Hassan im Kreml Gespräche mit Wladimir Putin. Der russische Präsident empfing sie zu einem Staatsbesuch in Moskau. Nach Angaben des Kremls begannen die Gespräche in kleiner Runde und wurden anschließend in erweitertem Format fortgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Putin verwies auf den 65. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und Tansania. Er bezeichnete Samias Reise als positives Signal und hob hervor, dass sie Russland als Ziel ihrer ersten Auslandsreise nach der Amtseinführung gewählt habe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="631" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-1024x631.jpeg" alt="" class="wp-image-27921 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-1024x631.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-300x185.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-768x474.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-380x234.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-800x493.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-1160x715.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche deckten ein breites Spektrum ab. Dazu gehörten Energie, geologische Erkundung, Transport und Logistik, Gesundheitswesen, Bildung sowie internationale und regionale Fragen. Putin sagte, der bilaterale Handel sei im vergangenen Jahr um etwa 20 bis 25 Prozent gewachsen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-von-politischer-solidaritat-zu-wirtschaftsprojekten" class="wp-block-heading"><span id="von-politischer-solidaritaet-zu-wirtschaftsprojekten">Von politischer Solidarität zu Wirtschaftsprojekten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tansanische Regierungsangaben stellen den Besuch als neuen Abschnitt in den Beziehungen zu Russland dar. Im Mittelpunkt stehen demnach Technologietransfer, Industrialisierung, digitale Entwicklung und Innovation. Dar es Salaam will die Kooperation stärker auf konkrete Projekte, Investitionen und Ausbildung ausrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche knüpfen zugleich an die Geschichte der Beziehungen an. Tansanias Gründungspräsident Julius Nyerere hatte 1969 die damalige Sowjetunion besucht. Samia erinnerte in Moskau an die russische Unterstützung für afrikanische Befreiungsbewegungen in den 1960er Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Agenda unterscheidet sich von früheren Phasen, die stärker durch politische Solidarität geprägt waren. Tansania setzt heute auf industrielle Kapazitäten, Wertschöpfung, technisches Wissen und wirtschaftliche Modernisierung.</p>



<h2 id="h-kunstliche-intelligenz-gesundheit-und-bergbau" class="wp-block-heading"><span id="kuenstliche-intelligenz-gesundheit-und-bergbau">Künstliche Intelligenz, Gesundheit und Bergbau</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach tansanischen Angaben sollen gemeinsame Projekte in Bereichen wie künstlicher Intelligenz, digitalen Technologien, E-Government, Energie, Gesundheitswesen, Bildung, Landwirtschaft, Bergbau und Transport vorangetrieben werden. Auch Raumfahrtwissenschaft und wissenschaftliche Kooperation wurden genannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-1024x632.jpeg" alt="" class="wp-image-27920 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-1024x632.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-300x185.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-768x474.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-1536x948.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-380x234.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-800x494.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-1160x716.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS.jpeg 1880w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Samia betonte Investitionsmöglichkeiten in Landwirtschaft, Düngemittelproduktion und wertschöpfenden Industrien. Tansania sei bereit, praktische Zusammenarbeit in produktiven Sektoren zu vertiefen. Sie sprach auch von Partnern, die Industrialisierung, Innovation und Qualifizierung junger Menschen beschleunigen könnten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gesundheitsbereich ging es um pharmazeutische Produktion, Impfstoffherstellung und Ausbildung medizinischer Fachkräfte. Im Bildungsbereich sollen Stipendien, akademischer Austausch und Zusammenarbeit in Wissenschaft, Technologie und Ingenieurwesen ausgebaut werden.</p>



<h2 id="h-aussenpolitische-balance-unter-wachsendem-druck" class="wp-block-heading"><span id="aussenpolitische-balance-unter-wachsendem-druck">Außenpolitische Balance unter wachsendem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die zeitgleiche Entwicklung in Brüssel und Moskau fällt in eine Phase, in der Tansania seine internationalen Partnerschaften breiter aufstellt. Die EU bleibt ein bedeutender Entwicklungs- und Investitionspartner. Die Europäische Union, ihre Mitgliedstaaten, die Europäische Investitionsbank und europäische Entwicklungsbanken hatten ihre Investitionen in Tansania über zehn Jahre bis 2024 auf rund drei Milliarden Euro beziffert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland bietet Dar es Salaam zugleich politische Symbolik, technische Kooperation und neue wirtschaftliche Formate. Die Gespräche im Kreml richten sich auf Bereiche, in denen Tansania industrielle Eigenständigkeit und Qualifizierung stärken will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tansanische Regierung versucht, die EU-Abstimmung als laufenden parlamentarischen Prozess einzuordnen und zugleich die Beziehungen zu Brüssel nicht infrage zu stellen. In Moskau präsentierte sie sich als Partner für eine strategischere Zusammenarbeit mit Russland, die stärker auf Technologie, Industrie und Investitionen ausgerichtet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftansania-weist-eu-druck-zurueck-und-vertieft-beziehungen-zu-russland%2F&action_name=Tansania%20weist%20EU-Druck%20zur%C3%BCck%20und%20vertieft%20Beziehungen%20zu%20Russland&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tansania-weist-eu-druck-zurueck-und-vertieft-beziehungen-zu-russland/">Tansania weist EU-Druck zurück und vertieft Beziehungen zu Russland</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>JNIM-Blockaden bedrohen Westafrikas Handelsadern</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 12:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>JNIM trifft Mali nicht nur militärisch, sondern wirtschaftlich: Blockaden auf Handelsrouten gefährden Warenströme zwischen Sahel und Küstenstaaten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fjnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern%2F&amp;action_name=JNIM-Blockaden%20bedrohen%20Westafrikas%20Handelsadern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die dschihadistische Gruppe JNIM verschärft in Mali ihre Blockaden wichtiger Verkehrsachsen und gefährdet damit zentrale Handelsrouten zwischen den Küstenhäfen Westafrikas und den Sahelstaaten. Besonders betroffen ist der Korridor zwischen Dakar und Bamako, über den ein großer Teil des Handels zwischen Senegal und Mali läuft. Auch Routen über Côte d’Ivoire, Ghana, Togo und Benin geraten stärker in den Blick, weil sie für die Versorgung des zentralen Sahel mit Treibstoff, Lebensmitteln und Industrieprodukten wichtig sind.</p>



<h2 id="h-angriffe-in-mali-verscharfen-druck-auf-verkehrsachsen" class="wp-block-heading"><span id="angriffe-in-mali-verschaerfen-druck-auf-verkehrsachsen">Angriffe in Mali verschärfen Druck auf Verkehrsachsen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Die jüngste Eskalation geht auf koordinierte Angriffe vom 25. April zurück.</a> Die Jama’at Nusrat al-Islam wal Muslimin und die Azawad Liberation Front griffen mehrere Orte in Mali an, darunter Kati, Mopti, Sévaré, Gao und die Hauptstadt Bamako. Dabei gab es zahlreiche Opfer. <a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905">Auch Verteidigungsminister Sadio Camara wurde getötet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden reagierten mit einer Gegenoffensive. Dabei wurden mehrere Verdächtige festgenommen, darunter Zivilisten, aktive Soldaten und aus der Armee entlassene Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Tage nach Beginn der Angriffe verhängte JNIM eine Blockade gegen Bamako, vor allem auf westlichen Routen. Die Straße zwischen Kita und Bamako wurde dadurch stark beeinträchtigt. Hunderte Menschen saßen fest, die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser wurde erschwert.</p>



<h2 id="h-dakar-bamako-korridor-besonders-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="dakar-bamako-korridor-besonders-betroffen">Dakar-Bamako-Korridor besonders betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Blockaden treffen eine der wichtigsten Handelsachsen Westafrikas. Der Dakar-Bamako-Korridor verbindet den Hafen von Dakar mit der malischen Hauptstadt und ist für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a> wie Mali wirtschaftlich zentral. Mali war 2024 Senegals wichtigster Kunde und stand für 26,5 Prozent der senegalesischen Exporte. Das entsprach rund 802,8 Milliarden CFA-Franc oder etwa 1,42 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 beliefen sich die senegalesischen Exporte nach Mali demnach auf rund 662 Milliarden CFA-Franc. Die Angriffe in Westmali haben diesen Warenverkehr bereits seit 2024 spürbar belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen September und November 2025 registrierte der Hafen von Dakar täglich rund 120 blockierte Container mit Ziel Mali. Für Senegal bedeutete das geschätzte monatliche Verluste von 15 Milliarden CFA-Franc. Ende November 2025 saßen mehr als 2.000 Container in Dakar fest. Bis Februar 2026 blieben rund 4.000 leere Container in Bamako stecken, weil Fahrer die Rückfahrt nach Dakar aus Sicherheitsgründen mieden.</p>



<h2 id="h-mali-wird-bei-treibstoff-und-waren-getroffen" class="wp-block-heading"><span id="mali-wird-bei-treibstoff-und-waren-getroffen">Mali wird bei Treibstoff und Waren getroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Blockaden schwächen vor allem die Versorgung Malis. Betroffen sind Erdölprodukte, verarbeitete Waren, hydraulischer Zement und Lebensmittel. Gleichzeitig geraten Fahrer, Händler, Spediteure und Hafenakteure unter Druck, deren Einkommen vom regelmäßigen Warenverkehr abhängt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="739" height="416" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg" alt="" class="wp-image-25427 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg 739w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Seit September 2025 verfolgt JNIM nach Einschätzung des Institute for Security Studies eine Strategie, <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">die auf die Unterbrechung lebenswichtiger Lieferungen nach Mali und innerhalb des Landes zielt. </a>Die Gruppe greift besonders Treibstoffkonvois im Süden und Westen an. Dadurch wird nicht nur der nationale Handel Malis getroffen, sondern auch der regionale Austausch zwischen Sahel und Küstenstaaten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Küstenhäfen Westafrikas sind für die Binnenstaaten des Sahel zentrale Ein- und Ausgänge zum Weltmarkt. Straßenverbindungen von Dakar, Abidjan, Tema, Lomé und Cotonou zu den Hauptstädten im Sahel funktionieren dabei als wirtschaftliche Lebensadern. Viele dieser Korridore führen durch Gebiete, in denen JNIM operiert.</p>



<h2 id="h-auch-cote-d-ivoire-und-ghana-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="auch-cote-divoire-und-ghana-betroffen">Auch Côte d’Ivoire und Ghana betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Dakar-Bamako-Korridor rückt der Abidjan-Bamako-Korridor stärker in den Fokus. Mali blieb 2025 wichtigster Kunde <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/" type="category" id="68">Côte d’Ivoires</a> innerhalb der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion. Über diese Achse werden vor allem Erdölprodukte und Lebensmittel nach Mali geliefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Ende 2025 wurden rund 1,47 Millionen Tonnen Waren über den Abidjan-Bamako-Korridor transportiert. Auch diese Verbindung geriet in der Region Sikasso unter JNIM-Beschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Côte d’Ivoire ist zudem der wichtigste afrikanische Lieferant <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Fasos</a>. Geliefert werden vor allem Erdölprodukte, Strom und Düngemittel. Ein Teil der Importe nach Burkina Faso stammt aus Côte d’Ivoire, Ghana und Senegal oder wird durch diese Länder transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefahren für Händler zeigen sich auch außerhalb Malis. Am 14. Februar wurden sieben ghanaische Tomatenhändler bei einem JNIM-Angriff in Titao im Norden Burkina Fasos getötet. Der Vorfall verdeutlicht, dass die Sicherheitsrisiken entlang der Handelswege nicht auf Mali beschränkt sind.</p>



<h2 id="h-militarische-begleitung-soll-lieferungen-sichern" class="wp-block-heading"><span id="militaerische-begleitung-soll-lieferungen-sichern">Militärische Begleitung soll Lieferungen sichern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/niger-liefert-82-tanklastzuege-treibstoff-nach-mali-unter-aes-militaerschutz/" type="post" id="22251">Die malischen Behörden haben mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Versorgung zu stabilisieren. Dazu gehören militärisch begleitete Treibstoffkonvois</a>. Seit November kommen dadurch wöchentlich rund 200 bis 300 Tanklastwagen ins Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung unterzeichnete außerdem eine Vereinbarung mit malischen Erdölgruppen, um Zollverfahren zu beschleunigen. Zugleich wurde ein System eingeführt, das das Tanken begrenzen und den Schwarzmarkt eindämmen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus gibt es Versuche, die Lasten auf den Häfen von Dakar und Abidjan zu reduzieren, indem Handelsströme auf andere Häfen verlagert werden. Solche Umleitungen können kurzfristig Druck mindern, verändern aber nicht die grundlegende Verwundbarkeit der Straßenkorridore.</p>



<h2 id="h-regionale-zusammenarbeit-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="regionale-zusammenarbeit-unter-druck">Regionale Zusammenarbeit unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Blockaden machen sichtbar, wie eng die Sicherheitslage im Sahel mit der Wirtschaft der Küstenstaaten verbunden ist. Handelswege, Häfen, Zollabwicklung und Versorgungsketten hängen über Grenzen hinweg zusammen. Wird ein Korridor blockiert, trifft das nicht nur Mali, sondern auch Exporteure, Spediteure, Fahrer und Hafenbetriebe in den Nachbarstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institute for Security Studies verweist auf regionale Organisationen wie die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/" type="post_tag" id="451">Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten</a>, die Allianz der Sahelstaaten, den Conseil de l’Entente, die Mano River Union und die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion. Sie stehen vor der Aufgabe, die Ausweitung solcher Blockadetaktiken auf weitere Straßenverbindungen zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 25. April zeigen zugleich die Grenzen einer rein militärischen Antwort. JNIM und die Azawad Liberation Front konnten trotz eigener Unterschiede größere Operationen koordinieren. Zwischen Sahel- und Küstenstaaten bleibt eine vergleichbare sicherheitspolitische Abstimmung schwierig.</p>
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		<item>
		<title>Gabuns Präsident Oligui Nguema setzt auf Frankreich und lehnt US-Migrationsdeal ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gabuns-praesident-oligui-nguema-setzt-auf-frankreich-und-lehnt-us-migrationsdeal-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 23:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Gabuns Präsident Oligui Nguema setzt auf Paris, verweigert Washington ein Migrationsabkommen und verspricht: keine Dynastie Oligui.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgabuns-praesident-oligui-nguema-setzt-auf-frankreich-und-lehnt-us-migrationsdeal-ab%2F&amp;action_name=Gabuns%20Pr%C3%A4sident%20Oligui%20Nguema%20setzt%20auf%20Frankreich%20und%20lehnt%20US-Migrationsdeal%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Gabuns Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema hat einen Staatsbesuch in Frankreich angekündigt und die Beziehungen zu Paris als stabil bezeichnet. Das Interview mit <em>France 24</em> wurde am 3. Juni 2026 in Libreville veröffentlicht. Der Besuch in Frankreich ist nach seinen Angaben für den 20. Juli vorgesehen. Zugleich äußerte sich Oligui Nguema zu einem geplanten Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds, zur Aufnahme abgeschobener Migranten aus den USA, zur Sperrung sozialer Netzwerke und zur Frage einer möglichen politischen Dynastie.</p>



<h2 id="h-paris-und-libreville-suchen-normalitat" class="wp-block-heading"><span id="paris-und-libreville-suchen-normalitaet">Paris und Libreville suchen Normalität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema sagte, das Verhältnis zu Frankreich sei „auf dem besten Stand“. Mit Paris gebe es „kein Problem“. Der Präsident bestätigte, dass er am 20. Juli zu einem Staatsbesuch in Frankreich erwartet werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage fällt in eine Phase, in der mehrere frankophone Staaten Afrikas ihre Beziehungen zu Frankreich neu ordnen. Gabun stellt sich dabei nicht in eine Linie mit Staaten, die französische Militärpräsenz offen zurückgedrängt haben. Oligui Nguema sagte, Frankreich habe selbst darum gebeten, sich aus dem Camp de Gaulle zurückzuziehen. Gabun habe dem zugestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinen Angaben ist das Camp bereits an die gabunische Seite zurückgegeben worden. Künftig soll es als Ausbildungszentrum genutzt werden. Die französische Militärpräsenz werde auf rund 100 Soldaten für Ausbildung und Unterweisung reduziert. Der Name Camp de Gaulle solle verschwinden und durch einen gabunischen Namen ersetzt werden.</p>



<h2 id="h-rohstoffpolitik-und-eramet" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffpolitik-und-eramet">Rohstoffpolitik und Eramet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema verband die Beziehungen zu Frankreich auch mit der Rohstoffpolitik Gabuns. Im Zentrum steht der Mangansektor, in dem der französische Konzern Eramet eine wichtige Rolle spielt. Der Präsident sagte, es gebe eine Einigung über die Weiterverarbeitung von Mangan in Gabun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er sprach von einem Ende von Renten, Monopolen und Exklusivrechten in Verträgen. Gabun wolle Eramet nicht vertreiben, aber seine Partner diversifizieren. „Wir jagen Eramet nicht weg, wir jagen niemanden weg“, sagte Oligui Nguema sinngemäß. Entscheidend sei, dass Unternehmen die Verarbeitung im Land voranbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident bekräftigte den Zeitrahmen bis 2029. Sollte bis dahin keine Verarbeitung aufgebaut sein, werde unverarbeitetes Mangan nicht mehr exportiert. Gabun will damit mehr Wertschöpfung im eigenen Land halten und Arbeitsplätze schaffen.</p>



<h2 id="h-iwf-abkommen-soll-ende-des-jahres-kommen" class="wp-block-heading"><span id="iwf-abkommen-soll-ende-des-jahres-kommen">IWF-Abkommen soll Ende des Jahres kommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema kündigte außerdem ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds an. Gabun sei bereit, ein Programm mit dem IWF zu unterzeichnen. Die Unterzeichnung werde voraussichtlich gegen Ende des Jahres erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident begründete die Verzögerung mit einer Prüfung der Schuldenzahlen. Während der Übergangsphase seien unterschiedliche Angaben zur Staatsverschuldung aufgetaucht. Er habe deshalb eine Prüfung verlangt, um zu wissen, welche Zahlen er unterschreibe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur wirtschaftlichen Lage äußerte sich Oligui Nguema demonstrativ gelassen. Auf den Hinweis von <em>France 24</em>, die Afrikanische Entwicklungsbank rechne für Gabun mit einem Wachstum von 2,6 Prozent, sagte er, seine Wirtschaft stehe gut da. Zugleich verteidigte er seine Politik wirtschaftlicher Souveränität.</p>



<h2 id="h-stromversorgung-bleibt-innenpolitisches-thema" class="wp-block-heading"><span id="stromversorgung-bleibt-innenpolitisches-thema">Stromversorgung bleibt innenpolitisches Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Thema des Interviews war die Versorgung mit Wasser und Strom. Oligui Nguema räumte ein, dass die Probleme weiter bestehen. Er sagte, die Not der Gabunerinnen und Gabuner bewege ihn täglich.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="736" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-1024x736.jpeg" alt="" class="wp-image-27908 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-1024x736.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-300x215.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-768x552.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-1536x1103.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-380x273.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-800x575.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-1160x833.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach seinen Angaben wurden mehr als 800 Milliarden CFA-Franc in thermische Kraftwerke investiert. Einige Anlagen sollen bis Juli 2027 geliefert werden. Der Präsident kündigte an, dass Gabun dann die Probleme mit Stromunterbrechungen überwinden werde.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen betreffen eines der zentralen Alltagsthemen im Land. Viele Gabunerinnen und Gabuner erwarten nach der politischen Neuordnung konkrete Verbesserungen bei Energie, Infrastruktur und Versorgung.</p>



<h2 id="h-keine-aufnahme-abgeschobener-migranten-aus-den-usa" class="wp-block-heading"><span id="keine-aufnahme-abgeschobener-migranten-aus-den-usa">Keine Aufnahme abgeschobener Migranten aus den USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema bestätigte, dass die Regierung der Vereinigten Staaten Gabun gebeten habe, abgeschobene Migranten aufzunehmen. Er habe dies abgelehnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident sagte, er habe mit US-Präsident Donald Trump ein gutes persönliches Verhältnis. In dieser Frage seien beide Seiten aber nicht einig geworden. Gabun habe kein entsprechendes Abkommen unterzeichnet und sei nicht bereit, ein solches Abkommen zu schließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage fällt in eine breitere Debatte über Vereinbarungen zwischen Washington und afrikanischen Staaten zur Aufnahme abgeschobener Migranten. <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-nimmt-abgeschobene-westafrikaner-aus-den-usa-auf/" type="post" id="19835">Oligui Nguema nannte Ghana und Ruanda als Beispiele von Ländern, die solche Arrangements akzeptiert hätten.</a></p>



<h2 id="h-soziale-netzwerke-sollen-wieder-geoffnet-werden" class="wp-block-heading"><span id="soziale-netzwerke-sollen-wieder-geoeffnet-werden">Soziale Netzwerke sollen wieder geöffnet werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gabun-sperrt-soziale-netzwerke/" type="post" id="24957">Zur Sperrung sozialer Netzwerke sagte Oligui Nguema, die Maßnahme sei nicht von der Exekutive, sondern von der Hohen Kommunikationsbehörde verhängt worden.</a> Die Behörde sei autonom und unabhängig. Die Sperrung gelte seit Februar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gründe nannte der Präsident Beleidigungen, Verleumdungen und fehlende Ansprechpersonen großer Plattformbetreiber in Libreville. Zugleich bezeichnete er sich als Befürworter von Freiheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gabun-haelt-soziale-netzwerke-blockiert-netblocks-beziffert-milliardenverlust/" type="post" id="26879">Die sozialen Netzwerke sollen nach einer parlamentarischen Regelung wieder geöffnet werden. </a>Oligui Nguema kündigte an, dass bei Verstößen künftig Geldstrafen verhängt werden sollen. Eine „Hexenjagd“ wies er zurück.</p>



<h2 id="h-oligui-nguema-weist-dynastie-vorwurf-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="oligui-nguema-weist-dynastie-vorwurf-zurueck">Oligui Nguema weist Dynastie-Vorwurf zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Ende des Interviews schloss der Präsident eine Machtweitergabe innerhalb seiner Familie aus. Eine „Dynastie Oligui“ werde es nicht geben, sagte er. Er verwies auf die Verfassung, die während der Übergangsphase entstanden sei.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Nach seinen Angaben enthält die Verfassung eine Klausel, die nicht verändert werden dürfe. Sie betrifft die Begrenzung präsidialer Macht und die Frage direkter Nachfolge. Ein Kind eines Präsidenten könne seinem Vater nicht unmittelbar im Amt folgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema stellte sich damit ausdrücklich gegen das Modell der früheren Bongo-Herrschaft. Auf die Formulierung von <em>France 24</em>, es habe eine Dynastie Bongo gegeben und es werde keine Dynastie Oligui geben, antwortete er zustimmend: „Es wird keine Dynastie Oligui geben.“</p>



<h2 id="h-ali-bongo-ist-rehabilitiert-seine-familie-nicht" class="wp-block-heading"><span id="ali-bongo-ist-rehabilitiert-seine-familie-nicht">Ali Bongo ist rehabilitiert – seine Familie nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/nach-putsch-ali-bongo-kundigt-ruckzug-aus-der-politik-an/" type="post" id="11266">Dabei verwies der Präsident indirekt auf die letzten Jahre der Herrschaft von Ali Bongo Ondimba.</a> Der frühere Präsident hatte 2018 einen schweren Schlaganfall erlitten und war danach gesundheitlich stark eingeschränkt. In Gabun wurde in den folgenden Jahren zunehmend darüber diskutiert, wie handlungsfähig Ali Bongo noch war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema griff diese Debatte im Interview auf. Er sagte, in den letzten fünf Jahren der Bongo-Herrschaft hätten faktisch andere Personen regiert. <a href="https://fokus-afrika.de/ex-first-lady-sylvia-bongo-erhebt-foltervorwuerfe-gegen-die-regierung-gabuns/" type="post" id="25465">Gemeint seien insbesondere Ali Bongos Ehefrau Sylvia Bongo Ondimba und sein Sohn Noureddin Bongo Valentin. </a>Beide hätten erheblichen Einfluss auf politische Entscheidungen ausgeübt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sylvia Bongo und Noureddin Bongo wurden nach dem Militärputsch vom August 2023 festgenommen und später wegen Korruptions- und Veruntreuungsvorwürfen angeklagt. Die Familie weist die Vorwürfe zurück. Für viele Gabunerinnen und Gabuner symbolisierte die Entwicklung das Ende einer mehr als fünf Jahrzehnte dauernden Herrschaft der Familie Bongo über das zentralafrikanische Land.</p>
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			<media:title type="html">Gabuns Präsident Oligui Nguema setzt auf Frankreich und lehnt US-Migrationsdeal ab</media:title>
			<media:description type="html">Gabuns Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema kündigt einen Staatsbesuch in Frankreich an und äußert sich zu IWF, Migration, sozialen Netzwerken und politischer Nachfolge.</media:description>
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			<media:title type="html">HAuBtQ5bYAADnLR</media:title>
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		<title>Steinmeier wirbt im Saarland für offene Diplomatie</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/steinmeier-wirbt-im-saarland-fuer-offene-diplomatie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 23:13:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Steinmeier empfängt das Diplomatische Korps im Saarland und macht die Grenzregion zum Beispiel für Europas Stärke: Zusammenarbeit, Offenheit und wirtschaftlicher Wandel statt Abschottung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsteinmeier-wirbt-im-saarland-fuer-offene-diplomatie%2F&amp;action_name=Steinmeier%20wirbt%20im%20Saarland%20f%C3%BCr%20offene%20Diplomatie&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/steinmeier-wirbt-im-saarland-fuer-offene-diplomatie/">Steinmeier wirbt im Saarland für offene Diplomatie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat ausländischen Botschafterinnen und Botschaftern im Saarland ein deutsches Modell grenzüberschreitender Zusammenarbeit vorgestellt. Gemeinsam mit dem Diplomatischen Korps besuchte Steinmeier Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die Völklinger Hütte. In seiner Ansprache verband er die Transformation des Saarlands mit einem Plädoyer für Europa, offene Märkte und internationale Regeln.</p>



<h2 id="h-diplomatie-trifft-bundesland" class="wp-block-heading"><span id="diplomatie-trifft-bundesland">Diplomatie trifft Bundesland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise führte die in Deutschland tätigen Botschafterinnen und Botschafter sowie hochrangige Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen zunächst zum Elektrotechnikunternehmen Hager in Blieskastel. Anschließend besuchte die Delegation Forschungsinstitutionen auf dem Campus der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. In der Völklinger Hütte lud Steinmeier zu einem Mittagessen. Am Nachmittag stand das Porzellanunternehmen Villeroy und Boch in Mettlach auf dem Programm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier nutzte die Reise, um das Saarland als Beispiel für wirtschaftliche Erneuerung und europäische Verflechtung zu präsentieren. Das Bundesland profitiere vom europäischen Binnenmarkt, von grenzüberschreitender Kooperation und von Innovation in der Wirtschaft, sagte der Bundespräsident in Völklingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Unternehmen Hager verwies Steinmeier auf internationale Exportbeziehungen und die Zusammenarbeit mit Frankreich. Auf dem Campus der Universität des Saarlandes nannte er Forschung zu bioaktiven Materialien, künstlicher Intelligenz gegen Deepfakes und neuen Wirkstoffen gegen resistente Keime. Die Völklinger Hütte beschrieb er als Ort, an dem industrielle Vergangenheit und kulturelle Gegenwart sichtbar zusammentreffen.</p>



<h2 id="h-saarland-als-europaische-grenzregion" class="wp-block-heading"><span id="saarland-als-europaeische-grenzregion">Saarland als europäische Grenzregion</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundespräsident stellte das Saarland als Region dar, in der regionale Identität, deutsche Zugehörigkeit und europäisches Selbstverständnis zusammenfinden. „Hier im Saarland weiß man eben: Man kann aus vollem Herzen für das Saarland jubeln, Deutschland die Daumen drücken und dabei gleichzeitig ein glühender Europäer sein“, sagte Steinmeier.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er erinnerte an die besondere Geschichte des Saarlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Saarland war zunächst ein eigenständiges Protektorat unter französischem Einfluss, mit eigener Verfassung, eigener Währung und eigenem Außenhandel. 1955 stimmten die Saarländerinnen und Saarländer in einem Referendum über ihre Zukunft ab. 1957 trat das Saarland der Bundesrepublik Deutschland bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier griff diese Geschichte auf, um die heutige Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit zu betonen. Die Region trage Europa nicht als abstraktes Projekt, sondern im Alltag, an der Grenze und im Austausch mit Frankreich.</p>



<h2 id="h-warnung-vor-protektionismus" class="wp-block-heading"><span id="warnung-vor-protektionismus">Warnung vor Protektionismus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner <a href="https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2026/06/260603-ME-Diplo-Reise.html">Ansprache</a> verband Steinmeier die saarländische Erfahrung mit der internationalen Lage. Er sprach von einem „doppelten Epochenbruch“. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe mit Grundprinzipien europäischer Sicherheit gebrochen. Zugleich seien im transatlantischen Verhältnis Gewissheiten weggefallen, auf die Deutschland und Europa lange vertraut hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundespräsident sprach sich für militärische Stärke, aber auch für Partner, Regeln und Diplomatie aus. Sicherheit, Freiheit und Wohlstand seien keine Selbstverständlichkeit mehr.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="975" height="650" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/260603-Diplomatenausflug-2.jpg" alt="" class="wp-image-27903 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/260603-Diplomatenausflug-2.jpg 975w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/260603-Diplomatenausflug-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/260603-Diplomatenausflug-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/260603-Diplomatenausflug-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/260603-Diplomatenausflug-2-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 975px) 100vw, 975px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier wandte sich deutlich gegen protektionistische Tendenzen. „Protektionismus, wie er jetzt wieder modern wird, ist keine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. Im Gegenteil: Er ist Teil des Problems“, sagte er. Gerade das exportabhängige Saarland habe erfahren, was geschlossene Märkte, steigende Zölle und Rivalität zwischen Nachbarn bedeuten können.</p>
</div></div>



<h2 id="h-deutschland-setzt-auf-partner-und-regeln" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-setzt-auf-partner-und-regeln">Deutschland setzt auf Partner und Regeln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundespräsident stellte Offenheit und Vernetzung als politische Antwort auf eine Lage dar, in der Machtpolitik wieder stärker hervortritt. In einer Welt, in der Regeln missachtet und Grenzen verschoben würden, brauche es verlässliche Partner, Zusammenarbeit, Völkerrecht und die Achtung der Souveränität jedes Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede fiel auf denselben Tag wie die Abstimmung der Vereinten Nationen über die nichtständigen Mitglieder des Sicherheitsrats für die Periode 2027/2028. Steinmeier sagte dazu in Völklingen: „Wie immer die Abstimmung heute in den Vereinten Nationen in New York ausgeht, diese Erfahrung wollen wir weiter einbringen in die Beziehungen zwischen unseren Staaten.“ <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" type="post" id="27897">Kurz nach der Ansprache steht fest: Deutschland verliert die Abstimmung in der Generalversammlung. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-diplomaten-draengen-berlin-zu-mehr-tempo-in-der-afrika-politik/" type="post" id="27158">Die Reise des Diplomatischen Korps in die Bundesländer ist ein Format, mit dem der Bundespräsident ausländischen Vertreterinnen und Vertretern politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland näherbringt.</a> In den vergangenen Jahren führten solche Reisen unter anderem nach Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern.</p>



<h2 id="h-volklinger-hutte-als-symbol-des-wandels" class="wp-block-heading"><span id="voelklinger-huette-als-symbol-des-wandels">Völklinger Hütte als Symbol des Wandels</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Völklinger Hütte bildete den politischen und symbolischen Mittelpunkt der Reise. Das ehemalige Eisenwerk gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und steht heute für den Wandel eines früheren Industriestandorts zu einem Kulturort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier beschrieb die Entwicklung des Saarlands als Weg „vom Kohleland zum Innovationsland“. Der Strukturwandel habe sich nicht laut, sondern still und beharrlich vollzogen. Auch das Motto des Saarlands griff er auf: „Großes entsteht immer im Kleinen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss seiner Ansprache nannte Steinmeier die Begegnungsreisen mit dem Diplomatischen Korps „gelebten Austausch“ und sprach von der Erkenntnis, „dass Offenheit auch im Umgang miteinander uns alle stärker macht als Abschottung“.</p>
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			<media:title type="html">260603-Diplomatenausflug-2</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland scheitert mit Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat – Merz enttäuscht vom Ausgang</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 18:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland verpasst den Einzug in den UN-Sicherheitsrat. Portugal und Österreich gewinnen die beiden westlichen Sitze, während Berlin seine Rolle in den Vereinten Nationen neu behaupten muss.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang%2F&amp;action_name=Deutschland%20scheitert%20mit%20Bewerbung%20f%C3%BCr%20den%20UN-Sicherheitsrat%20%E2%80%93%20Merz%20entt%C3%A4uscht%20vom%20Ausgang&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat die Rückkehr in den UN-Sicherheitsrat verpasst und ist bei der Wahl der nichtständigen Mitglieder hinter Portugal und Österreich zurückgeblieben. Die Abstimmung fand am Mittwoch, den 3. Juni 2026, in der UN-Generalversammlung in New York statt. Portugal und Österreich erhielten die beiden Sitze der westlichen Staatengruppe für die Periode 2027/2028. Bundeskanzler Friedrich Merz räumte die Niederlage ein, bekräftigte aber Deutschlands Rolle im multilateralen System.</p>



<h2 id="h-portugal-und-osterreich-setzen-sich-gegen-deutschland-durch" class="wp-block-heading"><span id="portugal-und-oesterreich-setzen-sich-gegen-deutschland-durch">Portugal und Österreich setzen sich gegen Deutschland durch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">In der Gruppe der westeuropäischen und anderen Staaten konkurrierten drei Länder um zwei Sitze.</a> Portugal erhielt 134 Stimmen, Österreich kam auf 131 Stimmen. Deutschland erreichte 104 Stimmen und verfehlte damit den Einzug in das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Portugal und Österreich wurden Kirgisistan, Trinidad und Tobago sowie Simbabwe in den Sicherheitsrat gewählt. Die neuen Mitglieder treten ihr Mandat am 1. Januar 2027 an und gehören dem Rat bis Ende 2028 an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland ist das Ergebnis eine diplomatische Niederlage. Die Bundesregierung hatte ihre Kandidatur unter das Motto „Respect – Justice – Peace“ gestellt und in den vergangenen Monaten für eine Rückkehr in den Sicherheitsrat geworben. Außenminister Johann Wadephul war zur Wahl nach New York gereist.</p>



<h2 id="h-merz-gratuliert-portugal-und-osterreich" class="wp-block-heading"><span id="merz-gratuliert-portugal-und-oesterreich">Merz gratuliert Portugal und Österreich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz reagierte mit einer kurzen Erklärung auf das Ergebnis. „Wir haben uns mit Überzeugung beworben. Wir haben das Ziel nicht erreicht“, erklärte der Kanzler nach Angaben des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz gratulierte allen gewählten Staaten und hob Portugal und Österreich besonders hervor. Mit beiden Ländern verbinde Deutschland „eine enge europäische Partnerschaft und die gemeinsame Verantwortung in den Vereinten Nationen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kanzler verband die Niederlage nicht mit einem Rückzug aus der UN-Politik. „Die Aufgaben, die uns in den Vereinten Nationen gestellt sind, ändern sich durch dieses Ergebnis nicht“, erklärte Merz. Deutschland bleibe „ein verlässlicher Stützpfeiler des multilateralen Systems“.</p>



<h2 id="h-deutschland-wollte-an-fruhere-ratsarbeit-anknupfen" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-wollte-an-fruehere-ratsarbeit-anknuepfen">Deutschland wollte an frühere Ratsarbeit anknüpfen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland war bislang sechsmal nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats, zuletzt in den Jahren 2019 und 2020. Damals setzte die Bundesregierung unter anderem auf den Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten, humanitäres Völkerrecht, die Rolle von Frauen in Friedensprozessen sowie den Zusammenhang von Klima und Sicherheit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27710 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit der neuen Kandidatur wollte Berlin an dieses Profil anschließen. <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat/" type="post" id="27892">Die Bundesregierung hatte Konfliktprävention, Krisenlösung, Friedensmissionen und die Stärkung der UN-Charta als Schwerpunkte genannt.</a> Wadephul hatte in New York betont, Deutschland wolle sein politisches Gewicht in globale Krisen einbringen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat besteht aus fünf ständigen Mitgliedern mit Vetorecht und zehn nichtständigen Mitgliedern, die jeweils für zwei Jahre gewählt werden. Die ständigen Mitglieder sind die USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien. Der Rat kann Sanktionen beschließen, Friedensmissionen mandatieren und völkerrechtlich bindende Entscheidungen treffen.</p>



<h2 id="h-simbabwe-zieht-fur-afrika-in-den-rat-ein" class="wp-block-heading"><span id="simbabwe-zieht-fuer-afrika-in-den-rat-ein">Simbabwe zieht für Afrika in den Rat ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/simbabwe/" type="category" id="47">Simbabwe</a> zieht ein afrikanischer Staat für die Periode 2027/2028 neu in den Sicherheitsrat ein. Das Land ersetzt Somalia auf dem für die afrikanische Gruppe vorgesehenen Sitz. Zusammen mit der Demokratischen Republik Kongo und Liberia wird Simbabwe 2027 zur afrikanischen Dreiergruppe im Sicherheitsrat gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Themen bleiben damit auch in der kommenden Amtsperiode ein fester Bestandteil der Ratsagenda. Der Sicherheitsrat befasst sich regelmäßig mit Mandaten für UN-Missionen, Sanktionen, politischen Übergangsprozessen und dem Schutz der Zivilbevölkerung in Staaten wie Sudan, Südsudan, Libyen, der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo. Auch die Sicherheitslage im Sahel bleibt ein wiederkehrendes Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammensetzung des Rates verändert sich damit zum Jahreswechsel. Portugal und Österreich ersetzen Dänemark und Griechenland, Kirgisistan ersetzt Pakistan, Trinidad und Tobago übernimmt den Sitz von Panama, Simbabwe folgt auf Somalia. Bahrain, Kolumbien, die Demokratische Republik Kongo, Lettland und Liberia bleiben bis Ende 2027 nichtständige Mitglieder.</p>



<h2 id="h-berlin-verweist-auf-langfristige-wirkung-der-kampagne" class="wp-block-heading"><span id="berlin-verweist-auf-langfristige-wirkung-der-kampagne">Berlin verweist auf langfristige Wirkung der Kampagne</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/" type="post" id="26884">Merz dankte den Beteiligten der deutschen Bewerbung, darunter dem Auswärtigen Amt, den Auslandsvertretungen und den Gesprächspartnern in vielen Hauptstädten.</a> Die Arbeit sei richtig gewesen und werde Deutschland langfristig zugutekommen, erklärte der Kanzler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bleibt auch ohne Sitz im Sicherheitsrat einer der größten Beitragszahler der Vereinten Nationen und engagiert sich in zahlreichen UN-Organisationen. Die Bundesregierung hatte ihre Bewerbung auch mit diesem breiten Engagement begründet. Das Wahlergebnis zeigt zugleich, dass wirtschaftliches Gewicht, frühere Ratsmitgliedschaften und europäische Verankerung allein keine Mehrheit in der UN-Generalversammlung sichern.</p>
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		<title>Wadephul kämpft in New York um Rückkehr in den UN-Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 15:18:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland will zurück in den UN-Sicherheitsrat. In New York entscheidet sich, ob Berlin 2027 und 2028 wieder im wichtigsten UN-Gremium für Frieden und Sicherheit sitzt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=Wadephul%20k%C3%A4mpft%20in%20New%20York%20um%20R%C3%BCckkehr%20in%20den%20UN-Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat/">Wadephul kämpft in New York um Rückkehr in den UN-Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bewirbt sich erneut um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat und setzt damit auf mehr Einfluss in einem der zentralen Foren für internationale Friedens- und Sicherheitspolitik. Die Wahl in der UN-Generalversammlung ist für Mittwoch, den 3. Juni 2026, angesetzt. Außenminister Johann Wadephul ist dafür nach New York gereist, um für die deutsche Kandidatur für die Jahre 2027 und 2028 zu werben. Deutschland tritt in der westlichen Regionalgruppe gegen Österreich und Portugal an, für die nur zwei Sitze zur Verfügung stehen.</p>



<h2 id="h-kampfabstimmung-in-der-westlichen-staatengruppe" class="wp-block-heading"><span id="kampfabstimmung-in-der-westlichen-staatengruppe">Kampfabstimmung in der westlichen Staatengruppe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl entscheidet über fünf nichtständige Sitze im Sicherheitsrat. Nach der regionalen Verteilung entfallen zwei Sitze auf die Gruppe der westeuropäischen und anderen Staaten. Dort konkurrieren Deutschland, Österreich und Portugal miteinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Sitze gehen an die afrikanische Gruppe, die asiatisch-pazifische Gruppe sowie die Gruppe Lateinamerikas und der Karibik. Für die afrikanische Gruppe kandidiert Simbabwe, für Lateinamerika und die Karibik Trinidad und Tobago. In der asiatisch-pazifischen Gruppe treten Kirgisistan und die Philippinen gegeneinander an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland war bislang sechsmal nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats. Zuletzt gehörte die Bundesrepublik dem Gremium in den Jahren 2019 und 2020 an. Eine erneute Wahl würde Deutschland ab dem 1. Januar 2027 für zwei Jahre in den Rat führen.</p>



<h2 id="h-wadephul-wirbt-mit-verantwortung-und-volkerrecht" class="wp-block-heading"><span id="wadephul-wirbt-mit-verantwortung-und-voelkerrecht">Wadephul wirbt mit Verantwortung und Völkerrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">Die Bundesregierung stellt ihre Kandidatur unter das Motto „Respect – Justice – Peace“.</a> Im Mittelpunkt stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts Konfliktprävention, Krisenlösung und die Stärkung des Völkerrechts. Deutschland wolle für die Regeln der UN-Charta eintreten und den Sicherheitsrat wieder stärker handlungsfähig machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verband den deutschen Anspruch in New York mit der wirtschaftlichen und politischen Rolle der Bundesrepublik. „Wenn über globale Krisen gesprochen wird, will Deutschland sein Gewicht einbringen – das ist der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt angemessen“, sagte der Außenminister nach seiner Ankunft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26885 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/" type="post" id="26884">Deutschland verweist in seiner Kampagne auf sein breites Engagement im UN-System. </a>Die Bundesregierung nennt dabei unter anderem Beiträge zu Friedensmissionen, humanitärer Hilfe, Klimaschutz, Peacekeeping und institutioneller Reform der Vereinten Nationen. Mehr als 30 UN-Organisationen haben Standorte in Deutschland, unter anderem in Bonn, Berlin, München und Hamburg.</p>
</div></div>



<h2 id="h-sicherheitsrat-bleibt-trotz-blockaden-zentral" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-bleibt-trotz-blockaden-zentral">Sicherheitsrat bleibt trotz Blockaden zentral</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat ist das einzige Organ der Vereinten Nationen, das völkerrechtlich bindende Entscheidungen zu Frieden und Sicherheit treffen kann. Er kann Sanktionen verhängen, Friedensmissionen mandatieren und den Einsatz internationaler Maßnahmen beschließen. Dem Rat gehören fünf ständige Mitglieder mit Vetorecht an: die USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien. Hinzu kommen zehn nichtständige Mitglieder, die jeweils für zwei Jahre gewählt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Die Handlungsfähigkeit des Gremiums steht seit Jahren unter Druck.</a> Blockaden zwischen den ständigen Mitgliedern prägen vor allem Konflikte wie den Krieg in der Ukraine, die Lage im Nahen Osten, den Sudan, die Demokratische Republik Kongo und Iran-bezogene Sicherheitsfragen. Gleichzeitig bleibt der Sicherheitsrat für viele Staaten das entscheidende Forum, wenn es um internationale Mandate, Sanktionen und Friedensmissionen geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul sagte in New York, Deutschland trete die Wahl „mit Zuversicht“ an, weil es bereit sei, Verantwortung im weltweit wichtigsten Forum für Frieden und Sicherheit zu tragen. Deutschland habe dafür „ein gutes Angebot“. In seinen bisherigen Gesprächen habe er viel Unterstützung erhalten, so der Außenminister.</p>



<h2 id="h-afrika-bleibt-ein-schwerpunkt-der-ratsagenda" class="wp-block-heading"><span id="afrika-bleibt-ein-schwerpunkt-der-ratsagenda">Afrika bleibt ein Schwerpunkt der Ratsagenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl ist auch deshalb von Bedeutung, weil viele zentrale Themen des Sicherheitsrats afrikanische Staaten und regionale Krisen betreffen. Auf der Agenda stehen regelmäßig Mandatsverlängerungen für UN-Missionen, Sanktionen, Schutz der Zivilbevölkerung und politische Prozesse in Ländern wie Sudan, Südsudan, Libyen, der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo. Auch die Sicherheitslage im Sahel dürfte weiter eine Rolle spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/simbabwe/" type="category" id="47">Simbabwe</a> steht ein afrikanischer Kandidat für den Zeitraum 2027/2028 zur Wahl. Zusammen mit der Demokratischen Republik Kongo und Liberia würde Simbabwe im Rat die afrikanische Dreiergruppe bilden. Diese Gruppe stimmt sich in der Regel eng mit Positionen der Afrikanischen Union ab und betont afrikanische Eigenverantwortung, Souveränität und regional getragene Lösungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland versucht zugleich, seine Kandidatur auch gegenüber Staaten des Globalen Südens zu erklären. Die Bundesregierung verweist auf Unterstützung für kleine Inselstaaten, Klimasicherheit und den Anspruch, die Vereinten Nationen als Ort multilateraler Krisendiplomatie zu stärken.</p>



<h2 id="h-berlin-knupft-an-fruhere-ratsarbeit-an" class="wp-block-heading"><span id="berlin-knuepft-an-fruehere-ratsarbeit-an">Berlin knüpft an frühere Ratsarbeit an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während seiner letzten Mitgliedschaft im Sicherheitsrat setzte Deutschland unter anderem Akzente beim Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten, beim humanitären Völkerrecht, bei der Rolle von Frauen in Friedensprozessen sowie beim Zusammenhang von Klima und Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An dieses Profil will die Bundesregierung anknüpfen. Wadephul kündigte an, Deutschland wolle sich für einen Sicherheitsrat einsetzen, der Konflikte früher aufgreift, Vermittlung unterstützt und Friedensmissionen wirksamer macht. In New York spricht er dazu mit Staaten, die sich im Peacekeeping engagieren, sowie mit Vertreterinnen und Vertretern kleiner Inselstaaten, die besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In einer Zeit wachsender globaler Herausforderungen wollen wir, dass der UN-Sicherheitsrat wieder ein effektiver und schlagkräftiger Akteur wird“, sagte Wadephul am 1. Juni in New York. Deutschland sei bereit, sich noch stärker zu engagieren und mehr Verantwortung zu übernehmen, „im UN-Sicherheitsrat, für die Vereinten Nationen und für ihre Mitgliedsstaaten“.</p>
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		<title>US-Kongress will diplomatischen Dienst neu ordnen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-kongress-will-diplomatischen-dienst-neu-ordnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 10:57:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der US-Kongress nimmt den diplomatischen Dienst ins Visier: Mit dem Foreign Service Modernization Act wollen Brian Mast und Mike Lawler Personalpolitik, Botschafterbefugnisse und Kriseneinsätze des Außenministeriums neu ordnen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-kongress-will-diplomatischen-dienst-neu-ordnen%2F&amp;action_name=US-Kongress%20will%20diplomatischen%20Dienst%20neu%20ordnen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Auswärtige Ausschuss des US-Repräsentantenhauses will den diplomatischen Dienst der Vereinigten Staaten erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten umfassend reformieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschussvorsitzende Brian Mast und Mike Lawler, Vorsitzender des Unterausschusses für Nahost und Nordafrika, brachten in Washington den Foreign Service Modernization Act ein. Der <a href="https://foreignaffairs.house.gov/news/press-releases/chairman-mast-lawler-introduce-foreign-service-modernization-act">Gesetzentwurf</a> soll den Foreign Service Act von 1980 überarbeiten, der zentrale Personalfragen des diplomatischen Dienstes der USA regelt.</p>



<h2 id="h-reform-nach-46-jahren" class="wp-block-heading"><span id="reform-nach-46-jahren">Reform nach 46 Jahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Foreign Service Modernization Act wäre die erste umfassende Überprüfung des Gesetzes seit dessen Inkrafttreten im Jahr 1980. Die Initiative setzt bei Rekrutierung, Ausbildung, Einsatzplanung und Führungsstrukturen des Außenministeriums an.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27886 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mast erklärte, der Kongress habe das Außenministerium, Diplomaten und deren Arbeit lange nicht ausreichend kontrolliert. Der Foreign Service Act betreffe „jeden Diplomaten in Amerikas Botschaften im Ausland“. Zugleich verband er die Reform mit einer politischen Kritik an bisherigen Personal- und Projektentscheidungen. Das Außenministerium solle „die am besten Qualifizierten einstellen, nicht die am meisten Woken“, sagte Mast.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wortwahl zeigt, dass der Gesetzentwurf nicht nur als Verwaltungsreform angelegt ist. In der Begründung der Ausschussführung geht es auch um die politische Ausrichtung des diplomatischen Dienstes und um stärkere Kontrolle über die Arbeit amerikanischer Auslandsvertretungen.</p>



<h2 id="h-fast-280-auslandsvertretungen-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="fast-280-auslandsvertretungen-betroffen">Fast 280 Auslandsvertretungen betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lawler verwies auf die globale Dimension des diplomatischen Dienstes. Das US-Außenministerium unterhalte fast 280 Posten weltweit, an denen mehr als 14.000 Foreign Service Officers eingesetzt seien. Diese Diplomaten seien an jedem Standort „Gesicht, Stimme und Vertreter“ der amerikanischen Außenpolitik.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27887 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Angesichts einer sich schnell verändernden geopolitischen Lage müsse der diplomatische Dienst stärker auf seine Mission ausgerichtet und für diese Aufgabe ausgestattet werden, erklärte Lawler. Der Gesetzentwurf zielt damit auf die Fähigkeit der USA, außenpolitische Interessen schneller, flexibler und enger geführt über ihre Botschaften und Konsulate zu vertreten.</p>
</div></div>



<h2 id="h-mehr-befugnisse-fur-botschafter" class="wp-block-heading"><span id="mehr-befugnisse-fuer-botschafter">Mehr Befugnisse für Botschafter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt der Reform ist die Stellung der Botschafter. Sie sollen an ihren Auslandsposten mehr Befugnisse und stärkere Aufsichtsmöglichkeiten bei der Umsetzung amerikanischer Außenpolitik erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Entwurf sieht außerdem ein Pilotprogramm für ein Diplomatic Reserve Corps vor. Dieses Reservekorps soll sich an Funktionen der Streitkräftereserve orientieren und Diplomaten bei Notlagen und Krisen schneller an Einsatzorte bringen. Damit reagiert der Ausschuss auf die wachsende Zahl internationaler Krisen, in denen Washington kurzfristig Personal und politische Präsenz mobilisieren will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Bestandteil betrifft die sogenannte “Expeditionary Diplomacy”. Gemeint ist diplomatische Arbeit außerhalb klassischer Botschaftsstrukturen, etwa an schwierigen oder wenig ausgebauten Standorten. Die Reform soll solche Einsätze in sogenannten austeren posts stärken, um amerikanische Interessen auch außerhalb geschützter diplomatischer Einrichtungen voranzubringen.</p>



<h2 id="h-personalpolitik-und-veteranen-als-schwerpunkt" class="wp-block-heading"><span id="personalpolitik-und-veteranen-als-schwerpunkt">Personalpolitik und Veteranen als Schwerpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gesetzentwurf nimmt auch die Personal- und Ausbildungssysteme des Außenministeriums in den Blick. Die Technologie im Bereich Human Resources sowie Trainingsstrukturen sollen stärker auf moderne Anforderungen der nationalen Sicherheit ausgerichtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sollen frühere Angehörige des Militärs leichter Zugang zum Foreign Service erhalten. Damit würde der diplomatische Dienst stärker für Bewerberinnen und Bewerber geöffnet, die Erfahrung in den Streitkräften gesammelt haben. Die Ausschussführung verbindet diesen Schritt mit dem Ziel, sicherheits- und krisenpolitische Kompetenzen stärker in die Diplomatie einzubinden.</p>



<h2 id="h-kontrolle-uber-das-aussenministerium" class="wp-block-heading"><span id="kontrolle-ueber-das-aussenministerium">Kontrolle über das Außenministerium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative knüpft an die Linie von Mast an, die Kontrolle über das Außenministerium zu stärken. <a href="https://fokus-afrika.de/us-aussenministerium-baut-auswahl-und-ausbildung-des-diplomatischen-dienstes-um/">Der Ausschuss hatte im vergangenen Jahr die erste umfassende parteiübergreifende Reautorisierung des Außenministeriums seit mehr als zwei Jahrzehnten verabschiedet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Foreign Service Modernization Act soll im Juni im Gesamtausschuss beraten werden. Dort wird sich zeigen, welche Teile der Reform im weiteren Gesetzgebungsverfahren Bestand haben und wie weit der Kongress in Personalführung, Einsatzplanung und politische Steuerung des diplomatischen Dienstes eingreifen will.</p>
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			<media:description type="html">President Donald J. Trump delivers remarks on the economy at Rockland Community College in Suffern, New York on Friday, May 22, 2026.(Official White House Photo by Joyce N. Boghosian)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Khalilur Rahman folgt auf Baerbock an der Spitze der UN-Vollversammlung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/khalilur-rahman-folgt-auf-baerbock-an-der-spitze-der-un-vollversammlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 09:43:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Khalilur Rahman aus Bangladesch übernimmt im September die Spitze der UN-Generalversammlung. Die Wahl fällt in eine Phase wachsender Reformdebatten, knapper UN-Finanzen und deutscher Diplomatie im Rennen um einen Sitz im Sicherheitsrat.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkhalilur-rahman-folgt-auf-baerbock-an-der-spitze-der-un-vollversammlung%2F&amp;action_name=Khalilur%20Rahman%20folgt%20auf%20Baerbock%20an%20der%20Spitze%20der%20UN-Vollversammlung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/khalilur-rahman-folgt-auf-baerbock-an-der-spitze-der-un-vollversammlung/">Khalilur Rahman folgt auf Baerbock an der Spitze der UN-Vollversammlung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Generalversammlung hat Khalilur Rahman aus Bangladesch zu ihrem nächsten Präsidenten gewählt und damit den Übergang von Annalena Baerbocks Amtszeit eingeleitet. Die Wahl fand am Dienstag, 2. Juni 2026, in New York statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman setzte sich in geheimer Abstimmung mit 99 Stimmen gegen Andreas Kakouris aus Zypern durch, der 91 Stimmen erhielt. Der Außenminister Bangladeschs übernimmt das Amt im September zur 81. Sitzungsperiode der Generalversammlung.</p>



<h2 id="h-ein-amt-im-zentrum-der-un-reformdebatte" class="wp-block-heading"><span id="ein-amt-im-zentrum-der-un-reformdebatte">Ein Amt im Zentrum der UN-Reformdebatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman übernimmt die Präsidentschaft in einer Phase, in der die Vereinten Nationen unter wachsendem Reformdruck stehen. In seiner Ansprache stellte er die Wiederherstellung von Vertrauen, den Umgang mit globalen Umbrüchen und eine handlungsfähige UN in den Mittelpunkt. Sein Leitmotiv lautet: „Vertrauen wiederherstellen, Transformation gestalten: Vereinte Nationen, die für alle liefern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der designierte Präsident erklärte vor den Mitgliedstaaten, die Vereinten Nationen müssten zeigen, dass sie sich anpassen, reformieren und bessere Ergebnisse liefern könnten. Zugleich müssten sie rechtfertigen, „jeden Cent“, den Mitgliedstaaten zur Verfügung stellten. Die Formulierung verweist auf eine Debatte, die die UN seit Monaten prägt: wachsende Aufgaben, sinkende Finanzierung und der Vorwurf mangelnder Effizienz.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="294" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/6d729860-ad83-460b-9402-cfb7da38df37.jpeg" alt="" class="wp-image-27881 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/6d729860-ad83-460b-9402-cfb7da38df37.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/6d729860-ad83-460b-9402-cfb7da38df37-300x164.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/6d729860-ad83-460b-9402-cfb7da38df37-380x208.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rahman ist derzeit Außenminister Bangladeschs. Er trat 1979 in den diplomatischen Dienst seines Landes ein und hatte nach UN-Angaben mehrere Führungspositionen innerhalb der Vereinten Nationen inne. Nominiert wurde er von der Gruppe der asiatisch-pazifischen Staaten.</p>
</div></div>



<h2 id="h-konflikte-finanzdruck-und-schwindendes-vertrauen" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-finanzdruck-und-schwindendes-vertrauen">Konflikte, Finanzdruck und schwindendes Vertrauen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres gratulierte Rahman nach der Wahl und sprach von einem Amt „in einem Moment tiefer Herausforderung, aber auch großer Möglichkeiten“. Die Welt stehe vor Konflikten, Spaltungen, wachsender Ungleichheit und Klimachaos. Die Fortschritte bei den Zielen für nachhaltige Entwicklung blieben weit zurück, nur ein Fünftel der Ziele liege auf Kurs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verwies zugleich auf Strukturen, die noch aus dem Jahr 1945 stammten. Das betreffe den Sicherheitsrat ebenso wie die internationale Finanzarchitektur. Auch die humanitäre Lage verschärfe sich, während Mittel für lebensrettende Hilfe und nachhaltige Entwicklung zurückgingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman selbst nannte mehrere Schwerpunkte für seine Amtszeit. Dazu gehören Konfliktprävention, Schutz von Zivilisten, nachhaltige Entwicklung, Menschenrechte, Gleichstellung, Finanzierungslücken und der Umgang mit künstlicher Intelligenz. Mit Blick auf die Agenda 2030 sagte er: „Die Lücke zwischen Versprechen und Umsetzung bleibt zu groß.“</p>



<h2 id="h-baerbocks-amtszeit-lauft-bis-september" class="wp-block-heading"><span id="baerbocks-amtszeit-laeuft-bis-september">Baerbocks Amtszeit läuft bis September</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Annalena Baerbock, <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-uebernimmt-praesidentschaft-der-80-un-generalversammlung/" type="post" id="19771">Präsidentin der 80. Generalversammlung</a>, gratulierte ihrem Nachfolger und bezeichnete das Amt als „einen der besten Jobs der Welt“. Rahmans jahrzehntelange multilaterale Erfahrung werde in einer schwierigen Zeit von Nutzen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock bleibt noch bis September im Amt. Die verbleibenden drei Monate beschrieb sie als Übergangsphase, in der beide Präsidentschaften zusammenarbeiten sollen. Sie verglich die Wahl eines Nachfolgers während der laufenden Amtszeit mit einem Fußballspiel, bei dem bereits an die nächste Partie gedacht werde, obwohl das aktuelle Spiel erst in der 75. Minute sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres würdigte Baerbocks Arbeit an der Spitze der Generalversammlung. Sie habe ihr Leitbild „Better Together“ mit Leben gefüllt und Mitgliedstaaten in einer schwierigen Phase um die Umsetzung des Zukunftspakts versammelt. <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" type="post" id="26282">Zudem hob er ihre Rolle im UN80-Reformprozess hervor, mit dem die Vereinten Nationen effizienter und handlungsfähiger werden sollen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock ist die fünfte Frau an der Spitze der Generalversammlung. Guterres betonte, sie habe wiederholt daran erinnert, dass Frauenrechte in den Gründungsprinzipien der Vereinten Nationen verankert seien.</p>



<h2 id="h-deutschland-wirbt-weiter-fur-sitz-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-wirbt-weiter-fuer-sitz-im-sicherheitsrat">Deutschland wirbt weiter für Sitz im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl Rahmans fällt auch in eine Phase deutscher UN-Diplomatie. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner berichtete auf Facebook von einem Treffen mit Baerbock in New York. Dabei sei es um die Lage der Vereinten Nationen und um die anstehende Wahl für den Sicherheitsrat gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stegner schrieb, Deutschland werfe im Schlussspurt „nochmal alles für seine Bewerbung in die Waagschale“. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">Die Bundesrepublik bewirbt sich um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat.</a> Das Gremium trägt die Hauptverantwortung für Frieden und Sicherheit innerhalb der Vereinten Nationen, steht aber seit Jahren wegen Blockaden und der Zusammensetzung seiner ständigen Mitglieder in der Kritik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Generalversammlung wurde die Reform des Sicherheitsrats mehrfach angesprochen. Mali forderte im Namen der Afrikanischen Gruppe Fortschritte im zwischenstaatlichen Reformprozess. Mehrere Staaten verwiesen außerdem auf die anstehende Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs und verlangten ein transparentes Verfahren.</p>



<h2 id="h-marokko-erhalt-ersten-sitzplatz-im-plenarsaal" class="wp-block-heading"><span id="marokko-erhaelt-ersten-sitzplatz-im-plenarsaal">Marokko erhält ersten Sitzplatz im Plenarsaal</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="394" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/d9ef4b65-9e10-4fc0-94ea-239da839078b.jpeg" alt="" class="wp-image-27882 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/d9ef4b65-9e10-4fc0-94ea-239da839078b.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/d9ef4b65-9e10-4fc0-94ea-239da839078b-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/d9ef4b65-9e10-4fc0-94ea-239da839078b-380x214.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben der Präsidentenwahl bestimmte die Generalversammlung auch Vizepräsidenten und die Büros ihrer sechs Hauptausschüsse. Generalsekretär Guterres zog zudem per Los den ersten Sitzplatz im Plenarsaal für die kommende Sitzungsperiode. Dieser ging an <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>. Die übrigen 192 Mitgliedstaaten folgen in englischer alphabetischer Reihenfolge.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die 81. Sitzungsperiode beginnt im September. Sie fällt in das neunte Jahrzehnt der Vereinten Nationen, deren Reformfähigkeit, Finanzierung und politische Autorität in vielen Mitgliedstaaten zugleich verteidigt und infrage gestellt werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Washington macht Afrika zum Testfeld seiner neuen Interessenpolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/washington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 00:22:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrika wird zum Prüfstein der neuen US-Außenpolitik. Washington setzt auf Handel, kritische Rohstoffe, Sicherheit und Migration – und stellt klassische Entwicklungshilfe stärker unter den Vorbehalt amerikanischer Interessen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwashington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik%2F&amp;action_name=Washington%20macht%20Afrika%20zum%20Testfeld%20seiner%20neuen%20Interessenpolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die USA stellen ihre Afrika-Politik auf Handel, Rohstoffe, Sicherheit und Migration um und ordnen Entwicklungshilfe künftig stärker ihren nationalen Interessen unter. Die neue Linie wurde in Washington gleich doppelt sichtbar: in einer Grundsatzrede des Afrika-Direktors im State Department, Nick Checker, und in der Haushaltsanhörung von Außenminister Marco Rubio zum Etat 2027. Afrika wird damit zu einem zentralen Schauplatz der neuen amerikanischen Außenpolitik. Im Mittelpunkt stehen kritische Mineralien, Infrastruktur, Friedensdiplomatie, globale Gesundheit und eine deutlich härtere Bewertung von Auslandshilfe.</p>



<h2 id="h-afrika-ruckt-aus-der-entwicklungsecke" class="wp-block-heading"><span id="afrika-rueckt-aus-der-entwicklungsecke">Afrika rückt aus der Entwicklungsecke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nick Checker, Deputy Assistant Secretary im Bureau of African Affairs des State Department, beschrieb beim Africa Day Forum einen grundlegenden Kurswechsel. <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/">Die USA wollten Afrika nicht länger vor allem durch die Brille von Entwicklungspolitik betrachten.</a> Stattdessen gehe es um Sicherheit, Handel, Migration, Gegenseitigkeit und messbare Ergebnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker sprach von einer notwendigen Abkehr von früheren Ansätzen, die nach seiner Darstellung zu oft auf moralische Appelle, große Ankündigungen und nicht ausreichend finanzierte Initiativen gesetzt hätten. Afrikanische Regierungen erwarteten Investitionen, Handel und Infrastruktur, nicht Belehrungen und unerfüllte Versprechen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27871 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1536x1025.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die neue Linie stützt sich auf ein Prinzip, das auch Rubio in der Haushaltsanhörung betonte: <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/">Außenpolitik soll direkt dem nationalen Interesse der Vereinigten Staaten dienen.</a> Diplomatie, Auslandshilfe, Energiepolitik, Grenzpolitik und Wirtschaftspolitik werden dabei als zusammenhängende Instrumente amerikanischer Stärke beschrieben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika bedeutet das eine Verschiebung der Prioritäten. Washington will den Kontinent stärker als Partner für Lieferketten, Rohstoffe, Märkte und sicherheitspolitische Stabilisierung behandeln. Entwicklungshilfe bleibt Teil der Politik, verliert aber ihren Charakter als eigenständige Leitidee.</p>



<h2 id="h-rohstoffe-und-infrastruktur-werden-strategisch" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-und-infrastruktur-werden-strategisch">Rohstoffe und Infrastruktur werden strategisch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders klar wird der Kurswechsel bei kritischen Mineralien und Infrastruktur. Checker erklärte, die USA wollten den Zugang zu afrikanischen Rohstoffen ausbauen und sichere Lieferketten aufbauen. Afrikanische Regierungen suchten Partner, die Transparenz, Arbeitsplätze, Qualifizierung und langfristige Wertschöpfung bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio griff diese Linie im Senat auf. Die USA könnten sich nicht leisten, bei kritischen Gütern oder Rohstoffen zu stark von einem einzigen Land abhängig zu sein. Washington arbeite daran, Lieferketten zu diversifizieren und den Zugang zu kritischen Mineralien abzusichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="626" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg" alt="" class="wp-image-20559 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-300x183.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-768x469.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-380x232.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-800x489.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1160x709.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Afrika erhält damit eine neue strategische Rolle in der amerikanischen Wirtschaftspolitik. Es geht nicht allein um Handel mit einzelnen Staaten, sondern um die Absicherung industrieller Grundlagen der USA. Rohstoffe, Energie, Infrastruktur und Transportwege werden zu außenpolitischen Prioritäten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Checker verwies auf die Strategic Infrastructure and Investment Working Group mit der Kommission der Afrikanischen Union. Sie soll Infrastrukturinvestitionen und Transitrouten voranbringen. Aus Sicht Washingtons sind solche Projekte Grundlage für wirtschaftliche Integration, Industrialisierung und Wettbewerbsfähigkeit afrikanischer Staaten.</p>



<h2 id="h-handel-statt-abhangigkeit" class="wp-block-heading"><span id="handel-statt-abhaengigkeit">Handel statt Abhängigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA beschreiben ihre neue Afrika-Politik als Übergang von Abhängigkeit zu Handel und Investitionen. Checker sagte, wirtschaftliche Integration, private Investitionen und Chancen könnten Stabilität dauerhafter sichern als Waffenruhen allein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das State Department will seine kommerzielle Diplomatie stärker auf Marktreformen, Infrastruktur und direkte Beteiligung amerikanischer Unternehmen ausrichten. Seit Beginn der Regierung seien US-Botschaften und Teams in Washington an mehr als 60 Geschäften mit einem Gesamtwert von mehr als 25 Milliarden Dollar beteiligt gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zahlen dienen Washington als Beleg für eine stärker geschäftsorientierte Afrika-Politik. Gleichzeitig zeigt die Ausrichtung, dass afrikanische Märkte nicht mehr nur als Empfänger von Hilfe betrachtet werden. Sie werden als Räume für Investitionen, Rohstoffsicherung und geopolitische Positionierung verstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker verwies auf die demografische Entwicklung des Kontinents. Afrika werde in etwas mehr als 20 Jahren voraussichtlich rund ein Viertel der Weltbevölkerung stellen und eine Kaufkraft von mehr als 16 Billionen Dollar erreichen. Diese Perspektive macht den Kontinent für Washington wirtschaftlich und strategisch wichtiger.</p>



<h2 id="h-sicherheitspolitik-mit-engerem-us-fokus" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitspolitik-mit-engerem-us-fokus">Sicherheitspolitik mit engerem US-Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Sicherheitskooperation mit afrikanischen Staaten wird neu gefasst. Checker erklärte, die USA hätten in der Vergangenheit Milliarden Dollar für Ausbildung und Ausrüstung afrikanischer Streitkräfte ausgegeben, oft ohne klare Erfolgskriterien. Künftig sollen Einsätze enger daran gemessen werden, ob sie direkte amerikanische Interessen berühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fokus liegt auf der Verhinderung katastrophaler Angriffe auf die USA und auf der Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten, die selbst Verantwortung für Sicherheitslücken übernehmen können. Washington will Lasten stärker auf Partner in Afrika und außerhalb des Kontinents verteilen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26274 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Haushaltsanhörung wurde Afrika zugleich als Raum dargestellt, in dem Konflikte globale Folgen haben. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat verwies auf Konflikte in Afrika, die wirtschaftliche Entwicklung und globale Gesundheitssicherheit untergraben. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-unterstuetzen-kenia-bei-ebola-vorsorge/" type="post" id="27753">Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurde ausdrücklich als Beispiel genannt.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verbindet die US-Regierung Sicherheitsfragen, Gesundheitspolitik und Interessen der amerikanischen Bevölkerung. Krisen in Afrika werden nicht nur humanitär beschrieben, sondern als Risiken für die USA selbst.</p>



<h2 id="h-ebola-drc-und-sudan-pragen-die-haushaltsdebatte" class="wp-block-heading"><span id="ebola-drc-und-sudan-praegen-die-haushaltsdebatte">Ebola, DRC und Sudan prägen die Haushaltsdebatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Haushaltsanhörung machte deutlich, dass der neue Kurs im Kongress umstritten bleibt. Senatorin Jeanne Shaheen kritisierte Kürzungen bei globaler Gesundheit, USAID-Strukturen und Programmen zur Ebola-Erkennung. Sie verwies auf den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda und warnte, dass Prävention nun stärker an amerikanischen Flughäfen statt vor Ort in Afrika stattfinden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio wies die Darstellung zurück, dass die Kürzungen Ursache des Ebola-Ausbruchs seien. Zugleich sagte er, das State Department werde sich erneut mit Gavi befassen. <a href="https://fokus-afrika.de/experten-warnen-im-bundestag-vor-verbreitung-von-malaria-und-tuberkulose/" type="post" id="27523">Die Impfallianz spielt bei der Entwicklung und Verteilung von Impfstoffen eine wichtige Rolle.</a> In der Anhörung ging es auch um Mittel für globale Gesundheit und um die Frage, ob Programme zur Früherkennung und Reaktion auf Krankheitsausbrüche ausreichend finanziert bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Sudan wurde zu einem zentralen Thema. Rubio erklärte, das Problem liege dort weniger in fehlender Bereitschaft zur Finanzierung als in der Verteilung von Hilfe. Hilfslieferungen könnten wegen der Sicherheitslage, blockierter Zugänge und gefährdeter Helfer nicht zuverlässig ankommen. Die USA arbeiteten daran, sichere Orte für humanitäre Versorgung zu identifizieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigt, wie eng Afrika im Haushaltsstreit mit globaler Gesundheit, humanitärer Hilfe und Sicherheitslogik verknüpft ist. Der Kontinent steht dabei nicht nur für Krisenbewältigung, sondern auch für die Frage, wie weit die USA klassische Hilfsstrukturen zurückfahren können, ohne ihre eigene Vorsorge zu schwächen.</p>



<h2 id="h-drc-ruanda-und-sudan-als-felder-neuer-friedensdiplomatie" class="wp-block-heading"><span id="drc-ruanda-und-sudan-als-felder-neuer-friedensdiplomatie">DRC, Ruanda und Sudan als Felder neuer Friedensdiplomatie</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-819x1024.png" alt="" class="wp-image-24249 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-819x1024.png 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-240x300.png 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-768x960.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-380x475.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-800x1000.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker.png 1142w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Checker stellte die amerikanische Friedensdiplomatie in Afrika ausdrücklich in den Zusammenhang der neuen Interessenpolitik. Als Beispiel nannte er die <a href="https://fokus-afrika.de/kagame-und-tshisekedi-unterzeichnen-friedensabkommen-zwischen-ruanda-und-dr-kongo-in-washington/" type="post" id="22648">Washington Accords</a> zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Die USA arbeiteten daran, dass beide Seiten ihre Verpflichtungen einhielten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben verwies Checker auf Bemühungen von Senior Advisor Boulos, den Krieg im Sudan zu beenden. Die US-Regierung stellt solche Initiativen als pragmatische Verhandlungsdiplomatie dar. Präsident Donald Trump werde dabei als Akteur beschrieben, der frühere Normen infrage stelle und auf Abmachungen setze.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Linie unterscheidet sich von einer stärker normativen Demokratie- und Menschenrechtspolitik. Washington setzt nach eigener Darstellung auf Verhandlungen, Stabilisierung und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit. Frieden soll mit Infrastruktur, privaten Investitionen und wirtschaftlicher Integration verbunden werden.</p>



<h2 id="h-sahel-und-souveranitat" class="wp-block-heading"><span id="sahel-und-souveraenitaet">Sahel und Souveränität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit Souveränität. Checker sagte, die neue US-Politik lehne eine Haltung ab, die innenpolitische Ordnungen anderer Staaten verändern wolle, wenn daraus kein direkter Nutzen für amerikanische Interessen entstehe. Diese Sicht präge auch die erneute Annäherung an Sahel-Staaten, die von der vorherigen Regierung isoliert worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sendet Washington ein Signal an afrikanische Regierungen, die westliche Konditionalität lange als Einmischung kritisiert haben. Die USA wollen stärker mit Staaten zusammenarbeiten, die in Fragen von Sicherheit, Migration und Wirtschaft relevant sind, auch wenn deren innenpolitischer Kurs nicht im Zentrum amerikanischer Politik steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig formulierte Checker Grenzen dieser Zurückhaltung. Die USA wollten nicht wegsehen, wenn gefährdete Gemeinschaften unter Druck gerieten oder gezielt angegriffen würden. Er verwies auf Gewalt gegen Christen in Nigeria und auf die Aufmerksamkeit der US-Regierung für Südafrika.</p>



<h2 id="h-auslandshilfe-als-instrument-staatlicher-macht" class="wp-block-heading"><span id="auslandshilfe-als-instrument-staatlicher-macht">Auslandshilfe als Instrument staatlicher Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutlichste Bruch betrifft die Begründung von Auslandshilfe. Rubio sagte im Senat, die US-Regierung sei keine Wohltätigkeitsorganisation. Hilfe müsse den Interessen der Vereinigten Staaten dienen und Ergebnisse liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker formulierte dieselbe Linie für Afrika. Auslandshilfe sei kein Anspruch und keine Wohltätigkeit, sondern ein Instrument amerikanischer Diplomatie und staatlichen Handelns. Jeder Dollar müsse entsprechend begründet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird Afrika zu einem Prüfstein für die Neuordnung amerikanischer Außenpolitik. Programme, die nicht klar mit US-Interessen verbunden werden können, stehen unter Druck. Zugleich sollen Mittel dort eingesetzt werden, wo sie Sicherheit, Lieferketten, Migration, Rohstoffe oder wirtschaftliche Chancen der USA berühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue US-Afrika-Politik verbindet Handelsdiplomatie, Rohstoffstrategie, Friedensverhandlungen und Gesundheitsvorsorge. Sie behandelt Afrika nicht mehr vorrangig als Empfängerregion, sondern als Kontinent, auf dem Washington wirtschaftliche, sicherheitspolitische und geopolitische Interessen neu bündelt.</p>
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			<media:title type="html">55310781545_5bcdebda8d_o</media:title>
			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio testifies before the House Appropriations Committee’s Subcommittee on National Security, Department of State, and Related Programs on the FY27 Department of State Budget Request on Capitol Hill, in Washington, D.C., June 2, 2026. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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			<media:title type="html">Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_(54618027854)</media:title>
			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio hosts a Democratic Republic of the Congo-Rwanda Peace Agreement signing ceremony between Democratic Republic of the Congo Foreign Minister Thérèse Kayikwamba Wagner and Rwandan Foreign Minister Olivier Nduhungirehe at the Department of State in Washington, D.C., June 27, 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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			<media:description type="html">President Donald Trump greets President Felix Tshisekedi of the Democratic Republic of the Congo, Thursday, December 4, 2025, in the Oval Office. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Sonko erklärt Bruch mit Präsident Diomaye und stellt neue Regierung infrage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sonko-erklaert-bruch-mit-praesident-diomaye-und-stellt-neue-regierung-infrage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 23:49:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27865</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ousmane Sonko hat den Bruch mit Präsident Bassirou Diomaye Faye öffentlich gemacht. PASTEF verweigert den Eintritt in die neue Regierung und verweist auf seine Mehrheit in der Nationalversammlung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsonko-erklaert-bruch-mit-praesident-diomaye-und-stellt-neue-regierung-infrage%2F&amp;action_name=Sonko%20erkl%C3%A4rt%20Bruch%20mit%20Pr%C3%A4sident%20Diomaye%20und%20stellt%20neue%20Regierung%20infrage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sonko-erklaert-bruch-mit-praesident-diomaye-und-stellt-neue-regierung-infrage/">Sonko erklärt Bruch mit Präsident Diomaye und stellt neue Regierung infrage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ousmane Sonko hat den politischen Bruch mit Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye öffentlich gemacht und die Beteiligung von PASTEF an der neuen Regierung ausgeschlossen. Die Erklärung erfolgte am Dienstag in Dakar. Der frühere Premierminister warf dem Präsidenten vor, sich von der Partei entfernt und eine Regierung ohne ausreichende politische Grundlage gebildet zu haben. Zugleich stellte Sonko klar, dass seine Partei die Regierung nicht sofort stürzen wolle, aber ihre Mehrheit in der Nationalversammlung geltend machen werde.</p>



<h2 id="h-bruch-zwischen-prasident-und-parteichef" class="wp-block-heading"><span id="bruch-zwischen-praesident-und-parteichef">Bruch zwischen Präsident und Parteichef</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko schilderte vor der Presse, wie es nach seiner Darstellung zur Trennung von Präsident Faye kam. <a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Der Präsident habe ihn am 24. Mai in den Präsidentenpalast eingeladen und erklärt, dass die Zusammenarbeit nicht mehr fortgesetzt werden könne.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-faye-stellt-vertrauen-in-premierminister-sonko-oeffentlich-in-frage/" type="post" id="27064">Als Grund habe Faye mehrere öffentliche Positionen Sonkos genannt, die ihn gestört hätten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko sagte, er habe die Entscheidung zur Kenntnis genommen, aber nicht als gemeinsamen Beschluss darstellen wollen. „Ich habe ihm gesagt: Wenn Sie mich entlassen wollen, dann übernehmen Sie die Verantwortung und tun Sie es“, erklärte er sinngemäß. Die Verantwortung für die Trennung könne er nicht übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Regierungschef verwies darauf, dass er dem Präsidenten bereits mehrfach eine andere Lösung vorgeschlagen habe. Er habe angeboten, an die Spitze der Nationalversammlung zu wechseln und von dort aus die Regierungsarbeit zu unterstützen. Voraussetzung sei gewesen, gemeinsam einen Premierminister aus PASTEF zu bestimmen und eine neue Regierung auf Basis der parlamentarischen Mehrheit zu bilden.</p>



<h2 id="h-pastef-verlangt-politische-mehrheit-im-kabinett" class="wp-block-heading"><span id="pastef-verlangt-politische-mehrheit-im-kabinett">PASTEF verlangt politische Mehrheit im Kabinett</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern des Konflikts liegt nach Sonkos Darstellung in der Zusammensetzung der neuen Regierung. <a href="https://fokus-afrika.de/erdrutschsieg-fuer-pastef-parlamentswahlen-im-senegal-markieren-politischen-wandel/" type="post" id="12615">PASTEF verfüge über 130 von 165 Abgeordneten in der Nationalversammlung und sei damit die klare Mehrheitskraft.</a> In einer solchen Konstellation müsse die Mehrheit den Premierminister stellen oder zumindest entscheidenden Einfluss auf die Regierungsbildung haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko sagte, Präsident Faye habe zunächst sieben Ministerposten für PASTEF in einem Kabinett mit 30 Mitgliedern vorgesehen. Drei dieser Personen betrachte die Partei jedoch nicht mehr als ihre Vertreter, weil sie individuelle Gespräche mit der Präsidentschaft geführt hätten, obwohl PASTEF dies abgelehnt habe. Damit seien aus Sicht der Partei faktisch nur vier Posten geblieben, ohne ein einziges Ressort mit besonderer staatlicher Bedeutung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="770" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp-1024x770.jpeg" alt="" class="wp-image-27866 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp-1024x770.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp-768x578.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp-1536x1155.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp-380x286.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp-800x602.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp-1160x872.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/GRLbZWPWMAArmWp.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben nichts in einer Regierung zu suchen, in der wir kein Gewicht auf das haben, was getan wird“, sagte Sonko. PASTEF könne nicht die politische Verantwortung für ein Kabinett übernehmen, auf dessen Entscheidungen die Partei kaum Einfluss habe. Er habe dem Präsidenten mitgeteilt, dass PASTEF nur in eine Regierung eintreten könne, wenn sie mindestens die Hälfte der Ministerien und Ressorts mit besonderer staatlicher Bedeutung erhalte.</p>
</div></div>



<h2 id="h-kritik-an-premierminister-al-amine-lo" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-premierminister-al-amine-lo">Kritik an Premierminister Al Amine Lô</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/senegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit/" type="post" id="27842">Sonko griff auch den neuen Premierminister Al Amine Lô an.</a> Er stellte ihn als Technokraten dar, dem die politische Grundlage fehle. „Er soll sich auf die Zahlen beschränken“, sagte Sonko über Lô.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXoAAKBF4-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27681 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXoAAKBF4-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXoAAKBF4-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXoAAKBF4-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXoAAKBF4-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXoAAKBF4-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXoAAKBF4-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXoAAKBF4-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXoAAKBF4.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Premierminister erklärte, er habe sich bisher um ein korrektes Verhältnis zu Lô bemüht. Zugleich warf er ihm vor, eine Rolle in der aktuellen politischen Lage gespielt zu haben. „Wir wissen, dass er eine Rolle in allem gespielt hat, was derzeit passiert“, sagte Sonko.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht Sonkos versucht die Präsidentschaft, die fehlende politische Verankerung des Kabinetts mit dem Begriff einer Technokratenregierung zu erklären. Dieses Argument wies er zurück. Auch viele führende PASTEF-Politiker seien Fachleute, hätten sich aber zugleich bewusst für die Politik entschieden. Der Unterschied liege nicht in der Kompetenz, sondern in der politischen Legitimation.</p>



<h2 id="h-streit-uber-schulden-preise-und-justiz" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-schulden-preise-und-justiz">Streit über Schulden, Preise und Justiz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko berichtete zudem über Gespräche mit Vertretern des Präsidentenlagers zu mehreren zentralen Themen. Dabei seien die Staatsverschuldung, die Kaufkraft, die Neuverhandlung strategischer Verträge sowie Justiz und Rechenschaftspflicht diskutiert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Schuldenfrage habe die neue Regierung zugesichert, gegenüber dem Internationalen Währungsfonds keine Zusagen gemacht zu haben, die auf eine Umschuldung hinausliefen. Zugleich sei eingeräumt worden, dass eine solche Option bei einer weiteren Verschärfung der Lage nicht ausgeschlossen werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Thema Kaufkraft habe die Regierung angekündigt, Preissteigerungen und die vollständige Weitergabe realer Kosten bei subventionierten Produkten möglichst vermeiden zu wollen. Sollte die Lage aber untragbar werden, könne auch hier eine Anpassung erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders scharf äußerte sich Sonko zur Justiz. In diesem Bereich gebe es keine Einigung. Er warf Teilen des Systems vor, die versprochene Aufarbeitung und Rechenschaftspflicht zu blockieren. „In zwei Jahren ist nichts Substanzielles geschehen“, sagte er mit Blick auf entsprechende Verfahren.</p>



<h2 id="h-sonko-spricht-von-erzwungener-koexistenz" class="wp-block-heading"><span id="sonko-spricht-von-erzwungener-koexistenz">Sonko spricht von erzwungener Koexistenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der PASTEF-Chef beschrieb die neue Lage als eine Form der Koexistenz zwischen Präsidentschaft und parlamentarischer Mehrheit. Präsident Faye verfüge über keinen eigenen Abgeordneten in der Nationalversammlung, während PASTEF dort die Mehrheit halte. Diese Realität müsse anerkannt werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="717" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-1024x717.jpg" alt="" class="wp-image-27698 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-1024x717.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-300x210.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-768x538.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-380x266.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-800x560.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-1160x812.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n.jpg 1278w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sonko erklärte, PASTEF könne die Regierung theoretisch innerhalb kurzer Zeit durch ein Misstrauensvotum zu Fall bringen. Die Partei werde dies jedoch nicht aus Rache tun. Sie wolle im Rahmen der Nationalversammlung Gesetze beraten, Haushaltsfragen begleiten und Regierungshandeln kontrollieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig warnte Sonko vor einer politischen Krise, falls der Präsident die parlamentarische Mehrheit ignoriere. „Wenn er das nicht will, wird er uns in eine Krise führen, die das Land nicht braucht“, sagte er.</p>



<h2 id="h-warnung-vor-provokationen" class="wp-block-heading"><span id="warnung-vor-provokationen">Warnung vor Provokationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko rief seine Anhänger zur Ruhe auf. Er warf dem Präsidentenlager vor, durch Festnahmen, Vorladungen und Druck auf Abgeordnete eine Reaktion von PASTEF provozieren zu wollen. „Sie werden provozieren. Aber das ist eine Falle“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Premierminister forderte seine Unterstützer auf, sich auf politische Organisation, Kommunikation und Mobilisierung zu konzentrieren. Der Frieden brauche zwei Seiten, erklärte er. Der Präsident dürfe nicht auf Instrumente zurückgreifen, die früher gegen Sonko und PASTEF eingesetzt worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko verband seine Warnung mit einem Hinweis auf Senegals wirtschaftliche Lage. Eine offene Krise mit Auflösung, Misstrauensvotum oder institutioneller Blockade könne Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds belasten und Investoren abschrecken.</p>



<h2 id="h-machtkampf-innerhalb-des-fruheren-bundnisses" class="wp-block-heading"><span id="machtkampf-innerhalb-des-frueheren-buendnisses">Machtkampf innerhalb des früheren Bündnisses</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung markiert eine neue Phase im Konflikt zwischen Bassirou Diomaye Faye und Ousmane Sonko. Beide waren zentrale Figuren des politischen Wechsels im Senegal. Nun stehen Präsidentenamt und PASTEF-Führung offen gegeneinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko stellt PASTEF als Träger der parlamentarischen Mehrheit und der politischen Legitimation dar. Präsident Faye setzt mit Al Amine Lô auf eine Regierung, die Sonko als technokratisch und politisch schwach beschreibt. Der Konflikt verlagert sich damit vom Präsidentenpalast in die Nationalversammlung, wo PASTEF seine Mehrheit kontrolliert.</p>
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		<title>Politisch motivierte Gewalt gegen Geflüchtete steigt – Linke lehnt EU-Abschiebezentren ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/politisch-motivierte-gewalt-gegen-gefluechtete-steigt-linke-lehnt-eu-abschiebezentren-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 23:06:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>73 Straftaten gegen Geflüchtete, 23 Gewaltdelikte und 16 Verletzte: Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen, wie angespannt die Lage für Geflüchtete in Deutschland bleibt – während Europa seine Abschiebepolitik weiter verschärft.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpolitisch-motivierte-gewalt-gegen-gefluechtete-steigt-linke-lehnt-eu-abschiebezentren-ab%2F&amp;action_name=Politisch%20motivierte%20Gewalt%20gegen%20Gefl%C3%BCchtete%20steigt%20%E2%80%93%20Linke%20lehnt%20EU-Abschiebezentren%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Während auf europäischer Ebene über schärfere Abschieberegeln, Haftausweitungen und sogenannte Abschiebelager in Drittstaaten verhandelt wird, steigt in Deutschland die Zahl der Angriffe auf Geflüchtete weiter an. Die Bundesregierung hat für das erste Quartal 2026 bundesweit 73 politisch motivierte Straftaten gegen Geflüchtete außerhalb von Unterkünften registriert. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. Unter den Delikten waren 23 Gewalttaten, 16 Menschen wurden verletzt – darunter auch ein Kind. Zusätzlich wurden vier politisch motivierte Straftaten gegen Asylunterkünfte gemeldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/42-544-rechte-straftaten-in-deutschland-gemeldet/">Die Zahlen zeigen, dass sich die gesellschaftliche Stimmung gegenüber Geflüchteten weiter verschärft. </a>Gleichzeitig warnen Menschenrechtsorganisationen und Flüchtlingsverbände davor, dass die politische Debatte über Abschottung und Abschiebung ein Klima erzeugt, in dem rassistische Gewalt normalisiert wird.</p>



<h2 id="h-angriffe-treffen-vor-allem-gefluchtete-im-alltag" class="wp-block-heading"><span id="angriffe-treffen-vor-allem-gefluechtete-im-alltag">Angriffe treffen vor allem Geflüchtete im Alltag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen stammen aus dem Kriminalpolizeilichen Meldedienst zur Politisch motivierten Kriminalität. Erfasst werden Straftaten gegen Asylsuchende und Geflüchtete sowie Delikte gegen Unterkünfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 73 registrierten Straftaten außerhalb von Unterkünften reichen von Beleidigungen und Bedrohungen bis hin zu Körperverletzungen und Volksverhetzung. Ein Großteil der Fälle wird dem rechten Spektrum zugeordnet. Weitere Delikte ordnet die Bundesregierung den Bereichen „ausländische Ideologie“, „religiöse Ideologie“ oder „sonstige Zuordnung“ zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen waren Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In der Einzelfallliste tauchen unter anderem Neuruppin, Magdeburg, Halle, Gera, Potsdam, Oldenburg, Eisenach, Cottbus, Jena und Bonn auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Statistik macht deutlich, dass rassistische Gewalt längst nicht nur rund um Unterkünfte stattfindet. Viele Angriffe ereignen sich im öffentlichen Raum – auf Straßen, an Bahnhöfen oder im direkten Wohnumfeld der Betroffenen. Für Geflüchtete bedeutet das häufig ein Leben in permanenter Unsicherheit.</p>



<h2 id="h-gewalt-gegen-gefluchtete-bleibt-alltag" class="wp-block-heading"><span id="gewalt-gegen-gefluechtete-bleibt-alltag">Gewalt gegen Geflüchtete bleibt Alltag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 73 Straftaten stuft die Bundesregierung 23 als Gewaltdelikte ein. Dazu zählen Körperverletzungen, gefährliche Körperverletzungen und ein besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden 16 Menschen verletzt: 13 erwachsene Männer, eine Frau, ein Jugendlicher und ein Kind. Die meisten Verletzten registrierten die Behörden in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn bei den vier Angriffen auf Asylunterkünfte niemand verletzt wurde, zeigen die Fälle laut Beobachtern eine anhaltende Bedrohungslage. Die Delikte in Eppingen, Wedel, Greiz und Hamburg umfassten Sachbeschädigungen und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Alle vier Fälle wurden dem rechten Spektrum zugeordnet.</p>



<h2 id="h-verscharfte-asylpolitik-pragt-gesellschaftliches-klima" class="wp-block-heading"><span id="verschaerfte-asylpolitik-praegt-gesellschaftliches-klima">Verschärfte Asylpolitik prägt gesellschaftliches Klima</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Zahlen erscheinen in einer Phase, in der die europäische Flüchtlingspolitik massiv verschärft wird. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-einigt-sich-auf-rueckfuehrungszentren-ausserhalb-europas/" type="post" id="27835">Erst Anfang Juni einigten sich Europaparlament und Rat auf eine neue Rückführungsverordnung. </a>Diese sieht unter anderem erweiterte Haftmöglichkeiten und Abschiebungen in Drittstaaten vor, zu denen Betroffene oft keinerlei Bezug haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, kritisierte die Pläne scharf. „Auf europäischer Ebene schreitet die systematische Entrechtung Geflüchteter in erschreckendem Tempo voran“, erklärte sie. Ziel der Maßnahmen sei es, „Härte zu demonstrieren und unter Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus Angst und Schrecken zu verbreiten“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27862 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bünger warnt davor, dass Menschen ohne Aufenthaltsrecht zunehmend zu „rechtlosen Spielbällen der Behörden“ würden. Die geplanten Regelungen kriminalisierten bereits die angebliche „Nicht-Mitwirkung“ an der eigenen Abschiebung und könnten zu einer systematischen Inhaftierung führen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kritiker sehen darin nicht nur eine Gefahr für Geflüchtete selbst, sondern auch für rechtsstaatliche Standards insgesamt. Wenn Grundrechte bei besonders schutzlosen Gruppen eingeschränkt würden, könne dies langfristig weitere Bereiche der Gesellschaft betreffen.</p>



<h2 id="h-wenige-grosse-proteste-aber-anhaltende-mobilisierung" class="wp-block-heading"><span id="wenige-grosse-proteste-aber-anhaltende-mobilisierung">Wenige große Proteste – aber anhaltende Mobilisierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für das erste Quartal 2026 meldet die Bundesregierung keine rechtsextrem dominierten Großproteste gegen Flüchtlingsunterkünfte. Das Bundesamt für Verfassungsschutz erfasst allerdings nur Veranstaltungen mit größerer oder überregionaler Mobilisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Themenfeld Zuwanderung und Asyl registrierten die Behörden dennoch mehrere rechtsextremistisch geprägte Kundgebungen. Dazu gehörten Veranstaltungen der Gruppen „Junge Patrioten“ in Saarbrücken sowie eine Mahnwache von „Generation Deutschland Schleswig-Holstein“ in Hamburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zusammenhang mit Demonstrationen wurden zudem drei Straftaten registriert – darunter Bedrohung und Volksverhetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Experten weisen seit Jahren darauf hin, dass rassistische Mobilisierung häufig lokal und digital organisiert wird und deshalb nicht immer in großen Demonstrationen sichtbar wird. Gerade soziale Netzwerke spielen bei der Verbreitung von Feindbildern eine zentrale Rolle.</p>



<h2 id="h-keine-angriffe-auf-helfer-registriert" class="wp-block-heading"><span id="keine-angriffe-auf-helfer-registriert">Keine Angriffe auf Helfer registriert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Quartal 2026 wurden laut Bundesregierung keine politisch motivierten Straftaten gegen ehrenamtliche Helfer oder Hilfsorganisationen im Bereich Asyl und Migration gemeldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den vier Angriffen auf Unterkünfte konnten keine Tatverdächtigen ermittelt werden. Bei den Straftaten gegen Geflüchtete außerhalb von Unterkünften wurden in 47 Fällen insgesamt 54 Tatverdächtige festgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die Zahlen vorläufig sind und sich durch Nachmeldungen noch verändern können.</p>



<h2 id="h-hohe-fallzahlen-bereits-ende-2025" class="wp-block-heading"><span id="hohe-fallzahlen-bereits-ende-2025">Hohe Fallzahlen bereits Ende 2025</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundestagsantwort enthält außerdem Nachmeldungen für das vierte Quartal 2025. Damals registrierten die Behörden 36 Straftaten gegen Asylunterkünfte, darunter zehn Gewaltdelikte. Gegen Geflüchtete außerhalb von Unterkünften wurden sogar 355 Straftaten gemeldet, darunter 64 Gewalttaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">49 Menschen wurden dabei verletzt, darunter drei Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen zeigen, dass rassistische Gewalt gegen Geflüchtete kein kurzfristiges Phänomen ist. Während die politische Debatte in Deutschland und Europa zunehmend auf Abschreckung und Abschiebung setzt, wächst bei vielen Betroffenen die Angst vor Angriffen und gesellschaftlicher Ausgrenzung.</p>
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			<media:title type="html">Clara_Bünger</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Auf AfD-Anfrage: Bundesregierung legt Förderung für Namibia seit 2020 offen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/auf-afd-anfrage-bundesregierung-legt-foerderung-fuer-namibia-seit-2020-offen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 22:44:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland investiert massiv in die Zusammenarbeit mit Namibia. Eine Bundestagsantwort zeigt, wie eng Energiepolitik, Wirtschaft, Forschung und Sicherheitsinteressen inzwischen miteinander verbunden sind.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fauf-afd-anfrage-bundesregierung-legt-foerderung-fuer-namibia-seit-2020-offen%2F&amp;action_name=Auf%20AfD-Anfrage%3A%20Bundesregierung%20legt%20F%C3%B6rderung%20f%C3%BCr%20Namibia%20seit%202020%20offen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/auf-afd-anfrage-bundesregierung-legt-foerderung-fuer-namibia-seit-2020-offen/">Auf AfD-Anfrage: Bundesregierung legt Förderung für Namibia seit 2020 offen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat ihre ressortübergreifende Förderung für Namibia seit 2020 offengelegt und damit einen umfassenden Einblick in die deutsch-namibische Zusammenarbeit gegeben. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/061/2106145.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zeigt, dass die Beziehungen inzwischen weit über klassische Entwicklungshilfe hinausgehen. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Kooperationen rund um grünen Wasserstoff, gemeinsame Forschungs- und Bildungsprojekte sowie sicherheits- und kulturpolitische Zusammenarbeit.</p>



<h2 id="h-wirtschaft-und-energie-rucken-ins-zentrum-der-partnerschaft" class="wp-block-heading"><span id="wirtschaft-und-energie-ruecken-ins-zentrum-der-partnerschaft">Wirtschaft und Energie rücken ins Zentrum der Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/botschafter-shaanika-deutschland-und-namibia-sind-gut-aufgestellt/" type="post" id="24516">Namibia hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Partner Deutschlands in Afrika entwickelt </a>– insbesondere im Bereich Energie und Rohstoffpolitik. Die Bundesregierung sieht das Land als potenziellen Produzenten von grünem Wasserstoff, der langfristig auch für den europäischen Markt relevant werden könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/daures-green-hydrogen-projekt-deutschland-will-nicht-mehr-finanzieren/" type="post" id="12652">Entsprechend fließen erhebliche Mittel in den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft.</a> Zu den größten Projekten gehören Förderungen für Unternehmen wie HyIron, TS Elino und LSF Green Invest sowie das sogenannte „GH2 Namibia Programme“, das über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit begleitet wird. Auch die deutsch-namibische Wasserstoffpartnerschaft zwischen beiden Regierungen wird finanziert. <a href="https://fokus-afrika.de/wasserstoff-deutschland-intensiviert-zusammenarbeit-mit-namibia-und-sudafrika/" type="post" id="9720">Ziel ist es, industrielle Produktion, Infrastruktur und technische Standards für grünen Wasserstoff aufzubauen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus unterstützt Deutschland wirtschaftsnahe Projekte in Namibia, etwa in den Bereichen Berufsbildung, Bioenergie, E-Mobilität und nachhaltige Landwirtschaft. Die Bundesregierung betont dabei, dass die Zusammenarbeit sowohl Namibia als auch deutschen Unternehmen zugutekommen solle. Genannt werden bessere Investitionsbedingungen, neue Lieferketten und lokale Wertschöpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftliche Kooperation ist damit eng mit geopolitischen Interessen verbunden. Namibia wird zunehmend als strategischer Partner für die deutsche Energie- und Klimapolitik betrachtet.</p>



<h2 id="h-forschung-bildung-und-entwicklungspolitik-bleiben-wichtige-saulen" class="wp-block-heading"><span id="forschung-bildung-und-entwicklungspolitik-bleiben-wichtige-saeulen">Forschung, Bildung und Entwicklungspolitik bleiben wichtige Säulen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Energiepolitik bleibt Namibia ein Schwerpunktland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-namibia-mit-48-millionen-euro/" type="post" id="22015">Bei den Regierungsverhandlungen 2023 sagte Deutschland nach Angaben der Bundesregierung 51,5 Millionen Euro für die bilaterale Zusammenarbeit zu.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Flag_of_Namibia_and_Germany.jpg" alt="" class="wp-image-27856 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Flag_of_Namibia_and_Germany.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Flag_of_Namibia_and_Germany-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Flag_of_Namibia_and_Germany-768x513.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Flag_of_Namibia_and_Germany-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Förderung konzentriert sich vor allem auf nachhaltige Entwicklung, Klimaanpassung, Wasserressourcenmanagement und Bildung. Deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten dabei eng mit namibischen Partnern zusammen. Mehrere Projekte beschäftigen sich mit den Folgen des Klimawandels im südlichen Afrika, nachhaltiger Landnutzung und dem Umgang mit Wasserknappheit.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Bildungsprogramme spielen eine zentrale Rolle. Deutschland unterstützt Berufsbildungsprojekte, Studienfinanzierungen und wissenschaftliche Kooperationen. Dahinter steht das Ziel, langfristige wirtschaftliche Entwicklung und Fachkräfteausbildung in Namibia zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung macht in ihrer Antwort deutlich, dass Entwicklungszusammenarbeit heute stärker mit wirtschaftlichen und klimapolitischen Interessen verknüpft wird als früher. Forschung, Ausbildung und Energiepolitik greifen dabei zunehmend ineinander.</p>



<h2 id="h-sicherheits-und-kulturpolitik-pragen-die-historischen-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheits-und-kulturpolitik-praegen-die-historischen-beziehungen">Sicherheits- und Kulturpolitik prägen die historischen Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Teil der Zusammenarbeit betrifft Sicherheits- und Kulturpolitik. Das Auswärtige Amt fördert seit Jahren kleinere Projekte in Namibia, darunter Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, Bildungsprogramme und kulturelle Initiativen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit erhält das Ausstattungshilfeprogramm für die namibischen Streitkräfte. Dafür stellte die Bundesregierung in mehreren Jahren Mittel in Millionenhöhe bereit. Die Unterstützung ist Teil der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit Deutschlands mit Partnerstaaten außerhalb Europas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben spielt die gemeinsame Geschichte beider Länder weiterhin eine wichtige Rolle. Gefördert werden unter anderem Projekte zur Restaurierung historischer Orte, zur Bewahrung von Traditionen sowie zur Erinnerung an die Kolonialzeit und den Völkermord an Herero und Nama. Auch Schulpartnerschaften und der Deutschunterricht werden unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt die deutsch-namibischen Beziehungen insgesamt als breit angelegte Partnerschaft. Sie reichen heute von Entwicklungs- und Klimapolitik über Wirtschaftsinteressen bis hin zu Forschung, Kultur und Sicherheitskooperation.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Streit um Ghanas Anti-LGBTQ-Gesetz verschärft politischen Konflikt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/streit-um-ghanas-anti-lgbtq-gesetz-verschaerft-politischen-konflikt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 20:13:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Ghana eskaliert der Streit um das Anti-LGBTQ-Gesetz. Hinter der Verfahrensdebatte stehen tiefere Konflikte über Grundrechte, politische Macht und gesellschaftliche Werte.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstreit-um-ghanas-anti-lgbtq-gesetz-verschaerft-politischen-konflikt%2F&amp;action_name=Streit%20um%20Ghanas%20Anti-LGBTQ-Gesetz%20versch%C3%A4rft%20politischen%20Konflikt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/streit-um-ghanas-anti-lgbtq-gesetz-verschaerft-politischen-konflikt/">Streit um Ghanas Anti-LGBTQ-Gesetz verschärft politischen Konflikt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt um Ghanas umstrittenes Anti-LGBTQ-Gesetz entwickelt sich zunehmend zu einer Grundsatzdebatte über Rechtsstaatlichkeit, gesellschaftliche Werte und politische Machtkämpfe. Parlamentspräsident Alban Bagbin forderte die Abgeordneten am Dienstag, 2. Juni 2026, in Accra auf, die Verabschiedung des Gesetzes erneut aufzugreifen und das Verfahren rechtssicher zu wiederholen. Während die Regierungsmehrheit keinen Fehler erkennt, sehen Kritiker in dem Streit ein Zeichen für tiefere Spannungen innerhalb von Politik und Gesellschaft.</p>



<h2 id="h-streit-uber-verfahren-und-politische-legitimitat" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-verfahren-und-politische-legitimitaet">Streit über Verfahren und politische Legitimität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Parlament hatte den sog. “Gesetzentwurf für Menschenrechte und Familienwerte” am Freitag, 29. Mai 2026, verabschiedet. Das Gesetz sieht weitreichende Strafen gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen, deren Förderung sowie bestimmte Formen der Unterstützung und Finanzierung vor. Befürworter betrachten das Gesetz als Schutz traditioneller Familienwerte, Kritiker warnen vor massiven Eingriffen in Grundrechte und Meinungsfreiheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bagbin erklärte nach Angaben der <em>Ghana News Agency</em>, dass die letzten Schritte der Verabschiedung möglicherweise nicht vollständig den parlamentarischen Regeln entsprochen hätten. Dabei verwies er auf die Standing Orders 170, 171 und 172, die unter anderem Fristen und die Behandlung von Änderungsanträgen regeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Parlamentspräsident machte deutlich, dass es ihm nicht um eine inhaltliche Ablehnung des Gesetzes gehe. Vielmehr müsse sichergestellt werden, dass ein derart sensibles Gesetz auf einem rechtlich unangreifbaren Verfahren beruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Legitimität, Glaubwürdigkeit und dauerhafte Autorität eines Gesetzes hängen nicht nur von dem Ziel ab, das erreicht werden soll, sondern auch von der Integrität des Verfahrens, in dem dieses Gesetz verabschiedet wird“, sagte Bagbin. „Verfahrensrecht ist genauso wichtig wie materielles Recht.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner Forderung nach einer erneuten Behandlung versucht Bagbin offenbar, spätere gerichtliche Anfechtungen zu vermeiden. Gleichzeitig zeigt der Streit, wie stark das Gesetz inzwischen zum Symbol eines größeren politischen und gesellschaftlichen Konflikts geworden ist.</p>



<h2 id="h-regierung-und-opposition-werfen-sich-politische-motive-vor" class="wp-block-heading"><span id="regierung-und-opposition-werfen-sich-politische-motive-vor">Regierung und Opposition werfen sich politische Motive vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mehrheitsführer Mahama Ayariga wies Bagbins Einwände zurück. Gegenüber <em>Joy FM</em> erklärte er, das Parlament habe korrekt gehandelt und es gebe „nichts wirklich zu überdenken“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ayariga argumentierte, dass die notwendigen Schritte zur Verkürzung der Beratungszeit ordnungsgemäß beschlossen worden seien. Die Regierungspartei National Democratic Congress sehe das Gesetz zudem als Teil ihres politischen Mandats. Die NDC habe im Wahlkampf angekündigt, gegen LGBTQ-Aktivitäten und deren öffentliche Förderung vorzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verschärfte Ayariga den Ton gegenüber der Opposition. Er warf der New Patriotic Party vor, den Prozess bewusst behindern zu wollen, um die Regierung politisch unter Druck zu setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt verläuft jedoch nicht strikt entlang der Parteigrenzen. Auch innerhalb der Opposition gibt es unterschiedliche Positionen zum Gesetz und zu möglichen Ausnahmen für bestimmte Berufsgruppen.</p>



<h2 id="h-debatte-uber-meinungsfreiheit-und-berufliche-ausnahmen" class="wp-block-heading"><span id="debatte-ueber-meinungsfreiheit-und-berufliche-ausnahmen">Debatte über Meinungsfreiheit und berufliche Ausnahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders umstritten war im Parlament die Diskussion über Klausel 9 des Gesetzentwurfs. Dabei ging es um mögliche Ausnahmen für Anwältinnen und Anwälte, Journalistinnen und Journalisten sowie medizinische und psychologische Fachkräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Befürworter dieser Ausnahmen argumentierten, dass berufliche Tätigkeiten wie Rechtsberatung, medizinische Betreuung oder journalistische Berichterstattung nicht automatisch als Förderung von LGBTQ-Aktivitäten kriminalisiert werden dürften. Medienvertreter und Juristen hatten zuvor vor Einschränkungen der Pressefreiheit und des Zugangs zu Rechtsberatung gewarnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teile der Opposition lehnten diese Änderungen jedoch ab. Reverend Ntim Fordjour, einer der Sponsoren des Gesetzes, erklärte, solche Ausnahmen könnten Personen schützen, die LGBTQ-Aktivitäten unterstützten oder gesellschaftlich akzeptabler machten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigt, dass sich der Konflikt längst nicht mehr nur um sexuelle Minderheiten dreht. Vielmehr geht es zunehmend um die Frage, wie weit der Staat in gesellschaftliche und persönliche Bereiche eingreifen darf.</p>



<h2 id="h-kritik-an-moglicher-kriminalisierung" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-moeglicher-kriminalisierung">Kritik an möglicher Kriminalisierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minderheitsführer Alexander Afenyo-Markin gehört zu den <a href="https://fokus-afrika.de/einzelprotest-gegen-das-anti-lgbtq-gesetz-aktivist-marschiert-in-accra/" type="post" id="10786">deutlichsten Kritikern des Gesetzes</a>. In <a href="https://www.myjoyonline.com/afenyo-markin-criticises-anti-lgbtq-bill-says-it-criminalises-identity-and-crosses-democratic-line/">sozialen Medien</a> warnte er davor, Menschen allein wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer persönlichen Beziehungen strafrechtlich zu verfolgen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26079 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Rainbow_flag_breeze.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Ein Gesetz, das Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder der Person, die sie lieben, ins Gefängnis bringt, schützt die Gesellschaft nicht. Es wählt lediglich eine Gruppe von Menschen aus und macht ihre Existenz zu einem Verbrechen“, schrieb Afenyo-Markin.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Aussagen verdeutlichen die wachsende Sorge, dass das Gesetz nicht nur LGBTQ-Personen betreffen könnte, sondern auch Auswirkungen auf Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und berufliche Tätigkeiten haben könnte.</p>



<h2 id="h-gesellschaftlicher-konflikt-reicht-uber-ghana-hinaus" class="wp-block-heading"><span id="gesellschaftlicher-konflikt-reicht-ueber-ghana-hinaus">Gesellschaftlicher Konflikt reicht über Ghana hinaus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Politische Beobachter sehen in dem Streit inzwischen mehr als eine reine Verfahrensfrage. Der Direktor des African Centre for Parliamentary Affairs, Rasheed Draman, erklärte Bagbins Vorgehen sei ungewöhnlich, da der Parlamentspräsident selbst lange als Unterstützer des Gesetzes gegolten habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Draman vermutet deshalb, dass Bagbin vor allem verhindern wolle, dass das Gesetz später wegen formaler Fehler vor Gericht scheitert. Gleichzeitig werde deutlich, wie sensibel das Thema inzwischen geworden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt fällt zudem in eine Woche, in der Accra die vierte Afrikanische Interparlamentarische Konferenz über Familie und Souveränität ausrichtet. <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-parlament-verdoppelt-strafen-gegen-gleichgeschlechtliche-beziehungen/" type="post" id="25623">Damit steht die Debatte nicht nur im Zentrum der ghanaischen Innenpolitik, sondern auch einer breiteren afrikanischen Diskussion über Familie, kulturelle Werte, staatliche Souveränität und Menschenrechte.</a></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstreit-um-ghanas-anti-lgbtq-gesetz-verschaerft-politischen-konflikt%2F&action_name=Streit%20um%20Ghanas%20Anti-LGBTQ-Gesetz%20versch%C3%A4rft%20politischen%20Konflikt&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/streit-um-ghanas-anti-lgbtq-gesetz-verschaerft-politischen-konflikt/">Streit um Ghanas Anti-LGBTQ-Gesetz verschärft politischen Konflikt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Senegal bekommt eine neue Regierung – ohne parlamentarische Mehrheit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/senegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 01:10:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Senegal hat eine neue Regierung – aber ohne offizielle Beteiligung des PASTEF. Präsident Bassirou Diomaye Faye setzt auf ein Kabinett mit 30 Mitgliedern, während Ousmane Sonkos Partei den Bruch mit der Regierung offen erklärt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsenegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit%2F&amp;action_name=Senegal%20bekommt%20eine%20neue%20Regierung%20%E2%80%93%20ohne%20parlamentarische%20Mehrheit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit/">Senegal bekommt eine neue Regierung – ohne parlamentarische Mehrheit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye hat eine neue Regierung unter Premierminister Ahmadou Alamine Mohamed Lo ernannt. Der entsprechende Erlass wurde am 1. Juni in Dakar veröffentlicht. Das Kabinett umfasst 30 Mitglieder und entsteht in einer Phase wachsender Spannungen zwischen dem Präsidenten und dem PASTEF von Ousmane Sonko. Die Partei erklärte kurz vor Bekanntgabe der Liste, sie werde sich nicht an der neuen Regierung beteiligen.</p>



