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	<title>Internationale Organisationen | Nachrichten und Aktivitäten in Afrika | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
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	<title>Internationale Organisationen | Nachrichten und Aktivitäten in Afrika | FOKUS AFRIKA</title>
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		<title>UN alarmiert: Über 9.700 Fälle sexueller Gewalt in Kriegen – Frauen fehlen bei Friedensverhandlungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2026 12:09:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 9.700 bestätigte Fälle sexueller Gewalt in Kriegen und fast 80 Prozent der Friedensverhandlungen ohne Frauen: Die UN warnen vor gravierenden Defiziten beim Schutz und bei der politischen Beteiligung. Nigeria, Liberia, Somalia und die DR Kongo fordern konkrete Veränderungen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-alarmiert-ueber-9-700-faelle-sexueller-gewalt-in-kriegen-frauen-fehlen-bei-friedensverhandlungen%2F&amp;action_name=UN%20alarmiert%3A%20%C3%9Cber%209.700%20F%C3%A4lle%20sexueller%20Gewalt%20in%20Kriegen%20%E2%80%93%20Frauen%20fehlen%20bei%20Friedensverhandlungen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-alarmiert-ueber-9-700-faelle-sexueller-gewalt-in-kriegen-frauen-fehlen-bei-friedensverhandlungen/">UN alarmiert: Über 9.700 Fälle sexueller Gewalt in Kriegen – Frauen fehlen bei Friedensverhandlungen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen melden weltweit mehr als 9.700 bestätigte Fälle konfliktbedingter sexueller Gewalt und kritisieren, dass Frauen weiterhin weitgehend von Friedensverhandlungen ausgeschlossen bleiben. Die Zahlen wurden am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, bei einer Debatte des UN-Sicherheitsrats in New York vorgestellt und beziehen sich auf das Jahr 2025. In 57 untersuchten Friedensprozessen stellten Frauen lediglich fünf Prozent der Verhandelnden. Besonders in afrikanischen Konfliktstaaten wie Sudan, der Demokratischen Republik Kongo und Somalia bleibt ihr Schutz und ihre politische Beteiligung eine Herausforderung.</p>



<h2 id="h-fast-80-prozent-der-friedensverhandlungen-ohne-frauen" class="wp-block-heading"><span id="fast-80-prozent-der-friedensverhandlungen-ohne-frauen">Fast 80 Prozent der Friedensverhandlungen ohne Frauen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor einer zunehmenden Gefährdung von Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten. Die Welt erlebe die höchste Zahl gewaltsamer Konflikte seit dem Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig nehme die dokumentierte sexuelle Gewalt in Kriegsgebieten erheblich zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vergangenen Jahr verifizierten die Vereinten Nationen mehr als 9.700 Fälle konfliktbedingter sexueller Gewalt. Die Zahl umfasst dokumentierte Vorfälle und bildet nicht zwangsläufig das gesamte Ausmaß der Übergriffe ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Frauen besonders häufig von den Folgen bewaffneter Konflikte betroffen sind, bleiben sie bei den Verhandlungen über deren Beendigung weitgehend ausgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sima Sami Bahous, Exekutivdirektorin von UN Women, erklärte vor dem Sicherheitsrat, dass 2025 nahezu 80 Prozent der aktiven Friedensverhandlungen ohne eine einzige Frau am Verhandlungstisch stattgefunden hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser Ausschluss ist kein Zufall“, sagte Bahous. Er sei Ausdruck institutioneller Hindernisse, ungleicher Machtverhältnisse und tief verwurzelter gesellschaftlicher Normen, die Frauen daran hinderten, Friedensprozesse mitzugestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Inhalte internationaler Vereinbarungen zeigen nach Einschätzung der UN erhebliche Defizite. Keines der 13 im Jahr 2025 geschlossenen Waffenstillstandsabkommen enthielt substanzielle Bestimmungen über Frauen und Mädchen. Ebenso wenig untersagte eines dieser Abkommen ausdrücklich sexuelle Gewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres forderte deshalb, dass Frauen künftig mindestens ein Drittel der Teilnehmer an UN-geführten Friedensprozessen stellen sollen.</p>



<h2 id="h-sudan-kongo-und-sudsudan-im-fokus-der-vereinten-nationen" class="wp-block-heading"><span id="sudan-kongo-und-suedsudan-im-fokus-der-vereinten-nationen">Sudan, Kongo und Südsudan im Fokus der Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die anhaltenden Konflikte in Afrika gehörten zu den zentralen Themen der Debatte. Insbesondere die Demokratische Republik Kongo, Sudan und Südsudan wurden als Staaten genannt, in denen Frauen und Mädchen unter sexueller Gewalt leiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Vertreterin Tammy Bruce verurteilte das Ausmaß sexueller Gewalt in diesen Ländern und forderte besseren Schutz für Betroffene. Humanitäre Hilfe müsse insbesondere Überlebende sexualisierter Übergriffe erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Demokratischen Republik Kongo wird sexuelle Gewalt seit Jahrzehnten im Zusammenhang mit bewaffneten Auseinandersetzungen dokumentiert. Vor allem im Osten des Landes kämpfen staatliche Streitkräfte und verschiedene bewaffnete Gruppen um Territorien, politische Kontrolle und Ressourcen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan dauert der Krieg zwischen den sudanesischen Streitkräften und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) an. Frauen und Mädchen sind dort neben Vertreibung und dem Zusammenbruch grundlegender Versorgungsstrukturen auch geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Südsudan erschweren wiederkehrende bewaffnete Auseinandersetzungen und politische Instabilität ebenfalls den Schutz der Zivilbevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vertreterin der Demokratischen Republik Kongo forderte den Sicherheitsrat auf, die Auswirkungen bewaffneter Konflikte auf Frauen systematisch in den Mandaten von UN-Missionen zu berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem sprach sie sich für eine stärkere Überwachung entsprechender Verpflichtungen der Mitgliedstaaten aus. Netzwerke von Friedensvermittlerinnen sollten durch Ausbildung, Mentorenprogramme und internationale Unterstützung ausgebaut werden.</p>



<h2 id="h-nigeria-fordert-besseren-schutz-fur-opfer-terroristischer-gewalt" class="wp-block-heading"><span id="nigeria-fordert-besseren-schutz-fuer-opfer-terroristischer-gewalt">Nigeria fordert besseren Schutz für Opfer terroristischer Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria richtete den Blick auf die Situation von Frauen und Mädchen, die von bewaffneten und terroristischen Gruppen verschleppt oder misshandelt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nigerianische Vertreter erklärte, Frauen müssten bei Friedensverhandlungen nicht nur anwesend sein, sondern tatsächlich Einfluss auf die Ergebnisse erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Frauen müssen einen Platz am Verhandlungstisch und eine maßgebliche Stimme bei der Gestaltung der Ergebnisse haben“, forderte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig müssten nationale Justizsysteme die Verantwortlichen für konfliktbedingte sexuelle Gewalt strafrechtlich verfolgen. Dafür sei gegebenenfalls internationale Unterstützung erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hob Nigeria die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen hervor, die sich nach einer Gefangenschaft bei terroristischen Organisationen wieder in ihre Gemeinschaften eingliedern müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Überlebende, darunter Frauen und Mädchen, die zuvor von terroristischen Gruppen gefangen gehalten wurden, müssen Zugang zu medizinischer Versorgung, psychosozialer Unterstützung und wirtschaftlichen Möglichkeiten erhalten, um ihr Leben wiederaufzubauen“, erklärte der Vertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria kämpft insbesondere im Nordosten des Landes seit Jahren gegen die islamistischen Organisationen Boko Haram und den Islamischen Staat in Westafrika (ISWAP). In dem Konflikt wurden zahlreiche Frauen und Mädchen entführt, misshandelt und zur Flucht gezwungen.</p>



<h2 id="h-liberia-und-somalia-verlangen-starkere-beteiligung-an-friedensprozessen" class="wp-block-heading"><span id="liberia-und-somalia-verlangen-staerkere-beteiligung-an-friedensprozessen">Liberia und Somalia verlangen stärkere Beteiligung an Friedensprozessen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia verwies auf die Erfahrungen aus seiner eigenen Bürgerkriegsgeschichte. <a href="https://fokus-afrika.de/ecowas-startet-gender-programme-in-liberia/">Frauenorganisationen hatten in dem westafrikanischen Staat eine wichtige Rolle bei den Friedensbemühungen gespielt, die 2003 zur Beendigung des zweiten Bürgerkriegs beitrugen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der liberianische UN-Vertreter Lewis Garseedah Brown II stellte die Frage, weshalb Frauen zwar zur Beendigung eines Krieges beitragen könnten, anschließend jedoch Schwierigkeiten hätten, Einfluss auf die politische Friedensordnung zu gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia schlug vor, Friedensvereinbarungen stärker daran zu messen, ob Frauen Einfluss auf die ausgehandelten Regelungen haben, deren Umsetzung kontrollieren können und dauerhaft Unterstützung erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalias UN-Botschafter Abukar Dahir Osman forderte unterdessen, die Vorbeugung bewaffneter Konflikte stärker mit der Beteiligung von Frauen zu verknüpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Konfliktprävention muss im Zentrum der Agenda für Frauen, Frieden und Sicherheit stehen“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu müssten auch politische Ausgrenzung, Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen als Ursachen anhaltender Konflikte berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Osman verlangte, Frauen unmittelbar in Verhandlungsdelegationen aufzunehmen und sie auch als leitende Vermittlerinnen einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia befindet sich weiterhin im Kampf gegen die islamistische Al-Shabaab-Miliz. Zugleich bestehen politische Spannungen zwischen der Bundesregierung, einzelnen Bundesstaaten und oppositionellen Kräften über die föderale Ordnung und künftige Wahlen.</p>



<h2 id="h-un-fordern-mindestens-ein-drittel-frauen-bei-friedensverhandlungen" class="wp-block-heading"><span id="un-fordern-mindestens-ein-drittel-frauen-bei-friedensverhandlungen">UN fordern mindestens ein Drittel Frauen bei Friedensverhandlungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte fand 26 Jahre nach der Verabschiedung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats statt. Mit dem Beschluss aus dem Jahr 2000 verpflichteten sich die Vereinten Nationen erstmals ausdrücklich, Frauen stärker an Friedensprozessen und sicherheitspolitischen Entscheidungen zu beteiligen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution verbindet den Schutz von Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten mit ihrer Beteiligung an politischen Entscheidungen, der Konfliktprävention und dem Wiederaufbau nach Kriegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen haben mehr als 110 Staaten nationale Aktionspläne zur Umsetzung der Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ verabschiedet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die anhaltend geringe Beteiligung von Frauen an Verhandlungen zeigt jedoch, dass die politischen Zusagen bislang nur teilweise umgesetzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär Guterres verlangte deshalb neben einer Mindestbeteiligung von einem Drittel an Friedensprozessen auch Geschlechterparität bei Führungspositionen innerhalb der Vereinten Nationen. Zudem soll die Zahl der Frauen in UN-Friedensmissionen verdoppelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN Women forderte darüber hinaus, mindestens 15 Prozent der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit in konfliktbetroffenen Ländern gezielt zur Förderung der Geschlechtergleichstellung einzusetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="538" height="306" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/ac64f892-e2a4-4863-9d59-b2f51af8e4c3.jpeg" alt="" class="wp-image-31250 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/ac64f892-e2a4-4863-9d59-b2f51af8e4c3.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/ac64f892-e2a4-4863-9d59-b2f51af8e4c3-300x171.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/ac64f892-e2a4-4863-9d59-b2f51af8e4c3-380x216.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation drängt außerdem auf eine stärkere finanzielle Unterstützung von Frauenorganisationen und Friedensinitiativen sowie wirksamere Sanktionen gegen Verantwortliche sexueller Gewalt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderungen fallen in eine Phase steigender weltweiter Militärausgaben und rückläufiger internationaler Entwicklungshilfe. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen fehlen insbesondere Frauenorganisationen in Konfliktgebieten verlässliche finanzielle Mittel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der für UN-Friedensmissionen zuständige Untergeneralsekretär Jean-Pierre Lacroix bezeichnete die Beteiligung von Frauen an sicherheitspolitischen Entscheidungen als praktische Voraussetzung erfolgreicher Friedensarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Frauen mitwirken, Führungsverantwortung übernehmen und Entscheidungen gestalten, ist Friedenssicherung wirksamer und Frieden dauerhafter“, erklärte Lacroix.</p>
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		<title>Milliardenloch im Senegal: Haushaltsstreit belastet Regierung – Deutschland bereit zur Umschuldung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/milliardenloch-im-senegal-haushaltsstreit-belastet-regierung-deutschland-bereit-zur-umschuldung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2026 11:45:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Senegal steckt in einem Haushaltskonflikt: Die Regierung stoppt nach Widerstand der eigenen Parlamentsmehrheit die Abstimmung über den Nachtragshaushalt. Ein hochrangiger Beamter warnte FOKUS AFRIKA bereits im Sommer vor einer möglichen Zahlungsunfähigkeit 2027. Deutschland erklärt sich unterdessen zur Mitwirkung an einer internationalen Schuldenbehandlung bereit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmilliardenloch-im-senegal-haushaltsstreit-belastet-regierung-deutschland-bereit-zur-umschuldung%2F&amp;action_name=Milliardenloch%C2%A0im%C2%A0Senegal%3A%C2%A0Haushaltsstreit%C2%A0belastet%C2%A0Regierung%20%E2%80%93%20Deutschland%C2%A0bereit%C2%A0zur%C2%A0Umschuldung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Senegals Regierung hat die Abstimmung über den Nachtragshaushalt 2026 gestoppt und den umstrittenen Gesetzentwurf nach einem Konflikt mit der eigenen Parlamentsmehrheit zur erneuten Beratung zurückverwiesen. Die Entscheidung fiel am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, in der Nationalversammlung in Dakar. Hintergrund sind sinkende Staatseinnahmen, steigende Energiekosten und geplante Einsparungen bei öffentlichen Investitionen von umgerechnet rund 846 Millionen Euro. Während die Regierung ein Haushaltsdefizit von 7,6 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet, erklärt sich Deutschland in einer neuen Bundestagsantwort zur Beteiligung an einer internationalen Schuldenbehandlung bereit.</p>



<h2 id="h-regierung-zieht-notbremse-nach-widerstand-der-eigenen-mehrheit" class="wp-block-heading"><span id="regierung-zieht-notbremse-nach-widerstand-der-eigenen-mehrheit">Regierung zieht Notbremse nach Widerstand der eigenen Mehrheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Finanzminister Cheikh Diba beantragte während der Parlamentsdebatte, den Entwurf des Nachtragshaushalts 2026 erneut an den Ausschuss für Finanzen und Haushaltskontrolle zu überweisen. Er berief sich dabei auf Artikel 84 der Geschäftsordnung, der eine solche Rücküberweisung unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parlamentspräsident Ousmane Sonko nahm den Antrag an und beauftragte die Konferenz der Ausschussvorsitzenden, einen neuen Zeitplan für die Beratungen festzulegen. Die ursprünglich vorgesehene Abstimmung wurde damit verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Regierung will keine Positionen gegeneinanderstellen und die Institutionen nicht in eine Logik der Konfrontation führen“, erklärte Diba. Stattdessen solle der Dialog vertieft und eine Annäherung der Positionen ermöglicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/">Dem Schritt war ein offener Konflikt zwischen der Regierung von Premierminister Ahmadou Al Aminou Lo und der parlamentarischen Mehrheit der Partei Pastef vorausgegangen.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/erdrutschsieg-fuer-pastef-parlamentswahlen-im-senegal-markieren-politischen-wandel/">Der von Ousmane Sonko geführte Pastef hatte den Nachtragshaushalt bereits am 23. Oktober im Finanzausschuss abgelehnt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Differenzen betreffen insbesondere Kürzungen bei öffentlichen Investitionen, die Finanzierung sozialer Einrichtungen, Energiesubventionen und die parlamentarische Kontrolle sogenannter Sonderfonds.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko hatte angekündigt, dass seine Partei dem Haushaltsentwurf in der bisherigen Form nicht zustimmen werde. Der Streit verdeutlicht die politischen Spannungen innerhalb des Regierungslagers. Während Sonko als Parlamentspräsident und Pastef-Vorsitzender erheblichen Einfluss auf die Nationalversammlung ausübt, wird die Exekutive von Präsident Bassirou Diomaye Faye und Premierminister Lo geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Präsidentenpartei Kiiraay schaltete sich in den Konflikt ein. Ihre Vertreter warfen der Parlamentsmehrheit vor, durch die Blockade notwendiger Haushaltsanpassungen wirtschaftliche und soziale Probleme zu verschärfen.</p>



<h2 id="h-senegals-haushaltsloch-wachst-auf-2-65-milliarden-euro" class="wp-block-heading"><span id="senegals-haushaltsloch-waechst-auf-265-milliarden-euro">Senegals Haushaltsloch wächst auf 2,65 Milliarden Euro</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die finanziellen Schwierigkeiten des Senegal haben sich im laufenden Jahr weiter verschärft. Die Regierung musste ihre wirtschaftlichen Annahmen für 2026 erheblich korrigieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt der ursprünglich erwarteten fünf Prozent rechnet das Finanzministerium nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent. Gleichzeitig sinken die geplanten Staatseinnahmen um umgerechnet rund 518 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Entwurf sieht ein Haushaltsdefizit von etwa 2,65 Milliarden Euro vor. Das entspricht 7,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im ursprünglichen Haushalt hatte die Regierung noch ein Defizit von 5,4 Prozent erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders stark belasten die höheren internationalen Energiepreise den Staatshaushalt. Die vorgesehenen Energiesubventionen steigen von umgerechnet rund 381 Millionen Euro auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Damit beansprucht die Unterstützung des Energiesektors inzwischen mehr als zehn Prozent der gesamten geplanten Staatsausgaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Finanzminister Diba begründet die Entwicklung mit den Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf die internationalen Ölpreise. Ohne die im August vorgenommenen Anpassungen der Energiepreise wären die staatlichen Zuschüsse nach seiner Darstellung noch höher ausgefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen geringere Einnahmen aus dem wirtschaftlichen und sozialen Sanierungsprogramm der Regierung. Statt der zunächst erwarteten rund 1,16 Milliarden Euro sollen daraus bis Jahresende nur etwa 475 Millionen Euro mobilisiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die zusätzlichen Belastungen zu finanzieren, will die Regierung öffentliche Investitionen um rund 846 Millionen Euro reduzieren. Die geplanten Einsparungen entsprechen einem Rückgang von knapp 20 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Investitionsbudget.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffen sind insbesondere Infrastruktur- und Wasserversorgungsprojekte. Die Regierung will Vorhaben verschieben, die noch nicht ausreichend vorbereitet sind oder deren externe Finanzierung nicht gesichert ist.</p>



<h2 id="h-pastef-wehrt-sich-gegen-kurzungen-bei-investitionen-und-sozialprojekten" class="wp-block-heading"><span id="pastef-wehrt-sich-gegen-kuerzungen-bei-investitionen-und-sozialprojekten">Pastef wehrt sich gegen Kürzungen bei Investitionen und Sozialprojekten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplanten Einsparungen haben innerhalb der Parlamentsmehrheit erhebliche Kritik ausgelöst. Abgeordnete der Pastef-Fraktion verlangen, Investitionen in Gesundheit, Bildung, berufliche Ausbildung, Wasserversorgung und Infrastruktur stärker zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung hält dagegen, dass nicht alle sozialen Ausgaben sinken. Finanzminister Diba verwies im Finanzausschuss auf eine Aufstockung des Gesundheitsbudgets auf umgerechnet rund 375 Millionen Euro. Auch die Mittel für Familienhilfen sollen von etwa 53 Millionen auf 107 Millionen Euro verdoppelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Differenzen betreffen damit nicht allein die Gesamtausgaben der einzelnen Ressorts, sondern auch die Finanzierung konkreter Projekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parlamentarier kritisierten beispielsweise geplante Kürzungen bei Gesundheitszentren, Wasserversorgungsprojekten und dem Wohnungsbau. Sie forderten zusätzliche Informationen darüber, welche Vorhaben fortgeführt, verschoben oder gestrichen werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Streitpunkt ist der Umgang mit Sonderfonds. Pastef verlangt strengere gesetzliche Vorgaben für die Verwendung dieser Mittel und eine stärkere parlamentarische Kontrolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nationalversammlung hatte bereits am 26. Oktober zusätzliche Haushaltsunterlagen angefordert. Die Regierung erklärte sich daraufhin zu weiteren Gesprächen bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Finanzminister Diba betonte, dass die erneute Ausschussberatung nicht dazu diene, die parlamentarische Kontrolle zu umgehen. Vielmehr sollten die unterschiedlichen Positionen im Rahmen des geltenden Rechts zusammengeführt werden.</p>



<h2 id="h-schuldendienst-ubersteigt-geplante-einnahmen-des-kernhaushalts" class="wp-block-heading"><span id="schuldendienst-uebersteigt-geplante-einnahmen-des-kernhaushalts">Schuldendienst übersteigt geplante Einnahmen des Kernhaushalts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem laufenden Haushaltsdefizit steht die hohe Staatsverschuldung im Zentrum der Finanzkrise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den im Parlament vorgestellten Regierungszahlen beläuft sich der für 2026 veranschlagte Schuldendienst auf umgerechnet rund 8,84 Milliarden Euro. Dem stehen geplante Einnahmen des allgemeinen Staatshaushalts von etwa 8,41 Milliarden Euro gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schuldendienst umfasst neben Zinszahlungen auch die Rückzahlung fälliger Kredite. Allein die Zinsbelastung soll rund 1,96 Milliarden Euro erreichen und damit etwa 26 Prozent der erwarteten Steuereinnahmen ausmachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung ist deshalb auf erhebliche neue Finanzierungen und die Verlängerung bestehender Verbindlichkeiten angewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon im Sommer warnte ein ranghoher Beamter gegenüber FOKUS AFRIKA vor den möglichen Folgen der angespannten Haushaltslage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn wir das Ruder nicht rumreißen, könnte der Staat 2027 zahlungsunfähig sein“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders problematisch sei eine Situation, in der der Staat seine laufenden Verpflichtungen gegenüber Beschäftigten nicht mehr erfüllen könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn die Gehälter nicht ausgezahlt werden, wird aus der finanziellen Herausforderung ganz schnell eine soziale Krise.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Warnung beschreibt ein mögliches Krisenszenario, keine bereits eingetretene Zahlungsunfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die senegalesische Regierung hat inzwischen auch die Begleichung offener Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen in ihre Haushaltsplanung aufgenommen. Eine Summe von umgerechnet rund 457 Millionen Euro ist vorgesehen, um einen Teil der staatlichen Zahlungsrückstände zu begleichen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="268" height="188" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Cheikh_Diba_Ministre_des_finances_et_du_budget.jpg" alt="" class="wp-image-31245 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Finanzminister bezeichnete die öffentliche Verschuldung während der Ausschussberatungen als einen der größten Risikofaktoren für die Staatsfinanzen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-deutschland-zeigt-sich-zu-internationaler-schuldenbehandlung-bereit" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-zeigt-sich-zu-internationaler-schuldenbehandlung-bereit">Deutschland zeigt sich zu internationaler Schuldenbehandlung bereit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die finanziellen Schwierigkeiten des Senegal beschäftigen inzwischen auch die Bundesregierung. In einer am 27. Oktober veröffentlichten Bundestagsantwort bestätigt das Bundesentwicklungsministerium, dass Berlin eine koordinierte internationale Schuldenbehandlung des westafrikanischen Landes unterstützen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung erfolgte auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zur deutschen Beteiligung an der Energiewendepartnerschaft mit Senegal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung begrüßt demnach die bisherigen Gespräche zwischen Senegal und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie die Bereitschaft der senegalesischen Regierung, mit ihren Gläubigern über eine Schuldenbehandlung zu verhandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland sei bereit, sich im Rahmen des gemeinsamen G20-Rahmenwerks zur Behandlung staatlicher Schulden an einer abgestimmten Lösung unter Beteiligung der externen Gläubiger zu beteiligen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hintergrund ist die 2024 aufgedeckte Verschleierung öffentlicher Schulden unter der früheren Regierung von Präsident Macky Sall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Verhandlungen über internationale Finanzierungsprogramme waren die Partnerstaaten von erheblich niedrigeren Schuldenständen ausgegangen. Nach der späteren Neubewertung lag die Staatsverschuldung bei rund 132 Prozent der Wirtschaftsleistung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung erklärt, sie habe erstmals durch eine öffentliche Erklärung des damaligen Premierministers Ousmane Sonko vom 26. September 2024 von den nicht ordnungsgemäß angegebenen Verbindlichkeiten erfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine eigenständige Neubewertung der senegalesischen Staatsverschuldung habe Berlin anschließend nicht vorgenommen. Auch Neuverhandlungen über die Energiewendepartnerschaft mit der amtierenden Regierung hätten auf dieser Ebene nicht stattgefunden.</p>



<h2 id="h-deutsche-energiewendepartnerschaft-soll-keine-zusatzlichen-schulden-verursachen" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-energiewendepartnerschaft-soll-keine-zusaetzlichen-schulden-verursachen">Deutsche Energiewendepartnerschaft soll keine zusätzlichen Schulden verursachen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen von der internationalen Finanzkrise ist Senegals Zusammenarbeit mit europäischen Entwicklungspartnern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada und die Europäische Union hatten 2023 gemeinsam eine Energiewendepartnerschaft im Umfang von 2,5 Milliarden Euro angekündigt. Sie soll den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen und Senegal helfen, bis 2029 allen Einwohnern Zugang zu Strom zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion wollte von der Bundesregierung wissen, ob kreditfinanzierte Projekte angesichts der aufgedeckten Staatsverschuldung zusätzliche finanzielle Risiken für Senegal verursachen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium stellt dazu klar, dass die bisher von Deutschland zugesagte Unterstützung im Rahmen der Partnerschaft ausschließlich aus Haushaltszuschüssen besteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Bundesregierung hat im Rahmen der JETP keine Darlehen an Senegal vergeben“, heißt es in der Bundestagsantwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank haben nach Kenntnis der Bundesregierung bislang keine entsprechenden Kredite an den senegalesischen Staat vergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Gesamtzusage umfasst allerdings unterschiedliche Finanzierungsinstrumente, darunter grundsätzlich auch vergünstigte Darlehen, Garantien und technische Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland finanziert unter anderem Projekte zur ländlichen Elektrifizierung, zum Ausbau moderner Stromnetze und zur stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2026 weist die Bundesregierung neue Zusagen von 60,7 Millionen Euro im Bereich Klima, Energie und Energiewende aus. Davon sind 35 Millionen Euro für zukunftsfähige Stromnetze und weitere 15 Millionen Euro für die produktive Nutzung erneuerbarer Energien in ländlichen Regionen vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus fördert Deutschland die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Unternehmen und lokalen Einrichtungen. Im Anschluss an den deutsch-senegalesischen Wirtschaftstag vom 22. Juni 2026 wurde beispielsweise ein Vertrag zwischen der senegalesischen Agentur für ländliche Elektrifizierung und dem deutschen Unternehmen GAUFF Engineering zum Ausbau der nachhaltigen Stromversorgung geschlossen.</p>



<h2 id="h-iwf-programm-uber-mehrere-milliarden-soll-staatsfinanzen-stabilisieren" class="wp-block-heading"><span id="iwf-programm-ueber-mehrere-milliarden-soll-staatsfinanzen-stabilisieren">IWF-Programm über mehrere Milliarden soll Staatsfinanzen stabilisieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Dakar verhandelt parallel mit dem Internationalen Währungsfonds über ein neues mehrjähriges Hilfsprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. September erzielten die senegalesischen Behörden und der IWF-Stab eine vorläufige Einigung auf ein Finanzierungsprogramm im Umfang von rund 1,9 Milliarden Euro über 36 Monate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des IWF-Exekutivdirektoriums. Voraussetzung sind unter anderem weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Haushaltsführung und ausreichende Finanzierungszusagen internationaler Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF fordert eine stärkere Kontrolle der Staatsverschuldung, eine bessere Erfassung finanzieller Verpflichtungen und Reformen bei der Mobilisierung von Steuereinnahmen. Gleichzeitig sollen soziale Sicherungssysteme gestärkt und die öffentlichen Ausgaben gezielter eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Senegal will im Rahmen des Programms auch seine Schuldenstruktur neu ordnen. Die Regierung bereitet dafür einen entsprechenden Plan vor und führt Gespräche mit internationalen Gläubigern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Haushaltsstreit in Dakar betrifft unmittelbar diese finanzpolitischen Anpassungen. Die Regierung benötigt parlamentarische Zustimmung für die geänderten Einnahmen, Ausgaben und Finanzierungsmaßnahmen des laufenden Jahres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Rücküberweisung am 27. Oktober liegt der Nachtragshaushalt erneut beim Finanzausschuss der Nationalversammlung. Ein neuer Termin für die abschließende Abstimmung wurde zunächst nicht bekannt gegeben.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN beenden Mission in Somalia nach 30 Jahren – Sicherheitslage bleibt angespannt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-beenden-mission-in-somalia-nach-30-jahren-sicherheitslage-bleibt-angespannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2026 21:57:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach mehr als drei Jahrzehnten endet ein Kapitel der UN-Präsenz in Somalia. Die politische Mission wird geschlossen, somalische Institutionen übernehmen ihre Aufgaben. Doch der Kampf gegen Al-Shabaab und der Streit über die nächsten Wahlen dauern an.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-beenden-mission-in-somalia-nach-30-jahren-sicherheitslage-bleibt-angespannt%2F&amp;action_name=UN%C2%A0beenden%C2%A0Mission%C2%A0in%C2%A0Somalia%20nach%2030%20Jahren%C2%A0%E2%80%93%C2%A0Sicherheitslage%C2%A0bleibt%C2%A0angespannt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-beenden-mission-in-somalia-nach-30-jahren-sicherheitslage-bleibt-angespannt/">UN beenden Mission in Somalia nach 30 Jahren – Sicherheitslage bleibt angespannt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen beenden ihre politische Mission in Somalia und übertragen die Verantwortung für zentrale Aufgaben des Staatsaufbaus, der Regierungsführung und der Friedensförderung an somalische Institutionen und weiterhin tätige UN-Organisationen. Am 27. Oktober 2026 bestätigten die UN den bevorstehenden Abschluss des Einsatzes. Die Übergangsmission UNTMIS stellt ihren Betrieb am 31. Oktober ein und beendet damit mehr als 13 Jahre kontinuierlicher politischer UN-Missionen sowie eine über drei Jahrzehnte zurückreichende Geschichte internationaler UN-Einsätze in Somalia. Der Rückzug erfolgt auf Wunsch der somalischen Regierung, während das Land weiterhin gegen die islamistische Al-Shabaab-Miliz kämpft und über seine politische Zukunft streitet.</p>



<h2 id="h-un-ubergeben-politische-aufgaben-an-somalische-institutionen" class="wp-block-heading"><span id="un-uebergeben-politische-aufgaben-an-somalische-institutionen">UN übergeben politische Aufgaben an somalische Institutionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Ende der Übergangsmission UNTMIS schließt Somalia einen zweijährigen Prozess ab, in dem die Aufgaben der Vereinten Nationen schrittweise auf nationale Behörden und andere internationale Einrichtungen übertragen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hatte den Übergang mit den Resolutionen 2753 aus dem Jahr 2024 und 2809 aus dem Jahr 2025 beschlossen. Grundlage war ein entsprechendes Ersuchen der somalischen Bundesregierung unter Präsident Hassan Sheikh Mohamud.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Mogadischu verfolgt damit das Ziel, die Verantwortung für politische Entscheidungen, institutionelle Reformen und nationale Versöhnungsprozesse stärker selbst zu übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Abschlussveranstaltung in Mogadischu erläuterte der kommissarische Leiter der Mission, Raisedon Zenenga, den Übergabeprozess. In den vergangenen beiden Jahren hätten Vertreter der somalischen Regierung und der UN in einem gemeinsamen technischen Ausschuss die Aufgabenverteilung und den Abzug vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zuständigkeiten der UNTMIS wurden dabei auf somalische Institutionen, das reguläre UN-Länderteam und das Unterstützungsbüro der Vereinten Nationen in Somalia (UNSOS) übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Veranstaltung nahm unter anderem der stellvertretende somalische Ministerpräsident Salah Jama teil.</p>



<h2 id="h-politische-un-missionen-begleiteten-somalia-seit-2013" class="wp-block-heading"><span id="politische-un-missionen-begleiteten-somalia-seit-2013">Politische UN-Missionen begleiteten Somalia seit 2013</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Präsenz der Vereinten Nationen in Somalia begann in ihrer jüngsten Form 2013 mit der Einrichtung der Unterstützungsmission UNSOM. Damals befand sich das Land nach Jahrzehnten von Bürgerkrieg, Staatszerfall und bewaffneten Konflikten im Wiederaufbau seiner staatlichen Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UNSOM begleitete insbesondere die Entwicklung des föderalen Staatsaufbaus. Dazu gehörten die Einrichtung regionaler Verwaltungsstrukturen, die Zusammenarbeit zwischen Zentralregierung und Bundesstaaten sowie die Vorbereitung politischer Übergangsprozesse und Wahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Aufgaben umfassten die Unterstützung der Justiz, die Reform des Sicherheitssektors, den Aufbau der Polizei und die Förderung der Menschenrechte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission unterstützte außerdem die Beteiligung von Frauen und jungen Menschen am politischen Leben, vermittelte zwischen Konfliktparteien und arbeitete mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im November 2024 wurde UNSOM in die Übergangsmission UNTMIS umgewandelt. Anders als ihre Vorgängerin konzentrierte sich diese auf die geordnete Übertragung der verbleibenden Aufgaben an nationale und internationale Partner.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="897" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55210898956_6ee1596736_k-1024x897.jpg" alt="" class="wp-image-31229 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55210898956_6ee1596736_k-1024x897.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55210898956_6ee1596736_k-300x263.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55210898956_6ee1596736_k-768x673.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55210898956_6ee1596736_k-1536x1346.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55210898956_6ee1596736_k-380x333.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55210898956_6ee1596736_k-800x701.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55210898956_6ee1596736_k-1160x1016.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55210898956_6ee1596736_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte der UN-Einsätze in Somalia reicht allerdings weiter zurück. Bereits Anfang der 1990er-Jahre hatten die Vereinten Nationen nach dem Zusammenbruch der Zentralregierung internationale Missionen entsandt. Das Ende von UNTMIS markiert deshalb den Abschluss einer mehr als 30 Jahre umfassenden Geschichte solcher Einsätze zur Unterstützung von Frieden, Staatsaufbau und politischer Stabilisierung.</p>
</div></div>



<h2 id="h-unterstutzung-der-afrikanischen-union-gegen-al-shabaab-geht-weiter" class="wp-block-heading"><span id="unterstuetzung-der-afrikanischen-union-gegen-al-shabaab-geht-weiter">Unterstützung der Afrikanischen Union gegen Al-Shabaab geht weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schließung der UNTMIS bedeutet keinen vollständigen Rückzug der Vereinten Nationen aus Somalia. UN-Organisationen, Entwicklungsprogramme und humanitäre Einrichtungen setzen ihre Arbeit fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die militärische Unterstützung durch die Afrikanische Union ist von der Entscheidung nicht unmittelbar betroffen.<a href="https://fokus-afrika.de/somalia-fordert-machtverschiebung-bei-un-hilfe-alte-denkmuster-gehoeren-auf-den-muellhaufen-der-geschichte/" data-type="post" data-id="30269"> Ihre Unterstützungs- und Stabilisierungsmission AUSSOM besitzt ein eigenes Mandat des UN-Sicherheitsrats, das bis zum 31. Dezember 2026 verlängert wurde.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission unterstützt somalische Sicherheitskräfte im Kampf gegen die islamistische Al-Shabaab-Miliz, die seit rund zwei Jahrzehnten gegen die Regierung kämpft und weiterhin Teile des Landes kontrolliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-al-shabaab-sanktionen-resolution-2806-regelt-waffenlieferungen-nach-somalia-neu/" data-type="post" data-id="22931">Die Miliz verübt regelmäßig Anschläge und militärische Angriffe</a>. <a href="https://fokus-afrika.de/us-luftangriffe-und-einsaetze-der-somalischen-armee-gegen-al-shabaab-und-is-ableger/">Trotz gemeinsamer Operationen somalischer und afrikanischer Streitkräfte verfügt sie weiterhin über die Fähigkeit, größere Sicherheitsoperationen und Anschläge durchzuführen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das UN-Unterstützungsbüro UNSOS bleibt ebenfalls tätig. Es stellt logistische Leistungen für die Mission der Afrikanischen Union und weitere unterstützte Sicherheitskräfte bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres betonte in seiner Erklärung zum Missionsende, dass Somalia angesichts fortbestehender politischer, sicherheitspolitischer und humanitärer Herausforderungen weiterhin internationale Unterstützung benötige. Besonders verwies er auf die Bedrohung durch Al-Shabaab und die Notwendigkeit eines schrittweisen Sicherheitsübergangs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst am 26. Oktober hatte Somalias Präsident Hassan Sheikh Mohamud bei einem Treffen mit Ugandas Präsident Yoweri Museveni in Entebbe um fortgesetzte militärische Unterstützung geworben. Uganda gehört seit Jahren zu den wichtigsten Truppenstellern der afrikanischen Friedens- und Stabilisierungsmissionen in Somalia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mohamud würdigte den Einsatz ugandischer Streitkräfte und äußerte den Wunsch, dass sie weiterhin im Land bleiben, um die somalischen Sicherheitskräfte zu unterstützen.</p>



<h2 id="h-verfassungsstreit-und-wahlen-bleiben-politische-herausforderungen" class="wp-block-heading"><span id="verfassungsstreit-und-wahlen-bleiben-politische-herausforderungen">Verfassungsstreit und Wahlen bleiben politische Herausforderungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Sicherheitslage steht Somalia vor ungelösten Konflikten über die föderale Ordnung und die künftige politische Machtverteilung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen der Zentralregierung in Mogadischu, mehreren Bundesstaaten und oppositionellen Kräften bestehen unterschiedliche Vorstellungen über Verfassungsreformen, Wahlverfahren und die Zuständigkeiten der staatlichen Ebenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/trump-setzt-somalia-unter-druck-separatisten-aus-somaliland-und-puntland-profitieren/" data-type="post" data-id="22578">Insbesondere Puntland und Jubaland lehnen Teile der von der Bundesregierung vorangetriebenen Verfassungsänderungen ab.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-mohamud-kuendigt-die-ersten-wahlen-seit-57-jahren-an/" data-type="post" data-id="20204">Auch die Verlängerung der Amtszeit von Präsident Mohamud hat politische Auseinandersetzungen ausgelöst.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nationale Wahlkommission kündigte am 15. Oktober an, die Wahlen zu beiden Kammern des Bundesparlaments am 15. April 2027 und die Präsidentschaftswahl am 15. Mai 2027 abzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zeitplan ist politisch umstritten. Oppositionsvertreter kritisieren, dass wesentliche Fragen zur Verfassungsordnung und zum Wahlverfahren weiterhin nicht einvernehmlich geklärt seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UNTMIS hatte sich während ihrer Tätigkeit an der Unterstützung der Wahlbehörden und an Gesprächen über einen möglichst breiten politischen Konsens beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Abschlussveranstaltung begrüßte Zenenga deshalb eine neue öffentliche Einladung von Präsident Mohamud an die politischen Akteure des Landes, den Dialog wieder aufzunehmen.</p>



<h2 id="h-un-setzen-zusammenarbeit-uber-regulare-organisationen-fort" class="wp-block-heading"><span id="un-setzen-zusammenarbeit-ueber-regulaere-organisationen-fort">UN setzen Zusammenarbeit über reguläre Organisationen fort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die künftige Zusammenarbeit zwischen Somalia und den Vereinten Nationen wird stärker über die dauerhaft im Land tätigen UN-Einrichtungen organisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Koordination übernimmt das UN-Länderteam unter Leitung von George Conway, der zugleich als humanitärer Koordinator tätig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu dessen Aufgaben gehören die Unterstützung nationaler Entwicklungsziele, humanitäre Hilfe, Menschenrechtsschutz und die Zusammenarbeit mit somalischen Behörden sowie internationalen Partnern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zenenga betonte bei der Abschlussveranstaltung, dass das Ende der politischen Mission nicht mit dem Ende der internationalen Unterstützung gleichzusetzen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Schließung von UNTMIS bedeutet nicht das Ende der Unterstützung durch die Vereinten Nationen“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Vertreter würdigte zugleich die Arbeit der nationalen und internationalen Beschäftigten der bisherigen Missionen. Besonders erinnerte er an jene UN-Mitarbeiter und Angehörigen afrikanischer Friedensmissionen, die bei ihren Einsätzen in Somalia ums Leben kamen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-beenden-mission-in-somalia-nach-30-jahren-sicherheitslage-bleibt-angespannt%2F&amp;action_name=UN%C2%A0beenden%C2%A0Mission%C2%A0in%C2%A0Somalia%20nach%2030%20Jahren%C2%A0%E2%80%93%C2%A0Sicherheitslage%C2%A0bleibt%C2%A0angespannt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-beenden-mission-in-somalia-nach-30-jahren-sicherheitslage-bleibt-angespannt/">UN beenden Mission in Somalia nach 30 Jahren – Sicherheitslage bleibt angespannt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA schärfen Westsahara-Resolution – Marokkos Autonomieplan bleibt einzige Verhandlungsgrundlage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-schaerfen-westsahara-resolution-marokkos-autonomieplan-bleibt-einzige-verhandlungsgrundlage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2026 10:40:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[MINURSO]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Washington ändert seinen Kurs bei der Westsahara-Resolution: Die UN-Mission soll vorerst nicht nach einem festen Zeitplan umgebaut werden. Doch Marokkos Autonomieplan bleibt die einzige Verhandlungsgrundlage, und der Begriff „Referendum“ soll aus dem Namen der Mission verschwinden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-schaerfen-westsahara-resolution-marokkos-autonomieplan-bleibt-einzige-verhandlungsgrundlage%2F&amp;action_name=USA%20sch%C3%A4rfen%20Westsahara-Resolution%20%E2%80%93%20Marokkos%20Autonomieplan%20bleibt%20einzige%20Verhandlungsgrundlage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-schaerfen-westsahara-resolution-marokkos-autonomieplan-bleibt-einzige-verhandlungsgrundlage/">USA schärfen Westsahara-Resolution – Marokkos Autonomieplan bleibt einzige Verhandlungsgrundlage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die USA haben ihren Resolutionsentwurf zur Westsahara überarbeitet und die ursprünglich vorgesehene feste Frist für das Ende des Friedenssicherungsmandats der UN-Mission MINURSO gestrichen. Die neue Fassung wurde am 26. Oktober 2026 verbreitet. Auch das Selbstbestimmungsrecht der Sahrauis wird wieder ausdrücklich genannt. Washington hält jedoch daran fest, den marokkanischen Autonomieplan zur einzigen Grundlage der Verhandlungen zu machen und die UN-Mission umzubenennen.</p>



<h2 id="h-usa-verzichten-auf-festen-zeitplan-fur-den-abbau-der-un-mission" class="wp-block-heading"><span id="usa-verzichten-auf-festen-zeitplan-fuer-den-abbau-der-un-mission">USA verzichten auf festen Zeitplan für den Abbau der UN-Mission</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Fassung sieht vor, das Mandat der MINURSO bis zum 31. Oktober 2027 zu verlängern. Eine zunächst geplante grundlegende Umwandlung der Mission wurde dagegen zurückgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste amerikanische Entwurf vom 20. Oktober hatte vorgesehen, das Friedenssicherungsmandat am 30. April 2027 zu beenden. Anschließend sollte die MINURSO für sechs Monate als politische Sondermission weitergeführt werden. Gleichzeitig sollten ihre uniformierten Kräfte bis zum 31. Januar 2027 um mindestens 50 Prozent reduziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese verbindlichen Vorgaben fehlen in der überarbeiteten Fassung. Stattdessen soll UN-Generalsekretär António Guterres bis zum 30. Januar 2027 detaillierte Vorschläge zur künftigen Struktur, Personalstärke und Finanzierung vorlegen. Dazu gehören auch mögliche Truppenreduzierungen, die Zusammenlegung oder Schließung von Standorten sowie die künftige Überwachung der Waffenruhe und die Minenräumung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die weitere Umgestaltung der Mission soll der Sicherheitsrat anschließend unter Berücksichtigung dieser Vorschläge und der Fortschritte im politischen Prozess entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An einer symbolisch bedeutsamen Änderung hält Washington allerdings fest: Die bisherige Mission der Vereinten Nationen für das Referendum in der Westsahara (MINURSO) soll bereits zum 1. November 2026 in „Mission der Vereinten Nationen in der Westsahara“ (MINUSO) umbenannt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit würde der ausdrückliche Bezug auf ein Referendum aus dem Namen der seit 1991 bestehenden Mission verschwinden.<a href="https://fokus-afrika.de/usa-setzen-un-unter-reformdruck-und-nehmen-minurso-ins-visier/"> Die Umbenennung allein bedeutet jedoch noch keine Aufhebung ihres bisherigen Mandats.</a></p>



<h2 id="h-marokkos-autonomieplan-bleibt-einzige-grundlage-der-verhandlungen" class="wp-block-heading"><span id="marokkos-autonomieplan-bleibt-einzige-grundlage-der-verhandlungen">Marokkos Autonomieplan bleibt einzige Grundlage der Verhandlungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der politischen Lösung des Westsahara-Konflikts haben die Vereinigten Staaten ihre Formulierungen angepasst. Während der erste Entwurf eine Autonomie unter marokkanischer Souveränität als „einzige realisierbare Lösung“ bezeichnete, spricht die neue Fassung von der „am ehesten realisierbaren Lösung“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich wird ausdrücklich auf die UN-Charta und das Prinzip der Selbstbestimmung verwiesen. Im politischen Teil des Entwurfs bleibt die amerikanische Position jedoch unverändert: Die Konfliktparteien sollen den erweiterten und aktualisierten Autonomievorschlag Marokkos als einzige Grundlage ihrer Verhandlungen verwenden und ihre Antworten auf dieser Basis formulieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko beansprucht die Westsahara als Teil seines Staatsgebiets und schlägt eine weitreichende regionale Selbstverwaltung unter marokkanischer Souveränität vor. Die Frente Polisario fordert dagegen das Selbstbestimmungsrecht der sahrauischen Bevölkerung einschließlich der Möglichkeit einer staatlichen Unabhängigkeit. Algerien unterstützt die Polisario, während Mauretanien am politischen Vermittlungsprozess beteiligt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" data-type="post" data-id="21658">Bereits mit der Resolution 2797 vom 31. Oktober 2025 hatte der UN-Sicherheitsrat den marokkanischen Autonomievorschlag zur Grundlage weiterer Verhandlungen gemacht.</a> Damals hielt das Gremium zugleich an einer endgültigen, gegenseitig akzeptierten politischen Lösung fest, die das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung gewährleisten soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der überarbeitete amerikanische Entwurf geht bei der Festlegung des Verhandlungsrahmens darüber hinaus, indem er den marokkanischen Vorschlag ausdrücklich zur einzigen Grundlage erklärt.</p>



<h2 id="h-polisario-lehnt-eine-vorfestlegung-auf-marokkanische-souveranitat-ab" class="wp-block-heading"><span id="polisario-lehnt-eine-vorfestlegung-auf-marokkanische-souveraenitaet-ab">Polisario lehnt eine Vorfestlegung auf marokkanische Souveränität ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frente Polisario hatte bereits auf den ersten amerikanischen Entwurf mit deutlicher Ablehnung reagiert. In einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat vom 22. Oktober stellte die Bewegung ihre weitere Teilnahme am politischen Prozess infrage, falls die vorgeschlagenen Regelungen unverändert beschlossen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Erklärung nach einer außerordentlichen Sitzung ihrer Führung am 25. Oktober bekräftigte die Polisario ihre Ablehnung jeder Lösung, die nicht auf dem Recht der sahrauischen Bevölkerung auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit beruhe. Die zuvor ausgesprochene ausdrückliche Drohung eines Rückzugs aus den Verhandlungen wurde in dieser Erklärung allerdings nicht wiederholt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polisario beansprucht weiterhin, die legitime Vertretung des sahrauischen Volkes zu sein. <a href="https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/" data-type="post" data-id="25687">In Washington laufen im Senat weitere Bemühungen die Bewegung als Terrororganisation einzustufen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der amerikanische Resolutionsentwurf sieht unterdessen vor, die Gespräche auf weitere sahrauische Gruppen und Vertreter auszuweiten. UN-Sondergesandter Staffan de Mistura soll ausdrücklich auch Personen und Organisationen konsultieren, die nicht zu den bisherigen Verhandlungsparteien gehören. Das betrifft die Bevölkerung in der Westsahara, die Flüchtlingslager und die sahrauische Diaspora.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington unterstützt zudem die Fortsetzung der direkten Gespräche zwischen Marokko, der Frente Polisario, Algerien und Mauretanien. <a href="https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/" data-type="post" data-id="24487">Der Entwurf verweist auf drei Verhandlungsrunden in Washington und Madrid, die von den USA und den Vereinten Nationen begleitet wurden.</a></p>



<h2 id="h-un-sollen-fluchtlinge-in-tindouf-innerhalb-von-sechs-monaten-registrieren" class="wp-block-heading"><span id="un-sollen-fluechtlinge-in-tindouf-innerhalb-von-sechs-monaten-registrieren">UN sollen Flüchtlinge in Tindouf innerhalb von sechs Monaten registrieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Bestimmung betrifft die sahrauischen Flüchtlingslager rund um die algerische Stadt Tindouf. Der überarbeitete amerikanische Entwurf fordert das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR auf, die Registrierung der dort lebenden Flüchtlingsbevölkerung innerhalb von sechs Monaten abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Registrierung soll nach internationalem Flüchtlingsrecht sowie den Standards des UNHCR erfolgen. Alle beteiligten Akteure sollen einen ungehinderten Zugang und ausreichende Bewegungsfreiheit für die Registrierung und die Prüfung dauerhafter Lösungen gewährleisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text bezeichnet die langjährige Vertreibung und die sich verschlechternden humanitären Bedingungen in den Lagern als besorgniserregend. Internationale Hilfsmittel sollen nach dem Entwurf freiwillige, individuelle und dauerhafte Lösungen unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage der Registrierung ist seit Jahren politisch umstritten. Die Flüchtlingslager befinden sich auf algerischem Territorium und werden von der Polisario verwaltet. Eine umfassende, international anerkannte individuelle Registrierung der dortigen Flüchtlingsbevölkerung liegt bislang nicht vor.</p>



<h2 id="h-un-sicherheitsrat-entscheidet-uber-die-zukunft-der-minurso" class="wp-block-heading"><span id="un-sicherheitsrat-entscheidet-ueber-die-zukunft-der-minurso">UN-Sicherheitsrat entscheidet über die Zukunft der MINURSO</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die amerikanischen Änderungen erfolgen wenige Tage vor der nächsten Abstimmung des UN-Sicherheitsrats. Diese wird für den 30. Oktober erwartet. Das bestehende Mandat der MINURSO läuft einen Tag später aus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/UN71150932-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-31207 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/UN71150932-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/UN71150932-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/UN71150932-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/UN71150932-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/UN71150932-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/UN71150932-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/UN71150932.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die USA führen die Verhandlungen über den Resolutionsentwurf. Im Sicherheitsrat ist die Zustimmung von mindestens neun der 15 Mitglieder erforderlich, sofern keines der fünf ständigen Mitglieder ein Veto einlegt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/">Bei der Abstimmung über die Resolution 2797 im Oktober 2025 hatten elf Staaten zugestimmt. </a>Russland, China und Pakistan enthielten sich, während Algerien nicht an der Abstimmung teilnahm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokkos Außenminister Nasser Bourita telefonierte am 23. Oktober mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Das russische Außenministerium nannte die bilateralen Beziehungen, den geplanten Russland-Afrika-Gipfel und die Abstimmung in regionalen sowie internationalen Fragen als Gesprächsthemen. Ob Moskau den überarbeiteten amerikanischen Resolutionsentwurf unterstützen wird, blieb zunächst offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine endgültige Entscheidung über die Neuausrichtung und mögliche Umbenennung der MINURSO liegt noch nicht vor. Die Regelungen müssen zunächst vom UN-Sicherheitsrat angenommen werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Weltnaturkonferenz: Deutschland mobilisiert 268 Millionen Euro für Afrikas Schutzgebiete</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/weltnaturkonferenz-deutschland-mobilisiert-268-millionen-euro-fuer-afrikas-schutzgebiete/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 13:34:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[UNDP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland mobilisiert rund 268 Millionen Euro für Afrikas Naturschutzgebiete. Auf der COP17 kündigt Berlin weitere Mittel für Biodiversität an.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fweltnaturkonferenz-deutschland-mobilisiert-268-millionen-euro-fuer-afrikas-schutzgebiete%2F&amp;action_name=Weltnaturkonferenz%3A%20Deutschland%20mobilisiert%20268%20Millionen%20Euro%20f%C3%BCr%20Afrikas%20Schutzgebiete&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bündelt gemeinsam mit zwei privaten Stiftungen rund 268 Millionen Euro für den langfristigen Schutz bedeutender Naturlandschaften in Afrika und stellt weitere 85 Millionen Euro für den internationalen Artenschutz bereit. Die Bundesregierung konkretisiert ihre Finanzierungszusagen während der 17. Weltnaturkonferenz, die vom 19. bis 30. Oktober 2026 in der armenischen Hauptstadt Eriwan stattfindet. Für die afrikanischen Schutzgebiete kommen rund 89 Millionen Euro aus deutschen öffentlichen Mitteln und etwa 179 Millionen Euro von privaten Geldgebern. Damit sollen besonders artenreiche Gebiete über Jahrzehnte geschützt und zusätzliche Investitionen in den Naturschutz ermöglicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesumweltminister Carsten Schneider und Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verbinden die Zusagen mit dem Ziel, öffentliche Finanzierung stärker durch privates Kapital zu ergänzen. Ein Schwerpunkt liegt auf afrikanischen Großschutzgebieten, deren langfristiger Erhalt häufig durch unzureichende Finanzierung erschwert wird.</p>



<h2 id="h-zehn-grosse-naturschutzgebiete-in-afrika-sollen-langfristig-finanziert-werden" class="wp-block-heading"><span id="zehn-grosse-naturschutzgebiete-in-afrika-sollen-langfristig-finanziert-werden">Zehn große Naturschutzgebiete in Afrika sollen langfristig finanziert werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das gemeinsame Finanzierungspaket für den Legacy Landscapes Fund (LLF) umfasst umgerechnet rund 268 Millionen Euro. Es war bereits am 23. September am Rande der UN-Generalversammlung in New York angekündigt worden und ist Bestandteil der deutschen Finanzierungsinitiative zur Weltnaturkonferenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland stellt über die Internationale Klimaschutzinitiative, das Bundesentwicklungsministerium und die KfW rund 89 Millionen Euro bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die amerikanische Wyss Foundation und die Rob Walton Foundation steuern jeweils denselben Betrag bei. Damit verdoppeln die privaten Stiftungen den öffentlichen deutschen Finanzierungsbeitrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Fonds reicht das Gesamtpaket aus, um zehn besonders bedeutende Naturschutzgebiete in Afrika langfristig zu unterstützen. Die Finanzierung ist auf einen Zeitraum von mindestens 50 Jahren ausgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der LLF verfolgt ein Modell, bei dem öffentliche und private Geldgeber gemeinsam die dauerhafte Grundfinanzierung von Schutzgebieten übernehmen. Damit sollen unter anderem Parkverwaltungen, Schutzmaßnahmen, wissenschaftliche Beobachtung und die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden abgesichert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium und die KfW waren an der Gründung des Fonds beteiligt. Ziel ist es, bis 2030 mindestens 30 bedeutende Naturlandschaften weltweit langfristig zu finanzieren.</p>



<h2 id="h-von-angola-bis-madagaskar-afrikanische-schutzgebiete-im-forderprogramm" class="wp-block-heading"><span id="von-angola-bis-madagaskar-afrikanische-schutzgebiete-im-foerderprogramm">Von Angola bis Madagaskar: Afrikanische Schutzgebiete im Förderprogramm</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Legacy Landscapes Fund unterstützt bereits mehrere Naturlandschaften auf dem afrikanischen Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören der Nationalpark North Luangwa in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/" data-type="category" data-id="46">Sambia</a>, das Schutzgebiet Gonarezhou in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/simbabwe/" data-type="category" data-id="47">Simbabwe</a>, der Nationalpark Iona in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/angola/" data-type="category" data-id="49">Angola</a> und die Landschaft Odzala-Kokoua in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/republik-kongo/" data-type="category" data-id="53">Republik Kongo</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere geförderte Gebiete liegen unter anderem in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/" data-type="category" data-id="220">Namibia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/malawi/" data-type="category" data-id="37">Malawi</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/" data-type="category" data-id="36">Madagaskar</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schutzgebiete umfassen unterschiedliche Ökosysteme, darunter tropische Regenwälder, Savannen und Wüstenlandschaften. Die Finanzierung unterstützt nicht allein den Erhalt gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, sondern auch die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen durch lokale Gemeinschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nordosten Sambias umfasst die geförderte North-Luangwa-Landschaft beispielsweise rund 22.000 Quadratkilometer. Neben dem Schutz des Nationalparks werden die Verwaltung, die Infrastruktur und naturschutzverträgliche wirtschaftliche Aktivitäten umliegender Gemeinden unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die zusätzlich vorgesehenen afrikanischen Fördergebiete liegt noch keine vollständige öffentliche Aufteilung der neuen Mittel nach Ländern und Projekten vor.</p>



<h2 id="h-weitere-85-millionen-euro-fur-internationale-biodiversitatsprogramme" class="wp-block-heading"><span id="weitere-85-millionen-euro-fuer-internationale-biodiversitaetsprogramme">Weitere 85 Millionen Euro für internationale Biodiversitätsprogramme</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Finanzierungspaket für Afrika stellt das Bundesumweltministerium zusätzliche Gelder für mehrere internationale Naturschutzprogramme zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 50 Millionen Euro unterstützt Deutschland den Global Biodiversity Framework Fund (GBFF). Der Fonds gehört zur Globalen Umweltfazilität und finanziert Projekte zur Umsetzung der internationalen Biodiversitätsziele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefördert werden unter anderem die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme, der Schutz natürlicher Lebensräume und die Berücksichtigung der Artenvielfalt in Landwirtschaft, Fischerei und Infrastrukturplanung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere 20 Millionen Euro gehen an das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sollen Länder bei der Umsetzung ihrer nationalen Strategien und Aktionspläne für den Erhalt der biologischen Vielfalt unterstützt werden. Die Förderung erfolgt im Rahmen der sogenannten NBSAP Accelerator Partnership, die Deutschland gemeinsam mit Kolumbien ins Leben gerufen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich erhält eine Investitionsfazilität des UNDP für den Naturschutz 15 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihr sollen private Investitionen für die Erhaltung wertvoller Naturlandschaften mobilisiert werden. Geplant sind unter anderem neue Projektvorbereitungen in Afrika und Lateinamerika sowie Investitionen in ausgewählte Landschaften Asiens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Schutz von Urwäldern und Schutzgebieten in den ukrainischen Karpaten stellt Deutschland außerdem zehn Millionen Euro bereit.</p>



<h2 id="h-deutschland-fordert-insektenforschung-in-kenia" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-foerdert-insektenforschung-in-kenia">Deutschland fördert Insektenforschung in Kenia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Bestandteil der deutschen Zusagen betrifft die Forschung zum Schutz von Bestäubern in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt das International Centre of Insect Physiology and Ecology (icipe) mit Sitz in Nairobi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschungseinrichtung untersucht die Bedeutung von Insekten für Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und den Erhalt natürlicher Ökosysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders Bienen und andere bestäubende Insekten spielen eine wichtige Rolle beim Anbau zahlreicher Kulturpflanzen. Ihr Rückgang kann die landwirtschaftliche Produktion und damit die Einkommen kleinbäuerlicher Betriebe beeinträchtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Unterstützung soll Forschungsarbeiten zur Förderung und zum Schutz dieser Insekten stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine konkrete Fördersumme für das Insektenforschungsprogramm wurde zunächst nicht genannt.</p>



<h2 id="h-schneider-fordert-starkeren-schutz-artenreicher-regionen" class="wp-block-heading"><span id="schneider-fordert-staerkeren-schutz-artenreicher-regionen">Schneider fordert stärkeren Schutz artenreicher Regionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesumweltminister Carsten Schneider betonte bei der Vorstellung der deutschen Beiträge die internationale Verantwortung für den Erhalt der biologischen Vielfalt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/260922_unga_germany_7127-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-31174 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/260922_unga_germany_7127-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/260922_unga_germany_7127-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/260922_unga_germany_7127-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/260922_unga_germany_7127-1536x1025.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/260922_unga_germany_7127-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/260922_unga_germany_7127-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/260922_unga_germany_7127-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/260922_unga_germany_7127-1160x774.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Länder mit der größten biologischen Vielfalt liegen im Globalen Süden. Diese Länder erwarten zu Recht, dass wir sie auch in Zukunft mit dieser Aufgabe nicht alleinlassen, weil wir auf eine intakte Natur angewiesen sind“, erklärte Schneider.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hob insbesondere die Beteiligung der Menschen hervor, die in und um die betroffenen Naturlandschaften leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dabei steht für uns der Mensch im Mittelpunkt. Dazu gehört, dass wir indigene Völker und lokale Gemeinschaften in ihren Rechten und ihrer Teilhabe stärken“, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung unterstützt deshalb auch die Teilnahme von Delegierten aus Entwicklungsländern sowie Vertretern indigener Gemeinschaften, von Frauen- und Jugendorganisationen an den internationalen Biodiversitätsverhandlungen.</p>



<h2 id="h-weltgemeinschaft-liegt-beim-30-prozent-schutzziel-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="weltgemeinschaft-liegt-beim-30-prozent-schutzziel-zurueck">Weltgemeinschaft liegt beim 30-Prozent-Schutzziel zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Finanzierungszusagen stehen im Zusammenhang mit dem globalen Biodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal, den die Vertragsstaaten der UN-Biodiversitätskonvention 2022 beschlossen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis 2030 sollen mindestens 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresgebiete wirksam geschützt werden. Außerdem sieht die Vereinbarung die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme und die stärkere Einbeziehung der Artenvielfalt in wirtschaftliche Entscheidungen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem aktuellen globalen Umsetzungsbericht stehen bislang rund 18,4 Prozent der weltweiten Landfläche unter Schutz. Bei Küsten- und Meeresgebieten liegt der Anteil bei ungefähr 23 Prozent, während auf der Hohen See erst rund zehn Prozent als Schutzgebiete ausgewiesen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht stützt sich auf 129 nationale Berichte und weitere Beiträge internationaler Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt haben 113 Vertragsstaaten sowie die Europäische Union ihre nationalen Biodiversitätsstrategien an den globalen Zielen ausgerichtet. Weitere 61 Staaten haben entsprechende nationale Ziele definiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-kuerzt-haushaltsmittel-fuer-internationale-klimafinanzierung-deutlich/">Bei der Finanzierung bestehen weiterhin erhebliche Lücken. </a>Nach Angaben des Bundesumweltministeriums trug Deutschland im Jahr 2025 rund 1,1 Milliarden Euro zur internationalen Biodiversitätsfinanzierung bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltnaturkonferenz in Eriwan befasst sich neben den Finanzierungsfragen mit der ersten globalen Überprüfung der bisherigen Fortschritte, dem Schutz von Wäldern und Meeresgebieten sowie einer stärkeren Beteiligung indigener Völker und lokaler Gemeinschaften an Entscheidungen über den Naturschutz.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/weltnaturkonferenz-deutschland-mobilisiert-268-millionen-euro-fuer-afrikas-schutzgebiete/">Weltnaturkonferenz: Deutschland mobilisiert 268 Millionen Euro für Afrikas Schutzgebiete</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Mit Gerhard Schröder in China: Peking wirbt für eine neue Weltordnung und sucht Verbündete in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mit-gerhard-schroeder-in-china-peking-wirbt-fuer-eine-neue-weltordnung-und-sucht-verbuendete-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 17:54:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Guinea]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerhard Schröder sitzt beim chinesischen Global Governance Forum in der ersten Reihe. Während Peking eine eigene Vorstellung des Multilateralismus vorantreibt, sollen afrikanische Staaten mehr Einfluss auf die Weltordnung erhalten – und zugleich politische Partner Chinas werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmit-gerhard-schroeder-in-china-peking-wirbt-fuer-eine-neue-weltordnung-und-sucht-verbuendete-in-afrika%2F&amp;action_name=Mit%20Gerhard%20Schr%C3%B6der%20in%20China%3A%20Peking%20wirbt%20f%C3%BCr%20eine%20neue%20Weltordnung%20und%20sucht%20Verb%C3%BCndete%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mit-gerhard-schroeder-in-china-peking-wirbt-fuer-eine-neue-weltordnung-und-sucht-verbuendete-in-afrika/">Mit Gerhard Schröder in China: Peking wirbt für eine neue Weltordnung und sucht Verbündete in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">China hat auf einem internationalen Forum zur Reform der Weltordnung seine eigene Vorstellung von Multilateralismus vorgestellt und dabei gezielt um Unterstützung aus Afrika und dem Globalen Süden geworben. Das Global Governance Forum wurde am Freitag, dem 23. Oktober 2026, in der chinesischen Modellstadt Xiong’an eröffnet. Unter den Gästen befand sich auch Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), der gemeinsam mit Außenminister Wang Yi zur Eröffnungsfeier erschien. Peking fordert eine stärkere Beteiligung von Entwicklungsländern an internationalen Entscheidungen und will zugleich eigene politische Grundsätze in der Reform der Vereinten Nationen, der internationalen Finanzordnung und globaler Menschenrechtsstandards verankern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schröder nahm in der ersten Reihe Platz, hielt jedoch keine Rede. Bereits am 18. Oktober hatte er den Vorsitzenden des Chinesischen Volksinstituts für Auswärtige Angelegenheiten, Wu Ken, getroffen. Nach Angaben des Instituts sprachen beide über die deutsch-chinesischen Beziehungen sowie internationale und regionale Konflikte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ehemalige Bundeskanzler hält sich damit bereits seit mehreren Tagen in China auf. Anfang Oktober hatte er zudem Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Moskau besucht. Dieser Besuch hatte innerhalb der SPD erneut Kritik an seinen Beziehungen zur russischen Führung ausgelöst.</p>



<h2 id="h-china-stellt-eigene-grundsatze-fur-den-multilateralismus-vor" class="wp-block-heading"><span id="china-stellt-eigene-grundsaetze-fuer-den-multilateralismus-vor">China stellt eigene Grundsätze für den Multilateralismus vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Eröffnung des Forums übermittelte Außenminister Wang Yi eine Botschaft von Staatspräsident Xi Jinping und erläuterte die chinesische Global Governance Initiative. Mit ihr will Peking die politischen Grundlagen internationaler Zusammenarbeit stärker nach eigenen Vorstellungen gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Xi hatte die Initiative im September 2025 auf einem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Tianjin vorgestellt. Sie beruht auf fünf Grundsätzen: souveräne Gleichheit der Staaten, Achtung des internationalen Rechts, Multilateralismus, Orientierung am Menschen und praktische Ergebnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peking verbindet diese Prinzipien mit der Forderung, internationale Entscheidungen stärker auf zwischenstaatliche Konsultationen, gemeinsame Verantwortung und gegenseitigen Nutzen auszurichten. China beansprucht dabei, insbesondere die Interessen von Entwicklungs- und Schwellenländern stärker zur Geltung zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wang Yi stellte zwei aus chinesischer Sicht gegensätzliche Vorstellungen internationaler Ordnung gegenüber. Die eine beruhe auf Machtpolitik, Eigeninteressen, monopolisierten Entscheidungsbefugnissen und doppelten Standards. Die andere orientiere sich an Multilateralismus, staatlicher Gleichberechtigung, gegenseitigem Respekt und internationalem Recht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China ordnet seine Global Governance Initiative ausdrücklich der zweiten Vorstellung zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der chinesische Ansatz knüpft damit an bestehende Grundsätze der UN-Charta an, verbindet sie jedoch mit eigenen politischen Prioritäten. Dazu gehören ein stärkerer Schutz staatlicher Souveränität, eine größere Rolle des Globalen Südens und die Betonung wirtschaftlicher Entwicklung als Bestandteil internationaler Menschenrechtspolitik.</p>



<h2 id="h-peking-kundigt-reforminitiativen-fur-un-menschenrechte-und-kunstliche-intelligenz-an" class="wp-block-heading"><span id="peking-kuendigt-reforminitiativen-fuer-un-menschenrechte-und-kuenstliche-intelligenz-an">Peking kündigt Reforminitiativen für UN, Menschenrechte und künstliche Intelligenz an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wang Yi stellte auf dem Forum mehrere konkrete Maßnahmen vor, mit denen China seine Vorstellungen international institutionell voranbringen will.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-31056 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-1536x948.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-380x234.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025.jpg 1880w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders hervorgehobe<a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-debattiert-ueber-neue-weltordnung/">n wurde die Reform der Vereinten Nationen. China unterstützt nach Darstellung des Außenministers eine effizientere UN-Verwaltung und eine schnellere Handlungsfähigkeit des Sicherheitsrats. </a>Gleichzeitig fordert Peking eine stärkere Repräsentation von Entwicklungsländern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der internationalen Finanzordnung sieht die chinesische Regierung Reformbedarf. Die Beteiligungs- und Entscheidungsrechte des Globalen Südens müssten erweitert und bestehende Ungleichgewichte abgebaut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Menschenrechtspolitik kündigte Wang Yi eine stärkere Gewichtung des Rechts auf Entwicklung an. China will dazu ein internationales Fortbildungsprogramm zu wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten organisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Initiativen betreffen die Regulierung künstlicher Intelligenz, die internationale Zusammenarbeit bei Weltraumaktivitäten und den Schutz der biologischen Vielfalt auf hoher See.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus kündigte Peking ein neues Global Governance Research Center an. Die Einrichtung soll einen eigenen Index für globale Regierungsführung entwickeln, Jahresberichte veröffentlichen und Forschungsarbeiten zu Reformen internationaler Institutionen koordinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China will außerdem die sogenannte Gruppe der Freunde der Global Governance stärken. Nach Angaben Wang Yis haben sich ihr inzwischen mehr als 60 Staaten angeschlossen. Die chinesische Regierung spricht zudem von über 160 Ländern und internationalen Organisationen, die ihre Initiative unterstützen. Eine unabhängige Aufschlüsselung der unterschiedlichen Unterstützungsformen wurde auf dem Forum nicht vorgelegt.</p>



<h2 id="h-afrika-soll-in-der-reform-des-un-sicherheitsrats-mehr-gewicht-erhalten" class="wp-block-heading"><span id="afrika-soll-in-der-reform-des-un-sicherheitsrats-mehr-gewicht-erhalten">Afrika soll in der Reform des UN-Sicherheitsrats mehr Gewicht erhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wang Yi stellte die Beteiligung afrikanischer Staaten ausdrücklich in den Zusammenhang einer neuen internationalen Machtverteilung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reform des UN-Sicherheitsrats müsse die Repräsentation von Entwicklungsländern erhöhen. China wolle dabei afrikanische Forderungen besonders berücksichtigen und unterstützt nach Darstellung des Außenministers spezielle Regelungen zur stärkeren Vertretung des Kontinents.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten verlangen seit Langem eine umfassende Reform des Sicherheitsrats. Die Afrikanische Union fordert unter anderem mindestens zwei ständige Sitze mit Vetorechten sowie zusätzliche nichtständige Sitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/chinesischer-aussenminister-wang-yi-besucht-afrikanische-union/">Peking unterstützt das Anliegen einer stärkeren afrikanischen Repräsentation, legte auf dem Forum jedoch keinen konkreten Vorschlag zur Sitzverteilung oder zur Ausgestaltung möglicher Vetorechte vor.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die chinesische Regierung betrachtet die zunehmende politische und wirtschaftliche Bedeutung des Globalen Südens als grundlegende Veränderung der internationalen Ordnung. Neben den Vereinten Nationen sollen nach ihrer Vorstellung auch Zusammenschlüsse wie BRICS und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit eine größere Rolle bei internationalen Entscheidungen übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wang Yi bezeichnete den Aufstieg des Globalen Südens als die bedeutendste Veränderung der internationalen Kräfteverhältnisse seit dem Zweiten Weltkrieg. China wolle diese Entwicklung nutzen, um internationale Entscheidungsstrukturen zu verändern.</p>



<h2 id="h-in-guinea-wirbt-china-bereits-fur-seine-vorstellung-der-weltordnung" class="wp-block-heading"><span id="in-guinea-wirbt-china-bereits-fuer-seine-vorstellung-der-weltordnung">In Guinea wirbt China bereits für seine Vorstellung der Weltordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Peking afrikanische Staaten für seine Global Governance Initiative gewinnen will, zeigt ein Gastbeitrag des chinesischen Botschafters in Guinea, Sun Yong.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Diplomat veröffentlichte Ende September in mehreren guineischen Medien einen ausführlichen Beitrag über die chinesische Initiative. Darin stellte er die Position Pekings als Angebot an afrikanische und andere Entwicklungsländer dar, ihre politische Mitsprache im internationalen System zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sun Yong bezeichnete China und Guinea als Partner innerhalb des Globalen Südens, die gemeinsam für die Reform der internationalen Ordnung eintreten könnten. Dabei warb er ausdrücklich für eine engere politische Abstimmung zwischen Peking, Conakry und anderen Entwicklungsländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach chinesischer Darstellung sollen die Staaten des Globalen Südens nicht nur stärker an bestehenden internationalen Institutionen beteiligt werden, sondern gemeinsam Einfluss auf deren künftige Regeln nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Botschafter stellte die Global Governance Initiative dabei in eine Reihe mit drei weiteren chinesischen Initiativen für Entwicklung, Sicherheit und internationale Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Programme bilden inzwischen einen wesentlichen Bestandteil der chinesischen Außenpolitik. Sie verbinden wirtschaftliche Kooperation und Sicherheitsfragen mit dem Anspruch, die Grundsätze internationaler Zusammenarbeit mitzugestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Ansprache afrikanischer Staaten beschränkt sich somit nicht auf Gipfeltreffen zwischen Regierungen. China verbreitet seine Positionen auch durch diplomatische Beiträge in nationalen Medien und über seine Botschaften.</p>



<h2 id="h-wirtschaftsbeziehungen-werden-mit-politischen-interessen-verknupft" class="wp-block-heading"><span id="wirtschaftsbeziehungen-werden-mit-politischen-interessen-verknuepft">Wirtschaftsbeziehungen werden mit politischen Interessen verknüpft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der institutionellen Reform stellte Wang Yi die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Afrika heraus. China gewähre inzwischen afrikanischen Staaten, mit denen es diplomatische Beziehungen unterhält, umfassenden zollfreien Zugang zum chinesischen Markt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister führte diese Maßnahmen als Beispiel für Chinas Beitrag zu einer offeneren internationalen Wirtschaftsordnung an. Nach Darstellung Pekings sollen insbesondere Entwicklungsländer bessere Möglichkeiten erhalten, am Welthandel teilzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftspolitischen Zusagen ergänzen Chinas bereits umfangreiche Handels- und Investitionsbeziehungen zu afrikanischen Staaten. Diese umfassen Infrastruktur, Rohstoffe, Industrie, Energieversorgung und digitale Technologien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Global Governance Initiative erweitert diese Beziehungen um eine ausdrücklich politische Ebene. Peking wirbt bei afrikanischen Partnern nicht nur für wirtschaftliche Kooperation, sondern auch für gemeinsame Positionen zur Reform internationaler Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei überschneiden sich chinesische Forderungen mit seit Langem bestehenden afrikanischen Anliegen. Dazu gehören die stärkere Vertretung des Kontinents im UN-Sicherheitsrat und Veränderungen an internationalen Finanzinstitutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die chinesische Initiative geht jedoch darüber hinaus, indem sie diese Reformforderungen mit Pekings eigener Vorstellung staatlicher Souveränität, internationaler Sicherheit und Menschenrechtspolitik verknüpft.</p>



<h2 id="h-china-will-seine-vorschlage-in-internationalen-organisationen-verankern" class="wp-block-heading"><span id="china-will-seine-vorschlaege-in-internationalen-organisationen-verankern">China will seine Vorschläge in internationalen Organisationen verankern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die chinesische Regierung verfolgt ihren Ansatz innerhalb bestehender internationaler Institutionen. Wang Yi betonte ausdrücklich, dass die Vereinten Nationen weiterhin die zentrale Organisation der globalen Zusammenarbeit bleiben sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich will China den politischen Einfluss neuer Staatengruppen ausbauen. Die Gruppe der Freunde der Global Governance soll künftig zusätzliche Veranstaltungen organisieren und die von Peking formulierten Reformprioritäten vorantreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das neue Forschungszentrum und der angekündigte Global Governance Index gehören zu diesem Vorhaben. Damit soll neben diplomatischen Initiativen eine wissenschaftliche Infrastruktur entstehen, die sich mit internationalen Entscheidungsprozessen und deren Bewertung beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forum in Xiong’an dauert vom 23. bis 25. Oktober. Rund 400 Gäste aus mehr als 90 Ländern nehmen nach Angaben der Veranstalter teil. Neben Vertretern aus Politik und Diplomatie sind Wissenschaftler, Wirtschaftsvertreter, Medienfachleute und junge Führungspersönlichkeiten eingeladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Programm stehen 22 Gesprächsrunden in fünf Themenbereichen sowie weitere Veranstaltungen. Diskutiert werden unter anderem die Zukunft der Vereinten Nationen, internationale Handelsregeln, Klimapolitik und künstliche Intelligenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mit-gerhard-schroeder-in-china-peking-wirbt-fuer-eine-neue-weltordnung-und-sucht-verbuendete-in-afrika/">Mit Gerhard Schröder in China: Peking wirbt für eine neue Weltordnung und sucht Verbündete in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ebola breitet sich in Afrika aus: USA verschärfen Einreiseregeln – Auswärtiges Amt veröffentlicht Reisewarnung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ebola-breitet-sich-in-afrika-aus-usa-verschaerfen-einreiseregeln-auswaertiges-amt-veroeffentlicht-reisewarnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 11:51:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
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		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ebola-Epidemie in Afrika hat inzwischen auch Nigeria erreicht. Die USA reagieren mit neuen Vorschriften für sämtliche internationalen Flugpassagiere – auch Reisende aus Deutschland müssen künftig eine Erklärung zu möglichen Aufenthalten in der DR Kongo abgeben.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Febola-breitet-sich-in-afrika-aus-usa-verschaerfen-einreiseregeln-auswaertiges-amt-veroeffentlicht-reisewarnung%2F&amp;action_name=Ebola%20breitet%20sich%20in%20Afrika%20aus%3A%20USA%20versch%C3%A4rfen%20Einreiseregeln%20%E2%80%93%20Ausw%C3%A4rtiges%20Amt%20ver%C3%B6ffentlicht%20Reisewarnung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ebola-breitet-sich-in-afrika-aus-usa-verschaerfen-einreiseregeln-auswaertiges-amt-veroeffentlicht-reisewarnung/">Ebola breitet sich in Afrika aus: USA verschärfen Einreiseregeln – Auswärtiges Amt veröffentlicht Reisewarnung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die USA führen wegen der Ebola-Epidemie in Afrika eine verpflichtende Gesundheitserklärung für sämtliche Passagiere auf internationalen Flügen in die Vereinigten Staaten ein. Die US-Gesundheitsbehörde CDC erließ die Anordnung am 22. Oktober 2026, sie tritt am 3. November in Kraft. Reisende müssen künftig schriftlich oder digital bestätigen, sich in den vorangegangenen 21 Tagen nicht in der Demokratischen Republik Kongo aufgehalten zu haben. Die Entscheidung folgt auf eine weitere Ausbreitung des Ebola-Ausbruchs, der inzwischen auch Nigeria erreicht hat und in der DR Kongo mehr als 4.600 Todesopfer forderte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Vorschriften gelten unabhängig von der Staatsangehörigkeit und dem Abflugland. Auch Passagiere aus Deutschland und anderen europäischen Staaten müssen die Erklärung vor dem Boarding abgeben. Ausgenommen sind nur Personen, denen die US-Behörden eine besondere Genehmigung erteilt haben.</p>



<h2 id="h-usa-verpflichten-fluggesellschaften-zu-umfassenden-kontrollen" class="wp-block-heading"><span id="usa-verpflichten-fluggesellschaften-zu-umfassenden-kontrollen">USA verpflichten Fluggesellschaften zu umfassenden Kontrollen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der neuen Regelung erweitert die US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ihre bisherigen Maßnahmen gegen eine Einschleppung des Ebola-Virus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Künftig müssen alle Passagiere vor einem Flug in die USA erklären, dass sie sich während der letzten 21 Tage nicht in der Demokratischen Republik Kongo aufgehalten haben. Die Vorschrift gilt auch für Reisende, die lediglich über einen amerikanischen Flughafen in ein anderes Land weiterfliegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Aufenthalt zählt nicht nur die Einreise in die DR Kongo, sondern auch ein Transit über einen kongolesischen Flughafen. Selbst Passagiere, die das Flugzeug dort nicht verlassen haben, fallen unter die Regelung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich innerhalb des betreffenden Zeitraums in der DR Kongo aufgehalten hat, darf grundsätzlich nicht an Bord eines Fluges in die Vereinigten Staaten gehen. Eine erneute Einreise ist frühestens am 22. Tag nach Verlassen des Landes möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fluggesellschaften müssen die Erklärungen vor dem Boarding prüfen und mindestens 42 Tage aufbewahren. Sie sind verpflichtet, die Unterlagen auf Anfrage amerikanischen Behörden vorzulegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei falschen Angaben drohen strafrechtliche Konsequenzen. Die Vorschrift soll zunächst bis zum 18. Dezember gelten, sofern sie nicht zuvor geändert, aufgehoben oder verlängert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/erste-ebola-patienten-im-kongo-genesen-gesundheitsministerin-draengt-auf-reform-der-who/">Die USA hatten bereits im Mai Einreisebeschränkungen für bestimmte Reisende aus betroffenen afrikanischen Staaten eingeführt und diese anschließend verschärft.</a> Nach CDC-Angaben wurden bislang keine mit dem aktuellen Ausbruch verbundenen Ebola-Fälle innerhalb der Vereinigten Staaten festgestellt.</p>



<h2 id="h-nigeria-bestatigt-ersten-ebola-fall-seit-2014" class="wp-block-heading"><span id="nigeria-bestaetigt-ersten-ebola-fall-seit-2014">Nigeria bestätigt ersten Ebola-Fall seit 2014</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den amerikanischen Maßnahmen haben die Gesundheitsbehörden Nigerias erstmals seit zwölf Jahren wieder eine Ebola-Infektion bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gesundheitsminister Muhammad Ali Pate gab am 20. Oktober bekannt, dass bei einer Frau in der Hauptstadt Abuja das Bundibugyo-Ebola-Virus nachgewiesen wurde. Die Patientin war am 3. Oktober gemeinsam mit ihrem Ehemann aus Uganda eingereist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vier Tage später entwickelte sie erste Symptome. Am 11. Oktober suchte sie eine private Gesundheitseinrichtung auf, wo sie mehrere Tage medizinisch versorgt wurde. Erst am 20. Oktober bestätigten Labortests die Ebola-Infektion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frau befindet sich inzwischen in Isolation und erhält medizinische Behandlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden identifizierten zunächst 44 Kontaktpersonen, darunter medizinisches Personal, andere Patienten und Personen aus dem Reiseumfeld. Anschließend ordnete Luftfahrtminister Festus Keyamo für insgesamt 46 Personen, darunter zwei Hausangestellte, ein mindestens 21-tägiges Flugverbot an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nigerianische Regierung hat zudem die Gesundheitskontrollen an internationalen Flughäfen verstärkt. Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen wurden aufgefordert, ihre Schutzmaßnahmen und Überwachungssysteme zu intensivieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo sich die Patientin infiziert hat, ist weiterhin ungeklärt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC untersuchen gemeinsam mit den Behörden Nigerias, Ugandas und der DR Kongo ihre Reisebewegungen und mögliche Kontakte zu infizierten Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Uganda hatte seinen eigenen Ebola-Ausbruch bereits Ende August für beendet erklärt.</p>



<h2 id="h-mehr-als-4-600-tote-in-der-demokratischen-republik-kongo" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-4-600-tote-in-der-demokratischen-republik-kongo">Mehr als 4.600 Tote in der Demokratischen Republik Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Epidemie begann im Mai 2026 in der Demokratischen Republik Kongo und entwickelte sich inzwischen zu einem grenzüberschreitenden Gesundheitsnotstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem jüngsten Lagebericht der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC wurden in der DR Kongo bis zum 20. Oktober insgesamt 9.704 bestätigte Infektionen und 4.687 Todesfälle registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen ist die östliche Provinz Ituri. Darüber hinaus wurden Infektionen in sieben weiteren Provinzen nachgewiesen, darunter Nord-Kivu, Süd-Kivu sowie Gebiete im Norden und Nordwesten des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eindämmung wird durch bewaffnete Konflikte, Vertreibungen, schwache Gesundheitsstrukturen und schwer zugängliche ländliche Gebiete erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Teil der Infektionen wird erst entdeckt, nachdem die Erkrankten bereits Symptome entwickelt und möglicherweise Kontakt zu weiteren Menschen gehabt haben. <a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/">Nach WHO-Angaben konnten bislang nur etwa 40 Prozent der Fälle bekannten Infektionsketten zugeordnet werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwierig bleibt die medizinische Versorgung außerhalb größerer Städte. Rund 60 Prozent der Todesfälle ereigneten sich nach Angaben der WHO außerhalb von Gesundheitseinrichtungen.</p>



<h2 id="h-ebola-falle-auch-in-kenia-und-weiteren-staaten" class="wp-block-heading"><span id="ebola-faelle-auch-in-kenia-und-weiteren-staaten">Ebola-Fälle auch in Kenia und weiteren Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der DR Kongo und Nigeria sind weitere Länder von Infektionen mit dem Bundibugyo-Virus betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-unterstuetzen-kenia-bei-ebola-vorsorge/">In Kenia wurden bis zum 22. Oktober neun bestätigte Fälle einschließlich eines Todesfalls registriert. </a>Die Infektionen stehen nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Zusammenhang mit einem aus der DR Kongo eingereisten Patienten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch außerhalb Afrikas wurden importierte Infektionen festgestellt. Ein in der DR Kongo tätiger Mediziner wurde nach seiner Rückkehr in Frankreich mit Ebola diagnostiziert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="999" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Virus_-_Electron_Micrograph.tiff-1024x999.jpg" alt="" class="wp-image-27500 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Virus_-_Electron_Micrograph.tiff-1024x999.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Virus_-_Electron_Micrograph.tiff-300x293.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Virus_-_Electron_Micrograph.tiff-768x750.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Virus_-_Electron_Micrograph.tiff-1536x1499.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Virus_-_Electron_Micrograph.tiff-380x371.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Virus_-_Electron_Micrograph.tiff-800x781.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Virus_-_Electron_Micrograph.tiff-1160x1132.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Virus_-_Electron_Micrograph.tiff.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Ausbreitung verdeutlicht die Schwierigkeiten bei der Früherkennung. Zwischen einer Infektion und dem Auftreten erster Symptome können bis zu 21 Tage vergehen. Während dieser Zeit können Betroffene internationale Grenzen überqueren, ohne erkennbare Krankheitszeichen aufzuweisen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten erkrankter Menschen oder kontaminierten Materialien übertragen. Infizierte Personen gelten vor dem Beginn ihrer Symptome nicht als ansteckend.</p>



<h2 id="h-fur-bundibugyo-ebola-fehlt-weiterhin-ein-zugelassener-impfstoff" class="wp-block-heading"><span id="fuer-bundibugyo-ebola-fehlt-weiterhin-ein-zugelassener-impfstoff">Für Bundibugyo-Ebola fehlt weiterhin ein zugelassener Impfstoff</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bekämpfung des aktuellen Ausbruchs wird durch die Eigenschaften der Bundibugyo-Variante erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als für Ebola-Erkrankungen durch das Zaire-Virus gibt es bislang keinen allgemein zugelassenen Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante. Auch spezifische zugelassene antivirale Behandlungen stehen derzeit nicht zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/nach-ueber-1-900-tote-russland-will-ebola-impfstoff-gefunden-haben/" data-type="post" data-id="29127">In der DR Kongo laufen deshalb klinische Studien mit neuen Behandlungsmethoden. </a>Parallel untersuchen Wissenschaftler, ob der für das Zaire-Ebola-Virus entwickelte Impfstoff Ervebo auch Schutz gegen Bundibugyo bieten könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der WHO liegen noch keine ausreichenden Ergebnisse vor, um eine entsprechende Schutzwirkung zu bestätigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behandlung der Erkrankten konzentriert sich deshalb auf die frühzeitige medizinische Versorgung, den Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten und die Stabilisierung lebenswichtiger Körperfunktionen.</p>



<h2 id="h-africa-cdc-verscharft-die-koordination-der-ebola-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="africa-cdc-verschaerft-die-koordination-der-ebola-hilfe">Africa CDC verschärft die Koordination der Ebola-Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der Ausbreitung fordert die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC eine stärkere Kontrolle der internationalen Finanzierung zur Epidemiebekämpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Generaldirektor Jean Kaseya erklärte am 22. Oktober, von zugesagten drei Milliarden US-Dollar seien bereits 962 Millionen Dollar ausgezahlt worden. Bei einer Überprüfung mit der kongolesischen Regierung hätten beteiligte Hilfsorganisationen jedoch zunächst nur rund 220 Millionen Dollar an erhaltenen Mitteln offengelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaseya betonte, daraus lasse sich noch kein Missbrauch ableiten. Zunächst müsse geklärt werden, welche Organisationen welche Beträge erhalten hätten und wie die Gelder eingesetzt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-12-milliarden-us-dollar-ausgegeben-nicht-einmal-ein-labor-gebaut/">Er kündigte an, Organisationen von künftigen Hilfsmaßnahmen in afrikanischen Staaten auszuschließen, falls sie sich einer transparenten Rechenschaft über ihre Mittel verweigerten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für Nigeria ordnete die Africa CDC eine engere Koordination zwischen Regierung, internationalen Partnern und Gesundheitseinrichtungen an.</p>



<h2 id="h-deutschland-aktualisiert-reisehinweise-fur-nigeria" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-aktualisiert-reisehinweise-fuer-nigeria">Deutschland aktualisiert Reisehinweise für Nigeria</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Nigeria angesichts der Ebola-Lage ergänzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/nigeriasicherheit-205788">Die Bundesregierung weist auf den bestätigten importierten Ebola-Fall und die verstärkten Gesundheitsmaßnahmen der nigerianischen Behörden hin.</a> Reisende müssen damit rechnen, dass andere Staaten nach einem Aufenthalt in Nigeria zusätzliche Kontrollen oder Quarantäneregeln verlangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt empfiehlt, Kontakte zu Erkrankten und deren Körperflüssigkeiten zu vermeiden und bei entsprechenden Symptomen innerhalb von 21 Tagen nach einem Aufenthalt in Nigeria zunächst telefonisch ärztlichen Rat einzuholen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die WHO empfiehlt derzeit keine allgemeinen Reise- oder Handelsbeschränkungen gegenüber den betroffenen Ländern. Stattdessen fordert sie verstärkte Gesundheitsüberwachung, die rasche Untersuchung von Verdachtsfällen, konsequente Kontaktverfolgung und ausreichende Schutzausrüstung für medizinisches Personal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC schätzt das Infektionsrisiko für die allgemeine Bevölkerung in der Europäischen Union weiterhin als sehr gering ein.</p>
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		<item>
		<title>Neue Kandidatin für UN-Spitze: Emirate nominieren Lana Nusseibeh – Sudan-Krieg wird zur Streitfrage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/neue-kandidatin-fuer-un-spitze-emirate-nominieren-lana-nusseibeh-sudan-krieg-wird-zur-streitfrage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 17:53:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Bewegung im Rennen um die UN-Spitze: Die Emirate schicken ihre frühere UN-Botschafterin Lana Nusseibeh ins Rennen. Sie verspricht grundlegende Reformen – doch Vorwürfe gegen Abu Dhabi wegen des Sudan-Krieges begleiten ihre Bewerbung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneue-kandidatin-fuer-un-spitze-emirate-nominieren-lana-nusseibeh-sudan-krieg-wird-zur-streitfrage%2F&amp;action_name=Neue%20Kandidatin%20f%C3%BCr%20UN-Spitze%3A%20Emirate%20nominieren%20Lana%20Nusseibeh%20%E2%80%93%20Sudan-Krieg%20wird%20zur%20Streitfrage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neue-kandidatin-fuer-un-spitze-emirate-nominieren-lana-nusseibeh-sudan-krieg-wird-zur-streitfrage/">Neue Kandidatin für UN-Spitze: Emirate nominieren Lana Nusseibeh – Sudan-Krieg wird zur Streitfrage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Arabischen Emirate haben die Diplomatin Lana Nusseibeh als Kandidatin für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres nominiert. Die offizielle Bewerbung wurde am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, bekannt gegeben. Ihr Einstieg folgt auf sechs ergebnislose Testabstimmungen im UN-Sicherheitsrat, bei denen keiner der bisherigen Bewerber die Zustimmung aller fünf Vetomächte erreichen konnte. Zugleich rückt die umstrittene Rolle der Emirate im Sudan-Krieg in den Auswahlprozess, während Nusseibeh eine unabhängigere und handlungsfähigere Führung der Vereinten Nationen verspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Mohammed bin Zayed Al Nahyan übermittelte die Nominierung in einem Schreiben an die Präsidenten der UN-Generalversammlung und des Sicherheitsrats. Die amtierende emiratische Staatsministerin und ehemalige UN-Botschafterin hat ihre Regierungsaufgaben vorübergehend niedergelegt, um sich auf ihre Kandidatur zu konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nusseibeh will die Vereinten Nationen stärker auf Konfliktprävention, praktische diplomatische Vereinbarungen und messbare Ergebnisse ausrichten. In ihrem achtseitigen Reformprogramm fordert sie eine Organisation, die früher in Krisen eingreift, Entscheidungen schneller umsetzt und gegenüber ihren Mitgliedstaaten transparenter über Kosten und Leistungen berichtet.</p>



<h2 id="h-neue-kandidatur-nach-blockade-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="neue-kandidatur-nach-blockade-im-sicherheitsrat">Neue Kandidatur nach Blockade im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewerbung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Suche nach einem Nachfolger für António Guterres ins Stocken geraten ist. Dessen zweite Amtszeit endet am 31. Dezember 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der sechsten informellen Abstimmung am 16. Oktober erhielten alle drei führenden Kandidaten jeweils zwei ablehnende Stimmen von ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats. Damit bleibt offen, wer die erforderliche Unterstützung der Vereinigten Staaten, Chinas, Russlands, Frankreichs und Großbritanniens gewinnen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/grynspan-bleibt-vorn-doch-das-rennen-um-die-un-spitze-oeffnet-sich-wieder/">Zu den bisherigen Bewerbern gehören Rebeca Grynspan aus Costa Rica, Carolyn Rodrigues-Birkett aus Guyana und der Argentinier Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-bekommt-konkurrenz-uganda-nominiert-olara-otunnu-fuer-un-spitze/">Auch der frühere ugandische UN-Diplomat Olara Otunnu kandidiert.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-zieht-un-kandidatur-zurueck-vetomaechte-blockieren-alle-bewerber/" data-type="post" data-id="30837">Der ehemalige senegalesische Präsident Macky Sall zog seine Kandidatur dagegen im Oktober zurück.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen haben bislang ausschließlich männliche Generalsekretäre gehabt. Gleichzeitig bestand für die aktuelle Nachfolge die informelle Erwartung, dass die Position nach bisherigen regionalen Rotationsmustern an eine Persönlichkeit aus Lateinamerika oder der Karibik gehen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Nusseibeh tritt nun eine weitere Frau aus einer anderen Weltregion in das Auswahlverfahren ein.</p>



<h2 id="h-langjahrige-un-botschafterin-mit-erfahrung-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="langjaehrige-un-botschafterin-mit-erfahrung-im-sicherheitsrat">Langjährige UN-Botschafterin mit Erfahrung im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lana Nusseibeh gehört seit mehr als einem Jahrzehnt zu den führenden diplomatischen Vertreterinnen der Vereinigten Arabischen Emirate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von 2013 bis 2024 war sie Ständige Vertreterin ihres Landes bei den Vereinten Nationen in New York. Während der nichtständigen Mitgliedschaft der Emirate im Sicherheitsrat von 2022 bis 2023 übernahm sie zweimal dessen turnusmäßigen Vorsitz.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="458" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-1024x458.webp" alt="" class="wp-image-31061 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-1024x458.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-300x134.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-768x344.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-380x170.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-800x358.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-1160x519.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1.webp 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus war sie Vizepräsidentin der UN-Generalversammlung und Vorsitzende des Exekutivrats der UN-Frauenorganisation UN Women. Sie beschäftigte sich mit der Reform der Generalversammlung und des Sicherheitsrats sowie mit Fragen der internationalen Sicherheit, humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt war sie als Staatsministerin im Außenministerium der Emirate und Sondergesandte für die Vereinten Nationen und die Europäische Union tätig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Bewerbung verbindet sie mit dem Anspruch, das Vertrauen in internationale Diplomatie wiederherzustellen. „Wenn die Entfernung zwischen dem, was wir versprechen, und dem, was wir tatsächlich leisten, wächst, schwindet das Vertrauen und damit auch unsere Handlungsfähigkeit“, erklärte Nusseibeh bei der Bekanntgabe ihrer Kandidatur.</p>



<h2 id="h-reformprogramm-setzt-auf-fruhzeitige-diplomatie-und-konkrete-ergebnisse" class="wp-block-heading"><span id="reformprogramm-setzt-auf-fruehzeitige-diplomatie-und-konkrete-ergebnisse">Reformprogramm setzt auf frühzeitige Diplomatie und konkrete Ergebnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nusseibeh stellt Friedensvermittlung und Konfliktprävention an den Anfang ihres politischen Programms. Die Vereinten Nationen sollten sich stärker auf erreichbare Vereinbarungen konzentrieren, statt ausschließlich umfassende Friedenslösungen anzustreben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu zählt sie lokale Waffenruhen, Gefangenenaustausche und sichere Korridore für humanitäre Hilfe. Solche Vereinbarungen müssten diplomatisch begleitet und ihre Umsetzung überprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Regionale Organisationen und Vermittler, die von den Konfliktparteien akzeptiert werden, sollen dabei eine größere Rolle übernehmen. Die UN müsse nicht jeden Verhandlungsprozess selbst führen, solle aber überall dort präsent sein, wo sie einen konkreten Beitrag leisten könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Entwicklungszusammenarbeit will Nusseibeh verändern. Nationale Prioritäten und die Schaffung von Arbeitsplätzen sollen stärker berücksichtigt werden. Bei der Finanzierung setzt sie auf eine engere Zusammenarbeit mit Entwicklungsbanken, Unternehmen und privaten Stiftungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verschuldung von Entwicklungsländern. Die Kandidatin will internationale Verständigungen über tragfähigere Schuldenlösungen fördern und Investitionshindernisse abbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb der Vereinten Nationen fordert sie eine stärkere Kontrolle der Ausgaben. Große Programme sollen künftig ausweisen, welche konkreten Ergebnisse sie mit den eingesetzten Mitteln erreicht haben. Doppelstrukturen zwischen UN-Einrichtungen sollen reduziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem spricht sie sich für internationale Vereinbarungen zur Sicherheit künstlicher Intelligenz, einen breiteren Zugang zu neuen Technologien und eine konsequentere Anwendung internationaler Menschenrechtsstandards aus.</p>



<h2 id="h-sudan-krieg-bringt-politische-kontroverse-in-die-kandidatur" class="wp-block-heading"><span id="sudan-krieg-bringt-politische-kontroverse-in-die-kandidatur">Sudan-Krieg bringt politische Kontroverse in die Kandidatur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" data-type="post" data-id="23270">Die Herkunft der Kandidatin dürfte auch die Diskussion über den Krieg im Sudan beeinflussen</a>. Den Vereinigten Arabischen Emiraten wird seit Längerem vorgeworfen, die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) militärisch zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/" data-type="post" data-id="27692">UN-Experten und Menschenrechtsorganisationen haben Hinweise auf mutmaßliche Waffenlieferungen und andere Unterstützung für die RSF dokumentiert.</a> Amnesty International berichtete 2025 über chinesische Waffen, die nach Erkenntnissen der Organisation über die Emirate an die Miliz gelangt sein sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abu Dhabi weist die Vorwürfe zurück und bestreitet, eine der sudanesischen Konfliktparteien mit Waffen oder militärischer Unterstützung zu versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/" data-type="post" data-id="27112">Der Internationale Gerichtshof wies eine Klage Sudans gegen die Emirate wegen fehlender Zuständigkeit ab.</a> Über die inhaltliche Berechtigung der Vorwürfe entschied das Gericht nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nathaniel Raymond, Leiter des Humanitarian Research Lab der Yale School of Public Health, äußerte gegenüber dem UN-Fachmedium&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;scharfe Kritik an der Kandidatur. Er sieht einen möglichen Interessenkonflikt zwischen dem Amt des UN-Generalsekretärs und der bisherigen Regierungszugehörigkeit Nusseibehs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Kritik richtet sich insbesondere auf die Vorwürfe gegen die Emirate im Zusammenhang mit den Gewalttaten in Darfur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nusseibeh selbst betont ihre Unabhängigkeit. Unter ausdrücklichem Verweis auf Artikel 100 der UN-Charta, der die internationale Unabhängigkeit des Generalsekretariats schützt, erklärte sie, ihre Regierungsfunktion für die Dauer der Kandidatur ruhen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie wolle „mit jeder Regierung offen sprechen und keiner verpflichtet sein“. Ausnahmen für befreundete Staaten werde es ebenso wenig geben wie eine Benachteiligung von Kritikern.</p>



<h2 id="h-entscheidung-liegt-bei-den-funf-vetomachten" class="wp-block-heading"><span id="entscheidung-liegt-bei-den-fuenf-vetomaechten">Entscheidung liegt bei den fünf Vetomächten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Nachfolge von Guterres entscheidet zunächst der UN-Sicherheitsrat. Ein Kandidat benötigt dort mindestens neun Stimmen und darf kein Veto eines der fünf ständigen Mitglieder erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst danach spricht der Sicherheitsrat eine formelle Empfehlung an die Generalversammlung aus, die den neuen Generalsekretär ernennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherige Abstimmungsserie hat gezeigt, dass selbst Kandidaten mit breiter Unterstützung innerhalb des 15-köpfigen Sicherheitsrats an Vorbehalten einzelner Vetomächte scheitern können. Die ablehnenden Stimmen bei den informellen Abstimmungen sind allerdings noch keine förmlichen Vetos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Kandidatur Nusseibehs erweitert sich das Bewerberfeld um eine Diplomatin, die über langjährige Erfahrung innerhalb der Vereinten Nationen verfügt und zugleich aus einem Staat stammt, dessen internationale Rolle insbesondere im Sudan-Konflikt kontrovers diskutiert wird.</p>
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		<title>Iran-Krieg trifft Nordafrika: IWF senkt Wachstumsprognosen für Libyen und Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/iran-krieg-trifft-nordafrika-iwf-senkt-wachstumsprognosen-fuer-libyen-und-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 16:55:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Iran-Krieg verändert die wirtschaftlichen Aussichten Nordafrikas: Der IWF senkt seine Wachstumsprognosen für Libyen und Marokko, während Ägypten stärker wächst als erwartet. Steigende Energiepreise und gestörte Handelswege bleiben erhebliche Risiken.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Firan-krieg-trifft-nordafrika-iwf-senkt-wachstumsprognosen-fuer-libyen-und-marokko%2F&amp;action_name=Iran-Krieg%20trifft%20Nordafrika%3A%20IWF%20senkt%20Wachstumsprognosen%20f%C3%BCr%20Libyen%20und%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/iran-krieg-trifft-nordafrika-iwf-senkt-wachstumsprognosen-fuer-libyen-und-marokko/">Iran-Krieg trifft Nordafrika: IWF senkt Wachstumsprognosen für Libyen und Marokko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für Libyen und Marokko angesichts der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges gesenkt, während Ägypten und Tunesien besser abschneiden dürften als zunächst erwartet. Die neuen Zahlen veröffentlichte der IWF am Donnerstag, dem 22. Oktober 2026, in seinem regionalen Wirtschaftsausblick. Trotz steigender Energiepreise, gestörter Handelswege und wachsender Unsicherheit erwartet die Organisation für alle nordafrikanischen Staaten weiterhin ein Wirtschaftswachstum. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind allerdings erheblich, insbesondere zwischen den Energieexporteuren und den stärker von Importen abhängigen Volkswirtschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Gesamtregion Nahost und Nordafrika erwartet der IWF 2026 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um zwei Prozent. Diese Entwicklung wird allerdings vor allem durch die schweren Einbrüche bei den vom Krieg unmittelbar betroffenen Energieexporteuren des Nahen Ostens verursacht. Die nordafrikanischen Volkswirtschaften zeigen sich bislang deutlich widerstandsfähiger.</p>



<h2 id="h-libyen-verliert-deutlich-an-wachstum-algerien-bleibt-stabil" class="wp-block-heading"><span id="libyen-verliert-deutlich-an-wachstum-algerien-bleibt-stabil">Libyen verliert deutlich an Wachstum, Algerien bleibt stabil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders stark hat der IWF seine Erwartungen für Libyen korrigiert. Nach einem Wirtschaftswachstum von 15,9 Prozent im Jahr 2025 dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2026 nur noch um 3,3 Prozent steigen. Im April hatte der Fonds noch mit 6,7 Prozent gerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abwärtskorrektur um 3,4 Prozentpunkte zählt zu den größten unter den nordafrikanischen Volkswirtschaften. Libyens Wirtschaft ist stark von der Erdölförderung abhängig und damit besonders anfällig für Produktionsschwankungen, Handelsstörungen und politische Unsicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2027 erwartet der IWF nur noch ein Wachstum von 2,9 Prozent. Auch diese Prognose wurde gegenüber April gesenkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders entwickelt sich Algerien. Für das Land rechnet der Fonds 2026 mit einem Wachstum von 3,8 Prozent, nahezu unverändert gegenüber den 3,9 Prozent des Vorjahres. Die Prognose entspricht der bereits im April veröffentlichten Erwartung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Exporteur von Erdöl und Erdgas profitiert Algerien von höheren internationalen Energiepreisen. Der IWF erwartet deshalb eine Verbesserung seiner außenwirtschaftlichen Position. Gleichzeitig belasten höhere Importpreise und zunehmender Inflationsdruck die Binnenwirtschaft.</p>



<h2 id="h-agypten-wachst-starker-als-erwartet" class="wp-block-heading"><span id="aegypten-waechst-staerker-als-erwartet">Ägypten wächst stärker als erwartet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ägypten hebt sich mit einer verbesserten Wachstumsprognose von den meisten Ländern der Region ab. Der IWF erwartet 2026 eine Expansion um 5,1 Prozent, nachdem die Wirtschaft im Vorjahr um 4,4 Prozent gewachsen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenüber seiner April-Prognose erhöhte der Fonds die Wachstumserwartung um 0,9 Prozentpunkte. Damit verzeichnet Ägypten unter den größeren nordafrikanischen Volkswirtschaften eine der stärksten positiven Korrekturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung der IWF-Ökonomen wird die Entwicklung durch robuste Überweisungen von im Ausland lebenden Ägyptern, die Binnennachfrage und wirtschaftspolitische Maßnahmen gestützt. Auch der Tourismus hat sich trotz des regionalen Konflikts bislang vergleichsweise stabil entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleibt Ägypten erheblichen wirtschaftlichen Belastungen ausgesetzt. Die Landeswährung verlor zwischen Februar und August nominal effektiv rund sechs Prozent an Wert. Dadurch verteuerten sich Importe zusätzlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im August erreichte die jährliche Inflationsrate 14,5 Prozent. Höhere Lebensmittel- und Energiekosten verstärken den Preisdruck auf private Haushalte und Unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geopolitische Lage betrifft außerdem den Suezkanal, eine wichtige Einnahmequelle Ägyptens. Störungen des internationalen Schiffsverkehrs im Roten Meer können die wirtschaftlichen Erträge der Handelsroute beeinträchtigen.</p>



<h2 id="h-marokko-und-tunesien-wachsen-langsamer" class="wp-block-heading"><span id="marokko-und-tunesien-wachsen-langsamer">Marokko und Tunesien wachsen langsamer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko rechnet der IWF 2026 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr mit 4,9 Prozent bedeutet dies eine leichte Abschwächung. Die Prognose wurde seit April um 0,4 Prozentpunkte gesenkt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/4_Tanger_Med_040917-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-30041 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/4_Tanger_Med_040917-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/4_Tanger_Med_040917-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/4_Tanger_Med_040917-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/4_Tanger_Med_040917-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/4_Tanger_Med_040917-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/4_Tanger_Med_040917-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/4_Tanger_Med_040917.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Wirtschaft wird weiterhin von Investitionen, der Binnennachfrage und einem stabilen Tourismussektor getragen. Besonders Infrastrukturinvestitionen sollen nach Einschätzung des IWF das Wachstum auch mittelfristig unterstützen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Belastend wirken dagegen höhere Kosten für Energie und importierte Güter. Für Marokko als Nettoimporteur von Energie verschlechtern steigende Weltmarktpreise die Handelsbedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Tunesien fällt das Wachstum schwächer aus. Nach 2,7 Prozent im Jahr 2025 erwartet der IWF für 2026 einen Zuwachs von 2,4 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit liegt die neue Schätzung allerdings um 0,3 Prozentpunkte über der April-Prognose. Der Fonds verweist auf eine vergleichsweise stabile Entwicklung bei Überweisungen aus dem Ausland und im Tourismussektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch bleibt der wirtschaftliche Spielraum Tunesiens begrenzt. Die hohe Staatsverschuldung, steigende Importkosten und bestehende Finanzierungsprobleme erschweren die Reaktion auf externe Preisschocks.</p>



<h2 id="h-mauretanien-sudan-und-dschibuti-mit-unterschiedlichen-entwicklungen" class="wp-block-heading"><span id="mauretanien-sudan-und-dschibuti-mit-unterschiedlichen-entwicklungen">Mauretanien, Sudan und Dschibuti mit unterschiedlichen Entwicklungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Mauretanien prognostiziert der IWF ein Wachstum von 4,4 Prozent. Die Schätzung blieb gegenüber April unverändert und liegt über dem Wert von 3,6 Prozent aus dem Jahr 2025.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftliche Entwicklung wird unter anderem durch den Rohstoffsektor gestützt. Gleichzeitig gehört Mauretanien zu den Ländern, die aufgrund ihrer Abhängigkeit von Lebensmittel- und Energieimporten besonders empfindlich auf steigende Weltmarktpreise reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sudan könnte nach der schweren wirtschaftlichen Zerstörung durch den Bürgerkrieg 2026 wieder um sieben Prozent wachsen. Für 2027 erwartet der IWF sogar einen Zuwachs von 15 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Wachstumsraten beruhen jedoch auf einem stark geschrumpften wirtschaftlichen Ausgangsniveau. Die Prognose setzt unter anderem eine teilweise Erholung der Produktion und den Wiederaufbau wirtschaftlicher Aktivitäten voraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dschibuti dürfte 2026 um 5,6 Prozent wachsen. Gegenüber April wurde die Prognose allerdings um 0,4 Prozentpunkte reduziert. Auch hier belasten höhere Lebensmittelpreise und Transportkosten die Wirtschaft.</p>



<h2 id="h-energiepreise-und-inflation-setzen-nordafrika-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="energiepreise-und-inflation-setzen-nordafrika-unter-druck">Energiepreise und Inflation setzen Nordafrika unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Iran-Krieg hat die internationalen Energie- und Rohstoffmärkte seit Februar erheblich verändert. Der Ölpreis stieg von rund 65 US-Dollar je Barrel im Januar auf nahezu 118 Dollar Ende März. Nach einer zwischenzeitlichen Entspannung überschritt er im September erneut zeitweise die Marke von 100 Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch stärker verteuerten sich einige Erdölprodukte. Nach IWF-Berechnungen lagen die Preise für Flugzeugtreibstoff Mitte September rund 85 Prozent über dem Vorkriegsniveau, Diesel verteuerte sich um 68 Prozent und Benzin um 45 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Düngemitteln. Weizen und bestimmte phosphathaltige Düngemittel waren im September rund 25 Prozent teurer als Ende Februar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung trifft die nordafrikanischen Staaten unterschiedlich. Algerien kann als Energieexporteur höhere Einnahmen erzielen. Marokko und Tunesien müssen dagegen mehr für Energieimporte ausgeben. In Ägypten verstärken Wechselkurseffekte den Preisdruck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF warnt zudem vor wachsenden Belastungen für die öffentlichen Haushalte. Viele Regierungen haben mit Subventionen, Preisregulierungen und anderen Unterstützungsmaßnahmen versucht, die Auswirkungen steigender Kosten abzufedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Maßnahmen schützen Haushalte kurzfristig vor höheren Preisen, erhöhen jedoch die staatlichen Ausgaben und können die Haushaltsdefizite vergrößern.</p>



<h2 id="h-erholung-hangt-vom-weiteren-kriegsverlauf-ab" class="wp-block-heading"><span id="erholung-haengt-vom-weiteren-kriegsverlauf-ab">Erholung hängt vom weiteren Kriegsverlauf ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2027 erwartet der IWF weiterhin Wachstum in den nordafrikanischen Ländern. Ägypten soll um 4,7 Prozent wachsen, Marokko um 4,2 Prozent und Algerien um 3,2 Prozent. Für Tunesien prognostiziert der Fonds zwei Prozent, für Libyen 2,9 Prozent und für Mauretanien erneut 4,4 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erwartungen stehen allerdings unter erheblichen geopolitischen Vorbehalten. Das Basisszenario des IWF geht davon aus, dass die Kampfhandlungen im Nahen Osten nach dem ersten Quartal 2027 beendet werden und sich die Energieproduktion sowie der internationale Handel anschließend schrittweise normalisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte sich der Krieg verlängern, rechnen die Ökonomen mit zusätzlichen Belastungen. In einem alternativen Szenario könnte der durchschnittliche Ölpreis 2027 auf rund 130 US-Dollar je Barrel steigen, verglichen mit etwa 87 Dollar in der Basisprognose.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die energieimportierenden Staaten Nordafrikas würden dadurch die Kosten für Treibstoffe, Transport und Lebensmittel weiter steigen. Der IWF sieht besonders bei hoch verschuldeten Volkswirtschaften und Ländern mit begrenzten staatlichen Finanzreserven Risiken für Wachstum, Inflation und öffentliche Haushalte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Streit um Libyen-Türkei-Abkommen eskaliert: EU, Ägypten und Israel stellen sich gegen Ankara</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/streit-um-libyen-tuerkei-abkommen-eskaliert-eu-aegypten-und-israel-stellen-sich-gegen-ankara/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 16:29:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Seegrenzenabkommen zwischen Libyen und der Türkei löst eine diplomatische Konfrontation im Mittelmeer aus. EU, Ägypten, Griechenland und Israel widersprechen Ankara – während Athen und Kairo über neue Seegrenzen verhandeln.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstreit-um-libyen-tuerkei-abkommen-eskaliert-eu-aegypten-und-israel-stellen-sich-gegen-ankara%2F&amp;action_name=Streit%20um%20Libyen-T%C3%BCrkei-Abkommen%20eskaliert%3A%20EU%2C%20%C3%84gypten%20und%20Israel%20stellen%20sich%20gegen%20Ankara&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/streit-um-libyen-tuerkei-abkommen-eskaliert-eu-aegypten-und-israel-stellen-sich-gegen-ankara/">Streit um Libyen-Türkei-Abkommen eskaliert: EU, Ägypten und Israel stellen sich gegen Ankara</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Ratifizierung eines umstrittenen Seegrenzenabkommens zwischen Libyen und der Türkei hat eine diplomatische Auseinandersetzung zwischen mehreren Mittelmeeranrainern ausgelöst. Nach der Entscheidung des ostlibyschen Parlaments vom 20. Oktober 2026 wiesen die Europäische Union, Ägypten, Israel und Griechenland die Vereinbarung zurück. Während Ankara auf der Rechtmäßigkeit des Abkommens besteht, hat Griechenland den UN-Sicherheitsrat eingeschaltet. Gemeinsam mit Ägypten prüft Athen inzwischen eine Erweiterung der eigenen Seegrenzenvereinbarung in Richtung Zypern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit betrifft die Kontrolle über Meeresgebiete im östlichen Mittelmeer, in denen erhebliche Erdgasvorkommen vermutet werden. Die beteiligten Staaten beanspruchen teilweise dieselben Gewässer und damit verbundene Rechte zur Erkundung und Förderung von Energieressourcen.</p>



<h2 id="h-eu-erklart-seegrenzenabkommen-fur-rechtlich-unwirksam" class="wp-block-heading"><span id="eu-erklaert-seegrenzenabkommen-fuer-rechtlich-unwirksam">EU erklärt Seegrenzenabkommen für rechtlich unwirksam</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa reagierten mit einer gemeinsamen Erklärung auf die Entscheidung des libyschen Parlaments. Das Abkommen verletze die souveränen Rechte anderer Staaten, stehe nicht im Einklang mit dem internationalen Seerecht und sei rechtlich nichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden EU-Spitzenvertreter bekräftigten die Solidarität der Europäischen Union mit Griechenland und Zypern. Zugleich wandten sie sich gegen eine Einmischung von außen in die inneren Angelegenheiten Libyens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wies das Abkommen im Namen der Mitgliedstaaten zurück. Die Vereinbarung könne keine rechtlichen Folgen für Drittstaaten entfalten. Bereits 2019 hatte der Europäische Rat diese Position festgelegt und im Juni 2025 erneut bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung wurde am Mittwoch auch bei Gesprächen zwischen Kallas und dem türkischen Außenminister Hakan Fidan in Brüssel thematisiert. Die Europäische Kommission erklärte, sie prüfe die Folgen der Ratifizierung gemeinsam mit den Mitgliedstaaten. Vorrang hätten der diplomatische Dialog und die Verhinderung einer weiteren Eskalation.</p>



<h2 id="h-agypten-und-griechenland-beraten-uber-eigene-seegrenzen" class="wp-block-heading"><span id="aegypten-und-griechenland-beraten-ueber-eigene-seegrenzen">Ägypten und Griechenland beraten über eigene Seegrenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ägypten schloss sich der Kritik an. Das Außenministerium in Kairo erklärte, die Ratifizierung durch das libysche Parlament habe keinerlei rechtliche Auswirkungen auf die ägyptischen Seegrenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung betrachtet das ursprünglich 2019 geschlossene Abkommen als ungültig. Aus ägyptischer Sicht verstößt es gegen die Bestimmungen des UN-Seerechtsübereinkommens über ausschließliche Wirtschaftszonen und Festlandsockel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ägypten und Griechenland hatten bereits 2020 ein eigenes Abkommen über die Abgrenzung ihrer ausschließlichen Wirtschaftszonen im Mittelmeer geschlossen. Diese Vereinbarung überschneidet sich teilweise mit den türkisch-libyschen Ansprüchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag, dem 22. Oktober, telefonierten der griechische Außenminister Giorgos Gerapetritis und sein ägyptischer Amtskollege Badr Abdelatty erneut über den Konflikt. Beide Regierungen vereinbarten, ihre Gespräche über eine weitere Abgrenzung der Meereszonen fortzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei steht auch eine mögliche Ausweitung ihrer bisherigen Vereinbarung in östlicher Richtung bis in die Nähe Zyperns zur Diskussion. Griechenland und Ägypten berufen sich auf das internationale Seerecht und ihre jeweiligen Ansprüche auf wirtschaftliche Nutzungsrechte.</p>



<h2 id="h-israel-wirft-der-turkei-destabilisierung-vor" class="wp-block-heading"><span id="israel-wirft-der-tuerkei-destabilisierung-vor">Israel wirft der Türkei Destabilisierung vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmals nach der jüngsten Ratifizierung positionierte sich auch Israel mit einer ausdrücklichen Verurteilung des Abkommens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das israelische Außenministerium erklärte, die Vereinbarung verletze die souveränen Rechte enger Verbündeter in der Region. Damit bezog sich Israel insbesondere auf Griechenland und Zypern, mit denen es in Energie- und Sicherheitsfragen zusammenarbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Leider sehen wir erneut, wie die Türkei daran arbeitet, die Region des östlichen Mittelmeers zu destabilisieren“, erklärte das Ministerium am 21. Oktober über die Plattform X.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-und-algerien-bilden-gemeinsame-front-gegen-israel/">Israel, Griechenland und Zypern pflegen seit Jahren eine enge Zusammenarbeit bei Energieprojekten und regionalen Sicherheitsfragen.</a> Die Erschließung von Erdgasfeldern und mögliche Verbindungen zu europäischen Absatzmärkten gehören zu ihren gemeinsamen Interessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der türkisch-libysche Vertrag berührt damit auch die Frage, welche Staaten künftig über Fördergebiete und mögliche Transportwege im östlichen Mittelmeer mitentscheiden können.</p>



<h2 id="h-griechenland-bringt-den-konflikt-vor-den-un-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="griechenland-bringt-den-konflikt-vor-den-un-sicherheitsrat">Griechenland bringt den Konflikt vor den UN-Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Griechenland hat den Streit inzwischen auf die Ebene der Vereinten Nationen getragen. Die griechische UN-Botschafterin Aglaia Balta informierte den Sicherheitsrat am 21. Oktober während geschlossener Konsultationen über die jüngste Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben griechischer Diplomaten warnte Balta vor möglichen Folgen für die Sicherheit und Stabilität im östlichen Mittelmeer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Athen argumentiert, dass die Türkei und Libyen keine einander gegenüberliegenden oder unmittelbar benachbarten Küsten hätten, die eine solche Grenzziehung rechtfertigen würden. Insbesondere die griechischen Inseln Kreta und der Dodekanes würden durch die vereinbarte Linie nicht angemessen berücksichtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ankara vertritt dagegen die Auffassung, dass bestimmte griechische Inseln keine uneingeschränkten Ansprüche auf ausgedehnte Meereszonen begründen können. Die Türkei hat das UN-Seerechtsübereinkommen von 1982 nicht unterzeichnet.</p>



<h2 id="h-turkei-weist-kritik-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="tuerkei-weist-kritik-zurueck">Türkei weist Kritik zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die türkische Regierung begrüßte die Entscheidung des ostlibyschen Parlaments. Außenminister Hakan Fidan bezeichnete das Abkommen als rechtmäßig und erklärte, es schütze die Interessen beider Staaten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Meeting_Vladimir_Putin_with_Recep_Tayyip_Erdogan_2017-03-10_06-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-31047 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Meeting_Vladimir_Putin_with_Recep_Tayyip_Erdogan_2017-03-10_06-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Meeting_Vladimir_Putin_with_Recep_Tayyip_Erdogan_2017-03-10_06-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Meeting_Vladimir_Putin_with_Recep_Tayyip_Erdogan_2017-03-10_06-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Meeting_Vladimir_Putin_with_Recep_Tayyip_Erdogan_2017-03-10_06-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Meeting_Vladimir_Putin_with_Recep_Tayyip_Erdogan_2017-03-10_06-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Meeting_Vladimir_Putin_with_Recep_Tayyip_Erdogan_2017-03-10_06-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Meeting_Vladimir_Putin_with_Recep_Tayyip_Erdogan_2017-03-10_06.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/libyen-vollzieht-kurswechsel-parlament-billigt-umstrittenes-seeabkommen-mit-tuerkei-griechenland-protestiert/">Die Ratifizierung sei aus türkischer Sicht lediglich ein formaler Schritt, da Ankara die Vereinbarung bereits seit Jahren als gültig betrachte.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Dies ist sowohl rechtlich als auch gesetzlich ein vollkommen legitimes Abkommen. Darüber muss nicht diskutiert werden“, sagte Fidan gegenüber türkischen Staatsmedien während seines Aufenthalts in Brüssel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ankara begründet seine Position mit dem Grundsatz einer gerechten Abgrenzung von Seegebieten. Das türkische Außenministerium erklärte, die Vereinbarung entspreche internationalen Rechtsgrundsätzen und schütze die gegenseitigen Rechte und Interessen Libyens und der Türkei.</p>



<h2 id="h-libyens-osten-vollzieht-aussenpolitischen-kurswechsel" class="wp-block-heading"><span id="libyens-osten-vollzieht-aussenpolitischen-kurswechsel">Libyens Osten vollzieht außenpolitischen Kurswechsel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt der aktuellen Auseinandersetzung ist ein politischer Kurswechsel im Osten Libyens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Repräsentantenhaus mit Sitz in Bengasi beziehungsweise Tobruk billigte am 20. Oktober einstimmig das Seegrenzenabkommen, das die Türkei 2019 mit der damaligen international anerkannten Einheitsregierung unter Fayez al-Sarraj in Tripolis geschlossen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ostlibysche Parlament hatte diese Vereinbarung zunächst entschieden abgelehnt. Im Jahr 2020 verabschiedete es Beschlüsse gegen die türkisch-libyschen Abkommen und brach die politischen Beziehungen zu Ankara ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ratifizierung hob das Parlament diese früheren Entscheidungen auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ministerrat-sieht-die-nationale-einheit-in-gefahr-turkei-und-agypten-involviert/">Der Schritt fällt in eine Phase wachsender Beziehungen zwischen der Türkei und den ostlibyschen Machthabern um Militärkommandeur Khalifa Haftar. </a>Ankara hatte während des libyschen Bürgerkriegs vor allem die Regierung in Tripolis militärisch und politisch unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen bleibt seit dem Sturz von Muammar al-Gaddafi 2011 zwischen rivalisierenden Machtzentren geteilt. Während die international anerkannte Regierung in Tripolis den Westen kontrolliert, dominieren Haftar und mit ihm verbundene Institutionen den Osten und Teile des Südens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zustimmung des ostlibyschen Parlaments bringt damit erstmals beide politischen Machtzentren in der Frage des Seegrenzenabkommens näher zusammen. Sowohl Vertreter der Regierung in Tripolis als auch aus dem Umfeld Haftars begrüßten die Entscheidung als Schritt zur Sicherung libyscher Wirtschaftsinteressen.</p>



<h2 id="h-erdgas-und-einflusszonen-im-ostlichen-mittelmeer" class="wp-block-heading"><span id="erdgas-und-einflusszonen-im-oestlichen-mittelmeer">Erdgas und Einflusszonen im östlichen Mittelmeer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter der diplomatischen Auseinandersetzung stehen konkurrierende Ansprüche auf maritime Wirtschaftszonen. Nach dem internationalen Seerecht können Küstenstaaten in bestimmten Meeresgebieten exklusive Rechte zur Erkundung und Nutzung natürlicher Ressourcen beanspruchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im östlichen Mittelmeer wurden in den vergangenen Jahrzehnten mehrere bedeutende Erdgasfelder entdeckt. Dazu gehören das ägyptische Zohr-Feld sowie Fördergebiete vor Israel und Zypern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die genaue Abgrenzung der Wirtschaftszonen beeinflusst, welche Staaten Förderlizenzen vergeben, Bohrungen genehmigen und Ansprüche auf mögliche neue Vorkommen geltend machen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU betrachtet die Region auch im Zusammenhang mit ihrer Energieversorgung. Griechenland und Zypern sind Mitglieder der Europäischen Union, während die Türkei als NATO-Partner und EU-Beitrittskandidat eigene maritime Ansprüche verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Ankara und Athen bestehen seit Jahrzehnten Streitigkeiten über Seegrenzen, Inselrechte und Zuständigkeiten im östlichen Mittelmeer. Das türkisch-libysche Abkommen von 2019 hat diese Auseinandersetzungen um eine zusätzliche Grenzlinie entlang der nordafrikanischen Küste erweitert.</p>
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		<title>Bewaffnete versuchen Ernennung beim Rechnungshof zu erzwingen – UN drohen mit Sanktionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bewaffnete-versuchen-ernennung-beim-rechnungshof-zu-erzwingen-un-drohen-mit-sanktionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 16:36:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNSMIL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bewaffnete Kräfte versuchen, eine Personalentscheidung beim libyschen Rechnungshof in Tripolis zu erzwingen. Die UN verlangen ihren sofortigen Abzug und warnen vor möglichen Sanktionen gegen Verantwortliche.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbewaffnete-versuchen-ernennung-beim-rechnungshof-zu-erzwingen-un-drohen-mit-sanktionen%2F&amp;action_name=Bewaffnete%20versuchen%20Ernennung%20beim%20Rechnungshof%20zu%20erzwingen%20%E2%80%93%20UN%20drohen%20mit%20Sanktionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Kräfte haben nach Angaben der Vereinten Nationen versucht, die umstrittene Ernennung eines stellvertretenden Behördenleiters am libyschen Rechnungshof in Tripolis mit Gewalt und Einschüchterung durchzusetzen. Die UN-Unterstützungsmission für Libyen (UNSMIL) verurteilte den Vorfall am Mittwoch, 21. Oktober 2026, und verlangte den sofortigen Abzug bewaffneter Personen vom Gelände der Behörde. Sie warnte, dass die Verantwortlichen gezielten Sanktionen des UN-Sicherheitsrates ausgesetzt werden könnten. Der Konflikt betrifft eine zentrale staatliche Kontrollinstitution, die den Umgang mit öffentlichen Geldern überwacht.</p>



<h2 id="h-un-fordern-sofortigen-abzug-bewaffneter-krafte" class="wp-block-heading"><span id="un-fordern-sofortigen-abzug-bewaffneter-kraefte">UN fordern sofortigen Abzug bewaffneter Kräfte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Mission bezeichnete den Einsatz von Gewalt und Einschüchterung am Sitz des libyschen Rechnungshofs als völlig inakzeptabel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gewaltsame Durchsetzung von Personalentscheidungen in staatlichen Institutionen gefährde die Rechtsstaatlichkeit sowie die Unabhängigkeit und Integrität dieser Einrichtungen, erklärte UNSMIL.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwer wiege ein solcher Vorfall bei einer Behörde, die für die Kontrolle öffentlicher Ausgaben zuständig sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission verlangte ein sofortiges Ende jeder bewaffneten Einmischung in die Angelegenheiten des Rechnungshofs und den unverzüglichen Rückzug aller bewaffneten Kräfte aus dessen Räumlichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche bewaffnete Gruppe an dem Vorfall beteiligt war, teilte UNSMIL zunächst nicht mit. Auch die Identität des umstrittenen Kandidaten für das Amt des stellvertretenden Behördenleiters wurde in der Erklärung nicht genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso blieb offen, ob es bei dem Vorfall Verletzte gab und in welchem Umfang der reguläre Dienstbetrieb beeinträchtigt wurde.</p>



<h2 id="h-streit-um-personalentscheidung-gefahrdet-finanzkontrolle" class="wp-block-heading"><span id="streit-um-personalentscheidung-gefaehrdet-finanzkontrolle">Streit um Personalentscheidung gefährdet Finanzkontrolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der libysche Rechnungshof, das National Audit Bureau, ist eine zentrale Institution zur Überwachung der Verwendung staatlicher Mittel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu seinen Aufgaben gehört es, die Verwaltung öffentlicher Gelder zu kontrollieren und die Rechenschaftspflicht staatlicher Stellen zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Mission warnte, dass Eingriffe in die Leitung dieser Behörde das Vertrauen der Bevölkerung in die staatlichen Institutionen weiter schwächen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Würden Führungspositionen durch Zwang statt durch gesetzlich vorgesehene Verfahren besetzt, gefährde dies die Unabhängigkeit der Finanzkontrolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon betroffen sei auch die Fähigkeit des Rechnungshofs, seine Aufgaben im Interesse der libyschen Bevölkerung wirksam wahrzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL verlangte deshalb, den Streit über die Ernennung ausschließlich auf rechtlichem und institutionellem Wege beizulegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei müssten die geltenden libyschen Gesetze sowie die einschlägigen Bestimmungen und Grundsätze des Libyschen Politischen Abkommens beachtet werden.</p>



<h2 id="h-un-sicherheitsrat-konnte-verantwortliche-sanktionieren" class="wp-block-heading"><span id="un-sicherheitsrat-koennte-verantwortliche-sanktionieren">UN-Sicherheitsrat könnte Verantwortliche sanktionieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen verbanden ihre Forderungen mit einem Hinweis auf mögliche internationale Konsequenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Personen, die Angriffe auf staatliche Institutionen Libyens verantworten, könnten nach einschlägigen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates gezielten Sanktionen unterliegen, erklärte UNSMIL.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Maßnahmen können insbesondere Reiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten umfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Mission kündigte allerdings keine bereits beschlossenen Sanktionen an. Sie verwies auf bestehende Möglichkeiten des Sicherheitsrates, gegen Verantwortliche von Angriffen auf libysche staatliche Einrichtungen vorzugehen.</p>



<h2 id="h-politische-spaltung-belastet-staatliche-institutionen" class="wp-block-heading"><span id="politische-spaltung-belastet-staatliche-institutionen">Politische Spaltung belastet staatliche Institutionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen ist weiterhin zwischen konkurrierenden politischen Machtzentren geteilt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="738" height="462" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Flag_of_libya_in_tripoli.jpg" alt="" class="wp-image-30997 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Flag_of_libya_in_tripoli.jpg 738w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Flag_of_libya_in_tripoli-300x188.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Flag_of_libya_in_tripoli-380x238.jpg 380w" sizes="(max-width: 738px) 100vw, 738px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Tripolis regiert die international anerkannte Regierung der Nationalen Einheit. <a href="https://fokus-afrika.de/libyen-protestiert-gegen-niger-wegen-uebergabe-zweier-staatsbuerger-an-haftar/" data-type="post" data-id="25209">Im Osten des Landes bestehen rivalisierende Regierungs- und Sicherheitsstrukturen, die unter maßgeblichem Einfluss des Militärkommandeurs Khalifa Haftar stehen.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Spaltung betrifft auch die Besetzung von Führungspositionen in wichtigen staatlichen Einrichtungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere bei Institutionen, die öffentliche Finanzen verwalten oder kontrollieren, haben Personalentscheidungen unmittelbare Bedeutung für die staatliche Rechenschaftspflicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/fragile-stabilitaet-in-gefahr-unsmil-fordert-politische-einigung-in-libyen/" data-type="post" data-id="14142">Die Vereinten Nationen unterstützen seit Jahren einen politischen Prozess zur Überwindung der institutionellen Teilung des Landes.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihrer Erklärung vom 21. Oktober machte UNSMIL deutlich, dass sie den Einsatz bewaffneter Kräfte zur Durchsetzung umstrittener Ernennungen nicht als zulässigen Weg zur Lösung solcher Konflikte betrachtet.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Zentralafrikanische Republik: UN warnen vor Truppenabbau trotz neuer Angriffe an Sudans Grenze</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/zentralafrikanische-republik-un-warnen-vor-truppenabbau-trotz-neuer-angriffe-an-sudans-grenze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 09:20:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>17.000 Vertriebene, verletzte UN-Soldaten und bewaffnete Gruppen an der Grenze zu Sudan: Die UN warnen davor, ihre Friedensmission in der Zentralafrikanischen Republik weiter zu schwächen. Im Sicherheitsrat stehen Forderungen nach ausreichendem Schutz dem amerikanischen Drängen auf mehr Eigenverantwortung gegenüber.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fzentralafrikanische-republik-un-warnen-vor-truppenabbau-trotz-neuer-angriffe-an-sudans-grenze%2F&amp;action_name=Zentralafrikanische%20Republik%3A%20UN%20warnen%20vor%20Truppenabbau%20trotz%20neuer%20Angriffe%20an%20Sudans%20Grenze&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrikanische-republik-un-warnen-vor-truppenabbau-trotz-neuer-angriffe-an-sudans-grenze/">Zentralafrikanische Republik: UN warnen vor Truppenabbau trotz neuer Angriffe an Sudans Grenze</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen warnen vor einer weiteren Schwächung ihrer Friedensmission MINUSCA in der Zentralafrikanischen Republik und fordern ausreichende Truppen und Einsatzmittel zum Schutz der Zivilbevölkerung. Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates am Dienstag, 20. Oktober 2026, machte UN-Sonderbeauftragte Valentine Rugwabiza auf die zunehmende Gewalt in den Grenzregionen zu Sudan aufmerksam. Ein Angriff auf die Stadt Am-Dafock hatte 17.000 Menschen vertrieben und sechs UN-Soldaten verletzt. Während zahlreiche Mitglieder des Sicherheitsrates vor einem überstürzten Rückzug warnen, drängen die Vereinigten Staaten auf eine stärkere Übernahme der Sicherheitsverantwortung durch die Regierung in Bangui.</p>



<h2 id="h-un-friedensmission-fordert-ausreichende-truppenstarke" class="wp-block-heading"><span id="un-friedensmission-fordert-ausreichende-truppenstaerke">UN-Friedensmission fordert ausreichende Truppenstärke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Valentine Rugwabiza, Leiterin der UN-Friedensmission MINUSCA, appellierte an den Sicherheitsrat, die militärischen Fähigkeiten der Mission bei der bevorstehenden Verlängerung ihres Mandats zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Sicherheitslage im Nordosten gibt weiterhin Anlass zu großer Sorge“, erklärte sie bei der Vorstellung des jüngsten Berichts von UN-Generalsekretär António Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fortschritte bei der Wiederherstellung staatlicher Kontrolle seien weiterhin fragil. Insbesondere in abgelegenen Grenzgebieten könnten nationale Sicherheitskräfte den Schutz der Bevölkerung noch nicht allein gewährleisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich appelliere deshalb an den Rat, bei der bevorstehenden Verlängerung des MINUSCA-Mandats während dieser entscheidenden Phase der Stabilisierung eine angemessene Truppenstärke und ausreichende Fähigkeiten der Mission aufrechtzuerhalten“, sagte Rugwabiza.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat muss im November über die Verlängerung und künftige Ausrichtung des Mandats entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits 2025 hatte das Gremium die zulässige Höchststärke der Mission reduziert. Die Obergrenze sank von 14.400 auf 14.046 Soldaten und von 3.020 auf 2.999 Polizeikräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Informationsdienstes&nbsp;<em>Security Council Report</em>&nbsp;waren zuletzt 10.292 Soldaten tatsächlich im Einsatz. Damit lag die Truppenstärke bereits deutlich unter der bisherigen Obergrenze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär empfahl für die nächste Mandatsperiode eine autorisierte Stärke von 12.000 Soldaten. Zugleich sprach er sich dafür aus, die zentralen Sicherheitsaufgaben der Mission beizubehalten und weitere Reduzierungen an die tatsächliche Sicherheitslage zu knüpfen.</p>



<h2 id="h-angriff-auf-am-dafock-vertrieb-17-000-menschen" class="wp-block-heading"><span id="angriff-auf-am-dafock-vertrieb-17-000-menschen">Angriff auf Am-Dafock vertrieb 17.000 Menschen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich zeigten sich die Sicherheitsprobleme bei einem Angriff auf Am-Dafock in der nordöstlichen Präfektur Vakaga.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 30. Juni griffen mehrere bewaffnete Gruppen die Stadt nahe der Grenze zu Sudan an. Dabei wurden Zivilisten und Angehörige der zentralafrikanischen Sicherheitskräfte getötet. Rund 17.000 Menschen mussten fliehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein Stützpunkt der UN-Friedensmission wurde angegriffen. Sechs Blauhelmsoldaten erlitten Verletzungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Gruppen kontrollierten die Stadt zeitweise fünf Tage lang, bevor sie sich über die Grenze nach Sudan zurückzogen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Escorte_29191107126-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-30980 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Escorte_29191107126-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Escorte_29191107126-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Escorte_29191107126-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Escorte_29191107126-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Escorte_29191107126-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Escorte_29191107126-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Escorte_29191107126-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Escorte_29191107126-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Escorte_29191107126.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung Rugwabizas verhinderte das schnelle Eingreifen der Friedensmission weitere Todesopfer. Ohne die Unterstützung der UN-Truppen hätte die Regierung die Kontrolle über Am-Dafock nicht so rasch wiederherstellen können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Operation verdeutlichte zugleich die logistischen Schwierigkeiten in der Region. Wegen der Regenzeit war die Stadt auf dem Luftweg erreichbar. MINUSCA musste deshalb Hubschrauber und Soldaten aus anderen gefährdeten Gebieten abziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage wird zusätzlich durch den Krieg im benachbarten Sudan belastet. Bewaffnete Gruppen nutzen grenzüberschreitende Verbindungen, um Kämpfer und Waffen zu bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Südosten der Zentralafrikanischen Republik bleiben Milizen aktiv. Dort kommt es weiterhin zu Angriffen auf staatliche Sicherheitskräfte und Zivilisten.</p>



<h2 id="h-geiseln-nach-angriff-von-2025-befreit" class="wp-block-heading"><span id="geiseln-nach-angriff-von-2025-befreit">Geiseln nach Angriff von 2025 befreit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der angespannten Sicherheitslage berichtete Rugwabiza über die Freilassung von Geiseln, die seit einem Angriff der bewaffneten Gruppe Azandé Ani Kpi Gbé (AAKG) im Dezember 2025 festgehalten worden waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefangenen, darunter der Unterpräfekt von Bambouti, wurden am 19. Oktober durch eine von MINUSCA geleitete und durchgeführte Operation befreit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Freilassung waren monatelange Vermittlungsbemühungen lokaler Führungspersönlichkeiten und der UN-Mission vorausgegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rugwabiza verwies außerdem auf Fortschritte bei der Entwaffnung ehemaliger Kämpfer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Juli 2025 wurden mit logistischer, technischer und sicherheitspolitischer Unterstützung der Friedensmission mehr als 1.900 Angehörige bewaffneter Gruppen entwaffnet und demobilisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Milizen hatten sich zuvor dem Friedensprozess angeschlossen. Die Umsetzung der Vereinbarungen bleibt jedoch von der weiteren Eingliederung ehemaliger Kämpfer in das zivile Leben abhängig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratische Republik Kongo, die im Sicherheitsrat auch für Somalia und Liberia sprach, warnte deshalb davor, die Entwaffnung ohne ausreichend finanzierte Wiedereingliederungsprogramme fortzusetzen.</p>



<h2 id="h-frankreich-und-russland-warnen-vor-ubereiltem-ruckzug" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-und-russland-warnen-vor-uebereiltem-rueckzug">Frankreich und Russland warnen vor übereiltem Rückzug</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mission-in-der-zentralafrikanischen-republik/">Im Sicherheitsrat sprachen sich mehrere Staaten für eine schrittweise Neuordnung der Friedensmission aus.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs UN-Botschafter Jérôme Bonnafont betonte, dass die Übertragung von Aufgaben an die zentralafrikanischen Behörden nicht beschleunigt werden dürfe, solange bewaffnete Gruppen weiterhin Zivilisten bedrohten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere im Nordosten und Südosten nutzten Milizen die Instabilität benachbarter Staaten, um sich mit Waffen und Kämpfern zu versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-fragiler-lage-nach-wahlen-in-der-zentralafrikanischen-republik/">Auch Russland warnte vor einer künstlich beschleunigten Übergabe der Sicherheitsverantwortung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die stellvertretende russische UN-Botschafterin Anna Jewstignejewa erklärte, ein solcher Schritt könne kontraproduktiv sein. Die internationalen Partner müssten die zentralafrikanischen Sicherheitsinstitutionen stärken und die Bekämpfung grenzüberschreitender Bedrohungen unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien forderte ebenfalls, den Übergang an der Lage vor Ort auszurichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pakistan sprach sich dafür aus, die Einsatzfähigkeit der Friedensmission durch zusätzliche Lufttransportkapazitäten, schnelle Eingreifkräfte und militärische Führungsstrukturen zu verbessern.</p>



<h2 id="h-usa-warnen-vor-dauerhafter-abhangigkeit-von-minusca" class="wp-block-heading"><span id="usa-warnen-vor-dauerhafter-abhaengigkeit-von-minusca">USA warnen vor dauerhafter Abhängigkeit von MINUSCA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten setzten einen anderen Schwerpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der stellvertretende US-Botschafter Jeffrey Bartos würdigte die schnelle Reaktion sambischer UN-Soldaten beim Angriff auf Am-Dafock.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig warnte er davor, dass eine unveränderte Friedensmission zu einer dauerhaften Einrichtung werden könne, statt eine zeitlich begrenzte Maßnahme zur Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentralafrikanische Regierung müsse bei der Reform des Sicherheitssektors die Führung übernehmen und schrittweise zusätzliche Aufgaben übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington hatte bereits bei früheren Verhandlungen über das MINUSCA-Mandat auf eine Reduzierung der Truppenobergrenze gedrängt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit besteht vor der nächsten Mandatsverlängerung ein Unterschied zwischen der amerikanischen Forderung nach einer stärkeren Übertragung von Verantwortung und den Warnungen anderer Sicherheitsratsmitglieder vor zusätzlichen Sicherheitslücken.</p>



<h2 id="h-geldmangel-gefahrdet-ausstehende-wahlen" class="wp-block-heading"><span id="geldmangel-gefaehrdet-ausstehende-wahlen">Geldmangel gefährdet ausstehende Wahlen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Sicherheitslage beschäftigten die finanziellen Schwierigkeiten der Zentralafrikanischen Republik den Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-fragiler-lage-nach-wahlen-in-der-zentralafrikanischen-republik/">Die nationale Wahlbehörde verfügt derzeit nicht über ausreichende Mittel, um die noch ausstehenden Parlaments-, Regional- und Kommunalwahlen abzuschließen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratische Republik Kongo bezeichnete diese Entwicklung auch im Namen Somalias und Liberias als besorgniserregend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zentralafrikanische Republik hatte im Rahmen des Wahlzyklus 2025 und 2026 Fortschritte beim Aufbau kommunaler Institutionen erzielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Anfang Oktober waren nach Angaben der UN in 127 der insgesamt 177 Gemeinden gewählte Amtsträger eingesetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele der neuen Kommunalverwaltungen verfügen jedoch nur über begrenzte Erfahrungen und personelle Kapazitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rugwabiza forderte deshalb zusätzliche Unterstützung für die Ausbildung lokaler Behörden und die Finanzierung der verbleibenden Wahlgänge.</p>



<h2 id="h-zentralafrikanische-republik-verweist-auf-extreme-armut" class="wp-block-heading"><span id="zentralafrikanische-republik-verweist-auf-extreme-armut">Zentralafrikanische Republik verweist auf extreme Armut</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der zentralafrikanische UN-Botschafter Marius Aristide Hoja Nzessioué warnte vor den finanziellen Folgen einer zu schnellen Übergabe von Aufgaben durch MINUSCA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach von ihm angeführten Weltbankdaten leben 67 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut. In ländlichen Gebieten liegt der Anteil bei 78 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geringe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit begrenze die Möglichkeiten des Staates, zusätzliche Sicherheits- und Verwaltungsaufgaben aus eigenen Mitteln zu finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Externe Unterstützung bleibe deshalb notwendig, erklärte der Botschafter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Regierung wolle die Abhängigkeit von internationaler Hilfe langfristig verringern, benötige dafür jedoch eine Übergangsphase.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein überstürzter Rückzug könne nationale Institutionen überfordern, die noch nicht über die erforderlichen Mittel verfügten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verwies er auf die Kosten neuer Gewaltausbrüche. Eine erneute Verschlechterung der Sicherheitslage könne humanitäre und finanzielle Belastungen verursachen, die mögliche kurzfristige Einsparungen bei der Friedensmission deutlich übersteigen würden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU und Mauritius planen neues Fischereiabkommen und wollen europäische Investitionen ausbauen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-und-mauritius-planen-neues-fischereiabkommen-und-wollen-europaeische-investitionen-ausbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 22:55:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mauritius]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
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		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die EU baut ihre Partnerschaft mit Mauritius aus: Ein neues Fischereiabkommen soll im Dezember folgen, 2027 sollen europäische Unternehmen für zusätzliche Investitionen gewonnen werden. Auch Deutschland war bei den Gesprächen über Häfen, Energie und maritime Sicherheit vertreten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-und-mauritius-planen-neues-fischereiabkommen-und-wollen-europaeische-investitionen-ausbauen%2F&amp;action_name=EU%20und%20Mauritius%20planen%20neues%20Fischereiabkommen%20und%20wollen%20europ%C3%A4ische%20Investitionen%20ausbauen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union und Mauritius wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen und ein neues Fischereiabkommen abschließen. Die Vereinbarungen wurden im Anschluss an den zweiten Partnerschaftsdialog zwischen Mauritius und der EU in Port Louis erörtert. Bereits im Dezember soll das Fischereiabkommen unterzeichnet werden, während ein Wirtschaftsforum im kommenden Jahr zusätzliche europäische Investitionen anziehen soll. Weitere Schwerpunkte sind die Modernisierung des Hafens, erneuerbare Energien, Wasserversorgung und maritime Sicherheit. Auch Deutschland war an den diplomatischen Gesprächen beteiligt.</p>



<h2 id="h-neues-fischereiabkommen-fur-dezember-geplant" class="wp-block-heading"><span id="neues-fischereiabkommen-fuer-dezember-geplant">Neues Fischereiabkommen für Dezember geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der EU-Botschafter in Mauritius, Oskar Benedikt, stellte die Ergebnisse des Partnerschaftsdialogs bei einem Treffen mit Premierminister Navinchandra Ramgoolam im Treasury Building in Port Louis vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den Gesprächen kündigte Benedikt an, dass die EU und Mauritius voraussichtlich im Dezember ein neues Abkommen für den Fischereisektor unterzeichnen werden. Dieses soll auch der lokalen Fischereiwirtschaft zugutekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauritius liegt im südwestlichen Indischen Ozean und verfügt über eine bedeutende maritime Wirtschaftszone. Fischerei, Hafenwirtschaft und der internationale Seeverkehr gehören zu den Bereichen, in denen das Land wirtschaftliche Interessen mit europäischen Partnern verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche konkreten Fangrechte, finanziellen Regelungen oder Unterstützungsmaßnahmen das geplante Abkommen enthalten wird, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.</p>



<h2 id="h-wirtschaftsforum-soll-europaische-unternehmen-nach-mauritius-bringen" class="wp-block-heading"><span id="wirtschaftsforum-soll-europaeische-unternehmen-nach-mauritius-bringen">Wirtschaftsforum soll europäische Unternehmen nach Mauritius bringen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Fischerei wollen beide Seiten ihre Investitionsbeziehungen vertiefen. Für 2027 ist ein Wirtschaftsforum vorgesehen, das Unternehmen aus europäischen Staaten mit Geschäftspartnern und Entscheidungsträgern aus Mauritius zusammenbringen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben Benedikts sollen insbesondere Investitionen mit hoher Wertschöpfung gefördert werden. Damit verbindet die EU das Ziel, neue wirtschaftliche Möglichkeiten in Mauritius zu erschließen und die bestehenden Handels- und Investitionsbeziehungen auszubauen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Images-23.jpeg" alt="" class="wp-image-30917 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Images-23.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Images-23-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Images-23-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Images-23-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Images-23-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche mit Premierminister Ramgoolam konzentrierten sich auf nachhaltiges Wirtschaftswachstum, die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft und die Weiterentwicklung bestehender Partnerschaften.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">An der Delegation beteiligten sich neben dem EU-Botschafter diplomatische Vertreter mehrerer Mitgliedstaaten. Vertreten waren unter anderem Österreich, Belgien, Polen, Finnland, Spanien und Tschechien sowie Deutschland und Irland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/besuch-des-franzoesischen-praesidenten-emmanuel-macron-in-mauritius/" data-type="post" data-id="22234">Auch der mauritische Botschafter in Frankreich, Alexis Loyer, nahm an dem Treffen teil.</a></p>



<h2 id="h-eu-unterstutzt-modernisierung-des-hafens" class="wp-block-heading"><span id="eu-unterstuetzt-modernisierung-des-hafens">EU unterstützt Modernisierung des Hafens</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt ist die Modernisierung der Hafeninfrastruktur von Mauritius. Die Europäische Union will dafür Erfahrungen und technisches Wissen aus europäischen Staaten einbringen, die vergleichbare Infrastrukturprojekte umgesetzt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen eine höhere Leistungsfähigkeit der Hafenanlagen und effizientere logistische Abläufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauritius liegt an wichtigen internationalen Seeverbindungen im Indischen Ozean. Die Regierung verfolgt das Ziel, die Rolle des Landes als maritimen Handels- und Logistikstandort auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Benedikt verwies in diesem Zusammenhang auch auf internationale Verpflichtungen zur Sicherung frei zugänglicher Schifffahrtswege. Für Mauritius ist der ungehinderte maritime Verkehr von Bedeutung, da der Inselstaat im Außenhandel stark auf den Transport über See angewiesen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Investitionssummen oder neue Finanzierungszusagen für die Hafenmodernisierung wurden nicht genannt.</p>



<h2 id="h-zuschusse-fur-erneuerbare-energien-kustenschutz-und-wasserwirtschaft" class="wp-block-heading"><span id="zuschuesse-fuer-erneuerbare-energien-kuestenschutz-und-wasserwirtschaft">Zuschüsse für erneuerbare Energien, Küstenschutz und Wasserwirtschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU will Mauritius außerdem bei der Bewältigung von Infrastruktur- und Umweltproblemen unterstützen. Dazu gehören insbesondere die Wasserversorgung, erneuerbare Energien und der Schutz der Küstenregionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Benedikt stellte Zuschussmittel und technische Unterstützung der Europäischen Union in Aussicht. Europäische Fachkenntnisse sollen helfen, Projekte in diesen Bereichen zu entwickeln und umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wasserversorgung gehört zu den Herausforderungen des Inselstaates. Die EU will gemeinsam mit Mauritius Möglichkeiten prüfen, bestehende Engpässe zu verringern und die Wasserwirtschaft widerstandsfähiger zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Ausbau erneuerbarer Energien steht auf der gemeinsamen Agenda. Hinzu kommen Maßnahmen zur Stärkung der Küstengebiete gegenüber klimatischen und ökologischen Belastungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Umfang, Verteilung und konkreten Förderbedingungen der angekündigten europäischen Zuschüsse machte der Botschafter zunächst keine Angaben.</p>



<h2 id="h-zusammenarbeit-gegen-piraterie-und-drogenschmuggel" class="wp-block-heading"><span id="zusammenarbeit-gegen-piraterie-und-drogenschmuggel">Zusammenarbeit gegen Piraterie und Drogenschmuggel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mauritius und die Europäische Union wollen auch ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit auf See fortsetzen und vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-mauritius-intensivieren-sicherheitspolitische-abstimmung-im-indischen-ozean/" data-type="post" data-id="24772">Dabei geht es insbesondere um den Schutz internationaler Schifffahrtswege, die Bekämpfung der Piraterie und Maßnahmen gegen den Drogenschmuggel.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit im Bereich der maritimen Sicherheit besteht bereits seit mehreren Jahren. Mit dem neuen Partnerschaftsdialog soll sie weiterentwickelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Fragen besprachen beide Seiten auch die Förderung der Zivilgesellschaft. Die EU bekräftigte ihre Unterstützung für Programme zur gesellschaftlichen Wiedereingliederung ehemaliger Strafgefangener und zur stärkeren Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorhaben sollen ebenso wie die Projekte zur Wasserwirtschaft, Küstensicherung und Energieversorgung im Rahmen der vertieften Partnerschaft zwischen Mauritius und der Europäischen Union weiterverfolgt werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU stellt Nigeria 20 Millionen Euro für Kampf gegen Terrorgruppen bereit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-stellt-nigeria-20-millionen-euro-fuer-kampf-gegen-terrorgruppen-bereit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 12:10:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die EU stellt Nigeria erstmals direkt 20 Millionen Euro aus ihrer Europäischen Friedensfazilität zur Verfügung. Mit Drohnenabwehr, Nachtsichtgeräten und Sprengfallenschutz sollen nigerianische Soldaten besser gegen Terrorgruppen und bewaffnete Banden vorgehen können.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-stellt-nigeria-20-millionen-euro-fuer-kampf-gegen-terrorgruppen-bereit%2F&amp;action_name=EU%20stellt%20Nigeria%2020%20Millionen%20Euro%20f%C3%BCr%20Kampf%20gegen%20Terrorgruppen%20bereit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union unterstützt Nigerias Streitkräfte erstmals direkt mit 20 Millionen Euro aus der Europäischen Friedensfazilität, um ihre Fähigkeiten im Kampf gegen Terrorgruppen und bewaffnete Banden zu stärken. Den Beschluss fasste der Rat der EU am 19. Oktober 2026. Die Finanzierung umfasst unter anderem Ausrüstung zur Abwehr von Drohnen und Sprengfallen sowie Nachtsichtgeräte und persönliche Schutzausrüstung. Damit baut Brüssel seine Sicherheitskooperation mit Afrikas bevölkerungsreichstem Land aus, das seit Jahren mit islamistischem Terrorismus und bewaffneter Gewalt in mehreren Landesteilen konfrontiert ist.</p>



<h2 id="h-neue-ausrustung-gegen-drohnen-und-sprengfallen" class="wp-block-heading"><span id="neue-ausruestung-gegen-drohnen-und-sprengfallen">Neue Ausrüstung gegen Drohnen und Sprengfallen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem beschlossenen Hilfspaket sollen die nigerianischen Streitkräfte zusätzliche nicht-tödliche militärische Fähigkeiten erhalten. Die EU konzentriert sich dabei auf vier Bereiche: die Erkennung und Abwehr improvisierter Sprengsätze, den Schutz vor unbemannten Luftfahrzeugen, Nachtsichttechnik und persönliche Schutzausrüstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstattung soll die Sicherheit der Soldaten verbessern, die innerhalb Nigerias gegen bewaffnete Gruppen eingesetzt werden. Zugleich sollen die Streitkräfte besser auf Angriffe und andere Sicherheitsbedrohungen reagieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen umfassen ausdrücklich keine tödlichen Waffensysteme. Angaben zu konkreten Liefermengen, Herstellern oder einem Zeitplan für die Bereitstellung machte der Rat zunächst nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung der EU richtet sich die Unterstützung gegen Bedrohungen durch bewaffnete Gruppen, kriminelle Banden und feindliche externe Akteure.</p>



<h2 id="h-erstmals-direkte-militarhilfe-fur-nigeria" class="wp-block-heading"><span id="erstmals-direkte-militaerhilfe-fuer-nigeria">Erstmals direkte Militärhilfe für Nigeria</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Paket ist die erste bilaterale Unterstützungsmaßnahme für Nigeria im Rahmen der Europäischen Friedensfazilität (European Peace Facility, EPF). Bisher profitierte das Land bereits über die multinationale Eingreiftruppe Multinational Joint Task Force (MNJTF) von entsprechenden europäischen Hilfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MNJTF vereint Streitkräfte mehrerer Staaten der Tschadseeregion und bekämpft insbesondere die islamistischen Gruppierungen Boko Haram und Islamischer Staat Westafrika-Provinz (ISWAP). Beide Organisationen sind in der Grenzregion zwischen Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun aktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die direkte Unterstützung der nigerianischen Streitkräfte erweitert damit die bisherige Zusammenarbeit über den multinationalen Rahmen hinaus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="561" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-1024x561.jpg" alt="" class="wp-image-26434 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-1024x561.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-300x164.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-768x421.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-380x208.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-800x438.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-1160x635.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Nordosten Nigerias ist seit vielen Jahren von islamistischer Gewalt betroffen. Gleichzeitig kämpfen die Sicherheitskräfte in anderen Landesteilen gegen bewaffnete Banden, die unter anderem für Überfälle, Entführungen und Angriffe auf ländliche Gemeinden verantwortlich gemacht werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Ausrüstung ist insbesondere auf Gefahren ausgerichtet, denen Soldaten bei Einsätzen gegen solche Gruppen ausgesetzt sind.</p>



<h2 id="h-brussel-und-abuja-vertiefen-sicherheitskooperation" class="wp-block-heading"><span id="bruessel-und-abuja-vertiefen-sicherheitskooperation">Brüssel und Abuja vertiefen Sicherheitskooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung knüpft an mehrere hochrangige Gespräche zwischen Nigeria und der Europäischen Union an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. Februar 2026 hatten beide Seiten im Rahmen ihres Dialogs über Frieden, Sicherheit und Verteidigung gemeinsame Prioritäten erörtert. Weitere Beratungen folgten am 23. März beim achten Ministerdialog zwischen Nigeria und der EU in Abuja.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei standen unter anderem die Sicherheitslage, die bilaterale Zusammenarbeit und die Stärkung staatlicher Fähigkeiten im Vordergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der neuen Finanzierung setzt die EU einen Teil dieser Vereinbarungen um. Die Unterstützung der Streitkräfte soll nach Darstellung des Rates mit weiteren europäischen Maßnahmen verbunden werden, die auf die Prävention und Bekämpfung gewalttätigen Extremismus ausgerichtet sind.</p>



<h2 id="h-europaische-friedensfazilitat-finanziert-militarische-unterstutzung" class="wp-block-heading"><span id="europaeische-friedensfazilitaet-finanziert-militaerische-unterstuetzung">Europäische Friedensfazilität finanziert militärische Unterstützung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Friedensfazilität wurde im März 2021 geschaffen. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf/">Über dieses Finanzierungsinstrument kann die EU Maßnahmen ihrer Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik unterstützen, die der Konfliktverhütung, Friedenssicherung und internationalen Stabilität dienen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehört auch die Stärkung militärischer und verteidigungspolitischer Fähigkeiten von Drittstaaten sowie regionalen und internationalen Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-staerkt-senegals-armee-mit-15-millionen-euro/">Die Fazilität ermöglicht es der EU, militärische Unterstützung außerhalb des regulären EU-Haushalts zu finanzieren.</a> Die Mitgliedstaaten tragen die Mittel nach einem vereinbarten Finanzierungsschlüssel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-baut-partnerschaft-mit-nigeria-aus-und-sagt-290-millionen-euro-fuer-neue-projekte-zu/">Für Nigeria ergänzt die neue bilaterale Maßnahme die bereits bestehende europäische Unterstützung der multinationalen Eingreiftruppe in der Tschadseeregion.</a> Die zusätzlichen 20 Millionen Euro sind für nicht-tödliche militärische Ausrüstung der nigerianischen Streitkräfte vorgesehen.</p>
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			<media:description type="html">Nigerianische Sicherheitskräfte im Training. &#124; Bild: U.S. Navy/Andrea Rumple</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Rubio stellt US-Auslandshilfe unter „America First“ – Unterstützung nur noch im US-Interesse</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/rubio-stellt-us-auslandshilfe-unter-america-first-unterstuetzung-nur-noch-im-us-interesse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 10:05:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=30873</guid>

					<description><![CDATA[<p>Marco Rubio formuliert die neue Linie der US-Auslandshilfe ungewöhnlich deutlich: Geld soll nur noch fließen, wenn es amerikanischen Interessen dient. Auch bei der regionalen Gewichtung setzt Washington klare Prioritäten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frubio-stellt-us-auslandshilfe-unter-america-first-unterstuetzung-nur-noch-im-us-interesse%2F&amp;action_name=Rubio%20stellt%20US-Auslandshilfe%20unter%20%E2%80%9EAmerica%20First%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Unterst%C3%BCtzung%20nur%20noch%20im%20US-Interesse&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">US-Außenminister Marco Rubio hat die amerikanische Auslandshilfe ausdrücklich den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten untergeordnet und angekündigt, keine Organisationen mehr zu finanzieren, die Washington als gegen amerikanische Interessen gerichtet einstuft. Die Aussagen fielen wenige Tage nach einer außenpolitischen Grundsatzrede Rubios in Athen. Zugleich verteidigte er die Verlagerung der Entwicklungshilfe in das Außenministerium und stellte die westliche Hemisphäre in der regionalen Prioritätensetzung klar vor Afrika, den Nahen Osten und Asien. Die neue Linie ist Teil einer umfassenderen „America First“-Außenpolitik der Regierung von Präsident Donald Trump.</p>



<h2 id="h-auslandshilfe-soll-unmittelbar-us-interessen-dienen" class="wp-block-heading"><span id="auslandshilfe-soll-unmittelbar-us-interessen-dienen">Auslandshilfe soll unmittelbar US-Interessen dienen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio erklärte, die amerikanische Auslandshilfe werde inzwischen gezielt so eingesetzt, dass sie den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten diene. Washington werde kein Geld mehr an Organisationen oder Akteure vergeben, die nach Einschätzung der Regierung gegen amerikanische Interessen arbeiteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden nicht für Dinge bezahlen, die schlecht für Amerika sind“, sagte Rubio. Ebenso werde die Regierung keine Organisationen finanzieren, „die Amerika hassen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister verteidigte in diesem Zusammenhang die Verlagerung der Auslandshilfe in das Außenministerium und weg von der früher weitgehend eigenständig arbeitenden US-Entwicklungsbehörde USAID. Die Vereinigten Staaten blieben nach seinen Worten ein besonders großer internationaler Geber. Der entscheidende Unterschied bestehe nun darin, dass die Mittel stärker an außenpolitische Ziele gebunden würden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-30875 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rubio warf zugleich Teilen der bislang unterstützten Nichtregierungsorganisationen vor, Teil eines gegen die Vereinigten Staaten gerichteten internationalen Netzwerkes zu sein. Manche dieser Gruppen träten als Umweltorganisationen oder Vertreter indigener Bevölkerungsgruppen auf, seien politisch jedoch mit antiamerikanischen Kräften verbunden. Für diese Einschätzung legte Rubio in dem Interview keine konkreten Belege vor.</p>
</div></div>



<h2 id="h-rubio-sieht-zusammenhang-mit-politischen-verschiebungen" class="wp-block-heading"><span id="rubio-sieht-zusammenhang-mit-politischen-verschiebungen">Rubio sieht Zusammenhang mit politischen Verschiebungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders ausführlich ging der Außenminister auf Lateinamerika ein. Die Veränderungen bei der US-Auslandshilfe könnten nach seiner persönlichen Einschätzung zu politischen Verschiebungen in mehreren Staaten beigetragen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen direkten Zusammenhang mit Wahlergebnissen könne er nicht belegen, räumte Rubio ein. Er halte es jedoch nicht für einen Zufall, dass sich die politische Ausrichtung mehrerer Regierungen verändert habe, während Washington gleichzeitig seine Entwicklungsfinanzierung neu organisiert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die betreffenden Staats- und Regierungschefs seien keine „Marionettenpräsidenten“, betonte Rubio. Sie seien von ihren Bevölkerungen gewählt worden und müssten die Interessen ihrer eigenen Länder verfolgen. Entscheidend sei aus amerikanischer Sicht, dass diese Regierungen eine Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten anderen außenpolitischen Partnerschaften vorzögen.</p>



<h2 id="h-westliche-hemisphare-erhalt-vorrang-vor-afrika" class="wp-block-heading"><span id="westliche-hemisphaere-erhaelt-vorrang-vor-afrika">Westliche Hemisphäre erhält Vorrang vor Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio machte zugleich deutlich, dass die Trump-Regierung Regionen nach ihrer unmittelbaren Bedeutung für die Vereinigten Staaten gewichten will. <a href="https://fokus-afrika.de/washington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik/">Die geographische Nähe bleibe trotz technologischer Vernetzung ein entscheidender Faktor für amerikanische Außenpolitik.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/rubio-warnt-aethiopien-und-eritrea-vor-groesserem-krieg/">Negative Entwicklungen in der westlichen Hemisphäre wirkten sich schneller auf die Vereinigten Staaten aus als Krisen in Afrika, im Nahen Osten oder in Asien, sagte der Außenminister.</a> Washington habe deshalb ein unmittelbares Interesse daran, möglichst viele stabile und sichere Partner in Nord-, Mittel- und Südamerika zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Gewichtung fügt sich in Rubios grundsätzliche Definition der amerikanischen Außenpolitik ein. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-dr-kongo-praesident-tshisekedi-besucht-marco-rubio-und-us-abgeordnete/">Jedes Land müsse zunächst seine eigenen nationalen Interessen verfolgen.</a> Von anderen Staaten erwarte Washington dasselbe.</p>



<h2 id="h-humanitare-hilfe-soll-weiterlaufen" class="wp-block-heading"><span id="humanitaere-hilfe-soll-weiterlaufen">Humanitäre Hilfe soll weiterlaufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio unterschied ausdrücklich zwischen Sicherheitsunterstützung, längerfristiger Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Nothilfe. Vor allem bei Katastropheneinsätzen sieht er nach der Neuorganisation deutliche Verbesserungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Reaktion der Vereinigten Staaten sei inzwischen schneller und stärker am konkreten Bedarf der betroffenen Staaten ausgerichtet, sagte er. Als Beispiele nannte Rubio amerikanische Hilfseinsätze nach Naturkatastrophen in der westlichen Hemisphäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington wolle nicht mehr selbst bestimmen, welche Hilfe ein betroffenes Land benötige. Stattdessen sollten die jeweiligen Regierungen ihren Bedarf benennen, den die Vereinigten Staaten anschließend nach Möglichkeit deckten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio verband auch diese Unterstützung ausdrücklich mit außenpolitischen Interessen. Bevölkerungen von Staaten mit einer proamerikanischen Regierung sollten erkennen können, welche Vorteile die Zusammenarbeit mit Washington bringe. In der Vergangenheit hätten die Vereinigten Staaten von Partnerstaaten Loyalität erwartet, ohne diese Beziehungen ausreichend zu honorieren.</p>



<h2 id="h-america-first-auch-gegenuber-internationalen-institutionen" class="wp-block-heading"><span id="america-first-auch-gegenueber-internationalen-institutionen">„America First“ auch gegenüber internationalen Institutionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Neuordnung der Auslandshilfe ist Teil einer breiteren außenpolitischen Linie, die Rubio mit „America First“ beschrieb. Die US-Regierung werde wirtschaftliche, militärische, diplomatische und kulturelle Macht einsetzen, um amerikanische Interessen durchzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-starten-negativ-kampagne-gegen-den-internationalen-strafgerichtshof/">Dabei stellte Rubio nationale Interessen ausdrücklich über multilaterale Institutionen und bestehende internationale Ordnungsmodelle.</a> Die Vereinigten Staaten seien nicht grundsätzlich gegen die Vereinten Nationen oder internationale Zusammenarbeit. Washington werde solche Strukturen jedoch nicht über die eigenen Interessen stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch gegenüber verbündeten Staaten könne es Interessenkonflikte geben. In solchen Fällen solle Diplomatie helfen, unterschiedliche Positionen miteinander zu vereinbaren. Wenn sich die Interessen der Vereinigten Staaten und eines Partners nicht miteinander verbinden ließen, werde Washington jedoch die amerikanische Position bevorzugen.</p>
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			<media:title type="html">Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_(55589583416)</media:title>
			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio hosts a memorial for U.S. victims of the October 7th attack at the Department of State in Washington, D.C., October 14, 2026. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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		<title>Macky Sall zieht UN-Kandidatur zurück – Vetomächte blockieren alle Bewerber</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macky-sall-zieht-un-kandidatur-zurueck-vetomaechte-blockieren-alle-bewerber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2026 13:08:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Macky Sall zieht sich aus dem Rennen um die UN-Spitze zurück. Die sechste Abstimmung zeigt eine Blockade: Selbst die drei Bewerber mit der größten Unterstützung erhielten jeweils zwei Gegenstimmen von Vetomächten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacky-sall-zieht-un-kandidatur-zurueck-vetomaechte-blockieren-alle-bewerber%2F&amp;action_name=Macky%20Sall%20zieht%20UN-Kandidatur%20zur%C3%BCck%20%E2%80%93%20Vetom%C3%A4chte%20blockieren%20alle%20Bewerber&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der frühere senegalesische Präsident Macky Sall zieht seine Kandidatur für das Amt des UN-Generalsekretärs zurück, nachdem er bei einer Abstimmung im Sicherheitsrat auf erheblichen Widerstand gestoßen ist. Die Entscheidung gab er am Samstag, 17. Oktober, in Marrakesch bekannt, einen Tag nach der sechsten informellen Abstimmung über die Nachfolge von António Guterres. Sall erhielt lediglich fünf Unterstützungsstimmen und zehn ablehnende Stimmen, darunter drei von Vetomächten. Auch die drei Bewerber mit der größten Unterstützung stoßen auf Widerstand ständiger Mitglieder des Sicherheitsrats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Erklärung begründete Sall den Rückzug mit dem Wunsch, eine Einigung im Sicherheitsrat zu erleichtern. Zuvor hatte er sich mit Burundis Präsident Évariste Ndayishimiye, dem amtierenden Vorsitzenden der Afrikanischen Union, und Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye, dem derzeitigen Vorsitzenden der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, beraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherigen Abstimmungen deuteten nach Salls Einschätzung auf eine Kandidatur aus Lateinamerika und der Karibik hin, möglicherweise auf eine Frau. Damit begründete der frühere Staatschef auch seine Entscheidung, auf eine weitere Teilnahme am Auswahlverfahren zu verzichten.</p>



<h2 id="h-sechste-abstimmung-zeigt-blockade-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="sechste-abstimmung-zeigt-blockade-im-sicherheitsrat">Sechste Abstimmung zeigt Blockade im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sechste informelle Abstimmung am 16. Oktober brachte erstmals Klarheit darüber, wie die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats zu den Bewerbern stehen. Erstmals wurden farblich gekennzeichnete Stimmzettel verwendet, um die Stimmen der Vetomächte von denen der zehn gewählten Ratsmitglieder zu unterscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis zeigt eine ungewöhnliche Situation: Keiner der sieben Bewerber erhielt die uneingeschränkte Unterstützung der fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Großbritannien, Russland und USA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Costa-Ricanerin Rebeca Grynspan, Generalsekretärin der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD), erhielt neun positive Stimmen, fünf ablehnende Stimmen und eine Enthaltung im Sinne von „keine Meinung“. Zwei der ablehnenden Stimmen kamen von ständigen Ratsmitgliedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Argentinier Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), und Carolyn Rodrigues-Birkett aus Guyana, UN-Botschafterin ihres Landes, erhielten jeweils acht positive und sechs ablehnende Stimmen sowie eine Stimme ohne Meinungsäußerung. Auch gegen beide Kandidaturen votierten jeweils zwei Vetomächte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine formelle Empfehlung an die UN-Generalversammlung sind mindestens neun Stimmen im Sicherheitsrat erforderlich. Zudem darf keines der fünf ständigen Mitglieder ein Veto einlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit erreicht Grynspan zwar bereits die erforderliche Zahl positiver Stimmen, könnte derzeit aber ebenso wenig wie Grossi oder Rodrigues-Birkett die notwendige Empfehlung erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die negativen Stimmen der Vetomächte gelten bei den informellen Abstimmungen noch nicht als formelle Vetos. Sie sind nicht bindend und können in späteren Abstimmungen geändert werden. Welche Staaten die jeweiligen Kandidaturen ablehnten und aus welchen Gründen, lässt sich aus den geheimen Stimmzetteln nicht erkennen.</p>



<h2 id="h-macky-sall-erhalt-drei-ablehnende-stimmen-von-vetomachten" class="wp-block-heading"><span id="macky-sall-erhaelt-drei-ablehnende-stimmen-von-vetomaechten">Macky Sall erhält drei ablehnende Stimmen von Vetomächten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Sall bestätigte die Abstimmung den bereits zuvor erkennbaren Mangel an Unterstützung. Von den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrats sprachen sich fünf für ihn aus, zehn gegen seine Kandidatur. Drei der Gegenstimmen stammten von ständigen Ratsmitgliedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die übrigen Bewerber außerhalb der drei führenden Kandidaturen erhielten deutlich mehr ablehnende als positive Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ugandische Diplomat Olara Otunnu kam auf vier Unterstützungsstimmen, zehn Gegenstimmen und eine Stimme ohne Meinungsäußerung. Drei Vetomächte lehnten seine Kandidatur ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die frühere ecuadorianische Außenministerin María Fernanda Espinosa erhielt drei positive Stimmen, neun negative Stimmen und drei Stimmen ohne Meinungsäußerung. Ebenfalls drei der Gegenstimmen kamen von ständigen Mitgliedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ivonne A-Baki aus Ecuador erhielt lediglich eine positive Stimme und 14 ablehnende Stimmen. Alle fünf Vetomächte sprachen sich gegen ihre Kandidatur aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall erklärte, er habe seine fast vier Jahrzehnte umfassende Erfahrung im öffentlichen Leben in den Dienst der Vereinten Nationen stellen wollen. Er dankte Ndayishimiye, der seine Bewerbung unterstützt und auf den Weg gebracht hatte, sowie Senegals Präsident Faye und den Mitgliedern des Sicherheitsrats, die für ihn gestimmt hatten.</p>



<h2 id="h-erstmals-stehen-alle-fuhrenden-kandidaten-vor-mehreren-moglichen-vetos" class="wp-block-heading"><span id="erstmals-stehen-alle-fuehrenden-kandidaten-vor-mehreren-moeglichen-vetos">Erstmals stehen alle führenden Kandidaten vor mehreren möglichen Vetos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse stellen den Sicherheitsrat vor eine Situation, die sich von früheren Auswahlverfahren unterscheidet. Bei bisherigen Entscheidungen über einen neuen UN-Generalsekretär hatte kein schließlich ernannter Kandidat in den farblich gekennzeichneten Abstimmungen mehr als eine ablehnende Stimme eines ständigen Ratsmitglieds erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kofi Annan war 1996 zunächst auf den Widerstand einer Vetomacht gestoßen. Nachdem diese ihre Ablehnung aufgegeben hatte, wurde der Ghanaer vom Sicherheitsrat empfohlen und anschließend zum Generalsekretär ernannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ban Ki-moon und António Guterres erhielten in den entsprechenden Abstimmungen keine ablehnenden Stimmen von ständigen Mitgliedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im aktuellen Auswahlverfahren müssten dagegen selbst die drei Bewerber mit der größten Unterstützung mindestens zwei Vetomächte zu einer Änderung ihrer Position bewegen. Alternativ könnten weitere Kandidaten in das Rennen eintreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Griechenland, das im Oktober den Vorsitz des Sicherheitsrats innehat, hatte zwei Abstimmungen für diesen Monat angekündigt. Ob weitere Wahlgänge angesetzt werden, hängt vom Fortgang der Beratungen ab.</p>



<h2 id="h-lateinamerika-und-eine-mogliche-erste-un-generalsekretarin" class="wp-block-heading"><span id="lateinamerika-und-eine-moegliche-erste-un-generalsekretaerin">Lateinamerika und eine mögliche erste UN-Generalsekretärin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Salls Rückzug steht zugleich im Zusammenhang mit der regionalen und geschlechterpolitischen Debatte um die Nachfolge von António Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Gründung der Vereinten Nationen 1945 wurde das Amt des Generalsekretärs ausschließlich von Männern ausgeübt. Die bisherige Auswahl folgte keiner verbindlich festgelegten regionalen Rotation, berücksichtigte aber die geografische Verteilung der Spitzenämter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres stammt aus Portugal und steht seit Januar 2017 an der Spitze der Organisation. Seine zweite Amtszeit endet am 31. Dezember 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den drei Bewerbern mit der größten Unterstützung stammen Grynspan aus Costa Rica, Grossi aus Argentinien und Rodrigues-Birkett aus Guyana. Damit gehören alle drei zur Region Lateinamerika und Karibik. Mit Grynspan und Rodrigues-Birkett befinden sich zudem zwei Frauen in dieser Gruppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall erklärte, dass die Ergebnisse der bisherigen Abstimmungen seine Einschätzung einer entsprechenden regionalen Präferenz bestätigten. Sein Rückzug solle dazu beitragen, dass sich die Mitglieder des Sicherheitsrats auf eine gemeinsame Kandidatur verständigen.</p>



<h2 id="h-sall-fordert-starkere-vertretung-afrikas-in-der-weltpolitik" class="wp-block-heading"><span id="sall-fordert-staerkere-vertretung-afrikas-in-der-weltpolitik">Sall fordert stärkere Vertretung Afrikas in der Weltpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinem Rückzug verband der ehemalige senegalesische Präsident eine Forderung nach Reformen der Vereinten Nationen. Angesichts zunehmender Konflikte, geopolitischer Rivalitäten, einer fragmentierten internationalen Ordnung und wirtschaftlicher Schwierigkeiten müsse die Organisation ihre Arbeitsweise und Strukturen grundlegend verändern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="624" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/HN82Jn9XgAANyRV-1-1024x624.jpeg" alt="" class="wp-image-30840 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/HN82Jn9XgAANyRV-1-1024x624.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/HN82Jn9XgAANyRV-1-300x183.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/HN82Jn9XgAANyRV-1-768x468.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/HN82Jn9XgAANyRV-1-380x232.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/HN82Jn9XgAANyRV-1-800x488.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/HN82Jn9XgAANyRV-1-1160x707.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/HN82Jn9XgAANyRV-1.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verlangte er eine stärkere Beteiligung Afrikas an internationalen Entscheidungsprozessen. Der Kontinent stehe im Zentrum zahlreicher Fragen von Frieden, Sicherheit und Entwicklung und müsse seinen Platz in der globalen Regierungsführung weiter ausbauen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sall bekräftigte, dass er sich auch nach dem Ende seiner Kandidatur für Frieden, Sicherheit, wirtschaftliche und soziale Entwicklung sowie internationale Zusammenarbeit einsetzen werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ernennung des nächsten UN-Generalsekretärs erfolgt durch die Generalversammlung auf Empfehlung des Sicherheitsrats. In den vergangenen beiden Auswahlverfahren, 2006 und 2016, stand der vom Sicherheitsrat empfohlene Kandidat bereits Anfang Oktober fest. Im Jahr 1996 wurde Kofi Annan dagegen erst am 17. Dezember ernannt, nachdem die Kandidatensuche bis in den Dezember hinein angedauert hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>US-Sanktionen gegen Internationalen Strafgerichtshof: Grüne fordern Gegenmaßnahmen Deutschlands und der EU</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-sanktionen-gegen-internationalen-strafgerichtshof-gruene-fordern-gegenmassnahmen-deutschlands-und-der-eu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 10:10:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die USA verschärfen ihren Konflikt mit dem Internationalen Strafgerichtshof: Erstmals wird das Gericht in Den Haag als gesamte Institution sanktioniert. Die Grünen verlangen von der Bundesregierung und der EU konkrete Gegenmaßnahmen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-sanktionen-gegen-internationalen-strafgerichtshof-gruene-fordern-gegenmassnahmen-deutschlands-und-der-eu%2F&amp;action_name=US-Sanktionen%20gegen%20Internationalen%20Strafgerichtshof%3A%20Gr%C3%BCne%20fordern%20Gegenma%C3%9Fnahmen%20Deutschlands%20und%20der%20EU&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-sanktionen-gegen-internationalen-strafgerichtshof-gruene-fordern-gegenmassnahmen-deutschlands-und-der-eu/">US-Sanktionen gegen Internationalen Strafgerichtshof: Grüne fordern Gegenmaßnahmen Deutschlands und der EU</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen im Bundestag fordern von der Bundesregierung und der Europäischen Union konkrete Gegenmaßnahmen gegen die neuen US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag. Am Freitag, dem 16. Oktober 2026, bekräftigte die Bundestagsfraktion ihre Forderungen nach einem umfassenden Schutz der internationalen Strafjustiz. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte erstmals den Gerichtshof als gesamte Institution mit Sanktionen belegt und damit den Druck auf dessen Richter, Ermittler und internationale Partner erheblich erhöht. Betroffen sind auch Ermittlungen zu Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter Verfahren zu Konflikten in afrikanischen Staaten.</p>



<h2 id="h-washington-verscharft-sanktionen-gegen-den-strafgerichtshof" class="wp-block-heading"><span id="washington-verschaerft-sanktionen-gegen-den-strafgerichtshof">Washington verschärft Sanktionen gegen den Strafgerichtshof</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten haben am 9. Oktober erstmals umfassende Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof als Institution verhängt. Zuvor richteten sich amerikanische Maßnahmen vor allem gegen einzelne Richter, Staatsanwälte und Organisationen, die mit dem Gericht zusammenarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der neuen Entscheidung werden Vermögenswerte des Gerichtshofs eingefroren, soweit sie sich in den USA oder unter der Kontrolle amerikanischer Personen befinden. Zudem sind Transaktionen untersagt, die unter die amerikanischen Sanktionsbestimmungen fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen können weit über das amerikanische Staatsgebiet hinausreichen. Internationale Banken und Dienstleistungsunternehmen könnten ihre Zusammenarbeit mit dem Gerichtshof einschränken, um mögliche Verstöße gegen US-Vorschriften zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch geraten nicht nur die Finanzierung und Gehaltszahlungen unter Druck. Auch der Zugang zu IT-Dienstleistungen, die Sicherung vertraulicher Ermittlungsdaten und die Unterstützung laufender Strafverfahren können betroffen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung hat für bestimmte Tätigkeiten des Gerichtshofs Ausnahmen zugelassen. Diese gelten zunächst für 180 Tage und betreffen unter anderem Teile des laufenden Gerichtsbetriebs, IT-Leistungen, Pensionszahlungen sowie die Versorgung von Inhaftierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die befristeten Genehmigungen nutzt Washington ausdrücklich, um seine Forderungen gegenüber dem Gerichtshof und dessen Mitgliedstaaten durchzusetzen.</p>



<h2 id="h-streit-um-ermittlungen-gegen-israel-und-die-usa" class="wp-block-heading"><span id="streit-um-ermittlungen-gegen-israel-und-die-usa">Streit um Ermittlungen gegen Israel und die USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter der Auseinandersetzung steht ein grundsätzlicher Konflikt über die Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten sind dem Römischen Statut, der völkerrechtlichen Grundlage des Gerichtshofs, nicht beigetreten. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-starten-negativ-kampagne-gegen-den-internationalen-strafgerichtshof/" data-type="post" data-id="28795">Washington lehnt insbesondere eine Strafverfolgung amerikanischer Staatsangehöriger und von Angehörigen verbündeter Nichtvertragsstaaten ab, wenn dafür keine Zustimmung der jeweiligen Regierung vorliegt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trump-Regierung wirft dem Gerichtshof eine politisierte Rechtsprechung und die Verletzung amerikanischer Souveränitätsrechte vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wesentlicher Auslöser der amerikanischen Maßnahmen sind die Ermittlungen zu mutmaßlichen Völkerrechtsverbrechen durch Angehörige der USA und Israels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im November 2024 hatte der Strafgerichtshof Haftbefehle gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und den damaligen früheren Verteidigungsminister Joav Gallant erlassen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/President_Donald_J._Trump_meets_with_Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_55429150214-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30818 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/President_Donald_J._Trump_meets_with_Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_55429150214-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/President_Donald_J._Trump_meets_with_Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_55429150214-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/President_Donald_J._Trump_meets_with_Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_55429150214-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/President_Donald_J._Trump_meets_with_Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_55429150214-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/President_Donald_J._Trump_meets_with_Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_55429150214-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/President_Donald_J._Trump_meets_with_Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_55429150214-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/President_Donald_J._Trump_meets_with_Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_55429150214-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/President_Donald_J._Trump_meets_with_Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_55429150214-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/President_Donald_J._Trump_meets_with_Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_55429150214.jpg 3000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Richter sahen hinreichende Gründe für den Verdacht, dass beide Verantwortung für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg tragen könnten. Israel weist die Vorwürfe zurück und erkennt die Zuständigkeit des Gerichtshofs in diesem Fall nicht an.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die USA lehnen die Haftbefehle ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Trump Sanktionen gegen Angehörige des Gerichtshofs verhängt. Sein Nachfolger Joe Biden hob diese im April 2021 wieder auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus wurden im Februar 2025 erneut Wirtschafts- und Einreisesanktionen eingeführt und anschließend schrittweise ausgeweitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis August 2026 waren neun der insgesamt 18 Richter des Internationalen Strafgerichtshofs von amerikanischen Sanktionen betroffen. Hinzu kamen Angehörige der Anklagebehörde und mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen.</p>



<h2 id="h-grune-verlangen-europaische-schutzmassnahmen-gegen-us-sanktionen" class="wp-block-heading"><span id="gruene-verlangen-europaeische-schutzmassnahmen-gegen-us-sanktionen">Grüne verlangen europäische Schutzmaßnahmen gegen US-Sanktionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung nun auf, sich gegenüber Washington für die unverzügliche Aufhebung der Sanktionen einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Unabhängigkeit der Justiz darf nicht dem politischen Druck unterliegen“, erklärte die Fraktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordneten verlangen zugleich eine gemeinsame europäische Reaktion, die über diplomatische Kritik hinausgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Forderung ist die Erweiterung der sogenannten EU-Blocking-Verordnung. Diese soll europäische Unternehmen und Personen vor bestimmten extraterritorialen Sanktionen ausländischer Staaten schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen erreichen, dass auch die amerikanischen Maßnahmen gegen den Internationalen Strafgerichtshof in den Anwendungsbereich dieser Verordnung aufgenommen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sollen europäische Banken, Unternehmen und Dienstleister rechtlich besser abgesichert werden, wenn sie weiterhin mit dem Gerichtshof zusammenarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich fordert die Fraktion finanzielle und technische Schutzmechanismen. Gehaltszahlungen, internationale Überweisungen, IT-Systeme und wichtige Dienstleistungen müssten dauerhaft gewährleistet werden, unabhängig davon, ob Washington zeitlich befristete Ausnahmegenehmigungen erteile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch betroffene Richter und Beschäftigte sowie ihre Familien sollen Unterstützung erhalten, wenn Sanktionen ihren Zugang zu Bankkonten, Finanzdienstleistungen oder ihre berufliche Tätigkeit beeinträchtigen.</p>



<h2 id="h-ermittlungen-zu-kriegsverbrechen-in-afrika-ebenfalls-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="ermittlungen-zu-kriegsverbrechen-in-afrika-ebenfalls-betroffen">Ermittlungen zu Kriegsverbrechen in Afrika ebenfalls betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die möglichen Auswirkungen der Sanktionen reichen weit über die Verfahren zu Israel und den USA hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof verfolgt Völkermord, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und unter bestimmten Voraussetzungen das Verbrechen der Aggression.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlreiche Ermittlungen betreffen afrikanische Staaten. Der Gerichtshof war unter anderem mit Verfahren zu mutmaßlichen Verbrechen in der Demokratischen Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik, Uganda, Kenia, Mali, Libyen und Sudan befasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade bei solchen Verfahren ist der Gerichtshof auf internationale Zusammenarbeit angewiesen. Ermittler müssen Zeugenaussagen sichern, mögliche Tatorte untersuchen, Beweismittel auswerten und Opfer unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen warnen, dass finanzielle Einschränkungen und der Verlust technischer Dienstleistungen diese Arbeit beeinträchtigen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zivilgesellschaftliche Organisationen, die Opfer betreuen, Informationen über mögliche Verbrechen zusammentragen oder die Strafjustiz unterstützen, können von den amerikanischen Sanktionen betroffen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besondere Rolle spielt der beim Gerichtshof angesiedelte Opferfonds. Er unterstützt gerichtlich angeordnete Wiedergutmachungsmaßnahmen und leistet medizinische, psychosoziale sowie materielle Hilfe für Betroffene schwerster Völkerrechtsverbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern deshalb, die Finanzierung des Fonds gemeinsam mit den übrigen Mitgliedstaaten abzusichern.</p>



<h2 id="h-deutschland-uberstellte-libyschen-tatverdachtigen-an-den-haag" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-ueberstellte-libyschen-tatverdaechtigen-an-den-haag">Deutschland überstellte libyschen Tatverdächtigen an Den Haag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland arbeitet bei der Verfolgung mutmaßlicher Völkerrechtsverbrechen bereits eng mit dem Internationalen Strafgerichtshof zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-liefert-khaled-mohamed-ali-el-hishri-an-den-internationalen-strafgerichtshof-aus/" data-type="post" data-id="22543">Ein Beispiel ist der Fall des libyschen Tatverdächtigen Khaled Mohamed Ali El Hishri, der im Dezember 2025 von Deutschland an den Gerichtshof überstellt wurde.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit umfasst neben der Festnahme und Überstellung gesuchter Personen auch die Sicherung von Beweisen und die Unterstützung internationaler Ermittlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland gehört zu den Staaten, die die Gründung des Gerichtshofs maßgeblich unterstützt haben. Mit dem 2002 in Kraft getretenen Völkerstrafgesetzbuch schuf die Bundesrepublik zudem eine eigene Rechtsgrundlage zur Verfolgung schwerster internationaler Verbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Gerichte haben auf dieser Grundlage unter anderem Verfahren wegen systematischer Staatsfolter in Syrien und wegen des Völkermords an den Jesiden geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Römische Statut verpflichtet seine Vertragsstaaten zur Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof. Dazu gehören insbesondere die Vollstreckung von Haftbefehlen und die Unterstützung bei Ermittlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen verlangen, dass Deutschland diese Zusammenarbeit trotz des amerikanischen Drucks fortsetzt und ausbaut.</p>



<h2 id="h-gerichtshof-benotigt-internationale-finanzierung-und-schutz-sensibler-daten" class="wp-block-heading"><span id="gerichtshof-benoetigt-internationale-finanzierung-und-schutz-sensibler-daten">Gerichtshof benötigt internationale Finanzierung und Schutz sensibler Daten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Schutz laufender Zahlungen und Dienstleistungen fordern die Grünen eine langfristige Sicherung der Ermittlungsakten und Beweismittel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Strafgerichtshof verwaltet umfangreiche Bestände vertraulicher Informationen. Dazu gehören Zeugenaussagen, Dokumentationen mutmaßlicher Kriegsverbrechen, medizinische Gutachten und Angaben über Opfer und Verdächtige.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eingeschränkter Zugang zu technischen Dienstleistungen könnte die Verwaltung solcher Informationen erschweren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung soll deshalb gemeinsam mit europäischen Partnern Maßnahmen entwickeln, die die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Unversehrtheit dieser Daten gewährleisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion verlangt außerdem zusätzliche finanzielle und personelle Unterstützung des Gerichtshofs, soweit die Sanktionen Mehrkosten verursachen oder laufende Ermittlungen gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderungen sind Bestandteil eines Bundestagsantrags mit dem Titel „Völkerstrafrecht verteidigen – Internationalen Strafgerichtshof vor Sanktionen schützen“, den die Grünen am 13. Oktober eingebracht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag sieht zwölf konkrete Maßnahmen vor, darunter diplomatische Schritte gegenüber Washington, europäische Schutzvorschriften, Unterstützung sanktionierter Beschäftigter und die Sicherung des Opferfonds.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof wurde 2002 gegründet. Ihm gehören nach Angaben der Grünen derzeit 125 Vertragsstaaten an. Sein Sitz befindet sich in Den Haag in den Niederlanden. Die Vereinigten Staaten zählen ebenso wie Israel nicht zu seinen Mitgliedstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			<media:description type="html">President Donald J. Trump meets with Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu, Tuesday, July 28, 2026, in the Oval Office. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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		<title>IWF erwartet 4,5% Wachstum in Afrika – Schulden und sinkende Entwicklungshilfe bremsen Investitionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/iwf-erwartet-45-wachstum-in-afrika-schulden-und-sinkende-entwicklungshilfe-bremsen-investitionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 09:33:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrikas Wirtschaft wächst 2026 voraussichtlich um 4,5 Prozent und damit schneller als die Weltwirtschaft. Doch der IWF warnt: Steigende Schuldenkosten, sinkende Entwicklungshilfe und hohe Energiepreise engen den finanziellen Spielraum vieler Staaten ein. Bei der Jahrestagung in Bangkok fordert Afrika mehr Mitsprache. Deutschland sagt neue Mittel für das Schuldenmanagement zu.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fiwf-erwartet-45-wachstum-in-afrika-schulden-und-sinkende-entwicklungshilfe-bremsen-investitionen%2F&amp;action_name=IWF%20erwartet%204%2C5%25%20Wachstum%20in%20Afrika%20%E2%80%93%20Schulden%20und%20sinkende%20Entwicklungshilfe%20bremsen%20Investitionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Afrikas Wirtschaft soll trotz der internationalen Krisen in diesem Jahr um 4,5 Prozent wachsen. Diese Prognose bekräftigten der Internationale Währungsfonds (IWF) und die afrikanischen Mitgliedstaaten bei ihrer gemeinsamen Sitzung am 14. Oktober 2026 in Bangkok. Gleichzeitig warnen sie vor steigenden Schuldenkosten, rückläufiger Entwicklungshilfe und neuen Belastungen durch den Krieg im Nahen Osten. Deutschland kündigte am Rande der Jahrestagung von IWF und Weltbank zusätzliche Mittel für das Schuldenmanagement in Entwicklungsländern an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inflationsrate auf dem afrikanischen Kontinent dürfte nach Einschätzung des IWF auf 9,3 Prozent zurückgehen. Damit bleibt der Preisauftrieb hoch, schwächt sich jedoch trotz gestiegener Energiekosten ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen sind Teil einer gemeinsamen Erklärung von IWF-Direktorin Kristalina Georgieva und Seedy Keita, dem gambischen Finanzminister und Vorsitzenden des African Caucus. <a href="https://fokus-afrika.de/iwf-senkt-kreditkosten-um-36/">In diesem Gremium stimmen die afrikanischen Mitgliedstaaten ihre Interessen gegenüber IWF und Weltbank ab.</a></p>



<h2 id="h-afrikas-wirtschaft-wachst-schneller-als-die-weltwirtschaft" class="wp-block-heading"><span id="afrikas-wirtschaft-waechst-schneller-als-die-weltwirtschaft">Afrikas Wirtschaft wächst schneller als die Weltwirtschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem erwarteten Wachstum von 4,5 Prozent liegt Afrika über der globalen Wachstumsprognose des IWF. Für die Weltwirtschaft rechnet der Fonds 2026 mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent, nach 3,4 Prozent im Vorjahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb Afrikas verläuft allerdings unterschiedlich. Rohstoffreiche Länder profitieren teilweise von verbesserten Handelsbedingungen und höheren Einnahmen aus ihren Exporten. Staaten ohne größere Rohstoffvorkommen sind stärker von steigenden Importpreisen betroffen. Dort können staatliche Ausgabenprogramme helfen, die Auswirkungen der wirtschaftlichen Belastungen abzufedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Nahen Osten hat die Energiepreise erhöht und damit die Kosten für Unternehmen und private Haushalte steigen lassen. <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-und-iwf-einigen-sich-auf-neues-22-milliarden-dollar-programm/">Zugleich erschweren hohe internationale Zinsen den Zugang zu Kapital.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen klimatische Risiken. <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-macht-klimawandel-zur-sicherheitsfrage-wie-el-nino-terrorismus-beguenstigt/" data-type="post" data-id="30546">Der IWF warnt insbesondere vor einem starken El-Niño-Ereignis, das durch veränderte Niederschlagsmuster und extreme Wetterbedingungen erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen könnte.</a></p>



<h2 id="h-schuldendienst-bindet-mittel-fur-entwicklung-und-infrastruktur" class="wp-block-heading"><span id="schuldendienst-bindet-mittel-fuer-entwicklung-und-infrastruktur">Schuldendienst bindet Mittel für Entwicklung und Infrastruktur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der positiven Wachstumszahlen bleibt die Verschuldung zahlreicher afrikanischer Staaten ein Problem. Hohe Zins- und Tilgungszahlungen beanspruchen Haushaltsmittel, die andernfalls für Infrastruktur, Bildung, Gesundheitsversorgung und Klimaanpassung eingesetzt werden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig geht die internationale Entwicklungshilfe zurück. <a href="https://fokus-afrika.de/imf-draengt-auf-abschaffung-der-energie-subventionen/">Dadurch verringert sich der finanzielle Spielraum der Regierungen zusätzlich.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55584915788_ea024e8c8e_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30789 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55584915788_ea024e8c8e_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55584915788_ea024e8c8e_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55584915788_ea024e8c8e_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55584915788_ea024e8c8e_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55584915788_ea024e8c8e_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55584915788_ea024e8c8e_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55584915788_ea024e8c8e_k-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/55584915788_ea024e8c8e_k.jpg 2047w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">IWF-Chefin Georgieva warnte bei der Jahrestagung, dass die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber wiederholten Krisen an ihre Grenzen stoße. Finanzielle Reserven würden aufgezehrt, während die Inflation in vielen Ländern hoch bleibe.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders problematisch seien die gestiegenen Finanzierungskosten für wirtschaftlich schwächere Staaten. Höhere Renditen von Staatsanleihen in den Industrieländern verteuerten auch die Kreditaufnahme für Schwellen- und Entwicklungsländer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/iwf-fordert-neues-wachstumsmodell-fuer-afrika/">Der IWF fordert deshalb eine nachhaltige Haushaltspolitik, eine bessere Verwaltung öffentlicher Finanzen und Maßnahmen zur Sicherung der Schuldentragfähigkeit.</a> Gleichzeitig sollen Regierungen besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen gezielt unterstützen.</p>



<h2 id="h-afrikanische-staaten-wollen-mehr-eigene-einnahmen-mobilisieren" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-staaten-wollen-mehr-eigene-einnahmen-mobilisieren">Afrikanische Staaten wollen mehr eigene Einnahmen mobilisieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Finanzminister und der IWF verständigten sich in Bangkok darauf, die Mobilisierung eigener Finanzmittel zu verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moderne und gerechte Steuersysteme sollen die Einnahmebasis verbreitern und die Steuererhebung verbessern. Gleichzeitig sollen öffentliche Mittel effizienter eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrikas Ressourcen müssen seinen Menschen mehr zugutekommen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vertreter des African Caucus betonten, dass wirtschaftliche Stabilität allein nicht ausreiche. Afrika benötige mehr produktive Investitionen und zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören ein verbessertes Investitionsklima, leistungsfähigere Finanzmärkte und eine stärkere wirtschaftliche Integration zwischen den afrikanischen Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle spielt die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA). Ihre vollständige Umsetzung soll größere Absatzmärkte schaffen, regionale Produktions- und Lieferketten stärken und die internationale Wettbewerbsfähigkeit afrikanischer Unternehmen verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Georgieva und Keita bezeichneten Afrikas unternehmerische Dynamik als potenziellen Motor des künftigen weltweiten Wirtschaftswachstums.</p>



<h2 id="h-afrika-fordert-mehr-einfluss-im-internationalen-wahrungsfonds" class="wp-block-heading"><span id="afrika-fordert-mehr-einfluss-im-internationalen-waehrungsfonds">Afrika fordert mehr Einfluss im Internationalen Währungsfonds</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftspolitischen Reformen verlangten die afrikanischen Staaten eine stärkere Beteiligung an den Entscheidungen des IWF.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der African Caucus begrüßte die Einrichtung eines dritten Sitzes für die Länder Subsahara-Afrikas im Exekutivdirektorium des Währungsfonds. Dadurch verfügt die Region inzwischen über eine zusätzliche Stimme in dem Gremium, das die laufenden Geschäfte des IWF überwacht und über dessen Finanzierungsprogramme entscheidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Vertreter forderten weitere Fortschritte bei ihrer institutionellen Repräsentation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF sagte zu, seine afrikanischen Mitgliedstaaten weiterhin durch wirtschaftspolitische Beratung, technische Unterstützung und bei Bedarf durch Finanzierungshilfen zu begleiten.</p>



<h2 id="h-deutschland-stellt-rund-acht-millionen-euro-fur-schuldenmanagement-bereit" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-stellt-rund-acht-millionen-euro-fuer-schuldenmanagement-bereit">Deutschland stellt rund acht Millionen Euro für Schuldenmanagement bereit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Beratungen kündigte Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan zusätzliche deutsche Unterstützung für das Schuldenmanagement in Entwicklungsländern an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland stellt 8,1 Millionen Euro für einen gemeinsamen Fonds von Weltbank und IWF bereit. Mit dem Geld sollen Partnerländer ihre öffentlichen Schulden besser verwalten, Verschuldungsrisiken reduzieren und die Transparenz staatlicher Verbindlichkeiten erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ministerin nimmt ab dem 15. Oktober an der Jahrestagung in Bangkok teil. Deutschland setzt dabei auch auf eine stärkere Beteiligung privater Investoren an der Entwicklungsfinanzierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Gleichzeitig sind unsere Mittel begrenzt. Um uns trotzdem gut gegen globale Krisen zu wappnen, müssen wir international noch stärker zusammenarbeiten“, erklärte Alabali Radovan vor ihrer Reise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Bundesentwicklungsministeriums könnten die aktuellen internationalen Krisen und wirtschaftlichen Schocks weltweit zusätzlich rund 45 Millionen Menschen in akute Ernährungsunsicherheit bringen. Die Schätzung stammt vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will deshalb gemeinsam mit der Weltbank, Entwicklungsbanken und Partnerländern über Investitionen in Wasserinfrastruktur, Ernährungssicherung und Klimaanpassung beraten.</p>



<h2 id="h-scholz-und-chinchilla-beginnen-arbeit-an-neuen-nord-sud-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="scholz-und-chinchilla-beginnen-arbeit-an-neuen-nord-sued-beziehungen">Scholz und Chinchilla beginnen Arbeit an neuen Nord-Süd-Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande der Weltbank-Jahrestagung nimmt auch die neu eingesetzte Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission ihre Arbeit auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommission wird vom früheren Bundeskanzler Olaf Scholz und der ehemaligen Präsidentin Costa Ricas, Laura Chinchilla, gemeinsam geleitet. Bundesentwicklungsministerin Alabali Radovan trifft in Bangkok erstmals mit den neu berufenen Mitgliedern zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gremium soll Vorschläge für eine Neuausrichtung der Beziehungen zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern erarbeiten. Dazu gehören neue Formen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, eine stärkere internationale Vernetzung und die Weiterentwicklung bestehender Partnerschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus setzt sich Deutschland für die Einrichtung eines Internationalen Weltungleichheitsrats ein. Das geplante Gremium soll sich mit der zunehmenden wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen und innerhalb von Staaten befassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung unterstützt die Initiative, die Alabali Radovan bereits während der UN-Generalversammlung in New York vorgestellt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Libyen: UN warnen vor Scheitern der Wahlen – USA drohen mit Sanktionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/libyen-un-warnen-vor-scheitern-der-wahlen-usa-drohen-mit-sanktionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 21:56:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[UNSMIL]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Libyens politischer Übergang steckt erneut fest: Ein Abkommen über Wahlen binnen zwei Jahren wird von einem wichtigen Staatsorgan zurückgewiesen. Die USA drohen mit Sanktionen, während die UN vor milliardenschwerem Treibstoffschmuggel und wachsender wirtschaftlicher Instabilität warnen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Flibyen-un-warnen-vor-scheitern-der-wahlen-usa-drohen-mit-sanktionen%2F&amp;action_name=Libyen%3A%20UN%20warnen%20vor%20Scheitern%20der%20Wahlen%20%E2%80%93%20USA%20drohen%20mit%20Sanktionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen warnen vor einer erneuten Blockade des politischen Übergangs in Libyen, nachdem der Hohe Staatsrat eine Vereinbarung über den Weg zu nationalen Wahlen zurückgewiesen hat. Am Mittwoch, 14. Oktober 2026, befasste sich der UN-Sicherheitsrat in New York mit dem festgefahrenen politischen Prozess. Die USA drohten politischen Akteuren, die Fortschritte in Richtung Wahlen behindern, ausdrücklich mit Sanktionen. Gleichzeitig verschärfen steigende Lebensmittelpreise, milliardenschwerer Treibstoffschmuggel und Angriffe auf die Erdölinfrastruktur die wirtschaftliche und sicherheitspolitische Krise des Landes.</p>



<h2 id="h-un-sondergesandte-fordert-konsequenzen-gegen-politische-blockierer" class="wp-block-heading"><span id="un-sondergesandte-fordert-konsequenzen-gegen-politische-blockierer">UN-Sondergesandte fordert Konsequenzen gegen politische Blockierer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Sondergesandte für Libyen, Hanna Serwaa Tetteh, forderte den Sicherheitsrat auf, Verantwortliche für die Behinderung des politischen Prozesses zur Rechenschaft zu ziehen. „Libyen kann es sich nicht leisten, dass Blockierer den Prozess behindern“, erklärte die Leiterin der UN-Unterstützungsmission UNSMIL.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser ist die Ablehnung einer am 30. August in Tripolis erzielten Vereinbarung durch den Hohen Staatsrat am 5. Oktober. Das Abkommen war nach viermonatigen Verhandlungen eines als „4+4-Komitee“ bezeichneten Gesprächsformats zustande gekommen. Es sieht einen Weg zu Parlaments- und Präsidentschaftswahlen innerhalb von 24 Monaten unter einer einheitlichen Exekutive vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/fragile-stabilitaet-in-gefahr-unsmil-fordert-politische-einigung-in-libyen/">Tetteh bezeichnete die Vereinbarung als Fortschritt nach einer langen Phase politischer Blockade.</a> Zahlreiche libysche Akteure hätten damit anerkannt, dass die institutionelle Spaltung des Landes überwunden werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zurückweisung durch den Hohen Staatsrat stellt jedoch die politische Tragfähigkeit des Abkommens infrage. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-mandat-der-unsmil/">Die UN-Mission bemüht sich um eine Verständigung zwischen den beteiligten Institutionen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen verfügt seit Jahren über konkurrierende Machtzentren im Westen und Osten des Landes. Die politischen Auseinandersetzungen haben wiederholt nationale Wahlen verhindert und die Zusammenführung staatlicher Institutionen blockiert.</p>



<h2 id="h-usa-drohen-gegnern-des-wahlprozesses-mit-sanktionen" class="wp-block-heading"><span id="usa-drohen-gegnern-des-wahlprozesses-mit-sanktionen">USA drohen Gegnern des Wahlprozesses mit Sanktionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten unterstützten die Forderung nach Konsequenzen und verschärften den Druck auf politische Akteure, die das Wahlabkommen behindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Vertreterin Jennifer Locetta erklärte, der Sicherheitsrat müsse diejenigen zur Verantwortung ziehen, die Fortschritte in Richtung Wahlen untergraben. Dazu gehörten ausdrücklich Sanktionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der gegenwärtige Zustand ist nicht länger tragbar“, sagte Locetta mit Blick auf die anhaltende politische Spaltung, Angriffe auf die Energieinfrastruktur und wirtschaftliche Schäden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington kritisierte insbesondere den Hohen Staatsrat, dessen Ablehnung die Umsetzung des Abkommens erschwere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verwies Locetta auf Ergebnisse der amerikanischen Diplomatie. Dazu gehörten nach ihrer Darstellung der erste einheitliche nationale Haushalt Libyens seit 13 Jahren sowie gemeinsame Militärübungen von Streitkräften aus dem Osten und Westen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Übung Flintlock 2026 seien Einheiten beider Landesteile unter Führung des US-Afrika-Kommandos AFRICOM zusammengekommen. Washington betrachtet die militärische Zusammenarbeit als Bestandteil der Bemühungen um eine Wiedervereinigung der staatlichen Sicherheitsstrukturen.</p>



<h2 id="h-libyen-widerspricht-und-warnt-vor-auslandischer-einmischung" class="wp-block-heading"><span id="libyen-widerspricht-und-warnt-vor-auslaendischer-einmischung">Libyen widerspricht und warnt vor ausländischer Einmischung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der libysche UN-Botschafter Taher El-Sonni widersprach der Vorstellung, das Abkommen vom 30. August könne ohne breiteren politischen Konsens umgesetzt werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="923" height="661" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6.jpeg" alt="" class="wp-image-30775 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6.jpeg 923w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6-300x215.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6-768x550.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6-380x272.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6-800x573.jpeg 800w" sizes="(max-width: 923px) 100vw, 923px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf Einwände des Hohen Staatsrates gegen das Verfahren und die Beteiligung der politischen Institutionen. Ein Wahlprozess müsse auf einer tragfähigen verfassungsrechtlichen Grundlage beruhen und von den maßgeblichen libyschen Akteuren getragen werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">El-Sonni stellte deshalb die Frage, wie die UN-Mission die bestehenden Meinungsverschiedenheiten überwinden und eine ausreichende Beteiligung sicherstellen wolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verlangte er, UNSMIL müsse ihre Rolle als unparteiische Vermittlerin wahren. Er verwies auf Forderungen libyscher Institutionen nach einer unabhängigen Überprüfung der Arbeit der Mission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch vor einer stärkeren ausländischen Einflussnahme warnte der Botschafter. „Wir brauchen Unterstützung, keinen Ersatz für libysche Institutionen und keine Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten“, erklärte er.</p>



<h2 id="h-afrikanische-staaten-verlangen-verbindlichen-wahlfahrplan" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-staaten-verlangen-verbindlichen-wahlfahrplan">Afrikanische Staaten verlangen verbindlichen Wahlfahrplan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Mitglieder des Sicherheitsrates drängten auf eine rasche Umsetzung der politischen Vereinbarung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia erklärte im Namen der Demokratischen Republik Kongo, Somalias und des eigenen Landes, die libyschen Führungspersönlichkeiten müssten das Abkommen vom 30. August in funktionsfähige Institutionen und glaubwürdige Wahlen übersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April waren nach Angaben der UN-Mission bereits 2,8 Millionen Menschen als Wähler registriert. Diese hätten Anspruch auf eine tatsächliche Möglichkeit zur demokratischen Beteiligung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Staaten forderten konkrete Etappenziele für Wahlen innerhalb der vereinbarten 24 Monate. „Ein Zeitplan muss Dringlichkeit schaffen und darf niemals zur Erlaubnis für weitere Verzögerungen werden“, erklärte der liberianische Vertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien schloss sich dem Aufruf an. Die britische UN-Botschafterin Sarah MacIntosh verlangte, politische Zusagen müssten in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Bereits erzielte Kompromisse dürften nicht wieder aufgeschnürt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland warnte dagegen davor, einflussreiche libysche Institutionen vom politischen Prozess auszuschließen. Botschafter Wassili Nebensja erklärte, neue Initiativen müssten auf bestehenden Vereinbarungen und Gesetzen aufbauen. Die wichtigsten politischen Kräfte müssten Lösungen durch Verhandlungen und gegenseitige Zugeständnisse finden.</p>



<h2 id="h-treibstoffschmuggel-verursacht-milliardenschaden" class="wp-block-heading"><span id="treibstoffschmuggel-verursacht-milliardenschaeden">Treibstoffschmuggel verursacht Milliardenschäden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum politischen Stillstand verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage in Libyen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Sondergesandte Tetteh berichtete von einer Inflation von mehr als 14 Prozent, steigenden Lebensmittelpreisen und einer deutlichen Schwächung des libyschen Dinars. Die Kaufkraft vieler Haushalte sinke, während die Versorgung mit grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen unzuverlässig bleibe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hohe Verluste entstehen dem Staat durch den Treibstoffschmuggel. Nach UN-Schätzungen gingen zwischen Januar und September 30 bis 50 Prozent der Treibstoffimporte im Wert von 2,4 bis 4,4 Milliarden US-Dollar verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon profitierten Schmuggler und illegale Handelsnetzwerke, während der Staat Einnahmen verliere und es im Land zu Versorgungsengpässen komme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tetteh warnte, diese Entwicklung schränke die Fähigkeit der Regierung ein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehöre auch die Zahlung von Gehältern im öffentlichen Dienst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September verursachten Unterbrechungen der Erdölproduktion einen Produktionsausfall von rund einer Million Barrel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angriffe und Blockaden gegen die Energieinfrastruktur könnten nach Einschätzung der UN-Sondergesandten zudem Grundlage für Maßnahmen im Rahmen bestehender Sicherheitsratsresolutionen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Libyens UN-Botschafter El-Sonni verurteilte die Angriffe ebenfalls. „Erdöl ist kein Verhandlungsinstrument“, erklärte er. Die Ressourcen gehörten allen Libyern und dürften weder von einzelnen Gruppen kontrolliert noch für politische Auseinandersetzungen eingesetzt werden.</p>



<h2 id="h-frankreich-fordert-abzug-auslandischer-truppen" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-fordert-abzug-auslaendischer-truppen">Frankreich fordert Abzug ausländischer Truppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich drängte auf eine Wiedervereinigung der libyschen Streitkräfte und Sicherheitsinstitutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Botschafter Jérôme Bonnafont erklärte, eine einheitliche Exekutive und gemeinsame staatliche Sicherheitsstrukturen seien Voraussetzungen für eine dauerhafte politische Stabilisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er begrüßte die jüngsten gemeinsamen Übungen von Streitkräften aus dem Osten und Westen und forderte, diese Zusammenarbeit auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verlangte Frankreich den beschleunigten Abzug ausländischer Söldner, Kämpfer und Truppen aus Libyen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Griechenland verwies auf die regionalen Folgen der libyschen Instabilität. Botschafterin Aglaia Balta bezeichnete ein stabiles und souveränes Libyen als Voraussetzung für die Sicherheit der weiteren Mittelmeerregion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Migration und Fluchtbewegungen blieben eine zentrale regionale Herausforderung. Griechenland wolle deshalb mit Tripolis und weiteren Partnern gegen Menschenhandel und Schleusernetzwerke vorgehen und zugleich die Rechte von Migranten und Flüchtlingen schützen.</p>



<h2 id="h-un-kritisieren-hinrichtungen-und-hetze-gegen-migranten" class="wp-block-heading"><span id="un-kritisieren-hinrichtungen-und-hetze-gegen-migranten">UN kritisieren Hinrichtungen und Hetze gegen Migranten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den politischen und wirtschaftlichen Problemen äußerte Tetteh erhebliche menschenrechtliche Bedenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Bengasi seien innerhalb der vergangenen zwei Monate 58 Menschen hingerichtet worden, die wegen früherer Straftaten im Zusammenhang mit Terrorismus verurteilt worden waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Sondergesandte forderte, weitere Hinrichtungen auszusetzen und die angewandten Verfahren auf faire Gerichtsprozesse und rechtsstaatliche Garantien zu überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem warnte sie vor zunehmender Desinformation und Hassrede gegen Flüchtlinge und Migranten, darunter Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden müssten öffentliche Sorgen mit sachlichen Maßnahmen und überprüfbaren Informationen beantworten, statt gesellschaftliche Spannungen weiter zu verschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tetteh berichtete außerdem von Streiks und Protesten im September. Ein landesweiter Lehrerstreik habe den Schulunterricht für rund 1,6 Millionen Kinder und Jugendliche verzögert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat befasst sich mit den Entwicklungen auch im Zusammenhang mit der Verlängerung des Mandats der UN-Unterstützungsmission UNSMIL. Das bestehende Mandat läuft am 31. Oktober 2026 aus.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Streit im Bundestag: AfD will UN-Agenda 2030 beenden – Regierung spricht von  verantwortungsloser Politik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/streit-im-bundestag-afd-will-un-agenda-2030-beenden-regierung-spricht-von-verantwortungsloser-politik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 20:25:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Nationalismus ist kein Impfstoff gegen Pandemien“: Im Bundestag streiten AfD, Regierung und Opposition über die Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik. Die AfD will die UN-Agenda 2030 abschaffen und die Förderung zivilgesellschaftlicher Organisationen in Partnerländern einstellen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstreit-im-bundestag-afd-will-un-agenda-2030-beenden-regierung-spricht-von-verantwortungsloser-politik%2F&amp;action_name=Streit%20im%20Bundestag%3A%20AfD%20will%20UN-Agenda%202030%20beenden%20%E2%80%93%20Regierung%20spricht%20von%20%20verantwortungsloser%20Politik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/streit-im-bundestag-afd-will-un-agenda-2030-beenden-regierung-spricht-von-verantwortungsloser-politik/">Streit im Bundestag: AfD will UN-Agenda 2030 beenden – Regierung spricht von  verantwortungsloser Politik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die AfD fordert den Ausstieg Deutschlands aus der UN-Agenda 2030 und hat damit im Bundestag eine kontroverse Debatte über die Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik ausgelöst. Am Mittwoch, 14. Oktober 2026, diskutierten die Abgeordneten den entsprechenden Antrag der Oppositionsfraktion. Während die AfD die internationalen Nachhaltigkeitsziele als gescheitert bezeichnete und eine drastische Neuausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit verlangte, wiesen Bundesregierung und andere Fraktionen die Forderung entschieden zurück. Zugleich wurden grundsätzliche Differenzen darüber sichtbar, welche Rolle deutsche Wirtschaftsinteressen, internationale Zusammenarbeit und die Förderung der Zivilgesellschaft künftig spielen sollen.</p>



<h2 id="h-afd-greift-un-nachhaltigkeitsziele-als-ideologisches-projekt-an" class="wp-block-heading"><span id="afd-greift-un-nachhaltigkeitsziele-als-ideologisches-projekt-an">AfD greift UN-Nachhaltigkeitsziele als ideologisches Projekt an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD eröffnete die Debatte mit einem grundsätzlichen Angriff auf die Agenda 2030, die 2015 von sämtlichen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen beschlossen wurde. Sie umfasst 17 Nachhaltigkeitsziele, darunter Armutsbekämpfung, Bildung, Gesundheit, Wirtschaftswachstum und Klimaschutz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein AfD-Redner bezeichnete die Ziele in der Bundestagsdebatte als „Verkleidung für die Ideologie, die mit dieser Agenda verfolgt wird“. Dahinter stehe ein „Woke-Programm der Gleichmacherei, der Auflösung der Kulturen und der Klimareligion“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Agenda diene dazu, „einen postkolonialen Schuldkult zu verfestigen“ und den Wohlstand der Industriegesellschaften umzuverteilen, behauptete der Abgeordnete. Die AfD wolle deshalb die politische und finanzielle Unterstützung Deutschlands auf allen Ebenen beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihrem Antrag verlangt die Fraktion von der Bundesregierung außerdem, sich in der UN-Generalversammlung für die Aufhebung der Resolution zur Agenda 2030 einzusetzen. An ihre Stelle soll ein internationaler Rahmen treten, der staatliche Souveränität, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Stabilität stärker gewichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem fordert die AfD, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zu reduzieren und auf bilaterale Wirtschaftskooperationen zu konzentrieren. Programme zur gesellschaftlichen Veränderung und die Förderung oppositioneller oder zivilgesellschaftlicher Gruppen in Partnerländern sollen beendet werden.</p>



<h2 id="h-cdu-csu-wirft-afd-falsche-schlussfolgerungen-vor" class="wp-block-heading"><span id="cdu-csu-wirft-afd-falsche-schlussfolgerungen-vor">CDU/CSU wirft AfD falsche Schlussfolgerungen vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Unionsfraktion widersprach Nikolaus Zippelius der Behauptung, Deutschland verliere durch die Agenda 2030 seine staatliche Souveränität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie fordern Dinge, die längst möglich sind, und ziehen aus richtigen Beobachtungen mal wieder die falschen Schlüsse“, hielt er der AfD entgegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Agenda 2030 sei eine politische Absichtserklärung und freiwillige Selbstverpflichtung. Sie schreibe Deutschland weder bestimmte Haushaltsausgaben noch konkrete Projekte vor. Jeder Staat entscheide selbst über die Umsetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie fordern also nationale Entscheidungsspielräume, die wir längst haben“, sagte Zippelius.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die wirtschaftspolitischen Forderungen der AfD seien kein grundlegender Gegensatz zur Regierungspolitik. <a href="https://fokus-afrika.de/cdu-mehr-privatwirtschaft-fur-die-entwicklungszusammenarbeit/">Die Koalition aus CDU, CSU und SPD arbeite bereits daran, private Investitionen zu mobilisieren, lokale Wertschöpfung zu stärken und die Entwicklungszusammenarbeit stärker an deutschen Interessen auszurichten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings brauche wirtschaftliche Entwicklung mehr als Investitionen. Rechtssicherheit, funktionierende Institutionen, Bildung und Gesundheit seien ebenfalls Voraussetzungen für stabile Märkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich kritisierte Zippelius die Forderung, die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen einzustellen. Damit würden auch Einrichtungen getroffen, die Schulen betreiben, medizinische Versorgung ermöglichen und Korruption bekämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie wollen Stabilität fördern und gleichzeitig diejenigen nicht unterstützen, die diese vor Ort schaffen“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unionspolitiker verwies zudem auf China, das seine internationale Entwicklungszusammenarbeit ausbaue.<a href="https://fokus-afrika.de/spd-warnt-vor-entwicklungskuerzungen-russland-und-china-fuellen-die-luecke/" data-type="post" data-id="29283"> Während sich Peking mit eigenen Initiativen und zahlreichen Partnerstaaten positioniere, wolle die AfD Deutschland aus einem zentralen multilateralen Rahmen zurückziehen.</a></p>



<h2 id="h-bundesregierung-bezeichnet-forderung-als-verantwortungslos" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-bezeichnet-forderung-als-verantwortungslos">Bundesregierung bezeichnet Forderung als verantwortungslos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch schärfer reagierte die Bundesregierung. Der Parlamentarische Staatssekretär Johann Saathoff bezeichnete den geforderten Ausstieg aus der Agenda 2030 als „außenpolitisch, sicherheitspolitisch und wirtschaftspolitisch komplett verantwortungslos“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen hätten sich mit der Agenda auf gemeinsame Entwicklungsziele verständigt. Gerade angesichts internationaler Konflikte und geopolitischer Spannungen benötige Deutschland mehr internationale Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wer so tut, als könnten wir uns abschotten, wer so tut, als würde es reichen, mit ein oder zwei anderen Staaten so ein bisschen was zu vereinbaren, der handelt eben gegen deutsche Interessen“, erklärte Saathoff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungszusammenarbeit sei aus Sicht der Bundesregierung auch ein Instrument deutscher Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Investitionen in Bildung, Gesundheitssysteme, Landwirtschaft und Energieversorgung könnten Gesellschaften stabilisieren, Konflikte begrenzen und Fluchtursachen reduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Saathoff stellte außerdem die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands heraus. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft sei auf stabile internationale Beziehungen, vielfältige Lieferketten und neue Märkte angewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders die Länder des globalen Südens seien dabei von Bedeutung. Deutschland müsse dort langfristige Partnerschaften aufbauen und erhalten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-26796 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Staatssekretär verwies zugleich auf die geopolitische Konkurrenz mit China und Russland. Während Russland auf militärische Aggression und Destabilisierung und China auf wirtschaftliche Abhängigkeiten setze, biete Deutschland Partnerschaften, nachhaltige Investitionen und faire Regeln an.</p>
</div></div>



<h2 id="h-grune-warnen-vor-folgen-fur-die-globale-gesundheit" class="wp-block-heading"><span id="gruene-warnen-vor-folgen-fuer-die-globale-gesundheit">Grüne warnen vor Folgen für die globale Gesundheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen-Abgeordnete Shahina Gambir griff die AfD insbesondere mit Blick auf die internationale Gesundheitszusammenarbeit an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verwies auf die Gefahr, dass sich Krankheiten über Staatsgrenzen hinweg ausbreiten. Der Schutz der Bevölkerung in Deutschland beginne deshalb auch mit leistungsfähigen Gesundheitssystemen in anderen Weltregionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn wir doch eines aus Corona gelernt haben, dann doch, dass es keine Festung Deutschland gibt“, sagte Gambir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Kritik fasste sie in einem Satz zusammen: „Nationalismus ist kein Impfstoff gegen Pandemien.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Agenda 2030 sei nicht allein ein Instrument der Entwicklungszusammenarbeit, sondern auch der internationalen Krisenvorsorge. Globale Gesundheitsrisiken, der Klimawandel und wirtschaftliche Verwerfungen beträfen Deutschland unmittelbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD wolle gemeinsame internationale Ziele zunächst durch Kürzungen schwächen und anschließend ihre mangelnde Wirksamkeit als Begründung für deren Abschaffung verwenden, warf Gambir der Fraktion vor.</p>



<h2 id="h-linke-kritisiert-wirtschaftsorientierung-der-entwicklungspolitik" class="wp-block-heading"><span id="linke-kritisiert-wirtschaftsorientierung-der-entwicklungspolitik">Linke kritisiert Wirtschaftsorientierung der Entwicklungspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Linke lehnte den Antrag ab, verband ihre Kritik jedoch mit Vorwürfen gegen die Bundesregierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordnete Charlotte Antonia Neuhäuser warf der AfD vor, einen Konflikt um nationale Selbstbestimmung zu konstruieren, obwohl die Agenda 2030 den Staaten ausdrücklich die eigenständige Gestaltung ihrer Entwicklungspolitik überlasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion betreibe einen „Kulturkampf gegen internationale Zusammenarbeit“ und kämpfe gegen eine Fremdbestimmung, die nicht existiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neuhäuser kritisierte insbesondere die Forderung, die Förderung von Menschenrechtsorganisationen, unabhängiger Presse und Demokratieförderung einzustellen. Damit würde die Unterstützung gesellschaftlicher Kräfte entfallen, die Machtmissbrauch aufdecken und Rechte einfordern könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich bemängelte sie, dass auch die Bundesregierung deutsche Wirtschaftsinteressen zunehmend in den Vordergrund der Entwicklungspolitik stelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke fordere dagegen faire Handelsbeziehungen, Schuldenerlasse sowie verbindliche Menschenrechts- und Umweltstandards für Unternehmen. Die bisherigen Nachhaltigkeitsziele reichten ohne entsprechende politische Maßnahmen nicht aus, um globale Ungleichheiten zu verringern.</p>



<h2 id="h-afd-halt-an-kritik-fest-und-spricht-von-gescheiterter-entwicklungspolitik" class="wp-block-heading"><span id="afd-haelt-an-kritik-fest-und-spricht-von-gescheiterter-entwicklungspolitik">AfD hält an Kritik fest und spricht von gescheiterter Entwicklungspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einem weiteren Redebeitrag erneuerte der AfD-Abgeordnete Rocco Kever die Kritik an der Wirksamkeit der internationalen Nachhaltigkeitsagenda.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-fordert-entschlossene-umsetzung-der-agenda-2030/">Er verwies auf den UN-Fortschrittsbericht 2025.</a> Von 139 bewertbaren Unterzielen hätten lediglich 35 Prozent angemessene Fortschritte aufgewiesen. Bei 48 Prozent seien die Fortschritte unzureichend gewesen, während 18 Prozent hinter das Ausgangsniveau von 2015 zurückgefallen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist keine Zwischenbilanz, das ist ein Zeugnis des Scheiterns, ausgestellt von den Urhebern selbst“, erklärte Kever.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD sieht bereits in der Vielzahl der 17 Ziele und 169 Unterziele einen grundlegenden Fehler. „Wer alles priorisiert, priorisiert nichts“, sagte der Abgeordnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kever warf der bisherigen Entwicklungspolitik vor, sich auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse und politische Vorgaben zu konzentrieren, statt Infrastruktur, Handel und Investitionen zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie bauen Häfen, Bahnlinien und Rohstoffpartnerschaften, während wir Genderworkshops finanzieren“, sagte er mit Blick auf Deutschlands geopolitische Konkurrenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Auffassung der AfD müsse sich der Einsatz deutscher Entwicklungsmittel stärker in stabilen Partnerschaften, zusätzlichen Märkten für deutsche Unternehmen und einem geringeren Migrationsdruck niederschlagen.</p>



<h2 id="h-bundestag-verweist-antrag-an-entwicklungsausschuss" class="wp-block-heading"><span id="bundestag-verweist-antrag-an-entwicklungsausschuss">Bundestag verweist Antrag an Entwicklungsausschuss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Agenda 2030 wurde im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet. Ihre 17 Nachhaltigkeitsziele sollen unter anderem Armut und Hunger reduzieren, Bildung und Gesundheitsversorgung verbessern, wirtschaftliche Entwicklung fördern und Umwelt sowie Klima schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der weltweite Fortschritt bleibt deutlich hinter den vereinbarten Zielsetzungen zurück. Der UN-Nachhaltigkeitsbericht 2025 dokumentiert sowohl Fortschritte als auch erhebliche Rückstände und Verschlechterungen bei einzelnen Zielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD leitet daraus die Forderung ab, den gemeinsamen internationalen Rahmen aufzugeben. Bundesregierung, Union, Grüne und Linke betrachten die Defizite dagegen als Grund für eine wirksamere Umsetzung, unterscheiden sich jedoch bei der Frage, wie wirtschaftliche Interessen, soziale Ziele und internationale Verantwortung gewichtet werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der ersten Lesung überwies der Bundestag den Antrag der AfD zur weiteren Beratung an die zuständigen Ausschüsse. Die Federführung übernimmt der Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/streit-im-bundestag-afd-will-un-agenda-2030-beenden-regierung-spricht-von-verantwortungsloser-politik/">Streit im Bundestag: AfD will UN-Agenda 2030 beenden – Regierung spricht von  verantwortungsloser Politik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Rednerbild von Johann Saathoff</media:title>
			<media:description type="html">Johann Saathoff, MdB, SPD, hält eine Rede im Deutschen Bundestag</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>UN verlagern Stellen nach Afrika – UN-Haushalt schrumpft auf 2,95 Milliarden Euro</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-verlagern-stellen-nach-afrika-un-haushalt-schrumpft-auf-295-milliarden-euro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 10:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen sparen weiter und verlagern Arbeitsplätze nach Afrika. Nairobi wird zum wichtigsten Ziel der Personalverlagerungen, während ausstehende Mitgliedsbeiträge bereits Entwicklungsprojekte auf dem Kontinent verzögern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-verlagern-stellen-nach-afrika-un-haushalt-schrumpft-auf-295-milliarden-euro%2F&amp;action_name=UN%20verlagern%20Stellen%20nach%20Afrika%20%E2%80%93%20UN-Haushalt%20schrumpft%20auf%202%2C95%20Milliarden%20Euro&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-verlagern-stellen-nach-afrika-un-haushalt-schrumpft-auf-295-milliarden-euro/">UN verlagern Stellen nach Afrika – UN-Haushalt schrumpft auf 2,95 Milliarden Euro</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen wollen ihren Haushalt weiter verkleinern und zusätzliche Arbeitsplätze von New York nach Afrika verlagern. UN-Generalsekretär António Guterres stellte die Pläne am 13. Oktober 2026 in New York vor. Für 2027 sieht sein Haushaltsentwurf rund 2,95 Milliarden Euro vor, während Nairobi zum wichtigsten Ziel weiterer Personalverlagerungen wird. <a href="https://fokus-afrika.de/un-vor-finanzkrise-mitgliedstaaten-schulden-milliarden-an-pflichtbeitraegen/">Gleichzeitig warnte Guterres vor einer anhaltenden Finanzkrise, die bereits Entwicklungsprogramme und die Arbeit der Organisation in afrikanischen Staaten beeinträchtigt.</a></p>



<h2 id="h-un-haushalt-soll-auf-2-95-milliarden-euro-sinken" class="wp-block-heading"><span id="un-haushalt-soll-auf-295-milliarden-euro-sinken">UN-Haushalt soll auf 2,95 Milliarden Euro sinken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Haushaltsentwurf ist Teil der Reforminitiative UN80, mit der die Vereinten Nationen ihre Verwaltung verkleinern, Aufgaben neu organisieren und Kosten senken wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres bezifferte die geplante Haushaltsreduzierung gegenüber dem vergleichbar berechneten Budget für 2026 auf 1,2 Prozent beziehungsweise rund 36,5 Millionen Euro. Die ursprünglichen Haushaltsunterlagen weisen gegenüber dem für 2026 bewilligten Gesamtbetrag einen stärkeren Rückgang von 4,3 Prozent aus. Die Unterschiede hängen mit der jeweiligen Berechnungsgrundlage und der Berücksichtigung einmaliger Ausgaben zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Einbeziehung großer Bauprojekte in Nairobi und Genf steigt der Finanzbedarf für 2027 auf rund 3,05 Milliarden Euro. Für besondere politische Missionen sind innerhalb des regulären Haushalts rund 378 Millionen Euro vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Entwurf umfasst 11.150 Stellen. Bereits im Zuge der laufenden UN80-Reform wurde der reguläre Stellenbestand um 3.116 Posten reduziert. Die Vereinten Nationen nutzten dafür unter anderem freiwillige Programme zum vorzeitigen Ausscheiden und die Versetzung von Beschäftigten auf andere Positionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres bezeichnete den Umbau als notwendig, um die Organisation trotz sinkender finanzieller Spielräume arbeitsfähig zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Und doch war der Bedarf an den Vereinten Nationen in dieser Zeit der Unsicherheit und Zersplitterung noch nie größer“, erklärte der Generalsekretär vor dem Haushaltsausschuss der UN-Generalversammlung.</p>



<h2 id="h-nairobi-wird-zum-wichtigsten-standort-fur-personalverlagerungen" class="wp-block-heading"><span id="nairobi-wird-zum-wichtigsten-standort-fuer-personalverlagerungen">Nairobi wird zum wichtigsten Standort für Personalverlagerungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wesentlicher Teil der Reform betrifft die geografische Verteilung von UN-Arbeitsplätzen. Bisher in teuren Verwaltungsstandorten angesiedelte Tätigkeiten sollen stärker in Länder mit niedrigeren Betriebskosten verlegt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2027 schlägt Guterres insgesamt 44 zusätzliche Verlagerungen von Stellen und Positionen in zwölf Organisationseinheiten vor. Den größten Anteil soll Nairobi erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein die UN-Organisation für die Gleichstellung der Geschlechter, UN Women, will elf Stellen von New York in die kenianische Hauptstadt verlagern. Weitere Positionen kommen aus der Personalverwaltung, der globalen Kommunikation und dem UN-Umweltprogramm UNEP hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt sieht der reguläre Haushaltsentwurf 16 entsprechende Verlagerungen nach Nairobi vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-baut-nairobi-standort-massiv-aus/" data-type="post" data-id="22909">Darüber hinaus soll das UN-Büro in Nairobi eine gemeinsame Verwaltungsplattform erhalten. </a>Dort werden künftig ausgewählte administrative Dienstleistungen verschiedener UN-Einrichtungen gebündelt, darunter Aufgaben des UN-Unterstützungsbüros für Somalia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliche Verwaltungsstrukturen sind für Addis Abeba, Genf und Wien vorgesehen. In New York soll die bereits begonnene Zusammenlegung administrativer Dienstleistungen erweitert werden.</p>



<h2 id="h-addis-abeba-ubernimmt-gemeinsame-verwaltung-fur-afrika-missionen" class="wp-block-heading"><span id="addis-abeba-uebernimmt-gemeinsame-verwaltung-fuer-afrika-missionen">Addis Abeba übernimmt gemeinsame Verwaltung für Afrika-Missionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sitz der Afrikanischen Union in Addis Abeba soll die UN-Wirtschaftskommission für Afrika (ECA) die neue gemeinsame Verwaltungsplattform führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese wird unter anderem das UN-Büro bei der Afrikanischen Union sowie die Büros der UN-Sondergesandten für das Horn von Afrika und den Sudan einbeziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die organisatorische Neuordnung soll Verwaltungskosten senken und die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen erleichtern, die bislang eigene administrative Strukturen unterhalten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/UN71065984_MRG_6796_-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-12827 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/UN71065984_MRG_6796_-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/UN71065984_MRG_6796_-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/UN71065984_MRG_6796_-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/UN71065984_MRG_6796_-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/UN71065984_MRG_6796_-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/UN71065984_MRG_6796_-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/UN71065984_MRG_6796_.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich plant Guterres, Aufgaben zur Unterstützung des UN-Büros bei der Afrikanischen Union aus dem Finanzierungsrahmen für Friedensmissionen in den regulären Haushalt zu überführen. Die Umstellung soll kostenneutral erfolgen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirtschaftskommission für Afrika erhält im Haushaltsentwurf für 2027 rund 75,7 Millionen Euro für ihre wirtschafts- und entwicklungspolitische Arbeit. Das entspricht einem nominalen Anstieg von 2,6 Prozent gegenüber 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Unterstützung der Agenda 2063 der Afrikanischen Union, dem langfristigen Entwicklungsprogramm des Kontinents, sind rund 9,9 Millionen Euro vorgesehen.</p>



<h2 id="h-finanzkrise-verzogert-bereits-entwicklungsprojekte-in-afrika" class="wp-block-heading"><span id="finanzkrise-verzoegert-bereits-entwicklungsprojekte-in-afrika">Finanzkrise verzögert bereits Entwicklungsprojekte in Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kürzungen erfolgen vor dem Hintergrund einer angespannten Liquiditätslage. Mehrere Mitgliedstaaten zahlen ihre Pflichtbeiträge nicht vollständig oder verspätet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende 2025 beliefen sich die Beitragsrückstände auf umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro. Die verfügbaren Zahlungsmittel waren bereits im August desselben Jahres aufgebraucht, sodass die Organisation auf Finanzreserven zurückgreifen musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen der fehlenden Mittel wurden Ausgaben begrenzt, Neueinstellungen ausgesetzt und geplante Aktivitäten verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Afrika betraf dies unter anderem ein Förderprogramm für junge Wissenschaftler, die sich mit politischer Forschung und Analyse beschäftigen sollten. Auch Vorhaben der UN-Wirtschaftskommission für Afrika zur Entwicklung von Masterstudiengängen in Industriepolitik, Entwicklungsplanung und Rohstoffverwaltung mussten verschoben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Programme sollten afrikanische Regierungsmitarbeiter bei der Gestaltung nationaler Entwicklungsstrategien und der wirtschaftlichen Nutzung natürlicher Ressourcen unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die finanziellen Engpässe beeinträchtigten außerdem die Veröffentlichung statistischer Daten, die technische Beratung von Mitgliedstaaten und internationale Ausbildungsprogramme.</p>



<h2 id="h-politische-un-missionen-verlieren-mehr-als-100-millionen-euro" class="wp-block-heading"><span id="politische-un-missionen-verlieren-mehr-als-100-millionen-euro">Politische UN-Missionen verlieren mehr als 100 Millionen Euro</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders stark sinkt der Finanzbedarf für besondere politische Missionen. Der Entwurf sieht hier umgerechnet rund 101,4 Millionen Euro weniger als im Vorjahr vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wesentlicher Grund ist das Auslaufen bestehender Mandate, darunter die UN-Übergangsmission in Somalia. Hinzu kommen das Ende der Mission zur Unterstützung des Hudaida-Abkommens im Jemen und die bereits abgeschlossene UN-Unterstützungsmission im Irak.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verringerung des Mittelbedarfs hängt damit nicht ausschließlich mit administrativen Einsparungen zusammen, sondern auch mit der Beendigung einzelner Einsätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sieht der Entwurf zusätzliche Mittel zur Unterstützung afrikanischer Staaten beim Aufbau von Regeln und Verwaltungsstrukturen für den verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz vor. Dafür soll das UN-Entwicklungskonto um rund 893.000 Euro erhöht werden.</p>



<h2 id="h-afrikanische-staaten-fordern-schutz-der-entwicklungsprogramme" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-staaten-fordern-schutz-der-entwicklungsprogramme">Afrikanische Staaten fordern Schutz der Entwicklungsprogramme</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Beratungen im Haushaltsausschuss mahnte die afrikanische Staatengruppe, die Reform dürfe nicht zulasten bestehender Entwicklungsaufgaben gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Namibias Vertreter betonte im Namen der Gruppe, die Verteilung finanzieller Mittel müsse weiterhin an den von den Mitgliedstaaten beschlossenen Prioritäten ausgerichtet bleiben. Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Agenda 2063 der Afrikanischen Union müssten zentrale Bezugspunkte bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Gruppe der 77 Entwicklungsländer und China kündigte an, mögliche Folgen der Einsparungen für die Entwicklungsarbeit genau zu prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union unterstützte das Ziel einer effizienteren Verwaltung, verband dies jedoch mit Forderungen nach mehr Transparenz, Rechenschaftspflicht und einer verlässlichen Finanzierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres warnte, dass organisatorische Verbesserungen allein die Finanzierungsprobleme nicht lösen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Effizienz allein kann kein instabiles finanzielles Fundament ausgleichen“, erklärte er. Die Mitgliedstaaten müssten ihre finanziellen Verpflichtungen vollständig und fristgerecht erfüllen, damit die Vereinten Nationen ihre beschlossenen Aufgaben tatsächlich umsetzen könnten.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-verlagern-stellen-nach-afrika-un-haushalt-schrumpft-auf-295-milliarden-euro%2F&amp;action_name=UN%20verlagern%20Stellen%20nach%20Afrika%20%E2%80%93%20UN-Haushalt%20schrumpft%20auf%202%2C95%20Milliarden%20Euro&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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			<media:title type="html">SDG Moment 2024: Driving Just Transitions for SDG Acceleration</media:title>
			<media:description type="html">Secretary-General António Guterres (left) and Philemon Yang (right), President of the seventy-ninth session of the United Nations General Assembly, at the SDG Moment 2024 - Driving Just Transitions for SDG Acceleration.
 
