USA entziehen Reisepässe bei hohen Unterhaltsschulden

Die USA entziehen Bürgern mit mehr als 2.500 Dollar Unterhaltsschulden den Reisepass. Im Ausland ist nur eine direkte Rückreise möglich.

Die US-Regierung entzieht Staatsbürgern mit erheblichen Rückständen beim Kindesunterhalt gültige Reisepässe oder verweigert die Ausstellung neuer Dokumente. Die US-Mission in Nigeria informierte darüber am 24. Juni 2026. Betroffen sind Personen, die mehr als 2.500 US-Dollar an ausstehenden Unterhaltszahlungen schulden. Amerikaner im Ausland können nach einem Passentzug nur ein zeitlich und räumlich begrenztes Dokument zur direkten Rückkehr in die Vereinigten Staaten erhalten.

Das US-Außenministerium setzt die Regelung gemeinsam mit dem US-Gesundheitsministerium um. Die Auslandsvertretung richtete ihre Mitteilung ausdrücklich an US-Bürger in Nigeria und verwies Betroffene an die nächstgelegene US-Botschaft oder ein Konsulat.

Passsperre ab mehr als 2.500 Dollar Rückstand

Wer mehr als 2.500 Dollar Kindesunterhalt schuldet, erfüllt nach den geltenden US-Bundesvorschriften nicht die Voraussetzungen für einen regulären Reisepass. Das Außenministerium darf in solchen Fällen keinen neuen Pass ausstellen und kann ein bereits gültiges Dokument widerrufen.

Die Maßnahme betrifft damit nicht nur neue Passanträge. Auch Amerikaner, die sich mit einem gültigen Reisepass außerhalb der Vereinigten Staaten aufhalten, müssen mit dessen Entzug rechnen, wenn ihre Unterhaltsschulden die festgelegte Grenze überschreiten.

Die US-Mission sprach von „erheblichen ausstehenden Unterhaltsschulden“. Ob ein Fall an das Außenministerium weitergeleitet wird, erfolgt in Abstimmung mit dem für die Verwaltung des Kindesunterhalts zuständigen Gesundheitsministerium.

Begrenzter Pass ermöglicht nur die Heimreise

US-Bürger, deren Reisepass während eines Auslandsaufenthalts widerrufen wird, können bei einer Botschaft oder einem Konsulat einen Termin vereinbaren. Dort kann ihnen ein eingeschränkter Pass ausgestellt werden.

Dieses Dokument gilt ausschließlich für die direkte Rückreise in die Vereinigten Staaten. Es ersetzt keinen regulären Reisepass und kann nicht für weitere internationale Reisen genutzt werden.

Damit soll sichergestellt werden, dass Betroffene trotz des Passentzugs in ihr Heimatland zurückkehren können. Für andere Reiseziele oder eine Fortsetzung des Aufenthalts mit einem regulären US-Reisedokument reicht der begrenzte Pass nicht aus.

Vollwertiger Reisepass erst nach Begleichung der Schulden

Ein neuer Reisepass mit regulärer Gültigkeitsdauer kann erst beantragt werden, nachdem die ausstehenden Unterhaltszahlungen beglichen wurden. Die Zahlung allein führt nicht automatisch zur Ausstellung des Dokuments. Betroffene müssen anschließend einen neuen Passantrag stellen.

Die US-Mission in Nigeria verwies für weitere Informationen auf das Reiseportal des US-Außenministeriums. Dort finden US-Bürger Hinweise zum Verfahren bei Unterhaltsschulden, zur Passsperre und zu den erforderlichen Schritten nach der Begleichung der Forderungen.

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