<h2 id="h-pastef-erklart-seinen-ruckzug" class="wp-block-heading"><span id="pastef-erklaert-seinen-rueckzug">PASTEF erklärt seinen Rückzug</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierungsbildung wurde von einer Erklärung des PASTEF überschattet. Die Partei von Ousmane Sonko teilte mit, sie werde im neuen Kabinett durch keinen Minister vertreten sein. Vorausgegangen war ein Gespräch zwischen Sonko und Präsident Faye.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27844 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Erklärung heißt es, bei dem Austausch seien „Übereinstimmungen“ bestätigt worden, zugleich aber „Punkte des Dissenses, insbesondere über Platz und Rolle der Mehrheit im Exekutivapparat“. Nach einer Rückmeldung an die Parteigremien habe PASTEF neue Vorschläge an den Präsidenten übermittelt. Diese hätten keine positive Antwort erhalten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Folglich wird Pastef nicht an der nächsten Regierung teilnehmen und dort durch keinen Minister vertreten sein“, erklärte die Partei. <a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/" type="post" id="27696">Zugleich wünschte sie der neuen Mannschaft Erfolg.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schritt markiert einen offenen Bruch innerhalb des politischen Lagers, das Bassirou Diomaye Faye 2024 an die Macht gebracht hatte. <a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Sonko war bis Mai 2026 Premierminister und steht inzwischen an der Spitze der Nationalversammlung.</a> Seine Partei bleibt eine zentrale Kraft im Parlament.</p>



<h2 id="persoenlichkeiten-aus-dem-umfeld-der-mehrheit-im-kabinett" class="wp-block-heading">Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Mehrheit im Kabinett</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Liste enthält dennoch mehrere Persönlichkeiten, die in den vergangenen Jahren dem Machtlager oder dessen parlamentarischem Umfeld zugerechnet wurden. Abdoul Ahad Ndiaye wird Minister für Land- und Luftverkehr. Marie Angélique Mame Selbé Diouf übernimmt das Ministerium für Familie, soziale Aktion und Solidarität.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">EN DIRECT | Annonce de la composition du nouveau Gouvernement <a href="https://t.co/AzQbazA1sK">https://t.co/AzQbazA1sK</a></p>— Présidence Sénégal (@PR_Senegal) <a href="https://x.com/PR_Senegal/status/2061551132376228144?ref_src=twsrc%5Etfw">June 1, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/erdrutschsieg-fuer-pastef-parlamentswahlen-im-senegal-markieren-politischen-wandel/" type="post" id="12615">Beide gehörten bis zu ihrer Ernennung der Nationalversammlung an und wurden unter dem Banner des PASTEF in die 15. Legislaturperiode gewählt.</a> Mit ihrem Eintritt in die Regierung müssen sie ihre Mandate niederlegen, da Regierungsamt und Parlamentsmandat nicht miteinander vereinbar sind. Ihre Nachrücker sollen nach den Regeln des Wahlrechts bestimmt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Ibrahima Sy im Gesundheitsministerium und Moussa Bala Fofana im Ressort für Stadtplanung, Gebietskörperschaften und Raumordnung bleiben Teil der Regierungsstruktur. Die neue Zusammensetzung schafft damit eine politische Lage, in der PASTEF als Partei die Teilnahme ablehnt, während einzelne aus seinem Umfeld stammende Persönlichkeiten Regierungsämter übernehmen.</p>



<h2 id="h-opposition-zieht-vor-den-verfassungsrat" class="wp-block-heading"><span id="opposition-zieht-vor-den-verfassungsrat">Opposition zieht vor den Verfassungsrat </span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Regierungsbildung verschärft sich der institutionelle Konflikt um Ousmane Sonko. Abgeordnete der Opposition haben beim Verfassungsrat Beschwerde gegen seine Rückkehr in die Nationalversammlung eingelegt. Sie stellen die Rechtmäßigkeit seiner Wiedereingliederung als Abgeordneter nach seinem Ausscheiden aus der Regierung infrage. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-faye-stellt-vertrauen-in-premierminister-sonko-oeffentlich-in-frage/">Der Streit fällt in eine Phase politischer Neuordnung</a>. Sonko war am 22. Mai als Premierminister entlassen worden. Die Amtsübergabe an Ahmadou Alamine Mohamed Lo erfolgte am 30. Mai. Bis zur Bildung des neuen Kabinetts führten die bisherigen Minister die laufenden Geschäfte weiter. Präsident Faye soll den ersten Ministerrat in der neuen Zusammensetzung am Freitag, 5. Juni, leiten.</p>
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		<title>EU einigt sich auf Rückführungszentren außerhalb Europas</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-einigt-sich-auf-rueckfuehrungszentren-ausserhalb-europas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 23:31:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die EU verschärft ihre Rückführungspolitik: Rat und Parlament haben sich auf neue Regeln geeinigt. Geplant sind mehr Pflichten für Menschen ohne Aufenthaltsrecht, Rückführungszentren außerhalb der EU und Sondermaßnahmen bei Sicherheitsrisiken.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-einigt-sich-auf-rueckfuehrungszentren-ausserhalb-europas%2F&amp;action_name=EU%20einigt%20sich%20auf%20R%C3%BCckf%C3%BChrungszentren%20au%C3%9Ferhalb%20Europas&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Unterhändler des Rates der Europäischen Union und des Europäischen Parlaments haben sich auf neue Regeln zur Rückführung von Drittstaatsangehörigen ohne Aufenthaltsrecht geeinigt. Die vorläufige Einigung wurde am 1. Juni erzielt. Die Verordnung soll Rückführungsverfahren in der EU beschleunigen, die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten verbessern und sogenannte Rückführungszentren in Staaten außerhalb der Europäischen Union ermöglichen. Der Text muss noch vom Rat und vom Parlament bestätigt werden.</p>



<h2 id="h-mehr-pflichten-fur-menschen-ohne-aufenthaltsrecht" class="wp-block-heading"><span id="mehr-pflichten-fuer-menschen-ohne-aufenthaltsrecht">Mehr Pflichten für Menschen ohne Aufenthaltsrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplante Verordnung verpflichtet Personen ohne Aufenthaltsrecht, mit den nationalen Behörden zusammenzuarbeiten und den betreffenden Mitgliedstaat zu verlassen. Wer dieser Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, muss mit Folgen rechnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgesehen sind unter anderem geringere Leistungen und Zuwendungen nach nationalem Recht. Mitgliedstaaten können auch Anreize für eine freiwillige Rückkehr verweigern. Wo nationales Recht es erlaubt, sollen strafrechtliche Sanktionen möglich sein, einschließlich Freiheitsstrafen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27837 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der zyprische stellvertretende Minister für Migration und internationalen Schutz, Nicholas Ioannides, sprach von einer „wegweisenden Einigung“. Die neue Verordnung werde den Rückkehrprozess beschleunigen und die Zahl der Rückführungen von Personen erhöhen, die kein legales Aufenthaltsrecht in der EU hätten. Migration sei eine Priorität der zyprischen Ratspräsidentschaft, sagte Ioannides.</p>
</div></div>



<h2 id="h-ruckfuhrungszentren-ausserhalb-der-eu" class="wp-block-heading"><span id="rueckfuehrungszentren-ausserhalb-der-eu">Rückführungszentren außerhalb der EU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt der Einigung betrifft Rückführungszentren in Drittstaaten. <a href="https://fokus-afrika.de/migrant-deal-rwanda-enjoys-windfall-pr/" type="post" id="3558">Mitgliedstaaten sollen solche Einrichtungen außerhalb der EU einrichten können.</a> Sie könnten als Zielort einer Rückführung dienen oder als Zwischenstation, von der aus Betroffene in ihr Herkunftsland oder einen anderen Drittstaat weitergebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verlegen-weitere-migranten-nach-eswatini/" type="post" id="25729">Ein Rückführungsstaat kann nur ein Drittstaat sein, mit dem eine Vereinbarung oder Absprache geschlossen wurde. </a>Voraussetzung ist, dass dieser Staat internationale Menschenrechtsstandards und Grundsätze des Völkerrechts achtet. Dazu gehört ausdrücklich das Verbot der Zurückweisung in Staaten, in denen Betroffenen schwere Menschenrechtsverletzungen drohen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unbegleitete Minderjährige sind von solchen Vereinbarungen oder Absprachen ausgenommen. Für sie sollen die Regeln zu Rückführungszentren nicht gelten.</p>



<h2 id="h-europaische-ruckfuhrungsanordnung-geplant" class="wp-block-heading"><span id="europaeische-rueckfuehrungsanordnung-geplant">Europäische Rückführungsanordnung geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verordnung führt eine Europäische Rückführungsanordnung ein. Dabei handelt es sich um ein Formular, in das Mitgliedstaaten die zentralen Elemente einer Rückführungsentscheidung eintragen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit soll es für andere Mitgliedstaaten leichter werden, eine Rückführungsentscheidung anzuerkennen. Die gegenseitige Anerkennung bleibt zunächst freiwillig. Drei Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung soll geprüft werden, ob die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine verpflichtende Anerkennung vorlegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Anordnung soll verhindern, dass Rückführungsentscheidungen nur innerhalb eines einzelnen Mitgliedstaates praktisch wirksam sind. Sie soll zugleich die Informationsgrundlage zwischen den Behörden vereinheitlichen.</p>



<h2 id="h-sonderregeln-bei-sicherheitsrisiken" class="wp-block-heading"><span id="sonderregeln-bei-sicherheitsrisiken">Sonderregeln bei Sicherheitsrisiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Personen, die als Sicherheitsrisiko gelten, sieht die Einigung besondere Maßnahmen vor. Mitgliedstaaten sollen Einreiseverbote verhängen können, die über die sonst übliche Höchstdauer von zehn Jahren hinausgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Sicherheitsfällen können Einreiseverbote auch unbefristet ausgesprochen werden. Zudem sollen Mitgliedstaaten Personen, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden, in Haftanstalten unterbringen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Regelungen gehören zu den deutlichsten Verschärfungen des geplanten Rechtsrahmens. Sie betreffen Fälle, in denen nationale Behörden eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit feststellen.</p>



<h2 id="h-teil-des-eu-migrationspakts" class="wp-block-heading"><span id="teil-des-eu-migrationspakts">Teil des EU-Migrationspakts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Verordnung ergänzt den EU-Pakt zu Migration und Asyl. Dieser soll ab dem 12. Juni 2026 umgesetzt werden. Die Rückführungsregeln sollen dazu beitragen, dass Entscheidungen über fehlendes Aufenthaltsrecht in der Praxis schneller vollzogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Kommission hatte den Vorschlag für gemeinsame Regeln zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger im März 2025 vorgelegt. Nach Angaben des Rates sind derzeit 64 Prozent der von Frontex unterstützten Rückführungen freiwillig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vorläufige Einigung muss nun vom Rat und vom Europäischen Parlament gebilligt werden. Danach folgt die formale Annahme nach der juristisch-sprachlichen Überarbeitung. Die Verordnung soll am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft treten. Einige Bestimmungen sollen erst zwölf Monate später angewendet werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-einigt-sich-auf-rueckfuehrungszentren-ausserhalb-europas%2F&action_name=EU%20einigt%20sich%20auf%20R%C3%BCckf%C3%BChrungszentren%20au%C3%9Ferhalb%20Europas&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-einigt-sich-auf-rueckfuehrungszentren-ausserhalb-europas/">EU einigt sich auf Rückführungszentren außerhalb Europas</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Erste Ebola-Patienten im Kongo genesen – Gesundheitsministerin drängt auf Reform der WHO</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/erste-ebola-patienten-im-kongo-genesen-gesundheitsministerin-draengt-auf-reform-der-who/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 14:42:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Erste Genesungen im Ebola-Ausbruch im Kongo: Die WHO meldet fünf erholte Patientinnen und Patienten, während die Fallzahlen weiter steigen. Ein US-Helfer wird in Berlin an der Charité versorgt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ferste-ebola-patienten-im-kongo-genesen-gesundheitsministerin-draengt-auf-reform-der-who%2F&amp;action_name=Erste%20Ebola-Patienten%20im%20Kongo%20genesen%20%E2%80%93%20Gesundheitsministerin%20dr%C3%A4ngt%20auf%20Reform%20der%20WHO&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/erste-ebola-patienten-im-kongo-genesen-gesundheitsministerin-draengt-auf-reform-der-who/">Erste Ebola-Patienten im Kongo genesen – Gesundheitsministerin drängt auf Reform der WHO</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In der Demokratischen Republik Kongo sind mehrere Ebola-Patienten nach einer Infektion mit dem Bundibugyo-Virus genesen. Die Weltgesundheitsorganisation meldete die Entlassung von Pflegekräften und insgesamt fünf bestätigte Genesungen. Zugleich steigen die Fallzahlen weiter: Im Kongo wurden 210 bestätigte Infektionen und 17 bestätigte Todesfälle registriert. Auch Deutschland ist in die internationale Versorgung eingebunden, weil ein aus den USA stammender Helfer nach einer Behandlung von Patienten im Kongo in Berlin versorgt wird.</p>



<h2 id="h-funf-menschen-gelten-als-genesen" class="wp-block-heading"><span id="fuenf-menschen-gelten-als-genesen">Fünf Menschen gelten als genesen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltgesundheitsorganisation wertet die ersten Genesungen als wichtiges Signal im laufenden Ausbruch. Zwei Pflegekräfte konnten nach vollständiger Erholung entlassen werden. Bereits am Donnerstag war ein Laborangestellter nach einer Infektion für gesund erklärt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Weitere Genesungen werden erwartet, insbesondere wenn Menschen früh diagnostiziert werden und Zugang zu Versorgung erhalten, und wenn die Ausbruchsreaktion verstärkt wird“, erklärte die WHO in ihrer Aktualisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausbruch wird durch das Bundibugyo-Virus verursacht. Gegen diese Ebola-Variante gibt es nach Angaben der WHO bisher keinen zugelassenen Impfstoff und keine zugelassene Behandlung. <a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/">Die Organisation beschreibt die Krankheit als eine Infektion, die besonders häufig Menschen trifft, die Erkrankte versorgen.</a></p>



<h2 id="h-mehr-als-200-bestatigte-falle" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-200-bestaetigte-faelle">Mehr als 200 bestätigte Fälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Sonntag registrierten die Gesundheitsbehörden 210 bestätigte Infektionen in der Demokratischen Republik Kongo. 17 Menschen starben bestätigt an der Krankheit. Fast 350 weitere Verdachtsfälle werden untersucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Infizierten sind auch 16 Gesundheitskräfte. Das zeigt die besondere Gefahr für medizinisches Personal, Angehörige und Helferinnen und Helfer, die engen Kontakt zu Erkrankten haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Erklärung des Ausbruchs am 15. Mai laufen Laboruntersuchungen, Überwachung von Kontaktpersonen, Infektionsschutzmaßnahmen, Aufklärung in Gemeinden und die Mobilisierung zusätzlicher Mittel. Die Übertragung konzentriert sich auf Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu im Osten des Landes.</p>



<h2 id="h-behandlungszentrum-in-bunia-ausgebaut" class="wp-block-heading"><span id="behandlungszentrum-in-bunia-ausgebaut">Behandlungszentrum in Bunia ausgebaut</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bunia, die Hauptstadt der <a href="https://fokus-afrika.de/is-reklamiert-angriff-auf-goldminen-in-ituri/" type="post" id="25706">Provinz Ituri</a>, gilt als wahrscheinliches Zentrum des Ausbruchs. Die WHO übergab den kongolesischen Gesundheitsbehörden dort ein renoviertes Ebola-Behandlungszentrum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einrichtung verfügt derzeit über 24 Betten und kann auf bis zu 60 Betten erweitert werden. Zusätzlich richtet die WHO einen Anbau mit bis zu 42 weiteren Betten ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ostkongo-kontaktgruppe-fordert-waffenruhe-in-masisi-dauern-kaempfe-trotz-ebola-an/" type="post" id="27599">Die Lage im Osten des Kongo erschwert die Eindämmung.</a> In der rohstoffreichen Region dauern Konflikte seit Jahrzehnten an. Allein in Ituri benötigen rund 1,2 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Die Gesundheitsversorgung steht dadurch unter zusätzlichem Druck, während Bevölkerungsbewegungen die Nachverfolgung von Kontakten erschweren.</p>



<h2 id="h-mogliche-therapien-werden-gepruft" class="wp-block-heading"><span id="moegliche-therapien-werden-geprueft">Mögliche Therapien werden geprüft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl keine zugelassenen Impfstoffe oder Therapien gegen das Bundibugyo-Virus verfügbar sind, stuften WHO-Beratungsgremien mehrere Kandidaten als ausreichend vielversprechend für klinische Prüfungen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für bestätigte Fälle sollen drei mögliche Therapien vorrangig in klinischen Studien untersucht werden: die monoklonalen Antikörper MBP 134 und Maftivimab sowie das antivirale Mittel Remdesivir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Vorbeugung nach Kontakt mit bestätigten Fällen wird das orale antivirale Mittel Obeldesivir in einer klinischen Studie priorisiert. Außerdem wurden zwei mögliche Impfstoffe für eine Bewertung benannt, sobald Dosen verfügbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte bei einem Besuch in Bunia die Bedeutung früher Behandlung. „Ebola, verursacht durch das Bundibugyo-Virus, kann mit guter medizinischer Versorgung überlebt werden, und einige Menschen hier in Ituri sind bereits genesen. Frühzeitig Versorgung zu suchen, macht einen echten Unterschied. Es ist nicht ohne Hoffnung“, sagte Tedros.</p>



<h2 id="h-patient-aus-dem-kongo-wird-in-berlin-versorgt" class="wp-block-heading"><span id="patient-aus-dem-kongo-wird-in-berlin-versorgt">Patient aus dem Kongo wird in Berlin versorgt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausbruch hat auch Deutschland erreicht, ohne dass bisher eine Weiterverbreitung in Deutschland gemeldet wurde. Ein US-amerikanischer Patient, der zuvor Ebola-Patienten in der Demokratischen Republik Kongo behandelt hatte, wird in der Sonderisolierstation der Berliner Charité versorgt. Seine Familienangehörigen wurden ebenfalls dort aufgenommen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="990" height="557" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken.webp" alt="" class="wp-image-27827 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken.webp 990w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken-800x450.webp 800w" sizes="(max-width: 990px) 100vw, 990px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besuchte am 27. Mai die Charité und sprach mit Vertretern der Klinik über die Aufnahme des Patienten. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-schickt-schutzanzuege-in-ebola-gebiet-und-bereitet-expertenteam-vor/" type="post" id="27499">Der Patient war auf Bitten der USA nach Berlin gebracht worden.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Warken dankte den Beschäftigten der Charité sowie den beteiligten Stellen in Berlin und Brandenburg, darunter Gesundheitsämter, Feuerwehr und Robert Koch-Institut. „Der reibungslose Ablauf auf allen Ebenen – vom Hilfeersuchen der USA bis zur Aufnahme des Patienten und seiner Angehörigen in der Charité – machen sehr deutlich, dass wir in Deutschland unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen eine medizinische Versorgung von hochinfektiösen Krankheiten auf Spitzenniveau sicherstellen können“, sagte die Ministerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland verfügt über ein Expertennetzwerk aus sieben Standorten für das Management und die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krankheiten durch hochpathogene Erreger.</p>



<h2 id="h-grenzuberschreitende-ubertragung-nach-uganda" class="wp-block-heading"><span id="grenzueberschreitende-uebertragung-nach-uganda">Grenzüberschreitende Übertragung nach Uganda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-12-milliarden-us-dollar-ausgegeben-nicht-einmal-ein-labor-gebaut/" type="post" id="27625">Die WHO beschreibt den Ausbruch im Kongo und im benachbarten Uganda als dynamisch.</a> Die Fallzahlen steigen, die geografische Ausbreitung nimmt zu und es gibt Hinweise auf grenzüberschreitende Übertragung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Uganda wurden Infektionen im Zusammenhang mit Reisen aus der Demokratischen Republik Kongo bestätigt. Die WHO arbeitet mit den Gesundheitsbehörden beider Länder zusammen, um klinische Studien, Überwachung, Behandlung und Gemeindearbeit zu koordinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warken verwies mit Blick auf die internationale Zusammenarbeit auf die Rolle der Weltgesundheitsorganisation. „Kein Land kann grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren alleine in den Griff bekommen“, sagte sie. Deutschland werde den Reformprozess der WHO weiter unterstützen und als Partner für internationale Zusammenarbeit bereitstehen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung will Diskriminierungsschutz ausbauen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-will-diskriminierungsschutz-ausbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 13:54:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr Zeit für Beschwerden, kostenlose Schlichtung und stärkere Unterstützung vor Gericht: Die Bundesregierung plant eine umfassende Reform des Diskriminierungsschutzes.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-will-diskriminierungsschutz-ausbauen%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20will%20Diskriminierungsschutz%20ausbauen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wer wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft, Religion, Behinderung oder sexuellen Identität benachteiligt wird, soll sich künftig leichter wehren können. Die Bundesregierung plant deshalb eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/061/2106178.pdf">Gesetzentwurf</a> sieht unter anderem längere Fristen für Beschwerden, eine neue Schlichtungsstelle und mehr Unterstützung durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes vor. Die Änderungen sollen den Zugang zu Beratung für Betroffene von Diskriminierung und ihre rechtlicher Unterstützung erleichtern und außergerichtliche Lösungen stärken.</p>



<h2 id="h-mehr-zeit-fur-betroffene" class="wp-block-heading"><span id="mehr-zeit-fuer-betroffene">Mehr Zeit für Betroffene</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang mussten <a href="https://fokus-afrika.de/mohammed-el-ouahhabi-ein-vorbild-fuer-integration-und-zusammenhalt/">Menschen</a>, die sich gegen Diskriminierung wehren wollen, oft sehr schnell handeln: Ansprüche nach dem AGG mussten innerhalb von zwei Monaten geltend gemacht werden. Künftig sollen dafür vier Monate gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kann im Alltag relevant sein. Wer etwa nach einer diskriminierenden Absage im Bewerbungsverfahren, einer Benachteiligung am Arbeitsplatz oder einer ungerechten Behandlung bei der Wohnungssuche betroffen ist, hat künftig mehr Zeit, Unterlagen zu sammeln, Zeugen zu finden oder rechtliche Beratung einzuholen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade nach belastenden Situationen fällt es vielen Menschen schwer, sofort zu reagieren. Die längere Frist soll deshalb mehr Spielraum schaffen, bevor rechtliche Schritte geprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das AGG schützt seit 2006 vor Benachteiligungen wegen ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Lebensalter und sexueller Identität. Der Begriff „Alter“ soll künftig durch „Lebensalter“ ersetzt werden. Damit will die Bundesregierung deutlicher machen, dass Diskriminierung sowohl jüngere als auch ältere Menschen treffen kann.</p>



<h2 id="h-neues-verbot-bei-geschlechtsdiskriminierung" class="wp-block-heading"><span id="neues-verbot-bei-geschlechtsdiskriminierung">Neues Verbot bei Geschlechtsdiskriminierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will außerdem den Schutz vor Benachteiligung wegen des Geschlechts im Alltag ausweiten. Hintergrund ist Kritik der Europäischen Kommission: Deutschland schütze Menschen in bestimmten Bereichen bislang nicht ausreichend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret geht es um Situationen, in denen Dienstleistungen oder Waren grundsätzlich allen angeboten werden – etwa bei Fitnessstudios, Clubs, Versicherungen oder der Wohnungssuche. Frauen oder Männer sollen dort künftig besser vor ungerechtfertigter Benachteiligung geschützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer wegen seines Geschlechts schlechter behandelt oder abgewiesen wird, soll dadurch klarere rechtliche Möglichkeiten erhalten, gegen eine Benachteiligung vorzugehen.</p>



<h2 id="h-schlichtungsstelle-bei-der-antidiskriminierungsstelle" class="wp-block-heading"><span id="schlichtungsstelle-bei-der-antidiskriminierungsstelle">Schlichtungsstelle bei der Antidiskriminierungsstelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neu geplant ist auch eine Schlichtungsstelle bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Sie soll helfen, Konflikte ohne Gerichtsverfahren zu lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kann etwa relevant werden, wenn Beschäftigte sich am Arbeitsplatz diskriminiert fühlen oder Kundinnen und Kunden sich unfair behandelt sehen. Statt sofort zu klagen, sollen beide Seiten zunächst versuchen können, mit Unterstützung einer neutralen Stelle eine Lösung zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verfahren soll kostenlos sein. Betroffene sollen ihren Antrag unkompliziert schriftlich oder persönlich stellen können. Die Gespräche sollen vertraulich geführt werden und auch barrierefrei zugänglich sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt keine Einigung zustande, kann die Schlichtungsstelle einen Vorschlag machen, wie der Streit beigelegt werden könnte. Dieser Vorschlag wäre allerdings nicht bindend.</p>



<h2 id="h-mehr-unterstutzung-durch-die-antidiskriminierungsstelle" class="wp-block-heading"><span id="mehr-unterstuetzung-durch-die-antidiskriminierungsstelle">Mehr Unterstützung durch die Antidiskriminierungsstelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes soll künftig mehr Möglichkeiten bekommen, Betroffene konkret zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant ist unter anderem, dass die Stelle Menschen in Gerichtsverfahren begleiten darf. Wer sich gegen Diskriminierung wehrt, könnte dadurch fachliche Unterstützung erhalten und sich im Verfahren weniger allein fühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem soll die Antidiskriminierungsstelle leichter erreichbar werden. Beratungen sollen weiterhin kostenlos sein, zugleich sollen Angebote barrierefreier gestaltet werden – etwa für Menschen mit Behinderungen oder Sprachbarrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant dafür zusätzliche Mittel ein. Ziel ist es, Beratungsangebote auszubauen und den Zugang zu Unterstützung zu verbessern.</p>



<h2 id="h-anpassung-an-europaische-vorgaben" class="wp-block-heading"><span id="anpassung-an-europaeische-vorgaben">Anpassung an europäische Vorgaben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Reform setzt Deutschland auch neue EU-Vorgaben um. Die Europäische Union verlangt von den Mitgliedstaaten stärkere und unabhängigere Stellen gegen Diskriminierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören bessere Beratungsangebote, mehr Unterstützung für Betroffene und Möglichkeiten, Konflikte außergerichtlich zu lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Regeln sollen bis Juni 2026 vollständig umgesetzt werden. Einige Änderungen könnten aber schon früher in Kraft treten.</p>



<h2 id="h-anderungen-im-kirchlichen-arbeitsrecht" class="wp-block-heading"><span id="aenderungen-im-kirchlichen-arbeitsrecht">Änderungen im kirchlichen Arbeitsrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im kirchlichen Arbeitsrecht sind Änderungen geplant. Kirchen und kirchliche Einrichtungen sollen Beschäftigte nicht mehr so leicht wegen ihrer Religion oder Weltanschauung unterschiedlich behandeln dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Künftig soll genauer geprüft werden, ob eine bestimmte Religionszugehörigkeit für eine Stelle tatsächlich notwendig ist. Das könnte etwa bei sozialen Einrichtungen, Krankenhäusern oder Bildungseinrichtungen relevant werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Bewerberinnen und Bewerber könnte das bedeuten, dass ihre Chancen auf eine Stelle steigen – auch wenn sie keiner Kirche angehören oder eine andere Weltanschauung haben.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ghana warnt wegen Fremdenfeindlichkeit vor Reisen nach Südafrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ghana-warnt-wegen-fremdenfeindlichkeit-vor-reisen-nach-suedafrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 12:55:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27818</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ghana warnt vor Reisen nach Südafrika: Nach Angriffen auf afrikanische Staatsangehörige hat Accra den südafrikanischen Vertreter einbestellt, die Afrikanische Union eingeschaltet und bereits 300 Ghanaer zurückgebracht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fghana-warnt-wegen-fremdenfeindlichkeit-vor-reisen-nach-suedafrika%2F&amp;action_name=Ghana%20warnt%20wegen%20Fremdenfeindlichkeit%20vor%20Reisen%20nach%20S%C3%BCdafrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ghana rät seinen Staatsbürgern wegen fremdenfeindlicher Angriffe auf afrikanische Migranten von nicht notwendigen Reisen nach Südafrika ab. Der Reisehinweis wurde am 1. Juni veröffentlicht. Das Außenministerium in Accra spricht von Angriffen, Verletzten, Plünderungen und der Übernahme von Geschäften ausländischer Staatsangehöriger. Die Regierung hat diplomatische Schritte gegenüber Pretoria eingeleitet und bereitet die Rückkehr weiterer Ghanaerinnen und Ghanaer vor.</p>



<h2 id="h-accra-verscharft-reisehinweis" class="wp-block-heading"><span id="accra-verschaerft-reisehinweis">Accra verschärft Reisehinweis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das ghanaische Außenministerium empfiehlt, nicht notwendige Reisen nach Südafrika bis auf Weiteres zu verschieben. Ghanaerinnen und Ghanaer, die bereits im Land leben oder arbeiten, sollen besonders vorsichtig sein und regelmäßig Kontakt zur ghanaischen Hochkommission halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Accra begründet den Schritt mit einer Zunahme fremdenfeindlicher Gewalt gegen Afrikanerinnen und Afrikaner. Gruppen, die sich als Anti-Einwanderungs-Bürgerwehren darstellen, sollen Menschen angegriffen, Eigentum geplündert und Geschäfte ausländischer Staatsangehöriger geschlossen oder übernommen haben.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="zxx" dir="ltr"><a href="https://t.co/HqfcEJq45x">pic.twitter.com/HqfcEJq45x</a></p>— Ghana MFA (@GhanaMFA) <a href="https://x.com/GhanaMFA/status/2061398497316790369?ref_src=twsrc%5Etfw">June 1, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung erklärte, sie beobachte die Lage mit „großer Sorge“. Die Angriffe hätten gezielt afrikanische Staatsangehörige getroffen und Sicherheitsrisiken für Ghanaerinnen und Ghanaer in Südafrika geschaffen.</p>



<h2 id="h-diplomatische-proteste-gegen-pretoria" class="wp-block-heading"><span id="diplomatische-proteste-gegen-pretoria">Diplomatische Proteste gegen Pretoria</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung von Präsident John Dramani Mahama hat nach eigenen Angaben mehrere Schritte eingeleitet. Dazu zählen formelle Proteste auf diplomatischer Ebene, die Einbestellung des amtierenden südafrikanischen Hochkommissars in Accra und eine Befassung der Afrikanischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ghana fordert die südafrikanische Regierung auf, betroffene afrikanische Gruppen besser zu schützen und die öffentliche Ordnung durchzusetzen. Accra verweist dabei ausdrücklich auf Panafrikanismus und afrikanische Integration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium erklärte außerdem, die Zusammenarbeit mit den zuständigen südafrikanischen Behörden werde fortgesetzt. Ziel sei es, ghanaische Staatsangehörige zu unterstützen und bei Bedarf ihre sichere Rückkehr zu organisieren.</p>



<h2 id="h-300-ghanaer-bereits-zuruckgebracht" class="wp-block-heading"><span id="300-ghanaer-bereits-zurueckgebracht">300 Ghanaer bereits zurückgebracht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Regierung wurden bereits 300 Ghanaerinnen und Ghanaer nach Ghana zurückgebracht. Weitere 600 Personen, die ihre Rückkehr erklärt haben, werden derzeit für die Reise vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ghanaische Hochkommission in Südafrika soll Betroffenen konsularische Unterstützung leisten. Dazu gehören Notfallkontakte, Beratung und Hilfe bei der Rückkehr.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJjuHauWoAApOGw-2-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-27820 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJjuHauWoAApOGw-2-1024x576.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJjuHauWoAApOGw-2-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJjuHauWoAApOGw-2-768x432.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJjuHauWoAApOGw-2-1536x864.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJjuHauWoAApOGw-2-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJjuHauWoAApOGw-2-800x450.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJjuHauWoAApOGw-2-1160x653.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJjuHauWoAApOGw-2.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Accra verbindet den Reisehinweis mit der Zusage, den Schutz ghanaischer Staatsangehöriger im Ausland vorrangig zu behandeln. Die Regierung erklärte, sie werde „das Wohlergehen ghanaischer Staatsangehöriger im In- und Ausland“ weiter zur Priorität machen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-vorgeschichte-belastet-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="vorgeschichte-belastet-beziehungen">Vorgeschichte belastet Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Reisehinweis folgt auf einen Vorfall Ende April. <a href="https://fokus-afrika.de/fremdenfeindlichkeit-in-suedafrika-eskaliert-nigeria-reagiert-auf-zwei-getoetete-staatsbuerger/" type="post" id="27059">Damals hatte Ghana den Vertreter Südafrikas in Accra einbestellt, nachdem Videos verbreitet worden waren, die einen ghanaischen Staatsangehörigen bei einem Angriff durch eine feindselige Gruppe in Südafrika zeigen sollen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den Gesprächen hatte Pretoria zugesichert, auf Gewalt gegen Ausländer zu reagieren und Straftäter nach südafrikanischem Recht zu verfolgen. Der aktuelle Schritt aus Accra zeigt, dass die Sicherheitslage für ghanaische Staatsangehörige weiter als angespannt betrachtet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika steht seit Jahren wegen fremdenfeindlicher Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten aus anderen afrikanischen Staaten unter Druck. Wiederkehrende Angriffe richten sich häufig gegen Menschen, die in informellen Handelsstrukturen, kleinen Geschäften oder Dienstleistungsbereichen arbeiten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kauft Marokko bald deutsche U-Boote?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kauft-marokko-bald-deutsche-u-boote/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 12:15:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Marokko könnte erstmals eigene U-Boote beschaffen – und plötzlich ist auch Deutschlands Type 214 im Rennen. Die Marine Royale würde damit zur neuen Unterwasser-Macht Nordafrikas werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkauft-marokko-bald-deutsche-u-boote%2F&amp;action_name=Kauft%20Marokko%20bald%20deutsche%20U-Boote%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kauft-marokko-bald-deutsche-u-boote/">Kauft Marokko bald deutsche U-Boote?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Marokko steht offenbar vor einem historischen Schritt: Die Marine Royale könnte erstmals eigene U-Boote erhalten – und damit in eine völlig neue Liga der maritimen Abschreckung aufsteigen. In Verteidigungs- und Fachkreisen kursieren seit Monaten Berichte über ein mögliches Beschaffungsprogramm für drei konventionelle U-Boote. Neben südkoreanischen und französischen Modellen gilt inzwischen auch ein deutsches Angebot als ernsthafte Option.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Rabat wäre der Einstieg in die Unterwasser-Kriegsführung weit mehr als nur ein Prestigeprojekt. Zwischen Atlantik, Mittelmeer und der strategisch entscheidenden Straße von Gibraltar würde Marokko seine militärische Reichweite erweitern – und zugleich auf die wachsende Konkurrenz mit Algerien reagieren.</p>



<h2 id="h-drei-u-boote-fur-die-marine-royale" class="wp-block-heading"><span id="drei-u-boote-fuer-die-marine-royale">Drei U-Boote für die Marine Royale</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Marine hat in den vergangenen Jahren kräftig modernisiert: neue Fregatten, bessere Überwachungssysteme, modernisierte Küstenverteidigung. Doch unter Wasser blieb bislang eine große Lücke. Genau diese könnte nun geschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere internationale Fachmedien berichten über Pläne für drei diesel-elektrische U-Boote. Als möglicher Zeitraum für Entscheidungen oder Vertragsabschlüsse wird immer wieder 2027 genannt. <a href="https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/" type="post" id="25512">Hinter den Kulissen scheint längst ein Wettbewerb zwischen mehreren Rüstungsanbietern zu laufen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko wären U-Boote ein strategischer Gewinn. Sie könnten Handelsrouten überwachen, gegnerische Schiffe abschrecken, verdeckte Aufklärung betreiben und die Kontrolle über sensible Seegebiete stärken. Gerade im Umfeld der Straße von Gibraltar wären solche Fähigkeit von großer Bedeutung.</p>



<h2 id="h-sudkorea-drangt-mit-dem-kss-iii-nach-nordafrika" class="wp-block-heading"><span id="suedkorea-draengt-mit-dem-kss-iii-nach-nordafrika">Südkorea drängt mit dem KSS-III nach Nordafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders häufig fällt derzeit der Name KSS-III. Das moderne südkoreanische U-Boot gilt als eines der ambitioniertesten konventionellen Unterwasserprojekte weltweit. Es verfügt über einen luftunabhängigen Antrieb, moderne Sensorik und hohe Reichweite – Eigenschaften, die längere verdeckte Einsätze ermöglichen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-1024x576.png" alt="" class="wp-image-27812 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-1024x576.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-300x169.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-768x432.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-380x214.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-800x450.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-1160x652.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine.png 1364w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Südkorea baut seine Rolle als globaler Waffenexporteur derzeit aggressiv aus. Nach Erfolgen bei Panzern, Artillerie und Kriegsschiffen versucht Seoul nun auch im U-Boot-Markt Fuß zu fassen. Marokko könnte dabei zum prestigeträchtigen Einstieg in Nordafrika werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reiz für Rabat liegt auf der Hand: moderne Technologie, vergleichsweise schnelle Lieferzeiten und ein Anbieter, der politisch flexibel agiert.</p>



<h2 id="h-frankreich-setzt-auf-den-scorpene" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-setzt-auf-den-scorpene">Frankreich setzt auf den Scorpène</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch Frankreich mischt kräftig mit. Der Scorpène von Naval Group gehört zu den bekanntesten Export-U-Booten der Welt und ist bereits bei mehreren Marinen im Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/" type="post" id="12016">Für Marokko hätte ein französisches Angebot nicht nur militärische, sondern auch politische Vorteile.</a> Paris und Rabat arbeiten seit Jahrzehnten eng zusammen, insbesondere im Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Frankreich könnte neben den Booten auch Ausbildung, Wartung und industrielle Kooperation liefern – ein entscheidender Faktor für ein Land ohne eigene U-Boot-Erfahrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Scorpène gilt zudem als kompakter und vielseitiger als größere Modelle wie der KSS-III. Für Einsätze im Mittelmeer und entlang der nordafrikanischen Küste wäre das durchaus attraktiv.</p>



<h2 id="h-deutsche-type-214-plotzlich-im-gesprach" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-type-214-ploetzlich-im-gespraech">Deutsche Type 214 plötzlich im Gespräch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine deutsche Alternative ist hin und wieder im Gepräch. In mehreren Analysen taucht inzwischen die Type 214 von ThyssenKrupp Marine Systems auf – eines der erfolgreichsten Export-U-Boote Europas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Type 214 gilt als extrem leise, schwer ortbar und technologisch ausgereift. Dank ihres Brennstoffzellen-Antriebs kann sie wochenlang unter Wasser bleiben, ohne auftauchen zu müssen. Genau diese Fähigkeiten werden bei modernen konventionellen U-Boote nachgefragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Modell wird bereits von Griechenland, Portugal, Südkorea und der Türkei eingesetzt. Für Marokko hätte ein deutsches Angebot mehrere Vorteile: NATO-kompatible Technologie, hohe Zuverlässigkeit und Zugang zu europäischer Marinekooperation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein politischer Faktor: Deutschland genießt in Rabat den Ruf eines vergleichsweise pragmatischen Partners. Sollte Berlin grünes Licht für einen Export geben, könnte die Type 214 schnell zu einem ernsthaften Favoriten werden.</p>



<h2 id="h-algeriens-kilo-flotte-erhoht-den-druck" class="wp-block-heading"><span id="algeriens-kilo-flotte-erhoeht-den-druck">Algeriens Kilo-Flotte erhöht den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blick nach Osten erklärt, warum das Thema plötzlich so brisant ist. Algerien verfügt bereits seit Jahren über eine schlagkräftige U-Boot-Flotte. <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">Die algerische Marine betreibt sechs russische Kilo-U-Boote, darunter modernisierte Varianten des Project 636.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="382" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-1024x382.jpg" alt="" class="wp-image-27814 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-1024x382.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-300x112.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-768x286.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-1536x573.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-2048x764.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-380x142.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-800x298.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-1160x432.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit besitzt Algier Fähigkeiten, die Marokko bislang komplett fehlen. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-gibt-mehr-fuer-militaer-aus-als-ganz-afrika/" type="post" id="26892">In Nordafrika entsteht seit Jahren ein militärisches Wettrüsten – bei Kampfdrohnen, Luftabwehr, Raketen und Marineeinheiten. </a>U-Boote wären der nächste große Schritt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar vermeidet Rabat offiziell jede direkte Verbindung zu Algerien. Doch in sicherheitspolitischen Kreisen gilt die Sache als offensichtlich: Marokko will verhindern, unter Wasser dauerhaft ins Hintertreffen zu geraten.</p>



<h2 id="h-gibraltar-macht-die-sache-strategisch-explosiv" class="wp-block-heading"><span id="gibraltar-macht-die-sache-strategisch-explosiv">Gibraltar macht die Sache strategisch explosiv</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die geografische Lage Marokkos macht das Thema besonders sensibel. Die Straße von Gibraltar zählt zu den wichtigsten maritimen Engpässen der Welt. Täglich passieren dort Handelsschiffe, Tanker und Kriegsschiffe zwischen Atlantik und Mittelmeer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer in dieser Region über U-Boote verfügt, gewinnt erheblichen Einfluss auf Überwachung und Abschreckung. Für Marokko wäre das ein enormer strategischer Zugewinn – nicht nur militärisch, sondern auch geopolitisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich würde ein U-Boot-Programm die Marine Royale grundlegend verändern. Ausbildung, Infrastruktur, Wartung und Einsatzdoktrin müssten praktisch von Grund auf aufgebaut werden. Genau deshalb geht es bei der Entscheidung nicht nur um das beste Boot, sondern um das überzeugendste Gesamtpaket.</p>
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		<item>
		<title>Niger sitzt auf 1.800 Tonnen Uran fest</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/niger-sitzt-auf-1-800-tonnen-uran-fest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 22:27:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Niger kontrolliert die Somaïr politisch, doch Orano hält den juristischen Hebel. Mehr als 1.800 Tonnen Uran im Wert von rund 380 Millionen Dollar bleiben blockiert. Der Streit um Arlit verbindet Rohstoffe, Souveränität, Umweltvorwürfe und internationale Schiedsgerichtsbarkeit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fniger-sitzt-auf-1-800-tonnen-uran-fest%2F&amp;action_name=Niger%20sitzt%20auf%201.800%20Tonnen%20Uran%20fest&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Niger kann seinen verstaatlichten Uranbestand trotz politischer Kontrolle über die Somaïr nicht frei auf dem Weltmarkt verkaufen. Die Lage besteht seit der Nationalisierung des Unternehmens im Juni 2025. Mehr als 1.800 Tonnen Uran-Konzentrat mit einem geschätzten Wert von rund 380 Millionen Dollar liegen weiter im Land. Ein internationales Schiedsverfahren des französischen Konzerns Orano blockiert mögliche Verkäufe und macht Käufer vorsichtig.</p>



<h2 id="h-niamey-ubernimmt-die-kontrolle-uber-die-somair" class="wp-block-heading"><span id="niamey-uebernimmt-die-kontrolle-ueber-die-somair">Niamey übernimmt die Kontrolle über die Somaïr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die nigrischen Behörden hatten im Juni 2025 die Somaïr nationalisiert, die die Uranmine von Arlit betreibt. Orano hielt zuvor 63,4 Prozent an dem Unternehmen. Die Mine zählt zu den politisch und wirtschaftlich wichtigsten Rohstoffanlagen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung war Teil einer schrittweisen Konfrontation zwischen Niamey und dem französischen Konzern. Der lokale Direktor von Orano wurde festgenommen. Am 14. November 2025 reiste General Abdourahamane Tiani nach Arlit und enthüllte dort die Plaque zur Nationalisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. Mai 2026 verschärfte die nigrische Regierung den Kurs weiter. Der Ministerrat entzog Orano Mining die Konzession in Arlit. Diese war ursprünglich 1968 an die französische Kommission für Atomenergie vergeben worden und gehörte damit zu den ältesten ausländischen Bergbauarrangements auf dem afrikanischen Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niamey begründete den Entzug mit nicht gezahlten Flächenabgaben. Zugleich wurde eine nationale Gesellschaft geschaffen, die den Betrieb übernehmen soll.</p>



<h2 id="h-orano-setzt-auf-internationale-schiedsverfahren" class="wp-block-heading"><span id="orano-setzt-auf-internationale-schiedsverfahren">Orano setzt auf internationale Schiedsverfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Orano verlagerten den Konflikt auf die internationale Rechtsebene. Das Verfahren läuft vor dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, das zur Weltbank-Gruppe gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. September 2025 erhielt Orano dort eine Anordnung, die es den nigrischen Behörden untersagt, das von der Somaïr produzierte Uran zu verkaufen, zu übertragen oder den Transfer an Dritte zu ermöglichen. Der Konzern leitete inzwischen ein weiteres Schiedsverfahren vor derselben Instanz ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese juristische Blockade wirkt direkt auf den Markt. Potenzielle Käufer müssen damit rechnen, in einen internationalen Rechtsstreit hineingezogen zu werden. Der nigrische Bergbauminister Ousmane Abarchi sprach am 4. Mai 2026 von einem „quasi-juristischen Harcèlement“. Zugleich räumte er ein, dass die Verfahren die Vermarktung blockieren, obwohl Niamey Gespräche mit aus seiner Sicht ernsthaften Käufern führt.</p>



<h2 id="h-lagerbestande-ohne-sicheren-exportweg" class="wp-block-heading"><span id="lagerbestaende-ohne-sicheren-exportweg">Lagerbestände ohne sicheren Exportweg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage wird durch die Geografie Nigers verschärft. Das Land hat keinen eigenen Zugang zum Meer und ist für Rohstoffexporte auf Transitrouten über Nachbarstaaten angewiesen. Nach der Verschlechterung der Beziehungen zu Benin und Togo fehlen verlässliche Zugänge zu regionalen Häfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil des Uranbestands soll am internationalen Flughafen von Niamey lagern. <a href="https://fokus-afrika.de/schuesse-und-explosionen-am-flughafen-niamey-nahe-uranium-lager/" type="post" id="24120">Im November 2025 soll ein Konvoi mit etwa 1.000 Tonnen Uran von Arlit aus über Burkina Faso in Richtung Togo aufgebrochen sein.</a> Orano bezeichnete diese Bewegung als Verstoß gegen die Anordnung des Schiedsgerichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar 2026 bot General Tiani an, Frankreich rund 95 Tonnen Uran zu übergeben. Diese Menge entspricht der Beteiligung Oranos an der Somaïr. Der Konzern wertete den Schritt als mögliches Signal für Verhandlungen. Eine formelle Einigung wurde seitdem nicht bekannt.</p>



<h2 id="h-umweltvorwurfe-erhohen-den-druck-auf-orano" class="wp-block-heading"><span id="umweltvorwuerfe-erhoehen-den-druck-auf-orano">Umweltvorwürfe erhöhen den Druck auf Orano</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451.jpeg" alt="" class="wp-image-27796 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-800x800.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Niamey verbindet den Streit um Eigentum und Exportrechte inzwischen auch mit Umweltvorwürfen. Am 4. Februar 2026 kündigte der nigrische Justizminister eine Klage gegen Orano wegen „ökologischer Katastrophe“ an. Hintergrund ist die Entdeckung von 400 Fässern mit radioaktivem Material auf einem früheren Standort im Departement Arlit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Expertenausschuss soll Umwelt-, Gesundheits- und Steuerverstöße dokumentieren. Die nigrischen Behörden wollen die Vorwürfe auch vor französischen und internationalen Instanzen vorbringen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Niamey verweist zudem auf die Verteilung der Einnahmen aus jahrzehntelanger Uranförderung. Nach nigrischer Darstellung gingen zwischen 1971 und 2024 rund 86 Prozent der Erlöse an Orano, während Niger 9,2 Prozent erhalten habe.</p>



<h2 id="h-uranstreit-bleibt-von-schiedsverfahren-abhangig" class="wp-block-heading"><span id="uranstreit-bleibt-von-schiedsverfahren-abhaengig">Uranstreit bleibt von Schiedsverfahren abhängig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt zeigt die zwei Ebenen der Auseinandersetzung. Politisch hat Niger die Kontrolle über die Somaïr und die Arlit-Konzession übernommen. Wirtschaftlich bleibt der Spielraum begrenzt, solange Käufer, Transportwege und internationale Schiedsverfahren nicht geklärt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Anhörung vor dem Schiedsgericht wurde von den beteiligten Parteien noch nicht öffentlich terminiert. Bis dahin bleibt der Uranbestand in Niger blockiert, während Niamey und Orano um Eigentum, Entschädigung, Umweltverantwortung und Exportrechte streiten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Air Algérie baut Sommerflüge für die Diaspora deutlich aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/air-algerie-baut-sommerfluege-fuer-die-diaspora-deutlich-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 21:16:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Air Algérie reagiert auf die hohe Sommernachfrage der algerischen Diaspora. Die nationale Fluggesellschaft kündigt 560 zusätzliche wöchentliche Flüge aus dem Ausland nach Algerien an. Besonders Reisende aus Frankreich stehen im Fokus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fair-algerie-baut-sommerfluege-fuer-die-diaspora-deutlich-aus%2F&amp;action_name=Air%20Alg%C3%A9rie%20baut%20Sommerfl%C3%BCge%20f%C3%BCr%20die%20Diaspora%20deutlich%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/air-algerie-baut-sommerfluege-fuer-die-diaspora-deutlich-aus/">Air Algérie baut Sommerflüge für die Diaspora deutlich aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Air Algérie baut ihr internationales Flugangebot für die algerische Diaspora im Sommer deutlich aus. Das teilte Vorstandschef Hamza Benhamouda am Sonntag, 31. Mai 2026, mit. <a href="https://fokus-afrika.de/air-algerie-annulliert-zahlreiche-fluege/" type="post" id="11905">Die staatliche Fluggesellschaft </a>kündigte 560 zusätzliche wöchentliche Flüge aus dem Ausland nach Algerien an, um die hohe Nachfrage während der Ferienzeit aufzufangen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Reisenden aus Frankreich, wo ein großer Teil der algerischen Diaspora lebt.</p>



<h2 id="h-mehr-verbindungen-in-der-hauptreisezeit" class="wp-block-heading"><span id="mehr-verbindungen-in-der-hauptreisezeit">Mehr Verbindungen in der Hauptreisezeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sommermonate gehören für Air Algérie zu den wichtigsten Phasen des Jahres. Viele im Ausland lebende Algerierinnen und Algerier reisen in dieser Zeit in ihr Herkunftsland, um dort die Ferien mit Familie und Verwandten zu verbringen. Besonders auf Strecken aus Frankreich steigt die Nachfrage regelmäßig stark an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Benhamouda sagte, Air Algérie habe die Zahl der Flüge zwischen ausländischen Flughäfen und algerischen Flughäfen verdoppelt. Die zusätzlichen Kapazitäten sollen den Rückreiseverkehr der Diaspora während der Sommersaison 2026 besser aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 560 zusätzlichen wöchentlichen Verbindungen erhöht die Fluggesellschaft ihr Angebot in einem Markt, der stark von familiären, sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Algerien und den Ländern der Diaspora geprägt ist. Frankreich bleibt dabei einer der wichtigsten Ausgangspunkte für Reisen nach Algerien.</p>



<h2 id="h-rabatte-sollen-auslastung-stutzen" class="wp-block-heading"><span id="rabatte-sollen-auslastung-stuetzen">Rabatte sollen Auslastung stützen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Air Algérie setzt nach Angaben ihres Vorstandschefs auch auf Preisaktionen. Benhamouda verwies auf bereits gestartete Angebote, die sich positiv auf die Auslastung der Maschinen ausgewirkt hätten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="590" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Air_Algerie_A330_@_YUL.jpg" alt="" class="wp-image-27792 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Air_Algerie_A330_@_YUL.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Air_Algerie_A330_@_YUL-300x184.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Air_Algerie_A330_@_YUL-768x472.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Air_Algerie_A330_@_YUL-380x234.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Air_Algerie_A330_@_YUL-800x492.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir wissen, dass die Mitglieder der Diaspora ihr Land im Sommer gern besuchen, und Air Algérie ist ein Unternehmen im Dienst der Bürger. Es ist unsere Pflicht, sie zu begleiten“, sagte Benhamouda.<a href="https://fokus-afrika.de/air-algerie-bietet-50-rabatt-auf-internationale-fluege-waehrend-des-ramadan/" type="post" id="13453">Neue Sonderaktionen für den Sommer nannte der Vorstandschef nicht. Damit bleibt offen, ob Air Algérie neben den bereits laufenden Angeboten weitere Rabatte für die Hauptreisezeit vorbereitet.</a></p>
</div></div>



<h2 id="h-diaspora-als-strategische-kundengruppe" class="wp-block-heading"><span id="diaspora-als-strategische-kundengruppe">Diaspora als strategische Kundengruppe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die algerische Diaspora ist für Air Algérie ein zentraler Markt. Die Sommerreisen verbinden private Besuche, Familienaufenthalte und saisonale Rückkehrbewegungen. Für die nationale Fluggesellschaft entstehen daraus jedes Jahr hohe Anforderungen an Flugplanung, Ticketpreise und Abfertigungskapazitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausweitung des Flugplans fällt in eine Phase, in der nordafrikanische Fluggesellschaften verstärkt um Reisende aus ihren Diaspora-Gemeinschaften konkurrieren. Für Algerien spielen diese Verbindungen auch jenseits des Tourismus eine Rolle, weil sie die Bindung zwischen dem Land und seinen im Ausland lebenden Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/air-algerie-erhaelt-erste-neue-airbus-a330-900neo/" type="post" id="21755">Air Algérie stellt die zusätzlichen Sommerflüge deshalb nicht nur als Kapazitätsausweitung dar, sondern auch als Service für Auslandsalgerier. </a>Die genaue Verteilung der zusätzlichen Flüge auf einzelne Länder, Flughäfen und Strecken wurde zunächst nicht genannt.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fair-algerie-baut-sommerfluege-fuer-die-diaspora-deutlich-aus%2F&action_name=Air%20Alg%C3%A9rie%20baut%20Sommerfl%C3%BCge%20f%C3%BCr%20die%20Diaspora%20deutlich%20aus&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/air-algerie-baut-sommerfluege-fuer-die-diaspora-deutlich-aus/">Air Algérie baut Sommerflüge für die Diaspora deutlich aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Knappe Wahl: UN-Sicherheitsrat verlängert Waffenembargo gegen Südsudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/knappe-wahl-un-sicherheitsrat-verlaengert-waffenembargo-gegen-suedsudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 15:35:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der UN-Sicherheitsrat verlängert das Waffenembargo gegen Südsudan um ein Jahr. Neun Staaten stimmten dafür, sechs enthielten sich. Besonders afrikanische Ratsmitglieder stellen die Wirkung der Sanktionen infrage und verweisen auf Forderungen der Afrikanischen Union und der IGAD nach Lockerung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fknappe-wahl-un-sicherheitsrat-verlaengert-waffenembargo-gegen-suedsudan%2F&amp;action_name=Knappe%20Wahl%3A%20UN-Sicherheitsrat%20verl%C3%A4ngert%20Waffenembargo%20gegen%20S%C3%BCdsudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/knappe-wahl-un-sicherheitsrat-verlaengert-waffenembargo-gegen-suedsudan/">Knappe Wahl: UN-Sicherheitsrat verlängert Waffenembargo gegen Südsudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen gegen Südsudan um ein weiteres Jahr verlängert.<br>Die Entscheidung fiel am 29. Mai mit neun Stimmen dafür, keiner Gegenstimme und sechs Enthaltungen.<br>Zu den Maßnahmen gehören Reiseverbote, eingefrorene Vermögenswerte und ein Waffenembargo.<br>Vor allem afrikanische Ratsmitglieder und mehrere Großmächte bezweifeln, dass die Sanktionen den Friedensprozess in Südsudan noch voranbringen.</p>



<h2 id="h-knappe-mehrheit-fur-resolution-2821" class="wp-block-heading"><span id="knappe-mehrheit-fuer-resolution-2821">Knappe Mehrheit für Resolution 2821</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Resolution 2821 verlängerte der Sicherheitsrat die Sanktionen bis zum 31. Mai 2027. Das Mandat der Expertengruppe, die den Sanktionsausschuss zu Südsudan unterstützt, läuft nun bis zum 1. Juli 2027.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Resolution stimmten Bahrain, Kolumbien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Lettland, Panama, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. China, die Demokratische Republik Kongo, Liberia, Pakistan, Russland und Somalia enthielten sich. Damit wiederholte sich das Abstimmungsmuster des Vorjahres, als die Sanktionen ebenfalls nur mit neun Stimmen verlängert worden waren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="314" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/cabd2ef6-9e89-4d49-939a-744c532e2622.jpeg" alt="" class="wp-image-27788 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/cabd2ef6-9e89-4d49-939a-744c532e2622.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/cabd2ef6-9e89-4d49-939a-744c532e2622-300x135.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/cabd2ef6-9e89-4d49-939a-744c532e2622-380x170.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Text wurde von den Vereinigten Staaten eingebracht. Er schreibt die bisherigen Maßnahmen weitgehend fort und enthält keine grundlegenden Änderungen gegenüber der Resolution 2781 aus dem Jahr 2025. Neu ist vor allem der Auftrag an den UN-Generalsekretär, bis spätestens 15. April 2027 eine Bewertung der Fortschritte bei zentralen Friedensmarken vorzulegen und mögliche Anpassungen dieser Benchmarks zu empfehlen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-friedensabkommen-bleibt-weitgehend-blockiert" class="wp-block-heading"><span id="friedensabkommen-bleibt-weitgehend-blockiert">Friedensabkommen bleibt weitgehend blockiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südsudan ist seit seiner Unabhängigkeit 2011 von politischen Spannungen, bewaffneten Konflikten und institutioneller Fragilität geprägt. Nach Kämpfen zwischen rivalisierenden Lagern in Juba breitete sich der Konflikt 2013 landesweit aus. Ein Friedensabkommen von 2015 scheiterte kurz nach der Unterzeichnung. Das revitalisierte Friedensabkommen von 2018 führte zwar zur Bildung einer Übergangsregierung, viele zentrale Zusagen sind aber weiterhin nicht umgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den offenen Punkten gehören die Reform des Sicherheitssektors, die Bildung einheitlicher Streitkräfte, Entwaffnung und Reintegration, die Verwaltung von Waffen und Munition sowie Maßnahmen gegen konfliktbezogene sexualisierte Gewalt. Der jüngste Bericht des UN-Generalsekretärs beschreibt die Jahre 2025 und 2026 als schwierigste Phase seit Unterzeichnung des Abkommens. Er verweist auf Stagnation und Rückschritte bei mehreren Verpflichtungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA begründeten die Verlängerung der Sanktionen mit ausbleibenden Fortschritten und einer Verschlechterung der politischen und sicherheitlichen Lage. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-kiir-entlaesst-zwei-vizepraesidenten-und-sicherheitschef-in-kabinettsumbildung/" type="post" id="13934">Die amerikanische Vertreterin Jennifer Locetta machte fehlenden politischen Willen südsudanesischer Führungskräfte verantwortlich und forderte Präsident Salva Kiir sowie andere Akteure zur Rückkehr in direkte Gespräche auf.</a></p>



<h2 id="h-afrikanische-mitglieder-stellen-wirkung-der-sanktionen-infrage" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-mitglieder-stellen-wirkung-der-sanktionen-infrage">Afrikanische Mitglieder stellen Wirkung der Sanktionen infrage</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="312" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/0ebd95a2-35d0-4e9c-9abb-7c656c8940d7.jpeg" alt="" class="wp-image-27787 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/0ebd95a2-35d0-4e9c-9abb-7c656c8940d7.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/0ebd95a2-35d0-4e9c-9abb-7c656c8940d7-300x174.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/0ebd95a2-35d0-4e9c-9abb-7c656c8940d7-380x220.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a> erklärte auch im Namen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberias</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalias</a> die Enthaltung der drei afrikanischen Ratsmitglieder. Sie begründeten ihre Haltung mit grundsätzlichen Zweifeln an der Wirksamkeit der Maßnahmen. Das Waffenembargo erschwere aus ihrer Sicht die Umsetzung der Sicherheitsvereinbarungen, insbesondere die Zusammenführung bewaffneter Kräfte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanische Union</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/igad/" type="post_tag" id="366">ostafrikanische Regionalorganisation IGAD</a> hatten wiederholt eine Lockerung oder Aufhebung der Sanktionen gefordert. Die afrikanischen Ratsmitglieder verlangten eine erneute Prüfung des Waffenembargos, damit die Maßnahmen den Aufbau staatlicher Institutionen und die Umsetzung des Friedensabkommens nicht behindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China argumentierte ähnlich. Der chinesische Vertreter Sun Lei sagte, das Embargo bestehe seit fast acht Jahren und schränke die Fähigkeit der Regierung ein, Zivilisten zu schützen und Stabilität im Land aufrechtzuerhalten. Der Sicherheitsrat müsse die legitimen Anliegen Afrikas anhören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland warf westlichen Ratsmitgliedern vor, die afrikanische Position zu ignorieren. Die russische Vertreterin Anna Ewstignejewa sagte, die Sanktionen behinderten den politischen Prozess und die Umsetzung des revitalisierten Friedensabkommens. Moskau forderte keine sofortige Aufhebung, aber eine deutliche Lockerung der Maßnahmen.</p>



<h2 id="h-juba-spricht-von-uberholtem-waffenembargo" class="wp-block-heading"><span id="juba-spricht-von-ueberholtem-waffenembargo">Juba spricht von überholtem Waffenembargo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südsudan wies die Verlängerung der Sanktionen zurück. Der Vertreter des Landes, Sabino Edward Nyawella Amaikwey, bezeichnete die Fortführung des Waffenembargos als zunehmend unvereinbar mit den aktuellen Herausforderungen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen begrenzten die Fähigkeit der Regierung, Zivilisten zu schützen, Grenzen zu sichern und auf bewaffnete Gruppen zu reagieren. Amaikwey verwies auf die Tötung von fünf Bauingenieuren in Central Equatoria State. Der Staat brauche starke Institutionen, wirksame Sicherheitsstrukturen und nationale Verantwortung für den Friedensprozess.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dauerhafter Frieden wird am besten durch starke nationale Institutionen, wirksame Sicherheitsvereinbarungen und echte nationale Eigenverantwortung für den Friedensprozess gefördert“, sagte der südsudanesische Vertreter. Er forderte den Sicherheitsrat auf, die Position der Afrikanischen Union, der IGAD und weiterer regionaler Akteure stärker zu berücksichtigen.</p>



<h2 id="h-westen-halt-an-druck-auf-konfliktparteien-fest" class="wp-block-heading"><span id="westen-haelt-an-druck-auf-konfliktparteien-fest">Westen hält an Druck auf Konfliktparteien fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere westliche Ratsmitglieder betrachten die Sanktionen weiterhin als Druckmittel gegen politische Blockaden und bewaffnete Gewalt. Die Vereinigten Staaten, Frankreich und das Vereinigte Königreich zählen zu den Staaten, die das Waffenembargo als Instrument zur Eindämmung weiterer Eskalation ansehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bahrain stimmte der Resolution zu und verband dies mit der Erwartung, dass die Übergangsvereinbarungen und der Aufbau staatlicher Institutionen unterstützt werden. Zugleich betonte Bahrain die Souveränität und territoriale Integrität Südsudans.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pakistan enthielt sich und erklärte, Sanktionen müssten sorgfältig eingesetzt, regelmäßig überprüft und dürften nicht zu offenen oder strafenden Maßnahmen werden. Die Verschlechterung der Lage werfe Fragen nach der Wirksamkeit des bestehenden Sanktionsregimes auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://press.un.org/en/blog/sc16374">Entscheidung</a> zeigt die wachsende Spaltung im Sicherheitsrat über den Umgang mit afrikanischen Konfliktstaaten. <a href="https://fokus-afrika.de/un-verlaengert-suedsudan-mission-verknappt-engagement-deutlich/">Während die Unterstützer der Resolution auf Gewalt, blockierte Reformen und ausbleibende Fortschritte verweisen, sehen die Enthaltungen ein Sanktionsregime, das den Aufbau staatlicher Sicherheitsstrukturen in Südsudan erschwert.</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Blauhelme unter Druck: UN fordert mehr Unterstützung für Friedensmissionen – Deutsche Polizistin für Einsatz geehrt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/blauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 15:08:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 50.000 Menschen dienen weltweit unter UN-Flagge. Zum Internationalen Tag der Blauhelme fordert António Guterres verlässliche Unterstützung für Friedensmissionen. Im Fokus stehen auch Einsätze in Afrika: Südsudan, DR Kongo und die Auszeichnung einer deutschen Polizistin bei UNMISS.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fblauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt%2F&amp;action_name=Blauhelme%20unter%20Druck%3A%20UN%20fordert%20mehr%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Friedensmissionen%20%E2%80%93%20Deutsche%20Polizistin%20f%C3%BCr%20Einsatz%20geehrt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/blauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt/">Blauhelme unter Druck: UN fordert mehr Unterstützung für Friedensmissionen – Deutsche Polizistin für Einsatz geehrt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen drängen auf stärkere politische Rückendeckung und verlässliche Finanzierung für ihre Friedensmissionen. Mehr als 50.000 zivile, militärische und polizeiliche Kräfte dienen derzeit in elf Missionen unter UN-Flagge. Besonders in Afrika stehen Blauhelme in Konfliktgebieten wie der Demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan unter hohem Druck.</p>



<h2 id="h-guterres-warnt-vor-knappen-ressourcen" class="wp-block-heading"><span id="guterres-warnt-vor-knappen-ressourcen">Guterres warnt vor knappen Ressourcen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres <a href="https://news.un.org/en/story/2026/05/1167601">bezeichnete</a> Friedensmissionen als bewährtes und kosteneffizientes Instrument, um Konflikte zu stabilisieren, Zivilisten zu schützen und politische Lösungen zu unterstützen. Zugleich warnte er, dass knappe Mittel die Wirksamkeit der Einsätze schwächen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das diesjährige Motto lautet „Invest in Peace“. Es verweist auf die Finanzierungslage der Missionen, die in fragmentierten Konflikten arbeiten und zugleich mit neuen Bedrohungen konfrontiert sind. Dazu zählen der Missbrauch digitaler Technologien, Desinformation und Angriffe auf die Glaubwürdigkeit internationaler Einsätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1948 sind fast 4.500 UN-Friedenskräfte im Einsatz gestorben. Allein im vergangenen Jahr kamen 59 Blauhelme ums Leben. Guterres erklärte, Angriffe auf Friedenskräfte seien schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht.</p>



<h2 id="h-afrika-bleibt-ein-schwerpunkt-der-un-missionen" class="wp-block-heading"><span id="afrika-bleibt-ein-schwerpunkt-der-un-missionen">Afrika bleibt ein Schwerpunkt der UN-Missionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere der gefährlichsten UN-Einsätze liegen in Afrika. In der Demokratischen Republik Kongo arbeitet die Mission MONUSCO in einem Umfeld, das von Kämpfen zwischen kongolesischen Streitkräften, bewaffneten Gruppen und der M23 geprägt ist. <a href="https://fokus-afrika.de/un-verlaengert-suedsudan-mission-verknappt-engagement-deutlich/">Im Südsudan unterstützt UNMISS den Schutz von Zivilisten, Frühwarnsysteme und Stabilisierung in politisch sensiblen Gebieten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-untergeneralsekretaer-lacroix-fordert-verstaerkte-friedensbemuehungen/" type="post" id="19743">Jean-Pierre Lacroix</a>, Untergeneralsekretär für Friedensmissionen, sagte: „UN-Friedenskräfte schützen weiterhin Zivilisten, verhindern eine Eskalation von Gewalt und halten Hoffnung in einigen der schwierigsten Umfelder der Welt am Leben.“ Investitionen in Friedensmissionen seien Investitionen in Stabilität und die Möglichkeit dauerhaften Friedens.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3.jpg" alt="" class="wp-image-27782 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die UN verweist dabei auch auf Aufgaben, die über militärische Präsenz hinausgehen. Friedenskräfte überwachen Waffenruhen, unterstützen humanitäre Hilfe, räumen Landminen, schützen Zivilisten und arbeiten mit lokalen Gemeinschaften zusammen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-hochste-tapferkeitsmedaille-fur-einsatze-in-sudsudan-und-kongo" class="wp-block-heading"><span id="hoechste-tapferkeitsmedaille-fuer-einsaetze-in-suedsudan-und-kongo">Höchste Tapferkeitsmedaille für Einsätze in Südsudan und Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. Juni will Guterres zwei Friedenskräfte mit der Captain Mbaye Diagne Medal for Exceptional Courage auszeichnen, der höchsten Tapferkeitsmedaille der UN-Friedenssicherung. Die Auszeichnung geht an Sergii Prykhodko aus der Ukraine und Sergeant Matias Reyes aus Uruguay.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prykhodko arbeitete als privater Auftragnehmer in einer Hubschraubercrew der <a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-soll-unmiss-im-suedsudan-bis-2026-weiter-unterstuetzen/" type="post" id="19830">UN-Mission im Südsudan</a>. Im März 2025 übernahm er freiwillig den Platz eines weniger erfahrenen Kollegen bei einer gefährlichen Evakuierungsmission im Bundesstaat Upper Nile. Der Hubschrauber geriet trotz zugesicherter sicherer Passage unter Beschuss. Prykhodko wurde getötet, zwei Crewmitglieder wurden verletzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sergeant Reyes war im Januar 2025 bei <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/" type="post" id="25608">MONUSCO in Goma</a> stationiert. Während schwerer Kämpfe zwischen den kongolesischen Streitkräften und der M23 half er, den Eingang einer UN-Basis zu sichern. Unter Beschuss brachte er schwer verwundete kongolesische Soldaten in ein provisorisches medizinisches Zelt der UN-Truppen. Nach UN-Angaben half er dabei, zwölf Schwerverletzte zu retten.</p>



<h2 id="h-deutsche-polizistin-fur-einsatz-im-sudsudan-geehrt" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-polizistin-fuer-einsatz-im-suedsudan-geehrt">Deutsche Polizistin für Einsatz im Südsudan geehrt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Deutschland ist Teil der diesjährigen Ehrungen. Inspector Stephanie Königs wurde zur UN Woman Police Officer of the Year ernannt. Sie war von September 2024 bis März 2026 bei UNMISS im Südsudan eingesetzt und leitete dort Patrouillenteams.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN würdigt ihre Rolle beim Aufbau strukturierter Patrouillensysteme und bei der besseren Koordinierung mit militärischen Komponenten der Mission. Ihre Arbeit habe Frühwarnmechanismen gestärkt und Entscheidungen der Mission in Krisenphasen unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Major Abhilasha Barak aus Indien erhält die Auszeichnung Military Gender Advocate of the Year. Sie dient im indischen Bataillon im Süden Libanons und hat Gender-Perspektiven in militärische Operationen, Patrouillen und zivile Aktivitäten eingebunden. Zudem entwickelte sie eine KI-gestützte Plattform, über die Frauen und Kinder geschlechtsspezifische Gewalt vertraulich melden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN stellt die Ehrungen in einen größeren Zusammenhang: Friedensmissionen arbeiten in einer Phase wachsender geopolitischer Spannungen, knapper Haushalte und komplexer Konflikte. In Afrika betrifft dies vor allem Einsätze, bei denen der Schutz von Zivilisten, der Umgang mit bewaffneten Gruppen und die Sicherheit der Friedenskräfte gleichzeitig auf dem Spiel stehen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundeswehr entlässt mehrere verfassungsfeindliche Soldaten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundeswehr-entlaesst-mehrere-verfassungsfeindliche-soldaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 14:53:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27776</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundeswehr hat 19 Soldaten wegen verfassungsfeindlicher Bestrebungen entlassen. Die Bundesregierung nennt erstmals konkrete Zahlen zur Anwendung des neuen § 46 Absatz 2a Soldatengesetz und erklärt, wann Personalamt und Militärischer Abschirmdienst tätig werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundeswehr-entlaesst-mehrere-verfassungsfeindliche-soldaten%2F&amp;action_name=Bundeswehr%20entl%C3%A4sst%20mehrere%20verfassungsfeindliche%20Soldaten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-entlaesst-mehrere-verfassungsfeindliche-soldaten/">Bundeswehr entlässt mehrere verfassungsfeindliche Soldaten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundeswehr hat 19 Soldaten auf Grundlage eines neuen Entlassungstatbestands im Soldatengesetz entlassen. Die Bundesregierung nennt die Zahl in ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/055/2105579.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur Auslegung von § 46 Absatz 2a des Soldatengesetzes. Die Vorschrift soll die Entfernung von Soldatinnen und Soldaten beschleunigen, wenn sie schwerwiegende Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung verfolgen oder unterstützen.</p>



<h2 id="h-neuer-entlassungstatbestand-seit-2023" class="wp-block-heading"><span id="neuer-entlassungstatbestand-seit-2023">Neuer Entlassungstatbestand seit 2023</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hatte die gesetzliche Grundlage am 17. November 2023 beschlossen. Ziel war eine schnellere Entfernung verfassungsfeindlicher Soldatinnen und Soldaten aus der Bundeswehr. Im Mittelpunkt steht § 46 Absatz 2a des Soldatengesetzes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regelung betrifft Soldatinnen und Soldaten, die schwerwiegende verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgen oder Zusammenschlüsse nachdrücklich unterstützen, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet sind oder waren. Die Bundesregierung verweist dabei auf Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder gegen die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Entlassung ist möglich, wenn das Verhalten eine Gefahr für die militärische Ordnung oder das Vertrauen in die Bundeswehr darstellt. Die Regelung gilt für Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit, Wehrdienstleistende und Reservisten.</p>



<h2 id="h-prufung-liegt-beim-personalamt-der-bundeswehr" class="wp-block-heading"><span id="pruefung-liegt-beim-personalamt-der-bundeswehr">Prüfung liegt beim Personalamt der Bundeswehr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entlassungsprüfung erfolgt nach Angaben der Bundesregierung ausschließlich durch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Das Amt stützt sich dabei auf die interne Allgemeine Regelung „Extremismusbekämpfung“ A-2600/7 vom 5. Juli 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Volltext dieser internen Regelung legte die Bundesregierung nicht vor. Sie verweist darauf, dass das Informationsrecht der Abgeordneten nicht die Herausgabe interner Dokumente umfasse. Stattdessen beschreibt die Bundesregierung die Inhalte, soweit sie die Anfrage betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach kann eine glaubhafte Abwendung von verfassungsfeindlichen Bestrebungen eine Entlassung verhindern. Damit bleibt die Entscheidung nicht allein an einen Verdacht gebunden, sondern an eine Prüfung des konkreten Einzelfalls.</p>



<h2 id="h-mad-wird-bei-tatsachlichen-anhaltspunkten-tatig" class="wp-block-heading"><span id="mad-wird-bei-tatsaechlichen-anhaltspunkten-taetig">MAD wird bei tatsächlichen Anhaltspunkten tätig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Militärische Abschirmdienst wird tätig, sobald tatsächliche Anhaltspunkte für extremistische Verhaltensweisen vorliegen. Das Bundesamt für das Personalmanagement prüft anschließend, ob eine bestimmte Verhaltensform einen extremistischen Ursprung hat, extremistisches Gedankengut fördert oder verbreitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass diese Bewertung immer vom konkreten Einzelfall abhängt. Dabei spiele auch das innere Gefüge des betroffenen Bereichs eine Rolle. Weitere Angaben zu Datum, Verband oder Dienststelle der entlassenen Soldaten machte die Bundesregierung nicht. Sie begründet dies mit Datenschutz und möglichen Rückschlüssen auf Einzelpersonen.</p>



<h2 id="h-keine-weisung-mit-bezug-auf-die-afd" class="wp-block-heading"><span id="keine-weisung-mit-bezug-auf-die-afd">Keine Weisung mit Bezug auf die AfD</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="706" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-1024x706.jpg" alt="" class="wp-image-27779 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-1024x706.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-300x207.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-768x529.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-380x262.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-800x551.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-1160x799.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961.jpg 1419w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion fragte außerdem, ob es Anweisungen, Erlasse oder Rundschreiben der Leitung des Bundesverteidigungsministeriums gebe, wonach der Militärische Abschirmdienst bei Ermittlungen nach § 46 Absatz 2a des Soldatengesetzes auf die <a href="https://fokus-afrika.de/afd-fordert-abschaffung-des-entwicklungsministeriums/">AfD</a> Bezug nehmen solle.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verneint dies. Auch Änderungen von Dienstvorschriften oder Anweisungen beim Bundesverteidigungsministerium, beim Militärischen Abschirmdienst oder beim Bundesamt für das Personalmanagement infolge eines Urteils des Verwaltungsgerichts Köln vom 26. Februar 2026 gebe es nicht. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort macht damit erstmals im parlamentarischen Verfahren sichtbar, in welchem Umfang der neue Entlassungstatbestand bisher angewendet wurde. Zugleich hält die Bundesregierung zentrale Verfahrensgrundlagen intern und verweist bei personenbezogenen Angaben auf Datenschutz.</p>
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		<title>Frankreich leidet unter Angriffen auf seine Verteidigungsindustrie durch Spionage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-leidet-unter-angriffen-auf-seine-verteidigungsindustrie-durch-spionage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 14:33:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Frankreich sieht seine Verteidigungsindustrie im Fokus hybrider Angriffe. Spionage, Sabotage, Drohnenüberflüge, Datendiebstahl und Desinformation treffen nicht nur große Rüstungskonzerne, sondern auch Zulieferer und Beschäftigte mit sicherheitsrelevantem Wissen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-leidet-unter-angriffen-auf-seine-verteidigungsindustrie-durch-spionage%2F&amp;action_name=Frankreich%20leidet%20unter%20Angriffen%20auf%20seine%20Verteidigungsindustrie%20durch%20Spionage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreich sieht seine Streitkräfte, Rüstungsunternehmen und sicherheitsrelevanten Technologien zunehmend durch hybride Angriffe unter Druck.<br>Am 28. Mai beschrieben das französische Verteidigungsministerium und die Direktion für Nachrichtendienst und Sicherheit der Verteidigung, kurz DRSD, ein breites Spektrum feindlicher Aktivitäten gegen den Verteidigungsbereich.<br>Dazu zählen Spionage, Sabotage, wirtschaftlicher Druck, Cyberangriffe, Desinformation und die gezielte Ansprache von Beschäftigten in sensiblen Bereichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Olivia Penichou, die Delegierte für Information und Kommunikation der Verteidigung, verwies auf die Nationale Strategische Überprüfung 2025. Seit 2022 setzten Gegner Frankreichs demnach „enthemmter“ auf hybride Strategien, die französische Interessen beeinträchtigten. Die Bedrohungen seien vielgestaltig, miteinander verbunden und entwickelten sich laufend weiter.</p>



<h2 id="h-verteidigungsindustrie-als-ziel" class="wp-block-heading"><span id="verteidigungsindustrie-als-ziel">Verteidigungsindustrie als Ziel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Warnung steht die französische Verteidigungsbasis. Dazu gehören große Rüstungskonzerne, Zulieferer, Forschungsakteure, Start-ups und Beschäftigte mit technischem Spezialwissen. Penichou beschrieb diesen Bereich als Ökosystem mit kritischen Fähigkeiten, das wegen seiner Technologien und Innovationskraft besonders im Fokus feindlicher Akteure stehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">General Aymeric Bonnemaison, Direktor der DRSD, sagte, der Auftrag seines Dienstes laute: „Aufklären, um zu schützen.“ Die DRSD sei für Gegenspionage und Gegenbeeinflussung im Verteidigungsbereich zuständig. Sie schütze nicht nur die Streitkräfte, sondern auch militärische Geheimnisse und die Wirtschaft der Verteidigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bonnemaison verwies auf ein verändertes strategisches Umfeld. Der Krieg in der Ukraine, die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten, die Rückkehr nuklearer Drohungen und die Zunahme von Einflussoperationen hätten die Arbeit der französischen Sicherheitsdienste verändert. „Wir haben die Welt gewechselt“, sagte der General.</p>



<h2 id="h-drohnen-datendiebstahl-und-digitale-ansprachen" class="wp-block-heading"><span id="drohnen-datendiebstahl-und-digitale-ansprachen">Drohnen, Datendiebstahl und digitale Ansprachen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders stark zugenommen haben nach Darstellung der DRSD Ausspähversuche gegen militärische und industrielle Ziele. Dazu zählen Beobachtungen von Standorten, Drohnenüberflüge und der Diebstahl von Computern. Bonnemaison sagte, die registrierten Drohnenüberflüge hätten sich 2025 gegenüber 2024 verdoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Feld sind digitale Annäherungen an Personen mit sicherheitsrelevantem Wissen. Die DRSD beobachtet demnach Ansprachen über Plattformen wie LinkedIn, bei denen vermeintliche Stellenangebote, bezahlte Interviews oder berufliche Kontakte genutzt werden, um Informationen über Unternehmen, Technologien oder interne Abläufe zu gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Instrumentalisierung von Rechtsnormen und Kontrollen wurde als Risiko benannt. Bonnemaison sprach von Exportkontrollen, extraterritorialen Regeln und Untersuchungen durch spezialisierte Dienstleister, über die sensible Daten aus Unternehmen abgefragt werden könnten. Die DRSD begleite Firmen, damit rechtliche Prüfungen nicht zur Ausforschung genutzt würden.</p>



<h2 id="h-sabotage-und-subversion-unterhalb-der-kriegsschwelle" class="wp-block-heading"><span id="sabotage-und-subversion-unterhalb-der-kriegsschwelle">Sabotage und Subversion unterhalb der Kriegsschwelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischen Behörden sehen zudem eine wachsende Gefahr durch Sabotage. Bonnemaison nannte Aktionen gegen elektrische Transformatoren, Farbattacken auf Unternehmen und Protestformen, die aus einem pro-palästinensischen und anti-israelischen Kontext in eine antimilitaristische Richtung übergehen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben ideologisch motivierten Aktionen verwies der DRSD-Direktor auf sogenannte Insider-Risiken. Beschäftigte in Unternehmen oder militärischen Strukturen könnten Produktionsketten stören oder sensible Daten weitergeben. Auch über das Internet angeworbene Personen könnten als Stellvertreter für Sabotageakte eingesetzt werden, teilweise ohne die eigentlichen Auftraggeber zu kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der Subversion sieht die DRSD eine wachsende Rolle künstlicher Intelligenz. Manipulierte Bilder, Stimmen und Videos erschwerten die Einordnung von Informationen. Frankreich habe bereits Desinformationskampagnen im frankophonen Afrika erlebt, darunter russische Kampagnen gegen französische Präsenz und Interessen. Heute richteten sich vergleichbare Methoden auch gegen Unternehmen, militärische Reputationen und das Verhältnis zwischen Armee und Gesellschaft.</p>



<h2 id="h-schutz-der-zulieferer-ruckt-starker-in-den-fokus" class="wp-block-heading"><span id="schutz-der-zulieferer-rueckt-staerker-in-den-fokus">Schutz der Zulieferer rückt stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die DRSD sieht nicht nur große Rüstungskonzerne als gefährdet an. Kleine und mittlere Unternehmen sowie mittelständische Zulieferer seien oft weniger gut auf Cyberangriffe, Datendiebstahl oder wirtschaftliche Ausforschung vorbereitet. Gleichzeitig werden sie für die Verteidigungsproduktion wichtiger, weil technologische Innovationen schneller in militärische Anwendungen übergehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27773 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bonnemaison sprach von einer „Wirtschaftskriegsführung in einer Kriegswirtschaft“. Verteidigungsbudgets stiegen, die internationale Konkurrenz nehme zu und Frankreich verfüge über starke industrielle Fähigkeiten. Dadurch wachse der Druck auf Unternehmen, die Schlüsseltechnologien entwickeln oder Produktionskapazitäten bereitstellen können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die DRSD setzt nach eigenen Angaben auf Sensibilisierung, Sicherheitsprüfungen, Audits und Beratung. Bonnemaison nannte auch <a href="https://fokus-afrika.de/verdacht-auf-spionage-ein-franzoesischer-dgse-agent-im-niger-festgenommen/">einfache Nachlässigkeiten als großes Risiko</a>. „80 Prozent der Kompromittierungen sind heute auf einfache Nachlässigkeiten zurückzuführen“, sagte er. Dazu zählte er offene Dienstcomputer in Zügen, unbeaufsichtigte Geräte oder wiederholte Diebstähle aus Fahrzeugen.</p>



<h2 id="h-hybride-angriffe-erschweren-die-zuordnung" class="wp-block-heading"><span id="hybride-angriffe-erschweren-die-zuordnung">Hybride Angriffe erschweren die Zuordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischen Sicherheitsbehörden sehen die größte Herausforderung in der Kombination verschiedener Angriffsmethoden. <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">Eine Datenpanne könne auf einen Cyberangriff zurückgehen, auf einen Insider, auf eine Serie von Computerdiebstählen oder auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.</a> Der Zweck könne Datendiebstahl sein, aber auch die Schädigung des Rufs eines Unternehmens während eines Exportgeschäfts oder einer Kapitalrunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bonnemaison beschrieb die französische Antwort als dynamischen Ansatz. Die DRSD analysiere Bedrohungen, Schwachstellen und mögliche Angriffspfade. Daraus folgten administrative Prüfungen, operative Recherchen, Audits und gezielte Begleitung sensibler Akteure in der Verteidigungswirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Botschaft des <a href="https://www.defense.gouv.fr/actualites/renseigner-proteger-drsd-face-aux-nouvelles-menaces">Briefings</a> war eine breitere Wachsamkeit im Verteidigungsumfeld. Bonnemaison sagte, die Sicherheit sei kollektiv. Die DRSD könne nicht allein alle Risiken abdecken, sondern brauche Meldungen, Hinweise und ein höheres Bewusstsein in Streitkräften, Unternehmen und Zulieferketten. </p>
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		<item>
		<title>Burkina Faso schließt Großmoschee und verhaftet salafistischen Prediger Mohamed Ishaq Kindo</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burkina-faso-schliesst-grossmoschee-und-verhaftet-salafistischen-prediger-mohamed-ishaq-kindo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 09:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Burkina Faso spitzt sich der Streit um Imam Mohamed Ishaq Kindo zu. Nach seiner Festnahme schließen die Behörden die sunnitische Großmoschee in Ouagadougou. Islamische Verbände rufen zur Ruhe auf.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburkina-faso-schliesst-grossmoschee-und-verhaftet-salafistischen-prediger-mohamed-ishaq-kindo%2F&amp;action_name=Burkina%20Faso%20schlie%C3%9Ft%20Gro%C3%9Fmoschee%20und%20verhaftet%20salafistischen%20Prediger%20Mohamed%20Ishaq%20Kindo&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-schliesst-grossmoschee-und-verhaftet-salafistischen-prediger-mohamed-ishaq-kindo/">Burkina Faso schließt Großmoschee und verhaftet salafistischen Prediger Mohamed Ishaq Kindo</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden in Burkina Faso haben die große Moschee des sunnitischen Mouvement sunnite in Ouagadougou bis auf Weiteres geschlossen. Die Entscheidung folgt auf die Festnahme des Imams Mohamed Ishaq Kindo und auf Proteste von Unterstützern des Geistlichen in der Hauptstadt. Der Gouverneur von Ouagadougou begründete die Schließung mit Risiken für die öffentliche Ordnung. Die Föderation islamischer Verbände des Landes ruft die Gläubigen zu Ruhe und Zurückhaltung auf.</p>



<h2 id="h-behorden-verweisen-auf-die-offentliche-ordnung" class="wp-block-heading"><span id="behoerden-verweisen-auf-die-oeffentliche-ordnung">Behörden verweisen auf die öffentliche Ordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gouverneur von Ouagadougou, Abdoulaye Bassinga, ordnete die Schließung der Moschee in der Zone d’activités commerciales et administratives an. Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres. In der Verfügung werden mögliche Störungen der öffentlichen Ordnung als Grund genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung verschärft die Lage rund um den festgenommenen Imam Mohamed Ishaq Kindo. Er gilt als eine einflussreiche Stimme innerhalb der sunnitischen Gemeinschaft in Burkina Faso. Nach seiner Festnahme gingen Unterstützer in Ouagadougou auf die Straße und forderten seine Freilassung. Sicherheitskräfte lösten die Proteste mit Tränengas auf.</p>



<h2 id="h-islamische-verbande-rufen-zur-zuruckhaltung-auf" class="wp-block-heading"><span id="islamische-verbaende-rufen-zur-zurueckhaltung-auf">Islamische Verbände rufen zur Zurückhaltung auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fédération des associations islamiques du Burkina, kurz FAIB, bestätigte die Festnahme Kindos am 26. Mai. Die Organisation erklärte, ihr seien die offiziellen Gründe zunächst nicht mitgeteilt worden. Sie habe Schritte bei den zuständigen Behörden eingeleitet, um Informationen über die Lage des Imams zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich mahnte die FAIB zur Ruhe. Die Gläubigen sollten Spekulationen vermeiden und keine ungeprüften Informationen verbreiten. Regionale Verantwortliche wurden aufgefordert, in ihren Gemeinden für Respekt vor den Institutionen und für die Wahrung des sozialen Friedens zu werben.</p>



<h2 id="h-falschmeldung-uber-tod-des-imams-dementiert" class="wp-block-heading"><span id="falschmeldung-ueber-tod-des-imams-dementiert">Falschmeldung über Tod des Imams dementiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Tag nach der Festnahme verbreitete sich in sozialen Netzwerken ein angebliches Justizschreiben, das den Tod Kindos behauptete. Der Generalstaatsanwalt am Berufungsgericht von Ouagadougou, Sawadogo Désiré Pinguédewendé, wies die Meldung am 27. Mai entschieden zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Mitteilung ist eine Fälschung und stammt von keiner Justizbehörde meines Zuständigkeitsbereichs“, erklärte der Generalstaatsanwalt. Er sprach von Desinformation und kündigte Ermittlungen der Kriminalpolizei an. Die Ermittler sollen die Verfasser, mögliche Komplizen und Personen identifizieren, die solche Veröffentlichungen weiterverbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Justiz warnte zugleich vor Hassrede, Gewaltaufrufen und Falschinformationen, die die öffentliche Ordnung gefährden können. Die Bevölkerung solle sich nur an offizielle Informationskanäle halten.</p>



<h2 id="h-streit-um-religiose-rede-im-offentlichen-raum" class="wp-block-heading"><span id="streit-um-religioese-rede-im-oeffentlichen-raum">Streit um religiöse Rede im öffentlichen Raum</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="341" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1.jpg" alt="" class="wp-image-27758 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1.jpg 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1-300x136.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1-380x173.jpg 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Festnahme Kindos fällt in eine angespannte Debatte über Religion, Staat und Sicherheit in Burkina Faso. Der Imam hatte sich zuvor kritisch zu einem Gesetzesvorhaben geäußert, das religiöse Praktiken stärker regeln soll. In Teilen der muslimischen Gemeinschaft gibt es Sorge, dass neue Regeln die Ausübung religiöser Praktiken im öffentlichen Raum einschränken könnten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-demokratie-passt-nicht-zu-burkina-faso/" type="post" id="26216">Staatschef Ibrahim Traoré</a> hatte sich zuletzt zu religiösen Predigten und Extremismus geäußert. In einer Ansprache sagte er, religiöse Verantwortliche müssten stärker in die Präventionsarbeit einbezogen werden. Traoré sprach von einem „alternativen Diskurs“, der helfen solle, junge Menschen von extremistischer Ideologie fernzuhalten. Er verband seine Aussagen mit der Sicherheitslage im Land und mit der Rolle religiöser Rechtfertigungen in bewaffneten Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit steht der Fall Kindo nicht allein für eine einzelne Festnahme. Er berührt eine breitere Frage im Land: Wie weit darf der Staat religiöse Rede regulieren, wenn er sie mit Sicherheitspolitik und dem Kampf gegen Extremismus verbindet?</p>



<h2 id="h-eine-moschee-mit-belasteter-vergangenheit" class="wp-block-heading"><span id="eine-moschee-mit-belasteter-vergangenheit">Eine Moschee mit belasteter Vergangenheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sunnitische Großmoschee in Ouagadougou war bereits früher geschlossen worden. In den 1990er-Jahren kam es innerhalb der Gemeinschaft zu schweren Spannungen, die teils in Gewalt umschlugen. Auch Anfang der 2000er-Jahre blieb der Ort geschlossen, bevor er im Oktober 2006 wieder geöffnet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Schließung trifft einen religiösen Ort mit hoher symbolischer Bedeutung. Für die sunnitische Gemeinschaft ist die Moschee nicht nur ein Gebetsort, sondern auch ein Zentrum religiöser Orientierung in der Hauptstadt. Weitere offizielle Angaben zur Dauer der Schließung und zum rechtlichen Status des Imams lagen zunächst nicht vor.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA unterstützen Kenia bei Ebola-Vorsorge</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-unterstuetzen-kenia-bei-ebola-vorsorge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 08:41:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ebola breitet sich in Kongo und Uganda aus. Die USA unterstützen Kenia bei der Vorsorge, während die WHO im Osten Kongos eine Feuerpause fordert, damit Helfer die betroffenen Gemeinden erreichen können.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-unterstuetzen-kenia-bei-ebola-vorsorge%2F&amp;action_name=USA%20unterst%C3%BCtzen%20Kenia%20bei%20Ebola-Vorsorge&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-unterstuetzen-kenia-bei-ebola-vorsorge/">USA unterstützen Kenia bei Ebola-Vorsorge</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die USA stellen Kenia zusätzliche Hilfe bereit, um das Land gegen eine mögliche Ausbreitung des Ebola-Ausbruchs in Ost- und Zentralafrika zu wappnen. Das kündigte das US-Außenministerium am 28. Mai nach einem Telefonat von Außenminister Marco Rubio mit Kenias Präsident William Ruto an. Washington will 13,5 Millionen US-Dollar für Kenias Ebola-Vorsorge einsetzen. Zugleich haben die USA nach eigenen Angaben mehr als 112 Millionen US-Dollar für die regionale Reaktion auf den Ausbruch mobilisiert.</p>



<h2 id="h-kenia-soll-medizinische-vorrate-sichern" class="wp-block-heading"><span id="kenia-soll-medizinische-vorraete-sichern">Kenia soll medizinische Vorräte sichern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio und Ruto sprachen über medizinische Lieferungen und die Einsatzfähigkeit des kenianischen Gesundheitssystems. Die USA wollen nach Angaben des Außenministeriums mit Kenia eng abgestimmt bleiben, während sich die Lage in der Region weiter entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Washington steht dabei auch der Schutz der eigenen Bevölkerung im Vordergrund. Die US-Regierung begründet ihre Hilfe damit, den Ausbruch möglichst früh einzudämmen und eine weitere internationale Ausbreitung zu verhindern. <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/" type="post" id="26877">Kenia nimmt in der US-Gesundheitspolitik in Ostafrika seit Jahren eine wichtige Rolle ein, weil dort regionale Gesundheitsprogramme, Laborstrukturen und Partnerschaften gebündelt werden.</a></p>



<h2 id="h-ausbruch-in-kongo-und-uganda" class="wp-block-heading"><span id="ausbruch-in-kongo-und-uganda">Ausbruch in Kongo und Uganda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Ausbruch betrifft vor allem die Demokratische Republik Kongo und Uganda. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von der seltenen Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus. Für diese Variante gibt es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff und keine gezielte Behandlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Demokratischen Republik Kongo wurden bis Mittwoch mehr als 900 Verdachtsfälle, 105 bestätigte Fälle und zehn bestätigte Todesfälle erfasst. Uganda meldete sieben bestätigte Fälle und einen Todesfall. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Kongo, wo nach Angaben der WHO rund 90 Prozent der Fälle gemeldet wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebola breitet sich über direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter oder verstorbener Menschen aus. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-schickt-schutzanzuege-in-ebola-gebiet-und-bereitet-expertenteam-vor/">Für die Eindämmung sind schnelle Tests, sichere Behandlung, Schutzkleidung für medizinisches Personal, Kontaktverfolgung und sichere Bestattungen entscheidend.</a></p>



<h2 id="h-who-fordert-feuerpause-im-osten-kongos" class="wp-block-heading"><span id="who-fordert-feuerpause-im-osten-kongos">WHO fordert Feuerpause im Osten Kongos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ostkongo-kontaktgruppe-fordert-waffenruhe-in-masisi-dauern-kaempfe-trotz-ebola-an/" type="post" id="27599">WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus rief bewaffnete Gruppen im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu einer Feuerpause auf.</a> Gesundheitshelfer müssten Menschen erreichen können, um Infektionen zu stoppen und Leben zu retten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="775" height="364" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms.jpg" alt="" class="wp-image-27441 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms.jpg 775w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-300x141.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-768x361.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-380x178.jpg 380w" sizes="(max-width: 775px) 100vw, 775px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tedros verwies auf die Lage in Ituri, wo die Bevölkerung bereits unter Unsicherheit, Hunger, Malaria und Vertreibung leide. „Menschen sterben an Ebola, die nicht sterben müssten“, sagte er. Eine Feuerpause, auch eine kurze, könne Leben retten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Appell zeigt, wie stark der Ausbruch mit dem Konflikt im Osten Kongos verbunden ist. Wo Kämpfe, Vertreibung und Misstrauen den Zugang zu Dörfern und Gesundheitszentren erschweren, wird auch eine medizinische Krise schwerer kontrollierbar.</p>



<h2 id="h-usa-bauen-regionale-hilfe-aus" class="wp-block-heading"><span id="usa-bauen-regionale-hilfe-aus">USA bauen regionale Hilfe aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium hat nach eigenen Angaben am 27. Mai weitere 80 Millionen US-Dollar für Partnerorganisationen freigegeben. Das Geld soll unter anderem für Schutzkleidung, Grenzscreening, Kontaktverfolgung und Diagnostik eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF und das Welternährungsprogramm sollen Schutzmaterial und weitere Hilfsgüter beschaffen und verteilen. Die Internationale Organisation für Migration soll Gesundheitskontrollen an Flughäfen sowie an wichtigen Land- und Wasserübergängen verstärken. Weitere Organisationen sollen Kontakte von Infizierten nachverfolgen und die Überwachung in betroffenen Gemeinden ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich stellt Washington 50 Millionen US-Dollar über das UN-Nothilfebüro OCHA bereit, um bis zu 50 Ebola-Kliniken in betroffenen Gebieten zu unterstützen. Weitere 300 Millionen US-Dollar sollen über OCHA-Fonds für breitere humanitäre Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda eingesetzt werden.</p>



<h2 id="h-hilfe-in-einem-schwierigen-umfeld" class="wp-block-heading"><span id="hilfe-in-einem-schwierigen-umfeld">Hilfe in einem schwierigen Umfeld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA haben außerdem Fachpersonal nach Kinshasa und Kampala entsandt. Die Teams sollen die Reaktion mit Regierungen, Hilfsorganisationen und weiteren Partnern abstimmen. Nach Angaben des Außenministeriums war dies der schnellste Einsatz eines amerikanischen Katastrophenhilfeteams bei einer Ebola-Reaktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage bleibt angespannt, weil der Ausbruch eine Region trifft, in der Gesundheitsversorgung, Sicherheit und Vertrauen in Behörden schon vorher unter Druck standen. Die WHO betont, dass frühe Versorgung die Überlebenschancen erhöhen kann. Zugleich müssen Helfer Gemeinden erreichen, in denen Angst, Gerüchte und schlechte Erfahrungen mit früheren Einsätzen die Arbeit erschweren.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Reform geht in entscheidende Phase</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-reform-geht-in-entscheidende-phase/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 23:47:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinten Nationen sollen schlanker, schneller und besser koordiniert werden. Die UN80-Reform betrifft auch Afrika direkt: Sudan und Somalia sind Testfälle für neue humanitäre Hilfe, Nairobi und Addis Abeba Teil des geplanten Umbaus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-reform-geht-in-entscheidende-phase%2F&amp;action_name=UN-Reform%20geht%20in%20entscheidende%20Phase&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-reform-geht-in-entscheidende-phase/">UN-Reform geht in entscheidende Phase</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres treibt die Reform der Vereinten Nationen in eine neue Entscheidungsphase. Vor der Generalversammlung in New York sagte er, Stillstand in einer Zeit geopolitischer Krisen würde menschliches Leid weiter verschärfen. Die sogenannte UN80-Initiative soll die Weltorganisation schlanker, schneller und besser abgestimmt machen. Für Afrika ist der Umbau auch deshalb relevant, weil mehrere Reformteile direkt Krisenländer, UN-Standorte und Länderteams auf dem Kontinent betreffen.</p>



<h2 id="h-weniger-doppelarbeit-schnellere-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="weniger-doppelarbeit-schnellere-hilfe">Weniger Doppelarbeit, schnellere Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres will die Arbeitsweise der Vereinten Nationen stärker bündeln. Der UN-Apparat soll weniger parallel arbeiten, Daten besser teilen und Verwaltungsaufgaben stärker zusammenlegen. Im Sekretariat wurde für 2026 bereits eine Verringerung der Stellen um 21 Prozent umgesetzt. Elf Teams in New York wurden zu einer gemeinsamen Verwaltungsplattform zusammengeführt, die rund 6.000 Beschäftigte unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Verwaltungsplattformen sollen auch an großen UN-Standorten entstehen. Genannt werden unter anderem Nairobi und Addis Abeba. Beide Städte sind für die UN-Arbeit in Afrika zentrale Knotenpunkte: Nairobi ist ein wichtiger Standort für Umwelt- und Siedlungsfragen, Addis Abeba für die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union und für politische Arbeit auf dem Kontinent.</p>



<h2 id="h-sudan-und-somalia-als-testfalle" class="wp-block-heading"><span id="sudan-und-somalia-als-testfaelle">Sudan und Somalia als Testfälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Teil der Reform betrifft die humanitäre Hilfe. Die Vereinten Nationen testen einen neuen Ansatz zunächst in fünf Krisenlagen: Afghanistan, Haiti, den besetzten palästinensischen Gebieten, Somalia und Sudan. Dabei sollen Lieferketten zusammengeführt, Hilfsplanung vereinfacht und Daten besser genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hintergrund ist ein wachsender Druck auf das humanitäre System. Die UN muss in mehr Krisen helfen, während Geld knapper wird. Besonders bei der Versorgung mit Hilfsgütern geht es um große Summen: Lieferketten machen nach UN-Angaben rund 70 Prozent der gesamten humanitären Ausgaben aus. Wenn die Reform hier greift, kann sie die Arbeit in Ländern wie Sudan und Somalia unmittelbar verändern.</p>



<h2 id="h-friedenseinsatze-sollen-uberpruft-werden" class="wp-block-heading"><span id="friedenseinsaetze-sollen-ueberprueft-werden">Friedenseinsätze sollen überprüft werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres kündigte zudem eine Überprüfung der UN-Friedenseinsätze an. Empfehlungen dazu sollen im Juni vorgelegt werden. Ziel ist eine flexiblere Architektur für Einsätze in einer Sicherheitslage, die sich schneller verändert als früher.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27211 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-deutschland-und-afrika-im-fokus-der-generalversammlung/">Für Afrika ist dieser Punkt besonders wichtig. </a>Viele der großen UN-Friedens- und Stabilisierungseinsätze der vergangenen Jahrzehnte lagen auf dem Kontinent. Gleichzeitig haben Debatten über Mandate, Kosten, Schutz von Zivilisten und die Zusammenarbeit mit regionalen Organisationen an Gewicht gewonnen. Die Reform soll klären, welche Instrumente die UN künftig braucht, um auf Konflikte schneller und passender zu reagieren.</p>
</div></div>



<h2 id="h-mitgliedstaaten-behalten-das-letzte-wort" class="wp-block-heading"><span id="mitgliedstaaten-behalten-das-letzte-wort">Mitgliedstaaten behalten das letzte Wort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres machte deutlich, dass viele Entscheidungen nicht beim Sekretariat liegen. Strukturelle Änderungen, neue Zuständigkeiten oder mögliche Zusammenschlüsse von UN-Einheiten brauchen die Zustimmung der Mitgliedstaaten. Der Generalsekretär kann Vorschläge vorlegen, entscheiden müssen aber die Regierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Debatte stehen unter anderem engere Zusammenarbeit zwischen UN-Organisationen, gemeinsame Dienste, ein UN-weiter Datenraum und mögliche Zusammenschlüsse einzelner Einrichtungen. Auch die Arbeit der Länderteams soll neu ausgerichtet werden. Staaten sollen schneller auf Fachwissen aus dem gesamten UN-System zugreifen können, auch wenn nicht jede UN-Einheit dauerhaft im Land vertreten ist.</p>



<h2 id="h-baerbock-fordert-mehr-politische-steuerung" class="wp-block-heading"><span id="baerbock-fordert-mehr-politische-steuerung">Baerbock fordert mehr politische Steuerung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="440" height="588" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-12605 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped.jpg 440w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped-224x300.jpg 224w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped-380x508.jpg 380w" sizes="(max-width: 440px) 100vw, 440px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Annalena Baerbock, Präsidentin der 80. UN-Generalversammlung, mahnte bei der Sitzung eine stärkere politische Debatte über den Umbau an. Die Reform dürfe nicht nur in technischen Haushaltsverhandlungen behandelt werden. <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">Die Mitgliedstaaten müssten klären, welche Strukturen im UN-System künftig noch klaren Mehrwert bringen und wo Änderungen nötig seien.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock verwies auch auf die jüngste Resolution zur Überprüfung von UN-Mandaten. Die Vereinten Nationen arbeiten mit zehntausenden Mandaten, die von Mitgliedstaaten beschlossen wurden. Viele davon verursachen Berichte, Sitzungen und Verwaltungsaufwand. <a href="https://fokus-afrika.de/baerbock-ruft-eu-parlament-zur-verteidigung-der-vereinten-nationen-auf/">Die Reform soll prüfen, welche Aufgaben weiterhin nötig sind, wo sich Arbeit überschneidet und wie Mandate besser mit Geld und Personal verbunden werden können.</a></p>
</div></div>



<h2 id="h-menschenrechte-bleiben-streitpunkt-bei-den-ressourcen" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechte-bleiben-streitpunkt-bei-den-ressourcen">Menschenrechte bleiben Streitpunkt bei den Ressourcen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres sprach auch die ungleiche Ausstattung der UN-Arbeit an. Besonders die Menschenrechtsarbeit bekomme deutlich weniger Mittel als andere Bereiche, obwohl sie eine der tragenden Säulen der Organisation sei. Deshalb wurde eine neue Human Rights Group eingerichtet, die Menschenrechtsarbeit im UN-System besser koordinieren soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit berührt die Reform auch eine politische Frage: Die UN soll sparen und effizienter werden, darf dabei aber zentrale Aufgaben nicht verlieren. Guterres forderte die Mitgliedstaaten zugleich auf, ihre Pflichtbeiträge vollständig und pünktlich zu zahlen. Die Reform könne die Arbeitsweise der Vereinten Nationen verbessern, aber ausbleibende Zahlungen nicht ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-reform-geht-in-entscheidende-phase%2F&action_name=UN-Reform%20geht%20in%20entscheidende%20Phase&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-reform-geht-in-entscheidende-phase/">UN-Reform geht in entscheidende Phase</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:description type="html">Außenpolitik in gewendeten Zeiten: Außenministerin Annalena Baerbock im Gespräch mit Johnny Haeusler</media:description>
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		<title>Afrikas Rohstoffe rücken in Deutschlands Sicherheitsagenda</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 23:28:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschlands Energiewende braucht Rohstoffe. Viele davon kommen aus Ländern des Globalen Südens. Neue Regierungsangaben zeigen, wie stark Afrika in Berlins Rohstoffstrategie hineinrückt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda%2F&amp;action_name=Afrikas%20Rohstoffe%20r%C3%BCcken%20in%20Deutschlands%20Sicherheitsagenda&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/">Afrikas Rohstoffe rücken in Deutschlands Sicherheitsagenda</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland behandelt den Zugang zu wichtigen Rohstoffen zunehmend als Frage von Sicherheit und Industriepolitik. Die Bundesregierung hat nach einem Beschluss des Nationalen Sicherheitsrats einen Aktionsplan Rohstoffe erarbeitet, will ihn aber nicht veröffentlichen. Zugleich laufen deutsche und europäische Programme mit Rohstoffbezug in mehreren afrikanischen Ländern. Betroffen sind unter anderem Mauretanien, Mosambik, Namibia, Sambia, Südafrika, Algerien und Ghana.</p>



<h2 id="h-berlin-will-abhangigkeiten-verringern" class="wp-block-heading"><span id="berlin-will-abhaengigkeiten-verringern">Berlin will Abhängigkeiten verringern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland geht es um Rohstoffe, die in Batterien, Stromnetzen, Windkraftanlagen, Halbleitern, Autos und digitaler Technik gebraucht werden. Dazu zählen Lithium, Kupfer, Kobalt, Nickel, Tantal, Seltene Erden, Mangan und Graphit. Viele dieser Stoffe werden außerhalb Europas gefördert, oft in Ländern des Globalen Südens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will die Versorgung deutscher Unternehmen breiter aufstellen. Kein strategischer Rohstoff soll künftig zu stark von einem einzelnen Drittland abhängen. Auf europäischer Ebene gilt dafür eine Zielmarke: Bis 2030 soll bei strategischen Rohstoffen höchstens 65 Prozent des europäischen Bedarfs aus einem einzigen Drittstaat kommen. Außerdem sollen mehr Rohstoffe in Europa gefördert, verarbeitet und wiederverwertet werden.</p>



<h2 id="h-mehrere-afrikanische-lander-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="mehrere-afrikanische-laender-im-fokus">Mehrere afrikanische Länder im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika spielt in dieser Strategie an mehreren Stellen eine Rolle. In Mauretanien unterstützt Deutschland Vorhaben mit Bezug zu Gold, Kupfer und Eisen. In Mosambik geht es um verantwortungsvolle Lieferketten und ein besseres Management des Bergbausektors. Namibia ist Teil von Projekten zur Nutzung mineralischer Rohstoffe und zur Förderung kritischer Rohstoffe für die Energiewende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Sambia und Südafrika tauchen in den Programmen auf. In Sambia geht es um Politik für kritische Rohstoffe. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-suedafrikas-energiewende/">In Südafrika stehen Batterierohstoffe und Wertschöpfung rund um grünen Wasserstoff im Mittelpunkt, darunter Vanadium, Mangan, Nickel, Kupfer, Graphit und Kobalt.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="990" height="557" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche.webp" alt="" class="wp-image-27745 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche.webp 990w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche-800x450.webp 800w" sizes="(max-width: 990px) 100vw, 990px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit wird sichtbar, wie eng deutsche Industriepolitik, Energiewende und afrikanische Rohstoffländer miteinander verbunden sind. Für Deutschland sind diese Rohstoffe Teil der wirtschaftlichen Sicherheit. Für viele afrikanische Staaten geht es darum, nicht nur Lieferant unverarbeiteter Rohstoffe zu bleiben, sondern mehr Wertschöpfung im eigenen Land aufzubauen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-der-druck-kommt-aus-der-energiewende" class="wp-block-heading"><span id="der-druck-kommt-aus-der-energiewende">Der Druck kommt aus der Energiewende</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bedarf wächst, weil moderne Industrie ohne diese Rohstoffe kaum funktioniert. Batterien brauchen Lithium, Kobalt, Nickel, Mangan und Graphit. Stromnetze und Elektromotoren benötigen Kupfer. Halbleiter, Magnete und Hochtechnologie hängen von weiteren seltenen oder schwer zugänglichen Metallen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Debatte dreht sich deshalb nicht mehr nur um Handel. Rohstoffe sind Teil der Frage, wer künftig Batterien, Chips, grüne Technologien und Rüstungsgüter herstellen kann. Die Bundesregierung verweist auf Kreislaufwirtschaft, Recycling und neue Lieferketten. Zugleich bleibt der Abbau vieler Rohstoffe mit Risiken verbunden, besonders dort, wo Minen Arbeits- und Umweltstandards nicht einhalten.</p>