The SDG Moment is an event held during the UN General Assembly high-level week with the intention to bring into focus the promise of inclusion, resilience and sustainability embedded in the Sustainable Development Goals (SDGs), especially in times of crisis. At the SDG Summit in September 2023, world leaders agreed to urgently step up their efforts to deliver the Sustainable Development Goals (SDGs), our global roadmap out of crises. To keep up the momentum at a time of cascading crises, political division and competing priorities, the Secretary-General convened the 2024 SDG Moment in the context of the general debate of the seventy-ninth session of the United Nations General Assembly.

The meeting consisted of an inspiring opening session, a deep dive on the state of SDG progress, a panel discussion of world leaders on just and inclusive transitions, a closing intergenerational dialogue and a musical performance. The meeting also included a focused discussion with a small number of invited world leaders.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Menschenrechtsrat: Deutschland und vier afrikanische Staaten für drei Jahre gewählt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-menschenrechtsrat-deutschland-und-vier-afrikanische-staaten-fuer-drei-jahre-gewaehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 19:45:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burundi]]></category>
		<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland und vier afrikanische Staaten ziehen in den UN-Menschenrechtsrat ein. Sambia erhielt mit 177 Stimmen das stärkste Ergebnis der afrikanischen Kandidaten, Deutschland wurde mit 163 Stimmen gewählt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-menschenrechtsrat-deutschland-und-vier-afrikanische-staaten-fuer-drei-jahre-gewaehlt%2F&amp;action_name=UN-Menschenrechtsrat%3A%20Deutschland%20und%20vier%20afrikanische%20Staaten%20f%C3%BCr%20drei%20Jahre%20gew%C3%A4hlt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland ist gemeinsam mit Burundi, Ghana, Nigeria und Sambia in den UN-Menschenrechtsrat gewählt worden. Die UN-Generalversammlung entschied am 13. Oktober 2026 in New York über die Besetzung von 15 frei werdenden Sitzen. Die Amtszeit der neuen Mitglieder beginnt am 1. Januar 2027 und dauert drei Jahre. Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigte an, Deutschland werde sich für einen stärkeren Menschenrechtsrat und den weltweiten Schutz grundlegender Rechte einsetzen.</p>



<h2 id="h-vier-afrikanische-staaten-ziehen-in-den-menschenrechtsrat-ein" class="wp-block-heading"><span id="vier-afrikanische-staaten-ziehen-in-den-menschenrechtsrat-ein">Vier afrikanische Staaten ziehen in den Menschenrechtsrat ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der geheimen Abstimmung erhielt Sambia 177 Stimmen und erzielte damit das beste Ergebnis unter den afrikanischen Kandidaten. Ghana kam auf 173 Stimmen, Nigeria auf 172 und Burundi auf 160 Stimmen. Insgesamt wurden in der afrikanischen Regionalgruppe 181 gültige Stimmen abgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier Staaten übernehmen die für Afrika frei werdenden Sitze. Die Kandidatenzahl entsprach damit der Zahl der verfügbaren Mandate, sodass innerhalb der afrikanischen Regionalgruppe keine konkurrierende Kandidatur bestand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der afrikanische Kontinent verfügt insgesamt über 13 der 47 Sitze im UN-Menschenrechtsrat. Die regionale Verteilung soll sicherstellen, dass die unterschiedlichen Weltregionen in dem Gremium vertreten sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den ausscheidenden Mitgliedern befinden sich auch Côte d’Ivoire und Malawi. Beide Staaten haben zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten absolviert und durften deshalb nicht unmittelbar erneut kandidieren.</p>



<h2 id="h-deutschland-erhalt-163-stimmen" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-erhaelt-163-stimmen">Deutschland erhält 163 Stimmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland wurde mit 163 Stimmen gewählt. Irland erhielt in der Gruppe der westeuropäischen und anderen Staaten 165 Stimmen. Für beide Länder standen zwei Sitze zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesaußenminister Johann Wadephul begrüßte das Ergebnis und dankte der UN-Generalversammlung für das entgegengebrachte Vertrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden uns dieses Vertrauens würdig erweisen. Wir stehen an der Seite aller Menschen in Not und setzen uns für den Erhalt ihrer Rechte ein“, erklärte Wadephul.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/auswaertiges-amt-wirbt-mit-fehlerhaftem-ki-video-fuer-sitz-im-un-menschenrechtsrat/" data-type="post" data-id="29452">Deutschland wolle seine Mitgliedschaft nutzen, um gemeinsam mit internationalen Partnern den Menschenrechtsrat zu stärken und den Schutz der Menschenrechte weltweit zu verbessern.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister verwies insbesondere auf Rechtsstaatlichkeit, Bildung und den Zugang zu Trinkwasser. <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-in-genf-deutschland-wirbt-um-sitz-im-un-menschenrechtsrat/">Menschenrechte seien keine abstrakten Grundsätze, sondern die Grundlage für ein Leben in Würde.</a></p>



<h2 id="h-insgesamt-15-staaten-neu-gewahlt" class="wp-block-heading"><span id="insgesamt-15-staaten-neu-gewaehlt">Insgesamt 15 Staaten neu gewählt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den vier afrikanischen Staaten und Deutschland wurden weitere zehn Länder in den Menschenrechtsrat gewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der asiatisch-pazifischen Regionalgruppe ziehen Japan, Jordanien, Kuwait und Nepal ein. Die osteuropäische Gruppe wird durch die Republik Moldau und die Ukraine vertreten. Für Lateinamerika und die Karibik wurden Brasilien, die Dominikanische Republik und Uruguay gewählt. Irland ergänzt gemeinsam mit Deutschland die westeuropäische Gruppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den weiteren Wahlergebnissen erhielten Kuwait und Nepal jeweils 173 Stimmen, Jordanien 171 und Japan 166. Die Republik Moldau kam auf 168 Stimmen, die Ukraine auf 162.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Brasilien und die Dominikanische Republik erhielten jeweils 170 Stimmen, Uruguay 165.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl erfolgte in einem einzigen Wahlgang. Eine erfolgreiche Kandidatur setzt eine absolute Mehrheit der Mitglieder der UN-Generalversammlung voraus.</p>



<h2 id="h-menschenrechtsrat-uberwacht-menschenrechtslage-weltweit" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechtsrat-ueberwacht-menschenrechtslage-weltweit">Menschenrechtsrat überwacht Menschenrechtslage weltweit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Menschenrechtsrat wurde 2006 von der Generalversammlung gegründet und hat seinen Sitz in Genf. Seine 47 Mitglieder werden nach einem regionalen Verteilungsschlüssel für jeweils drei Jahre gewählt. Eine unmittelbare Wiederwahl ist nur einmal möglich.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200.jpg" alt="" class="wp-image-25620 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200-300x180.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200-768x461.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200-380x228.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200-800x480.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Gremium befasst sich mit Menschenrechtsverletzungen in allen Weltregionen, verabschiedet Resolutionen und kann unabhängige Untersuchungskommissionen sowie Sonderberichterstatter einsetzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu seinen wichtigsten Instrumenten gehört das Verfahren der Allgemeinen Regelmäßigen Überprüfung. Dabei wird die Menschenrechtslage in sämtlichen UN-Mitgliedstaaten in wiederkehrenden Abständen untersucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitgliedschaft im Rat ist nicht an eine vorherige Bewertung der Menschenrechtslage eines Staates gebunden. Die Generalversammlung kann die Mitgliedschaft eines Landes bei schweren und systematischen Menschenrechtsverletzungen mit einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Mitglieder aussetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Beginn der neuen Amtsperiode am 1. Januar 2027 scheiden die 15 Mitglieder aus, deren Mandate zum Jahresende auslaufen. Neben Côte d’Ivoire und Malawi dürfen auch China, Kuba und Frankreich wegen der Begrenzung auf zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Amtszeiten nicht erneut antreten.</p>
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	</item>
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		<title>EU und 33 Staaten stellen sich gegen Mautgebühren an Meerengen – acht afrikanische Länder dabei</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-und-33-staaten-stellen-sich-gegen-mautgebuehren-an-meerengen-acht-afrikanische-laender-dabei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 19:22:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Jemen]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Keine rechtswidrige Maut und keine diskriminierenden Beschränkungen für Handelsschiffe: Die EU und 33 Staaten wollen die freie Durchfahrt durch internationale Meerengen schützen. Acht afrikanische Länder haben sich angeschlossen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-und-33-staaten-stellen-sich-gegen-mautgebuehren-an-meerengen-acht-afrikanische-laender-dabei%2F&amp;action_name=EU%20und%2033%20Staaten%20stellen%20sich%20gegen%20Mautgeb%C3%BChren%20an%20Meerengen%20%E2%80%93%20acht%20afrikanische%20L%C3%A4nder%20dabei&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union und 33 weitere Staaten haben sich gegen rechtswidrige Mautgebühren, diskriminierende Beschränkungen und andere Hindernisse für die internationale Schifffahrt durch Meerengen ausgesprochen. Die gemeinsame Initiative wurde am 12. Oktober 2026 von EU-Außenbeauftragter Kaja Kallas vorgestellt. Neben sämtlichen EU-Mitgliedstaaten unterstützen acht afrikanische Länder die Erklärung. Sie richtet sich gegen einseitige Eingriffe in die freie Durchfahrt auf strategisch wichtigen Seewegen und beruft sich auf das internationale Seerecht.</p>



<h2 id="h-acht-afrikanische-staaten-unterstutzen-die-erklarung" class="wp-block-heading"><span id="acht-afrikanische-staaten-unterstuetzen-die-erklaerung">Acht afrikanische Staaten unterstützen die Erklärung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den afrikanischen Unterzeichnern zählen Benin, Cabo Verde, Kamerun, Gabun, Lesotho, Liberia, Mauretanien sowie São Tomé und Príncipe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mehrere Staaten mit unmittelbarem Bezug zu wichtigen internationalen Schifffahrtsrouten haben sich der Initiative angeschlossen. Dazu gehören Bahrain, Oman und Jemen im Umfeld der Arabischen Halbinsel sowie Großbritannien, Kanada, Japan, Südkorea und Singapur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundlage der gemeinsamen Erklärung ist das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS). Es legt unter anderem fest, welche Rechte und Pflichten Staaten bei der Nutzung der Meere und internationaler Wasserstraßen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterzeichner betonen, dass Meerengen nicht allein regionale Verkehrswege seien, sondern eine zentrale Funktion für den Welthandel erfüllten. Einschränkungen könnten erhebliche Folgen für Energielieferungen, Versorgungsketten und die globale Ernährungssicherheit haben.</p>



<h2 id="h-keine-rechtswidrigen-gebuhren-oder-genehmigungspflichten" class="wp-block-heading"><span id="keine-rechtswidrigen-gebuehren-oder-genehmigungspflichten">Keine rechtswidrigen Gebühren oder Genehmigungspflichten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative trägt den Titel „Wahrung der Integrität des internationalen Seerechts – Keine Gebühren, keine Maut“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterzeichner wenden sich ausdrücklich gegen Maßnahmen, die eine nach internationalem Recht zulässige Durchfahrt behindern oder von zusätzlichen Bedingungen abhängig machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören rechtswidrige Gebühren und Mautzahlungen, diskriminierende Einschränkungen sowie vorherige Genehmigungspflichten, sofern diese gegen das geltende Seerecht verstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung richtet sich außerdem gegen einseitige Zwangsmaßnahmen, mit denen Staaten bestehende internationale Regeln zur Schifffahrt umgehen oder verändern könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierungen wollen die Zusammenarbeit innerhalb internationaler Organisationen stärken, insbesondere mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO). Zudem unterstützen sie defensive und nicht eskalierende multilaterale Maßnahmen zum Schutz der Navigationsfreiheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative schafft keine neuen verbindlichen seerechtlichen Vorschriften. Sie bekräftigt bestehende Grundsätze und formuliert gemeinsame politische Verpflichtungen ihrer Unterstützer.</p>



<h2 id="h-rotes-meer-und-golf-von-aden-im-sicherheitspolitischen-fokus" class="wp-block-heading"><span id="rotes-meer-und-golf-von-aden-im-sicherheitspolitischen-fokus">Rotes Meer und Golf von Aden im sicherheitspolitischen Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung fällt in eine Phase anhaltender Unsicherheit auf mehreren internationalen Schifffahrtsrouten. Besonders das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab zwischen Jemen und dem Horn von Afrika spielen für den Warenverkehr zwischen Europa und Asien eine zentrale Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angriffe der jemenitischen Huthi auf Handelsschiffe haben die Sicherheit der Route in den vergangenen Jahren beeinträchtigt. Internationale Reedereien mussten zeitweise längere Verbindungen um das Kap der Guten Hoffnung nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-verlaengert-mandat-von-eunavfor-aspides-im-roten-meer/" data-type="post" data-id="24986">Die EU beteiligt sich mit ihrer maritimen Operation EUNAVFOR ASPIDES am Schutz der Handelsschifffahrt im Roten Meer.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-soll-bis-2027-am-roten-meer-bleiben-berlin-erweitert-aufklaerung-bei-aspides/" data-type="post" data-id="30414">Auch Deutschland ist an dem Einsatz beteiligt.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="609" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-1024x609.jpg" alt="" class="wp-image-24987 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-1024x609.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-300x178.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-768x457.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-1536x914.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-2048x1218.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-380x226.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-800x476.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-1160x690.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die neue internationale Erklärung unterstützt grundsätzlich defensive multilaterale Initiativen zur Sicherung der Schifffahrtsfreiheit, ohne einzelne militärische Operationen ausdrücklich zum Gegenstand zu machen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-streit-um-zustandigkeit-fur-das-rote-meer" class="wp-block-heading"><span id="streit-um-zustaendigkeit-fuer-das-rote-meer">Streit um Zuständigkeit für das Rote Meer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu ist die politische Kontrolle über das Rote Meer Gegenstand wachsender Spannungen zwischen mehreren Staaten am Horn von Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Äthiopien beansprucht einen dauerhaften Zugang zum Meer und fordert eine Beteiligung an Diskussionen über dessen Sicherheit. Eritrea, Ägypten, Sudan und Somalia hatten dagegen am 4. Oktober in ihrer gemeinsamen Erklärung von El Alamein betont, dass die Verwaltung und Sicherheit des Roten Meeres ausschließlich Angelegenheit der Anrainerstaaten sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die europäische Initiative behandelt nicht die Frage, ob Binnenstaaten an regionalen Sicherheitsgesprächen beteiligt werden sollen. Sie konzentriert sich auf das Recht der internationalen Schifffahrt und die Bedingungen für eine rechtmäßige Passage durch Meerengen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Unterstützern der neuen Erklärung befinden sich mit Jemen und Oman zwei Staaten aus dem unmittelbaren Umfeld der Schifffahrtsrouten im Süden der Arabischen Halbinsel. Äthiopien und Eritrea gehören nicht zu den am 12. Oktober genannten Unterstützern.</p>
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			<media:title type="html">GERMANY-NAVY-POLITICS</media:title>
			<media:description type="html">The frigate F 221 Hessen of the German Bundesmarine navy leaves its home port Wilhelmshaven for the Mediterranean Sea on February 8, 2024. The vessel is due to join the international EUNAVFOR ASPIDES mission to protect merchant shipping. (Photo by FOCKE STRANGMANN / AFP)</media:description>
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		<title>Nach Friedensnobelpreis für Navi Pillay: Trump verhängt Sanktionen gegen Weltstrafgericht – Deutschland widerspricht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 22:29:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Friedensnobelpreis geht an die südafrikanische Juristin Navi Pillay. Trump kritisiert die Entscheidung, Washington kündigt umfassende Sanktionen gegen den Weltstrafgerichtshof an. Deutschland und sieben Partner widersprechen – während Kenia Reformen fordert und Uganda mit einem Austritt droht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-friedensnobelpreis-fuer-navi-pillay-trump-verhaengt-sanktionen-gegen-weltstrafgericht-deutschland-widerspricht%2F&amp;action_name=Nach%20Friedensnobelpreis%20f%C3%BCr%20Navi%20Pillay%3A%20Trump%20verh%C3%A4ngt%20Sanktionen%20gegen%20Weltstrafgericht%20%E2%80%93%20Deutschland%20widerspricht&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-friedensnobelpreis-fuer-navi-pillay-trump-verhaengt-sanktionen-gegen-weltstrafgericht-deutschland-widerspricht/">Nach Friedensnobelpreis für Navi Pillay: Trump verhängt Sanktionen gegen Weltstrafgericht – Deutschland widerspricht</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die USA haben umfassende Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) verhängt und damit einen internationalen Konflikt über die Zukunft der Strafgerichtsbarkeit ausgelöst. Die Entscheidung fiel am Freitag, 9. Oktober, wenige Stunden nach der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises für die südafrikanische Juristin und frühere IStGH-Richterin Navi Pillay. US-Präsident Donald Trump kritisierte die Preisvergabe und beanspruchte die Auszeichnung für sich selbst, während seine Regierung ankündigte, dem Gerichtshof die finanziellen und technischen Grundlagen seiner Arbeit zu entziehen. Deutschland und sieben weitere Staaten stellten sich gemeinsam gegen Washington, während die Reaktionen aus Afrika von ausdrücklicher Unterstützung für den Gerichtshof bis zu Forderungen nach grundlegenden Reformen reichen.</p>



<h2 id="h-trump-kritisiert-nobelpreis-fur-sudafrikanische-juristin" class="wp-block-heading"><span id="trump-kritisiert-nobelpreis-fuer-suedafrikanische-juristin">Trump kritisiert Nobelpreis für südafrikanische Juristin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung des norwegischen Nobelkomitees hatte bereits vor Bekanntgabe der Sanktionen einen politischen Konflikt ausgelöst. Mit Navanethem „Navi“ Pillay erhielt eine Juristin den Friedensnobelpreis, deren Laufbahn eng mit der internationalen Verfolgung schwerster Menschenrechtsverletzungen verbunden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 85-jährige Südafrikanerin kämpfte gegen die Apartheid, war Richterin und Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs für Ruanda und gehörte zwischen 2003 und 2008 dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag an. Später leitete sie als UN-Hochkommissarin für Menschenrechte die Menschenrechtsarbeit der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Nobelkomitee würdigte insbesondere ihren Einsatz gegen Straflosigkeit bei Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Entscheidung fiel in einer Phase, in der internationale Gerichte zunehmend unter politischem Druck stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trump reagierte mit deutlicher Kritik. Auf seiner Plattform Truth Social verbreitete er einen Beitrag, der dem Nobelkomitee vorwarf, sich mit der Auszeichnung Pillays selbst diskreditiert zu haben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/South_Lawn_of_the_White_House_Monday_October_5_2026_-_1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-30643 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/South_Lawn_of_the_White_House_Monday_October_5_2026_-_1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/South_Lawn_of_the_White_House_Monday_October_5_2026_-_1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/South_Lawn_of_the_White_House_Monday_October_5_2026_-_1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/South_Lawn_of_the_White_House_Monday_October_5_2026_-_1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/South_Lawn_of_the_White_House_Monday_October_5_2026_-_1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/South_Lawn_of_the_White_House_Monday_October_5_2026_-_1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/South_Lawn_of_the_White_House_Monday_October_5_2026_-_1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Syracuse im US-Bundesstaat New York erneuerte Trump seinen eigenen Anspruch auf den Friedensnobelpreis. Die Vereinigten Staaten hätten unter seiner Führung acht Kriege beendet, erklärte er. Dafür hätte sein Land acht Friedensnobelpreise verdient.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden nicht vergessen, Norwegen, dass ihr diesen Preis nicht dem Land mit der größten Erfolgsbilanz der Geschichte gegeben habt“, sagte Trump.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei übersieht die Kritik des US-Präsidenten, dass der Friedensnobelpreis nicht von der norwegischen Regierung, sondern von einem unabhängigen Nobelkomitee vergeben wird.</p>



<h2 id="h-washington-will-den-strafgerichtshof-finanziell-lahmlegen" class="wp-block-heading"><span id="washington-will-den-strafgerichtshof-finanziell-lahmlegen">Washington will den Strafgerichtshof finanziell lahmlegen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch am Tag der Nobelpreisentscheidung kündigte US-Außenminister Marco Rubio Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof als Institution an. Bislang hatte Washington vor allem einzelne Richter und Staatsanwälte mit Strafmaßnahmen belegt. Insgesamt waren bereits 13 Justizvertreter betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Maßnahmen richten sich erstmals gegen den Gerichtshof selbst. Sie sollen Transaktionen mit der Institution unterbinden und den Zugang zu amerikanischen Finanzdienstleistungen, Technologien und zum US-Dollar beschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio erklärte, Präsident Trump werde niemals zulassen, dass der Internationale Strafgerichtshof amerikanische Staatsbürger strafrechtlich verfolge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden Transaktionen mit diesem abtrünnigen Gericht verbieten, ihm seine Ressourcen entziehen und seine Handlungsfähigkeit gegen uns lahmlegen“, kündigte der US-Außenminister an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An anderer Stelle verschärfte Rubio den Ton: „Entweder der IStGH beendet seine Drohungen, oder wir werden den IStGH beenden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für amerikanische Unternehmen und andere betroffene Akteure wurde eine sechsmonatige Übergangsfrist vorgesehen, um bestehende Geschäftsbeziehungen mit dem Gerichtshof abzuwickeln. Die Europäische Union wertet diesen Aufschub zugleich als Möglichkeit für diplomatische Verhandlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die amerikanische Regierung begründet ihr Vorgehen mit dem Schutz der nationalen Souveränität. Washington wirft dem Gerichtshof vor, seine Zuständigkeiten zu überschreiten und amerikanische sowie israelische Staatsangehörige unrechtmäßig strafrechtlicher Verfolgung auszusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hintergrund sind insbesondere die Haftbefehle gegen israelische Regierungsvertreter, darunter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, wegen mutmaßlicher Verbrechen im Gazakrieg. Auch frühere Ermittlungen zu Handlungen amerikanischer Soldaten in Afghanistan hatten das Verhältnis belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zeitliche Nähe zwischen der Nobelpreisvergabe und der neuen Sanktionsentscheidung ist auffällig. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-starten-negativ-kampagne-gegen-den-internationalen-strafgerichtshof/">Die US-Regierung begründete die Sanktionen allerdings mit dem seit Jahren bestehenden Konflikt über die Zuständigkeit des Gerichts, nicht ausdrücklich mit der Auszeichnung Pillays.</a></p>



<h2 id="h-strafgerichtshof-sieht-angriff-auf-internationale-rechtsordnung" class="wp-block-heading"><span id="strafgerichtshof-sieht-angriff-auf-internationale-rechtsordnung">Strafgerichtshof sieht Angriff auf internationale Rechtsordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof reagierte mit einer ungewöhnlich deutlichen Erklärung. Die Maßnahmen richteten sich gegen eine unabhängige Justizinstitution, die von 125 Vertragsstaaten mit der Verfolgung schwerster internationaler Verbrechen beauftragt worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gerichtshof bezeichnete die Sanktionen als Versuch, die Justiz zu behindern und das Personal sowie internationale Kooperationspartner einzuschüchtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dies ist ein Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit und die Grundlagen der internationalen Rechtsordnung“, erklärte das Gericht. Betroffen sei das Prinzip, dass niemand über dem Gesetz stehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/icc-praesidentin-tomoko-akane-praesentiert-jahresbericht-vor-un-generalversammlung/" data-type="post" data-id="21930">Gerichtspräsidentin Tomoko Akane kündigte an, die Arbeit trotz des amerikanischen Drucks fortzusetzen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Gerichtshof wird sein Mandat weiterhin vollständig, unabhängig und unparteiisch erfüllen, ausschließlich auf der Grundlage des Rechts und der Beweise, im Interesse der unzähligen Opfer schwerster Verbrechen.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-statement-unga-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21931 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-statement-unga-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-statement-unga-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-statement-unga-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-statement-unga-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-statement-unga-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-statement-unga-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-statement-unga.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich appellierte der Gerichtshof an seine Mitgliedstaaten, den laufenden Betrieb abzusichern. <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-staerkt-internationalem-strafgerichtshof-demonstrativ-den-ruecken/">Die bereits eingeleiteten Vorkehrungen sollten verhindern, dass internationale Ermittlungen, Gerichtsverfahren und die Unterstützung von Opfern durch die Sanktionen zum Erliegen kommen.</a></p>
</div></div>



<h2 id="h-deutschland-stellt-sich-mit-sieben-partnerstaaten-gegen-washington" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-stellt-sich-mit-sieben-partnerstaaten-gegen-washington">Deutschland stellt sich mit sieben Partnerstaaten gegen Washington</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch am Freitag formierte sich eine gemeinsame diplomatische Gegenposition mehrerer enger Verbündeter der USA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland, Kanada, Dänemark, Frankreich, Italien, Japan, die Niederlande und das Vereinigte Königreich veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung ihrer Außenminister. Darin bekräftigten sie ihre Unterstützung für die Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Integrität des Gerichtshofs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir bedauern die Ankündigung von Sanktionen gegen den Gerichtshof durch die Vereinigten Staaten und widersprechen ihr entschieden“, erklärten die acht Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierungen warnten ausdrücklich vor den Folgen der Maßnahmen für den Gerichtshof, seine Beschäftigten und deren Familien. Die Strafmaßnahmen könnten die Arbeit der Institution erheblich beeinträchtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich würdigten sie die Vorbereitungen des Gerichts, um seinen Auftrag auch unter den verschärften Bedingungen weiter erfüllen zu können. Die acht Staaten verpflichteten sich, diese Bemühungen zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Europäische Union schloss sich der Kritik an. In einer Erklärung vom 10. Oktober forderte sie Washington auf, die Maßnahmen zurückzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU bezeichnete Angriffe und Drohungen gegen Richter, Beschäftigte, zivilgesellschaftliche Kooperationspartner und Dienstleister des Gerichts als inakzeptabel. Sie kündigte an, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Funktionsfähigkeit des IStGH sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig begrüßte Brüssel die amerikanische Bereitschaft, mit den Vertragsstaaten über die bestehenden Meinungsverschiedenheiten zu sprechen. Der verzögerte Beginn der Sanktionen eröffne Raum für diplomatische Verhandlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besondere symbolische Bedeutung erhielt die gemeinsame Erklärung durch eine weitere Stellungnahme aus Berlin. Außenminister Johann Wadephul gratulierte Navi Pillay zum Friedensnobelpreis und verwies auf ihre Rolle beim Aufbau der internationalen Strafgerichtsbarkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Navi Pillay steht für die Idee, dass Frieden auf Recht gründet“, erklärte Wadephul. Mit ihren Urteilen am Ruanda-Tribunal habe sie insbesondere die Rechtsprechung zur sexualisierten Gewalt als Mittel des Völkermords geprägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Friedensnobelpreis sei „gleichzeitig ein wichtiges Bekenntnis zur internationalen Strafgerichtsbarkeit“.</p>



<h2 id="h-afrikanische-union-wurdigt-pillay-sudafrika-feiert-auszeichnung" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-union-wuerdigt-pillay-suedafrika-feiert-auszeichnung">Afrikanische Union würdigt Pillay – Südafrika feiert Auszeichnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Afrika löste die Auszeichnung der südafrikanischen Juristin zahlreiche positive Reaktionen aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa gratulierte Pillay und würdigte ihren jahrzehntelangen Einsatz für Gerechtigkeit, Menschenwürde und Frieden. Die Auszeichnung ehre ihr Lebenswerk und ihren Beitrag zur internationalen Verfolgung schwerster Verbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Afrikanische Union stellte sich hinter die Nobelpreisträgerin. Kommissionspräsident Mahmoud Ali Youssouf erklärte am Samstag, 10. Oktober, Pillays Tätigkeit habe die internationale Strafgerichtsbarkeit nachhaltig geprägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er erinnerte an ihren Kampf gegen die Apartheid, ihre Arbeit am Ruanda-Tribunal und ihren späteren Einsatz bei den Vereinten Nationen. Insbesondere die juristische Verfolgung von Völkermord und sexualisierter Gewalt habe durch ihre Arbeit wichtige Fortschritte gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auszeichnung sei eine Anerkennung ihres Einsatzes für Gerechtigkeit und die Würde des Menschen, erklärte Youssouf. Zugleich betonte er, dass dauerhafter Frieden auf Gerechtigkeit, Rechenschaftspflicht und Rechtsstaatlichkeit beruhen müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der AU-Kommissionspräsident bekräftigte die Unterstützung seiner Organisation für das Völkerrecht und die multilaterale Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pillay selbst kritisierte die amerikanischen Strafmaßnahmen. Bei einer Veranstaltung des Friedensnobelzentrums bezeichnete sie die Sanktionen als „inakzeptabel“. Richter dafür zu bestrafen, dass sie ihre richterlichen Pflichten erfüllten, sei schockierend und mit demokratischen Grundsätzen nicht vereinbar.</p>



<h2 id="h-kenia-fordert-reformen-statt-sanktionen-uganda-droht-mit-austritt" class="wp-block-heading"><span id="kenia-fordert-reformen-statt-sanktionen-uganda-droht-mit-austritt">Kenia fordert Reformen statt Sanktionen – Uganda droht mit Austritt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktionen auf die amerikanischen Maßnahmen zeigen allerdings auch die unterschiedlichen Positionen afrikanischer Staaten gegenüber dem Gerichtshof.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia sprach sich gegen die Sanktionen aus, verband seine Unterstützung jedoch mit deutlicher Kritik an der Arbeit des IStGH.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Korir Sing&#8217;oei, Staatssekretär im kenianischen Außenministerium, erklärte, der Gerichtshof habe seine Aufgaben und die an ihn gerichteten Erwartungen teilweise nicht erfüllt. Besonders die aus seiner Sicht selektive Konzentration auf bestimmte Weltregionen müsse kritisch hinterfragt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der IStGH verdient ernsthafte Kritik dafür, dass er seinem Mandat und den Erwartungen, für die er geschaffen wurde, nicht gerecht geworden ist und sich selektiv auf bestimmte Regionen konzentriert“, erklärte Sing&#8217;oei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort dürfe jedoch nicht darin bestehen, die Institution finanziell unter Druck zu setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was er braucht, sind dringende Reformen. Keine Sanktionen. Kenia wird weiterhin mit den Vertragsstaaten zusammenarbeiten, um den Gerichtshof zu reformieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia hatte selbst eine konfliktreiche Geschichte mit dem Gerichtshof. Nach der Gewalt im Zusammenhang mit den Wahlen 2007/2008 wurden Verfahren gegen führende kenianische Politiker eingeleitet. Zeitweise diskutierte das Land offen über einen Austritt aus dem Römischen Statut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute unterstützt Nairobi grundsätzlich die internationale Strafgerichtsbarkeit und setzt sich gleichzeitig für Veränderungen innerhalb der Institution ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich weiter ging Uganda. <a href="https://fokus-afrika.de/icc-praesidentin-tomoko-akane-besucht-uganda/" data-type="post" data-id="21157">Außenminister Adonia Ayebare stellte einen möglichen Austritt seines Landes in Aussicht, falls der Gerichtshof ugandische Staatsangehörige untersuchen oder anklagen sollte.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit stehen innerhalb Ostafrikas zwei Positionen nebeneinander: Kenia fordert Veränderungen innerhalb des bestehenden Systems und lehnt amerikanische Sanktionen ab, während Uganda die weitere Mitgliedschaft unter Vorbehalt stellt.</p>



<h2 id="h-afrikas-lange-und-widerspruchliche-beziehung-zum-weltstrafgericht" class="wp-block-heading"><span id="afrikas-lange-und-widerspruechliche-beziehung-zum-weltstrafgericht">Afrikas lange und widersprüchliche Beziehung zum Weltstrafgericht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die unterschiedlichen Reaktionen haben eine längere Vorgeschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof wurde 2002 auf Grundlage des Römischen Statuts geschaffen. Er verfolgt Einzelpersonen wegen Völkermords, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und des Verbrechens der Aggression. Er wird grundsätzlich nur tätig, wenn zuständige nationale Justizsysteme nicht willens oder nicht in der Lage sind, entsprechende Verbrechen tatsächlich zu verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlreiche seiner frühen Ermittlungen und Verfahren betrafen afrikanische Konflikte, darunter die Demokratische Republik Kongo, Uganda, die Zentralafrikanische Republik, Sudan und Kenia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Regierungen warfen dem Gerichtshof deshalb wiederholt vor, sich einseitig auf den Kontinent zu konzentrieren, während schwere Verbrechen in anderen Weltregionen nicht mit vergleichbarer Konsequenz verfolgt würden. Andere Staaten unterstützten die Ermittlungen ausdrücklich oder wandten sich selbst an den Gerichtshof.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pillays Auszeichnung berührt zugleich einen historischen Ausgangspunkt der internationalen Strafgerichtsbarkeit. Am UN-Tribunal für Ruanda wirkte sie an der rechtlichen Aufarbeitung des Völkermords von 1994 mit. Das Tribunal trug wesentlich dazu bei, sexualisierte Gewalt als mögliches Mittel des Völkermords strafrechtlich anzuerkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof verfügt inzwischen über 125 Vertragsstaaten. Die Vereinigten Staaten gehören ihm ebenso wenig an wie Israel. Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind dagegen Vertragsparteien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Versammlung der Vertragsstaaten ist für Dezember 2026 vorgesehen. Deutschland und seine sieben Partner haben bereits angekündigt, dort ihre gemeinsame Unterstützung für den Gerichtshof fortzusetzen und gleichzeitig den Dialog mit Nichtmitgliedstaaten zu suchen.</p>
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			<media:title type="html">South_Lawn_of_the_White_House,_Monday,_October_5,_2026_-_1</media:title>
			<media:description type="html">President Donald J. Trump boards Marine One on the South Lawn of the White House, Monday, October 5, 2026, en route Joint Base Andrews for a trip to Nebraska. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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		<title>Deutschland investiert 20 Millionen Euro in Afrikas Pharmaindustrie – WHO vor Führungswechsel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-investiert-20-millionen-euro-in-afrikas-pharmaindustrie-who-vor-fuehrungswechsel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 09:54:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
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		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>20 Millionen Euro für Afrikas Pharmaindustrie, 27 Millionen Euro für den Kampf gegen Ebola: Deutschland setzt beim Weltgesundheitsgipfel in Berlin neue Akzente. Gleichzeitig sucht die WHO angesichts massiver Finanzierungskürzungen eine neue Führung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-investiert-20-millionen-euro-in-afrikas-pharmaindustrie-who-vor-fuehrungswechsel%2F&amp;action_name=Deutschland%20investiert%2020%20Millionen%20Euro%20in%20Afrikas%20Pharmaindustrie%20%E2%80%93%20WHO%20vor%20F%C3%BChrungswechsel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-investiert-20-millionen-euro-in-afrikas-pharmaindustrie-who-vor-fuehrungswechsel/">Deutschland investiert 20 Millionen Euro in Afrikas Pharmaindustrie – WHO vor Führungswechsel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland stellt weitere 20 Millionen Euro für Investitionen in afrikanische Pharmaunternehmen bereit. Die Zusage erfolgte im Vorfeld des Weltgesundheitsgipfels, der vom 11. bis 13. Oktober 2026 in Berlin stattfindet. Die Mittel sollen die Herstellung von Impfstoffen und Medikamenten in Afrika stärken und die Abhängigkeit von Importen verringern. Gleichzeitig steht die internationale Gesundheitspolitik nach massiven Finanzierungskürzungen vor einer Neuordnung, während sich mögliche Nachfolger für die Spitze der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals gemeinsam vorstellen.</p>



<h2 id="h-deutschland-starkt-arzneimittelproduktion-in-afrika" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-staerkt-arzneimittelproduktion-in-afrika">Deutschland stärkt Arzneimittelproduktion in Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die zusätzlichen 20 Millionen Euro bei einem Steuerungstreffen der Gesundheitspartnerschaft zwischen der Europäischen und der Afrikanischen Union zugesagt. Das Geld fließt in einen Fonds, der Investitionen in afrikanische Pharmaunternehmen finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/">Die Bundesregierung will damit die lokale Produktion von Impfstoffen und Medikamenten ausbauen. </a>Zugleich soll die Zusammenarbeit zwischen deutschen, europäischen und afrikanischen Unternehmen intensiviert werden. Die Gesundheitswirtschaft soll künftig systematischer in entsprechende Investitions- und Produktionsvorhaben eingebunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel ist die Entwicklung eines für Kinder geeigneten Medikaments gegen Bilharziose. Die in tropischen Regionen verbreitete parasitäre Erkrankung wird durch bestimmte Saugwürmer verursacht. Deutschland unterstützt die Anpassung des Medikaments an die körperlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse von Kindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/experten-warnen-im-bundestag-vor-verbreitung-von-malaria-und-tuberkulose/">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan bekräftigte vor dem Gipfel, dass Deutschland trotz angespannter Haushaltslage weiter in die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, Impfprogramme und die Versorgung mit Arzneimitteln investieren werde.</a> Dies liege auch im deutschen Interesse.</p>



<h2 id="h-ebola-ausbruch-im-kongo-deutschland-stellt-27-millionen-euro-bereit" class="wp-block-heading"><span id="ebola-ausbruch-im-kongo-deutschland-stellt-27-millionen-euro-bereit">Ebola-Ausbruch im Kongo: Deutschland stellt 27 Millionen Euro bereit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt des Weltgesundheitsgipfels ist der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. Die Bundesregierung hat zur Bekämpfung der Epidemie bereits zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 27 Millionen Euro bereitgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/">Der Ausbruch belastet das Gesundheitssystem des Landes, während bewaffnete Konflikte und Vertreibung die medizinische Versorgung erschweren.</a> Der Umgang mit solchen Gesundheitskrisen soll deshalb auch bei den internationalen Beratungen in Berlin eine zentrale Rolle spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Gipfels wird Entwicklungsministerin Alabali Radovan zudem den diesjährigen Virchow-Preis an die Wissenschaftler Jean-Jacques Muyembe aus der Demokratischen Republik Kongo und Peter Piot aus Belgien überreichen. Beide werden für ihre Beiträge zur Entdeckung und Erforschung des Ebola-Virus ausgezeichnet.</p>



<h2 id="h-who-warnt-vor-folgen-massiver-kurzungen-der-gesundheitsfinanzierung" class="wp-block-heading"><span id="who-warnt-vor-folgen-massiver-kuerzungen-der-gesundheitsfinanzierung">WHO warnt vor Folgen massiver Kürzungen der Gesundheitsfinanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-endgueltig-aus-der-who-zurueck/">Der Weltgesundheitsgipfel findet vor dem Hintergrund erheblicher Einschnitte bei der internationalen Gesundheitsfinanzierung statt.</a> WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus beziffert den Rückgang der öffentlichen Entwicklungshilfe für den Gesundheitsbereich im vergangenen Jahr auf rund 40 Prozent.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/EU2024BE_240320_European_Union_-_African_High_-_Level_evenement_on_Health_Egmont_Palace_-_92-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-30613 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/EU2024BE_240320_European_Union_-_African_High_-_Level_evenement_on_Health_Egmont_Palace_-_92-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/EU2024BE_240320_European_Union_-_African_High_-_Level_evenement_on_Health_Egmont_Palace_-_92-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/EU2024BE_240320_European_Union_-_African_High_-_Level_evenement_on_Health_Egmont_Palace_-_92-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/EU2024BE_240320_European_Union_-_African_High_-_Level_evenement_on_Health_Egmont_Palace_-_92-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/EU2024BE_240320_European_Union_-_African_High_-_Level_evenement_on_Health_Egmont_Palace_-_92-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/EU2024BE_240320_European_Union_-_African_High_-_Level_evenement_on_Health_Egmont_Palace_-_92-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/EU2024BE_240320_European_Union_-_African_High_-_Level_evenement_on_Health_Egmont_Palace_-_92.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einem Schreiben zum Weltgesundheitsgipfel beschreibt Tedros die Folgen der Kürzungen: Gesundheitseinrichtungen mussten schließen, medizinisches Personal verlor seine Beschäftigung oder erhielt keine Gehälter mehr. Gleichzeitig kam es zu Engpässen bei Medikamenten und Impfstoffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine im Fachjournal&nbsp;<em>The Lancet</em>&nbsp;veröffentlichte Studie schätzt, dass die Finanzierungskürzungen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen langfristig zu nahezu 23 Millionen zusätzlichen Todesfällen führen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die WHO selbst musste ihren Haushalt reduzieren, Kosten senken und ihre Strukturen verändern. Nach Darstellung ihres Generaldirektors haben Reformen der Mitgliedsbeiträge geholfen, die finanziellen Auswirkungen abzufedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tedros wirbt zugleich für eine grundlegende Veränderung der internationalen Gesundheitsfinanzierung. Länder sollen eigene Einnahmen stärker für ihre Gesundheitssysteme mobilisieren, öffentliche Krankenversicherungen ausbauen und die Herstellung medizinischer Produkte im eigenen Land fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen Ansatz unterstützt die WHO im Rahmen der sogenannten Accra-Reset-Initiative, die eine stärkere Eigenverantwortung afrikanischer und anderer Staaten bei der Finanzierung ihrer Entwicklung anstrebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ghana, Namibia und Nigeria gehören zu den Ländern, die nach WHO-Angaben bereits Maßnahmen ergriffen haben, um die nationalen Einnahmen und öffentlichen Gesundheitsausgaben zu erhöhen.</p>



<h2 id="h-funf-mogliche-who-nachfolger-stellen-sich-in-berlin-vor" class="wp-block-heading"><span id="fuenf-moegliche-who-nachfolger-stellen-sich-in-berlin-vor">Fünf mögliche WHO-Nachfolger stellen sich in Berlin vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Finanzierungsreform steht beim Weltgesundheitsgipfel die künftige Führung der Weltgesundheitsorganisation auf der Tagesordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. Oktober werden sich erstmals im laufenden Auswahlprozess fünf mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des WHO-Generaldirektors gemeinsam präsentieren. Die Diskussion über ihre Vorstellungen zur Zukunft der Organisation und des internationalen Gesundheitssystems findet zum Auftakt des Gipfels statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teilnehmen sollen Hanan Mohamed Al Kuwari, vorgeschlagen von Katar, Hanan Balkhy aus Saudi-Arabien, María Neira aus Spanien, Budi Gunadi Sadikin aus Indonesien sowie Gevorg Tamamyan, der von Botswana vorgeschlagen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, der aus Äthiopien stammt, beendet seine zweite Amtszeit 2027. Die Mitgliedstaaten der WHO werden im Mai 2027 bei der Weltgesundheitsversammlung über seine Nachfolge entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident des Weltgesundheitsgipfels, Axel R. Pries, bezeichnet die Wahl als richtungsweisend für die multilaterale Zusammenarbeit und die künftige Handlungsfähigkeit der WHO. Die Vorstellung der möglichen Kandidaten biete eine erste Gelegenheit, ihre jeweiligen Prioritäten kennenzulernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Weltgesundheitsgipfel werden rund 4.000 Teilnehmende aus 130 Ländern erwartet. Vertreter von Regierungen, internationalen Organisationen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft beraten über die Finanzierung, Organisation und Widerstandsfähigkeit der weltweiten Gesundheitsversorgung.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Afrika gründet eigene Ratingagentur – und nimmt milliardenschwere Kreditkosten ins Visier</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrika-gruendet-eigene-ratingagentur-und-nimmt-milliardenschwere-kreditkosten-ins-visier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2026 09:54:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mauritius]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrika will bei der Bewertung seiner Kreditwürdigkeit nicht länger allein auf Moody’s, S&#038;P und Fitch angewiesen sein. Die neue Ratingagentur AfCRA soll mehr Wettbewerb schaffen und Finanzierungskosten senken.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-gruendet-eigene-ratingagentur-und-nimmt-milliardenschwere-kreditkosten-ins-visier%2F&amp;action_name=Afrika%20gr%C3%BCndet%20eigene%20Ratingagentur%20%E2%80%93%20und%20nimmt%20milliardenschwere%20Kreditkosten%20ins%20Visier&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union (AU) hat mit der Africa Credit Rating Agency (AfCRA) eine eigene kontinentale Ratingagentur gegründet, um afrikanischen Staaten und Unternehmen den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten zu erleichtern und ihre Kreditrisiken unabhängiger bewerten zu lassen. Der offizielle Start erfolgte am Mittwoch, 7. Oktober, in Port Louis auf Mauritius. Die neue Agentur soll neben den weltweit dominierenden Anbietern Moody’s, Standard &amp; Poor’s und Fitch eine zusätzliche Bewertung afrikanischer Volkswirtschaften ermöglichen. Hintergrund sind hohe Finanzierungskosten, wachsende Schuldenlasten und die Kritik vieler afrikanischer Regierungen, dass internationale Ratingverfahren die wirtschaftlichen Bedingungen des Kontinents nicht ausreichend berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfCRA erhält ihren operativen Sitz auf Mauritius und soll Staaten, regionale Gebietskörperschaften, Finanzinstitute sowie private und öffentliche Unternehmen bewerten. Die Afrikanische Union will damit zugleich die bislang lückenhafte Abdeckung afrikanischer Volkswirtschaften durch internationale Ratingagenturen verbessern.</p>



<h2 id="h-23-afrikanische-staaten-bislang-ohne-rating-der-grossen-agenturen" class="wp-block-heading"><span id="23-afrikanische-staaten-bislang-ohne-rating-der-grossen-agenturen">23 afrikanische Staaten bislang ohne Rating der großen Agenturen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 55 Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union verfügen derzeit lediglich 32 über eine Bewertung durch die drei führenden internationalen Ratingagenturen. Für die übrigen 23 Staaten liegt keine entsprechende Einstufung von Moody’s, S&amp;P oder Fitch vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Bewertungen spielen eine wichtige Rolle, wenn Regierungen oder Unternehmen Geld an internationalen Kapitalmärkten aufnehmen möchten. Ratingagenturen analysieren ihre Kreditwürdigkeit und schätzen ein, wie wahrscheinlich sie ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine schlechte Bewertung kann höhere Zinsen zur Folge haben oder bestimmten institutionellen Investoren den Kauf von Anleihen erschweren. Ohne Rating fehlt Anlegern wiederum eine standardisierte Einschätzung des Kreditrisikos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AfCRA soll diese Lücke verringern und dabei stärker auf afrikanische Wirtschaftsdaten, institutionelle Entwicklungen und lokale Marktbedingungen zurückgreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Agentur ist ausdrücklich nicht als Ersatz für Moody’s, S&amp;P und Fitch vorgesehen. Vielmehr soll sie zusätzliche Bewertungen anbieten und Anlegern damit eine weitere Entscheidungsgrundlage verschaffen.</p>



<h2 id="h-afrika-zahlt-nach-un-schatzungen-jahrlich-milliarden-an-zusatzlichen-zinsen" class="wp-block-heading"><span id="afrika-zahlt-nach-un-schaetzungen-jaehrlich-milliarden-an-zusaetzlichen-zinsen">Afrika zahlt nach UN-Schätzungen jährlich Milliarden an zusätzlichen Zinsen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründung fällt in eine Phase erheblicher finanzieller Belastungen vieler afrikanischer Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Afrikanischen Union stieg der jährliche Schuldendienst für externe Verbindlichkeiten des Kontinents von 61 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 auf 163 Milliarden Dollar im Jahr 2024. Zum Schuldendienst gehören sowohl Zinsen als auch die Rückzahlung fälliger Kredite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Afrika (UNECA) beziffert die zusätzlichen Kosten der sogenannten afrikanischen Risikoprämie auf schätzungsweise 75 Milliarden US-Dollar jährlich. Diese Schätzung beschreibt die finanziellen Belastungen, die aus einer gegenüber wirtschaftlichen Fundamentaldaten erhöhten Risikobewertung entstehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tatsächlichen Kreditkosten unterscheiden sich allerdings erheblich zwischen einzelnen Staaten. Neben Ratings beeinflussen unter anderem Schuldenstand, Währungsrisiken, Inflation, politische Stabilität und die internationale Zinsentwicklung die Konditionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU verweist darauf, dass afrikanische Volkswirtschaften im Durchschnitt Kreditratings im Bereich B bis B- erhalten, während andere Schwellenländerregionen durchschnittlich bei BB liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit gelten viele afrikanische Staatsanleihen aus Sicht internationaler Ratingstandards als besonders risikoreich.</p>



<h2 id="h-afreximbank-kritisiert-bewertung-afrikanischer-risiken" class="wp-block-heading"><span id="afreximbank-kritisiert-bewertung-afrikanischer-risiken">Afreximbank kritisiert Bewertung afrikanischer Risiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Eröffnung in Mauritius brachte Denys Denya, Exekutivvizepräsident der African Export-Import Bank (Afreximbank), die Kritik an den bisherigen Bewertungsverfahren auf den Punkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Kreditgeber keinen klaren Überblick haben, lassen sie sich diese Unsicherheit bezahlen. Afrika zahlt weiterhin für den Nebel, den westlich geprägte Bewertungen erzeugen“, erklärte Denya.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afreximbank gehört zu den Unterstützern der neuen Agentur und sieht in ihr ein Instrument, um Informationslücken zwischen afrikanischen Kreditnehmern und internationalen Investoren zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren kritisieren afrikanische Regierungen und Finanzinstitutionen, dass die internationalen Agenturen auf Krisen teilweise mit schnellen Herabstufungen reagieren und wirtschaftliche Entwicklungen vor Ort nicht ausreichend berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders während der Corona-Pandemie sorgte diese Frage für Konflikte. Einige Staaten verzichteten nach Darstellung der UN-Wirtschaftskommission aus Sorge vor möglichen Ratingherabstufungen auf eine zeitweilige Aussetzung ihres Schuldendienstes im Rahmen einer G20-Initiative.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings ist eine systematische Benachteiligung afrikanischer Staaten durch die drei großen Agenturen nicht nachgewiesen. Eine Reuters-Untersuchung aus dem Jahr 2024 fand keine Belege für eine grundsätzlich diskriminierende Bewertung afrikanischer Staatsanleihen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moody’s, S&amp;P und Fitch weisen entsprechende Vorwürfe zurück und verweisen darauf, dass sie weltweit vergleichbare Bewertungsverfahren anwenden.</p>



<h2 id="h-afrikas-ratingagentur-soll-unabhangig-von-regierungen-arbeiten" class="wp-block-heading"><span id="afrikas-ratingagentur-soll-unabhaengig-von-regierungen-arbeiten">Afrikas Ratingagentur soll unabhängig von Regierungen arbeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfCRA ist zwar eine Initiative der Afrikanischen Union, soll aber nicht von afrikanischen Regierungen kontrolliert werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/afcra-thumb--1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-30576 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/afcra-thumb--1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/afcra-thumb--300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/afcra-thumb--768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/afcra-thumb--380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/afcra-thumb--800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/afcra-thumb--1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/afcra-thumb-.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vorgesehen ist eine privatwirtschaftlich getragene, eigenständig finanzierte Organisation. Die Finanzierung erfolgt über Anteilskapital und Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb. Eine staatliche Beteiligung am Gesellschaftskapital ist nach dem Organisationsmodell der AU ausgeschlossen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung der Agentur wurde durch den Afrikanischen Peer-Review-Mechanismus (APRM) begleitet. Das Instrument der Afrikanischen Union unterstützt seine Mitgliedstaaten unter anderem bei Fragen guter Regierungsführung, wirtschaftlicher Entwicklung und institutioneller Leistungsfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/namibia-fordert-neue-finanzordnung-afrikas-eigene-ratingagentur-startet-im-oktober/">Die Gründung war bereits 2018 von afrikanischen Staats- und Regierungschefs unterstützt worden.</a> In den folgenden Jahren wurden die organisatorischen Grundlagen und Bewertungsverfahren entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AU-Kommissionspräsident Mahmoud Ali Youssouf betonte bei der Eröffnung, dass die Agentur keine bevorzugte Behandlung afrikanischer Staaten gewährleisten solle. Ihre Aufgabe bestehe vielmehr darin, Risiken anhand belastbarer Informationen und unter Berücksichtigung der tatsächlichen wirtschaftlichen Bedingungen zu beurteilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er forderte die Mitgliedstaaten zugleich auf, ihre Haushaltsführung, Schuldenverwaltung und wirtschaftliche Transparenz weiter zu verbessern.</p>



<h2 id="h-glaubwurdigkeit-wird-zur-entscheidenden-hurde" class="wp-block-heading"><span id="glaubwuerdigkeit-wird-zur-entscheidenden-huerde">Glaubwürdigkeit wird zur entscheidenden Hürde</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Gründung erhält Afrika eine eigene kontinentale Ratinginstitution. Ob deren Bewertungen künftig internationale Finanzierungskosten beeinflussen, hängt jedoch wesentlich davon ab, ob Banken, Fonds und andere institutionelle Investoren sie anerkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Finanzexperte Dennis Shen, Dozent an der International School of Management in Berlin und ehemaliger Analyst bei Scope Ratings, verwies auf diese Herausforderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine neue Ratingagentur beginne mit einem Versprechen, Investoren verlangten dagegen eine nachweisbare Erfolgsbilanz. Ihre Glaubwürdigkeit werde besonders dann geprüft, wenn sie in Krisenzeiten unbequeme Bewertungen aussprechen müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der frühere nigerianische Vizepräsident Yemi Osinbajo warnte davor, die Agentur ausschließlich als Ausdruck afrikanischer Selbstbehauptung zu verstehen. Sie müsse internationale Standards erfüllen und unabhängig arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Wirtschaftskommission für Afrika formulierte dieselbe Anforderung. Eine Ratingagentur, die Staaten nicht herabstufen könne, verliere auch bei positiven Bewertungen ihre Glaubwürdigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für AfCRA bedeutet das, dass sie neben der Kenntnis regionaler wirtschaftlicher Bedingungen nachvollziehbare Methoden, transparente Entscheidungen und wirksame Regeln gegen Interessenkonflikte benötigt.</p>



<h2 id="h-mauritius-wird-standort-der-neuen-finanzinstitution" class="wp-block-heading"><span id="mauritius-wird-standort-der-neuen-finanzinstitution">Mauritius wird Standort der neuen Finanzinstitution</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union hat Mauritius als Sitz der Agentur ausgewählt. Der Inselstaat verfügt über einen entwickelten Finanzdienstleistungssektor und ist Standort zahlreicher international tätiger Finanzunternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die offizielle Eröffnung fand im Hotel InterContinental in Balaclava statt. Neben Youssouf nahmen Vertreter afrikanischer Regierungen, internationaler Organisationen und Finanzinstitutionen teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauritius&#8217; Außenminister Ritesh Ramful erklärte, die AfCRA wolle den bestehenden Ratingagenturen eine afrikanische Perspektive hinzufügen, ohne sie zu verdrängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Finanzministerin Jyoti Jeetun betonte ebenfalls den Anspruch einer präziseren Beurteilung. „Es geht nicht darum, die Welt aufzufordern, Afrika besser zu bewerten, sondern ihr zu helfen, Afrika besser zu verstehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Agentur soll eng mit afrikanischen Finanzinstitutionen, Regulierungsbehörden und der Afrikanischen Entwicklungsbank zusammenarbeiten.</p>



<h2 id="h-neue-bewertungen-sollen-auch-unternehmen-und-kommunen-erreichen" class="wp-block-heading"><span id="neue-bewertungen-sollen-auch-unternehmen-und-kommunen-erreichen">Neue Bewertungen sollen auch Unternehmen und Kommunen erreichen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfCRA soll sich nicht allein auf Staatsanleihen konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind Bewertungen von Unternehmen, Finanzinstituten, regionalen Gebietskörperschaften und Finanzierungsinstrumenten in afrikanischen Landeswährungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit richtet sich die Initiative auch an Akteure, die auf internationalen Kapitalmärkten bislang nur begrenzt sichtbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Wirtschaftskommission sieht darin eine Möglichkeit, afrikanische Kapitalmärkte weiterzuentwickeln. Zusätzliche Bewertungen könnten beispielsweise Pensionsfonds und Versicherungen helfen, Investitionsmöglichkeiten innerhalb des Kontinents besser einzuschätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch öffentliche Infrastrukturprojekte und Unternehmen könnten von einer breiteren Datenbasis profitieren, sofern Investoren die Bewertungen als zuverlässig anerkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diesen Einsatz benötigt die neue Agentur mittelfristig auch die Anerkennung zuständiger Zentralbanken, Finanzaufsichtsbehörden und anderer Marktinstitutionen.</p>



<h2 id="h-afrikanische-union-arbeitet-an-umfassenderer-reform-der-finanzierungskosten" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-union-arbeitet-an-umfassenderer-reform-der-finanzierungskosten">Afrikanische Union arbeitet an umfassenderer Reform der Finanzierungskosten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ratingagentur ist Teil einer größeren Initiative zur Veränderung der Finanzierungsbedingungen afrikanischer Volkswirtschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag, 8. Oktober, leitete AU-Kommissionspräsident Youssouf in Port Louis einen hochrangigen Runden Tisch unter dem Titel „Beyond AfCRA: Improving the Africa Risk Premium – The De-risking Africa Initiative“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter aus Politik und Finanzwirtschaft diskutierten über Maßnahmen, die über die Einrichtung einer Ratingagentur hinausgehen. Dazu gehören eine verbesserte wirtschaftliche Datenlage, die Stärkung afrikanischer Finanzinstitutionen und Instrumente zur Verringerung von Investitionsrisiken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Wirtschaftskommission verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung verlässlicher Schuldendaten und nationaler Statistiksysteme. Ebenso sollen Regierungen ihre Kommunikation mit Investoren verbessern und lokale Kapitalmärkte ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/88-millionen-euro-fuer-agenda-2063-afrikanische-union-und-deutschland-vertiefen-partnerschaft/" data-type="post" data-id="22185">Die Initiative ist mit den langfristigen Entwicklungszielen der Afrikanischen Union, insbesondere der Agenda 2063, verbunden.</a> Außerdem steht sie im Zusammenhang mit internationalen Reformdebatten über die Finanzierung nachhaltiger Entwicklung und den Zugang von Entwicklungs- und Schwellenländern zu Kapital.</p>
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		<title>Grynspan bleibt vorn – doch das Rennen um die UN-Spitze öffnet sich wieder</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/grynspan-bleibt-vorn-doch-das-rennen-um-die-un-spitze-oeffnet-sich-wieder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 21:01:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rebeca Grynspan führt weiter im Rennen um die UN-Spitze – doch ihre Gegenstimmen haben sich verdoppelt. Die nächste Abstimmung könnte zeigen, ob eine der fünf Vetomächte ihre Kandidatur blockiert und damit das Feld für neue Bewerber öffnet.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgrynspan-bleibt-vorn-doch-das-rennen-um-die-un-spitze-oeffnet-sich-wieder%2F&amp;action_name=Grynspan%20bleibt%20vorn%20%E2%80%93%20doch%20das%20Rennen%20um%20die%20UN-Spitze%20%C3%B6ffnet%20sich%20wieder&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Rebeca Grynspan bleibt nach der jüngsten geheimen Abstimmung im UN-Sicherheitsrat die führende Kandidatin für das Amt der nächsten UN-Generalsekretärin, hat zugleich aber deutlich mehr Widerstand als noch in der vorherigen Runde erhalten. Am 7. Oktober stimmten neun der 15 Ratsmitglieder für „encourage“, sechs für „discourage“, niemand wählte „no opinion“. Damit erreicht Grynspan weiterhin die rechnerisch nötigen neun Stimmen für eine spätere formale Empfehlung. Ob sich unter ihren sechs Gegenstimmen jedoch eines oder mehrere der fünf Vetoländer befinden, ist weiterhin unbekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis verschärft damit die zentrale Unsicherheit des Auswahlverfahrens. In der vorherigen Abstimmungsrunde hatte Grynspan noch zehn unterstützende, drei ablehnende und zwei neutrale Stimmen erhalten. Ihre Zahl der Gegenstimmen hat sich nun verdoppelt.</p>



<h2 id="h-kein-kandidat-erreicht-bislang-einen-klaren-konsens" class="wp-block-heading"><span id="kein-kandidat-erreicht-bislang-einen-klaren-konsens">Kein Kandidat erreicht bislang einen klaren Konsens</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter Grynspan fällt das Feld deutlich zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rafael Grossi aus Argentinien kam in der aktuellen Runde auf sechs unterstützende und sieben ablehnende Stimmen sowie zwei Enthaltungen. Carolyn Rodrigues-Birkett aus Guyana erhielt fünf unterstützende Stimmen, neun Gegenstimmen und eine Enthaltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere ugandische Außenminister und UN-Diplomat Olara Otunnu kam auf drei unterstützende und zwölf ablehnende Stimmen. Macky Sall aus Senegal erhielt fünf „encourage“ und zehn „discourage“. María Fernanda Espinosa aus Ecuador erreichte drei unterstützende, neun ablehnende und drei neutrale Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit erhielt außer Grynspan keiner der genannten Kandidaten mehr positive als negative Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat veröffentlicht die Ergebnisse dieser informellen Abstimmungen nicht offiziell. Die Zahlen werden aus diplomatischen Kreisen bekannt und dienen dazu, die Unterstützung für einzelne Kandidaturen zu testen, bevor der Rat eine formelle Empfehlung an die UN-Generalversammlung abgibt.</p>



<h2 id="h-grynspans-vorsprung-schrumpft" class="wp-block-heading"><span id="grynspans-vorsprung-schrumpft">Grynspans Vorsprung schrumpft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Grynspan ist das Ergebnis zugleich Erfolg und Warnsignal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie bleibt die einzige Kandidatin, die derzeit neun positive Stimmen erreicht. Genau diese Zahl wäre für eine formelle Empfehlung des Sicherheitsrats mindestens erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterschied zwischen einer informellen Probeabstimmung und der späteren Entscheidung ist jedoch erheblich. Für die formale Empfehlung müssen nicht nur mindestens neun Ratsmitglieder zustimmen. Keines der fünf ständigen Mitglieder USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien darf die Kandidatur mit einem Veto blockieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang verwenden die Ratsmitglieder dieselben Stimmzettel. Deshalb lässt sich nicht erkennen, ob ein „discourage“ von einem der fünf Vetomächte oder von einem der zehn gewählten Ratsmitglieder stammt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb ist die Zahl von sechs Gegenstimmen für Grynspan problematisch. Sie zeigt, dass ihre Kandidatur trotz des Vorsprungs weiterhin keinen breiten Konsens im Rat erreicht hat.</p>



<h2 id="h-farbige-stimmzettel-werden-zum-nachsten-entscheidenden-test" class="wp-block-heading"><span id="farbige-stimmzettel-werden-zum-naechsten-entscheidenden-test">Farbige Stimmzettel werden zum nächsten entscheidenden Test</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Phase könnte erstmals Klarheit über die Haltung der Vetomächte schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine der kommenden Abstimmungen wird mit sogenannten farbcodierten Stimmzetteln gerechnet. Dabei erhalten die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats andere Stimmzettel als die zehn gewählten Mitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit lässt sich erkennen, ob eine ablehnende Stimme aus dem Kreis der Vetomächte stammt, ohne offenzulegen, welches konkrete Land sie abgegeben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine solche Abstimmung könnte nach derzeitigen Planungen Mitte Oktober stattfinden. Als möglicher Termin wird der 16. Oktober genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst dann dürfte sich zeigen, ob Grynspans sechs Gegenstimmen vor allem aus dem Kreis der gewählten Ratsmitglieder kommen oder ob mindestens eine Vetomacht ihre Kandidatur grundsätzlich ablehnt.</p>



<h2 id="h-schwaches-feld-konnte-neue-kandidaturen-auslosen" class="wp-block-heading"><span id="schwaches-feld-koennte-neue-kandidaturen-ausloesen">Schwaches Feld könnte neue Kandidaturen auslösen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngste Abstimmung verändert deshalb auch die Dynamik außerhalb des bestehenden Kandidatenfeldes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diplomaten in New York rechnen inzwischen damit, dass weitere hochrangige Persönlichkeiten in das Rennen einsteigen könnten. Mehrere ehemalige oder amtierende Außenminister und frühere Staats- und Regierungschefs erwägen nach Angaben aus UN-Kreisen eine Kandidatur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Voraussetzung dafür ist politisch günstig: Zwar führt Grynspan das Feld an, doch auch sie kann bislang keinen stabilen Konsens vorweisen. Gleichzeitig haben alle anderen Kandidaten inzwischen mehr Gegenstimmen als Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit entsteht eine Konstellation, in der ein später Kandidat versuchen könnte, sich als Kompromiss zwischen den fünf Vetomächten und den übrigen Mitgliedern des Sicherheitsrats zu positionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein solcher Verlauf wäre im Auswahlverfahren für UN-Generalsekretäre nicht ungewöhnlich. Die informellen Abstimmungen dienen gerade dazu, Kandidaten mit begrenzter Unterstützung sichtbar zu machen und schrittweise ein Feld herauszubilden, auf das sich die Vetomächte einigen können.</p>



<h2 id="h-grynspan-setzt-auf-vermittlung-und-un-reform" class="wp-block-heading"><span id="grynspan-setzt-auf-vermittlung-und-un-reform">Grynspan setzt auf Vermittlung und UN-Reform</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Grynspan hat ihre Kandidatur unterdessen mit einem umfassenden Reformprogramm verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die frühere Vizepräsidentin Costa Ricas und bisherige Generalsekretärin der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung beschreibt die Vereinten Nationen als Organisation in einer politischen, institutionellen und operativen Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Programm beruht auf drei Schwerpunkten: Frieden und Sicherheit, bessere Ergebnisse der Organisation und der Aufbau einer stärker auf technologische und wirtschaftliche Veränderungen vorbereiteten UN.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders stark betont sie die Rolle des Generalsekretärs als Vermittler. Die UN müsse wieder häufiger an den Verhandlungstisch zurückkehren und ihre „Good Offices“ stärker nutzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Rebeca-Grynspan-ONU_o-1024x681.webp" alt="" class="wp-image-30557 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Rebeca-Grynspan-ONU_o-1024x681.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Rebeca-Grynspan-ONU_o-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Rebeca-Grynspan-ONU_o-768x511.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Rebeca-Grynspan-ONU_o-380x253.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Rebeca-Grynspan-ONU_o-800x532.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Rebeca-Grynspan-ONU_o-1160x771.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Rebeca-Grynspan-ONU_o.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Grynspan verweist dabei auf ihre eigene Rolle während des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. 2022 war sie an den Verhandlungen beteiligt, die zur sogenannten Schwarzmeer-Getreideinitiative führten. Nach ihrer Darstellung trugen die Vereinbarungen dazu bei, die globalen Lebensmittelpreise zu senken und Versorgungsengpässe abzufedern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Kriege warten nicht auf perfekte Bedingungen. Diplomatie sollte es auch nicht tun“, formuliert sie in ihrem Konzept für das Amt.</p>



<h2 id="h-mehr-macht-fur-vermittlung-und-krisenpravention" class="wp-block-heading"><span id="mehr-macht-fuer-vermittlung-und-krisenpraevention">Mehr Macht für Vermittlung und Krisenprävention</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Grynspan will die Vermittlungsfähigkeiten der Vereinten Nationen schneller und flexibler machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mediationsteams sollen kurzfristiger eingesetzt werden können. Frühwarnsysteme und KI-gestützte Analysen sollen Risiken früher sichtbar machen. Friedensmissionen sollen enger mit regionalen Organisationen und lokalen Akteuren zusammenarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch organisierte Kriminalität, Terrorismus, Waffenhandel, Cyberangriffe und neue militärische Technologien zählt sie zu den zentralen Sicherheitsproblemen der kommenden Amtszeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Sicherheitsrat will Grynspan dabei nicht umgehen. In ihrem Programm betont sie ausdrücklich dessen besondere rechtliche Stellung und fordert zugleich eine stärkere Repräsentativität des Gremiums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reform des Sicherheitsrats gehört seit Jahren zu den großen Forderungen afrikanischer Staaten, die trotz ihrer zahlenmäßigen Bedeutung innerhalb der Vereinten Nationen weiterhin keinen ständigen Sitz besitzen.</p>



<h2 id="h-reformprogramm-richtet-sich-gegen-schwerfallige-un-strukturen" class="wp-block-heading"><span id="reformprogramm-richtet-sich-gegen-schwerfaellige-un-strukturen">Reformprogramm richtet sich gegen schwerfällige UN-Strukturen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Schwerpunkt ihrer Kandidatur betrifft die innere Organisation der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grynspan fordert eine UN, die „nützlicher, agiler und rechenschaftspflichtiger“ arbeitet. Überschneidende Zuständigkeiten und getrennte Entscheidungsprozesse sollen reduziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mandate, Budgets und Umsetzung müssten stärker aufeinander abgestimmt werden. Gleichzeitig fordert sie schnellere Entscheidungswege und flexiblere Finanzierung für Krisensituationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Künstliche Intelligenz und datenbasierte Analysen sollen dabei nicht nur Gegenstand internationaler Regulierung sein, sondern auch im operativen UN-System selbst genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grynspan kündigt außerdem leistungsbezogene und geografisch ausgewogene Personalentscheidungen, öffentliche Erfolgsmessung und unabhängige Evaluierungen an.</p>



<h2 id="h-entwicklungsfragen-bleiben-zentral" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungsfragen-bleiben-zentral">Entwicklungsfragen bleiben zentral</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kandidatin verbindet Sicherheitsfragen eng mit wirtschaftlicher Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Entwicklungs- und Schwellenländer hätten trotz wachsender globaler Vermögen weiterhin Schwierigkeiten beim Zugang zu Kapital, Technologie, Handel und Investitionen. Besonders betroffen seien verschuldete Staaten, Binnenländer und Länder, die stark unter klimatischen Veränderungen leiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grynspan sieht darin auch eine sicherheitspolitische Frage. Entwicklung, Frieden und politische Stabilität könnten nicht dauerhaft voneinander getrennt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Programm greift damit Themen auf, die insbesondere für afrikanische Staaten eine große Rolle spielen: Finanzierung, Schulden, Klimarisiken, Infrastruktur, technologische Teilhabe und eine stärkere Rolle regionaler Organisationen.</p>



<h2 id="h-afrikas-kandidat-macky-sall-bleibt-weit-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="afrikas-kandidat-macky-sall-bleibt-weit-zurueck">Afrikas Kandidat Macky Sall bleibt weit zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika fällt die aktuelle Abstimmungsrunde dagegen ernüchternd aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/grynspan-fuehrt-erste-un-abstimmung-an-macky-sall-nur-auf-platz-fuenf/">Der frühere senegalesische Präsident Macky Sall erhielt fünf unterstützende, aber zehn ablehnende Stimmen. Damit liegt er deutlich hinter Grynspan und verfügt derzeit nicht über die erforderliche Unterstützung im Sicherheitsrat.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-bekommt-konkurrenz-uganda-nominiert-olara-otunnu-fuer-un-spitze/">Auch Olara Otunnu aus Uganda konnte seine Position nicht verbessern.</a> Zwölf der 15 Ratsmitglieder stimmten gegen seine Kandidatur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit zeichnet sich bislang kein afrikanischer Kandidat mit realistischer Mehrheit ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswahl des nächsten Generalsekretärs fällt zugleich in eine Phase, in der afrikanische Staaten verstärkt eine Reform der Vereinten Nationen und insbesondere des Sicherheitsrats verlangen. Mehrere Regierungen argumentieren, die heutige Machtverteilung bilde die geopolitischen Realitäten nicht mehr ab.</p>



<h2 id="h-entscheidung-liegt-letztlich-bei-den-vetomachten" class="wp-block-heading"><span id="entscheidung-liegt-letztlich-bei-den-vetomaechten">Entscheidung liegt letztlich bei den Vetomächten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">António Guterres scheidet Ende 2026 nach zwei Amtszeiten aus dem Amt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat muss der Generalversammlung einen Kandidaten empfehlen. <a href="https://fokus-afrika.de/un-chefwahl-unter-verdacht-bericht-enthuellt-mutmassliche-hinterzimmerdeals-macky-sall-ohne-integritaetszusage/">Für diese Empfehlung sind mindestens neun Stimmen erforderlich und kein Veto eines ständigen Ratsmitglieds darf dagegenstehen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung nimmt anschließend die formelle Ernennung vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der mehr als 80-jährigen Geschichte der Vereinten Nationen hat bislang keine Frau das Amt des Generalsekretärs bekleidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grynspan bleibt damit trotz ihres geschrumpften Vorsprungs die am stärksten unterstützte Kandidatin. Die nächste entscheidende Frage lautet jedoch nicht mehr nur, wie viele Mitglieder sie unterstützen, sondern ob eine der fünf Vetomächte bereit ist, ihre Kandidatur zu blockieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nach UN-Niederlage: Deutschland meldet neue Sicherheitsrats-Kandidaturen für 2035 und 2043 an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-un-niederlage-deutschland-meldet-neue-sicherheitsrats-kandidaturen-fuer-2035-und-2043-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 20:16:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland reagierte auf die historische Niederlage bei der UN-Sicherheitsratswahl innerhalb eines Tages mit zwei neuen Kandidaturen. Gleichzeitig hält die Bundesregierung am Anspruch auf einen ständigen Sitz im mächtigsten UN-Gremium fest.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-un-niederlage-deutschland-meldet-neue-sicherheitsrats-kandidaturen-fuer-2035-und-2043-an%2F&amp;action_name=Nach%20UN-Niederlage%3A%20Deutschland%20meldet%20neue%20Sicherheitsrats-Kandidaturen%20f%C3%BCr%202035%20und%202043%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-un-niederlage-deutschland-meldet-neue-sicherheitsrats-kandidaturen-fuer-2035-und-2043-an/">Nach UN-Niederlage: Deutschland meldet neue Sicherheitsrats-Kandidaturen für 2035 und 2043 an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält trotz des gescheiterten Einzugs in den UN-Sicherheitsrat an ihrem Anspruch fest und hat bereits zwei neue Kandidaturen für nichtständige Sitze angemeldet. Die Anmeldungen erfolgten am 4. Juni 2026, einen Tag nach der verlorenen Wahl in New York. Zugleich bekräftigt Berlin sein langfristiges Ziel, im Zuge einer Reform einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat zu erhalten. In der Wahl für die Amtszeit 2027 und 2028 war Deutschland erstmals mit einer Bewerbung für das Gremium gescheitert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Bewerbungen betreffen die Wahlperioden 2035 bis 2036 sowie 2043 bis 2044. Bereits am 5. Juni informierte die Bundesregierung alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen schriftlich über die Kandidaturen. <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/">Eine erneute Bewerbung für eine unmittelbar folgende Amtsperiode ist damit zunächst nicht vorgesehen.</a></p>



<h2 id="h-bundesregierung-halt-am-standigen-sitz-fest" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-haelt-am-staendigen-sitz-fest">Bundesregierung hält am ständigen Sitz fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das weitergehende Ziel eines ständigen deutschen Sitzes im UN-Sicherheitsrat bleibt unverändert. Auf die Frage des Bundestages, ob die Bundesregierung daran festhalte, antwortete sie ausdrücklich mit „Ja“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin begründet den Anspruch mit der aus seiner Sicht notwendigen Reform des Sicherheitsrates. Gemeinsam mit den G4-Partnern Brasilien, Indien und Japan setzt sich Deutschland für eine veränderte Zusammensetzung des mächtigsten UN-Gremiums ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat bilde „in seiner derzeitigen Zusammensetzung“ die geopolitischen Verhältnisse des 21. Jahrhunderts nicht mehr ab, erklärte die Bundesregierung. Zahlreiche UN-Mitgliedstaaten forderten deshalb Anpassungen bei Zusammensetzung und Arbeitsweise des Rates.</p>



<h2 id="h-deutschland-scheiterte-mit-104-stimmen" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-scheiterte-mit-104-stimmen">Deutschland scheiterte mit 104 Stimmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-nennt-un-niederlage-herbe-enttaeuschung-und-wirbt-fuer-mehr-deutsche-praesenz-in-internationalen-organisationen/" data-type="post" data-id="28058">Bei der Wahl am 3. Juni konkurrierte Deutschland innerhalb der Regionalgruppe der westeuropäischen und anderen Staaten mit Portugal und Österreich um zwei nichtständige Sitze für die Jahre 2027 und 2028.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM0080-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28059 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM0080-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM0080-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM0080-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM0080-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM0080-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM0080-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM0080.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Portugal erhielt 134 Stimmen, Österreich 131. Deutschland kam auf 104 Stimmen und verfehlte damit die notwendige Zweidrittelmehrheit von mindestens 127 Stimmen deutlich. Es war das erste Mal in der Geschichte der Vereinten Nationen, dass eine deutsche Kandidatur für den Sicherheitsrat scheiterte. Zuvor war Deutschland sechsmal als nichtständiges Mitglied gewählt worden, zuletzt für die Jahre 2019 und 2020.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung wird damit 2027 und 2028 nicht an den Entscheidungen des UN-Sicherheitsrates mitwirken. Dies bezeichnet sie in ihrer Antwort als konkrete Folge der Nichtmitgliedschaft.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-nennt-keine-stimmzusagen" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-nennt-keine-stimmzusagen">Bundesregierung nennt keine Stimmzusagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Offen bleibt, wie stark das tatsächliche Ergebnis von den Erwartungen des Auswärtigen Amts abwich. D<a href="https://fokus-afrika.de/nach-gescheiterter-un-kandidatur-bundesregierung-schweigt-zu-unterstuetzern-und-absprachen/" data-type="post" data-id="29594">ie Bundesregierung macht keine Angaben dazu, wie viele Staaten Deutschland vor der Abstimmung ihre Stimme zugesagt oder signalisiert hatten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Begründung verweist sie auf die Vertraulichkeit von Absprachen bei geheimen Wahlen in internationalen Organisationen. Auch die Differenz zwischen möglichen Zusagen und den tatsächlich erreichten 104 Stimmen beziffert sie nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt habe den Stand der Wahlkampagne vor der Abstimmung fortlaufend evaluiert. Angaben zu internen Prognosen und Zwischenberichten veröffentlichte die Bundesregierung jedoch ebenfalls nicht.</p>



<h2 id="h-keine-erkenntnisse-zu-kritik-aus-dem-globalen-suden" class="wp-block-heading"><span id="keine-erkenntnisse-zu-kritik-aus-dem-globalen-sueden">Keine Erkenntnisse zu Kritik aus dem Globalen Süden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu möglichen Ursachen für das schlechte Abschneiden äußert sich die Bundesregierung nur eingeschränkt. Auf die Frage nach einem Zusammenhang mit deutschen Positionen im Nahost-Konflikt oder zum Krieg in der Ukraine verweist sie auf eine frühere Antwort an den Bundestag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für die These, dass Schwerpunkte der deutschen Entwicklungs- oder Außenpolitik die Unterstützung aus Staaten des Globalen Südens beeinträchtigt hätten, sieht die Bundesregierung keine belastbare Grundlage. „Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor“, heißt es in der Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden neuen Kandidaturen für 2035 bis 2036 und 2043 bis 2044 wurden bereits unmittelbar nach der Niederlage angemeldet. Parallel setzt Deutschland seine Zusammenarbeit mit den G4-Staaten für eine Erweiterung des Sicherheitsrates um zusätzliche ständige und nichtständige Mitglieder fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			<media:title type="html">UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM0080</media:title>
			<media:description type="html">Am 3. Juni 2026 war Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in New York, anlässlich der UN-Sicherheitsrat Wahl. Im Bild mit ihren Amtskollegen Paulo Rangel (Portugal, L) und Johann Wadephul (Deutschland, R) Foto: © BMEIA/ Michael Gruber</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundeswehr soll bis 2027 in Südsudan bleiben – Berlin verlängert UNMISS-Einsatz</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundeswehr-soll-bis-2027-in-suedsudan-bleiben-berlin-verlaengert-unmiss-einsatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 10:59:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland will seine Soldaten ein weiteres Jahr in Südsudan einsetzen. Die Verlängerung des UNMISS-Mandats fällt in eine angespannte Phase: Im Dezember sind die ersten nationalen Wahlen seit der Unabhängigkeit geplant, während die UN vor neuer Gewalt und erheblichen Defiziten im Wahlprozess warnt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundeswehr-soll-bis-2027-in-suedsudan-bleiben-berlin-verlaengert-unmiss-einsatz%2F&amp;action_name=Bundeswehr%20soll%20bis%202027%20in%20S%C3%BCdsudan%20bleiben%20%E2%80%93%20Berlin%20verl%C3%A4ngert%20UNMISS-Einsatz&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will den Bundeswehreinsatz in Südsudan bis zum 31. Oktober 2027 verlängern und weiterhin bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten für die UN-Friedensmission UNMISS bereitstellen. Das Bundeskabinett fasste den Beschluss am Mittwoch, dem 30. September. Die deutschen Kräfte sollen vor allem Führungs-, Beratungs-, Verbindungs- und Beobachtungsaufgaben übernehmen. Der Bundestag muss dem neuen Mandat noch zustimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Beratung im Parlament ist für den 7. Oktober vorgesehen. Das derzeitige Mandat endet am 31. Oktober 2026. Deutschland beteiligt sich seit 2005 an UN-geführten Friedenseinsätzen im Sudan und seit der Unabhängigkeit Südsudans 2011 an der dort eingerichteten UNMISS-Mission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kabinettsbeschluss fällt in eine angespannte Phase des südsudanesischen Friedensprozesses. Im Dezember sollen die ersten nationalen Wahlen seit der Unabhängigkeit stattfinden. Die UN-Menschenrechtskommission für Südsudan warnt zugleich vor erneuter Gewalt, politischen Spannungen und fehlenden Voraussetzungen für einen friedlichen und glaubwürdigen Wahlprozess.</p>



<h2 id="h-deutsche-soldaten-bleiben-teil-der-un-mission" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-soldaten-bleiben-teil-der-un-mission">Deutsche Soldaten bleiben Teil der UN-Mission</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutschen Soldatinnen und Soldaten werden innerhalb von UNMISS vor allem in Stäben eingesetzt. Dort arbeiten sie als Führungs-, Beratungs-, Verbindungs- und Beobachtungsoffiziere. Zeitlich begrenzt können sie zudem die Aus- und Fortbildung anderer Angehöriger der Vereinten Nationen unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNMISS soll Zivilisten schützen, die Menschenrechtslage beobachten, humanitäre Hilfe absichern und die Umsetzung des Friedensabkommens von 2018 unterstützen. Das bisherige deutsche Mandat erlaubt den Einsatz von maximal 50 Soldatinnen und Soldaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland beteiligt sich darüber hinaus mit zivilem Personal und Polizeikräften an der Mission. Deutsche Kräfte waren unter anderem in Juba sowie in UNMISS-Standorten in Bentiu, Rumbek und Torit eingesetzt.</p>



<h2 id="h-gewalt-belastet-den-friedensprozess" class="wp-block-heading"><span id="gewalt-belastet-den-friedensprozess">Gewalt belastet den Friedensprozess</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung begründet die Verlängerung mit der weiterhin instabilen Sicherheitslage. Trotz Fortschritten bei der Übergangsjustiz kommt es zu Verletzungen von Waffenstillstandsvereinbarungen und bewaffneter Gewalt. Davon sind neben der Zivilbevölkerung auch UN-Personal und Beschäftigte von Hilfsorganisationen betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Menschenrechtskommission zeichnete Anfang September ein ähnliches Bild. Teile des Landes seien weiterhin von Gewalt betroffen. Zivilisten würden getötet und vertrieben, Frauen und Mädchen seien sexueller Gewalt ausgesetzt und politische Gegner würden willkürlich festgenommen. Die Kommission dokumentierte zudem Verstöße, die nach ihrer Einschätzung Kriegsverbrechen und in einigen Fällen Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch UNMISS selbst wurde angegriffen. <a href="https://fokus-afrika.de/un-stoppen-nahrungsmittelhilfe-in-suedsudan-nach-angriffen-auf-hilfskonvoi/" data-type="post" data-id="24365">Bei einem Angriff auf eine Patrouille im Bundesstaat Jonglei wurden im August zwei UN-Friedenssoldaten getötet und weitere verletzt.</a> Die UN-Menschenrechtskommission verlangte eine Untersuchung des Angriffs.</p>



<h2 id="h-wahlen-im-dezember-unter-schwierigen-bedingungen" class="wp-block-heading"><span id="wahlen-im-dezember-unter-schwierigen-bedingungen">Wahlen im Dezember unter schwierigen Bedingungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südsudan plant für Dezember die ersten nationalen Wahlen seit der staatlichen Unabhängigkeit im Jahr 2011. Die Abstimmung soll den seit Jahren verlängerten politischen Übergangsprozess in eine neue Phase führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Menschenrechtskommission sieht dafür jedoch wesentliche Voraussetzungen noch nicht erfüllt. Sie nennt unter anderem eine tatsächliche Einstellung der Feindseligkeiten, ausreichenden politischen und gesellschaftlichen Handlungsspielraum, eine unabhängige und ausreichend finanzierte Wahlbehörde sowie glaubwürdige Verfahren zur Beilegung von Wahlstreitigkeiten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Op_TRENTON-Malakal_MOD_45165471-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-30420 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Op_TRENTON-Malakal_MOD_45165471-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Op_TRENTON-Malakal_MOD_45165471-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Op_TRENTON-Malakal_MOD_45165471-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Op_TRENTON-Malakal_MOD_45165471-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Op_TRENTON-Malakal_MOD_45165471-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Op_TRENTON-Malakal_MOD_45165471-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Op_TRENTON-Malakal_MOD_45165471.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen praktische Probleme. Die Kommission bezeichnete den Wahlprozess im September als stark unterfinanziert. In von Gewalt betroffenen Gebieten könnten Wahlbehörden Schwierigkeiten haben, die Bevölkerung überhaupt zu erreichen. Auch beim Aufbau eines glaubwürdigen Wählerregisters sieht sie Risiken.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-warnt-vor-kollaps-des-friedensabkommens-im-suedsudan/">Acht südsudanesische Oppositionsgruppen und zivilgesellschaftliche Organisationen forderten am 23. September die Regionalorganisation IGAD und die Afrikanische Union auf, das Friedensabkommen von 2018 zu überprüfen und einen neuen inklusiven politischen Dialog einzuleiten.</a> Sie erklärten, zentrale Vereinbarungen zur Sicherheitsreform, Übergangsjustiz, Verfassung und Vorbereitung glaubwürdiger Wahlen seien weiterhin nicht umgesetzt.</p>



<h2 id="h-friedensabkommen-von-2018-bleibt-grundlage-von-unmiss" class="wp-block-heading"><span id="friedensabkommen-von-2018-bleibt-grundlage-von-unmiss">Friedensabkommen von 2018 bleibt Grundlage von UNMISS</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südsudan wurde 2011 unabhängig. <a href="https://fokus-afrika.de/berichte-uber-einschrankungen-der-bewegungsfreiheit-von-sudsudans-oppositionsfuhrer-riek-machar/" data-type="post" data-id="8387">Ende 2013 begann ein Bürgerkrieg, der vor allem durch den Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem damaligen Stellvertreter Riek Machar geprägt war.</a> Das 2018 geschlossene Friedensabkommen schuf die Grundlage für eine Übergangsregierung und sollte das Land zu einer dauerhaften Verfassungsordnung und Wahlen führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung kommt jedoch nur teilweise voran. Die UN-Menschenrechtskommission fordert einen politischen Dialog, der auch die SPLM-IO von Machar sowie weitere Oppositionsgruppen, Zivilgesellschaft, Frauen und Jugendliche einbezieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-soll-unmiss-im-suedsudan-bis-2026-weiter-unterstuetzen/" data-type="post" data-id="19830">Der Bundestag verlängerte das deutsche UNMISS-Mandat zuletzt im Oktober 2025.</a> Damals stimmten 494 Abgeordnete für den Einsatz, 72 dagegen, vier enthielten sich.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundeswehr-soll-bis-2027-in-suedsudan-bleiben-berlin-verlaengert-unmiss-einsatz%2F&amp;action_name=Bundeswehr%20soll%20bis%202027%20in%20S%C3%BCdsudan%20bleiben%20%E2%80%93%20Berlin%20verl%C3%A4ngert%20UNMISS-Einsatz&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag reist nach Tansania – Weltparlament wählt in Arusha neue Spitze</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-reist-nach-tansania-weltparlament-waehlt-in-arusha-neue-spitze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 10:20:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=30406</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Bundestag reist zur Weltversammlung der Parlamente nach Tansania. In Arusha beraten Abgeordnete über Regierungsführung, KI, Rohstoffe und maritime Sicherheit – und wählen die neue Spitze der Interparlamentarischen Union.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-reist-nach-tansania-weltparlament-waehlt-in-arusha-neue-spitze%2F&amp;action_name=Bundestag%20reist%20nach%20Tansania%20%E2%80%93%20Weltparlament%20w%C3%A4hlt%20in%20Arusha%20neue%20Spitze&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-reist-nach-tansania-weltparlament-waehlt-in-arusha-neue-spitze/">Bundestag reist nach Tansania – Weltparlament wählt in Arusha neue Spitze</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine Delegation des Deutschen Bundestages reist zur 153. Versammlung der Interparlamentarischen Union (IPU) nach Arusha in Tansania, wo Abgeordnete aus aller Welt über Regierungsführung, gesellschaftliche Teilhabe und neue Technologien beraten und eine neue Führung der Organisation wählen. Die Versammlung findet vom 5. bis 9. Oktober statt. Geleitet wird die deutsche Delegation vom CDU-Abgeordneten Alexander Radwan, der auch in der Generaldebatte sprechen soll. Zum Abschluss bestimmen die Mitgliedsparlamente eine neue IPU-Präsidentschaft für die kommenden drei Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Radwan gehören Malte Kaufmann und Stefan Keuter von der AfD, Rolf Mützenich von der SPD, Claudia Roth von den Grünen sowie Katrin Fey von der Linken zur Bundestagsdelegation. Lena Gumnior von den Grünen nimmt über den in der IPU-Satzung vorgesehenen Sitz für junge Parlamentarier teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Delegation bildet damit mehrere Fraktionen des Bundestages ab. Deutschland gehört der IPU seit 1951 wieder an. Der deutsche Beitrag zum Haushalt der Organisation liegt 2026 bei rund 785.000 Schweizer Franken.</p>



<h2 id="h-drei-kandidaten-wollen-an-die-spitze-der-ipu" class="wp-block-heading"><span id="drei-kandidaten-wollen-an-die-spitze-der-ipu">Drei Kandidaten wollen an die Spitze der IPU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Politisch steht in Arusha neben den Sachthemen eine Personalentscheidung an. Am 9. Oktober soll der 32. Präsident oder die 32. Präsidentin der Interparlamentarischen Union gewählt werden. Drei Kandidaturen liegen vor: Sahiba Gafarova, Präsidentin des aserbaidschanischen Parlaments, der australische Parlamentspräsident Milton Dick und der chilenische Senator Rojo Edwards Silva.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Führung wird für drei Jahre gewählt. Der Präsident oder die Präsidentin leitet den IPU-Rat und den Exekutivausschuss und vertritt die Organisation international. Die Amtszeit der tansanischen Parlamentspräsidentin Tulia Ackson, die 2023 in Luanda gewählt wurde, endet im Oktober.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="596" height="522" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Logo_UIP.png" alt="" class="wp-image-30412 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Logo_UIP.png 596w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Logo_UIP-300x263.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Logo_UIP-380x333.png 380w" sizes="(max-width: 596px) 100vw, 596px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit der Wahl wird damit zugleich in Tansania über die Führung einer Organisation entschieden, der derzeit 183 nationale Parlamente angehören. Die 1889 gegründete IPU versteht sich als weltweite Organisation der nationalen Parlamente und arbeitet unter anderem zu Demokratie, Frieden, nachhaltiger Entwicklung und den Rechten von Abgeordneten.</p>
</div></div>



<h2 id="h-gute-regierungsfuhrung-und-mehr-mitsprache-in-den-kommunen" class="wp-block-heading"><span id="gute-regierungsfuehrung-und-mehr-mitsprache-in-den-kommunen">Gute Regierungsführung und mehr Mitsprache in den Kommunen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generaldebatte in Arusha steht unter dem Thema „Gute Regierungsführung stärken und Gemeinden durch Inklusion, Vertrauen und Chancen für alle stärken“. Dabei beraten die Delegationen darüber, wie Parlamente politische Beteiligung auf lokaler Ebene verbessern können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung von Frauen, jungen Menschen, Menschen mit Behinderungen und anderen unterrepräsentierten Gruppen. Zur Diskussion steht auch, wie Parlamente Daten, Forschung, öffentliche Konsultationen, Evaluierungen und neue Technologien stärker für politische Entscheidungen einsetzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Radwan soll die deutsche Position in der Generaldebatte vertreten. Zum Abschluss ist ein gemeinsames Ergebnisdokument vorgesehen. Daneben soll die Versammlung eine Resolution über parlamentarische Strategien zur Stärkung der Rechte und gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verabschieden.</p>



<h2 id="h-ki-rohstoffe-und-maritime-sicherheit-auf-der-agenda" class="wp-block-heading"><span id="ki-rohstoffe-und-maritime-sicherheit-auf-der-agenda">KI, Rohstoffe und maritime Sicherheit auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm reicht über die Generaldebatte hinaus. Die Abgeordneten beraten unter anderem über militärische Anwendungen künstlicher Intelligenz, die parlamentarische Kontrolle der Rohstoffindustrie, psychische Gesundheit, Kinderrechte und KI sowie die Folgen neuer Technologien für die Arbeitswelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Beratungen betreffen kritische Rohstoffe, Ernährung unter veränderten Klimabedingungen sowie den Schutz von Meeres- und Bergökosystemen. Auch die Rolle von Parlamenten bei der Überprüfung der UN-Charta und die maritime Sicherheit in Konfliktzeiten stehen auf dem Programm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel kommen die ständigen Ausschüsse sowie das Forum der Frauen und das Forum der jungen Parlamentarier zusammen. Auch der Ausschuss für die Menschenrechte von Parlamentariern und der Ausschuss für Fragen des Nahen Ostens tagen in Arusha. Hinzu kommt die IPU-Arbeitsgruppe zur friedlichen Beilegung des Krieges in der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versammlung wird vom tansanischen Parlament ausgerichtet und findet im Arusha International Conference Centre statt.</p>
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		<title>Deutschland und vier EU-Staaten planen Abschiebungen in Drittstaaten ab 2027</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-und-vier-eu-staaten-planen-abschiebungen-in-drittstaaten-ab-2027/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 19:07:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland und vier weitere EU-Staaten wollen ab 2027 abgelehnte Asylbewerber in Drittstaaten außerhalb der EU bringen. Die Gruppe verhandelt bereits mit möglichen Partnern – besonders afrikanische Staaten stehen im Fokus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-und-vier-eu-staaten-planen-abschiebungen-in-drittstaaten-ab-2027%2F&amp;action_name=Deutschland%20und%20vier%20EU-Staaten%20planen%20Abschiebungen%20in%20Drittstaaten%20ab%202027&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-vier-eu-staaten-planen-abschiebungen-in-drittstaaten-ab-2027/">Deutschland und vier EU-Staaten planen Abschiebungen in Drittstaaten ab 2027</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und vier weitere EU-Staaten wollen ab 2027 abgelehnte Asylbewerber in Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union bringen und bereiten dafür ein gemeinsames Pilotmodell vor. Am Dienstag bestätigte der griechische Migrationsminister Thanos Plevris den Zeitplan für die erste Jahreshälfte 2027. Neben Deutschland und Griechenland gehören Dänemark, Österreich und die Niederlande zur Gruppe. Die fünf Regierungen verhandeln bereits mit möglichen Partnerstaaten, wobei vor allem afrikanische Länder im Gespräch sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative geht damit von der politischen Planung in konkrete Verhandlungen über. Bereits Anfang September hatten sich die fünf Staaten in Kopenhagen auf ein gemeinsames Modell für sogenannte Rückkehrzentren außerhalb der EU verständigt. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-draengt-auf-rueckkehrzentren-ausserhalb-der-eu-pilotprojekte-noch-2026-geplant/">Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bestätigte damals, dass technische Gespräche mit Drittstaaten laufen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir arbeiten intensiv daran, diese fünf Länder“, sagte Plevris in einem Interview mit&nbsp;<em>Politico</em>. Die Gruppe stehe kurz vor einer Vereinbarung mit einem afrikanischen Staat. Der Minister nannte das Land nicht.</p>



<h2 id="h-rwanda-und-uganda-als-mogliche-partner" class="wp-block-heading"><span id="rwanda-und-uganda-als-moegliche-partner">Rwanda und Uganda als mögliche Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/migrant-deal-rwanda-enjoys-windfall-pr/" data-type="post" data-id="3558">Als mögliche Standorte werden seit Wochen vor allem Rwanda und Uganda genannt. </a>Delegationen der fünf beteiligten europäischen Staaten reisten Ende August nach Kigali. Gespräche mit Kampala wurden ebenfalls bekannt, eine Vereinbarung mit einem der beiden Länder ist bislang jedoch nicht offiziell bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Plevris hatte bereits am Montag erklärt, der erste Standort solle in Afrika entstehen. Ein Land sei ausgewählt worden, könne aber noch nicht öffentlich genannt werden. Neben <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/" data-type="category" data-id="40">Rwanda</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/" data-type="category" data-id="45">Uganda</a> tauchte in Berichten über die Verhandlungen auch Usbekistan als möglicher Partner auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünf Staaten wollen Personen erfassen, die kein Aufenthaltsrecht mehr in der EU besitzen und gegen die eine Rückkehrentscheidung vorliegt. Sie könnten entweder in ihr Herkunftsland oder in einen vereinbarten Drittstaat gebracht werden. Die Verbindung der betroffenen Person zu diesem Drittstaat ist nach dem neuen europäischen Rückkehrrahmen nicht zwingend erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit unterscheidet sich das Modell von einer klassischen Rückführung in den Herkunftsstaat. Die geplanten Einrichtungen könnten als Zwischenstation bis zur weiteren Rückkehr dienen oder Menschen aufnehmen, deren Rückführung in ihr Herkunftsland nicht möglich ist.</p>



<h2 id="h-neue-eu-regeln-schaffen-grundlage-fur-ruckkehrzentren" class="wp-block-heading"><span id="neue-eu-regeln-schaffen-grundlage-fuer-rueckkehrzentren">Neue EU-Regeln schaffen Grundlage für Rückkehrzentren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pläne der fünf Staaten stützen sich auf den neuen europäischen Rechtsrahmen für Rückführungen. Er ermöglicht Vereinbarungen mit Drittstaaten über Rückkehrzentren außerhalb der EU.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz ist innerhalb der Europäischen Union allerdings umstritten. Spanien lehnte die neue Rückkehrverordnung ab und begründete dies unter anderem mit rechtlichen, außenpolitischen und operativen Bedenken gegen solche Zentren. Madrid kritisierte insbesondere, dass Menschen in Länder gebracht werden könnten, zu denen sie keine familiäre, soziale oder wirtschaftliche Verbindung haben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Ceuta_border_fence-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26264 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Ceuta_border_fence-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Ceuta_border_fence-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Ceuta_border_fence-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Ceuta_border_fence-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Ceuta_border_fence-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Ceuta_border_fence-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Ceuta_border_fence.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Spanien warnte zudem vor möglichen Konflikten mit dem Grundsatz der Nichtzurückweisung und einem hohen Risiko gerichtlicher Auseinandersetzungen. Auch die möglichen Auswirkungen solcher Vereinbarungen auf die Beziehungen der EU zu Drittstaaten führte die spanische Regierung als Problem an.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Portugal unterstützte dagegen die Einigung auf die Rückkehrverordnung, lehnt eine eigene Beteiligung an Rückkehrzentren aber grundsätzlich ab. Lissabon will auch keine Finanzierung solcher Einrichtungen aus dem EU-Haushalt.</p>



<h2 id="h-funf-staaten-wollen-abschiebungen-zunachst-selbst-zahlen" class="wp-block-heading"><span id="fuenf-staaten-wollen-abschiebungen-zunaechst-selbst-zahlen">Fünf Staaten wollen Abschiebungen zunächst selbst zahlen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland, Österreich, Dänemark, Griechenland und die Niederlande wollen das Pilotprojekt zunächst gemeinsam vorantreiben. Die Vereinbarungen mit möglichen Partnerstaaten sollen unter anderem festlegen, unter welchen Bedingungen die Betroffenen dort untergebracht werden und welche Verantwortung die beteiligten europäischen Staaten übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei ihrem Treffen in Kopenhagen erklärten die fünf Regierungen, das Modell solle im Einklang mit EU-Recht und internationalen Verpflichtungen umgesetzt werden. Sie wollen dabei auch mit internationalen Organisationen zusammenarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschenrechtsorganisationen stellen die Rechtmäßigkeit und die Bedingungen solcher Modelle infrage. Amnesty International warnte Anfang September mit Blick auf Rwanda und Uganda unter anderem vor willkürlicher Inhaftierung, Misshandlung und möglichen Weiterabschiebungen in Herkunftsländer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beteiligten Regierungen wollen noch 2026 eine Vereinbarung mit einem Drittstaat erreichen. Das erste Pilotmodell soll anschließend 2027 starten.</p>
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		<title>Afrika stellt 54 UN-Staaten – doch bei den entscheidenden Beschlüssen fehlt die Macht</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrika-stellt-54-un-staaten-doch-bei-den-entscheidenden-beschluessen-fehlt-die-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 23:33:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>54 Staaten, aber kein ständiger Sitz und kein Vetorecht: Afrikas Gewicht in den Vereinten Nationen endet dort, wo zentrale Sicherheitsentscheidungen fallen. Karim Soumana erklärt, warum die UN-Reform trotzdem nicht allein an den Großmächten scheitert.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-stellt-54-un-staaten-doch-bei-den-entscheidenden-beschluessen-fehlt-die-macht%2F&amp;action_name=Afrika%20stellt%2054%20UN-Staaten%20%E2%80%93%20doch%20bei%20den%20entscheidenden%20Beschl%C3%BCssen%20fehlt%20die%20Macht&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Afrika bildet mit 54 Staaten den größten regionalen Block der Vereinten Nationen, verfügt aber weiterhin weder über einen ständigen Sitz noch über ein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat. Zum Auftakt der 81. UN-Generalversammlung rückt diese Machtlücke erneut in die Reformdebatte. Der frühere nigrische Diplomat Karim Soumana sieht darin ein grundlegendes Paradox: Afrikanische Staaten besitzen erhebliches Gewicht in der Generalversammlung, bleiben aber in dem Gremium strukturell unterrepräsentiert, das verbindliche Entscheidungen über internationale Sicherheit treffen kann. Gleichzeitig hält er die multilateralen Institutionen für Afrika trotz ihrer Schwächen für kaum ersetzbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soumana, Direktor des Projekts „Global Order and Peacemaking“ der International Crisis Group und früherer Botschafter Nigers in Katar, beschreibt im Podcast&nbsp;<em>Afrique 360</em>&nbsp;ein internationales System unter wachsendem Druck. Neben den Rivalitäten der Großmächte erschweren demnach auch unterschiedliche Interessen afrikanischer Staaten eine gemeinsame Durchsetzung ihrer Forderungen.</p>



<h2 id="h-afrikas-stimmen-treffen-auf-das-vetorecht-der-funf-machte" class="wp-block-heading"><span id="afrikas-stimmen-treffen-auf-das-vetorecht-der-fuenf-maechte">Afrikas Stimmen treffen auf das Vetorecht der fünf Mächte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der UN-Generalversammlung verfügen die 54 afrikanischen Mitgliedstaaten über beträchtliches Abstimmungsgewicht. Im Sicherheitsrat sieht die Machtverteilung anders aus. Dort besitzen die USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien als fünf ständige Mitglieder ein Vetorecht. Afrikanische Staaten erhalten lediglich zeitlich begrenzte nichtständige Sitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist ein Paradox“, sagt Soumana. Afrika sei zahlenmäßig die größte Gruppe, aber „dort, wo es zählt“, strukturell nicht vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame afrikanische Position geht deutlich weiter als eine bloße Vergrößerung des Rates. Auf Grundlage des Ezulwini-Konsenses fordert die Afrikanische Union zwei ständige Sitze einschließlich der mit einer ständigen Mitgliedschaft verbundenen Rechte sowie zusätzliche nichtständige Sitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch selbst geschlossene afrikanische Positionen geraten nach Soumanas Erfahrung immer wieder unter Druck. Die fünf ständigen Mitglieder verhandelten bei wichtigen Fragen teilweise direkt mit einzelnen Hauptstädten. Bilaterale Interessen könnten dann Vorrang vor zuvor vereinbarten afrikanischen Positionen erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Manchmal stehen die bilateralen Interessen über der afrikanischen Position“, beschreibt Soumana den Mechanismus. Entscheidungen, die in Addis Abeba gemeinsam vorbereitet worden seien, würden dadurch zugunsten bilateraler Vereinbarungen mit Mitgliedern der P5 zurückgestellt.</p>



<h2 id="h-nigeria-sudafrika-und-agypten-konkurrieren-um-einfluss" class="wp-block-heading"><span id="nigeria-suedafrika-und-aegypten-konkurrieren-um-einfluss">Nigeria, Südafrika und Ägypten konkurrieren um Einfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwierigkeiten einer Reform liegen nach Soumanas Einschätzung jedoch nicht ausschließlich bei den fünf Vetomächten. Innerhalb Afrikas besteht zwar seit 2005 eine gemeinsame grundsätzliche Forderung. Offen bleibt aber eine politisch zentrale Frage: Welche Staaten sollen Afrika dauerhaft im Sicherheitsrat vertreten?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soumana verweist auf die Konkurrenz insbesondere zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" data-type="category" data-id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" data-type="category" data-id="63">Südafrika</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" data-type="category" data-id="23">Ägypten</a>. Die afrikanischen Staaten hätten bislang keine Einigung darüber erzielt, welche Länder die angestrebten ständigen Sitze übernehmen sollen. Auch über Teile der Reformstrategie bestünden Differenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/">Damit trifft die Forderung nach einer grundlegenden Veränderung der 1945 entstandenen internationalen Ordnung auf innerafrikanische Machtfragen.</a> Nigeria beansprucht erheblichen Einfluss in Westafrika, Südafrika gehört zu den international besonders stark vertretenen Staaten des Kontinents, während Ägypten eine zentrale Rolle in Nordafrika und der arabischen Welt einnimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soumana warnt zugleich davor, Afrika außenpolitisch als einheitlichen Block zu betrachten. Die Staaten verfolgten unterschiedliche Strategien gegenüber den multilateralen Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika zählt er zu den Ländern, die internationale Organisationen und Foren wie <a href="https://fokus-afrika.de/tag/g20/" data-type="post_tag" data-id="539">G20</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brics/" data-type="post_tag" data-id="493">BRICS</a> oder den Internationalen Gerichtshof gezielt als Instrument ihrer Außenpolitik einsetzen. <a href="https://fokus-afrika.de/togo-bringt-aes-und-ecowas-wieder-an-einen-tisch/" data-type="post" data-id="26707">Mali, Burkina Faso und Niger hätten dagegen regionale Strukturen verlassen und mit der Allianz der Sahelstaaten eigene Formate aufgebaut, ohne sich von den Vereinten Nationen zurückzuziehen.</a> Dazwischen stehe eine große Gruppe von Staaten, die multilaterale Mitgliedschaften mit einer stärkeren Diversifizierung bilateraler Partnerschaften verbindet.</p>



<h2 id="h-friedensmissionen-bleiben-trotz-kritik-schwer-ersetzbar" class="wp-block-heading"><span id="friedensmissionen-bleiben-trotz-kritik-schwer-ersetzbar">Friedensmissionen bleiben trotz Kritik schwer ersetzbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich zeigt sich die Abhängigkeit von multilateralen Strukturen bei Frieden und Sicherheit. Soumana bezeichnet die UN-Friedensmissionen in Afrika als „unverzichtbar, aber unzureichend“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend sei, wie solche Missionen beendet werden. Ein schlecht vorbereiteter Rückzug könne erhebliche Folgen haben. Als Beispiel nennt er die UN-Mission MINUSMA in Mali. Nach ihrem Abzug habe die Gewalt nicht nur in Mali, sondern auch in Nachbarstaaten zugenommen. Zugleich seien Leistungen weggefallen, die staatliche Institutionen zuvor nicht selbst hätten bereitstellen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gegenbeispiel führt Soumana die 2017 beendete UN-Mission in Côte d’Ivoire an. Dort sei die Stabilisierung mit politischer Versöhnung und wirtschaftlicher Entwicklung verbunden worden. Den anschließenden Verlauf bewertet er als Beispiel für einen erfolgreicheren Übergang von einer Friedensmission zu staatlicher Eigenverantwortung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für künftige Missionen fordert er deshalb stärker definierte Voraussetzungen für einen Abzug. Staaten müssten wieder in der Lage sein, ihre Autorität im gesamten Staatsgebiet auszuüben und Zivilisten zu schützen. Zugleich dürften Konflikte nicht ausschließlich innerhalb nationaler Grenzen betrachtet werden. Gewalt und bewaffnete Gruppen könnten sich über Grenzen hinweg bewegen und bereits stabilisierte Nachbarländer erneut unter Druck setzen.</p>



<h2 id="h-bilaterale-partnerschaften-verandern-afrikas-aussenpolitik" class="wp-block-heading"><span id="bilaterale-partnerschaften-veraendern-afrikas-aussenpolitik">Bilaterale Partnerschaften verändern Afrikas Außenpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum etablierten multilateralen System bauen afrikanische Regierungen ihre Beziehungen zu einzelnen Groß- und Regionalmächten aus. Gerade diese Entwicklung verändert nach Soumanas Analyse das Kräfteverhältnis zwischen gemeinsamen afrikanischen Positionen und nationalen Interessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China betrachtet er dabei als einen wichtigen Akteur. Peking konzentriere seine Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten stark auf Entwicklung und Finanzierung und könne über bilaterale Beziehungen zugleich Einfluss auf Positionen in multilateralen Institutionen gewinnen. Soumana zählt China außerdem zu den Staaten, deren eigene strategische Interessen einer Reform des Sicherheitsrats entgegenstehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch alternative Formate wie BRICS erweitern aus seiner Sicht die außenpolitischen Möglichkeiten afrikanischer Staaten, ersetzen die bestehenden Institutionen aber nicht. Ihnen fehlten bislang Strukturen und Durchsetzungsmechanismen, die mit den Vereinten Nationen oder den Bretton-Woods-Institutionen vergleichbar seien.</p>



<h2 id="h-ruckzug-der-usa-verscharft-die-finanzierungsfrage" class="wp-block-heading"><span id="rueckzug-der-usa-verschaerft-die-finanzierungsfrage">Rückzug der USA verschärft die Finanzierungsfrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Verschiebung sieht Soumana im amerikanischen Engagement. <a href="https://fokus-afrika.de/trump-bei-der-un-es-gibt-keine-weltregierung-usa-setzen-auf-souveraenitaet-und-militaerische-macht/" data-type="post" data-id="30109">Kürzungen bei humanitärer Hilfe und Friedenssicherung sowie der veränderte Umgang Washingtons mit internationalen Institutionen wirkten sich unmittelbar auf Afrika aus.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P202512004DT-0476_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25373 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P202512004DT-0476_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P202512004DT-0476_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P202512004DT-0476_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P202512004DT-0476_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P202512004DT-0476_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P202512004DT-0476_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P202512004DT-0476_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit rückt die Finanzierung afrikanischer Institutionen stärker in den Vordergrund. Die Afrikanische Union sei weiterhin erheblich von externen Geldgebern abhängig. Soumana fordert deshalb stärkere afrikanische Finanzierungsquellen und verweist unter anderem auf die Afrikanische Entwicklungsbank und die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verändert sich die regionale Ordnung innerhalb Afrikas. Besonders Westafrika ist durch den Austritt von Mali, Burkina Faso und Niger aus der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und den Aufbau eigener Kooperationsstrukturen stärker fragmentiert.</p>



<h2 id="h-un-reform-wird-zur-machtfrage-fur-afrika" class="wp-block-heading"><span id="un-reform-wird-zur-machtfrage-fuer-afrika">UN-Reform wird zur Machtfrage für Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz aller Kritik hält Soumana einen Rückzug aus dem Multilateralismus nicht für eine realistische Alternative. Keine bilaterale Partnerschaft habe bislang in vergleichbarem Umfang Leistungen internationaler Institutionen wie des Welternährungsprogramms, der Weltbank oder der UN-Friedenssicherung ersetzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem liege deshalb weniger in der multilateralen Zusammenarbeit selbst als in ihrer gegenwärtigen Machtverteilung. Afrikanische Staaten seien an vielen internationalen Entscheidungen beteiligt, hätten aber bei zentralen Fragen nicht dasselbe institutionelle Gewicht wie die etablierten Großmächte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika ist Konsument von Regeln, die es nicht selbst macht“, sagt Soumana. Der Kontinent bleibe ohne ständigen Sitz und Vetorecht im Sicherheitsrat und sei zugleich in Institutionen wie Internationalem Währungsfonds und Weltbank unterrepräsentiert. Eine Reform müsse deshalb über den Sicherheitsrat hinausreichen und auch die Entscheidungsgewichte in der internationalen Finanzarchitektur sowie die Finanzierung der Afrikanischen Union erfassen.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump meets with President Felix Tshisekedi of the Democratic Republic of the Congo and President Paul Kagame of the Republic of Rwanda, Thursday, December 4, 2025, in the Oval Office. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Südafrika drängt auf globalen Kurswechsel gegen Ungleichheit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrika-draengt-auf-globalen-kurswechsel-gegen-ungleichheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 21:15:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die reichsten zehn Prozent besitzen rund 75 Prozent des weltweiten Vermögens, die ärmere Hälfte nur zwei Prozent. Südafrika will Ungleichheit stärker auf die UN-Agenda setzen und fordert zugleich Entlastung für hoch verschuldete afrikanische Staaten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrika-draengt-auf-globalen-kurswechsel-gegen-ungleichheit%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrika%20dr%C3%A4ngt%20auf%20globalen%20Kurswechsel%20gegen%20Ungleichheit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-draengt-auf-globalen-kurswechsel-gegen-ungleichheit/">Südafrika drängt auf globalen Kurswechsel gegen Ungleichheit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Südafrika will den Kampf gegen die weltweite Vermögensungleichheit stärker in den Vereinten Nationen verankern und wirbt gemeinsam mit Brasilien, Norwegen und Spanien für ein internationales Expertengremium zu Ungleichheit. Außenminister Ronald Lamola stellte die Initiative am 24. September vor der 81. UN-Generalversammlung in New York vor. Die reichsten zehn Prozent verfügten weltweit über rund 75 Prozent des Vermögens, während auf die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung lediglich zwei Prozent entfielen. Pretoria verbindet die Initiative mit Forderungen nach Schuldenerleichterungen für Afrika und einer Reform der internationalen Entwicklungs- und Klimafinanzierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lamola knüpfte damit an Südafrikas G20-Präsidentschaft 2025 an, in der die Regierung Ungleichheit zu einem Schwerpunkt gemacht hatte. Demokratie und internationale Zusammenarbeit verlören an Rückhalt, wenn sie keine Antworten auf wirtschaftliche Ungleichheit und Unsicherheit lieferten, sagte der Minister.</p>



<h2 id="h-internationales-expertengremium-gegen-ungleichheit" class="wp-block-heading"><span id="internationales-expertengremium-gegen-ungleichheit">Internationales Expertengremium gegen Ungleichheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika fordert zusammen mit Brasilien, Norwegen und Spanien die Einrichtung eines Internationalen Panels zu Ungleichheit. Die UN-Generalversammlung solle die Initiative unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lamola bezeichnete die starke Konzentration von Vermögen nicht als unveränderlich. Nach den von ihm genannten Zahlen besitzen die obersten zehn Prozent rund drei Viertel des weltweiten Vermögens. Die unteren 50 Prozent kommen zusammen auf etwa zwei Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die südafrikanische Regierung verbindet wirtschaftliche Ungleichheit zugleich mit politischen Spannungen. Menschen, deren wirtschaftliche Lage sich kaum verbessere, wendeten sich zunehmend politischen Ideen zu, die den Grundsätzen der UN-Charta entgegenstünden, erklärte Lamola.</p>



<h2 id="h-schuldendienst-bindet-afrikas-investitionsmittel" class="wp-block-heading"><span id="schuldendienst-bindet-afrikas-investitionsmittel">Schuldendienst bindet Afrikas Investitionsmittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich kritisierte Pretoria die Schuldenbelastung afrikanischer Staaten. Viele Regierungen müssten sich entscheiden, ob sie die Bedürfnisse ihrer Bevölkerung erfüllten oder die Erwartungen ihrer Gläubiger bedienten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Länder hätten im vergangenen Jahr ungefähr so viel für ihren Schuldendienst ausgegeben, wie zur Schließung der Infrastruktur-Finanzierungslücke des Kontinents erforderlich gewesen wäre, sagte Lamola. <a href="https://fokus-afrika.de/trump-schliesst-suedafrika-vom-g20-gipfel-2026-aus-scharfer-schlagabtausch-zwischen-washington-und-pretoria/">Südafrika hatte deshalb während seiner G20-Präsidentschaft die Tragfähigkeit staatlicher Schulden auf die internationale Agenda gesetzt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von Südafrika angeführte Africa Expert Panel fordert unter anderem mehr Transparenz bei Staatsschulden, eine stärkere Kontrolle der Rolle von Ratingagenturen und die Bildung eines Zusammenschlusses von Schuldnerstaaten als Gegengewicht zu Gläubigern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lamola verwies darauf, dass bei lediglich 36 Prozent der Ziele für nachhaltige Entwicklung ausreichende Fortschritte erzielt würden. Mittel, die derzeit in den Schuldendienst flössen, sollten stärker für Entwicklung mobilisiert werden.</p>



<h2 id="h-klimaschaden-treffen-millionen-menschen-im-sudlichen-afrika" class="wp-block-heading"><span id="klimaschaeden-treffen-millionen-menschen-im-suedlichen-afrika">Klimaschäden treffen Millionen Menschen im südlichen Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Folgen des Klimawandels verschärfen nach südafrikanischer Darstellung die finanziellen Belastungen. Innerhalb eines Jahres seien in den Staaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika rund zwei Millionen Menschen von Überschwemmungen, Zyklonen, Waldbränden und Krankheitsausbrüchen betroffen gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Möglichkeiten zur Reaktion würden durch eine internationale Klimafinanzierung eingeschränkt, die Entwicklungsländer benachteilige, sagte Lamola. Südafrika fordert deshalb verlässlichere Finanzierungsmechanismen für Katastrophenvorsorge und eine gerechte Energiewende.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="631" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/94021425-65d5-444e-aebc-5d45154a5d42-1024x631.jpeg" alt="" class="wp-image-30307 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/94021425-65d5-444e-aebc-5d45154a5d42-1024x631.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/94021425-65d5-444e-aebc-5d45154a5d42-300x185.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/94021425-65d5-444e-aebc-5d45154a5d42-768x473.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/94021425-65d5-444e-aebc-5d45154a5d42-1536x947.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/94021425-65d5-444e-aebc-5d45154a5d42-380x234.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/94021425-65d5-444e-aebc-5d45154a5d42-800x493.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/94021425-65d5-444e-aebc-5d45154a5d42-1160x715.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/94021425-65d5-444e-aebc-5d45154a5d42.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verwies der Außenminister auf Afrikas Vorkommen an kritischen Rohstoffen. Der Kontinent verfüge über die weltweit größten Reserven solcher Mineralien. Diese könnten dazu beitragen, wirtschaftliche Unterschiede zwischen wohlhabenden und ärmeren Staaten zu verringern. Südafrika fordert dabei eine stärkere Verarbeitung der Rohstoffe in Afrika selbst.</p>
</div></div>



<h2 id="h-sudafrika-stellt-rustungsausgaben-entwicklungszielen-gegenuber" class="wp-block-heading"><span id="suedafrika-stellt-ruestungsausgaben-entwicklungszielen-gegenueber">Südafrika stellt Rüstungsausgaben Entwicklungszielen gegenüber</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lamola stellte den weltweiten Finanzierungsbedarf für Entwicklung auch den globalen Militärausgaben gegenüber.<a href="https://fokus-afrika.de/entwicklungshilfe-im-sinkflug-verteidigungsetat-steigt-auf-184-milliarden-euro/" data-type="post" data-id="29371"> Die Welt habe zuletzt 2,9 Billionen US-Dollar für Rüstung ausgegeben. </a>Nach seiner Darstellung würden höchstens fünf Prozent dieser Summe ausreichen, um bis 2030 Hunger zu beenden und den Zugang zu sicherem Wasser und sanitärer Versorgung auszuweiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister verwies in diesem Zusammenhang auf die Kriege im Sudan, im Osten der Demokratischen Republik Kongo, in der Ukraine und weitere Konflikte. Humanitäre Helfer würden bei ihrer Arbeit zunehmend behindert oder getötet. Südafrika unterstützt deshalb die von fast 120 Staaten getragene Erklärung zum Schutz humanitären Personals.</p>



<h2 id="h-pretoria-fordert-standigen-sitz-fur-afrika" class="wp-block-heading"><span id="pretoria-fordert-staendigen-sitz-fuer-afrika">Pretoria fordert ständigen Sitz für Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung nach wirtschaftlicher Neuordnung verband Lamola mit einer Reform des UN-Sicherheitsrates. Afrika stelle fast ein Fünftel der Weltbevölkerung und mehr als ein Viertel der UN-Mitgliedstaaten. Zugleich hätten sich nach seinen Angaben in den vergangenen zehn Jahren rund 70 Prozent der Resolutionen des Sicherheitsrates mit Konflikten in Afrika beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika bekräftigte deshalb seine Unterstützung für den Ezulwini-Konsens zur Reform des Sicherheitsrates. Afrika müsse einen ständigen Sitz mit sämtlichen Rechten eines permanenten Mitglieds erhalten, forderte Lamola.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nigeria zieht Lehren aus Boko-Haram-Krieg: Militärische Siege allein reichen nicht</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nigeria-zieht-lehren-aus-boko-haram-krieg-militaerische-siege-allein-reichen-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 20:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=30299</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nigeria kämpft seit Jahren gegen Boko Haram und ISWAP. Vor der UN warnt Vizepräsident Kashim Shettima: Militärische Siege reichen nicht, solange Gewalt, fehlende Perspektiven und grenzüberschreitende Terrornetzwerke fortbestehen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigeria-zieht-lehren-aus-boko-haram-krieg-militaerische-siege-allein-reichen-nicht%2F&amp;action_name=Nigeria%20zieht%20Lehren%20aus%20Boko-Haram-Krieg%3A%20Milit%C3%A4rische%20Siege%20allein%20reichen%20nicht&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-zieht-lehren-aus-boko-haram-krieg-militaerische-siege-allein-reichen-nicht/">Nigeria zieht Lehren aus Boko-Haram-Krieg: Militärische Siege allein reichen nicht</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nigeria fordert im Kampf gegen Boko Haram, den Islamischen Staat in Westafrika (ISWAP) und andere bewaffnete Gruppen eine stärkere Verbindung von militärischem Vorgehen, Entwicklung und regionaler Sicherheitskooperation. Die Position vertrat Vizepräsident Kashim Shettima vor der 81. UN-Generalversammlung in New York. Nigerias jahrelanger Kampf gegen die Terrorgruppen habe gezeigt, dass militärische Erfolge ohne Bildung, wirtschaftliche Perspektiven, funktionierende staatliche Institutionen und den Schutz von Rechten nicht dauerhaft seien. <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-untersucht-einnahmen-der-terrormiliz-iswap-schutzgeld-wirtschaft-und-scharia/" data-type="post" data-id="28562">Zugleich drängt Abuja auf einen stärkeren internationalen Austausch von Geheimdienstinformationen und ein konsequenteres Vorgehen gegen Terrorfinanzierung und grenzüberschreitenden Waffenschmuggel.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Entwicklung kann nicht Fuß fassen, wenn Gewalt immer wieder Lebensgrundlagen zerstört“, sagte Shettima. Frieden könne zugleich nicht bestehen, „wenn Ungerechtigkeit und Ausgrenzung die Reihen derjenigen wieder auffüllen, die ihn bedrohen“.</p>



<h2 id="h-boko-haram-und-iswap-pragen-nigerias-sicherheitsstrategie" class="wp-block-heading"><span id="boko-haram-und-iswap-praegen-nigerias-sicherheitsstrategie">Boko Haram und ISWAP prägen Nigerias Sicherheitsstrategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria kämpft seit Jahren gegen Boko Haram, ISWAP und weitere bewaffnete Gruppen. Shettima stellte diese Erfahrung in den Mittelpunkt seiner Forderung nach einer umfassenderen internationalen Strategie gegen Terrorismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Militärische Erfolge müssten durch Investitionen in Bildung und wirtschaftliche Chancen sowie durch rechenschaftspflichtige staatliche Institutionen abgesichert werden. Auch der Schutz von Rechten und Menschenwürde in betroffenen Gemeinschaften gehöre zu den Voraussetzungen für dauerhafte Sicherheit, sagte der Vizepräsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Terrorismus, organisierte Kriminalität, Cyberangriffe und illegale Finanzströme nutzten die Lücken zwischen nationalen Sicherheitsstrategien aus. <a href="https://fokus-afrika.de/wer-finanziert-die-terrorismusbekaempfung/" data-type="post" data-id="25314">Nigeria fordert deshalb einen stärkeren Austausch von Geheimdienstinformationen, den Ausbau staatlicher Fähigkeiten und Maßnahmen, um die Finanzierung bewaffneter Gruppen zu unterbrechen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der grenzüberschreitende Waffenfluss müsse eingedämmt werden. „Kein Land kann dauerhafte Sicherheit beanspruchen, solange die Kräfte, die es destabilisieren können, anderswo Rückzugsräume, Ressourcen und Rekruten finden“, sagte Shettima.</p>



<h2 id="h-sahel-krise-bedroht-nachbarstaaten" class="wp-block-heading"><span id="sahel-krise-bedroht-nachbarstaaten">Sahel-Krise bedroht Nachbarstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/">Besonders deutlich werde die grenzüberschreitende Dimension der Bedrohung im Sahel. </a>Die dortige Unsicherheit könne Nachbarstaaten gefährden, Menschen vertreiben und Handel, regionale Integration sowie staatliche Institutionen beeinträchtigen, erklärte Shettima.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria setzt dabei auf die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS und eine stärkere afrikanische Rolle bei der Bewältigung regionaler Sicherheitskrisen. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-toeten-is-fuehrer-in-nigeria-und-greifen-weiter-islamisten-an/">Diese müsse durch internationale Partnerschaften ergänzt werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei anderen Konflikten setzt Abuja nach den Worten Shettimas auf Diplomatie. Der Krieg im Sudan und weitere bewaffnete Auseinandersetzungen verlangten politische Verhandlungen, humanitären Zugang und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts. Militärische Siege allein könnten keinen dauerhaften Frieden schaffen.</p>



<h2 id="h-nigeria-fordert-mehr-geld-fur-konfliktpravention" class="wp-block-heading"><span id="nigeria-fordert-mehr-geld-fuer-konfliktpraevention">Nigeria fordert mehr Geld für Konfliktprävention</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Shettima verlangte zugleich, mehr internationale Ressourcen in Friedenskonsolidierung, Vermittlung, den Aufbau staatlicher Institutionen und nachhaltige Entwicklung zu lenken. Konfliktprävention müsse finanziell und politisch stärker berücksichtigt werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="606" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/19d269bd-9daf-4b6c-9437-7f1ab32c8075-1-1024x606.jpeg" alt="" class="wp-image-30303 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/19d269bd-9daf-4b6c-9437-7f1ab32c8075-1-1024x606.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/19d269bd-9daf-4b6c-9437-7f1ab32c8075-1-300x178.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/19d269bd-9daf-4b6c-9437-7f1ab32c8075-1-768x455.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/19d269bd-9daf-4b6c-9437-7f1ab32c8075-1-1536x909.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/19d269bd-9daf-4b6c-9437-7f1ab32c8075-1-380x225.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/19d269bd-9daf-4b6c-9437-7f1ab32c8075-1-800x474.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/19d269bd-9daf-4b6c-9437-7f1ab32c8075-1-1160x687.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/19d269bd-9daf-4b6c-9437-7f1ab32c8075-1.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Finanzierung verbindet Nigeria auch mit seiner wirtschaftspolitischen Agenda. Viele Entwicklungsländer müssten erhebliche Teile ihrer Mittel für den Schuldendienst einsetzen, die damit für Bildung, Gesundheit und Infrastruktur fehlten. Abuja fordert deshalb eine Reform der internationalen Finanzarchitektur, einen besseren Zugang zu günstigen Krediten und neue Regeln für tragfähige Staatsverschuldung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone sieht Nigeria als Instrument, um regionale Wertschöpfungsketten auszubauen, die Industrialisierung voranzutreiben und Investitionen anzuziehen. Afrikanische Staaten sollten Rohstoffe stärker selbst verarbeiten, statt ihre Rolle als Exporteure unverarbeiteter Ressourcen fortzuschreiben.</p>



<h2 id="h-zwei-standige-sitze-im-un-sicherheitsrat-gefordert" class="wp-block-heading"><span id="zwei-staendige-sitze-im-un-sicherheitsrat-gefordert">Zwei ständige Sitze im UN-Sicherheitsrat gefordert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel erneuerte Nigeria seine Forderung nach einer stärkeren afrikanischen Vertretung im UN-Sicherheitsrat. Afrika könne nicht weiterhin regelmäßig Gegenstand der Beratungen des Sicherheitsrates sein, ohne selbst über einen ständigen Sitz zu verfügen, sagte Shettima.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria verlangt mindestens zwei ständige Sitze für afrikanische Staaten mit sämtlichen Rechten einschließlich des Vetorechts, solange dieses besteht. Hinzukommen sollen insgesamt fünf nichtständige Sitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Befugnis, für die Menschheit zu sprechen, bringt die Verpflichtung mit sich, sie auch zu repräsentieren“, sagte Shettima. Nigeria erklärte zugleich seine Bereitschaft, größere Verantwortung zu übernehmen, und verwies auf seine bisherigen Beiträge zu Friedens- und Sicherheitseinsätzen unter anderem in Liberia, Sierra Leone, Darfur, Mali und Gambia.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Elfenbeinküste warnt vor Sicherheitslücke in Afrika: Teurer Anti-Terror-Kampf wird zum Risiko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/elfenbeinkueste-warnt-vor-sicherheitsluecke-in-afrika-teurer-anti-terror-kampf-wird-zum-risiko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 20:45:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Côte d’Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Terrorismus, organisierte Kriminalität und hohe Kosten für Sicherheitsoperationen belasten zahlreiche afrikanische Staaten. Die Elfenbeinküste fordert vor der UN mehr Unterstützung – besonders mit Blick auf den Sahel.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Felfenbeinkueste-warnt-vor-sicherheitsluecke-in-afrika-teurer-anti-terror-kampf-wird-zum-risiko%2F&amp;action_name=Elfenbeink%C3%BCste%20warnt%20vor%20Sicherheitsl%C3%BCcke%20in%20Afrika%3A%20Teurer%20Anti-Terror-Kampf%20wird%20zum%20Risiko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/elfenbeinkueste-warnt-vor-sicherheitsluecke-in-afrika-teurer-anti-terror-kampf-wird-zum-risiko/">Elfenbeinküste warnt vor Sicherheitslücke in Afrika: Teurer Anti-Terror-Kampf wird zum Risiko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Elfenbeinküste warnt vor einer wachsenden Sicherheitslücke in Afrika und fordert mehr internationale Unterstützung für Staaten, die Konflikte, Terrorismus und organisierte Kriminalität bekämpfen. Die Warnung äußerte Vizepräsident Tiémoko Meyliet Koné vor der 81. UN-Generalversammlung in New York. Mehrere afrikanische Länder hätten Schwierigkeiten, dauerhafte Lösungen für Konflikte zu finden und zugleich die Kosten von Anti-Terror- und Friedenseinsätzen zu tragen. Besonders im Sahel verschärften gewalttätiger Extremismus, grenzüberschreitende Kriminalität und illegaler Handel die Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koné machte dafür auch eine nachlassende Unterstützung durch internationale Partner und die Vereinten Nationen verantwortlich. Kein Staat könne diese grenzüberschreitenden Bedrohungen dauerhaft allein bewältigen.</p>



<h2 id="h-abidjan-fordert-mehr-unterstutzung-fur-afrikas-sicherheit" class="wp-block-heading"><span id="abidjan-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-afrikas-sicherheit">Abidjan fordert mehr Unterstützung für Afrikas Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika trägt die Hauptlast des Niedergangs des Multilateralismus und der Schwierigkeiten, mit denen die Vereinten Nationen in den vergangenen Jahren konfrontiert waren“, sagte Koné. <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-raeumt-militaerstuetzpunkt-in-abidjan/">Wegen fehlender Unterstützung durch bestimmte Partner und die UN hätten mehrere Länder Probleme, Konflikte dauerhaft zu lösen und ihre Sicherheitsoperationen zu finanzieren.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/diplomatische-spannungen-zwischen-burkina-faso-der-elfenbeinkueste/">Die Elfenbeinküste fordert deshalb mehr regionale Zusammenarbeit und internationale Unterstützung.</a> Koné würdigte zugleich die Sicherheits- und Stabilisierungsarbeit der Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union, der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS und weiterer Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben militärischen und sicherheitspolitischen Maßnahmen müsse früher in Konfliktprävention investiert werden. Koné nannte Armut, Ungleichheit, Jugendarbeitslosigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzung als Faktoren, die Krisen verschärfen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" data-type="post" data-id="22050">Die Sicherheitslage im Sahel beschäftigt auch die Küstenstaaten Westafrikas.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-als-globaler-schwerpunkt-des-terrorismus-un-sicherheitsrat-fordert-koordinierte-antworten-fuer-westafrika/" data-type="post" data-id="22105">Die Elfenbeinküste grenzt im Norden an Mali und Burkina Faso und zählt damit zu den Staaten, die unmittelbar an die von islamistischen Gruppen besonders betroffenen Länder der Region angrenzen.</a></p>



<h2 id="h-kriege-im-sudan-und-im-ostkongo-belasten-afrika" class="wp-block-heading"><span id="kriege-im-sudan-und-im-ostkongo-belasten-afrika">Kriege im Sudan und im Ostkongo belasten Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Koné verwies zudem auf die Kriege und humanitären Krisen im Sudan und im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die Folgen langwieriger Konflikte reichten weit über die Grenzen der unmittelbar betroffenen Staaten hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vizepräsident sprach von einer schrittweisen „Fragmentierung der Friedensarchitektur“ und einer tiefgreifenden Veränderung der internationalen Ordnung. Geopolitische Spannungen nähmen zu, während Terrorismus und gewalttätiger Extremismus immer mehr Regionen bedrohten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abidjan fordert zugleich eine Reform des UN-Sicherheitsrates. Afrika müsse dauerhaft in dem Gremium vertreten sein, dessen Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf Frieden und Sicherheit des Kontinents hätten. Die heutige Struktur internationaler Institutionen bilde die politischen, demografischen und wirtschaftlichen Verhältnisse des 21. Jahrhunderts nicht ausreichend ab, argumentierte Koné.</p>



<h2 id="h-mehr-geld-fur-infrastruktur-energie-und-arbeitsplatze" class="wp-block-heading"><span id="mehr-geld-fuer-infrastruktur-energie-und-arbeitsplaetze">Mehr Geld für Infrastruktur, Energie und Arbeitsplätze</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="592" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/69c38dbf-c5f3-4e4f-bb3f-373d08a777c5-1024x592.jpeg" alt="" class="wp-image-30297 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/69c38dbf-c5f3-4e4f-bb3f-373d08a777c5-1024x592.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/69c38dbf-c5f3-4e4f-bb3f-373d08a777c5-300x173.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/69c38dbf-c5f3-4e4f-bb3f-373d08a777c5-768x444.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/69c38dbf-c5f3-4e4f-bb3f-373d08a777c5-1536x888.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/69c38dbf-c5f3-4e4f-bb3f-373d08a777c5-380x220.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/69c38dbf-c5f3-4e4f-bb3f-373d08a777c5-800x463.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/69c38dbf-c5f3-4e4f-bb3f-373d08a777c5-1160x671.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/69c38dbf-c5f3-4e4f-bb3f-373d08a777c5.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Elfenbeinküste verbindet ihre sicherheitspolitischen Forderungen mit Kritik an der internationalen Entwicklungsfinanzierung. Viele Entwicklungsländer stünden wenige Jahre vor dem Zieljahr der Agenda 2030 weiterhin vor einem erheblichen Finanzierungsbedarf.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die notwendigen Ressourcen existieren“, sagte Koné unter Verweis auf die Vierte Internationale Konferenz über Entwicklungsfinanzierung. Nun komme es darauf an, diese Mittel zu mobilisieren und gerechter und wirksamer einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abidjan verlangt dafür eine Reform der internationalen Finanzarchitektur. Entwicklungsländer sollen leichter Zugang zu Kapital erhalten, um Infrastruktur, Gesundheit, Bildung und Energie sowie industrielle Entwicklung und Arbeitsplätze für junge Menschen zu finanzieren.</p>



<h2 id="h-elfenbeinkuste-drangt-auf-internationale-klimafinanzierung" class="wp-block-heading"><span id="elfenbeinkueste-draengt-auf-internationale-klimafinanzierung">Elfenbeinküste drängt auf internationale Klimafinanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim Klimaschutz sieht die Regierung ein Ungleichgewicht. Afrika trage nur einen geringen Anteil zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei, gehöre aber zu den Regionen, die stark unter den Folgen des Klimawandels litten, sagte Koné.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dürren, Überschwemmungen, Bodendegradation und Veränderungen der Ernährungssysteme bedrohten bereits die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen. Die Elfenbeinküste fordert deshalb die Einhaltung internationaler Zusagen bei Klimafinanzierung, Anpassungsmaßnahmen und Technologietransfer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel setzt das Land auf seinen Nationalen Entwicklungsplan 2026 bis 2030. Die Regierung will die Wirtschaft stärker diversifizieren und das Wachstum mit Investitionen in soziale Entwicklung verbinden. Der Plan orientiert sich an den UN-Nachhaltigkeitszielen und der Agenda 2063 der Afrikanischen Union.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Gambias Präsident: &#8220;Diplomatie kann den Kurs eines Landes verändern&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gambias-praesident-diplomatie-kann-den-kurs-eines-landes-veraendern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 20:30:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gambia stand 2017 vor einer schweren Verfassungskrise. Vor der UN erinnert Vizepräsident Muhammed Jallow daran, wie internationale Vermittlung den Machtwechsel absicherte – und fordert, Konflikte künftig früher zu stoppen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgambias-praesident-diplomatie-kann-den-kurs-eines-landes-veraendern%2F&amp;action_name=Gambias%20Pr%C3%A4sident%3A%20%26%238220%3BDiplomatie%20kann%20den%20Kurs%20eines%20Landes%20ver%C3%A4ndern%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gambias-praesident-diplomatie-kann-den-kurs-eines-landes-veraendern/">Gambias Präsident: &#8220;Diplomatie kann den Kurs eines Landes verändern&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Gambia fordert die Vereinten Nationen auf, stärker auf präventive Diplomatie zu setzen und Konflikte zu entschärfen, bevor sie in Gewalt umschlagen. Die Forderung erhob Vizepräsident Muhammed Jallow vor der UN-Generalversammlung in New York. Als Beleg verwies er auf die gambische Verfassungskrise von 2017, in der das Zusammenspiel von UN, Afrikanischer Union und ECOWAS den politischen Machtwechsel absicherte. „Manchmal kann sie den Kurs eines Landes verändern“, sagte Jallow über präventive Diplomatie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/mehr-abschiebungen-deutschland-setzt-gambia-unter-druck/">Die damalige Krise prägt Gambias Außenpolitik bis heute.</a> Jallow verband die Erfahrungen des eigenen Landes mit der Forderung nach stärkeren Frühwarnsystemen, rechtzeitiger Vermittlung und einer besser finanzierten internationalen Friedensförderung.</p>



<h2 id="h-die-krise-von-2017-als-referenz" class="wp-block-heading"><span id="die-krise-von-2017-als-referenz">Die Krise von 2017 als Referenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gambia geriet Ende 2016 in eine schwere politische Krise, nachdem der langjährige Präsident Yahya Jammeh seine Wahlniederlage zunächst anerkannt, diese Entscheidung später jedoch widerrufen hatte. Der Wahlsieger Adama Barrow konnte sein Amt zunächst nicht regulär in Gambia antreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jallow beschrieb diese Phase vor den Vereinten Nationen als Moment „akuter verfassungsrechtlicher Unsicherheit“, in dem die demokratische Entscheidung der gambischen Bevölkerung bedroht gewesen sei. Die präventive Diplomatie der UN habe gemeinsam mit der Afrikanischen Union und der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS dazu beigetragen, den Wählerwillen zu schützen und einen demokratischen Machtwechsel zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Präventive Diplomatie ist kein abstraktes Konzept“, sagte Jallow. „Sie ist ein praktisches Instrument, um Konfrontationen zu verhindern, Raum für Dialog zu schaffen und Institutionen zu schützen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Intervention regionaler und internationaler Akteure führte Anfang 2017 schließlich zum Ende der mehr als zwei Jahrzehnte dauernden Herrschaft Jammehs. Barrow übernahm die Präsidentschaft.</p>



<h2 id="h-konflikte-verhindern-bevor-gewalt-beginnt" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-verhindern-bevor-gewalt-beginnt">Konflikte verhindern, bevor Gewalt beginnt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dieser Erfahrung leitete Jallow einen breiteren Anspruch an die internationale Konfliktpolitik ab. Staaten, die heute vergleichbare Phasen politischer Instabilität durchliefen, sollten auf dieselbe internationale Unterstützung zählen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen müssten deshalb ihre Frühwarnsysteme stärken und Vermittlung beginnen, bevor politische Positionen verhärtet seien. Auch Friedenskonsolidierung müsse Bedingungen angehen, unter denen Konflikte entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Frage darf nicht nur sein, wie wir die gegenwärtigen Kriege beenden, sondern wie wir verhindern, dass der nächste Krieg überhaupt beginnt“, sagte Jallow. Konfliktprävention sei menschlich, politisch und finanziell weniger kostspielig als die Bewältigung der Folgen bereits ausgebrochener Gewalt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="581" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/b7a3375b-1c45-428b-9898-7492637d8e1c-1024x581.jpeg" alt="" class="wp-image-30292 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/b7a3375b-1c45-428b-9898-7492637d8e1c-1024x581.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/b7a3375b-1c45-428b-9898-7492637d8e1c-300x170.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/b7a3375b-1c45-428b-9898-7492637d8e1c-768x436.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/b7a3375b-1c45-428b-9898-7492637d8e1c-1536x872.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/b7a3375b-1c45-428b-9898-7492637d8e1c-380x216.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/b7a3375b-1c45-428b-9898-7492637d8e1c-800x454.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/b7a3375b-1c45-428b-9898-7492637d8e1c-1160x658.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/b7a3375b-1c45-428b-9898-7492637d8e1c.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gambia sprach sich deshalb für eine verlässlichere Finanzierung der Vermittlungsarbeit des UN-Generalsekretärs aus. Zugleich fordert Banjul eine stärkere UN-Kommission für Friedenskonsolidierung und eine vertiefte Zusammenarbeit mit Regionalorganisationen wie der Afrikanischen Union.</p>
</div></div>



<h2 id="h-sudan-und-sahel-im-blick" class="wp-block-heading"><span id="sudan-und-sahel-im-blick">Sudan und Sahel im Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jallow verwies dabei ausdrücklich auf den Krieg im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" data-type="category" data-id="27">Sudan</a> und die anhaltende Instabilität in Teilen des Sahel. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-terrorismus-in-afrika/" data-type="post" data-id="13611">Militärische und sicherheitspolitische Maßnahmen allein reichten dort nach gambischer Auffassung nicht aus.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel seien Investitionen in staatliche Institutionen, Bildung, Beschäftigung und Klimaresilienz sowie die Stärkung demokratischer Regierungsführung notwendig. Frieden könne nicht von Entwicklung und funktionierenden Institutionen getrennt werden, erklärte der Vizepräsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gambia selbst arbeitet seit dem Machtwechsel von 2017 an der Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen aus der Jammeh-Ära. Jallow verwies auf die Umsetzung von Empfehlungen der Wahrheits-, Versöhnungs- und Wiedergutmachungskommission sowie die Einrichtung einer speziellen Staatsanwaltschaft für daraus hervorgegangene Ermittlungen und Strafverfahren.</p>



<h2 id="h-prasidentschaftswahl-am-5-dezember" class="wp-block-heading"><span id="praesidentschaftswahl-am-5-dezember">Präsidentschaftswahl am 5. Dezember</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Bewährungsprobe für Gambias politische Institutionen steht unmittelbar bevor. Am 5. Dezember 2026 sollen die Gambier einen Präsidenten wählen. <a href="https://fokus-afrika.de/gambia-kabinettsumbildung-und-stockende-wahlrechtsreform-im-fokus/" data-type="post" data-id="19846">Die Regierung werde sich für friedliche, transparente, glaubwürdige und inklusive Wahlen einsetzen, sagte Jallow und bat zugleich um Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Adama Barrow war aus der politischen Krise von 2016 und 2017 hervorgegangen. Der friedliche Machtwechsel beendete die Herrschaft Yahya Jammehs und leitete einen politischen Übergang ein, dessen institutionelle und juristische Aufarbeitung weiterhin läuft.</p>



<h2 id="h-multilateralismus-braucht-keine-einstimmigkeit" class="wp-block-heading"><span id="multilateralismus-braucht-keine-einstimmigkeit">Multilateralismus braucht keine Einstimmigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jallow übertrug Gambias Erfahrung auch auf die gegenwärtige Krise multilateraler Institutionen. Sein Land hatte während der 80. UN-Generalversammlung den Zweiten Ausschuss geleitet, der sich mit Wirtschafts- und Entwicklungsfragen beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz erheblicher Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten seien dort Fortschritte möglich gewesen. „Multilateralismus erfordert nicht in jeder Frage Einstimmigkeit“, sagte Jallow. Er verlange vielmehr die Bereitschaft, „am Tisch zu bleiben, zuzuhören, zu verhandeln und den Mut zum Kompromiss zu haben“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gambia fordert zugleich eine Reform der Vereinten Nationen, damit Entwicklungsländer stärker an internationalen Entscheidungen beteiligt werden. Beim UN-Sicherheitsrat unterstützt Banjul die Gemeinsame Afrikanische Position des Ezulwini-Konsenses und der Sirte-Erklärung, die eine stärkere Vertretung Afrikas verlangt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Äquatorialguinea stellt Migrationsfrage – und fordert USA und Kuba zu Frieden auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aequatorialguinea-stellt-migrationsfrage-und-fordert-usa-und-kuba-zu-frieden-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 20:13:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äquatorialguinea]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rohstoffe vor Ort verarbeiten, Industrie aufbauen und Arbeitsplätze schaffen: Äquatorialguinea fordert einen neuen wirtschaftlichen Ansatz für Afrika. Vor der UN verbindet Vizepräsident Nguema Obiang Mangue die Forderung ausdrücklich mit der internationalen Migrationsdebatte.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faequatorialguinea-stellt-migrationsfrage-und-fordert-usa-und-kuba-zu-frieden-auf%2F&amp;action_name=%C3%84quatorialguinea%20stellt%20Migrationsfrage%20%E2%80%93%20und%20fordert%20USA%20und%20Kuba%20zu%20Frieden%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Äquatorialguinea fordert einen Kurswechsel in der internationalen Entwicklungsfinanzierung und mehr Investitionen in die industrielle Verarbeitung afrikanischer Rohstoffe auf dem Kontinent. Die Forderung erhob Vizepräsident Teodoro Nguema Obiang Mangue vor der 81. UN-Generalversammlung in New York. Statt Afrika vor allem als Rohstofflieferanten zu behandeln, müssten lokale Wertschöpfungsketten, Infrastruktur, Technologie und Arbeitsplätze entstehen. Ein produktiverer und stärker industrialisierter Kontinent könne nach seiner Darstellung zugleich dazu beitragen, Migration zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vizepräsident, der zugleich für Verteidigung und Sicherheit zuständig ist, vertrat bei der Generaldebatte Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo. Er verband seine wirtschaftspolitischen Forderungen mit Kritik am bisherigen Fortschritt bei der UN-Agenda 2030 und einer erneuten Forderung nach ständigen afrikanischen Sitzen im UN-Sicherheitsrat.</p>



<h2 id="h-rohstoffe-sollen-starker-in-afrika-verarbeitet-werden" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-sollen-staerker-in-afrika-verarbeitet-werden">Rohstoffe sollen stärker in Afrika verarbeitet werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Zusammenarbeit müsse Ländern des Globalen Südens mehr Möglichkeiten eröffnen, Kapital zu mobilisieren, eigene Technologien und Wissen aufzubauen und ihre Rohstoffe selbst weiterzuverarbeiten, sagte Nguema Obiang Mangue.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika bedeute dies Investitionen in lokale Wertschöpfungsketten, Infrastruktur und Industrialisierung sowie in Humankapital und neue Technologien. Besonders die große junge Bevölkerung des Kontinents benötige zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei stellte der Vizepräsident ausdrücklich einen Zusammenhang zur Migration her. Ein produktiveres und stärker industrialisiertes Afrika werde auch für jene Staaten zu einem stärkeren Partner, die Migration begrenzen wollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Argumentation verschiebt den Schwerpunkt von der Kontrolle von Migrationsbewegungen auf die wirtschaftlichen Bedingungen in afrikanischen Staaten. Äquatorialguinea wirbt zugleich selbst um internationale Investoren und stellte in New York Stabilität, steuerliche Vorteile und wirtschaftliche Möglichkeiten des Landes heraus.</p>



<h2 id="h-kritik-an-bilanz-der-agenda-2030" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-bilanz-der-agenda-2030">Kritik an Bilanz der Agenda 2030</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nguema Obiang Mangue verband die Forderung nach Investitionen mit einer kritischen Bilanz der globalen Entwicklungsziele. Bei der Verabschiedung der Agenda 2030 hätten sich die Staaten vorgenommen, Armut zu beseitigen, den Planeten zu schützen und allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenige Jahre vor dem Zieljahr sieht Äquatorialguinea diese Versprechen nicht eingelöst. „Die Armut besteht fort, die Ungleichheit nimmt zu und der Klimawandel trifft uns weiterhin hart“, sagte der Vizepräsident.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="602" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2fecc388-13f7-42ad-b1f4-33fb854ad7fe-1024x602.jpeg" alt="" class="wp-image-30288 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2fecc388-13f7-42ad-b1f4-33fb854ad7fe-1024x602.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2fecc388-13f7-42ad-b1f4-33fb854ad7fe-300x176.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2fecc388-13f7-42ad-b1f4-33fb854ad7fe-768x451.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2fecc388-13f7-42ad-b1f4-33fb854ad7fe-1536x902.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2fecc388-13f7-42ad-b1f4-33fb854ad7fe-380x223.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2fecc388-13f7-42ad-b1f4-33fb854ad7fe-800x470.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2fecc388-13f7-42ad-b1f4-33fb854ad7fe-1160x682.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2fecc388-13f7-42ad-b1f4-33fb854ad7fe.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er verlangte deshalb eine internationale Finanzarchitektur, die produktive Investitionen erleichtert, die tatsächlichen Verwundbarkeiten von Entwicklungsländern berücksichtigt und nationale Entwicklungsanstrengungen unterstützt. Bereits vereinbarte internationale Beschlüsse zur Entwicklungsfinanzierung müssten umgesetzt werden.</p>
</div></div>



<h2 id="h-grenzstreit-mit-gabun-als-beispiel-fur-friedliche-konfliktlosung" class="wp-block-heading"><span id="grenzstreit-mit-gabun-als-beispiel-fuer-friedliche-konfliktloesung">Grenzstreit mit Gabun als Beispiel für friedliche Konfliktlösung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede verwies Nguema Obiang Mangue auch auf den Territorialstreit zwischen Äquatorialguinea und Gabun. Beide Staaten hatten ihre Auseinandersetzung dem Internationalen Gerichtshof vorgelegt und setzen den Prozess nach seinen Angaben inzwischen durch bilaterale Gespräche fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Malabo sieht darin ein Beispiel dafür, territoriale Konflikte ohne Abbruch der nachbarschaftlichen Beziehungen auszutragen. Der Vizepräsident dankte den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union für ihre Unterstützung des Prozesses.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit zwischen den beiden zentralafrikanischen Staaten betrifft mehrere Inseln und die Abgrenzung ihrer Hoheitsgebiete. Neben der territorialen Frage spielt dabei auch der Zugang zu einem rohstoffreichen Seegebiet eine Rolle.</p>



<h2 id="h-zwei-standige-sitze-mit-vetorecht-fur-afrika" class="wp-block-heading"><span id="zwei-staendige-sitze-mit-vetorecht-fuer-afrika">Zwei ständige Sitze mit Vetorecht für Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Zusammensetzung des UN-Sicherheitsrates griff Äquatorialguinea erneut an. Die 54 afrikanischen UN-Mitgliedstaaten bildeten einen wesentlichen Teil der politischen und demografischen Realität des 21. Jahrhunderts, sagte Nguema Obiang Mangue. Afrika müsse deshalb umfassender an globalen Entscheidungen beteiligt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Äquatorialguinea stellte sich ausdrücklich hinter die Gemeinsame Afrikanische Position, die im Ezulwini-Konsens und in der Sirte-Erklärung festgeschrieben ist. Danach verlangt Afrika mindestens zwei ständige Sitze im Sicherheitsrat sowie zwei zusätzliche nichtständige Sitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solange das Vetorecht im Sicherheitsrat bestehe, sollen auch die afrikanischen ständigen Mitglieder darüber verfügen. Damit geht die afrikanische Position über Reformmodelle hinaus, die eine Erweiterung des Sicherheitsrates ohne zusätzliche Vetomächte vorsehen.</p>



<h2 id="h-aquatorialguinea-fordert-dialog-zwischen-usa-und-kuba" class="wp-block-heading"><span id="aequatorialguinea-fordert-dialog-zwischen-usa-und-kuba">Äquatorialguinea fordert Dialog zwischen USA und Kuba</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Verhältnis zwischen Washington und Havanna bezog Nguema Obiang Mangue ebenfalls Stellung. Äquatorialguinea rief die Vereinigten Staaten und Kuba dazu auf, ihren Dialog fortzusetzen und einen Weg zur Beendigung der US-Sanktionen gegen Kuba zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Grundlage seiner Außenpolitik nannte der Vizepräsident die souveräne Gleichheit der Staaten, das internationale Recht und Beziehungen zu allen Ländern. Die Vereinten Nationen bezeichnete er als universellen Ort zur Lösung gemeinsamer Probleme.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Senegals Präsident Diomaye Faye entflieht innenpolitischen Trubel bei der UN</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/senegals-praesident-diomaye-faye-entflieht-innenpolitischen-trubel-bei-der-un/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 16:45:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Senegal schlägt gegenüber Mali, Burkina Faso und Niger einen pragmatischen Kurs ein: ECOWAS akzeptiert ihren Austritt, will aber Grenzen, Handel und Sicherheitskooperation offenhalten. Präsident Faye warnt zugleich, dass der Terrorismus im Sahel längst eine grenzüberschreitende Gefahr ist.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsenegals-praesident-diomaye-faye-entflieht-innenpolitischen-trubel-bei-der-un%2F&amp;action_name=Senegals%20Pr%C3%A4sident%20Diomaye%20Faye%20entflieht%20innenpolitischen%20Trubel%20bei%20der%20UN&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-praesident-diomaye-faye-entflieht-innenpolitischen-trubel-bei-der-un/">Senegals Präsident Diomaye Faye entflieht innenpolitischen Trubel bei der UN</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye will als amtierender Vorsitzender der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS den Dialog mit den Sahelstaaten Mali, Burkina Faso und Niger ausbauen und die sicherheitspolitische Zusammenarbeit trotz deren Austritts aus dem Regionalblock aufrechterhalten. Am Donnerstag bekräftigte Faye bei der UN-Generalversammlung in New York seinen Anspruch, gemeinsam mit Afrikanischer Union und Vereinten Nationen an einer Stabilisierung des Sahel zu arbeiten. In einem Interview mit&nbsp;<em>RFI</em>&nbsp;und&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;machte er zugleich deutlich, dass ECOWAS die Entscheidung der drei Staaten zum Austritt respektiere und zunächst eine funktionierende Koexistenz mit ihrer neuen Sahel-Konföderation anstrebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzt Faye einen Akzent in einer der schwierigsten Phasen der westafrikanischen Regionalpolitik. Mali, Burkina Faso und Niger haben ECOWAS verlassen und sich in der Konföderation der Allianz der Sahelstaaten zusammengeschlossen. Senegal grenzt unmittelbar an Mali und betrachtet die dortige Ausbreitung bewaffneter Gruppen auch als Gefahr für die eigene Sicherheit.</p>



<h2 id="h-faye-terrorismus-kennt-keine-grenzen" class="wp-block-heading"><span id="faye-terrorismus-kennt-keine-grenzen">Faye: Terrorismus kennt keine Grenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der UN-Generalversammlung erklärte Faye, der Sahel dürfe angesichts des grenzüberschreitenden Terrorismus nicht sich selbst überlassen werden. <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-uebernimmt-ecowas-fuehrung-neue-eco-waehrung-und-antiterrorkampf-sollen-jetzt-kommen/" data-type="post" data-id="29612">Als ECOWAS-Vorsitzender werde er sich gemeinsam mit der Afrikanischen Union und den Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit in der Region einsetzen. Die Stabilisierung des Sahel müsse weiterverfolgt werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie unmittelbar Dakar die Bedrohung inzwischen betrachtet, erläuterte Faye anschließend im Interview mit&nbsp;<em>RFI</em>&nbsp;und&nbsp;<em>France 24</em>. Die Sicherheitslage im Nachbarland Mali betreffe zwangsläufig auch Senegal. „Der Terrorismus kennt keine Grenzen“, sagte der Präsident. Kein Staat könne davon ausgehen, vor Angriffen geschützt zu sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSBYhyJXYAMkfAD-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-30284 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSBYhyJXYAMkfAD-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSBYhyJXYAMkfAD-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSBYhyJXYAMkfAD-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSBYhyJXYAMkfAD-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSBYhyJXYAMkfAD-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSBYhyJXYAMkfAD-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSBYhyJXYAMkfAD-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSBYhyJXYAMkfAD-1160x773.jpeg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Senegal treffe deshalb gemeinsam mit anderen Staaten Vorkehrungen gegen mögliche Anschläge. Faye nannte insbesondere den Austausch von Geheimdienstinformationen und verwies darauf, dass es zeitweise gemeinsame Patrouillen gegeben habe. Die Sicherheitsbehörden blieben auch mit Blick auf die bevorstehenden Olympischen Jugendspiele in Dakar wachsam.</p>
</div></div>



<h2 id="h-ecowas-akzeptiert-austritt-der-sahelstaaten" class="wp-block-heading"><span id="ecowas-akzeptiert-austritt-der-sahelstaaten">ECOWAS akzeptiert Austritt der Sahelstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Politisch deutete Faye zugleich an, dass er gegenüber Mali, Burkina Faso und Niger nicht auf eine schnelle Rückkehr zu ECOWAS drängt. <a href="https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/">Der Austritt der drei Länder sei eine souveräne Entscheidung, die respektiert werde.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/togo-arbeitet-mit-russischen-militaerausbildern-und-wirbt-fuer-zusammenarbeit-mit-aes-staaten/" data-type="post" data-id="30241">Stattdessen gehe es darum, Bedingungen für eine Koexistenz von ECOWAS und der Konföderation der Sahelstaaten zu schaffen.</a> Personen und Waren müssten sich weiterhin bewegen können, auch der Handel zwischen den Ländern beider Zusammenschlüsse solle funktionieren. Dafür sei bereits ein Dialog eingeleitet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye schloss dabei weitere persönliche Vermittlungsreisen nicht aus. Seine erste Reise als ECOWAS-Vorsitzender führte ihn nach Mali. Auf die Frage, ob Besuche in Burkina Faso und Niger folgen könnten, erklärte er, er könne je nach Bedarf und Verfügbarkeit jedes afrikanische Land besuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ECOWAS habe zudem einen Sondervermittler benannt. Senegal werde mit allen Seiten sprechen, unabhängig davon, welcher Regionalorganisation sie angehörten, sagte Faye. Sollte sich die politische Haltung der Sahelstaaten künftig verändern, könne auch darüber gesprochen werden. Vorrangig gehe es jedoch darum, den Austritt so zu organisieren, dass die Staaten im gemeinsamen westafrikanischen Raum weiter zusammenarbeiten können.</p>



<h2 id="h-senegal-verbindet-sahel-politik-mit-un-reform" class="wp-block-heading"><span id="senegal-verbindet-sahel-politik-mit-un-reform">Senegal verbindet Sahel-Politik mit UN-Reform</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Faye stellte die regionale Sicherheitsfrage in New York zugleich in einen größeren Zusammenhang. Die Vielzahl bewaffneter Konflikte und die Ausbreitung des Terrorismus seien Ausdruck einer internationalen Ordnung, deren Institutionen an Vertrauen verloren hätten. Senegal setze deshalb nicht auf eine Abkehr vom Multilateralismus, sondern auf eine stärkere und repräsentativere UN.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wurde der Präsident beim UN-Sicherheitsrat. Dessen heutige Zusammensetzung entspreche nicht mehr den internationalen Realitäten. Senegal unterstützt den afrikanischen Ezulwini-Konsens zur Reform des Rates und kündigte zugleich eine eigene Kandidatur für einen nichtständigen Sitz in den Jahren 2032 und 2033 an. Eine Erweiterung dürfe allerdings nicht zu zusätzlicher Handlungsunfähigkeit führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Senegal hat außerdem rund 30 Kilometer von Dakar entfernt aus eigenen Mitteln ein gemeinsames UN-Zentrum errichtet, in dem Einrichtungen des UN-Systems in der Region zusammengeführt werden sollen. Faye präsentierte das Projekt als praktischen Beitrag zu einer effizienteren Arbeit der Vereinten Nationen.</p>



<h2 id="h-faye-wirbt-erneut-fur-macky-sall" class="wp-block-heading"><span id="faye-wirbt-erneut-fuer-macky-sall">Faye wirbt erneut für Macky Sall</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/senegal-stellt-sich-hinter-macky-sall-als-un-generalsekretaer/">Mit seiner Rede verband Faye die Reformforderung mit einer erneuten Unterstützung für seinen Amtsvorgänger Macky Sall bei der Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs. </a>Die Vereinten Nationen benötigten in der gegenwärtigen Krise eine Führung, die mit unterschiedlichen Staaten sprechen und zwischen ihnen Brücken bauen könne, erklärte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall ist offiziell Kandidat im laufenden Auswahlverfahren. Seine Kandidatur wurde im März von Burundi eingereicht. Die Vereinten Nationen führen ihn neben mehreren weiteren Bewerbern auf ihrer offiziellen Kandidatenliste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Interview mit&nbsp;<em>RFI</em>&nbsp;und&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;wies Faye Zweifel an Salls Aussichten zurück. Entscheidend sei letztlich die Haltung der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates. Senegal führe Gespräche mit den Staaten, die über die Auswahl mitentscheiden. Faye begründete seine Unterstützung zugleich mit der Forderung nach stärkerer afrikanischer Repräsentation und verwies auf Salls Positionen zur Reform der internationalen Finanzarchitektur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat spielt bei der Nachfolge von António Guterres die zentrale Rolle: Die Generalversammlung ernennt den Generalsekretär auf Empfehlung des Sicherheitsrates. Das Auswahlverfahren für die neue Amtszeit ab 2027 läuft bereits.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Liberias Präsident: &#8220;Finanzsystem kann nicht von Wenigen regiert werden!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/liberias-praesident-finanzsystem-kann-nicht-von-wenigen-regiert-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 16:23:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Liberia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liberia kennt den UN-Sicherheitsrat aus zwei Perspektiven: Einst entschied das Gremium über eine Friedensmission für das vom Bürgerkrieg zerstörte Land, heute sitzt Liberia selbst darin. Präsident Joseph Boakai fordert nun zwei ständige Afrika-Sitze mit allen Rechten: „Diese historische Ungerechtigkeit ist nicht länger hinnehmbar.“<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fliberias-praesident-finanzsystem-kann-nicht-von-wenigen-regiert-werden%2F&amp;action_name=Liberias%20Pr%C3%A4sident%3A%20%26%238220%3BFinanzsystem%20kann%20nicht%20von%20Wenigen%20regiert%20werden%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Liberia fordert für Afrika mindestens zwei ständige Sitze im UN-Sicherheitsrat mit sämtlichen Rechten einschließlich des Vetos, solange dieses Instrument besteht. Präsident Joseph Nyuma Boakai erhob die Forderung am Donnerstag, 24. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York. Liberia sitzt derzeit selbst als nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat und gehört zu den vier afrikanischen Staaten, die 1945 an der Gründung der Vereinten Nationen beteiligt waren. Boakai verband die Forderung nach mehr afrikanischem Einfluss mit einem grundlegenden Umbau der internationalen Finanzordnung und verwies auf die eigene Entwicklung Liberias vom Bürgerkrieg zu einer demokratischen Staatsordnung.</p>



<h2 id="h-diese-historische-ungerechtigkeit-ist-nicht-langer-hinnehmbar" class="wp-block-heading"><span id="diese-historische-ungerechtigkeit-ist-nicht-laenger-hinnehmbar">„Diese historische Ungerechtigkeit ist nicht länger hinnehmbar“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai machte die Zusammensetzung des Sicherheitsrats zu einem Schwerpunkt seiner Rede. Afrika habe rund 1,5 Milliarden Einwohner und stelle nahezu ein Drittel der UN-Mitgliedschaft, verfüge aber über keinen einzigen ständigen Sitz in dem Gremium, das über internationale Sicherheit und Frieden entscheidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese historische Ungerechtigkeit ist nicht länger hinnehmbar“, sagte der liberianische Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia unterstützt damit die gemeinsame afrikanische Position, die im Ezulwini-Konsens und in der Erklärung von Sirte festgehalten ist. Sie verlangt mindestens zwei ständige und zusätzliche nichtständige Sitze für Afrika. Solange die fünf bisherigen ständigen Mitglieder über ein Vetorecht verfügen, soll dieses auch den afrikanischen ständigen Mitgliedern zustehen. Liberia hatte diese Position bereits bei den UN-Verhandlungen zur Reform des Sicherheitsrats im April bekräftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Korrektur dieses Ungleichgewichts ist kein Gefallen an Afrika“, sagte Boakai. Sie sei notwendig, um Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Legitimität der Vereinten Nationen zu stärken.</p>



<h2 id="h-liberia-sitzt-inzwischen-selbst-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="liberia-sitzt-inzwischen-selbst-im-sicherheitsrat">Liberia sitzt inzwischen selbst im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Forderung verleiht Liberias eigene Rolle bei den Vereinten Nationen zusätzliches Gewicht. Das westafrikanische Land gehört seit Januar 2026 für zwei Jahre dem Sicherheitsrat an. Neben Liberia vertreten derzeit die Demokratische Republik Kongo und Somalia Afrika als gewählte Mitglieder des Gremiums.&nbsp;<a href="https://main.un.org/securitycouncil/en/content/current-members?utm_source=chatgpt.com">Vereinte Nationen</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia war außerdem eines von nur vier afrikanischen Ländern, die 1945 an der Gründungskonferenz der Vereinten Nationen in San Francisco teilnahmen. Neben Liberia waren dies Ägypten, Äthiopien und Südafrika.&nbsp;<a href="https://africarenewal.un.org/en/magazine/four-african-countries-founding-un-san-francisco-1945?utm_source=chatgpt.com">Afrikaerneuerung</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai stellte diese Geschichte in einen direkten Zusammenhang mit der heutigen Reformdebatte. Vertrauen in den Multilateralismus sei nicht deshalb geschwächt, weil die Grundsätze der UN-Charta überholt seien, sondern weil sie international „inkonsequent und selektiv“ angewandt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine effizientere Verwaltung allein reiche deshalb nicht aus. Eine tatsächliche Reform müsse die Machtstrukturen des Sicherheitsrats verändern.</p>



<h2 id="h-vom-burgerkrieg-zum-mitglied-des-sicherheitsrats" class="wp-block-heading"><span id="vom-buergerkrieg-zum-mitglied-des-sicherheitsrats">Vom Bürgerkrieg zum Mitglied des Sicherheitsrats</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai griff dabei auch auf die jüngere Geschichte seines Landes zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nachdem Liberia aus der Asche des Konflikts aufgestiegen ist und sich zu einer widerstandsfähigen Demokratie entwickelt hat, ist es der lebende Beweis dafür, dass Dialog Spaltung überwinden kann und Institutionen aufgebaut werden können“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberias Bürgerkriege verwüsteten das Land über mehr als ein Jahrzehnt. Nach dem Friedensabkommen von 2003 entsandten die Vereinten Nationen die Friedensmission UNMIL. Sie unterstützte unter anderem die Entwaffnung ehemaliger Kämpfer, den Wiederaufbau von Polizei und Streitkräften sowie mehrere Wahlen. Im März 2018 beendete UNMIL nach fast 15 Jahren ihren Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute sitzt Liberia selbst in jenem Sicherheitsrat, der 2003 die UN-Mission für das Land eingerichtet hatte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="595" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/7a5640f3-429a-4707-9674-8f103c0275c9-1024x595.jpeg" alt="" class="wp-image-30280 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/7a5640f3-429a-4707-9674-8f103c0275c9-1024x595.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/7a5640f3-429a-4707-9674-8f103c0275c9-300x174.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/7a5640f3-429a-4707-9674-8f103c0275c9-768x446.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/7a5640f3-429a-4707-9674-8f103c0275c9-1536x892.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/7a5640f3-429a-4707-9674-8f103c0275c9-380x221.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/7a5640f3-429a-4707-9674-8f103c0275c9-800x465.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/7a5640f3-429a-4707-9674-8f103c0275c9-1160x674.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/7a5640f3-429a-4707-9674-8f103c0275c9.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Boakai stellte die eigene Erfahrung deshalb auch als Argument für stärkere Krisenprävention heraus. Internationale Politik müsse mehr in Vermittlung, Frühwarnsysteme und vorbeugende Diplomatie investieren, bevor Gesellschaften in bewaffnete Konflikte abrutschten.</p>
</div></div>



<h2 id="h-boakai-fordert-umbau-von-weltbank-und-iwf" class="wp-block-heading"><span id="boakai-fordert-umbau-von-weltbank-und-iwf">Boakai fordert Umbau von Weltbank und IWF</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Reformforderungen beschränkte der Präsident nicht auf die Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai verlangte einen „dringenden strukturellen Umbau“ der internationalen Finanzarchitektur. Entwicklungsländer benötigten langfristig bezahlbare Finanzierung, tragfähige Schulden und verlässlich verfügbares Entwicklungskapital statt steigender Zinsen, „die das Überleben bedrohen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders Weltbank und Internationaler Währungsfonds müssten Entwicklungsländern mehr Einfluss auf Entscheidungen geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ein Finanzsystem, das über das Schicksal von Milliarden Menschen entscheidet, kann nicht weiterhin von so wenigen regiert werden“, sagte Boakai.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er stellte die Governance der internationalen Finanzinstitutionen damit in dieselbe Reformdebatte wie den Sicherheitsrat. Beide Strukturen spiegelten aus Sicht Liberias Machtverhältnisse wider, die stärker von der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg als von den politischen und wirtschaftlichen Realitäten des 21. Jahrhunderts geprägt seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reform sei deshalb keine technische Frage. Sie entscheide darüber, ob Entwicklungsländer ausreichend investieren könnten, um die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.</p>



<h2 id="h-klimafolgen-treffen-liberia-trotz-geringer-emissionen" class="wp-block-heading"><span id="klimafolgen-treffen-liberia-trotz-geringer-emissionen">Klimafolgen treffen Liberia trotz geringer Emissionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Klimafinanzierung ordnete Boakai in diese Forderung nach veränderten internationalen Finanzstrukturen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia verursache selbst nur einen sehr kleinen Teil der weltweiten Treibhausgasemissionen, sei aber von Küstenerosion, Überschwemmungen und Veränderungen landwirtschaftlicher Anbauzyklen betroffen. Industriestaaten müssten deshalb ihre Finanzierungszusagen erfüllen und die vereinbarten Mechanismen für klimabedingte Verluste und Schäden tatsächlich finanzieren, forderte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia verwies zugleich auf seine Wälder als bedeutenden Kohlenstoffspeicher. Nach Boakais Angaben befinden sich 42 Prozent des noch verbliebenen Regenwaldes von Oberguinea im Land.</p>



<h2 id="h-westafrika-kampft-mit-neuen-sicherheitsrisiken" class="wp-block-heading"><span id="westafrika-kaempft-mit-neuen-sicherheitsrisiken">Westafrika kämpft mit neuen Sicherheitsrisiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als derzeitiges Sicherheitsratsmitglied will Liberia zudem Bedrohungen stärker auf die internationale Agenda bringen, die über klassische zwischenstaatliche Kriege hinausgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai nannte organisierte Kriminalität, Cyberangriffe und illegalen Handel entlang der Seewege im Golf von Guinea. <a href="https://fokus-afrika.de/liberias-praesident-boakai-geraet-unter-druck-verbuendete-wenden-sich-ab/" data-type="post" data-id="13226">Liberia gehe bereits stärker gegen transnationale Drogenkartelle vor, benötige aber internationale Unterstützung bei Küstenüberwachung, Informationsaustausch und Sicherheitstechnologien.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Staat könne grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke allein kontrollieren, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verbindet Monrovia die Sicherheitsfrage mit der wirtschaftlichen Entwicklung Westafrikas. Instabile Küstenräume, organisierte Kriminalität und illegale Handelsströme gefährden aus Sicht der Regierung nicht nur einzelne Länder, sondern zunehmend die gesamte Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai stellte Liberias eigene Nachkriegsgeschichte dabei als Ausgangspunkt seiner Forderungen an das internationale System: Institutionen könnten nach schweren Konflikten wieder aufgebaut werden. Die dafür benötigten internationalen Strukturen müssten Entwicklungsländern jedoch mehr Einfluss, verlässliche Finanzierung und gleichberechtigte politische Repräsentation ermöglichen.</p>
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		<title>Komoren verschärfen Mayotte-Streit mit Frankreich: „Unsere Souveränität steht nicht zum Verkauf“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/komoren-verschaerfen-mayotte-streit-mit-frankreich-unsere-souveraenitaet-steht-nicht-zum-verkauf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 15:17:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Komoren]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Besonders verwies er auf die Folgen der Konflikte im Nahen Osten. Unterbrechungen wichtiger Handels- und Energierouten bedrohten Lebensmittel- und Energieversorgung von Staaten wie den Komoren, deren Wirtschaft stark von Importen abhängig sei.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkomoren-verschaerfen-mayotte-streit-mit-frankreich-unsere-souveraenitaet-steht-nicht-zum-verkauf%2F&amp;action_name=Komoren%20versch%C3%A4rfen%20Mayotte-Streit%20mit%20Frankreich%3A%20%E2%80%9EUnsere%20Souver%C3%A4nit%C3%A4t%20steht%20nicht%20zum%20Verkauf%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Komorens Präsident Azali Assoumani hat den Streit mit Frankreich um Mayotte bei den Vereinten Nationen deutlich verschärft und Paris vorgeworfen, Entwicklungshilfe als Druckmittel in der Migrationspolitik einzusetzen. Er sprach am Donnerstag, 24. September 2026, vor der 81. UN-Generalversammlung in New York. Hintergrund ist die Ankündigung des französischen Premierministers Sébastien Lecornu, einen Teil der Entwicklungshilfe für die Komoren und weitere afrikanische Staaten von ihrer Zusammenarbeit bei der Eindämmung irregulärer Migration nach Mayotte abhängig zu machen. Moroni betrachtet die von Frankreich verwaltete Insel weiterhin als Teil seines Staatsgebiets und weist deshalb auch Rückführungen von Komorern aus Mayotte grundsätzlich anders ein als Paris.&nbsp;</p>



<h2 id="h-assoumani-greift-franzosische-migrationspolitik-an" class="wp-block-heading"><span id="assoumani-greift-franzoesische-migrationspolitik-an">Assoumani greift französische Migrationspolitik an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Für die komorische Nation steht die Souveränität über den gesamten Archipel nicht zum Verkauf“, sagte Assoumani vor der Generalversammlung. Er kritisierte französische Maßnahmen in Mayotte und wandte sich gegen Kooperationen anderer Staaten mit den dortigen Behörden, soweit sie aus Sicht Moronis den französischen Status der Insel anerkennen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders scharf reagierte der Präsident auf Lecornus Ankündigung vom August. Frankreich will Entwicklungshilfe stärker davon abhängig machen, ob Herkunftsstaaten bei der Rücknahme von Migranten und im Kampf gegen irreguläre Migration nach Mayotte kooperieren. Betroffen sind neben den Komoren unter anderem die Demokratische Republik Kongo, Burundi, Tansania, Ruanda, Somalia und Kenia.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die komorische Regierung hatte den Vorstoß bereits Ende August als „unerträglich herablassend“ zurückgewiesen. Paris wolle Entwicklungshilfe als Druckmittel einsetzen, kritisierte Moroni damals.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Assoumani griff diesen Konflikt nun auf der größten diplomatischen Bühne erneut auf. „Frankreichs einseitige Maßnahmen, insbesondere in Afrika, stehen unseren Erwartungen entgegen“, sagte er.&nbsp;</p>



<h2 id="h-mayotte-bleibt-kernkonflikt-zwischen-paris-und-moroni" class="wp-block-heading"><span id="mayotte-bleibt-kernkonflikt-zwischen-paris-und-moroni">Mayotte bleibt Kernkonflikt zwischen Paris und Moroni</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit reicht bis zur Unabhängigkeit der Komoren zurück. Beim Referendum von 1974 stimmten die drei Inseln Grande Comore, Anjouan und Mohéli mehrheitlich für die Unabhängigkeit. Auf Mayotte votierte dagegen eine Mehrheit für den Verbleib bei Frankreich. Paris organisierte dort 1976 ein weiteres Referendum, bei dem sich erneut eine große Mehrheit gegen den Anschluss an den neuen komorischen Staat aussprach. Frankreich beruft sich bis heute auf dieses Selbstbestimmungsrecht. Seit 2011 ist Mayotte das 101. französische Département.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Komoren akzeptieren diese Trennung nicht. Auch die UN-Generalversammlung stellte sich nach der Unabhängigkeit mehrfach hinter die Position Moronis. Resolution 31/4 von 1976 bekräftigte die Souveränität der Komoren über Mayotte. Spätere Resolutionen wiederholten diese Position und forderten Frankreich zu Verhandlungen über die Insel auf.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris vertritt dagegen die Auffassung, dass Mayottes Verbleib bei Frankreich mit dem Selbstbestimmungsrecht der Inselbevölkerung vereinbar sei. Das französische Außenministerium bezeichnet Mayotte ausdrücklich als französisches Département, über das die Komoren weiterhin Souveränität beanspruchen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit stehen sich zwei grundlegend unterschiedliche Sichtweisen gegenüber: Frankreich verweist auf die Abstimmungen der Bevölkerung von Mayotte, Moroni auf die territoriale Einheit des früheren Archipels und die entsprechenden Resolutionen der UN-Generalversammlung.</p>



<h2 id="h-migration-verscharft-den-alten-territorialstreit" class="wp-block-heading"><span id="migration-verschaerft-den-alten-territorialstreit">Migration verschärft den alten Territorialstreit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der ungelöste Statuskonflikt ist eng mit der Migrationsfrage verbunden. Viele Menschen von den übrigen Komoren versuchen, Mayotte über den rund 70 Kilometer breiten Meeresarm zwischen Anjouan und der französisch verwalteten Insel zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich betrachtet diese Überfahrten als irreguläre Migration in französisches Staatsgebiet. Die komorische Regierung argumentiert dagegen, Komorer bewegten sich innerhalb eines Archipels, über den Moroni weiterhin Souveränität beansprucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Migrationsfrage gehört seit Jahren zu den wichtigsten Streitpunkten in den bilateralen Beziehungen. Frankreich und die Komoren vereinbarten 2019 einen Partnerschaftsrahmen, der sowohl Entwicklungszusammenarbeit als auch die Bekämpfung irregulärer Migration umfasst.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/streit-um-mayotte-eskaliert-frankreich-droht-komoren-mit-entzug-der-entwicklungshilfe/" data-type="post" data-id="29656">Lecornus Ankündigung, die Entwicklungshilfe künftig noch enger an migrationspolitische Kooperation zu binden, hat diesen Konflikt erneut verschärft.</a></p>



<h2 id="h-krieg-im-nahen-osten-trifft-importabhangige-inselstaaten" class="wp-block-heading"><span id="krieg-im-nahen-osten-trifft-importabhaengige-inselstaaten">Krieg im Nahen Osten trifft importabhängige Inselstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Assoumani verband den Streit mit Frankreich mit einer breiteren Kritik an der internationalen Ordnung. Die Ziele der Agenda 2030 seien für die Komoren trotz eigener Anstrengungen inzwischen „außer Reichweite“, sagte er.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="561" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-1024x561.jpeg" alt="" class="wp-image-30276 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-1024x561.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-300x164.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-768x420.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-1536x841.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-380x208.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-800x438.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-1160x635.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders verwies er auf die Folgen der Konflikte im Nahen Osten. Unterbrechungen wichtiger Handels- und Energierouten bedrohten Lebensmittel- und Energieversorgung von Staaten wie den Komoren, deren Wirtschaft stark von Importen abhängig sei.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident forderte ein Ende der Kämpfe und die Umsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina. In seiner Rede machte er Israel für eine Ausweitung der militärischen Auseinandersetzungen auf Syrien und den Libanon verantwortlich und sprach von schweren Folgen für die Zivilbevölkerung. Diese Aussagen geben die Position der komorischen Regierung wieder.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die internationale Gemeinschaft wird ihre Glaubwürdigkeit zunächst dadurch zurückgewinnen, dass sie dringend handelt, um die Waffen zum Schweigen zu bringen und ziviles Leben zu schützen – israelisches, palästinensisches, libanesisches oder syrisches“, sagte Assoumani.</p>



<h2 id="h-kleine-inselstaaten-verlangen-andere-finanzierungsregeln" class="wp-block-heading"><span id="kleine-inselstaaten-verlangen-andere-finanzierungsregeln">Kleine Inselstaaten verlangen andere Finanzierungsregeln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationalen Krisen treffen nach seiner Darstellung auf strukturelle Probleme kleiner Inselstaaten. Die Komoren fordern deshalb eine Reform der internationalen Finanzarchitektur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kredit- und Hilfskriterien orientierten sich zu stark am Pro-Kopf-Einkommen und bildeten die besondere Verwundbarkeit kleiner Inselstaaten nicht ausreichend ab, argumentierte Assoumani. Klimarisiken, hohe Importabhängigkeit und externe wirtschaftliche Schocks müssten stärker berücksichtigt werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der seit 2019 laufende Entwicklungsplan „Emerging Comoros“ benötigt nach Angaben der Regierung über zehn Jahre rund 5,2 Milliarden US-Dollar. Assoumani bezifferte das Wirtschaftswachstum für 2025 auf 3,8 Prozent, nach 1,9 Prozent im Jahr 2019. Für die Jahre 2027 bis 2030 kündigte er eine beschleunigte Umsetzung des Programms an. Diese Zahlen und Ziele stammen von der komorischen Regierung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den nächsten Führungswechsel an der Spitze der Vereinten Nationen verband Assoumani deshalb mit einer Forderung nach stärkerer Berücksichtigung kleiner Insel- und Entwicklungsländer. Die UN müssten sich über nationale und geopolitische Interessen erheben und „einen glaubwürdigeren Multilateralismus“ ermöglichen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Somalia fordert Machtverschiebung bei UN-Hilfe – alte Denkmuster gehören „auf den Müllhaufen der Geschichte“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/somalia-fordert-machtverschiebung-bei-un-hilfe-alte-denkmuster-gehoeren-auf-den-muellhaufen-der-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 14:57:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Somalia will nicht länger als Staat behandelt werden, dessen Institutionen internationale Partner ersetzen müssen. Präsident Hassan Sheikh Mohamud fordert mehr Kontrolle über UN-Hilfe – und sagt, alte Vorstellungen über fehlende somalische Fähigkeiten gehörten „auf den Müllhaufen der Geschichte“.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsomalia-fordert-machtverschiebung-bei-un-hilfe-alte-denkmuster-gehoeren-auf-den-muellhaufen-der-geschichte%2F&amp;action_name=Somalia%20fordert%20Machtverschiebung%20bei%20UN-Hilfe%20%E2%80%93%20alte%20Denkmuster%20geh%C3%B6ren%20%E2%80%9Eauf%20den%20M%C3%BCllhaufen%20der%20Geschichte%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Somalia fordert, internationale Hilfe künftig stärker über nationale Institutionen zu steuern und die Vorstellung zu beenden, das Land verfüge nicht über ausreichende staatliche Kapazitäten. Präsident Hassan Sheikh Mohamud formulierte den Anspruch am Donnerstag, 24. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York. Ein großer Teil der UN-Unterstützung laufe weiterhin über parallele Strukturen und außerhalb des somalischen Staatshaushalts, kritisierte er. Zugleich verband Mohamud den Anspruch auf mehr Eigenverantwortung mit direkten Wahlen, einer gesicherten Finanzierung der afrikanischen Sicherheitsmission und mehr Einfluss Afrikas im UN-Sicherheitsrat.&nbsp;</p>



<h2 id="h-mohamud-will-das-verhaltnis-zu-den-un-neu-ordnen" class="wp-block-heading"><span id="mohamud-will-das-verhaeltnis-zu-den-un-neu-ordnen">Mohamud will das Verhältnis zu den UN neu ordnen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit mehr als drei Jahrzehnten begleiten die Vereinten Nationen Staatsaufbau, humanitäre Hilfe und Sicherheitsprozesse in Somalia. Für Mohamud ist dieses Modell an einem Punkt angelangt, an dem sich die Rollen verändern müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia verlange keinen Rückzug der UN, sagte der Präsident. Nötig sei vielmehr „eine verantwortungsvollere, strategischere und ergebnisorientierte Partnerschaft“, in der somalische Institutionen die Führung bei der Umsetzung übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung Mohamuds wird ein großer Teil internationaler Hilfe weiterhin über parallele Strukturen, einzelne Projekte und außerhalb des nationalen Haushalts abgewickelt. Dies erschwere der Regierung Planung und Koordinierung und behindere den langfristigen Aufbau staatlicher Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wurde der Präsident bei einem Grundsatz, der die internationale Zusammenarbeit mit Somalia über Jahrzehnte geprägt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorstellung aus der früheren UN-Entwicklungspolitik, Länder wie Somalia verfügten grundsätzlich nicht über ausreichende eigene Kapazitäten, müsse „dauerhaft auf den Müllhaufen der Geschichte verbannt werden“, sagte Mohamud.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben heute fähige Menschen, Institutionen und politische Konzepte, die unsere nationale Transformation selbstbewusst steuern.“&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen haben ihre politische Präsenz in Somalia bereits schrittweise verändert. Die frühere Unterstützungsmission UNSOM wurde Ende Oktober 2024 beendet und durch die Übergangsmission UNTMIS ersetzt. Deren Aufgaben sollen zunehmend an somalische Behörden, das UN-Länderteam und andere Akteure übergehen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-direkte-wahlen-sollen-ein-kapitel-seit-1969-schliessen" class="wp-block-heading"><span id="direkte-wahlen-sollen-ein-kapitel-seit-1969-schliessen">Direkte Wahlen sollen ein Kapitel seit 1969 schließen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mohamud verband den Anspruch auf stärkere nationale Verantwortung mit der politischen Ordnung des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalias letzte landesweite Wahl nach allgemeinem Wahlrecht fand 1969 statt. Seither wurden nationale politische Ämter über unterschiedliche indirekte Verfahren bestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Heute sind wir entschlossen, diese Geschichte zu ändern“, sagte Mohamud.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/somalia-verabschiedet-neue-verfassung/">Die laufende Verfassungsreform solle die Grundlagen für allgemeines Wahlrecht, verantwortliche Institutionen und ein Mehrparteiensystem schaffen.</a> Ziel sei eine Demokratie, „in der Differenzen durch Dialog, Recht und Wahlen gelöst werden, nicht durch Gewalt“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg dorthin ist jedoch innenpolitisch umstritten. Im Juni 2026 warnten die Vereinten Nationen nach gewaltsamen Auseinandersetzungen in Mogadischu vor einer erneuten Eskalation des Streits um den Wahlfahrplan. UN-Generalsekretär António Guterres forderte Regierung und andere politische Akteure auf, ihre Gespräche wieder aufzunehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Streitpunkten gehören Verfassungsänderungen und der künftige Wahlmodus.<a href="https://fokus-afrika.de/wahlkommission-gibt-zeitplan-fuer-wahlen-bekannt/" data-type="post" data-id="13576"> Im ersten Halbjahr 2026 wurden die Mandate von Parlament und Präsident um ein Jahr verlängert und die nächsten Wahlen entsprechend verschoben. </a>Internationale Partner forderten daraufhin einen politischen Konsens über einen Wahlfahrplan. Die Beziehungen der Bundesregierung in Mogadischu zu den Regionalregierungen Puntland und Jubaland blieben ebenfalls angespannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit steht der von Mohamud vor den UN beschriebene Übergang zu einer direkten Demokratie zugleich vor der Aufgabe, einen Wahlmodus zu finden, der von den wesentlichen politischen Kräften des föderalen Systems mitgetragen wird.</p>



<h2 id="h-somalia-verlangt-geld-fur-die-sicherheitsubergabe" class="wp-block-heading"><span id="somalia-verlangt-geld-fuer-die-sicherheitsuebergabe">Somalia verlangt Geld für die Sicherheitsübergabe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Sicherheitspolitik beansprucht Mogadischu schrittweise mehr Verantwortung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia befinde sich weiterhin „an der Frontlinie“ des Kampfes gegen internationalen Terrorismus, sagte Mohamud. Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an somalische Institutionen müsse jedoch ausreichend finanziert und schrittweise umgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hob er die Unterstützung für die African Union Support and Stabilization Mission in Somalia, AUSSOM, hervor. Die AU-Mission unterstützt somalische Sicherheitskräfte insbesondere im Kampf gegen Al-Shabaab und soll zugleich die weitere Übernahme von Sicherheitsaufgaben durch Somalia ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Finanzierung bleibt offen. Für 2025 belief sich das AUSSOM-Budget nach Angaben in einem Bericht des UN-Generalsekretärs auf 154,7 Millionen Dollar. Mitte 2026 bestand davon noch eine Finanzierungslücke von etwa 38,5 Millionen Dollar. <a href="https://fokus-afrika.de/somalia-bietet-den-usa-militaerischen-zugang-zu-haefen-und-flughaefen/">Im Sicherheitsrat gibt es zudem unterschiedliche Positionen darüber, ob und in welchem Umfang die Mission über reguläre UN-Beiträge finanziert werden soll. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat verlängerte das Mandat der Mission bis Ende 2026 und autorisierte weiterhin bis zu 11.826 uniformierte Kräfte.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="582" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/28bbc093-b5b9-4c6d-84c5-bc78bd39d601-1024x582.jpeg" alt="" class="wp-image-30271 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/28bbc093-b5b9-4c6d-84c5-bc78bd39d601-1024x582.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/28bbc093-b5b9-4c6d-84c5-bc78bd39d601-300x171.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/28bbc093-b5b9-4c6d-84c5-bc78bd39d601-768x437.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/28bbc093-b5b9-4c6d-84c5-bc78bd39d601-1536x874.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/28bbc093-b5b9-4c6d-84c5-bc78bd39d601-380x216.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/28bbc093-b5b9-4c6d-84c5-bc78bd39d601-800x455.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/28bbc093-b5b9-4c6d-84c5-bc78bd39d601-1160x660.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/28bbc093-b5b9-4c6d-84c5-bc78bd39d601.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mohamuds Forderung nach stärkerer somalischer Führung bedeutet damit nicht den Verzicht auf internationale Unterstützung. Mogadischu will Sicherheitskräfte, staatliche Institutionen und Entwicklungsprogramme zunehmend selbst steuern, verlangt dafür aber weiterhin internationale Finanzierung und technische Unterstützung.</p>
</div></div>



<h2 id="h-von-krisenhilfe-zur-pravention" class="wp-block-heading"><span id="von-krisenhilfe-zur-praevention">Von Krisenhilfe zur Prävention</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Art der internationalen Finanzierung stellte Mohamud infrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu viele Mittel würden erst mobilisiert, nachdem Konflikte, Dürren oder andere Katastrophen bereits eingetreten seien. Somalia fordere deshalb einen stärkeren Wechsel von Krisenreaktion zu Vorsorge, resilienter Infrastruktur und Frühwarnmaßnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Lasst uns nicht nur in die Bewältigung von Krisen investieren, sondern auch in ihre Verhinderung“, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Forderung trifft Somalia unmittelbar. Wiederkehrende Dürren, Überschwemmungen und die Gewalt von Al-Shabaab belasten den Staatshaushalt und die humanitäre Versorgung. Gleichzeitig versucht die Bundesregierung in Mogadischu nach dem internationalen Schuldenerlass, eigene Einnahmen zu erhöhen und das öffentliche Finanzmanagement auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mohamud bezifferte das reale Wirtschaftswachstum für 2026 auf 3,1 Prozent.</p>



<h2 id="h-afrika-soll-dauerhaft-im-sicherheitsrat-vertreten-sein" class="wp-block-heading"><span id="afrika-soll-dauerhaft-im-sicherheitsrat-vertreten-sein">Afrika soll dauerhaft im Sicherheitsrat vertreten sein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia übertrug seine Forderung nach institutioneller Eigenverantwortung zugleich auf die Vereinten Nationen selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mohamud verlangte einen repräsentativeren, transparenteren und handlungsfähigeren Sicherheitsrat. Afrika sei unter den ständigen Mitgliedern überhaupt nicht und unter den nichtständigen Mitgliedern nicht ausreichend vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese historische Ungerechtigkeit gegenüber 54 souveränen Staaten kann nicht unbegrenzt aufgeschoben werden“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia unterstützt damit die gemeinsame Position der Afrikanischen Union, die eine dauerhafte afrikanische Vertretung im Sicherheitsrat verlangt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Land sitzt derzeit selbst als gewähltes Mitglied im Sicherheitsrat. Sein Mandat läuft von 2025 bis Ende 2026. Neben Somalia gehören derzeit unter anderem die Demokratische Republik Kongo und Liberia dem Rat als afrikanische nichtständige Mitglieder an. Dauerhafte Sitze besitzen ausschließlich China, Frankreich, Russland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Lasst uns von Versprechen zu Ergebnissen kommen“, sagte Mohamud. Vertrauen in die Vereinten Nationen werde nicht durch weitere Erklärungen wiederhergestellt, sondern dadurch, dass Institutionen internationales Recht konsequent anwendeten und Ergebnisse lieferten, die Menschen tatsächlich wahrnehmen könnten. </p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/somalia-fordert-machtverschiebung-bei-un-hilfe-alte-denkmuster-gehoeren-auf-den-muellhaufen-der-geschichte/">Somalia fordert Machtverschiebung bei UN-Hilfe – alte Denkmuster gehören „auf den Müllhaufen der Geschichte“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>„Keine Rasse ist überlegen“: Mahama warnt vor Nationalismus und Ausgrenzung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/keine-rasse-ist-ueberlegen-mahama-warnt-vor-nationalismus-und-ausgrenzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 14:25:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mahama nannte Deutschland in New York dennoch ausdrücklich gemeinsam mit den Niederlanden und Frankreich als einen der Staaten, bei denen Ghana positive Schritte hin zu einem Dialog über reparative Gerechtigkeit sehe.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkeine-rasse-ist-ueberlegen-mahama-warnt-vor-nationalismus-und-ausgrenzung%2F&amp;action_name=%E2%80%9EKeine%20Rasse%20ist%20%C3%BCberlegen%E2%80%9C%3A%20Mahama%20warnt%20vor%20Nationalismus%20und%20Ausgrenzung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/keine-rasse-ist-ueberlegen-mahama-warnt-vor-nationalismus-und-ausgrenzung/">„Keine Rasse ist überlegen“: Mahama warnt vor Nationalismus und Ausgrenzung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ghanas Präsident John Dramani Mahama hat vor einer Politik gewarnt, die nationale, ethnische oder religiöse Zugehörigkeit gegen andere Menschen richtet und damit Fremdenfeindlichkeit, Verfolgung und Gewalt befördert. Er sprach am Donnerstag, 24. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York. „Keine Rasse ist überlegen. Keine Nation ist minderwertig“, sagte Mahama und stellte die Gleichwertigkeit jedes Menschen an den Anfang seiner außenpolitischen Botschaft. Daraus leitete er Forderungen nach Aufarbeitung der Versklavung von Afrikanern, gleichberechtigter Partnerschaft mit Afrika, einer Reform des Sicherheitsrats und einheitlichen Maßstäben bei aktuellen Kriegen ab.&nbsp;</p>



<h2 id="h-wenn-zugehorigkeit-zur-waffe-wird" class="wp-block-heading"><span id="wenn-zugehoerigkeit-zur-waffe-wird">Wenn Zugehörigkeit zur Waffe wird</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama begann seine Rede nicht mit Institutionen oder internationalen Machtverhältnissen, sondern mit der Frage, wohin Menschen gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er erzählte von seiner Herkunft aus Damongo im Norden Ghanas, von unterschiedlichen kulturellen Einflüssen und den Sprachen, mit denen er aufgewachsen ist. Zugehörigkeit gebe Menschen Halt und verbinde sie mit ihrer Geschichte, ihren Familien und ihrer Kultur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch genau diese Kraft könne politisch missbraucht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Zugehörigkeit aus politischem Kalkül zur Waffe gemacht wird, verwandelt sie sich in Nationalismus, Chauvinismus, Fremdenfeindlichkeit und gefährliche Vorurteile gegenüber Menschen, die als anders betrachtet werden“, sagte Mahama. Daraus könnten Diskriminierung, Vertreibung, Verfolgung und Krieg entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Gegenposition formulierte er in wenigen Sätzen: „Keine Rasse ist überlegen. Keine Nation ist minderwertig. Das Leben keines Kindes ist weniger wert wegen der Sprache, die es spricht, des Glaubens, den es bekennt, seiner Hautfarbe oder des Landes seiner Geburt.“&nbsp;</p>



<h2 id="h-von-ausgrenzung-fuhrt-mahama-zur-geschichte-der-versklavung" class="wp-block-heading"><span id="von-ausgrenzung-fuehrt-mahama-zur-geschichte-der-versklavung">Von Ausgrenzung führt Mahama zur Geschichte der Versklavung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von dieser Warnung schlug Mahama den Bogen zur Geschichte Afrikas und zur transatlantischen Versklavung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im März hatte Ghana in der UN-Generalversammlung die Resolution 80/250 eingebracht. Darin werden der Handel mit versklavten Afrikanern und die rassistisch begründete Besitzversklavung als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet. Die Resolution wurde am 25. März mit 123 Stimmen gegen drei bei 52 Enthaltungen angenommen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama erinnerte daran, dass Kritiker Ghana vorgeworfen hätten, alte Wunden wieder zu öffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind nicht gekommen, um zu spalten oder leere Urteile zu fällen. Wir sind gekommen, um Heilung zu suchen“, sagte er. Heilung verlange Wahrheit, Wahrheit verlange Anerkennung und Anerkennung müsse zu einer Form der Wiedergutmachung führen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei sprach Mahama nicht nur über historische Erinnerung. Er verband Sklaverei und Kolonialismus mit heutigen internationalen Wirtschaftsstrukturen. Unfaire Handelsbeziehungen, hohe Schulden, die Bewertung afrikanischer Staaten an den Finanzmärkten und der Export unverarbeiteter Rohstoffe seien aus seiner Sicht Ausdruck fortbestehender Ungleichgewichte.</p>



<h2 id="h-deutschland-enthielt-sich-bei-ghanas-un-resolution" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-enthielt-sich-bei-ghanas-un-resolution">Deutschland enthielt sich bei Ghanas UN-Resolution</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-vollversammlung-erklaert-versklavung-von-afrikanern-zum-schwersten-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit/" data-type="post" data-id="26053">Deutschland gehörte im März zu den 52 Staaten, die sich bei der von Ghana eingebrachten Resolution enthielten. </a>Die Bundesregierung begrüßte damals ausdrücklich die Initiative Ghanas und der Afrikanischen Union, erklärte aber, der Text werfe rechtliche und politische Probleme auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin kritisierte insbesondere die Bezeichnung als „schwerstes“ Verbrechen gegen die Menschlichkeit, weil daraus eine Hierarchie verschiedener Verbrechen abgeleitet werden könne. Zudem sah die Bundesregierung Fragen hinsichtlich der rückwirkenden Anwendung internationalen Rechts.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152317-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30267 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152317-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152317-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152317-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152317-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152317-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152317-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152317.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/reparationen-fuer-sklaverei-ghana-begruesst-macrons-kurswechsel/" data-type="post" data-id="27667">Mahama nannte Deutschland in New York dennoch ausdrücklich gemeinsam mit den Niederlanden und Frankreich als einen der Staaten, bei denen Ghana positive Schritte hin zu einem Dialog über reparative Gerechtigkeit sehe. </a></p>
</div></div>



<h2 id="h-afrika-sucht-keine-almosen" class="wp-block-heading"><span id="afrika-sucht-keine-almosen">„Afrika sucht keine Almosen“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der historischen Aufarbeitung entwickelte Mahama seine wirtschaftspolitische Forderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika sucht keine Almosen. Afrika sucht eine gleichberechtigte Partnerschaft, die auf gegenseitigem Respekt beruht“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-john-mahama-verspricht-neustart-fuer-ghana/">Der Kontinent verfüge über die jüngste Bevölkerung der Welt, große landwirtschaftliche Flächen und zentrale Rohstoffe für die globale Energiewende.</a> Daraus dürfe jedoch kein neuer Wettlauf um afrikanische Ressourcen entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama warnte davor, dass der Abbau von Lithium, Kobalt, Kupfer und anderen strategischen Rohstoffen alte koloniale Strukturen reproduziere, wenn die eigentliche Verarbeitung und Wertschöpfung außerhalb Afrikas stattfinde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden unsere Mineralien zu Hause verarbeiten. Wir werden lokale Industrien aufbauen, die menschenwürdige Arbeitsplätze für unsere Jugend schaffen. Und wir werden den Wert unserer natürlichen Ressourcen in Afrika halten“, sagte er.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Instrument dafür nannte er die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone AfCFTA, deren Sekretariat seinen Sitz in Accra hat. Sie soll innerafrikanischen Handel, Industrialisierung und regionale Wertschöpfung ausbauen.</p>



<h2 id="h-afrikas-fehlender-sitz-wird-fur-mahama-zur-frage-der-gleichheit" class="wp-block-heading"><span id="afrikas-fehlender-sitz-wird-fuer-mahama-zur-frage-der-gleichheit">Afrikas fehlender Sitz wird für Mahama zur Frage der Gleichheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama übertrug seine Argumentation anschließend auf die politischen Institutionen der Weltordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika habe rund 1,5 Milliarden Einwohner und stelle einen erheblichen Teil der UN-Mitgliedstaaten, verfüge aber weiterhin über keinen ständigen Sitz im Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist im 21. Jahrhundert grundsätzlich nicht hinnehmbar“, sagte der ghanaische Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er forderte ständige afrikanische Sitze mit sämtlichen Rechten und Pflichten, einschließlich des Vetorechts, solange dieses Instrument im Sicherheitsrat besteht. „Die Reform des Sicherheitsrats ist kein Gefallen an Afrika. Sie ist eine Notwendigkeit für die Legitimität, Glaubwürdigkeit und das Überleben der Vereinten Nationen.“&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung entspricht der gemeinsamen Position der Afrikanischen Union. Ghana will sie zusätzlich auf kontinentaler Ebene vertreten. Das Land soll 2027 den Vorsitz der Afrikanischen Union übernehmen, Mahama damit für ein Jahr Vorsitzender der Staatenorganisation werden.&nbsp;</p>



<h2 id="h-mahama-verlangt-gleiche-massstabe-in-gaza-sudan-und-europa" class="wp-block-heading"><span id="mahama-verlangt-gleiche-massstaebe-in-gaza-sudan-und-europa">Mahama verlangt gleiche Maßstäbe in Gaza, Sudan und Europa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Prinzip der Gleichheit leitete Mahama schließlich seine Position zu aktuellen Kriegen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-mahama-fordert-verstaerktes-us-engagement/">Er warnte vor einer Entwicklung hin zu mehr unilateralem Handeln, einer Schwächung multilateraler Regeln und unterschiedlichen Maßstäben bei der Anwendung des Völkerrechts.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich sprach er über Gaza. Die internationale Gemeinschaft müsse aufhören, „diplomatische Euphemismen“ für das Leiden der Zivilbevölkerung zu verwenden, sagte Mahama. Gleichzeitig verurteilte er ausdrücklich „alle terroristischen Handlungen der Hamas“ und bekräftigte Ghanas Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung, in der Israel und Palästina nebeneinander in Frieden und Sicherheit bestehen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf den Krieg im Sudan, die Sicherheitskrise im Sahel und Konflikte in Europa ging er ein. Der Maßstab müsse unabhängig vom Schauplatz derselbe bleiben: territoriale Integrität respektieren, Zivilisten schützen, humanitären Zugang ermöglichen und mutmaßliche Kriegsverbrechen verfolgen. Diese Forderungen formulierte Mahama als Grundsatz der ghanaischen Außenpolitik.&nbsp;</p>



<h2 id="h-klimakrise-als-nachste-frage-globaler-ungleichheit" class="wp-block-heading"><span id="klimakrise-als-naechste-frage-globaler-ungleichheit">Klimakrise als nächste Frage globaler Ungleichheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dasselbe Muster sah Mahama beim Klimawandel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika verursache nur einen kleinen Anteil der weltweiten Treibhausgasemissionen, leide aber besonders unter Dürren, Überschwemmungen, Küstenerosion und Wüstenbildung. Der Präsident bezeichnete den Klimawandel deshalb als „ultimativen Test globaler Gerechtigkeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Industriestaaten müssten ihre Finanzierungszusagen erfüllen. Mahama verlangte vorhersehbare Zuschüsse, die keine neuen Schulden erzeugen, statt Kredite, die hoch verschuldete Staaten zusätzlich belasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verwies er auf Ghana selbst. Ende Juni hätten extreme Regenfälle innerhalb eines Tages mehr als 160 Millimeter Niederschlag in sieben Küstenregionen gebracht. Nach seinen Angaben kamen 39 Menschen ums Leben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende kehrte Mahama zu dem Gedanken zurück, mit dem er seine Rede begonnen hatte: Zugehörigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flüchtling, der vor Gewalt fliehe, gehöre ebenso zur menschlichen Gemeinschaft wie ein Migrant auf der Suche nach Perspektiven, ein Kind in Gaza, Sudan oder der Ukraine oder die Nachfahren versklavter Afrikaner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Zugehörigkeit“ dürfe nicht dazu dienen, Mauern zu errichten, sagte Mahama, sondern müsse Menschen miteinander verbinden. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Madagaskar will außenpolitische Neutralität wahren – Randrianirina legt Fahrplan für Wahlen bei UN fest</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/madagaskar-will-aussenpolitische-neutralitaet-wahren-randrianirina-legt-fahrplan-fuer-wahlen-bei-un-fest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 13:17:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Madagaskar legt einen Zeitplan für die Rückkehr zu Wahlen vor: Bis Ende 2027 soll die politische Übergangsphase beendet werden. Bei der UN verband Michael Randrianirina das Versprechen mit einem eindringlichen Bild der Klimakrise: Im Süden laufen Frauen kilometerweit auf der Suche nach Wasser.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmadagaskar-will-aussenpolitische-neutralitaet-wahren-randrianirina-legt-fahrplan-fuer-wahlen-bei-un-fest%2F&amp;action_name=Madagaskar%20will%20au%C3%9Fenpolitische%20Neutralit%C3%A4t%20wahren%20%E2%80%93%20Randrianirina%20legt%20Fahrplan%20f%C3%BCr%20Wahlen%20bei%20UN%20fest&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-will-aussenpolitische-neutralitaet-wahren-randrianirina-legt-fahrplan-fuer-wahlen-bei-un-fest/">Madagaskar will außenpolitische Neutralität wahren – Randrianirina legt Fahrplan für Wahlen bei UN fest</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Madagaskars Übergangspräsident Michael Randrianirina hat freie und transparente Wahlen bis spätestens Ende 2027 angekündigt und damit den Zeitrahmen für die Rückkehr zu einer gewählten Regierung konkretisiert. Er sprach am Donnerstag, 24. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York. Der Staatschef verband den politischen Übergang mit einem nationalen Dialog, institutionellen Reformen und einer Entwicklungsagenda, die vor allem Wasserknappheit, Ernährungssicherheit und Beschäftigung für die junge Bevölkerung angehen soll. Zugleich forderte er mehr afrikanischen Einfluss im UN-Sicherheitsrat und eine Reform der internationalen Entwicklungsfinanzierung.&nbsp;</p>



<h2 id="h-wahlen-sollen-ubergangsphase-beenden" class="wp-block-heading"><span id="wahlen-sollen-uebergangsphase-beenden">Wahlen sollen Übergangsphase beenden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Unser Ziel ist es, vor Ende 2027 freie, transparente und allgemein akzeptierte Wahlen abzuhalten“, sagte Randrianirina vor der Generalversammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zeitplan entspricht weitgehend dem Rahmen, den die neue Führung nach dem politischen Umbruch im Oktober 2025 angekündigt hatte. Randrianirina war nach wochenlangen, vor allem von jungen Menschen getragenen Protesten und dem Sturz des damaligen Präsidenten Andry Rajoelina an die Staatsspitze gelangt. Damals hatte er eine Übergangsperiode von bis zu zwei Jahren bis zu neuen Wahlen in Aussicht gestellt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den Vereinten Nationen stellte er den inzwischen begonnenen nationalen Dialog als Grundlage der politischen Neuordnung dar. Daran sollen Jugendliche, Frauen, Menschen mit Behinderungen, Parteien, Zivilgesellschaft, Streitkräfte und Privatwirtschaft beteiligt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung wird von der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika, SADC, begleitet. Die Regionalorganisation hatte bereits im Dezember 2025 einen inklusiven, von Madagaskar selbst getragenen Dialog und anschließende Neuwahlen verlangt. Beim Gipfel im August 2026 bekräftigte sie ihre Unterstützung für die Rückkehr zu verfassungsmäßigen Verhältnissen, demokratischen Institutionen und politischer Beteiligung.&nbsp;</p>



<h2 id="h-wasserknappheit-im-suden-wird-zum-symbol-der-krise" class="wp-block-heading"><span id="wasserknappheit-im-sueden-wird-zum-symbol-der-krise">Wasserknappheit im Süden wird zum Symbol der Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen großen Teil seiner Rede widmete Randrianirina den sozialen und klimatischen Krisen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Im Süden Madagaskars laufen Mütter Dutzende Kilometer in sengender Hitze, um in ausgetrockneten Flussbetten nach Wasser zu suchen“, sagte er. Im Osten zerstörten immer heftigere tropische Wirbelstürme Ernten und Infrastruktur, während Überschwemmungen in anderen Regionen ganze Gemeinden und Reisanbaugebiete träfen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Klimafolgen verschärfen nach Darstellung der Regierung bereits bestehende Probleme wie Hunger, Gesundheitsrisiken und Armut. Randrianirina verlangte deshalb, humanitäre Nothilfe stärker mit langfristigen Investitionen in Wasser, Landwirtschaft, Gesundheit und Infrastruktur zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Madagaskar will für den UN-Kooperationsrahmen zur nachhaltigen Entwicklung von 2024 bis 2028 insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar mobilisieren. Entscheidend sei nicht allein die Höhe der eingesetzten Mittel, sondern ihre Wirkung auf die Lebensbedingungen der Bevölkerung, sagte der Präsident.</p>



<h2 id="h-mehr-als-die-halfte-der-bevolkerung-ist-junger-als-25-jahre" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-die-haelfte-der-bevoelkerung-ist-juenger-als-25-jahre">Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Randrianirina rückte zugleich die junge Bevölkerung ins Zentrum seiner Entwicklungsstrategie. Nach seinen Angaben sind mehr als 55 Prozent der Einwohner Madagaskars jünger als 25 Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bildungssystem soll deshalb stärker auf tatsächlich verfügbare Arbeitsplätze und zukunftsträchtige Wirtschaftszweige ausgerichtet werden. Die Regierung wolle Erfolg nicht allein an neu gebauten Schulen oder Schülerzahlen messen, sondern stärker daran, welche Fähigkeiten Jugendliche erwerben und ob sie anschließend Beschäftigung finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/armeeeinheit-schliesst-sich-den-genz-protesten-in-madagaskar-an/" data-type="post" data-id="20730">Der politische Umbruch von 2025 war selbst wesentlich von einer jungen Protestbewegung getragen worden. </a>Die zunächst durch Strom- und Wasserausfälle ausgelösten Demonstrationen weiteten sich damals zu Protesten gegen Korruption und politische Führung aus. </p>



<h2 id="h-madagaskar-setzt-aussenpolitisch-auf-neutralitat" class="wp-block-heading"><span id="madagaskar-setzt-aussenpolitisch-auf-neutralitaet">Madagaskar setzt außenpolitisch auf Neutralität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die außenpolitische Position des Inselstaates definierte Randrianirina neu beziehungsweise bekräftigte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/">Madagaskar werde gegenüber globalen Konflikten eine Politik der Neutralität verfolgen und Partnerschaften „in alle Richtungen“ offenhalten. </a>Kooperationen sollten sich an den wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnissen des Landes orientieren und die nationale Souveränität respektieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="606" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/e082ad73-128d-4fd2-b3e9-db79f09cf85b-1024x606.jpeg" alt="" class="wp-image-30263 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/e082ad73-128d-4fd2-b3e9-db79f09cf85b-1024x606.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/e082ad73-128d-4fd2-b3e9-db79f09cf85b-300x178.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/e082ad73-128d-4fd2-b3e9-db79f09cf85b-768x455.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/e082ad73-128d-4fd2-b3e9-db79f09cf85b-1536x909.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/e082ad73-128d-4fd2-b3e9-db79f09cf85b-380x225.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/e082ad73-128d-4fd2-b3e9-db79f09cf85b-800x474.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/e082ad73-128d-4fd2-b3e9-db79f09cf85b-1160x687.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/e082ad73-128d-4fd2-b3e9-db79f09cf85b.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Einen regionalen Schwerpunkt bildet die maritime Sicherheit im Mosambik-Kanal und im westlichen Indischen Ozean. Madagaskar will dort die Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten und internationalen Partnern ausbauen. Die Regierung verbindet die Sicherheit der Seewege auch mit stabilen Energie- und Warenlieferketten.&nbsp;</p>
</div></div>



<h2 id="h-randrianirina-fordert-standigen-afrikanischen-einfluss-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="randrianirina-fordert-staendigen-afrikanischen-einfluss-im-sicherheitsrat">Randrianirina fordert ständigen afrikanischen Einfluss im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Generalversammlung verlangte der Präsident außerdem eine Neuverteilung von Macht innerhalb der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Generalversammlung müsse wieder stärkeres politisches Gewicht erhalten, weil dort alle Mitgliedstaaten unabhängig von ihrer Größe jeweils eine Stimme besitzen. Die 81. UN-Generalversammlung läuft seit September 2026 unter dem Vorsitz des bangladeschischen Diplomaten Khalilur Rahman.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich forderte Randrianirina eine Korrektur der afrikanischen Unterrepräsentation im Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika kann nicht am Rand der Entscheidungen bleiben“, sagte er. Der Kontinent mit rund 1,4 Milliarden Menschen müsse dauerhaft im Sicherheitsrat vertreten sein. Dabei verwies er auf die gemeinsame afrikanische Position des Ezulwini-Konsenses und der Erklärung von Sirte.&nbsp;</p>



<h2 id="h-kredite-sollen-starker-klimarisiken-berucksichtigen" class="wp-block-heading"><span id="kredite-sollen-staerker-klimarisiken-beruecksichtigen">Kredite sollen stärker Klimarisiken berücksichtigen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Regeln der internationalen Entwicklungsfinanzierung stellte Randrianirina infrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zugang zu vergünstigten Krediten orientiere sich zu stark am Pro-Kopf-Einkommen eines Landes. Dadurch könnten Staaten trotz hoher Klimarisiken, Schuldenbelastungen oder anderer struktureller Verwundbarkeiten von günstiger Finanzierung ausgeschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Madagaskar fordert deshalb, den sogenannten multidimensionalen Vulnerabilitätsindex stärker einzubeziehen. Zudem sprach sich Randrianirina für schnellere und berechenbarere Umschuldungsverfahren sowie vereinfachte Verfahren beim Zugang zu UN-Finanzmitteln aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Klimafinanzierung verlangte er, zugesagte Mittel stärker auf besonders gefährdete Staaten auszurichten. Langwierige Verwaltungsverfahren könnten gerade in akuten Krisen verhindern, dass internationale Unterstützung rechtzeitig bei betroffenen Gemeinden ankomme.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SADC begleitet parallel den politischen Übergang des Landes. Die Regionalorganisation hatte nach dem Machtwechsel ausdrücklich erklärt, Madagaskar bis zur Wiederherstellung einer gewählten Regierung und verfassungsmäßiger Normalität unterstützen zu wollen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Simbabwe exportiert erstmals eigenes Lithiumsulfat – mehr Rohstoffwert soll im Land bleiben</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/simbabwe-exportiert-erstmals-eigenes-lithiumsulfat-mehr-rohstoffwert-soll-im-land-bleiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 11:31:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Militärisches Handeln könne zwar die Lage auf einem Schlachtfeld verändern, sagte Mnangagwa. Dauerhafter Frieden entstehe jedoch durch politische Prozesse, die Konfliktursachen und Beschwerden aufgriffen und betroffene Gemeinschaften einbezögen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsimbabwe-exportiert-erstmals-eigenes-lithiumsulfat-mehr-rohstoffwert-soll-im-land-bleiben%2F&amp;action_name=Simbabwe%20exportiert%20erstmals%20eigenes%20Lithiumsulfat%20%E2%80%93%20mehr%20Rohstoffwert%20soll%20im%20Land%20bleiben&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Simbabwe will bei Lithium und anderen kritischen Rohstoffen deutlich mehr Verarbeitung und Wertschöpfung im eigenen Land halten und hat erstmals heimisch produziertes Lithiumsulfat exportiert. Präsident Emmerson Mnangagwa stellte die Strategie am Donnerstag vor der UN-Generalversammlung in New York vor. Harare sieht die Verarbeitung von Rohstoffen am Förderort als Grundlage für Industrialisierung und regionale Wertschöpfungsketten. Zugleich kündigte Mnangagwa an, diese Rohstoffagenda mit Simbabwes zweijähriger Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat ab Januar 2027 zu verbinden.&nbsp;</p>



<h2 id="h-vom-lithiumabbau-zur-verarbeitung-im-eigenen-land" class="wp-block-heading"><span id="vom-lithiumabbau-zur-verarbeitung-im-eigenen-land">Vom Lithiumabbau zur Verarbeitung im eigenen Land</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mnangagwa stellte kritische Mineralien in den Zusammenhang einer grundsätzlichen Veränderung des afrikanischen Rohstoffmodells. Förderländer sollten nicht allein Minenstandorte sein, während Verarbeitung, Technologie und ein großer Teil der wirtschaftlichen Erträge andernorts entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Simbabwe verfüge über mehr als 40 kritische und seltene Mineralien, sagte der Präsident. Die Regierung setze deshalb auf „Wertschöpfung und Weiterverarbeitung an der Quelle“ und den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als konkreten Fortschritt nannte Mnangagwa die erste Ausfuhr von in Simbabwe produziertem Lithiumsulfat im zweiten Quartal 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit lasse sich zeigen, „dass es für gemeinsamen Wohlstand möglich ist, Wertschöpfung an der Quelle zu halten“, sagte er.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lithiumsulfat ist ein Zwischenprodukt der Lithiumverarbeitung. Die stärkere industrielle Verarbeitung im Förderland soll Simbabwe über den Export von Erz oder Konzentraten hinausführen und zusätzliche Produktionsschritte im Land ansiedeln.</p>



<h2 id="h-kritische-rohstoffe-sollen-industrialisierung-finanzieren" class="wp-block-heading"><span id="kritische-rohstoffe-sollen-industrialisierung-finanzieren">Kritische Rohstoffe sollen Industrialisierung finanzieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mnangagwa stellte den Rohstoffsektor als Bestandteil der nationalen Industrialisierungsstrategie dar. Bergbau und Landwirtschaft sollen stärker mit der heimischen Fertigungsindustrie verbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-mnangagwa-will-eigene-amtszeit-verlaengern/">Die Regierung verfolgt diesen Ansatz im Rahmen ihrer „National Vision 2030“.</a> Nach Darstellung Mnangagwas hätten wirtschaftspolitische Reformen seit 2017 zu einer Verdreifachung des Bruttoinlandsprodukts geführt. Diese Zahl ist eine Angabe der simbabwischen Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Bergbau verwies der Präsident auf Agrarverarbeitung, ländliche Industriezentren sowie Investitionen in Infrastruktur. Frauen und junge Menschen sollten stärker in Wertschöpfungsketten eingebunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rohstoffpolitik verband er zugleich mit der internationalen Energiewende. Simbabwe unterstützt die Empfehlungen des UN-Generalsekretärs zu kritischen Mineralien für die Energiewende und fordert, dass deren Förderung stärker zu Entwicklung in den Produktionsländern beiträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Kritische Mineralien müssen zu einer Grundlage inklusiver Entwicklung werden“, sagte Mnangagwa.&nbsp;</p>



