Algeriens Ölquote steigt auf höchsten Stand seit 2023

Algeriens OPEC+-Quote steigt im September auf 1,007 Millionen Barrel Öl pro Tag. Damit erreicht das Land den höchsten Stand seit 2023.

Algeriens Förderziel innerhalb der OPEC+ steigt im September auf 1,007 Millionen Barrel Rohöl pro Tag und damit auf den höchsten Stand seit 2023. Die neue Vorgabe gilt ab dem 1. September 2026. Gegenüber August erhält das nordafrikanische Land zusätzlichen Spielraum von 6.000 Barrel täglich. Die sieben beteiligten Förderstaaten erhöhen ihre gemeinsame Zielmenge um 188.000 Barrel pro Tag.

Die Entscheidung fiel bei einer virtuellen Sitzung von Algerien, Saudi-Arabien, Russland, dem Irak, Kasachstan, Kuwait und Oman. Die Länder hatten ihre Produktion 2023 freiwillig zusätzlich begrenzt, um das weltweite Ölangebot zu reduzieren und den Markt zu stabilisieren.

Mit der neuen Erhöhung setzen sie den schrittweisen Abbau dieser Kürzungen fort. Algerien erreicht dadurch wieder eine Förderquote, die in etwa dem Niveau vor Beginn der Einschnitte im Frühjahr 2023 entspricht.

Algerien überschreitet dauerhaft die Millionenmarke

Bereits für August hatte die OPEC+ Algeriens Förderziel auf 1,001 Millionen Barrel täglich angehoben. Im September kommen weitere 6.000 Barrel hinzu.

Damit liegt die Quote den zweiten Monat in Folge über der Marke von einer Million Barrel pro Tag. Im März und April 2023 hatte Algerien noch rund 1,01 Millionen Barrel täglich gefördert. Nach den freiwilligen Kürzungen sank die Produktion im Sommer desselben Jahres zeitweise auf weniger als 940.000 Barrel.

In den folgenden Jahren wurde die Fördermenge schrittweise wieder erhöht. Allein seit Beginn des Jahres 2026 erhielt Algerien in mehreren monatlichen Schritten zusätzlichen Produktionsspielraum.

Die neue Quote legt fest, welche Menge Algerien im Rahmen der Vereinbarungen fördern darf. Sie bedeutet nicht automatisch, dass das Land diese Menge tatsächlich vollständig produziert. Technische Kapazitäten, Wartungsarbeiten und die Einhaltung früherer Verpflichtungen können die reale Förderung beeinflussen.

Sieben Länder nehmen Kürzungen weiter zurück

Die gemeinsame Erhöhung um 188.000 Barrel täglich verteilt sich auf die sieben Staaten, die seit April 2023 zusätzliche freiwillige Kürzungen vorgenommen hatten. Saudi-Arabien und Russland tragen gewöhnlich den größten Anteil solcher Anpassungen. Algeriens Anteil liegt im September bei 6.000 Barrel pro Tag.

Die OPEC+ verbindet die höheren Zielmengen mit Vorgaben zur Förderdisziplin. Die beteiligten Länder sollen Abweichungen von früheren Quoten ausgleichen und zusätzliche Mengen kompensieren, die seit Januar 2024 über die vereinbarten Grenzen hinaus produziert wurden.

Der Gemeinsame Ministerielle Überwachungsausschuss der OPEC+ überprüfte bei seiner Sitzung zudem die Produktionsdaten für Mai und Juni. Das Gremium stellte eine insgesamt hohe Übereinstimmung mit den vereinbarten Vorgaben fest.

Öl bleibt zentral für Algeriens Staatseinnahmen

Erdöl und Erdgas bilden weiterhin die wichtigste Grundlage der algerischen Export- und Staatseinnahmen. Veränderungen der OPEC+-Quoten wirken sich deshalb unmittelbar auf die möglichen Erlöse des Landes und den finanziellen Spielraum des Staates aus.

Algerien gehört innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder zu den kleineren Produzenten. Seine Bedeutung ergibt sich zugleich aus seiner Rolle als wichtiger Öl- und Gaslieferant für den europäischen Markt. Neben Rohöl exportiert das Land große Mengen Erdgas über Pipelines und als Flüssigerdgas.

Algerien gehört innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder zu den kleineren Produzenten. Seine Bedeutung ergibt sich zugleich aus seiner Rolle als wichtiger Öl- und Gaslieferant für den europäischen Markt. Neben Rohöl exportiert das Land große Mengen Erdgas über Pipelines und als Flüssigerdgas.

Die OPEC+ überprüft ihre Förderpolitik monatlich. Die sieben beteiligten Staaten wollen am 6. September erneut über die Marktlage und die Produktionsziele für die folgenden Monate beraten.

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