<h2 id="h-der-kongo-zeigt-die-schattenseite-des-rohstoffbooms" class="wp-block-heading"><span id="der-kongo-zeigt-die-schattenseite-des-rohstoffbooms">Der Kongo zeigt die Schattenseite des Rohstoffbooms</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion stellte ihre <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/059/2105977.pdf">Anfrage</a> auch vor dem Hintergrund eines schweren Minenunglücks in der Demokratischen Republik Kongo. In der Coltanmine Rubaya im <a href="https://fokus-afrika.de/is-reklamiert-angriff-auf-goldminen-in-ituri/" type="post" id="25706">Osten des Landes</a> kamen Ende Januar 2026 mehr als 200 Menschen ums Leben. Die Mine gilt als einer der wichtigen Orte für Coltan, aus dem Tantal gewonnen wird. Tantal wird in der Elektronik und in der Halbleiterindustrie gebraucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall macht sichtbar, welche Spannung hinter dem Rohstoffbedarf steckt. In Deutschland und Europa stehen Digitalisierung, Energiewende und industrielle Unabhängigkeit im Vordergrund. In Förderregionen geht es häufig um Sicherheit der Arbeiter, Umweltzerstörung, Landkonflikte und die Frage, wer vom Abbau tatsächlich profitiert.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-verweist-auf-standards" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-verweist-auf-standards">Bundesregierung verweist auf Standards</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, sie unterstütze internationale Regeln für verantwortungsvolle Lieferketten. Dazu gehören die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte sowie Vorgaben der OECD für Rohstoffe aus Konflikt- und Hochrisikogebieten. Bei deutschen Förderinstrumenten sollen Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsfragen geprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleiben Lücken sichtbar. Zu bestehenden Rohstoffpartnerschaften liegen bislang keine formelle Auswertung und kein Monitoringbericht vor. Seit 2021 wurden Rohstoffpartnerschaften auch nicht angepasst oder ausgesetzt, weil Menschenrechts- oder Umweltrisiken festgestellt wurden. Kritik von zivilgesellschaftlichen Akteuren an möglichen kolonialen Mustern in der Rohstoffpolitik nimmt die Bundesregierung nach eigener Darstellung zur Kenntnis, bewertet sie aber nicht.</p>



<h2 id="h-offentliche-garantien-private-interessen" class="wp-block-heading"><span id="oeffentliche-garantien-private-interessen">Öffentliche Garantien, private Interessen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afd-hakt-nach-bmz-oeffnet-entwicklungspolitik-staerker-fuer-unternehmen/">Auch deutsche Absicherungen und Finanzierungsinstrumente spielen eine Rolle. </a>Für Algerien wurde 2022 eine Investitionsgarantie im Bereich Erdöl- und Erdgasförderung mit einer Kapitaldeckung von 104,3 Millionen Euro übernommen. Für dieses Projekt gab es Auflagen zu Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsaspekten. Im Rohstoffbereich wurden außerdem Hinweise oder Beschwerden zu Umweltverstößen bekannt, darunter bei einem 2022 abgesicherten Vorhaben in Ghana.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Exportkreditgarantien im Rohstoffbereich entfällt seit 2021 ein erheblicher Teil auf fossile Rohstoffe oder Infrastruktur, die mit fossilen Rohstoffen verbunden ist. Die Bundesregierung nennt dafür einen Anteil von rund 60 Prozent. Namen beteiligter Unternehmen veröffentlicht sie nicht und verweist auf Geschäftsgeheimnisse.</p>



<h2 id="h-rohstoffpolitik-zwischen-versorgung-und-verantwortung" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffpolitik-zwischen-versorgung-und-verantwortung">Rohstoffpolitik zwischen Versorgung und Verantwortung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Rohstoffpolitik bewegt sich damit zwischen zwei Zielen. Einerseits will Berlin Unternehmen beim Zugang zu wichtigen Rohstoffen unterstützen und Abhängigkeiten verringern. Andererseits sollen Menschenrechte, Umweltstandards und lokale Entwicklung in den Förderländern berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Staaten liegt darin ein zentraler Punkt. Entscheidend ist nicht nur, ob Rohstoffe geliefert werden. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-risiken-und-chancen-kritischer-rohstoffe/">Entscheidend ist auch, ob mehr Verarbeitung, Beschäftigung und Kontrolle in den Förderländern entstehen.</a> Die Bundesregierung nennt lokale Wertschöpfung als Ziel ihrer Entwicklungszusammenarbeit im Rohstoffbereich. Eine umfassende öffentliche Bewertung der bisherigen Rohstoffpartnerschaften liegt bislang nicht vor.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutsche Botschaften in Afrika: So lange warten Antragsteller für den Familiennachzug</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutsche-botschaften-in-afrika-so-lange-warten-antragsteller-fuer-den-familiennachzug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 23:10:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Visa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ein Jahr warten, bevor ein Visumantrag überhaupt gestellt werden kann: Neue Regierungszahlen zeigen, wie lange Familien an deutschen Botschaften in mehreren afrikanischen Ländern auf Termine zum Familiennachzug warten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsche-botschaften-in-afrika-so-lange-warten-antragsteller-fuer-den-familiennachzug%2F&amp;action_name=Deutsche%20Botschaften%20in%20Afrika%3A%20So%20lange%20warten%20Antragsteller%20f%C3%BCr%20den%20Familiennachzug&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Familienangehörige warten an mehreren deutschen Auslandsvertretungen in Afrika weiter monatelang auf Termine für Visa zum Familiennachzug. Besonders lange Wartezeiten nennt die Bundesregierung für Accra, Conakry, Dakar, Kampala und Rabat, wo Termine teils erst nach mehr als 52 Wochen verfügbar sind. Die Verfahren betreffen Familien von Menschen, die in Deutschland leben und ihre Ehepartner, Kinder, Eltern oder andere Angehörige nachholen wollen. </p>



<h2 id="h-mehrere-afrikanische-standorte-mit-langen-wartelisten" class="wp-block-heading"><span id="mehrere-afrikanische-standorte-mit-langen-wartelisten">Mehrere afrikanische Standorte mit langen Wartelisten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt nennt in einer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/059/2105984.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zahlreiche deutsche Auslandsvertretungen, die bei nationalen Visa und beim Familiennachzug mit Wartelisten arbeiten. In Afrika betrifft das unter anderem Accra, Addis Abeba, Algier, Conakry, Dakar, Jaunde, Kampala, Lagos, Lomé, Nairobi, Rabat und Tunis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Wartezeiten liegen mehrere Standorte deutlich über einem halben Jahr. Für Accra, Conakry, Dakar, Kampala und Rabat werden mehr als 52 Wochen genannt. Tunis liegt bei 52 Wochen, Lagos bei 50 Wochen, Algier bei 41 Wochen, Kairo bei 40 Wochen, Addis Abeba bei 32 Wochen und Jaunde bei 28 Wochen. Nairobi ist mit zwei Wochen beim allgemeinen Familiennachzug und zwölf Wochen beim Familiennachzug zu Schutzberechtigten deutlich schneller. </p>



<h2 id="h-digitale-antrage-beseitigen-wartelisten-nicht-uberall" class="wp-block-heading"><span id="digitale-antraege-beseitigen-wartelisten-nicht-ueberall">Digitale Anträge beseitigen Wartelisten nicht überall</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-beziffert-kosten-des-portals-make-it-in-germany-auf-358-millionen-euro/" type="post" id="26180">Die Bundesregierung verweist auf das Auslandsportal, das seit dem 1. Januar 2025 weltweit zur Verfügung steht.</a> Mehr als 130.000 Visumanträge wurden demnach bereits online gestellt und bearbeitet. Das Verfahren soll Anträge vollständiger machen, Rückfragen verringern und Präsenztermine verkürzen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="510" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2.jpg" alt="" class="wp-image-23026 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-300x149.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-768x383.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-380x189.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-800x398.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleiben Wartelisten bestehen, wenn die Nachfrage an einzelnen Auslandsvertretungen hoch ist. Auch nach einer Online-Antragstellung wird dann eine Warteliste vorgeschaltet, die chronologisch bearbeitet wird. Die Bundesregierung erfasst die Wartezeiten nicht getrennt nach Online-Antrag, Staatsangehörigkeit der Antragstellenden oder der in Deutschland lebenden Bezugsperson. </p>
</div></div>



<h2 id="h-familiennachzug-zu-subsidiar-schutzberechtigten-bleibt-ausgesetzt" class="wp-block-heading"><span id="familiennachzug-zu-subsidiaer-schutzberechtigten-bleibt-ausgesetzt">Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten bleibt ausgesetzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders eingeschränkt ist der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten. Damit sind Menschen gemeint, die nicht als Flüchtlinge im engeren Sinn anerkannt sind, denen im Herkunftsland aber ernsthafter Schaden droht. Der Familiennachzug zu dieser Gruppe wurde im Juli 2025 erneut für zwei Jahre ausgesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der aktuellen Aussetzung können Angehörige nur in Härtefällen ein Visum nach § 22 Aufenthaltsgesetz erhalten. Seit Inkrafttreten dieser Regelung wurden bisher sieben Visa erteilt. Die Bundesregierung hält die rechtlichen Grundlagen für den Familiennachzug nach eigener Darstellung für „ausreichend und angemessen“. </p>



<h2 id="h-bfaa-und-iom-ubernehmen-teile-der-bearbeitung" class="wp-block-heading"><span id="bfaa-und-iom-uebernehmen-teile-der-bearbeitung">BfAA und IOM übernehmen Teile der Bearbeitung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Verfahren wird beim Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten bearbeitet. Dort gibt es für Visaanträge zur Familienzusammenführung zu Schutzberechtigten 14 Dienstposten, von denen derzeit zwölf besetzt sind. Das Referat bearbeitet Anträge somalischer, eritreischer und afghanischer Antragstellerinnen und Antragsteller für die Auslandsvertretungen in Addis Abeba, Islamabad, Nairobi und Teheran. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2024 wurden dort 4.174 Visa zum Familiennachzug zu Schutzberechtigten bearbeitet, 2025 waren es 4.295. Bis zum 23. April 2026 kamen 815 bearbeitete Visa hinzu. Unterstützend arbeiten außerdem Büros des Familienunterstützungsprogramms der Internationalen Organisation für Migration, unter anderem in Addis Abeba, Nairobi und Kasala. Eine Ausweitung der vollständigen Antragsannahme auf weitere FAP-Standorte ist derzeit nicht geplant. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschlands Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat  wackelt – Stimmen aus Afrika werden entscheidend</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 13:04:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<category><![CDATA[Portugal]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland will zurück in den UN-Sicherheitsrat. Die Wahl am 3. Juni wird knapper als frühere Kandidaturen: Österreich und Portugal konkurrieren mit, afrikanische Stimmen können entscheidend werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend%2F&amp;action_name=Deutschlands%20Bewerbung%20f%C3%BCr%20den%20UN-Sicherheitsrat%20%20wackelt%20%E2%80%93%20Stimmen%20aus%20Afrika%20werden%20entscheidend&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/">Deutschlands Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat  wackelt – Stimmen aus Afrika werden entscheidend</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland steht vor einer knappen Wahl um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die UN-Generalversammlung entscheidet am 3. Juni 2026 über fünf neue Mitglieder für die Amtszeit 2027 bis 2028. In der Gruppe Westeuropa und sonstige Staaten konkurriert die Bundesrepublik mit Österreich und Portugal um zwei Sitze. Die Bundesregierung setzt dabei auch auf Unterstützung aus der afrikanischen Staatengruppe, der größten Regionalgruppe in den Vereinten Nationen.</p>



<h2 id="h-drei-kandidaten-fur-zwei-sitze" class="wp-block-heading"><span id="drei-kandidaten-fuer-zwei-sitze">Drei Kandidaten für zwei Sitze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl gilt für Deutschland schwieriger als frühere Bewerbungen. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/portugal/" type="post_tag" id="548">Portugal</a> wird im diplomatischen Umfeld als gut positioniert beschrieben. Damit dürfte sich der Wettbewerb vor allem zwischen Deutschland und Österreich zuspitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Österreich hatte seine Kandidatur bereits 2011 angekündigt und konnte über viele Jahre Unterstützung sammeln. Deutschland stieg erst Ende 2024 offiziell in das Rennen ein. Gewählt wird geheim in der UN-Generalversammlung. Für einen Sitz ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Staaten erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland war bereits mehrfach nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat. Nach der Wiedervereinigung saß die Bundesrepublik 1995/1996, 2003/2004, 2011/2012 und zuletzt 2019/2020 in dem Gremium. Bei der letzten Wahl erhielt Deutschland 184 von 190 abgegebenen Stimmen.</p>



<h2 id="h-afrikanische-stimmen-werden-zentral" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-stimmen-werden-zentral">Afrikanische Stimmen werden zentral</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/au-kommissionschef-youssouf-empfaengt-deutschen-aussenminister-wadephul/" type="post" id="23882">Die Bundesregierung wirbt besonders um Unterstützung afrikanischer Staaten.</a> Die afrikanische Gruppe ist zahlenmäßig die stärkste Regionalgruppe in der Generalversammlung und kann bei geheimen Wahlen erhebliches Gewicht entfalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland ist diese Unterstützung auch deshalb wichtig, weil der Wettbewerb in der westlichen Gruppe offen ist. Die Kandidatur steht unter dem Slogan „Respect, Justice, Peace“. Als zentrales Argument verweist Berlin auf seine Rolle als verlässlicher Geldgeber im UN-System.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26956 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland zählt zu den größten Beitragszahlern der Vereinten Nationen. Nach <a href="https://dgvn.de/meldung/deutschlands-kandidatur-fuer-den-un-sicherheitsrat">Darstellung</a> der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen war die Bundesrepublik 2024 der zweitgrößte Beitragszahler des gesamten UN-Systems. Durch ausbleibende Zahlungen der USA könnte Deutschland inzwischen sogar an erster Stelle stehen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-gaza-krieg-und-russische-kampagnen-belasten-die-kandidatur" class="wp-block-heading"><span id="gaza-krieg-und-russische-kampagnen-belasten-die-kandidatur">Gaza-Krieg und russische Kampagnen belasten die Kandidatur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Bewerbung trifft auf ein verändertes diplomatisches Umfeld. Zwei Faktoren können die Unterstützung schwächen:<a href="https://fokus-afrika.de/bnd-bestaetigt-russische-desinformation-gegen-entwicklungspolitik/" type="post" id="27574"> russische Propaganda gegen Deutschland</a> und Kritik an der deutschen Position zum Krieg in Gaza.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau stark belastet. Im Sicherheitsrat wäre Deutschland erneut direkt mit Russland am Tisch. Zugleich hat die deutsche Nahostpolitik in Teilen der UN-Mitgliedschaft, auch im Globalen Süden, Kritik ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit unterscheidet sich die Lage deutlich von früheren Kandidaturen. Deutschland bleibt zwar ein finanzstarker und institutionell gut vernetzter UN-Akteur. Die Wahl entscheidet sich aber nicht allein über Beiträge und Erfahrung, sondern über diplomatische Mehrheiten in einem polarisierten Umfeld.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-als-buhne-fur-deutsche-aussenpolitik" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-als-buehne-fuer-deutsche-aussenpolitik">Sicherheitsrat als Bühne für deutsche Außenpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sitz im Sicherheitsrat würde Deutschland ab Januar 2027 für zwei Jahre in das wichtigste sicherheitspolitische Gremium der Vereinten Nationen bringen. Dort sitzen die fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Russland, die USA und das Vereinigte Königreich dauerhaft. Hinzu kommen zehn nichtständige Mitglieder, die für jeweils zwei Jahre gewählt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nichtständige Mitglieder haben kein Vetorecht. Sie können aber Resolutionen mitverhandeln, Themen auf die Tagesordnung bringen und politische Initiativen sichtbar machen. Gerade Staaten ohne ständigen Sitz nutzen die Mitgliedschaft, um eigene außenpolitische Schwerpunkte international stärker zu platzieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26885 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland würde im Sicherheitsrat auf mehrere ständige Mitglieder treffen, zu denen das Verhältnis unterschiedlich belastet ist. Mit Russland sind die diplomatischen Kontakte seit dem Ukraine-Krieg stark eingeschränkt. Mit China, den USA, Frankreich und dem Vereinigten Königreich verbinden Berlin zugleich sicherheits-, wirtschafts- und bündnispolitische Interessen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-wahl-fallt-in-reformdebatte-uber-afrikas-rolle" class="wp-block-heading"><span id="wahl-faellt-in-reformdebatte-ueber-afrikas-rolle">Wahl fällt in Reformdebatte über Afrikas Rolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Kandidatur steht auch im Schatten der breiteren Reformdebatte über den Sicherheitsrat. Afrika fordert seit Jahren eine stärkere Vertretung in dem Gremium, einschließlich ständiger Sitze. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-aktiv-afrikas-anspruch-auf-staendigen-sicherheitsratssitz/" type="post" id="27708">Auch Deutschland unterstützt eine Reform, die die heutige geopolitische Realität stärker abbildet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl am 3. Juni betrifft zunächst nur die nichtständigen Sitze. Neben der westlichen Gruppe werden auch Sitze für Afrika, Asien-Pazifik sowie Lateinamerika und Karibik vergeben. Für die afrikanische Gruppe kandidiert Simbabwe. In der Asien-Pazifik-Gruppe treten die Philippinen und Kirgisistan gegeneinander an. Für Lateinamerika und Karibik bewirbt sich Trinidad und Tobago.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung über Deutschlands Kandidatur fällt damit in einer Phase, in der die Vereinten Nationen zugleich über ihre eigene Handlungsfähigkeit, die Rolle des Globalen Südens und die Machtverteilung im Sicherheitsrat diskutieren.</p>
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		<title>Deutschland unterstützt aktiv Afrikas Anspruch auf ständigen Sicherheitsratssitz</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-aktiv-afrikas-anspruch-auf-staendigen-sicherheitsratssitz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 23:40:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der UN-Sicherheitsrat debattiert über Krieg, Völkerrecht und Reformen. António Guterres nennt Afrikas fehlenden ständigen Sitz eine „historische Ungerechtigkeit“. Deutschland und mehrere Staaten unterstützen eine Reform, die Afrikas Rolle endlich abbildet.<br />
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<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen stellen die Reform des Sicherheitsrats wieder ins Zentrum der internationalen Sicherheitsdebatte. Am 26. Mai 2026 <a href="https://press.un.org/en/sc_live">beriet</a> der Rat in New York auf Ministerebene über die UN-Charta und die Zukunft des multilateralen Systems. UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor einer gefährlichen Erosion des Völkerrechts und forderte eine ständige Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat. Mehrere Staaten unterstützten die Forderung, während die Großmächte ihre Gegensätze über Krieg, Souveränität und internationale Ordnung offen austrugen.</p>



<h2 id="h-guterres-warnt-vor-bruchstellen-der-un-ordnung" class="wp-block-heading"><span id="guterres-warnt-vor-bruchstellen-der-un-ordnung">Guterres warnt vor Bruchstellen der UN-Ordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres beschrieb die UN-Charta als Grundlage für Frieden, Recht und internationale Zusammenarbeit. „Die Charta der Vereinten Nationen ist ein Überlebensleitfaden für die Menschheit“, sagte er vor dem Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär nannte sieben akute Belastungen für die internationale Ordnung. Dazu gehören die Missachtung des Völkerrechts, wachsende geopolitische Spaltungen, mehr und intensivere Konflikte, eine beschleunigte Aufrüstung, Angriffe auf Menschenrechte, der Druck auf Entwicklung und die Klimakrise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Welt stehe vor der höchsten Zahl an Konflikten seit Gründung der Vereinten Nationen, sagte Guterres. Gewalt nehme an Umfang und Komplexität zu, unter anderem im Nahen Osten, in Sudan, in der Ukraine und darüber hinaus. Zugleich würden Waffen wie Drohnen immer häufiger gegen Zivilisten und zivile Einrichtungen eingesetzt.</p>



<h2 id="h-afrikas-fehlende-vertretung-als-glaubwurdigkeitsproblem" class="wp-block-heading"><span id="afrikas-fehlende-vertretung-als-glaubwuerdigkeitsproblem">Afrikas fehlende Vertretung als Glaubwürdigkeitsproblem</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/">Die Reform des Sicherheitsrats verband Guterres direkt mit der Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen. </a>Globale Institutionen müssten die politischen Realitäten der Gegenwart widerspiegeln, nicht jene von 1945.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Abwesenheit einer ständigen Vertretung Afrikas ist eine historische Ungerechtigkeit“, sagte Guterres. Sie untergrabe die Glaubwürdigkeit des Sicherheitsrats und schwäche seine Wirksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-guterres-plaediert-fuer-staendige-sitze-im-sicherheitsrat-fuer-afrika/">Afrika steht regelmäßig auf der Tagesordnung des Sicherheitsrats.</a> Viele UN-Friedensmissionen, Sanktionsdebatten und Konfliktlagen betreffen afrikanische Staaten. Zugleich verfügt der Kontinent über keinen ständigen Sitz und bleibt auch bei nichtständigen Sitzen begrenzt vertreten.</p>



<h2 id="h-deutschland-unterstutzt-reform-mit-afrika-komponente" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-unterstuetzt-reform-mit-afrika-komponente">Deutschland unterstützt Reform mit Afrika-Komponente</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrats-g4-wollen-reform-auch-im-sinne-afrikas/">Deutschland stellte sich in der Debatte hinter eine Reform, die Afrikas Rolle stärker abbildet. </a>Gunther Krichbaum, Staatsminister für Europa, begrüßte die Reformbemühungen der afrikanischen Staatengruppe und verwies auf den Zukunftspakt der Vereinten Nationen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="406" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878.jpeg" alt="" class="wp-image-27709 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878-380x287.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ziel sei eine Reform, die heutige geopolitische Realitäten widerspiegele, die historische Ungerechtigkeit gegenüber Afrika korrigiere und unterrepräsentierte Regionen im Sicherheitsrat besser vertrete, sagte Krichbaum. Dadurch könnten Legitimität und Handlungsfähigkeit des Rates gestärkt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Vereinigte Königreich sprach sich für eine ständige Vertretung Afrikas aus. London unterstützt zudem ständige Sitze für Brasilien, Deutschland, Indien und Japan. Somalia forderte zwei ständige Sitze für Afrika und verwies auf den Anteil des Kontinents an der UN-Mitgliedschaft.</p>



<h2 id="h-afrikanische-staaten-fordern-korrektur-der-ordnung-von-1945" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-staaten-fordern-korrektur-der-ordnung-von-1945">Afrikanische Staaten fordern Korrektur der Ordnung von 1945</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Simbabwe verband die Reformfrage mit der Sicherheitslage auf dem Kontinent. Außenminister Amon Murwira sagte, Afrika trage eine unverhältnismäßig hohe Last von Konflikten und Unsicherheit, obwohl der Kontinent am wenigsten zu vielen strukturellen Ursachen globaler Instabilität beitrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Legitimität und Wirksamkeit des Sicherheitsrats verlangten eine umfassende Reform, die Afrikas Ausschluss von ständiger Mitgliedschaft beende und die Unterrepräsentation bei nichtständigen Sitzen korrigiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Simbabwe verwies auch auf die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsrat und Afrikanischer Union. Murwira forderte eine vollständige und ausgewogene Umsetzung der Resolution 2719 von 2023, die die Finanzierung afrikanisch geführter Friedenseinsätze durch die Vereinten Nationen betrifft.</p>



<h2 id="h-grossmachte-bleiben-bei-zentralen-fragen-gespalten" class="wp-block-heading"><span id="grossmaechte-bleiben-bei-zentralen-fragen-gespalten">Großmächte bleiben bei zentralen Fragen gespalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte die politischen Bruchlinien im Sicherheitsrat. China leitete die Sitzung und rief dazu auf, die UN-Charta zu stärken. Außenminister Wang Yi warnte vor einer Rückkehr des „Rechts des Dschungels“ und kritisierte einseitige militärische Aktionen, die am Sicherheitsrat vorbei erfolgen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27711 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten betonten dagegen Effizienz, Reformdruck und staatliche Souveränität. Michael George DeSombre, Staatssekretär im US-Außenministerium, sagte, Washington wolle die Vereinten Nationen stärker auf ihre Kernaufgabe konzentrieren: die Wahrung von Frieden und Sicherheit. Dabei gehe es nicht um eine Ablehnung des Multilateralismus, sondern um Ergebnisse statt Ineffizienz.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Russland wies westliche Kritik zurück und warf westlichen Staaten vor, eine von ihnen entworfene „regelbasierte Ordnung“ als universell auszugeben. Frankreich und Lettland kritisierten Moskau scharf wegen des Kriegs gegen die Ukraine und verwiesen auf Verstöße gegen die UN-Charta.</p>



<h2 id="h-kleinere-staaten-verlangen-grenzen-fur-grossmachtpolitik" class="wp-block-heading"><span id="kleinere-staaten-verlangen-grenzen-fuer-grossmachtpolitik">Kleinere Staaten verlangen Grenzen für Großmachtpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere kleinere und mittlere Staaten betonten die Schutzfunktion der UN-Charta. Liberia erinnerte daran, dass das Land zu den vier ursprünglichen afrikanischen Unterzeichnern der Charta gehörte. Außenministerin Sara Beysolow Nyanti sagte, kein Staat, so mächtig er auch sei, habe das Recht, die Welt einseitig unsicher zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kolumbien forderte mehr Transparenz im Sicherheitsrat. Die Mitgliedstaaten dürften das Gremium nicht umgehen, wenn nationale Interessen Vorrang hätten. Kirgisistan erklärte, der Sicherheitsrat sei kein geschlossener Club und kein Raum, der nur den Mächtigeren vorbehalten sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte breite Unterstützung für die zentrale Rolle der Vereinten Nationen. Zugleich blieben die Gegensätze über Krieg, Machtpolitik, Souveränität und Reformen sichtbar. Afrikas Anspruch auf dauerhafte Vertretung wurde dabei zu einem der Punkte, an denen die Glaubwürdigkeit des Sicherheitsrats gemessen wird.</p>
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		<title>Warum Senegals Machtkampf auch international zählt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jade Madani]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 21:16:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[6]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Senegal hat eine demokratische Hoffnung geweckt, die weit über seine Grenzen hinausreicht. Doch der Konflikt zwischen Präsident Faye und Ousmane Sonko zeigt, wie schwer der Übergang von politischer Mobilisierung zu staatlicher Verantwortung ist. Ein Blick auf ein Land, das zu wichtig ist, um sich bis 2029 in einem offenen Machtkampf zu erschöpfen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwarum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt%2F&amp;action_name=Warum%20Senegals%20Machtkampf%20auch%20international%20z%C3%A4hlt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/">Warum Senegals Machtkampf auch international zählt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Senegal gilt seit Jahrzehnten als einer der politisch stabileren Staaten Westafrikas. Das Land verfügt über eine lebendige demokratische Tradition, eine junge Bevölkerung und eine politische Kultur, in der Debatten, Widerspruch und Meinungspluralismus sichtbar zum öffentlichen Leben gehören. Gerade deshalb wird die aktuelle politische Krise über die Landesgrenzen hinaus aufmerksam verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn Senegal steht vor grundlegenden Widersprüchen. Lokal produzierte Waren sind häufig teurer als importierte Produkte. Wirtschaftliche, politische und administrative Macht konzentriert sich stark auf den Großraum Dakar. Viele junge Menschen blicken nach Europa, während die politische Stimmung im Land zugleich deutlich panafrikanisch geprägt ist. Die bekannten Erklärungen dafür lauten: alte Abhängigkeiten, äußere Einflüsse, ein veraltetes System.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="h-entscheidend-ist-jedoch-nicht-die-beschreibung-dieser-probleme-sondern-ihre-politische-ubersetzung-in-konkrete-projekte-und-reformen-genau-darin-lag-ein-wesentlicher-teil-der-hoffnung-die-millionen-senegalesen-mit-ousmane-sonko-und-seiner-partei-pastef-verbunden-haben">Entscheidend ist jedoch nicht die Beschreibung dieser Probleme, sondern ihre politische Übersetzung in konkrete Projekte und Reformen. <a href="https://fokus-afrika.de/erdrutschsieg-fuer-pastef-parlamentswahlen-im-senegal-markieren-politischen-wandel/">Genau darin lag ein wesentlicher Teil der Hoffnung, die Millionen Senegalesen mit Ousmane Sonko und seiner Partei PASTEF verbunden haben</a>.</p>



<h2 id="h-pastef-ist-zu-einer-grossen-partei-geworden" class="wp-block-heading"><span id="pastef-ist-zu-einer-grossen-partei-geworden">PASTEF ist zu einer großen Partei geworden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und da reiht sich der nächste Widerspruch ein. Wie kann es sein, dass eine Partei und ihre Führung mit einer absoluten Mehrheit im Parlament, der Präsidentschaft und bis vor Kurzem allen Schlüsselpositionen in der Regierung vom Streiten nicht ins Handeln kommt? Und hier sind die Antworten nicht mehr klar. Sie sind hochemotional.<br><br><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-faye-stellt-vertrauen-in-premierminister-sonko-oeffentlich-in-frage/" type="post" id="27064">Dieser Konflikt zeigt zugleic</a>h: PASTEF ist keine kleine Protestbewegung mehr, sondern eine große politische Kraft. Große Parteien kennen unterschiedliche Gruppierungen, Flügel und Richtungsdebatten. Das gilt in den Vereinigten Staaten, in Frankreich und auch in Deutschland. Auch im Bundestag können innerhalb einer Fraktion mehrere politische Strömungen nebeneinander existieren. Aber am Ende muss eine Linie durch- und umgesetzt werden.<br></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="717" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-1024x717.jpg" alt="" class="wp-image-27698 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-1024x717.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-300x210.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-768x538.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-380x266.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-800x560.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n-1160x812.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/690684993_1423283823166519_6964112561595173013_n.jpg 1278w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hier liegt der Knackpunkt. Der Machtkampf zwischen Präsident Faye und Ousmane Sonko zeigt, wie schwierig der Übergang von politischer Mobilisierung zu institutioneller Verantwortung ist. PASTEF hat Wahlen gewonnen und große Erwartungen geweckt. Nun muss die Partei beweisen, dass sie die Energie einer Bewegung in die Stabilität einer belastbaren Regierungs- und Staatspartei übersetzen kann. <a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Dafür braucht es weniger inneren Machtkampf</a> und mehr gemeinsame Arbeit an Reformen, Projekten und klarer Führung.</p>
</div></div>



<h2 id="h-die-staatskrise-hat-eine-internationale-dimension" class="wp-block-heading"><span id="die-staatskrise-hat-eine-internationale-dimension">Die Staatskrise hat eine internationale Dimension</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="h-die-staatskrise-hat-eine-internationale-dimension">Denn diese Frage endet nicht an den Grenzen Senegals. Wer ein Land neu ausrichten will, kann nicht nur innenpolitisch wirken, sondern muss auch außenpolitisch erklären, Vertrauen aufbauen und politische Beziehungen pflegen.<br><br><a href="https://fokus-afrika.de/diomaye-faye-empfaengt-frueheren-innenminister-diome-nach-sonkos-entlassung/" type="post" id="27610">Der Nationale Dialog des Präsidenten kann innenpolitisch als Versuch gelesen werden, Zeit zu gewinnen und die eigene Position zu stabilisieren.</a> International sendet er zugleich ein anderes Signal: Gesprächsbereitschaft, institutionelle Kontrolle und politische Mäßigung. Genau daraus entsteht politische Anschlussfähigkeit.<br><br>Sonko und PASTEF verfügen über eine beneidenswerte Mobilisierungskraft, aber noch zu wenig über eine internationale politische Infrastruktur: klare Ansprechpartner, gepflegte Beziehungen zu Parteien und Institutionen im Ausland, eine strategische Außenkommunikation und eine kontrollierte Erzählung darüber, wofür ihr politisches Projekt über Senegal hinaus steht.<br><br>Diese Schwäche ist nicht nur ein Problem für PASTEF. Sie ist ein Problem für den Senegal. Denn das Land ist geopolitisch zu wichtig, um sich über Jahre in einem offenen Machtkonflikt zu erschöpfen. Als direkter Nachbar der instabilen AES-Staaten, als Regionalmacht Westafrikas und als Partner für eine regelbasierte, multipolare Weltordnung braucht es einen starken Senegal, der nicht nur Lösungen für sich gefunden hat, sondern als Vorbild für den Kontinent fungiert.</p>



<h2 id="h-die-welt-kann-nicht-bis-2029-warten" class="wp-block-heading"><span id="die-welt-kann-nicht-bis-2029-warten">Die Welt kann nicht bis 2029 warten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb stellt sich am Ende eine unbequeme Frage: Kann dieser Konflikt noch innerhalb der bestehenden Mehrheitsverhältnisse gelöst werden, oder braucht Senegal eine neue demokratische Klärung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein jahrelanges Hochschaukeln bis 2029 wäre für das Land riskant. <a href="https://fokus-afrika.de/neuer-premierminister-ahmadou-al-aminou-lo-soll-nach-sonko-bruch-die-neue-regierung-senegals-bilden/" type="post" id="27679">Es würde Reformen blockieren, internationale Partner verunsichern</a> und die politische Energie einer jungen Generation in Lagerkämpfen binden. Wenn Präsident, Regierung, Parlament und Parteiführung keine gemeinsame Linie mehr finden, wären Neuwahlen kein Zeichen des Scheiterns der Demokratie. Sie könnten im Gegenteil der demokratische Weg sein, ein neues Mandat zu schaffen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Linke fordert Wahlrecht für Ausländer</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/linke-fordert-wahlrecht-fuer-auslaender/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 20:42:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Linke fordert ein Wahlrecht für Menschen ohne deutschen Pass: Wer seit mindestens fünf Jahren rechtmäßig in Deutschland lebt, soll künftig auch auf Bundesebene wählen dürfen. Der Antrag bringt eine alte Verfassungsfrage zurück in den Bundestag.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Flinke-fordert-wahlrecht-fuer-auslaender%2F&amp;action_name=Linke%20fordert%20Wahlrecht%20f%C3%BCr%20Ausl%C3%A4nder&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/linke-fordert-wahlrecht-fuer-auslaender/">Linke fordert Wahlrecht für Ausländer</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion will das Wahlrecht in Deutschland auf Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit ausweiten. Der Antrag wurde am 26. Mai 2026 im Bundestag bekannt gemacht. Menschen, die rechtmäßig seit mindestens fünf Jahren in Deutschland leben, sollen nach dem Willen der Fraktion auch auf Bundesebene wählen dürfen. Zugleich sollen Bund und Länder Voraussetzungen schaffen, damit dieser Personenkreis auch an Landtags- und Kommunalwahlen teilnehmen kann.</p>



<h2 id="h-wahlrecht-nach-funf-jahren-aufenthalt" class="wp-block-heading"><span id="wahlrecht-nach-fuenf-jahren-aufenthalt">Wahlrecht nach fünf Jahren Aufenthalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke fordert die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen. Dieser soll allen rechtmäßig in Deutschland lebenden Menschen mit mindestens fünfjährigem Aufenthalt ein Wahlrecht auf Bundesebene gewähren, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Länder sollen einbezogen werden. In Zusammenarbeit mit ihnen soll ermöglicht werden, dass dieselbe Gruppe an Wahlen auf Landes- und kommunaler Ebene teilnehmen kann. <a href="https://fokus-afrika.de/teilnahme-an-der-bundestagswahl-deutsche-diaspora-im-ausland/">Damit würde das Wahlrecht nicht mehr ausschließlich an den deutschen Pass gebunden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion begründet ihren Antrag mit dem Demokratieprinzip. Wer dauerhaft in Deutschland lebe, arbeite, Steuern zahle und vom politischen Handeln betroffen sei, solle auch an demokratischen Wahlen teilnehmen können.</p>



<h2 id="h-millionen-menschen-bleiben-von-bundestagswahlen-ausgeschlossen" class="wp-block-heading"><span id="millionen-menschen-bleiben-von-bundestagswahlen-ausgeschlossen">Millionen Menschen bleiben von Bundestagswahlen ausgeschlossen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verweist auf die wachsende Zahl ausländischer Staatsangehöriger in Deutschland. 1990 lebten nach Darstellung der Linksfraktion etwa 5,5 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Land. 2025 waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamts gut 14 Millionen, darunter rund fünf Millionen EU-Bürgerinnen und EU-Bürger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ausländische Wohnbevölkerung lebt dem Antrag zufolge im Durchschnitt seit 15 Jahren in Deutschland. Trotzdem kann sie nicht an Bundestagswahlen teilnehmen. Auf kommunaler Ebene dürfen bislang nur EU-Bürgerinnen und EU-Bürger wählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke sieht darin ein demokratisches Defizit. <a href="https://fokus-afrika.de/erschlichene-einbuergerung-kann-auch-bei-staatenlosigkeit-zurueckgenommen-werden/">Viele eingewanderte Menschen blieben trotz dauerhaften Aufenthalts von zentralen politischen Entscheidungen ausgeschlossen.</a> Ihre Lebensverhältnisse würden durch Gesetze, Regierungshandeln und öffentliche Ausgaben geprägt, ohne dass sie über Bundestagswahlen mitbestimmen könnten.</p>



<h2 id="h-verfassungsfrage-bleibt-umstritten" class="wp-block-heading"><span id="verfassungsfrage-bleibt-umstritten">Verfassungsfrage bleibt umstritten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die rechtliche Debatte dreht sich um ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1990. Damals entschied Karlsruhe, dass nichtdeutsche Staatsangehörige unabhängig von der Dauer ihres Aufenthalts grundsätzlich nicht an Wahlen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene teilnehmen dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig zitieren die Antragsteller aus dem Urteil den Gedanken, dass es der demokratischen Idee entspreche, politische Rechte und dauerhafte Unterworfenheit unter staatliche Herrschaft möglichst zur Deckung zu bringen. Die Linke leitet daraus ab, dass dauerhaft in Deutschland lebende Menschen stärker in demokratische Mitbestimmung einbezogen werden müssten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23024 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion verweist zudem auf die Einführung des kommunalen Wahlrechts für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger im Jahr 1992. Dadurch sei der Grundsatz, dass ausschließlich deutsche Staatsangehörige wählen dürfen, bereits durchbrochen worden.</p>
</div></div>



<h2 id="h-einburgerung-lost-das-problem-aus-sicht-der-linken-nicht" class="wp-block-heading"><span id="einbuergerung-loest-das-problem-aus-sicht-der-linken-nicht">Einbürgerung löst das Problem aus Sicht der Linken nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke argumentiert, erleichterte Einbürgerungen hätten das Problem politischer Mitbestimmung nicht beseitigt. Zwar wurde das Staatsangehörigkeitsrecht 2024 verändert, unter anderem durch die stärkere Akzeptanz mehrfacher Staatsangehörigkeit. Zugleich verweist der Antrag auf strengere Anforderungen bei Einkommensnachweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Anforderungen könnten Menschen in prekären Lebenslagen von der Einbürgerung ausschließen. Genannt werden Alleinerziehende, pflegende Personen, Rentnerinnen und Rentner sowie Menschen mit Behinderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht der Fraktion darf die Teilnahme an demokratischen Wahlen nicht vom Einkommen abhängen. Das Wahlrecht solle deshalb nicht nur über den Weg der Einbürgerung erreichbar sein, sondern an den rechtmäßigen und dauerhaften Aufenthalt anknüpfen.</p>



<h2 id="h-bundestag-muss-uber-reichweite-politischer-teilhabe-beraten" class="wp-block-heading"><span id="bundestag-muss-ueber-reichweite-politischer-teilhabe-beraten">Bundestag muss über Reichweite politischer Teilhabe beraten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag stellt eine Grundsatzfrage der Einwanderungsgesellschaft in den Mittelpunkt. Deutschland versteht sich politisch und rechtlich längst als Einwanderungsland. Zugleich bleibt das Wahlrecht auf Bundesebene an die Staatsangehörigkeit gebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke verweist in der Begründung auf verfassungsrechtliche Stimmen, die eine Öffnung des Wahlrechts für möglich halten. Sie führt unter anderem an, dass das Grundgesetz in zentralen Wahlrechtsnormen vom „Volk“ spreche und nicht ausdrücklich vom „deutschen Volk“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch europarechtliche Argumente werden genannt. Der Europäische Gerichtshof habe entschieden, dass Mitgliedstaaten bei Wahlen zum Europäischen Parlament bestimmen können, wer wahlberechtigt ist, sofern der Gleichbehandlungsgrundsatz gewahrt bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag soll nun über einen Antrag beraten, der das Verhältnis von Staatsangehörigkeit, Aufenthalt und politischer Mitbestimmung neu verhandelt. Die Forderung reicht über kommunale Integrationspolitik hinaus und zielt auf das Wahlrecht zum Deutschen Bundestag.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Schwere Anschuldigungen: UN Watch wirft UN-Diplomaten Käuflichkeit vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/schwere-anschuldigungen-un-watch-wirft-un-diplomaten-kaeuflichkeit-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 20:35:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>UN Watch stellt ein zentrales Instrument der internationalen Menschenrechtsarbeit infrage: Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats sollen politisch einseitig handeln, unzureichend kontrolliert werden und zu wenig Transparenz bei Finanzierung und Interessenkonflikten bieten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fschwere-anschuldigungen-un-watch-wirft-un-diplomaten-kaeuflichkeit-vor%2F&amp;action_name=Schwere%20Anschuldigungen%3A%20UN%20Watch%20wirft%20UN-Diplomaten%20K%C3%A4uflichkeit%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/schwere-anschuldigungen-un-watch-wirft-un-diplomaten-kaeuflichkeit-vor/">Schwere Anschuldigungen: UN Watch wirft UN-Diplomaten Käuflichkeit vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Genfer Organisation UN Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen mehrere Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats. Der Bericht erschien im Mai 2026. Darin wirft UN Watch Teilen des Sonderverfahrenssystems politische Voreingenommenheit, mangelnde Transparenz und schwache Kontrolle vor. Die Kritik trifft ein Instrument der Vereinten Nationen, dessen Stellungnahmen weltweit von Regierungen, Gerichten, Medien und Menschenrechtsorganisationen aufgegriffen werden.</p>



<h2 id="h-kritik-an-einem-einflussreichen-un-instrument" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-einem-einflussreichen-un-instrument">Kritik an einem einflussreichen UN-Instrument</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonderverfahren des UN-Menschenrechtsrats gehören zu den sichtbarsten Mechanismen der internationalen Menschenrechtsarbeit. Sonderberichterstatter und unabhängige Experten untersuchen Länder oder Themen, veröffentlichen Stellungnahmen, legen Berichte vor und treten bei den Vereinten Nationen sowie in der Öffentlichkeit auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN Watch verweist darauf, dass der Menschenrechtsrat derzeit 59 Sonderverfahren unterhält. Davon behandeln 46 globale Themen, 13 beziehen sich auf einzelne Länder. Die Mandatsträger sind nicht angestellt und erhalten kein Gehalt, bekommen aber Unterstützung für offizielle Aufgaben wie Länderbesuche, Schulungen, Personal und institutionelle Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung von UN Watch haben diese Experten erheblichen Einfluss auf die öffentliche Debatte. Ihre Stellungnahmen seien rechtlich nicht bindend, würden aber von internationalen Gerichten, Regierungen, Universitäten, Medien und zivilgesellschaftlichen Akteuren regelmäßig als fachlich maßgeblich behandelt.</p>



<h2 id="h-vorwurf-der-politischen-selektivitat" class="wp-block-heading"><span id="vorwurf-der-politischen-selektivitaet">Vorwurf der politischen Selektivität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht untersucht 13 thematische Sonderverfahren. UN Watch stützt sich dabei auf UN-Stellungnahmen, Berichte, Pressekonferenzen, Social-Media-Beiträge, Interviews, Videos und öffentlich verfügbare Dokumente.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25907 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht der Vorwurf einer systematischen antiwestlichen Schlagseite. Mehrere Mandatsträger stellten westliche Demokratien, besonders die Vereinigten Staaten und Israel, überproportional als Quelle globaler Ungerechtigkeit dar. Zugleich würden Repression, Korruption und Gewalt in autoritären Staaten aus Sicht von UN Watch vergleichsweise schwach behandelt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation nennt unter anderem Aussagen und Veröffentlichungen von Irene Khan, Tlaleng Mofokeng, George Katrougalos, Michael Fakhri, Balakrishnan Rajagopal, Ben Saul, Gina Romero, Alena Douhan, Mary Lawlor, Margaret Satterthwaite, Reem Alsalem, Paula Gaviria Betancur und Ashwini K.P.</p>



<h2 id="h-israel-als-schwerpunkt-der-kritik" class="wp-block-heading"><span id="israel-als-schwerpunkt-der-kritik">Israel als Schwerpunkt der Kritik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders scharf fällt die Kritik von UN Watch an der Behandlung Israels aus. Zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 18. März 2026 hätten UN-Sonderverfahren 148 Stellungnahmen zu Israel veröffentlicht. Zum Krieg Russlands gegen die Ukraine zählt UN Watch im selben Zeitraum 64 Stellungnahmen, zu Sudan 24, zu Myanmar 62 und zu Äthiopien fünf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei gemeinsamen Erklärungen sieht die Organisation ein deutliches Ungleichgewicht. Demnach gab es 106 gemeinsame Stellungnahmen zu Israel, 29 zu Russland, 16 zu Sudan, 14 zu Myanmar und fünf zu Äthiopien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN Watch wirft mehreren Mandatsträgern vor, Israels Recht auf Selbstverteidigung zu relativieren und Verbrechen der Hamas zu verharmlosen. Die Organisation verweist zudem auf eine Erklärung von 25 Sonderverfahren aus dem Juni 2024, in der UN-Mitgliedstaaten zur Anerkennung eines palästinensischen Staates aufgerufen wurden.</p>



<h2 id="h-finanzierungsfragen-und-nahe-zu-autoritaren-staaten" class="wp-block-heading"><span id="finanzierungsfragen-und-naehe-zu-autoritaeren-staaten">Finanzierungsfragen und Nähe zu autoritären Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Vorwurf betrifft die Finanzierung und mögliche Interessenkonflikte. UN Watch kritisiert, dass externe Unterstützung für Sonderverfahren nicht ausreichend transparent sei. Obwohl die Vereinten Nationen offizielle Ausgaben abdecken, könnten weitere Aktivitäten durch externe Mittel ermöglicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation verweist darauf, dass die Offenlegung solcher Unterstützung freiwillig bleibe und in Jahresberichten unvollständig oder uneinheitlich erscheine. Dadurch könnten mögliche Interessenkonflikte schwerer erkennbar werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders genannt wird Alena Douhan, Sonderberichterstatterin zu einseitigen Zwangsmaßnahmen. UN Watch schreibt, ihr Mandat habe mehr als 1,3 Millionen Dollar Unterstützung von China, Russland und Katar erhalten. Zugleich wirft die Organisation ihr vor, in Länderberichten zu Staaten wie Iran, Syrien, Nordkorea oder Venezuela westliche Sanktionen stark hervorzuheben und interne Repression, Korruption oder Regierungsversagen weniger zu gewichten.</p>



<h2 id="h-streit-uber-kontrolle-und-rechenschaft" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-kontrolle-und-rechenschaft">Streit über Kontrolle und Rechenschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN Watch sieht auch im Kontrollsystem der Sonderverfahren grundlegende Schwächen. Zwar existiert ein Verhaltenskodex für Mandatsträger des Menschenrechtsrats. Nach Auffassung der Organisation wird er aber nicht wirksam durchgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kritisiert wird vor allem, dass Beschwerden häufig an das Koordinierungskomitee der Sonderverfahren verwiesen werden. Dieses besteht aus Mandatsträgern selbst und verfügt nach Darstellung von UN Watch nicht über echte Disziplinarbefugnisse. Damit fehle ein unabhängiges Verfahren, das Fehlverhalten sanktionieren könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation fordert deshalb Reformen bei Auswahl, Finanzierung, Transparenz und Aufsicht. Demokratien sollten aus Sicht von UN Watch Sonderberichterstatter gemeinsam bewerten, problematische Mandate öffentlich benennen und bei ausbleibenden Reformen stärker auf andere internationale oder regionale Menschenrechtsmechanismen setzen.</p>



<h2 id="h-menschenrechtsrat-steht-erneut-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechtsrat-steht-erneut-unter-druck">Menschenrechtsrat steht erneut unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-menschenrechtsrat-der-beginnt-sitzung-mit-schweigeminute/" type="post" id="24998">Die Kritik trifft den UN-Menschenrechtsrat in einer Phase, in der seine politische Zusammensetzung und seine Glaubwürdigkeit wiederholt diskutiert werden.</a> UN Watch verweist darauf, dass viele Mitglieder des Rates keine Demokratien seien. Aus Sicht der Organisation prägt dies auch die Auswahl und Arbeitsweise der Sonderverfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonderverfahren bleiben zugleich ein wichtiges Instrument für internationale Menschenrechtsarbeit. Sie können auf Missstände aufmerksam machen, Regierungen unter Druck setzen und Themen sichtbar machen, die in diplomatischen Gremien oft blockiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht von UN Watch verschiebt die Debatte auf die Frage, wie unabhängig, transparent und überprüfbar diese Mandate arbeiten. Im Kern geht es um die Autorität eines Systems, das weltweit Menschenrechtsverletzungen sichtbar machen soll und dessen eigene Standards nun selbst Gegenstand politischer Auseinandersetzung sind.</p>
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		<item>
		<title>Sudan-Krieg: Human Rights Watch belastet Emirate wegen kolumbianischer Söldner</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 09:39:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Neue Vorwürfe im Sudan-Krieg: Human Rights Watch bringt die Vereinigten Arabischen Emirate mit kolumbianischen Kämpfern an der Seite der RSF in Verbindung. Im Zentrum stehen Militärstandorte in Abu Dhabi, eine Sicherheitsfirma und die Gewalt in El Fasher.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner%2F&amp;action_name=Sudan-Krieg%3A%20Human%20Rights%20Watch%20belastet%20Emirate%20wegen%20kolumbianischer%20S%C3%B6ldner&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate wegen ihrer mutmaßlichen Rolle im Sudan-Krieg. Die Organisation <a href="https://www.hrw.org/news/2026/05/26/sudan-colombians-linked-to-atrocities-trained-in-uae-bases">veröffentlichte</a> die Vorwürfe am 25. Mai 2026. Demnach sollen kolumbianische private Militärkräfte über emiratische Militärstandorte nach Sudan gelangt sein, um die Rapid Support Forces zu unterstützen. Die paramilitärische Gruppe wird für schwere Verbrechen gegen Zivilisten verantwortlich gemacht, besonders im Kampf um El Fasher in Nord-Darfur.</p>



<h2 id="h-kolumbianer-sollen-uber-emirate-nach-sudan-gelangt-sein" class="wp-block-heading"><span id="kolumbianer-sollen-ueber-emirate-nach-sudan-gelangt-sein">Kolumbianer sollen über Emirate nach Sudan gelangt sein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch beschreibt ein Rekrutierungs- und Einsatznetzwerk, das von Kolumbien über die Vereinigten Arabischen Emirate bis nach Darfur geführt haben soll. Im Zentrum steht die in Abu Dhabi ansässige Sicherheitsfirma Global Security Services Group, kurz GSSG. Sie soll seit 2024 Hunderte kolumbianische private Militärkräfte angeworben haben, die später an der Seite der Rapid Support Forces kämpften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation stützt ihre Darstellung auf Interviews mit zwei kolumbianischen Militärdienstleistern, einem früheren GSSG-Mitarbeiter, acht Bewohnern von El Fasher sowie weiteren Quellen. Zudem prüfte Human Rights Watch Unternehmensunterlagen, offizielle Dokumente, Fotos und Videos aus sozialen Medien. Einige Aufnahmen wurden nach Angaben der Organisation verifiziert und geografisch zugeordnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach diesen Recherchen passierten die angeworbenen Kämpfer eine Militärbasis in Ghiyathi und eine mutmaßliche militärische Einrichtung in Al Wathba, beide im Emirat Abu Dhabi. Ein kolumbianischer Beteiligter schilderte Human Rights Watch, bei seiner Ankunft in den Emiraten seien keine Einreisestempel in die Pässe gesetzt worden. Anschließend sei seine Gruppe direkt zur Basis Ghiyathi gebracht worden.</p>



<h2 id="h-spuren-fuhren-nach-el-fasher" class="wp-block-heading"><span id="spuren-fuehren-nach-el-fasher">Spuren führen nach El Fasher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch fand Hinweise darauf, dass kolumbianische Militärkräfte im Oktober 2025 in El Fasher waren, als die Rapid Support Forces die Hauptstadt Nord-Darfurs einnahmen. Die Stadt war zuvor über Monate belagert worden. Bewohner berichteten von Tötungen, Vergewaltigungen, Hunger und Angriffen auf Menschen mit Behinderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unabhängige internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zu Sudan hatte die Gewalt in El Fasher bereits im Februar 2026 als Vorgänge mit „Merkmalen eines Völkermords“ beschrieben. Die Kommission sprach von koordinierten Angriffen auf nichtarabische Bevölkerungsgruppen, vor allem auf Fur und Zaghawa. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp" alt="" class="wp-image-23273 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-300x300.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-150x150.webp 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-80x80.webp 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-110x110.webp 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-380x380.webp 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch verifizierte Videos, die ausländische private Militärkräfte, offenbar Kolumbianer, bei Kämpfen in El Fasher zeigen sollen. Sechs Zeugen gaben an, sie hätten helle ausländische Kämpfer an Orten gesehen, an denen es zu Massentötungen durch die RSF gekommen sei. Diese Männer hätten ähnliche Schutzausrüstung getragen wie Personen in den überprüften Videos.</p>
</div></div>



<h2 id="h-vorwurf-der-ausbildung-von-rsf-kraften" class="wp-block-heading"><span id="vorwurf-der-ausbildung-von-rsf-kraeften">Vorwurf der Ausbildung von RSF-Kräften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verschaerfen-sudan-sanktionen-und-fordern-abzug-von-kolumbianischen-soeldnern/" type="post" id="26669">Die Vorwürfe reichen über den Kampfeinsatz hinaus.</a> Ein kolumbianischer Militärdienstleister sagte Human Rights Watch, er habe im April 2025 RSF-Rekruten in Lagern rund um Nyala im Süden Darfurs ausgebildet. Unter den Rekruten seien viele „junge Kinder“ gewesen. Auch das kolumbianische Medium <em>La Silla Vacía</em> berichtete über Hinweise, dass private Militärkräfte aus Kolumbien RSF-Kindersoldaten trainiert hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das humanitäre Völkerrecht verbietet die Rekrutierung und den Einsatz von Kindern in bewaffneten Konflikten. Bei Kindern unter 15 Jahren gilt dies als Kriegsverbrechen. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen bestätigte für 2024 insgesamt 16 Fälle der Rekrutierung von Kindern durch die RSF und führte die Gruppe auf der UN-Liste schwerer Verstöße gegen Kinder in bewaffneten Konflikten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Waffenfunde verstärken die Vorwürfe. Nach Angaben von Human Rights Watch wurden bei Kolumbianern bulgarische 81-Millimeter-Granaten gefunden. Der französische Sender <em>France 24</em> hatte berichtet, diese Munition sei aus Beständen der Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate abgezweigt worden.</p>



<h2 id="h-abu-dhabi-weist-unterstutzung-fur-rsf-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="abu-dhabi-weist-unterstuetzung-fuer-rsf-zurueck">Abu Dhabi weist Unterstützung für RSF zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Die Vereinigten Arabischen Emirate bestreiten seit Langem, die Rapid Support Forces militärisch zu unterstützen.</a> Abu Dhabi erklärt, seine Hilfe für Sudan sei humanitär. Auch die nun erhobenen Vorwürfe treffen auf ein politisch sensibles Umfeld, da die Emirate international als wichtiger Partner westlicher Staaten gelten und zugleich immer wieder mit der RSF in Verbindung gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch argumentiert, die emiratischen Behörden müssten über Vorgänge auf ihrem Staatsgebiet und auf militärischen Einrichtungen informiert sein. Die Organisation verweist zudem auf das Recht der Emirate, nach dem private Sicherheitsunternehmen ihre Aktivitäten mit den Behörden abstimmen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation schrieb nach eigenen Angaben an GSSG, an die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate und an weitere Beteiligte. Antworten erhielt sie nicht. </p>



<h2 id="h-druck-auf-internationale-partner-wachst" class="wp-block-heading"><span id="druck-auf-internationale-partner-waechst">Druck auf internationale Partner wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch fordert Untersuchungen gegen GSSG, gegen den Unternehmer Mohamed Hamdan al-Zaabi und gegen weitere Akteure, die die RSF unterstützt haben könnten. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen solle sein Expertengremium zu Sudan mit entsprechenden Ermittlungen beauftragen. Dabei geht es auch um mögliche Verstöße gegen das seit 2004 geltende Waffenembargo für Darfur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation verlangt außerdem, dass Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union mögliche Unterstützungsnetzwerke prüfen und <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-verantwortliche-des-sudan-kriegs/" type="post" id="24115">gezielte Sanktionen vorbereiten</a>. Sie fordert Regierungen auf, militärische Zusammenarbeit und Waffenverkäufe an die Vereinigten Arabischen Emirate auszusetzen, solange die Vorwürfe nicht aufgearbeitet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mausi Segun, Afrika-Direktorin von Human Rights Watch, verband die Vorwürfe mit einem Appell an andere Regierungen. „Die Rekrutierung kolumbianischer privater Militärkräfte fügt sich in eine wachsende Zahl von Belegen ein, dass die Vereinigten Arabischen Emirate militärische Unterstützung für die Rapid Support Forces leisten“, erklärte sie. Regierungen sollten öffentlich verlangen, dass Abu Dhabi keine Waffen, Ausrüstung, Personen und andere militärische Unterstützung mehr an die RSF liefere.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg in Sudan dauert seit April 2023 an.</a> Die sudanesische Armee und die Rapid Support Forces kämpfen um Macht, Territorien und staatliche Kontrolle. Der Konflikt hat Millionen Menschen vertrieben und große Teile des Landes in eine humanitäre Katastrophe gestürzt.</p>
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		<item>
		<title>Neuer Premierminister Ahmadou Al Aminou Lo soll nach Sonko-Bruch die neue Regierung Senegals bilden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/neuer-premierminister-ahmadou-al-aminou-lo-soll-nach-sonko-bruch-die-neue-regierung-senegals-bilden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 01:03:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Senegal hat einen neuen Premierminister: Ahmadou Al Aminou Mohamed Lo übernimmt nach der Entlassung Ousmane Sonkos die Regierung. Sein erstes Signal richtet sich an Wirtschaft, Investoren und Partner: Senegal will verlässlich bleiben.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneuer-premierminister-ahmadou-al-aminou-lo-soll-nach-sonko-bruch-die-neue-regierung-senegals-bilden%2F&amp;action_name=Neuer%20Premierminister%20Ahmadou%20Al%20Aminou%20Lo%20soll%20nach%20Sonko-Bruch%20die%20neue%20Regierung%20Senegals%20bilden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye hat den Ökonomen Ahmadou Al Aminou Mohamed Lo zum neuen Premierminister ernannt. Die Entscheidung fiel am 25. Mai 2026 in Dakar. Lo folgt auf Ousmane Sonko, dessen Entlassung die Auflösung der Regierung ausgelöst hatte. Mit dem früheren Spitzenfunktionär der westafrikanischen Zentralbank BCEAO setzt Faye auf ein wirtschaftsnahes Profil, das die Reformagenda „Sénégal 2050“ weiterführen soll.</p>



<h2 id="h-ein-okonom-ubernimmt-die-primatur" class="wp-block-heading"><span id="ein-oekonom-uebernimmt-die-primatur">Ein Ökonom übernimmt die Primatur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ernennung erfolgte per Dekret Nummer 2026-1129. Der Generalsekretär der Präsidentschaft, Oumar Samba Ba, verlas die Entscheidung des Staatschefs. Faye begründete die Auswahl mit Los Kompetenz, seiner Kenntnis des Landes, seiner Erfahrung in wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen, seinem Engagement und seiner Loyalität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lo stammt aus Louga und verfügt über lange Erfahrung in Verwaltung, Regierung und Finanzinstitutionen. Er war unter anderem für die Zentralbank der westafrikanischen Staaten tätig und leitete deren nationale Vertretung im Senegal. Zuletzt war er Minister beim Präsidenten der Republik und für die Steuerung, Begleitung und Bewertung der nationalen Transformationsagenda „Sénégal 2050“ zuständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Premierminister soll nun eine Liste der Minister und Staatssekretäre für das kommende Kabinett vorschlagen. Die Präsidentschaft spricht von einer Regierung der Mission, der Handlung und der Ergebnisse. Damit verbindet Faye die Regierungsumbildung direkt mit der Umsetzung seiner nationalen Prioritäten.</p>



<h2 id="h-vertrauenssignal-an-wirtschaft-und-partner" class="wp-block-heading"><span id="vertrauenssignal-an-wirtschaft-und-partner">Vertrauenssignal an Wirtschaft und Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner ersten Erklärung richtete sich Lo auch an Unternehmen, internationale Partner und ausländische Investoren. „Ich möchte den lokalen Privatsektor, die technischen und finanziellen Partner sowie die ausländischen Investoren beruhigen. Senegal ist ein sicheres und verlässliches Land und will es bleiben“, sagte der neue Regierungschef.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXMAAQDcQ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27683 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXMAAQDcQ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXMAAQDcQ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXMAAQDcQ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXMAAQDcQ-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXMAAQDcQ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXMAAQDcQ-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXMAAQDcQ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80FXMAAQDcQ.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage zielt auf eine politisch und wirtschaftlich sensible Lage. Senegal steht unter Reformdruck, zugleich haben die Spannungen im Regierungslager Unsicherheit ausgelöst. Internationale Beobachter verweisen dabei auch auf Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds und auf den Bedarf an wirtschaftspolitischer Berechenbarkeit. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Lo stellte seine neue Aufgabe als Dienst an der Nation dar. Die Führung und Koordinierung der Regierungstätigkeit beruhe auf der Überzeugung, dass allein die Interessen des Landes die Entscheidungen des Präsidenten in der Staatsführung geleitet hätten, sagte er im Präsidentenpalast.</p>



<h2 id="h-nachfolger-in-einer-politischen-bruchphase" class="wp-block-heading"><span id="nachfolger-in-einer-politischen-bruchphase">Nachfolger in einer politischen Bruchphase</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Die Ernennung folgt auf die Entlassung Ousmane Sonkos</a>. Faye hatte den bisherigen Premierminister am 22. Mai 2026 abgesetzt und damit auch das Kabinett aufgelöst. Zuvor gab es monatelange wachsende politischen Spannungen zwischen Faye und Sonko, die gemeinsam aus dem Umfeld der Partei Pastef hervorgegangen waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko war seit April 2024 Premierminister. Er galt als zentrale Figur des politischen Lagers, das Macky Salls Regierungszeit beendet hatte. Seine Ablösung verändert das Machtgefüge an der Spitze des Staates und verschiebt die Verantwortung für die Umsetzung der Regierungsagenda stärker auf den Präsidenten und seinen neuen Regierungschef.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80JWcAAGjL7-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27682 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80JWcAAGjL7-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80JWcAAGjL7-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80JWcAAGjL7-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80JWcAAGjL7-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80JWcAAGjL7-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80JWcAAGjL7-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80JWcAAGjL7-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJMW80JWcAAGjL7.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lo steht damit nicht nur vor einer administrativen Aufgabe. Er muss ein neues Kabinett aufstellen, die Arbeit der Ministerien koordinieren und zugleich zeigen, dass die Reformen trotz politischer Spannungen fortgeführt werden.</p>
</div></div>



<h2 id="h-senegal-2050-bleibt-leitlinie-der-regierung" class="wp-block-heading"><span id="senegal-2050-bleibt-leitlinie-der-regierung">„Sénégal 2050“ bleibt Leitlinie der Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaft verknüpft Los Ernennung mit der Transformationsagenda „Sénégal 2050“. Das Programm soll den Staat, die Wirtschaft und öffentliche Dienstleistungen langfristig neu ausrichten. Lo war bereits vor seiner Ernennung für die Überwachung und Bewertung dieser Agenda zuständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye sieht die neue Phase der Regierungsarbeit im Rahmen eines Projekts für ein souveränes, gerechtes, wohlhabendes und solidarisches Senegal. Die Formulierungen aus der Präsidentschaft zeigen, dass die Regierung ihren politischen Kurs nicht neu definieren, sondern organisatorisch stabilisieren will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Premierminister übernimmt sein Amt in einem Umfeld, das von wirtschaftlichen Erwartungen, sozialen Belastungen und institutionellen Veränderungen geprägt ist. Seine ersten Aussagen setzen auf Stabilität, Vertrauen und Kontinuität. Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts wird zeigen, welche politischen und fachlichen Kräfte Faye in die nächste Regierungsphase einbindet.</p>
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		<item>
		<title>IWF fordert neues Wachstumsmodell für Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/iwf-fordert-neues-wachstumsmodell-fuer-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 20:49:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der IWF fordert für Subsahara-Afrika eine Wachstumswende: weniger Abhängigkeit von öffentlichen Ausgaben, mehr private Investitionen, höhere Produktivität und bessere Jobs für eine junge Bevölkerung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fiwf-fordert-neues-wachstumsmodell-fuer-afrika%2F&amp;action_name=IWF%20fordert%20neues%20Wachstumsmodell%20f%C3%BCr%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Währungsfonds fordert für Subsahara-Afrika eine wirtschaftspolitische Neuausrichtung hin zu mehr privaten Investitionen, höherer Produktivität und besseren Arbeitsplätzen. Die Analyse veröffentlichte der IWF am 21. Mai 2026. Das bisher stark von öffentlichen Investitionen getragene Wachstumsmodell stößt nach Einschätzung der Organisation an Grenzen. Hohe Schulden, steigende Finanzierungskosten und sinkende externe Hilfe verringern den Spielraum vieler Regierungen.</p>



<h2 id="h-offentliche-investitionen-reichen-nicht-mehr-aus" class="wp-block-heading"><span id="oeffentliche-investitionen-reichen-nicht-mehr-aus">Öffentliche Investitionen reichen nicht mehr aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF sieht die Region in einer Phase engerer wirtschaftlicher Möglichkeiten. Viele Staaten haben in den vergangenen Jahren stark auf öffentliche Ausgaben gesetzt, um Infrastruktur auszubauen, Wachstum zu stützen und soziale Programme zu finanzieren. Dieses Modell wird schwieriger, weil Staatshaushalte unter Druck stehen und Kredite teurer geworden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Da sich die globale Lage verschlechtert und der politische Spielraum schrumpft, braucht die Region ein neues Wachstumsmodell“, schreibt der Fonds. Dieses Modell solle private Investitionen mobilisieren, die Produktivität erhöhen und bessere Jobs für eine schnell wachsende junge Erwerbsbevölkerung schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse konzentriert sich auf Subsahara-Afrika. Dort bleibt das Wachstum aus Sicht des IWF zu schwach, um den Lebensstandard breiter Bevölkerungsschichten deutlich zu verbessern.</p>



<h2 id="h-junge-bevolkerung-braucht-mehr-produktive-arbeit" class="wp-block-heading"><span id="junge-bevoelkerung-braucht-mehr-produktive-arbeit">Junge Bevölkerung braucht mehr produktive Arbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beschäftigungsfrage prägt die wirtschaftliche Lage vieler afrikanischer Staaten. Jedes Jahr drängen Millionen junge Menschen auf den Arbeitsmarkt. Viele finden Arbeit nur im informellen Sektor, in gering produktiven Tätigkeiten oder in Bereichen mit unsicheren Einkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF verbindet seine Forderung nach einem neuen Wachstumspfad deshalb mit der Schaffung besserer Arbeitsplätze. Private Unternehmen sollen stärker investieren können, wenn rechtliche Rahmenbedingungen, Infrastruktur, Energieversorgung und Finanzsysteme verlässlicher werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fonds sieht Produktivitätsgewinne als Voraussetzung dafür, dass Wachstum stärker bei Beschäftigten und Unternehmen ankommt. Höhere Produktivität bedeutet, dass Betriebe mit besseren Verfahren, besserer Technik und besser ausgebildeten Arbeitskräften mehr Wertschöpfung erzielen können.</p>



<h2 id="h-staatsunternehmen-geraten-starker-in-den-blick" class="wp-block-heading"><span id="staatsunternehmen-geraten-staerker-in-den-blick">Staatsunternehmen geraten stärker in den Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle spielen aus Sicht des IWF Reformen staatlicher Unternehmen. Besonders Energie und Transport gelten als Bereiche, in denen ineffiziente Strukturen das Wachstum bremsen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fonds verweist auf Tarife, die politisch unter den tatsächlichen Kosten gehalten werden. Solche Preise können Haushalte kurzfristig entlasten, schwächen aber oft die Investitionsfähigkeit der Anbieter. Die Folgen zeigen sich in schlechter Wartung, unzureichendem Ausbau und schwächerer Servicequalität.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/imf-draengt-auf-abschaffung-der-energie-subventionen/">Im Energiesektor trifft dies viele Unternehmen direkt.</a> Stromausfälle, hohe Eigenversorgungskosten und unsichere Netze erschweren Produktion, Handel und industrielle Entwicklung. Im Transportsektor verteuern mangelhafte Straßen, Häfen und Schienenverbindungen den Warenverkehr.</p>



<h2 id="h-reformen-sollen-privates-kapital-erleichtern" class="wp-block-heading"><span id="reformen-sollen-privates-kapital-erleichtern">Reformen sollen privates Kapital erleichtern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF fordert keine abrupte Abkehr staatlicher Verantwortung. Die Analyse zielt auf eine schrittweise Verschiebung: Regierungen sollen Rahmenbedingungen schaffen, in denen private Investitionen stärker zur wirtschaftlichen Dynamik beitragen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27675 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören verlässlichere Regulierung, bessere Unternehmensbedingungen, Reformen im Finanzsektor und gezielte Investitionen in Infrastruktur, die private Aktivität erleichtert. Öffentliche Mittel sollen stärker dort eingesetzt werden, wo sie private Investitionen anziehen oder produktive Engpässe lösen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Regierungen entsteht damit ein engerer Handlungskorridor. Sie müssen Investitionen fördern, Schulden begrenzen und soziale Belastungen kontrollieren. Der IWF verbindet seine Forderung deshalb mit Strukturreformen, die Wachstum weniger abhängig von staatlichen Ausgaben machen sollen.</p>



<h2 id="h-sinkende-hilfe-verscharft-den-druck" class="wp-block-heading"><span id="sinkende-hilfe-verschaerft-den-druck">Sinkende Hilfe verschärft den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/iwf-senkt-kreditkosten-um-36/">Der Rückgang externer Unterstützung verändert die Finanzierungslage vieler afrikanischer Staaten. Entwicklungshilfe, günstige Kredite und internationale Programme haben lange dazu beigetragen, Haushalte und Investitionsprojekte zu stützen.</a> Wenn diese Mittel knapper werden, wächst der Druck, stärker auf inländische Ressourcen und privates Kapital zurückzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF sieht darin einen zusätzlichen Grund für wirtschaftspolitische Anpassungen. Ein stärker investitionsgetriebenes Privatsektor-Modell soll Staaten helfen, Wachstum zu stabilisieren, ohne die Schuldenlast weiter auszuweiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse fügt sich in eine breitere Debatte über Afrikas Finanzierungslücke ein. Auf dem Kontinent steigt der Bedarf an Kapital für Energie, Infrastruktur, Ernährungssicherheit, Klimaanpassung und Beschäftigung. Der IWF setzt dabei auf Reformen, die private Investitionen erleichtern und öffentliche Mittel gezielter einsetzen.</p>
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		<title>ECOWAS-Unterhändler spricht mit Ibrahim Traoré über Zusammenarbeit mit Sahel-Bündnis</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ecowas-unterhaendler-spricht-mit-ibrahim-traore-ueber-zusammenarbeit-mit-sahel-buendnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 20:40:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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<p>Nach dem Bruch zwischen ECOWAS und Sahel-Allianz bleiben die Gesprächskanäle offen: Vermittler Lansana Kouyaté traf Ibrahim Traoré in Ouagadougou. Es ging um Sicherheit, Stabilität und die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fecowas-unterhaendler-spricht-mit-ibrahim-traore-ueber-zusammenarbeit-mit-sahel-buendnis%2F&amp;action_name=ECOWAS-Unterh%C3%A4ndler%20spricht%20mit%20Ibrahim%20Traor%C3%A9%20%C3%BCber%20Zusammenarbeit%20mit%20Sahel-B%C3%BCndnis&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ecowas-unterhaendler-spricht-mit-ibrahim-traore-ueber-zusammenarbeit-mit-sahel-buendnis/">ECOWAS-Unterhändler spricht mit Ibrahim Traoré über Zusammenarbeit mit Sahel-Bündnis</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der ECOWAS-Unterhändler Lansana Kouyaté hat in Ouagadougou mit Burkina Fasos Staatschef Ibrahim Traoré über die künftigen Beziehungen zwischen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Allianz der Sahel-Staaten gesprochen. Das Treffen fand am 25. Mai 2026 statt. Kouyaté warb nach der Audienz für eine „beispielhafte Zusammenarbeit“ zwischen beiden Räumen. Im Mittelpunkt standen Sicherheit, Stabilität und die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung nach dem Bruch von Burkina Faso, Mali und Niger mit der ECOWAS.</p>



<h2 id="h-vermittler-spricht-von-komplexen-fragen" class="wp-block-heading"><span id="vermittler-spricht-von-komplexen-fragen">Vermittler spricht von komplexen Fragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kouyaté bezeichnete die Gespräche mit Traoré als konstruktiv. <a href="https://fokus-afrika.de/togo-bringt-aes-und-ecowas-wieder-an-einen-tisch/" type="post" id="26707">Der frühere Exekutivsekretär der ECOWAS tritt als Vermittler der Regionalorganisation gegenüber der Konföderation der Sahel-Staaten auf.</a> Er hatte zuvor bereits Gespräche mit Côte d’Ivoires Präsident Alassane Ouattara, Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye und Ghanas Präsident John Dramani Mahama geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben über ziemlich komplexe Themen gesprochen, die die Sicherheit und Stabilität unserer Länder betreffen“, sagte Kouyaté nach der Begegnung in Ouagadougou. Die Gründung der Allianz der Sahel-Staaten habe zum Bruch mit der ECOWAS geführt. Dieser Schritt sei inzwischen vollzogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kouyaté stellte deshalb nicht die Rückkehr der Sahel-Staaten in den Vordergrund, sondern den Umgang der beiden Blöcke miteinander. „Es ist bereits beschlossen, darauf kommen wir nicht zurück. Aber wie erhalten wir eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Einheiten aufrecht?“, sagte er.</p>



<h2 id="h-geografie-zwingt-beide-seiten-zum-kontakt" class="wp-block-heading"><span id="geografie-zwingt-beide-seiten-zum-kontakt">Geografie zwingt beide Seiten zum Kontakt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso, Mali und Niger hatten die Allianz der Sahel-Staaten nach ihren Spannungen mit der ECOWAS aufgebaut und ihren Austritt aus der westafrikanischen Regionalorganisation vollzogen. <a href="https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/" type="post" id="13701">Seit Januar 2025 bilden sie einen eigenen Block im Zentrum Westafrikas. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kouyaté verwies auf die enge Verflechtung der Staaten in der Region. Grenzen, Handelswege, Familienbeziehungen und Sicherheitsfragen verbinden die Mitgliedstaaten der ECOWAS weiter mit den Ländern der Sahel-Allianz. „Die Geografie verbindet diese beiden Einheiten: die AES und die ECOWAS“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/die-konfoederation-der-staaten-des-sahel-aes-setzt-auf-visafreiheit-trotz-austritt-aus-der-ecowas/" type="post" id="13085">Dabei hob der Vermittler besonders die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung hervor.</a> Die Menschen müssten weiterhin von einem Raum in den anderen reisen können. Diese Frage berührt Handel, Arbeit, Familienkontakte und die Versorgung grenznaher Regionen.</p>



<h2 id="h-traore-gibt-anweisungen-fur-weitere-gesprache" class="wp-block-heading"><span id="traore-gibt-anweisungen-fuer-weitere-gespraeche">Traoré gibt Anweisungen für weitere Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über konkrete Beschlüsse wurde nach dem Treffen zunächst nichts veröffentlicht. Kouyaté sagte jedoch, Traoré habe „klare Anweisungen“ gegeben. Deren Inhalt nannte er nicht. Der Vermittler erklärte lediglich, diese Vorgaben könnten den weiteren Gesprächen nutzen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="712" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-1024x712.jpg" alt="" class="wp-image-27671 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-1024x712.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-1536x1068.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-800x556.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-1160x806.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Formulierung zeigt, dass beide Seiten trotz des institutionellen Bruchs Gesprächskanäle offenhalten. Für die ECOWAS geht es darum, die Folgen des Austritts der drei Sahel-Staaten zu begrenzen. Für Burkina Faso, Mali und Niger steht die Anerkennung ihrer neuen regionalen Ordnung im Vordergrund.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spannungen zwischen ECOWAS und AES hatten sich seit den politischen Umbrüchen in Mali, Burkina Faso und Niger verschärft. Die ECOWAS reagierte auf Machtwechsel und Übergangsregierungen mit Sanktionen und diplomatischem Druck. Die Sahel-Staaten warfen der Organisation vor, sich von äußeren Interessen leiten zu lassen.</p>



<h2 id="h-sicherheitslage-bleibt-gemeinsame-belastung" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitslage-bleibt-gemeinsame-belastung">Sicherheitslage bleibt gemeinsame Belastung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage in der Sahelzone bleibt der zentrale Hintergrund der Gespräche. <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">Burkina Faso, Mali und Niger kämpfen seit Jahren mit bewaffneten Gruppen, dschihadistischer Gewalt und Angriffen auf Zivilisten, Sicherheitskräfte und staatliche Einrichtungen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Nachbarstaaten außerhalb der AES verfolgen die Entwicklung mit Sorge. Instabilität im Sahel hat Folgen für Grenzsicherheit, Handel, Migration und regionale Zusammenarbeit. Die ECOWAS kann den Bruch mit den drei Staaten deshalb nicht allein als institutionelle Frage behandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kouyatés Mission setzt an diesem Punkt an. Sie soll einen Rahmen schaffen, in dem ECOWAS und AES trotz politischer Trennung über praktische Zusammenarbeit sprechen können. Nach dem Treffen in Ouagadougou bleibt der Fokus auf Sicherheit, Stabilität und den Alltag der Bevölkerung gerichtet.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Reparationen für Sklaverei – Ghana begrüßt Macrons Kurswechsel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/reparationen-fuer-sklaverei-ghana-begruesst-macrons-kurswechsel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 20:23:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ghana bringt die Reparationsfrage weiter auf die internationale Agenda. Frankreich signalisiert Zusammenarbeit, der Code Noir soll aufgehoben werden, und Accra bereitet die nächste hochrangige Konferenz vor.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Freparationen-fuer-sklaverei-ghana-begruesst-macrons-kurswechsel%2F&amp;action_name=Reparationen%20f%C3%BCr%20Sklaverei%20%E2%80%93%20Ghana%20begr%C3%BC%C3%9Ft%20Macrons%20Kurswechsel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ghana sieht in Frankreichs neuen Signalen zur Reparationsfrage einen diplomatischen Durchbruch in der internationalen Aufarbeitung von Sklaverei und kolonialem Unrecht. Am 23. Mai 2026 begrüßte Präsident John Dramani Mahama die Ankündigungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Paris will mit Accra eine wissenschaftliche Kommission aufbauen und sich an der nächsten hochrangigen Reparationskonferenz in Ghana beteiligen. Der Schritt folgt auf eine von Ghana vorangetriebene Resolution der Vereinten Nationen zur transatlantischen Versklavung von Afrikanern.</p>



<h2 id="h-paris-bewegt-sich-nach-un-resolution" class="wp-block-heading"><span id="paris-bewegt-sich-nach-un-resolution">Paris bewegt sich nach UN-Resolution</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron hatte seine neuen Maßnahmen im Umfeld des 25. Jahrestags des französischen Gesetzes angekündigt, das Sklaverei als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkennt. Ghana wertet die französische Bereitschaft zur Zusammenarbeit als eine der bislang konkretesten internationalen Reaktionen auf die UN-Resolution vom März 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ghana-bringt-un-resolution-zum-transatlantischen-sklavenhandel-ein/" type="post" id="25783">Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hatte am 25. März 2026 eine von Ghana geführte Resolution angenommen.</a> Sie bezeichnet die transatlantische Versklavung von Afrikanern als schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 123 Staaten stimmten dafür, drei dagegen, 52 enthielten sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama, der auch als Beauftragter der Afrikanischen Union für Reparationsgerechtigkeit auftritt, lobte Macron für eine „ehrliche, offene, versöhnliche und beispielhafte Führung“ in dieser Frage. <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-draengt-nach-un-resolution-auf-reparationen-fuer-sklaverei/">Ghana sprach von einer Entwicklung, die die internationale Debatte von der Anerkennung historischen Unrechts stärker in Richtung politischer und institutioneller Schritte verschiebe.</a></p>



<h2 id="h-gemeinsame-kommission-soll-in-ghana-arbeiten" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsame-kommission-soll-in-ghana-arbeiten">Gemeinsame Kommission soll in Ghana arbeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Accra und Paris wollen eine ghanaisch-französische wissenschaftliche Kommission einrichten. Sie soll in Ghana angesiedelt werden und Forschung, Dialog und Zusammenarbeit zu historischen Unrechtsformen und Reparationsprozessen vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron hat zudem eine Einladung Mahamas angenommen, bei der High-Level Next Steps Conference on Reparatory Justice in Accra zu sprechen. Die Konferenz ist vom 17. bis 19. Juni 2026 geplant. Ghana erwartet dort Staats- und Regierungsvertreter, Minister, Wissenschaftler, zivilgesellschaftliche Organisationen und Reparationsinitiativen aus Afrika, der Karibik, Europa und Amerika.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="645" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-1024x645.jpg" alt="" class="wp-image-26361 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-1024x645.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-300x189.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-768x484.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-380x239.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-800x504.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-1160x730.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die ghanaische Regierung will mit internationalen Partnern über mehrere Fragen sprechen. Dazu gehören offizielle Entschuldigungen, Garantien der Nichtwiederholung, die Rückgabe geraubter Kulturgüter, Heilungsinitiativen, mögliche Entschädigungsmechanismen, die Aufhebung von Gesetzen aus der Sklavereizeit und der Umgang mit den langfristigen Folgen von Sklaverei.</p>
</div></div>



<h2 id="h-frankreich-will-code-noir-aufheben" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-will-code-noir-aufheben">Frankreich will Code Noir aufheben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ghana begrüßte auch Frankreichs Absicht, den sogenannten Code Noir aufzuheben. Der Rechtsrahmen wurde im 17. Jahrhundert unter Ludwig XIV. eingeführt und regelte Sklaverei in französischen Kolonien. Historiker und Menschenrechtsvertreter sehen darin eines der zentralen juristischen Instrumente der französischen Sklavenordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ghanaische Regierung wertet Macrons Anerkennung, dass solche Rechtsnormen mit heutigen demokratischen Grundsätzen unvereinbar seien, als Schritt zu einer offeneren historischen Aufarbeitung. „Ehrliche Abrechnung ist die notwendige Grundlage für alles, was folgt. Wir begrüßen Frankreichs Bereitschaft, diese Arbeit zu beginnen“, erklärte das ghanaische Außenministerium.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika/" type="post" id="13300">Macron blieb in seiner Rede bei konkreten finanziellen Entschädigungen zurückhaltend.</a> Zugleich öffnete er die französische Debatte stärker für den Begriff der Reparationen, der in Frankreich lange politisch umstritten war.</p>



<h2 id="h-ghana-starkt-seine-rolle-in-der-reparationsdebatte" class="wp-block-heading"><span id="ghana-staerkt-seine-rolle-in-der-reparationsdebatte">Ghana stärkt seine Rolle in der Reparationsdebatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ghana hat sich in den vergangenen Jahren zu einer zentralen Stimme der globalen Reparationsbewegung entwickelt. Das Land verbindet seine historische Rolle im transatlantischen Sklavenhandel mit diplomatischen Initiativen innerhalb der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte reicht über finanzielle Entschädigungen hinaus. Sie umfasst die Anerkennung historischen Unrechts, die Rückgabe geraubter Kulturgüter, Bildungsprogramme, institutionelle Verantwortung und den Umgang mit sozialen Folgen von Sklaverei und kolonialer Ausbeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/" type="post" id="27333">Frankreichs neue Bereitschaft zur Zusammenarbeit verschiebt die Reparationsfrage stärker in den Bereich direkter staatlicher Diplomatie.</a> Ghana will die Konferenz in Accra nutzen, um aus der UN-Resolution praktische Vorschläge und internationale Arbeitsformate zu entwickeln.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Präsident Tinubu startet in Nigerias Wahlkampf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesident-tinubu-startet-in-nigerias-wahlkampf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 19:41:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27663</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nigeria startet früh in den Wahlkampf 2027: Präsident Bola Tinubu ist erneut Kandidat des regierenden APC. Seine Kampagne trifft auf wirtschaftliche Belastung, Reformdruck und eine Opposition, die weiter nach Geschlossenheit sucht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesident-tinubu-startet-in-nigerias-wahlkampf%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sident%20Tinubu%20startet%20in%20Nigerias%20Wahlkampf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bola Tinubu tritt bei der nächsten Präsidentschaftswahl in Nigeria erneut für den regierenden All Progressives Congress an. Die offizielle Nominierung erfolgte am 24. Mai 2026 in Abuja. Der Präsident startet damit früh in einen Wahlkampf, der von seiner umstrittenen Reformpolitik, wirtschaftlicher Belastung und einer geschwächten Opposition geprägt ist. Tinubu versprach seinem Land einen Kurs der wirtschaftlichen Expansion und demokratischen Festigung, wenn er weitere vier Jahre im Amt erhält.</p>



<h2 id="h-klare-vorwahl-gegen-einen-chancenlosen-herausforderer" class="wp-block-heading"><span id="klare-vorwahl-gegen-einen-chancenlosen-herausforderer">Klare Vorwahl gegen einen chancenlosen Herausforderer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu setzte sich in der Präsidentschaftsvorwahl des All Progressives Congress deutlich gegen Stanley Osifo durch. Der Vorsitzende des Wahlkomitees der APC-Vorwahlen, Pius Anyim, gab das Ergebnis in Abuja bekannt. Demnach erhielt Tinubu 10.999.162 Stimmen, Osifo kam auf 16.503 Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Übergabe der Parteifahne und der Nominierungsurkunde nahm Tinubu die Kandidatur an. „Ich akzeptiere mit Demut und tiefer Dankbarkeit die Nominierung unserer großen Partei, des All Progressives Congress, um bei der Wahl 2027 erneut als ihr Präsidentschaftskandidat anzutreten“, erklärte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu war 2023 erstmals zum Präsidenten gewählt worden. Damals gewann er die Wahl mit 36,6 Prozent der Stimmen. Atiku Abubakar erreichte 29 Prozent, Peter Obi 25 Prozent und Rabiu Kwankwaso etwas mehr als sechs Prozent.</p>



<h2 id="h-prasident-verteidigt-reformkurs-trotz-hoher-belastung" class="wp-block-heading"><span id="praesident-verteidigt-reformkurs-trotz-hoher-belastung">Präsident verteidigt Reformkurs trotz hoher Belastung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede stellte Tinubu die Fortsetzung seiner Reformpolitik in den Mittelpunkt. Seine Regierung hatte seit 2023 unter anderem die Kraftstoffsubventionen abgeschafft und Reformen am Devisenmarkt eingeleitet. Diese Maßnahmen sollten Staatsausgaben senken und Investoren anziehen, lösten aber zugleich starke Preissteigerungen und sozialen Druck aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu räumte die Belastung für viele Haushalte ein. „Manchmal ist es schwierig, und ich teile den Schmerz mit euch. Ich weiß, was es bedeutet, eine Wirtschaft zu reformieren, die in Trümmern lag“, sagte er. Er fügte hinzu: „Wenn ihr Schlaf verloren habt, habe ich auch welchen verloren. Wenn ihr Gewicht verloren habt, glaube ich, dass ich auch welches verloren habe.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verband diese Lage mit seinem eigenen Regierungsauftrag. „2022 habe ich um diese Aufgabe gebeten, ihr alle habt mich unterstützt, und ich habe sie bekommen. Also muss ich sie erfüllen“, sagte Tinubu.</p>



<h2 id="h-energie-bildung-und-sicherheit-als-wahlkampfthemen" class="wp-block-heading"><span id="energie-bildung-und-sicherheit-als-wahlkampfthemen">Energie, Bildung und Sicherheit als Wahlkampfthemen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu verwies auf mehrere Programme seiner Regierung. Dazu zählt der Studentenkreditfonds, aus dem nach seinen Angaben mehr als 282 Milliarden Naira an rund 1,5 Millionen Begünstigte ausgezahlt wurden. Auch Steuerreformen, Infrastrukturprojekte und die Energieversorgung sollen Teil seiner Kampagne werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">I<a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-und-deutschland-intensivieren-zusammenarbeit-in-energie-und-regionalpolitik/">m Stromsektor nannte Tinubu eine Produktionsleistung von 6.000 Megawatt.</a> Zudem habe das Programm zur Erfassung von Stromverbrauchern 2,5 Millionen Nutzer erreicht, um geschätzte Abrechnungen zu verringern. Ein Anleiheprogramm über 4.000 Milliarden Naira soll geprüfte Schulden gegenüber Stromproduzenten begleichen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJAfF1QWoAIlg2c-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27665 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJAfF1QWoAIlg2c-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJAfF1QWoAIlg2c-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJAfF1QWoAIlg2c-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJAfF1QWoAIlg2c-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJAfF1QWoAIlg2c-2048x1365.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJAfF1QWoAIlg2c-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJAfF1QWoAIlg2c-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJAfF1QWoAIlg2c-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HJAfF1QWoAIlg2c-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sicherheit bleibt ein weiterer Schwerpunkt. Tinubu kündigte an, härter gegen Banditentum und andere kriminelle Gruppen vorzugehen. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-toeten-is-fuehrer-in-nigeria-und-greifen-weiter-islamisten-an/" type="post" id="27460">Nigeria kämpft in mehreren Landesteilen mit bewaffneten Gruppen, Entführungen, dschihadistischer Gewalt und Konflikten um Land und Ressourcen.</a></p>
</div></div>



<h2 id="h-opposition-sucht-linie-gegen-amtsbonus-der-apc" class="wp-block-heading"><span id="opposition-sucht-linie-gegen-amtsbonus-der-apc">Opposition sucht Linie gegen Amtsbonus der APC</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu geht mit einem starken Amtsbonus in die Wahlvorbereitung. Der All Progressives Congress kontrolliert große Teile der politischen Landschaft in Nigeria. In den vergangenen Jahren haben mehrere Gouverneure und politische Akteure aus Oppositionsparteien zum Regierungslager gewechselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Opposition tritt bisher ohne geschlossene Linie auf. Atiku Abubakar, Peter Obi und Rabiu Kwankwaso gehören weiter zu den wichtigsten Figuren gegen Tinubu. Peter Obi, früher Gouverneur des Bundesstaates Anambra, trat 2023 für die Labour Party an und hat sich inzwischen neu positioniert. Atiku Abubakar bleibt als ehemaliger Vizepräsident eine zentrale Figur der nationalen Opposition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Oppositionsparteien sind von internen Streitigkeiten und juristischen Verfahren betroffen. Vertreter der Opposition werfen dem Regierungslager vor, diese Konflikte zu verschärfen. Belege dafür liegen nicht vor. Tinubus Lager verweist dagegen auf die Schwäche und Uneinigkeit seiner Gegner.</p>



<h2 id="h-wahlbehorde-steht-nach-streit-von-2023-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="wahlbehoerde-steht-nach-streit-von-2023-unter-druck">Wahlbehörde steht nach Streit von 2023 unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Präsidentschaftswahl wird auch ein Test für Nigerias Wahlbehörde INEC. Nach der umstrittenen Wahl 2023 hatten Oppositionskandidaten und Teile der Zivilgesellschaft Mängel bei der Ergebniserfassung kritisiert. Tinubus Wahlsieg wurde gerichtlich angefochten, blieb aber bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Wahl 2027 spielt die Übertragung von Ergebnissen aus den Wahllokalen eine zentrale Rolle. Der nigerianische Senat unterstützte im Februar 2026 nach öffentlichem Druck die elektronische Übermittlung von Wahlergebnissen in Echtzeit. Befürworter sehen darin ein Mittel gegen Manipulationen bei der Zusammenführung der Ergebnisse. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu stellte die kommende Wahl als Abstimmung über die Fortsetzung seines Kurses dar. „Mit weiteren vier Jahren Disziplin, Fokus und nationaler Zusammenarbeit werden wir Nigeria fest auf einen unumkehrbaren Weg wirtschaftlicher Expansion, Industrialisierung, Energiesicherheit, Infrastrukturentwicklung, Ernährungssouveränität und demokratischer Festigung führen“, sagte der Präsident.</p>
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		<title>Malis Ex-Premierminister:&#8221;Afrikanische Union hat im Sahel versagt!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/malis-ex-premierministerafrikanische-union-hat-im-sahel-versagt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 19:22:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Africa Day 2026: Die Afrikanische Union ruft zu Einheit und Reformen auf. Aus Mali kommt scharfe Kritik. Choguel Kokalla Maïga fordert eine AU, die nicht länger „Resonanzkörper ausländischer Mächte“ ist.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmalis-ex-premierministerafrikanische-union-hat-im-sahel-versagt%2F&amp;action_name=Malis%20Ex-Premierminister%3A%26%238221%3BAfrikanische%20Union%20hat%20im%20Sahel%20versagt%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/malis-ex-premierministerafrikanische-union-hat-im-sahel-versagt/">Malis Ex-Premierminister:&#8221;Afrikanische Union hat im Sahel versagt!&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Africa Day ist zur Bühne für eine offene Kritik aus Mali an der Rolle der Afrikanischen Union geworden. Am 25. Mai 2026 fiel sie mit dem 63. Jahrestag der Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit zusammen. Während AU-Kommissionspräsident Mahmoud Ali Youssouf zu Einheit, Pan-Afrikanismus und Reformen <a href="https://au.int/en/speeches/20260525/statement-auc-chairperson-occasion-africa-day-2026">aufrief</a>, forderte Malis früherer Premierminister Choguel Kokalla Maïga eine grundlegende Neuausrichtung der Organisation. Sein Vorwurf zielt auf eine Institution, die nach seiner Darstellung zu stark von äußeren Mächten geprägt sei und im Sahel versagt habe.</p>



<h2 id="h-au-ruft-zu-einheit-und-reformen-auf" class="wp-block-heading"><span id="au-ruft-zu-einheit-und-reformen-auf">AU ruft zu Einheit und Reformen auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mahmoud Ali Youssouf stellte den Africa Day in den Rahmen von Einheit, Integration und Entwicklung. Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union erinnerte an die Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit im Jahr 1963 und verband das Jubiläum mit den Zielen der Agenda 2063.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union sieht sich dabei als Stimme eines Kontinents, der stärker in globale Entscheidungen eingebunden werden will. <a href="https://fokus-afrika.de/merz-empfaengt-au-kommissionschef-youssouf-vor-sudan-konferenz-in-berlin/" type="post" id="26397">Youssouf verwies auf die dauerhafte Mitgliedschaft der Afrikanischen Union in der G20 und sprach von einem historischen Schritt für Afrikas Beteiligung an der internationalen Wirtschaftspolitik.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Reform der Vereinten Nationen blieb Teil der Botschaft. <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Die AU erneuerte ihre Forderung nach einer umfassenden Reform des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, um aus ihrer Sicht die langjährige Benachteiligung Afrikas im internationalen System zu korrigieren.</a></p>



<h2 id="h-wasser-sicherheit-und-globale-mitsprache" class="wp-block-heading"><span id="wasser-sicherheit-und-globale-mitsprache">Wasser, Sicherheit und globale Mitsprache</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Jahresthema der Afrikanischen Union 2026 konzentriert sich auf Wasserverfügbarkeit und sichere Sanitärsysteme. Damit verbindet die Organisation Fragen von öffentlicher Gesundheit, Klimaanpassung und nachhaltiger Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf stellte Afrika zugleich als Akteur in globalen Debatten über Frieden, Klima, Ernährungssicherheit, Handel, Gesundheit und Entwicklung dar. In seiner Erklärung würdigte er auch die wachsende internationale Debatte über historische Wiedergutmachung und verwies auf Initiativen Ghanas bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Africa Day erhielt zudem eine sportpolitische Note. Neun afrikanische Nationalmannschaften bereiten sich nach Angaben der AU auf die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft vor. Es wäre die höchste afrikanische Beteiligung in der Geschichte des Turniers.</p>



<h2 id="h-choguel-maiga-fordert-eine-andere-au" class="wp-block-heading"><span id="choguel-maiga-fordert-eine-andere-au">Choguel Maïga fordert eine andere AU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Mali kam am selben Tag ein deutlich anderer Ton. Choguel Kokalla Maïga veröffentlichte auf X eine Erklärung zum 63. Jahrestag der afrikanischen Einheit und verband sie mit scharfer Kritik an der Afrikanischen Union.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j.jpeg" alt="" class="wp-image-27658 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j.jpeg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j-800x533.jpeg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Das panafrikanische Ideal stößt auf tiefe strukturelle Krisen“, schrieb der frühere malische Premierminister. Sicherheitskrisen, Terrorismus, wirtschaftlicher Druck, Klimafragen und demografische Herausforderungen hätten die Schwächen der Institution offengelegt. Maïga sprach von einer „chronischen institutionellen Lähmung“ der AU.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mali stehe nach seiner Darstellung im Zentrum dieser Widersprüche. Die traditionellen Mechanismen afrikanischer Solidarität hätten angesichts der terroristischen Gewalt im Land versagt. Der Rückgang demokratischer Ordnungen sei für ihn nicht allein eine Ursache politischer Instabilität, sondern auch Folge von Institutionen, die den Alltag vieler Menschen nicht mehr erreichten.</p>



<h2 id="h-sahel-bundnis-als-gegenentwurf" class="wp-block-heading"><span id="sahel-buendnis-als-gegenentwurf">Sahel-Bündnis als Gegenentwurf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga stellte die Allianz der Sahel-Staaten als Antwort auf diese Lage dar. Mali, Burkina Faso und Niger hatten das Bündnis nach ihrem Bruch mit der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS gestärkt und positionieren es als sicherheits- und souveränitätspolitisches Projekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Premierminister bezeichnete diesen Kurs nicht als Absage an afrikanische Einheit. „Diese souveränistische Entscheidung ist keine Ablehnung der afrikanischen Einheit, sondern ihre notwendige Neugründung“, erklärte Maïga. Wahrer Panafrikanismus beginne mit der Rückgewinnung sicherheitspolitischer, politischer und wirtschaftlicher Souveränität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine schärfste Formulierung richtete sich direkt an die Afrikanische Union: „Die AU muss aufhören, Resonanzkörper ausländischer Mächte zu sein, und wieder zum Heiligtum afrikanischer Freiheit werden.“</p>



<h2 id="h-alte-reformidee-neue-kritik" class="wp-block-heading"><span id="alte-reformidee-neue-kritik">Alte Reformidee, neue Kritik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga knüpfte seine Kritik an die Entstehungsgeschichte der Afrikanischen Union. Der Übergang von der Organisation für Afrikanische Einheit zur AU im Jahr 2002 sollte die Handlungsfähigkeit des Kontinents stärken. An die Stelle strikter Nichteinmischung trat das Prinzip der Nichtgleichgültigkeit, das Eingreifen bei schweren Krisen, Kriegsverbrechen, Völkermord oder Staatsstreichen ermöglichen sollte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="939" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-939x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-27659 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-939x1024.jpeg 939w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-275x300.jpeg 275w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-768x838.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-380x414.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-800x873.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP.jpeg 960w" sizes="(max-width: 939px) 100vw, 939px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der frühere malische Regierungschef sieht diesen Anspruch heute verfehlt. Seine Erklärung macht deutlich, wie stark sich die politische Sprache im Sahel von der offiziellen Linie der Afrikanischen Union entfernt hat. Während die AU am Africa Day Einheit, institutionelle Reformen und multilaterale Mitsprache betonte, stellte Maïga die Frage nach Souveränität, Sicherheitsmacht und Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen ins Zentrum.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste ordentliche Gipfel der Afrikanischen Union ist für Juli 2026 vorgesehen. Zuvor soll der Exekutivrat am 24. und 25. Juni zu seiner 49. ordentlichen Sitzung zusammenkommen. Die Rolle der AU gegenüber den politischen Übergängen im Sahel gehört zu den Themen, die den Kontinent weiter beschäftigen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Botswana im freien Fall: Inflation springt, Diamantenflaute bremst Wirtschaft</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/botswana-im-freien-fall-inflation-springt-diamantenflaute-bremst-wirtschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2026 11:08:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Botsuana]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Botswana gerät wirtschaftlich stärker unter Druck: Die Inflation springt auf 10,3 Prozent, während die Diamantenflaute das wichtigste Exportgeschäft des Landes belastet.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbotswana-im-freien-fall-inflation-springt-diamantenflaute-bremst-wirtschaft%2F&amp;action_name=Botswana%20im%20freien%20Fall%3A%20Inflation%20springt%2C%20Diamantenflaute%20bremst%20Wirtschaft&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/botswana-im-freien-fall-inflation-springt-diamantenflaute-bremst-wirtschaft/">Botswana im freien Fall: Inflation springt, Diamantenflaute bremst Wirtschaft</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Botswana steht unter doppeltem wirtschaftlichem Druck: Die Preise steigen so stark wie seit Jahren kaum, während die Diamantenflaute das wichtigste Exportgeschäft belastet. Im April sprang die Jahresteuerung auf 10,3 Prozent, nach 4,2 Prozent im März. Statistics Botswana und die Bank of Botswana führen den Anstieg vor allem auf höhere Kraftstoffpreise, teurere öffentliche Transporte und steigende Prämien im Gesundheitsbereich zurück. Zugleich verweist die Zentralbank auf schwache Nachfrage nach Diamanten, veränderte Verbraucherpräferenzen und eine weiterhin langsame Diversifizierung der Wirtschaft. </p>



<h2 id="h-preisschock-trifft-haushalte-und-zentralbank" class="wp-block-heading"><span id="preisschock-trifft-haushalte-und-zentralbank">Preisschock trifft Haushalte und Zentralbank</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Inflationssprung hat Botswana innerhalb eines Monats aus dem Zielkorridor der Zentralbank herausgeführt. <a href="https://fokus-afrika.de/bank-of-botswana-vor-entscheidender-zinsentscheidung/">Die Bank of Botswana nennt für die mittlere Frist einen Zielbereich von drei bis sechs Prozent.</a> Mit 10,3 Prozent liegt die Teuerung nun deutlich darüber. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der stärkste Beitrag kam aus dem Verkehrsbereich. Statistics Botswana beziffert dessen Anteil an der Jahresinflation im April auf 7,4 Prozentpunkte. Danach folgten sonstige Waren und Dienstleistungen mit 1,1 Prozentpunkten sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit 0,9 Prozentpunkten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten zeigen auch, wie stark der Preisdruck über importierte Güter wirkt. Die Inflation bei importierten handelbaren Waren stieg von 6,6 Prozent im März auf 17,8 Prozent im April. Die gesamte Inflation handelbarer Waren erreichte 15 Prozent. Die Bank of Botswana sieht darin vor allem die Folgen höherer Kraftstoffkosten. </p>



<h2 id="h-kraftstoff-und-transport-treiben-die-teuerung" class="wp-block-heading"><span id="kraftstoff-und-transport-treiben-die-teuerung">Kraftstoff und Transport treiben die Teuerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verkehrsindex stieg zwischen März und April um 21,1 Prozent. Ausschlaggebend waren höhere Einzelhandelspreise für Diesel und Benzin sowie gestiegene Tarife im öffentlichen Verkehr. Minibusse und Sammeltaxis wurden teurer, auch Fernverkehrstarife wurden angehoben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschiebt sich die Inflation von einer statistischen Kennzahl in den Alltag vieler Haushalte. Teurere Mobilität wirkt in einem Flächenland wie Botswana auf Arbeitswege, Lieferketten, Lebensmittelpreise und Dienstleistungen. Die Zentralbank verzeichnete zusätzlich höhere Prämien im Gesundheitsbereich, die den Preisdruck verstärkten. </p>



<h2 id="h-diamantenmarkt-belastet-das-wachstumsmodell" class="wp-block-heading"><span id="diamantenmarkt-belastet-das-wachstumsmodell">Diamantenmarkt belastet das Wachstumsmodell</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Preisschock bleibt der Diamantensektor unter Druck. Der <em>Sunday Standard</em> berichtete unter Berufung auf die Bank of Botswana, schwache weltweite Nachfrage, veränderte Käuferpräferenzen und der langsame Fortschritt bei der wirtschaftlichen Diversifizierung belasteten das Wachstum weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Botswana gehört zu den wichtigsten Produzenten natürlicher Rohdiamanten. Der Sektor stand über Jahrzehnte für Staatseinnahmen, Exporte und öffentliche Investitionen. Reuters berichtete im März unter Berufung auf S&P Global Ratings, Diamanten hätten historisch rund 70 Prozent der Exporte und etwa ein Drittel der Staatseinnahmen ausgemacht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Krise am Diamantenmarkt ist nicht nur konjunkturell. S&P verwies auf schwache Nachfrage in China, Konkurrenz durch im Labor hergestellte Diamanten, veränderte Konsumgewohnheiten und geringere Ausgaben im Luxussegment. Debswana, Botswanas wichtigster Diamantenproduzent, hatte seine Förderung bereits deutlich reduziert. </p>



<h2 id="h-ratingdruck-nach-schwachen-wachstumsjahren" class="wp-block-heading"><span id="ratingdruck-nach-schwachen-wachstumsjahren">Ratingdruck nach schwachen Wachstumsjahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ratingagentur S&P senkte Botswanas langfristige Bonitätsbewertung im März von „BBB“ auf „BBB-“ und hielt den Ausblick negativ. Als Grund nannte die Agentur strukturelle Schwächen im globalen Diamantenmarkt und den Druck auf eine rohstoffabhängige Volkswirtschaft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2026 erwartet S&P nur ein Wachstum von 2,5 Prozent, nachdem die Wirtschaft 2024 und 2025 geschrumpft war. Das Haushaltsdefizit dürfte nach der Reuters-Meldung im Finanzjahr 2026/27 bei 8,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Botswana steht damit vor zwei gleichzeitigen Belastungen: Die Inflation erhöht den Druck auf Haushalte und Geldpolitik, während die Diamantenflaute die Einnahmen des Staates und das traditionelle Wachstumsmodell schwächt.</p>



<h2 id="h-diversifizierung-bleibt-der-neuralgische-punkt" class="wp-block-heading"><span id="diversifizierung-bleibt-der-neuralgische-punkt">Diversifizierung bleibt der neuralgische Punkt</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="910" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Duma_Boko_2025-910x1024.png" alt="" class="wp-image-27638 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Duma_Boko_2025-910x1024.png 910w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Duma_Boko_2025-267x300.png 267w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Duma_Boko_2025-768x864.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Duma_Boko_2025-380x428.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Duma_Boko_2025-800x900.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Duma_Boko_2025.png 960w" sizes="(max-width: 910px) 100vw, 910px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/botswana-wirbt-auf-der-itb-berlin-fuer-investitionen-und-internationalen-tourismus/">Die Regierung in Gaborone spricht seit Jahren über eine breitere wirtschaftliche Basis jenseits der Diamanten.</a> Die aktuellen Daten zeigen jedoch, wie eng Preisstabilität, Außenhandel und Staatsfinanzen weiter mit Rohstofferlösen und Importkosten verbunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bank of Botswana sieht die schleppende Diversifizierung ausdrücklich als Teil des Problems. Solange alternative Exportsektoren nicht stark genug wachsen, bleibt das Land anfällig für Schwankungen am Diamantenmarkt, höhere Energiepreise und externe Nachfrageeinbrüche.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Scheidender Präsident Talon wirbt vor Machtwechsel in Benin um Unterstützung für Wadagni</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/scheidender-praesident-talon-wirbt-vor-machtwechsel-in-benin-um-unterstuetzung-fuer-wadagni/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2026 10:53:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Machtwechsel in Benin: Patrice Talon verabschiedet sich nach zehn Jahren im Präsidentenamt und ruft die Bevölkerung zur Unterstützung von Romuald Wadagni auf.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fscheidender-praesident-talon-wirbt-vor-machtwechsel-in-benin-um-unterstuetzung-fuer-wadagni%2F&amp;action_name=Scheidender%20Pr%C3%A4sident%20Talon%20wirbt%20vor%20Machtwechsel%20in%20Benin%20um%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Wadagni&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/scheidender-praesident-talon-wirbt-vor-machtwechsel-in-benin-um-unterstuetzung-fuer-wadagni/">Scheidender Präsident Talon wirbt vor Machtwechsel in Benin um Unterstützung für Wadagni</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Benins scheidender Präsident Patrice Talon hat die Bevölkerung vor der Amtsübernahme Romuald Wadagnis zur Unterstützung seines Nachfolgers aufgerufen. Am 21. Mai veröffentlichte er seine Abschiedsbotschaft. Wadagni soll am 24. Mai im Palais des Congrès in Cotonou als neuer Präsident vereidigt werden. Der Machtwechsel beendet Talons zehnjährige Präsidentschaft und eröffnet in Benin eine neue siebenjährige Amtszeit.</p>



<h2 id="h-abschied-nach-zwei-amtszeiten" class="wp-block-heading"><span id="abschied-nach-zwei-amtszeiten">Abschied nach zwei Amtszeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Talon war 2016 zum Präsidenten gewählt und 2021 wiedergewählt worden. In seiner Botschaft dankte er den Bürgerinnen und Bürgern für das Vertrauen während seiner Amtszeit und zog eine positive Bilanz seiner Regierungsjahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der scheidende Staatschef schrieb, Benin habe in den vergangenen zehn Jahren einen anspruchsvollen Weg zurückgelegt. Reformen, größere Bauvorhaben und eine stärkere Ausrichtung staatlichen Handelns auf wirtschaftliche und soziale Entwicklung stellte er als gemeinsame Leistung des Landes dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Anstrengungen und Opfer tragen nach und nach Früchte. Das ist unser gemeinsamer Verdienst, der Beninerinnen und Beniner in den Städten, auf dem Land und auch in der Diaspora, der Jungen und der weniger Jungen“, schrieb Talon.</p>