<h2 id="h-rohstoffe-sollen-keine-konflikte-finanzieren" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-sollen-keine-konflikte-finanzieren">Rohstoffe sollen keine Konflikte finanzieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Position will Harare auch in seine bevorstehende Arbeit im UN-Sicherheitsrat einbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Simbabwe wurde im Juni gemeinsam mit Österreich, Portugal, Trinidad und Tobago sowie Kirgisistan für die Jahre 2027 und 2028 zum nichtständigen Mitglied des Sicherheitsrats gewählt. Das Mandat beginnt am 1. Januar 2027. Im Juni 2027 wird Simbabwe nach der derzeitigen Rotation den Vorsitz des Rates übernehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mnangagwa nannte vier Schwerpunkte für das zweijährige Mandat. Dazu gehören vorbeugende Diplomatie und Vermittlung, eine engere Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union sowie eine stärkere Rolle von Frauen und jungen Menschen in Friedensprozessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als dritten Schwerpunkt stellte er natürliche Ressourcen heraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikas Rohstoffreichtum müsse Industrialisierung, Modernisierung und die ökologische Transformation fördern, „und nicht Konflikte finanzieren“, sagte der Präsident. Simbabwe wolle deshalb Maßnahmen gegen Terrorismus, organisierte Kriminalität, illegale Waffenströme und den illegalen Handel mit Rohstoffen unterstützen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-harare-fordert-mehr-unterstutzung-fur-afrikanische-friedenseinsatze" class="wp-block-heading"><span id="harare-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-afrikanische-friedenseinsaetze">Harare fordert mehr Unterstützung für afrikanische Friedenseinsätze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Simbabwe will im Sicherheitsrat zugleich auf eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und regionalen afrikanischen Organisationen drängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mnangagwa forderte die vollständige Umsetzung der UN-Sicherheitsratsresolution 2719. Sie schafft einen Rahmen, unter dem von der Afrikanischen Union geführte Friedenseinsätze unter bestimmten Bedingungen auf Beiträge aus dem regulären UN-Haushalt zurückgreifen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harare verbindet dies mit der Agenda „Silencing the Guns“ der Afrikanischen Union, die bewaffnete Konflikte auf dem Kontinent eindämmen soll.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="587" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ec1ac2e-a530-4c91-bc54-0702a93f0585-1-1024x587.jpeg" alt="" class="wp-image-30252 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ec1ac2e-a530-4c91-bc54-0702a93f0585-1-1024x587.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ec1ac2e-a530-4c91-bc54-0702a93f0585-1-300x172.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ec1ac2e-a530-4c91-bc54-0702a93f0585-1-768x440.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ec1ac2e-a530-4c91-bc54-0702a93f0585-1-1536x880.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ec1ac2e-a530-4c91-bc54-0702a93f0585-1-380x218.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ec1ac2e-a530-4c91-bc54-0702a93f0585-1-800x459.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ec1ac2e-a530-4c91-bc54-0702a93f0585-1-1160x665.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ec1ac2e-a530-4c91-bc54-0702a93f0585-1.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Militärisches Handeln könne zwar die Lage auf einem Schlachtfeld verändern, sagte Mnangagwa. Dauerhafter Frieden entstehe jedoch durch politische Prozesse, die Konfliktursachen und Beschwerden aufgriffen und betroffene Gemeinschaften einbezögen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Erfahrung im südlichen Afrika hat uns gelehrt, dass Dialog gemeinsame Stärke und keine Schwäche ist“, sagte er.&nbsp;</p>



<h2 id="h-simbabwe-fordert-mehr-macht-fur-afrika-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="simbabwe-fordert-mehr-macht-fuer-afrika-im-sicherheitsrat">Simbabwe fordert mehr Macht für Afrika im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigene Mitgliedschaft als nichtständiges Mitglied reicht Harare nicht aus. Mnangagwa bekräftigte die gemeinsame afrikanische Forderung nach einer grundlegenden Reform des Sicherheitsrats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die heutige Zusammensetzung spiegele weiterhin die geopolitischen Verhältnisse von 1945 wider, sagte er. Simbabwe unterstützt die gemeinsame Position der Afrikanischen Union, die eine ständige Vertretung Afrikas mit vollständigen Rechten sowie zusätzliche nichtständige Sitze verlangt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident stellte Simbabwes bevorstehendes Mandat zugleich unter die außenpolitische Formel, „Freund aller und Feind von niemandem“ sein zu wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mein Land wird diese Verantwortung im Januar 2027 mit Demut, Unabhängigkeit und der Bereitschaft zu dienen übernehmen“, sagte Mnangagwa.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl Simbabwes für 2027 und 2028 wird auch in der offiziellen Mitgliederübersicht des Sicherheitsrats geführt. Für das Land ist es nach den Mandaten 1983 bis 1984 und 1991 bis 1992 die dritte Mitgliedschaft in dem Gremium.&nbsp;</p>



<h2 id="h-mnangagwa-fordert-ende-westlicher-zwangsmassnahmen" class="wp-block-heading"><span id="mnangagwa-fordert-ende-westlicher-zwangsmassnahmen">Mnangagwa fordert Ende westlicher Zwangsmaßnahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-verlaengert-sanktionen-gegen-simbabwe/">Bei der wirtschaftlichen Entwicklung machte Mnangagwa zugleich erneut westliche Maßnahmen gegen sein Land zum Thema.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Simbabwes Entwicklungsprogramme würden weiterhin durch „einseitige Zwangsmaßnahmen einiger westlicher Länder“ beeinträchtigt, sagte er und forderte deren „sofortige und bedingungslose Aufhebung“. Diese Darstellung entspricht der Position der simbabwischen Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der globalen Entwicklungsfinanzierung verlangte Mnangagwa Änderungen. Entwicklungsländer benötigten günstigere langfristige Kredite, Schuldenerleichterungen und stärkeren Einfluss in internationalen Finanzinstitutionen. Er kritisierte zudem aus seiner Sicht überhöhte Risikoaufschläge und Finanzierungskosten für afrikanische Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die stärkere Verarbeitung kritischer Mineralien im eigenen Land ordnete Harare in diese Strategie ein: Statt Rohstoffe hauptsächlich auszuführen, sollen Lithium und andere Mineralien stärker zur heimischen Industrie, zu regionalen Lieferketten und zu zusätzlichen Einnahmen in den Förderländern beitragen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>DR Kongo fordert UN-Regeln für Kobalt und Kupfer: „Keine blutbefleckten Mineralien“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/dr-kongo-fordert-un-regeln-fuer-kobalt-und-kupfer-keine-blutbefleckten-mineralien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 22:40:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=30233</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Keine dekarbonisierte Wirtschaft mit blutbefleckten Mineralien“: Die DR Kongo fordert neue globale Regeln für Kobalt und Kupfer. Gleichzeitig verlangt Kinshasa die Umsetzung der UN-Resolution zum Ostkongo und will deutlich mehr Rohstoffverarbeitung im eigenen Land.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdr-kongo-fordert-un-regeln-fuer-kobalt-und-kupfer-keine-blutbefleckten-mineralien%2F&amp;action_name=DR%20Kongo%20fordert%20UN-Regeln%20f%C3%BCr%20Kobalt%20und%20Kupfer%3A%20%E2%80%9EKeine%20blutbefleckten%20Mineralien%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/dr-kongo-fordert-un-regeln-fuer-kobalt-und-kupfer-keine-blutbefleckten-mineralien/">DR Kongo fordert UN-Regeln für Kobalt und Kupfer: „Keine blutbefleckten Mineralien“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratische Republik Kongo fordert einen internationalen Rahmen für kritische Rohstoffe und will Kobalt und Kupfer stärker im eigenen Land verarbeiten, statt sich auf die Rolle als Rohstofflieferant zu beschränken. Premierministerin Judith Suminwa Tuluka stellte den Vorschlag am Donnerstag, 24. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York vor. Sie verband die Rohstofffrage unmittelbar mit dem Krieg im Osten des Landes und warf Ruanda erneut vor, über die AFC/M23 militärisch in der DR Kongo einzugreifen. Zugleich soll eine strengere Rückverfolgbarkeit verhindern, dass Rohstoffe für Energiewende und Elektromobilität mit Konflikten und Kinderarbeit verbunden bleiben.&nbsp;</p>



<h2 id="h-kongo-schlagt-weltweite-regeln-fur-kritische-rohstoffe-vor" class="wp-block-heading"><span id="kongo-schlaegt-weltweite-regeln-fuer-kritische-rohstoffe-vor">Kongo schlägt weltweite Regeln für kritische Rohstoffe vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Suminwa will unter dem Dach der Vereinten Nationen gemeinsam mit der Afrikanischen Union einen globalen Rahmen für faire, rückverfolgbare und krisenfeste Lieferketten bei kritischen Mineralien schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beteiligt werden sollen Förder-, Verarbeitungs- und Verbraucherländer. Unternehmen, Händler, Raffinerien, Hersteller und Finanzinstitutionen sollen ebenfalls Verantwortung für die Herkunft der von ihnen genutzten Rohstoffe übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rahmen soll nach dem Vorschlag Kinshasas vier Bereiche miteinander verbinden: die Rückverfolgbarkeit von Mineralien, die Verantwortung wirtschaftlicher Akteure, den Schutz von Beschäftigten und Gemeinden sowie eine stärkere Verteilung der Wertschöpfung zugunsten der Förderländer.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die DR Kongo gehört zu den wichtigsten Rohstofflieferanten der Welt. Sie dominiert den internationalen Kobaltmarkt und ist zugleich ein bedeutender Kupferproduzent. Kobalt und Kupfer werden unter anderem für Batterien, Stromnetze, Elektrofahrzeuge und digitale Infrastruktur benötigt. Das Landgehört zu den zentralen globalen Lieferanten beider Metalle für Elektrofahrzeuge und saubere Energietechnologien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir können keine dekarbonisierte Wirtschaft mit blutbefleckten Mineralien aufbauen“, sagte Suminwa. Eine gerechte Energiewende könne nicht darin bestehen, alte wirtschaftliche Abhängigkeiten lediglich in grüner Form fortzusetzen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-mehr-verarbeitung-soll-im-kongo-stattfinden" class="wp-block-heading"><span id="mehr-verarbeitung-soll-im-kongo-stattfinden">Mehr Verarbeitung soll im Kongo stattfinden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kinshasa will deshalb einen größeren Teil der Verarbeitung im eigenen Land ansiedeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kobalt und Kupfer sollen nicht nur gefördert und exportiert werden. Die Regierung will nach den Worten Suminwas Vorprodukte für Batterien und industrielle Komponenten herstellen, Ingenieure ausbilden, Forschungskapazitäten stärken und kongolesische Unternehmen enger in internationale Wertschöpfungsketten einbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollen nicht länger einfach der Keller der Weltwirtschaft sein“, sagte die Premierministerin. Die DR Kongo wolle sich zu einem Produktionsstandort, Forschungszentrum und souveränen Partner entwickeln.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Artisanal_cobalt_miners_in_the_Democratic_Republic_of_Congo-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-25708 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Artisanal_cobalt_miners_in_the_Democratic_Republic_of_Congo-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Artisanal_cobalt_miners_in_the_Democratic_Republic_of_Congo-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Artisanal_cobalt_miners_in_the_Democratic_Republic_of_Congo-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Artisanal_cobalt_miners_in_the_Democratic_Republic_of_Congo-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Artisanal_cobalt_miners_in_the_Democratic_Republic_of_Congo-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Artisanal_cobalt_miners_in_the_Democratic_Republic_of_Congo-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Artisanal_cobalt_miners_in_the_Democratic_Republic_of_Congo-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Artisanal_cobalt_miners_in_the_Democratic_Republic_of_Congo-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Artisanal_cobalt_miners_in_the_Democratic_Republic_of_Congo.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung versucht bereits, stärkeren Einfluss auf den Kobaltmarkt zu gewinnen. Im Juni verschärfte die staatliche Rohstoffbehörde die Kontrolle über Exportquoten und stellte nicht genutzte Mengen für Projekte von nationalem Interesse bereit. Dazu zählt ausdrücklich auch die Verarbeitung von Kobalt im Land. Die DR Kongo verfügt nach Angaben der Behörde über mehr als 70 Prozent der weltweiten Kobaltreserven.&nbsp;</p>
</div></div>



<h2 id="h-lobito-korridor-soll-mehr-werden-als-eine-exportstrecke" class="wp-block-heading"><span id="lobito-korridor-soll-mehr-werden-als-eine-exportstrecke">Lobito-Korridor soll mehr werden als eine Exportstrecke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle weist Suminwa dem Lobito-Korridor zu. Das von mehreren internationalen Partnern unterstützte Infrastrukturprojekt verbindet die rohstoffreichen Gebiete der DR Kongo und Sambias über Angola mit dem Atlantikhafen Lobito.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-bezahlt-usa-profitieren-dr-kongo-vergibt-lobito-konzession-fuer-rohstoffe/" data-type="post" data-id="28828">Die Europäische Union gehört gemeinsam mit den USA, Italien, Angola, der DR Kongo, Sambia, der Afrikanischen Entwicklungsbank und weiteren Partnern zu den Unterstützern des Vorhabens.</a> Die EU beschreibt den Korridor als regionale Wirtschaftsachse, die den Süden der DR Kongo und den sambischen Kupfergürtel mit internationalen Märkten verbinden soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Suminwa machte jedoch deutlich, dass Kinshasa den Erfolg des Projekts nicht allein an schnelleren Rohstoffexporten messen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ein Korridor, der nur den Weg von der Mine zum Hafen verkürzt, wiederholt lediglich die Vergangenheit“, sagte sie. Der Lobito-Korridor müsse stattdessen zu einer Achse regionaler Industrialisierung werden. Dazu sollen Verkehrswege, Energieversorgung, Verarbeitung und regionale Handelsbeziehungen ausgebaut werden.&nbsp;</p>



<h2 id="h-ziel-kein-kind-mehr-in-einer-mine" class="wp-block-heading"><span id="ziel-kein-kind-mehr-in-einer-mine">Ziel: Kein Kind mehr in einer Mine</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die kongolesische Regierung verband ihre Forderung nach neuen Lieferkettenregeln ausdrücklich mit dem Kampf gegen Kinderarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit der Internationalen Arbeitsorganisation, UNICEF und weiteren Partnern sollen Kontrollen, Schulbesuch und wirtschaftliche Alternativen für Familien verbessert werden. Auch der handwerkliche Kleinbergbau soll stärker formalisiert, Händler sollen reguliert und Abbaugebiete besser kontrolliert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel formulierte Suminwa knapp: „Null Kinder in den Minen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verantwortung ende dabei nicht an den Landesgrenzen. Abnehmer und Hersteller müssten ebenfalls sicherstellen, dass ihre Lieferketten nicht auf Kinderarbeit beruhten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der wirkliche Beweis für eine verantwortungsvolle Lieferkette ist nicht das Elektrofahrzeug, das am Ende verkauft wird. Es ist das Kind, das am Anfang der Lieferkette nicht mehr in die Mine hinabsteigt“, sagte die Premierministerin.&nbsp;</p>



<h2 id="h-kinshasa-verbindet-rohstoffe-mit-krieg-im-ostkongo" class="wp-block-heading"><span id="kinshasa-verbindet-rohstoffe-mit-krieg-im-ostkongo">Kinshasa verbindet Rohstoffe mit Krieg im Ostkongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rohstoffagenda stellte Suminwa unmittelbar in den Zusammenhang mit dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt im Osten der DR Kongo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Premierministerin bezeichnete die Lage als einen von Ruanda geführten „Aggressionskrieg“ über die Allianz AFC/M23. Diese Formulierung gibt die Position der kongolesischen Regierung wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hat die Rolle Ruandas jedoch in zentralen Punkten ebenfalls ausdrücklich thematisiert. In der einstimmig angenommenen Resolution 2773 vom Februar 2025 verurteilte er die Offensive der M23 „mit Unterstützung der ruandischen Streitkräfte“ und forderte Ruanda auf, seine Unterstützung für die M23 einzustellen und seine Streitkräfte ohne Vorbedingungen aus der DR Kongo abzuziehen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verlangte der Sicherheitsrat von der kongolesischen Regierung, jede Unterstützung für bewaffnete Gruppen wie die Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas, FDLR, einzustellen und Verpflichtungen zu deren Neutralisierung umzusetzen. Auch im Juni 2026 wurden beide Forderungen im Sicherheitsrat erneut formuliert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit enthält Resolution 2773 Verpflichtungen für beide Seiten des Konflikts.</p>



<h2 id="h-kongo-verlangt-umsetzung-statt-neuer-resolutionen" class="wp-block-heading"><span id="kongo-verlangt-umsetzung-statt-neuer-resolutionen">Kongo verlangt Umsetzung statt neuer Resolutionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Suminwa stellte deshalb nicht neue Verhandlungen im Sicherheitsrat in den Vordergrund, sondern die Durchsetzung bereits gefasster Beschlüsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir brauchen keine neuen Texte, die jene ersetzen, die bereits verabschiedet wurden. Was wir brauchen, ist ihre Umsetzung“, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Resolution 2773 verlangt unter anderem eine Einstellung der Feindseligkeiten, den Rückzug der M23 aus kontrollierten Gebieten, das Ende paralleler Verwaltungsstrukturen, den Rückzug ruandischer Truppen sowie humanitären Zugang. Sie verurteilt außerdem die illegale Ausbeutung und den Handel mit natürlichen Ressourcen im Osten der DR Kongo.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Friedensabkommen zwischen der DR Kongo und Ruanda, das am 27. Juni 2025 in Washington unterzeichnet wurde, bezeichnete Suminwa gemeinsam mit dem Doha-Prozess und der Vermittlung der Afrikanischen Union als mögliche Wege zu einer politischen Lösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kagame-und-tshisekedi-unterzeichnen-friedensabkommen-zwischen-ruanda-und-dr-kongo-in-washington/" data-type="post" data-id="22648">Das Washington-Abkommen sieht unter anderem Sicherheitsvereinbarungen, den Rückzug ruandischer Kräfte und eine stärkere regionale wirtschaftliche Integration vor.</a> Rohstofflieferketten und Investitionen bilden einen wichtigen wirtschaftlichen Bestandteil der Vereinbarungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Millionen Kongolesen sei der Frieden trotzdem weiterhin nur ein Versprechen, sagte Suminwa.</p>



<h2 id="h-streit-um-die-fdlr-bleibt-zentral" class="wp-block-heading"><span id="streit-um-die-fdlr-bleibt-zentral">Streit um die FDLR bleibt zentral</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen zentralen Konfliktpunkt zwischen Kigali und Kinshasa bildet weiterhin die FDLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ruanda-macht-ostkongo-zur-bewaehrungsprobe-fuer-die-vereinten-nationen/" data-type="post" data-id="30229">Ruandas Premierminister Justin Nsengiyumva hatte wenige Stunden zuvor vor der UN-Generalversammlung erklärt, die Gruppe verbreite seit mehr als drei Jahrzehnten eine genozidale Ideologie, begehe schwere Menschenrechtsverletzungen und stelle eine direkte Gefahr für die Sicherheit Ruandas dar.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen führen die FDLR als sanktionierte bewaffnete Organisation. Der Sicherheitsrat machte im Juli 2026 bei der Sanktionierung eines führenden FDLR-Mitglieds die Gruppe unter anderem für Angriffe auf Zivilisten, Tötungen, Vertreibungen, die Rekrutierung von Kindern und sexuelle Gewalt verantwortlich.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Suminwa erklärte nun, die DR Kongo setze ihre Verpflichtungen zur Entwaffnung der FDLR um. Ein am 30. Mai vereinbartes Protokoll sehe Entwaffnung, Demobilisierung, Zusammenführung und anschließende Rückführung oder Neuansiedlung von Kämpfern vor. Am 8. September seien mit Unterstützung der UN-Mission MONUSCO 120 mit der FDLR verbundene Personen zurückgeführt worden, sagte sie.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht Kinshasas dürfe die FDLR deshalb nicht länger als Begründung für die Präsenz ausländischer Streitkräfte auf kongolesischem Territorium dienen.</p>



<h2 id="h-monusco-soll-vorerst-bleiben" class="wp-block-heading"><span id="monusco-soll-vorerst-bleiben">MONUSCO soll vorerst bleiben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Zukunft der UN-Friedensmission MONUSCO warnte die Premierministerin vor einem Rückzug unabhängig von der Sicherheitslage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission spiele weiterhin eine Rolle beim Schutz der Zivilbevölkerung, bei der Überwachung einer Waffenruhe und bei der Unterstützung der Friedensvereinbarungen. Veränderungen ihrer Präsenz müssten von den Bedingungen vor Ort, den Fähigkeiten kongolesischer Institutionen und der Vermeidung eines Sicherheitsvakuums abhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-beraet-im-hintergrund-ueber-ostkongo-vermittlungsinitiativen-vor-naechster-monusco-entscheidung/" data-type="post" data-id="22348">Der Sicherheitsrat hat MONUSCO ebenfalls eine Rolle bei der Unterstützung der laufenden Friedensprozesse zugewiesen.</a> Noch im Juni forderten Ratsmitglieder uneingeschränkte Bewegungsfreiheit für die Mission und die Wiederherstellung ihres Zugangs zu wichtigen Flughäfen und Versorgungswegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Suminwa verband den Friedensprozess dabei erneut mit der Rohstofffrage. Die Bodenschätze, die bislang Konflikte mitfinanzierten, sollten zu einer Grundlage für industrielle Entwicklung und regionale Zusammenarbeit werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ruanda macht Ostkongo zur Bewährungsprobe für die Vereinten Nationen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ruanda-macht-ostkongo-zur-bewaehrungsprobe-fuer-die-vereinten-nationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 22:18:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=30229</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ruanda macht den Ostkongo zur Bewährungsprobe für die UN: Premierminister Justin Nsengiyumva wirft der Organisation vor, Krisen zu spät zu erkennen, und setzt auf die Friedensprozesse von Washington und Doha. Der Sicherheitsrat fordert zugleich weiter den Abzug ruandischer Kräfte und die Neutralisierung der FDLR.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fruanda-macht-ostkongo-zur-bewaehrungsprobe-fuer-die-vereinten-nationen%2F&amp;action_name=Ruanda%20macht%20Ostkongo%20zur%20Bew%C3%A4hrungsprobe%20f%C3%BCr%20die%20Vereinten%20Nationen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ruanda stellt die Handlungsfähigkeit der Vereinten Nationen infrage und nennt die Krise im Osten der Demokratischen Republik Kongo als Beispiel dafür, dass das UN-System Konflikte zu spät erkennt. Premierminister Justin Nsengiyumva sprach am Donnerstag, 24. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York. Er machte vor allem die ruandische Rebellengruppe FDLR und ungelöste politische Konflikte im Ostkongo für die anhaltende Instabilität verantwortlich und warb für die Friedensprozesse von Washington und Doha. Der UN-Sicherheitsrat verlangt zugleich weiterhin den Rückzug ruandischer Streitkräfte aus dem Kongo, ein Ende der Unterstützung für M23 sowie die Neutralisierung der FDLR durch die kongolesische Seite.&nbsp;</p>



<h2 id="h-kigali-wirft-den-un-zu-spates-handeln-vor" class="wp-block-heading"><span id="kigali-wirft-den-un-zu-spaetes-handeln-vor">Kigali wirft den UN zu spätes Handeln vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Vereinten Nationen müssen erst noch beweisen, dass sie sich an eine sich wandelnde und unsichere Welt anpassen können“, sagte Nsengiyumva.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht Ruandas reagiert die Organisation zu häufig erst, wenn eine Krise bereits eskaliert ist. Das gelte für Pandemien, Klimaschocks und technologische Umbrüche, bei bewaffneten Konflikten seien die Folgen jedoch besonders schwer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Zu oft waren die Vereinten Nationen wirksamer darin, auf Krisen zu reagieren, als sie vorauszusehen“, erklärte der Premierminister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Legitimität internationaler Institutionen entstehe nicht durch Zusagen, sondern durch Ergebnisse, die sie dauerhaft lieferten. Nsengiyumva bezog diesen Anspruch ausdrücklich auf die laufende UN80-Reform, mit der das UN-System effizienter und an veränderte internationale Bedingungen angepasst werden soll.</p>



<h2 id="h-ruanda-ruckt-fdlr-ins-zentrum-des-ostkongo-konflikts" class="wp-block-heading"><span id="ruanda-rueckt-fdlr-ins-zentrum-des-ostkongo-konflikts">Ruanda rückt FDLR ins Zentrum des Ostkongo-Konflikts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als „klares Beispiel“ für Defizite internationaler Krisenprävention bezeichnete Nsengiyumva den seit Jahrzehnten andauernden Konflikt im Osten der DR Kongo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum seiner Darstellung stand die Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas, kurz FDLR. Die bewaffnete Gruppe entstand nach dem Völkermord von 1994 und operiert seit vielen Jahren im Ostkongo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nsengiyumva warf der FDLR schwere Menschenrechtsverletzungen, die Verbreitung einer genozidalen Ideologie und Angriffe gegen Ruanda vor. Außerdem behauptete er, die Gruppe operiere inzwischen gemeinsam mit burundischen Soldaten sowie von Kinshasa unterstützten Milizen und Söldnern. Diese weitergehenden Vorwürfe formulierte der ruandische Regierungschef als Position seiner Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen führen die FDLR seit Jahren als sanktionierte bewaffnete Gruppe. Der Sicherheitsrat erklärte im Juli 2026 bei der Sanktionierung eines hochrangigen FDLR-Funktionärs, die Organisation sei für Angriffe auf Zivilisten, Tötungen, Vertreibung, Rekrutierung von Kindern und sexuelle Gewalt im Ostkongo verantwortlich.&nbsp;</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-verlangt-zugleich-ruckzug-ruandischer-truppen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-verlangt-zugleich-rueckzug-ruandischer-truppen">Sicherheitsrat verlangt zugleich Rückzug ruandischer Truppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruandas Darstellung bildet allerdings nur einen Teil der Konfliktlage ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat fordert seit Resolution 2773 den Abzug der ruandischen Streitkräfte aus der Demokratischen Republik Kongo und ein Ende der Unterstützung für die Rebellenallianz AFC/M23. Gleichzeitig verlangt das Gremium von der kongolesischen Regierung, ihre Unterstützung für bewaffnete Gruppen wie die FDLR einzustellen und Verpflichtungen zu deren Neutralisierung umzusetzen. Diese Forderungen wurden Ende 2025 erneut bekräftigt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch im Juni 2026 erneuerten Mitglieder des Sicherheitsrats beide Forderungen: Ruanda solle seine Truppen zurückziehen und jede Unterstützung für AFC/M23 beenden, während die FDLR ebenfalls dringend neutralisiert werden müsse.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">AFC/M23 gilt unter Berufung auf die UN ebenfalls als von Ruanda unterstützt. Gleichzeitig existieren Verbindungen der FDLR zu den kongolesischen Streitkräften. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit treffen zwei Sicherheitsargumente aufeinander: Kigali verweist auf die FDLR als Bedrohung für Ruanda, während Kinshasa und der Sicherheitsrat die Präsenz ruandischer Kräfte und die Unterstützung für M23 als Verletzung der territorialen Integrität der DR Kongo behandeln.</p>



<h2 id="h-nsengiyumva-setzt-auf-politische-losung" class="wp-block-heading"><span id="nsengiyumva-setzt-auf-politische-loesung">Nsengiyumva setzt auf politische Lösung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Gegensätze erklärte Nsengiyumva, die Ursachen des Konflikts seien politischer Natur.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71154022-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30231 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71154022-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71154022-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71154022-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71154022-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71154022-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71154022-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71154022.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Wurzeln des Konflikts im Osten der DR Kongo liegen in langjährigen Beschwerden, Ausgrenzung und Versagen der Regierungsführung. Deshalb muss auch die Lösung politisch sein“, sagte er.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ruanda unterstützt nach seinen Worten sowohl die Washington-Vereinbarungen zwischen Kigali und Kinshasa als auch den von Katar vermittelten Doha-Prozess zwischen der kongolesischen Regierung und AFC/M23.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/internationale-reaktionen-auf-das-washington-abkommen-zwischen-der-demokratischen-republik-kongo-und-ruanda/" data-type="post" data-id="22697">Die Washington-Vereinbarungen umfassen mehrere Abkommen zwischen Ruanda und der DR Kongo. </a>Dazu gehören das Friedensabkommen vom Juni 2025 und ein Rahmen für regionale wirtschaftliche Integration. <a href="https://fokus-afrika.de/trotz-friedensabkommen-m23-festigt-kontrolle-im-ostkongo-trump-berater-warnt-kriegsparteien/" data-type="post" data-id="28451">Die UN bezeichnet diese Vereinbarungen gemeinsam mit dem Doha-Prozess und der Vermittlung der Afrikanischen Union als einen vereinbarten Weg zur Bearbeitung des Konflikts. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/internationale-kontaktgruppe-fordert-einhaltung-der-waffenruhe-im-ostkongo/" data-type="post" data-id="25370">Nsengiyumva würdigte dabei die Vermittlungsbemühungen der USA unter Präsident Donald Trump, Katars und des von der Afrikanischen Union eingesetzten Vermittlers Faure Gnassingbé aus Togo.</a></p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-soll-friedensprozesse-starker-unterstutzen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-soll-friedensprozesse-staerker-unterstuetzen">Sicherheitsrat soll Friedensprozesse stärker unterstützen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruanda forderte den Sicherheitsrat auf, die laufenden Verhandlungen einheitlich zu unterstützen und alle Konfliktparteien zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen anzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Vereinten Nationen setzen inzwischen auf eine Verbindung der verschiedenen Vermittlungsformate. <a href="https://fokus-afrika.de/un-ernennt-us-diplomaten-james-swan-zum-neuen-sondergesandten-im-kongo/" data-type="post" data-id="25388">Der Leiter der UN-Mission MONUSCO, James Swan, bezeichnete Washington, Doha und die Vermittlung der Afrikanischen Union im Juni als zusammenhängenden politischen Weg zur Beendigung des Konflikts. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-ruandas-armee/">Die Umsetzung bleibt jedoch umstritten. </a>Der Sicherheitsrat verlangt neben Fortschritten bei den Verhandlungen weiterhin die Umsetzung seiner Resolutionen, darunter den Abzug ruandischer Kräfte, das Ende der Unterstützung für M23 und Schritte gegen die FDLR. </p>



<h2 id="h-ruanda-fordert-un-reform-nach-dem-prinzip-messbarer-ergebnisse" class="wp-block-heading"><span id="ruanda-fordert-un-reform-nach-dem-prinzip-messbarer-ergebnisse">Ruanda fordert UN-Reform nach dem Prinzip messbarer Ergebnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ruanda-und-dr-kongo-liefern-sich-offenen-schlagabtausch-im-un-sicherheitsrat/">Nsengiyumva weitete seine Kritik über den Ostkongo hinaus aus. </a>Prävention müsse auch wirtschaftliche Verwundbarkeit, Armut und fehlenden Zugang zu Entwicklungschancen erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der UN80-Reform müsse deshalb ein internationales System stehen, das allen Staaten größere Möglichkeiten gebe, ihren eigenen Entwicklungsweg zu verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Frage vor dieser Versammlung ist nicht, ob Multilateralismus weiterhin relevant ist“, sagte Nsengiyumva. „Die Frage ist, ob unsere Institutionen bereit sind, sich an die Herausforderungen unseres Jahrhunderts anzupassen und Ergebnisse zu liefern, die tatsächlich etwas bewirken.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruandas Premierminister ist seit Juli 2025 im Amt und leitet die Regierung unter Präsident Paul Kagame.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ruanda-macht-ostkongo-zur-bewaehrungsprobe-fuer-die-vereinten-nationen/">Ruanda macht Ostkongo zur Bewährungsprobe für die Vereinten Nationen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Uganda wirbt für Olara Otunnu an der UN-Spitze – und fordert mehr Macht für Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/uganda-wirbt-fuer-olara-otunnu-an-der-un-spitze-und-fordert-mehr-macht-fuer-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 21:48:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Uganda bringt Olara Otunnu für die Spitze der Vereinten Nationen in Stellung. Gleichzeitig fordert Kampala mehr Macht für Afrika im Sicherheitsrat und warnt davor, dass die UN80-Reform bestehende Entwicklungsprogramme schwächt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fuganda-wirbt-fuer-olara-otunnu-an-der-un-spitze-und-fordert-mehr-macht-fuer-afrika%2F&amp;action_name=Uganda%20wirbt%20f%C3%BCr%20Olara%20Otunnu%20an%20der%20UN-Spitze%20%E2%80%93%20und%20fordert%20mehr%20Macht%20f%C3%BCr%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/uganda-wirbt-fuer-olara-otunnu-an-der-un-spitze-und-fordert-mehr-macht-fuer-afrika/">Uganda wirbt für Olara Otunnu an der UN-Spitze – und fordert mehr Macht für Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Uganda hat vor der UN-Generalversammlung für seinen Kandidaten Olara Otunnu als nächsten UN-Generalsekretär geworben und zugleich eine umfassende Reform der Vereinten Nationen verlangt. Vizepräsidentin Jessica Alupo sprach am Donnerstag, 24. September 2026, in New York im Namen von Präsident Yoweri Museveni. Kampala fordert ständige und zusätzliche nichtständige Sitze für Afrika im Sicherheitsrat, mehr Einfluss der Entwicklungsländer auf internationale Finanzinstitutionen und neue Regeln gegen Steuervermeidung multinationaler Konzerne. Die laufende UN80-Reform dürfe dabei bestehende Entwicklungs- und Hilfsprogramme nicht schwächen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-uganda-bringt-otunnu-fur-guterres-nachfolge-in-stellung" class="wp-block-heading"><span id="uganda-bringt-otunnu-fuer-guterres-nachfolge-in-stellung">Uganda bringt Otunnu für Guterres-Nachfolge in Stellung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-bekommt-konkurrenz-uganda-nominiert-olara-otunnu-fuer-un-spitze/" data-type="post" data-id="29122">Uganda hatte Olara Otunnu bereits am 24. Juli offiziell für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres nominiert.</a> Die Vereinten Nationen führen ihn seitdem als Kandidaten im laufenden Auswahlverfahren. Im August stellte er sich in New York den UN-Mitgliedstaaten und anschließend den Mitgliedern des Sicherheitsrats vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alupo nutzte nun die Generalversammlung, um die Kandidatur erneut auf höchster politischer Bühne zu unterstützen. Otunnus internationale Erfahrung und seine Fähigkeit, unterschiedliche Positionen zusammenzuführen, qualifizierten ihn aus Sicht der ugandischen Regierung für die Leitung des UN-Sekretariats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Otunnu war von 1997 bis 2005 Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und erster UN-Sonderbeauftragter für Kinder und bewaffnete Konflikte. In dieser Funktion trug er dazu bei, den Schutz von Kindern in Kriegen dauerhaft auf die Agenda des Sicherheitsrats zu setzen. Seine Arbeit war auch mit dem Überwachungs- und Berichtsmechanismus verbunden, den der Sicherheitsrat 2005 mit Resolution 1612 einführte.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-rodrigues-birkett-uebernimmt-fuehrung-macky-sall-ohne-fortschritt/" data-type="post" data-id="29468">Uganda betreibt für die Kandidatur inzwischen eine eigene diplomatische Kampagne.</a> Noch Mitte September stellte eine ugandische Delegation Otunnu unter anderem in Griechenland und Dänemark bei Gesprächen mit Regierungsvertretern vor. </p>



<h2 id="h-afrika-soll-standige-sitze-im-sicherheitsrat-erhalten" class="wp-block-heading"><span id="afrika-soll-staendige-sitze-im-sicherheitsrat-erhalten">Afrika soll ständige Sitze im Sicherheitsrat erhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kandidatur verband Alupo mit einer weitergehenden Forderung nach mehr afrikanischem Einfluss innerhalb der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Uganda verlangt eine umfassende Reform des Sicherheitsrats und eine Vertretung Afrikas sowohl unter den ständigen als auch unter den nichtständigen Mitgliedern.<a href="https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/"> Der Rat müsse gerechter, transparenter, demokratischer und repräsentativer werden, erklärte die Vizepräsidentin.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="572" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/cee79732-67da-4b43-b974-4cc302c082be-1024x572.jpeg" alt="" class="wp-image-30227 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/cee79732-67da-4b43-b974-4cc302c082be-1024x572.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/cee79732-67da-4b43-b974-4cc302c082be-300x168.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/cee79732-67da-4b43-b974-4cc302c082be-768x429.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/cee79732-67da-4b43-b974-4cc302c082be-380x212.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/cee79732-67da-4b43-b974-4cc302c082be-800x447.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/cee79732-67da-4b43-b974-4cc302c082be.jpeg 1092w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kampala stützt sich dabei auf die gemeinsame Position der Afrikanischen Union im Ezulwini-Konsens und in der Erklärung von Sirte. Die AU fordert mindestens zwei ständige afrikanische Sitze mit sämtlichen Rechten einschließlich des Vetorechts, solange dieses besteht, sowie insgesamt fünf nichtständige Sitze. Die Afrikanische Union bekräftigte diese Position zuletzt im Mai 2026.&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika ist bislang nicht unter den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats vertreten. China, Frankreich, Russland, die Vereinigten Staaten und Großbritannien verfügen über dauerhafte Sitze und ein Vetorecht.</p>



<h2 id="h-uganda-warnt-vor-einschnitten-durch-un80-reform" class="wp-block-heading"><span id="uganda-warnt-vor-einschnitten-durch-un80-reform">Uganda warnt vor Einschnitten durch UN80-Reform</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" data-type="post" data-id="26282">Grundsätzlich unterstützte Alupo die laufende UN80-Initiative, mit der die Vereinten Nationen ihre Strukturen verschlanken, Doppelarbeit reduzieren und die Zusammenarbeit innerhalb des UN-Systems verbessern wollen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Uganda setzte dieser Unterstützung jedoch eine Grenze. „Diese Reformprozesse dürfen vereinbarte UN-Mandate, Verpflichtungen oder Programme nicht verwässern und auch die Umsetzung der Agenda 2030 nicht behindern“, sagte Alupo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN80-Initiative umfasst inzwischen Reformen der Verwaltung, eine Überprüfung der Mandate und strukturelle Veränderungen innerhalb des UN-Systems. Die Vereinten Nationen rechnen 2026 mit deutlich geringeren verfügbaren Ressourcen. Im Sekretariat wurde die Zahl der Stellen nach UN-Angaben bereits um 21 Prozent reduziert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ugandische Position richtet sich damit gegen Einsparungen, die bestehende Entwicklungs-, Menschenrechts- oder Hilfsprogramme schwächen könnten.</p>



<h2 id="h-mehr-einfluss-fur-entwicklungslander-bei-finanz-und-steuerregeln" class="wp-block-heading"><span id="mehr-einfluss-fuer-entwicklungslaender-bei-finanz-und-steuerregeln">Mehr Einfluss für Entwicklungsländer bei Finanz- und Steuerregeln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alupo weitete die Reformforderung auf die internationalen Finanzinstitutionen aus. Viele Entwicklungsländer hätten zu wenig finanziellen Spielraum, weil ein großer Teil ihrer Staatseinnahmen für den Schuldendienst verwendet werde und damit für Infrastruktur oder soziale Leistungen fehle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Uganda fordert deshalb mehr Mitsprache von Entwicklungsländern bei Entscheidungen über die internationale Finanzarchitektur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel drängt Kampala auf ein „inklusives internationales Steuersystem“. Dadurch sollen illegale Finanzströme begrenzt und Gewinnverlagerungen multinationaler Unternehmen erschwert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Uganda unterstützt die laufenden Verhandlungen über eine UN-Rahmenkonvention zur internationalen Steuerkooperation. Die geplanten Regeln sollen unter anderem grenzüberschreitende Dienstleistungen und die Beilegung internationaler Steuerstreitigkeiten erfassen.</p>



<h2 id="h-museveni-setzt-ziel-von-500-milliarden-dollar-wirtschaftsleistung" class="wp-block-heading"><span id="museveni-setzt-ziel-von-500-milliarden-dollar-wirtschaftsleistung">Museveni setzt Ziel von 500 Milliarden Dollar Wirtschaftsleistung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung nach einer veränderten internationalen Wirtschaftsordnung verband Uganda mit eigenen Wachstumsplänen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung will über ihren vierten nationalen Entwicklungsplan Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung, Tourismus, Rohstoffe sowie Wissenschaft und Technologie ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unser Ziel ist es, über den Zeitraum von fünf Jahren zweistelliges Wachstum zu erreichen und unsere Wirtschaft bis 2040 schließlich auf ein Bruttoinlandsprodukt von 500 Milliarden US-Dollar zu verzehnfachen“, sagte Alupo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um ein Regierungsziel und nicht um eine unabhängige Wachstumsprognose. Musevenis Regierung hat für ihre neue Amtszeit Landwirtschaft, Produktion, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Dienstleistungen zu wichtigen Säulen der wirtschaftlichen Transformation erklärt.&nbsp;</p>



<h2 id="h-uganda-verweist-auf-rolle-am-horn-von-afrika-und-in-der-region-der-grossen-seen" class="wp-block-heading"><span id="uganda-verweist-auf-rolle-am-horn-von-afrika-und-in-der-region-der-grossen-seen">Uganda verweist auf Rolle am Horn von Afrika und in der Region der Großen Seen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch seine sicherheitspolitische Rolle stellte Uganda heraus. Konflikte könnten nach Darstellung der Regierung langfristig nicht allein militärisch gelöst werden. Nötig seien politisch geführte Prozesse, die auf lokale und regionale Ursachen eingehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/uganda-und-dr-kongo-parlamentarier-diskutieren-ueber-frieden-und-regionale-sicherheit/" data-type="post" data-id="12536">Alupo verwies dabei auf Ugandas Engagement am Horn von Afrika und in der Region der Großen Seen. </a><a href="https://fokus-afrika.de/uganda-kuendigt-truppenabzug-aus-somalia-bis-2027-an/">Kampala versteht seine Sicherheitspolitik nach eigenen Angaben als Teil eines panafrikanischen Ansatzes mit stärkerer regionaler Zusammenarbeit.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Uganda führt derzeit zudem die Bewegung der Blockfreien Staaten. Anfang Dezember will das Land in Kampala ein Ministertreffen der Bewegung ausrichten.</p>



<h2 id="h-kampala-halt-an-aids-ziel-fur-2030-fest" class="wp-block-heading"><span id="kampala-haelt-an-aids-ziel-fuer-2030-fest">Kampala hält an AIDS-Ziel für 2030 fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen weiteren Schwerpunkt setzte Alupo bei der Gesundheitsversorgung. Uganda wolle die sogenannten 95-95-95-Ziele von UNAIDS erreichen und dazu beitragen, AIDS bis 2030 als Bedrohung der öffentlichen Gesundheit zu beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung will Krankenhäuser und Gesundheitszentren modernisieren und digitale Gesundheitssysteme ausbauen. Entwicklungspartner und internationale Institutionen müssten zugleich Finanzierungslücken schließen und für einen gerechteren Zugang zu Diagnostik, Medikamenten und Impfstoffen sorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderungen nach Gesundheitsfinanzierung, institutioneller Reform und größerer Mitsprache des Globalen Südens stellte Uganda als Teile derselben Agenda dar: Internationale Institutionen sollten sich stärker an den heutigen politischen und wirtschaftlichen Kräfteverhältnissen orientieren.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fuganda-wirbt-fuer-olara-otunnu-an-der-un-spitze-und-fordert-mehr-macht-fuer-afrika%2F&amp;action_name=Uganda%20wirbt%20f%C3%BCr%20Olara%20Otunnu%20an%20der%20UN-Spitze%20%E2%80%93%20und%20fordert%20mehr%20Macht%20f%C3%BCr%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/uganda-wirbt-fuer-olara-otunnu-an-der-un-spitze-und-fordert-mehr-macht-fuer-afrika/">Uganda wirbt für Olara Otunnu an der UN-Spitze – und fordert mehr Macht für Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Eswatini fordert UN-Beteiligung von Taiwan – und warnt vor El Niño</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eswatini-fordert-un-beteiligung-von-taiwan-und-warnt-vor-el-nino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 18:48:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eswatini]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[SADC]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Wie viele Jahre noch?“ Eswatinis Staatsoberhaupt Mswati III fordert bei der UN ein Ende von Afrikas Ausschluss aus der ständigen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat. Als neuer Vorsitzender des SADC-Sicherheitsorgans verlangt er zugleich mehr Unterstützung für afrikanisch geführte Friedensprozesse.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feswatini-fordert-un-beteiligung-von-taiwan-und-warnt-vor-el-nino%2F&amp;action_name=Eswatini%20fordert%20UN-Beteiligung%20von%20Taiwan%20%E2%80%93%20und%20warnt%20vor%20El%20Ni%C3%B1o&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eswatini-fordert-un-beteiligung-von-taiwan-und-warnt-vor-el-nino/">Eswatini fordert UN-Beteiligung von Taiwan – und warnt vor El Niño</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" id="h-eswatini-fordert-vor-der-un-generalversammlung-eine-standige-vertretung-afrikas-im-sicherheitsrat-und-drangt-auf-starkere-afrikanisch-gefuhrte-friedensprozesse-die-rede-hielt-staatsoberhaupt-mswati-iii-am-mittwoch-23-september-2026-mehr-als-zwei-jahrzehnte-nach-verabschiedung-des-ezulwini-konsenses-verfuge-der-kontinent-weiterhin-uber-keinen-standigen-sitz-in-dem-gremium-eswatini-hat-seit-august-zugleich-den-vorsitz-im-sicherheitspolitischen-organ-der-entwicklungsgemeinschaft-des-sudlichen-afrika-ubernommen-nbsp">Eswatini fordert vor der UN-Generalversammlung eine ständige Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat und drängt auf stärkere afrikanisch geführte Friedensprozesse. Die Rede hielt Staatsoberhaupt Mswati III am Mittwoch, 23. September 2026. Mehr als zwei Jahrzehnte nach Verabschiedung des Ezulwini-Konsenses verfüge der Kontinent weiterhin über keinen ständigen Sitz in dem Gremium. Eswatini hat seit August zugleich den Vorsitz im sicherheitspolitischen Organ der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika übernommen.&nbsp;</p>



<h2 id="mswati-iii-wie-lange-soll-afrika-noch-warten" class="wp-block-heading">Mswati III: Wie lange soll Afrika noch warten?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mswati machte die Reform des UN-Sicherheitsrats zu einem Schwerpunkt seiner Rede. Afrika sei längst ein strategischer Akteur der Weltpolitik, bleibe aber von der ständigen Mitgliedschaft in dem wichtigsten UN-Gremium für Frieden und Sicherheit ausgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie viele Jahre noch sollen afrikanische Staats- und Regierungschefs nach New York reisen und vor dieser Versammlung eine gerechte Vertretung im Sicherheitsrat fordern?“, fragte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kontinent werde dadurch um die Möglichkeit gebracht, dauerhaft an zentralen Entscheidungen zur internationalen Sicherheit mitzuwirken, argumentierte Mswati. Vertrauen in die Vereinten Nationen könne nicht allein durch Erklärungen wiederhergestellt werden. Bereits eingegangene Verpflichtungen müssten umgesetzt und internationale Institutionen an die veränderten globalen Kräfteverhältnisse angepasst werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Position der Afrikanischen Union geht noch weiter. Der 2005 verabschiedete Ezulwini-Konsens fordert mindestens zwei ständige afrikanische Sitze mit sämtlichen Rechten einschließlich des Vetorechts, solange dieses besteht. Hinzukommen sollen insgesamt fünf nichtständige Sitze für Afrika. Die AU bekräftigte diese Position im Mai 2026 erneut.&nbsp;</p>



<h2 id="eswatini-uebernimmt-sicherheitspolitische-rolle-in-der-sadc" class="wp-block-heading">Eswatini übernimmt sicherheitspolitische Rolle in der SADC</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung fällt mit einer neuen regionalen Aufgabe Eswatinis zusammen. Beim SADC-Gipfel am 17. August wurde Mswati III zum Vorsitzenden des Organs für Politik, Verteidigung und Sicherheitskooperation gewählt. Das Gremium koordiniert unter anderem Konfliktprävention, Vermittlung und sicherheitspolitische Zusammenarbeit im südlichen Afrika.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den Vereinten Nationen forderte Mswati stärkere afrikanisch geführte Friedensprozesse und zusätzliche Unterstützung für regionale Organisationen bei Konfliktprävention und Vermittlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterzeichnete Friedensabkommen müssten von allen Seiten eingehalten werden. Die Vereinten Nationen sollten deren Umsetzung stärker überwachen und regionale Entscheidungen gegen verfassungswidrige Machtwechsel unterstützen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="607" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/bca7e115-8440-434b-bc58-27d083100986-1024x607.jpeg" alt="" class="wp-image-30212 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/bca7e115-8440-434b-bc58-27d083100986-1024x607.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/bca7e115-8440-434b-bc58-27d083100986-300x178.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/bca7e115-8440-434b-bc58-27d083100986-768x456.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/bca7e115-8440-434b-bc58-27d083100986-1536x911.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/bca7e115-8440-434b-bc58-27d083100986-380x225.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/bca7e115-8440-434b-bc58-27d083100986-800x475.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/bca7e115-8440-434b-bc58-27d083100986-1160x688.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/bca7e115-8440-434b-bc58-27d083100986.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Eswatini wolle während seines SADC-Vorsitzes insbesondere präventive Diplomatie, Dialog und Vermittlung ausbauen. Die Gemeinschaft hatte bei ihrem Gipfel im August ihre Unterstützung für regionale und internationale Friedensbemühungen unter anderem in der Demokratischen Republik Kongo bekräftigt.&nbsp;</p>
</div></div>



<h2 id="afrika-soll-rohstoffe-staerker-selbst-verarbeiten" class="wp-block-heading">Afrika soll Rohstoffe stärker selbst verarbeiten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mswati verband die Forderung nach politischer Mitsprache mit einer wirtschaftlichen Agenda. Afrikanische Staaten müssten sich stärker von der Ausfuhr unverarbeiteter Rohstoffe lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir müssen vom Export unverarbeiteter Rohstoffe zu Wertschöpfung, lokaler Industrialisierung und der Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze innerhalb unserer eigenen Grenzen übergehen“, sagte er.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/us-botschaft-staerkt-made-in-eswatini/">Eswatini fordert dabei internationale Unterstützung beim Aufbau afrikanischer Verarbeitungskapazitäten.</a> Mswati brachte zudem die Schaffung eines afrikanischen Handelszentrums für Edelmetalle, Seltene Erden und andere Rohstoffe ins Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone AfCFTA soll nach seiner Darstellung helfen, Verarbeitung und Handel stärker innerhalb Afrikas zu organisieren. Zugleich warnte er davor, dass der technologische Fortschritt neue Unterschiede zwischen Staaten schaffen könnte, die künstliche Intelligenz entwickeln und kontrollieren, und jenen, die von dieser Entwicklung weitgehend ausgeschlossen bleiben.</p>



<h2 id="sorge-vor-starkem-el-nino" class="wp-block-heading">Sorge vor starkem El Niño</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen weiteren Schwerpunkt setzte Mswati auf Ernährungssicherheit und Klimarisiken. Eswatini investiere verstärkt in Landwirtschaft, Bewässerung, moderne Anbaumethoden und die Unterstützung kleiner landwirtschaftlicher Betriebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig warnte er vor einem außergewöhnlich starken El-Niño-Ereignis, das zusätzliche staatliche Mittel zum Schutz von Bevölkerung und Lebensgrundlagen erforderlich machen könne.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltorganisation für Meteorologie sieht El Niño seit August 2026 als fest etabliert an. <a href="https://fokus-afrika.de/el-nino-bedroht-malawi-fuer-direkte-katastrophenhilfe-bleiben-nur-58-000-euro/">Die Wahrscheinlichkeit, dass das Wetterphänomen bis Februar 2027 anhält, liegt nach ihren aktuellen Prognosen bei nahezu 100 Prozent.</a> Die außergewöhnlich hohen Wassertemperaturen im tropischen Pazifik könnten eine weitere Verstärkung begünstigen und Niederschlags- sowie Temperaturmuster weltweit erheblich verändern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eswatini fordert deshalb verlässlichere Klimafinanzierung, Technologietransfer und zusätzliche Mittel für Anpassungsmaßnahmen. Das Land setzt zugleich auf neue Staudämme und Bewässerungssysteme, um die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen Niederschlagsschwankungen zu machen.</p>



<h2 id="eswatini-fordert-staerkere-beteiligung-taiwans-an-der-un" class="wp-block-heading">Eswatini fordert stärkere Beteiligung Taiwans an der UN</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mswati griff bei den Vereinten Nationen auch die internationale Stellung Taiwans auf. Taiwan spiele eine bedeutende Rolle in globalen Lieferketten und verfüge über Kenntnisse, die in die internationale Zusammenarbeit einbezogen werden sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen sollten deshalb Wege finden, Taiwan eine „substantielle Beteiligung“ an Sitzungen und Aktivitäten zu ermöglichen, sagte er.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/china-schafft-zoelle-fuer-afrika-ab-mit-einer-ausnahme/" data-type="post" data-id="24689">Eswatini ist Taiwans letzter Staat in Afrika mit formellen diplomatischen Beziehungen.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/trotz-druck-chinas-taiwans-praesident-reist-nach-eswatini/" data-type="post" data-id="27070">Im Frühjahr 2026 hatte Taiwans Präsident Lai Ching-te das Land besucht.</a> China betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets und lehnt staatliche diplomatische Beziehungen anderer Länder mit Taipeh ab, während die taiwanische Regierung diesen Anspruch zurückweist. </p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feswatini-fordert-un-beteiligung-von-taiwan-und-warnt-vor-el-nino%2F&amp;action_name=Eswatini%20fordert%20UN-Beteiligung%20von%20Taiwan%20%E2%80%93%20und%20warnt%20vor%20El%20Ni%C3%B1o&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Doumbouya wirbt bei UN für Guinea – Opposition protestiert in New York</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/doumbouya-wirbt-bei-un-fuer-guinea-opposition-protestiert-in-new-york/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 17:16:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Guinea]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 70 Prozent der guineischen Bauxitexporte gehen derzeit nach China. Gleichzeitig verhandelt die Regierung mit weiteren internationalen Unternehmen über Investitionen in Verarbeitung und Energie, um Absatzmärkte und Finanzierung stärker zu diversifizieren. Erst im September vereinbarte Guinea mit dem Schweizer Rohstoffkonzern Glencore eine mehrjährige Vermarktung von jährlich zehn bis zwölf Millionen Tonnen Bauxit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdoumbouya-wirbt-bei-un-fuer-guinea-opposition-protestiert-in-new-york%2F&amp;action_name=Doumbouya%20wirbt%20bei%20UN%20f%C3%BCr%20Guinea%20%E2%80%93%20Opposition%20protestiert%20in%20New%20York&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/doumbouya-wirbt-bei-un-fuer-guinea-opposition-protestiert-in-new-york/">Doumbouya wirbt bei UN für Guinea – Opposition protestiert in New York</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Guineas Präsident Mamadi Doumbouya hat bei den Vereinten Nationen für ein souveränitätsbetontes Entwicklungsmodell und „Win-win“-Partnerschaften geworben, während Mitglieder der guineischen Diaspora in New York gegen seine Regierung protestierten. Er sprach am Mittwoch, 23. September 2026, vor der UN-Generalversammlung. Doumbouya verwies auf Wahlen, Infrastrukturprojekte, Raffinerien und den Ausbau des Bergbaus als Belege für einen Entwicklungsweg unter stärkerer nationaler Kontrolle. Gleichzeitig blieb Oppositionspolitiker Cellou Dalein Diallo dem UN-Treffen fern, nachdem seine aufgelöste Partei mitgeteilt hatte, sein guineischer Pass sei von den Behörden widerrufen worden.&nbsp;</p>



<h2 id="h-doumbouya-fordert-partnerschaften-statt-vorgegebener-modelle" class="wp-block-heading"><span id="doumbouya-fordert-partnerschaften-statt-vorgegebener-modelle">Doumbouya fordert Partnerschaften statt vorgegebener Modelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doumbouya stellte nationale Souveränität ins Zentrum seiner Rede. Entwicklungsmodelle müssten sich an den historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen eines Landes orientieren und dürften nicht schematisch von außen übertragen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Regierungsmodelle auf die historischen, sozialen und kulturellen Realitäten jedes Landes zugeschnitten werden, statt wahllos aufgezwungen zu werden, dann beschleunigt sich die Entwicklung“, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guinea-und-china-schliessen-finanzabkommen-ueber-124-milliarden-guineische-franc/">Als Beispiele verwies er auf Staaten in Asien und im Nahen Osten, die internationale Erfahrungen übernommen, zugleich aber eigene Entwicklungsmodelle aufgebaut hätten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Position bedeute keine Abkehr von internationaler Zusammenarbeit, betonte Doumbouya. „Ganz im Gegenteil. Es ist ein Aufruf zu Win-win-Partnerschaften, die die Souveränität jedes Landes respektieren“, sagte er. Guinea werde ein offener und verlässlicher Partner bleiben.</p>



<h2 id="h-simandou-soll-guineas-wirtschaft-verandern" class="wp-block-heading"><span id="simandou-soll-guineas-wirtschaft-veraendern">Simandou soll Guineas Wirtschaft verändern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als zentralen Beleg für seine Wirtschaftspolitik führte Doumbouya das Eisenerzprojekt Simandou an. Das Vorhaben umfasst Minen, eine mehrere hundert Kilometer lange Eisenbahnverbindung und neue Hafenanlagen und gehört zu den größten Bergbauprojekten Afrikas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doumbouya bezeichnete das Mega-Projekt in seiner UN-Rede als abgeschlossen. Aktuelle Angaben eines der Betreiber zeichnen allerdings ein differenzierteres Bild. SimFer, das Gemeinschaftsunternehmen von Guinea, Rio Tinto und einem von Chinalco geführten chinesischen Konsortium, meldete Anfang August, dass das Gesamtprojekt zu knapp drei Vierteln fertiggestellt sei. Die Mine habe einen Baufortschritt von 77 Prozent erreicht, die Hafenanlagen 85 Prozent. Die vollständige Inbetriebnahme des Hafens ist demnach für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Das Eisenbahnnetz ist bereits in Betrieb, und im ersten Halbjahr 2026 wurden 2,2 Millionen Tonnen Eisenerz verschifft.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guinea will Simandou nicht als isoliertes Bergbauprojekt behandeln. Unter dem Programm „Simandou 2040“ soll der Rohstoffsektor Investitionen in Verkehr, Energie, Landwirtschaft, Gesundheit und Bildung finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doumbouya verwies außerdem auf mehr als 1.000 Kilometer neu asphaltierter Straßen, neue Schulen und Krankenhäuser, mehrere geplante Aluminiumoxid-Raffinerien sowie eine neue Goldraffinerie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guinea hatte 2026 den Export von unverarbeitetem Gold eingeschränkt und den Aufbau eigener Raffineriekapazitäten vorangetrieben. Die neue Anlage ist auf eine Verarbeitung von zunächst bis zu 530 Tonnen Gold im Jahr ausgelegt. Die Regierung verfolgt damit das Ziel, einen größeren Teil der Wertschöpfung im Land zu halten.&nbsp;</p>



<h2 id="h-guinea-will-rohstoffe-starker-selbst-verarbeiten" class="wp-block-heading"><span id="guinea-will-rohstoffe-staerker-selbst-verarbeiten">Guinea will Rohstoffe stärker selbst verarbeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim Bauxit versucht Conakry, über den reinen Rohstoffexport hinauszukommen. Guinea verfügt über die weltweit größten bekannten Bauxitreserven und gehört zu den wichtigsten Lieferanten des Aluminiumerzes.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153983-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30206 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153983-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153983-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153983-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153983-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153983-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153983-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153983.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/chinas-exporte-nach-afrika-steigen-auf-130-milliarden-dollar/" data-type="post" data-id="29161">Mehr als 70 Prozent der guineischen Bauxitexporte gehen derzeit nach China. </a><a href="https://fokus-afrika.de/russland-will-bei-guineas-rohstoff-offensive-mitmischen-simandou-2040-rueckt-in-den-fokus/" data-type="post" data-id="30009">Gleichzeitig verhandelt die Regierung mit weiteren internationalen Unternehmen über Investitionen in Verarbeitung und Energie, um Absatzmärkte und Finanzierung stärker zu diversifizieren</a>. Erst im September vereinbarte Guinea mit dem Schweizer Rohstoffkonzern Glencore eine mehrjährige Vermarktung von jährlich zehn bis zwölf Millionen Tonnen Bauxit. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die stärkere Kontrolle über Bergbau und Verarbeitung bildet damit den wirtschaftlichen Kern des von Doumbouya beschriebenen Souveränitätsmodells.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Guinea schreitet voran, indem es seine eigenen Mittel nutzt und auf seine eigenen Entscheidungen setzt – zum Nutzen seiner eigenen Bevölkerung“, sagte er.</p>



<h2 id="h-prasident-nennt-wahlen-friedlich-und-glaubwurdig" class="wp-block-heading"><span id="praesident-nennt-wahlen-friedlich-und-glaubwuerdig">Präsident nennt Wahlen friedlich und glaubwürdig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doumbouya stellte auch die politische Entwicklung seines Landes als Beispiel größerer Eigenständigkeit heraus. <a href="https://fokus-afrika.de/praesidentschaftswahl-in-guinea-mamadi-doumbouya-mit-8672-prozent-zum-sieger-erklaert/">Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen seien mit eigenen staatlichen Mitteln organisiert worden und ohne größere Zwischenfälle verlaufen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesidentenlager-gewinnt-mehrheit-im-neuen-parlament-von-guinea/" data-type="post" data-id="27978">Nach seiner Darstellung hätten die Abstimmungen gezeigt, dass ein afrikanischer Staat „glaubwürdige, friedliche und transparente Wahlen“ eigenständig organisieren könne.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politischen Rahmenbedingungen der jüngsten Parlamentswahl waren allerdings umstritten. <a href="https://fokus-afrika.de/guinea-loest-40-politische-parteien-vor-wahlen-auf/" data-type="post" data-id="25432">Die Parteien mehrerer führender Oppositioneller, darunter Cellou Dalein Diallo und der frühere Präsident Alpha Condé, durften nicht teilnehmen, nachdem die Behörden sie aufgelöst hatten. </a>Die Regierung begründete diesen Schritt mit Verstößen gegen gesetzliche Verpflichtungen, etwa bei der Vorlage von Finanzunterlagen. Bei der Wahl im Mai gewannen Parteien, die Doumbouya unterstützen, mindestens 100 der 147 Parlamentssitze. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doumbouya selbst war nach dem Militärputsch von 2021 an die Macht gelangt. Eine 2025 angenommene neue Verfassung ermöglichte ihm entgegen einer früheren Zusage, bei der Präsidentschaftswahl anzutreten. Er gewann die Wahl im Dezember 2025 und wurde im Januar 2026 vereidigt. Oppositionspolitiker bestritten die politischen Bedingungen des Wahlprozesses.&nbsp;</p>



<h2 id="h-cellou-dalein-diallo-kommt-nicht-nach-new-york" class="wp-block-heading"><span id="cellou-dalein-diallo-kommt-nicht-nach-new-york">Cellou Dalein Diallo kommt nicht nach New York</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unmittelbar vor Doumbouyas UN-Auftritt verschärfte sich der Konflikt mit einem seiner bekanntesten Gegner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Premierminister Cellou Dalein Diallo wollte nach Angaben seiner Partei zu Veranstaltungen am Rande der UN-Generalversammlung nach New York reisen. Die aufgelöste UFDG erklärte jedoch, Ethiopian Airlines habe Diallo nach dem Check-in mitgeteilt, dass sein guineischer Pass von den ausstellenden Behörden widerrufen worden sei und er deshalb nicht befördert werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine unabhängige Bestätigung der Passannullierung oder eine öffentliche Begründung der guineischen Behörden lag zunächst nicht vor. Die UFDG wertete den Vorgang als Einschränkung der Rechte ihres Vorsitzenden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diallo lebt im Exil und gehört zu den prominentesten Kritikern Doumbouyas. Seine Partei war gemeinsam mit zahlreichen weiteren politischen Formationen aufgelöst worden.</p>



<h2 id="h-proteste-gegen-doumbouya-in-manhattan" class="wp-block-heading"><span id="proteste-gegen-doumbouya-in-manhattan">Proteste gegen Doumbouya in Manhattan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in New York wurde die innenpolitische Auseinandersetzung sichtbar. Mitglieder der guineischen Diaspora demonstrierten am Mittwoch am Dag-Hammarskjöld-Platz nahe dem UN-Hauptquartier gegen Doumbouya.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reuters dokumentierte die Proteste und berichtete, Teilnehmer hätten dem Präsidenten unter anderem Verantwortung für mutmaßliche Tötungen zugeschrieben. Dabei handelt es sich um Vorwürfe der Demonstranten, nicht um gerichtlich festgestellte Tatsachen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Demonstrationen fanden in der Umgebung des Waldorf Astoria statt, in dem Doumbouya während seines Aufenthalts in New York untergebracht war. Gleichzeitig mobilisierten auch Unterstützer des Präsidenten aus der guineischen Diaspora.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Generalversammlung stellte Doumbouya seinen politischen und wirtschaftlichen Kurs dagegen als Beispiel eines afrikanischen Entwicklungswegs dar, der internationale Zusammenarbeit mit größerer nationaler Kontrolle verbinden soll.</p>
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		<item>
		<title>Mosambik fordert Ende von Rohstoff-Exporte – Terrorismus in Cabo Delgado bleibt Risiko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mosambik-fordert-ende-von-rohstoff-exporte-terrorismus-in-cabo-delgado-bleibt-risiko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrika liefert Rohstoffe für Energie- und Technologiewende, behält aber zu wenig von ihrer Wertschöpfung, kritisiert Mosambiks Präsident Daniel Chapo. Seine Forderung bei der UN: weniger reine Extraktion, mehr Verarbeitung, Technologie und Industrie auf dem Kontinent.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmosambik-fordert-ende-von-rohstoff-exporte-terrorismus-in-cabo-delgado-bleibt-risiko%2F&amp;action_name=Mosambik%20fordert%20Ende%20von%20Rohstoff-Exporte%20%E2%80%93%20Terrorismus%20in%20Cabo%20Delgado%20bleibt%20Risiko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mosambik will bei Rohstoffen vom Exporteur zum Verarbeitungsstandort werden und fordert dafür Investitionen in afrikanische Wertschöpfungsketten. Präsident Daniel Chapo stellte die Strategie am Mittwoch, 23. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York vor. Afrika sei reich an Ressourcen, behalte aber nur einen geringen Teil der daraus entstehenden Wertschöpfung. Parallel erklärte Chapo die Stabilisierung der von islamistischen Aufständischen betroffenen Provinz Cabo Delgado für unvollständig und verlangte verlässlichere internationale Unterstützung.&nbsp;</p>



<h2 id="h-von-rohstoffexporten-zu-eigener-industrie" class="wp-block-heading"><span id="von-rohstoffexporten-zu-eigener-industrie">Von Rohstoffexporten zu eigener Industrie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chapo stellte die Verarbeitung natürlicher Ressourcen ins Zentrum der wirtschaftlichen Strategie seines Landes. Mosambik wolle seine Landwirtschaft modernisieren, die Industrialisierung vorantreiben, die Energieversorgung ausbauen und stärker in Infrastruktur, Bildung, Wissenschaft und Technologie investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika steht vor einem Paradox: Es ist reich an Ressourcen, behält aber nur wenig von dem Wert, den diese erzeugen“, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Investitionen müssten sich deshalb „von einfacher Förderung hin zur Wertschöpfung entwickeln, von Transaktionen zu Partnerschaften und vom Export von Rohstoffen zum Aufbau nationaler und regionaler Wertschöpfungsketten“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Mosambik sollen Einnahmen aus natürlichen Ressourcen nicht allein den Staatshaushalt stärken. Sie sollen auch die wirtschaftliche Diversifizierung finanzieren und in Ausbildung sowie Arbeitsplätze fließen. Chapo bezeichnete das Talent der mosambikanischen Bevölkerung als das größte Kapital seines Landes.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung trifft auf eine Wirtschaft mit großen Vorkommen an Erdgas, Grafit und weiteren mineralischen Rohstoffen. Im Januar nahm Chapo eine chinesisch betriebene Grafit-Verarbeitungsanlage mit einer geplanten Jahreskapazität von 200.000 Tonnen in Betrieb. <a href="https://fokus-afrika.de/totalenergies-verschiebt-lng-projekt-in-mosambik-aufgrund-von-sicherheitsrisiken/" data-type="post" data-id="13641">Einen Tag zuvor hatten die Regierung und TotalEnergies den Neustart des rund 20 Milliarden Dollar schweren LNG-Projekts in Cabo Delgado vereinbart. </a></p>



<h2 id="h-afrika-soll-nicht-nur-rohstoffe-fur-die-technologiewende-liefern" class="wp-block-heading"><span id="afrika-soll-nicht-nur-rohstoffe-fuer-die-technologiewende-liefern">Afrika soll nicht nur Rohstoffe für die Technologiewende liefern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chapo übertrug die Forderung nach lokaler Wertschöpfung ausdrücklich auf die digitale Transformation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika darf sich nicht darauf beschränken, die Mineralien zu liefern, die die Innovationszentren der Welt antreiben“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kontinent brauche Investitionen in digitale Netze, Rechenkapazitäten, wissenschaftliche Forschung und Ausbildung. Hinzukommen müssten Technologietransfer und eigene Fähigkeiten zur Entwicklung und Regulierung künstlicher Intelligenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chapo forderte Partnerschaften, die afrikanische Kapazitäten aufbauen und mehr wirtschaftliche Eigenständigkeit ermöglichen. <a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/" data-type="post" data-id="27743">Damit verband er die Rohstoffpolitik mit einer breiteren Debatte darüber, welchen Anteil afrikanische Staaten an den Wertschöpfungsketten der Energie- und Technologiewende erhalten.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="549" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/906564e6-a549-4c91-b1c5-3e8bf0c9a878-1024x549.jpeg" alt="" class="wp-image-30202 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/906564e6-a549-4c91-b1c5-3e8bf0c9a878-1024x549.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/906564e6-a549-4c91-b1c5-3e8bf0c9a878-300x161.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/906564e6-a549-4c91-b1c5-3e8bf0c9a878-768x412.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/906564e6-a549-4c91-b1c5-3e8bf0c9a878-1536x824.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/906564e6-a549-4c91-b1c5-3e8bf0c9a878-380x204.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/906564e6-a549-4c91-b1c5-3e8bf0c9a878-800x429.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/906564e6-a549-4c91-b1c5-3e8bf0c9a878-1160x622.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/906564e6-a549-4c91-b1c5-3e8bf0c9a878.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch regionale Integration soll dabei eine größere Rolle spielen. Mosambik baut nach Angaben des Präsidenten Stromverbindungen mit Nachbarstaaten aus und arbeitet an gemeinsamen Grenzübergängen. Straßen, Energienetze und regionale Produktionsketten sollen Märkte verbinden und Investitionen erleichtern.</p>
</div></div>



<h2 id="h-cabo-delgado-bleibt-sicherheitsrisiko" class="wp-block-heading"><span id="cabo-delgado-bleibt-sicherheitsrisiko">Cabo Delgado bleibt Sicherheitsrisiko</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftlichen Pläne treffen im Norden des Landes weiterhin auf erhebliche Sicherheitsprobleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In Cabo Delgado haben wir Fortschritte bei der Bekämpfung des Terrorismus und bei der Stärkung der Sicherheit erzielt“, sagte Chapo. Er verwies dabei auf die mosambikanischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sowie die Unterstützung durch die Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika, die Europäische Union, Ruanda und Tansania.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stabilisierung sei jedoch „noch nicht abgeschlossen“. Mosambik benötige deshalb verlässlichere und besser koordinierte internationale Unterstützung für Sicherheit, Wiederaufbau und Entwicklung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-ruandische-truppen-im-kampf-gegen-terrorismus-in-mosambik/">Die Europäische Union hält ihre militärische Unterstützungsmission EUMAM Mozambique weiterhin im Land. Ihr Mandat wurde im Mai bis Ende Dezember 2026 verlängert.</a> Schwerpunkt sind Ausbildung, Beratung und die Einsatzfähigkeit schneller Eingreifkräfte der mosambikanischen Armee. Seit Beginn des aktuellen Mandats im September 2024 wurden nach EU-Angaben mehr als 40 Ausbildungsprogramme mit rund 1.200 Angehörigen der Streitkräfte durchgeführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch Mitte September trainierte die EU mit einer Kommandoeinheit Szenarien für Einsätze im nördlichen Operationsgebiet um Cabo Delgado. Die Mission soll die mosambikanischen Streitkräfte schrittweise in die Lage versetzen, Operationen eigenständiger durchzuführen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-lng-neustart-verstarkt-verbindung-von-sicherheit-und-rohstoffen" class="wp-block-heading"><span id="lng-neustart-verstaerkt-verbindung-von-sicherheit-und-rohstoffen">LNG-Neustart verstärkt Verbindung von Sicherheit und Rohstoffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage in Cabo Delgado ist eng mit einem der größten Investitionsprojekte Afrikas verbunden. TotalEnergies hatte sein LNG-Projekt 2021 nach Angriffen islamistischer Kämpfer ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 2026 vereinbarten Mosambik und das französische Unternehmen die Wiederaufnahme der Bauarbeiten. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 20 Milliarden Dollar.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-chapo-appelliert-an-das-militaer-keine-wirtschaftliche-unabhaengigkeit-ohne-frieden/">Damit erhält Chapos Forderung nach stärkerer lokaler Wertschöpfung auch eine innenpolitische Dimension. </a>Die Regierung will natürliche Ressourcen stärker für Beschäftigung, Staatseinnahmen und wirtschaftliche Diversifizierung nutzen, während ein Teil der bedeutendsten Vorkommen ausgerechnet in einer Region liegt, deren Stabilisierung weiterhin internationale militärische Unterstützung benötigt.</p>
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		<item>
		<title>Kenias Präsident Ruto fordert Umbau der UN: „Gleichheit endet an den Türen des Sicherheitsrats“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-fordert-umbau-der-un-gleichheit-endet-an-den-tueren-des-sicherheitsrats/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:17:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNDP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Die Gleichheit endet an den Türen des Sicherheitsrats“: Kenias Präsident William Ruto verbindet bei der UN Afrikas Forderung nach politischer Macht mit einer Kritik an hohen Kreditkosten. Sein Gegenentwurf: mehr eigene Industrie, afrikanisches Kapital und Wertschöpfung auf dem Kontinent.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkenias-praesident-ruto-fordert-umbau-der-un-gleichheit-endet-an-den-tueren-des-sicherheitsrats%2F&amp;action_name=Kenias%20Pr%C3%A4sident%20Ruto%20fordert%20Umbau%20der%20UN%3A%20%E2%80%9EGleichheit%20endet%20an%20den%20T%C3%BCren%20des%20Sicherheitsrats%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-fordert-umbau-der-un-gleichheit-endet-an-den-tueren-des-sicherheitsrats/">Kenias Präsident Ruto fordert Umbau der UN: „Gleichheit endet an den Türen des Sicherheitsrats“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto fordert eine grundlegende Reform des UN-Sicherheitsrats und der internationalen Finanzordnung, die Afrika aus seiner Sicht politisch wie wirtschaftlich benachteiligen. Die Rede hielt er am Mittwoch, 23. September 2026. Afrika mit 54 UN-Mitgliedstaaten habe weiterhin keinen ständigen Sitz im Sicherheitsrat, während Entwicklungsländer für Kapital deutlich höhere Preise zahlten als Industriestaaten. Ruto verband die Forderung nach mehr Mitsprache mit einem wirtschaftspolitischen Gegenentwurf: Afrikas Rohstoffe sollen stärker auf dem Kontinent verarbeitet und mit afrikanischem Kapital finanziert werden.&nbsp;</p>



<h2 id="h-permanent-diskutiert-permanent-ausgeschlossen" class="wp-block-heading"><span id="permanent-diskutiert-permanent-ausgeschlossen">„Permanent diskutiert, permanent ausgeschlossen“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto stellte die Zusammensetzung des Sicherheitsrats in direkten Gegensatz zum Gleichheitsprinzip der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Mitgliedstaat habe in der Generalversammlung eine Stimme. Bei Entscheidungen über Krieg und Frieden verfügten jedoch fünf Staaten über eine dauerhafte Machtposition, die den übrigen Mitgliedern nicht offenstehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die in dieser Versammlung verkündete Gleichheit endet an den Türen des Sicherheitsrats“, sagte Ruto. Afrika sei dort „permanent Gegenstand der Diskussion, aber permanent ausgeschlossen“.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die heutige Struktur könne die Machtverhältnisse von 1945 widerspiegeln, nicht aber die gegenwärtige Welt. Ruto verlangte eine „gerechte und dauerhafte Vertretung“ Afrikas einschließlich der Rechte und Privilegien einer ständigen Mitgliedschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region/">Der 2024 verabschiedete UN-Zukunftspakt hält ausdrücklich fest, dass die historische Benachteiligung Afrikas bei einer Reform des Sicherheitsrats vorrangig korrigiert werden soll.</a> Eine Einigung über zusätzliche ständige Sitze oder das Vetorecht gibt es bislang nicht. </p>



<h2 id="h-ruto-kritisiert-unterschiedliche-anwendung-des-volkerrechts" class="wp-block-heading"><span id="ruto-kritisiert-unterschiedliche-anwendung-des-voelkerrechts">Ruto kritisiert unterschiedliche Anwendung des Völkerrechts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der kenianische Präsident verband die institutionelle Reform mit einer Kritik an der Anwendung internationalen Rechts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Internationales Recht kann nicht in einer Krise lautstark angerufen, in einer anderen vorsichtig angewandt und ignoriert werden, wenn es gerade gelegen kommt“, sagte Ruto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahrnehmung unterschiedlicher Maßstäbe untergrabe das Vertrauen in internationale Institutionen. Zugleich verwies er auf die wachsende Zahl bewaffneter Konflikte und die Folgen für Zivilbevölkerung, Ernährung, Handel und Versorgungsketten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Forderung beschränkte Ruto jedoch nicht auf die politische Machtverteilung innerhalb der Vereinten Nationen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153875-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30198 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153875-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153875-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153875-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153875-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153875-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153875-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153875.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Politische Reform und Finanzreform sind keine getrennten Projekte“, sagte er. Beide beträfen dieselbe Frage: ob internationale Institutionen die von ihnen vertretene souveräne Gleichheit tatsächlich widerspiegelten.</p>
</div></div>



<h2 id="h-46-entwicklungslander-geben-mehr-fur-zinsen-aus-als-fur-gesundheit-oder-bildung" class="wp-block-heading"><span id="46-entwicklungslaender-geben-mehr-fuer-zinsen-aus-als-fuer-gesundheit-oder-bildung">46 Entwicklungsländer geben mehr für Zinsen aus als für Gesundheit oder Bildung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto verwies auf die stark gestiegenen Schuldenkosten vieler Entwicklungsländer. Die weltweite öffentliche Verschuldung erreichte 2024 nach Daten der UN-Handels- und Entwicklungsorganisation UNCTAD einen Rekordwert von 102 Billionen Dollar. Davon entfielen 31 Billionen Dollar auf Entwicklungsländer.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Länder zahlten 2024 netto 921 Milliarden Dollar an Zinsen. Ruto sprach in seiner Rede von rund einer Billion Dollar. In 46 Entwicklungsländern liegen die Zinszahlungen inzwischen über den Ausgaben für Gesundheit oder Bildung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Krankenhaus konkurriert mit einem Gläubiger. Das Klassenzimmer konkurriert mit dem Schuldendienst“, sagte Ruto.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsländer hätten zuletzt im Durchschnitt zu Zinssätzen Geld aufgenommen, die zwei- bis viermal höher lägen als in entwickelten Staaten. UNCTAD bestätigt diese Größenordnung für die Finanzierungskosten seit 2020.&nbsp;</p>



<h2 id="h-streit-uber-afrikanische-kreditratings" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-afrikanische-kreditratings">Streit über afrikanische Kreditratings</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen besonderen Schwerpunkt setzte Ruto auf die Bewertung afrikanischer Staaten durch internationale Ratingagenturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Kapital muss Risiken bepreisen. Es darf keine Vorurteile bepreisen“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei berief sich der Präsident auf Berechnungen des UN-Entwicklungsprogramms UNDP. Eine Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass subjektive Bestandteile bei Bonitätsbewertungen afrikanischen Ländern durch höhere Zinsen und entgangene Finanzierung bis zu 74,5 Milliarden Dollar kosten könnten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNDP weist zugleich darauf hin, dass die hohen Finanzierungskosten afrikanischer Staaten mehrere Ursachen haben. Neben Bewertungsmethoden der Ratingagenturen spielen wirtschaftliche Strukturen, Staatsfinanzen und institutionelle Risiken eine Rolle. Das Entwicklungsprogramm unterstützt afrikanische Regierungen inzwischen mit einer eigenen Initiative dabei, ihre Datenbasis und den Umgang mit Ratingagenturen zu verbessern.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Ruto stellte die Verantwortung nicht ausschließlich bei internationalen Institutionen fest. Regierungen müssten ihre Verschuldung solide verwalten, Institutionen stärken, Korruption bekämpfen und belastbare Investitionsprojekte entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Reformen im Ausland können Rechenschaftspflicht im eigenen Land nicht ersetzen“, sagte er.&nbsp;</p>



<h2 id="h-afrikas-rohstoffe-sollen-grundlage-eigener-industrie-werden" class="wp-block-heading"><span id="afrikas-rohstoffe-sollen-grundlage-eigener-industrie-werden">Afrikas Rohstoffe sollen Grundlage eigener Industrie werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Kritik leitete Ruto eine wirtschaftspolitische Forderung ab. <a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-stellt-afrikanische-union-offen-infrage/">Afrika solle seine mineralischen Rohstoffe, Agrarproduktion, erneuerbaren Energien und den wachsenden Binnenmarkt stärker für eigene industrielle Wertschöpfung nutzen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika kommt nicht, um zu bitten. Wir kommen mit einem Vorschlag“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/" data-type="post" data-id="27743">Rohstoffe dürften nicht mehr das Ende des afrikanischen Anteils an einer Wertschöpfungskette darstellen, sondern müssten deren Ausgangspunkt werden.</a> Ruto verwies auf eine zunehmende Verarbeitung von Kakao und Baumwolle auf dem Kontinent und auf die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone AfCFTA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die globale Energiewende dürfe nach seinen Worten nicht zu einer neuen Form reiner Rohstoffextraktion führen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-16-milliarden-dollar-raffinerie-fur-lamu" class="wp-block-heading"><span id="16-milliarden-dollar-raffinerie-fuer-lamu">16-Milliarden-Dollar-Raffinerie für Lamu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias eigene Industriepolitik stellte Ruto anhand eines geplanten Großprojekts heraus. In Lamu an der kenianischen Küste soll eine Ölraffinerie mit einer Kapazität von bis zu 700.000 Barrel täglich entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto kündigte den ersten Spatenstich innerhalb der kommenden Woche an und bezifferte die Investition auf rund 16 Milliarden Dollar. Die Anlage soll nicht nur Kenia, sondern auch weitere ostafrikanische Märkte mit Kraftstoffen versorgen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nigerianische Unternehmer Aliko Dangote plant das Projekt mit einem Investitionsvolumen von etwa 15 bis 16 Milliarden Dollar. Reuters berichtete Anfang September allerdings auch über erhebliche offene Fragen bei Rohölversorgung, Finanzierung, Infrastruktur und Umweltauflagen. Kenia verfügt derzeit nicht über eine ausreichende eigene kommerzielle Rohölförderung für eine Raffinerie dieser Größenordnung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto stellte das Vorhaben als Beispiel für eine afrikanische Wirtschaftsstrategie dar, bei der Wertschöpfung, Arbeitsplätze und industrielle Kapazitäten stärker auf dem Kontinent verbleiben sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Finanzierung solcher Projekte verwies er auch auf afrikanisches Vermögen. Mehr als vier Billionen Dollar lägen nach seinen Angaben in Pensionsfonds, Versicherungen, Staatsfonds, Banken und anderen Finanzinstitutionen des Kontinents. Ein größerer Teil dieses Kapitals müsse für produktive Investitionen mobilisiert werden. </p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-fordert-umbau-der-un-gleichheit-endet-an-den-tueren-des-sicherheitsrats/">Kenias Präsident Ruto fordert Umbau der UN: „Gleichheit endet an den Türen des Sicherheitsrats“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Namibia fordert neue Finanzordnung – Afrikas eigene Ratingagentur startet im Oktober</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/namibia-fordert-neue-finanzordnung-afrikas-eigene-ratingagentur-startet-im-oktober/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:03:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrika will seine Kreditwürdigkeit künftig stärker selbst bewerten: Die neue Ratingagentur AfCRA startet im Oktober in Mauritius. Namibias Präsidentin Nandi-Ndaitwah fordert bei der UN zugleich fairere Finanzierungsbedingungen und mehr Tempo beim gemeinsam mit Deutschland ausgehandelten Zukunftspakt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnamibia-fordert-neue-finanzordnung-afrikas-eigene-ratingagentur-startet-im-oktober%2F&amp;action_name=Namibia%20fordert%20neue%20Finanzordnung%20%E2%80%93%20Afrikas%20eigene%20Ratingagentur%20startet%20im%20Oktober&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/namibia-fordert-neue-finanzordnung-afrikas-eigene-ratingagentur-startet-im-oktober/">Namibia fordert neue Finanzordnung – Afrikas eigene Ratingagentur startet im Oktober</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Namibias Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah fordert eine Reform der internationalen Finanzarchitektur und setzt dabei auf die neue Afrikanische Ratingagentur AfCRA. Die Forderung erhob sie am Mittwoch, 23. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York. Die Agentur soll am 7. Oktober in Mauritius offiziell starten und afrikanischen Staaten sowie Unternehmen eine zusätzliche, auf regionale Wirtschaftsbedingungen zugeschnittene Bonitätsbewertung ermöglichen. Zugleich kritisierte Nandi-Ndaitwah, dass der gemeinsam von Namibia und Deutschland ausgehandelte UN-Zukunftspakt bislang weniger wirksam umgesetzt werde als erhofft.&nbsp;</p>



<h2 id="h-afrikanische-ratingagentur-startet-in-mauritius" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-ratingagentur-startet-in-mauritius">Afrikanische Ratingagentur startet in Mauritius</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nandi-Ndaitwah bezeichnete die African Credit Rating Agency als einen Baustein für mehr afrikanische Eigenständigkeit in der Entwicklungs- und Finanzpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist ein Baustein dafür, dass Afrika Verantwortung für seine eigene Entwicklungs- und Wohlstandsagenda übernimmt“, sagte die Präsidentin.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">AfCRA soll ihren Sitz in Mauritius haben und Staaten sowie Unternehmen bewerten. Die Afrikanische Union begründet die Gründung mit der seit Jahren vorgetragenen Kritik, afrikanische Volkswirtschaften würden an den internationalen Kapitalmärkten häufig mit zu hohen Risikoprämien belastet. Die Agentur soll deshalb zusätzliche Bewertungen erstellen, die stärker auf afrikanische Wirtschaftsstrukturen und Daten eingehen. Die AU hat den 7. Oktober 2026 als offiziellen Starttermin angekündigt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nandi-Ndaitwah verband das Projekt mit einer grundsätzlichen Forderung nach einer Reform der globalen Finanzinstitutionen. Schwellenländer litten weiterhin unter hohen Kreditkosten, begrenztem fiskalischem Spielraum, Schuldenrisiken und den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Finanzierungsbedingungen müssten stärker berücksichtigen, dass Staaten ihre Rohstoffe im eigenen Land verarbeiten und zusätzliche Wertschöpfung schaffen wollten. Dabei verwies sie ausdrücklich auf kritische Mineralien.</p>



<h2 id="h-namibia-kritisiert-langsame-umsetzung-des-zukunftspakts" class="wp-block-heading"><span id="namibia-kritisiert-langsame-umsetzung-des-zukunftspakts">Namibia kritisiert langsame Umsetzung des Zukunftspakts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen direkten Deutschland-Bezug stellte Nandi-Ndaitwah beim UN-Zukunftspakt her.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/botschafter-shaanika-deutschland-und-namibia-sind-gut-aufgestellt/" data-type="post" data-id="24516">Namibia und Deutschland hatten die Verhandlungen über den Pact for the Future gemeinsam moderiert.</a> Das Abkommen wurde im September 2024 von der UN-Generalversammlung angenommen und umfasst unter anderem Reformen der internationalen Finanzordnung, nachhaltige Entwicklung, Frieden und Sicherheit sowie globale Governance. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung sei jedoch „nicht so wirksam gewesen, wie wir es uns gewünscht hätten“, sagte Nandi-Ndaitwah.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Namibia arbeiten auch 2026 weiter gemeinsam an der Umsetzung. Im Mai organisierten beide UN-Missionen in New York eine Veranstaltung zur nationalen Umsetzung des Pakts. Dabei ging es unter anderem darum, wie die internationalen Verpflichtungen stärker in nationale Politik übertragen werden können.&nbsp;</p>



<h2 id="h-namibia-verursacht-weniger-als-0-01-prozent-der-emissionen" class="wp-block-heading"><span id="namibia-verursacht-weniger-als-001-prozent-der-emissionen">Namibia verursacht weniger als 0,01 Prozent der Emissionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nandi-Ndaitwah verband die Finanzierungsfrage mit der Klimapolitik. Namibia verursache weniger als 0,01 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen, trage aber wie andere Entwicklungsländer überproportional die Folgen des Klimawandels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wiederkehrende Dürren, steigende Temperaturen und zunehmender Druck auf Landwirtschaft und Wasserressourcen belasteten das Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Manchmal fühlt es sich an, als befänden wir uns im Krieg mit Mutter Natur“, sagte die Präsidentin mit Blick auf Überschwemmungen, Hitzewellen, Wirbelstürme und lange Dürreperioden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Staaten, die historisch einen größeren Anteil an den weltweiten Emissionen verursacht hätten, müssten aus ihrer Sicht mehr Verantwortung übernehmen. Nandi-Ndaitwah forderte insbesondere zusätzliche und verlässliche Klimafinanzierung.</p>



<h2 id="h-namibia-wird-sitz-der-global-water-partnership" class="wp-block-heading"><span id="namibia-wird-sitz-der-global-water-partnership">Namibia wird Sitz der Global Water Partnership</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wasserpolitik soll für Namibia 2026 stärker ins Zentrum rücken. Das trockene Land wird Sitz des Hauptquartiers der Global Water Partnership.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit werde die Organisation erstmals ihren Hauptsitz im Globalen Süden haben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Namibia setzt unter anderem auf integriertes Wassermanagement, Grundwasseranreicherung und Investitionen in Wasserinfrastruktur. Gemeinsam mit Senegal führt das Land außerdem ein hochrangiges Gremium der Afrikanischen Union zum African Water Investment Programme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nandi-Ndaitwah verwies auf die anstehende UN-Wasserkonferenz 2026 und forderte stärkere internationale Investitionen in die Wassersicherheit Afrikas.</p>



<h2 id="h-namibia-bekraftigt-position-zur-westsahara" class="wp-block-heading"><span id="namibia-bekraeftigt-position-zur-westsahara">Namibia bekräftigt Position zur Westsahara</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Westsahara nahm einen Teil der Rede ein. Nandi-Ndaitwah verwies auf Namibias eigene Erfahrungen mit Kolonialismus und Besatzung und bekräftigte die Unterstützung ihres Landes für das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung der Westsahara.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Namibia unterstützt weiterhin ein von den Vereinten Nationen getragenes Referendum und rief zur Umsetzung der Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats auf.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" data-type="post" data-id="21658">Die Resolution 2797 wurde am 31. Oktober 2025 verabschiedet und verlängerte das Mandat der UN-Mission MINURSO bis Ende Oktober 2026.</a> Der Sicherheitsrat bekräftigte darin das Ziel einer gerechten, dauerhaften und für die Konfliktparteien akzeptablen politischen Lösung auf Grundlage des marokkanischen Autonomieplans und im Einklang mit dem Prinzip der Selbstbestimmung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Interpretation dieses Prozesses bleibt zwischen Marokko und der Polisario umstritten. Namibia gehört zu den wenigen Staaten, die weiterhin ausdrücklich die Position der Polisario zur Selbstbestimmung unterstützen.</p>



<h2 id="h-prasidentin-fordert-erstmals-frau-an-der-spitze-der-un" class="wp-block-heading"><span id="praesidentin-fordert-erstmals-frau-an-der-spitze-der-un">Präsidentin fordert erstmals Frau an der Spitze der UN</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nandi-Ndaitwah verband ihre Reformforderungen außerdem mit der Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Gründung der Vereinten Nationen 1945 habe noch nie eine Frau das Amt des Generalsekretärs bekleidet. Namibia halte deshalb die Zeit für gekommen, eine Frau an die Spitze der Organisation zu wählen, sagte die Präsidentin.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="595" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/56351432-2ab5-448d-aee7-5552f439baf3-1024x595.jpeg" alt="" class="wp-image-30194 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/56351432-2ab5-448d-aee7-5552f439baf3-1024x595.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/56351432-2ab5-448d-aee7-5552f439baf3-300x174.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/56351432-2ab5-448d-aee7-5552f439baf3-768x446.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/56351432-2ab5-448d-aee7-5552f439baf3-1536x892.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/56351432-2ab5-448d-aee7-5552f439baf3-380x221.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/56351432-2ab5-448d-aee7-5552f439baf3-800x465.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/56351432-2ab5-448d-aee7-5552f439baf3-1160x674.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/56351432-2ab5-448d-aee7-5552f439baf3.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich forderte sie eine Reform des Sicherheitsrats entsprechend der gemeinsamen afrikanischen Position im Ezulwini-Konsens und in der Erklärung von Sirte. Afrika müsse in den internationalen Entscheidungsstrukturen angemessener vertreten werden.</p>
</div></div>



<h2 id="h-resolution-zu-sklaverei-und-kolonialem-erbe" class="wp-block-heading"><span id="resolution-zu-sklaverei-und-kolonialem-erbe">Resolution zu Sklaverei und kolonialem Erbe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ghana-bringt-un-resolution-zum-transatlantischen-sklavenhandel-ein/" data-type="post" data-id="25783">Nandi-Ndaitwah griff außerdem die im März 2026 verabschiedete UN-Resolution zum transatlantischen Sklavenhandel auf.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie bezeichnete die Entscheidung als „Beginn eines Weges zu Wahrheit, Anerkennung, Heilung und Gerechtigkeit“ für Millionen Afrikanerinnen und Afrikaner sowie Menschen afrikanischer Abstammung, deren Leben durch Sklaverei, Kolonialismus und andere historische Ungerechtigkeiten geprägt worden seien.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Namibia setzt sich in diesem Zusammenhang weiterhin für Wiedergutmachungsmechanismen und eine internationale Auseinandersetzung mit den Folgen kolonialer Herrschaft ein.</p>
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		<item>
		<title>Zentralafrikanische Republik warnt vor übereiltem MINUSCA-Abzug</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/zentralafrikanische-republik-warnt-vor-uebereiltem-minusca-abzug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 09:57:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zentralafrikanische Republik warnt vor übereiltem MINUSCA-Abzug<br />
Die Zentralafrikanische Republik warnt vor einem zu schnellen Rückzug der UN-Friedensmission MINUSCA und fordert zugleich mehr internationale Unterstützung für fragile Staaten. Präsident Faustin-Archange Touadéra sprach am Mittwoch, 23. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York. Kürzungen bei humanitärer Hilfe und Friedenseinsätzen könnten nach seiner Darstellung neue Räume für bewaffnete Gruppen öffnen, während der Krieg im Sudan zusätzlichen Druck auf den Norden seines Landes ausübt. Für die Weltklimakonferenz COP31 verlangt Bangui außerdem mehr Geld für Klimaanpassung und eine Vergütung der Staaten des Kongobeckens für den Schutz ihrer Wälder.<br />
Touadéra fordert schrittweisen Rückzug von MINUSCA<br />
Touadéra stellte klar, dass sein Land die Verantwortung für seine Sicherheit langfristig selbst übernehmen wolle. Ein Abbau der UN-Mission müsse jedoch „schrittweise“ erfolgen und sich an objektiven, gemeinsam vereinbarten Kriterien orientieren.<br />
Ein Zeitplan, der die Sicherheitslage vor Ort nicht berücksichtige, sei aus Sicht der Regierung in Bangui nicht akzeptabel.<br />
Die Warnung fällt in eine Phase, in der MINUSCA ihre Präsenz bereits reduziert. Zwischen Januar und Juni 2026 schloss die Mission 21 Stützpunkte in stabilisierten Gebieten sowie drei Außenstellen. Die UN-Sonderbeauftragte Valentine Rugwabiza erklärte vor dem Sicherheitsrat, der schrittweise Übergang von Sicherheitsaufgaben an die zentralafrikanischen Kräfte dürfe die bisherigen Fortschritte nicht gefährden.<br />
Finanzierungsengpässe hatten MINUSCA zuvor bereits zu Einschränkungen gezwungen. Ein Bericht des UN-Generalsekretärs hielt fest, dass weniger Personal und geringere finanzielle Spielräume unter anderem die Beweglichkeit der Mission einschränkten und lokale Vermittlungs-, Justiz- und Sicherheitsprogramme reduziert oder verschoben werden mussten.<br />
Kürzungen als „grausame Falle“ für fragile Staaten<br />
Touadéra verband die Lage seines Landes mit einer breiteren Kritik an sinkender internationaler Unterstützung.<br />
Fragile Staaten befänden sich in einer „grausamen Falle“: Sie benötigten Sicherheit, um wirtschaftliche und staatliche Entwicklung zu ermöglichen, gleichzeitig sei Entwicklung eine Voraussetzung für dauerhafte Stabilität.<br />
„Fragile Länder im Stich zu lassen, führt nicht zu Einsparungen“, sagte Touadéra. „Man verschiebt lediglich eine Rechnung, die später mit Zinsen bezahlt werden muss.“<br />
Wenn Gesundheitsversorgung, Bildung, Infrastruktur, Energie und Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen zurückgestellt würden, gefährde dies nach seiner Darstellung nicht nur Entwicklungsziele, sondern auch politische Stabilität.<br />
Touadéra verwies auf sinkende humanitäre Mittel bei gleichzeitig hoher Ernährungsunsicherheit. Das Welternährungsprogramm stellte für 2025 fest, dass weltweit 266 Millionen Menschen in 47 Ländern und Gebieten von hoher akuter Ernährungsunsicherheit betroffen waren. Konflikte blieben dabei einer der wichtigsten Treiber.<br />
Elf von 14 bewaffneten Gruppen aufgelöst<br />
Als Gegenmodell zu einer ausschließlich militärischen Strategie verwies Touadéra auf den Friedensprozess in seinem eigenen Land.<br />
Von den 14 bewaffneten Gruppen, die 2019 das Politische Abkommen für Frieden und Versöhnung unterzeichnet hatten, seien inzwischen elf aufgelöst worden. MINUSCA bestätigt diese Zahl. Nach der Auflösung zweier weiterer Organisationen im Oktober 2025 waren elf der ursprünglich 14 Unterzeichner offiziell aufgelöst.<br />
„Dem Gegner von gestern die Hand zu reichen, ist kein Zeichen von Schwäche“, sagte Touadéra. „Es ist häufig der sicherste Weg zu einem dauerhaften Frieden.“<br />
Der Präsident erneuerte zugleich seinen Vorschlag für einen globalen Mechanismus zur Konfliktprävention und Vermittlung mit vorhersehbarer Finanzierung.<br />
Krieg im Sudan setzt Nordosten des Landes unter Druck<br />
Zusätzliche Belastungen entstehen durch den Krieg im benachbarten Sudan. Zehntausende Menschen sind seit Beginn des Konflikts in die Zentralafrikanische Republik geflohen.<br />
Besonders betroffen ist Birao im nordöstlichen Verwaltungsgebiet Vakaga. UNHCR registrierte dort Ende 2025 rund 27.000 sudanesische Flüchtlinge im Gebiet Korsi. Für Ende 2026 geht der regionale Flüchtlingsplan von bis zu 50.000 Flüchtlingen aus dem Sudan im gesamten Land aus.<br />
Die Einwohnerzahl von Birao hat sich durch die Fluchtbewegung stark erhöht. UN-Organisationen warnten im April, dass die zusätzliche Bevölkerung Wasserversorgung, Gesundheitsdienste und andere ohnehin begrenzte Strukturen belastet. Der regionale Hilfsplan für sudanesische Flüchtlinge in der Zentralafrikanischen Republik war zu diesem Zeitpunkt erst zu elf Prozent finanziert.<br />
Touadéra verwies außerdem auf Spannungen zwischen geflüchteten sudanesischen Viehhaltern und lokalen Gemeinschaften um Wasser und Land. Solche Konflikte könnten wiederum von bewaffneten Gruppen ausgenutzt werden, warnte er.<br />
Drei Forderungen für COP31 in Antalya<br />
Auch die Klimafinanzierung machte Touadéra zu einem Schwerpunkt seiner Rede. Bei der COP31 will die Zentralafrikanische Republik drei Forderungen vertreten.<br />
Der Fonds für klimabedingte Verluste und Schäden müsse vollständig funktionsfähig und zugänglich werden. Zugleich dürfe die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen nicht länger gegenüber anderen Teilen der Klimafinanzierung zurückstehen.<br />
Als dritten Punkt fordert Bangui eine finanzielle Anerkennung der Leistungen der Staaten des Kongobeckens für den Schutz ihrer Ökosysteme. Touadéra bezeichnete das Kongobecken als die „zweitgrößte Lunge des Planeten“.<br />
Die COP31 findet vom 9. bis 20. November 2026 im türkischen Antalya statt.<br />
Afrika soll dauerhaft in den Sicherheitsrat<br />
Touadéra verband seine Forderungen mit einer erneuten Kritik an der Zusammensetzung des UN-Sicherheitsrats.<br />
Die Welt von 2026 könne nicht länger mit den politischen Machtverhältnissen von 1945 repräsentiert werden, erklärte er. Afrika müsse dauerhaft im Sicherheitsrat vertreten sein.<br />
Dabei ging Touadéra in seiner Rede allerdings weniger weit als die offizielle gemeinsame Position der Afrikanischen Union. Er sprach von mindestens einem ständigen afrikanischen Sitz. Der Ezulwini-Konsens und die Erklärung von Sirte verlangen mindestens zwei ständige Sitze für Afrika sowie zusätzliche nichtständige Mandate.<br />
Die Zentralafrikanische Republik unterstützt zugleich eine stärkere Partnerschaft zwischen Vereinten Nationen und Afrikanischer Union sowie eine vorhersehbare Finanzierung afrikanisch geführter Friedenseinsätze.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fzentralafrikanische-republik-warnt-vor-uebereiltem-minusca-abzug%2F&amp;action_name=Zentralafrikanische%20Republik%20warnt%20vor%20%C3%BCbereiltem%20MINUSCA-Abzug&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrikanische-republik-warnt-vor-uebereiltem-minusca-abzug/">Zentralafrikanische Republik warnt vor übereiltem MINUSCA-Abzug</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Zentralafrikanische Republik warnt vor einem zu schnellen Rückzug der UN-Friedensmission MINUSCA und fordert zugleich mehr internationale Unterstützung für fragile Staaten. Präsident Faustin-Archange Touadéra sprach am Mittwoch, 23. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York. Kürzungen bei humanitärer Hilfe und Friedenseinsätzen könnten nach seiner Darstellung neue Räume für bewaffnete Gruppen öffnen, während der Krieg im Sudan zusätzlichen Druck auf den Norden seines Landes ausübt. Für die Weltklimakonferenz COP31 verlangt Bangui außerdem mehr Geld für Klimaanpassung und eine Vergütung der Staaten des Kongobeckens für den Schutz ihrer Wälder.&nbsp;</p>



<h2 id="h-touadera-fordert-schrittweisen-ruckzug-von-minusca" class="wp-block-heading"><span id="touadera-fordert-schrittweisen-rueckzug-von-minusca">Touadéra fordert schrittweisen Rückzug von MINUSCA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-faustin-archange-touadera-kritisiert-eigenes-kabinett-wegen-erfolglosigkeit/">Touadéra stellte klar, dass sein Land die Verantwortung für seine Sicherheit langfristig selbst übernehmen wolle.</a> Ein Abbau der UN-Mission müsse jedoch „schrittweise“ erfolgen und sich an objektiven, gemeinsam vereinbarten Kriterien orientieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-fragiler-lage-nach-wahlen-in-der-zentralafrikanischen-republik/">Ein Zeitplan, der die Sicherheitslage vor Ort nicht berücksichtige, sei aus Sicht der Regierung in Bangui nicht akzeptabel.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Warnung fällt in eine Phase, in der MINUSCA ihre Präsenz bereits reduziert. Zwischen Januar und Juni 2026 schloss die Mission 21 Stützpunkte in stabilisierten Gebieten sowie drei Außenstellen. Die UN-Sonderbeauftragte Valentine Rugwabiza erklärte vor dem Sicherheitsrat, der schrittweise Übergang von Sicherheitsaufgaben an die zentralafrikanischen Kräfte dürfe die bisherigen Fortschritte nicht gefährden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Finanzierungsengpässe hatten MINUSCA zuvor bereits zu Einschränkungen gezwungen. Ein Bericht des UN-Generalsekretärs hielt fest, dass weniger Personal und geringere finanzielle Spielräume unter anderem die Beweglichkeit der Mission einschränkten und lokale Vermittlungs-, Justiz- und Sicherheitsprogramme reduziert oder verschoben werden mussten.&nbsp;</p>



<h2 id="h-kurzungen-als-grausame-falle-fur-fragile-staaten" class="wp-block-heading"><span id="kuerzungen-als-grausame-falle-fuer-fragile-staaten">Kürzungen als „grausame Falle“ für fragile Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-touadera-will-neue-politische-akzente-fuer-die-zentralafrikanische-republik/">Touadéra verband die Lage seines Landes mit einer breiteren Kritik an sinkender internationaler Unterstützung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Fragile Staaten befänden sich in einer „grausamen Falle“: Sie benötigten Sicherheit, um wirtschaftliche und staatliche Entwicklung zu ermöglichen, gleichzeitig sei Entwicklung eine Voraussetzung für dauerhafte Stabilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Fragile Länder im Stich zu lassen, führt nicht zu Einsparungen“, sagte Touadéra. „Man verschiebt lediglich eine Rechnung, die später mit Zinsen bezahlt werden muss.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Gesundheitsversorgung, Bildung, Infrastruktur, Energie und Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen zurückgestellt würden, gefährde dies nach seiner Darstellung nicht nur Entwicklungsziele, sondern auch politische Stabilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Touadéra verwies auf sinkende humanitäre Mittel bei gleichzeitig hoher Ernährungsunsicherheit. Das Welternährungsprogramm stellte für 2025 fest, dass weltweit 266 Millionen Menschen in 47 Ländern und Gebieten von hoher akuter Ernährungsunsicherheit betroffen waren. Konflikte blieben dabei einer der wichtigsten Treiber.&nbsp;</p>



<h2 id="h-elf-von-14-bewaffneten-gruppen-aufgelost" class="wp-block-heading"><span id="elf-von-14-bewaffneten-gruppen-aufgeloest">Elf von 14 bewaffneten Gruppen aufgelöst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gegenmodell zu einer ausschließlich militärischen Strategie verwies Touadéra auf den Friedensprozess in seinem eigenen Land.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="575" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Trying_out_new_Peacekeeping_Uniforms-1024x575.jpg" alt="" class="wp-image-30178 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Trying_out_new_Peacekeeping_Uniforms-1024x575.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Trying_out_new_Peacekeeping_Uniforms-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Trying_out_new_Peacekeeping_Uniforms-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Trying_out_new_Peacekeeping_Uniforms-1536x863.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Trying_out_new_Peacekeeping_Uniforms-2048x1151.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Trying_out_new_Peacekeeping_Uniforms-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Trying_out_new_Peacekeeping_Uniforms-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Trying_out_new_Peacekeeping_Uniforms-1160x652.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Von den 14 bewaffneten Gruppen, die 2019 das Politische Abkommen für Frieden und Versöhnung unterzeichnet hatten, seien inzwischen elf aufgelöst worden. MINUSCA bestätigt diese Zahl. Nach der Auflösung zweier weiterer Organisationen im Oktober 2025 waren elf der ursprünglich 14 Unterzeichner offiziell aufgelöst.&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Dem Gegner von gestern die Hand zu reichen, ist kein Zeichen von Schwäche“, sagte Touadéra. „Es ist häufig der sicherste Weg zu einem dauerhaften Frieden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident erneuerte zugleich seinen Vorschlag für einen globalen Mechanismus zur Konfliktprävention und Vermittlung mit vorhersehbarer Finanzierung.</p>



<h2 id="h-krieg-im-sudan-setzt-nordosten-des-landes-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="krieg-im-sudan-setzt-nordosten-des-landes-unter-druck">Krieg im Sudan setzt Nordosten des Landes unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Belastungen entstehen durch den Krieg im benachbarten Sudan. Zehntausende Menschen sind seit Beginn des Konflikts in die Zentralafrikanische Republik geflohen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen ist Birao im nordöstlichen Verwaltungsgebiet Vakaga. UNHCR registrierte dort Ende 2025 rund 27.000 sudanesische Flüchtlinge im Gebiet Korsi. Für Ende 2026 geht der regionale Flüchtlingsplan von bis zu 50.000 Flüchtlingen aus dem Sudan im gesamten Land aus.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einwohnerzahl von Birao hat sich durch die Fluchtbewegung stark erhöht. UN-Organisationen warnten im April, dass die zusätzliche Bevölkerung Wasserversorgung, Gesundheitsdienste und andere ohnehin begrenzte Strukturen belastet. Der regionale Hilfsplan für sudanesische Flüchtlinge in der Zentralafrikanischen Republik war zu diesem Zeitpunkt erst zu elf Prozent finanziert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Touadéra verwies außerdem auf Spannungen zwischen geflüchteten sudanesischen Viehhaltern und lokalen Gemeinschaften um Wasser und Land. Solche Konflikte könnten wiederum von bewaffneten Gruppen ausgenutzt werden, warnte er.</p>



<h2 id="h-drei-forderungen-fur-cop31-in-antalya" class="wp-block-heading"><span id="drei-forderungen-fuer-cop31-in-antalya">Drei Forderungen für COP31 in Antalya</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Klimafinanzierung machte Touadéra zu einem Schwerpunkt seiner Rede. Bei der COP31 will die Zentralafrikanische Republik drei Forderungen vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fonds für klimabedingte Verluste und Schäden müsse vollständig funktionsfähig und zugänglich werden. Zugleich dürfe die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen nicht länger gegenüber anderen Teilen der Klimafinanzierung zurückstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als dritten Punkt fordert Bangui eine finanzielle Anerkennung der Leistungen der Staaten des Kongobeckens für den Schutz ihrer Ökosysteme. Touadéra bezeichnete das Kongobecken als die „zweitgrößte Lunge des Planeten“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die COP31 findet vom 9. bis 20. November 2026 im türkischen Antalya statt.&nbsp;</p>



<h2 id="h-afrika-soll-dauerhaft-in-den-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="afrika-soll-dauerhaft-in-den-sicherheitsrat">Afrika soll dauerhaft in den Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Touadéra verband seine Forderungen mit einer erneuten Kritik an der Zusammensetzung des UN-Sicherheitsrats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Welt von 2026 könne nicht länger mit den politischen Machtverhältnissen von 1945 repräsentiert werden, erklärte er. Afrika müsse dauerhaft im Sicherheitsrat vertreten sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ging Touadéra in seiner Rede allerdings weniger weit als die offizielle gemeinsame Position der Afrikanischen Union. Er sprach von mindestens einem ständigen afrikanischen Sitz. Der Ezulwini-Konsens und die Erklärung von Sirte verlangen mindestens zwei ständige Sitze für Afrika sowie zusätzliche nichtständige Mandate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zentralafrikanische Republik unterstützt zugleich eine stärkere Partnerschaft zwischen Vereinten Nationen und Afrikanischer Union sowie eine vorhersehbare Finanzierung afrikanisch geführter Friedenseinsätze.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fzentralafrikanische-republik-warnt-vor-uebereiltem-minusca-abzug%2F&amp;action_name=Zentralafrikanische%20Republik%20warnt%20vor%20%C3%BCbereiltem%20MINUSCA-Abzug&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
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		<title>Botsuana fordert neue Weltfinanzordnung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/botsuana-fordert-neue-weltfinanzordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 09:42:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Botsuana]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Schuldendienst mehr kostet als Bildung oder Gesundheitsversorgung, verliert die internationale Finanzordnung Vertrauen, warnt Botsuanas Präsident Duma Boko.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbotsuana-fordert-neue-weltfinanzordnung%2F&amp;action_name=Botsuana%20fordert%20neue%20Weltfinanzordnung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/botsuana-fordert-neue-weltfinanzordnung/">Botsuana fordert neue Weltfinanzordnung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Botsuanas Präsident Duma Gideon Boko hat vor den Vereinten Nationen eine Reform der globalen Finanzordnung gefordert, weil hohe Kreditkosten und Schuldendienst den finanziellen Spielraum von Entwicklungsländern einschränken. Er sprach am Mittwoch, 23. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York. Boko verlangte einen gerechteren Zugang zu zinsgünstiger Finanzierung und mehr Mitsprache für Entwicklungsländer in den internationalen Finanzinstitutionen. Zugleich warnte er vor einer selektiven Anwendung internationaler Regeln und forderte den Erhalt des UN-Programms UNAIDS.&nbsp;</p>



<h2 id="h-hohe-kreditkosten-belasten-entwicklungslander" class="wp-block-heading"><span id="hohe-kreditkosten-belasten-entwicklungslaender">Hohe Kreditkosten belasten Entwicklungsländer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boko rückte die Finanzierung von Entwicklung ins Zentrum seiner Rede. Die internationale Finanzarchitektur müsse an die wirtschaftlichen Bedingungen des 21. Jahrhunderts angepasst werden. Dabei gehe es zugleich um die Kosten des Klimawandels, den technologischen Wandel und die Finanzierung nachhaltiger Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsländer müssten häufig ein Mehrfaches der Finanzierungskosten wohlhabender Staaten tragen, sagte Boko. <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/">Die bestehenden Strukturen seien nicht für die Bedingungen des Globalen Südens geschaffen worden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Staaten mehr für den Schuldendienst ausgeben als für Bildung, die Schaffung von Arbeitsplätzen oder die Gesundheitsversorgung, schwindet das Vertrauen in das System“, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/botsuana-erhoeht-staatsausgaben-lohnkosten-steigen-auf-262-milliarden-euro/">Botsuana fordert deshalb einen fairen und berechenbaren Zugang zu konzessionären Finanzierungen, also Krediten zu günstigeren Konditionen als am Kapitalmarkt.</a> Internationales privates Kapital solle zudem stärker über Mischfinanzierungen mobilisiert werden, bei denen öffentliche Mittel einen Teil des Investitionsrisikos übernehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Belastung durch Schulden ist auch auf UN-Ebene ein zentrales Thema. Bei den am wenigsten entwickelten Ländern erreichte der externe Schuldenstand zuletzt 586 Milliarden Dollar. Steigende Schuldendienstkosten schränkten dort den finanziellen Spielraum für Gesundheit, Bildung, Energieversorgung und soziale Sicherung ein, hieß es bei einer UN-Veranstaltung im Juni.&nbsp;</p>



<h2 id="h-entwicklungslander-sollen-mehr-einfluss-erhalten" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungslaender-sollen-mehr-einfluss-erhalten">Entwicklungsländer sollen mehr Einfluss erhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boko verband die Finanzierungsfrage mit einer grundsätzlichen Kritik an der internationalen Ordnung. Vertrauen könne nur entstehen, wenn Staaten unabhängig von Größe, Wohlstand oder militärischer Macht als gleichberechtigt behandelt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Regeln, die nur die Schwachen binden, sind keine Regeln“, sagte er. Prinzipien, die selektiv angewandt würden, verlören ihren Anspruch auf Respekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Botsuana forderte deshalb die Generalversammlung, den Sicherheitsrat und andere UN-Organe auf, den Dialog wieder zum „ersten Instrument der Diplomatie“ zu machen. Für kleinere Staaten sei eine regelbasierte internationale Ordnung kein abstraktes Prinzip, sondern ein Schutzmechanismus.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der internationalen Finanzpolitik verlangte Boko mehr Einfluss für Entwicklungsländer. Entscheidungen über globale Finanzierung, technologische Standards sowie den Umgang mit kritischen Rohstoffen dürften nicht überwiegend von Industriestaaten bestimmt werden.</p>



<h2 id="h-afrika-soll-bei-kritischen-rohstoffen-mitentscheiden" class="wp-block-heading"><span id="afrika-soll-bei-kritischen-rohstoffen-mitentscheiden">Afrika soll bei kritischen Rohstoffen mitentscheiden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident bezog seine Forderung ausdrücklich auf die technologische Transformation. Viele der kritischen Mineralien, Seltenen Erden und Energierohstoffe, die für neue Technologien benötigt werden, stammen aus Entwicklungsländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Staaten müssten deshalb an der Festlegung von Regeln und Standards beteiligt werden, argumentierte Boko. Technologischer Fortschritt solle Arbeitsplätze schaffen, öffentliche Dienstleistungen verbessern und bestehende globale Ungleichheiten nicht weiter verschärfen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Botsuana selbst gehört zu den rohstoffreichen Staaten des südlichen Afrika. Die Regierung verbindet die Debatte über natürliche Ressourcen zunehmend mit der Frage, wie mehr Wertschöpfung, Verarbeitung und Beschäftigung im eigenen Land entstehen können.</p>



<h2 id="h-botsuana-fordert-standige-sitze-fur-afrika" class="wp-block-heading"><span id="botsuana-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika">Botsuana fordert ständige Sitze für Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boko erneuerte zugleich die Forderung nach einer Reform des UN-Sicherheitsrats. Afrika und Lateinamerika seien weiterhin von der ständigen Mitgliedschaft ausgeschlossen, obwohl sich die geopolitischen Gewichte seit der Gründung der Vereinten Nationen grundlegend verändert hätten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153649-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30173 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153649-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153649-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153649-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153649-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153649-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153649-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153649.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Botsuana stellte sich hinter die gemeinsame Position der Afrikanischen Union im Ezulwini-Konsens und in der Erklärung von Sirte. Die afrikanischen Staaten verlangen darin unter anderem mindestens zwei ständige Sitze für den Kontinent.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sicherheitsrat ohne ständige Vertretung Afrikas und Lateinamerikas könne die gegenwärtigen internationalen Machtverhältnisse nicht glaubwürdig abbilden, sagte Boko.&nbsp;</p>



<h2 id="h-klimawandel-trifft-wasser-und-lebensgrundlagen" class="wp-block-heading"><span id="klimawandel-trifft-wasser-und-lebensgrundlagen">Klimawandel trifft Wasser und Lebensgrundlagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Finanzierung und UN-Reform verwies Boko auf die unmittelbaren Folgen des Klimawandels für sein Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Botsuana beherbergt mit dem Okavango-Delta eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Afrikas sowie große Teile des Kalahari-Ökosystems. Veränderungen des Klimas wirkten sich bereits auf Lebensgrundlagen, Wassersicherheit und Biodiversität aus, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Botsuana halte deshalb am internationalen Ziel fest, bis 2030 mindestens 30 Prozent der Land- und Meeresflächen unter wirksamen Schutz zu stellen. Gleichzeitig müssten Entwicklungsländer Zugang zu den finanziellen Mitteln erhalten, die sie für Klimaanpassung und wirtschaftliche Transformation benötigen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-fortschritte-im-kampf-gegen-hiv" class="wp-block-heading"><span id="fortschritte-im-kampf-gegen-hiv">Fortschritte im Kampf gegen HIV</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel dafür, was internationale Zusammenarbeit bewirken könne, verwies Boko auf den Kampf seines Landes gegen HIV und Aids. Vor rund drei Jahrzehnten habe die Epidemie die langfristige gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität Botsuanas bedroht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch staatliche Investitionen und internationale Partnerschaften baute das Land eines der umfassendsten HIV-Behandlungsprogramme Afrikas auf. Boko verwies außerdem darauf, dass Botsuana die sogenannten 95-95-95-Ziele von UNAIDS vorzeitig erreicht habe.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Verhinderung der HIV-Übertragung von Müttern auf ihre Kinder hat Botsuana inzwischen einen weiteren Schritt erreicht. Die Weltgesundheitsorganisation stufte das Land 2025 auf die Gold-Stufe ihres Programms zur Eliminierung der Mutter-Kind-Übertragung hoch. Die Übertragungsrate sank nach WHO-Angaben auf 1,2 Prozent, 98 Prozent der schwangeren Frauen mit HIV erhielten eine Behandlung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um eine Einstufung auf dem Weg zur vollständigen Eliminierung, nicht um die Feststellung, dass es überhaupt keine Übertragungen mehr gibt. Die WHO hatte Botsuana bereits 2021 als erstes Land mit hoher HIV-Belastung mit der Silber-Stufe ausgezeichnet und 2025 auf Gold hochgestuft.&nbsp;</p>



<h2 id="h-boko-fordert-erhalt-von-unaids" class="wp-block-heading"><span id="boko-fordert-erhalt-von-unaids">Boko fordert Erhalt von UNAIDS</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boko hob insbesondere die Rolle von UNAIDS hervor. Das gemeinsame UN-Programm habe Botsuana bei evidenzbasierter Gesundheitspolitik, technischer Beratung, der Mobilisierung von Finanzmitteln und der internationalen Koordinierung unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Botsuana messe dem Fortbestand von UNAIDS deshalb „besondere Bedeutung“ bei, sagte der Präsident. Das Land verfolgt das Ziel, HIV und Aids bis 2030 als Bedrohung der öffentlichen Gesundheit zu beenden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Libyen will Deeskalation – auch im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/libyen-will-deeskalation-auch-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 09:19:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNSMIL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Libyen will aus der dauerhaften Krisenverwaltung herauskommen: Mohamed Younis Menfi kündigt bei der UN ein nationales Deeskalationskomitee an. Gleichzeitig bewirbt sich das Land für den Sicherheitsrat und fordert ausländische Partner auf, um Investitionen statt um Einfluss zu konkurrieren.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Flibyen-will-deeskalation-auch-im-sahel%2F&amp;action_name=Libyen%20will%20Deeskalation%20%E2%80%93%20auch%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" id="h-">Libyen will mit einem neuen nationalen Komitee für Deeskalation und Vertrauensbildung politische und sicherheitspolitische Konflikte frühzeitig eindämmen und den Weg für Wahlen absichern. Der Vorsitzende des Präsidialrats, Mohamed Younis Menfi, kündigte die Initiative am Mittwoch, 23. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York an. Zugleich erklärte er Libyens Kandidatur für den afrikanischen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Amtszeit 2028 und 2029. Menfi verband beide Schritte mit der Forderung, ausländische Staaten sollten in Libyen um Investitionen und Wiederaufbau konkurrieren statt um politischen Einfluss. </p>



<h2 id="h-nationales-komitee-soll-eskalationen-verhindern" class="wp-block-heading"><span id="nationales-komitee-soll-eskalationen-verhindern">Nationales Komitee soll Eskalationen verhindern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das geplante Komitee soll bestehende nationale und lokale Initiativen bündeln. Zu seinen Aufgaben sollen die frühzeitige Erkennung von Konflikten, die Eindämmung von Eskalationen, die Verhinderung neuer Gewalt und die Unterstützung von Versöhnungsprozessen gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-unterstuetzt-neuen-fahrplan-fuer-libyen/">Zugleich soll es nach Menfis Vorstellung ein sichereres Umfeld für den politischen Prozess und künftige Wahlen schaffen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir kündigen von diesem Podium aus den Beginn der Arbeit an einem nationalen Komitee für Deeskalation und Vertrauensbildung an“, sagte Menfi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er rief alle libyschen politischen und gesellschaftlichen Akteure zur Beteiligung auf. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-unterstuetzt-neuen-fahrplan-fuer-libyen/">Auch die Vereinten Nationen und internationale Partner sollten die Arbeit unterstützen, dabei aber die libysche Souveränität und die nationale Verantwortung für den Prozess respektieren. </a></p>



<h2 id="h-menfi-libyen-braucht-ende-der-krise-statt-weitere-krisenverwaltung" class="wp-block-heading"><span id="menfi-libyen-braucht-ende-der-krise-statt-weitere-krisenverwaltung">Menfi: Libyen braucht Ende der Krise statt weitere Krisenverwaltung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende des Präsidialrats stellte die Initiative in den Zusammenhang der jahrelangen institutionellen Spaltung des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nach Jahren politischer Spaltung und Polarisierung, die Staat und Gesellschaft erschöpft haben, braucht Libyen keine weitere Verwaltung der Krise, sondern den Willen, die Krise zu beenden“, sagte Menfi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Ziel sei ein „geeinter, souveräner Staat“, dessen Institutionen ihre Legitimität aus dem Willen der Bevölkerung ableiten. Referenden sowie freie und faire Wahlen müssten nach seiner Darstellung die Grundlage dafür schaffen. Übergangsabsprachen, die allein auf wechselnden politischen oder militärischen Kräfteverhältnissen beruhten, könnten keine dauerhafte Legitimität schaffen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Vorstoß fällt in eine Phase erneuter UN-vermittelter Bemühungen um Wahlen. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-schickt-menschenrechtsbeauftragten-trump-entsendet-sondergesandten-nach-libyen/" data-type="post" data-id="28779">Unter Leitung der UN-Sonderbeauftragten Hanna Tetteh arbeitet ein libysches Verhandlungsformat derzeit an der Umsetzung einer am 30. August geschlossenen Vereinbarung zur Neubesetzung der Hohen Nationalen Wahlkommission und zur Änderung der Wahlgesetze. </a>Der UN-Sicherheitsrat und das libysche Repräsentantenhaus haben diese Vereinbarung unterstützt. </p>



<h2 id="h-vier-bedingungen-fur-einen-politischen-prozess" class="wp-block-heading"><span id="vier-bedingungen-fuer-einen-politischen-prozess">Vier Bedingungen für einen politischen Prozess</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Menfi formulierte zugleich vier Bedingungen für weitere politische Vereinbarungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verlangte die Einhaltung der bestehenden verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Grundlagen. Internationale Vermittlung dürfe zudem nicht in eine politische Vormundschaft über Libyen übergehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als weitere Prinzipien nannte er gleiche Chancen für die beteiligten Akteure und die Ablehnung von Gewalt oder vollendeten Tatsachen zur Durchsetzung politischer Ergebnisse. Vereinbarungen müssten außerdem transparent sein und klare Zeitpläne, Verantwortlichkeiten sowie Kontrollmechanismen enthalten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die UN-Unterstützungsmission UNSMIL beschreibt einen von Libyen selbst getragenen politischen Prozess und die Schaffung von Voraussetzungen für glaubwürdige Präsidentschafts- und Parlamentswahlen als zentrale Ziele ihrer Arbeit.&nbsp;</p>



<h2 id="h-auslandische-staaten-sollen-um-investitionen-konkurrieren" class="wp-block-heading"><span id="auslaendische-staaten-sollen-um-investitionen-konkurrieren">Ausländische Staaten sollen um Investitionen konkurrieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich wandte sich Menfi gegen ausländische Einflussnahme innerhalb libyscher Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollen, dass Staaten in Libyen um Investitionen, Wiederaufbau, Energie, Technologie und Entwicklung konkurrieren – nicht um Einfluss innerhalb seiner Institutionen“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen habe einen hohen Preis dafür bezahlt, dass regionale und internationale Machtkonflikte in das Land hineingetragen worden seien. Die Regierung wolle deshalb weder „einen Einfluss durch einen anderen“ noch „eine Abhängigkeit durch eine andere“ ersetzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/libyen-und-deutschland-vertiefen-politische-abstimmung-in-tripolis/">Ausländische Partnerschaften sollten sich nach Menfis Darstellung auf gemeinsame wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen stützen.</a> Ein Partner Libyens müsse ein Interesse an einem starken und geeinten libyschen Staat haben und nicht an einer Fortsetzung der institutionellen Spaltung.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-soll-verstosse-konsequenter-verfolgen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-soll-verstoesse-konsequenter-verfolgen">Sicherheitsrat soll Verstöße konsequenter verfolgen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Menfi forderte außerdem den UN-Sicherheitsrat auf, Berichte des UN-Expertengremiums zu Libyen stärker in konkrete Maßnahmen zu übersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dokumentierte Verstöße gegen bestehende Sanktionen und Ratsbeschlüsse dürften nicht lediglich wiederkehrende Einträge in Berichten bleiben. Der Sicherheitsrat müsse die Empfehlungen seiner Experten prüfen und bestehende Sanktionsmaßnahmen ohne selektive Anwendung durchsetzen, sagte Menfi.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen begleiten den politischen und sicherheitspolitischen Prozess in Libyen weiterhin über UNSMIL. Das Mandat der Mission umfasst unter anderem die Unterstützung eines inklusiven politischen Prozesses, des Waffenstillstands und der nationalen Versöhnung.&nbsp;</p>



<h2 id="h-libyen-bewirbt-sich-fur-afrikanischen-sitz-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="libyen-bewirbt-sich-fuer-afrikanischen-sitz-im-sicherheitsrat">Libyen bewirbt sich für afrikanischen Sitz im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur innenpolitischen Initiative kündigte Menfi die Kandidatur Libyens für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für 2028 und 2029 an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen kandidiere für einen der Afrika zustehenden Sitze unter dem Motto „Gerechtigkeit festigen für Sicherheit und Frieden – Libyen, eine Brücke zwischen den Nationen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menfi bezeichnete die Bewerbung nicht lediglich als diplomatisches Vorhaben. Libyen wolle nach Jahren innerer Konflikte wieder eine stärkere Rolle in der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik übernehmen.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153594-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30169 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153594-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153594-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153594-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153594-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153594-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153594-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153594.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Kandidatur fällt in eine Phase, in der mehrere afrikanische Staaten ihre Position im Sicherheitsrat ausbauen wollen. Die Afrikanische Union fordert zugleich seit Jahren eine grundlegende Reform des Gremiums und ständige afrikanische Sitze.</p>
</div></div>



<h2 id="h-instabilitat-im-sahel-als-bedrohung-fur-libyen" class="wp-block-heading"><span id="instabilitaet-im-sahel-als-bedrohung-fuer-libyen">Instabilität im Sahel als Bedrohung für Libyen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Schwerpunkt seiner Rede legte Menfi auf den Sahel. Die Instabilität der Region stelle eine „existenzielle Bedrohung für die Sicherheit ihrer Staaten“ dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" data-type="post" data-id="22050">Er verwies auf das Zusammenwirken von Terrorismus, organisierter Kriminalität, Armut, Klimawandel, Vertreibung und Migration.</a> Der Sahel dürfe international nicht lediglich als Rohstoffquelle oder als Schauplatz geopolitischer Konkurrenz behandelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Libyen liegt nicht am Rand Afrikas. Libyen ist Teil Afrikas, seiner Geschichte, seiner Sicherheit und seiner Zukunft“, sagte Menfi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheit des Sahel sei deshalb unmittelbar mit der eigenen Sicherheit Libyens sowie mit der Stabilität der europäischen Nachbarschaft verbunden.&nbsp;</p>



<h2 id="h-mittelmeer-soll-mehr-sein-als-migrationsroute" class="wp-block-heading"><span id="mittelmeer-soll-mehr-sein-als-migrationsroute">Mittelmeer soll mehr sein als Migrationsroute</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Beziehungen zu Europa ordnete Menfi neu ein. Das Mittelmeer solle nicht als Grenze zwischen Afrika und Europa verstanden werden, sondern als gemeinsamer Wirtschafts- und Sicherheitsraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen der Anrainerstaaten müssten sich „über die bloße Verwaltung von Migration und Krisen hinaus“ entwickeln, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mittelmeer solle stattdessen eine Verbindung für Entwicklung, Handel, Energiewende, Investitionen und gemeinsame Sicherheit schaffen. Damit verband Menfi Libyens innenpolitische Stabilisierung ausdrücklich mit einer breiteren wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Burundi stellt Konzept der Menschenrechte infrage – und warnt zugleich vor Ruanda</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burundi-stellt-konzept-der-menschenrechte-infrage-und-warnt-zugleich-vor-ruanda/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 22:28:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burundi]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Burundi geht bei der UN auf Konfrontationskurs mit dem Menschenrechtsmandat für das Land. Gleichzeitig warnt Präsident und AU-Vorsitzender Évariste Ndayishimiye, die Gefahr eines Angriffs aus Rwanda bestehe weiterhin.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburundi-stellt-konzept-der-menschenrechte-infrage-und-warnt-zugleich-vor-ruanda%2F&amp;action_name=Burundi%20stellt%20Konzept%20der%20Menschenrechte%20infrage%20%E2%80%93%20und%20warnt%20zugleich%20vor%20Ruanda&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/burundi-stellt-konzept-der-menschenrechte-infrage-und-warnt-zugleich-vor-ruanda/">Burundi stellt Konzept der Menschenrechte infrage – und warnt zugleich vor Ruanda</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Burundis Präsident Évariste Ndayishimiye hat vor der UN-Generalversammlung das internationale Menschenrechtsmandat für sein Land zurückgewiesen und zugleich mehr politischen Einfluss Afrikas in den Vereinten Nationen gefordert. Er sprach am Mittwoch, 23. September 2026, in New York. Wenige Stunden später erklärte Ndayishimiye in einem Interview, die Gefahr eines Angriffs Ruandas auf Burundi bestehe aus seiner Sicht weiterhin. Als amtierender Vorsitzender der Afrikanischen Union verband er beide Themen mit der Forderung, afrikanische Staaten stärker an internationalen Entscheidungen über Sicherheit, Menschenrechte und Handel zu beteiligen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-burundi-stellt-un-sonderberichterstatter-infrage" class="wp-block-heading"><span id="burundi-stellt-un-sonderberichterstatter-infrage">Burundi stellt UN-Sonderberichterstatter infrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ndayishimiye kritisierte vor der Generalversammlung ausdrücklich das Mandat des UN-Sonderberichterstatters zur Menschenrechtslage in Burundi. Der Menschenrechtsrat werde aus seiner Sicht dazu genutzt, einzelne Staaten gezielt herauszugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mandat für Burundi sei ohne ausreichende Abstimmung mit seiner Regierung geschaffen worden, sagte der Präsident. Burundi respektiere die Menschenrechte und bekämpfe Straflosigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Menschenrechtsrat hatte den Sonderberichterstatter 2021 eingesetzt. Das Mandat umfasst die Beobachtung der Menschenrechtslage, Empfehlungen an die Regierung sowie die Unterstützung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen. Es wurde 2025 erneut verlängert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einschätzungen zwischen Bujumbura und dem UN-Mechanismus liegen weit auseinander. Sonderberichterstatter Fortuné Gaëtan Zongo erklärte noch im Juli, trotz einzelner Maßnahmen seien keine strukturellen Verbesserungen erkennbar. Vor der für 2027 vorgesehenen Präsidentschaftswahl verwies er unter anderem auf Einschränkungen des politischen Wettbewerbs und des zivilgesellschaftlichen Raums. Burundi weist solche Bewertungen zurück und bezeichnet das Mandat als politisiert.&nbsp;</p>



<h2 id="h-ndayishimiye-sieht-gefahr-eines-angriffs-aus-ruanda" class="wp-block-heading"><span id="ndayishimiye-sieht-gefahr-eines-angriffs-aus-ruanda">Ndayishimiye sieht Gefahr eines Angriffs aus Ruanda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel verschärfte Ndayishimiye seine Aussagen zum Verhältnis mit Ruanda. Gegenüber&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;erklärte er am Rande der UN-Generalversammlung, die „Bedrohung“ eines ruandischen Angriffs bestehe weiterhin.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Er warf den Behörden in Kigali vor, Akteure zu unterstützen, die Burundi für terroristische Aktivitäten verantwortlich macht. Hinter Ruandas Präsenz und Politik im Osten der Demokratischen Republik Kongo vermute er zudem „eine andere, verborgene Agenda“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/albert-shingiro-burundi-engagiert-sich-fuer-den-frieden-im-osten-der-dr-kongo/" data-type="post" data-id="12706">Bereits im März 2025 hatte der burundische Präsident erklärt, ihm lägen Informationen über mögliche ruandische Angriffspläne vor.</a> Ruanda wies die Anschuldigungen damals zurück und rief zur Deeskalation auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen beider Staaten haben sich durch den Krieg im Osten der DR Kongo weiter verschlechtert. Burundi unterstützt die kongolesische Regierung militärisch. Die UN und westliche Regierungen werfen Ruanda dagegen vor, die Rebellenallianz AFC/M23 zu unterstützen. Kigali bestreitet dies.&nbsp;</p>



<h2 id="h-krieg-im-ostkongo-belastet-verhaltnis-zwischen-bujumbura-und-kigali" class="wp-block-heading"><span id="krieg-im-ostkongo-belastet-verhaeltnis-zwischen-bujumbura-und-kigali">Krieg im Ostkongo belastet Verhältnis zwischen Bujumbura und Kigali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/m23-offensive-in-sued-kivu-uvira-faellt-region-zwischen-dr-kongo-burundi-und-ruanda-unter-druck/" data-type="post" data-id="22842">Die regionalen Spannungen verschärften sich nach dem Vormarsch der AFC/M23 in Süd-Kivu.</a> Ein Bericht des UN-Generalsekretärs hält fest, dass sich die Beziehungen zwischen Burundi und Ruanda nach der Einnahme von Uvira Ende 2025 deutlich verschlechterten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-ruandas-armee/">Burundi warf Ruanda damals finanzielle und militärische Unterstützung der Rebellen vor.</a> Kigali wiederum beschuldigte burundische Streitkräfte schwerer Übergriffe gegen Banyamulenge-Gemeinden in Süd-Kivu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/burundi-beschuldigt-ruanda-praesident-ndayishimiye-warnt-vor-krieg/" data-type="post" data-id="13777">Ndayishimiye erklärte später, Burundi plane keinen Angriff auf einen Nachbarstaat, sehe aber seinerseits offensive Absichten aus Ruanda.</a> Gleichzeitig sagte er zu, als Präsident Burundis und Vorsitzender der Afrikanischen Union an einer politischen Lösung des Konflikts mitzuwirken. </p>



<h2 id="h-afrika-soll-nicht-langer-blosser-beobachter-sein" class="wp-block-heading"><span id="afrika-soll-nicht-laenger-blosser-beobachter-sein">Afrika soll nicht länger „bloßer Beobachter“ sein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Generalversammlung stellte Ndayishimiye seine Rede zugleich in den Kontext der derzeitigen burundischen Präsidentschaft der Afrikanischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika muss stärker gehört, besser vertreten und enger in die Entscheidungen einbezogen werden, die die Zukunft unseres Planeten bestimmen“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kontinent wolle „ein vollwertiger Akteur und kein bloßer Beobachter“ sein, der Entscheidungen lediglich zustimme, an deren Entstehung er nicht beteiligt gewesen sei.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153400-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30156 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153400-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153400-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153400-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153400-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153400-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153400-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153400.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ndayishimiye forderte deshalb erneut eine dauerhafte afrikanische Vertretung im UN-Sicherheitsrat. Burundi reiht sich damit in die gemeinsame Position der Afrikanischen Union ein, die mindestens zwei ständige Sitze für afrikanische Staaten verlangt.</p>
</div></div>



<h2 id="h-afrikanische-losungen-fur-afrikanische-probleme" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-loesungen-fuer-afrikanische-probleme">„Afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Sicherheitspolitik stellte Ndayishimiye die Krisen in der Region der Großen Seen, im Sudan, im Sahel und in Somalia heraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Frieden bleibt die erste Voraussetzung für Entwicklung“, sagte er. Afrikanische Staaten müssten bei der Lösung dieser Konflikte eine größere Rolle übernehmen. Der Präsident griff dabei die Formel von „afrikanischen Lösungen für afrikanische Probleme“ auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-au-und-eu-buendeln-kraefte-fuer-frieden-und-entwicklung-in-afrika/" data-type="post" data-id="20100">Burundi fordert zugleich eine engere Zusammenarbeit zwischen Afrikanischer Union und Vereinten Nationen bei Vermittlungsbemühungen und Friedenseinsätzen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade in der Region der Großen Seen betrifft dies Burundi unmittelbar. Das Land hat Truppen im Osten der DR Kongo eingesetzt und beherbergte nach der Eskalation des Konflikts Hunderttausende kongolesische Flüchtlinge.<a href="https://fokus-afrika.de/japan-unterstuetzt-gefluechtete-in-burundi/" data-type="post" data-id="25217"> Im April bestätigte das UN-Flüchtlingshilfswerk die Flucht von mehr als 250.000 Menschen aus der DR Kongo, die sich zeitweise in Burundi aufhielten.</a> </p>



<h2 id="h-forderung-nach-mehr-einfluss-auch-bei-welthandel" class="wp-block-heading"><span id="forderung-nach-mehr-einfluss-auch-bei-welthandel">Forderung nach mehr Einfluss auch bei Welthandel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ndayishimiye weitete die Forderung nach afrikanischer Mitsprache auf die globale Wirtschaftsordnung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika mit 55 Staaten und mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern dürfe bei internationalen Handelsentscheidungen nicht an den Rand gedrängt werden, sagte er. Im Namen der Afrikanischen Union verlangte er eine gerechtere Vertretung innerhalb der Welthandelsorganisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir bitten nicht um einen Gefallen, wir fordern Gerechtigkeit“, erklärte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burundi selbst verfolgt das Ziel, bis 2040 den Status eines Schwellenlandes und bis 2060 den eines entwickelten Landes zu erreichen. Ndayishimiye nannte Investitionen, Technologietransfer und den Aufbau eigener Kapazitäten als zentrale Voraussetzungen dafür.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/burundi-stellt-konzept-der-menschenrechte-infrage-und-warnt-zugleich-vor-ruanda/">Burundi stellt Konzept der Menschenrechte infrage – und warnt zugleich vor Ruanda</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Burundi stellt Konzept der Menschenrechte infrage – und warnt zugleich vor Ruanda</media:title>
			<media:description type="html">Burundis Präsident Évariste Ndayishimiye kritisiert das UN-Menschenrechtsmandat für sein Land und erklärt zugleich, die Gefahr eines Angriffs Ruandas bestehe weiterhin.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Generaldebatte: Marokko fordert palästinensischen Staat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-generaldebatte-marokko-fordert-palaestinensischen-staat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 11:39:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marokko verbindet seine Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat mit einem konkreten Sicherheitsengagement in Gaza. Außenminister Nasser Bourita kündigt Beiträge zur Stabilisierungstruppe an und fordert zugleich Sanktionen gegen bewaffnete Gruppen und deren staatliche Unterstützer.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-generaldebatte-marokko-fordert-palaestinensischen-staat%2F&amp;action_name=UN-Generaldebatte%3A%20Marokko%20fordert%20pal%C3%A4stinensischen%20Staat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-generaldebatte-marokko-fordert-palaestinensischen-staat/">UN-Generaldebatte: Marokko fordert palästinensischen Staat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Marokko hat seine Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat 2028 und 2029 bekräftigt und zugleich seine Beteiligung an der internationalen Stabilisierungstruppe für Gaza angekündigt. Außenminister Nasser Bourita sprach am Dienstag, 22. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York. Rabat will unter anderem palästinensische Polizeikräfte ausbilden, Personal entsenden und ein militärisches Feldhospital einrichten. Bourita forderte außerdem Sanktionen gegen nichtstaatliche bewaffnete Gruppen und gegen Staaten, die solche Akteure finanzieren, bewaffnen oder ihnen Schutz bieten. </p>



<h2 id="h-marokko-will-2028-in-den-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="marokko-will-2028-in-den-sicherheitsrat">Marokko will 2028 in den Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita stellte die Kandidatur als Fortsetzung der marokkanischen Beteiligung an multilateraler Friedens- und Sicherheitspolitik dar. Das Königreich wolle sich auf Grundlage des Völkerrechts, staatlicher Souveränität und territorialer Integrität in die Arbeit des Sicherheitsrats einbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewerbung Marokkos für die Amtszeit 2028/29 läuft bereits seit mehreren Jahren. Die Arabische Liga unterstützte sie 2025 offiziell, auch einzelne Staaten haben Rabat ihre Unterstützung zugesagt. Die Generalversammlung wählt die nichtständigen Mitglieder des Sicherheitsrats.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita verband die Kandidatur mit einer Diagnose zunehmender internationaler Instabilität. Militärische, wirtschaftliche, energiepolitische und ökologische Krisen nähmen gleichzeitig zu. Bestehende internationale Institutionen seien immer weniger in der Lage, Konflikte zu verhindern und einzugrenzen, erklärte er.&nbsp;</p>



<h2 id="h-marokko-will-sich-an-internationaler-truppe-fur-gaza-beteiligen" class="wp-block-heading"><span id="marokko-will-sich-an-internationaler-truppe-fuer-gaza-beteiligen">Marokko will sich an internationaler Truppe für Gaza beteiligen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konkreter wurde Bourita bei Gaza. <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-kuendigt-beteiligung-an-stabilisierungsmission-fuer-gaza-an/" data-type="post" data-id="24842">Marokko habe entschieden, sich an der International Stabilization Force zu beteiligen und damit einen direkten Beitrag zur Sicherheitsordnung nach dem Krieg zu leisten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Truppe war mit der UN-Sicherheitsratsresolution 2803 vom November 2025 autorisiert worden. Sie soll unter anderem den Waffenstillstand absichern, den Aufbau überprüfter palästinensischer Polizeikräfte unterstützen, humanitäre Operationen schützen und an der Entwaffnung nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen mitwirken. Marokko gehörte bereits im Februar 2026 zusammen mit Albanien, Indonesien, Kasachstan und Kosovo zu den ersten Staaten, die ihre Absicht erklärten, Truppen beizusteuern.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita konkretisierte nun die marokkanische Beteiligung. Vorgesehen seien die Ausbildung der palästinensischen Polizei, die Entsendung ranghoher marokkanischer Offiziere, ein militärisches Feldhospital sowie die Bereitschaft, ein Programm gegen Extremismus zu führen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-bourita-bekraftigt-forderung-nach-palastinensischem-staat" class="wp-block-heading"><span id="bourita-bekraeftigt-forderung-nach-palaestinensischem-staat">Bourita bekräftigt Forderung nach palästinensischem Staat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu hielt der Außenminister an der marokkanischen Position zur Zwei-Staaten-Lösung fest. Dauerhafter Frieden im Nahen Osten setze einen „unabhängigen, souveränen und lebensfähigen palästinensischen Staat“ in den Grenzen vom 4. Juni 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt voraus, sagte Bourita.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko fordert außerdem die Einhaltung des Waffenstillstands in Gaza, ungehinderte humanitäre Lieferungen und Unterstützung für die Palästinensische Autonomiebehörde. Bourita bekräftigte auch die Unterstützung für das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage im Westjordanland bezeichnete er als besorgniserregend. Er kritisierte israelische Maßnahmen, die nach marokkanischer Darstellung Landenteignungen und eine Ausweitung von Siedlungen erleichtern, sowie Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser. Auch wiederholte Eingriffe am Gelände der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem verurteilte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen berichteten zuletzt ebenfalls über eine Verschlechterung der Lage im besetzten Westjordanland und über fortgesetzte Siedlungsausweitung, Gewalt und Vertreibung.&nbsp;</p>



<h2 id="h-warnung-vor-bewaffneten-gruppen-und-ihren-staatlichen-unterstutzern" class="wp-block-heading"><span id="warnung-vor-bewaffneten-gruppen-und-ihren-staatlichen-unterstuetzern">Warnung vor bewaffneten Gruppen und ihren staatlichen Unterstützern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen weiteren Schwerpunkt setzte Bourita bei nichtstaatlichen bewaffneten Akteuren. Deren Einfluss sei erheblich gewachsen. Einige bedrohten inzwischen Seewege und Meerengen, griffen Infrastruktur an und unterhielten Verbindungen zu Terrororganisationen, kriminellen Netzwerken und Söldnerstrukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den von Bourita genannten Zahlen leben weltweit mehr als 200 Millionen Menschen in Gebieten, die von bewaffneten Gruppen kontrolliert werden oder umkämpft sind. Mehr als 130 nichtstaatliche bewaffnete Gruppen würden als Parteien bewaffneter Konflikte eingestuft.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister forderte einen härteren Umgang mit diesen Organisationen und ihren Unterstützern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Verantwortung muss den Staaten zugerechnet werden, die sie unterstützen, beherbergen, finanzieren, bewaffnen und ihnen sicheren Rückzugsraum und Unterstützung gewähren“, sagte Bourita.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Gruppen dürften nicht dazu dienen, Handlungen auszuführen, für die Staaten bei direktem Vorgehen selbst zur Verantwortung gezogen würden. <a href="https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/" data-type="post" data-id="25687">Bourita verlangte deshalb abschreckende Sanktionen sowohl gegen bewaffnete Gruppen als auch gegen deren staatliche Unterstützer.</a></p>



<h2 id="h-klimaziel-von-bis-zu-53-prozent-bis-2035" class="wp-block-heading"><span id="klimaziel-von-bis-zu-53-prozent-bis-2035">Klimaziel von bis zu 53 Prozent bis 2035</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Klimapolitik verband Rabat mit Sicherheitsfragen. Klimawandel bedrohe bereits Wasser- und Ernährungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und Lebensbedingungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71151341-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30141 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71151341-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71151341-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71151341-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71151341-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71151341-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71151341-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71151341.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Marokko habe für den Zeitraum 2026 bis 2035 das Ziel festgelegt, seine Treibhausgasemissionen bis 2035 um bis zu 53 Prozent zu reduzieren, sagte Bourita. Zu den nationalen Maßnahmen zählte er den Bau von Staudämmen, die Verbindung von Wasserbecken, Meerwasserentsalzung, die Wiederverwendung aufbereiteten Abwassers und einen sparsameren Umgang mit Wasser in der Landwirtschaft.&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf afrikanischer Ebene verwies er auf die von Marokko angestoßenen Klimakommissionen für das Kongobecken, die Sahelzone und afrikanische Inselstaaten. Entwicklungsländer benötigten zugleich leichter zugängliche Finanzierung und Technologietransfer.</p>



<h2 id="h-rabat-stellt-afrikanische-initiativen-heraus" class="wp-block-heading"><span id="rabat-stellt-afrikanische-initiativen-heraus">Rabat stellt afrikanische Initiativen heraus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita wandte sich gegen die Darstellung Afrikas vor allem als Kontinent von Konflikten und Krisen. Afrikanische Staaten seien zunehmend in der Lage, eigene Lösungen zu entwickeln und internationale Entscheidungen mitzugestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/" data-type="post" data-id="11804">Als Beispiele für die marokkanische Afrika-Politik nannte er die Initiative, Sahelstaaten über marokkanische Infrastruktur Zugang zum Atlantik zu ermöglichen,</a> <a href="https://fokus-afrika.de/fortschritte-beim-afrikanischen-atlantik-gaspipeline-projekt/" data-type="post" data-id="9646">den Prozess der afrikanischen Atlantikstaaten und die geplante afrikanisch-atlantische Gaspipeline.</a> Hinzu kämen Investitionen in Infrastruktur, Ernährungssicherheit, Düngemittelproduktion, erneuerbare Energien, Gesundheit und Wasserwirtschaft. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" data-type="post" data-id="21658">Zum Konflikt um die Westsahara erklärte Bourita, die Resolution 2797 des Sicherheitsrats von Oktober 2025 habe einen „historischen Wendepunkt“ gebracht. </a><a href="https://fokus-afrika.de/kaja-kallas-in-marokko-eu-hat-ihre-position-zur-westsahara-geaendert/">Er stellte die marokkanische Autonomieinitiative unter marokkanischer Souveränität als Grundlage des weiteren politischen Prozesses dar. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner Bewerbung um den Sicherheitsrat verbindet Marokko damit mehrere außenpolitische Felder: die Beteiligung an der Stabilisierung Gazas, den Umgang mit bewaffneten nichtstaatlichen Akteuren, seine Afrika-Politik und die weitere internationale Auseinandersetzung um die Westsahara.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tansania fordert Ende der Sanktionen und erneuert Kandidatur für UN-Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tansania-fordert-ende-der-sanktionen-und-erneuert-kandidatur-fuer-un-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 11:16:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tansania will 2029 und 2030 zurück in den UN-Sicherheitsrat und dort mit einer „starken afrikanischen Stimme“ auftreten. In New York verbindet die Regierung ihre Kandidatur mit Forderungen nach Finanzreformen, mehr Klimageld und präventiver Diplomatie.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftansania-fordert-ende-der-sanktionen-und-erneuert-kandidatur-fuer-un-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=Tansania%20fordert%20Ende%20der%20Sanktionen%20und%20erneuert%20Kandidatur%20f%C3%BCr%20UN-Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Tansania hat seine Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat 2029 und 2030 bekräftigt und präventive Diplomatie, afrikanische Interessen sowie eine Reform der Friedenseinsätze zu Schwerpunkten erklärt. Vizepräsident Deogratius Ndejembi stellte die Bewerbung am Dienstag, 22. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York erneut heraus. Die Afrikanische Union habe die Kandidatur inzwischen formell zur Kenntnis genommen, die Wahl ist für Juni 2028 vorgesehen. Ndejembi verband den Vorstoß mit Forderungen nach einer Reform der internationalen Finanzordnung, zusätzlicher Klimafinanzierung und einem Ende einseitiger Sanktionen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-kandidatur-war-bereits-angekundigt" class="wp-block-heading"><span id="kandidatur-war-bereits-angekuendigt">Kandidatur war bereits angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tansanias Bewerbung ist nicht erstmals bekannt geworden. Das Land hatte seine Kandidatur für die Ratsperiode 2029/30 bereits während der 80. UN-Generalversammlung angekündigt. Bei der diesjährigen Generaldebatte machte Ndejembi sie erneut zum Bestandteil der tansanischen außenpolitischen Agenda und verwies auf den inzwischen erfolgten Schritt innerhalb der Afrikanischen Union.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich nutze diese Gelegenheit, um unsere Kandidatur formell bekanntzugeben“, sagte der Vizepräsident. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-tansania-nach-der-wahl-politisch-unter-druck/">Er vertrat in New York Präsidentin Samia Suluhu Hassan.</a> Das tansanische Vizepräsidialamt hatte seine Teilnahme an der 81. Generalversammlung zuvor bestätigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Falle einer Wahl will Dar es Salaam präventive Diplomatie und die friedliche Beilegung von Konflikten stärker auf die Tagesordnung setzen. Weitere Schwerpunkte sollen die Beteiligung von Frauen an Friedenseinsätzen, die Rolle junger Menschen bei Frieden und Sicherheit sowie Reformen der UN-Friedensoperationen sein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tansania gehörte dem Sicherheitsrat bislang zweimal an, 1975 bis 1976 sowie 2005 bis 2006.&nbsp;</p>



<h2 id="h-ndejembi-fordert-starkere-afrikanische-stimme" class="wp-block-heading"><span id="ndejembi-fordert-staerkere-afrikanische-stimme">Ndejembi fordert stärkere afrikanische Stimme</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewerbung steht nach Darstellung Ndejembis für eine stärkere afrikanische Beteiligung an internationalen Sicherheitsentscheidungen. Tansania wolle im Rat mit einer „starken afrikanischen Stimme“ auftreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit reiht sich das ostafrikanische Land in die breitere afrikanische Forderung nach mehr Einfluss in den Vereinten Nationen ein. Bei der Generaldebatte hatten zuvor mehrere afrikanische Staatschefs sowie UN-Generalsekretär António Guterres die heutige Zusammensetzung des Sicherheitsrats kritisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ndejembi verlangte zugleich, die laufende UN80-Reform dürfe sich nicht auf Einsparungen und Verwaltungsfragen beschränken. Sie müsse auch die Wirksamkeit, Rechenschaftspflicht und Repräsentativität der Organisation verbessern. Entwicklungspolitische Aufgaben und die Arbeit der UN-Länderbüros dürften dabei nicht geschwächt werden.&nbsp;</p>



<h2 id="h-hohe-kreditkosten-bremsen-entwicklungsplane" class="wp-block-heading"><span id="hohe-kreditkosten-bremsen-entwicklungsplaene">Hohe Kreditkosten bremsen Entwicklungspläne</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/neue-un-sonderberaterin-fordert-kurswechsel-investitionen-statt-entwicklungshilfe-fuer-afrika/" data-type="post" data-id="29671">Einen zweiten Schwerpunkt setzte Tansania bei der internationalen Finanzordnung. </a>Ndejembi erklärte, hohe Finanzierungskosten, wachsende Schulden und der begrenzte Zugang zu langfristigem Kapital behinderten Entwicklungsländer bei der Umsetzung ihrer wirtschaftlichen Ziele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Ambitionen können nicht verwirklicht werden, wenn die internationale Finanzarchitektur nicht so gestaltet wird, dass sie Entwicklung ermöglicht“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tansania fordert mehr zinsgünstige Finanzierung, eine stärkere Mobilisierung privaten Kapitals, leichteren Zugang zu Entwicklungs- und Klimamitteln und mehr Mitsprache der Entwicklungsländer bei globalen Finanzentscheidungen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderungen verband Ndejembi mit Tansanias Entwicklungsvision 2050. Das Land investiere in Infrastruktur, Technologie und Innovation sowie in bessere wirtschaftliche Chancen für Frauen und junge Menschen.</p>



<h2 id="h-tansania-kritisiert-ruckzug-aus-klimafinanzierung" class="wp-block-heading"><span id="tansania-kritisiert-rueckzug-aus-klimafinanzierung">Tansania kritisiert Rückzug aus Klimafinanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich äußerte sich der Vizepräsident zur internationalen Klimapolitik. Tansanias Anstrengungen würden weiterhin durch „nicht zu rechtfertigende Hindernisse“ erschwert, insbesondere durch Staaten, die einen erheblichen Anteil an den weltweiten Treibhausgasemissionen hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kameruns-aussenminister-mbella-mbella-fordert-100-mrd-klimafinanzierung/" data-type="post" data-id="20282">Ndejembi kritisierte den Rückzug von Finanzmitteln für Klimaanpassung und internationale Klimaprogramme. </a>Bestehende Zusagen müssten umgesetzt und mehr langfristige konzessionäre Finanzierungen sowie neue Technologien bereitgestellt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tansania verwies dabei auf eigene Energieprojekte. Dazu zählen das Wasserkraftwerk Julius Nyerere mit 2.115 Megawatt, geplante Solar- und Windkraftprojekte mit insgesamt 650 Megawatt sowie 130 Megawatt Geothermie. Bis 2034 sollen zudem 80 Prozent der Haushalte Zugang zu sauberer Kochenergie erhalten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die elektrifizierte Eisenbahn vom Hafen Daressalam in Richtung der Nachbarstaaten Burundi und Demokratische Republik Kongo stellte Ndejembi als Bestandteil der Verringerung fossiler Energienutzung heraus.</p>



<h2 id="h-meeresspiegel-wird-zur-afrikanischen-sicherheitsfrage" class="wp-block-heading"><span id="meeresspiegel-wird-zur-afrikanischen-sicherheitsfrage">Meeresspiegel wird zur afrikanischen Sicherheitsfrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tansania schloss sich zugleich kleinen Insel- und Küstenstaaten an, die stärkere internationale Maßnahmen gegen den Anstieg des Meeresspiegels verlangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ndejembi unterstützte eine geplante UN-Erklärung, die unter anderem die Fortgeltung maritimer Zonen und staatlicher Kontinuität auch bei physischem Landverlust festschreiben soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Rechtzeitiges und dringendes Handeln ist notwendig, um die Zukunft unserer Küstengemeinden und Inselstaaten zu schützen“, sagte er.&nbsp;</p>



<h2 id="h-tansania-verlangt-ende-einseitiger-sanktionen" class="wp-block-heading"><span id="tansania-verlangt-ende-einseitiger-sanktionen">Tansania verlangt Ende einseitiger Sanktionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außenpolitisch bekräftigte die Regierung zudem ihre Ablehnung einseitiger Zwangsmaßnahmen gegen andere Staaten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="677" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/75774f61-deb4-4465-afee-0c69f2c6fe91-1024x677.jpeg" alt="" class="wp-image-30137 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/75774f61-deb4-4465-afee-0c69f2c6fe91-1024x677.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/75774f61-deb4-4465-afee-0c69f2c6fe91-300x198.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/75774f61-deb4-4465-afee-0c69f2c6fe91-768x508.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/75774f61-deb4-4465-afee-0c69f2c6fe91-1536x1016.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/75774f61-deb4-4465-afee-0c69f2c6fe91-380x251.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/75774f61-deb4-4465-afee-0c69f2c6fe91-800x529.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/75774f61-deb4-4465-afee-0c69f2c6fe91-1160x767.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/75774f61-deb4-4465-afee-0c69f2c6fe91.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tansania stehe weiterhin an der Seite Kubas, Simbabwes und weiterer Länder, die solchen Maßnahmen unterlägen, sagte Ndejembi. Sanktionen dieser Art müssten „unverzüglich und unmissverständlich“ aufgehoben werden, weil sie wirtschaftliche Entwicklung behinderten und Belastungen für die Bevölkerung verursachten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tansanias-vizepraesident-mpango-will-neue-globale-finanzarchitektur/" data-type="post" data-id="20257">Diese Position hatte Tansania bereits während der vorherigen UN-Generalversammlung vertreten.</a> Auch damals wandte sich das Land gegen Sanktionen, die ohne Mandat des Sicherheitsrats verhängt werden. </p>



<h2 id="h-gaza-tansania-halt-an-zwei-staaten-losung-fest" class="wp-block-heading"><span id="gaza-tansania-haelt-an-zwei-staaten-loesung-fest">Gaza: Tansania hält an Zwei-Staaten-Lösung fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Krieg und zur humanitären Lage im Nahen Osten forderte Ndejembi den Schutz von Zivilisten, ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe und neue diplomatische Bemühungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tansania halte an einer Zwei-Staaten-Lösung mit Israel und einem palästinensischen Staat fest. Das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser müsse gewahrt werden, zugleich müsse eine politische Lösung Sicherheit und legitime Interessen beider Bevölkerungen berücksichtigen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 81. Generalversammlung läuft seit dem 8. September 2026, die Generaldebatte begann am 22. September. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Seychellen warnen vor Kosten fremder Kriege: Maritime Sicherheit wird zur Überlebensfrage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/seychellen-warnen-vor-kosten-fremder-kriege-maritime-sicherheit-wird-zur-ueberlebensfrage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 11:04:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Seychellen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Seychellen warnen davor, dass kleine Inselstaaten die wirtschaftlichen Kosten fremder Kriege und unsicherer Seewege tragen. Präsident Herminie fordert mehr maritime Überwachung, verbindliche Klimafinanzierung und zwei ständige Sitze für Afrika im UN-Sicherheitsrat.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fseychellen-warnen-vor-kosten-fremder-kriege-maritime-sicherheit-wird-zur-ueberlebensfrage%2F&amp;action_name=Seychellen%20warnen%20vor%20Kosten%20fremder%20Kriege%3A%20Maritime%20Sicherheit%20wird%20zur%20%C3%9Cberlebensfrage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/seychellen-warnen-vor-kosten-fremder-kriege-maritime-sicherheit-wird-zur-ueberlebensfrage/">Seychellen warnen vor Kosten fremder Kriege: Maritime Sicherheit wird zur Überlebensfrage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Seychellen haben vor der UN-Generalversammlung stärkere internationale Unterstützung für maritime Sicherheit gefordert und davor gewarnt, dass kleine Inselstaaten die wirtschaftlichen Folgen geopolitischer Konflikte mittragen, an denen sie nicht beteiligt sind. Präsident Mathew Antonio Patrick Herminie sprach am Dienstag, 22. September 2026, in New York. Bedrohte Schifffahrtswege, organisierte Kriminalität und illegale Fischerei träfen Staaten mit großen Seegebieten und begrenzten Sicherheitsbudgets besonders stark. Zugleich forderte Herminie zwei ständige afrikanische Sitze im UN-Sicherheitsrat und bezeichnete Klimafinanzierung nicht als Wohltätigkeit, sondern als rechtliche Verpflichtung.</p>



<h2 id="h-kleine-inselstaaten-tragen-die-folgen-fremder-konflikte" class="wp-block-heading"><span id="kleine-inselstaaten-tragen-die-folgen-fremder-konflikte">Kleine Inselstaaten tragen die Folgen fremder Konflikte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Kleine Staaten wie der unsere suchen keinen strategischen Wettbewerb. Wir suchen gemeinsame Lösungen“, sagte Herminie. Die Seychellen hielten deshalb an ihrer außenpolitischen Linie fest, „Freund aller und Feind von niemandem“ zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident wandte sich gegen eine Normalisierung langwieriger Konflikte und gegen die selektive Anwendung des Völkerrechts. Regeln müssten unabhängig davon gelten, welcher Staat betroffen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders sichtbar werde dies auf den Weltmeeren. Werden Schifffahrtswege durch Piraterie, geopolitische Spannungen oder bewaffnete Auseinandersetzungen gefährdet, reichten die wirtschaftlichen Folgen weit über die eigentliche Konfliktregion hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Kleine und verletzliche Staaten sollten niemals die wirtschaftlichen Kollateralkosten von Konflikten tragen, an denen sie keinen Anteil haben“, sagte Herminie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Seychellen sind sichere Seewege eng mit Handel, Versorgung und der eigenen wirtschaftlichen Stabilität verbunden. Der Inselstaat liegt im westlichen Indischen Ozean und kontrolliert ein Seegebiet, das seine Landfläche um ein Vielfaches übersteigt.</p>



<h2 id="h-mehr-uberwachung-und-geheimdienstkooperation-gefordert" class="wp-block-heading"><span id="mehr-ueberwachung-und-geheimdienstkooperation-gefordert">Mehr Überwachung und Geheimdienstkooperation gefordert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben militärischen und geopolitischen Risiken nannte Herminie grenzüberschreitende organisierte Kriminalität, Drogenhandel sowie illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei als unmittelbare Bedrohungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aktivitäten beschädigten marine Ökosysteme, belasteten die Sicherheitsbehörden und entzögen der Bevölkerung wirtschaftliche Ressourcen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort müsse deshalb ebenfalls grenzüberschreitend organisiert werden. Herminie forderte einen stärkeren Austausch von Geheimdienstinformationen, zusätzliche maritime Überwachung und praktische Unterstützung für Strafverfolgungsbehörden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist unvernünftig, von Staaten, die mit bescheidenen Haushalten riesige Meeresgebiete schützen, dieselben Standards zu erwarten wie von Staaten mit umfangreichen Ressourcen, ohne ihnen die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident fasste die Lage der kleinen Inselstaaten mit den Worten zusammen: „Widerstandsfähigkeit ohne Ressourcen ist keine Widerstandsfähigkeit. Sie ist lediglich Überleben.“</p>



<h2 id="h-seychellen-unterstutzen-zwei-standige-sitze-fur-afrika" class="wp-block-heading"><span id="seychellen-unterstuetzen-zwei-staendige-sitze-fuer-afrika">Seychellen unterstützen zwei ständige Sitze für Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Herminie verband die sicherheitspolitischen Forderungen mit der Debatte über die Reform des UN-Sicherheitsrats. Das Gremium könne in internationalen Krisen zu häufig nicht entschlossen handeln und bilde in seiner heutigen Zusammensetzung weiterhin die Machtverhältnisse einer vergangenen Epoche ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reform sei daher „keine Frage politischer Zweckmäßigkeit mehr“, sondern betreffe die institutionelle Legitimität und Funktionsfähigkeit des Rates.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153178-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30133 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153178-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153178-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153178-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153178-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153178-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153178-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71153178.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Seychellen bekräftigten ausdrücklich die gemeinsame Position der Afrikanischen Union. Afrika müsse mindestens zwei ständige Sitze erhalten. Solange das Vetorecht der bestehenden fünf ständigen Mitglieder fortbestehe, müssten auch die afrikanischen Mitglieder mit denselben Befugnissen ausgestattet werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Herminie stellte diese Forderung in den Zusammenhang des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit seines Landes. Die vergangenen fünf Jahrzehnte hätten gezeigt, dass weder Größe noch geografische Lage den Anspruch eines Staates auf Souveränität und Gleichberechtigung minderten.</p>



<h2 id="h-klimafinanzierung-soll-als-verpflichtung-gelten" class="wp-block-heading"><span id="klimafinanzierung-soll-als-verpflichtung-gelten">Klimafinanzierung soll als Verpflichtung gelten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch unmittelbarer beschrieb Herminie die Folgen des Klimawandels. Für die Seychellen sei die Klimakrise keine zukünftige Bedrohung, sondern bereits Teil des täglichen Lebens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steigende Meeresspiegel bedrohten Infrastruktur, Küstengebiete, wirtschaftliche Lebensgrundlagen und langfristig das Staatsgebiet selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Wissenschaft ist eindeutig. Die Ziele sind klar. Was fehlt, sind politischer Wille und Umsetzung“, sagte Herminie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschlands-beitrag-zur-internationalen-klimafinanzierung/">Vor allem die größten Emittenten müssten ihre Anstrengungen erhöhen.</a> Zugleich müssten alle Staaten entsprechend ihrer Verantwortung und wirtschaftlichen Möglichkeiten handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Seychellen begrüßten in diesem Zusammenhang das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zum Klimawandel. <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-will-6-milliarden-euro-fuer-internationale-klimafinanzierung-ausgeben/">Herminie leitete daraus eine weitreichende Forderung ab: Emissionsminderung, Anpassung, Technologietransfer sowie Mittel für klimabedingte Verluste und Schäden seien „keine Akte der Wohltätigkeit“.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es sind rechtliche Verpflichtungen“, sagte der Präsident.</p>



<h2 id="h-schutz-der-ozeane-ist-wirtschaftliche-notwendigkeit" class="wp-block-heading"><span id="schutz-der-ozeane-ist-wirtschaftliche-notwendigkeit">Schutz der Ozeane ist wirtschaftliche Notwendigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Herminie verband die Klimapolitik eng mit dem Schutz der Meere. „Unser Überleben ist untrennbar mit der Gesundheit des Ozeans verbunden. Der Schutz unserer Meeresumwelt ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Seychellen gehören zu den frühen Vertragsstaaten des internationalen BBNJ-Abkommens zum Schutz der biologischen Vielfalt in Meeresgebieten außerhalb nationaler Hoheitsgewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herminie rief weitere UN-Mitgliedstaaten dazu auf, ihre Ratifizierung abzuschließen. Sein Land erwarte die erste Vertragsstaatenkonferenz des Abkommens als nächsten Schritt beim Schutz der Hochsee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die maritime Agenda der Seychellen umfasst damit sowohl Sicherheit als auch Fischerei, Biodiversität, Handel und Klimaanpassung.</p>



<h2 id="h-inselstaaten-verlangen-anderes-finanzierungsmodell" class="wp-block-heading"><span id="inselstaaten-verlangen-anderes-finanzierungsmodell">Inselstaaten verlangen anderes Finanzierungsmodell</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident kritisierte zugleich die Bedingungen, unter denen kleine Inselentwicklungsländer Zugang zu internationaler Finanzierung erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Bewertung allein anhand des Bruttoinlandsprodukts pro Einwohner erfasse nicht, wie stark kleine Inselstaaten Klimaschocks, geografischer Isolation und hohen Infrastrukturkosten ausgesetzt seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Seychellen forderten deshalb erschwingliche und langfristige Finanzierung, Schuldenerleichterungen und die vollständige Anwendung des sogenannten multidimensionalen Vulnerabilitätsindex. Dieser soll neben wirtschaftlichen Kennzahlen auch strukturelle Verwundbarkeiten von Staaten berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schuldentragfähigkeit sei für kleine Inselstaaten keine rein finanzpolitische Frage, sondern „eine Angelegenheit nationalen Überlebens“, sagte Herminie.</p>



<h2 id="h-un-soll-zentrale-rolle-bei-globaler-ki-regulierung-spielen" class="wp-block-heading"><span id="un-soll-zentrale-rolle-bei-globaler-ki-regulierung-spielen">UN soll zentrale Rolle bei globaler KI-Regulierung spielen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei künstlicher Intelligenz warnte der Präsident vor einer wachsenden Kluft zwischen reichen und ressourcenarmen Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Technologien könnten Entwicklung und die Überwachung der Ozeane erleichtern. Gleichzeitig könnten sie Ungleichheiten verschärfen und neue Möglichkeiten für Cyberkriminalität und moderne Kriegsführung schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Seychellen forderten deshalb eine internationale digitale Ordnung, die sich an Menschenrechten, ethischen Standards und dem Völkerrecht orientiert. Die Vereinten Nationen sollten dabei eine zentrale Rolle übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herminie verband damit dieselbe Grundforderung wie bei Sicherheit, Klima und Finanzierung: Kleine Staaten dürften nicht nur die Folgen internationaler Entscheidungen tragen, sondern müssten an deren Gestaltung beteiligt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Stimme, unsere Souveränität und unsere Bestrebungen werden niemals an unserer Größe auf einer Landkarte gemessen“, sagte der Präsident.</p>
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		<title>Sierra Leone fordert eine Frau an Spitze der UN</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sierra-leone-fordert-eine-frau-an-spitze-der-un/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 10:53:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra Leone]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sierra Leone erhöht den Druck bei der UN-Reform: Noch in dieser Sitzungsperiode soll ein konkretes Modell für einen neuen Sicherheitsrat vorliegen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsierra-leone-fordert-eine-frau-an-spitze-der-un%2F&amp;action_name=Sierra%20Leone%20fordert%20eine%20Frau%20an%20Spitze%20der%20UN&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sierra Leones Präsident Julius Maada Bio hat die UN-Mitgliedstaaten aufgefordert, noch vor Ende der 81. Generalversammlung ein gemeinsames Modell für die Reform des Sicherheitsrats vorzulegen. Er sprach am Dienstag, 22. September 2026, in New York. Als Koordinator des afrikanischen Zehnerkomitees C-10 bekräftigte Bio die Forderung nach zwei ständigen und insgesamt fünf nichtständigen Sitzen für Afrika, einschließlich des Vetorechts für die neuen ständigen Mitglieder, sofern dieses Instrument bestehen bleibt. Dauerhafte Lösungen für Frieden, Klima, Ernährung, Energie oder Technologie könnten nicht ohne afrikanische Führung entwickelt werden, erklärte der Präsident.&nbsp;</p>



<h2 id="h-bio-fordert-konkretes-reformmodell-noch-vor-ende-der-un-sitzung" class="wp-block-heading"><span id="bio-fordert-konkretes-reformmodell-noch-vor-ende-der-un-sitzung">Bio fordert konkretes Reformmodell noch vor Ende der UN-Sitzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bio verschärfte den zeitlichen Druck in der seit Jahren festgefahrenen Debatte über die Zusammensetzung des Sicherheitsrats. <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/">Die jahrelangen zwischenstaatlichen Verhandlungen ohne tatsächliche Reform hätten die Glaubwürdigkeit des Prozesses belastet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Bevor diese Sitzungsperiode endet, sollten die Mitgliedstaaten über ein konsolidiertes Modell verfügen“, sagte Bio. Darauf habe sich die Staatengemeinschaft bereits im Zukunftspakt der Vereinten Nationen verständigt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sierra Leone koordiniert innerhalb der Afrikanischen Union das Committee of Ten, kurz C-10, das die gemeinsame afrikanische Position zur Reform des Sicherheitsrats vertritt. Grundlage sind der Ezulwini-Konsens und die Erklärung von Sirte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika verlangt danach mindestens zwei ständige Sitze mit sämtlichen Rechten und Privilegien der bisherigen ständigen Mitglieder. Sollte das Vetorecht erhalten bleiben, soll es auch den neuen afrikanischen ständigen Mitgliedern zustehen. Hinzu kommen insgesamt fünf nichtständige Sitze für afrikanische Staaten.&nbsp;</p>



<h2 id="h-der-sicherheitsrat-spiegelt-noch-immer-die-welt-von-1945-wider" class="wp-block-heading"><span id="der-sicherheitsrat-spiegelt-noch-immer-die-welt-von-1945-wider">„Der Sicherheitsrat spiegelt noch immer die Welt von 1945 wider“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bio begründete die Forderung mit der fortbestehenden Machtverteilung innerhalb der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Sicherheitsrat spiegelt noch immer die Welt von 1945 wider“, sagte er. Afrika habe inzwischen mehr als 1,6 Milliarden Einwohner und stehe zugleich im Zentrum eines großen Teils der Arbeit des Sicherheitsrats, verfüge aber weiterhin über keinen ständigen Sitz.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika fordert seinen rechtmäßigen Platz, weil der Rat weder vollständig legitim noch wirksam sein kann, solange ein ganzer Kontinent dauerhaft von seiner höchsten Entscheidungsebene ausgeschlossen bleibt“, erklärte Bio.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er weitete die Forderung über Fragen von Krieg und Frieden hinaus aus. „Keine dauerhafte globale Lösung für Frieden, Klima, Ernährung, Energie oder Technologie kann ohne afrikanische Führung aufgebaut werden.“&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guterres-letzte-rede-vor-der-weltbuehne-aus-rissen-sind-schluchten-geworden/" data-type="post" data-id="30105">Auch UN-Generalsekretär António Guterres hatte zum Auftakt der Generaldebatte erklärt, ein Sicherheitsrat des 21. Jahrhunderts ohne ständige afrikanische Sitze sei „ungerecht und nicht zu rechtfertigen“. </a></p>



<h2 id="h-sierra-leone-verweist-auf-seine-zeit-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="sierra-leone-verweist-auf-seine-zeit-im-sicherheitsrat">Sierra Leone verweist auf seine Zeit im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bio verwies auf die zweijährige Mitgliedschaft Sierra Leones im Sicherheitsrat 2024 und 2025. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-debattiert-ueber-neue-weltordnung/" data-type="post" data-id="14146">Sein Land habe dort versucht, als „Stimme der Vernunft und Brücke über bestehende Spaltungen hinweg“ zu arbeiten.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="578" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/22d6d905-a28e-4654-a93d-31dd27d70542-1024x578.jpeg" alt="" class="wp-image-30129 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/22d6d905-a28e-4654-a93d-31dd27d70542-1024x578.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/22d6d905-a28e-4654-a93d-31dd27d70542-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/22d6d905-a28e-4654-a93d-31dd27d70542-768x434.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/22d6d905-a28e-4654-a93d-31dd27d70542-380x215.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/22d6d905-a28e-4654-a93d-31dd27d70542-800x452.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/22d6d905-a28e-4654-a93d-31dd27d70542.jpeg 1055w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Während dieser Zeit organisierte Sierra Leone die erste hochrangige Debatte des Sicherheitsrats zur historischen Benachteiligung Afrikas. Außerdem rückte das Land konfliktbedingte Ernährungsunsicherheit auf die Tagesordnung und arbeitete gemeinsam mit Guyana an einer Resolution zu Jugend, Frieden und Sicherheit.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Repräsentation wird dann bedeutungsvoll, wenn sie Entscheidungen verändert und das Leben der Menschen verbessert“, sagte Bio.&nbsp;</p>



<h2 id="h-bio-sieht-machtungleichgewicht-auch-bei-weltbank-und-iwf" class="wp-block-heading"><span id="bio-sieht-machtungleichgewicht-auch-bei-weltbank-und-iwf">Bio sieht Machtungleichgewicht auch bei Weltbank und IWF</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/brics-guterres-fordert-reform-der-weltordnung-schwellenlaender-sollen-mehr-macht-erhalten/" data-type="post" data-id="29929">Der Präsident übertrug seine Kritik auf die internationalen Finanzinstitutionen.</a> Deren Machtstrukturen trügen ebenfalls noch die Prägung einer früheren Epoche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsländer benötigten mehr Stimmrechte, eine stärkere Vertretung, zusätzliches Kapital, günstigere Finanzierungen und fairere Regeln für die Behandlung von Schulden. Sie müssten zudem gleichberechtigt an der Gestaltung internationaler Steuerregeln beteiligt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sierra Leone unterstützt deshalb die geplante UN-Rahmenkonvention zur internationalen Steuerkooperation. Über die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS wolle das Land zudem auf ein Entwicklungssystem drängen, das afrikanische Prioritäten stärker berücksichtige.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bio stellte diesen Zusammenhang auch in die Sicherheitsdebatte. Die weltweiten Militärausgaben hätten 2025 etwa 2,9 Billionen Dollar erreicht und seien damit das elfte Jahr in Folge gestiegen. Staaten hätten legitime Sicherheitsbedürfnisse, sagte er. Das Tempo, mit dem Mittel für Kriege bereitgestellt würden, stehe jedoch in deutlichem Gegensatz zu den verfügbaren Ressourcen für Prävention und Entwicklung.&nbsp;</p>



<h2 id="h-sierra-leone-fordert-entschuldigung-und-ruckgabe-von-kulturgutern" class="wp-block-heading"><span id="sierra-leone-fordert-entschuldigung-und-rueckgabe-von-kulturguetern">Sierra Leone fordert Entschuldigung und Rückgabe von Kulturgütern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-staatschefs-wollen-reparationen-fuer-afrika/" data-type="post" data-id="13978">Einen weiteren Schwerpunkt setzte Bio bei der Aufarbeitung von Sklaverei und Kolonialgeschichte. </a>Sierra Leone werde die Forderung nach reparativer Gerechtigkeit gemeinsam mit afrikanischen Staaten, der Karibik und der afrikanischen Diaspora weiterverfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Sierra Leone sei diese Geschichte nicht abstrakt. Von Bunce Island in der Flussmündung vor Freetown seien Tausende Afrikaner gewaltsam über den Atlantik verschleppt worden. Freetown entwickelte sich später zu einem Siedlungsort für befreite und ehemals versklavte Afrikaner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reparative Gerechtigkeit sei „keine Bitte um Wohltätigkeit“, sagte Bio. Sierra Leone verlange Anerkennung, eine formelle Entschuldigung, die Rückgabe von Kulturerbe, angemessene Wiedergutmachung und Garantien gegen eine Wiederholung.&nbsp;</p>



<h2 id="h-mehr-wertschopfung-aus-afrikas-kritischen-rohstoffen" class="wp-block-heading"><span id="mehr-wertschoepfung-aus-afrikas-kritischen-rohstoffen">Mehr Wertschöpfung aus Afrikas kritischen Rohstoffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bio verband die historische Debatte mit der heutigen Nutzung afrikanischer Rohstoffe. <a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/" data-type="post" data-id="27743">Kritische Mineralien seien für die weltweite Energiewende unverzichtbar, ein zu großer Teil der Wertschöpfung finde jedoch weiterhin außerhalb der Förderländer statt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Verarbeitung vor Ort, Technologietransfer und der Aufbau lokaler Industrien könnten natürliche Ressourcen stärker in qualifizierte Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung übersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die grüne Transformation darf die extraktiven Muster der Vergangenheit nicht wiederholen“, sagte Bio.&nbsp;</p>



<h2 id="h-entwicklungslander-sollen-ki-regeln-mitgestalten" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungslaender-sollen-ki-regeln-mitgestalten">Entwicklungsländer sollen KI-Regeln mitgestalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei künstlicher Intelligenz verlangte Sierra Leone eine breitere internationale Machtverteilung. KI könne Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft und öffentliche Verwaltung verbessern. Sie könne bestehende Ungleichheiten aber verstärken, wenn Infrastruktur, Wissen und Regelsetzung auf wenige Länder konzentriert blieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsländer müssten deshalb an den Standards beteiligt werden, nach denen Technologien reguliert werden, die ihre Bevölkerung betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich argumentierte Bio beim Klimawandel. Staaten, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen hätten, trügen teilweise besonders hohe Folgen. Sierra Leone fordert deshalb besser zugängliche und berechenbare Klimafinanzierung, mehr Mittel für Anpassung sowie funktionierende Mechanismen für klimabedingte Verluste und Schäden.&nbsp;</p>



<h2 id="h-bio-bringt-frau-an-der-spitze-der-un-ins-spiel" class="wp-block-heading"><span id="bio-bringt-frau-an-der-spitze-der-un-ins-spiel">Bio bringt Frau an der Spitze der UN ins Spiel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bio verband die Debatte über institutionelle Gleichheit schließlich mit der laufenden Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs. Seit Gründung der Vereinten Nationen vor mehr als 80 Jahren sei das Amt ausschließlich von Männern bekleidet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vorgeschlagenen Kandidatinnen hätten ihre fachliche Eignung unter Beweis gestellt, sagte der Präsident. Nun müsse die Organisation zeigen, ob sie die von ihr selbst eingeforderte Gleichberechtigung auch bei der Besetzung ihres höchsten Amtes anwenden wolle.</p>
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		<title>Angola warnt vor „globaler Anarchie“ und kritisiert Großmächte</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/angola-warnt-vor-globaler-anarchie-und-kritisiert-grossmaechte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 10:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Der Einsatz von Gewalt triumphiert über die Kraft des Rechts“: Angolas Präsident João Lourenço warnt bei der UN vor globaler Anarchie. Er fordert eine neue Machtverteilung im Sicherheitsrat und eine stärkere afrikanische Stimme bei Frieden, Finanzen, Klima und KI.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fangola-warnt-vor-globaler-anarchie-und-kritisiert-grossmaechte%2F&amp;action_name=Angola%20warnt%20vor%20%E2%80%9Eglobaler%20Anarchie%E2%80%9C%20und%20kritisiert%20Gro%C3%9Fm%C3%A4chte&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Angolas Präsident João Lourenço hat vor der UN-Generalversammlung vor einer „globalen Anarchie“ gewarnt und eine Neuordnung des Sicherheitsrats mit ständiger Vertretung Afrikas, Lateinamerikas und Asiens gefordert. Die Rede hielt er am Dienstag, 22. September 2026, in New York. Lourenço kritisierte insbesondere die Beteiligung ständiger Mitglieder des Sicherheitsrats an aktuellen Kriegen und erklärte, eine internationale Ordnung, in der militärische Gewalt stärker wiege als Recht und Diplomatie, führe die Welt in Richtung einer größeren Konfrontation. Für Afrika verlangte er zugleich mehr Einfluss auf Entscheidungen über Frieden, Finanzierung, Klima und künstliche Intelligenz.&nbsp;</p>



<h2 id="h-lourenco-sieht-gewalt-an-die-stelle-des-rechts-treten" class="wp-block-heading"><span id="lourenco-sieht-gewalt-an-die-stelle-des-rechts-treten">Lourenço sieht Gewalt an die Stelle des Rechts treten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir leben heute in einem Umfeld globaler Anarchie, in dem der Einsatz von Gewalt über die Kraft der Vernunft und des Rechts triumphiert“, sagte Lourenço.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Versuche, ganze Staaten oder Regionen mit militärischen Mitteln zu beherrschen, führten die Welt aus seiner Sicht „in Richtung Katastrophe“. Neben dem weiterhin aktiven Terrorismus habe sich die internationale Sicherheitslage Jahr für Jahr verschlechtert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-terrorismus-in-afrika/" data-type="post" data-id="13611">Besonders Afrika bleibe von terroristischen Gruppen und bewaffneten Konflikten betroffen.</a> Lourenço warnte zugleich davor, die gegenwärtigen Krisen als voneinander getrennte regionale Probleme zu betrachten. Die Häufung militärischer Auseinandersetzungen erhöhe das Risiko einer umfassenderen internationalen Konfrontation. </p>



<h2 id="h-kritik-an-den-standigen-mitgliedern-des-sicherheitsrats" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-den-staendigen-mitgliedern-des-sicherheitsrats">Kritik an den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ungewöhnlich deutlich kritisierte der angolanische Präsident die Rolle der bestehenden Großmächte im UN-Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die direkte Beteiligung einiger ständiger Mitglieder an den gegenwärtigen Konflikten in Europa und am Persischen Golf sei „ein Grund zur Sorge und ein schlechtes Beispiel für den Rest der Welt“, erklärte Lourenço.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat wird von fünf ständigen Mitgliedern geprägt: China, Frankreich, Russland, den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich. Alle fünf verfügen über ein Vetorecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lourenço stellte diese Struktur grundsätzlich infrage. Eine Weltordnung könne nicht dauerhaft auf der besonderen Machtstellung eines kleinen Kreises von Staaten beruhen, deren Privilegien auf die Machtverhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgingen.</p>



<h2 id="h-afrika-lateinamerika-und-asien-sollen-standige-sitze-erhalten" class="wp-block-heading"><span id="afrika-lateinamerika-und-asien-sollen-staendige-sitze-erhalten">Afrika, Lateinamerika und Asien sollen ständige Sitze erhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Angola fordert deshalb eine „tiefgreifende“ Reform des Sicherheitsrats. Afrika, Lateinamerika und Asien müssten dort angemessen als ständige Mitglieder vertreten sein und die damit verbundenen Rechte und Befugnisse erhalten, sagte Lourenço.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angola vertritt damit zugleich die gemeinsame afrikanische Position zur Reform des Sicherheitsrats. Diese verlangt mindestens zwei ständige Sitze für Afrika einschließlich aller Privilegien, die bestehenden ständigen Mitgliedern zustehen, solange das Vetorecht erhalten bleibt. Angola bekräftigte diese Forderung auch in den laufenden zwischenstaatlichen UN-Verhandlungen über die Reform des Rates.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152854-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30123 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152854-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152854-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152854-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152854-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152854-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152854-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152854.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Afrika ist bislang die einzige Weltregion ohne eigenen ständigen Sitz im Sicherheitsrat. <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-letzte-rede-vor-der-weltbuehne-aus-rissen-sind-schluchten-geworden/" data-type="post" data-id="30105">Auch UN-Generalsekretär António Guterres und Generalversammlungspräsident Khalilur Rahman hatten zum Auftakt der 81. Generaldebatte die fehlende dauerhafte afrikanische Vertretung kritisiert. </a></p>
</div></div>



<h2 id="h-afrikanische-stimme-soll-auch-bei-ki-und-finanzfragen-zahlen" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-stimme-soll-auch-bei-ki-und-finanzfragen-zaehlen">Afrikanische Stimme soll auch bei KI und Finanzfragen zählen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lourenço beschränkte die Forderung nach stärkerem afrikanischem Einfluss nicht auf den Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Stimme der Afrikaner muss unter allen Umständen gehört werden“, sagte der Präsident. Das gelte für Entscheidungen über Frieden und internationale Sicherheit ebenso wie für globale Finanzierung, Klimapolitik und die internationale Steuerung künstlicher Intelligenz.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verwies er auf die hohe Schuldenbelastung zahlreicher afrikanischer Staaten. Nach seiner Darstellung geben sie teilweise erheblich mehr für den Schuldendienst aus, als ihnen für Gesundheit, Bildung und den Ausbau ihrer Infrastruktur zur Verfügung steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung nach einer veränderten internationalen Finanzordnung fügt sich damit in Angolas Ruf nach einer breiteren Neuverteilung politischer Entscheidungsgewalt innerhalb der multilateralen Institutionen ein.</p>



<h2 id="h-angola-setzt-auf-afrikanische-losungen-fur-afrikanische-konflikte" class="wp-block-heading"><span id="angola-setzt-auf-afrikanische-loesungen-fuer-afrikanische-konflikte">Angola setzt auf „afrikanische Lösungen für afrikanische Konflikte“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/africom-schliesst-us-truppen-in-der-dr-kongo-und-militaerbasis-in-angola-aus/" data-type="post" data-id="28529">Lourenço stellte zugleich Angolas eigene Rolle als Vermittler auf dem Kontinent heraus.</a> Konflikte müssten möglichst durch Dialog, Annäherung der Parteien und tragfähige politische Vereinbarungen beendet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Keine Waffe ist mächtiger als die Diplomatie“, erklärte der Präsident. Sie könne verbinden, reparieren, aufbauen und Menschenleben retten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angolas Ansatz beruhe auf „afrikanischen Lösungen für afrikanische Konflikte“. Luanda habe in den vergangenen Jahren versucht, Konfliktparteien zusammenzuführen und innerhalb Afrikas Konsenslösungen zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lourenço verband dies mit der Forderung, afrikanische Staaten und Institutionen stärker dazu zu befähigen, Konflikte selbst zu verhindern und beizulegen. Investitionen in diese Fähigkeiten seien zugleich Investitionen in die internationale Friedens- und Sicherheitsordnung.</p>



<h2 id="h-50-jahre-angola-bei-den-vereinten-nationen" class="wp-block-heading"><span id="50-jahre-angola-bei-den-vereinten-nationen">50 Jahre Angola bei den Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede fiel in das 50. Jahr der angolanischen Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen. Lourenço bezeichnete die damalige Aufnahme des kurz zuvor unabhängig gewordenen Landes als historischen Erfolg für die angolanische Bevölkerung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angola hat seither zweimal als nichtständiges Mitglied dem Sicherheitsrat angehört. In den laufenden Reformverhandlungen gehört das Land zu den Staaten, die darauf drängen, Afrikas bisherige Unterrepräsentation dauerhaft zu beenden. </p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/angola-warnt-vor-globaler-anarchie-und-kritisiert-grossmaechte/">Angola warnt vor „globaler Anarchie“ und kritisiert Großmächte</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Macron warnt vor „Gesetz des Dschungels“ und fordert mehr Gewicht für Afrika bei der UN</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-warnt-vor-gesetz-des-dschungels-und-fordert-mehr-gewicht-fuer-afrika-bei-der-un/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 23:21:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Gesetz des Dschungels“ oder internationale Ordnung: Emmanuel Macron stellt sich bei der UN gegen eine Weltpolitik nach dem Recht des Stärkeren. Für Afrika fordert er mehr Gewicht im Sicherheitsrat und neues Geld für den Friedensfonds der Afrikanischen Union.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-warnt-vor-gesetz-des-dschungels-und-fordert-mehr-gewicht-fuer-afrika-bei-der-un%2F&amp;action_name=Macron%20warnt%20vor%20%E2%80%9EGesetz%20des%20Dschungels%E2%80%9C%20und%20fordert%20mehr%20Gewicht%20f%C3%BCr%20Afrika%20bei%20der%20UN&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-warnt-vor-gesetz-des-dschungels-und-fordert-mehr-gewicht-fuer-afrika-bei-der-un/">Macron warnt vor „Gesetz des Dschungels“ und fordert mehr Gewicht für Afrika bei der UN</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat vor der UN-Generalversammlung vor einer Weltordnung gewarnt, in der militärische und wirtschaftliche Macht internationale Regeln verdrängt, und zugleich eine stärkere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat gefordert. Seine Rede hielt er am Dienstag, 22. September 2026, in New York. Macron stellte sich ausdrücklich hinter die Vereinten Nationen und kündigte für November in Paris ein Treffen zur Finanzierung des Friedensfonds der Afrikanischen Union an. Zugleich kritisierte er unterschiedliche Maßstäbe bei der Verteidigung staatlicher Souveränität in Europa, Afrika und dem Nahen Osten.&nbsp;</p>



<h2 id="h-gesetz-des-dschungels-oder-internationale-ordnung" class="wp-block-heading"><span id="gesetz-des-dschungels-oder-internationale-ordnung">„Gesetz des Dschungels“ oder internationale Ordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/">Macron stellte zu Beginn seiner Rede die Grundfrage, ob Staaten eine Rückkehr zum „Gesetz des Dschungels“ akzeptieren oder an einer internationalen Ordnung festhalten wollten, in der sich auch mächtige Länder an gemeinsam vereinbarte Regeln binden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Er beschrieb eine Welt, in der Imperialismus, Machtkonzentration und der Einsatz von Gewalt ohne ausreichende Begrenzung wieder zunähmen. <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-warnt-im-un-sicherheitsrat-vor-gesetz-des-dschungels-und-fordert-reformen/">Die UN-Charta solle gerade verhindern, dass stärkere Staaten über die Zukunft schwächerer Länder entscheiden könnten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich werde deshalb an den Vereinten Nationen und an einer Erneuerung multilateraler Zusammenarbeit festhalten. Gemeinsame Regeln seien aus französischer Sicht sowohl bei Krieg und Frieden als auch bei Klima, Entwicklung und künstlicher Intelligenz notwendig.&nbsp;</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-soll-sich-starker-fur-afrika-offnen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-soll-sich-staerker-fuer-afrika-oeffnen">Sicherheitsrat soll sich stärker für Afrika öffnen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen konkreten Reformbedarf sieht Macron beim UN-Sicherheitsrat. Das Gremium müsse sich „neuen Mitgliedern und neuen Regionen der Welt“ öffnen, „beginnend mit Afrika“, sagte der französische Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich unterstützt zugleich seine gemeinsam mit Mexiko entwickelte Initiative, den Einsatz des Vetorechts der fünf ständigen Mitglieder bei massenhaften Gräueltaten einzuschränken. Nach Macrons Angaben unterstützen inzwischen 128 UN-Mitgliedstaaten den Vorschlag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat müsse nicht nur repräsentativer werden, sondern auch handlungsfähig bleiben, wenn schwere Verstöße gegen das Völkerrecht drohten, erklärte Macron.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/" data-type="post" data-id="27290">Frankreich hatte sich bereits beim Africa-Forward-Gipfel in Nairobi hinter eine umfassende Reform des Sicherheitsrates entsprechend der gemeinsamen afrikanischen Position gestellt.</a> Diese beruft sich unter anderem auf den Ezulwini-Konsens und die Erklärung von Sirte zur angemessenen Vertretung Afrikas. </p>



<h2 id="h-paris-soll-geld-fur-friedensfonds-der-afrikanischen-union-mobilisieren" class="wp-block-heading"><span id="paris-soll-geld-fuer-friedensfonds-der-afrikanischen-union-mobilisieren">Paris soll Geld für Friedensfonds der Afrikanischen Union mobilisieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron kündigte zugleich einen neuen Schritt bei der Finanzierung afrikanischer Friedens- und Sicherheitsstrukturen an. Paris werde im November am Rande des Paris Peace Forum ein Treffen zur Wiederauffüllung des Friedensfonds der Afrikanischen Union organisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident rief mögliche Geldgeber dazu auf, dort konkrete Zusagen zu machen. Afrikanische Friedenseinsätze benötigten ausreichende Mittel sowie eine engere Abstimmung zwischen den Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union, Regionalorganisationen und den jeweiligen Gaststaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/" data-type="post" data-id="27333">Macron verwies dabei auf frühere Gespräche beim Africa-Forward-Gipfel in Nairobi und am Sitz der Afrikanischen Union in Addis Abeba.</a> Afrikanische Organisationen müssten nach seiner Darstellung eine größere Rolle bei Frieden und Sicherheit auf dem Kontinent übernehmen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Nairobi verabschiedete Erklärung sieht unter anderem eine stärkere Finanzierung afrikanisch geführter Friedenseinsätze und die Umsetzung der UN-Sicherheitsratsresolution 2719 vor.&nbsp;</p>



<h2 id="h-macron-kritisiert-doppelte-standards-gegenuber-afrika" class="wp-block-heading"><span id="macron-kritisiert-doppelte-standards-gegenueber-afrika">Macron kritisiert doppelte Standards gegenüber Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron wandte sich in seiner Rede ausdrücklich gegen unterschiedliche Maßstäbe bei der Anwendung des Prinzips staatlicher Souveränität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie oft haben wir gehört, dass die Souveränität der Völker in Europa gilt, dass man aber, wenn es um den Nahen Osten oder Afrika geht, darauf verzichten könne?“, fragte der französische Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Souveränität müsse überall nach denselben Prinzipien gelten. Interventionen ausländischer Staaten, die selbst über Regierungs- oder Systemwechsel entscheiden wollten, hätten in der Vergangenheit vielfach größere Instabilität hinterlassen, sagte Macron.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Argumentation zog sich durch seine Aussagen zur Ukraine, zu Libanon, den Palästinensern und Syrien. Die Sicherheit eines Staates könne nicht dauerhaft durch die Missachtung der Souveränität seiner Nachbarn hergestellt werden, erklärte Macron mit Blick auf Israel und die Region.&nbsp;</p>



<h2 id="h-nord-sud-spaltung-soll-nicht-zum-neuen-blockkonflikt-werden" class="wp-block-heading"><span id="nord-sued-spaltung-soll-nicht-zum-neuen-blockkonflikt-werden">Nord-Süd-Spaltung soll nicht zum neuen Blockkonflikt werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron warnte auch vor einer dauerhaften politischen Teilung zwischen dem Globalen Norden und Süden. Eine solche Spaltung werde unter anderem durch wahrgenommene doppelte Standards verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich wolle stattdessen Partnerschaften bei Gesundheit, Entwicklung und Finanzierung ausbauen. Macron verwies auf die Umschichtung von mehr als 100 Milliarden Dollar an Sonderziehungsrechten zur Unterstützung afrikanischer Volkswirtschaften und forderte weitere Reformen bei Internationalem Währungsfonds und Weltbank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sprach er sich für eine stärkere Mobilisierung privaten Kapitals und neue Garantiesysteme aus, damit Schwellen- und Entwicklungsländer leichter Investitionen finanzieren können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch historische und kulturelle Fragen nahm Macron in diese Nord-Süd-Agenda auf. Frankreich wolle die Rückgabe von Kulturgütern weiter vorantreiben und arbeite unter anderem mit Ghana an Fragen historischer Aufarbeitung und restaurativer Gerechtigkeit.&nbsp;</p>



<h2 id="h-macron-fordert-eigene-ki-kapazitaten-ausserhalb-von-usa-und-china" class="wp-block-heading"><span id="macron-fordert-eigene-ki-kapazitaeten-ausserhalb-von-usa-und-china">Macron fordert eigene KI-Kapazitäten außerhalb von USA und China</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen weiteren Schwerpunkt setzte Macron bei künstlicher Intelligenz. Er warnte davor, dass allein die Vereinigten Staaten und China sowie einige große Unternehmen über die technologische Entwicklung entscheiden könnten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-30115 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB-.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Staaten und Weltregionen müssten eigene Rechenkapazitäten, Sprachmodelle und KI-Ökosysteme entwickeln und Modelle unabhängig prüfen können. Macron verwies auf den europäischen AI Act als einen Ansatz zur Regulierung.&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei brachte der französische Präsident erneut eine „Koalition der Unabhängigen“ ins Spiel. Europäische, afrikanische, asiatische, lateinamerikanische und Golfstaaten, die weder von Washington noch von Peking abhängig sein wollten, sollten nach seiner Vorstellung Rechenleistung und Investitionen bündeln und gemeinsam ein leistungsfähiges Open-Source-KI-Modell entwickeln.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel treibt Frankreich gemeinsam mit Kenia, Spanien und Australien eine internationale Initiative zum Schutz von Kindern im Umgang mit KI voran. Die Koalition stellte am selben Tag in New York einen Aktionsplan für 2026 und 2027 vor.&nbsp;</p>



<h2 id="h-frankreich-setzt-auf-multilateralen-gegenentwurf" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-setzt-auf-multilateralen-gegenentwurf">Frankreich setzt auf multilateralen Gegenentwurf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron fasste seine Position als Widerstand gegen eine zunehmende Aufteilung der Welt in Machtblöcke zusammen. Internationale Zusammenarbeit solle Machtkonzentration begrenzen, die Nord-Süd-Spaltung verringern und gemeinsame Regeln für neue Technologien schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mehr denn je brauchen wir unsere Vereinten Nationen“, sagte Macron. Während des laufenden Auswahlprozesses für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres müsse die Organisation nach seiner Darstellung an gemeinsamer Handlungsfähigkeit festhalten.</p>
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		<title>Trump bei der UN: „Es gibt keine Weltregierung“ – USA setzen auf Souveränität und militärische Macht</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/trump-bei-der-un-es-gibt-keine-weltregierung-usa-setzen-auf-souveraenitaet-und-militaerische-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 23:05:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Es gibt keine Weltregierung“: Donald Trump setzt vor der UN-Generalversammlung auf nationale Souveränität, militärische Stärke und weniger internationale Kontrolle. Besonders scharf fällt seine Drohung gegen Iran aus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftrump-bei-der-un-es-gibt-keine-weltregierung-usa-setzen-auf-souveraenitaet-und-militaerische-macht%2F&amp;action_name=Trump%20bei%20der%20UN%3A%20%E2%80%9EEs%20gibt%20keine%20Weltregierung%E2%80%9C%20%E2%80%93%20USA%20setzen%20auf%20Souver%C3%A4nit%C3%A4t%20und%20milit%C3%A4rische%20Macht&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/trump-bei-der-un-es-gibt-keine-weltregierung-usa-setzen-auf-souveraenitaet-und-militaerische-macht/">Trump bei der UN: „Es gibt keine Weltregierung“ – USA setzen auf Souveränität und militärische Macht</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">US-Präsident Donald Trump hat vor der UN-Generalversammlung internationale Steuerungsansprüche zurückgewiesen, nationale Souveränität zum Leitprinzip seiner Außenpolitik erklärt und den Einsatz amerikanischer Militärmacht gegen Bedrohungen ausdrücklich verteidigt. Seine Rede hielt er am Dienstag, 22. September 2026, in New York. Trump lehnte globale Steuern und eine internationale Kontrolle künstlicher Intelligenz ab, forderte Staaten zum Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof auf und drohte Iran mit einer möglichen Zerstörung des Regimes. Zugleich beanspruchte er für seine Regierung eine führende Rolle bei der Reform der Vereinten Nationen.</p>



<h2 id="h-wahrend-andere-geredet-haben-habe-ich-gehandelt" class="wp-block-heading"><span id="waehrend-andere-geredet-haben-habe-ich-gehandelt">„Während andere geredet haben, habe ich gehandelt“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trump präsentierte die Vereinigten Staaten als wiedererstarkte Macht, die Konflikte nicht länger durch Diplomatie allein lösen wolle. „Während andere geredet haben, habe ich gehandelt. Während andere vom Frieden gesprochen haben, habe ich Frieden geschaffen“, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Regierung habe nach seinem Amtsantritt eine Reihe jahrelanger Konflikte beendet. Trump sprach von acht Kriegen. <a href="https://fokus-afrika.de/cia-chef-in-kairo-sisi-draengt-auf-iran-abkommen-gaza-sudan-somalia-teil-der-gespraeche/" data-type="post" data-id="30055">Für Gaza reklamierte er das Ende des Krieges und die Rückkehr aller verbliebenen Geiseln.</a> Im Krieg zwischen Russland und der Ukraine arbeiteten die USA eng mit beiden Seiten zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden auch das schaffen“, sagte Trump über die Ukraine. Eine Lösung werde „schneller kommen, als die Menschen verstehen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angaben zu den von ihm beendeten Konflikten waren Teil seiner eigenen Bilanz vor der Generalversammlung.</p>



<h2 id="h-trump-droht-iran-mit-weiterer-militarischer-gewalt" class="wp-block-heading"><span id="trump-droht-iran-mit-weiterer-militaerischer-gewalt">Trump droht Iran mit weiterer militärischer Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders scharf wandte sich Trump gegen Iran. Er bezeichnete die Islamische Republik als wichtigsten staatlichen Unterstützer des Terrorismus und bekräftigte, dass Washington eine iranische Atombombe unter keinen Umständen akzeptieren werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trump verwies auf amerikanische Militäroperationen gegen das iranische Atomprogramm und die iranischen Streitkräfte. Nach seiner Darstellung sei das Atomprogramm durch „Operation Midnight Hammer“ zerstört worden. Bei „Operation Epic Fury“ seien sämtliche 159 Schiffe der iranischen Marine versenkt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" data-type="post" data-id="26316">Anschließend stellte Trump Teheran vor eine von ihm formulierte Alternative: eine Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten oder eine weitere militärische Eskalation.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Er müsse entscheiden, ob ein Abkommen geschlossen werde, das Iran einen wirtschaftlichen Wiederaufbau ermögliche, „oder ob ich die Islamische Republik vernichte und dies schnell tue“, sagte Trump. Zugleich erklärte er, er gehe von einer Vereinbarung nach den anstehenden Wahlen aus.</p>



<h2 id="h-usa-beanspruchen-militarische-vormacht-in-westlicher-hemisphare" class="wp-block-heading"><span id="usa-beanspruchen-militaerische-vormacht-in-westlicher-hemisphaere">USA beanspruchen militärische Vormacht in westlicher Hemisphäre</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trump weitete die Sicherheitsdoktrin seiner Regierung auch auf Lateinamerika aus. Die Vereinigten Staaten würden nicht mehr zulassen, dass sich Bedrohungen gegen Amerika irgendwo in der westlichen Hemisphäre festsetzten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn nötig, werden wir unsere unübertroffene militärische Macht einsetzen, um die lebenswichtigen nationalen Interessen der Vereinigten Staaten zu sichern“, sagte Trump.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel führte er Venezuela an. Nach der Festnahme von Nicolás Maduro seien Hunderte politische Gefangene freigekommen. Im August hätten die USA zudem ein von Trump als größtes Ölgeschäft der Geschichte bezeichnetes Abkommen mit Venezuela geschlossen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152335__ME23231_-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30111 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152335__ME23231_-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152335__ME23231_-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152335__ME23231_-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152335__ME23231_-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152335__ME23231_-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152335__ME23231_-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152335__ME23231_.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch gegen Drogenkartelle verteidigte der Präsident militärische Mittel. Seine Regierung habe Kartelle als ausländische Terrororganisationen eingestuft und die Streitkräfte gegen sie eingesetzt. Trump verglich sie mit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ und erklärte, ihre Mitglieder müssten getötet, ausgewiesen oder als feindliche Kämpfer festgehalten werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mexiko bezeichnete er als Zentrum der Kartellgewalt.</p>



<h2 id="h-es-gibt-keine-weltregierung" class="wp-block-heading"><span id="es-gibt-keine-weltregierung">„Es gibt keine Weltregierung“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Kritik an internationalen Institutionen zog Trump eine klare Grenze zwischen Zusammenarbeit und supranationaler Steuerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es gibt keine Weltregierung, und solange ich Präsident bin, wird es keine globalen Steuern geben“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen verfügten weiterhin über „großes Potenzial“, müssten jedoch aus seiner Sicht aufhören, politische Vorgaben gegen den Willen souveräner Staaten durchzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-starten-negativ-kampagne-gegen-den-internationalen-strafgerichtshof/" data-type="post" data-id="28795">Trump forderte zugleich alle Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs auf, die Institution zu verlassen. </a><a href="https://fokus-afrika.de/kampagne-gegen-internationalen-strafgerichtshof-eskaliert-usa-sanktionieren-icc-richter/" data-type="post" data-id="29424">Den Gerichtshof bezeichnete er als „abtrünnige Institution“.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guterres-letzte-rede-vor-der-weltbuehne-aus-rissen-sind-schluchten-geworden/" data-type="post" data-id="30105">Damit setzte er andere Akzente als UN-Generalsekretär António Guterres, der unmittelbar zuvor stärkere gemeinsame Regeln für eine multipolare Welt und verbindlichere internationale Zusammenarbeit gefordert hatte.</a></p>



<h2 id="h-trump-reklamiert-tiefgreifende-un-reform" class="wp-block-heading"><span id="trump-reklamiert-tiefgreifende-un-reform">Trump reklamiert tiefgreifende UN-Reform</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz seiner grundsätzlichen Kritik an internationalen Institutionen stellte Trump die Vereinten Nationen nicht insgesamt infrage. <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" data-type="post" data-id="26282">Seine Regierung habe gemeinsam mit anderen Staaten an der nach seinen Worten umfassendsten Reform in der Geschichte der Organisation gearbeitet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" data-type="post" data-id="22557">Der UN-Haushalt sei 2026 erstmals um 15 Prozent gekürzt worden.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/undp-verlegt-300-arbeitsplaetze-von-new-york-nach-bonn/" data-type="post" data-id="23719">Mehr als 4.000 Stellen seien in der Verwaltung weggefallen, erklärte Trump.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede verband damit zwei Elemente der amerikanischen UN-Politik: eine Verringerung von Kosten und Verwaltungsstrukturen bei gleichzeitiger Ablehnung einer Ausweitung supranationaler Kompetenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trump forderte eine Organisation, die stärker auf souveränen Mitgliedstaaten beruht und weniger eigenständige politische Vorgaben entwickelt.</p>



<h2 id="h-angriff-auf-un-menschenrechtspolitik-und-migrationspolitik" class="wp-block-heading"><span id="angriff-auf-un-menschenrechtspolitik-und-migrationspolitik">Angriff auf UN-Menschenrechtspolitik und Migrationspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich griff Trump die Menschenrechtsinstitutionen der Vereinten Nationen an. Er warf führenden UN-Vertretern vor, die Vereinigten Staaten wegen ihrer Einwanderungs- und Gesellschaftspolitik zu kritisieren, während Menschenrechtsverletzungen in repressiven Staaten nicht ausreichend verfolgt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Migration verband Trump mit nationaler Souveränität. Es gebe „kein Menschenrecht auf illegale Einwanderung“, wohl aber ein Recht darauf, ein souveräner Staat zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UNESCO bezog er ebenfalls in seine Kritik ein. Während die Organisation kulturelles Erbe schützen solle, trage die Förderung umfangreicher Migration nach Trumps Darstellung zur Schwächung nationaler Kulturen bei.</p>



<h2 id="h-usa-lehnen-internationale-ki-kontrolle-ab" class="wp-block-heading"><span id="usa-lehnen-internationale-ki-kontrolle-ab">USA lehnen internationale KI-Kontrolle ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen weiteren Gegensatz zur UN-Spitze formulierte Trump bei künstlicher Intelligenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Vereinigten Staaten lehnen jeden Versuch vollständig ab, ein globalistisches Kontrollsystem für künstliche Intelligenz aufzubauen“, sagte er. Trump verwendete für fortgeschrittene Systeme die Bezeichnung „Super Intelligence“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres hatte zuvor einen multilateralen Rahmen für das Management von KI-Risiken mit unabhängiger Kontrolle gefordert. Auch Generalversammlungspräsident Khalilur Rahman hatte vor einem internationalen Wettrüsten um die Kontrolle künstlicher Intelligenz gewarnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trump machte dagegen deutlich, dass Washington internationale Regeln ablehnen werde, wenn sie aus Sicht seiner Regierung die technologische oder politische Souveränität der Vereinigten Staaten beschränken.</p>



<h2 id="h-zwei-amerikanische-militarbasen-in-gronland-angekundigt" class="wp-block-heading"><span id="zwei-amerikanische-militaerbasen-in-groenland-angekuendigt">Zwei amerikanische Militärbasen in Grönland angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Arktis kündigte Trump eine Ausweitung der amerikanischen Militärpräsenz an. In Grönland würden die Vereinigten Staaten unverzüglich mit dem Aufbau einer größeren Präsenz beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant seien unter anderem zwei große Militärbasen. Eine entsprechende Vereinbarung mit Dänemark und Grönland solle noch am selben Tag unterzeichnet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trump verband die Entscheidung mit seinem Grundsatz, Gefahren nicht wachsen zu lassen. Die USA würden ihre militärische Macht einsetzen, wo dies zur Durchsetzung ihrer nationalen Interessen notwendig sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Amerika war nie eine Nation, die vor einer Grenze zurückweicht oder vor einer Herausforderung zurückschreckt“, sagte Trump zum Abschluss seiner Rede.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/trump-bei-der-un-es-gibt-keine-weltregierung-usa-setzen-auf-souveraenitaet-und-militaerische-macht/">Trump bei der UN: „Es gibt keine Weltregierung“ – USA setzen auf Souveränität und militärische Macht</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">President of the United States of America Addresses 81st Session of General Assembly Debate</media:title>
			<media:description type="html">Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, spricht bei der allgemeinen Debatte der 81. Sitzung der Generalversammlung.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Guterres letzte Rede vor der Weltbühne: &#8220;Aus Rissen sind Schluchten geworden&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/guterres-letzte-rede-vor-der-weltbuehne-aus-rissen-sind-schluchten-geworden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 22:44:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei der höchsten Vertreter der Vereinten Nationen erhöhen den Druck für eine Reform des Sicherheitsrates. Guterres nennt das Fehlen einer permanenten afrikanischen Vertretung „ungerecht und nicht zu rechtfertigen“, Rahman stellt die Glaubwürdigkeit der UN infrage.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguterres-letzte-rede-vor-der-weltbuehne-aus-rissen-sind-schluchten-geworden%2F&amp;action_name=Guterres%20letzte%20Rede%20vor%20der%20Weltb%C3%BChne%3A%20%26%238220%3BAus%20Rissen%20sind%20Schluchten%20geworden%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-letzte-rede-vor-der-weltbuehne-aus-rissen-sind-schluchten-geworden/">Guterres letzte Rede vor der Weltbühne: &#8220;Aus Rissen sind Schluchten geworden&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres und der Präsident der UN-Generalversammlung, Khalilur Rahman, haben zum Auftakt der 81. Generaldebatte eine permanente afrikanische Vertretung im Sicherheitsrat gefordert und die bestehende Machtordnung der Vereinten Nationen grundsätzlich infrage gestellt. Die Reden wurden am Dienstag, 22. September 2026, in New York gehalten. <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/" data-type="post" data-id="27535">Guterres bezeichnete einen Sicherheitsrat des 21. Jahrhunderts ohne ständige afrikanische Vertretung als „ungerecht und nicht zu rechtfertigen“.</a> Rahman verband die Reformfrage direkt mit der Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen.</p>



<h2 id="h-rahman-afrika-muss-mit-am-tisch-sitzen" class="wp-block-heading"><span id="rahman-afrika-muss-mit-am-tisch-sitzen">Rahman: Afrika muss mit am Tisch sitzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/khalilur-rahman-folgt-auf-baerbock-an-der-spitze-der-un-vollversammlung/">Der neue Präsident der Generalversammlung stellte die Reform des Sicherheitsrates ins Zentrum seiner Forderung nach einer Erneuerung der UN. </a>Nach acht Jahrzehnten ohne permanente afrikanische Vertretung müsse die Staatengemeinschaft handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika muss mit am Tisch sitzen, statt auf der Speisekarte zu stehen“, sagte Rahman. Dabei gehe es um Fairness, Gerechtigkeit und die Glaubwürdigkeit der Organisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman stellte die Forderung in einen größeren Zusammenhang. Die Vereinten Nationen seien seit ihrer Gründung von 50 auf heute 193 Mitgliedstaaten gewachsen. Ihr Fortbestehen allein könne jedoch nicht als Erfolg gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Außerhalb dieser Mauern fragen die Menschen nicht, ob die Vereinten Nationen noch existieren. Sie fragen, ob sie funktionieren“, sagte der Diplomat aus Bangladesch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN müsse deshalb eigene Defizite offen anerkennen, tiefgreifende strukturelle Reformen vorantreiben und stärker Akteure außerhalb der Regierungen einbeziehen. Rahman nannte Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, insbesondere bei der Regulierung künstlicher Intelligenz.</p>



<h2 id="h-guterres-sieht-globale-machtordnung-im-umbruch" class="wp-block-heading"><span id="guterres-sieht-globale-machtordnung-im-umbruch">Guterres sieht globale Machtordnung im Umbruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Guterres stellte die Frage politischer Macht ins Zentrum seiner Rede. Der Generalsekretär sprach von vier großen Belastungsproben für die internationale Ordnung: Krieg und Frieden, Ungleichheit, Klimawandel und künstliche Intelligenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Bruchlinien in unserer Welt werden breiter. Aus Rissen sind Schluchten geworden“, sagte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus seiner Sicht verändern drei Entwicklungen die globale Machtverteilung gleichzeitig. Neue staatliche Machtzentren gewinnen wirtschaftlich, politisch und technologisch an Gewicht. Zugleich verschiebt sich Einfluss von Regierungen zu großen Unternehmen und einzelnen privaten Akteuren. Mit künstlicher Intelligenz werde schließlich auch Entscheidungsmacht vom Menschen auf Maschinen übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationalen Institutionen spiegelten dagegen weiterhin weitgehend die Machtverhältnisse einer vergangenen Epoche wider.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres warb deshalb für eine stärker vernetzte multipolare Ordnung auf Grundlage internationaler Regeln. Eine Aufspaltung der Welt in konkurrierende Wirtschafts- und Sicherheitsblöcke würde die bestehenden Konflikte weiter verschärfen.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-soll-heutige-machtverhaltnisse-widerspiegeln" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-soll-heutige-machtverhaeltnisse-widerspiegeln">Sicherheitsrat soll heutige Machtverhältnisse widerspiegeln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung nach einer Reform des Sicherheitsrates verbindet damit zwei Debatten: die geografische Repräsentation innerhalb der Vereinten Nationen und die Frage, wie eine zunehmend multipolare Welt institutionell abgebildet werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat besteht aus 15 Mitgliedern. Entscheidungen zu Krieg, Frieden und internationalen Sanktionen werden maßgeblich von den fünf ständigen Mitgliedern geprägt. Afrika verfügt trotz seiner zahlreichen UN-Mitgliedstaaten bislang über keine permanente Vertretung in diesem Kreis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman forderte einen repräsentativeren und transparenteren Sicherheitsrat. Das Gremium müsse handlungsfähig sein, wenn internationaler Frieden und Sicherheit bedroht seien.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152251_MRG_4396_-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30107 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152251_MRG_4396_-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152251_MRG_4396_-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152251_MRG_4396_-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152251_MRG_4396_-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152251_MRG_4396_-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152251_MRG_4396_-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71152251_MRG_4396_.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Guterres verband die institutionelle Reform mit den Kriegen und Krisen in Gaza, Sudan, der Ukraine, Myanmar und weiteren Regionen. Die Durchsetzung des Völkerrechts und der Schutz von Zivilisten dürften nicht selektiv erfolgen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-militarausgaben-steigen-entwicklungshilfe-sinkt" class="wp-block-heading"><span id="militaerausgaben-steigen-entwicklungshilfe-sinkt">Militärausgaben steigen, Entwicklungshilfe sinkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman verwies zugleich auf eine wachsende Schieflage bei den internationalen Ausgaben. <a href="https://fokus-afrika.de/entwicklungshilfe-im-sinkflug-verteidigungsetat-steigt-auf-184-milliarden-euro/" data-type="post" data-id="29371">Die weltweite Entwicklungshilfe sei innerhalb eines Jahres um 23 Prozent auf rund 175 Milliarden Dollar gefallen. </a>Gleichzeitig näherten sich die globalen Militärausgaben der Marke von drei Billionen Dollar und seien inzwischen elf Jahre in Folge gestiegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fortschritte bei den globalen Entwicklungszielen blieben in vielen Bereichen aus. Bei rund einem Drittel der Zielvorgaben der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele sei die Entwicklung ins Stocken geraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman verwies allerdings auch auf messbare Fortschritte. Innerhalb eines Jahrzehnts hätten fast eine Milliarde Menschen Zugang zu sicherem Trinkwasser erhalten. Rund 92 Prozent der Weltbevölkerung verfügten inzwischen über Elektrizität, der Anteil der Menschen mit Internetzugang sei von 40 auf 74 Prozent gestiegen.</p>



<h2 id="h-guterres-fordert-reform-der-internationalen-finanzordnung" class="wp-block-heading"><span id="guterres-fordert-reform-der-internationalen-finanzordnung">Guterres fordert Reform der internationalen Finanzordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres nahm ebenfalls die wirtschaftliche Machtverteilung ins Visier. Trotz eines historisch hohen globalen Wohlstands fehle Milliarden Menschen weiterhin der ausreichende Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser, Bildung und Gesundheitsversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/brics-guterres-fordert-reform-der-weltordnung-schwellenlaender-sollen-mehr-macht-erhalten/" data-type="post" data-id="29929">Der Generalsekretär erneuerte deshalb seine Forderung nach einer Reform der internationalen Finanzarchitektur.</a> Entwicklungsländer benötigten schnellere Schuldenerleichterungen, leistungsfähigere multilaterale Entwicklungsbanken und einen gerechteren Zugang zu den Sonderziehungsrechten des Internationalen Währungsfonds.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungleichheit sei nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern betreffe den Zugang zu Chancen, Ressourcen und politischer Selbstbestimmung.</p>



<h2 id="h-un-warnt-vor-unkontrollierter-kunstlicher-intelligenz" class="wp-block-heading"><span id="un-warnt-vor-unkontrollierter-kuenstlicher-intelligenz">UN warnt vor unkontrollierter künstlicher Intelligenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich warnten beide UN-Spitzenvertreter vor einer unregulierten Entwicklung künstlicher Intelligenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman erklärte, KI sei bereits in grundlegende Infrastrukturen eingebunden, darunter Wasserversorgung, Stromnetze, Gesundheitsdaten, Wirtschaftssysteme und Streitkräfte. Regierungen verfügten dabei weder allein über das notwendige Fachwissen noch über Kapital, Technologie und Innovationskraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir dürfen nicht zulassen, dass uns ein Wettrüsten um die Kontrolle künstlicher Intelligenz über den Abgrund trägt“, sagte Rahman.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres forderte einen multilateralen Rahmen zum Management von KI-Risiken mit unabhängiger Aufsicht. Die Gefahr liege nicht in der Technologie selbst, sondern in „Technologie ohne Rechenschaftspflicht“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders bei militärischen Anwendungen zog der Generalsekretär eine klare Grenze. Entscheidungen über Leben und Tod dürften nicht Maschinen überlassen werden. Autonome tödliche Waffensysteme hätten „keinen Platz in unserer Zukunft“.</p>



<h2 id="h-guterres-geht-in-seine-letzten-100-tage" class="wp-block-heading"><span id="guterres-geht-in-seine-letzten-100-tage">Guterres geht in seine letzten 100 Tage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Guterres war die Rede zugleich eine seiner letzten großen Ansprachen vor der Generalversammlung als UN-Generalsekretär. Rund 100 Tage vor dem Ende seiner Amtszeit stellte er die Reform der Vereinten Nationen in einen Zusammenhang mit der grundlegenden Frage, wie politische, wirtschaftliche und technologische Macht künftig kontrolliert werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Macht braucht Regeln“, sagte Guterres. Die Aufgabe der Vereinten Nationen bestehe darin, einen Ort zu schaffen, „an dem Macht sich Prinzipien unterordnen muss“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-debattiert-ueber-neue-weltordnung/">Die Organisation benötige deshalb keine Schwächung, sondern Institutionen, die den veränderten globalen Machtverhältnissen Rechnung tragen und zugleich an der UN-Charta festhalten.</a></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguterres-letzte-rede-vor-der-weltbuehne-aus-rissen-sind-schluchten-geworden%2F&amp;action_name=Guterres%20letzte%20Rede%20vor%20der%20Weltb%C3%BChne%3A%20%26%238220%3BAus%20Rissen%20sind%20Schluchten%20geworden%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-letzte-rede-vor-der-weltbuehne-aus-rissen-sind-schluchten-geworden/">Guterres letzte Rede vor der Weltbühne: &#8220;Aus Rissen sind Schluchten geworden&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Scene at UN Headquarters during First Day of 81st General Assembly Debate</media:title>
			<media:description type="html">Generalsekretär António Guterres (rechts) begrüßt Khalilur Rahman, Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen, vor der Eröffnung der Generaldebatte der einundachtzigsten Sitzung der Generalversammlung.</media:description>
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		<title>UNESCO-Bericht: Jedes zweite nicht beschulte Grundschulkind lebt in Subsahara-Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/unesco-bericht-jedes-zweite-nicht-beschulte-grundschulkind-lebt-in-subsahara-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 10:12:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>273 Millionen Kinder und Jugendliche gehen weltweit nicht zur Schule. Bei Kindern im Grundschulalter entfällt inzwischen die Hälfte der globalen Fälle auf Subsahara-Afrika – zugleich zeigen Länder wie Marokko, Madagaskar und Togo, dass schnelle Fortschritte möglich sind.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Funesco-bericht-jedes-zweite-nicht-beschulte-grundschulkind-lebt-in-subsahara-afrika%2F&amp;action_name=UNESCO-Bericht%3A%20Jedes%20zweite%20nicht%20beschulte%20Grundschulkind%20lebt%20in%20Subsahara-Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/unesco-bericht-jedes-zweite-nicht-beschulte-grundschulkind-lebt-in-subsahara-afrika/">UNESCO-Bericht: Jedes zweite nicht beschulte Grundschulkind lebt in Subsahara-Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UNESCO-Weltbildungsbericht 2026 zeigt eine wachsende geografische Konzentration des weltweiten Bildungsausschlusses: Auf Subsahara-Afrika entfällt inzwischen die Hälfte der nicht beschulten Kinder im Grundschulalter. Die deutschsprachige Kurzfassung wurde am 22. September in Berlin vorgestellt. Weltweit gingen 2024 rund 273 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nicht zur Schule, neun Millionen mehr als 2015. Besonders groß bleiben die Lücken in Subsahara-Afrika bei weiterführenden Schulen und der frühkindlichen Bildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Bildungsagenda wird damit ihr zentrales Versprechen verfehlen, bis 2030 allen Menschen Zugang zu inklusiver und hochwertiger Bildung zu ermöglichen. Zwar besuchen weltweit deutlich mehr junge Menschen Bildungseinrichtungen als noch zur Jahrtausendwende. Seit 2000 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Primar- und Sekundarbildung um 327 Millionen oder 30 Prozent gestiegen. Seit 2015 ist die Zahl der Menschen im schulpflichtigen Alter, die keine Schule besuchen, jedoch wieder gewachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 273 Millionen Betroffenen im Jahr 2024 waren 79 Millionen im Grundschulalter, 64 Millionen im Alter der unteren Sekundarstufe und 130 Millionen im Alter der oberen Sekundarstufe. In Ländern mit niedrigem Einkommen stieg die Zahl seit 2015 um 29 Prozent. Die UNESCO geht zudem davon aus, dass die tatsächliche globale Zahl wegen unvollständiger Daten aus Konfliktgebieten um mindestens 13 Millionen höher liegen könnte.&nbsp;</p>



<h2 id="h-subsahara-afrikas-anteil-wachst-deutlich" class="wp-block-heading"><span id="subsahara-afrikas-anteil-waechst-deutlich">Subsahara-Afrikas Anteil wächst deutlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders auffällig ist die Entwicklung in Subsahara-Afrika. Im Jahr 2000 entfielen 32 Prozent der weltweit nicht beschulten Kinder im Grundschulalter auf die Region. 2024 waren es 50 Prozent. Bei Jugendlichen im Alter der unteren Sekundarstufe stieg der Anteil im selben Zeitraum von 25 auf 47 Prozent.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Subsahara-Afrika und Zentral- und Südasien vereinen inzwischen zusammen drei Viertel der weltweiten Bevölkerung im schulpflichtigen Alter, die keine Bildungseinrichtung besucht. Bei Jugendlichen im Alter der oberen Sekundarstufe erhöhte sich der gemeinsame Anteil dieser beiden Regionen von 59 Prozent im Jahr 2000 auf 74 Prozent im Jahr 2024.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei den Schulabschlüssen bleibt der Abstand groß. In Subsahara-Afrika schließen derzeit 28 Prozent der jungen Menschen die obere Sekundarstufe ab. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als 1990. In Europa und Nordamerika liegt die entsprechende Quote bei 89 Prozent.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein strukturelles Problem sind verspätete Einschulungen und Klassenwiederholungen. Der Weltbildungsbericht kündigt deshalb eine eigene Afrika-Ausgabe der UNESCO-Reihe „Spotlight“ an. Sie soll untersuchen, wie verspäteter Schuleintritt und Wiederholungen den Bildungsfortschritt auf dem Kontinent bremsen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-fruhkindliche-bildung-bleibt-besonders-schwach" class="wp-block-heading"><span id="fruehkindliche-bildung-bleibt-besonders-schwach">Frühkindliche Bildung bleibt besonders schwach</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterschiede beginnen bereits vor der Grundschule. Weniger als jedes vierte Kind im Vorschulalter in Subsahara-Afrika besucht eine entsprechende Bildungseinrichtung. Gleichzeitig verzeichnet die Region Fortschritte bei Angeboten für jüngere Kinder. Die Beteiligung an frühkindlichen Bildungsprogrammen stieg von sechs Prozent im Jahr 2012 auf 17 Prozent im Jahr 2024.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Global hat sich der Ausbau der frühkindlichen Bildung seit 2015 deutlich verlangsamt. Die UNESCO sieht darin eines der Probleme, die sich später durch die gesamte Bildungslaufbahn ziehen. Weltweit schließt noch immer mehr als jeder dritte junge Mensch die Sekundarschule nicht ab. Beim derzeitigen Entwicklungstempo würde eine Abschlussquote von 95 Prozent in der oberen Sekundarstufe erst im Jahr 2105 erreicht.&nbsp;</p>