<h2 id="h-dank-an-burger-und-familie" class="wp-block-heading"><span id="dank-an-buerger-und-familie">Dank an Bürger und Familie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Talon verband seinen Abschied mit persönlichem Dank. Der Dienst an Benin sei für ihn eine Ehre gewesen, schrieb der Präsident. Seine Dankbarkeit gegenüber dem Land und seinen Bürgern sei „grenzenlos“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders würdigte er seine Ehefrau Claudine Talon. Sie habe ihn mit Zuneigung und Geduld begleitet, schrieb der Präsident. Ihr Rat sei ihm während seiner Amtszeit von großem Nutzen gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Unterstützern, Wegbegleitern und Freunden sprach Talon Dank aus. Der Ton der Botschaft war auf Übergabe und Kontinuität angelegt, nicht auf eine politische Auseinandersetzung.</p>



<h2 id="h-wadagni-ubernimmt-am-sonntag" class="wp-block-heading"><span id="wadagni-uebernimmt-am-sonntag">Wadagni übernimmt am Sonntag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/benins-opposition-beglueckwuenscht-romuald-wadagni-zum-wahlsieg/" type="post" id="26497">Romuald Wadagni wurde nach der Präsidentschaftswahl vom 12. April 2026 zum nächsten Staatschef Benins erklärt.</a> Das Verfassungsgericht hat seine Wahl bestätigt. Wadagni erhielt demnach 94,27 Prozent der Stimmen, sein Gegenkandidat Paul Hounkpè kam auf 5,73 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,57 Prozent. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/670708405_1480367576768617_1226597097522602378_n-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27632 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/670708405_1480367576768617_1226597097522602378_n-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/670708405_1480367576768617_1226597097522602378_n-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/670708405_1480367576768617_1226597097522602378_n-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/670708405_1480367576768617_1226597097522602378_n-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/670708405_1480367576768617_1226597097522602378_n-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/670708405_1480367576768617_1226597097522602378_n-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/670708405_1480367576768617_1226597097522602378_n.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wadagni war zuvor Finanzminister und gehörte zu den zentralen Figuren der Regierung Talon. Die Regierungsparteien hatten ihn bereits 2025 als Kandidaten für die Nachfolge Talons bestimmt. <a href="https://fokus-afrika.de/benins-finanzminister-wadagni-geht-als-favorit-in-praesidentenwahl/" type="post" id="26412">Er gilt als engen Verbündeten des Präsidenten und als wichtigen Akteur der wirtschafts- und finanzpolitischen Reformen seit 2016. </a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Amtsübernahme findet im Palais des Congrès in Cotonou statt. Vor der Vereidigung ist eine Begegnung zwischen Talon und Wadagni im Präsidentenpalast La Marina vorgesehen. Anschließend soll die feierliche Sitzung der Verfassungsorgane beginnen.</p>



<h2 id="h-sieben-jahre-fur-den-neuen-prasidenten" class="wp-block-heading"><span id="sieben-jahre-fuer-den-neuen-praesidenten">Sieben Jahre für den neuen Präsidenten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadagni tritt sein Amt nach einer Verfassungsänderung an, die die Dauer der Präsidentschaft von fünf auf sieben Jahre verlängert. Die Begrenzung auf zwei Amtszeiten bleibt bestehen. Das Parlament hatte die Reform im November 2025 beschlossen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Talon stellte seinen Nachfolger in der Abschiedsbotschaft als Fortsetzer des bisherigen Kurses dar. Er schrieb, er sei überzeugt, dass Benin unter Wadagnis Führung weitere Schritte auf dem Weg zu seinem nationalen Ziel machen werde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1080px-Benin_President_Talon_Signs_the_Guest_Book_49455059036-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22720 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1080px-Benin_President_Talon_Signs_the_Guest_Book_49455059036-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1080px-Benin_President_Talon_Signs_the_Guest_Book_49455059036-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1080px-Benin_President_Talon_Signs_the_Guest_Book_49455059036-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1080px-Benin_President_Talon_Signs_the_Guest_Book_49455059036-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1080px-Benin_President_Talon_Signs_the_Guest_Book_49455059036-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1080px-Benin_President_Talon_Signs_the_Guest_Book_49455059036.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Ich zweifle nicht daran, dass wir uns, gestützt auf das bisher Erreichte und getragen vom festen Willen, noch weiter zu gehen, um ihn und mit ihm mobilisieren werden“, schrieb Talon. Dies solle im Interesse Benins geschehen und Fortschritt, Wohlstand und Stolz für alle ermöglichen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-investitur-in-cotonou" class="wp-block-heading"><span id="investitur-in-cotonou">Investitur in Cotonou</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Investitur am 24. Mai umfasst mehrere protokollarische Schritte. Nach der Begegnung im Palais de la Marina wird Wadagni im Palais des Congrès empfangen. Die Verfassungsorgane sollen die endgültigen Wahlergebnisse öffentlich bestätigen, bevor der neue Präsident den Eid ablegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach erhält Wadagni den Großen Collier der nationalen Orden. Zudem soll er als Oberbefehlshaber der Streitkräfte das Kommandoflagge an den Generalstabschef der beninischen Armee übergeben. Die Zeremonie endet mit seiner ersten Ansprache als Präsident.</p>



<h2 id="h-erwartungen-an-die-neue-regierung" class="wp-block-heading"><span id="erwartungen-an-die-neue-regierung">Erwartungen an die neue Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Benin richtet sich der Blick bereits auf die Zusammensetzung der ersten Regierung Wadagnis. Die nationale Presse berichtet über Erwartungen in den Bereichen Soziales, Bildung, Beschäftigung und Regierungsführung. Auch die Frage, welche Minister aus der Regierung Talon im neuen Kabinett bleiben könnten, prägt die politische Debatte vor der Amtsübernahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Talon übergibt die Präsidentschaft nach zwei Amtszeiten. Wadagni übernimmt ein Land, das in den vergangenen Jahren wirtschaftliche Reformen, institutionelle Veränderungen und sicherheitspolitische Herausforderungen im Norden erlebt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fscheidender-praesident-talon-wirbt-vor-machtwechsel-in-benin-um-unterstuetzung-fuer-wadagni%2F&action_name=Scheidender%20Pr%C3%A4sident%20Talon%20wirbt%20vor%20Machtwechsel%20in%20Benin%20um%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Wadagni&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/scheidender-praesident-talon-wirbt-vor-machtwechsel-in-benin-um-unterstuetzung-fuer-wadagni/">Scheidender Präsident Talon wirbt vor Machtwechsel in Benin um Unterstützung für Wadagni</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Ebola-Ausbruch: &#8220;1,2 Milliarden US-Dollar ausgegeben – nicht einmal ein Labor gebaut&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-12-milliarden-us-dollar-ausgegeben-nicht-einmal-ein-labor-gebaut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2026 10:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ebola in der Region der Großen Seen: Kongo, Uganda und Südsudan einigen sich auf einen gemeinsamen Grenzplan, während Africa CDC und WHO fast 315 Millionen Dollar für die Eindämmung mobilisieren.<br />
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<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Südsudan haben einen gemeinsamen Plan zur Eindämmung des Ebola-Ausbruchs in der Grenzregion beschlossen. Die Einigung wurde am 22. und 23. Mai 2026 bei einem Ministertreffen in Kampala erzielt. Beteiligt waren die Gesundheitsminister der drei Staaten, Africa CDC, die Weltgesundheitsorganisation, UNICEF, der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen und weitere Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Plan richtet sich gegen den Ausbruch des Ebola-Bundibugyo-Virus in der Region der Großen Seen. Die Krankheit wurde am 15. Mai 2026 in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo bestätigt. Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 17. Mai von acht laborbestätigten Fällen, 246 Verdachtsfällen und 80 mutmaßlichen Todesfällen in Ituri berichtet. In Uganda wurden zu diesem Zeitpunkt zwei bestätigte Fälle bei Personen gemeldet, die aus der Demokratischen Republik Kongo eingereist waren. </p>



<h2 id="h-grenzverkehr-wird-zum-kern-der-ebola-risiken" class="wp-block-heading"><span id="grenzverkehr-wird-zum-kern-der-ebola-risiken">Grenzverkehr wird zum Kern der Ebola-Risiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Staaten wollen ihre Überwachung an Grenzen, Handelswegen und Einreisepunkten enger abstimmen. Der gemeinsame Beschluss nennt offene Grenzen, aktive Handels- und Bergbaukorridore, Fluchtbewegungen, humanitäre Krisen und unsichere Gebiete als Faktoren, die eine Eindämmung erschweren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind einheitlichere Verfahren bei der Kontrolle von Einreisepunkten, eine bessere Erfassung von Bevölkerungsbewegungen und schnellere Warnsysteme. Auch Laborkapazitäten, Diagnostik, klinische Versorgung und Infektionsschutz sollen über Staatsgrenzen hinweg besser verbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südsudan gehört bisher vor allem wegen seiner Lage zur Risikozone. UNICEF bewertete das Land am 20. Mai als sehr gefährdet, obwohl dort bis dahin keine bestätigten Fälle gemeldet worden waren. Die offenen Grenzen zur Demokratischen Republik Kongo und zu Uganda, starke Mobilität und ein fragiles Gesundheitssystem erhöhen den Druck auf die Behörden. </p>



<h2 id="h-seltene-virusvariante-ohne-zugelassenen-impfstoff" class="wp-block-heading"><span id="seltene-virusvariante-ohne-zugelassenen-impfstoff">Seltene Virusvariante ohne zugelassenen Impfstoff</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim aktuellen Ausbruch handelt es sich um die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus. Gegen diese Variante gibt es nach den vorliegenden Angaben keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische Behandlung. Das unterscheidet den Ausbruch von früheren Ebola-Krisen, bei denen für andere Virustypen medizinische Gegenmaßnahmen verfügbar waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in Ituri wird zusätzlich durch Gewalt, Vertreibung und schwache staatliche Kontrolle belastet. Kontaktverfolgung, sichere Versorgung von Erkrankten und Arbeit in betroffenen Gemeinden sind unter solchen Bedingungen deutlich schwieriger. In der Region sind zudem viele Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, was das Risiko schwerer Krankheitsverläufe erhöht.</p>



<h2 id="h-kongo-fordert-strengere-kontrolle-der-hilfsgelder" class="wp-block-heading"><span id="kongo-fordert-strengere-kontrolle-der-hilfsgelder">Kongo fordert strengere Kontrolle der Hilfsgelder</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der kongolesische Gesundheitsminister Roger Kamba verband das Treffen in Kampala mit Kritik an <a href="https://fokus-afrika.de/neuer-ebola-ausbruch-in-der-dr-kongo/" type="post" id="19624">früheren Ebola-Einsätzen</a>. Er verwies auf die Epidemie von 2018 bis 2020, bei der nach seinen Angaben 1,2 Milliarden US-Dollar ausgegeben wurden, ohne das Gesundheitssystem dauerhaft zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„2018 bis 2020 hatte die Epidemie damals 1,2 Milliarden Dollar gekostet. Danach blieb das System weiter fragil, nicht einmal ein Labor wurde gebaut, obwohl wir 1,2 Milliarden Dollar ausgegeben haben“, sagte Kamba in Kampala.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/3bdfab56-b66d-45a5-b8ef-8c365780c110.jpeg" alt="" class="wp-image-27627 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/3bdfab56-b66d-45a5-b8ef-8c365780c110.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/3bdfab56-b66d-45a5-b8ef-8c365780c110-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/3bdfab56-b66d-45a5-b8ef-8c365780c110-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/3bdfab56-b66d-45a5-b8ef-8c365780c110-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/3bdfab56-b66d-45a5-b8ef-8c365780c110-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/3bdfab56-b66d-45a5-b8ef-8c365780c110-380x285.jpeg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Minister forderte, dass Investitionen in der aktuellen Krise über die akute Nothilfe hinaus wirken. „Wir hoffen, dass wir bei jeder Epidemie unser Gesundheitssystem stärken, dass jede Investition wirksam ist, damit die Länder anschließend durch gut gestärkte Systeme sicherer sind“, sagte er.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kamba plädierte zudem für eine gemeinsame Steuerung der internationalen und nationalen Maßnahmen. „Es ist wichtig, einen einzigen Plan, eine einzige Koordination und ein einziges Budget zu haben“, sagte der Minister.</p>



<h2 id="h-africa-cdc-und-who-suchen-fast-315-millionen-dollar" class="wp-block-heading"><span id="africa-cdc-und-who-suchen-fast-315-millionen-dollar">Africa CDC und WHO suchen fast 315 Millionen Dollar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/" type="post" id="27440">Africa CDC und die Weltgesundheitsorganisation haben im Zusammenhang mit der Krise einen Finanzbedarf von 314,97 Millionen US-Dollar genannt.</a> Das Geld soll die Reaktion auf den Ebola-Bundibugyo-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und der weiteren Risikoregion unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten haben nach <a href="https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/05/ebola-response-update-may-23-2026/">Angaben des US-Außenministeriums</a> bereits 32 Millionen US-Dollar für Partner vor Ort bereitgestellt. Die Mittel fließen unter anderem in Grenzscreenings, Kontaktverfolgung, Patientenversorgung, sichere Bestattungen und den Transport von Schutzausrüstung. Washington meldete zudem die Lieferung von zunächst 50 Tonnen medizinischem Material in betroffene Gebiete der Demokratischen Republik Kongo, weitere 100 Tonnen seien unterwegs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium aktivierte außerdem eine eigene Ebola-Arbeitsgruppe und entsandte ein Disaster Assistance Response Team in die Demokratische Republik Kongo und nach Uganda. Reisende, die sich innerhalb von 21 Tagen vor ihrer Einreise in die USA in der Demokratischen Republik Kongo, Uganda oder Südsudan aufgehalten haben, müssen nach US-Angaben über bestimmte Flughäfen mit erweiterten Gesundheitskontrollen einreisen. </p>



<h2 id="h-kampala-setzt-auf-regionale-steuerung" class="wp-block-heading"><span id="kampala-setzt-auf-regionale-steuerung">Kampala setzt auf regionale Steuerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der in Kampala beschlossene Plan bündelt zwölf Arbeitsfelder. Dazu gehören Grenzüberwachung, Frühwarnsysteme, Labore, Versorgung, Schutz von Gesundheitskräften, Kommunikation mit Gemeinden, Finanzierung und politische Steuerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einigung macht die Ebola-Bekämpfung in der Region der Großen Seen zu einer gemeinsamen Aufgabe von Nachbarstaaten, afrikanischen Gesundheitsbehörden und internationalen Partnern. Entscheidend ist nun die Umsetzung an Grenzposten, in Gesundheitszentren und in den betroffenen Gemeinden der Demokratischen Republik Kongo, Ugandas und Südsudans.</p>
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		<item>
		<title>Senegals Präsident Diomaye Faye auf Regierungssuche</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/diomaye-faye-empfaengt-frueheren-innenminister-diome-nach-sonkos-entlassung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2026 18:54:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach Sonkos Entlassung sucht Senegals Präsident Diomaye Faye eine neue Regierung. Ein Treffen mit Ex-Innenminister Antoine Diome sorgt in Dakar für politische Aufmerksamkeit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdiomaye-faye-empfaengt-frueheren-innenminister-diome-nach-sonkos-entlassung%2F&amp;action_name=Senegals%20Pr%C3%A4sident%20Diomaye%20Faye%20auf%20Regierungssuche&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye hat den früheren Innenminister Antoine Diome im Präsidentenpalast empfangen und setzt damit seine politischen Gespräche nach der Entlassung von Premierminister Ousmane Sonko fort. Das Treffen fand am Samstagmittag in Dakar statt. Es fällt in eine Phase, in der Faye nach der Auflösung der Regierung eine neue Machtarchitektur für Senegal bilden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begegnung wurde zunächst von <em><a href="https://www.dakaractu.com/Alerte-Confidentiel-l-ancien-ministre-de-l-Interieur-Antoine-Diome-recu-par-le-president-Diomaye-Faye_a272152.html">Dakaractu</a></em> unter Berufung auf vertrauliche Informationen gemeldet. Eine offizielle Mitteilung des Präsidentenpalastes lag dazu zunächst nicht vor. Diome war unter dem früheren Präsidenten Macky Sall Innenminister und spielte während der politischen Krisen zwischen 2021 und 2023 eine zentrale Rolle im Staatsapparat. </p>



<h2 id="h-gesprache-im-schatten-der-regierungskrise" class="wp-block-heading"><span id="gespraeche-im-schatten-der-regierungskrise">Gespräche im Schatten der Regierungskrise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Faye hatte Ousmane Sonko am 22. Mai 2026 als Premierminister entlassen und damit zugleich die Regierung aufgelöst.</a> Der Schritt wurde per Dekret vollzogen und durch den Generalsekretär der Präsidentschaft, Oumar Samba Ba, öffentlich gemacht. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-faye-stellt-vertrauen-in-premierminister-sonko-oeffentlich-in-frage/">Die Entlassung erfolgte nach Monaten wachsender Spannungen zwischen den beiden früheren Verbündeten. </a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-2-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27612 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-2-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-2-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-2-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-2-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-2-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-2.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident steht nun vor der Aufgabe, einen neuen Premierminister und eine neue Regierung zu bestimmen. Die Gespräche im Präsidentenpalast zeigen, dass Faye seine Optionen über das bisherige Machtgefüge von PASTEF hinaus sondiert. Antoine Diome gehört nicht zum Lager, das Faye und Sonko 2024 an die Macht getragen hatte.</p>
</div></div>



<h2 id="h-ein-fruherer-gegner-als-gesprachspartner" class="wp-block-heading"><span id="ein-frueherer-gegner-als-gespraechspartner">Ein früherer Gegner als Gesprächspartner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diome war Innenminister in einer Zeit, in der Senegal von schweren innenpolitischen Auseinandersetzungen geprägt war. Die Krisenjahre 2021 bis 2023 standen im Zusammenhang mit den juristischen und politischen Konflikten um Ousmane Sonko. Der damalige Innenminister war Teil <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-verteidigt-bei-un-anhoerung-sein-vorgehen-gegen-proteste-im-senegal/" type="post" id="26712">der Staatsführung unter Macky Sall</a>, gegen die PASTEF seine Mobilisierung aufgebaut hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Faye ihn nun empfängt, ist deshalb politisch auffällig. Der Präsident muss nach dem Bruch mit Sonko nicht nur eine neue Regierung bilden, sondern auch den Umgang mit Verwaltung, Sicherheitsapparat und Parlament neu ordnen. Konkrete Angaben zum Inhalt des Gesprächs wurden zunächst nicht bekannt.</p>



<h2 id="h-sonkos-partei-bleibt-machtfaktor-im-parlament" class="wp-block-heading"><span id="sonkos-partei-bleibt-machtfaktor-im-parlament">Sonkos Partei bleibt Machtfaktor im Parlament</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entlassung Sonkos beendet das politische Tandem, das den Machtwechsel von 2024 geprägt hatte. Faye war damals als Kandidat angetreten, nachdem Sonko nicht zur Präsidentschaftswahl zugelassen worden war. Nach dem Wahlsieg ernannte Faye ihn zum Premierminister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PASTEF bleibt jedoch ein zentraler Machtfaktor. Die Partei verfügt über eine starke Stellung in der Nationalversammlung. Diese Mehrheitsverhältnisse könnte die künftige Regierungsarbeit erschweren, wenn Sonkos Lager auf Konfrontation geht. </p>



<h2 id="h-regierungssuche-unter-zeitdruck" class="wp-block-heading"><span id="regierungssuche-unter-zeitdruck">Regierungssuche unter Zeitdruck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auflösung der Regierung verschärft den politischen Druck auf Faye. Senegal steht wirtschaftlich unter Beobachtung internationaler Partner. <a href="https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/" type="post" id="26919">Das Land steht nach Problemen mit öffentlichen Schulden und einem ausgesetzten IWF-Programm vor schwierigen finanzpolitischen Entscheidungen. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswahl des nächsten Premierministers wird damit zu einer Personalentscheidung mit institutioneller Tragweite. Sie bestimmt, ob Faye auf ein engeres Präsidentenlager setzt, Teile von PASTEF einbindet oder neue politische Öffnungen sucht. Das Treffen mit Diome markiert in dieser Lage einen Schritt in der laufenden Sondierung.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>König Mohammed VI. begnadigt senegalesische Fußballfans nach CAN 2025</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-begnadigt-senegalesische-fussballfans-nach-can-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2026 18:04:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Marokko setzt zum Opferfest ein politisches Signal an Senegal: König Mohammed VI. begnadigt senegalesische Fans nach der CAN 2025.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoenig-mohammed-vi-begnadigt-senegalesische-fussballfans-nach-can-2025%2F&amp;action_name=K%C3%B6nig%20Mohammed%20VI.%20begnadigt%20senegalesische%20Fu%C3%9Fballfans%20nach%20CAN%202025&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Marokkos König Mohammed VI. hat senegalesische Fußballfans begnadigt, die nach Vorfällen rund um die Afrikameisterschaft in Marokko verurteilt worden waren. Die <a href="https://www.mapexpress.ma/actualite/activites-royales/communique-du-cabinet-royal-122/">Entscheidung</a> fällt zum Anlass des muslimischen Opferfests Eid al-Adha. Das Königliche Kabinett in Rabat begründete den Schritt mit humanitären Erwägungen und den Beziehungen zwischen Marokko und Senegal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begnadigung betrifft Unterstützer aus Senegal, die wegen Straftaten im Zusammenhang mit <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-ehrt-afrikameister-praesident-diomaye-zeichnet-die-lions-mit-geldpraemien-und-grundstuecken-aus/" type="post" id="23783">Spielen der Afrikameisterschaft 2025 verurteilt worden waren.</a> Das Turnier fand vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko statt.</p>



<h2 id="h-rabat-verweist-auf-beziehungen-zu-dakar" class="wp-block-heading"><span id="rabat-verweist-auf-beziehungen-zu-dakar">Rabat verweist auf Beziehungen zu Dakar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Königliche Kabinett stellte die Entscheidung in den Zusammenhang der marokkanisch-senegalesischen Beziehungen. Marokko und Senegal unterhalten seit Jahrzehnten enge politische, religiöse und gesellschaftliche Verbindungen. In der Mitteilung ist von Freundschaft, Zusammenarbeit und Brüderlichkeit zwischen beiden Staaten die Rede.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begnadigung wurde zugleich als humanitärer Schritt dargestellt. Der König verband die Entscheidung mit dem islamischen Opferfest und übermittelte Grüße an <a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye</a>, die senegalesischen Behörden und die Bevölkerung des Landes.</p>



<h2 id="h-afrikameisterschaft-als-politischer-rahmen" class="wp-block-heading"><span id="afrikameisterschaft-als-politischer-rahmen">Afrikameisterschaft als politischer Rahmen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="664" height="996" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/roi-mohammed-vi.jpg" alt="" class="wp-image-11349 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die CAN 2025 war eines der wichtigsten Sportereignisse des Kontinents und stand in Marokko auch im Zeichen der Vorbereitung auf weitere internationale Großereignisse. Für Rabat hatte das Turnier sportliche, diplomatische und innenpolitische Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begnadigung senegalesischer Fans setzt nun ein politisches Signal im Verhältnis zwischen Rabat und Dakar. Beide Länder betonen regelmäßig ihre Nähe auf afrikanischer und internationaler Ebene. Senegal gehört zu den westafrikanischen Staaten, mit denen Marokko seine Beziehungen seit Jahren ausbaut.</p>
</div></div>



<h2 id="h-geste-zum-opferfest" class="wp-block-heading"><span id="geste-zum-opferfest">Geste zum Opferfest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Begnadigungen zu religiösen Feiertagen gehören in Marokko zur politischen Praxis des Königshauses. In diesem Fall richtet sich die Entscheidung gezielt an ausländische Staatsangehörige aus Senegal.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Nos compatriotes retenus au Maroc à la suite des incidents survenus en marge de la Coupe d&#39;Afrique des Nations sont libres. Ils retrouveront bientôt les leurs, par la Grâce Royale que Sa Majesté le Roi Mohammed VI a bien voulu leur accorder à l&#39;occasion de l&#39;Aïd el-Kébir.…</p>— Bassirou Diomaye Faye (@PR_Diomaye) <a href="https://twitter.com/PR_Diomaye/status/2058243332405407958?ref_src=twsrc%5Etfw">May 23, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Senegals Präsident Diomaye Faye begrüßte die Begnadigung auf der Plattform X und dankte den König für seine “nachsichtige und menschliche Entscheidung”. Die Mitteilung des Königlichen Kabinetts verbindet den Schritt mit den Werten der Milde, Großzügigkeit und Toleranz. <a href="https://fokus-afrika.de/caf-wertet-afrika-cup-finale-fuer-marokko-senegals-regierung-kritisiert-scharf/" type="post" id="25807">Weitere Angaben zur Zahl der begnadigten Personen oder zu den konkreten Vorwürfen gegen die Fans wurden in der Mitteilung nicht genannt.</a></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoenig-mohammed-vi-begnadigt-senegalesische-fussballfans-nach-can-2025%2F&action_name=K%C3%B6nig%20Mohammed%20VI.%20begnadigt%20senegalesische%20Fu%C3%9Fballfans%20nach%20CAN%202025&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-begnadigt-senegalesische-fussballfans-nach-can-2025/">König Mohammed VI. begnadigt senegalesische Fußballfans nach CAN 2025</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">MOROCCO-ROYAL</media:title>
			<media:description type="html">This handout picture provided by the Moroccan agency press (MAP) on July 30, 2023, shows Morocco&#039;s King Mohammed VI delivering a speech to the nation, marking the 24th anniversary of his accession to the throne, in the Royal Palace of Tetouan RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT AFP PHOTO / MOROCCAN AGENCY PRESS - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
 (Photo by Handout / MAP / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT AFP PHOTO / MOROCCAN AGENCY PRESS - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS</media:description>
		</media:content>
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	</item>
		<item>
		<title>Ostkongo: Kontaktgruppe fordert Waffenruhe, in Masisi dauern Kämpfe trotz Ebola an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ostkongo-kontaktgruppe-fordert-waffenruhe-in-masisi-dauern-kaempfe-trotz-ebola-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2026 16:28:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Diplomatie in Washington, Doha und Montreux – doch in Masisi wird weiter gekämpft. Im Ostkongo wächst der Druck auf die Konfliktparteien, während Ebola die humanitäre Lage zusätzlich verschärft.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fostkongo-kontaktgruppe-fordert-waffenruhe-in-masisi-dauern-kaempfe-trotz-ebola-an%2F&amp;action_name=Ostkongo%3A%20Kontaktgruppe%20fordert%20Waffenruhe%2C%20in%20Masisi%20dauern%20K%C3%A4mpfe%20trotz%20Ebola%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ostkongo-kontaktgruppe-fordert-waffenruhe-in-masisi-dauern-kaempfe-trotz-ebola-an/">Ostkongo: Kontaktgruppe fordert Waffenruhe, in Masisi dauern Kämpfe trotz Ebola an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Internationale Kontaktgruppe für die Großen Seen drängt die Konfliktparteien im Osten der Demokratischen Republik Kongo zur Einhaltung der Waffenruhe, während aus dem Gebiet Masisi neue Kämpfe zwischen AFC/M23 und Wazalendo-Gruppen gemeldet werden. Die Erklärung wurde nach einem Treffen der Gruppe vom 20. und 21. Mai veröffentlicht. Vertreter Belgiens, Dänemarks, der Europäischen Union, Frankreichs, Deutschlands, der Niederlande, Schwedens, der Schweiz, Großbritanniens und der USA unterstützen darin die laufenden Friedensbemühungen. Zugleich verschärfen die anhaltenden Gefechte und der Ebola-Ausbruch die Lage für die Zivilbevölkerung in Nord- und Südkivu.</p>



<h2 id="h-diplomatischer-druck-auf-konfliktparteien-wachst" class="wp-block-heading"><span id="diplomatischer-druck-auf-konfliktparteien-waechst">Diplomatischer Druck auf Konfliktparteien wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontaktgruppe begrüßte Fortschritte in zwei Verhandlungsformaten: den Washington-Abkommen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda sowie dem Doha-Rahmenabkommen zwischen der kongolesischen Regierung und der Allianz Fleuve Congo/Bewegung 23. März, kurz AFC/M23.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe verwies auf Gespräche vom 13. bis 19. April im schweizerischen Montreux. Dort hatten die kongolesische Regierung und AFC/M23 Schritte zur Unterstützung humanitärer Einsätze, zur Freilassung von Gefangenen und zur Umsetzung eines Mechanismus zur Überwachung der Waffenruhe zugesagt. Unterstützt werden soll dieser Mechanismus von der Internationalen Konferenz der Region der Großen Seen und der UN-Mission MONUSCO.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein Treffen am 23. April in Washington zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda wurde in der Erklärung hervorgehoben. Beide Seiten hatten dort im Gemeinsamen Aufsichtsausschuss ihre Verpflichtungen aus den Washington-Abkommen bekräftigt. Die Kontaktgruppe erinnerte zugleich an die Umsetzung der Resolution 2773 des UN-Sicherheitsrats.</p>



<h2 id="h-kampfe-in-masisi-gehen-weiter" class="wp-block-heading"><span id="kaempfe-in-masisi-gehen-weiter">Kämpfe in Masisi gehen weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während die internationalen Vermittlungsformate auf Fortschritte verweisen, dauern die Kämpfe in Nord-Kivu an. Das UN-finanzierte Radio <em>Okapi</em> meldete am Freitag schwere Gefechte im Gebiet Masisi. Dort stehen sich AFC/M23 und mehrere Wazalendo-Gruppen gegenüber, die mit den kongolesischen Streitkräften FARDC verbündet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefechte konzentrierten sich demnach auf die Achsen Katoyi–Rubaya und Ufamandu–Ngungu. Aus dem Gruppement Kibabi und aus der Chefferie Bahunde wurden Schüsse aus schweren und leichten Waffen gemeldet. Lokale Quellen berichteten von gleichzeitigen Angriffen mehrerer Wazalendo-Gruppen auf Stellungen der AFC/M23.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Koalition um die Gruppe PARECO soll die Ortschaft Chugi auf der Achse Kinigi–Kavuta angegriffen haben, etwa 30 Kilometer von der Bergbaustadt Rubaya entfernt. Kämpfer der Mai-Mai Lamuka und einer Gruppe um Mutayomba sollen zugleich auf der Achse Gashovu–Mahiga in Richtung Ngungu vorgerückt sein.</p>



<h2 id="h-zivilbevolkerung-flieht-aus-umkampften-orten" class="wp-block-heading"><span id="zivilbevoelkerung-flieht-aus-umkaempften-orten">Zivilbevölkerung flieht aus umkämpften Orten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in Katoyi, Osso-Banyungu und der Chefferie Bahunde bleibt unübersichtlich. Nach Angaben lokaler Quellen hatten Wazalendo-Kämpfer in den vergangenen Tagen mehrere Dörfer eingenommen. Am Donnerstagabend soll AFC/M23 die Ortschaften Gasake, Kinigi und Kaniro nach heftigen Gefechten zurückerobert haben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="573" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wazalendo_in_Kitshanga-2-1024x573.png" alt="" class="wp-image-27600 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wazalendo_in_Kitshanga-2-1024x573.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wazalendo_in_Kitshanga-2-300x168.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wazalendo_in_Kitshanga-2-768x430.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wazalendo_in_Kitshanga-2-380x213.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wazalendo_in_Kitshanga-2-800x448.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wazalendo_in_Kitshanga-2-1160x649.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wazalendo_in_Kitshanga-2.png 1276w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wazalendo-Gruppen sollen weiterhin in Katoyi-Centre, Luke, Kasenyi und umliegenden Orten präsent sein. Viele Dörfer in den betroffenen Gebieten sind weitgehend von Zivilisten verlassen. Die Bevölkerung floh vor den Gefechten, während die Frontlinien zwischen den bewaffneten Gruppen weiter in Bewegung bleiben.</p>
</div></div>



<h2 id="h-ebola-ausbruch-erhoht-druck-auf-humanitare-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="ebola-ausbruch-erhoeht-druck-auf-humanitaere-hilfe">Ebola-Ausbruch erhöht Druck auf humanitäre Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontaktgruppe forderte alle Konfliktparteien auf, Zivilisten nach den Regeln des humanitären Völkerrechts zu schützen. Besonders kritisierte sie den zunehmenden Einsatz von Drohnen durch verschiedene Akteure, darunter staatliche Kräfte. Dieser habe zu mehr zivilen Opfern geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Humanitäre Helfer müssten sicheren, schnellen und ungehinderten Zugang erhalten. Die Kontaktgruppe nannte <a href="https://fokus-afrika.de/ich-hoffe-dass-dies-den-beginn-der-schrittweisen-wiedereroeffnung-des-flughafens-goma-markiert/" type="post" id="24713">die dauerhafte Öffnung der Flughäfen Goma</a> und Kavumu, sichere humanitäre Korridore in Nord- und Südkivu sowie vereinfachte Verwaltungsverfahren als konkrete Schritte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-schickt-schutzanzuege-in-ebola-gebiet-und-bereitet-expertenteam-vor/" type="post" id="27499">Der Ebola-Ausbruch verschärft die Lage zusätzlich. Die Weltgesundheitsorganisation erklärte ihn am 17. Mai zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite.</a> Africa CDC erklärte am 18. Mai eine gesundheitliche Notlage kontinentaler Sicherheit. Die Kontaktgruppe forderte die Konfliktparteien auf, die Reaktion auf den Ausbruch nicht zu behindern.</p>



<h2 id="h-vermittlung-uber-mehrere-kanale" class="wp-block-heading"><span id="vermittlung-ueber-mehrere-kanaele">Vermittlung über mehrere Kanäle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationalen Bemühungen laufen über mehrere diplomatische Kanäle. Die Kontaktgruppe nannte Katar, die USA, den von <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-buendelt-mediation-fuer-ostkongo-bei-gipfel-in-lome/" type="post" id="23662">der Afrikanischen Union eingesetzten Vermittler Faure Gnassingbé</a>, weitere Vermittler und regionale Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angola führt zudem Konsultationen für einen innerkongolesischen Dialog. Die Kontaktgruppe bezeichnete die Beteiligung zentraler kongolesischer Akteure als Teil einer dauerhaften politischen Lösung. Grundlage bleibe der Friedens-, Sicherheits- und Kooperationsrahmen für die Demokratische Republik Kongo und die Region.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fostkongo-kontaktgruppe-fordert-waffenruhe-in-masisi-dauern-kaempfe-trotz-ebola-an%2F&action_name=Ostkongo%3A%20Kontaktgruppe%20fordert%20Waffenruhe%2C%20in%20Masisi%20dauern%20K%C3%A4mpfe%20trotz%20Ebola%20an&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ostkongo-kontaktgruppe-fordert-waffenruhe-in-masisi-dauern-kaempfe-trotz-ebola-an/">Ostkongo: Kontaktgruppe fordert Waffenruhe, in Masisi dauern Kämpfe trotz Ebola an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Staatskrise im Senegal – Präsident Faye entlässt Premierminister Sonko und löst Regierung auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 23:05:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Senegal steht vor einem politischen Einschnitt: Präsident Faye entlässt Premierminister Sonko und löst die Regierung auf. Der Bruch trifft das Machtzentrum von Pastef.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstaatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf%2F&amp;action_name=Staatskrise%20im%20Senegal%20%E2%80%93%20Pr%C3%A4sident%20Faye%20entl%C3%A4sst%20Premierminister%20Sonko%20und%20l%C3%B6st%20Regierung%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/">Staatskrise im Senegal – Präsident Faye entlässt Premierminister Sonko und löst Regierung auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye hat Premierminister Ousmane Sonko entlassen und das Kabinett aufgelöst. Die Entscheidung wurde am Freitagabend in Dakar bekanntgegeben. Die Minister der bisherigen Regierung sollen die laufenden Geschäfte weiterführen, bis eine neue Mannschaft ernannt ist. Der Schritt beendet eine Regierungsphase, in der die früheren Pastef-Verbündeten Faye und Sonko ihre politischen Differenzen zunehmend offen austrugen. </p>



<h2 id="h-ein-bruch-im-zentrum-der-macht" class="wp-block-heading"><span id="ein-bruch-im-zentrum-der-macht">Ein Bruch im Zentrum der Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entlassung wurde über den staatlichen Sender RTS bekanntgegeben. Ein Zeitplan für die Ernennung eines neuen Premierministers wurde zunächst nicht mitgeteilt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Auflösung der Regierung greift Faye in das politische Bündnis ein, das ihn 2024 an die Staatsspitze gebracht hatte. Sonko war damals die prägende Figur von Pastef, konnte aber wegen seiner juristischen Lage nicht selbst zur Präsidentschaftswahl antreten. Faye gewann die Wahl mit Unterstützung Sonkos und ernannte ihn anschließend zum Regierungschef.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Le Président Bassirou Diomaye Faye met fin aux fonctions du Premier ministre Ousmane Sonko et de son gouvernement.<br><br>🔗 Suivez le direct ici⤵️<a href="https://t.co/ks6Cmf7TSi">https://t.co/ks6Cmf7TSi</a> <a href="https://t.co/OtkGVa3fLp">pic.twitter.com/OtkGVa3fLp</a></p>— RTS SENEGAL (@RTS1_Senegal) <a href="https://twitter.com/RTS1_Senegal/status/2057941760941158682?ref_src=twsrc%5Etfw">May 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bruch trifft damit nicht nur das Kabinett, sondern auch das Machtzentrum des politischen Projekts, das den Wechsel nach der Ära Macky Sall getragen hatte. Die Entscheidung ist die Spitze einer Eskalation, welche nach Monaten wachsender Spannungen zwischen zwei früheren Verbündeten nun ihr Ende der Zusammenarbeit findet.</p>



<h2 id="h-sonkos-letzte-rede-beruhrte-mehrere-konfliktlinien" class="wp-block-heading"><span id="sonkos-letzte-rede-beruehrte-mehrere-konfliktlinien">Sonkos letzte Rede berührte mehrere Konfliktlinien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch am Tag seiner Entlassung trat Sonko in der Nationalversammlung auf. In seiner letzten parlamentarischen Erklärung als Premierminister sprach er über Transparenz, politische Fonds, Schulden, den Internationalen Währungsfonds, Verkehrspolitik, Visa-Reziprozität und die Rolle der Institutionen. </p>



<h3 id="h-sonko-wollte-die-kontrolle-uber-politische-gelder-neu-ordnen" class="wp-block-heading"><span id="sonko-wollte-die-kontrolle-ueber-politische-gelder-neu-ordnen">Sonko wollte die Kontrolle über politische Gelder neu ordnen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner letzten Rede vor der Nationalversammlung sprach Sonko ausführlich über die politischen Fonds des Staates. Gemeint sind Geldmittel, über die staatliche Stellen verfügen und die bisher nur begrenzt öffentlich nachvollziehbar sind. Sonko machte deutlich, dass er diese Gelder nicht länger in einer Grauzone belassen wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der damalige Premierminister verlangte klare Regeln: Welche Fonds gibt es? Wer darf darüber verfügen? Für welche Zwecke dürfen sie eingesetzt werden? Und wie wird kontrolliert, ob das Geld tatsächlich rechtmäßig verwendet wird? Sonko betonte, dass es nicht um eine Abrechnung mit einzelnen Personen gehe, sondern um mehr Transparenz im Umgang mit staatlichen Mitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit berührte er einen politisch heiklen Punkt. Der Abgeordnete Guy Marius Sagna hatte bereits eine parlamentarische Initiative zur Kontrolle dieser Fonds angestoßen. Sonko widersprach nicht dem Ziel, aber dem Weg. Aus seiner Sicht musste die Regierung selbst einen solchen Entwurf vorlegen, weil die Verwaltung dieser Gelder in die Verantwortung der Exekutive fällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko schilderte, er habe Präsident Faye auf die Frage angesprochen. Der Präsident habe Zeit verlangt, um die Machbarkeit der Reform zu prüfen. Sonko kündigte daraufhin an, den Text selbst in den Ministerrat einzubringen, falls keine Entscheidung falle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit lag der Streit nicht allein in der Sache. Er berührte die Frage, wer im Staat Reformen setzt, wer das Tempo bestimmt und wie weit der Premierminister politische Initiative entfalten kann, wenn der Präsident zögert.</p>



<h3 id="h-schulden-iwf-und-nationale-prioritaten" class="wp-block-heading"><span id="schulden-iwf-und-nationale-prioritaeten">Schulden, IWF und nationale Prioritäten</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nationalversammlung wandte sich Sonko auch gegen eine Politik, die staatliche Prioritäten vollständig dem Schuldendienst unterordnet. Er sprach von der Notwendigkeit, Schulden zu messen, frühere Fehler nicht zu wiederholen und mit Partnern über Restrukturierung zu sprechen. Zugleich machte er deutlich, dass Senegal seine eigenen wirtschaftlichen Prioritäten nicht blockieren dürfe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-27593 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders scharf fiel seine Passage zum Internationalen Währungsfonds aus. Sonko sagte: „Der IWF ist nicht die Lösung.“ Als Gegenmodell nannte er natürliche Ressourcen, die Mobilisierung eigener Einnahmen über Steuern und eine Finanzpolitik, die die Wirtschaft nicht zum Stillstand bringt. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schuldenfrage war bereits vor der Entlassung eine der sensibelsten Linien zwischen Präsident und Premierminister. <em>Le Monde</em> berichtete Anfang Mai über Differenzen zwischen beiden Männern in der Haltung zum IWF und zur öffentlichen Verschuldung. Faye galt demnach als stärker auf Dialog mit dem Fonds ausgerichtet, während Sonko deutlich konfrontativer auftrat. </p>



<h2 id="h-souveranitat-als-wiederkehrendes-motiv" class="wp-block-heading"><span id="souveraenitaet-als-wiederkehrendes-motiv">Souveränität als wiederkehrendes Motiv</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko verband wirtschaftliche Fragen mit einem souveränistischen Ton. In der Rede sprach er über Visa-Reziprozität und die Stellung afrikanischer Staaten gegenüber internationalen Partnern. „Nur weil Afrika arm ist, darf seine Stimme nicht verstummen“, sagte er sinngemäß. Senegal habe ein Wort mitzureden und sei Teil der Weltgemeinschaft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Verkehrspolitik stellte Sonko staatliche Eingriffe als Schutzmaßnahmen dar. Die Regierung habe Preissteigerungen beim Kraftstoff abgefedert, um Transportunternehmen zu stützen und Folgen für andere Preise zu begrenzen. Außerdem verwies er auf Maßnahmen zur Erneuerung des Fuhrparks und zur Verkehrssicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Passagen fügten sich in Sonkos politisches Profil ein: weniger technokratische Verwaltung, mehr direkte Ansprache an soziale Gruppen, verbunden mit Kritik an internationalem Druck und an alten finanzpolitischen Abhängigkeiten.</p>



<h2 id="h-institutionelle-ordnung-im-eigenen-lager" class="wp-block-heading"><span id="institutionelle-ordnung-im-eigenen-lager">Institutionelle Ordnung im eigenen Lager</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende seiner Rede sprach Sonko über die Rollen von Präsident, Premierminister und Nationalversammlung. Er erinnerte daran, dass der Premierminister vom Präsidenten ernannt werde und die für die Nation festgelegte Politik auszuführen habe. Zugleich hob er die Nationalversammlung als zentralen Ort der Gesetzgebung hervor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Passage erhielt durch die Entlassung wenige Stunden später besonderes Gewicht. Sonko beschrieb die institutionelle Hierarchie, in der Faye am Abend die entscheidende Befugnis nutzte. Der Premierminister könne Gesetze vorschlagen, aber nicht selbst darüber abstimmen. Die Abgeordneten könnten Gesetzesinitiativen einbringen, abstimmen und den Verfassungsrat anrufen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27594 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Faye hatte seine präsidentielle Stellung bereits Anfang Mai öffentlich betont. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-faye-stellt-vertrauen-in-premierminister-sonko-oeffentlich-in-frage/" type="post" id="27064">In einem Fernsehinterview warnte er vor der Personalisierung des gemeinsamen politischen Projekts und erinnerte daran, dass er über das Amt des Premierministers entscheide</a>. „Ich bin der Präsident und er ist der Premierminister“, bekräftigte er. Wenn sein Vertrauen nicht mehr bestehe, werde es einen neuen Premierminister geben. </p>
</div></div>



<h2 id="h-konsultationen-mit-fruheren-premierministern" class="wp-block-heading"><span id="konsultationen-mit-frueheren-premierministern">Konsultationen mit früheren Premierministern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sturz Sonkos folgte unmittelbar auf eine Reihe politischer Konsultationen im Präsidentenpalast. Faye empfing am 21. Mai mehrere frühere Premierminister, darunter Cheikh Aguibou Soumaré, Abdoul Mbaye, Aminata Touré und Amadou Ba. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche wurden als Teil eines nationalen Dialogs beschrieben. Sie führten Persönlichkeiten zusammen, die aus unterschiedlichen politischen Lagern stammen und unter früheren Präsidenten Regierungsverantwortung trugen. Amadou Ba war 2024 Kandidat der damaligen Regierungskoalition und zählt inzwischen zur Opposition. Aminata Touré gehörte einst zum Lager Macky Salls und wurde später zu einer Kritikerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Dakar wurden die Konsultationen auch als Signal für eine breitere politische Neuordnung gelesen. Reform des Wahlrechts, Spannungen innerhalb der Exekutive und die Neuvermessung des Parteiensystems standen bereits vor der Entlassung im Raum. </p>



<h2 id="h-pastef-vor-neuer-machtprobe" class="wp-block-heading"><span id="pastef-vor-neuer-machtprobe">Pastef vor neuer Machtprobe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entlassung stellt Pastef vor eine neue Lage. Die Partei hatte ihren Aufstieg wesentlich über die enge politische Verbindung zwischen Faye und Sonko erzählt. Beide standen für den Bruch mit dem alten System, für stärkere Rechenschaft und für eine souveränere Wirtschafts- und Staatspolitik.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Alhamdoulillah. Ce soir je dormirai le cœur léger à la cité Keur Gorgui.</p>— Ousmane Sonko (@SonkoOfficiel) <a href="https://twitter.com/SonkoOfficiel/status/2057940495502839987?ref_src=twsrc%5Etfw">May 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Schon vor dem Kabinettsbruch hatten sich Differenzen über Tempo, Stil und Machtverteilung verstärkt. <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-premierminister-ousmane-sonko-bekraeftigt-kandidatur-fuer-praesidentschaftswahl-2029/" type="post" id="22994">Der Streit über den Umgang mit Vertretern des alten Regimes, über Posten im Staatsapparat, über die Schuldenpolitik und über eine Wahlrechtsreform, die auch Sonkos politische Zukunft berührte, wird möglicherweise durch Neuwahlen entschieden. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherige Regierung bleibt geschäftsführend im Amt. <a href="https://fokus-afrika.de/prasident-diomaye-faye-lost-nationalversammlung-auf/">Die Entscheidung über den nächsten Premierminister liegt formell bei Faye.</a></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstaatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf%2F&action_name=Staatskrise%20im%20Senegal%20%E2%80%93%20Pr%C3%A4sident%20Faye%20entl%C3%A4sst%20Premierminister%20Sonko%20und%20l%C3%B6st%20Regierung%20auf&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/">Staatskrise im Senegal – Präsident Faye entlässt Premierminister Sonko und löst Regierung auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Grüne und AfD streiten um Kurs gegen globale Hungerkrise</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-und-afd-streiten-um-kurs-gegen-globale-hungerkrise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 15:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>45 Millionen Menschen könnten zusätzlich in Hunger geraten. Im Bundestag streiten Grüne, Union, Linke, AfD und Entwicklungsministerium über Kürzungen, Ernährungssouveränität und die Folgen der Blockade der Straße von Hormus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-und-afd-streiten-um-kurs-gegen-globale-hungerkrise%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20und%20AfD%20streiten%20um%20Kurs%20gegen%20globale%20Hungerkrise&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-und-afd-streiten-um-kurs-gegen-globale-hungerkrise/">Grüne und AfD streiten um Kurs gegen globale Hungerkrise</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen drängen die Bundesregierung zu höheren Ausgaben gegen Hunger und zu einem stärkeren Schutz armer Länder vor neuen Preis- und Lieferkrisen. <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel/" type="post" id="27566">Am Freitag wurde der Antrag im Bundestag beraten und anschließend an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überwiesen.</a> Die Debatte zeigte deutliche Differenzen über Kürzungen im Entwicklungsetat, die Rolle kleinbäuerlicher Landwirtschaft und den Einsatz moderner Agrartechnologien. Auslöser sind steigende Preise für Düngemittel, Energie und Nahrungsmittel infolge der Blockade der Straße von Hormus.</p>



<h2 id="h-antrag-zielt-auf-hilfe-reserven-und-entschuldung" class="wp-block-heading"><span id="antrag-zielt-auf-hilfe-reserven-und-entschuldung">Antrag zielt auf Hilfe, Reserven und Entschuldung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen verlangen von der Bundesregierung, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in besonders betroffenen Krisenregionen aufzustocken. Weitere Kürzungen in der Entwicklungsfinanzierung sollen ausbleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw21-de-ernaehrungssouveraenitaet-1174786">Antrag</a> nennt <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> und Gaza ausdrücklich als Regionen, in denen humanitärer Zugang gesichert werden müsse. Partnerländer sollen zudem stärker beim Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt werden, um Abhängigkeiten von Ölpreisschocks und blockierten Lieferwegen zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf staatlichen Lebensmittelreserven. Sie sollen helfen, Preisspitzen und Lieferkettenschocks abzufedern. Hochverschuldete Länder des globalen Südens sollen nach dem Willen der Grünen schneller und umfassender entschuldet werden. Mittel für Ernährungssicherheit und klimaresiliente Landwirtschaft sollen Vorrang vor Schuldendienst bekommen.</p>



<h2 id="h-warnung-vor-45-millionen-zusatzlich-hungernden" class="wp-block-heading"><span id="warnung-vor-45-millionen-zusaetzlich-hungernden">Warnung vor 45 Millionen zusätzlich Hungernden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte verwiesen die Grünen auf Warnungen des Welternährungsprogramms. Sollte die Blockade der Straße von Hormus anhalten, könnten 45 Millionen Menschen zusätzlich in Hunger geraten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27171 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2.jpg 1417w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die grüne Abgeordnete Schahina Gambir verband die Forderungen mit Kritik an Kürzungen beim Welternährungsprogramm. Das Bundesentwicklungsministerium habe die Finanzierung um 70 Prozent reduziert, sagte sie im Bundestag. „Das sind keine abstrakten Kürzungen. Das sind Lebensmittel, die nicht mehr ankommen.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gambir nannte den Sahel, Sudan, Gaza und Afghanistan als betroffene Krisenräume. „Wer jetzt kürzt, riskiert Leben“, sagte sie. Sie warb für Ernährungssouveränität durch stärkere kleinbäuerliche Betriebe, geschütztes Saatgut und mehr lokale Widerstandsfähigkeit gegen Krisen. Jeder Euro für Resilienzmaßnahmen bringe nach Berechnungen des Welternährungsprogramms fünf Euro zurück.</p>



<h2 id="h-union-setzt-auf-technologie-und-effizienz" class="wp-block-heading"><span id="union-setzt-auf-technologie-und-effizienz">Union setzt auf Technologie und Effizienz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unionsfraktion teilte in der Aussprache Teile der Lagebeschreibung, widersprach aber zentralen Forderungen der Grünen. Der <a href="https://fokus-afrika.de/wolfgang-stefinger-marshallplan-mit-afrika-war-der-richtige-schritt/" type="post" id="14003">CDU-Abgeordnete Wolfgang Stefinger</a> sprach von einer dramatischen Situation in Sudan, Sahel und Libanon. <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Der Iran-Konflikt verschärfe die Lage zusätzlich.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Stefinger stellte die Folgen der Preissteigerungen gegenüber. „Was für uns teurer Sprit bedeutet, bedeutet in anderen Ländern einen Kampf ums Überleben“, sagte er.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-14004 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat.jpg 1464w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei den politischen Antworten setzte er andere Akzente als die Grünen. Die Weltbevölkerung lasse sich in Zeiten des Klimawandels nicht allein mit bisherigen Methoden ernähren. Nötig seien moderne Betriebsmittel, mineralischer Dünger, ertragreicheres Saatgut und Agrarforschung. Steffinger warb für Technologieoffenheit und verwies auf zwei Milliarden Euro, die jährlich für Ernährungssicherung, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung ausgegeben würden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der CDU-Abgeordnete Johannes Volkmann betonte die Bedeutung von Düngemitteln. Knapp ein Drittel der globalen Stickstoffdüngerproduktion sei derzeit vom Weltmarkt abgeschnitten. Das treffe besonders Kleinbauern in Südasien und Afrika. „Wer heute nicht düngen kann, wird im Herbst weniger ernten und erwartbar im Winter hungern“, sagte Volkmann.</p>



<h2 id="h-entwicklungsministerium-verweist-auf-zwei-milliarden-euro" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungsministerium-verweist-auf-zwei-milliarden-euro">Entwicklungsministerium verweist auf zwei Milliarden Euro</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bundesregierung verteidigte der Parlamentarische Staatssekretär Johann Saathoff die Linie des Bundesentwicklungsministeriums. Hunger destabilisiere Gesellschaften, verschärfe Konflikte, treibe Menschen in die Flucht und nehme ihnen Perspektiven.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Saathoff stellte Ernährungssicherheit als Frage von Frieden, Sicherheit und internationaler Verantwortung dar. Die Lage am Persischen Golf zeige, wie schnell blockierte Handelsrouten Preise für Lebensmittel, Wasser und Energie steigen ließen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-26796 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Entwicklungsministerium investiere gezielt in Ernährungssicherheit im globalen Süden, sagte Saathoff. Dazu gehörten funktionierende lokale Märkte, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Zugang zu Saatgut, Wasser und Dünger sowie Beratung bei klimaangepasster Produktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nannte Saathoff <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a>. Dort unterstütze Deutschland Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bei der Herstellung organischer Düngemittel. Dadurch wirkten sich internationale Lieferengpässe weniger stark vor Ort aus.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Welternährungsprogramm und mit internationalen Partnern verwies Saathoff auf den School Meals Accelerator. <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-startet-internationale-initiative-fuer-schulessen-und-bildung-von-100-millionen-kindern/" type="post" id="23631">Bis 2030 sollen 100 Millionen zusätzliche Kinder Zugang zu Schulmahlzeiten erhalten. Dabei gehe es auch um regionale Produktion, lokale Handelsketten, regionale Wertschöpfung und Wissenstransfer in Familien.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf eine Zwischenfrage der Grünen zu Kürzungen bei Welternährung, Klimafinanzierung und Biodiversitätsschutz verwies Saathoff auf den Reformprozess des Ministeriums. Rund ein Fünftel der BMZ-Ausgaben, über zwei Milliarden Euro, fließe in Hunger und Ernährung. Der Kampf gegen Hunger, Armut und Ungleichheit gehöre zu den Kernpunkten der Reform.</p>



<h2 id="h-linke-kritisiert-schulden-konzerne-und-kurzungen" class="wp-block-heading"><span id="linke-kritisiert-schulden-konzerne-und-kuerzungen">Linke kritisiert Schulden, Konzerne und Kürzungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke unterstützte in der Debatte viele Grundlinien des Grünen-Antrags, griff die Bundesregierung aber schärfer an. Maren Kaminski sagte, weltweit litten mehr als 670 Millionen Menschen an Hunger. Mehr als 2,5 Milliarden könnten sich kein gesundes Essen leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaminski beschrieb die Ernährungskrise als Folge politischer Fehlentwicklungen, verschärft durch Pandemie, den russischen Angriff auf die Ukraine und den Krieg gegen Iran. Wenige Konzerne kontrollierten Saatgut, Düngemittel, Handel und Verarbeitung. Zugleich hänge das Ernährungssystem stark an fossiler Energie, vom Erdgas für Dünger bis zu globalen Kühlketten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke forderte Investitionen in Agrarökologie, lokale Märkte, eine kritische Zivilgesellschaft und ein Ende fossiler Abhängigkeiten im Ernährungssystem. Kaminski kritisierte Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe als „zutiefst menschenverachtend“.</p>



<h2 id="h-afd-lehnt-antrag-ab" class="wp-block-heading"><span id="afd-lehnt-antrag-ab">AfD lehnt Antrag ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD stellte sich gegen den Antrag. Der Abgeordnete Rocco Kever nannte ihn eine weitere Milliardenbelastung für deutsche Steuerzahler. Die Hauptursachen für Hunger lägen aus seiner Sicht in korrupten Regierungen, falscher Politik und kriegerischen Konflikten vor Ort, nicht in deutschen Kürzungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kever kritisierte die Ausrichtung auf Agrarökologie, kleinbäuerliche Strukturen und Vorgaben für Kooperationen mit der Privatwirtschaft. Hilfe müsse schnell, direkt und unbürokratisch über verlässliche Partner erfolgen. Deutschland dürfe sich nicht als unbegrenzter Geldgeber der Welt verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag der Grünen wurde nach der halbstündigen Aussprache nicht abgestimmt, sondern zur weiteren Beratung an den federführenden Ausschuss überwiesen.</p>
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			<media:description type="html">Johann Saathoff, MdB, SPD, hält eine Rede im Deutschen Bundestag</media:description>
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		<title>BND bestätigt russische Desinformation gegen Entwicklungspolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bnd-bestaetigt-russische-desinformation-gegen-entwicklungspolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 10:04:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Belgien]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Russische Netzwerke verbreiten Fake News über Entwicklungshilfe. Die Bundesregierung bestätigt zentrale Befunde und verweist bei Telegram auf fehlende Rechtsgrundlagen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbnd-bestaetigt-russische-desinformation-gegen-entwicklungspolitik%2F&amp;action_name=BND%20best%C3%A4tigt%20russische%20Desinformation%20gegen%20Entwicklungspolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bnd-bestaetigt-russische-desinformation-gegen-entwicklungspolitik/">BND bestätigt russische Desinformation gegen Entwicklungspolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bestätigt Erkenntnisse über russisch gesteuerte Desinformation gegen deutsche Entwicklungszusammenarbeit. In einer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/059/2105967.pdf">Antwort</a> auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion heißt es, zentrale Befunde des Center für Monitoring, Analyse und Strategie über Falschmeldungen, Telegram-Netzwerke und Angriffe auf deutsche Entwicklungsorganisationen stimmten mit Erkenntnissen der Bundesregierung überein. Die Fraktion Die Linke kritisiert fehlende Schritte gegen die Verbreitung solcher Kampagnen auf Plattformen wie Telegram.</p>



<h2 id="h-falsche-stadiongeschichte-und-manipulierte-videos" class="wp-block-heading"><span id="falsche-stadiongeschichte-und-manipulierte-videos">Falsche Stadiongeschichte und manipulierte Videos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bezieht sich auf Desinformationskampagnen, die deutsche Entwicklungspolitik als korrupt, verschwenderisch oder undurchsichtig darstellen. Im Zentrum stehen Erzählungen, die bereits im Umfeld der Debatte über die US-Entwicklungsbehörde USAID verbreitet wurden und anschließend an den deutschen Kontext angepasst worden sein sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russische-desinformation-greift-deutsche-entwicklungspolitik-an/" type="post" id="26094">Das CeMAS hatte im März 2026 eine Untersuchung zu Telegram-Kanälen aus rechtsextremen, verschwörungsideologischen und prorussischen Milieus veröffentlicht.</a> Ausgewertet wurden 36.420 Telegram-Nachrichten aus rund 3.000 Kanälen und 2.000 Gruppen zwischen Oktober 2024 und November 2025.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den verbreiteten Falschbehauptungen zählt die Geschichte, Deutschland habe 1,4 Milliarden Euro in ein Fußballstadion in der brasilianischen Stadt Belém investiert. Die Erzählung erreichte auf X mehrere Millionen Aufrufe. Eine weitere Kampagne behauptete, die US-Regierung habe Reisen von Schauspielerinnen und Schauspielern in die Ukraine mit hohen Summen aus Steuergeld finanziert.</p>



<h2 id="h-storm-1516-wurde-russland-zugeordnet" class="wp-block-heading"><span id="storm-1516-wurde-russland-zugeordnet">Storm-1516 wurde Russland zugeordnet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat die Kampagne „Storm-1516“ bereits im Dezember 2025 öffentlich der Russischen Föderation zugeordnet. Nach ihrer Darstellung zielte die Kampagne darauf, die Bundestagswahl 2025 und innere Angelegenheiten Deutschlands zu beeinflussen und das Vertrauen in demokratische Institutionen zu schwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Verbreitung seien unter anderem künstlich erzeugte scheininvestigative Beiträge, Deepfake-Bildsequenzen, pseudojournalistische Webseiten und erfundene Zeugenaussagen genutzt worden. Die Bundesregierung nennt in ihrer Antwort das von Alexander Dugin gegründete Center for Geopolitical Expertise, die vom russischen Oligarchen Konstantin Malofejew finanzierte Doppelkopf-Adler-Bewegung und <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">Unterstützung durch den russischen Militärgeheimdienst GRU.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Vorgang um die angebliche Finanzierung des Stadions in Brasilien kennt die Bundesregierung ebenfalls. Die Falschmeldung sei zunächst auf der Webseite einer brasilianischen Organisation veröffentlicht und anschließend in sozialen Medien verbreitet worden. Die Bundesregierung sieht technische Merkmale und beteiligte Akteure in der Nähe russischer Netzwerke.</p>



<h2 id="h-telegram-bleibt-eine-regulatorische-lucke" class="wp-block-heading"><span id="telegram-bleibt-eine-regulatorische-luecke">Telegram bleibt eine regulatorische Lücke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Telegram verweist die Bundesregierung auf enge rechtliche Grenzen. Der Digital Services Act enthalte keine Grundlage, die es der Bundesregierung erlaube, koordinierte Desinformationsnetzwerke auf Telegram zu unterbinden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg.png" alt="" class="wp-image-26098 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg-300x300.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg-150x150.png 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg-80x80.png 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg-110x110.png 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg-380x380.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zuständig für die Durchsetzung des Digital Services Act gegenüber Telegram ist nach Darstellung der Bundesregierung nicht Deutschland, sondern Belgien. Telegram habe seinen gesetzlichen Vertreter in Belgien benannt. Damit liege die Verantwortung beim belgischen Koordinator für digitale Dienste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der EU-Verhaltenskodex gegen Desinformation greift gegenüber Telegram nicht. Die Plattform habe ihn weder unterzeichnet noch sich dazu bekannt. Solange die Europäische Kommission Telegram nicht als sehr große Online-Plattform einstuft, muss Telegram nach Angaben der Bundesregierung systemische Risiken im Sinne des Digital Services Act nicht analysieren oder mindern.</p>
</div></div>



<h2 id="h-bmz-verweist-auf-sensibilisierung-und-medienprojekte" class="wp-block-heading"><span id="bmz-verweist-auf-sensibilisierung-und-medienprojekte">BMZ verweist auf Sensibilisierung und Medienprojekte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium verweist auf Informationsarbeit und Sensibilisierung. Die Bundesregierung analysiere ausländische Informationsmanipulation, informiere über Kampagnen und warne vor den damit verbundenen Gefahren. Informationen zu gefährdeten Projektpartnern und Aktivitäten würden vertraulich behandelt, damit sie nicht selbst zur Zielscheibe werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als laufende Vorhaben nennt die Bundesregierung mehrere Projekte zur Stärkung von Medienfreiheit und Medienentwicklung. Für Afrika ist ein regionales Projekt der DW Akademie mit einer Bewilligung von 17,475 Millionen Euro aufgeführt. Es begann Anfang 2025 und soll bis Ende April 2028 laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Projekte betreffen Asien, Lateinamerika, Nahost und Nordafrika sowie Osteuropa. Für die Ukraine wird ein Projekt zur Stärkung regionaler Medien im Kampf gegen Desinformation genannt.</p>



<h2 id="h-linke-kritisiert-fehlende-initiative-gegen-telegram" class="wp-block-heading"><span id="linke-kritisiert-fehlende-initiative-gegen-telegram">Linke kritisiert fehlende Initiative gegen Telegram</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke sieht die Antwort der Bundesregierung als unzureichend an. Die Abgeordnete Maren Kaminski kritisiert, dass keine Initiative zur Regulierung von Telegram auf EU-Ebene angekündigt werde. Russland und die radikale Rechte verbreiteten seit Monaten Angriffe auf Telegram, X und anderen Plattformen mit Millionenreichweite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaminski verbindet diese Kritik mit den Kürzungen im Etat des Bundesentwicklungsministeriums. Der Haushalt von Ministerin Reem Alabali-Radovan wurde von 11,2 auf 10 Milliarden Euro gekürzt. Gegenüber der <em><a href="https://taz.de/Kleine-Anfrage-der-Linksfraktion/!6180601/">taz</a></em> sagte Kaminski: „Wer die Entwicklungszusammenarbeit schwächt, stärkt die Glaubwürdigkeit derer, die sie delegitimieren wollen.“</p>
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		<title>Grüne dringen auf mehr Hilfe gegen Hungerkrisen in Sudan und Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 22:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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		<category><![CDATA[EU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Preisschocks, Finanzierungslücken, Sudan und Sahel: Die Grünen wollen die deutsche Hungerhilfe ausbauen und Ernährungssicherheit stärker gegen globale Krisen absichern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20dringen%20auf%20mehr%20Hilfe%20gegen%20Hungerkrisen%20in%20Sudan%20und%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen dringen im Bundestag auf mehr deutsche Hilfe gegen Hungerkrisen in Sudan, Sahel und weiteren Krisenregionen. Der Antrag soll am Freitag, 22. Mai 2026, <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/060/2106010.pdf">beraten</a> und anschließend an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überwiesen werden. Die Fraktion verweist auf steigende Preise für Düngemittel, Nahrungsmittel und Energie infolge der Blockade der Straße von Hormus. Zugleich fordert sie, Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit zurückzunehmen und Ernährungssicherheit stärker gegen Krisen, Konflikte und Klimafolgen abzusichern.</p>



<h2 id="h-preisschocks-treffen-krisenregionen-besonders-hart" class="wp-block-heading"><span id="preisschocks-treffen-krisenregionen-besonders-hart">Preisschocks treffen Krisenregionen besonders hart</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in besonders betroffenen Regionen deutlich aufzustocken. Genannt werden Sudan, Sahel, Gaza und Afghanistan. Die Fraktion verlangt zugleich, keine weiteren deutschen Kürzungen vorzunehmen, die bestehende Finanzierungslücken vergrößern könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan waren nach Angaben im Antrag 2024 und 2025 mehr als 24,6 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Im Sahel befanden sich Ende 2025 mehr als 41,8 Millionen Menschen in einer Nahrungsmittelkrise. Die Grünen verbinden diese Lage mit der Entwicklung an den Weltmärkten, mit Konflikten, Klimafolgen und einer sinkenden internationalen Finanzierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Die Blockade der Straße von Hormus wird im Antrag als möglicher Auslöser einer neuen globalen Nahrungsmittelkrise beschrieben.</a> Das Welternährungsprogramm warnt demnach, dass 45 Millionen Menschen zusätzlich in Hungersnot geraten könnten, sollte die Blockade anhalten. Die Grünen bezeichnen die Blockade als Reaktion des iranischen Regimes auf völkerrechtswidrige Angriffe der USA und Israels auf den Iran.</p>



<h2 id="h-forderung-nach-mehr-geld-fur-humanitare-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="forderung-nach-mehr-geld-fuer-humanitaere-hilfe">Forderung nach mehr Geld für humanitäre Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion will die Bundesregierung auf eine verlässlichere Finanzierung verpflichten. Der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung soll wieder mindestens auf das Niveau von 2024 steigen. Für dieses Jahr nennt der Antrag 11,2 Milliarden Euro. Die Grünen verweisen darauf, dass der BMZ-Etat von 13,8 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf voraussichtlich 9,3 Milliarden Euro bis 2028 sinken soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Sonderinitiative zur Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme soll nach dem Willen der Fraktion auf mindestens 345 Millionen Euro pro Jahr erhöht und langfristig abgesichert werden. Zusätzlich verlangen die Grünen mehr Mittel für multilaterale Organisationen wie das Welternährungsprogramm, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, den Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung und UNICEF.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag stellt die Finanzierungslücken in einen internationalen Zusammenhang. <a href="https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/" type="post" id="13946">Mit dem faktischen Ende von USAID</a> verliere das Welternährungsprogramm rund 40 Prozent seiner Finanzierung und könne etwa 16,7 Millionen Menschen pro Jahr weniger erreichen. Auch westliche Gebermittel für Ernährungsprogramme gegen Mangelernährung seien seit 2022 deutlich zurückgegangen.</p>



<h2 id="h-sudan-sahel-und-gaza-im-zentrum-der-forderungen" class="wp-block-heading"><span id="sudan-sahel-und-gaza-im-zentrum-der-forderungen">Sudan, Sahel und Gaza im Zentrum der Forderungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-24814 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Sudan und Sahel verlangen die Grünen gesicherten humanitären Zugang. Im Sahel soll die Finanzierungslücke als sicherheitspolitische Priorität geschlossen werden. In Gaza fordert die Fraktion ungehinderten Zugang für Hilfsgüter und Helfer sowie Unterstützung beim Wiederaufbau lokaler Nahrungsmittelproduktion. UNRWA, andere Organisationen der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen sollen dafür ausreichend finanziert werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Afghanistan soll die humanitäre Hilfe in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm und zivilgesellschaftlichen Organisationen aufrechterhalten werden. Die Grünen fordern zudem, darauf hinzuwirken, dass Frauen als Landwirtinnen und Fachkräfte für Ernährungssicherung zugelassen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verbindet Hungerbekämpfung auch mit Konfliktprävention. Lokale Friedensprozesse und Konflikttransformation sollen in fragilen Staaten Teil von Programmen zur Ernährungssicherung werden, besonders bei Streit um Landnutzung, Wasser und Weiderechte.</p>



<h2 id="h-lebensmittelreserven-und-entschuldung-fur-krisenstaaten" class="wp-block-heading"><span id="lebensmittelreserven-und-entschuldung-fuer-krisenstaaten">Lebensmittelreserven und Entschuldung für Krisenstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern den Aufbau und die Stärkung strategischer staatlicher Lebensmittelreserven. Diese sollen helfen, Preisspitzen und Schocks in Lieferketten abzufedern. Besonders gefährdete und hoch verschuldete Länder sollen gezielt bei der Ernährungssicherheit unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf europäischer und internationaler Ebene soll sich die Bundesregierung für eine schnelle und umfassende Entschuldung hochverschuldeter Länder des globalen Südens einsetzen. Mittel für Ernährungssicherheit und klimaresiliente Landwirtschaft sollen Vorrang vor Schuldendienst erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion schlägt außerdem vor, bei ungerechtfertigten Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Düngemitteln eine Übergewinnsteuer auf Zufallsgewinne von Agrarhandels- und Düngemittelkonzernen zu prüfen. Eine solche Debatte solle gegebenenfalls auf EU- und G7-Ebene geführt werden.</p>



<h2 id="h-weniger-abhangigkeit-von-fossilen-lieferketten" class="wp-block-heading"><span id="weniger-abhaengigkeit-von-fossilen-lieferketten">Weniger Abhängigkeit von fossilen Lieferketten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Teil des Antrags richtet sich auf Energie- und Düngemittelabhängigkeiten. Partnerländer, besonders die am wenigsten entwickelten Länder, sollen stärker beim Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt werden. Dadurch sollen Ölpreisschocks und Lieferblockaden künftig weniger stark auf Ernährungssysteme durchschlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sehen auch die Abhängigkeit vieler Länder von mineralischen Düngemitteln als Risiko. Sie fordern mehr Förderung für lokale und regionale Produktion von Biodünger und biologischen Betriebsmitteln. Agrarökologische Ansätze, Mischkulturen, Agroforstwirtschaft und regional angepasste Sorten sollen in der Entwicklungszusammenarbeit stärker gefördert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleinbäuerinnen und Kleinbauern stehen im Zentrum des Konzepts der Ernährungssouveränität. Der Antrag verweist darauf, dass Familienbetriebe und kleine Produzenten in Subsahara-Afrika und Asien einen großen Teil der Nahrungsmittel erzeugen. Gleichzeitig leben viele hungernde Menschen in ländlichen Regionen.</p>



<h2 id="h-afcfta-und-regionale-wertschopfung" class="wp-block-heading"><span id="afcfta-und-regionale-wertschoepfung">AfCFTA und regionale Wertschöpfung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die europäische Agrar- und Handelspolitik soll nach dem Willen der Grünen stärker an Ernährungssouveränität ausgerichtet werden. Die Bundesregierung soll darauf dringen, dass europäische Entwicklungsprogramme nachhaltige Ernährungssysteme, Klimaanpassung und den Schutz lokaler Produktion fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion fordert außerdem Unterstützung für regionale Integration und die afrikanische Freihandelszone AfCFTA. Regionale Wertschöpfungsketten sollen gestärkt werden. Kleine und mittlere Unternehmen, Frauen, junge Menschen sowie Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sollen nach dem Antrag fair von wirtschaftlicher Integration profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sollen Pestizide, die in der Europäischen Union wegen Gesundheits- oder Umweltrisiken nicht genehmigt sind, nicht von Deutschland aus in Länder außerhalb der EU exportiert werden. Auch Anreize für die Nutzung von Lebensmitteln und Futterpflanzen als Kraftstoffe im Straßenverkehr sollen beendet werden.</p>
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		<title>US-Afrika-Kommando warnt vor „Geheimdienstlücke“ auf dem Kontinent</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 22:10:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
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		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrika rückt im US-Kongress ins Zentrum der Sicherheitsdebatte: Africom warnt vor ISIS, Al-Qaida im Sahel, russischem Einfluss und Chinas Zugriff auf kritische Rohstoffe.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent%2F&amp;action_name=US-Afrika-Kommando%20warnt%20vor%20%E2%80%9EGeheimdienstl%C3%BCcke%E2%80%9C%20auf%20dem%20Kontinent&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent/">US-Afrika-Kommando warnt vor „Geheimdienstlücke“ auf dem Kontinent</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das US-Afrika-Kommando stuft Afrika als Zentrum des globalen Terrorismus ein und fordert gezielte Investitionen in Aufklärung, Partnerschaften und Krisenreaktion. In Anhörungen im US-Kongress und dem Senat legte Africom-Kommandeur General Anderson die Sicherheitslage auf dem Kontinent dar. Er verwies auf wachsende Aktivitäten von ISIS, Al-Qaida-nahen Gruppen im Sahel sowie auf den Einfluss Chinas und Russlands. Zugleich stellte das US-Verteidigungsministerium seine Afrika-Politik stärker auf Handel, Investitionen und Kooperation mit ausgewählten Partnerstaaten um.</p>



<h2 id="h-washington-sieht-afrika-als-sicherheits-und-wirtschaftsraum" class="wp-block-heading"><span id="washington-sieht-afrika-als-sicherheits-und-wirtschaftsraum">Washington sieht Afrika als Sicherheits- und Wirtschaftsraum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">General Anderson beschrieb Afrika vor dem <a href="https://www.africom.mil/article/36583">Kongress</a> als Raum, in dem globale Sicherheitsinteressen, Handelswege und Rohstofffragen zusammenlaufen. Der Kontinent verbinde strategische Zonen zwischen Atlantik und Indopazifik, liefere kritische Mineralien für moderne Verteidigungssysteme und beherberge zwölf der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis 2050 werde Afrika ein Drittel der weltweiten Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter stellen, sagte Anderson. Die US-Sicht auf den Kontinent geht damit über militärische Einsätze hinaus. Sicherheit, Rohstoffe, Handelswege und demografisches Wachstum werden in Washington zunehmend gemeinsam betrachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zuständige Abteilungsleiter im US-Verteidigungsministerium, Dan Zimmerman, sprach von einem Kurswechsel in der Afrika-Politik. Die Vereinigten Staaten wollten das Verhältnis zum Kontinent von einem stärker hilfsorientierten Ansatz hin zu Handel und Investitionen verschieben. Dabei setze Washington auf Staaten, die als fähige und verlässliche Partner gemeinsame Interessen verfolgen.</p>



<h2 id="h-isis-und-al-qaida-rucken-in-den-mittelpunkt" class="wp-block-heading"><span id="isis-und-al-qaida-ruecken-in-den-mittelpunkt">ISIS und Al-Qaida rücken in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson sagte vor dem Kongress: „Heute liegt das Zentrum des globalen Terrorismus in Afrika.“ Die Führung des sogenannten Islamischen Staates sei afrikanisch geprägt, Al-Qaidas wirtschaftlicher Motor liege auf dem Kontinent. Beide Netzwerke hätten nach seiner Darstellung den Willen und die Absicht, die Vereinigten Staaten anzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/africom-staerkt-sicherheitskooperation-mit-westafrika/" type="post" id="20109">Besonders deutlich verwies Anderson auf die Lage in Westafrika.</a> Die Al-Qaida-nahe Gruppe JNIM habe im Sahel ihre Fähigkeit ausgebaut, wichtige Gebiete zu kontrollieren. Sie könne Treibstofflieferungen um Bevölkerungszentren unterbrechen und damit Druck auf Staaten ausüben. Die Einnahme einer Hauptstadt würde einer solchen Gruppe staatenähnliche Mittel verschaffen, um internationalen Terrorismus zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Somalia bleibt Teil der amerikanischen Bedrohungsanalyse. Das US-Afrika-Kommando sieht dort Fortschritte gegen ISIS-Führungsstrukturen. <a href="https://fokus-afrika.de/us-operation-in-somalia-africom-intensiviert-luftschlaege-gegen-isis/" type="post" id="21276">Nach Andersons Darstellung haben amerikanische Fähigkeiten in Aufklärung, Zielerfassung und Präzisionsschlägen dazu beigetragen, die Führung des Netzwerks in Somalia unter Druck zu setzen.</a></p>



<h2 id="h-us-einsatz-in-nigeria-als-beispiel-neuer-afrika-strategie" class="wp-block-heading"><span id="us-einsatz-in-nigeria-als-beispiel-neuer-afrika-strategie">US-Einsatz in Nigeria als Beispiel neuer Afrika-Strategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zimmerman verwies auf einen gemeinsamen Einsatz mit Nigeria im Nordosten des Landes. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-toeten-is-fuehrer-in-nigeria-und-greifen-weiter-islamisten-an/" type="post" id="27460">US-Kräfte hätten dort zusammen mit nigerianischen Partnern Abu Balal al-Muniki getötet, den er als globalen Operationsdirektor des sogenannten Islamischen Staates bezeichnete.</a> Auch Mitglieder seines inneren Kreises seien bei der Operation getötet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson beschrieb al-Muniki als Finanz- und Organisationskopf des Netzwerks. Sein Tod störe ISIS-Aktivitäten weltweit, ersetze aber nicht den dauerhaften Druck auf die Organisation. Das US-Afrika-Kommando setzt dabei auf Partnerstaaten, die nach amerikanischer Einschätzung willens und in der Lage sind, militärisch mit Washington zusammenzuarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz passt zur neuen Linie des US-Verteidigungsministeriums. Afrikanische und andere Partner sollen größere Verantwortung übernehmen, während die Vereinigten Staaten Fähigkeiten bereitstellen, die nur sie in dieser Form anbieten können. Dazu zählen Aufklärung, Zielerfassung, Präzisionsschläge und Krisenreaktion.</p>



<h2 id="h-china-russland-und-der-kampf-um-einfluss" class="wp-block-heading"><span id="china-russland-und-der-kampf-um-einfluss">China, Russland und der Kampf um Einfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die amerikanische Debatte über Afrika wird zunehmend von der Konkurrenz mit China und Russland geprägt. Anderson sagte, China betrachte Afrika als „zweiten Kontinent“ und sichere sich Kontrolle über kritische Mineralien und Infrastruktur. <a href="https://fokus-afrika.de/kritische-mineralien-usa-gruenden-forge-als-neues-buendnis-fuer-sichere-lieferketten/" type="post" id="24331">Dadurch könnten die Vereinigten Staaten von Ressourcen ausgeschlossen werden, die ihre industrielle Basis antreiben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland nutze Instabilität, um Rohstoffe und auch Menschenleben für seine Kriegsführung auszubeuten, sagte Anderson. In einer weiteren Kongressanhörung verwiesen US-Senatoren auf die Ausweitung des <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">russischen Africa Corps</a> und auf chinesische Investitionen in Häfen, Infrastruktur und politische Beziehungen auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik an einem Rückzug westlicher Präsenz zog sich durch beide Anhörungen. Senator Jack Reed warnte, eine Schwächung oder Zusammenlegung des Afrika-Kommandos würde Verbündeten und Gegnern signalisieren, dass Afrika für die Vereinigten Staaten keine Priorität habe. Er verband dies mit dem Abbau von Hilfsstrukturen und sprach von Lücken, die Russland und China nutzten.</p>



<h2 id="h-weniger-prasenz-weniger-informationen" class="wp-block-heading"><span id="weniger-praesenz-weniger-informationen">Weniger Präsenz, weniger Informationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">Anderson machte vor allem eine schrumpfende amerikanische Präsenz als Problem aus.</a> Die regionale Aufstellung der Vereinigten Staaten sei in den vergangenen zehn Jahren um 75 Prozent reduziert worden. Zugleich hätten auch Verbündete ihre Präsenz verringert. Dadurch entstehe eine „Geheimdienstlücke“, die es erschwere, Gefahren früh zu erkennen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-27564 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-768x511.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1536x1022.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-800x532.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1160x772.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ohne ausreichende Hinweise und Warnsignale könnten die Vereinigten Staaten blind gegenüber wachsenden Bedrohungen in der Region werden, sagte Anderson. Auch die Fähigkeit zur Krisenreaktion sei eingeschränkt. „In einer Krise kann man Kräfte verlegen, aber Vertrauen kann man nicht verlegen“, sagte der Africom-Kommandeur.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kommando fordert deshalb gezielte Investitionen in nicht-traditionelle Aufklärung, besseren Schutz eigener Kräfte, Programme für Partnerstaaten, Experimente mit neuen Technologien und die Fähigkeit, in Krisen schnell zu reagieren. Anderson verwies zugleich darauf, dass Africom mit weniger als einem Zehntel von einem Prozent des Verteidigungshaushalts arbeite.</p>



<h2 id="h-marokko-wird-nach-african-lion-ausdrucklich-erwahnt" class="wp-block-heading"><span id="marokko-wird-nach-african-lion-ausdruecklich-erwaehnt">Marokko wird nach African Lion ausdrücklich erwähnt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson würdigte in seiner Erklärung auch Marokko. Er erinnerte an den Tod von First Lieutenant Kendrick Lamont Key Jr. und Specialist Mariah Collington, die bei einem Unfall während der Militärübung African Lion ums Leben kamen. Dabei dankte er ausdrücklich den Partnern und nannte Marokko als Land, das in diesem Moment Unterstützung geleistet habe.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">U.S. Africa Command confirms the recovery of our second Soldier, Spc. Mariyah Collington. We mourn her loss and stand with her family and the 10th AAMDC community in this moment of grief.<a href="https://t.co/lYjoEY7HTh">https://t.co/lYjoEY7HTh</a> <a href="https://t.co/49HJEcKcYF">pic.twitter.com/49HJEcKcYF</a></p>— U.S. Africa Command (AFRICOM) (@USAfricaCommand) <a href="https://twitter.com/USAfricaCommand/status/2054687545733087441?ref_src=twsrc%5Etfw">May 13, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-marokko-starten-militaeruebung-african-lion-26/" type="post" id="26990">African Lion gehört zu den wichtigsten US-geführten Militärübungen auf dem afrikanischen Kontinent.</a> In der amerikanischen Darstellung steht sie zugleich für einen breiteren Ansatz: Übungen mit afrikanischen Partnern sollen nicht nur militärische Zusammenarbeit stärken, sondern auch neue Technologien testen und gemeinsame Reaktionsfähigkeit verbessern.</p>



<h2 id="h-africom-bleibt-teil-der-us-sicherheitsarchitektur" class="wp-block-heading"><span id="africom-bleibt-teil-der-us-sicherheitsarchitektur">Africom bleibt Teil der US-Sicherheitsarchitektur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörungen zeigten parteiübergreifende Sorge um die strategische Rolle Afrikas. Republikanische und demokratische Abgeordnete setzten unterschiedliche Akzente, beschrieben den Kontinent aber gleichermaßen als Raum wachsender Konkurrenz, zunehmender terroristischer Aktivität und sicherheitspolitischer Unsicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende des Senatsausschusses Roger Wicker bezeichnete ein eigenes Afrika-Kommando als unverzichtbar. Reed warnte vor einem falschen Signal an Partner und Gegner, falls Africom geschwächt oder in andere Kommandostrukturen eingegliedert werde. Zimmerman ordnete die Afrika-Politik in eine amerikanische Sicherheitsstrategie ein, die den Schutz des eigenen Landes, Abschreckung gegenüber China, stärkere Verantwortung der Partner und den Ausbau der Verteidigungsindustrie verbindet.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent%2F&action_name=US-Afrika-Kommando%20warnt%20vor%20%E2%80%9EGeheimdienstl%C3%BCcke%E2%80%9C%20auf%20dem%20Kontinent&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent/">US-Afrika-Kommando warnt vor „Geheimdienstlücke“ auf dem Kontinent</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
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		<title>Folter, Mord, sexualisierte Gewalt: Nach Festnahme in Deutschland prüft IStGH Anklage gegen El Hishri</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/folter-mord-sexualisierte-gewalt-nach-festnahme-in-deutschland-prueft-istgh-anklage-gegen-el-hishri/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 21:36:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Libyen-Fall El Hishri erreicht in Den Haag eine neue Verfahrensphase: Der IStGH entscheidet binnen 60 Tagen, ob der frühere Verantwortliche des Mitiga-Gefängnisses vor Gericht gestellt wird.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffolter-mord-sexualisierte-gewalt-nach-festnahme-in-deutschland-prueft-istgh-anklage-gegen-el-hishri%2F&amp;action_name=Folter%2C%20Mord%2C%20sexualisierte%20Gewalt%3A%20Nach%20Festnahme%20in%20Deutschland%20pr%C3%BCft%20IStGH%20Anklage%20gegen%20El%20Hishri&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/folter-mord-sexualisierte-gewalt-nach-festnahme-in-deutschland-prueft-istgh-anklage-gegen-el-hishri/">Folter, Mord, sexualisierte Gewalt: Nach Festnahme in Deutschland prüft IStGH Anklage gegen El Hishri</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof prüft, ob der Libyer Khaled Mohamed Ali El Hishri wegen mutmaßlicher Verbrechen im Mitiga-Gefängnis in Tripolis vor Gericht gestellt wird. Am 21. Mai 2026 endete in Den Haag die dreitägige <a href="https://www.icc-cpi.int/news/icc-concludes-confirmation-charges-hearing-el-hishri-case">Anhörung</a> zur Bestätigung der Anklagepunkte. El Hishri wird vorgeworfen, zwischen Mai 2014 und Juni 2020 an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt gewesen zu sein. Die Verteidigung bestreitet die Zuständigkeit des Gerichtshofs.</p>



<h2 id="h-richter-horen-anklage-opfervertreter-und-verteidigung" class="wp-block-heading"><span id="richter-hoeren-anklage-opfervertreter-und-verteidigung">Richter hören Anklage, Opfervertreter und Verteidigung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Vorverfahrenskammer I des Internationalen Strafgerichtshofs trugen die Anklage, die rechtlichen Vertreter der Opfer und die Verteidigung ihre Positionen vor. Der Kammer gehören die vorsitzende Richterin Iulia Antoanella Motoc sowie die Richterinnen Reine Adélaïde Sophie Alapini-Gansou und María del Socorro Flores Liera an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Richter entscheiden in dieser Phase nicht über Schuld oder Unschuld. Sie prüfen, ob ausreichende Beweise vorliegen, um El Hishri wegen einzelner Anklagepunkte vor eine Hauptverfahrenskammer zu stellen. Wird die Anklage ganz oder teilweise bestätigt, beginnt die nächste Prozessphase.</p>



<h2 id="h-17-anklagepunkte-wegen-mutmasslicher-verbrechen-in-tripolis" class="wp-block-heading"><span id="17-anklagepunkte-wegen-mutmasslicher-verbrechen-in-tripolis">17 Anklagepunkte wegen mutmaßlicher Verbrechen in Tripolis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">El Hishri soll einer der ranghöchsten Verantwortlichen im Mitiga-Gefängnis gewesen sein. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-liefert-khaled-mohamed-ali-el-hishri-an-den-internationalen-strafgerichtshof-aus/" type="post" id="22543">Dort wurden nach Darstellung der Anklage Tausende Menschen über lange Zeit festgehalten.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27557 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Anklage wirft ihm 17 Fälle von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen vor. Genannt werden Freiheitsentzug, entwürdigende Behandlung, grausame Behandlung, Folter und andere unmenschliche Handlungen gegen Gefangene. Zudem geht es um Vergewaltigung und andere Formen sexualisierter Gewalt, Mord, versuchten Mord, Versklavung und Verfolgung bestimmter Personen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der mutmaßliche Tatzeitraum reicht vom 1. Mai 2014 bis zum 30. Juni 2020. Die Vorwürfe beziehen sich vor allem auf das Mitiga-Gefängnis in der libyschen Hauptstadt Tripolis.</p>



<h2 id="h-festnahme-in-deutschland-im-juli-2025" class="wp-block-heading"><span id="festnahme-in-deutschland-im-juli-2025">Festnahme in Deutschland im Juli 2025</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">El Hishri wurde am 16. Juli 2025 von deutschen Behörden festgenommen. Grundlage war ein zunächst unter Verschluss gehaltener Haftbefehl, den die Vorverfahrenskammer I des Internationalen Strafgerichtshofs am 10. Juli 2025 erlassen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland überstellte ihn am 1. Dezember 2025 an den Gerichtshof. Zwei Tage später erschien El Hishri erstmals vor den Richtern in Den Haag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verteidigung reichte am 30. April 2026 einen Antrag ein, mit dem sie die Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs nach Artikel 19 des Römischen Statuts anficht. Die Kammer wird darüber gesondert entscheiden, nachdem die Beteiligten ihre Eingaben gemacht haben.</p>



<h2 id="kammer-entscheidet-binnen-60-tagen" class="wp-block-heading">Kammer entscheidet binnen 60 Tagen</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="675" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-1024x675.jpg" alt="" class="wp-image-27558 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-1024x675.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-300x198.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-768x506.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-380x250.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-800x527.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-1160x765.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vorverfahrenskammer muss ihre schriftliche Entscheidung innerhalb von 60 Tagen nach Ende der Anhörung vorlegen. Sie kann die Anklagepunkte bestätigen und El Hishri vor eine Hauptverfahrenskammer überweisen. Sie kann einzelne oder alle Anklagepunkte auch ablehnen, wenn sie die Beweislage für nicht ausreichend hält. In diesem Fall würden die Verfahren zu diesen Punkten nicht fortgesetzt. Möglich ist außerdem, dass die Kammer die Anhörung vertagt und die Anklage auffordert, weitere Beweise vorzulegen, zusätzliche Ermittlungen zu führen oder Anklagepunkte zu ändern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anklage und Verteidigung können die Entscheidung nicht direkt anfechten. Beide Seiten können jedoch beantragen, dass die Vorverfahrenskammer eine Beschwerde zulässt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kenia kündigt Amnestie für Bürger an, die für Russland kämpfen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kenia-kuendigt-amnestie-fuer-buerger-an-die-fuer-russland-kaempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 21:14:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 1.000 Kenianer sollen für Russlands Krieg angeworben worden sein. Nairobi reagiert mit einer Amnestie, doch der Fall zeigt ein größeres Problem: Arbeitslosigkeit, Täuschung und riskante Migration.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kenia-kuendigt-amnestie-fuer-buerger-an-die-fuer-russland-kaempfen/">Kenia kündigt Amnestie für Bürger an, die für Russland kämpfen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Kenia bietet Staatsbürgern Straffreiheit an, die für Russland im Krieg gegen die Ukraine angeworben wurden. Die Entscheidung folgte auf den Moskau-Besuch von Außenminister Musalia Mudavadi am 16. März. <a href="https://fokus-afrika.de/geheimdienst-bestaetigt-1-000-kenianer-sollen-fuer-russland-im-ukraine-krieg-kaempfen/" type="post" id="24864">In Nairobi wächst der Druck, nachdem nach Regierungsangaben mehr als 1.000 Kenianer in russische Rekrutierungsnetzwerke geraten sein sollen.</a> Das kenianische Recht verbietet Staatsbürgern den Dienst in ausländischen Streitkräften ohne schriftliche Erlaubnis des Präsidenten.</p>



<h2 id="h-mehr-als-1-000-kenianer-sollen-angeworben-worden-sein" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-1-000-kenianer-sollen-angeworben-worden-sein">Mehr als 1.000 Kenianer sollen angeworben worden sein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Bericht des kenianischen National Intelligence Service, der am 12. Februar im Parlament vorgestellt wurde, nennt mehr als 1.000 angeworbene Kenianer. Kimani Ichung’wah, Fraktionschef der Regierungsmehrheit, sagte demnach, 89 von ihnen befänden sich weiterhin im Kampfeinsatz. 39 seien in Krankenhäusern, 28 würden vermisst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anwerbung soll in Kenia im Dezember 2024 begonnen haben. Zielgruppen waren vor allem frühere Soldaten, ehemalige Polizisten und Personen mit paramilitärischer Ausbildung, darunter Absolventen des National Youth Service. Viele der Betroffenen waren arbeitslos.</p>



<h2 id="h-hohe-versprechen-in-einem-angespannten-arbeitsmarkt" class="wp-block-heading"><span id="hohe-versprechen-in-einem-angespannten-arbeitsmarkt">Hohe Versprechen in einem angespannten Arbeitsmarkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rekruten wurden monatliche Zahlungen von rund 2.400 US-Dollar sowie einmalige Prämien zwischen 6.200 und 8.300 US-Dollar angeboten. Dem steht ein durchschnittlicher Monatslohn von 159 US-Dollar in Kenia gegenüber. Die Jugendarbeitslosigkeit wird im Material mit 67 Prozent angegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Africa Center for Strategic Studies spricht von einem breiten und systematischen Rekrutierungsprozess, der auf Täuschung beruhe und sich gegen afrikanische Arbeitssuchende und Studierende richte. Demnach sollen Menschen aus 45 afrikanischen Staaten an die Front in der Ukraine gebracht worden sein.</p>



<h2 id="h-vorwurfe-gegen-netzwerke-in-kenia-und-russland" class="wp-block-heading"><span id="vorwuerfe-gegen-netzwerke-in-kenia-und-russland">Vorwürfe gegen Netzwerke in Kenia und Russland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ichung’wah warf Vertretern der russischen Botschaft und kenianischen Botschaftsmitarbeitern in Russland vor, mit Rekrutierungsagenturen und Schleusernetzwerken zusammengearbeitet zu haben. Die russische Botschaft in Kenia wies die Vorwürfe als „gefährlich“ und „irreführend“ zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Rekrutierungsnetz soll auch einzelne Akteure aus kenianischen Sicherheits- und Einwanderungsbehörden sowie Arbeitsvermittlungen umfasst haben. Genannt werden unter anderem die Directorate of Criminal Investigations, die Einwanderungsbehörde und das Arbeitsministerium.</p>



<h2 id="h-regierung-setzt-auf-arbeitsmigration-und-ruckuberweisungen" class="wp-block-heading"><span id="regierung-setzt-auf-arbeitsmigration-und-rueckueberweisungen">Regierung setzt auf Arbeitsmigration und Rücküberweisungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="500" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022.avif" alt="" class="wp-image-19760 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022.avif 500w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022-300x300.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022-150x150.avif 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022-80x80.avif 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022-110x110.avif 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022-380x380.avif 380w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Fälle treffen Kenia in einer Phase, in der die Regierung Arbeitsmigration stärker als wirtschaftliches Instrument nutzt. Präsident William Ruto sagte bei den Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit am 1. Mai, Kenia könne jährlich nur 100.000 qualifizierte Arbeitskräfte aufnehmen, die neu auf den Arbeitsmarkt kämen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Federation of Kenya Employers drängen jedes Jahr rund eine Million junge Kenianer auf den Arbeitsmarkt. Viele finden keine formelle Beschäftigung oder verfügen nicht über die Qualifikationen, die offene Stellen verlangen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afd-stellt-migrationsabkommen-mit-kenia-in-frage/" type="post" id="13644">Ruto hat Arbeitsmigration wiederholt als Teil der sozioökonomischen Entwicklung des Landes beschrieben. </a>Sie „nützt sowohl Kenia als auch den Ländern, die unsere Arbeitskräfte aufnehmen“, sagte er. Deshalb verhandle Kenia bilaterale Abkommen, um sichere und geordnete Arbeitsmigration zu ermöglichen.</p>



<h2 id="h-auch-der-golf-bleibt-wichtiges-ziel-fur-kenianer" class="wp-block-heading"><span id="auch-der-golf-bleibt-wichtiges-ziel-fuer-kenianer">Auch der Golf bleibt wichtiges Ziel für Kenianer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Kenianer suchen Arbeit im Ausland, besonders im Nahen Osten. Regierungsschätzungen vom März 2026 nennen mehr als 500.000 Kenianer in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Saudi-Arabien. Viele arbeiten in Haushalten, im Sicherheitsgewerbe, auf Baustellen oder in der Gastronomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Amnesty International dokumentiert für Teile dieser Arbeitsmigration Fälle von Menschenhandel, Rassismus, Zwangsarbeit und menschenunwürdigen Bedingungen. Rückkehrer aus Golfstaaten berichteten über ausstehende Löhne, Hunger, sexuelle Gewalt und Todesfälle im Ausland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rücküberweisungen bleiben ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 2025 überschritten sie die Marke von fünf Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr lagen sie bei 4,95 Milliarden US-Dollar.</p>