<h2 id="h-konflikte-lassen-die-tatsachliche-lucke-noch-grosser-erscheinen" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-lassen-die-tatsaechliche-luecke-noch-groesser-erscheinen">Konflikte lassen die tatsächliche Lücke noch größer erscheinen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kriege und bewaffnete Konflikte erschweren nicht nur den Schulbesuch, sondern auch die Erfassung der Betroffenen. Die UNESCO warnt deshalb davor, die offiziellen Zahlen als vollständiges Bild zu betrachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zeigt sich etwa in Burkina Faso. Dort waren nach Angaben des Bildungsministeriums im Februar 2024 wegen der Sicherheitslage 5.365 Schulen geschlossen. Rund 834.000 Schülerinnen und Schüler waren betroffen. Während das UNESCO-Modell die Zahl der nicht beschulten jungen Menschen auf 3,6 Millionen schätzt, kam die Regierung auf rund vier Millionen.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="559" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa.jpg" alt="" class="wp-image-30096 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa.jpg 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-300x205.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-768x524.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-380x259.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-800x546.jpg 800w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Staatsministerin <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-diplomaten-draengen-berlin-zu-mehr-tempo-in-der-afrika-politik/" data-type="post" data-id="27158">Serap Güler</a> erklärte bei der Vorstellung in Berlin, gerade in Krisen und Konflikten müsse verhindert werden, dass Kindern und Jugendlichen Bildung verwehrt werde und bestehende Ungleichheiten weiter zunähmen. Deutschland setzt in der Entwicklungszusammenarbeit unter anderem auf die Global Partnership for Education und den Fonds Education Cannot Wait. Das Bundesentwicklungsministerium nennt Mädchen und junge Frauen, Kinder mit Behinderungen sowie Kinder in Konflikt- und Krisengebieten als besondere Zielgruppen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-marokko-senkt-schulabwesenheit-bei-jugendlichen-um-85-prozent" class="wp-block-heading"><span id="marokko-senkt-schulabwesenheit-bei-jugendlichen-um-85-prozent">Marokko senkt Schulabwesenheit bei Jugendlichen um 85 Prozent</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht dokumentiert zugleich deutliche Fortschritte in mehreren afrikanischen Staaten. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/" data-type="category" data-id="36">Madagaskar</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/" data-type="category" data-id="80">Togo</a> haben die Quote nicht beschulter Kinder seit 2000 um mindestens 80 Prozent reduziert. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" data-type="category" data-id="26">Marokko</a> erreichte einen vergleichbaren Rückgang bei Jugendlichen im Alter der unteren Sekundarstufe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Entwicklung untersucht die UNESCO in einer eigenen Länderstudie. Zwischen 2000 und 2023 sank dort die Quote der Jugendlichen außerhalb des Bildungssystems in der unteren Sekundarstufe von 42 auf sechs Prozent. Das entspricht einem Rückgang um 85 Prozent. Bei Jugendlichen im Alter der oberen Sekundarstufe ging die Quote von 63 auf 23 Prozent zurück. Insgesamt sank die Zahl der betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen von mehr als zwei Millionen auf rund 570.000.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel baute Marokko seine öffentliche Schulinfrastruktur aus. Die Zahl der staatlichen Schulen der unteren Sekundarstufe stieg zwischen 1999/2000 und 2023/24 von 941 auf 2.024. Die Zahl der Schulen der oberen Sekundarstufe erhöhte sich von 537 auf 1.505.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht verweist außerdem auf gezielte Sozialprogramme. Mit dem Transferprogramm Tayssir erhielten 2025 rund 3,1 Millionen Schülerinnen und Schüler finanzielle Unterstützung. Beim Schultransport stieg die Zahl der geförderten Jugendlichen der oberen Sekundarstufe bis zum Schuljahr 2023/24 auf 111.000. Drei Viertel von ihnen lebten in ländlichen Gebieten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Probleme sind damit nicht verschwunden. In der unteren Sekundarstufe stieg die Wiederholungsquote zeitweise auf 23 Prozent im Jahr 2019. Der Bericht nennt die marokkanische Entwicklung deshalb zugleich als Beispiel dafür, dass ein stark verbesserter Schulzugang nicht automatisch einen erfolgreichen und fristgerechten Abschluss garantiert.&nbsp;</p>



<h2 id="h-auch-deutschland-verfehlt-chancengerechtigkeit" class="wp-block-heading"><span id="auch-deutschland-verfehlt-chancengerechtigkeit">Auch Deutschland verfehlt Chancengerechtigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weltbildungsbericht untersucht auch Deutschland. Rund 62.000 Menschen verließen hier 2024 die Schule ohne Abschluss. Das entsprach fast acht Prozent aller Schülerinnen und Schüler. Der Bildungserfolg hängt weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Maria Böhmer, bezeichnete den Bericht als „Weckruf“ auch für das deutsche Bildungssystem. Bund und Länder setzen unter anderem auf das Startchancen-Programm. Über zehn Jahre sollen dafür 20 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Nach Angaben des Bundesbildungsministeriums erreicht das Programm inzwischen mehr als eine Million Schülerinnen und Schüler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UNESCO-Bericht kommt international zu dem Ergebnis, dass einzelne kurzfristige Reformen selten ausreichen. Staaten mit dauerhaften Fortschritten kombinierten langfristige Investitionen, institutionellen Aufbau und gezielte Unterstützung benachteiligter Gruppen. Weniger als eines von zehn Ländern verfügt nach dem neuen UNESCO-Index über eine ausreichend starke Ausrichtung seiner Bildungspolitik auf Chancengerechtigkeit.</p>
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		<item>
		<title>Kenia, Brasilien, Indien und EU starten neue Allianz für UN-Reformen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kenia-brasilien-indien-und-eu-starten-neue-allianz-fuer-un-reformen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 21:27:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kenia, Brasilien, Indien und die EU starten gemeinsam ein neues internationales Format. P4M soll kein weiterer Staatenblock werden, sondern politische Gräben überbrücken und Koalitionen für UN-Reformen, Handel, Finanzarchitektur, Klima und KI ermöglichen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkenia-brasilien-indien-und-eu-starten-neue-allianz-fuer-un-reformen%2F&amp;action_name=Kenia%2C%20Brasilien%2C%20Indien%20und%20EU%20starten%20neue%20Allianz%20f%C3%BCr%20UN-Reformen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kenia hat gemeinsam mit Brasilien, Indien, der Europäischen Union, Kanada, Australien und Barbados eine neue internationale Partnerschaft gegründet, die Staaten über bestehende politische Blöcke hinweg für eine Reform des multilateralen Systems zusammenbringen soll. Der Gründungsgipfel der „Partners for Multilateralism“ fand am 21. September 2026 am Rande der UN-Generalversammlung in New York statt. Die sieben Initiatoren wollen keine neue internationale Organisation schaffen, sondern wechselnde Koalitionen für UN-Reformen, internationales Recht, Handel, Finanzarchitektur, Klima und künstliche Intelligenz bilden. Kenias Präsident William Ruto gehört gemeinsam mit Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und EU-Ratspräsident António Costa zu den treibenden Akteuren der Initiative.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe nennt sich kurz P4M, Partners for Multilateralism. Zu den ersten Mitinitiatoren gehören neben Kenia, Brasilien und der EU auch Indien, Australien, Barbados und Kanada. Damit bringt das Format Staaten aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der Karibik und dem westlichen Bündnissystem zusammen. Weitere Länder sollen sich anschließen können.&nbsp;</p>



<h2 id="h-kein-neuer-block-sondern-wechselnde-koalitionen" class="wp-block-heading"><span id="kein-neuer-block-sondern-wechselnde-koalitionen">Kein neuer Block, sondern wechselnde Koalitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">P4M soll ausdrücklich weder ein neuer geopolitischer Block noch eine zusätzliche internationale Bürokratie werden. Die Initiatoren beschreiben das Format als offene Plattform für Staaten unterschiedlicher Regionen und politischer Traditionen, die trotz anderer Differenzen bei einzelnen internationalen Fragen zusammenarbeiten wollen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum stehen die Charta der Vereinten Nationen, die souveräne Gleichheit der Staaten, territoriale Integrität, die friedliche Beilegung von Konflikten und das Verbot der Androhung oder Anwendung von Gewalt. Hinzu kommen Menschenrechte, humanitäres Völkerrecht und nachhaltige Entwicklung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto, Lula, Costa und Kanadas Premierminister Mark Carney beschrieben den Ansatz in einem gemeinsamen Beitrag als Reaktion auf eine zunehmend fragmentierte Weltordnung. Multilateralismus sei „kein Idealismus, sondern eine Notwendigkeit“. Staaten könnten in vielen Fragen miteinander konkurrieren und dennoch gemeinsame Kanäle für Kooperation schaffen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-kenia-bringt-afrikanische-stimme-in-die-grundergruppe" class="wp-block-heading"><span id="kenia-bringt-afrikanische-stimme-in-die-gruendergruppe">Kenia bringt afrikanische Stimme in die Gründergruppe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia ist der einzige afrikanische Staat unter den sieben ersten Unterstützern. Präsident Ruto gehört zugleich zu den vier Staats- und Regierungschefs, die die politische Begründung der Initiative gemeinsam veröffentlichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-un-muss-sich-erneuern-oder-in-bedeutungslosigkeit-verfallen/" data-type="post" data-id="20157">Damit erhält ein afrikanischer Staat von Beginn an eine hervorgehobene Rolle in einem Format, das ausdrücklich eine repräsentativere internationale Ordnung fordert. </a>Die Gründungserklärung spricht von einem multilateralen System, das angesichts einer stärker vernetzten, umkämpften und multipolaren Welt erneuert werden müsse. Internationale Institutionen sollten „effektiver, repräsentativer und inklusiver“ werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-stellt-afrikanische-union-offen-infrage/" data-type="post" data-id="26447">Diese Forderung knüpft an eine breitere afrikanische Reformagenda an.</a> Afrikanische Staaten verlangen seit Jahren eine stärkere Vertretung in zentralen multilateralen Institutionen, darunter insbesondere im UN-Sicherheitsrat und in internationalen Finanzorganisationen.</p>



<h2 id="h-reformen-sollen-uber-den-un-sicherheitsrat-hinausgehen" class="wp-block-heading"><span id="reformen-sollen-ueber-den-un-sicherheitsrat-hinausgehen">Reformen sollen über den UN-Sicherheitsrat hinausgehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">P4M beschränkt seine Reformforderungen nicht auf die Vereinten Nationen. <a href="https://fokus-afrika.de/brics-guterres-fordert-reform-der-weltordnung-schwellenlaender-sollen-mehr-macht-erhalten/" data-type="post" data-id="29929">Die Gründungspartner wollen auch die internationale Finanzarchitektur und das multilaterale Handelssystem verändern.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung fordert offene, faire und widerstandsfähige Lieferketten sowie eine stärkere internationale Koordination bei Finanzfragen. Auch Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Klima und globale Gesundheit sollen Teil der Zusammenarbeit werden. Die Partner unterstützen zudem den laufenden UN80-Reformprozess, mit dem die Vereinten Nationen ihre Strukturen und Arbeitsweisen überarbeiten.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/eeb1bd74-809c-4297-af1c-44fd6ecffc4b-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/eeb1bd74-809c-4297-af1c-44fd6ecffc4b-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/eeb1bd74-809c-4297-af1c-44fd6ecffc4b-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/eeb1bd74-809c-4297-af1c-44fd6ecffc4b-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/eeb1bd74-809c-4297-af1c-44fd6ecffc4b-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/eeb1bd74-809c-4297-af1c-44fd6ecffc4b-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/eeb1bd74-809c-4297-af1c-44fd6ecffc4b-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/eeb1bd74-809c-4297-af1c-44fd6ecffc4b-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/eeb1bd74-809c-4297-af1c-44fd6ecffc4b-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/eeb1bd74-809c-4297-af1c-44fd6ecffc4b.jpg 2885w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dabei greifen die Gründer einen Konflikt auf, der inzwischen weit über klassische Sicherheitspolitik hinausgeht. Wirtschaftliche Verflechtungen würden zunehmend als politisches Druckmittel eingesetzt und könnten Handel, Lieferketten, Investitionen und Entwicklungsfinanzierung beeinträchtigen, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative verbindet damit die Reformdebatte über globale Institutionen mit wirtschaftspolitischen Fragen, die besonders für Staaten des Globalen Südens eine zentrale Rolle spielen. Brasilien, Indien und Kenia gehören selbst zu den Staaten, die in unterschiedlichen internationalen Foren auf Veränderungen bei globaler Finanzierung, Handel und politischer Repräsentation drängen.</p>



<h2 id="h-ungleichheit-und-entwicklungsfinanzierung-auf-der-agenda" class="wp-block-heading"><span id="ungleichheit-und-entwicklungsfinanzierung-auf-der-agenda">Ungleichheit und Entwicklungsfinanzierung auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründungspartner beziehen ausdrücklich auch die wachsende Ungleichheit zwischen und innerhalb von Staaten in ihre Agenda ein. Unterstützt werden sollen unter anderem die von Brasilien vorangetriebene Global Alliance Against Hunger and Poverty sowie das International Panel on Inequality.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Pariser Klimaabkommen und die UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 werden in der Erklärung bekräftigt. Bei Klima, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung sprechen die sieben Partner von einer gemeinsamen globalen Krise, die einzelne Staaten nicht allein bewältigen könnten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den weiteren Arbeitsfeldern gehört künstliche Intelligenz. Die rasche technologische Entwicklung soll nach Vorstellung der Gründer stärker über internationale Regeln und Kooperation begleitet werden. P4M will dazu gemeinsame Positionen und praktische Kooperation zwischen seinen Teilnehmern ermöglichen.</p>



<h2 id="h-initiative-entsteht-zwischen-g7-brics-und-globalem-suden" class="wp-block-heading"><span id="initiative-entsteht-zwischen-g7-brics-und-globalem-sueden">Initiative entsteht zwischen G7, BRICS und Globalem Süden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammensetzung der Gründungsgruppe unterscheidet sich von etablierten internationalen Bündnissen. Kanada gehört zur G7 und zur NATO, Brasilien und Indien sind Mitglieder der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brics/" data-type="post_tag" data-id="493">BRICS</a>, Kenia ist ein zentraler afrikanischer Partner westlicher Staaten und zugleich eng in afrikanische und globale Süd-Süd-Formate eingebunden. Barbados hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere mit Forderungen nach einer Reform der internationalen Finanzarchitektur positioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiatoren machen diese Unterschiede ausdrücklich zum Prinzip des neuen Formats. P4M soll Staaten zusammenbringen, die in zahlreichen internationalen Fragen nicht dieselben Positionen vertreten, sich aber auf grundlegende Regeln und einzelne Reformprojekte verständigen können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland gehört nicht zu den sieben Erstunterstützern der Erklärung. Gleichzeitig wirbt die Bundesregierung während derselben UN-Woche für eine Reform der Vereinten Nationen und eine stärkere Repräsentation des Globalen Südens, insbesondere im Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der P4M-Gipfel fand unmittelbar vor dem Beginn der Generaldebatte der 81. UN-Generalversammlung statt. EU-Ratspräsident Costa hatte das Format im Vorfeld als Netzwerk für Dialog, Koalitionsbildung und praktische Zusammenarbeit beschrieben, das die Vereinten Nationen und bestehende multilaterale Strukturen unterstützen und nicht ersetzen soll.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kenia-brasilien-indien-und-eu-starten-neue-allianz-fuer-un-reformen/">Kenia, Brasilien, Indien und EU starten neue Allianz für UN-Reformen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nach Wahl-Niederlagen: Wadephul vertritt Bundeskanzler Merz in New York</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-wahl-niederlagen-wadephul-vertritt-bundeskanzler-merz-in-new-york/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 18:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Niederlage bei der Sicherheitsratswahl kehrt Deutschland mit einer breiten Reform- und Partnerschaftsagenda nach New York zurück. Außenminister Johann Wadephul führt die Delegation, während Bundeskanzler Friedrich Merz erneut nicht an der UN-Generaldebatte teilnimmt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-wahl-niederlagen-wadephul-vertritt-bundeskanzler-merz-in-new-york%2F&amp;action_name=Nach%20Wahl-Niederlagen%3A%20Wadephul%20vertritt%20Bundeskanzler%20Merz%20in%20New%20York&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann Wadephul reist als Leiter der deutschen Delegation zur 81. UN-Generaldebatte nach New York und will dort für Krisendiplomatie, eine Reform der Vereinten Nationen und engere Partnerschaften mit Staaten des Globalen Südens werben. Die Generaldebatte beginnt am 22. September 2026. Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine ursprünglich geplante Teilnahme abgesagt und überlässt Wadephul damit zum zweiten Mal in Folge den deutschen Hauptauftritt. Die Reise erfolgt gut drei Monate nach Deutschlands gescheiterter Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat, während Berlin inzwischen für einen Sitz im Menschenrechtsrat wirbt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul will die zahlreichen Treffen in New York nach eigener Aussage nutzen, um die „beklemmende Sprachlosigkeit zwischen den Konfliktparteien zu überwinden – sowohl in Europa als auch im Mittleren Osten“. Deutschland werde nicht bei einer Bestandsaufnahme der Krisen stehenbleiben, sondern auf konkrete Schritte zur Konfliktlösung drängen.</p>



<h2 id="h-merz-bleibt-in-berlin-wadephul-fuhrt-die-delegation" class="wp-block-heading"><span id="merz-bleibt-in-berlin-wadephul-fuehrt-die-delegation">Merz bleibt in Berlin, Wadephul führt die Delegation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich sollte Merz selbst nach New York reisen. <a href="https://fokus-afrika.de/merz-fehlt-erneut-bei-un-generalversammlung-weltpolitik-trifft-sich-in-new-york/">Die Bundesregierung sagte die Teilnahme des Kanzlers jedoch kurzfristig ab und begründete dies damit, dass seine Anwesenheit in Deutschland in dieser Woche erforderlich sei.</a> Wadephul wird deshalb erneut die deutsche Rede in der Generalversammlung halten, wie bereits 2025. Sie ist für Samstag vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Außenminister reisen Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und Umweltminister Carsten Schneider nach New York. Wadephul wird die Reise am Donnerstag für Gespräche in Kanada unterbrechen und anschließend zur Generalversammlung zurückkehren. Auf seinem Programm stehen unter anderem Treffen der G7-Außenminister, Gespräche mit den G4-Staaten Brasilien, Indien und Japan sowie Beratungen zwischen der Europäischen Union und lateinamerikanischen Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzt die Bundesregierung während der UN-Woche ausdrücklich auch auf Staaten außerhalb ihrer klassischen westlichen Bündnisse. Das Auswärtige Amt nennt eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Lateinamerika, Gespräche mit kleinen Inselstaaten über Klimafolgen sowie die Reform internationaler Institutionen als Schwerpunkte.</p>



<h2 id="h-ukraine-nahost-und-handelsrouten-auf-der-deutschen-agenda" class="wp-block-heading"><span id="ukraine-nahost-und-handelsrouten-auf-der-deutschen-agenda">Ukraine, Nahost und Handelsrouten auf der deutschen Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen großen Teil der Gespräche will Wadephul den Kriegen und Sicherheitskrisen widmen. Zur Ukraine kündigte er weitere Beratungen über internationale Unterstützung sowie über den Schutz kritischer Infrastruktur in Europa an. Zudem will Deutschland den russischen Angriffskrieg erneut im UN-Sicherheitsrat thematisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch maritime Sicherheit gehört zur deutschen Agenda. Das Auswärtige Amt verweist auf die Lage an der Straße von Hormus und am Bab al-Mandab. Störungen dieser Handelsrouten verteuern Energie, Dünger und andere Güter und wirken sich damit besonders auf importabhängige Staaten aus. Wadephul erklärte vor seiner Abreise, die Folgen träfen Deutschland und Europa, „noch dramatischer“ aber viele Länder des Globalen Südens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sudan bleibt ebenfalls Teil der deutschen UN-Politik. Wadephul bezeichnete den Krieg als eine der schwersten menschengemachten humanitären Katastrophen. Deutschland wirbt parallel dafür, internationale Mechanismen zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen im Sudan fortzuführen.</p>



<h2 id="h-deutschland-fordert-un-reform-nach-eigener-wahlniederlage" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-fordert-un-reform-nach-eigener-wahlniederlage">Deutschland fordert UN-Reform nach eigener Wahlniederlage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Termin in New York ist das Treffen Deutschlands mit Brasilien, Indien und Japan. Die vier G4-Staaten verlangen seit Jahren eine Reform des Sicherheitsrats. Berlin argumentiert, dass dessen Zusammensetzung die heutigen geopolitischen Verhältnisse nicht mehr ausreichend widerspiegele und insbesondere Staaten des Globalen Südens stärker vertreten sein müssten. <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" data-type="post" data-id="26282">Auch die Arbeitsweise und das Vetorecht der fünf ständigen Mitglieder gehören zur Reformdebatte.</a> Die Bundesregierung kündigte für New York allerdings keinen neuen konkreten Reformvorschlag an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung erhält in diesem Jahr für Deutschland einen zusätzlichen Hintergrund.<a href="https://fokus-afrika.de/steinmeier-nennt-un-niederlage-bitter-und-warnt-vor-deutschem-rueckzug/" data-type="post" data-id="28497"> Am 3. Juni scheiterte die Bundesregierung mit ihrer Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat für 2027 und 2028.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-nennt-un-niederlage-herbe-enttaeuschung-und-wirbt-fuer-mehr-deutsche-praesenz-in-internationalen-organisationen/" data-type="post" data-id="28058">In der westlichen Regionalgruppe erhielt Portugal 134 Stimmen, Österreich 131 und Deutschland 104 Stimmen. </a>Die beiden verfügbaren Sitze gingen damit an Portugal und Österreich. Es war das erste Mal, dass eine deutsche Bewerbung um einen nichtständigen Sicherheitsratssitz bei einer solchen Wahl erfolglos blieb.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26885 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wadephul bezeichnete das Ergebnis wenige Tage später selbst als „herbe Enttäuschung“. Deutschland hatte seine Bewerbung unter das Motto „Respect. Justice. Peace.“ gestellt und angekündigt, Schwerpunkte auf Konfliktprävention, Krisenlösung sowie Klima und Sicherheit zu legen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Niederlage beendet Deutschlands Bemühungen um institutionellen Einfluss bei den Vereinten Nationen nicht. Berlin hält sowohl an der G4-Reforminitiative als auch an seinem Anspruch fest, dauerhaft stärker im Sicherheitsrat vertreten zu sein. Beim Treffen in New York soll deshalb erneut über die Zusammensetzung des Gremiums und eine stärkere Repräsentation bislang unterrepräsentierter Weltregionen beraten werden.</p>



<h2 id="h-neuer-anlauf-im-menschenrechtsrat" class="wp-block-heading"><span id="neuer-anlauf-im-menschenrechtsrat">Neuer Anlauf im Menschenrechtsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel hat Deutschland eine weitere UN-Kandidatur gestartet. Die Bundesregierung bewirbt sich für einen Sitz im Menschenrechtsrat für die Jahre 2027 bis 2029. <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-in-genf-deutschland-wirbt-um-sitz-im-un-menschenrechtsrat/" data-type="post" data-id="29968">Wadephul stellte die Bewerbung in der vergangenen Woche in Genf vor.</a> Deutschland gehörte dem 47 Mitglieder umfassenden Rat seit dessen Gründung bereits fünfmal als stimmberechtigtes Mitglied an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausgangslage unterscheidet sich deutlich von der Sicherheitsratswahl. <a href="https://fokus-afrika.de/auswaertiges-amt-wirbt-mit-fehlerhaftem-ki-video-fuer-sitz-im-un-menschenrechtsrat/" data-type="post" data-id="29452">Für die beiden 2027 frei werdenden Sitze der Gruppe der westeuropäischen und anderen Staaten sind derzeit Deutschland und Irland die einzigen erklärten Kandidaten.</a> Es handelt sich damit um eine geschlossene Kandidatenliste mit zwei Bewerbern für zwei Plätze. Die Wahl durch die UN-Generalversammlung ist für Oktober vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland verbindet die Kandidatur mit Forderungen nach einer Reform des Menschenrechtsrats. Berlin will unter anderem den Schutz von Menschenrechtsverteidigern stärken, gegen transnationale Repression vorgehen und bestehende Untersuchungsmechanismen zu Ländern wie Russland und Sudan unterstützen. Bei seinem Auftritt in Genf kündigte Wadephul zusätzlich sechs Millionen Euro für das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte an.</p>



<h2 id="h-globaler-suden-ruckt-starker-in-die-deutsche-un-diplomatie" class="wp-block-heading"><span id="globaler-sueden-rueckt-staerker-in-die-deutsche-un-diplomatie">Globaler Süden rückt stärker in die deutsche UN-Diplomatie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In New York verbindet die Bundesregierung ihre Reformagenda ausdrücklich mit einer stärkeren Beteiligung des Globalen Südens. Das betrifft den Sicherheitsrat ebenso wie wirtschaftliche Kooperationen, Klima- und Entwicklungspolitik. Mit Brasilien und Indien sitzen zwei große Staaten des Globalen Südens in der G4-Gruppe, während kleine Inselstaaten bei den Gesprächen über Klimaanpassung und steigende Meeresspiegel eine eigene Rolle spielen. Die Vereinten Nationen haben für den 24. September ein hochrangiges Treffen zu den existenziellen Gefahren des Meeresspiegelanstiegs angesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 81. Generaldebatte läuft vom 22. bis 28. September. Rund 130 Staats- und Regierungschefs werden nach Angaben der Vereinten Nationen persönlich erwartet. Wadephul soll zum Abschluss seiner New-York-Woche am Samstag die deutsche Position vor der Generalversammlung vertreten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Guterres zieht neue Grenze für Blauhelme: Ohne Waffenruhe kein UN-Peacekeeping</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/guterres-zieht-neue-grenze-fuer-blauhelme-ohne-waffenruhe-kein-un-peacekeeping/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2026 21:03:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Keine Blauhelme mehr mitten in Kriegen ohne politische Grundlage: António Guterres fordert eine neue Grenze für UN-Peacekeeping. Für Afrika könnte das die Rolle der Afrikanischen Union bei robusten Friedenseinsätzen deutlich verändern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguterres-zieht-neue-grenze-fuer-blauhelme-ohne-waffenruhe-kein-un-peacekeeping%2F&amp;action_name=Guterres%20zieht%20neue%20Grenze%20f%C3%BCr%20Blauhelme%3A%20Ohne%20Waffenruhe%20kein%20UN-Peacekeeping&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres fordert einen grundlegenden Kurswechsel bei Friedenseinsätzen: Blauhelme sollen künftig nur noch entsandt werden, wenn bereits ein Friedensabkommen oder zumindest eine belastbare Waffenruhe besteht. Er stellte diese Linie am 18. September 2026 bei einer Debatte des UN-Sicherheitsrats in New York vor. Wo aktive Kämpfe gestoppt werden müssen, rückt Guterres stattdessen Friedenserzwingung durch regionale Kräfte oder Koalitionen in den Vordergrund – mit einer besonderen Rolle für die Afrikanische Union. Die Neuordnung trifft einen Kontinent, auf dem derzeit fünf der elf laufenden UN-Friedensmissionen eingesetzt sind.&nbsp;</p>



<h2 id="h-frieden-schaffen-bevor-blauhelme-kommen" class="wp-block-heading"><span id="frieden-schaffen-bevor-blauhelme-kommen">Frieden schaffen, bevor Blauhelme kommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir können keinen Frieden erhalten, wo es keinen Frieden zu erhalten gibt“, sagte Guterres vor dem Sicherheitsrat. Friedensmissionen seien politische Instrumente und könnten politische Lösungen unterstützen, aber nicht ersetzen. Die UN müssten deshalb wieder stärker auf Vermittlung, Prävention und Waffenstillstände setzen, bevor militärische Friedensmissionen beginnen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/blauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt/">Damit reagiert Guterres auf eine Entwicklung, die das klassische Peacekeeping zunehmend unter Druck gesetzt hat.</a> Viele Missionen operieren inzwischen nicht nach einem umfassenden Friedensschluss, sondern mitten in Konflikten, in denen Kriegsparteien wenig Bereitschaft zu einer politischen Lösung zeigen. Gleichzeitig verändern Drohnen, autonome Waffensysteme und KI-gestützte Desinformation die Einsatzbedingungen, während Budgets und Personal reduziert wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat selbst beschreibt die anstehende Reform inzwischen als Abkehr von einem Modell, bei dem Blauhelme auf unbestimmte Zeit Konflikte eindämmen sollen, die politisch ungelöst bleiben. Guterres will Friedensmissionen wieder stärker auf die Sicherung bereits erzielter politischer Vereinbarungen konzentrieren.&nbsp;</p>



<h2 id="h-afrikanische-union-soll-aufgaben-ubernehmen-die-blauhelme-nicht-leisten-konnen" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-union-soll-aufgaben-uebernehmen-die-blauhelme-nicht-leisten-koennen">Afrikanische Union soll Aufgaben übernehmen, die Blauhelme nicht leisten können</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit/" data-type="post" data-id="27387">Für Afrika enthält der Vorschlag eine klare Arbeitsteilung.</a> Klassische UN-Missionen sollen dort eingesetzt werden, wo ein politischer Prozess bereits eine Grundlage geschaffen hat. Wo dagegen Friedenserzwingung notwendig ist, können nach Guterres’ Vorstellung regionale Kräfte oder Koalitionen übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union steht dabei ausdrücklich im Zentrum. Guterres verwies auf die Sicherheitsratsresolution 2719 aus dem Jahr 2023, die erstmals einen Rahmen dafür geschaffen hat, AU-geführte Friedensoperationen mit regulären UN-Pflichtbeiträgen zu finanzieren. Der Sicherheitsrat kann solche Missionen fallweise genehmigen. Die UN-Finanzierung darf dabei bis zu 75 Prozent des jeweiligen Jahresbudgets erreichen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres fordert nun, diesen Mechanismus tatsächlich einzusetzen. Friedenserzwingung könne erforderlich sein, wenn die Voraussetzungen für klassisches Peacekeeping fehlten. Gewalt müsse dabei einer politischen Strategie dienen, dem Völkerrecht entsprechen und unter der Autorität des Sicherheitsrats stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz entspricht einer Position, die Guterres bereits im Verhältnis zur Afrikanischen Union vertreten hat. Für Konflikte mit Terrorismus und gewaltsamen extremistischen Gruppen hatte er schon zuvor argumentiert, dass klassische Blauhelmmissionen dafür nicht geschaffen seien und AU-geführte Friedenserzwingungsoperationen mit einem Mandat des Sicherheitsrats geeigneter sein könnten.&nbsp;</p>



<h2 id="h-somalia-zeigt-wie-schwierig-das-neue-modell-bleibt" class="wp-block-heading"><span id="somalia-zeigt-wie-schwierig-das-neue-modell-bleibt">Somalia zeigt, wie schwierig das neue Modell bleibt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen dem politischen Beschluss und seiner Umsetzung bestehen allerdings weiterhin erhebliche Hürden. Besonders deutlich wurde das in Somalia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres bezeichnete Resolution 2719 beim Gipfel der Afrikanischen Union Anfang 2026 erneut als zentralen Fortschritt. Gleichzeitig kritisierte er, dass im Sicherheitsrat kein Konsens zustande gekommen war, die AU Support and Stabilization Mission in Somalia über den neuen Mechanismus vollständig in die vorgesehene Finanzierungssystematik zu überführen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bleibt genau jene Frage offen, auf die Guterres nun stärker setzt: ob die UN bereit sind, afrikanischen Organisationen nicht nur politische Verantwortung für robustere Einsätze zu übertragen, sondern dafür auch dauerhaft berechenbare Mittel bereitzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Resolution 2719 war Ende 2023 einstimmig verabschiedet worden. Sie erlaubt ausdrücklich auch AU-geführte Operationen zur Friedenserzwingung, verlangt aber eine Entscheidung des Sicherheitsrats für jeden einzelnen Fall sowie politische Strategien, Menschenrechtsschutz und klare Ausstiegspläne.&nbsp;</p>



<h2 id="h-funf-laufende-un-missionen-liegen-in-afrika" class="wp-block-heading"><span id="fuenf-laufende-un-missionen-liegen-in-afrika">Fünf laufende UN-Missionen liegen in Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reform berührt mehrere bestehende Einsätze unmittelbar. In Afrika unterhalten die Vereinten Nationen derzeit die Mission MINURSO in der Westsahara, MINUSCA in der Zentralafrikanischen Republik, MONUSCO in der Demokratischen Republik Kongo, UNISFA in Abyei sowie UNMISS im Südsudan. Insgesamt führt die UN derzeit elf Peacekeeping-Operationen weltweit.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Soldiers_of_the_Armed_Forces_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_Reloading_their_Guns_During_Training_with_UN_MONUSCO_Peacekeepers_in_North_Kivu-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24066 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Soldiers_of_the_Armed_Forces_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_Reloading_their_Guns_During_Training_with_UN_MONUSCO_Peacekeepers_in_North_Kivu-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Soldiers_of_the_Armed_Forces_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_Reloading_their_Guns_During_Training_with_UN_MONUSCO_Peacekeepers_in_North_Kivu-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Soldiers_of_the_Armed_Forces_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_Reloading_their_Guns_During_Training_with_UN_MONUSCO_Peacekeepers_in_North_Kivu-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Soldiers_of_the_Armed_Forces_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_Reloading_their_Guns_During_Training_with_UN_MONUSCO_Peacekeepers_in_North_Kivu-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Soldiers_of_the_Armed_Forces_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_Reloading_their_Guns_During_Training_with_UN_MONUSCO_Peacekeepers_in_North_Kivu-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Soldiers_of_the_Armed_Forces_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_Reloading_their_Guns_During_Training_with_UN_MONUSCO_Peacekeepers_in_North_Kivu-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Soldiers_of_the_Armed_Forces_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_Reloading_their_Guns_During_Training_with_UN_MONUSCO_Peacekeepers_in_North_Kivu.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-zieht-truppen-aus-der-un-mission-monusco-in-der-dr-kongo-ab/" data-type="post" data-id="24415">Gerade die Demokratische Republik Kongo zeigt die Spannung zwischen dem klassischen Modell und der neuen Linie.</a> Dort sind UN-Blauhelme weiterhin mit dem Schutz von Zivilisten beauftragt, während bewaffnete Auseinandersetzungen andauern. <a href="https://fokus-afrika.de/korruption-und-gewalt-durch-wagner-truppen-belasten-den-handel-zwischen-kamerun-und-zar/" data-type="post" data-id="12784">Auch die Zentralafrikanische Republik gehört zu den Staaten, in denen Friedenssoldaten gleichzeitig Sicherheitsaufgaben übernehmen und staatliche Stabilisierung unterstützen. </a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres will künftig bereits bei der Einrichtung einer Mission stärker festlegen, was sie konkret erreichen soll und unter welchen Bedingungen sie wieder beendet wird. Mandate sollen sich auf Politik, Sicherheit und gegebenenfalls den Schutz von Zivilisten konzentrieren. Veränderungen der Lage sollen schneller zu Anpassungen, Umstrukturierungen oder einem Abzug führen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-streitet-uber-geld-und-aufgaben" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-streitet-ueber-geld-und-aufgaben">Sicherheitsrat streitet über Geld und Aufgaben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte zugleich, dass sich die Mitglieder des Sicherheitsrats über die Richtung der Reform nicht vollständig einig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA erklärten, das Vertrauen darin verloren zu haben, dass Peacekeeping in seiner gegenwärtigen Form Ergebnisse liefere, die Kosten und Umfang der Missionen rechtfertigten. Washington verlangte realistische Ziele, stärkere Erfolgskontrolle und eine Konzentration auf Sicherheitsaufgaben, die eine politische Strategie unterstützen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pakistan warnte dagegen davor, Sparzwänge zum Ausgangspunkt der Reform zu machen. Engere Mandate dürften „besseres Peacekeeping, nicht weniger Peacekeeping“ bedeuten. Missionen sollten nicht auf ein vorgegebenes Budget zusammengestrichen werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" data-type="category" data-id="280">Demokratische Republik Kongo</a> wandte sich dagegen, kleinere Budgets automatisch mit schwächeren Missionen gleichzusetzen. Übergänge müssten geordnet und bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage notfalls umkehrbar sein. Zugleich müsse die Zustimmung des Gaststaates während des gesamten Einsatzes eine zentrale Rolle spielen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verbindet die geplante Neuordnung deshalb mit einer zweiten Forderung: Missionen sollen mit den politischen Zielen der Gastländer enger abgestimmt werden, zugleich aber über Personal, Ausrüstung und moderne Technik verfügen, die ihrem Mandat entsprechen. Für Afrika würde sich damit die Grenze zwischen UN-Blauhelmen und AU-geführten robusteren Friedensoperationen deutlicher verschieben.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Merz fehlt erneut bei UN-Generalversammlung – Weltpolitik trifft sich in New York</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/merz-fehlt-erneut-bei-un-generalversammlung-weltpolitik-trifft-sich-in-new-york/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 14:58:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Weltspitze kommt nach New York, der deutsche Bundeskanzler nicht: Friedrich Merz fehlt zum zweiten Mal in Folge bei der UN-Generalversammlung. Zugleich wird Guterres’ letzte Hochrangige Woche zur Bühne für die Reformdebatte über Sicherheitsrat, Weltfinanzsystem und Afrikas Rolle.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmerz-fehlt-erneut-bei-un-generalversammlung-weltpolitik-trifft-sich-in-new-york%2F&amp;action_name=Merz%20fehlt%20erneut%20bei%20UN-Generalversammlung%20%E2%80%93%20Weltpolitik%20trifft%20sich%20in%20New%20York&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz wird auch 2026 nicht an der UN-Generalversammlung in New York teilnehmen und hat seine ursprünglich geplante Reise abgesagt. Die Generaldebatte der 81. UN-Generalversammlung beginnt am 22. September. Damit bleibt Deutschland zum zweiten Mal in Folge ohne den Bundeskanzler bei der jährlichen Hochrangigen Woche der Vereinten Nationen. Außenminister Johann Wadephul, Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und Umweltminister Carsten Schneider übernehmen zentrale Termine einer UN-Woche, die von den Kriegen im Nahen Osten, der Ukraine und im Sudan, Klimapolitik, Entwicklungsfinanzierung und der Reform der internationalen Ordnung geprägt wird.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz hatte ursprünglich selbst nach New York reisen und vor der UN-Generalversammlung sprechen sollen. Regierungskreise begründeten die Absage damit, dass seine Anwesenheit in Berlin erforderlich sei. Weitere offizielle Gründe wurden zunächst nicht genannt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits 2025 hatte Merz auf eine Teilnahme an der Generalversammlung verzichtet. Damals vertrat Außenminister Wadephul Deutschland in der Generaldebatte. Die Bundesregierung verwies seinerzeit ausdrücklich darauf, dass Deutschland durch den Außenminister in New York vertreten werde.&nbsp;</p>



<h2 id="h-fast-die-gesamte-weltpolitik-trifft-sich-in-new-york" class="wp-block-heading"><span id="fast-die-gesamte-weltpolitik-trifft-sich-in-new-york">Fast die gesamte Weltpolitik trifft sich in New York</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 81. Sitzungsperiode der Generalversammlung steht unter dem Motto „Vertrauen wiederherstellen, Wandel gestalten: Vereinte Nationen, die für alle Ergebnisse liefern“. Präsident der Generalversammlung ist der bangladeschische Diplomat Khalilur Rahman.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generaldebatte läuft vom 22. bis 26. September und wird am 28. September fortgesetzt. Vertreter aller 193 Mitgliedstaaten können dort ihre außenpolitischen Prioritäten präsentieren. Parallel finden zahlreiche bilaterale Treffen, Gipfel und Sonderveranstaltungen statt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 18. September steht der sogenannte SDG Moment zu den globalen Nachhaltigkeitszielen auf dem Programm. Am 23. September folgen hochrangige Treffen zur Klimapolitik und zum 40. Jahrestag der UN-Erklärung über das Recht auf Entwicklung. Einen Tag später beraten die Staaten über den Anstieg des Meeresspiegels. Pandemieprävention steht am 25. September auf der Tagesordnung, der 25. Jahrestag der Durban-Erklärung gegen Rassismus am 28. September und nukleare Abrüstung am 29. September.&nbsp;</p>



<h2 id="h-guterres-geht-in-seine-letzte-hochrangige-woche" class="wp-block-heading"><span id="guterres-geht-in-seine-letzte-hochrangige-woche">Guterres geht in seine letzte Hochrangige Woche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für UN-Generalsekretär António Guterres ist es die letzte Hochrangige Woche seiner zehnjährigen Amtszeit. Sein zweites Mandat endet am 31. Dezember 2026, der Auswahlprozess für seine Nachfolge läuft bereits.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Beginn der Treffen beschrieb Guterres die internationale Lage als eine Phase tiefgreifender Unsicherheit und sich verschiebender Machtverhältnisse. Seine Botschaft an die Staats- und Regierungschefs fasste er mit der Aufforderung zusammen, ihre Verpflichtungen einzuhalten, die UN-Charta zu respektieren, das Völkerrecht zu verteidigen und sich stärker für Frieden einzusetzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guterres-und-baerbock-erhoehen-druck-auf-un-reform/">Besonders eindringlich äußerte sich der Generalsekretär zur institutionellen Handlungsfähigkeit der Vereinten Nationen.</a> Geopolitische Rivalitäten und Verstöße gegen internationales Recht durch einflussreiche Staaten hätten den Sicherheitsrat gelähmt. Eine Reform des Gremiums bezeichnete er deshalb als vorrangig. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130846-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24374 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130846-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130846-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130846-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130846-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130846-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130846-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130846.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Guterres verbindet die Reformfrage mit den veränderten globalen Machtverhältnissen. Der wirtschaftliche Anteil der Schwellenländer wachse, während die Strukturen vieler internationaler Institutionen weiterhin die Kräfteverhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg widerspiegelten. Er nannte neben dem Sicherheitsrat ausdrücklich auch das Bretton-Woods-System aus Weltbank und Internationalem Währungsfonds.&nbsp;</p>
</div></div>



<h2 id="h-afrika-drangt-auf-mehr-gewicht-in-der-weltordnung" class="wp-block-heading"><span id="afrika-draengt-auf-mehr-gewicht-in-der-weltordnung">Afrika drängt auf mehr Gewicht in der Weltordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung nach einer Neuordnung betrifft Afrika unmittelbar. Der Kontinent verfügt bis heute über keinen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die Afrikanische Union fordert mindestens zwei permanente Sitze sowie eine stärkere nichtständige Vertretung. Im laufenden UN-Reformprozess wird die Beseitigung dieser Unterrepräsentation inzwischen ausdrücklich als eine der zentralen Fragen behandelt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/antonio-guterres-beim-au-gipfel-afrika-ist-voller-hoffnung-und-moeglichkeiten/" data-type="post" data-id="14083">Guterres hatte bereits beim Gipfel der Afrikanischen Union im Februar erklärt, dass das Fehlen permanenter afrikanischer Sitze nicht mehr zu rechtfertigen sei.</a> Auch bei der bevorstehenden Generalversammlung dürfte die Reform globaler Institutionen deshalb erneut zu den Themen gehören, bei denen afrikanische Staaten geschlossen größeren Einfluss verlangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen unmittelbare Krisen auf dem Kontinent. In seiner Pressekonferenz vor der Generalversammlung bezeichnete Guterres die humanitäre Lage im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" data-type="category" data-id="27">Sudan</a> als verheerend. Der Krieg werde nicht allein von den sudanesischen Konfliktparteien geführt, sondern nach Erkenntnissen des UN-Expertengremiums auch durch Unterstützung und Waffenlieferungen aus dem Ausland angeheizt. Für solche Eingriffe müsse es Verantwortlichkeit geben, erklärte der UN-Generalsekretär. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Verschuldung und Entwicklungsfinanzierung rückte er in den Vordergrund. Viele Entwicklungsländer seien durch ihre Schuldenlast stark eingeschränkt und zugleich besonders von steigenden Energie- und Lebensmittelkosten infolge der Konflikte im Nahen Osten und des Krieges gegen die Ukraine betroffen. Guterres forderte Veränderungen bei den internationalen Finanzinstitutionen, damit diese stärker auf die Bedürfnisse solcher Staaten reagieren können.&nbsp;</p>



<h2 id="h-deutschland-setzt-schwerpunkte-bei-hunger-finanzierung-und-un-reform" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-setzt-schwerpunkte-bei-hunger-finanzierung-und-un-reform">Deutschland setzt Schwerpunkte bei Hunger, Finanzierung und UN-Reform</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland wird während der Woche mit mehreren Bundesministern präsent sein. Entwicklungsministerin Alabali Radovan soll gemeinsam mit <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-im-tv-interview-in-kenia-die-un-muss-reformiert-werden/">Außenminister Wadephul</a> und Umweltminister Schneider an der Eröffnung der Generaldebatte teilnehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Entwicklungsministerium nutzt die Woche für mehrere eigene Initiativen. Alabali Radovan lädt zu einem Treffen über Ernährungssicherheit ein, bei dem unter anderem die Folgen der Krise an der Straße von Hormus und von El Niño behandelt werden sollen. <a href="https://fokus-afrika.de/un-deutschland-und-afrika-im-fokus-der-generalversammlung/">Eine weitere Veranstaltung beschäftigt sich mit der UN80-Reform und der Frage, wie das UN-Entwicklungssystem leistungsfähiger werden kann. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. September steht die Umsetzung der Ergebnisse der internationalen Entwicklungsfinanzierungskonferenz von Sevilla auf dem deutschen Programm. Daneben nimmt die Ministerin am Globalen Bildungsgipfel und an einer Veranstaltung des Internationalen Rates zu Ungleichheit teil.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Tag später vertritt sie Deutschland bei der Globalen Allianz zur Umsetzung der Zweistaatenlösung sowie bei einem Treffen der am wenigsten entwickelten Länder. Staatssekretär Niels Annen reist ebenfalls nach New York und nimmt unter anderem an Veranstaltungen der Global Alliance Against Hunger and Poverty und der parallel stattfindenden Klimawoche teil.&nbsp;</p>



<h2 id="h-ruto-costa-und-carney-starten-neue-multilateralismus-initiative" class="wp-block-heading"><span id="ruto-costa-und-carney-starten-neue-multilateralismus-initiative">Ruto, Costa und Carney starten neue Multilateralismus-Initiative</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf europäischer Ebene wird die Reform der internationalen Zusammenarbeit zu einem Schwerpunkt. EU-Ratspräsident António Costa reist vom 20. bis 24. September nach New York und spricht am 24. September im Namen der Europäischen Union vor der Generalversammlung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 21. September richtet Costa gemeinsam mit Kenias Präsident William Ruto und dem kanadischen Premierminister Mark Carney den Gipfel „Partners for Multilateralism, International Law, Peace and Prosperity“ aus. Die Initiative soll Staaten aus verschiedenen Weltregionen zusammenbringen, die an der Stärkung und Reform multilateraler Institutionen arbeiten wollen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Costa nimmt außerdem am traditionellen Spitzentreffen zwischen EU und Vereinten Nationen sowie am trilateralen Treffen von Europäischer Union, Vereinten Nationen und Afrikanischer Union teil. Die europäische Delegation verbindet ihre New-York-Reise damit ausdrücklich mit dem Ziel, die internationale Ordnung auf Basis der UN-Charta und des Völkerrechts zu stärken.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung findet zugleich in einer Übergangsphase an der Spitze der Vereinten Nationen statt. Während Guterres seine letzte Hochrangige Woche als Generalsekretär bestreitet, entscheidet sich in den kommenden Monaten, wer ab Januar 2027 die Organisation führen wird. </p>
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		<title>Hitzige Debatte im EU-Parlament nach Migrationskrise: Gehört Ceuta zu Europa?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/hitzige-debatte-im-eu-parlament-nach-migrationskrise-gehoert-ceuta-zu-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2026 06:58:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Ceuta ist nicht Spanien. Ceuta ist nicht Europa“: Die Linksabgeordnete Ilaria Salis widerspricht im Europaparlament der EU-Kommission frontal. In der Debatte über die Grenzkrise geht es damit plötzlich auch um den territorialen Status der spanischen Stadt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fhitzige-debatte-im-eu-parlament-nach-migrationskrise-gehoert-ceuta-zu-europa%2F&amp;action_name=Hitzige%20Debatte%20im%20EU-Parlament%20nach%20Migrationskrise%3A%20Geh%C3%B6rt%20Ceuta%20zu%20Europa%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/hitzige-debatte-im-eu-parlament-nach-migrationskrise-gehoert-ceuta-zu-europa/">Hitzige Debatte im EU-Parlament nach Migrationskrise: Gehört Ceuta zu Europa?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Kommission hat Spanien nach der Ceuta-Krise umfassende Unterstützung beim Schutz der EU-Außengrenze zugesagt, während im Europaparlament ein scharfer Streit über Souveränität, Rückführungen und den Umgang mit den massenhaften Grenzübertritten ausgebrochen ist. In der Plenardebatte am 15. September 2026 erklärte EU-Innenkommissar Magnus Brunner, Ceutas Grenzen seien europäische Grenzen. Die italienische Linksabgeordnete Ilaria Salis widersprach dieser Sicht grundsätzlich und bezeichnete Ceuta als Relikt des europäischen Kolonialismus. Sozialdemokraten und Linke warnten zugleich vor rechtswidrigen Rückführungen und einer Rhetorik der „Invasion“, während konservative und rechte Abgeordnete eine härtere Grenzpolitik verlangten.</p>



<h2 id="h-brunner-ceutas-grenzen-sind-europaische-grenzen" class="wp-block-heading"><span id="brunner-ceutas-grenzen-sind-europaeische-grenzen">Brunner: Ceutas Grenzen sind europäische Grenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">EU-Innenkommissar Brunner stellte sich in der Debatte deutlich hinter Spanien. „Die Grenzen Ceutas und natürlich die Grenzen jedes Mitgliedstaates sind europäische Grenzen“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-geht-im-ceuta-streit-in-die-offensive-spaniens-geheimdienst-entlastet-rabat-teilweise/">Die Europäische Kommission sei bereit, alles Mögliche zu tun, um die Mitgliedstaaten beim Schutz dieser Grenzen zu unterstützen. </a>Aus der Krise müssten Konsequenzen gezogen, Lücken geschlossen und die Kontrolle der Außengrenzen verbessert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Brunner verband dies mit der weiteren Umsetzung des europäischen Asyl- und Migrationspakts sowie einer engeren Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten. Zugleich stellte er den Schutz des Schengen-Raums in den Zusammenhang mit einer wirksameren Sicherung der Außengrenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der irische Staatsminister Thomas Byrne betonte die europäische Solidarität mit Spanien. Die EU müsse Schleusernetzwerke konsequent bekämpfen, Rückführungen verstärken, die Außengrenzen sichern und die Zusammenarbeit mit Drittstaaten ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/zehn-tote-vor-ceuta-spanien-und-marokko-vereinbaren-rueckfuehrungen/">Zusätzlich müsse Europa seine Fähigkeit verbessern, sich frühzeitig ein Lagebild über bevorstehende Entwicklungen an den Grenzen zu verschaffen.</a></p>



<h2 id="h-salis-stellt-spanischen-und-europaischen-status-ceutas-infrage" class="wp-block-heading"><span id="salis-stellt-spanischen-und-europaeischen-status-ceutas-infrage">Salis stellt spanischen und europäischen Status Ceutas infrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der deutlichsten Gegenpositionen kam von Ilaria Salis aus der Fraktion Die Linke. Ihre knapp dreiminütige Wortmeldung folgte in der Plenardebatte unmittelbar auf die niederländische Grünen-Abgeordnete Tineke Strik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ceuta ist nicht Spanien. Ceuta ist nicht Europa“, sagte Salis. Geografisch liege die Stadt in Afrika. Sie bezeichnete Ceuta zudem als „Relikt des europäischen Kolonialismus“.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit widersprach die italienische Abgeordnete unmittelbar der Position der Europäischen Kommission und mehrerer anderer Fraktionen. Rechtlich ist Ceuta eine autonome spanische Stadt und damit Teil des Staatsgebiets Spaniens sowie der Europäischen Union. Für den Schengen-Raum gelten allerdings besondere Grenzregelungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Salis griff zugleich die politische Reaktion auf die Massenübertritte an. Die Rechte habe die Ereignisse nach ihrer Darstellung unmittelbar in „rassistische und nationalistische Propaganda“ verwandelt. Die politische Auseinandersetzung um Ceuta sei damit nicht nur zu einer Debatte über Migration und Grenzsicherung geworden, sondern auch über den historischen und territorialen Status der Stadt.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/20260915_EP-209984D_CCR_0073-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-29982 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/20260915_EP-209984D_CCR_0073-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/20260915_EP-209984D_CCR_0073-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/20260915_EP-209984D_CCR_0073-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/20260915_EP-209984D_CCR_0073-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/20260915_EP-209984D_CCR_0073-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/20260915_EP-209984D_CCR_0073-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/20260915_EP-209984D_CCR_0073-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/20260915_EP-209984D_CCR_0073-1160x773.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Position liegt zugleich nahe an der marokkanischen Sicht auf Ceuta und Melilla. Rabat beansprucht beide Städte und betrachtet die spanische Präsenz als koloniales Erbe. Spanien weist diesen Anspruch zurück und betrachtet Ceuta als integralen Bestandteil seines Staatsgebiets.</p>
</div></div>



<h2 id="h-konservative-erklaren-ceuta-zur-europaischen-frage" class="wp-block-heading"><span id="konservative-erklaeren-ceuta-zur-europaeischen-frage">Konservative erklären Ceuta zur europäischen Frage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jeroen Lenaers von der Europäischen Volkspartei stellte dem die territoriale Zugehörigkeit der Stadt entgegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ceuta ist Spanien. Ceuta ist Europa. Und wir stehen an eurer Seite“, sagte der niederländische Abgeordnete. <a href="https://fokus-afrika.de/neue-migrationswelle-ceuta-ist-in-gefahr-stadtpraesident-erhoeht-druck-auf-madrid/">Die Souveränität und territoriale Integrität der Mitgliedstaaten sowie deren Grenzen seien nicht verhandelbar.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Abgeordnete rechts der EVP forderten eine deutlich härtere Reaktion. Der spanische Abgeordnete Jorge Buxadé von den Patrioten für Europa sprach von einem Angriff auf die territoriale Integrität Ceutas und verlangte europäische Solidarität mit Spanien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die spanische EKR-Abgeordnete Nora Junco García gehörte ebenfalls zu den Stimmen ihrer Fraktion in der ausführlichen Plenardebatte. Diego Solier von der EKR forderte Identitäts- und Sicherheitskontrollen für Menschen, die irregulär nach Ceuta gelangt seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Personen mit Schutzanspruch müssten diesen Schutz erhalten. Wer kein Aufenthaltsrecht habe, solle dagegen „mit den rechtlichen Garantien und ohne unnötige Verzögerungen“ zurückgeführt werden.</p>



<h2 id="h-sozialdemokraten-warnen-vor-rechtswidrigen-ruckfuhrungen" class="wp-block-heading"><span id="sozialdemokraten-warnen-vor-rechtswidrigen-rueckfuehrungen">Sozialdemokraten warnen vor rechtswidrigen Rückführungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit entzündete sich besonders an der Frage, wie Europa mit den nach Ceuta gelangten Menschen umgehen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion, Iratxe García Pérez, widersprach Forderungen nach pauschalen Abschiebungen. Rückführungen, die den Schutz von Minderjährigen, das spanische Ausländerrecht oder europäische Rechtsvorschriften missachteten, verstießen gegen rechtsstaatliche Grundsätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Scharf wandte sie sich auch gegen die Verwendung des Begriffs „Invasion“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Von Invasionen zu sprechen, schürt schlicht Fremdenfeindlichkeit. Das ist Desinformation“, sagte García Pérez. Solche Narrative verschärften Krisen und ermöglichten es anderen politischen Akteuren, daraus Nutzen zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verlief die Konfliktlinie im Parlament nicht mehr allein entlang der Frage, ob Spanien europäische Unterstützung erhalten soll. Umstritten waren auch die rechtliche Behandlung der Migranten, die politische Bezeichnung der Ereignisse und, durch Salis&#8217; Wortmeldung, sogar der territoriale Status Ceutas.</p>



<h2 id="h-linke-verlangen-uberstellung-von-minderjahrigen" class="wp-block-heading"><span id="linke-verlangen-ueberstellung-von-minderjaehrigen">Linke verlangen Überstellung von Minderjährigen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Estrella Galán von der Linksfraktion kritisierte die europäische Praxis, Grenzkontrolle teilweise an Drittstaaten auszulagern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Europa seine Grenzen externalisiere, mache es sich abhängig und verwundbar, argumentierte die spanische Abgeordnete. Staaten außerhalb der EU erhielten dadurch die Möglichkeit, Migranten als politisches Druckmittel einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Galán wandte sich ebenfalls gegen schnelle Rückführungen, wenn diese gegen geltendes Recht verstießen. Sie forderte stattdessen legale und sichere Zugangswege sowie stärkere europäische Unterstützung für Ceuta.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere Minderjährige und andere besonders schutzbedürftige Menschen sollten nach ihrer Forderung auf das spanische Festland gebracht werden. Ceuta könne die Belastung nicht allein tragen.</p>



<h2 id="h-desinformation-ruckt-in-den-fokus-der-debatte" class="wp-block-heading"><span id="desinformation-rueckt-in-den-fokus-der-debatte">Desinformation rückt in den Fokus der Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Grenzschutz und Rückführungen beschäftigte die Abgeordneten die Rolle digitaler Kommunikation bei der Eskalation der Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Veronika Cifrová Ostrihoňová von Renew Europe warnte davor, Migration als politische Waffe zu benutzen. Schlagworte ersetzten keine funktionierende Migrationspolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die slowakische Abgeordnete forderte insbesondere bessere Frühwarnsysteme. In Ceuta habe ein „Funke im Internet“ einen verheerenden Flächenbrand ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verwies auf den Digital Services Act der Europäischen Union. Die bereits bestehenden Instrumente zur Bekämpfung problematischer Online-Inhalte müssten früher und wirksamer eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rolle von Desinformation verbindet damit unterschiedliche Teile der Debatte: die frühzeitige Erkennung größerer Migrationsbewegungen, die Mobilisierung über soziale Netzwerke und die politische Auseinandersetzung über die Ereignisse nach den Grenzübertritten.</p>



<h2 id="h-eu-setzt-auf-ruckfuhrungen-und-zusammenarbeit-mit-drittstaaten" class="wp-block-heading"><span id="eu-setzt-auf-rueckfuehrungen-und-zusammenarbeit-mit-drittstaaten">EU setzt auf Rückführungen und Zusammenarbeit mit Drittstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den Stellungnahmen von Kommission und Mitgliedstaaten zeichnet sich ein sicherheitspolitischer Schwerpunkt ab. Der Kampf gegen Schleuser, wirksamere Rückführungen, stärkere Außengrenzen und Kooperation mit Herkunfts- und Transitstaaten sollen fortgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit im Parlament reicht inzwischen jedoch über die konkrete Migrationspolitik hinaus. Während Kommission, EVP und rechte Fraktionen Ceuta ausdrücklich als spanisches und europäisches Gebiet verteidigen, stellte Salis diese Grundlage selbst infrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Europäische Parlament soll am 17. September über eine Resolution zu den Ereignissen in Ceuta und einer koordinierten europäischen Reaktion abstimmen. </p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/hitzige-debatte-im-eu-parlament-nach-migrationskrise-gehoert-ceuta-zu-europa/">Hitzige Debatte im EU-Parlament nach Migrationskrise: Gehört Ceuta zu Europa?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">EP-209984D_Plenary_15_Ceuta</media:title>
			<media:description type="html">EP Plenary session - September 2026 – The recent hybrid attacks and instrumentalisation of migrants in Ceuta and the need for a coordinated response to protect EU’s external borders</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Wadephul in Genf: Deutschland wirbt um Sitz im UN-Menschenrechtsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-in-genf-deutschland-wirbt-um-sitz-im-un-menschenrechtsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2026 11:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der deutlichen Niederlage im UN-Sicherheitsrat steht Deutschland vor der nächsten internationalen Abstimmung. Wadephul wirbt in Genf um einen Sitz im Menschenrechtsrat – nach einem Kampagnenstart mit einem fehlerhaften KI-Video des Auswärtigen Amts.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwadephul-in-genf-deutschland-wirbt-um-sitz-im-un-menschenrechtsrat%2F&amp;action_name=Wadephul%20in%20Genf%3A%20Deutschland%20wirbt%20um%20Sitz%20im%20UN-Menschenrechtsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland wirbt um einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat und versucht damit wenige Monate nach der gescheiterten Sicherheitsratskandidatur erneut, eine zentrale Position im UN-System zu gewinnen. Außenminister Johann Wadephul stellt die Bewerbung am 15. September 2026 in Genf vor, die Wahl für die Amtszeit 2027 bis 2029 findet im Oktober statt. Die Abstimmung erhält zusätzliche politische Bedeutung, nachdem Deutschland im Juni deutlich Österreich und Portugal unterlegen war. Der Start der neuen UN-Kampagne verlief ebenfalls nicht störungsfrei: Ein fehlerhaftes KI-Video des Auswärtigen Amts wurde nach seiner Veröffentlichung wieder entfernt. </p>



<h2 id="h-deutschland-kandidiert-zum-sechsten-mal-fur-den-menschenrechtsrat" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-kandidiert-zum-sechsten-mal-fuer-den-menschenrechtsrat">Deutschland kandidiert zum sechsten Mal für den Menschenrechtsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland strebt zum sechsten Mal eine Mitgliedschaft im UN-Menschenrechtsrat an. Das 47 Staaten umfassende Gremium mit Sitz in Genf beschäftigt sich mit Menschenrechtsverletzungen, setzt Untersuchungskommissionen und Sonderberichterstatter ein und verabschiedet Resolutionen zu einzelnen Ländern und übergreifenden Menschenrechtsfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In Zeiten, in denen Menschenrechte weltweit zunehmend unter Druck stehen, wollen wir UN-Organisationen und Mechanismen stärken, die den Menschen ins Zentrum stellen. Deshalb kandidiert Deutschland für einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat“, erklärte Wadephul vor seiner Reise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt unter anderem Meinungs- und Pressefreiheit, den Schutz von Menschenrechtsverteidigern, Religions- und Weltanschauungsfreiheit sowie den Kampf gegen transnationale Repression als Schwerpunkte einer möglichen Amtszeit. Auch der Menschenrechtsrat selbst soll nach den Vorstellungen Berlins wirksamer und handlungsfähiger werden.&nbsp;</p>



<h2 id="h-sicherheitsratswahl-endete-mit-deutlicher-niederlage" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsratswahl-endete-mit-deutlicher-niederlage">Sicherheitsratswahl endete mit deutlicher Niederlage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewerbung fällt in eine für die deutsche UN-Politik schwierige Phase. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" data-type="post" data-id="27897">Am 3. Juni scheiterte Deutschland bei der Wahl um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027 und 2028.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Regionalgruppe Westeuropa und andere Staaten standen drei Kandidaten für zwei Plätze zur Wahl. Portugal erhielt in der UN-Generalversammlung 134 Stimmen, Österreich 131 und Deutschland lediglich 104. Damit verfehlte Berlin die erforderliche Zweidrittelmehrheit deutlich. Erstmals scheiterte eine deutsche Bewerbung für einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul bezeichnete das Ergebnis anschließend selbst als „herbe Niederlage“. Als einen Grund nannte er den vergleichsweise späten deutschen Einstieg in die Kandidatur. Österreich und Portugal hätten früher um Unterstützung geworben und sich dadurch bereits Zusagen zahlreicher Staaten gesichert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl in den Menschenrechtsrat ist mit dem Sicherheitsrat institutionell nicht vergleichbar. Der Sicherheitsrat kann verbindliche Entscheidungen zu Frieden und internationaler Sicherheit treffen und Sanktionen beschließen. Der Menschenrechtsrat besitzt diese Macht nicht. Nach der Niederlage vom Juni wird die Abstimmung im Oktober jedoch zugleich zeigen, wie viel Unterstützung Deutschland innerhalb der UN-Mitgliedschaft für eine weitere internationale Kandidatur mobilisieren kann.</p>



<h2 id="h-fehlstart-mit-ki-video" class="wp-block-heading"><span id="fehlstart-mit-ki-video">Fehlstart mit KI-Video</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der öffentliche Auftakt der Menschenrechtsratskampagne sorgte zunächst für Probleme. Das Auswärtige Amt veröffentlichte am 21. August in seiner Reihe „Einfach Außenpolitik“ ein rund dreieinhalb Minuten langes Video, das die Arbeit des Menschenrechtsrats erklären und zugleich Deutschlands Kandidatur begleiten sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/auswaertiges-amt-wirbt-mit-fehlerhaftem-ki-video-fuer-sitz-im-un-menschenrechtsrat/" data-type="post" data-id="29452">FOKUS AFRIKA berichtete bereits am 22. August über auffällige Fehler in den weitgehend KI-generierten Illustrationen.</a> Das Video zeigte unter anderem ein verfremdetes Logo der Vereinten Nationen, fehlerhafte Welt- und Landkarten sowie eine unpräzise Jahresangabe. Wenige Tage später wurde der Vorgang auch von weiteren deutschen Medien aufgegriffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Clip war ausgerechnet Teil einer Bewerbung für ein Gremium, zu dessen Themen auch die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Menschenrechte gehören. In der Tonspur des Videos wurde diese Frage selbst ausdrücklich behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt hat den ursprünglichen Film inzwischen entfernt. Auf der offiziellen Kandidaturseite stellt das Ministerium weiterhin Deutschlands Ziele und Verpflichtungen für die Amtszeit 2027 bis 2029 vor.&nbsp;</p>



<h2 id="h-sudan-soll-weiter-auf-der-tagesordnung-bleiben" class="wp-block-heading"><span id="sudan-soll-weiter-auf-der-tagesordnung-bleiben">Sudan soll weiter auf der Tagesordnung bleiben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich setzt Wadephul bei seiner Reise nach Genf einen Schwerpunkt auf internationale Krisen. Das Auswärtige Amt verweist besonders auf den Krieg im Sudan und die dortige humanitäre Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-menschenrechtsrat-der-beginnt-sitzung-mit-schweigeminute/" data-type="post" data-id="24998">Deutschland gehört bereits zu einer Staatengruppe im Menschenrechtsrat, die sich mit der Lage im Sudan beschäftigt.</a> Gemeinsam mit Irland, den Niederlanden, Norwegen und Großbritannien unterstützt Berlin die internationale Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen im Land. Im Februar hatte die Gruppe insbesondere die Ergebnisse der UN-Untersuchungsmission zu Al-Faschir aufgegriffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer erneuten Mitgliedschaft wolle Deutschland sicherstellen, dass schwere humanitäre Krisen auch künftig in Genf behandelt werden, erklärte das Auswärtige Amt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200.jpg" alt="" class="wp-image-25620 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200-300x180.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200-768x461.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200-380x228.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Human-Rights-Council-UN-Room-aspect-ratio-2000-1200-800x480.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wadephul trifft während seines Besuchs UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk, die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Mirjana Spoljaric Egger, sowie WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.</p>
</div></div>



<h2 id="h-humanitare-hilfe-auch-als-deutsches-sicherheitsinteresse" class="wp-block-heading"><span id="humanitaere-hilfe-auch-als-deutsches-sicherheitsinteresse">Humanitäre Hilfe auch als deutsches Sicherheitsinteresse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister verbindet die Menschenrechtspolitik zugleich ausdrücklich mit deutschen Sicherheitsinteressen. Weltweit steige der humanitäre Bedarf, während die verfügbaren Mittel zurückgingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Humanitäre Hilfe ist unverzichtbar, rettet Menschenleben, lindert Not dort, wo sie entsteht und beugt damit Fluchtursachen vor“, erklärte Wadephul. Sie sei deshalb nicht nur eine humanitäre Verpflichtung, sondern diene auch Deutschlands Sicherheitsinteressen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor seinem Aufenthalt in Genf besucht Wadephul München. Dort stellt er eine stärkere wirtschaftspolitische Ausrichtung der Außenpolitik in den Vordergrund und wirbt dafür, die deutschen Auslandsvertretungen sowie die Goethe-Institute stärker zur Unterstützung von Unternehmen und zur Gewinnung internationaler Fachkräfte einzusetzen.</p>
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	</item>
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		<title>BRICS: Putin trifft Äthiopien, Ägypten und Südafrika vor Russland-Afrika-Gipfel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/brics-putin-trifft-aethiopien-aegypten-und-suedafrika-vor-russland-afrika-gipfel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 10:48:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russland hat beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi seine Beziehungen zu Äthiopien, Ägypten und Südafrika in mehreren bilateralen Gesprächen vertieft&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbrics-putin-trifft-aethiopien-aegypten-und-suedafrika-vor-russland-afrika-gipfel%2F&amp;action_name=BRICS%3A%20Putin%20trifft%20%C3%84thiopien%2C%20%C3%84gypten%20und%20S%C3%BCdafrika%20vor%20Russland-Afrika-Gipfel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/brics-putin-trifft-aethiopien-aegypten-und-suedafrika-vor-russland-afrika-gipfel/">BRICS: Putin trifft Äthiopien, Ägypten und Südafrika vor Russland-Afrika-Gipfel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Russland hat beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi seine Beziehungen zu Äthiopien, Ägypten und Südafrika in mehreren bilateralen Gesprächen vertieft und den nächsten Russland-Afrika-Gipfel in Moskau als weiteren politischen Termin gesetzt. Die Treffen fanden am 11. und 12. September am Rande des 18. BRICS-Gipfels statt. Präsident Wladimir Putin lud Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed und Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi zu dem für den 28. und 29. Oktober geplanten Treffen ein. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sagte seine persönliche Teilnahme wegen bevorstehender Kommunalwahlen ab, kündigte aber eine südafrikanische Delegation an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche zeigen zugleich, auf welche Partner Moskau seine Beziehungen auf dem Kontinent konzentriert. Ägypten, Äthiopien und Südafrika gehören inzwischen gemeinsam dem erweiterten BRICS-Verbund an.<a href="https://fokus-afrika.de/brics-guterres-fordert-reform-der-weltordnung-schwellenlaender-sollen-mehr-macht-erhalten/" data-type="post" data-id="29929"> In der in Neu-Delhi verabschiedeten Erklärung fordert die Gruppe zudem mehr Einfluss afrikanischer Staaten in internationalen Institutionen und unterstützt ausdrücklich die afrikanischen Forderungen nach einer Reform des UN-Sicherheitsrats.</a></p>



<h2 id="h-handel-zwischen-russland-und-athiopien-hat-sich-mehr-als-verdreifacht" class="wp-block-heading"><span id="handel-zwischen-russland-und-aethiopien-hat-sich-mehr-als-verdreifacht">Handel zwischen Russland und Äthiopien hat sich mehr als verdreifacht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit Abiy Ahmed hob Putin die wirtschaftliche Entwicklung zwischen Russland und Äthiopien hervor. Der bilaterale Handel habe sich 2025 mehr als verdreifacht und wachse weiter, erklärte der russische Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abiy nannte neben dem Handel auch Investitionen, militärische Zusammenarbeit und Ausbildungsprogramme als zentrale Bereiche der Beziehungen. Mehr als 20.000 Äthiopier hätten bislang in Russland studiert, sagte Putin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der äthiopische Regierungschef dankte Moskau zugleich für dessen Unterstützung beim BRICS-Beitritt seines Landes. „Ohne Ihre Unterstützung hätte Äthiopien kein Mitglied der BRICS werden können“, sagte Abiy zu Putin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Äthiopien gehört seit Januar 2024 als Vollmitglied zu dem Staatenverbund. Die New-Delhi-Erklärung unterstützt außerdem den Beitrittsantrag Äthiopiens zur Welthandelsorganisation. Die BRICS-Staaten sprachen sich darin gemeinsam für einen WTO-Beitritt Äthiopiens und Irans aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf anderen internationalen Feldern erhielt Addis Abeba Unterstützung. Die BRICS-Staaten begrüßten Äthiopiens Kandidatur für einen zusätzlichen afrikanischen Sitz im Rat der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO und bekräftigten <a href="https://fokus-afrika.de/aethiopien-ist-gastgeber-der-cop32/" data-type="post" data-id="21905">ihre Unterstützung für die äthiopische Präsidentschaft der UN-Klimakonferenz COP32.</a></p>



<h2 id="h-agypten-verweist-auf-handel-von-mehr-als-zehn-milliarden-dollar" class="wp-block-heading"><span id="aegypten-verweist-auf-handel-von-mehr-als-zehn-milliarden-dollar">Ägypten verweist auf Handel von mehr als zehn Milliarden Dollar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei seinem Treffen mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi stellte Putin die wirtschaftlichen Großprojekte zwischen beiden Ländern heraus. Al-Sisi bezifferte das bilaterale Handelsvolumen auf mehr als zehn Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den wichtigsten gemeinsamen Projekten gehört das von der russischen Atomenergiegesellschaft Rosatom gebaute Kernkraftwerk El Dabaa. <a href="https://fokus-afrika.de/brics-staaten-wollen-nuklearenergie-in-afrika-ausbauen/" data-type="post" data-id="25447">Der ägyptische Präsident dankte Russland für die Zusammenarbeit bei dem Projekt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Al-Sisi sprach zudem die Sicherheit internationaler Schifffahrtswege und die Versorgung Ägyptens mit Getreide an. Das Land importiere große Mengen aus Russland und der Ukraine und sei deshalb auf stabile Lieferungen angewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Putin lud al-Sisi zum Russland-Afrika-Gipfel im Oktober nach Moskau ein. Ägypten spielte bereits beim Aufbau des Formats eine zentrale Rolle. Der erste Russland-Afrika-Gipfel fand 2019 im russischen Sotschi statt.</p>



<h2 id="h-ramaphosa-sagt-personliche-teilnahme-in-moskau-ab" class="wp-block-heading"><span id="ramaphosa-sagt-persoenliche-teilnahme-in-moskau-ab">Ramaphosa sagt persönliche Teilnahme in Moskau ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ramaphosa-und-putin-vereinbaren-rueckfuehrung-suedafrikanischer-kaempfer-aus-der-ukraine/">Mit Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sprach Putin über Handel, politische Zusammenarbeit und internationale Konflikte.</a> Beide Seiten bezeichneten die Wirtschaftsbeziehungen als ausbaufähig.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Q3A9R1C8oXUY3J2llrb4fGdooIj0UbxA-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-29942 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Q3A9R1C8oXUY3J2llrb4fGdooIj0UbxA-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Q3A9R1C8oXUY3J2llrb4fGdooIj0UbxA-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Q3A9R1C8oXUY3J2llrb4fGdooIj0UbxA-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Q3A9R1C8oXUY3J2llrb4fGdooIj0UbxA-1536x948.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Q3A9R1C8oXUY3J2llrb4fGdooIj0UbxA-380x234.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Q3A9R1C8oXUY3J2llrb4fGdooIj0UbxA-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Q3A9R1C8oXUY3J2llrb4fGdooIj0UbxA-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Q3A9R1C8oXUY3J2llrb4fGdooIj0UbxA.jpg 1880w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Russland erhöhte nach Putins Angaben für das Studienjahr 2026/27 seine staatliche Quote für südafrikanische Studierende auf 100 Stipendien. Ramaphosa verwies seinerseits auf die Zusammenarbeit beider Länder in internationalen Foren und dankte Moskau für dessen Unterstützung während der südafrikanischen G20-Präsidentschaft.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Russland-Afrika-Gipfel Ende Oktober wird Ramaphosa jedoch nicht persönlich teilnehmen. Wenige Tage nach dem Treffen in Moskau stehen in Südafrika Kommunalwahlen an. Er werde sich zu diesem Zeitpunkt mitten im Wahlkampf befinden, erklärte Ramaphosa. Südafrika werde dennoch vertreten sein.</p>



<h2 id="h-brics-fordert-starkere-stimme-afrikas-im-un-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="brics-fordert-staerkere-stimme-afrikas-im-un-sicherheitsrat">BRICS fordert stärkere Stimme Afrikas im UN-Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den bilateralen Gesprächen verabschiedeten die BRICS-Staaten eine weitreichende Forderung nach Veränderungen in den internationalen Institutionen. Entwicklungsländer aus Afrika, Asien und Lateinamerika sollen stärker an globalen Entscheidungen beteiligt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim UN-Sicherheitsrat bekräftigte die Gruppe ausdrücklich die Forderungen afrikanischer Staaten, wie sie im Ezulwini-Konsens und in der Sirte-Erklärung festgelegt sind. Darin fordert Afrika unter anderem ständige Sitze im Sicherheitsrat und eine gleichberechtigte Vertretung des Kontinents.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland und China erklärten als ständige Mitglieder des Sicherheitsrats zugleich erneut ihre Unterstützung für einen größeren Einfluss Brasiliens und Indiens innerhalb der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Putin sagte beim Gipfel, eine Erweiterung des Sicherheitsrats um eine stärkere Vertretung aus Afrika, Asien und Lateinamerika könne die Vereinten Nationen effektiver machen. Er beschrieb BRICS als eine treibende Kraft einer multipolaren internationalen Ordnung.</p>



<h2 id="h-moskau-wirbt-fur-eigene-finanzstrukturen-innerhalb-der-brics" class="wp-block-heading"><span id="moskau-wirbt-fuer-eigene-finanzstrukturen-innerhalb-der-brics">Moskau wirbt für eigene Finanzstrukturen innerhalb der BRICS</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russland verband seine Forderung nach mehr politischem Einfluss der BRICS-Staaten mit Vorschlägen für eine stärkere wirtschaftliche Eigenständigkeit der Gruppe. Putin warb für eine gemeinsame Zahlungs-, Depot- und Abwicklungsinfrastruktur sowie für einen Rückversicherungsmechanismus und eine BRICS-Getreidebörse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinen Angaben erreichte der Handel zwischen den BRICS-Staaten bereits 1,2 Billionen US-Dollar. Die Mitgliedstaaten stünden für nahezu ein Viertel der weltweiten Exporte und knapp die Hälfte des globalen Wirtschaftswachstums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die New-Delhi-Erklärung unterstützt weitere Gespräche über grenzüberschreitende Zahlungssysteme und eine stärkere Nutzung nationaler Währungen. Zudem wollen die Mitglieder die Neue Entwicklungsbank der BRICS ausbauen und die Finanzierung von Infrastruktur- und Entwicklungsprojekten in Schwellen- und Entwicklungsländern stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei kritischen Rohstoffen fordert die Erklärung mehr Verarbeitung und Wertschöpfung in den Förderländern. Die BRICS-Staaten sprechen sich außerdem für stabilere Lieferketten und eine stärkere Beteiligung von Entwicklungsländern an höherwertigen Teilen der globalen Industrieproduktion aus.</p>
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		<item>
		<title>UN-Sicherheitsrat verlängert Sudan-Sanktionen nur um einen Monat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-sudan-sanktionen-nur-um-einen-monat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 10:32:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>UN-Sicherheitsrat verlängert Sudan-Sanktionen nur um einen Monat<br />
Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen gegen Sudan nur um einen Monat verlängert und damit weitere Verhandlungen über ein landesweites Waffenembargo ermöglicht. Die Entscheidung fiel am 11. September 2026 in New York. Die USA wollen die bislang auf Darfur beschränkten Waffenbeschränkungen auf das gesamte Land ausdehnen und zusätzliche schwere Vergehen als Grundlage für Sanktionen festschreiben. Russland, China und die sudanesische Regierung lehnen eine solche Ausweitung ab.<br />
Die Resolution 2828 wurde von allen 15 Mitgliedern des Sicherheitsrats unterstützt. Der bestehende Sanktionsrahmen gilt damit bis zum 9. Oktober weiter. Er umfasst ein Waffenembargo für Darfur sowie gezielte Maßnahmen wie Reiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten.<br />
Das Mandat des mit der Überwachung der Sanktionen beauftragten UN-Expertengremiums wurde ebenfalls bestätigt und bis zum 9. November verlängert.<br />
USA wollen Waffenembargo auf ganz Sudan ausdehnen<br />
Die ungewöhnlich kurze Verlängerung folgt auf mehrere Wochen schwieriger Verhandlungen. Die USA hatten zunächst einen deutlich weitergehenden Resolutionsentwurf vorgelegt, der das Waffenembargo auf das gesamte sudanesische Staatsgebiet ausweiten sollte.<br />
Washington argumentiert, der bestehende Sanktionsrahmen sei angesichts des seit April 2023 andauernden Krieges nicht mehr ausreichend. Die Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und den Rapid Support Forces haben sich längst über Darfur hinaus auf weitere Teile des Landes ausgeweitet.<br />
„Eine langfristige technische Verlängerung dieses Mandats ist keine Option“, sagte der US-Vertreter Jeffrey Bartos nach der Abstimmung. Der zusätzliche Monat solle genutzt werden, um substanzielle Änderungen auszuhandeln.<br />
Die USA wollen außerdem die Kriterien für gezielte Sanktionen erweitern. Sanktioniert werden könnten demnach ausdrücklich Verantwortliche für konfliktbezogene sexuelle Gewalt, Entführungen zur Finanzierung bewaffneter Gruppen sowie Angriffe auf humanitäres und medizinisches Personal.<br />
Der ursprüngliche amerikanische Entwurf sah zudem vor, Drohnen, Drohnensysteme und bestimmte Technologien mit doppeltem zivilem und militärischem Verwendungszweck ausdrücklich in die Bestimmungen des Waffenembargos einzubeziehen.<br />
Russland lehnt jede Ausweitung ab<br />
Russland stellte sich gegen eine geografische Ausweitung der Sanktionen. Moskau werde „nicht einmal einen Ansatz einer Ausweitung“ der Beschränkungen akzeptieren, erklärte die russische UN-Vertreterin Anna Evstigneeva.<br />
Russland verwies dabei auf die Position der sudanesischen Regierung und argumentierte, die regulären Streitkräfte hätten derzeit einen Vorteil auf dem Schlachtfeld. Die Armee müsse über ausreichende Mittel verfügen, um staatliche Institutionen und die territoriale Einheit des Landes zu schützen.<br />
Moskau bevorzugt deshalb eine Verlängerung des bestehenden Sanktionsregimes ohne grundlegende Änderungen.<br />
Auch China warnte vor einer Ausweitung. Peking unterstützte die einmonatige Verlängerung, um weitere Gespräche zu ermöglichen, wandte sich jedoch gegen eine „erzwungene Annahme“ umstrittener Maßnahmen.<br />
Sanktionen dürften diplomatische Bemühungen nicht ersetzen, erklärte der chinesische Vertreter Sun Lei. Eine willkürliche Erweiterung von Zwangsmaßnahmen könne die humanitäre Lage verschärfen und nach seiner Darstellung sogar eine weitere Fragmentierung Sudans begünstigen.<br />
Sudan beruft sich auf Recht zur Selbstverteidigung<br />
Die sudanesische Regierung weist ein landesweites Waffenembargo ebenfalls zurück. Sudans UN-Botschafter Al-Harith Idriss al-Harith Mohamed berief sich auf Artikel 51 der UN-Charta und das darin verankerte Recht auf Selbstverteidigung.<br />
Die sudanesischen Streitkräfte hätten das Recht, konventionelle Waffen zu produzieren, zu erwerben und vorzuhalten, die zum Schutz der staatlichen Souveränität erforderlich seien, erklärte er.<br />
Khartum argumentiert zudem, ein erweitertes Embargo würde staatliche Streitkräfte einschränken, während bewaffnete Gruppen weiterhin Möglichkeiten hätten, sich Waffen zu beschaffen. Die seit zwei Jahrzehnten geltenden Maßnahmen hätten die Durchsetzung staatlicher Kontrolle in Darfur behindert, sagte der Botschafter.<br />
Er erhob zugleich den Vorwurf, eine von einem regionalen Partner der USA unterstützte Miliz begehe einen Genozid. Einen Staat nannte er in seiner Wortmeldung nicht.<br />
Großbritannien fordert Anpassung an den heutigen Krieg<br />
Großbritannien unterstützt dagegen eine Überarbeitung der Sanktionen. Der Krieg habe sich seit Einführung des Regimes grundlegend verändert, erklärte die britische Vertreterin.<br />
London verwies insbesondere auf die zunehmende Nutzung von Drohnen. Zwischen Januar und Mai 2026 seien bei Drohnenangriffen mehr als 1.000 Zivilisten getötet worden.<br />
Auch Lettland sprach sich dafür aus, die geografische Reichweite der Sanktionen auszuweiten. Die Kämpfe hätten sich weit über Darfur hinaus ausgebreitet. Konfliktbezogene sexuelle Gewalt müsse ausdrücklich als möglicher Grund für gezielte Sanktionen festgeschrieben werden.<br />
Bei den vorausgegangenen Verhandlungen hatten neben Russland und China auch Pakistan sowie die drei afrikanischen Mitglieder des Sicherheitsrats – die Demokratische Republik Kongo, Liberia und Somalia – Vorbehalte gegen ein landesweites Waffenembargo geäußert.<br />
Die afrikanischen Staaten wollten unter anderem klarstellen, dass neue Maßnahmen nicht gegen die sudanesischen Behörden gerichtet sein sollten. Sie drängten zudem darauf, Bestimmungen stärker auf bewaffnete nichtstaatliche Gruppen einschließlich der Rapid Support Forces auszurichten.<br />
Waffenströme und ausländische Unterstützung im Fokus<br />
Die Debatte findet vor dem Hintergrund wachsender Berichte über Waffenlieferungen, ausländische Unterstützung und den Einsatz von Söldnern statt. Der Krieg hat sich auf mehrere Fronten in Darfur, Kordofan und Blue Nile ausgeweitet. Zugleich werden zunehmend Drohnen und andere moderne Waffensysteme eingesetzt.<br />
Der UN-Sicherheitsrat hatte das Sanktionsregime 2005 mit Resolution 1591 geschaffen. Sein Waffenembargo blieb seitdem geografisch auf Darfur begrenzt.<br />
Die Vereinten Nationen bezeichnen den Krieg inzwischen als Auslöser der weltweit größten Vertreibungskrise und einer der schwersten humanitären Notlagen. Seit Beginn der Kämpfe zwischen den Streitkräften unter Abdel Fattah al-Burhan und den Rapid Support Forces im April 2023 sind zahlreiche Vermittlungsversuche ohne dauerhaften Durchbruch geblieben.<br />
Parallel bemühen sich die Vereinten Nationen, die Afrikanische Union, die Europäische Union, die ostafrikanische Regionalorganisation IGAD und die Arabische Liga um eine stärkere Koordinierung ihrer Vermittlung. Vertreter dieser fünf Organisationen führten Anfang September in Khartum Gespräche mit al-Burhan, Übergangspremierminister Kamil El-Tayeb Idris sowie politischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-verlaengert-sudan-sanktionen-nur-um-einen-monat%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20verl%C3%A4ngert%20Sudan-Sanktionen%20nur%20um%20einen%20Monat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-sudan-sanktionen-nur-um-einen-monat/">UN-Sicherheitsrat verlängert Sudan-Sanktionen nur um einen Monat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen gegen Sudan nur um einen Monat verlängert und damit weitere Verhandlungen über ein landesweites Waffenembargo ermöglicht. Die Entscheidung fiel am 11. September 2026 in New York. Die USA wollen die bislang auf Darfur beschränkten Waffenbeschränkungen auf das gesamte Land ausdehnen und zusätzliche schwere Vergehen als Grundlage für Sanktionen festschreiben. Russland, China und die sudanesische Regierung lehnen eine solche Ausweitung ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution 2828 wurde von allen 15 Mitgliedern des Sicherheitsrats unterstützt. Der bestehende Sanktionsrahmen gilt damit bis zum 9. Oktober weiter. Er umfasst ein Waffenembargo für Darfur sowie gezielte Maßnahmen wie Reiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mandat des mit der Überwachung der Sanktionen beauftragten UN-Expertengremiums wurde ebenfalls bestätigt und bis zum 9. November verlängert.</p>



<h2 id="h-usa-wollen-waffenembargo-auf-ganz-sudan-ausdehnen" class="wp-block-heading"><span id="usa-wollen-waffenembargo-auf-ganz-sudan-ausdehnen">USA wollen Waffenembargo auf ganz Sudan ausdehnen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ungewöhnlich kurze Verlängerung folgt auf mehrere Wochen schwieriger Verhandlungen. Die USA hatten zunächst einen deutlich weitergehenden Resolutionsentwurf vorgelegt, der das Waffenembargo auf das gesamte sudanesische Staatsgebiet ausweiten sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington argumentiert, der bestehende Sanktionsrahmen sei angesichts des seit April 2023 andauernden Krieges nicht mehr ausreichend. Die Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und den Rapid Support Forces haben sich längst über Darfur hinaus auf weitere Teile des Landes ausgeweitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine langfristige technische Verlängerung dieses Mandats ist keine Option“, sagte der US-Vertreter Jeffrey Bartos nach der Abstimmung. Der zusätzliche Monat solle genutzt werden, um substanzielle Änderungen auszuhandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA wollen außerdem die Kriterien für gezielte Sanktionen erweitern. Sanktioniert werden könnten demnach ausdrücklich Verantwortliche für konfliktbezogene sexuelle Gewalt, Entführungen zur Finanzierung bewaffneter Gruppen sowie Angriffe auf humanitäres und medizinisches Personal.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/drohnen-werden-zur-toedlichsten-waffe-gegen-zivilisten-im-sudan/" data-type="post" data-id="27345">Der ursprüngliche amerikanische Entwurf sah zudem vor, Drohnen, Drohnensysteme und bestimmte Technologien mit doppeltem zivilem und militärischem Verwendungszweck ausdrücklich in die Bestimmungen des Waffenembargos einzubeziehen.</a></p>



<h2 id="h-russland-lehnt-jede-ausweitung-ab" class="wp-block-heading"><span id="russland-lehnt-jede-ausweitung-ab">Russland lehnt jede Ausweitung ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russland stellte sich gegen eine geografische Ausweitung der Sanktionen. Moskau werde „nicht einmal einen Ansatz einer Ausweitung“ der Beschränkungen akzeptieren, erklärte die russische UN-Vertreterin Anna Evstigneeva.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" data-type="post" data-id="23270">Russland verwies dabei auf die Position der sudanesischen Regierung und argumentierte, die regulären Streitkräfte hätten derzeit einen Vorteil auf dem Schlachtfeld.</a> Die Armee müsse über ausreichende Mittel verfügen, um staatliche Institutionen und die territoriale Einheit des Landes zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau bevorzugt deshalb eine Verlängerung des bestehenden Sanktionsregimes ohne grundlegende Änderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch China warnte vor einer Ausweitung. Peking unterstützte die einmonatige Verlängerung, um weitere Gespräche zu ermöglichen, wandte sich jedoch gegen eine „erzwungene Annahme“ umstrittener Maßnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sanktionen dürften diplomatische Bemühungen nicht ersetzen, erklärte der chinesische Vertreter Sun Lei. Eine willkürliche Erweiterung von Zwangsmaßnahmen könne die humanitäre Lage verschärfen und nach seiner Darstellung sogar eine weitere Fragmentierung Sudans begünstigen.</p>



<h2 id="h-sudan-beruft-sich-auf-recht-zur-selbstverteidigung" class="wp-block-heading"><span id="sudan-beruft-sich-auf-recht-zur-selbstverteidigung">Sudan beruft sich auf Recht zur Selbstverteidigung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesische Regierung weist ein landesweites Waffenembargo ebenfalls zurück. Sudans UN-Botschafter Al-Harith Idriss al-Harith Mohamed berief sich auf Artikel 51 der UN-Charta und das darin verankerte Recht auf Selbstverteidigung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="317" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/feead55b-d599-4df4-9451-8b69821e7cbd.jpeg" alt="" class="wp-image-29937 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/feead55b-d599-4df4-9451-8b69821e7cbd.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/feead55b-d599-4df4-9451-8b69821e7cbd-300x177.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/feead55b-d599-4df4-9451-8b69821e7cbd-380x224.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesischen Streitkräfte hätten das Recht, konventionelle Waffen zu produzieren, zu erwerben und vorzuhalten, die zum Schutz der staatlichen Souveränität erforderlich seien, erklärte er.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Khartum argumentiert zudem, ein erweitertes Embargo würde staatliche Streitkräfte einschränken, während bewaffnete Gruppen weiterhin Möglichkeiten hätten, sich Waffen zu beschaffen. <a href="https://fokus-afrika.de/icc-fordert-gerechtigkeit-fuer-graeueltaten-in-darfur/">Die seit zwei Jahrzehnten geltenden Maßnahmen hätten die Durchsetzung staatlicher Kontrolle in Darfur behindert, sagte der Botschafter.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Er erhob zugleich den Vorwurf, eine von einem regionalen Partner der USA unterstützte Miliz begehe einen Genozid. Einen Staat nannte er in seiner Wortmeldung nicht.</p>



<h2 id="h-grossbritannien-fordert-anpassung-an-den-heutigen-krieg" class="wp-block-heading"><span id="grossbritannien-fordert-anpassung-an-den-heutigen-krieg">Großbritannien fordert Anpassung an den heutigen Krieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien unterstützt dagegen eine Überarbeitung der Sanktionen. Der Krieg habe sich seit Einführung des Regimes grundlegend verändert, erklärte die britische Vertreterin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">London verwies insbesondere auf die zunehmende Nutzung von Drohnen. Zwischen Januar und Mai 2026 seien bei Drohnenangriffen mehr als 1.000 Zivilisten getötet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Lettland sprach sich dafür aus, die geografische Reichweite der Sanktionen auszuweiten. Die Kämpfe hätten sich weit über Darfur hinaus ausgebreitet. Konfliktbezogene sexuelle Gewalt müsse ausdrücklich als möglicher Grund für gezielte Sanktionen festgeschrieben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den vorausgegangenen Verhandlungen hatten neben Russland und China auch Pakistan sowie die drei afrikanischen Mitglieder des Sicherheitsrats – die Demokratische Republik Kongo, Liberia und Somalia – Vorbehalte gegen ein landesweites Waffenembargo geäußert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Staaten wollten unter anderem klarstellen, dass neue Maßnahmen nicht gegen die sudanesischen Behörden gerichtet sein sollten. Sie drängten zudem darauf, Bestimmungen stärker auf bewaffnete nichtstaatliche Gruppen einschließlich der Rapid Support Forces auszurichten.</p>



<h2 id="h-waffenstrome-und-auslandische-unterstutzung-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="waffenstroeme-und-auslaendische-unterstuetzung-im-fokus">Waffenströme und ausländische Unterstützung im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte findet vor dem Hintergrund wachsender Berichte über Waffenlieferungen, ausländische Unterstützung und den Einsatz von Söldnern statt. Der Krieg hat sich auf mehrere Fronten in Darfur, Kordofan und Blue Nile ausgeweitet. Zugleich werden zunehmend Drohnen und andere moderne Waffensysteme eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hatte das Sanktionsregime 2005 mit Resolution 1591 geschaffen. Sein Waffenembargo blieb seitdem geografisch auf Darfur begrenzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen bezeichnen den Krieg inzwischen als Auslöser der weltweit größten Vertreibungskrise und einer der schwersten humanitären Notlagen. Seit Beginn der Kämpfe zwischen den Streitkräften unter Abdel Fattah al-Burhan und den Rapid Support Forces im April 2023 sind zahlreiche Vermittlungsversuche ohne dauerhaften Durchbruch geblieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel bemühen sich die Vereinten Nationen, die Afrikanische Union, die Europäische Union, die ostafrikanische Regionalorganisation IGAD und die Arabische Liga um eine stärkere Koordinierung ihrer Vermittlung. Vertreter dieser fünf Organisationen führten Anfang September in Khartum Gespräche mit al-Burhan, Übergangspremierminister Kamil El-Tayeb Idris sowie politischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>BRICS: Guterres fordert Reform der Weltordnung – Schwellenländer sollen mehr Macht erhalten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/brics-guterres-fordert-reform-der-weltordnung-schwellenlaender-sollen-mehr-macht-erhalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 08:36:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BRICS]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Machtverhältnisse der Welt haben sich verändert, die Institutionen kaum: António Guterres fordert beim BRICS-Gipfel Reformen von UN-Sicherheitsrat und Finanzsystem. Afrikanische Staaten stehen im Zentrum der Debatte über mehr Mitsprache und wirtschaftliche Wertschöpfung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbrics-guterres-fordert-reform-der-weltordnung-schwellenlaender-sollen-mehr-macht-erhalten%2F&amp;action_name=BRICS%3A%20Guterres%20fordert%20Reform%20der%20Weltordnung%20%E2%80%93%20Schwellenl%C3%A4nder%20sollen%20mehr%20Macht%20erhalten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres hat beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi eine Reform des UN-Sicherheitsrats und der internationalen Finanzordnung gefordert, damit Schwellen- und Entwicklungsländer mehr Einfluss erhalten. Er äußerte sich am Sonntag beim 18. Gipfel des Staatenbundes in der indischen Hauptstadt. Guterres erklärte, die wirtschaftlichen, demografischen und geopolitischen Kräfteverhältnisse hätten sich seit 1945 grundlegend verschoben und die internationalen Institutionen müssten diese Realität widerspiegeln. Die BRICS-Staaten griffen diese Forderung in ihrer New-Delhi-Erklärung auf und verlangten eine repräsentativere globale Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die wirtschaftlichen, demografischen und geopolitischen Realitäten von heute sind nicht die von 1945“, sagte Guterres vor den Staats- und Regierungschefs. „Unsere institutionellen Strukturen müssen das widerspiegeln.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär bezeichnete die Entwicklung hin zu einer multipolaren Welt als unumkehrbar. <a href="https://fokus-afrika.de/doch-keine-brics-waehrung-suedafrika-will-brics-staerker-auf-afrikas-wirtschaft-ausrichten/" data-type="post" data-id="29877">Die beim Gipfel vertretenen Staaten seien selbst Ausdruck dieser Verschiebung.</a> Eine größere Zahl politischer und wirtschaftlicher Machtzentren könne zu mehr Ausgewogenheit führen, müsse aber mit einer Reform der bestehenden Institutionen verbunden werden.</p>



<h2 id="h-un-sicherheitsrat-und-finanzordnung-sollen-machtverschiebung-abbilden" class="wp-block-heading"><span id="un-sicherheitsrat-und-finanzordnung-sollen-machtverschiebung-abbilden">UN-Sicherheitsrat und Finanzordnung sollen Machtverschiebung abbilden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-antonio-guterres-fordert-umfassende-reform-des-sicherheitsrats/" data-type="post" data-id="21167">Guterres nannte ausdrücklich den UN-Sicherheitsrat und das nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene internationale Finanzsystem. </a>Auch die Bretton-Woods-Institutionen müssten an die heutigen Kräfteverhältnisse angepasst werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung berührt seit Jahren einen zentralen Konflikt innerhalb der Vereinten Nationen. Afrika verfügt trotz seiner 54 UN-Mitgliedstaaten über keinen ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Unter den fünf Staaten mit Vetorecht sind weiterhin die USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Südafrika, Ägypten und <a href="https://fokus-afrika.de/lage-am-horn-von-afrika-eskaliert-russland-und-aethiopien-wollen-brics-staerken/">Äthiopien</a> gehören inzwischen mehrere afrikanische Staaten zum erweiterten BRICS-Verbund. Die Gruppe versteht sich zunehmend als Plattform für Schwellen- und Entwicklungsländer, die einen größeren Anteil an internationalen Entscheidungsprozessen beanspruchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Staats- und Regierungschefs der BRICS verlangten in ihrer in Neu-Delhi verabschiedeten gemeinsamen Erklärung eine „gerechtere, ausgewogenere, repräsentativere und verantwortungsvollere“ globale Ordnung. Schwellenländer, Entwicklungsländer und die am wenigsten entwickelten Staaten müssten stärker an internationalen Entscheidungen beteiligt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die BRICS-Staaten bekannten sich zugleich zu Multilateralismus, internationalem Recht und der Rolle der Vereinten Nationen. Sie wandten sich gegen Versuche, multilaterale Institutionen einseitig zu schwächen oder deren Arbeit durch das Zurückhalten verpflichtender Beiträge zu behindern.</p>



<h2 id="h-guterres-verlangt-mehr-kapital-fur-entwicklungslander" class="wp-block-heading"><span id="guterres-verlangt-mehr-kapital-fuer-entwicklungslaender">Guterres verlangt mehr Kapital für Entwicklungsländer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben institutionellen Reformen stellte Guterres die Finanzierung wirtschaftlicher Entwicklung in den Mittelpunkt. Entwicklungsländer benötigten erhebliche internationale Unterstützung, um die UN-Nachhaltigkeitsziele umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Finanzarchitektur müsse ihnen deshalb mehr Beteiligung und Einfluss auf Entscheidungen ermöglichen. Multilaterale Entwicklungsbanken sollten nach seinen Worten „größer, besser und mutiger“ werden, mehr privates Kapital mobilisieren und zusätzliche vergünstigte Finanzierungen für Entwicklungsländer bereitstellen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="729" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSFXVcPaUAAUJ8o-1024x729.jpeg" alt="" class="wp-image-29931 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSFXVcPaUAAUJ8o-1024x729.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSFXVcPaUAAUJ8o-300x214.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSFXVcPaUAAUJ8o-768x547.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSFXVcPaUAAUJ8o-380x271.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSFXVcPaUAAUJ8o-800x570.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSFXVcPaUAAUJ8o-1160x826.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSFXVcPaUAAUJ8o.jpeg 1378w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Guterres verlangte außerdem eine stärker entwicklungsorientierte internationale Schuldenarchitektur und wirksamere Mechanismen zur Entschuldung.<a href="https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/" data-type="post" data-id="26764"> Gerade zahlreiche afrikanische Staaten drängen seit Jahren auf günstigere Finanzierungsmöglichkeiten und Veränderungen bei der Behandlung hoher Staatsschulden.</a></p>
</div></div>



<h2 id="h-kunstliche-intelligenz-droht-bestehende-ungleichheiten-zu-vergrossern" class="wp-block-heading"><span id="kuenstliche-intelligenz-droht-bestehende-ungleichheiten-zu-vergroessern">Künstliche Intelligenz droht bestehende Ungleichheiten zu vergrößern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Konfliktlinie sieht der UN-Generalsekretär bei künstlicher Intelligenz. Die Technologie könne Entwicklungsprozesse erheblich beschleunigen, ihre wirtschaftliche und technologische Macht konzentriere sich bislang jedoch auf wenige Unternehmen und Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unkontrolliert wird die KI-Kluft jede andere Kluft vergrößern – bei Einkommen, Chancen, Sicherheit und Souveränität“, sagte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Entwicklungsländer verfügten weiterhin nicht über ausreichende Rechenkapazitäten, Daten und qualifizierte Fachkräfte. Guterres warb deshalb um Unterstützung für die geplanten UN-Strukturen zum Aufbau von KI-Kapazitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Chinas Präsident Xi Jinping griff das Thema beim Gipfel auf. Er forderte einen globalen Ordnungsrahmen für künstliche Intelligenz und kündigte chinesische Initiativen für eine offene KI-Infrastruktur innerhalb der BRICS an. Dazu sollen eine Open-Source-Zone und eine Cloud-Plattform für die digitale Industrie der Mitgliedstaaten gehören.</p>



<h2 id="h-kritische-rohstoffe-sollen-starker-in-forderlandern-verarbeitet-werden" class="wp-block-heading"><span id="kritische-rohstoffe-sollen-staerker-in-foerderlaendern-verarbeitet-werden">Kritische Rohstoffe sollen stärker in Förderländern verarbeitet werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Klimaschutz verband Guterres seine Forderungen mit der wirtschaftlichen Nutzung kritischer Rohstoffe. Industriestaaten müssten bestehende Finanzierungszusagen erfüllen, darunter jährlich 300 Milliarden US-Dollar sowie zusätzliche Mittel für Anpassungsmaßnahmen und klimabedingte Schäden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/" data-type="post" data-id="27743">Zugleich verlangte der UN-Generalsekretär, dass bei kritischen Mineralien mehr Wertschöpfung und Beschäftigung in den Förderländern selbst entstehen.</a> „Genug der Ausplünderung“, sagte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Punkt betrifft zahlreiche afrikanische Staaten unmittelbar. Der Kontinent verfügt über große Vorkommen jener Rohstoffe, die für Batterien, Elektrofahrzeuge, Stromnetze und erneuerbare Energien benötigt werden. Mehrere Regierungen versuchen deshalb, Verarbeitung und industrielle Produktion stärker im eigenen Land anzusiedeln.</p>



<h2 id="h-sudafrika-und-indien-wollen-industrielle-zusammenarbeit-ausbauen" class="wp-block-heading"><span id="suedafrika-und-indien-wollen-industrielle-zusammenarbeit-ausbauen">Südafrika und Indien wollen industrielle Zusammenarbeit ausbauen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa nutzte den Gipfel zugleich für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit Indien. Bei einem südafrikanisch-indischen Wirtschaftstreffen in Neu-Delhi rief er dazu auf, eine „neue Ära der Wirtschaftsbeziehungen“ zwischen beiden Ländern einzuleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als mögliche Kooperationsfelder nannte Ramaphosa erneuerbare Energien, grünen Wasserstoff, kritische Mineralien, Infrastruktur, Landwirtschaft und digitale Innovation. Südafrikanische Rohstoffe und indische Industriekapazitäten könnten unter anderem für die Herstellung von Elektrofahrzeugen, Batterien und anderen Industrieprodukten zusammengeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa warb zudem um indische Investitionen in südafrikanische Infrastrukturprojekte. Pretoria hat nach seinen Angaben 195 strategische Projekte identifiziert, für die Investitionen von insgesamt mehr als 100 Milliarden US-Dollar möglich sind. Sie betreffen unter anderem Verkehr, erneuerbare Energien, Wasserversorgung und Krankenhäuser.</p>



<h2 id="h-brics-verbindet-reformforderungen-mit-geopolitischem-anspruch" class="wp-block-heading"><span id="brics-verbindet-reformforderungen-mit-geopolitischem-anspruch">BRICS verbindet Reformforderungen mit geopolitischem Anspruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chinas Präsident Xi forderte die erweiterten BRICS-Staaten parallel dazu auf, Industrie- und Lieferketten stabil und offen zu halten. Der Globale Süden sei zu einer wichtigen Kraft der entstehenden multipolaren Welt geworden, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Xi sprach sich ebenfalls für eine Reform der internationalen Finanzarchitektur, mehr Gewicht für Entwicklungsländer und Veränderungen innerhalb der Welthandelsorganisation aus. Internationale Regeln müssten gemeinsam ausgehandelt werden. Eine Ordnung nach dem Prinzip des Rechts des Stärkeren lehnte er ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verband die angestrebte Neuordnung zugleich mit der Verpflichtung auf die UN-Charta. Mit Blick auf Gaza, den Nahen Osten, die Ukraine und den <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" data-type="category" data-id="27">Sudan</a> verlangte er die Achtung staatlicher Souveränität, territorialer Integrität, des humanitären Völkerrechts und der friedlichen Beilegung internationaler Konflikte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Während wir uns unumkehrbar auf eine multipolare Welt zubewegen, müssen alle Länder daran arbeiten, ein multilaterales System zu stärken und zu schützen, das allen dient und in dessen Zentrum die Vereinten Nationen stehen“, sagte Guterres.</p>
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		<title>Doch keine BRICS-Währung? Südafrika will BRICS stärker auf Afrikas Wirtschaft ausrichten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/doch-keine-brics-waehrung-suedafrika-will-brics-staerker-auf-afrikas-wirtschaft-ausrichten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2026 07:02:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BRICS]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr Handel, mehr Industrie und mehr Kapital für Afrikas Infrastruktur: Südafrika bringt beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi eine klare Wirtschaftsagenda mit. Gleichzeitig muss die erweiterte Staatengruppe bei Ukraine, Nahost und dem Verhältnis zu den USA gemeinsame Positionen finden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdoch-keine-brics-waehrung-suedafrika-will-brics-staerker-auf-afrikas-wirtschaft-ausrichten%2F&amp;action_name=Doch%20keine%20BRICS-W%C3%A4hrung%3F%20S%C3%BCdafrika%20will%20BRICS%20st%C3%A4rker%20auf%20Afrikas%20Wirtschaft%20ausrichten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/doch-keine-brics-waehrung-suedafrika-will-brics-staerker-auf-afrikas-wirtschaft-ausrichten/">Doch keine BRICS-Währung? Südafrika will BRICS stärker auf Afrikas Wirtschaft ausrichten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa ist zum BRICS-Gipfel in Neu-Delhi eingetroffen und will dort mehr Handel innerhalb der Staatengruppe, stärkere Industrialisierung und zusätzliche Investitionen in afrikanische Infrastruktur vorantreiben. Der 18. BRICS-Gipfel findet am 12. und 13. September 2026 unter indischem Vorsitz statt. Südafrika will insbesondere Projekte unterstützen, die mit der Afrikanischen Freihandelszone AfCFTA verbunden sind. Gleichzeitig dürfte der Gipfel von den Kriegen im Nahen Osten und in der Ukraine sowie den Spannungen zwischen mehreren BRICS-Mitgliedern und den USA geprägt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa wurde nach seiner Ankunft am Indira-Gandhi-Flughafen von dem indischen Staatsminister Jayant Singh empfangen. Die südafrikanische Präsidentschaft stellte vor dem Gipfel klar, dass Pretoria wirtschaftliche Themen mit afrikanischen Interessen verbinden will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören ein höheres Handels- und Investitionsvolumen innerhalb der BRICS-Gruppe, mehr industrielle Wertschöpfung in den Mitgliedstaaten und die Mobilisierung von Kapital für afrikanische Infrastruktur.</p>



<h2 id="h-afrika-soll-starker-von-brics-kapital-profitieren" class="wp-block-heading"><span id="afrika-soll-staerker-von-brics-kapital-profitieren">Afrika soll stärker von BRICS-Kapital profitieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika verbindet die BRICS-Mitgliedschaft zunehmend mit der Frage, wie mehr Investitionen auf den afrikanischen Kontinent gelenkt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fokus stehen Verkehrswege, Energieversorgung und andere grenzüberschreitende Infrastruktur, die den Handel innerhalb Afrikas erleichtert. Solche Investitionen sollen zugleich die Umsetzung der AfCFTA unterstützen, die einen gemeinsamen afrikanischen Markt schaffen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei könnte auch die New Development Bank eine größere Rolle übernehmen. Die von den BRICS-Staaten gegründete Entwicklungsbank finanziert Infrastruktur- und Entwicklungsprojekte in Mitglieds- und Partnerstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in anderen afrikanischen BRICS-Ländern werden ähnliche Erwartungen formuliert. Der äthiopische Medienmanager Dawit Mesfin verwies vor dem Gipfel auf Häfen, Eisenbahnen, Straßen und internationale Transportkorridore als Bereiche, in denen BRICS-Finanzierung die wirtschaftliche Integration Afrikas beschleunigen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er sieht zudem Potenzial bei Landwirtschaft und digitalen Plattformen sowie beim stärkeren Einsatz nationaler Währungen im grenzüberschreitenden Handel.</p>



<h2 id="h-ramaphosa-erwartet-streit-uber-globale-konflikte" class="wp-block-heading"><span id="ramaphosa-erwartet-streit-ueber-globale-konflikte">Ramaphosa erwartet Streit über globale Konflikte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftliche Agenda dürfte jedoch von geopolitischen Konflikten überlagert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa sagte dem südafrikanischen Sender&nbsp;<em>SABC</em>, die Staats- und Regierungschefs würden sich mit den gegenwärtigen internationalen Spannungen und den Kriegen im Nahen Osten sowie mit Konflikten in anderen Regionen befassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dürfte zur Sprache kommen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="980" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HR6Vy6ZXIAcdyyq-980x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-29880 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HR6Vy6ZXIAcdyyq-980x1024.jpeg 980w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HR6Vy6ZXIAcdyyq-287x300.jpeg 287w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HR6Vy6ZXIAcdyyq-768x802.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HR6Vy6ZXIAcdyyq-1471x1536.jpeg 1471w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HR6Vy6ZXIAcdyyq-380x397.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HR6Vy6ZXIAcdyyq-800x836.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HR6Vy6ZXIAcdyyq-1160x1211.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HR6Vy6ZXIAcdyyq.jpeg 1532w" sizes="(max-width: 980px) 100vw, 980px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa räumte zugleich ein, dass innerhalb der BRICS unterschiedliche Positionen bestehen. Ziel sei dennoch, sich auf eine gemeinsame Haltung zu verständigen, die anschließend in die Gipfelerklärung einfließen könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es wird immer unterschiedliche Ansichten, Herangehensweisen und Perspektiven geben“, sagte der südafrikanische Präsident. Diese müssten so behandelt werden, dass am Ende eine gemeinsame Position entstehen könne.</p>
</div></div>



<h2 id="h-indien-will-brics-nicht-zu-einem-antiwestlichen-block-machen" class="wp-block-heading"><span id="indien-will-brics-nicht-zu-einem-antiwestlichen-block-machen">Indien will BRICS nicht zu einem antiwestlichen Block machen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gastgeber Indien versucht gleichzeitig, den Schwerpunkt wieder stärker auf Wirtschaft, Entwicklung und die Interessen des Globalen Südens zu legen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer <a href="https://www.chathamhouse.org/2026/09/india-china-reset-will-continue-brics-summit">Analyse</a> des Londoner Thinktanks Chatham House verfolgt Neu-Delhi dabei eine schwierige Balance. Indien will BRICS als nichtwestliche Plattform stärken, gleichzeitig aber verhindern, dass die Gruppe zu einem ausdrücklich gegen den Westen gerichteten Bündnis wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese Frage trennt wichtige Mitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indien und Brasilien betrachten BRICS stärker als wirtschafts- und entwicklungspolitisches Forum. China und Russland nutzen die Gruppe dagegen stärker als geopolitische Plattform und als Instrument zur Veränderung der internationalen Machtordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland versucht zudem, seine Beziehungen zum Globalen Süden auszubauen, während es wegen des Krieges gegen die Ukraine von westlichen Staaten politisch und wirtschaftlich isoliert wird. China wiederum nutzt BRICS, um eigene Vorstellungen einer neuen internationalen Ordnung stärker zu verankern.&nbsp;</p>



<h2 id="h-verhaltnis-zu-den-usa-wird-zum-belastungstest" class="wp-block-heading"><span id="verhaeltnis-zu-den-usa-wird-zum-belastungstest">Verhältnis zu den USA wird zum Belastungstest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen die schwierigen Beziehungen mehrerer BRICS-Mitglieder zu Washington.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/trump-schliesst-suedafrika-vom-g20-gipfel-2026-aus-scharfer-schlagabtausch-zwischen-washington-und-pretoria/" data-type="post" data-id="22637">Südafrika selbst hat in den vergangenen Jahren wiederholt diplomatische Konflikte mit den Vereinigten Staaten erlebt.</a> Auch Brasilien geriet mit Washington aneinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indien verfolgt dagegen weiterhin eine Politik strategischer Eigenständigkeit und versucht, gleichzeitig Beziehungen zu den USA, Russland und China aufrechtzuerhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung von Chatham House hat Neu-Delhi zuletzt seine Kontakte zu Moskau und Peking wieder intensiviert, während das Verhältnis zur zweiten Regierung von US-Präsident Donald Trump schwieriger geworden ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Balance dürfte auf dem Gipfel besonders sichtbar werden. Mehrere BRICS-Mitglieder könnten auf eine schärfere gemeinsame Position gegenüber amerikanischen Militäreinsätzen und der US-Außenpolitik drängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indien dürfte dagegen versuchen, eine Erklärung zu vermeiden, die BRICS ausdrücklich als Gegenpol zu Washington positioniert.</p>



<h2 id="h-auch-indien-und-china-nahern-sich-wieder-an" class="wp-block-heading"><span id="auch-indien-und-china-naehern-sich-wieder-an">Auch Indien und China nähern sich wieder an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Gipfelthema liegt außerhalb der offiziellen Tagesordnung: die Beziehungen zwischen Indien und China.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach jahrelangen Spannungen haben beide Staaten zuletzt ihre politischen Kontakte intensiviert. Ein Treffen zwischen Premierminister Narendra Modi und Chinas Präsident Xi Jinping am Rande des BRICS-Gipfels gilt deshalb als besonders bedeutsam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits der BRICS-Gipfel 2024 in Russland hatte ein Treffen beider Politiker ermöglicht, das den späteren Annäherungsprozess beschleunigte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chatham House erwartet, dass ein erneutes Gespräch zwischen Modi und Xi diesen Prozess fortsetzen könnte. Fortschritte gab es zuletzt auch bei Gesprächen über den seit Jahren umstrittenen Grenzverlauf zwischen beiden Staaten.&nbsp;</p>



<h2 id="h-elf-staaten-und-unterschiedliche-interessen" class="wp-block-heading"><span id="elf-staaten-und-unterschiedliche-interessen">Elf Staaten und unterschiedliche Interessen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erweiterung der BRICS-Gruppe hat deren wirtschaftliches und politisches Gewicht vergrößert, zugleich aber die internen Gegensätze verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Gruppe gehören inzwischen elf Staaten. Neben den Gründungsmitgliedern Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika sind weitere Länder aus Afrika, dem Nahen Osten und Asien hinzugekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit treffen innerhalb des Forums auch Rivalen aufeinander. Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate verfolgen im Nahen Osten teilweise gegensätzliche Interessen. Ägypten und Äthiopien streiten seit Jahren über den äthiopischen Nil-Staudamm. Auch zwischen den Golfstaaten bestehen Differenzen über regionale Sicherheits- und Israelpolitik.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere große Erweiterungsrunde gilt deshalb derzeit als wenig wahrscheinlich. Stattdessen dürfte es zunächst darum gehen, die jüngeren Mitglieder enger in die bestehenden BRICS-Strukturen einzubinden.</p>



<h2 id="h-handel-in-nationalen-wahrungen-statt-gemeinsamer-brics-wahrung" class="wp-block-heading"><span id="handel-in-nationalen-waehrungen-statt-gemeinsamer-brics-waehrung">Handel in nationalen Währungen statt gemeinsamer BRICS-Währung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die lange diskutierte Abkehr vom US-Dollar bleibt ein Konfliktpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland und Brasilien haben in der Vergangenheit stärker für alternative Zahlungssysteme geworben. Indien versucht dagegen, die Debatte weniger konfrontativ zu führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neu-Delhi betont, dass BRICS derzeit keine gemeinsame Reservewährung schaffen wolle. Stattdessen sollen Mitgliedstaaten häufiger in ihren eigenen Währungen handeln und digitale Zahlungssysteme nutzen, um Kosten bei grenzüberschreitenden Geschäften zu senken.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Staaten könnte dieser Ansatz besonders bei zunehmendem innerafrikanischem und BRICS-Handel eine Rolle spielen. Südafrika verbindet ihn mit dem Ziel, nicht nur Rohstoffe zu exportieren, sondern einen größeren Teil der Verarbeitung und industriellen Wertschöpfung auf dem Kontinent zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Deutschland mobilisiert über 25 Millionen Euro gegen Ebola – Kämpfe erschweren Hilfe im Kongo</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-mobilisiert-ueber-25-millionen-euro-gegen-ebola-kaempfe-erschweren-hilfe-im-kongo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 11:29:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rund 5.000 Ebola-Fälle, mehr als 2.300 Tote und Millionen Menschen auf der Flucht: Deutschland mobilisiert mehr als 25 Millionen Euro für die Bekämpfung der Epidemie. Doch im Ostkongo machen Kämpfe selbst Kontaktnachverfolgung und medizinische Versorgung zur Herausforderung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-mobilisiert-ueber-25-millionen-euro-gegen-ebola-kaempfe-erschweren-hilfe-im-kongo%2F&amp;action_name=Deutschland%20mobilisiert%20%C3%BCber%2025%20Millionen%20Euro%20gegen%20Ebola%20%E2%80%93%20K%C3%A4mpfe%20erschweren%20Hilfe%20im%20Kongo&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat seit Beginn der neuen Ebola-Welle in der Demokratischen Republik Kongo mehr als 25 Millionen Euro für direkte und regionale Gegenmaßnahmen mobilisiert, während bewaffnete Kämpfe die Eindämmung der Epidemie massiv behindern. Die Angaben wurden am 8. September 2026 im Bundestag veröffentlicht. Allein das Auswärtige Amt stellte der Weltgesundheitsorganisation vier Millionen Euro bereit, das Entwicklungsministerium bündelte weitere rund 21 Millionen Euro für Maßnahmen im Kongo und den Nachbarstaaten. Mitte August waren nach WHO-Angaben bereits rund 5.000 bestätigte Erkrankungen und 2.325 Todesfälle registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt eine Lage, in der sich Epidemie, Krieg und eine bereits bestehende humanitäre Krise gegenseitig verschärfen. 5,9 Millionen Menschen leben innerhalb des Landes auf der Flucht. Rund 27,7 Millionen Kongolesen gelten als von Ernährungsunsicherheit betroffen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-vier-millionen-euro-gehen-direkt-an-die-who" class="wp-block-heading"><span id="vier-millionen-euro-gehen-direkt-an-die-who">Vier Millionen Euro gehen direkt an die WHO</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt hat seit Bekanntwerden des Ausbruchs vier Millionen Euro unmittelbar für Eindämmung und Behandlung bereitgestellt. Zwei Millionen Euro fließen in den Nothilfefonds der WHO, weitere zwei Millionen in die laufende Afrika-Förderung der Organisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen 240.000 Euro des Bundesgesundheitsministeriums für das Robert Koch-Institut. Das Entwicklungsministerium hat seit Juni rund 21 Millionen Euro für bilaterale und regionale Maßnahmen zusammengestellt. Das Geld geht unter anderem an Projekte in der DR Kongo sowie an Programme der Afrikanischen Union und der Ostafrikanischen Gemeinschaft.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-schickt-schutzanzuege-in-ebola-gebiet-und-bereitet-expertenteam-vor/">Die Hilfen reichen von Schutzkleidung und Diagnostikmaterial über Schulungen von Gesundheitspersonal bis zum Ausbau regionaler Laborkapazitäten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland beteiligt sich außerdem über internationale Fonds an der Finanzierung der Krisenreaktion. Der Zentrale Nothilfefonds der Vereinten Nationen hat bislang 60 Millionen US-Dollar für die Ebola-Bekämpfung vorgesehen. Zehn Millionen davon wurden für die DR Kongo freigegeben, sechs Millionen für Südsudan und vier Millionen für Uganda. Deutschland gehört zu den größten Geldgebern des Fonds.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der internationale Pandemiefonds hat weitere 220,6 Millionen US-Dollar für die Reaktion auf den Ausbruch und die Vorsorge in gefährdeten Nachbarstaaten mobilisiert. Deutschland ist dort nach den USA und der Europäischen Union drittgrößter Geber.</p>



<h2 id="h-krieg-macht-kontaktnachverfolgung-zum-problem" class="wp-block-heading"><span id="krieg-macht-kontaktnachverfolgung-zum-problem">Krieg macht Kontaktnachverfolgung zum Problem</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-12-milliarden-us-dollar-ausgegeben-nicht-einmal-ein-labor-gebaut/">Die finanziellen Mittel treffen jedoch auf Bedingungen, die klassische Seuchenbekämpfung erheblich erschweren.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hilfsorganisationen können sich im Osten des Landes teilweise nur unter hohen Sicherheitsvorkehrungen bewegen. <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-fordert-rueckzug-ruandischer-truppen-aus-ostkongo/" data-type="post" data-id="22307">Kämpfe verursachen zusätzliche Verletzte und Kranke und beanspruchen medizinisches Personal, das ansonsten für Ebola-Diagnostik und Behandlung benötigt würde.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Angriffe bewaffneter Gruppen treiben zugleich immer wieder Tausende Menschen in die Flucht. Damit wird eine der wichtigsten Maßnahmen gegen Ebola schwieriger: herauszufinden, mit wem Infizierte Kontakt hatten, diese Personen zu beobachten und neue Infektionsketten möglichst früh zu unterbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lebensbedingungen vieler Binnenvertriebener erhöhen zusätzlich das Risiko einer schnellen Ausbreitung, warnt die Bundesregierung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sued-kivu-konflikt-un-diskutiert-neue-offensive-der-afc-m23/" data-type="post" data-id="22877">Besonders stark hat sich die humanitäre Lage in Nord- und Süd-Kivu seit Anfang 2025 durch die Kämpfe zwischen der M23, den kongolesischen Streitkräften und deren Verbündeten verschärft.</a> Staatliche Gesundheitsstrukturen sind vielerorts schwach oder kaum erreichbar.</p>



<h2 id="h-noch-kein-zugelassener-impfstoff-gegen-diese-ebola-variante" class="wp-block-heading"><span id="noch-kein-zugelassener-impfstoff-gegen-diese-ebola-variante">Noch kein zugelassener Impfstoff gegen diese Ebola-Variante</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Ausbruch wird durch das Bundibugyo-Ebolavirus verursacht. Anders als gegen andere Ebola-Varianten gibt es gegen diesen Erreger bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine zugelassene spezifische Therapie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bleiben Isolation, schnelle Diagnose, Kontaktnachverfolgung und Infektionsschutz zentrale Instrumente.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Preparation_of_the_RT-PCR_Reaction_05811009_49869473991-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29837 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Preparation_of_the_RT-PCR_Reaction_05811009_49869473991-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Preparation_of_the_RT-PCR_Reaction_05811009_49869473991-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Preparation_of_the_RT-PCR_Reaction_05811009_49869473991-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Preparation_of_the_RT-PCR_Reaction_05811009_49869473991-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Preparation_of_the_RT-PCR_Reaction_05811009_49869473991-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Preparation_of_the_RT-PCR_Reaction_05811009_49869473991-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Preparation_of_the_RT-PCR_Reaction_05811009_49869473991.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/nach-ueber-1-900-tote-russland-will-ebola-impfstoff-gefunden-haben/" data-type="post" data-id="29127">Mehrere Impfstoffe befinden sich inzwischen in der Entwicklung. </a>Als besonders aussichtsreich bezeichnet die Bundesregierung Kandidaten auf Basis eines rekombinanten Vesikulären-Stomatitis-Virus, eines ChAdOx1-Adenovirus sowie einer mRNA-Technologie. Impfstoffkandidaten von Moderna und der Universität Oxford befinden sich bereits in klinischen Phase-1-Studien. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei Medikamenten laufen Untersuchungen. Getestet werden unter anderem der Antikörpercocktail MBP134 sowie Remdesivir und Obeldesivir. Belastbare Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit stehen noch aus.</p>



<h2 id="h-deutsche-labore-und-forscher-arbeiten-an-impfstoffen-und-diagnostik" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-labore-und-forscher-arbeiten-an-impfstoffen-und-diagnostik">Deutsche Labore und Forscher arbeiten an Impfstoffen und Diagnostik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland beteiligt sich nicht nur finanziell an der Krisenreaktion. Das Robert Koch-Institut hat PCR-Testkits für 1.000 Proben an das nationale Referenzlabor in Kinshasa geliefert. Material für weitere 2.000 Proben befindet sich in Beschaffung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem soll ein mobiler Autoklav geliefert werden, mit dem infektiöse Proben und medizinisches Material sicher sterilisiert werden können. Deutsche Fachleute wurden über das internationale Netzwerk zur Reaktion auf Krankheitsausbrüche entsandt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Beginn der Epidemie wurden außerdem sechs Labore im Ostkongo mit zusätzlicher Ausrüstung für die Ebola-Diagnostik ausgestattet. Weitere Programme stärken dezentrale Labore in der Region und bilden Fachpersonal aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Erforschung von Impfstoffen, Diagnostik und Therapien arbeiten unter anderem die Charité in Berlin, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, die Philipps-Universität Marburg, das Paul-Ehrlich-Institut und das Deutsche Primatenzentrum. Die im Bundestagsdokument aufgeführten laufenden Forschungsprojekte umfassen Förderungen in Millionenhöhe.&nbsp;</p>



<h2 id="h-zwei-ebola-patienten-2026-in-deutschland-behandelt" class="wp-block-heading"><span id="zwei-ebola-patienten-2026-in-deutschland-behandelt">Zwei Ebola-Patienten 2026 in Deutschland behandelt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch deutsche Kliniken waren bereits unmittelbar mit dem Ausbruch befasst. <a href="https://fokus-afrika.de/erste-ebola-patienten-im-kongo-genesen-gesundheitsministerin-draengt-auf-reform-der-who/" data-type="post" data-id="27825">Zwei Ebola-Patienten wurden 2026 nach Angaben der Bundesregierung erfolgreich in Deutschland behandelt, einer an der Charité in Berlin und einer am Universitätsklinikum Frankfurt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hält dafür spezielle Isolierstationen vor, die für Erkrankungen durch hochgefährliche Erreger ausgelegt sind. Solche Kapazitäten wurden bereits während der großen Ebola-Epidemie in Westafrika zwischen 2014 und 2016 genutzt. Auch medizinische Evakuierungsflüge stehen über den EU-Katastrophenschutzmechanismus weiterhin zur Verfügung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine größere internationale Ausbreitung stuft die WHO derzeit dennoch nicht als wahrscheinlich ein. Das globale Risiko gilt als gering. Für Länder mit direkter Grenze zur DR Kongo und Uganda bewertet die WHO das Risiko dagegen als hoch.&nbsp;</p>



<h2 id="h-hilfskurzungen-treffen-auf-eine-bestehende-grosskrise" class="wp-block-heading"><span id="hilfskuerzungen-treffen-auf-eine-bestehende-grosskrise">Hilfskürzungen treffen auf eine bestehende Großkrise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ebola-Epidemie trifft ein Land, dessen humanitäre Versorgung bereits vor dem Ausbruch unter erheblichem Druck stand. Rund 15 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe, mehr als die Hälfte von ihnen wird nach den in der Bundestagsanfrage angeführten UN-Daten derzeit nicht erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung räumt ein, dass internationale Kürzungen bei humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit die Bekämpfung des Ausbruchs zusätzlich erschweren. Sie versucht, bestehende deutsche Beiträge flexibler einzusetzen und internationale Geber enger zu koordinieren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die deutsche Finanzierung der Basisgesundheitsversorgung im Ostkongo ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Für entsprechende humanitäre Projekte wurden 2020 rund 24 Millionen Euro bereitgestellt, 2025 waren es 6,45 Millionen und 2026 bislang rund 4,24 Millionen Euro. Insgesamt flossen seit 2020 knapp 72,9 Millionen Euro in Projekte mit Schwerpunkt Basisgesundheitsversorgung im Osten der DR Kongo.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Annalena Baerbock nimmt Abschied von der UN: „Reformen der Vereinten Nationen gehen nicht weit genug“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-nimmt-abschied-von-der-un-reformen-der-vereinten-nationen-gehen-nicht-weit-genug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 14:42:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Völkerrecht ist unsere Lebensversicherung“: Annalena Baerbock warnt zum Ende ihrer Amtszeit an der Spitze der UN-Generalversammlung vor einer Schwächung internationaler Institutionen. Zugleich fordert sie tiefere UN-Reformen, mehr Gewicht für Afrika im Sicherheitsrat und ein transparentes Verfahren bei der Wahl des nächsten UN-Chefs.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fannalena-baerbock-nimmt-abschied-von-der-un-reformen-der-vereinten-nationen-gehen-nicht-weit-genug%2F&amp;action_name=Annalena%20Baerbock%20nimmt%20Abschied%20von%20der%20UN%3A%20%E2%80%9EReformen%20der%20Vereinten%20Nationen%20gehen%20nicht%20weit%20genug%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Annalena Baerbock warnt zum Ende ihrer Amtszeit als Präsidentin der UN-Generalversammlung vor einer weiteren Schwächung des Völkerrechts und fordert dessen Unterstützer zu einem entschiedeneren Schutz internationaler Institutionen auf. Bei ihrer letzten Pressekonferenz vor dem Ende der 80. Sitzungsperiode zog die frühere deutsche Außenministerin Bilanz über ein Jahr an der Spitze der Generalversammlung. Trotz wachsender Konflikte und Blockaden im Sicherheitsrat seien die Mitgliedstaaten in der Generalversammlung „mehr vereint als gespalten“ gewesen. Zugleich drängte Baerbock auf weitere UN-Reformen, eine stärkere afrikanische Vertretung im Sicherheitsrat und Transparenz bei der Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Völkerrecht ist ihre Lebensversicherung“, sagte Baerbock über Staaten, die auf Multilateralismus und internationale Regeln angewiesen seien. Internationale Organisationen und Gerichte könnten nur so stark sein wie diejenigen, die bereit seien, sie zu verteidigen.</p>



<h2 id="h-baerbock-sieht-un-und-internationale-gerichte-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="baerbock-sieht-un-und-internationale-gerichte-unter-druck">Baerbock sieht UN und internationale Gerichte unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kurz-vor-mandatsende-annalena-baerbock-warnt-vor-kollaps-der-vereinten-nationen/">Baerbock reagierte damit auf eine Frage nach Angriffen auf Einrichtungen der Vereinten Nationen, den Internationalen Strafgerichtshof und die internationale Menschenrechtsarchitektur.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend seien nicht allein jene Staaten oder politischen Akteure, die internationale Institutionen angriffen. Staaten, die an Multilateralismus glaubten, müssten bereit sein, „aufzustehen und ihre Stimme zu erheben“, sagte Baerbock. Die Vereinten Nationen seien derzeit „nicht in der besten Verfassung“.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders verwies sie auf die Lage internationaler Gerichte. Während ihrer Präsidentschaft habe sie sich trotz politischen Gegenwinds demonstrativ hinter die Institutionen gestellt. <a href="https://fokus-afrika.de/baerbock-ruft-eu-parlament-zur-verteidigung-der-vereinten-nationen-auf/">Der Schutz der UN-Charta gehörte nach ihrer Darstellung zu den zentralen Prioritäten ihres Amtsjahres.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ihre Unterstützung für das Palästinenserhilfswerk UNRWA bekräftigte Baerbock. Die Mitgliedstaaten müssten nicht nur auf den besonderen Schutz von UN-Einrichtungen bestehen, sondern UNRWA auch finanziell unterstützen. Ohne ausreichende Mittel seien nicht nur die Hilfsleistungen im Gazastreifen betroffen, sondern ebenso die Arbeit in Jordanien, Syrien und im Libanon.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-bleibt-blockiert" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-bleibt-blockiert">Sicherheitsrat bleibt blockiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock räumte ein, dass sich die internationale Sicherheitslage während ihrer Amtszeit verschlechtert hat. Kriege und Konflikte hätten zugenommen, während der UN-Sicherheitsrat bei zentralen Fragen wiederholt blockiert gewesen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine grundlegende Lösung würde nach ihrer Einschätzung eine Reform des Sicherheitsrats voraussetzen. Dafür sei jedoch die Zustimmung der fünf ständigen Mitglieder erforderlich, was unter den gegenwärtigen Bedingungen kaum realistisch erscheine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung habe deshalb versucht, innerhalb ihrer eigenen Kompetenzen stärker zu handeln. Baerbock verwies auf Debatten nach Vetos im Sicherheitsrat sowie auf Sondersitzungen zu Konflikten wie dem Krieg in der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei nahm sie auch die seit Jahren geforderte stärkere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat auf. Während der 80. Sitzungsperiode seien erstmals verschiedene Reformoptionen konkreter auf den Tisch gelegt worden. Bei der Forderung nach einer Vertretung afrikanischer Staaten auch unter den ständigen Mitgliedern habe es Fortschritte gegeben, sagte Baerbock.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika verfügt bislang über keinen ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Die gegenwärtigen fünf permanenten Mitglieder China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA besitzen jeweils ein Vetorecht.</p>



<h2 id="h-baerbock-fordert-weitere-einschnitte-bei-un-strukturen" class="wp-block-heading"><span id="baerbock-fordert-weitere-einschnitte-bei-un-strukturen">Baerbock fordert weitere Einschnitte bei UN-Strukturen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Schutz der UN-Charta bezeichnete Baerbock die Umsetzung der UN80-Reform als zweite große Priorität ihrer Präsidentschaft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71150166-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-29766 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71150166-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71150166-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71150166-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71150166-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71150166-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71150166-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71150166.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir brauchen weniger Bürokratie und müssen in einer digitalisierten Welt wesentlich effektiver und effizienter werden“, sagte sie. Die Generalversammlung habe unter anderem einen reduzierten Haushalt beschlossen, die Überprüfung bestehender Mandate vorangetrieben und erstmals die Zusammenlegung von UN-Institutionen gebilligt.&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeint ist die beschlossene Fusion des United Nations System Staff College mit dem Ausbildungs- und Forschungsinstitut UNITAR. <a href="https://fokus-afrika.de/un-reform-wird-konkret-21-prozent-weniger-stellen-im-sekretariat-erste-einrichtungen-fusionieren/" data-type="post" data-id="29745">UN-Generalsekretär António Guterres hatte die Entscheidung ebenfalls als wichtigen Schritt der UN80-Reform bezeichnet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">Baerbock geht die bisherige Neuordnung jedoch nicht weit genug.</a> Als eine der Aufgaben, die sie ihrem Nachfolger hinterlasse, nannte sie eine vollständige Übersicht über Strukturen, Führungspositionen und Mandate innerhalb des UN-Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie zeigte sich überrascht, dass es keine umfassende Organisationsstruktur gebe, aus der Überschneidungen zwischen verschiedenen UN-Organen unmittelbar hervorgingen. Dabei stellte sie auch die Zahl hochrangiger Führungspositionen infrage. Die Mitgliedstaaten müssten prüfen, welche Strukturen weiterhin benötigt würden und welche aus früheren Jahrzehnten überholt seien.&nbsp;</p>



<h2 id="h-neues-un-gremium-soll-sich-mit-kunstlicher-intelligenz-befassen" class="wp-block-heading"><span id="neues-un-gremium-soll-sich-mit-kuenstlicher-intelligenz-befassen">Neues UN-Gremium soll sich mit Künstlicher Intelligenz befassen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Ergebnissen ihrer Amtszeit zählt Baerbock auch neue Strukturen zur internationalen Regulierung Künstlicher Intelligenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen hätten mit der Einrichtung eines unabhängigen internationalen Wissenschaftsgremiums für Künstliche Intelligenz „ein völlig neues Kapitel“ begonnen. Die Experten kommen aus unterschiedlichen Weltregionen und das Gremium wurde geschlechterparitätisch besetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kam im Juli ein globaler Dialog über die Steuerung und Regulierung von Künstlicher Intelligenz in Genf. Nach jahrelangen Diskussionen ohne Konsens sei die Generalversammlung schließlich durch eine Abstimmung zu einer Entscheidung gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock stellte dies als Beispiel für einen Ansatz dar, den sie während ihrer Präsidentschaft häufiger verfolgt habe. Wo Konsens nicht erreichbar gewesen sei, hätten die Staaten abgestimmt. Bei zahlreichen Beschlüssen habe anschließend eine sehr große Mehrheit hinter den Entscheidungen gestanden.&nbsp;</p>



<h2 id="h-wahl-des-nachsten-un-chefs-soll-transparenter-werden" class="wp-block-heading"><span id="wahl-des-naechsten-un-chefs-soll-transparenter-werden">Wahl des nächsten UN-Chefs soll transparenter werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der scheidenden Präsidentin ist die Auswahl des zehnten Generalsekretärs der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock setzte während ihrer Amtszeit auf öffentliche Anhörungen der Kandidaten. Insgesamt fanden acht jeweils dreistündige interaktive Dialoge statt, in denen Mitgliedstaaten und Vertreter der Zivilgesellschaft Kandidaten zu ihren politischen Vorstellungen und ihrer Eignung befragen konnten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-werfen-baerbock-ueberschreitung-ihrer-rolle-bei-un-chef-wahl-vor/">Sie wandte sich dagegen, dass die Generalversammlung bei der Auswahl faktisch umgangen wird.</a> In der Vergangenheit wurde unter anderem vorgeschlagen, dass der Sicherheitsrat mehrere Kandidaten empfiehlt oder auch die Generalversammlung vor den Abstimmungen im Sicherheitsrat eine eigene informelle Auswahl trifft. Für solche Änderungen gab es bislang keinen Konsens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock brachte zugleich erneut die Frage ins Spiel, ob nach acht Jahrzehnten erstmals eine Frau die Vereinten Nationen führen sollte. Bei der Entscheidung müsse sich zeigen, ob die Organisation ihre eigenen Grundsätze auch bei ihrer Führung umsetze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Entscheidung darüber, wer der zehnte Generalsekretär wird, wird eine Botschaft darüber senden, ob diese Organisation wirklich die Menschen repräsentiert, denen sie dienen soll“, sagte Baerbock. Rund die Hälfte dieser Menschen seien Frauen und Mädchen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-mehr-vereint-als-gespalten" class="wp-block-heading"><span id="mehr-vereint-als-gespalten">„Mehr vereint als gespalten“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der internationalen Konflikte zog Baerbock für die Generalversammlung eine andere Bilanz als für die Weltlage insgesamt. Innerhalb der Vereinten Nationen hätten sich in zahlreichen Abstimmungen sehr breite Mehrheiten gebildet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei manchen Entscheidungen hätten lediglich ein, zwei oder drei Staaten dagegen gestimmt. Mehrheiten von 140 oder 160 Staaten zeigten, dass die Generalversammlung auch in einer politisch fragmentierten Welt gemeinsame Positionen entwickeln könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hier innerhalb dieses Gebäudes waren die Mitgliedstaaten mehr vereint als gespalten“, sagte Baerbock. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass strukturelle Reformen und die politische Blockade im Sicherheitsrat zu den ungelösten Aufgaben der kommenden 81. Sitzungsperiode gehören. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Reform wird konkret: 21 Prozent weniger Stellen im Sekretariat, erste Einrichtungen fusionieren</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-reform-wird-konkret-21-prozent-weniger-stellen-im-sekretariat-erste-einrichtungen-fusionieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 10:32:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>UN80 wird konkret: Die Vereinten Nationen planen 21 Prozent weniger Stellen im Sekretariat und beginnen mit der Zusammenlegung eigener Einrichtungen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-reform-wird-konkret-21-prozent-weniger-stellen-im-sekretariat-erste-einrichtungen-fusionieren%2F&amp;action_name=UN-Reform%20wird%20konkret%3A%2021%20Prozent%20weniger%20Stellen%20im%20Sekretariat%2C%20erste%20Einrichtungen%20fusionieren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen treiben ihre UN80-Reform in die Umsetzung und wollen 2026 die Zahl der Stellen im UN-Sekretariat um 21 Prozent reduzieren, Aufgaben an günstigere Standorte verlagern und Doppelstrukturen abbauen. Die Bilanz wurde am 3. September 2026 in New York vorgestellt. Zugleich hat die Generalversammlung erstmals einer institutionellen Fusion zugestimmt: Das Fortbildungszentrum des UN-Systems und das Ausbildungs- und Forschungsinstitut der Vereinten Nationen UNITAR sollen zusammengeführt werden. Weitere mögliche Zusammenschlüsse betreffen unter anderem UNDP und UNOPS sowie UN-Women und den Bevölkerungsfonds UNFPA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete den Schritt als Übergang von der Planung zur Umsetzung. „Wir sind von der Diagnose zum Entwurf und zunehmend zur Umsetzung übergegangen“, sagte er vor der Generalversammlung. UN80 solle die Organisation weniger fragmentiert machen, Verwaltungskosten senken und die Umsetzung bestehender Mandate verbessern.</p>



<h2 id="h-21-prozent-weniger-stellen-im-un-sekretariat" class="wp-block-heading"><span id="21-prozent-weniger-stellen-im-un-sekretariat">21 Prozent weniger Stellen im UN-Sekretariat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den stärksten unmittelbaren Einschnitt plant die Organisation im eigenen Sekretariat. Für 2026 sieht UN80 nach Darstellung von Guterres eine Verringerung der Stellen um 21 Prozent vor. Zugleich sollen Aufgaben an Standorte mit niedrigeren Kosten verlagert und Verwaltungsdienste stärker zusammengelegt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres stellte die Kürzungen als Teil eines neuen Betriebsmodells dar. Weniger Ressourcen sollten in administrative und bürokratische Abläufe fließen und mehr Kapazitäten für die eigentlichen Aufgaben der Vereinten Nationen zur Verfügung stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits aufgebaut wurde eine gemeinsame Verwaltungsplattform in New York, die rund 6.000 Beschäftigte unterstützt. Die Lohn- und Gehaltsabrechnung wurde nach Angaben des Generalsekretärs in einem globalen Team gebündelt. In Valencia nahm zudem ein digitales Zentrum seine Arbeit auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine im Juli veröffentlichte Roadmap untersucht weitere gemeinsame Dienstleistungen über einzelne UN-Einrichtungen und Standorte hinweg. Machbarkeitsanalysen sehen bei verschiedenen Verwaltungsdiensten Effizienzgewinne zwischen 20 und 80 Prozent. Dabei handelt es sich bislang um errechnete Potenziale, nicht um bereits realisierte Einsparungen.</p>



<h2 id="h-generalversammlung-stimmt-erster-fusion-zu" class="wp-block-heading"><span id="generalversammlung-stimmt-erster-fusion-zu">Generalversammlung stimmt erster Fusion zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Einschnitten im Sekretariat beginnt der institutionelle Umbau des UN-Systems. Die Generalversammlung billigte die Zusammenlegung des United Nations System Staff College mit UNITAR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Einrichtungen arbeiten im Bereich Ausbildung und Weiterbildung. Durch die Fusion sollen ihre Angebote für Mitgliedstaaten und UN-Personal gebündelt werden. Guterres bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Schritt der UN80-Initiative.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei Forschungseinrichtungen laufen Zusammenlegungen. Für das UN-Forschungsinstitut für soziale Entwicklung UNRISD wurde ein Fahrplan zur Eingliederung in die Universität der Vereinten Nationen beschlossen. UNRISD soll dabei als Institut innerhalb der Universität weiterarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Plan sieht die Integration des Interregionalen Forschungsinstituts der Vereinten Nationen für Kriminalität und Rechtspflege in das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung UNODC vor.</p>



<h2 id="h-undp-und-unops-konnten-zusammengehen" class="wp-block-heading"><span id="undp-und-unops-koennten-zusammengehen">UNDP und UNOPS könnten zusammengehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch offen ist eine deutlich größere Strukturfrage. Die Vereinten Nationen prüfen einen möglichen Zusammenschluss des Entwicklungsprogramms UNDP mit dem Büro für Projektdienste UNOPS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die möglichen Vorteile einer Fusion werden derzeit im gemeinsamen Exekutivrat von UNDP, UNFPA und UNOPS behandelt. Für eine unabhängige Bewertung werden nach Angaben von Guterres die Bedingungen vorbereitet. Parallel untersuchen beide Organisationen, wie sie ihre Arbeit enger koordinieren und Doppelstrukturen reduzieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls geprüft wurde eine engere institutionelle Verbindung zwischen UN-Women und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen UNFPA. Die Untersuchung befasst sich damit, ob Kompetenzen zu Gleichstellung und Frauenrechten mit der Arbeit von UNFPA zu sexueller und reproduktiver Gesundheit, Bevölkerungsentwicklung und Jugend stärker gebündelt werden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leitungen beider Organisationen haben dazu Analysen in ihren jeweiligen Aufsichtsgremien vorgelegt. Eine Entscheidung über eine Fusion ist bislang nicht gefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei UNAIDS geht die Neuordnung bereits weiter. Globale und nationale Aufgaben des gemeinsamen UN-Programms zu HIV/Aids sollen schrittweise auf andere Teile des UN-Systems übertragen werden. Konkrete Entscheidungen stellte Guterres für Oktober in Aussicht.</p>



<h2 id="h-mehr-als-40-000-un-beschlusse-in-einem-register" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-40-000-un-beschluesse-in-einem-register">Mehr als 40.000 UN-Beschlüsse in einem Register</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/">Ein weiterer Schwerpunkt von UN80 betrifft die Vielzahl der über Jahrzehnte angesammelten UN-Mandate.</a> Guterres verwies auf Resolution 80/251, mit der die Mitgliedstaaten neue Verfahren für deren Verwaltung und Überprüfung geschaffen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein digitales Mandatsregister bündelt inzwischen mehr als 40.000 Resolutionen und Entscheidungen seit 1946. Sie werden mit Programmen, Haushaltsangaben und Berichten des Generalsekretärs verknüpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen haben zudem mehr als 600 Reihen regelmäßig vorgeschriebener Berichte untersucht, die innerhalb der vergangenen drei Jahre veröffentlicht wurden. Neue Vorgaben sollen diese Berichte kürzer, verständlicher und stärker auf Ergebnisse ausrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Würden die ersten Änderungen vollständig umgesetzt, könnte das Berichtswesen allein in diesem Jahr um rund 700.000 Wörter schrumpfen, sagte Guterres. Die Entscheidung darüber, welche Mandate bestehen bleiben oder verändert werden, liegt weiterhin ausschließlich bei den Mitgliedstaaten.</p>



<h2 id="h-gemeinsame-daten-und-technologiesysteme" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsame-daten-und-technologiesysteme">Gemeinsame Daten- und Technologiesysteme</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die IT-Strukturen der Vereinten Nationen sollen stärker vereinheitlicht werden. Eine sogenannte Technology Accelerator Platform soll gemeinsame technische Lösungen fördern, anstatt ähnliche Systeme in verschiedenen Organisationen parallel zu betreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem UN System Data Commons entsteht zugleich eine gemeinsame Plattform für Daten und Statistiken. Mehr als 25 UN-Einrichtungen haben sich nach Angaben von Guterres daran beteiligt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27211 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär formulierte das Prinzip der Reform so: Wenn verschiedene Einrichtungen im Wesentlichen dieselbe Aufgabe erfüllten, müsse geprüft werden, ob dafür tatsächlich jeweils eigene Systeme, Plattformen und technische Infrastruktur erforderlich seien.</p>
</div></div>



<h2 id="h-somalia-und-sudan-gehoren-zu-funf-reform-pilotlandern" class="wp-block-heading"><span id="somalia-und-sudan-gehoeren-zu-fuenf-reform-pilotlaendern">Somalia und Sudan gehören zu fünf Reform-Pilotländern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN80 soll sich auch auf die praktische Arbeit in Krisenstaaten auswirken. Im Rahmen des sogenannten New Humanitarian Compact erproben die Vereinten Nationen ein neues Modell ihrer humanitären Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünf Pilotgebiete sind Afghanistan, Haiti, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" data-type="category" data-id="42">Somalia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" data-type="category" data-id="27">Sudan</a> und die besetzten palästinensischen Gebiete. Humanitäre Planungen sollen dort vereinfacht, Lieferketten stärker miteinander verbunden und Datensysteme zusammengeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sollen die Zuständigkeiten zwischen einzelnen UN-Organisationen klarer werden. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-bei-un-reform-auf-allianz-mit-dem-globalen-sueden/">Die UN-Koordinatoren in den betroffenen Ländern erhalten zusätzliche Instrumente, um die verschiedenen Organisationen auf gemeinsame Prioritäten auszurichten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Entwicklungsteams der Vereinten Nationen sollen stärker an den jeweiligen Bedürfnissen der Staaten ausgerichtet werden. Ein neues System für kurzfristig abrufbare Expertise soll Ländern Zugang zu Fachwissen aus dem gesamten UN-System ermöglichen, selbst wenn die entsprechenden Fachleute nicht dauerhaft vor Ort vertreten sind.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-reform-wird-konkret-21-prozent-weniger-stellen-im-sekretariat-erste-einrichtungen-fusionieren%2F&amp;action_name=UN-Reform%20wird%20konkret%3A%2021%20Prozent%20weniger%20Stellen%20im%20Sekretariat%2C%20erste%20Einrichtungen%20fusionieren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-reform-wird-konkret-21-prozent-weniger-stellen-im-sekretariat-erste-einrichtungen-fusionieren/">UN-Reform wird konkret: 21 Prozent weniger Stellen im Sekretariat, erste Einrichtungen fusionieren</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
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	</item>
		<item>
		<title>UN will Afrika größer darstellen – USA stimmt dagegen </title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-will-afrika-groesser-darstellen-usa-stimmt-dagegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 12:19:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrika ist rund 14-mal so groß wie Grönland – auf vielen Weltkarten ist davon wenig zu sehen. Jetzt unterstützen 164 UN-Staaten eine afrikanische Initiative für flächentreuere Karten. Das deutsche Entwicklungsministerium hat bereits umgestellt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-will-afrika-groesser-darstellen-usa-stimmt-dagegen%2F&amp;action_name=UN%20will%20Afrika%20gr%C3%B6%C3%9Fer%20darstellen%20%E2%80%93%20USA%20stimmt%20dagegen%C2%A0&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-will-afrika-groesser-darstellen-usa-stimmt-dagegen/">UN will Afrika größer darstellen – USA stimmt dagegen </a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Generalversammlung hat mit überwältigender Mehrheit für eine stärker flächentreue Darstellung der Kontinente auf Weltkarten gestimmt und damit eine von afrikanischen Staaten getragene Initiative gegen die Verzerrungen der Mercator-Projektion unterstützt. Die Abstimmung fand am 4. September 2026 in New York statt. 164 Staaten stimmten für die Resolution „Correct the Map“, die USA als einziges Land dagegen, sechs Staaten enthielten sich. Das deutsche Entwicklungsministerium verwendet eine Weltkarte auf Grundlage der empfohlenen Equal-Earth-Projektion bereits seit diesem Frühjahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution fordert keine Abschaffung der Mercator-Projektion und schreibt auch keine einheitliche Weltkarte vor. Regierungen, internationale Organisationen, Schulen und Technologieunternehmen werden vielmehr dazu aufgerufen, Equal Earth oder andere flächentreue Projektionen zu verwenden, wenn es auf die tatsächlichen Größenverhältnisse der Kontinente ankommt.</p>



<h2 id="h-164-staaten-unterstutzen-afrikanische-initiative" class="wp-block-heading"><span id="164-staaten-unterstuetzen-afrikanische-initiative">164 Staaten unterstützen afrikanische Initiative</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/" data-type="category" data-id="80">Togo</a> hatte die Resolution im Namen der afrikanischen Staatengruppe in die Generalversammlung eingebracht. <a href="https://fokus-afrika.de/un-togos-aussenminister-dussey-fordert-reparationen/" data-type="post" data-id="20322">Der Text geht auf eine Initiative der Afrikanischen Union zurück, die sich seit Monaten dafür einsetzt, die auf vielen Weltkarten verzerrte Darstellung Afrikas zu korrigieren</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine faire Karte verändert nicht die Geografie der Welt, sie verändert, wie wir die Welt sehen“, sagte Togos Außenminister Robert Dussey vor der Abstimmung. Karten seien nicht nur geografische Werkzeuge. Sie prägten Bildung, Vorstellungskraft und die Wahrnehmung der Welt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="573" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/052b618a-da93-479e-8b6a-0eecf5548a62-1024x573.jpeg" alt="" class="wp-image-29739 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/052b618a-da93-479e-8b6a-0eecf5548a62-1024x573.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/052b618a-da93-479e-8b6a-0eecf5548a62-300x168.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/052b618a-da93-479e-8b6a-0eecf5548a62-768x430.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/052b618a-da93-479e-8b6a-0eecf5548a62-380x213.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/052b618a-da93-479e-8b6a-0eecf5548a62-800x447.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/052b618a-da93-479e-8b6a-0eecf5548a62-1160x649.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/052b618a-da93-479e-8b6a-0eecf5548a62.jpeg 1350w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union begrüßte das Abstimmungsergebnis. Ihr Kommissionsvorsitzender Mahmoud Ali Youssouf bezeichnete die Annahme der Resolution als wichtigen Schritt zu einer genaueren Darstellung Afrikas und anderer Weltregionen. Internationale Institutionen, Bildungssysteme, Verlage und digitale Plattformen sollten schrittweise Karten verwenden, die tatsächliche Flächenverhältnisse besser wiedergäben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union hatte Equal Earth im Februar 2026 als bevorzugte Projektion angenommen. Auch der neunte Panafrikanische Kongress in Lomé hatte zuvor gefordert, die verzerrte Darstellung des Kontinents auf Weltkarten international zum Thema zu machen.</p>



<h2 id="h-warum-afrika-auf-mercator-karten-kleiner-erscheint" class="wp-block-heading"><span id="warum-afrika-auf-mercator-karten-kleiner-erscheint">Warum Afrika auf Mercator-Karten kleiner erscheint</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mercator-Projektion wurde 1569 vom flämischen Kartografen Gerardus Mercator für die Seefahrt entwickelt. Ihr Vorteil liegt darin, dass konstante Kompassrichtungen als gerade Linien dargestellt werden können. Für die Navigation war dies von großem praktischem Nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Methode verändert jedoch die Flächenverhältnisse erheblich. Regionen erscheinen umso größer, je weiter sie vom Äquator entfernt liegen. Gebiete in hohen nördlichen und südlichen Breiten werden dadurch gegenüber äquatornahen Regionen stark vergrößert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders anschaulich ist der Vergleich zwischen Afrika und Grönland. Auf vielen Mercator-Karten wirken beide Landmassen ähnlich groß. Tatsächlich ist Afrika flächenmäßig ungefähr 14-mal so groß wie Grönland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Resolution verweist deshalb auf eine „symbolische Verkleinerung“ Afrikas sowie auf verzerrte Größenverhältnisse für Lateinamerika und Südasien. Nach Auffassung der Initiatoren beeinflusst die jahrzehntelange Verwendung solcher Karten nicht nur den Geografieunterricht, sondern auch Vorstellungen über wirtschaftliche Größenordnungen, Infrastrukturbedarf und Entwicklungspotenziale.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Equal Earth wurde 2018 entwickelt und gehört zu den flächentreuen Projektionen. Bei solchen Karten bleiben die Größenverhältnisse der dargestellten Flächen erhalten. Dafür müssen andere Eigenschaften wie Formen oder Entfernungen stärker verzerrt werden. Auch die UN-Resolution erkennt ausdrücklich an, dass keine zweidimensionale Karte sämtliche Eigenschaften der kugelförmigen Erde gleichzeitig unverzerrt darstellen kann.</p>



<h2 id="h-bmz-verwendet-equal-earth-bereits" class="wp-block-heading"><span id="bmz-verwendet-equal-earth-bereits">BMZ verwendet Equal Earth bereits</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung den Wechsel bereits vollzogen. Das BMZ verwendet nach eigenen Angaben seit dem Frühjahr 2026 eine Weltkarte auf Grundlage der Equal-Earth-Projektion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ministerium stellt die Karte auch öffentlich zur Verfügung und bietet eine gedruckte Fassung an. Damit setzt eine deutsche Bundesbehörde bereits jene Darstellung ein, deren breitere Verwendung die Generalversammlung nun empfiehlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Frankreich geht in diese Richtung. Außenminister Jean-Noël Barrot kündigte unmittelbar vor der UN-Abstimmung an, dass das französische Außenministerium bei seinen Weltkarten künftig von der Mercator-Projektion abrücken werde. Eine veränderte Karte verändere zwar nicht die Welt, sagte Barrot, die Korrektur einer verzerrenden Darstellung sei jedoch „ein Akt der Wahrheit“.</p>



<h2 id="h-usa-lehnen-resolution-als-ideologisch-ab" class="wp-block-heading"><span id="usa-lehnen-resolution-als-ideologisch-ab">USA lehnen Resolution als ideologisch ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Washington stellte sich als einziges UN-Mitglied gegen die Resolution.<a href="https://fokus-afrika.de/usa-zeigen-fehlerhafte-ki-afrika-karte-auf-aids-konferenz/"> Die Vertreterin der USA erklärte vor der Abstimmung, der zunächst technisch wirkende Vorstoß könne nicht von einem größeren „radikalen ideologischen Projekt“ getrennt werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung beschäftige sich mit Kartenprojektionen aus dem 16. Jahrhundert und deren Verbindung zu Wiedergutmachung und „kognitiver Gerechtigkeit“, kritisierte sie. Die Resolution „verspottet die Arbeit und den Zweck dieser Institution“, erklärte die US-Vertreterin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Resolutionstext verwendet tatsächlich Begriffe wie „kognitive Gerechtigkeit“ und historische Wiedergutmachung. Die afrikanischen Initiatoren stellen die kartografische Frage damit ausdrücklich auch in einen historischen Zusammenhang mit kolonial geprägten Vorstellungen über Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dussey wies zugleich den Vorwurf zurück, der Vorstoß richte sich gegen bestimmte Staaten, Zivilisationen oder kartografische Traditionen. Auch die historische Bedeutung der Mercator-Projektion für die Navigation werde nicht infrage gestellt.</p>



<h2 id="h-streit-uber-grenzen-auf-equal-earth-karten" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-grenzen-auf-equal-earth-karten">Streit über Grenzen auf Equal-Earth-Karten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sechs Enthaltungen kamen von Estland, Georgien, Litauen, Moldau, Serbien und der Ukraine. Ihre Einwände richteten sich weniger gegen flächentreue Karten als gegen politische Grenzdarstellungen auf Karten, die mit dem Equal-Earth-Projekt verbunden sind.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="465" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/image1170x530cropped-25-1024x465.jpg" alt="" class="wp-image-29740 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/image1170x530cropped-25-1024x465.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/image1170x530cropped-25-300x136.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/image1170x530cropped-25-768x349.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/image1170x530cropped-25-380x172.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/image1170x530cropped-25-800x363.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/image1170x530cropped-25-1160x526.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/image1170x530cropped-25.jpg 1170w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Ukraine erklärte, bestimmte Darstellungen russisch besetzter ukrainischer Gebiete seien nicht mit ihrer territorialen Integrität und einschlägigen Resolutionen der Generalversammlung vereinbar. Kiew warnte davor, die Empfehlung einer Kartenprojektion so auszulegen, dass daraus Aussagen über umstrittene Gebiete abgeleitet werden könnten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/" data-type="post_tag" data-id="374">Europäische Union</a> griff diese Frage auf, unterstützte die Resolution jedoch. Sie stellte ausdrücklich klar, dass der Beschluss ausschließlich kartografische Größenverhältnisse, Bildung und geografische Kenntnisse betreffe. Fragen der Souveränität, des territorialen Status und international anerkannter Grenzen würden davon nicht berührt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere weitere Staaten machten nach der Abstimmung ähnliche Vorbehalte geltend. Großbritannien stimmte für die Resolution, betonte aber ebenfalls, dass ihre Bezugnahme auf Equal Earth keine Anerkennung bestimmter Grenzdarstellungen bedeute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution ist nicht verbindlich. Sie empfiehlt Staaten unter anderem, Kartenprojektionen und deren Grenzen stärker im Schulunterricht zu behandeln, flächentreue Darstellungen bei geeigneten Anwendungen einzusetzen und Bildung, Medien sowie Wissenschaft für Verzerrungen durch unterschiedliche Projektionen zu sensibilisieren. Technologieplattformen werden aufgefordert, mit Staaten und regionalen Organisationen über genauere Darstellungen der Größenverhältnisse von Kontinenten zusammenzuarbeiten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Sicherheitsrat startet mit Streit – China und Russland blockieren Frankreich</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-startet-mit-streit-china-und-russland-blockieren-frankreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 10:08:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=29731</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der UN-Sicherheitsrat startet Frankreichs September-Präsidentschaft mit einem offenen Verfahrensstreit. Für Afrika stehen die Sudan-Sanktionen, die Krise in Sudan und die UN-Mission im Osten der DR Kongo auf der Agenda.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-startet-mit-streit-china-und-russland-blockieren-frankreich%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20startet%20mit%20Streit%20%E2%80%93%20China%20und%20Russland%20blockieren%20Frankreich&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-startet-mit-streit-china-und-russland-blockieren-frankreich/">UN-Sicherheitsrat startet mit Streit – China und Russland blockieren Frankreich</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat ist unter französischem Vorsitz ohne formell beschlossenes Arbeitsprogramm in den September gestartet, will aber unter anderem Entscheidungen zu Sudan, Haiti und Iran vorantreiben. Frankreich führt das Gremium seit dem 1. September turnusgemäß für einen Monat. China und Russland widersetzten sich nach Angaben von <em>PassBlue</em> der Aufnahme bestimmter Iran-Dossiers in das offizielle Monatsprogramm. Für Afrika stehen neben der Verlängerung des Sudan-Sanktionsregimes auch die Krise in Sudan und die UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo auf der Tagesordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs UN-Botschafter Jérôme Bonnafont kündigte an, den Sicherheitsrat während der Präsidentschaft möglichst zu konkreten Beschlüssen zu führen. „Der Rat kann und muss handeln“, sagte er bei der Vorstellung der französischen Prioritäten in New York.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die September-Sitzungen fallen mit der Generaldebatte der UN-Vollversammlung und der jährlichen hochrangigen Woche zusammen, zu der zahlreiche Staats- und Regierungschefs nach New York kommen.</p>



<h2 id="h-streit-uber-iran-blockiert-offizielles-monatsprogramm" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-iran-blockiert-offizielles-monatsprogramm">Streit über Iran blockiert offizielles Monatsprogramm</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schon zu Beginn der französischen Präsidentschaft zeigten sich die politischen Spannungen unter den 15 Mitgliedern. Der Sicherheitsrat konnte sich nach einem Bericht von&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;nicht auf ein formelles Arbeitsprogramm für September verständigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/china-setzt-im-un-sicherheitsrat-auf-afrika-nahost-und-die-un-charta/">China und Russland erhoben demnach Einwände gegen Iran-bezogene Punkte im Zusammenhang mit dem früheren Sanktionsausschuss nach Resolution 1737 und dem Expertengremium zum iranischen Atomprogramm.</a> Statt eines offiziell verabschiedeten Monatsprogramms arbeitet der Rat deshalb mit einem informelleren Arbeitsplan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliche Auseinandersetzungen über die Monatsagenda hatte es in diesem Jahr bereits gegeben. Sie spiegeln politische Konflikte wider, die zunehmend auch Verfahrensfragen des Sicherheitsrats erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich kündigte dennoch an, bei mehreren Themen auf operative Entscheidungen hinzuarbeiten. Dazu zählen das Iran-Dossier, die internationale Mission gegen bewaffnete Banden in Haiti und das Sanktionsregime zu Sudan.</p>



<h2 id="h-sudan-sanktionen-stehen-zur-verlangerung-an" class="wp-block-heading"><span id="sudan-sanktionen-stehen-zur-verlaengerung-an">Sudan-Sanktionen stehen zur Verlängerung an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Sudan soll der Sicherheitsrat über die Verlängerung des Sanktionsregimes entscheiden, das auf Resolution 1591 aus dem Jahr 2005 zurückgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen wurden ursprünglich im Zusammenhang mit dem Konflikt in Darfur geschaffen. Der zuständige Sanktionsausschuss gehört bis heute zum Instrumentarium des Sicherheitsrats für Sudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich ist ein informeller interaktiver Dialog zur aktuellen Sudan-Krise vorgesehen. Der Krieg im Land beschäftigt den Sicherheitsrat regelmäßig und hat zugleich eine der größten Vertreibungs- und humanitären Krisen weltweit ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will während seiner Präsidentschaft nach Bonnafonts Darstellung besonders auf Gespräche mit den unmittelbar von Konflikten betroffenen Staaten und mit Vertretern der Zivilgesellschaft setzen.</p>



<h2 id="h-auch-un-mission-im-kongo-wird-beraten" class="wp-block-heading"><span id="auch-un-mission-im-kongo-wird-beraten">Auch UN-Mission im Kongo wird beraten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Afrika-Schwerpunkt ist die Demokratische Republik Kongo. Der Sicherheitsrat soll im September seine turnusmäßige Sitzung zur UN-Stabilisierungsmission MONUSCO abhalten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23009 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Mission ist seit Jahren vor allem im Osten des Landes tätig. Dort beschäftigen bewaffnete Gruppen, regionale Spannungen und die Sicherheit der Zivilbevölkerung regelmäßig den Rat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung findet in einer Phase statt, in der die Vereinten Nationen ihre künftige Rolle in der Demokratischen Republik Kongo immer wieder mit der Regierung in Kinshasa und den beteiligten Staaten der Region abstimmen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Zusammenarbeit des Sicherheitsrats mit der Arabischen Liga soll im September in einem informellen Dialog behandelt werden.</p>



<h2 id="h-frankreich-bringt-kunstliche-intelligenz-in-die-konfliktpolitik" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-bringt-kuenstliche-intelligenz-in-die-konfliktpolitik">Frankreich bringt künstliche Intelligenz in die Konfliktpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den geografischen Krisen setzt Frankreich auf mehrere thematische Debatten. Bereits am 2. September kamen Mitglieder des Sicherheitsrats in einem geschlossenen informellen Format zusammen, um über den Einsatz künstlicher Intelligenz bei Konfliktprävention und Friedenssicherung zu sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Diskussion stehen Anwendungen bei Frühwarnsystemen, der Überwachung von Waffenruhen, UN-Friedensmissionen und der Bekämpfung von Desinformation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will die Debatte bewusst auf bestehende Aufgaben des Sicherheitsrats konzentrieren. Damit soll zunächst nicht die umfassende internationale Regulierung künstlicher Intelligenz verhandelt werden, sondern deren Einsatz bei Frieden und Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Mitgliedern bestehen dennoch unterschiedliche Auffassungen. Russland stellt infrage, ob der Sicherheitsrat überhaupt das geeignete UN-Gremium für übergreifende Regeln zur künstlichen Intelligenz ist. Pakistan verwies ebenfalls darauf, dass Entscheidungen über eine Technologie mit weltweiten Auswirkungen sämtliche UN-Mitgliedstaaten beträfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China unterstützt eine Rolle der Vereinten Nationen, fordert jedoch eine staatlich geprägte und nicht von technologisch führenden westlichen Staaten dominierte Ordnung. Chinas stellvertretender UN-Botschafter Sun Lei warnte davor, künstliche Intelligenz zur Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Künstliche Intelligenz ist die kollektive Weisheit der gesamten Menschheit“, sagte Sun. Ihre Entwicklung müsse Menschen in allen Ländern zugutekommen und dürfe nicht zu einem „Spiel der Reichen und Mächtigen“ werden.</p>



<h2 id="h-terrorismus-und-neue-technologien-ebenfalls-thema" class="wp-block-heading"><span id="terrorismus-und-neue-technologien-ebenfalls-thema">Terrorismus und neue Technologien ebenfalls Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. September plant Frankreich eine weitere thematische Sitzung des Sicherheitsrats zum internationalen Terrorismus. Anlass ist der 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei soll ebenfalls die Rolle neuer Technologien behandelt werden. Der Sicherheitsrat befasst sich seit Jahren sowohl mit terroristischen Organisationen als auch mit deren Finanzierung, grenzüberschreitenden Netzwerken und der Nutzung digitaler Technologien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den 25. September ist außerdem ein Treffen mit dem UN-Hochkommissar für Flüchtlinge vorgesehen. Es wäre das erste Zusammentreffen des Sicherheitsrats mit dem neuen Hochkommissar Barham Salih.</p>



<h2 id="h-frankreich-erwartet-weitere-sitzung-zur-ukraine" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-erwartet-weitere-sitzung-zur-ukraine">Frankreich erwartet weitere Sitzung zur Ukraine</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich rechnet während der hochrangigen UN-Woche zudem mit einer Sitzung zur Ukraine. Bonnafont bezeichnete einen Waffenstillstand als notwendige Voraussetzung für einen gerechten und dauerhaften Frieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Nahe Osten bleibt nach französischer Darstellung eine mögliche Priorität für kurzfristig einberufene Sitzungen. Die Präsidentschaft erklärte sich bereit, bei neuen Krisenentwicklungen zusätzliche Treffen des Sicherheitsrats anzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Turnusmäßige Beratungen sind außerdem zur UN-Unterstützungsmission in Afghanistan und zum syrischen Chemiewaffen-Dossier geplant. Zur Situation in Afghanistan kündigte Bonnafont an, Vertreter der afghanischen Zivilgesellschaft anzuhören. Frankreich verwies dabei insbesondere auf die fortbestehenden Einschränkungen der Rechte von Frauen und Mädchen unter den Taliban.</p>
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			<media:description type="html">Mission Inauguration North Kivu..2011_03_09_ Mission Inauguration in North Kivu-SRSG visit Walikale for the International women day © MONUSCO Myriam Asmani.</media:description>
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		<title>Sambia nach der Wahl: UN mit scharfer Kritik an Festnahmen, Razzien und Tote</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sambia-nach-der-wahl-un-mit-scharfer-kritik-an-festnahmen-razzien-und-tote/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 15:36:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ach der umstrittenen Präsidentschaftswahl eskaliert der Streit zwischen Sambia und einer UN-Sonderberichterstatterin. Die Regierung weist Vorwürfe politischer Repression zurück – und korrigiert eine zentrale UN-Angabe zur Todesstrafe.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsambia-nach-der-wahl-un-mit-scharfer-kritik-an-festnahmen-razzien-und-tote%2F&amp;action_name=Sambia%20nach%20der%20Wahl%3A%20UN%20mit%20scharfer%20Kritik%20an%20Festnahmen%2C%20Razzien%20und%20Tote&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sambia-nach-der-wahl-un-mit-scharfer-kritik-an-festnahmen-razzien-und-tote/">Sambia nach der Wahl: UN mit scharfer Kritik an Festnahmen, Razzien und Tote</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sambias Regierung hat die scharfe UN-Kritik an den Festnahmen nach der Präsidentschaftswahl zurückgewiesen und eine öffentliche Korrektur verlangt. Die Stellungnahme wurde am 3. September veröffentlicht, einen Tag nach der Erklärung von UN-Sonderberichterstatterin Gina Romero. Im Zentrum steht ein sachlicher Fehler: Hochverrat ist in Sambia entgegen der UN-Erklärung nicht mehr mit dem Tod bedroht. Zugleich weist die Regierung die Bezeichnungen „politische Gefangene“ und „Repression nach der Wahl“ als vorverurteilend zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium in Lusaka reagierte damit auf Romeros Forderung, alle politischen Gefangenen freizulassen und die Kriminalisierung politischer Opposition zu beenden. Die unabhängige UN-Expertin hatte von einem sich verschlechternden demokratischen und menschenrechtlichen Umfeld gesprochen und auf Berichte über Hunderte festgenommene Oppositionsanhänger verwiesen.</p>



<h2 id="h-regierung-korrigiert-un-angabe-zur-todesstrafe" class="wp-block-heading"><span id="regierung-korrigiert-un-angabe-zur-todesstrafe">Regierung korrigiert UN-Angabe zur Todesstrafe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders entschieden widerspricht Sambia der Darstellung, dass Hochverrat ein Verbrechen sei, auf das die Todesstrafe stehe. Romero hatte die Anklagen gegen den Oppositionsführer Brian Mundubile und seinen Kandidaten für das Vizepräsidentenamt, Makebi Zulu, als „konstruierte Anklagen wegen Hochverrats“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass darauf die Todesstrafe stehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Angabe ist nach der sambischen Rechtslage nicht mehr zutreffend. Sambia schaffte die Todesstrafe im Dezember 2022 aus dem Strafgesetzbuch ab. Im Dezember 2023 wurde sie auch aus dem Militärrecht gestrichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend trat das Land dem Zweiten Fakultativprotokoll zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte bei, das auf die Abschaffung der Todesstrafe zielt. Sambia hinterlegte die Beitrittsurkunde im Dezember 2024 bei den Vereinten Nationen. Für das Land trat das Protokoll im März 2025 in Kraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Kein Straftatbestand im sambischen Recht sieht heute die Todesstrafe vor. Keine wegen Hochverrats angeklagte Person muss mit einer Hinrichtung rechnen“, erklärte das Außenministerium. Die Regierung fordert die Sonderberichterstatterin und das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte auf, die falsche Angabe öffentlich und mit derselben Sichtbarkeit wie die ursprüngliche Erklärung zu korrigieren.</p>



<h2 id="h-streit-uber-festnahmen-nach-der-prasidentschaftswahl" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-festnahmen-nach-der-praesidentschaftswahl">Streit über Festnahmen nach der Präsidentschaftswahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt reicht jedoch über die Frage der Todesstrafe hinaus. Romero warf den Behörden vor, nach der Wahl systematisch gegen politische Gegner vorzugehen. Sie verwies auf Berichte über Einschüchterungen sowie über Hunderte Festnahmen von Oppositionsanhängern. Ein Teil der Betroffenen soll länger als gesetzlich vorgesehen ohne formelle Anklage festgehalten worden sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders im Blick stehen Mundubile und Zulu. Gegen beide sowie weitere Beschuldigte wurde Ende August Anklage wegen Hochverrats erhoben. <a href="https://fokus-afrika.de/sambia-hichilema-fuehrt-nach-70-wahlkreisen-eu-kritisiert-ungleichen-wahlkampf/">Mundubile hatte das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 13. August zurückgewiesen und Manipulationen bei der Auszählung geltend gemacht.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sambia-hichilema-mit-6049-prozent-fuer-zweite-amtszeit-wiedergewaehlt/" data-type="post" data-id="29401">Nach dem offiziellen Ergebnis gewann Präsident Hakainde Hichilema mit rund 60 Prozent der Stimmen eine zweite Amtszeit. </a>Mundubile kam demnach auf rund 38 Prozent. Hichilema wurde am 1. September erneut als Präsident vereidigt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ns_inauguration_of_Hakainde_Hichilema_08-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29710 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ns_inauguration_of_Hakainde_Hichilema_08-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ns_inauguration_of_Hakainde_Hichilema_08-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ns_inauguration_of_Hakainde_Hichilema_08-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ns_inauguration_of_Hakainde_Hichilema_08-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ns_inauguration_of_Hakainde_Hichilema_08-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ns_inauguration_of_Hakainde_Hichilema_08-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/2ns_inauguration_of_Hakainde_Hichilema_08.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung bestreitet, dass die Festgenommenen allein wegen ihrer politischen Tätigkeit verfolgt würden. Die Bezeichnung „politische Gefangene“ mache aus einem umstrittenen Vorwurf eine feststehende Tatsache, erklärte das Außenministerium. Eine Mitgliedschaft in einer Oppositionspartei schütze nicht vor strafrechtlichen Ermittlungen, wenn ein begründeter Verdacht auf eine Straftat bestehe.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betonte die Regierung die Unschuldsvermutung und den Anspruch der Beschuldigten auf Rechtsbeistand, menschenwürdige Behandlung und ein faires öffentliches Verfahren. Ob die Vorwürfe bewiesen werden könnten, müsse von den Gerichten entschieden werden.</p>



<h2 id="h-todliche-razzia-verscharfte-politische-spannungen" class="wp-block-heading"><span id="toedliche-razzia-verschaerfte-politische-spannungen">Tödliche Razzia verschärfte politische Spannungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sambia-vor-richtungswahl-schafft-praesident-hichilema-die-wiederwahl/">Die Lage hatte sich unmittelbar nach der Wahl zugespitzt.</a> Sicherheitskräfte durchsuchten am Tag nach der Abstimmung ein Gebäude in Lusaka, das mit Mundubile in Verbindung gebracht wurde. Dabei kam der frühere Minister und Oppositionspolitiker Mutotwe Kafwaya ums Leben. Elf Menschen wurden festgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden erklärten anschließend, bei der Operation seien Waffen beschlagnahmt worden. Vertreter der Opposition sollen nach Darstellung der Regierung einen Umsturz unter Beteiligung ausländischer Milizen vorbereitet haben. Die Beschuldigten weisen den Vorwurf zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mundubile und Zulu hielten sich danach zeitweise in einem Gebäude der Vereinten Nationen in Lusaka auf. Das sambische Außenministerium erklärte nun, ein Sondergesandter des UN-Generalsekretärs habe ihre Übergabe zunächst an Kirchenvertreter und anschließend an die Sicherheitsbehörden vermittelt. Die Regierung habe dabei zugesichert, die Rechte der Beschuldigten während des gesamten Verfahrens zu achten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hatte bereits nach der Razzia Besorgnis über die Festnahmen geäußert und die Behörden aufgefordert, willkürliche Inhaftierungen zu beenden.</p>



<h2 id="h-un-expertin-sieht-langerfristige-einschrankungen" class="wp-block-heading"><span id="un-expertin-sieht-laengerfristige-einschraenkungen">UN-Expertin sieht längerfristige Einschränkungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Romero ordnet die Vorgänge in eine längerfristige Entwicklung ein. In Sambia habe es bereits vor der Wahl willkürliche Festnahmen von Oppositionspolitikern, Parlamentariern und Vertretern der Zivilgesellschaft sowie unverhältnismäßige Vorwürfe wie Aufruhr und Spionage gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die kurzfristige Absage der internationalen Menschenrechts- und Technologiekonferenz RightsCon in Lusaka im Mai führt die Sonderberichterstatterin als Beispiel für eingeschränkte politische und gesellschaftliche Freiräume an. Zu dem Treffen waren mehr als 5.000 Teilnehmer erwartet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium weist auch diese breitere Charakterisierung zurück. Es wirft Romero vor, umstrittene Vorwürfe nicht ausreichend als solche gekennzeichnet und teilweise Fragen behandelt zu haben, die über ihr Mandat zur Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit hinausgingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung beruft sich dabei auf den Verhaltenskodex des UN-Menschenrechtsrats für unabhängige Sonderberichterstatter. Dieser verlangt unter anderem, Informationen anhand glaubwürdiger Quellen zu überprüfen, Stellungnahmen betroffener Staaten einzubeziehen und sich in öffentlichen Erklärungen zurückhaltend zu äußern.</p>
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		<title>UN-Chefsuche: Die Schlacht um die Deutungshoheit auf Wikipedia</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-chefsuche-die-schlacht-um-die-deutungshoheit-auf-wikipedia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 15:02:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei Tage nach Macky Salls Einstieg ins Rennen um den Posten des UN-Generalsekretärs wurden kritische Passagen seiner Wikipedia-Biografie abgeschwächt. Wer hinter den Änderungen steht, ist nicht geklärt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-chefsuche-die-schlacht-um-die-deutungshoheit-auf-wikipedia%2F&amp;action_name=UN-Chefsuche%3A%20Die%20Schlacht%20um%20die%20Deutungshoheit%20auf%20Wikipedia&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-chefsuche-die-schlacht-um-die-deutungshoheit-auf-wikipedia/">UN-Chefsuche: Die Schlacht um die Deutungshoheit auf Wikipedia</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Wikipedia-Eintrag des früheren senegalesischen Präsidenten Macky Sall ist kurz nach seinem Einstieg in das Rennen um den Posten des UN-Generalsekretärs an mehreren politisch sensiblen Stellen abgeschwächt worden. Drei Tage nach Bekanntwerden seiner Kandidatur änderte ein anonymer Nutzer Formulierungen zur Kritik an Salls Präsidentschaft und ergänzte wenige Minuten später prominent dessen Bewerbung um das höchste Amt der Vereinten Nationen. Eine Untersuchung des UN-Fachmediums&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;veröffentlichte die Änderungen am 31. August. Eine Verbindung des Wikipedia-Nutzers zu Sall oder dessen Wahlkampf konnte dabei nicht nachgewiesen werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>PassBlue</em>&nbsp;untersuchte die englischsprachigen Wikipedia-Seiten aller acht Kandidatinnen und Kandidaten, die bis zum 19. August für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres angetreten waren. Zwischen Dezember 2024 und August 2026 identifizierte das Medium insgesamt 335 inhaltlich bedeutsame Änderungen. Routinekorrekturen, automatische Bearbeitungen und reine Formatänderungen wurden dabei nicht berücksichtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung zeigt bei mehreren Bewerbern Auseinandersetzungen darüber, wie politische Kontroversen, berufliche Leistungen und die laufenden Kandidaturen auf einer der meistgenutzten Informationsplattformen dargestellt werden.</p>



<h2 id="h-kritik-an-salls-prasidentschaft-wird-abgeschwacht" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-salls-praesidentschaft-wird-abgeschwaecht">Kritik an Salls Präsidentschaft wird abgeschwächt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Morgen des 5. März enthielt die Einleitung von Macky Salls englischer Wikipedia-Biografie deutlich formulierte Hinweise auf Kritik an seiner Regierungszeit. Dort war von „undemokratischen Manövern“, der „Repression der Opposition“ und einem „versuchten Selbstputsch“ die Rede.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wikipedia-Nutzer „Mamadoudiallo26“ ersetzte diese Formulierungen durch deutlich zurückhaltendere Begriffe. Aus den „undemokratischen Manövern“ wurden „Fragen der Regierungsführung“, die „Repression der Opposition“ wurde als „Spannungen“ mit der Opposition bezeichnet. Der Hinweis auf einen „versuchten Selbstputsch“ wich der Formulierung „Verfassungsdebatten“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wird-macky-sall-der-neue-un-generalsekretaer/">Vier Minuten später fügte derselbe Nutzer Salls Kandidatur für das Amt des UN-Generalsekretärs prominent in die Einleitung ein.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wikipedia veröffentlicht die tatsächliche Identität seiner freiwilligen Nutzer nicht. Das betreffende Konto besteht seit 2020 und hat nach der Analyse von&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;besonders häufig Beiträge zur senegalesischen Politik und zu öffentlichen Institutionen auf der französischsprachigen Wikipedia bearbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine direkte Verbindung des Kontos zu Sall, dessen Umfeld oder seiner Kampagne ist nicht belegt. Salls Wahlkampfmanager reagierte nach Angaben von&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;nicht auf mehrere Anfragen.</p>



<h2 id="h-nutzer-bearbeitete-zuvor-projekte-aus-salls-amtszeit" class="wp-block-heading"><span id="nutzer-bearbeitete-zuvor-projekte-aus-salls-amtszeit">Nutzer bearbeitete zuvor Projekte aus Salls Amtszeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/senegal-stellt-sich-hinter-macky-sall-als-un-generalsekretaer/">Das Konto war bereits vor der UN-Kandidatur mit Themen aus Salls Regierungszeit befasst.</a> Im Januar 2025 erstellte es einen französischsprachigen Wikipedia-Artikel über den Hafen von Ndayane, eines der großen Infrastrukturprojekte, die während Salls Präsidentschaft auf den Weg gebracht wurden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71146987-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-29684 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71146987-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71146987-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71146987-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71146987-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71146987-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71146987-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71146987.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Später versuchte der Nutzer, auch einen englischsprachigen Beitrag über das Projekt anzulegen. Wikipedia lehnte den Entwurf ab und bemängelte, der Text entspreche nicht dem sachlichen Ton eines Enzyklopädieartikels. Zudem verwies die Plattform auf ihre Anforderungen an Neutralität und unabhängige Quellen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die öffentlichen Versionsgeschichten von Wikipedia ermöglichen es, solche Veränderungen auch dann nachzuvollziehen, wenn Passagen später überschrieben oder vollständig entfernt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daniel Safran-Hon vom International Peace Institute misst diesen öffentlich zugänglichen Biografien im laufenden Auswahlverfahren erhebliches Gewicht bei. „Der biografische Datensatz zählt mindestens genauso viel wie sorgfältig inszeniertes Kampagnenmaterial“, sagte er&nbsp;<em>PassBlue</em>. Neben klassischen Internetrecherchen spielten inzwischen auch KI-Systeme bei der Informationssuche über Kandidaten eine Rolle.</p>



<h2 id="h-um-grynspans-wikipedia-seite-entbrennt-editierstreit" class="wp-block-heading"><span id="um-grynspans-wikipedia-seite-entbrennt-editierstreit">Um Grynspans Wikipedia-Seite entbrennt Editierstreit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/grynspan-fuehrt-erste-un-abstimmung-an-macky-sall-nur-auf-platz-fuenf/">Besonders intensiv wurde der Wikipedia-Eintrag der costa-ricanischen Kandidatin Rebeca Grynspan bearbeitet.</a> Ihre Seite verzeichnete innerhalb des untersuchten Zeitraums 44 Änderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April fügte ein Nutzer einen Abschnitt mit der Überschrift „Kontroversen“ hinzu. Darin wurden unter anderem Vorwürfe über Ausgaben während Grynspans Amtszeit bei der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung aufgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden zwei Wochen wurde der Abschnitt insgesamt 17-mal eingefügt und wieder gelöscht. Wikipedia schützte die Seite schließlich vor weiteren Bearbeitungen, nachdem die Plattform Hinweise auf den Einsatz mehrerer miteinander verbundener Konten festgestellt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Konten wurden nach einer Untersuchung dauerhaft gesperrt. Ein Wikipedia-Administrator bezeichnete die Überschneidungen als möglichen Fall nicht offengelegter bezahlter Bearbeitung. Zugleich stellte&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;fest, dass auch mehrere Konten, die besonders nachdrücklich auf die Entfernung der Kritik drängten, kaum Aktivitäten außerhalb der Grynspan-Seite aufwiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Verbindung dieser Nutzer zu Grynspan oder ihrer Kampagne ist ebenfalls nicht nachgewiesen. Ihr Wahlkampfteam beantwortete eine Anfrage von&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;nicht.</p>



<h2 id="h-wikipedia-warnt-bei-espinosa-vor-werblicher-sprache" class="wp-block-heading"><span id="wikipedia-warnt-bei-espinosa-vor-werblicher-sprache">Wikipedia warnt bei Espinosa vor werblicher Sprache</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Seite der ecuadorianischen Kandidatin María Fernanda Espinosa geriet unter Beobachtung. Wikipedia versah ihre Biografie am 15. Juli mit einem Warnhinweis, wonach der Artikel werbliche Inhalte enthalte und neutraler formuliert werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits zuvor hatten Nutzer lobende Formulierungen aus der Biografie entfernt. Nach ihrer Nominierung versuchte zudem ein Konto mit kaum vorhandener Bearbeitungshistorie, eine nicht belegte Auszeichnung aus dem Jahr 2026 hinzuzufügen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die betreffende Auszeichnung stammte von der Plattform Illuminem, die neben redaktionellen Angeboten auch kostenpflichtige Veröffentlichungs- und Sichtbarkeitspakete verkauft. Espinosas Team bestritt gegenüber&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;eine Geschäftsbeziehung zu Illuminem. Die Plattform erklärte ebenfalls, von Espinosa oder ihrem Team keine Zahlung erhalten zu haben.</p>



<h2 id="h-zwei-afrikanische-kandidaten-im-rennen" class="wp-block-heading"><span id="zwei-afrikanische-kandidaten-im-rennen">Zwei afrikanische Kandidaten im Rennen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Macky Sall kandidiert mit dem Ugander Olara Otunnu ein zweiter Bewerber aus Afrika. <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-bekommt-konkurrenz-uganda-nominiert-olara-otunnu-fuer-un-spitze/" data-type="post" data-id="29122">Seine Wikipedia-Biografie gehörte zu den deutlich weniger veränderten Profilen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im untersuchten Zeitraum registrierte&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;elf Änderungen, darunter vier automatisierte Bearbeitungen. Nach der Nominierung Otunnus durch Uganda wurden kleinere Textänderungen vorgenommen und die Beschreibung eines Wahlkampfplakats aus seiner erfolglosen ugandischen Präsidentschaftskandidatur von 2011 angepasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Otunnus Wahlkampfteam erklärte ausdrücklich, weder selbst Änderungen vorgenommen noch Wikipedia um Bearbeitungen gebeten zu haben. Kampagnensprecherin Linda Nabirye sagte, aktuelle Entwicklungen seien teilweise noch nicht in der Enzyklopädie erfasst. Das Team aktualisiere stattdessen Otunnus eigene Internetseite.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kampf-um-un-spitze-beginnt-mit-oeffentlichem-bewerbertest/">Insgesamt treten derzeit acht Bewerber um die Nachfolge von António Guterres an. </a>Neben Sall und Otunnu sind dies Ivonne A-Baki aus Ecuador, Michelle Bachelet aus Chile, María Fernanda Espinosa aus Ecuador, Rafael Grossi aus Argentinien, Rebeca Grynspan aus Costa Rica und Carolyn Rodrigues Birkett aus Guyana.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hat bislang zwei geheime Probeabstimmungen durchgeführt. Grynspan lag bei der ersten Abstimmung Ende Juli vorn, bei <a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-rodrigues-birkett-uebernimmt-fuehrung-macky-sall-ohne-fortschritt/" data-type="post" data-id="29468">der zweiten im August übernahm Rodrigues Birkett die Führung.</a></p>
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		<item>
		<title>Neue UN-Sonderberaterin fordert Kurswechsel: Investitionen statt Entwicklungshilfe für Afrika </title>
		<link>https://fokus-afrika.de/neue-un-sonderberaterin-fordert-kurswechsel-investitionen-statt-entwicklungshilfe-fuer-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 13:29:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Afrika nicht als Ziel von Hilfe, sondern als Ziel ernsthafter Investitionen“: UN-Sonderberaterin Ahunna Eziakonwa fordert vor der UN-Generalversammlung einen Kurswechsel bei Entwicklung, Rohstoffen und globaler Mitsprache.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneue-un-sonderberaterin-fordert-kurswechsel-investitionen-statt-entwicklungshilfe-fuer-afrika%2F&amp;action_name=Neue%20UN-Sonderberaterin%20fordert%20Kurswechsel%3A%20Investitionen%20statt%20Entwicklungshilfe%20f%C3%BCr%20Afrika%C2%A0&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die neue UN-Sonderberaterin für Afrika, Ahunna Eziakonwa, fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der internationalen Zusammenarbeit mit dem Kontinent: weg von einer auf Entwicklungshilfe ausgerichteten Politik, hin zu Investitionen, regionalem Handel und eigener Wertschöpfung. Die Aussagen tätigte Sie in einem Podcast mit dem amerikanischen Think Tank Brookings Institution am 28. August. Zugleich erwartet Eziakonwa, dass afrikanische Staaten bei der bevorstehenden UN-Generalversammlung mit Nachdruck Reformen des Sicherheitsrats und der internationalen Finanzordnung verlangen werden. Afrika trete in globalen Foren zunehmend als Gestalter eigener Interessen auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrika nicht als Ziel von Hilfe, sondern als Ziel ernsthafter Investitionen“, beschrieb Eziakonwa die Verschiebung, die sie für notwendig hält. Die bisherige öffentliche Entwicklungshilfe habe weiterhin eine Funktion, etwa bei Bildung, Technologietransfer oder der Absicherung von Investitionen. Sie könne jedoch nicht die Grundlage für Afrikas wirtschaftliche Entwicklung bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die entscheidenden Mittel müssten stärker aus den afrikanischen Volkswirtschaften selbst kommen. Eziakonwa nannte dafür die Mobilisierung eigener Ressourcen, einen größeren innerafrikanischen Handel, regionale Integration und die Verarbeitung von Rohstoffen auf dem Kontinent.</p>



<h2 id="h-rohstoffe-sollen-starker-in-afrika-verarbeitet-werden" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-sollen-staerker-in-afrika-verarbeitet-werden">Rohstoffe sollen stärker in Afrika verarbeitet werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders bei kritischen Mineralien sieht die UN-Untergeneralsekretärin einen Ansatzpunkt. Statt Rohstoffe überwiegend unverarbeitet zu exportieren, sollten afrikanische Staaten mehr Wertschöpfung im eigenen Land aufbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch könnten zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und ein größerer Anteil der Erlöse auf dem Kontinent verbleiben. Eziakonwa verbindet diesen Ansatz mit der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone, deren Umsetzung sie bereits während ihrer vorherigen Tätigkeit beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen unterstützt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Menschen innerhalb Afrikas müsse verbessert werden. Jedes Land müsse stärker kontrollieren können, wie seine eigenen Ressourcen durch die Volkswirtschaft fließen und für die Entwicklung genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sinkende öffentliche Entwicklungshilfe bezeichnete Eziakonwa als Realität, die auch die Vereinten Nationen unmittelbar spürten. Mehrere UN-Organisationen seien von Kürzungen betroffen. Die Entwicklung des Kontinents dürfe deshalb nicht an einem schrumpfenden Hilfsmodell ausgerichtet werden.</p>



<h2 id="h-afrika-will-starkeren-einfluss-im-un-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="afrika-will-staerkeren-einfluss-im-un-sicherheitsrat">Afrika will stärkeren Einfluss im UN-Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Wirtschafts- und Finanzfragen erwartet Eziakonwa bei der 81. UN-Generalversammlung eine verstärkte afrikanische Initiative zur Reform globaler Institutionen. <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/" data-type="post" data-id="27535">Besonders den UN-Sicherheitsrat nannte sie als zentrales Thema.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kontinent mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern und der größten regionalen Staatengruppe innerhalb der Vereinten Nationen könne dauerhaft nicht ohne entsprechenden Einfluss im Sicherheitsrat bleiben, argumentierte die Sonderberaterin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten würden sich inzwischen weniger als Empfänger von Entscheidungen verstehen, die andernorts getroffen werden. Eziakonwa sprach von Staaten, die zunehmend als „Gestalter und Mitarchitekten“ internationaler Agenden auftreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verwies dabei unter anderem auf die südafrikanische G20-Präsidentschaft, die internationalen Verhandlungen über Entwicklungsfinanzierung, den UN-Zukunftspakt sowie die Klimaverhandlungen. In diesen Bereichen sei der politische Einfluss afrikanischer Staaten gewachsen.</p>



<h2 id="h-finanzsystem-gerat-ebenfalls-ins-visier" class="wp-block-heading"><span id="finanzsystem-geraet-ebenfalls-ins-visier">Finanzsystem gerät ebenfalls ins Visier</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tansanias-vizepraesident-mpango-will-neue-globale-finanzarchitektur/" data-type="post" data-id="20257">Ein zweiter Schwerpunkt soll nach Eziakonwas Einschätzung die internationale Finanzarchitektur werden.</a> Afrikanische Staaten drängen seit Jahren auf Veränderungen bei Schulden, Finanzierungskosten, Kreditratings und der Verteilung von Sonderziehungsrechten des Internationalen Währungsfonds.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bestehende System sei nicht für die heutigen wirtschaftlichen Bedingungen geschaffen worden und müsse stärker an die Bedürfnisse von Entwicklungsländern angepasst werden, sagte Eziakonwa.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71149356-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-29674 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71149356-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71149356-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71149356-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71149356-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71149356-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71149356-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/UN71149356.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der Klimafinanzierung erwartet sie Forderungen aus Afrika. Der Kontinent verursacht nur einen vergleichsweise kleinen Anteil der weltweiten Treibhausgasemissionen, ist aber stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Afrikanische Staaten dürften deshalb insbesondere zusätzliche Mittel zur Anpassung an den Klimawandel sowie die Umsetzung vereinbarter Finanzierungen für klimabedingte Schäden und Verluste verlangen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-mehr-wertschopfung-und-industrialisierung" class="wp-block-heading"><span id="mehr-wertschoepfung-und-industrialisierung">Mehr Wertschöpfung und Industrialisierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Klima-, Rohstoff- und Industriepolitik sieht die UN-Sonderberaterin eng miteinander verbunden. <a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/" data-type="post" data-id="27743">Afrikanische Staaten wollen ihre Rolle bei kritischen Rohstoffen nutzen, um eigene Industrien aufzubauen, statt lediglich Lieferanten unverarbeiteter Mineralien zu bleiben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der wirtschaftliche Umbau soll zugleich Arbeitsplätze für die schnell wachsende junge Bevölkerung schaffen. Eziakonwa bezeichnete Afrikas Jugend als einen der am stärksten unterschätzten Vermögenswerte des Kontinents.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis 2050 werde etwa jeder vierte Mensch weltweit aus Afrika stammen. Dieses demografische Gewicht müsse sich auch stärker in internationalen Entscheidungsstrukturen widerspiegeln.</p>



<h2 id="h-friedensmissionen-unter-afrikanischer-fuhrung" class="wp-block-heading"><span id="friedensmissionen-unter-afrikanischer-fuehrung">Friedensmissionen unter afrikanischer Führung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Sicherheitspolitik gehört zu den afrikanischen Schwerpunkten bei den Vereinten Nationen. Eziakonwa nannte die Konflikte am Horn von Afrika, im Sudan, in der Region der Großen Seen und im Sahel sowie den gewalttätigen Extremismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-kaempft-mit-finanzierungskrise/" data-type="post" data-id="29629">Afrikanische Staaten würden sich dabei insbesondere für internationale Unterstützung von Initiativen und Friedenseinsätzen einsetzen, die auf dem Kontinent selbst geführt werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen sollen sich nach Eziakonwas Verständnis stärker an den Prioritäten der Afrikanischen Union orientieren. „Die Afrikanische Union definiert ihre Prioritäten. Die UN setzt ihre Möglichkeiten ein, um diese Prioritäten zu unterstützen“, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu bauen beide Organisationen ihre Abstimmung weiter aus. Ein neues Datensystem soll sichtbar machen, in welchen Bereichen UN-Mittel bereits die Ziele der Afrikanischen Union unterstützen, wo sich Programme überschneiden und wo Finanzierung fehlt.</p>
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		<title>Guterres zum Ende seiner Amtszeit: UN-Sicherheitsrat ist „praktisch gelähmt“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/guterres-zum-ende-seiner-amtszeit-un-sicherheitsrat-ist-praktisch-gelaehmt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 19:01:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>22 Prozent weniger Stellen, weniger humanitäre Hilfe und ein „praktisch gelähmter“ Sicherheitsrat: António Guterres zieht zum Ende seiner Amtszeit Bilanz. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguterres-zum-ende-seiner-amtszeit-un-sicherheitsrat-ist-praktisch-gelaehmt%2F&amp;action_name=Guterres%20zum%20Ende%20seiner%20Amtszeit%3A%20UN-Sicherheitsrat%20ist%20%E2%80%9Epraktisch%20gel%C3%A4hmt%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-zum-ende-seiner-amtszeit-un-sicherheitsrat-ist-praktisch-gelaehmt/">Guterres zum Ende seiner Amtszeit: UN-Sicherheitsrat ist „praktisch gelähmt“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres sieht den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen durch die geopolitischen Konflikte der Großmächte weitgehend handlungsunfähig und fordert eine Neuordnung der internationalen Machtverhältnisse. In einem aktuellen Interview mit&nbsp;<em>Financial Times</em>-Auslandschef Alec Russell zog Guterres zum Ende seiner Amtszeit Bilanz über fast zehn Jahre an der Spitze der Vereinten Nationen. Zugleich bestätigte er massive Einschnitte bei Personal und Aktivitäten der UN infolge sinkender Finanzmittel. Afrika nannte er als eines der deutlichsten Beispiele für die überholte Machtverteilung im Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Sicherheitsrat ist in diesen zehn Jahren durch die geopolitischen Spaltungen praktisch gelähmt worden“, sagte Guterres. Als deutlichste Beispiele nannte er wiederholte russische Vetos im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine und Vetos der Vereinigten Staaten zu Israel und dem Nahen Osten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In zahlreichen weiteren Konflikten habe das Gremium nicht die nötige Handlungsfähigkeit gezeigt. Dadurch sei der Einfluss der Vereinten Nationen auf Konfliktparteien erheblich zurückgegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des Generalsekretärs hat sich dadurch ein „Gefühl der Straflosigkeit“ entwickelt. Der UN fehle zunehmend die Möglichkeit, Konfliktparteien glaubhaft mit politischen Konsequenzen zu konfrontieren.</p>



<h2 id="h-guterres-fordert-neue-machtverteilung-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="guterres-fordert-neue-machtverteilung-im-sicherheitsrat">Guterres fordert neue Machtverteilung im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich kritisierte Guterres die Zusammensetzung des Sicherheitsrats. Die heutigen internationalen Institutionen müssten die Welt von heute widerspiegeln und nicht mehr die Machtverhältnisse von 1945.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Europa sei unter den fünf ständigen Mitgliedern mit Frankreich, Großbritannien und Russland vertreten. „Europa ist nicht drei Fünftel der Welt“, sagte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/" data-type="post" data-id="27535">Afrika verfügt dagegen weiterhin über keinen ständigen Sitz im Sicherheitsrat. </a>Auch Lateinamerika ist nicht dauerhaft vertreten. Aus Asien gehört mit China ein Staat zu den fünf ständigen Mitgliedern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133821-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25916 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133821-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133821-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133821-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133821-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133821-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133821-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133821.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Guterres ist eine Anpassung dieser Machtverteilung langfristig unvermeidbar. Nicht nur der Sicherheitsrat, sondern auch die internationale Finanzarchitektur müsse sich an das veränderte Gewicht der verschiedenen Regionen und Staaten anpassen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigentliche Reformfrage betreffe deshalb nicht allein effizientere Verwaltungsstrukturen innerhalb der Vereinten Nationen. Sie betreffe die Verteilung politischer Macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Machtverhältnisse sind noch immer dysfunktional im Verhältnis zur heutigen Welt“, sagte Guterres. Darin liege ein Grund dafür, dass internationale Entscheidungen zunehmend blockiert würden.</p>



<h2 id="h-un-streicht-22-prozent-der-stellen" class="wp-block-heading"><span id="un-streicht-22-prozent-der-stellen">UN streicht 22 Prozent der Stellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-vor-finanzkrise-mitgliedstaaten-schulden-milliarden-an-pflichtbeitraegen/" data-type="post" data-id="24291">Parallel zum politischen Druck müssen die Vereinten Nationen mit deutlich weniger Geld arbeiten.</a> Guterres bestätigte, dass im UN-Haushalt für 2026 die Zahl der Stellen um 22 Prozent reduziert wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation habe sich bereits zwei Jahre zuvor auf einen starken Rückgang der verfügbaren Mittel vorbereitet. Guterres verwies dabei ausdrücklich auf die Erwartung eines Regierungswechsels in den Vereinigten Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN habe daraufhin Arbeitsabläufe umgestellt und versucht, mit weniger Ressourcen einen möglichst großen Teil ihrer Aufgaben aufrechtzuerhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-warnen-vor-finanzkollaps-bis-mitte-august/" data-type="post" data-id="27210">Trotz Liquiditätsproblemen seien die Gehälter bislang jeden Monat gezahlt worden</a>. Auch bis zum Ende des Jahres werde die Bezahlung der Beschäftigten gewährleistet sein, sagte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kürzungen betreffen jedoch nicht allein das UN-Sekretariat. Organisationen und Programme der Vereinten Nationen hätten ihr Personal und ihre Aktivitäten teilweise drastisch reduziert, nachdem die Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit eingebrochen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres wies die Befürchtung zurück, einzelne UN-Organisationen stünden unmittelbar vor dem Zusammenbruch. Die Präsenz vor Ort sei aufrechterhalten worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen für die betroffenen Menschen seien dennoch spürbar. Die Vereinten Nationen könnten weniger leisten als zuvor, sagte der Generalsekretär. Er verwies auf zusätzliche Todesfälle durch Hunger und fehlende Impfstoffe infolge unzureichender humanitärer Finanzierung.</p>



<h2 id="h-zusammenarbeit-mit-den-usa-trotz-politischer-differenzen" class="wp-block-heading"><span id="zusammenarbeit-mit-den-usa-trotz-politischer-differenzen">Zusammenarbeit mit den USA trotz politischer Differenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/" data-type="post" data-id="23396">Die Kürzungen und die kritische Haltung der US-Regierung zum Multilateralismus hätten nicht zum Abbruch der Zusammenarbeit zwischen Washington und den Vereinten Nationen geführt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verwies dabei ausdrücklich auf mehrere Konflikte in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/" data-type="post" data-id="21301">Bei der Westsahara arbeiteten die Vereinten Nationen und die Vereinigten Staaten gleichzeitig an Vermittlungsbemühungen.</a> Auch bei den Konflikten in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" data-type="category" data-id="25">Libyen</a> und Sudan gebe es eine enge Zusammenarbeit mit Washington.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen öffentlicher Rhetorik und der tatsächlichen diplomatischen Zusammenarbeit bestehe teilweise ein erheblicher Unterschied, sagte Guterres. Trotz unterschiedlicher Positionen in zahlreichen Fragen habe es in mehreren Bereichen eine wirksame Kooperation mit den USA gegeben.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Auch im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" data-type="category" data-id="27">Sudan</a> hält die UN an ihrer Position fest. Guterres erklärte, die Vereinten Nationen hätten beide Konfliktparteien ebenso wie die Einmischung ausländischer Mächte verurteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Möglichkeiten internationaler Vermittlung seien jedoch geringer geworden. Neben den eigentlichen Kriegsparteien beteiligten sich inzwischen oftmals weitere Akteure, die politische Lösungen erschwerten.</p>



<h2 id="h-multipolare-welt-verandert-die-vereinten-nationen" class="wp-block-heading"><span id="multipolare-welt-veraendert-die-vereinten-nationen">Multipolare Welt verändert die Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den zunehmenden Einfluss von Schwellen- und Mittelmächten bezeichnete Guterres grundsätzlich als positive Entwicklung. Die Welt bewege sich eindeutig in Richtung einer multipolaren Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend sei, ob diese neue Machtverteilung durch funktionierende internationale Institutionen begleitet werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres warnte davor, dass eine ungeordnete Multipolarität zu stärkerem Wettbewerb und schließlich zu mehr Konfrontation führen könne. Als historisches Beispiel verwies er auf Europa vor dem Ersten Weltkrieg, das ebenfalls durch mehrere konkurrierende Machtzentren geprägt gewesen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig stellte er die traditionelle Trennung zwischen „Globalem Norden“ und „Globalem Süden“ infrage. Die wachsende Bedeutung von Schwellenländern und neue wirtschaftliche, technologische und politische Verbindungen machten diese Einteilung zunehmend ungeeignet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist Zeit, dass die Supermächte die Grenzen ihrer Macht verstehen“, sagte Guterres. Das Gewicht einzelner Länder habe sich verändert. Großmächte könnten ihren Willen in internationalen Konflikten nicht mehr in gleicher Weise durchsetzen wie früher.</p>



<h2 id="h-reform-statt-ende-der-vereinten-nationen" class="wp-block-heading"><span id="reform-statt-ende-der-vereinten-nationen">Reform statt Ende der Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres widersprach zugleich Befürchtungen, die Vereinten Nationen könnten angesichts von Blockaden, finanziellen Problemen und neuen internationalen Machtzentren langfristig bedeutungslos werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation habe trotz aller Schwierigkeiten eine zentrale Funktion erfüllt: Einen direkten Krieg zwischen Großmächten zu verhindern. Auch der Sicherheitsrat habe dazu beigetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aufgabe bleibe bestehen. Guterres sieht deshalb nicht das Ende der Vereinten Nationen, sondern die Notwendigkeit einer reformierten Organisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" data-type="post" data-id="26282">Mit dem UN80-Prozess, dem Zukunftspakt und internen Reformen versucht das Sekretariat bereits, Strukturen zusammenzuführen, Kosten zu senken und die Arbeit stärker an messbaren Ergebnissen auszurichten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die weitergehende Frage der Machtverteilung können diese Verwaltungsreformen jedoch nicht lösen. Guterres sieht hier vor allem den Sicherheitsrat und die internationale Finanzordnung unter Anpassungsdruck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika bleibt dabei der größte nicht dauerhaft vertretene Kontinent im Machtzentrum der Vereinten Nationen.</p>
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			<media:title type="html">Guterres zum Ende seiner Amtszeit: UN-Sicherheitsrat ist „praktisch gelähmt“</media:title>
			<media:description type="html">António Guterres nennt den UN-Sicherheitsrat „praktisch gelähmt“, bestätigt 22 Prozent weniger Stellen und fordert eine neue Machtverteilung mit stärkerer Vertretung Afrikas.</media:description>
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		<title>Deutschland hat keine staatliche Reserven kritischer Rohstoffe – EU soll retten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-hat-keine-staatliche-reserven-kritischer-rohstoffe-eu-soll-retten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 18:45:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Keine staatlichen Reserven bei kritischen Rohstoffen: Deutschland lagert derzeit weder Seltene Erden noch andere strategische Rohstoffe im staatlichen Auftrag. Gleichzeitig führt Berlin eine Arbeitsgruppe der EU zur geplanten gemeinsamen Bevorratung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-hat-keine-staatliche-reserven-kritischer-rohstoffe-eu-soll-retten%2F&amp;action_name=Deutschland%20hat%20keine%20staatliche%20Reserven%20kritischer%20Rohstoffe%20%E2%80%93%20EU%20soll%20retten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-hat-keine-staatliche-reserven-kritischer-rohstoffe-eu-soll-retten/">Deutschland hat keine staatliche Reserven kritischer Rohstoffe – EU soll retten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland verfügt derzeit über keine staatlichen, halbstaatlichen oder im staatlichen Auftrag gehaltenen Vorräte kritischer und strategischer Rohstoffe. Die Bundesregierung bestätigte dies in einer am 27. August veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Gleichzeitig arbeitet das Bundeswirtschaftsministerium an einer europäischen Initiative zur koordinierten Bevorratung und prüft Möglichkeiten, Unternehmen beim Aufbau eigener Lagerbestände zu unterstützen. Welche Rohstoffe künftig auf europäischer Ebene bevorratet werden könnten, hält die Bundesregierung bislang unter Verschluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/" data-type="post" data-id="27743">Kritische Rohstoffe werden unter anderem für Halbleiter, Batterien, Energietechnik, Luft- und Raumfahrt sowie zahlreiche militärische Anwendungen benötigt.</a> Zu ihnen gehören etwa Seltene Erden, Gallium, Germanium, Grafit, Magnesium, Wolfram, Lithium, Nickel und Kobalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat der Europäischen Kommission offiziell gemeldet, dass Deutschland über keine entsprechenden staatlichen Reserven verfügt. Die Mitteilung erfolgte auf Grundlage des europäischen Critical Raw Materials Act. Das EU-Gesetz sieht unter anderem vor, Lieferketten zu überwachen, Risiken zu untersuchen und die strategischen Vorräte der Mitgliedstaaten stärker zu koordinieren.</p>



<h2 id="h-deutschland-fuhrt-arbeitsgruppe-fur-europaische-bevorratung" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-fuehrt-arbeitsgruppe-fuer-europaeische-bevorratung">Deutschland führt Arbeitsgruppe für europäische Bevorratung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel beteiligt sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie an den Vorbereitungen für eine gemeinsame europäische Rohstoffbevorratung. Das Ministerium arbeitet dazu in einer von der Bundesregierung als „Coalition of the Willing“ bezeichneten Gruppe an der Stockpiling-Initiative der Europäischen Kommission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland leitet dort die Arbeitsgruppe „Demand and Production“, die sich mit Nachfrage und Produktion beschäftigt. Unterstützt wird das Wirtschaftsministerium von der Deutschen Rohstoffagentur innerhalb der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative gehört zum europäischen Aktionsplan RESourceEU. Die Bundesregierung verfolgt dabei nach eigenen Angaben das im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vereinbarte Ziel, die Bevorratung wichtiger Rohstoffe zu erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Materialien zuerst in strategische Lager aufgenommen werden könnten, nennt die Bundesregierung jedoch nicht. Auch über mögliche Mengen macht sie keine Angaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der aktuelle Stand der Arbeiten ist nicht öffentlich“, heißt es in der Antwort. Die Bundesregierung kündigt lediglich an, zu einem späteren Zeitpunkt über die Ergebnisse der Beratungen zu informieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Auswahl spielen unter anderem die Abhängigkeit von einzelnen Lieferstaaten, die Bedeutung für die Verteidigungsindustrie, Lagerfähigkeit, Preisentwicklung sowie europäische Verarbeitungs- und Raffineriekapazitäten eine Rolle. Auch die Bedeutung einzelner Rohstoffe für kritische Infrastruktur fließt in die europäischen Überlegungen ein.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-kennt-umfang-privater-vorrate-nicht" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-kennt-umfang-privater-vorraete-nicht">Bundesregierung kennt Umfang privater Vorräte nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie umfangreich deutsche Unternehmen selbst kritische Rohstoffe lagern, kann die Bundesregierung ebenfalls nicht beziffern. Ihr lägen dazu keine Informationen vor, die über öffentlich zugängliche Unternehmensangaben und Medienberichte hinausgingen und nicht unter Geschäftsgeheimnisse fielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung prüft deshalb derzeit verschiedene Modelle, mit denen Unternehmen bei der Lagerhaltung unterstützt werden könnten. Dabei geht es grundsätzlich auch um steuerliche, finanzielle und regulatorische Möglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Entscheidung ist bislang nicht gefallen. „Die Bundesregierung prüft derzeit ergebnisoffen alle grundsätzlich infrage kommenden Optionen zur Unterstützung der Lagerhaltung durch die Unternehmen“, heißt es in der Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für zusätzliche Instrumente zur Bevorratung sind derzeit auch keine eigenen Haushaltsmittel vorgesehen.</p>



<h2 id="h-rohstofffonds-finanziert-keine-lagerbestande" class="wp-block-heading"><span id="rohstofffonds-finanziert-keine-lagerbestaende">Rohstofffonds finanziert keine Lagerbestände</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der bestehende Rohstofffonds des Bundes verfolgt einen anderen Ansatz. Über ihn kann sich der Staat an Rohstoffprojekten beteiligen, die zur Sicherung und Diversifizierung der Versorgung der deutschen Wirtschaft beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Voraussetzung für eine Beteiligung sind Abnahmevereinbarungen mit deutschen oder europäischen Unternehmen. Der Fonds soll damit den langfristigen Zugriff auf Rohstoffquellen stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Strategische Lagerbestände finanziert er jedoch nicht. „Eine unmittelbare Unterstützung von Bevorratung findet durch den Rohstofffonds derzeit nicht statt“, stellt die Bundesregierung klar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch konkrete Lagerorte für mögliche zukünftige Reserven stehen noch nicht fest. Ob beispielsweise Seehäfen, Binnenhäfen, Industrieparks, Logistikzentren oder Bundesliegenschaften genutzt werden könnten, wird nach Angaben der Bundesregierung ergebnisoffen geprüft. Die Anforderungen hingen vom jeweiligen Modell einer möglichen Bevorratung ab.</p>



<h2 id="h-rohstoffe-fur-rustungsindustrie-und-hochtechnologie" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-fuer-ruestungsindustrie-und-hochtechnologie">Rohstoffe für Rüstungsindustrie und Hochtechnologie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/133-milliarden-euro-ruestungsexporte-deutschland-liefert-waffen-auch-nach-afrika/" data-type="post" data-id="29549">Die Bundesregierung hebt zugleich hervor, dass kritische Rohstoffe nicht nur für die Verteidigungsindustrie benötigt werden.</a> Die Bedarfe der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie unterschieden sich grundsätzlich nicht wesentlich von anderen Hochtechnologiebereichen wie Maschinen- und Fahrzeugbau, Pharma- und Medizintechnik, Elektro- und Energietechnik, Halbleitern sowie Luft- und Raumfahrt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2013_05_09_Demolition_P.jpg_8725845914-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25726 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2013_05_09_Demolition_P.jpg_8725845914-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2013_05_09_Demolition_P.jpg_8725845914-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2013_05_09_Demolition_P.jpg_8725845914-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2013_05_09_Demolition_P.jpg_8725845914-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2013_05_09_Demolition_P.jpg_8725845914-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2013_05_09_Demolition_P.jpg_8725845914-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2013_05_09_Demolition_P.jpg_8725845914.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der mengenmäßige Rohstoffbedarf der deutschen Verteidigungsindustrie sei im Vergleich zur zivilen Industrie sogar „deutlich geringer“. Abgesehen von der Munitionsproduktion arbeite die Branche hauptsächlich als Weiterverarbeiter und Systemintegrator.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Verringerung von Abhängigkeiten setzt die Bundesregierung außerdem auf Forschung und Recycling. Eigene staatliche Maßnahmen zur Substitution einzelner kritischer Rohstoffe ergreife sie nicht, unterstütze Unternehmen aber bei der Entwicklung von Ersatzmaterialien und Technologien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben soll die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie dazu beitragen, kritische Rohstoffe stärker aus Altgeräten, Batterien, Windkraft- und Photovoltaikanlagen, Fahrzeugen und industriellen Reststoffen zurückzugewinnen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-hat-keine-staatliche-reserven-kritischer-rohstoffe-eu-soll-retten%2F&amp;action_name=Deutschland%20hat%20keine%20staatliche%20Reserven%20kritischer%20Rohstoffe%20%E2%80%93%20EU%20soll%20retten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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			<media:title type="html">2013_05_09_Demolition_P.jpg_(8725845914)</media:title>
			<media:description type="html">Over 75 kilos of unexploded ordinances (UXOs), captured from al-Shabaab militants, are destroyed outside of Mogadishu at a safe location. A team, aided by the UN Somalia Mine Action agency and consisting of soldiers from Burundi and Uganda, dispose of weapons on a weekly basis in order to ensure the weapons no longer pose a risk to civilians. AU UN IST PHOTO / TOBIN JONES.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Nach gescheiterter UN-Kandidatur: Bundesregierung schweigt zu Unterstützern und Absprachen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-gescheiterter-un-kandidatur-bundesregierung-schweigt-zu-unterstuetzern-und-absprachen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 08:28:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer hat Deutschland bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat die Unterstützung verweigert? Die Bundesregierung macht dazu keine Angaben. Bekannt ist nun aber: Für externe Dienstleistungen im mehrjährigen Wahlkampf flossen mehr als 223.000 Euro.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-gescheiterter-un-kandidatur-bundesregierung-schweigt-zu-unterstuetzern-und-absprachen%2F&amp;action_name=Nach%20gescheiterter%20UN-Kandidatur%3A%20Bundesregierung%20schweigt%20zu%20Unterst%C3%BCtzern%20und%20Absprachen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung legt auch nach dem Scheitern der deutschen Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nicht offen, welche Staaten Deutschland unterstützt haben und welche Absprachen es im Vorfeld der Wahl gab. In einer am 26. August veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion machte sie dazu keine näheren Angaben. Das Auswärtige Amt verweist auf das Wahlgeheimnis bei Abstimmungen in internationalen Organisationen. Zugleich nennt die Bundesregierung erstmals konkrete Ausgaben für einen externen Dienstleister im mehrjährigen deutschen Wahlkampf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hatte seine Kandidatur bereits 2019 erklärt und anschließend über mehrere Bundesregierungen hinweg dafür geworben. Die Bewerbung war Teil zahlreicher außenpolitischer Termine und Gespräche. Eine Gesamtsumme der Kosten lasse sich deshalb nicht berechnen, erklärte die Bundesregierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Angaben macht sie lediglich zu einer externen Agentur. Das Unternehmen „Ahoy“ erhielt zwischen 2023 und 2026 Aufträge für Dienstleistungen im Gesamtwert von 223.813,43 Euro.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-kennt-abstimmungsverhalten-einzelner-staaten-nicht" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-kennt-abstimmungsverhalten-einzelner-staaten-nicht">Bundesregierung kennt Abstimmungsverhalten einzelner Staaten nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Staaten Deutschland bei der geheimen Wahl unterstützten und welche nicht, bleibt offen. Staaten veröffentlichten ihr Abstimmungsverhalten bei solchen Wahlen üblicherweise nicht, heißt es in der Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zu möglichen Zusagen oder Absprachen mit einzelnen Ländern oder Staatengruppen äußert sich die Bundesregierung nicht. Sie begründet dies mit dem Schutz der Integrität geheimer Wahlen und des Wahlgeheimnisses.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob öffentliche Äußerungen oder diplomatische Initiativen deutscher Vertreter das Wahlverhalten einzelner Staaten beeinflusst haben könnten, erklärte die Bundesregierung, ihr lägen dazu keine Erkenntnisse vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bleibt auch offen, welche konkreten Faktoren zum Scheitern der deutschen Bewerbung beigetragen haben. Die Bundesregierung verweist allgemein darauf, dass Staaten ihre Entscheidungen über nichtständige Sitze im Sicherheitsrat auf Grundlage „einer Vielzahl von Beweggründen“ träfen.</p>



<h2 id="h-baerbocks-wahl-zur-un-generalversammlung-war-getrenntes-verfahren" class="wp-block-heading"><span id="baerbocks-wahl-zur-un-generalversammlung-war-getrenntes-verfahren">Baerbocks Wahl zur UN-Generalversammlung war getrenntes Verfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion hatte zudem einen möglichen Zusammenhang mit der Kandidatur der früheren Außenministerin Annalena Baerbock für das Amt der Präsidentin der UN-Generalversammlung thematisiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28897 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung weist einen solchen Zusammenhang zurück. Sie habe Baerbock im März 2025 nominiert. <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-uebernimmt-praesidentschaft-der-80-un-generalversammlung/" data-type="post" data-id="19771">Die UN-Generalversammlung wählte sie am 2. Juni 2025 in geheimer Abstimmung zur Präsidentin ihrer 80. Sitzungsperiode.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kandidatur für dieses Amt sei „ein von der Kandidatur für einen nicht-ständigen Sitz im VN-Sicherheitsrat getrennter Vorgang“ gewesen, erklärte die Bundesregierung.</p>



<h2 id="h-entwicklungshilfe-soll-nicht-automatisch-vom-abstimmungsverhalten-abhangen" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungshilfe-soll-nicht-automatisch-vom-abstimmungsverhalten-abhaengen">Entwicklungshilfe soll nicht automatisch vom Abstimmungsverhalten abhängen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/entwicklungshilfe-im-sinkflug-verteidigungsetat-steigt-auf-184-milliarden-euro/" data-type="post" data-id="29371">Ein weiterer Teil der Anfrage betrifft die umfangreichen deutschen Zahlungen an das System der Vereinten Nationen und die Entwicklungszusammenarbeit.</a> Die AfD wollte wissen, ob Deutschland seine Unterstützung künftig stärker davon abhängig machen könnte, wie Partnerstaaten in den Vereinten Nationen abstimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verwies die Fraktion unter anderem auf Indien, Vietnam und Südafrika sowie deren Abstimmungsverhalten bei Resolutionen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung erklärte dazu, die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit aufstrebenden Volkswirtschaften liege im Interesse Deutschlands. Zu möglichen künftigen Vergabeentscheidungen äußerte sie sich nicht und verwies darauf, dass diese zum aktuellen Regierungshandeln gehörten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine mögliche geografische oder thematische Neuordnung der Entwicklungszusammenarbeit mit Staaten, die deutsche Positionen international nicht unterstützen, beantwortete sie nicht näher.</p>



<h2 id="h-deutschland-will-pflichtbeitrage-weiter-zahlen" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-will-pflichtbeitraege-weiter-zahlen">Deutschland will Pflichtbeiträge weiter zahlen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine grundlegende Änderung der deutschen Finanzierung der Vereinten Nationen kündigt die Bundesregierung ebenfalls nicht an. Die Pflichtbeiträge seien aufgrund der UN-Mitgliedschaft völkerrechtlich verbindlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Bundesregierung wird weiterhin ihre Pflichtbeiträge an die VN zahlen und ein verlässlicher Partner bleiben“, heißt es in der Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-dreht-geldhahn-zu-914-millionen-euro-weniger-fuer-die-un/" data-type="post" data-id="29350">Über freiwillige Beiträge werde dagegen anhand der politischen und inhaltlichen Prioritäten der Bundesregierung entschieden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Scheitern der Sicherheitsratsbewerbung führt nach Angaben der Bundesregierung nicht zu einem grundsätzlichen Rückzug aus internationalen Wahlkämpfen.<a href="https://fokus-afrika.de/auswaertiges-amt-wirbt-mit-fehlerhaftem-ki-video-fuer-sitz-im-un-menschenrechtsrat/" data-type="post" data-id="29452"> Deutschland werde weiterhin Kandidaturen in internationalen Organisationen betreiben.</a> Über einzelne Bewerbungen solle jeweils anhand der konkreten Umstände entschieden werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Weniger Geld, mehr Europa: Warum Team Europe jetzt wichtiger wird</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/weniger-geld-mehr-europa-warum-team-europe-jetzt-wichtiger-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 21:12:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=29540</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sinkende Gebermittel und geopolitische Veränderungen erhöhen den Druck auf die Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland setzt deshalb stärker auf Team Europe – und hat seine Entwicklungsplanung in mehreren Partnerländern bereits mit europäischen Programmen verzahnt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fweniger-geld-mehr-europa-warum-team-europe-jetzt-wichtiger-wird%2F&amp;action_name=Weniger%20Geld%2C%20mehr%20Europa%3A%20Warum%20Team%20Europe%20jetzt%20wichtiger%20wird&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Geopolitische Veränderungen und sinkende Beiträge von Geberstaaten erhöhen nach Einschätzung der Bundesregierung die Bedeutung von Team Europe in der Entwicklungszusammenarbeit. Die Bundesregierung erläuterte ihre Position am 12. August 2026 in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Deutschland will bilaterale Programme enger mit europäischen Maßnahmen verzahnen, Doppelstrukturen vermeiden und zusätzliche Finanzierungsquellen mobilisieren. In fünf Partnerländern hatte die europäische Programmplanung bereits dazu geführt, dass ausführliche deutsche Länderstrategien durch kürzere Dokumente ersetzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Team Europe bündelt die Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Kommission, der EU-Mitgliedstaaten und europäischer Finanzinstitutionen. Der Ansatz wurde 2020 eingeführt und soll europäische Aktivitäten in Partnerländern politisch, finanziell und operativ stärker koordinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Team-Europe-Ansatz bündelt die Ressourcen der EU und ihrer Mitgliedstaaten und leistet so einen maßgeblichen Beitrag, Europa als handlungsfähigen entwicklungspolitischen Akteur zu positionieren“, erklärte die Bundesregierung. Auch Deutschland gewinne dadurch „an Profil, Sichtbarkeit und Wirkung“.</p>



<h2 id="h-deutsche-landerstrategien-in-funf-staaten-verandert" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-laenderstrategien-in-fuenf-staaten-veraendert">Deutsche Länderstrategien in fünf Staaten verändert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die europäische Koordinierung hat bereits unmittelbare Auswirkungen auf die Planung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die bisherigen Länderstrategien des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für Bolivien, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" data-type="category" data-id="70">Ghana</a>, Kambodscha, Laos und Usbekistan wurden durch kürzere sogenannte Chapeaupapiere zu den gemeinsamen europäischen Programmdokumenten ersetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Dokumente beschreiben den deutschen Beitrag zum sogenannten Joint Programming und die entwicklungspolitischen Ziele Deutschlands. Joint Programming bezeichnet die gemeinsame Planung der EU und ihrer Mitgliedstaaten in einem Partnerland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der aktuellen Reform der deutschen Entwicklungspolitik verändert das BMZ diesen Ansatz jedoch wieder. Länderstrategien sollen als zentrales Instrument der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit gestärkt und zugleich verschlankt werden. Sie sollen künftig für alle deutschen Partnerländer erstellt, regelmäßig aktualisiert und als Grundlage für die Abstimmung mit anderen Gebern genutzt werden.</p>



<h2 id="h-team-europe-als-grundlage-fur-global-gateway" class="wp-block-heading"><span id="team-europe-als-grundlage-fuer-global-gateway">Team Europe als Grundlage für Global Gateway</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle spielt Team Europe auch bei der europäischen Investitionsstrategie Global Gateway. Die Bundesregierung bezeichnet den Ansatz als „Rückgrat“ für deren Umsetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Team-Europe-Initiativen sollen die politischen Ziele von Global Gateway in einzelnen Partnerländern konkretisieren. Die EU-Strategie umfasst unter anderem Investitionen in Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="454" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Global_Gateway_Forum_2023-1024x454.jpg" alt="" class="wp-image-29542 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Global_Gateway_Forum_2023-1024x454.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Global_Gateway_Forum_2023-300x133.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Global_Gateway_Forum_2023-768x340.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Global_Gateway_Forum_2023-380x168.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Global_Gateway_Forum_2023-800x354.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Global_Gateway_Forum_2023-1160x514.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Global_Gateway_Forum_2023.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Als finanzielle Grundlage der europäischen Außen- und Entwicklungspolitik dient unter anderem das Instrument „Neighbourhood, Development and International Cooperation Instrument – Global Europe“. Für den Zeitraum von 2021 bis 2027 umfasst es nach Angaben der Bundesregierung 79,5 Milliarden Euro.</p>
</div></div>



<h2 id="h-politische-stiftungen-und-kirchen-sind-eingebunden" class="wp-block-heading"><span id="politische-stiftungen-und-kirchen-sind-eingebunden">Politische Stiftungen und Kirchen sind eingebunden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An Team Europe sind neben staatlichen Stellen auch zivilgesellschaftliche Organisationen beteiligt. Politische Stiftungen unterstützen den Ansatz unter anderem bei Demokratieförderung, politischem Dialog und der Stärkung der Zivilgesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kirchliche Träger wirken nach Darstellung der Bundesregierung mittelbar an Team-Europe-Initiativen mit. Ihre Netzwerke reichen teilweise bis in abgelegene Regionen der Partnerländer und können dort etwa bei Hilfsprogrammen eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Private Unternehmen gelten dagegen nicht als direkte Teilnehmer von Team-Europe-Initiativen. Sie können sich über Investitionen oder öffentlich-private Entwicklungspartnerschaften beteiligen. Team Europe soll zugleich politische und regulatorische Rahmenbedingungen für lokale und internationale Investitionen verbessern und den Zugang zur Finanzierung unterstützen.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-verweist-auf-bestehende-kontrollen" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-verweist-auf-bestehende-kontrollen">Bundesregierung verweist auf bestehende Kontrollen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für deutsche Projekte innerhalb von Team Europe gelten nach Angaben der Bundesregierung dieselben Regeln wie für andere Maßnahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Dazu zählen Vorgaben zur Transparenz, Neutralität, Vergabe und fachlichen Auswahl von Projektträgern und Umsetzungspartnern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei gemeinsamen Finanzierungen werden mögliche Träger und Partner während der Projektprüfung bestimmt. Auch die Kontrolle der Mittelverwendung folgt den üblichen Verfahren der jeweils zuständigen Bundesministerien und Durchführungsorganisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag verfüge über „umfassende parlamentarische Kontrollrechte“. Für die Bewertung einzelner Team-Europe-Initiativen werden außerdem gemeinsam mit den beteiligten Partnern Indikatoren festgelegt, anhand derer ihre Wirkung gemessen werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Evaluierungen deutscher Beiträge erfolgen unter anderem durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die KfW Entwicklungsbank und das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit.</p>



<h2 id="h-weniger-gebermittel-erhohen-koordinierungsdruck" class="wp-block-heading"><span id="weniger-gebermittel-erhoehen-koordinierungsdruck">Weniger Gebermittel erhöhen Koordinierungsdruck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Veränderte internationale Rahmenbedingungen verstärken nach Einschätzung der Bundesregierung den Bedarf an gemeinsamer europäischer Entwicklungszusammenarbeit. Dazu zählt sie neben geopolitischen Veränderungen ausdrücklich auch veränderte Beiträge anderer Geberstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Team Europe soll deshalb nationale und europäische Maßnahmen stärker miteinander verbinden, Synergien nutzen und parallele Strukturen vermeiden. Gleichzeitig soll die gemeinsame europäische Zusammenarbeit zusätzliche Mittel für Entwicklungsprojekte mobilisieren.</p>
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		<item>
		<title>UN-Migrationspakt: Bundesregierung distanziert sich von &#8220;Remigration&#8221; und &#8220;Bevölkerungsaustausch&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-migrationspakt-bundesregierung-distanziert-sich-von-remigration-und-bevoelkerungsaustausch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 13:57:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der UN-Migrationspakt bleibt für Deutschland völkerrechtlich unverbindlich. Die Bundesregierung plant keine Überarbeitung und erwartet auch durch die neue UN-Fortschrittserklärung keinen messbaren Einfluss auf die Nettozuwanderung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-migrationspakt-bundesregierung-distanziert-sich-von-remigration-und-bevoelkerungsaustausch%2F&amp;action_name=UN-Migrationspakt%3A%20Bundesregierung%20distanziert%20sich%20von%20%26%238220%3BRemigration%26%238221%3B%20und%20%26%238220%3BBev%C3%B6lkerungsaustausch%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Migrationspakt entfaltet nach Auffassung der Bundesregierung keine völkerrechtliche Bindungswirkung und soll derzeit auch nicht überarbeitet werden. Die Bundesregierung legte ihre Position in einer am 13. August 2026 übermittelten Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion dar. Deutschland unterstützt den Pakt weiterhin als Rahmen für die internationale Zusammenarbeit bei Migration. Auch die im Mai von der UN-Generalversammlung verabschiedete Fortschrittserklärung ist rechtlich nicht verbindlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Globale Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration, kurz GCM, wurde 2018 in Marrakesch angenommen. Er umfasst 23 Ziele zur internationalen Zusammenarbeit und wird regelmäßig im Rahmen des International Migration Review Forum der Vereinten Nationen überprüft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bezeichnet den Pakt ausdrücklich als „politisches Rahmendokument“. Über seine Umsetzung auf nationaler und lokaler Ebene entscheiden die beigetretenen Staaten weiterhin selbst.</p>



<h2 id="h-deutschland-stimmt-neuer-un-erklarung-zu" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-stimmt-neuer-un-erklaerung-zu">Deutschland stimmt neuer UN-Erklärung zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim zweiten International Migration Review Forum vom 5. bis 8. Mai 2026 in New York überprüften die beteiligten Staaten die bisherige Umsetzung des Pakts. Deutschland hatte zuvor einen freiwilligen Staatenbericht eingereicht und sich an den Verhandlungen über die sogenannte Progress Declaration beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung stimmte der Erklärung am 20. Mai in der UN-Generalversammlung zu. Darin werden die Fortschritte bei den 23 Zielen des Migrationspakts bewertet und Empfehlungen für die weitere Umsetzung formuliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch daraus entsteht nach Darstellung der Bundesregierung keine rechtliche Verpflichtung. Die Progress Declaration einschließlich ihrer Empfehlungen habe „keinen rechtlich verbindlichen Charakter“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/globaler-migrationspakt-igad-uberpruft-fortschritte/">Deutschland gab beim diesjährigen Überprüfungsforum außerdem freiwillige Selbstverpflichtungen, sogenannte Pledges, ab.</a> Diese stünden im Einklang mit der geltenden deutschen Gesetzgebung und unterstützten die migrationspolitischen Schwerpunkte der Bundesregierung im regionalen und internationalen Rahmen.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-plant-keine-anderung-des-pakts" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-plant-keine-aenderung-des-pakts">Bundesregierung plant keine Änderung des Pakts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Überarbeitung des UN-Migrationspakts ist nach Kenntnis der Bundesregierung derzeit nicht vorgesehen. Berlin unterstützt stattdessen die regelmäßige Überprüfung seiner Umsetzung und will dabei die eigenen migrationspolitischen Interessen und Prioritäten vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung setzt zugleich auf eine möglichst gemeinsame Position der EU-Mitgliedstaaten. Bei den Verhandlungen über die Fortschrittserklärung stimmte sie sich eng mit anderen EU-Staaten und weiteren Partnern ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der deutschen Delegation beim Forum nahmen Vertreter des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit teil. Hinzu kam ein Mitglied der äthiopischen Diaspora in Deutschland als Vertreterin der Zivilgesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Beteiligung reichte von der Generaldebatte über Veranstaltungen zur digitalen Steuerung von Migration bis zu Gesprächen über Diasporaorganisationen, Rückkehr nach Syrien, Migration und Entwicklungszusammenarbeit sowie den Schutz von Migrantinnen.</p>



<h2 id="h-usa-lehnen-erklarung-ab" class="wp-block-heading"><span id="usa-lehnen-erklaerung-ab">USA lehnen Erklärung ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-brechen-mit-un-migrationsforum/">Die Vereinigten Staaten nahmen nicht am diesjährigen Überprüfungsforum teil und lehnten dessen Abschlusserklärung ab.</a> Die Bundesregierung erklärte dazu, sie habe die amerikanische Position zur Kenntnis genommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konsequenzen für die eigene Haltung zum Migrationspakt leitet Berlin daraus nicht ab. Die Bundesregierung will den GCM weiterhin entlang ihrer eigenen migrationspolitischen Interessen und Prioritäten bewerten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="425" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Migration_Actions_Monday_June_4.jpg" alt="" class="wp-image-24538 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Migration_Actions_Monday_June_4.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Migration_Actions_Monday_June_4-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Migration_Actions_Monday_June_4-380x252.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Eine besondere Debatte entstand um Begriffe, die in der Kleinen Anfrage unter Bezug auf die US-Position verwendet wurden. Die Bundesregierung erklärte ausdrücklich, sich Bezeichnungen wie „Remigration“, „Massenmigration“, „Ersatz-Migration“, „Bevölkerungsaustausch“ oder „Großer Austausch“ nicht zu eigen zu machen. Sie verwende rechtlich und fachlich etablierte Terminologie.</p>
</div></div>



<h2 id="h-kein-erwarteter-einfluss-auf-nettozuwanderung" class="wp-block-heading"><span id="kein-erwarteter-einfluss-auf-nettozuwanderung">Kein erwarteter Einfluss auf Nettozuwanderung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage nach möglichen Auswirkungen des Migrationspakts auf Deutschland erklärte die Bundesregierung, sie erwarte keinen „abzubildenden Einfluss“ des GCM und der Progress Declaration auf die Nettozuwanderung, die Bevölkerungsstruktur, die Sozialsysteme oder die kulturelle Identität Deutschlands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung der Migration hänge grundsätzlich von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Rückkehrpolitik setzt Deutschland zugleich auf eine stärkere internationale Zusammenarbeit. Die Bundesregierung nennt insbesondere die Identifizierung und Rücknahme ausreisepflichtiger Personen sowie die Förderung freiwilliger Rückkehr und Reintegration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mögliche Belastungen von Ländern und Kommunen fließen nach Angaben der Bundesregierung in ihre Bewertung des Migrationspakts ein. Die Umsetzung des GCM werde an den migrationspolitischen Interessen und Prioritäten Deutschlands ausgerichtet.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN und Bundesregierung warnen vor zunehmender religiöser Gewalt </title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-und-bundesregierung-warnen-vor-zunehmender-religioeser-gewalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 21:20:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angriffe auf Gläubige, geschändete Gotteshäuser, Hass im Netz: UN-Generalsekretär António Guterres fordert Strafverfolgung und nimmt auch Internetkonzerne in die Pflicht. Die Bundesregierung warnt zugleich vor Terrorgruppen, autoritären Regimen und Desinformation.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-und-bundesregierung-warnen-vor-zunehmender-religioeser-gewalt%2F&amp;action_name=UN%20und%20Bundesregierung%20warnen%20vor%20zunehmender%C2%A0religi%C3%B6ser%C2%A0Gewalt%C2%A0&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres und die Bundesregierung warnen vor anhaltender Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer Religion oder Weltanschauung und fordern ein entschiedeneres Vorgehen gegen Täter, Hassrede und Diskriminierung. Anlass ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder Weltanschauung am 22. August. Guterres richtet seinen Appell zugleich an Regierungen, religiöse Führungspersönlichkeiten und Betreiber digitaler Plattformen. Der Religionsfreiheitsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Rachel, sieht neben Terrororganisationen auch autoritäre Regime, populistische Hetze und Desinformation als Ursachen solcher Gewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Überall auf der Welt greift Blutvergießen aufgrund religiöser Zugehörigkeit um sich“, erklärte Guterres. <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-warnt-vor-wachsendem-antimuslimischem-hass/">Religiöse Feste würden angegriffen, Gotteshäuser geschändet und Gläubige insbesondere aus religiösen Minderheiten seien sowohl online als auch außerhalb des Internets Anfeindungen ausgesetzt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Taten seien Angriffe auf Menschenrechte und Menschenwürde und müssten beendet werden.</p>



<h2 id="h-guterres-nimmt-auch-internetkonzerne-in-die-pflicht" class="wp-block-heading"><span id="guterres-nimmt-auch-internetkonzerne-in-die-pflicht">Guterres nimmt auch Internetkonzerne in die Pflicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär forderte Regierungen auf, die Verantwortlichen religiös motivierter Gewalttaten vor Gericht zu bringen und gegen Diskriminierung und Hassrede vorzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Religiöse Führungspersönlichkeiten müssten sich öffentlich gegen Gewalt stellen. <a href="https://fokus-afrika.de/un-hochkommissar-tuerk-will-menschenrechte-im-internet-verteidigen/" data-type="post" data-id="26579">Zugleich richtete Guterres einen ausdrücklichen Appell an Technologieunternehmen.</a> Sie sollten ihre Plattformen so gestalten und moderieren, dass Nutzer vor Stigmatisierung und der gezielten Suche nach gesellschaftlichen Sündenböcken geschützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn eine Gruppe verfolgt wird, ist keine Gruppe sicher“, warnte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Gedenktag richtet sich an die Opfer von Gewalt, die wegen ihrer Religion oder Weltanschauung angegriffen wurden.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-sieht-verbindung-zu-wachsenden-konflikten" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-sieht-verbindung-zu-wachsenden-konflikten">Bundesregierung sieht Verbindung zu wachsenden Konflikten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Thomas Rachel, Beauftragter der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, beschrieb Gewalt aufgrund religiöser oder weltanschaulicher Zugehörigkeit als weltweites Problem.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="892" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-26846 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped-300x279.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped-768x714.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped-380x353.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped-800x743.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Alle Menschen auf der ganzen Welt haben ein unteilbares Recht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit“, erklärte Rachel. Dieses Recht sei völkerrechtlich garantiert und in Deutschland zusätzlich im Grundgesetz verankert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl entsprechender Gewalttaten stehe auch mit der wachsenden Zahl gewaltsamer Konflikte und zunehmender politischer Instabilität in Verbindung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Rachel verwies besonders auf nichtstaatliche Akteure und Terrororganisationen, die religiöse oder weltanschauliche Minderheiten angreifen, um eigene Interessen durchzusetzen.</p>



<h2 id="h-autoritare-regime-hetze-und-desinformation" class="wp-block-heading"><span id="autoritaere-regime-hetze-und-desinformation">Autoritäre Regime, Hetze und Desinformation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beauftragte der Bundesregierung beschränkt die Ursachen jedoch nicht auf terroristische Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch „Machenschaften autoritärer Regime sowie populistische Hetze und Desinformation“ führten weltweit immer wieder zu Gewalt gegen Andersgläubige oder Menschen, die keiner Religion angehören wollten, erklärte Rachel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit nennt die Bundesregierung neben unmittelbar religiös motivierter Gewalt auch politische Repression und öffentliche Hetze als Faktoren, die Übergriffe auf religiöse und weltanschauliche Minderheiten begünstigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-religionsbeauftragter-rachel-reist-in-gewaltregion/">Rachel berichtete, bei Gesprächen in Deutschland und auf internationalen Reisen unmittelbar mit Betroffenen von Gewalt sowie Angehörigen gesprochen zu haben.</a> Er bekräftigte, sich weiter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit einzusetzen.</p>



<h2 id="h-schutz-auch-fur-menschen-die-ihren-glauben-verlassen" class="wp-block-heading"><span id="schutz-auch-fuer-menschen-die-ihren-glauben-verlassen">Schutz auch für Menschen, die ihren Glauben verlassen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonderes Augenmerk richtet die Bundesregierung auf Menschen, die ihre Religion verlassen, wechseln oder Glaubensvorschriften infrage stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rachel forderte dazu auf, auch diejenigen aktiv zu schützen, die aufgrund solcher Entscheidungen zur Zielscheibe von Diskriminierung, Hassrede oder körperlicher Gewalt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit umfasst Religions- und Weltanschauungsfreiheit nach dem Verständnis der Bundesregierung nicht nur das Recht, eine Religion auszuüben. Geschützt werden soll ebenso die Entscheidung, die eigene Religion zu wechseln, sie zu verlassen oder keiner Religion anzugehören.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA werfen Baerbock Überschreitung ihrer Rolle bei UN-Chef-Wahl vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-werfen-baerbock-ueberschreitung-ihrer-rolle-bei-un-chef-wahl-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 20:13:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Offener Konflikt bei den Vereinten Nationen: Die USA werfen Annalena Baerbock vor, ihre Rolle bei der Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs zu überschreiten. Deutschland und zahlreiche andere Staaten verlangen zugleich mehr Transparenz vom Sicherheitsrat.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-werfen-baerbock-ueberschreitung-ihrer-rolle-bei-un-chef-wahl-vor%2F&amp;action_name=USA%20werfen%20Baerbock%20%C3%9Cberschreitung%20ihrer%20Rolle%20bei%20UN-Chef-Wahl%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-werfen-baerbock-ueberschreitung-ihrer-rolle-bei-un-chef-wahl-vor/">USA werfen Baerbock Überschreitung ihrer Rolle bei UN-Chef-Wahl vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die USA haben die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, wegen ihres Vorgehens bei der Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs ungewöhnlich deutlich kritisiert. In einer offenen Debatte des Sicherheitsrats warf die amerikanische Vertreterin Baerbock vor, ihre Rolle in dem Verfahren zu überschreiten. Anlass sind zwei Schreiben an den Sicherheitsrat sowie eine Befragung zur Bewertung der Kandidaten. Gleichzeitig forderten zahlreiche Staaten mehr Transparenz bei der Wahl des Nachfolgers von António Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung wurde am 19. August während einer ganztägigen Debatte über die Arbeitsmethoden des UN-Sicherheitsrats öffentlich. Fast 60 Staaten und Organisationen beteiligten sich. Neben der Wahl des nächsten Generalsekretärs ging es um Vetorechte, die Beteiligung nichtständiger Mitglieder und eine seit Monaten blockierte Besetzung wichtiger Ausschussvorsitze.</p>



<h2 id="h-usa-kritisieren-baerbocks-schreiben-an-den-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="usa-kritisieren-baerbocks-schreiben-an-den-sicherheitsrat">USA kritisieren Baerbocks Schreiben an den Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Vertreterin Jennifer Locetta erklärte, Washington habe „außergewöhnlich große Einwände“ gegen das, was sie als „overreach“ der Präsidentin der Generalversammlung bezeichnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">Baerbock habe zwei Schreiben an den Sicherheitsrat geschickt, die den Eindruck erweckten, das Gremium habe im Auswahlverfahren für den nächsten Generalsekretär nicht ordnungsgemäß gehandelt. </a>Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" data-type="post_tag" data-id="336">USA</a> wiesen diesen Vorwurf zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser Rat hat das Auswahlverfahren entsprechend der Resolution 79/327 der Generalversammlung eingehalten“, erklärte Locetta.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-ueberzeugt-beim-ersten-un-town-hall-mit-ruf-nach-radikaler-un-reform/" data-type="post" data-id="29080">Zusätzlich kritisierte sie eine Befragung zur Leistung der Kandidaten während einer Veranstaltung am 23. Juli.</a> Diese sei aus amerikanischer Sicht „unfair, intransparent und beispiellos“ gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit tritt ein institutioneller Konflikt offen zutage, der das laufende Rennen um die Nachfolge von António Guterres begleitet. Während die Generalversammlung stärker in das Verfahren einbezogen werden soll, liegt die zentrale Entscheidung weiterhin beim Sicherheitsrat.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-kontrolliert-entscheidende-phase-der-auswahl" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-kontrolliert-entscheidende-phase-der-auswahl">Sicherheitsrat kontrolliert entscheidende Phase der Auswahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Artikel 97 der UN-Charta ernennt die Generalversammlung den Generalsekretär auf Empfehlung des Sicherheitsrats. Praktisch bedeutet dies, dass die 15 Mitglieder des Rates zunächst einen Kandidaten auswählen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Macht besitzen dabei die fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA. Ein Veto einer dieser Mächte kann eine Kandidatur stoppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat testet die Unterstützung derzeit in geheimen Probeabstimmungen. Gerade deren geringe Transparenz steht erneut in der Kritik. Shamala Kandiah Thompson, Direktorin des Thinktanks Security Council Report, erinnerte daran, dass bereits das Auswahlverfahren 2016 wegen der Geheimhaltung der sogenannten Straw Polls kritisiert worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse würden zwar häufig schnell öffentlich, allerdings nur über inoffizielle Kanäle. Dadurch bestehe die Gefahr, dass ungenaue Angaben verbreitet werden. Thompson schlug deshalb vor, eine offizielle Veröffentlichung der Ergebnisse zu prüfen.</p>



<h2 id="h-deutschland-fordert-transparentere-auswahl" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-fordert-transparentere-auswahl">Deutschland fordert transparentere Auswahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland stellte sich in der Debatte hinter Forderungen nach einem möglichst offenen Verfahren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="639" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/10a4148d-227d-4e04-aad4-8279281af579-1024x639.jpeg" alt="" class="wp-image-29474 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/10a4148d-227d-4e04-aad4-8279281af579-1024x639.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/10a4148d-227d-4e04-aad4-8279281af579-300x187.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/10a4148d-227d-4e04-aad4-8279281af579-768x479.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/10a4148d-227d-4e04-aad4-8279281af579-380x237.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/10a4148d-227d-4e04-aad4-8279281af579-800x499.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/10a4148d-227d-4e04-aad4-8279281af579.jpeg 1026w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Auswahl des nächsten Generalsekretärs müsse „so inklusiv und transparent wie möglich“ gestaltet werden, erklärte der deutsche Vertreter. Deutschland warnte zugleich vor einem übermäßigen Gebrauch des Vetorechts und unterstützte Bemühungen, Vetos insbesondere bei Massengräueltaten einzuschränken.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch andere Staaten forderten stärkere Informationsrechte für die Generalversammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ägypten verlangte vom Sicherheitsrat, seinen Zeitplan und seine Arbeitsverfahren klar bekanntzugeben und regelmäßig mit dem Präsidenten der Generalversammlung sowie den übrigen UN-Mitgliedern zu kommunizieren. Zugleich forderte Kairo eine stärkere Rolle der Generalversammlung bei der Auswahl des UN-Chefs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Japan verlangte ebenfalls mehr Transparenz, Inklusivität und Berechenbarkeit. Neuseeland erklärte im Namen der Gruppe für Rechenschaftspflicht, Kohärenz und Transparenz, Offenheit schwäche die Rolle des Sicherheitsrats nicht, sondern erhöhe die Legitimität seiner Empfehlung an die Generalversammlung.</p>



<h2 id="h-streit-fallt-mitten-in-laufendes-rennen-um-guterres-nachfolge" class="wp-block-heading"><span id="streit-faellt-mitten-in-laufendes-rennen-um-guterres-nachfolge">Streit fällt mitten in laufendes Rennen um Guterres-Nachfolge</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Sicherheitsrat bereits mit der Bewertung der Kandidaten begonnen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/grynspan-fuehrt-erste-un-abstimmung-an-macky-sall-nur-auf-platz-fuenf/" data-type="post" data-id="29185">In der ersten geheimen Probeabstimmung Ende Juli hatte Rebeca Grynspan aus Costa Rica geführt.</a><a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-rodrigues-birkett-uebernimmt-fuehrung-macky-sall-ohne-fortschritt/" data-type="post" data-id="29468"> Bei der zweiten Runde am 21. August übernahm Carolyn Rodrigues Birkett aus Guyana die Spitze. Die Ergebnisse werden vom Sicherheitsrat nicht offiziell veröffentlicht.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik an der Geheimhaltung des Verfahrens gewinnt damit zusätzlich an Gewicht. Thompson warnte, dass gerade inoffiziell verbreitete Ergebnisse Unsicherheit schaffen könnten. Der Sicherheitsrat müsse prüfen, ob eine offizielle Bekanntgabe mehr Klarheit schaffen würde.</p>



<h2 id="h-afrikanische-union-fordert-mehr-einfluss-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-union-fordert-mehr-einfluss-im-sicherheitsrat">Afrikanische Union fordert mehr Einfluss im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte über Arbeitsmethoden ging zugleich deutlich über die Wahl des Generalsekretärs hinaus. <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" data-type="post" data-id="22119">Vertreter afrikanischer Staaten und der Afrikanischen Union verlangten mehr Beteiligung bei Entscheidungen des Sicherheitsrats.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beobachter der Afrikanischen Union verwies darauf, dass ein großer Teil der Tagesordnung des Rates afrikanische Konflikte betrifft. Wenn die Arbeitsmethoden des Sicherheitsrats nicht funktionierten, seien die Folgen unmittelbar in Afrika zu spüren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU forderte deshalb eine institutionalisierte Beteiligung an Sitzungen des Sicherheitsrats. Ein Rat, der vor Entscheidungen zuhöre, Verantwortung bei der Ausarbeitung von Resolutionen teile und seine Ausschüsse arbeitsfähig halte, werde „Afrika besser dienen“, erklärte der Vertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria schlug klarere Kriterien dafür vor, wann besonders von einem Konflikt betroffene Staaten an Beratungen teilnehmen dürfen. Dazu könnten Nachbarstaaten eines Konfliktgebiets sowie Länder gehören, die Truppen oder Polizeikräfte für UN-Einsätze stellen.</p>



<h2 id="h-seit-monaten-sind-wichtige-un-ausschusse-blockiert" class="wp-block-heading"><span id="seit-monaten-sind-wichtige-un-ausschuesse-blockiert">Seit Monaten sind wichtige UN-Ausschüsse blockiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlichen Druck erzeugt ein ungewöhnlicher institutioneller Stillstand. Der Sicherheitsrat hat sich 2026 bislang nicht auf die Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden seiner Unterorgane einigen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um die längste Verzögerung seit Beginn entsprechender Aufzeichnungen im Jahr 1979. Bereits 2025 war eine Einigung erst Ende Mai erreicht worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Streit hängt unter anderem mit dem Vorsitz des Ausschusses zusammen, der mit den früheren UN-Sanktionen gegen Iran verbunden ist, sowie mit dem Konflikt über die Wiedereinsetzung von Sanktionen über den sogenannten Snapback-Mechanismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen reichen über organisatorische Fragen hinaus. Arbeitsgruppen funktionieren nur eingeschränkt, Sanktionsausschüsse werden nicht regulär unterrichtet und Kontrollmechanismen verlieren an Wirksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bezeichnete die anhaltende Blockade als nicht hinnehmbar. Ein geeinter Sicherheitsrat könne viel erreichen, erklärte der deutsche Vertreter. Wenn das Gremium dagegen ineffizient oder gelähmt sei, schwäche dies das Vertrauen in die Vereinten Nationen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Generalsekretär: Rodrigues Birkett übernimmt Führung – Macky Sall ohne Fortschritt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-rodrigues-birkett-uebernimmt-fuehrung-macky-sall-ohne-fortschritt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 19:39:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Machtwechsel im Rennen um die UN-Spitze: Carolyn Rodrigues Birkett übernimmt die Führung. Macky Sall bleibt bei sechs Unterstützern – während Ugandas Olara Otunnu den größten Sprung der zweiten Abstimmungsrunde macht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-generalsekretaer-rodrigues-birkett-uebernimmt-fuehrung-macky-sall-ohne-fortschritt%2F&amp;action_name=UN-Generalsekret%C3%A4r%3A%20Rodrigues%20Birkett%20%C3%BCbernimmt%20F%C3%BChrung%20%E2%80%93%20Macky%20Sall%20ohne%20Fortschritt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Carolyn Rodrigues Birkett aus Guyana hat im Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres die Führung übernommen. In der zweiten geheimen Probeabstimmung des UN-Sicherheitsrats am 21. August erhielt sie acht unterstützende Stimmen und verdrängte Rebeca Grynspan aus Costa Rica von Platz eins. Unter den beiden afrikanischen Kandidaten verbesserte sich Ugandas Olara Otunnu deutlich, während Senegals ehemaliger Präsident Macky Sall bei sechs Unterstützern blieb. Keiner der acht Kandidaten erreichte bislang die für eine formelle Empfehlung erforderlichen neun Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse der sogenannten Straw Polls werden vom Sicherheitsrat nicht offiziell veröffentlicht. Das auf die Vereinten Nationen spezialisierte Medium&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;veröffentlichte die Abstimmungszahlen unter Berufung auf Informationen aus dem Verfahren.</p>



<h2 id="h-rodrigues-birkett-zieht-an-grynspan-vorbei" class="wp-block-heading"><span id="rodrigues-birkett-zieht-an-grynspan-vorbei">Rodrigues Birkett zieht an Grynspan vorbei</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rodrigues Birkett erhielt acht „Encourage“-Stimmen, mit denen Mitglieder des Sicherheitsrats ihre Unterstützung signalisieren. Drei Mitglieder sprachen sich gegen sie aus, vier gaben keine Meinung ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/grynspan-fuehrt-erste-un-abstimmung-an-macky-sall-nur-auf-platz-fuenf/" data-type="post" data-id="29185">Damit liegt die frühere Außenministerin Guyanas knapp vor Rebeca Grynspan. </a>Die frühere Vizepräsidentin Costa Ricas und derzeitige Generalsekretärin der UN-Handels- und Entwicklungskonferenz UNCTAD kam auf sieben unterstützende Stimmen, vier Gegenstimmen und vier Enthaltungen beziehungsweise „No opinion“-Voten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Grynspan bedeutet das einen deutlichen Rückgang. Bei der ersten Probeabstimmung am 30. Juli hatte sie noch zehn unterstützende Stimmen erhalten und das Feld angeführt. Damals standen einer Gegenstimme vier unentschiedene Stimmen gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Rafael Grossi aus Argentinien erhielt diesmal sieben unterstützende Stimmen. Gegen den Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation stimmten jedoch sechs Ratsmitglieder. Nur zwei äußerten keine Meinung. Seine Unterstützung blieb damit gegenüber der ersten Runde stabil, während sich die Zahl seiner ablehnenden Stimmen von zwei auf sechs verdreifachte.</p>



<h2 id="h-macky-sall-bleibt-bei-sechs-unterstutzern" class="wp-block-heading"><span id="macky-sall-bleibt-bei-sechs-unterstuetzern">Macky Sall bleibt bei sechs Unterstützern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/senegal-stellt-sich-hinter-macky-sall-als-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="28981">Der frühere senegalesische Präsident Macky Sall konnte seine Position in der zweiten Runde nicht verbessern.</a> Er erhielt erneut sechs unterstützende Stimmen. Sieben Mitglieder des Sicherheitsrats sprachen sich gegen seine Kandidatur aus, zwei gaben keine Meinung ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit liegt Sall weiterhin hinter Rodrigues Birkett, Grynspan und Grossi. Anders als mehrere andere Bewerber konnte er zwischen den beiden Abstimmungen keine zusätzlichen Unterstützer gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sechs „Encourage“-Stimmen reichen zudem nicht für die neun Stimmen, die bei einer späteren formellen Entscheidung des Sicherheitsrats mindestens erforderlich wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist die reine Stimmenzahl nur ein Teil des Auswahlverfahrens. Für die endgültige Empfehlung dürfen die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats – China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA – keinen Kandidaten durch ein Veto blockieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch lässt sich aus den geheimen Probeabstimmungen nicht erkennen, von welchen Ratsmitgliedern Unterstützung oder Widerstand stammt.</p>



<h2 id="h-olara-otunnu-macht-grossten-sprung" class="wp-block-heading"><span id="olara-otunnu-macht-groessten-sprung">Olara Otunnu macht größten Sprung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-bekommt-konkurrenz-uganda-nominiert-olara-otunnu-fuer-un-spitze/" data-type="post" data-id="29122">Deutlich verbessert hat sich dagegen der zweite afrikanische Kandidat, Olara Otunnu aus Uganda. </a>Der frühere UN-Diplomat erhielt fünf unterstützende, fünf ablehnende und fünf unentschiedene Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der ersten Runde im Juli hatten lediglich zwei Mitglieder des Sicherheitsrats seine Kandidatur unterstützt. Damit hat Otunnu seine Zahl an Befürwortern mehr als verdoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er war erst im Juli von Uganda nominiert worden und stellte sich am 19. August den UN-Mitgliedstaaten in der Generalversammlung vor. Einen Tag später traf er gemeinsam mit der ebenfalls neu hinzugekommenen Kandidatin Ivonne A-Baki erstmals Mitglieder des Sicherheitsrats zu vertraulichen Gesprächen. Otunnu hatte sich dabei als Kandidat präsentiert, der seine Amtsführung eng an der UN-Charta ausrichten und die politische „Soft Power“ des Generalsekretärs nutzen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daniel Forti von der International Crisis Group sieht die Verschiebungen auch als Zeichen dafür, dass die fünf Vetomächte ihre Präferenzen zunehmend erkennen lassen. Nach zwei Abstimmungen habe jedoch noch kein Kandidat eine klare Mehrheit hinter sich versammelt.</p>



<h2 id="h-bachelet-verliert-stark-an-unterstutzung" class="wp-block-heading"><span id="bachelet-verliert-stark-an-unterstuetzung">Bachelet verliert stark an Unterstützung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den größten Verlierern der zweiten Runde gehört die frühere chilenische Präsidentin und ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Michelle Bachelet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur zwei Mitglieder des Sicherheitsrats unterstützten ihre Kandidatur. Sechs sprachen sich gegen sie aus, sieben enthielten sich einer Position. In der ersten Abstimmung hatte Bachelet noch sechs unterstützende Stimmen erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">María Fernanda Espinosa aus Ecuador kam auf vier unterstützende Stimmen, drei Gegenstimmen und acht unentschiedene Voten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schlecht schnitt Ivonne A-Baki ab. Die frühere ecuadorianische Diplomatin war erst nach der ersten Probeabstimmung von Tonga nominiert worden. Kein einziges Ratsmitglied stimmte dafür, ihre Kandidatur zu ermutigen. Acht votierten dagegen, sieben äußerten keine Meinung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit umfasst das Rennen inzwischen acht Kandidaten.</p>



<h2 id="h-lateinamerika-stellt-sechs-der-acht-kandidaten" class="wp-block-heading"><span id="lateinamerika-stellt-sechs-der-acht-kandidaten">Lateinamerika stellt sechs der acht Kandidaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sechs Bewerber stammen aus Lateinamerika und der Karibik. Neben Rodrigues Birkett, Grynspan, Grossi, Bachelet, Espinosa und A-Baki treten mit Sall und Otunnu zwei Afrikaner an.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71142187-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-29470 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71142187-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71142187-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71142187-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71142187-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71142187-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71142187-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71142187.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Eine informelle Tradition innerhalb der Vereinten Nationen sieht eine regionale Rotation des höchsten UN-Amtes vor. Für die kommende Amtszeit gilt Lateinamerika und die Karibik vielfach als die Region, die an der Reihe wäre.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig gibt es seit Jahren Forderungen, erstmals eine Frau an die Spitze der Vereinten Nationen zu wählen. Von den derzeit acht Kandidaten sind fünf Frauen und drei Männer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat allein wählt den Generalsekretär nicht. Er empfiehlt der UN-Generalversammlung einen Kandidaten. Dort entscheiden schließlich die 193 Mitgliedstaaten über die Ernennung.</p>



<h2 id="h-vetomachte-werden-spater-sichtbar" class="wp-block-heading"><span id="vetomaechte-werden-spaeter-sichtbar">Vetomächte werden später sichtbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Probeabstimmungen dienen zunächst dazu, die Unterstützung für die Kandidaten innerhalb des 15 Mitglieder umfassenden Sicherheitsrats auszuloten. Die Stimmzettel enthalten die Optionen „Encourage“, „Discourage“ und „No opinion“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später im Verfahren können farblich unterschiedliche Stimmzettel eingesetzt werden. Dadurch lässt sich erkennen, ob ein ablehnendes Votum von einem der fünf ständigen Mitglieder stammt und damit auf ein mögliches Veto hinweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat veröffentlicht die Ergebnisse der Probeabstimmungen nicht. Die Stimmzettel werden nach den Abstimmungen vernichtet. Dennoch gelangten die Ergebnisse auch in früheren Auswahlverfahren regelmäßig an Medien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die dänische UN-Botschafterin Christina Markus Lassen bestätigte als Präsidentin des Sicherheitsrats für August lediglich, dass die zweite Abstimmungsrunde stattgefunden habe. Die Kandidaten würden über die jeweiligen ständigen Vertretungen ihrer nominierenden Staaten informiert. Auch die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, werde über den Abschluss der Runde unterrichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Termin für die nächste Probeabstimmung nannte Lassen nicht. António Guterres&#8217; zweite und laut UN-Regularien letzte Amtszeit endet am 31. Dezember 2026.</p>
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		<item>
		<title>Auswärtiges Amt wirbt mit fehlerhaftem KI-Video für Sitz im UN-Menschenrechtsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/auswaertiges-amt-wirbt-mit-fehlerhaftem-ki-video-fuer-sitz-im-un-menschenrechtsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 18:44:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der verlorenen Wahl um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat wirbt Deutschland für den UN-Menschenrechtsrat. Ausgerechnet das offizielle KI-Video zeigt verfremdete Logos, ungenaue Karten und eine unpräzise Jahreszahl.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fauswaertiges-amt-wirbt-mit-fehlerhaftem-ki-video-fuer-sitz-im-un-menschenrechtsrat%2F&amp;action_name=Ausw%C3%A4rtiges%20Amt%20wirbt%20mit%20fehlerhaftem%20KI-Video%20f%C3%BCr%20Sitz%20im%20UN-Menschenrechtsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt wirbt mit einem KI-generierten Erklärvideo für Deutschlands Kandidatur im UN-Menschenrechtsrat. Der rund dreieinhalbminütige Clip soll die Arbeit des Gremiums erklären und zugleich die Bewerbung für die Amtszeit 2027 bis 2029 unterstützen. Ausgerechnet in diesem offiziellen Video erscheinen jedoch das UN-Logo, Weltkarten und weitere politische Symbole sichtbar verfremdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Veröffentlicht wurde der Film am 21. August 2026 in der Reihe „Einfach Außenpolitik“. Die Fehler sind mehr als ein ästhetisches Detail. Sie berühren eine außenpolitische Kommunikation, die in einer politisch heiklen Phase um Vertrauen und Einfluss wirbt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bewirbt sich erneut um einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat – auch vor dem Hintergrund der verlorenen Wahl um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Bei der Abstimmung im Juni 2026 setzten sich Österreich und Portugal gegen Deutschland durch. Für die Bundesregierung ist die Kandidatur für den Menschenrechtsrat damit eine weitere Gelegenheit, Deutschlands Anspruch auf eine aktive Rolle in den Vereinten Nationen zu unterstreichen.</p>



<h2 id="h-ki-bilder-verfremden-logos-und-landkarten" class="wp-block-heading"><span id="ki-bilder-verfremden-logos-und-landkarten">KI-Bilder verfremden Logos und Landkarten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Video verbindet einen gesprochenen Erklärungstext mit weitgehend künstlich erzeugten Illustrationen. Institutionelle Symbole erscheinen dabei nicht originalgetreu. Zu sehen sind unter anderem verfremdete Darstellungen des UN-Logos sowie ungenaue Land- und Weltkarten.</p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/Om_JTlG_BTo?si=5F4MdWTESuQ_8ivJ" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Fehler gehören zu den bekannten Schwächen generativer Bildmodelle. Die Systeme setzen Bilder nicht anhand verbindlicher Vorlagen zusammen, sondern erzeugen sie aus statistisch erlernten Mustern. Schriftzüge, Logos, Flaggen, Grenzen und andere fest definierte Symbole werden deshalb häufig verändert oder nur annähernd rekonstruiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem privaten Experiment wäre das kaum bemerkenswert. Bei einem offiziellen Informationsvideo des Auswärtigen Amts liegt die Verantwortung jedoch nicht bei der Software allein. Entscheidend ist, warum die Abweichungen vor der Veröffentlichung nicht erkannt und korrigiert wurden. Gerade bei den Vereinten Nationen, deren Arbeit stark von institutionellen Symbolen, Staaten und geografischen Darstellungen geprägt ist, wäre eine sorgfältige Prüfung naheliegend gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ministerium veröffentlichte den Clip anlässlich des 20-jährigen Bestehens des UN-Menschenrechtsrats. In der Tonspur wird erklärt, wie das 47 Mitglieder umfassende Gremium arbeitet, Staaten überprüft, Resolutionen verabschiedet und Sonderberichterstatter oder Untersuchungskommissionen einsetzen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit erfüllt das Video zwei Funktionen: Es soll außenpolitische Zusammenhänge verständlich machen und zugleich für Deutschlands Rückkehr in das Gremium werben. Die ungenauen Bilder stehen deshalb nicht bloß neben dem Inhalt. Sie beschädigen die Glaubwürdigkeit der Botschaft, die das Ministerium vermitteln will.</p>



<h2 id="h-ausgerechnet-kunstliche-intelligenz-ist-selbst-thema" class="wp-block-heading"><span id="ausgerechnet-kuenstliche-intelligenz-ist-selbst-thema">Ausgerechnet künstliche Intelligenz ist selbst Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Künstliche Intelligenz kommt in dem Video nicht nur bei der Gestaltung zum Einsatz. Sie wird auch ausdrücklich als Gegenstand der Menschenrechtsarbeit genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Menschenrechtsrat beschäftige sich mit aktuellen Fragen wie den „Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf den Schutz der Menschenrechte“, heißt es nach etwas mehr als einer Minute. Gemeint sind unter anderem Risiken für Privatsphäre, Meinungsfreiheit und Gleichbehandlung. Automatisierte Systeme können Entscheidungen über den Zugang zu Leistungen, über Überwachung oder über Sicherheitsmaßnahmen beeinflussen, ohne dass Betroffene nachvollziehen können, wie diese Entscheidungen zustande kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb wirkt die Gestaltung des Videos widersprüchlich. Das Ministerium erklärt, dass KI menschenrechtliche Risiken erzeugen kann, setzt sie aber zugleich für die eigene politische Kommunikation ein, ohne die sichtbaren Ergebnisse offenbar vollständig zu kontrollieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-zeigen-fehlerhafte-ki-afrika-karte-auf-aids-konferenz/">Die fehlerhaften KI-Bilder erinnern an einen ähnlichen Fall beim AIDS-Forum in Brasilien, wo die USA ebenfalls mit ungenauen Darstellungen für Kritik sorgten.</a> In beiden Fällen zeigt sich, dass generative Systeme bei staatlicher und internationaler Kommunikation nicht nur eine technische, sondern auch eine politische Frage aufwerfen. Wenn ein Ministerium für ein Gremium wirbt, das Transparenz, Rechenschaft und den Schutz vor Diskriminierung thematisiert, sollte auch der Einsatz solcher Systeme nachvollziehbar und sorgfältig geprüft werden.</p>



<h2 id="h-bewerbung-nach-verlorener-sicherheitsratswahl" class="wp-block-heading"><span id="bewerbung-nach-verlorener-sicherheitsratswahl">Bewerbung nach verlorener Sicherheitsratswahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" data-type="post" data-id="27897">Die Kandidatur für den Menschenrechtsrat steht auch im Zusammenhang mit Deutschlands gescheiterter Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat.</a> Bei der Wahl im Juni 2026 erhielten Österreich und Portugal die Sitze. Deutschland verlor damit eine wichtige Abstimmung um einen der einflussreichsten Posten im UN-System.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sitz im Menschenrechtsrat ist politisch weniger mächtig als ein Sitz im Sicherheitsrat. Für die internationale Positionierung eines Staates besitzt er dennoch Bedeutung. Die Mitglieder wirken an Resolutionen mit, prägen Debatten und können die Arbeit von Sonderberichterstattern sowie Untersuchungskommissionen beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland geht es daher nicht nur um ein weiteres Mandat. Die Bewerbung ist auch ein Signal: Trotz der Niederlage bei der Sicherheitsratswahl will die Bundesrepublik eine sichtbare Rolle in den Vereinten Nationen beanspruchen. Der Menschenrechtsrat bietet dafür ein Forum, in dem Deutschland seine Schwerpunkte bei Rechtsstaatlichkeit, digitalen Rechten und internationaler Strafverfolgung einbringen kann.</p>



<h2 id="h-deutschlands-schwerpunkte-fur-eine-mogliche-amtszeit" class="wp-block-heading"><span id="deutschlands-schwerpunkte-fuer-eine-moegliche-amtszeit">Deutschlands Schwerpunkte für eine mögliche Amtszeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine Mitgliedschaft von 2027 bis 2029 hat die Bundesregierung <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/resource/blob/2799146/d627aeb1a922a81827111eb134d3d107/pledges-commitments-data.pdf">freiwillige Verpflichtungen</a> bei den Vereinten Nationen vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen Reformen, die den Menschenrechtsrat wirksamer und inklusiver machen sollen. <a href="https://fokus-afrika.de/un-hochkommissar-tuerk-will-menschenrechte-im-internet-verteidigen/" data-type="post" data-id="26579">Zudem will Deutschland den UN-Hochkommissar für Menschenrechte und die Sonderverfahren des Rates weiterhin politisch und finanziell unterstützen.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="458" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/kandidatur-mrr-pic-1024x458.jpg" alt="" class="wp-image-29461 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/kandidatur-mrr-pic-1024x458.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/kandidatur-mrr-pic-300x134.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/kandidatur-mrr-pic-768x343.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/kandidatur-mrr-pic-380x170.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/kandidatur-mrr-pic-800x358.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/kandidatur-mrr-pic-1160x519.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/kandidatur-mrr-pic.jpg 1230w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zu den weiteren Schwerpunkten gehören Meinungs- und Pressefreiheit, digitale Rechte, der Schutz von Journalisten und Menschenrechtsverteidigern sowie Religions- und Weltanschauungsfreiheit. <a href="https://fokus-afrika.de/kampagne-gegen-internationalen-strafgerichtshof-eskaliert-usa-sanktionieren-icc-richter/" data-type="post" data-id="29424">Deutschland will außerdem den Internationalen Strafgerichtshof unterstützen</a> und sich mit den Rechten auf Wasser, Sanitärversorgung und angemessenen Wohnraum sowie dem Recht auf Privatsphäre befassen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt nennt zudem die Bekämpfung transnationaler Repression. Dabei geht es um Versuche autoritärer Staaten, Kritiker, Oppositionelle oder andere Zielpersonen auch außerhalb des eigenen Staatsgebiets unter Druck zu setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Deutschland den Sitz erhält, hängt von der Unterstützung anderer UN-Mitgliedstaaten ab. Die Bundesregierung muss dabei nicht nur ihre politischen Schwerpunkte erklären, sondern auch zeigen, dass sie für Verlässlichkeit und institutionelle Sorgfalt steht. Das KI-Video ist deshalb ein kleiner, aber sichtbarer Testfall für die Glaubwürdigkeit dieser Bewerbung.</p>
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			<media:description type="html">Das Auswärtige Amt wirbt mit einem KI-generierten Erklärvideo für Deutschlands Kandidatur im UN-Menschenrechtsrat. Der rund dreieinhalbminütige Clip soll die Arbeit des Gremiums erklären und zugleich die Bewerbung für die Amtszeit 2027 bis 2029 unterstützen. Ausgerechnet in diesem offiziellen Video</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Kampagne gegen Internationalen Strafgerichtshof eskaliert: USA sanktionieren ICC-Richter </title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kampagne-gegen-internationalen-strafgerichtshof-eskaliert-usa-sanktionieren-icc-richter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 09:55:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Angaben des ICC haben die amerikanischen Sanktionen inzwischen einen erheblichen Teil seiner Führung und seines juristischen Personals erreicht. Neun der insgesamt 18 Richter des Gerichts seien derzeit von den Vereinigten Staaten sanktioniert. Hinzu kommen beide stellvertretenden Ankläger, ein ehemaliger Ankläger und ein weiterer Mitarbeiter.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkampagne-gegen-internationalen-strafgerichtshof-eskaliert-usa-sanktionieren-icc-richter%2F&amp;action_name=Kampagne%20gegen%C2%A0Internationalen%20Strafgerichtshof%20eskaliert%3A%C2%A0USA%20sanktionieren%20ICC-Richter%C2%A0&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kampagne-gegen-internationalen-strafgerichtshof-eskaliert-usa-sanktionieren-icc-richter/">Kampagne gegen Internationalen Strafgerichtshof eskaliert: USA sanktionieren ICC-Richter </a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die USA haben den senegalesischen Juristen Abdoulaye Seye und die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs, Tomoko Akane aus Japan, mit Sanktionen belegt. Am 18. August verhängte die Regierung von Präsident Donald Trump die Maßnahmen gegen die beiden Mitarbeiter des Gerichts in Den Haag. Außenminister Marco Rubio begründet den Schritt mit dem Schutz der amerikanischen Souveränität vor einem Gericht, dessen Zuständigkeit Washington nicht anerkennt. Der Strafgerichtshof spricht dagegen von einem Angriff auf seine Unabhängigkeit und erklärt, inzwischen seien neun seiner 18 Richter sowie weitere führende Mitarbeiter von US-Sanktionen betroffen.</p>



<h2 id="h-senegalese-abdoulaye-seye-arbeitet-fur-die-anklagebehorde" class="wp-block-heading"><span id="senegalese-abdoulaye-seye-arbeitet-fuer-die-anklagebehoerde">Senegalese Abdoulaye Seye arbeitet für die Anklagebehörde</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abdoulaye Seye ist leitender Prozessanwalt im Büro des Anklägers des Internationalen Strafgerichtshofs. Mit seiner Aufnahme auf die US-Sanktionsliste trifft Washington damit auch einen hochrangigen afrikanischen Juristen innerhalb der Anklagebehörde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit Seye wurde Gerichtspräsidentin Tomoko Akane sanktioniert. Die Maßnahmen schneiden die Betroffenen vom amerikanischen Finanzsystem ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio stellte die Sanktionen als Teil einer breiter angelegten Kampagne seiner Regierung gegen den Strafgerichtshof dar. Erst im vergangenen Monat habe er eine diplomatische Initiative begonnen, um die aus Sicht Washingtons bestehende Bedrohung der amerikanischen Souveränität durch das Gericht zurückzudrängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Trump-Regierung sanktioniert ICC-Präsidentin Tomoko Akane und den leitenden Prozessanwalt Abdoulaye Seye in unserer unerschütterlichen Mission, Amerikaner vor dieser Farce von einem Gericht zu schützen“, erklärte Rubio.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA werfen dem Strafgerichtshof vor, seine Kompetenzen gegenüber Staaten und Staatsangehörigen auszudehnen, die sich seiner Gerichtsbarkeit nicht unterworfen haben. Weder die Vereinigten Staaten noch Israel sind Vertragsstaaten des Römischen Statuts, auf dessen Grundlage der Strafgerichtshof arbeitet.</p>



<h2 id="h-netanyahu-begrusst-vorgehen-gegen-den-strafgerichtshof" class="wp-block-heading"><span id="netanyahu-begruesst-vorgehen-gegen-den-strafgerichtshof">Netanyahu begrüßt Vorgehen gegen den Strafgerichtshof</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu begrüßte die neuen Sanktionen. Er bezeichnete den Internationalen Strafgerichtshof als ein „Scheingericht“, das seinen Machtmissbrauch mit der Sprache des internationalen Rechts verdecke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Netanyahu lobte Rubio für die Maßnahmen gegen eine aus seiner Sicht unrechtmäßige Ausweitung der Zuständigkeit des Gerichts. Verantwortliche des ICC müssten mit Konsequenzen rechnen, erklärte der israelische Regierungschef.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung zwischen Washington, Israel und dem Strafgerichtshof hat sich damit weiter auf die institutionelle Führungsebene des Gerichts verlagert. Neben Angehörigen der Anklagebehörde richtet sich die amerikanische Sanktionspolitik nun auch direkt gegen die Präsidentin des ICC.</p>



<h2 id="h-icc-neun-von-18-richtern-inzwischen-sanktioniert" class="wp-block-heading"><span id="icc-neun-von-18-richtern-inzwischen-sanktioniert">ICC: Neun von 18 Richtern inzwischen sanktioniert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof reagierte mit scharfer Kritik. Das Gericht bezeichnete die Maßnahmen gegen Akane und Seye als „eklatanten Angriff auf die Unabhängigkeit einer unparteiischen Justizinstitution“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-sec-general-UN-min-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-21933 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-sec-general-UN-min-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-sec-general-UN-min-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-sec-general-UN-min-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-sec-general-UN-min-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-sec-general-UN-min-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-sec-general-UN-min-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-sec-general-UN-min-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-11-icc-president-sec-general-UN-min.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des ICC haben die amerikanischen Sanktionen inzwischen einen erheblichen Teil seiner Führung und seines juristischen Personals erreicht. Neun der insgesamt 18 Richter des Gerichts seien derzeit von den Vereinigten Staaten sanktioniert. Hinzu kommen beide stellvertretenden Ankläger, ein ehemaliger Ankläger und ein weiterer Mitarbeiter.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Strafgerichtshof sieht dadurch nicht nur seine eigene Arbeit betroffen. <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-staerkt-internationalem-strafgerichtshof-demonstrativ-den-ruecken/">Maßnahmen gegen Richter, Staatsanwälte und Mitarbeiter untergrüben die Rechtsstaatlichkeit und erschwerten Opfern schwerster internationaler Verbrechen den Zugang zur Justiz.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Justizakteure bedroht werden, weil sie das Recht anwenden, gerät die internationale Rechtsordnung selbst in Gefahr“, erklärte das Gericht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-mali-und-niger-treten-aus-dem-internationalen-strafgerichtshof-aus/" data-type="post" data-id="20146">Der ICC kündigte an, seine Arbeit trotz des amerikanischen Drucks fortzusetzen und sich weiterhin hinter seine Mitarbeiter zu stellen.</a></p>



<h2 id="h-grundkonflikt-um-die-zustandigkeit-des-gerichts" class="wp-block-heading"><span id="grundkonflikt-um-die-zustaendigkeit-des-gerichts">Grundkonflikt um die Zuständigkeit des Gerichts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter dem Streit steht ein grundsätzlicher Konflikt über die Reichweite des Internationalen Strafgerichtshofs. Das Gericht verfolgt Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und das Verbrechen der Aggression auf Grundlage des Römischen Statuts.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-starten-negativ-kampagne-gegen-den-internationalen-strafgerichtshof/">Washington lehnt eine Gerichtsbarkeit des ICC über US-Staatsbürger ohne Zustimmung der Vereinigten Staaten ab. </a>Die Trump-Regierung argumentiert ähnlich im Zusammenhang mit Israel und bezeichnet Ermittlungen des Gerichts gegen Angehörige oder Vertreter von Staaten außerhalb des Statuts als unzulässigen Eingriff in deren Souveränität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Strafgerichtshof weist diese Sicht zurück. Er beruft sich auf das Mandat seiner Vertragsstaaten und betont, seine Richter und Ankläger handelten unabhängig auf Grundlage des Römischen Statuts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Seye steht nun auch ein senegalesischer Vertreter der Anklagebehörde unmittelbar im Zentrum dieses Konflikts. Der Senegal gehört zu den afrikanischen Staaten, aus denen zahlreiche Richter, Staatsanwälte und Juristen am Internationalen Strafgerichtshof hervorgegangen sind.</p>
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		<title>Deutschland dreht Geldhahn zu: 914 Millionen Euro weniger für die UN</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-dreht-geldhahn-zu-914-millionen-euro-weniger-fuer-die-un/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2026 10:28:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland gehört zu den größten Geldgebern der Vereinten Nationen. Doch 2025 zahlte der Bund 914 Millionen Euro weniger an das UN-System – besonders stark brachen freiwillige Projektmittel ein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-dreht-geldhahn-zu-914-millionen-euro-weniger-fuer-die-un%2F&amp;action_name=Deutschland%20dreht%20Geldhahn%20zu%3A%20914%20Millionen%20Euro%20weniger%20f%C3%BCr%20die%20UN&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschlands Zahlungen an das System der Vereinten Nationen sind innerhalb eines Jahres um rund 914 Millionen Euro gesunken. Im Jahr 2025 beliefen sie sich auf 3,241 Milliarden Euro nach 4,155 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang um rund 22 Prozent und betrifft vor allem freiwillige, projektbezogene Beiträge. Die Bundesregierung führt die niedrigeren Zahlungen auf die Konsolidierung des Bundeshaushalts zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch den <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/resource/blob/2798126/9ceb95c3e9fc070044c91dc0d61bba93/260812-bericht-data.pdf">Bericht</a> über die deutsche Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen in den Jahren 2024 und 2025. Darin beschreibt die Bundesregierung Deutschland weiterhin als einen der wichtigsten Geldgeber des internationalen Systems. 2024 war die Bundesrepublik nach eigenen Angaben insgesamt der zweitgrößte Finanzier des UN-Systems und viertgrößter Zahler von Pflichtbeiträgen. Ein abschließendes internationales Geberranking für 2025 liegt noch nicht vor.</p>



<h2 id="h-freiwillige-projektmittel-sinken-um-42-prozent" class="wp-block-heading"><span id="freiwillige-projektmittel-sinken-um-42-prozent">Freiwillige Projektmittel sinken um 42 Prozent</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei den freiwilligen projektbezogenen Beiträgen. Sie sanken von 2,445 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 1,417 Milliarden Euro 2025. Damit standen innerhalb eines Jahres gut 1,03 Milliarden Euro weniger für diese Kategorie zur Verfügung, ein Minus von rund 42 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Zahlungen an von UN-Organisationen verwaltete Fonds gingen zurück. Sie fielen von rund 718 Millionen auf knapp 502 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In die andere Richtung entwickelten sich die verpflichtenden und institutionellen Zahlungen. Die Pflichtbeiträge Deutschlands stiegen von knapp 587 Millionen auf mehr als 807 Millionen Euro. Die freiwilligen institutionellen Beiträge erhöhten sich von rund 405 Millionen auf knapp 516 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit entfiel 2025 ein größerer Anteil der deutschen UN-Finanzierung auf Pflicht- und institutionelle Beiträge, während insbesondere die projektbezogene Finanzierung deutlich niedriger ausfiel.</p>



<h2 id="h-auswartiges-amt-und-entwicklungsministerium-mit-niedrigeren-zahlungen" class="wp-block-heading"><span id="auswaertiges-amt-und-entwicklungsministerium-mit-niedrigeren-zahlungen">Auswärtiges Amt und Entwicklungsministerium mit niedrigeren Zahlungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden mit Abstand größten deutschen Geldgeber innerhalb der Bundesregierung blieben das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26888 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlungen des Auswärtigen Amtes an das UN-System gingen von 2,032 Milliarden Euro 2024 auf 1,385 Milliarden Euro im Jahr 2025 zurück. Das entspricht einem Minus von rund 647 Millionen Euro. Besonders stark sanken dessen freiwillige projektbezogene Beiträge von 1,103 Milliarden auf rund 442 Millionen Euro.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Entwicklungsministerium reduzierten sich die Zahlungen von 1,737 Milliarden auf 1,504 Milliarden Euro. Die projektbezogenen Beiträge des Ministeriums gingen dabei von 1,251 Milliarden auf rund 923 Millionen Euro zurück. Gleichzeitig stiegen dessen freiwillige institutionelle Beiträge von rund 303 Millionen auf knapp 404 Millionen Euro.</p>



<h2 id="h-undp-unicef-und-wfp-bleiben-zentrale-partner" class="wp-block-heading"><span id="undp-unicef-und-wfp-bleiben-zentrale-partner">UNDP, UNICEF und WFP bleiben zentrale Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der insgesamt niedrigeren Zahlungen blieb Deutschland bei mehreren großen UN-Organisationen einer der wichtigsten staatlichen Geldgeber. Beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP war die Bundesregierung im Berichtszeitraum nach eigenen Angaben der größte bilaterale Geber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Kinderhilfswerk UNICEF war Deutschland 2024 zweitgrößter staatlicher Geldgeber. Schwerpunkte der Zusammenarbeit waren unter anderem Ernährungssicherung, Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung. Auch beim Welternährungsprogramm WFP war die Bundesrepublik 2025 erneut der zweitgrößte bilaterale Geber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Organisationen sind in zahlreichen afrikanischen Staaten zentrale Partner der deutschen Entwicklungs- und Krisenpolitik. In der Zusammenarbeit mit UNDP nennt die Bundesregierung den Tschadsee, Äthiopien, Mosambik und Nigeria ausdrücklich als Schwerpunktregionen für Stabilisierungsmaßnahmen in Subsahara-Afrika.</p>



<h2 id="h-deutsche-krafte-in-westsahara-und-sudsudan" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-kraefte-in-westsahara-und-suedsudan">Deutsche Kräfte in Westsahara und Südsudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei UN-Friedenseinsätzen blieb Deutschland in Afrika präsent. Im Berichtszeitraum entsandte die Bundeswehr durchschnittlich rund 300 Soldatinnen und Soldaten zu den Missionen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/minurso/" data-type="post_tag" data-id="600">MINURSO</a> in der Westsahara, UNMISS im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" data-type="category" data-id="43">Südsudan</a> und UNIFIL im Libanon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September 2024 nahm Deutschland zudem seine Beteiligung mit Polizeikräften an der UN-Mission im Südsudan wieder auf. <a href="https://fokus-afrika.de/finanzkrise-gefaehrdet-polizeiarbeit-in-un-friedenseinsaetzen/" data-type="post" data-id="24377">Seit 2025 leitet ein deutscher Polizeibeamter die UNMISS-Polizeikomponente.</a> Die Bundesregierung unterstützt außerdem die Arbeit von UN-Sondergesandten im Sudan und in der Westsahara sowie die Vermittlungsarbeit der Vereinten Nationen in Libyen im Rahmen des Berliner Prozesses.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim UN-Peacekeeping-Ministertreffen im Mai 2025 in Berlin sagte die Bundesregierung zusätzliche Unterstützung von mehr als 82 Millionen Euro für Friedenseinsätze zu. Gleichzeitig mussten die Vereinten Nationen wegen ihrer Liquiditätskrise 2025 nach Angaben der Bundesregierung 15 Prozent des Jahresbudgets ihrer Friedensmissionen einsparen. Personal und Material der Missionen wurden infolgedessen um 30 Prozent reduziert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Organisation will Palantir-Vertrag trotz Warnungen verlängern</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-organisation-will-palantir-vertrag-trotz-warnungen-verlaengern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 14:07:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Welternährungsprogramm will weitere fünf Jahre mit Palantir zusammenarbeiten – obwohl ein interner UN-Audit ungelöste Datenschutzprobleme festhält. Die Software ist inzwischen tief in die weltweiten WFP-Lieferketten integriert.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-organisation-will-palantir-vertrag-trotz-warnungen-verlaengern%2F&amp;action_name=UN-Organisation%20will%20Palantir-Vertrag%20trotz%20Warnungen%20verl%C3%A4ngern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) will seine Zusammenarbeit mit dem US-Softwareunternehmen Palantir um weitere fünf Jahre verlängern, obwohl ein interner Prüfbericht ungelöste Datenschutz- und Risikofragen festhält. Die Unterzeichnung soll nach WFP-Quellen im August erfolgen. Palantir stellt dem WFP mit dem Digital Operations and Transformation System, kurz DOTS, eine zentrale Plattform zur Steuerung seiner weltweiten humanitären Lieferketten bereit. Innerhalb der UN-Organisation wächst zugleich der Widerstand gegen die Partnerschaft.</p>



<h2 id="h-interner-audit-sieht-probleme-mit-datenschutz" class="wp-block-heading"><span id="interner-audit-sieht-probleme-mit-datenschutz">Interner Audit sieht Probleme mit Datenschutz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der interne Prüfbericht des Büros des WFP-Generalinspekteurs stammt vom August 2025. Darin ist von „unzureichendem Risikomanagement“ und fehlenden angemessenen Richtlinien für den Datenschutz im Verhältnis zu Palantir die Rede. Die Prüfer stuften das Problem als hohe Priorität ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Seit Beginn der Partnerschaft wurden zentrale Datenschutzbedenken, die sowohl von internen als auch externen Beteiligten hinsichtlich der Nutzung von DOTS geäußert wurden, nicht angemessen behandelt“, heißt es in dem Bericht, über den&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;und&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;gemeinsam berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das WFP bestätigte gegenüber beiden Medien, dass eine Verlängerung des bestehenden Fünfjahresvertrags vorbereitet werde. Umfang und Bedingungen sollen demnach im Wesentlichen dem Vertrag von 2019 entsprechen.</p>



<h2 id="h-palantir-system-tief-in-wfp-strukturen-integriert" class="wp-block-heading"><span id="palantir-system-tief-in-wfp-strukturen-integriert">Palantir-System tief in WFP-Strukturen integriert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Palantir arbeitet bereits seit 2017 mit dem Welternährungsprogramm zusammen. 2019 wurde die Partnerschaft formalisiert. DOTS verbindet Daten aus unterschiedlichen Systemen und soll dem WFP helfen, Hilfslieferungen, Logistik und Lieferketten effizienter zu steuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ehemaliger WFP-Mitarbeiter, der intensiv mit der Palantir-Software gearbeitet habe, erklärte gegenüber&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;und&nbsp;<em>France 24</em>, inzwischen würden rund 98 Prozent der WFP-Operationen DOTS nutzen. Ein Ausstieg könnte deshalb technisch schwierig werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der interne Audit bemängelt, dass keine klar definierte Ausstiegsstrategie für DOTS existiere und mögliche Kosten eines Endes der Zusammenarbeit nicht ausreichend geklärt seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das WFP widerspricht allerdings der Darstellung, von einem einzelnen Technologieanbieter abhängig zu sein.</p>



<h2 id="h-millionen-menschen-in-biometrischer-wfp-datenbank" class="wp-block-heading"><span id="millionen-menschen-in-biometrischer-wfp-datenbank">Millionen Menschen in biometrischer WFP-Datenbank</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Datenschutzdebatte erhält zusätzlich Gewicht durch die Datenbestände des Welternährungsprogramms. Das WFP verwaltet mit seinem System SCOPE eine der weltweit größten biometrischen Datenbanken. Darin befinden sich Informationen über Millionen Menschen, darunter Empfänger humanitärer Hilfe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29307 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben früherer WFP-Verantwortlicher erhielt Palantirs System zwar Zugang zu Datensätzen über die <a href="https://fokus-afrika.de/wfp-verteilt-bargeld-an-2-millionen-menschen-im-sudan/">Verteilung humanitärer Hilfe</a>, nicht jedoch zu personenbezogenen Daten der Begünstigten. UN-Insider erklärten, biometrische SCOPE-Daten seien ausdrücklich von Palantir abgeschirmt worden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das WFP betont, sämtliche eigenen Daten selbst zu verarbeiten und zu kontrollieren. Technologieverträge enthielten strenge Vorgaben zu Datenschutz und Sicherheit.</p>



<h2 id="h-streit-uber-mogliche-nutzung-von-daten" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-moegliche-nutzung-von-daten">Streit über mögliche Nutzung von Daten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Fragen wirft eine Klausel des ursprünglichen Vertrags auf. Ein mit der Vereinbarung vertrauter Experte erklärte gegenüber den beiden Medien, Formulierungen zur Nutzung von Daten zur „Verbesserung der Systemleistung“ könnten theoretisch ermöglichen, Informationen zur Weiterentwicklung von Algorithmen zu verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Palantir weist eine solche Nutzung zurück. Das Unternehmen erklärte, Kundendaten weder für eigene Zwecke zu verwenden noch zu speichern oder zu verkaufen. „Wir verwenden Kundendaten nicht zum Trainieren von Modellen“, teilte ein Sprecher mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen erklärt auch auf seiner eigenen Plattform, Kundendaten grundsätzlich nicht zum Training seiner Modelle einzusetzen, sofern Kunden dies nicht ausdrücklich verlangen.</p>



<h2 id="h-widerstand-innerhalb-des-welternahrungsprogramms" class="wp-block-heading"><span id="widerstand-innerhalb-des-welternaehrungsprogramms">Widerstand innerhalb des Welternährungsprogramms</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb des WFP wird die Zusammenarbeit zunehmend kontrovers diskutiert. Im April 2026 fragte ein Mitarbeiter bei einer Sitzung in der WFP-Zentrale in Rom: „Warum arbeiten wir immer noch mit Palantir zusammen?“ Die Frage wurde nach Angaben von UN-Insidern mit Applaus von Mitarbeitern aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits zuvor hatten UN-Beschäftigte in einem Schreiben an die damalige WFP-Leitung Bedenken geäußert, die Partnerschaft könne im Widerspruch zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten der Organisation stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Kommunikation über Palantir war intern umstritten. Pedro Garbellini, der bis Ende 2025 in der Technologieabteilung des WFP arbeitete, beschrieb eine ungeschriebene Regel innerhalb der Organisation mit den Worten: „Nie über Palantir sprechen.“ Grund seien mögliche Reputationsrisiken gewesen.</p>



<h2 id="h-palantir-verweist-auf-effizienzgewinne" class="wp-block-heading"><span id="palantir-verweist-auf-effizienzgewinne">Palantir verweist auf Effizienzgewinne</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die technologische Abhängigkeit ist innerhalb des WFP ebenfalls umstritten. Während ein Mitarbeiter die Software gegenüber den recherchierenden Medien als wenig innovativ bezeichnete, bewertete ein anderer ehemaliger Nutzer DOTS als das beste verfügbare Werkzeug seiner Branche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Plattform ermögliche es, unterschiedliche Datensätze zusammenzuführen, eigene Anwendungen zu entwickeln und die gesamte Lieferkette zu optimieren. Ein Wegfall des Systems würde nach seiner Einschätzung die WFP-Lieferkette schwer beeinträchtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Palantir erklärte, stolz auf die Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ursprüngliche Vertrag von 2019 hatte einen angegebenen Wert von 45 Millionen US-Dollar und wurde als Pro-bono-Vereinbarung geschlossen. Das UN-Beschaffungsportal weist zugleich für den Zeitraum von 2017 bis 2024 Zahlungen an Palantir von insgesamt mehr als 10,5 Millionen Dollar aus. Das WFP erklärte, auch bei kostenlos bereitgestellter Software entstünden Kosten für Cloud-Infrastruktur, Hosting und zusätzlichen technischen Support.</p>



<h2 id="h-frankreich-beendet-zusammenarbeit-mit-palantir" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-beendet-zusammenarbeit-mit-palantir">Frankreich beendet Zusammenarbeit mit Palantir</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte über Palantir reicht inzwischen weit über das WFP hinaus. Frankreichs Inlandsgeheimdienst DGSI beendete im Juni seine Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen und wechselte zu einem heimischen Anbieter. Als Gründe wurden unter anderem Datensouveränität und digitale Widerstandsfähigkeit genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der deutsche Inlandsnachrichtendienst hat dem Bericht zufolge seine Zusammenarbeit mit Palantir beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Großbritannien steht die Nutzung der Technologie ebenfalls unter Druck. Der National Health Service musste im Mai einräumen, dass bestimmte Palantir-Mitarbeiter Zugriff auf identifizierbare Patientendaten haben können.</p>
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			<media:title type="html">World_Food_Programme_in_Liberia_002</media:title>
			<media:description type="html">Casual Laborers with the WFP (World Food Program) load food rations onto a truck in the Free Port of Monrovia.
Official USMC photo by Corporal Marcus L. Miller</media:description>
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		<title>UN warnt: Wahlen in Südsudan dürfen nicht verschoben werden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-warnt-wahlen-in-suedsudan-duerfen-nicht-verschoben-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 22:35:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wahl soll Südsudans jahrelange Übergangsphase beenden. Doch wenige Monate vor dem geplanten Termin fehlen zentrale Voraussetzungen und die Gewalt nimmt weiter zu.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vorbereitungen auf die für Dezember geplanten Wahlen in Südsudan liegen nach Einschätzung internationaler Beobachter deutlich hinter dem Zeitplan. Am 6. August befasste sich der UN-Sicherheitsrat in New York erneut mit der politischen Übergangsphase des Landes. Zentrale rechtliche, sicherheitspolitische und finanzielle Voraussetzungen sind weiterhin nicht erfüllt. <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-droht-rueckfall-in-krieg/" data-type="post" data-id="21376">Zugleich verschärfen bewaffnete Auseinandersetzungen, Vertreibung und die Festnahme führender Oppositionspolitiker die Spannungen. </a></p>



<h2 id="h-voraussetzungen-fur-die-wahl-bleiben-unerfullt" class="wp-block-heading"><span id="voraussetzungen-fuer-die-wahl-bleiben-unerfuellt">Voraussetzungen für die Wahl bleiben unerfüllt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leiterin der UN-Mission in Südsudan, Anita Kiki Gbeho, äußerte Zweifel daran, dass rechtzeitig die Bedingungen für glaubwürdige, friedliche und inklusive Wahlen geschaffen werden können. <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudans-praesident-kiir-setzt-parlamentsfuehrung-ab/" data-type="post" data-id="26323">Das Vertrauen zwischen den wichtigsten politischen Akteuren sei weiterhin gering.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">George Aggrey Owinow, Vorsitzender der Kommission zur Überwachung des Friedensabkommens von 2018, beschrieb die Wahlvorbereitungen als „weit hinter dem Zeitplan“. Wesentliche Voraussetzungen seien noch immer nicht erfüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergangsregierung hatte zuletzt beschlossen, die Ausarbeitung einer neuen Verfassung und die Volkszählung von der Wahl zu entkoppeln. Owinow kritisierte, dass diese Änderung nicht nach den im Friedensabkommen vorgesehenen Verfahren erfolgt sei. Er verlangte dringende Entscheidungen über die Zusammenführung der bewaffneten Kräfte, den politischen Handlungsspielraum der Parteien sowie die Finanzierung und Ausstattung der Wahlorgane.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlen wurden bereits mehrfach verschoben. Sie sollen die seit Jahren andauernde Übergangsphase des 2011 unabhängig gewordenen Landes beenden.</p>



<h2 id="h-kampfe-und-vertreibung-belasten-den-ubergang" class="wp-block-heading"><span id="kaempfe-und-vertreibung-belasten-den-uebergang">Kämpfe und Vertreibung belasten den Übergang</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur politischen Krise hat sich die Sicherheitslage kaum verbessert. UNMISS meldete bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen der Regierungsarmee und der oppositionellen Sudanesischen Volksbefreiungsarmee in Opposition im Bundesstaat Jonglei. Hinzu kommt kommunale Gewalt in Warrap und Lakes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Januar und Juni wurden mehr als 420.000 Menschen durch Gewalt vertrieben. <a href="https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-situation-im-suedsudan-geschlachtet-wie-ziegen/" data-type="post" data-id="26644">Südsudan hat zugleich rund 1,4 Millionen Menschen aufgenommen, die vor dem Krieg im benachbarten Sudan geflohen sind. </a>Auch Choleraausbrüche belasten die ohnehin schwachen staatlichen und medizinischen Strukturen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahresbeginn wurden 36 humanitäre Helfer getötet. Die Vereinten Nationen registrierten zudem 391 Vorfälle, bei denen Hilfsorganisationen behindert oder an ihrer Arbeit gehindert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNMISS schützt Zivilisten, begleitet Hilfslieferungen und unterstützt den politischen Prozess. Die Mission verfügt derzeit über 9.176 Soldaten. Der Sicherheitsrat hat eine Obergrenze von 12.500 Militärangehörigen genehmigt. Pakistan forderte, die erlaubte Truppenstärke vollständig auszuschöpfen und die Finanzierung der Mission sicherzustellen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-riek-machars-haft-verscharft-den-politischen-konflikt" class="wp-block-heading"><span id="riek-machars-haft-verschaerft-den-politischen-konflikt">Riek Machars Haft verschärft den politischen Konflikt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inhaftierung des Vizepräsidenten und Oppositionsführers Riek Machar bleibt ein zentraler Streitpunkt. Sein Verfahren dauert nach Angaben von UNMISS seit fast einem Jahr und hat mehr als 100 Verhandlungstage umfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten erklärten, ein ernsthafter politischer Dialog sei kaum möglich, solange der Vorsitzende der zweitgrößten Partei des Friedensabkommens unter Hausarrest stehe und vor Gericht gestellt werde. „Friedenstruppen können keinen politischen Willen erzeugen, wo keiner vorhanden ist“, sagte die amerikanische Vertreterin Jennifer Locetta.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Griechenland, Lettland und Frankreich kritisierten die Festnahme Machars und weiterer Politiker. Lettland bezeichnete ihre Freilassung als dringende vertrauensbildende Maßnahme. Frankreich verwies auf wiederholte Forderungen der Afrikanischen Union, Verfahren gegen aus politischen Gründen festgehaltene Personen zu beenden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Juba weist den Vorwurf politischer Justiz zurück. Kein Mensch stehe unabhängig von Amt oder politischer Stellung über dem Gesetz, erklärte Südsudans Vertreter Sabino Edward Nyawella Amaikwey. Alle Beschuldigten hätten Anspruch auf ein rechtsstaatliches Verfahren.</p>



<h2 id="h-regierung-und-un-streiten-uber-verantwortung" class="wp-block-heading"><span id="regierung-und-un-streiten-ueber-verantwortung">Regierung und UN streiten über Verantwortung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Juba widersprach auch Teilen der Berichte des UN-Generalsekretärs. Die Darstellung müsse auf überprüften Fakten und ausgewogenen Analysen beruhen, verlangte Amaikwey. Organisierte bewaffnete Gruppen würden in UN-Berichten teilweise verharmlosend als „bewaffnete Jugendliche“ bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Kritik an Veränderungen bei der Umsetzung des Friedensabkommens wies er zurück. „Die vorübergehende Abwesenheit bestimmter Führungspersönlichkeiten kann die Umsetzung eines Abkommens, das der gesamten Nation dienen soll, nicht unbegrenzt aussetzen“, erklärte der Botschafter.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung bezeichnete die verbleibenden Wahlprobleme als „bewältigbar“. Zu den größten Hindernissen zählten bewaffnete Gruppen, die wirtschaftliche Krise und die internationalen Sanktionen. Behinderungen der UN-Mission dürften nicht pauschal der Regierung zugerechnet werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Ratsmitglieder kritisierten dagegen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von UNMISS. Die Vereinigten Staaten erklärten, 84 von 86 zwischen April und Juli registrierten Verstößen gegen das Abkommen über den Status der Mission seien auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-frauen-und-madchen-besonders-von-gewalt-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="frauen-und-maedchen-besonders-von-gewalt-betroffen">Frauen und Mädchen besonders von Gewalt betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin des South Sudan Women’s Empowerment Network, Lilian Riziq, warnte vor einer weiter steigenden Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Fast 65 Prozent seien im Laufe ihres Lebens von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71147684-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-29260 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71147684-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71147684-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71147684-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71147684-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71147684-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71147684-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/UN71147684.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Juli und September 2025 registrierte UNMISS 147 Prozent mehr zivile Opfer konfliktbezogener sexueller Gewalt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zu den dokumentierten Verbrechen zählen Vergewaltigung, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung. Besonders hoch sei das Risiko in Bergbaugebieten mit schwacher staatlicher Kontrolle. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Riziq forderte eine stärkere Beteiligung von Frauen an Friedensverhandlungen, Übergangsjustiz und politischen Entscheidungen. Frauen seien nicht nur Opfer der Konflikte, sondern auch Friedensvermittlerinnen und Organisatorinnen innerhalb ihrer Gemeinden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland und China stellten sich gegen eine weitere Verschärfung des internationalen Drucks. Moskau erklärte, Südsudan benötige praktische Hilfe statt weiterer Kritik und verlangte eine Lockerung des Waffenembargos. China sprach sich ebenfalls für eine Anpassung oder Aufhebung der Sanktionen und stärkere wirtschaftliche Unterstützung aus.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Sicherheitsrat will weitere informelle Abstimmung über Nachfolge von Guterres</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-will-weitere-informelle-abstimmung-ueber-nachfolge-von-guterres/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 11:31:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hunger folgt dem Krieg und kann ihn weiter verschärfen: Der UN-Sicherheitsrat nimmt Ernährungskrisen und weitere Wahlen in den Blick.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-will-weitere-informelle-abstimmung-ueber-nachfolge-von-guterres%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20will%20weitere%20informelle%20Abstimmung%20%C3%BCber%20Nachfolge%20von%20Guterres&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Dänemark stellt den Zusammenhang zwischen bewaffneten Konflikten und Hunger in den Mittelpunkt seiner Präsidentschaft im UN-Sicherheitsrat. Die hochrangige Debatte ist für den 25. August in New York angesetzt. Unter dem Titel „Nahrung unter Beschuss“ soll der Rat beraten, wie globale und lokale Ernährungskrisen in Konfliktgebieten eingedämmt werden können. Auf dem Monatsprogramm stehen zugleich Beratungen zu Sudan, Südsudan und Libyen.</p>



<h2 id="h-danemark-drangt-auf-umsetzung-bestehender-beschlusse" class="wp-block-heading"><span id="daenemark-draengt-auf-umsetzung-bestehender-beschluesse">Dänemark drängt auf Umsetzung bestehender Beschlüsse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Wo Konflikte ausbrechen, folgt häufig Hunger“, sagte die dänische UN-Botschafterin Christina Markus Lassen bei der Vorstellung des Arbeitsprogramms. Zugleich könnten knappe Lebensmittel und der erschwerte Zugang zu Nahrung bestehende Konflikte weiter verschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Vorsitz der Debatte am 25. August soll der dänische Außenminister übernehmen. Kopenhagen will die Sitzung nutzen, um die Umsetzung der Resolution 2417 aus dem Jahr 2018 zu überprüfen. Darin hatte sich der Sicherheitsrat bereits mit dem Zusammenhang zwischen bewaffneten Konflikten und Ernährungsunsicherheit befasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungen in der Straße von Hormus sowie weitere laufende Konflikte unterstrichen den Handlungsdruck, erklärte Lassen. Störungen wichtiger Handels- und Transportrouten können sich unmittelbar auf Lebensmittelpreise und Versorgungsketten auswirken.</p>



<h2 id="h-sudan-sudsudan-und-libyen-auf-der-agenda" class="wp-block-heading"><span id="sudan-suedsudan-und-libyen-auf-der-agenda">Sudan, Südsudan und Libyen auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Konflikte nehmen im Arbeitsprogramm einen festen Platz ein. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-beraet-hinter-verschlossenen-tueren-ueber-sudan/" data-type="post" data-id="24452">Bereits am 5. August befasst sich der Sicherheitsrat mit der Lage im Sudan. </a><a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-soll-unmiss-im-suedsudan-bis-2026-weiter-unterstuetzen/" data-type="post" data-id="19830">Für den 6. August sind Beratungen zur UN-Mission im Südsudan, UNMISS, angesetzt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-ruft-libyen-zur-unterstuetzung-des-un-fahrplans-auf/" data-type="post" data-id="25318">Am 18. August folgen Sitzungen zur politischen UN-Unterstützungsmission in Libyen und zu den Sanktionen gegen das nordafrikanische Land. </a>Das offizielle Monatsprogramm sieht außerdem am 5. August eine Sitzung zu terroristischen Bedrohungen des internationalen Friedens und der Sicherheit vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sudan gehört nach Angaben der dänischen Ratspräsidentin zugleich zu den Konflikten, die je nach Entwicklung zusätzliche Sitzungen erforderlich machen könnten. Auch die Lage in der Ukraine, am Persischen Golf, im Westjordanland und im Gazastreifen werde der Rat eng verfolgen.</p>



<h2 id="h-streit-uber-gaza-und-humanitaren-zugang" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-gaza-und-humanitaeren-zugang">Streit über Gaza und humanitären Zugang</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf den Gazastreifen verlangte Lassen eine vollständige Umsetzung der Resolution 2803 aus dem Jahr 2025. Innerhalb des Rates bestehe Einigkeit über die Entwaffnung der Hamas und einen Rückzug der israelischen Streitkräfte, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach erneuten Todesfällen müsse der Sicherheitsrat weiterhin Fragen stellen und auf einen besseren humanitären Zugang drängen. Dänemark unterstütze zudem die Arbeit hochrangiger UN-Beauftragter, die sich mit sexualisierter Gewalt in Konflikten sowie mit der Lage von Kindern in Kriegsgebieten befassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Anerkennung eines palästinensischen Staates knüpft die dänische Regierung weiterhin an Bedingungen. Dazu gehört nach Darstellung Lassens eine Reform der Palästinensischen Autonomiebehörde.</p>



<h2 id="h-beratung-uber-arbeitsweise-des-sicherheitsrats" class="wp-block-heading"><span id="beratung-ueber-arbeitsweise-des-sicherheitsrats">Beratung über Arbeitsweise des Sicherheitsrats</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zweite offene Debatte findet am 19. August statt. Sie beschäftigt sich mit der Arbeitsweise des Sicherheitsrats. Dänemark will dabei für ein transparenteres, wirksameres und stärker in die UN-Mitgliedschaft eingebundenes Gremium werben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Programm stehen außerdem Beratungen zu Jemen, Syrien und dem Nahen Osten. Am 27. August soll sich der Rat gesondert mit der politischen und humanitären Lage in Syrien befassen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1440" height="1080" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06.jpg" alt="" class="wp-image-11417 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lassen sprach von vorsichtigem Optimismus im Umgang mit der syrischen Übergangsregierung. Der Sicherheitsrat unterstütze die neue Führung, erwarte jedoch zugleich die Einhaltung ihrer eigenen Zusagen und der bestehenden UN-Resolutionen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-weitere-abstimmung-uber-neuen-un-generalsekretar" class="wp-block-heading"><span id="weitere-abstimmung-ueber-neuen-un-generalsekretaer">Weitere Abstimmung über neuen UN-Generalsekretär</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während der dänischen Präsidentschaft soll mindestens eine weitere informelle Abstimmung über die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres stattfinden. <a href="https://fokus-afrika.de/grynspan-fuehrt-erste-un-abstimmung-an-macky-sall-nur-auf-platz-fuenf/" data-type="post" data-id="29185">Diese sogenannten Straw Polls zeigen, welche Kandidaturen innerhalb des Sicherheitsrats Unterstützung oder Widerstand erhalten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dänemark hatte sich nach Angaben Lassens für mehr Transparenz und eine Veröffentlichung der Ergebnisse eingesetzt. Der Rat habe jedoch Vertraulichkeit vereinbart. Dass Ergebnisse bisheriger Abstimmungen dennoch an die Öffentlichkeit gelangten, bezeichnete die Botschafterin als bedauerlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss des Arbeitsmonats bildet am 31. August eine Bilanzsitzung des Sicherheitsrats.</p>
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		<title>Deutschland überweist 3,24 Milliarden Euro an die UN – AfD fordert Kürzungen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-ueberweist-324-milliarden-euro-an-die-un-afd-fordert-kuerzungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 21:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zahlt Deutschland tatsächlich das 30-Fache seines Pflichtbeitrags an die Vereinten Nationen? Die Bundesregierung widerspricht: Die Rechnung vermischt verschiedene Jahre und lässt große Teile der verpflichtenden Zahlungen außer Acht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-ueberweist-324-milliarden-euro-an-die-un-afd-fordert-kuerzungen%2F&amp;action_name=Deutschland%20%C3%BCberweist%203%2C24%20Milliarden%20Euro%20an%20die%20UN%20%E2%80%93%20AfD%20fordert%20K%C3%BCrzungen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung weist die Behauptung zurück, Deutschland überweise den Vereinten Nationen das 30-Fache seines Pflichtbeitrags. Ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion wurde am Montag, 3. August, veröffentlicht. Die zugrunde gelegte Rechnung vermische Gesamtzahlungen aus dem Jahr 2023 mit einem einzelnen Pflichtbeitrag aus dem Jahr 2025 und lasse weitere verpflichtende Zahlungen außer Acht. Für 2025 beziffert die Bundesregierung Deutschlands Zahlungen an das gesamte UN-System auf 3,24 Milliarden Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion hatte in ihrer Anfrage eine Berechnung der Wochenzeitung&nbsp;<em>Junge Freiheit</em>&nbsp;aufgegriffen. Danach habe Deutschland 5,1 Milliarden Euro an die Vereinten Nationen gezahlt, obwohl sich sein Pflichtbeitrag zum regulären UN-Haushalt lediglich auf rund 170 Millionen Euro belaufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bezeichnet diese Gegenüberstellung als „nicht korrekt“. Sie vergleiche Zahlen aus unterschiedlichen Jahren und setze sämtliche deutschen Zahlungen an das UN-System lediglich zu einem Teil der verpflichtenden Beiträge ins Verhältnis.&nbsp;</p>



<h2 id="h-gesamtzahlungen-von-2023-mit-teilbetrag-von-2025-verglichen" class="wp-block-heading"><span id="gesamtzahlungen-von-2023-mit-teilbetrag-von-2025-verglichen">Gesamtzahlungen von 2023 mit Teilbetrag von 2025 verglichen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Summe von 5,1 Milliarden Euro bezieht sich auf Deutschlands gesamte Zahlungen an das UN-System im Jahr 2023. Darin enthalten sind neben Pflichtbeiträgen auch freiwillige Leistungen an Programme, Fonds, Sonderorganisationen und einzelne Projekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Vergleichswert wurde dagegen nur Deutschlands Anteil am regulären UN-Haushalt herangezogen. Dieser Betrag bildet jedoch nicht alle Pflichtzahlungen des Bundes an die Vereinten Nationen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2025 nennt die Bundesregierung eine deutlich niedrigere Gesamtsumme als für 2023. Deutschland überwies demnach insgesamt 3,24 Milliarden Euro an das UN-System. Wie sich diese Summe vollständig auf Pflichtbeiträge und freiwillige Leistungen verteilt, schlüsselt die Antwort nicht in einer Gesamttabelle auf.</p>



<h2 id="h-deutschland-zahlte-431-millionen-dollar-fur-friedensmissionen" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-zahlte-431-millionen-dollar-fuer-friedensmissionen">Deutschland zahlte 431 Millionen Dollar für Friedensmissionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Berechnung des regulären UN-Beitrags beruhe teilweise auf einer falschen zeitlichen Grundlage. Der angeführte UN-Haushalt von rund 3,45 Milliarden US-Dollar gilt für 2026. Im Jahr 2025 umfasste der reguläre Haushalt dagegen rund 3,72 Milliarden Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschlands Anteil liegt seit dem 1. Januar 2025 bei 5,692 Prozent. Daraus ergab sich nach Abzug möglicher Guthaben ein Pflichtbeitrag von rund 193,8 Millionen Dollar zum regulären Haushalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kamen 2025 verpflichtende Zahlungen von rund 431,4 Millionen Dollar für die Friedensmissionen der Vereinten Nationen. Allein diese beiden Bereiche beliefen sich damit auf mehr als 625 Millionen Dollar.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26885 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus entrichtet Deutschland Pflichtbeiträge an weitere Einrichtungen. Dazu gehören der Internationale Residualmechanismus für die früheren UN-Strafgerichtshöfe sowie Organisationen des UN-Systems mit eigenen Haushalten und gesonderten Beitragsschlüsseln.</p>
</div></div>



<h2 id="h-haushaltstitel-umfasst-mehrere-pflichtbeitrage" class="wp-block-heading"><span id="haushaltstitel-umfasst-mehrere-pflichtbeitraege">Haushaltstitel umfasst mehrere Pflichtbeiträge</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion hatte zudem auf den Bundeshaushalt 2025 verwiesen. Dort waren für den Titel „Beitrag an die Vereinten Nationen“ 606,91 Millionen Euro vorgesehen. In der Anfrage wurde dieser Betrag als etwa dreieinhalbmal so hoch wie der deutsche Pflichtbeitrag dargestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch diesen Vergleich weist die Bundesregierung zurück. Der Haushaltstitel enthält nicht ausschließlich den Beitrag zum regulären UN-Haushalt. Er deckt auch die Beiträge zu Friedensmissionen und weitere verpflichtende Zahlungen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit handelt es sich bei den 606,91 Millionen Euro nicht um eine Vervielfachung desselben Beitrags, sondern um die Finanzierung mehrerer Verpflichtungen Deutschlands gegenüber verschiedenen Teilen des UN-Systems.</p>



<h2 id="h-freiwillige-beitrage-finanzieren-hilfsprogramme" class="wp-block-heading"><span id="freiwillige-beitraege-finanzieren-hilfsprogramme">Freiwillige Beiträge finanzieren Hilfsprogramme</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Pflichtzahlungen unterstützt Deutschland zahlreiche UN-Fonds und Programme freiwillig. Im Jahr 2025 erhielt der Friedenskonsolidierungsfonds der Vereinten Nationen 20 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere 44 Millionen Euro flossen an den Zentralen Nothilfefonds der Vereinten Nationen. Die länderbezogenen humanitären Gemeinschaftsfonds erhielten 67,25 Millionen Euro. Diese Mittel dienen unter anderem der humanitären Hilfe, der Krisenprävention und der Friedensförderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist für eine vollständige Übersicht ihrer Zahlungen seit 2017 auf die Finanzdaten des Koordinierungsrats der Leiter der Organisationen des UN-Systems. Angaben zu den deutschen Beitragssätzen veröffentlicht außerdem der UN-Ausschuss für Beiträge.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Grynspan führt erste UN-Abstimmung an – Macky Sall nur auf Platz fünf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/grynspan-fuehrt-erste-un-abstimmung-an-macky-sall-nur-auf-platz-fuenf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 00:14:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erste Machtprobe um die Guterres-Nachfolge: Rebeca Grynspan führt im UN-Sicherheitsrat. Macky Sall erhält mehr Gegen- als Unterstützungsstimmen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgrynspan-fuehrt-erste-un-abstimmung-an-macky-sall-nur-auf-platz-fuenf%2F&amp;action_name=Grynspan%20f%C3%BChrt%20erste%20UN-Abstimmung%20an%20%E2%80%93%20Macky%20Sall%20nur%20auf%20Platz%20f%C3%BCnf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Rebeca Grynspan aus Costa Rica führt nach Informationen von&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;die erste informelle Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über die Nachfolge von António Guterres an. Die geheime Probeabstimmung fand am Donnerstag, 30. Juli, hinter verschlossenen Türen statt. Carolyn Rodrigues Birkett aus Guyana folgte auf dem zweiten Platz, während Senegals ehemaliger Präsident Macky Sall mit mehr Gegen- als Unterstützungsstimmen nur Rang fünf erreichte. Der Sicherheitsrat veröffentlichte die Ergebnisse nicht offiziell.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums konnten jeden der sieben Kandidaten „ermutigen“, „entmutigen“ oder sich ohne Meinungsäußerung enthalten. Diese sogenannten Straw Polls sollen zeigen, welche Bewerber ausreichend Unterstützung erhalten und bei wem sich Widerstand abzeichnet.</p>



<h2 id="h-zehn-stimmen-fur-grynspan" class="wp-block-heading"><span id="zehn-stimmen-fuer-grynspan">Zehn Stimmen für Grynspan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Grynspan erhielt nach den&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;vorliegenden Informationen zehn ermutigende Stimmen, eine Gegenstimme und vier Stimmzettel ohne Meinungsäußerung. Damit erzielte sie als einzige Kandidatin eine zweistellige Zahl an Unterstützern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rodrigues Birkett kam auf neun ermutigende Stimmen, zwei Gegenstimmen und vier Enthaltungen. Der Argentinier Rafael Grossi belegte mit sieben Unterstützungsstimmen, zwei Gegenstimmen und sechs Stimmzetteln ohne Festlegung den dritten Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet erhielt sechs ermutigende und fünf entmutigende Stimmen. Vier Ratsmitglieder äußerten keine Meinung zu ihrer Kandidatur.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/keine-rueckendeckung-fuer-macky-sall-als-kuenftiger-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="26084">Macky Sall kam ebenfalls auf sechs Unterstützungsstimmen.</a> Allerdings lehnten sieben Mitglieder des Sicherheitsrats seine Kandidatur ab, zwei legten sich nicht fest. Damit erhielt der frühere senegalesische Präsident unter allen Kandidaten die meisten Gegenstimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">María Fernanda Espinosa aus Ecuador erreichte fünf Unterstützungsstimmen, zwei Gegenstimmen und acht Enthaltungen. <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-bekommt-konkurrenz-uganda-nominiert-olara-otunnu-fuer-un-spitze/" data-type="post" data-id="29122">Der frühere ugandische Außenminister Olara Otunnu landete mit zwei ermutigenden Stimmen, fünf Gegenstimmen und acht nicht festgelegten Stimmzetteln auf dem letzten Platz.</a></p>



<h2 id="h-afrikanische-kandidaten-starten-mit-schwachen-ergebnissen" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-kandidaten-starten-mit-schwachen-ergebnissen">Afrikanische Kandidaten starten mit schwachen Ergebnissen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Sall und Otunnu treten zwei afrikanische Politiker für das Amt des UN-Generalsekretärs an. Beide blieben in der ersten Abstimmungsrunde deutlich hinter den führenden Kandidatinnen aus Lateinamerika und der Karibik zurück.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="737" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNqVd5xW8AAW675-1024x737.jpeg" alt="" class="wp-image-28982 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNqVd5xW8AAW675-1024x737.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNqVd5xW8AAW675-300x216.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNqVd5xW8AAW675-768x553.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNqVd5xW8AAW675-1536x1106.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNqVd5xW8AAW675-380x273.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNqVd5xW8AAW675-800x576.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNqVd5xW8AAW675-1160x835.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNqVd5xW8AAW675.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/senegal-stellt-sich-hinter-macky-sall-als-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="28981">Sall war von Senegal im März nominiert worden. </a>Seine sechs Unterstützungsstimmen reichen rechnerisch noch nicht für eine Empfehlung des Sicherheitsrats. Zugleich deutet die hohe Zahl von sieben Gegenstimmen auf erheblichen Widerstand gegen seine Kandidatur hin.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Otunnu war erst wenige Tage vor der Abstimmung als siebter Kandidat in das Rennen eingestiegen. Im Gegensatz zu den anderen Bewerbern hatte er noch nicht an den öffentlichen Anhörungen und Dialogveranstaltungen der UN-Generalversammlung teilgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden afrikanischen Staaten Liberia und Somalia gehören derzeit als gewählte Mitglieder dem Sicherheitsrat an. Den Vorsitz des Gremiums hatte im Juli die Demokratische Republik Kongo inne. Deren UN-Botschafter Zénon Mukongo Ngay bestätigte nach der Sitzung lediglich, dass die erste Abstimmungsrunde abgeschlossen worden sei.</p>



<h2 id="h-ergebnis-bleibt-offiziell-vertraulich" class="wp-block-heading"><span id="ergebnis-bleibt-offiziell-vertraulich">Ergebnis bleibt offiziell vertraulich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ngay erklärte, die Resultate würden den Staaten übermittelt, welche die jeweiligen Kandidaten nominiert haben. Auch die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, werde informiert. Konkrete Zahlen nannte er nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-chefwahl-unter-verdacht-bericht-enthuellt-mutmassliche-hinterzimmerdeals-macky-sall-ohne-integritaetszusage/">Die Ratsmitglieder hätten vereinbart, die Beratungen vertraulich zu behandeln, sagte auch der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz.</a> „Der Prozess läuft, zum ersten Mal seit zehn Jahren“, erklärte er nach der Abstimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Waltz forderte zugleich einen Generalsekretär, der die Vereinten Nationen reformiere, verschlanke und international handlungsfähiger mache. UN-Organisationen müssten zusammengelegt, zentrale Verwaltungsstrukturen reduziert und mehr Mittel direkt in Einsätze vor Ort gelenkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der stellvertretende Sprecher des UN-Generalsekretärs, Farhan Haq, verwies auf die Verantwortung der Mitgliedstaaten. „Wir fördern so viel Transparenz wie möglich, aber letztlich liegt dieser Prozess in den Händen der Mitgliedstaaten“, sagte Haq zur Geheimhaltung der Ergebnisse.</p>



<h2 id="h-vetomachte-noch-nicht-erkennbar" class="wp-block-heading"><span id="vetomaechte-noch-nicht-erkennbar">Vetomächte noch nicht erkennbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Probeabstimmung zeigt nicht, ob eine Gegenstimme von einem ständigen Mitglied des Sicherheitsrats stammt. Großbritannien, China, Frankreich, Russland und die Vereinigten Staaten können die Ernennung eines Kandidaten durch ihr Veto verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Bewerber benötigt bei der späteren formellen Abstimmung mindestens neun Stimmen im Sicherheitsrat. Gleichzeitig darf keines der fünf ständigen Mitglieder sein Veto einlegen. Anschließend empfiehlt der Rat einen Kandidaten an die Generalversammlung, die den Generalsekretär offiziell ernennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine hohe Zahl ermutigender Stimmen gilt deshalb nur als erster Hinweis auf die Erfolgschancen. Gegenstimmen können besonders schwer wiegen, wenn sie von einer Vetomacht stammen. Aus der ersten Abstimmungsrunde geht jedoch nicht hervor, welche Staaten die einzelnen Kandidaten unterstützt oder abgelehnt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zehn gewählten Mitglieder des Sicherheitsrats sind derzeit Bahrain, Kolumbien, die Demokratische Republik Kongo, Dänemark, Griechenland, Lettland, Liberia, Pakistan, Panama und Somalia.</p>



<h2 id="h-lateinamerika-stellt-funf-kandidaten" class="wp-block-heading"><span id="lateinamerika-stellt-fuenf-kandidaten">Lateinamerika stellt fünf Kandidaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf der sieben Bewerber stammen aus Lateinamerika und der Karibik. Die Region gilt nach dem informellen Rotationsprinzip der Vereinten Nationen als aussichtsreich, erstmals seit Jahrzehnten wieder den Generalsekretär zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Grynspan, Rodrigues Birkett, Bachelet und Espinosa kandidieren vier Frauen. Seit der Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 wurde das Amt ausschließlich von Männern ausgeübt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Charta schreibt weder eine regionale Rotation noch die Berücksichtigung des Geschlechts vor. Entscheidend bleibt die Zustimmung des Sicherheitsrats und insbesondere der fünf Vetomächte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Auswahlprozess begann offiziell am 25. November 2025 mit einem gemeinsamen Schreiben der Präsidenten von Sicherheitsrat und Generalversammlung. Darin wurden politische Führungserfahrung, Kenntnisse der internationalen Beziehungen sowie diplomatische und kommunikative Fähigkeiten als zentrale Anforderungen genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sechs Kandidaten stellten sich im April und Juni öffentlichen Dialogen der Generalversammlung. <a href="https://fokus-afrika.de/kampf-um-un-spitze-beginnt-mit-oeffentlichem-bewerbertest/">Am 23. Juli nahmen sie zudem an einer gemeinsamen Veranstaltung im Sitzungssaal der Generalversammlung teil. </a>Themen waren unter anderem UN-Reformen, internationale Konflikte, Menschenrechte, Klimapolitik, die Finanzkrise der Organisation und die Unabhängigkeit des Generalsekretärs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere informelle Abstimmungen werden im August erwartet. Dänemark übernimmt dann den monatlich wechselnden Vorsitz des Sicherheitsrats.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Macky Sall bekommt Konkurrenz: Uganda nominiert Olara Otunnu für UN-Spitze</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macky-sall-bekommt-konkurrenz-uganda-nominiert-olara-otunnu-fuer-un-spitze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 14:21:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Macky Sall bekommt afrikanische Konkurrenz: Uganda schickt den erfahrenen UN-Diplomaten Olara Otunnu ins Rennen um die Nachfolge von António Guterres.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacky-sall-bekommt-konkurrenz-uganda-nominiert-olara-otunnu-fuer-un-spitze%2F&amp;action_name=Macky%20Sall%20bekommt%20Konkurrenz%3A%20Uganda%20nominiert%20Olara%20Otunnu%20f%C3%BCr%20UN-Spitze&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Uganda schickt den früheren UN-Spitzendiplomaten Olara Otunnu ins Rennen um die Nachfolge von António Guterres und stellt damit einen zweiten afrikanischen Bewerber neben Macky Sall auf. Die formale Mitteilung erfolgte am 25. Juli 2026. Der 75-Jährige ist der siebte Kandidat im Auswahlverfahren für das Amt des UN-Generalsekretärs. Seine Nominierung erweitert das bislang stark von Bewerberinnen und Bewerbern aus Lateinamerika geprägte Feld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ugandische Außenministerium begründete die Entscheidung mit Otunnus jahrzehntelanger Erfahrung in der internationalen Diplomatie, bei den Vereinten Nationen und in der Friedensarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die einzigartige Bandbreite der Erfahrungen von Botschafter Otunnu, die das UN-Sekretariat, den Sicherheitsrat, die nationale Regierung, die Wissenschaft und die Friedensarbeit auf lokaler Ebene umfasst, macht ihn besonders geeignet, die Vereinten Nationen in dieser kritischen Phase der internationalen Beziehungen zu führen“, erklärte das Ministerium.</p>



<h2 id="h-zweiter-afrikanischer-kandidat-neben-macky-sall" class="wp-block-heading"><span id="zweiter-afrikanischer-kandidat-neben-macky-sall">Zweiter afrikanischer Kandidat neben Macky Sall</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Otunnu treten nun zwei Afrikaner um die Nachfolge von Guterres an.<a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-kandidiert-offiziell-als-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="25275"> Der frühere senegalesische Präsident Macky Sall war bereits im März durch Burundi nominiert worden.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-stellt-sich-hinter-macky-sall-als-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="28981">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye stellte sich im Juli offiziell hinter die Bewerbung seines Vorgängers und wies Regierung und diplomatische Vertretungen an, Unterstützung für Sall zu mobilisieren.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall und Otunnu bringen unterschiedliche politische Profile in das Auswahlverfahren ein. Sall führte Senegal von 2012 bis 2024 und stand zeitweise der Afrikanischen Union vor. Otunnus Laufbahn ist dagegen stärker durch die Vereinten Nationen, internationale Konfliktvermittlung und Menschenrechtsfragen geprägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nominierung aus Kampala bedeutet nicht, dass einer der beiden Bewerber als gemeinsamer Kandidat der Afrikanischen Union antritt. Beide müssen im Sicherheitsrat und unter den UN-Mitgliedstaaten eigenständig Unterstützung gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Ende der Amtszeit des Ghanaers Kofi Annan im Jahr 2006 hat kein Afrikaner mehr an der Spitze der Vereinten Nationen gestanden.</p>



<h2 id="h-vom-sicherheitsrat-zum-schutz-von-kindern-in-kriegen" class="wp-block-heading"><span id="vom-sicherheitsrat-zum-schutz-von-kindern-in-kriegen">Vom Sicherheitsrat zum Schutz von Kindern in Kriegen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Olara Otunnu vertrat Uganda von 1980 bis 1985 als ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York. Im Dezember 1981 übernahm er den Vorsitz des Sicherheitsrats. Anschließend war er von 1985 bis 1986 Außenminister Ugandas.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">𝐔𝐠𝐚𝐧𝐝𝐚 𝐀𝐧𝐧𝐨𝐮𝐧𝐜𝐞𝐬 𝐀𝐦𝐛𝐚𝐬𝐬𝐚𝐝𝐨𝐫 𝐎𝐥𝐚𝐫𝐚 𝐎𝐭𝐮𝐧𝐧𝐮&#39;𝐬 𝐂𝐚𝐧𝐝𝐢𝐝𝐚𝐭𝐮𝐫𝐞 𝐟𝐨𝐫 𝐔𝐍 𝐒𝐞𝐜𝐫𝐞𝐭𝐚𝐫𝐲-𝐆𝐞𝐧𝐞𝐫𝐚𝐥<br><br>The Government of Uganda has nominated Ambassador Olara Otunnu for the position of United Nations Secretary-General, presenting a… <a href="https://t.co/QZlIbNnca5">pic.twitter.com/QZlIbNnca5</a></p>&mdash; Government of Uganda (@GovUganda) <a href="https://x.com/GovUganda/status/2081278410895057236?ref_src=twsrc%5Etfw">July 26, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Seine internationale Laufbahn führte ihn später an die Spitze der International Peace Academy, die heute International Peace Institute heißt. Von 1990 bis 1998 leitete er die in New York ansässige Einrichtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär Kofi Annan ernannte Otunnu 1997 zum ersten Sonderbeauftragten für Kinder und bewaffnete Konflikte. In dieser Funktion arbeitete er daran, die Rekrutierung von Kindersoldaten und andere schwere Verstöße gegen Kinder in Kriegsgebieten stärker auf die Tagesordnung des Sicherheitsrats zu setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während seiner Amtszeit entstand der politische Rahmen für einen Überwachungs- und Berichtsmechanismus, der schwere Verletzungen von Kinderrechten in bewaffneten Konflikten dokumentiert. Der Sicherheitsrat verankerte dieses Verfahren 2005 in seiner Resolution 1612.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Otunnu lehrte zudem unter anderem an der Albany Law School, der American University of Paris und dem Französischen Institut für Internationale Beziehungen. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Oxford und absolvierte einen Masterstudiengang an der Harvard Law School.</p>



<h2 id="h-die-otunnu-formel-bei-der-wahl-der-un-spitze" class="wp-block-heading"><span id="die-otunnu-formel-bei-der-wahl-der-un-spitze">Die „Otunnu-Formel“ bei der Wahl der UN-Spitze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ugandas Regierung verweist bei seiner Bewerbung auch auf Otunnus Rolle bei der Auswahl früherer UN-Generalsekretäre. Während seiner Zeit im Sicherheitsrat war er 1981 an der Überwindung einer Blockade bei der Suche nach einem Nachfolger für Kurt Waldheim beteiligt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="512" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/7873eb87-4df6-47c7-849b-cb975e7eea0f.jpg" alt="" class="wp-image-29125 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/7873eb87-4df6-47c7-849b-cb975e7eea0f.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/7873eb87-4df6-47c7-849b-cb975e7eea0f-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/7873eb87-4df6-47c7-849b-cb975e7eea0f-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Otunnu wird die Einführung informeller Probeabstimmungen zugeschrieben, mit denen die Mitglieder des Sicherheitsrats die Unterstützung für einzelne Kandidaten testen. Das als „Otunnu-Formel“ bezeichnete Verfahren wurde auch bei späteren Auswahlprozessen eingesetzt. Die Abstimmungen zeigen, welche Bewerber Unterstützung erhalten und gegen wen sich Widerstand formiert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl von 1981 führte schließlich zur Ernennung des Peruaners Javier Pérez de Cuéllar zum UN-Generalsekretär. Die Vereinten Nationen beschreiben Otunnu als einen der Akteure, die zur Auflösung der damaligen Pattsituation beitrugen.</p>



<h2 id="h-sieben-kandidaten-im-rennen-um-die-nachfolge" class="wp-block-heading"><span id="sieben-kandidaten-im-rennen-um-die-nachfolge">Sieben Kandidaten im Rennen um die Nachfolge</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="23580">Neben Otunnu und Sall bewerben sich der argentinische Direktor der Internationalen Atomenergieorganisation Rafael Grossi, die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, die costa-ricanische UN-Handelschefin Rebeca Grynspan, Ecuadors frühere Außenministerin María Fernanda Espinosa und Guyanas ehemalige Außenministerin Carolyn Rodrigues-Birkett.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres scheidet nach zwei fünfjährigen Amtszeiten am 31. Dezember 2026 aus dem Amt. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin übernimmt die Leitung der Vereinten Nationen am 1. Januar 2027.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Besetzung entscheidet zunächst der Sicherheitsrat. Er empfiehlt der UN-Generalversammlung einen Kandidaten, den diese anschließend ernennt. China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die Vereinigten Staaten können als ständige Mitglieder des Sicherheitsrats jede Bewerbung durch ein Veto blockieren.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Macky Sall überzeugt beim ersten UN Town Hall mit Ruf nach radikaler UN-Reform</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macky-sall-ueberzeugt-beim-ersten-un-town-hall-mit-ruf-nach-radikaler-un-reform/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 18:45:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Starker Auftritt in New York: Macky Sall fordert beim ersten UN Town Hall eine radikale Reform der Vereinten Nationen – und positioniert sich als Brückenbauer in einer blockierten Weltordnung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacky-sall-ueberzeugt-beim-ersten-un-town-hall-mit-ruf-nach-radikaler-un-reform%2F&amp;action_name=Macky%20Sall%20%C3%BCberzeugt%20beim%20ersten%20UN%20Town%20Hall%20mit%20Ruf%20nach%20radikaler%20UN-Reform&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall hat beim ersten öffentlichen UN Town Hall im Rennen um das Amt des UN-Generalsekretärs einen starken Auftritt hingelegt und sich als entschlossener Reformer präsentiert. Der frühere Präsident Senegals stellte am 23. Juli im Saal der UN-Generalversammlung in New York eine tiefgreifende Modernisierung der Vereinten Nationen in den Mittelpunkt seiner Bewerbung. <a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="23580">Unter den sechs Kandidierenden ist er der einzige Vertreter aus Afrika.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://webtv.un.org/en/asset/k1h/k1hkyf9mo0">Veranstaltung</a> „UN Town Hall: The Next Secretary-General“ wurde vom Büro der Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, gemeinsam mit Bloomberg organisiert. Diplomaten, UN-Mitarbeitende und Vertreter der Zivilgesellschaft befragten die Bewerber zu blockierten Friedensprozessen, der Finanzkrise der Organisation und strukturellen Reformen.</p>



<h2 id="h-40-000-mandate-als-symbol-fur-reformbedarf" class="wp-block-heading"><span id="40-000-mandate-als-symbol-fuer-reformbedarf">40.000 Mandate als Symbol für Reformbedarf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wird-macky-sall-der-neue-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="28798">Sall nutzte seinen Auftritt, um die Arbeitsweise der Vereinten Nationen grundlegend zu hinterfragen.</a> Die Organisation arbeite derzeit mit rund 40.000 Mandaten und halte jährlich mehr als 27.000 Sitzungen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zahlen seien Ausdruck eines Systems, das seine Effizienz verloren habe. Künftig müsse stärker bewertet werden, welche Maßnahmen tatsächlich Wirkung entfalten. Reformen dürften sich zudem nicht nur auf das UN-Sekretariat beschränken, sondern müssten die Mitgliedstaaten zwingend einbeziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig warb Sall für eine umfassende digitale Transformation der Organisation. Künstliche Intelligenz und moderne Technologien sollten helfen, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und die Handlungsfähigkeit der UN zu stärken. Am Ende einer möglichen Amtszeit wolle er eine Organisation hinterlassen, „die an sich selbst glaubt, die effektiv ist und ihre digitale Transformation erfolgreich bewältigt hat“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Rolle als künftiger Generalsekretär beschrieb er mit einem musikalischen Bild: Die UN sei wie eine Orgel mit vielen unterschiedlichen Klängen, die nur durch koordinierende Führung harmonisch zusammenwirken könnten. „Wenn die UN ein Instrument wäre, könnte ich im Namen der Mitgliedstaaten eine schöne Musik spielen“, sagte Sall.</p>



<h2 id="h-vermittlerrolle-trotz-blockiertem-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="vermittlerrolle-trotz-blockiertem-sicherheitsrat">Vermittlerrolle trotz blockiertem Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema des Town Halls war die zunehmende Blockade im UN-Sicherheitsrat. Die Gegensätze zwischen den fünf ständigen Mitgliedern China, Frankreich, Großbritannien, Russland und den USA führen regelmäßig zu politischen Stillständen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall betonte, dass gerade in solchen Situationen die Rolle des Generalsekretärs entscheidend sei. Er müsse in der Lage sein, mit allen Konfliktparteien im Gespräch zu bleiben und „Korridore des Dialogs“ offen zu halten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71146987-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-29083 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71146987-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71146987-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71146987-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71146987-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71146987-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71146987-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71146987.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel verwies er auf seine Zeit als Vorsitzender der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" data-type="post_tag" data-id="352">Afrikanischen Union</a> nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Trotz Kritik habe er sowohl Gespräche mit Präsident Wladimir Putin in Sotschi als auch mit der ukrainischen Führung geführt. Besonders afrikanische Staaten seien von blockierten Getreideexporten und steigenden Düngemittelpreisen betroffen gewesen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der fortgesetzte Dialog mit allen Seiten sei Voraussetzung für glaubwürdige Vermittlung, so Sall. Zugleich müsse der Generalsekretär transparent handeln, um Vertrauen der Mitgliedstaaten zu sichern und nicht als Vertreter einzelner Machtblöcke wahrgenommen zu werden. Er positionierte sich damit klar als „Brückenbauer“ zwischen globalen Interessen.</p>



<h2 id="h-kritik-an-globaler-finanzordnung" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-globaler-finanzordnung">Kritik an globaler Finanzordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die wirtschaftlichen Ungleichgewichte zwischen Industrie- und Entwicklungsländern rückten in den Fokus seiner Ausführungen. Auf eine Frage aus Simbabwe verwies Sall auf die hohen Finanzierungskosten vieler Staaten des Globalen Südens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Entwicklungsländer haben fünf- oder sogar achtmal höhere Kreditkosten als entwickelte Länder“, sagte er. Ursache seien unter anderem Risikoprämien und strenge Garantieanforderungen auf den internationalen Finanzmärkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall forderte daher einen strukturierten Dialog zwischen Staaten, Finanzinstitutionen und Ratingagenturen. Ziel müsse ein gerechterer Zugang zu Kapital sein, der Investitionen in Entwicklung ermögliche. Öffentliche Mittel reichten nicht mehr aus, weshalb privates Kapital stärker mobilisiert werden müsse – allerdings abgesichert durch internationale Garantien und Partnerschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Reformideen zielen auf die globale Finanzarchitektur, nicht direkt auf den UN-Haushalt. Dennoch steht auch die Organisation selbst unter finanziellem Druck, da viele Mitgliedstaaten ihre Beiträge nur verzögert oder unvollständig zahlen.</p>



<h2 id="h-sechs-kandidaten-im-rennen-um-die-un-spitze" class="wp-block-heading"><span id="sechs-kandidaten-im-rennen-um-die-un-spitze">Sechs Kandidaten im Rennen um die UN-Spitze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Macky Sall bewerben sich fünf weitere Persönlichkeiten um die Nachfolge von António Guterres: die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, der IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi, UNCTAD-Generalsekretärin Rebeca Grynspan aus Costa Rica, die frühere UN-Generalversammlungspräsidentin María Fernanda Espinosa aus Ecuador sowie Guyanas UN-Botschafterin Carolyn Rodrigues Birkett.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vier der sechs Kandidierenden sind Frauen. Seit der Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 wurde das Amt des Generalsekretärs ausschließlich von Männern bekleidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/senegal-stellt-sich-hinter-macky-sall-als-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="28981">Salls Kandidatur wurde am 2. März 2026 von Burundi eingereicht und inzwischen auch offiziell von der senegalesischen Regierung unterstützt.</a> Präsident Bassirou Diomaye Faye sicherte ihm nach einem Treffen am 17. Juli die volle Rückendeckung zu und mobilisierte das diplomatische Netzwerk des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat wird am 30. Juli eine erste geheime Probeabstimmung durchführen. Anschließend empfiehlt er einen Kandidaten, über dessen Ernennung die Generalversammlung entscheidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">António Guterres beendet seine zweite Amtszeit am 31. Dezember 2026. Seine Nachfolge tritt am 1. Januar 2027 an.</p>
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			<media:title type="html">UN71146987</media:title>
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		<title>144 Menschen verunglücken vor Mauretanien – UN fordert legale Wege nach Europa</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/144-menschen-verungluecken-vor-mauretanien-un-fordert-legale-wege-nach-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 11:26:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>25 Tage auf dem Atlantik, nur 38 Überlebende: Vor Mauretanien sind 144 Menschen nach mehreren Bootsunglücken tot oder werden vermisst.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F144-menschen-verungluecken-vor-mauretanien-un-fordert-legale-wege-nach-europa%2F&amp;action_name=144%20Menschen%20verungl%C3%BCcken%20vor%20Mauretanien%20%E2%80%93%20UN%20fordert%20legale%20Wege%20nach%20Europa&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bei mehreren Seenotfällen vor Mauretanien sind 144 Geflüchtete und Migranten gestorben oder werden vermisst. Die Vorfälle ereigneten sich zwischen dem 14. und 18. Juli 2026 vor der westafrikanischen Atlantikküste. Rettungskräfte brachten insgesamt 387 Menschen in der mauretanischen Hafenstadt Nouadhibou an Land. Besonders schwer traf es die Insassen eines Bootes aus Gambia, von denen nur 38 überlebten.</p>



<h2 id="h-nur-38-menschen-uberleben-25-tage-auf-dem-atlantik" class="wp-block-heading"><span id="nur-38-menschen-ueberleben-25-tage-auf-dem-atlantik">Nur 38 Menschen überleben 25 Tage auf dem Atlantik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Boot war in Bufaloto in Gambia gestartet. Die Insassen wollten über den Atlantik die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast 25 Tage trieb das Boot auf dem Meer, bevor die Überlebenden am 18. Juli gerettet wurden. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, UNHCR, gelten 143 Menschen als tot oder vermisst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den 38 Überlebenden befanden sich zwei Kinder. Beide verloren während der Überfahrt sämtliche Familienangehörigen. Sie werden gemeinsam mit weiteren Überlebenden in einem Krankenhaus behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Todesfall wurde auf einem Boot registriert, dessen Passagiere bereits am 14. Juli in Nouadhibou an Land gebracht worden waren.</p>



<h2 id="h-387-menschen-in-nouadhibou-gerettet" class="wp-block-heading"><span id="387-menschen-in-nouadhibou-gerettet">387 Menschen in Nouadhibou gerettet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen dem 14. und 18. Juli fanden in Nouadhibou drei Rettungs- und Ausschiffungsaktionen statt. Mauretanische Behörden und humanitäre Organisationen brachten dabei 387 Menschen sicher an Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitarbeiter des UNHCR unterstützten die Behörden bei allen drei Einsätzen. Sie versorgten die Überlebenden und prüften, ob sich unter ihnen besonders schutzbedürftige Menschen oder Personen befanden, die internationalen Schutz beantragen wollten. Die Geretteten stammten aus mehreren Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Beginn des Jahres wurden in den mauretanischen Städten Nouadhibou und Nouakchott 17 Ausschiffungen registriert. Insgesamt retteten die Behörden dabei 2.147 Menschen.</p>



<h2 id="h-atlantikroute-bleibt-trotz-sinkender-ankunfte-todlich" class="wp-block-heading"><span id="atlantikroute-bleibt-trotz-sinkender-ankuenfte-toedlich">Atlantikroute bleibt trotz sinkender Ankünfte tödlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Route von der westafrikanischen Küste zu den Kanarischen Inseln zählt nach Einschätzung des UNHCR zu den tödlichsten Fluchtrouten der Welt. Viele Boote legen mehr als 2.000 Kilometer zurück.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29039 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Starke Strömungen, wechselnde Wetterbedingungen, überfüllte und nicht seetüchtige Boote sowie fehlende Rettungsmöglichkeiten erhöhen die Gefahr. Immer wieder verschwinden Boote auf dem Atlantik, ohne dass ihr Schicksal öffentlich bekannt wird.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Menschen, die die Kanarischen Inseln erreichten, ist 2026 dennoch deutlich gesunken. Bis zum 15. Juli wurden dort rund 4.400 Ankünfte registriert. Das waren 61 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/mindestens-53-migranten-sterben-bei-bootsunglueck-vor-libyen/">Auch auf den wichtigsten Seewegen nach Europa ging die Zahl der Ankünfte zurück. </a>In diesem Jahr erreichten bislang mehr als 40.000 Menschen Europa über das Meer. In der ersten Hälfte des Jahres 2025 waren es 65.407.</p>



<h2 id="h-unhcr-fordert-mehr-legale-wege-nach-europa" class="wp-block-heading"><span id="unhcr-fordert-mehr-legale-wege-nach-europa">UNHCR fordert mehr legale Wege nach Europa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das UN-Flüchtlingshilfswerk <a href="https://www.unhcr.org/news/briefing-notes/unhcr-deeply-saddened-144-people-reportedly-dead-or-missing-west-africa">forderte</a> nach den Unglücken einen stärkeren Einsatz gegen die Ursachen von Flucht und Migration. Gleichzeitig müssten sichere Alternativen zu den gefährlichen Überfahrten geschaffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das UNHCR nannte höhere Aufnahmequoten für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten und Zugänge zu Bildungsprogrammen. Solche legalen Wege könnten Menschen eine Alternative zur Überfahrt auf überfüllten Booten bieten.</p>
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			<media:title type="html">US_Coast_Guard,_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_(8768344)</media:title>
			<media:description type="html">Seaman Carlos Ortega-Acevedo, a crew member assigned to U.S. Coast Guard Cutter Valiant (WMEC 621), performs the role of lookout while the cutter conducts at-sea exercises with French Navy Frigate FS Ventôse (F733), Sept. 29, 2024, while underway in the Windward Passage. The crew of Valiant conducted a 49-day migrant interdiction operations patrol in the region to protect life at sea and enforce U.S. maritime law. (U.S. Coast Guard photo by Seaman Reese Fishbaugh)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>„Keine Ausbeutung, keine Plünderung“: Guterres fordert neue Regeln für Afrikas Rohstoffe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/keine-ausbeutung-keine-pluenderung-guterres-fordert-neue-regeln-fuer-afrikas-rohstoffe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 19:58:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Keine Ausbeutung. Keine Plünderung.“ António Guterres fordert neue Regeln für Afrikas Rohstoffe, mehr lokale Wertschöpfung und ein Ende der Finanzierung bewaffneter Gruppen durch illegalen Bergbau.<br />
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres hat ein Ende der illegalen Ausbeutung natürlicher Ressourcen gefordert, mit deren Erlösen bewaffnete Gruppen und kriminelle Netzwerke finanziert werden. Die Forderung <a href="https://press.un.org/en/2026/sgsm23228.doc.htm">erhob</a> er am 22. Juli 2026. Bei einer offenen Debatte des UN-Sicherheitsrats verwies Guterres besonders auf die Demokratische Republik Kongo und den Sudan. Rohstoffreiche Staaten müssten einen größeren Anteil der Wertschöpfung behalten und ihre Ressourcen zur Finanzierung von Entwicklung und Frieden einsetzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Keine Ausbeutung mehr. Keine Plünderung mehr“, sagte Guterres in New York. Einnahmen aus dem illegalen Abbau und Handel mit Rohstoffen verlängerten Konflikte, stärkten bewaffnete Akteure und verringerten deren Bereitschaft zu politischen Kompromissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratische Republik Kongo hatte die Debatte während ihres Vorsitzes im Sicherheitsrat auf die Tagesordnung gesetzt. Außenministerin Thérèse Kayikwamba Wagner leitete die Sitzung. Vertreter aus rohstoffreichen Staaten, internationalen Organisationen und Mitgliedsländern des Sicherheitsrats berieten darüber, wie mineralische Ressourcen stärker mit Friedenspolitik, transparenter Regierungsführung und lokaler Wertschöpfung verbunden werden können.</p>



<h2 id="h-rohstoffboom-verscharft-geopolitischen-wettbewerb" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffboom-verschaerft-geopolitischen-wettbewerb">Rohstoffboom verschärft geopolitischen Wettbewerb</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lithium, Kobalt, Nickel, Kupfer, Graphit und Seltene Erden gehören zu den zentralen Rohstoffen der Energie- und Technologiewende. Sie werden für Elektrofahrzeuge, Batterien, Windkraftanlagen, Solartechnik, elektronische Geräte und Rüstungstechnologien benötigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kritische-mineralien-usa-gruenden-forge-als-neues-buendnis-fuer-sichere-lieferketten/" data-type="post" data-id="24331">Die weltweite Nachfrage nach kritischen Mineralien könnte sich nach Angaben der Vereinten Nationen bis 2030 verdreifachen und bis 2040 vervierfachen.</a> Gleichzeitig konzentrieren sich Abbau und Verarbeitung auf wenige Länder. Indonesien stellte 2025 rund 67 Prozent der weltweiten Nickelproduktion. China kam auf 69 Prozent der geförderten Seltenen Erden und 78 Prozent des natürlichen Graphits. Australien, Chile und China erzeugten gemeinsam 72 Prozent des weltweit gewonnenen Lithiums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres sieht darin wirtschaftliche Chancen für rohstoffreiche Länder, aber auch wachsenden Druck auf Lieferketten. Der Wettbewerb um strategische Ressourcen verschärfe geopolitische Spannungen und könne Konflikte mit schweren humanitären Folgen befeuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders groß sei die Lücke zwischen dem formalen Recht eines Staates auf seine Rohstoffe und seiner tatsächlichen Fähigkeit, deren wirtschaftlichen Wert zu nutzen. „Nirgendwo ist dieses Souveränitätsdefizit größer als in Afrika“, sagte der UN-Generalsekretär. Koloniale Strukturen und Schwächen staatlicher Institutionen erschwerten es vielen Ländern, Einnahmen zu sichern und in die eigene Entwicklung zu investieren.</p>



<h2 id="h-kongo-liefert-rohstoffe-fur-die-energiewende" class="wp-block-heading"><span id="kongo-liefert-rohstoffe-fuer-die-energiewende">Kongo liefert Rohstoffe für die Energiewende</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-bezahlt-usa-profitieren-dr-kongo-vergibt-lobito-konzession-fuer-rohstoffe/" data-type="post" data-id="28828">Die Demokratische Republik Kongo steht im Zentrum des weltweiten Rohstoffwettbewerbs. </a>Das Land verfügt über große Vorkommen von Kobalt, Kupfer, Coltan, Lithium und Seltenen Erden. Nach Angaben der Vereinten Nationen befinden sich dort rund 60 Prozent der weltweiten Coltanreserven. Der Kongo liefert zwischen 50 und 70 Prozent des globalen Kobalts und ist der zweitgrößte Kupferproduzent der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der milliardenschweren Rohstoffwirtschaft zählt das Land weiterhin zu den am wenigsten entwickelten Staaten. Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung leben nach UN-Angaben in extremer Armut. Im Index der menschlichen Entwicklung belegt der Kongo Platz 171 von 193 Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Osten des Landes profitieren bewaffnete Gruppen seit Jahren vom illegalen Bergbau und Schmuggel. Einnahmen aus Gold, Coltan, Zinn, Tantal und Wolfram finanzieren Milizen und ermöglichen die Fortsetzung bewaffneter Auseinandersetzungen. Zugleich durchlaufen die Rohstoffe internationale Lieferketten und gelangen über Nachbarländer auf globale Märkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außenministerin Kayikwamba Wagner forderte deshalb eine „neue internationale Doktrin“, die Rohstoffpolitik als Bestandteil der internationalen Friedens- und Sicherheitsordnung behandelt. „Es kann keinen wirklich gerechten Übergang zur Energiewende geben, wenn er auf Ungerechtigkeit gegenüber den produzierenden Völkern beruht“, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Produzentenländer verlangten Partnerschaften, die industrielle Verarbeitung im eigenen Land, Beschäftigung und höhere öffentliche Einnahmen ermöglichen. Sichere Lieferketten seien ohne Sicherheit der Staaten und Gemeinden, aus denen die Rohstoffe stammen, nicht erreichbar.</p>



<h2 id="h-gold-finanziert-den-krieg-im-sudan" class="wp-block-heading"><span id="gold-finanziert-den-krieg-im-sudan">Gold finanziert den Krieg im Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-verbietet-handel-mit-sudanesischem-gold-und-verschaerft-sanktionen/" data-type="post" data-id="28787">Auch im Sudan treiben Rohstoffe den Konflikt an.</a> Guterres nannte insbesondere Gold und Gummi arabicum als Einnahmequellen, die den Kampf um politische und territoriale Kontrolle verschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der illegale Goldhandel verbindet bewaffnete Akteure im Sudan mit regionalen und internationalen Handels- und Finanznetzwerken. Die Europäische Union kündigte deshalb an, den Kauf, die Einfuhr und die Weitergabe von Gold aus dem Sudan zu verbieten. Zugleich sollen Ausfuhren von Quecksilber und Zyanid untersagt werden, die beim Goldabbau eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres forderte Kontrollen entlang der gesamten Lieferkette. Rohstoffe würden häufig in einem Land abgebaut, über ein zweites Land transportiert, in einem dritten verarbeitet und anschließend auf internationalen Märkten verkauft. Maßnahmen allein am Ort des Abbaus reichten daher nicht aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Produzenten-, Transit- und Verbraucherländer müssten Informationsaustausch, Herkunftsnachweise und unternehmerische Sorgfaltspflichten miteinander verbinden. Rechtliche Lücken zwischen nationalen Systemen ermöglichten es bewaffneten Gruppen und kriminellen Netzwerken, Rohstoffe in legale Handelswege einzuschleusen.</p>



<h2 id="h-mehr-wertschopfung-soll-in-afrika-bleiben" class="wp-block-heading"><span id="mehr-wertschoepfung-soll-in-afrika-bleiben">Mehr Wertschöpfung soll in Afrika bleiben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres formulierte vier Schwerpunkte für eine neue Rohstoffpolitik: gerechtere wirtschaftliche Erträge, die Unterbindung illegaler Finanzströme, die friedliche Beilegung rohstoffbezogener Konflikte und die stärkere Berücksichtigung klimatischer Veränderungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="558" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Mine_de_Perkoa_Burkina-1024x558.png" alt="" class="wp-image-29027 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Mine_de_Perkoa_Burkina-1024x558.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Mine_de_Perkoa_Burkina-300x164.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Mine_de_Perkoa_Burkina-768x419.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Mine_de_Perkoa_Burkina-380x207.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Mine_de_Perkoa_Burkina-800x436.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Mine_de_Perkoa_Burkina-1160x633.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Mine_de_Perkoa_Burkina.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rohstoffreiche Staaten sollen nach seinen Vorstellungen Bergbauverträge besser aushandeln, Verarbeitungskapazitäten im eigenen Land aufbauen und öffentliche Einnahmen transparenter verwalten können. Unternehmen müssten Umwelt- und Menschenrechtsstandards einhalten. Betroffene Gemeinden sollten unmittelbar an den wirtschaftlichen Erträgen beteiligt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation, Ngozi Okonjo-Iweala, bezeichnete die steigende Nachfrage nach kritischen Mineralien als eine historische wirtschaftliche Chance für Afrika und andere rohstoffreiche Regionen. Sie könne industrielle Entwicklung beschleunigen, neue Einnahmen schaffen und den Lebensstandard von Millionen Menschen erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwache Institutionen, Korruption und ungleiche Verteilung könnten Rohstoffreichtum jedoch in einen Treiber von Gewalt und Armut verwandeln. Okonjo-Iweala forderte deshalb eine Handelspolitik, die afrikanischen Staaten mehr Verarbeitung und industrielle Produktion ermöglicht.</p>



<h2 id="h-afrikanische-staaten-verlangen-kontrolle-uber-eigene-ressourcen" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-staaten-verlangen-kontrolle-ueber-eigene-ressourcen">Afrikanische Staaten verlangen Kontrolle über eigene Ressourcen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Teilnehmer der Sicherheitsratsdebatte betonten die staatliche Souveränität über natürliche Ressourcen. Indonesiens stellvertretender Außenminister Arrmanatha Christiawan Nasir verwies auf die koloniale Ausbeutung seines Landes während des internationalen Gewürzhandels. Heute konzentriere sich der Wettbewerb auf Nickel, Kobalt und weitere kritische Mineralien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wem dient dieser Reichtum tatsächlich?“, fragte Nasir. Die natürlichen Ressourcen Indonesiens gehörten der Bevölkerung und müssten zu deren Wohlstand beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Russland warnte vor einer Fortsetzung kolonialer Wirtschaftsstrukturen. Rund 20 afrikanische Volkswirtschaften seien stark vom Export unverarbeiteter Mineralien abhängig. China forderte ein offenes und kooperatives System der Rohstoffpolitik und wandte sich gegen die politische Instrumentalisierung von Lieferketten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kolumbien warnte vor einem neuen globalen Rohstoffboom, bei dem Umwelt- und Sozialkosten im Globalen Süden verbleiben, während ein großer Teil der wirtschaftlichen Erträge im Globalen Norden anfällt. In vielen rohstoffreichen Regionen überschneiden sich Mineralvorkommen mit besonders artenreichen Ökosystemen und den Lebensräumen indigener Gemeinschaften.</p>



<h2 id="h-regionale-herkunftsnachweise-sollen-schmuggel-erschweren" class="wp-block-heading"><span id="regionale-herkunftsnachweise-sollen-schmuggel-erschweren">Regionale Herkunftsnachweise sollen Schmuggel erschweren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internationale Konferenz der Region der Großen Seen verwies auf ihr Zertifizierungssystem für Zinn, Tantal, Wolfram und Gold. Es soll dokumentieren, wo Rohstoffe abgebaut wurden und ob ihre Erlöse bewaffnete Gruppen finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Demokratischen Republik Kongo seien in den vergangenen Jahren mehr als 33.000 Zertifikate ausgestellt worden, erklärte der Exekutivsekretär der Organisation, Mutiba Luwabelwa. Die Zertifizierung müsse durch die Formalisierung des Kleinbergbaus, Zugang zu Finanzierung und eine stärkere Beteiligung lokaler Gemeinden ergänzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen unterstützen die Demokratische Republik Kongo, Mosambik, Uganda und Sambia beim Aufbau regulatorischer Strukturen, bei der Verhandlung von Bergbauverträgen sowie bei der Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen. In Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, dem Tschad und der Demokratischen Republik Kongo fließen Klima-, Umwelt- und Rohstoffrisiken zudem in die Frühwarnsysteme der Vereinten Nationen ein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Deutschland plant 130 Millionen Euro für den Sahel – Deutsche unterstützen den Kampf gegen Hunger</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-plant-130-millionen-euro-fuer-den-sahel-deutsche-unterstuetzen-den-kampf-gegen-hunger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[GIZ]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>78 Millionen Menschen hungern in Westafrika. Deutschland startet nun einen neuen Sahel-Prozess und plant 130 Millionen Euro für Ernährung, Landwirtschaft und Perspektiven junger Menschen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-plant-130-millionen-euro-fuer-den-sahel-deutsche-unterstuetzen-den-kampf-gegen-hunger%2F&amp;action_name=Deutschland%20plant%20130%20Millionen%20Euro%20f%C3%BCr%20den%20Sahel%20%E2%80%93%20Deutsche%20unterst%C3%BCtzen%20den%20Kampf%20gegen%20Hunger&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland startet einen neuen internationalen Koordinierungsprozess für Ernährungssicherung im Sahel und plant zugleich 130 Millionen Euro für Resilienzprogramme in fünf Ländern. Der Auftakt erfolgte am Dienstag in Berlin. Von der Gesamtsumme sollen 120 Millionen Euro an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen und das Kinderhilfswerk UNICEF fließen. Gefördert werden sollen Vorhaben in Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der „Berlin Process for Food Security in the Sahel“ soll Regierungen der Region, deutsche Entwicklungsorganisationen und mehrere UN-Einrichtungen enger zusammenbringen. Neben dem Welternährungsprogramm und UNICEF sind die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO sowie der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ein-jahr-ministerin-alabali-radovan-bmz-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-wirtschaft-und-krisen-aus/" data-type="post" data-id="27124">Das Bundesentwicklungsministerium will damit parallele Programme stärker aufeinander abstimmen und die verfügbaren Mittel gezielter einsetzen. </a>Staatssekretär Niels Annen eröffnete den Prozess für die Bundesregierung.</p>



<h2 id="h-120-millionen-euro-fur-wfp-und-unicef" class="wp-block-heading"><span id="120-millionen-euro-fuer-wfp-und-unicef">120 Millionen Euro für WFP und UNICEF</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den finanziellen Schwerpunkt bildet die vom Entwicklungsministerium finanzierte Sahel-Resilienz-Partnerschaft. In diesem Programm arbeiten das Welternährungsprogramm, UNICEF und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit gemeinsam in besonders gefährdeten Gemeinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant für 2026 eine Finanzierung von insgesamt 130 Millionen Euro. Davon sind 120 Millionen Euro für WFP und UNICEF vorgesehen. Wie die übrigen zehn Millionen Euro verteilt werden, geht aus der Ankündigung nicht hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel sollen die Widerstandsfähigkeit von Gemeinden stärken, die Landwirtschaft verändern und wirtschaftliche Perspektiven für junge Menschen schaffen. Hinzu kommen bestehende deutsche Programme zur Ernährungssicherung und Trinkwasserversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Entwicklungsministerium verbindet die Vorhaben ausdrücklich mit der Sicherheitslage. Arbeitslosigkeit, fehlende Einkommen und schwache staatliche Strukturen erleichterten bewaffneten und terroristischen Gruppen die Anwerbung junger Menschen. Landwirtschaftliche Produktion, Wasserversorgung und lokale Beschäftigung sollen deshalb nicht nur Hunger reduzieren, sondern auch gesellschaftliche Stabilität fördern.</p>



<h2 id="h-berlin-will-un-organisationen-enger-koordinieren" class="wp-block-heading"><span id="berlin-will-un-organisationen-enger-koordinieren">Berlin will UN-Organisationen enger koordinieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Prozess orientiert sich an den laufenden Reformen der Vereinten Nationen. Verschiedene UN-Organisationen sollen ihre Programme stärker miteinander verzahnen, gemeinsame Ziele festlegen und Überschneidungen vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang arbeiten internationale Geber und Organisationen im Sahel häufig mit jeweils eigenen Finanzierungen, Planungszeiträumen und Berichtssystemen. Berlin will die Zusammenarbeit zwischen humanitärer Versorgung, langfristiger Landwirtschaftsförderung, Ernährung, Gesundheit und kommunaler Infrastruktur ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sahel-Resilienz-Partnerschaft dient dem Ministerium dabei als Modell. WFP übernimmt unter anderem Aufgaben bei Ernährung und Versorgung, <a href="https://fokus-afrika.de/unicef-die-alarmierende-situation-der-kinder-im-sudan/">UNICEF arbeitet mit Kindern, Familien und sozialen Diensten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/nach-skandalen-giz-kuendigt-umbau-und-60-millionen-euro-einsparungen-an/" data-type="post" data-id="28728">während die GIZ längerfristige Strukturen vor Ort unterstützt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das BMZ bezeichnet Deutschland als größten bilateralen Geber in der Sahelregion. Die neue Initiative soll diese Position nutzen, um weitere Geber und internationale Organisationen auf gemeinsame Programme auszurichten.</p>



<h2 id="h-zahl-der-hungernden-in-westafrika-steigt-weiter" class="wp-block-heading"><span id="zahl-der-hungernden-in-westafrika-steigt-weiter">Zahl der Hungernden in Westafrika steigt weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue <a href="https://openknowledge.fao.org/server/api/core/bitstreams/22b14846-edb1-4ec9-9bb3-28e0c6e0cb7f/content">Welternährungsbericht</a> von FAO, IFAD, UNICEF, WFP und Weltgesundheitsorganisation zeigt trotz erster Verbesserungen eine weiterhin angespannte Lage auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Westafrika waren 2025 schätzungsweise 78,4 Millionen Menschen unterernährt. Zehn Jahre zuvor waren es 42,8 Millionen. Der Anteil der unterernährten Bevölkerung lag zuletzt bei 16,9 Prozent und damit geringfügig unter dem Wert von 17,1 Prozent im Jahr 2024.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="714" height="476" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unicef_take_care_of_the_African_children.jpg" alt="" class="wp-image-26235 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unicef_take_care_of_the_African_children.jpg 714w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unicef_take_care_of_the_African_children-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unicef_take_care_of_the_African_children-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 714px) 100vw, 714px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutlich größer ist die Zahl der Menschen, die nur unregelmäßig oder nicht ausreichend Zugang zu Lebensmitteln haben. Rund 286,6 Millionen Menschen in Westafrika galten 2025 als moderat oder schwer ernährungsunsicher. Etwa 92 Millionen von ihnen waren schwer betroffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für den gesamten afrikanischen Kontinent weist der Bericht rund 309 Millionen hungernde Menschen aus. Damit lebten 2025 erstmals mehr Menschen mit Hunger in Afrika als in Asien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Quote lag in Afrika bei 20 Prozent. Weltweit waren es 7,8 Prozent. Eine gesunde Ernährung konnten sich nach den Berechnungen der UN-Organisationen 66,6 Prozent der Menschen in Afrika nicht leisten.</p>



<h2 id="h-konflikte-und-lieferketten-verscharfen-die-risiken" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-und-lieferketten-verschaerfen-die-risiken">Konflikte und Lieferketten verschärfen die Risiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kriege, politische Instabilität und bewaffnete Gewalt gehören zu den wichtigsten Ursachen der Ernährungskrise im Sahel.<a href="https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/" data-type="post" data-id="27914"> In Mali, Burkina Faso und Niger haben sich bewaffnete Gruppen über große Gebiete ausgebreitet.</a> Millionen Menschen mussten ihre Wohnorte verlassen oder verloren den Zugang zu Feldern, Märkten und Weideflächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Dürren, Überschwemmungen und unregelmäßige Regenzeiten. Die Folgen des Klimawandels treffen eine Region, in der große Teile der Bevölkerung unmittelbar von Landwirtschaft und Viehzucht abhängig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Entwicklungsministerium verweist außerdem auf die Auswirkungen des Iran-Krieges auf internationale Lieferketten. Steigende Transport-, Energie- und Düngemittelkosten können sich direkt auf die Lebensmittelpreise im Sahel auswirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der UN-Welternährungsbericht warnt, dass der Konflikt im Nahen Osten im Jahr 2026 Fortschritte bei der Bekämpfung des Hungers in Afrika und Asien gefährden könne.</p>



<h2 id="h-mauretanien-mali-burkina-faso-niger-und-tschad-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="mauretanien-mali-burkina-faso-niger-und-tschad-im-fokus">Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünf ausgewählten Staaten unterscheiden sich politisch deutlich. In Mali, Burkina Faso und Niger regieren Militärführungen, die ihre Beziehungen zu mehreren europäischen Partnern eingeschränkt und ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit neu ausgerichtet haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel/" data-type="post" data-id="28067">Mauretanien gilt dagegen als vergleichsweise stabiler Partner Deutschlands und der Europäischen Union. </a>Tschad ist zugleich von inneren Spannungen und den Folgen der Konflikte im benachbarten Sudan betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Berlin-Prozess setzt dennoch auf eine länderübergreifende Zusammenarbeit. Hungerkrisen, Fluchtbewegungen, Viehwirtschaft und Handelswege enden nicht an nationalen Grenzen. Auch Dürreperioden und bewaffnete Gruppen betreffen häufig mehrere Staaten gleichzeitig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Programme sollen deshalb nationale Maßnahmen mit regionaler Planung verbinden. Vorgesehen sind integrierte Ansätze bei Landwirtschaft, Ernährung, Wasser und sozialen Dienstleistungen.</p>



<h2 id="h-mehrheit-in-deutschland-gegen-starke-kurzungen" class="wp-block-heading"><span id="mehrheit-in-deutschland-gegen-starke-kuerzungen">Mehrheit in Deutschland gegen starke Kürzungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Finanzierungsankündigung fällt in eine Phase deutlicher Kürzungen bei der weltweiten Nothilfe. Eine repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag von Aktion gegen den Hunger zeigt, dass diese Einschnitte in Deutschland umstritten sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der im Juni durchgeführten Umfrage hielten 48 Prozent der Befragten die Kürzungen der Haushaltsmittel für weltweite Nothilfe für zu stark. 32 Prozent bewerteten sie als angemessen, zwölf Prozent als zu gering.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurde von 70 Prozent als besonders wichtiger Bereich des außenpolitischen Engagements genannt. Damit lag sie vor Diplomatie und Konfliktlösung mit 63 Prozent sowie militärischer Sicherheit und Verteidigung mit 55 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sprachen sich 73 Prozent dafür aus, dass die internationale Gemeinschaft mehr Mittel zur Bekämpfung von Hunger und Armut bereitstellt. 86 Prozent erklärten, humanitäre Hilfe solle sich an der Schwere der Not und nicht an geopolitischen Interessen orientieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Befragung bezog sich ausdrücklich auf humanitäre Hilfe, während die angekündigten BMZ-Mittel vor allem längerfristige Resilienz-, Landwirtschafts- und Entwicklungsprogramme finanzieren sollen. Forsa befragte vom 9. bis 11. Juni 2026 insgesamt 1.008 Erwachsene in Deutschland.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Senegal stellt sich hinter Macky Sall als UN-Generalsekretär</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/senegal-stellt-sich-hinter-macky-sall-als-un-generalsekretaer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 09:28:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom politischen Gegner zum Kandidaten Senegals: Präsident Diomaye Faye stellt den gesamten diplomatischen Apparat hinter Macky Salls Bewerbung um den UN-Spitzenposten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsenegal-stellt-sich-hinter-macky-sall-als-un-generalsekretaer%2F&amp;action_name=Senegal%20stellt%20sich%20hinter%20Macky%20Sall%20als%20UN-Generalsekret%C3%A4r&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Senegal unterstützt offiziell die Kandidatur des früheren Präsidenten Macky Sall für das Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen und mobilisiert dafür sein weltweites diplomatisches Netz. Die Entscheidung gab das Außenministerium am 20. Juli 2026 bekannt. Präsident Bassirou Diomaye Faye hatte seinen Amtsvorgänger drei Tage zuvor im Präsidentenpalast in Dakar empfangen. Damit wird aus der bislang vor allem vom Ausland getragenen Bewerbung eine offizielle Kandidatur Senegals.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye wies die Regierung und sämtliche senegalesischen Auslandsvertretungen an, für Sall bei den Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen zu werben. Zugleich rief er die politischen und gesellschaftlichen Kräfte des Landes auf, die Bewerbung zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kandidatur sei nun „diejenige Senegals im Dienste Afrikas und eines leistungsfähigeren Multilateralismus“, erklärte das Ministerium für afrikanische Integration, auswärtige Angelegenheiten und Auslandssenegalesen.</p>



<h2 id="h-faye-beendet-monatelange-ungewissheit" class="wp-block-heading"><span id="faye-beendet-monatelange-ungewissheit">Faye beendet monatelange Ungewissheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall hatte seinen Nachfolger bereits im Februar um die offizielle Unterstützung Senegals gebeten. Eine Entscheidung blieb zunächst aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Cheikh Niang erklärte im Juni lediglich, die Tür für eine Unterstützung sei nicht geschlossen. <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-kandidiert-offiziell-als-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="25275">Bislang wurde Salls Bewerbung formal von Burundi getragen und nicht von seinem Heimatland Senegal.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wird-macky-sall-der-neue-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="28798">Bei dem Treffen am 17. Juli informierte Sall den Präsidenten über den Stand seiner internationalen Kampagne und erneuerte seine Bitte um die Unterstützung Dakars.</a> Die Präsidentschaft beschrieb das Gespräch als Austausch in einem „Klima der Herzlichkeit und republikanischen Höflichkeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen zeige Fayes Festhalten am Dialog, an der Kontinuität des Staates und an der Bündelung nationaler Interessen, hieß es in der Erklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall bedankte sich anschließend öffentlich bei seinem Nachfolger. Die Entscheidung ehre ihn, schrieb der frühere Staatschef in einer Stellungnahme.</p>



<h2 id="h-unterstutzung-trotz-politischer-gegnerschaft" class="wp-block-heading"><span id="unterstuetzung-trotz-politischer-gegnerschaft">Unterstützung trotz politischer Gegnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterstützung ist auch innenpolitisch bemerkenswert. Faye gewann die Präsidentschaftswahl 2024 als Kandidat eines politischen Lagers, das unter Sall jahrelang in scharfer Opposition zur Regierung gestanden hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-verteidigt-bei-un-anhoerung-sein-vorgehen-gegen-proteste-im-senegal/">Ousmane Sonko und weitere führende Vertreter der damaligen Oppositionspartei PASTEF waren während Salls Amtszeit strafrechtlich verfolgt oder inhaftiert worden.</a> Die Behörden lösten die Partei 2023 auf. Faye selbst saß vor der Wahl ebenfalls im Gefängnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Machtwechsel blieb das Verhältnis zwischen der neuen Führung und Sall belastet. <a href="https://fokus-afrika.de/zieht-sich-der-ex-praesident-macky-sall-aus-der-politik-zurueck/">Der frühere Präsident verließ Senegal und übernahm internationale Aufgaben. </a>Politische Auseinandersetzungen über seine Regierungszeit, die staatlichen Finanzen und den Umgang mit der früheren Opposition hielten an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Unterstützung für die UN-Kandidatur trennt Faye nun die außenpolitische Bewerbung seines Vorgängers von diesen innenpolitischen Konflikten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium stellt die Entscheidung als Ausdruck staatlicher Kontinuität dar. Sall soll nicht mehr nur als ehemaliger Präsident oder Kandidat einzelner Partnerstaaten auftreten, sondern als Bewerber Senegals und Afrikas.</p>



<h2 id="h-bruch-zwischen-faye-und-sonko-verandert-politische-lage" class="wp-block-heading"><span id="bruch-zwischen-faye-und-sonko-veraendert-politische-lage">Bruch zwischen Faye und Sonko verändert politische Lage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" data-type="post" data-id="27589">Die Entscheidung fällt wenige Wochen nach dem offenen Bruch zwischen Faye und seinem früheren politischen Verbündeten Ousmane Sonko.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye entließ Sonko am 22. Mai als Premierminister. <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit/" data-type="post" data-id="27842">Ahmadou Al Aminou Lo übernahm anschließend die Regierungsführung, während Sonko an die Spitze der Nationalversammlung wechselte.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juli kündigte Faye zudem den Aufbau einer eigenen politischen Partei an. Damit löste er sich weiter von PASTEF, dessen Führung und Anhängerschaft Macky Sall überwiegend ablehnend gegenüberstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere senegalesische Beobachter verbinden die veränderte Haltung zur UN-Kandidatur mit dieser neuen politischen Konstellation. Der Politikwissenschaftler Maurice Soudieck Dione erklärte gegenüber dem französischen Auslandssender RFI, Faye suche angesichts seiner zunehmenden Distanz zu PASTEF neue Verbündete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung selbst stellte keinen Zusammenhang zwischen dem innenpolitischen Bruch und der Unterstützung für Sall her.</p>



<h2 id="h-bewerbung-erlitt-ruckschlag-in-der-afrikanischen-union" class="wp-block-heading"><span id="bewerbung-erlitt-rueckschlag-in-der-afrikanischen-union">Bewerbung erlitt Rückschlag in der Afrikanischen Union</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall bemüht sich seit mehreren Monaten um internationale Unterstützung. Er führte Gespräche in New York, Peking, Athen und mehreren afrikanischen Hauptstädten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Саллу_1.jpg" alt="" class="wp-image-28983 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Саллу_1.jpg 900w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Саллу_1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Саллу_1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Саллу_1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Саллу_1-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am 20. Juli traf Sall zudem in Moskau mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zusammen. Laut einer offiziellen Mitteilung stellte Sall dabei sein Wahlprogramm vor. Lawrow erläuterte die Erwartungen Russlands an Kandidaten für das höchste Amt der Vereinten Nationen. Beide Seiten bekräftigten ihre Unterstützung für die zentrale koordinierende Rolle der Vereinten Nationen in internationalen Angelegenheiten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im März gelang es Sall jedoch nicht, eine offizielle Unterstützung der Afrikanischen Union zu erhalten. Rund 20 Mitgliedstaaten lehnten nach den vorliegenden Angaben eine gemeinsame Nominierung Salls ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das fehlende Mandat der Afrikanischen Union schwächte die Bewerbung. Hinzu kam, dass Senegal selbst seinen früheren Präsidenten zunächst nicht offiziell unterstützte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Position Dakars verschafft Sall nun eine staatliche und diplomatische Grundlage für seine Kampagne. Der senegalesische Außenapparat soll gezielt bei Regierungen und UN-Vertretungen um Stimmen werben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor seinem Treffen mit Faye hatte Sall auch Kontakte zu mehreren westafrikanischen Staatschefs intensiviert. Der frühere Präsident von Guinea-Bissau, Umaro Sissoco Embaló, und Gambias Präsident Adama Barrow gehörten zu den Gesprächspartnern, die sich mit der Kandidatur befassten.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-trifft-zentrale-vorauswahl" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-trifft-zentrale-vorauswahl">Sicherheitsrat trifft zentrale Vorauswahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswahlverfahren für die Nachfolge von António Guterres begann am 25. November 2025. Dessen zweite Amtszeit endet am 31. Dezember 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär wird formal von der UN-Generalversammlung ernannt. Zuvor muss der Sicherheitsrat einen Kandidaten empfehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit besitzen die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates faktisch ein Vetorecht. Dazu gehören China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die Vereinigten Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine erfolgreiche Bewerbung benötigt Sall deshalb nicht nur Unterstützung aus Afrika, sondern auch die Zustimmung der großen internationalen Mächte. Seine diplomatischen Reisen nach China, Europa und in die Vereinigten Staaten dienen dem Aufbau dieser Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika stellte zuletzt mit dem Ghanaer Kofi Annan von 1997 bis 2006 den UN-Generalsekretär. Die nun offiziell von Senegal unterstützte Bewerbung Salls wird mit dem Anspruch verbunden, den Kontinent erneut an die Spitze der Weltorganisation zu führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung verteidigt mehr Spielraum bei Abschiebungen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-verteidigt-mehr-spielraum-bei-abschiebungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 10:22:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28949</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mehr Spielraum für Abschiebungen, aber keine Abstriche beim absoluten Folterverbot: Die Bundesregierung verteidigt die Chișinău-Erklärung und nutzt sie bereits als Orientierung für BAMF und Länderbehörden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-verteidigt-mehr-spielraum-bei-abschiebungen%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20verteidigt%20mehr%20Spielraum%20bei%20Abschiebungen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verteidigt die Chișinău-Erklärung des Europarats und hält Sicherheitsinteressen bei Abschiebungen für ein legitimes Abwägungselement. Die Stellungnahme übermittelte das Auswärtige Amt am 10. Juli 2026 an den Bundestag. Zugleich betont Berlin, das absolute Verbot von Folter und unmenschlicher Behandlung nach Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention bleibe unangetastet und müsse in jedem Einzelfall geprüft werden. <a href="https://fokus-afrika.de/flughafen-muenchen-plant-abschiebezentrum-fuer-hunderte-abschiebungen-taeglich/">Die Erklärung wird bereits als Orientierungshilfe für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie die Innenverwaltungen der Länder genutzt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitgliedstaaten des Europarats hatten die politische Erklärung am 15. Mai in der moldauischen Hauptstadt Chișinău im Konsens angenommen. Sie behandelt die Auslegung der Europäischen Menschenrechtskonvention, kurz EMRK, bei Abschiebungen, Auslieferungen, irregulärer Migration und der Zusammenarbeit mit Drittstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Auffassung der Bundesregierung wahrt der Text die Autorität und Unabhängigkeit des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, kurz EGMR. <a href="https://fokus-afrika.de/mehr-abschiebungen-deutschland-setzt-gambia-unter-druck/">Gleichzeitig greife er die Herausforderungen auf, vor denen die europäischen Staaten durch irreguläre Migration und ausländische Straftäter stünden.</a></p>



<h2 id="h-erklarung-dient-behorden-als-orientierung" class="wp-block-heading"><span id="erklaerung-dient-behoerden-als-orientierung">Erklärung dient Behörden als Orientierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesinnenministerium hat die Chișinău-Erklärung dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie den Innenministerien und Innenverwaltungen der Länder übermittelt. Die Bundesregierung bezeichnet sie als Orientierungshilfe bei der Auslegung und Anwendung der Menschenrechtskonvention.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bleibt die Erklärung nicht auf die außenpolitische Ebene des Europarats beschränkt. Sie kann auch in nationale Entscheidungen über Asylverfahren, Abschiebungen und den Schutz des Privat- und Familienlebens einfließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtlich bindend ist das Dokument nicht. Verbindlich bleiben die Menschenrechtskonvention und die Urteile des Straßburger Gerichtshofs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen hatten die Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage nach den menschenrechtlichen Folgen der Erklärung gefragt. Die Fraktion sieht darin einen möglichen Versuch, Einfluss auf die Rechtsprechung des EGMR zu nehmen und bestehende Schutzstandards im Migrationsrecht abzuschwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin weist diese Einschätzung zurück. Die Erklärung unterstreiche mehrfach die Unabhängigkeit der richterlichen Entscheidungen und bestätige die Verpflichtung der Staaten, die Rechte der Konvention zu gewährleisten.</p>



<h2 id="h-sicherheitsinteressen-konnen-grundrechte-begrenzen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsinteressen-koennen-grundrechte-begrenzen">Sicherheitsinteressen können Grundrechte begrenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung stellt klar, dass die Unteilbarkeit und Unveräußerlichkeit der Grundrechte nicht bedeute, dass jedes Grundrecht uneingeschränkt gelte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="670" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-1024x670.jpg" alt="" class="wp-image-27091 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-1024x670.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-300x196.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-768x503.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-1536x1005.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-2048x1340.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-380x249.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-800x524.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-1160x759.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Wo Einschränkungen möglich sind, sind auch Sicherheitsinteressen ein legitimes Abwägungselement“, heißt es in der Antwort. Als Beispiel nennt Berlin Artikel 8 Absatz 2 der Menschenrechtskonvention.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Artikel 8 schützt das Privat- und Familienleben. Eingriffe können jedoch zulässig sein, wenn sie gesetzlich vorgesehen und etwa zum Schutz der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung oder zur Verhinderung von Straftaten notwendig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Chișinău-Erklärung betont in diesem Zusammenhang den Ermessensspielraum nationaler Behörden und Gerichte. Sie sollen insbesondere bei der Ausweisung ausländischer Straftäter die Schwere einer Straftat, die öffentliche Sicherheit und die persönlichen Bindungen des Betroffenen gegeneinander abwägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der EGMR soll eine nationale Bewertung nicht ohne gewichtige Gründe durch eine eigene ersetzen, wenn die innerstaatlichen Gerichte die Kriterien seiner bisherigen Rechtsprechung vollständig berücksichtigt haben.</p>



<h2 id="h-folterverbot-bleibt-absolute-grenze" class="wp-block-heading"><span id="folterverbot-bleibt-absolute-grenze">Folterverbot bleibt absolute Grenze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anders bewertet die Bundesregierung Artikel 3 der Menschenrechtskonvention. Das Verbot von Folter sowie unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung gilt absolut. Es lässt weder Ausnahmen noch eine Abwägung mit staatlichen Sicherheitsinteressen zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor jeder Abschiebung müsse deshalb individuell geprüft werden, ob der betroffenen Person im Zielland eine Behandlung droht, die gegen Artikel 3 verstößt. In einem solchen Fall werde ein Abschiebungsverbot festgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffene könnten zudem Rechtsmittel gegen eine Abschiebungsentscheidung einlegen und eine gerichtliche Überprüfung verlangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung selbst bezeichnet das Verbot ebenfalls als absolut. Zugleich fordert sie eine hohe und einheitlich angewandte Schwelle dafür, wann eine Behandlung als unmenschlich oder erniedrigend gilt. Unnötige Einschränkungen von Abschiebungen und Auslieferungen sollen dadurch vermieden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der medizinischen Versorgung im Aufnahmestaat soll eine Abschiebung nur in außergewöhnlichen Fällen gegen Artikel 3 verstoßen. Der abschiebende Staat sei nicht verpflichtet, Unterschiede zwischen seinem Gesundheitssystem und dem Versorgungsniveau des Ziellandes auszugleichen.</p>



<h2 id="h-zugang-zum-asylverfahren-bleibt-bestehen" class="wp-block-heading"><span id="zugang-zum-asylverfahren-bleibt-bestehen">Zugang zum Asylverfahren bleibt bestehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält auch im Fall einer gezielten Instrumentalisierung von Migration am individuellen Zugang zum Asylverfahren fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/innenministerium-vor-herausforderung-menschen-mit-terrorbezug-koennten-asyl-bekommen-haben/" data-type="post" data-id="27093">Gemeint sind Situationen, in denen ein Staat oder ein anderer Akteur Migration bewusst fördert oder ausnutzt, um ein anderes Land politisch unter Druck zu setzen oder zu destabilisieren.</a> Die Chișinău-Erklärung beschreibt solche Vorgänge als Gefahr für die territoriale Integrität und die nationale Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das individuelle Zugangsrecht zum Asylverfahren besteht rechtlich, auch im Instrumentalisierungsfall, fort“, erklärt die Bundesregierung. Die Erklärung ändere dieses Grundprinzip nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Menschen, die Teil einer instrumentalisierten Migrationsbewegung sind, behalten demnach ihre Rechte nach der Menschenrechtskonvention und dem übrigen europäischen und internationalen Recht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung berücksichtigt zugleich das Verhalten von Personen beim Versuch eines irregulären Grenzübertritts. Dieses könne bei der Prüfung eine Rolle spielen, ob ein Staat seine Verpflichtungen aus der Konvention eingehalten habe.</p>



<h2 id="h-europarat-ermoglicht-neue-modelle-mit-drittstaaten" class="wp-block-heading"><span id="europarat-ermoeglicht-neue-modelle-mit-drittstaaten">Europarat ermöglicht neue Modelle mit Drittstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Chișinău-Erklärung erkennt das Recht der Mitgliedstaaten an, ihre Einwanderungspolitik selbst festzulegen und ihre Grenzen zu kontrollieren. Alle Maßnahmen müssen jedoch mit den Garantien der Menschenrechtskonvention vereinbar bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als mögliche neue Ansätze nennt der Text die Bearbeitung von Asylanträgen in Drittstaaten, Rückführungszentren außerhalb des eigenen Staatsgebiets und eine engere Zusammenarbeit mit Transitstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist darauf, dass solche Kooperationen nur zulässig seien, wenn die Vorgaben der Konvention eingehalten werden. Dazu gehöre auch die Rechtsprechung des EGMR über die Verantwortung europäischer Staaten bei Handlungen außerhalb ihres eigenen Territoriums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diplomatische Zusicherungen eines Ziellandes können nach der Erklärung dazu beitragen, ein drohendes Risiko nach Artikel 3 auszuschließen. Ob eine solche Zusicherung ausreichend ist, bleibt Gegenstand der individuellen Prüfung.</p>



<h2 id="h-deutschland-unterstutzte-fruhere-initiative-nicht" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-unterstuetzte-fruehere-initiative-nicht">Deutschland unterstützte frühere Initiative nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Chișinău-Erklärung war eine Initiative mehrerer europäischer Regierungen vorausgegangen. Dänemark und Italien hatten 2025 eine Debatte über die Rechtsprechung des EGMR in Migrationsfragen angestoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember 2025 forderten 27 Staaten eine neue Balance zwischen individuellen Menschenrechten und staatlichen Interessen bei Abschiebungen, Migrationskontrolle und der Zusammenarbeit mit Drittstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterzeichnete diese Erklärung nicht. Die Bundesregierung wollte nach eigener Darstellung jeden Anschein vermeiden, politischen Einfluss auf die Unabhängigkeit des Straßburger Gerichtshofs zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den später im Europarat ausgehandelten Text unterstützte Berlin dagegen. Dieser wahre die Autorität und Unabhängigkeit des Gerichts und sei gemeinsam von allen Mitgliedstaaten ausgearbeitet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beteiligte sich an den Verhandlungen im Lenkungsausschuss für Menschenrechte. Zu einzelnen deutschen Änderungsvorschlägen und zum Ablauf der vertraulichen Gespräche machte sie keine Angaben.</p>



<h2 id="h-keine-ratifizierung-des-16-zusatzprotokolls-geplant" class="wp-block-heading"><span id="keine-ratifizierung-des-16-zusatzprotokolls-geplant">Keine Ratifizierung des 16. Zusatzprotokolls geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung fordert eine klare und einheitliche Rechtsprechung des EGMR und weitere Orientierung für nationale Behörden und Gerichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das 16. Zusatzprotokoll zur Menschenrechtskonvention ermöglicht den höchsten nationalen Gerichten, den EGMR um beratende Stellungnahmen zu grundlegenden Auslegungsfragen zu bitten. Deutschland hat das Protokoll bislang nicht ratifiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant derzeit keine Ratifizierung. Weitere Orientierung durch den Gerichtshof könne auch im Rahmen regulärer Individualbeschwerden erfolgen.</p>



<h2 id="h-" class="wp-block-heading"><span id=""></span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kurz vor Mandatsende: Annalena Baerbock warnt vor Kollaps der UN</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kurz-vor-mandatsende-annalena-baerbock-warnt-vor-kollaps-der-vereinten-nationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 20:47:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurz vor dem Ende ihres Mandats zieht Annalena Baerbock eine ernüchternde UN-Bilanz: Ohne tiefgreifende Reformen drohe der Weltorganisation der Zusammenbruch. Afrika müsse im Sicherheitsrat endlich stärker vertreten sein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkurz-vor-mandatsende-annalena-baerbock-warnt-vor-kollaps-der-vereinten-nationen%2F&amp;action_name=Kurz%20vor%20Mandatsende%3A%20Annalena%20Baerbock%20warnt%20vor%20Kollaps%20der%20UN&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kurz-vor-mandatsende-annalena-baerbock-warnt-vor-kollaps-der-vereinten-nationen/">Kurz vor Mandatsende: Annalena Baerbock warnt vor Kollaps der UN</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Annalena Baerbock hat in der Schlussphase ihres Mandats als Präsidentin der UN-Generalversammlung vor einem Zusammenbruch der Weltorganisation gewarnt, falls tiefgreifende interne Reformen ausbleiben. Am Freitag trat die frühere deutsche Außenministerin beim <a href="https://www.aspensecurityforum.org/aspen-security-forum/2026-asf/">Aspen Security Forum</a> im US-Bundesstaat Colorado auf. Sie forderte mehr Gewicht für Afrika im UN-Sicherheitsrat, eine stärkere politische Rolle der Generalversammlung und eine weibliche Nachfolge an der Spitze des UN-Sekretariats. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock sprach bei einer öffentlichen Aufzeichnung des außenpolitischen Podcasts&nbsp;<em>Pod Save the World</em>. Die frühere deutsche Außenministerin bezeichnete die fehlende angemessene Repräsentation Afrikas als eine zentrale Schwäche des heutigen UN-Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Auftritt gehörte zu den letzten großen internationalen Bühnen ihrer einjährigen Amtszeit. Die 80. Sitzungsperiode der UN-Generalversammlung und damit Baerbocks Mandat enden am 8. September 2026.<a href="https://fokus-afrika.de/khalilur-rahman-folgt-auf-baerbock-an-der-spitze-der-un-vollversammlung/"> Ihre Nachfolge für die 81. Sitzungsperiode ist bereits gewählt. </a></p>



<h2 id="h-ruckblick-auf-eine-turbulente-amtszeit" class="wp-block-heading"><span id="rueckblick-auf-eine-turbulente-amtszeit">Rückblick auf eine turbulente Amtszeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock nutzte das Gespräch für eine grundsätzliche Bilanz der Vereinten Nationen. Die Organisation werde von außen durch Angriffe auf die UN-Charta und blockierende Vetomächte geschwächt. <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">Im Inneren leide sie zugleich unter überlasteten Strukturen, politisch ausgehandelten Führungspositionen und ineffizienten Abläufen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn wir dieses Haus nicht von innen reformieren, wird es angesichts der Herausforderungen von außen zusammenbrechen“, sagte Baerbock. Als ersten Schritt zu einer glaubwürdigeren internationalen Ordnung nannte sie eine stärkere und gerechtere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat.&nbsp;</p>



<h2 id="h-afrika-soll-im-sicherheitsrat-mehr-gewicht-erhalten" class="wp-block-heading"><span id="afrika-soll-im-sicherheitsrat-mehr-gewicht-erhalten">Afrika soll im Sicherheitsrat mehr Gewicht erhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat spiegelt bis heute die Machtverhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg wider. Seine fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA verfügen über ein Vetorecht. <a href="https://fokus-afrika.de/un-deutschland-und-afrika-im-fokus-der-generalversammlung/">Kein afrikanischer Staat gehört dieser Gruppe an.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock erklärte, eine umfassende Abschaffung oder Einschränkung des Vetorechts sei unter den gegenwärtigen geopolitischen Bedingungen kaum durchsetzbar. Veränderungen seien dennoch möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ersten Schritt nannte sie mehr Gerechtigkeit durch eine stärkere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat. Dies würde die Vetomacht der fünf ständigen Mitglieder zunächst nicht verändern, der Institution aber mehr Glaubwürdigkeit verleihen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie schaffen wir mehr Gerechtigkeit, indem Afrika beispielsweise einen Sitz im Sicherheitsrat erhält?“, sagte Baerbock. Eine solche Reform könne die bestehende Ordnung zumindest teilweise öffnen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten fordern seit Jahren eine grundlegende Reform des Sicherheitsrates. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die fehlende dauerhafte Vertretung eines Kontinents mit 54 UN-Mitgliedstaaten.</p>



<h2 id="h-generalversammlung-soll-politische-blockaden-umgehen" class="wp-block-heading"><span id="generalversammlung-soll-politische-blockaden-umgehen">Generalversammlung soll politische Blockaden umgehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock stellte zugleich die Rolle der UN-Generalversammlung heraus. Die Spaltung der Welt in zwei starre Lager bilde die politische Realität nicht ab. Stattdessen existiere eine multipolare Ordnung, in der breite Mehrheiten weiterhin hinter der UN-Charta, den globalen Nachhaltigkeitszielen und internationaler Zusammenarbeit stünden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Staaten betrachteten die Charta als ihre „Lebensversicherung“, sagte die Präsidentin der Generalversammlung. Eine internationale Ordnung, in der allein militärische oder wirtschaftliche Stärke entscheide, gefährde besonders kleinere und mittlere Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Deutschland könne seine Sicherheit nicht allein gewährleisten. Die gegenwärtigen Konflikte und die Auswirkungen auf internationale Handelswege zeigten, dass selbst militärisch starke Staaten auf gemeinsame Regeln angewiesen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat könne Kriege kaum lösen, wenn Vetomächte selbst an einem Konflikt beteiligt seien oder grundlegende Prinzipien der UN-Charta infrage stellten. Baerbock sieht deshalb stärkere politische Bündnisse innerhalb der Generalversammlung als Möglichkeit, Druck aufzubauen.</p>



<h2 id="h-zwei-drittel-der-staaten-konnen-politische-dynamik-erzeugen" class="wp-block-heading"><span id="zwei-drittel-der-staaten-koennen-politische-dynamik-erzeugen">Zwei Drittel der Staaten können politische Dynamik erzeugen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel führte Baerbock eine von Frankreich und Saudi-Arabien organisierte Konferenz zur Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt an. Eine Resolution mit konkreten Schritten sei dort von 142 Mitgliedstaaten angenommen worden, obwohl die USA den Prozess abgelehnt und nicht an der Konferenz teilgenommen hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text habe unter anderem die Entwaffnung der Hamas, einen Rückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen, humanitären Zugang und eine palästinensische Verwaltung vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock bezeichnete solche Bündnisse als Zusammenschlüsse von Staaten, die überzeugt seien, gemeinsam tatsächlich handeln zu können. Einzelne Regierungen könnten auch ohne vorherige institutionelle Reformen politische Bewegungen auslösen, wenn sie Mehrheiten organisierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Kein einziges Land der Welt kann sich in diesen Zeiten vollständig isoliert bewegen“, sagte sie. Es brauche politische Führung und Koalitionen zum Schutz der UN-Charta.</p>



<h2 id="h-baerbock-warnt-vor-kollaps-der-vereinten-nationen" class="wp-block-heading"><span id="baerbock-warnt-vor-kollaps-der-vereinten-nationen">Baerbock warnt vor Kollaps der Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der politischen Blockade kritisierte Baerbock die internen Strukturen der Vereinten Nationen. Die Organisation leide unter Überlastung, ineffizienten Abläufen und einer großen Zahl politisch verhandelter Führungspositionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie habe bei den Vereinten Nationen ein Ausmaß an Ineffizienz vorgefunden, das selbst sie als Deutsche überrascht habe, sagte Baerbock mit Blick auf die deutsche Vorliebe für Bürokratie.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28897 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71133370.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein Abbau hoher Verwaltungspositionen erscheine theoretisch einfach. In der Praxis seien viele dieser Stellen Teil geopolitischer Vereinbarungen zwischen Mitgliedstaaten. Jede Veränderung könne deshalb neue politische Konflikte auslösen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn wir dieses Haus nicht von innen reformieren, wird es angesichts der Herausforderungen von außen zusammenbrechen“, warnte Baerbock.&nbsp;</p>



<h2 id="h-parallelstrukturen-konnen-die-un-nicht-ersetzen" class="wp-block-heading"><span id="parallelstrukturen-koennen-die-un-nicht-ersetzen">Parallelstrukturen können die UN nicht ersetzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich wandte sich Baerbock gegen Versuche, zentrale Aufgaben der Vereinten Nationen auf neue internationale Gremien zu übertragen. <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-unterzeichnet-gruendungsurkunde-des-neuen-friedensrates-von-donald-trump/" data-type="post" data-id="23837">Als Beispiel nannte sie den sogenannten Board of Peace, der zur Organisation der langfristigen Stabilisierung und des Wiederaufbaus im Gazastreifen geschaffen worden sei.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein solches Gremium könne die Vereinten Nationen „niemals“ ersetzen. Die UN verfüge über spezialisierte Organisationen für Gesundheit, Bildung, humanitäre Hilfe und den Wiederaufbau. Neue Strukturen könnten diese Erfahrung und ihre Präsenz vor Ort nicht kurzfristig nachbilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock verwies auch auf die finanziellen Schwierigkeiten des neuen Gremiums. Für den Wiederaufbau würden Milliarden benötigt, bislang seien jedoch lediglich rund 23 Millionen US-Dollar zusammengekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin der Generalversammlung kritisierte zugleich, dass internationale Konflikte zunehmend außerhalb der Vereinten Nationen verhandelt würden. Werde eine Krise gar nicht erst in den Sicherheitsrat eingebracht, könne die Organisation auch keine Rolle übernehmen.</p>



<h2 id="h-erste-frau-an-der-spitze-der-vereinten-nationen" class="wp-block-heading"><span id="erste-frau-an-der-spitze-der-vereinten-nationen">Erste Frau an der Spitze der Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock verband die Reformdebatte mit der Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs. In 80 Jahren habe noch nie eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen gestanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitgliedstaaten hätten bereits zwei Jahre zuvor einen breiten Wunsch nach einer weiblichen Nachfolge geäußert. Derzeit befänden sich mehrere Frauen mit Regierungserfahrung unter den Kandidaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sei kaum vermittelbar, anschließend zu erklären, es habe keine ausreichend qualifizierte Frau gegeben, sagte Baerbock. Eine erneute Wahl eines Mannes könne die Glaubwürdigkeit der Organisation beschädigen, besonders bei jüngeren Menschen und Gruppen, die sich für Menschen- und Frauenrechte engagierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung verfüge dabei über mehr Einfluss, als häufig angenommen werde. Zwar schlägt der Sicherheitsrat einen Kandidaten vor, die Generalversammlung muss die Ernennung jedoch bestätigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock verwies auf die Wahl Kofi Annans. <a href="https://fokus-afrika.de/wird-macky-sall-der-neue-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="28798">Damals habe die afrikanische Staatengruppe deutlich gemacht, dass sie keinen Bewerber aus einer anderen Weltregion unterstützen werde.</a> Ein geschlossenes Auftreten könne die scheinbar weiche Macht der Generalversammlung in tatsächlichen politischen Einfluss verwandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der künftige Generalsekretär müsse auf dem Boden der UN-Charta stehen, das Gewaltverbot verteidigen, den Klimawandel anerkennen und die globalen Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Eine perfekte Kandidatin oder einen perfekten Kandidaten werde es nicht geben. Die Mitgliedstaaten müssten jedoch eine Person bestimmen, die die Grundordnung der Vereinten Nationen glaubwürdig vertrete.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kurz-vor-mandatsende-annalena-baerbock-warnt-vor-kollaps-der-vereinten-nationen/">Kurz vor Mandatsende: Annalena Baerbock warnt vor Kollaps der UN</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>IStGH meldet Durchbruch bei Darfur-Ermittlungen – El Obeid drohen neue Massengräuel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/istgh-meldet-durchbruch-bei-darfur-ermittlungen-el-obeid-drohen-neue-massengraeuel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 17:59:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Zeugenaussagen führen den IStGH näher an die Verantwortlichen für Verbrechen in Darfur. Gleichzeitig wächst die Warnung vor einem neuen Massengräuel in El Obeid.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fistgh-meldet-durchbruch-bei-darfur-ermittlungen-el-obeid-drohen-neue-massengraeuel%2F&amp;action_name=IStGH%20meldet%20Durchbruch%20bei%20Darfur-Ermittlungen%20%E2%80%93%20El%20Obeid%20drohen%20neue%20Massengr%C3%A4uel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof hat nach eigenen Angaben direkte Ermittlungsverbindungen zwischen schweren Verbrechen in Darfur und mutmaßlichen Verantwortlichen hergestellt. Die stellvertretende Anklägerin Nazhat Shameem Khan <a href="https://press.un.org/en/blog/sc16415">sprach</a> am Mittwoch, 15. Juli 2026, vor dem UN-Sicherheitsrat von einem „Durchbruch“. Neue Zeugenaussagen und eine ausgeweitete Zusammenarbeit hätten es ermöglicht, konkrete Verbindungen zwischen Angriffen auf Zivilisten und den Personen hinter diesen Taten nachzuzeichnen. Zugleich warnte Khan vor unmittelbar drohenden internationalen Verbrechen in der sudanesischen Stadt El Obeid.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dies ist ein Paradigmenwechsel, ein Durchbruch“, erklärte die stellvertretende Anklägerin. Die Botschaft richte sich an diejenigen, die Angriffe anführten, planten oder aus der Ferne unterstützten und glaubten, von den Gewalttaten profitieren zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einzelheiten zu laufenden Ermittlungen nannte Khan nicht. Das Büro der Anklage habe jedoch entscheidende Gespräche mit wichtigen Zeugen geführt. Unterstützt werde die Arbeit durch ein wachsendes Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, internationalen Partnern und sudanesischen Behörden.</p>



<h2 id="h-ermittler-stellen-direkte-verbindungen-zu-verantwortlichen-her" class="wp-block-heading"><span id="ermittler-stellen-direkte-verbindungen-zu-verantwortlichen-her">Ermittler stellen direkte Verbindungen zu Verantwortlichen her</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof untersucht Verbrechen in Darfur, seit der UN-Sicherheitsrat die Lage in der westsudanesischen Region 2005 an das Gericht verwiesen hatte. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid/">Die Ermittlungen betreffen sowohl die damaligen Massengewalttaten als auch Verbrechen während des gegenwärtigen Krieges.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Khan erklärte, die Anklage arbeite daran, die Hauptverantwortlichen für Verbrechen in El Fasher im Jahr 2025 und in El Geneina im Jahr 2023 zur Rechenschaft zu ziehen. Auch die vor mehr als zwei Jahrzehnten begangenen Taten blieben Bestandteil der Ermittlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anklage sieht nach Angaben Khans inzwischen deutlich bessere Möglichkeiten, einzelne Verbrechen mit Befehlshabern, Planern und Unterstützern in Verbindung zu bringen. Ein solcher Nachweis ist Voraussetzung für spätere Anklagen und Haftbefehle gegen Personen, die nicht selbst unmittelbar an Angriffen beteiligt waren, diese aber organisiert, ermöglicht oder finanziert haben sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wichtigen Schritt bezeichnete Khan die Verurteilung des früheren Janjaweed-Kommandeurs Ali Muhammad Ali Abd-Al-Rahman, bekannt als Ali Kushayb. Der IStGH hatte ihn im Oktober 2025 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen und im Dezember zu 20 Jahren Haft verurteilt.</p>



<h2 id="h-warnung-vor-schweren-kriegsverbrechen-in-el-obeid" class="wp-block-heading"><span id="warnung-vor-schweren-kriegsverbrechen-in-el-obeid">Warnung vor schweren Kriegsverbrechen in El Obeid</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Ermittlungsfortschritt verschärft sich die Sorge um El Obeid, die Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordofan. Der IStGH teilt die Einschätzung des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, dass dort schwerste internationale Verbrechen unmittelbar bevorstehen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir können nicht sagen, wir hätten es nicht gewusst“, warnte Khan. Der Sicherheitsrat und die UN-Mitgliedstaaten müssten jetzt handeln, um weitere Gräueltaten zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats forderten einen sofortigen Schutz der Zivilbevölkerung, ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe und sichere Fluchtwege. El Obeid dürfe nicht zu einem „zweiten El Fasher“ werden, erklärte der dänische Vertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der britische Vertreter bezeichnete die Stadt als am Rand eines neuen Massengräuels. Anhaltende Gewalt, Vertreibungen und eine schwere humanitäre Notlage könnten die bereits durch die Kämpfe in El Fasher verursachten Wunden weiter vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten verlangten zugleich, Waffenlieferungen an die Konfliktparteien einzustellen. Ausländische Unterstützer müssten ihren Einfluss nutzen, um weitere Angriffe auf Zivilisten zu verhindern.</p>



<h2 id="h-gefluchtete-furchten-eine-wiederholung-fruherer-gewalt" class="wp-block-heading"><span id="gefluechtete-fuerchten-eine-wiederholung-frueherer-gewalt">Geflüchtete fürchten eine Wiederholung früherer Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Khan berichtete dem Sicherheitsrat auch von einem Besuch in Flüchtlingslagern im Osten des Tschad. Dort habe sie mit Menschen gesprochen, die aus Darfur geflohen seien und weiterhin unter den Folgen der Angriffe litten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Geflüchtete hätten den Eindruck, von der internationalen Gemeinschaft vergessen worden zu sein. Sie bezweifelten, dass ihrem Leben derselbe Wert beigemessen werde wie dem anderer Opfer internationaler Konflikte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geschilderten Taten folgten nach Darstellung der Anklägerin denselben Mustern wie die Verbrechen, die 2005 zur Einschaltung des IStGH geführt hatten. Menschen hätten die Ermordung ihrer Eltern oder die Vergewaltigung ihrer Mütter miterlebt. Auch Kinder seien angegriffen, vergewaltigt und durch die erlebte Gewalt schwer traumatisiert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Vertriebenen wachse die Angst, dass „das Schlimmste noch bevorsteht“ und sich die Massengewalt aus der ersten Darfur-Krise vollständig wiederholen könnte.</p>



<h2 id="h-forderung-nach-ausweitung-der-ermittlungen" class="wp-block-heading"><span id="forderung-nach-ausweitung-der-ermittlungen">Forderung nach Ausweitung der Ermittlungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats forderten, die Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs auf den gesamten Sudan auszuweiten. Das bisherige Mandat beruht auf der Überweisung der Lage in Darfur und erfasst nicht automatisch alle Verbrechen in anderen Teilen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Dänemark unterstützten eine solche Ausweitung. Strafverfolgung und der Kampf gegen Straflosigkeit dürften sich nicht auf Darfur beschränken, argumentierten ihre Vertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia verlangte zugleich eine stärkere Rolle sudanesischer und afrikanischer Justizmechanismen. Nationale Gerichte und rechtliche Institutionen müssten ausgebaut werden. Internationale Strafverfolgung könne diese Verantwortung unterstützen, aber nicht ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia verwies darauf, dass der Erfolg internationaler Justiz nicht allein an Ermittlungen oder Anklageschriften gemessen werden könne. Entscheidend seien vollstreckte Haftbefehle, abgeschlossene Verfahren und konkrete Gerechtigkeit für die Opfer.</p>



<h2 id="h-usa-russland-und-china-kritisieren-den-strafgerichtshof" class="wp-block-heading"><span id="usa-russland-und-china-kritisieren-den-strafgerichtshof">USA, Russland und China kritisieren den Strafgerichtshof</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit des Gerichts bleibt im Sicherheitsrat umstritten.<a href="https://fokus-afrika.de/usa-starten-negativ-kampagne-gegen-den-internationalen-strafgerichtshof/" data-type="post" data-id="28795"> Die Vereinigten Staaten warfen dem IStGH vor, seine Zuständigkeit über das im Römischen Statut vorgesehene Maß hinaus auszudehnen. </a>Statt des Strafgerichtshofs könnten nach Auffassung Washingtons auch speziell eingerichtete internationale Tribunale die Verbrechen im Sudan untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland erklärte, das Gericht habe den ihm vor 20 Jahren erteilten Auftrag nicht erfüllt. Als Beleg verwies die russische Vertreterin darauf, dass bislang nur ein Angeklagter verurteilt worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China unterstützte grundsätzlich die Bestrafung schwerster internationaler Verbrechen, verlangte jedoch ein vorsichtiges, transparentes und streng an Recht und Fakten gebundenes Vorgehen. Der IStGH müsse die richterliche Souveränität der betroffenen Staaten respektieren.</p>



<h2 id="h-sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate" class="wp-block-heading"><span id="sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate">Sudan beschuldigt Vereinigte Arabische Emirate</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesische Regierung bezeichnete die Herstellung von Gerechtigkeit als eines ihrer zentralen Ziele. Ihr Vertreter Ammar Mohammed Mahmoud Mohammed forderte den IStGH auf, Anklagen und Haftbefehle gegen Verantwortliche der Rapid Support Forces zu beschleunigen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="630" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-1024x630.jpeg" alt="" class="wp-image-28865 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-1024x630.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-300x184.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-768x472.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-380x234.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-800x492.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db.jpeg 1036w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die RSF begehe ethnisch motivierte Tötungen und großflächige Angriffe auf unbewaffnete Zivilisten, erklärte er. Die Vorwürfe fallen nach sudanesischer Auffassung in die sachliche und territoriale Zuständigkeit des Strafgerichtshofs.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/" data-type="post" data-id="27692">Der sudanesische Diplomat beschuldigte zudem die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate, die RSF militärisch, finanziell, logistisch, politisch und medial zu unterstützen. </a>Ermittlungen müssten deshalb auch Personen und Institutionen erfassen, die Verbrechen finanzierten, erleichterten oder zu ihnen anstifteten.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fistgh-meldet-durchbruch-bei-darfur-ermittlungen-el-obeid-drohen-neue-massengraeuel%2F&amp;action_name=IStGH%20meldet%20Durchbruch%20bei%20Darfur-Ermittlungen%20%E2%80%93%20El%20Obeid%20drohen%20neue%20Massengr%C3%A4uel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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		<title>UN warnt vor Terrornetzwerken mit Drohnen und Kryptowährungen im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-terrornetzwerken-mit-drohnen-und-kryptowaehrungen-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 10:19:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drohnen, Kryptowährungen und grenzüberschreitende Netzwerke: Die UN warnt vor einer neuen Eskalationsstufe im Sahel und dem Übergreifen auf Westafrikas Küstenstaaten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-warnt-vor-terrornetzwerken-mit-drohnen-und-kryptowaehrungen-im-sahel%2F&amp;action_name=UN%20warnt%20vor%20Terrornetzwerken%20mit%20Drohnen%20und%20Kryptow%C3%A4hrungen%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Gruppen in Westafrika und im Sahel setzen zunehmend Drohnen, moderne Kommunikationstechnik und Kryptowährungen ein und weiten ihre Aktivitäten in Richtung der Küstenstaaten aus. Der UN-Sicherheitsrat beriet darüber am 14. Juli in New York. UN-Sondergesandter Leonardo Santos Simão warnte vor engeren Verbindungen zwischen Terrorismus, organisiertem Verbrechen und Drogenhandel. Zugleich berichtete er von neuen diplomatischen Kontakten zwischen den Staaten der Region.</p>



<h2 id="h-terroristische-gruppen-passen-ihre-strategie-an" class="wp-block-heading"><span id="terroristische-gruppen-passen-ihre-strategie-an">Terroristische Gruppen passen ihre Strategie an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Terroristische und andere bewaffnete Gruppen versuchen nach Einschätzung der Vereinten Nationen, nicht mehr nur Anschläge zu verüben. Sie wollen Gebiete, Handelswege und wirtschaftliche Aktivitäten kontrollieren und zugleich das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen schwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen bleiben der zentrale Sahel und der Norden Nigerias. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Staaten am Golf von Guinea. Grenzregionen in Benin, Togo, Côte d’Ivoire und weiteren Küstenstaaten gelten als zunehmend gefährdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppen nutzen dabei nach Angaben von Simão Drohnen, technisch anspruchsvolle Kommunikationssysteme und Kryptowährungen. Ihre Aktivitäten überschneiden sich immer stärker mit grenzüberschreitender Kriminalität, Schmuggel und Drogenhandel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leiter des UN-Büros für Westafrika und den Sahel UNOWAS sprach von schweren Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die bewaffneten Gruppen versuchten, „territoriale und wirtschaftliche Kontrolle“ zu festigen und die staatliche Autorität auszuhöhlen.</p>



<h2 id="h-mali-bleibt-zentrum-der-gewalt" class="wp-block-heading"><span id="mali-bleibt-zentrum-der-gewalt">Mali bleibt Zentrum der Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders angespannt ist die Lage in Mali. Die mit Al-Qaida verbundene Gruppe Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin, kurz JNIM, und Kämpfer der Azawad-Befreiungsfront FLA griffen in den vergangenen Monaten zahlreiche militärische und staatliche Ziele an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende April wurden Angriffe unter anderem aus Bamako, Kati, Kidal, Gao und Mopti gemeldet. Im Juli kam es erneut zu koordinierten Attacken auf mehrere Orte und Militärstellungen. Besonders umkämpft war Anéfis zwischen Gao und Kidal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Burkina Faso, Niger und Nigeria verzeichneten zahlreiche Angriffe, Entführungen und hohe zivile Opferzahlen. In Niger attackierte JNIM am 18. Juni den internationalen Flughafen von Niamey. Dabei wurden nach Angaben der nigrischen Behörden elf Angehörige der Sicherheitskräfte und zwei Zivilisten getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Burkina Faso setzen bewaffnete Gruppen zunehmend Drohnen bei ihren Operationen ein. Nigeria kämpft zugleich gegen dschihadistische Gruppen, Entführungsnetzwerke und kommunale Gewalt im Norden und im sogenannten Middle Belt.</p>



<h2 id="h-millionen-menschen-auf-der-flucht" class="wp-block-heading"><span id="millionen-menschen-auf-der-flucht">Millionen Menschen auf der Flucht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Die menschlichen Kosten der Gewalt sind verheerend“, sagte Simão vor dem Sicherheitsrat. Ende Februar waren in Westafrika und im Sahel rund 6,8 Millionen Menschen innerhalb ihrer Länder vertrieben. Weitere 1,28 Millionen Menschen lebten als Flüchtlinge oder Asylsuchende außerhalb ihrer Herkunftsregionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Küstenstaaten spüren die Folgen. Liberia verzeichnet seit 2025 einen starken Anstieg der Zahl von Menschen aus Burkina Faso. Die Aufnahmegemeinden stehen dadurch unter zusätzlichem Druck. Betroffen sind unter anderem die Versorgung mit Wasser, Land, Unterkünften und grundlegenden sozialen Dienstleistungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleibt der Zugang für Hilfsorganisationen in vielen Konfliktgebieten eingeschränkt. Unsicherheit, administrative Auflagen und die Schließung von Nichtregierungsorganisationen erschweren die Versorgung. Nach Angaben Griechenlands waren zum Zeitpunkt der Sitzung erst 14 Prozent der benötigten Mittel für die humanitäre Hilfe im Jahr 2026 eingegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen, Kinder und junge Menschen tragen nach Einschätzung der Vereinten Nationen einen besonders großen Teil der Folgen. Neben Vertreibung und fehlender Versorgung dokumentieren die UN schwere Menschenrechtsverletzungen sowie sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt.</p>



<h2 id="h-diplomatische-kontakte-nehmen-wieder-zu" class="wp-block-heading"><span id="diplomatische-kontakte-nehmen-wieder-zu">Diplomatische Kontakte nehmen wieder zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der verschärften Sicherheitslage sieht UNOWAS Anzeichen für eine vorsichtige Entspannung zwischen einzelnen Staaten. Niger und Nigeria öffneten den Grenzübergang Kamba wieder und stellten damit eine wichtige Handelsverbindung her.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zwischen Benin, Burkina Faso, Mali und Niger fanden neue Gespräche statt. Mali und Algerien nahmen ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf, setzten ihre Botschafter erneut ein und öffneten ihre Lufträume.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontakte sind Teil eines breiteren Versuchs, die Beziehungen zwischen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und den Militärregierungen von Mali, Burkina Faso und Niger zu stabilisieren. Die drei Staaten hatten ECOWAS im Januar 2025 verlassen und ihre Zusammenarbeit innerhalb der Konföderation der Sahelstaaten vertieft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ECOWAS arbeitet zugleich an einer regionalen Antiterroreinheit. Die Verteidigungschefs der Mitgliedstaaten befassten sich mit der geplanten Truppe und einer engeren Einbindung der Sahelstaaten. Finanzielle und politische Differenzen bremsen jedoch die Umsetzung.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-fordert-mehr-als-militarische-einsatze" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-fordert-mehr-als-militaerische-einsaetze">Sicherheitsrat fordert mehr als militärische Einsätze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats betonten, dass militärische Operationen allein die terroristischen Gruppen nicht besiegen könnten. Liberia forderte im Namen der Demokratischen Republik Kongo und Somalias eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die der Reichweite der bewaffneten Netzwerke entspricht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28816 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Côte d’Ivoire verlangte einen stärkeren Austausch von Geheimdienstinformationen, eine engere Sicherung der Grenzen und eine dauerhaft finanzierte afrikanische Sicherheitsarchitektur. Gleichzeitig müssten Regierungen in Prävention, staatliche Institutionen, Jugendliche und Frauen investieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter weiterer Staaten nannten Bildung, Arbeitsplätze, Ernährungssicherheit und soziale Programme als zentrale Bestandteile einer umfassenden Strategie. Terroristische Gruppen nutzen Armut, fehlende staatliche Dienstleistungen und Perspektivlosigkeit gezielt für Rekrutierung und lokale Einflussnahme.</p>



<h2 id="h-russland-und-frankreich-erheben-gegenseitige-vorwurfe" class="wp-block-heading"><span id="russland-und-frankreich-erheben-gegenseitige-vorwuerfe">Russland und Frankreich erheben gegenseitige Vorwürfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung machte zugleich die geopolitischen Spannungen rund um den Sahel sichtbar. Russland warf westlichen Staaten vor, die Bemühungen der Sahelstaaten nicht ausreichend zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/malis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel/" data-type="post" data-id="27260">Die stellvertretende russische UN-Botschafterin Anna Evstigneeva beschuldigte die ukrainische Regierung, bewaffnete Gruppen in der Region zu unterstützen.</a> Frankreich erlaube zudem Mitgliedern der FLA öffentliche Auftritte auf französischem Territorium. <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" data-type="post" data-id="24256">Unabhängige Belege für diese Vorwürfe legte sie in der Sitzung nicht vor.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich warnte seinerseits vor einer unzureichenden internationalen Reaktion auf die Ausbreitung von JNIM und anderen Gruppen. Der französische UN-Botschafter Jérôme Bonnafont forderte stärkere staatliche Institutionen, verantwortliche Regierungsführung und den Schutz zivilgesellschaftlicher Freiräume.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-loest-alle-parteien-in-burkina-faso-auf/" data-type="post" data-id="24160">Burkina Fasos Vertreter Saïdou Zongo verteidigte dagegen die Suspendierung und Auflösung mehrerer Vereinigungen in seinem Land.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-verschaerft-die-regeln-fuer-auslaendische-ngos-in-burkina-faso/" data-type="post" data-id="28568">Die Maßnahmen dienten nach seiner Darstellung nicht der Einschränkung von Menschenrechten, sondern der Durchsetzung nationaler Gesetze und der Kontrolle der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen.</a></p>



<h2 id="h-berlin-und-brussel-suchen-einen-neuen-zugang" class="wp-block-heading"><span id="berlin-und-bruessel-suchen-einen-neuen-zugang">Berlin und Brüssel suchen einen neuen Zugang</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung im Sahel besitzt auch für Deutschland und die Europäische Union eine hohe außen- und sicherheitspolitische Bedeutung. <a href="https://www.swp-berlin.org/publikation/megatrends-afrika-ecowas-und-aes-zwischen-konfrontation-und-kooperation">Fachleute der Stiftung Wissenschaft und Politik verweisen auf die Folgen für regionale Stabilität, Migration, wirtschaftliche Verbindungen und die Glaubwürdigkeit europäischer Partnerschaften.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und die EU unterstützen ECOWAS weiterhin finanziell und politisch. Gleichzeitig bestehen innerhalb Europas unterschiedliche Positionen zum Umgang mit den Militärregierungen in Mali, Burkina Faso und Niger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNOWAS soll dabei weiterhin als Vermittler zwischen den regionalen Organisationen, den Küstenstaaten und den drei Sahelstaaten dienen. Der Sicherheitsrat hat das Mandat des UN-Büros bis zum 31. Januar 2029 verlängert.</p>
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		<item>
		<title>Wird Macky Sall der neue UN-Generalsekretär?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wird-macky-sall-der-neue-un-generalsekretaer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 18:58:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Macky Sall kehrt für ein Gespräch mit Präsident Bassirou Diomaye Faye nach Senegal zurück. Das Treffen fällt in eine intensive Kampagne bei den Vetomächten des UN-Sicherheitsrats. Frankreich hält seine Unterstützung weiterhin offen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwird-macky-sall-der-neue-un-generalsekretaer%2F&amp;action_name=Wird%20Macky%20Sall%20der%20neue%20UN-Generalsekret%C3%A4r%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall kehrt für ein Gespräch mit Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye nach Dakar zurück. Der Besuch ist für Freitag, den 17. Juli, vorgesehen. Das Treffen fällt in eine intensive diplomatische Kampagne des früheren Staatschefs für das Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen. Zuletzt führte Sall Gespräche mit Vertretern mehrerer Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und mit dem somalischen Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall kündigte an, Senegal unmittelbar nach dem Gespräch mit Faye wieder zu verlassen. Sein internationaler Terminkalender lasse zunächst keine Treffen mit Parteimitgliedern und politischen Unterstützern zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Präsident dankte Faye für die geplante Unterredung sowie religiösen und traditionellen Autoritäten für ihre Unterstützung. Auch an die senegalesische Bevölkerung richtete er seinen Dank für die Reaktionen auf seine Kandidatur.</p>



<h2 id="h-treffen-mit-faye-gewinnt-politische-bedeutung" class="wp-block-heading"><span id="treffen-mit-faye-gewinnt-politische-bedeutung">Treffen mit Faye gewinnt politische Bedeutung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begegnung ist das erste öffentlich angekündigte Gespräch zwischen Sall und seinem Nachfolger im Zusammenhang mit der Bewerbung um das höchste Amt der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall regierte Senegal von 2012 bis 2024. Seine Kandidatur wurde nicht von Dakar, sondern vom Burundi eingebracht. Eine geschlossene Unterstützung der Afrikanischen Union kam bislang nicht zustande. Rund 20 Mitgliedstaaten sollen sich gegen einen entsprechenden Beschluss gestellt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit blieb offen, ob die senegalesische Regierung die Bewerbung ihres früheren Präsidenten aktiv unterstützt. Das angekündigte Gespräch mit Faye deutet auf eine direkte Abstimmung zwischen beiden Politikern hin, ohne dass Dakar bislang eine förmliche Position bekannt gegeben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verhältnis zwischen Sall und den heutigen Machthabern ist von der politischen Auseinandersetzung der vergangenen Jahre geprägt. <a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/" data-type="post" data-id="27696">Faye gewann die Präsidentschaftswahl 2024 als Kandidat des damaligen Oppositionslagers, dessen führende Vertreter unter Sall mehrfach strafrechtlich verfolgt oder inhaftiert worden waren.</a></p>



<h2 id="h-diplomatische-gesprache-mit-drei-vetomachten" class="wp-block-heading"><span id="diplomatische-gespraeche-mit-drei-vetomaechten">Diplomatische Gespräche mit drei Vetomächten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sall konzentriert seine Kampagne zunehmend auf Staaten, die über die Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs entscheiden können. Innerhalb weniger Wochen traf er Vertreter Chinas, der Vereinigten Staaten und Frankreichs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29. Juni führte er in Peking Gespräche mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi. Sall erklärte anschließend, beide Seiten hätten über den Multilateralismus und die künftige Führung der Vereinten Nationen gesprochen. Er dankte Präsident Xi Jinping für die Unterstützung bei der Organisation des Besuchs.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-28800 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-1024x768.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am 6. Juli traf der senegalesische Kandidat in New York den chinesischen UN-Botschafter Fu Cong. Am selben Tag sprach er mit dem amerikanischen UN-Botschafter Michael Waltz über seine Bewerbung und mögliche Reformen der Weltorganisation.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mit dem französischen UN-Botschafter Jérôme Bonnafont beriet Sall über die Krise des Multilateralismus und die institutionelle Erneuerung der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Sall am 2. Juni im Élysée-Palast empfangen. Paris hat sich dennoch noch nicht auf einen Kandidaten festgelegt.</p>



<h2 id="h-frankreich-will-erst-im-oktober-entscheiden" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-will-erst-im-oktober-entscheiden">Frankreich will erst im Oktober entscheiden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Botschafterin im Senegal, Christine Fages, erklärte gegenüber der senegalesischen Zeitung&nbsp;<em>L’Observateur</em>, Paris wolle seine Entscheidung voraussichtlich im Oktober treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron habe alle Kandidaten empfangen, die um ein Gespräch gebeten hätten. Die Treffen seien Teil der üblichen diplomatischen Konsultationen mit den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich verfügt gemeinsam mit China, Russland, den Vereinigten Staaten und Großbritannien über ein Vetorecht. Bereits die Ablehnung eines dieser Staaten kann eine Kandidatur verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Zurückhaltung zeigt, dass Salls Gespräche mit Vertretern der Vetomächte bislang nicht mit einer öffentlichen Unterstützungszusage verbunden sind.</p>



<h2 id="h-sall-sucht-unterstutzung-in-afrika-und-daruber-hinaus" class="wp-block-heading"><span id="sall-sucht-unterstuetzung-in-afrika-und-darueber-hinaus">Sall sucht Unterstützung in Afrika und darüber hinaus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Vetomächten wirbt Sall bei afrikanischen, europäischen, asiatischen und arabischen Regierungen um Unterstützung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28802 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Juli traf er den somalischen Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud. Sall sprach anschließend von einer Übereinstimmung bei der Stärkung des Multilateralismus und beim Schutz der Souveränität und territorialen Integrität von Staaten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er bekräftigte zugleich seine Unterstützung für die nationale Einheit Somalias. Das Land verteidigt seinen Anspruch auf Somaliland, das seit 1991 weitgehend unabhängig verwaltet wird, international jedoch überwiegend als Teil Somalias gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 2. Juli hatte Sall in Athen den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und Außenminister Giórgos Gerapetrítis getroffen. Die Gespräche behandelten die Entwicklungszusammenarbeit, internationale Krisen und die Rolle der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Stationen waren Manama und Islamabad. In Bahrain sprach Sall mit Außenminister Abdullatif bin Rashid Alzayani über die Reform der Vereinten Nationen, die Prävention von Konflikten und den Dialog zwischen Kulturen. In Pakistan traf er Ministerpräsident Shehbaz Sharif.</p>



<h2 id="h-sechs-kandidaten-offiziell-im-rennen" class="wp-block-heading"><span id="sechs-kandidaten-offiziell-im-rennen">Sechs Kandidaten offiziell im Rennen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="23580">Derzeit sind sechs Kandidaturen registriert.</a> Neben Macky Sall bewerben sich die frühere chilenische Präsidentin und ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Michelle Bachelet sowie der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Grossi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen die Generalsekretärin der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung, Rebeca Grynspan, die frühere Präsidentin der UN-Generalversammlung María Fernanda Espinosa und die Diplomatin Carolyn Rodrigues-Birkett aus Guyana.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Bewerberinnen stammen aus Lateinamerika und der Karibik. Die Region verweist auf das informelle Prinzip der geografischen Rotation. Zugleich fordern zahlreiche Staaten, erstmals eine Frau an die Spitze der Vereinten Nationen zu wählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall stellt dem seine Erfahrung als früherer Vorsitzender der Afrikanischen Union und als ehemaliger Staatschef entgegen. Seine Kampagne konzentriert sich auf eine Reform des multilateralen Systems und eine stärkere Repräsentation Afrikas in internationalen Institutionen.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-trifft-die-vorentscheidung" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-trifft-die-vorentscheidung">Sicherheitsrat trifft die Vorentscheidung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">António Guterres beendet seine zweite Amtszeit am 31. Dezember 2026. Der neue Generalsekretär soll sein Amt am 1. Januar 2027 antreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den öffentlichen Anhörungen der Kandidaten beginnen im Sicherheitsrat informelle Beratungen. Das Gremium muss sich schließlich auf einen Namen verständigen und diesen der UN-Generalversammlung empfehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kandidat benötigt mindestens neun Stimmen im 15 Mitglieder umfassenden Sicherheitsrat. Zugleich darf keiner der fünf ständigen Mitglieder sein Veto einlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung ernennt anschließend den empfohlenen Kandidaten. Formal entscheiden alle 193 Mitgliedstaaten. Die politische Auswahl fällt jedoch weitgehend im Sicherheitsrat.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA starten Negativ-Kampagne gegen den Internationalen Strafgerichtshof</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-starten-negativ-kampagne-gegen-den-internationalen-strafgerichtshof/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 18:35:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Washington erhöht den Druck auf den Internationalen Strafgerichtshof: Die USA erwägen neue Sanktionen, Einreiseverbote und Konsequenzen für Partnerstaaten, die weiter mit dem Gericht kooperieren.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-starten-negativ-kampagne-gegen-den-internationalen-strafgerichtshof%2F&amp;action_name=USA%20starten%20Negativ-Kampagne%20gegen%20den%20Internationalen%20Strafgerichtshof&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung startet eine umfassende Kampagne, um die Handlungsfähigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs einzuschränken und Ermittlungen gegen amerikanische Staatsbürger zu verhindern. Außenminister Marco Rubio kündigte die Initiative am Montag in Washington an. Geplant sind diplomatischer Druck auf Partnerstaaten, Einreiseverbote gegen Gerichtsmitarbeiter und zusätzliche Sanktionen gegen den Strafgerichtshof sowie verbundene Organisationen. Die Vereinigten Staaten wollen auch Länder unter Druck setzen, die amerikanische Sicherheits- oder Finanzhilfen erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium sprach von einer ressortübergreifenden Antwort der gesamten US-Regierung. Ziel sei es, den Strafgerichtshof daran zu hindern, gegen amerikanische Soldaten, Regierungsvertreter oder andere Amtsträger vorzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington bezeichnet die Befugnisse des Gerichts als Bedrohung der eigenen staatlichen Souveränität. Die USA erkennen eine Zuständigkeit des Strafgerichtshofs für amerikanische Staatsbürger nicht an.</p>



<h2 id="h-washington-will-partnerstaaten-zum-ruckzug-bewegen" class="wp-block-heading"><span id="washington-will-partnerstaaten-zum-rueckzug-bewegen">Washington will Partnerstaaten zum Rückzug bewegen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplante Kampagne richtet sich nicht allein gegen den Strafgerichtshof und seine Mitarbeiter.<a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-staerkt-internationalem-strafgerichtshof-demonstrativ-den-ruecken/"> Die US-Regierung will auch die Zusammenarbeit anderer Staaten mit dem Gericht zurückdrängen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio, sein Stellvertreter, US-Botschafter und weitere Regierungsvertreter sollen ausländische Regierungen auffordern, die Tätigkeit des Strafgerichtshofs zurückzuweisen. Das Außenministerium stellt dabei auch die Forderung in den Raum, dass Staaten ihre Mitgliedschaft beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonderes Augenmerk gilt Ländern, die mit amerikanischen Strafverfolgungsbehörden oder den US-Streitkräften zusammenarbeiten. Washington verlangt von ihnen, eine mögliche Strafverfolgung amerikanischer Soldaten und Amtsträger durch das Gericht ausdrücklich abzulehnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Staaten, die unter dem militärischen Schutz der USA stehen, sollen sich entsprechend positionieren. Die Regierung kündigte eine genauere Überprüfung jener Länder an, die weiterhin mit dem Strafgerichtshof kooperieren und zugleich amerikanische Unterstützung erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verbindet Washington die Haltung zum Gericht erstmals ausdrücklich mit sicherheitspolitischen Partnerschaften und staatlicher Hilfe.</p>



<h2 id="h-druck-auf-afrikanische-vertragsstaaten-moglich" class="wp-block-heading"><span id="druck-auf-afrikanische-vertragsstaaten-moeglich">Druck auf afrikanische Vertragsstaaten möglich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative kann besonders für afrikanische Staaten Folgen haben, die sowohl mit den Vereinigten Staaten als auch mit dem Internationalen Strafgerichtshof zusammenarbeiten. Washington fordert seine Partner auf, sich gegen eine Strafverfolgung amerikanischer Staatsbürger zu stellen und die Autorität des Gerichts grundsätzlich zurückzuweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA wollen außerdem Staaten mobilisieren, die wie sie selbst nicht dem Römischen Statut angehören. Diese Länder sollen ihre eigenen diplomatischen Netzwerke nutzen und sich der amerikanischen Kampagne anschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit könnte die Auseinandersetzung um den Strafgerichtshof erneut in die Beziehungen zwischen Washington und afrikanischen Regierungen hineinwirken. Zahlreiche afrikanische Staaten unterhalten Sicherheits-, Militär- oder Entwicklungskooperationen mit den Vereinigten Staaten und unterstützen zugleich die internationale Strafgerichtsbarkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium nannte zunächst keine einzelnen Länder, gegen die konkrete Maßnahmen geprüft werden.</p>



<h2 id="h-visaentzug-und-zusatzliche-sanktionen-geplant" class="wp-block-heading"><span id="visaentzug-und-zusaetzliche-sanktionen-geplant">Visaentzug und zusätzliche Sanktionen geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den möglichen Instrumenten gehören der Entzug bestehender Visa und neue Einreiseverbote für Mitarbeiter des Strafgerichtshofs. Washington erwägt darüber hinaus eine Ausweitung finanzieller und wirtschaftlicher Sanktionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese könnten sich nicht nur gegen das Gericht selbst richten. Das Außenministerium bezog ausdrücklich auch Organisationen ein, die mit dem Strafgerichtshof verbunden sind oder dessen Arbeit unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Institutionen und Personen betroffen sein könnten, blieb zunächst offen. Auch einen Zeitplan für die einzelnen Maßnahmen legte die Regierung nicht vor.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310365361_bb959c3672_o-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27870 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310365361_bb959c3672_o-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310365361_bb959c3672_o-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310365361_bb959c3672_o-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310365361_bb959c3672_o-1536x1025.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310365361_bb959c3672_o-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310365361_bb959c3672_o-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310365361_bb959c3672_o-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310365361_bb959c3672_o.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rubio erklärte, bei der Kampagne werde keine diplomatische Option ausgeschlossen. Die Maßnahmen sollten sicherstellen, dass das Gericht weder amerikanische Staatsbürger verfolgen noch aus Sicht der Regierung die Souveränität der Vereinigten Staaten beeinträchtigen könne.</p>
</div></div>



<h2 id="h-rubio-spricht-von-einem-krieg-gegen-die-usa" class="wp-block-heading"><span id="rubio-spricht-von-einem-krieg-gegen-die-usa">Rubio spricht von einem „Krieg“ gegen die USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister verschärfte die politische Auseinandersetzung in einer begleitenden Ansprache. Der Strafgerichtshof und seine Unterstützer führten einen Krieg gegen die Vereinigten Staaten, sagte Rubio.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser werde „nicht mit Kugeln oder Raketen, sondern mit Statuten, Verträgen und der Macht des sogenannten internationalen Rechts“ geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio stellte den Konflikt als Grundsatzfrage der amerikanischen Staatsordnung dar. Seit 250 Jahren bestimmten die Bürger der Vereinigten Staaten ihre Gesetze und politischen Vertreter selbst. Wer einer Straftat beschuldigt werde, müsse sich vor amerikanischen Gerichten und einer Jury aus eigenen Landsleuten verantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das amerikanische Volk hat dem niemals zugestimmt und wird es auch niemals tun“, sagte der Außenminister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausländische Richter dürften nach seiner Darstellung nicht über Handlungen amerikanischer Grenzbeamter, Soldaten, Geheimdienstmitarbeiter oder Staatsanwälte urteilen. Eine solche Befugnis würde diese Personen dem ständigen Risiko einer Strafverfolgung und Inhaftierung aussetzen.</p>



<h2 id="h-fruhere-ermittlungen-gegen-us-personal-als-ausloser" class="wp-block-heading"><span id="fruehere-ermittlungen-gegen-us-personal-als-ausloeser">Frühere Ermittlungen gegen US-Personal als Auslöser</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung verweist auf frühere Ermittlungen des Strafgerichtshofs gegen Angehörige der amerikanischen Streitkräfte und Geheimdienste. Das Gericht habe sich geweigert, diese Verfahren endgültig zu schließen, erklärte das Außenministerium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington sieht darin den Beleg, dass auch Bürger eines Staates verfolgt werden könnten, der die rechtliche Grundlage des Gerichts nicht anerkennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Strafgerichtshof wurde geschaffen, um schwerste internationale Verbrechen wie Völkermord und Kriegsverbrechen zu verfolgen. Er soll tätig werden, wenn nationale Justizsysteme nicht willens oder nicht in der Lage sind, solche Verbrechen selbst zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio wies diese begrenzte Funktion zurück. Das Gericht habe sich zu einem globalen Tribunal entwickelt, dessen nicht gewählte Vertreter nahezu unbegrenzte Macht beanspruchten.</p>



<h2 id="h-angriff-auf-die-internationale-strafgerichtsbarkeit" class="wp-block-heading"><span id="angriff-auf-die-internationale-strafgerichtsbarkeit">Angriff auf die internationale Strafgerichtsbarkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der neuen Kampagne geht die US-Regierung über die Ablehnung einzelner Ermittlungen hinaus. Washington will die operative und diplomatische Grundlage des Strafgerichtshofs schwächen und andere Staaten zu einer grundsätzlichen Distanzierung bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die angekündigten Maßnahmen betreffen damit auch die internationale Zusammenarbeit, auf die das Gericht angewiesen ist. Der Strafgerichtshof besitzt keine eigene Polizei und benötigt die Unterstützung von Staaten, um Haftbefehle zu vollstrecken, Beweise zu sichern oder Beschuldigte nach Den Haag zu überstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio verband die Kampagne mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Die Vereinigten Staaten hätten einst gegen eine ausländische Macht gekämpft, die Menschen über das Meer transportiert habe, um sie wegen angeblicher Vergehen vor Gericht zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unabhängigkeit ist unser Geburtsrecht“, erklärte er. „Wir werden niemals zulassen, dass ausländische Bürokraten uns dieses Recht nehmen.“</p>
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			<media:description type="html">Minister Marco Rubio sagt vor dem Ausschuss für auswärtige Beziehungen des Senats über den Haushaltsantrag des Außenministeriums für das Geschäftsjahr 27 auf dem Capitol Hill in Washington, D.C., am 2. Juni 2026 aus. (Offizielles Foto des Außenministeriums von Freddie Everett)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>EU verbietet Handel mit sudanesischem Gold und verschärft Sanktionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-verbietet-handel-mit-sudanesischem-gold-und-verschaerft-sanktionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 06:28:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gold finanziert Waffen und militärische Operationen im Sudan. Die EU verbietet nun Einfuhren des Edelmetalls und schränkt Chemikalien für den Bergbau ein. Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt zugleich vor neuen Gräueltaten in El Obeid.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-verbietet-handel-mit-sudanesischem-gold-und-verschaerft-sanktionen%2F&amp;action_name=EU%20verbietet%20Handel%20mit%20sudanesischem%20Gold%20und%20versch%C3%A4rft%20Sanktionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verbietet-handel-mit-sudanesischem-gold-und-verschaerft-sanktionen/">EU verbietet Handel mit sudanesischem Gold und verschärft Sanktionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union verbietet die Einfuhr und den Kauf von Gold aus dem Sudan, um die Finanzierung des seit mehr als drei Jahren andauernden Krieges einzuschränken. Der Rat der EU beschloss die neuen Sanktionen am Montag. Zusätzlich dürfen Quecksilber und Zyanid, die bei der Goldgewinnung eingesetzt werden, nicht mehr in den Sudan geliefert werden. Die EU richtet ihre Maßnahmen damit erstmals gezielt gegen zentrale Teile der sudanesischen Kriegswirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verbot umfasst den Kauf, die Einfuhr und die Weitergabe von Gold mit Ursprung im Sudan. Untersagt werden außerdem technische Unterstützung, Vermittlungsdienste und Finanzierungen, die mit diesen Geschäften verbunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Verkauf, die Lieferung und die Ausfuhr von Quecksilber und Zyanid in den Sudan werden eingeschränkt. Für humanitäre Einsätze, gesundheitliche Notlagen und Katastrophenhilfe gelten Ausnahmen.</p>



<h2 id="h-gold-finanziert-den-krieg" class="wp-block-heading"><span id="gold-finanziert-den-krieg">Gold finanziert den Krieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gold zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen der bewaffneten Akteure im Sudan. Die EU will mit dem Handelsverbot verhindern, dass Erlöse aus dem Rohstoffgeschäft weiterhin Waffen, Kämpfer und militärische Operationen finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" data-type="post" data-id="27403">Der Abbau erfolgt vielfach außerhalb wirksamer staatlicher Kontrolle.</a> Bewaffnete Gruppen, Unternehmen und informelle Netzwerke profitieren von Förderung, Transport und Export. Ein Teil des Goldes gelangt über Nachbarstaaten und internationale Handelsplätze auf den Weltmarkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Verbot von Quecksilber und Zyanid greift die EU zugleich in die Produktionskette ein. Beide Stoffe werden eingesetzt, um Gold aus Gestein und Sedimenten zu lösen. Die Einschränkungen sollen den Zugang zu Materialien erschweren, die für Förderung und Verarbeitung benötigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU bezeichnet die Maßnahmen als Teil ihres Drucks auf Akteure, die den Krieg fortsetzen. Das Sanktionsregime richtet sich damit nicht mehr nur gegen einzelne Personen und Organisationen, sondern auch gegen wirtschaftliche Strukturen, die den Konflikt tragen.</p>



<h2 id="h-kallas-warnt-vor-neuen-graueltaten" class="wp-block-heading"><span id="kallas-warnt-vor-neuen-graeueltaten">Kallas warnt vor neuen Gräueltaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas begründete den Schritt mit der sich verschärfenden humanitären Lage. „Heute weitet die EU ihre Sanktionen aus, indem sie Goldimporte verbietet und Bergbauchemikalien beschränkt“, sagte sie nach dem Treffen der Außenminister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sollten zentrale Finanzierungsquellen des Konflikts abgeschnitten werden. Kallas warnte zugleich vor einer weiteren Ausbreitung der Gewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die von den Rapid Support Forces an Zivilisten in El Fasher begangenen Gräueltaten dürfen sich in El Obeid nicht wiederholen“, erklärte die Außenbeauftragte. Sie kündigte eine Reise nach Äthiopien an, um die Sudan-Krise mit regionalen Partnern zu beraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sieht-kennzeichen-von-voelkermord-in-el-fasher/" data-type="post" data-id="24852">El Fasher ist die Hauptstadt der Region Nord-Darfur und seit Langem ein Zentrum der Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und den paramilitärischen Rapid Support Forces.</a> El Obeid liegt östlich von Darfur und besitzt als Verkehrsknotenpunkt und Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordofan strategische Bedeutung.</p>



<h2 id="h-eu-nimmt-kriegswirtschaft-ins-visier" class="wp-block-heading"><span id="eu-nimmt-kriegswirtschaft-ins-visier">EU nimmt Kriegswirtschaft ins Visier</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union hatte ihr Sanktionssystem für den Sudan im Oktober 2023 eingerichtet. Es richtet sich gegen Personen und Organisationen, die die Stabilität des Landes und den politischen Übergang untergraben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitdem wurde die Liste mehrfach erweitert. Zuletzt nahm der Rat im Januar 2026 weitere Verantwortliche auf. Mit dem Goldverbot ergänzt die EU die personenbezogenen Sanktionen nun um sektorale Handelsbeschränkungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung folgt einer Ankündigung vom April. <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/" data-type="post" data-id="26588">Nach der dritten internationalen Sudan-Konferenz in Berlin hatte die EU erklärt, alle verfügbaren diplomatischen und wirtschaftlichen Instrumente einsetzen zu wollen. </a>Dazu zählten ausdrücklich weitere Sanktionen gegen die Kriegswirtschaft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P-069486_00-03_01-ORIGINAL-366297-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28788 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P-069486_00-03_01-ORIGINAL-366297-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P-069486_00-03_01-ORIGINAL-366297-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P-069486_00-03_01-ORIGINAL-366297-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P-069486_00-03_01-ORIGINAL-366297-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P-069486_00-03_01-ORIGINAL-366297-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P-069486_00-03_01-ORIGINAL-366297-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P-069486_00-03_01-ORIGINAL-366297.jpeg 1218w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz fand am 15. April 2026 zum dritten Jahrestag des Kriegsbeginns statt. Deutschland gehörte zu den Gastgebern. Wenige Tage später forderte die EU-Außenbeauftragte eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe und verlangte von ausländischen Akteuren, die Unterstützung der Konfliktparteien einzustellen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-krieg-zwischen-armee-und-rsf" class="wp-block-heading"><span id="krieg-zwischen-armee-und-rsf">Krieg zwischen Armee und RSF</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" data-type="post" data-id="23270">Der Krieg begann am 15. April 2023 als Machtkampf zwischen den sudanesischen Streitkräften unter General Abdel Fattah al-Burhan und den Rapid Support Forces unter Mohamed Hamdan Dagalo, genannt Hemeti.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten hatten nach dem Sturz des langjährigen Präsidenten Omar al-Baschir zunächst gemeinsam politischen und militärischen Einfluss ausgeübt. Der Streit über die Eingliederung der RSF in die regulären Streitkräfte und die Verteilung der Macht führte schließlich zu offenen Kämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt erfasste zunächst die Hauptstadt Khartum und weitete sich anschließend auf Darfur, Kordofan und weitere Landesteile aus. Zivilisten wurden durch Kämpfe, Angriffe auf Wohngebiete, Hunger und den Zusammenbruch der öffentlichen Versorgung vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU wirft beiden Konfliktparteien Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und internationale Menschenrechtsnormen vor. Ihre politischen Forderungen umfassen eine Waffenruhe, ungehinderten humanitären Zugang, eine unabhängige zivile Regierung und die strafrechtliche Aufarbeitung schwerer Verbrechen.</p>



<h2 id="h-gold-verbindet-sudan-mit-internationalen-markten" class="wp-block-heading"><span id="gold-verbindet-sudan-mit-internationalen-maerkten">Gold verbindet Sudan mit internationalen Märkten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der sudanesische Goldsektor gewann nach dem Verlust großer Öleinnahmen durch die Unabhängigkeit des Südsudan im Jahr 2011 an Bedeutung. Das Edelmetall entwickelte sich zu einer der wichtigsten Exportquellen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontrolle über Minen, Handelswege und Exportunternehmen ist seit Jahren politisch und militärisch umkämpft. Gold lässt sich vergleichsweise leicht transportieren und über internationale Zwischenhändler verkaufen. Dadurch können auch Akteure außerhalb staatlicher Institutionen hohe Einnahmen erzielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue EU-Verbot gilt für Gold, dessen Ursprung im Sudan liegt. Entscheidend für seine Wirkung wird sein, ob sich Herkunft und Handelswege auch bei Lieferungen über Drittstaaten nachvollziehen lassen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verbietet-handel-mit-sudanesischem-gold-und-verschaerft-sanktionen/">EU verbietet Handel mit sudanesischem Gold und verschärft Sanktionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland wirbt für Agenda 2030 – doch nur 15 Prozent der Ziele sind erreichbar</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-wirbt-fuer-agenda-2030-doch-nur-15-prozent-der-ziele-sind-erreichbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 10:25:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Große Ziele, langsamer Fortschritt: Nur 15 Prozent der UN-Nachhaltigkeitsziele könnten bis 2030 erreicht werden. Deutschland wirbt in New York für mehr Tempo.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-wirbt-fuer-agenda-2030-doch-nur-15-prozent-der-ziele-sind-erreichbar%2F&amp;action_name=Deutschland%20wirbt%20f%C3%BCr%20Agenda%202030%20%E2%80%93%20doch%20nur%2015%20Prozent%20der%20Ziele%20sind%20erreichbar&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland reist mit ehrgeizigen Plänen nach New York, doch die globale Realität bleibt ernüchternd. Beim Hochrangigen Politischen Forum für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen vom 13. bis 16. Juli 2026 will die Bundesregierung ihre Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 präsentieren. Gleichzeitig zeigen aktuelle UN-Zahlen, dass bei unverändertem Tempo bis 2030 lediglich 15 Prozent der 17 Nachhaltigkeitsziele erreicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreten wird Deutschland von den parlamentarischen Staatssekretärinnen Rita Schwarzelühr-Sutter und Bärbel Kofler. Begleitet werden sie von einer Delegation des Bundestages unter Leitung der CDU-Abgeordneten Caroline Bosbach. Gemeinsam wollen sie darstellen, wie Deutschland zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen kann, etwa bei klimaresilienten Städten und nachhaltiger Wasserversorgung.</p>



<h2 id="h-fortschritte-reichen-fur-zielerreichung-nicht-aus" class="wp-block-heading"><span id="fortschritte-reichen-fuer-zielerreichung-nicht-aus">Fortschritte reichen für Zielerreichung nicht aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Fortschrittsbericht von UN-Generalsekretär António Guterres zeichnet ein gemischtes Bild. Seit 2015 gibt es bei mehr als 60 Prozent der Ziele Verbesserungen, doch insgesamt reicht das Tempo nicht aus. Viele Fortschritte wurden durch Krisen wieder gebremst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kriege, geopolitische Spannungen, die Folgen der Corona-Pandemie und die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels haben die Entwicklung vieler Länder zurückgeworfen. Gleichzeitig schrumpfen die finanziellen Mittel für internationale Entwicklungszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die erreichten Fortschritte sind wertvoll, die absehbar beträchtlichen Lücken zur Zielerreichung bleiben unser Ansporn“, sagt Bärbel Kofler. Die Agenda 2030 setze genau dort an, wo die Ursachen globaler Krisen liegen, nämlich bei Armut, Ungleichheit und Umweltzerstörung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Rita Schwarzelühr-Sutter betont die Bedeutung langfristiger Investitionen. „Resilienz ist kein Luxus, sondern eine Investition in Sicherheit und Zukunft“, erklärt sie. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit seien stabile und widerstandsfähige Systeme entscheidend.</p>



<h2 id="h-wasser-energie-und-stadte-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="wasser-energie-und-staedte-im-fokus">Wasser, Energie und Städte im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des diesjährigen Forums stehen zentrale Zukunftsthemen wie sauberes Wasser, nachhaltige Energie, Infrastruktur und lebenswerte Städte. Deutschland nutzt die Gelegenheit, um konkrete Lösungsansätze vorzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten Schwammstädten, einem Konzept, das Städte widerstandsfähiger gegen Extremwetter machen soll. Durch Grünflächen, begrünte Dächer und natürliche Wasserspeicher wird Regenwasser aufgenommen und gespeichert, statt unkontrolliert abzufließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel ist es, Überschwemmungen zu reduzieren, Städte zu kühlen und die Wasserversorgung in Trockenzeiten zu stabilisieren. Angesichts rasant wachsender Städte weltweit gewinnt dieses Konzept zunehmend an Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade urbane Räume stehen unter Druck. Versiegelte Flächen, überlastete Infrastruktur und fehlende Kanalisation verschärfen die Folgen von Starkregen und Dürren, besonders in schnell wachsenden Metropolen des globalen Südens.</p>



<h2 id="h-afrika-bleibt-brennpunkt-der-globalen-herausforderungen" class="wp-block-heading"><span id="afrika-bleibt-brennpunkt-der-globalen-herausforderungen">Afrika bleibt Brennpunkt der globalen Herausforderungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich zeigen sich die Umsetzungslücken der Agenda 2030 in Afrika. Hier treffen starkes Bevölkerungswachstum, wirtschaftliche Schwächen, Konflikte und Klimafolgen aufeinander.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28770 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k.jpg 2047w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rund 600 Millionen Menschen leben laut UN-Wirtschaftskommission für Afrika in multidimensionaler Armut. Das bedeutet, dass sie nicht nur ein geringes Einkommen haben, sondern auch keinen ausreichenden Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung oder Infrastruktur. Mehr als 582 Millionen Menschen gelten zudem als extrem einkommensarm.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Ländern wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" data-type="category" data-id="76">Niger</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/" data-type="category" data-id="52">Tschad</a> oder der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" data-type="category" data-id="285">Zentralafrikanischen Republik</a> betrifft diese Armut einen Großteil der Bevölkerung. Konflikte und Klimaschocks verschärfen die Lage zusätzlich und belasten staatliche Systeme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig gibt es auch positive Entwicklungen. Staaten wie Ruanda, Togo oder Sierra Leone konnten die Armut in den vergangenen Jahren spürbar reduzieren. Das zeigt, dass Fortschritte möglich sind.</p>



<h2 id="h-junge-bevolkerung-zwischen-chance-und-risiko" class="wp-block-heading"><span id="junge-bevoelkerung-zwischen-chance-und-risiko">Junge Bevölkerung zwischen Chance und Risiko</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikas Zukunft entscheidet sich auch an seiner jungen Bevölkerung. Fast 70 Prozent der Menschen sind jünger als 30 Jahre. Das ist ein enormes Potenzial, aber auch eine große Herausforderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Jahr ziehen Millionen junge Menschen in die Städte, auf der Suche nach Arbeit und Perspektiven. Doch die Zahl der formellen Jobs wächst nicht schnell genug. Viele arbeiten in informellen Beschäftigungsverhältnissen ohne soziale Absicherung und mit unsicheren Einkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwierig ist die Lage in fragilen Staaten wie Somalia, Sudan oder der Demokratischen Republik Kongo. Dort treffen Konflikte, Vertreibung und wirtschaftliche Krisen auf ohnehin schwache Arbeitsmärkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folge sind steigende soziale Spannungen und wachsende Migrationsbewegungen. Ohne Perspektiven droht eine ganze Generation den Anschluss zu verlieren.</p>



<h2 id="h-informelle-wirtschaft-als-ruckgrat-und-grenze" class="wp-block-heading"><span id="informelle-wirtschaft-als-rueckgrat-und-grenze">Informelle Wirtschaft als Rückgrat und Grenze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz aller Probleme trägt die informelle Wirtschaft in vielen afrikanischen Städten maßgeblich zur Versorgung bei. Sie schafft Einkommen und ermöglicht unternehmerische Aktivitäten, bleibt jedoch oft klein und wenig produktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zugang zu Krediten, Technologie und größeren Märkten ist begrenzt. Die UN-Wirtschaftskommission sieht darin weniger die Ursache als vielmehr die Folge struktureller Probleme. Es fehlen ausreichend produktive Arbeitsplätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefragt sind deshalb umfassende Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Digitalisierung und soziale Sicherungssysteme. Einzelne Programme reichen nicht aus, um die strukturellen Herausforderungen zu bewältigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Chancen entstehen durch regionale Integration. Handels- und Verkehrskorridore sowie die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone könnten Märkte öffnen und Wachstum fördern, vorausgesetzt Infrastruktur und Rahmenbedingungen werden weiter verbessert.</p>