<h2 id="h-mudavadi-schlagt-abkommen-mit-russland-vor" class="wp-block-heading"><span id="mudavadi-schlaegt-abkommen-mit-russland-vor">Mudavadi schlägt Abkommen mit Russland vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Mudavadi hat ein formelles bilaterales Abkommen zur Arbeitsmigration mit Russland vorgeschlagen. <a href="https://fokus-afrika.de/kenia-warnt-vor-rekrutierungen-fuer-kriege/" type="post" id="24695">Zugleich kündigte er staatliche Schritte gegen Personen an, die an der Verschleppung von Kenianern an die russische Front beteiligt sein sollen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Emmanuel Wa-Kyendo vom Institute of Economic Affairs Kenya sagte <em><a href="https://issafrica.org/iss-today/economic-hardship-drives-kenyans-onto-russia-s-brutal-frontline">ISS Today</a></em>, jahrzehntelange Planungsfehler und eine Lücke zwischen Ausbildung und Arbeitsmarkt hätten Kenianer dazu gebracht, im Ausland Arbeit zu suchen. Das Problem gehe auf strukturelle Schwächen und mangelhafte Umsetzung wirtschaftspolitischer Maßnahmen zurück.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>232 Millionen € Sudan-Hilfe wird zum Streitfall im Bundestag</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/232-millionen-e-sudan-hilfe-wird-zum-streitfall-im-bundestag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 21:25:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>232 Millionen Euro deutsche Hilfe für Sudan, 1,5 Milliarden Euro internationale Zusagen, Millionen Menschen auf der Flucht: Im Bundestag prallen humanitäre Verantwortung, Migrationspolitik und der Streit über externe Kriegsakteure aufeinander.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F232-millionen-e-sudan-hilfe-wird-zum-streitfall-im-bundestag%2F&amp;action_name=232%20Millionen%20%E2%82%AC%20Sudan-Hilfe%20wird%20zum%20Streitfall%20im%20Bundestag&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/232-millionen-e-sudan-hilfe-wird-zum-streitfall-im-bundestag/">232 Millionen € Sudan-Hilfe wird zum Streitfall im Bundestag</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verteidigt ihre Hilfszusagen für den Sudan gegen Kritik aus der Opposition und will zugleich den Druck auf ausländische Unterstützer der Kriegsparteien erhöhen. Die <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw21-de-vereinbarte-debatte-sudan-1174718">Debatte</a> fand am Mittwochabend im Bundestag statt. Außenminister Johann Wadephul bezeichnete die deutschen Hilfen als „geboten“ und „richtig“. Die AfD sprach von „Geldkofferdiplomatie“, Grüne und Linke forderten mehr Druck auf Staaten und Netzwerke, die den Krieg im Sudan weiter befeuern. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wadephul-verteidigt-232-millionen-euro-fur-sudan"><span id="wadephul-verteidigt-232-millionen-euro-fuer-sudan">Wadephul verteidigt 232 Millionen Euro für Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann Wadephul stellte sich in der Debatte hinter die deutschen Zusagen für Sudan und seine Nachbarländer.<a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/" type="post" id="26588"> Deutschland hatte bei der internationalen Sudan-Konferenz Mitte April in Berlin 232 Millionen Euro angekündigt.</a> Insgesamt kamen dort Zusagen von 1,5 Milliarden Euro zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul sagte, Deutschland werde als große Industrienation seiner humanitären Verantwortung gerecht. „Das können wir uns leisten, das müssen wir uns leisten“, erklärte der CDU-Politiker. Die Hilfe diene Menschen, die durch Krieg, Hunger und Vertreibung in existenzieller Not seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister verband die Hilfe mit migrationspolitischen Interessen. Wenn Menschen vor Ort versorgt würden und nicht hungern müssten, sinke der Druck zur Flucht. Zugleich kündigte Wadephul an, Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei weiter auf ihre Verantwortung anzusprechen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-millionen-menschen-auf-der-flucht"><span id="millionen-menschen-auf-der-flucht">Millionen Menschen auf der Flucht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verwies auf die Dimension der Krise. <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Rund zwölf Millionen Sudanesinnen und Sudanesen seien auf der Flucht, 20 Millionen Menschen litten Hunger.</a> Sie sprach zudem von Tausenden Toten sowie von Frauen und Kindern, die sexualisierte Gewalt erlebt hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ministerin wies Kritik an der deutschen Hilfe zurück. <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/" type="post" id="20996">Deutschland müsse die Anrainerstaaten unterstützen, die Millionen Geflüchtete aufnehmen.</a> Zugleich gehe es darum, Schutzräume für Frauen und Kinder zu schaffen und die Grundlagen für ein Leben nach dem Krieg zu erhalten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-2048x1426.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208.jpg 2405w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sagte, Entwicklungszusammenarbeit arbeite auch daran, soziale und wirtschaftliche Strukturen zu bewahren. Als Beispiel nannte sie Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen, damit die Wirtschaft im Krieg nicht vollständig zusammenbricht.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afd-kritisiert-deutsche-hilfszusagen"><span id="afd-kritisiert-deutsche-hilfszusagen">AfD kritisiert deutsche Hilfszusagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stefan Keuter von der AfD bezeichnete das Leid im Sudan als „Tragödie“, griff die Bundesregierung aber scharf an. Die Politik der „reinen Geldkofferdiplomatie“ müsse enden. Sie biete nur „Scheinlösungen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keuter sprach von <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/" type="post" id="27112">einem Stellvertreterkrieg ausländischer Mächte um Rohstoffe, Bodenschätze und Einfluss.</a> Er fragte, ob die Bundesregierung ernsthaft glaube, das Kalkül dieser Akteure „mit deutschen Scheckbüchern wegsubventionieren“ zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD forderte stärkeren diplomatischen Druck auf externe Unterstützer der Kriegsparteien. Zugleich verlangte Keuter mehr Schutz der deutschen und europäischen Außengrenzen vor möglichen Migrationsbewegungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berliner-prinzipien-sollen-zivilgesellschaft-einbinden"><span id="berliner-prinzipien-sollen-zivilgesellschaft-einbinden">Berliner Prinzipien sollen Zivilgesellschaft einbinden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boris Mijatovic von den Grünen nannte die Berliner Sudan-Konferenz ein starkes Signal. Besonders hob er die Einbindung der sudanesischen Zivilgesellschaft hervor. Die Berliner Prinzipien und der „Joint Call to End the War“ seien wichtige Ergebnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mijatovic warnte zugleich, die Konferenz dürfe kein Endpunkt sein. Die Bundesregierung müsse nun helfen, Kriegsökonomien einzudämmen. Er nannte Gold, Gummi arabicum und Öl als Rohstoffe, über deren internationale Lieferketten der Krieg indirekt weiter finanziert werde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-27207 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen forderten außerdem eine konsequente Überwachung des europäischen Waffenembargos. Auch Partnerstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Saudi-Arabien müssten sich daran halten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-linke-fordert-stopp-von-waffenlieferungen"><span id="linke-fordert-stopp-von-waffenlieferungen">Linke fordert Stopp von Waffenlieferungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vinzenz Glaser von der Linken warf der Bundesregierung Heuchelei vor. Sie spreche von humanitärer Verantwortung, behandle aber Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate weiter als wichtige Partner, obwohl deren Rolle im Sudan hoch umstritten sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glaser verwies auf die demokratische Revolution im Sudan und auf die Emergency Response Rooms, die vielerorts selbst organisierte Hilfe leisten. Diese Strukturen trügen heute einen großen Teil der Versorgung, während ihre Finanzierung unsicher bleibe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke forderte einen Stopp aller Waffenlieferungen aus Deutschland. Außerdem verlangte Glaser strengere Regeln für Lieferketten und Sanktionen gegen illegale Handelsstrukturen, die Kriegswirtschaft im Sudan ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wadephul-kundigt-gesprache-mit-regionalmachten-an"><span id="wadephul-kuendigt-gespraeche-mit-regionalmaechten-an">Wadephul kündigt Gespräche mit Regionalmächten an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul wies den Vorwurf zurück, die Bundesregierung bleibe gegenüber externen Akteuren untätig. Er verwies auf Gespräche mit dem türkischen Außenminister und dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate in Berlin. Auch mit Saudi-Arabien und Ägypten wolle er über den Sudan sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister sagte, Deutschland werde diese Staaten an den Berliner Prinzipien messen. Wer Beziehungen zu den Kriegsparteien habe, müsse seiner internationalen und humanitären Verantwortung gerecht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul sprach zudem den Goldhandel an. <a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Die Bundesregierung werde auf EU-Ebene darauf dringen, Akteure rund um diesen Handel stärker in den Blick zu nehmen und Sanktionen zu prüfen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-spd-abgeordnete-warnt-vor-wegsehen"><span id="spd-abgeordnete-warnt-vor-wegsehen">SPD-Abgeordnete warnt vor Wegsehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD-Abgeordnete Sanae Abdi erklärte auf sozialen Medien, der Sudan dürfe nicht wieder von der politischen Agenda verschwinden. Sie sprach von mehr als 33 Millionen Menschen, die auf Hilfe angewiesen seien, von über 13 Millionen Vertriebenen und fast 30 Millionen Hungernden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="722" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-1024x722.jpg" alt="" class="wp-image-14129 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-1024x722.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-300x211.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-768x541.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-380x268.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-800x564.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-1160x818.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae.jpg 1532w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Abdi bezeichnete die Berliner Konferenz als wichtig, weil sie humanitäre Unterstützung mobilisiert und zugleich Druck für Waffenstillstand, humanitären Zugang und einen zivilen Friedensprozess aufgebaut habe. „Geld allein reicht nicht“, erklärte sie. Nötig sei auch politischer Druck auf Konfliktparteien und externe Akteure, die den Krieg weiter anheizten. </p>
</div></div>
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			<media:title type="html">Reem Alabali-Radovan spricht im Plenum</media:title>
			<media:description type="html">Reem Alabali-Radovan, SPD, MdB, hält Rede zu ZP 4 „Aktuelle Stunde – Pläne der Bundesregierung zur schnelleren Einbürgerung“ im Plenum.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Guterres fordert ständige Sitze für Afrika im UN-Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 20:51:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27535</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrika hat keinen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. António Guterres nennt das ein Legitimitätsproblem und fordert eine Reform des mächtigsten UN-Gremiums.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=Guterres%20fordert%20st%C3%A4ndige%20Sitze%20f%C3%BCr%20Afrika%20im%20UN-Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/">Guterres fordert ständige Sitze für Afrika im UN-Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres drängt auf eine Reform des Sicherheitsrats und nennt die fehlende ständige Vertretung Afrikas und Lateinamerikas ein Legitimitätsproblem der Vereinten Nationen. Er äußerte sich am letzten Tag seines offiziellen Besuchs in Japan. Guterres fordert mehr ständige und nichtständige Mitglieder, damit das mächtigste UN-Gremium die heutige Welt besser abbildet. Zugleich warf er Großmächten vor, internationales Recht zu brechen und Konflikte durch ihr Verhalten weiter anzuheizen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-bleibt-ohne-standigen-sitz"><span id="afrika-bleibt-ohne-staendigen-sitz">Afrika bleibt ohne ständigen Sitz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat besteht aus fünf ständigen Mitgliedern mit Vetorecht: China, Frankreich, Großbritannien, Russland und den Vereinigten Staaten. Hinzu kommen zehn nichtständige Mitglieder, die jeweils für zwei Jahre gewählt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres kritisierte, dass Asien mit nur einem ständigen Mitglied vertreten ist, obwohl auf dem Kontinent etwa die Hälfte der Weltbevölkerung lebt. <a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-guterres-plaediert-fuer-staendige-sitze-im-sicherheitsrat-fuer-afrika/">Afrika und Lateinamerika haben keinen ständigen Sitz.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist ein ernstes Problem der Legitimität und der Ineffektivität“, sagte Guterres. Es sei „absolut notwendig“, die Zahl der ständigen und nichtständigen Mitglieder zu erhöhen, damit der Sicherheitsrat der heutigen Welt entspreche.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-blockaden-im-machtigsten-un-gremium"><span id="blockaden-im-maechtigsten-un-gremium">Blockaden im mächtigsten UN-Gremium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär stellte die Reform in den Zusammenhang wachsender internationaler Spannungen. Misstrauen und geopolitische Spaltungen verhinderten wirksame Lösungen. Staaten verletzten internationales Recht ohne Konsequenzen, sagte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kritisierte auch die weltweiten Prioritäten bei den Ausgaben. Die Militärausgaben stiegen schneller als die Mittel für Hilfe. Kürzungen hätten „verheerende Folgen für die verletzlichsten Menschen der Welt“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-22286 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat kann verbindliche Beschlüsse zu Frieden und Sicherheit fassen. Das Vetorecht der fünf ständigen Mitglieder blockiert jedoch regelmäßig Entscheidungen, besonders wenn Großmächte selbst direkt oder indirekt in Konflikte eingebunden sind.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-guterres-verweist-auf-kongo-sudan-und-das-horn-von-afrika"><span id="guterres-verweist-auf-kongo-sudan-und-das-horn-von-afrika">Guterres verweist auf Kongo, Sudan und das Horn von Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob internationale Institutionen Konflikte verhindern können, wies Guterres die Verantwortung nicht dem Multilateralismus selbst zu. Das Problem liege im Verhalten von Großmächten, die internationales Recht verletzten, teils selbst Konflikte verursachten und ihr Vetorecht nutzten, um Straflosigkeit zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn das schlechte Beispiel von Supermächten kommt, glauben andere mittelgroße Mächte überall auf der Welt, sie könnten tun, was sie wollen, ohne bestraft zu werden“, sagte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies dabei ausdrücklich auf die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a>, den <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> und das <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">Horn von Afrika</a>. In mehreren Konfliktländern gebe es inzwischen dauerhafte äußere Einmischung. Das erschwere der UN die Verhinderung und Vermittlung von Konflikten erheblich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strasse-von-hormus-verscharft-globale-krisen"><span id="strasse-von-hormus-verschaerft-globale-krisen">Straße von Hormus verschärft globale Krisen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres sprach in Japan auch über die Unruhen im Nahen Osten und ihre Folgen für die Weltwirtschaft. Steigende Inflation und die Krise der Lebenshaltungskosten würden durch den Konflikt weiter verschärft. Besonders Energie, Rohstoffe und Düngemittel seien von stark steigenden Preisen betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär forderte, die Freiheit der Schifffahrt in und um die Straße von Hormus unverzüglich wiederherzustellen. Zugleich müssten Verstöße gegen Waffenruhen beendet und Bedingungen für eine politische Lösung geschaffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meerenge ist eine der wichtigsten Routen für den globalen Energiehandel. Störungen dort wirken sich auch auf Staaten aus, die stark von Importen bei Energie, Düngemitteln und Grundstoffen abhängig sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reformdruck-auf-internationale-institutionen-wachst"><span id="reformdruck-auf-internationale-institutionen-waechst">Reformdruck auf internationale Institutionen wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verband seine Kritik am Sicherheitsrat mit einer breiteren Forderung nach Reformen internationaler Institutionen. Die Architektur zur Lösung globaler Probleme sei nicht so wirksam, wie sie in dieser Lage sein müsse. Neben dem Sicherheitsrat nannte er auch die globalen Finanzinstitutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär forderte ein multilaterales System, das gerechter ist, internationales Recht besser verteidigt und Staaten stärker zur Verantwortung ziehen kann.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27537 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Japan markiert in diesem Jahr 70 Jahre Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen. Guterres nutzte den Besuch, um Partnerschaften in einer Welt zu betonen, die von Konflikten, Klimakrise und Ungleichheit geprägt ist.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-bleiben-auf-mitgliedstaaten-angewiesen"><span id="un-bleiben-auf-mitgliedstaaten-angewiesen">UN bleiben auf Mitgliedstaaten angewiesen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres bezeichnete die Vereinten Nationen als einzigartigen Treffpunkt für Frieden, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte. Zugleich machte er deutlich, dass die Organisation nur so stark sei wie das Engagement ihrer Mitgliedstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Kritik zielte damit nicht auf das Ende multilateraler Zusammenarbeit, sondern auf Machtverhältnisse, die das bestehende System blockieren. Der fehlende ständige Sitz Afrikas im Sicherheitsrat steht seit Jahren im Zentrum der Debatte über eine gerechtere internationale Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN beschließen Migrationserklärung gegen Widerstand der USA</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-beschliessen-migrationserklaerung-gegen-widerstand-der-usa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 19:56:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>147 Staaten stimmen für die neue UN-Migrationserklärung, die USA stellen sich quer: In New York prallen zwei Migrationsbilder aufeinander. Multilaterale Steuerung gegen nationale Abschottung.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-beschliessen-migrationserklaerung-gegen-widerstand-der-usa/">UN beschließen Migrationserklärung gegen Widerstand der USA</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Generalversammlung hat eine neue Fortschrittserklärung zur internationalen Migration angenommen und damit den politischen Streit über den globalen Migrationspakt neu sichtbar gemacht. Die Abstimmung fand am Mittwoch in New York statt. 147 Staaten stimmten für den Text, sechs dagegen, 23 enthielten sich. Die USA lehnten die Erklärung scharf ab und erklärten in der Generalversammlung: „Die Ära der Massenmigration ist vorbei.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-stellt-sich-offen-gegen-den-migrationskurs-der-un"><span id="washington-stellt-sich-offen-gegen-den-migrationskurs-der-un">Washington stellt sich offen gegen den Migrationskurs der UN</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten wiesen die Fortschrittserklärung des International Migration Review Forum zurück. Die US-Vertreterin erklärte, ihr Land erkenne den Globalen Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration nicht an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für die Bürger westlicher Nationen war Massenmigration nie sicher“, sagte die US-Vertreterin. Sie habe neue Sicherheitsrisiken geschaffen, finanzielle Belastungen erhöht und den gesellschaftlichen Zusammenhalt geschwächt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="308" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1.jpeg" alt="" class="wp-image-27531 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1-300x172.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1-380x218.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-brechen-mit-un-migrationsforum/" type="post" id="27323">Washington kritisierte besonders, dass die Erklärung grundlegende Dienste für Migranten unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus anspricht.</a> Die USA verwiesen dagegen auf eine klare rechtliche Trennung zwischen Menschen, die Gesetze befolgten, und Menschen, die sie verletzten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grosse-mehrheit-stutzt-die-erklarung"><span id="grosse-mehrheit-stuetzt-die-erklaerung">Große Mehrheit stützt die Erklärung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung nahm den Resolutionsentwurf A/80/L.64 mit deutlicher Mehrheit an. Gegen den Text stimmten die Tschechische Republik, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a>, Italien, Polen, die Slowakei und die Vereinigten Staaten. Enthaltungen kamen von 23 Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung ist das Ergebnis des International Migration Review Forum, das vom 5. bis 8. Mai am UN-Hauptquartier in New York stattfand. Sie bekräftigt den Globalen Migrationspakt von 2018 und beschreibt Migration als Feld internationaler Zusammenarbeit, nationaler Souveränität, Menschenrechte und staatlicher Verantwortung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text ist nicht rechtlich bindend. Er soll Staaten politisch auf gemeinsame Grundsätze verpflichten: sichere und reguläre Migrationswege, Schutz vor Menschenhandel, Bekämpfung von Schleuserkriminalität, Rückkehr und Wiedereingliederung sowie Zugang zu grundlegenden Diensten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-brasilien-warnt-vor-entmenschlichender-rhetorik"><span id="brasilien-warnt-vor-entmenschlichender-rhetorik">Brasilien warnt vor „entmenschlichender Rhetorik“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Brasilien brachte den Entwurf im Namen einer Gruppe gleichgesinnter Staaten ein. Der brasilianische Vertreter bedauerte, dass ein solches Dokument überhaupt zur Abstimmung gestellt worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kritisierte eine „entmenschlichende Rhetorik“, die Migranten zu Sündenböcken mache. Zugleich verwies er auf Beiträge von Migranten, besonders in Ländern mit alternden Gesellschaften.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="325" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d.jpeg" alt="" class="wp-image-27530 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d-300x181.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d-380x230.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Brasilien stellte reguläre Migrationswege in den Mittelpunkt. Sie sollen irreguläre Migration verringern, Schleuser bekämpfen und Menschenhandel eindämmen. Der Vertreter warnte außerdem vor der Inhaftierung von Kindern und vor der zunehmenden Auslagerung von Migrationskontrolle an andere Staaten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-souveranitat-und-menschenrechte"><span id="streit-um-souveraenitaet-und-menschenrechte">Streit um Souveränität und Menschenrechte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung hält fest, dass Staaten innerhalb ihrer Hoheitsgewalt zwischen regulärem und irregulärem Aufenthaltsstatus unterscheiden können. Gleichzeitig betont sie, dass alle Migranten Träger von Menschenrechten bleiben, unabhängig von ihrem Status. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Schnittstelle liegt der politische Konflikt. Für Unterstützer des Textes verbindet die Erklärung staatliche Kontrolle mit internationaler Zusammenarbeit. Für Gegner wie die USA geht sie zu weit, weil sie Rechte und Dienste auch für Menschen ohne regulären Status anspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text fordert sichere Zugänge zu grundlegenden Diensten, darunter Gesundheitsversorgung und Bildung. Er benennt zugleich Rückkehr, Rückübernahme und nachhaltige Reintegration als Teil internationaler Migrationspolitik. Staaten sollen eigene Staatsangehörige zurücknehmen und Rückführungen unter Achtung der Menschenrechte durchführen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-als-arbeitsmarkt-und-entwicklungsfrage"><span id="migration-als-arbeitsmarkt-und-entwicklungsfrage">Migration als Arbeitsmarkt- und Entwicklungsfrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung beschreibt Migration nicht nur als Grenz- und Sicherheitsfrage. Sie behandelt auch Arbeitsmigration, Qualifikationen, faire Anwerbung, Überweisungen von Migranten in Herkunftsländer und die Rolle von Diasporas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reguläre Wege sollen nach dem Text stärker an Arbeitsmärkte, demografische Entwicklungen, Ausbildung, Forschung, Familienzusammenführung und humanitäre Gründe angepasst werden. Gleichzeitig fordert die Erklärung, Rekrutierungsgebühren nicht auf Arbeitsmigranten abzuwälzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Rücküberweisungen spielen eine Rolle. Die Staaten bekräftigen das Ziel, die durchschnittlichen Kosten für Geldtransfers von Migranten bis 2030 auf weniger als drei Prozent zu senken. Solche Zahlungen sind für viele Herkunftsländer in Afrika, Asien und Lateinamerika eine zentrale private Finanzquelle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kinder-grenzen-und-ruckfuhrungen-im-fokus"><span id="kinder-grenzen-und-rueckfuehrungen-im-fokus">Kinder, Grenzen und Rückführungen im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung fordert, Freiheitsentzug in der Migrationspolitik nur als letztes Mittel einzusetzen. Für Kinder sollen Alternativen zur Inhaftierung gestärkt werden. Der UN-Generalsekretär soll dazu im nächsten Bericht praktische Empfehlungen und eine Bewertung der Fortschritte vorlegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Grenzmanagement setzt der Text auf moderne Systeme, digitale Verfahren und internationale Zusammenarbeit. Zugleich verlangt er rechtliche, technische und ethische Schutzvorkehrungen beim Einsatz digitaler Technologien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung warnt auch vor Lücken bei Rückkehr und Rückübernahme. Genannt werden unzureichende Zusammenarbeit bei der Identifizierung eigener Staatsangehöriger, fehlende Reisedokumente und zu schwache Garantien für menschenrechtskonforme Verfahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-bruchlinie-zwischen-un-mehrheit-und-westlichen-gegnern"><span id="politische-bruchlinie-zwischen-un-mehrheit-und-westlichen-gegnern">Politische Bruchlinie zwischen UN-Mehrheit und westlichen Gegnern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abstimmung zeigt eine deutliche Mehrheit für den multilateralen Ansatz der Vereinten Nationen. Zugleich markiert sie eine sichtbare Bruchlinie zu Staaten, die Migration stärker national, sicherheitspolitisch und restriktiv steuern wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Erklärung setzte den schärfsten Kontrapunkt. Brasilien und die unterstützenden Staaten hielten dagegen, dass Migration reguliert, aber nicht entmenschlicht werden dürfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste umfassende Befassung der Generalversammlung ist für 2029 vorgesehen. Der nächste Bericht des UN-Generalsekretärs soll praktische Hinweise zur Zusammenarbeit zwischen Herkunfts-, Transit- und Zielländern enthalten. </p>
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		<item>
		<title>Experten warnen im Bundestag vor Verbreitung von Malaria und Tuberkulose</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/experten-warnen-im-bundestag-vor-verbreitung-von-malaria-und-tuberkulose/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 17:22:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>83 Millionen gerettete Leben seit 2000, doch der Kampf gegen Malaria und Tuberkulose steht wieder unter Druck. Im Bundestag warnen Fachleute vor Kürzungen, Resistenzen und neuen Risiken.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fexperten-warnen-im-bundestag-vor-verbreitung-von-malaria-und-tuberkulose%2F&amp;action_name=Experten%20warnen%20im%20Bundestag%20vor%20Verbreitung%20von%20Malaria%20und%20Tuberkulose&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Fachleute warnen vor Rückschritten im Kampf gegen Tuberkulose und Malaria. Die Warnung fiel am Mittwochnachmittag im Entwicklungsausschuss des Bundestages. Trotz großer Fortschritte der vergangenen zwei Jahrzehnte geraten zentrale Programme gegen die beiden Infektionskrankheiten unter Druck. Kürzungen in der Entwicklungshilfe, globale Krisen, Klimafolgen und zunehmende Resistenzen bedrohen nach Einschätzung der Sachverständigen bereits erreichte Erfolge. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zwei-krankheiten-millionen-betroffene"><span id="zwei-krankheiten-millionen-betroffene">Zwei Krankheiten, Millionen Betroffene</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tuberkulose und Malaria zählen weiter zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten in Ländern mit niedrigem Einkommen. Im Jahr 2024 erkrankten weltweit schätzungsweise 10,7 Millionen Menschen neu an Tuberkulose, rund 1,23 Millionen starben daran. Bei Malaria wurden rund 182 Millionen Infektionen und etwa 610.000 Todesfälle registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, verwies im Ausschuss auf <a href="https://fokus-afrika.de/bmz-initiative-gegen-vernachlaessigte-krankheiten-bei-frauen/">die Erfolge internationaler Gesundheitsprogramme.</a> Seit dem Jahr 2000 seien durch das weltweite Engagement gegen Tuberkulose und Malaria etwa 83 Millionen Menschenleben gerettet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Bilanz steht nun unter Druck. Die Deutschland-Direktorin der Entwicklungsorganisation ONE, Lisa Ditlman, und der Präsident der Global Alliance for TB Drug Development, Melvin Spigelman, warnten vor einer Entwicklung, die Fortschritte aus zwei Jahrzehnten gefährden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-forschung-kurz-vor-dem-durchbruch"><span id="forschung-kurz-vor-dem-durchbruch">Forschung kurz vor dem Durchbruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Spigelman sagte, die Welt stehe bei Tuberkulose kurz davor, die Krankheit zu eliminieren. Die Behandlung akuter Tuberkulose sei deutlich kürzer geworden, die Kosten seien stark gesunken. Auch für Kinder seien Medikamente entwickelt worden, die altersgerecht verabreicht werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die TB Alliance arbeitet an neuen Wirkstoffen und Behandlungsschemata, auch gegen latente Tuberkulose. Diese Form der Infektion kann lange unbemerkt bleiben und später zur aktiven Erkrankung werden. Gerade hier entscheidet Forschung darüber, ob künftige Krankheitsfälle verhindert werden können.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="753" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Malaria_microscopy_training_in_Nigeria-1024x753.jpg" alt="" class="wp-image-27525 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Malaria_microscopy_training_in_Nigeria-1024x753.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Malaria_microscopy_training_in_Nigeria-300x221.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Malaria_microscopy_training_in_Nigeria-768x565.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Malaria_microscopy_training_in_Nigeria-380x279.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Malaria_microscopy_training_in_Nigeria-800x588.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Malaria_microscopy_training_in_Nigeria-1160x853.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Malaria_microscopy_training_in_Nigeria.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Spigelman machte zugleich deutlich, dass die Arbeit stärker auf öffentliche und gemeinnützige Finanzierung angewiesen bleibt. Tuberkulose treffe größtenteils die „Ärmsten der Armen“. Für private Unternehmen sei die Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe deshalb kaum profitabel.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kurzungen-treffen-den-globalen-fonds"><span id="kuerzungen-treffen-den-globalen-fonds">Kürzungen treffen den Globalen Fonds</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ditlman nahm im Ausschuss die deutsche Rolle in den Blick. Deutschland gehört nach den USA weiterhin zu den größten Gebern des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria. Für die Jahre 2026 bis 2028 hat die Bundesregierung eine Milliarde Euro zugesagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zusage bleibt unter dem Niveau der Vorjahre. Auch andere Geber reduzieren ihre Beiträge oder stehen unter Haushaltsdruck. Für Programme gegen vermeidbare Krankheiten bedeutet das weniger Spielraum bei Behandlung, Prävention, Forschung und Versorgung in besonders betroffenen Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ditlman verwies auch auf Deutschland. Therapieresistente Tuberkulosefälle treten hier ebenfalls auf. Ihre Behandlung ist deutlich teurer als Vorbeugung und frühzeitige Versorgung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-medikamente-ohne-kuhlkette"><span id="medikamente-ohne-kuehlkette">Medikamente ohne Kühlkette</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion fragte im Ausschuss, wie die TB Alliance in Entwicklungsländern die Verteilung komplexer Medikamente sicherstellt. Spigelman sagte, seine Organisation entwickle von Beginn an Lösungen, die in den betroffenen Ländern funktionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/" type="post" id="26877">Dazu gehören Medikamente, die keine Kühlkette benötigen.</a> Solche Vorgaben sind in Ländern mit schwacher Stromversorgung, langen Transportwegen oder überlasteten Gesundheitssystemen zentral. Auch Schulungen für medizinisches Personal gehören zur Arbeit der TB Alliance.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation ist nicht profitorientiert und entwickelt neue Medikamente gegen Tuberkulose. ONE setzt sich als Entwicklungsorganisation unter anderem gegen vermeidbare Krankheiten ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-verspricht-weiteres-engagement"><span id="deutschland-verspricht-weiteres-engagement">Deutschland verspricht weiteres Engagement</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Fragerunde thematisierten Abgeordnete von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken die Kürzungen im Etat des Bundesentwicklungsministeriums. Mehrfach ging es um mögliche Folgen für die Bekämpfung von Malaria und Tuberkulose.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Saathoff erklärte, die Bundesregierung werde in ihren Anstrengungen nicht nachlassen. Es gehe nicht nur um Gesundheitspolitik, sondern auch um Armutsbekämpfung, soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bleibe einer der größten staatlichen Geber beim Globalen Fonds, sagte Saathoff. Seit 2006 habe die Bundesregierung zudem die Globale Impfallianz GAVI mit mehr als drei Milliarden Euro unterstützt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klimawandel-und-resistenzen-verscharfen-die-lage"><span id="klimawandel-und-resistenzen-verschaerfen-die-lage">Klimawandel und Resistenzen verschärfen die Lage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Warnungen im Ausschuss gehen über Finanzierungsfragen hinaus. Klimatische Veränderungen können die Verbreitungsgebiete von Malaria verändern. Steigende Temperaturen, veränderte Niederschläge und fragile Gesundheitssysteme erhöhen in vielen Ländern den Druck auf Prävention und Behandlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich nehmen Resistenzen gegen Pestizide und Arzneimittel zu. Bei Malaria erschwert das die Bekämpfung von Mücken und die Wirksamkeit von Medikamenten. Bei Tuberkulose sind resistente Formen besonders schwer und teuer zu behandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion im Entwicklungsausschuss zeigte damit eine doppelte Belastung: Medizinische Fortschritte eröffnen neue Möglichkeiten, während sinkende Mittel und veränderte Krankheitsdynamiken bestehende Programme schwächen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bund stoppt Zugang zu Integrationskursen – Zehntausende betroffen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bund-stoppt-zugang-zu-integrationskursen-zehntausende-betroffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 11:43:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland verlangt Integration, begrenzt aber den Zugang zu Sprachkursen: Bis zu 129.500 Menschen sollen 2026 keine neue BAMF-Zulassung zum Integrationskurs erhalten.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bund-stoppt-zugang-zu-integrationskursen-zehntausende-betroffen/">Bund stoppt Zugang zu Integrationskursen – Zehntausende betroffen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält Deutschkenntnisse für eine wichtige Voraussetzung gelingender Integration, schließt aber 2026 bis zu 129.500 Menschen vom regulären Zugang zu Integrationskursen über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aus. Seit Februar werden keine neuen Zulassungen nach § 44 Absatz 4 Aufenthaltsgesetz mehr erteilt. Betroffen sind unter anderem Asylsuchende, Geduldete, Geflüchtete aus der Ukraine und nichtdeutsche EU-Bürgerinnen und EU-Bürger. Die Maßnahme soll finanzielle Risiken für den Bundeshaushalt begrenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sprache-als-ziel-kurszugang-als-engpass"><span id="sprache-als-ziel-kurszugang-als-engpass">Sprache als Ziel, Kurszugang als Engpass</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt den Erwerb der deutschen Sprache als Voraussetzung für Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Gleichzeitig verteidigt sie den Stopp neuer BAMF-Zulassungen für Gruppen, die keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Integrationskurs haben, sondern bislang im Rahmen freier Plätze teilnehmen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit entsteht eine politische Spannung zwischen Anspruch und Zugang. Deutschland verlangt Integration, begrenzt aber für einen Teil der Zugewanderten den Weg zu dem Kurs, der Sprache, Orientierung und Grundwissen über das Leben in Deutschland vermitteln soll.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-27087 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung geht auf ein Rundschreiben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge vom 9. Februar 2026 zurück. Es wurde in Abstimmung mit dem Bundesinnenministerium verschickt. Die fachliche Zuständigkeit für Integrationskurse liegt beim BAMF, die Fachaufsicht beim Bundesinnenministerium.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ukrainische-gefluchtete-und-eu-burger-betroffen"><span id="ukrainische-gefluechtete-und-eu-buerger-betroffen">Ukrainische Geflüchtete und EU-Bürger betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hatte für 2026 ursprünglich mit 129.500 neuen Teilnehmenden gerechnet, die über eine BAMF-Zulassung nach § 44 Absatz 4 Aufenthaltsgesetz in einen Integrationskurs kommen könnten. In dieser Gruppe waren 55.800 Asylbewerberinnen und Asylbewerber, 16.700 Geflüchtete aus der Ukraine, 27.400 nichtdeutsche Unionsbürger, 600 Geduldete nach § 60a Absatz 2 Satz 3 Aufenthaltsgesetz sowie 29.000 Personen aus Deutschland und Drittstaaten eingeplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ukrainische Geflüchtete sind besonders sichtbar betroffen. Für sie nennt die Bundesregierung den Aufenthalt nach § 24 Aufenthaltsgesetz, also den vorübergehenden Schutz. Einen gesetzlichen Anspruch auf einen Integrationskurs leitet sie daraus aber nicht ab. Der Gesetzgeber unterscheide zwischen Personen mit Anspruch und solchen, die nur bei freien Plätzen zugelassen werden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch nichtdeutsche EU-Bürgerinnen und EU-Bürger fallen in diese Gruppe. Am 27. Februar lagen beim BAMF 25.762 noch nicht entschiedene Anträge auf Zulassung nach § 44 Absatz 4 Aufenthaltsgesetz vor. Davon stammten 4.696 Anträge von nichtdeutschen Unionsbürgern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-von-19-018-zulassungen-auf-520-im-januar"><span id="von-19-018-zulassungen-auf-520-im-januar">Von 19.018 Zulassungen auf 520 im Januar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einschnitt zeigt sich bereits in den Januar-Zahlen. Im Januar 2025 wurden 19.018 Zulassungen nach § 44 Absatz 4 Aufenthaltsgesetz erteilt. Im Januar 2026 waren es nur noch 520. Zugleich sank die Gesamtzahl neuer Integrationskursteilnehmender von 30.876 im Januar 2025 auf 21.724 im Januar 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der abgelehnten Zulassungsanträge lag im Januar 2026 bei 3.061. Im Januar 2025 waren es 6.311. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die Statistik für 2025 und 2026 vorläufig ist und nicht mit der konsolidierten Integrationskursgeschäftsstatistik vergleichbar sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kommunen-wurden-nicht-konsultiert"><span id="kommunen-wurden-nicht-konsultiert">Kommunen wurden nicht konsultiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die kommunalen Spitzenverbände wurden vor der Entscheidung nicht konsultiert. Die Bundesregierung begründet das damit, dass es sich um eine Entscheidung auf Bundesebene handele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommunen hatten sich zuvor für eine Wiederaufnahme der Zulassungen ausgesprochen. In einem Schreiben an das BAMF warnten sie, die Folgen unzureichender Sprachförderung würden vor allem Städte, Landkreise und Gemeinden treffen: in Jobcentern, Sozialverwaltungen, Schulen, Kitas, im Gesundheitswesen und im Zusammenleben vor Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Träger der Sprach- und Integrationskurse warnten vor Schäden an der bestehenden Kurslandschaft. In ihrer Mitteilung hieß es: „Sprache ist keine Sozialleistung, die man nach Haushaltslage vergibt. Sie ist staatliche Grundinfrastruktur – für Bildung, Arbeit, Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-neuen-ersatzangebote-geplant"><span id="keine-neuen-ersatzangebote-geplant">Keine neuen Ersatzangebote geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant keine zusätzlichen Sprachförderangebote als Ersatz für die ausgesetzten Zulassungen. Integrationskurse und Berufssprachkurse sollen weiter in erheblichem Umfang stattfinden. Asylsuchende können Zugang zu Erstorientierungskursen erhalten, in denen erste Deutschkenntnisse vermittelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Menschen im Leistungsbezug verweist die Bundesregierung auf Jobcenter und Leistungsbehörden. Wer Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II bezieht, kann weiter zu einem Integrationskurs zugelassen oder verpflichtet werden, wenn Deutschkenntnisse für eine dauerhafte berufliche Eingliederung erforderlich sind. Auch Personen mit Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz können verpflichtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für andere Gruppen bleibt der Zugang unklarer. Die Bundesregierung erklärt, eine Integration in den Arbeitsmarkt setze nicht zwingend die Teilnahme an einem Integrationskurs voraus. Wie Menschen ohne Integrationskurs die für Ausbildung und Beschäftigung nötigen Sprachniveaus erreichen sollen, beantwortet sie vor allem mit dem Hinweis auf bestehende Wege über Jobcenter, Leistungsbehörden, Berufssprachkurse und Erstorientierungskurse.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-kennt-viele-folgen-nicht"><span id="regierung-kennt-viele-folgen-nicht">Regierung kennt viele Folgen nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu mehreren möglichen Folgen der Entscheidung liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor. Sie kann nicht beziffern, wie viele geplante Kurse wegen der Aussetzung nicht starten. <a href="https://fokus-afrika.de/mehr-menschen-scheitern-an-integrationskursen-in-deutschland/">Sie kann auch nicht auswerten, wie viele Kurse seit Dezember 2025 abgesagt, vorzeitig beendet oder geplant, aber nicht begonnen wurden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur wirtschaftlichen Lage der Kursträger nennt die Bundesregierung ebenfalls keine Erkenntnisse. Auch zum möglichen Weggang von Lehrkräften aus dem Bereich der Integrationskurse liegen ihr keine Daten vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage nach Auswirkungen auf Branchen mit Fachkräftemangel verweist die Bundesregierung auf das Fachkräftemonitoring des Bundesarbeitsministeriums. Der einzelne Effekt der Aussetzung werde dort voraussichtlich nicht identifizierbar sein. Eine Evaluation der Auswirkungen auf die Fachkräfteeinwanderung ist nicht geplant.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-haushaltsrisiken-geben-den-ausschlag"><span id="haushaltsrisiken-geben-den-ausschlag">Haushaltsrisiken geben den Ausschlag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung begründet die Aussetzung vor allem mit finanziellen Risiken. In den vergangenen Jahren hätten die Kosten für Integrationskurse mehrfach die vorgesehenen Haushaltsmittel deutlich überschritten. Zusätzliche Mittel mussten demnach über außerplanmäßige Ausgaben bereitgestellt werden, um Verpflichtungen gegenüber Kursträgern zu bedienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2026 wurde der Haushaltstitel für Integrationskurse zwar um 110 Millionen Euro aufgestockt. Insgesamt stehen damit 1,064 Milliarden Euro bereit. Die Bundesregierung erklärt jedoch, die zusätzlichen Mittel seien notwendig, um bereits begonnene und neu beginnende Kurse zu finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Integrationskurse laufen über mehrere Haushaltsjahre. Ausgaben für neue Teilnehmende werden nach Regierungsangaben oft erst im Folgejahr wirksam. Deshalb soll der Zulassungsstopp auch den Haushalt 2027 entlasten. Einsparungen erwartet die Bundesregierung für 2026 und 2027, beziffert sie aber nicht.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>So viele unerlaubte Einreisen und Abschiebungen zählt die Bundesregierung 2025</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/so-viele-unerlaubte-einreisen-und-abschiebungen-zaehlt-die-bundesregierung-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 22:34:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>62.950 unerlaubte Einreisen nach Deutschland wurden 2025 registriert. Unter den zehn häufigsten Staatsangehörigkeiten sind Algerien, Marokko, Somalia und Tunesien.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/so-viele-unerlaubte-einreisen-und-abschiebungen-zaehlt-die-bundesregierung-2025/">So viele unerlaubte Einreisen und Abschiebungen zählt die Bundesregierung 2025</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundespolizei hat bundesweit 62.950 unerlaubte Einreisen nach Deutschland registriert. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025. Unter den zehn am häufigsten festgestellten Staatsangehörigkeiten waren mit Algerien, Marokko, Somalia und Tunesien vier afrikanische Länder vertreten. Im selben Jahr wurden 22.787 Abschiebungen vollzogen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ukraine-afghanistan-und-syrien-an-der-spitze"><span id="ukraine-afghanistan-und-syrien-an-der-spitze">Ukraine, Afghanistan und Syrien an der Spitze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt die Zahlen in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Grundlage ist die Polizeiliche Eingangsstatistik der Bundespolizei. Die Daten können sich durch Nacherfassungen oder Maßnahmen zur Qualitätssicherung noch geringfügig ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am häufigsten wurde bei unerlaubten Einreisen eine ukrainische Staatsangehörigkeit festgestellt. Die Bundesregierung nennt 7.094 Personen, das entspricht 11,3 Prozent der Gesamtzahl. Danach folgen Afghanistan mit 5.188 Personen, Syrien mit 4.910 Personen und die Türkei mit 4.719 Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien liegt mit 3.188 Personen und einem Anteil von 5,1 Prozent auf dem fünften Rang. Aus Indien wurden 2.121 Personen registriert, aus Marokko 2.089. Weitere häufig genannte Staatsangehörigkeiten waren Albanien mit 1.693 Personen, Somalia mit 1.520 und Tunesien mit 1.491.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vier-afrikanische-lander-unter-den-zehn-haufigsten-staatsangehorigkeiten"><span id="vier-afrikanische-laender-unter-den-zehn-haeufigsten-staatsangehoerigkeiten">Vier afrikanische Länder unter den zehn häufigsten Staatsangehörigkeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen zeigen einen deutlichen Anteil nordafrikanischer Staatsangehörigkeiten unter den am häufigsten erfassten Gruppen. Algerien, Marokko und Tunesien gehören zusammen mit Somalia zu den zehn häufigsten Nationalitäten bei festgestellten unerlaubten Einreisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/" type="category" id="24">Algerien</a> wurden 3.188 Personen registriert. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> folgt mit 2.089 Personen, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> mit 1.520 und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> mit 1.491. Zusammengenommen entfallen auf diese vier afrikanischen Staatsangehörigkeiten 8.288 registrierte Fälle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung macht in der Antwort keine Angaben dazu, über welche Routen die Personen nach Deutschland gelangten. Die Statistik bildet die Feststellungen der Bundespolizei ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-22-787-abschiebungen-im-jahr-2025"><span id="22-787-abschiebungen-im-jahr-2025">22.787 Abschiebungen im Jahr 2025</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesweit wurden 2025 insgesamt 22.787 Abschiebungen vollzogen. Die höchsten Monatswerte nennt die Bundesregierung für März mit 2.278 Abschiebungen, Februar mit 2.142 und September mit 2.043. Der niedrigste Monatswert wurde im Dezember mit 1.477 Abschiebungen registriert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27090 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Jahresverlauf lagen die monatlichen Zahlen meist zwischen rund 1.700 und 2.100 Abschiebungen. Im Januar wurden 1.733 Abschiebungen vollzogen, im April 1.985, im Mai 1.996 und im Juli 2.029.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-237-588-ausreisepflichtige-ende-marz-2026"><span id="237-588-ausreisepflichtige-ende-maerz-2026">237.588 Ausreisepflichtige Ende März 2026</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der ausreisepflichtigen ausländischen Staatsangehörigen ist Anfang 2026 gestiegen. Im <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-will-migrationsverwaltung-digitalisieren/" type="post" id="27086">Ausländerzentralregister</a> waren zum 31. Dezember 2025 insgesamt 232.067 ausreisepflichtige Personen verzeichnet. Zum 31. März 2026 lag die Zahl bei 237.588.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt außerdem 810 Abschiebungshaftplätze in Deutschland. Diese Zahl galt sowohl zum Stichtag 31. Dezember 2025 als auch zum 31. März 2026.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-134-abschiebungen-scheiterten-aus-medizinischen-grunden"><span id="134-abschiebungen-scheiterten-aus-medizinischen-gruenden">134 Abschiebungen scheiterten aus medizinischen Gründen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2025 scheiterten 134 Abschiebungen aus medizinischen Gründen. Diese Daten beziehen sich nur auf Personen, die bereits von den zuständigen Landesbehörden an die Bundespolizei übergeben worden waren. Der konkrete medizinische Grund wird dabei nicht erfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am häufigsten betraf dies türkische Staatsangehörige mit 62 Fällen. Danach folgen Syrien mit 17 Fällen und Irak mit elf Fällen. Aus afrikanischen Staaten nennt die Bundesregierung unter anderem Guinea mit sechs Fällen, Algerien, Tunesien und Marokko mit jeweils drei Fällen sowie Somalia und Afghanistan mit jeweils zwei Fällen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abgebrochene Abschiebungen wegen Selbstverletzung, Selbstverletzungsversuch, Suizid oder Suizidversuch wurden 2025 in 19 Fällen registriert. Darunter waren vier türkische Staatsangehörige, jeweils zwei Personen aus Iran und China sowie einzelne Fälle aus Somalia, Guinea, Algerien, Ägypten und weiteren Staaten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>SAP-Umstellung: Kein Ende der GIZ-Zahlungsprobleme in Sicht</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sap-umstellung-kein-ende-der-giz-zahlungsprobleme-in-sicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 21:01:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[GIZ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die GIZ kämpft weiter mit Zahlungsproblemen nach einer SAP-Umstellung. Die Bundesregierung nennt keinen Termin für die vollständige Behebung und hat keine Daten zu besonders betroffenen Partnern.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sap-umstellung-kein-ende-der-giz-zahlungsprobleme-in-sicht/">SAP-Umstellung: Kein Ende der GIZ-Zahlungsprobleme in Sicht</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung kann keinen Zeitpunkt nennen, bis wann die GIZ ihre Zahlungsprobleme nach der Einführung der SAP-Software S/4HANA vollständig behoben hat. Die entsprechende Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion wurde am 19. Mai 2026 bekannt. Das Bundesentwicklungsministerium wurde bereits am 6. Februar von der GIZ über Verzögerungen bei Buchungen und Zahlungen informiert. Betroffen sind vor allem Abläufe bei Beschaffung, Finanzierungen, Rechnungsprüfung und Buchhaltung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-giz-arbeitet-weiter-ausstehende-rechnungen-ab"><span id="giz-arbeitet-weiter-ausstehende-rechnungen-ab">GIZ arbeitet weiter ausstehende Rechnungen ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit arbeitet nach Darstellung der Bundesregierung daran, ausstehende Rechnungen möglichst schnell abzuarbeiten. Ein genauer Zeitraum für den vollständigen Abbau der Verzögerungen lasse sich derzeit nicht benennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GIZ hatte zum Jahresbeginn die SAP-Software S/4HANA eingeführt. Seitdem kommt es bei Zahlungen und Buchungen zu Verzögerungen. Die Bundesregierung wird nach eigenen Angaben regelmäßig über den Stand der Problemlösung informiert und begleitet den Vorgang in den zuständigen Gremien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GIZ ist eine der zentralen Durchführungsorganisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Sie arbeitet in Partnerländern mit externen Auftragnehmern, Finanzierungsempfängern und lokalen Strukturen zusammen. Verzögerungen in der Zahlungsabwicklung können daher auch die Arbeit von Dienstleistern und Partnerorganisationen betreffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundesregierung-sieht-technische-grundfunktion-als-gegeben"><span id="bundesregierung-sieht-technische-grundfunktion-als-gegeben">Bundesregierung sieht technische Grundfunktion als gegeben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass die technische Funktionsfähigkeit der im neuen System abgebildeten Geschäftsprozesse grundsätzlich gegeben sei. Kritische technische Fehler seien beseitigt worden. Das System werde weiter konsolidiert und fortlaufend entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einschränkungen bestehen weiterhin bei der Bearbeitungsgeschwindigkeit. Genannt werden die Beschaffung von Dienstleistungen und Sachgütern, die Vergabe von Finanzierungen, das Planen und Steuern von Unternehmensressourcen sowie Rechnungsprüfung und Buchhaltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Ursachen nennt die Bundesregierung zwei Punkte. Zum einen habe die Migration von Daten aus verschiedenen Altsystemen zu Verzögerungen geführt. Zum anderen seien technische und prozessuale Schwierigkeiten erst mit der Inbetriebnahme sichtbar geworden. Diese hängen mit der erstmals vollständigen Integration von Zentrale und Außenstruktur in der Bearbeitung zusammen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-daten-zu-besonders-betroffenen-gruppen"><span id="keine-daten-zu-besonders-betroffenen-gruppen">Keine Daten zu besonders betroffenen Gruppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion hatte nach Auswirkungen auf externe Auftragnehmer, Finanzierungsempfänger und lokale Partner gefragt. Die Bundesregierung erklärt, zu besonders betroffenen Gruppen lägen keine Daten vor. Auch zur Frage, ob und in welcher Höhe Partner durch verspätete Zahlungen Mehrkosten tragen mussten, liegen demnach keine Daten vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GIZ achte darauf, unzumutbare Belastungen durch Zahlungsverzögerungen möglichst zu vermeiden. Einzelfälle würden auf der jeweils sachnächsten Ebene bewertet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verzugszinsen und Mahngebühren werden nach Angaben der Bundesregierung im Rahmen vertraglicher oder rechtlicher Regelungen erstattet. Bislang sei dies in rund 30 Fällen erfolgt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-bekannten-sicherheitsrisiken"><span id="keine-bekannten-sicherheitsrisiken">Keine bekannten Sicherheitsrisiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundesregierung sind derzeit keine Sicherheitsrisiken bekannt, die im Zusammenhang mit der Einführung von S/4HANA stehen. Die Frage zielte auf mögliche Risiken für Mitarbeitende sowie lokale Partnerinnen und Partner durch Zahlungsausfälle oder Zahlungsrückstände.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="507" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/SAP_Logo_2023-1024x507.jpg" alt="" class="wp-image-27506 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/SAP_Logo_2023-1024x507.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/SAP_Logo_2023-300x149.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/SAP_Logo_2023-768x380.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/SAP_Logo_2023-1536x760.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/SAP_Logo_2023-380x188.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/SAP_Logo_2023-800x396.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/SAP_Logo_2023-1160x574.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/SAP_Logo_2023.jpg 1719w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch zu möglichen Projektunterbrechungen, Vertragskündigungen oder erheblichen Verzögerungen nennt die Bundesregierung keine konkrete Zahl. Eine Bezifferung von Projekten im Sinne der Anfrage sei nicht möglich.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlungen können nach Regierungsangaben auch aktuell über übliche Wege der Bankenkommunikation vorgenommen werden, etwa über Onlinebanking. Damit verweist die Bundesregierung auf Notfallmöglichkeiten außerhalb der regulären Systemabläufe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-externe-dienstleister-standen-bei-der-umstellung-beratend-zur-seite"><span id="externe-dienstleister-standen-bei-der-umstellung-beratend-zur-seite">Externe Dienstleister standen bei der Umstellung beratend zur Seite</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-warnt-im-bundestag-vor-hungerkrise-durch-hormus-blockade/" type="post" id="27216">Die Einführung von S/4HANA liegt nach Darstellung der Bundesregierung in der unternehmerischen Verantwortung der GIZ.</a> Externe Dienstleister hätten die GIZ bei der Umstellung beraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit stehe die Stabilisierung der Prozesse und die schnelle Behebung der Zahlungsstörungen im Vordergrund. Die GIZ habe zugesichert, später zu prüfen, ob mögliche Ansprüche gegen Dritte bestehen. Diese würden gegebenenfalls geltend gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kosten der Softwareumstellung werden nach Angaben der Bundesregierung nicht bestimmten Projekten oder Partnern zugerechnet. Sie seien Teil der Gesamtkalkulation der Gemeinkosten des Unternehmens.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland schickt Schutzanzüge in Ebola-Gebiet und bereitet Expertenteam vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-schickt-schutzanzuege-in-ebola-gebiet-und-bereitet-expertenteam-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 17:46:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ebola breitet sich in Ituri und Uganda aus. Deutschland schickt Schutzkleidung, bereitet ein Expertenteam vor und nimmt einen infizierten US-Arzt in Berlin auf.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-schickt-schutzanzuege-in-ebola-gebiet-und-bereitet-expertenteam-vor/">Deutschland schickt Schutzanzüge in Ebola-Gebiet und bereitet Expertenteam vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bereitet zusätzliche Hilfe für den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda vor. Am Dienstag kündigte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan 500 Schutzanzüge für medizinisches Personal, weitere Schulungen und die Vorbereitung eines Einsatzes der Schnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit an. Der Ausbruch betrifft vor allem die ostkongolesische Provinz Ituri und hat inzwischen auch Uganda erreicht. Nach jüngsten Angaben aus der Region wurden in Ituri mehr als 500 Verdachtsfälle und mehr als 130 Verdachtstodesfälle registriert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schutzkleidung-und-schulungen-fur-medizinisches-personal"><span id="schutzkleidung-und-schulungen-fuer-medizinisches-personal">Schutzkleidung und Schulungen für medizinisches Personal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium reagiert auf die Ausbreitung des Ebola-Virus mit zusätzlicher Unterstützung für Gesundheitskräfte in Zentralafrika. 500 Schutzanzüge sollen in der kommenden Woche ausgeliefert werden. Zudem wird ein Schulungsprogramm zum sicheren Umgang mit Ebola-Verdachtsfällen vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit, kurz SEEG, bereitet sich nach Angaben von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan ebenfalls auf einen weiteren Einsatz vor. Die Gruppe unterstützt Länder bei Ausbrüchen gefährlicher Infektionskrankheiten, unter anderem bei Laborfragen, Diagnostik und Krisenreaktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan erklärte: „Die Lage ist extrem ernst: Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union hat für den gesamten Kontinent den Notstand ausgerufen. Jetzt heißt es: Schnell handeln, um eine weitere Ausbreitung des gefährlichen Virus zu verhindern.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ituri-meldet-mehr-als-500-verdachtsfalle"><span id="ituri-meldet-mehr-als-500-verdachtsfaelle">Ituri meldet mehr als 500 Verdachtsfälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zentrum des Ausbruchs liegt in Ituri im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die Provinz grenzt an Uganda und Südsudan. Die Gesundheitsbehörden in Ituri meldeten am 18. Mai 513 Verdachtsfälle, 131 Verdachtstodesfälle, 30 im Labor bestätigte Fälle und 541 Kontaktpersonen unter medizinischer Beobachtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/">Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 17. Mai von acht bestätigten Fällen, 246 Verdachtsfällen und 80 Verdachtstodesfällen in Ituri berichtet.</a> Neuere Zahlen aus der Region und internationale Agenturberichte zeigen seither einen deutlichen Anstieg. Reuters meldete am Dienstag 516 Verdachtsfälle und 33 bestätigte Fälle in der Demokratischen Republik Kongo sowie zwei Fälle in Uganda. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte sich besorgt über Tempo und Ausmaß des Ausbruchs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die betroffene Region ist von Unsicherheit, Bevölkerungsbewegungen und schwacher Gesundheitsinfrastruktur geprägt. Ituri ist zugleich ein Gebiet mit intensiver Mobilität über lokale Märkte, Bergbauorte und Grenzen hinweg. Diese Faktoren erschweren Kontaktnachverfolgung, Isolierung und Versorgung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundibugyo-variante-erschwert-die-eindammung"><span id="bundibugyo-variante-erschwert-die-eindaemmung">Bundibugyo-Variante erschwert die Eindämmung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Ausbruch wird durch die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht. Für diese Variante gibt es nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen keine zugelassene Impfung und keine zugelassene spezifische Behandlung. Das unterscheidet den Ausbruch von Ebola-Lagen, bei denen Impfstoffe gegen die Zaire-Variante eingesetzt werden können. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="471" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-1024x471.avif" alt="" class="wp-image-19625 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-1024x471.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-300x138.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-768x353.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-1536x706.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-380x175.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-800x368.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-1160x533.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion.avif 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die WHO prüft den Einsatz experimenteller Impfstoffe und Behandlungsmöglichkeiten. Internationale Fachleute sollen technische Optionen bewerten. Parallel laufen in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda Kontaktverfolgung, Labortests, Sensibilisierungskampagnen und die Vorbereitung zusätzlicher Behandlungsstrukturen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Africa CDC hat den Ausbruch als gesundheitlichen Notfall kontinentaler Sicherheit eingestuft. Die Behörde koordiniert nach eigenen Angaben regionale Abstimmungen mit der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und weiteren Partnern. Uganda meldete zunächst einen importierten Fall bei einem 59-jährigen kongolesischen Mann, der am 14. Mai starb. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-infizierter-us-arzt-soll-in-berlin-behandelt-werden"><span id="infizierter-us-arzt-soll-in-berlin-behandelt-werden">Infizierter US-Arzt soll in Berlin behandelt werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bereitet parallel die Aufnahme eines US-Arztes vor, der sich in der Demokratischen Republik Kongo mit Ebola infiziert hat. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte Reuters zufolge, dass der Patient in der Sonderisolierstation der Berliner Charité behandelt werden soll. Die US-Behörden hatten Deutschland um Unterstützung gebeten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die christliche Missionsorganisation Serge identifizierte den Patienten als den Arzt Peter Stafford. Er arbeitete demnach seit 2023 am Nyankunde-Krankenhaus in der Demokratischen Republik Kongo und war bei der Behandlung von Patienten dem Virus ausgesetzt. Die US-Gesundheitsbehörde CDC teilte mit, der amerikanische Patient sei nach beruflicher Exposition positiv getestet worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufnahme in Berlin erfolgt über spezialisierte Strukturen für hochpathogene Erreger. Ob weitere exponierte Personen nach Deutschland gebracht werden, blieb zunächst offen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-alabali-radovan-warnt-vor-kurzungen-bei-gesundheitszusammenarbeit"><span id="alabali-radovan-warnt-vor-kuerzungen-bei-gesundheitszusammenarbeit">Alabali Radovan warnt vor Kürzungen bei Gesundheitszusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Alabali Radovan verwies auf langjährige deutsche Investitionen in Pandemievorsorge in Zentralafrika. Dazu zählen Frühwarnsysteme, Trainings für medizinisches Personal und Labore. Diese Strukturen seien nun im Einsatz.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-27217 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-380x265.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-1160x808.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2.jpg 1603w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„In diesem Moment zahlt sich aus, dass wir mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit schon seit vielen Jahren in die Pandemievorsorge in Zentralafrika investieren“, erklärte die Ministerin. Sie nannte Frühwarnsysteme, medizinische Trainings und Labore, „in denen jetzt im Akkord getestet wird“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan verband die aktuelle Lage mit einer Warnung vor Kürzungen in der internationalen Gesundheitszusammenarbeit: „Wer bei der internationalen Zusammenarbeit für Gesundheit spart, gefährdet Menschenleben – aktuell in Zentralafrika, aber auch schnell darüber hinaus.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausbruch-trifft-eine-bereits-belastete-region"><span id="ausbruch-trifft-eine-bereits-belastete-region">Ausbruch trifft eine bereits belastete Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ituri gehört zu den Regionen im Osten der Demokratischen Republik Kongo, in denen bewaffnete Konflikte, Vertreibung und schwache staatliche Strukturen die Gesundheitsversorgung seit Jahren belasten. Die Provinzgesundheitsbehörde setzt auf Überwachung, aktive Kontaktsuche und Aufklärung in betroffenen Zonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die WHO hat den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite eingestuft. Die Organisation betont zugleich, dass die Lage nach bisherigen Angaben nicht die Schwelle einer Pandemie-Notlage erreicht.</p>
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			<media:title type="html">Bundesminister Alabali-Radovan bei der Regierungsbefragung</media:title>
			<media:description type="html">Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabli-Radovan im Bundestag bei der Befragung der Bundesregierung, Berlin, 04.06.2025.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Alabali Radovan wirbt in London für neue Allianzen jenseits klassischer Entwicklungshilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-wirbt-in-london-fuer-neue-allianzen-jenseits-klassischer-entwicklungshilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 17:11:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland stellt seine Entwicklungspolitik strategischer auf: In London wirbt Reem Alabali Radovan für neue Allianzen mit dem Globalen Süden und investiert 18 Millionen Euro in den Equality Fund.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-wirbt-in-london-fuer-neue-allianzen-jenseits-klassischer-entwicklungshilfe/">Alabali Radovan wirbt in London für neue Allianzen jenseits klassischer Entwicklungshilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstützt einen internationalen Fonds für Frauenorganisationen und Gleichstellungsinitiativen in Afrika, Asien und Lateinamerika mit 18 Millionen Euro. Die Zusage erfolgt bei der Global Partnerships Conference in London. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verbindet die Förderung mit einer Neuaufstellung der internationalen Zusammenarbeit. Berlin setzt dabei auf neue Allianzen mit Staaten des Globalen Südens, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-setzt-auf-neue-allianzen-mit-dem-globalen-suden"><span id="berlin-setzt-auf-neue-allianzen-mit-dem-globalen-sueden">Berlin setzt auf neue Allianzen mit dem Globalen Süden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan warb in London für eine Entwicklungspolitik, die stärker strategische Interessen, wirtschaftliche Zusammenarbeit und partnerschaftliche Strukturen verbindet. Die Ministerin stellte die deutsche Linie in den Zusammenhang internationaler Reformdebatten über Vereinte Nationen, Weltbank und neue Finanzierungsmodelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Kein Land kann die großen Herausforderungen unserer Zeit allein bewältigen. Frieden, Wohlstand und Klimaschutz brauchen verlässliche internationale Partnerschaften“, erklärte Alabali Radovan. Mit Ländern des Globalen Südens wolle Deutschland „neue strategische Allianzen aufbauen – partnerschaftlich, wirtschaftlich und im gemeinsamen Interesse“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25571 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2.jpg 2076w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus/">Die Ministerin verknüpfte diese Ausrichtung ausdrücklich mit deutschen Interessen.</a> Wer in starke Partnerschaften investiere, investiere „auch immer in die politische, wirtschaftliche und geostrategische Stärke und Sicherheit Deutschlands“.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-equality-fund-bundelt-offentliche-mittel-und-privatkapital"><span id="equality-fund-buendelt-oeffentliche-mittel-und-privatkapital">Equality Fund bündelt öffentliche Mittel und Privatkapital</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Equality Fund kombiniert Privatkapital, staatliche Förderung und Erlöse aus Unternehmensbeteiligungen. Mit den Mitteln sollen zivilgesellschaftliche Organisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf Frauenorganisationen und Gleichberechtigungsinitiativen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Zusage von 18 Millionen Euro fällt in eine Phase, in der Gleichstellungsprogramme international unter Druck geraten. Das Bundesentwicklungsministerium stellt die Förderung auch als Gegenposition zur veränderten Förderpolitik der US-Regierung dar. Washington streicht demnach Organisationen und Ländern, die Gleichstellung fördern, Mittel oder erschwert ihnen den Zugang zu Finanzierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Berlin verbindet der Fonds klassische Entwicklungsfinanzierung mit privatem Kapital. Damit folgt die Bundesregierung einer breiteren Verschiebung in der internationalen Entwicklungspolitik: Öffentliche Mittel sollen stärker private Investitionen mobilisieren und langfristigere Finanzierungsstrukturen ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-london-konferenz-bringt-staaten-wirtschaft-und-zivilgesellschaft-zusammen"><span id="london-konferenz-bringt-staaten-wirtschaft-und-zivilgesellschaft-zusammen">London-Konferenz bringt Staaten, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Global Partnerships Conference findet am 19. und 20. Mai in London statt. Großbritannien richtet das Treffen gemeinsam mit Südafrika, der Children’s Investment Fund Foundation und British International Investment aus. Unter den rund 500 Teilnehmenden sind Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Etwa die Hälfte stammt aus dem Globalen Süden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die britische Regierung beschreibt die Konferenz als Versuch, internationale Entwicklungspolitik stärker auf Investitionen, Technologie und lokale Führung auszurichten. London spricht dabei von einem Übergang von klassischer Hilfe zu Partnerschaften, die wirtschaftliches Wachstum, Eigenständigkeit und widerstandsfähige Institutionen fördern sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die britische Entwicklungsministerin Jenny Chapman erklärte im Vorfeld, viele Entwicklungsländer wollten mehr Kontrolle über eigene Prioritäten, mehr Investitionen und stärkere eigene Gesundheits- und Bildungssysteme. Der neue Ansatz solle Mittel wirksamer einsetzen, da Entwicklungsbudgets in mehreren Geberstaaten unter Druck stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hormus-krise-verscharft-debatte-uber-versorgungssicherheit"><span id="hormus-krise-verschaerft-debatte-ueber-versorgungssicherheit">Hormus-Krise verschärft Debatte über Versorgungssicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz steht auch im Zeichen internationaler Krisen, die Lieferketten, Energiepreise und Ernährungssicherheit belasten. Die britische Außenministerin Yvette Cooper verwies in London auf die Krise in der Straße von Hormus. Dort seien nach ihrer Darstellung Transporte von Energie, Düngemitteln und Gütern massiv eingeschränkt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/55280707654_a77173b798_k.jpg" alt="" class="wp-image-27496 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/55280707654_a77173b798_k.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/55280707654_a77173b798_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/55280707654_a77173b798_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/55280707654_a77173b798_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/55280707654_a77173b798_k-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Cooper nannte besonders die Folgen für Länder des Globalen Südens. Düngemittel für Afrika seien betroffen, zugleich wachse der Druck auf Pflanzsaisons, Ernteerträge und Nahrungsmittelpreise. Das Welternährungsprogramm warne vor dem Risiko, dass in diesem Jahr 45 Millionen Menschen im Globalen Süden in akuten Hunger gedrängt werden könnten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-und-grossbritannien-vertiefen-zusammenarbeit-bei-migration-sicherheit-und-handel/">Die britische Regierung will Entwicklungsfinanzierung, Diplomatie und Investitionen enger verbinden.</a> Cooper kündigte zusätzliche Investitionen von British International Investment für Klimavorhaben in Schwellenländern an. Die Mittel sollen den Übergang zu sauberer Energie und mehr Energiesicherheit unterstützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hamburg-konferenz-wird-nachster-reformtermin"><span id="hamburg-konferenz-wird-naechster-reformtermin">Hamburg-Konferenz wird nächster Reformtermin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan will die Ergebnisse aus London, der OECD-Konferenz zur Zukunft der Entwicklungspolitik in Paris und den <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" type="post" id="26282">UN80-Diskussionen zur Reform der Vereinten Nationen</a> in die <a href="https://fokus-afrika.de/hamburg-sustainability-conference-afrikas-beitrag-zur-globalen-nachhaltigkeit/">Hamburg Sustainability Conference</a> einbringen. Die Konferenz findet am 29. und 30. Juni statt und wird vom Bundesentwicklungsministerium mitinitiiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit rückt Deutschland seine Entwicklungspolitik in eine Abfolge internationaler Reformformate. Im Zentrum stehen neue Finanzierungswege, stärkere Beteiligung privater Akteure und Partnerschaften mit Staaten des Globalen Südens. Die Londoner Konferenz liefert dafür einen weiteren politischen Rahmen.</p>
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			<media:description type="html">Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>EU richtet Entwicklungspolitik stärker auf Krisenregionen aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-krisenregionen-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 16:46:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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<p>Die EU stellt ihre Entwicklungspolitik neu auf: mehr Fokus auf fragile Staaten, Sahel und Subsahara-Afrika, während die weltweite Entwicklungshilfe deutlich sinkt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-krisenregionen-aus%2F&amp;action_name=EU%20richtet%20Entwicklungspolitik%20st%C3%A4rker%20auf%20Krisenregionen%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-krisenregionen-aus/">EU richtet Entwicklungspolitik stärker auf Krisenregionen aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union will ihre Entwicklungspolitik stärker auf fragile Staaten und Regionen ausrichten und dabei Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und nachhaltige Entwicklung enger verbinden. Am 18. Mai 2026 berieten die EU-Entwicklungsminister in Brüssel über diese Linie. Unter dem Vorsitz der Hohen Vertreterin Kaja Kallas beschlossen sie Schlussfolgerungen für einen kohärenteren Umgang mit Fragilität. Besonders genannt werden Subsahara-Afrika, der Sahel, kleine Inselstaaten und Binnenentwicklungsländer.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungspolitik-wird-starker-mit-eu-aussenpolitik-verzahnt"><span id="entwicklungspolitik-wird-staerker-mit-eu-aussenpolitik-verzahnt">Entwicklungspolitik wird stärker mit EU-Außenpolitik verzahnt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister stellten die künftige Ausrichtung der europäischen Entwicklungszusammenarbeit in einen geopolitischen Rahmen. Die EU will ihre außenpolitischen Instrumente sichtbarer, besser abgestimmt und stärker auf konkrete Wirkungen ausrichten. Entwicklungspolitik bleibt dabei ein zentraler Bestandteil der Außenbeziehungen, soll aber enger mit wirtschaftlichen und außenpolitischen Interessen der Union verbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat beschreibt Fragilität als wachsende globale Herausforderung. Konflikte, Armut, Klimafolgen, Vertreibung, irreguläre Migration und schwache Institutionen greifen demnach zunehmend ineinander. Die EU will deshalb humanitäre Hilfe, Entwicklungspolitik und Friedensförderung stärker zusammenführen. Dieser Ansatz wird in Brüssel als Humanitarian-Development-Peace-Nexus bezeichnet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27491 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2.jpg 1199w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In fragilen Staaten sollen EU-Programme künftig stärker auf Prävention, Widerstandsfähigkeit, soziale Grundversorgung und lokale wirtschaftliche Perspektiven ausgerichtet werden. Genannt werden unter anderem Wasser, Ernährung, Wohnen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Justiz und verlässliche Institutionen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-und-subsahara-afrika-bleiben-im-fokus"><span id="sahel-und-subsahara-afrika-bleiben-im-fokus">Sahel und Subsahara-Afrika bleiben im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat fordert ein langfristiges Engagement in Ländern und Regionen mit hoher oder extremer Fragilität. <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-terrorismus-in-subsahara-afrika/">Subsahara-Afrika</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist/" type="post" id="22891">Sahel</a> werden dabei ausdrücklich genannt. Hinzu kommen kleine Inselentwicklungsländer, Binnenentwicklungsländer sowie die östliche und südliche Nachbarschaft der EU.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diese Regionen will die EU flexiblere Finanzierungsinstrumente einsetzen. Dazu gehören Mechanismen, mit denen private Investitionen abgesichert und Mittel für lokale Unternehmen, kleine und mittlere Betriebe sowie Beschäftigung mobilisiert werden sollen. Zugleich verweist der Rat auf Schuldentragfähigkeit und Transparenz in Partnerländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU setzt dabei weiter auf den Team-Europe-Ansatz. Er bündelt Beiträge der EU-Institutionen, der Mitgliedstaaten, europäischer Entwicklungsbanken und weiterer Akteure. Lokale Behörden, Zivilgesellschaft, unabhängige Medien und der private Sektor sollen stärker einbezogen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-global-gateway-soll-in-fragilen-staaten-vorsichtiger-eingesetzt-werden"><span id="global-gateway-soll-in-fragilen-staaten-vorsichtiger-eingesetzt-werden">Global Gateway soll in fragilen Staaten vorsichtiger eingesetzt werden</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-27490 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-683x1024.jpg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-768x1151.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-1025x1536.jpg 1025w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-380x570.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-800x1199.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-1160x1739.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b.jpg 1331w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungsminister befassten sich auch mit der Rolle der Global-Gateway-Strategie. <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Das Programm wurde 2021 gestartet und soll öffentliche und private Mittel für nachhaltige Investitionen weltweit mobilisieren.</a> Im Rat wurde Global Gateway als Instrument beschrieben, mit dem die EU außenpolitische Prioritäten über Partnerschaften und konkrete Projekte umsetzen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In fragilen Staaten soll Global Gateway nach den Schlussfolgerungen konfliktbewusst eingesetzt werden. <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/" type="post" id="21384">Investitionen sollen andere EU-Instrumente ergänzen und keine bestehenden Spannungen verschärfen.</a> Brüssel verbindet damit die Erwartung, dass Infrastruktur- und Investitionsprojekte Arbeitsmöglichkeiten schaffen und Stabilität fördern können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister sprachen zugleich über bessere Steuerung, engere Koordination und strategischere Kommunikation. EU-Delegationen und Mitgliedstaaten sollen in Partnerländern abgestimmter auftreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sinkende-entwicklungshilfe-erhoht-den-druck"><span id="sinkende-entwicklungshilfe-erhoeht-den-druck">Sinkende Entwicklungshilfe erhöht den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte fand vor dem Hintergrund rückläufiger Entwicklungshilfe statt. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-verfehlt-2025-erneut-das-un-ziel-fuer-entwicklungshilfe/" type="post" id="26364">Die EU und ihre Mitgliedstaaten blieben 2025 mit 82,5 Milliarden Euro der weltweit größte Geber öffentlicher Entwicklungshilfe.</a> Das entsprach 48 Prozent der globalen ODA-Mittel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sank die europäische Entwicklungshilfe von 89,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 82,5 Milliarden Euro im Jahr 2025. Der Anteil am Bruttonationaleinkommen der EU ging von 0,50 auf 0,44 Prozent zurück. Die EU liegt damit weiter unter dem gemeinsamen Ziel von 0,7 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Mittel für die am wenigsten entwickelten Länder bleiben hinter dem EU-Ziel zurück. 2024 flossen 14,5 Milliarden Euro in diese Ländergruppe. Das entsprach 0,08 Prozent des EU-Bruttonationaleinkommens. Angestrebt sind 0,2 Prozent bis 2030.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat verweist zugleich auf einen historischen Rückgang der weltweiten Entwicklungshilfe. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung meldete für 2025 einen Rückgang der ODA-Leistungen der DAC-Geber um 23,1 Prozent gegenüber 2024.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-iran-konflikt-belastet-energie-transport-und-ernahrung"><span id="iran-konflikt-belastet-energie-transport-und-ernaehrung">Iran-Konflikt belastet Energie, Transport und Ernährung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Auf der Tagesordnung stand auch der Iran-Konflikt.</a> Die Minister sprachen über Folgen für Energie- und Transportwege, Risiken für Ernährungssicherheit und mögliche Engpässe bei Düngemitteln. Betroffen sind vor allem Länder, die stark von Importen, hohen Transportkosten oder anfälligen Lieferketten abhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU will ihre Entwicklungszusammenarbeit bilateral und in internationalen Foren einsetzen, um besonders belastete Partnerländer zu unterstützen. Im Rat wurden zudem mögliche Auswirkungen auf Migration, das multilaterale System und die regelbasierte internationale Ordnung angesprochen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hungerbekampfung-in-subsahara-afrika-bleibt-teil-der-eu-agenda"><span id="hungerbekaempfung-in-subsahara-afrika-bleibt-teil-der-eu-agenda">Hungerbekämpfung in Subsahara-Afrika bleibt Teil der EU-Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat griff auch einen Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs zur Unterstützung der EU im Kampf gegen Hunger in Subsahara-Afrika auf. Zwischen 2014 und 2024 schloss die EU über verschiedene Instrumente Verträge über rund 23,2 Milliarden Euro für hungerbezogene Vorhaben ab. Knapp die Hälfte dieser Summe war für Subsahara-Afrika bestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Brüssel will humanitäre Hilfe stärker mit längerfristiger Entwicklung verbinden. Dazu zählen widerstandsfähige Agrar- und Ernährungssysteme, bessere Zielgenauigkeit der Programme und eine genauere Messung der Ergebnisse. Die EU sieht Ernährungssicherheit, Wasserversorgung und Fragilität als eng miteinander verbunden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Darmanin in Algier: Frankreich und Algerien im Annäherungsversuch</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/darmanin-in-algier-frankreich-und-algerien-im-annaeherungsversuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 15:03:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Gérald Darmanin reist nach Algier, um die Justizkooperation zwischen Frankreich und Algerien neu zu starten. Auf der Agenda stehen Auslieferungen, Sicherheitsfragen und der Fall Christophe Gleizes.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdarmanin-in-algier-frankreich-und-algerien-im-annaeherungsversuch%2F&amp;action_name=Darmanin%20in%20Algier%3A%20Frankreich%20und%20Algerien%20im%20Ann%C3%A4herungsversuch&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/darmanin-in-algier-frankreich-und-algerien-im-annaeherungsversuch/">Darmanin in Algier: Frankreich und Algerien im Annäherungsversuch</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin will in Algier die stark geschwächte Justizkooperation mit Algerien neu starten und mehrere belastete Dossiers voranbringen. Er traf am Sonntagabend zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in der algerischen Hauptstadt ein. Dort wurde er von seinem algerischen Amtskollegen Lotfi Boudjemaâ empfangen. Auf der Tagesordnung stehen Auslieferungen, Vermögensfragen, konsularische Fälle und <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-bestaetigt-siebenjaehrige-haftstrafe-gegen-franzoesischen-journalisten-christophe-gleizes/" type="post" id="22633">die Lage des in Algerien inhaftierten französischen Journalisten Christophe Gleizes.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vertrauen-nach-langer-krise"><span id="vertrauen-nach-langer-krise">Vertrauen nach langer Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise fällt in eine Phase vorsichtiger Annäherung zwischen Paris und Algier. <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-wirft-algerien-spionage-und-druck-auf-doppelstaatler-vor/" type="post" id="23942">Die Beziehungen waren fast zwei Jahre lang von einer schweren diplomatischen Krise geprägt.</a> Nun versucht die französische Regierung, den Dialog in Sicherheits-, Migrations- und Justizfragen wieder aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darmanin ist bereits das dritte Mitglied der französischen Regierung, das seit Jahresbeginn nach Algerien reist. Zuvor hatte Innenminister Laurent Nuñez im Februar in Algier Sicherheits- und Migrationsgespräche wieder aufgenommen. Auch die Rückkehr des französischen Botschafters nach Algerien und die Wiederaufnahme konsularischer Passierscheine gelten in Paris als Zeichen der Entspannung.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">🇫🇷🇩🇿 À Alger, nous avons tenu, avec mon homologue Lotfi Boudjemaa, plusieurs réunions de travail, en présence de hauts magistrats français, pour relancer notre coopération judiciaire qui était à l’arrêt depuis presque deux ans. Nous avons notamment abordé la question de la… <a href="https://t.co/1ErCiNPcZV">pic.twitter.com/1ErCiNPcZV</a></p>— Gérald DARMANIN (@GDarmanin) <a href="https://twitter.com/GDarmanin/status/2056336746166603841?ref_src=twsrc%5Etfw">May 18, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Justizministerium erklärte vor der Reise: „Wir werden versuchen, das Vertrauensverhältnis mit Algerien wiederherzustellen.“ Zugleich hieß es: „Die Sicherheit Frankreichs führt über Algerien und umgekehrt.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auslieferungen-vermogen-und-konsularische-falle"><span id="auslieferungen-vermoegen-und-konsularische-faelle">Auslieferungen, Vermögen und konsularische Fälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien will bei den Gesprächen mehrere eigene Anliegen ansprechen. Dazu gehören die Auslieferung von Personen, die von der algerischen Justiz verurteilt wurden, die Rückgabe unrechtmäßig erworbener Vermögenswerte und die Situation eines algerischen Konsularbeamten, der seit mehr als einem Jahr in Frankreich inhaftiert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beamte konnte nach französischer Darstellung Besuchsrechte wahrnehmen. Das französische Justizministerium verwies dabei auf den Respekt vor der Unabhängigkeit der Justiz. Algerien erlaubte im Gegenzug einer französischen konsularischen Delegation einen Besuch beim inhaftierten Journalisten Christophe Gleizes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris will bei der Reise eine Justizkooperation wiederbeleben, die während der Krise deutlich an Tempo verloren hatte. Dabei geht es auch um Strafverfolgung bei Drogenhandel, Terrorismus und Migration.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-fall-christophe-gleizes-bleibt-belastend"><span id="der-fall-christophe-gleizes-bleibt-belastend">Der Fall Christophe Gleizes bleibt belastend</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt auf französischer Seite ist der Fall Christophe Gleizes. Der französische Journalist verbüßt in Algerien eine siebenjährige Haftstrafe wegen „Apologie des Terrorismus“. Er war festgenommen worden, als er an einem Bericht über eine angebliche kabylische Fußballnationalmannschaft arbeitete.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27469 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darmanin will in Algier über seine Freilassung sprechen. Eine solche Freilassung könnte nach französischer Darstellung nur durch eine Begnadigung des algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune möglich werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Frankreich kommt außerdem die Frage möglicher Auslieferungen von Mitgliedern der sogenannten DZ Mafia hinzu, die sich nach französischen Angaben nach Algerien abgesetzt haben sollen. Die Gruppierung steht in Frankreich im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität und Drogenhandel im Fokus der Ermittlungsbehörden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-setzt-auf-sicherheitskooperation-mit-algerien"><span id="paris-setzt-auf-sicherheitskooperation-mit-algerien">Paris setzt auf Sicherheitskooperation mit Algerien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Regierung verbindet die Justizgespräche mit einer breiteren sicherheitspolitischen Annäherung. In Paris wird Algerien wieder stärker als Partner bei Terrorismusbekämpfung, organisierter Kriminalität und Migration behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf/" type="post" id="27198">Die Entspannung begann nach Monaten weitgehender Blockade.</a> Innenminister Laurent Nuñez hatte nach seiner Ernennung im Oktober einen weniger konfrontativen Ton gegenüber Algerien gewählt und im Februar in Algier die Zusammenarbeit in Sicherheits- und Migrationsfragen wieder angeschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darmanin reist mit einer Delegation hochrangiger Richter und Justizvertreter. Die Gespräche sollen die praktische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern wieder in Gang bringen, nachdem politische Spannungen Verfahren, Auskünfte und konsularische Abläufe erschwert hatten.</p>
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		<item>
		<title>USA töten IS-Führer in Nigeria – und greifen weiter Islamisten an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-toeten-is-fuehrer-in-nigeria-und-greifen-weiter-islamisten-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 12:14:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die USA und Nigeria erhöhen den Druck auf den Islamischen Staat in Nordnigeria: Nach der Tötung eines hochrangigen IS-Funktionärs meldet die nigerianische Armee mehr als 20 getötete ISWAP-Kämpfer.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-toeten-is-fuehrer-in-nigeria-und-greifen-weiter-islamisten-an%2F&amp;action_name=USA%20t%C3%B6ten%20IS-F%C3%BChrer%20in%20Nigeria%20%E2%80%93%20und%20greifen%20weiter%20Islamisten%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die USA und Nigeria haben im Nordosten Nigerias erneut Ziele des Islamischen Staates angegriffen. Der Einsatz erfolgte am 17. Mai. Das US-Afrika-Kommando AFRICOM <a href="https://www.africom.mil/pressrelease/36570">erklärte</a>, Geheimdienstinformationen hätten die Ziele als IS-Kämpfer bestätigt, die vollständige Bewertung laufe noch. Die nigerianische Armee sprach von mehr als 20 getöteten Kämpfern des IS-Ablegers ISWAP.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zweiter-einsatz-innerhalb-weniger-tage"><span id="zweiter-einsatz-innerhalb-weniger-tage">Zweiter Einsatz innerhalb weniger Tage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Angriffe folgten auf eine gemeinsame Operation der USA und Nigerias am 16. Mai. Dabei wurde nach Angaben von AFRICOM Abu-Bilal al-Minuki getötet, den die USA als Direktor globaler Operationen des Islamischen Staates bezeichneten. Auch weitere hochrangige IS-Führer seien bei dem Einsatz ums Leben gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">US-Soldaten wurden nach Angaben des Kommandos nicht verletzt. Beim folgenden Einsatz am 17. Mai seien weder amerikanische noch nigerianische Kräfte zu Schaden gekommen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/AFRICOM?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AFRICOM</a>, in continued coordination with Nigeria, conducted kinetic strikes against ISIS fighters in NE Nigeria on May 17. No U.S. or Nigerian forces were harmed. <br><br>Full press release: <a href="https://t.co/7xuos8L1MK">https://t.co/7xuos8L1MK</a><a href="https://twitter.com/hashtag/AFRICOM?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AFRICOM</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Nigeria?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Nigeria</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/CounterTerrorism?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#CounterTerrorism</a> <a href="https://t.co/qK8pyky7od">pic.twitter.com/qK8pyky7od</a></p>— U.S. Africa Command (AFRICOM) (@USAfricaCommand) <a href="https://twitter.com/USAfricaCommand/status/2056271337828577495?ref_src=twsrc%5Etfw">May 18, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM-Kommandeur Dagvin Anderson sagte, die Operation zeige den „außergewöhnlichen Wert der Partnerschaft zwischen den USA und Nigeria“. Beide Staaten würden terroristische Bedrohungen weiter verfolgen und neutralisieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-al-minuki-soll-is-netzwerk-weltweit-gesteuert-haben"><span id="al-minuki-soll-is-netzwerk-weltweit-gesteuert-haben">Al-Minuki soll IS-Netzwerk weltweit gesteuert haben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Al-Minuki soll nach Darstellung der USA strategische Vorgaben für das globale IS-Netzwerk gemacht haben. Dazu gehörten Medienarbeit, Finanzoperationen sowie Entwicklung und Herstellung von Waffen, Sprengstoff und Drohnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM bezeichnete ihn als einen der aktivsten Terroristen weltweit. Er habe eine bedeutende Rolle bei der Planung von Angriffen und bei der Anordnung von Geiselnahmen gespielt. Die USA hatten ihn bereits seit 2023 mit Sanktionen belegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Tötung Al-Minikus dankte Nigerias Präsident Bola Tinubu US-Präsident Donald Trump für dessen Unterstützung. Tinubu erklärte, er erwarte weitere entschlossene Angriffe gegen terroristische Rückzugsräume im Land.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nordnigeria-bleibt-von-mehreren-gewaltakteuren-gepragt"><span id="nordnigeria-bleibt-von-mehreren-gewaltakteuren-gepraegt">Nordnigeria bleibt von mehreren Gewaltakteuren geprägt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/">Der Nordosten Nigerias ist seit Jahren Schauplatz eines Aufstands dschihadistischer Gruppen.</a> Boko Haram begann 2009 mit seiner Gewaltkampagne. Später gewann der rivalisierende Ableger Islamischer Staat Provinz Westafrika, kurz ISWAP, an Bedeutung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="732" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-1024x732.jpeg" alt="" class="wp-image-27463 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-1024x732.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-300x214.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-768x549.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-1536x1097.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-380x272.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-800x572.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-1160x829.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea.jpeg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach UN-Angaben wurden seit Beginn des Aufstands mehr als 40.000 Menschen getötet. Rund zwei Millionen Menschen wurden vertrieben. Besonders betroffen sind Bundesstaaten wie Borno, wo dschihadistische Gruppen Dörfer, Sicherheitskräfte, Arbeitergruppen und Militärstützpunkte angreifen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Boko Haram und ISWAP leidet Nordnigeria unter bewaffneten kriminellen Gruppen. Sie greifen Dörfer an und entführen Menschen, häufig mit dem Ziel, Lösegeld zu erpressen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entfuhrungen-und-angriffe-nehmen-zu"><span id="entfuehrungen-und-angriffe-nehmen-zu">Entführungen und Angriffe nehmen zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Wochen haben Boko Haram und ISWAP ihre Angriffe verstärkt. Zu den Zielen gehörten Dörfer, Polizeiposten, Holzfäller, Fischer und Militärbasen. Dabei wurden Zivilisten und Angehörige der Sicherheitskräfte getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den jüngsten Vorfällen zählt die Entführung von rund 40 Kindern aus dem Dorf Mussa im Bundesstaat Borno. Die Tat wurde mutmaßlichen Dschihadisten zugeschrieben. Zudem meldete die nigerianische Polizei den Tod von 17 Polizisten bei einem weiteren Angriff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA hatten die Sicherheitslage in Nigeria zuletzt auch politisch aufgegriffen. <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-gewalt-verschaerft-humanitaere-krise-jenseits-religioeser-konfliktlinien/">Präsident Trump sprach von einer Verfolgung von Christen in Nigeria</a>. <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-trumps-vorwurf-eines-christen-genozids-zurueck/" type="post" id="21480">Die nigerianische Regierung wies diese Darstellung zurück und erklärte, Christen und Muslime seien gleichermaßen Opfer der Gewalt.</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Piraten vor Somalia greifen wieder Handelsschiffe an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/piraten-vor-somalia-greifen-wieder-handelsschiffe-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 11:48:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Piraterie vor Somalia ist zurück: Handelsschiffe werden wieder angegriffen, Besatzungen für Lösegeld festgehalten und Marinekräfte sind durch Krisen im Nahen Osten gebunden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpiraten-vor-somalia-greifen-wieder-handelsschiffe-an%2F&amp;action_name=Piraten%20vor%20Somalia%20greifen%20wieder%20Handelsschiffe%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Vor der Küste Somalias nehmen Piratenangriffe wieder zu und belasten die Sicherheit einer wichtigen Route im Indischen Ozean. Im April und Mai wurden mehrere Dhaus und größere Handelsschiffe angegriffen, einige Schiffe und Besatzungen wurden für Lösegeld festgehalten. Das Joint Maritime Information Center stufte die Bedrohung durch Piraterie inzwischen als „severe“, also schwerwiegend, ein. Die neue Angriffswelle trifft auf internationale Marinekräfte, die durch Krisen im Nahen Osten bereits stark gebunden sind. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tankerentfuhrung-vor-jemen-weist-auf-neue-fahigkeiten-hin"><span id="tankerentfuehrung-vor-jemen-weist-auf-neue-faehigkeiten-hin">Tankerentführung vor Jemen weist auf neue Fähigkeiten hin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. Mai wurde der Öltanker „Eureka“ in jemenitischen Gewässern entführt. Sicherheitsbehörden in Puntland erklärten, die Piraten seien aus einem abgelegenen Küstengebiet nahe Qandala am Golf von Aden gestartet. Für Schiff und Besatzung sollen sie ein Lösegeld von zehn Millionen US-Dollar gefordert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entführung ereignete sich weit entfernt von der somalischen Küste. Das deutet auf ein höheres Maß an Organisation und Reichweite hin als bei anderen Gruppen, die in der Region aktiv sind. Beobachter sehen darin ein mögliches Zeichen für eine dritte Piratengruppe, die im westlichen Indischen Ozean operiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits Ende 2025 hatten mehrere Angriffe Sorge ausgelöst. Während des Nordostmonsuns von Dezember bis März gingen die Aktivitäten vorübergehend zurück, weil Wind und Wellengang Operationen auf See erschweren. Mit dem ruhigeren Wetterfenster im April und Mai nahmen die Vorfälle wieder zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handelsschiffe-ohne-schutz-werden-leichte-ziele"><span id="handelsschiffe-ohne-schutz-werden-leichte-ziele">Handelsschiffe ohne Schutz werden leichte Ziele</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei erfolgreiche Entführungen im April betrafen die Handelsschiffe „Honour 25“ und „Sward“. Beide befanden sich nahe der somalischen Küste, wo die Gefahr von Piratenangriffen traditionell höher ist. Zudem waren nach den vorliegenden Angaben keine bewaffneten Sicherheitskräfte an Bord.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Piraten zielen vor allem auf Entführungen und Lösegeldforderungen. Für den Verkauf gestohlener Container, Öl- oder Frachtladungen fehlen ihnen Infrastruktur und Zugang zu illegalen Absatzmärkten. Besatzungen und wertvolle Schiffe bleiben deshalb ihr bevorzugtes Druckmittel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1024x686.jpg" alt="" class="wp-image-27458 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1024x686.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-800x536.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1160x777.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders Öltanker auf Routen von oder nach Yanbu in Saudi-Arabien gelten als attraktive Ziele. Die Ladung, die Besatzungen und die angespannten Handelswege in der Region erhöhen das Erpressungspotenzial. Zugleich führt mehr Schiffsverkehr entlang der nord-somalischen Küste zu zusätzlichen Angriffsmöglichkeiten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-alte-piraterienetzwerke-bleiben-aktiv"><span id="alte-piraterienetzwerke-bleiben-aktiv">Alte Piraterienetzwerke bleiben aktiv</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia war in den 2000er-Jahren eines der Zentren der weltweiten Piraterie. Der Höhepunkt wurde 2011 erreicht, als hunderte Angriffe registriert wurden. Internationale Marineeinsätze, bessere Schutzmaßnahmen der Reedereien und bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord senkten die Zahlen danach deutlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/piraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika/">Die Strukturen verschwanden jedoch nicht vollständig.</a> Netzwerke, Ortskenntnis und operative Erfahrung blieben erhalten. Viele frühere Akteure verlagerten sich auf andere illegale Aktivitäten, darunter Waffenschmuggel, Schleusung, Drogenhandel, illegale Fischerei und kriminelle Finanzströme im Zusammenhang mit Holzkohle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückkehr der Angriffe zeigt, dass die Piraterie vor Somalia nicht allein durch Patrouillen eingedämmt werden kann. Illegale, unregulierte und ungemeldete Fischerei belastet weiter die Lebensgrundlagen vieler Küstengemeinden. Wenn Fischerei Einkommen zerstört und alternative Arbeitsmöglichkeiten fehlen, steigt das Risiko, dass lokale Gruppen wieder auf Piraterie zurückgreifen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marinekrafte-sind-durch-nahost-krisen-gebunden"><span id="marinekraefte-sind-durch-nahost-krisen-gebunden">Marinekräfte sind durch Nahost-Krisen gebunden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Marineeinsätze haben die Piraterie seit 2008 stark zurückgedrängt, aber nicht beseitigt. <a href="https://fokus-afrika.de/iran-krieg-eu-baut-marineeinsaetze-vor-afrikas-kuesten-aus/" type="post" id="26121">Die EU-Mission Atalanta ist weiterhin aktiv, verfügt in der Region jedoch nur über begrenzte Schiffs- und Luftkapazitäten.</a> Auch die multinationale Combined Task Force 151 operiert weiter, ist aber Teil einer von den USA geführten Sicherheitsstruktur mit Hauptquartier in Bahrain.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/spannungen-am-roten-meer-aethiopien-und-eritrea-warnen-einander-vor-krieg/" type="post" id="22411">Die Krisen im Roten Meer </a>und <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bereitet-unterstuetzung-am-persischen-golf-vor/" type="post" id="26834">am Persischen Golf binden zusätzliche Kräfte.</a> Verlegungen in Richtung Rotes Meer und Straße von Hormus schränken die Möglichkeiten ein, zugleich vor Somalia dauerhaft präsent zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalias eigene maritime Sicherheitskräfte verfügen nur über begrenzte Reichweite. Die Bundesregierung in Mogadischu konzentriert sich vor allem auf den Kampf gegen al-Shabaab im Süden des Landes. In der Praxis übernehmen regionale Strukturen wie die Puntland Maritime Police Force eine wichtige Rolle gegen Piraterie im Norden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-turkei-baut-rolle-vor-somalias-kuste-aus"><span id="tuerkei-baut-rolle-vor-somalias-kueste-aus">Türkei baut Rolle vor Somalias Küste aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Türkei ist in Somalias maritimer Sicherheitspolitik stärker präsent geworden. <a href="https://fokus-afrika.de/tuerkischer-geheimdienstbericht-warnt-vor-fuenf-risiken-in-somalia/" type="post" id="22699">Seit 2024 unterzeichnete Ankara mehrere Vereinbarungen mit der somalischen Bundesregierung.</a> Eine davon überträgt der türkischen Marine Aufgaben beim Schutz somalischer Hoheitsgewässer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar 2026 verlängerte das türkische Parlament das Mandat für türkische Marinekräfte im Golf von Aden, in somalischen Gewässern, im Arabischen Meer und angrenzenden Regionen um ein weiteres Jahr. Zugleich befinden sich türkische maritime Wirtschaftsinteressen vor Somalias Küste, darunter eine Tiefsee-Bohrmission vor der Küste von Galmudug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Angriffe treffen damit eine Region, in der lokale Sicherheitsdefizite, internationale Handelsrouten und geopolitische Interessen eng ineinandergreifen. Ob aus einzelnen Entführungen eine längere Pirateriewelle entsteht, hängt auch davon ab, ob Lösegelder gezahlt werden und weitere Gruppen das Vorgehen kopieren.</p>
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			<media:title type="html">Pirates_capture-May_2009-3</media:title>
			<media:description type="html">090513-N-0743B-084 
GULF OF ADEN (May 13, 2009) USS Gettysburg (CG 64) Verify Board Search and Seizure (VBSS) and US Coast Guard Law Enforcement Detachment 409 capture suspected pirates after responding to a merchant vessel distress signal while operating in the Combined Maritime Forces (CMF) area of responsibility as part of Combined Task Force (CTF) 151. CTF 151 is a multinational task force established to conduct counter-piracy operations under a mission-based mandate throughout the CMF area of responsibility to actively deter, disrupt and suppress piracy in order to protect global maritime security and secure freedom of navigation for the benefit of all nations. (U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist First Class Eric L. Beauregard/Released)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>AfD-Anfrage: 10% der Beschäftigten in Bundesverwaltung mit Einwanderungsgeschichte</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-anfrage-10-der-beschaeftigten-in-bundesverwaltung-mit-einwanderungsgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 11:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nur 9,9 Prozent der Beschäftigten in der Bundesverwaltung haben eine Einwanderungsgeschichte. Die Bundesregierung weist zugleich Quoten bei Einstellungen zurück und verweist auf das Prinzip der Bestenauslese.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afd-anfrage-10-der-beschaeftigten-in-bundesverwaltung-mit-einwanderungsgeschichte/">AfD-Anfrage: 10% der Beschäftigten in Bundesverwaltung mit Einwanderungsgeschichte</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beziffert den Anteil von Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte in der Bundesverwaltung auf 9,9 Prozent. Für das Jahr 2024 stützt sie sich auf den Diversität und Chancengleichheit Survey. Auf eine <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/058/2105818.pdf">Kleine Anfrage</a> der AfD-Fraktion erklärte das Bundesinnenministerium zugleich, es gebe keine festen Quoten oder Vorauswahlen für Bewerberinnen und Bewerber mit Einwanderungsgeschichte. Personalentscheidungen müssten weiter an Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ausgerichtet sein. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundesregierung-nennt-befragung-als-datengrundlage"><span id="bundesregierung-nennt-befragung-als-datengrundlage">Bundesregierung nennt Befragung als Datengrundlage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl beruht auf einer anonymisierten Beschäftigtenbefragung in der Bundesverwaltung. Das Konzept der „Personen mit Einwanderungsgeschichte“ folgt der Definition des Statistischen Bundesamts. Danach werden Personen erfasst, die selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben diesem Konzept nennt die Bundesregierung auch Zahlen zum weiter gefassten Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“. Nach dem Diversität und Chancengleichheit Survey lag ihr Anteil in der Bundesverwaltung 2024 bei 16,2 Prozent. Im Survey 2019 waren es 12 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist darauf, dass Menschen mit Einwanderungsgeschichte gemessen an ihrem Anteil in der Bevölkerung seltener in der Bundesverwaltung vertreten seien. <a href="https://fokus-afrika.de/personen-mit-einwanderungsgeschichte-praegen-gruendungsdynamik-in-deutschland/">Die Gründe dafür könnten unterschiedlich sein.</a> Die Diversitätsstrategie setze deshalb vor allem bei Stellenausschreibungen, Praktikumsplätzen und der Ansprache des Bundes als Arbeitgeber an. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-festen-quoten-bei-einstellungen"><span id="keine-festen-quoten-bei-einstellungen">Keine festen Quoten bei Einstellungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung erklärte, in der Bundesverwaltung gebe es keine Vorauswahl und keine feste Quote zur Einladung von Bewerberinnen und Bewerbern mit Einwanderungsgeschichte. Unterschiedliche Bewerberlisten für Personen mit und ohne Einwanderungsgeschichte seien ihr für die Bundesverwaltung nicht bekannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="950" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-1024x950.jpg" alt="" class="wp-image-27453 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-1024x950.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-300x278.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-768x712.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-380x352.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-800x742.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-1160x1076.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch quantitative Zielvorgaben zur Erhöhung des Anteils von Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte gebe es innerhalb der Bundesverwaltung nicht. Für Personalentscheidungen gelten nach Darstellung der Bundesregierung Artikel 33 Absatz 2 des Grundgesetzes sowie die Vorgaben des Bundesbeamtengesetzes. Maßgeblich seien Eignung, Befähigung und fachliche Leistung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält zugleich fest, dass Diversitätskompetenz kein eigenständiges Auswahlkriterium außerhalb dieser Vorgaben sei. Je nach Stelle könne ein Anforderungsprofil jedoch soziale Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt oder Kenntnisse des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes berücksichtigen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diversitatsstrategie-gilt-unverandert-fort"><span id="diversitaetsstrategie-gilt-unveraendert-fort">Diversitätsstrategie gilt unverändert fort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diversitätsstrategie der Bundesregierung wurde am 29. Januar 2025 vom Bundeskabinett beschlossen und gilt nach Angaben der Bundesregierung unverändert fort. Sie enthält größtenteils Empfehlungen, umfasst aber auch verpflichtende Elemente. Dazu zählen Schulungen für Beschäftigte und Führungskräfte sowie vielfaltssensible Stellenausschreibungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ressortübergreifende zusätzliche Umsetzungsvorschriften oder Anweisungen bestehen nach Angaben der Bundesregierung nicht. Vorgesetzte mit Personalverantwortung werden demnach auch nicht danach beurteilt, ob sie die Zahl der Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte in ihrem Bereich erhöhen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-beschwerden-und-klagen-nur-eingeschrankt-erfasst"><span id="beschwerden-und-klagen-nur-eingeschraenkt-erfasst">Beschwerden und Klagen nur eingeschränkt erfasst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2020 wurden in den Ressorts rund 235 Beschwerden nach Paragraf 13 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes erfasst. Eine systematische, zentrale Erfassung gebe es nicht, erklärte die Bundesregierung. Die Angaben hätten deshalb nur eingeschränkte Aussagekraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Klagen wegen Verstoßes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wurden seit 2020 rund 90 Verfahren gegen den Bund erfasst. Auch hier verweist die Bundesregierung auf eine fehlende zentrale Erfassung. Bei mehreren Verfahren ging es um ethnische Herkunft oder Religion, einige Verfahren sind noch anhängig. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schulungen-zu-diversitat-und-auswahlverfahren"><span id="schulungen-zu-diversitaet-und-auswahlverfahren">Schulungen zu Diversität und Auswahlverfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung hat seit 2025 insgesamt 21 Veranstaltungen zu Themen wie kultursensible Personalauswahl, interkulturelle Kompetenzen und „Unconscious Bias“ durchgeführt. Daran nahmen 260 Personen teil. Die Gesamtkosten lagen bei 61.113,62 Euro, davon 39.345 Euro für externe Dozierende.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/auswaertige-amt-weist-vorwurf-woker-projekte-der-afd-zurueck/">Zusätzlich wurden im Rahmen einer Ressortabfrage rund 390 Beschäftigte in Inhouse-Schulungen oder durch externe Dienstleister geschult.</a> Dafür entstanden Kosten von rund 98.000 Euro. Zwei Behörden bieten außerdem E-Learning-Angebote zum Thema „Unconscious Bias“ an.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ebola-Ausbruch: WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 23:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ebola in Zentralafrika: Die WHO ruft den internationalen Gesundheitsnotstand aus. In Kongo und Uganda breitet sich die Bundibugyo-Variante aus, Rwanda verschärft Grenzkontrollen und Africa CDC bereitet eine kontinentale Antwort vor.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/">Ebola-Ausbruch: WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Weltgesundheitsorganisation hat den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt. Die Entscheidung gab WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Sonntag bekannt. Auslöser sind bestätigte und vermutete Infektionen mit der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus in der ostkongolesischen Provinz Ituri und in Uganda. Die WHO spricht nicht von einer Pandemie-Notlage und empfiehlt keine Beschränkungen für internationale Reisen oder Handel.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-acht-bestatigte-falle-und-80-mutmassliche-todesfalle-in-ituri"><span id="acht-bestaetigte-faelle-und-80-mutmassliche-todesfaelle-in-ituri">Acht bestätigte Fälle und 80 mutmaßliche Todesfälle in Ituri</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesundheitsbehörden registrierten bis zum 16. Mai acht im Labor bestätigte Fälle, 246 Verdachtsfälle und 80 mutmaßliche Todesfälle in Ituri. Die Provinz im Osten der Demokratischen Republik Kongo grenzt an Uganda und liegt in einer Region mit starker grenzüberschreitender Mobilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Uganda wurden zwei infizierte Personen behandelt, die aus der Demokratischen Republik Kongo eingereist waren. Beide kamen auf Intensivstationen. Die WHO warnte zugleich, der Ausbruch könne größer sein als bisher erfasst. Sie verwies auf ungeklärte Todesfälle, eine hohe Positivrate unter getesteten Proben und unklare Übertragungswege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Sorge bereiten Infektionen im Gesundheitswesen. Mindestens vier Todesfälle unter Gesundheitskräften deuten auf Probleme beim Infektionsschutz in medizinischen Einrichtungen hin.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-reisebeschrankungen-aber-mehr-uberwachung"><span id="keine-reisebeschraenkungen-aber-mehr-ueberwachung">Keine Reisebeschränkungen, aber mehr Überwachung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die WHO empfiehlt trotz der internationalen Einstufung keine Reise- oder Handelsbeschränkungen. Betroffene und gefährdete Staaten sollen stattdessen Überwachung, Kontaktverfolgung, Labortests und Behandlungskapazitäten ausbauen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="775" height="364" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms.jpg" alt="" class="wp-image-27441 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms.jpg 775w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-300x141.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-768x361.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-380x178.jpg 380w" sizes="(max-width: 775px) 100vw, 775px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda sollen Notfallmechanismen aktivieren, Infektionsschutz in Gesundheitseinrichtungen verbessern und enger mit Gemeinden zusammenarbeiten. Lokale und religiöse Führungspersonen sollen helfen, Kontakte zu identifizieren und verlässliche Informationen zu verbreiten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundibugyo-Variante erschwert die Reaktion zusätzlich. Für diese Form des Ebola-Virus gibt es nach WHO-Angaben bislang keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische Behandlung. Die Organisation drängt deshalb auf schnellere Forschung und klinische Studien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-africa-cdc-koordiniert-regionale-antwort"><span id="africa-cdc-koordiniert-regionale-antwort">Africa CDC koordiniert regionale Antwort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC hatte bereits am 15. Mai vor einer wachsenden Gefahr regionaler Ausbreitung gewarnt. Am selben Tag erklärten die Demokratische Republik Kongo und Uganda Ebola-Ausbrüche in ihren Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Africa CDC-Generaldirektor Jean Kaseya kündigte eine koordinierte Antwort auf regionaler und kontinentaler Ebene an. Nach Angaben der Behörde kamen am 16. Mai mehr als 130 Vertreter betroffener und gefährdeter Staaten, Geberländer, UN-Organisationen, humanitärer Organisationen, Pharmaunternehmen und weiterer Partner zu einer hochrangigen Beratung zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnehmer empfahlen die sofortige Aktivierung eines kontinentalen Incident Management Support Team. Es soll die Arbeit in den Bereichen Überwachung, Laborsysteme, Behandlung, Infektionsschutz, Risikokommunikation, Logistik, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und schnelle Einsatzteams bündeln.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1170" height="530" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/image1170x530cropped.jpg" alt="© WHO/Guerchom Ndeb" class="wp-image-10905 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kaseya prüft zudem eine mögliche Erklärung einer gesundheitlichen Notlage der kontinentalen Sicherheit durch Africa CDC. Dafür bat er den Vorsitzenden der Emergency Consultative Group, Salim Abdool Karim, um eine Dringlichkeitssitzung. Zugleich führte er Gespräche mit dem Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, und mit WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rwanda-verstarkt-kontrollen-an-der-grenze-zur-demokratischen-republik-kongo"><span id="rwanda-verstaerkt-kontrollen-an-der-grenze-zur-demokratischen-republik-kongo">Rwanda verstärkt Kontrollen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rwanda meldete zunächst keinen Ebola-Fall im eigenen Land. Das Gesundheitsministerium in Kigali kündigte aber verstärkte Kontrollen an Grenzübergängen zur Demokratischen Republik Kongo an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Aus Vorsicht hat Rwanda das Screening und die Wachsamkeit an den Einreisepunkten entlang der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo verstärkt“, erklärte die Regierung. Gesundheitsteams seien mobilisiert und Überwachungssysteme ausgebaut worden, um mögliche Fälle früh zu erkennen und schnell zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kigali will nach eigenen Angaben mit nationalen, regionalen und internationalen Partnern zusammenarbeiten. Die rwandische Reaktion folgt auf die Lage in Ituri und die bestätigten Fälle in Uganda.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-uber-mogliche-verzogerungen-in-kongo"><span id="streit-ueber-moegliche-verzoegerungen-in-kongo">Streit über mögliche Verzögerungen in Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Demokratischen Republik Kongo wächst zugleich die Debatte über die Frage, ob die Warnsignale zu spät erkannt wurden. Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba wies am 16. Mai Vorwürfe einer Nachlässigkeit zurück. Er erklärte bei einer Pressekonferenz, der erste bekannte Fall sei ein Krankenpfleger gewesen, der am 24. April in Bunia gestorben sei. Die Krankheit sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemeldet gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kamba sagte, der Leichnam sei später nach Mungwalu gebracht worden. Bei traditionellen Trauerzeremonien hätten Menschen den Körper berührt, weil sie von einer mystischen Krankheit ausgegangen seien. „Dort haben die Fälle begonnen aufzutreten“, erklärte der Minister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste offizielle Signal sei am 5. Mai gekommen, zunächst über soziale Netzwerke. Drei Tage später hätten die Teams die offizielle Meldung aufgenommen und Proben entnommen. Die ersten Analysen hätten die Zaire-Variante gesucht und negativ ergeben. Erst weitere Untersuchungen am Nationalen Institut für biomedizinische Forschung in Kinshasa hätten die Bundibugyo-Variante bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kamba berief sich auf den internationalen „7-1-7“-Ansatz: Eine Gefahr soll innerhalb von sieben Tagen erkannt, binnen eines Tages gemeldet und innerhalb von sieben Tagen mit ersten Maßnahmen beantwortet werden. „Das wurde getan“, sagte der Minister. Zwischen dem 8. und 17. Mai seien bereits Flugzeuge und Logistikmittel eingesetzt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-muyembe-spricht-von-schwachen-in-der-uberwachung"><span id="muyembe-spricht-von-schwaechen-in-der-ueberwachung">Muyembe spricht von Schwächen in der Überwachung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Virologe Jean-Jacques Muyembe, Mitentdecker des Ebola-Virus und eine der wichtigsten Fachstimmen der Demokratischen Republik Kongo, widersprach dieser Darstellung teilweise. Im Interview mit <em><a href="https://actualite.cd/2026/05/17/ebola-en-ituri-notre-systeme-de-surveillance-na-pas-fonctionne-dit-dr-muyembe">ACTUALITE.CD</a></em> sagte er: „Unser Überwachungssystem hat nicht funktioniert.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muyembe verwies auf einen technischen und organisatorischen Rückstand. Die Diagnostik vor Ort habe zunächst nur die häufigere Zaire-Variante erkannt. Die Proben hätten früher an das nationale Referenzlabor INRB geschickt werden müssen. Von 13 später untersuchten Proben seien acht positiv gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Virologe bestätigte zudem einen Fall in Goma bei einer Frau, deren Ehemann in Bunia gestorben sei. Bei einem mutmaßlichen Fall in Kinshasa gab er Entwarnung. Die Tests auf die Bundibugyo-Variante seien negativ gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muyembe erklärte zugleich, die Demokratische Republik Kongo habe frühere Ebola-Ausbrüche auch ohne Impfstoff und spezifische Therapie kontrolliert. Entscheidend seien Isolierung, aktive Überwachung, Kontaktverfolgung und sichere Bestattungen. Die Krankheit werde durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ituri-bleibt-ein-schwieriges-einsatzgebiet"><span id="ituri-bleibt-ein-schwieriges-einsatzgebiet">Ituri bleibt ein schwieriges Einsatzgebiet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ituri ist seit Jahren von Gewalt, Vertreibung und bewaffneten Gruppen geprägt. In der Region operieren unter anderem die ADF sowie lokale Milizen wie CODECO, die Gruppe Zaïre und weitere bewaffnete Akteure. Die Sicherheitslage erschwert medizinische Einsätze, Kontaktverfolgung und den Zugang zu betroffenen Gemeinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/neuer-ebola-ausbruch-in-der-dr-kongo/">Die neue Ebola-Epidemie folgt knapp sechs Monate nach dem Ende der 16. Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo.</a> Die Behörden hatten am 1. Dezember 2025 das Ende des Ausbruchs in der Provinz Kasaï erklärt, nachdem 42 Tage lang kein neuer Fall nach der Genesung des letzten Patienten vom 19. Oktober gemeldet worden war.</p>
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			<media:title type="html">Ebola_Signs_and_Symptoms</media:title>
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			<media:title type="html">© WHO/Guerchom Ndeb</media:title>
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		<title>SWP sieht Emirate als Störfaktor in Afrikas Konflikten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 21:11:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Sudan, Libyen, Somalia, Äthiopien: Eine neue SWP-Analyse beschreibt die Vereinigten Arabischen Emirate als Störfaktor in Afrikas Konflikten und stellt Deutschlands strategische Partnerschaft mit Abu Dhabi infrage.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fswp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten%2F&amp;action_name=SWP%20sieht%20Emirate%20als%20St%C3%B6rfaktor%20in%20Afrikas%20Konflikten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/">SWP sieht Emirate als Störfaktor in Afrikas Konflikten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung Wissenschaft und Politik verschärft ihre Kritik an der Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate in afrikanischen Konflikten. Die Analyse erschien am 13. Mai. Im Zentrum stehen Sudan, Libyen, Somalia und Äthiopien sowie der Vorwurf, Abu Dhabi unterstütze bewaffnete Akteure mit Geld, Waffen, Logistik und politischen Netzwerken. Für Deutschland und Europa berührt die Entwicklung Handelsrouten, Fluchtbewegungen, Sanktionen und die Glaubwürdigkeit internationaler Konfliktlösung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-steht-im-zentrum-der-vorwurfe"><span id="sudan-steht-im-zentrum-der-vorwuerfe">Sudan steht im Zentrum der Vorwürfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan richtet sich der schwerste Vorwurf gegen die Unterstützung der Rapid Support Forces. Die paramilitärische Truppe unter <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-rsf-fuehrungsfiguren-im-sudan/" type="post" id="25092">Mohamed Hamdan Dagalo</a>, genannt Hemedti, kämpft seit 2023 gegen die sudanesischen Streitkräfte. <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg hat die größte humanitäre Krise der Welt ausgelöst.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Einnahme von <a href="https://fokus-afrika.de/massaker-in-el-fasher-460-tote-bei-angriff-auf-krankenhaus-in-darfur/" type="post" id="21372">El-Fasher in Nord-Darfur durch die RSF im Oktober 2025</a> kam es zu Massakern mit mutmaßlich zehntausenden Toten. Die RSF wird für gezielte Gewalt gegen Zivilisten verantwortlich gemacht, darunter sexualisierte Gewalt, Geiselnahmen, Plünderungen, Vertreibungen, Angriffe auf medizinische Einrichtungen und Massentötungen. Besonders betroffen sind nichtarabische Bevölkerungsgruppen wie die Masalit in West-Darfur und die Zaghawa in Nord-Darfur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate bestreiten eine direkte militärische Unterstützung für Konfliktparteien im Sudan. Abu Dhabi verweist auf humanitäre Zusagen und fordert ein Waffenembargo für das gesamte Land. Derzeit gilt ein UN-Embargo nur für Darfur.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-netzwerke-uber-libyen-tschad-und-somalia"><span id="netzwerke-ueber-libyen-tschad-und-somalia">Netzwerke über Libyen, Tschad und Somalia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die mutmaßliche Unterstützung für die RSF läuft über ein Netz aus Lufttransporten, Militärstützpunkten, lokalen Partnern und Transitstaaten. Lieferungen wurden über von Khalifa Haftars Libyan Arab Armed Forces kontrollierte Gebiete in Libyen, über N’Djamena und Amdjarass im Tschad sowie über Stopps in Kenia, Uganda und Ruanda abgewickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bosaso in Puntland diente als Knotenpunkt für Waffen aus Jemen und für den <a href="https://fokus-afrika.de/usa-verschaerfen-sudan-sanktionen-und-fordern-abzug-von-kolumbianischen-soeldnern/" type="post" id="26669">Transport kolumbianischer Söldner in Richtung Sudan.</a> Seit Herbst 2025 soll es zudem ein Ausbildungslager für die RSF in Benishangul-Gumuz im Westen Äthiopiens geben. Teile der militärischen Ausrüstung sollen über Berbera in Somaliland und über Einrichtungen der äthiopischen Streitkräfte weitergeleitet worden sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Oktober 2024 und Ende 2025 wurden 458 Flüge schwerer Transportmaschinen von Militärflughäfen in den Emiraten oder vom emiratischen Umschlagplatz Bosaso nach Ostlibyen registriert. 239 dieser Flüge gingen nach Kufra, einem wichtigen Knotenpunkt für Lieferungen an die RSF. Solche Transporte können die UN-Waffenembargos gegen Libyen und Darfur berühren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lokale-partner-mit-eigener-machtbasis"><span id="lokale-partner-mit-eigener-machtbasis">Lokale Partner mit eigener Machtbasis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das emiratische Vorgehen folgt in mehreren Konflikten einem ähnlichen Muster. Abu Dhabi setzt selten eigene Bodentruppen ein, sondern stützt lokale Akteure mit eigener Machtbasis. Dazu zählen <a href="https://fokus-afrika.de/libyen-krieg-spanien-stoppt-geheime-waffenlieferung-an-haftars-milizen/" type="post" id="21005">Haftars Truppen in Libyen</a>, die RSF im Sudan, die Puntland Maritime Police Force sowie Polizei- und Militäreinheiten in Somaliland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">In Äthiopien wich das Muster teilweise ab.</a> Während des Krieges im Norden des Landes unterstützten die Emirate die Regierung von Abiy Ahmed gegen die Tigray Defense Forces. Drohnen aus den Emiraten spielten dabei eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Libyen griffen die Emirate früh zugunsten Haftars ein. Sein Angriff auf Tripolis im April 2019 mündete in einen länger andauernden Bürgerkrieg, der eine dauerhafte türkische und russische Militärpräsenz im Land begünstigte. Emiratische Luftabwehrsysteme und Logistik standen während des Krieges in enger Verbindung mit <a href="https://fokus-afrika.de/wagner-chef-dimitri-sitiy-sind-in-20-afrikanischen-staaten-aktiv/" type="post" id="13791">russischen Wagner-Strukturen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hafen-rohstoffe-und-regionale-macht"><span id="haefen-rohstoffe-und-regionale-macht">Häfen, Rohstoffe und regionale Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate haben in den vergangenen Jahren ihre wirtschaftliche Präsenz in Afrika stark ausgebaut. Staatliche Logistikkonzerne wie DP World und AD Ports betreiben oder entwickeln Häfen und dazugehörige Infrastruktur unter anderem in Somalia, Senegal, Tansania, Mosambik, Angola und Ägypten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Projekte schaffen Korridore für Mineralien, Agrargüter und Energierohstoffe zu internationalen Märkten. Sie sichern zugleich Handelswege zwischen Afrika, Asien und Europa. Militärische und politische Einflussnahme kann solche wirtschaftlichen Interessen absichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27406 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftlichen Motiven geht es um regionale Macht. Die Emirate konkurrieren mit Saudi-Arabien um Einfluss, Handelsrouten und strategische Drehscheiben. Die Spannungen zwischen beiden Golfstaaten haben sich in Jemen, Sudan und am Roten Meer verschärft. Saudi-Arabien, Ägypten und Somalia schlossen zeitweise ihren Luftraum für emiratische Versorgungsflüge in Richtung RSF.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ideologische-und-familiare-netzwerke"><span id="ideologische-und-familiaere-netzwerke">Ideologische und familiäre Netzwerke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Außenpolitik Abu Dhabis wird auch durch <a href="https://fokus-afrika.de/us-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor/" type="post" id="25497">die Gegnerschaft zur Muslimbruderschaft geprägt. </a>Die Herrscherfamilie Al Nahyan bekämpft islamistische Bewegungen, die gesellschaftliche Mobilisierung und politische Beteiligung anstreben. In afrikanischen Konflikten unterstützt Abu Dhabi häufig Akteure, die sich ebenfalls gegen die Muslimbruderschaft oder ihr nahestehende Gruppen positionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Persönliche Netzwerke in den Herrscherfamilien von Abu Dhabi und Dubai spielen ebenfalls eine Rolle. <a href="https://fokus-afrika.de/illegale-goldlieferketten-zwischen-ostkongo-ruanda-und-den-emiraten-offengelegt/" type="post" id="24086">Handelsströme mit Gold und anderen Rohstoffen aus Konfliktgebieten schaffen Einnahmen für bewaffnete Akteure im Sudan, für reguläre Militärstrukturen und für Geschäftspartner in den Emiraten.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-folgen-reichen-bis-nach-europa"><span id="folgen-reichen-bis-nach-europa">Folgen reichen bis nach Europa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan belastet vor allem Nachbarstaaten. Zugleich steigt die Zahl sudanesischer Schutzsuchender auf Mittelmeerrouten nach Europa. In Italien verdoppelte sich der Anteil sudanesischer Staatsangehöriger unter den Ankünften zwischen 2024 und 2025 von drei auf sechs Prozent. In Griechenland stellten Sudanesen 2025 bereits die zweitgrößte Gruppe und machten mehr als ein Fünftel der Ankünfte aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konflikte berühren auch europäische Interessen an sicheren Handelsrouten, stabilen Nachbarregionen, funktionierenden Sanktionen und einer regelbasierten Ordnung. Ohne stärkeren politischen Druck bleibt die Einbindung der Emirate in diplomatische Formate begrenzt wirksam.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-und-brussel-stehen-vor-heikler-interessenabwagung"><span id="berlin-und-bruessel-stehen-vor-heikler-interessenabwaegung">Berlin und Brüssel stehen vor heikler Interessenabwägung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterhält seit 2004 eine strategische Partnerschaft mit den Emiraten. Wirtschaft, Energie, Sicherheit, künstliche Intelligenz, die Kooperation mit Israel und der Wunsch, Abu Dhabi nicht weiter in Richtung China oder Russland zu treiben, prägen das Verhältnis.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="849" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin.jpg" alt="" class="wp-image-27407 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-300x265.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-768x679.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-380x336.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-800x708.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die SWP nennt fünf mögliche Schritte für Deutschland und Europa: deutlichere öffentliche Kritik an destabilisierenden Aktivitäten, konsequentere Finanzsanktionen, eine Überprüfung von Rüstungsexporten, strengere Regeln gegen Geldwäsche und eine Neubewertung der strategischen Partnerschaft. Eine solche Linie würde auch andere externe Akteure erfassen müssen, die Konfliktparteien im Sudan unterstützen, darunter Ägypten, Saudi-Arabien, Russland, die Türkei und Iran.</p>
</div></div>
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		<item>
		<title>Kagame wirft globalen Mächten Doppelmoral bei Sanktionen vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kagame-wirft-globalen-maechten-doppelmoral-bei-sanktionen-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 14:35:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>„Wir müssen in der Lage sein, Nein zu sagen“: Paul Kagame kritisiert in Kigali Sanktionen, Rohstoffinteressen und globale Doppelmoral gegenüber Afrika.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkagame-wirft-globalen-maechten-doppelmoral-bei-sanktionen-vor%2F&amp;action_name=Kagame%20wirft%20globalen%20M%C3%A4chten%20Doppelmoral%20bei%20Sanktionen%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ruandas Präsident Paul Kagame hat beim Africa CEO Forum in Kigali globalen Mächten Doppelmoral bei Sanktionen, Demokratie und Rohstoffgeschäften vorgeworfen. Die Aussagen fielen zum Auftakt des zweitägigen Treffens am 14. Mai. Kagame reagierte damit auch auf US-Sanktionen gegen die ruandische Armee und mehrere hochrangige Militärs. Zugleich forderte er afrikanische Staaten und Unternehmen auf, den Wert eigener Rohstoffe und Vermögenswerte selbst zu bestimmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kagame-stellt-sanktionen-in-frage"><span id="kagame-stellt-sanktionen-in-frage">Kagame stellt Sanktionen in Frage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kagame sprach in Kigali über Sanktionen gegen Ruanda und andere Staaten. Er stellte dabei die Frage, ob solche Maßnahmen tatsächlich gerechtfertigt seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Manchmal werden Sanktionen gegen den verhängt, der weniger bietet als der andere. Es läuft also zugunsten des Höchstbietenden“, sagte Kagame. Wer wisse, dass er an einem bestimmten Ort mehr herausholen könne, sei diesem Ort gegenüber eher wohlwollend, „selbst wenn diejenigen dort im Unrecht sind“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage des Moderators, ob letztlich alle Wege zu Rohstoffgeschäften führten, antwortete Kagame: „Es liegt offen zutage. Mehr muss ich nicht sagen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wir-mussen-nein-sagen-konnen"><span id="wir-muessen-nein-sagen-koennen">„Wir müssen Nein sagen können“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kagame verband seine Kritik mit einem Appell an afrikanische Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft. Globale Mächte kämen nach Afrika und hielten Vorträge über Demokratie und Menschenrechte, sagte er. Gleichzeitig nähmen sie dem Kontinent mit der anderen Hand weg, was ihm gehöre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„So wird Afrika behandelt“, sagte Kagame. Der ruandische Präsident zog dabei einen Vergleich zu früheren Herrschaftsformen, in denen Könige Angehörigen oder Vertrauten Gebiete zur Kontrolle überließen. Heute funktioniere dieselbe Logik mit anderer Sprache, sagte er.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="701" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIR0HD5XIAABkLe-1024x701.jpeg" alt="" class="wp-image-27395 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIR0HD5XIAABkLe-1024x701.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIR0HD5XIAABkLe-300x205.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIR0HD5XIAABkLe-768x526.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIR0HD5XIAABkLe-1536x1052.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIR0HD5XIAABkLe-380x260.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIR0HD5XIAABkLe-800x548.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIR0HD5XIAABkLe-1160x794.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIR0HD5XIAABkLe.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Afrika dürfe nicht länger darauf warten, von Akteuren mit Macht und Geschick übervorteilt zu werden. „Wir müssen in der Lage sein, Nein zu sagen“, sagte Kagame. Afrikanische Staaten, Unternehmer und Führungskräfte müssten ihren eigenen Ressourcen und Vermögenswerten selbst einen Wert geben.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-us-massnahmen-treffen-ruandische-armee"><span id="us-massnahmen-treffen-ruandische-armee">US-Maßnahmen treffen ruandische Armee</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kagames Aussagen fallen in eine Phase angespannter Beziehungen zwischen Kigali und Washington. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-ruandas-armee/">Anfang März verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen die ruandische Armee und vier Generäle, darunter den Generalstabschef.</a> Wenige Tage später kündigte das US-Außenministerium Visabeschränkungen gegen ruandische Verantwortliche an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington wirft ruandischen Akteuren vor, die Instabilität im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu befeuern und die M23-Rebellion zu unterstützen. <a href="https://fokus-afrika.de/ruanda-und-dr-kongo-liefern-sich-offenen-schlagabtausch-im-un-sicherheitsrat/">Kigali weist internationale Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Konflikt im Osten Kongos regelmäßig zurück.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen treffen mit der Armee einen zentralen Pfeiler der internationalen Rolle Ruandas. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-ruandische-truppen-im-kampf-gegen-terrorismus-in-mosambik/" type="post" id="12663">Ruandische Soldaten sind in Friedensmissionen der Vereinten Nationen und in bilateralen Einsätzen aktiv, unter anderem in Mosambik.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kigali-spricht-von-druck-ohne-kurswechsel"><span id="kigali-spricht-von-druck-ohne-kurswechsel">Kigali spricht von Druck ohne Kurswechsel</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="756" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HISKznkXAAARvvJ-756x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-27396 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HISKznkXAAARvvJ-756x1024.jpeg 756w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HISKznkXAAARvvJ-221x300.jpeg 221w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HISKznkXAAARvvJ-768x1040.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HISKznkXAAARvvJ-1134x1536.jpeg 1134w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HISKznkXAAARvvJ-380x515.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HISKznkXAAARvvJ-800x1084.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HISKznkXAAARvvJ-1160x1571.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HISKznkXAAARvvJ.jpeg 1512w" sizes="(max-width: 756px) 100vw, 756px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kagame räumte ein, dass die Sanktionen Ruanda treffen. „Genau das ist der Zweck“, sagte er. Eine politische Kapitulation schloss er aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe in einer schlimmeren Situation als dieser nie kapituliert“, sagte Kagame. Ruanda würde stärker leiden, wenn es nicht tue, was es derzeit tue. „Es kostet mehr, Ja zu dem zu sagen, was falsch ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ruandische Präsident rief afrikanische Staaten dazu auf, äußeren Druck nicht als alleinigen Maßstab für Entscheidungen zu nehmen. Mächte, die glaubten, ihnen gehöre die Welt, würden die Früchte von Ausbeutung oder ungerechten Handlungen nicht unbegrenzt genießen, sagte er.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rohstoffe-im-zentrum-der-debatte"><span id="rohstoffe-im-zentrum-der-debatte">Rohstoffe im Zentrum der Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte steht auch im Zusammenhang mit dem Wettbewerb um strategische Rohstoffe im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Kobalt, Coltan und Lithium sind für Batterien, digitale Technologien und Energiewende-Lieferketten von zentraler Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Africa CEO Forum geht es in diesem Jahr um die Frage, wie afrikanische Unternehmen mehr Größe, Kapital und Einfluss erreichen können. Das Treffen in Kigali steht unter dem Thema „Sich entwickeln oder scheitern: Warum sich der afrikanische Kapitalismus zusammenschließen muss?“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu der 13. Ausgabe erwartet, darunter Staatschefs, Investoren und führende Vertreter des Privatsektors. Veranstalter sind die Jeune Afrique Media Group und die Internationale Finanz-Corporation, die zum Weltbank-Konzern gehört.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Guterres nennt Afrikas Ausschluss aus ständiger UN-Vertretung „historische Ungerechtigkeit“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/guterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 14:14:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>UN-Generalsekretär António Guterres hat in Addis Abeba eine stärkere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit%2F&amp;action_name=Guterres%20nennt%20Afrikas%20Ausschluss%20aus%20st%C3%A4ndiger%20UN-Vertretung%20%E2%80%9Ehistorische%20Ungerechtigkeit%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit/">Guterres nennt Afrikas Ausschluss aus ständiger UN-Vertretung „historische Ungerechtigkeit“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres hat in Addis Abeba eine stärkere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und in den internationalen Finanzinstitutionen gefordert. Am 13. Mai 2026 traf er den Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, zur zehnten Jahreskonferenz zwischen UN und AU. Beide Seiten unterzeichneten eine Erklärung, mit der die Zusammenarbeit bei Frieden, Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechten stärker verankert werden soll. Parallel berieten Guterres, Youssouf und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über Folgen der Krise im Nahen Osten für afrikanische Staaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-drangt-auf-reformen-im-sicherheitsrat"><span id="afrika-draengt-auf-reformen-im-sicherheitsrat">Afrika drängt auf Reformen im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres bezeichnete den Ausschluss Afrikas von ständiger Vertretung im Sicherheitsrat als „historische Ungerechtigkeit“. <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Der Sicherheitsrat müsse die heutige Welt stärker abbilden, sagte der UN-Generalsekretär nach dem Treffen in der äthiopischen Hauptstadt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist keine Frage von Privilegien oder Symbolik“, sagte Guterres. Es gehe darum, dass der Sicherheitsrat mit Legitimität und Wirksamkeit handeln könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union fordert seit Jahren eine Reform des Sicherheitsrats. Der Ezulwini-Konsens und die Erklärung von Syrte bilden dafür die gemeinsame afrikanische Grundlage. In Addis Abeba bekräftigten Guterres, Youssouf und Macron die Notwendigkeit einer repräsentativeren und inklusiveren internationalen Ordnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-und-au-wollen-zusammenarbeit-institutionell-absichern"><span id="un-und-au-wollen-zusammenarbeit-institutionell-absichern">UN und AU wollen Zusammenarbeit institutionell absichern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres und Youssouf unterzeichneten eine Erklärung zur weiteren Verankerung der gemeinsamen Arbeitsrahmen zwischen den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union. Dazu zählen die Zusammenarbeit in Frieden und Sicherheit, die Umsetzung der Agenda 2063 der AU und der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie der gemeinsame Rahmen zu Menschenrechten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU und die UN wollen ihre Abstimmung über bestehende Dialogformate ausbauen. Dazu gehören der hochrangige strategische Dialog und die regelmäßige Zusammenarbeit zwischen den Institutionen beider Organisationen. Das gemeinsame Kommuniqué nennt bewaffnete Konflikte, humanitäre Krisen, Armut, Ungleichheit, Klimawandel und Verstöße gegen internationales Recht als zentrale Herausforderungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27389 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580">Für Guterres war es voraussichtlich die letzte AU-UN-Jahreskonferenz als Generalsekretär.</a> „Dies ist meine letzte AU-UN-Konferenz als Generalsekretär“, sagte er. „Aber die Verbindungen zwischen unseren Organisationen sind stärker denn je – und sie werden es bleiben.“</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzsystem-benachteiligt-afrikanische-staaten"><span id="finanzsystem-benachteiligt-afrikanische-staaten">Finanzsystem benachteiligt afrikanische Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Reform des Sicherheitsrats stellte Guterres <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/" type="post" id="27333">die internationale Finanzordnung in den Fokus.</a> Viele afrikanische Staaten zahlten beim Zugang zu Kapital deutlich höhere Zinssätze als andere Länder. Das entziehe öffentlichen Haushalten Mittel, die in Wasser, Sanitärversorgung, Gesundheit und Bildung fließen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die heutige globale Finanzarchitektur bietet Afrika weder ausreichende Unterstützung noch ausreichende Stimme und Beteiligung“, sagte Guterres. Afrikanische Länder müssten für Kredite häufig bis zum Dreifachen des Referenzzinses zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär unterstützte afrikanische Reforminitiativen, darunter den Vorschlag der Afrikanischen Entwicklungsbank für eine neue afrikanische Finanzarchitektur. <a href="https://fokus-afrika.de/wir-brauchen-eine-afrikanische-rating-agentur/" type="post" id="11342">Auch die geplante Afrikanische Ratingagentur stellte er in den Zusammenhang einer breiteren Debatte über faire Kreditbedingungen und die Rolle internationaler Ratingagenturen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klima-und-energie-verscharfen-den-druck"><span id="klima-und-energie-verschaerfen-den-druck">Klima und Energie verschärfen den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verband die Reformdebatte mit der Klimapolitik. Afrika trage am wenigsten zur Erderwärmung bei, sei aber besonders stark von Dürren, Überschwemmungen und wirtschaftlichen Folgeschäden betroffen. Eine zeitweilige Überschreitung der Marke von 1,5 Grad sei inzwischen unvermeidbar, aber nicht unumkehrbar.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27391 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär verwies zugleich auf das Energiepotenzial des Kontinents. Bis 2040 könne Afrika zehnmal mehr Strom erzeugen, als es selbst benötige, vollständig aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig hätten rund 600 Millionen Menschen in Afrika weiterhin keinen Zugang zu Strom.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Guterres erhält Afrika derzeit nur zwei Prozent der weltweiten Investitionen in saubere Energie. Als Hürden nannte er fehlende Netze und Speicher, hohe Kapitalkosten und anfällige Lieferketten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-friedensmissionen-sollen-verlasslicher-finanziert-werden"><span id="friedensmissionen-sollen-verlaesslicher-finanziert-werden">Friedensmissionen sollen verlässlicher finanziert werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frieden und Sicherheit standen im Zentrum der Gespräche zwischen UN und AU. Beide Seiten bekräftigten die Bedeutung politischer Lösungen und einer vorhersehbaren Finanzierung afrikanisch geführter Friedensmissionen. Grundlage dafür ist die Resolution 2719 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres nannte die Nichtanwendung dieser Resolution im Fall <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> „völlig unverständlich“. Wenn ein Land diese Unterstützung brauche, sei es Somalia, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gemeinsamen Kommuniqué führen AU und UN mehrere Konflikträume auf, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/widersprueche-im-kampf-um-den-frieden-in-der-region-der-grossen-seen/" type="post" id="12817">Region der Großen Seen</a>, das <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">Horn von Afrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a> und den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a>. Für Sudan verlangte Guterres ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und eine Rückkehr der Konfliktparteien an den Verhandlungstisch. Im Sahel sprach er von einer verschlechterten Sicherheitslage mit wachsender Gewalt gegen Zivilisten, Vertreibungen und zunehmender Ernährungsunsicherheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-konferenz-fur-den-au-friedensfonds-geplant"><span id="paris-konferenz-fuer-den-au-friedensfonds-geplant">Paris-Konferenz für den AU-Friedensfonds geplant</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27390 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einem gesonderten Gespräch mit Macron und Youssouf vereinbarten die drei Seiten, vor Ende 2026 in Paris eine internationale Konferenz zur Mobilisierung privater Mittel für den Friedensfonds der Afrikanischen Union vorzubereiten. Der Fonds soll afrikanische Friedens- und Sicherheitsanstrengungen stärker finanziell absichern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Spitzenpolitiker sprachen auch über die wirtschaftlichen Folgen der Krise im Nahen Osten. Sie warnten vor Auswirkungen auf Energiepreise, Düngerlieferungen, Ernährungssicherheit, Inflation und die Haushalte afrikanischer Staaten. Frankreich kündigte an, das Thema bei den Beratungen zur Weltwirtschaftslage beim G7-Gipfel im Juni in Évian aufzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gemeinsame AU-UN-Kommuniqué nennt außerdem die G20 und die G7 als Foren, in denen die Folgen der Krise für Afrika weiter behandelt werden sollen.</p>
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		<title>Deutschland stellt fast 600.000 Reiseausweise für Flüchtlinge aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-stellt-fast-600-000-reiseausweise-fuer-fluechtlinge-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 13:46:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Deutschland sind mehr als 590.000 Reiseausweise für Flüchtlinge gültig im Umlauf. Stichtag für die Zahl ist der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-stellt-fast-600-000-reiseausweise-fuer-fluechtlinge-aus%2F&amp;action_name=Deutschland%20stellt%20fast%20600.000%20Reiseausweise%20f%C3%BCr%20Fl%C3%BCchtlinge%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-stellt-fast-600-000-reiseausweise-fuer-fluechtlinge-aus/">Deutschland stellt fast 600.000 Reiseausweise für Flüchtlinge aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland sind mehr als 590.000 Reiseausweise für Flüchtlinge gültig im Umlauf. Stichtag für die Zahl ist der 31. März 2026. Das Ausländerzentralregister führt zugleich 740.594 Reiseausweise, die seit 2011 registriert wurden. Der größte Teil entfällt auf Menschen aus Syrien, Afghanistan und Irak, unter den afrikanischen Staatsangehörigkeiten liegen Eritrea und Somalia vorn.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-starker-anstieg-seit-2023"><span id="starker-anstieg-seit-2023">Starker Anstieg seit 2023</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt die Zahlen in ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/058/2105847.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der <a href="https://fokus-afrika.de/afd-verlangt-verschaerfte-herkunftsangaben-bei-kriminalstatistik/">AfD-Fraktion im Bundestag</a>. Demnach waren im Ausländerzentralregister 740.594 Reiseausweise für Flüchtlinge erfasst, die zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 31. März 2026 ausgestellt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung zeigt einen deutlichen Sprung seit 2023. Für 2022 weist die Statistik 38.548 Reiseausweise aus. Im Jahr 2023 stieg die Zahl auf 151.643, 2024 auf 189.020 und 2025 auf 250.267. Für die ersten drei Monate des Jahres 2026 sind 38.443 Reiseausweise erfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung weist darauf hin, dass im Ausländerzentralregister nur ein Reiseausweis pro Person gespeichert wird. Die Daten bilden deshalb nicht die Gesamtzahl aller in diesem Zeitraum ausgestellten Dokumente ab. Für 2026 können die Angaben wegen ausstehender Nacherfassungen zu niedrig sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eritrea-und-somalia-fuhren-unter-afrikanischen-staatsangehorigkeiten"><span id="eritrea-und-somalia-fuehren-unter-afrikanischen-staatsangehoerigkeiten">Eritrea und Somalia führen unter afrikanischen Staatsangehörigkeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Staatsangehörigkeiten entfällt der größte Anteil auf Syrien. Für syrische Staatsangehörige sind 289.749 Reiseausweise erfasst. Danach folgen Afghanistan mit 112.913 und Irak mit 92.020.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/" type="category" id="34">Eritrea</a> steht mit 52.129 Reiseausweisen an vierter Stelle der einzeln ausgewiesenen Staatsangehörigkeiten. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> kommt auf 22.798. Weitere afrikanische Staaten in der Aufstellung sind <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a> mit 4.470, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea/" type="category" id="71">Guinea</a> mit 4.209 und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a> mit 4.002 Reiseausweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammen entfallen auf diese fünf einzeln genannten afrikanischen Staatsangehörigkeiten mindestens 87.608 erfasste Reiseausweise. Weitere Fälle können in der Sammelkategorie „Übrige“ enthalten sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nordrhein-westfalen-mit-abstand-vorn"><span id="nordrhein-westfalen-mit-abstand-vorn">Nordrhein-Westfalen mit Abstand vorn</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="718" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Deutscher_Reisepass_2024_-_Cover-718x1024.jpg" alt="" class="wp-image-27385 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Deutscher_Reisepass_2024_-_Cover-718x1024.jpg 718w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Deutscher_Reisepass_2024_-_Cover-210x300.jpg 210w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Deutscher_Reisepass_2024_-_Cover-768x1095.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Deutscher_Reisepass_2024_-_Cover-380x542.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Deutscher_Reisepass_2024_-_Cover-800x1141.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Deutscher_Reisepass_2024_-_Cover.jpg 960w" sizes="(max-width: 718px) 100vw, 718px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei den Bundesländern liegt Nordrhein-Westfalen deutlich vor allen anderen Ländern. Dort sind 213.132 Reiseausweise für Flüchtlinge registriert. Es folgen Niedersachsen mit 81.115, Hessen mit 79.055, Baden-Württemberg mit 76.667 und Bayern mit 74.023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin weist 33.896 Reiseausweise aus, Hamburg 23.712 und Sachsen 23.838. Die niedrigsten Gesamtzahlen stehen für Bremen mit 6.771 und Mecklenburg-Vorpommern mit 8.377 in der Statistik.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-227-000-dokumente-laufen-2028-aus"><span id="mehr-als-227-000-dokumente-laufen-2028-aus">Mehr als 227.000 Dokumente laufen 2028 aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von den erfassten Reiseausweisen waren zum Stichtag 591.154 gültig. Die größte Gruppe läuft im Jahr 2028 aus. Für dieses Jahr weist die Bundesregierung 227.905 gültige Dokumente aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere 188.370 Reiseausweise haben eine Gültigkeit bis 2027. Bis 2026 laufen 118.398 Dokumente. Für 2029 sind 32.888 gültige Reiseausweise erfasst, für Zeiträume nach 2032 insgesamt 19.115.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nigerias Militär bestreitet zivile Massentote nach Luftangriff auf Markt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nigerias-militaer-bestreitet-zivile-massentote-nach-luftangriff-auf-markt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 14:25:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 100 zivile Tote oder ein Einsatz gegen bewaffnete Gruppen: Nach einem Luftangriff auf den Tumfa-Markt im nigerianischen Zamfara stehen Amnesty International und das Militär mit gegensätzlichen Angaben gegenüber.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Amnesty International wirft dem nigerianischen Militär vor, bei einem Luftangriff auf einen Wochenmarkt im Bundesstaat Zamfara mindestens 100 Zivilisten getötet zu haben. Der Angriff ereignete sich am 10. Mai. Die Streitkräfte bestätigten eine Operation im Gebiet Tumfa, bestreiten aber belastbare Hinweise auf hohe zivile Opferzahlen. Das Militär erklärte, die Vorwürfe würden untersucht. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-amnesty-spricht-von-vielen-getoteten-frauen-und-madchen"><span id="amnesty-spricht-von-vielen-getoeteten-frauen-und-maedchen">Amnesty spricht von vielen getöteten Frauen und Mädchen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Luftangriff traf nach Angaben von Amnesty International den Markt von Tumfa im Bezirk Zurmi gegen 14 Uhr. Zeugen berichteten der Organisation, Militärflugzeuge seien bereits zuvor über dem Gebiet gesichtet worden. Unter den Opfern seien viele Frauen und Mädchen gewesen, die auf dem Markt Handel trieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verletzte wurden in Krankenhäuser nach Zurmi und Shinkafi gebracht. Weitere Opfer kamen in das Yariman Bakura Specialist Hospital in Gusau, der Hauptstadt des Bundesstaates Zamfara.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angaben zur Zahl der Toten gehen auseinander. Ein lokaler Gemeindeführer sprach von mindestens 72 Todesopfern. Andere Bewohner nannten mehr als 100 Tote. Ein Vertreter des Roten Kreuzes in Zamfara bestätigte gegenüber internationalen Medien den Luftangriff und berichtete von mehreren zivilen Todesopfern. Amnesty International meldet in einem Dorf seien allein 80 Menschen beerdigt worden. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militar-spricht-von-einsatz-gegen-bewaffnete-gruppen"><span id="militaer-spricht-von-einsatz-gegen-bewaffnete-gruppen">Militär spricht von Einsatz gegen bewaffnete Gruppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das nigerianische Militär bestätigte eine Operation im Gebiet Tumfa, wies die Darstellung eines massiven zivilen Blutzolls jedoch zurück. Ein Verteidigungssprecher bezeichnete den Ort als bekannten Rückzugs- und Sammelpunkt bewaffneter Banditen. Der Angriff sei auf Grundlage von Geheimdienstinformationen erfolgt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">🇳🇬 JUST IN – Despite expected denials from the Nigerian military, footage has emerged from Tumfa market in Zurmi LGA of Zamfara State following a reported Nigerian Air Force airstrike that Amnesty International says killed over 100 civilians.<br><br>The footage shows locals fleeing as… <a href="https://t.co/UwenGEb1a2">https://t.co/UwenGEb1a2</a> <a href="https://t.co/oEzDYezQ4l">pic.twitter.com/oEzDYezQ4l</a></p>— BSN (@Barristerstreet) <a href="https://twitter.com/Barristerstreet/status/2054504530616738213?ref_src=twsrc%5Etfw">May 13, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Streitkräfte erklärten, es gebe bisher keine überprüfbaren Belege für die gemeldeten zivilen Opferzahlen. Zugleich kündigte das Militär an, die Vorwürfe zu prüfen. Ein Sprecher sagte Zivilisten seien nicht das Ziel militärischer Operationen, und es werde alles getan, zivile Opfer zu vermeiden. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zamfara-bleibt-zentrum-bewaffneter-gewalt"><span id="zamfara-bleibt-zentrum-bewaffneter-gewalt">Zamfara bleibt Zentrum bewaffneter Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zamfara im Nordwesten Nigerias gehört seit Jahren zu den besonders betroffenen Regionen bewaffneter Gewalt. Kriminelle Gruppen verüben Entführungen, Viehdiebstähle und Angriffe auf Dörfer. Märkte und ländliche Handelsplätze geraten dabei immer wieder in den Einflussbereich bewaffneter Gruppen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Nigerian_Air_Force_Aero_L-39ZA_Albatros_Iwelumo-2.jpg" alt="" class="wp-image-27369 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Nigerian_Air_Force_Aero_L-39ZA_Albatros_Iwelumo-2.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Nigerian_Air_Force_Aero_L-39ZA_Albatros_Iwelumo-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Nigerian_Air_Force_Aero_L-39ZA_Albatros_Iwelumo-2-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Nigerian_Air_Force_Aero_L-39ZA_Albatros_Iwelumo-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Nigerian_Air_Force_Aero_L-39ZA_Albatros_Iwelumo-2-800x532.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die nigerianischen Streitkräfte führen in der Region regelmäßig Operationen gegen diese Gruppen durch. Die Nähe zwischen bewaffneten Akteuren und zivilen Orten erschwert nach Darstellung von Sicherheitsbehörden die Zielerfassung. Menschenrechtsorganisationen kritisieren seit Jahren zivile Opfer bei Luftangriffen und fordern strengere Prüfungen vor Einsätzen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zweiter-schwerer-vorwurf-innerhalb-eines-monats"><span id="zweiter-schwerer-vorwurf-innerhalb-eines-monats">Zweiter schwerer Vorwurf innerhalb eines Monats</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall in Tumfa ist der zweite gemeldete tödliche Luftangriff auf einen Markt im Norden Nigerias innerhalb eines Monats. Im April wurden bei einem Angriff im Gebiet Jilli an der Grenze zwischen Borno und Yobe ebenfalls zahlreiche Zivilisten getötet. Das Militär leitete dazu eine Untersuchung ein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Amnesty International fordert eine sofortige, unabhängige und transparente Untersuchung des Angriffs in Tumfa. Die Organisation verlangt zudem Verantwortlichkeit bei möglichen Verstößen und eine Überprüfung militärischer Einsätze in bewohnten Gebieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der <a href="https://fokus-afrika.de/un-hochkommissar-tuerk-will-menschenrechte-im-internet-verteidigen/" type="post" id="26579">Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk</a>, reagierte auf die Berichte. Er zeigte sich schockiert über Meldungen, wonach am 10. Mai mindestens 100 Zivilisten durch Luftangriffe der nigerianischen Armee auf einen Markt in Zamfara getötet worden seien, und forderte unabhängige Untersuchungen. </p>
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		<item>
		<title>Burundis Präsident: &#8220;Wahlen sind zu teuer&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burundis-praesident-wahlen-sind-zu-teuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 11:51:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burundi]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Burundi hat der geplante Milliardenetat für die Präsidentenwahl 2027 eine Debatte über Wahlkosten, Staatsausgaben und Regierungsführung ausgelöst.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburundis-praesident-wahlen-sind-zu-teuer%2F&amp;action_name=Burundis%20Pr%C3%A4sident%3A%20%26%238220%3BWahlen%20sind%20zu%20teuer%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">In Burundi hat der geplante Milliardenetat für die Präsidentenwahl 2027 eine Debatte über Wahlkosten, Staatsausgaben und Regierungsführung ausgelöst. Der Anlass lag am 22. April in Gitega. Präsident Évariste Ndayishimiye kritisierte die erwarteten Kosten von mehr als 80 Milliarden BIF (rund 23 Millionen Euro) und stellte sie möglichen Investitionen in Schulen gegenüber. Parteien und zivilgesellschaftliche Akteure widersprechen teils und verweisen auf die Rolle verlässlicher Wahlen und die Verwaltung öffentlicher Mittel.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasident-kritisiert-kosten-der-wahl"><span id="praesident-kritisiert-kosten-der-wahl">Präsident kritisiert Kosten der Wahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nationale Unabhängige Wahlkommission CENI hat in Gitega ihre Kampagne zur Wahlbildung für die Präsidentenwahl 2027 gestartet. Ein Jahr vor der Abstimmung will die Kommission Wählerinnen und Wähler sowie weitere Beteiligte auf den Urnengang vorbereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">CENI-Präsident Prosper Ntahorwamiye erklärte, Ziel seien freie und transparente Wahlen. Präsident Évariste Ndayishimiye rückte in seiner Rede jedoch die Kosten des Verfahrens in den Vordergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe den Präsidenten der CENI gefragt, wie viel ein einziger Wahlgang kosten würde, und er antwortete mir, dass es mehr als 80 Milliarden BIF sein würden. Mit einer solchen Summe könnte man jedoch in jeder Gemeinde ein Internat bauen“, sagte Ndayishimiye.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="424" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/i8ul6ephakm-1000020787.webp" alt="" class="wp-image-27365 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/i8ul6ephakm-1000020787.webp 720w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/i8ul6ephakm-1000020787-300x177.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/i8ul6ephakm-1000020787-380x224.webp 380w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident bezeichnete Wahlen als kostspielig und <a href="https://fokus-afrika.de/burundis-weg-ein-aufruf-zur-mentalen-transformation/">rief zu einer vertieften Debatte über den finanziellen Aufwand auf.</a> Industrieländer verbrächten ihre Zeit nicht damit, ständig Wahlen zu organisieren, sagte er. Auch in Afrika entwickelten sich aus seiner Sicht vor allem jene Länder, die ihre Institutionen nicht dauerhaft veränderten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parteien-verteidigen-wahlbudget"><span id="parteien-verteidigen-wahlbudget">Parteien verteidigen Wahlbudget</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Partei FPI Ineza kommt Widerspruch gegen die Kritik am Wahlbudget. Parteichef Francis Rohero bezifferte die 80 Milliarden BIF auf rund 1,2 Prozent der Staatsausgaben. Wenn Wahlen dazu dienten, verantwortliche Führung an die Spitze des Landes zu bringen, sei dieser Anteil am Haushalt kein grundsätzliches Problem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rohero sieht die eigentlichen Schwierigkeiten nicht im Wahlbudget selbst. Probleme entstünden, wenn gewählte Vertreter öffentliche Mittel schlecht verwalteten oder in Projekte ohne greifbare Wirkung lenkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Gabriel Rufyiri, Präsident der Antikorruptionsorganisation Olucome, verweist auf die Verwaltung staatlicher Mittel. „Die Ausgaben für eine Wahl machen nur einen kleinen Teil der öffentlichen Finanzen aus. Wenn die anderen Ressourcen gut verwaltet würden, würde alles besser funktionieren. Die eigentliche Frage ist daher nicht das Wahlbudget, sondern gute Regierungsführung“, sagte Rufyiri.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neuer-wahlkalender-verandert-die-debatte"><span id="neuer-wahlkalender-veraendert-die-debatte">Neuer Wahlkalender verändert die Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion über die Kosten hängt auch mit dem neuen Wahlkalender in Burundi zusammen. Die APDR sieht darin zusätzliche Belastungen für Staat und Gesellschaft. Die Partei kritisiert, dass mehrere Wahlgänge nicht mehr wie früher stärker gebündelt würden. Dadurch stiegen die Kosten und der organisatorische Aufwand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">APDR-Vertreter Gabriel Bazawitonde warnte vor einer fast dauerhaften Wahlphase. Nach den Wahlen von 2025 habe bereits im April 2026 die Vorbereitung auf die Präsidentenwahl 2027 begonnen. Weitere Wahltermine seien in den Jahren 2030, 2034, 2035, 2040, 2041, 2045 und 2048 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Burundi läuft Gefahr, dauerhaft im Wahlkampf zu bleiben“, sagte Bazawitonde. Diese Häufigkeit hindere das Land daran, sich vollständig der Entwicklung zu widmen, und verlangsame bestimmte nationale Aktivitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sieht Bazawitonde im neuen System auch Vorteile. Der Präsident verfüge über eine längere Amtszeit, um politisch zu handeln. Da er allein gewählt werde, könne er bei schlechter Leistung leichter ersetzt werden als bei gebündelten Wahlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rwasa-fordert-gesprach-uber-lage-des-landes"><span id="rwasa-fordert-gespraech-ueber-lage-des-landes">Rwasa fordert Gespräch über Lage des Landes</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Politiker Agathon Rwasa stellte die Wahlkosten in einen breiteren innenpolitischen Zusammenhang. <a href="https://fokus-afrika.de/koalition-bbb-bereitet-sich-auf-parlamentswahlen-in-burundi-vor/">Vor der Präsidentenwahl solle ein nationaler Dialog über die wirtschaftliche, politische und soziale Lage des Landes geführt werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Rwasa verwies auf wachsende Armut und steigende Steuern. Die Burundier sollten gemeinsam nach Lösungen suchen, um das Vertrauen der Bevölkerung und der internationalen Gemeinschaft wiederherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Wahlen von 2020 wurden rund 68 Milliarden BIF (rund 20 Millionen Euro) ausgegeben. Für die Wahlen von 2025 war derselbe Betrag vorgesehen. Die nun genannten mehr als 80 Milliarden BIF für die Präsidentenwahl 2027 markieren damit eine neue Größenordnung in der innenpolitischen Debatte Burundis.</p>
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	</item>
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		<title>Algeriens Armeechef nennt drei Stützen der Stabilität</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algeriens-armeechef-nennt-drei-stuetzen-der-stabilitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 11:29:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Algeriens Armeeführung stellt Wirtschaft, Einheit und Militär als drei Säulen der Stabilität heraus. Generalstabschef Saïd Chanegriha ordnet die Strategie in eine Weltlage aus Kriegen, Lieferkettenkrisen und wirtschaftlicher Unsicherheit ein.<br />
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<p class="wp-block-paragraph">Algeriens Generalstabschef Saïd Chanegriha hat Wirtschaft, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft der Streitkräfte als zentrale Stützen der Stabilität des Landes bezeichnet. Die Aussage fiel am Dienstag bei einer Arbeits- und Inspektionsreise in die 3. Militärregion in Béchar. Der Chef der Nationalen Volksarmee stellte seine Rede in den Kontext zunehmender internationaler Konflikte, gestörter Lieferketten und wirtschaftlicher Unsicherheit. Chanegriha ist zugleich beigeordneter Minister beim algerischen Verteidigungsminister.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-chanegriha-verweist-auf-globale-krisenlage"><span id="chanegriha-verweist-auf-globale-krisenlage">Chanegriha verweist auf globale Krisenlage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Führungskräften und Angehörigen der 3. Militärregion sprach Chanegriha von einer „akuten geopolitischen Instabilität“ mit wirtschaftlichen Folgen für viele Staaten. Als Beispiele nannte er gestörte globale Lieferketten, anhaltende Inflation und Rezessionsrisiken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalstabschef stellte die Lage Algeriens in einen breiteren internationalen Zusammenhang. Die Kriege und Spannungen in der Ukraine, in Gaza, <a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-und-algerien-bilden-gemeinsame-front-gegen-israel/" type="post" id="27228">im Nahen Osten</a> und im asiatisch-pazifischen Raum prägen nach seiner Darstellung ein Umfeld, in dem Staaten ihre wirtschaftliche und sicherheitspolitische Widerstandskraft stärken müssten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eisenbahnprojekt-soll-wirtschaftliche-widerstandskraft-starken"><span id="eisenbahnprojekt-soll-wirtschaftliche-widerstandskraft-staerken">Eisenbahnprojekt soll wirtschaftliche Widerstandskraft stärken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ersten Faktor nannte Chanegriha die wirtschaftliche Stabilität Algeriens. Diese werde durch große Infrastrukturprojekte gestützt, darunter die geplante Eisenbahnverbindung zwischen Béchar, Gara Djebilet und Tindouf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strecke gilt in Algerien als strategisches Projekt, weil sie den Südwesten des Landes stärker mit dem Bergbaugebiet Gara Djebilet verbinden soll. Chanegriha bezeichnete solche Vorhaben nicht als kurzfristige Investitionen. Sie würden dazu beitragen, „ein Entwicklungsmodell zu formen, das Schocks absorbieren, eine nationale wirtschaftliche Immunität schaffen und zum strategischen Aufstieg unseres Landes beitragen kann“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einheit-im-inneren-als-zweite-saule"><span id="einheit-im-inneren-als-zweite-saeule">Einheit im Inneren als zweite Säule</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als zweiten Faktor führte Chanegriha den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Einheit der inneren Front an. Diese Einheit wachse durch das Bewusstsein der Bevölkerung und das Engagement nationaler Eliten, sagte der Generalstabschef.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="647" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Said-2.jpg" alt="" class="wp-image-27362 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Said-2.jpg 647w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Said-2-300x247.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Said-2-380x313.jpg 380w" sizes="(max-width: 647px) 100vw, 647px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er sprach dabei von „Komplotten“, die darauf abzielten, den Entwicklungsprozess Algeriens zu stören. Die Formulierung knüpft an eine wiederkehrende Linie der algerischen Führung an, innenpolitische Stabilität eng mit nationaler Sicherheit und staatlicher Entwicklungsplanung zu verbinden. Dabei nutzt das Regime vor allem Feindbilder von ausländischen Mächten, um die Bevölkerung von ihrer Linie zu überzeugen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-armee-sieht-sich-als-garant-der-stabilitat"><span id="armee-sieht-sich-als-garant-der-stabilitaet">Armee sieht sich als Garant der Stabilität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-armeechef-warnt-vor-rueckkehr-von-krieg/" type="post" id="25891">Der dritte Faktor sei die ständige Einsatzbereitschaft und Wachsamkeit der Streitkräfte.</a> Chanegriha bezeichnete sie als „Eckpfeiler dieser Resilienz und dieser einzigartigen strategischen Stärke“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nationale Volksarmee sichere nicht nur das Staatsgebiet, sagte er. Sie trage auch zum Bild eines starken und sicheren Staates in einem instabilen Umfeld bei. Als Zeichen wachsender internationaler Anerkennung verwies Chanegriha auf häufige Besuche hochrangiger militärischer und politischer Vertreter befreundeter Staaten in Algerien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-machtzentrum-zwischen-prasidentschaft-und-militar"><span id="machtzentrum-zwischen-praesidentschaft-und-militaer">Machtzentrum zwischen Präsidentschaft und Militär</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chanegriha zählt zu den einflussreichsten Akteuren im algerischen Machtgefüge. Als Generalstabschef der Nationalen Volksarmee prägt er die Sicherheits- und Verteidigungspolitik des Landes. Seit November 2024 ist er zusätzlich als beigeordneter Minister beim Verteidigungsminister Teil der Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Abdelmadjid Tebboune bleibt verfassungsrechtlich Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Die politische Struktur Algeriens beruht jedoch stark auf dem Zusammenspiel zwischen Präsidentschaft und militärischer Führung. Chanegrihas Rede in Béchar unterstreicht diese Rolle der Armee als sicherheitspolitisches und politisches Zentrum des Staates.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Grüne verlangen Tempo bei der Aufarbeitung des Kolonialismus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-tempo-bei-der-aufarbeitung-des-kolonialismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 09:16:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kolonialgeschichte, Restitution, Erinnerungsort: Die Grünen setzen die Bundesregierung mit 31 Fragen zur Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus unter Druck.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-verlangen-tempo-bei-der-aufarbeitung-des-kolonialismus%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20verlangen%20Tempo%20bei%20der%20Aufarbeitung%20des%20Kolonialismus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-tempo-bei-der-aufarbeitung-des-kolonialismus/">Grüne verlangen Tempo bei der Aufarbeitung des Kolonialismus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen setzen die Bundesregierung beim geplanten Erinnerungskonzept zum Kolonialismus unter Druck. Am 13. Mai wurde dazu eine <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/058/2105859.pdf">Kleine Anfrage</a> im Bundestag bekannt. Die Fraktion verlangt konkrete Angaben zu Zeitplan, Standortsuche, Finanzierung und Beteiligung von Herkunftsgesellschaften. <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-verabschiedet-gesetz-zur-kriminalisierung-des-franzoesischen-kolonialismus/">Auch ein geplantes Restitutionsgesetz rückt damit erneut in den parlamentarischen Fokus. </a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-eigenen-erinnerungsort"><span id="streit-um-eigenen-erinnerungsort">Streit um eigenen Erinnerungsort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will die deutsche Kolonialgeschichte nicht in die im November 2025 beschlossene Gedenkstättenkonzeption des Bundes aufnehmen. <a href="https://fokus-afrika.de/kolonialismus-und-entwicklungspolitik-deutschland-setzt-auf-kritische-aufarbeitung/">Stattdessen soll ein eigenes Erinnerungskonzept zum Kolonialismus entstehen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD ist zudem ein „würdiger Erinnerungsort“ vorgesehen. Die Grünen fragen nun, nach welchen Kriterien der Standort ausgewählt werden soll, welche Orte geprüft werden und wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion will außerdem wissen, ob Bildungs- und Forschungsangebote Teil des Erinnerungsortes werden sollen. Auch die Unterstützung von Erinnerungsorten in Herkunftsgesellschaften steht im Fragenkatalog.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-restitution-bleibt-offener-konfliktpunkt"><span id="restitution-bleibt-offener-konfliktpunkt">Restitution bleibt offener Konfliktpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Erinnerungspolitik greift die Anfrage die Rückgabe von Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten auf. Die Grünen fragen, wann die Bundesregierung einen Entwurf für ein Restitutionsgesetz vorlegen will und welches Ressort die Federführung übernimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher gibt es gemeinsame Leitlinien von Bund, Ländern und Kommunen. Eine gesetzliche Grundlage fehlt. Die Abgeordneten verlangen Angaben zu Zuständigkeiten, Entscheidungswegen, Übergangsregeln und zur Beteiligung von Herkunftsgesellschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Finanzierung steht im Fokus. Die Bundesregierung soll darlegen, welche Mittel 2026 für Rückführungen vorgesehen sind und wie viel davon bereits gebunden oder ausgegeben wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fragen-zu-schadel-sammlung-und-transparenz"><span id="fragen-zu-schaedel-sammlung-und-transparenz">Fragen zu Schädel-Sammlung und Transparenz</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="712" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-1024x712.jpg" alt="" class="wp-image-27355 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-1024x712.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-800x556.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2.jpg 1255w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Anfrage umfasst insgesamt 31 Punkte. Darunter sind Fragen zur Provenienzforschung, zur geplanten zentralen Anlaufstelle für menschliche Überreste und zum Umgang mit rund 6.000 noch nicht erforschten Schädeln aus einer Sammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/rueckgaben-von-kulturgueter-aus-dem-kolonialismus-sollen-schneller-zurueckgefuehrt-werden/">Die Grünen fordern außerdem eine Übersicht über laufende und abgeschlossene Rückgabeprozesse.</a> Die Bundesregierung soll erklären, ob eine regelmäßig aktualisierte, öffentlich zugängliche Liste geplant ist.</p>
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			<media:title type="html">75 Jahre Europaeische Menschenrechtskonvention</media:title>
			<media:description type="html">75 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK): ein europäischer Triumph in Gefahr  - Hier Awet Tesfaiesus (l), Bündnis 90/Die Grünen, MdB, im Gespräch.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>USA kündigen Visa-Beschränkungen gegen Südsudans Regierung an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-kuendigen-visa-beschraenkungen-gegen-suedsudans-regierung-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 21:36:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Visa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die USA erhöhen den Druck auf Südsudans Führung: Visa-Beschränkungen, Korruptionsvorwürfe und ein neuer Streit über das Friedensabkommen von 2018.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-kuendigen-visa-beschraenkungen-gegen-suedsudans-regierung-an%2F&amp;action_name=USA%20k%C3%BCndigen%20Visa-Beschr%C3%A4nkungen%20gegen%20S%C3%BCdsudans%20Regierung%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-kuendigen-visa-beschraenkungen-gegen-suedsudans-regierung-an/">USA kündigen Visa-Beschränkungen gegen Südsudans Regierung an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die USA leiten gezielte Visa-Beschränkungen gegen Mitglieder der südsudanesischen Übergangsregierung ein. Das teilte das US-Außenministerium am 12. Mai mit. Washington wirft den betroffenen Personen vor, den Friedensprozess zu behindern und durch Korruption den Konflikt weiter anzuheizen. Die Entscheidung fällt in eine Phase wachsender Spannungen um das Friedensabkommen von 2018, dessen Umsetzung in Juba erneut umstritten ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-wirft-juba-blockade-des-friedensprozesses-vor"><span id="washington-wirft-juba-blockade-des-friedensprozesses-vor">Washington wirft Juba Blockade des Friedensprozesses vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">US-Außenminister Marco Rubio ergreift die Maßnahmen auf Grundlage des Einwanderungs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes der Vereinigten Staaten. Die Namen der betroffenen Personen wurden zunächst nicht genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium erklärte, die südsudanesische Übergangsregierung behindere seit Jahren die Umsetzung des Revitalized Agreement on the Resolution of the Conflict in the Republic of South Sudan, kurz R-ARCSS. Das Abkommen wurde 2018 unterzeichnet und sollte den <a href="https://fokus-afrika.de/berichte-uber-einschrankungen-der-bewegungsfreiheit-von-sudsudans-oppositionsfuhrer-riek-machar/" type="post" id="8387">Bürgerkrieg zwischen den Lagern von Präsident Salva Kiir und seinem Rivalen Riek Machar beenden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington wirft Regierungsmitgliedern vor, Waffenruhen zu unterlaufen und durch Korruption zur Fortsetzung des Konflikts beizutragen. Mehrere anerkannte Untersuchungsstellen hätten dokumentiert, dass korrupte Amtsträger und Unternehmen Gelder aus der Staatskasse Südsudans abgezweigt und ausländische Hilfsgelder veruntreut hätten, erklärte das Außenministerium. Genannt wurde dabei auch Crawford Capital Ltd.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-offensive-in-jonglei-verscharft-humanitare-lage"><span id="offensive-in-jonglei-verschaerft-humanitaere-lage">Offensive in Jonglei verschärft humanitäre Lage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung verbindet die Visa-Maßnahmen mit der Sicherheitslage im Land. Die South Sudan People’s Defense Forces, die unter Kontrolle von Präsident Salva Kiir stehen, hätten in Nord-Jonglei eine Militäroffensive geführt, die 300.000 Menschen vertrieben habe. Dadurch seien in weiten Teilen Südsudans Bedingungen für eine mögliche Hungersnot entstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium verwies zudem auf glaubwürdige Berichte über Menschenrechtsverletzungen, Misshandlungen und ethnisch motivierte Tötungen an Angehörigen der Nuer. Washington kündigte an, weiter alle verfügbaren Instrumente zu nutzen, um Verantwortliche in der Übergangsregierung, in den Streitkräften und in anderen Strukturen zur Rechenschaft zu ziehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26194 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die USA stellen die Maßnahmen als Teil ihres Drucks auf Akteure dar, die Frieden und Stabilität in Südsudan gefährden. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-warnt-vor-kollaps-des-friedensabkommens-im-suedsudan/">Der Schritt folgt auf anhaltende internationale Kritik an Verzögerungen bei der Umsetzung des Friedensabkommens und an der politischen Entwicklung in Juba.</a></p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aktivisten-begrussen-den-schritt"><span id="aktivisten-begruessen-den-schritt">Aktivisten begrüßen den Schritt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südsudanesische Aktivisten begrüßten die Entscheidung der USA. Edmund Yakani, Exekutivdirektor der Community Empowerment for Progress Organization, bezeichnete den Schritt als Druckmittel für politische Verantwortlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist ein bemerkenswerter Schritt. Er ist eine Ermutigung und echter Druck für politische Rechenschaft in Südsudan“, sagte Yakani. Viele Führungspersonen verzögerten den Übergang vom Konflikt zum Frieden aus Angst vor Rechenschaft, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yakani forderte auch andere Regierungen auf, ähnliche Maßnahmen gegen Personen zu ergreifen, die Frieden und Stabilität in Südsudan untergraben. „Wir hoffen, dass andere Regierungen ähnliche Schritte unternehmen, denn Frieden und Stabilität sind Forderungen der Bürger Südsudans“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Aktivist James Boboya Edmund sprach von einem bedeutenden Signal aus Washington. Die Bevölkerung Südsudans sehe daran, dass die internationale Gemeinschaft die Herausforderungen im Land wahrnehme. Boboya forderte weitere gezielte Sanktionen gegen Führungspersonen, die den Friedensprozess blockierten und nationale Ressourcen für persönliche Zwecke missbrauchten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-splm-politiker-stellt-friedensabkommen-infrage"><span id="splm-politiker-stellt-friedensabkommen-infrage">SPLM-Politiker stellt Friedensabkommen infrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den US-Maßnahmen verschärft sich in Juba der Streit über das Friedensabkommen von 2018. Simon Kun Puoch, dritter stellvertretender Vorsitzender der regierenden SPLM, sagte bei einer Veranstaltung in Juba, er glaube nicht an das Abkommen. Die SPLM könne sich davon distanzieren, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir, die SPLM, können das R-ARCSS ablehnen. Niemand kann mit uns darüber reden“, sagte Kun. Er begründete seine Aussage damit, dass die SPLM aus seiner Sicht nicht als Partei im Abkommen genannt sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Äußerungen fallen in eine Debatte über geplante Änderungen am Friedensabkommen. Die Übergangsregierung hat im Parlament Änderungen an drei Kapiteln und einem Anhang eingebracht. <a href="https://fokus-afrika.de/verschiebung-der-wahlen-in-suedsudan-ein-bedauerlicher-rueckschlag/">Betroffen sind Regelungen zu Wahlen</a>, Verfassungsreformen und zum Vorrang des Friedensabkommens im Rechtssystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Opposition um Riek Machar boykottierte die Einbringung der Änderungen. Machar wird in Juba festgehalten und sieht sich mit Hochverratsvorwürfen konfrontiert. Die Reconstituted Joint Monitoring and Evaluation Commission, die die Umsetzung des Friedensabkommens überwacht, und mehrere internationale Partner kritisierten den Änderungsprozess als nicht ausreichend inklusiv.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-friedensabkommen-bleibt-politischer-streitpunkt"><span id="friedensabkommen-bleibt-politischer-streitpunkt">Friedensabkommen bleibt politischer Streitpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Friedensabkommen von 2018 führte zur Bildung einer Übergangsregierung im Jahr 2020. Es sollte Machtteilung, Sicherheitsreformen, Verfassungsprozesse und Wahlen vorbereiten. Viele zentrale Bestimmungen wurden jedoch wiederholt verzögert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuellen Visa-Beschränkungen erhöhen den internationalen Druck auf Juba. Zugleich zeigen die Äußerungen aus der SPLM, wie umstritten das Abkommen innerhalb der politischen Führung bleibt.</p>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio departs Le Bourget Airport in France, March 27, 2026. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Drohnen werden zur tödlichsten Waffe gegen Zivilisten im Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/drohnen-werden-zur-toedlichsten-waffe-gegen-zivilisten-im-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 21:20:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Sudan-Krieg erreicht eine neue Eskalationsstufe: Bewaffnete Drohnen verursachen laut UN inzwischen die meisten zivilen Todesfälle.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Drohnen sind im Sudan-Krieg nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros zur wichtigsten Ursache ziviler Todesfälle geworden. Am 11. Mai veröffentlichte das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte die Warnung in Genf. Zwischen Januar und April gingen mindestens 880 zivile Todesfälle auf Drohnenangriffe zurück, mehr als 80 Prozent aller konfliktbedingten zivilen Todesfälle in diesem Zeitraum. UN-Menschenrechtschef Volker Türk warnte vor einer weiteren Ausweitung der Gewalt, während der Krieg zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces in sein viertes Jahr gegangen ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kordofan-besonders-stark-betroffen"><span id="kordofan-besonders-stark-betroffen">Kordofan besonders stark betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-verurteilt-toedliche-angriffe-auf-kindergarten-und-krankenhaus-in-kordofan/" type="post" id="22744">Die meisten durch Drohnenangriffe verursachten zivilen Todesfälle wurden im ersten Quartal in der Region Kordofan registriert.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-verschaerfte-kaempfe-in-kordofan-und-darfur-verschaerfen-humanitaere-notlage/" type="post" id="22663">Am 8. Mai wurden bei Angriffen auf Al Quz in Südkordofan und nahe El Obeid in Nordkordofan nach UN-Angaben 26 Zivilisten getötet, weitere Menschen wurden verletzt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Türk verurteilte den zunehmenden Einsatz bewaffneter unbemannter Fluggeräte im Sudan. „Bewaffnete Drohnen sind inzwischen bei Weitem zur führenden Ursache ziviler Todesfälle geworden“, sagte der UN-Menschenrechtschef.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg wird von den Sudanese Armed Forces, der regulären Armee des Landes, und den paramilitärischen Rapid Support Forces geführt.</a> Beide Seiten setzen Drohnen ein. Nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros breitet sich diese Kriegsführung über Kordofan und Darfur hinaus auf Blue Nile, White Nile und Khartum aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-markte-kliniken-und-versorgungswege-unter-beschuss"><span id="maerkte-kliniken-und-versorgungswege-unter-beschuss">Märkte, Kliniken und Versorgungswege unter Beschuss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kriegsparteien haben wiederholt zivile Einrichtungen und Infrastruktur getroffen. Märkte wurden mindestens 28 Mal angegriffen, jeweils mit zivilen Opfern. Gesundheitseinrichtungen wurden in den ersten vier Monaten des Jahres mindestens zwölf Mal getroffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp" alt="" class="wp-image-23273 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-300x300.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-150x150.webp 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-80x80.webp 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-110x110.webp 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-380x380.webp 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Einige Kliniken mussten schließen. Zivilisten müssen dadurch lange Wege zur Behandlung zurücklegen oder bleiben ohne medizinische Versorgung. Auch Treibstofflager und Versorgungsrouten wurden in den vergangenen Wochen wiederholt angegriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/" type="post" id="27112">Am 4. Mai führte ein Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Khartum zur Unterbrechung aller Flüge. </a>Zwischen dem 28. April und dem 5. Mai gab es mehrere gezielte Drohnenangriffe in Khartum und der Nachbarstadt Omdurman.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Intensität dieser Angriffe hat die relative Ruhe der vergangenen Monate erschüttert“, sagte Türk. In dieser Zeit seien wieder mehr Zivilisten in die Hauptstadt zurückgekehrt. Die Angriffe hätten Ängste vor einer Rückkehr der Kämpfe nach Khartum ausgelöst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-warnt-vor-neuer-eskalation"><span id="un-warnt-vor-neuer-eskalation">UN warnt vor neuer Eskalation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Türk warnte, der Konflikt könne in eine weitere, noch tödlichere Phase eintreten. Die zunehmende Abhängigkeit von Drohnen ermögliche es den Konfliktparteien, die Kämpfe auch in der bevorstehenden Regenzeit fortzusetzen. In früheren Jahren hatte diese Phase Bodenoperationen häufig verlangsamt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Ausweitung der Kämpfe könnte nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros weitere Vertreibungen auslösen und die Versorgung mit humanitärer Hilfe behindern. Besonders gefährdet seien Städte wie El Obeid und Dilling in Südkordofan, die unter belagerungsähnlichen Bedingungen stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die internationale Gemeinschaft ist gewarnt“, sagte Türk. Ohne rasches Handeln stehe der Konflikt an der Schwelle zu einer neuen, noch tödlicheren Phase.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hungerkrise-verscharft-lage-der-bevolkerung"><span id="hungerkrise-verschaerft-lage-der-bevoelkerung">Hungerkrise verschärft Lage der Bevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewalt trifft Regionen, in denen sich die humanitäre Lage bereits verschlechtert hat. Große Teile des Landes, darunter Kordofan, sind nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros von einem erhöhten Risiko für Hungersnot und akute Ernährungsunsicherheit betroffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-24814 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Türk verwies auf erwartete Verzögerungen oder Engpässe bei Düngemitteln infolge der Golfkrise. Die wiederholten Angriffe auf Kliniken verschärfen zusätzlich die Lage von Menschen, die aus umkämpften Gebieten fliehen mussten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Menschenrechtschef forderte robuste Maßnahmen, um Waffenlieferungen an die Kriegsparteien zu verhindern. Dies gelte auch für zunehmend fortgeschrittene bewaffnete Drohnen. Drohnenangriffe auf Zivilisten und zivile Einrichtungen würden weiter zunehmen, wenn sie straflos blieben und als Mittel der Kriegsführung normalisiert würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-kommisar-volker-tuerk-das-absichtliche-toeten-ist-ein-kriegsverbrechen/">Türk rief alle Konfliktparteien erneut auf, Zivilisten zu schützen und sichere Fluchtwege aus aktiven Kampfzonen zu ermöglichen.</a> Zivilisten müssten auch vor Vergeltung, außergerichtlichen Hinrichtungen, sexueller Gewalt, willkürlicher Inhaftierung und Entführungen geschützt werden.</p>
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		<title>Südafrikas Präsident Ramaphosa lehnt Rücktritt nach Gerichtsurteil ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-lehnt-ruecktritt-nach-gerichtsurteil-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 21:02:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Südafrikas Präsident Ramaphosa steht erneut unter Druck: Das Parlament muss das Amtsenthebungsverfahren zur Phala-Phala-Affäre wieder aufnehmen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrikas-praesident-ramaphosa-lehnt-ruecktritt-nach-gerichtsurteil-ab%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrikas%20Pr%C3%A4sident%20Ramaphosa%20lehnt%20R%C3%BCcktritt%20nach%20Gerichtsurteil%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-lehnt-ruecktritt-nach-gerichtsurteil-ab/">Südafrikas Präsident Ramaphosa lehnt Rücktritt nach Gerichtsurteil ab</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa lehnt einen Rücktritt trotz eines wieder aufgenommenen Amtsenthebungsverfahrens in der Phala-Phala-Affäre ab. Am Montagabend wandte er sich in einer Fernsehansprache an die Nation. Das Verfassungsgericht hatte zuvor einen Parlamentsbeschluss von 2022 aufgehoben, mit dem die damalige ANC-Mehrheit ein Verfahren gegen Ramaphosa gestoppt hatte. Nun muss der Bericht eines unabhängigen Gremiums an einen Amtsenthebungsausschuss der Nationalversammlung weitergeleitet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ramaphosa-stellt-sich-gegen-rucktrittsforderungen"><span id="ramaphosa-stellt-sich-gegen-ruecktrittsforderungen">Ramaphosa stellt sich gegen Rücktrittsforderungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa sagte, das Urteil des Verfassungsgerichts zwinge ihn nicht zum Rücktritt. Das Gericht habe keine Feststellung zu seinem Verhalten getroffen und auch nicht entschieden, ob mögliche Vorwürfe eine Amtsenthebung rechtfertigten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich möchte mit allem Respekt klarstellen, dass ich nicht zurücktreten werde“, sagte Ramaphosa. Ein Rücktritt würde den in der Verfassung vorgesehenen Prozess vorwegnehmen, einem aus seiner Sicht fehlerhaften Bericht Gewicht verleihen und seine Verantwortung als Präsident aufgeben.</p>



<blockquote class="twitter-broadcast" data-broadcast-id="1RKZzjQdEOrKB"><a href="https://x.com/i/broadcasts/1RKZzjQdEOrKB">Broadcast</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident kündigte zugleich an, den Bericht des unabhängigen Gremiums gerichtlich überprüfen zu lassen. Er begründete den Schritt damit, dass die Arbeit des Parlaments auf einem Bericht beruhen würde, den er für rechtlich und sachlich fehlerhaft hält.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-phala-phala-affare-belastet-den-prasidenten-seit-2022"><span id="phala-phala-affaere-belastet-den-praesidenten-seit-2022">Phala-Phala-Affäre belastet den Präsidenten seit 2022</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorwürfe gehen auf einen Einbruch auf Ramaphosas Farm Phala Phala im Februar 2020 zurück. Dabei wurde Bargeld gestohlen, das auf dem Anwesen versteckt gewesen sein soll. Ramaphosa bestreitet Fehlverhalten und erklärte wiederholt, er habe kein öffentliches Geld gestohlen, keine Straftat begangen und seinen Amtseid nicht verletzt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="741" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDLpGfW4AAWDqM.jpeg" alt="" class="wp-image-27342 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDLpGfW4AAWDqM.jpeg 741w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDLpGfW4AAWDqM-300x276.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDLpGfW4AAWDqM-380x349.jpeg 380w" sizes="(max-width: 741px) 100vw, 741px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein unabhängiges Gremium der Nationalversammlung kam 2022 zu dem vorläufigen Schluss, dass Ramaphosa möglicherweise schweres Fehlverhalten begangen und gegen die Verfassung verstoßen haben könnte. Der Bericht warf Fragen dazu auf, wie das Bargeld auf die Farm gelangte, ob es ordnungsgemäß deklariert wurde und warum es nicht auf einem Bankkonto lag.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nationalversammlung stimmte im Dezember 2022 gegen die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens. Damals verfügte der Afrikanische Nationalkongress noch über eine eigene Mehrheit im Parlament. Das Verfassungsgericht erklärte diesen Beschluss nun für ungültig und ordnete an, dass der Bericht an den zuständigen Ausschuss überwiesen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlament-muss-nachsten-schritt-einleiten"><span id="parlament-muss-naechsten-schritt-einleiten">Parlament muss nächsten Schritt einleiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nationalversammlung kann einen Präsidenten wegen schwerer Verfassungs- oder Gesetzesverstöße, schweren Fehlverhaltens oder Amtsunfähigkeit absetzen. Der Prozess läuft in mehreren Stufen. Zunächst prüft ein unabhängiges Gremium, ob ausreichende Anhaltspunkte bestehen. Danach entscheidet das Parlament, ob ein Amtsenthebungsausschuss eingesetzt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt der Ausschuss zu dem Schluss, dass der Präsident abgesetzt werden soll, stimmt die Nationalversammlung über seine Amtsenthebung ab. Dafür ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Die Nationalversammlung hat 400 Sitze, Ramaphosas ANC verfügt seit der Wahl 2024 nur noch über 159 Sitze und regiert in einer Koalition mit der Democratic Alliance und kleineren Parteien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident könnte auch über ein Misstrauensvotum aus dem Amt gedrängt werden. Dafür reicht eine einfache Mehrheit. Die Parteien uMkhonto weSizwe und African Transformation Movement haben entsprechende Anträge eingebracht. Das Parlament hat noch nicht mitgeteilt, ob und wann darüber abgestimmt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-opposition-halt-druck-auf-ramaphosa-aufrecht"><span id="opposition-haelt-druck-auf-ramaphosa-aufrecht">Opposition hält Druck auf Ramaphosa aufrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrikas-oppositionsfuehrer-julius-malema-muss-fuenf-jahre-ins-gefaengnis/" type="post" id="26597">Economic Freedom Fighters</a> kritisieren Ramaphosas angekündigte gerichtliche Überprüfung des Gremienberichts als Verzögerungstaktik. Der südafrikanische Rechtsanalyst Mpumelelo Nyoka sagte dem <a href="https://www.sabcnews.com/sabcnews/ramaphosas-review-bid-cannot-halt-impeachment-process-analyst/">Sender <em>SABC</em></a>, der Präsident könne zwar eine gerichtliche Überprüfung anstreben, dies entbinde das Parlament aber nicht von seiner verfassungsrechtlichen Pflicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nyoka verwies darauf, dass Entscheidungen der Gerichte bindend seien und ohne Verzögerung umgesetzt werden müssten. Ein Versuch der Exekutive, das Parlament an der Erfüllung seiner Aufgaben zu hindern, hätte nach seiner Einschätzung geringe Erfolgsaussichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ANC-Führung hat südafrikanischen Medien zufolge ihre Spitzenfunktionäre für Dienstagabend zu einer Dringlichkeitssitzung in Kapstadt einberufen. Ramaphosa blieb seiner Ansprache zufolge bei seiner Linie, die verfassungsrechtlichen Verfahren zu respektieren und zugleich den Bericht des unabhängigen Gremiums vor Gericht anzugreifen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nachfolge-ware-nicht-automatisch-geklart"><span id="nachfolge-waere-nicht-automatisch-geklaert">Nachfolge wäre nicht automatisch geklärt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Rücktritt oder einer Amtsenthebung übernimmt zunächst ein amtierender Präsident. Die südafrikanische Verfassung sieht dafür eine Reihenfolge vor: zuerst der Vizepräsident, danach ein vom Kabinett bestimmter Minister oder die Parlamentspräsidentin.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="880" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-1024x880.jpeg" alt="" class="wp-image-27341 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-1024x880.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-300x258.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-768x660.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-1536x1320.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-380x327.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-800x688.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-1160x997.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vizepräsident Paul Mashatile würde Ramaphosa bei einer Amtsenthebung oder einem Rücktritt nicht automatisch dauerhaft ersetzen. Das Parlament müsste einen neuen Präsidenten wählen. Die Kandidaten werden von Abgeordneten nominiert, gewählt wird in geheimer Abstimmung. Für die Wahl ist eine Mehrheit der Mitglieder der Nationalversammlung erforderlich.</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Afrika fordert günstigere Kredite – Macron verspricht 23 Milliarden € an Investitionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 20:37:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrika fordert in Nairobi eine neue Bewertung seiner Risiken: weniger Kreditkosten, mehr Investitionen, stärkere Mitsprache in der Weltfinanzordnung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen%2F&amp;action_name=Afrika%20fordert%20g%C3%BCnstigere%20Kredite%20%E2%80%93%20Macron%20verspricht%2023%20Milliarden%20%E2%82%AC%20an%20Investitionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staats- und Regierungschefs drängen beim Africa Forward Summit in Nairobi auf eine Neubewertung finanzieller Risiken auf dem Kontinent und auf mehr Investitionen in Industrie, Energie und Infrastruktur. Der zweitägige Gipfel findet am 11. und 12. Mai statt. Gastgeber sind Kenias Präsident William Ruto und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, beteiligt sind UN-Generalsekretär António Guterres und Delegationen aus mehr als 30 afrikanischen Staaten. Kern der Beratungen sind niedrigere Kapitalkosten, Reformen der globalen Finanzordnung und neue Finanzierungswege für afrikanische Projekte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzmarkte-sollen-afrika-anders-bewerten"><span id="finanzmaerkte-sollen-afrika-anders-bewerten">Finanzmärkte sollen Afrika anders bewerten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias Außenminister Musalia Mudavadi machte vor dem Gipfel deutlich, dass afrikanische Staaten und Unternehmen seit Jahren höhere Finanzierungskosten tragen. „Afrika ist immer als Hochrisikoraum angesehen worden“, sagte Mudavadi der Nachrichtenagentur <em>Reuters</em>. Der Zugang zu Krediten sei deshalb für Regierungen und Unternehmen oft an höhere Zinssätze gebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mudavadi forderte eine andere Bewertung afrikanischer Märkte durch internationale Finanzakteure. Konflikte in anderen Weltregionen zeigten, dass Risiko nicht einseitig mit Afrika verbunden werden könne. <a href="https://fokus-afrika.de/iwf-senkt-kreditkosten-um-36/">Afrikanische Regierungen kritisieren seit Langem, dass globale Ratingagenturen die Risiken des Kontinents zu hoch ansetzen und damit Kreditkosten erhöhen. </a>Die großen Agenturen S&P Global Ratings, Moody’s und Fitch weisen den Vorwurf regionaler Voreingenommenheit zurück und verweisen auf weltweit angewandte Kriterien.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27336 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq.jpeg 2080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-stellt-afrikanische-union-offen-infrage/">Die Afrikanische Union arbeitet an einer kontinentalen Ratingagentur, die aus afrikanischer Sicht ein genaueres Bild wirtschaftlicher Risiken liefern soll.</a> Mudavadi bezeichnete dieses Vorhaben als „kritisch“. Die Afrikanische Export-Import Bank hatte im Januar ihre Zusammenarbeit mit Fitch beendet, weil sie die Bewertungspraxis der Agentur kritisierte.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruto-setzt-auf-afrikanisches-kapital"><span id="ruto-setzt-auf-afrikanisches-kapital">Ruto setzt auf afrikanisches Kapital</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto verband die Debatte über Kreditkosten mit der Forderung nach mehr afrikanischer Eigenfinanzierung. Das internationale Finanzsystem bleibe strukturell ungleich, sagte Ruto in Nairobi. Afrikanische Länder seien mit hohen Kreditkosten, begrenztem Zugang zu günstiger Finanzierung und verzerrten Risikowahrnehmungen konfrontiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27335 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e.jpeg 2080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ruto unterstützte ausdrücklich den Aufbau einer afrikanischen Kreditratingagentur. Sie solle bestehende globale Institutionen nicht ersetzen, sondern Verzerrungen bei der Bewertung afrikanischer Volkswirtschaften korrigieren. „Afrika muss Afrika zunehmend selbst finanzieren“, sagte Ruto.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinen Angaben verfügt der Kontinent über mehr als vier Billionen Dollar an langfristigen inländischen Ersparnissen, darunter mehr als eine Billion Dollar in Pensions- und Versicherungsvermögen sowie mehr als 500 Milliarden Dollar an Zentralbankreserven. Gleichzeitig fehlten vielen Staaten Mittel für Infrastruktur, Energie, Industrieparks, Logistiknetze und Wohnungsbau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto verwies auf Kenias National Infrastructure Fund. Der Fonds habe in den vergangenen vier Monaten rund eine Milliarde Dollar mobilisiert. Zudem seien in dreieinhalb Jahren fast vier Milliarden Dollar für das kenianische Programm für bezahlbaren Wohnraum lokal beschafft worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macron-nennt-23-milliarden-euro-private-investitionen"><span id="macron-nennt-23-milliarden-euro-private-investitionen">Macron nennt 23 Milliarden Euro private Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stellte den Gipfel als Teil einer neuen Partnerschaft zwischen Frankreich, Europa und Afrika dar. Er sprach sich für Ko-Investitionen statt klassischer Hilfslogik aus. „Was ich anbiete, ist nicht Hilfe. Diese Zeit liegt hinter uns“, sagte Macron in Nairobi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron kündigte private Investitionen in Höhe von 23 Milliarden Euro an. Davon sollen 14 Milliarden Euro auf französische Unternehmen in Afrika entfallen und neun Milliarden Euro auf afrikanische Unternehmen auf dem Kontinent. Die Investitionen sollen unter anderem in Industrie, Künstliche Intelligenz, Gesundheit, nachhaltige Landwirtschaft und die blaue Wirtschaft fließen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Quand l’Afrique réussit, l’Europe réussit, et vice-versa ! 23 milliards d&#39;euros d&#39;investissements privés en Afrique ont été annoncés, dont 14 milliards portés par des entreprises françaises. Africa Forward est un sommet d&#39;action. <a href="https://t.co/vI8wkMEWs4">pic.twitter.com/vI8wkMEWs4</a></p>— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/2054146513371095055?ref_src=twsrc%5Etfw">May 12, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/">Frankreich nutzt den Gipfel auch, um seine Afrika-Politik breiter auszurichten. </a>Das Treffen in Nairobi ist der erste Afrika-Frankreich-Gipfel in einem überwiegend englischsprachigen afrikanischen Land. Macron kündigte an, die Botschaften des Gipfels in weitere internationale Formate einzubringen, darunter Beratungen im Kreis der G7 sowie Treffen von Internationalem Währungsfonds, Weltbank und Vereinten Nationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-guterres-kritisiert-finanzordnung-von-1945"><span id="guterres-kritisiert-finanzordnung-von-1945">Guterres kritisiert Finanzordnung von 1945</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres unterstützte die Forderungen nach Reformen. Die globale Finanzarchitektur sei 1945 für eine Welt geschaffen worden, die nicht mehr existiere, sagte er. Afrika führe eine der zentralen Debatten über eine Reform dieses Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verwies auf hohe Schuldenlasten, sinkende Entwicklungshilfe und ungleiche Mitsprache in internationalen Finanzinstitutionen. Afrika habe mehr als 1,5 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner, aber keine ständigen Sitze im UN-Sicherheitsrat. Zudem fehlten afrikanischen Staaten ausreichende Stimme und Entscheidungsmacht in Institutionen, die die Weltwirtschaft prägen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27337 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch bei Klima- und Energiefragen sprach Guterres von ungleichen Bedingungen. Afrika verfüge über 60 Prozent des weltweit besten Solarpotenzials, erhalte aber nur zwei Prozent der globalen Investitionen in saubere Energie. Rund 600 Millionen Menschen auf dem Kontinent lebten ohne Strom, eine Milliarde Menschen nutze weiterhin unsaubere Kochmethoden. Zugleich lägen die durchschnittlichen Kreditkosten afrikanischer Staaten nach seinen Angaben etwa doppelt so hoch wie in OECD-Ländern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist kein Markturteil über Afrika“, sagte Guterres. „Es ist ein Urteil über die Ungerechtigkeiten des Systems.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nairobi-gewinnt-als-un-standort-an-gewicht"><span id="nairobi-gewinnt-als-un-standort-an-gewicht">Nairobi gewinnt als UN-Standort an Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Gipfel eröffnete Guterres <a href="https://fokus-afrika.de/un-baut-nairobi-standort-massiv-aus/" type="post" id="22909">neue Bürogebäude am UN-Standort Nairobi und legte den Grundstein für eine neue Konferenzeinrichtung.</a> Das Projekt hat ein Volumen von 340 Millionen Dollar und ist nach UN-Angaben die größte Investition des UN-Sekretariats in Afrika seit Gründung der Organisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenzkapazität des UN Office at Nairobi soll von 2.000 auf 9.000 Teilnehmende steigen. Der Standort in Gigiri beherbergt bereits mehr als 70 UN-Büros und Programme. Die neuen Gebäude sind die ersten Netto-Null-Einrichtungen des UN-Standorts und werden ganzjährig mit Solarenergie betrieben. Im Zuge der Erweiterung sollen insgesamt fast 6.000 einheimische Bäume gepflanzt werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA brechen mit UN-Migrationsforum</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-brechen-mit-un-migrationsforum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 00:32:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die USA verschärfen ihren Bruch mit der UN-Migrationspolitik: Washington lehnt das Migrationsforum ab und spricht nicht mehr von Steuerung, sondern von Remigration.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-brechen-mit-un-migrationsforum%2F&amp;action_name=USA%20brechen%20mit%20UN-Migrationsforum&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-brechen-mit-un-migrationsforum/">USA brechen mit UN-Migrationsforum</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die USA verweigern dem International Migration Review Forum der Vereinten Nationen die Unterstützung und stellen sich offen gegen die Abschlusserklärung des Treffens. Am 11. Mai erklärte das US-Außenministerium, Washington habe nicht an dem Forum teilgenommen und werde die Erklärung vom 8. Mai nicht mittragen. Die Regierung von Präsident Donald Trump wirft den Vereinten Nationen vor, Massenmigration in die USA und andere westliche Staaten zu fördern. Zugleich fordert Washington nicht mehr eine Steuerung von Migration, sondern „Remigration“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-verscharft-ton-gegen-die-vereinten-nationen"><span id="washington-verschaerft-ton-gegen-die-vereinten-nationen">Washington verschärft Ton gegen die Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium knüpft seine Ablehnung an Trumps Bruch mit dem Globalen Migrationspakt von 2017. Die USA hatten den von den Vereinten Nationen unterstützten Rahmen damals verlassen. Nun erklärt Washington, die vergangenen Jahre hätten die damalige Entscheidung bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Mitteilung greift das Außenministerium nicht nur den UN-Prozess an, sondern auch die Sprache internationaler Migrationspolitik. Von „sicherer, geordneter und regulärer Migration“ könne keine Rede sein, heißt es. Die USA werfen UN-Organisationen und ihren Partnern vor, Migration in die Vereinigten Staaten erleichtert und amerikanische Ressourcen an Migranten verteilt zu haben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26194 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Marco Rubio wird mit der Aussage zitiert, die Öffnung der Türen für Massenmigration sei ein schwerer Fehler gewesen. Sie bedrohe den Zusammenhalt der Gesellschaften und die Zukunft der Völker.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-souveranitat-und-migration"><span id="streit-um-souveraenitaet-und-migration">Streit um Souveränität und Migration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Washington macht aus der Ablehnung des UN-Prozesses eine Frage nationaler Souveränität. Washington lehnt jeden Prozess ab, der nach eigener Darstellung Vorgaben, Standards oder Verpflichtungen schaffen könnte, die die amerikanische Migrationspolitik einschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten wollen den UN-Prozess deshalb nicht unterstützen. Das Außenministerium formuliert den neuen Kurs ungewöhnlich scharf: Ziel sei nicht, Migration zu „managen“, sondern Remigration zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzt die Trump-Regierung einen deutlichen Gegenakzent zum International Migration Review Forum. Das Treffen in New York überprüfte die Umsetzung des Globalen Pakts für sichere, geordnete und reguläre Migration. Der Pakt ist rechtlich nicht bindend, dient aber als internationaler Rahmen für Zusammenarbeit in Migrationsfragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-warnt-vor-politisierter-debatte"><span id="un-warnt-vor-politisierter-debatte">UN warnt vor politisierter Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Auftakt des Forums hatte <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/" type="post" id="23573">die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock</a>, vor einer zunehmenden Politisierung von Migration gewarnt. Migration präge Arbeitsmärkte, Bildungssysteme, Sozialschutz, öffentliche Gesundheit, Stadtplanung, Klimaanpassung und Entwicklung, sagte sie.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-19772 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_.avif 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen verweisen auf mehr als 304 Millionen internationale Migranten weltweit im Jahr 2024. Das Forum wollte unter anderem legale Migrationswege ausbauen, Schutz für Arbeitsmigranten stärken, klimabedingte Vertreibung thematisieren und gegen Falschinformationen sowie Fremdenfeindlichkeit vorgehen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Internationale Organisation für Migration betonte den Schutz der Menschenrechte aller Migranten. Sichere und faire Migration hänge von Arbeitsrechten, Schutzmechanismen und geordneten Wegen ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudafrika-als-aktueller-konfliktfall"><span id="suedafrika-als-aktueller-konfliktfall">Südafrika als aktueller Konfliktfall</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte fällt in eine Phase wachsender Spannungen um Migration in mehreren Weltregionen. <a href="https://fokus-afrika.de/fremdenfeindlichkeit-in-suedafrika-eskaliert-nigeria-reagiert-auf-zwei-getoetete-staatsbuerger/" type="post" id="27059">In Südafrika hatten Proteste gegen illegale Migration und Übergriffe auf afrikanische Ausländer zuletzt internationale Sorge ausgelöst.</a> UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte Gewalt und Hetze, verwies aber zugleich auf komplexe soziale und wirtschaftliche Probleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall zeigt, dass die Migrationsdebatte längst nicht nur Europa und Nordamerika betrifft. Auch afrikanische Staaten stehen unter Druck, wenn wirtschaftliche Not, Arbeitslosigkeit, Fluchtbewegungen und nationale Politik aufeinandertreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das International Migration Review Forum endete am 8. Mai mit einer Fortschrittserklärung. Die USA stellen sich nun ausdrücklich gegen diesen Text.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-brechen-mit-un-migrationsforum%2F&action_name=USA%20brechen%20mit%20UN-Migrationsforum&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-brechen-mit-un-migrationsforum/">USA brechen mit UN-Migrationsforum</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Secretary_Rubio_Departs_France_(55172149960)</media:title>
			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio departs Le Bourget Airport in France, March 27, 2026. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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			<media:title type="html">President of General Assembly Opens 80th Session</media:title>
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		<title>Libysche Schüsse auf Sea-Watch 5 setzt NGO unter Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/libysche-schuesse-auf-sea-watch-5-setzt-ngo-unter-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 19:34:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Schüsse auf ein deutsches Rettungsschiff im Mittelmeer: Nach dem Angriff auf die Sea-Watch 5 wächst der Druck auf die Bundesregierung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Flibysche-schuesse-auf-sea-watch-5-setzt-ngo-unter-druck%2F&amp;action_name=Libysche%20Sch%C3%BCsse%20auf%20Sea-Watch%205%20setzt%20NGO%20unter%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ein bewaffnetes Boot der libyschen Küstenwache hat nach Angaben von Sea-Watch das deutsche Rettungsschiff Sea-Watch 5 nach einer Rettung im Mittelmeer beschossen. Der Angriff begann am Montagvormittag kurz nach der Rettung von rund 90 Menschen. An Bord befanden sich nach Angaben der Organisation 90 Gerettete und 30 Crewmitglieder. Die Linke fordert nun ein Eingreifen der Bundesregierung, weil das Schiff unter deutscher Flagge fährt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schusse-nach-rettungseinsatz"><span id="schuesse-nach-rettungseinsatz">Schüsse nach Rettungseinsatz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew der Sea-Watch 5 hatte am Montag gegen 10 Uhr etwa 90 Menschen aus Seenot gerettet. Kurz danach näherte sich nach Darstellung der Organisation ein Patrouillenboot der libyschen Küstenwache dem Rettungsschiff und eröffnete das Feuer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst sei ein einzelner Schuss gefallen, anschließend eine Salve von zehn bis fünfzehn Schüssen. Über Funk habe die Besatzung des libyschen Boots mitgeteilt, sie wolle die Sea-Watch 5 nach Libyen zwingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew setzte daraufhin einen Notruf ab und informierte zuständige Behörden sowie die deutsche Bundespolizei. Die italienische Küstenwache bestätigte laut Associated Press, eine Meldung erhalten zu haben. Deutsche Behörden seien informiert worden, weil die Sea-Watch 5 unter deutscher Flagge fährt. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sea-watch-spricht-von-lebensgefahr"><span id="sea-watch-spricht-von-lebensgefahr">Sea-Watch spricht von Lebensgefahr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sea-Watch-Sprecherin Julia Winkler <a href="https://sea-watch.org/eil-bewaffnete-libysche-kuestenwache-beschiesst-rettungsschiff-sea-watch-5/">erklärte</a>: „Wir fürchten um das Leben unserer Crew und der geretteten Menschen an Bord. Wir fordern alle europäischen Staaten auf, unverzüglich einzugreifen und diesem gewaltvollen Verhalten Einhalt zu gebieten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation verweist auf einen früheren Angriff auf die Sea-Watch 5 im September 2025. Damals seien Crewmitglieder und gerettete Menschen ebenfalls von einer libyschen Miliz beschossen worden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="512" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_LeoSpartacus_DSC_4461-scaled-2560x1280-1-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-27317 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_LeoSpartacus_DSC_4461-scaled-2560x1280-1-1024x512.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_LeoSpartacus_DSC_4461-scaled-2560x1280-1-300x150.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_LeoSpartacus_DSC_4461-scaled-2560x1280-1-768x384.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_LeoSpartacus_DSC_4461-scaled-2560x1280-1-1536x768.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_LeoSpartacus_DSC_4461-scaled-2560x1280-1-2048x1024.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_LeoSpartacus_DSC_4461-scaled-2560x1280-1-380x190.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_LeoSpartacus_DSC_4461-scaled-2560x1280-1-800x400.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_LeoSpartacus_DSC_4461-scaled-2560x1280-1-1160x580.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/260511_LeoSpartacus_DSC_4461-scaled-2560x1280-1.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Vorfall ereignete sich in einer Phase wachsender Spannungen zwischen zivilen Rettungsorganisationen und libyschen Einsatzkräften im Mittelmeer. Das Bundesinnenministerium hatte erst in der vergangenen Woche die Gefahrenstufe für die libysche Such- und Rettungszone wegen gewalttätiger Angriffe erhöht. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-linke-fordert-diplomatisches-eingreifen"><span id="linke-fordert-diplomatisches-eingreifen">Linke fordert diplomatisches Eingreifen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, machte die Bundesregierung nach dem Beschuss direkt verantwortlich. „Das Schiff fährt unter deutscher Flagge, damit ist die Bundesregierung in der Verantwortung“, erklärte Bünger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie warf der Bundesregierung vor, trotz bekannter Gefahren an der Zusammenarbeit mit libyschen Akteuren festzuhalten. Deutschland müsse diplomatisch intervenieren und auf eine lückenlose Aufklärung bestehen. Bünger sagte zudem, Deutschland sei völkerrechtlich verpflichtet, die Sicherheit von Schiff und Besatzung zu gewährleisten. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-zusammenarbeit-mit-libyen"><span id="streit-um-zusammenarbeit-mit-libyen">Streit um Zusammenarbeit mit Libyen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/mindestens-53-migranten-sterben-bei-bootsunglueck-vor-libyen/" type="post" id="24476">Die libysche Küste gehört zu den wichtigsten Abfahrtsorten für Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollen.</a> Europäische Staaten arbeiten seit Jahren mit libyschen Behörden zusammen, um Migration über die zentrale Mittelmeerroute zu begrenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschenrechtsorganisationen und Seenotretter kritisieren diese Kooperation seit Langem. Sie werfen libyschen Einsatzkräften Gewalt gegen Flüchtlingsboote und zivile Rettungsschiffe vor. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-migrationspolitik-in-libyen-zwischen-kooperation-und-kritik/" type="post" id="20027">Die EU hat Libyen seit 2015 mit hohen Summen unterstützt, unter anderem für Grenzschutz und Migrationskontrolle.</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sea-Watch 5 setzte ihre Fahrt nach dem Vorfall fort. Als sicherer Hafen wurde laut Associated Press Brindisi in Italien zugewiesen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Flibysche-schuesse-auf-sea-watch-5-setzt-ngo-unter-druck%2F&action_name=Libysche%20Sch%C3%BCsse%20auf%20Sea-Watch%205%20setzt%20NGO%20unter%20Druck&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/libysche-schuesse-auf-sea-watch-5-setzt-ngo-unter-druck/">Libysche Schüsse auf Sea-Watch 5 setzt NGO unter Druck</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Südafrikanische Rückkehrer bringen Trumps Afrikaaner-Programm unter Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrikanische-rueckkehrer-bringen-trumps-afrikaaner-programm-unter-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 13:24:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Trump wollte Afrikaaner aus Südafrika als Flüchtlinge in die USA holen. Nun kehren erste Teilnehmer zurück und bringen die politische Begründung des Programms in Erklärungsnot.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrikanische-rueckkehrer-bringen-trumps-afrikaaner-programm-unter-druck%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrikanische%20R%C3%BCckkehrer%20bringen%20Trumps%20Afrikaaner-Programm%20unter%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das Sonderprogramm der US-Regierung für südafrikanische Afrikaaner gerät unter Druck, weil erste Teilnehmer wieder nach Südafrika zurückgekehrt sind. Am 11. Mai wurden neue Berichte über Rückkehrer und Zweifel an der Begründung des Programms bekannt. Präsident Donald Trump hatte weißen Afrikaanern eine beschleunigte Aufnahme in den USA eröffnet und dies mit angeblicher Verfolgung in Südafrika begründet. In Washington wird zugleich über eine Ausweitung des Programms gesprochen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einige-teilnehmer-wollen-zuruck-nach-sudafrika"><span id="einige-teilnehmer-wollen-zurueck-nach-suedafrika">Einige Teilnehmer wollen zurück nach Südafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 6.500 Südafrikaner sollen das Programm bislang genutzt haben. Nach einem Reuters-Bericht sind vier Südafrikaner, die in diesem Jahr in die USA kamen, inzwischen wieder zurückgekehrt. Zusätzlich soll eine neunköpfige Familie in Florida erklärt haben, lieber nach Südafrika zurückzugehen, als die Schwierigkeiten in den USA weiter zu tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall ist politisch brisant, weil Rückkehrer die zentrale Begründung des Programms schwächen. Wer als Flüchtling aufgenommen wird, beruft sich auf Schutz vor Verfolgung. Die freiwillige Rückkehr in genau dieses Land wirft Fragen nach der Grundlage der Anerkennung auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-halt-an-der-linie-fest"><span id="washington-haelt-an-der-linie-fest">Washington hält an der Linie fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trump hatte das Programm im Februar 2025 per Anordnung angekündigt. Darin kritisierte er die südafrikanische Regierung unter anderem wegen <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-prueft-israels-antwort-im-genozid-verfahren-vor-dem-igh/" type="post" id="25711">der Völkermordklage gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof </a>und warf <a href="https://fokus-afrika.de/usa-stoppen-militaertechnologie-transfer-von-suedafrika-nach-china/" type="post" id="23796">Pretoria weitere außenpolitische Schritte vor.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774889-1.jpg" alt="" class="wp-image-24763 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774889-1.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774889-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774889-1-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 2025 hatte Trump das reguläre US-Flüchtlingsaufnahmeprogramm zunächst eingefroren. Kurz darauf schuf er eine Ausnahme für Afrikaaner aus Südafrika. Für das Haushaltsjahr 2026 wurde später eine Obergrenze von 7.500 Flüchtlingen festgelegt, die vor allem für Afrikaaner aus Südafrika vorgesehen war.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium meldete für den Zeitraum vom 1. Oktober 2025 bis 30. April 2026 insgesamt 6.069 aufgenommene Flüchtlinge. Drei kamen aus Afghanistan, die übrigen aus Südafrika. Die meisten wurden in Texas angesiedelt, gefolgt von Florida und Kalifornien. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-umstrittene-einstufung-als-fluchtlinge"><span id="umstrittene-einstufung-als-fluechtlinge">Umstrittene Einstufung als Flüchtlinge</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm unterscheidet sich von klassischen Flüchtlingsverfahren. Teilnehmer bewerben sich aus Südafrika heraus. Üblicherweise beantragen Menschen Schutz, nachdem sie ihr Herkunftsland verlassen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks erklärte, die Flüchtlingsdefinition der Genfer Konvention setze voraus, dass sich eine Person außerhalb ihres Herkunftslandes befinde. Das UN-Flüchtlingshilfswerk sei an dem US-Programm nicht beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Jurist Evan Gelobter, Einwanderungsanwalt und Assistenzprofessor an der Southern University Law Center, sieht die Rückkehrer als Gefahr für das gesamte Programm. Verfolgung sei mehr als Diskriminierung oder Belästigung. Flüchtlingsprogramme seien „nie als Einwanderungsprogramme gedacht“ gewesen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudafrika-weist-verfolgungsvorwurf-zuruck"><span id="suedafrika-weist-verfolgungsvorwurf-zurueck">Südafrika weist Verfolgungsvorwurf zurück</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="834" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537776189_cropped-1024x834.jpg" alt="" class="wp-image-24315 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537776189_cropped-1024x834.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537776189_cropped-300x244.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537776189_cropped-768x626.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537776189_cropped-380x310.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537776189_cropped-800x652.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537776189_cropped-1160x945.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537776189_cropped.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/menschen-so-schwarz-wie-dieser-tisch/">Trump begründet das Programm mit der Behauptung, Afrikaaner würden in Südafrika rassistisch verfolgt.</a> Dazu gehört auch die von rechten Kreisen verbreitete Erzählung eines angeblichen „weißen Genozids“. <a href="https://fokus-afrika.de/us-botschafter-in-suedafrika-entschuldigt-sich-nach-kill-the-boer-kritik/" type="post" id="25583">Südafrika weist diese Darstellung zurück.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Chrispin Phiri, Sprecher des südafrikanischen Außenministeriums, erklärte die Behauptung, weiße Afrikaaner seien systematischer Verfolgung ausgesetzt, sei „vollständig ohne Grundlage“. Dass einzelne Teilnehmer des Programms nun nach Südafrika zurückkehrten, bestätige diese Einschätzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Hermann Pretorius vom South African Institute for Race Relations bezeichnete die Genozid-Erzählung als falsch. Er verwies zugleich auf reale Konflikte um die südafrikanische Politik der wirtschaftlichen Förderung schwarzer Bürger und auf die hohe Gewaltkriminalität im Land. Daraus entstehe in rechten Kreisen eine Erzählung, die Diskriminierung und Kriminalität zu Verfolgung vermische. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kriminalitat-politik-und-auswanderung"><span id="kriminalitaet-politik-und-auswanderung">Kriminalität, Politik und Auswanderung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Teilnehmer nennen hohe Kriminalität, wirtschaftliche Stagnation und schlechte öffentliche Dienstleistungen als Gründe für ihren Weggang. Südafrika erlebt seit Jahren Auswanderung von Bürgern mit Qualifikationen und finanziellen Möglichkeiten, besonders in Richtung Nordamerika, Großbritannien, Australien und Neuseeland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte um das US-Programm fällt in eine politisch angespannte Phase zwischen Washington und Pretoria. Südafrika hat inzwischen Roelf Meyer als neuen Botschafter in Washington benannt. Meyer ist selbst Afrikaaner und war in den 1990er Jahren einer der wichtigsten Verhandler der damaligen Apartheidregierung beim Übergang zur Mehrparteiendemokratie.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump meets with President of South Africa Cyril Ramaphosa, Wednesday, May 21, 2025, in the Oval Office. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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		<title>AfD verlangt verschärfte Herkunftsangaben bei Kriminalstatistik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-verlangt-verschaerfte-herkunftsangaben-bei-kriminalstatistik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 12:38:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die AfD verlangt schärfere Kriminalitätsdaten nach Staatsangehörigkeit. Die Bundesregierung liefert Zahlen, aber keine neuen Mehrjahresanalysen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-verlangt-verschaerfte-herkunftsangaben-bei-kriminalstatistik%2F&amp;action_name=AfD%20verlangt%20versch%C3%A4rfte%20Herkunftsangaben%20bei%20Kriminalstatistik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afd-verlangt-verschaerfte-herkunftsangaben-bei-kriminalstatistik/">AfD verlangt verschärfte Herkunftsangaben bei Kriminalstatistik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant keine weitergehenden Auswertungen der Polizeilichen Kriminalstatistik nach Staatsangehörigkeit, obwohl die AfD-Fraktion genau solche Daten verlangt. Am 11. Mai wurde dazu eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage veröffentlicht. Die AfD hatte nach Tatverdächtigen, Opfern und Deliktstrukturen ausgewählter Staatsangehörigkeiten von 2015 bis 2024 gefragt. Das Bundeskriminalamt und das Bundesinnenministerium verfügen nach Regierungsangaben nicht über Verfahren für kumulative Mehrjahresanalysen ohne Mehrfachzählungen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afd-will-tiefere-daten-zu-herkunft-und-delikten"><span id="afd-will-tiefere-daten-zu-herkunft-und-delikten">AfD will tiefere Daten zu Herkunft und Delikten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion wollte die Kriminalstatistik stärker nach Staatsangehörigkeiten, Delikten und Opfergruppen auswerten lassen. Erfragt wurden unter anderem Zahlen zu Tatverdächtigen aus Bulgarien, Georgien, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/" type="post_tag" id="584">Indien</a>, Kosovo, Polen, Rumänien, Serbien, der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/" type="post_tag" id="380">Türkei</a>, der Ukraine sowie aus Afghanistan, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/" type="category" id="24">Algerien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/" type="category" id="34">Eritrea</a>, Irak, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, Pakistan, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> und Syrien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anfrage bezog sich auf Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße. Zusätzlich fragte die Fraktion nach Gewaltkriminalität, Tötungsdelikten, schweren Sexualdelikten, Raub, gefährlicher und schwerer Körperverletzung, Diebstahl, Rauschgiftdelikten, Wohnungseinbruch und Wirtschaftskriminalität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung lieferte dazu umfangreiche Tabellen. Kumulierte Gesamtsummen über den gesamten Zeitraum weist sie bei den Fallzahlen jedoch nicht aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-verfahren-fur-mehrjahresanalysen"><span id="keine-verfahren-fuer-mehrjahresanalysen">Keine Verfahren für Mehrjahresanalysen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der politisch heikle Punkt liegt in der Methodik. Die AfD wollte wissen, ob Bundeskriminalamt und Bundesinnenministerium technische Möglichkeiten haben, um Tatverdächtige über mehrere Jahre hinweg ohne Mehrfachzählungen zu erfassen. Genannt wurden pseudonymisierte Längsschnittanalysen, Fuzzy-Matching-Verfahren und andere Verknüpfungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="829" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-1024x829.jpg" alt="" class="wp-image-27307 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-1024x829.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-300x243.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-768x622.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-1536x1243.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-2048x1658.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-380x308.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-800x648.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-1160x939.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort fällt knapp aus: BKA und BMI verfügen über keine solchen statistischen Verfahren. Auch eine Weiterentwicklung der Polizeilichen Kriminalstatistik in Richtung kumulativer und bevölkerungsbezogener Auswertungen stellt die Bundesregierung nicht in Aussicht. Aus ihrer Sicht seien mit den bestehenden PKS-Daten bereits „umfangreiche und detaillierte Auswertungen“ möglich.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-syrische-staatsangehorige-2024-mit-hochstem-wert"><span id="syrische-staatsangehoerige-2024-mit-hoechstem-wert">Syrische Staatsangehörige 2024 mit höchstem Wert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2024 nennt die Statistik bei Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße 64.780 tatverdächtige Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit. Dahinter folgen rumänische Staatsangehörige mit 64.431 und türkische Staatsangehörige mit 63.781. Für polnische Staatsangehörige weist die Tabelle 47.408 Tatverdächtige aus, für ukrainische 44.668 und für afghanische 31.443.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei afrikanischen Staatsangehörigkeiten nennt die Tabelle für 2024 unter anderem 10.472 Tatverdächtige mit marokkanischer Staatsangehörigkeit,<a href="https://fokus-afrika.de/algerien-will-irregulaer-lebende-staatsbuerger-im-ausland-zurueckholen/"> 9.115 mit algerischer</a>, 7.352 mit nigerianischer, 5.331 mit somalischer und 4.416 mit eritreischer Staatsangehörigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst Tatverdächtige und Fälle. Sie ersetzt keine gerichtlichen Feststellungen und bildet keine Verurteilungen ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-opferdaten-bleiben-begrenzt"><span id="opferdaten-bleiben-begrenzt">Opferdaten bleiben begrenzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei Opferzahlen setzt die Statistik Grenzen. Opferangaben werden in der PKS nur bei Straftaten gegen höchstpersönliche Rechtsgüter erfasst, etwa Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre und sexuelle Selbstbestimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Diebstahlsdelikte, Rauschgiftdelikte und Wirtschaftskriminalität liegen deshalb keine Opferdaten in der von der AfD gewünschten Form vor. Die Frage, wie viele Fälle Opfer und Tatverdächtige mit derselben Staatsangehörigkeit betreffen, kann die Bundesregierung ebenfalls nicht eindeutig beantworten. In einem Fall können mehrere Tatverdächtige und mehrere Opfer mit unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten erfasst sein.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>AfD hakt nach: BMZ öffnet Entwicklungspolitik stärker für Unternehmen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-hakt-nach-bmz-oeffnet-entwicklungspolitik-staerker-fuer-unternehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 12:15:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>AfD fragt kritisch nach, das BMZ bestätigt den Kurs: Deutsche Entwicklungspolitik wird stärker mit Unternehmen, Rohstoffen, Energie und Fachkräften verknüpft.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-hakt-nach-bmz-oeffnet-entwicklungspolitik-staerker-fuer-unternehmen%2F&amp;action_name=AfD%20hakt%20nach%3A%20BMZ%20%C3%B6ffnet%20Entwicklungspolitik%20st%C3%A4rker%20f%C3%BCr%20Unternehmen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das BMZ bindet private Unternehmen stärker in die Entwicklungszusammenarbeit ein und verteidigt diesen Kurs nach Nachfragen der AfD-Fraktion als Teil deutscher Wirtschaftsinteressen. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/056/2105693.pdf">Antwort</a> der Bundesregierung wurde am 11. Mai durch den Bundestag veröffentlicht. Aktuell laufen Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft in 57 Ländern. Berlin nennt Energieversorgung, kritische Rohstoffe, neue Märkte und Fachkräfte als Gründe für die stärkere wirtschaftliche Ausrichtung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaft-wird-teil-der-entwicklungsstrategie"><span id="wirtschaft-wird-teil-der-entwicklungsstrategie">Wirtschaft wird Teil der Entwicklungsstrategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion hatte wissen wollen, wie stark private Unternehmen inzwischen in der deutschen wirtschaftlichen Zusammenarbeit eingebunden sind und wie öffentliche Mittel dafür eingesetzt werden. Die Bundesregierung antwortet mit einer klaren Linie: Wirtschaftliche Zusammenarbeit nimmt eine zentrale Rolle in der Entwicklungspolitik ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das BMZ bündelt seine Programme seit Anfang 2024 unter der Dachmarke „Partners in Transformation“. Die Projekte laufen unter anderem in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a>, aber auch in Ländern außerhalb Afrikas wie Brasilien, Indien, Vietnam und der Ukraine.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-nennt-rohstoffe-energie-und-fachkrafte"><span id="berlin-nennt-rohstoffe-energie-und-fachkraefte">Berlin nennt Rohstoffe, Energie und Fachkräfte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt die Einbindung von Unternehmen nicht nur als Entwicklungspolitik. Sie verbindet sie ausdrücklich mit deutschen Interessen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="591" height="925" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2.jpg" alt="" class="wp-image-25086 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2.jpg 591w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2-192x300.jpg 192w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2-380x595.jpg 380w" sizes="(max-width: 591px) 100vw, 591px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland sei als Export- und Industrienation stärker auf verlässliche Partnerschaften angewiesen, „zum Beispiel bei der Energieversorgung, beim Zugang zu kritischen Rohstoffen und für neue Handels- und Investitionsmöglichkeiten sowie beim Werben um qualifizierte Fachkräfte“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das BMZ macht wirtschaftliche Zusammenarbeit deshalb zu einem Schwerpunkt. Partnerländer sollen von Investitionen, lokaler Wertschöpfung und Beschäftigung profitieren. Deutsche und europäische Unternehmen sollen zugleich bessere Bedingungen für Handel, Lieferketten und Investitionen erhalten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-offentliche-mittel-sinken-seit-2021"><span id="oeffentliche-mittel-sinken-seit-2021">Öffentliche Mittel sinken seit 2021</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Programme zur Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft stellte der Bund 2021 noch 267 Millionen Euro bereit. 2025 waren es 162,3 Millionen Euro. Trotz sinkender Mittel führt die Bundesregierung den Kurs fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Projekte betreffen zahlreiche Bereiche: Landwirtschaft, Industrie, Bildung, Gesundheit, Energie, Wasser, Transport, Kommunikation, Bergbau, Tourismus und Wiederaufbau. Die Bundesregierung ordnet sie BMZ-Themen wie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung, Klima und Energie sowie Ernährungssysteme zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angebot-an-die-privatwirtschaft"><span id="angebot-an-die-privatwirtschaft">Angebot an die Privatwirtschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt die Einbindung der Wirtschaft ausdrücklich ein Angebot an Unternehmen. Zwischen den betroffenen Ministerien werde abgestimmt, um dieses Angebot für Deutschland, Europa und Partnerländer zu verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei möglichen Zielkonflikten verweist Berlin auf politische Steuerung, Programmkontrolle und regelmäßigen Austausch mit Wirtschaftsakteuren. Die Zusammenarbeit werde überprüft und bei Bedarf angepasst.</p>
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			<media:title type="html">5026712-2</media:title>
			<media:description type="html">Der Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Wolfgang Stefinger ( rechts im Bild.), MdB, CDU/CSU, im Gespräch mit der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali-Radovan, MdB, SPD( Bildmitte) und Mitarbeitende</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Berlin hält an Entwicklungszielen fest, lässt Finanzierung aber offen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/berlin-haelt-an-entwicklungszielen-fest-laesst-finanzierung-aber-offen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 10:58:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
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		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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<p>Deutschland richtet seine Entwicklungszusammenarbeit neu aus: mehr deutsche Interessen, mehr Europa, mehr Afrika-Fokus. Doch bei der Finanzierung bleibt die Bundesregierung vage.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fberlin-haelt-an-entwicklungszielen-fest-laesst-finanzierung-aber-offen%2F&amp;action_name=Berlin%20h%C3%A4lt%20an%20Entwicklungszielen%20fest%2C%20l%C3%A4sst%20Finanzierung%20aber%20offen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-haelt-an-entwicklungszielen-fest-laesst-finanzierung-aber-offen/">Berlin hält an Entwicklungszielen fest, lässt Finanzierung aber offen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält trotz Reform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit an Armutsbekämpfung und internationalen Finanzierungszielen fest, macht aber keine Zusage zur künftigen Ausstattung des BMZ-Haushalts. Das geht aus einer am 11. Mai veröffentlichten <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/056/2105641.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-fordern-mehr-mittel-fuer-eu-entwicklungspolitik/" type="post" id="27170">Grünen-Fraktion</a> hervor. Die Agenda 2030 bleibe der „handlungsleitende Kompass“ für <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-verteidigt-reformplan-des-bmz-gegen-kritik-im-bundestag/" type="post" id="25083">die Neuausrichtung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.</a> Zugleich soll deutsche Entwicklungspolitik stärker europäisch ausgerichtet, interessengeleitet und mit wirtschafts- und sicherheitspolitischen Zielen verzahnt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-interessen-sollen-starker-einfliessen"><span id="deutsche-interessen-sollen-staerker-einfliessen">Deutsche Interessen sollen stärker einfließen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt deutsche Interessen in der Entwicklungszusammenarbeit als Ergebnis eines politischen Abwägungsprozesses. Dazu zählt sie entwicklungspolitische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische, geostrategische und menschenrechtliche Interessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformplan soll die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bis Sommer 2027 strukturell, finanziell und inhaltlich neu ausrichten. Vier Ziele prägen den Kurs: Armut, Hunger und Ungleichheiten überwinden, Frieden und Stabilität fördern, wirtschaftliche Zusammenarbeit für nachhaltiges Wachstum ermöglichen und strategische Allianzen für globale Lösungen stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen hatten nach möglichen Zielkonflikten gefragt, weil der Reformplan deutsche und europäische Eigeninteressen stärker betont. Die Bundesregierung verweist auf eine partnerorientierte Entwicklungspolitik, die deutsche Interessen offen benennen und zugleich Interessen der Partnerländer berücksichtigen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-0-7-prozent-ziel-bleibt-ohne-haushaltszusage"><span id="07-prozent-ziel-bleibt-ohne-haushaltszusage">0,7-Prozent-Ziel bleibt ohne Haushaltszusage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Finanzierung bleibt die Bundesregierung vorsichtig. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-verfehlt-2025-erneut-das-un-ziel-fuer-entwicklungshilfe/" type="post" id="26364">Die ODA-Quote von 0,7 Prozent sowie die Zusage von 0,2 Prozent für die am wenigsten entwickelten Länder blieben „wichtige internationale Ziele“.</a> Zur künftigen Ausgestaltung des BMZ-Haushalts macht sie jedoch keine Angaben und verweist auf die laufende Haushaltsaufstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim erwarteten Rückgang des BMZ-Etats nennt die Bundesregierung keine konkrete Haushaltslinie. Die Mittel des Ministeriums sollen auf die Reformziele ausgerichtet und innerhalb der Ziele weiter priorisiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Grünen ist die Frage der Finanzierung zentral, weil der BMZ-Etat nach den <a href="https://fokus-afrika.de/haushalt-2026-plus-fuer-das-auswaertiges-amt-abzuege-beim-bmz/" type="post" id="20020">Kürzungen 2025 und 2026 weiter unter Druck steht.</a> Die Bundesregierung prüft zudem Möglichkeiten, den Gewährleistungsrahmen im Zuständigkeitsbereich des BMZ auszuweiten. Kredite mit Bundesabsicherung über die KfW spielen nach ihrer Darstellung auch bei Klima- und Biodiversitätszielen eine Rolle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-ruckt-bei-ernahrung-starker-in-den-fokus"><span id="afrika-rueckt-bei-ernaehrung-staerker-in-den-fokus">Afrika rückt bei Ernährung stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Ernährungspolitik sieht die Reform eine regionale Konzentration auf Partnerländer in Afrika vor. Laos ist nach Angaben der Bundesregierung das einzige am wenigsten entwickelte Land außerhalb Afrikas, das von dieser Fokussierung betroffen ist. <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-startet-internationale-initiative-fuer-schulessen-und-bildung-von-100-millionen-kindern/" type="post" id="23631">Die Unterstützung dort soll über multilaterale Instrumente erfolgen.</a> Krisenkontexte bleiben von der regionalen Fokussierung ausgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei sozialer Sicherung verschiebt das BMZ bilaterale Programme regional. Die staatliche Zusammenarbeit in diesem Bereich soll sich künftig auf die EU-Nachbarschaft, Nordafrika und Nahost, das Horn von Afrika sowie die Sahelzone konzentrieren. Bilaterale Maßnahmen außerhalb dieser Fokusregionen sollen auslaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Wasser, Klima und Ernährung verweist die Bundesregierung auf <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-sagt-ecowas-49-millionen-euro-unterstuetzung-zu/" type="post" id="21856">Kooperationen mit afrikanischen Regionalorganisationen</a>. Genannt werden die Afrikanische Union, die Tschadseebeckenkommission und die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesundheit-soll-starker-multilateral-laufen"><span id="gesundheit-soll-staerker-multilateral-laufen">Gesundheit soll stärker multilateral laufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gesundheitsbereich will die Bundesregierung ihr Engagement künftig vor allem über multilaterale Organisationen umsetzen. Das BMZ konzentriert die bilaterale staatliche Zusammenarbeit in globaler Gesundheit auf sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte sowie auf die Zusammenarbeit mit Regionalorganisationen zur Pandemievorsorge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kooperationen mit der Gesundheitswirtschaft. <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/" type="post" id="26877">Dazu zählt die Förderung regionaler Impfstoff- und Pharmaproduktion in Afrika.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Abwicklung bilateraler Gesundheitsvorhaben nennt die Bundesregierung Nigeria, Sierra Leone, Kambodscha, Nepal und Usbekistan als betroffene Partnerländer. Die konkrete Umsetzung werde mit den jeweiligen Regierungen geprüft. Kein Vorhaben solle abrupt beendet, sondern geordnet an Partner übergeben werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaische-ausrichtung-und-global-gateway"><span id="europaeische-ausrichtung-und-global-gateway">Europäische Ausrichtung und Global Gateway</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die stärkere europäische Ausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit soll über eine engere Verzahnung bilateraler und europäischer Maßnahmen erfolgen. Das BMZ will sich früher in europäische Initiativen wie <a href="https://fokus-afrika.de/au-eu-gipfel-in-luanda-25-jahre-partnerschaft-und-neue-zusagen-fuer-handel-klima-und-sicherheit/" type="post" id="22272">Team Europe</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Global Gateway einbringen und diese entlang deutscher Prioritäten mitgestalten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ko-Finanzierungen sollen strategischer genutzt werden, um zusätzliche Mittel zu mobilisieren und die Wirkung deutscher Beiträge zu erhöhen. Investitionsvorschläge deutscher Unternehmen sollen darauf geprüft werden, ob sie zur Entwicklungsagenda des Partnerlandes passen und von diesem unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Global Gateway betont die Bundesregierung eine entwicklungsorientierte Ausgestaltung. Zugleich stellt sie klar, dass Ernährungssouveränität der lokalen Bevölkerung kein ausdrücklicher Schwerpunkt der Global-Gateway-Strategie ist, auch wenn einzelne Projekte landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten enthalten können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krisenpravention-mit-schwerpunkt-sahel-und-horn-von-afrika"><span id="krisenpraevention-mit-schwerpunkt-sahel-und-horn-von-afrika">Krisenprävention mit Schwerpunkt Sahel und Horn von Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Krisenprävention will die Bundesregierung stärker geografisch priorisieren. Genannt werden die EU-Nachbarschaft, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/" type="category" id="22">Nordafrika</a> und Nahost, das <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">Horn von Afrika</a> sowie die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahelzone</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reform verbindet Entwicklungspolitik enger mit Sicherheits- und Außenpolitik. Die Bundesregierung spricht dabei von einem Dreiklang aus Entwicklungs-, Sicherheits- und Außenpolitik. Dies entspreche der integrativen Herangehensweise der Agenda 2030.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich Schuldenpolitik unterstützt Berlin eine Weiterentwicklung des G20 Common Framework. Das Verfahren soll verbindlicher, schneller, geordneter und transparenter werden. Die Bundesregierung nennt unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/" type="category" id="46">Sambia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a> als Länder, für die über <a href="https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/" type="post" id="26919">das Instrument bereits Umschuldungsvereinbarungen erreicht wurden.</a></p>
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		<title>Macron kritisiert Sahel-Militärs vor Afrika-Gipfel in Nairobi</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 23:17:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Frankreich will in Nairobi einen neuen Afrika-Kurs zeigen. Doch Macrons Seitenhieb auf Mali, Burkina Faso und Niger macht den Africa-Forward-Gipfel auch politisch brisant.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi%2F&amp;action_name=Macron%20kritisiert%20Sahel-Milit%C3%A4rs%20vor%20Afrika-Gipfel%20in%20Nairobi&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/">Macron kritisiert Sahel-Militärs vor Afrika-Gipfel in Nairobi</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat vor dem Africa-Forward-Gipfel in Nairobi die Militärs in Mali, Burkina Faso und Niger scharf kritisiert. Am 11. und 12. Mai richtet Kenia den Gipfel gemeinsam mit Frankreich aus. Das Treffen soll Investitionen, Innovation und neue Finanzierungswege für afrikanische Volkswirtschaften vorantreiben. Macrons Äußerungen zu den Sahel-Staaten geben dem Gipfel jedoch eine politische Schärfe, die über die Wirtschaftsagenda hinausreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macron-verteidigt-auswahl-der-teilnehmer"><span id="macron-verteidigt-auswahl-der-teilnehmer">Macron verteidigt Auswahl der Teilnehmer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit <a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-stellt-afrikanische-union-offen-infrage/">Kenias Präsident William Ruto</a> wies Macron den Eindruck zurück, Westafrika sei beim Gipfel nicht vertreten. Er nannte unter anderem die Präsidenten Senegals, Gabuns und der Demokratischen Republik Kongo als erwartete Teilnehmer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Sahel-Staaten sagte Macron, drei Länder hätten sich „wegen des Putsches und des Verhaltens der militärischen Verantwortlichen“ selbst „vom Rest des Clubs“ entfernt. <a href="https://fokus-afrika.de/togo-bringt-aes-und-ecowas-wieder-an-einen-tisch/" type="post" id="26707">Er verwies dabei auch auf deren Verhältnis zur westafrikanischen Regionalorganisation ECOWAS.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron nannte Mali, Burkina Faso und Niger nicht nur als politische Problemfälle, sondern trennte ausdrücklich zwischen den Militärs an der Macht und der Bevölkerung. Frankreich könne mit einzelnen Regierungen uneins sein, sagte er sinngemäß, „aber wir sind nie uneins mit den Menschen“. Intellektuelle, Akademiker, Künstler und Unternehmer aus diesen Ländern seien beim Gipfel eingebunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-sucht-neuen-zugang-zu-afrika"><span id="frankreich-sucht-neuen-zugang-zu-afrika">Frankreich sucht neuen Zugang zu Afrika</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-27292 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-1024x1024.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-800x800.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-1160x1160.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Auftritt in Nairobi steht für den Versuch Frankreichs, seine Afrika-Politik breiter aufzustellen. Erstmals wird ein Gipfel dieses Formats gemeinsam mit einem anglophonen afrikanischen Land ausgerichtet. Das ist politisch bedeutsam, weil Frankreich seine Beziehungen zum Kontinent lange vor allem über frankophone Staaten strukturiert hat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Macron stellte den Gipfel als pan-afrikanischen Ansatz dar. Afrika sei kein „Hinterhof“ Frankreichs, sagte er. Zugleich verteidigte er die Neuausrichtung seit 2017: Französische Unternehmen hätten bereits zuvor Marktanteile in frankophonen Ländern verloren, Afrika sei ein Wettbewerbsraum.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kenia-und-frankreich-unterzeichnen-elf-abkommen"><span id="kenia-und-frankreich-unterzeichnen-elf-abkommen">Kenia und Frankreich unterzeichnen elf Abkommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der politischen Debatte unterzeichneten Kenia und Frankreich in Nairobi elf Vereinbarungen in strategischen Wirtschaftsbereichen. Sie betreffen unter anderem die blaue Wirtschaft, Fischerei, zivile Kernenergie, digitale Infrastruktur, Wetterdienste, nachhaltigen Flugkraftstoff, Agrarsysteme und Verkehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Projekt ist die Modernisierung des Nahverkehrs in Nairobi. Ruto bezifferte das Vorhaben auf 83 Millionen Euro. Außerdem wurde eine Vereinbarung zu Logistik- und Hafeninfrastruktur geschlossen. Der kenianische Präsident nannte dafür ein Volumen von 800 Millionen US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron verwies auf französische Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro. Dazu zählt ein Projekt des Konzerns CMA CGM zur Erneuerung von zwei Terminals im Hafen von Mombasa. Ein weiteres Vorhaben betrifft den Ausbau eines Windparks durch das Unternehmen Meridiam.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruto-setzt-auf-investitionen-und-infrastruktur"><span id="ruto-setzt-auf-investitionen-und-infrastruktur">Ruto setzt auf Investitionen und Infrastruktur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia präsentiert den Gipfel als <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region/">Teil seiner Strategie, sich stärker als Produktions-, Logistik- und Innovationsstandort für Ost- und Zentralafrika zu positionieren. </a>Ruto verwies auf Verkehr, Energie und Landwirtschaft als zentrale Bereiche seiner Entwicklungsagenda.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27293 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ.jpeg 2080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob Kenia stärker nach Osten oder Westen blicke, sagte Ruto: „Meine Standardantwort ist: Wir schauen nach vorn.“ Frankreich sei für Kenia ein besonderer Partner, die Beziehungen zu anderen Staaten blieben davon unberührt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzierung-und-globale-reformen-auf-der-agenda"><span id="finanzierung-und-globale-reformen-auf-der-agenda">Finanzierung und globale Reformen auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Gipfeltag steht unter dem Titel „Inspire and Connect“ und beginnt mit einem Wirtschaftsforum. Dort sollen Projekte aus afrikanischen und französischen Privatsektoren vorgestellt werden. Weitere Programmpunkte betreffen Jugend, Sport, Kultur- und Kreativwirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Tag ist Entwicklungsfinanzierung und globalen Fragen gewidmet. Im Mittelpunkt stehen die Reform der internationalen Finanzarchitektur, afrikanische Finanzinstitutionen, Gesundheit, Ernährungssouveränität, Wettbewerbsfähigkeit, Konnektivität sowie Frieden und Sicherheit. Teile der Gipfelergebnisse sollen in die Vorbereitung des G7-Gipfels einfließen, den Frankreich vom 15. bis 17. Juni in Évian ausrichtet.</p>
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		<title>Güler reist nach Côte d’Ivoire und Togo: Deutschland will Kampf gegen Terrorismus in Westafrika unterstützen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 22:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Côte d’Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Togo]]></category>
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		<category><![CDATA[4]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland richtet seinen Blick stärker auf Westafrika: Staatsministerin Serap Güler reist nach Côte d’Ivoire und Togo, mit Handel, Sicherheit, Fachkräften und Kolonialgeschichte auf der Agenda.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgueler-reist-nach-cote-divoire-und-togo-deutschland-will-kampf-gegen-terrorismus-in-westafrika-unterstuetzen%2F&amp;action_name=G%C3%BCler%20reist%20nach%20C%C3%B4te%20d%E2%80%99Ivoire%20und%20Togo%3A%20Deutschland%20will%20Kampf%20gegen%20Terrorismus%20in%20Westafrika%20unterst%C3%BCtzen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gueler-reist-nach-cote-divoire-und-togo-deutschland-will-kampf-gegen-terrorismus-in-westafrika-unterstuetzen/">Güler reist nach Côte d’Ivoire und Togo: Deutschland will Kampf gegen Terrorismus in Westafrika unterstützen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will seine Beziehungen zu Côte d’Ivoire und Togo ausbauen und stellt dabei Handel, Sicherheit am Golf von Guinea, Fachkräfte und die Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit in den Mittelpunkt. Staatsministerin Serap Güler reist dafür vom 10. bis 13. Mai nach Abidjan und Lomé.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In beiden Ländern sind Gespräche mit Regierungsvertretern, Wirtschaftsakteuren und der Zivilgesellschaft geplant. Die Reise führt in zwei westafrikanische Staaten, die Berlin enger in seine Wirtschafts-, Sicherheits- und Afrikapolitik einbindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westafrika-ruckt-starker-in-den-deutschen-kurs"><span id="westafrika-rueckt-staerker-in-den-deutschen-kurs">Westafrika rückt stärker in den deutschen Kurs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Westafrika ist für Deutschland und Europa eine Region von besonderer Bedeutung“, erklärte Güler vor ihrer Abreise. Entwicklungen in der Region beträfen Europa unmittelbar. Côte d’Ivoire und Togo nannte sie „zwei entscheidende Staaten“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Abidjan und Lomé will Güler mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft über Wachstum und Handel sprechen. Côte d’Ivoire zählt für Deutschland bereits zu den wichtigsten Handelspartnern auf dem afrikanischen Kontinent. Das Land gehört mit rund 32 Millionen Einwohnern zu den größten Volkswirtschaften Westafrikas, gilt als führende Wirtschaftskraft im frankophonen Afrika und ist weltweit wichtigster Kakaolieferant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Côte d’Ivoire ist seit 2017 Partnerland der G20-Initiative „Compact with Africa“. Im November 2023 vereinbarten beide Länder eine Klima- und Entwicklungspartnerschaft. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf Waldschutz, Artenvielfalt, Energieeffizienz, erneuerbare Energien, berufliche Bildung, Wirtschaftsförderung, Regierungsführung und Sicherheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-sieht-terrorismus-aus-dem-sahel-als-gemeinsames-sicherheitsproblem"><span id="berlin-sieht-terrorismus-aus-dem-sahel-als-gemeinsames-sicherheitsproblem">Berlin sieht Terrorismus aus dem Sahel als gemeinsames Sicherheitsproblem</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Reise liegt auf der Sicherheitslage in Westafrika. Côte d’Ivoire und Togo grenzen an<a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" type="post" id="22050"> Staaten, die von Gewalt und Instabilität im Sahel betroffen sind.</a> Deutschland will die Zusammenarbeit mit beiden Ländern ausbauen, um eine <a href="https://fokus-afrika.de/benin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen/" type="post" id="25854">weitere Ausbreitung terroristischer Gruppierungen auf die Küstenstaaten am Golf von Guinea zu verhindern.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="458" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/stm-gueler-bild-1024x458.jpg" alt="" class="wp-image-27275 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/stm-gueler-bild-1024x458.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/stm-gueler-bild-300x134.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/stm-gueler-bild-768x343.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/stm-gueler-bild-380x170.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/stm-gueler-bild-800x358.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/stm-gueler-bild-1160x519.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/stm-gueler-bild.jpg 1230w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Terrorismus und Instabilität aus dem Sahel bedrohen nicht nur Côte d’Ivoire und Togo als Nachbarstaaten ganz direkt“, erklärte Güler. Auch die Sicherheit Europas sei durch internationalen Terrorismus sowie Krieg und Konflikt in der Region betroffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Côte d’Ivoire besucht die Staatsministerin die von Deutschland unterstützte Anti-Terror-Akademie „Académie Internationale de Lutte Contre le Terrorisme“. Die Einrichtung gilt als Teil der regionalen Bemühungen, Sicherheitskräfte auszubilden und grenzüberschreitende Bedrohungen besser zu bekämpfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fachkrafte-und-junge-bevolkerung-stehen-in-abidjan-auf-der-agenda"><span id="fachkraefte-und-junge-bevoelkerung-stehen-in-abidjan-auf-der-agenda">Fachkräfte und junge Bevölkerung stehen in Abidjan auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Güler will in Côte d’Ivoire auch mit jungen Fachkräften zusammentreffen, die sich am Goethe-Institut in Abidjan auf einen Aufenthalt in Deutschland vorbereiten. In Côte d’Ivoire lernen etwa 470.000 Menschen Deutsch. Die Universitäten in Abidjan und Bouaké verfügen über große Germanistik-Institute mit rund 1.900 Studierenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Goethe-Institut bietet Sprachunterricht und Kulturprogramme an. Ein Lektorat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der Université Houphouët-Boigny in Abidjan koordiniert universitären Austausch und Stipendienprogramme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Wirtschaft ist in Côte d’Ivoire mit einem Büro der Auslandshandelskammer vertreten. Auch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die Kreditanstalt für Wiederaufbau und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft sind im Land aktiv. Hinzu kommen Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Friedrich-Naumann-Stiftung in Abidjan.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-togo-und-deutschland-wollen-kolonialgeschichte-weiter-aufarbeiten"><span id="togo-und-deutschland-wollen-kolonialgeschichte-weiter-aufarbeiten">Togo und Deutschland wollen Kolonialgeschichte weiter aufarbeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Togo steht neben Gesprächen mit Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auch die deutsche Kolonialvergangenheit auf der Agenda. Güler erklärte, Deutschland bekenne sich zur historischen Verantwortung, die aus der kolonialen Gewalt in Afrika erwachse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir können die Gräuel des deutschen Kolonialismus in Afrika nicht ungeschehen machen“, sagte sie. „Aber indem wir Unrecht benennen und anerkennen, können wir Vertrauen aufbauen und gemeinsam eine bessere Zukunft gestalten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland arbeitet mit Togo seit 2012 in der Entwicklungszusammenarbeit zusammen. Schwerpunkte sind gute Regierungsführung, Dezentralisierung, Landwirtschaft, ländliche Entwicklung sowie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung mit beruflicher Bildung und Beschäftigung. Auch Energie, Digitalisierung und Gesundheit gehören zur Zusammenarbeit. Gemessen an Mitteln ist Deutschland der größte bilaterale Geber Togos.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lome-ist-auch-ein-hafenstandort-von-strategischem-gewicht"><span id="lome-ist-auch-ein-hafenstandort-von-strategischem-gewicht">Lomé ist auch ein Hafenstandort von strategischem Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Lomé besucht Güler einen der bedeutendsten Tiefseehäfen Afrikas. Der Hafen ist ein zentraler wirtschaftlicher Standort Togos und ein wichtiger Umschlagplatz in Westafrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Togo wurden in den vergangenen Jahren intensiviert. Togo wirbt um deutsche Investitionen und eine engere Zusammenarbeit. In Lomé sind unter anderem die Hanns-Seidel-Stiftung, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und die Kreditanstalt für Wiederaufbau vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Kultur- und Bildungsbeziehungen sind ausgebaut. Das Goethe-Institut ist seit 1961 in Lomé tätig. Es bestehen mehrere Hochschulkooperationen zwischen der Universität Lomé und deutschen Universitäten, darunter Einrichtungen in Münster, Zittau/Görlitz, Bayreuth, Kassel und Berlin. In Togo werden fünf Schulen im deutschen Partnerschulprogramm PASCH gefördert. Rund 92.000 junge Menschen lernen an Schulen Deutsch, hinzu kommen mehr als 1.000 Germanistik-Studierende.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-verweist-auf-afrikas-rolle-in-den-vereinten-nationen"><span id="deutschland-verweist-auf-afrikas-rolle-in-den-vereinten-nationen">Deutschland verweist auf Afrikas Rolle in den Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Güler verband die Reise auch mit <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/" type="post" id="26884">der deutschen Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.</a> Deutschland arbeite mit afrikanischen Staaten eng in internationalen Organisationen zusammen und unterstütze permanente Sitze Afrikas im Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollen gemeinsam mit den Ländern Afrikas an der Zukunft der globalen Ordnung arbeiten“, erklärte die Staatsministerin. In beiden Ländern sind Gespräche mit Ministern und stellvertretenden Außenministern vorgesehen. Zudem trifft Güler Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft.</p>
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		<title>Malis Außenminister: &#8220;Ukraine will einen hybriden Krieg im Sahel!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/malis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 11:05:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mali zieht nach den Angriffen vom 25. April eine klare Linie: Kein Dialog mit bewaffneten Gruppen. Gleichzeitig rücken Vorwürfe über externe Unterstützung und ein RTL-Bericht zu ukrainischen Militäreinheiten im Umfeld tuaregischer Rebellen in den Fokus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmalis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel%2F&amp;action_name=Malis%20Au%C3%9Fenminister%3A%20%26%238220%3BUkraine%20will%20einen%20hybriden%20Krieg%20im%20Sahel%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Malis Außenminister Abdoulaye Diop hat nach den Angriffen vom 25. April jeden Dialog mit bewaffneten Gruppen ausgeschlossen und zugleich externe Unterstützung für die Angreifer angeprangert. Die Erklärung erfolgte am 7. Mai 2026 bei einem Treffen mit dem in Bamako akkreditierten diplomatischen Korps. Diop bezog sich dabei auf den Front de Libération de l’Azawad, dem Bamako eine Allianz mit einem von den Vereinten Nationen gelisteten Terrornetzwerk vorwirft. Parallel berichtete der französische Sender RTL über mutmaßliche verdeckte Aktivitäten ukrainischer Militäraufklärung im Umfeld tuaregischer Rebellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamako-zieht-eine-rote-linie"><span id="bamako-zieht-eine-rote-linie">Bamako zieht eine rote Linie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Regierung sieht keinen Dialog mit bewaffneten terroristischen Gruppen vor“, sagte Diop nach Angaben der malischen Nachrichtenagentur AMAP. Einige bewaffnete Gruppen im Norden des Landes hätten sich dafür entschieden, Partei für eine extremistische Organisation zu ergreifen, die von den Vereinten Nationen als terroristisch anerkannt sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage bezog sich auf den Front de Libération de l’Azawad. Die malische Regierung betrachtet dessen Entwicklung als Teil einer Verbindung zwischen bewaffneten Gruppen im Norden und jihadistischen Akteuren. Zugleich erklärte Diop, die Behörden nähmen weiterhin reuige Kämpfer auf, wenn diese in den republikanischen Rahmen zurückkehrten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister stellte <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">die Angriffe vom 25. April in einen größeren Zusammenhang.</a> Mali befinde sich in einem asymmetrischen Konflikt, in dem bewaffnete Gruppen verdeckt operierten, teils Uniformen der malischen Armee trügen und sich unter die Bevölkerung mischten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriffe-auf-kati-und-verteidigungsministerium"><span id="angriffe-auf-kati-und-verteidigungsministerium">Angriffe auf Kati und Verteidigungsministerium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 25. April trafen nach Darstellung der malischen Behörden mehrere Orte im Land. Zu den Zielen gehörten die Residenz des Staatschefs in Kati und die Residenz des damaligen Verteidigungsministers Sadio Camara.<a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905"> Camara kam bei den Angriffen ums Leben.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27263 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diop sagte vor dem diplomatischen Korps, die staatlichen Institutionen seien trotz der Angriffe voll funktionsfähig. Die Ernennung von General Oumar Diarra zum neuen Verteidigungsminister stehe für institutionelle Kontinuität und die Fortsetzung der sicherheitspolitischen Linie Bamakos.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Untersuchung wurde nach Angaben des Ministers durch den Staatsanwalt beim Militärgericht in Bamako eröffnet. Diop erklärte, zivile und militärische Personen seien identifiziert und festgenommen worden, die mit Planung, Koordinierung oder Durchführung der Angriffe in Verbindung gebracht würden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurf-eines-hybriden-krieges"><span id="vorwurf-eines-hybriden-krieges">Vorwurf eines hybriden Krieges</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop sprach von einem hybriden Krieg gegen Mali und weitere<a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562"> Staaten der Konföderation der Staaten des Sahel.</a> Er warf internen und externen Unterstützern vor, den Angreifern Informationen, Logistik und Personal zur Verfügung zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang nannte der Außenminister ausdrücklich die Ukraine. Kiew habe nach seiner Darstellung öffentlich logistische Unterstützung für bewaffnete Gruppen im Sahel eingeräumt. Weitere mutmaßliche Unterstützer benannte Diop nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister verband die Sicherheitslage auch mit einem Informationskrieg. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-verbietet-franzoesischen-sender-wegen-terrorismus-berichterstattung/" type="post" id="27185">Er kritisierte Medien und Plattformen, die bewaffneten Gruppen aus Sicht der malischen Regierung Raum gäben. </a>Bamako sieht darin eine Begleitstruktur des militärischen Drucks auf den Staat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rtl-berichtet-uber-ukrainische-militaraufklarung-und-tuareg-rebellen"><span id="rtl-berichtet-ueber-ukrainische-militaeraufklaerung-und-tuareg-rebellen">RTL berichtet über ukrainische Militäraufklärung und Tuareg-Rebellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Journalist Georges Malbrunod berichtete bei RTL, französische Soldaten seien zwar nicht mehr in Mali präsent, jedoch seien Einheiten des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR im Umfeld tuaregischer Rebellen aktiv. Er berief sich dabei auf eine französische Sicherheitsquelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Malbrunod sprach von ehemaligen ukrainisch-stämmigen Soldaten, die zuvor in der französischen Fremdenlegion gedient hätten. Die ukrainischen Einheiten operierten dem Bericht zufolge in Koordination mit tuaregischen Rebellen. Ziel sei es, die mit Bamako verbündeten russischen Kräfte zu schwächen, die früher unter Wagner und heute unter Africa Corps auftreten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">EDITO RTL – La France toujours active au Mali &quot;par procuration&quot;<a href="https://twitter.com/Malbrunot?ref_src=twsrc%5Etfw">@Malbrunot</a> dans <a href="https://twitter.com/hashtag/RTLMatin?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#RTLMatin</a> <a href="https://t.co/MEJKhRFAnw">pic.twitter.com/MEJKhRFAnw</a></p>— RTL France (@RTLFrance) <a href="https://twitter.com/RTLFrance/status/2052665490091233743?ref_src=twsrc%5Etfw">May 8, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">RTL berichtete weiter, der ukrainische Militärgeheimdienst habe bereits im Vorjahr französischen Stellen einen Plan vorgeschlagen, um Regierungen im Sahel zu schwächen und russischen Einfluss zurückzudrängen. Paris habe damals aus Sicherheitsgründen nicht weitergemacht. Der Sender beschrieb die nun berichtete Konstellation als verdeckten Hebel, der Frankreich Distanz zu den Vorgängen ermögliche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Verteidigungsministerium erklärte gegenüber RTL, ukrainische Soldaten, die die Fremdenlegion verlassen hätten, könnten der Ukraine auf eine Weise dienen, die sie für geeignet hielten. Weitere Kommentare gab das Ministerium dem Bericht zufolge nicht ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatisches-korps-verurteilt-angriffe"><span id="diplomatisches-korps-verurteilt-angriffe">Diplomatisches Korps verurteilt Angriffe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das diplomatische Korps in Bamako verurteilte die Angriffe vom 25. April. Der <a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">russische Botschafter Igor Gromyko, Doyen des diplomatischen Korps</a>, sprach von „barbarischen Angriffen“ gegen die Zivilbevölkerung und staatliche Institutionen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27262 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gromyko erklärte, solche Angriffe seien völlig ungerechtfertigt und erforderten die entschiedensten internationalen Antworten. Er sprach den Behörden Kondolenz zum Tod von Sadio Camara aus und würdigte den Einsatz der malischen Streitkräfte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Botschafter sagte außerdem, die Angriffe seien mit Unterstützung des Africa Corps des russischen Verteidigungsministeriums zurückgeschlagen worden. Moskau sei in Abstimmung mit Bamako bereit, Mali weitere Unterstützung zu leisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsmassnahmen-fur-diplomaten-verstarkt"><span id="sicherheitsmassnahmen-fuer-diplomaten-verstaerkt">Sicherheitsmaßnahmen für Diplomaten verstärkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop kündigte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen auf dem gesamten Staatsgebiet an. Besonders diplomatische und konsularische Vertretungen sowie Büros internationaler Organisationen sollen stärker geschützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei erhielt nach Angaben des Ministers Anweisung, Patrouillen im Umfeld der diplomatischen Vertretungen zu verstärken. Auch am internationalen Flughafen Modibo Keïta in Bamako seien Sicherheitsmaßnahmen angepasst worden. Diop erklärte, der Flugverkehr und die Versorgung mit Kerosin liefen regulär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali verfolgt seine Sicherheitsoperationen mit Unterstützung der Partner in der Konföderation der Staaten des Sahel, insbesondere <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" type="category" id="76">Niger</a>, sowie mit Unterstützung <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russlands</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA erklären Afrika zum Schwerpunkt ihrer Anti-Terror-Strategie</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-erklaeren-afrika-zum-schwerpunkt-ihrer-anti-terror-strategie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 10:29:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die USA richten ihre Anti-Terror-Strategie neu aus. Afrika steht stärker im Zentrum: Sahel, Somalia, Mosambik, Sudan und das Tschadseebecken gelten Washington als Räume, in denen islamistische Gruppen neue Operationsbasen aufbauen könnten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-erklaeren-afrika-zum-schwerpunkt-ihrer-anti-terror-strategie%2F&amp;action_name=USA%20erkl%C3%A4ren%20Afrika%20zum%20Schwerpunkt%20ihrer%20Anti-Terror-Strategie&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-erklaeren-afrika-zum-schwerpunkt-ihrer-anti-terror-strategie/">USA erklären Afrika zum Schwerpunkt ihrer Anti-Terror-Strategie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung rückt Afrika in ihrer neuen Anti-Terror-Strategie stärker in den Fokus. Die Strategie wurde im Mai 2026 vom Weißen Haus <a href="https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2026/05/2026-USCT-Strategy-1.pdf">veröffentlicht</a>. Washington nennt Westafrika, den Sahel, das Tschadseebecken, Mosambik, Sudan und Somalia als Regionen, in denen islamistische Gruppen neue Operationsräume nutzen. Die USA wollen dabei keine neuen groß angelegten Nation-Building-Einsätze aufbauen, sondern mit afrikanischen Regierungen, regionalen Partnern und eigenen Geheimdienstmitteln gegen Gruppen wie ISIS, al-Qaida und Al-Shabaab vorgehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-sieht-neue-ruckzugsraume-fur-terrorgruppen"><span id="washington-sieht-neue-rueckzugsraeume-fuer-terrorgruppen">Washington sieht neue Rückzugsräume für Terrorgruppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie beschreibt Afrika als einen zentralen Schauplatz der veränderten Terrorbedrohung. <a href="https://fokus-afrika.de/us-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika/" type="post" id="26814">Nach Darstellung des Weißen Hauses hätten sich Überreste von ISIS nach dem Verlust ihres früheren Herrschaftsgebiets im Irak und in Syrien unter anderem nach Afrika und Zentralasien verlagert.</a> Dort nutzten sie schwach kontrollierte Räume und staatliche Lücken aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genannt werden besonders <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-terrorismus-in-afrika/" type="post" id="13611">Westafrika</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahelzone</a>, das <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beklagt-23-tote-nach-boko-haram-angriff/" type="post" id="27189">Tschadseebecken</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-ruandische-truppen-im-kampf-gegen-terrorismus-in-mosambik/" type="post" id="12663">Mosambik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Sudan</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/somalia-bietet-den-usa-militaerischen-zugang-zu-haefen-und-flughaefen/" type="post" id="25016">Somalia</a>. <a href="https://fokus-afrika.de/us-operation-in-somalia-africom-intensiviert-luftschlaege-gegen-isis/" type="post" id="21276">In Somalia verweist die Strategie auf ISIS-Strukturen und die fortbestehende islamistische Aufstandsbewegung Al-Shabaab.</a> Für die USA steht dabei vor allem die Frage im Vordergrund, ob Gruppen von dort Anschläge gegen amerikanische Interessen planen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie ordnet Afrika in eine breitere Sicherheitslage ein. Washington sieht drei Hauptbedrohungen: Drogenkartelle und transnationale Banden, etablierte islamistische Terrorgruppen sowie gewaltbereite linke Extremisten. Für Afrika liegt der Schwerpunkt klar auf islamistischen Gruppen und deren Fähigkeit zu grenzüberschreitenden Operationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zwei-ziele-fur-afrika"><span id="zwei-ziele-fuer-afrika">Zwei Ziele für Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika nennt die US-Regierung zwei zentrale Ziele. Erstens soll verhindert werden, dass islamistische Gruppen Stützpunkte aufbauen, von denen aus sie Angriffe gegen die Vereinigten Staaten oder amerikanische Interessen weltweit planen können. <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-trumps-vorwurf-eines-christen-genozids-zurueck/" type="post" id="21480">Zweitens will Washington Christen schützen, die nach Darstellung der Strategie von islamistischen Gruppen angegriffen werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weiße Haus grenzt diesen Ansatz ausdrücklich von früheren Interventions- und Nation-Building-Konzepten ab. Die USA wollen ihre globale militärische Präsenz verkleinern und zugleich Gruppen bekämpfen, die aus amerikanischer Sicht zu internationalen Angriffen fähig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür sollen bilaterale Anti-Terror-Beziehungen mit afrikanischen Regierungen ausgebaut werden. Die Strategie nennt nachrichtendienstliche Zusammenarbeit und den Aufbau von Partnerkräften als zentrale Instrumente. Afrikanische Staaten sollen zugleich mehr Verantwortung für die Bekämpfung gemeinsamer Bedrohungen übernehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weniger-us-prasenz-mehr-lastenteilung"><span id="weniger-us-praesenz-mehr-lastenteilung">Weniger US-Präsenz, mehr Lastenteilung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Washington setzt in Afrika auf eine begrenzte militärische Präsenz. Die US-Regierung erwartet von regionalen und nahegelegenen Partnern, einen größeren Teil der Anti-Terror-Aufgaben zu übernehmen. Dazu zählen Informationsaustausch, gemeinsame Lagebilder und die Schwächung bewaffneter Gruppen, sobald diese entstehen oder sich ausbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie spricht von einer neuen Phase der Lastenteilung. Auch europäische Partner werden in diesem Zusammenhang genannt. Europa solle mehr Verantwortung für eigene Sicherheit und für Anti-Terror-Operationen in Afrika übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">Damit verbindet Washington Sicherheitspolitik mit wirtschaftlicher Zusammenarbeit.</a> Die Strategie verweist auf Handels- und Wirtschaftsbeziehungen als stabilisierenden Faktor.<a href="https://fokus-afrika.de/internationale-reaktionen-auf-das-washington-abkommen-zwischen-der-demokratischen-republik-kongo-und-ruanda/" type="post" id="22697"> Als Beispiel nennt sie das von Präsident Donald Trump vermittelte Abkommen zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo und beschreibt Sicherheit als Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-somalia-und-mosambik-im-strategischen-blick"><span id="sahel-somalia-und-mosambik-im-strategischen-blick">Sahel, Somalia und Mosambik im strategischen Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die regionale Aufzählung zeigt, wo Washington die größten Risiken auf dem afrikanischen Kontinent sieht. In der Sahelzone haben sich in den vergangenen Jahren mehrere bewaffnete Gruppen ausgebreitet, die mit al-Qaida oder ISIS verbunden sind. Im Tschadseebecken bleibt die Bedrohung durch islamistische Gruppen ebenfalls Teil der regionalen Sicherheitslage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia nimmt in der Strategie eine besondere Stellung ein. Al-Shabaab wird als islamistische Aufstandsbewegung beschrieben, während ISIS dort ebenfalls erneut Strukturen aufgebaut habe. <a href="https://fokus-afrika.de/fluechtlingsbewegung-sorge-ueber-terroristen-im-norden-mosambiks/">Mosambik wird als weiterer Schauplatz genannt, in dem islamistische Gewalt für die US-Terrorbekämpfung relevant bleibt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sudan erscheint in der Strategie ebenfalls als Teil des afrikanischen Bedrohungsraums. Zugleich nennt das Papier <a href="https://fokus-afrika.de/us-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor/" type="post" id="25497">die Bezeichnung sudanesischer und ägyptischer Kapitel der Muslimbruderschaft als ausländische Terrororganisationen als Instrument der amerikanischen Anti-Terror-Politik.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bruch-mit-fruherer-us-politik"><span id="bruch-mit-frueherer-us-politik">Bruch mit früherer US-Politik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie ist stark durch den innenpolitischen Kurs der Trump-Regierung geprägt. Das Weiße Haus stellt sie als Abkehr von früheren Ansätzen dar und verbindet Terrorbekämpfung mit Grenzsicherung, Drogenbekämpfung, Migrationspolitik und dem Schutz amerikanischer Staatsbürger.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27258 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Präsident Trump schreibt im Vorwort, seine Regierung stelle Amerika wieder an erste Stelle. Terroristen jeder Art sollten keinen sicheren Hafen erhalten, weder in den USA noch im Ausland. Die Strategie verwendet dafür den Begriff „Peace through Strength“, also Frieden durch Stärke.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im operativen Teil nennt die Regierung drei Funktionen: Terrorakteure und Anschlagspläne früh erkennen, Waffen-, Finanzierungs- und Rekrutierungswege abschneiden und etablierte Bedrohungsgruppen zerstören. Dazu sollen diplomatische, finanzielle, geheimdienstliche, militärische, polizeiliche und Cyber-Instrumente eingesetzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nahost-und-westliche-hemisphare-bleiben-zentrale-felder"><span id="nahost-und-westliche-hemisphaere-bleiben-zentrale-felder">Nahost und westliche Hemisphäre bleiben zentrale Felder</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des stärkeren Afrika-Fokus bleibt die westliche Hemisphäre der erste Schwerpunkt der Strategie. Drogenkartelle und transnationale Banden werden als terroristische Bedrohung behandelt. Das Weiße Haus verweist auf die Einstufung von Kartellen als ausländische Terrororganisationen und auf militärische Schläge gegen Drogenschmuggel auf See.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nahen Osten nennt die Strategie Iran als größte Bedrohung aus der Region. Teheran wird als Unterstützer von Terrorgruppen und als Gefahr durch nukleare und ballistische Fähigkeiten dargestellt. Auch Hezbollah, Hamas, al-Qaida, ISIS, die Huthi und die Muslimbruderschaft werden im Nahostteil der Strategie behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA wollen zudem verhindern, dass strategische Wasserwege wie die Straße von Hormus oder das Rote Meer durch staatliche oder nichtstaatliche Akteure blockiert werden. Für Afrika ist dieser Punkt auch wegen der Verbindung zwischen Rotem Meer, Horn von Afrika und globalen Handelsrouten relevant.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-waffen-und-neue-technologien-als-sonderrisiko"><span id="waffen-und-neue-technologien-als-sonderrisiko">Waffen und neue Technologien als Sonderrisiko</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eigener Abschnitt befasst sich mit Massenvernichtungswaffen. Die US-Regierung beschreibt die Verhinderung eines Terroranschlags mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Waffen als Aufgabe, die nicht scheitern dürfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie nennt auch neue Technologien als Sicherheitsrisiko. Dazu gehören Drohnen, künstliche Intelligenz, additive Fertigung und autonome Systeme. Solche Technologien könnten Terrorgruppen neue Möglichkeiten verschaffen. Washington will deshalb mit Partnern verhindern, dass gefährliche Materialien, Technologien oder Informationen in die Hände nichtstaatlicher Gruppen gelangen.</p>
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			<media:description type="html">President Donald J. Trump delivers remarks at a Military Mothers’ Day event, Wednesday, May 6, 2026, in the East Room of the White House. (Official White House Photo by Andrea Hanks)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Vatikan und USA beraten über Kriege in Afrika und Nahost</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vatikan-und-usa-beraten-ueber-kriege-in-afrika-und-nahost/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 10:09:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27251</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Papst Leo XIV. und US-Außenminister Marco Rubio haben im Vatikan über Kriege und humanitäre Krisen gesprochen. Afrika spielte dabei eine zentrale Rolle: Rubio verwies auf Sudan, wachsende christliche Gemeinschaften und die humanitäre Präsenz der Kirche.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvatikan-und-usa-beraten-ueber-kriege-in-afrika-und-nahost%2F&amp;action_name=Vatikan%20und%20USA%20beraten%20%C3%BCber%20Kriege%20in%20Afrika%20und%20Nahost&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vatikan-und-usa-beraten-ueber-kriege-in-afrika-und-nahost/">Vatikan und USA beraten über Kriege in Afrika und Nahost</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Papst Leo XIV. und US-Außenminister Marco Rubio haben im Vatikan über Kriege, politische Spannungen und humanitäre Krisen gesprochen. Das Treffen fand am 7. Mai 2026 im Apostolischen Palast statt. Nach Angaben des Heiligen Stuhls bekräftigten beide Seiten ihre bilateralen Beziehungen und sprachen über die Notwendigkeit, weiter für Frieden zu arbeiten. Rubio nannte anschließend Afrika, den Sudan, Libanon und Kuba als Themen, bei denen die katholische Kirche und die USA über eigene Zugänge und humanitäre Strukturen verfügen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rubio-verweist-auf-afrikas-wachsende-bedeutung"><span id="rubio-verweist-auf-afrikas-wachsende-bedeutung">Rubio verweist auf Afrikas wachsende Bedeutung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio sagte nach dem Treffen in Rom, die katholische Kirche sei eine wichtige globale Institution mit Präsenz in vielen Teilen der Welt. Er verwies dabei ausdrücklich auf Afrika. Der Papst sei gerade von einer Afrikareise zurückgekehrt, sagte Rubio. Afrika sei „ein sehr wichtiger Kontinent mit wachsenden christlichen Bevölkerungen“, von denen sich viele durch die Ausbreitung radikalislamistischen Terrorismus bedroht fühlten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Außenminister sagte, Washington interessiere sich für diese Lage. Die Kirche verfüge in vielen Ländern über eigene Informationen, Kontakte und humanitäre Strukturen. In der Vergangenheit sei sie nicht nur mit Regierungen, sondern auch mit Gesellschaften ein wichtiger Gesprächspartner gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio verband diese Rolle auch mit humanitärer Hilfe. In verschiedenen Teilen der Welt habe die Kirche eine praktische Bedeutung bei Hilfsmaßnahmen und sei in einigen Fällen auch Vermittlerin oder Ermöglicherin amerikanischer humanitärer Unterstützung gewesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-als-humanitare-krise"><span id="sudan-als-humanitaere-krise">Sudan als humanitäre Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf eine Frage zum Krieg im Sudan sagte Rubio, die USA hätten Afrika allgemein besprochen. Sudan bezeichnete er als „unglaubliche Tragödie“. Die Vereinigten Staaten seien über den sogenannten <a href="https://fokus-afrika.de/un-erhoeht-druck-auf-sudan-streit-um-quartett-waffenruhe-und-internationale-reaktionen/" type="post" id="21910">Quad-Prozess</a> stark engagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio beschrieb den <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Krieg im Sudan als Konflikt</a>, in dem mehrere Staaten direkt oder indirekt Einfluss nähmen. Einige Länder unterstützten kämpfende Akteure, <a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">andere ließen ihr Territorium für Waffenlieferungen nutzen.</a> Zuletzt habe es eine positive Erklärung zu Grundsätzen gegeben, sagte Rubio. Diese müsse nun mit konkretem Handeln verbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington konzentriere sich derzeit darauf, eine humanitäre Feuerpause zu erreichen. Diese solle Hilfe für Menschen ermöglichen, die unter dem Krieg leiden. Rubio sprach von sicheren Orten für die Verteilung humanitärer Hilfe und bezeichnete Sudan als eine der schlimmsten humanitären Krisen weltweit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="891" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV.jpg" alt="" class="wp-image-27253 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV.jpg 891w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV-300x202.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV-768x517.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV-380x256.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV-800x539.jpg 800w" sizes="(max-width: 891px) 100vw, 891px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich machte er deutlich, dass eine humanitäre Feuerpause aus Sicht der USA nicht das Endziel sei. Neben humanitären Korridoren und Hilfsorten müsse der Krieg beendet werden. Dazu müssten die Staaten und Akteure, die kämpfende Gruppen unterstützten, Druck auf diese ausüben, damit ein Friedensabkommen zustande komme.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vatikan-spricht-von-landern-in-krieg-und-not"><span id="vatikan-spricht-von-laendern-in-krieg-und-not">Vatikan spricht von Ländern in Krieg und Not</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Heilige Stuhl teilte nach der Audienz mit, es habe einen Austausch über regionale und internationale Situationen gegeben. Besonderes Augenmerk habe Ländern gegolten, die von Krieg, politischen Spannungen und schwierigen humanitären Situationen geprägt seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Vatican News gehörten dazu auch afrikanische und nahöstliche Länder. Genannt wurden unter anderem Libanon und Iran. Auch Kuba wurde angesprochen, wo die Spannungen mit den USA zuletzt zugenommen hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio traf nach seiner Audienz bei Papst Leo XIV. auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Erzbischof Paul Gallagher, den Außenbeauftragten des Heiligen Stuhls. Dabei wurden nach Vatikanangaben die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den Vereinigten Staaten bekräftigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nahost-frieden-und-christliche-gemeinden"><span id="nahost-frieden-und-christliche-gemeinden">Nahost-Frieden und christliche Gemeinden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio verwies besonders auf Libanon. Die katholische Kirche habe dort ein Interesse an den christlichen Gemeinschaften, sagte er. Die USA seien zugleich in Bemühungen eingebunden, Frieden zwischen Israel und Libanon zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des US-Außenministeriums ging es bei den Gesprächen um die Lage im Nahen Osten sowie um weitere Themen von gemeinsamem Interesse. Das Treffen habe die starken Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Heiligen Stuhl sowie das gemeinsame Engagement für Frieden und Menschenwürde unterstrichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Heilige Stuhl sprach von „herzlichen Gesprächen“. Beide Seiten hoben das gemeinsame Interesse an stabilen bilateralen Beziehungen hervor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-treffen-nach-spannungen-um-iran"><span id="treffen-nach-spannungen-um-iran">Treffen nach Spannungen um Iran</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begegnung fand nach verbalen Spannungen zwischen Washington und dem Vatikan statt. US-Präsident Donald Trump hatte Papst Leo XIV. in den vergangenen Wochen wegen dessen Aussagen zum <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Iran-Krieg</a> angegriffen. Rubio sagte vor und nach dem Treffen, die Audienz sei nicht wegen dieser Auseinandersetzung angesetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob er den Papst aufgefordert habe, seine Kritik am Iran-Krieg einzustellen, sagte Rubio, er werde nicht öffentlich über seine Gespräche mit dem Papst sprechen. Zugleich betonte er, die USA hätten eine starke Beziehung zum Vatikan und arbeiteten weltweit mit ihm in vielen Fragen zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio nannte das Treffen produktiv. Es habe die Möglichkeit gegeben, über Weltregionen zu sprechen, in denen sowohl die Vereinigten Staaten als auch die katholische Kirche präsent seien, und bestehende Zusammenarbeit fortzusetzen oder auszubauen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mehr Menschen scheitern an Integrationskursen in Deutschland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mehr-menschen-scheitern-an-integrationskursen-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 09:46:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Weniger neue Teilnehmer, weniger erfolgreiche Abschlüsse, mehr Inaktivitätsfälle: Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen deutliche Verschiebungen bei Integrationskursen in Deutschland.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmehr-menschen-scheitern-an-integrationskursen-in-deutschland%2F&amp;action_name=Mehr%20Menschen%20scheitern%20an%20Integrationskursen%20in%20Deutschland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland beginnen deutlich weniger Menschen einen Integrationskurs. Der Rückgang zeigt sich im Vergleich der Jahre 2024 und 2025. Die Zahl neuer Kursteilnehmer sank von 363.466 auf 307.030. Auch die Zahl erfolgreicher Kursaustritte ging zurück, von 167.579 auf 157.864.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt die Zahlen in ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/057/2105716.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur Bilanz der Integrationskurse und des Deutsch-Tests für Zuwanderer in den Jahren 2023 bis 2025. Der Integrationskurs soll Sprachkenntnisse vermitteln und mit dem Deutsch-Test für Zuwanderer sowie dem Test „Leben in Deutschland“ abgeschlossen werden. Für eine erfolgreiche Teilnahme ist grundsätzlich das Sprachniveau B1 im Deutsch-Test erforderlich, zusätzlich muss der Test „Leben in Deutschland“ bestanden werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zahl-neuer-kursteilnehmer-sinkt-um-mehr-als-56-000"><span id="zahl-neuer-kursteilnehmer-sinkt-um-mehr-als-56-000">Zahl neuer Kursteilnehmer sinkt um mehr als 56.000</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl neuer Kursteilnehmer lag 2023 noch bei 363.478 und blieb 2024 mit 363.466 nahezu unverändert. Im Jahr 2025 ging sie auf 307.030 zurück. Das entspricht einem Minus von 56.436 Personen gegenüber dem Vorjahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den neuen Teilnehmern machten Drittstaatsangehörige auch 2025 den größten Anteil aus. Ihre Zahl lag bei 276.521, das waren 91,1 Prozent der ausländischen Kursteilnehmer ohne Spätaussiedler. Staatsangehörige aus EU-Ländern kamen auf 26.867 neue Teilnehmer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte Gruppe stellte weiter die Ukraine. 2025 begannen 92.518 Ukrainerinnen und Ukrainer einen Integrationskurs, nach 117.382 im Jahr 2024 und 168.078 im Jahr 2023. Danach folgten Syrien mit 47.964 neuen Teilnehmern, Afghanistan mit 22.526 und die Türkei mit 19.923. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-kursaustritte-aber-weniger-erfolgreiche-abschlusse"><span id="mehr-kursaustritte-aber-weniger-erfolgreiche-abschluesse">Mehr Kursaustritte, aber weniger erfolgreiche Abschlüsse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesamtzahl der Kursaustritte stieg trotz sinkender Neueintritte. Sie lag 2023 bei 362.408, 2024 bei 400.234 und 2025 bei 409.785. Die Bundesregierung verweist darauf, dass Integrationskurse oft über ein Kalenderjahr hinauslaufen und Teilnehmende flexibel einsteigen können. Neue Kursteilnehmer und Kursaustritte desselben Jahres lassen sich deshalb nicht direkt miteinander verrechnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den erfolgreichen Kursaustritten zeigt sich dagegen ein Rückgang. 2023 lagen sie bei 155.331, 2024 bei 167.579 und 2025 bei 157.864. Unter den erfolgreichen Kursaustritten waren 2025 insgesamt 54.088 ukrainische Staatsangehörige, 27.759 syrische, 9.950 afghanische und 8.600 türkische Staatsangehörige. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsch-test-rund-55-prozent-erreichen-b1"><span id="deutsch-test-rund-55-prozent-erreichen-b1">Deutsch-Test: Rund 55 Prozent erreichen B1</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Deutsch-Test für Zuwanderer erreichten 2025 insgesamt 175.193 Teilnehmer das Sprachniveau B1. Das entsprach 55,0 Prozent aller erfassten DTZ-Teilnehmer. Weitere 102.663 Teilnehmer erreichten A2, 40.694 blieben unter A2.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit lag der B1-Anteil im Gesamtwert leicht unter den Vorjahren. 2023 erreichten 55,9 Prozent der DTZ-Teilnehmer B1, 2024 waren es 56,3 Prozent. In absoluten Zahlen wurden 2024 mit 180.507 mehr B1-Ergebnisse gezählt als 2025.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlicher fällt die Veränderung bei Teilnehmern aus, die nur im Erstverfahren erfasst wurden. Dort erreichten 2023 noch 68,9 Prozent B1, 2024 waren es 62,9 Prozent und 2025 54,4 Prozent. Die Zahl der Erstverfahren stieg zugleich von 224.753 im Jahr 2024 auf 267.418 im Jahr 2025. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-inaktivitat-steigt-deutlich"><span id="inaktivitaet-steigt-deutlich">Inaktivität steigt deutlich</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-27247 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-1024x1024.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-768x768.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-380x380.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-800x800.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-1160x1160.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Kursaustritte wegen Inaktivität nahm ebenfalls zu. 2023 waren 89.872 Fälle erfasst, 2024 waren es 105.453 und 2025 schließlich 127.133. Die Bundesregierung beschreibt diese Kategorie als statistische Einordnung. Darunter fallen Personen, die mindestens einen der beiden Tests nicht abgelegt haben und bei denen seit der letzten Kursaktivität mindestens neun Monate vergangen sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dieser Kategorie folgt nach Darstellung der Bundesregierung nicht automatisch, dass ein Kurs endgültig abgebrochen wurde. Auch eine spätere Wiederaufnahme ist möglich. 2025 entfielen 67.854 dieser Fälle auf Personen mit Teilnahmeverpflichtung und 59.279 auf Personen mit Teilnahmeberechtigung. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-herkunftslander-in-der-statistik"><span id="afrikanische-herkunftslaender-in-der-statistik">Afrikanische Herkunftsländer in der Statistik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den 30 häufigsten Staatsangehörigkeiten des Jahres 2025 finden sich mehrere afrikanische Länder. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> kam auf 3.493 neue Kursteilnehmer, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a> auf 2.501, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> auf 2.091, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea/" type="category" id="71">Guinea</a> auf 1.601, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a> auf 1.473 und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> auf 1.461. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/" type="category" id="34">Eritrea</a> wird zusätzlich nachrichtlich ausgewiesen und lag bei 1.341 neuen Teilnehmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den erfolgreichen Kursaustritten erreichte Somalia 2025 insgesamt 810 Fälle, Nigeria 895, Marokko 1.160, Guinea 428, Ägypten 786 und Tunesien 733. Eritrea lag nachrichtlich bei 645 erfolgreichen Kursaustritten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Smara-Angriff bringt Polisario international unter Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/smara-angriff-bringt-polisario-international-unter-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 12:14:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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<p>Ein Angriff auf Smara verschärft den Westsahara-Konflikt: UN, USA und EU verurteilen die Eskalation, während Washington neue Gespräche zwischen den Konfliktparteien vorantreibt.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der von der Polisario-Front reklamierte Angriff auf Smara hat internationale Reaktionen ausgelöst und den diplomatischen Druck im Westsahara-Konflikt erhöht. Die Projektilangriffe ereigneten sich am 5. Mai 2026. Die Vereinten Nationen, die US-Mission bei den Vereinten Nationen und Vertreter der Europäischen Union warnten vor einer Eskalation und verwiesen auf den laufenden politischen Prozess. Die neue Spannung fällt in eine Phase, in der Washington seine Bemühungen um eine politische Lösung unter UN-Dach verstärkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-warnen-vor-militarischer-eskalation"><span id="un-warnen-vor-militaerischer-eskalation">UN warnen vor militärischer Eskalation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Mission MINURSO äußerte nach den Angriffen auf Smara tiefe Sorge über Beschuss in zivilen Gebieten. Staffan de Mistura, persönlicher Gesandter des UN-Generalsekretärs für die Westsahara, unterstützte diese Einschätzung nach Angaben von UN-Sprecher Stéphane Dujarric.</p>