<h2 id="h-bundestag-begleitet-deutsche-nachhaltigkeitspolitik" class="wp-block-heading"><span id="bundestag-begleitet-deutsche-nachhaltigkeitspolitik">Bundestag begleitet deutsche Nachhaltigkeitspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Bundestag <a href="https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/pm-260710-parl-beirat-1194560">bringt</a> sich aktiv in die Debatten ein. Der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen diskutiert in New York neben den offiziellen Themen auch die Rolle von Jugend und Zivilgesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gremium begleitet die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und bewertet Fortschritte auf nationaler und internationaler Ebene. Grundlage sind unter anderem der globale Nachhaltigkeitsindex und die UN-Berichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hochrangige Politische Forum bleibt vor allem eine Plattform für Austausch und gegenseitige Rechenschaft. Verbindliche Sanktionen bei Zielverfehlungen gibt es nicht. Umso wichtiger ist politischer Wille.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Botschaft aus New York ist klar. Die Agenda 2030 lebt, doch ohne deutlich mehr Tempo und entschlossenes Handeln droht sie ihr Ziel zu verfehlen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sexualisierte Gewalt in Konflikten hat sich verdoppelt – neben Kongo auch Israel und Russland gelistet</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sexualisierte-gewalt-in-konflikten-hat-sich-verdoppelt-neben-kongo-auch-israel-und-russland-gelistet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 10:34:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast 10.000 verifizierte Fälle sexualisierter Gewalt in Konflikten: Der neue UN-Bericht zeigt einen drastischen Anstieg. Im Sicherheitsrat löste besonders die neue Listung Israels und Russlands scharfe Reaktionen aus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsexualisierte-gewalt-in-konflikten-hat-sich-verdoppelt-neben-kongo-auch-israel-und-russland-gelistet%2F&amp;action_name=Sexualisierte%20Gewalt%20in%20Konflikten%20hat%20sich%20verdoppelt%20%E2%80%93%20neben%20Kongo%20auch%20Israel%20und%20Russland%20gelistet&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sexualisierte-gewalt-in-konflikten-hat-sich-verdoppelt-neben-kongo-auch-israel-und-russland-gelistet/">Sexualisierte Gewalt in Konflikten hat sich verdoppelt – neben Kongo auch Israel und Russland gelistet</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen haben für 2025 fast 10.000 Fälle sexualisierter Gewalt in Konflikten verifiziert und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Der Bericht wurde am 8. Juli 2026 im Sicherheitsrat in New York beraten. UN-Sonderbeauftragte Pramila Patten sprach von 9.788 bestätigten Fällen in 21 Konfliktlagen. Neu gelistet werden unter anderem staatliche Akteure aus Israel und Russland sowie weitere nichtstaatliche Gruppen in der Demokratischen Republik Kongo und Haiti.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tatsächliche Zahl der Fälle liegt nach Einschätzung der Vereinten Nationen deutlich höher. Patten verwies darauf, dass sexualisierte Gewalt in Kriegen chronisch untererfasst bleibt. Auf jeden Fall, der eine Klinik erreicht, kämen nach Schätzungen von Helfern zehn bis zwanzig weitere Fälle, die nicht gemeldet und nicht versorgt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat befasste sich mit dem Bericht 17 Jahre nach der Schaffung des UN-Mandats zu sexualisierter Gewalt in Konflikten. Die Debatte wurde von der Demokratischen Republik Kongo geleitet, die im Juli den Vorsitz im Sicherheitsrat innehat.</p>



<h2 id="h-demokratische-republik-kongo-haiti-sudan-und-zentralafrika-besonders-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="demokratische-republik-kongo-haiti-sudan-und-zentralafrika-besonders-betroffen">Demokratische Republik Kongo, Haiti, Sudan und Zentralafrika besonders betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die höchsten von den Vereinten Nationen verifizierten Fallzahlen wurden in der Demokratischen Republik Kongo, Haiti, Sudan und der Zentralafrikanischen Republik registriert. Frauen und Mädchen stellen nach UN-Angaben weiterhin rund 90 Prozent der Opfer. Männer und Jungen sind vor allem in Haftkontexten sexualisierter Gewalt ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Patten <a href="https://www.un.org/sexualviolenceinconflict/statement/statement-of-srsg-patten-security-council-open-debate-honoring-the-promise-of-international-law-to-survivors-of-conflict-related-sexual-violence-8-july-2026/">nannte</a> Vergewaltigung, Gruppenvergewaltigung, sexuelle Versklavung, Zwangsheirat und Menschenhandel als wiederkehrende Muster.<a href="https://fokus-afrika.de/entfuehrungen-und-sexualisierte-gewalt-nehmen-im-suedsudan-zu/"> Diese Gewalt werde von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren eingesetzt, darunter bewaffnete Gruppen, extremistische Organisationen und terroristische Netzwerke.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast 3.000 der dokumentierten Fälle betrafen Kinder. Das entspricht einem Anstieg um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Opfer waren nach Angaben der Sonderbeauftragten zwischen einem Jahr und mehr als 70 Jahre alt.</p>



<h2 id="h-israel-und-russland-erstmals-als-staatliche-akteure-gelistet" class="wp-block-heading"><span id="israel-und-russland-erstmals-als-staatliche-akteure-gelistet">Israel und Russland erstmals als staatliche Akteure gelistet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht führt insgesamt 77 Konfliktparteien auf. Davon sind 62 nichtstaatliche Akteure. Mehr als 65 Prozent gelten als wiederkehrende Täter, weil sie seit mindestens fünf Jahren in den Berichten erscheinen, ohne ausreichende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71144348-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28726 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71144348-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71144348-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71144348-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71144348-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71144348-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71144348-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71144348.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Erstmals werden staatliche Akteure aus Israel und Russland genannt. Patten sagte, die israelischen Streit- und Sicherheitskräfte würden mit anhaltenden Mustern von Vergewaltigung und anderen Formen sexualisierter Gewalt in Verbindung gebracht, vor allem in Haft, aber auch an Kontrollpunkten und während militärischer Operationen. Russische Streitkräfte würden weiterhin mit sexualisierter Gewalt gegen Kriegsgefangene, zivile Gefangene und Zivilisten in besetzten Gebieten seit dem Angriff auf die Ukraine 2022 in Verbindung gebracht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Regierungen wiesen die Aufnahme in den Bericht zurück. Russland sprach von fehlerhafter Methodik und selektiven Länderbewertungen. Israel bezeichnete die Entscheidung als politisch motiviert und nicht durch verifizierte Belege gedeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der palästinensische Vertreter im Sicherheitsrat verteidigte die Aufnahme Israels in den Bericht. Er verwies auf dokumentierte Fälle von sexualisierter Gewalt, entwürdigenden Leibesvisitationen, erzwungener Nacktheit und sexualisierter Gewalt als Mittel von Folter oder Demütigung in israelischen Gefängnissen, an Kontrollpunkten und bei militärischen Einsätzen.</p>



<h2 id="h-kongo-verweist-auf-eigene-reformen" class="wp-block-heading"><span id="kongo-verweist-auf-eigene-reformen">Kongo verweist auf eigene Reformen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratische Republik Kongo stellte in der Debatte neben der eigenen Leidensgeschichte auch Reformen gegen Straflosigkeit heraus. Premierministerin Judith Suminwa Tuluka sagte, sexualisierte Gewalt in Konflikten sei nicht nur eine individuelle Tragödie, sondern eine Sprache des Krieges. Sie diene dazu, Menschen zu terrorisieren, zu demütigen, zu vertreiben und Gemeinschaften zu zerstören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kinshasa verwies auf einen nationalen Entschädigungsfonds und auf Zentren, die medizinische, rechtliche und soziale Unterstützung leisten. Patten nannte die Demokratische Republik Kongo zugleich als Beispiel dafür, dass politische Führung, nationale Verantwortung und internationale Zusammenarbeit Wirkung zeigen können. Ihr Büro werde im nächsten Berichtszyklus prüfen, ob die kongolesische Nationalpolizei nach einem fünfjährigen Rückgang zugeschriebener Fälle von der Liste gestrichen werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonderbeauftragte verwies zudem auf 35 verurteilte Waffenträger im vergangenen Jahr und auf Unterstützung für mehr als 45.000 vertriebene Überlebende. Mehr als 1.000 Kinder, die infolge von Vergewaltigungen geboren wurden, seien anerkannt und registriert worden.</p>



<h2 id="h-haiti-meldet-starken-anstieg" class="wp-block-heading"><span id="haiti-meldet-starken-anstieg">Haiti meldet starken Anstieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders drastisch schilderte Carine Jocelyn vom Haitian Women’s Collective die Lage in Haiti. Nach UN-Angaben stiegen die Fälle sexualisierter Gewalt dort 2025 um 163 Prozent. Frauen und Mädchen würden von Banden vergewaltigt, verschleppt, sexuell ausgebeutet und in ihren Häusern, in Vertriebenenlagern und auf Alltagswegen angegriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jocelyn verwies auf den Zusammenbruch öffentlicher Ordnung in Teilen des Landes und auf Gewalt zwischen rivalisierenden Banden und der haitianischen Nationalpolizei. Kliniken würden geplündert oder niedergebrannt. Millionen Frauen und Mädchen hätten dadurch keinen Zugang zu reproduktiver Versorgung oder Hilfe nach Vergewaltigungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie forderte die vollständige Durchsetzung des Waffenembargos, mehr Mittel für lokale Frauenorganisationen und sichere Wege für Überlebende, Fälle zu melden und untersuchen zu lassen. Lokal geführte Frauenorganisationen seien in Krisen oft die ersten, die reagieren, und die letzten, die gehen.</p>



<h2 id="h-patten-fordert-schutzberaterinnen-hilfe-fur-uberlebende-und-strafverfolgung" class="wp-block-heading"><span id="patten-fordert-schutzberaterinnen-hilfe-fuer-ueberlebende-und-strafverfolgung">Patten fordert Schutzberaterinnen, Hilfe für Überlebende und Strafverfolgung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Patten nannte drei Prioritäten für den Umgang mit sexualisierter Gewalt in Konflikten. Erstens müssten Frauen-Schutzberaterinnen schneller in UN-Missionen und andere relevante Einsätze entsandt werden. Sie dokumentieren Fälle, erkennen Risiken und unterstützen die Prävention.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens brauche es mehr Investitionen in Hilfe für Überlebende. Dazu zählen Gesundheitsversorgung, Rechtsberatung, psychosoziale Unterstützung, digitale Meldesysteme und mobile Kliniken in abgelegenen oder unsicheren Gebieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drittens müsse Nulltoleranz zu tatsächlicher Rechenschaft führen. Patten nannte Ermittlungen, Strafverfolgung, Aufsicht, Entschädigungen und Justizmechanismen. Zu viele militärische und politische Verantwortliche handelten weiterhin außerhalb des Rechts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen unterstützten das Mandat der Sonderbeauftragten. Eine Gruppe von Sicherheitsratsmitgliedern zu Frauen, Frieden und Sicherheit forderte ausreichende Mittel für ihr Büro und mehr Unterstützung für nationale und internationale Gerichte. Die Vereinigten Staaten kritisierten den Bericht als zu wenig handlungsorientiert, verwiesen aber auf eigene Sanktionen gegen Kommandeure der Rapid Support Forces im Sudan sowie gegen bewaffnete Gruppen im Osten der Demokratischen Republik Kongo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte endete ohne einheitliche Linie zur Umsetzung neuer Maßnahmen. Der Bericht bleibt Grundlage für weitere Beratungen zu Schutz, Hilfe und Rechenschaft bei sexualisierter Gewalt in Konflikten.</p>
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		<item>
		<title>Lage am Horn von Afrika eskaliert: Russland und Äthiopien wollen BRICS stärken </title>
		<link>https://fokus-afrika.de/lage-am-horn-von-afrika-eskaliert-russland-und-aethiopien-wollen-brics-staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 14:49:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BRICS]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russland und Äthiopien rücken enger zusammen: In Addis Abeba vereinbarten beide Seiten neue Wirtschaftsprojekte und eine stärkere Abstimmung bei der BRICS.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Flage-am-horn-von-afrika-eskaliert-russland-und-aethiopien-wollen-brics-staerken%2F&amp;action_name=Lage%20am%20Horn%20von%20Afrika%20eskaliert%3A%20Russland%20und%20%C3%84thiopien%20wollen%20BRICS%20st%C3%A4rken%C2%A0&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Russland und Äthiopien wollen ihre Zusammenarbeit in Handel, Energie, Infrastruktur, Digitalisierung und Landwirtschaft ausbauen. Die Gespräche fanden am 7. Juli 2026 in Addis Abeba statt. Russlands Außenminister Sergej Lavrov traf dort Premierminister Abiy Ahmed und führte Gespräche mit Äthiopiens Außenminister Gedion Timothewos. Beide Seiten bereiten zugleich den dritten Russland-Afrika-Gipfel vor, der im Oktober 2026 in Russland stattfinden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau und Addis Abeba vereinbarten, direkte Kontakte zwischen Unternehmen beider Länder zu erleichtern. Daraus sollen gemeinsame Projekte in Energie, Verkehrsinfrastruktur, digitalen Technologien, Telekommunikation, Informationssicherheit und landwirtschaftlicher Produktion entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lavrov begann seine Reise nach Afrika in Äthiopien. Nach seiner Ankunft am 6. Juli führte er am Folgetag politische Gespräche in der äthiopischen Hauptstadt und nahm zudem an Konsultationen mit der Kommission der Afrikanischen Union teil.</p>



<h2 id="h-wirtschaft-und-technologie-rucken-in-den-vordergrund" class="wp-block-heading"><span id="wirtschaft-und-technologie-ruecken-in-den-vordergrund">Wirtschaft und Technologie rücken in den Vordergrund</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche gingen über die klassischen politischen und diplomatischen Beziehungen hinaus. Außenminister Gedion Timothewos und sein russischer Amtskollege sprachen über Handel, Investitionen und Technologietransfer. Äthiopien und Russland wollen ihre Zusammenarbeit damit stärker auf wirtschaftliche Projekte und praktische Kooperation ausrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Äthiopien stehen dabei Bereiche im Vordergrund, die eng mit dem wirtschaftlichen Umbau des Landes verbunden sind. Energie, Transportwege, digitale Infrastruktur und Landwirtschaft gehören zu den Feldern, in denen Addis Abeba seit Jahren nach Investitionen, Technologie und neuen Partnern sucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland wiederum baut seine Beziehungen zu afrikanischen Staaten seit mehreren Jahren politisch und wirtschaftlich aus. Der geplante Russland-Afrika-Gipfel im Oktober 2026 soll an frühere Treffen anknüpfen und Moskaus Rolle als Partner afrikanischer Regierungen weiter festigen.</p>



<h2 id="h-abstimmung-bei-un-brics-und-afrikanischer-union" class="wp-block-heading"><span id="abstimmung-bei-un-brics-und-afrikanischer-union">Abstimmung bei UN, BRICS und Afrikanischer Union</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftlichen Fragen sprachen beide Seiten über die Abstimmung in internationalen Organisationen. Moskau und Addis Abeba bekräftigten ihre Bereitschaft, ihre Zusammenarbeit bei den Vereinten Nationen und auf anderen multilateralen Plattformen zu vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die äthiopische Seite nannte dabei auch die BRICS-Gruppe. <a href="https://fokus-afrika.de/brics-staaten-wollen-nuklearenergie-in-afrika-ausbauen/" data-type="post" data-id="25447">Für Addis Abeba ist die Zusammenarbeit in solchen Formaten Teil einer Außenpolitik, die stärker auf eigene Handlungsspielräume und breitere internationale Partnerschaften setzt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-sucht-den-schulterschluss-mit-afrika-lawrow-will-afrikanische-loesungen-fuer-afrikanische-probleme-foerdern/" data-type="post" data-id="28657">Lavrov traf in Addis Abeba außerdem den Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf.</a> Dabei ging es um die Beziehungen zwischen Afrika und Russland, Frieden und Sicherheit, Reformen der globalen Ordnung und mögliche Felder einer erweiterten Partnerschaft.</p>



<h2 id="h-horn-von-afrika-bleibt-teil-der-gesprache" class="wp-block-heading"><span id="horn-von-afrika-bleibt-teil-der-gespraeche">Horn von Afrika bleibt Teil der Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tigray-gibt-es-bald-krieg-zwischen-aethiopien-und-eritrea/" data-type="post" data-id="24540">Ein weiterer Schwerpunkt war die Lage am Horn von Afrika.</a> Russland und Äthiopien tauschten sich über Wege zur Lösung von Konflikten und zur Förderung von Stabilität in der Region aus. Äthiopien spielt am Horn von Afrika politisch, militärisch und wirtschaftlich eine zentrale Rolle und ist Sitz der Afrikanischen Union.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-28694 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-1024x768.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-1536x1152.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-2048x1536.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMo_fLzWwAAfqt0-1160x870.jpeg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/premierminister-abiy-ahmed-will-moderne-aethiopische-armee/">Am selben Tag verteidigte Premierminister Abiy Ahmed vor dem äthiopischen Parlament die Grundlinien seiner Außenpolitik. </a>Er beschrieb sie als auf Selbstständigkeit, widerstandsfähige Institutionen und nationale Entscheidungsfreiheit ausgerichtet. Äthiopien werde mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, seine politischen Entscheidungen aber nach eigenen Prioritäten treffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Linie prägte auch die Gespräche mit Russland. Addis Abeba setzt auf mehrere internationale Partner, ohne sich ausschließlich an eine Seite zu binden. Moskau und Addis Abeba stellten ihre Beziehungen als historisch gewachsen dar und vereinbarten, die Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft und multilateralen Foren weiter auszubauen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/lage-am-horn-von-afrika-eskaliert-russland-und-aethiopien-wollen-brics-staerken/">Lage am Horn von Afrika eskaliert: Russland und Äthiopien wollen BRICS stärken </a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Deutschland verliert – Mittelmächte suchen neue Ordnung jenseits der Großmächte</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-verliert-mittelmaechte-suchen-neue-ordnung-jenseits-der-grossmaechte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 13:10:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die alte Weltordnung verliert Vertrauen. Eine neue Erhebung zeigt: Mittelmächte wie Südafrika, Indien und Brasilien setzen stärker auf BRICS, regionale Bündnisse und strategische Autonomie.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-verliert-mittelmaechte-suchen-neue-ordnung-jenseits-der-grossmaechte%2F&amp;action_name=Deutschland%20verliert%20%E2%80%93%20Mittelm%C3%A4chte%20suchen%20neue%20Ordnung%20jenseits%20der%20Gro%C3%9Fm%C3%A4chte&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-verliert-mittelmaechte-suchen-neue-ordnung-jenseits-der-grossmaechte/">Deutschland verliert – Mittelmächte suchen neue Ordnung jenseits der Großmächte</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Außenpolitische Expertinnen und Experten aus Südafrika, Brasilien, Indien, Indonesien und Deutschland rechnen mit einer stärker zersplitterten Weltordnung und mehr militärischen Konflikten. Eine neue <a href="https://koerber-stiftung.de/site/assets/files/55088/koerber_emerging_middle_powers_report_2026.pdf">Erhebung</a> im Rahmen der Körber Emerging Middle Powers Initiative zeigt, dass klassische multilaterale Institutionen an Vertrauen verlieren, während regionale Bündnisse und flexible Koalitionen wichtiger werden. Für Mittelmächte wie Südafrika bleiben BRICS und die Afrikanische Union zentrale Instrumente, um in einer blockierten internationalen Ordnung Einfluss auszuüben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Befragung wurde von forsa im Auftrag der Körber-Stiftung durchgeführt. Zwischen Ende Januar und Anfang April 2026 nahmen 1.061 Expertinnen, Experten und Entscheidungsträger aus Brasilien, Deutschland, Indien, Indonesien und Südafrika teil. Die Ergebnisse zeigen keine Bevölkerungsmeinung, sondern ein Stimmungsbild außenpolitischer Fachkreise.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/munich-security-report-2026-sieht-afrika-besonders-von-globalen-kuerzungen-betroffen/" data-type="post" data-id="24468">Im Zentrum steht eine Verschiebung, die weit über einzelne Länder hinausweist.</a> Die befragten Fachleute erwarten mehr plurilaterale und regionale Formate, also Bündnisse und Partnerschaften, die je nach Thema und Region entstehen. Nur 17 Prozent rechnen mit einer Rückkehr zu einem erneuerten klassischen Multilateralismus.</p>



<h2 id="h-sudafrika-setzt-auf-brics-und-afrikanische-union" class="wp-block-heading"><span id="suedafrika-setzt-auf-brics-und-afrikanische-union">Südafrika setzt auf BRICS und Afrikanische Union</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika erscheint in der Erhebung als Land, dessen außenpolitische Debatte stärker auf die Ordnung des internationalen Systems ausgerichtet ist als auf einzelne Wirtschaftsfragen. BRICS und die Afrikanische Union bleiben für südafrikanische Fachkreise die wichtigsten Foren, um Reformen der Weltordnung voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">74 Prozent der südafrikanischen Befragten nennen BRICS als zentrale internationale Gruppierung ihres Landes. Zugleich behält die Afrikanische Union in Pretoria eine hohe Bedeutung. <a href="https://fokus-afrika.de/munich-security-report-2025-suedafrika-verliert-an-einfluss-in-der-welt/" data-type="post" data-id="14045">Südafrikas Rolle wird dabei weniger über klassische Bündnispolitik definiert, sondern über Institutionen, Reformen und den Anspruch, den globalen Süden stärker in internationale Entscheidungen einzubinden.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-28664 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Sicht passt zur südafrikanischen Außenpolitik der vergangenen Jahre. Pretoria nutzt BRICS, die Afrikanische Union und die G20, um Reformen des Sicherheitsrats, der Entwicklungsfinanzierung und globaler Wirtschaftsregeln auf die Tagesordnung zu setzen. Der Bericht beschreibt Südafrikas bevorzugtes Instrument als institutionelles Engagement in einer fragmentierten Ordnung.</p>
</div></div>



<h2 id="h-misstrauen-der-mittelmachte-gegenuber-den-usa-wachst" class="wp-block-heading"><span id="misstrauen-der-mittelmaechte-gegenueber-den-usa-waechst">Misstrauen der Mittelmächte gegenüber den USA wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig ist das negative Bild der Vereinigten Staaten. Im Durchschnitt bewerten 80 Prozent der Befragten in den fünf Ländern den globalen Einfluss der USA negativ. In Südafrika sehen 79 Prozent den Einfluss der Vereinigten Staaten im eigenen Land negativ, in Deutschland sind es 85 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleiben die USA für viele Länder ein wichtiger Partner. Diese Spannung prägt mehrere Ergebnisse der Erhebung. Die Vereinigten Staaten gelten weiter als wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und technologisch bedeutend, verlieren aber an politischem Vertrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch China wird nicht einheitlich gesehen. In Südafrika hat sich der Anteil positiver Bewertungen chinesischen Einflusses im Vergleich zur vorherigen Erhebung deutlich erhöht. In Deutschland bewerten dagegen 88 Prozent der Fachleute Chinas Einfluss negativ. Damit geraten auch Staaten des globalen Nordens stärker in eine Lage, die viele Schwellenländer seit Jahren kennen: Sie wollen Handlungsspielräume wahren, ohne sich vollständig an eine Großmacht zu binden.</p>



<h2 id="h-strategische-autonomie-wird-breiter-akzeptiert" class="wp-block-heading"><span id="strategische-autonomie-wird-breiter-akzeptiert">Strategische Autonomie wird breiter akzeptiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erhebung zeigt eine wachsende Unterstützung für Nichtausrichtung und flexible Außenpolitik. In Südafrika sprechen sich 72 Prozent der Fachleute für eine nicht ausgerichtete Haltung aus. In Deutschland unterstützen inzwischen 53 Prozent einen solchen Kurs, deutlich mehr als in der vorherigen Befragung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nichtausrichtung bedeutet dabei nicht zwingend Neutralität. Der Bericht beschreibt sie als Suche nach Autonomie in einer Welt, in der die Vereinigten Staaten unberechenbarer auftreten, China selbstbewusster wird und internationale Institutionen oft blockiert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Länder wie Indien, Brasilien, Indonesien und Südafrika ist diese Haltung seit Langem Teil außenpolitischer Praxis. Neu ist, dass auch Deutschland stärker in diese Richtung denkt. Der Bericht spricht von einem Übergang weg von wertegeleiteter Diplomatie hin zu einem stärker transaktionalen Realismus.</p>



<h2 id="h-reform-des-sicherheitsrats-steht-oben-auf-der-agenda" class="wp-block-heading"><span id="reform-des-sicherheitsrats-steht-oben-auf-der-agenda">Reform des Sicherheitsrats steht oben auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-antonio-guterres-fordert-umfassende-reform-des-sicherheitsrats/" data-type="post" data-id="21167">Die Reform des UN-Sicherheitsrats wird in der Erhebung als dringendstes Reformfeld genannt. </a>51 Prozent aller Befragten sehen hier den größten Handlungsbedarf. In Indonesien liegt dieser Wert bei 72 Prozent, in Deutschland bei 51 Prozent und in Südafrika bei 45 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Staaten ist diese Frage besonders zentral. Die Afrikanische Union fordert seit Jahren zwei ständige Sitze mit allen Rechten sowie zusätzliche nichtständige Sitze für den Kontinent. Südafrika gehört zu den Staaten, die diese Reformforderung regelmäßig in internationalen Foren vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht zeigt zugleich, dass der Sicherheitsrat zwar als blockiert gilt, aber nicht als bedeutungslos. Viele Fachleute wollen bestehende Institutionen reformieren, auch wenn sie zunehmend auf ergänzende Formate wie BRICS, regionale Organisationen und thematische Koalitionen setzen.</p>



<h2 id="h-deutschland-bleibt-partner-verliert-aber-an-politischem-gewicht" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-bleibt-partner-verliert-aber-an-politischem-gewicht">Deutschland bleibt Partner, verliert aber an politischem Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland wird in den fünf Ländern weiterhin als Partner gesehen, besonders in Handel und wirtschaftlicher Entwicklung. 95 Prozent der Befragten erkennen Deutschland als Partner im Handel an, 94 Prozent in wirtschaftlicher Entwicklung. Schwächer fällt das Bild bei Fragen harter Sicherheit und strategischer Führung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht beschreibt eine wachsende Lücke zwischen Deutschlands Selbstbild als normative und vermittelnde Macht und der internationalen Wahrnehmung. Deutschland werde wirtschaftlich respektiert, aber auf sicherheitspolitischem Feld oft als Akteur mit begrenztem Gewicht gesehen. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" data-type="post" data-id="27897">Das Scheitern der deutschen Kandidatur für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat wird als Hinweis auf schwindenden diplomatischen Einfluss genannt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschlands Beziehungen zu Afrika liegt darin ein deutlicher Befund. Wirtschaftliche Glaubwürdigkeit allein reicht nicht aus, wenn afrikanische Partner stärker nach politischer Handlungsfähigkeit, Sicherheitsbeiträgen und verlässlicher Reformbereitschaft fragen.</p>



<h2 id="h-entwicklungspolitik-verschiebt-sich-zu-wissen-und-partnerschaften" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungspolitik-verschiebt-sich-zu-wissen-und-partnerschaften">Entwicklungspolitik verschiebt sich zu Wissen und Partnerschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei globalen öffentlichen Gütern und Entwicklungszusammenarbeit setzen die befragten Fachleute vor allem auf Wissenstransfer und Süd-Süd-Kooperation. In Südafrika nennen 68 Prozent technische Zusammenarbeit zwischen Ländern des globalen Südens als Priorität. In Brasilien sind es 75 Prozent, in Indien 51 Prozent, in Deutschland 70 Prozent und in Indonesien 49 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Multilaterale und Dreieckskooperationen werden ebenfalls breit unterstützt. Höhere finanzielle Beiträge für internationale Entwicklung spielen dagegen eine geringere Rolle. In Südafrika nennen sie 19 Prozent der Befragten, in Deutschland 14 Prozent und in Indonesien 41 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschiebt sich das Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit. Es geht weniger um klassische Geber-Empfänger-Logik und stärker um Fachwissen, Technologie, lokale Lösungen und Partnerschaften zwischen Staaten mit ähnlichen Entwicklungs- und Industrialisierungserfahrungen.</p>



<h2 id="h-nahe-ohne-starke-verbindungen" class="wp-block-heading"><span id="naehe-ohne-starke-verbindungen">Nähe ohne starke Verbindungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz gemeinsamer Interessen sehen sich die untersuchten Mittelmächte noch nicht durchgehend als zentrale bilaterale Partner. Der Bericht spricht von einer Verbindungslücke zwischen Ländern wie Brasilien, Indien, Indonesien und Südafrika. Politische Nähe führt bisher nicht automatisch zu starken Handels-, Finanz- oder Mobilitätskorridoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zeigt sich auch in den Partnerbewertungen. China wird über alle Länder hinweg am häufigsten als besonders wichtige bilaterale Beziehung genannt. In Südafrika bewerten 93 Prozent der Befragten die Beziehungen zu China als sehr wichtig, 63 Prozent jene zu den Vereinigten Staaten, 67 Prozent jene zu Indien und 49 Prozent jene zu Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse zeigen damit zwei gleichzeitige Bewegungen. Mittelmächte wollen mehr Autonomie gegenüber Großmächten, verfügen aber noch nicht über ausreichend dichte Verbindungen untereinander. <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-schliesst-sich-brics-als-partnerland-an/">In dieser Lücke gewinnen regionale Organisationen, BRICS und thematische Koalitionen an Bedeutung.</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Macky Sall verteidigt UN-Kandidatur ohne Rückhalt aus Dakar</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macky-sall-verteidigt-un-kandidatur-ohne-rueckhalt-aus-dakar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 00:29:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burundi]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Macky Sall will UN-Generalsekretär werden. Doch seine Kandidatur kommt nicht aus Dakar, sondern aus Burundi. Der frühere Präsident Senegals verteidigt nun seinen ungewöhnlichen Weg.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacky-sall-verteidigt-un-kandidatur-ohne-rueckhalt-aus-dakar%2F&amp;action_name=Macky%20Sall%20verteidigt%20UN-Kandidatur%20ohne%20R%C3%BCckhalt%20aus%20Dakar&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der frühere senegalesische Präsident Macky Sall hat seine Kandidatur für das Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen trotz fehlender formaler Unterstützung aus Senegal verteidigt. Bei einem öffentlichen Dialog im laufenden UN-Auswahlverfahren <a href="https://www.facebook.com/reel/1456206619882610">erklärte</a> Sall, er habe sein Land um Unterstützung gebeten, aber keine Antwort erhalten. Seine Bewerbung wurde stattdessen von Burundi eingebracht, das 2026 den Vorsitz der Afrikanischen Union innehat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall stellte seine Kandidatur als Angebot eines afrikanischen Politikers dar, der internationale Vermittlung, Reformen der Vereinten Nationen und neue Wege zur Entwicklungsfinanzierung verbinden will. Er verwies auf seine zwölf Jahre an der Spitze Senegals, seine frühere Rolle als Vorsitzender der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und seine Amtszeit als Vorsitzender der Afrikanischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Präsident hob besonders hervor, dass die Afrikanische Union während seiner Amtszeit in die G20 aufgenommen wurde. Afrika habe lange keinen festen Platz an den großen internationalen Verhandlungstischen gehabt, sagte Sall. Seine Erfahrung im Dialog mit Staaten der G7 und G20 solle ihm helfen, Vertrauen in die Vereinten Nationen zurückzubringen.</p>



<h2 id="h-streit-uber-regionale-rotation" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-regionale-rotation">Streit über regionale Rotation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sall wies die Erwartung zurück, das Amt des UN-Generalsekretärs müsse diesmal zwingend an Lateinamerika gehen. Eine regionale Rotation stehe nicht in der Charta der Vereinten Nationen, sagte er auf eine Frage der Nachrichtenagentur Associated Press. Er bezeichnete die Rotation als Ziel der Inklusivität, aber nicht als verbindliche Regel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nirgendwo in der Charta werden Sie eine regionale Rotation finden“, sagte Sall. Entscheidend sei, dass die Mitgliedstaaten das Profil wählten, das sie in der aktuellen Lage für am besten geeignet hielten. Er trete nicht als Kandidat an, der „vom globalen Süden nach einem Generalsekretär aus dem Norden“ komme, sondern als Bewerber mit eigener Erfahrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte berührt eine zentrale Frage im Auswahlverfahren. Die Vereinten Nationen haben bisher keinen festen regionalen Anspruch auf das Amt festgeschrieben. Zugleich spielt die geografische Ausgewogenheit politisch eine wichtige Rolle, ebenso wie die Forderung nach einer stärkeren Vertretung von Frauen und des globalen Südens in Führungspositionen der UN.</p>



<h2 id="h-burundi-statt-senegal" class="wp-block-heading"><span id="burundi-statt-senegal">Burundi statt Senegal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders aufmerksam wurde Sall zu seiner formalen Unterstützung befragt. Noch nie sei ein Generalsekretär ohne Rückhalt seines eigenen Landes gewählt worden, hieß es in einer Frage. <a href="https://fokus-afrika.de/verbreitete-korruption-unter-der-fruheren-regierung/" type="post" id="11467">Sall bestätigte, dass er Senegal um Unterstützung gebeten habe. </a>Nach ausbleibender Antwort sei seine Kandidatur von Burundi unterstützt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Idealerweise sollte das vom eigenen Land kommen“, sagte Sall. Wenn dies nicht der Fall sei, bedeute das aber nicht, dass eine Kandidatur unmöglich werde. Die Vereinten Nationen verlangten, dass ein Bewerber von einem Mitgliedstaat vorgeschlagen werde. Am Ende hänge die Auswahl zunächst von den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrats ab, deren Empfehlung anschließend an die Generalversammlung gehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-kandidiert-offiziell-als-un-generalsekretaer/" type="post" id="25275">Sall dankte Burundis Präsident Évariste Ndayishimiye für die Unterstützung. </a>Zugleich sagte er, es gebe auf dem afrikanischen Kontinent zahlreiche Staaten, die hinter seiner Kandidatur stünden. Eine offizielle Unterstützung Senegals nannte er nicht.</p>



<h2 id="h-reformen-vertrauen-und-entwicklungsfinanzierung" class="wp-block-heading"><span id="reformen-vertrauen-und-entwicklungsfinanzierung">Reformen, Vertrauen und Entwicklungsfinanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich stellte Sall drei große Linien in den Vordergrund: Frieden und Sicherheit, Menschenrechte sowie Entwicklung. Er sprach von einer Welt, die von Kriegen, Misstrauen, fehlendem Dialog und mehreren gleichzeitigen Krisen geprägt sei. <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">Die Vereinten Nationen müssten Vertrauen zurückgewinnen, um ihre Finanz- und Liquiditätskrise zu bewältigen und wirksamer zu arbeiten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall forderte Reformen in enger Abstimmung mit den Mitgliedstaaten. Die Organisation müsse Doppelstrukturen vermeiden und ihre Wirksamkeit erhöhen. Zugleich sprach er über die geografische Verteilung hoher UN-Posten und die Erwartungen kleiner Inselstaaten sowie von Staaten ohne Zugang zum Meer.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Beim Thema Entwicklung verwies Sall auf die noch nicht erreichten Ziele der Agenda 2030. Die Welt sei nur noch wenige Jahre vom Zieljahr entfernt und liege bei den nachhaltigen Entwicklungszielen weiter zurück. Mit dem Zukunftspakt der Vereinten Nationen, den Bretton-Woods-Institutionen und dem Privatsektor müssten neue Lösungen für die Entwicklungsfinanzierung gefunden werden.</p>



<h2 id="h-menschenrechte-als-eigener-pfeiler" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechte-als-eigener-pfeiler">Menschenrechte als eigener Pfeiler</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-verteidigt-bei-un-anhoerung-sein-vorgehen-gegen-proteste-im-senegal/" type="post" id="26712">Auf die Frage, ob seine Betonung von Frieden, Sicherheit, Entwicklung und Wohlstand die Menschenrechte an den Rand dränge, widersprach Sall. </a>Die Menschenrechte seien einer der drei zentralen Pfeiler der Vereinten Nationen, sagte er. Er sprach sich dafür aus, den entsprechenden Bereich finanziell zu stärken und den Schutz von Bevölkerungsgruppen, insbesondere von jungen Menschen und Frauen, auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wohlstand und Entwicklung stellte Sall in einen direkten Zusammenhang mit Sicherheit. Ohne Entwicklung gebe es keine dauerhafte Sicherheit, sagte er. Frieden, Sicherheit, Entwicklung und die Achtung der Menschenrechte müssten deshalb zusammen gedacht werden.</p>



<h2 id="h-unterstutzung-fur-vermittlung-im-iran-konflikt" class="wp-block-heading"><span id="unterstuetzung-fuer-vermittlung-im-iran-konflikt">Unterstützung für Vermittlung im Iran-Konflikt</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Macky_Sall_Opening_Remarks_51862064996.jpg" alt="" class="wp-image-25278 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Macky_Sall_Opening_Remarks_51862064996.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Macky_Sall_Opening_Remarks_51862064996-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Macky_Sall_Opening_Remarks_51862064996-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Auch zur Lage zwischen den USA, Israel und Iran äußerte sich Sall.</a> Auf die Frage, was er als Generalsekretär tun würde, verwies er auf diplomatische Vermittlung und die Einhaltung einer Waffenruhe. Er sprach sich dafür aus, die Vermittlung Pakistans zu unterstützen und die Vereinigten Staaten sowie die iranischen Behörden zu einem dauerhaften Abkommen zu ermutigen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir brauchen keine Bombe, wir brauchen keine Rakete, wir brauchen Frieden“, sagte Sall. Alle Seiten sollten weiter an einer Friedensvereinbarung arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Thema nukleare Nichtverbreitung verwies Sall auf die bestehenden Verpflichtungen von Staaten mit und ohne Atomwaffen. Staaten ohne Atomwaffen dürften diese nicht anstreben, hätten aber das Recht auf zivile Nutzung der Kernenergie, insbesondere im Energiebereich. Diese Nutzung müsse unter Kontrolle der Internationalen Atomenergie-Organisation und der internationalen Gemeinschaft stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Piraterie am Horn von Afrika: Freilassung von 44 Seeleuten gefordert</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/piraterie-am-horn-von-afrika-freilassung-von-44-seeleuten-gefordert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 00:17:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dschibuti]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>44 Seeleute sitzen vor Somalia fest, Lebensmittel und Wasser werden knapp. Die IMO warnt vor einer Rückkehr der Piraterie am Horn von Afrika.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpiraterie-am-horn-von-afrika-freilassung-von-44-seeleuten-gefordert%2F&amp;action_name=Piraterie%20am%20Horn%20von%20Afrika%3A%20Freilassung%20von%2044%20Seeleuten%20gefordert&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation fordert dringende internationale Schritte zur Freilassung von 44 Seeleuten, die in somalischen Gewässern von Piraten und bewaffneten Angreifern festgehalten werden. Am Montag richtete IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez den Appell während einer Sitzung des IMO-Rats in London an die Mitgliedstaaten. Die Crews sitzen seit Angriffen im April und Mai auf drei Schiffen fest, während Lebensmittel und Trinkwasser knapp werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Seeleute befinden sich nach Angaben der IMO an Bord der Schiffe MT Honour 25, Eureka und Sward. Die drei Fahrzeuge wurden bei getrennten Vorfällen vor der Küste Somalias und im Golf von Aden angegriffen. Dominguez sprach von einer „dramatischen humanitären Lage“ für die Besatzungen, die unter ständiger Gewaltandrohung lebten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Vorfälle sind eine deutliche Erinnerung daran, dass die Bedrohung durch Piraterie und bewaffnete Überfälle auf Seeleute nicht verschwunden ist und weiterhin Wachsamkeit sowie Unterstützung für koordiniertes Handeln erfordert“, sagte Dominguez vor dem IMO-Rat. Er bat die Mitgliedstaaten um Unterstützung, um die sichere Freilassung der festgehaltenen Seeleute zu erreichen.</p>



<h2 id="h-angriffe-im-roten-meer-und-im-golf-von-aden-nehmen-zu" class="wp-block-heading"><span id="angriffe-im-roten-meer-und-im-golf-von-aden-nehmen-zu">Angriffe im Roten Meer und im Golf von Aden nehmen zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/piraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika/">Die aktuelle Geisellage fällt in eine Phase wachsender Unsicherheit auf einer der wichtigsten Seerouten zwischen Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Asien.</a> Die IMO registrierte in den vergangenen drei Monaten 24 versuchte oder tatsächliche Vorfälle von Piraterie und bewaffneten Überfällen auf Schiffe im Roten Meer und in der Region des Golfs von Aden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1024x686.jpg" alt="" class="wp-image-27458 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1024x686.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-800x536.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1160x777.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Weltweit stieg die Zahl gemeldeter Fälle von Piraterie und bewaffneten Überfällen auf See zwischen 2024 und 2025 nach IMO-Zahlen um 17 Prozent, von 146 auf 171 Vorfälle. <a href="https://fokus-afrika.de/piraten-vor-somalia-greifen-wieder-handelsschiffe-an/">Die Organisation warnt zugleich vor einem gefährlicheren Vorgehen der Angreifer. </a>Immer häufiger würden schwere Waffen eingesetzt, und die Gewalt gegen Seeleute nehme zu.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dominguez rief Reedereien und Schiffsbetreiber auf, vor Fahrten durch die Region umfassende Risikoanalysen vorzunehmen und alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Besatzungen zu ergreifen. Die IMO will mit Flaggenstaaten, Küstenstaaten, regionalen Organisationen und der Schifffahrtsbranche zusammenarbeiten, um die festgehaltenen Seeleute freizubekommen.</p>



<h2 id="h-dschibuti-bleibt-knotenpunkt-fur-maritime-sicherheit" class="wp-block-heading"><span id="dschibuti-bleibt-knotenpunkt-fuer-maritime-sicherheit">Dschibuti bleibt Knotenpunkt für maritime Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung betrifft auch das Horn von Afrika unmittelbar. Dschibuti liegt an der Zufahrt zum Roten Meer und zum Golf von Aden und ist für internationale Missionen gegen Piraterie und zum Schutz der Seewege ein zentraler Standort. Das Auswärtige Amt verweist in seinen Länderinformationen auf die strategische Bedeutung Dschibutis in einer von Krisen geprägten Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Operation Atalanta zur Bekämpfung der Piraterie und die <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verlaengert-mandat-von-eunavfor-aspides-im-roten-meer/" type="post" id="24986">EU-Mission Aspides</a> zum Schutz der Freiheit der Seewege unterhalten Verbindungsbüros in Dschibuti. Seit 2024 dient Dschibuti den EU-Mitgliedstaaten außerdem als Versorgungshafen im Rahmen von Aspides. Deutschland hat im Zuge der Beteiligung an Aspides die Kooperation der Bundeswehr mit der dschibutischen Polizei wieder aufgenommen und Ende 2025 einen Militärattachéstab an der deutschen Botschaft in Dschibuti eingerichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt warnt für die Schifffahrt östlich von Dschibuti entlang der somalischen Küste ausdrücklich vor der Gefahr von Piratenüberfällen. Schiffsführer sollten in den gefährdeten Gewässern besonders vorsichtig sein und sich beim Maritime Security Centre registrieren. Für den Golf von Aden und die Gewässer um das Horn von Afrika verweist Berlin zudem auf bestehende Reisewarnungen.</p>



<h2 id="h-handel-und-besatzungen-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="handel-und-besatzungen-unter-druck">Handel und Besatzungen unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Golf von Aden und die Meerenge Bab al-Mandab verbinden den Indischen Ozean mit dem Roten Meer und dem Suezkanal. Über diese Route läuft ein erheblicher Teil des internationalen Handels zwischen Asien, Europa und Afrika. Angriffe auf Schiffe können deshalb nicht nur einzelne Besatzungen treffen, sondern auch Transportwege, Versicherungen, Lieferketten und Energiepreise beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage in der Region wird zusätzlich durch die Konflikte im Jemen und am Persischen Golf belastet. Das Auswärtige Amt weist in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für Jemen darauf hin, dass in den Gebieten Bab al-Mandab und Golf von Aden zunehmend Piraterievorfälle sowie Schleusungsprobleme zwischen Somalia und Jemen gemeldet werden. Für Schiffe im südlichen Roten Meer, in der Meerenge Bab al-Mandab und im Golf von Aden gilt weiterhin eine erhöhte Gefahreneinstufung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die IMO unterstützt regionale Gegenmaßnahmen unter anderem über den Dschibuti-Verhaltenskodex und dessen Erweiterung durch die Jeddah Amendment. Daran beteiligen sich 22 Küsten- und Inselstaaten im westlichen Indischen Ozean und im Golf von Aden. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit gegen Piraterie, bewaffnete Überfälle auf See und andere grenzüberschreitende Verbrechen.</p>
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GULF OF ADEN (May 13, 2009) USS Gettysburg (CG 64) Verify Board Search and Seizure (VBSS) and US Coast Guard Law Enforcement Detachment 409 capture suspected pirates after responding to a merchant vessel distress signal while operating in the Combined Maritime Forces (CMF) area of responsibility as part of Combined Task Force (CTF) 151. CTF 151 is a multinational task force established to conduct counter-piracy operations under a mission-based mandate throughout the CMF area of responsibility to actively deter, disrupt and suppress piracy in order to protect global maritime security and secure freedom of navigation for the benefit of all nations. (U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist First Class Eric L. Beauregard/Released)</media:description>
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		<item>
		<title>ICC schließt Timbuktu-Entschädigungen ab – Mali leitet trotzdem Austritt ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/icc-schliesst-timbuktu-entschaedigungen-ab-mali-leitet-trotzdem-austritt-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 12:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 70.000 Menschen profitierten von den ICC-Entschädigungen für die Zerstörung der Mausoleen von Timbuktu. Deutschland finanzierte das Programm mit. Gleichzeitig leiten Mali, Burkina Faso und Niger ihren Austritt aus dem Strafgerichtshof ein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ficc-schliesst-timbuktu-entschaedigungen-ab-mali-leitet-trotzdem-austritt-ein%2F&amp;action_name=ICC%20schlie%C3%9Ft%20Timbuktu-Entsch%C3%A4digungen%20ab%20%E2%80%93%20Mali%20leitet%20trotzdem%20Austritt%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Opferfonds des Internationalen Strafgerichtshofs hat das Programm zur Entschädigung für die Zerstörung der Mausoleen und religiösen Stätten von Timbuktu abgeschlossen, während Mali zugleich seinen Austritt aus dem Gericht einleitet. Die <a href="https://www.icc-cpi.int/news/icc-trust-fund-victims-completes-reparations-programme-mali-relation-al-mahdi-case">öffentliche Bekanntgabe</a> erfolgte am 3. Juli 2026, vierzehn Jahre nach den Angriffen. Mehr als 70.000 Menschen profitierten von gemeinschaftlichen Maßnahmen, zudem erhielten 1.687 von 1.691 anerkannten Einzelopfern eine finanzielle Entschädigung. Deutschland gehörte zu den Staaten, die das Programm mit zweckgebundenen Beiträgen finanzierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm bezog sich auf den Fall des Islamisten Ahmad Al Faqi Al Mahdi. Er hatte zwischen dem 30. Juni und dem 11. Juli 2012 Angriffe auf zehn historische und religiöse Stätten in Timbuktu organisiert und sich daran beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den zerstörten Orten gehörten Mausoleen verehrter muslimischer Heiliger und Teile der Sidi-Yahia-Moschee. Die Mausoleen waren über Jahrhunderte Pilgerstätten und hatten eine zentrale religiöse Bedeutung für die Bevölkerung. Timbuktu steht seit 1988 auf der UNESCO-Welterbeliste.</p>



<h2 id="h-erstes-internationales-entschadigungsprogramm-dieser-art" class="wp-block-heading"><span id="erstes-internationales-entschaedigungsprogramm-dieser-art">Erstes internationales Entschädigungsprogramm dieser Art</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof verurteilte Al Mahdi wegen des Kriegsverbrechens vorsätzlicher Angriffe auf geschützte historische und religiöse Gebäude zu neun Jahren Haft. Die Richter verpflichteten ihn im August 2017 außerdem zu Reparationszahlungen in Höhe von 2,7 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Opferfonds setzte das Programm bis zum 31. März 2026 vollständig um. Dem zuständigen Richtergremium wurde der Abschluss am 29. April mitgeteilt, der malischen Regierung am 6. Mai.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andres Parmas, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Opferfonds, bezeichnete das Programm als Meilenstein der internationalen Strafjustiz. Es handle sich um den ersten Fall weltweit, in dem ein internationales Gericht Wiedergutmachung wegen vorsätzlicher Angriffe auf geschützte religiöse und historische Gebäude angeordnet habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen bestanden aus symbolischen, individuellen und gemeinschaftlichen Entschädigungen. Eine Gedenkzeremonie fand bereits im März 2021 unter Beteiligung von Opfervertretern, der malischen Regierung und der UNESCO statt.</p>



<h2 id="h-icc-entschadigt-fast-alle-anerkannten-einzelopfer-in-mali" class="wp-block-heading"><span id="icc-entschaedigt-fast-alle-anerkannten-einzelopfer-in-mali">ICC entschädigt fast alle anerkannten Einzelopfer in Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Finanzielle Einzelzahlungen gingen an direkte Nachfahren der mit den zerstörten Mausoleen verbundenen Heiligen sowie an Menschen, deren Lebensunterhalt vollständig von den geschützten Stätten abhing.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Teil des Programms begann im April 2019 und wurde im Juni 2024 beendet. Von den 1.691 anerkannten Anspruchsberechtigten erhielten alle bis auf vier eine Entschädigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinschaftlichen Maßnahmen liefen von Juli 2022 bis Ende März 2026. Sie richteten sich an die Bevölkerung von Timbuktu, die der Strafgerichtshof als Opfer wirtschaftlicher und seelischer Schäden sowie der Zerstörung ihres kulturellen Erbes anerkannt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 70.000 Menschen profitierten nach Angaben des Opferfonds von diesen Projekten. Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit der UNESCO, der spanischen CIDEAL-Stiftung und der malischen Organisation CFOGRAD.</p>



<h2 id="h-mausoleen-restauriert-und-gedenkorte-errichtet" class="wp-block-heading"><span id="mausoleen-restauriert-und-gedenkorte-errichtet">Mausoleen restauriert und Gedenkorte errichtet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Programm gehörten die Restaurierung und der Schutz von Mausoleen und Friedhofsanlagen. Lokale Verantwortliche erhielten Schulungen zur langfristigen Erhaltung der Bauwerke. Ein Fonds soll die weitere Wartung der Stätten finanzieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22545 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zur Aufarbeitung der seelischen Folgen wurden psychologische Angebote innerhalb der Gemeinschaften aufgebaut. In Timbuktu entstanden zudem die beiden Gedenkstätten Louha und Qâloum. Das städtische Museum richtete eine Dauerausstellung über die zerstörten Mausoleen ein.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Teil des Programms unterstützte 70 Initiativen lokaler Gruppen. Hinzu kamen drei Projekte der Stadtverwaltung, die Einkommen, berufliche Fähigkeiten und die Bewahrung des kulturellen Erbes stärken sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einwohnerin Fatoumata A., deren Name aus Schutzgründen geändert wurde, bezeichnete die Entschädigungen als Symbol für die Erinnerung der Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie ermöglichen uns, unseren Kindern zu erzählen, was wir erlebt haben. Sie stehen für die Größe Timbuktus und erinnern uns daran, dass sich dieses Verbrechen niemals wiederholen darf“, erklärte sie.</p>



<h2 id="h-deutschland-beteiligte-sich-an-der-finanzierung" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-beteiligte-sich-an-der-finanzierung">Deutschland beteiligte sich an der Finanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung wurde durch zweckgebundene Beiträge aus Deutschland, Kanada, Italien, Norwegen und dem Vereinigten Königreich ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Gelder kamen aus nicht zweckgebundenen Beiträgen der Tschechischen Republik, der Dominikanischen Republik, Liechtensteins und anderer Unterstützer. Die Mitgliedstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs finanzierten über den regulären Haushalt zudem Teile des Gerichtsverfahrens, Personal, Reisen und organisatorische Aufgaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine unabhängige externe Evaluation soll untersuchen, welchen Beitrag das Programm zu Frieden, Sicherheit, Erinnerung, Wahrheit und Gerechtigkeit geleistet hat. Der Abschlussbericht soll dem zuständigen Richtergremium Anfang 2027 vorgelegt werden.</p>



<h2 id="h-mali-burkina-faso-und-niger-verlassen-den-icc" class="wp-block-heading"><span id="mali-burkina-faso-und-niger-verlassen-den-icc">Mali, Burkina Faso und Niger verlassen den ICC</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bekanntgabe des Programmabschlusses fällt mit dem angekündigten Rückzug Malis aus dem Römischen Statut zusammen, dem Gründungsvertrag des Internationalen Strafgerichtshofs.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/icc-vertragsstaaten-warnen-burkina-faso-mali-und-niger-vor-austritt/" type="post" id="28547">Mali übermittelte den Vereinten Nationen am 30. Juni 2026 seine Austrittserklärung.</a> Auch Burkina Faso und Niger haben nach Angaben des Gerichts entsprechende Schreiben eingereicht. Damit begann für die drei von Militärregierungen geführten Staaten ein einjähriges Austrittsverfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Länder hatten ihre Entscheidung bereits gemeinsam angekündigt und den Gerichtshof als „Instrument neokolonialer Unterdrückung in den Händen des Imperialismus“ bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versammlung der Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs erklärte, der Austritt könne die internationale Verfolgung schwerer Verbrechen und die Bemühungen gegen Straflosigkeit schwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Austritt entbindet die Staaten nicht von Verpflichtungen, die während ihrer Mitgliedschaft entstanden sind. Verfahren und gerichtliche Entscheidungen zu Taten aus der Zeit vor dem Wirksamwerden des Austritts bleiben davon unberührt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Opferfonds erklärte, er wolle weiterhin mit den malischen Behörden zusammenarbeiten. Dies betrifft neben der Sicherung der Ergebnisse des Al-Mahdi-Programms auch gerichtlich angeordnete Entschädigungen im Fall Al Hassan, der unter anderem wegen religiöser Verfolgung und weiterer Verbrechen in Timbuktu verurteilt wurde.</p>
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		<item>
		<title>ICC-Vertragsstaaten warnen Burkina Faso, Mali und Niger vor Austritt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/icc-vertragsstaaten-warnen-burkina-faso-mali-und-niger-vor-austritt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 19:04:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Niger hat seinen Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof formell eingeleitet. Nun warnt die Versammlung der ICC-Vertragsstaaten auch Burkina Faso und Mali vor einem gemeinsamen Rückzug.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ficc-vertragsstaaten-warnen-burkina-faso-mali-und-niger-vor-austritt%2F&amp;action_name=ICC-Vertragsstaaten%20warnen%20Burkina%20Faso%2C%20Mali%20und%20Niger%20vor%20Austritt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaft der ICC-Vertragsstaaten hat Burkina Faso, Mali und Niger aufgefordert, ihren Rückzug aus dem Römischen Statut zu überdenken. Die Erklärung wurde am 1. Juli 2026 veröffentlicht. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-mali-und-niger-treten-aus-dem-internationalen-strafgerichtshof-aus/" type="post" id="20146">Niger hatte bereits ein formelles Austrittsdokument eingereicht, während Mali und Burkina Faso ihren Rückzug bislang angekündigt haben.</a> Frühere Verpflichtungen gegenüber dem Internationalen Strafgerichtshof bleiben auch nach einem Austritt bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaft der Versammlung der Vertragsstaaten äußerte sich besorgt über die Schritte der drei militärisch geführten Sahelstaaten. Ein Rückzug schwäche die internationale Strafjustiz und erschwere die Verfolgung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Entscheidungen von Vertragsstaaten, sich vom Römischen Statut abzuwenden, drohen das gemeinsame Streben nach Gerechtigkeit zu untergraben und die weltweiten Bemühungen zur Beendigung der Straflosigkeit zu schwächen“, <a href="https://www.icc-cpi.int/news/statement-presidency-assembly-states-parties-withdrawals-rome-statute-burkina-faso-mali-and">erklärte</a> das Präsidium.</p>



<h2 id="h-niger-hat-austritt-formell-eingeleitet" class="wp-block-heading"><span id="niger-hat-austritt-formell-eingeleitet">Niger hat Austritt formell eingeleitet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Niger reichte sein Austrittsdokument am 18. Juni 2026 ein. Das Land hatte den Schritt bereits im September 2025 gemeinsam mit Mali und Burkina Faso angekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Artikel 127 des Römischen Statuts wird der Austritt ein Jahr nach Eingang der schriftlichen Mitteilung wirksam. Für Niger wäre dies voraussichtlich der 18. Juni 2027. Bis dahin bleibt das Land uneingeschränkt an seine Verpflichtungen gegenüber dem Gerichtshof gebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch nach diesem Zeitpunkt kann der Internationale Strafgerichtshof Sachverhalte verfolgen, die sich während der Mitgliedschaft Nigers ereignet haben. Bereits bestehende Verpflichtungen zur Zusammenarbeit und laufende Verfahren werden durch den Austritt nicht automatisch beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali und Burkina Faso haben ihren Rückzug angekündigt, aber bislang keine formellen Austrittsdokumente hinterlegt. Das Präsidium sprach dennoch von Schritten aller drei Regierungen in Richtung eines gemeinsamen Austritts.</p>



<h2 id="h-prasidium-ruft-zu-gesprachen-auf" class="wp-block-heading"><span id="praesidium-ruft-zu-gespraechen-auf">Präsidium ruft zu Gesprächen auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versammlung der Vertragsstaaten forderte die drei Länder auf, Mitglieder des Römischen Statuts zu bleiben und ihre Kritik innerhalb der bestehenden Institutionen vorzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Vertragsstaaten hätten das Recht, Bedenken und Reformvorschläge in der Versammlung zur Diskussion zu stellen. Burkina Faso, Mali und Niger sollten sich deshalb an einem „substanziellen Austausch“ beteiligen, erklärte das Präsidium.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22545 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Versammlung der Vertragsstaaten ist das Aufsichts- und gesetzgebende Organ des Internationalen Strafgerichtshofs. In ihr sind die Staaten vertreten, die das Römische Statut ratifiziert haben oder ihm später beigetreten sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Präsidium besteht derzeit aus der finnischen Präsidentin Päivi Kaukoranta sowie den Vizepräsidenten Michael Imran Kanu aus Sierra Leone und Margareta Kassangana aus Polen.</p>



<h2 id="h-sahelstaaten-sprechen-von-neokolonialer-justiz" class="wp-block-heading"><span id="sahelstaaten-sprechen-von-neokolonialer-justiz">Sahelstaaten sprechen von neokolonialer Justiz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso, Mali und Niger begründeten ihre Austrittspläne im September 2025 mit grundsätzlicher Kritik am Internationalen Strafgerichtshof. In ihrer gemeinsamen Erklärung bezeichneten sie den Gerichtshof als „Instrument neokolonialistischer Unterdrückung“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Regierungen kündigten an, eigene Mechanismen zur Friedenssicherung und Strafverfolgung aufbauen zu wollen. Konkrete Angaben zur Struktur, Zuständigkeit oder Unabhängigkeit solcher Einrichtungen machten sie zunächst nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Länder gehören der Konföderation der Sahelstaaten an. Das Bündnis ging aus der Allianz der Sahelstaaten hervor und umfasst ausschließlich militärisch geführte Regierungen. Burkina Faso, Mali und Niger haben zugleich ihre Beziehungen zu westlichen Staaten eingeschränkt und ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit untereinander ausgebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/togo-bringt-aes-und-ecowas-wieder-an-einen-tisch/" type="post" id="26707">Die drei Staaten verließen zuvor gemeinsam die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS. </a>Als Gründe nannten sie unter anderem den politischen Druck des Regionalblocks nach den Militärputschen und die aus ihrer Sicht unzureichende Unterstützung im Kampf gegen bewaffnete Gruppen.</p>



<h2 id="h-austritt-beendet-fruhere-zustandigkeit-nicht" class="wp-block-heading"><span id="austritt-beendet-fruehere-zustaendigkeit-nicht">Austritt beendet frühere Zuständigkeit nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof wurde durch das Römische Statut geschaffen und nahm 2002 seine Arbeit auf. Er verfolgt Einzelpersonen wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und des Verbrechens der Aggression.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gerichtshof ersetzt nationale Gerichte nicht. Er kann eingreifen, wenn ein Staat schwere internationale Verbrechen nicht ernsthaft untersucht oder strafrechtlich verfolgt. Dieses Prinzip wird als Komplementarität bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Austritt wirkt grundsätzlich nur für die Zukunft. Verbrechen, die während der Mitgliedschaft eines Landes begangen wurden, können weiterhin unter die Zuständigkeit des Gerichtshofs fallen. Auch laufende Ermittlungen und Verfahren bleiben möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burundi trat 2017 aus dem Gerichtshof aus. Die Philippinen folgten 2019. In beiden Fällen behielt der ICC seine Zuständigkeit für mutmaßliche Verbrechen, die während der jeweiligen Mitgliedschaft begangen worden waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niger wäre das dritte Land, dessen Austritt vollständig wirksam wird. Voraussetzung ist, dass die Regierung ihre Mitteilung während der einjährigen Frist nicht zurücknimmt.</p>



<h2 id="h-mali-hatte-den-icc-selbst-eingeschaltet" class="wp-block-heading"><span id="mali-hatte-den-icc-selbst-eingeschaltet">Mali hatte den ICC selbst eingeschaltet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen afrikanischen Staaten und dem Gerichtshof sind seit Jahren von Zusammenarbeit und Kritik geprägt. Mehrere afrikanische Regierungen hatten den ICC selbst um Ermittlungen gebeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali verwies die Lage im eigenen Land 2012 an den Gerichtshof. Hintergrund waren schwere Verbrechen während der Besetzung nördlicher Landesteile durch bewaffnete und jihadistische Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesen Ermittlungen ging unter anderem das Verfahren gegen Ahmad Al Faqi Al Mahdi hervor. Der Gerichtshof verurteilte ihn wegen der Zerstörung religiöser und historischer Gebäude in Timbuktu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Uganda, die Demokratische Republik Kongo und die Zentralafrikanische Republik hatten Situationen auf ihrem Staatsgebiet selbst an den ICC verwiesen. Andere Ermittlungen in Afrika, darunter in Darfur und Libyen, wurden durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eingeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaft der Vertragsstaaten erinnerte Burkina Faso, Mali und Niger daran, dass sie sich in der Vergangenheit an der gemeinsamen Arbeit der Versammlung beteiligt hätten. Der Gerichtshof sei als unabhängige und unparteiische Justizinstitution auf die fortdauernde Unterstützung seiner Mitgliedstaaten angewiesen.</p>
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		<item>
		<title>EU alarmiert über 25 Jahre Haft für tunesische Menschenrechtlerin Sihem Bensedrine</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-alarmiert-ueber-25-jahre-haft-fuer-tunesische-menschenrechtlerin-sihem-bensedrine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>25 Jahre Haft für Sihem Bensedrine: Die EU zeigt sich tief besorgt und fordert Tunesien auf, Pluralismus und unabhängige Stimmen wieder zu schützen. Im Zentrum des Verfahrens steht die Aufarbeitung der Ben-Ali-Ära.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-alarmiert-ueber-25-jahre-haft-fuer-tunesische-menschenrechtlerin-sihem-bensedrine%2F&amp;action_name=EU%20alarmiert%20%C3%BCber%2025%20Jahre%20Haft%20f%C3%BCr%20tunesische%20Menschenrechtlerin%20Sihem%20Bensedrine&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union hat die Verurteilung der tunesischen Menschenrechtlerin Sihem Bensedrine zu insgesamt 25 Jahren Haft scharf kritisiert und eine Wiederherstellung des politischen und gesellschaftlichen Pluralismus gefordert. Das Urteil wurde in der Nacht zum Freitag, 26. Juni 2026, von einer auf Finanzkorruption spezialisierten Strafkammer in Tunis verkündet. Die frühere Präsidentin der tunesischen Wahrheits- und Würdekommission wurde in zwei Verfahren wegen Amtsmissbrauchs, finanzieller Schädigung des Staates sowie Urkundenfälschung verurteilt. Mehrere frühere Amtsträger und ein Unternehmer erhielten ebenfalls mehrjährige Haftstrafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU bezeichnete Bensedrine als „symbolträchtige Menschenrechtsverteidigerin“ und äußerte „tiefe Besorgnis“ über die Höhe der Strafe. Ihre frühere Kommission habe eine zentrale Rolle in Tunesiens Übergangsjustiz gespielt, die von der Europäischen Union seit ihrem Beginn unterstützt worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir fordern die tunesischen Behörden auf, ein Umfeld wiederherzustellen, das Pluralismus und die Äußerung unabhängiger Stimmen ermöglicht“, erklärte ein Sprecher der Europäischen Union.</p>



<h2 id="h-zwei-verfahren-fuhren-zu-insgesamt-25-jahren-haft" class="wp-block-heading"><span id="zwei-verfahren-fuehren-zu-insgesamt-25-jahren-haft">Zwei Verfahren führen zu insgesamt 25 Jahren Haft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bensedrine wurde in zwei getrennten Verfahren vor dem wirtschafts- und finanzstrafrechtlichen Gericht in Tunis verurteilt. Beide Fälle betreffen Entscheidungen der inzwischen aufgelösten Wahrheits- und Würdekommission, die nach der Revolution von 2011 staatliches Unrecht und Korruptionsfälle aus früheren Regierungsperioden aufarbeiten sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Verfahren ging es um eine Schieds- und Versöhnungsvereinbarung zwischen der Kommission und dem Geschäftsmann Slim Chiboub. Das Gericht prüfte, ob die Vereinbarung den gesetzlichen Vorgaben entsprach und die öffentlichen Finanzen ausreichend schützte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bensedrine und der frühere Kommissionsvertreter Khaled Krichi erhielten jeweils fünf Jahre Haft. Der ehemalige Minister für Staatsbesitz und Grundbesitz, Mabrouk Korchid, wurde zu sechs Jahren verurteilt. Chiboub erhielt wegen Beihilfe eine fünfjährige Haftstrafe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gericht verhängte zudem Geldstrafen und ordnete an, dass die Verurteilten gemeinsam für die Rückzahlung der festgestellten finanziellen Schäden haften.</p>



<h2 id="h-verfahren-um-die-banque-franco-tunisienne" class="wp-block-heading"><span id="verfahren-um-die-banque-franco-tunisienne">Verfahren um die Banque franco-tunisienne</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das zweite Verfahren betraf die inzwischen nicht mehr bestehende Banque franco-tunisienne. Bensedrine, Krichi, Korchid und der frühere Bankverantwortliche Abdelmajid Bouden wurden beschuldigt, öffentliche Funktionen missbraucht und staatliche Interessen finanziell geschädigt zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bensedrine und Krichi erhielten auch in diesem Verfahren jeweils fünf Jahre Haft. Korchid und Bouden wurden zu jeweils sechs Jahren verurteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich verhängte das Gericht gegen die Angeklagten Geldstrafen von jeweils rund 17 Millionen tunesischen Dinar. Sie sollen denselben Betrag gemeinsam an den Staat zurückzahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bensedrine wurde darüber hinaus wegen Urkundenfälschung sowie des Besitzes und Gebrauchs gefälschter Dokumente schuldig gesprochen. Dafür erhielt sie eine weitere Haftstrafe von 15 Jahren. Zusammen mit den beiden fünfjährigen Strafen ergibt sich eine Gesamtstrafe von 25 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung hielten sich Bensedrine, Korchid und Bouden tunesischen Medienberichten zufolge außerhalb des Landes auf.</p>



<h2 id="h-wahrheitskommission-sollte-staatliches-unrecht-aufarbeiten" class="wp-block-heading"><span id="wahrheitskommission-sollte-staatliches-unrecht-aufarbeiten">Wahrheitskommission sollte staatliches Unrecht aufarbeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahrheits- und Würdekommission wurde auf Grundlage des tunesischen Gesetzes über die Übergangsjustiz von 2013 eingerichtet. Sie sollte schwere Menschenrechtsverletzungen, staatliche Repression und Korruption aus den Jahrzehnten vor und während der Revolution untersuchen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="839" height="673" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine.jpg" alt="" class="wp-image-28484 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine.jpg 839w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine-300x241.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine-768x616.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine-380x305.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine-800x642.jpg 800w" sizes="(max-width: 839px) 100vw, 839px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bensedrine leitete die Institution von ihrer Gründung bis zum Ende ihres Mandats. Die Kommission sammelte Aussagen von Opfern, führte öffentliche Anhörungen durch und untersuchte die Verantwortung staatlicher Institutionen unter den früheren Präsidenten Habib Bourguiba und Zine el-Abidine Ben Ali.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu ihren Aufgaben gehörten auch Schieds- und Versöhnungsverfahren in Fällen finanzieller Korruption. Dabei konnten beschuldigte Personen Vermögenswerte zurückgeben oder finanzielle Vereinbarungen mit dem Staat schließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese Verfahren stehen nun im Zentrum der strafrechtlichen Vorwürfe gegen frühere Mitglieder der Kommission. Das Gericht bewertete einzelne Entscheidungen als missbräuchliche Nutzung öffentlicher Funktionen und als Schädigung staatlicher Interessen.</p>



<h2 id="h-menschenrechtskomitee-spricht-von-angriff-auf-ubergangsjustiz" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechtskomitee-spricht-von-angriff-auf-uebergangsjustiz">Menschenrechtskomitee spricht von Angriff auf Übergangsjustiz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das in Paris ansässige Komitee zur Achtung der Freiheiten und Menschenrechte in Tunesien verurteilte die Haftstrafen. Nach Auffassung der Organisation richten sich die Verfahren nicht nur gegen Bensedrine, sondern gegen das gesamte System der tunesischen Übergangsjustiz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Über Bensedrine wird die Übergangsjustiz verurteilt“, erklärte das Komitee. Die angeklagten Handlungen seien im Rahmen eines gesetzlichen Mandats erfolgt und hätten sich auf ausdrücklich im Gesetz vorgesehene Schieds- und Versöhnungsmechanismen gestützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation bezeichnete die Urteile als weiteren Schritt einer „Gegenrevolution“ und warf den tunesischen Behörden vor, Errungenschaften der Revolution von 2011 rückgängig zu machen. Diese politische Bewertung wurde von der Regierung oder dem Gericht in den vorliegenden Erklärungen nicht kommentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Komitee verwies außerdem auf Bensedrines Alter und Gesundheitszustand. Die 75-Jährige habe bereits mehr als sechs Monate in Haft verbracht, einen längeren Hungerstreik durchgeführt und zeitweise im Krankenhaus behandelt werden müssen. Eine 25-jährige Haftstrafe komme unter diesen Umständen faktisch einer lebenslangen Inhaftierung gleich, erklärte die Organisation.</p>



<h2 id="h-eu-verlangt-raum-fur-unabhangige-stimmen" class="wp-block-heading"><span id="eu-verlangt-raum-fuer-unabhaengige-stimmen">EU verlangt Raum für unabhängige Stimmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union stellte Bensedrines Arbeit in den Zusammenhang mit der demokratischen Entwicklung Tunesiens nach dem Sturz Ben Alis. Die Empfehlungen der Wahrheits- und Würdekommission hätten eine besondere Bedeutung für die Aufarbeitung früherer Menschenrechtsverletzungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-will-engere-partnerschaft-mit-deutschland/">Brüssel bekräftigte zugleich seine Zusammenarbeit mit Tunesien und der tunesischen Bevölkerung. </a>Die EU werde Bemühungen zur Stärkung demokratischer Institutionen und zur Wahrung der Menschenrechte weiter unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stellungnahme verbindet die Kritik am Urteil mit einer breiteren Forderung an die tunesischen Behörden. Unabhängige Stimmen müssten sich frei äußern können, während politische und gesellschaftliche Vielfalt als Bestandteil der weiteren Entwicklung des Landes geschützt werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kais-saied-protestiert-gegen-eu-botschafter-perrone/" type="post" id="22420">Tunesien erlebt seit der Machtkonzentration von Präsident Kais Saied im Jahr 2021 eine zunehmende Einschränkung politischer Handlungsspielräume. Oppositionspolitiker, Journalisten, Anwälte und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen wurden in mehreren Verfahren festgenommen oder verurteilt. </a>Die Regierung begründet ihr Vorgehen mit dem Kampf gegen Korruption, Verschwörungen und Gefahren für die staatliche Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			<media:title type="html">Sihem_Bensedrine</media:title>
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		<title>Trotz Friedensabkommen: M23 festigt Kontrolle im Ostkongo – Trump-Berater warnt Kriegsparteien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/trotz-friedensabkommen-m23-festigt-kontrolle-im-ostkongo-trump-berater-warnt-kriegsparteien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 01:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Friedensabkommen auf dem Papier, neue Machtstrukturen vor Ort: M23 festigt seine Kontrolle im Ostkongo. Fast 27 Millionen Menschen leiden unter Ernährungsunsicherheit, während Ebola sich in Konfliktgebieten ausbreitet.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftrotz-friedensabkommen-m23-festigt-kontrolle-im-ostkongo-trump-berater-warnt-kriegsparteien%2F&amp;action_name=Trotz%20Friedensabkommen%3A%20M23%20festigt%20Kontrolle%20im%20Ostkongo%20%E2%80%93%20Trump-Berater%20warnt%20Kriegsparteien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Rebellenallianz AFC/M23 festigt trotz laufender Friedensprozesse ihre Kontrolle über Gebiete im Osten der Demokratischen Republik Kongo und baut dort parallele Verwaltungsstrukturen aus. Der UN-Sicherheitsrat beriet darüber am Freitag, 26. Juni 2026, in New York. Der neue Leiter der UN-Mission MONUSCO, James Swan, warnte vor einer weiterhin „komplexen, volatilen und verheerenden“ Sicherheitslage. Zugleich verschärfen fast 27 Millionen Menschen ohne ausreichende Ernährung, unterfinanzierte Hilfsprogramme und ein Ebola-Ausbruch die Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Swan forderte die Demokratische Republik Kongo, Ruanda und die M23 auf, die Vereinbarungen der Friedensprozesse von Washington und Doha umzusetzen. Die diplomatischen Fortschritte hätten die Gewalt bislang nicht beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Bleiben Sie auf Kurs zu einem dauerhaften Frieden“, appellierte der UN-Sonderbeauftragte an die Konfliktparteien.</p>



<h2 id="h-m23-baut-parallele-verwaltung-aus" class="wp-block-heading"><span id="m23-baut-parallele-verwaltung-aus">M23 baut parallele Verwaltung aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Osten des Landes dauern die Kämpfe zwischen der Allianz des Kongoflusses und der Bewegung 23. März, kurz AFC/M23, auf der einen sowie der kongolesischen Armee und verbündeten Milizen auf der anderen Seite an. In einzelnen Gebieten kämpfen auch die Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas an der Seite der kongolesischen Kräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AFC/M23 wird nach Angaben der Vereinten Nationen von den ruandischen Streitkräften unterstützt. Die Gruppe habe sich zwar teilweise aus einzelnen Orten zurückgezogen, festige jedoch weiterhin ihre Herrschaft in den kontrollierten Gebieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie konsolidiert dennoch weiterhin parallele Verwaltungsstrukturen in den von ihr kontrollierten Gebieten“, erklärte Swan vor dem Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit schafft die Rebellengruppe eigene politische und administrative Strukturen neben den staatlichen Institutionen der Demokratischen Republik Kongo. Die Regierung in Kinshasa wirft der AFC/M23 vor, besetzte Gebiete dauerhaft ihrer Kontrolle zu entziehen und weitere militärische Vorstöße vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Nord- und Süd-Kivu wird weiterhin an mehreren Fronten gekämpft. Auch rund um Rubaya, eines der bedeutendsten Coltan-Abbaugebiete im Osten des Landes, kam es zuletzt zu Auseinandersetzungen.</p>



<h2 id="h-usa-sehen-verstosse-auf-beiden-seiten" class="wp-block-heading"><span id="usa-sehen-verstoesse-auf-beiden-seiten">USA sehen Verstöße auf beiden Seiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/christopher-smith-us-kongress-kuendigt-druckmittel-zur-durchsetzung-der-washington-accords-an/">Die Vereinigten Staaten warfen sowohl der Demokratischen Republik Kongo als auch Ruanda vor, ihren Verpflichtungen aus dem Washington-Prozess bislang nicht ausreichend nachzukommen.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="310" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/23352c2a-bee3-4f6f-9c68-d1287ea7f7d5.jpeg" alt="" class="wp-image-28452 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/23352c2a-bee3-4f6f-9c68-d1287ea7f7d5.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/23352c2a-bee3-4f6f-9c68-d1287ea7f7d5-300x173.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/23352c2a-bee3-4f6f-9c68-d1287ea7f7d5-380x219.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Botschaft an die Parteien ist klar: Geben Sie das gefährliche Streben nach einer militärischen Lösung dieses Konflikts auf und bekennen Sie sich vollständig und unverzüglich zu den vereinbarten Friedensrahmen“, sagte der US-Sonderberater für arabische und afrikanische Angelegenheiten, Massad Boulos.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Washington drohte mit weiteren Maßnahmen gegen Akteure, die die Umsetzung der Vereinbarungen behindern. Die USA verwiesen dabei auf bereits verhängte Sanktionen wegen der Unterstützung der M23 und des illegalen Handels mit Mineralien aus dem Ostkongo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten betrachten MONUSCO weiterhin als einen wichtigen Bestandteil der Friedensbemühungen. Die Mission könne Verstöße gegen Waffenruhen dokumentieren, Entwaffnung und Reintegration unterstützen sowie bei der Eindämmung des Ebola-Ausbruchs helfen.</p>



<h2 id="h-uberwachungsmechanismus-soll-waffenruhe-prufen" class="wp-block-heading"><span id="ueberwachungsmechanismus-soll-waffenruhe-pruefen">Überwachungsmechanismus soll Waffenruhe prüfen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erweiterter gemeinsamer Überprüfungsmechanismus soll künftig kontrollieren, ob die Konfliktparteien ihre Waffenruhe einhalten. Die Regierung in Kinshasa und die AFC/M23 haben bereits Vertreter für das sogenannte Expanded Joint Verification Mechanism Plus benannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Instrument entstand im Rahmen des von Katar vermittelten Doha-Prozesses. <a href="https://fokus-afrika.de/internationale-kontaktgruppe-fordert-einhaltung-der-waffenruhe-im-ostkongo/" type="post" id="25370">Die Internationale Konferenz über die Region der Großen Seen soll an der Umsetzung beteiligt werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">MONUSCO unterstützt den Aufbau des Mechanismus. Swan forderte dessen raschen Einsatz, damit Verstöße unabhängig geprüft und Verantwortlichkeiten festgestellt werden können.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28453 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN71143290.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vertreter Frankreichs, Großbritanniens, Panamas, Bahrains und Kolumbiens unterstützten die schnelle Aufnahme der Überwachung. Pakistan betonte zugleich, dass MONUSCO dafür Bewegungsfreiheit, sicheren Zugang und die Zusammenarbeit aller Konfliktparteien benötige.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Sicherheit der Friedenskräfte ist eine unverzichtbare Voraussetzung für den Erfolg“, erklärte der pakistanische Botschafter Muhammad Usman Iqbal Jadoon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In von der M23 kontrollierten Gebieten wird die Bewegungsfreiheit der UN-Mission weiterhin eingeschränkt. Auch die Schließung von Banken und des Flughafens in Goma behindert Einsätze und humanitäre Lieferungen.</p>



<h2 id="h-632-zivile-todesopfer-seit-marz-dokumentiert" class="wp-block-heading"><span id="632-zivile-todesopfer-seit-maerz-dokumentiert">632 zivile Todesopfer seit März dokumentiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zivilbevölkerung trägt weiterhin die Hauptlast der Gewalt. MONUSCO dokumentierte seit dem 19. März mindestens 632 Todesfälle infolge bewaffneter Auseinandersetzungen in Nord-Kivu und Ituri.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Entführungen, Zwangsrekrutierungen, Hinrichtungen und konfliktbedingte sexualisierte Gewalt. Die UN-Mission verstärkte ihre Patrouillen und richtete zusätzliche mobile Einsatzbasen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der M23 bedrohen weitere bewaffnete Gruppen die Bevölkerung. Die Allied Democratic Forces töteten nach Angaben Swans seit der vorherigen Unterrichtung des Sicherheitsrats mindestens 28 Zivilisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia verurteilte im Namen der Demokratischen Republik Kongo und Somalias Angriffe auf Zivilisten, Entführungen und Zwangsrekrutierungen. Es gebe keine militärische Lösung des Konflikts.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-schlaegt-alarm-trotz-waffenruhe-eskaliert-die-gewalt-im-ostkongo-weiter/">Ein möglicher Rückzug von MONUSCO müsse deshalb schrittweise, verantwortungsvoll und an die Sicherheitslage gebunden erfolgen. </a>Die Mission müsse weiterhin Zivilisten schützen, staatliche Institutionen stärken und die Rückkehr staatlicher Autorität unterstützen können.</p>



<h2 id="h-kinshasa-fordert-ruckzug-ruandischer-truppen" class="wp-block-heading"><span id="kinshasa-fordert-rueckzug-ruandischer-truppen">Kinshasa fordert Rückzug ruandischer Truppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ruanda-und-dr-kongo-liefern-sich-offenen-schlagabtausch-im-un-sicherheitsrat/">Der kongolesische UN-Botschafter Zénon Ngay Mukongo warf der AFC/M23 vor, ihre Offensive mit Unterstützung der ruandischen Streitkräfte fortzusetzen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist auf höchster Ebene der Vereinten Nationen eine festgestellte Tatsache“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution 2773 des Sicherheitsrats verlangt, dass die M23 ihre Kampfhandlungen beendet und sich die ruandischen Streitkräfte aus dem Gebiet der Demokratischen Republik Kongo zurückziehen. Zugleich soll die Unterstützung anderer bewaffneter Gruppen eingestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich bezeichnete die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Landes als „nicht verhandelbar“. Ein wirksamer Waffenstillstand sei notwendig, um die Bevölkerung zu schützen und den Friedensbemühungen eine Chance zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China forderte ebenfalls eine sofortige umfassende Waffenruhe und die vollständige Umsetzung der Resolution. Große Staaten außerhalb der Region sollten die kongolesischen Rohstoffe nicht als „Verhandlungsmasse“ behandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland erklärte dagegen, die bisherigen diplomatischen Bemühungen hätten noch keine Ergebnisse auf dem Schlachtfeld hervorgebracht. „Diese Waffenruhe funktioniert nicht“, sagte die stellvertretende russische UN-Botschafterin Anna Jewstignejewa.</p>



<h2 id="h-rohstoffe-finanzieren-den-krieg" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-finanzieren-den-krieg">Rohstoffe finanzieren den Krieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Kinshasa verbindet den Konflikt eng mit der illegalen Ausbeutung natürlicher Ressourcen. <a href="https://fokus-afrika.de/illegale-goldlieferketten-zwischen-ostkongo-ruanda-und-den-emiraten-offengelegt/" type="post" id="24086">M23 und verbündete Netzwerke sollen Mineralien aus besetzten Gebieten abtransportieren und über Nachbarstaaten auf internationale Märkte bringen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die im Osten geplünderten Mineralien finanzieren den Krieg“, sagte der kongolesische Vertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region verfügt über große Vorkommen an Coltan, Gold, Zinn und weiteren Rohstoffen, die unter anderem für Elektronik, Batterien und moderne Energietechnik benötigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zunehmende internationale Nachfrage nach kritischen Mineralien verstärkt die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung des Ostkongo. Gleichzeitig erschweren bewaffnete Kontrolle, Schmuggel und intransparente Lieferketten eine legale Nutzung der Vorkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-ruandas-armee/" type="post" id="25270">Die Vereinigten Staaten haben Sanktionen gegen Personen und Netzwerke verhängt, die mit der Unterstützung der M23 oder dem illegalen Mineralienhandel in Verbindung gebracht werden.</a></p>



<h2 id="h-fast-27-millionen-menschen-ohne-ausreichende-ernahrung" class="wp-block-heading"><span id="fast-27-millionen-menschen-ohne-ausreichende-ernaehrung">Fast 27 Millionen Menschen ohne ausreichende Ernährung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der militärischen Gewalt verschärft sich die humanitäre Krise. Fast 27 Millionen Menschen im Land gelten als von Ernährungsunsicherheit betroffen. Das entspricht mehr als einem Viertel der Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der humanitäre Hilfsplan für 2026 konzentriert sich auf 7,3 Millionen besonders gefährdete Menschen. Dafür werden rund 1,4 Milliarden US-Dollar benötigt. Bislang ist der Plan zu 53,3 Prozent finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schließung von Banken und Flughäfen sowie Einschränkungen der Bewegungsfreiheit behindern die Versorgung. Hilfsorganisationen erreichen viele Gemeinden nur eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MONUSCO leidet zugleich unter der Liquiditätskrise der Vereinten Nationen. Sparmaßnahmen haben ihre Kapazitäten in den Bereichen Aufklärung, Überwachung, Frühwarnung, medizinische Versorgung und Beobachtung der Menschenrechtslage reduziert.</p>



<h2 id="h-ebola-breitet-sich-in-konfliktgebieten-aus" class="wp-block-heading"><span id="ebola-breitet-sich-in-konfliktgebieten-aus">Ebola breitet sich in Konfliktgebieten aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ebola-Ausbruch stellt die bereits überlasteten Gesundheitsstrukturen im Osten der Demokratischen Republik Kongo vor zusätzliche Belastungen. Besonders betroffen sind Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptausbruch liegt nach Angaben Swans in einem aktiven Konfliktgebiet und betrifft auch städtische Räume. Gesundheitseinrichtungen verfügen dort nur über begrenzte personelle und materielle Kapazitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Lage des Hauptausbruchs in einem Gebiet mit aktiven Kämpfen und in städtischen Regionen mit bereits überlasteten Gesundheitsstrukturen birgt erhebliche Risiken einer weiteren Ausbreitung“, warnte der MONUSCO-Leiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter Dänemarks, Griechenlands und Lettlands verwiesen im Sicherheitsrat auf die Verbindung zwischen Unsicherheit, Vertreibung und der Ausbreitung der Krankheit. Eingeschränkter Zugang, Misstrauen gegenüber Behörden sowie Falschinformationen erschwerten die Eindämmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MONUSCO unterstützt die Maßnahmen gegen Ebola, während die Mission zugleich ihre Aufgaben beim Schutz von Zivilisten und bei der Stabilisierung der Konfliktgebiete fortführt.</p>



<h2 id="h-washington-doha-und-afrikanische-union-koordinieren-prozesse" class="wp-block-heading"><span id="washington-doha-und-afrikanische-union-koordinieren-prozesse">Washington, Doha und Afrikanische Union koordinieren Prozesse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Friedensbemühungen laufen auf mehreren diplomatischen Ebenen. Die Demokratische Republik Kongo und Ruanda verhandeln im Rahmen des Washington-Prozesses. <a href="https://fokus-afrika.de/dr-kongo-und-afc-m23-bekraeftigen-waffenruhe-unter-vermittlung-katars/">Parallel führt Katar Gespräche zwischen der kongolesischen Regierung und der AFC/M23.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union unterstützt einen afrikanisch geführten Prozess unter Leitung des togolesischen Politikers Faure Gnassingbé. Vertreter der verschiedenen Vermittlungsinitiativen trafen sich Anfang Juni in Lomé, um ihre Arbeit enger abzustimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gemeinsame Überwachungsausschuss des Washington-Prozesses kam am 24. Juni in London zusammen. Beteiligt waren die Demokratische Republik Kongo, Ruanda, die Vereinigten Staaten, Katar, Togo und die Kommission der Afrikanischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnehmer erörterten die verschlechterte Sicherheits- und Versorgungslage sowie die Umsetzung der bisherigen Verpflichtungen. Kinshasa und Kigali informierten über ihre jeweiligen Schritte im Rahmen des Abkommens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Swan forderte alle Beteiligten auf, bereits unterzeichnete Protokolle umzusetzen und offene Fragen, darunter humanitäre Vereinbarungen, weiterzuverhandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland fordert Stopp: „Fenster schließt sich“ – UN warnt vor Massengewalt in Sudans El Obeid</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 22:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Das Zeitfenster schließt sich rasch“: Die UN warnt vor einer Eskalation in El Obeid. Rund 500.000 Menschen könnten von einer Offensive und zunehmenden Drohnenangriffen betroffen sein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid%2F&amp;action_name=Deutschland%20fordert%20Stopp%3A%20%E2%80%9EFenster%20schlie%C3%9Ft%20sich%E2%80%9C%20%E2%80%93%20UN%20warnt%20vor%20Massengewalt%20in%20Sudans%20El%20Obeid&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid/">Deutschland fordert Stopp: „Fenster schließt sich“ – UN warnt vor Massengewalt in Sudans El Obeid</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen warnen vor einer unmittelbar drohenden Eskalation in El Obeid, die Hunderttausende Menschen gefährden und die Gewalt von Al-Faschir wiederholen könnte. Der Sicherheitsrat befasste sich am Freitag, 26. Juni 2026, mit der Lage in der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Kordofan. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-rsf-fuehrungsfiguren-im-sudan/">Die paramilitärischen Rapid Support Forces haben nach UN-Angaben ihre Präsenz rund um die Stadt verstärkt, während Drohnenangriffe die Zivilbevölkerung und lebenswichtige Infrastruktur treffen.</a> Deutschland und sechs weitere europäische Staaten fordern die RSF auf, ihren Angriff unverzüglich einzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Zeitfenster, um eine umfassendere Eskalation in El Obeid zu verhindern, schließt sich rasch“, erklärte die Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen für politische und friedenskonsolidierende Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo. Ein weiterer militärischer Vorstoß könne neue Fluchtbewegungen auslösen und die Instabilität in der gesamten Region Kordofan verschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF schätzt, dass rund 500.000 Menschen durch die Kämpfe in und um El Obeid gefährdet sind. Unter ihnen befinden sich etwa 100.000 Binnenvertriebene.</p>



<h2 id="h-el-obeid-wird-zum-brennpunkt-des-sudan-krieges" class="wp-block-heading"><span id="el-obeid-wird-zum-brennpunkt-des-sudan-krieges">El Obeid wird zum Brennpunkt des Sudan-Krieges</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">El Obeid liegt an einer strategischen Verbindung zwischen der Hauptstadtregion Khartum und dem westlichen Sudan. <a href="https://fokus-afrika.de/drohnen-werden-zur-toedlichsten-waffe-gegen-zivilisten-im-sudan/" type="post" id="27345">Die Stadt dient zugleich als wichtiges Zentrum für humanitäre Einsätze in Kordofan und Darfur.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen beobachten nach eigenen Angaben erhebliche Truppenverstärkungen der RSF rund um die Stadt. Hinzu kommen verstärkter Beschuss und wiederholte Drohnenangriffe. Die Entwicklungen nähren Befürchtungen, dass die RSF eine Bodenoffensive zur Einnahme El Obeids vorbereiten könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt befindet sich unter Kontrolle der sudanesischen Streitkräfte. Armee und RSF kämpfen seit April 2023 um die politische und militärische Vorherrschaft im Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DiCarlo bezeichnete Kordofan als das gegenwärtige „Epizentrum“ des Konflikts. Auch um Dilling, Kadugli und Babanusa haben sich die Kämpfe verschärft. Die Sicherheitslage in den Bundesstaaten Weißer Nil und Blauer Nil bleibt ebenfalls angespannt.</p>



<h2 id="h-sorge-vor-einer-wiederholung-von-al-faschir" class="wp-block-heading"><span id="sorge-vor-einer-wiederholung-von-al-faschir">Sorge vor einer Wiederholung von Al-Faschir</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der Vereinten Nationen und mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats zogen Parallelen zur Einnahme Al-Faschirs durch die RSF im Oktober 2025. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sieht-kennzeichen-von-voelkermord-in-el-fasher/" type="post" id="24852">Nach dem Fall der Hauptstadt Nord-Darfurs wurden zahlreiche Berichte über Massentötungen, Hinrichtungen, Entführungen, willkürliche Inhaftierungen und weitere Übergriffe auf Zivilisten bekannt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die damaligen Verbrechen weisen nach Einschätzung europäischer Außenminister „Merkmale eines Völkermords“ auf. Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, die Niederlande, Norwegen und das Vereinigte Königreich erklärten, eine Wiederholung müsse verhindert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„El Obeid steht am Abgrund einer Gräueltat, die die Wunden vertiefen würde, die dem Sudan bereits in El Faschir zugefügt wurden“, sagte der britische Vertreter James Kariuki im Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Dänemark warnte davor, dass El Obeid zu einem „weiteren El Faschir“ werden könnte. Der Sicherheitsrat habe die Verantwortung, vor möglichen Massengräueltaten zu handeln und nicht erst zu reagieren, wenn es zu spät sei.</p>



<h2 id="h-drohnen-treffen-wasser-energie-und-hilfseinrichtungen" class="wp-block-heading"><span id="drohnen-treffen-wasser-energie-und-hilfseinrichtungen">Drohnen treffen Wasser-, Energie- und Hilfseinrichtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die zunehmende Nutzung von Drohnen verändert nach Einschätzung der Vereinten Nationen den Verlauf des Krieges. Angriffe werden dadurch geografisch weiter verteilt, schwerer vorhersehbar und tödlicher für die Zivilbevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In und um El Obeid wurden Strom-, Treibstoff- und Wassereinrichtungen sowie Unterkünfte für Vertriebene getroffen. Die Angriffe haben Versorgungsengpässe verschärft und erschweren die Arbeit humanitärer Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Parteien könnten dieses Kampftempo ohne die hochentwickelten Waffen, die sie durch Unterstützung von außen erhalten, nicht aufrechterhalten“, erklärte DiCarlo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der persönliche Sudan-Gesandte des UN-Generalsekretärs, Pekka Haavisto, verwies ebenfalls auf die internationale Dimension. Die im Sudan eingesetzten Drohnen würden nicht im Land selbst hergestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da Drohnen auch während der Regenzeit eingesetzt werden können, rechnen die Vereinten Nationen nicht mit der sonst üblichen saisonalen Abnahme der Kampfhandlungen.</p>



<h2 id="h-kinder-besonders-stark-von-drohnenangriffen-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="kinder-besonders-stark-von-drohnenangriffen-betroffen">Kinder besonders stark von Drohnenangriffen betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/">UNICEF bezeichnet den Sudan als die größte humanitäre Krise der Welt.</a> Seit Beginn des Krieges wurden mehr als 5.700 schwere Verstöße gegen Kinder bestätigt. Mehr als 5.000 Kinder wurden getötet oder verletzt. Die tatsächliche Zahl dürfte nach Einschätzung des Kinderhilfswerks deutlich höher liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast 80 Prozent der gemeldeten getöteten oder verletzten Kinder in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 waren nach UNICEF-Angaben von Drohnenangriffen betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das laufende Jahr wird erwartet, dass rund 825.000 Kinder unter fünf Jahren an akuter Unterernährung leiden. Insgesamt sind seit Kriegsbeginn mehr als 3,5 Millionen Menschen aus dem Sudan geflohen. Weitere 6,5 Millionen wurden innerhalb des Landes vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Im Sudan endet ein Angriff nicht, wenn die Explosion vorüber ist“, sagte die stellvertretende UNICEF-Exekutivdirektorin Hannan Sulieman. Ein einzelner Angriff könne Kindern zugleich den Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung, Bildung und Schutz nehmen.</p>



<h2 id="h-deutschland-fordert-sofortigen-stopp-des-rsf-angriffs" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-fordert-sofortigen-stopp-des-rsf-angriffs">Deutschland fordert sofortigen Stopp des RSF-Angriffs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2775868-2775868">Deutschland und sechs weitere europäische Staaten forderten die RSF auf, alle Angriffe auf El Obeid unverzüglich einzustellen. </a>Zivilisten müssten die Stadt sicher verlassen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Konfliktparteien seien verpflichtet, einen schnellen und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe zu ermöglichen. Die RSF, die sudanesischen Streitkräfte und ihre jeweiligen Verbündeten müssten deeskalieren und das humanitäre Völkerrecht einhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sieben Staaten verwiesen außerdem auf glaubhafte Hinweise auf eine bevorstehende Offensive. Wiederholte Drohnenangriffe hätten Zivilisten getötet und einen akuten Mangel an Treibstoff, Lebensmitteln und Wasser verursacht. Auch humanitäre Helfer seien gezielt angegriffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Durch Unterstützung von außen wird dieser Konflikt weiterhin aufrechterhalten“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Staaten und andere Akteure, die Einfluss auf die Kriegsparteien haben, müssten diesen nutzen, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.</p>



<h2 id="h-hemedti-verspricht-schutz-der-zivilbevolkerung" class="wp-block-heading"><span id="hemedti-verspricht-schutz-der-zivilbevoelkerung">Hemedti verspricht Schutz der Zivilbevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Gesandter Haavisto telefonierte mit dem <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-rsf-fuehrungsfiguren-im-sudan/" type="post" id="25092">RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo</a>, genannt Hemedti, über die Lage in El Obeid. Hemedti habe ihm zugesichert, Zivilisten nicht anzugreifen und humanitäre Korridore zur Stadt zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das müssen wir nun so genau wie möglich überprüfen“, sagte Haavisto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat hatte die RSF bereits am 20. Juni aufgefordert, jeden Angriff auf El Obeid einzustellen. Die Ratsmitglieder verlangten zugleich Ermittlungen zu allen Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht und den Schutz der Fluchtwege aus der Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia forderte im Namen der Demokratischen Republik Kongo und Liberias ein sofortiges Ende aller militärischen Vorstöße auf El Obeid. Die Belagerung der Stadt müsse aufgehoben werden. Der Sicherheitsrat solle die bestehenden Sanktionsinstrumente stärker nutzen.</p>



<h2 id="h-usa-verhangen-neue-sanktionen-gegen-sudan" class="wp-block-heading"><span id="usa-verhaengen-neue-sanktionen-gegen-sudan">USA verhängen neue Sanktionen gegen Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verschaerfen-sudan-sanktionen-und-fordern-abzug-von-kolumbianischen-soeldnern/" type="post" id="26669">Die Vereinigten Staaten kündigten im Sicherheitsrat eine zweite Sanktionsrunde gegen Sudan wegen des mutmaßlichen Einsatzes chemischer Waffen an. </a>Washington wirft dem Land einen Verstoß gegen internationales Recht und gegen das Chemiewaffenübereinkommen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sudans Vertreter wies die Anschuldigungen zurück. Die USA hätten keine Beweise für den Einsatz chemischer Waffen durch die sudanesische Armee vorgelegt. Die Frage solle von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen geprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington verhängte zudem Sanktionen gegen acht Personen und Einrichtungen. Ihnen wird vorgeworfen, Beschaffungs- und Rekrutierungsnetzwerke unterstützt zu haben, durch die sowohl die sudanesischen Streitkräfte als auch die RSF ihre Kampfhandlungen ausweiten konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Vertreter Massad Boulos sprach sich außerdem dafür aus, das bislang auf Darfur begrenzte Waffenembargo auf den gesamten Sudan auszuweiten oder ein neues landesweites Embargo zu beschließen.</p>



<h2 id="h-sudan-und-emirate-streiten-uber-externe-unterstutzung" class="wp-block-heading"><span id="sudan-und-emirate-streiten-ueber-externe-unterstuetzung">Sudan und Emirate streiten über externe Unterstützung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Sudans UN-Botschafter beschuldigte die Vereinigten Arabischen Emirate, die RSF mit Waffen zu versorgen. </a>Internationaler Druck auf Abu Dhabi könne den Krieg beenden, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate wiesen den Vorwurf zurück und bezeichneten ihn als Versuch, von der Verantwortung der Kriegsparteien abzulenken. Der emiratische Vertreter Mohamed Issa Abushahab forderte eine sofortige und bedingungslose humanitäre Waffenruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese solle einen sicheren Zugang für Hilfsorganisationen ermöglichen, in einen dauerhaften Waffenstillstand münden und den Weg zu einer zivil geführten politischen Übergangsordnung öffnen. Sollten die Konfliktparteien eine Waffenruhe ablehnen, müsse der Sicherheitsrat Maßnahmen zur Begrenzung ihrer militärischen Möglichkeiten prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China, Russland, Ägypten, Saudi-Arabien, Äthiopien und die Türkei betonten zugleich die Souveränität und territoriale Einheit des Sudan. Mehrere dieser Staaten warnten davor, Armee und RSF politisch gleichzusetzen oder dem Land eine Lösung von außen aufzuzwingen.</p>



<h2 id="h-erstmals-seit-drei-jahren-gemeinsame-politische-gesprache" class="wp-block-heading"><span id="erstmals-seit-drei-jahren-gemeinsame-politische-gespraeche">Erstmals seit drei Jahren gemeinsame politische Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den militärischen Entwicklungen haben die Afrikanische Union, die Europäische Union, die ostafrikanische Regionalorganisation IGAD, die Arabische Liga und die Vereinten Nationen Gespräche mit sudanesischen Parteien, politischen Gruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Beratungen fanden im April am Rande einer internationalen Sudan-Konferenz in Berlin statt. Anfang Juni folgte ein Treffen in Addis Abeba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haavisto bezeichnete die Gespräche als erste Zusammenkunft sudanesischer politischer Akteure seit drei Jahren, bei der nach einer gemeinsamen Grundlage für einen Friedensprozess gesucht werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die als Quintett bezeichnete Gruppe berät über die Bildung eines Vorbereitungskomitees für einen breiten innersudanesischen Dialog. Daneben unterstützen die Vereinten Nationen Bemühungen der Vereinigten Staaten, Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Vereinigten Arabischen Emirate um eine humanitäre Waffenruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Kriegsparteien gingen nach Haavistos Einschätzung weiterhin davon aus, militärische Erfolge erzielen zu können. Regierungen in der Region und am Golf hätten ihm jedoch deutlich gemacht, dass sie eine militärische Lösung des Konflikts nicht für möglich hielten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Chefwahl unter Verdacht: Bericht enthüllt mutmaßliche Hinterzimmerdeals – Macky Sall ohne Integritätszusage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-chefwahl-unter-verdacht-bericht-enthuellt-mutmassliche-hinterzimmerdeals-macky-sall-ohne-integritaetszusage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 21:13:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Posten gegen Stimmen? Ein neuer Bericht dokumentiert mutmaßliche Absprachen zwischen UN-Kandidaten und Vetomächten. Im aktuellen Rennen steht auch Macky Sall wegen einer bislang fehlenden Integritätszusage im Blickpunkt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-chefwahl-unter-verdacht-bericht-enthuellt-mutmassliche-hinterzimmerdeals-macky-sall-ohne-integritaetszusage%2F&amp;action_name=UN-Chefwahl%20unter%20Verdacht%3A%20Bericht%20enth%C3%BCllt%20mutma%C3%9Fliche%20Hinterzimmerdeals%20%E2%80%93%20Macky%20Sall%20ohne%20Integrit%C3%A4tszusage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats sollen Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs wiederholt politische und personelle Zugeständnisse als Gegenleistung für ihre Unterstützung abverlangt haben. Die Untersuchung wurde am 24. Juni 2026 <a href="https://static1.squarespace.com/static/5399cc0ae4b0705199b37aa3/t/6a3bd52adfe1d1158cfdc163/1782306090978/Backroom+Deals+in+Sec-Gen+selection+-+1+for+8+Billion+report+-+24+June+2026.pdf">veröffentlicht</a>. Die Kampagne „1 for 8 Billion“ dokumentiert 13 mutmaßliche Versuche solcher Tauschgeschäfte in der Geschichte der Vereinten Nationen und sieht Hinweise auf eine Beteiligung aller fünf Vetomächte. <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-verteidigt-bei-un-anhoerung-sein-vorgehen-gegen-proteste-im-senegal/">Mit Macky Sall gehört auch der frühere Präsident Senegals zu den Kandidaten der aktuellen Wahl, die eine öffentliche Integritätsverpflichtung bislang nicht unterstützt haben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veröffentlichung erfolgt kurz vor den vertraulichen Gesprächen des Sicherheitsrats mit den Bewerbern um die Nachfolge von António Guterres.<a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580"> Der neue Generalsekretär oder die neue Generalsekretärin soll das Amt am 1. Januar 2027 antreten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Geheime Absprachen über Spitzenposten könnten die Unabhängigkeit der künftigen UN-Führung bereits vor Amtsantritt einschränken. Besonders betroffen wären Bewerber aus kleineren Staaten und Ländern des Globalen Südens, deren Zugang zu einflussreichen Positionen innerhalb der Organisation durch nationale Machtmonopole begrenzt wird.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-entscheidet-hinter-verschlossenen-turen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-entscheidet-hinter-verschlossenen-tueren">Sicherheitsrat entscheidet hinter verschlossenen Türen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat führt die Auswahl des Generalsekretärs weitgehend vertraulich durch. Die 15 Mitgliedstaaten befragen die Kandidaten zunächst in nicht öffentlichen Sitzungen. Anschließend folgen informelle Probeabstimmungen, bei denen die Mitglieder ihre Zustimmung oder Ablehnung ausdrücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten dieser sogenannten Straw Polls sollen in der letzten Juliwoche beginnen. In einer späteren Phase verwenden die fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die Vereinigten Staaten andersfarbige Stimmzettel als die zehn gewählten Ratsmitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ablehnende Stimme auf einem Stimmzettel der Vetomächte signalisiert, dass ein Kandidat mit einem späteren Veto rechnen muss. Dadurch entsteht erheblicher Druck, vermutete Forderungen eines ständigen Mitglieds zu erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben klar formulierten Tauschgeschäften spielen auch unausgesprochene Erwartungen eine Rolle. Staaten könnten etwa die Besetzung eines hohen UN-Amtes mit einem eigenen Staatsangehörigen verlangen oder davon ausgehen, nach der Wahl für ihre Unterstützung entschädigt zu werden.</p>



<h2 id="h-13-mutmassliche-tauschgeschafte-dokumentiert" class="wp-block-heading"><span id="13-mutmassliche-tauschgeschaefte-dokumentiert">13 mutmaßliche Tauschgeschäfte dokumentiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung stützt sich auf mehr als 40 Gespräche mit früheren Diplomaten, hochrangigen UN-Bediensteten, Kandidaten früherer Auswahlverfahren, Mitgliedern von Wahlkampfteams, Wissenschaftlern und Journalisten. Unter den Gesprächspartnern befanden sich sechs Bewerber aus dem Auswahlverfahren von 2016.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden 13 Fälle identifiziert, in denen Staaten ihre Unterstützung mutmaßlich mit Forderungen oder Angeboten verbunden haben sollen. Etwa die Hälfte dieser Vereinbarungen wurde offenbar angenommen. Die dokumentierten Beispiele gelten als wahrscheinlicher Bruchteil der tatsächlichen Absprachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Angaben beruhen auf vertraulichen Aussagen und historischen Darstellungen. Die betroffenen Vorgänge wurden nicht in allen Fällen öffentlich bestätigt.</p>



<h2 id="h-china-soll-von-kurt-waldheim-einen-spitzenposten-erhalten-haben" class="wp-block-heading"><span id="china-soll-von-kurt-waldheim-einen-spitzenposten-erhalten-haben">China soll von Kurt Waldheim einen Spitzenposten erhalten haben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der frühen Beispiele betrifft die Wahl Kurt Waldheims im Jahr 1971. Nach der Übernahme des chinesischen Sitzes bei den Vereinten Nationen soll die Volksrepublik China einen hochrangigen Posten im UN-Sekretariat verlangt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Waldheim schuf anschließend das Amt des Untergeneralsekretärs für politische Angelegenheiten, Treuhandfragen und Entkolonialisierung und besetzte es mit einem chinesischen Staatsangehörigen. Die zeitliche und politische Verbindung gilt als Hinweis auf eine entsprechende Absprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderes Verhalten zeigte U Thant im Jahr 1961. Frankreich soll von ihm verlangt haben, einen französischen Staatsangehörigen zum Kabinettschef zu ernennen. U Thant wies die Forderung zurück und stellte klar, dass Frankreich seine Kandidatur gegebenenfalls blockieren könne. Frankreich ließ die Forderung daraufhin fallen.</p>



<h2 id="h-frankreich-sicherte-sich-einfluss-auf-un-friedensmissionen" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-sicherte-sich-einfluss-auf-un-friedensmissionen">Frankreich sicherte sich Einfluss auf UN-Friedensmissionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Auswahl Kofi Annans im Jahr 1996 soll Frankreich seine Unterstützung an die Ernennung eines französischen Staatsangehörigen zum Leiter der UN-Friedensmissionen geknüpft haben. Annan akzeptierte die Forderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Auswahlverfahren von 2006 verlangte Frankreich vom späteren Generalsekretär Ban Ki-moon, den Spitzenposten für Friedensoperationen erneut mit einem Franzosen zu besetzen. Seit 1997 wurde dieses Amt durchgehend von französischen Staatsangehörigen geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Praxis wird als „Ringfencing“ bezeichnet. Dabei werden bestimmte Spitzenpositionen faktisch für Angehörige einzelner Staaten oder Staatengruppen reserviert, obwohl sie offiziell nach Qualifikation und unter Berücksichtigung einer breiten geografischen Verteilung besetzt werden sollen.</p>



<h2 id="h-usa-und-grossbritannien-stellten-forderungen-an-ban-ki-moon" class="wp-block-heading"><span id="usa-und-grossbritannien-stellten-forderungen-an-ban-ki-moon">USA und Großbritannien stellten Forderungen an Ban Ki-moon</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten forderten <a href="https://fokus-afrika.de/ban-ki-moon-warnt-vor-bedeutungsverlust-des-sicherheitsrats-ohne-reformen/">Ban Ki-moon</a> 2006 auf, einen US-Amerikaner in eine der höchsten politischen Funktionen des UN-Sekretariats zu berufen. Nach seinem Amtsantritt erhielt ein amerikanischer Staatsangehöriger den entsprechenden Posten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2007 wird die höchste politische Position im Sekretariat ununterbrochen von US-Amerikanern besetzt. Das gilt als Beispiel für ein nationales Monopol, das den Zugang von Bewerbern aus anderen Teilen der Welt einschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien verlangte während Bans Kandidatur, einen Briten mit der Leitung der politischen Angelegenheiten zu betrauen. Ban lehnte diese konkrete Forderung ab. Der humanitäre Spitzenposten der Vereinten Nationen wurde jedoch seit 2007 durchgehend von britischen Staatsangehörigen geführt.</p>



<h2 id="h-guterres-soll-russland-entgegengekommen-sein" class="wp-block-heading"><span id="guterres-soll-russland-entgegengekommen-sein">Guterres soll Russland entgegengekommen sein</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-23401 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1536x864.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch António Guterres wurde vor seiner Wahl im Jahr 2016 mit einer Forderung Russlands konfrontiert. Moskau verlangte die Ernennung eines russischen Staatsangehörigen für eine hohe Position am UN-Hauptsitz als Gegenleistung für seine Zustimmung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres gründete später das Büro der Vereinten Nationen zur Terrorismusbekämpfung und ernannte einen Russen zu dessen Leiter. Diese Position ist weiterhin mit einem russischen Staatsangehörigen besetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spanien, das damals als gewähltes Mitglied dem Sicherheitsrat angehörte und Guterres unterstützte, verlangte ebenfalls eine einflussreiche Aufgabe für einen spanischen Staatsangehörigen. Guterres ernannte später einen Spanier zu seinem leitenden politischen Berater.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Vereinbarungen können Reformen erschweren. Wer bereits vor Amtsantritt bestimmte Posten oder Strukturen zusagt, hat später weniger Spielraum für Veränderungen.</p>



<h2 id="h-spitzenposten-bleiben-unter-den-vetomachten-verteilt" class="wp-block-heading"><span id="spitzenposten-bleiben-unter-den-vetomaechten-verteilt">Spitzenposten bleiben unter den Vetomächten verteilt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere langjährige nationale Besetzungsmuster innerhalb der Vereinten Nationen lassen sich erkennen. Neben dem politischen Spitzenamt für die Vereinigten Staaten und den Friedensoperationen für Frankreich werden die humanitäre Koordination mit Großbritannien und die Leitung der UN-Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten mit China verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vier chinesische Staatsangehörige führten nacheinander die Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten. Seit 1993 stand zudem entweder das UN-Büro in Wien oder das UN-Büro in Genf unter der Leitung eines russischen Staatsangehörigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Monopole widersprechen Artikel 100 der UN-Charta, der die Unabhängigkeit des internationalen Personals von einzelnen Regierungen festschreibt. Auch die Generalversammlung hat seit 1980 in mindestens 15 Resolutionen nationale Monopole auf Spitzenpositionen abgelehnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 2024 angenommene Zukunftspakt der Vereinten Nationen hält ebenfalls fest, dass kein Staat und keine Staatengruppe ein Monopol auf hohe Ämter innerhalb des UN-Systems besitzen soll.</p>



<h2 id="h-macky-sall-unterstutzt-integritatsprinzipien-bislang-nicht" class="wp-block-heading"><span id="macky-sall-unterstuetzt-integritaetsprinzipien-bislang-nicht">Macky Sall unterstützt Integritätsprinzipien bislang nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„1 for 8 Billion“ fordert die Bewerber der aktuellen Wahl auf, die „Principles for Integrity in UN Secretary-General Campaigns“ öffentlich anzuerkennen. Die Grundsätze verpflichten Kandidaten unter anderem dazu, ihre Unabhängigkeit von einzelnen Mitgliedstaaten auch bei der Besetzung hoher Positionen zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Michelle Bachelet, María Fernanda Espinosa, Rebeca Grynspan und Carolyn Rodrigues Birkett haben die Prinzipien unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall und Rafael Grossi haben die Erklärung bislang nicht unterzeichnet. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie Absprachen mit Staaten getroffen haben. Gefordert wird jedoch eine klare Zusage, keine Unterstützung gegen Posten, politische Gefälligkeiten oder den Schutz nationaler Personalmonopole einzutauschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere senegalesische Präsident Sall ist einer von sechs genannten Bewerbern. Seine Kandidatur bringt erstmals seit Jahrzehnten wieder einen prominenten westafrikanischen Politiker in das Rennen um das höchste Amt der Vereinten Nationen.</p>



<h2 id="h-reformdruck-erhoht-bedeutung-der-auswahl" class="wp-block-heading"><span id="reformdruck-erhoeht-bedeutung-der-auswahl">Reformdruck erhöht Bedeutung der Auswahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl fällt in eine Phase finanzieller und politischer Spannungen innerhalb der Vereinten Nationen. Die Organisation steht unter Druck, ihre Strukturen zu verkleinern, Aufgaben neu zu ordnen und auf veränderte geopolitische Machtverhältnisse zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusagen an Vetomächte könnten den Handlungsspielraum der neuen UN-Führung bei solchen Reformen einengen. Vereinbarungen über Personal und Zuständigkeiten könnten bestehende Strukturen schützen, auch wenn organisatorische Veränderungen erforderlich wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefordert wird, keine personellen Gegenleistungen für Stimmen zu verlangen. Kandidaten sollen Gespräche über Spitzenpositionen offenlegen und nationale Monopole beenden. Der künftige Generalsekretär oder die künftige Generalsekretärin soll hohe Ämter öffentlich ausschreiben und nach Qualifikation, Unabhängigkeit sowie geografischer Vielfalt besetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>EU stockt militärische Unterstützung für Togo auf 15 Millionen Euro auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:31:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Überwachungstechnik, Kommunikationssysteme und Ausrüstung für Einsätze auf See: Die EU erhöht ihre militärische Unterstützung für Togo auf 15 Millionen Euro.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf%2F&amp;action_name=EU%20stockt%20milit%C3%A4rische%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Togo%20auf%2015%20Millionen%20Euro%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union erhöht ihre militärische Unterstützung für Togo auf insgesamt 15 Millionen Euro und finanziert zusätzliche Ausrüstung für die Marine des Landes. Der Rat der Europäischen Union fasste den <a href="https://www.eeas.europa.eu/togo/european-union-and-togo_en?s=125">Beschluss</a> am Freitag, 26. Juni 2026. Die neue Maßnahme umfasst fünf Millionen Euro und soll Togos Überwachungs-, Kommunikations- und Interventionsfähigkeiten im Golf von Guinea stärken. Die bereitgestellte Ausrüstung ist nicht für die Anwendung tödlicher Gewalt vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterstützung wird über die Europäische Friedensfazilität finanziert. Mit den Mitteln soll die Togoer Marine Ausrüstung erhalten, die ihren operativen Bedarf bei Einsätzen zur maritimen Sicherheit deckt.</p>



<h2 id="h-marine-erhalt-uberwachungs-und-kommunikationstechnik" class="wp-block-heading"><span id="marine-erhaelt-ueberwachungs-und-kommunikationstechnik">Marine erhält Überwachungs- und Kommunikationstechnik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unterstützungspaket umfasst Überwachungs- und Kommunikationskapazitäten sowie Wartungs- und Unterstützungsausrüstung. Hinzu kommen Instrumente, mit denen die Marine bei Zwischenfällen auf See eingreifen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU verbindet die Maßnahme mit Togos Engagement innerhalb der Jaunde-Architektur. Über diesen Rahmen koordinieren Staaten und regionale Organisationen ihre Zusammenarbeit gegen Piraterie und andere Bedrohungen der maritimen Sicherheit im Golf von Guinea.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beschluss soll zugleich die sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und Togo vertiefen. Darüber hinaus richtet sich die Unterstützung auf eine stärkere regionale Kooperation im gesamten Golf von Guinea.</p>



<h2 id="h-erste-hilfsmassnahme-richtete-sich-auf-togos-landstreitkrafte" class="wp-block-heading"><span id="erste-hilfsmassnahme-richtete-sich-auf-togos-landstreitkraefte">Erste Hilfsmaßnahme richtete sich auf Togos Landstreitkräfte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Finanzierung folgt auf eine erste Unterstützungsmaßnahme über zehn Millionen Euro, die der Rat am 18. Juli 2025 beschlossen hatte. Diese Mittel waren für die Togoer Streitkräfte bestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Paket sollte die Fähigkeit des Landes stärken, seine territoriale Unversehrtheit zu schützen. Dazu zählte auch die Eindämmung einer möglichen Ausbreitung gewaltorientierten Extremismus im Norden Togos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem neuen Beschluss erweitert die EU ihre Unterstützung auf die maritime Sicherheit. Die beiden Maßnahmen erreichen zusammen ein Volumen von 15 Millionen Euro.</p>



<h2 id="h-eu-verbindet-militarhilfe-mit-entwicklungsmassnahmen" class="wp-block-heading"><span id="eu-verbindet-militaerhilfe-mit-entwicklungsmassnahmen">EU verbindet Militärhilfe mit Entwicklungsmaßnahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Förderung der Togoer Streitkräfte ist Teil eines breiteren europäischen Unterstützungspakets. Dieses kombiniert militärische und verteidigungspolitische Instrumente mit Entwicklungszusammenarbeit zur Vorbeugung und Bekämpfung gewaltorientierten Extremismus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="315" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02.jpg" alt="" class="wp-image-28422 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02.jpg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02-300x135.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02-380x171.jpg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-ghana-schliessen-sicherheits-und-verteidigungspartnerschaft/">Daneben unterstützt die EU afrikanisch geführte Einsätze zur maritimen Sicherheit und zur Bekämpfung der Piraterie im Golf von Guinea. </a>Militärische Akteure sollen dort Schiffe, Küstengemeinden und deren wirtschaftliche Lebensgrundlagen schützen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Maßnahme ergänzt außerdem die Sicherheits- und Verteidigungsinitiative der EU für den Golf von Guinea. Die Union hatte diese Initiative im Dezember 2023 gestartet, um Frieden und Stabilität in der Region zu fördern.</p>



<h2 id="h-friedensfazilitat-finanziert-militarische-fahigkeiten-von-partnerstaaten" class="wp-block-heading"><span id="friedensfazilitaet-finanziert-militaerische-faehigkeiten-von-partnerstaaten">Friedensfazilität finanziert militärische Fähigkeiten von Partnerstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Friedensfazilität besteht seit März 2021. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-staerkt-senegals-armee-mit-15-millionen-euro/">Über das Instrument finanziert die EU außenpolitische Maßnahmen mit militärischer oder verteidigungspolitischer Ausrichtung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel können eingesetzt werden, um Konflikten vorzubeugen, Frieden zu sichern und die internationale Sicherheit zu stärken. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Ausrüstung und Unterstützung für Drittstaaten sowie regionale und internationale Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf%2F&amp;action_name=EU%20stockt%20milit%C3%A4rische%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Togo%20auf%2015%20Millionen%20Euro%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mehr EU-Entwicklungsgelder: Grünen-Antrag scheitert im Ausschuss trotz Unterstützung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:09:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Feste Quoten oder flexible Geopolitik? Im Bundestagsausschuss scheitert der Grünen-Vorstoß zur künftigen Verteilung europäischer Entwicklungsgelder.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung%2F&amp;action_name=Mehr%20EU-Entwicklungsgelder%3A%20Gr%C3%BCnen-Antrag%20scheitert%20im%20Ausschuss%20trotz%20Unterst%C3%BCtzung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung/">Mehr EU-Entwicklungsgelder: Grünen-Antrag scheitert im Ausschuss trotz Unterstützung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Entwicklungsausschuss des Bundestages hat einen Grünen-Antrag abgelehnt, der die EU-Entwicklungspolitik im Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 mit verbindlichen Ausgabenzielen absichern sollte. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/057/2105755.pdf">Entscheidung</a> fiel am Mittwoch, 24. Juni 2026, in Berlin. Union, SPD und AfD stimmten gegen den Antrag, die Linksfraktion enthielt sich. Hinter der Abstimmung steht ein grundsätzlicher Konflikt über die Frage, wie stark europäische Entwicklungsgelder an feste Ziele gebunden werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollten verhindern, dass Armutsbekämpfung, Klimaschutz und die Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen gegenüber außenwirtschaftlichen, geopolitischen oder migrationspolitischen Interessen der Europäischen Union an Gewicht verlieren. CDU und CSU warnten dagegen vor starren Quoten, die den Handlungsspielraum der EU in einer konfliktreichen Welt einschränken könnten.</p>



<h2 id="h-streit-um-das-neue-instrument-global-europe" class="wp-block-heading"><span id="streit-um-das-neue-instrument-global-europe">Streit um das neue Instrument „Global Europe“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung betrifft den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union. Er legt fest, wofür die EU zwischen 2028 und 2034 Geld ausgeben kann und welche politischen Prioritäten dabei gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle soll das geplante Außenfinanzierungsinstrument „Global Europe“ übernehmen. Der Antrag der Grünen verweist auf eine von der Europäischen Kommission vorgesehene Ausstattung von rund 200 Milliarden Euro. Das Instrument soll unterschiedliche Bereiche des europäischen Außenhandelns zusammenführen und der EU mehr Flexibilität bei der Verwendung ihrer Mittel geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sahen darin die Gefahr, dass klassische entwicklungspolitische Ziele gegenüber europäischen Wirtschafts-, Sicherheits- und Migrationsinteressen zurücktreten. Sie verlangten deshalb verbindliche Vorgaben für die Mittelvergabe sowie eine stärkere Kontrolle durch das Europäische Parlament.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Abgeordnete der Fraktion erklärte im Ausschuss, die EU und ihre Mitgliedstaaten seien zusammen die weltweit größte entwicklungspolitische Geberin. Daraus entstünden Gestaltungsmöglichkeiten in einer Zeit, die von Kriegen, Krisen und Angriffen auf demokratische Strukturen geprägt sei. Entwicklungspolitik müsse partnerschaftliche Beziehungen, Krisenvorsorge und die internationale Handlungsfähigkeit Europas stärken.</p>



<h2 id="h-grune-wollen-entwicklungsgelder-vor-zweckverschiebung-schutzen" class="wp-block-heading"><span id="gruene-wollen-entwicklungsgelder-vor-zweckverschiebung-schuetzen">Grüne wollen Entwicklungsgelder vor Zweckverschiebung schützen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag sah vor, 93 Prozent der Mittel von „Global Europe“ als öffentliche Entwicklungsleistungen abzusichern. Mindestens 15 Prozent sollten durch zivilgesellschaftliche Organisationen umgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sollten feste Ausgabenziele für menschliche Entwicklung, Klima- und Umweltschutz, Geschlechtergerechtigkeit sowie die Unterstützung der am wenigsten entwickelten Länder gelten. Die Grünen verlangten außerdem, die Interessen der Partnerländer und lokaler Akteure stärker in Planung und Umsetzung einzubeziehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsgelder sollten nach ihrem Willen nicht davon abhängig gemacht werden, ob Partnerstaaten Migranten und Geflüchtete zurücknehmen. Der Antrag wandte sich gegen eine politische Konditionierung der Zusammenarbeit durch europäische Migrationsinteressen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Auch die Infrastrukturstrategie „Global Gateway“ sollte enger an entwicklungspolitische Standards gebunden werden. </a>Projekte sollten sich stärker an den Prioritäten der Partnerländer orientieren, lokale Wertschöpfung fördern und keine nicht tragfähige Verschuldung verursachen. Aufträge sollten nach dem Antrag auch an lokale und von Frauen geführte Unternehmen vergeben werden.</p>



<h2 id="h-union-setzt-auf-flexibilitat-und-infrastrukturinvestitionen" class="wp-block-heading"><span id="union-setzt-auf-flexibilitaet-und-infrastrukturinvestitionen">Union setzt auf Flexibilität und Infrastrukturinvestitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die CDU/CSU-Fraktion erkannte an, dass der Antrag grundlegende Fragen zur wertebasierten Ausrichtung der Entwicklungspolitik aufwerfe. Feste Ausgabenquoten seien jedoch keine geeignete Antwort auf die internationale Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Unionsabgeordneter sprach von „ideologischen Ausgabenzielen“, die falsche Prioritäten setzen könnten. In fragilen Regionen müssten vielmehr wirtschaftliche Perspektiven entstehen. Investitionen in Infrastruktur könnten Arbeitsplätze schaffen und den Menschen Gründe geben, in ihren Herkunftsländern zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/cdu-mehr-privatwirtschaft-fur-die-entwicklungszusammenarbeit/" type="post" id="11452">Die Union stehe für „Global Europe“ als starkes und flexibles Instrument, für haushalterische Verantwortung und eine „realistische Geopolitik“, sagte der Abgeordnete.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD kritisierte besonders die Forderung, mindestens 15 Prozent der Mittel für zivilgesellschaftliche Organisationen vorzusehen. Ein Abgeordneter bezeichnete dies als Unterstützungsgarantie für den Grünen nahestehende Nichtregierungsorganisationen auf Kosten der Steuerzahler.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afd-hakt-nach-bmz-oeffnet-entwicklungspolitik-staerker-fuer-unternehmen/" type="post" id="27303">Zugleich verlangte die AfD, europäische Finanzhilfen stärker an Bedingungen zu knüpfen.</a> Dies solle insbesondere für die Zusammenarbeit bei der Rücknahme irregulärer Migranten gelten.</p>



<h2 id="h-spd-sieht-viele-forderungen-bereits-umgesetzt" class="wp-block-heading"><span id="spd-sieht-viele-forderungen-bereits-umgesetzt">SPD sieht viele Forderungen bereits umgesetzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/pistorius-fordert-staerkere-verzahnung-von-entwicklungs-und-sicherheitspolitik/" type="post" id="20619">Die SPD erklärte, sie teile mehrere Ziele des Antrags.</a> Dazu gehörten die Stärkung multilateraler Zusammenarbeit, die Orientierung an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und am Pariser Klimaabkommen sowie eine partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Punkte seien jedoch bereits Bestandteil deutscher und europäischer Politik, sagte eine SPD-Abgeordnete. Sie verwies auf die EU-Infrastrukturinitiative „Global Gateway“. Der Antrag bleibe zugleich vage bei der Frage, wie entwicklungspolitische Ziele unter den Bedingungen einer konfliktreicheren Welt durchgesetzt werden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion unterstützte die stärkere Einbindung lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen und lehnte eine Verknüpfung von Entwicklungsgeldern mit der Aufnahme zurückgeführter Migranten ebenfalls ab. Sie enthielt sich dennoch, weil die im Antrag genannten EU-Initiativen nach ihrer Einschätzung zu stark auf die Mobilisierung privaten Kapitals setzen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung/">Mehr EU-Entwicklungsgelder: Grünen-Antrag scheitert im Ausschuss trotz Unterstützung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Berlin 2012</media:title>
			<media:description type="html">Berlin 2012</media:description>
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		<title>Wahlen in Sambia: Streit über Armee und Wahlregeln wächst – EU entsendet Wahlbeobachter</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wahlen-in-sambia-streit-ueber-armee-und-wahlregeln-waechst-eu-entsendet-wahlbeobachter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 10:34:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die EU entsendet mehr als 70 Experten und Beobachter zu Sambias Wahlen. Kurz vor der Abstimmung verschärft sich der Streit über Armeeeinsätze, Wahlkampfregeln und die Unabhängigkeit staatlicher Institutionen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwahlen-in-sambia-streit-ueber-armee-und-wahlregeln-waechst-eu-entsendet-wahlbeobachter%2F&amp;action_name=Wahlen%20in%20Sambia%3A%C2%A0Streit%20%C3%BCber%20Armee%20und%20Wahlregeln%20w%C3%A4chst%20%E2%80%93%C2%A0EU%20entsendet%20Wahlbeobachter&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wahlen-in-sambia-streit-ueber-armee-und-wahlregeln-waechst-eu-entsendet-wahlbeobachter/">Wahlen in Sambia: Streit über Armee und Wahlregeln wächst – EU entsendet Wahlbeobachter</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union entsendet eine Wahlbeobachtungsmission nach Sambia, während sich der Streit über die Rolle des Militärs und die Regeln des Wahlkampfs verschärft. Die allgemeinen Wahlen finden am 13. August 2026 statt. Juristen und zivilgesellschaftliche Organisationen warnen vor möglichen Eingriffen in die Versammlungsfreiheit und die zivile Kontrolle des Wahlprozesses. Präsident Hakainde Hichilema verspricht dagegen freie, faire und friedliche Wahlen.</p>



<h2 id="h-eu-schickt-landesweit-wahlbeobachter" class="wp-block-heading"><span id="eu-schickt-landesweit-wahlbeobachter">EU schickt landesweit Wahlbeobachter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU reagiert mit der Mission auf eine formelle Einladung der sambischen Regierung. Die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, ernannte den irischen Europaabgeordneten Michael McNamara zum Leiter der Wahlbeobachtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kernteam aus elf Wahlexperten soll Ende Juni in Sambia eintreffen. Später werden 32 Langzeitbeobachter in verschiedene Landesteile entsandt. Kurz vor dem Wahltag kommen weitere 32 Kurzzeitbeobachter hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission soll den Wahlprozess unabhängig und unparteiisch anhand der sambischen Gesetze sowie internationaler und regionaler Standards bewerten. Dazu gehören die Registrierung der Wähler, der Wahlkampf, die Arbeit der Wahlbehörden, die Abstimmung und die Auszählung der Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die EU hat seit 2001 jede allgemeine Wahl in Sambia beobachtet. Das ist ein Zeichen unserer langjährigen Partnerschaft“, <a href="https://www.eeas.europa.eu/eeas/zambia-european-union-deploys-election-observation-mission-1_en">erklärte</a> McNamara. Es handelt sich um die sechste EU-Wahlbeobachtungsmission in dem südafrikanischen Land.</p>



<h2 id="h-armeechef-gerat-wegen-ausserungen-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="armeechef-geraet-wegen-aeusserungen-unter-druck">Armeechef gerät wegen Äußerungen unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entsendung fällt in eine Phase wachsender Auseinandersetzungen über die Zuständigkeiten staatlicher Institutionen. Ein Bündnis sambischer Nichtregierungsorganisationen verlangt vom Oberbefehlshaber des Heeres, Generalleutnant Geoffrey Zyeele, Äußerungen zur Sicherung der öffentlichen Ordnung während der Wahlen zurückzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-hichilema-ernennt-neuen-armeechef-und-weitere-hochrangige-beamte/" type="post" id="10789">Zyeele soll bei einem öffentlichen Auftritt in der Ostprovinz erklärt haben, die Armee werde vor, während und nach den Wahlen keine Handlungen zulassen, die Frieden und Ordnung gefährdeten.</a> Die Organisationen sehen darin eine Überschreitung der verfassungsrechtlichen Grenzen zwischen Armee und Polizei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Juristin Linda Kasonde bezeichnete die Äußerungen im Namen des Bündnisses als „verfassungsrechtlich unzulässig und zutiefst alarmierend“. Sie könnten den demokratischen Charakter der Wahlen und die bürgerlichen Freiheiten der Bevölkerung gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sambische Armee sei in erster Linie für die Verteidigung der staatlichen Souveränität und der territorialen Unversehrtheit gegen äußere Bedrohungen zuständig, erklärte das Bündnis. Die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit falle dagegen in den Verantwortungsbereich der Polizei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Einsatz des Militärs im Inneren sei nur unter eng begrenzten außergewöhnlichen Bedingungen zulässig. Dazu könnten ein erklärter Notstand oder andere gesetzlich geregelte Ausnahmesituationen gehören. Solche Voraussetzungen lägen derzeit nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisationen forderten Präsident Hichilema in seiner Funktion als Oberbefehlshaber der Streitkräfte auf, die Grenzen eines möglichen Armeeeinsatzes öffentlich klarzustellen. Eine Reaktion des Heeres lag zunächst nicht vor.</p>



<h2 id="h-juristen-widersprechen-der-wahlkommission" class="wp-block-heading"><span id="juristen-widersprechen-der-wahlkommission">Juristen widersprechen der Wahlkommission</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die geplante Steuerung des Präsidentschaftswahlkampfs durch die Wahlkommission sorgt für Widerstand. Die Law Association of Zambia, der sambische Juristenverband, verlangt von der Electoral Commission of Zambia die Rücknahme eines vorgesehenen Zeitplans für Wahlkampfveranstaltungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident des Verbandes, Arnold Kaluba, fordert umfassende Gespräche mit Parteien, zivilgesellschaftlichen Gruppen und Religionsgemeinschaften, bevor neue Regeln in Kraft treten. Maßnahmen, die politische Versammlungen betreffen, müssten rechtmäßig, angemessen und verhältnismäßig sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit begann nach einer Ankündigung des leitenden Wahlbeamten Brown Kasaro. Die Kommission plant ein festes Programm für öffentliche Auftritte der Präsidentschaftskandidaten, um Überschneidungen zu vermeiden und allen Bewerbern einen geordneten Wahlkampf zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Juristen kritisieren nicht das Ziel, Veranstaltungen zu koordinieren, sondern das Verfahren. Betroffene Parteien seien erst einbezogen worden, nachdem die Kommission ihre Absicht bereits öffentlich gemacht habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Auftrag der Kommission besteht darin, Wahlen zu organisieren, nicht darin, den Parteien vorzuschreiben, wie sie mit den Wählern in Kontakt treten“, erklärte Kaluba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherige Anweisung betrifft nach einer Klarstellung der Regierung ausschließlich Veranstaltungen mit Präsidentschaftskandidaten. Bewerber um Sitze im Parlament sowie Kandidaten für Bürgermeisterämter und kommunale Mandate können ihre Wahlkampfaktivitäten fortsetzen.</p>



<h2 id="h-hichilema-verspricht-einen-friedlichen-urnengang" class="wp-block-heading"><span id="hichilema-verspricht-einen-friedlichen-urnengang">Hichilema verspricht einen friedlichen Urnengang</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Hichilema hat den Vorwürfen und Warnungen ein öffentliches Versprechen für glaubwürdige Wahlen entgegengesetzt. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-hichilema-verspricht-freie-und-faire-wahlen-in-sambia/" type="post" id="25940">Bei einer religiösen Veranstaltung der Siebenten-Tags-Adventisten in Lusaka erklärte er, die Abstimmung werde frei, fair und friedlich verlaufen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden die Tradition friedlicher Wahlen in unserem Land bewahren“, sagte Hichilema im Mulungushi International Conference Centre. Sambia werde auch nach dem Urnengang als geeintes Land bestehen bleiben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28384 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLfp1s7asAAuYMr.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident erinnerte an den Wahlkampf 2021, als Oppositionsveranstaltungen wenige Monate vor der Abstimmung mit Tränengas aufgelöst worden seien. Er trage die Verantwortung dafür, dass sich solche Vorgänge in diesem Jahr nicht wiederholten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wahlkampfveranstaltungen sollten den Parteien dazu dienen, der Bevölkerung ihre Programme vorzustellen. Bewerber um öffentliche Ämter müssten bereit sein, den Menschen zu dienen und persönliche Interessen zurückzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hichilema hatte die Präsidentschaftswahl 2021 gegen den damaligen Staatschef Edgar Lungu gewonnen. Er bewirbt sich nun um eine zweite Amtszeit.</p>



<h2 id="h-opposition-verspricht-verzicht-auf-vergeltung" class="wp-block-heading"><span id="opposition-verspricht-verzicht-auf-vergeltung">Opposition verspricht Verzicht auf Vergeltung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Teile der Opposition bemühen sich um eine versöhnliche Sprache. Brian Mundubile, Präsidentschaftskandidat der National Reconciliation Party of Unity and Progress, erklärte bei einer Kundgebung in Kabwe, Anhänger der Regierungspartei United Party for National Development müssten bei einem Machtwechsel keine Verfolgung befürchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden keine Vergeltung üben“, sagte Mundubile. Regierungsanhänger sollten weder ihr Eigentum verkaufen noch das Land verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Hichilema gerichtet erklärte der Oppositionspolitiker, er werde ihn im Fall einer Wahlniederlage als ehemaligen Staatspräsidenten respektieren. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-hichilema-entlaesst-zwei-minister/" type="post" id="24875">Zugleich warf er ihm vor, das Land schlecht geführt zu haben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen sind Teil des Versuchs der Opposition, sich als Kraft der nationalen Aussöhnung zu präsentieren. Das oppositionelle Lager bleibt jedoch auf mehrere Parteien, Bündnisse und Präsidentschaftskandidaten verteilt.</p>



<h2 id="h-reformen-kurz-vor-der-wahl-bleiben-umstritten" class="wp-block-heading"><span id="reformen-kurz-vor-der-wahl-bleiben-umstritten">Reformen kurz vor der Wahl bleiben umstritten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institute for Security Studies sieht die Glaubwürdigkeit des Urnengangs zunehmend von der Arbeit der Wahlkommission, der Justiz und anderer staatlicher Kontrollorgane abhängig. Sambia hat seit der Rückkehr zum Mehrparteiensystem mehrere friedliche Regierungswechsel erlebt, wird aber weiterhin mit Einschränkungen bei politischen und bürgerlichen Freiheiten konfrontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders umstritten sind Verfassungs- und Wahlrechtsänderungen, die innerhalb des letzten Jahres beschlossen wurden. Das Parlament wurde von 156 auf 226 direkt gewählte Wahlkreise erweitert. Hinzu kommen 40 Sitze, die über ein Verhältniswahlsystem an Frauen, junge Menschen und Menschen mit Behinderungen vergeben werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlkommission schuf im Zuge einer Neufestlegung der Wahlkreise 70 zusätzliche Direktmandate. Kritiker werfen der Regierung vor, die neue Wahlkarte könne einzelne politische Hochburgen bevorzugen. Das Institute for Security Studies verweist zugleich darauf, dass die Verteilung der zusätzlichen Sitze zwischen Regierungs- und Oppositionsregionen kein einheitliches Muster erkennen lasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Kritik richtet sich gegen eine Verkürzung der öffentlichen Überprüfung des Wählerregisters von 90 auf 14 Tage sowie gegen neue Regeln zur Zulassung von Kandidaten. Der sambische Juristenverband und zivilgesellschaftliche Gruppen warnen außerdem vor Bestimmungen, die Versammlungen oder politische Aktivitäten einschränken könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 8,7 Millionen Menschen sind als Wähler registriert. Eine vom Institut angeführte Afrobarometer-Erhebung ergab, dass 86 Prozent der Sambier Wahlen als bestes Verfahren zur Auswahl politischer Führungskräfte ansehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Mission wird nach dem Wahltag eine vorläufige Bewertung veröffentlichen. Ein abschließender Bericht soll nach Beendigung des gesamten Wahlverfahrens den sambischen Behörden, Parteien und weiteren Beteiligten übergeben werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland und Frankreich treiben neue EU-Sicherheitsstrategie voran</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:44:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sicherheit umfasst für Berlin künftig mehr als Militär: Deutschland und Frankreich wollen Rohstoffe, Halbleiter, Lieferketten und Krisenvorsorge in einer neuen EU-Strategie zusammenführen. Am Fünf-Prozent-Ziel der NATO hält die Bundesregierung fest.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran%2F&amp;action_name=Deutschland%20und%20Frankreich%20treiben%20neue%20EU-Sicherheitsstrategie%20voran&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran/">Deutschland und Frankreich treiben neue EU-Sicherheitsstrategie voran</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Frankreich wollen die künftige EU-Sicherheitsstrategie mit gemeinsamen Vorschlägen prägen und dabei militärische, wirtschaftliche und technologische Risiken zusammenführen. Die Bundesregierung legte ihre Position am 17. Juni 2026 in einer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/065/2106535.pdf">Antwort</a> an den Bundestag dar. Der geplante europäische Sicherheitsrahmen soll neben Verteidigungsfähigkeit auch Krisenvorsorge, Handel, Klima, Erweiterungspolitik sowie digitale und wirtschaftliche Sicherheit umfassen. Berlin hält zugleich am Ziel fest, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und verteidigungsrelevante Infrastruktur einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung und die französische Regierung übermittelten ihr gemeinsames Papier bereits im März an den Europäischen Auswärtigen Dienst, die Europäische Kommission und die übrigen EU-Mitgliedstaaten. Am 23. März wurde das Dokument auch dem Deutschen Bundestag zugeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Kommission hatte die Erarbeitung einer neuen Sicherheitsstrategie im Januar angekündigt. Der Europäische Auswärtige Dienst legte den Mitgliedstaaten am 9. März das Diskussionspapier „New European Security Strategy – turning Europe’s strength into power“ vor.</p>



<h2 id="h-veroffentlichung-nach-nato-gipfel-geplant" class="wp-block-heading"><span id="veroeffentlichung-nach-nato-gipfel-geplant">Veröffentlichung nach NATO-Gipfel geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue EU-Strategie soll nach gegenwärtigem Kenntnisstand der Bundesregierung erst nach dem NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara veröffentlicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgesehen ist eine gemeinsame Mitteilung der Europäischen Kommission und des Europäischen Auswärtigen Dienstes. Konkrete Inhalte des endgültigen Textes liegen der Bundesregierung nach eigener Darstellung noch nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin unterstützt grundsätzlich den breiten Sicherheitsbegriff des europäischen Diskussionspapiers. Sicherheit soll demnach nicht allein als Schutz vor militärischen Angriffen verstanden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/">Auch widerstandsfähige Lieferketten, sichere digitale Systeme, wirtschaftliche Handlungsfähigkeit und die Vorbereitung auf Krisen sollen Bestandteil der europäischen Sicherheitsarchitektur werden. </a>Hinzu kommen Handels-, Klima- und Erweiterungspolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-risiken-und-chancen-kritischer-rohstoffe/">Der Ansatz verbindet damit traditionelle Verteidigungspolitik mit Bereichen, die bisher häufig der Wirtschafts-, Industrie- oder Technologiepolitik zugeordnet wurden.</a></p>



<h2 id="h-rohstoffe-und-lieferketten-werden-teil-der-sicherheitspolitik" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-und-lieferketten-werden-teil-der-sicherheitspolitik">Rohstoffe und Lieferketten werden Teil der Sicherheitspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will strategische Abhängigkeiten insbesondere bei Rohstoffen, Halbleitern und kritischen Technologien verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf europäischer Ebene unterstützt Berlin eine risikobasierte Wirtschaftssicherheitspolitik. Diese soll sich auf besonders gefährdete Bereiche wie die Stabilität von Lieferketten konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will noch 2026 gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft eine nationale Wirtschaftssicherheitsstrategie entwickeln. Sie soll sich an der europäischen Wirtschaftssicherheitsagenda orientieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Rohstoffen setzt die Bundesregierung unter anderem auf einen nationalen Rohstofffonds und Garantien für ungebundene Finanzkredite. Solche Garantien können Unternehmen bei der Finanzierung von Projekten unterstützen, die der Versorgung Deutschlands mit wichtigen Rohstoffen dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Baustein sind Rohstoffpartnerschaften mit rohstoffreichen Staaten. Konkrete Partnerländer oder neue Vereinbarungen nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben unterstützt Berlin europäische Maßnahmen im Rahmen des sogenannten RESourceEU-Aktionsplans der Europäischen Kommission. Ziel ist eine breitere und widerstandsfähigere Versorgung mit strategisch wichtigen Rohstoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die stärkere sicherheitspolitische Bedeutung von Rohstoffen betrifft auch die Beziehungen Europas zu afrikanischen Staaten. Zahlreiche für Energiewende, Digitalisierung und Verteidigungsindustrie benötigte Rohstoffe werden auf dem Kontinent gefördert. Die Bundesregierung benennt in ihrer Antwort jedoch weder einzelne afrikanische Länder noch konkrete Projekte.</p>



<h2 id="h-deutschland-baut-mikroelektronik-aus" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-baut-mikroelektronik-aus">Deutschland baut Mikroelektronik aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Versorgung mit Halbleitern gehört zum neuen Sicherheitsverständnis. Die Bundesregierung hatte im Oktober 2025 eine nationale Mikroelektronikstrategie beschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sollen Forschung, Entwicklung, Design und Produktion von Mikrochips in Deutschland und Europa ausgebaut werden. Die Abhängigkeit von Produktionsstandorten außerhalb Europas soll dadurch sinken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin unterstützt unter anderem europäische Großprojekte und den Bau moderner Chipfabriken sowie technologischer Pilotlinien. Fördermittel fließen dabei auch über sogenannte wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betrachtet nicht nur die eigentliche Chipproduktion als strategisch. Auch Hersteller von Produktionsanlagen, Zulieferer und Forschungseinrichtungen gehören zur europäischen Wertschöpfungskette.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu möglichen Auswirkungen dieser Politik auf die Beziehungen zu China, den Vereinigten Staaten oder anderen Drittstaaten äußerte sich die Bundesregierung nicht. Sie verwies darauf, dass die endgültigen Inhalte der europäischen Sicherheitsstrategie noch nicht feststünden.</p>



<h2 id="h-nato-bleibt-grundlage-der-kollektiven-verteidigung" class="wp-block-heading"><span id="nato-bleibt-grundlage-der-kollektiven-verteidigung">NATO bleibt Grundlage der kollektiven Verteidigung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass die EU ihre sicherheits- und verteidigungspolitischen Fähigkeiten in enger Abstimmung mit der NATO ausbauen müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doppelte militärische Strukturen sollen vermieden werden. Die NATO bleibe das Fundament der kollektiven Verteidigung ihrer europäischen Mitglieder, erklärte die Bundesregierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union soll zugleich einen stärkeren Beitrag zur europäischen, transatlantischen und globalen Sicherheit leisten. EU-Initiativen sollen die NATO ergänzen und nicht ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin hält dabei am sogenannten Fünf-Prozent-Ziel fest. Dieses sieht vor, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und verteidigungsrelevante Infrastruktur einzusetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28369 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung sieht keinen Anlass, von den Beschlüssen des NATO-Gipfels in Den Haag vom Juni 2025 abzuweichen. Sie begründet ihre Position mit einer verschärften Bedrohungslage und wachsenden sicherheitspolitischen Unsicherheiten in Europa.</p>
</div></div>



<h2 id="h-werte-und-interessen-sollen-verbunden-werden" class="wp-block-heading"><span id="werte-und-interessen-sollen-verbunden-werden">Werte und Interessen sollen verbunden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Diskussionspapier des Europäischen Auswärtigen Dienstes wird ein „prinzipienorientierter Pragmatismus“ als möglicher außenpolitischer Ansatz zur Debatte gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung legte dafür keine eigene Definition vor. <a href="https://fokus-afrika.de/bergbau-fur-die-energiewende-muss-menschenrechte-respektieren/" type="post" id="2425">Sie erklärte jedoch, ihre Außenpolitik beruhe weiterhin auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig will Berlin multilaterale Organisationen und internationale Foren nutzen, um deutsche und europäische Interessen durchzusetzen. Die Bundesregierung sieht darin keinen Widerspruch zu einer wertegebundenen Außenpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie unterstützt auch Maßnahmen, mit denen die Europäische Union ihre Verteidigungsbereitschaft erhöht. Diese sollen nach ihrer Darstellung Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsch-französische Vorschlagspapier wurde innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Welche einzelnen Empfehlungen Berlin und Paris für die endgültige Strategie vorgelegt haben, wird in der Antwort an den Bundestag nicht ausgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA stellen über eine Milliarde Dollar für UNICEF und WFP bereit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-stellen-ueber-eine-milliarde-dollar-fuer-unicef-und-wfp-bereit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:37:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28245</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mehr als eine Milliarde Dollar für UNICEF und das Welternährungsprogramm: Die USA bündeln ihre humanitäre Hilfe für über 40 Länder. Äthiopien gehört zu den genannten Einsatzstaaten – während weltweit 239 Millionen Menschen Unterstützung benötigen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-stellen-ueber-eine-milliarde-dollar-fuer-unicef-und-wfp-bereit%2F&amp;action_name=USA%20stellen%20%C3%BCber%20eine%20Milliarde%20Dollar%20f%C3%BCr%20UNICEF%20und%20WFP%20bereit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten stellen dem Kinderhilfswerk UNICEF und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen mehr als eine Milliarde US-Dollar für humanitäre Einsätze in über 40 Ländern bereit. Die Zusage wurde am 16. Juni 2026 bekannt gegeben. Mehr als 218 Millionen Dollar gehen an UNICEF, über 800 Millionen Dollar an das Welternährungsprogramm. Zu den ausdrücklich genannten Einsatzländern gehört Äthiopien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel sollen unter anderem für Ernährungshilfe, medizinische Versorgung, Kinderschutz, Logistik sowie Wasser- und Sanitärversorgung eingesetzt werden. Neben Äthiopien nannte das US-Außenministerium Myanmar und die Ukraine als Beispiele für Länder mit anhaltend hohem humanitärem Bedarf.</p>



<h2 id="h-washington-bundelt-seine-humanitare-finanzierung" class="wp-block-heading"><span id="washington-buendelt-seine-humanitaere-finanzierung">Washington bündelt seine humanitäre Finanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Vereinbarungen ersetzen zahlreiche einzelne Förderverträge durch größere globale Finanzierungszusagen. Washington begründet die Umstellung mit niedrigeren Verwaltungskosten, schnelleren Entscheidungen und einer stärkeren Kontrolle der Mittelverwendung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF und das Welternährungsprogramm können das Geld je nach Entwicklung der Krisen auf verschiedene Länder und Einsatzbereiche verteilen. Nach Darstellung des Außenministeriums ermöglicht das Modell den Organisationen, Hilfsgüter frühzeitig einzulagern, Personal vorzuhalten und teilweise innerhalb von 24 Stunden auf neue Katastrophen oder einen plötzlichen Anstieg des Bedarfs zu reagieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27258 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vergabe erfolgt nach einem Verfahren, das besonders schwere Krisen vorrangig behandeln soll. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump spricht dabei von einer „Hyperpriorisierung“. Mittel sollen zuerst in Gebiete fließen, in denen die größte Gefahr für Leben und Gesundheit besteht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Länderspezifische Beträge veröffentlichte das Außenministerium nicht. Damit bleibt zunächst offen, welcher Anteil der Finanzierung für Äthiopien und andere afrikanische Krisengebiete vorgesehen ist.</p>



<h2 id="h-abkommen-mit-ocha-dient-als-vorbild" class="wp-block-heading"><span id="abkommen-mit-ocha-dient-als-vorbild">Abkommen mit OCHA dient als Vorbild</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusagen an UNICEF und das Welternährungsprogramm sind Teil eines neuen amerikanischen Finanzierungsmodells. Grundlage ist eine im Dezember 2025 geschlossene Vereinbarung mit dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, OCHA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung knüpft an den bereits im März 2025 begonnenen Umbau des internationalen Hilfssystems unter dem Namen „Humanitarian Reset“ an. Dabei sollen Zuständigkeiten in den einzelnen Krisenländern stärker gebündelt, Entscheidungswege verkürzt und mehr Mittel unmittelbar für Einsätze verwendet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium bezeichnet die bisherige Zusammenarbeit mit OCHA als erfolgreich. Innerhalb von vier Monaten seien 88 Prozent der verfügbaren Mittel in die Einsatzgebiete weitergeleitet worden. Zwischen einer Finanzierungsentscheidung und der Auszahlung hätten durchschnittlich sieben Tage gelegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Angaben stammen von der US-Regierung. Washington sieht darin einen Beleg dafür, dass größere und flexiblere Fördervereinbarungen schneller arbeiten können als zahlreiche voneinander getrennte Einzelprojekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben UNICEF, dem Welternährungsprogramm und OCHA arbeitet das Außenministerium auch mit Catholic Relief Services und weiteren Hilfsorganisationen zusammen. Die zuständigen Stellen sollen Überschneidungen verhindern und kontrollieren, wie die amerikanischen Mittel eingesetzt werden.</p>



<h2 id="h-neue-zusage-folgt-auf-starke-kurzungen" class="wp-block-heading"><span id="neue-zusage-folgt-auf-starke-kuerzungen">Neue Zusage folgt auf starke Kürzungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/" type="post" id="23396">Die Finanzierung erfolgt in einer Phase, in der das globale Hilfssystem mit erheblichen Mittelkürzungen kämpft. </a>Die Europäische Kommission hatte Ende Mai festgestellt, dass Kürzungen der Vereinigten Staaten und anderer großer Geber humanitäre Organisationen zu einer drastischen Begrenzung ihrer Einsätze gezwungen hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch könne nur noch ein Teil der Menschen erreicht werden, die auf Nahrungsmittel, medizinische Hilfe, Unterkünfte oder Schutz angewiesen sind. Die EU warnte zugleich davor, humanitäre Hilfe zunehmend an politische oder ideologische Vorgaben zu knüpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge benötigen 2026 weltweit etwa 239 Millionen Menschen humanitäre Unterstützung. Im Jahr 2006 waren es noch rund 31 Millionen. Für den aktuellen Hilfsaufruf werden 23 Milliarden Dollar benötigt. Damit sollen 87 Millionen Menschen versorgt werden, weniger als die Hälfte der insgesamt ermittelten Bedürftigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der weltweiten Konflikte liegt nach Angaben der Europäischen Kommission bei rund 130. Das sind mehr als doppelt so viele wie vor 15 Jahren. Bewaffnete Konflikte verursachen demnach etwa 70 Prozent des globalen humanitären Bedarfs.</p>



<h2 id="h-eu-setzt-ebenfalls-auf-einen-umbau-der-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="eu-setzt-ebenfalls-auf-einen-umbau-der-hilfe">EU setzt ebenfalls auf einen Umbau der Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Europäische Union will ihre humanitäre Finanzierung stärker bündeln und vereinfachen. <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-zahlt-eine-milliarde-euro-an-humanitaere-hilfe/" type="post" id="25955">Die EU und ihre Mitgliedstaaten stellten 2025 zusammen rund 34 Prozent der weltweit erfassten humanitären Hilfe.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Brüssel plant gemeinsame Lieferketten, flexiblere mehrjährige Finanzierungen und eine stärkere Nutzung von Bargeldhilfen. Mindestens zwei Drittel der europäischen Mittel sollen künftig über solche flexiblen Finanzierungsformen bereitgestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich soll ein größerer Anteil direkt an Organisationen in den betroffenen Ländern gehen. Bis 2027 will die Europäische Kommission 25 Prozent ihrer humanitären Mittel so unmittelbar wie möglich an lokale Akteure vergeben. Ende 2024 lag ihr Anteil noch bei elf Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU begründet den Schritt mit der zentralen Rolle örtlicher Organisationen, die bei Kriegen, Überschwemmungen, Dürren oder Epidemien häufig als Erste Hilfe leisten. Gemeinsame Beschaffung, Lagerhaltung und Transportstrukturen sollen zudem verhindern, dass verschiedene Organisationen parallel dieselben Güter einkaufen oder getrennte Lieferketten betreiben.</p>



<h2 id="h-rund-118-millionen-menschen-sind-vertrieben" class="wp-block-heading"><span id="rund-118-millionen-menschen-sind-vertrieben">Rund 118 Millionen Menschen sind vertrieben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur US-Ankündigung rückte der Weltflüchtlingstag am 20. Juni die Folgen der globalen Krisen erneut in den Vordergrund. Rund 118 Millionen Menschen waren nach den jüngsten Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen im Jahr 2025 innerhalb ihres Landes oder über Staatsgrenzen hinweg vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 70 Millionen von ihnen lebten als Binnenvertriebene im eigenen Land. Knapp die Hälfte dieser Menschen stammt aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, Kolumbien, Syrien, Jemen und Afghanistan. Mehr als 40 Millionen Menschen flohen über eine internationale Grenze, blieben jedoch überwiegend in Nachbarstaaten ihrer Herkunftsländer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Altenkamp, verwies darauf, dass diese Nachbarländer den größten Teil der Versorgung übernehmen, während die internationalen Finanzmittel zurückgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es bleibt in der Verantwortung der internationalen Staatengemeinschaft und ist ein Gebot der Menschlichkeit, humanitäre Hilfe zu leisten“, erklärte Altenkamp. Hilfe in den Krisenregionen rette Leben, lindere Leid und könne verhindern, dass sich Menschen auf gefährliche Fluchtrouten begeben.</p>
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			<media:description type="html">President Donald J. Trump delivers remarks at a Military Mothers’ Day event, Wednesday, May 6, 2026, in the East Room of the White House. (Official White House Photo by Andrea Hanks)</media:description>
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		<title>EU kehrt nach Khartum zurück – Abdel Fattah al-Burhan warnt vor Einmischung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-kehrt-nach-khartum-zurueck-abdel-fattah-al-burhan-warnt-vor-einmischung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 10:29:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[IGAD]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erstmals seit Beginn des Sudan-Krieges sind EU-Botschafter nach Khartum zurückgekehrt. Bei Gesprächen mit Abdel Fattah al-Burhan forderten sie eine Waffenruhe und ein Ende ausländischer Waffenlieferungen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-kehrt-nach-khartum-zurueck-abdel-fattah-al-burhan-warnt-vor-einmischung%2F&amp;action_name=EU%20kehrt%20nach%20Khartum%20zur%C3%BCck%20%E2%80%93%20Abdel%20Fattah%20al-Burhan%20warnt%20vor%20Einmischung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Botschafter der Europäischen Union haben erstmals seit Beginn des Sudan-Krieges politische Gespräche in Khartum geführt. Am 15. Juni traf die Delegation den Vorsitzenden des Souveränen Rates, Abdel Fattah al-Burhan, dessen Stellvertreter, den Premierminister und weitere Regierungsvertreter. Die EU forderte eine dauerhafte Waffenruhe, offene Korridore für humanitäre Hilfe und ein Ende der Angriffe auf Zivilisten und Infrastruktur. Al-Burhan wies zugleich ausländische Einflussnahme auf den politischen Prozess zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch markiert einen weiteren Schritt bei der Rückkehr diplomatischer und staatlicher Strukturen in die sudanesische Hauptstadt. Nach der militärischen Rückeroberung Khartums durch die Armee im Mai 2025 verlegten Regierungsstellen, einzelne Botschaften und Organisationen der Vereinten Nationen ihre Arbeit schrittweise aus Port Sudan zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EU-Botschafter Wolfram Vetter erklärte, die Delegation habe sich ein Bild von der Sicherheitslage, der humanitären Krise und den politischen Bedingungen im Land machen wollen. Die Europäische Union sei bereit, mit allen sudanesischen Seiten über einen Ausweg aus dem Krieg und einen Übergang zu einer unabhängigen, zivilen und demokratischen Ordnung zu sprechen.</p>



<h2 id="h-al-burhan-fordert-ende-auslandischer-unterstutzung-fur-rsf" class="wp-block-heading"><span id="al-burhan-fordert-ende-auslaendischer-unterstuetzung-fuer-rsf">Al-Burhan fordert Ende ausländischer Unterstützung für RSF</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Al-Burhan stellte den europäischen Diplomaten die Sicht der sudanesischen Armeeführung auf den Krieg dar. <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Er beschuldigte die paramilitärischen Rapid Support Forces, den Staat, seine Institutionen und die Zivilbevölkerung anzugreifen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Der Vorsitzende des Souveränen Rates forderte ein Ende der Unterstützung, die ausländische Staaten nach Darstellung Khartums an die RSF leisten. </a>Zugleich erklärte er, dass Gespräche über die politische Zukunft des Landes innerhalb Sudans stattfinden müssten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der politische Prozess ist eine rein sudanesische Angelegenheit, die im Sudan und nach dem Willen des sudanesischen Volkes stattfinden muss“, sagte al-Burhan. Internationale Unterstützung sei willkommen, wenn sie die staatliche Souveränität respektiere und zur Stabilisierung des Landes beitrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit zieht die Armeeführung eine Grenze zwischen ausländischer Vermittlung und direkter Einflussnahme auf die politische Neuordnung. Die EU unterstützt dagegen einen international begleiteten Prozess, an dem politische Bündnisse, zivile Gruppen und bewaffnete Akteure beteiligt werden sollen.</p>



<h2 id="h-eu-warnt-vor-waffen-und-auslandischen-kampfern" class="wp-block-heading"><span id="eu-warnt-vor-waffen-und-auslaendischen-kaempfern">EU warnt vor Waffen und ausländischen Kämpfern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vetter kritisierte den illegalen Zustrom von Waffen und ausländischen Kämpfern in den Sudan. Externe Unterstützung verlängere den Krieg und verschärfe das Leid der Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Konflikt im Sudan untergräbt unmittelbar die Stabilität und Sicherheit der Region und darüber hinaus“, erklärte der EU-Botschafter. Die Europäische Union fordere neue lokale, regionale und internationale Anstrengungen zur Deeskalation und zur Wiederaufnahme eines politischen Übergangs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU lehnt zudem die Bildung paralleler Regierungsstrukturen ab. Diese Position richtet sich gegen Versuche, in von unterschiedlichen Konfliktparteien kontrollierten Gebieten konkurrierende staatliche Institutionen aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg hat den Sudan faktisch in verschiedene militärische Einflusszonen geteilt. Während die Armee Khartum und weite Teile des Nordens und Ostens kontrolliert, verfügen die RSF weiterhin über starke Positionen in <a href="https://fokus-afrika.de/icc-fordert-gerechtigkeit-fuer-graeueltaten-in-darfur/" type="post" id="13682">Darfur</a> und anderen Landesteilen.</p>



<h2 id="h-vorwurfe-gegen-die-vereinigten-arabischen-emirate" class="wp-block-heading"><span id="vorwuerfe-gegen-die-vereinigten-arabischen-emirate">Vorwürfe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesische Regierung wirft den Vereinigten Arabischen Emiraten seit Langem vor, die RSF mit moderner Militärausrüstung und Drohnen zu versorgen. Die Lieferungen sollen nach Darstellung Khartums über den Flughafen Nyala sowie über <a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">Landrouten durch Äthiopien</a>, Libyen und den Tschad erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abu Dhabi weist die Anschuldigungen zurück. <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/" type="post" id="27692">Die Vorwürfe werden zugleich durch Berichte internationaler Ermittler und Beobachter gestützt, ohne dass die Emirate eine Beteiligung einräumen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ausländischer Unterstützung gehört zu den zentralen Streitpunkten internationaler Friedensbemühungen. Beide Konfliktparteien verfügen über regionale Verbindungen, die ihre militärischen Möglichkeiten und ihre politische Verhandlungsposition beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU fordert deshalb nicht nur eine Waffenruhe zwischen Armee und RSF, sondern auch eine Begrenzung externer Militärhilfe. Nach Vetters Darstellung kann ein politischer Prozess kaum vorankommen, solange Waffen, Geld und Kämpfer weiterhin von außen in das Land gelangen.</p>



<h2 id="h-funfermechanismus-bereitet-politischen-dialog-vor" class="wp-block-heading"><span id="fuenfermechanismus-bereitet-politischen-dialog-vor">Fünfermechanismus bereitet politischen Dialog vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union arbeitet gemeinsam mit der Afrikanischen Union, den Vereinten Nationen, der ostafrikanischen Regionalorganisation IGAD und der Arabischen Liga in einem Fünfermechanismus. Das Format soll die Spaltung zwischen politischen Kräften und bewaffneten Gruppen überwinden und einen umfassenden nationalen Dialog vorbereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang Juni führte der Mechanismus Gespräche mit politischen Bündnissen und bewaffneten Gruppen. Dabei verständigten sich Teilnehmer nach Angaben aus dem Vermittlungsprozess grundsätzlich auf die Einrichtung eines Vorbereitungskomitees.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Gremium soll die Voraussetzungen, die Zusammensetzung und die Arbeitsweise eines politischen Prozesses festlegen. Offen bleibt, welche Kräfte daran teilnehmen und wie zivile Akteure gegenüber den bewaffneten Konfliktparteien eingebunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU verbindet ihre Unterstützung mit der Forderung nach einer repräsentativen und unabhängigen zivilen Regierung. Al-Burhan betont dagegen, dass Entscheidungen über den Prozess allein bei sudanesischen Akteuren liegen müssten.</p>



<h2 id="h-khartum-wird-wieder-politisches-zentrum" class="wp-block-heading"><span id="khartum-wird-wieder-politisches-zentrum">Khartum wird wieder politisches Zentrum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückkehr der europäischen Diplomaten zeigt, dass Khartum nach Monaten der militärischen Kontrolle und Zerstörung wieder stärker zum politischen Zentrum des Landes wird. Die Behörden arbeiten seit der Rückeroberung daran, Verwaltungsgebäude, Verkehrswege und grundlegende Dienstleistungen wiederherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Stadtteile sind weiterhin schwer beschädigt. Die Rückkehr staatlicher Einrichtungen und diplomatischer Vertretungen erfolgt deshalb schrittweise und unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Gespräche informierte al-Burhan die Delegation über die Sicherheits- und Versorgungslage. Die europäischen Vertreter konzentrierten sich auf den Schutz von Zivilisten, den Zugang zu Hilfsbedürftigen und die Wiederaufnahme politischer Verhandlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU machte ihre weitere Zusammenarbeit von sichtbaren Schritten zur Deeskalation abhängig. Dazu zählen ein belastbarer Waffenstillstand, sichere humanitäre Zugänge und der sofortige Stopp von Angriffen auf die Bevölkerung und zivile Einrichtungen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ruto bringt Afrikas Finanzagenda zum G7 – Kenias Schuldenlast erhöht den Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ruto-bringt-afrikas-finanzagenda-zum-g7-kenias-schuldenlast-erhoeht-den-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 09:57:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>William Ruto reist mit Forderungen nach günstigeren Krediten, Finanzreformen und neuen Investitionen zum G7-Gipfel. Doch Kenias hohe Schulden, das Handelsdefizit mit China und anhaltende Proteste setzen seiner internationalen Agenda enge Grenzen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fruto-bringt-afrikas-finanzagenda-zum-g7-kenias-schuldenlast-erhoeht-den-druck%2F&amp;action_name=Ruto%20bringt%20Afrikas%20Finanzagenda%20zum%20G7%20%E2%80%93%20Kenias%20Schuldenlast%20erh%C3%B6ht%20den%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto will beim G7-Gipfel in Frankreich für eine Reform der internationalen Finanzordnung, günstigere Kredite und mehr Investitionen in Afrika werben. Am 15. Juni reist er nach Évian, wo die Staats- und Regierungschefs bis zum 17. Juni über globale wirtschaftliche Ungleichgewichte beraten. Das kenianische Präsidialamt kündigte an, Ruto werde die beim Africa Forward Summit in Nairobi formulierten afrikanischen Positionen vortragen. Seine Reise fällt in eine Phase, in der hohe Schuldendienstkosten, steigende Lebenshaltungskosten und Proteste gegen die Regierung den innenpolitischen Druck in Kenia erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum von Rutos Auftritt sollen die hohen Finanzierungskosten afrikanischer Staaten, die Reform internationaler Kreditregeln und der Zugang zu privaten Investitionen stehen. Nairobi will zudem engere Partnerschaften in den Bereichen Handel, Infrastruktur, Energie, Klimaschutz und Digitalisierung anstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto stellte sich in der Erklärung als Vertreter afrikanischer Interessen beim Gipfel dar. Ein formales Mandat der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanischen Union</a> erwähnte er jedoch nicht. Dies ist insofern bemerkenswert, als der Vorsitz der Afrikanischen Union derzeit bei <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/burundi/" type="category" id="31">Burundi</a> liegt und sich daraus kein automatisches Vertretungsmandat für Kenia ableiten lässt. Als politische Grundlage verweist die Regierung auf den Africa Forward Summit, den Kenia und Frankreich am 11. und 12. Mai in Nairobi ausrichteten.</p>



<h2 id="h-g7-berat-uber-schulden-und-globale-ungleichgewichte" class="wp-block-heading"><span id="g7-beraet-ueber-schulden-und-globale-ungleichgewichte">G7 berät über Schulden und globale Ungleichgewichte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hat den Abbau wirtschaftlicher Ungleichgewichte zum Schwerpunkt seiner G7-Präsidentschaft gemacht. Präsident Emmanuel Macron nennt hohe Schulden, industrielle Überkapazitäten, geringe private Investitionen in Entwicklungsländern und ungleichen Wettbewerb als zentrale Risiken für die Weltwirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel soll sich mit den anhaltenden Unterschieden zwischen Ländern mit hohen Handelsüberschüssen und Staaten mit großen Defiziten befassen. Die beiden größten Volkswirtschaften stehen dabei auf unterschiedlichen Seiten. Während die USA ein erhebliches Leistungsbilanzdefizit aufweisen, erzielt China einen großen Überschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias wirtschaftliche Lage zeigt, wie solche globalen Verschiebungen auf Staaten mit hohen Importen und begrenztem finanziellen Spielraum wirken. Das ostafrikanische Land verzeichnet seit Jahren Handelsdefizite und muss zugleich einen wachsenden Anteil seiner Staatseinnahmen zur Bedienung von Schulden verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als ein Drittel der kenianischen Einnahmen fließt inzwischen in Zins- und Tilgungszahlungen. Dadurch sinkt der Spielraum für öffentliche Investitionen, soziale Programme und Entlastungen bei steigenden Preisen.</p>



<h2 id="h-hohe-kreditkosten-belasten-rutos-regierung" class="wp-block-heading"><span id="hohe-kreditkosten-belasten-rutos-regierung">Hohe Kreditkosten belasten Rutos Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kenia-wandelt-chinesische-kredite-in-renminbi-um/" type="post" id="21651">Kenias Schuldenprobleme entstanden sowohl durch chinesische Infrastrukturkredite als auch durch die Aufnahme von Kapital an internationalen Finanzmärkten.</a> Nach der weltweiten Finanzkrise von 2008 konnte Nairobi zu vergleichsweise niedrigen Zinsen Kredite aufnehmen und erstmals Eurobonds ausgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/" type="post" id="26919">Gleichzeitig stieg die Kreditvergabe Chinas an afrikanische Staaten deutlich.</a> Kenia finanzierte damit unter anderem die Eisenbahnverbindung zwischen Mombasa und Nairobi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Corona-Pandemie änderten sich die Bedingungen. Höhere internationale Zinsen verteuerten neue Kredite und erschwerten die Refinanzierung bestehender Schulden. Auch chinesische Darlehen mit variablen kommerziellen Zinssätzen wurden dadurch teurer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders angespannt war die Lage vor der Rückzahlung eines Eurobonds über zwei Milliarden US-Dollar im Juni 2024. Zweifel an Kenias Fähigkeit, genügend Liquidität zu beschaffen, setzten den Schilling unter Druck und verschärften die fiskalische Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im selben Monat lösten geplante Steuererhöhungen landesweite Proteste aus. Bei den überwiegend von jungen Menschen getragenen Demonstrationen kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Ruto zog das umstrittene Finanzgesetz zurück und löste später sein Kabinett auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste folgten wenige Wochen nach einem Staatsbesuch des Präsidenten in den USA. Kritiker stellten die Kosten der Reise den wirtschaftlichen Belastungen der Bevölkerung gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch 2026 bleiben außenwirtschaftliche Entscheidungen ein innenpolitisches Konfliktthema. Proteste gegen eine von den USA unterstützte Ebola-Quarantäneeinrichtung sowie ein Stillstand im Transportsektor wegen steigender Treibstoffpreise zeigen, wie internationale Kooperationen und globale Preisentwicklungen die innenpolitische Debatte prägen.</p>



<h2 id="h-enormes-handelsdefizit-mit-china" class="wp-block-heading"><span id="enormes-handelsdefizit-mit-china">Enormes Handelsdefizit mit China</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">China ist Kenias größter Handelspartner, doch die Warenströme sind stark unausgeglichen. Im Jahr 2024 exportierte China Waren im Wert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar nach Kenia. Die kenianischen Ausfuhren nach China erreichten lediglich etwa 196 Millionen US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias Agrarsektor könnte von einem chinesischen Angebot profitieren, Importzölle auf Waren aus 53 afrikanischen Staaten abzuschaffen. Für Kenia ist der Zugang jedoch komplizierter, weil das Land als Volkswirtschaft mit mittlerem Einkommen zuvor über ein gegenseitiges Handelsabkommen verhandelte, das auch chinesischen Produkten einen erleichterten Zugang zum kenianischen Markt gewähren würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konkurrenz chinesischer Industrieprodukte setzt kenianische Hersteller zusätzlich unter Druck. Chinesische Unternehmen können häufig auf staatliche Finanzierung, subventionierte Lieferketten und große Produktionskapazitäten zurückgreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA bleiben dagegen ein bedeutender Absatzmarkt für kenianische Produkte. Kenias Exporte dorthin beliefen sich 2024 auf rund 662 Millionen US-Dollar. Neue US-Zölle und Unsicherheiten über künftige Handelsregeln erschweren jedoch die Planung für kenianische Unternehmen.</p>



<h2 id="h-strassenprojekt-zeigt-kenias-investitionsdilemma" class="wp-block-heading"><span id="strassenprojekt-zeigt-kenias-investitionsdilemma">Straßenprojekt zeigt Kenias Investitionsdilemma</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle westlicher und chinesischer Partner zeigen sich an einem geplanten Straßenprojekt zwischen Zentralkenia und Nairobi. Kenia hatte 2019 mit einem französischen Konsortium einen Vertrag über rund 1,5 Milliarden US-Dollar zum Ausbau einer mautpflichtigen Fernstraße geschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung beendete das Vorhaben 2024 angesichts steigender Kosten. Französische Partner waren Berichten zufolge nicht bereit, das Risiko zu übernehmen, falls die Mauteinnahmen hinter den Erwartungen zurückblieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend erhielten chinesische Unternehmen den Auftrag. Sie boten niedrigere Kosten an und erklärten sich bereit, das Einnahmerisiko zu tragen. Ein erheblicher Teil der benötigten Arbeitskräfte und Baumaterialien soll jedoch aus China kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch sinkt zwar das unmittelbare finanzielle Risiko des kenianischen Staates. Gleichzeitig erhöhen die Importe den bereits großen Handelsüberschuss Chinas gegenüber Kenia und begrenzen die Wirkung des Projekts auf heimische Zulieferer und Beschäftigte.</p>



<h2 id="h-nairobi-fordert-garantien-fur-private-investitionen" class="wp-block-heading"><span id="nairobi-fordert-garantien-fuer-private-investitionen">Nairobi fordert Garantien für private Investitionen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="731" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-731x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-28187 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-731x1024.jpeg 731w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-214x300.jpeg 214w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-768x1075.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1097x1536.jpeg 1097w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1463x2048.jpeg 1463w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-380x532.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-800x1120.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1160x1624.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-scaled.jpeg 1828w" sizes="(max-width: 731px) 100vw, 731px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ruto will in Évian für Garantiesysteme werben, die private Investitionen in afrikanischen Staaten absichern. Solche Modelle sehen vor, dass öffentliche oder internationale Institutionen einen Teil möglicher Anfangsverluste übernehmen. Dadurch sollen private Unternehmen bereit sein, auch in wirtschaftlich oder politisch als riskant eingestuften Märkten zu investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kenianische Präsidialamt erwartet zudem Gespräche über erschwingliche Kredite und eine Reform internationaler Bonitäts- und Finanzierungsregeln. Viele afrikanische Regierungen kritisieren, dass sie trotz vergleichbarer wirtschaftlicher Bedingungen deutlich höhere Zinsen zahlen müssen als Staaten in anderen Weltregionen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto plant am Rande des Gipfels bilaterale Treffen mit mehreren Staats- und Regierungschefs. Die Gespräche sollen Investitionen in Produktion, erneuerbare Energien, Infrastruktur, Landwirtschaft, Wohnungsbau, Gesundheitsversorgung und digitale Dienstleistungen mobilisieren.</p>



<h2 id="h-ruto-wirbt-um-investitionen-in-kunstliche-intelligenz" class="wp-block-heading"><span id="ruto-wirbt-um-investitionen-in-kuenstliche-intelligenz">Ruto wirbt um Investitionen in künstliche Intelligenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der kenianischen Delegation ist die digitale Wirtschaft. Ruto will einen gleichberechtigten Zugang afrikanischer Staaten zu künstlicher Intelligenz, Rechenzentren und digitaler Infrastruktur fordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Präsidialamts sind Gespräche mit Vertretern führender Technologieunternehmen vorgesehen. Genannt wurden unter anderem OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft, Meta und Nvidia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung will Kenia als afrikanischen Standort für digitale Dienstleistungen, Datenverarbeitung und technologische Innovation positionieren. Dabei sollen Partnerschaften zur Ausbildung junger Menschen, zur Entwicklung digitaler Fähigkeiten und zur Schaffung technologiegestützter Arbeitsplätze vereinbart werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Ruto nehmen die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten sowie die Spitzen der Europäischen Union am Gipfel teil. Deutschland wird durch Bundeskanzler Friedrich Merz vertreten. Gastgeber ist der französische Präsident Emmanuel Macron.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN droht Liquiditätskollaps: Guterres will umstrittene Beitragsregel stoppen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-droht-liquiditaetskollaps-guterres-will-umstrittene-beitragsregel-stoppen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 22:16:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen müssen Staaten Geld gutschreiben, das sie nie erhalten haben. António Guterres will die Regel stoppen, während milliardenschwere Beitragsrückstände die UN an die Grenze ihrer Zahlungsfähigkeit bringen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-droht-liquiditaetskollaps-guterres-will-umstrittene-beitragsregel-stoppen%2F&amp;action_name=UN%20droht%20Liquidit%C3%A4tskollaps%3A%20Guterres%20will%20umstrittene%20Beitragsregel%20stoppen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-droht-liquiditaetskollaps-guterres-will-umstrittene-beitragsregel-stoppen/">UN droht Liquiditätskollaps: Guterres will umstrittene Beitragsregel stoppen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres will die automatische Rückgabe nicht eingezogener Mitgliedsbeiträge stoppen, um einen drohenden Liquiditätskollaps der Vereinten Nationen abzuwenden. Der Vorschlag wird im Juni 2026 im Haushaltsausschuss der UN-Generalversammlung verhandelt. Nach internen Berechnungen könnte die Organisation 2027 rund 1,3 Milliarden US-Dollar als Gutschriften verbuchen müssen, obwohl ein Teil dieses Geldes nie bei den Vereinten Nationen eingegangen ist. Besonders die ausstehenden Beiträge der USA verschärfen die Finanzkrise.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-warnen-vor-finanzkollaps-bis-mitte-august/" type="post" id="27210">Die Vereinten Nationen kürzen bereits Programme, reduzieren Personal und begrenzen laufende Ausgaben. Guterres hatte die Mitgliedstaaten gewarnt, dass der Organisation im Sommer das verfügbare Geld ausgehen könnte.</a> Einen festen Zeitpunkt für diesen Fall gibt es nach Angaben seines Sprechers Stéphane Dujarric jedoch nicht.</p>



<h2 id="h-un-schreibt-selbst-nie-gezahltes-geld-gut" class="wp-block-heading"><span id="un-schreibt-selbst-nie-gezahltes-geld-gut">UN schreibt selbst nie gezahltes Geld gut</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des Konflikts steht eine seit den 1960er-Jahren geltende Finanzregel. Danach werden nicht verwendete Haushaltsmittel und nicht eingezogene Mitgliedsbeiträge den Staaten als Gutschriften auf ihre künftigen Zahlungsverpflichtungen angerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit werden auch Beiträge zurückerstattet, die säumige Staaten zuvor gar nicht überwiesen haben. Der Einnahmeansatz des folgenden Haushalts sinkt entsprechend, während die von der Generalversammlung beschlossenen Aufgaben bestehen bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere internationale Organisationen wie die NATO oder die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erstatten dagegen nur tatsächlich vorhandene Überschüsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres schlägt deshalb vor, das Gutschriftensystem entweder grundlegend zu reformieren oder vorübergehend auszusetzen. Nicht gezahlte Beiträge sollen nicht mehr automatisch zu einer Verringerung des nächsten Haushalts führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ohne Maßnahmen wird die Organisation gezwungen sein, Millionen aus dem regulären Haushalt und den Friedensmissionen zurückzugeben, die sie nicht ausgeben konnte, weil sie das Geld nicht erhalten hat“, erklärte Dujarric gegenüber dem auf die Vereinten Nationen spezialisierten Medium <em><a href="https://passblue.com/2026/06/14/the-un-chiefs-plan-to-ease-the-organizations-cash-crunch/">PassBlue</a></em>.</p>



<h2 id="h-milliardenbeitrage-bleiben-aus" class="wp-block-heading"><span id="milliardenbeitraege-bleiben-aus">Milliardenbeiträge bleiben aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum 30. April beliefen sich die ausstehenden Beiträge zum regulären UN-Haushalt auf rund 2,8 Milliarden US-Dollar. <a href="https://fokus-afrika.de/blauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt/" type="post" id="27781">Bei den Friedensmissionen waren etwa 3,5 Milliarden US-Dollar offen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur 55 der 193 Mitgliedstaaten hatten ihren regulären Jahresbeitrag bis zum Ablauf der Zahlungsfrist am 8. Februar vollständig überwiesen. Das entspricht 28,5 Prozent der Mitglieder. Mitte Juni hatten 79 Staaten ihre Beiträge für 2026 noch nicht gezahlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen begannen das Jahr zugleich ohne verfügbare Bargeldreserven. Nach Angaben der für Managementstrategie zuständigen Untergeneralsekretärin Catherine Pollard waren sowohl der Betriebsmittelfonds als auch das Sonderkonto zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe bereits ausgeschöpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückstände aus dem Jahr 2025 lagen internen Abrechnungen zufolge bei mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar. Der für 2026 beschlossene reguläre Haushalt umfasst 3,238 Milliarden US-Dollar und liegt rund 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Kürzungen musste die UN im laufenden Jahr Gutschriften in Höhe von 9,3 Prozent des regulären Haushalts von 2025 an die Mitgliedstaaten weiterreichen. Bei unveränderten Zahlungsproblemen könnte dieser Anteil 2027 auf etwa 13 Prozent steigen.</p>



<h2 id="h-usa-nutzen-beitrage-als-politisches-druckmittel" class="wp-block-heading"><span id="usa-nutzen-beitraege-als-politisches-druckmittel">USA nutzen Beiträge als politisches Druckmittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA tragen nach dem von allen Mitgliedstaaten beschlossenen Verteilungsschlüssel 22 Prozent des regulären UN-Haushalts. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/" type="post" id="23396">Washington hat seine Beiträge seit 2024 jedoch nicht mehr vollständig entrichtet.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="758" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-1024x758.jpg" alt="" class="wp-image-25581 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-1024x758.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-300x222.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-768x568.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-380x281.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-800x592.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807-1160x858.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Departs_Budapest_55097929807.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/washington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik/" type="post" id="27869">US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Zahlungsverpflichtungen Anfang Juni vor dem Kongress als politisches Druckmittel.</a> Die Vereinten Nationen benötigten weitere grundlegende Reformen, erklärte Rubio. Die US-Regierung werde die von der UN eingeforderten Beiträge nutzen, um solche Veränderungen durchzusetzen. Konkrete Reformforderungen nannte er nicht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres weist diese Verbindung zurück. <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" type="post" id="26282">Seine Reforminitiative UN80, mit der Strukturen und Arbeitsabläufe der Organisation gestrafft werden sollen, könne die Pflicht der Staaten zur vollständigen und fristgerechten Zahlung ihrer Beiträge nicht ersetzen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als Regierungen können die Vereinten Nationen weder Kredite aufnehmen noch eigenes Geld schaffen. Die Organisation muss ihre von der Generalversammlung beschlossenen Aufgaben deshalb mit den tatsächlich eingegangenen Beiträgen finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Japan überwies zuletzt seinen Jahresbeitrag von knapp 222 Millionen US-Dollar. China zahlte zusätzlich 844 Millionen US-Dollar für den Friedenssicherungshaushalt der Jahre 2025 und 2026. Die Zahlungen verbesserten die Liquidität, deckten aber nicht die gesamten offenen Forderungen.</p>



<h2 id="h-g77-und-china-schlagen-dreijahrigen-test-vor" class="wp-block-heading"><span id="g77-und-china-schlagen-dreijaehrigen-test-vor">G77 und China schlagen dreijährigen Test vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Mitgliedstaaten besteht grundsätzlich Zustimmung, das bisherige System zu verändern. Über Umfang und Dauer einer Reform gibt es jedoch unterschiedliche Positionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe der 77 und China schlägt eine dreijährige Testphase vor. Während dieses Zeitraums sollen Gutschriften, die ausschließlich durch nicht gezahlte Pflichtbeiträge entstanden sind, nicht an die Staaten zurückgegeben werden. Tatsächlich erwirtschaftete oder anderweitig entstandene Überschüsse würden weiterhin angerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA plädieren für einen fünfjährigen Versuch. Anschließend soll der Generalsekretär bewerten, ob die Regel dauerhaft geändert werden sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten warnen davor, dass eine vollständige Abschaffung des Systems fehlende Zahlungen normalisieren könnte. Länder, die ihre Beiträge vollständig leisten, betrachten die Gutschriften zudem als ihnen zustehende Rückzahlungen. Eine Aussetzung könnte aus ihrer Sicht pünktlich zahlende Staaten belasten, während säumige Mitglieder von zusätzlicher finanzieller Flexibilität profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ronny Patz, UN-Experte am German Institute of Development and Sustainability, sieht dagegen einen sich selbst verstärkenden Mechanismus. Ohne die Gutschriften müsste die Organisation lediglich um den Betrag kürzen, den Staaten wie die USA nicht zahlen. Durch die zusätzliche Anrechnung nie eingegangener Beiträge werde die Finanzlücke jedoch immer größer.</p>



<h2 id="h-russland-fordert-sanktionen-gegen-saumige-staaten" class="wp-block-heading"><span id="russland-fordert-sanktionen-gegen-saeumige-staaten">Russland fordert Sanktionen gegen säumige Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russland hat im Rahmen der Verhandlungen unmittelbare Konsequenzen für Staaten mit hohen Rückständen vorgeschlagen. Die Vereinten Nationen sollen demnach weniger Staatsangehörige aus Ländern einstellen, deren Zahlungsrückstände mehr als eine Haushaltsperiode umfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem will Moskau Zahlungen an Unternehmen aus solchen Staaten einfrieren und die Vergabe neuer UN-Aufträge an dort registrierte Dienstleister begrenzen. Russland überwies seinen eigenen regulären Beitrag von rund 67 Millionen US-Dollar Ende März.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zahlreiche Mitglieder des Sicherheitsrates erfüllten die Zahlungsfrist nicht. Nur vier der 15 Ratsmitglieder hatten ihre Beiträge bis zum 8. Februar vollständig überwiesen. China hat von seinem regulären Jahresbeitrag von mehr als 600 Millionen US-Dollar bislang rund 153 Millionen US-Dollar gezahlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria hat seinen Beitrag für 2026 ebenfalls noch nicht entrichtet, obwohl das Land den Vorsitz im Haushaltsausschuss der Generalversammlung übernimmt. Der Ausschuss verhandelt über den regulären Haushalt der Vereinten Nationen, die Finanzierung der Friedensmissionen und die geplante Änderung des Gutschriftensystems.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-droht-liquiditaetskollaps-guterres-will-umstrittene-beitragsregel-stoppen/">UN droht Liquiditätskollaps: Guterres will umstrittene Beitragsregel stoppen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:description type="html">Der Sekretär Marco Rubio verlässt den Flughafen. Bild: US-Außenministerium / Freddie Everett</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Nach Niederlage bei UN-Wahl streitet Bundestag über Deutschlands Glaubwürdigkeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-niederlage-bei-un-wahl-streitet-bundestag-ueber-deutschlands-glaubwuerdigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 11:33:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschlands Niederlage bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat beschäftigt den Bundestag. Neben der AfD kritisieren auch SPD, Grüne und Linke Defizite bei Glaubwürdigkeit und Völkerrecht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-niederlage-bei-un-wahl-streitet-bundestag-ueber-deutschlands-glaubwuerdigkeit%2F&amp;action_name=Nach%20Niederlage%20bei%20UN-Wahl%20streitet%20Bundestag%20%C3%BCber%20Deutschlands%20Glaubw%C3%BCrdigkeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-niederlage-bei-un-wahl-streitet-bundestag-ueber-deutschlands-glaubwuerdigkeit/">Nach Niederlage bei UN-Wahl streitet Bundestag über Deutschlands Glaubwürdigkeit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die gescheiterte deutsche Kandidatur für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat im Bundestag einen Streit über Deutschlands außenpolitische Glaubwürdigkeit ausgelöst. Die Aussprache fand am Mittwoch, 10. Juni 2026, statt. Während die AfD der Bundesregierung ein umfassendes außenpolitisches Versagen vorwarf, kritisierten auch Grüne, Linke und Teile der SPD den deutschen Umgang mit dem Völkerrecht. Vertreter von CDU und CSU bezeichneten das Wahlergebnis als schwere Enttäuschung, wiesen aber Forderungen nach einem Rückzug aus den Vereinten Nationen zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktuelle Stunde war von der AfD-Fraktion beantragt worden. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" type="post" id="27897">Anlass war die Niederlage Deutschlands bei der Wahl um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. </a>Deutschland konnte sich in der Generalversammlung nicht gegen Portugal und Österreich durchsetzen.</p>



<h2 id="h-auswartiges-amt-raumt-strategische-fehler-ein" class="wp-block-heading"><span id="auswaertiges-amt-raeumt-strategische-fehler-ein">Auswärtiges Amt räumt strategische Fehler ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Florian Hahn, Staatsminister im Auswärtigen Amt, sprach von einer „herben Enttäuschung“. Das Ergebnis sei jedoch kein „Weltuntergang“ und dürfe nicht dazu führen, das deutsche Engagement innerhalb der Vereinten Nationen zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">Hahn räumte zugleich Probleme bei der Aufstellung der Kandidatur ein.</a> Viele Mitgliedstaaten hätten nicht verstanden, weshalb Deutschland gegen die engen europäischen Partner Portugal und Österreich angetreten und zudem vergleichsweise spät in das Rennen eingestiegen sei.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="712" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1024x712.jpg" alt="" class="wp-image-28116 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1024x712.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1536x1068.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-800x556.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1160x806.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2.jpg 2020w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-nennt-un-niederlage-herbe-enttaeuschung-und-wirbt-fuer-mehr-deutsche-praesenz-in-internationalen-organisationen/" type="post" id="28058">Deutschland habe sich in zentralen internationalen Konflikten deutlicher positioniert als seine beiden Mitbewerber. </a>Hahn verwies dabei auf die Unterstützung der Ukraine und das deutsche Bekenntnis zur Sicherheit Israels. Diese Positionen seien nicht überall auf Zustimmung gestoßen. Es gebe jedoch keinen Anlass, sich deshalb außenpolitisch zu „verbiegen“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der CDU-Abgeordnete Markus Koob argumentierte ähnlich. Das Wahlergebnis sei kein grundsätzliches Urteil über Deutschlands internationales Engagement.</p>



<h2 id="h-spd-fordert-klarere-haltung-gegenuber-partnern" class="wp-block-heading"><span id="spd-fordert-klarere-haltung-gegenueber-partnern">SPD fordert klarere Haltung gegenüber Partnern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte offenbarte zugleich unterschiedliche Bewertungen innerhalb der Regierungskoalition. Die SPD-Abgeordnete Derya Türk-Nachbaur kündigte an, Deutschland werde sich nach der Niederlage nicht „in die Schmollecke“ zurückziehen. Das Land müsse sein internationales Engagement verlässlich fortsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Aufarbeitung gehöre jedoch auch eine selbstkritische Prüfung der deutschen Positionen. „Dort, wo mehr Klarheit gefordert gewesen wäre, waren wir manchmal nicht klar genug“, sagte Türk-Nachbaur. Das Völkerrecht dürfe nicht relativiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer international gehört werden wolle, müsse unbequeme Wahrheiten auch gegenüber starken und engen Partnern aussprechen. Damit griff die SPD-Abgeordnete eine Kritik auf, die während der Aussprache vor allem von Grünen und Linken erhoben wurde.</p>



<h2 id="h-grune-kritisieren-selektiven-umgang-mit-volkerrecht" class="wp-block-heading"><span id="gruene-kritisieren-selektiven-umgang-mit-voelkerrecht">Grüne kritisieren selektiven Umgang mit Völkerrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Agnieszka Brugger von Bündnis 90/Die Grünen bezeichnete die Entscheidung, gleichzeitig gegen Österreich und Portugal anzutreten, als nicht besonders klug. Die Kandidatur habe jedoch nicht allein unter strategischen Fehlern gelitten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland sei nicht glaubwürdig aufgetreten, wenn es das Völkerrecht nur dann anspreche, „wenn es bequem ist“. Eine regelbasierte internationale Ordnung könne nur verteidigt werden, wenn rechtliche Maßstäbe konsequent und unabhängig vom jeweiligen Partner angewendet würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-drei-milliarden-euro-fuer-humanitaere-hilfe/">Brugger kritisierte außerdem Kürzungen im Bundeshaushalt, die internationale Partnerschaften schwächten. </a>In einer zunehmend konfliktreichen Welt brauche Deutschland ein breites Netz verlässlicher Partner. „Aber dafür muss man selbst ein verlässlicher Freund sein, wenn andere uns brauchen“, sagte die Grünen-Politikerin.</p>



<h2 id="h-linke-sieht-doppelstandards-gegenuber-israel-und-usa" class="wp-block-heading"><span id="linke-sieht-doppelstandards-gegenueber-israel-und-usa">Linke sieht Doppelstandards gegenüber Israel und USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linken-Abgeordnete Lea Reisner wertete das Wahlergebnis als direkte Reaktion auf die deutsche Außenpolitik. „Die Welt hat sich Deutschland angeschaut und Nein gesagt“, erklärte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reisner warf der Bundesregierung Doppelstandards bei der Anwendung des Völkerrechts vor. Sie verwies ausdrücklich auf den deutschen Umgang mit Israel und den Vereinigten Staaten. „Völkerrecht gilt entweder universell, oder es ist nichts wert“, sagte die Abgeordnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland nutze seine politische und wirtschaftliche Macht aus Sicht vieler Staaten nicht im Interesse der internationalen Gemeinschaft. Reisner verband diese Kritik zudem mit der deutschen Aufrüstungs- und Sicherheitspolitik.</p>



<h2 id="h-afd-spricht-von-aussenpolitischem-versagen" class="wp-block-heading"><span id="afd-spricht-von-aussenpolitischem-versagen">AfD spricht von außenpolitischem Versagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Markus Frohnmaier von der AfD erklärte, Deutschland sei international „durchgefallen“ und von den vermeintlichen „neuen Großmächten Portugal und Österreich“ verdrängt worden. Die Bundesrepublik spiele außenpolitisch allenfalls noch in der „Kreisliga“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Ursache nannte Frohnmaier unter anderem eine aus seiner Sicht zu einseitige Unterstützung der Ukraine. Diese Politik stoße international nicht überall auf Zustimmung. Obwohl Deutschland zu den größten Geldgebern der Vereinten Nationen gehöre, werde es nicht mehr als „ehrlicher Makler“ wahrgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesrepublik sei vielmehr „nur noch ein offener Tresor für den Rest der Welt“, sagte Frohnmaier. Aus dem Umfang der deutschen Beiträge entstehe kein entsprechender politischer Einfluss. Union und SPD widersprachen dieser Darstellung und lehnten eine Kürzung des deutschen UN-Engagements ab.</p>



<h2 id="h-streit-uber-deutschlands-internationale-rolle" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-deutschlands-internationale-rolle">Streit über Deutschlands internationale Rolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussprache verlagerte sich damit von der Organisation der Kandidatur auf grundsätzliche Fragen der deutschen Außenpolitik. <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat/">Union und Auswärtiges Amt führten das Scheitern vor allem auf die Konkurrenz mit zwei engen europäischen Partnern, den späten Einstieg und klarere deutsche Positionierungen zurück.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">SPD, Grüne und Linke stellten dagegen die Glaubwürdigkeit Deutschlands bei der Verteidigung des Völkerrechts in den Vordergrund. Besonders der Umgang mit engen Partnern und die unterschiedliche Bewertung internationaler Konflikte prägten die Kritik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hatte bereits mehrfach einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat inne. Das Gremium trägt innerhalb der Vereinten Nationen die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-niederlage-bei-un-wahl-streitet-bundestag-ueber-deutschlands-glaubwuerdigkeit/">Nach Niederlage bei UN-Wahl streitet Bundestag über Deutschlands Glaubwürdigkeit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">5001729-2</media:title>
			<media:description type="html">Florian Hahn, CDU/CSU, MdB, spricht zu TOP 25 (Bundeswehr) im Plenum des Deutschen Bundestages.</media:description>
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		<title>UNHCR: Weniger Vertriebene weltweit – doch 118 Millionen Menschen bleiben auf der Flucht</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/unhcr-weniger-vertriebene-weltweit-doch-118-millionen-menschen-bleiben-auf-der-flucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 15:16:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>118 Millionen Menschen bleiben weltweit auf der Flucht. Der neue UNHCR-Bericht zeigt zwar einen Rückgang – doch viele Menschen kehrten nicht in Sicherheit zurück, sondern in weiterhin von Konflikten geprägte Länder wie Sudan oder die Demokratische Republik Kongo.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Funhcr-weniger-vertriebene-weltweit-doch-118-millionen-menschen-bleiben-auf-der-flucht%2F&amp;action_name=UNHCR%3A%20Weniger%20Vertriebene%20weltweit%20%E2%80%93%20doch%20118%20Millionen%20Menschen%20bleiben%20auf%20der%20Flucht&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/unhcr-weniger-vertriebene-weltweit-doch-118-millionen-menschen-bleiben-auf-der-flucht/">UNHCR: Weniger Vertriebene weltweit – doch 118 Millionen Menschen bleiben auf der Flucht</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der weltweit Vertriebenen ist laut UNHCR erstmals seit zehn Jahren gesunken, bleibt aber mit knapp 118 Millionen Menschen auf einem sehr hohen Niveau. Der jährliche Weltflüchtlingsbericht wurde in Genf <a href="https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fileadmin/redaktion/PDF/UNHCR/global-trends-2025-report.pdf">vorgestellt</a>. Der Rückgang bedeutet dabei nicht zwangsläufig eine Entspannung der Lage: Viele Menschen kehrten in Länder zurück, die weiterhin von Konflikten, Unsicherheit und zerstörter Infrastruktur geprägt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende 2025 waren nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen 117,8 Millionen Menschen durch Verfolgung, Krieg, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen oder schwere öffentliche Unruhen vertrieben. Das waren 5,4 Millionen weniger als Ende 2024, ein Rückgang um vier Prozent. Weltweit war damit etwa jeder siebzigste Mensch auf der Flucht.</p>



<h2 id="h-ruckgang-durch-ruckkehr-in-fragile-lander" class="wp-block-heading"><span id="rueckgang-durch-rueckkehr-in-fragile-laender">Rückgang durch Rückkehr in fragile Länder</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückgang geht vor allem auf eine starke Zunahme von Rückkehrbewegungen zurück. UNHCR registrierte 2025 insgesamt 14,7 Millionen Rückkehrerinnen und Rückkehrer unter Flüchtlingen und Binnenvertriebenen. Viele dieser Bewegungen erfolgten jedoch nicht in stabile Verhältnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders Afghanistan, die Demokratische Republik Kongo, Sudan und Syrien prägten die Entwicklung. UNHCR weist darauf hin, dass zahlreiche Menschen in Regionen zurückkehrten, in denen weiterhin Gewalt herrscht oder grundlegende Versorgung fehlt. Der statistische Rückgang der Vertriebenenzahlen steht damit in einem Spannungsverhältnis zur tatsächlichen Lage vieler Betroffener.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast 4,4 Millionen Flüchtlinge kehrten 2025 in ihre Herkunftsländer zurück. Mehr als 90 Prozent dieser Rückkehrbewegungen entfielen auf Afghanistan, Syrien und Sudan. Zusätzlich wurden 10,3 Millionen Rückkehrerinnen und Rückkehrer unter Binnenvertriebenen registriert.</p>



<h2 id="h-sudan-und-kongo-pragen-afrikanische-fluchtdynamik" class="wp-block-heading"><span id="sudan-und-kongo-praegen-afrikanische-fluchtdynamik">Sudan und Kongo prägen afrikanische Fluchtdynamik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika bleibt stark von Vertreibung betroffen. In der Demokratischen Republik Kongo wurden 2025 rund 3,9 Millionen Menschen neu innerhalb des Landes vertrieben. Zugleich kehrten fast 3,6 Millionen Binnenvertriebene zurück. Viele dieser Rückkehrbewegungen standen im Zusammenhang mit der Schließung von Vertriebenensiedlungen rund um Goma und Nyiragongo nach der Machtübernahme lokaler De-facto-Autoritäten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23.jpeg" alt="" class="wp-image-13282 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-380x285.jpeg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Trotz der hohen Zahl an Rückkehrern blieben Ende 2025 in der Demokratischen Republik Kongo 5,7 Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben. Die Sicherheitslage im Osten verschlechterte sich weiter, insbesondere in Nord- und Südkivu. <a href="https://fokus-afrika.de/kagame-und-tshisekedi-unterzeichnen-friedensabkommen-zwischen-ruanda-und-dr-kongo-in-washington/" type="post" id="22648">Die Friedensabkommen von Washington</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/doha-abkommen-katar-vermittelt-zwischen-dr-kongo-und-afc-m23/" type="post" id="21998">Doha </a>haben sich bislang kaum in einer spürbaren Verbesserung für die Zivilbevölkerung niedergeschlagen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Auch Sudan bleibt eine der größten Fluchtkrisen weltweit.</a> Die Zahl der Binnenvertriebenen sank zwar von 11,6 Millionen Ende 2024 auf 9,1 Millionen Ende 2025. Der Rückgang hängt jedoch vor allem mit Rückkehrbewegungen nach Khartum und in östliche Landesteile zusammen, während die Kämpfe andernorts weitergingen. Allein durch die Eskalation in Nord-Darfur wurden 2025 erneut rund 492.400 Menschen vertrieben.</p>



<h2 id="h-flucht-findet-meist-in-der-nachbarschaft-statt" class="wp-block-heading"><span id="flucht-findet-meist-in-der-nachbarschaft-statt">Flucht findet meist in der Nachbarschaft statt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UNHCR betont, dass die meisten Flüchtlinge nicht in weit entfernte Industriestaaten gehen. Rund 65 Prozent der Flüchtlinge und anderer Menschen mit internationalem Schutzbedarf lebten Ende 2025 in Nachbarländern ihrer Herkunftsstaaten. Niedrig- und Mitteleinkommensländer beherbergten 68 Prozent dieser Gruppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den sechs größten Aufnahmeländern weltweit zählen zwei afrikanische Staaten. Uganda beherbergte 2,7 Millionen Flüchtlinge und andere Schutzbedürftige, Tschad 1,5 Millionen. Beide Länder tragen damit eine große Last in Regionen, die selbst von Armut, Unsicherheit und knappen Ressourcen geprägt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt waren Ende 2025 nach UNHCR-Angaben 41,6 Millionen Menschen Flüchtlinge oder gehörten vergleichbaren Schutzgruppen an. Hinzu kamen neun Millionen Asylsuchende, deren Verfahren noch nicht abgeschlossen waren. Binnenvertriebene stellten mit 68,7 Millionen Menschen die größte Gruppe der gewaltsam Vertriebenen.</p>



<h2 id="h-kinder-sind-uberproportional-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="kinder-sind-ueberproportional-betroffen">Kinder sind überproportional betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder machen 39 Prozent der Flüchtlinge, Menschen in flüchtlingsähnlichen Situationen und anderer international schutzbedürftiger Gruppen aus. Ihr Anteil liegt damit deutlich über ihrem Anteil an der Weltbevölkerung. Für viele von ihnen bedeutet Vertreibung den Verlust von Schule, familiärer Stabilität und sicheren Lebensbedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verwies darauf, dass hinter den Zahlen individuelle Schicksale stehen. „118 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Hinter dieser dramatischen Zahl stehen 118 Millionen Schicksale: Menschen, die ihre Heimat verlieren, weil sie in Schutt und Asche liegt. Familien, die lebenslang auseinandergerissen werden. Kinder, die ihre Kindheit verlieren und ohne Perspektive aufwachsen“, erklärte sie.</p>



<h2 id="h-entwicklungszusammenarbeit-als-teil-der-fluchtpolitik" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungszusammenarbeit-als-teil-der-fluchtpolitik">Entwicklungszusammenarbeit als Teil der Fluchtpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Ministerin zeigen die aktuellen Zahlen zugleich, dass sinkende Vertriebenenzahlen allein kein Erfolgskriterium sind. Viele Menschen kehrten in Länder zurück, die weiterhin von Konflikten und Instabilität geprägt sind. Deshalb müsse die internationale Gemeinschaft stärker an den Ursachen von Flucht ansetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für mich ist klar: es reicht nicht aus, nur auf die Folgen von Flucht zu reagieren. Wir müssen gemeinsam bei den Ursachen ansetzen“, erklärte Alabali Radovan. Entwicklungszusammenarbeit könne dazu beitragen, Perspektiven in Herkunfts- und Aufnahmeländern zu schaffen – etwa durch Bildung, Gesundheitsversorgung, Beschäftigungsmöglichkeiten und den Ausbau kommunaler Infrastruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tschad-deutschland-und-die-un-unterstuetzen-nachhaltige-integration-von-fluechtlingen/" type="post" id="12680">Gerade für afrikanische Aufnahmeländer wie Uganda oder Tschad gehe es nicht nur um humanitäre Hilfe, sondern auch um langfristige Investitionen in Schulen, Gesundheitsdienste und lokale Wirtschaftsentwicklung.</a> „Denn dort, wo Menschen Perspektiven auf eine Zukunft bekommen, muss niemand fliehen“, sagte die Ministerin.</p>



<h2 id="h-resettlement-bricht-ein" class="wp-block-heading"><span id="resettlement-bricht-ein">Resettlement bricht ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Befund des UNHCR-Berichts betrifft sichere Aufnahmewege. Die Zahl der Flüchtlinge, die über Resettlement oder Sponsoring-Programme in Drittstaaten aufgenommen wurden, fiel 2025 um mehr als die Hälfte. Insgesamt wurden 81.800 Menschen über solche Wege aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Rückgang steht einem deutlich höheren Bedarf gegenüber. UNHCR hatte für 2025 rund 2,9 Millionen Flüchtlinge mit Resettlement-Bedarf geschätzt. Die wichtigsten Aufnahmeländer in diesem Bereich waren Australien, Kanada, Frankreich und die Vereinigten Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/unhcr-warnt-vor-zwangsrueckfuehrungen-burundischer-fluechtlinge-aus-tansania/">Für Länder in Afrika, die große Flüchtlingsgruppen über viele Jahre aufnehmen, verschärft die geringe Zahl internationaler Aufnahmeplätze den Druck.</a> Viele Fluchtsituationen dauern inzwischen über Jahre oder Jahrzehnte an. UNHCR beziffert die Zahl der Flüchtlinge in langanhaltenden Situationen auf 24,9 Millionen.</p>



<h2 id="h-hilfe-allein-beendet-vertreibung-nicht" class="wp-block-heading"><span id="hilfe-allein-beendet-vertreibung-nicht">Hilfe allein beendet Vertreibung nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-fluechtlingskrise-verschaerft-sich/">Vertreibung bleibt eine langfristige Herausforderung.</a> In Ost- und Südafrika verbringen registrierte Flüchtlinge und Asylsuchende im Median fast 16 Jahre im Asylsystem. Familien mit fünf oder mehr Mitgliedern bleiben im Schnitt noch deutlich länger in einer solchen Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNHCR leitet daraus die Notwendigkeit ab, Flüchtlinge stärker in nationale Systeme einzubeziehen. Dazu gehören Bildung, Gesundheitsversorgung, Arbeitsmärkte, Ausweisdokumente, soziale Sicherung und lokale Wirtschaftsentwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sieht darin auch einen politischen Auftrag für die internationale Gemeinschaft. „Das ist gelebte Solidarität &#8211; und es ist eine Frage strategischer Vernunft: Wer Fluchtbewegungen nachhaltig verringern will, muss in Stabilität, Entwicklung und Partnerschaften investieren“, erklärte sie. Eine gerechtere und sicherere Welt entstehe nicht an Grenzen, sondern durch gemeinsame Verantwortung weit darüber hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/unhcr-weniger-vertriebene-weltweit-doch-118-millionen-menschen-bleiben-auf-der-flucht/">UNHCR: Weniger Vertriebene weltweit – doch 118 Millionen Menschen bleiben auf der Flucht</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">FARDC-M23</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Königin Máxima und Elke Büdenbender setzen Signal für Internationalen Strafgerichtshof</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/koenigin-maxima-und-elke-buedenbender-setzen-signal-fuer-internationalen-strafgerichtshof/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 18:45:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Königin Máxima und Elke Büdenbender haben den Internationalen Strafgerichtshof besucht. Der Termin setzte beim Staatsbesuch Steinmeiers ein deutsch-niederländisches Signal gegen Straflosigkeit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoenigin-maxima-und-elke-buedenbender-setzen-signal-fuer-internationalen-strafgerichtshof%2F&amp;action_name=K%C3%B6nigin%20M%C3%A1xima%20und%20Elke%20B%C3%BCdenbender%20setzen%20Signal%20f%C3%BCr%20Internationalen%20Strafgerichtshof&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/koenigin-maxima-und-elke-buedenbender-setzen-signal-fuer-internationalen-strafgerichtshof/">Königin Máxima und Elke Büdenbender setzen Signal für Internationalen Strafgerichtshof</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Königin Máxima der Niederlande und Elke Büdenbender haben den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag besucht und damit ein deutsch-niederländisches Signal gegen Straflosigkeit gesetzt. Der Besuch fand am 10. Juni im Rahmen des deutschen Staatsbesuchs in den Niederlanden statt. Am Gericht trafen sie ICC-Präsidentin Tomoko Akane und Kanzler Osvaldo Zavala Giler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Termin fiel in eine Phase, in der internationale Gerichte, das humanitäre Völkerrecht und die Ahndung schwerster Verbrechen wieder stärker im Zentrum europäischer Außenpolitik stehen. Der Internationale Strafgerichtshof verfolgt Personen, denen Völkermord, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder das Verbrechen der Aggression vorgeworfen werden. Deutschland und die Niederlande betonten mit dem Besuch ihre Unterstützung für gemeinsame Anstrengungen gegen Straflosigkeit.</p>



<h2 id="h-den-haag-als-ort-internationaler-justiz" class="wp-block-heading"><span id="den-haag-als-ort-internationaler-justiz">Den Haag als Ort internationaler Justiz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof hat seinen Sitz in Den Haag. Die Niederlande nehmen damit eine besondere Rolle in der internationalen Strafjustiz ein. Deutschland zählt zu den Staaten, die den Gerichtshof politisch und finanziell unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch von Königin Máxima und Elke Büdenbender war Teil des Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Ehefrau in den Niederlanden. Steinmeier reiste vom 9. bis 11. Juni auf Einladung von König Willem-Alexander in das Königreich. Der Staatsbesuch sollte die politischen, wirtschaftlichen und kulturell-historischen Beziehungen zwischen beiden Ländern unterstreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und die Niederlande arbeiten eng in der Europäischen Union, den Vereinten Nationen und der Nato zusammen. Wirtschaftlich sind beide Länder stark miteinander verflochten. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner der Niederlande, die Niederlande sind der drittgrößte Handelspartner Deutschlands.</p>



<h2 id="h-kampf-gegen-straflosigkeit-im-mittelpunkt" class="wp-block-heading"><span id="kampf-gegen-straflosigkeit-im-mittelpunkt">Kampf gegen Straflosigkeit im Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof wertete den Besuch als Ausdruck des fortgesetzten Engagements beider Länder im Kampf gegen Straflosigkeit. Gemeint sind schwerste Verbrechen, die die internationale Gemeinschaft als Ganzes betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gerichtshof steht für den Anspruch, dass mutmaßliche Täter schwerster internationaler Verbrechen nicht dauerhaft der Verantwortung entgehen sollen. Gerade in Kriegen und bewaffneten Konflikten ist diese Frage politisch umkämpft. Ermittlungen, Haftbefehle und Verfahren des ICC lösen regelmäßig diplomatische Spannungen aus, weil sie staatliches Handeln und militärische Verantwortung berühren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28076 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/20260610-VIP-visit-00_1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-staerkt-internationalem-strafgerichtshof-demonstrativ-den-ruecken/">Für Deutschland ist die Unterstützung internationaler Strafgerichtsbarkeit Teil einer Außenpolitik, die sich auf Völkerrecht, Menschenrechte und multilaterale Institutionen stützt.</a> Die Niederlande profilieren sich seit Jahrzehnten als Standort internationaler Gerichte und Institutionen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-steinmeier-warnt-vor-neuem-zeitalter-der-regellosigkeit" class="wp-block-heading"><span id="steinmeier-warnt-vor-neuem-zeitalter-der-regellosigkeit">Steinmeier warnt vor „neuem Zeitalter der Regellosigkeit“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der ICC-Termin fügte sich in die politische Botschaft des Staatsbesuchs ein. Steinmeier sprach beim Staatsbankett in Amsterdam von einem „doppelten Epochenbruch“, in dem die internationale Ordnung zerfalle und die Welt in ein „neues Zeitalter der Regellosigkeit“ geraten sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundespräsident nannte den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">russischen</a> Angriffskrieg gegen die Ukraine als Bruch mit dem Völkerrecht und Angriff auf die europäische Sicherheitsordnung. Zugleich sprach er von einer Entfremdung im transatlantischen Verhältnis. Was in Moskau und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Washington</a> geschehe, sei „nicht das Gleiche und auch nicht vergleichbar“, sagte Steinmeier. Die Folgen verlangten Europa jedoch viel ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Antwort forderte er ein engeres europäisches Zusammenstehen. Europa müsse militärisch stärker werden, „nicht um Krieg zu führen, sondern um Krieg zu verhindern“. Steinmeier verwies dabei auf das Deutsch-Niederländische Corps, das künftig Verantwortung für den Schutz der Nato-Ostgrenze im Baltikum übernehmen soll.</p>



<h2 id="h-gemeinsame-werte-als-leitmotiv-des-staatsbesuchs" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsame-werte-als-leitmotiv-des-staatsbesuchs">Gemeinsame Werte als Leitmotiv des Staatsbesuchs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Sicherheit und Verteidigung standen Erinnerungskultur, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Zusammenhalt im Zentrum des Staatsbesuchs. Steinmeier besuchte am ersten Tag das Nationale Holocaustmuseum in Amsterdam und sprach mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Staatsbankett erinnerte der Bundespräsident an die deutsche Besatzung der Niederlande während der NS-Zeit und an den langen Weg der Versöhnung. Die heutige Freundschaft zwischen Deutschland und den Niederlanden bezeichnete er als Ergebnis eines dichten Netzes gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Beziehungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier stellte diese Partnerschaft in den größeren europäischen Rahmen. Er warnte vor einem neuen Nationalismus und vor Kräften, die liberale Demokratie und ihre Institutionen schwächen wollten. Europa müsse sich auf Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Freiheit besinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch von Königin Máxima und Elke Büdenbender beim Internationalen Strafgerichtshof knüpfte an diese Linie an. Er verband die deutsch-niederländische Partnerschaft mit der Unterstützung für internationale Justiz in einer Zeit, in der Kriege, Straflosigkeit und politische Angriffe auf multilaterale Institutionen die internationale Ordnung belasten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wadephul nennt UN-Niederlage „herbe Enttäuschung“ und wirbt für mehr deutsche Präsenz in internationalen Organisationen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-nennt-un-niederlage-herbe-enttaeuschung-und-wirbt-fuer-mehr-deutsche-praesenz-in-internationalen-organisationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 13:34:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Rückschlag in New York richtet Berlin den Blick auf Personal und Einfluss: Außenminister Johann Wadephul wirbt für ein stärkeres deutsches Netzwerk in internationalen Organisationen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwadephul-nennt-un-niederlage-herbe-enttaeuschung-und-wirbt-fuer-mehr-deutsche-praesenz-in-internationalen-organisationen%2F&amp;action_name=Wadephul%20nennt%20UN-Niederlage%20%E2%80%9Eherbe%20Entt%C3%A4uschung%E2%80%9C%20und%20wirbt%20f%C3%BCr%20mehr%20deutsche%20Pr%C3%A4senz%20in%20internationalen%20Organisationen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will nach der gescheiterten Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen seine Präsenz in internationalen Organisationen und europäischen Institutionen ausbauen. Außenminister Johann Wadephul <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2774500-2774500">sprach</a> in Berlin von einer „herben Enttäuschung“, stellte aber zugleich klar, dass Deutschland an seinem multilateralen Kurs festhalten werde. Vor rund 600 deutschen Beschäftigten internationaler Organisationen warb er für ein stärkeres „Team Deutschland“ in den Institutionen, in denen internationale Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede hielt Wadephul am 8. Juni bei der 14. Konferenz für deutsche Beschäftigte internationaler Organisationen und europäischer Institutionen in Berlin. Es war das erste Präsenztreffen dieser Art seit acht Jahren. Im Zentrum standen die <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" type="post" id="27897">Folgen der deutschen Niederlage in New York</a>, die Reform internationaler Institutionen und die Frage, wie Deutschland seine personelle Vertretung in multilateralen Strukturen stärken kann.</p>



<h2 id="h-deutschland-halt-an-respect-justice-peace-fest" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-haelt-an-respect-justice-peace-fest">Deutschland hält an „Respect. Justice. Peace“ fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verband die Niederlage bei der Sicherheitsratswahl mit einem Bekenntnis zur internationalen Zusammenarbeit. Deutschland habe sich aus Überzeugung um den nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat beworben, sagte der Außenminister. <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-fordert-handlungsfaehige-un/" type="post" id="20355">Als einer der größten Unterstützer der Vereinten Nationen wolle die Bundesrepublik weiter Verantwortung für Frieden und Sicherheit übernehmen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kampagnenmotto „Respect. Justice. Peace“ beschrieb Wadephul als Teil des deutschen außenpolitischen Markenkerns. Deutschland bleibe ein verlässlicher Partner und werde weltweit Verantwortung übernehmen. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">Die Aussage war auch eine politische Reaktion auf das Scheitern der Kandidatur, das in Berlin als Rückschlag für die deutsche Außenpolitik wahrgenommen wurde.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat ist das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen für Fragen von Frieden und internationaler Sicherheit. Deutschland strebt seit Jahren eine stärkere Rolle in den Vereinten Nationen an und gehört zu den wichtigsten Beitragszahlern des Systems.</p>



<h2 id="h-deutsche-fachkrafte-als-strategische-ressource" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-fachkraefte-als-strategische-ressource">Deutsche Fachkräfte als strategische Ressource</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz rückte Wadephul die Rolle deutscher Beschäftigter in internationalen Organisationen in den Vordergrund. Sie arbeiteten unter anderem bei den Vereinten Nationen, der Nato, der Europäischen Union, an internationalen Gerichtshöfen, in Entwicklungsprogrammen, Sicherheitsorganisationen und in der humanitären Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister bezeichnete diese Fachkräfte als „strategische Ressource“ für Deutschland. Ihre Erfahrung aus internationalen Institutionen solle stärker in nationale Entscheidungsprozesse einfließen. Zugleich solle deutsche Expertise dort vertreten sein, wo internationale Entscheidungen vorbereitet würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben Wadephuls arbeiten derzeit rund 9.500 Deutsche in knapp 300 internationalen Organisationen und europäischen Institutionen. Diese Zahl sei beachtlich, gemessen am politischen und finanziellen Gewicht Deutschlands gebe es aber „noch Luft nach oben“.</p>



<h2 id="h-mehr-nachwuchs-fur-eu-nato-und-vereinte-nationen" class="wp-block-heading"><span id="mehr-nachwuchs-fuer-eu-nato-und-vereinte-nationen">Mehr Nachwuchs für EU, Nato und Vereinte Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul warb dafür, mehr Bewerberinnen und Bewerber aus Deutschland für Auswahlverfahren internationaler Organisationen zu gewinnen. Das gelte für die Europäische Union ebenso wie für die Nato, das Sekretariat der Vereinten Nationen und andere Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch innerhalb der Bundesregierung setze er sich regelmäßig für die Unterstützung deutscher Kandidaturen ein, sagte Wadephul. Das Auswärtige Amt wolle zudem Tätigkeiten in internationalen Organisationen für eigenes Personal attraktiver und leichter zugänglich machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister räumte ein, dass es für eine Institution nicht einfach sei, gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitweise abzugeben. Zugleich brächten sie bei einer Rückkehr wertvolle Erfahrungen mit, die für die deutsche Außenpolitik von großem Nutzen seien.</p>



<h2 id="h-multilateralismus-unter-reformdruck" class="wp-block-heading"><span id="multilateralismus-unter-reformdruck">Multilateralismus unter Reformdruck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul stellte die Personalfrage in einen größeren Zusammenhang. Internationale Krisen wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Krieg im Iran und die humanitäre Krise in Sudan zeigten, dass globale Probleme nicht von einzelnen Staaten gelöst werden könnten. Konflikte, Migration, Energiepreise, Lieferketten und Klimafolgen machten internationale Zusammenarbeit notwendig.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28060 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/UN-Sicherheitsrat_Wahl_in_New_York_-_2026-06_-_GRM9507.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig räumte der Außenminister Reformbedarf ein. <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" type="post" id="26282">Viele internationale Organisationen, darunter die Vereinten Nationen und die Europäische Union, müssten sich an neue geopolitische Realitäten anpassen.</a> Reformen könnten auch Personalkürzungen mit sich bringen. Entscheidend sei, dass deutsche Beschäftigte davon nicht überproportional betroffen seien.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verwies auch auf die Strukturreform des Auswärtigen Amts, die unmittelbar vor der Konferenz umgesetzt wurde. Das Ministerium solle die Anforderungen des heutigen strategischen Umfelds klarer abbilden. Eine ähnliche Anpassung sei auch für internationale und europäische Organisationen nötig.</p>



<h2 id="h-berlin-will-netzwerke-enger-nutzen" class="wp-block-heading"><span id="berlin-will-netzwerke-enger-nutzen">Berlin will Netzwerke enger nutzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz in Berlin sollte deutsche Beschäftigte aus internationalen Organisationen stärker miteinander und mit der Bundesregierung verbinden. Wadephul rief die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, die zwei Tage für Austausch, Kontakte und Zusammenarbeit zu nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff „Team Deutschland“ stand dabei für ein Netzwerk, das nicht nur über Dienststellen und Institutionen funktioniert, sondern über persönlichen Austausch, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung. Für die Bundesregierung ist dieses Netzwerk auch ein Instrument, um deutsche Interessen und Erfahrungen in internationalen Strukturen sichtbarer zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der außenpolitische Rückschlag in New York verändert damit nicht den deutschen Kurs, sondern verstärkt den Blick auf Personal, Netzwerke und Einfluss in multilateralen Institutionen. Wadephuls Botschaft in Berlin lautete: Deutschland will den Multilateralismus nicht nur verteidigen, sondern personell stärker mitgestalten.</p>
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			<media:description type="html">Am 2. Juni 2026 traf Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ihren deutschen Amtskollegen Johann Wadephul anlässlich der UN-Sicherheitsrat Wahl in New York. Foto: © BMEIA/ Michael Gruber</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Zentralafrika steht trotz politischer Fortschritte unter wachsendem Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/zentralafrika-steht-trotz-politischer-fortschritte-unter-wachsendem-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 00:06:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zentralafrika macht politische Fortschritte, doch Sudan-Krieg, Boko Haram, Vertreibung und Ebola setzen die Region unter Druck. Im UN-Sicherheitsrat wächst die Sorge, dass militärische Antworten allein nicht reichen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fzentralafrika-steht-trotz-politischer-fortschritte-unter-wachsendem-druck%2F&amp;action_name=Zentralafrika%20steht%20trotz%20politischer%20Fortschritte%20unter%20wachsendem%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat sieht Zentralafrika trotz politischer Fortschritte vor einer wachsenden Sicherheits- und humanitären Krise. Am Dienstag <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16381.doc.htm">befasste</a> sich das Gremium in New York mit der Lage in der Region und der Arbeit des UN-Regionalbüros für Zentralafrika. Im Zentrum standen die Folgen des Krieges im Sudan, Angriffe von Boko-Haram-nahen Gruppen im Tschadseebecken, Einschränkungen politischer Freiheiten und ein Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo. UN-Vertreterin Martha Ama Akyaa Pobee warnte, militärische Antworten allein könnten die Krise nicht lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pobee, Beigeordnete Generalsekretärin für politische Angelegenheiten sowie Friedensaufbau und Friedenseinsätze, verwies auf Fortschritte bei Wahlen und regionaler Zusammenarbeit. Zugleich beschrieb sie eine Lage, in der Vertreibung, Terrorismus, wirtschaftlicher Druck und eingeschränkte Bürgerrechte mehrere Staaten gleichzeitig belasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Zwei Brennpunkte der Instabilität ragen in Zentralafrika heraus: der Osten des Tschad und die Tschadseeregion“, sagte Pobee vor dem Sicherheitsrat.</p>



<h2 id="h-sudans-krieg-belastet-den-tschad" class="wp-block-heading"><span id="sudans-krieg-belastet-den-tschad">Sudans Krieg belastet den Tschad</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg im Sudan wirkt immer stärker über die Landesgrenzen hinaus.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/" type="post" id="20996">Seit April 2023 sind mehr als 900.000 sudanesische Flüchtlinge und 300.000 tschadische Rückkehrer in den Tschad gekommen.</a> Das belastet staatliche Strukturen, lokale Versorgung und das soziale Gefüge in den östlichen Provinzen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tschad zählt damit zu den Staaten, die die Folgen des Sudan-Krieges unmittelbar tragen. Die Aufnahme von mehr als 1,2 Millionen Menschen trifft auf eine bereits angespannte humanitäre Lage. Vertreter mehrerer Staaten warnten im Sicherheitsrat, dass Vertreibung, Hunger, Krankheit und fehlende Grundversorgung in Zentralafrika immer stärker zusammenlaufen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="440" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb.jpeg" alt="" class="wp-image-28050 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb-300x189.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb-380x239.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter der Demokratischen Republik Kongo, der auch für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> sprach, forderte mehr internationale Unterstützung für den Tschad und andere betroffene Länder. Millionen Menschen seien von Vertreibung, Ernährungsunsicherheit, Epidemien und fehlenden Basisdiensten betroffen. „Dialog, Zusammenarbeit und die von den Afrikanern selbst gegebenen Antworten, unterstützt durch internationale Partner, sind der wirksame Weg zu Frieden, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung“, sagte Botschafter Zenon Ngay Mukongo.</p>
</div></div>



<h2 id="h-boko-haram-bleibt-bedrohung-im-tschadseebecken" class="wp-block-heading"><span id="boko-haram-bleibt-bedrohung-im-tschadseebecken">Boko Haram bleibt Bedrohung im Tschadseebecken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Druck aus dem Sudan bleibt das Tschadseebecken ein zweiter Krisenraum. In Teilen Kameruns und des Tschad leiden Zivilisten weiter unter Angriffen und Menschenrechtsverletzungen durch Boko-Haram-nahe Gruppen und Abspaltungen. <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/" type="post" id="26116">Die Milizen nutzen schwache staatliche Präsenz, ungesicherte Grenzräume und die schwierige Lage vieler Gemeinden aus.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Pobee bezeichnete die Multinationale Gemeinsame Einsatztruppe als wichtiges regionales Instrument gegen gewalttätigen Extremismus. An der Truppe beteiligen sich Kamerun, Tschad, Nigeria und Benin. Sie soll Boko Haram und den sogenannten Islamischen Staat in Westafrika im Tschadseebecken bekämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Vertreterin machte zugleich deutlich, dass Sicherheitsoperationen nicht ausreichen. Die Region brauche auch grenzüberschreitende Entwicklungsprogramme, funktionierende lokale Verwaltung, Jobs, Bildung und Unterstützung für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Internationale Partner und Entwicklungsbanken müssten die Programme der Tschadseebecken-Kommission stärker finanzieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="517" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5.jpeg" alt="" class="wp-image-28051 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5-300x222.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5-380x281.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-erklaeren-afrika-zum-schwerpunkt-ihrer-anti-terror-strategie/" type="post" id="27256">Die Vereinigten Staaten hoben im Sicherheitsrat ihre Zusammenarbeit mit Staaten der Region hervor.</a> Der stellvertretende US-Botschafter Jeffrey Bartos verurteilte die Gewalt von Boko Haram, ISIS-Westafrika und anderen Terrorgruppen. Er erklärte, die USA und Nigeria hätten kürzlich eine gemeinsame Operation zur Tötung von Abu Bilal Al-Minuki ausgeführt, den er als globalen Stellvertreter des sogenannten Islamischen Staates bezeichnete.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">Russland bot seinerseits an, die Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus fortzusetzen. </a>Die stellvertretende Botschafterin Anna M. Evstigneeva äußerte Sorge über die Verlagerung ausländischer terroristischer Kämpfer nach Afrika und verwies zugleich auf Schuldenlasten und wirtschaftliche Abhängigkeiten afrikanischer Staaten.</p>



<h2 id="h-einschrankungen-politischer-freiheiten-bereiten-sorge" class="wp-block-heading"><span id="einschraenkungen-politischer-freiheiten-bereiten-sorge">Einschränkungen politischer Freiheiten bereiten Sorge</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten im Sicherheitsrat warnten vor einem enger werdenden politischen Raum in Zentralafrika. Pobee sprach von einem besorgniserregenden Trend zunehmender Einschränkungen ziviler und politischer Rechte in mehreren Teilen der Region. Wenn dieser Trend nicht umgekehrt werde, könne er langfristige Stabilität gefährden und Konflikte begünstigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verwies unter anderem auf politische Vergeltung im Tschad und Einschränkungen sozialer Medien in Gabun. Frankreichs Vertreter betonte, offene und inklusive politische Räume sowie die Achtung der Menschenrechte seien für Stabilität notwendig. Auch Lettland, Panama, Dänemark, Griechenland und Kolumbien stellten den Zusammenhang zwischen Sicherheit, Regierungsführung, Klima, Hunger und Vertreibung heraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China hob dagegen die politischen Fortschritte mehrerer Staaten der Region hervor. Dazu zählte der chinesische Vertreter die Präsidentschaftswahl in der Republik Kongo, den Abschluss des politischen Übergangs in Gabun, Fortschritte im Tschad nach der Übergangsphase und die Vorbereitung von Wahlen in São Tomé und Príncipe. Peking unterstütze die Staaten der Region dabei, auf die Stimmen ihrer Bevölkerung zu hören und Sicherheit wiederherzustellen.</p>



<h2 id="h-ebola-ausbruch-verscharft-lage-im-osten-kongos" class="wp-block-heading"><span id="ebola-ausbruch-verschaerft-lage-im-osten-kongos">Ebola-Ausbruch verschärft Lage im Osten Kongos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat befasste sich auch mit Gesundheitsrisiken in der Region. Der jüngste Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo bereitet mehreren Staaten Sorge, weil der Konflikt in dieser Region die Eindämmung erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der britische Vertreter Archibald Young sagte, der Konflikt im Osten Kongos mache die Ebola-Reaktion schwieriger. Großbritannien stellt 26 Millionen Dollar für die Weltgesundheitsorganisation, die Vereinten Nationen und Partner bereit. Das Geld soll Krankheitsüberwachung, Gesundheitspersonal, Infektionsschutz und den Zugang betroffener Gemeinden zu lebensrettender Versorgung unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">London verwies außerdem auf zusätzliche regionale humanitäre Hilfe in Höhe von 55 Millionen Dollar. Der britische Vertreter nannte auch Klimawandel, Terrorismus und die Folgen des Sudan-Krieges als Faktoren, die Unsicherheit und Vertreibung in Zentralafrika weiter verschärfen.</p>