<p class="wp-block-paragraph">De Mistura erklärte, jetzt sei eine Zeit für Dialog und Verhandlungen, nicht für militärische Eskalation. Solche Angriffe zeigten die Dringlichkeit, zur Waffenruhe zurückzukehren und über eine dauerhafte, gegenseitig akzeptable politische Lösung zu verhandeln.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">.<a href="https://twitter.com/UN_Spokesperson?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN_Spokesperson</a>: The Personal Envoy for Western Sahara echoes MINURSO&#39;s deep concern over the Frente POLISARIO’s rocket attack of 5 May near Smara. He emphasizes that this is a time for dialogue and negotiations, not a time for military escalation. <br>🔗 <a href="https://t.co/Vqhw08TZyv">https://t.co/Vqhw08TZyv</a> <a href="https://t.co/P5TBMLKhVc">pic.twitter.com/P5TBMLKhVc</a></p>— UN Political and Peacebuilding Affairs (@UNDPPA) <a href="https://twitter.com/UNDPPA/status/2052495851944050911?ref_src=twsrc%5Etfw">May 7, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Nach übereinstimmenden Berichte wurden drei Projektile aus Gebieten östlich des marokkanischen Verteidigungswalls abgefeuert. Zwei schlugen im Umfeld der örtlichen Haftanstalt von Smara ein, ein drittes in der Zone Akouiz hinter dem Friedhof der Stadt. Größere materielle Schäden wurden nicht gemeldet. Lokale Medien berichteten später, eine Frau sei verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-spricht-von-gefahr-fur-regionale-stabilitat"><span id="washington-spricht-von-gefahr-fuer-regionale-stabilitaet">Washington spricht von Gefahr für regionale Stabilität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Mission bei den Vereinten Nationen verurteilte die Angriffe der Polisario-Front auf Smara. In einer Erklärung hieß es, diese Gewalt bedrohe die regionale Stabilität und die Fortschritte auf dem Weg zum Frieden. Die Angriffe seien nicht mit dem Geist der jüngsten Gespräche vereinbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington verwies zugleich auf <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">die Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats</a>. Die US-Mission erklärte, <a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/" type="post" id="21428">die marokkanische Autonomieinitiative zeige einen Weg zum Frieden in der Westsahara. </a>Der Status quo könne nicht fortbestehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="und" dir="rtl">الوضع الراهن بالصحراء الغربية لايخدم مصالح أي احد و لايمكن أن يستمر.<br><br>Western Sahara: the status quo serves no one’s interest and cannot continue <a href="https://t.co/9RU7JfYFlT">https://t.co/9RU7JfYFlT</a></p>— US Embassy Algiers (@USEmbAlgiers) <a href="https://twitter.com/USEmbAlgiers/status/2052644767431823821?ref_src=twsrc%5Etfw">May 8, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die US-Botschaft in Algerien teilte die Erklärung erneut und schrieb, die aktuelle Lage in der Westsahara diene niemandem und könne nicht andauern. Damit richtete Washington seine Botschaft auch an ein diplomatisches Umfeld, in dem Algerien als zentraler Unterstützer der Polisario-Front gilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eu-vertreter-verweist-auf-marokkanischen-autonomieplan"><span id="eu-vertreter-verweist-auf-marokkanischen-autonomieplan">EU-Vertreter verweist auf marokkanischen Autonomieplan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Botschafter der Europäischen Union in Marokko, Dimiter Tzantchev, verurteilte den Angriff ebenfalls. Er erklärte, jetzt sei nicht die Zeit für Eskalation, sondern für Verhandlungen gemäß der Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="ar" dir="rtl">الهجوم الأخير على السمارة ينبغي إدانته. ليس هذا وقت التصعيد، بل وقت التفاوض وفق قرار مجلس الأمن 2797 (2025) على أساس مخطط المغرب للحكم الذاتي، من أجل حل عادل ودائم ومقبول للطرفين يتوافق مع ميثاق الأمم المتحدة. <a href="https://t.co/hgy1M46sA5">https://t.co/hgy1M46sA5</a></p>— UE au Maroc (@UE_au_Maroc) <a href="https://twitter.com/UE_au_Maroc/status/2052673195564556544?ref_src=twsrc%5Etfw">May 8, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Tzantchev nannte den marokkanischen Autonomieplan als Grundlage für eine gerechte, dauerhafte und gegenseitig akzeptable Lösung im Einklang mit der UN-Charta. Die EU-Vertretung in Marokko verbreitete die Erklärung auch auf Arabisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktionen aus Washington, New York und Brüssel treffen die Polisario-Front in einem Moment, in dem der politische Prozess wieder stärker in Bewegung geraten ist. Die Angriffe auf Smara stehen damit nicht nur für eine Sicherheitslage vor Ort, sondern auch für eine Verschärfung der diplomatischen Auseinandersetzung um den weiteren Umgang mit dem Konflikt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-us-diplomatie-setzt-auf-neuen-verhandlungsrahmen"><span id="us-diplomatie-setzt-auf-neuen-verhandlungsrahmen">US-Diplomatie setzt auf neuen Verhandlungsrahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die spanische Zeitung <em>El País</em> berichtete von intensiven diplomatischen Bemühungen der Vereinigten Staaten, den politischen Prozess zur Westsahara wiederzubeleben. Washington solle im Mai eine neue Gesprächsrunde ausrichten, um die Umsetzung der Resolution 2797 voranzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeitung berichtete außerdem von nicht öffentlichen Kontakten zwischen Rabat und Algier unter amerikanischer Vermittlung. Ziel sei ein Rahmenabkommen vor Oktober, das direkte Verhandlungen auf Grundlage der marokkanischen Autonomieinitiative ermöglichen könnte. Die Bewegung fällt mit einer regionalen Reise von Christopher Landau, dem stellvertretenden US-Außenminister, nach Algerien und Marokko zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hatte Ende April die Arbeit der MINURSO im Rahmen einer strategischen Überprüfung seiner Missionen behandelt. Vor der nächsten Mandatsentscheidung im Oktober steht damit auch die Zukunft der Mission im Raum. Die jährlichen Kosten wurden in den vorliegenden Berichten mit rund 58 Millionen Euro beziffert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-polisario-reklamiert-angriff-fur-sich"><span id="polisario-reklamiert-angriff-fuer-sich">Polisario reklamiert Angriff für sich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polisario-Front reklamierte die drei Schüsse auf Smara in einer eigenen Erklärung. Sie sprach von einem gezielten Beschuss rückwärtiger feindlicher Stellungen am Stadtrand und behauptete, es habe erhebliche Verluste gegeben. Diese Darstellung wurde durch vor Ort nicht bestätigt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/smara-polisario_attack.webp" alt="" class="wp-image-27235 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/smara-polisario_attack.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/smara-polisario_attack-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/smara-polisario_attack-768x512.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/smara-polisario_attack-380x253.webp 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Eine MINURSO-Gruppe begab sich nach dem Angriff an die Einschlagsorte, um die Projektile zu untersuchen und Daten zu dem Vorfall zu sammeln. Sicherheitskräfte in Smara sicherten die betroffenen Bereiche und suchten nach Fragmenten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Smara war bereits in den vergangenen Jahren Ziel ähnlicher Angriffe. Im Oktober 2023 hatte ein von der Polisario-Front reklamierter Angriff einen Toten und mehrere Verletzte in Wohngebieten der Stadt zur Folge.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahrauische-organisationen-kritisieren-eskalation"><span id="sahrauische-organisationen-kritisieren-eskalation">Sahrauische Organisationen kritisieren Eskalation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die NGO Ligue des partisans de l’autonomie dans les provinces du Sud verurteilte den Angriff als Angriff auf die Stabilität der Region. Die Organisation warf der Polisario-Front vor, Bemühungen zur Deeskalation zu untergraben, während der Konflikt international wieder stärker verhandelt werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation machte auch Algerien verantwortlich und warf Algier vor, Spannungen zu nähren und die Polarisierung über die Unterstützung der Polisario-Front zu verstärken. Mehrere sahrauische Akteure sehen in den militärischen Aktionen ein Hindernis für eine politische Lösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Salek Rahal, Sprecher der Bewegung „Sahraouis pour la paix“, verwies auf die hohe Vertraulichkeit der aktuellen diplomatischen Kontakte. Diese Diskretion könne den Parteien ermöglichen, ohne öffentlichen Druck Zugeständnisse zu prüfen. Er sah darin ein Zeichen für eine ernsthafte amerikanische Vermittlung auf Grundlage der Resolution 2797.</p>
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		<title>Türkei und Algerien bilden gemeinsame Front gegen Israel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tuerkei-und-algerien-bilden-gemeinsame-front-gegen-israel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 11:40:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ankara und Algier rücken enger zusammen: Erdoğan und Tebboune stellen sich gemeinsam gegen Israels Vorgehen in Gaza und Libanon und wollen den Handel zwischen der Türkei und Algerien bis 2030 auf zehn Milliarden Dollar steigern.<br />
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<p class="wp-block-paragraph">Die Türkei und Algerien haben bei einem Spitzentreffen in Ankara ihre gemeinsame Linie gegen Israel bekräftigt und eine engere strategische Partnerschaft vereinbart. Am 7. Mai 2026 empfing Präsident Recep Tayyip Erdoğan den algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune in der türkischen Hauptstadt. Beide Staatschefs stellten die Lage in Gaza, im Libanon und in Palästina in den Vordergrund ihrer Gespräche. Daneben vereinbarten Ankara und Algier, ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit in Energie, Bergbau, Verkehr, Landwirtschaft und erneuerbaren Energien auszubauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-linie-zu-gaza-und-libanon"><span id="gemeinsame-linie-zu-gaza-und-libanon">Gemeinsame Linie zu Gaza und Libanon</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tebboune und Erdoğan verurteilten in Ankara das Vorgehen Israels in Gaza und im Libanon. Der algerische Präsident sprach von Verstößen gegen das Völkerrecht und das humanitäre Völkerrecht durch die israelische Besatzung. Er verurteilte zudem Angriffe auf den Libanon und das Vorgehen Israels im Gazastreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Präsidenten verwiesen auf die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft, diese Verstöße zu beenden und die Bemühungen um Frieden in der Region zu verstärken. Tebboune nannte dabei eine gerechte und dauerhafte Lösung, die die Rechte des palästinensischen Volkes sichern müsse, einschließlich des Rechts auf einen unabhängigen Staat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erdoğan stellte die türkische Position zur Zweistaatenlösung heraus. „Wir sind einer der stärksten Befürworter der Zweistaatenlösung in Palästina“, sagte der türkische Präsident. Er erinnerte daran, dass die Ausrufung des Staates Palästina am 15. November 1988 in Algerien erfolgte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-algeriens-rolle-im-un-sicherheitsrat"><span id="algeriens-rolle-im-un-sicherheitsrat">Algeriens Rolle im UN-Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erdoğan würdigte die <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-aussenminister-attaf-fordert-rueckkehr-zum-voelkerrecht/" type="post" id="20420">Unterstützung Algeriens für die palästinensische Sache während der Mitgliedschaft des Landes im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.</a> Algerien gehört in den Jahren 2024 und 2025 dem UN-Sicherheitsrat als nichtständiges Mitglied an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der türkische Präsident sagte, die israelische Aggression in Gaza, im Westjordanland und im Libanon habe erneut gezeigt, dass die Politik der aktuellen israelischen Regierung ein zentrales Sicherheitsproblem in der Region sei. Erdoğan bezeichnete diese Politik als expansionistisch, rechtswidrig und nicht regelkonform.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">die Lage am Horn von Afrika</a> kam zur Sprache. Tebboune erklärte, beide Präsidenten hätten <a href="https://fokus-afrika.de/israels-aussenminister-saar-besucht-somaliland-nach-anerkennung-durch-israel/" type="post" id="23249">eine israelische Entscheidung verurteilt, die nach ihrer Darstellung die Souveränität und territoriale Integrität Somalias verletze.</a> Sie sahen darin einen Verstoß gegen die <a href="https://fokus-afrika.de/un-generalversammlungspraesidentin-baerbock-verteidigt-die-un-charta-in-davos/" type="post" id="23810">Charta der Vereinten Nationen</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/erdogan-vermittelt-erfolgreich-zwischen-somalia-und-aethiopien/">eine Bedrohung für Sicherheit und Stabilität in der Region.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-syrien-bleibt-teil-der-regionalen-agenda"><span id="syrien-bleibt-teil-der-regionalen-agenda">Syrien bleibt Teil der regionalen Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erdoğan sprach in Ankara auch über Syrien. Die Türkei lege großen Wert auf die Stärkung von Sicherheit und Stabilität in Syrien, sagte er. Ankara werde weiter zur Umstrukturierung Syriens beitragen. Algerien hatte bis zuletzt den gestürzten syrischen Machthaber Assad unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verband Erdoğan die Gespräche mit einem breiteren regionalpolitischen Rahmen. Neben Palästina, Gaza und Libanon standen auch Syrien und die Lage am Horn von Afrika auf der Agenda des Treffens.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategischer-rat-hebt-beziehungen-auf-neue-ebene"><span id="strategischer-rat-hebt-beziehungen-auf-neue-ebene">Strategischer Rat hebt Beziehungen auf neue Ebene</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen in Ankara markierte zugleich die erste Sitzung des algerisch-türkischen Strategischen Kooperationsrates auf hoher Ebene. Erdoğan und Tebboune hatten die Aufwertung dieses Mechanismus bei Erdoğans Besuch in Algerien im Jahr 2023 beschlossen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="701" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvHkntXoAAJDev-1024x701.jpeg" alt="" class="wp-image-27230 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvHkntXoAAJDev-1024x701.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvHkntXoAAJDev-300x205.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvHkntXoAAJDev-768x526.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvHkntXoAAJDev-1536x1052.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvHkntXoAAJDev-380x260.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvHkntXoAAJDev-800x548.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvHkntXoAAJDev-1160x794.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvHkntXoAAJDev.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tebboune wurde in Ankara mit dem türkischen Staatsorden ausgezeichnet. Der türkische Präsident verwies auf historische Beziehungen zwischen beiden Ländern. „Der gegenseitige Respekt und die Zuneigung, die aus unserer gemeinsamen Geschichte erwachsen, bilden den Motor der türkisch-algerischen Beziehungen“, sagte Erdoğan.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handel-soll-bis-2030-auf-zehn-milliarden-dollar-steigen"><span id="handel-soll-bis-2030-auf-zehn-milliarden-dollar-steigen">Handel soll bis 2030 auf zehn Milliarden Dollar steigen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem politischen Teil rückten die wirtschaftlichen Vereinbarungen in den Fokus. Tebboune kündigte den Beginn von Verhandlungen über ein bevorzugtes Handelsabkommen zwischen Algerien und der Türkei an. Das Abkommen soll eine festgelegte Liste von Waren betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der algerische Präsident sagte, dieses Abkommen solle dazu beitragen, Handelsvolumen und Investitionen bis 2030 auf zehn Milliarden Dollar zu erhöhen. Erdoğan erklärte, Ankara habe die Anstrengungen für dieses Ziel beschleunigt. Die Zielmarke war 2023 gesetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Türkei zählt Algerien zu ihren größten Handelspartnern auf dem afrikanischen Kontinent. Erdoğan nannte Energie, Bergbau, Verkehr und Landwirtschaft als strategische Felder der Zusammenarbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-energiepartnerschaft-gewinnt-zusatzliches-gewicht"><span id="energiepartnerschaft-gewinnt-zusaetzliches-gewicht">Energiepartnerschaft gewinnt zusätzliches Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Energiepolitik spielte in Ankara eine zentrale Rolle. Erdoğan sagte, der Krieg in der Region wirke sich besonders auf die Energiemärkte aus.<a href="https://fokus-afrika.de/algerien-erhoeht-oelproduktion-nach-austritt-der-emirate-aus-opec/" type="post" id="27041"> Die Türkei habe mit Algerien über Jahre eine verlässliche, stabile und nachhaltige Energiezusammenarbeit aufgebaut.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="743" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHu1XHRWUAAYcbQ-1024x743.jpeg" alt="" class="wp-image-27231 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHu1XHRWUAAYcbQ-1024x743.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHu1XHRWUAAYcbQ-300x218.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHu1XHRWUAAYcbQ-768x557.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHu1XHRWUAAYcbQ-1536x1115.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHu1XHRWUAAYcbQ-380x276.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHu1XHRWUAAYcbQ-800x580.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHu1XHRWUAAYcbQ-1160x842.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHu1XHRWUAAYcbQ.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Partnerschaft solle vor allem bei der Versorgungssicherheit mit Erdgas weiterentwickelt werden. Erdoğan sprach zudem von Möglichkeiten in erneuerbaren Energien und neuen Technologien. Im Bergbau wollen beide Seiten gemeinsame Investitionen und Erfahrungsaustausch prüfen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Tebboune nannte die Diversifizierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit als Ziel seiner Reise. Neue Partnerschaften sollen vor allem in erneuerbaren Energien, Landwirtschaft, Industrie und Bergbau entstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-turkische-unternehmen-bauen-prasenz-in-algerien-aus"><span id="tuerkische-unternehmen-bauen-praesenz-in-algerien-aus">Türkische Unternehmen bauen Präsenz in Algerien aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 1.600 türkische Unternehmen sind nach türkischen Angaben in Algerien aktiv. Sie arbeiten dort in Industrie, Bergbau, Landwirtschaft und weiteren Sektoren. Zu den wichtigsten türkischen Unternehmen im Land zählen der Stahlkonzern Tosyali und das algerisch-türkische Textilunternehmen Tayal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tebboune traf in Ankara Vertreter beider Unternehmen. Sie gehören zu den größten türkischen Wirtschaftsakteuren in Algerien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erdoğan sagte, die Türkei wolle die Freundschaft und Zusammenarbeit mit Algerien in allen Bereichen auf Grundlage des Prinzips gegenseitigen Gewinns weiterentwickeln.</p>
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		<title>UN warnen vor wachsender Gewalt in Abyei</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-warnen-vor-wachsender-gewalt-in-abyei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 11:09:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
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		<category><![CDATA[UNISFA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Abyei bleibt ein ungelöster Konflikt zwischen Sudan und Südsudan. Der UN-Sicherheitsrat warnt vor mehr Gewalt, bewaffneten Gruppen und einer geschwächten UN-Präsenz in der entmilitarisierten Zone.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-warnen-vor-wachsender-gewalt-in-abyei%2F&amp;action_name=UN%20warnen%20vor%20wachsender%20Gewalt%20in%20Abyei&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-warnen-vor-wachsender-gewalt-in-abyei/">UN warnen vor wachsender Gewalt in Abyei</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat drängt Sudan und Südsudan zu neuen Gesprächen über das umstrittene Gebiet Abyei. Die Beratungen fanden am 7. Mai 2026 in New York statt. UN-Vertreter warnten vor wachsender Gewalt, bewaffneten Gruppen und einer geschwächten Präsenz der UN-Friedensmission UNISFA. In den vergangenen sechs Monaten registrierte UNISFA 196 Sicherheitsvorfälle mit 58 Todesopfern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-prozess-bleibt-blockiert"><span id="politischer-prozess-bleibt-blockiert">Politischer Prozess bleibt blockiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abyei liegt zwischen Sudan und Südsudan. <a href="https://fokus-afrika.de/unisfa-krieg-in-sudan-blockiert-friedensverhandlungen-zu-abyei/" type="post" id="21686">Der endgültige Status des Gebiets ist seit Jahren ungeklärt.</a> Beide Regierungen bekräftigten zwar ihre Zusage, Abyei entmilitarisiert zu halten und gemeinsame Mechanismen wiederzubeleben. Treffen des Gemeinsamen Politischen und Sicherheitsmechanismus sowie des Gemeinsamen Aufsichtsausschusses für Abyei fanden im Berichtszeitraum jedoch nicht statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Martha Ama Akyaa Pobee, Beigeordnete Generalsekretärin in den UN-Abteilungen für politische Angelegenheiten und Friedenseinsätze, sagte, die Sicherheitslage habe sich in den vergangenen sechs Monaten verschlechtert. Ursachen seien Kriminalität, Waffenverbreitung und die Präsenz nicht autorisierter bewaffneter Akteure.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="393" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b86bd726-432f-40ea-afba-19d50c19bed1.jpeg" alt="" class="wp-image-27221 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b86bd726-432f-40ea-afba-19d50c19bed1.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b86bd726-432f-40ea-afba-19d50c19bed1-300x168.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b86bd726-432f-40ea-afba-19d50c19bed1-380x213.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Süden Abyeis hielten sich nach UN-Angaben weiterhin Kräfte der südsudanesischen Armee und Polizei an Kontrollpunkten auf und nutzten zivile Infrastruktur. Im Norden blieb die Präsenz der sudanesischen Rapid Support Forces besonders im Raum Goli und Diffra ein Grund zur Sorge.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drohnenangriffe-schwachen-un-einsatz"><span id="drohnenangriffe-schwaechen-un-einsatz">Drohnenangriffe schwächen UN-Einsatz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein schwerer Einschnitt für UNISFA waren drei Drohnenangriffe auf die Logistikbasis Kadugli im Sudan. Dabei wurden im Dezember 2025 sechs Friedenstruppen aus Bangladesch getötet und neun weitere verletzt. Pobee sprach von einem schweren operativen Rückschlag für den Mechanismus zur Überwachung der entmilitarisierten Grenzzone.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNISFA verlegte daraufhin Personal und schloss später alle zugehörigen Teamstandorte. Damit setzte die Mission ihre physische Präsenz in der sicheren entmilitarisierten Grenzzone erstmals seit Einrichtung des Mechanismus aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine reguläre Polizei für Abyei ist weiterhin nicht eingerichtet. In dieser Lücke übernehmen lokale Schutzkomitees polizeiliche Aufgaben, unterstützt von UNISFA.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-im-sudan-belastet-sudsudan"><span id="krieg-im-sudan-belastet-suedsudan">Krieg im Sudan belastet Südsudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guang Cong, Sondergesandter des UN-Generalsekretärs für das Horn von Afrika, sagte, die Beziehungen zwischen Sudan und Südsudan würden weiter vom <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Krieg im Sudan</a> geprägt. Seit Beginn des Konflikts 2023 sind mehr als 1,3 Millionen Flüchtlinge und Rückkehrer nach Südsudan geflohen. Das belastet die Versorgung mit Nahrung, Gesundheitsdiensten und Bildung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27223 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Abyei selbst hat nach UN-Angaben mehr als 46.000 Flüchtlinge und Rückkehrer aufgenommen. Bei Gesprächen in der Region hätten lokale Behörden, traditionelle Führer, Vertreter der Zivilgesellschaft sowie Frauen- und Jugendgruppen die fehlenden Fortschritte beim politischen Prozess kritisiert und zusätzliche UN-Polizeikräfte gefordert.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-fordert-ruckzug-bewaffneter-gruppen"><span id="sicherheitsrat-fordert-rueckzug-bewaffneter-gruppen">Sicherheitsrat fordert Rückzug bewaffneter Gruppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats verlangten den Rückzug nicht autorisierter bewaffneter Kräfte. Der Vertreter der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> sagte, Washington sei frustriert über die fehlende Entschlossenheit Sudans und Südsudans, UNISFA zur Stabilisierung zu nutzen. „Wir können Frieden nicht mehr wollen als die Parteien selbst“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> sprach auch im Namen der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalias</a>. Die UN-Mission sei unverzichtbar, könne politischen Willen aber nicht ersetzen. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">Chinas</a> Vertreter sagte als Ratspräsident für Mai, jede endgültige Lösung für Abyei müsse politisch sein. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> bezeichnete einen Abzug oder eine Verringerung der UN-Truppen als verfrüht, solange der endgültige Status Abyeis nicht geregelt sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> forderte Aufklärung und Verantwortlichkeit für die Angriffe auf die UN-Basis in Kadugli. Die britische Delegation warnte zugleich vor sexualisierter Gewalt im Konflikt, darunter gegen Kinder.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-und-sudsudan-weisen-vorwurfe-zuruck"><span id="sudan-und-suedsudan-weisen-vorwuerfe-zurueck">Sudan und Südsudan weisen Vorwürfe zurück</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27224 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sudans Vertreter warf den <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/" type="post" id="27112">Vereinigten Arabischen Emiraten vor, die Rapid Support Forces mit Drohnen beliefert zu haben, die bei dem Angriff auf UNISFA eingesetzt worden seien.</a> Khartum sei bereit, die im Abkommen von 2011 vorgesehenen Übergangsmechanismen einzurichten, darunter gemeinsame Polizei, Verwaltung und Legislative.</p>
</div></div>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Südsudans Vertreterin bekräftigte die Verpflichtung ihres Landes zum Abkommen von 2011 und zu den einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrats. Die Entsendung südsudanesischer Kräfte nach Abyei sei nach interkommunaler Gewalt im Oktober 2022 erfolgt, um die Lage zu stabilisieren und Zivilisten zu schützen. Vorwürfe einer Nichtbeachtung des Statusabkommens wies sie zurück.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27225 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kurzungen-belasten-unisfa"><span id="kuerzungen-belasten-unisfa">Kürzungen belasten UNISFA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte ging es auch um die Einsatzfähigkeit von UNISFA. Panamas Vertreter sagte, eine Kürzung des Budgets um 15 Prozent beeinträchtige die Arbeit der Mission erheblich. Pakistan warnte davor, bei der Sicherheit von Personal, das Mandate des Sicherheitsrats ausführe, eine Kostengrenze zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen verwiesen auf die Lage der Zivilbevölkerung. Bahrain nannte Waffenverbreitung, Landminen und bewaffnete Akteure in zivilen Einrichtungen. Kolumbien warnte, dass die Schließung der Teamstandorte und die ausbleibende Einrichtung einer Abyei-Polizei Zivilisten stärker gefährdeten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Alabali Radovan warnt im Bundestag vor Hungerkrise durch Hormus-Blockade</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-warnt-im-bundestag-vor-hungerkrise-durch-hormus-blockade/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 10:48:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bis zu 45 Millionen zusätzliche Menschen könnten durch die Blockade der Straße von Hormus von Hunger bedroht sein. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verteidigt im Bundestag stabile Mittel, mehr Düngemittelproduktion im Globalen Süden und eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Afrika.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falabali-radovan-warnt-im-bundestag-vor-hungerkrise-durch-hormus-blockade%2F&amp;action_name=Alabali%20Radovan%20warnt%20im%20Bundestag%20vor%20Hungerkrise%20durch%20Hormus-Blockade&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-warnt-im-bundestag-vor-hungerkrise-durch-hormus-blockade/">Alabali Radovan warnt im Bundestag vor Hungerkrise durch Hormus-Blockade</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat im Bundestag vor zusätzlichen Hungerfolgen durch den Krieg am Persischen Golf und die Schließung der Straße von Hormus gewarnt. Am 6. Mai 2026 stellte sie sich in Berlin der Befragung der Bundesregierung. Das Welternährungsprogramm rechne allein durch die Blockade mit bis zu 45 Millionen zusätzlichen Menschen, die von Hunger bedroht seien. Die Ministerin verteidigte zugleich stabile Mittel für Entwicklungspolitik und verwies auf internationale Kriseninstrumente, Düngemittelproduktion im Globalen Süden und deutsche Programme in Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weltbank-soll-bis-zu-100-milliarden-dollar-bereitstellen"><span id="weltbank-soll-bis-zu-100-milliarden-dollar-bereitstellen">Weltbank soll bis zu 100 Milliarden Dollar bereitstellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sagte, steigende Energie- und Lebensmittelpreise träfen Deutschland, aber besonders die ärmsten Länder der Welt. Die Bundesregierung arbeite mit internationalen Partnern an Instrumenten, um akute Folgen der Krise abzufedern und langfristige Lösungen zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank im April habe sie sich für eine gemeinsame Krisenreaktion der Weltbank eingesetzt. Die Weltbank werde in den nächsten 15 Monaten bis zu 100 Milliarden US-Dollar bereitstellen, um besonders betroffene Länder zu unterstützen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-2048x1426.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208.jpg 2405w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beim Treffen der G7-Entwicklungsministerinnen und -minister sei vereinbart worden, die Düngemittelproduktion in Ländern des Globalen Südens zu stärken. Damit sollen Staaten unabhängiger von Importen werden. Alabali Radovan verwies auf aktuelle Engpässe und Preissteigerungen bei Dünger, die Ernten eines ganzen Jahres gefährden könnten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ministerin-verweist-auf-athiopien-und-kenia"><span id="ministerin-verweist-auf-aethiopien-und-kenia">Ministerin verweist auf Äthiopien und Kenia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiele für vorbeugende Entwicklungszusammenarbeit nannte Alabali Radovan Äthiopien und Kenia. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a> sei weniger stark von Düngemittelausfällen betroffen, weil Deutschland dort Kleinbauern bei der Produktion organischer Düngemittel unterstütze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a> sei durch den Ausbau erneuerbarer Energien weniger stark von der aktuellen Krise betroffen. Rund 90 Prozent des Stroms in Kenia stammten aus erneuerbaren Energien, sagte die Ministerin. Deutschland unterstütze das Land in diesem Bereich im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit.</p>



<iframe width="640" height="360" src="https://webtv.bundestag.de/pservices/player/embed/nokey?e=bt-od&ep=69&a=144277506&c=7652707&t=https%3A%2F%2Fdbtg.tv%2Fcvid%2F7652707" allowfullscreen="true" referrerpolicy="origin" allow="geolocation; autoplay" sandbox="allow-same-origin allow-scripts allow-forms allow-modals allow-popups"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir dürfen keinen historischen Bruch der Entwicklungszusammenarbeit riskieren“, sagte Alabali Radovan. Deutschland müsse in Krisen verlässlicher Partner für Staaten im Globalen Süden bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grune-kritisieren-kurzungen-im-entwicklungsetat"><span id="gruene-kritisieren-kuerzungen-im-entwicklungsetat">Grüne kritisieren Kürzungen im Entwicklungsetat</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27171 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2.jpg 1417w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Befragung geriet die Ministerin wegen Kürzungen im Entwicklungshaushalt unter Druck. Die Grünen-Abgeordnete Schahina Gambir fragte, welche Folgen deutsche Kürzungen angesichts der Ernährungskrise haben könnten. Alabali Radovan verwies darauf, dass der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bereits in der vorherigen Legislaturperiode gekürzt worden sei.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ministerin sagte, sie wolle mit der Reform des BMZ verhindern, dass Kürzungen diejenigen träfen, die Unterstützung am dringendsten benötigten. Mit aufstrebenden Volkswirtschaften wie Indien, Südafrika und Brasilien solle künftig stärker über Kredite gearbeitet werden. Dadurch sollten andere Instrumente stärker für die am wenigsten entwickelten Länder eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-startet-internationale-initiative-fuer-schulessen-und-bildung-von-100-millionen-kindern/" type="post" id="23631">Zugleich verwies Alabali Radovan auf ein Schulernährungsprogramm, das bis 2030 mehr als 100 Millionen Kinder weltweit mit Schulnahrung erreichen solle</a>. Für Hilfen im Libanon, in der Westbank und in Gaza nannte sie ein Paket von 177 Millionen Euro.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-zusammenarbeit-mit-afrika-soll-starker-werden"><span id="wirtschaftliche-zusammenarbeit-mit-afrika-soll-staerker-werden">Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Afrika soll stärker werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Fragen aus der CDU/CSU betrafen die <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-verteidigt-reformplan-des-bmz-gegen-kritik-im-bundestag/" type="post" id="25083">Reform des BMZ </a>und <a href="https://fokus-afrika.de/cdu-mehr-privatwirtschaft-fur-die-entwicklungszusammenarbeit/" type="post" id="11452">die stärkere Einbindung der Privatwirtschaft.</a> Alabali Radovan sagte, wirtschaftliche Zusammenarbeit habe in ihrem Ministerium Priorität. Im Oktober 2025 sei ein Aktionsplan für wirtschaftliche Zusammenarbeit auf den Weg gebracht worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nannte sie Regierungsverhandlungen mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a> und Kenia. Vor den Regierungsverhandlungen mit Kenia im Juni solle ein deutsch-kenianischer Wirtschaftstag stattfinden. Die Ministerin kündigte außerdem an, Vergabeverfahren so zu gestalten, dass mehr deutsche und europäische Unternehmen zum Zuge kommen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-us-kurs-bei-globaler-gesundheit"><span id="kritik-an-us-kurs-bei-globaler-gesundheit">Kritik an US-Kurs bei globaler Gesundheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linken-Abgeordnete Maren Kaminski sprach die US-Gesundheitshilfe in Afrika an und warf Washington vor, <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-burundi-schliessen-gesundheitskooperation-gegen-hiv-aids/" type="post" id="24498">HIV-Hilfe an bevorzugten Rohstoffzugang zu koppeln</a>. Alabali Radovan sagte, sie sehe das Vorgehen der USA kritisch. „Gesundheit darf man nicht transaktional sehen“, sagte die Ministerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bleibe im Bereich globale Gesundheit engagiert. <a href="https://fokus-afrika.de/ein-jahr-ministerin-alabali-radovan-bmz-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-wirtschaft-und-krisen-aus/" type="post" id="27124">Als Beispiel nannte sie den deutschen Beitrag zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Dieser bleibe in den kommenden drei Jahren bei 1 Milliarde Euro.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ministerin kritisierte auch <a href="https://fokus-afrika.de/ministerin-alabali-radovan-kritisiert-usa-fuer-global-gag-rule/" type="post" id="25255">die sogenannte Global Gag Rule der USA, die Fördermittel für Organisationen einschränkt, die zu Schwangerschaftsabbrüchen beraten oder entsprechende Leistungen anbieten.</a> Deutschland gehe diese Linie nicht mit, sagte Alabali Radovan.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tansania-bleibt-thema-in-der-entwicklungszusammenarbeit"><span id="tansania-bleibt-thema-in-der-entwicklungszusammenarbeit">Tansania bleibt Thema in der Entwicklungszusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der CDU/CSU-Abgeordnete Johannes Volkmann fragte nach Konsequenzen aus der Lage in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/tansania/" type="category" id="44">Tansania</a>. Er verwies auf <a href="https://fokus-afrika.de/wahlunruhen-in-tansania-ausnahmezustand-internetsperre-und-massenproteste/" type="post" id="21362">Gewalt gegen Oppositionsanhänger nach den Parlamentswahlen im Oktober und auf die Inhaftierung des Oppositionspolitikers Tundu Lissu.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sagte, sie sehe zunehmende Einschränkungen der Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Tansania mit Sorge. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-tansania-nach-der-wahl-politisch-unter-druck/" type="post" id="26175">Die Bundesregierung fordere gemeinsam mit EU-Partnern die Untersuchung von Entführungsfällen und die Freilassung politischer Gefangener.</a> Im direkten Austausch mit der tansanischen Regierung werde die Einhaltung rechtsstaatlicher und demokratischer Standards regelmäßig angesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Tansania werde zielgerichtet fortgeführt, sagte die Ministerin. Deutschland unterstütze dort Vorhaben zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit, darunter den Zugang zu Recht, die Rechenschaftspflicht im staatlichen Finanzwesen und die Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-giz-gerat-wegen-sap-umstellung-unter-druck"><span id="giz-geraet-wegen-sap-umstellung-unter-druck">GIZ gerät wegen SAP-Umstellung unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Probleme bei der SAP-Umstellung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit kamen in der Befragung zur Sprache. Der AfD-Abgeordnete Rocco Kever verwies auf Kosten von mehr als 100 Millionen Euro für die Einführung von SAP S/4HANA, davon mehr als 60 Millionen Euro für externe Berater, sowie auf Schwierigkeiten bei Zahlungen, Rechnungen und Projektabläufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sagte, dem BMZ seien die Probleme bekannt, ihr Haus stehe dazu in engem Austausch mit der GIZ. Die Einführung eines neuen IT-Systems liege in der unternehmerischen Verantwortung der GIZ, sagte die Ministerin auf eine Frage der Grünen-Abgeordneten Schahina Gambir. Die Organisation arbeite gemeinsam mit SAP daran, die Probleme zu lösen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falabali-radovan-warnt-im-bundestag-vor-hungerkrise-durch-hormus-blockade%2F&action_name=Alabali%20Radovan%20warnt%20im%20Bundestag%20vor%20Hungerkrise%20durch%20Hormus-Blockade&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-warnt-im-bundestag-vor-hungerkrise-durch-hormus-blockade/">Alabali Radovan warnt im Bundestag vor Hungerkrise durch Hormus-Blockade</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Reem Alabali-Radovan spricht im Plenum</media:title>
			<media:description type="html">Reem Alabali-Radovan, SPD, MdB, hält Rede zu ZP 4 „Aktuelle Stunde – Pläne der Bundesregierung zur schnelleren Einbürgerung“ im Plenum.</media:description>
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			<media:title type="html">Schahina-Gambir2</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Vereinte Nationen warnen vor Finanzkollaps bis Mitte August</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-warnen-vor-finanzkollaps-bis-mitte-august/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 10:16:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[MINUSCA]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinten Nationen stehen vor einer schweren Finanzkrise. Der reguläre Haushalt reicht nach aktueller Kassenlage nur noch bis Mitte August. Auch Friedensmissionen in Afrika geraten weiter unter Druck.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvereinte-nationen-warnen-vor-finanzkollaps-bis-mitte-august%2F&amp;action_name=Vereinte%20Nationen%20warnen%20vor%20Finanzkollaps%20bis%20Mitte%20August&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-warnen-vor-finanzkollaps-bis-mitte-august/">Vereinte Nationen warnen vor Finanzkollaps bis Mitte August</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen können ihren regulären Haushalt nach aktueller Kassenlage nur noch bis Mitte August rechtlich bedienen. Die Warnung erfolgte am Donnerstag im Haushaltsausschuss der UN-Generalversammlung. Catherine Pollard, Untergeneralsekretärin für Managementstrategie, Politik und Compliance, forderte <a href="https://fokus-afrika.de/un-vor-finanzkrise-mitgliedstaaten-schulden-milliarden-an-pflichtbeitraegen/">die Mitgliedstaaten auf, ihre Pflichtbeiträge vollständig und fristgerecht zu zahlen</a> oder die Finanzregeln der Organisation zu ändern. Der Engpass trifft auch Friedensmissionen, darunter mehrere Einsätze in Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-pflichtbeitrage-bleiben-hinter-bedarf-zuruck"><span id="pflichtbeitraege-bleiben-hinter-bedarf-zurueck">Pflichtbeiträge bleiben hinter Bedarf zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pollard <a href="https://estatements.un.org/estatements/11.0050/20260507150000000/PotCzfgHGKo/xIxxBF_Kt_nyc_en.pdf?_gl=1*yrm0br*_ga*NzM1Nzk2MzkzLjE3NzQ2NDY3MDg.*_ga_TK9BQL5X7Z*czE3NzgxODc2MzEkbzIxNyRnMSR0MTc3ODE4NzY3MCRqMjEkbDAkaDA.">sprach</a> im Fünften Ausschuss der Generalversammlung, der für Verwaltungs- und Haushaltsfragen zuständig ist. „Die aktuelle Kassenlage reicht nur aus, um rechtliche Verpflichtungen bis Mitte August zu erfüllen“, sagte sie. Dazu zählen Personalkosten, Verträge, Mieten und bereits eingegangene Verbindlichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">Die Einnahmen aus dem regulären UN-Haushalt schwanken seit Jahren stark. 2025 erreichten die Zahlungseingänge den niedrigsten Stand seit sieben Jahren. Am Jahresende standen neue Rekordrückstände von 1,57 Milliarden Dollar.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum 30. April 2026 hatten die Vereinten Nationen 1,67 Milliarden Dollar eingenommen. Das entspricht 51,4 Prozent der veranschlagten 3,3 Milliarden Dollar. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 50,5 Prozent. 106 Mitgliedstaaten hatten ihre Beiträge bis Ende April vollständig gezahlt, fünf mehr als ein Jahr zuvor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Entwicklung rechnet die UN-Führung für das Gesamtjahr nur mit einer Einzahlungsquote von 91,1 Prozent. Die ausstehenden Beiträge zum regulären Haushalt lagen Ende April bei 2,8 Milliarden Dollar. Davon entfielen 2,04 Milliarden Dollar auf die Vereinigten Staaten, 429 Millionen Dollar auf China und 152 Millionen Dollar auf Japan.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausbleibende-zahlungen-losen-kurzungen-aus"><span id="ausbleibende-zahlungen-loesen-kuerzungen-aus">Ausbleibende Zahlungen lösen Kürzungen aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pflichtbeiträge werden nach dem von der Generalversammlung beschlossenen Haushalt berechnet. Jeder Mitgliedstaat erhält danach einen festgelegten Anteil. Wenn Zahlungen verspätet oder unvollständig eingehen, kann das UN-Sekretariat Mittel nicht wie geplant einsetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27212 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Pollard beschrieb einen Kreislauf, der die Finanzlage weiter verschärft: Fehlende Beiträge führen zu Kassenengpässen. Diese zwingen die Vereinten Nationen zu geringeren Ausgaben. Nicht ausgegebene Mittel werden nach den geltenden Regeln später als Gutschriften an Mitgliedstaaten zurückgegeben. Dadurch sinken die Einnahmen im nächsten Haushaltszyklus erneut.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne eine Einigung über diese Rückgabe von Gutschriften müssten die Vereinten Nationen 2027 rund 1,3 Milliarden Dollar aus dem regulären Haushalt und aus Friedensmissionen zurückgeben, obwohl das Geld wegen fehlender Einzahlungen nicht ausgegeben werden konnte. Pollard sagte dazu: „Der Generalsekretär fordert die Mitgliedstaaten auf, die Finanzregeln der Organisation zu aktualisieren, um einen Finanzkollaps der Vereinten Nationen und die negativen Folgen für eine wirksame Programmdurchführung zu verhindern.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-friedensmissionen-stehen-zusatzlich-unter-druck"><span id="friedensmissionen-stehen-zusaetzlich-unter-druck">Friedensmissionen stehen zusätzlich unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/finanzkrise-gefaehrdet-polizeiarbeit-in-un-friedenseinsaetzen/" type="post" id="24377">Auch die Friedensmissionen der Vereinten Nationen sind von der Liquiditätskrise betroffen.</a> Ihr Haushaltsjahr läuft von Juli bis Juni. Für das laufende Haushaltsjahr 2025/26 standen zu Beginn 2,1 Milliarden Dollar an offenen Beträgen aus. Bis Ende April wurden weitere 5,3 Milliarden Dollar veranlagt, 3,8 Milliarden Dollar gingen ein. Die ausstehenden Beiträge beliefen sich damit auf 3,5 Milliarden Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Führung hat bei Friedensmissionen bereits eine Kürzung der Ausgaben um 15 Prozent eingeleitet. Grund sind angekündigte Reduzierungen bei Zahlungen von Pflichtbeiträgen. Bestehende Instrumente wie die gemeinsame Verwaltung von Barmitteln aktiver Missionen und der Rückgriff auf den Friedenssicherungs-Reservefonds reichen nach Pollards Darstellung nicht aus, um das Ausmaß der Krise aufzufangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere große UN-Einsätze in Afrika sind von hohen offenen Beträgen betroffen. Für die Mission in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" type="category" id="285">Zentralafrikanischen Republik</a> <a href="https://fokus-afrika.de/tag/minusca/" type="post_tag" id="599">MINUSCA</a> standen Ende April 706,7 Millionen Dollar aus. Für die Mission im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a> <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unmiss/" type="post_tag" id="592">UNMISS</a> waren es 610,8 Millionen Dollar, für die Mission in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> <a href="https://fokus-afrika.de/tag/monusco/" type="post_tag" id="585">MONUSCO</a> 426,2 Millionen Dollar und für das Unterstützungsbüro der Vereinten Nationen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> UNSOS 408,6 Millionen Dollar.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckstande-betreffen-auch-zahlungen-an-mitgliedstaaten"><span id="rueckstaende-betreffen-auch-zahlungen-an-mitgliedstaaten">Rückstände betreffen auch Zahlungen an Mitgliedstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Liquiditätslage wirkt sich auch auf Erstattungen an Staaten aus, die Personal oder Ausrüstung für Friedensmissionen bereitstellen. Verbindlichkeiten für Truppen und geschlossene Polizeieinheiten waren Ende April ausgeglichen. Für Ausrüstung aktiver Friedensmissionen standen jedoch 483 Millionen Dollar offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den offenen Beiträgen für Friedensmissionen entfielen Ende April 2,25 Milliarden Dollar auf die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Vereinigten Staaten</a>, 870 Millionen Dollar auf <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> und 94 Millionen Dollar auf Venezuela. Insgesamt hatten bis Ende April 51 Mitgliedstaaten alle fälligen Beiträge für Friedensmissionen vollständig gezahlt, zwölf weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem regulären Haushalt und den Friedensmissionen nannte Pollard auch offene Beiträge für internationale Straftribunale. Für den Internationalen Strafgerichtshof für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/" type="category" id="40">Ruanda</a>, den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien und den Internationalen Residualmechanismus für Strafgerichtshöfe standen Ende April zusammen 91 Millionen Dollar aus.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestagsdelegation wirbt in New York für Deutschlands Sitz im UN-Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestagsdelegation-wirbt-in-new-york-fuer-deutschlands-sitz-im-un-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 09:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland wirbt in New York für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Eine Bundestagsdelegation trifft Vertreter der Vereinten Nationen, spricht über Friedenssicherung, Finanzkrise und Reformen der Weltorganisation.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestagsdelegation-wirbt-in-new-york-fuer-deutschlands-sitz-im-un-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=Bundestagsdelegation%20wirbt%20in%20New%20York%20f%C3%BCr%20Deutschlands%20Sitz%20im%20UN-Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestagsdelegation-wirbt-in-new-york-fuer-deutschlands-sitz-im-un-sicherheitsrat/">Bundestagsdelegation wirbt in New York für Deutschlands Sitz im UN-Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Eine Delegation des Bundestags reist zu den Vereinten Nationen nach New York, um über Friedenssicherung, UN-Finanzierung und Deutschlands Kandidatur für den Sicherheitsrat zu sprechen. Die <a href="https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/pm-260507-delreise-zu-vn-newyork-1174698">Reise</a> ist vom 10. bis 14. Mai 2026 geplant. Auf dem Programm stehen Gespräche mit hochrangigen UN-Vertretern, Botschafterinnen und Botschaftern mehrerer Mitgliedstaaten sowie ein Besuch einer Sitzung des Sicherheitsrats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterausschuss Internationale Ordnung, Vereinte Nationen und internationale Organisationen will dabei auch ausloten, wie die Vereinten Nationen angesichts wachsender Finanzprobleme gestärkt und reformiert werden können. Die Reise fällt in eine Phase, in der geopolitische Spannungen zunehmen und internationale Rechtsnormen unter Druck stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-uber-friedenssicherung-und-un-finanzierung"><span id="gespraeche-ueber-friedenssicherung-und-un-finanzierung">Gespräche über Friedenssicherung und UN-Finanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In New York sind Treffen zu zentralen Arbeitsfeldern der Vereinten Nationen vorgesehen. Dazu gehören Friedenssicherung, die Finanzierung der Organisation und die Konvention zur Verhütung von Folter. Die Delegation will außerdem mit Botschafterinnen und Botschaftern zahlreicher Mitgliedstaaten bei den Vereinten Nationen sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind auch Termine mit der Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, und dem Koordinator für Nothilfe, Tom Fletcher. Zudem soll der Unterausschuss eine Sitzung des Sicherheitsrats besuchen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzkrise-setzt-vereinte-nationen-unter-druck"><span id="finanzkrise-setzt-vereinte-nationen-unter-druck">Finanzkrise setzt Vereinte Nationen unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Reise liegt auf der Finanzlage der Vereinten Nationen. <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">Die Organisation steht vor wachsenden finanziellen Problemen.</a> Die Abgeordneten wollen deshalb über Möglichkeiten sprechen, die Vereinten Nationen zu stärken und Reformen voranzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterausschuss verbindet die Gespräche mit der Frage, wie die Vereinten Nationen auf aktuelle internationale Spannungen reagieren können. Dazu zählt auch der Umgang mit einer Erosion internationaler Rechtsnormen und <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/" type="post" id="23396">dem Rückzug bedeutender Mitgliedstaaten aus UN-Strukturen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-kandidatur-fur-den-sicherheitsrat"><span id="deutsche-kandidatur-fuer-den-sicherheitsrat">Deutsche Kandidatur für den Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise soll zugleich <a href="https://fokus-afrika.de/es-ist-2026-nicht-1946-guterres-fordert-staendigen-sitz-fuer-afrika-im-sicherheitsrat/" type="post" id="24683">die deutsche Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen unterstützen</a>. Deutschland wirbt dafür bei Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen. Der Sicherheitsrat gehört zu den zentralen Gremien der Weltorganisation und befasst sich mit Fragen von Frieden und internationaler Sicherheit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-27207 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Delegation wird vom Vorsitzenden des Unterausschusses Boris Mijatović von Bündnis 90/Die Grünen geleitet. Weitere Mitglieder sind Jan Metzler von der CDU/CSU und Stefan Keuter von der AfD.</p>
</div></div>
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		<item>
		<title>Frankreich nimmt Abschiebungen nach Algerien wieder auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 09:22:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Frankreich und Algerien nähern sich bei Rückführungen wieder an: Paris meldet mehr als 140 Abschiebungen algerischer Staatsangehöriger seit Jahresbeginn.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf%2F&amp;action_name=Frankreich%20nimmt%20Abschiebungen%20nach%20Algerien%20wieder%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf/">Frankreich nimmt Abschiebungen nach Algerien wieder auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreich schiebt wieder algerische Staatsangehörige ohne regulären Aufenthaltsstatus nach Algerien ab.Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez mehr als 140 Menschen zurückgeführt. Der Minister sprach zugleich von 120 ausgestellten Laissez-passer-Dokumenten seit seiner Reise nach Algerien Mitte Februar. Damit zeichnet sich nach der diplomatischen Krise zwischen Paris und Algier eine Wiederaufnahme der Zusammenarbeit bei Rückführungen ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nunez-spricht-von-neuem-austausch-mit-algerien"><span id="nunez-spricht-von-neuem-austausch-mit-algerien">Nuñez spricht von neuem Austausch mit Algerien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Innenminister Laurent Nuñez bestätigte die Zahlen am Donnerstag im Gespräch mit dem Nachrichtensender <em>CNews</em> und dem Radiosender <em>Europe 1</em>. Ende März hatte bereits die Hilfsorganisation Cimade auf eine Wiederaufnahme der Abschiebungen hingewiesen. Das Innenministerium hatte sich dazu bis dahin nicht öffentlich geäußert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als ich Mitte Februar nach Algerien gereist bin, hatten wir seit Jahresbeginn keine ausgestellten Laissez-passer und wir hatten einige Rückführungen vorgenommen“, sagte Nuñez. Seit seinem Besuch sei der Vorgang wieder angelaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Laissez-passer ist ein Reisedokument, das für eine Rückführung benötigt wird, wenn die betroffene Person keinen gültigen Pass besitzt oder die Identität formal bestätigt werden muss.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-140-ruckfuhrungen-seit-jahresbeginn"><span id="mehr-als-140-rueckfuehrungen-seit-jahresbeginn">Mehr als 140 Rückführungen seit Jahresbeginn</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nuñez nannte am Donnerstag 120 ausgestellte Laissez-passer-Dokumente seit seinem Besuch in Algerien. Am Vortag sei zudem die Marke von 140 Rückführungen seit Jahresbeginn überschritten worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Natürlich müssen wir besser werden, natürlich müssen wir mehr tun“, sagte der Innenminister. Zugleich erklärte er, die Dinge seien „wieder in Gang gekommen“. Der Dialog mit Algerien solle fortgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als nächsten Punkt nannte Nuñez die Frage gemeinsamer Sammelflüge. Dabei geht es um Rückführungen mehrerer Staatsangehöriger in einem Flugzeug.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-algerier-stellen-grossen-anteil-in-franzosischen-abschiebeeinrichtungen"><span id="algerier-stellen-grossen-anteil-in-franzoesischen-abschiebeeinrichtungen">Algerier stellen großen Anteil in französischen Abschiebeeinrichtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nuñez bestätigte zudem, dass sich etwas mehr als 700 algerische Staatsangehörige in französischen Abschiebeeinrichtungen befinden. Insgesamt verfügen diese Zentren über rund 2.000 Plätze. Damit machen Algerier nach seinen Angaben etwa 30 bis 40 Prozent der dort untergebrachten Personen aus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="743" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-1024x743.jpg" alt="" class="wp-image-27200 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-1024x743.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-300x218.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-768x557.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-380x276.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-800x581.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-1160x842.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Frankreich werden solche Einrichtungen genutzt, um ausreisepflichtige Personen vor einer geplanten Abschiebung festzuhalten. Grundlage sind sogenannte OQTF-Bescheide, also behördliche Anordnungen zum Verlassen des französischen Staatsgebiets.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahara-frage-belastete-verhaltnis-zwischen-paris-und-algier"><span id="sahara-frage-belastete-verhaeltnis-zwischen-paris-und-algier">Sahara-Frage belastete Verhältnis zwischen Paris und Algier</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Frankreich und Algerien hatten sich ab Sommer 2024 stark verschlechtert. <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/" type="post" id="12016">Auslöser war die französische Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Sahara.</a> Um das Gebiet streiten Marokko und die von Algerien unterstützte Polisario seit rund 50 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nuñez setzt seit seinem Amtsantritt im Innenministerium auf Entspannung im Verhältnis zu Algier. Damit grenzt er sich von seinem Vorgänger Bruno Retailleau ab, der in der Auseinandersetzung mit Algerien häufiger auf eine härtere Linie setzte.</p>
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			<media:description type="html">Washington, D.C. (October 13, 2021) Homeland Security Secretary Alejandro Mayorkas meets with the head of the French National Center of Intelligence and Counterterrorism (CNRLT) Laurent Nuñez at the DHS St. Elizabeths campus in Washington, D.C. (DHS Photo by Benjamin Applebaum)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung sieht Schleuserkriminalität als internationales Geschäftsmodell</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-schleuserkriminalitaet-als-internationales-geschaeftsmodell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 23:36:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27192</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Schleuserkriminalität ist nach Einschätzung der Bundesregierung mehr als illegale Grenzüberquerung. Netzwerke werben über Social Media an, organisieren Routen über mehrere Staaten und nutzen informelle Geldtransfers.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-sieht-schleuserkriminalitaet-als-internationales-geschaeftsmodell%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20sieht%20Schleuserkriminalit%C3%A4t%20als%20internationales%20Gesch%C3%A4ftsmodell&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-schleuserkriminalitaet-als-internationales-geschaeftsmodell/">Bundesregierung sieht Schleuserkriminalität als internationales Geschäftsmodell</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt Schleuserkriminalität als transnationales Geschäftsmodell der organisierten Kriminalität mit Verbindungen zu Menschenhandel, Ausbeutung und Gewalt. Am 6. Mai wurde die Regierungsposition im Bundestag öffentlich. In 58 von 647 erfassten Verfahren zur Organisierten Kriminalität im Jahr 2024 spielte Schleusungskriminalität eine Rolle. Damit lag der Bereich in der Statistik an vierter Stelle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schleusernetzwerke-arbeiten-arbeitsteilig-uber-grenzen-hinweg"><span id="schleusernetzwerke-arbeiten-arbeitsteilig-ueber-grenzen-hinweg">Schleusernetzwerke arbeiten arbeitsteilig über Grenzen hinweg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schleuserkriminalität ist nach Einschätzung der Bundesregierung nicht immer hierarchisch organisiert. Häufig arbeiten die Gruppen mit einer funktionalen Aufgabenverteilung. Dazu gehören Organisation, Transport, Dokumentenbeschaffung, finanzielle Abwicklung und Koordination.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Netzwerke operieren grenzüberschreitend. Organisatoren verfügen in der Regel über Personen in Herkunfts-, Transit- und Zielstaaten. Die Bundesregierung spricht von Residenten, die entlang der Migrationsrouten Aufgaben übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch staatliche Maßnahmen verändern die Arbeitsweise der Gruppen. Schleusernetzwerke passen Routen, Kommunikation und Arbeitsteilung an. Tatbeiträge werden an spezialisierte Beteiligte ausgelagert. Die Bundesregierung sieht darin Parallelen zu sogenannten Crime-as-a-Service-Modellen, bei denen kriminelle Dienstleistungen wie Urkundenfälschung oder Geldwäsche gegen Gebühr angeboten werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-menschenhandel-und-ausbeutung-uberschneiden-sich-mit-schleusungen"><span id="menschenhandel-und-ausbeutung-ueberschneiden-sich-mit-schleusungen">Menschenhandel und Ausbeutung überschneiden sich mit Schleusungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schleuserkriminalität kann sich mit Menschenhandel überschneiden. Die Bundesregierung verweist auf Fälle, in denen Menschen nach einer Schleusung in ausbeuterische Verhältnisse geraten, etwa um den gezahlten Schleuserlohn abzuarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bundeslagebild Menschenhandel und Ausbeutung 2024 wurden in 33 von 364 abgeschlossenen Verfahren wegen Verdachts der sexuellen Ausbeutung Schleusungsdelikte als Begleitdelikte festgestellt. Zur Durchsetzung von Tathandlungen und zur Gewinnsteigerung setzen Schleusergruppierungen nach Darstellung der Bundesregierung anlassbezogen Gewalt und Einschüchterung ein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27090 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Opferdimension spielt dabei auch in der Strafverfolgung eine Rolle. Die Bundespolizei stimmt sich bei Verdachtsfällen von Menschenhandel, sexueller Ausbeutung und Gewalt gegen Migranten im Einzelfall mit spezialisierten Fachberatungsstellen ab. Opfer sollen ihre Rechte kennen, Hilfsangebote erreichen und in Strafverfahren Unterstützung erhalten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-social-media-und-informelle-geldtransfers-erleichtern-die-organisation"><span id="social-media-und-informelle-geldtransfers-erleichtern-die-organisation">Social Media und informelle Geldtransfers erleichtern die Organisation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Digitale Kommunikationsmittel sind ein zentrales Werkzeug schleuserkrimineller Netzwerke. Social-Media-Plattformen dienen der Anwerbung von Menschen, der Koordination von Routen und der Kommunikation mit Fahrern und Mittätern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="593" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps.jpg" alt="" class="wp-image-27193 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps-800x494.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlungsabwicklung erfolgt nach Einschätzung der Bundesregierung fast ausschließlich über informelle Anbieter von Finanztransfergeschäften. Diese nutzen spezielle Handy-Apps und sind zu weltweiten Netzwerken verbunden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die finanzielle Seite gilt der Bundesregierung als Kern des Geschäftsmodells. Gewinnorientierung sei die Hauptmotivation der Täter und sichere die Stabilität der Netzwerke. Deshalb setzt die Bundesregierung bei der Bekämpfung auch auf den Ansatz „Follow the money“. Vermögensabschöpfung soll kriminellen Gruppen Gewinne und Mittel für weitere Straftaten entziehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-herkunfts-und-transitstaaten-bleiben-teil-der-sicherheitsfrage"><span id="herkunfts-und-transitstaaten-bleiben-teil-der-sicherheitsfrage">Herkunfts- und Transitstaaten bleiben Teil der Sicherheitsfrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist auch auf die Rolle von Herkunfts- und Transitstaaten. Deren Bedeutung unterscheidet sich je nach Lage, politischem System und staatlicher Leistungsfähigkeit. Soziale, politische, demografische und wirtschaftliche Verhältnisse können Migration aus Herkunftsstaaten begünstigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/steigender-zustrom-illegaler-einwanderer-beunruhigt-die-regierung/">In manchen Ländern kann es nach Darstellung der Bundesregierung ein Interesse geben, irreguläre Migration nicht zu regulieren oder aktiv zu verhindern</a>. <a href="https://fokus-afrika.de/ueberweisungen-der-diaspora-uebertreffen-entwicklungsgelder/" type="post" id="21692">Rücküberweisungen migrierter Staatsangehöriger können wirtschaftlich eine erhebliche Rolle spielen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Restriktive Maßnahmen in Transitländern können irreguläre Migration und Schleusungskriminalität bremsen. Zugleich können sie andere Formen begünstigen, etwa den Missbrauch legaler Migrationsmöglichkeiten oder Schleusungen in Behältnissen. Grenzpolizeien in Transitstaaten verfügen trotz internationaler Unterstützung oft nur über begrenzte personelle und finanzielle Mittel.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-zusammenarbeit-gegen-mobile-netzwerke"><span id="internationale-zusammenarbeit-gegen-mobile-netzwerke">Internationale Zusammenarbeit gegen mobile Netzwerke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt internationale Polizeikooperation, Europol, <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verhindert-78-000-versuche-illegaler-migration-im-jahr-2024/" type="post" id="13637">Abkommen mit Drittstaaten</a> und Sensibilisierungskampagnen als Instrumente gegen Schleuserstrukturen. Deutschland ist zudem Mitglied des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität und hat das Zusatzprotokoll gegen die Schleusung von Migranten unterzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf europäischer Ebene beteiligt sich Deutschland an der Plattform EMPACT zur Bekämpfung schwerer und organisierter Kriminalität. Die Bundesregierung unterstützt außerdem die „Global Alliance to Counter Migrant Smuggling“ der EU-Kommission.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/migration-wie-marokko-von-transitland-zum-zielland-wurde/" type="post" id="23409">Mit einzelnen Partnerländern laufen entwicklungspolitische Maßnahmen zum besseren Schutz vulnerabler Migrantinnen und Migranten sowie von Opfern von Menschenhandel. </a>Eine pauschale Bewertung der Wirkung einzelner Maßnahmen hält die Bundesregierung nicht für möglich, weil die Entwicklung der Schleuserkriminalität von unterschiedlichen Faktoren abhängt.</p>
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		<item>
		<title>Tschad beklagt 23 Tote nach Boko-Haram-Angriff</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschad-beklagt-23-tote-nach-boko-haram-angriff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 23:24:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27189</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Boko Haram hat erneut eine Armeestellung im Tschadsee-Gebiet angegriffen. In der Provinz Lac wurden 23 Soldaten getötet und 26 verletzt. Präsident Mahamat Idriss Déby Itno ordnete drei Tage Staatstrauer an.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-beklagt-23-tote-nach-boko-haram-angriff%2F&amp;action_name=Tschad%20beklagt%2023%20Tote%20nach%20Boko-Haram-Angriff&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beklagt-23-tote-nach-boko-haram-angriff/">Tschad beklagt 23 Tote nach Boko-Haram-Angriff</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Tschad hat nach einem Angriff von Boko Haram auf eine Armeestellung in der Provinz Lac drei Tage Staatstrauer verhängt. Sie begann am Mittwoch, 6. Mai, um Mitternacht und soll bis Samstag, 9. Mai, um Mitternacht gelten. Bei dem Angriff auf Barka Tolorom in der Tschadsee-Region wurden nach Angaben der Streitkräfte 23 Soldaten getötet und 26 weitere verletzt. Präsident Mahamat Idriss Déby Itno besuchte die Verwundeten in N’Djamena und kündigte eine Fortsetzung des Kampfes gegen die bewaffnete Gruppe an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriff-auf-militarposten-in-der-provinz-lac"><span id="angriff-auf-militaerposten-in-der-provinz-lac">Angriff auf Militärposten in der Provinz Lac</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boko Haram griff in der Nacht von Montag auf Dienstag eine Stellung der tschadischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte in Barka Tolorom an. Der Ort liegt in der Provinz Lac, einer Grenzregion im Tschadsee-Becken, in der bewaffnete Gruppen seit Jahren aktiv sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tschadische Armee erklärte, sie habe den Angriff zurückgeschlagen. Armeesprecher Issakha Acheikh Chanane sprach von einer größeren Zahl getöteter Angreifer. Unabhängig bestätigte Angaben dazu lagen zunächst nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die verletzten Soldaten wurden zur medizinischen Versorgung nach N’Djamena gebracht. Präsident Mahamat Idriss Déby Itno besuchte sie am Dienstagmorgen auf der Luftwaffenbasis Sergent-chef Adji Kosseï. Er sicherte ihnen staatliche Unterstützung bei der Behandlung zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-tage-staatstrauer-im-ganzen-land"><span id="drei-tage-staatstrauer-im-ganzen-land">Drei Tage Staatstrauer im ganzen Land</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flintlock_2017_closing_ceremony_in_Chad_170316-A-CJ298-005-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27190 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flintlock_2017_closing_ceremony_in_Chad_170316-A-CJ298-005-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flintlock_2017_closing_ceremony_in_Chad_170316-A-CJ298-005-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flintlock_2017_closing_ceremony_in_Chad_170316-A-CJ298-005-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flintlock_2017_closing_ceremony_in_Chad_170316-A-CJ298-005-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flintlock_2017_closing_ceremony_in_Chad_170316-A-CJ298-005-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flintlock_2017_closing_ceremony_in_Chad_170316-A-CJ298-005-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flintlock_2017_closing_ceremony_in_Chad_170316-A-CJ298-005.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident ordnete am Mittwoch eine dreitägige Staatstrauer an. Die Nationalflaggen werden in dieser Zeit auf halbmast gesetzt. Festliche Veranstaltungen sind untersagt. In Medien und Gebetsstätten sollen nur religiöse Musik und Gebete erlaubt sein.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Dekret bezieht sich auf tödliche Angriffe in der Provinz Lac vom 4. und 6. Mai. Die Behörden veröffentlichten zunächst keine zusammenhängende offizielle Bilanz aller Vorfälle in der Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Besuch der Verwundeten berief Déby Itno eine Sitzung im Kommando des Luftwaffenstabs ein. Daran nahmen Verteidigungsminister Issakha Maloua Djamouss und Generalstabschef Abakar Abdelkérim Daoud teil. Der Präsident gab nach Angaben der Präsidentschaft Anweisungen, die in militärische Maßnahmen umgesetzt werden sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deby-kundigt-weiteren-kampf-gegen-boko-haram-an"><span id="deby-kuendigt-weiteren-kampf-gegen-boko-haram-an">Déby kündigt weiteren Kampf gegen Boko Haram an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Erklärung bezeichnete Déby Itno den Angriff als Tat der „terroristischen Gruppe Boko Haram“. Den Familien der getöteten Soldaten sprach er das Beileid der Nation aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Opfer unserer Soldaten wird niemals vergeblich sein“, erklärte der Präsident. Zugleich kündigte er an, der Tschad werde den Kampf gegen Boko Haram fortsetzen. „Der Obskurantismus wird niemals über die Republik siegen. Wir werden den Kampf mit erneuerter Entschlossenheit fortsetzen, bis diese Bedrohung vollständig beseitigt ist.“</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Le président du Tchad le maréchal Mahamat Deby Itno s&#39;adresse aux chefs d&#39;États africains après l&#39;attaque ayant fait 23 morts dans un camp militaire. <a href="https://t.co/1CWiFH9tKR">pic.twitter.com/1CWiFH9tKR</a></p>— SAHEL Brut (@sahelbrut3) <a href="https://twitter.com/sahelbrut3/status/2051985002674393230?ref_src=twsrc%5Etfw">May 6, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff trifft die tschadischen Streitkräfte nach einer Reihe schwerer Zwischenfälle im Tschadsee-Gebiet. Bereits im Oktober 2024 waren bei einem Angriff in der Region 40 Soldaten getötet worden. Déby Itno hatte danach persönlich eine Gegenoffensive geleitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tschadsee-becken-bleibt-ruckzugsraum-bewaffneter-gruppen"><span id="tschadsee-becken-bleibt-rueckzugsraum-bewaffneter-gruppen">Tschadsee-Becken bleibt Rückzugsraum bewaffneter Gruppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Provinz Lac liegt in einem Sicherheitsraum, der Nigeria, Niger, Kamerun und den Tschad verbindet. Inseln, Sümpfe und schwer kontrollierbare Grenzverläufe bieten Boko Haram und der mit dem sogenannten Islamischen Staat verbundenen Provinz Westafrika Rückzugsräume.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Gruppen greifen dort Militärposten, Dörfer und Verkehrswege an. Sie finanzieren sich auch über erzwungene Abgaben von lokalen Gemeinschaften. Die Gewalt im Tschadsee-Becken hat in den vergangenen Jahren Tausende Menschen getötet und Millionen Menschen vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tschad gilt regional als wichtiger militärischer Akteur im Kampf gegen jihadistische Gruppen. Die wiederholten Angriffe in der Provinz Lac zeigen zugleich die anhaltende Verwundbarkeit der Grenzregion.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-beklagt-23-tote-nach-boko-haram-angriff%2F&action_name=Tschad%20beklagt%2023%20Tote%20nach%20Boko-Haram-Angriff&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beklagt-23-tote-nach-boko-haram-angriff/">Tschad beklagt 23 Tote nach Boko-Haram-Angriff</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:description type="html">Flintlock 2017 officially came to an end March 16, 2017 during a closing ceremony in N&#039;Djamena, Chad. Flintlock is an annual special operations exercise involving more than 20 nation forces that strengthens security institutions, promotes multinational sharing of information, and develops interoperability among partner nation in North and West Africa.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Burkina Faso verbietet französischen Sender wegen Terrorismus-Berichterstattung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burkina-faso-verbietet-franzoesischen-sender-wegen-terrorismus-berichterstattung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 22:55:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27185</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Burkina Faso zieht die nächste Grenze gegenüber französischen Medien: Nach RFI, France 24 und weiteren Sendern trifft es nun TV5 Monde. Die Medienaufsicht spricht von Desinformation und Verherrlichung von Terrorismus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburkina-faso-verbietet-franzoesischen-sender-wegen-terrorismus-berichterstattung%2F&amp;action_name=Burkina%20Faso%20verbietet%20franz%C3%B6sischen%20Sender%20wegen%20Terrorismus-Berichterstattung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Burkina Fasos Medienaufsicht hat die Ausstrahlung des französischsprachigen Senders TV5 Monde im Land verboten. Die Entscheidung fiel am Dienstag und betrifft die Berichterstattung über Sicherheitsfragen in Burkina Faso und die Angriffe vom 25. April in Mali. Der Nationale Kommunikationsrat, Conseil supérieur de la communication, wirft dem Sender Verstöße gegen Gesetz, Ethik und Berufspflichten vor. Die Vorwürfe lauten auf Desinformation und Verherrlichung von Terrorismus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-medienaufsicht-greift-gegen-franzosischen-sender-durch"><span id="medienaufsicht-greift-gegen-franzoesischen-sender-durch">Medienaufsicht greift gegen französischen Sender durch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der burkinischen Medienaufsicht, Wendingoudi Louis Modeste Ouédraogo, begründete das Verbot mit mehreren Beiträgen in Nachrichtensendungen zwischen April und Mai 2026. Die Fehler seien bei der Behandlung von Themen zur Terrorismusbekämpfung in Burkina Faso und zur Lage nach den Angriffen in Mali festgestellt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Entscheidung folgt auf die Feststellung zahlreicher Verstöße gegen Gesetz, Ethik und Berufspflichten bei der Behandlung von Themen im Zusammenhang mit dem Kampf gegen den Terrorismus in Burkina Faso und der aktuellen Lage zu den Terroranschlägen vom 25. April 2026 in Mali“, erklärte Ouédraogo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Conseil supérieur de la communication erklärte, die festgestellten Verstöße beträfen „Desinformation und Verherrlichung des Terrorismus“. Eine Frist für eine mögliche Aufhebung des Verbots wurde nicht genannt. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-nach-angriffen-in-mali"><span id="vorwuerfe-nach-angriffen-in-mali">Vorwürfe nach Angriffen in Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit der Berichterstattung über koordinierte Angriffe in Mali. <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Am 25. April hatten der Gruppe zur Unterstützung des Islams und der Muslime, GSIM, und der Front de libération de l’Azawad, FLA, zugeschriebene Angriffe mehrere Orte getroffen, darunter Bamako und Kati.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitskontext betrifft auch Burkina Faso. In den Tagen nach den Angriffen in Mali wurden weitere Vorfälle im Zentrum-Osten und Osten Burkina Fasos gemeldet. Burkina Faso und Mali kämpfen seit Jahren gegen bewaffnete Gruppen, die in Teilen der Sahelzone aktiv sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Medienaufsicht rief nationale und internationale Medien dazu auf, Berufsregeln, Ethik und Sorgfalt einzuhalten. TV5 Monde hat bisher keine öffentliche Reaktion auf das Verbot veröffentlicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tv5-monde-war-bereits-2024-suspendiert"><span id="tv5-monde-war-bereits-2024-suspendiert">TV5 Monde war bereits 2024 suspendiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">TV5 Monde war in Burkina Faso bereits zweimal vorübergehend gesperrt worden. Die Medienaufsicht verhängte entsprechende Maßnahmen am 27. April und am 18. Juni 2024. Damals wurden ähnliche Gründe genannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="447" height="447" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Amani_Alimasi_Joseph.jpg" alt="" class="wp-image-27187 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Amani_Alimasi_Joseph.jpg 447w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Amani_Alimasi_Joseph-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Amani_Alimasi_Joseph-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Amani_Alimasi_Joseph-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Amani_Alimasi_Joseph-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Amani_Alimasi_Joseph-380x380.jpg 380w" sizes="(max-width: 447px) 100vw, 447px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die neue Entscheidung geht über diese früheren Maßnahmen hinaus. Anders als bei den vorübergehenden Suspendierungen von 2024 wird diesmal keine Dauer der Maßnahme genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Mali war TV5 Monde bereits ins Visier der Behörden geraten. Dort wurde der Sender im Mai 2025 nach einem Bericht über Demonstrationen in Bamako suspendiert, den die Übergangsbehörden als unausgewogen bewerteten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehrere-franzosische-medien-betroffen"><span id="mehrere-franzoesische-medien-betroffen">Mehrere französische Medien betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">TV5 Monde reiht sich in <a href="https://fokus-afrika.de/pressefreiheit-in-afrika-rutscht-unter-druck-von-kriegen-und-sicherheitsgesetzen-ab/" type="post" id="26973">eine längere Liste französischer und westlicher Medien ein, deren Verbreitung in Burkina Faso in den vergangenen Jahren eingeschränkt oder verboten wurde. </a>Dazu gehören Radio France Internationale, France 24, LCI, <em>Le Monde</em> und <em>Jeune Afrique</em>. Die Behörden begründeten diese Schritte wiederholt mit Vorwürfen der Desinformation, der Gefährdung der öffentlichen Ordnung oder problematischer Terrorismus-Berichterstattung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Machtübernahme der Militärregierung hat Burkina Faso den Umgang mit ausländischen Medien deutlich verschärft. Die Regierung stellt die Kontrolle der Sicherheitsberichterstattung in den Zusammenhang des Kampfes gegen bewaffnete Gruppen und der staatlichen Souveränität. Medienorganisationen und internationale Beobachter bewerten die Entwicklung seit Jahren als Teil eines härteren Kurses gegenüber kritischer Berichterstattung.</p>
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		<title>Präsident Tshisekedi hält sich zwei Wege zur Macht offen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesident-tshisekedi-haelt-sich-zwei-wege-zur-macht-offen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 22:39:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Félix Tshisekedi sagt, er habe kein drittes Mandat beantragt. Wenn das Volk es wolle, werde er es aber akzeptieren. Zugleich stellt er die Wahlen 2028 unter den Vorbehalt der Sicherheitslage im Osten der DR Kongo.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesident-tshisekedi-haelt-sich-zwei-wege-zur-macht-offen%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sident%20Tshisekedi%20h%C3%A4lt%20sich%20zwei%20Wege%20zur%20Macht%20offen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Félix Tshisekedi hat eine mögliche dritte Amtszeit in der Demokratischen Republik Kongo nicht ausgeschlossen und damit die Debatte über eine Verfassungsänderung neu verschärft. Am Mittwochabend äußerte sich der Präsident bei einer Pressekonferenz in Kinshasa. Er sagte, er habe kein drittes Mandat beantragt, werde es aber annehmen, wenn das Volk dies wolle. Zugleich verband Tshisekedi den Wahltermin 2028 mit dem Verlauf des Krieges im Osten des Landes.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-satz-der-die-verfassungsdebatte-neu-antreibt"><span id="ein-satz-der-die-verfassungsdebatte-neu-antreibt">Ein Satz, der die Verfassungsdebatte neu antreibt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe kein drittes Mandat beantragt, aber ich sage Ihnen: Wenn das Volk will, dass ich ein drittes Mandat bekomme, werde ich es akzeptieren“, sagte Tshisekedi bei der Pressekonferenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident sprach in Kinshasa in einem politisch angespannten Moment. Seine zweite Amtszeit läuft regulär 2028 aus. Die geltende Verfassung begrenzt die Präsidentschaft auf zwei Amtszeiten. Tshisekedi stellte seine Äußerung in den Zusammenhang einer möglichen Volksbefragung über die Verfassung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies dabei auf die politische Linie seiner Partei, der Union für Demokratie und sozialen Fortschritt. „Ich bin von der UDPS. 2006 hatte die UDPS gesagt, dass sie diese Verfassung ändern würde, wenn sie an die Macht kommt“, sagte Tshisekedi.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-referendum-und-artikel-220-rucken-in-den-fokus"><span id="referendum-und-artikel-220-ruecken-in-den-fokus">Referendum und Artikel 220 rücken in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tshisekedi erklärte, Fragen von nationalem Interesse dürften nicht aus der Debatte ausgeschlossen werden. „Keine Frage von nationalem Interesse darf karikiert, vereinnahmt oder verboten werden. Aber diese Fragen müssen mit Ernsthaftigkeit, Transparenz und Methode behandelt werden“, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nationalversammlung liegt derzeit ein Gesetzentwurf des Abgeordneten Paul-Gaspard Ngondankoy zur Organisation von Referenden vor. Der Text umfasst 93 Artikel und sieht unter anderem einen außergewöhnlichen Mechanismus für einen Verfassungswechsel über eine verfassungsgebende Versammlung vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Formal soll Artikel 220 der Verfassung geschützt bleiben. Dieser Artikel untersagt eine Änderung der Zahl und Dauer der Präsidentenmandate. Katholische und protestantische Kirchen kritisieren die Initiative und warnen vor jeder Änderung an diesem Schutzmechanismus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-im-osten-als-bedingung-fur-wahlen-2028"><span id="krieg-im-osten-als-bedingung-fuer-wahlen-2028">Krieg im Osten als Bedingung für Wahlen 2028</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Republic_of_the_Congo_President_Tshisekedi_Signs_Secretary_Pompeos_Guestbook_46615782125-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27183 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Republic_of_the_Congo_President_Tshisekedi_Signs_Secretary_Pompeos_Guestbook_46615782125-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Republic_of_the_Congo_President_Tshisekedi_Signs_Secretary_Pompeos_Guestbook_46615782125-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Republic_of_the_Congo_President_Tshisekedi_Signs_Secretary_Pompeos_Guestbook_46615782125-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Republic_of_the_Congo_President_Tshisekedi_Signs_Secretary_Pompeos_Guestbook_46615782125-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Republic_of_the_Congo_President_Tshisekedi_Signs_Secretary_Pompeos_Guestbook_46615782125-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Republic_of_the_Congo_President_Tshisekedi_Signs_Secretary_Pompeos_Guestbook_46615782125-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Republic_of_the_Congo_President_Tshisekedi_Signs_Secretary_Pompeos_Guestbook_46615782125.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tshisekedi verband auch die Durchführung der nächsten Präsidentschaftswahl mit der <a href="https://fokus-afrika.de/internationale-gemeinschaft-ruft-zu-deeskalation-im-ostkongo-auf/" type="post" id="13674">Sicherheitslage im Osten des Landes</a>. „Wenn wir diesen Krieg nicht beenden können, werden wir leider keine Wahlen 2028 organisieren können“, sagte er. Als Vergleich nannte er die Ukraine, wo Präsident Wolodymyr Selenskyj wegen des Krieges keine regulären Wahlen organisieren konnte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/" type="post" id="13732">Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist seit Jahren von Kämpfen zwischen staatlichen Kräften und bewaffneten Gruppen geprägt.</a> Besonders betroffen sind <a href="https://fokus-afrika.de/wirklich-entsetzliche-angriffe-adf-massaker-an-zivilisten-in-nord-kivu-erschuettern-dr-kongo/" type="post" id="22172">Nord-Kivu</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/m23-offensive-in-sued-kivu-uvira-faellt-region-zwischen-dr-kongo-burundi-und-ruanda-unter-druck/" type="post" id="22842">Süd-Kivu</a>. Die Lage hat sich seit der Offensive der M23-Rebellen weiter verschärft. Kinshasa wirft Ruanda Unterstützung für die Rebellion vor. Kigali weist solche Vorwürfe zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage des Präsidenten setzt zwei Debatten zugleich in Bewegung: die Frage nach der Verfassung und die Frage, ob der Krieg im Osten den Wahlkalender beeinflusst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warnung-vor-desinformation-und-appell-an-medien"><span id="warnung-vor-desinformation-und-appell-an-medien">Warnung vor Desinformation und Appell an Medien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tshisekedi nutzte die Pressekonferenz auch für Aussagen zur Rolle der Medien. Anlass war die Internationale Woche der Pressefreiheit. Der Präsident bezeichnete die Pressefreiheit als demokratische Notwendigkeit, verband sie aber mit einer Verantwortung der Medien im Sicherheitskontext.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Pressefreiheit ist keine Gunst, die von der Macht gewährt wird. Sie ist eine demokratische Anforderung“, sagte Tshisekedi. Zugleich warnte er vor Desinformation, Propaganda, manipulierten Bildern und erfundenen Erzählungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Krieg wird nicht nur mit Waffen geführt. Er wird auch durch Desinformation, Propaganda, verfälschte Bilder und erfundene Narrative geführt“, sagte der Präsident. Er forderte Journalistinnen und Journalisten auf, ihre Unabhängigkeit mit Sorgfalt, Faktenprüfung und Respekt vor der Menschenwürde auszuüben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tshisekedi würdigte besonders Medienschaffende im Osten des Landes, wo die Arbeit durch Unsicherheit, bewaffnete Gruppen und politische Spannungen erschwert wird.</p>
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		<title>Bewaffnete setzen marokkanische Lastwagen auf Mali-Route in Brand</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bewaffnete-setzen-marokkanische-lastwagen-auf-mali-route-in-brand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 22:19:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Marokkanische, senegalesische und mauretanische Lastwagen geraten in Mali ins Visier bewaffneter Gruppen. Die Angriffe verschärfen den Druck auf die Versorgung nach Bamako.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbewaffnete-setzen-marokkanische-lastwagen-auf-mali-route-in-brand%2F&amp;action_name=Bewaffnete%20setzen%20marokkanische%20Lastwagen%20auf%20Mali-Route%20in%20Brand&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bewaffnete-setzen-marokkanische-lastwagen-auf-mali-route-in-brand/">Bewaffnete setzen marokkanische Lastwagen auf Mali-Route in Brand</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Männer des Mouvement Masina haben auf einer Versorgungsroute nach Bamako marokkanische Lastwagen angegriffen und in Brand gesetzt. Das geschah am Mittwoch auf der Strecke zwischen Koki Zamal nahe der mauretanischen Grenze und der malischen Hauptstadt. Die Fahrzeuge waren mit Lebensmitteln und weiteren Gütern beladen. Der Angriff steht in einer Serie von Attacken auf Transportwege, über die Waren aus Marokko, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mauretanien/" type="category" id="75">Mauretanien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a> nach Mali gelangen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-versorgungsroute-nach-bamako-angegriffen"><span id="versorgungsroute-nach-bamako-angegriffen">Versorgungsroute nach Bamako angegriffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zeugen <a href="https://www.alquds.co.uk/إحراق-6-شاحنات-مغربية-في-طريقها-لتزويد-م/">berichteten</a>, die Lastwagen seien auf der Route von Koki Zamal nach Bamako gestoppt und angezündet worden. Online verbreitete Videos sollen zeigen, wie bewaffnete Männer Fahrzeuge in Brand setzen, während Schüsse und Gesänge zu hören sind. Dabei sollen auch Kraftstofftanks gezielt getroffen worden sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="739" height="416" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg" alt="" class="wp-image-25427 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg 739w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Mouvement Masina wird auch als „Mouvement de Libération Peul“ bezeichnet. Die Gruppe gilt als Verbündete der Gruppe zur Unterstützung des Islams und der Muslime, kurz JNIM, die mit Al-Kaida verbunden ist.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die angegriffenen Lastwagen waren Teil eines Warenverkehrs, der Mali über westafrikanische Nachbarstaaten versorgt. Güter erreichen das Land über Häfen in Mauretanien und Senegal oder auf dem Landweg aus Marokko über Mauretanien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-senegalesische-und-mauretanische-lastwagen-betroffen"><span id="auch-senegalesische-und-mauretanische-lastwagen-betroffen">Auch senegalesische und mauretanische Lastwagen betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am Dienstag wurden auf der Strecke Khai-Bamako senegalesische Lastwagen aus Dakar in Brand gesetzt. Zuvor waren auch zwei mauretanische Lastwagen bei ähnlichen Angriffen zerstört worden.</p>



<iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?height=476&href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Freel%2F949176471069742%2F&show_text=false&width=268&t=0" width="268" height="476" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share" allowFullScreen="true"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">Bewaffnete Gruppen versuchen damit, den Warenfluss nach Bamako und in weitere malische Städte zu unterbrechen.</a> Sie haben nach den vorliegenden Berichten eine Blockade gegen die Hauptstadt ausgerufen, um die Ankunft von Lebensmitteln und Versorgungsgütern zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe treffen einen Korridor, der für die Versorgung Malis mit Konsumgütern und Lebensmitteln genutzt wird. Mali ist als Binnenstaat auf Transportwege durch Nachbarländer angewiesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-warnt-vor-folgen-fur-zivilbevolkerung"><span id="un-warnt-vor-folgen-fuer-zivilbevoelkerung">UN warnt vor Folgen für Zivilbevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen warnte am Dienstag vor einer weiteren Verschlechterung der Lage in Mali. <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Die Gewalt vom 25. und 26. April habe mehrere Städte und Orte erfasst</a>, darunter auch Bamako. Beteiligt waren nach Angaben der Vereinten Nationen verschiedene islamistische und separatistische Gruppen, die gegen die Militärregierung kämpfen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588.png" alt="" class="wp-image-27177 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588.png 600w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588-300x169.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588-380x214.png 380w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind zutiefst besorgt über die sich verschlechternde Menschenrechtslage in ganz Mali“, sagte Seif Magango, Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte. Die Vereinten Nationen verwiesen auf schwere zivile Opfer, Vertreibungen und neue Kämpfe zwischen malischen Sicherheitskräften und bewaffneten Gruppen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen sind zentrale Landesteile. In Mopti warnten lokale Behörden, dass Gemeinden wegen Blockaden bewaffneter Gruppen ohne Lebensmittel dastehen könnten. Auch Diafarabe und Bamako sollen durch JNIM-Kämpfer blockiert sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krankenhauser-und-kinder-besonders-betroffen"><span id="krankenhaeuser-und-kinder-besonders-betroffen">Krankenhäuser und Kinder besonders betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF erklärte, Kinder zahlten den höchsten Preis für die anhaltende Gewalt in Mali. In Mopti sei eine Schule durch die Präsenz bewaffneter Elemente und Sprengsätze beeinträchtigt worden. Mindestens 300 Kinder seien betroffen. Ein Angriff auf ein Gesundheitszentrum in Gao erschwerte den Zugang zu medizinischer Versorgung für fast 2.700 Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Krankenhäuser stehen unter Druck. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat seine Unterstützung für Einrichtungen in Bamako, Kati, Mopti und Gao ausgeweitet. Teams des Roten Kreuzes lieferten medizinisches Material, unterstützten Operationsteams und stellten Treibstoff bereit, damit Krankenhäuser in Konfliktregionen weiterarbeiten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden haben Ermittlungen zu den jüngsten Angriffen angekündigt. Das UN-Menschenrechtsbüro forderte umfassende Untersuchungen im Einklang mit internationalen Menschenrechtsstandards.</p>
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		<title>Grüne fordern mehr Mittel für EU-Entwicklungspolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-fordern-mehr-mittel-fuer-eu-entwicklungspolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 22:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>EU-Haushalt, Entwicklungspolitik, Migration: Die Grünen wollen verhindern, dass Europas Entwicklungszusammenarbeit stärker an kurzfristige Eigeninteressen gebunden wird.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-fordern-mehr-mittel-fuer-eu-entwicklungspolitik/">Grüne fordern mehr Mittel für EU-Entwicklungspolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen die Bundesregierung im Bundestag auf eine stärkere europäische Entwicklungspolitik im kommenden EU-Finanzrahmen festlegen. Am Freitag steht der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/057/2105755.pdf">Antrag</a> auf der Tagesordnung. Im Kern geht es um die Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union für die Jahre 2028 bis 2034 und das geplante Außenfinanzierungsinstrument „Global Europe“. Die Fraktion warnt davor, Entwicklungszusammenarbeit stärker an geopolitische, wirtschaftliche oder migrationspolitische Interessen der EU zu binden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-die-richtung-von-global-europe"><span id="streit-um-die-richtung-von-global-europe">Streit um die Richtung von „Global Europe“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene für eine stärker abgesicherte Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. Der Bundestag soll dazu eine Stellungnahme gegenüber der Bundesregierung nach Artikel 23 Absatz 3 des Grundgesetzes beschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag bezieht sich auf die laufenden Weichenstellungen für den langfristigen EU-Haushalt ab 2028. Die Europäische Kommission hat für das neue Außenfinanzierungsinstrument „Global Europe“ Mittel von rund 200 Milliarden Euro vorgeschlagen. Das Instrument soll die Außenfinanzierung der EU bündeln und eine größere Rolle im internationalen Handeln der Europäischen Union spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sehen darin eine zentrale finanzielle Grundlage für die Entwicklungspolitik der kommenden Jahre. Zugleich warnen sie, dass entwicklungspolitische Ziele an Gewicht verlieren könnten, wenn strategische EU-Interessen stärker in den Vordergrund rücken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungshilfe-soll-nicht-an-migrationsziele-gebunden-werden"><span id="entwicklungshilfe-soll-nicht-an-migrationsziele-gebunden-werden">Entwicklungshilfe soll nicht an Migrationsziele gebunden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisch bewertet die Fraktion die Möglichkeit, Mittel stärker an migrationspolitische Bedingungen zu koppeln. Entwicklungspolitik solle nicht dazu genutzt werden, Partnerstaaten etwa bei der Rücknahme von Migrantinnen und Migranten unter Druck zu setzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049.jpg" alt="" class="wp-image-27172 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-800x534.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Ansicht der Grünen soll Entwicklungszusammenarbeit ein eigenständiges Politikfeld bleiben. Sie soll sich an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, dem Pariser Klimaabkommen, Armuts- und Hungerbekämpfung, Prävention und Resilienz orientieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion fordert außerdem verbindliche Ausgabenziele im Rahmen von „Global Europe“. Dazu zählen Vorgaben für menschliche Entwicklung, Klima- und Umweltschutz, die am wenigsten entwickelten Länder sowie Geschlechtergerechtigkeit. Auch zivilgesellschaftliche Organisationen sollen aus Sicht der Grünen einen klar abgesicherten Anteil der Mittel erhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-kontrolle-durch-das-europaische-parlament"><span id="mehr-kontrolle-durch-das-europaeische-parlament">Mehr Kontrolle durch das Europäische Parlament</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Punkt des Antrags betrifft die politische Kontrolle. Die Grünen wollen die Rolle des Europäischen Parlaments bei Planung, Steuerung, Kontrolle und Monitoring von „Global Europe“ stärken. Die Fraktion fordert transparentere Verfahren, belastbare Wirkungsindikatoren und eine regelmäßige Bewertung der finanzierten Vorhaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Dabei geht es auch um Global Gateway, die Investitionsstrategie der EU für internationale Infrastrukturprojekte.</a> Die Grünen unterstützen Investitionen in nachhaltige Infrastruktur, verlangen aber, dass <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/" type="post" id="21384">Projekte an Entwicklungszielen, Menschenrechten, Umwelt- und Sozialstandards ausgerichtet bleiben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufträge sollen transparent und fair vergeben werden. Lokale Unternehmen und von Frauen geführte Unternehmen in Partnerländern sollen stärker berücksichtigt werden. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-angola-global-gateway-staerkt-lobito-korridor-und-diversifizierung/" type="post" id="20682">Infrastrukturprojekte sollen zudem keine nicht tragfähige Verschuldung verursachen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundestag-berat-antrag-mit-weiteren-eu-haushaltsthemen"><span id="bundestag-beraet-antrag-mit-weiteren-eu-haushaltsthemen">Bundestag berät Antrag mit weiteren EU-Haushaltsthemen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag der Grünen steht gemeinsam mit weiteren Anträgen von Grünen und Linken zum neuen langfristigen EU-Haushalt auf der Tagesordnung. Nach der Beratung soll er an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überwiesen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Initiative will die Fraktion erreichen, dass der Bundestag der Bundesregierung für die EU-Verhandlungen eine Position zur europäischen Entwicklungspolitik mitgibt. Die Haushaltsverhandlungen für die Jahre 2028 bis 2034 bestimmen, wie die EU ihre internationalen Programme finanziell und politisch ausrichtet.</p>
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		<title>Afrikanische Diplomaten drängen Berlin zu mehr Tempo in der Afrika-Politik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrikanische-diplomaten-draengen-berlin-zu-mehr-tempo-in-der-afrika-politik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 00:57:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland will Afrika stärker ins Zentrum seiner Außenpolitik rücken. Beim Africa Day in Berlin forderten afrikanische Diplomaten nun mehr Tempo: weniger Ankündigungen, mehr Investitionen, mehr Handel und eine Partnerschaft auf Augenhöhe.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrikanische-diplomaten-draengen-berlin-zu-mehr-tempo-in-der-afrika-politik%2F&amp;action_name=Afrikanische%20Diplomaten%20dr%C3%A4ngen%20Berlin%20zu%20mehr%20Tempo%20in%20der%20Afrika-Politik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-diplomaten-draengen-berlin-zu-mehr-tempo-in-der-afrika-politik/">Afrikanische Diplomaten drängen Berlin zu mehr Tempo in der Afrika-Politik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will Afrika stärker ins Zentrum seiner Außenpolitik rücken, stößt bei afrikanischen Diplomaten in Berlin aber auf die Forderung nach schnellerer Umsetzung. Beim Africa Day im Auswärtigen Amt warb Außenminister Johann Wadephul für engere Partnerschaften, mehr Handel, Investitionen und eine Reform der globalen Ordnung. Marokkos Botschafterin Zohour Alaoui forderte, die Zusammenarbeit müsse nun in konkrete Schritte übergehen. Der Doyen des afrikanischen diplomatischen Korps, Ruandas Botschafter Igor César, rief Berlin auf, in den Beziehungen zu Afrika „einen Gang höher zu schalten“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-will-afrikas-rolle-neu-gewichten"><span id="berlin-will-afrikas-rolle-neu-gewichten">Berlin will Afrikas Rolle neu gewichten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul knüpfte seine Rede an den Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Vor genau einem Jahr habe die Bundesregierung vereinbart, Afrikas globale Bedeutung in den Mittelpunkt der deutschen Außenpolitik zu stellen. Sein Auftrag sei klar gewesen: „Ich musste unsere Verbindungen stärken.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister sagte, Deutschland brauche beides: eine Afrika-Politik für den Kontinent als Ganzes und zugleich unterschiedliche Afrika-Politiken für jedes einzelne Land. Jeder der 54 afrikanischen Staaten sei einzigartig und mit Deutschland durch eine eigene Partnerschaft verbunden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">We are strong believers in <a href="https://twitter.com/hashtag/Africa?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Africa</a>’s ambitions to unite and stand strong against the geopolitical turbulences of our time. That’s why we have always supported the African Union and continue to do so. That’s why we need both: an “Africa policy” as well as “Africa policies”. 1/6 <a href="https://t.co/THY4v13Q0u">pic.twitter.com/THY4v13Q0u</a></p>— GermanForeignOffice (@GermanyDiplo) <a href="https://twitter.com/GermanyDiplo/status/2051648639802527886?ref_src=twsrc%5Etfw">May 5, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzte Wadephul einen Akzent gegen eine pauschale Sicht auf den Kontinent. Die Afrikanische Union bleibe ein zentraler Partner, zugleich wolle Berlin die Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten stärker berücksichtigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-besuch-als-sichtbares-signal"><span id="marokko-besuch-als-sichtbares-signal">Marokko-Besuch als sichtbares Signal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-in-rabat-deutschland-setzt-in-nordafrika-staerker-auf-marokko/" type="post" id="27014">Wadephul verwies auf seine jüngste Reise nach Marokko.</a> Der Besuch war seine erste Reise in das nordafrikanische Land als Außenminister und wurde in Berlin als Teil der neuen Afrika-Priorität präsentiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzGAlXsAAcpAQ-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-27015 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzGAlXsAAcpAQ-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzGAlXsAAcpAQ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzGAlXsAAcpAQ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzGAlXsAAcpAQ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzGAlXsAAcpAQ-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzGAlXsAAcpAQ-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzGAlXsAAcpAQ.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor den Gästen im Auswärtigen Amt sprach Wadephul auch über ein Fußballspiel mit einer jungen marokkanischen Frauenmannschaft. „Als Außenminister Deutschlands ist man immer auch Fußballdiplomat“, sagte er. Danach machte er deutlich, dass es politisch um mehr geht: um Sicherheit, Handel, Rohstoffe, regionale Integration und stärkere außenpolitische Abstimmung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">An der Feier nahm auch Zohour Alaoui teil, Marokkos Botschafterin in Deutschland und Kooordinatorin des Africa-Day, sowie Leiterin des Politikkomitees der <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-botschafter-in-deutschland-bilden-komitees/" type="post" id="12141">Gruppe afrikanischer Botschafter in Berlin</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-alaoui-fordert-umsetzung-statt-weiterer-ankundigungen"><span id="alaoui-fordert-umsetzung-statt-weiterer-ankuendigungen">Alaoui fordert Umsetzung statt weiterer Ankündigungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alaoui sagte, die Zeit der bloßen Reflexion und des Wartens sei vorbei. Es gehe nun um „Aktion“ und die wirksame Umsetzung gemeinsamer Strategien. Die Feier zum Africa Day sei mehr als ein symbolischer Termin zum Jahrestag der Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit im Jahr 1963.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Diplomatin wertete die Veranstaltung im Auswärtigen Amt als politisches Signal. Deutschland zeige damit Interesse am afrikanischen Kontinent und den Willen zu einer Partnerschaft auf Grundlage von gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Interessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alaoui sprach von einem stark veränderten geopolitischen Umfeld. Gerade diese Umbrüche könnten Chancen eröffnen, wenn Afrika und Deutschland den Moment nutzten und ihre Zusammenarbeit vertieften. „Es geht nicht mehr nur darum, den Wunsch nach einer stärkeren und ausgewogeneren Partnerschaft auszudrücken“, sagte sie, sondern um gemeinsame Verantwortung für gemeinsame Interessen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-cesar-nutzt-africa-day-und-verlangt-mehr-investitionen-aus-deutschland"><span id="cesar-nutzt-africa-day-und-verlangt-mehr-investitionen-aus-deutschland">César nutzt Africa Day und verlangt mehr Investitionen aus Deutschland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch deutlicher formulierte Igor César, Botschafter Ruandas und Doyen des afrikanischen diplomatischen Korps in Deutschland, die Erwartungen an Berlin. Deutschland müsse in der Zusammenarbeit mit Afrika „einen Gang höher schalten“, sagte er. Im Zentrum stünden mehr Investitionen, mehr Austausch und ein Partnerschaftsmodell, das beiden Seiten nutze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">César beschrieb die internationale Lage als Phase tiefgreifender Umbrüche. Die Welt bewege sich in Richtung einer multipolaren Ordnung. Afrika stehe dadurch stärker im Zentrum strategischer Rivalitäten großer Mächte, gewinne aber auch neue Spielräume für eine eigene Positionierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Staaten wollten nicht mit traditionellen Partnern brechen, sagte César. Sie strebten aber Beziehungen an, die stärker auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Interessen beruhen. Der wirtschaftliche Befund fällt aus seiner Sicht ernüchternd aus: Trotz deutscher Initiativen bleibe Afrika für Berlin ein Nebenpartner. Der Kontinent stehe für weniger als zwei Prozent des deutschen Außenhandels und rund ein Prozent der deutschen Direktinvestitionen im Ausland.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="550" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHkzM3ZWMAE7RRu-1024x550.jpeg" alt="" class="wp-image-27160 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHkzM3ZWMAE7RRu-1024x550.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHkzM3ZWMAE7RRu-300x161.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHkzM3ZWMAE7RRu-768x412.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHkzM3ZWMAE7RRu-1536x825.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHkzM3ZWMAE7RRu-380x204.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHkzM3ZWMAE7RRu-800x430.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHkzM3ZWMAE7RRu-1160x623.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHkzM3ZWMAE7RRu.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">César warb für einen stärkeren wirtschaftlichen Blick auf Afrika. Der Kontinent verfüge über natürliche Ressourcen, eine junge Bevölkerung und einen integrierten Markt mit mehr als einer Milliarde Verbraucherinnen und Verbrauchern.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-sicherheit-und-globale-krisen-pragen-die-agenda"><span id="sudan-sicherheit-und-globale-krisen-praegen-die-agenda">Sudan, Sicherheit und globale Krisen prägen die Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul nannte den April einen fast „afrikanischen Monat“ in Deutschland. Berlin feierte 30 Jahre Binationale Kommission mit Südafrika, richtete gemeinsam mit der Afrikanischen Union und <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/" type="post" id="26588">weiteren Partnern die internationale Sudan-Konferenz aus</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/merz-empfaengt-au-kommissionschef-youssouf-vor-sudan-konferenz-in-berlin/" type="post" id="26397">empfing den Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan bleibt einer der Schwerpunkte der deutschen Afrika-Politik.<a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/" type="post" id="20996"> Staatsministerin Serap Güler habe Sudan als erste europäische Politikerin seit Ausbruch des Krieges besucht,</a> sagte Wadephul. Deutschland wolle auf ein Ende des Krieges hinarbeiten und die sudanesische Bevölkerung unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Sudan-Konferenz wurden die „Berlin Principles“ verabschiedet. Wadephul bezeichnete die Erklärung als Ergebnis, das von regionalen Akteuren mit Einfluss auf die Konfliktparteien getragen werde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-afrikanische-sitze-im-un-sicherheitsrat"><span id="mehr-afrikanische-sitze-im-un-sicherheitsrat">Mehr afrikanische Sitze im UN-Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Teil der Rede war die <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-und-baerbock-erhoehen-druck-auf-un-reform/" type="post" id="26851">Reform der Vereinten Nationen</a>. Wadephul verband die <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/" type="post" id="26884">deutsche Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat</a> mit der <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Forderung nach einer stärkeren afrikanischen Vertretung.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26956 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstütze afrikanische Forderungen nach einer Reform globaler Regierungsstrukturen. Wadephul sprach sich in New York für zwei ständige und fünf nichtständige Sitze für afrikanische Staaten im UN-Sicherheitsrat aus.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 70 Prozent der Agenda des Sicherheitsrats beträfen Afrika, sagte Wadephul. Bis 2050 werde jeder fünfte Mensch weltweit Afrikaner sein. Die Unterstützung des Ezulwini-Konsenses sei deshalb „eine Frage von Fairness und Respekt“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handel-rohstoffe-und-freihandel-im-fokus"><span id="handel-rohstoffe-und-freihandel-im-fokus">Handel, Rohstoffe und Freihandel im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Diplomatie und Sicherheit stellte Wadephul die wirtschaftliche Zusammenarbeit heraus. Deutschland wolle Handel ausbauen, Investitionen fördern und regionale Integration stärken. Dazu zählte er widerstandsfähigere Lieferketten, mehr lokale Wertschöpfung, engere Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen und weniger Handelshemmnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister bezeichnete Investitionen in regionalen Freihandel als langfristige Investitionen in Frieden und Sicherheit. Deutschland sei größter bilateraler Geber für die <a href="https://fokus-afrika.de/au-eu-gipfel-in-luanda-25-jahre-partnerschaft-und-neue-zusagen-fuer-handel-klima-und-sicherheit/" type="post" id="22272">Afrikanische Kontinentale Freihandelszone </a>und <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-sagt-ecowas-49-millionen-euro-unterstuetzung-zu/" type="post" id="21856">unterstütze regionale Wirtschaftsgemeinschaften seit langem.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verwies auch auf die deutsche Präsenz auf dem Kontinent: 45 Auslandsvertretungen, <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-firmen-bauen-marokko-geschaeft-aus/" type="post" id="26731">Auslandshandelskammern</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/goethe-institut-eroeffnet-in-dakar-neuen-standort-aus-lehm/" type="post" id="26748">Goethe-Institute</a>, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, <a href="https://fokus-afrika.de/aethiopien-sperrt-deutsche-welle/" type="post" id="21183">Deutsche Welle</a>, Stiftungen und den Deutschen Akademischen Austauschdienst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europa-und-afrika-als-gemeinsames-gewicht"><span id="europa-und-afrika-als-gemeinsames-gewicht">Europa und Afrika als gemeinsames Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul sieht Europa und Afrika gemeinsam als politische Kraft in internationalen Organisationen. Beide Kontinente stellten zusammen mehr als 40 Prozent der Stimmen in der UN-Generalversammlung. <a href="https://fokus-afrika.de/au-eu-gipfel-in-luanda-25-jahre-partnerschaft-und-neue-zusagen-fuer-handel-klima-und-sicherheit/" type="post" id="22272">Beim AU-EU-Gipfel in Luanda sei diese Einheit sichtbar geworden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister verknüpfte dies mit den Folgen globaler Krisen. Im UN-Sicherheitsrat habe er über maritime Sicherheit und <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">die Auswirkungen des Krieges im Iran gesprochen.</a> Die Blockade der Straße von Hormus, steigende Kosten für Öl und Düngemittel sowie Versorgungsrisiken könnten verwundbare Regionen besonders hart treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland werde auf internationaler Bühne weiter für afrikanische Interessen eintreten, sagte Wadephul. „Wir wählen Zusammenarbeit statt Konfrontation.“</p>
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		<item>
		<title>Von wegen Außenkanzler – Grünen-Chefin wirft Merz Führungsschwäche nach einem Jahr Regierung vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/von-wegen-aussenkanzler-gruenen-chefin-wirft-merz-fuehrungsschwaeche-nach-einem-jahr-regierung-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 23:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ein Jahr Bundesregierung, und die Grünen verschärfen den Ton: Katharina Dröge wirft Friedrich Merz vor, seine Koalition zu destabilisieren und Deutschland international nicht ausreichend zu vertreten. Im Zentrum steht auch seine Nichtteilnahme an der Europäischen Politischen Gemeinschaft.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/von-wegen-aussenkanzler-gruenen-chefin-wirft-merz-fuehrungsschwaeche-nach-einem-jahr-regierung-vor/">Von wegen Außenkanzler – Grünen-Chefin wirft Merz Führungsschwäche nach einem Jahr Regierung vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge wirft Bundeskanzler Friedrich Merz vor, seine Koalition zu destabilisieren und Deutschland international nicht ausreichend zu vertreten. Die <a href="https://www.gruene-bundestag.de/presse/2026/pm-april-2026/dienstag-statementkatharina-droege-zu-den-themen-ein-jahr-bundesregierung-entlastungen-fuer-buergerinnen-und-buerger-und-deutschland-international-vertreten/">Aussagen</a> fielen am Rande der Fraktionssitzung von Bündnis 90/Die Grünen am Tag vor dem Jahrestag des Amtsantritts der Bundesregierung. Dröge sprach von einer Regierung, die bei Personalentscheidungen, Reformen und außenpolitischen Aufgaben nicht handlungsfähig genug auftrete. Besonders kritisierte sie, dass Merz nicht an der Versammlung der Europäischen Politischen Gemeinschaft teilnimmt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eine-opposition-die-der-regierung-kein-gutes-zeugnis-ausstellt"><span id="eine-opposition-die-der-regierung-kein-gutes-zeugnis-ausstellt">Eine Opposition, die der Regierung kein gutes Zeugnis ausstellt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Katharina Dröge zog ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung eine scharfe Bilanz. „Obwohl wir in der Opposition sind, hätte ich dem Land gewünscht, dass es besser läuft, als das aktuell der Fall ist“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie beschrieb Deutschland als Land, das „auf den Wellen wie ein Schiff ohne Steuermann“ taumle. In stürmischen Zeiten sei das ein großes Problem. Dröge knüpfte ihre Kritik an den Beginn der Kanzlerschaft von Friedrich Merz: Die Koalition sei nach seiner holprigen Kanzlerwahl „nie wieder so richtig auf die Füße gekommen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff zielt auf das Bild einer Regierung, die sich aus Sicht der Grünen immer wieder selbst blockiert. Dröge verwies auf schwierige Personalentscheidungen und gescheiterte Vorhaben, darunter die Wahl von Richterinnen und Richtern zum Bundesverfassungsgericht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reformen-enden-aus-sicht-der-grunen-im-minimalkompromiss"><span id="reformen-enden-aus-sicht-der-gruenen-im-minimalkompromiss">Reformen enden aus Sicht der Grünen im Minimalkompromiss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dröge warf Merz vor, große Reformen zunächst dramatisch anzukündigen, den Koalitionspartner zu attackieren und die Vorhaben anschließend selbst zu beschädigen. Am Ende stehe meist „nach zähem Gewürge nur ein Minimalkompromiss“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders persönlich wurde die Kritik beim Führungsstil des Kanzlers. „Der Kanzler selbst destabilisiert seine Koalition an vorderster Front, anstatt Führungsperson zu sein“, sagte Dröge. Es sei „kaum noch mit anzuschauen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen-Fraktionschefin stellte Merz als politischen Risikofaktor für seine eigene Regierung dar. Wenn der Kanzler vor eine Kamera trete, müsse man seiner Koalition „die Daumen drücken“, dass er nicht erneut eine Krise auslöse, jemanden beleidige oder die Koalition in Schwierigkeiten bringe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aussenpolitik-wird-zum-angriffspunkt"><span id="aussenpolitik-wird-zum-angriffspunkt">Außenpolitik wird zum Angriffspunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Schwerpunkt der Kritik betrifft die internationale Rolle Deutschlands. Dröge warf Merz vor, wegen des Zustands seiner Koalition außenpolitische Aufgaben liegenzulassen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="660" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-1024x660.jpg" alt="" class="wp-image-27153 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-1024x660.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-300x193.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-768x495.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-380x245.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-800x516.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-1160x748.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In dieser Woche tagt die Europäische Politische Gemeinschaft. Dröge sagte, erstmals seit Bestehen dieses Formats nehme kein deutscher Bundeskanzler daran teil. Gerade jetzt müsse <a href="https://fokus-afrika.de/merz-skizziert-europas-anspruch-auf-neue-partnerschaften/">Merz mit europäischen und internationalen Regierungschefs über Sicherheit, digitale Stärke und Energiepolitik sprechen.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verband die Kritik mit dem Grünen-Vorschlag einer „Allianz der Gegenmacht“. <a href="https://fokus-afrika.de/bundeskanzler-merz-warnt-in-davos-vor-neuer-grossmaechteordnung/">Diese solle eine Antwort auf neue Zollandrohungen von Donald Trump sein.</a> Dröge sagte, Trump drohe wieder mit Zöllen, „nur weil Friedrich Merz irgendwo irgendwas gesagt hat, was ihm nicht gefällt“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-statt-europaische-buhne"><span id="berlin-statt-europaeische-buehne">Berlin statt europäische Bühne</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dröge sieht den Verzicht auf die Teilnahme als Symptom innenpolitischer Schwäche. Der Kanzler bleibe in Berlin, „weil seine Koalition in so schwerem Fahrwasser ist“. Daraus leitete sie die Forderung ab, die Regierung müsse wieder handlungsfähig werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Deutschland braucht einen Bundeskanzler, der in der Lage ist, dieses Land auch international zu vertreten“, sagte Dröge. Der Kanzler müsse auf Krisen reagieren können und konkrete Probleme im Alltag lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Merz’ öffentliche Selbstdarstellung griff sie an. Deutschland habe mehr verdient als einen Kanzler, der sich hinstelle und sage, er habe es „total schwer“. Dröge warf ihm vor, sich selbst zu bemitleiden, statt die Probleme der Menschen in den Mittelpunkt seiner Regierungsarbeit zu stellen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>42.544 rechte Straftaten in Deutschland gemeldet</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/42-544-rechte-straftaten-in-deutschland-gemeldet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 23:12:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 42.000 rechte Straftaten in einem Jahr: Nordrhein-Westfalen meldet die meisten Fälle, doch pro Kopf liegen Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg vorn. Auch Berlin, Hamburg und Bremen verzeichnen hohe Werte.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F42-544-rechte-straftaten-in-deutschland-gemeldet%2F&amp;action_name=42.544%20rechte%20Straftaten%20in%20Deutschland%20gemeldet&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland verzeichnet erneut mehr als 42.000 politisch rechts motivierte Straftaten. Die bundesweit abgestimmten Jahresfallzahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025. Das Bundesinnenministerium nennt 42.544 Fälle, die die Länder dem Bundeskriminalamt gemeldet haben. Besonders hoch sind die absoluten Zahlen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern, Brandenburg und Sachsen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nordrhein-westfalen-meldet-die-meisten-falle"><span id="nordrhein-westfalen-meldet-die-meisten-faelle">Nordrhein-Westfalen meldet die meisten Fälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nordrhein-Westfalen führt die Liste mit 6.268 gemeldeten Straftaten an. Dahinter folgen Niedersachsen mit 3.758 Fällen, Bayern mit 3.724, Brandenburg mit 3.557 und Sachsen mit 3.406. Auch Baden-Württemberg, Berlin und Sachsen-Anhalt melden jeweils mehr als 3.000 Straftaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am unteren Ende der absoluten Fallzahlen stehen Bremen mit 557 und das Saarland mit 583 Fällen. Diese Werte sagen jedoch nur begrenzt etwas über die Belastung vor Ort aus, weil die Bundesländer sehr unterschiedlich groß sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kleine-lander-hohe-belastung"><span id="kleine-laender-hohe-belastung">Kleine Länder, hohe Belastung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blick auf die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner verändert das Bild. Mecklenburg-Vorpommern kommt auf 145 Fälle pro 100.000 Einwohner, Sachsen-Anhalt auf 142 und Brandenburg auf 139. Thüringen liegt bei 116. Damit liegen mehrere ostdeutsche Länder deutlich über dem Bundesschnitt von 51.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Hamburg und Bremen stechen hervor. Hamburg kommt auf 81 Fälle pro 100.000 Einwohner, Bremen auf 79. Berlin liegt bei 82. In Nordrhein-Westfalen, dem Land mit den meisten absoluten Fällen, beträgt der Wert 35 pro 100.000 Einwohner. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gewalt-bleibt-teil-des-lagebildes"><span id="gewalt-bleibt-teil-des-lagebildes">Gewalt bleibt Teil des Lagebildes</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Propagandadelikten, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und anderen Straftaten meldeten die Länder auch Gewalttaten aus dem rechten Spektrum. Die bundesweite Häufigkeitszahl liegt wie im Vorjahr bei 2 Gewalttaten pro 100.000 Einwohner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet mit 7 den höchsten Wert. Brandenburg, Hamburg und Thüringen liegen jeweils bei 6. Berlin kommt auf 4, Sachsen-Anhalt auf 4 und das Saarland auf 3. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg liegt der Wert bei 1. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27148 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Gewaltfälle ziehen sich durch das ganze Jahr und über viele Städte hinweg. Schon in den ersten Januartagen erscheinen in den Meldungen unter anderem Magdeburg, Lieberose, Cottbus, Jamel, Krefeld, Zittau, Berlin, Hamburg, Bonn, München, Köln und Dresden. Die Delikte reichen von Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung bis zu Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte und Brandstiftung. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fruhere-zahl-lag-niedriger"><span id="fruehere-zahl-lag-niedriger">Frühere Zahl lag niedriger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Jahreszahl liegt über einer früheren vorläufigen Angabe. Zuvor waren für 2025 insgesamt 41.072 politisch rechts motivierte Straftaten gemeldet worden, darunter 1.521 Gewaltdelikte. Die jetzt genannte Zahl von 42.544 Fällen beruht auf den bundesweit abgestimmten Jahresfallzahlen mit Stichtag 31. Januar des Folgejahres. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesinnenministerium nutzt für die Häufigkeitszahlen Bevölkerungsdaten des Statistischen Bundesamtes. Grundlage sind die Einwohnerzahlen zum 30. September der Jahre 2024 und 2025.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sachsen-und-thuringen-sinken-berlin-und-hamburg-steigen"><span id="sachsen-und-thueringen-sinken-berlin-und-hamburg-steigen">Sachsen und Thüringen sinken, Berlin und Hamburg steigen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vergleich zum Vorjahr bleibt der bundesweite Wert mit 51 Straftaten pro 100.000 Einwohner gleich. In einzelnen Ländern gibt es jedoch deutliche Verschiebungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sachsen fällt von 104 auf 85 Fälle pro 100.000 Einwohner. Thüringen sinkt von 135 auf 116. Brandenburg bleibt mit 139 nur knapp unter dem Vorjahreswert von 142. Sachsen-Anhalt steigt von 137 auf 142 und Mecklenburg-Vorpommern von 139 auf 145.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Stadtstaaten zeigt sich ein Anstieg. Berlin steigt von 76 auf 82, Hamburg von 73 auf 81 und Bremen von 57 auf 79 Fälle pro 100.000 Einwohner.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU stärkt Senegals Armee mit 15 Millionen Euro</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-staerkt-senegals-armee-mit-15-millionen-euro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 22:53:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die EU stellt Senegal 15 Millionen Euro für die Marine bereit. Das Geld fließt in nicht-tödliche Ausrüstung, Ausbildung und Führungsunterstützung. Ziel: mehr Sicherheit vor Senegals Küste und engere Zusammenarbeit mit europäischen Marinen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-staerkt-senegals-armee-mit-15-millionen-euro%2F&amp;action_name=EU%20st%C3%A4rkt%20Senegals%20Armee%20mit%2015%20Millionen%20Euro&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union unterstützt Senegals Streitkräfte mit 15 Millionen Euro aus der Europäischen Friedensfazilität. Der Rat der Europäischen Union beschloss die Maßnahme am Dienstag. Das Geld soll über drei Jahre nicht-tödliche Ausrüstung für die senegalesische Marine finanzieren. Ziel ist ein besserer Schutz der Hoheitsgewässer Senegals und mehr Sicherheit auf See in der Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-sicherheit-vor-senegals-kuste"><span id="mehr-sicherheit-vor-senegals-kueste">Mehr Sicherheit vor Senegals Küste</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Unterstützung richtet sich an die Nationalmarine Senegals. Sie soll Ausrüstung erhalten, die ihre Fähigkeiten bei Einsätzen auf See, in der Ausbildung und in der Führungsunterstützung stärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahme steht im Rahmen der sogenannten Yaoundé-Architektur, einer regionalen Struktur für maritime Sicherheit. Senegal soll dadurch seine Souveränität auf See besser schützen und zugleich enger mit europäischen Marinen zusammenarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU verweist dabei auch auf ihre Initiative der Koordinierten Maritimen Präsenz. Dieses Format soll die Abstimmung zwischen europäischen Marinen und Partnerstaaten verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-brussel-baut-sicherheitskooperation-mit-dakar-aus"><span id="bruessel-baut-sicherheitskooperation-mit-dakar-aus">Brüssel baut Sicherheitskooperation mit Dakar aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Entscheidung rückt Senegal stärker in die sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit der EU. Brüssel und Dakar wollen nach Darstellung des Rates gemeinsame Sicherheitsbedrohungen angehen und zur Stabilität in Senegal sowie in der weiteren Region beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterstützung bleibt auf nicht-tödliche Ausrüstung begrenzt. Damit geht es nicht um Waffenlieferungen, sondern um Material und technische Fähigkeiten, die Überwachung, Einsatzführung, Ausbildung und maritime Zusammenarbeit erleichtern sollen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="742" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-1024x742.jpg" alt="" class="wp-image-27143 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-1024x742.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-300x217.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-768x556.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-380x275.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-800x579.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-1160x840.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Senegal liegt an einer strategisch wichtigen Atlantikküste <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/" type="category" id="64">Westafrikas</a>. Die Seewege vor der Region sind für Handel, Fischerei und regionale Versorgung von Bedeutung. Maritime Sicherheit ist deshalb ein wachsender Teil der europäischen Zusammenarbeit mit westafrikanischen Partnerstaaten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaische-friedensfazilitat-finanziert-militarhilfen-ausserhalb-des-eu-haushalts"><span id="europaeische-friedensfazilitaet-finanziert-militaerhilfen-ausserhalb-des-eu-haushalts">Europäische Friedensfazilität finanziert Militärhilfen außerhalb des EU-Haushalts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Friedensfazilität wurde im <a href="https://www.consilium.europa.eu/en/policies/european-peace-facility/">März 2021</a> geschaffen. Sie finanziert Maßnahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU in Militär- und Verteidigungsfragen. Dazu gehören Missionen, Operationen und <a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-mauretanien-ruecken-sahel-sicherheit-ins-zentrum-ihrer-partnerschaft/">Unterstützungsmaßnahmen für Partnerstaaten</a> sowie regionale und internationale Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Fazilität kann die EU Ausrüstung, Infrastruktur und technische Unterstützung bereitstellen. Das Instrument arbeitet außerhalb des regulären EU-Haushalts. Die Mitgliedstaaten zahlen nach einem Schlüssel ein, der sich am Bruttonationaleinkommen orientiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Friedensfazilität ersetzte frühere Instrumente wie den Athena-Mechanismus und die Afrikanische Friedensfazilität. Ihr Finanzrahmen liegt für den Zeitraum 2021 bis 2027 bei mehr als 17 Milliarden Euro. Der Rat erhöhte den Rahmen seit 2023 mehrfach, unter anderem mit einem eigenen Ukraine-Unterstützungsfonds innerhalb der Fazilität.</p>
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			<media:description type="html">U.S. Army 1st Sgt. Jesse Pelayo, team sergeant, 2nd Security Force Assistance Brigade, moves and observes the Armed Forces of Senegal [Forces armées du Sénégal] during a live-fire exercise during African Lion 2024 (AL24), Dodji, Senegal, May 21, 2024. African Lion 2024 marks the 20th anniversary of U.S. Africa Command’s premier joint exercise led by U.S. Army Southern European Task Force, Africa (SETAF-AF), running from April 19 to May 31 across Ghana, Morocco, Senegal and Tunisia, with over 8,100 participants from 27 nations and NATO contingents. (U.S. Army Reserve photo by Sgt. Ricky Gavilan)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Erschlichene Einbürgerung kann auch bei Staatenlosigkeit zurückgenommen werden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/erschlichene-einbuergerung-kann-auch-bei-staatenlosigkeit-zurueckgenommen-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 15:11:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27132</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Wer sich die deutsche Staatsangehörigkeit durch Täuschung oder falsche Angaben erschleicht, kann sie wieder verlieren. Die Rücknahme einer rechtswidrigen Einbürgerung kann in Ausnahmefällen sogar dann greifen, wenn dadurch Staatenlosigkeit entsteht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ferschlichene-einbuergerung-kann-auch-bei-staatenlosigkeit-zurueckgenommen-werden%2F&amp;action_name=Erschlichene%20Einb%C3%BCrgerung%20kann%20auch%20bei%20Staatenlosigkeit%20zur%C3%BCckgenommen%20werden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Eine rechtswidrig erlangte deutsche Staatsangehörigkeit kann unter engen Voraussetzungen rückwirkend zurückgenommen werden, auch wenn die betroffene Person dadurch staatenlos wird. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages verweisen auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu Fällen, in denen eine Einbürgerung durch Täuschung, Drohung, Bestechung oder vorsätzlich falsche Angaben erwirkt wurde. Das Verbot der Entziehung der deutschen Staatsangehörigkeit bleibt davon unberührt. Entscheidend ist, ob die Person die Ursachen für die spätere Rücknahme selbst und in vorwerfbarer Weise gesetzt hat. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-staatenlosigkeit-ist-nicht-in-jedem-fall-ausgeschlossen"><span id="staatenlosigkeit-ist-nicht-in-jedem-fall-ausgeschlossen">Staatenlosigkeit ist nicht in jedem Fall ausgeschlossen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Grundgesetz schützt die deutsche Staatsangehörigkeit besonders streng. Artikel 16 Absatz 1 bestimmt, dass sie nicht entzogen werden darf. Ein Verlust gegen den Willen der betroffenen Person darf grundsätzlich nur eintreten, wenn sie dadurch nicht staatenlos wird.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="740" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-740x1024.jpg" alt="" class="wp-image-27134 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-740x1024.jpg 740w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-217x300.jpg 217w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-768x1063.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-380x526.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-800x1108.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634.jpg 960w" sizes="(max-width: 740px) 100vw, 740px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei einer erschlichenen Einbürgerung gelten jedoch andere Maßstäbe. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die Rücknahme einer durch Täuschung oder vergleichbares Fehlverhalten erlangten Einbürgerung nicht allein daran scheitern muss, dass dadurch Staatenlosigkeit entstehen kann. Wer sich eine deutsche Staatsangehörigkeit missbräuchlich verschafft hat, kann sich nicht auf dasselbe Vertrauen berufen wie Personen, die ihr Einbürgerungsverfahren korrekt geführt haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wissenschaftliche Dienst greift dabei eine zentrale Linie der Karlsruher Rechtsprechung auf: Der Schutz vor Staatenlosigkeit richtet sich gegen staatliche Willkür und historische Formen politischer Ausbürgerung. Er soll nicht dazu führen, dass eine durch Täuschung geschaffene Rechtsposition dauerhaft bestehen bleibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rucknahme-nur-bei-schwerem-fehlverhalten"><span id="ruecknahme-nur-bei-schwerem-fehlverhalten">Rücknahme nur bei schwerem Fehlverhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rücknahme einer rechtswidrigen Einbürgerung richtet sich nach § 35 des Staatsangehörigkeitsgesetzes. Eine Behörde kann eine Einbürgerung danach nur zurücknehmen, wenn sie durch arglistige Täuschung, Drohung oder Bestechung erwirkt wurde. Gleiches gilt bei vorsätzlich unrichtigen oder unvollständigen Angaben, wenn diese für die Einbürgerung wesentlich waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit reicht nicht jeder Fehler im Verfahren aus. Maßgeblich ist ein vorwerfbares Verhalten der eingebürgerten Person. Die Staatsangehörigkeitsbehörde trägt die materielle Beweislast für die Voraussetzungen der Rücknahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt es zur Rücknahme, wirkt sie für die Vergangenheit. Die betroffene Person wird rechtlich so behandelt, als wäre die Einbürgerung nicht wirksam erfolgt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zustandig-ist-die-staatsangehorigkeitsbehorde-am-gewohnlichen-aufenthalt"><span id="zustaendig-ist-die-staatsangehoerigkeitsbehoerde-am-gewoehnlichen-aufenthalt">Zuständig ist die Staatsangehörigkeitsbehörde am gewöhnlichen Aufenthalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Behörde über eine Rücknahme entscheidet, richtet sich nach dem Aufenthaltsort der betroffenen Person. Zuständig ist grundsätzlich die Staatsangehörigkeitsbehörde am <a href="https://fokus-afrika.de/338-673-ausweisungen-registriert/">gewöhnlichen Aufenthalt</a>. Das gilt unabhängig davon, welche Behörde die ursprüngliche Einbürgerung vorgenommen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lebt die betroffene Person im Ausland, ist das Bundesverwaltungsamt zuständig. Die Behörde entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen, ob sie ein Verwaltungsverfahren einleitet. Eine ausdrückliche Pflicht zur Einleitung eines solchen Verfahrens sieht das Staatsangehörigkeitsgesetz nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-will-migrationsverwaltung-digitalisieren/">Beginnt die Behörde ein Verfahren, muss sie den Sachverhalt von Amts wegen ermitteln.</a> Dabei sind auch Umstände zu berücksichtigen, die zugunsten der betroffenen Person sprechen. Vor einer belastenden Entscheidung muss die Person angehört werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strafverfahren-kann-parallel-laufen"><span id="strafverfahren-kann-parallel-laufen">Strafverfahren kann parallel laufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Verwaltungsverfahren kann auch ein Strafverfahren eingeleitet werden. § 42 des Staatsangehörigkeitsgesetzes stellt es unter Strafe, wesentliche Voraussetzungen der Einbürgerung durch unrichtige oder unvollständige Angaben vorzutäuschen oder solche Angaben zu benutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Staatsanwaltschaft gilt ein anderer Maßstab als für die Verwaltungsbehörde. Liegen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine Straftat vor, muss sie grundsätzlich einschreiten. In solchen Fällen kann die Staatsanwaltschaft personenbezogene Daten an die zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde übermitteln, wenn dies für eine Entscheidung über den Verlust oder Nichterwerb der deutschen Staatsangehörigkeit erforderlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen die Rücknahme einer Einbürgerung stehen der betroffenen Person Rechtsmittel offen. Je nach Landesrecht kommt zunächst ein Widerspruch oder unmittelbar eine Anfechtungsklage in Betracht.</p>
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			<media:title type="html">Bundesverfassungsgericht_IMGP1634</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Berlin beendet Leitlinien feministischer Außenpolitik, hält aber an LGBTIQ-Förderung fest</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/berlin-beendet-leitlinien-feministischer-aussenpolitik-haelt-aber-an-lgbtiq-foerderung-fest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 14:49:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das Auswärtige Amt beendet die Leitlinien feministischer Außenpolitik. Doch LGBTIQ-, Gender- und Gesundheitsprojekte im Ausland laufen weiter. Der politische Druck wächst, aber der Förderkurs bleibt in vielen Bereichen bestehen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fberlin-beendet-leitlinien-feministischer-aussenpolitik-haelt-aber-an-lgbtiq-foerderung-fest%2F&amp;action_name=Berlin%20beendet%20Leitlinien%20feministischer%20Au%C3%9Fenpolitik%2C%20h%C3%A4lt%20aber%20an%20LGBTIQ-F%C3%B6rderung%20fest&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-beendet-leitlinien-feministischer-aussenpolitik-haelt-aber-an-lgbtiq-foerderung-fest/">Berlin beendet Leitlinien feministischer Außenpolitik, hält aber an LGBTIQ-Förderung fest</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung setzt die Leitlinien der feministischen Außenpolitik nicht fort, beendet aber keine Förderpraxis für LGBTIQ-, Gender- und Gesundheitsprojekte im Ausland. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/056/2105630.pdf">Antwort</a> des Auswärtigen Amts an den Bundestag stammt vom 23. April 2026. Damit gerät sichtbar auseinander, was politisch fallen gelassen wird und was in der internationalen Projektarbeit weiterläuft. Im Zentrum stehen Förderungen im Ausland, Pride-Auftritte deutscher Auslandsvertretungen und die Frage, wie weit Berlin unter öffentlichem Druck seinen bisherigen Kurs verändert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-ruckzug-unter-politischem-druck"><span id="ein-rueckzug-unter-politischem-druck">Ein Rückzug unter politischem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Druck auf das Auswärtige Amt kommt inzwischen nicht mehr nur aus Grundsatzdebatten über Sprache und Symbolik. Die AfD-Fraktion hat der Bundesregierung eine lange Liste konkreter Projekte, Veranstaltungen und Auftritte deutscher Auslandsvertretungen vorgelegt: LGBTIQ-Projekte in mehreren Weltregionen, queere Filmfestivals, Pride-Beteiligungen deutscher Diplomaten, Veranstaltungen des Goethe-Instituts und Förderungen im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung antwortet darauf mit einer klaren Zäsur beim politischen Rahmen: „Die Leitlinien der feministischen Außenpolitik werden nicht fortgesetzt. Eine Evaluierung ist nicht geplant.“ Die feministische Entwicklungspolitik des Bundesentwicklungsministeriums wird dagegen evaluiert. <a href="https://fokus-afrika.de/bmz-zieht-nach-zehn-jahren-bund-laender-programm-bilanz/" type="post" id="26807">Diese Prüfung begann 2026 beim Deutschen Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit</a>, eine Veröffentlichung ist für Ende 2027 vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit endet ein außenpolitisches Markenzeichen der vergangenen Bundesregierung nicht vollständig als Praxisfeld, aber als Leitbegriff des Auswärtigen Amts. Der Begriff verschwindet, während einzelne Förderlinien, Partnerstrukturen und diplomatische Signale weiter bestehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-forderstopp-ist-nicht-angekundigt"><span id="foerderstopp-ist-nicht-angekuendigt">Förderstopp ist nicht angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird das bei der International Planned Parenthood Federation. Die Bundesregierung plant derzeit keine Einstellung der Förderung. Zugleich erklärt sie, keine Maßnahmen im Ausland gefördert zu haben, die sich für ein Recht auf Abtreibung einsetzen. Ob oder in welcher Weise geförderte Projektträger im Ausland Positionen zu Fragen des Schwangerschaftsabbruchs vertreten, werde nicht erfasst. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-weist-afd-vorstoss-zu-gender-und-lgbtiq-foerderung-im-ausland-zurueck/" type="post" id="26078">Auch bei LGBTIQ-Projekten zieht sich die Bundesregierung nicht aus der Förderung zurück.</a> Sie verweist auf rechtliche Grundlagen, Haushaltsregeln und das Prinzip der Wirtschaftlichkeit. Bei sensiblen Projekten beruft sie sich zudem auf „Do No Harm“. Details könnten negative Folgen für Betroffene haben, wenn sie öffentlich werden. Das gelte auch für abgeschlossene Vorhaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort zeigt damit eine Linie, die politisch vorsichtiger klingt, aber praktisch keine pauschale Abkehr bedeutet. Der offene Konflikt dreht sich weniger um einzelne Haushaltsregeln als um die Frage, ob Deutschland solche Projekte weiter als Bestandteil seiner Außenpolitik versteht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-goethe-institut-bleibt-zentraler-akteur"><span id="goethe-institut-bleibt-zentraler-akteur">Goethe-Institut bleibt zentraler Akteur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/goethe-institut-eroeffnet-in-dakar-neuen-standort-aus-lehm/">Viele der abgefragten Beispiele betreffen das Goethe-Institut.</a> Die Bundesregierung betont, dass das Institut institutionell gefördert wird und Projekte eigenverantwortlich auswählt und umsetzt. Für 2025 sind 224,7 Millionen Euro aus dem entsprechenden Haushaltstitel bewilligt, für 2026 sind 227,7 Millionen Euro vorgesehen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-27128 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit bleibt das Goethe-Institut ein wichtiger Träger kultureller Außenpolitik. In der Anfrage werden unter anderem queere Filmfestivals, feministische Veranstaltungsreihen, Debattenformate und Projekte in Europa, Asien, Amerika und Afrika genannt. Die Bundesregierung trennt hier zwischen der institutionellen Förderung des Goethe-Instituts und der Verantwortung für einzelne Programmentscheidungen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-taucht-in-der-debatte-mehrfach-auf"><span id="afrika-taucht-in-der-debatte-mehrfach-auf">Afrika taucht in der Debatte mehrfach auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten spielen in der Liste der abgefragten Projekte eine sichtbare Rolle. Genannt werden unter anderem Ghana, Uganda, Namibia, Ruanda, Côte d’Ivoire, Südafrika, Südsudan, Malawi und die Demokratische Republik Kongo. In mehreren Fällen geht es um <a href="https://fokus-afrika.de/einzelprotest-gegen-das-anti-lgbtq-gesetz-aktivist-marschiert-in-accra/" type="post" id="10786">LGBTIQ-Rechte, Gender-Projekte, reproduktive Gesundheit oder feministische Kulturformate.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-veroeffentlicht-die-afrikapolitischen-leitlinien/">Die Bundesregierung äußert sich zu politischen Entwicklungen in anderen Staaten anlassbezogen.</a> Öffentliche Stellungnahmen des Auswärtigen Amts und deutscher Auslandsvertretungen seien über Webseiten und Social-Media-Kanäle abrufbar. Eine vollständige statistische Erfassung solcher Stellungnahmen, Pride-Beteiligungen oder Regenbogenfahnen an Auslandsvertretungen gibt es nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-pride-auftritte-werden-nicht-vollstandig-erfasst"><span id="pride-auftritte-werden-nicht-vollstaendig-erfasst">Pride-Auftritte werden nicht vollständig erfasst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der Teilnahme deutscher Diplomaten an Pride-Paraden legt die Bundesregierung keine abschließende Liste vor. Eine Einstufung solcher Teilnahmen als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ sei nicht vorgenommen worden. Zugleich verweist die Bundesregierung darauf, dass solche Beteiligungen statistisch nicht erfasst werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-1024x686.jpg" alt="" class="wp-image-27129 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-1024x686.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-800x536.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-1160x777.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Einige deutsche Auslandsvertretungen nehmen am Format „Diplomats for Equality“ teil. Eine formale Mitgliedschaft Deutschlands in diesem Format gebe es nach Regierungsangaben jedoch nicht. An dem Outright Summit nahm die Ständige Vertretung Deutschlands in New York auf Arbeitsebene teil.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält sich damit Spielräume offen. Sie beendet den Leitbegriff feministischer Außenpolitik, lässt aber diplomatische Beteiligungen, anlassbezogene Erklärungen und Projektarbeit weiter möglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-neue-linie-bleibt-bewusst-schmal"><span id="die-neue-linie-bleibt-bewusst-schmal">Die neue Linie bleibt bewusst schmal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt nimmt den politischen Begriff zurück, ohne die darunter gewachsene Praxis vollständig abzuräumen. Das schafft eine neue Grauzone: weniger programmatische Sprache, weniger sichtbares Label, aber weiterhin Unterstützung für Projekte, Institutionen und internationale Formate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kritiker reicht das nicht, weil Förderungen, Pride-Auftritte und LGBTIQ-Projekte weiterlaufen. Für Befürworter solcher Programme verschiebt sich der Kurs zugleich weg von einer offensiven Selbstbeschreibung. Die Bundesregierung spricht nun stärker über Einzelfälle, Haushaltsrecht, Schutz von Betroffenen und institutionelle Zuständigkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der politische Druck hat damit ein Ergebnis hervorgebracht: Die feministische Außenpolitik als Leitlinie des Auswärtigen Amts endet. Die internationale Förderung von LGBTIQ-, Gender- und Gesundheitsprojekten bleibt Teil deutscher Außen- und Entwicklungspolitik.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ein Jahr Ministerin Alabali Radovan – BMZ richtet Entwicklungspolitik stärker auf Wirtschaft und Krisen aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ein-jahr-ministerin-alabali-radovan-bmz-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-wirtschaft-und-krisen-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 11:06:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ein Jahr nach Amtsantritt setzt Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan auf eine Reform des BMZ: strategischer, wirtschaftsnäher und stärker auf Krisen ausgerichtet. Im Fokus stehen Sudan, Nahost, Ukraine, Ernährungssicherung und neue Partnerschaften mit dem Globalen Süden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fein-jahr-ministerin-alabali-radovan-bmz-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-wirtschaft-und-krisen-aus%2F&amp;action_name=Ein%20Jahr%20Ministerin%20Alabali%20Radovan%20%E2%80%93%20BMZ%20richtet%20Entwicklungspolitik%20st%C3%A4rker%20auf%20Wirtschaft%20und%20Krisen%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ein-jahr-ministerin-alabali-radovan-bmz-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-wirtschaft-und-krisen-aus/">Ein Jahr Ministerin Alabali Radovan – BMZ richtet Entwicklungspolitik stärker auf Wirtschaft und Krisen aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan will die deutsche Entwicklungspolitik nach ihrem ersten Amtsjahr strategischer, fokussierter und stärker partnerschaftlich ausrichten. Zum Jahrestag ihres Amtsantritts stellte sie die Reform des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung als Antwort auf zunehmende geopolitische Spannungen dar. „Gerade in diesen Krisenzeiten bleibt Deutschland ein Garant der Verlässlichkeit“, erklärte die SPD-Politikerin. Schwerpunkte sind Ernährungssicherung, Krisenunterstützung, wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Stärkung multilateraler Strukturen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-sucht-neue-rolle-in-einer-veranderten-weltordnung"><span id="deutschland-sucht-neue-rolle-in-einer-veraenderten-weltordnung">Deutschland sucht neue Rolle in einer veränderten Weltordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan übernahm das Entwicklungsministerium am 6. Mai 2025. Ein Jahr später verbindet sie die Reform des Hauses mit einer außenpolitischen Lage, die von Kriegen, Regelbrüchen und globaler Unsicherheit geprägt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Jeder einzelne Tag des vergangenen Regierungsjahres hat es deutlicher gemacht: Die Welt ist in einem massiven Umbruch. Geopolitische Spannungen nehmen zu, die zunehmende Missachtung internationaler Regeln sorgt weltweit für große Unsicherheit“, erklärte die Ministerin.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-2048x1426.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208.jpg 2405w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus/">Die Entwicklungspolitik soll nach ihrem Kurs enger mit Fragen von Sicherheit, Stabilität und wirtschaftlicher Stärke verknüpft werden.</a> Alabali Radovan sagte: „Mit unserer Entwicklungspolitik übernehmen wir Verantwortung, vertiefen Partnerschaften und stärken damit Deutschlands Rolle in der Welt. Unsere Mittel für Entwicklungspolitik sind Investitionen in wirtschaftliche Stärke, Stabilität und Frieden.“</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vier-reformziele-fur-das-ministerium"><span id="vier-reformziele-fuer-das-ministerium">Vier Reformziele für das Ministerium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Regierungskreisen wird die Neuausrichtung des Entwicklungsministeriums mit vier übergeordneten Zielen beschrieben. Dazu gehören die Bekämpfung von Armut, Hunger und Ungleichheit, die Förderung von Frieden und Stabilität, eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie der Ausbau strategischer Allianzen im multilateralen System.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-startet-internationale-initiative-fuer-schulessen-und-bildung-von-100-millionen-kindern/" type="post" id="23631">Ein Schwerpunkt liegt auf Ernährungssicherheit.</a> Mit der Initiative „Sichere Ernährung – stark fürs Leben“ setzt das Ministerium stärker auf Schulernährung, Mutter-Kind-Gesundheit und internationale Partnerschaften. Der „School Meals Accelerator“ soll in den kommenden Jahren 100 Millionen Kindern weltweit Zugang zu gesundem Schulessen und Bildung ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/entwicklungsministerin-alabali-radovan-reist-nach-sierra-leone/" type="post" id="23804">In Sierra Leone informierte sich Alabali Radovan im Januar über Projekte zur Ernährungssicherung. </a>Dabei ging es um Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen und internationalen Organisationen, darunter das Welternährungsprogramm und die Deutsche Welthungerhilfe. Für zivilgesellschaftliche Vorhaben zu Schulernährung und Mutter-Kind-Gesundheit wurde ein Sonderaufruf in Höhe von 10 Millionen Euro gestartet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-nahost-und-ukraine-pragen-krisenpolitik"><span id="sudan-nahost-und-ukraine-praegen-krisenpolitik">Sudan, Nahost und Ukraine prägen Krisenpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungszusammenarbeit bleibt in mehreren Krisenregionen engagiert. Für den Sudan und von der Krise betroffene Nachbarländer wurden Ende 2025 rund 155,4 Millionen Euro bereitgestellt. Bei der Sudankonferenz in Berlin im April 2026 kamen weitere 20 Millionen Euro hinzu. Das Geld soll den Zugang zu Wasser, Gesundheit, Bildung und Ernährung verbessern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-27125 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-1024x1024.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-1536x1536.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-2048x2048.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-800x800.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-1160x1160.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBHwcVHWkAA_tsh-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Nahen Osten stellte das Ministerium ein Unterstützungspaket von 177 Millionen Euro für Menschen im Libanon, in Syrien, Jordanien, Gaza und im Westjordanland zusammen. Finanziert werden Unterkünfte, Beschäftigungsförderung, berufliche Bildung und lokale Lebensmittelproduktion.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Ukraine stellt das Entwicklungsministerium 233 Millionen Euro an neuen Mitteln bereit. Bei den deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen im April 2026 in Berlin wurde unter anderem eine Initiative zum Wiederaufbau der ukrainischen Industrie vereinbart. Die Mittel fließen in Energieinfrastruktur, Katastrophenschutz, Ausbildung von Fachkräften und sozialen Wohnungsbau.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaft-ruckt-starker-in-den-fokus"><span id="wirtschaft-rueckt-staerker-in-den-fokus">Wirtschaft rückt stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reform setzt auch auf engere Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft. Im Oktober 2025 legte Alabali Radovan den Aktionsplan „Wirtschaft und Entwicklung – Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“ vor. Ziel ist ein besserer Zugang deutscher Unternehmen zu Märkten im Globalen Süden, auch über Förderinstrumente und Vergabeverfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kurs betrifft besonders Rohstoffe, Energie und Fachkräfte. Aus dem Ministerium wird die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern im Globalen Süden als Teil der deutschen Interessenpolitik beschrieben. Dazu gehört auch die Fachkräfteallianz WeFair, die faire Rekrutierung fördern und staatliche sowie privatwirtschaftliche Akteure zusammenbringen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Handelsbeziehungen mit Afrika stehen auf der Agenda. Die Ratifizierung von Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Ghana, Côte d’Ivoire, Zentralafrika und der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas wurde auf den Weg gebracht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-globale-gesundheit-und-multilaterale-strukturen"><span id="globale-gesundheit-und-multilaterale-strukturen">Globale Gesundheit und multilaterale Strukturen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bleibt nach Darstellung der Ministerin auch in der globalen Gesundheitspolitik engagiert. <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/">Die Bundesregierung sagte eine Milliarde Euro für die Wiederauffüllung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria sowie der globalen Impfallianz Gavi zu.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Entwicklungsministerium will zugleich globale Gesundheitsstrukturen reformieren und Doppelstrukturen abbauen. In die Zusammenarbeit werden auch Unternehmen der Gesundheitswirtschaft einbezogen, etwa bei Impfstoffen für Kinder in Krisenländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem VN-Standort Bonn. Die Ansiedlung weiterer Organisationen der Vereinten Nationen, insbesondere des Entwicklungsprogramms UNDP und von UN Women, soll Bonn als Standort für nachhaltige Entwicklung und internationale Zusammenarbeit stärken.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fein-jahr-ministerin-alabali-radovan-bmz-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-wirtschaft-und-krisen-aus%2F&action_name=Ein%20Jahr%20Ministerin%20Alabali%20Radovan%20%E2%80%93%20BMZ%20richtet%20Entwicklungspolitik%20st%C3%A4rker%20auf%20Wirtschaft%20und%20Krisen%20aus&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ein-jahr-ministerin-alabali-radovan-bmz-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-wirtschaft-und-krisen-aus/">Ein Jahr Ministerin Alabali Radovan – BMZ richtet Entwicklungspolitik stärker auf Wirtschaft und Krisen aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Reem Alabali-Radovan spricht im Plenum</media:title>
			<media:description type="html">Reem Alabali-Radovan, SPD, MdB, hält Rede zu ZP 4 „Aktuelle Stunde – Pläne der Bundesregierung zur schnelleren Einbürgerung“ im Plenum.</media:description>
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			<media:title type="html">HBHwcVHWkAA_tsh</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Präsidentin Suluhu greift in Kenia die &#8220;schlecht erzogene&#8221; Gen-Z an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesidentin-suluhu-greift-in-kenia-die-schlecht-erzogene-gen-z-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 10:25:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Rutos Staatsbesuch in Tansania sollte Handel und regionale Zusammenarbeit stärken. Doch eine Aussage von Präsidentin Samia Suluhu Hassan über „schlecht erzogene Gen Z“ sorgt in Kenia für Empörung und neue Debatten über Jugendproteste, Demokratie und staatliche Gewalt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesidentin-suluhu-greift-in-kenia-die-schlecht-erzogene-gen-z-an%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sidentin%20Suluhu%20greift%20in%20Kenia%20die%20%26%238220%3Bschlecht%20erzogene%26%238221%3B%20Gen-Z%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/praesidentin-suluhu-greift-in-kenia-die-schlecht-erzogene-gen-z-an/">Präsidentin Suluhu greift in Kenia die &#8220;schlecht erzogene&#8221; Gen-Z an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Tansanias Präsidentin Samia Suluhu Hassan hat mit Äußerungen über junge Protestierende in Kenia eine politische Kontroverse ausgelöst. Bei einem Wirtschaftsforum mit Kenias Präsident William Ruto sprach sie auf Swahili über „schlecht erzogene Gen Z“ und forderte einen harten <a href="https://fokus-afrika.de/wahlunruhen-in-tansania-ausnahmezustand-internetsperre-und-massenproteste/" type="post" id="21362">Umgang mit jungen Aktivisten, die Eigentum zerstörten und Regierungen unter Druck setzten. </a>Die Aussagen fielen während Rutos Staatsbesuch in Tansania, der auf engere Beziehungen in Handel, Investitionen und regionaler Integration ausgerichtet war. In Kenia stießen die Bemerkungen auf scharfe Kritik aus Politik und Justizumfeld.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruto-besucht-tansania-fur-gesprache-uber-handel-und-infrastruktur"><span id="ruto-besucht-tansania-fuer-gespraeche-ueber-handel-und-infrastruktur">Ruto besucht Tansania für Gespräche über Handel und Infrastruktur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto reiste zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Tansania. In Daressalam wurde er von Präsidentin Samia Suluhu Hassan mit militärischen Ehren empfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche der beiden Staatsoberhäupter sollten die Zusammenarbeit zwischen den Nachbarländern vertiefen. Im Fokus standen Handel, Investitionen und regionale Integration innerhalb der Ostafrikanischen Gemeinschaft. Ruto sollte zudem am 5. Mai vor dem tansanischen Parlament in Dodoma sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch war politisch und wirtschaftlich auf Annäherung ausgerichtet. Die Debatte über Jugendproteste überlagerte jedoch rasch die wirtschaftliche Agenda des Treffens.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-suluhu-spricht-uber-schlecht-erzogene-gen-z"><span id="suluhu-spricht-ueber-schlecht-erzogene-gen-z">Suluhu spricht über „schlecht erzogene Gen Z“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Tanzania-Kenya Business Forum 2026 äußerte sich Suluhu zu jungen Aktivistinnen und Aktivisten in der Region. Sie beschrieb Gen-Z-Protestierende als „schlecht erzogene Kinder“, die Eigentum anzündeten und Regierungen störten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHfYNSmWQAAPVmB-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27120 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHfYNSmWQAAPVmB-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHfYNSmWQAAPVmB-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHfYNSmWQAAPVmB-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHfYNSmWQAAPVmB-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHfYNSmWQAAPVmB-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHfYNSmWQAAPVmB-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHfYNSmWQAAPVmB-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHfYNSmWQAAPVmB.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die tansanische Präsidentin sagte, sie habe mit Ruto darüber gesprochen, <a href="https://fokus-afrika.de/tansania-samia-suluhu-hassan-vereidigt-proteste-und-reaktionen/" type="post" id="21591">wie Regierungen auf die wachsende politische Mobilisierung junger Menschen reagieren sollten.</a> Dabei sprach sie nicht nur über Tansanier, sondern auch über Kenianer. Ihre Äußerungen wurden in Kenia als Forderung nach harter Disziplinierung von Demonstrierenden verstanden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Kenia ist die Generation Z seit 2024 zu einem zentralen politischen Faktor geworden. Junge Menschen mobilisierten gegen Steuerpläne, Korruption und schlechte wirtschaftliche Perspektiven. Die Proteste führten zu politischen Kurswechseln und zwangen die Regierung Ruto wiederholt zu öffentlichen Reaktionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-aus-kenia-an-ton-und-botschaft"><span id="kritik-aus-kenia-an-ton-und-botschaft">Kritik aus Kenia an Ton und Botschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Kenia reagierten mehrere prominente Stimmen mit deutlicher Kritik. Nairobi-Senator Edwin Sifuna verurteilte die Äußerungen und warnte vor einem Angriff auf demokratische Freiheiten in der Region. Auch der frühere Oberste Richter David Maraga kritisierte die Aussage und stellte sie in einen Zusammenhang mit staatlicher Gewalt gegen Protestierende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik richtet sich vor allem gegen den Eindruck, dass soziale Proteste junger Menschen nicht als politischer Ausdruck, sondern als Disziplinproblem behandelt werden. In Kenia haben die Proteste der vergangenen Jahre eine breite Debatte über Polizeigewalt, Rechenschaftspflicht und politische Teilhabe ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-tansania-washington-prueft-die-bilateralen-beziehungen/" type="post" id="22669">Die Aussage Suluhus fällt zudem in eine Phase, in der die tansanische Innenpolitik selbst unter internationaler Beobachtung steht. </a>Menschenrechtsgruppen und Oppositionelle werfen den Behörden in Tansania seit längerem ein hartes Vorgehen gegen Kritikerinnen, Kritiker und Demonstrierende vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-jugendproteste-pragen-ostafrikas-politik-starker"><span id="jugendproteste-praegen-ostafrikas-politik-staerker">Jugendproteste prägen Ostafrikas Politik stärker</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontroverse zeigt die wachsende politische Bedeutung junger Menschen in Ostafrika. In Kenia, Tansania und weiteren Ländern nutzen viele junge Bürgerinnen und Bürger soziale Medien und Straßenproteste, um Forderungen nach besseren wirtschaftlichen Chancen, weniger Korruption und mehr politischer Mitsprache zu artikulieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierungen der Region stehen dadurch vor einem Spannungsfeld zwischen Sicherheitslogik und politischer Öffnung. Rutos Besuch in Tansania sollte die bilateralen Beziehungen stärken, doch die Diskussion über Gen-Z-Proteste machte sichtbar, wie stark innenpolitische Konflikte inzwischen auch regionale Treffen prägen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sudan beschuldigt Vereinigte Arabische Emirate und Äthiopien nach Angriff auf Flughafen Khartum</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 10:02:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Sudan erhebt schwere Vorwürfe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und Äthiopien: Drohnen sollen vom äthiopischen Bahir Dar aus gestartet sein und den Flughafen Khartum getroffen haben. Die Regierung in Khartum spricht von einem Angriff auf die Souveränität des Landes.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum%2F&amp;action_name=Sudan%20beschuldigt%20Vereinigte%20Arabische%20Emirate%20und%20%C3%84thiopien%20nach%20Angriff%20auf%20Flughafen%20Khartum&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/">Sudan beschuldigt Vereinigte Arabische Emirate und Äthiopien nach Angriff auf Flughafen Khartum</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Sudan wirft den Vereinigten Arabischen Emiraten und Äthiopien eine direkte Beteiligung an Drohnenangriffen auf den internationalen Flughafen von Khartum und weitere Ziele im Land vor. Am Dienstag erklärten Außenminister Mohieddin Salem und Armeesprecher Asim Awad Abdelwahab in Khartum, die sudanesischen Behörden verfügten über technische Daten zu Starts vom äthiopischen Flughafen Bahir Dar. Der Angriff trifft die Hauptstadt in einer Phase, in der die Armee Khartum wieder unter Kontrolle gebracht hat und der Bürgerkrieg mit den Rapid Support Forces weitergeht. Die beschuldigten Staaten reagierten zunächst nicht auf die neuen Vorwürfe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-khartum-macht-bahir-dar-als-startpunkt-aus"><span id="khartum-macht-bahir-dar-als-startpunkt-aus">Khartum macht Bahir Dar als Startpunkt aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesische Armee erklärte, die jüngsten Drohnenangriffe seien von Bahir Dar in Äthiopien ausgegangen. Ziel waren demnach der internationale Flughafen Khartum, Wohngebiete und militärische Einrichtungen, darunter das Signal Corps in Khartum-Nord und das Ausbildungszentrum Al-Markhiyat in Omdurman.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Armeesprecher Asim Awad Abdelwahab sprach von „schlüssigen Beweisen“ für eine Beteiligung der Vereinigten Arabischen Emirate und Äthiopiens. Die Drohnen seien aus äthiopischem Gebiet gestartet und in den sudanesischen Luftraum eingedrungen. Sudan wertet dies als Angriff auf seine Souveränität.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-27114 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU-.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Flughafen Khartum war erst in der vergangenen Woche wieder geöffnet worden, nachdem die Armee die Hauptstadt im März 2025 zurückerobert hatte. Bei dem Angriff wurden nach sudanesischen Angaben keine Opfer gemeldet. Der Flugbetrieb wurde für 72 Stunden ausgesetzt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-seriennummer-soll-auf-emirate-verweisen"><span id="seriennummer-soll-auf-emirate-verweisen">Seriennummer soll auf Emirate verweisen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der sudanesischen <a href="https://suna-sd.net/posts/army-spokesperson-presents-documented-evidence-of-uae-ethiopia-involvement-in-khartoum-airport-strike">Darstellung</a> steht eine Drohne mit der Seriennummer S88. Sie sei am 17. März von der sudanesischen Luftabwehr nördlich von El-Obeid abgeschossen worden. Die Auswertung technischer Daten und Rückfragen beim Hersteller hätten ergeben, dass die Drohne den Vereinigten Arabischen Emiraten zugeordnet werde, erklärte die Armee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach sudanesischen Angaben begannen die feindlichen Drohnenoperationen bereits am 1. März. Drei Drohnen seien von Bahir Dar aus gestartet und hätten Ziele in den Bundesstaaten Weißer Nil, Blauer Nil, Nord-Kordofan und Süd-Kordofan angegriffen. Die Drohne mit der Seriennummer S88 sei zuvor unter anderem bei Al-Kurmuk und in weiteren Gebieten des Blauen Nils sowie in Kordofan eingesetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen dem 1. und 4. Mai sei eine weitere Drohne vom Flughafen Bahir Dar aus in den sudanesischen Luftraum eingedrungen. Sie sei bis in den Raum Jebel Aulia verfolgt worden und habe anschließend den Flughafen Khartum sowie weitere Ziele angegriffen, bevor sie abgefangen worden sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-botschafter-aus-addis-abeba-zuruckgerufen"><span id="botschafter-aus-addis-abeba-zurueckgerufen">Botschafter aus Addis Abeba zurückgerufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sudan hat seinen Botschafter aus Äthiopien zu Konsultationen zurückgerufen. Außenminister Mohieddin Salem erklärte, seine Regierung behalte sich eine Antwort „zu einem Zeitpunkt und an einem Ort ihrer Wahl“ vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Khartum will zudem gegen die Vereinigten Arabischen Emirate bei den Vereinten Nationen vorgehen. Die Emirate stehen seit längerem unter sudanesischem Vorwurf, die Rapid Support Forces zu unterstützen. Abu Dhabi weist solche Vorwürfe in der Regel zurück. Äthiopien hatte ähnliche sudanesische Anschuldigungen bereits im März als falsch zurückgewiesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drohnenkrieg-verscharft-lage-in-mehreren-regionen"><span id="drohnenkrieg-verschaerft-lage-in-mehreren-regionen">Drohnenkrieg verschärft Lage in mehreren Regionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Vorwürfe fallen in eine Phase zunehmender Drohnenangriffe in mehreren Kriegsgebieten Sudans. In der Region Blauer Nil erklärte die Sudan People’s Liberation Movement-North unter Abdelaziz El Hilu, bei einem Drohnenangriff der sudanesischen Armee auf das Gebiet Balila in der Lokalität Kurmuk seien zehn Zivilisten getötet und 20 weitere verletzt worden, viele von ihnen Frauen und Kinder. Die Gruppe berichtete zudem von Bränden auf einem Markt, beschädigten Wasserquellen und getötetem Vieh. </p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">🧵 Sudan’s Armed Forces (SAF) have published evidence confirming that UAE Akinci drones, deployed at Bahir Dar Airport in northern Ethiopia 🇪🇹, have been used since early March to carry out strikes across Sudan, from Kordofan to the White & Blue Nile states, reaching Khartoum 1/ <a href="https://t.co/fhne7E27pV">https://t.co/fhne7E27pV</a> <a href="https://t.co/mC9GjkE1iX">pic.twitter.com/mC9GjkE1iX</a></p>— Rich Tedd 🛰 ✈️ (@AfriMEOSINT) <a href="https://twitter.com/AfriMEOSINT/status/2051455897537257745?ref_src=twsrc%5Etfw">May 5, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Omdurman und im Gebiet Kenana im Bundesstaat Weißer Nil wurden zuletzt Drohnenangriffe gemeldet. In Kenana trafen nach Angaben mehrerer Quellen zwei mutmaßlich den Rapid Support Forces zugeschriebene Drohnen eine Tankstelle und ein Treibstofflager. In Omdurman meldete die Armee abgewehrte Drohnenangriffe. Die Emergency Lawyers Group verurteilte zudem den Tod von fünf Zivilisten bei einem Drohnenangriff auf ein Fahrzeug südlich von Omdurman. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zehntausende-menschen-vertrieben"><span id="zehntausende-menschen-vertrieben">Zehntausende Menschen vertrieben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kämpfe im Blauen Nil dauern seit Monaten an. Die Internationale Organisation für Migration meldete zuletzt 745 Vertriebene aus dem Dorf El Kili in der Provinz Kurmuk. Insgesamt sind nach Angaben aus der Region rund 30.000 Menschen aus Kurmuk und Qaysan vertrieben worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Kordofan verschärft sich die Lage. Die Internationale Organisation für Migration meldete 3.550 Vertriebene aus drei Dörfern in Nord- und Süd-Kordofan. Davon entfielen 2.600 Menschen auf Abu Haraz und Kazqil in der Lokalität Sheikan in Nord-Kordofan sowie 950 Menschen auf Dbeiker in Süd-Kordofan.</p>
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		<item>
		<title>Kap Verde lässt Kreuzfahrtschiff nach Hantavirus-Ausbruch nicht anlegen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kap-verde-laesst-kreuzfahrtschiff-nach-hantavirus-ausbruch-nicht-anlegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 19:27:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kap Verde]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die „MV Hondius“ ist ein Expeditionskreuzfahrtschiff des niederländischen Anbieters Oceanwide Expeditions. Das Schiff verfügt über Kapazitäten für 170 Passagiere und 70 Besatzungsmitglieder.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkap-verde-laesst-kreuzfahrtschiff-nach-hantavirus-ausbruch-nicht-anlegen%2F&amp;action_name=Kap%20Verde%20l%C3%A4sst%20Kreuzfahrtschiff%20nach%20Hantavirus-Ausbruch%20nicht%20anlegen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Kap Verde lässt das Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ nach einem Hantavirus-Ausbruch vor Praia nicht anlegen und meldet drei Menschen mit Symptomen an Bord – darunter eine Person aus Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Montag aktualisierte das Gesundheitsministerium die Lage, nachdem am Vortag von zwei Betroffenen die Rede gewesen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schiff kam aus Argentinien und liegt vor dem Hafen der kapverdischen Hauptstadt unter Quarantäne. An Bord befinden sich 147 Menschen, darunter Passagiere und Besatzungsmitglieder. Die Weltgesundheitsorganisation bestätigte drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-menschen-mit-symptomen-an-bord"><span id="drei-menschen-mit-symptomen-an-bord">Drei Menschen mit Symptomen an Bord</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesundheitsministerium von Kap Verde erklärte, die Entscheidung gegen ein Anlegen im Hafen von Praia sei nach einer technischen und epidemiologischen Bewertung getroffen worden. Ziel sei der Schutz der öffentlichen Gesundheit im Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schiff bleibe vor der Küste unter dauerhafter Aufsicht der Gesundheitsbehörden. Das Ministerium erklärte zugleich, die Lage sei unter Kontrolle und es bestehe kein Risiko für die Bevölkerung an Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit, Maria da Luz, hatte am Sonntagabend dem kapverdischen Rundfunk RCV gesagt, die Passagiere würden in Kap Verde nicht von Bord gehen. „Das Schiff soll seine Route fortsetzen, und hier im Land werden die Passagiere nicht aussteigen, um die Bevölkerung zu schützen“, sagte sie.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-medizinische-teams-an-bord"><span id="medizinische-teams-an-bord">Medizinische Teams an Bord</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kapverdische Gesundheitsteams waren nach Angaben der Behörden mehrfach an Bord der „MV Hondius“. Ein Erkrankter, der medizinische Hilfe benötigte, wurde bereits behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesundheitsministerium erklärte, die Betreuung werde durch ein eigens eingesetztes Team aus Fachärzten, Pflegekräften und Labortechnikern sichergestellt. Auch das Hospital Dr. Agostinho Neto in Praia habe Vorkehrungen für den Fall getroffen, dass spezialisierte Versorgung nötig werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Reaktion sind die Nationale Gesundheitsdirektion, lokale Gesundheitsstrukturen, das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit, maritime und Hafenbehörden sowie die Weltgesundheitsorganisation in Kap Verde und in der afrikanischen Regionalstruktur beteiligt. Auch Kontaktstellen der Internationalen Gesundheitsvorschriften sowie Behörden der Niederlande und des Vereinigten Königreichs wurden eingebunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-todesfalle-bestatigt"><span id="drei-todesfaelle-bestaetigt">Drei Todesfälle bestätigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltgesundheitsorganisation bestätigte nach Angaben kapverdischer Medien drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch. Bei den Toten handelt es sich demnach um ein europäisches Ehepaar und einen britischen Staatsbürger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein 70-jähriger Mann starb an Bord des Schiffes. Seine 69-jährige Ehefrau und der britische Staatsbürger wurden nach Johannesburg in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a> ausgeflogen und starben dort im Krankenhaus. Zuletzt wurde dort ein weiterer Erkrankter intensivmedizinisch behandelt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="626" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MV_Hondius-2-1024x626.png" alt="" class="wp-image-27100 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MV_Hondius-2-1024x626.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MV_Hondius-2-300x183.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MV_Hondius-2-768x469.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MV_Hondius-2-1536x939.png 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MV_Hondius-2-380x232.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MV_Hondius-2-800x489.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MV_Hondius-2-1160x709.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/MV_Hondius-2.png 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die „MV Hondius“ ist ein Expeditionskreuzfahrtschiff des niederländischen Anbieters Oceanwide Expeditions. Das Schiff verfügt über Kapazitäten für 170 Passagiere und 70 Besatzungsmitglieder.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-infektion-wird-meist-durch-nagetiere-ubertragen"><span id="infektion-wird-meist-durch-nagetiere-uebertragen">Infektion wird meist durch Nagetiere übertragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hantaviren werden vor allem durch wildlebende Nagetiere übertragen. Eine Ansteckung erfolgt häufig durch das Einatmen von Partikeln aus Urin, Kot oder Speichel infizierter Tiere, etwa in verunreinigten Räumen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Carrizo_Deer_Mouse_Peromyscus_ochraventer_underside-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27101 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Carrizo_Deer_Mouse_Peromyscus_ochraventer_underside-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Carrizo_Deer_Mouse_Peromyscus_ochraventer_underside-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Carrizo_Deer_Mouse_Peromyscus_ochraventer_underside-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Carrizo_Deer_Mouse_Peromyscus_ochraventer_underside-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Carrizo_Deer_Mouse_Peromyscus_ochraventer_underside-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Carrizo_Deer_Mouse_Peromyscus_ochraventer_underside-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Carrizo_Deer_Mouse_Peromyscus_ochraventer_underside-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das kapverdische Gesundheitsministerium nennt auch weitere mögliche Übertragungswege: Verletzungen oder Bisse durch Nagetiere, Kontakt mit Schleimhäuten über kontaminierte Hände sowie eine selten berichtete Übertragung von Mensch zu Mensch. Diese wurde bisher vor allem in Argentinien und Chile im Zusammenhang mit dem Andes-Hantavirus beschrieben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inkubationszeit liegt im Durchschnitt zwischen einer und fünf Wochen, kann aber zwischen drei und 60 Tagen variieren. Erste Symptome ähneln häufig einer Grippe, darunter Müdigkeit, Fieber und Muskelschmerzen. In schweren Fällen kann die Erkrankung rasch zu Husten, Atemnot und Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge führen.</p>
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		<title>Innenministerium vor &#8220;Herausforderung&#8221; – Menschen mit Terrorbezug könnten Asyl bekommen haben</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/innenministerium-vor-herausforderung-menschen-mit-terrorbezug-koennten-asyl-bekommen-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 17:28:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
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<p>Keine Statistik zu Asylanträgen mit Terrorbezug, aber Sicherheitsabgleiche beim ersten Behördenkontakt: Die Bundesregierung erklärt, wie BAMF und Sicherheitsbehörden mit Verdachtsfällen umgehen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Finnenministerium-vor-herausforderung-menschen-mit-terrorbezug-koennten-asyl-bekommen-haben%2F&amp;action_name=Innenministerium%20vor%20%26%238220%3BHerausforderung%26%238221%3B%20%E2%80%93%20Menschen%20mit%20Terrorbezug%20k%C3%B6nnten%20Asyl%20bekommen%20haben&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/innenministerium-vor-herausforderung-menschen-mit-terrorbezug-koennten-asyl-bekommen-haben/">Innenministerium vor &#8220;Herausforderung&#8221; – Menschen mit Terrorbezug könnten Asyl bekommen haben</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung erfasst nicht statistisch, wie viele Asylanträge von Personen mit nachgewiesenem oder vermutetem Bezug zu Terrororganisationen gestellt wurden. Am 23. April übermittelte das Bundesinnenministerium seine <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/056/2105628.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Zugleich verweist die Bundesregierung auf Sicherheitsabgleiche bei der Erstregistrierung und eine Beteiligung mehrerer Sicherheitsbehörden. Bei einem Anfangsverdacht auf terroristische Aktivitäten sollen Asylverfahren im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge priorisiert entschieden werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-zahlen-zu-antragen-schutzgewahrung-und-abschiebungen"><span id="keine-zahlen-zu-antraegen-schutzgewaehrung-und-abschiebungen">Keine Zahlen zu Anträgen, Schutzgewährung und Abschiebungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion wollte wissen, wie viele Asylanträge seit 1980 von Personen gestellt wurden, die Mitglied in einer als terroristisch eingestuften Organisation waren oder bei denen ein entsprechender Verdacht bestand. Die Bundesregierung antwortet darauf: „Eine statistische Erfassung im Sinne der Fragestellung findet nicht statt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zu Personen, denen trotz eines möglichen Terrorbezugs Schutz gewährt worden sein könnte, nennt die Bundesregierung keine Zahlen. Schutzentscheidungen würden individuell geprüft und statistisch nicht in der abgefragten Form erhoben. Die Frage bezog sich auf mehrere Schutzformen, darunter Asyl nach Artikel 16a des Grundgesetzes, Flüchtlingsschutz, subsidiären Schutz und nationale Abschiebungsverbote.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keine statistische Erfassung gibt es nach Regierungsangaben auch zu späteren Straftaten solcher Personen, zur Rücknahme positiver Asylbescheide wegen einer später festgestellten Zugehörigkeit zu Terrororganisationen und zu Abschiebungen seit 2015 aufgrund einer solchen Zugehörigkeit. Für den Vollzug des Aufenthaltsrechts und damit für Abschiebungen seien die Länder zuständig.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsprufung-beim-ersten-behordenkontakt"><span id="sicherheitspruefung-beim-ersten-behoerdenkontakt">Sicherheitsprüfung beim ersten Behördenkontakt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bezeichnet Asylverfahren von Personen mit Bezügen zum Terrorismus als „erhebliche sicherheitsrechtliche Herausforderung“. Sicherheitsprüfungen seien fester Bestandteil des Asylprozesses. Personen, bei denen schwerwiegende Gründe für Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder sonstige schwere Straftaten vorliegen, erhielten grundsätzlich keinen internationalen Schutz. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="437" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-1024x437.jpg" alt="" class="wp-image-27095 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-1024x437.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-300x128.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-768x328.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-380x162.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-800x341.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-1160x495.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei der Erstregistrierung werden Identitätsdaten nach dem Asylgesetz und dem Aufenthaltsgesetz über das Bundesverwaltungsamt einem Sicherheitsabgleich unterzogen. Dieses Konsultationsverfahren umfasst Bundespolizei, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/nachrichtendienste/" type="post_tag" id="506">Bundesnachrichtendienst</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-verweigert-details-zur-arbeitsbelastung-des-verfassungsschutzes/" type="post" id="26979">Bundesamt für Verfassungsschutz</a>, Militärischen Abschirmdienst, Zollkriminalamt und Bundeskriminalamt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abgleich soll sicherheitsrechtlich relevante Hintergründe erkennen. Er dient nach Angaben der Bundesregierung auch der Gefahrenabwehr, der Umsetzung polizeilicher Fahndungen und dem Schutz der Personen, die mit unerlaubt Eingereisten in direkten Kontakt kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamf-schult-mitarbeitende-in-sicherheitsbelangen"><span id="bamf-schult-mitarbeitende-in-sicherheitsbelangen">BAMF schult Mitarbeitende in Sicherheitsbelangen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge führt nach Angaben der Bundesregierung regelmäßige Schulungen und Aufbauschulungen für Mitarbeitende durch. Zusätzlich würden alle Mitarbeitenden der asylbearbeitenden Außenstellen regelmäßig in Sicherheitsbelangen sensibilisiert. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-27087 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beim BAMF besteht seit Juli 2017 eine Referatsgruppe „Sicherheit“. Sie wurde mit rund 80 Mitarbeitenden eingerichtet. Zudem gibt es Sonderbeauftragte für Sicherheit im Asylverfahren in Außenstellen und Zentralreferaten. Das BAMF arbeitet außerdem im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum sowie in Arbeitsgruppen der Länder mit.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verdachtsfalle-sollen-schneller-entschieden-werden"><span id="verdachtsfaelle-sollen-schneller-entschieden-werden">Verdachtsfälle sollen schneller entschieden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Anfangsverdacht auf Beteiligung an terroristischen Aktivitäten wird das jeweilige Asylverfahren nach Angaben der Bundesregierung priorisiert entschieden. Das kann auch geschehen, ohne ein polizeiliches oder strafrechtliches Ermittlungsverfahren abzuwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei belastbaren Erkenntnissen, dass eine Person eine Gefahr für die nationale Sicherheit oder die öffentliche Ordnung darstellt, kann das BAMF einen Asylantrag als offensichtlich unbegründet ablehnen. Klagen gegen solche Entscheidungen haben keine aufschiebende Wirkung. Die Ausreisefrist ist in diesen Fällen verkürzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kein-zusatzliches-gesetzesvorhaben-angekundigt"><span id="kein-zusaetzliches-gesetzesvorhaben-angekuendigt">Kein zusätzliches Gesetzesvorhaben angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist auf das Gesetz zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems vom 25. Oktober 2024. Damit wurde § 60 des Aufenthaltsgesetzes um neue Absätze ergänzt, die Sachverhalte mit Sicherheitsbezug erfassen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Änderungen am Asylgesetz sieht die Bundesregierung derzeit nicht. Sie prüfe fortlaufend, zuletzt auch im Zusammenhang mit der Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems zum 12. Juni 2026, ob gesetzliche Änderungen nötig seien.</p>
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