<h2 id="h-unoca-bleibt-diplomatischer-knotenpunkt" class="wp-block-heading"><span id="unoca-bleibt-diplomatischer-knotenpunkt">UNOCA bleibt diplomatischer Knotenpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das UN-Regionalbüro für Zentralafrika, UNOCA, soll Konflikte früh erkennen, Vermittlung unterstützen und regionale Zusammenarbeit fördern. Sein Mandat läuft bis Ende August 2027. Der Sicherheitsrat diskutierte die Lage auf Grundlage des jüngsten Halbjahresberichts des UN-Generalsekretärs.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="415" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266.jpeg" alt="" class="wp-image-28052 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266-300x178.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266-380x225.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Ratsmitglieder unterstützten die Arbeit von UNOCA und die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union, der Wirtschaftsgemeinschaft der zentralafrikanischen Staaten, der Tschadseebecken-Kommission und weiteren Partnern. Der Vertreter Pakistans forderte eine verlässliche Finanzierung regionaler Initiativen. Die Demokratische Republik Kongo, Liberia und Somalia betonten, Sicherheitsmaßnahmen müssten mit Stabilisierung, Wiederaufbau, Entwicklung und der Verhinderung von Rekrutierung verbunden werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte breite Unterstützung für regionale Sicherheitskooperation, humanitäre Hilfe und diplomatische Vermittlung. Zugleich traten unterschiedliche Akzente hervor: Einige Staaten betonten Menschenrechte, Klima und politische Freiheiten. Andere stellten nationale Souveränität, Terrorismusbekämpfung und wirtschaftliche Ursachen von Instabilität stärker in den Vordergrund.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Proteste vor UN-Büros in Tripolis: &#8220;Libyen nur für Libyer&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/proteste-vor-un-bueros-in-tripolis-libyen-nur-fuer-libyer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 22:25:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
		<category><![CDATA[UNSMIL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Proteste vor UN-Büros in Tripolis: Demonstrierende werfen dem UNHCR Ansiedlungspläne für Migranten in Libyen vor. Die UN weist die Vorwürfe als „vollständig falsch“ zurück.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fproteste-vor-un-bueros-in-tripolis-libyen-nur-fuer-libyer%2F&amp;action_name=Proteste%20vor%20UN-B%C3%BCros%20in%20Tripolis%3A%20%26%238220%3BLibyen%20nur%20f%C3%BCr%20Libyer%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Proteste gegen irreguläre Migration haben in Tripolis UN-Einrichtungen getroffen und die Vereinten Nationen zu einer öffentlichen Dementierung angeblicher Ansiedlungspläne für Migranten in Libyen veranlasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demonstrierende blockierten den Sitz des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR und richteten sich auch gegen ein nahegelegenes Büro der UN-Unterstützungsmission in Libyen. UNSMIL erklärte, Behauptungen über UN-Programme zur dauerhaften Ansiedlung von Migranten in Libyen seien „vollständig falsch“.</p>



<h2 id="h-proteste-richten-sich-gegen-unhcr-und-unsmil" class="wp-block-heading"><span id="proteste-richten-sich-gegen-unhcr-und-unsmil">Proteste richten sich gegen UNHCR und UNSMIL</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hunderte Menschen versammelten sich vor dem UNHCR-Büro in Tripolis. Nach Angaben lokaler Medien und Augenzeugen wurde der Betrieb der Einrichtung blockiert. Auf Schildern standen Parolen wie „Libyen ist nicht die Mülltonne der Welt“. Demonstrierende warfen dem UNHCR vor, Migranten dauerhaft im Land ansiedeln zu wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Sprechchören hieß es unter anderem „Libyen nur für Libyer“ und „Nein zu Eindringlingen in unserem Land, schafft sie hinaus“. Die Proteste richteten sich vor allem gegen irreguläre Migration und gegen die Rolle internationaler Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL erklärte, die Mission habe die Demonstrationen vor ihrem Hauptquartier und vor dem UNHCR-Büro zur Kenntnis genommen. Libyerinnen und Libyer hätten das Recht, Zugang zu korrekten Informationen zu erhalten und ihre Ansichten friedlich im Rahmen libyschen und internationalen Rechts zu äußern.</p>



<h2 id="h-un-spricht-von-falschen-behauptungen" class="wp-block-heading"><span id="un-spricht-von-falschen-behauptungen">UN spricht von falschen Behauptungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Mission wies den Vorwurf zurück, UN-Organisationen betrieben Programme zur Ansiedlung von Migranten in Libyen. Kein UN-Organ, auch nicht UNHCR, setze Programme um, die auf eine dauerhafte Unterbringung oder Ansiedlung von Migranten in Libyen zielten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27955 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL erklärte, UNHCR arbeite mit den libyschen Behörden und der internationalen Gemeinschaft zusammen, um Lösungen für Menschen zu finden, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen. <a href="https://fokus-afrika.de/ruanda-nimmt-164-fluechtlinge-aus-libyen-auf/" type="post" id="25176">Dazu gehörten Evakuierungen in Drittstaaten und freiwillige Rückkehr in Herkunftsländer, wenn die Bedingungen dies erlaubten.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Vertreter äußerten zugleich Sorge über Drohungen gegen Mitarbeitende. Die Mission betonte, dass humanitäre Arbeit und Schutzmaßnahmen nicht durch Falschinformationen gefährdet werden dürften.</p>



<h2 id="h-libyen-bleibt-transitland-fur-migration-nach-europa" class="wp-block-heading"><span id="libyen-bleibt-transitland-fuer-migration-nach-europa">Libyen bleibt Transitland für Migration nach Europa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen ist seit Jahren eines der wichtigsten Transitländer für Menschen, die aus afrikanischen Staaten südlich der Sahara, aus anderen Regionen Afrikas und aus Teilen Asiens nach Europa gelangen wollen. Das Land liegt an zentralen Routen über das zentrale Mittelmeer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Sturz Muammar al-Gaddafis 2011 ist Libyen politisch zersplittert. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-unterstuetzt-neuen-fahrplan-fuer-libyen/" type="post" id="19634">Rivalisierende Machtzentren, bewaffnete Gruppen, Schmuggelnetzwerke und schwache staatliche Strukturen prägen weite Teile des Landes.</a> Diese Lage hat die Kontrolle von Grenzen, Häfen und Migrationsrouten erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schätzungen gehen von mehr als 900.000 Migrantinnen und Migranten in Libyen aus. Viele leben in prekären Verhältnissen, andere werden in Haftzentren festgehalten oder geraten in die Hände von Schleusern und kriminellen Netzwerken. Zugleich wächst in Teilen der libyschen Bevölkerung der Druck auf Behörden und internationale Organisationen, irreguläre Migration stärker zu begrenzen.</p>



<h2 id="h-migrationsdebatte-verscharft-innenpolitischen-druck" class="wp-block-heading"><span id="migrationsdebatte-verschaerft-innenpolitischen-druck">Migrationsdebatte verschärft innenpolitischen Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste in Tripolis zeigen, wie stark Migration in Libyen inzwischen mit Fragen von Sicherheit, Souveränität, wirtschaftlichem Druck und öffentlicher Ordnung verbunden wird. Viele Libyerinnen und Libyer verbinden irreguläre Migration mit Kriminalitätsängsten, Belastungen für lokale Gemeinden und der Sorge, das Land könne dauerhaft zur Aufnahmezone für Migranten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sorge wird durch Behauptungen über angebliche Ansiedlungspläne internationaler Organisationen verstärkt. UNSMIL stellte dem entgegen, dass UNHCR nicht an einer dauerhaften Niederlassung von Migranten in Libyen arbeite, sondern an Schutz, Evakuierung und freiwilliger Rückkehr.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">UNSMIL refutes allegations of migrant resettlement to Libya<br>TRIPOLI—The United Nations Support Mission in Libya (UNSMIL) has taken note of the demonstrations held outside its offices and the offices of the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR). The United Nations… <a href="https://t.co/EU7QrcvmrR">pic.twitter.com/EU7QrcvmrR</a></p>&mdash; UNSMIL (@UNSMILibya) <a href="https://x.com/UNSMILibya/status/2062595006347554979?ref_src=twsrc%5Etfw">June 4, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, weil in sozialen Netzwerken Vergleiche zu Spannungen in Südafrika gezogen wurden. <a href="https://fokus-afrika.de/fremdenfeindlichkeit-in-suedafrika-eskaliert-nigeria-reagiert-auf-zwei-getoetete-staatsbuerger/" type="post" id="27059">Dort hat die Migrationsfrage ebenfalls Proteste, politische Debatten und diplomatische Reaktionen ausgelöst.</a></p>



<h2 id="h-humanitare-arbeit-unter-wachsendem-misstrauen" class="wp-block-heading"><span id="humanitaere-arbeit-unter-wachsendem-misstrauen">Humanitäre Arbeit unter wachsendem Misstrauen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UNHCR ist in Libyen seit Jahren in einem schwierigen Umfeld tätig. Die Organisation betreut Geflüchtete, Asylsuchende und besonders schutzbedürftige Menschen, während die libyschen Behörden mit irregulärer Migration, Sicherheitsproblemen und internationalem Druck umgehen müssen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27956 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Proteste verschärfen das Misstrauen gegenüber internationalen Organisationen. Für die UN liegt der Schwerpunkt nun darauf, die Vorwürfe öffentlich zurückzuweisen und zugleich den Zugang zu Schutzmechanismen, freiwilliger Rückkehr und Evakuierung aufrechtzuerhalten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL erklärte, die Vereinten Nationen arbeiteten weiter mit libyschen Institutionen zusammen. Die Mission verwies dabei auf die Verantwortung, friedliche Meinungsäußerung zu respektieren und zugleich falschen Behauptungen über die Arbeit der UN entgegenzutreten.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fproteste-vor-un-bueros-in-tripolis-libyen-nur-fuer-libyer%2F&amp;action_name=Proteste%20vor%20UN-B%C3%BCros%20in%20Tripolis%3A%20%26%238220%3BLibyen%20nur%20f%C3%BCr%20Libyer%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/proteste-vor-un-bueros-in-tripolis-libyen-nur-fuer-libyer/">Proteste vor UN-Büros in Tripolis: &#8220;Libyen nur für Libyer&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">P0146700005H</media:title>
			<media:description type="html">Between January and August, nearly 20,000 people made the perilous overland journey to the coasts of Libya or Tunisia, to cross the Mediterranean and land on Italy&#039;s southernmost territory, the islet of Lampedusa. Many have already spent weeks, months and even years on the road and once on the coast, must entrust what little money they have left to the local criminal syndicates that traffic in human beings, and smaller and ever more dangerous boats..On land, after triage by the Medecins Sans Frontieres crew, the new arrivals are quickly loaded onto buses and ferried to the reception centre rebuilt a year ago with European Union subsidies, where  migrants are given clean clothes, shoes and a telephone card. They are photographed, identified (if possible) and after a few days&#039; rest, are sent, by air, ferry or hydrofoil to one of Italy&#039;s mainland centres, where they await the process of applications for papers and asylum.</media:description>
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			<media:title type="html">Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>165 Staaten für Afrika-Resolution – USA stimmen dagegen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/165-staaten-fuer-afrika-resolution-usa-stimmen-dagegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 20:50:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27950</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die UN fordert Frieden durch Entwicklung in Afrika. Gleichzeitig fehlen Milliarden für Friedensmissionen – und immer mehr Staaten umgehen das UN-System komplett.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F165-staaten-fuer-afrika-resolution-usa-stimmen-dagegen%2F&amp;action_name=165%20Staaten%20f%C3%BCr%20Afrika-Resolution%20%E2%80%93%20USA%20stimmen%20dagegen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/165-staaten-fuer-afrika-resolution-usa-stimmen-dagegen/">165 Staaten für Afrika-Resolution – USA stimmen dagegen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Vollversammlung hat eine Resolution verabschiedet, die nachhaltige Entwicklung als Grundlage für Frieden in Afrika definiert. 165 Staaten stimmten dafür, die USA dagegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Resolutionstext verbindet Armutsbekämpfung, Staatsaufbau und Konfliktprävention. Doch parallel zeigt eine <a href="https://issafrica.org/iss-today/peacekeeping-funding-cuts-mean-africa-must-rethink-security">Analyse</a> des Institute for Security Studies (ISS), wie weit Anspruch und Realität auseinanderliegen: Friedensmissionen sind chronisch unterfinanziert, die Afrikanische Union kämpft mit Finanzierungslücken, und immer mehr Staaten setzen auf private oder bilaterale Sicherheitsmodelle statt auf die UN.</p>



<h2 id="h-grosse-mehrheit-geringe-wirkungsmacht" class="wp-block-heading"><span id="grosse-mehrheit-geringe-wirkungsmacht">Große Mehrheit, geringe Wirkungsmacht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution „Förderung dauerhaften Friedens durch nachhaltige Entwicklung in Afrika“ wurde von Uruguay im Namen der Gruppe der 77 und China eingebracht. Sie gehört zu den regelmäßigen Afrika-Resolutionen der Vollversammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern der <a href="https://docs.un.org/en/A/80/L.70">Vorlage</a>: Konflikte entstehen nicht nur durch Waffen, sondern durch Armut, schwache Institutionen, Korruption, Arbeitslosigkeit und fehlende wirtschaftliche Perspektiven. Deshalb fordert die Resolution Investitionen in Staatsaufbau, Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung und regionale Integration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA lehnten den Text ab. Ihre Vertreterin sprach von „problematischen Formulierungen“, die nichts zum Kernauftrag der UN beitrügen. Der Widerspruch reicht jedoch tiefer: Während die Vollversammlung Entwicklung zur Friedensstrategie erklärt, geraten genau die Instrumente unter Druck, die Konflikte kurzfristig eindämmen sollen.</p>



<h2 id="h-frieden-kostet-wenig-und-selbst-das-wird-knapp" class="wp-block-heading"><span id="frieden-kostet-wenig-und-selbst-das-wird-knapp">Frieden kostet wenig – und selbst das wird knapp</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut ISS liegt das gesamte UN-Friedenssicherungsbudget bei nur 5,6 Milliarden US-Dollar – weniger als 0,2 Prozent der weltweiten Militärausgaben. <a href="https://fokus-afrika.de/blauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt/" type="post" id="27781">Afrika stellt mehr als die Hälfte aller Blauhelmsoldaten, finanziert aber nur einen kleinen Teil des Systems.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders problematisch: <a href="https://fokus-afrika.de/usa-setzen-un-unter-reformdruck-und-nehmen-minurso-ins-visier/" type="post" id="25895">Die USA schulden den UN rund 1,8 Milliarden Dollar an ausstehenden Beiträgen. </a>Gleichzeitig diskutiert der US-Kongress weitere Kürzungen. Für das kommende Jahr steht sogar eine Reduzierung der US-Mittel um 60 Prozent im Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit trifft die Finanzkrise genau jene Missionen, die die Resolution indirekt voraussetzt. Denn Entwicklungsprogramme funktionieren kaum dort, wo Staaten Territorium verlieren oder bewaffnete Gruppen ganze Regionen kontrollieren.</p>



<h2 id="h-die-au-soll-mehr-verantwortung-tragen-ohne-verlassliches-geld" class="wp-block-heading"><span id="die-au-soll-mehr-verantwortung-tragen-ohne-verlaessliches-geld">Die AU soll mehr Verantwortung tragen – ohne verlässliches Geld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution setzt stark auf afrikanische Eigenverantwortung und verweist auf die Agenda 2063 der Afrikanischen Union. Doch gerade die AU bleibt finanziell abhängig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar beschloss der UN-Sicherheitsrat Ende 2023 mit Resolution 2719 einen Mechanismus zur Finanzierung AU-geführter Friedenseinsätze über UN-Beiträge. Umgesetzt wurde er bislang nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folge: AU-Missionen hängen weiter von freiwilligen Gebern ab. Zahlungen kommen verspätet, Einsätze bleiben unsicher planbar. Der AU-Friedensfonds umfasst zwar 400 Millionen Dollar, es wurden daraus bisher aber nur wenige Millionen für frühe Krisenreaktionen ausgezahlt. Die Resolution fordert also mehr afrikanische Verantwortung – ohne die strukturellen Finanzprobleme zu lösen.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrealitat-entfernt-sich-vom-un-modell" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrealitaet-entfernt-sich-vom-un-modell">Sicherheitsrealität entfernt sich vom UN-Modell</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während die UN auf multilaterale Friedenssicherung setzt, entstehen längst parallele Sicherheitsstrukturen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-25371 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die ISS-Analyse beschreibt eine Verschiebung hin zu bilateralen Einsätzen, regionalen Militärkooperationen und privaten Sicherheitsakteuren. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-ruandische-truppen-im-kampf-gegen-terrorismus-in-mosambik/" type="post" id="12663">Ruandische Truppen sichern Nordmosambik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-entsendet-polizisten-nach-haiti/" type="post" id="26228">Kenia entsendet Kräfte nach Haiti</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Russland operiert über Wagner- beziehungsweise Africa-Corps-Strukturen in Mali</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/" type="post" id="27692">Vereinigten Arabischen Emirate unterstützen Söldner im Sudan.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Modelle sind oft schneller und politisch flexibler als UN-Missionen. Gleichzeitig umgehen sie internationale Kontrollmechanismen und schwächen multilaterale Strukturen weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier zeigt sich die Schwäche der Resolution: Sie beschreibt einen koordinierten internationalen Ansatz, während die Sicherheitsordnung in Afrika zunehmend fragmentiert wird.</p>



<h2 id="h-entwicklung-bleibt-ohne-sicherheit-begrenzt" class="wp-block-heading"><span id="entwicklung-bleibt-ohne-sicherheit-begrenzt">Entwicklung bleibt ohne Sicherheit begrenzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vollversammlung fordert bessere Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit, Jugendbeschäftigung und stärkere Institutionen. Das ISS verweist dagegen auf die operative Realität vieler Staaten: Grenzsicherung, Aufstandsbekämpfung und Schutz ländlicher Räume funktionieren oft nur eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit treffen zwei Ebenen aufeinander. Die Resolution formuliert langfristige politische Ziele. Die Realität scheitert an akuten Mangel an Geld, Personal und belastbaren Sicherheitsstrukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beides widerspricht sich nicht – zeigt aber das zentrale Problem internationaler Afrika-Politik: Frieden soll durch Entwicklung entstehen, doch vielerorts fehlt bereits die Stabilität, um Entwicklung überhaupt umzusetzen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland scheitert mit Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat – Merz enttäuscht vom Ausgang</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 18:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27897</guid>

					<description><![CDATA[<p>Deutschland verpasst den Einzug in den UN-Sicherheitsrat. Portugal und Österreich gewinnen die beiden westlichen Sitze, während Berlin seine Rolle in den Vereinten Nationen neu behaupten muss.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang%2F&amp;action_name=Deutschland%20scheitert%20mit%20Bewerbung%20f%C3%BCr%20den%20UN-Sicherheitsrat%20%E2%80%93%20Merz%20entt%C3%A4uscht%20vom%20Ausgang&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/">Deutschland scheitert mit Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat – Merz enttäuscht vom Ausgang</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat die Rückkehr in den UN-Sicherheitsrat verpasst und ist bei der Wahl der nichtständigen Mitglieder hinter Portugal und Österreich zurückgeblieben. Die Abstimmung fand am Mittwoch, den 3. Juni 2026, in der UN-Generalversammlung in New York statt. Portugal und Österreich erhielten die beiden Sitze der westlichen Staatengruppe für die Periode 2027/2028. Bundeskanzler Friedrich Merz räumte die Niederlage ein, bekräftigte aber Deutschlands Rolle im multilateralen System.</p>



<h2 id="h-portugal-und-osterreich-setzen-sich-gegen-deutschland-durch" class="wp-block-heading"><span id="portugal-und-oesterreich-setzen-sich-gegen-deutschland-durch">Portugal und Österreich setzen sich gegen Deutschland durch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">In der Gruppe der westeuropäischen und anderen Staaten konkurrierten drei Länder um zwei Sitze.</a> Portugal erhielt 134 Stimmen, Österreich kam auf 131 Stimmen. Deutschland erreichte 104 Stimmen und verfehlte damit den Einzug in das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Portugal und Österreich wurden Kirgisistan, Trinidad und Tobago sowie Simbabwe in den Sicherheitsrat gewählt. Die neuen Mitglieder treten ihr Mandat am 1. Januar 2027 an und gehören dem Rat bis Ende 2028 an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland ist das Ergebnis eine diplomatische Niederlage. Die Bundesregierung hatte ihre Kandidatur unter das Motto „Respect – Justice – Peace“ gestellt und in den vergangenen Monaten für eine Rückkehr in den Sicherheitsrat geworben. Außenminister Johann Wadephul war zur Wahl nach New York gereist.</p>



<h2 id="h-merz-gratuliert-portugal-und-osterreich" class="wp-block-heading"><span id="merz-gratuliert-portugal-und-oesterreich">Merz gratuliert Portugal und Österreich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz reagierte mit einer kurzen Erklärung auf das Ergebnis. „Wir haben uns mit Überzeugung beworben. Wir haben das Ziel nicht erreicht“, erklärte der Kanzler nach Angaben des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz gratulierte allen gewählten Staaten und hob Portugal und Österreich besonders hervor. Mit beiden Ländern verbinde Deutschland „eine enge europäische Partnerschaft und die gemeinsame Verantwortung in den Vereinten Nationen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kanzler verband die Niederlage nicht mit einem Rückzug aus der UN-Politik. „Die Aufgaben, die uns in den Vereinten Nationen gestellt sind, ändern sich durch dieses Ergebnis nicht“, erklärte Merz. Deutschland bleibe „ein verlässlicher Stützpfeiler des multilateralen Systems“.</p>



<h2 id="h-deutschland-wollte-an-fruhere-ratsarbeit-anknupfen" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-wollte-an-fruehere-ratsarbeit-anknuepfen">Deutschland wollte an frühere Ratsarbeit anknüpfen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland war bislang sechsmal nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats, zuletzt in den Jahren 2019 und 2020. Damals setzte die Bundesregierung unter anderem auf den Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten, humanitäres Völkerrecht, die Rolle von Frauen in Friedensprozessen sowie den Zusammenhang von Klima und Sicherheit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27710 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139834.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit der neuen Kandidatur wollte Berlin an dieses Profil anschließen. <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat/" type="post" id="27892">Die Bundesregierung hatte Konfliktprävention, Krisenlösung, Friedensmissionen und die Stärkung der UN-Charta als Schwerpunkte genannt.</a> Wadephul hatte in New York betont, Deutschland wolle sein politisches Gewicht in globale Krisen einbringen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat besteht aus fünf ständigen Mitgliedern mit Vetorecht und zehn nichtständigen Mitgliedern, die jeweils für zwei Jahre gewählt werden. Die ständigen Mitglieder sind die USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien. Der Rat kann Sanktionen beschließen, Friedensmissionen mandatieren und völkerrechtlich bindende Entscheidungen treffen.</p>



<h2 id="h-simbabwe-zieht-fur-afrika-in-den-rat-ein" class="wp-block-heading"><span id="simbabwe-zieht-fuer-afrika-in-den-rat-ein">Simbabwe zieht für Afrika in den Rat ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/simbabwe/" type="category" id="47">Simbabwe</a> zieht ein afrikanischer Staat für die Periode 2027/2028 neu in den Sicherheitsrat ein. Das Land ersetzt Somalia auf dem für die afrikanische Gruppe vorgesehenen Sitz. Zusammen mit der Demokratischen Republik Kongo und Liberia wird Simbabwe 2027 zur afrikanischen Dreiergruppe im Sicherheitsrat gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Themen bleiben damit auch in der kommenden Amtsperiode ein fester Bestandteil der Ratsagenda. Der Sicherheitsrat befasst sich regelmäßig mit Mandaten für UN-Missionen, Sanktionen, politischen Übergangsprozessen und dem Schutz der Zivilbevölkerung in Staaten wie Sudan, Südsudan, Libyen, der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo. Auch die Sicherheitslage im Sahel bleibt ein wiederkehrendes Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammensetzung des Rates verändert sich damit zum Jahreswechsel. Portugal und Österreich ersetzen Dänemark und Griechenland, Kirgisistan ersetzt Pakistan, Trinidad und Tobago übernimmt den Sitz von Panama, Simbabwe folgt auf Somalia. Bahrain, Kolumbien, die Demokratische Republik Kongo, Lettland und Liberia bleiben bis Ende 2027 nichtständige Mitglieder.</p>



<h2 id="h-berlin-verweist-auf-langfristige-wirkung-der-kampagne" class="wp-block-heading"><span id="berlin-verweist-auf-langfristige-wirkung-der-kampagne">Berlin verweist auf langfristige Wirkung der Kampagne</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/" type="post" id="26884">Merz dankte den Beteiligten der deutschen Bewerbung, darunter dem Auswärtigen Amt, den Auslandsvertretungen und den Gesprächspartnern in vielen Hauptstädten.</a> Die Arbeit sei richtig gewesen und werde Deutschland langfristig zugutekommen, erklärte der Kanzler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bleibt auch ohne Sitz im Sicherheitsrat einer der größten Beitragszahler der Vereinten Nationen und engagiert sich in zahlreichen UN-Organisationen. Die Bundesregierung hatte ihre Bewerbung auch mit diesem breiten Engagement begründet. Das Wahlergebnis zeigt zugleich, dass wirtschaftliches Gewicht, frühere Ratsmitgliedschaften und europäische Verankerung allein keine Mehrheit in der UN-Generalversammlung sichern.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/">Deutschland scheitert mit Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat – Merz enttäuscht vom Ausgang</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Wadephul kämpft in New York um Rückkehr in den UN-Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 15:18:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27892</guid>

					<description><![CDATA[<p>Deutschland will zurück in den UN-Sicherheitsrat. In New York entscheidet sich, ob Berlin 2027 und 2028 wieder im wichtigsten UN-Gremium für Frieden und Sicherheit sitzt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=Wadephul%20k%C3%A4mpft%20in%20New%20York%20um%20R%C3%BCckkehr%20in%20den%20UN-Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat/">Wadephul kämpft in New York um Rückkehr in den UN-Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bewirbt sich erneut um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat und setzt damit auf mehr Einfluss in einem der zentralen Foren für internationale Friedens- und Sicherheitspolitik. Die Wahl in der UN-Generalversammlung ist für Mittwoch, den 3. Juni 2026, angesetzt. Außenminister Johann Wadephul ist dafür nach New York gereist, um für die deutsche Kandidatur für die Jahre 2027 und 2028 zu werben. Deutschland tritt in der westlichen Regionalgruppe gegen Österreich und Portugal an, für die nur zwei Sitze zur Verfügung stehen.</p>



<h2 id="h-kampfabstimmung-in-der-westlichen-staatengruppe" class="wp-block-heading"><span id="kampfabstimmung-in-der-westlichen-staatengruppe">Kampfabstimmung in der westlichen Staatengruppe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl entscheidet über fünf nichtständige Sitze im Sicherheitsrat. Nach der regionalen Verteilung entfallen zwei Sitze auf die Gruppe der westeuropäischen und anderen Staaten. Dort konkurrieren Deutschland, Österreich und Portugal miteinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Sitze gehen an die afrikanische Gruppe, die asiatisch-pazifische Gruppe sowie die Gruppe Lateinamerikas und der Karibik. Für die afrikanische Gruppe kandidiert Simbabwe, für Lateinamerika und die Karibik Trinidad und Tobago. In der asiatisch-pazifischen Gruppe treten Kirgisistan und die Philippinen gegeneinander an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland war bislang sechsmal nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats. Zuletzt gehörte die Bundesrepublik dem Gremium in den Jahren 2019 und 2020 an. Eine erneute Wahl würde Deutschland ab dem 1. Januar 2027 für zwei Jahre in den Rat führen.</p>



<h2 id="h-wadephul-wirbt-mit-verantwortung-und-volkerrecht" class="wp-block-heading"><span id="wadephul-wirbt-mit-verantwortung-und-voelkerrecht">Wadephul wirbt mit Verantwortung und Völkerrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">Die Bundesregierung stellt ihre Kandidatur unter das Motto „Respect – Justice – Peace“.</a> Im Mittelpunkt stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts Konfliktprävention, Krisenlösung und die Stärkung des Völkerrechts. Deutschland wolle für die Regeln der UN-Charta eintreten und den Sicherheitsrat wieder stärker handlungsfähig machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verband den deutschen Anspruch in New York mit der wirtschaftlichen und politischen Rolle der Bundesrepublik. „Wenn über globale Krisen gesprochen wird, will Deutschland sein Gewicht einbringen – das ist der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt angemessen“, sagte der Außenminister nach seiner Ankunft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26885 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/" type="post" id="26884">Deutschland verweist in seiner Kampagne auf sein breites Engagement im UN-System. </a>Die Bundesregierung nennt dabei unter anderem Beiträge zu Friedensmissionen, humanitärer Hilfe, Klimaschutz, Peacekeeping und institutioneller Reform der Vereinten Nationen. Mehr als 30 UN-Organisationen haben Standorte in Deutschland, unter anderem in Bonn, Berlin, München und Hamburg.</p>
</div></div>



<h2 id="h-sicherheitsrat-bleibt-trotz-blockaden-zentral" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-bleibt-trotz-blockaden-zentral">Sicherheitsrat bleibt trotz Blockaden zentral</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat ist das einzige Organ der Vereinten Nationen, das völkerrechtlich bindende Entscheidungen zu Frieden und Sicherheit treffen kann. Er kann Sanktionen verhängen, Friedensmissionen mandatieren und den Einsatz internationaler Maßnahmen beschließen. Dem Rat gehören fünf ständige Mitglieder mit Vetorecht an: die USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien. Hinzu kommen zehn nichtständige Mitglieder, die jeweils für zwei Jahre gewählt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Die Handlungsfähigkeit des Gremiums steht seit Jahren unter Druck.</a> Blockaden zwischen den ständigen Mitgliedern prägen vor allem Konflikte wie den Krieg in der Ukraine, die Lage im Nahen Osten, den Sudan, die Demokratische Republik Kongo und Iran-bezogene Sicherheitsfragen. Gleichzeitig bleibt der Sicherheitsrat für viele Staaten das entscheidende Forum, wenn es um internationale Mandate, Sanktionen und Friedensmissionen geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul sagte in New York, Deutschland trete die Wahl „mit Zuversicht“ an, weil es bereit sei, Verantwortung im weltweit wichtigsten Forum für Frieden und Sicherheit zu tragen. Deutschland habe dafür „ein gutes Angebot“. In seinen bisherigen Gesprächen habe er viel Unterstützung erhalten, so der Außenminister.</p>



<h2 id="h-afrika-bleibt-ein-schwerpunkt-der-ratsagenda" class="wp-block-heading"><span id="afrika-bleibt-ein-schwerpunkt-der-ratsagenda">Afrika bleibt ein Schwerpunkt der Ratsagenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl ist auch deshalb von Bedeutung, weil viele zentrale Themen des Sicherheitsrats afrikanische Staaten und regionale Krisen betreffen. Auf der Agenda stehen regelmäßig Mandatsverlängerungen für UN-Missionen, Sanktionen, Schutz der Zivilbevölkerung und politische Prozesse in Ländern wie Sudan, Südsudan, Libyen, der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo. Auch die Sicherheitslage im Sahel dürfte weiter eine Rolle spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/simbabwe/" type="category" id="47">Simbabwe</a> steht ein afrikanischer Kandidat für den Zeitraum 2027/2028 zur Wahl. Zusammen mit der Demokratischen Republik Kongo und Liberia würde Simbabwe im Rat die afrikanische Dreiergruppe bilden. Diese Gruppe stimmt sich in der Regel eng mit Positionen der Afrikanischen Union ab und betont afrikanische Eigenverantwortung, Souveränität und regional getragene Lösungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland versucht zugleich, seine Kandidatur auch gegenüber Staaten des Globalen Südens zu erklären. Die Bundesregierung verweist auf Unterstützung für kleine Inselstaaten, Klimasicherheit und den Anspruch, die Vereinten Nationen als Ort multilateraler Krisendiplomatie zu stärken.</p>



<h2 id="h-berlin-knupft-an-fruhere-ratsarbeit-an" class="wp-block-heading"><span id="berlin-knuepft-an-fruehere-ratsarbeit-an">Berlin knüpft an frühere Ratsarbeit an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während seiner letzten Mitgliedschaft im Sicherheitsrat setzte Deutschland unter anderem Akzente beim Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten, beim humanitären Völkerrecht, bei der Rolle von Frauen in Friedensprozessen sowie beim Zusammenhang von Klima und Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An dieses Profil will die Bundesregierung anknüpfen. Wadephul kündigte an, Deutschland wolle sich für einen Sicherheitsrat einsetzen, der Konflikte früher aufgreift, Vermittlung unterstützt und Friedensmissionen wirksamer macht. In New York spricht er dazu mit Staaten, die sich im Peacekeeping engagieren, sowie mit Vertreterinnen und Vertretern kleiner Inselstaaten, die besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In einer Zeit wachsender globaler Herausforderungen wollen wir, dass der UN-Sicherheitsrat wieder ein effektiver und schlagkräftiger Akteur wird“, sagte Wadephul am 1. Juni in New York. Deutschland sei bereit, sich noch stärker zu engagieren und mehr Verantwortung zu übernehmen, „im UN-Sicherheitsrat, für die Vereinten Nationen und für ihre Mitgliedsstaaten“.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat/">Wadephul kämpft in New York um Rückkehr in den UN-Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>US-Kongress will diplomatischen Dienst neu ordnen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-kongress-will-diplomatischen-dienst-neu-ordnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 10:57:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der US-Kongress nimmt den diplomatischen Dienst ins Visier: Mit dem Foreign Service Modernization Act wollen Brian Mast und Mike Lawler Personalpolitik, Botschafterbefugnisse und Kriseneinsätze des Außenministeriums neu ordnen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-kongress-will-diplomatischen-dienst-neu-ordnen%2F&amp;action_name=US-Kongress%20will%20diplomatischen%20Dienst%20neu%20ordnen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-kongress-will-diplomatischen-dienst-neu-ordnen/">US-Kongress will diplomatischen Dienst neu ordnen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Auswärtige Ausschuss des US-Repräsentantenhauses will den diplomatischen Dienst der Vereinigten Staaten erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten umfassend reformieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschussvorsitzende Brian Mast und Mike Lawler, Vorsitzender des Unterausschusses für Nahost und Nordafrika, brachten in Washington den Foreign Service Modernization Act ein. Der <a href="https://foreignaffairs.house.gov/news/press-releases/chairman-mast-lawler-introduce-foreign-service-modernization-act">Gesetzentwurf</a> soll den Foreign Service Act von 1980 überarbeiten, der zentrale Personalfragen des diplomatischen Dienstes der USA regelt.</p>



<h2 id="h-reform-nach-46-jahren" class="wp-block-heading"><span id="reform-nach-46-jahren">Reform nach 46 Jahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Foreign Service Modernization Act wäre die erste umfassende Überprüfung des Gesetzes seit dessen Inkrafttreten im Jahr 1980. Die Initiative setzt bei Rekrutierung, Ausbildung, Einsatzplanung und Führungsstrukturen des Außenministeriums an.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27886 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mast erklärte, der Kongress habe das Außenministerium, Diplomaten und deren Arbeit lange nicht ausreichend kontrolliert. Der Foreign Service Act betreffe „jeden Diplomaten in Amerikas Botschaften im Ausland“. Zugleich verband er die Reform mit einer politischen Kritik an bisherigen Personal- und Projektentscheidungen. Das Außenministerium solle „die am besten Qualifizierten einstellen, nicht die am meisten Woken“, sagte Mast.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wortwahl zeigt, dass der Gesetzentwurf nicht nur als Verwaltungsreform angelegt ist. In der Begründung der Ausschussführung geht es auch um die politische Ausrichtung des diplomatischen Dienstes und um stärkere Kontrolle über die Arbeit amerikanischer Auslandsvertretungen.</p>



<h2 id="h-fast-280-auslandsvertretungen-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="fast-280-auslandsvertretungen-betroffen">Fast 280 Auslandsvertretungen betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lawler verwies auf die globale Dimension des diplomatischen Dienstes. Das US-Außenministerium unterhalte fast 280 Posten weltweit, an denen mehr als 14.000 Foreign Service Officers eingesetzt seien. Diese Diplomaten seien an jedem Standort „Gesicht, Stimme und Vertreter“ der amerikanischen Außenpolitik.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27887 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Angesichts einer sich schnell verändernden geopolitischen Lage müsse der diplomatische Dienst stärker auf seine Mission ausgerichtet und für diese Aufgabe ausgestattet werden, erklärte Lawler. Der Gesetzentwurf zielt damit auf die Fähigkeit der USA, außenpolitische Interessen schneller, flexibler und enger geführt über ihre Botschaften und Konsulate zu vertreten.</p>
</div></div>



<h2 id="h-mehr-befugnisse-fur-botschafter" class="wp-block-heading"><span id="mehr-befugnisse-fuer-botschafter">Mehr Befugnisse für Botschafter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt der Reform ist die Stellung der Botschafter. Sie sollen an ihren Auslandsposten mehr Befugnisse und stärkere Aufsichtsmöglichkeiten bei der Umsetzung amerikanischer Außenpolitik erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Entwurf sieht außerdem ein Pilotprogramm für ein Diplomatic Reserve Corps vor. Dieses Reservekorps soll sich an Funktionen der Streitkräftereserve orientieren und Diplomaten bei Notlagen und Krisen schneller an Einsatzorte bringen. Damit reagiert der Ausschuss auf die wachsende Zahl internationaler Krisen, in denen Washington kurzfristig Personal und politische Präsenz mobilisieren will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Bestandteil betrifft die sogenannte &#8220;Expeditionary Diplomacy&#8221;. Gemeint ist diplomatische Arbeit außerhalb klassischer Botschaftsstrukturen, etwa an schwierigen oder wenig ausgebauten Standorten. Die Reform soll solche Einsätze in sogenannten austeren posts stärken, um amerikanische Interessen auch außerhalb geschützter diplomatischer Einrichtungen voranzubringen.</p>



<h2 id="h-personalpolitik-und-veteranen-als-schwerpunkt" class="wp-block-heading"><span id="personalpolitik-und-veteranen-als-schwerpunkt">Personalpolitik und Veteranen als Schwerpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gesetzentwurf nimmt auch die Personal- und Ausbildungssysteme des Außenministeriums in den Blick. Die Technologie im Bereich Human Resources sowie Trainingsstrukturen sollen stärker auf moderne Anforderungen der nationalen Sicherheit ausgerichtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sollen frühere Angehörige des Militärs leichter Zugang zum Foreign Service erhalten. Damit würde der diplomatische Dienst stärker für Bewerberinnen und Bewerber geöffnet, die Erfahrung in den Streitkräften gesammelt haben. Die Ausschussführung verbindet diesen Schritt mit dem Ziel, sicherheits- und krisenpolitische Kompetenzen stärker in die Diplomatie einzubinden.</p>



<h2 id="h-kontrolle-uber-das-aussenministerium" class="wp-block-heading"><span id="kontrolle-ueber-das-aussenministerium">Kontrolle über das Außenministerium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative knüpft an die Linie von Mast an, die Kontrolle über das Außenministerium zu stärken. <a href="https://fokus-afrika.de/us-aussenministerium-baut-auswahl-und-ausbildung-des-diplomatischen-dienstes-um/">Der Ausschuss hatte im vergangenen Jahr die erste umfassende parteiübergreifende Reautorisierung des Außenministeriums seit mehr als zwei Jahrzehnten verabschiedet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Foreign Service Modernization Act soll im Juni im Gesamtausschuss beraten werden. Dort wird sich zeigen, welche Teile der Reform im weiteren Gesetzgebungsverfahren Bestand haben und wie weit der Kongress in Personalführung, Einsatzplanung und politische Steuerung des diplomatischen Dienstes eingreifen will.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-kongress-will-diplomatischen-dienst-neu-ordnen/">US-Kongress will diplomatischen Dienst neu ordnen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:description type="html">President Donald J. Trump delivers remarks on the economy at Rockland Community College in Suffern, New York on Friday, May 22, 2026.(Official White House Photo by Joyce N. Boghosian)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Khalilur Rahman folgt auf Baerbock an der Spitze der UN-Vollversammlung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/khalilur-rahman-folgt-auf-baerbock-an-der-spitze-der-un-vollversammlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 09:43:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27878</guid>

					<description><![CDATA[<p>Khalilur Rahman aus Bangladesch übernimmt im September die Spitze der UN-Generalversammlung. Die Wahl fällt in eine Phase wachsender Reformdebatten, knapper UN-Finanzen und deutscher Diplomatie im Rennen um einen Sitz im Sicherheitsrat.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkhalilur-rahman-folgt-auf-baerbock-an-der-spitze-der-un-vollversammlung%2F&amp;action_name=Khalilur%20Rahman%20folgt%20auf%20Baerbock%20an%20der%20Spitze%20der%20UN-Vollversammlung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/khalilur-rahman-folgt-auf-baerbock-an-der-spitze-der-un-vollversammlung/">Khalilur Rahman folgt auf Baerbock an der Spitze der UN-Vollversammlung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Generalversammlung hat Khalilur Rahman aus Bangladesch zu ihrem nächsten Präsidenten gewählt und damit den Übergang von Annalena Baerbocks Amtszeit eingeleitet. Die Wahl fand am Dienstag, 2. Juni 2026, in New York statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman setzte sich in geheimer Abstimmung mit 99 Stimmen gegen Andreas Kakouris aus Zypern durch, der 91 Stimmen erhielt. Der Außenminister Bangladeschs übernimmt das Amt im September zur 81. Sitzungsperiode der Generalversammlung.</p>



<h2 id="h-ein-amt-im-zentrum-der-un-reformdebatte" class="wp-block-heading"><span id="ein-amt-im-zentrum-der-un-reformdebatte">Ein Amt im Zentrum der UN-Reformdebatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman übernimmt die Präsidentschaft in einer Phase, in der die Vereinten Nationen unter wachsendem Reformdruck stehen. In seiner Ansprache stellte er die Wiederherstellung von Vertrauen, den Umgang mit globalen Umbrüchen und eine handlungsfähige UN in den Mittelpunkt. Sein Leitmotiv lautet: „Vertrauen wiederherstellen, Transformation gestalten: Vereinte Nationen, die für alle liefern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der designierte Präsident erklärte vor den Mitgliedstaaten, die Vereinten Nationen müssten zeigen, dass sie sich anpassen, reformieren und bessere Ergebnisse liefern könnten. Zugleich müssten sie rechtfertigen, „jeden Cent“, den Mitgliedstaaten zur Verfügung stellten. Die Formulierung verweist auf eine Debatte, die die UN seit Monaten prägt: wachsende Aufgaben, sinkende Finanzierung und der Vorwurf mangelnder Effizienz.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="294" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/6d729860-ad83-460b-9402-cfb7da38df37.jpeg" alt="" class="wp-image-27881 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/6d729860-ad83-460b-9402-cfb7da38df37.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/6d729860-ad83-460b-9402-cfb7da38df37-300x164.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/6d729860-ad83-460b-9402-cfb7da38df37-380x208.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rahman ist derzeit Außenminister Bangladeschs. Er trat 1979 in den diplomatischen Dienst seines Landes ein und hatte nach UN-Angaben mehrere Führungspositionen innerhalb der Vereinten Nationen inne. Nominiert wurde er von der Gruppe der asiatisch-pazifischen Staaten.</p>
</div></div>



<h2 id="h-konflikte-finanzdruck-und-schwindendes-vertrauen" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-finanzdruck-und-schwindendes-vertrauen">Konflikte, Finanzdruck und schwindendes Vertrauen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres gratulierte Rahman nach der Wahl und sprach von einem Amt „in einem Moment tiefer Herausforderung, aber auch großer Möglichkeiten“. Die Welt stehe vor Konflikten, Spaltungen, wachsender Ungleichheit und Klimachaos. Die Fortschritte bei den Zielen für nachhaltige Entwicklung blieben weit zurück, nur ein Fünftel der Ziele liege auf Kurs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verwies zugleich auf Strukturen, die noch aus dem Jahr 1945 stammten. Das betreffe den Sicherheitsrat ebenso wie die internationale Finanzarchitektur. Auch die humanitäre Lage verschärfe sich, während Mittel für lebensrettende Hilfe und nachhaltige Entwicklung zurückgingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rahman selbst nannte mehrere Schwerpunkte für seine Amtszeit. Dazu gehören Konfliktprävention, Schutz von Zivilisten, nachhaltige Entwicklung, Menschenrechte, Gleichstellung, Finanzierungslücken und der Umgang mit künstlicher Intelligenz. Mit Blick auf die Agenda 2030 sagte er: „Die Lücke zwischen Versprechen und Umsetzung bleibt zu groß.“</p>



<h2 id="h-baerbocks-amtszeit-lauft-bis-september" class="wp-block-heading"><span id="baerbocks-amtszeit-laeuft-bis-september">Baerbocks Amtszeit läuft bis September</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Annalena Baerbock, <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-uebernimmt-praesidentschaft-der-80-un-generalversammlung/" type="post" id="19771">Präsidentin der 80. Generalversammlung</a>, gratulierte ihrem Nachfolger und bezeichnete das Amt als „einen der besten Jobs der Welt“. Rahmans jahrzehntelange multilaterale Erfahrung werde in einer schwierigen Zeit von Nutzen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock bleibt noch bis September im Amt. Die verbleibenden drei Monate beschrieb sie als Übergangsphase, in der beide Präsidentschaften zusammenarbeiten sollen. Sie verglich die Wahl eines Nachfolgers während der laufenden Amtszeit mit einem Fußballspiel, bei dem bereits an die nächste Partie gedacht werde, obwohl das aktuelle Spiel erst in der 75. Minute sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres würdigte Baerbocks Arbeit an der Spitze der Generalversammlung. Sie habe ihr Leitbild „Better Together“ mit Leben gefüllt und Mitgliedstaaten in einer schwierigen Phase um die Umsetzung des Zukunftspakts versammelt. <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/" type="post" id="26282">Zudem hob er ihre Rolle im UN80-Reformprozess hervor, mit dem die Vereinten Nationen effizienter und handlungsfähiger werden sollen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock ist die fünfte Frau an der Spitze der Generalversammlung. Guterres betonte, sie habe wiederholt daran erinnert, dass Frauenrechte in den Gründungsprinzipien der Vereinten Nationen verankert seien.</p>



<h2 id="h-deutschland-wirbt-weiter-fur-sitz-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-wirbt-weiter-fuer-sitz-im-sicherheitsrat">Deutschland wirbt weiter für Sitz im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl Rahmans fällt auch in eine Phase deutscher UN-Diplomatie. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner berichtete auf Facebook von einem Treffen mit Baerbock in New York. Dabei sei es um die Lage der Vereinten Nationen und um die anstehende Wahl für den Sicherheitsrat gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stegner schrieb, Deutschland werfe im Schlussspurt „nochmal alles für seine Bewerbung in die Waagschale“. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">Die Bundesrepublik bewirbt sich um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat.</a> Das Gremium trägt die Hauptverantwortung für Frieden und Sicherheit innerhalb der Vereinten Nationen, steht aber seit Jahren wegen Blockaden und der Zusammensetzung seiner ständigen Mitglieder in der Kritik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Generalversammlung wurde die Reform des Sicherheitsrats mehrfach angesprochen. Mali forderte im Namen der Afrikanischen Gruppe Fortschritte im zwischenstaatlichen Reformprozess. Mehrere Staaten verwiesen außerdem auf die anstehende Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs und verlangten ein transparentes Verfahren.</p>



<h2 id="h-marokko-erhalt-ersten-sitzplatz-im-plenarsaal" class="wp-block-heading"><span id="marokko-erhaelt-ersten-sitzplatz-im-plenarsaal">Marokko erhält ersten Sitzplatz im Plenarsaal</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="394" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/d9ef4b65-9e10-4fc0-94ea-239da839078b.jpeg" alt="" class="wp-image-27882 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/d9ef4b65-9e10-4fc0-94ea-239da839078b.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/d9ef4b65-9e10-4fc0-94ea-239da839078b-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/d9ef4b65-9e10-4fc0-94ea-239da839078b-380x214.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben der Präsidentenwahl bestimmte die Generalversammlung auch Vizepräsidenten und die Büros ihrer sechs Hauptausschüsse. Generalsekretär Guterres zog zudem per Los den ersten Sitzplatz im Plenarsaal für die kommende Sitzungsperiode. Dieser ging an <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>. Die übrigen 192 Mitgliedstaaten folgen in englischer alphabetischer Reihenfolge.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die 81. Sitzungsperiode beginnt im September. Sie fällt in das neunte Jahrzehnt der Vereinten Nationen, deren Reformfähigkeit, Finanzierung und politische Autorität in vielen Mitgliedstaaten zugleich verteidigt und infrage gestellt werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkhalilur-rahman-folgt-auf-baerbock-an-der-spitze-der-un-vollversammlung%2F&amp;action_name=Khalilur%20Rahman%20folgt%20auf%20Baerbock%20an%20der%20Spitze%20der%20UN-Vollversammlung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/khalilur-rahman-folgt-auf-baerbock-an-der-spitze-der-un-vollversammlung/">Khalilur Rahman folgt auf Baerbock an der Spitze der UN-Vollversammlung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
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		<title>EU einigt sich auf Rückführungszentren außerhalb Europas</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-einigt-sich-auf-rueckfuehrungszentren-ausserhalb-europas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 23:31:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die EU verschärft ihre Rückführungspolitik: Rat und Parlament haben sich auf neue Regeln geeinigt. Geplant sind mehr Pflichten für Menschen ohne Aufenthaltsrecht, Rückführungszentren außerhalb der EU und Sondermaßnahmen bei Sicherheitsrisiken.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-einigt-sich-auf-rueckfuehrungszentren-ausserhalb-europas%2F&amp;action_name=EU%20einigt%20sich%20auf%20R%C3%BCckf%C3%BChrungszentren%20au%C3%9Ferhalb%20Europas&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Unterhändler des Rates der Europäischen Union und des Europäischen Parlaments haben sich auf neue Regeln zur Rückführung von Drittstaatsangehörigen ohne Aufenthaltsrecht geeinigt. Die vorläufige Einigung wurde am 1. Juni erzielt. Die Verordnung soll Rückführungsverfahren in der EU beschleunigen, die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten verbessern und sogenannte Rückführungszentren in Staaten außerhalb der Europäischen Union ermöglichen. Der Text muss noch vom Rat und vom Parlament bestätigt werden.</p>



<h2 id="h-mehr-pflichten-fur-menschen-ohne-aufenthaltsrecht" class="wp-block-heading"><span id="mehr-pflichten-fuer-menschen-ohne-aufenthaltsrecht">Mehr Pflichten für Menschen ohne Aufenthaltsrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplante Verordnung verpflichtet Personen ohne Aufenthaltsrecht, mit den nationalen Behörden zusammenzuarbeiten und den betreffenden Mitgliedstaat zu verlassen. Wer dieser Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, muss mit Folgen rechnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgesehen sind unter anderem geringere Leistungen und Zuwendungen nach nationalem Recht. Mitgliedstaaten können auch Anreize für eine freiwillige Rückkehr verweigern. Wo nationales Recht es erlaubt, sollen strafrechtliche Sanktionen möglich sein, einschließlich Freiheitsstrafen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27837 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Nicholas_A._IOANNIDES.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der zyprische stellvertretende Minister für Migration und internationalen Schutz, Nicholas Ioannides, sprach von einer „wegweisenden Einigung“. Die neue Verordnung werde den Rückkehrprozess beschleunigen und die Zahl der Rückführungen von Personen erhöhen, die kein legales Aufenthaltsrecht in der EU hätten. Migration sei eine Priorität der zyprischen Ratspräsidentschaft, sagte Ioannides.</p>
</div></div>



<h2 id="h-ruckfuhrungszentren-ausserhalb-der-eu" class="wp-block-heading"><span id="rueckfuehrungszentren-ausserhalb-der-eu">Rückführungszentren außerhalb der EU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt der Einigung betrifft Rückführungszentren in Drittstaaten. <a href="https://fokus-afrika.de/migrant-deal-rwanda-enjoys-windfall-pr/" type="post" id="3558">Mitgliedstaaten sollen solche Einrichtungen außerhalb der EU einrichten können.</a> Sie könnten als Zielort einer Rückführung dienen oder als Zwischenstation, von der aus Betroffene in ihr Herkunftsland oder einen anderen Drittstaat weitergebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verlegen-weitere-migranten-nach-eswatini/" type="post" id="25729">Ein Rückführungsstaat kann nur ein Drittstaat sein, mit dem eine Vereinbarung oder Absprache geschlossen wurde. </a>Voraussetzung ist, dass dieser Staat internationale Menschenrechtsstandards und Grundsätze des Völkerrechts achtet. Dazu gehört ausdrücklich das Verbot der Zurückweisung in Staaten, in denen Betroffenen schwere Menschenrechtsverletzungen drohen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unbegleitete Minderjährige sind von solchen Vereinbarungen oder Absprachen ausgenommen. Für sie sollen die Regeln zu Rückführungszentren nicht gelten.</p>



<h2 id="h-europaische-ruckfuhrungsanordnung-geplant" class="wp-block-heading"><span id="europaeische-rueckfuehrungsanordnung-geplant">Europäische Rückführungsanordnung geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verordnung führt eine Europäische Rückführungsanordnung ein. Dabei handelt es sich um ein Formular, in das Mitgliedstaaten die zentralen Elemente einer Rückführungsentscheidung eintragen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit soll es für andere Mitgliedstaaten leichter werden, eine Rückführungsentscheidung anzuerkennen. Die gegenseitige Anerkennung bleibt zunächst freiwillig. Drei Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung soll geprüft werden, ob die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine verpflichtende Anerkennung vorlegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Anordnung soll verhindern, dass Rückführungsentscheidungen nur innerhalb eines einzelnen Mitgliedstaates praktisch wirksam sind. Sie soll zugleich die Informationsgrundlage zwischen den Behörden vereinheitlichen.</p>



<h2 id="h-sonderregeln-bei-sicherheitsrisiken" class="wp-block-heading"><span id="sonderregeln-bei-sicherheitsrisiken">Sonderregeln bei Sicherheitsrisiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Personen, die als Sicherheitsrisiko gelten, sieht die Einigung besondere Maßnahmen vor. Mitgliedstaaten sollen Einreiseverbote verhängen können, die über die sonst übliche Höchstdauer von zehn Jahren hinausgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Sicherheitsfällen können Einreiseverbote auch unbefristet ausgesprochen werden. Zudem sollen Mitgliedstaaten Personen, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden, in Haftanstalten unterbringen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Regelungen gehören zu den deutlichsten Verschärfungen des geplanten Rechtsrahmens. Sie betreffen Fälle, in denen nationale Behörden eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit feststellen.</p>



<h2 id="h-teil-des-eu-migrationspakts" class="wp-block-heading"><span id="teil-des-eu-migrationspakts">Teil des EU-Migrationspakts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Verordnung ergänzt den EU-Pakt zu Migration und Asyl. Dieser soll ab dem 12. Juni 2026 umgesetzt werden. Die Rückführungsregeln sollen dazu beitragen, dass Entscheidungen über fehlendes Aufenthaltsrecht in der Praxis schneller vollzogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Kommission hatte den Vorschlag für gemeinsame Regeln zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger im März 2025 vorgelegt. Nach Angaben des Rates sind derzeit 64 Prozent der von Frontex unterstützten Rückführungen freiwillig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vorläufige Einigung muss nun vom Rat und vom Europäischen Parlament gebilligt werden. Danach folgt die formale Annahme nach der juristisch-sprachlichen Überarbeitung. Die Verordnung soll am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft treten. Einige Bestimmungen sollen erst zwölf Monate später angewendet werden.</p>
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			<media:title type="html">Nicholas_A._IOANNIDES</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Erste Ebola-Patienten im Kongo genesen – Gesundheitsministerin drängt auf Reform der WHO</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/erste-ebola-patienten-im-kongo-genesen-gesundheitsministerin-draengt-auf-reform-der-who/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 14:42:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erste Genesungen im Ebola-Ausbruch im Kongo: Die WHO meldet fünf erholte Patientinnen und Patienten, während die Fallzahlen weiter steigen. Ein US-Helfer wird in Berlin an der Charité versorgt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ferste-ebola-patienten-im-kongo-genesen-gesundheitsministerin-draengt-auf-reform-der-who%2F&amp;action_name=Erste%20Ebola-Patienten%20im%20Kongo%20genesen%20%E2%80%93%20Gesundheitsministerin%20dr%C3%A4ngt%20auf%20Reform%20der%20WHO&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Demokratischen Republik Kongo sind mehrere Ebola-Patienten nach einer Infektion mit dem Bundibugyo-Virus genesen. Die Weltgesundheitsorganisation meldete die Entlassung von Pflegekräften und insgesamt fünf bestätigte Genesungen. Zugleich steigen die Fallzahlen weiter: Im Kongo wurden 210 bestätigte Infektionen und 17 bestätigte Todesfälle registriert. Auch Deutschland ist in die internationale Versorgung eingebunden, weil ein aus den USA stammender Helfer nach einer Behandlung von Patienten im Kongo in Berlin versorgt wird.</p>



<h2 id="h-funf-menschen-gelten-als-genesen" class="wp-block-heading"><span id="fuenf-menschen-gelten-als-genesen">Fünf Menschen gelten als genesen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltgesundheitsorganisation wertet die ersten Genesungen als wichtiges Signal im laufenden Ausbruch. Zwei Pflegekräfte konnten nach vollständiger Erholung entlassen werden. Bereits am Donnerstag war ein Laborangestellter nach einer Infektion für gesund erklärt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Weitere Genesungen werden erwartet, insbesondere wenn Menschen früh diagnostiziert werden und Zugang zu Versorgung erhalten, und wenn die Ausbruchsreaktion verstärkt wird“, erklärte die WHO in ihrer Aktualisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausbruch wird durch das Bundibugyo-Virus verursacht. Gegen diese Ebola-Variante gibt es nach Angaben der WHO bisher keinen zugelassenen Impfstoff und keine zugelassene Behandlung. <a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/">Die Organisation beschreibt die Krankheit als eine Infektion, die besonders häufig Menschen trifft, die Erkrankte versorgen.</a></p>



<h2 id="h-mehr-als-200-bestatigte-falle" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-200-bestaetigte-faelle">Mehr als 200 bestätigte Fälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Sonntag registrierten die Gesundheitsbehörden 210 bestätigte Infektionen in der Demokratischen Republik Kongo. 17 Menschen starben bestätigt an der Krankheit. Fast 350 weitere Verdachtsfälle werden untersucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Infizierten sind auch 16 Gesundheitskräfte. Das zeigt die besondere Gefahr für medizinisches Personal, Angehörige und Helferinnen und Helfer, die engen Kontakt zu Erkrankten haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Erklärung des Ausbruchs am 15. Mai laufen Laboruntersuchungen, Überwachung von Kontaktpersonen, Infektionsschutzmaßnahmen, Aufklärung in Gemeinden und die Mobilisierung zusätzlicher Mittel. Die Übertragung konzentriert sich auf Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu im Osten des Landes.</p>



<h2 id="h-behandlungszentrum-in-bunia-ausgebaut" class="wp-block-heading"><span id="behandlungszentrum-in-bunia-ausgebaut">Behandlungszentrum in Bunia ausgebaut</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bunia, die Hauptstadt der <a href="https://fokus-afrika.de/is-reklamiert-angriff-auf-goldminen-in-ituri/" type="post" id="25706">Provinz Ituri</a>, gilt als wahrscheinliches Zentrum des Ausbruchs. Die WHO übergab den kongolesischen Gesundheitsbehörden dort ein renoviertes Ebola-Behandlungszentrum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einrichtung verfügt derzeit über 24 Betten und kann auf bis zu 60 Betten erweitert werden. Zusätzlich richtet die WHO einen Anbau mit bis zu 42 weiteren Betten ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ostkongo-kontaktgruppe-fordert-waffenruhe-in-masisi-dauern-kaempfe-trotz-ebola-an/" type="post" id="27599">Die Lage im Osten des Kongo erschwert die Eindämmung.</a> In der rohstoffreichen Region dauern Konflikte seit Jahrzehnten an. Allein in Ituri benötigen rund 1,2 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Die Gesundheitsversorgung steht dadurch unter zusätzlichem Druck, während Bevölkerungsbewegungen die Nachverfolgung von Kontakten erschweren.</p>



<h2 id="h-mogliche-therapien-werden-gepruft" class="wp-block-heading"><span id="moegliche-therapien-werden-geprueft">Mögliche Therapien werden geprüft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl keine zugelassenen Impfstoffe oder Therapien gegen das Bundibugyo-Virus verfügbar sind, stuften WHO-Beratungsgremien mehrere Kandidaten als ausreichend vielversprechend für klinische Prüfungen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für bestätigte Fälle sollen drei mögliche Therapien vorrangig in klinischen Studien untersucht werden: die monoklonalen Antikörper MBP 134 und Maftivimab sowie das antivirale Mittel Remdesivir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Vorbeugung nach Kontakt mit bestätigten Fällen wird das orale antivirale Mittel Obeldesivir in einer klinischen Studie priorisiert. Außerdem wurden zwei mögliche Impfstoffe für eine Bewertung benannt, sobald Dosen verfügbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte bei einem Besuch in Bunia die Bedeutung früher Behandlung. „Ebola, verursacht durch das Bundibugyo-Virus, kann mit guter medizinischer Versorgung überlebt werden, und einige Menschen hier in Ituri sind bereits genesen. Frühzeitig Versorgung zu suchen, macht einen echten Unterschied. Es ist nicht ohne Hoffnung“, sagte Tedros.</p>



<h2 id="h-patient-aus-dem-kongo-wird-in-berlin-versorgt" class="wp-block-heading"><span id="patient-aus-dem-kongo-wird-in-berlin-versorgt">Patient aus dem Kongo wird in Berlin versorgt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausbruch hat auch Deutschland erreicht, ohne dass bisher eine Weiterverbreitung in Deutschland gemeldet wurde. Ein US-amerikanischer Patient, der zuvor Ebola-Patienten in der Demokratischen Republik Kongo behandelt hatte, wird in der Sonderisolierstation der Berliner Charité versorgt. Seine Familienangehörigen wurden ebenfalls dort aufgenommen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="990" height="557" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken.webp" alt="" class="wp-image-27827 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken.webp 990w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/oport-nina-warken-800x450.webp 800w" sizes="(max-width: 990px) 100vw, 990px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besuchte am 27. Mai die Charité und sprach mit Vertretern der Klinik über die Aufnahme des Patienten. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-schickt-schutzanzuege-in-ebola-gebiet-und-bereitet-expertenteam-vor/" type="post" id="27499">Der Patient war auf Bitten der USA nach Berlin gebracht worden.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Warken dankte den Beschäftigten der Charité sowie den beteiligten Stellen in Berlin und Brandenburg, darunter Gesundheitsämter, Feuerwehr und Robert Koch-Institut. „Der reibungslose Ablauf auf allen Ebenen – vom Hilfeersuchen der USA bis zur Aufnahme des Patienten und seiner Angehörigen in der Charité – machen sehr deutlich, dass wir in Deutschland unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen eine medizinische Versorgung von hochinfektiösen Krankheiten auf Spitzenniveau sicherstellen können“, sagte die Ministerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland verfügt über ein Expertennetzwerk aus sieben Standorten für das Management und die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krankheiten durch hochpathogene Erreger.</p>



<h2 id="h-grenzuberschreitende-ubertragung-nach-uganda" class="wp-block-heading"><span id="grenzueberschreitende-uebertragung-nach-uganda">Grenzüberschreitende Übertragung nach Uganda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-12-milliarden-us-dollar-ausgegeben-nicht-einmal-ein-labor-gebaut/" type="post" id="27625">Die WHO beschreibt den Ausbruch im Kongo und im benachbarten Uganda als dynamisch.</a> Die Fallzahlen steigen, die geografische Ausbreitung nimmt zu und es gibt Hinweise auf grenzüberschreitende Übertragung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Uganda wurden Infektionen im Zusammenhang mit Reisen aus der Demokratischen Republik Kongo bestätigt. Die WHO arbeitet mit den Gesundheitsbehörden beider Länder zusammen, um klinische Studien, Überwachung, Behandlung und Gemeindearbeit zu koordinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warken verwies mit Blick auf die internationale Zusammenarbeit auf die Rolle der Weltgesundheitsorganisation. „Kein Land kann grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren alleine in den Griff bekommen“, sagte sie. Deutschland werde den Reformprozess der WHO weiter unterstützen und als Partner für internationale Zusammenarbeit bereitstehen.</p>
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		<item>
		<title>Knappe Wahl: UN-Sicherheitsrat verlängert Waffenembargo gegen Südsudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/knappe-wahl-un-sicherheitsrat-verlaengert-waffenembargo-gegen-suedsudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 15:35:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der UN-Sicherheitsrat verlängert das Waffenembargo gegen Südsudan um ein Jahr. Neun Staaten stimmten dafür, sechs enthielten sich. Besonders afrikanische Ratsmitglieder stellen die Wirkung der Sanktionen infrage und verweisen auf Forderungen der Afrikanischen Union und der IGAD nach Lockerung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fknappe-wahl-un-sicherheitsrat-verlaengert-waffenembargo-gegen-suedsudan%2F&amp;action_name=Knappe%20Wahl%3A%20UN-Sicherheitsrat%20verl%C3%A4ngert%20Waffenembargo%20gegen%20S%C3%BCdsudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen gegen Südsudan um ein weiteres Jahr verlängert.<br>Die Entscheidung fiel am 29. Mai mit neun Stimmen dafür, keiner Gegenstimme und sechs Enthaltungen.<br>Zu den Maßnahmen gehören Reiseverbote, eingefrorene Vermögenswerte und ein Waffenembargo.<br>Vor allem afrikanische Ratsmitglieder und mehrere Großmächte bezweifeln, dass die Sanktionen den Friedensprozess in Südsudan noch voranbringen.</p>



<h2 id="h-knappe-mehrheit-fur-resolution-2821" class="wp-block-heading"><span id="knappe-mehrheit-fuer-resolution-2821">Knappe Mehrheit für Resolution 2821</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Resolution 2821 verlängerte der Sicherheitsrat die Sanktionen bis zum 31. Mai 2027. Das Mandat der Expertengruppe, die den Sanktionsausschuss zu Südsudan unterstützt, läuft nun bis zum 1. Juli 2027.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Resolution stimmten Bahrain, Kolumbien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Lettland, Panama, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. China, die Demokratische Republik Kongo, Liberia, Pakistan, Russland und Somalia enthielten sich. Damit wiederholte sich das Abstimmungsmuster des Vorjahres, als die Sanktionen ebenfalls nur mit neun Stimmen verlängert worden waren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="314" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/cabd2ef6-9e89-4d49-939a-744c532e2622.jpeg" alt="" class="wp-image-27788 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/cabd2ef6-9e89-4d49-939a-744c532e2622.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/cabd2ef6-9e89-4d49-939a-744c532e2622-300x135.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/cabd2ef6-9e89-4d49-939a-744c532e2622-380x170.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Text wurde von den Vereinigten Staaten eingebracht. Er schreibt die bisherigen Maßnahmen weitgehend fort und enthält keine grundlegenden Änderungen gegenüber der Resolution 2781 aus dem Jahr 2025. Neu ist vor allem der Auftrag an den UN-Generalsekretär, bis spätestens 15. April 2027 eine Bewertung der Fortschritte bei zentralen Friedensmarken vorzulegen und mögliche Anpassungen dieser Benchmarks zu empfehlen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-friedensabkommen-bleibt-weitgehend-blockiert" class="wp-block-heading"><span id="friedensabkommen-bleibt-weitgehend-blockiert">Friedensabkommen bleibt weitgehend blockiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südsudan ist seit seiner Unabhängigkeit 2011 von politischen Spannungen, bewaffneten Konflikten und institutioneller Fragilität geprägt. Nach Kämpfen zwischen rivalisierenden Lagern in Juba breitete sich der Konflikt 2013 landesweit aus. Ein Friedensabkommen von 2015 scheiterte kurz nach der Unterzeichnung. Das revitalisierte Friedensabkommen von 2018 führte zwar zur Bildung einer Übergangsregierung, viele zentrale Zusagen sind aber weiterhin nicht umgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den offenen Punkten gehören die Reform des Sicherheitssektors, die Bildung einheitlicher Streitkräfte, Entwaffnung und Reintegration, die Verwaltung von Waffen und Munition sowie Maßnahmen gegen konfliktbezogene sexualisierte Gewalt. Der jüngste Bericht des UN-Generalsekretärs beschreibt die Jahre 2025 und 2026 als schwierigste Phase seit Unterzeichnung des Abkommens. Er verweist auf Stagnation und Rückschritte bei mehreren Verpflichtungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA begründeten die Verlängerung der Sanktionen mit ausbleibenden Fortschritten und einer Verschlechterung der politischen und sicherheitlichen Lage. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-kiir-entlaesst-zwei-vizepraesidenten-und-sicherheitschef-in-kabinettsumbildung/" type="post" id="13934">Die amerikanische Vertreterin Jennifer Locetta machte fehlenden politischen Willen südsudanesischer Führungskräfte verantwortlich und forderte Präsident Salva Kiir sowie andere Akteure zur Rückkehr in direkte Gespräche auf.</a></p>



<h2 id="h-afrikanische-mitglieder-stellen-wirkung-der-sanktionen-infrage" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-mitglieder-stellen-wirkung-der-sanktionen-infrage">Afrikanische Mitglieder stellen Wirkung der Sanktionen infrage</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="312" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/0ebd95a2-35d0-4e9c-9abb-7c656c8940d7.jpeg" alt="" class="wp-image-27787 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/0ebd95a2-35d0-4e9c-9abb-7c656c8940d7.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/0ebd95a2-35d0-4e9c-9abb-7c656c8940d7-300x174.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/0ebd95a2-35d0-4e9c-9abb-7c656c8940d7-380x220.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a> erklärte auch im Namen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberias</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalias</a> die Enthaltung der drei afrikanischen Ratsmitglieder. Sie begründeten ihre Haltung mit grundsätzlichen Zweifeln an der Wirksamkeit der Maßnahmen. Das Waffenembargo erschwere aus ihrer Sicht die Umsetzung der Sicherheitsvereinbarungen, insbesondere die Zusammenführung bewaffneter Kräfte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanische Union</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/igad/" type="post_tag" id="366">ostafrikanische Regionalorganisation IGAD</a> hatten wiederholt eine Lockerung oder Aufhebung der Sanktionen gefordert. Die afrikanischen Ratsmitglieder verlangten eine erneute Prüfung des Waffenembargos, damit die Maßnahmen den Aufbau staatlicher Institutionen und die Umsetzung des Friedensabkommens nicht behindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China argumentierte ähnlich. Der chinesische Vertreter Sun Lei sagte, das Embargo bestehe seit fast acht Jahren und schränke die Fähigkeit der Regierung ein, Zivilisten zu schützen und Stabilität im Land aufrechtzuerhalten. Der Sicherheitsrat müsse die legitimen Anliegen Afrikas anhören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland warf westlichen Ratsmitgliedern vor, die afrikanische Position zu ignorieren. Die russische Vertreterin Anna Ewstignejewa sagte, die Sanktionen behinderten den politischen Prozess und die Umsetzung des revitalisierten Friedensabkommens. Moskau forderte keine sofortige Aufhebung, aber eine deutliche Lockerung der Maßnahmen.</p>



<h2 id="h-juba-spricht-von-uberholtem-waffenembargo" class="wp-block-heading"><span id="juba-spricht-von-ueberholtem-waffenembargo">Juba spricht von überholtem Waffenembargo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südsudan wies die Verlängerung der Sanktionen zurück. Der Vertreter des Landes, Sabino Edward Nyawella Amaikwey, bezeichnete die Fortführung des Waffenembargos als zunehmend unvereinbar mit den aktuellen Herausforderungen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen begrenzten die Fähigkeit der Regierung, Zivilisten zu schützen, Grenzen zu sichern und auf bewaffnete Gruppen zu reagieren. Amaikwey verwies auf die Tötung von fünf Bauingenieuren in Central Equatoria State. Der Staat brauche starke Institutionen, wirksame Sicherheitsstrukturen und nationale Verantwortung für den Friedensprozess.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dauerhafter Frieden wird am besten durch starke nationale Institutionen, wirksame Sicherheitsvereinbarungen und echte nationale Eigenverantwortung für den Friedensprozess gefördert“, sagte der südsudanesische Vertreter. Er forderte den Sicherheitsrat auf, die Position der Afrikanischen Union, der IGAD und weiterer regionaler Akteure stärker zu berücksichtigen.</p>



<h2 id="h-westen-halt-an-druck-auf-konfliktparteien-fest" class="wp-block-heading"><span id="westen-haelt-an-druck-auf-konfliktparteien-fest">Westen hält an Druck auf Konfliktparteien fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere westliche Ratsmitglieder betrachten die Sanktionen weiterhin als Druckmittel gegen politische Blockaden und bewaffnete Gewalt. Die Vereinigten Staaten, Frankreich und das Vereinigte Königreich zählen zu den Staaten, die das Waffenembargo als Instrument zur Eindämmung weiterer Eskalation ansehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bahrain stimmte der Resolution zu und verband dies mit der Erwartung, dass die Übergangsvereinbarungen und der Aufbau staatlicher Institutionen unterstützt werden. Zugleich betonte Bahrain die Souveränität und territoriale Integrität Südsudans.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pakistan enthielt sich und erklärte, Sanktionen müssten sorgfältig eingesetzt, regelmäßig überprüft und dürften nicht zu offenen oder strafenden Maßnahmen werden. Die Verschlechterung der Lage werfe Fragen nach der Wirksamkeit des bestehenden Sanktionsregimes auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://press.un.org/en/blog/sc16374">Entscheidung</a> zeigt die wachsende Spaltung im Sicherheitsrat über den Umgang mit afrikanischen Konfliktstaaten. <a href="https://fokus-afrika.de/un-verlaengert-suedsudan-mission-verknappt-engagement-deutlich/">Während die Unterstützer der Resolution auf Gewalt, blockierte Reformen und ausbleibende Fortschritte verweisen, sehen die Enthaltungen ein Sanktionsregime, das den Aufbau staatlicher Sicherheitsstrukturen in Südsudan erschwert.</a></p>
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	</item>
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		<title>Blauhelme unter Druck: UN fordert mehr Unterstützung für Friedensmissionen – Deutsche Polizistin für Einsatz geehrt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/blauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 15:08:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 50.000 Menschen dienen weltweit unter UN-Flagge. Zum Internationalen Tag der Blauhelme fordert António Guterres verlässliche Unterstützung für Friedensmissionen. Im Fokus stehen auch Einsätze in Afrika: Südsudan, DR Kongo und die Auszeichnung einer deutschen Polizistin bei UNMISS.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fblauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt%2F&amp;action_name=Blauhelme%20unter%20Druck%3A%20UN%20fordert%20mehr%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Friedensmissionen%20%E2%80%93%20Deutsche%20Polizistin%20f%C3%BCr%20Einsatz%20geehrt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/blauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt/">Blauhelme unter Druck: UN fordert mehr Unterstützung für Friedensmissionen – Deutsche Polizistin für Einsatz geehrt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen drängen auf stärkere politische Rückendeckung und verlässliche Finanzierung für ihre Friedensmissionen. Mehr als 50.000 zivile, militärische und polizeiliche Kräfte dienen derzeit in elf Missionen unter UN-Flagge. Besonders in Afrika stehen Blauhelme in Konfliktgebieten wie der Demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan unter hohem Druck.</p>



<h2 id="h-guterres-warnt-vor-knappen-ressourcen" class="wp-block-heading"><span id="guterres-warnt-vor-knappen-ressourcen">Guterres warnt vor knappen Ressourcen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres <a href="https://news.un.org/en/story/2026/05/1167601">bezeichnete</a> Friedensmissionen als bewährtes und kosteneffizientes Instrument, um Konflikte zu stabilisieren, Zivilisten zu schützen und politische Lösungen zu unterstützen. Zugleich warnte er, dass knappe Mittel die Wirksamkeit der Einsätze schwächen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das diesjährige Motto lautet „Invest in Peace“. Es verweist auf die Finanzierungslage der Missionen, die in fragmentierten Konflikten arbeiten und zugleich mit neuen Bedrohungen konfrontiert sind. Dazu zählen der Missbrauch digitaler Technologien, Desinformation und Angriffe auf die Glaubwürdigkeit internationaler Einsätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1948 sind fast 4.500 UN-Friedenskräfte im Einsatz gestorben. Allein im vergangenen Jahr kamen 59 Blauhelme ums Leben. Guterres erklärte, Angriffe auf Friedenskräfte seien schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht.</p>



<h2 id="h-afrika-bleibt-ein-schwerpunkt-der-un-missionen" class="wp-block-heading"><span id="afrika-bleibt-ein-schwerpunkt-der-un-missionen">Afrika bleibt ein Schwerpunkt der UN-Missionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere der gefährlichsten UN-Einsätze liegen in Afrika. In der Demokratischen Republik Kongo arbeitet die Mission MONUSCO in einem Umfeld, das von Kämpfen zwischen kongolesischen Streitkräften, bewaffneten Gruppen und der M23 geprägt ist. <a href="https://fokus-afrika.de/un-verlaengert-suedsudan-mission-verknappt-engagement-deutlich/">Im Südsudan unterstützt UNMISS den Schutz von Zivilisten, Frühwarnsysteme und Stabilisierung in politisch sensiblen Gebieten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-untergeneralsekretaer-lacroix-fordert-verstaerkte-friedensbemuehungen/" type="post" id="19743">Jean-Pierre Lacroix</a>, Untergeneralsekretär für Friedensmissionen, sagte: „UN-Friedenskräfte schützen weiterhin Zivilisten, verhindern eine Eskalation von Gewalt und halten Hoffnung in einigen der schwierigsten Umfelder der Welt am Leben.“ Investitionen in Friedensmissionen seien Investitionen in Stabilität und die Möglichkeit dauerhaften Friedens.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3.jpg" alt="" class="wp-image-27782 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/image1024x768-3-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die UN verweist dabei auch auf Aufgaben, die über militärische Präsenz hinausgehen. Friedenskräfte überwachen Waffenruhen, unterstützen humanitäre Hilfe, räumen Landminen, schützen Zivilisten und arbeiten mit lokalen Gemeinschaften zusammen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-hochste-tapferkeitsmedaille-fur-einsatze-in-sudsudan-und-kongo" class="wp-block-heading"><span id="hoechste-tapferkeitsmedaille-fuer-einsaetze-in-suedsudan-und-kongo">Höchste Tapferkeitsmedaille für Einsätze in Südsudan und Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. Juni will Guterres zwei Friedenskräfte mit der Captain Mbaye Diagne Medal for Exceptional Courage auszeichnen, der höchsten Tapferkeitsmedaille der UN-Friedenssicherung. Die Auszeichnung geht an Sergii Prykhodko aus der Ukraine und Sergeant Matias Reyes aus Uruguay.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prykhodko arbeitete als privater Auftragnehmer in einer Hubschraubercrew der <a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-soll-unmiss-im-suedsudan-bis-2026-weiter-unterstuetzen/" type="post" id="19830">UN-Mission im Südsudan</a>. Im März 2025 übernahm er freiwillig den Platz eines weniger erfahrenen Kollegen bei einer gefährlichen Evakuierungsmission im Bundesstaat Upper Nile. Der Hubschrauber geriet trotz zugesicherter sicherer Passage unter Beschuss. Prykhodko wurde getötet, zwei Crewmitglieder wurden verletzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sergeant Reyes war im Januar 2025 bei <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/" type="post" id="25608">MONUSCO in Goma</a> stationiert. Während schwerer Kämpfe zwischen den kongolesischen Streitkräften und der M23 half er, den Eingang einer UN-Basis zu sichern. Unter Beschuss brachte er schwer verwundete kongolesische Soldaten in ein provisorisches medizinisches Zelt der UN-Truppen. Nach UN-Angaben half er dabei, zwölf Schwerverletzte zu retten.</p>



<h2 id="h-deutsche-polizistin-fur-einsatz-im-sudsudan-geehrt" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-polizistin-fuer-einsatz-im-suedsudan-geehrt">Deutsche Polizistin für Einsatz im Südsudan geehrt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Deutschland ist Teil der diesjährigen Ehrungen. Inspector Stephanie Königs wurde zur UN Woman Police Officer of the Year ernannt. Sie war von September 2024 bis März 2026 bei UNMISS im Südsudan eingesetzt und leitete dort Patrouillenteams.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN würdigt ihre Rolle beim Aufbau strukturierter Patrouillensysteme und bei der besseren Koordinierung mit militärischen Komponenten der Mission. Ihre Arbeit habe Frühwarnmechanismen gestärkt und Entscheidungen der Mission in Krisenphasen unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Major Abhilasha Barak aus Indien erhält die Auszeichnung Military Gender Advocate of the Year. Sie dient im indischen Bataillon im Süden Libanons und hat Gender-Perspektiven in militärische Operationen, Patrouillen und zivile Aktivitäten eingebunden. Zudem entwickelte sie eine KI-gestützte Plattform, über die Frauen und Kinder geschlechtsspezifische Gewalt vertraulich melden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN stellt die Ehrungen in einen größeren Zusammenhang: Friedensmissionen arbeiten in einer Phase wachsender geopolitischer Spannungen, knapper Haushalte und komplexer Konflikte. In Afrika betrifft dies vor allem Einsätze, bei denen der Schutz von Zivilisten, der Umgang mit bewaffneten Gruppen und die Sicherheit der Friedenskräfte gleichzeitig auf dem Spiel stehen.</p>
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		<item>
		<title>Frankreich leidet unter Angriffen auf seine Verteidigungsindustrie durch Spionage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-leidet-unter-angriffen-auf-seine-verteidigungsindustrie-durch-spionage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 14:33:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreich sieht seine Verteidigungsindustrie im Fokus hybrider Angriffe. Spionage, Sabotage, Drohnenüberflüge, Datendiebstahl und Desinformation treffen nicht nur große Rüstungskonzerne, sondern auch Zulieferer und Beschäftigte mit sicherheitsrelevantem Wissen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-leidet-unter-angriffen-auf-seine-verteidigungsindustrie-durch-spionage%2F&amp;action_name=Frankreich%20leidet%20unter%20Angriffen%20auf%20seine%20Verteidigungsindustrie%20durch%20Spionage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich sieht seine Streitkräfte, Rüstungsunternehmen und sicherheitsrelevanten Technologien zunehmend durch hybride Angriffe unter Druck.<br>Am 28. Mai beschrieben das französische Verteidigungsministerium und die Direktion für Nachrichtendienst und Sicherheit der Verteidigung, kurz DRSD, ein breites Spektrum feindlicher Aktivitäten gegen den Verteidigungsbereich.<br>Dazu zählen Spionage, Sabotage, wirtschaftlicher Druck, Cyberangriffe, Desinformation und die gezielte Ansprache von Beschäftigten in sensiblen Bereichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Olivia Penichou, die Delegierte für Information und Kommunikation der Verteidigung, verwies auf die Nationale Strategische Überprüfung 2025. Seit 2022 setzten Gegner Frankreichs demnach „enthemmter“ auf hybride Strategien, die französische Interessen beeinträchtigten. Die Bedrohungen seien vielgestaltig, miteinander verbunden und entwickelten sich laufend weiter.</p>



<h2 id="h-verteidigungsindustrie-als-ziel" class="wp-block-heading"><span id="verteidigungsindustrie-als-ziel">Verteidigungsindustrie als Ziel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Warnung steht die französische Verteidigungsbasis. Dazu gehören große Rüstungskonzerne, Zulieferer, Forschungsakteure, Start-ups und Beschäftigte mit technischem Spezialwissen. Penichou beschrieb diesen Bereich als Ökosystem mit kritischen Fähigkeiten, das wegen seiner Technologien und Innovationskraft besonders im Fokus feindlicher Akteure stehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">General Aymeric Bonnemaison, Direktor der DRSD, sagte, der Auftrag seines Dienstes laute: „Aufklären, um zu schützen.“ Die DRSD sei für Gegenspionage und Gegenbeeinflussung im Verteidigungsbereich zuständig. Sie schütze nicht nur die Streitkräfte, sondern auch militärische Geheimnisse und die Wirtschaft der Verteidigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bonnemaison verwies auf ein verändertes strategisches Umfeld. Der Krieg in der Ukraine, die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten, die Rückkehr nuklearer Drohungen und die Zunahme von Einflussoperationen hätten die Arbeit der französischen Sicherheitsdienste verändert. „Wir haben die Welt gewechselt“, sagte der General.</p>



<h2 id="h-drohnen-datendiebstahl-und-digitale-ansprachen" class="wp-block-heading"><span id="drohnen-datendiebstahl-und-digitale-ansprachen">Drohnen, Datendiebstahl und digitale Ansprachen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders stark zugenommen haben nach Darstellung der DRSD Ausspähversuche gegen militärische und industrielle Ziele. Dazu zählen Beobachtungen von Standorten, Drohnenüberflüge und der Diebstahl von Computern. Bonnemaison sagte, die registrierten Drohnenüberflüge hätten sich 2025 gegenüber 2024 verdoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Feld sind digitale Annäherungen an Personen mit sicherheitsrelevantem Wissen. Die DRSD beobachtet demnach Ansprachen über Plattformen wie LinkedIn, bei denen vermeintliche Stellenangebote, bezahlte Interviews oder berufliche Kontakte genutzt werden, um Informationen über Unternehmen, Technologien oder interne Abläufe zu gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Instrumentalisierung von Rechtsnormen und Kontrollen wurde als Risiko benannt. Bonnemaison sprach von Exportkontrollen, extraterritorialen Regeln und Untersuchungen durch spezialisierte Dienstleister, über die sensible Daten aus Unternehmen abgefragt werden könnten. Die DRSD begleite Firmen, damit rechtliche Prüfungen nicht zur Ausforschung genutzt würden.</p>



<h2 id="h-sabotage-und-subversion-unterhalb-der-kriegsschwelle" class="wp-block-heading"><span id="sabotage-und-subversion-unterhalb-der-kriegsschwelle">Sabotage und Subversion unterhalb der Kriegsschwelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischen Behörden sehen zudem eine wachsende Gefahr durch Sabotage. Bonnemaison nannte Aktionen gegen elektrische Transformatoren, Farbattacken auf Unternehmen und Protestformen, die aus einem pro-palästinensischen und anti-israelischen Kontext in eine antimilitaristische Richtung übergehen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben ideologisch motivierten Aktionen verwies der DRSD-Direktor auf sogenannte Insider-Risiken. Beschäftigte in Unternehmen oder militärischen Strukturen könnten Produktionsketten stören oder sensible Daten weitergeben. Auch über das Internet angeworbene Personen könnten als Stellvertreter für Sabotageakte eingesetzt werden, teilweise ohne die eigentlichen Auftraggeber zu kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der Subversion sieht die DRSD eine wachsende Rolle künstlicher Intelligenz. Manipulierte Bilder, Stimmen und Videos erschwerten die Einordnung von Informationen. Frankreich habe bereits Desinformationskampagnen im frankophonen Afrika erlebt, darunter russische Kampagnen gegen französische Präsenz und Interessen. Heute richteten sich vergleichbare Methoden auch gegen Unternehmen, militärische Reputationen und das Verhältnis zwischen Armee und Gesellschaft.</p>



<h2 id="h-schutz-der-zulieferer-ruckt-starker-in-den-fokus" class="wp-block-heading"><span id="schutz-der-zulieferer-rueckt-staerker-in-den-fokus">Schutz der Zulieferer rückt stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die DRSD sieht nicht nur große Rüstungskonzerne als gefährdet an. Kleine und mittlere Unternehmen sowie mittelständische Zulieferer seien oft weniger gut auf Cyberangriffe, Datendiebstahl oder wirtschaftliche Ausforschung vorbereitet. Gleichzeitig werden sie für die Verteidigungsproduktion wichtiger, weil technologische Innovationen schneller in militärische Anwendungen übergehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27773 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bonnemaison sprach von einer „Wirtschaftskriegsführung in einer Kriegswirtschaft“. Verteidigungsbudgets stiegen, die internationale Konkurrenz nehme zu und Frankreich verfüge über starke industrielle Fähigkeiten. Dadurch wachse der Druck auf Unternehmen, die Schlüsseltechnologien entwickeln oder Produktionskapazitäten bereitstellen können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die DRSD setzt nach eigenen Angaben auf Sensibilisierung, Sicherheitsprüfungen, Audits und Beratung. Bonnemaison nannte auch <a href="https://fokus-afrika.de/verdacht-auf-spionage-ein-franzoesischer-dgse-agent-im-niger-festgenommen/">einfache Nachlässigkeiten als großes Risiko</a>. „80 Prozent der Kompromittierungen sind heute auf einfache Nachlässigkeiten zurückzuführen“, sagte er. Dazu zählte er offene Dienstcomputer in Zügen, unbeaufsichtigte Geräte oder wiederholte Diebstähle aus Fahrzeugen.</p>



<h2 id="h-hybride-angriffe-erschweren-die-zuordnung" class="wp-block-heading"><span id="hybride-angriffe-erschweren-die-zuordnung">Hybride Angriffe erschweren die Zuordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischen Sicherheitsbehörden sehen die größte Herausforderung in der Kombination verschiedener Angriffsmethoden. <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">Eine Datenpanne könne auf einen Cyberangriff zurückgehen, auf einen Insider, auf eine Serie von Computerdiebstählen oder auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.</a> Der Zweck könne Datendiebstahl sein, aber auch die Schädigung des Rufs eines Unternehmens während eines Exportgeschäfts oder einer Kapitalrunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bonnemaison beschrieb die französische Antwort als dynamischen Ansatz. Die DRSD analysiere Bedrohungen, Schwachstellen und mögliche Angriffspfade. Daraus folgten administrative Prüfungen, operative Recherchen, Audits und gezielte Begleitung sensibler Akteure in der Verteidigungswirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Botschaft des <a href="https://www.defense.gouv.fr/actualites/renseigner-proteger-drsd-face-aux-nouvelles-menaces">Briefings</a> war eine breitere Wachsamkeit im Verteidigungsumfeld. Bonnemaison sagte, die Sicherheit sei kollektiv. Die DRSD könne nicht allein alle Risiken abdecken, sondern brauche Meldungen, Hinweise und ein höheres Bewusstsein in Streitkräften, Unternehmen und Zulieferketten. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Reform geht in entscheidende Phase</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-reform-geht-in-entscheidende-phase/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 23:47:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27748</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen sollen schlanker, schneller und besser koordiniert werden. Die UN80-Reform betrifft auch Afrika direkt: Sudan und Somalia sind Testfälle für neue humanitäre Hilfe, Nairobi und Addis Abeba Teil des geplanten Umbaus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-reform-geht-in-entscheidende-phase%2F&amp;action_name=UN-Reform%20geht%20in%20entscheidende%20Phase&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres treibt die Reform der Vereinten Nationen in eine neue Entscheidungsphase. Vor der Generalversammlung in New York sagte er, Stillstand in einer Zeit geopolitischer Krisen würde menschliches Leid weiter verschärfen. Die sogenannte UN80-Initiative soll die Weltorganisation schlanker, schneller und besser abgestimmt machen. Für Afrika ist der Umbau auch deshalb relevant, weil mehrere Reformteile direkt Krisenländer, UN-Standorte und Länderteams auf dem Kontinent betreffen.</p>



<h2 id="h-weniger-doppelarbeit-schnellere-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="weniger-doppelarbeit-schnellere-hilfe">Weniger Doppelarbeit, schnellere Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres will die Arbeitsweise der Vereinten Nationen stärker bündeln. Der UN-Apparat soll weniger parallel arbeiten, Daten besser teilen und Verwaltungsaufgaben stärker zusammenlegen. Im Sekretariat wurde für 2026 bereits eine Verringerung der Stellen um 21 Prozent umgesetzt. Elf Teams in New York wurden zu einer gemeinsamen Verwaltungsplattform zusammengeführt, die rund 6.000 Beschäftigte unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Verwaltungsplattformen sollen auch an großen UN-Standorten entstehen. Genannt werden unter anderem Nairobi und Addis Abeba. Beide Städte sind für die UN-Arbeit in Afrika zentrale Knotenpunkte: Nairobi ist ein wichtiger Standort für Umwelt- und Siedlungsfragen, Addis Abeba für die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union und für politische Arbeit auf dem Kontinent.</p>



<h2 id="h-sudan-und-somalia-als-testfalle" class="wp-block-heading"><span id="sudan-und-somalia-als-testfaelle">Sudan und Somalia als Testfälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Teil der Reform betrifft die humanitäre Hilfe. Die Vereinten Nationen testen einen neuen Ansatz zunächst in fünf Krisenlagen: Afghanistan, Haiti, den besetzten palästinensischen Gebieten, Somalia und Sudan. Dabei sollen Lieferketten zusammengeführt, Hilfsplanung vereinfacht und Daten besser genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hintergrund ist ein wachsender Druck auf das humanitäre System. Die UN muss in mehr Krisen helfen, während Geld knapper wird. Besonders bei der Versorgung mit Hilfsgütern geht es um große Summen: Lieferketten machen nach UN-Angaben rund 70 Prozent der gesamten humanitären Ausgaben aus. Wenn die Reform hier greift, kann sie die Arbeit in Ländern wie Sudan und Somalia unmittelbar verändern.</p>



<h2 id="h-friedenseinsatze-sollen-uberpruft-werden" class="wp-block-heading"><span id="friedenseinsaetze-sollen-ueberprueft-werden">Friedenseinsätze sollen überprüft werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres kündigte zudem eine Überprüfung der UN-Friedenseinsätze an. Empfehlungen dazu sollen im Juni vorgelegt werden. Ziel ist eine flexiblere Architektur für Einsätze in einer Sicherheitslage, die sich schneller verändert als früher.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27211 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-deutschland-und-afrika-im-fokus-der-generalversammlung/">Für Afrika ist dieser Punkt besonders wichtig. </a>Viele der großen UN-Friedens- und Stabilisierungseinsätze der vergangenen Jahrzehnte lagen auf dem Kontinent. Gleichzeitig haben Debatten über Mandate, Kosten, Schutz von Zivilisten und die Zusammenarbeit mit regionalen Organisationen an Gewicht gewonnen. Die Reform soll klären, welche Instrumente die UN künftig braucht, um auf Konflikte schneller und passender zu reagieren.</p>
</div></div>



<h2 id="h-mitgliedstaaten-behalten-das-letzte-wort" class="wp-block-heading"><span id="mitgliedstaaten-behalten-das-letzte-wort">Mitgliedstaaten behalten das letzte Wort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres machte deutlich, dass viele Entscheidungen nicht beim Sekretariat liegen. Strukturelle Änderungen, neue Zuständigkeiten oder mögliche Zusammenschlüsse von UN-Einheiten brauchen die Zustimmung der Mitgliedstaaten. Der Generalsekretär kann Vorschläge vorlegen, entscheiden müssen aber die Regierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Debatte stehen unter anderem engere Zusammenarbeit zwischen UN-Organisationen, gemeinsame Dienste, ein UN-weiter Datenraum und mögliche Zusammenschlüsse einzelner Einrichtungen. Auch die Arbeit der Länderteams soll neu ausgerichtet werden. Staaten sollen schneller auf Fachwissen aus dem gesamten UN-System zugreifen können, auch wenn nicht jede UN-Einheit dauerhaft im Land vertreten ist.</p>



<h2 id="h-baerbock-fordert-mehr-politische-steuerung" class="wp-block-heading"><span id="baerbock-fordert-mehr-politische-steuerung">Baerbock fordert mehr politische Steuerung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="440" height="588" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-12605 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped.jpg 440w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped-224x300.jpg 224w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped-380x508.jpg 380w" sizes="(max-width: 440px) 100vw, 440px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Annalena Baerbock, Präsidentin der 80. UN-Generalversammlung, mahnte bei der Sitzung eine stärkere politische Debatte über den Umbau an. Die Reform dürfe nicht nur in technischen Haushaltsverhandlungen behandelt werden. <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">Die Mitgliedstaaten müssten klären, welche Strukturen im UN-System künftig noch klaren Mehrwert bringen und wo Änderungen nötig seien.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock verwies auch auf die jüngste Resolution zur Überprüfung von UN-Mandaten. Die Vereinten Nationen arbeiten mit zehntausenden Mandaten, die von Mitgliedstaaten beschlossen wurden. Viele davon verursachen Berichte, Sitzungen und Verwaltungsaufwand. <a href="https://fokus-afrika.de/baerbock-ruft-eu-parlament-zur-verteidigung-der-vereinten-nationen-auf/">Die Reform soll prüfen, welche Aufgaben weiterhin nötig sind, wo sich Arbeit überschneidet und wie Mandate besser mit Geld und Personal verbunden werden können.</a></p>
</div></div>



<h2 id="h-menschenrechte-bleiben-streitpunkt-bei-den-ressourcen" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechte-bleiben-streitpunkt-bei-den-ressourcen">Menschenrechte bleiben Streitpunkt bei den Ressourcen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres sprach auch die ungleiche Ausstattung der UN-Arbeit an. Besonders die Menschenrechtsarbeit bekomme deutlich weniger Mittel als andere Bereiche, obwohl sie eine der tragenden Säulen der Organisation sei. Deshalb wurde eine neue Human Rights Group eingerichtet, die Menschenrechtsarbeit im UN-System besser koordinieren soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit berührt die Reform auch eine politische Frage: Die UN soll sparen und effizienter werden, darf dabei aber zentrale Aufgaben nicht verlieren. Guterres forderte die Mitgliedstaaten zugleich auf, ihre Pflichtbeiträge vollständig und pünktlich zu zahlen. Die Reform könne die Arbeitsweise der Vereinten Nationen verbessern, aber ausbleibende Zahlungen nicht ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			<media:description type="html">Außenpolitik in gewendeten Zeiten: Außenministerin Annalena Baerbock im Gespräch mit Johnny Haeusler</media:description>
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		<title>Deutschlands Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat  wackelt – Stimmen aus Afrika werden entscheidend</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 13:04:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Portugal]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland will zurück in den UN-Sicherheitsrat. Die Wahl am 3. Juni wird knapper als frühere Kandidaturen: Österreich und Portugal konkurrieren mit, afrikanische Stimmen können entscheidend werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend%2F&amp;action_name=Deutschlands%20Bewerbung%20f%C3%BCr%20den%20UN-Sicherheitsrat%20%20wackelt%20%E2%80%93%20Stimmen%20aus%20Afrika%20werden%20entscheidend&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland steht vor einer knappen Wahl um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die UN-Generalversammlung entscheidet am 3. Juni 2026 über fünf neue Mitglieder für die Amtszeit 2027 bis 2028. In der Gruppe Westeuropa und sonstige Staaten konkurriert die Bundesrepublik mit Österreich und Portugal um zwei Sitze. Die Bundesregierung setzt dabei auch auf Unterstützung aus der afrikanischen Staatengruppe, der größten Regionalgruppe in den Vereinten Nationen.</p>



<h2 id="h-drei-kandidaten-fur-zwei-sitze" class="wp-block-heading"><span id="drei-kandidaten-fuer-zwei-sitze">Drei Kandidaten für zwei Sitze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl gilt für Deutschland schwieriger als frühere Bewerbungen. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/portugal/" type="post_tag" id="548">Portugal</a> wird im diplomatischen Umfeld als gut positioniert beschrieben. Damit dürfte sich der Wettbewerb vor allem zwischen Deutschland und Österreich zuspitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Österreich hatte seine Kandidatur bereits 2011 angekündigt und konnte über viele Jahre Unterstützung sammeln. Deutschland stieg erst Ende 2024 offiziell in das Rennen ein. Gewählt wird geheim in der UN-Generalversammlung. Für einen Sitz ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Staaten erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland war bereits mehrfach nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat. Nach der Wiedervereinigung saß die Bundesrepublik 1995/1996, 2003/2004, 2011/2012 und zuletzt 2019/2020 in dem Gremium. Bei der letzten Wahl erhielt Deutschland 184 von 190 abgegebenen Stimmen.</p>



<h2 id="h-afrikanische-stimmen-werden-zentral" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-stimmen-werden-zentral">Afrikanische Stimmen werden zentral</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/au-kommissionschef-youssouf-empfaengt-deutschen-aussenminister-wadephul/" type="post" id="23882">Die Bundesregierung wirbt besonders um Unterstützung afrikanischer Staaten.</a> Die afrikanische Gruppe ist zahlenmäßig die stärkste Regionalgruppe in der Generalversammlung und kann bei geheimen Wahlen erhebliches Gewicht entfalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland ist diese Unterstützung auch deshalb wichtig, weil der Wettbewerb in der westlichen Gruppe offen ist. Die Kandidatur steht unter dem Slogan „Respect, Justice, Peace“. Als zentrales Argument verweist Berlin auf seine Rolle als verlässlicher Geldgeber im UN-System.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26956 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland zählt zu den größten Beitragszahlern der Vereinten Nationen. Nach <a href="https://dgvn.de/meldung/deutschlands-kandidatur-fuer-den-un-sicherheitsrat">Darstellung</a> der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen war die Bundesrepublik 2024 der zweitgrößte Beitragszahler des gesamten UN-Systems. Durch ausbleibende Zahlungen der USA könnte Deutschland inzwischen sogar an erster Stelle stehen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-gaza-krieg-und-russische-kampagnen-belasten-die-kandidatur" class="wp-block-heading"><span id="gaza-krieg-und-russische-kampagnen-belasten-die-kandidatur">Gaza-Krieg und russische Kampagnen belasten die Kandidatur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Bewerbung trifft auf ein verändertes diplomatisches Umfeld. Zwei Faktoren können die Unterstützung schwächen:<a href="https://fokus-afrika.de/bnd-bestaetigt-russische-desinformation-gegen-entwicklungspolitik/" type="post" id="27574"> russische Propaganda gegen Deutschland</a> und Kritik an der deutschen Position zum Krieg in Gaza.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau stark belastet. Im Sicherheitsrat wäre Deutschland erneut direkt mit Russland am Tisch. Zugleich hat die deutsche Nahostpolitik in Teilen der UN-Mitgliedschaft, auch im Globalen Süden, Kritik ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit unterscheidet sich die Lage deutlich von früheren Kandidaturen. Deutschland bleibt zwar ein finanzstarker und institutionell gut vernetzter UN-Akteur. Die Wahl entscheidet sich aber nicht allein über Beiträge und Erfahrung, sondern über diplomatische Mehrheiten in einem polarisierten Umfeld.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-als-buhne-fur-deutsche-aussenpolitik" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-als-buehne-fuer-deutsche-aussenpolitik">Sicherheitsrat als Bühne für deutsche Außenpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sitz im Sicherheitsrat würde Deutschland ab Januar 2027 für zwei Jahre in das wichtigste sicherheitspolitische Gremium der Vereinten Nationen bringen. Dort sitzen die fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Russland, die USA und das Vereinigte Königreich dauerhaft. Hinzu kommen zehn nichtständige Mitglieder, die für jeweils zwei Jahre gewählt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nichtständige Mitglieder haben kein Vetorecht. Sie können aber Resolutionen mitverhandeln, Themen auf die Tagesordnung bringen und politische Initiativen sichtbar machen. Gerade Staaten ohne ständigen Sitz nutzen die Mitgliedschaft, um eigene außenpolitische Schwerpunkte international stärker zu platzieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26885 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71117373.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland würde im Sicherheitsrat auf mehrere ständige Mitglieder treffen, zu denen das Verhältnis unterschiedlich belastet ist. Mit Russland sind die diplomatischen Kontakte seit dem Ukraine-Krieg stark eingeschränkt. Mit China, den USA, Frankreich und dem Vereinigten Königreich verbinden Berlin zugleich sicherheits-, wirtschafts- und bündnispolitische Interessen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-wahl-fallt-in-reformdebatte-uber-afrikas-rolle" class="wp-block-heading"><span id="wahl-faellt-in-reformdebatte-ueber-afrikas-rolle">Wahl fällt in Reformdebatte über Afrikas Rolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Kandidatur steht auch im Schatten der breiteren Reformdebatte über den Sicherheitsrat. Afrika fordert seit Jahren eine stärkere Vertretung in dem Gremium, einschließlich ständiger Sitze. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-aktiv-afrikas-anspruch-auf-staendigen-sicherheitsratssitz/" type="post" id="27708">Auch Deutschland unterstützt eine Reform, die die heutige geopolitische Realität stärker abbildet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl am 3. Juni betrifft zunächst nur die nichtständigen Sitze. Neben der westlichen Gruppe werden auch Sitze für Afrika, Asien-Pazifik sowie Lateinamerika und Karibik vergeben. Für die afrikanische Gruppe kandidiert Simbabwe. In der Asien-Pazifik-Gruppe treten die Philippinen und Kirgisistan gegeneinander an. Für Lateinamerika und Karibik bewirbt sich Trinidad und Tobago.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung über Deutschlands Kandidatur fällt damit in einer Phase, in der die Vereinten Nationen zugleich über ihre eigene Handlungsfähigkeit, die Rolle des Globalen Südens und die Machtverteilung im Sicherheitsrat diskutieren.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland unterstützt aktiv Afrikas Anspruch auf ständigen Sicherheitsratssitz</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-aktiv-afrikas-anspruch-auf-staendigen-sicherheitsratssitz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 23:40:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der UN-Sicherheitsrat debattiert über Krieg, Völkerrecht und Reformen. António Guterres nennt Afrikas fehlenden ständigen Sitz eine „historische Ungerechtigkeit“. Deutschland und mehrere Staaten unterstützen eine Reform, die Afrikas Rolle endlich abbildet.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-unterstuetzt-aktiv-afrikas-anspruch-auf-staendigen-sicherheitsratssitz%2F&amp;action_name=Deutschland%20unterst%C3%BCtzt%20aktiv%20Afrikas%20Anspruch%20auf%20st%C3%A4ndigen%20Sicherheitsratssitz&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-aktiv-afrikas-anspruch-auf-staendigen-sicherheitsratssitz/">Deutschland unterstützt aktiv Afrikas Anspruch auf ständigen Sicherheitsratssitz</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen stellen die Reform des Sicherheitsrats wieder ins Zentrum der internationalen Sicherheitsdebatte. Am 26. Mai 2026 <a href="https://press.un.org/en/sc_live">beriet</a> der Rat in New York auf Ministerebene über die UN-Charta und die Zukunft des multilateralen Systems. UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor einer gefährlichen Erosion des Völkerrechts und forderte eine ständige Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat. Mehrere Staaten unterstützten die Forderung, während die Großmächte ihre Gegensätze über Krieg, Souveränität und internationale Ordnung offen austrugen.</p>



<h2 id="h-guterres-warnt-vor-bruchstellen-der-un-ordnung" class="wp-block-heading"><span id="guterres-warnt-vor-bruchstellen-der-un-ordnung">Guterres warnt vor Bruchstellen der UN-Ordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres beschrieb die UN-Charta als Grundlage für Frieden, Recht und internationale Zusammenarbeit. „Die Charta der Vereinten Nationen ist ein Überlebensleitfaden für die Menschheit“, sagte er vor dem Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär nannte sieben akute Belastungen für die internationale Ordnung. Dazu gehören die Missachtung des Völkerrechts, wachsende geopolitische Spaltungen, mehr und intensivere Konflikte, eine beschleunigte Aufrüstung, Angriffe auf Menschenrechte, der Druck auf Entwicklung und die Klimakrise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Welt stehe vor der höchsten Zahl an Konflikten seit Gründung der Vereinten Nationen, sagte Guterres. Gewalt nehme an Umfang und Komplexität zu, unter anderem im Nahen Osten, in Sudan, in der Ukraine und darüber hinaus. Zugleich würden Waffen wie Drohnen immer häufiger gegen Zivilisten und zivile Einrichtungen eingesetzt.</p>



<h2 id="h-afrikas-fehlende-vertretung-als-glaubwurdigkeitsproblem" class="wp-block-heading"><span id="afrikas-fehlende-vertretung-als-glaubwuerdigkeitsproblem">Afrikas fehlende Vertretung als Glaubwürdigkeitsproblem</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/">Die Reform des Sicherheitsrats verband Guterres direkt mit der Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen. </a>Globale Institutionen müssten die politischen Realitäten der Gegenwart widerspiegeln, nicht jene von 1945.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Abwesenheit einer ständigen Vertretung Afrikas ist eine historische Ungerechtigkeit“, sagte Guterres. Sie untergrabe die Glaubwürdigkeit des Sicherheitsrats und schwäche seine Wirksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-guterres-plaediert-fuer-staendige-sitze-im-sicherheitsrat-fuer-afrika/">Afrika steht regelmäßig auf der Tagesordnung des Sicherheitsrats.</a> Viele UN-Friedensmissionen, Sanktionsdebatten und Konfliktlagen betreffen afrikanische Staaten. Zugleich verfügt der Kontinent über keinen ständigen Sitz und bleibt auch bei nichtständigen Sitzen begrenzt vertreten.</p>



<h2 id="h-deutschland-unterstutzt-reform-mit-afrika-komponente" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-unterstuetzt-reform-mit-afrika-komponente">Deutschland unterstützt Reform mit Afrika-Komponente</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrats-g4-wollen-reform-auch-im-sinne-afrikas/">Deutschland stellte sich in der Debatte hinter eine Reform, die Afrikas Rolle stärker abbildet. </a>Gunther Krichbaum, Staatsminister für Europa, begrüßte die Reformbemühungen der afrikanischen Staatengruppe und verwies auf den Zukunftspakt der Vereinten Nationen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="406" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878.jpeg" alt="" class="wp-image-27709 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b5b02766-fc27-43fc-9694-eb358030c878-380x287.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ziel sei eine Reform, die heutige geopolitische Realitäten widerspiegele, die historische Ungerechtigkeit gegenüber Afrika korrigiere und unterrepräsentierte Regionen im Sicherheitsrat besser vertrete, sagte Krichbaum. Dadurch könnten Legitimität und Handlungsfähigkeit des Rates gestärkt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Vereinigte Königreich sprach sich für eine ständige Vertretung Afrikas aus. London unterstützt zudem ständige Sitze für Brasilien, Deutschland, Indien und Japan. Somalia forderte zwei ständige Sitze für Afrika und verwies auf den Anteil des Kontinents an der UN-Mitgliedschaft.</p>



<h2 id="h-afrikanische-staaten-fordern-korrektur-der-ordnung-von-1945" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-staaten-fordern-korrektur-der-ordnung-von-1945">Afrikanische Staaten fordern Korrektur der Ordnung von 1945</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Simbabwe verband die Reformfrage mit der Sicherheitslage auf dem Kontinent. Außenminister Amon Murwira sagte, Afrika trage eine unverhältnismäßig hohe Last von Konflikten und Unsicherheit, obwohl der Kontinent am wenigsten zu vielen strukturellen Ursachen globaler Instabilität beitrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Legitimität und Wirksamkeit des Sicherheitsrats verlangten eine umfassende Reform, die Afrikas Ausschluss von ständiger Mitgliedschaft beende und die Unterrepräsentation bei nichtständigen Sitzen korrigiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Simbabwe verwies auch auf die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsrat und Afrikanischer Union. Murwira forderte eine vollständige und ausgewogene Umsetzung der Resolution 2719 von 2023, die die Finanzierung afrikanisch geführter Friedenseinsätze durch die Vereinten Nationen betrifft.</p>



<h2 id="h-grossmachte-bleiben-bei-zentralen-fragen-gespalten" class="wp-block-heading"><span id="grossmaechte-bleiben-bei-zentralen-fragen-gespalten">Großmächte bleiben bei zentralen Fragen gespalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte die politischen Bruchlinien im Sicherheitsrat. China leitete die Sitzung und rief dazu auf, die UN-Charta zu stärken. Außenminister Wang Yi warnte vor einer Rückkehr des „Rechts des Dschungels“ und kritisierte einseitige militärische Aktionen, die am Sicherheitsrat vorbei erfolgen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27711 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139776.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten betonten dagegen Effizienz, Reformdruck und staatliche Souveränität. Michael George DeSombre, Staatssekretär im US-Außenministerium, sagte, Washington wolle die Vereinten Nationen stärker auf ihre Kernaufgabe konzentrieren: die Wahrung von Frieden und Sicherheit. Dabei gehe es nicht um eine Ablehnung des Multilateralismus, sondern um Ergebnisse statt Ineffizienz.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Russland wies westliche Kritik zurück und warf westlichen Staaten vor, eine von ihnen entworfene „regelbasierte Ordnung“ als universell auszugeben. Frankreich und Lettland kritisierten Moskau scharf wegen des Kriegs gegen die Ukraine und verwiesen auf Verstöße gegen die UN-Charta.</p>



<h2 id="h-kleinere-staaten-verlangen-grenzen-fur-grossmachtpolitik" class="wp-block-heading"><span id="kleinere-staaten-verlangen-grenzen-fuer-grossmachtpolitik">Kleinere Staaten verlangen Grenzen für Großmachtpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere kleinere und mittlere Staaten betonten die Schutzfunktion der UN-Charta. Liberia erinnerte daran, dass das Land zu den vier ursprünglichen afrikanischen Unterzeichnern der Charta gehörte. Außenministerin Sara Beysolow Nyanti sagte, kein Staat, so mächtig er auch sei, habe das Recht, die Welt einseitig unsicher zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kolumbien forderte mehr Transparenz im Sicherheitsrat. Die Mitgliedstaaten dürften das Gremium nicht umgehen, wenn nationale Interessen Vorrang hätten. Kirgisistan erklärte, der Sicherheitsrat sei kein geschlossener Club und kein Raum, der nur den Mächtigeren vorbehalten sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte breite Unterstützung für die zentrale Rolle der Vereinten Nationen. Zugleich blieben die Gegensätze über Krieg, Machtpolitik, Souveränität und Reformen sichtbar. Afrikas Anspruch auf dauerhafte Vertretung wurde dabei zu einem der Punkte, an denen die Glaubwürdigkeit des Sicherheitsrats gemessen wird.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Schwere Anschuldigungen: UN Watch wirft UN-Diplomaten Käuflichkeit vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/schwere-anschuldigungen-un-watch-wirft-un-diplomaten-kaeuflichkeit-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 20:35:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27701</guid>

					<description><![CDATA[<p>UN Watch stellt ein zentrales Instrument der internationalen Menschenrechtsarbeit infrage: Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats sollen politisch einseitig handeln, unzureichend kontrolliert werden und zu wenig Transparenz bei Finanzierung und Interessenkonflikten bieten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fschwere-anschuldigungen-un-watch-wirft-un-diplomaten-kaeuflichkeit-vor%2F&amp;action_name=Schwere%20Anschuldigungen%3A%20UN%20Watch%20wirft%20UN-Diplomaten%20K%C3%A4uflichkeit%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Genfer Organisation UN Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen mehrere Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats. Der Bericht erschien im Mai 2026. Darin wirft UN Watch Teilen des Sonderverfahrenssystems politische Voreingenommenheit, mangelnde Transparenz und schwache Kontrolle vor. Die Kritik trifft ein Instrument der Vereinten Nationen, dessen Stellungnahmen weltweit von Regierungen, Gerichten, Medien und Menschenrechtsorganisationen aufgegriffen werden.</p>



<h2 id="h-kritik-an-einem-einflussreichen-un-instrument" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-einem-einflussreichen-un-instrument">Kritik an einem einflussreichen UN-Instrument</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonderverfahren des UN-Menschenrechtsrats gehören zu den sichtbarsten Mechanismen der internationalen Menschenrechtsarbeit. Sonderberichterstatter und unabhängige Experten untersuchen Länder oder Themen, veröffentlichen Stellungnahmen, legen Berichte vor und treten bei den Vereinten Nationen sowie in der Öffentlichkeit auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN Watch verweist darauf, dass der Menschenrechtsrat derzeit 59 Sonderverfahren unterhält. Davon behandeln 46 globale Themen, 13 beziehen sich auf einzelne Länder. Die Mandatsträger sind nicht angestellt und erhalten kein Gehalt, bekommen aber Unterstützung für offizielle Aufgaben wie Länderbesuche, Schulungen, Personal und institutionelle Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung von UN Watch haben diese Experten erheblichen Einfluss auf die öffentliche Debatte. Ihre Stellungnahmen seien rechtlich nicht bindend, würden aber von internationalen Gerichten, Regierungen, Universitäten, Medien und zivilgesellschaftlichen Akteuren regelmäßig als fachlich maßgeblich behandelt.</p>



<h2 id="h-vorwurf-der-politischen-selektivitat" class="wp-block-heading"><span id="vorwurf-der-politischen-selektivitaet">Vorwurf der politischen Selektivität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht untersucht 13 thematische Sonderverfahren. UN Watch stützt sich dabei auf UN-Stellungnahmen, Berichte, Pressekonferenzen, Social-Media-Beiträge, Interviews, Videos und öffentlich verfügbare Dokumente.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25907 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71133770.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht der Vorwurf einer systematischen antiwestlichen Schlagseite. Mehrere Mandatsträger stellten westliche Demokratien, besonders die Vereinigten Staaten und Israel, überproportional als Quelle globaler Ungerechtigkeit dar. Zugleich würden Repression, Korruption und Gewalt in autoritären Staaten aus Sicht von UN Watch vergleichsweise schwach behandelt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation nennt unter anderem Aussagen und Veröffentlichungen von Irene Khan, Tlaleng Mofokeng, George Katrougalos, Michael Fakhri, Balakrishnan Rajagopal, Ben Saul, Gina Romero, Alena Douhan, Mary Lawlor, Margaret Satterthwaite, Reem Alsalem, Paula Gaviria Betancur und Ashwini K.P.</p>



<h2 id="h-israel-als-schwerpunkt-der-kritik" class="wp-block-heading"><span id="israel-als-schwerpunkt-der-kritik">Israel als Schwerpunkt der Kritik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders scharf fällt die Kritik von UN Watch an der Behandlung Israels aus. Zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 18. März 2026 hätten UN-Sonderverfahren 148 Stellungnahmen zu Israel veröffentlicht. Zum Krieg Russlands gegen die Ukraine zählt UN Watch im selben Zeitraum 64 Stellungnahmen, zu Sudan 24, zu Myanmar 62 und zu Äthiopien fünf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei gemeinsamen Erklärungen sieht die Organisation ein deutliches Ungleichgewicht. Demnach gab es 106 gemeinsame Stellungnahmen zu Israel, 29 zu Russland, 16 zu Sudan, 14 zu Myanmar und fünf zu Äthiopien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN Watch wirft mehreren Mandatsträgern vor, Israels Recht auf Selbstverteidigung zu relativieren und Verbrechen der Hamas zu verharmlosen. Die Organisation verweist zudem auf eine Erklärung von 25 Sonderverfahren aus dem Juni 2024, in der UN-Mitgliedstaaten zur Anerkennung eines palästinensischen Staates aufgerufen wurden.</p>



<h2 id="h-finanzierungsfragen-und-nahe-zu-autoritaren-staaten" class="wp-block-heading"><span id="finanzierungsfragen-und-naehe-zu-autoritaeren-staaten">Finanzierungsfragen und Nähe zu autoritären Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Vorwurf betrifft die Finanzierung und mögliche Interessenkonflikte. UN Watch kritisiert, dass externe Unterstützung für Sonderverfahren nicht ausreichend transparent sei. Obwohl die Vereinten Nationen offizielle Ausgaben abdecken, könnten weitere Aktivitäten durch externe Mittel ermöglicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation verweist darauf, dass die Offenlegung solcher Unterstützung freiwillig bleibe und in Jahresberichten unvollständig oder uneinheitlich erscheine. Dadurch könnten mögliche Interessenkonflikte schwerer erkennbar werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders genannt wird Alena Douhan, Sonderberichterstatterin zu einseitigen Zwangsmaßnahmen. UN Watch schreibt, ihr Mandat habe mehr als 1,3 Millionen Dollar Unterstützung von China, Russland und Katar erhalten. Zugleich wirft die Organisation ihr vor, in Länderberichten zu Staaten wie Iran, Syrien, Nordkorea oder Venezuela westliche Sanktionen stark hervorzuheben und interne Repression, Korruption oder Regierungsversagen weniger zu gewichten.</p>



<h2 id="h-streit-uber-kontrolle-und-rechenschaft" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-kontrolle-und-rechenschaft">Streit über Kontrolle und Rechenschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN Watch sieht auch im Kontrollsystem der Sonderverfahren grundlegende Schwächen. Zwar existiert ein Verhaltenskodex für Mandatsträger des Menschenrechtsrats. Nach Auffassung der Organisation wird er aber nicht wirksam durchgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kritisiert wird vor allem, dass Beschwerden häufig an das Koordinierungskomitee der Sonderverfahren verwiesen werden. Dieses besteht aus Mandatsträgern selbst und verfügt nach Darstellung von UN Watch nicht über echte Disziplinarbefugnisse. Damit fehle ein unabhängiges Verfahren, das Fehlverhalten sanktionieren könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation fordert deshalb Reformen bei Auswahl, Finanzierung, Transparenz und Aufsicht. Demokratien sollten aus Sicht von UN Watch Sonderberichterstatter gemeinsam bewerten, problematische Mandate öffentlich benennen und bei ausbleibenden Reformen stärker auf andere internationale oder regionale Menschenrechtsmechanismen setzen.</p>



<h2 id="h-menschenrechtsrat-steht-erneut-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechtsrat-steht-erneut-unter-druck">Menschenrechtsrat steht erneut unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-menschenrechtsrat-der-beginnt-sitzung-mit-schweigeminute/" type="post" id="24998">Die Kritik trifft den UN-Menschenrechtsrat in einer Phase, in der seine politische Zusammensetzung und seine Glaubwürdigkeit wiederholt diskutiert werden.</a> UN Watch verweist darauf, dass viele Mitglieder des Rates keine Demokratien seien. Aus Sicht der Organisation prägt dies auch die Auswahl und Arbeitsweise der Sonderverfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonderverfahren bleiben zugleich ein wichtiges Instrument für internationale Menschenrechtsarbeit. Sie können auf Missstände aufmerksam machen, Regierungen unter Druck setzen und Themen sichtbar machen, die in diplomatischen Gremien oft blockiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht von UN Watch verschiebt die Debatte auf die Frage, wie unabhängig, transparent und überprüfbar diese Mandate arbeiten. Im Kern geht es um die Autorität eines Systems, das weltweit Menschenrechtsverletzungen sichtbar machen soll und dessen eigene Standards nun selbst Gegenstand politischer Auseinandersetzung sind.</p>
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		<item>
		<title>Sudan-Krieg: Human Rights Watch belastet Emirate wegen kolumbianischer Söldner</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 09:39:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27692</guid>

					<description><![CDATA[<p>Neue Vorwürfe im Sudan-Krieg: Human Rights Watch bringt die Vereinigten Arabischen Emirate mit kolumbianischen Kämpfern an der Seite der RSF in Verbindung. Im Zentrum stehen Militärstandorte in Abu Dhabi, eine Sicherheitsfirma und die Gewalt in El Fasher.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner%2F&amp;action_name=Sudan-Krieg%3A%20Human%20Rights%20Watch%20belastet%20Emirate%20wegen%20kolumbianischer%20S%C3%B6ldner&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/">Sudan-Krieg: Human Rights Watch belastet Emirate wegen kolumbianischer Söldner</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate wegen ihrer mutmaßlichen Rolle im Sudan-Krieg. Die Organisation <a href="https://www.hrw.org/news/2026/05/26/sudan-colombians-linked-to-atrocities-trained-in-uae-bases">veröffentlichte</a> die Vorwürfe am 25. Mai 2026. Demnach sollen kolumbianische private Militärkräfte über emiratische Militärstandorte nach Sudan gelangt sein, um die Rapid Support Forces zu unterstützen. Die paramilitärische Gruppe wird für schwere Verbrechen gegen Zivilisten verantwortlich gemacht, besonders im Kampf um El Fasher in Nord-Darfur.</p>



<h2 id="h-kolumbianer-sollen-uber-emirate-nach-sudan-gelangt-sein" class="wp-block-heading"><span id="kolumbianer-sollen-ueber-emirate-nach-sudan-gelangt-sein">Kolumbianer sollen über Emirate nach Sudan gelangt sein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch beschreibt ein Rekrutierungs- und Einsatznetzwerk, das von Kolumbien über die Vereinigten Arabischen Emirate bis nach Darfur geführt haben soll. Im Zentrum steht die in Abu Dhabi ansässige Sicherheitsfirma Global Security Services Group, kurz GSSG. Sie soll seit 2024 Hunderte kolumbianische private Militärkräfte angeworben haben, die später an der Seite der Rapid Support Forces kämpften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation stützt ihre Darstellung auf Interviews mit zwei kolumbianischen Militärdienstleistern, einem früheren GSSG-Mitarbeiter, acht Bewohnern von El Fasher sowie weiteren Quellen. Zudem prüfte Human Rights Watch Unternehmensunterlagen, offizielle Dokumente, Fotos und Videos aus sozialen Medien. Einige Aufnahmen wurden nach Angaben der Organisation verifiziert und geografisch zugeordnet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach diesen Recherchen passierten die angeworbenen Kämpfer eine Militärbasis in Ghiyathi und eine mutmaßliche militärische Einrichtung in Al Wathba, beide im Emirat Abu Dhabi. Ein kolumbianischer Beteiligter schilderte Human Rights Watch, bei seiner Ankunft in den Emiraten seien keine Einreisestempel in die Pässe gesetzt worden. Anschließend sei seine Gruppe direkt zur Basis Ghiyathi gebracht worden.</p>



<h2 id="h-spuren-fuhren-nach-el-fasher" class="wp-block-heading"><span id="spuren-fuehren-nach-el-fasher">Spuren führen nach El Fasher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch fand Hinweise darauf, dass kolumbianische Militärkräfte im Oktober 2025 in El Fasher waren, als die Rapid Support Forces die Hauptstadt Nord-Darfurs einnahmen. Die Stadt war zuvor über Monate belagert worden. Bewohner berichteten von Tötungen, Vergewaltigungen, Hunger und Angriffen auf Menschen mit Behinderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unabhängige internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zu Sudan hatte die Gewalt in El Fasher bereits im Februar 2026 als Vorgänge mit „Merkmalen eines Völkermords“ beschrieben. Die Kommission sprach von koordinierten Angriffen auf nichtarabische Bevölkerungsgruppen, vor allem auf Fur und Zaghawa.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp" alt="" class="wp-image-23273 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-300x300.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-150x150.webp 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-80x80.webp 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-110x110.webp 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-380x380.webp 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch verifizierte Videos, die ausländische private Militärkräfte, offenbar Kolumbianer, bei Kämpfen in El Fasher zeigen sollen. Sechs Zeugen gaben an, sie hätten helle ausländische Kämpfer an Orten gesehen, an denen es zu Massentötungen durch die RSF gekommen sei. Diese Männer hätten ähnliche Schutzausrüstung getragen wie Personen in den überprüften Videos.</p>
</div></div>



<h2 id="h-vorwurf-der-ausbildung-von-rsf-kraften" class="wp-block-heading"><span id="vorwurf-der-ausbildung-von-rsf-kraeften">Vorwurf der Ausbildung von RSF-Kräften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verschaerfen-sudan-sanktionen-und-fordern-abzug-von-kolumbianischen-soeldnern/" type="post" id="26669">Die Vorwürfe reichen über den Kampfeinsatz hinaus.</a> Ein kolumbianischer Militärdienstleister sagte Human Rights Watch, er habe im April 2025 RSF-Rekruten in Lagern rund um Nyala im Süden Darfurs ausgebildet. Unter den Rekruten seien viele „junge Kinder“ gewesen. Auch das kolumbianische Medium <em>La Silla Vacía</em> berichtete über Hinweise, dass private Militärkräfte aus Kolumbien RSF-Kindersoldaten trainiert hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das humanitäre Völkerrecht verbietet die Rekrutierung und den Einsatz von Kindern in bewaffneten Konflikten. Bei Kindern unter 15 Jahren gilt dies als Kriegsverbrechen. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen bestätigte für 2024 insgesamt 16 Fälle der Rekrutierung von Kindern durch die RSF und führte die Gruppe auf der UN-Liste schwerer Verstöße gegen Kinder in bewaffneten Konflikten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Waffenfunde verstärken die Vorwürfe. Nach Angaben von Human Rights Watch wurden bei Kolumbianern bulgarische 81-Millimeter-Granaten gefunden. Der französische Sender&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;hatte berichtet, diese Munition sei aus Beständen der Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate abgezweigt worden.</p>



<h2 id="h-abu-dhabi-weist-unterstutzung-fur-rsf-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="abu-dhabi-weist-unterstuetzung-fuer-rsf-zurueck">Abu Dhabi weist Unterstützung für RSF zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Die Vereinigten Arabischen Emirate bestreiten seit Langem, die Rapid Support Forces militärisch zu unterstützen.</a> Abu Dhabi erklärt, seine Hilfe für Sudan sei humanitär. Auch die nun erhobenen Vorwürfe treffen auf ein politisch sensibles Umfeld, da die Emirate international als wichtiger Partner westlicher Staaten gelten und zugleich immer wieder mit der RSF in Verbindung gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch argumentiert, die emiratischen Behörden müssten über Vorgänge auf ihrem Staatsgebiet und auf militärischen Einrichtungen informiert sein. Die Organisation verweist zudem auf das Recht der Emirate, nach dem private Sicherheitsunternehmen ihre Aktivitäten mit den Behörden abstimmen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation schrieb nach eigenen Angaben an GSSG, an die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate und an weitere Beteiligte. Antworten erhielt sie nicht.&nbsp;</p>



<h2 id="h-druck-auf-internationale-partner-wachst" class="wp-block-heading"><span id="druck-auf-internationale-partner-waechst">Druck auf internationale Partner wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch fordert Untersuchungen gegen GSSG, gegen den Unternehmer Mohamed Hamdan al-Zaabi und gegen weitere Akteure, die die RSF unterstützt haben könnten. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen solle sein Expertengremium zu Sudan mit entsprechenden Ermittlungen beauftragen. Dabei geht es auch um mögliche Verstöße gegen das seit 2004 geltende Waffenembargo für Darfur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation verlangt außerdem, dass Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union mögliche Unterstützungsnetzwerke prüfen und <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-verantwortliche-des-sudan-kriegs/" type="post" id="24115">gezielte Sanktionen vorbereiten</a>. Sie fordert Regierungen auf, militärische Zusammenarbeit und Waffenverkäufe an die Vereinigten Arabischen Emirate auszusetzen, solange die Vorwürfe nicht aufgearbeitet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mausi Segun, Afrika-Direktorin von Human Rights Watch, verband die Vorwürfe mit einem Appell an andere Regierungen. „Die Rekrutierung kolumbianischer privater Militärkräfte fügt sich in eine wachsende Zahl von Belegen ein, dass die Vereinigten Arabischen Emirate militärische Unterstützung für die Rapid Support Forces leisten“, erklärte sie. Regierungen sollten öffentlich verlangen, dass Abu Dhabi keine Waffen, Ausrüstung, Personen und andere militärische Unterstützung mehr an die RSF liefere.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg in Sudan dauert seit April 2023 an.</a> Die sudanesische Armee und die Rapid Support Forces kämpfen um Macht, Territorien und staatliche Kontrolle. Der Konflikt hat Millionen Menschen vertrieben und große Teile des Landes in eine humanitäre Katastrophe gestürzt.</p>
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		<title>IWF fordert neues Wachstumsmodell für Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/iwf-fordert-neues-wachstumsmodell-fuer-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 20:49:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der IWF fordert für Subsahara-Afrika eine Wachstumswende: weniger Abhängigkeit von öffentlichen Ausgaben, mehr private Investitionen, höhere Produktivität und bessere Jobs für eine junge Bevölkerung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fiwf-fordert-neues-wachstumsmodell-fuer-afrika%2F&amp;action_name=IWF%20fordert%20neues%20Wachstumsmodell%20f%C3%BCr%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Währungsfonds fordert für Subsahara-Afrika eine wirtschaftspolitische Neuausrichtung hin zu mehr privaten Investitionen, höherer Produktivität und besseren Arbeitsplätzen. Die Analyse veröffentlichte der IWF am 21. Mai 2026. Das bisher stark von öffentlichen Investitionen getragene Wachstumsmodell stößt nach Einschätzung der Organisation an Grenzen. Hohe Schulden, steigende Finanzierungskosten und sinkende externe Hilfe verringern den Spielraum vieler Regierungen.</p>



<h2 id="h-offentliche-investitionen-reichen-nicht-mehr-aus" class="wp-block-heading"><span id="oeffentliche-investitionen-reichen-nicht-mehr-aus">Öffentliche Investitionen reichen nicht mehr aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF sieht die Region in einer Phase engerer wirtschaftlicher Möglichkeiten. Viele Staaten haben in den vergangenen Jahren stark auf öffentliche Ausgaben gesetzt, um Infrastruktur auszubauen, Wachstum zu stützen und soziale Programme zu finanzieren. Dieses Modell wird schwieriger, weil Staatshaushalte unter Druck stehen und Kredite teurer geworden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Da sich die globale Lage verschlechtert und der politische Spielraum schrumpft, braucht die Region ein neues Wachstumsmodell“, schreibt der Fonds. Dieses Modell solle private Investitionen mobilisieren, die Produktivität erhöhen und bessere Jobs für eine schnell wachsende junge Erwerbsbevölkerung schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse konzentriert sich auf Subsahara-Afrika. Dort bleibt das Wachstum aus Sicht des IWF zu schwach, um den Lebensstandard breiter Bevölkerungsschichten deutlich zu verbessern.</p>



<h2 id="h-junge-bevolkerung-braucht-mehr-produktive-arbeit" class="wp-block-heading"><span id="junge-bevoelkerung-braucht-mehr-produktive-arbeit">Junge Bevölkerung braucht mehr produktive Arbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beschäftigungsfrage prägt die wirtschaftliche Lage vieler afrikanischer Staaten. Jedes Jahr drängen Millionen junge Menschen auf den Arbeitsmarkt. Viele finden Arbeit nur im informellen Sektor, in gering produktiven Tätigkeiten oder in Bereichen mit unsicheren Einkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF verbindet seine Forderung nach einem neuen Wachstumspfad deshalb mit der Schaffung besserer Arbeitsplätze. Private Unternehmen sollen stärker investieren können, wenn rechtliche Rahmenbedingungen, Infrastruktur, Energieversorgung und Finanzsysteme verlässlicher werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fonds sieht Produktivitätsgewinne als Voraussetzung dafür, dass Wachstum stärker bei Beschäftigten und Unternehmen ankommt. Höhere Produktivität bedeutet, dass Betriebe mit besseren Verfahren, besserer Technik und besser ausgebildeten Arbeitskräften mehr Wertschöpfung erzielen können.</p>



<h2 id="h-staatsunternehmen-geraten-starker-in-den-blick" class="wp-block-heading"><span id="staatsunternehmen-geraten-staerker-in-den-blick">Staatsunternehmen geraten stärker in den Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle spielen aus Sicht des IWF Reformen staatlicher Unternehmen. Besonders Energie und Transport gelten als Bereiche, in denen ineffiziente Strukturen das Wachstum bremsen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fonds verweist auf Tarife, die politisch unter den tatsächlichen Kosten gehalten werden. Solche Preise können Haushalte kurzfristig entlasten, schwächen aber oft die Investitionsfähigkeit der Anbieter. Die Folgen zeigen sich in schlechter Wartung, unzureichendem Ausbau und schwächerer Servicequalität.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/imf-draengt-auf-abschaffung-der-energie-subventionen/">Im Energiesektor trifft dies viele Unternehmen direkt.</a> Stromausfälle, hohe Eigenversorgungskosten und unsichere Netze erschweren Produktion, Handel und industrielle Entwicklung. Im Transportsektor verteuern mangelhafte Straßen, Häfen und Schienenverbindungen den Warenverkehr.</p>



<h2 id="h-reformen-sollen-privates-kapital-erleichtern" class="wp-block-heading"><span id="reformen-sollen-privates-kapital-erleichtern">Reformen sollen privates Kapital erleichtern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF fordert keine abrupte Abkehr staatlicher Verantwortung. Die Analyse zielt auf eine schrittweise Verschiebung: Regierungen sollen Rahmenbedingungen schaffen, in denen private Investitionen stärker zur wirtschaftlichen Dynamik beitragen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27675 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/11_International_Monetary_Fund_IMF_in_Washington_DC_USA_-_Creative_Commons_CC-BY.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören verlässlichere Regulierung, bessere Unternehmensbedingungen, Reformen im Finanzsektor und gezielte Investitionen in Infrastruktur, die private Aktivität erleichtert. Öffentliche Mittel sollen stärker dort eingesetzt werden, wo sie private Investitionen anziehen oder produktive Engpässe lösen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Regierungen entsteht damit ein engerer Handlungskorridor. Sie müssen Investitionen fördern, Schulden begrenzen und soziale Belastungen kontrollieren. Der IWF verbindet seine Forderung deshalb mit Strukturreformen, die Wachstum weniger abhängig von staatlichen Ausgaben machen sollen.</p>



<h2 id="h-sinkende-hilfe-verscharft-den-druck" class="wp-block-heading"><span id="sinkende-hilfe-verschaerft-den-druck">Sinkende Hilfe verschärft den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/iwf-senkt-kreditkosten-um-36/">Der Rückgang externer Unterstützung verändert die Finanzierungslage vieler afrikanischer Staaten. Entwicklungshilfe, günstige Kredite und internationale Programme haben lange dazu beigetragen, Haushalte und Investitionsprojekte zu stützen.</a> Wenn diese Mittel knapper werden, wächst der Druck, stärker auf inländische Ressourcen und privates Kapital zurückzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der IWF sieht darin einen zusätzlichen Grund für wirtschaftspolitische Anpassungen. Ein stärker investitionsgetriebenes Privatsektor-Modell soll Staaten helfen, Wachstum zu stabilisieren, ohne die Schuldenlast weiter auszuweiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse fügt sich in eine breitere Debatte über Afrikas Finanzierungslücke ein. Auf dem Kontinent steigt der Bedarf an Kapital für Energie, Infrastruktur, Ernährungssicherheit, Klimaanpassung und Beschäftigung. Der IWF setzt dabei auf Reformen, die private Investitionen erleichtern und öffentliche Mittel gezielter einsetzen.</p>
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		<title>Folter, Mord, sexualisierte Gewalt: Nach Festnahme in Deutschland prüft IStGH Anklage gegen El Hishri</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/folter-mord-sexualisierte-gewalt-nach-festnahme-in-deutschland-prueft-istgh-anklage-gegen-el-hishri/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 21:36:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27555</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Libyen-Fall El Hishri erreicht in Den Haag eine neue Verfahrensphase: Der IStGH entscheidet binnen 60 Tagen, ob der frühere Verantwortliche des Mitiga-Gefängnisses vor Gericht gestellt wird.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffolter-mord-sexualisierte-gewalt-nach-festnahme-in-deutschland-prueft-istgh-anklage-gegen-el-hishri%2F&amp;action_name=Folter%2C%20Mord%2C%20sexualisierte%20Gewalt%3A%20Nach%20Festnahme%20in%20Deutschland%20pr%C3%BCft%20IStGH%20Anklage%20gegen%20El%20Hishri&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/folter-mord-sexualisierte-gewalt-nach-festnahme-in-deutschland-prueft-istgh-anklage-gegen-el-hishri/">Folter, Mord, sexualisierte Gewalt: Nach Festnahme in Deutschland prüft IStGH Anklage gegen El Hishri</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof prüft, ob der Libyer Khaled Mohamed Ali El Hishri wegen mutmaßlicher Verbrechen im Mitiga-Gefängnis in Tripolis vor Gericht gestellt wird. Am 21. Mai 2026 endete in Den Haag die dreitägige <a href="https://www.icc-cpi.int/news/icc-concludes-confirmation-charges-hearing-el-hishri-case">Anhörung</a> zur Bestätigung der Anklagepunkte. El Hishri wird vorgeworfen, zwischen Mai 2014 und Juni 2020 an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt gewesen zu sein. Die Verteidigung bestreitet die Zuständigkeit des Gerichtshofs.</p>



<h2 id="h-richter-horen-anklage-opfervertreter-und-verteidigung" class="wp-block-heading"><span id="richter-hoeren-anklage-opfervertreter-und-verteidigung">Richter hören Anklage, Opfervertreter und Verteidigung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Vorverfahrenskammer I des Internationalen Strafgerichtshofs trugen die Anklage, die rechtlichen Vertreter der Opfer und die Verteidigung ihre Positionen vor. Der Kammer gehören die vorsitzende Richterin Iulia Antoanella Motoc sowie die Richterinnen Reine Adélaïde Sophie Alapini-Gansou und María del Socorro Flores Liera an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Richter entscheiden in dieser Phase nicht über Schuld oder Unschuld. Sie prüfen, ob ausreichende Beweise vorliegen, um El Hishri wegen einzelner Anklagepunkte vor eine Hauptverfahrenskammer zu stellen. Wird die Anklage ganz oder teilweise bestätigt, beginnt die nächste Prozessphase.</p>



<h2 id="h-17-anklagepunkte-wegen-mutmasslicher-verbrechen-in-tripolis" class="wp-block-heading"><span id="17-anklagepunkte-wegen-mutmasslicher-verbrechen-in-tripolis">17 Anklagepunkte wegen mutmaßlicher Verbrechen in Tripolis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">El Hishri soll einer der ranghöchsten Verantwortlichen im Mitiga-Gefängnis gewesen sein. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-liefert-khaled-mohamed-ali-el-hishri-an-den-internationalen-strafgerichtshof-aus/" type="post" id="22543">Dort wurden nach Darstellung der Anklage Tausende Menschen über lange Zeit festgehalten.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27557 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-044.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Anklage wirft ihm 17 Fälle von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen vor. Genannt werden Freiheitsentzug, entwürdigende Behandlung, grausame Behandlung, Folter und andere unmenschliche Handlungen gegen Gefangene. Zudem geht es um Vergewaltigung und andere Formen sexualisierter Gewalt, Mord, versuchten Mord, Versklavung und Verfolgung bestimmter Personen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der mutmaßliche Tatzeitraum reicht vom 1. Mai 2014 bis zum 30. Juni 2020. Die Vorwürfe beziehen sich vor allem auf das Mitiga-Gefängnis in der libyschen Hauptstadt Tripolis.</p>



<h2 id="h-festnahme-in-deutschland-im-juli-2025" class="wp-block-heading"><span id="festnahme-in-deutschland-im-juli-2025">Festnahme in Deutschland im Juli 2025</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">El Hishri wurde am 16. Juli 2025 von deutschen Behörden festgenommen. Grundlage war ein zunächst unter Verschluss gehaltener Haftbefehl, den die Vorverfahrenskammer I des Internationalen Strafgerichtshofs am 10. Juli 2025 erlassen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland überstellte ihn am 1. Dezember 2025 an den Gerichtshof. Zwei Tage später erschien El Hishri erstmals vor den Richtern in Den Haag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verteidigung reichte am 30. April 2026 einen Antrag ein, mit dem sie die Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs nach Artikel 19 des Römischen Statuts anficht. Die Kammer wird darüber gesondert entscheiden, nachdem die Beteiligten ihre Eingaben gemacht haben.</p>



<h2 id="kammer-entscheidet-binnen-60-tagen" class="wp-block-heading">Kammer entscheidet binnen 60 Tagen</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="675" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-1024x675.jpg" alt="" class="wp-image-27558 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-1024x675.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-300x198.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-768x506.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-380x250.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-800x527.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063-1160x765.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20260519-el-hishri-confirmation-of-charges-hearing-063.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vorverfahrenskammer muss ihre schriftliche Entscheidung innerhalb von 60 Tagen nach Ende der Anhörung vorlegen. Sie kann die Anklagepunkte bestätigen und El Hishri vor eine Hauptverfahrenskammer überweisen. Sie kann einzelne oder alle Anklagepunkte auch ablehnen, wenn sie die Beweislage für nicht ausreichend hält. In diesem Fall würden die Verfahren zu diesen Punkten nicht fortgesetzt. Möglich ist außerdem, dass die Kammer die Anhörung vertagt und die Anklage auffordert, weitere Beweise vorzulegen, zusätzliche Ermittlungen zu führen oder Anklagepunkte zu ändern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anklage und Verteidigung können die Entscheidung nicht direkt anfechten. Beide Seiten können jedoch beantragen, dass die Vorverfahrenskammer eine Beschwerde zulässt.</p>
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		<title>Guterres fordert ständige Sitze für Afrika im UN-Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 20:51:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27535</guid>

					<description><![CDATA[<p>Afrika hat keinen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. António Guterres nennt das ein Legitimitätsproblem und fordert eine Reform des mächtigsten UN-Gremiums.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=Guterres%20fordert%20st%C3%A4ndige%20Sitze%20f%C3%BCr%20Afrika%20im%20UN-Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-fordert-staendige-sitze-fuer-afrika-im-un-sicherheitsrat/">Guterres fordert ständige Sitze für Afrika im UN-Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres drängt auf eine Reform des Sicherheitsrats und nennt die fehlende ständige Vertretung Afrikas und Lateinamerikas ein Legitimitätsproblem der Vereinten Nationen. Er äußerte sich am letzten Tag seines offiziellen Besuchs in Japan. Guterres fordert mehr ständige und nichtständige Mitglieder, damit das mächtigste UN-Gremium die heutige Welt besser abbildet. Zugleich warf er Großmächten vor, internationales Recht zu brechen und Konflikte durch ihr Verhalten weiter anzuheizen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-bleibt-ohne-standigen-sitz"><span id="afrika-bleibt-ohne-staendigen-sitz">Afrika bleibt ohne ständigen Sitz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat besteht aus fünf ständigen Mitgliedern mit Vetorecht: China, Frankreich, Großbritannien, Russland und den Vereinigten Staaten. Hinzu kommen zehn nichtständige Mitglieder, die jeweils für zwei Jahre gewählt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres kritisierte, dass Asien mit nur einem ständigen Mitglied vertreten ist, obwohl auf dem Kontinent etwa die Hälfte der Weltbevölkerung lebt. <a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-guterres-plaediert-fuer-staendige-sitze-im-sicherheitsrat-fuer-afrika/">Afrika und Lateinamerika haben keinen ständigen Sitz.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist ein ernstes Problem der Legitimität und der Ineffektivität“, sagte Guterres. Es sei „absolut notwendig“, die Zahl der ständigen und nichtständigen Mitglieder zu erhöhen, damit der Sicherheitsrat der heutigen Welt entspreche.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-blockaden-im-machtigsten-un-gremium"><span id="blockaden-im-maechtigsten-un-gremium">Blockaden im mächtigsten UN-Gremium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär stellte die Reform in den Zusammenhang wachsender internationaler Spannungen. Misstrauen und geopolitische Spaltungen verhinderten wirksame Lösungen. Staaten verletzten internationales Recht ohne Konsequenzen, sagte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kritisierte auch die weltweiten Prioritäten bei den Ausgaben. Die Militärausgaben stiegen schneller als die Mittel für Hilfe. Kürzungen hätten „verheerende Folgen für die verletzlichsten Menschen der Welt“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-22286 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat kann verbindliche Beschlüsse zu Frieden und Sicherheit fassen. Das Vetorecht der fünf ständigen Mitglieder blockiert jedoch regelmäßig Entscheidungen, besonders wenn Großmächte selbst direkt oder indirekt in Konflikte eingebunden sind.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-guterres-verweist-auf-kongo-sudan-und-das-horn-von-afrika"><span id="guterres-verweist-auf-kongo-sudan-und-das-horn-von-afrika">Guterres verweist auf Kongo, Sudan und das Horn von Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob internationale Institutionen Konflikte verhindern können, wies Guterres die Verantwortung nicht dem Multilateralismus selbst zu. Das Problem liege im Verhalten von Großmächten, die internationales Recht verletzten, teils selbst Konflikte verursachten und ihr Vetorecht nutzten, um Straflosigkeit zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn das schlechte Beispiel von Supermächten kommt, glauben andere mittelgroße Mächte überall auf der Welt, sie könnten tun, was sie wollen, ohne bestraft zu werden“, sagte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies dabei ausdrücklich auf die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a>, den <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> und das <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">Horn von Afrika</a>. In mehreren Konfliktländern gebe es inzwischen dauerhafte äußere Einmischung. Das erschwere der UN die Verhinderung und Vermittlung von Konflikten erheblich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strasse-von-hormus-verscharft-globale-krisen"><span id="strasse-von-hormus-verschaerft-globale-krisen">Straße von Hormus verschärft globale Krisen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres sprach in Japan auch über die Unruhen im Nahen Osten und ihre Folgen für die Weltwirtschaft. Steigende Inflation und die Krise der Lebenshaltungskosten würden durch den Konflikt weiter verschärft. Besonders Energie, Rohstoffe und Düngemittel seien von stark steigenden Preisen betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär forderte, die Freiheit der Schifffahrt in und um die Straße von Hormus unverzüglich wiederherzustellen. Zugleich müssten Verstöße gegen Waffenruhen beendet und Bedingungen für eine politische Lösung geschaffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meerenge ist eine der wichtigsten Routen für den globalen Energiehandel. Störungen dort wirken sich auch auf Staaten aus, die stark von Importen bei Energie, Düngemitteln und Grundstoffen abhängig sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reformdruck-auf-internationale-institutionen-wachst"><span id="reformdruck-auf-internationale-institutionen-waechst">Reformdruck auf internationale Institutionen wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verband seine Kritik am Sicherheitsrat mit einer breiteren Forderung nach Reformen internationaler Institutionen. Die Architektur zur Lösung globaler Probleme sei nicht so wirksam, wie sie in dieser Lage sein müsse. Neben dem Sicherheitsrat nannte er auch die globalen Finanzinstitutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär forderte ein multilaterales System, das gerechter ist, internationales Recht besser verteidigt und Staaten stärker zur Verantwortung ziehen kann.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27537 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71139288.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Japan markiert in diesem Jahr 70 Jahre Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen. Guterres nutzte den Besuch, um Partnerschaften in einer Welt zu betonen, die von Konflikten, Klimakrise und Ungleichheit geprägt ist.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-bleiben-auf-mitgliedstaaten-angewiesen"><span id="un-bleiben-auf-mitgliedstaaten-angewiesen">UN bleiben auf Mitgliedstaaten angewiesen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres bezeichnete die Vereinten Nationen als einzigartigen Treffpunkt für Frieden, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte. Zugleich machte er deutlich, dass die Organisation nur so stark sei wie das Engagement ihrer Mitgliedstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Kritik zielte damit nicht auf das Ende multilateraler Zusammenarbeit, sondern auf Machtverhältnisse, die das bestehende System blockieren. Der fehlende ständige Sitz Afrikas im Sicherheitsrat steht seit Jahren im Zentrum der Debatte über eine gerechtere internationale Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>UN beschließen Migrationserklärung gegen Widerstand der USA</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-beschliessen-migrationserklaerung-gegen-widerstand-der-usa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 19:56:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>147 Staaten stimmen für die neue UN-Migrationserklärung, die USA stellen sich quer: In New York prallen zwei Migrationsbilder aufeinander. Multilaterale Steuerung gegen nationale Abschottung.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Generalversammlung hat eine neue Fortschrittserklärung zur internationalen Migration angenommen und damit den politischen Streit über den globalen Migrationspakt neu sichtbar gemacht. Die Abstimmung fand am Mittwoch in New York statt. 147 Staaten stimmten für den Text, sechs dagegen, 23 enthielten sich. Die USA lehnten die Erklärung scharf ab und erklärten in der Generalversammlung: „Die Ära der Massenmigration ist vorbei.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-stellt-sich-offen-gegen-den-migrationskurs-der-un"><span id="washington-stellt-sich-offen-gegen-den-migrationskurs-der-un">Washington stellt sich offen gegen den Migrationskurs der UN</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten wiesen die Fortschrittserklärung des International Migration Review Forum zurück. Die US-Vertreterin erklärte, ihr Land erkenne den Globalen Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration nicht an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für die Bürger westlicher Nationen war Massenmigration nie sicher“, sagte die US-Vertreterin. Sie habe neue Sicherheitsrisiken geschaffen, finanzielle Belastungen erhöht und den gesellschaftlichen Zusammenhalt geschwächt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="308" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1.jpeg" alt="" class="wp-image-27531 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1-300x172.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1-380x218.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-brechen-mit-un-migrationsforum/" type="post" id="27323">Washington kritisierte besonders, dass die Erklärung grundlegende Dienste für Migranten unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus anspricht.</a> Die USA verwiesen dagegen auf eine klare rechtliche Trennung zwischen Menschen, die Gesetze befolgten, und Menschen, die sie verletzten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grosse-mehrheit-stutzt-die-erklarung"><span id="grosse-mehrheit-stuetzt-die-erklaerung">Große Mehrheit stützt die Erklärung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung nahm den Resolutionsentwurf A/80/L.64 mit deutlicher Mehrheit an. Gegen den Text stimmten die Tschechische Republik, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a>, Italien, Polen, die Slowakei und die Vereinigten Staaten. Enthaltungen kamen von 23 Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung ist das Ergebnis des International Migration Review Forum, das vom 5. bis 8. Mai am UN-Hauptquartier in New York stattfand. Sie bekräftigt den Globalen Migrationspakt von 2018 und beschreibt Migration als Feld internationaler Zusammenarbeit, nationaler Souveränität, Menschenrechte und staatlicher Verantwortung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text ist nicht rechtlich bindend. Er soll Staaten politisch auf gemeinsame Grundsätze verpflichten: sichere und reguläre Migrationswege, Schutz vor Menschenhandel, Bekämpfung von Schleuserkriminalität, Rückkehr und Wiedereingliederung sowie Zugang zu grundlegenden Diensten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-brasilien-warnt-vor-entmenschlichender-rhetorik"><span id="brasilien-warnt-vor-entmenschlichender-rhetorik">Brasilien warnt vor „entmenschlichender Rhetorik“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Brasilien brachte den Entwurf im Namen einer Gruppe gleichgesinnter Staaten ein. Der brasilianische Vertreter bedauerte, dass ein solches Dokument überhaupt zur Abstimmung gestellt worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kritisierte eine „entmenschlichende Rhetorik“, die Migranten zu Sündenböcken mache. Zugleich verwies er auf Beiträge von Migranten, besonders in Ländern mit alternden Gesellschaften.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="325" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d.jpeg" alt="" class="wp-image-27530 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d-300x181.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d-380x230.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Brasilien stellte reguläre Migrationswege in den Mittelpunkt. Sie sollen irreguläre Migration verringern, Schleuser bekämpfen und Menschenhandel eindämmen. Der Vertreter warnte außerdem vor der Inhaftierung von Kindern und vor der zunehmenden Auslagerung von Migrationskontrolle an andere Staaten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-souveranitat-und-menschenrechte"><span id="streit-um-souveraenitaet-und-menschenrechte">Streit um Souveränität und Menschenrechte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung hält fest, dass Staaten innerhalb ihrer Hoheitsgewalt zwischen regulärem und irregulärem Aufenthaltsstatus unterscheiden können. Gleichzeitig betont sie, dass alle Migranten Träger von Menschenrechten bleiben, unabhängig von ihrem Status.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Schnittstelle liegt der politische Konflikt. Für Unterstützer des Textes verbindet die Erklärung staatliche Kontrolle mit internationaler Zusammenarbeit. Für Gegner wie die USA geht sie zu weit, weil sie Rechte und Dienste auch für Menschen ohne regulären Status anspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text fordert sichere Zugänge zu grundlegenden Diensten, darunter Gesundheitsversorgung und Bildung. Er benennt zugleich Rückkehr, Rückübernahme und nachhaltige Reintegration als Teil internationaler Migrationspolitik. Staaten sollen eigene Staatsangehörige zurücknehmen und Rückführungen unter Achtung der Menschenrechte durchführen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-als-arbeitsmarkt-und-entwicklungsfrage"><span id="migration-als-arbeitsmarkt-und-entwicklungsfrage">Migration als Arbeitsmarkt- und Entwicklungsfrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung beschreibt Migration nicht nur als Grenz- und Sicherheitsfrage. Sie behandelt auch Arbeitsmigration, Qualifikationen, faire Anwerbung, Überweisungen von Migranten in Herkunftsländer und die Rolle von Diasporas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reguläre Wege sollen nach dem Text stärker an Arbeitsmärkte, demografische Entwicklungen, Ausbildung, Forschung, Familienzusammenführung und humanitäre Gründe angepasst werden. Gleichzeitig fordert die Erklärung, Rekrutierungsgebühren nicht auf Arbeitsmigranten abzuwälzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Rücküberweisungen spielen eine Rolle. Die Staaten bekräftigen das Ziel, die durchschnittlichen Kosten für Geldtransfers von Migranten bis 2030 auf weniger als drei Prozent zu senken. Solche Zahlungen sind für viele Herkunftsländer in Afrika, Asien und Lateinamerika eine zentrale private Finanzquelle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kinder-grenzen-und-ruckfuhrungen-im-fokus"><span id="kinder-grenzen-und-rueckfuehrungen-im-fokus">Kinder, Grenzen und Rückführungen im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung fordert, Freiheitsentzug in der Migrationspolitik nur als letztes Mittel einzusetzen. Für Kinder sollen Alternativen zur Inhaftierung gestärkt werden. Der UN-Generalsekretär soll dazu im nächsten Bericht praktische Empfehlungen und eine Bewertung der Fortschritte vorlegen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Grenzmanagement setzt der Text auf moderne Systeme, digitale Verfahren und internationale Zusammenarbeit. Zugleich verlangt er rechtliche, technische und ethische Schutzvorkehrungen beim Einsatz digitaler Technologien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung warnt auch vor Lücken bei Rückkehr und Rückübernahme. Genannt werden unzureichende Zusammenarbeit bei der Identifizierung eigener Staatsangehöriger, fehlende Reisedokumente und zu schwache Garantien für menschenrechtskonforme Verfahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-bruchlinie-zwischen-un-mehrheit-und-westlichen-gegnern"><span id="politische-bruchlinie-zwischen-un-mehrheit-und-westlichen-gegnern">Politische Bruchlinie zwischen UN-Mehrheit und westlichen Gegnern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abstimmung zeigt eine deutliche Mehrheit für den multilateralen Ansatz der Vereinten Nationen. Zugleich markiert sie eine sichtbare Bruchlinie zu Staaten, die Migration stärker national, sicherheitspolitisch und restriktiv steuern wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Erklärung setzte den schärfsten Kontrapunkt. Brasilien und die unterstützenden Staaten hielten dagegen, dass Migration reguliert, aber nicht entmenschlicht werden dürfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste umfassende Befassung der Generalversammlung ist für 2029 vorgesehen. Der nächste Bericht des UN-Generalsekretärs soll praktische Hinweise zur Zusammenarbeit zwischen Herkunfts-, Transit- und Zielländern enthalten. </p>
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		<item>
		<title>Deutschland schickt Schutzanzüge in Ebola-Gebiet und bereitet Expertenteam vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-schickt-schutzanzuege-in-ebola-gebiet-und-bereitet-expertenteam-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 17:46:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ebola breitet sich in Ituri und Uganda aus. Deutschland schickt Schutzkleidung, bereitet ein Expertenteam vor und nimmt einen infizierten US-Arzt in Berlin auf.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bereitet zusätzliche Hilfe für den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda vor. Am Dienstag kündigte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan 500 Schutzanzüge für medizinisches Personal, weitere Schulungen und die Vorbereitung eines Einsatzes der Schnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit an. Der Ausbruch betrifft vor allem die ostkongolesische Provinz Ituri und hat inzwischen auch Uganda erreicht. Nach jüngsten Angaben aus der Region wurden in Ituri mehr als 500 Verdachtsfälle und mehr als 130 Verdachtstodesfälle registriert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schutzkleidung-und-schulungen-fur-medizinisches-personal"><span id="schutzkleidung-und-schulungen-fuer-medizinisches-personal">Schutzkleidung und Schulungen für medizinisches Personal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium reagiert auf die Ausbreitung des Ebola-Virus mit zusätzlicher Unterstützung für Gesundheitskräfte in Zentralafrika. 500 Schutzanzüge sollen in der kommenden Woche ausgeliefert werden. Zudem wird ein Schulungsprogramm zum sicheren Umgang mit Ebola-Verdachtsfällen vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit, kurz SEEG, bereitet sich nach Angaben von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan ebenfalls auf einen weiteren Einsatz vor. Die Gruppe unterstützt Länder bei Ausbrüchen gefährlicher Infektionskrankheiten, unter anderem bei Laborfragen, Diagnostik und Krisenreaktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan erklärte: „Die Lage ist extrem ernst: Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union hat für den gesamten Kontinent den Notstand ausgerufen. Jetzt heißt es: Schnell handeln, um eine weitere Ausbreitung des gefährlichen Virus zu verhindern.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ituri-meldet-mehr-als-500-verdachtsfalle"><span id="ituri-meldet-mehr-als-500-verdachtsfaelle">Ituri meldet mehr als 500 Verdachtsfälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zentrum des Ausbruchs liegt in Ituri im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die Provinz grenzt an Uganda und Südsudan. Die Gesundheitsbehörden in Ituri meldeten am 18. Mai 513 Verdachtsfälle, 131 Verdachtstodesfälle, 30 im Labor bestätigte Fälle und 541 Kontaktpersonen unter medizinischer Beobachtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/">Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 17. Mai von acht bestätigten Fällen, 246 Verdachtsfällen und 80 Verdachtstodesfällen in Ituri berichtet.</a> Neuere Zahlen aus der Region und internationale Agenturberichte zeigen seither einen deutlichen Anstieg. Reuters meldete am Dienstag 516 Verdachtsfälle und 33 bestätigte Fälle in der Demokratischen Republik Kongo sowie zwei Fälle in Uganda. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte sich besorgt über Tempo und Ausmaß des Ausbruchs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die betroffene Region ist von Unsicherheit, Bevölkerungsbewegungen und schwacher Gesundheitsinfrastruktur geprägt. Ituri ist zugleich ein Gebiet mit intensiver Mobilität über lokale Märkte, Bergbauorte und Grenzen hinweg. Diese Faktoren erschweren Kontaktnachverfolgung, Isolierung und Versorgung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundibugyo-variante-erschwert-die-eindammung"><span id="bundibugyo-variante-erschwert-die-eindaemmung">Bundibugyo-Variante erschwert die Eindämmung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Ausbruch wird durch die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht. Für diese Variante gibt es nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen keine zugelassene Impfung und keine zugelassene spezifische Behandlung. Das unterscheidet den Ausbruch von Ebola-Lagen, bei denen Impfstoffe gegen die Zaire-Variante eingesetzt werden können.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="471" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-1024x471.avif" alt="" class="wp-image-19625 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-1024x471.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-300x138.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-768x353.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-1536x706.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-380x175.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-800x368.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion-1160x533.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/1920px-Ebola_virus_virion.avif 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die WHO prüft den Einsatz experimenteller Impfstoffe und Behandlungsmöglichkeiten. Internationale Fachleute sollen technische Optionen bewerten. Parallel laufen in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda Kontaktverfolgung, Labortests, Sensibilisierungskampagnen und die Vorbereitung zusätzlicher Behandlungsstrukturen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Africa CDC hat den Ausbruch als gesundheitlichen Notfall kontinentaler Sicherheit eingestuft. Die Behörde koordiniert nach eigenen Angaben regionale Abstimmungen mit der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und weiteren Partnern. Uganda meldete zunächst einen importierten Fall bei einem 59-jährigen kongolesischen Mann, der am 14. Mai starb.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-infizierter-us-arzt-soll-in-berlin-behandelt-werden"><span id="infizierter-us-arzt-soll-in-berlin-behandelt-werden">Infizierter US-Arzt soll in Berlin behandelt werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bereitet parallel die Aufnahme eines US-Arztes vor, der sich in der Demokratischen Republik Kongo mit Ebola infiziert hat. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte Reuters zufolge, dass der Patient in der Sonderisolierstation der Berliner Charité behandelt werden soll. Die US-Behörden hatten Deutschland um Unterstützung gebeten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die christliche Missionsorganisation Serge identifizierte den Patienten als den Arzt Peter Stafford. Er arbeitete demnach seit 2023 am Nyankunde-Krankenhaus in der Demokratischen Republik Kongo und war bei der Behandlung von Patienten dem Virus ausgesetzt. Die US-Gesundheitsbehörde CDC teilte mit, der amerikanische Patient sei nach beruflicher Exposition positiv getestet worden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufnahme in Berlin erfolgt über spezialisierte Strukturen für hochpathogene Erreger. Ob weitere exponierte Personen nach Deutschland gebracht werden, blieb zunächst offen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-alabali-radovan-warnt-vor-kurzungen-bei-gesundheitszusammenarbeit"><span id="alabali-radovan-warnt-vor-kuerzungen-bei-gesundheitszusammenarbeit">Alabali Radovan warnt vor Kürzungen bei Gesundheitszusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Alabali Radovan verwies auf langjährige deutsche Investitionen in Pandemievorsorge in Zentralafrika. Dazu zählen Frühwarnsysteme, Trainings für medizinisches Personal und Labore. Diese Strukturen seien nun im Einsatz.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-27217 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-380x265.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2-1160x808.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5025998-2.jpg 1603w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„In diesem Moment zahlt sich aus, dass wir mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit schon seit vielen Jahren in die Pandemievorsorge in Zentralafrika investieren“, erklärte die Ministerin. Sie nannte Frühwarnsysteme, medizinische Trainings und Labore, „in denen jetzt im Akkord getestet wird“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan verband die aktuelle Lage mit einer Warnung vor Kürzungen in der internationalen Gesundheitszusammenarbeit: „Wer bei der internationalen Zusammenarbeit für Gesundheit spart, gefährdet Menschenleben – aktuell in Zentralafrika, aber auch schnell darüber hinaus.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausbruch-trifft-eine-bereits-belastete-region"><span id="ausbruch-trifft-eine-bereits-belastete-region">Ausbruch trifft eine bereits belastete Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ituri gehört zu den Regionen im Osten der Demokratischen Republik Kongo, in denen bewaffnete Konflikte, Vertreibung und schwache staatliche Strukturen die Gesundheitsversorgung seit Jahren belasten. Die Provinzgesundheitsbehörde setzt auf Überwachung, aktive Kontaktsuche und Aufklärung in betroffenen Zonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die WHO hat den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite eingestuft. Die Organisation betont zugleich, dass die Lage nach bisherigen Angaben nicht die Schwelle einer Pandemie-Notlage erreicht.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-schickt-schutzanzuege-in-ebola-gebiet-und-bereitet-expertenteam-vor/">Deutschland schickt Schutzanzüge in Ebola-Gebiet und bereitet Expertenteam vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">1920px-Ebola_virus_virion</media:title>
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			<media:title type="html">Bundesminister Alabali-Radovan bei der Regierungsbefragung</media:title>
			<media:description type="html">Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabli-Radovan im Bundestag bei der Befragung der Bundesregierung, Berlin, 04.06.2025.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>EU richtet Entwicklungspolitik stärker auf Krisenregionen aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-krisenregionen-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 16:46:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die EU stellt ihre Entwicklungspolitik neu auf: mehr Fokus auf fragile Staaten, Sahel und Subsahara-Afrika, während die weltweite Entwicklungshilfe deutlich sinkt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-krisenregionen-aus%2F&amp;action_name=EU%20richtet%20Entwicklungspolitik%20st%C3%A4rker%20auf%20Krisenregionen%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union will ihre Entwicklungspolitik stärker auf fragile Staaten und Regionen ausrichten und dabei Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und nachhaltige Entwicklung enger verbinden. Am 18. Mai 2026 berieten die EU-Entwicklungsminister in Brüssel über diese Linie. Unter dem Vorsitz der Hohen Vertreterin Kaja Kallas beschlossen sie Schlussfolgerungen für einen kohärenteren Umgang mit Fragilität. Besonders genannt werden Subsahara-Afrika, der Sahel, kleine Inselstaaten und Binnenentwicklungsländer.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungspolitik-wird-starker-mit-eu-aussenpolitik-verzahnt"><span id="entwicklungspolitik-wird-staerker-mit-eu-aussenpolitik-verzahnt">Entwicklungspolitik wird stärker mit EU-Außenpolitik verzahnt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister stellten die künftige Ausrichtung der europäischen Entwicklungszusammenarbeit in einen geopolitischen Rahmen. Die EU will ihre außenpolitischen Instrumente sichtbarer, besser abgestimmt und stärker auf konkrete Wirkungen ausrichten. Entwicklungspolitik bleibt dabei ein zentraler Bestandteil der Außenbeziehungen, soll aber enger mit wirtschaftlichen und außenpolitischen Interessen der Union verbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat beschreibt Fragilität als wachsende globale Herausforderung. Konflikte, Armut, Klimafolgen, Vertreibung, irreguläre Migration und schwache Institutionen greifen demnach zunehmend ineinander. Die EU will deshalb humanitäre Hilfe, Entwicklungspolitik und Friedensförderung stärker zusammenführen. Dieser Ansatz wird in Brüssel als Humanitarian-Development-Peace-Nexus bezeichnet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27491 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2.jpg 1199w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In fragilen Staaten sollen EU-Programme künftig stärker auf Prävention, Widerstandsfähigkeit, soziale Grundversorgung und lokale wirtschaftliche Perspektiven ausgerichtet werden. Genannt werden unter anderem Wasser, Ernährung, Wohnen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Justiz und verlässliche Institutionen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-und-subsahara-afrika-bleiben-im-fokus"><span id="sahel-und-subsahara-afrika-bleiben-im-fokus">Sahel und Subsahara-Afrika bleiben im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat fordert ein langfristiges Engagement in Ländern und Regionen mit hoher oder extremer Fragilität. <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-terrorismus-in-subsahara-afrika/">Subsahara-Afrika</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist/" type="post" id="22891">Sahel</a> werden dabei ausdrücklich genannt. Hinzu kommen kleine Inselentwicklungsländer, Binnenentwicklungsländer sowie die östliche und südliche Nachbarschaft der EU.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diese Regionen will die EU flexiblere Finanzierungsinstrumente einsetzen. Dazu gehören Mechanismen, mit denen private Investitionen abgesichert und Mittel für lokale Unternehmen, kleine und mittlere Betriebe sowie Beschäftigung mobilisiert werden sollen. Zugleich verweist der Rat auf Schuldentragfähigkeit und Transparenz in Partnerländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU setzt dabei weiter auf den Team-Europe-Ansatz. Er bündelt Beiträge der EU-Institutionen, der Mitgliedstaaten, europäischer Entwicklungsbanken und weiterer Akteure. Lokale Behörden, Zivilgesellschaft, unabhängige Medien und der private Sektor sollen stärker einbezogen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-global-gateway-soll-in-fragilen-staaten-vorsichtiger-eingesetzt-werden"><span id="global-gateway-soll-in-fragilen-staaten-vorsichtiger-eingesetzt-werden">Global Gateway soll in fragilen Staaten vorsichtiger eingesetzt werden</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-27490 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-683x1024.jpg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-768x1151.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-1025x1536.jpg 1025w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-380x570.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-800x1199.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-1160x1739.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b.jpg 1331w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungsminister befassten sich auch mit der Rolle der Global-Gateway-Strategie. <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Das Programm wurde 2021 gestartet und soll öffentliche und private Mittel für nachhaltige Investitionen weltweit mobilisieren.</a> Im Rat wurde Global Gateway als Instrument beschrieben, mit dem die EU außenpolitische Prioritäten über Partnerschaften und konkrete Projekte umsetzen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In fragilen Staaten soll Global Gateway nach den Schlussfolgerungen konfliktbewusst eingesetzt werden. <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/" type="post" id="21384">Investitionen sollen andere EU-Instrumente ergänzen und keine bestehenden Spannungen verschärfen.</a> Brüssel verbindet damit die Erwartung, dass Infrastruktur- und Investitionsprojekte Arbeitsmöglichkeiten schaffen und Stabilität fördern können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister sprachen zugleich über bessere Steuerung, engere Koordination und strategischere Kommunikation. EU-Delegationen und Mitgliedstaaten sollen in Partnerländern abgestimmter auftreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sinkende-entwicklungshilfe-erhoht-den-druck"><span id="sinkende-entwicklungshilfe-erhoeht-den-druck">Sinkende Entwicklungshilfe erhöht den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte fand vor dem Hintergrund rückläufiger Entwicklungshilfe statt. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-verfehlt-2025-erneut-das-un-ziel-fuer-entwicklungshilfe/" type="post" id="26364">Die EU und ihre Mitgliedstaaten blieben 2025 mit 82,5 Milliarden Euro der weltweit größte Geber öffentlicher Entwicklungshilfe.</a> Das entsprach 48 Prozent der globalen ODA-Mittel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sank die europäische Entwicklungshilfe von 89,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 82,5 Milliarden Euro im Jahr 2025. Der Anteil am Bruttonationaleinkommen der EU ging von 0,50 auf 0,44 Prozent zurück. Die EU liegt damit weiter unter dem gemeinsamen Ziel von 0,7 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Mittel für die am wenigsten entwickelten Länder bleiben hinter dem EU-Ziel zurück. 2024 flossen 14,5 Milliarden Euro in diese Ländergruppe. Das entsprach 0,08 Prozent des EU-Bruttonationaleinkommens. Angestrebt sind 0,2 Prozent bis 2030.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat verweist zugleich auf einen historischen Rückgang der weltweiten Entwicklungshilfe. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung meldete für 2025 einen Rückgang der ODA-Leistungen der DAC-Geber um 23,1 Prozent gegenüber 2024.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-iran-konflikt-belastet-energie-transport-und-ernahrung"><span id="iran-konflikt-belastet-energie-transport-und-ernaehrung">Iran-Konflikt belastet Energie, Transport und Ernährung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Auf der Tagesordnung stand auch der Iran-Konflikt.</a> Die Minister sprachen über Folgen für Energie- und Transportwege, Risiken für Ernährungssicherheit und mögliche Engpässe bei Düngemitteln. Betroffen sind vor allem Länder, die stark von Importen, hohen Transportkosten oder anfälligen Lieferketten abhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU will ihre Entwicklungszusammenarbeit bilateral und in internationalen Foren einsetzen, um besonders belastete Partnerländer zu unterstützen. Im Rat wurden zudem mögliche Auswirkungen auf Migration, das multilaterale System und die regelbasierte internationale Ordnung angesprochen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hungerbekampfung-in-subsahara-afrika-bleibt-teil-der-eu-agenda"><span id="hungerbekaempfung-in-subsahara-afrika-bleibt-teil-der-eu-agenda">Hungerbekämpfung in Subsahara-Afrika bleibt Teil der EU-Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat griff auch einen Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs zur Unterstützung der EU im Kampf gegen Hunger in Subsahara-Afrika auf. Zwischen 2014 und 2024 schloss die EU über verschiedene Instrumente Verträge über rund 23,2 Milliarden Euro für hungerbezogene Vorhaben ab. Knapp die Hälfte dieser Summe war für Subsahara-Afrika bestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Brüssel will humanitäre Hilfe stärker mit längerfristiger Entwicklung verbinden. Dazu zählen widerstandsfähige Agrar- und Ernährungssysteme, bessere Zielgenauigkeit der Programme und eine genauere Messung der Ergebnisse. Die EU sieht Ernährungssicherheit, Wasserversorgung und Fragilität als eng miteinander verbunden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ebola-Ausbruch: WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 23:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27440</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ebola in Zentralafrika: Die WHO ruft den internationalen Gesundheitsnotstand aus. In Kongo und Uganda breitet sich die Bundibugyo-Variante aus, Rwanda verschärft Grenzkontrollen und Africa CDC bereitet eine kontinentale Antwort vor.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Febola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus%2F&amp;action_name=Ebola-Ausbruch%3A%20WHO%20ruft%20internationalen%20Gesundheitsnotstand%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/">Ebola-Ausbruch: WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Weltgesundheitsorganisation hat den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt. Die Entscheidung gab WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Sonntag bekannt. Auslöser sind bestätigte und vermutete Infektionen mit der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus in der ostkongolesischen Provinz Ituri und in Uganda. Die WHO spricht nicht von einer Pandemie-Notlage und empfiehlt keine Beschränkungen für internationale Reisen oder Handel.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-acht-bestatigte-falle-und-80-mutmassliche-todesfalle-in-ituri"><span id="acht-bestaetigte-faelle-und-80-mutmassliche-todesfaelle-in-ituri">Acht bestätigte Fälle und 80 mutmaßliche Todesfälle in Ituri</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesundheitsbehörden registrierten bis zum 16. Mai acht im Labor bestätigte Fälle, 246 Verdachtsfälle und 80 mutmaßliche Todesfälle in Ituri. Die Provinz im Osten der Demokratischen Republik Kongo grenzt an Uganda und liegt in einer Region mit starker grenzüberschreitender Mobilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Uganda wurden zwei infizierte Personen behandelt, die aus der Demokratischen Republik Kongo eingereist waren. Beide kamen auf Intensivstationen. Die WHO warnte zugleich, der Ausbruch könne größer sein als bisher erfasst. Sie verwies auf ungeklärte Todesfälle, eine hohe Positivrate unter getesteten Proben und unklare Übertragungswege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Sorge bereiten Infektionen im Gesundheitswesen. Mindestens vier Todesfälle unter Gesundheitskräften deuten auf Probleme beim Infektionsschutz in medizinischen Einrichtungen hin.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-reisebeschrankungen-aber-mehr-uberwachung"><span id="keine-reisebeschraenkungen-aber-mehr-ueberwachung">Keine Reisebeschränkungen, aber mehr Überwachung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die WHO empfiehlt trotz der internationalen Einstufung keine Reise- oder Handelsbeschränkungen. Betroffene und gefährdete Staaten sollen stattdessen Überwachung, Kontaktverfolgung, Labortests und Behandlungskapazitäten ausbauen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="775" height="364" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms.jpg" alt="" class="wp-image-27441 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms.jpg 775w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-300x141.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-768x361.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Ebola_Signs_and_Symptoms-380x178.jpg 380w" sizes="(max-width: 775px) 100vw, 775px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda sollen Notfallmechanismen aktivieren, Infektionsschutz in Gesundheitseinrichtungen verbessern und enger mit Gemeinden zusammenarbeiten. Lokale und religiöse Führungspersonen sollen helfen, Kontakte zu identifizieren und verlässliche Informationen zu verbreiten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundibugyo-Variante erschwert die Reaktion zusätzlich. Für diese Form des Ebola-Virus gibt es nach WHO-Angaben bislang keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische Behandlung. Die Organisation drängt deshalb auf schnellere Forschung und klinische Studien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-africa-cdc-koordiniert-regionale-antwort"><span id="africa-cdc-koordiniert-regionale-antwort">Africa CDC koordiniert regionale Antwort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC hatte bereits am 15. Mai vor einer wachsenden Gefahr regionaler Ausbreitung gewarnt. Am selben Tag erklärten die Demokratische Republik Kongo und Uganda Ebola-Ausbrüche in ihren Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Africa CDC-Generaldirektor Jean Kaseya kündigte eine koordinierte Antwort auf regionaler und kontinentaler Ebene an. Nach Angaben der Behörde kamen am 16. Mai mehr als 130 Vertreter betroffener und gefährdeter Staaten, Geberländer, UN-Organisationen, humanitärer Organisationen, Pharmaunternehmen und weiterer Partner zu einer hochrangigen Beratung zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnehmer empfahlen die sofortige Aktivierung eines kontinentalen Incident Management Support Team. Es soll die Arbeit in den Bereichen Überwachung, Laborsysteme, Behandlung, Infektionsschutz, Risikokommunikation, Logistik, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und schnelle Einsatzteams bündeln.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1170" height="530" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/image1170x530cropped.jpg" alt="© WHO/Guerchom Ndeb" class="wp-image-10905 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kaseya prüft zudem eine mögliche Erklärung einer gesundheitlichen Notlage der kontinentalen Sicherheit durch Africa CDC. Dafür bat er den Vorsitzenden der Emergency Consultative Group, Salim Abdool Karim, um eine Dringlichkeitssitzung. Zugleich führte er Gespräche mit dem Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, und mit WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rwanda-verstarkt-kontrollen-an-der-grenze-zur-demokratischen-republik-kongo"><span id="rwanda-verstaerkt-kontrollen-an-der-grenze-zur-demokratischen-republik-kongo">Rwanda verstärkt Kontrollen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rwanda meldete zunächst keinen Ebola-Fall im eigenen Land. Das Gesundheitsministerium in Kigali kündigte aber verstärkte Kontrollen an Grenzübergängen zur Demokratischen Republik Kongo an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Aus Vorsicht hat Rwanda das Screening und die Wachsamkeit an den Einreisepunkten entlang der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo verstärkt“, erklärte die Regierung. Gesundheitsteams seien mobilisiert und Überwachungssysteme ausgebaut worden, um mögliche Fälle früh zu erkennen und schnell zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kigali will nach eigenen Angaben mit nationalen, regionalen und internationalen Partnern zusammenarbeiten. Die rwandische Reaktion folgt auf die Lage in Ituri und die bestätigten Fälle in Uganda.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-uber-mogliche-verzogerungen-in-kongo"><span id="streit-ueber-moegliche-verzoegerungen-in-kongo">Streit über mögliche Verzögerungen in Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Demokratischen Republik Kongo wächst zugleich die Debatte über die Frage, ob die Warnsignale zu spät erkannt wurden. Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba wies am 16. Mai Vorwürfe einer Nachlässigkeit zurück. Er erklärte bei einer Pressekonferenz, der erste bekannte Fall sei ein Krankenpfleger gewesen, der am 24. April in Bunia gestorben sei. Die Krankheit sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemeldet gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kamba sagte, der Leichnam sei später nach Mungwalu gebracht worden. Bei traditionellen Trauerzeremonien hätten Menschen den Körper berührt, weil sie von einer mystischen Krankheit ausgegangen seien. „Dort haben die Fälle begonnen aufzutreten“, erklärte der Minister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste offizielle Signal sei am 5. Mai gekommen, zunächst über soziale Netzwerke. Drei Tage später hätten die Teams die offizielle Meldung aufgenommen und Proben entnommen. Die ersten Analysen hätten die Zaire-Variante gesucht und negativ ergeben. Erst weitere Untersuchungen am Nationalen Institut für biomedizinische Forschung in Kinshasa hätten die Bundibugyo-Variante bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kamba berief sich auf den internationalen „7-1-7“-Ansatz: Eine Gefahr soll innerhalb von sieben Tagen erkannt, binnen eines Tages gemeldet und innerhalb von sieben Tagen mit ersten Maßnahmen beantwortet werden. „Das wurde getan“, sagte der Minister. Zwischen dem 8. und 17. Mai seien bereits Flugzeuge und Logistikmittel eingesetzt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-muyembe-spricht-von-schwachen-in-der-uberwachung"><span id="muyembe-spricht-von-schwaechen-in-der-ueberwachung">Muyembe spricht von Schwächen in der Überwachung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Virologe Jean-Jacques Muyembe, Mitentdecker des Ebola-Virus und eine der wichtigsten Fachstimmen der Demokratischen Republik Kongo, widersprach dieser Darstellung teilweise. Im Interview mit <em><a href="https://actualite.cd/2026/05/17/ebola-en-ituri-notre-systeme-de-surveillance-na-pas-fonctionne-dit-dr-muyembe">ACTUALITE.CD</a></em> sagte er: „Unser Überwachungssystem hat nicht funktioniert.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muyembe verwies auf einen technischen und organisatorischen Rückstand. Die Diagnostik vor Ort habe zunächst nur die häufigere Zaire-Variante erkannt. Die Proben hätten früher an das nationale Referenzlabor INRB geschickt werden müssen. Von 13 später untersuchten Proben seien acht positiv gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Virologe bestätigte zudem einen Fall in Goma bei einer Frau, deren Ehemann in Bunia gestorben sei. Bei einem mutmaßlichen Fall in Kinshasa gab er Entwarnung. Die Tests auf die Bundibugyo-Variante seien negativ gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muyembe erklärte zugleich, die Demokratische Republik Kongo habe frühere Ebola-Ausbrüche auch ohne Impfstoff und spezifische Therapie kontrolliert. Entscheidend seien Isolierung, aktive Überwachung, Kontaktverfolgung und sichere Bestattungen. Die Krankheit werde durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ituri-bleibt-ein-schwieriges-einsatzgebiet"><span id="ituri-bleibt-ein-schwieriges-einsatzgebiet">Ituri bleibt ein schwieriges Einsatzgebiet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ituri ist seit Jahren von Gewalt, Vertreibung und bewaffneten Gruppen geprägt. In der Region operieren unter anderem die ADF sowie lokale Milizen wie CODECO, die Gruppe Zaïre und weitere bewaffnete Akteure. Die Sicherheitslage erschwert medizinische Einsätze, Kontaktverfolgung und den Zugang zu betroffenen Gemeinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/neuer-ebola-ausbruch-in-der-dr-kongo/">Die neue Ebola-Epidemie folgt knapp sechs Monate nach dem Ende der 16. Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo.</a> Die Behörden hatten am 1. Dezember 2025 das Ende des Ausbruchs in der Provinz Kasaï erklärt, nachdem 42 Tage lang kein neuer Fall nach der Genesung des letzten Patienten vom 19. Oktober gemeldet worden war.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Febola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus%2F&amp;action_name=Ebola-Ausbruch%3A%20WHO%20ruft%20internationalen%20Gesundheitsnotstand%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ebola-ausbruch-who-ruft-internationalen-gesundheitsnotstand-aus/">Ebola-Ausbruch: WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Ebola_Signs_and_Symptoms</media:title>
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			<media:title type="html">© WHO/Guerchom Ndeb</media:title>
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	</item>
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		<title>Guterres nennt Afrikas Ausschluss aus ständiger UN-Vertretung „historische Ungerechtigkeit“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/guterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 14:14:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>UN-Generalsekretär António Guterres hat in Addis Abeba eine stärkere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit%2F&amp;action_name=Guterres%20nennt%20Afrikas%20Ausschluss%20aus%20st%C3%A4ndiger%20UN-Vertretung%20%E2%80%9Ehistorische%20Ungerechtigkeit%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit/">Guterres nennt Afrikas Ausschluss aus ständiger UN-Vertretung „historische Ungerechtigkeit“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres hat in Addis Abeba eine stärkere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und in den internationalen Finanzinstitutionen gefordert. Am 13. Mai 2026 traf er den Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, zur zehnten Jahreskonferenz zwischen UN und AU. Beide Seiten unterzeichneten eine Erklärung, mit der die Zusammenarbeit bei Frieden, Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechten stärker verankert werden soll. Parallel berieten Guterres, Youssouf und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über Folgen der Krise im Nahen Osten für afrikanische Staaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-drangt-auf-reformen-im-sicherheitsrat"><span id="afrika-draengt-auf-reformen-im-sicherheitsrat">Afrika drängt auf Reformen im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres bezeichnete den Ausschluss Afrikas von ständiger Vertretung im Sicherheitsrat als „historische Ungerechtigkeit“. <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Der Sicherheitsrat müsse die heutige Welt stärker abbilden, sagte der UN-Generalsekretär nach dem Treffen in der äthiopischen Hauptstadt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist keine Frage von Privilegien oder Symbolik“, sagte Guterres. Es gehe darum, dass der Sicherheitsrat mit Legitimität und Wirksamkeit handeln könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union fordert seit Jahren eine Reform des Sicherheitsrats. Der Ezulwini-Konsens und die Erklärung von Syrte bilden dafür die gemeinsame afrikanische Grundlage. In Addis Abeba bekräftigten Guterres, Youssouf und Macron die Notwendigkeit einer repräsentativeren und inklusiveren internationalen Ordnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-und-au-wollen-zusammenarbeit-institutionell-absichern"><span id="un-und-au-wollen-zusammenarbeit-institutionell-absichern">UN und AU wollen Zusammenarbeit institutionell absichern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres und Youssouf unterzeichneten eine Erklärung zur weiteren Verankerung der gemeinsamen Arbeitsrahmen zwischen den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union. Dazu zählen die Zusammenarbeit in Frieden und Sicherheit, die Umsetzung der Agenda 2063 der AU und der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie der gemeinsame Rahmen zu Menschenrechten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU und die UN wollen ihre Abstimmung über bestehende Dialogformate ausbauen. Dazu gehören der hochrangige strategische Dialog und die regelmäßige Zusammenarbeit zwischen den Institutionen beider Organisationen. Das gemeinsame Kommuniqué nennt bewaffnete Konflikte, humanitäre Krisen, Armut, Ungleichheit, Klimawandel und Verstöße gegen internationales Recht als zentrale Herausforderungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27389 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580">Für Guterres war es voraussichtlich die letzte AU-UN-Jahreskonferenz als Generalsekretär.</a> „Dies ist meine letzte AU-UN-Konferenz als Generalsekretär“, sagte er. „Aber die Verbindungen zwischen unseren Organisationen sind stärker denn je – und sie werden es bleiben.“</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzsystem-benachteiligt-afrikanische-staaten"><span id="finanzsystem-benachteiligt-afrikanische-staaten">Finanzsystem benachteiligt afrikanische Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Reform des Sicherheitsrats stellte Guterres <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/" type="post" id="27333">die internationale Finanzordnung in den Fokus.</a> Viele afrikanische Staaten zahlten beim Zugang zu Kapital deutlich höhere Zinssätze als andere Länder. Das entziehe öffentlichen Haushalten Mittel, die in Wasser, Sanitärversorgung, Gesundheit und Bildung fließen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die heutige globale Finanzarchitektur bietet Afrika weder ausreichende Unterstützung noch ausreichende Stimme und Beteiligung“, sagte Guterres. Afrikanische Länder müssten für Kredite häufig bis zum Dreifachen des Referenzzinses zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär unterstützte afrikanische Reforminitiativen, darunter den Vorschlag der Afrikanischen Entwicklungsbank für eine neue afrikanische Finanzarchitektur. <a href="https://fokus-afrika.de/wir-brauchen-eine-afrikanische-rating-agentur/" type="post" id="11342">Auch die geplante Afrikanische Ratingagentur stellte er in den Zusammenhang einer breiteren Debatte über faire Kreditbedingungen und die Rolle internationaler Ratingagenturen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klima-und-energie-verscharfen-den-druck"><span id="klima-und-energie-verschaerfen-den-druck">Klima und Energie verschärfen den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verband die Reformdebatte mit der Klimapolitik. Afrika trage am wenigsten zur Erderwärmung bei, sei aber besonders stark von Dürren, Überschwemmungen und wirtschaftlichen Folgeschäden betroffen. Eine zeitweilige Überschreitung der Marke von 1,5 Grad sei inzwischen unvermeidbar, aber nicht unumkehrbar.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27391 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär verwies zugleich auf das Energiepotenzial des Kontinents. Bis 2040 könne Afrika zehnmal mehr Strom erzeugen, als es selbst benötige, vollständig aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig hätten rund 600 Millionen Menschen in Afrika weiterhin keinen Zugang zu Strom.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Guterres erhält Afrika derzeit nur zwei Prozent der weltweiten Investitionen in saubere Energie. Als Hürden nannte er fehlende Netze und Speicher, hohe Kapitalkosten und anfällige Lieferketten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-friedensmissionen-sollen-verlasslicher-finanziert-werden"><span id="friedensmissionen-sollen-verlaesslicher-finanziert-werden">Friedensmissionen sollen verlässlicher finanziert werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frieden und Sicherheit standen im Zentrum der Gespräche zwischen UN und AU. Beide Seiten bekräftigten die Bedeutung politischer Lösungen und einer vorhersehbaren Finanzierung afrikanisch geführter Friedensmissionen. Grundlage dafür ist die Resolution 2719 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres nannte die Nichtanwendung dieser Resolution im Fall <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> „völlig unverständlich“. Wenn ein Land diese Unterstützung brauche, sei es Somalia, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gemeinsamen Kommuniqué führen AU und UN mehrere Konflikträume auf, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/widersprueche-im-kampf-um-den-frieden-in-der-region-der-grossen-seen/" type="post" id="12817">Region der Großen Seen</a>, das <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">Horn von Afrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a> und den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a>. Für Sudan verlangte Guterres ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und eine Rückkehr der Konfliktparteien an den Verhandlungstisch. Im Sahel sprach er von einer verschlechterten Sicherheitslage mit wachsender Gewalt gegen Zivilisten, Vertreibungen und zunehmender Ernährungsunsicherheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-konferenz-fur-den-au-friedensfonds-geplant"><span id="paris-konferenz-fuer-den-au-friedensfonds-geplant">Paris-Konferenz für den AU-Friedensfonds geplant</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27390 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einem gesonderten Gespräch mit Macron und Youssouf vereinbarten die drei Seiten, vor Ende 2026 in Paris eine internationale Konferenz zur Mobilisierung privater Mittel für den Friedensfonds der Afrikanischen Union vorzubereiten. Der Fonds soll afrikanische Friedens- und Sicherheitsanstrengungen stärker finanziell absichern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Spitzenpolitiker sprachen auch über die wirtschaftlichen Folgen der Krise im Nahen Osten. Sie warnten vor Auswirkungen auf Energiepreise, Düngerlieferungen, Ernährungssicherheit, Inflation und die Haushalte afrikanischer Staaten. Frankreich kündigte an, das Thema bei den Beratungen zur Weltwirtschaftslage beim G7-Gipfel im Juni in Évian aufzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gemeinsame AU-UN-Kommuniqué nennt außerdem die G20 und die G7 als Foren, in denen die Folgen der Krise für Afrika weiter behandelt werden sollen.</p>
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		<title>Drohnen werden zur tödlichsten Waffe gegen Zivilisten im Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/drohnen-werden-zur-toedlichsten-waffe-gegen-zivilisten-im-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 21:20:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sudan-Krieg erreicht eine neue Eskalationsstufe: Bewaffnete Drohnen verursachen laut UN inzwischen die meisten zivilen Todesfälle.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Drohnen sind im Sudan-Krieg nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros zur wichtigsten Ursache ziviler Todesfälle geworden. Am 11. Mai veröffentlichte das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte die Warnung in Genf. Zwischen Januar und April gingen mindestens 880 zivile Todesfälle auf Drohnenangriffe zurück, mehr als 80 Prozent aller konfliktbedingten zivilen Todesfälle in diesem Zeitraum. UN-Menschenrechtschef Volker Türk warnte vor einer weiteren Ausweitung der Gewalt, während der Krieg zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces in sein viertes Jahr gegangen ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kordofan-besonders-stark-betroffen"><span id="kordofan-besonders-stark-betroffen">Kordofan besonders stark betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-verurteilt-toedliche-angriffe-auf-kindergarten-und-krankenhaus-in-kordofan/" type="post" id="22744">Die meisten durch Drohnenangriffe verursachten zivilen Todesfälle wurden im ersten Quartal in der Region Kordofan registriert.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-verschaerfte-kaempfe-in-kordofan-und-darfur-verschaerfen-humanitaere-notlage/" type="post" id="22663">Am 8. Mai wurden bei Angriffen auf Al Quz in Südkordofan und nahe El Obeid in Nordkordofan nach UN-Angaben 26 Zivilisten getötet, weitere Menschen wurden verletzt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Türk verurteilte den zunehmenden Einsatz bewaffneter unbemannter Fluggeräte im Sudan. „Bewaffnete Drohnen sind inzwischen bei Weitem zur führenden Ursache ziviler Todesfälle geworden“, sagte der UN-Menschenrechtschef.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg wird von den Sudanese Armed Forces, der regulären Armee des Landes, und den paramilitärischen Rapid Support Forces geführt.</a> Beide Seiten setzen Drohnen ein. Nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros breitet sich diese Kriegsführung über Kordofan und Darfur hinaus auf Blue Nile, White Nile und Khartum aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-markte-kliniken-und-versorgungswege-unter-beschuss"><span id="maerkte-kliniken-und-versorgungswege-unter-beschuss">Märkte, Kliniken und Versorgungswege unter Beschuss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kriegsparteien haben wiederholt zivile Einrichtungen und Infrastruktur getroffen. Märkte wurden mindestens 28 Mal angegriffen, jeweils mit zivilen Opfern. Gesundheitseinrichtungen wurden in den ersten vier Monaten des Jahres mindestens zwölf Mal getroffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp" alt="" class="wp-image-23273 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-300x300.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-150x150.webp 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-80x80.webp 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-110x110.webp 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-380x380.webp 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Einige Kliniken mussten schließen. Zivilisten müssen dadurch lange Wege zur Behandlung zurücklegen oder bleiben ohne medizinische Versorgung. Auch Treibstofflager und Versorgungsrouten wurden in den vergangenen Wochen wiederholt angegriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/" type="post" id="27112">Am 4. Mai führte ein Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Khartum zur Unterbrechung aller Flüge. </a>Zwischen dem 28. April und dem 5. Mai gab es mehrere gezielte Drohnenangriffe in Khartum und der Nachbarstadt Omdurman.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Intensität dieser Angriffe hat die relative Ruhe der vergangenen Monate erschüttert“, sagte Türk. In dieser Zeit seien wieder mehr Zivilisten in die Hauptstadt zurückgekehrt. Die Angriffe hätten Ängste vor einer Rückkehr der Kämpfe nach Khartum ausgelöst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-warnt-vor-neuer-eskalation"><span id="un-warnt-vor-neuer-eskalation">UN warnt vor neuer Eskalation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Türk warnte, der Konflikt könne in eine weitere, noch tödlichere Phase eintreten. Die zunehmende Abhängigkeit von Drohnen ermögliche es den Konfliktparteien, die Kämpfe auch in der bevorstehenden Regenzeit fortzusetzen. In früheren Jahren hatte diese Phase Bodenoperationen häufig verlangsamt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Ausweitung der Kämpfe könnte nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros weitere Vertreibungen auslösen und die Versorgung mit humanitärer Hilfe behindern. Besonders gefährdet seien Städte wie El Obeid und Dilling in Südkordofan, die unter belagerungsähnlichen Bedingungen stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die internationale Gemeinschaft ist gewarnt“, sagte Türk. Ohne rasches Handeln stehe der Konflikt an der Schwelle zu einer neuen, noch tödlicheren Phase.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hungerkrise-verscharft-lage-der-bevolkerung"><span id="hungerkrise-verschaerft-lage-der-bevoelkerung">Hungerkrise verschärft Lage der Bevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewalt trifft Regionen, in denen sich die humanitäre Lage bereits verschlechtert hat. Große Teile des Landes, darunter Kordofan, sind nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros von einem erhöhten Risiko für Hungersnot und akute Ernährungsunsicherheit betroffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-24814 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Türk verwies auf erwartete Verzögerungen oder Engpässe bei Düngemitteln infolge der Golfkrise. Die wiederholten Angriffe auf Kliniken verschärfen zusätzlich die Lage von Menschen, die aus umkämpften Gebieten fliehen mussten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Menschenrechtschef forderte robuste Maßnahmen, um Waffenlieferungen an die Kriegsparteien zu verhindern. Dies gelte auch für zunehmend fortgeschrittene bewaffnete Drohnen. Drohnenangriffe auf Zivilisten und zivile Einrichtungen würden weiter zunehmen, wenn sie straflos blieben und als Mittel der Kriegsführung normalisiert würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-kommisar-volker-tuerk-das-absichtliche-toeten-ist-ein-kriegsverbrechen/">Türk rief alle Konfliktparteien erneut auf, Zivilisten zu schützen und sichere Fluchtwege aus aktiven Kampfzonen zu ermöglichen.</a> Zivilisten müssten auch vor Vergeltung, außergerichtlichen Hinrichtungen, sexueller Gewalt, willkürlicher Inhaftierung und Entführungen geschützt werden.</p>
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		<item>
		<title>USA brechen mit UN-Migrationsforum</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-brechen-mit-un-migrationsforum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 00:32:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die USA verschärfen ihren Bruch mit der UN-Migrationspolitik: Washington lehnt das Migrationsforum ab und spricht nicht mehr von Steuerung, sondern von Remigration.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die USA verweigern dem International Migration Review Forum der Vereinten Nationen die Unterstützung und stellen sich offen gegen die Abschlusserklärung des Treffens. Am 11. Mai erklärte das US-Außenministerium, Washington habe nicht an dem Forum teilgenommen und werde die Erklärung vom 8. Mai nicht mittragen. Die Regierung von Präsident Donald Trump wirft den Vereinten Nationen vor, Massenmigration in die USA und andere westliche Staaten zu fördern. Zugleich fordert Washington nicht mehr eine Steuerung von Migration, sondern „Remigration“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-verscharft-ton-gegen-die-vereinten-nationen"><span id="washington-verschaerft-ton-gegen-die-vereinten-nationen">Washington verschärft Ton gegen die Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium knüpft seine Ablehnung an Trumps Bruch mit dem Globalen Migrationspakt von 2017. Die USA hatten den von den Vereinten Nationen unterstützten Rahmen damals verlassen. Nun erklärt Washington, die vergangenen Jahre hätten die damalige Entscheidung bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Mitteilung greift das Außenministerium nicht nur den UN-Prozess an, sondern auch die Sprache internationaler Migrationspolitik. Von „sicherer, geordneter und regulärer Migration“ könne keine Rede sein, heißt es. Die USA werfen UN-Organisationen und ihren Partnern vor, Migration in die Vereinigten Staaten erleichtert und amerikanische Ressourcen an Migranten verteilt zu haben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26194 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Marco Rubio wird mit der Aussage zitiert, die Öffnung der Türen für Massenmigration sei ein schwerer Fehler gewesen. Sie bedrohe den Zusammenhalt der Gesellschaften und die Zukunft der Völker.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-souveranitat-und-migration"><span id="streit-um-souveraenitaet-und-migration">Streit um Souveränität und Migration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Washington macht aus der Ablehnung des UN-Prozesses eine Frage nationaler Souveränität. Washington lehnt jeden Prozess ab, der nach eigener Darstellung Vorgaben, Standards oder Verpflichtungen schaffen könnte, die die amerikanische Migrationspolitik einschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten wollen den UN-Prozess deshalb nicht unterstützen. Das Außenministerium formuliert den neuen Kurs ungewöhnlich scharf: Ziel sei nicht, Migration zu „managen“, sondern Remigration zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzt die Trump-Regierung einen deutlichen Gegenakzent zum International Migration Review Forum. Das Treffen in New York überprüfte die Umsetzung des Globalen Pakts für sichere, geordnete und reguläre Migration. Der Pakt ist rechtlich nicht bindend, dient aber als internationaler Rahmen für Zusammenarbeit in Migrationsfragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-warnt-vor-politisierter-debatte"><span id="un-warnt-vor-politisierter-debatte">UN warnt vor politisierter Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Auftakt des Forums hatte <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/" type="post" id="23573">die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock</a>, vor einer zunehmenden Politisierung von Migration gewarnt. Migration präge Arbeitsmärkte, Bildungssysteme, Sozialschutz, öffentliche Gesundheit, Stadtplanung, Klimaanpassung und Entwicklung, sagte sie.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-19772 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71115676__ME18785_.avif 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen verweisen auf mehr als 304 Millionen internationale Migranten weltweit im Jahr 2024. Das Forum wollte unter anderem legale Migrationswege ausbauen, Schutz für Arbeitsmigranten stärken, klimabedingte Vertreibung thematisieren und gegen Falschinformationen sowie Fremdenfeindlichkeit vorgehen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Internationale Organisation für Migration betonte den Schutz der Menschenrechte aller Migranten. Sichere und faire Migration hänge von Arbeitsrechten, Schutzmechanismen und geordneten Wegen ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudafrika-als-aktueller-konfliktfall"><span id="suedafrika-als-aktueller-konfliktfall">Südafrika als aktueller Konfliktfall</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte fällt in eine Phase wachsender Spannungen um Migration in mehreren Weltregionen. <a href="https://fokus-afrika.de/fremdenfeindlichkeit-in-suedafrika-eskaliert-nigeria-reagiert-auf-zwei-getoetete-staatsbuerger/" type="post" id="27059">In Südafrika hatten Proteste gegen illegale Migration und Übergriffe auf afrikanische Ausländer zuletzt internationale Sorge ausgelöst.</a> UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte Gewalt und Hetze, verwies aber zugleich auf komplexe soziale und wirtschaftliche Probleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall zeigt, dass die Migrationsdebatte längst nicht nur Europa und Nordamerika betrifft. Auch afrikanische Staaten stehen unter Druck, wenn wirtschaftliche Not, Arbeitslosigkeit, Fluchtbewegungen und nationale Politik aufeinandertreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das International Migration Review Forum endete am 8. Mai mit einer Fortschrittserklärung. Die USA stellen sich nun ausdrücklich gegen diesen Text.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-brechen-mit-un-migrationsforum%2F&amp;action_name=USA%20brechen%20mit%20UN-Migrationsforum&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-brechen-mit-un-migrationsforum/">USA brechen mit UN-Migrationsforum</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
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			<media:title type="html">President of General Assembly Opens 80th Session</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>UN warnen vor wachsender Gewalt in Abyei</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-warnen-vor-wachsender-gewalt-in-abyei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 11:09:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UNISFA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27220</guid>

					<description><![CDATA[<p>Abyei bleibt ein ungelöster Konflikt zwischen Sudan und Südsudan. Der UN-Sicherheitsrat warnt vor mehr Gewalt, bewaffneten Gruppen und einer geschwächten UN-Präsenz in der entmilitarisierten Zone.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-warnen-vor-wachsender-gewalt-in-abyei%2F&amp;action_name=UN%20warnen%20vor%20wachsender%20Gewalt%20in%20Abyei&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-warnen-vor-wachsender-gewalt-in-abyei/">UN warnen vor wachsender Gewalt in Abyei</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat drängt Sudan und Südsudan zu neuen Gesprächen über das umstrittene Gebiet Abyei. Die Beratungen fanden am 7. Mai 2026 in New York statt. UN-Vertreter warnten vor wachsender Gewalt, bewaffneten Gruppen und einer geschwächten Präsenz der UN-Friedensmission UNISFA. In den vergangenen sechs Monaten registrierte UNISFA 196 Sicherheitsvorfälle mit 58 Todesopfern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-prozess-bleibt-blockiert"><span id="politischer-prozess-bleibt-blockiert">Politischer Prozess bleibt blockiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abyei liegt zwischen Sudan und Südsudan. <a href="https://fokus-afrika.de/unisfa-krieg-in-sudan-blockiert-friedensverhandlungen-zu-abyei/" type="post" id="21686">Der endgültige Status des Gebiets ist seit Jahren ungeklärt.</a> Beide Regierungen bekräftigten zwar ihre Zusage, Abyei entmilitarisiert zu halten und gemeinsame Mechanismen wiederzubeleben. Treffen des Gemeinsamen Politischen und Sicherheitsmechanismus sowie des Gemeinsamen Aufsichtsausschusses für Abyei fanden im Berichtszeitraum jedoch nicht statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Martha Ama Akyaa Pobee, Beigeordnete Generalsekretärin in den UN-Abteilungen für politische Angelegenheiten und Friedenseinsätze, sagte, die Sicherheitslage habe sich in den vergangenen sechs Monaten verschlechtert. Ursachen seien Kriminalität, Waffenverbreitung und die Präsenz nicht autorisierter bewaffneter Akteure.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="393" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b86bd726-432f-40ea-afba-19d50c19bed1.jpeg" alt="" class="wp-image-27221 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b86bd726-432f-40ea-afba-19d50c19bed1.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b86bd726-432f-40ea-afba-19d50c19bed1-300x168.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/b86bd726-432f-40ea-afba-19d50c19bed1-380x213.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Süden Abyeis hielten sich nach UN-Angaben weiterhin Kräfte der südsudanesischen Armee und Polizei an Kontrollpunkten auf und nutzten zivile Infrastruktur. Im Norden blieb die Präsenz der sudanesischen Rapid Support Forces besonders im Raum Goli und Diffra ein Grund zur Sorge.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drohnenangriffe-schwachen-un-einsatz"><span id="drohnenangriffe-schwaechen-un-einsatz">Drohnenangriffe schwächen UN-Einsatz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein schwerer Einschnitt für UNISFA waren drei Drohnenangriffe auf die Logistikbasis Kadugli im Sudan. Dabei wurden im Dezember 2025 sechs Friedenstruppen aus Bangladesch getötet und neun weitere verletzt. Pobee sprach von einem schweren operativen Rückschlag für den Mechanismus zur Überwachung der entmilitarisierten Grenzzone.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNISFA verlegte daraufhin Personal und schloss später alle zugehörigen Teamstandorte. Damit setzte die Mission ihre physische Präsenz in der sicheren entmilitarisierten Grenzzone erstmals seit Einrichtung des Mechanismus aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine reguläre Polizei für Abyei ist weiterhin nicht eingerichtet. In dieser Lücke übernehmen lokale Schutzkomitees polizeiliche Aufgaben, unterstützt von UNISFA.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-im-sudan-belastet-sudsudan"><span id="krieg-im-sudan-belastet-suedsudan">Krieg im Sudan belastet Südsudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guang Cong, Sondergesandter des UN-Generalsekretärs für das Horn von Afrika, sagte, die Beziehungen zwischen Sudan und Südsudan würden weiter vom <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Krieg im Sudan</a> geprägt. Seit Beginn des Konflikts 2023 sind mehr als 1,3 Millionen Flüchtlinge und Rückkehrer nach Südsudan geflohen. Das belastet die Versorgung mit Nahrung, Gesundheitsdiensten und Bildung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27223 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138288.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Abyei selbst hat nach UN-Angaben mehr als 46.000 Flüchtlinge und Rückkehrer aufgenommen. Bei Gesprächen in der Region hätten lokale Behörden, traditionelle Führer, Vertreter der Zivilgesellschaft sowie Frauen- und Jugendgruppen die fehlenden Fortschritte beim politischen Prozess kritisiert und zusätzliche UN-Polizeikräfte gefordert.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-fordert-ruckzug-bewaffneter-gruppen"><span id="sicherheitsrat-fordert-rueckzug-bewaffneter-gruppen">Sicherheitsrat fordert Rückzug bewaffneter Gruppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats verlangten den Rückzug nicht autorisierter bewaffneter Kräfte. Der Vertreter der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> sagte, Washington sei frustriert über die fehlende Entschlossenheit Sudans und Südsudans, UNISFA zur Stabilisierung zu nutzen. „Wir können Frieden nicht mehr wollen als die Parteien selbst“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> sprach auch im Namen der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalias</a>. Die UN-Mission sei unverzichtbar, könne politischen Willen aber nicht ersetzen. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">Chinas</a> Vertreter sagte als Ratspräsident für Mai, jede endgültige Lösung für Abyei müsse politisch sein. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> bezeichnete einen Abzug oder eine Verringerung der UN-Truppen als verfrüht, solange der endgültige Status Abyeis nicht geregelt sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> forderte Aufklärung und Verantwortlichkeit für die Angriffe auf die UN-Basis in Kadugli. Die britische Delegation warnte zugleich vor sexualisierter Gewalt im Konflikt, darunter gegen Kinder.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-und-sudsudan-weisen-vorwurfe-zuruck"><span id="sudan-und-suedsudan-weisen-vorwuerfe-zurueck">Sudan und Südsudan weisen Vorwürfe zurück</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27224 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138387.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sudans Vertreter warf den <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/" type="post" id="27112">Vereinigten Arabischen Emiraten vor, die Rapid Support Forces mit Drohnen beliefert zu haben, die bei dem Angriff auf UNISFA eingesetzt worden seien.</a> Khartum sei bereit, die im Abkommen von 2011 vorgesehenen Übergangsmechanismen einzurichten, darunter gemeinsame Polizei, Verwaltung und Legislative.</p>
</div></div>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Südsudans Vertreterin bekräftigte die Verpflichtung ihres Landes zum Abkommen von 2011 und zu den einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrats. Die Entsendung südsudanesischer Kräfte nach Abyei sei nach interkommunaler Gewalt im Oktober 2022 erfolgt, um die Lage zu stabilisieren und Zivilisten zu schützen. Vorwürfe einer Nichtbeachtung des Statusabkommens wies sie zurück.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27225 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138383.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kurzungen-belasten-unisfa"><span id="kuerzungen-belasten-unisfa">Kürzungen belasten UNISFA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte ging es auch um die Einsatzfähigkeit von UNISFA. Panamas Vertreter sagte, eine Kürzung des Budgets um 15 Prozent beeinträchtige die Arbeit der Mission erheblich. Pakistan warnte davor, bei der Sicherheit von Personal, das Mandate des Sicherheitsrats ausführe, eine Kostengrenze zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen verwiesen auf die Lage der Zivilbevölkerung. Bahrain nannte Waffenverbreitung, Landminen und bewaffnete Akteure in zivilen Einrichtungen. Kolumbien warnte, dass die Schließung der Teamstandorte und die ausbleibende Einrichtung einer Abyei-Polizei Zivilisten stärker gefährdeten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Vereinte Nationen warnen vor Finanzkollaps bis Mitte August</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-warnen-vor-finanzkollaps-bis-mitte-august/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 10:16:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[MINUSCA]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen stehen vor einer schweren Finanzkrise. Der reguläre Haushalt reicht nach aktueller Kassenlage nur noch bis Mitte August. Auch Friedensmissionen in Afrika geraten weiter unter Druck.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvereinte-nationen-warnen-vor-finanzkollaps-bis-mitte-august%2F&amp;action_name=Vereinte%20Nationen%20warnen%20vor%20Finanzkollaps%20bis%20Mitte%20August&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-warnen-vor-finanzkollaps-bis-mitte-august/">Vereinte Nationen warnen vor Finanzkollaps bis Mitte August</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen können ihren regulären Haushalt nach aktueller Kassenlage nur noch bis Mitte August rechtlich bedienen. Die Warnung erfolgte am Donnerstag im Haushaltsausschuss der UN-Generalversammlung. Catherine Pollard, Untergeneralsekretärin für Managementstrategie, Politik und Compliance, forderte <a href="https://fokus-afrika.de/un-vor-finanzkrise-mitgliedstaaten-schulden-milliarden-an-pflichtbeitraegen/">die Mitgliedstaaten auf, ihre Pflichtbeiträge vollständig und fristgerecht zu zahlen</a> oder die Finanzregeln der Organisation zu ändern. Der Engpass trifft auch Friedensmissionen, darunter mehrere Einsätze in Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-pflichtbeitrage-bleiben-hinter-bedarf-zuruck"><span id="pflichtbeitraege-bleiben-hinter-bedarf-zurueck">Pflichtbeiträge bleiben hinter Bedarf zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pollard <a href="https://estatements.un.org/estatements/11.0050/20260507150000000/PotCzfgHGKo/xIxxBF_Kt_nyc_en.pdf?_gl=1*yrm0br*_ga*NzM1Nzk2MzkzLjE3NzQ2NDY3MDg.*_ga_TK9BQL5X7Z*czE3NzgxODc2MzEkbzIxNyRnMSR0MTc3ODE4NzY3MCRqMjEkbDAkaDA.">sprach</a> im Fünften Ausschuss der Generalversammlung, der für Verwaltungs- und Haushaltsfragen zuständig ist. „Die aktuelle Kassenlage reicht nur aus, um rechtliche Verpflichtungen bis Mitte August zu erfüllen“, sagte sie. Dazu zählen Personalkosten, Verträge, Mieten und bereits eingegangene Verbindlichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">Die Einnahmen aus dem regulären UN-Haushalt schwanken seit Jahren stark. 2025 erreichten die Zahlungseingänge den niedrigsten Stand seit sieben Jahren. Am Jahresende standen neue Rekordrückstände von 1,57 Milliarden Dollar.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum 30. April 2026 hatten die Vereinten Nationen 1,67 Milliarden Dollar eingenommen. Das entspricht 51,4 Prozent der veranschlagten 3,3 Milliarden Dollar. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 50,5 Prozent. 106 Mitgliedstaaten hatten ihre Beiträge bis Ende April vollständig gezahlt, fünf mehr als ein Jahr zuvor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Entwicklung rechnet die UN-Führung für das Gesamtjahr nur mit einer Einzahlungsquote von 91,1 Prozent. Die ausstehenden Beiträge zum regulären Haushalt lagen Ende April bei 2,8 Milliarden Dollar. Davon entfielen 2,04 Milliarden Dollar auf die Vereinigten Staaten, 429 Millionen Dollar auf China und 152 Millionen Dollar auf Japan.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausbleibende-zahlungen-losen-kurzungen-aus"><span id="ausbleibende-zahlungen-loesen-kuerzungen-aus">Ausbleibende Zahlungen lösen Kürzungen aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pflichtbeiträge werden nach dem von der Generalversammlung beschlossenen Haushalt berechnet. Jeder Mitgliedstaat erhält danach einen festgelegten Anteil. Wenn Zahlungen verspätet oder unvollständig eingehen, kann das UN-Sekretariat Mittel nicht wie geplant einsetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27212 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71003220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Pollard beschrieb einen Kreislauf, der die Finanzlage weiter verschärft: Fehlende Beiträge führen zu Kassenengpässen. Diese zwingen die Vereinten Nationen zu geringeren Ausgaben. Nicht ausgegebene Mittel werden nach den geltenden Regeln später als Gutschriften an Mitgliedstaaten zurückgegeben. Dadurch sinken die Einnahmen im nächsten Haushaltszyklus erneut.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne eine Einigung über diese Rückgabe von Gutschriften müssten die Vereinten Nationen 2027 rund 1,3 Milliarden Dollar aus dem regulären Haushalt und aus Friedensmissionen zurückgeben, obwohl das Geld wegen fehlender Einzahlungen nicht ausgegeben werden konnte. Pollard sagte dazu: „Der Generalsekretär fordert die Mitgliedstaaten auf, die Finanzregeln der Organisation zu aktualisieren, um einen Finanzkollaps der Vereinten Nationen und die negativen Folgen für eine wirksame Programmdurchführung zu verhindern.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-friedensmissionen-stehen-zusatzlich-unter-druck"><span id="friedensmissionen-stehen-zusaetzlich-unter-druck">Friedensmissionen stehen zusätzlich unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/finanzkrise-gefaehrdet-polizeiarbeit-in-un-friedenseinsaetzen/" type="post" id="24377">Auch die Friedensmissionen der Vereinten Nationen sind von der Liquiditätskrise betroffen.</a> Ihr Haushaltsjahr läuft von Juli bis Juni. Für das laufende Haushaltsjahr 2025/26 standen zu Beginn 2,1 Milliarden Dollar an offenen Beträgen aus. Bis Ende April wurden weitere 5,3 Milliarden Dollar veranlagt, 3,8 Milliarden Dollar gingen ein. Die ausstehenden Beiträge beliefen sich damit auf 3,5 Milliarden Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Führung hat bei Friedensmissionen bereits eine Kürzung der Ausgaben um 15 Prozent eingeleitet. Grund sind angekündigte Reduzierungen bei Zahlungen von Pflichtbeiträgen. Bestehende Instrumente wie die gemeinsame Verwaltung von Barmitteln aktiver Missionen und der Rückgriff auf den Friedenssicherungs-Reservefonds reichen nach Pollards Darstellung nicht aus, um das Ausmaß der Krise aufzufangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere große UN-Einsätze in Afrika sind von hohen offenen Beträgen betroffen. Für die Mission in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" type="category" id="285">Zentralafrikanischen Republik</a> <a href="https://fokus-afrika.de/tag/minusca/" type="post_tag" id="599">MINUSCA</a> standen Ende April 706,7 Millionen Dollar aus. Für die Mission im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a> <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unmiss/" type="post_tag" id="592">UNMISS</a> waren es 610,8 Millionen Dollar, für die Mission in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> <a href="https://fokus-afrika.de/tag/monusco/" type="post_tag" id="585">MONUSCO</a> 426,2 Millionen Dollar und für das Unterstützungsbüro der Vereinten Nationen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> UNSOS 408,6 Millionen Dollar.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckstande-betreffen-auch-zahlungen-an-mitgliedstaaten"><span id="rueckstaende-betreffen-auch-zahlungen-an-mitgliedstaaten">Rückstände betreffen auch Zahlungen an Mitgliedstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Liquiditätslage wirkt sich auch auf Erstattungen an Staaten aus, die Personal oder Ausrüstung für Friedensmissionen bereitstellen. Verbindlichkeiten für Truppen und geschlossene Polizeieinheiten waren Ende April ausgeglichen. Für Ausrüstung aktiver Friedensmissionen standen jedoch 483 Millionen Dollar offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den offenen Beiträgen für Friedensmissionen entfielen Ende April 2,25 Milliarden Dollar auf die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Vereinigten Staaten</a>, 870 Millionen Dollar auf <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> und 94 Millionen Dollar auf Venezuela. Insgesamt hatten bis Ende April 51 Mitgliedstaaten alle fälligen Beiträge für Friedensmissionen vollständig gezahlt, zwölf weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem regulären Haushalt und den Friedensmissionen nannte Pollard auch offene Beiträge für internationale Straftribunale. Für den Internationalen Strafgerichtshof für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/" type="category" id="40">Ruanda</a>, den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien und den Internationalen Residualmechanismus für Strafgerichtshöfe standen Ende April zusammen 91 Millionen Dollar aus.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestagsdelegation wirbt in New York für Deutschlands Sitz im UN-Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestagsdelegation-wirbt-in-new-york-fuer-deutschlands-sitz-im-un-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 09:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland wirbt in New York für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Eine Bundestagsdelegation trifft Vertreter der Vereinten Nationen, spricht über Friedenssicherung, Finanzkrise und Reformen der Weltorganisation.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestagsdelegation-wirbt-in-new-york-fuer-deutschlands-sitz-im-un-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=Bundestagsdelegation%20wirbt%20in%20New%20York%20f%C3%BCr%20Deutschlands%20Sitz%20im%20UN-Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine Delegation des Bundestags reist zu den Vereinten Nationen nach New York, um über Friedenssicherung, UN-Finanzierung und Deutschlands Kandidatur für den Sicherheitsrat zu sprechen. Die <a href="https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/pm-260507-delreise-zu-vn-newyork-1174698">Reise</a> ist vom 10. bis 14. Mai 2026 geplant. Auf dem Programm stehen Gespräche mit hochrangigen UN-Vertretern, Botschafterinnen und Botschaftern mehrerer Mitgliedstaaten sowie ein Besuch einer Sitzung des Sicherheitsrats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterausschuss Internationale Ordnung, Vereinte Nationen und internationale Organisationen will dabei auch ausloten, wie die Vereinten Nationen angesichts wachsender Finanzprobleme gestärkt und reformiert werden können. Die Reise fällt in eine Phase, in der geopolitische Spannungen zunehmen und internationale Rechtsnormen unter Druck stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-uber-friedenssicherung-und-un-finanzierung"><span id="gespraeche-ueber-friedenssicherung-und-un-finanzierung">Gespräche über Friedenssicherung und UN-Finanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In New York sind Treffen zu zentralen Arbeitsfeldern der Vereinten Nationen vorgesehen. Dazu gehören Friedenssicherung, die Finanzierung der Organisation und die Konvention zur Verhütung von Folter. Die Delegation will außerdem mit Botschafterinnen und Botschaftern zahlreicher Mitgliedstaaten bei den Vereinten Nationen sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind auch Termine mit der Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, und dem Koordinator für Nothilfe, Tom Fletcher. Zudem soll der Unterausschuss eine Sitzung des Sicherheitsrats besuchen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzkrise-setzt-vereinte-nationen-unter-druck"><span id="finanzkrise-setzt-vereinte-nationen-unter-druck">Finanzkrise setzt Vereinte Nationen unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Reise liegt auf der Finanzlage der Vereinten Nationen. <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">Die Organisation steht vor wachsenden finanziellen Problemen.</a> Die Abgeordneten wollen deshalb über Möglichkeiten sprechen, die Vereinten Nationen zu stärken und Reformen voranzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterausschuss verbindet die Gespräche mit der Frage, wie die Vereinten Nationen auf aktuelle internationale Spannungen reagieren können. Dazu zählt auch der Umgang mit einer Erosion internationaler Rechtsnormen und <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/" type="post" id="23396">dem Rückzug bedeutender Mitgliedstaaten aus UN-Strukturen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-kandidatur-fur-den-sicherheitsrat"><span id="deutsche-kandidatur-fuer-den-sicherheitsrat">Deutsche Kandidatur für den Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise soll zugleich <a href="https://fokus-afrika.de/es-ist-2026-nicht-1946-guterres-fordert-staendigen-sitz-fuer-afrika-im-sicherheitsrat/" type="post" id="24683">die deutsche Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen unterstützen</a>. Deutschland wirbt dafür bei Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen. Der Sicherheitsrat gehört zu den zentralen Gremien der Weltorganisation und befasst sich mit Fragen von Frieden und internationaler Sicherheit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-27207 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Delegation wird vom Vorsitzenden des Unterausschusses Boris Mijatović von Bündnis 90/Die Grünen geleitet. Weitere Mitglieder sind Jan Metzler von der CDU/CSU und Stefan Keuter von der AfD.</p>
</div></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestagsdelegation-wirbt-in-new-york-fuer-deutschlands-sitz-im-un-sicherheitsrat/">Bundestagsdelegation wirbt in New York für Deutschlands Sitz im UN-Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bewaffnete setzen marokkanische Lastwagen auf Mali-Route in Brand</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bewaffnete-setzen-marokkanische-lastwagen-auf-mali-route-in-brand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 22:19:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27176</guid>

					<description><![CDATA[<p>Marokkanische, senegalesische und mauretanische Lastwagen geraten in Mali ins Visier bewaffneter Gruppen. Die Angriffe verschärfen den Druck auf die Versorgung nach Bamako.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbewaffnete-setzen-marokkanische-lastwagen-auf-mali-route-in-brand%2F&amp;action_name=Bewaffnete%20setzen%20marokkanische%20Lastwagen%20auf%20Mali-Route%20in%20Brand&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bewaffnete-setzen-marokkanische-lastwagen-auf-mali-route-in-brand/">Bewaffnete setzen marokkanische Lastwagen auf Mali-Route in Brand</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Männer des Mouvement Masina haben auf einer Versorgungsroute nach Bamako marokkanische Lastwagen angegriffen und in Brand gesetzt. Das geschah am Mittwoch auf der Strecke zwischen Koki Zamal nahe der mauretanischen Grenze und der malischen Hauptstadt. Die Fahrzeuge waren mit Lebensmitteln und weiteren Gütern beladen. Der Angriff steht in einer Serie von Attacken auf Transportwege, über die Waren aus Marokko, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mauretanien/" type="category" id="75">Mauretanien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a> nach Mali gelangen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-versorgungsroute-nach-bamako-angegriffen"><span id="versorgungsroute-nach-bamako-angegriffen">Versorgungsroute nach Bamako angegriffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zeugen <a href="https://www.alquds.co.uk/إحراق-6-شاحنات-مغربية-في-طريقها-لتزويد-م/">berichteten</a>, die Lastwagen seien auf der Route von Koki Zamal nach Bamako gestoppt und angezündet worden. Online verbreitete Videos sollen zeigen, wie bewaffnete Männer Fahrzeuge in Brand setzen, während Schüsse und Gesänge zu hören sind. Dabei sollen auch Kraftstofftanks gezielt getroffen worden sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="739" height="416" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg" alt="" class="wp-image-25427 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg 739w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Mouvement Masina wird auch als „Mouvement de Libération Peul“ bezeichnet. Die Gruppe gilt als Verbündete der Gruppe zur Unterstützung des Islams und der Muslime, kurz JNIM, die mit Al-Kaida verbunden ist.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die angegriffenen Lastwagen waren Teil eines Warenverkehrs, der Mali über westafrikanische Nachbarstaaten versorgt. Güter erreichen das Land über Häfen in Mauretanien und Senegal oder auf dem Landweg aus Marokko über Mauretanien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-senegalesische-und-mauretanische-lastwagen-betroffen"><span id="auch-senegalesische-und-mauretanische-lastwagen-betroffen">Auch senegalesische und mauretanische Lastwagen betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am Dienstag wurden auf der Strecke Khai-Bamako senegalesische Lastwagen aus Dakar in Brand gesetzt. Zuvor waren auch zwei mauretanische Lastwagen bei ähnlichen Angriffen zerstört worden.</p>



<iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?height=476&#038;href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Freel%2F949176471069742%2F&#038;show_text=false&#038;width=268&#038;t=0" width="268" height="476" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share" allowFullScreen="true"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">Bewaffnete Gruppen versuchen damit, den Warenfluss nach Bamako und in weitere malische Städte zu unterbrechen.</a> Sie haben nach den vorliegenden Berichten eine Blockade gegen die Hauptstadt ausgerufen, um die Ankunft von Lebensmitteln und Versorgungsgütern zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe treffen einen Korridor, der für die Versorgung Malis mit Konsumgütern und Lebensmitteln genutzt wird. Mali ist als Binnenstaat auf Transportwege durch Nachbarländer angewiesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-warnt-vor-folgen-fur-zivilbevolkerung"><span id="un-warnt-vor-folgen-fuer-zivilbevoelkerung">UN warnt vor Folgen für Zivilbevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen warnte am Dienstag vor einer weiteren Verschlechterung der Lage in Mali. <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Die Gewalt vom 25. und 26. April habe mehrere Städte und Orte erfasst</a>, darunter auch Bamako. Beteiligt waren nach Angaben der Vereinten Nationen verschiedene islamistische und separatistische Gruppen, die gegen die Militärregierung kämpfen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588.png" alt="" class="wp-image-27177 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588.png 600w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588-300x169.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588-380x214.png 380w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind zutiefst besorgt über die sich verschlechternde Menschenrechtslage in ganz Mali“, sagte Seif Magango, Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte. Die Vereinten Nationen verwiesen auf schwere zivile Opfer, Vertreibungen und neue Kämpfe zwischen malischen Sicherheitskräften und bewaffneten Gruppen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen sind zentrale Landesteile. In Mopti warnten lokale Behörden, dass Gemeinden wegen Blockaden bewaffneter Gruppen ohne Lebensmittel dastehen könnten. Auch Diafarabe und Bamako sollen durch JNIM-Kämpfer blockiert sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krankenhauser-und-kinder-besonders-betroffen"><span id="krankenhaeuser-und-kinder-besonders-betroffen">Krankenhäuser und Kinder besonders betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF erklärte, Kinder zahlten den höchsten Preis für die anhaltende Gewalt in Mali. In Mopti sei eine Schule durch die Präsenz bewaffneter Elemente und Sprengsätze beeinträchtigt worden. Mindestens 300 Kinder seien betroffen. Ein Angriff auf ein Gesundheitszentrum in Gao erschwerte den Zugang zu medizinischer Versorgung für fast 2.700 Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Krankenhäuser stehen unter Druck. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat seine Unterstützung für Einrichtungen in Bamako, Kati, Mopti und Gao ausgeweitet. Teams des Roten Kreuzes lieferten medizinisches Material, unterstützten Operationsteams und stellten Treibstoff bereit, damit Krankenhäuser in Konfliktregionen weiterarbeiten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden haben Ermittlungen zu den jüngsten Angriffen angekündigt. Das UN-Menschenrechtsbüro forderte umfassende Untersuchungen im Einklang mit internationalen Menschenrechtsstandards.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bewaffnete-setzen-marokkanische-lastwagen-auf-mali-route-in-brand/">Bewaffnete setzen marokkanische Lastwagen auf Mali-Route in Brand</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Grüne fordern mehr Mittel für EU-Entwicklungspolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-fordern-mehr-mittel-fuer-eu-entwicklungspolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 22:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>EU-Haushalt, Entwicklungspolitik, Migration: Die Grünen wollen verhindern, dass Europas Entwicklungszusammenarbeit stärker an kurzfristige Eigeninteressen gebunden wird.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-fordern-mehr-mittel-fuer-eu-entwicklungspolitik%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20fordern%20mehr%20Mittel%20f%C3%BCr%20EU-Entwicklungspolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-fordern-mehr-mittel-fuer-eu-entwicklungspolitik/">Grüne fordern mehr Mittel für EU-Entwicklungspolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen die Bundesregierung im Bundestag auf eine stärkere europäische Entwicklungspolitik im kommenden EU-Finanzrahmen festlegen. Am Freitag steht der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/057/2105755.pdf">Antrag</a> auf der Tagesordnung. Im Kern geht es um die Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union für die Jahre 2028 bis 2034 und das geplante Außenfinanzierungsinstrument „Global Europe“. Die Fraktion warnt davor, Entwicklungszusammenarbeit stärker an geopolitische, wirtschaftliche oder migrationspolitische Interessen der EU zu binden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-die-richtung-von-global-europe"><span id="streit-um-die-richtung-von-global-europe">Streit um die Richtung von „Global Europe“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene für eine stärker abgesicherte Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. Der Bundestag soll dazu eine Stellungnahme gegenüber der Bundesregierung nach Artikel 23 Absatz 3 des Grundgesetzes beschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag bezieht sich auf die laufenden Weichenstellungen für den langfristigen EU-Haushalt ab 2028. Die Europäische Kommission hat für das neue Außenfinanzierungsinstrument „Global Europe“ Mittel von rund 200 Milliarden Euro vorgeschlagen. Das Instrument soll die Außenfinanzierung der EU bündeln und eine größere Rolle im internationalen Handeln der Europäischen Union spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sehen darin eine zentrale finanzielle Grundlage für die Entwicklungspolitik der kommenden Jahre. Zugleich warnen sie, dass entwicklungspolitische Ziele an Gewicht verlieren könnten, wenn strategische EU-Interessen stärker in den Vordergrund rücken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungshilfe-soll-nicht-an-migrationsziele-gebunden-werden"><span id="entwicklungshilfe-soll-nicht-an-migrationsziele-gebunden-werden">Entwicklungshilfe soll nicht an Migrationsziele gebunden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisch bewertet die Fraktion die Möglichkeit, Mittel stärker an migrationspolitische Bedingungen zu koppeln. Entwicklungspolitik solle nicht dazu genutzt werden, Partnerstaaten etwa bei der Rücknahme von Migrantinnen und Migranten unter Druck zu setzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049.jpg" alt="" class="wp-image-27172 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-800x534.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Ansicht der Grünen soll Entwicklungszusammenarbeit ein eigenständiges Politikfeld bleiben. Sie soll sich an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, dem Pariser Klimaabkommen, Armuts- und Hungerbekämpfung, Prävention und Resilienz orientieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion fordert außerdem verbindliche Ausgabenziele im Rahmen von „Global Europe“. Dazu zählen Vorgaben für menschliche Entwicklung, Klima- und Umweltschutz, die am wenigsten entwickelten Länder sowie Geschlechtergerechtigkeit. Auch zivilgesellschaftliche Organisationen sollen aus Sicht der Grünen einen klar abgesicherten Anteil der Mittel erhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-kontrolle-durch-das-europaische-parlament"><span id="mehr-kontrolle-durch-das-europaeische-parlament">Mehr Kontrolle durch das Europäische Parlament</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Punkt des Antrags betrifft die politische Kontrolle. Die Grünen wollen die Rolle des Europäischen Parlaments bei Planung, Steuerung, Kontrolle und Monitoring von „Global Europe“ stärken. Die Fraktion fordert transparentere Verfahren, belastbare Wirkungsindikatoren und eine regelmäßige Bewertung der finanzierten Vorhaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Dabei geht es auch um Global Gateway, die Investitionsstrategie der EU für internationale Infrastrukturprojekte.</a> Die Grünen unterstützen Investitionen in nachhaltige Infrastruktur, verlangen aber, dass <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/" type="post" id="21384">Projekte an Entwicklungszielen, Menschenrechten, Umwelt- und Sozialstandards ausgerichtet bleiben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufträge sollen transparent und fair vergeben werden. Lokale Unternehmen und von Frauen geführte Unternehmen in Partnerländern sollen stärker berücksichtigt werden. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-angola-global-gateway-staerkt-lobito-korridor-und-diversifizierung/" type="post" id="20682">Infrastrukturprojekte sollen zudem keine nicht tragfähige Verschuldung verursachen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundestag-berat-antrag-mit-weiteren-eu-haushaltsthemen"><span id="bundestag-beraet-antrag-mit-weiteren-eu-haushaltsthemen">Bundestag berät Antrag mit weiteren EU-Haushaltsthemen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag der Grünen steht gemeinsam mit weiteren Anträgen von Grünen und Linken zum neuen langfristigen EU-Haushalt auf der Tagesordnung. Nach der Beratung soll er an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überwiesen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Initiative will die Fraktion erreichen, dass der Bundestag der Bundesregierung für die EU-Verhandlungen eine Position zur europäischen Entwicklungspolitik mitgibt. Die Haushaltsverhandlungen für die Jahre 2028 bis 2034 bestimmen, wie die EU ihre internationalen Programme finanziell und politisch ausrichtet.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-fordern-mehr-mittel-fuer-eu-entwicklungspolitik%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20fordern%20mehr%20Mittel%20f%C3%BCr%20EU-Entwicklungspolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU stärkt Senegals Armee mit 15 Millionen Euro</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-staerkt-senegals-armee-mit-15-millionen-euro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 22:53:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27141</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die EU stellt Senegal 15 Millionen Euro für die Marine bereit. Das Geld fließt in nicht-tödliche Ausrüstung, Ausbildung und Führungsunterstützung. Ziel: mehr Sicherheit vor Senegals Küste und engere Zusammenarbeit mit europäischen Marinen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-staerkt-senegals-armee-mit-15-millionen-euro%2F&amp;action_name=EU%20st%C3%A4rkt%20Senegals%20Armee%20mit%2015%20Millionen%20Euro&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-staerkt-senegals-armee-mit-15-millionen-euro/">EU stärkt Senegals Armee mit 15 Millionen Euro</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union unterstützt Senegals Streitkräfte mit 15 Millionen Euro aus der Europäischen Friedensfazilität. Der Rat der Europäischen Union beschloss die Maßnahme am Dienstag. Das Geld soll über drei Jahre nicht-tödliche Ausrüstung für die senegalesische Marine finanzieren. Ziel ist ein besserer Schutz der Hoheitsgewässer Senegals und mehr Sicherheit auf See in der Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-sicherheit-vor-senegals-kuste"><span id="mehr-sicherheit-vor-senegals-kueste">Mehr Sicherheit vor Senegals Küste</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Unterstützung richtet sich an die Nationalmarine Senegals. Sie soll Ausrüstung erhalten, die ihre Fähigkeiten bei Einsätzen auf See, in der Ausbildung und in der Führungsunterstützung stärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahme steht im Rahmen der sogenannten Yaoundé-Architektur, einer regionalen Struktur für maritime Sicherheit. Senegal soll dadurch seine Souveränität auf See besser schützen und zugleich enger mit europäischen Marinen zusammenarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU verweist dabei auch auf ihre Initiative der Koordinierten Maritimen Präsenz. Dieses Format soll die Abstimmung zwischen europäischen Marinen und Partnerstaaten verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-brussel-baut-sicherheitskooperation-mit-dakar-aus"><span id="bruessel-baut-sicherheitskooperation-mit-dakar-aus">Brüssel baut Sicherheitskooperation mit Dakar aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Entscheidung rückt Senegal stärker in die sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit der EU. Brüssel und Dakar wollen nach Darstellung des Rates gemeinsame Sicherheitsbedrohungen angehen und zur Stabilität in Senegal sowie in der weiteren Region beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterstützung bleibt auf nicht-tödliche Ausrüstung begrenzt. Damit geht es nicht um Waffenlieferungen, sondern um Material und technische Fähigkeiten, die Überwachung, Einsatzführung, Ausbildung und maritime Zusammenarbeit erleichtern sollen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="742" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-1024x742.jpg" alt="" class="wp-image-27143 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-1024x742.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-300x217.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-768x556.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-380x275.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-800x579.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842-1160x840.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_8425842.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Senegal liegt an einer strategisch wichtigen Atlantikküste <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/" type="category" id="64">Westafrikas</a>. Die Seewege vor der Region sind für Handel, Fischerei und regionale Versorgung von Bedeutung. Maritime Sicherheit ist deshalb ein wachsender Teil der europäischen Zusammenarbeit mit westafrikanischen Partnerstaaten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaische-friedensfazilitat-finanziert-militarhilfen-ausserhalb-des-eu-haushalts"><span id="europaeische-friedensfazilitaet-finanziert-militaerhilfen-ausserhalb-des-eu-haushalts">Europäische Friedensfazilität finanziert Militärhilfen außerhalb des EU-Haushalts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Friedensfazilität wurde im <a href="https://www.consilium.europa.eu/en/policies/european-peace-facility/">März 2021</a> geschaffen. Sie finanziert Maßnahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU in Militär- und Verteidigungsfragen. Dazu gehören Missionen, Operationen und <a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-mauretanien-ruecken-sahel-sicherheit-ins-zentrum-ihrer-partnerschaft/">Unterstützungsmaßnahmen für Partnerstaaten</a> sowie regionale und internationale Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Fazilität kann die EU Ausrüstung, Infrastruktur und technische Unterstützung bereitstellen. Das Instrument arbeitet außerhalb des regulären EU-Haushalts. Die Mitgliedstaaten zahlen nach einem Schlüssel ein, der sich am Bruttonationaleinkommen orientiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Friedensfazilität ersetzte frühere Instrumente wie den Athena-Mechanismus und die Afrikanische Friedensfazilität. Ihr Finanzrahmen liegt für den Zeitraum 2021 bis 2027 bei mehr als 17 Milliarden Euro. Der Rat erhöhte den Rahmen seit 2023 mehrfach, unter anderem mit einem eigenen Ukraine-Unterstützungsfonds innerhalb der Fazilität.</p>
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			<media:title type="html">2nd_Security_Force_Assistance_Brigade_assists_partner_nations_with_live-fire_exercise_in_Senegal_(8425842)</media:title>
			<media:description type="html">U.S. Army 1st Sgt. Jesse Pelayo, team sergeant, 2nd Security Force Assistance Brigade, moves and observes the Armed Forces of Senegal [Forces armées du Sénégal] during a live-fire exercise during African Lion 2024 (AL24), Dodji, Senegal, May 21, 2024. African Lion 2024 marks the 20th anniversary of U.S. Africa Command’s premier joint exercise led by U.S. Army Southern European Task Force, Africa (SETAF-AF), running from April 19 to May 31 across Ghana, Morocco, Senegal and Tunisia, with over 8,100 participants from 27 nations and NATO contingents. (U.S. Army Reserve photo by Sgt. Ricky Gavilan)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>China setzt im UN-Sicherheitsrat auf Afrika, Nahost und die UN-Charta</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/china-setzt-im-un-sicherheitsrat-auf-afrika-nahost-und-die-un-charta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 15:30:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>China führt im Mai den UN-Sicherheitsrat und setzt Afrika, Gaza, Libyen, Südsudan und die UN-Charta auf die Agenda. Peking verbindet das Programm mit Kritik an Machtpolitik und wachsendem Misstrauen zwischen Großmächten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fchina-setzt-im-un-sicherheitsrat-auf-afrika-nahost-und-die-un-charta%2F&amp;action_name=China%20setzt%20im%20UN-Sicherheitsrat%20auf%20Afrika%2C%20Nahost%20und%20die%20UN-Charta&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">China stellt seine Präsidentschaft im UN-Sicherheitsrat unter den Anspruch, die Autorität der UN-Charta zu stärken und mehrere Krisen auf die Tagesordnung zu setzen. Im Mai führt Peking den Vorsitz des mächtigsten UN-Gremiums. <a href="https://main.un.org/securitycouncil/sites/default/files/2026/monthly_pow2026-05.pdf">Geplant</a> sind Beratungen zu Afrika, dem Nahen Osten, dem Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten und zur Rolle der Vereinten Nationen in der internationalen Ordnung. Chinas UN-Botschafter Fu Cong verband das Programm mit Kritik an Machtpolitik und wachsendem Misstrauen zwischen großen Staaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-debatte-uber-die-rolle-der-vereinten-nationen"><span id="debatte-ueber-die-rolle-der-vereinten-nationen">Debatte über die Rolle der Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Mai will China eine hochrangige offene Debatte zur UN-Charta und zum internationalen System mit den Vereinten Nationen im Zentrum ausrichten. Fu Cong sagte am UN-Sitz in New York, die erste Priorität Chinas sei es, „die Autorität der UN-Charta wiederzubeleben“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der chinesische Diplomat warnte vor zunehmenden Konflikten, Spaltungen und Druck auf das Völkerrecht. Das Problem liege nicht darin, dass die Vereinten Nationen versagt hätten, sagte Fu. Entscheidend sei, dass die UN-Charta nicht richtig eingehalten werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fu verwies auf mehr als 60 bewaffnete Konflikte weltweit. Zwischen großen Staaten fehle Vertrauen, wodurch das Risiko schwerer Fehleinschätzungen steige. Zugleich sprach er von einer Zunahme von Machtpolitik und Praktiken, die der Rechtsordnung schadeten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-bleibt-fester-teil-des-arbeitsprogramms"><span id="afrika-bleibt-fester-teil-des-arbeitsprogramms">Afrika bleibt fester Teil des Arbeitsprogramms</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika sieht das chinesische Programm mehrere Beratungen vor. Am 7. Mai befasst sich der Sicherheitsrat mit der UN-Interimssicherheitstruppe für <a href="https://fokus-afrika.de/unisfa-krieg-in-sudan-blockiert-friedensverhandlungen-zu-abyei/" type="post" id="21686">Abyei</a>, der umstrittenen Grenzregion zwischen Sudan und Südsudan. Am 21. Mai steht <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a> auf dem Programm, am 22. Mai folgt der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/icc/" type="post_tag" id="587">Internationale Strafgerichtshof</a> zu Libyen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29. Mai soll der Sicherheitsrat über Sanktionen gegen den Südsudan entscheiden. Nach dem Arbeitsprogramm laufen die Südsudan-Sanktionen Ende Mai aus. Am selben Tag sind außerdem Beratungen zum Sanktionsausschuss für Nordkorea vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fu Cong sagte, der Rat werde seinen Fokus auf Afrika beibehalten und Lösungen unterstützen, die afrikanische Fragen „auf afrikanische Weise“ angehen. Zugleich forderte er mehr humanitäre Hilfe und mehr Entwicklungsunterstützung durch die internationale Gemeinschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gaza-syrien-und-libanon-auf-der-tagesordnung"><span id="gaza-syrien-und-libanon-auf-der-tagesordnung">Gaza, Syrien und Libanon auf der Tagesordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Nahe Osten nimmt im Mai einen breiten Raum ein. Der Sicherheitsrat plant reguläre Briefings zu Syrien und Libanon. Fu sprach von anhaltenden Spannungen und möglichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138111-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27034 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138111-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138111-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138111-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138111-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138111-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138111-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138111.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zur Lage in Gaza und im Westjordanland sagte Fu, die Entwicklungen seien weiterhin sehr besorgniserregend. Der Sicherheitsrat müsse die beteiligten Seiten auffordern, den Waffenstillstand einzuhalten, den Siedlungsbau zu stoppen und auf eine Zweistaatenlösung hinzuarbeiten. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a> nannte er dabei ausdrücklich.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Libanon erklärte Fu, <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-fordert-un-untersuchung-nach-angriff-auf-ghanaische-un-soldaten-im-libanon/">Angriffe auf Zivilisten und UN-Friedenstruppen seien nicht akzeptabel. </a>Der Sicherheitsrat müsse die Souveränität und territoriale Integrität des Landes unterstützen. In Syrien müsse das Gremium Bemühungen fördern, die Lebensbedingungen zu verbessern, politische Stabilität voranzubringen und die Terrorismusgefahr einzudämmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schutz-von-zivilisten-als-eigenes-thema"><span id="schutz-von-zivilisten-als-eigenes-thema">Schutz von Zivilisten als eigenes Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. Mai steht eine offene Debatte zum Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten auf dem Programm. Fu sagte, diese Debatte solle humanitäre Anstrengungen stärken und den Schutz von Zivilisten verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schutz von Zivilisten gehört zu den wiederkehrenden Streitpunkten im Sicherheitsrat, besonders bei Mandaten für Friedensmissionen. In mehreren Konflikten stehen UN-Missionen unter Druck, weil Gewalt gegen Zivilisten anhält, humanitärer Zugang eingeschränkt ist oder Regierungen die Bewegungsfreiheit von Blauhelmen begrenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Arbeitsprogramm enthält zudem Termine zu Bosnien und Herzegowina, zum Roten Meer, zur UN-Mission in Afghanistan, zur Afrikanischen Union Stabilization and Support Mission in Somalia und zum Regionalbüro der Vereinten Nationen für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrika</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-china-aussert-sich-zur-nachsten-un-spitze"><span id="china-aeussert-sich-zur-naechsten-un-spitze">China äußert sich zur nächsten UN-Spitze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fu Cong ging auch auf die <a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580">Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs ein.</a> China werde früh in seiner Präsidentschaft Gespräche im Sicherheitsrat aufnehmen, damit die Arbeit im Juni oder Juli beginnen könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen bräuchten eine starke Führung, sagte Fu. Der nächste Generalsekretär solle „nicht zu sehr an den Interessen einer einzelnen Macht ausgerichtet“ sein. China würde eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen begrüßen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN verlängert Südsudan-Mission – verknappt Engagement deutlich</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-verlaengert-suedsudan-mission-verknappt-engagement-deutlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 15:12:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der UN-Sicherheitsrat hält an der Friedensmission im Südsudan fest, kürzt aber ihre Truppenobergrenze. Die Abstimmung zeigt den wachsenden Streit über Verantwortung, Schutz von Zivilisten und die Zukunft internationaler Friedenseinsätze.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-verlaengert-suedsudan-mission-verknappt-engagement-deutlich%2F&amp;action_name=UN%20verl%C3%A4ngert%20S%C3%BCdsudan-Mission%20%E2%80%93%20verknappt%20Engagement%20deutlich&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat verlängert die Friedensmission im Südsudan um ein Jahr und reduziert zugleich die zulässige Zahl der Soldaten deutlich. Am 30. April nahm das <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16354.doc.htm">Gremium</a> die Resolution 2820 mit 13 Stimmen an, China und Russland enthielten sich. Das Mandat der Mission UNMISS läuft nun bis zum 30. April 2027. Die Entscheidung fällt in eine Phase wachsender politischer Spannungen, eingeschränkter Bewegungsfreiheit für Blauhelme und einer schweren humanitären Krise.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schutz-von-zivilisten-bleibt-kernauftrag"><span id="schutz-von-zivilisten-bleibt-kernauftrag">Schutz von Zivilisten bleibt Kernauftrag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-warnt-vor-kollaps-des-friedensabkommens-im-suedsudan/">Die Mission der Vereinten Nationen im Südsudan soll weiter Zivilisten schützen, humanitäre Hilfe ermöglichen, Menschenrechtsverletzungen dokumentieren und die Umsetzung des Friedensabkommens von 2018 begleiten.</a> Der Sicherheitsrat betonte, dass Schutz von Zivilisten und humanitärer Zugang Vorrang bei der Nutzung der verfügbaren Ressourcen haben sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig senkte der Rat die Truppenobergrenze auf 12.500 Soldaten. Die Polizeikomponente wurde auf 2.101 Kräfte festgelegt. Damit fällt die formale Obergrenze deutlich niedriger aus als zuvor. Die Mission hatte ihre tatsächliche Präsenz bereits im Zuge der finanziellen Krise im UN-System reduziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat forderte die Übergangsregierung und alle relevanten Akteure auf, Behinderungen der UNMISS-Arbeit zu beenden. Die Mission soll ihre Bewegungsfreiheit und ihre Stützpunkte ohne Einschränkungen nutzen können. Zudem verlangte der Rat schnellen, sicheren und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe im gesamten Land.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-drangen-auf-schlankeres-mandat"><span id="usa-draengen-auf-schlankeres-mandat">USA drängen auf schlankeres Mandat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten führten die Verhandlungen über die Resolution. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Michael Waltz, warf der Führung des Südsudan vor, internationale Unterstützung auszunutzen und eigene Verpflichtungen im Friedensprozess nicht ausreichend zu erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die amerikanische Bevölkerung konzentriert sich darauf, diese Friedensmission, UNMISS, wieder auf ihre Kernaufgaben zurückzuführen“, sagte Waltz im Sicherheitsrat. <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-sicherheitsrat-draengt-auf-fortschritte-im-friedensprozess/">Friedensmissionen seien ein vorübergehendes Instrument</a>, „kein endloser Strom von Unterstützung für Staaten, die sie ausnutzen und missbrauchen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Waltz verwies auf 480 Vorfälle im Zusammenhang mit dem Status-of-Forces-Abkommen innerhalb von sieben Monaten. <a href="https://fokus-afrika.de/un-stoppen-nahrungsmittelhilfe-in-suedsudan-nach-angriffen-auf-hilfskonvoi/" type="post" id="24365">Dabei seien Friedenskräfte blockiert, humanitärer Zugang verweigert, Rückführungsflüge behindert, Stützpunkte zur Schließung gezwungen und Millionenbeträge verschwendet worden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA hatten in den Verhandlungen auf ein stärker begrenztes Mandat gedrängt. Dazu gehörten Kürzungen bei Aufgaben zur Kapazitätsentwicklung und bei entwicklungspolitisch geprägten Elementen der Mission. Washington verband dies mit der Forderung, die südsudanesische Übergangsregierung müsse mehr Verantwortung für Stabilität, öffentliche Dienstleistungen und mögliche Wahlen übernehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-uber-wahlen-und-friedensprozess"><span id="streit-ueber-wahlen-und-friedensprozess">Streit über Wahlen und Friedensprozess</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Ratsmitglieder warnten vor einer Schwächung der politischen Rolle von UNMISS. Der 2018 geschlossene Friedensvertrag bleibt der zentrale Rahmen für den Übergangsprozess im Südsudan. Er führte 2020 zur Bildung der Revitalisierten Übergangsregierung der Nationalen Einheit, <a href="https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-situation-im-suedsudan-geschlachtet-wie-ziegen/">doch die politische Lage bleibt angespannt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem die afrikanischen Ratsmitglieder Demokratische Republik Kongo, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> drängten darauf, die Unterstützung der Mission für Wahlen und den Friedensprozess zu erhalten. Der Vertreter der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> sagte im Namen der drei Staaten: „Der Südsudan bleibt eine junge Nation.“ <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-aussenminister-muss-verschiebung-der-wahlen-rechtfertigen/" type="post" id="11547">Das Land habe keine Erfahrung mit der Organisation nationaler Wahlen</a>, während UNMISS über institutionelles Wissen und technische Fähigkeiten verfüge, um Bedingungen für glaubwürdige und friedliche Wahlen zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im verabschiedeten Text bleibt die Rolle von UNMISS bei Wahlen begrenzt erhalten. Die Mission soll die Vorbereitungen beobachten und darüber berichten. Weitergehende technische Unterstützung wurde im Vergleich zu früheren Formulierungen eingeschränkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-china-und-russland-enthalten-sich"><span id="china-und-russland-enthalten-sich">China und Russland enthalten sich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">China und Russland stimmten nicht gegen die Resolution, enthielten sich aber. Beide Länder kritisierten den Text nach der Abstimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russlands stellvertretende UN-Botschafterin Anna Evstigneeva erklärte, der Text verbinde die Perspektive einer weiteren UN-Präsenz zu starr mit Fortschritten der Regierung in Juba bei politischem Prozess, Schutz von Zivilisten, humanitärem Zugang und Menschenrechten. Der Sicherheitsrat habe dafür keine wirksamen Indikatoren entwickelt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138088-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27027 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138088-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138088-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138088-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138088-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138088-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138088-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138088.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">China erklärte, das Mandat schwäche die Unterstützung für den Friedensprozess und das Friedensabkommen, senke die Truppenobergrenze und übe übermäßigen Druck auf die Regierung des Südsudan aus. Der chinesische Vertreter Sun Lei verwies auf die angespannte Sicherheitslage und die Notwendigkeit, regionale Bemühungen und den politischen Übergang zu unterstützen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Pakistan stimmte für die Resolution, äußerte aber ebenfalls Bedenken. Botschafter Muhammad Usman Iqbal Jadoon bezeichnete die Reduzierung der Truppenobergrenze auf 12.500 als nicht gerechtfertigt angesichts der sich verschlechternden politischen und sicherheitspolitischen Lage. Die Kürzung könne den Schutz von Zivilisten und die Sicherheit der Friedenskräfte beeinträchtigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudsudan-verlangt-mandat-nach-nationalen-prioritaten"><span id="suedsudan-verlangt-mandat-nach-nationalen-prioritaeten">Südsudan verlangt Mandat nach nationalen Prioritäten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter des Südsudan, Sabino Edward Nyawella Amaikwey, forderte nach der Abstimmung eine Partnerschaft auf Grundlage gegenseitigen Vertrauens und konstruktiver Zusammenarbeit. Das Mandat müsse sich so weiterentwickeln, dass es erzielte Fortschritte widerspiegele und nationale Prioritäten unterstütze.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138000-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27029 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138000-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138000-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138000-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138000-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138000-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138000-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138000.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Amaikwey betonte, UNMISS werde durch das Status-of-Forces-Abkommen geleitet. Zugleich verwies er darauf, dass die Hauptverantwortung für Friedenssicherung, Schutz von Zivilisten, humanitäre Hilfe und den Aufbau nationaler Institutionen bei der Regierung liege.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Südsudan ist seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 2011 von politischen Konflikten, Gewalt und einer anhaltenden humanitären Krise geprägt. Das Friedensabkommen von 2018 sollte den Bürgerkrieg beenden, doch <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-kiir-entlaesst-zwei-vizepraesidenten-und-sicherheitschef-in-kabinettsumbildung/" type="post" id="13934">Machtkämpfe zwischen Präsident Salva Kiir und Vizepräsident Riek Machar belasten den Übergangsprozess weiter.</a> Nach Angaben der Integrierten Klassifizierung der Ernährungssicherheitsphasen sind 7,8 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, 5,3 Millionen Menschen können grundlegende Ernährungsbedürfnisse nur mit nicht tragfähigen Bewältigungsstrategien decken.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-verlaengert-suedsudan-mission-verknappt-engagement-deutlich/">UN verlängert Südsudan-Mission – verknappt Engagement deutlich</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Kongress erhöht Druck auf UN-Missionen in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-kongress-erhoeht-druck-auf-un-missionen-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 11:37:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[MINURSO]]></category>
		<category><![CDATA[MINUSCA]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Washington stellt die Vereinten Nationen stärker unter Druck: Im US-Kongress geht es um Milliardenbeiträge, Friedensmissionen in Afrika, die Westsahara und Chinas wachsenden Einfluss in UN-Strukturen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-kongress-erhoeht-druck-auf-un-missionen-in-afrika%2F&amp;action_name=US-Kongress%20erh%C3%B6ht%20Druck%20auf%20UN-Missionen%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-kongress-erhoeht-druck-auf-un-missionen-in-afrika/">US-Kongress erhöht Druck auf UN-Missionen in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der US-Kongress stellt die Finanzierung und Kontrolle der Vereinten Nationen stärker infrage und richtet den Blick dabei auch auf Friedensmissionen in Afrika. Die Anhörung fand am 29. April 2026 in einem Unterausschuss des Auswärtigen Ausschusses des Repräsentantenhauses statt. Im Zentrum standen US-Beiträge an das UN-System, Reformforderungen, Vorwürfe gegen einzelne UN-Organisationen und die Frage, wie Washington seinen finanziellen Einfluss künftig einsetzen soll. Die Debatte berührt unter anderem Missionen in der Demokratischen Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und der Westsahara sowie internationale Einsätze mit afrikanischen Sicherheitskräften.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-republikaner-wollen-us-gelder-starker-an-reformen-binden"><span id="republikaner-wollen-us-gelder-staerker-an-reformen-binden">Republikaner wollen US-Gelder stärker an Reformen binden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der republikanische Ausschussvorsitzende <a href="https://foreignaffairs.house.gov/news/press-releases/oversight-and-intelligence-subcommittee-chairman-mills-delivers-opening-remarks-at-subcommittee-hearing-on-us-accountability-at-the-united-nations">Cory Mills</a> stellte die Anhörung unter das Ziel, amerikanische Beiträge an die Vereinten Nationen stärker an US-Interessen, Kontrolle und Reformen zu koppeln. Mills kritisierte die UN als aufgebläht und ineffektiv. Er verwies auf 193 Mitgliedstaaten, mehr als 100.000 Beschäftigte und einen jährlichen Haushalt von 3,7 Milliarden Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mills warf den Vereinten Nationen vor, autoritäre Staaten zu schonen, Israel überproportional zu kritisieren und bei Menschenrechtsfragen unglaubwürdig zu handeln. Besonders griff er die Rolle Irans in UN-Gremien auf. Teheran sei für Funktionen in Gremien mit Bezug zu Menschenrechten, Terrorismusbekämpfung und nuklearer Nichtverbreitung ungeeignet, sagte Mills sinngemäß.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="320" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/mills-4-29.jpg.webp" alt="" class="wp-image-26997 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/mills-4-29.jpg.webp 480w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/mills-4-29.jpg-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/mills-4-29.jpg-380x253.webp 380w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschussvorsitzende forderte Reformen bei Budgetentscheidungen, Personalüberprüfung, internen Ermittlungen und strafrechtlicher Verantwortung innerhalb des UN-Systems. US-Steuergelder dürften nach seiner Darstellung nicht an Programme fließen, die amerikanischen Gegnern, ideologischen Projekten oder extremistischen Akteuren zugutekämen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-demokraten-warnen-vor-ruckzug-und-chinesischem-einfluss"><span id="demokraten-warnen-vor-rueckzug-und-chinesischem-einfluss">Demokraten warnen vor Rückzug und chinesischem Einfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der demokratische Abgeordnete Jared Moskowitz unterstützte Teile der Kritik an der UN, sprach sich aber gegen einen grundsätzlichen Rückzug der USA aus. Wenn Washington internationale Organisationen verlasse oder Mittel kürze, entstehe ein Raum, den China füllen könne. Das gelte auch für Länder in Afrika und Lateinamerika, in denen Peking über Infrastruktur- und Investitionsprogramme politischen Einfluss auf UN-Abstimmungen gewinne.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="708" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-708x1024.jpg" alt="" class="wp-image-26998 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-708x1024.jpg 708w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-207x300.jpg 207w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-768x1111.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-380x550.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-800x1158.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped.jpg 960w" sizes="(max-width: 708px) 100vw, 708px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Moskowitz bezeichnete die Vereinten Nationen trotz ihrer Schwächen als wichtige Plattform für US-Interessen, Verbündete und humanitäre Koordination. Bei Konfliktvermittlung, öffentlicher Gesundheit und Ernährungshilfe gebe es keinen gleichwertigen Ersatz für amerikanische Führung in multilateralen Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verlief die Anhörung entlang einer zentralen Linie der US-Außenpolitik: Republikaner drängen stärker auf Druckmittel, Kürzungen und Austrittsoptionen. Demokraten setzen auf Reformen bei fortgesetzter Beteiligung, um China und anderen Rivalen nicht mehr Einfluss in internationalen Organisationen zu überlassen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-friedensmissionen-in-kongo-und-zentralafrika-geraten-in-die-kritik"><span id="friedensmissionen-in-kongo-und-zentralafrika-geraten-in-die-kritik">Friedensmissionen in Kongo und Zentralafrika geraten in die Kritik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rechtswissenschaftler Eugene Kontorovich nannte UN-Friedensmissionen als Hebel für dauerhafte Reformen. Anders als viele andere UN-Gremien müssten Friedenseinsätze regelmäßig im Sicherheitsrat verlängert werden. Die USA könnten als ständiges Mitglied mit Vetorecht solche Verlängerungen blockieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kontorovich verwies ausdrücklich auf die <a href="https://fokus-afrika.de/monusco-bildet-ueber-200-kongolesische-soldaten-aus-kritik-aus-ruanda/" type="post" id="21733">Mission MONUSCO in der Demokratischen Republik Kongo</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mandat-bis-november-2026/" type="post" id="21972">MINUSCA in der Zentralafrikanischen Republik.</a> Beide Missionen seien seit Jahren mit Missbrauchsvorwürfen gegen Blauhelme verbunden. Er sprach von strukturellen Problemen und forderte, solche Einsätze nicht nur finanziell zu überprüfen, sondern auch als Druckmittel gegenüber anderen UN-Einrichtungen zu nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika ist diese Debatte besonders folgenreich, weil mehrere der größten und teuersten UN-Friedenseinsätze auf dem Kontinent liegen oder dort lange aktiv waren. Die USA bleiben als größter Finanzgeber ein zentraler Akteur, auch wenn amerikanische Soldaten in vielen Missionen nicht in großer Zahl eingesetzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westsahara-mission-wird-teil-der-reformdebatte"><span id="westsahara-mission-wird-teil-der-reformdebatte">Westsahara-Mission wird Teil der Reformdebatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-setzen-un-unter-reformdruck-und-nehmen-minurso-ins-visier/" type="post" id="25895">Auch die UN-Mission in der Westsahara wurde in der Anhörung erwähnt.</a> Brett D. Schaefer vom American Enterprise Institute sagte, die US-Regierung habe durch Vetodrohungen und konditionierte Finanzierung mehr Druck auf langjährige Friedensmissionen ausgeübt. Die Mission in der Westsahara unterstütze nun <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">ausdrücklich eine realistische politische Lösung für das Gebiet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/" type="post" id="21428">Die Westsahara-Frage bleibt einer der dauerhaftesten Konflikte auf der UN-Agenda.</a> Die Mission MINURSO wurde 1991 eingerichtet und steht regelmäßig im Sicherheitsrat zur Verlängerung. Für Marokko, Algerien, Mauretanien und die Polisario hat jede Änderung im Mandat diplomatische Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaefer argumentierte, Washington verfüge durch Beiträge, Sicherheitsratsveto und bilateralen Einfluss über mehr Hebel als jeder andere Mitgliedstaat. Diese Macht müsse gezielter eingesetzt werden. Die USA sollten Organisationen unterstützen, die amerikanische Interessen förderten, und sich von Strukturen zurückziehen, die Kernaufgaben verfehlten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-uber-haiti-kenia-und-die-rolle-afrikanischer-sicherheitskrafte"><span id="streit-ueber-haiti-kenia-und-die-rolle-afrikanischer-sicherheitskraefte">Streit über Haiti, Kenia und die Rolle afrikanischer Sicherheitskräfte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mills griff auch die<a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-un-muss-sich-erneuern-oder-in-bedeutungslosigkeit-verfallen/" type="post" id="20157"> internationale Sicherheitsmission in Haiti auf, an der Kenia eine führende Rolle übernommen hat.</a> Er kritisierte die Kosten und die aus seiner Sicht unzureichenden Ergebnisse des Einsatzes. In seiner Darstellung hätten die USA hohe Summen für eine Mission gezahlt, die die Sicherheitslage nicht verbessert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peter Yeo, Präsident der Better World Campaign, widersprach einem Teil dieser Darstellung. Die Sicherheitsmission in Haiti werde nicht von den Vereinten Nationen geführt, sagte Yeo. Er stellte die Frage der UN-Reform in den Kontext amerikanischer Beiträge und warnte, zu starke Kürzungen könnten Programme und Reformverhandlungen zugleich schwächen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der Streit zeigt, wie afrikanische Sicherheitskräfte zunehmend Teil internationaler Krisenbewältigung werden, auch außerhalb des Kontinents. Kenia spielt in Haiti eine sichtbare Rolle. <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-entsendet-polizisten-nach-haiti/" type="post" id="26228">In der Anhörung wurden zudem Kräfte aus Tschad und anderen Ländern im Zusammenhang mit internationalen Sicherheitsarrangements erwähnt.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-us-beitrage-werden-zum-politischen-druckmittel"><span id="us-beitraege-werden-zum-politischen-druckmittel">US-Beiträge werden zum politischen Druckmittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schaefer bezifferte die amerikanischen Beiträge an internationale Organisationen von 2015 bis 2024 auf rund 147 Milliarden Dollar. Mehr als drei Viertel davon seien an die UN und angeschlossene Einrichtungen geflossen. 2024 hätten die USA mit mehr als 14 Milliarden Dollar über 30 Prozent der staatlichen Beiträge zum UN-System getragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht Schaefer ergibt sich daraus erheblicher Einfluss. Er kritisierte jedoch, dass Washington diesen Hebel nicht immer konsequent nutze. Kürzungen und Aussetzungen von Mitteln könnten Reformen ermöglichen, müssten aber mit klaren Forderungen, nachvollziehbaren Begründungen und Anreizen verbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yeo setzte einen anderen Akzent. Die USA schuldeten dem regulären UN-Haushalt und Friedensmissionen Milliardenbeträge, sagte er. Fehlende Zahlungen schwächten Friedensmissionen, humanitäre Programme und die Verhandlungsposition Washingtons. Reformen funktionierten nur, wenn andere Mitgliedstaaten darauf vertrauen könnten, dass die USA nach vereinbarten Änderungen auch ihre Zusagen einhielten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-und-china-bleiben-teil-der-grosseren-konfliktlinie"><span id="sudan-und-china-bleiben-teil-der-groesseren-konfliktlinie">Sudan und China bleiben Teil der größeren Konfliktlinie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Anhörung fiel auch der <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Sudan als Beispiel für eine Kris</a>e, bei der UN-Reaktionen aus Sicht einiger Abgeordneter nicht im gleichen Maßstab sichtbar seien wie bei anderen Konflikten. Moskowitz kritisierte doppelte Standards und nannte neben <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a> auch den Krieg im Sudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> wurde parteiübergreifend als strategischer Faktor beschrieben. Während Republikaner und Demokraten unterschiedliche Mittel bevorzugen, teilen sie die Sorge über wachsenden chinesischen Einfluss in multilateralen Institutionen. Moskowitz verwies auf chinesische Investitionen und politische Netzwerke in Afrika und Lateinamerika. Schaefer sah dagegen vor allem ungenutzte amerikanische Hebel innerhalb des UN-Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörung macht deutlich, dass die künftige US-Politik gegenüber den Vereinten Nationen unmittelbare Folgen für Afrika haben kann. Friedensmissionen, humanitäre Programme, Sicherheitskooperationen und Abstimmungen in der UN-Generalversammlung hängen auch davon ab, ob Washington auf Kürzungen, Reformabkommen oder stärkere Beteiligung setzt.</p>
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			<media:title type="html">US-Kongress erhöht Druck auf UN-Missionen in Afrika</media:title>
			<media:description type="html">Der US-Kongress erhöht den Druck auf die Vereinten Nationen. In einer Anhörung ging es um Finanzierung, Reformen und UN-Missionen in Afrika.</media:description>
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		<item>
		<title>Pressefreiheit in Afrika rutscht unter Druck von Kriegen und Sicherheitsgesetzen ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/pressefreiheit-in-afrika-rutscht-unter-druck-von-kriegen-und-sicherheitsgesetzen-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 09:17:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kriege, Sicherheitsgesetze und wirtschaftlicher Druck setzen Afrikas Medien weiter zu. Die RSF-Rangliste 2026 zeigt besonders starke Rückgänge in Niger, Tansania, Benin und mehreren Konfliktstaaten.<br />
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Reporter ohne Grenzen sieht die Pressefreiheit in Afrika südlich der Sahara und Nordafrika weiter unter Druck: Konflikte, Sicherheitsgesetze und wirtschaftlich schwache Medienmärkte verschärfen die Lage für Journalistinnen und Journalisten. Die Organisation ordnet die Entwicklung in ihrer <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/2026">Rangliste</a> der Pressefreiheit 2026 ein. Besonders stark betroffen sind Niger, Sudan, Eritrea, Mali, Burkina Faso, Tansania und mehrere Staaten Nordafrikas. Weltweit leben nur noch rund ein Prozent der Bevölkerung in Ländern mit „guter“ Pressefreiheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahelstaaten-rutschen-weiter-ab"><span id="sahelstaaten-rutschen-weiter-ab">Sahelstaaten rutschen weiter ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Afrika südlich der Sahara bewertet Reporter ohne Grenzen die Lage in 24 von 48 Ländern als „schwierig“. In fünf Ländern gilt sie als „sehr ernst“. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/" type="category" id="34">Eritrea</a> steht zum dritten Mal in Folge auf dem letzten Platz der weltweiten Rangliste. Das Land belegt Rang 180.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="360" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki.jpg" alt="" class="wp-image-26975 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki.jpg 480w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki-380x285.jpg 380w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" type="category" id="76">Niger</a> verzeichnet mit einem Minus von 37 Plätzen den stärksten Rückgang weltweit und liegt nun auf Rang 120. Reporter ohne Grenzen sieht darin ein Zeichen für den wachsenden Druck auf Medienschaffende in der Sahelregion. Mindestens sechs Reporter sitzen in Niger in Haft.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a> fallen weiter zurück. Mali liegt auf Platz 121, Burkina Faso auf Platz 110. In Mali sitzt ein Journalist in Haft. In Burkina Faso gelten zwei Journalisten weiterhin als verschwunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/pressefreiheit-im-tschad-bedroht/">Ein zentrales Muster ist der Einsatz von Gesetzen zur nationalen und digitalen Sicherheit gegen Journalistinnen und Journalisten.</a> Solche Regelungen werden in mehreren Staaten genutzt, um Berichterstattung einzuschränken, Medienschaffende strafrechtlich zu verfolgen oder unabhängige Medien unter Druck zu setzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-benin-fallt-deutlich-tansania-verliert-seinen-fruheren-vorsprung"><span id="benin-faellt-deutlich-tansania-verliert-seinen-frueheren-vorsprung">Benin fällt deutlich, Tansania verliert seinen früheren Vorsprung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/benin/" type="category" id="65">Benin</a> ist auf Rang 113 gefallen, ein Minus von 21 Plätzen. Die vorherige Regierung ließ den Gründer des investigativen Online-Mediums <em>Olofofo</em>, Hugues Comlan Sossoukpè, aus der Elfenbeinküste ausliefern und inhaftieren. Die Behörden bezeichneten ihn als „gefährlichen Cyberaktivisten“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/tansania/" type="category" id="44">Tansania</a> rutscht um 22 Plätze auf Rang 117 ab. Das Land galt lange als vergleichsweise offener Medienstandort in Ostafrika. Reporter ohne Grenzen verweist auf schlechtere Arbeitsbedingungen und einen eingeschränkten Zugang zu Informationen durch zunehmend restriktive Gesetze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/burundi/" type="category" id="31">Burundi</a> liegt auf Rang 119. Die Journalistin Sandra Muhoza, die nach Einschätzung von Reporter ohne Grenzen zu Unrecht verurteilt worden war, ist inzwischen wieder frei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-zerstort-unabhangige-berichterstattung-im-sudan"><span id="krieg-zerstoert-unabhaengige-berichterstattung-im-sudan">Krieg zerstört unabhängige Berichterstattung im Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Konfliktländern verschlechtert sich die Sicherheitslage für Medienschaffende besonders stark. In der Demokratischen Republik Kongo, die auf Rang 130 liegt, geraten Journalistinnen und Journalisten im Osten des Landes zwischen bewaffnete Gruppen und Armee. Viele müssen ihre Arbeitsorte verlassen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26977 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan hat der Krieg unabhängigen Journalismus nahezu vollständig zerstört. Das Land liegt auf Rang 161. Viele Journalistinnen und Journalisten mussten fliehen. Der Druck auf Medien entsteht dort nicht nur durch Gewalt, sondern auch durch zerstörte Redaktionsstrukturen, fehlende Sicherheit und die Abwanderung von Fachkräften.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die wirtschaftliche Schwäche vieler Medienmärkte bleibt ein Problem. In Mauretanien, das auf Rang 61 gefallen ist, nennt Reporter ohne Grenzen verzögerte Reformen und finanzielle Unsicherheit im Mediensektor als Gründe für den Rückgang. Ghana liegt dagegen auf Rang 39, Südafrika auf Rang 21. Beide Länder gehören in der Region zur Kategorie „zufriedenstellend“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nordafrika-bleibt-unter-politischem-und-rechtlichem-druck"><span id="nordafrika-bleibt-unter-politischem-und-rechtlichem-druck">Nordafrika bleibt unter politischem und rechtlichem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Region Naher Osten und Nordafrika sieht Reporter ohne Grenzen erneut den weltweit niedrigsten Grad an Pressefreiheit. In 18 von 19 Ländern ist die Lage für Medienschaffende entweder „sehr ernst“ oder „schwierig“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> fällt um acht Plätze auf Rang 137. Der Rückgang der Pressefreiheit setzt sich seit der Machtübernahme von Präsident Kais Saied im Jahr 2019 fort. Politischer Druck, rechtliche Verfahren und wirtschaftliche Unsicherheit greifen dort ineinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> liegt auf Rang 105. Die Lage hat sich nach Einschätzung von Reporter ohne Grenzen verbessert, doch Medienschaffende stehen weiter unter rechtlichem und finanziellem Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a> bleibt auf Rang 169. Trotz der Freilassung prominenter Journalisten ist die Presse unter Präsident Abdel Fattah al-Sisi weiterhin erheblich eingeschränkt. Der Jemen fällt um zehn Plätze auf Rang 164. Journalistische Arbeit bleibt dort wegen des Kriegs und der Sicherheitslage extrem gefährlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weltweit-wird-journalismus-haufiger-kriminalisiert"><span id="weltweit-wird-journalismus-haeufiger-kriminalisiert">Weltweit wird Journalismus häufiger kriminalisiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Reporter ohne Grenzen sieht weltweit eine Verschlechterung der rechtlichen Rahmenbedingungen. In 110 von 180 untersuchten Ländern und Territorien haben sich die gesetzlichen Bedingungen für Medien im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Dazu zählen Staaten wie Indien und Ägypten, aber auch Demokratien wie Israel, die Philippinen und Japan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation bewertet in ihrer Rangliste politische, wirtschaftliche, rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten. Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste fällt mehr als die Hälfte aller Länder und Territorien in die Kategorien „schwierig“ oder „sehr ernst“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland liegt auf Rang 14 und verliert drei Plätze. Reporter ohne Grenzen verweist auf ein raueres Arbeitsklima für Journalistinnen und Journalisten auf der Straße und im Netz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nur noch einer von 100 Menschen weltweit kann sich durch eine vielfältige, gesunde Medienlandschaft informieren“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer für Politik und Strategie bei Reporter ohne Grenzen. In Deutschland sei der erneute Rückgang auch Ausdruck eines aufgeheizten Klimas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Norwegen steht zum zehnten Mal in Folge auf Platz 1. Am Ende der Rangliste stehen Eritrea, Nordkorea und China. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/" type="post_tag" id="565">Saudi-Arabien</a> ist neu unter den letzten zehn Ländern und liegt nach einem Rückgang um 14 Plätze auf Rang 176. Dort wurde im vergangenen Jahr der Journalist Turki al-Dschasser hingerichtet.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland setzt bei UN-Reform auf Allianz mit dem Globalen Süden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-bei-un-reform-auf-allianz-mit-dem-globalen-sueden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:47:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen wollen sich mit UN80 reformieren. Deutschland unterstützt den Prozess, die USA drängen auf Einsparungen, Russland pocht auf Kontrolle durch Mitgliedstaaten und der Globale Süden fordert echte Mitbestimmung. Für Afrika geht es um Einfluss, Entwicklung und Friedenssicherung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-setzt-bei-un-reform-auf-allianz-mit-dem-globalen-sueden%2F&amp;action_name=Deutschland%20setzt%20bei%20UN-Reform%20auf%20Allianz%20mit%20dem%20Globalen%20S%C3%BCden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-bei-un-reform-auf-allianz-mit-dem-globalen-sueden/">Deutschland setzt bei UN-Reform auf Allianz mit dem Globalen Süden</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland positioniert sich bei der UN-Reforminitiative UN80 als aktiver Unterstützer, während Staaten des Globalen Südens auf gleichberechtigte Mitbestimmung und den Schutz entwicklungspolitischer Prioritäten drängen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags. <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/">Der Reformprozess wurde 2025 von UN-Generalsekretär António Guterres zum 80-jährigen Bestehen der Vereinten Nationen angestoßen.</a> Im Zentrum stehen effizientere Strukturen, eine Überprüfung zehntausender UN-Mandate und mögliche Änderungen im Geflecht aus Sekretariat, Programmen, Fonds und Sonderorganisationen. Für afrikanische Staaten geht es dabei auch um Einfluss, Finanzierung und die Frage, ob Reformen die Vereinten Nationen handlungsfähiger machen oder vor allem Sparvorgaben großer Geber durchsetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-guterres-will-ein-schlankeres-un-system"><span id="guterres-will-ein-schlankeres-un-system">Guterres will ein schlankeres UN-System</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN80 ist der jüngste Versuch, die Vereinten Nationen an eine veränderte Weltlage anzupassen. Das UN-System ist seit 1945 stark gewachsen. Aus 51 Gründungsmitgliedern wurden 193 Staaten. Dazu kamen 16 Sonderorganisationen sowie zahlreiche Programme, Fonds und Nebenorgane wie UNICEF, UNDP, UNHCR und das Welternährungsprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres will die Organisation kohärenter, wirksamer und rechenschaftspflichtiger machen. Auslöser sind eine Finanzkrise der Vereinten Nationen, wachsende Konflikte, humanitäre Notlagen, schlecht finanzierte Mandate und Doppelstrukturen zwischen UN-Einheiten. Seit 2025 belasten vor allem Zahlungsrückstände und der Rückzug der USA aus mehreren UN-Organisationen die Finanzierung.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-26955 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative ruht auf drei Säulen. Erstens sollen Verwaltung und Management effizienter werden. Zweitens sollen Mandate überprüft, gebündelt oder beendet werden, wenn sie sich überschneiden oder nicht mehr tragen. Drittens stehen strukturelle Veränderungen im gesamten UN-System zur Debatte, etwa bei Programmen, Sonderorganisationen und Arbeitsabläufen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-40-000-mandate-im-blick"><span id="mehr-als-40-000-mandate-im-blick">Mehr als 40.000 Mandate im Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Reformpunkt ist die Kontrolle von UN-Mandaten. Ein Mandat kann eine Friedensmission, ein Sanktionsregime, ein thematisches Programm oder einen Sonderberichterstatter betreffen. Seit 1946 entstanden nach Angaben des UN-Generalsekretärs mehr als 40.000 Mandate. Selbst die Mitgliedstaaten hätten keinen vollständigen Überblick mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mandatsprüfung berührt damit direkt die politische Steuerung der Vereinten Nationen. Wenn Mandate ohne ausreichende Mittel beschlossen werden, entstehen Strukturen, die Erwartungen wecken, aber oft keine ausreichende Wirkung entfalten. Für afrikanische Staaten ist das besonders bedeutsam, weil viele UN-Friedensmissionen, humanitäre Programme und Entwicklungsprojekte auf dem Kontinent tätig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-mandate-kommen-auf-den-pruefstand/">Die Mandatsprüfung soll Doppelungen abbauen und Mittel stärker auf zentrale Aufgaben konzentrieren. </a>Zugleich bleibt die Entscheidung über Mandate bei den Mitgliedstaaten. Diese Grenze ist politisch wichtig, weil Staaten des Globalen Südens verhindern wollen, dass Reformen unter dem Druck großer Beitragszahler beschlossen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-will-un80-mitgestalten"><span id="deutschland-will-un80-mitgestalten">Deutschland will UN80 mitgestalten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26956 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstützt UN80 ausdrücklich. Berlin stellt sich als Fürsprecher einer starken, schlanken und handlungsfähigen UN auf. Die Bundesregierung unterstützt alle drei Säulen und will eine breite Koalition von Mitgliedstaaten für die Reformen aufbauen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im deutschen Beitrag zur Mandatsprüfung betont Berlin, Reformen sollten die Fähigkeit der Vereinten Nationen stärken, konkrete Ergebnisse vor Ort zu liefern. Genannt werden Friedenssicherung, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte. Deutschland schließt sich dabei eng an die Linie der Europäischen Union an. Diese verlangt regelmäßige, systematische und institutionell verankerte Überprüfungen aller Mandate nach einheitlichen Kriterien.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan erklärte im Umfeld der 80. UN-Generalversammlung, Deutschland steuere die UN-Reform mit und koordiniere im UN-Entwicklungssystem eine Allianz von zwanzig Staaten zur Umsetzung der Reformziele. Zugleich brachte sie die mögliche Ansiedlung weiterer UN-Sonderorganisationen am Standort Bonn ins Gespräch.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-namibia-und-deutschland-hatten-zukunftspakt-verhandelt"><span id="namibia-und-deutschland-hatten-zukunftspakt-verhandelt">Namibia und Deutschland hatten Zukunftspakt verhandelt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland verbindet UN80 auch mit dem Zukunftspakt der Vereinten Nationen, der 2024 von der Generalversammlung beschlossen wurde. Der Pakt wurde federführend von Namibia und Deutschland verhandelt. Er sollte die Vereinten Nationen auf neue globale Herausforderungen ausrichten, brachte aber keine tiefgreifende Reform des UN-Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Punkte wurden vertagt oder in Prüfaufträge überführt. Dennoch gilt der Zukunftspakt für Berlin und Brüssel als politischer Rahmen für UN80. Die EU sieht ihn als inhaltlichen Kompass, während UN80 Form, Ablauf und Umsetzung der Reformen definieren soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rolle Namibias zeigt, dass afrikanische Staaten nicht nur Adressaten von UN-Reformen sind, sondern auch an zentralen Verhandlungsprozessen beteiligt waren. Gerade bei Entwicklung, Klimafragen, Friedenssicherung und globaler Finanzordnung überschneiden sich die Interessen vieler afrikanischer Staaten mit den Zielen einer wirksameren UN.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-globaler-suden-warnt-vor-machtverschiebung"><span id="globaler-sueden-warnt-vor-machtverschiebung">Globaler Süden warnt vor Machtverschiebung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe der 77 und China bewertet UN80 grundsätzlich positiv, formuliert aber deutliche Vorbehalte. Die Reformen sollen die UN-Charta respektieren, die zwischenstaatliche Natur der Organisation erhalten und die Prioritäten von Entwicklungsländern berücksichtigen. Die G77 fordert Transparenz, breite Beteiligung und Konsultationen auf Konsensbasis.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dahinter steht ein älterer Konflikt. Schon frühere Reformversuche stießen auf Widerstand der G77, wenn sie als Machtverschiebung zugunsten großer Geberstaaten oder des UN-Sekretariats wahrgenommen wurden. Bei UN80 richtet sich die Sorge erneut gegen Reformen, die unter dem Stichwort Effizienz Einsparungen durchsetzen könnten, ohne die Entwicklungsinteressen ärmerer Länder abzusichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die am wenigsten entwickelten Länder fordern, dass UN80 den Multilateralismus stärkt und nicht verwässert. Reformen sollen gerechte Teilhabe der Mitgliedstaaten sichern und die Anliegen besonders verwundbarer Staaten berücksichtigen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-drangen-starker-auf-einsparungen"><span id="usa-draengen-staerker-auf-einsparungen">USA drängen stärker auf Einsparungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA unterstützen UN80 grundsätzlich, sehen die Initiative aber vor allem als Schritt zu mehr Effizienz und geringeren Kosten. Washington bleibt einer der größten Geldgeber der Vereinten Nationen, ist Gastgeber des UN-Hauptsitzes in New York und verfügt als ständiges Mitglied des Sicherheitsrats über Vetomacht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-26958 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-1024x731.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-768x548.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-380x271.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-800x571.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-1160x828.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der US-Vertreter bei den Vereinten Nationen, Michael Waltz, sprach sich für Kostensenkungen aus und unterstützte den Plan, Personalkosten um 20 Prozent zu reduzieren. Die USA betrachten UN80 als überfällig und aus ihrer Sicht nicht weitreichend genug. Einsparungen und Mandatsreduzierungen finden in Washington breite Unterstützung. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Linie berührt die Interessen des Globalen Südens direkt. Wenn Finanzierungsdruck und Reformvorgaben zusammenfallen, können Entwicklungsprogramme, Menschenrechtsarbeit und Friedensstrukturen unter Sparlogik geraten. Die G77 warnt deshalb davor, dass große Beitragszahler Reformen nutzen könnten, um eigene Zahlungspflichten zu reduzieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russland-pocht-auf-kontrolle-durch-mitgliedstaaten"><span id="russland-pocht-auf-kontrolle-durch-mitgliedstaaten">Russland pocht auf Kontrolle durch Mitgliedstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russland unterstützt UN80 politisch, warnt aber vor Reformen, die aus Moskauer Sicht zu stark vom UN-Sekretariat oder von westlichen Staaten geprägt werden. Moskau betont die Führungsrolle der Mitgliedstaaten und verlangt inklusive, transparente Prozesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland brachte im Juli 2025 eine Resolution in die Generalversammlung ein, die Reformbemühungen des Generalsekretärs begrüßte. Zugleich stellte der Text klar, dass die Mitgliedstaaten im Zentrum des Prozesses stehen sollen. Bei der Mandatsprüfung pocht Russland auf die ausschließliche Entscheidungsbefugnis der Staaten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau unterstützt strukturelle Anpassungen vor allem dort, wo Doppelstrukturen abgebaut und Kosten gesenkt werden. Reformen, die den Sicherheitsrat indirekt schwächen oder als Instrument westlicher Normsetzung erscheinen, lehnt Russland ab. Das betrifft auch die Debatte über eine Reform des Sicherheitsrats, die seit Jahrzehnten stockt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-bleibt-der-schwierigste-reformpunkt"><span id="sicherheitsrat-bleibt-der-schwierigste-reformpunkt">Sicherheitsrat bleibt der schwierigste Reformpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">Die Reform des UN-Sicherheitsrats bleibt der härteste Teil der UN-Debatte.</a> Viele Staaten fordern seit Jahren eine Erweiterung des Gremiums. <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Afrika ist im Sicherheitsrat bislang nicht mit einem ständigen Sitz vertreten, obwohl zahlreiche Konflikte und Friedensmissionen des Rates den Kontinent betreffen.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26957 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-generalversammlungspraesidentin-baerbock-verteidigt-die-un-charta-in-davos/" type="post" id="23810">Die Hürden für eine Änderung der UN-Charta sind hoch.</a> Eine Reform braucht nicht nur eine Zwei-Drittelmehrheit der Mitgliedstaaten, sondern auch die Ratifikation durch zwei Drittel der Mitglieder einschließlich aller fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder. Deshalb blieb die Charta seit 1945 weitgehend unverändert. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundestagsanalyse sieht bei der Sicherheitsratsreform keine schnelle Bewegung. Vetomächte wie Russland, China und die USA blockieren Fortschritte in unterschiedlichen Konstellationen. Auch Deutschlands Ziel eines ständigen Sitzes zusammen mit Brasilien, Indien und Japan stößt weiter auf Widerstände.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-zwischen-reformbedarf-und-finanzdruck"><span id="afrika-zwischen-reformbedarf-und-finanzdruck">Afrika zwischen Reformbedarf und Finanzdruck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Staaten fällt UN80 in eine Phase wachsender Krisendichte. Konflikte im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a>, im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, in Teilen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrikas</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">am Horn von Afrika </a>treffen auf steigenden humanitären Bedarf, schwache Staatshaushalte und sinkende Entwicklungsmittel. UN-Strukturen bleiben in vielen Ländern zentral für Nothilfe, Ernährungssicherung, Flüchtlingsschutz, Gesundheitsprogramme und Friedensarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine effizientere UN könnte Mittel schneller und gezielter einsetzen. Eine stark von Sparvorgaben dominierte Reform könnte jedoch Programme schwächen, die in ärmeren Ländern konkrete staatliche Lücken abfedern. Genau an dieser Stelle verläuft die politische Konfliktlinie zwischen großen Beitragszahlern, reformorientierten europäischen Staaten und dem Globalen Süden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland setzt auf Reformfähigkeit, Effizienz und eine stärkere Rolle des UN-Standorts Bonn. Die G77, viele Entwicklungsländer und die am wenigsten entwickelten Staaten bestehen auf Mitbestimmung, Entwicklung und gleichberechtigter Teilhabe. Die USA erhöhen den Spardruck. Russland verteidigt die Entscheidungsrolle der Staaten und seine Position im Sicherheitsrat.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-setzt-bei-un-reform-auf-allianz-mit-dem-globalen-sueden%2F&amp;action_name=Deutschland%20setzt%20bei%20UN-Reform%20auf%20Allianz%20mit%20dem%20Globalen%20S%C3%BCden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-bei-un-reform-auf-allianz-mit-dem-globalen-sueden/">Deutschland setzt bei UN-Reform auf Allianz mit dem Globalen Süden</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Schuldenreport warnt vor neuer Krise im Globalen Süden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 11:06:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>44 Staaten im Globalen Süden stehen laut Schuldenreport 2026 unter sehr hoher Auslandsschuldenlast. Angola muss 60 Prozent seiner Staatseinnahmen für Zahlungen an ausländische Gläubiger aufbringen, Senegal 39 Prozent. Der Krieg am Golf verschärft die Lage.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fschuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden%2F&amp;action_name=Schuldenreport%20warnt%20vor%20neuer%20Krise%20im%20Globalen%20S%C3%BCden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/">Schuldenreport warnt vor neuer Krise im Globalen Süden</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">44 Staaten im Globalen Süden stehen nach dem neuen Schuldenreport 2026 unter sehr hoher Auslandsschuldenlast. Der Bericht wurde am Dienstag, 28. April 2026, von erlassjahr.de und Misereor veröffentlicht. Besonders betroffen sind mehrere afrikanische Länder, darunter Angola, Senegal und Kenia. Der Krieg am Golf verschärft die Lage durch steigende Energie-, Lebensmittel- und Düngemittelpreise sowie höhere Kreditkosten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angola-und-senegal-besonders-stark-belastet"><span id="angola-und-senegal-besonders-stark-belastet">Angola und Senegal besonders stark belastet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Staaten mit sehr hoher Auslandsschuldenlast müssen nach der Analyse mehr als 15 Prozent ihrer Staatseinnahmen für Zinsen und Tilgung an ausländische Gläubiger aufbringen. In Angola liegt diese Quote bei 60 Prozent, im Senegal bei 39 Prozent. Deutschland kommt dem Bericht zufolge auf rund zwei Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Damit fließt ein untragbar hoher Teil der öffentlichen Einnahmen in diesen Ländern nicht in elementare Staatsaufgaben wie Bildung, Gesundheit oder Infrastruktur, sondern an ausländische Gläubiger“, sagte Malina Stutz, politische Referentin bei erlassjahr.de.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den 44 sehr hoch belasteten Staaten gelten weitere 25 Länder als hoch belastet. In 15 Staaten besteht ein latentes Risiko. Im Durchschnitt müssen Länder des Globalen Südens 13 Prozent ihrer Staatseinnahmen für Zahlungen an ausländische Gläubiger aufbringen. In Ländern des Globalen Nordens liegt die Quote bei knapp sechs Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-am-golf-erhoht-druck-auf-staatshaushalte"><span id="krieg-am-golf-erhoeht-druck-auf-staatshaushalte">Krieg am Golf erhöht Druck auf Staatshaushalte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erlassjahr.de und Misereor warnen, dass der Krieg am Golf die Schuldenlage vieler Länder weiter verschärft. Steigende Energie- und Lebensmittelpreise belasten öffentliche Haushalte und Auslandsbilanzen. Höhere Kosten für Dünger können zudem Landwirtschaft und Ernährungssicherheit treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Benjamin Rosenthal, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei Misereor, sagte: „Hohe Energie- und Lebensmittelpreise belasten zusätzlich die Staatshaushalte und werden zu einem Abzug von Kapital und höheren Kreditkosten in vielen verschuldeten Ländern führen.“ Dadurch würden Schulen, Krankenhäuser und soziale Grundsicherung teurer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Rücküberweisungen von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten können sinken, wenn die <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bereitet-unterstuetzung-am-persischen-golf-vor/" type="post" id="26834">wirtschaftliche Lage in der Golfregion schlechter wird</a>. Viele Beschäftigte dort stammen aus asiatischen und afrikanischen Ländern. Weniger Rücküberweisungen bedeuten geringere Deviseneinnahmen in ihren Herkunftsländern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kenia-zeigt-soziale-folgen-der-schuldenkrise"><span id="kenia-zeigt-soziale-folgen-der-schuldenkrise">Kenia zeigt soziale Folgen der Schuldenkrise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schuldenreport beschreibt Auslandsschuldenkrisen auch als Belastung für öffentliche Grundversorgung. Wenn hohe Zahlungen an ausländische Gläubiger den Staatshaushalt binden, fehlt Geld für Krankenhäuser, Schulen, Wasserversorgung und soziale Sicherung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="799" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/54875035916_b2392d4a30_c.jpg" alt="" class="wp-image-26539 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/54875035916_b2392d4a30_c.jpg 799w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/54875035916_b2392d4a30_c-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/54875035916_b2392d4a30_c-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/54875035916_b2392d4a30_c-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kenia wird als Beispiel für Versorgungslücken genannt. In hoch verschuldeten Ländern treffen Kürzungen und Sparprogramme vor allem ärmere Bevölkerungsgruppen, Frauen und Menschen in ländlichen Regionen. Viele Staaten stehen unter Programmen, die Steuererhöhungen, Subventionskürzungen oder Einsparungen im öffentlichen Dienst vorsehen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Gastbeitrag der afrikanischen Regionalorganisation des Internationalen Gewerkschaftsbundes beschreibt Folgen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dazu zählen Lohnstopps im öffentlichen Dienst, Einstellungsstopps, höhere Verbrauchssteuern und schlechtere Arbeitsbedingungen. Besonders betroffen sind Lehrkräfte, Pflegepersonal und andere Beschäftigte in staatlichen Diensten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-private-glaubiger-halten-grossten-teil-der-forderungen"><span id="private-glaeubiger-halten-groessten-teil-der-forderungen">Private Gläubiger halten größten Teil der Forderungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Private Gläubiger sind nach dem Schuldenreport die wichtigste Gläubigergruppe des Globalen Südens. Dazu zählen Investmentfonds, Banken, Versicherungen und Rohstoffunternehmen. Sie halten rund 65 Prozent der Forderungen gegenüber Ländern des Globalen Südens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Multilaterale Institutionen wie der <a href="https://fokus-afrika.de/iwf-senkt-kreditkosten-um-36/" type="post" id="12092">Internationale Währungsfonds</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/weltbank-jahrestagung-deutschland-setzt-auf-globale-partnerschaften/" type="post" id="20849">Weltbank</a> halten rund 28 Prozent der Forderungen. Bilaterale Gläubigerstaaten, darunter Deutschland, Frankreich und China, kommen zusammen auf rund zwölf Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Land stark. Im Libanon halten private Gläubiger rund 90 Prozent der Forderungen. In Laos ist <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> der wichtigste bilaterale Gläubiger und hält mehr als 50 Prozent der Forderungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-deutschland-und-eu"><span id="kritik-an-deutschland-und-eu">Kritik an Deutschland und EU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erlassjahr.de und Misereor kritisieren die internationale Schuldenarchitektur als zu stark an den Interessen der Gläubiger ausgerichtet. Länder wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/" type="category" id="46">Sambia</a> hätten in den vergangenen Jahren Umschuldungen durchlaufen, wiesen aber weiterhin sehr hohe Belastungen auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rosenthal warf Ländern des Globalen Nordens vor, Reformen zu blockieren. „Reformen, die diese problematischen Strukturen aufbrechen, werden von Ländern des Globalen Nordens bisher blockiert. Darunter sind Deutschland und die EU“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisationen fordern <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-erlaesst-schulden-von-aegypten-und-tunesien/" type="post" id="24860">verbindliche Verfahren für Schuldenerleichterungen</a>, eine stärkere Beteiligung privater Gläubiger und mehr öffentliche Entwicklungsinvestitionen. Zudem sollen betroffene Länder bei internationalen Entscheidungen stärker mitbestimmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-linke-fordert-faire-schuldenregeln"><span id="linke-fordert-faire-schuldenregeln">Linke fordert faire Schuldenregeln</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-26920 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa-768x1024.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa-380x507.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa-800x1067.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa.jpg 864w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch im Bundestag löste der Schuldenreport Kritik an der deutschen Politik aus. Lizzy Schubert, Sprecherin der Linken für Geld- und Finanzmarktpolitik, sprach von einer strukturellen Schuldenkrise im Globalen Süden. Hochverschuldete Staaten gäben teilweise mehr Geld für Schuldendienst aus, als sie aus der Entwicklungszusammenarbeit erhielten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schubert kritisierte die Bundesregierung und forderte eine andere Linie bei den Vereinten Nationen, der G7, dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. „Es braucht dringend eine Einbindung privater Gläubiger. Banken und Investmentfonds müssen zu Schuldenerlassen verpflichtet werden, anstatt die Lasten nur auf staatliche Akteure abzuwälzen“, erklärte Schubert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke sieht auch die neue Strategie des Bundesentwicklungsministeriums kritisch. Historische Kürzungen und mehr Entwicklungskredite könnten Abhängigkeiten und Verschuldung weiter verstärken, so Schubert.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/">Schuldenreport warnt vor neuer Krise im Globalen Süden</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Alabali Radovan reist nach Nairobi und setzt auf afrikanische Pharmaproduktion</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 11:46:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan reist zum regionalen Weltgesundheitsgipfel nach Nairobi und will die Gesundheitskooperation mit Afrika stärker mit&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion%2F&amp;action_name=Alabali%20Radovan%20reist%20nach%20Nairobi%20und%20setzt%20auf%20afrikanische%20Pharmaproduktion&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/">Alabali Radovan reist nach Nairobi und setzt auf afrikanische Pharmaproduktion</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan reist zum regionalen Weltgesundheitsgipfel nach Nairobi und will die Gesundheitskooperation mit Afrika stärker mit wirtschaftlicher Zusammenarbeit verbinden. Der Besuch beginnt am Montag, 27. April. Geplant sind Gespräche mit Kenias Präsident William Ruto sowie Treffen mit deutschen und kenianischen Pharmaunternehmen. Kenia ist <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region/">Pilotland für einen neuen Ansatz</a> des Entwicklungsministeriums, der Entwicklungszusammenarbeit, lokale Wertschöpfung und Unternehmenskooperation enger verbinden soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesundheitskooperation-wird-teil-der-wirtschaftspolitik"><span id="gesundheitskooperation-wird-teil-der-wirtschaftspolitik">Gesundheitskooperation wird Teil der Wirtschaftspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung richtet <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-reist-nach-kenia-und-aethiopien/" type="post" id="23745">seine Arbeit in Kenia stärker auf Gesundheitssysteme, lokale Produktion und privatwirtschaftliche Partnerschaften aus.</a> Im Mittelpunkt stehen Kooperationen, bei denen deutsche und afrikanische Unternehmen Medikamente, Medizinprodukte und Fachwissen zusammenbringen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-2048x1426.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208.jpg 2405w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan verbindet den Besuch in Nairobi mit einer breiteren wirtschaftlichen Linie. „Die Zusammenarbeit mit Afrika im Gesundheitsbereich ist zentral – für die Menschen vor Ort und für uns. Krankheiten kennen keine Grenzen“, sagte die Ministerin vor der Reise. Krankheiten zerstörten Existenzen, trieben Familien in Armut oder Flucht und nähmen Kindern ihre Zukunft. Deshalb stärke die Entwicklungszusammenarbeit Gesundheitssysteme und binde gezielt die Wirtschaft ein.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der regionale Weltgesundheitsgipfel findet zum zweiten Mal in einem afrikanischen Land statt. Er ergänzt den Weltgesundheitsgipfel, der im Herbst in Berlin stattfindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-merck-und-universal-produzieren-kinderpraparat-in-kenia"><span id="merck-und-universal-produzieren-kinderpraeparat-in-kenia">Merck und Universal produzieren Kinderpräparat in Kenia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel für die engere Verbindung von Gesundheits- und Wirtschaftspolitik ist die Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Pharmahersteller Merck und dem kenianischen Unternehmen Universal. Universal soll künftig in Kenia Arpraziquantel herstellen, ein neu entwickeltes Kinderpräparat gegen Bilharziose. Die Krankheit wird durch Larven in Seen und Flüssen übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merck überträgt Technologie und Know-how an den kenianischen Partner. Das BMZ unterstützt Lieferwege in entlegene Regionen, damit Medikamente auch abgelegene Gebiete erreichen. Zugleich berät das Ministerium Unternehmen dabei, Qualitätsstandards und Zulassungsbedingungen für den Weltmarkt zu erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Produktion vor Ort soll Arbeitsplätze schaffen und afrikanische Gesundheitssysteme unabhängiger von internationalen Lieferketten machen. Die Coronapandemie hatte gezeigt, wie stark viele Länder bei Medikamenten, Impfstoffen und medizinischem Material von globalen Lieferwegen abhängig sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lokale-fachkrafte-fur-malaria-und-infektionsschutz"><span id="lokale-fachkraefte-fuer-malaria-und-infektionsschutz">Lokale Fachkräfte für Malaria- und Infektionsschutz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das BMZ unterstützt auch Schulungen für lokale Fachkräfte. Diese sollen unter anderem Moskitonetze von BASF zur Malariabekämpfung fachgerecht installieren und warten. Damit verbindet das Ministerium Gesundheitsversorgung mit beruflicher Qualifizierung und lokaler Beschäftigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan bezeichnete Afrika als „Zukunftsmarkt mit 1,6 Milliarden Menschen“. Deutsche und afrikanische Unternehmen arbeiteten bereits eng zusammen, <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-verteidigt-reformplan-des-bmz-gegen-kritik-im-bundestag/">diese Kooperation solle weiter ausgebaut werden.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-expertenteam-fur-ebola-mpox-und-andere-ausbruche"><span id="expertenteam-fuer-ebola-mpox-und-andere-ausbrueche">Expertenteam für Ebola, Mpox und andere Ausbrüche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weltgesundheitsgipfel in Nairobi will Alabali Radovan auch ein Team der „Schnell Einsetzbaren Expert*innengruppe Gesundheit“ treffen. Die Gruppe wurde vom BMZ mit Fachleuten unter anderem der Charité und des Robert Koch-Instituts aufgebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team unterstützt bei Krankheitsausbrüchen mit Sofortmaßnahmen. Dazu gehören Schutz- und Testmaterialien, Aufklärungskampagnen, Schulungen für Gesundheitspersonal sowie mobile Labore. Diese Labore können Erreger wie Ebola oder Mpox nachweisen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/">Alabali Radovan reist nach Nairobi und setzt auf afrikanische Pharmaproduktion</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Reem Alabali-Radovan spricht im Plenum</media:title>
			<media:description type="html">Reem Alabali-Radovan, SPD, MdB, hält Rede zu ZP 4 „Aktuelle Stunde – Pläne der Bundesregierung zur schnelleren Einbürgerung“ im Plenum.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Guterres und Baerbock erhöhen Druck auf UN-Reform</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/guterres-und-baerbock-erhoehen-druck-auf-un-reform/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 00:34:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>UN-Reform unter Druck: António Guterres und Annalena Baerbock fordern mehr Tempo, weniger Doppelarbeit und sichtbare Ergebnisse im UN-System.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguterres-und-baerbock-erhoehen-druck-auf-un-reform%2F&amp;action_name=Guterres%20und%20Baerbock%20erh%C3%B6hen%20Druck%20auf%20UN-Reform&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-und-baerbock-erhoehen-druck-auf-un-reform/">Guterres und Baerbock erhöhen Druck auf UN-Reform</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres und Annalena Baerbock als Präsidentin der 80. UN-Generalversammlung erhöhen den Druck, den Zukunftspakt der Vereinten Nationen mit der UN80-Reform in konkrete Veränderungen zu übersetzen.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 24. April 2026 kamen die Mitgliedstaaten dazu in New York zu einem informellen Dialog zusammen. Guterres stellte beide Initiativen als gemeinsame Strategie für ein erneuertes multilaterales System dar. Baerbock forderte mehr Tempo, klarere Zuständigkeiten und weniger Doppelarbeit innerhalb des UN-Systems.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vertrauen-soll-durch-ergebnisse-zuruckkehren"><span id="vertrauen-soll-durch-ergebnisse-zurueckkehren">Vertrauen soll durch Ergebnisse zurückkehren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verband den Zukunftspakt und die UN80-Initiative mit einer Krise des internationalen Vertrauens. Weltweit nähmen Fragmentierung, Polarisierung, Konflikte, Rückschläge beim Klimaschutz und technologische Risiken zu. Der Zukunftspakt sei die gemeinsame Zusage der Staaten, solche Herausforderungen zusammen anzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN80-Initiative soll die Vereinten Nationen organisatorisch auf diese Zusagen ausrichten. Guterres nannte ein kohärenteres, wirksameres und besser vorbereitetes UN-System als Ziel. Es gehe um Strukturen, die schneller handeln, Doppelarbeit abbauen und die Arbeit in den Ländern besser verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Multilateralismus muss mehr tun, als zu inspirieren und Versprechen zu machen“, sagte Guterres. „Er muss Ergebnisse liefern, denn Ergebnisse schaffen Vertrauen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reform-bei-finanzen-entwicklung-und-humanitarer-hilfe"><span id="reform-bei-finanzen-entwicklung-und-humanitaerer-hilfe">Reform bei Finanzen, Entwicklung und humanitärer Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verwies auf mehrere Felder, auf denen der Zukunftspakt bereits in konkrete Prozesse überführt werde. Dazu gehören die internationale Steuerkooperation, der Umgang mit Schuldenkrisen, die Reform der globalen Finanzarchitektur und die neue Plattform für kreditnehmende Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Sevilla Commitment seien zudem systematische Verbindungen zu internationalen Finanzinstitutionen gestärkt worden. Ziel ist eine engere Abstimmung zwischen globaler Finanzierung und der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Entwicklungsländer sollen besseren Zugang zu einem Finanzsystem erhalten, das reaktionsfähiger und zugänglicher arbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die humanitäre Hilfe steht unter Reformdruck. Guterres sprach von einem System, das schneller, schlanker und stärker gegenüber den betroffenen Menschen verantwortlich sein müsse. Ein neuer humanitärer Pakt soll gemeinsame Dienste, Lieferketten, Datennutzung und die Verbindung zu langfristiger Stabilisierung verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-baerbock-fordert-mehr-tempo"><span id="baerbock-fordert-mehr-tempo">Baerbock fordert mehr Tempo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock erinnerte daran, dass der Zukunftspakt am 22. September 2024 im Konsens angenommen wurde. Das sei in einer Phase gelungen, in der viele Beobachter einen solchen Konsens kaum noch erwartet hätten. <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">Nun müsse aus der politischen Einigung praktische Umsetzung werden.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137368-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26853 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137368-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137368-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137368-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137368-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137368-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137368-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137368.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin der Generalversammlung stellte die UN80-Initiative als Umsetzungsmechanismus dar. Die Reform konzentriert sich auf drei Arbeitsstränge: Haushalte, Mandate und Strukturen. Baerbock forderte eine offene Debatte darüber, was im UN-System funktioniert und wo Zuständigkeiten unklar geworden sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verband die Reform mit konkreten sozialen Kennzahlen. 4,6 Milliarden Menschen seien nicht vollständig durch grundlegende Gesundheitsdienste abgesichert. 2,5 Milliarden Frauen und Mädchen kämpften weiter um Gleichstellung in Bildung, Arbeit und anderen Lebensbereichen. 720 Millionen Menschen litten 2024 an Hunger. 270 Millionen Kinder hätten keinen Zugang zu Schule.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn wir es ernst meinen, dass der Pakt unsere Verpflichtung, die Nachhaltigkeitsziele unser Maßstab und UN80 unser Umsetzungsmechanismus ist, dann müssen wir schneller liefern“, sagte Baerbock.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-doppelarbeit-im-un-system-gerat-in-den-blick"><span id="doppelarbeit-im-un-system-geraet-in-den-blick">Doppelarbeit im UN-System gerät in den Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock nannte Bildung als Beispiel für Überschneidungen zwischen UN-Organisationen. UNICEF und UNESCO hätten ursprünglich klarere Zuständigkeiten gehabt. Eine Organisation habe stärker Orte geschaffen, an denen Bildung auch in Krisengebieten möglich bleibt. Die andere habe stärker an Lernmaterialien gearbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Zeit hätten sich die Aufgaben angenähert. Beide Organisationen arbeiteten heute teils an Schulbau und Bildungsinhalten. Baerbock forderte die Mitgliedstaaten auf, in den Leitungsgremien der Organisationen stärker zu prüfen, wo mehr Ergänzung statt Doppelarbeit möglich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte geht über einzelne UN-Agenturen hinaus. Baerbock verwies auch auf Finanzierungsfragen und die Abstimmung zwischen den Vertretungen der Staaten in New York und den internationalen Finanzinstitutionen in Washington. Regierungen müssten ihre Positionen über Ressortgrenzen hinweg besser koordinieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kunstliche-intelligenz-wird-teil-der-reformagenda"><span id="kuenstliche-intelligenz-wird-teil-der-reformagenda">Künstliche Intelligenz wird Teil der Reformagenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres und Baerbock stellten digitale Transformation und künstliche Intelligenz als festen Bestandteil der Reform dar. Der Zukunftspakt enthält den Global Digital Compact als Rahmen für digitale Zusammenarbeit. UN80 soll daraus organisatorische Veränderungen ableiten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137387-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26854 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137387-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137387-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137387-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137387-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137387-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137387-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137387.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Guterres nannte eine gemeinsame Technologieplattform, eine geteilte digitale Infrastruktur und eine Datenplattform des UN-Systems. Öffentliche Daten und Statistiken sollen besser über Organisationen und Arbeitsbereiche hinweg verbunden werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock hob die Einrichtung eines unabhängigen internationalen wissenschaftlichen Panels zu künstlicher Intelligenz und den globalen Dialog zur KI-Governance hervor. Beides gehört zu den ersten sichtbaren Umsetzungen des Zukunftspakts.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-menschenrechte-und-landerarbeit-sollen-starker-verbunden-werden"><span id="menschenrechte-und-laenderarbeit-sollen-staerker-verbunden-werden">Menschenrechte und Länderarbeit sollen stärker verbunden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres betonte, dass der Zukunftspakt und UN80 alle drei Säulen der Vereinten Nationen verbinden: Frieden und Sicherheit, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte. Prävention, Schutz ziviler Räume, stärkere Rechenschaft und Beteiligung marginalisierter Gruppen sollen dabei enger zusammengedacht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Leitung des Hohen Kommissars für Menschenrechte wurde eine neue Menschenrechtsgruppe eingerichtet. Sie soll Menschenrechte stärker in die Arbeit des UN-Systems integrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit in den Ländern. Guterres sprach von stärker koordinierten UN-Präsenzen vor Ort, klareren Befugnissen für residierende Koordinatoren und Länderteams, die als Einheit handeln. Weniger Doppelstrukturen und geringere Verwaltungskosten sollen die UN-Arbeit näher an Regierungen, Gemeinden und betroffene Gruppen bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock rief die Mitgliedstaaten dazu auf, den Geist des Zukunftspakts fortzuführen und möglichst weiter im Konsens zu handeln. Zugleich sagte sie, Staaten sollten nicht davor zurückschrecken, mit einer Mehrheit voranzugehen, wenn sich eine konkrete Möglichkeit zur Umsetzung bietet.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-und-baerbock-erhoehen-druck-auf-un-reform/">Guterres und Baerbock erhöhen Druck auf UN-Reform</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kampf um UN-Spitze beginnt mit öffentlichem Bewerbertest</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kampf-um-un-spitze-beginnt-mit-oeffentlichem-bewerbertest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 09:39:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26826</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs nimmt Fahrt auf: Vier Kandidaten stellen sich in New York den Mitgliedstaaten. Besonders sichtbar werden Reformdruck, Afrikas Rolle und der Streit um die Zukunft der Friedenssicherung.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkampf-um-un-spitze-beginnt-mit-oeffentlichem-bewerbertest%2F&amp;action_name=Kampf%20um%20UN-Spitze%20beginnt%20mit%20%C3%B6ffentlichem%20Bewerbertest&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kampf-um-un-spitze-beginnt-mit-oeffentlichem-bewerbertest/">Kampf um UN-Spitze beginnt mit öffentlichem Bewerbertest</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Vier Bewerberinnen und Bewerber um das Amt des nächsten UN-Generalsekretärs haben sich erstmals in öffentlichen Dialogen den Mitgliedstaaten und Vertretern der Zivilgesellschaft gestellt. Die <a href="https://www.un.org/en/sg-selection-and-appointment">Anhörungen</a> fanden am 21. und 22. April in New York statt. Im Rennen sind Michelle Bachelet aus Chile, Rafael Grossi aus Argentinien, Rebeca Grynspan aus Costa Rica und Macky Sall aus Senegal. Die Debatte zeigte, wie stark die Nachfolge von António Guterres von Reformdruck, Finanzkrise, Friedenssicherung und der Rolle Afrikas geprägt ist.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vier-kandidaten-treten-vor-die-un-mitgliedstaaten"><span id="vier-kandidaten-treten-vor-die-un-mitgliedstaaten">Vier Kandidaten treten vor die UN-Mitgliedstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die öffentlichen Dialoge wurden von <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/" type="post" id="23573">Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung</a>, organisiert. Jede Kandidatin und jeder Kandidat stellte sich über drei Stunden Fragen von Mitgliedstaaten und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Bachelet und Grossi traten am 21. April auf, Grynspan und Sall folgten am 22. April.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Generalsekretär oder die nächste Generalsekretärin soll am 1. Januar 2027 antreten. Guterres’ zweite Amtszeit endet am 31. Dezember 2026. Die Auswahl liegt formal bei der Generalversammlung, doch der Sicherheitsrat empfiehlt die Person. Die fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA können jede Kandidatur politisch blockieren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen hatten <a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580">Mitgliedstaaten aufgefordert, Kandidatinnen und Kandidaten bis zum 1. April 2026 zu nominieren.</a> Der Sicherheitsrat soll sich voraussichtlich ab Ende Juli hinter verschlossenen Türen mit den Bewerbungen befassen. Die Generalversammlung soll die Ernennung später im Jahr formalisieren.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reformdruck-bestimmt-die-debatte"><span id="reformdruck-bestimmt-die-debatte">Reformdruck bestimmt die Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alle vier Bewerber stellten Reformen der Vereinten Nationen ins Zentrum ihrer Auftritte. Die Organisation steht unter finanziellen Einschränkungen, während Kriege, Klimakrisen, Entwicklungsfragen und humanitäre Notlagen zugleich mehr internationale Abstimmung verlangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bachelet, frühere Präsidentin Chiles und ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, sprach über die drei Säulen der Vereinten Nationen: Frieden und Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechte. Sie warnte davor, Entwicklung oder Menschenrechte unter dem Druck von Einsparungen auszuhöhlen. Zugleich versprach sie, Doppelstrukturen abzubauen, Finanztransparenz zu erhöhen und die Reforminitiative UN80 fortzuführen.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26830 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde, stellte seine Arbeit in Wien als Erfahrung für Krisendiplomatie dar. Er verwies auf Einsätze der IAEA in Konfliktgebieten und kündigte an, im Fall einer Wahl den Reformprozess dort fortzusetzen, wo die Generalversammlung ihn im Herbst 2026 weiterführt. Zudem sprach er von einem ständigen Austausch mit dem Sicherheitsrat bei Fragen von Frieden und Sicherheit.&nbsp;</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-fragen-gewinnen-gewicht"><span id="afrika-fragen-gewinnen-gewicht">Afrika-Fragen gewinnen Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika spielte in mehreren Teilen der Dialoge eine sichtbare Rolle. Bachelet versprach, sich mit den Vermittlungsmöglichkeiten des Generalsekretärsamts für eine Reform des Sicherheitsrats einzusetzen, darunter eine bessere Vertretung Afrikas und anderer unterrepräsentierter Regionen. Grossi kündigte an, die institutionelle Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union zu vertiefen.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26829 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Grynspan wurde mit der Finanzierung afrikanischer Friedenseinsätze konfrontiert. Mali sprach im Namen der Afrikanischen Gruppe die Umsetzung der Resolution 2719 des Sicherheitsrats an. Sie schafft einen Rahmen, damit von der Afrikanischen Union geführte Friedenseinsätze Zugang zu Pflichtbeiträgen der Vereinten Nationen erhalten können. Grynspan sagte, Reformen dürften nicht zulasten besonders verletzlicher Staaten gehen.&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall rückte die Afrikanische Union ebenfalls in den Mittelpunkt. Der frühere Präsident Senegals versprach, eng an der Umsetzung von Resolution 2719 zu arbeiten. Er sagte, die Vereinten Nationen hätten kein Monopol auf Friedenssicherung. Regionale Organisationen hätten eigene Fähigkeiten aufgebaut und bräuchten dafür ausreichende Mittel.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macky-sall-sucht-unterstutzung-ohne-geschlossene-afrikanische-ruckendeckung"><span id="macky-sall-sucht-unterstuetzung-ohne-geschlossene-afrikanische-rueckendeckung">Macky Sall sucht Unterstützung ohne geschlossene afrikanische Rückendeckung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sall ist bisher der einzige afrikanische Kandidat im Feld. <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-kandidiert-offiziell-als-un-generalsekretaer/" type="post" id="25275">Burundi unterstützt seine Bewerbung.</a> Sein Versuch, <a href="https://fokus-afrika.de/keine-rueckendeckung-fuer-macky-sall-als-kuenftiger-un-generalsekretaer/" type="post" id="26084">eine formelle Unterstützung der Afrikanischen Union zu erhalten, blieb jedoch ohne Erfolg.</a> Damit geht Sall in das Rennen ohne ein geschlossenes Mandat des Kontinents, auf dem er seine außenpolitische Erfahrung besonders herausstellt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Generalversammlung präsentierte sich Sall als Vermittler zwischen Regionen und politischen Lagern. Er verwies auf <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-verteidigt-bei-un-anhoerung-sein-vorgehen-gegen-proteste-im-senegal/" type="post" id="26712">seine Regierungszeit in Senegal</a> und seinen Vorsitz der Afrikanischen Union. Als Generalsekretär wolle er auf Frühwarnung, Mediation und die Zusammenarbeit mit regionalen Organisationen setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall kündigte zudem an, im Fall einer Wahl eine Frau aus dem Norden zur stellvertretenden Generalsekretärin zu ernennen. Bei der internen Reform der Vereinten Nationen sprach er sich für weniger Doppelstrukturen und eine genauere Prüfung von Ausgaben aus. Erst danach könne die Organisation von Mitgliedstaaten glaubwürdig verlangen, ihre Beiträge vollständig zu zahlen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grynspan-setzt-auf-umsetzung-statt-neue-versprechen"><span id="grynspan-setzt-auf-umsetzung-statt-neue-versprechen">Grynspan setzt auf Umsetzung statt neue Versprechen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rebeca Grynspan, frühere Vizepräsidentin Costa Ricas und Leiterin der UN-Organisation für Handel und Entwicklung, stellte die Wiederherstellung von Vertrauen in die Vereinten Nationen in den Mittelpunkt. Sie verwies auf ihre Rolle bei der Aushandlung des Schwarzmeer-Getreideabkommens von 2022 zwischen den Vereinten Nationen, der Ukraine, Russland und der Türkei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe viele Neins durchquert, bis ich ein Ja gehört habe“, sagte Grynspan über die Verhandlungen. Das Abkommen ermöglichte ukrainische Getreideexporte über das Schwarze Meer, bevor Russland im Juli 2023 ausstieg.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26831 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Grynspan versprach, das Büro des Generalsekretärs neu zu strukturieren. Außerdem wolle sie die Planungsarbeit der Abteilung für politische und friedenskonsolidierende Angelegenheiten und der Abteilung für Friedensmissionen besser zusammenführen. Ihr Ziel beschrieb sie mit den Worten, sie wolle eine „Generalsekretärin der Umsetzung“ sein.&nbsp;</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frauenfrage-bleibt-teil-des-rennens"><span id="frauenfrage-bleibt-teil-des-rennens">Frauenfrage bleibt Teil des Rennens</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen hatten seit ihrer Gründung neun Generalsekretäre, aber noch nie eine Generalsekretärin. Mitgliedstaaten werden zur Nominierung von Frauen ermutigt, Geschlecht ist jedoch kein formales Auswahlkriterium.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Bachelet und Grynspan bewerben sich zwei Frauen aus Lateinamerika. Grossi und Sall verwiesen in ihren Auftritten ebenfalls auf Gleichstellung. Grossi sagte, der Frauenanteil in der IAEA habe sich unter seiner Leitung von 28 auf 53 Prozent erhöht. Sall kündigte für seine mögliche Führungsspitze eine Frau als Stellvertreterin an.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-entscheidet-uber-die-politische-durchsetzbarkeit"><span id="sicherheitsrat-entscheidet-ueber-die-politische-durchsetzbarkeit">Sicherheitsrat entscheidet über die politische Durchsetzbarkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die öffentlichen Dialoge geben Mitgliedstaaten und Zivilgesellschaft mehr Einblick in die Kandidaturen. Die entscheidende Hürde bleibt der Sicherheitsrat. Eine Kandidatur braucht dort Mehrheit und darf von keinem der fünf ständigen Mitglieder blockiert werden. Danach ernennt die Generalversammlung die vorgeschlagene Person.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier Bewerbungen stehen damit in einem Verfahren, das Transparenz und Machtpolitik verbindet. Die Dialoge machten die programmatischen Unterschiede sichtbar: Bachelet betont Menschenrechte und Entwicklungsfragen, Grossi Krisenmanagement und institutionelle Führung, Grynspan Umsetzung und Reformsteuerung, Sall regionale Vermittlung und die stärkere Rolle Afrikas in der Friedenssicherung.</p>
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		<title>UN drängt Libyen zu Wahlen und Ende des Stillstands</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-draengt-libyen-zu-wahlen-und-ende-des-stillstands/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 21:58:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im UN-Sicherheitsrat wächst der Druck auf Libyens politische Lager: Die UN sieht weiter Stillstand bei Wahlen und staatlicher Einheit, trotz neuer Gespräche und eines ersten gemeinsamen Haushalts seit 13 Jahren.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-draengt-libyen-zu-wahlen-und-ende-des-stillstands%2F&amp;action_name=UN%20dr%C3%A4ngt%20Libyen%20zu%20Wahlen%20und%20Ende%20des%20Stillstands&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Libyens Weg zu Wahlen und einer einheitlichen Staatsführung kommt aus Sicht der Vereinten Nationen weiter nicht entscheidend voran. Am Mittwoch warnte UNSMIL-Chefin Hanna Serwaa Tetteh im Sicherheitsrat, dass die politische Roadmap stockt und ein Festhalten am Status quo die Risiken für Libyen und die Region erhöht. Der Rat stellte sich erneut hinter den UN-Fahrplan mit Wahlen, institutioneller Wiedervereinigung, Sicherheitsreformen und wirtschaftlicher Transparenz. Viele Delegationen machten zugleich klar, dass es nun weniger an Plänen als an Umsetzung und politischem Willen fehlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind nicht dort, wo wir beim Fortschritt auf der Roadmap sein möchten“, <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16346.doc.htm">sagte</a> Tetteh vor dem Sicherheitsrat. Einige libysche Akteure umgingen weiterhin die Erwartungen der Bevölkerung nach demokratischer Teilhabe. Parallelstrukturen außerhalb bestehender Vereinbarungen erschwerten zusätzlich die Wiedervereinigung der staatlichen Institutionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-sieht-fortschritte-im-dialog-aber-keine-politische-wende"><span id="un-sieht-fortschritte-im-dialog-aber-keine-politische-wende">UN sieht Fortschritte im Dialog, aber keine politische Wende</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tetteh verwies auf Bewegung im sogenannten strukturierten Dialog, der zunächst online während des Ramadan und später auch in Präsenz geführt wurde. In vier Arbeitsfeldern wird dort über Sicherheit, Regierungsführung, Wirtschaft sowie nationale Versöhnung und Menschenrechte beraten. Nach Angaben der UN liegen inzwischen Entwürfe für Empfehlungen vor. Eine Plenarsitzung ist noch in diesem Monat geplant, ein Abschlussbericht soll bis Anfang Juni vorliegen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="401" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/76f1d46f-099f-47b3-8890-e753c018e284.jpeg" alt="" class="wp-image-26800 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/76f1d46f-099f-47b3-8890-e753c018e284.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/76f1d46f-099f-47b3-8890-e753c018e284-300x172.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/76f1d46f-099f-47b3-8890-e753c018e284-380x218.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Sondergesandte machte jedoch deutlich, dass dieser Prozess allein die Blockade nicht beendet. Sollte es bis dahin keinen Fortschritt geben, will sie dem Sicherheitsrat im Juni eigene Vorschläge auf Grundlage der bestehenden Vereinbarungen vorlegen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlen-und-staatliche-einheit-bleiben-die-offenen-kernfragen"><span id="wahlen-und-staatliche-einheit-bleiben-die-offenen-kernfragen">Wahlen und staatliche Einheit bleiben die offenen Kernfragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rat herrschte breite Einigkeit darüber, dass <a href="https://fokus-afrika.de/kommunalwahlen-in-libyen-und-deutsche-unterstuetzung/" type="post" id="20903">freie und glaubwürdige Präsidentschafts- und Parlamentswahlen der nächste entscheidende Schritt bleiben</a>. Mehrere Delegationen warnten, dass das anhaltende Nebeneinander rivalisierender Institutionen das Vertrauen in den politischen Prozess weiter schwächt und die gesetzliche Grundlage für Wahlen verzögert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lettland sprach von Kräften, die den Prozess bewusst hinauszögerten, um ihre eigenen Interessen zu schützen. Auch Panama verwies auf fehlenden Konsens zwischen den politischen Lagern. Pakistan und Dänemark stellten sich hinter einen libysch geführten Prozess unter Vermittlung der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus libyscher Sicht klingt die <a href="https://fokus-afrika.de/bevoelkerung-koche-in-libyen-un-warnt-vor-eskalation/" type="post" id="24805">Frustration inzwischen offener.</a> Libyens Vertreter Taher El-Sonni sagte im Sicherheitsrat, viele internationale Initiativen der vergangenen 15 Jahre hätten die politische Sackgasse nicht überwunden, weil sie „die wirklichen Probleme“ nicht angegangen seien. Zwischen der libyschen Bevölkerung und der internationalen Gemeinschaft sei eine „Vertrauenskrise“ entstanden. „Wir haben begonnen, die Hoffnung zu verlieren“, sagte er.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-haushaltsdeal-gilt-als-seltenes-signal"><span id="haushaltsdeal-gilt-als-seltenes-signal">Haushaltsdeal gilt als seltenes Signal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als positive Entwicklung verwiesen mehrere Ratsmitglieder auf die <a href="https://fokus-afrika.de/libyen-einigt-sich-erstmals-seit-13-jahren-auf-gemeinsamen-staatshaushalt/" type="post" id="26697">erste einheitliche Haushaltsvereinbarung in Libyen seit 13 Jahren.</a> Latvia nannte sie einen wichtigen Schritt, Frankreich sprach von einem Fortschritt bei Transparenz, Regierungsführung und der Verteilung des libyschen Reichtums.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="423" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/97c4e0a9-3ad9-4e3b-ad7d-8b61dd7c2741-2.jpeg" alt="" class="wp-image-26802 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/97c4e0a9-3ad9-4e3b-ad7d-8b61dd7c2741-2.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/97c4e0a9-3ad9-4e3b-ad7d-8b61dd7c2741-2-300x181.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/97c4e0a9-3ad9-4e3b-ad7d-8b61dd7c2741-2-380x230.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Libyens Vertreter hob die neue Budgetvereinbarung hervor. Sie müsse nun „fair und gerecht“ umgesetzt werden, um Vertrauen zu stärken und Manipulationen zu verhindern. Zugleich kündigte er an, der libysche Staat werde nicht zulassen, dass nationale Ressourcen missbraucht werden. Schmuggler von libyschem Öl müssten national und international strafrechtlich verfolgt werden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-bleibt-fragil"><span id="sicherheitslage-bleibt-fragil">Sicherheitslage bleibt fragil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der politischen Blockade rückte der Sicherheitsrat auch die Sicherheitslage in den Mittelpunkt. Tetteh sprach von einer fragilen Lage, vor allem in den südlichen Grenzregionen. Dort zeige sich besonders deutlich, wie eng die politische Spaltung und die fehlende Einigung der Sicherheitsstrukturen zusammenhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a> forderte erneut den Abzug aller ausländischen Kämpfer, Söldner und ausländischen Truppen. Auch die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a>, die im Rat zugleich für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> sprach, verlangte den sofortigen Abzug dieser Kräfte. Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Vereinigten Staaten</a> verwiesen ihrerseits auf Gespräche zwischen Akteuren aus Ost- und Westlibyen zur wirtschaftlichen und militärischen Annäherung. Dazu zählt auch das <a href="https://fokus-afrika.de/mehr-als-30-staaten-nehmen-an-us-militaeruebung-flintlock-2026-teil/" type="post" id="25041">multinationale Spezialkräfte-Manöver Flintlock</a>, an dem libysche Offiziere aus beiden Teilen des Landes teilnehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ol-justiz-und-sudan-krieg-verscharfen-den-druck"><span id="oel-justiz-und-sudan-krieg-verschaerfen-den-druck">Öl, Justiz und Sudan-Krieg verschärfen den Druck</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="435" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/95eab9cd-af3e-4e93-b887-30990c6fbe11.jpeg" alt="" class="wp-image-26801 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/95eab9cd-af3e-4e93-b887-30990c6fbe11.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/95eab9cd-af3e-4e93-b887-30990c6fbe11-300x186.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/95eab9cd-af3e-4e93-b887-30990c6fbe11-380x236.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen wirtschaftliche und humanitäre Belastungen. Tetteh warnte vor einer sich verschlechternden Wirtschaftslage, einer vertieften Spaltung im Justizsystem und anhaltenden Menschenrechtsverletzungen. Dazu zählen Berichte über willkürliche Festnahmen, Einschüchterung und Repressalien gegen politische Gegner und Menschenrechtsverteidiger.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen verlangten außerdem besseren Schutz für Libyens zentrale Wirtschaftsorgane. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> rief dazu auf, die <a href="https://fokus-afrika.de/libyen-erreicht-hoechste-oelproduktion-seit-2013/" type="post" id="12881">Unabhängigkeit der National Oil Corporation </a>und der Zentralbank Libyens zu achten, damit beide Institutionen ohne politische Einflussnahme arbeiten können. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> und andere Ratsmitglieder verlangten ein schärferes Vorgehen gegen Öl- und Waffenschmuggel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Krieg im Sudan</a> wirkt inzwischen stärker auf Libyen ein. Kolumbien sprach von einer sich verschlechternden humanitären Lage und verwies auf schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Migranten und Flüchtlinge. Tetteh nannte den Sudan-Konflikt einen zusätzlichen Faktor, der den Druck auf Libyen weiter erhöht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Anfang Juni sollen die Empfehlungen des strukturierten Dialogs den politischen Akteuren und der Öffentlichkeit vorgelegt werden.</p>
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		<item>
		<title>Afrika drängt auf Finanzreformen gegen Schulden, Hilfskürzungen und Hunger</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra Leone]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrika rückt beim UN-Forum zur Entwicklungsfinanzierung ins Zentrum der Debatte: hohe Schulden, weniger Hilfsgelder und wachsende Risiken für Ernährung und Arbeitsplätze erhöhen den Druck auf Regierungen und Geldgeber.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger%2F&amp;action_name=Afrika%20dr%C3%A4ngt%20auf%20Finanzreformen%20gegen%20Schulden%2C%20Hilfsk%C3%BCrzungen%20und%20Hunger&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/">Afrika drängt auf Finanzreformen gegen Schulden, Hilfskürzungen und Hunger</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten haben zum Auftakt des UN-Forums für Entwicklungsfinanzierung mehr Tempo bei Schuldenentlastung, Entwicklungshilfe und Reformen der globalen Finanzordnung gefordert. Zum Beginn des Treffens am 21. April in New York verwiesen UN-Vertreter, Weltbank und Minister aus Afrika auf hohe Schuldendienstkosten, sinkende Hilfszusagen und neue Risiken für Ernährungssicherheit und Jobs in der Region. Vor allem Länder südlich der Sahara geraten dabei immer stärker unter Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres schlug zum Auftakt einen alarmierenden Ton an. Viele Entwicklungsländer seien von Investitionen abgeschnitten und versänken unter ihrer Schuldenlast. Zugleich verwies er auf die Folgen der jüngsten Krisen und Kriege, die sich weltweit in <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">steigenden Preisen für Treibstoff, Dünger und Lebensmittel niederschlügen.</a> Der Finanzierungsbedarf für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sei inzwischen auf mehr als vier Billionen Dollar pro Jahr angewachsen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-spurt-preis-und-schuldenkrise-besonders-stark"><span id="afrika-spuert-preis-und-schuldenkrise-besonders-stark">Afrika spürt Preis- und Schuldenkrise besonders stark</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie stark die Belastung in Afrika bereits durchschlägt, machte die Weltbank deutlich. Nach ihren Angaben könnten steigende Lebensmittelpreise zusätzlich 16 Millionen Menschen in Ernährungsunsicherheit treiben, vor allem in Subsahara-Afrika. Gleichzeitig seien bis zu 15 Millionen Arbeitsplätze gefährdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Internationale Währungsfonds verwies auf die besondere Anfälligkeit vieler afrikanischer Staaten. In weiten Teilen Subsahara-Afrikas verschärften sich die Folgen von langsamerem Wachstum und höherer Inflation. Hinzu kommt, dass viele Länder der Region auf Düngemittelimporte aus dem Golf angewiesen sind und damit besonders sensibel auf internationale Krisen reagieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26766 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der neue UN-Bericht zur Entwicklungsfinanzierung zeichnet ein entsprechend angespanntes Bild. Der Schuldendienst der Entwicklungsländer lag 2024 auf dem höchsten Stand seit 20 Jahren. Gleichzeitig fiel die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit 2025 um 23 Prozent. Damit verschärft sich aus Sicht der Vereinten Nationen der Druck auf Staaten, die ohnehin nur begrenzten finanziellen Spielraum haben.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sierra-leone-fordert-mehr-mitsprache"><span id="sierra-leone-fordert-mehr-mitsprache">Sierra Leone fordert mehr Mitsprache</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders klar formulierte Sierra Leone seine Kritik an der bestehenden Finanzordnung. Planungsministerin Kenyeh Ballay erklärte, afrikanische Staaten und die am wenigsten entwickelten Länder hätten zu wenig Stimmgewicht in den internationalen Finanzinstitutionen, obwohl globale Entscheidungen ihre Stabilität und Entwicklung direkt prägten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ballay kritisierte außerdem, dass internationale Finanzregeln häufig nach einem einheitlichen Muster funktionierten, das den Bedürfnissen besonders verwundbarer Staaten nicht gerecht werde. Gerade in Krisen komme Hilfe oft zu langsam und unter zu harten Bedingungen. Sierra Leone verlangte daher flexiblere Verfahren, schnelleren Zugang zu Unterstützung und mehr Einfluss für die Länder, die die Folgen globaler Schocks unmittelbar tragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weniger-hilfe-mehr-eigenmittel"><span id="weniger-hilfe-mehr-eigenmittel">Weniger Hilfe, mehr Eigenmittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Forderungen nach Reformen rückte bei dem Forum auch die Frage in den Vordergrund, wie afrikanische Staaten ihre eigenen Einnahmen stärken können. Der IWF nannte eine breitere Steuerbasis, den Abbau von Schlupflöchern und eine stärkere Lenkung staatlicher Mittel in Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung als zentrale Hebel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26767 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch mehrere Regierungsvertreter betonten, dass öffentliche Mittel künftig gezielter eingesetzt und private Investitionen besser mobilisiert werden müssten. Die Weltbank stellte jedoch klar, dass multilaterale Unterstützung allein nicht ausreiche. Entscheidend bleibe, ob Staaten selbst verlässliche Regeln, stabile Institutionen und ein investitionsfreundliches Umfeld schaffen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-und-afrikanische-entwicklungsbank-arbeiten-an-neuem-rahmen"><span id="frankreich-und-afrikanische-entwicklungsbank-arbeiten-an-neuem-rahmen">Frankreich und Afrikanische Entwicklungsbank arbeiten an neuem Rahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Streit um die <a href="https://fokus-afrika.de/un80-antonio-guterres-draengt-auf-umbau-finanzierungsluecken-gefaehrden-friedenseinsaetze/" type="post" id="20853">künftige Architektur</a> der Entwicklungsfinanzierung rückte auch Afrika als eigener Reformraum stärker in den Blick. Frankreich kündigte an, gemeinsam mit der Afrikanischen Entwicklungsbank an einem neuen afrikanischen Entwicklungsrahmen zu arbeiten. Paris will das Thema im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft weiter vorantreiben und Finanzierung so ausrichten, dass besonders verletzliche Staaten widerstandsfähiger werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hintergrund steht das sogenannte Sevilla Commitment, das 2025 auf der vierten internationalen Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung beschlossen worden war. Der neue Rahmen umfasst 280 Maßnahmen und soll nun in konkrete nationale Strategien übersetzt werden. Aus Sicht der Vereinten Nationen entscheidet sich gerade in Ländern mit hoher Schuldenlast, sinkender Hilfe und wachsender sozialer Anspannung, ob aus diesen Zusagen tatsächlich handfeste Entlastung wird.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/">Afrika drängt auf Finanzreformen gegen Schulden, Hilfskürzungen und Hunger</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Vertriebene kehren in großer Zahl nach Sudan zurück – doch Khartum liegt in Trümmern</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vertriebene-kehren-in-grosser-zahl-nach-sudan-zurueck-doch-khartum-liegt-in-truemmern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[IOM]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie kehren zurück, obwohl Häuser, Stromnetze und Wasserversorgung zerstört sind: Im Sudan beginnt eine riskante Rückkehrbewegung inmitten eines Krieges, der auch nach drei Jahren kein Ende findet.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvertriebene-kehren-in-grosser-zahl-nach-sudan-zurueck-doch-khartum-liegt-in-truemmern%2F&amp;action_name=Vertriebene%20kehren%20in%20gro%C3%9Fer%20Zahl%20nach%20Sudan%20zur%C3%BCck%20%E2%80%93%20doch%20Khartum%20liegt%20in%20Tr%C3%BCmmern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vertriebene-kehren-in-grosser-zahl-nach-sudan-zurueck-doch-khartum-liegt-in-truemmern/">Vertriebene kehren in großer Zahl nach Sudan zurück – doch Khartum liegt in Trümmern</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hunderttausende Vertriebene kehren in den Sudan zurück, obwohl in Khartum und Al-Dschasira Wasser, Strom, Gesundheitsversorgung und Wohnraum schwer zerstört sind. Am Montag <a href="http://Millionen Vertriebene kehren in den Sudan zurück, obwohl Khartum und Al-Dschasira schwer zerstört sind.">warnte</a> die Internationale Organisation für Migration, dass allein in Khartum 2026 mehr als zwei Millionen weitere Rückkehrer erwartet werden. Viele Menschen hoffen auf mehr Sicherheit, andere halten die Bedingungen in der Vertreibung nicht länger aus. Gleichzeitig dauert der Krieg zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces unvermindert an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckkehr-in-zerstorte-stadte"><span id="rueckkehr-in-zerstoerte-staedte">Rückkehr in zerstörte Städte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückkehr konzentriert sich nach Angaben der IOM vor allem auf die Hauptstadt Khartum und den benachbarten Bundesstaat Al-Dschasira. IOM-Vizegeneraldirektorin Sung Ah Lee schilderte nach einem Besuch in Khartum eine Stadt, in der Wohnhäuser und zentrale Infrastruktur massiv beschädigt sind. „Ich war gestern in Khartum und habe gesehen, dass große Zahlen von Menschen in Gebiete zurückkehren, in denen Wohnungen und kritische Infrastruktur wie Wasser, Gesundheit und Strom schwer beschädigt worden sind“, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Menschen dennoch zurückkehren, hat mehrere Gründe. Ein Teil der Vertriebenen geht davon aus, dass sich die Sicherheitslage verbessert hat. Andere sehen kaum noch eine Alternative, weil das Leben in der Flucht wirtschaftlich immer schwerer wird und sich auch die Bedingungen in den Nachbarländern verschlechtern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fast-neun-millionen-menschen-bleiben-im-land-vertrieben"><span id="fast-neun-millionen-menschen-bleiben-im-land-vertrieben">Fast neun Millionen Menschen bleiben im Land vertrieben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg hatte seit April 2023 eine der größten Vertreibungskrisen der Welt ausgelöst. Auf dem Höhepunkt der Kämpfe flohen nach IOM-Angaben fast zwölf Millionen Menschen aus besonders betroffenen Gebieten, darunter Khartum, Al-Dschasira sowie Teile von Sennar und Kordofan. Mehr als 4,5 Millionen überschritten die Grenzen, vor allem nach Ägypten, in den Südsudan und nach Tschad. Noch immer leben fast neun Millionen Menschen als Binnenvertriebene im Sudan.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26772 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Last tragen seit Langem auch die Aufnahmegebiete im Osten und Norden des Landes. Staaten wie Kassala, Gedaref, Red Sea, Northern und River Nile hätten zahlreiche Familien aufgenommen, obwohl sie selbst bereits unter wirtschaftlichem Druck und den Folgen der Klimakrise stünden, erklärte Lee. Die vorhandene Infrastruktur sei dadurch fast an ihre Grenzen gekommen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Last tragen seit Langem auch die Aufnahmegebiete im Osten und Norden des Landes. Staaten wie Kassala, Gedaref, Red Sea, Northern und River Nile hätten zahlreiche Familien aufgenommen, obwohl sie selbst bereits unter wirtschaftlichem Druck und den Folgen der Klimakrise stünden, erklärte Lee. Die vorhandene Infrastruktur sei dadurch fast an ihre Grenzen gekommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zerstorte-felder-bedrohen-die-ernten"><span id="zerstoerte-felder-bedrohen-die-ernten">Zerstörte Felder bedrohen die Ernten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders heikel ist die Lage in Al-Dschasira, einer zentralen Agrarregion des Landes. Dort treffen Rückkehrer nicht nur auf beschädigte Häuser, sondern auch auf verwüstete Felder und zerstörte Bewässerungssysteme. „Landwirte kehren auf Felder zurück, in denen Bewässerungssysteme und Geräte beschädigt worden sind“, sagte Lee. Das bedrohe Einkommen und Nahrungsmittelproduktion in einem Moment, in dem der Sudan ohnehin unter einer schweren Versorgungskrise leidet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26771 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die IOM warnt deshalb vor einem Scheitern der Rückkehrbewegung, wenn grundlegende Hilfe ausbleibt. „Ohne dringende Investitionen in die Wiederherstellung grundlegender Dienste, den Wiederaufbau von Infrastruktur und die Belebung von Lebensgrundlagen sind sichere und nachhaltige Rückkehr ernsthaft gefährdet“, sagte Lee.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-geht-trotz-internationaler-appelle-weiter"><span id="krieg-geht-trotz-internationaler-appelle-weiter">Krieg geht trotz internationaler Appelle weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diplomatische Bemühungen um eine Waffenruhe blieben bislang ohne Wirkung. Nach Darstellung der Vereinten Nationen hält der Krieg seit April 2023 ohne Unterbrechung an und ist von schweren Menschenrechtsverletzungen gegen Zivilisten geprägt. Genannt werden sexualisierte Gewalt, Folter, willkürliche Tötungen, Erpressung und gezielte Angriffe auf bestimmte Bevölkerungsgruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Flüchtlingshilfswerk UNHCR warnt, dass sich die Krise mit dem Eintritt in ihr viertes Jahr weiter verkompliziert. Neben anhaltender Binnen- und grenzüberschreitender Flucht beobachtet die Organisation zunehmend wiederholte Fluchtbewegungen. Dahinter stehen nicht nur neue Unsicherheit, sondern auch Versorgungslücken in den Nachbarstaaten, etwa geschlossene Kliniken, ausgesetzte Ernährungsprogramme und gekürzte Schutzangebote.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eu-erhoht-druck-auf-kriegsparteien"><span id="eu-erhoeht-druck-auf-kriegsparteien">EU erhöht Druck auf Kriegsparteien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/">Drei Jahre nach Kriegsbeginn</a> hat auch die Europäische Union den Druck auf die Konfliktparteien erhöht. In einer Erklärung vom 21. April bekräftigte Kaja Kallas im Namen der EU-Staaten ihre Unterstützung für die Einheit und territoriale Integrität des Sudan und wies einseitige Schritte zu parallelen Machtstrukturen zurück. Die EU verlangte eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe und kündigte an, glaubwürdige Friedensinitiativen einschließlich eines internationalen Überwachungsmechanismus zu unterstützen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26773 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich machte Brüssel externe Akteure mitverantwortlich für die Fortsetzung des Krieges. Die EU sprach sich dafür aus, sowohl das <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-icc-warnt-im-un-sicherheitsrat-vor-graeueltaten-in-darfur/" type="post" id="23751">Mandat des Internationalen Strafgerichtshofs</a> als auch das UN-Waffenembargo auf das gesamte Land auszuweiten, statt sie wie bisher auf Darfur zu begrenzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/" type="post" id="26588">Sudan-Konferenz in Berlin am 15. April</a> sagten internationale Geber nach EU-Angaben 1,5 Milliarden Euro Hilfe zu, davon 812 Millionen Euro von der EU und ihren Mitgliedstaaten. Die Union kündigte außerdem an, weitere Sanktionen gegen Strukturen der Kriegswirtschaft zu prüfen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvertriebene-kehren-in-grosser-zahl-nach-sudan-zurueck-doch-khartum-liegt-in-truemmern%2F&amp;action_name=Vertriebene%20kehren%20in%20gro%C3%9Fer%20Zahl%20nach%20Sudan%20zur%C3%BCck%20%E2%80%93%20doch%20Khartum%20liegt%20in%20Tr%C3%BCmmern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vertriebene-kehren-in-grosser-zahl-nach-sudan-zurueck-doch-khartum-liegt-in-truemmern/">Vertriebene kehren in großer Zahl nach Sudan zurück – doch Khartum liegt in Trümmern</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Amnesty zeichnet für Afrika ein Jahr der Kriege, Hungerkrisen und Repression</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/amnesty-zeichnet-fuer-afrika-ein-jahr-der-kriege-hungerkrisen-und-repression/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 19:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kriege, Hungerkrisen, tödlich niedergeschlagene Proteste und wachsende Vertreibung: Amnesty zeichnet für Afrika 2025 ein alarmierendes Bild der Menschenrechtslage.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Famnesty-zeichnet-fuer-afrika-ein-jahr-der-kriege-hungerkrisen-und-repression%2F&amp;action_name=Amnesty%20zeichnet%20f%C3%BCr%20Afrika%20ein%20Jahr%20der%20Kriege%2C%20Hungerkrisen%20und%20Repression&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/amnesty-zeichnet-fuer-afrika-ein-jahr-der-kriege-hungerkrisen-und-repression/">Amnesty zeichnet für Afrika ein Jahr der Kriege, Hungerkrisen und Repression</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Konflikte, Hunger und härtere Repression gegen Proteste haben die Menschenrechtslage in Afrika weiter verschärft. Amnesty International <a href="https://www.amnesty.org/en/latest/news/2026/04/amnesty-international-calls-states-to-stop-predatory-era-taking-hold/">zieht</a> für 2025 eine entsprechend düstere Bilanz. Der Bericht beschreibt eine Region, in der Kriege weiter eskalierten, Gesundheitssysteme unter neuen Kürzungen litten und Regierungen Demonstrationen immer häufiger als Sicherheitsproblem behandelten. Millionen Menschen blieben zugleich durch Krieg und klimabedingte Katastrophen vertrieben, besonders im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-und-dr-kongo-stehen-im-zentrum-der-gewalt"><span id="sudan-und-dr-kongo-stehen-im-zentrum-der-gewalt">Sudan und DR Kongo stehen im Zentrum der Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwer wiegt die Lage im Sudan. Nach der <a href="https://fokus-afrika.de/ueber-eine-million-rueckkehrer-nach-khartum/" type="post" id="21098">Rückeroberung von Khartum</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-un-ermittler-berichten-von-systematischen-graeueltaten/" type="post" id="19789">Gezira</a> durch die sudanesischen Streitkräfte Anfang 2025 kam es laut Amnesty zu Vergeltungsangriffen auf Zivilisten. Im Bundesstaat Gezira wurden Angehörige der Kanabi-Gemeinschaft attackiert, Häuser niedergebrannt und Eigentum geplündert. Im Oktober nahmen die Rapid Support Forces nach <a href="https://fokus-afrika.de/massaker-in-el-fasher-460-tote-bei-angriff-auf-krankenhaus-in-darfur/" type="post" id="21372">monatelanger Belagerung El Fasher in Nord-Darfur ein</a>. Danach folgten Massenmorde an Zivilisten, sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie Geiselnahmen. Amnesty verweist außerdem auf Waffenlieferungen aus den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/" type="post_tag" id="519">Vereinigten Arabischen Emiraten</a> an die RSF, die den Konflikt weiter angeheizt hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> verschärfte sich die Lage deutlich. Die von Ruanda unterstützte M23 nahm <a href="https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/" type="post" id="13732">Anfang des Jahres Goma</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/m23-rebellen-erobern-kalehe-und-bukavu/" type="post" id="14058">Bukavu</a> ein. Zwischen Ende Januar und Anfang April wurden in Goma mehr als 200 Menschen getötet, später kamen im Gebiet <a href="https://fokus-afrika.de/kaempfe-in-ostkongo-eskalieren-fardc-setzt-drohnen-gegen-m23-ein/" type="post" id="24064">Rutshuru</a> mindestens 319 weitere Zivilisten ums Leben. Amnesty dokumentiert dort zudem Folter, unmenschliche Haftbedingungen sowie Angriffe auf Krankenhäuser und Entführungen von Patienten und Angehörigen. Auch <a href="https://fokus-afrika.de/is-reklamiert-angriff-auf-goldminen-in-ituri/" type="post" id="25706">andere bewaffnete Gruppen in Ituri</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/wirklich-entsetzliche-angriffe-adf-massaker-an-zivilisten-in-nord-kivu-erschuettern-dr-kongo/" type="post" id="22172">Nord-Kivu gingen brutal vor.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-26761 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/" type="category" id="39">Mosambik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" type="category" id="76">Niger</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a>, dem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" type="category" id="285">Zentralafrikanischen Republik</a> meldet der Bericht ebenfalls rechtswidrige Tötungen durch staatliche Kräfte oder bewaffnete Gruppen. In Burkina Faso wurden bei einem Massaker in und um Solenzo mindestens 58 Zivilisten getötet. In Mali verweist Amnesty auf summarische Hinrichtungen und auf Fälle, in denen Soldaten mit <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Unterstützung der Wagner-Gruppe</a> an Tötungen beteiligt gewesen sein sollen. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hunger-trifft-hunderte-millionen"><span id="hunger-trifft-hunderte-millionen">Hunger trifft Hunderte Millionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Kriegen rückt Amnesty die soziale Krise in den Vordergrund. Das Ziel der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanischen Union</a>, Hunger und Ernährungsunsicherheit bis 2025 zu beseitigen, wurde verfehlt. Nach den zitierten Zahlen litten im Juli mehr als 307 Millionen Menschen in Afrika an Hunger, also mehr als 20 Prozent der Bevölkerung des Kontinents. Besonders dramatisch war die Lage im Sudan und im Südsudan, wo jeweils mindestens die Hälfte der Bevölkerung unter akuter Ernährungsunsicherheit lebte. Im Südsudan waren rund 28.000 Menschen von katastrophalem Hunger betroffen, im Sudan wurden in mehreren Gebieten Hungersnöte festgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Bildung und Gesundheit gerieten weiter unter Druck. In den Konfliktzonen Afrikas blieben Millionen Kinder ohne Unterricht. In Kameruns Nordwesten und Südwesten waren 14.829 Schulen geschlossen, betroffen waren mehr als drei Millionen Kinder. In Mali waren 2.036 Schulen außer Betrieb, im Südsudan gingen laut UNICEF mehr als 70 Prozent der Kinder nicht zur Schule. Gleichzeitig trafen Kürzungen von US-Hilfsgeldern zentrale Gesundheitsdienste in zahlreichen Ländern, darunter Kamerun, Ghana, Lesotho, Malawi, Namibia, Nigeria, Südafrika, Sambia, die Zentralafrikanische Republik und der Südsudan. In Lesotho verloren dem Bericht zufolge rund 1.500 Beschäftigte im Gesundheitswesen ihre Arbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierungen-reagieren-auf-proteste-mit-gewalt"><span id="regierungen-reagieren-auf-proteste-mit-gewalt">Regierungen reagieren auf Proteste mit Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Amnesty beschreibt außerdem eine härtere Gangart vieler Regierungen gegen Demonstrationen und kritische Stimmen. In Tansania starben bei der Niederschlagung von Protesten nach der Wahl Hunderte Menschen. In Kenia wurden am 25. Juni mindestens 19 Menschen getötet, als die Polizei gegen jugendgeführte Proteste vorging. Schon im Vorjahr waren bei ähnlichen Demonstrationen mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Der Bericht spricht davon, dass Regierungen Proteste auf dem Kontinent zunehmend als Bedrohung behandelten, sie gewaltsam auflösten, übermäßig einschränkten oder ganz verboten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="638" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011.jpg" alt="" class="wp-image-26762 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011-800x532.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kamen schärfere Eingriffe gegen Medien, Aktivisten und Oppositionelle. Militärregierungen gingen laut Amnesty besonders häufig unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit gegen kritische Stimmen vor. Parallel dazu untergruben Behörden in mehreren Staaten die Bemühungen um Rechenschaft und Strafverfolgung, was Opfern schwerer Verbrechen den Zugang zu Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung weiter erschwerte.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klima-vertreibung-und-diskriminierung-verscharfen-die-lage"><span id="klima-vertreibung-und-diskriminierung-verschaerfen-die-lage">Klima, Vertreibung und Diskriminierung verschärfen die Lage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht verbindet die Menschenrechtskrise auch mit der Klimakrise. Dürre und Überschwemmungen trafen viele Länder zusätzlich, während Regierungen und internationale Partner nach Darstellung von Amnesty zu wenig unternahmen, um die Bevölkerung wirksam zu schützen. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/" type="category" id="220">Namibia</a> litt weiter unter schwerer Dürre, in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a> führten Überschwemmungen in mehreren Provinzen zu Toten und zerstörten Häuser, besonders in informellen Siedlungen. Millionen Menschen konnten deshalb ebenso wenig zurückkehren wie jene, die vor Konflikten geflohen waren. Im Sudan entstand die weltweit größte und am schnellsten wachsende Vertreibungskrise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich dokumentiert Amnesty anhaltende Diskriminierung gegen Frauen, Mädchen und LGBTI-Personen. Gesellschaftliche Normen und politische Kampagnen gegen Rechte von Minderheiten hätten Gewalt und Ausgrenzung weiter befördert. Regierungen hätten zudem ihre Rechtssysteme genutzt, um LGBTI-Menschen gezielt zu diskriminieren.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Macky Sall verteidigt bei UN-Anhörung sein Vorgehen gegen Proteste im Senegal</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macky-sall-verteidigt-bei-un-anhoerung-sein-vorgehen-gegen-proteste-im-senegal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 09:24:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Macky Sall verteidigt in New York seine Rolle während der tödlichen Proteste im Senegal. Die Vorwürfe aus den Jahren 2021 bis 2024 holen den früheren Präsidenten damit auch im Rennen um die UN-Spitze ein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacky-sall-verteidigt-bei-un-anhoerung-sein-vorgehen-gegen-proteste-im-senegal%2F&amp;action_name=Macky%20Sall%20verteidigt%20bei%20UN-Anh%C3%B6rung%20sein%20Vorgehen%20gegen%20Proteste%20im%20Senegal&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall hat bei einer Veranstaltung zu seiner Kampagne für das Amt des UN-Generalsekretärs die Verantwortung für die tödlichen Proteste im Senegal erneut zurückgewiesen. Die Äußerungen fielen am 20. April in New York. Der frühere Präsident erklärte, sein Staat habe damals auf Gewalt und Angriffe auf öffentliche Einrichtungen reagieren müssen. Zugleich verwies er auf das Amnestiegesetz, mit dem am Ende seiner Amtszeit politische Spannungen entschärft werden sollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macky-sall-weist-vorwurfe-zu-todesfallen-zuruck"><span id="macky-sall-weist-vorwuerfe-zu-todesfaellen-zurueck">Macky Sall weist Vorwürfe zu Todesfällen zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Anhörung stand Salls Umgang mit den Protesten, die den Senegal zwischen 2021 und 2024 erschütterten. Der frühere Präsident stellte die Unruhen als Versuch dar, politische Macht mit Gewalt zu erzwingen. Er zählte Angriffe auf Wohnhäuser, Medien, Richter, Minister und große Infrastrukturprojekte auf, darunter Baustellen des Regionalexpresses und des Bus Rapid Transit sowie die Universität Dakar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall verteidigte das Vorgehen seines Staates mit einem Verweis auf seine verfassungsmäßigen Pflichten. „Ich habe geschworen, die Institutionen der Republik und die Demokratie zu verteidigen, und der Staat hat in allen Ländern der Welt die Pflicht, seine Bürger zu schützen“, sagte er.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="670" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFk5J1nXMAA9NxW-1-1024x670.jpeg" alt="" class="wp-image-26715 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFk5J1nXMAA9NxW-1-1024x670.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFk5J1nXMAA9NxW-1-300x196.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFk5J1nXMAA9NxW-1-768x503.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFk5J1nXMAA9NxW-1-380x249.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFk5J1nXMAA9NxW-1-800x524.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFk5J1nXMAA9NxW-1-1160x759.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFk5J1nXMAA9NxW-1.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Den Vorwurf, für Todesfälle politisch oder persönlich verantwortlich zu sein, wies er scharf zurück. „Für welchen Mord soll er verantwortlich sein? Hat er irgendjemandem den Befehl gegeben, junge Menschen zu töten?“, sagte Sall über sich selbst in der dritten Person. Das Bild, das von ihm gezeichnet werde, sei „völlig losgelöst von der Realität“.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-proteste-forderten-dutzende-todesopfer"><span id="proteste-forderten-dutzende-todesopfer">Proteste forderten Dutzende Todesopfer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Protestwelle im Senegal zog sich von März 2021 bis Februar 2024 hin. Sie war von schweren Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Oppositionellen geprägt. Amnesty International zählt 65 Tote, darunter 51 Menschen, die durch Schusswaffen starben. Die neue senegalesische Regierung geht von mehr als 80 Todesopfern aus. Hinzu kamen Tausende Verletzte und mehr als 1.000 Festnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse zählen zu den schwersten innenpolitischen Krisen der jüngeren Geschichte des Landes. Besonders sensibel ist der Fall, weil Sall nun für das höchste Amt der Vereinten Nationen in Betracht gezogen wird und die Gewalt aus seiner Amtszeit <a href="https://fokus-afrika.de/verbreitete-korruption-unter-der-fruheren-regierung/">weiter juristisch und politisch nachwirkt.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-amnestiegesetz-bleibt-ein-streitpunkt"><span id="amnestiegesetz-bleibt-ein-streitpunkt">Amnestiegesetz bleibt ein Streitpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall verteidigte auch das 2024 verabschiedete Amnestiegesetz. Er stellte es als Schritt zur nationalen Befriedung dar. „Im Interesse Senegals war es richtig, ein Gesetz der Vergebung zu verabschieden“, sagte er. Dadurch seien Gefangene freigekommen, die später an den Wahlen teilgenommen und diese demokratisch gewonnen hätten.</p>



<iframe width="494" height="506" src="https://www.youtube.com/embed/VyaAMQ4qkao" title="🔴EN DIRECT  RENCONTRE MACKY SALL ET LA SOCIÉTÉ CIVILE DEPUIS NEW YORK CITY NATIONS UNIES ✅" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade dieses Argument bleibt im Senegal umstritten. Die neue Regierung leitete 2025 offiziell Ermittlungen zu den Gewalttaten ein. Zwar deckt das Amnestiegesetz bestimmte Vorgänge aus dieser Zeit ab. Senegals Gerichte und der Verfassungsrat haben zugleich klargestellt, dass Blutverbrechen nach den vom Senegal ratifizierten internationalen Konventionen nicht amnestiefähig sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kandidatur-fur-un-spitze-unter-druck"><span id="kandidatur-fuer-un-spitze-unter-druck">Kandidatur für UN-Spitze unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Salls Äußerungen in New York fallen in eine Phase, in der seine <a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580">Bewerbung für die Nachfolge</a> von António Guterres zunehmend politisch umkämpft ist. Die Afrikanische Union lehnte seine Kandidatur im März 2026 ab. <a href="https://fokus-afrika.de/keine-rueckendeckung-fuer-macky-sall-als-kuenftiger-un-generalsekretaer/" type="post" id="26084">Zwanzig Mitgliedstaaten sprachen sich gegen ihn aus, darunter auch der Senegal selbst.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="569" height="644" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Macky_Sall_with_Obamas_2014_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-12831 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Macky_Sall_with_Obamas_2014_cropped.jpg 569w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Macky_Sall_with_Obamas_2014_cropped-265x300.jpg 265w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Macky_Sall_with_Obamas_2014_cropped-380x430.jpg 380w" sizes="(max-width: 569px) 100vw, 569px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig reißt die Debatte über seine politische Bilanz nicht ab. Familien von Opfern und Organisationen der senegalesischen Zivilgesellschaft halten eine mögliche Ernennung an die Spitze der Vereinten Nationen für unvereinbar mit den Vorwürfen aus der Zeit der Proteste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem bleibt Sall in dem Bewerberfeld sichtbar. Ein im April 2026 erhobenes Stimmungsbild unter Diplomaten und Fachleuten sieht ihn mit 38,6 Prozent an der Spitze der genannten Kandidaten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahl-des-nachsten-un-generalsekretars-ruckt-naher"><span id="wahl-des-naechsten-un-generalsekretaers-rueckt-naeher">Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs rückt näher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Generalsekretär der Vereinten Nationen soll sein Amt am 1. Januar 2027 antreten. Gewählt wird er in den kommenden Monaten durch den Sicherheitsrat, der einen Kandidaten mit mindestens neun Stimmen empfehlen muss, ohne dass eines der fünf ständigen Mitglieder ein Veto einlegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall nutzte seinen Auftritt in New York am Ende auch für einen versöhnlichen Ton. „Glücklicherweise hat unser Land diese schmerzhafte Phase hinter sich gelassen“, sagte er.</p>
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			<media:title type="html">Macky Sall verteidigt bei UN-Anhörung sein Vorgehen gegen Proteste im Senegal</media:title>
			<media:description type="html">Macky Sall hat bei seiner Anhörung für das Amt des UN-Generalsekretärs sein Vorgehen gegen die Proteste im Senegal verteidigt und jede Verantwortung für Todesfälle zurückgewiesen.</media:description>
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			<media:description type="html">President Barack Obama and First Lady Michelle Obama greet His Excellency Macky Sall, President of the Republic of Senegal, and Mrs. Marieme Sall, in the Blue Room during a U.S.-Africa Leaders Summit dinner at the White House, Aug. 5, 2014. (Official White House Photo by Amanda Lucidon)</media:description>
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		<title>Annalena Baerbock stärkt Internationalem Strafgerichtshof demonstrativ den Rücken</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-staerkt-internationalem-strafgerichtshof-demonstrativ-den-ruecken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 12:23:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Baerbock setzt in Den Haag ein klares Signal für den Internationalen Strafgerichtshof: Rechenschaft dürfe nicht verstummen, Opfer schwerster Verbrechen verdienten Gerechtigkeit.<br />
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalversammlungspräsidentin Annalena Baerbock hat dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag öffentlich ihre Unterstützung zugesichert. Bei einem <a href="https://www.icc-cpi.int/news/president-un-general-assembly-visits-international-criminal-court">Besuch</a> am Sitz des Gerichts stellte sie sich hinter einen „starken und unabhängigen“ Strafgerichtshof, der frei von Einschüchterung und Drohungen arbeiten könne. Der Besuch ist politisch relevant, weil die Führung des Gerichts den Rückhalt der Staaten in einer Phase betonte, in der sie auf Versuche verweist, laufende Verfahren zu beeinflussen. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie belastbar die Unterstützung für internationale Strafverfolgung im multilateralen System derzeit ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag traf Baerbock in Den Haag die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs, Tomoko Akane, sowie den Ersten Vizepräsidenten Rosario Salvatore Aitala.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutliche-botschaften-zur-unabhangigkeit-des-gerichts"><span id="deutliche-botschaften-zur-unabhaengigkeit-des-gerichts">Deutliche Botschaften zur Unabhängigkeit des Gerichts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Akane dankte Baerbock für ihre <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">„beständige und unerschütterliche Unterstützung“</a> während ihrer Amtszeit als Präsidentin der UN-Generalversammlung. Alle, die Teil des multilateralen Systems seien, müssten „fest auf der Seite der Gerechtigkeit stehen“, sagte die Gerichtspräsidentin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich machte Akane deutlich, unter welchem Druck das Gericht seine Arbeit derzeit sieht. Der Strafgerichtshof werde weiter „ohne Furcht oder Bevorzugung“ Recht sprechen, benötige <a href="https://fokus-afrika.de/icc-praesidentin-tomoko-akane-besucht-uganda/" type="post" id="21157">dafür aber die Zusammenarbeit und Unterstützung seiner Partner, darunter der UN-Mitgliedstaaten. </a>Diese Unterstützung sei „in diesen schwierigen Zeiten und angesichts von Versuchen, in Gerichtsverfahren einzugreifen“, besonders wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock griff diese Linie bei ihrem Besuch auf. Sie sprach von ihrer „unerschütterlichen Unterstützung“ für einen starken und unabhängigen Strafgerichtshof, der frei von Einschüchterung und Drohungen arbeiten könne. Wörtlich sagte sie: „Rechenschaft darf nicht zum Schweigen gebracht werden. Opfer der schwersten Verbrechen verdienen Gerechtigkeit.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-setzt-politisches-signal-fur-multilaterale-strafverfolgung"><span id="besuch-setzt-politisches-signal-fuer-multilaterale-strafverfolgung">Besuch setzt politisches Signal für multilaterale Strafverfolgung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Auftritt der Präsidentin der UN-Generalversammlung am Sitz des Gerichts war mehr als ein protokollarischer Termin. Das Gericht stellte den Besuch als Zeichen anhaltender gemeinsamer Anstrengungen im Kampf gegen die Straflosigkeit bei den schwersten Verbrechen dar, die die internationale Gemeinschaft insgesamt betreffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/55063880140_3e9998b414_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26659 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/55063880140_3e9998b414_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/55063880140_3e9998b414_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/55063880140_3e9998b414_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/55063880140_3e9998b414_k-1536x1025.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/55063880140_3e9998b414_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/55063880140_3e9998b414_k-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/55063880140_3e9998b414_k-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/55063880140_3e9998b414_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit unterstrich der Strafgerichtshof zugleich seine Erwartung an politische Rückendeckung aus den Vereinten Nationen und von deren Mitgliedstaaten. Die Botschaft aus Den Haag lautet, dass internationale Strafjustiz nicht nur juristische Arbeit ist, sondern auch auf <a href="https://fokus-afrika.de/icc-praesidentin-tomoko-akane-praesentiert-jahresbericht-vor-un-generalversammlung/" type="post" id="21930">praktischen und politischen Schutz angewiesen bleibt.</a></p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-und-strafgerichtshof-arbeiten-institutionell-getrennt-zusammen"><span id="un-und-strafgerichtshof-arbeiten-institutionell-getrennt-zusammen">UN und Strafgerichtshof arbeiten institutionell getrennt zusammen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch machte auch die besondere Beziehung zwischen den Vereinten Nationen und dem Strafgerichtshof sichtbar. Beide Institutionen sind voneinander unabhängig. Ihre Zusammenarbeit ist jedoch seit 2004 in einem eigenen Abkommen geregelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das am 4. Oktober 2004 unterzeichnete Abkommen erkennt Rolle und Mandate beider Institutionen an und legt die Grundlagen für ihre Beziehungen sowie für eine enge Zusammenarbeit in Fragen gemeinsamen Interesses fest.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nach Sudan-Konferenz: Diese Punkte berät der Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-sudan-konferenz-diese-punkte-beraet-der-sicherheitsrat-hinter-verschlossenen-tueren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 11:05:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Krieg im Sudan geht ins vierte Jahr, der Sicherheitsrat ringt um neue Schritte und in Berlin werden mehr als 1,5 Milliarden Euro Hilfe zugesagt. Doch die Fronten zwischen Armee und RSF bleiben verhärtet.<br />
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-sudan-konferenz-diese-punkte-beraet-der-sicherheitsrat-hinter-verschlossenen-tueren/">Nach Sudan-Konferenz: Diese Punkte berät der Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hat sich in nichtöffentlichen Beratungen erneut mit dem Krieg im Sudan befasst, während der Konflikt in sein viertes Jahr geht. Im Zentrum standen die stockenden Vermittlungsbemühungen, die wachsende regionale Dimension des Krieges und die humanitäre Lage im Land. Zusätzliche Brisanz bekam die Debatte durch die Sudan-Konferenz in Berlin, bei der internationale Partner mehr als 1,5 Milliarden Euro an humanitärer Hilfe zusagten. Für den Sudan ist das wichtig, weil militärische Fronten verhärtet bleiben, der politische Dialog stockt und internationale Akteure zugleich nach neuen Hebeln für Druck und Vermittlung suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen fanden am Freitagnachmittag auf Antrag Dänemarks und Großbritanniens statt. Vor dem Rat sollte Pekka Haavisto berichten, der seit dem 24. Februar als persönlicher Gesandter des UN-Generalsekretärs für den Sudan im Amt ist und erstmals in dieser Funktion vor den Ratsmitgliedern sprach.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-tritt-ins-vierte-jahr-ein"><span id="krieg-tritt-ins-vierte-jahr-ein">Krieg tritt ins vierte Jahr ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Jahre nach Beginn des Krieges zwischen den sudanesischen Streitkräften und den Rapid Support Forces hat sich der Konflikt zu einem langwierigen Abnutzungskrieg entwickelt. Die Kämpfe fordern weiter viele zivile Opfer, treiben Menschen in die Flucht und verschärfen den Hunger im Land. In einigen Gebieten herrschen bereits Hungersnot-ähnliche Zustände.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich wächst die Sorge über die regionale Ausstrahlung des Krieges. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen erhalten die Konfliktparteien Unterstützung von außen, während <a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">Waffen aus mehreren Quellen ins Land gelangen.</a> Das verstärkt nicht nur die Kämpfe, sondern auch die Gefahr von Stellvertreterdynamiken in der Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-haavisto-sondiert-spielraum-fur-neue-vermittlung"><span id="haavisto-sondiert-spielraum-fuer-neue-vermittlung">Haavisto sondiert Spielraum für neue Vermittlung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sicherheitsrat dürfte vor allem Haavistos Einschätzung gefragt gewesen sein, wie groß der Spielraum für eine Deeskalation noch ist. Seit seiner Ernennung reiste der finnische Diplomat nach Khartum, Port Sudan, Addis Abeba, Kairo und Nairobi. Dort sprach er mit Vertretern der sudanesischen Armee, mit regionalen Organisationen, mit zivilen Akteuren und auch mit dem Anführer der Rapid Support Forces, Mohamed Hamdan Dagalo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontakte zeigen, dass die Vereinten Nationen parallel mit staatlichen, militärischen und zivilen Akteuren nach einem neuen politischen Ansatz suchen. Offen ist jedoch, wie weit die Konfliktparteien dazu derzeit bereit sind. Beide Seiten setzen nach UN-Einschätzung weiter vorrangig auf militärische Strategien, während Vermittlungsbemühungen bislang kaum vorankommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-ruckt-humanitare-hilfe-und-politischen-prozess-in-den-fokus"><span id="berlin-rueckt-humanitaere-hilfe-und-politischen-prozess-in-den-fokus">Berlin rückt humanitäre Hilfe und politischen Prozess in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales internationales Signal kam in dieser Woche aus Berlin. Deutschland richtete dort gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien, den Vereinigten Staaten, <a href="https://fokus-afrika.de/merz-empfaengt-au-kommissionschef-youssouf-vor-sudan-konferenz-in-berlin/">der Afrikanischen Union </a>und der Europäischen Union die dritte Internationale Sudan-Konferenz aus. Die Tagung fiel auf den <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">dritten Jahrestag des Kriegsbeginns.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter aus 55 Staaten sowie internationale und sudanesische Organisationen forderten ein Ende der Kämpfe, die Einhaltung des humanitären Völkerrechts und einen sicheren, ungehinderten Zugang für Hilfslieferungen im ganzen Land. <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/" type="post" id="26588">Zugleich sagten die Teilnehmer mehr als 1,5 Milliarden Euro an humanitärer Hilfe zu.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weder die sudanesischen Streitkräfte noch die Rapid Support Forces waren zu der Konferenz eingeladen. Der sudanesische Ministerpräsident Kamil Idris protestierte deshalb gegen den Ausschluss der Regierung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zivile-krafte-legen-in-berlin-gemeinsames-papier-vor"><span id="zivile-kraefte-legen-in-berlin-gemeinsames-papier-vor">Zivile Kräfte legen in Berlin gemeinsames Papier vor</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="512" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9ioK2XkAA9lSp-1024x512.jpeg" alt="" class="wp-image-26589 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9ioK2XkAA9lSp-1024x512.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9ioK2XkAA9lSp-300x150.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9ioK2XkAA9lSp-768x384.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9ioK2XkAA9lSp-1536x768.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9ioK2XkAA9lSp-380x190.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9ioK2XkAA9lSp-800x400.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9ioK2XkAA9lSp-1160x580.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9ioK2XkAA9lSp.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Regierungskonferenz kamen auf Einladung einer internationalen Kontaktgruppe auch sudanesische zivile Akteure in Berlin zusammen. Beteiligt waren die Afrikanische Union, die Europäische Union, die Regionalorganisation IGAD, die Liga der Arabischen Staaten und die Vereinten Nationen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/vor-sudan-konferenz-in-berlin-eskaliert-der-streit-mit-der-sudanesischen-regierung/" type="post" id="26463">Die Teilnehmer unterzeichneten ein gemeinsames Dokument, in dem sie eine gemeinsame Position für einen inner-sudanesischen politischen Dialog formulierten.</a> Ziel ist ein Prozess, der zu einem zivil geführten Übergang führen soll. Das Papier nennt unter anderem Regierungsführung, Gerechtigkeit, Marginalisierung und den Schutz der Zivilbevölkerung als zentrale Themen. Außerdem fordert es einen umfassenden Übergangsjustizprozess, um Verantwortlichkeit, Wiedergutmachung für Opfer und nationale Versöhnung zu ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-vorwurfe-wegen-gewalt-gegen-zivilisten"><span id="neue-vorwuerfe-wegen-gewalt-gegen-zivilisten">Neue Vorwürfe wegen Gewalt gegen Zivilisten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen im Sicherheitsrat fanden vor dem Hintergrund neuer Berichte über schwere Verbrechen statt. UN-Residenten- und Humanitärkoordinatorin Denise Brown sagte am 13. April, der Sudan bleibe in einem Teufelskreis aus Tötungen, Vertreibungen und weiteren Verstößen gefangen. Sie verwies auf <a href="https://fokus-afrika.de/un-sieht-kennzeichen-von-voelkermord-in-el-fasher/" type="post" id="24852">Muster sexualisierter Gewalt und auf Gräueltaten in El Fasher</a>, der Hauptstadt des <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-icc-warnt-im-un-sicherheitsrat-vor-graeueltaten-in-darfur/" type="post" id="23751">Bundesstaats Nord-Darfur</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit gilt dort einem Bericht der unabhängigen internationalen UN-Faktfindungsmission vom 19. Februar. Darin werden für El Fasher „Kennzeichen eines Völkermords“ festgestellt. Brown drängte deshalb auf rasche Schritte, um weitere Gräueltaten zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sanktionen-und-streit-uber-verantwortlichkeit"><span id="sanktionen-und-streit-ueber-verantwortlichkeit">Sanktionen und Streit über Verantwortlichkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben diplomatischen Bemühungen setzen einige internationale Akteure auch auf Sanktionen. Der Sanktionsausschuss des Sicherheitsrats verhängte am 24. Februar Strafmaßnahmen gegen <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-rsf-fuehrungsfiguren-im-sudan/" type="post" id="25092">vier Kommandeure der Rapid Support Forces, darunter deren stellvertretenden Kommandeur Abdul Rahim Hamdan Dagalo.</a> Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten brachten zudem vier weitere Benennungen ein. Russland legte darauf jedoch nach Angaben aus dem Rat einen technischen Vorbehalt ein, der bis Ende des Monats laufen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schwer sich der Sicherheitsrat mit klaren Schuldzuweisungen tut, zeigte bereits die Debatte vom 26. März nach einem Angriff auf das Lehrkrankenhaus von El Daein im Bundesstaat Ost-Darfur, bei dem Berichten zufolge rund 70 Menschen getötet wurden. Während einige internationale Akteure, darunter die USA, den Angriff den sudanesischen Streitkräften zuschrieben, wies die Armee die Vorwürfe zurück. Auch ein Bericht des Humanitarian Research Lab an der Yale School of Public Health kam zu dem Schluss, der Angriff sei wahrscheinlich von den Streitkräften ausgeführt worden. Im Sicherheitsrat konnte dennoch keine gemeinsame Linie zur Verantwortlichkeit gefunden werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-kehren-schrittweise-nach-khartum-zuruck"><span id="un-kehren-schrittweise-nach-khartum-zurueck">UN kehren schrittweise nach Khartum zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den politischen Kontakten gibt es erste Zeichen einer begrenzten Rückkehr internationaler Präsenz in die Hauptstadt. Medienberichten zufolge eröffneten die Vereinten Nationen am 2. April ihr Hauptquartier in Khartum wieder. Auch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen nahm dort seine Arbeit erneut auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Welternährungsprogramm kündigte am 9. April an, sein Landesbüro nach fast drei Jahren ebenfalls wieder in die Hauptstadt zu verlegen. Begründet wurde der Schritt mit umfassenderen UN-Bemühungen, nach Khartum zurückzukehren. Genannt wurden auch Anzeichen wachsender Aktivität in Teilen der Stadt, darunter wieder aufgenommene Flüge des UN Humanitarian Air Service und die Rückkehr einzelner Bewohner.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-sudan-konferenz-diese-punkte-beraet-der-sicherheitsrat-hinter-verschlossenen-tueren/">Nach Sudan-Konferenz: Diese Punkte berät der Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>UN warnt vor Situation im Südsudan: &#8220;Geschlachtet wie Ziegen&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-situation-im-suedsudan-geschlachtet-wie-ziegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 22:09:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr Gewalt, mehr Vertriebene, weniger Schutz: Im UN-Sicherheitsrat wächst die Sorge, dass der Südsudan in eine neue Eskalation rutscht, während UNMISS mit deutlich weniger Kapazität arbeiten muss.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen warnen vor einer neuen Zuspitzung der Gewalt im Südsudan, während die UN-Friedensmission UNMISS wegen Finanzkürzungen deutlich eingeschränkt arbeitet. Im Sicherheitsrat schilderten UN-Vertreter eine wachsende Zahl von Toten, Vertreibungen und Angriffen auf Zivilisten, besonders im Bundesstaat Jonglei. Die Warnung ist auch deshalb brisant, weil das Mandat der Mission Ende April verlängert werden muss und mehrere Staaten UNMISS trotz knapper Mittel weiter für unverzichtbar halten. Für die Zivilbevölkerung steht viel auf dem Spiel, weil Schutz, humanitärer Zugang und politische Vermittlung zugleich unter Druck geraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Freitag befasste sich der UN-Sicherheitsrat in New York mit der Lage im Südsudan und der Zukunft von UNMISS. Es war der erste Bericht von Anita Kiki Gbeho als neue Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs und Leiterin der Mission seit ihrer Ernennung am 11. April.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gewalt-nimmt-zu-zivilisten-zahlen-den-preis"><span id="gewalt-nimmt-zu-zivilisten-zahlen-den-preis">Gewalt nimmt zu, Zivilisten zahlen den Preis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gbeho zeichnete vor dem Sicherheitsrat ein Bild einer deutlich verschärften Sicherheitslage. Die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen des Südsudan und der Sudan People’s Liberation Movement beziehungsweise Army in Opposition hätten sich vor allem in Jonglei intensiviert. Zugleich halte interkommunale Gewalt in anderen Teilen des Landes an.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26646 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die neue Missionschefin sagte, Zivilisten trügen weiterhin die Hauptlast der Gewalt. Nach UN-Angaben stieg die Zahl der Todesopfer und Verletzten im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent. In mehreren Landesteilen spielen dabei nicht nur Gefechte zwischen bewaffneten Akteuren eine Rolle, sondern auch Viehdiebstähle, Landkonflikte und Vergeltungsangriffe.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders alarmierend äußerte sich auch das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte. Im <a href="https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-eskalation-in-jonglei/">Bundesstaat</a> Jonglei seien bei Straßenarbeiten Leichen entdeckt worden. Die UN-Menschenrechtskommission für den Südsudan warnte deshalb, die tatsächlichen menschlichen Kosten der jüngsten Gewalt könnten deutlich höher sein als bislang bekannt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unmiss-verliert-bis-zu-30-prozent-ihrer-einsatzfahigkeit"><span id="unmiss-verliert-bis-zu-30-prozent-ihrer-einsatzfaehigkeit">UNMISS verliert bis zu 30 Prozent ihrer Einsatzfähigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Eskalation der Gewalt ist UNMISS nach Angaben der Mission durch Haushaltskürzungen spürbar geschwächt worden. Gbeho sagte dem Sicherheitsrat, die operative Kapazität sei infolge eines Notfallplans um 25 bis 30 Prozent reduziert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hat direkte Folgen für die Arbeit der Mission. Zwar konnten Blauhelme nach gewaltsamen Vorfällen in Akobo und Abiemnhom noch Zivilisten schützen. Eine dauerhafte Präsenz an solchen Orten sei unter den aktuellen Finanzbedingungen jedoch nicht tragfähig, machte Gbeho deutlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch andere Kernbereiche sind betroffen. Wegen geringerer Mittel kann UNMISS weniger Minen und explosive Überreste räumen, während zugleich Patrouillen und die Sicherung von Standorten weiterlaufen müssen. In Hochrisikogebieten wie Jonglei verzögert das nach UN-Angaben die Reaktion auf humanitäre Hilfsgesuche. Hinzu kommt, dass die Mission weniger Kontakt zu lokalen Behörden, traditionellen Autoritäten und Gemeinden halten kann. Das schwächt Frühwarnsysteme, Vertrauensbildung und die Sichtbarkeit der Mission vor Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gbeho formulierte das Dilemma offen. „Das Ausmaß und die Dringlichkeit der Bedürfnisse vor Ort entsprechen bisher nicht dem nachhaltigen Engagement und den Investitionen, die notwendig wären, um das gemeinsame Ziel eines dauerhaften Friedenswegs zu erreichen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-lage-verscharft-sich-weiter"><span id="humanitaere-lage-verschaerft-sich-weiter">Humanitäre Lage verschärft sich weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher schilderte die Lage im Sicherheitsrat in drastischen Worten. Der Südsudan stehe „an einem gefährlichen Scheideweg“, sagte er. In diesem Jahr seien rund zwei Drittel der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen, während der humanitäre Plan der UN über 1,46 Milliarden Dollar bislang nur zu 22 Prozent finanziert sei.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26647 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Fletcher berichtete von seinem Besuch in Jonglei, wo ihm Frauen von extremer Gewalt erzählt hätten. Ihre Häuser seien niedergebrannt worden, Menschen seien „wie Ziegen abgeschlachtet“ worden. Seit Dezember 2025 seien durch die erneuten Kämpfe in Jonglei mehr als 250.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben worden. Weitere 110.000 Menschen seien nach Äthiopien geflohen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Daten der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/who/" type="post_tag" id="314">Weltgesundheitsorganisation</a> haben in Jonglei 1,35 Millionen Menschen den Zugang zu medizinischer Versorgung verloren, nachdem 26 Gesundheitseinrichtungen zerstört wurden oder schließen mussten. Zugleich breiten sich Cholera und Masern weiter aus. Für die kommende Hungerperiode von April bis Juli werden in allen zehn Bundesstaaten des Landes Notlagen bei der Ernährungssicherheit erwartet. Mehr als 7,5 Millionen Menschen sollen in diesem Jahr Nahrungsmittelhilfe benötigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-ringt-um-auftrag-und-mittel-der-mission"><span id="sicherheitsrat-ringt-um-auftrag-und-mittel-der-mission">Sicherheitsrat ringt um Auftrag und Mittel der Mission</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats bezeichneten UNMISS trotz der Einschränkungen als unverzichtbar. China warnte, jede Schwächung des Mandats würde Frieden und regionale Stabilität untergraben. Pakistan nannte die Mission mit Blick auf die für Dezember geplanten Wahlen „unverzichtbar“. Liberia drängte darauf, den Auftrag klar auf den Schutz von Zivilisten, humanitären Zugang und die Umsetzung des Friedensabkommens zu konzentrieren. Die Demokratische Republik Kongo, die auch für Liberia und Somalia sprach, forderte, die Finanzierung müsse der Bedrohungslage angepasst werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="447" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2a8c7383-b033-4c47-b5df-b8513c37f5c3.jpeg" alt="" class="wp-image-26648 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2a8c7383-b033-4c47-b5df-b8513c37f5c3.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2a8c7383-b033-4c47-b5df-b8513c37f5c3-300x192.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2a8c7383-b033-4c47-b5df-b8513c37f5c3-380x243.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Aus den Vereinigten Staaten kamen zugleich Forderungen nach enger gesetzten Prioritäten. Washington sprach sich für ein realistischeres und umsetzbares Mandat aus, das sich auf den Schutz von Zivilisten, humanitäre Hilfe, Menschenrechtsberichte und Rechenschaftspflicht konzentriert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der britische Vertreter erklärte, die „einzige Lösung“ für die Krise sei ein sofortiger Stopp der Kämpfe und eine Rückkehr zu einem inklusiven Dialog mit allen Beteiligten. Dazu müsse auch die Sudan People’s Liberation Army in Opposition des Ersten Vizepräsidenten Riek Machar gehören.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-weist-vorwurfe-gegen-juba-zuruck"><span id="regierung-weist-vorwuerfe-gegen-juba-zurueck">Regierung weist Vorwürfe gegen Juba zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter des Südsudan, Sabino Edward Nyawella Amaikwey, widersprach im Sicherheitsrat dem Eindruck, seine Regierung behindere systematisch die UN-Mission. „Es gibt keine Politik, die Arbeit von UNMISS zu behindern“, sagte er. Die Regierung sei zum Schutz der eigenen Bevölkerung verpflichtet und entschlossen, in allen Teilen des Landes wieder Stabilität herzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich wies er Empfehlungen des Generalsekretärs zurück, die aus Sicht Jubas über den Kernauftrag von UNMISS hinausgingen. Fragen der Regierungsführung und nationalen Politik seien Sache des souveränen Staates und würden durch innerstaatlichen Dialog geregelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eigensinniger-prasident-verscharft-die-krise"><span id="eigensinniger-praesident-verschaerft-die-krise">Eigensinniger Präsident verschärft die Krise</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1000" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Arrival_of_President_of_South_Sudan_H.E._Mr_Salva_Kiirmayardit_53136037886.jpg" alt="" class="wp-image-11301 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hintergrund der Debatte ist eine zunehmend fragile politische Lage. Nach dem jüngsten Bericht des UN-Generalsekretärs wird die Landschaft des Landes unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-kiir-korrigiert-ernennung-eines-verstorbenen-in-wahlgremium/" type="post" id="24320">durch einseitige Entscheidungen von Präsident Salva Kiir belastet.</a> Dazu zählen <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudans-praesident-kiir-setzt-parlamentsfuehrung-ab/" type="post" id="26323">Absetzungen von Amtsträgern </a>ohne vorherige Konsultation, was nach UN-Darstellung gegen das revitalisierte Friedensabkommen von 2018 verstößt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig wächst die Unsicherheit rund um die<a href="https://fokus-afrika.de/verschiebung-der-wahlen-in-suedsudan-ein-bedauerlicher-rueckschlag/" type="post" id="12410"> für Dezember 2026 geplanten Wahlen.</a> Finanzielle Engpässe und politische Verzögerungen bremsen den Übergangsprozess. Die Nationale Wahlkommission hatte nach UN-Angaben bis zum 11. März erst vier Prozent ihres beantragten Budgets erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Friedensabkommen selbst wirkt zunehmend ausgehöhlt. Der Bericht des Generalsekretärs verweist auf politische Zersplitterung, schärfere Rhetorik und eine wachsende militärische Eskalation. Währenddessen dokumentierte UNMISS im Berichtszeitraum 139 Vorfälle mit schweren Verstößen gegen Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht, von denen 1.063 Zivilisten betroffen waren, darunter 639 Todesopfer. Hinzu kamen 34 Fälle konfliktbezogener sexueller Gewalt mit 64 Überlebenden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entscheidung-uber-unmiss-steht-bis-ende-april-an"><span id="entscheidung-ueber-unmiss-steht-bis-ende-april-an">Entscheidung über UNMISS steht bis Ende April an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat muss nun über die <a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-einsatz-im-suedsudan-unmiss-mandat-bis-2025-verlaengert/">Verlängerung </a>des UNMISS-Mandats entscheiden, das am 30. April ausläuft. In der Debatte wurde deutlich, dass die Mission weiterhin als zentraler Stabilisierungsfaktor gesehen wird, ihre Handlungsmöglichkeiten aber bereits jetzt durch Geldmangel, Sicherheitsrisiken und politischen Widerstand enger geworden sind.</p>
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		<title>Ruanda und DR Kongo liefern sich offenen Schlagabtausch im UN-Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ruanda-und-dr-kongo-liefern-sich-offenen-schlagabtausch-im-un-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 21:43:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Warnung aus New York: Trotz Washington-Abkommen und Doha-Gesprächen eskaliert die Gewalt im Ostkongo weiter. Im UN-Sicherheitsrat prallen Kinshasa und Kigali offen aufeinander.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Trotz neuer diplomatischer Initiativen droht die Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo die Region der Großen Seen weiter zu destabilisieren. Im UN-Sicherheitsrat warnten ranghohe Vertreter der Vereinten Nationen, dass die Kämpfe anhalten, Millionen Menschen in die Flucht treiben und vor allem Frauen und Mädchen besonders hart treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16339.doc.htm">Sitzung</a> fand am 15. April in New York statt. Im Mittelpunkt standen der stockende Friedensprozess zwischen Kinshasa und Kigali, die fortgesetzten Kämpfe mit der M23-Miliz sowie die Frage, warum die Lage am Boden trotz neuer Abkommen weiter eskaliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Huang Xia, Sondergesandter des UN-Generalsekretärs für die Region der Großen Seen, zeichnete vor dem Sicherheitsrat ein düsteres Bild. Seit Oktober habe die Diplomatie zwar deutlich an Fahrt aufgenommen, zugleich aber hätten sich die humanitäre und sicherheitspolitische Lage „auf besorgniserregende Weise“ verschlechtert. Der zentrale Widerspruch bestehe weiterhin zwischen politischen Zusagen und der Realität vor Ort.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gewalt-geht-weiter-obwohl-neue-abkommen-vorliegen"><span id="gewalt-geht-weiter-obwohl-neue-abkommen-vorliegen">Gewalt geht weiter, obwohl neue Abkommen vorliegen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich galt das Washington-Abkommen vom 4. Dezember 2025 als wichtiger Schritt. Es sollte helfen, den Konflikt zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda einzudämmen. Doch nur wenige Tage später verschärfte die Einnahme von Ohvira durch die M23 die Lage erneut, mit schweren Folgen für die Zivilbevölkerung und für die Beziehungen in der Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Huang Xia verwies zwar auf neue Gespräche in Washington im März und auf Fortschritte im Doha-Prozess. Dazu zählten unter anderem ein Überwachungs- und Kontrollmechanismus für die Waffenruhe sowie konkrete operative Zonen der Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas, der FDLR. Dennoch sei der Preis des Konflikts für die Bevölkerung weiter enorm. Millionen Menschen seien vertrieben, die Ernährungslage verschlechtere sich, sexualisierte Gewalt nehme zu, ebenso die Angriffe auf humanitäre Helfer.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="441" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/e6f7ba8a-7ee1-43d4-8ed8-bb6497fca33b.jpeg" alt="" class="wp-image-26615 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/e6f7ba8a-7ee1-43d4-8ed8-bb6497fca33b.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/e6f7ba8a-7ee1-43d4-8ed8-bb6497fca33b-300x189.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/e6f7ba8a-7ee1-43d4-8ed8-bb6497fca33b-380x239.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Sondergesandte warnte zudem vor einer „besorgniserregenden Zunahme“ von Hassrede und identitätsbezogener Polarisierung. Diese Dynamik könne aus einer schweren Sicherheitskrise einen noch größeren Konflikt mit starker kommunaler Dimension machen und Spannungen zwischen Staaten der Region weiter verschärfen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frauen-rucken-im-sicherheitsrat-ins-zentrum"><span id="frauen-ruecken-im-sicherheitsrat-ins-zentrum">Frauen rücken im Sicherheitsrat ins Zentrum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich war die Warnung von Sima Sami Bahous, Exekutivdirektorin von UN Women. Frieden im Osten des Kongo werde es nur geben, wenn Frauen nicht länger als Beute des Krieges behandelt würden, sondern als handelnde Kräfte für Stabilität, Rechenschaft und Frieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bahous sagte, die Region biete eigentlich außergewöhnliche Voraussetzungen für weibliche Führung in Friedensprozessen. Mehrere Staaten der Region gehören bereits zu den Ländern mit dem höchsten Frauenanteil in politischen Institutionen. Doch ohne Sicherheit könnten Frauen keine Führungsrolle übernehmen. „Ohne ihre Führung scheitern Friedens- und Wiederaufbauprozesse“, sagte sie.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="454" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/ecdf87fe-8477-4cc7-bbe0-45f58ec80c44.jpeg" alt="" class="wp-image-26616 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/ecdf87fe-8477-4cc7-bbe0-45f58ec80c44.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/ecdf87fe-8477-4cc7-bbe0-45f58ec80c44-300x195.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/ecdf87fe-8477-4cc7-bbe0-45f58ec80c44-380x246.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sie forderte den Sicherheitsrat auf, sich stärker für die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an Friedensverhandlungen einzusetzen, zivilgesellschaftliche Frauenorganisationen zu unterstützen und das Mandat der UN-Mission MONUSCO zu schützen. Gerade in <a href="https://fokus-afrika.de/wirklich-entsetzliche-angriffe-adf-massaker-an-zivilisten-in-nord-kivu-erschuettern-dr-kongo/" type="post" id="22172">Nord-Kivu</a> seien Frauenrechtsverteidigerinnen weiterhin massiven Bedrohungen ausgesetzt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-im-rat-wachst-der-zweifel-an-der-umsetzung"><span id="im-rat-waechst-der-zweifel-an-der-umsetzung">Im Rat wächst der Zweifel an der Umsetzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats würdigten die jüngsten diplomatischen Fortschritte. Zugleich machten sie klar, dass Abkommen allein die Gewalt nicht stoppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten bezeichneten die <a href="https://fokus-afrika.de/kagame-und-tshisekedi-unterzeichnen-friedensabkommen-zwischen-ruanda-und-dr-kongo-in-washington/" type="post" id="22648">Washington Accords</a> als „bedeutenden Erfolg“, forderten aber deren <a href="https://fokus-afrika.de/christopher-smith-us-kongress-kuendigt-druckmittel-zur-durchsetzung-der-washington-accords-an/" type="post" id="24641">vollständige und zügige Umsetzung.</a> Washington zeigte sich zugleich „zutiefst enttäuscht“ über die fortgesetzte Eskalation durch Ruanda und verlangte den <a href="https://fokus-afrika.de/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-ruandas-armee/" type="post" id="25270">sofortigen Abzug ruandischer Truppen</a>. Gleichzeitig forderten die USA die Regierung in Kinshasa auf, die<a href="https://fokus-afrika.de/washington-abkommen-friedensbarometer-fordert-von-der-dr-kongo-rasches-vorgehen-gegen-fdlr/" type="post" id="23254"> FDLR zumindest in den von ihr kontrollierten Gebieten unverzüglich zu neutralisieren.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Großbritannien schlug einen warnenden Ton an. Diplomatischer Fortschritt müsse sich auch am Boden zeigen, sagte die britische Delegation. Millionen Menschen seien innerhalb des Landes vertrieben, Frauen und Mädchen besonders betroffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="436" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/709888fa-a51c-4eec-9e25-5d5ba4aa4bee.jpeg" alt="" class="wp-image-26617 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/709888fa-a51c-4eec-9e25-5d5ba4aa4bee.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/709888fa-a51c-4eec-9e25-5d5ba4aa4bee-300x187.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/709888fa-a51c-4eec-9e25-5d5ba4aa4bee-380x237.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a>, das auch für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> und die Demokratische Republik Kongo sprach, formulierte die Kluft zwischen Verhandlungstisch und Schlachtfeld besonders scharf. Die Abkommen von Washington und <a href="https://fokus-afrika.de/doha-abkommen-katar-vermittelt-zwischen-dr-kongo-und-afc-m23/" type="post" id="21998">Doha</a> zeigten zwar, dass Diplomatie noch lebe. Ohne glaubwürdige Umsetzung stoppten sie aber „keine einzige Kugel“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Russland ging noch weiter. Die Ankündigung eines neuen Abkommens in Washington nannte Moskau pompös. Waffenruhe und Feuerpause blieben bislang „toter Buchstabe“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-vermittlung-soll-starker-gebundelt-werden"><span id="afrikanische-vermittlung-soll-staerker-gebuendelt-werden">Afrikanische Vermittlung soll stärker gebündelt werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Redner betonten, dass die Vermittlung nur dann Wirkung entfalten könne, wenn die verschiedenen Formate besser koordiniert werden. Angola verwies auf eigene Gespräche mit kongolesischen Akteuren, um die Voraussetzungen für einen inklusiven innerkongolesischen Dialog zu schaffen. Der angolanische Vertreter drängte auf mehr Kohärenz zwischen allen Initiativen und verwies auf das Prinzip afrikanischer Lösungen für afrikanische Probleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Liberia lobte die Vermittlungsbemühungen afrikanischer Staatschefs, darunter die Präsidenten von Angola, Togo und Uganda. Diese Initiativen seien wichtig, könnten aber nur dann Erfolg haben, wenn sie einheitlich, verbindlich und ausreichend unterstützt würden. „Wenn Vermittlung mit mehreren Stimmen spricht, hören Störer sehr genau zu“, warnte die Delegation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China verwies darauf, dass Sicherheit und Entwicklung zusammengedacht werden müssten. Der Konflikt sei eng mit illegalem Bergbau und bewaffneten Aktivitäten verknüpft. Zugleich warnte Peking davor, Afrikas Rohstoffe geopolitisch zu instrumentalisieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kinshasa-will-keine-truppen-aus-kigali-in-ostkongo-dulden"><span id="kinshasa-will-keine-truppen-aus-kigali-in-ostkongo-dulden">Kinshasa will keine Truppen aus Kigali in Ostkongo dulden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie tief das Misstrauen zwischen beiden Staaten sitzt, wurde in den Stellungnahmen der Demokratischen Republik Kongo und Ruandas deutlich.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="500" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/8d602aa8-aa8b-4021-bbb8-c5affdb61614.jpeg" alt="" class="wp-image-26618 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/8d602aa8-aa8b-4021-bbb8-c5affdb61614.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/8d602aa8-aa8b-4021-bbb8-c5affdb61614-300x214.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/8d602aa8-aa8b-4021-bbb8-c5affdb61614-380x271.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der kongolesische Vertreter sagte, alle laufenden Prozesse hätten eines gemeinsam: die klare Verurteilung der M23-Offensive. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-ruandas-armee/">Ruandische Truppen</a> auf kongolesischem Boden hätten sich weder von Sanktionsdrohungen noch von diplomischem Druck beeindrucken lassen. Deshalb blieben Friedensinitiativen bislang wirkungslos.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er warf Kigali vor, Zeit gewinnen und im Osten des Landes eine Einflusszone schaffen zu wollen, aus der heraus kongolesische Institutionen kontrolliert würden. Die Vorgänge untergrüben den regionalen Frieden und verstießen gegen das Rahmenabkommen von Addis Abeba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruanda wies diese Darstellung zurück und rückte stattdessen die FDLR ins Zentrum. Die Gruppe stelle eine „existenzielle Bedrohung“ für Ruanda und die regionale Stabilität dar, sagte der ruandische Vertreter. Es könne keinen glaubwürdigen Weg zum Frieden geben, solange diese Gefahr nicht wirksam und unumkehrbar neutralisiert werde. Zugleich warnte Kigali vor wachsender Hassrede, ethnischer Ausgrenzung und Gewalt gegen ruandophone Gemeinschaften, insbesondere gegen Banyamulenge.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-monusco-soll-neue-rolle-bei-der-waffenruhe-ubernehmen"><span id="monusco-soll-neue-rolle-bei-der-waffenruhe-uebernehmen">MONUSCO soll neue Rolle bei der Waffenruhe übernehmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sicherheitsrat wurde auch über die Rolle der UN-Mission MONUSCO gesprochen. Pakistan bezeichnete ihre neue Aufgabe bei der Umsetzung der Waffenruhe nach Resolution 2808 als zentral. Lettland verwies darauf, dass Generalsekretär António Guterres diese neue Funktion an Bedingungen knüpfen will. Dafür müssten alle Konfliktparteien die nötigen Voraussetzungen schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bahous verband diese Debatte mit einem klaren Appell. Das Mandat von MONUSCO sei entscheidend, auch weil die Mission Verfahren gegen Täter konfliktbezogener sexualisierter Gewalt unterstütze und gefährdete Frauenrechtsverteidigerinnen schütze.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kernproblem-bleibt-der-abstand-zwischen-diplomatie-und-realitat"><span id="kernproblem-bleibt-der-abstand-zwischen-diplomatie-und-realitaet">Kernproblem bleibt der Abstand zwischen Diplomatie und Realität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung machte vor allem eines deutlich: Im Sicherheitsrat wächst die Sorge, dass die Region der Großen Seen trotz neuer Verhandlungsrunden in eine noch tiefere Krise abrutschen könnte. Diplomatische Formate existieren, doch auf dem Boden halten Kämpfe, Vertreibungen und gegenseitige Anschuldigungen an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Huang Xia appellierte deshalb direkt an die Demokratische Republik Kongo, Ruanda und alle beteiligten Akteure, den offenen Dialog wieder aufzunehmen. Keine Resolution, keine Vermittlung und kein Kontrollmechanismus könne funktionieren, wenn die unmittelbar Beteiligten sich nicht selbst für den Weg des Friedens entschieden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kaja Kallas in Marokko: &#8220;EU hat ihre Position zur Westsahara geändert&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kaja-kallas-in-marokko-eu-hat-ihre-position-zur-westsahara-geaendert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 20:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als ein diplomatisches Signal: Die EU und Marokko wollen ihre Beziehungen neu ordnen, den Sicherheitsdialog ausbauen und noch 2026 eine strategische Partnerschaft auf den Weg bringen.<br />
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kaja-kallas-in-marokko-eu-hat-ihre-position-zur-westsahara-geaendert/">Kaja Kallas in Marokko: &#8220;EU hat ihre Position zur Westsahara geändert&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union und Marokko wollen ihre Beziehungen spürbar ausbauen. Bei einem Treffen in Rabat vereinbarten EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Marokkos Außenminister Nasser Bourita konkrete nächste Schritte für eine engere politische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. April kamen beide Seiten in der marokkanischen Hauptstadt zusammen. Für Kallas war es die erste Reise nach Marokko und in den Maghreb seit ihrem Amtsantritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen knüpft an den EU-Marokko-Assoziationsrat von Ende Januar an und soll den Beziehungen neuen Schwung geben. In Rabat bekräftigten beide Seiten, dass sie ihre Partnerschaft nicht nur politisch bestätigen, sondern strukturell vertiefen wollen. Im Mittelpunkt steht dabei eine neue strategische und umfassende Partnerschaft, die die bilateralen Beziehungen auf eine neue Stufe heben soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rabat-und-brussel-wollen-enger-zusammenarbeiten"><span id="rabat-und-bruessel-wollen-enger-zusammenarbeiten">Rabat und Brüssel wollen enger zusammenarbeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind in den kommenden Monaten neue politische Konsultationen und ein Sicherheitsdialog in Rabat. Zugleich soll der institutionelle Austausch im Rahmen des Assoziierungsabkommens wieder vollständig aufgenommen werden. Beide Seiten wollen den Beziehungen damit mehr Verlässlichkeit und ein klareres politisches Gerüst geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit soll dabei weit über klassische Felder wie Handel und Investitionen hinausgehen. Kallas und Bourita kündigten an, sich auch in <a href="https://fokus-afrika.de/eu-warnt-im-sicherheitsrat-vor-bruch-der-weltordnung/">internationalen und regionalen Foren enger abzustimmen.</a> Genannt wurden gemeinsame Initiativen zu Menschenrechten, Frieden, internationaler Sicherheit und Stabilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Mittelmeerraum soll die Kooperation enger werden. Beide Seiten verwiesen auf die Vorbereitungen für das regionale Sicherheitsforum EU-Mittelmeer im November. Themen sollen unter anderem Terrorismusbekämpfung, maritime Sicherheit und Cyber-Resilienz sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas nannte Marokko in Rabat einen „engen, verlässlichen und strategischen Partner“ der Europäischen Union. Die Grundlage der Beziehungen sei bereits stark, sagte sie, „aber wir werden sie noch weiter stärken“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bourita-ruckt-den-geopolitischen-wert-der-partnerschaft-in-den-mittelpunkt"><span id="bourita-rueckt-den-geopolitischen-wert-der-partnerschaft-in-den-mittelpunkt">Bourita rückt den geopolitischen Wert der Partnerschaft in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita machte deutlich, dass Marokko die Beziehung zur Europäischen Union nicht als rein technische Zusammenarbeit versteht. Rabat sehe darin eine strategische und geopolitische Partnerschaft, die für beide Seiten an Bedeutung gewinne.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26610 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In seiner Erklärung sagte der Außenminister, diese Beziehung sei für König Mohammed VI. „eine zentrale Partnerschaft“, und zwar „nicht nur als Schlagwort, sondern als reale Tatsache und objektive Beschreibung des Gewichts dieser Beziehung in der Außenpolitik beider Seiten“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita beschrieb die Partnerschaft als breit angelegt. Sie umfasse politische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische, soziale, kulturelle und menschliche Fragen. Zugleich drängte er auf ein neues strategisches Dokument, das den Rahmen für die Beziehungen in den kommenden Jahren setzen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westsahara-bleibt-ein-schlusselthema"><span id="westsahara-bleibt-ein-schluesselthema">Westsahara bleibt ein Schlüsselthema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt der Gespräche war erneut die Westsahara. Im gemeinsamen Kommuniqué bekräftigten beide Seiten ihre Unterstützung für den von den Vereinten Nationen geführten Prozess im Einklang mit der <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 2025.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas verwies dabei auf die EU-<a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-marokkos-autonomieplan-fuer-die-westsahara/">Position vom 29. Januar 2026</a>. Demnach unterstützt die Union die Bemühungen des UN-Generalsekretärs und seines Persönlichen Gesandten und sieht den marokkanischen Autonomieplan als Grundlage für Verhandlungen. Ziel sei eine gerechte, dauerhafte und für beide Seiten <a href="https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/">annehmbare politische Lösung</a> im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Presseerklärung formulierte Kallas diesen Kurs noch klarer. Die EU habe ihre Position zur Westsahara Anfang des Jahres geändert. Dieser Schritt spiegele die jüngsten Entwicklungen im Sicherheitsrat wider und halte zugleich an der Unterstützung für den UN-Prozess fest.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsamer-blick-auf-krisen-in-der-ukraine-und-nahost"><span id="gemeinsamer-blick-auf-krisen-in-der-ukraine-und-nahost">Gemeinsamer Blick auf Krisen in der Ukraine und Nahost</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den bilateralen Beziehungen ging es in Rabat auch um internationale Konflikte und Krisen. Im <a href="https://www.eeas.europa.eu/eeas/joint-communiqué-following-visit-high-representativevice-president-kaja-kallas-minister-foreign_en?channel=eeas_press_alerts&amp;date=2026-04-16&amp;newsid=0&amp;langid=en&amp;source=mail">gemeinsamen Kommuniqué</a> werden der <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-au-und-aegypten-stellen-sich-hinter-feuerpause-zwischen-usa-und-iran/" type="post" id="26343">Krieg mit Iran</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-kuendigt-beteiligung-an-stabilisierungsmission-fuer-gaza-an/" type="post" id="24842">Lage in Gaza</a> und im Westjordanland, der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">russische</a> Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie die Situation im Sahel genannt.</p>



<iframe id="corporateplayer" src="https://audiovisual.ec.europa.eu/corporateplayer/index.html?video=I-287439" title="High Representative / Vice-President Kaja KALLAS in Rabat, Morocco" width="852" height="480" frameborder="0" scrolling="no" allowFullScreen="true"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Ukraine hielten beide Seiten fest, dass Staaten in ihren internationalen Beziehungen auf Gewalt oder Gewaltandrohung verzichten müssten. Zugleich bekräftigten sie ihre Unterstützung für die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Lage im Mittelmeerraum und im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a> nahm in den Gesprächen breiten Raum ein. Kallas hob hervor, dass Marokko eine wichtige Rolle für die Zusammenarbeit im Mittelmeerraum spiele. Bourita sagte, Marokko und die EU teilten „dieselbe Vision und dieselben Werte“, die sie regional und international verteidigen wollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-akzente-bei-digitalisierung-ausbildung-und-investitionen"><span id="neue-akzente-bei-digitalisierung-ausbildung-und-investitionen">Neue Akzente bei Digitalisierung, Ausbildung und Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas verwies zudem auf Felder, in denen die Zusammenarbeit bereits ausgeweitet wird. Neben der grünen Transformation, Bildung und Investitionen nannte sie neue Programme zu Qualifizierung, Unternehmertum und einem besseren Geschäftsumfeld. Hinzu komme ein neuer digitaler Dialog über künstliche Intelligenz, Infrastruktur und Innovation.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26611 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch die Ausbildung des diplomatischen Nachwuchses soll stärker verknüpft werden. Nach den Worten der EU-Außenbeauftragten wollen beide Seiten die Beziehungen ihrer diplomatischen Akademien vertiefen, damit künftige Generationen enger zusammenarbeiten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita verwies seinerseits auf jüngste Kontakte mit EU-Vertretern in Bereichen wie Digitalisierung, Hochschulkooperation sowie Forschung und Innovation. Aus seiner Sicht zeigt das, wie stark die bilateralen Beziehungen derzeit in Bewegung sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerschaft-soll-politisch-breiter-und-verbindlicher-werden"><span id="partnerschaft-soll-politisch-breiter-und-verbindlicher-werden">Partnerschaft soll politisch breiter und verbindlicher werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss unterstrichen beide Seiten ihren Willen, die Beziehungen weiter zu verdichten. Kallas sagte, die Europäische Union wolle die Partnerschaft mit Marokko „auf eine höhere Ebene“ bringen. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die neue strategische Partnerschaft noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita sprach von einer Beziehung „zwischen gleichberechtigten Partnern“, die auf gegenseitigem Respekt, Klarheit in den Positionen und einem gemeinsamen politischen Anspruch beruhen solle.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sudan-Konferenz in Berlin mobilisiert 1,5 Milliarden Euro an Hilfen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 00:15:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1,5 Milliarden Euro für Sudan und die Nachbarländer, dazu neue Unterstützung für einen zivilen politischen Prozess: Die Berlin-Konferenz hat den Krieg in Sudan zurück auf die internationale Agenda gesetzt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen%2F&amp;action_name=Sudan-Konferenz%20in%20Berlin%20mobilisiert%201%2C5%20Milliarden%20Euro%20an%20Hilfen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/">Sudan-Konferenz in Berlin mobilisiert 1,5 Milliarden Euro an Hilfen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Sudan-Konferenz in Berlin hat neue Hilfszusagen von rund 1,5 Milliarden Euro für Sudan und seine Nachbarländer mobilisiert. Am <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/sudan-node/sudan-konferenz-2766744">Dienstag</a> kamen dazu Vertreter von 55 Staaten, internationalen Organisationen, Entwicklungsbanken sowie sudanesischen und internationalen Hilfsorganisationen in der deutschen Hauptstadt zusammen. Neben der humanitären Finanzierung stellten die Gastgeber auch eine neue politische Botschaft in den Vordergrund: Sudanesische Zivilvertreter sollen stärker in einen Prozess für eine zivile Nachkriegsordnung eingebunden werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-jahre-krieg-millionen-vertriebene"><span id="drei-jahre-krieg-millionen-vertriebene">Drei Jahre Krieg, Millionen Vertriebene</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/">Drei Jahre nach Kriegsbeginn</a> bleibt Sudan eine der schwersten humanitären Krisen weltweit. Mehr als 13 Millionen Menschen wurden gewaltsam vertrieben, darunter mehr als vier Millionen in die Nachbarländer. Fast die Hälfte der Bevölkerung leidet Hunger, zwei Drittel sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Im Konferenzkommuniqué heißt es zudem, 33,7 Millionen Menschen in Sudan benötigten Unterstützung, während Hunger in mehreren Teilen des Landes bereits bestätigt sei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin machte damit nicht nur die humanitäre Not zum Thema, sondern auch die politische Leerstelle. Die Gastgeber wollten verhindern, dass der Krieg weiter an den Rand der internationalen Aufmerksamkeit rückt, obwohl das Ausmaß der Gewalt und Vertreibung seit Monaten zunimmt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-druck-auf-die-kriegsparteien"><span id="druck-auf-die-kriegsparteien">Druck auf die Kriegsparteien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, die Afrikanische Union und die Europäische Union hatten die Konferenz gemeinsam ausgerichtet. In ihrem Kommuniqué forderten sie die Kriegsparteien auf, die Kämpfe zu beenden, humanitären Zugang im ganzen Land zuzulassen und alle bürokratischen Hürden für Hilfslieferungen zu beseitigen. Humanitäre Hilfe dürfe nicht von einer Waffenruhe oder einem Waffenstillstand abhängig gemacht werden.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26590 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich fiel die Sprache mit Blick auf Angriffe gegen Zivilisten aus. Die Gastgeber verurteilten Gewalt gegen Frauen und Kinder, ethnisch motivierte Angriffe, Beschuss ziviler Infrastruktur sowie sexualisierte Gewalt. Solche Taten könnten Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen, heißt es in dem Text. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zivile-stimmen-rucken-starker-nach-vorn"><span id="zivile-stimmen-ruecken-staerker-nach-vorn">Zivile Stimmen rücken stärker nach vorn</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der politischen Zukunft des Landes. In Berlin kamen auch sudanesische zivile Akteure auf <a href="https://fokus-afrika.de/merz-empfaengt-au-kommissionschef-youssouf-vor-sudan-konferenz-in-berlin/">Einladung des von der Afrikanischen Union</a> geführten Quintetts zusammen. Ziel ist ein inner-sudanescher politischer Dialog, der nach einem dauerhaften Waffenstillstand den Weg zu einem zivil geführten Übergang öffnen soll. Die Konferenz stellte diesen zivilen Strang ausdrücklich als Ergänzung zu den laufenden internationalen Vermittlungsbemühungen dar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bekam die Berliner Konferenz eine doppelte Funktion. Sie diente einerseits der Nothilfe für Millionen Betroffene, andererseits sollte sie den politischen Raum für eine spätere zivile Ordnung offenhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hilfszusagen-fur-sudan-und-die-region"><span id="hilfszusagen-fuer-sudan-und-die-region">Hilfszusagen für Sudan und die Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Gastgeber wurden auf der Konferenz Hilfen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro angekündigt. Davon entfallen 750 Millionen Euro auf die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten. Das Geld ist für Sudan selbst und für die Nachbarländer bestimmt, die große Zahlen sudanesischer Flüchtlinge aufgenommen haben.&nbsp;</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Dieser Krieg geht die Welt an! Und all jene, die Einfluss haben, das Morden und Sterben zu beenden, sind politisch und moralisch aufgefordert, diesen Einfluss auch auszuüben – so <a href="https://twitter.com/AussenMinDE?ref_src=twsrc%5Etfw">@aussenMinDe</a> Wadephul bei der heutigen <a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a>-Konferenz in Berlin. 1/5 <a href="https://t.co/2sMld2Q2qE">pic.twitter.com/2sMld2Q2qE</a></p>&mdash; Auswärtiges Amt (@AuswaertigesAmt) <a href="https://twitter.com/AuswaertigesAmt/status/2044524791525236929?ref_src=twsrc%5Etfw">15. April 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-erhoeht-hilfe-fuer-sudan-um-20-millionen-euro/" type="post" id="26560">Deutschland hatte bereits vor der Konferenz angekündigt, sein humanitäres Engagement noch einmal deutlich aufzustocken.</a> Zugleich verwies Berlin auf die wachsende Belastung der Nachbarstaaten, die Millionen Geflüchtete versorgen müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-breite-internationale-beteiligung-in-berlin"><span id="breite-internationale-beteiligung-in-berlin">Breite internationale Beteiligung in Berlin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An der Konferenz nahmen Delegationen aus Dutzenden Staaten sowie Vertreter zahlreicher UN-Organisationen und Finanzinstitutionen teil. Genannt werden unter anderem OCHA, UNHCR, WHO, WFP, UNDP, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank. Hinzu kamen internationale und sudanesische Nichtregierungsorganisationen sowie Mitglieder der sudanesischen Emergency Response Rooms, die in vielen Teilen des Landes Nothilfe organisieren.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26591 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Gastgeber hoben deren Arbeit ausdrücklich hervor. Seit Beginn des Krieges im April 2023 wurden dem Kommuniqué zufolge rund 130 humanitäre Helfer im Einsatz getötet. Viele weitere wurden verletzt, festgenommen oder gefoltert. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-bleibt-auf-der-agenda"><span id="krieg-bleibt-auf-der-agenda">Krieg bleibt auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Berliner Konferenz verknüpften die Gastgeber die Zusage, Sudan nicht zu einer vergessenen Krise werden zu lassen. Zugleich forderten sie <a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">ein Ende externer Unterstützung für die Kriegsparteien</a>, weil diese den Konflikt weiter verlängere. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/vor-sudan-konferenz-in-berlin-eskaliert-der-streit-mit-der-sudanesischen-regierung/" type="post" id="26463">Für Deutschland ist die Konferenz auch diplomatisch bedeutsam.</a> Berlin versucht, humanitäre Hilfe, Unterstützung für Nachbarstaaten und politischen Druck auf die Konfliktparteien in einem Format zusammenzuführen, das Sudan wieder stärker auf die internationale Tagesordnung setzt.</p>
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		<title>UN-Hochkommissar Türk will Menschenrechte im Internet verteidigen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-hochkommissar-tuerk-will-menschenrechte-im-internet-verteidigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 23:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Volker Türk schlägt in Berlin Alarm: Der UN-Menschenrechtskommissar warnt vor einer weltweiten Erosion von Freiheitsrechten, vor KI-gestützter Überwachung und vor einer Straflosigkeit, die neue Krisen befeuern könne. Bis 2028 will er deshalb eine globale Allianz für Menschenrechte aufbauen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-hochkommissar-tuerk-will-menschenrechte-im-internet-verteidigen%2F&amp;action_name=UN-Hochkommissar%20T%C3%BCrk%20will%20Menschenrechte%20im%20Internet%20verteidigen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat vor einer weltweiten Zuspitzung der Menschenrechtslage gewarnt und dabei auch digitale Bedrohungen in den Mittelpunkt gerückt. Am <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1165646">Mittwoch</a> sagte Türk im Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Grundrechte gerieten in vielen Ländern zunehmend unter Druck, offline wie online. Er verwies auf eingeschränkte Spielräume für die Zivilgesellschaft, Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten sowie den wachsenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz für Überwachung, Manipulation und Desinformation. Zugleich kündigte er den Aufbau einer globalen Allianz für Menschenrechte bis 2028 an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-turk-beschreibt-weltweite-erosion-von-freiheitsrechten"><span id="tuerk-beschreibt-weltweite-erosion-von-freiheitsrechten">Türk beschreibt weltweite Erosion von Freiheitsrechten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit den Abgeordneten zeichnete der Hohe Kommissar für Menschenrechte der Vereinten Nationen ein düsteres Bild der Lage. In vielen Staaten werde der Raum für zivilgesellschaftliches Engagement immer kleiner, teils unter dem Verweis auf nationale Sicherheit. Türk nannte auch eine zunehmende Militarisierung von Polizeiapparaten, etwa in El Salvador oder Ecuador.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Umfeld von Wahlen komme es in einzelnen Ländern zu exzessiver Gewalt durch staatliche Stellen. Politische Gegner würden unterdrückt, sagte Türk. Auch Medienschaffende stünden weltweit unter Druck, würden verfolgt, inhaftiert oder getötet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-journalistenmorde-bleiben-meist-ohne-strafe"><span id="journalistenmorde-bleiben-meist-ohne-strafe">Journalistenmorde bleiben meist ohne Strafe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wurde Türk beim Blick auf die Lage von Journalistinnen und Journalisten. In den vergangenen dreieinhalb Jahren seien weltweit 310 Journalisten ermordet worden. In 85 Prozent dieser Fälle sei keine Bestrafung erfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit rückte Türk das Thema Straflosigkeit ins Zentrum seiner Warnung. Wo schwere Verbrechen ohne Folgen blieben, entstünden neue Krisen und Konflikte, sagte er vor dem Ausschuss.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sorge-uber-gewalt-gegen-frauen-und-madchen"><span id="sorge-ueber-gewalt-gegen-frauen-und-maedchen">Sorge über Gewalt gegen Frauen und Mädchen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als weiteren Schwerpunkt nannte der UN-Hochkommissar die Rechte von Frauen und Mädchen. Die Zunahme von Gewalt gegen Frauen sei ein globaler Notstand, sagte Türk.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26581 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit verband er seine Warnung vor einer breiteren Erosion grundlegender Rechte. Menschenrechte seien nicht nur in <a href="https://fokus-afrika.de/un-menschenrechtskommissar-volker-tuerk-erwarte-nur-schlimmeres-in-sudan/">bewaffneten Konflikten</a> oder autoritär regierten Staaten bedroht, sondern auch dort, wo <a href="https://fokus-afrika.de/un-kommisar-volker-tuerk-das-absichtliche-toeten-ist-ein-kriegsverbrechen/">Schutzmechanismen geschwächt und gesellschaftliche Gewalt normalisiert würden.</a></p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-menschenrechte-geraten-auch-im-netz-unter-druck"><span id="menschenrechte-geraten-auch-im-netz-unter-druck">Menschenrechte geraten auch im Netz unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders eindringlich warnte Türk vor den Folgen des technologischen Wandels. Algorithmen entschieden zunehmend darüber, welche Informationen sichtbar seien, oft in manipulativer Weise. Hassrede gewinne an Gewicht, während Staaten und andere Akteure Künstliche Intelligenz zur Überwachung und zur Verbreitung von Desinformation nutzten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Krieg würden Deepfakes immer stärker als Propagandainstrument eingesetzt, sagte Türk. Damit weitete er die Menschenrechtsdebatte ausdrücklich auf den digitalen Raum aus und verband klassische Freiheitsrechte mit neuen technologischen Risiken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-globale-allianz-bis-2028-angekundigt"><span id="globale-allianz-bis-2028-angekuendigt">Globale Allianz bis 2028 angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Antwort auf den wachsenden Druck kündigte Türk eine internationale Initiative an. Bis zum 80. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahr 2028 wolle er eine globale Allianz für die Menschenrechte schmieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir müssen aus der Defensive in die Offensive kommen“, sagte Türk. Ziel sei ein neues Bekenntnis zu den Menschenrechten. Auf einem Gipfel Ende 2028 solle ein Aktionsprogramm verabschiedet werden, das auch Fragen wie Ungleichheit, Klimawandel und Ernährungssicherheit aufgreift.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strafgerichtshof-und-weltrechtsprinzip-sollen-gestarkt-werden"><span id="strafgerichtshof-und-weltrechtsprinzip-sollen-gestaerkt-werden">Strafgerichtshof und Weltrechtsprinzip sollen gestärkt werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Austausch mit den Abgeordneten ging es auch um den <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Krieg im Sudan</a>, Einschränkungen der Meinungsfreiheit in der Europäischen Union und die Schwächung internationaler Menschenrechtsmechanismen. Türk nannte dabei auch den Internationalen Strafgerichtshof als Institution, die gestärkt werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich warb er dafür, das Weltrechtsprinzip in mehr Staaten zu verankern. Derzeit werde dieses Prinzip laut Türk nur von rund 40 Ländern angewandt. Es ermöglicht, schwere Verbrechen des Völkerstrafrechts auch dann vor Gericht zu bringen, wenn sie in einem anderen Staat begangen wurden. Eine Verdopplung dieser Zahl wäre aus seiner Sicht bereits ein Erfolg.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU warnt im Sicherheitsrat vor Bruch der Weltordnung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-warnt-im-sicherheitsrat-vor-bruch-der-weltordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 11:15:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Sicherheitsrat verteidigt die EU ihre Rolle als Stütze des Multilateralismus. Kaja Kallas warnt vor der schwersten Erosion des Völkerrechts seit 1945, Russland spricht von Heuchelei, die USA mahnen Zurückhaltung an.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-warnt-im-sicherheitsrat-vor-bruch-der-weltordnung%2F&amp;action_name=EU%20warnt%20im%20Sicherheitsrat%20vor%20Bruch%20der%20Weltordnung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-warnt-im-sicherheitsrat-vor-bruch-der-weltordnung/">EU warnt im Sicherheitsrat vor Bruch der Weltordnung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union hat im UN-Sicherheitsrat für eine engere Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen geworben und vor einem tiefen Erosionsprozess des internationalen Rechts gewarnt. Am Montag sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in New York, die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten stünden für die „schwerste Erosion des Völkerrechts“ seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In der Debatte über die Kooperation zwischen UN und EU würdigten mehrere Staaten die Union als wichtigen Partner bei Seesicherheit, humanitärer Hilfe und Entwicklungsfragen. Zugleich kam aus Russland und den USA deutliche Kritik an Einfluss, Kurs und Reichweite der EU.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas rückte die Debatte bewusst in einen größeren Zusammenhang. „Frieden und Sicherheit sind im Niedergang“, sagte sie vor dem Rat. Die Europäische Union unterstütze die Vereinten Nationen gerade deshalb, weil sie das <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/" type="post" id="23573">zentrale internationale System zum Schutz des Friedens und des Völkerrechts seien.</a> Aus Sicht der EU zeigen vor allem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-au-und-aegypten-stellen-sich-hinter-feuerpause-zwischen-usa-und-iran/" type="post" id="26343">Zuspitzung im Nahen Osten,</a> wie stark die Grundlagen der Nachkriegsordnung unter Druck geraten sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-eu-prasentiert-sich-als-stutze-des-multilateralismus"><span id="die-eu-praesentiert-sich-als-stuetze-des-multilateralismus">Die EU präsentiert sich als Stütze des Multilateralismus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Untergeneralsekretär Khaled Khiari bezeichnete die Europäische Union als „wichtigen wirtschaftlichen und diplomatischen Akteur“ und als entschiedene Verfechterin des Multilateralismus. Die Zusammenarbeit reiche von Friedenssicherung und politischer Vermittlung über Menschenrechte bis zu humanitärer Hilfe und nachhaltiger Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Khiari verwies auf die enge Abstimmung in mehreren Regionen, darunter der Westbalkan, der Südkaukasus und Afrika. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine sprach er von einer schweren Belastungsprobe für die internationale Ordnung und für die europäische Sicherheitsarchitektur. Ein vollständiger und bedingungsloser Waffenstillstand müsse der erste Schritt zu einem gerechten und dauerhaften Frieden sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mehrere Ratsmitglieder hoben hervor, dass die EU für die Arbeit der Vereinten Nationen nicht nur politisch, sondern auch finanziell ein wichtiger Pfeiler ist. Kallas erinnerte daran, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten rund ein Viertel des regulären UN-Haushalts finanzieren und ihre Beiträge vollständig und fristgerecht zahlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ukraine-und-nahost-stehen-im-zentrum-der-warnungen"><span id="ukraine-und-nahost-stehen-im-zentrum-der-warnungen">Ukraine und Nahost stehen im Zentrum der Warnungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den schärfsten Ton setzte Kallas bei den beiden großen Konfliktlinien, die die Sitzung prägten. Den russischen Krieg gegen die Ukraine nannte sie eine der schwersten Verletzungen des Völkerrechts in der Geschichte der Vereinten Nationen. Gleichzeitig verwies sie auf die globalen Folgen des Krieges im Nahen Osten, der längst nicht mehr nur eine regionale Krise sei. Steigende Energiepreise und Düngemittelengpässe träfen Länder weit über die Region hinaus, sagte sie.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135449-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26520 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135449-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135449-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135449-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135449-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135449-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135449-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135449.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einer weiteren Wortmeldung, mit der sie direkt auf den russischen UN-Botschafter reagierte, verschärfte Kallas ihren Ton noch einmal. „Aggression darf sich nicht auszahlen“, sagte sie. Wenn das in der Ukraine geschehe, sei das eine Einladung, Gewalt auch anderswo als Mittel der Politik einzusetzen. Grenzen dürften nicht mit Gewalt verschoben werden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unterstutzung-fur-die-eu-aber-auch-offene-vorbehalte"><span id="unterstuetzung-fuer-die-eu-aber-auch-offene-vorbehalte">Unterstützung für die EU, aber auch offene Vorbehalte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats stellten sich demonstrativ hinter die engere Kooperation zwischen UN und EU. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/danemark/" type="post_tag" id="533">Dänemark</a> sprach von „natürlichen Partnern“. Griechenland verwies auf die Rolle <a href="https://fokus-afrika.de/iran-krieg-eu-baut-marineeinsaetze-vor-afrikas-kuesten-aus/" type="post" id="26121">europäischer Marineeinsätze für die Sicherheit der Schifffahrt</a>. Panama hob die <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verlaengert-mandat-von-eunavfor-aspides-im-roten-meer/" type="post" id="24986">EU-Mission Aspides im Roten Meer</a> als sichtbaren Beitrag zum Schutz des Handelsverkehrs hervor. Pakistan begrüßte, dass die Union an der Agenda 2030, dem Pariser Klimaabkommen und an einer Reform der internationalen Finanzarchitektur festhalte. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> betonte, internationale Zusammenarbeit müsse nationale Verantwortung und regionale Führung in Afrika stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Gerade für afrikanische Staaten ist diese Frage zentral.</a> Somalias Vertreter machte deutlich, dass die Zusammenarbeit mit der EU aus Sicht vieler Länder des Kontinents vor allem dann trägt, wenn sie afrikanisch geführte Friedensbemühungen unterstützt, verlässliche Finanzierung ermöglicht und nicht an nationalen Prioritäten vorbeigeht. Er verwies dabei auch auf die Bedeutung berechenbarer Mittel für friedenserhaltende Einsätze.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russland-spricht-von-heuchelei-usa-warnen-vor-uberdehnung"><span id="russland-spricht-von-heuchelei-usa-warnen-vor-ueberdehnung">Russland spricht von Heuchelei, USA warnen vor Überdehnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> griff die Europäische Union frontal an. UN-Botschafter Wassili Nebensja warf ihr doppelte Standards und Heuchelei vor. Die EU inszeniere sich als Verteidigerin des Völkerrechts, handele aber selektiv und habe in der Ukraine russlandfeindliche Stimmungen geschürt. Auch bei Fragen der Schifffahrt, von Wahlen, Korruption und Zensur messe Brüssel mit zweierlei Maß, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> kam Kritik anderer Art. Die stellvertretende amerikanische UN-Botschafterin Tammy Bruce sagte, die Europäische Union könne und solle eine wichtige Rolle für Frieden und Sicherheit spielen. Zugleich forderte sie die EU auf, sich stärker auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren, freie Meinungsäußerung und Innovation nicht durch belastende Regeln zu bremsen und mehr Verantwortung für die eigene Verteidigung zu übernehmen. Europas Staaten müssten ihre Verteidigungsausgaben erhöhen und größere Lasten selbst tragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-debatte-zeigt-die-umkampfte-rolle-der-eu-in-der-weltpolitik"><span id="debatte-zeigt-die-umkaempfte-rolle-der-eu-in-der-weltpolitik">Debatte zeigt die umkämpfte Rolle der EU in der Weltpolitik</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135627-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26521 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135627-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135627-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135627-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135627-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135627-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135627-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135627.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung machte deutlich, wie stark die Europäische Union innerhalb der Vereinten Nationen zugleich als Partner und als politischer Akteur umstritten ist. Viele Ratsmitglieder sehen sie als wichtige Stütze einer regelbasierten internationalen Ordnung. Andere werfen ihr vor, ihren Einfluss normativ und geopolitisch zu überdehnen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die EU selbst stand in New York eine klare Botschaft im Vordergrund. Angesichts zunehmender Machtpolitik, wachsender Unsicherheit und offener Konflikte will sie sich als Verteidigerin multilateraler Regeln positionieren und ihre Partnerschaft mit den Vereinten Nationen enger an aktuelle Krisen koppeln. Kallas formulierte das als direkte Warnung an den Rat: Die Welt erlebe nicht nur einzelne Kriege, sondern eine Phase, in der die alten Regeln sichtbar ins Rutschen geraten.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-warnt-im-sicherheitsrat-vor-bruch-der-weltordnung%2F&amp;action_name=EU%20warnt%20im%20Sicherheitsrat%20vor%20Bruch%20der%20Weltordnung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-warnt-im-sicherheitsrat-vor-bruch-der-weltordnung/">EU warnt im Sicherheitsrat vor Bruch der Weltordnung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>UN-Sicherheitsrat warnt nach Rekordzahl getöteter Helfer vor Kollaps von Friedensmissionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-warnt-nach-rekordzahl-getoeteter-helfer-vor-kollaps-von-friedensmissionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 13:28:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 1.000 getötete humanitäre Helfer in drei Jahren. Im UN-Sicherheitsrat wächst der Druck auf Staaten und Konfliktparteien, Angriffe auf Hilfskräfte und UN-Personal endlich konsequent zu ahnden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-warnt-nach-rekordzahl-getoeteter-helfer-vor-kollaps-von-friedensmissionen%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20warnt%20nach%20Rekordzahl%20get%C3%B6teter%20Helfer%20vor%20Kollaps%20von%20Friedensmissionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-warnt-nach-rekordzahl-getoeteter-helfer-vor-kollaps-von-friedensmissionen/">UN-Sicherheitsrat warnt nach Rekordzahl getöteter Helfer vor Kollaps von Friedensmissionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Angesichts einer Rekordzahl getöteter humanitärer Helfer und UN-Beschäftigter hat der UN-Sicherheitsrat mehr Schutz, mehr Rechenschaft und die konsequente Einhaltung des humanitären Völkerrechts gefordert. Im Sicherheitsrat stand die <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16331.doc.htm">Lage</a> von Hilfskräften und UN-Personal in bewaffneten Konflikten im Mittelpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tom Fletcher, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator, sprach von einem dramatischen Einbruch bestehender Schutzmechanismen. 2025 seien mindestens 326 humanitäre Helfer in 21 Ländern getötet worden. In den vergangenen drei Jahren habe die Zahl damit insgesamt bei mehr als 1.010 gelegen. Zum Vergleich verwies Fletcher darauf, dass in den drei Jahren davor weltweit 377 humanitäre Helfer getötet worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist keine zufällige Eskalation, sondern der Zusammenbruch von Schutz“, sagte Fletcher vor dem Sicherheitsrat. Von den Todesfällen der vergangenen drei Jahre entfielen nach seinen Angaben mehr als 560 auf Gaza und das Westjordanland, 130 auf Sudan, 60 auf Südsudan sowie jeweils 25 auf die Ukraine und die Demokratische Republik Kongo.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-vertreter-verlangen-mehr-als-neue-bekenntnisse"><span id="un-vertreter-verlangen-mehr-als-neue-bekenntnisse">UN-Vertreter verlangen mehr als neue Bekenntnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fletcher stellte die Frage, ob die internationale Gemeinschaft noch hinter der Resolution 2730 aus dem Jahr 2024 stehe. Der Text war in einer Phase wachsender Gefahren für humanitäres Personal sowie für UN- und assoziierte Beschäftigte in Konfliktgebieten verabschiedet worden. Die Resolution wurde von der Schweiz eingebracht und von mehr als 90 Mitgliedstaaten mitgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sei eine Beleidigung für die mehr als 1.000 getöteten Kollegen, nur noch einmal die bekannten Zusagen zu wiederholen, sagte Fletcher mit Blick auf Schutz, Integrität und Rechenschaft. Die Vereinten Nationen kämen nicht in den Rat, um an diese Zusagen zu erinnern, sondern um deren Umsetzung einzufordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Gilles Michaud, Untergeneralsekretär für Sicherheit und Gefahrenabwehr, warf den Mitgliedstaaten mangelnde Konsequenz vor. Er erinnerte an den <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/" type="post" id="25608">Tod eines Mitarbeiters des Kinderhilfswerks UNICEF</a>, als im März 2026 in Goma eine Drohne ein Wohnhaus traf, an den Tod eines Mitarbeiters der Weltgesundheitsorganisation WHO bei einem versuchten Kidnapping in Port-au-Prince im November 2025 und an den Tod eines Mitarbeiters des UN-Sicherheitsdienstes, der im Mai 2024 in Gaza von einem Panzer getroffen wurde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26370 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Bis heute ist niemand für ihren Tod zur Verantwortung gezogen worden“, sagte Michaud. Seit seinem Amtsantritt 2019 hätten Umfang, Intensität und Häufigkeit der Bedrohungen gegen humanitäres Personal weiter zugenommen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-richtet-sich-auch-an-staaten"><span id="kritik-richtet-sich-auch-an-staaten">Kritik richtet sich auch an Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Michaud sagte, Angriffe auf Helfer gingen nicht mehr nur von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen aus. Sie kämen inzwischen auch von Mitgliedstaaten, die sich zwar zum humanitären Völkerrecht bekennten, es in der Praxis aber missachteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verwies er auf <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">jüngste Haushaltskürzungen</a>, die den globalen Sicherheitsschutz für <a href="https://fokus-afrika.de/finanzkrise-gefaehrdet-polizeiarbeit-in-un-friedenseinsaetzen/" type="post" id="24377">humanitäres Personal geschwächt</a> hätten. Dadurch würden Mitarbeiter stärker gefährdet, Programme verwundbarer und Mandate schwerer umsetzbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er forderte „echte, folgenschwere Maßnahmen“ gegen alle, die die Sicherheit von Frauen und Männern gefährden, deren Arbeit Leben rette. Andernfalls blieben politische Reaktionen, so Michaud, bestenfalls „Zeichen von Hilflosigkeit“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rotes-kreuz-spricht-von-verlust-an-menschlichkeit"><span id="rotes-kreuz-spricht-von-verlust-an-menschlichkeit">Rotes Kreuz spricht von Verlust an Menschlichkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz drängte auf sofortige Schritte. Elyse Nicole Mosquini, Ständige Beobachterin und Leiterin der Delegation des IKRK bei den Vereinten Nationen, erklärte, jeder einzelne Tod stehe für „ein Versagen der Menschlichkeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihren Angaben wurden allein 2025 mindestens 31 Mitarbeiter und Freiwillige der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung bei humanitären Einsätzen getötet. Dazu zähle auch der 20-jährige Abolfazl Dahanavi, der am vergangenen Samstag als vierter Mitarbeiter der iranischen Rothalbmondgesellschaft während eines humanitären Einsatzes im Iran getötet worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir verlieren im Krieg unsere Menschlichkeit“, sagte Mosquini. Das humanitäre Völkerrecht sei eindeutig, Staaten müssten humanitäres Personal achten und schützen. Zugleich warnte sie davor, den Mut von Helfern mit Schutz zu verwechseln. „Ihr Mut ist außergewöhnlich, aber Mut lenkt keine Kugeln ab. Hingabe schützt nicht vor Drohnen, Beschuss und Schüssen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-ringt-um-verantwortung-in-aktuellen-konflikten"><span id="sicherheitsrat-ringt-um-verantwortung-in-aktuellen-konflikten">Sicherheitsrat ringt um Verantwortung in aktuellen Konflikten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte forderten zahlreiche Staaten stärkere Schutzmechanismen, die Durchsetzung des bestehenden Völkerrechts, Rechenschaft für Täter und bessere operative Absicherung für humanitäres Personal in Konfliktzonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> erklärte, mehr als die Hälfte aller Todesfälle unter humanitären Helfern stehe in direktem Zusammenhang mit dem Krieg in Palästina und israelischen Militäroperationen. Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> hielten dem entgegen, <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">Iran missachte mit gezielten Angriffen auf Zivilisten in der Golfregion internationales Recht und gefährde Frieden und Sicherheit</a>. Der Vertreter Bahrains, das im April den Vorsitz im Sicherheitsrat innehat, sagte in nationaler Funktion, ungerechtfertigte iranische Angriffe auf sein Land und andere Staaten hätten Hilfsbemühungen in vielen Teilen der Welt beeinträchtigt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26371 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> erinnerte an den Angriff auf Mitarbeiter von World Central Kitchen in Gaza vor zwei Jahren, bei dem drei britische Staatsangehörige getötet wurden. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a> habe die Verantwortung, zu erklären, wie und warum es dazu kam, sagte der britische Vertreter.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> mahnte, wer Leben schütze, dürfe nicht selbst in Gefahr geraten. Der chinesische Vertreter verwies auf eine gemeinsam mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brasilien/" type="post_tag" id="608">Brasilien</a>, Jordanien, Kasachstan, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a> und weiteren Staaten sowie dem IKRK gestartete globale Initiative zur Stärkung des politischen Bekenntnisses zum humanitären Völkerrecht. Mehr als 100 Länder hätten sich ihr bereits angeschlossen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-technik-verscharft-risiken-und-eroffnet-neue-mittel"><span id="technik-verschaerft-risiken-und-eroeffnet-neue-mittel">Technik verschärft Risiken und eröffnet neue Mittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen verwiesen auf die wachsende Rolle neuer Technologien in Konflikten. Lettland erklärte, der zunehmende Einsatz von Drohnen und anderen leicht verfügbaren Technologien durch staatliche und nichtstaatliche Akteure schaffe neue Gefahren für humanitäres Personal. Zugleich könne Technik den Einsatz von Hilfsorganisationen verbessern, etwa durch digitale Analyseinstrumente und Frühwarnsysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a> forderte, Resolutionen des Sicherheitsrats müssten stärkere Garantien für die Sicherheit humanitärer Helfer enthalten. Griechenland verwies darauf, dass das IKRK vor 27 Jahren von 20 aktiven Konflikten gesprochen habe, inzwischen aber mehr als 130 Konflikte weltweit registriere. Sicherheitsanforderungen müssten deshalb systematisch in Mandate des Rates eingebaut werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-staaten-dringen-auf-ermittlungen-und-konsequenzen"><span id="staaten-dringen-auf-ermittlungen-und-konsequenzen">Staaten dringen auf Ermittlungen und Konsequenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-au-und-aegypten-stellen-sich-hinter-feuerpause-zwischen-usa-und-iran/" type="post" id="26343">Pakistan</a> erklärte, wenn humanitäre Helfer und UN-Beschäftigte nicht mehr geschützt würden, werde das gesamte System des Schutzes von Zivilisten geschwächt. Der Vertreter forderte schnelle, unparteiische, transparente und wirksame Untersuchungen. Panama sprach von einer rechtlichen und ethischen Pflicht zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a> warnte vor einer tiefen Kluft zwischen den Zusagen der Staaten und ihrer Umsetzung. Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> verwies darauf, dass bestehende Rechtsrahmen in der Praxis zu oft nicht eingehalten würden. Dänemark sagte, fehlende klare und konsequente Verurteilung setze den Preis für solche Angriffe faktisch auf null.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kolumbien beklagte ein fortbestehendes Muster systemischer Gewalt und gezielter wie unterschiedsloser Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Die Schweiz, die Resolution 2730 eingebracht hatte, warnte, zunehmende Attacken auf humanitäre Helfer sendeten das Signal, dass diese Menschen zu akzeptablen Zielen geworden seien. „Kriege haben Regeln, und Zivilisten sind kein Ziel“, sagte die Schweizer Vertreterin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> verwies auf die menschlichen Folgen solcher Angriffe. Der Botschafter beschrieb den Preis ziviler Opfer als Vater, der nicht zurückkehrt, als Mutter, die ihre Familie zusammenzuhalten versucht, als einziges Kind, dessen Zukunft abrupt endet, oder als Angehörige, die auf einen Menschen warten, der unter der Schutzflagge der Vereinten Nationen dient.</p>
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		<item>
		<title>Deutschland verfehlt 2025 erneut das UN-Ziel für Entwicklungshilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-verfehlt-2025-erneut-das-un-ziel-fuer-entwicklungshilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland hat 2025 das UN-Ziel für Entwicklungszusammenarbeit erneut verfehlt. Laut vorläufiger OECD-Bilanz sank die ODA-Quote auf 0,56 Prozent, die Ausgaben gingen um rund fünf Milliarden Euro zurück.<br />
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat das internationale UN-Ziel für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit auch 2025 klar unterschritten. Nach vorläufigen OECD-Berechnungen lag die deutsche ODA-Quote bei 0,56 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit erneut unter der Marke von 0,7 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt sanken die deutschen Ausgaben für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit auf rund 26 Milliarden Euro und lagen damit etwa fünf Milliarden Euro unter dem <a href="https://www.bmz.de/de/ministerium/zahlen-fakten/oda-zahlen">Vorjahreswert</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckgang-der-ausgaben-fallt-deutlich-aus"><span id="rueckgang-der-ausgaben-faellt-deutlich-aus">Rückgang der Ausgaben fällt deutlich aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem erneuten Verfehlen des 0,7-Prozent-Ziels setzt sich eine Entwicklung fort, die auch politisch relevant ist, weil Deutschland sich international immer wieder zu diesem Finanzierungsziel bekannt hat. Besonders deutlich wird der Abstand, wenn die im Inland angerechneten Flüchtlingskosten herausgerechnet werden. Dann hätte die deutsche ODA-Quote 2025 nur bei 0,46 Prozent gelegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die endgültigen OECD-Zahlen für 2025 werden nach Angaben des Bundesentwicklungsministeriums erst Ende des Jahres erwartet. Schon die vorläufige Bilanz zeigt aber, dass Deutschlands Entwicklungsleistungen im Vergleich zum Vorjahr spürbar zurückgegangen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-verweist-auf-krisen-und-internationale-verantwortung"><span id="berlin-verweist-auf-krisen-und-internationale-verantwortung">Berlin verweist auf Krisen und internationale Verantwortung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan stellte trotz der niedrigeren Quote die Rolle Deutschlands als internationalen Partner heraus. „Deutschland bleibt ein verlässlicher Partner in der Welt. Trotz schmerzhafter Einsparungen stehen wir zu unserer internationalen Verantwortung“, erklärte sie.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25571 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-alabali-radovan-02-original-2.jpg 2076w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Ministerin begründete diese Linie mit den globalen Krisenlagen und verwies auf die sicherheitspolitische Bedeutung stabiler Regionen. Entwicklungszusammenarbeit und Investitionen stärkten nicht nur Partnerländer, sondern auch Deutschlands eigene Sicherheit, sagte Alabali Radovan. Sie kündigte an, die deutsche Entwicklungspolitik strategischer, fokussierter und partnerschaftlicher weiterzuentwickeln.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-bleibt-in-absoluten-zahlen-grosster-geber"><span id="deutschland-bleibt-in-absoluten-zahlen-groesster-geber">Deutschland bleibt in absoluten Zahlen größter Geber</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="971" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/OECD-Flags-971x1024.jpg" alt="" class="wp-image-26366 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/OECD-Flags-971x1024.jpg 971w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/OECD-Flags-285x300.jpg 285w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/OECD-Flags-768x810.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/OECD-Flags-1457x1536.jpg 1457w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/OECD-Flags-1942x2048.jpg 1942w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/OECD-Flags-380x401.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/OECD-Flags-800x844.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/OECD-Flags-1160x1223.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/OECD-Flags-scaled.jpg 2428w" sizes="(max-width: 971px) 100vw, 971px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gemessen an der Wirtschaftskraft lag Deutschland 2025 im OECD-Vergleich auf Rang sechs. Vor der Bundesrepublik lagen Norwegen mit 1,03 Prozent, Luxemburg mit 0,99 Prozent, Schweden mit 0,85 Prozent, Dänemark mit 0,72 Prozent und die Niederlande mit 0,58 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In absoluten Zahlen war Deutschland laut Bundesentwicklungsministerium dennoch der größte Geber. Das Ministerium führt das auch auf die massiven Kürzungen in den USA zurück, die über Jahrzehnte hinweg besonders stark in internationale Partnerschaften und Entwicklungsziele investiert hätten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bmz-tragt-den-grossten-einzelanteil"><span id="bmz-traegt-den-groessten-einzelanteil">BMZ trägt den größten Einzelanteil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von den rund 26 Milliarden Euro deutscher Entwicklungsleistungen kamen 2025 rund 39 Prozent aus dem Haushalt des Bundesentwicklungsministeriums. Die Mittel flossen unter anderem in globale Zusammenarbeit zur Stabilisierung von Nachbarregionen, in wirtschaftliche Chancen sowie in Maßnahmen gegen Armut, Hunger und Klimawandel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Beiträge kamen aus anderen Ressorts. Das Auswärtige Amt trug nach Angaben des Ministeriums rund 9 Prozent bei, unter anderem über humanitäre Hilfe. Auf das Bundeswirtschaftsministerium entfielen 2,3 Prozent, auf weitere Ministerien zusammen 3,4 Prozent. Etwa 15 Prozent der deutschen ODA-Leistungen liefen über den Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Union.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fluchtlingskosten-im-inland-bleiben-ein-wichtiger-faktor"><span id="fluechtlingskosten-im-inland-bleiben-ein-wichtiger-faktor">Flüchtlingskosten im Inland bleiben ein wichtiger Faktor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erheblicher Teil der deutschen Entwicklungsleistungen entfiel auch 2025 auf die Versorgung und Unterbringung von Geflüchteten in Deutschland. Diese Ausgaben werden nach den international vereinbarten Regeln im ersten Jahr nach Ankunft als Entwicklungsleistungen angerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Anteil lag 2025 bei rund 17 Prozent. Die Kosten sanken im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1,5 Milliarden Euro auf rund 4,3 Milliarden Euro und trugen damit wesentlich zum Rückgang der gesamten deutschen ODA-Leistungen bei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-hochschulkosten-fliessen-in-die-oda-ein"><span id="auch-hochschulkosten-fliessen-in-die-oda-ein">Auch Hochschulkosten fließen in die ODA ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den deutschen Entwicklungsleistungen zählen außerdem Ausgaben der Bundesländer für Hochschulen, soweit sie auf Studierende aus Entwicklungsländern entfallen. Dieser Posten lag 2025 voraussichtlich bei 2,2 Milliarden Euro und machte damit 8,5 Prozent der gesamten deutschen ODA aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammensetzung der ODA zeigt damit erneut, dass die deutsche Quote nicht nur durch <a href="https://fokus-afrika.de/205-entwicklungsprojekte-mit-ruanda-seit-2014/" type="post" id="12364">klassische Entwicklungsprojekte im Ausland</a> geprägt wird, sondern auch durch im Inland anfallende Kosten und durch rechnerische Beiträge anderer staatlicher Ebenen.</p>
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			<media:description type="html">Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Ghana drängt nach UN-Resolution auf Reparationen für Sklaverei</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ghana-draengt-nach-un-resolution-auf-reparationen-fuer-sklaverei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 11:31:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26359</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ghana verteidigt den UN-Beschluss zu Reparationen und weist das Narrativ einer gleichberechtigten Mitschuld Afrikas am transatlantischen Sklavenhandel zurück. Die Abstimmung in New York macht sichtbar, wie tief der Streit über historische Verantwortung und Wiedergutmachung weiter reicht.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fghana-draengt-nach-un-resolution-auf-reparationen-fuer-sklaverei%2F&amp;action_name=Ghana%20dr%C3%A4ngt%20nach%20UN-Resolution%20auf%20Reparationen%20f%C3%BCr%20Sklaverei&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ghanas Außenminister Samuel Okudzeto Ablakwa hat Vorwürfe zurückgewiesen, Afrika sei ein gleichberechtigter Akteur des transatlantischen Sklavenhandels gewesen. Mit der Wortmeldung rückt Accra die politische Deutung des <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-bringt-un-resolution-zum-transatlantischen-sklavenhandel-ein/">jüngsten UN-Beschlusses</a> zu Reparationen in den Mittelpunkt und verteidigt den Anspruch auf historische Wiedergutmachung gegen Einwände aus westlichen Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 25. März verabschiedete die UN-Generalversammlung eine von Ghana eingebrachte Resolution, die die Verschleppung versklavter Afrikaner und die rassifizierte Sklaverei als <a href="https://fokus-afrika.de/un-vollversammlung-erklaert-versklavung-von-afrikanern-zum-schwersten-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit/" type="post" id="26053">schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit</a> bezeichnet. 122 Staaten stimmten dafür, 52 enthielten sich, darunter alle 27 EU-Staaten. Die USA, Israel und Argentinien votierten dagegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution fordert die Mitgliedstaaten auf, einzeln und gemeinsam in einen inklusiven Dialog über Reparationen einzutreten. Genannt werden dabei formelle Entschuldigungen, finanzielle Entschädigung und Restitution. Verbindlich ist der Text nicht, ein Durchsetzungsmechanismus ist nicht vorgesehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-accra-verteidigt-den-kern-der-reparationsforderung"><span id="accra-verteidigt-den-kern-der-reparationsforderung">Accra verteidigt den Kern der Reparationsforderung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ablakwa sagte bei einer Pressekonferenz in Accra, die Darstellung Afrikas als Mitarchitekt des Systems verfälsche den historischen Befund und untergrabe die Suche nach Gerechtigkeit. Zwar habe es auf dem Kontinent lokale Mittler gegeben, doch Planung, Finanzierung und rechtliche Absicherung des transatlantischen Systems seien von externen Akteuren getragen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist wichtig, mit Klarheit und historischer Genauigkeit einem Narrativ zu begegnen, das oft benutzt wird, um die Schwere dieser Geschichte abzuschwächen“, sagte der Minister. Die Strukturen, die Sklaverei ermöglicht hätten, darunter Gesetze, Versicherungssysteme und globale Wirtschaftsordnungen, seien nicht von Afrikanern geschaffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister betonte zugleich, Ghana suche keine Konfrontation. „Wir sind nicht auf Vergeltung aus“, sagte Ablakwa. Ghana wolle den Prozess in gutem Glauben weiterführen und die Beziehungen zu Staaten aufrechterhalten, die sich enthalten oder gegen die Resolution gestimmt hätten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-beschluss-markiert-politischen-nicht-juristischen-durchbruch"><span id="un-beschluss-markiert-politischen-nicht-juristischen-durchbruch">UN-Beschluss markiert politischen, nicht juristischen Durchbruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Abstimmung hat die Debatte über Reparationen auf UN-Ebene neues Gewicht bekommen. Die Resolution wurde von rund 70 Staaten mitgetragen. Sie verschiebt den Fokus von symbolischem Gedenken hin zur formellen Anerkennung langfristiger struktureller Folgen von Sklaverei.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I am overjoyed by the adoption by the UN Gerneral Assembly of the resolution declaring the trafficking of enslaved Africans and racialised chattel enslavement of Africans as the gravest crime against humanity. <br><br>The process of its realisation, from idea to reality, was made… <a href="https://t.co/zMB2J5dkUM">pic.twitter.com/zMB2J5dkUM</a></p>&mdash; John Dramani Mahama (@JDMahama) <a href="https://twitter.com/JDMahama/status/2037246925372547341?ref_src=twsrc%5Etfw">March 26, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte verwiesen die USA, Großbritannien und EU-Staaten zwar auf das Unrecht der Sklaverei, wandten sich aber gegen eine Rangordnung unter Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen eine rückwirkende Anwendung heutiger völkerrechtlicher Maßstäbe. Die USA bezeichneten die Resolution als zynische Instrumentalisierung historischen Unrechts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bleibt der politische Konflikt klar sichtbar. Gerade die Enthaltungen der meisten europäischen Staaten, Großbritanniens, Kanadas, Australiens, Japans und Neuseelands zeigen, wie weit die Positionen bei historischer Verantwortung auseinanderliegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-union-verscharft-den-politischen-druck"><span id="afrikanische-union-verschaerft-den-politischen-druck">Afrikanische Union verschärft den politischen Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rückenwind erhält Ghana von der Afrikanischen Union. Beim Gipfel in Addis Abeba am 14. und 15. Februar verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs eine Erklärung, die Sklaverei, Deportation und Kolonisierung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und als Völkermord an den Völkern Afrikas einordnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-bringt-reparationen-mit-un-resolution-auf-die-tagesordnung/" type="post" id="25912">erklärte zudem die Jahre 2026 bis 2035 zu einer Dekade</a> der Reparationen. Das Thema wurde bereits zum Leitmotiv des Jahres 2025 gemacht. Damit knüpft die Union an eine lange panafrikanische Reparationsagenda an, die seit den 1990er Jahren immer wieder vorangetrieben wurde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="645" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-1024x645.jpg" alt="" class="wp-image-26361 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-1024x645.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-300x189.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-768x484.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-380x239.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-800x504.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-1160x730.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der ghanaische Präsident John Mahama, derzeit AU-Sonderbeauftragter für Reparationen, bezeichnete die UN-Resolution als „Weg zu Heilung und reparativer Gerechtigkeit“. Auch der ghanaische Sondergesandte Ekwow Spio-Garbrah hob hervor, dass der von der AU gesetzte Zehnjahresrahmen nötig sei, um ein komplexes Programm aus Dialog, Umsetzung und institutioneller Abstimmung aufzubauen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geplanter-fonds-soll-reparationen-praktisch-unterlegen"><span id="geplanter-fonds-soll-reparationen-praktisch-unterlegen">Geplanter Fonds soll Reparationen praktisch unterlegen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-staatschefs-wollen-reparationen-fuer-afrika/">afrikanischen Vorstoß gehört auch der Plan für einen globalen Reparationsfonds</a> mit Sitz in Afrika. Nach den Beschlüssen der AU soll er Entwicklung, Bildung, Restitution, kulturelle Einrichtungen und Maßnahmen gegen strukturellen Rassismus unterstützen. Beiträge sollen von Staaten, Institutionen und privaten Akteuren kommen, die vom transatlantischen Sklavenhandel und vom Kolonialismus profitiert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgesehen ist eine gemeinsame Steuerung durch die Afrikanische Union und die Karibische Gemeinschaft CARICOM. CARICOM hatte bereits 2013 eine Reparationskommission mit einem Zehn-Punkte-Plan für Wiedergutmachung eingerichtet und gilt in dieser Frage als zentraler Taktgeber.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streitpunkt-bleibt-die-verantwortung-fur-ein-globales-system"><span id="streitpunkt-bleibt-die-verantwortung-fuer-ein-globales-system">Streitpunkt bleibt die Verantwortung für ein globales System</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontroverse um Afrikas Rolle begleitet die Reparationsdebatte seit Jahren. In Ghana hatte Oppositionsführer Alexander Afenyo-Markin die Frage aufgeworfen, wer am Ende wen entschädigen müsse, wenn auch Afrikaner an der Gefangennahme und dem Verkauf anderer Afrikaner beteiligt gewesen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ablakwa widersprach dieser Lesart nun entschieden. Jede Beteiligung afrikanischer Akteure müsse im Kontext von Zwang, ungleichen Machtverhältnissen und äußerem ökonomischem Druck gesehen werden. Von einer gemeinsamen oder gleichberechtigten Unternehmung zu sprechen, verkenne Maßstab, Struktur und Verantwortung eines Systems organisierter Ausbeutung, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der breiteren Debatte bleibt dieser Punkt sensibel. Die <a href="https://fokus-afrika.de/unesco-kundigt-ein-netzwerk-zur-erinnerung-an-die-sklaverei-an/">politische Stoßrichtung</a> der neuen UN-Resolution liegt jedoch auf den bis heute wirkenden Folgen des transatlantischen Handels, der Millionen Afrikaner gewaltsam verschleppte, eine globale Diaspora formte und wirtschaftliche wie soziale Machtverhältnisse bis in die Gegenwart prägte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reparationen-reichen-von-entschuldigung-bis-restitution"><span id="reparationen-reichen-von-entschuldigung-bis-restitution">Reparationen reichen von Entschuldigung bis Restitution</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion geht längst über symbolische Anerkennung hinaus. Im Zentrum stehen Forderungen nach formellen Entschuldigungen, <a href="https://fokus-afrika.de/rueckgaben-von-kulturgueter-aus-dem-kolonialismus-sollen-schneller-zurueckgefuehrt-werden/" type="post" id="26136">Rückgabe geraubter Kulturgüter</a>, finanzieller Entschädigung, Bildungsreformen und institutionellen Änderungen gegen strukturelle Diskriminierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="h-forderungen-auch-aus-deutschland-auch-in-deutschland-wird-die-debatte-um-reparationen-mit-neuer-scharfe-gefuhrt-die-initiative-schwarzer-menschen-in-deutschland-verlangt-von-der-bundesregierung-eine-vollstandige-anerkennung-kolonialer-verbrechen-als-grundlage-fur-reparationen-entschadigungszahlungen-an-betroffene-nachfahren-die-ruckgabe-von-kulturgutern-und-menschlichen-gebeinen-sowie-eine-dekolonisierung-der-deutschen-erinnerungspolitik-die-organisation-bezeichnet-reparationen-nicht-als-geste-sondern-als-frage-von-respekt-verantwortung-und-menschenwurde"><span style="font-size: revert; white-space: normal; font-family: var(--cs-font-base-family), sans-serif; font-style: var(--cs-font-base-style); letter-spacing: var(--cs-font-base-letter-spacing);">Auch in <a href="https://fokus-afrika.de/kathrin-henneberger-dekolonialisierung-bleibt-zentrale-herausforderung/" type="post" id="13849">Deutschland wird die Debatte</a> um Reparationen mit neuer Schärfe geführt. Die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland verlangt von der Bundesregierung eine vollständige Anerkennung kolonialer Verbrechen als Grundlage für Reparationen, Entschädigungszahlungen an betroffene Nachfahren, die Rückgabe von Kulturgütern und menschlichen Gebeinen sowie eine Dekolonisierung der deutschen Erinnerungspolitik. Die Organisation bezeichnet Reparationen nicht als Geste, sondern als Frage von Respekt, Verantwortung und Menschenwürde.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiele für politischen Druck werden bereits erfolgte Schritte in Europa genannt. Belgien äußerte 2020 und 2022 Bedauern über koloniale Verbrechen im heutigen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/republik-kongo/" type="category" id="53">Kongo</a>. Deutschland bat 2021 für den <a href="https://fokus-afrika.de/nama-traditionalisten-lehnen-vereinbarung-zu-voelkermord-reparationen-ab/" type="post" id="13601">Völkermord an Herero und Nama</a> in Namibia um Entschuldigung und sagte <a href="https://fokus-afrika.de/gemeinsame-erklaerung-zwischen-deutschland-und-namibia-bleibt-ununterzeichnet/" type="post" id="13830">finanzielle Mittel als Geste der Versöhnung</a> zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleibt die Kluft zwischen Anerkennung und materieller Wiedergutmachung groß. Die neue UN-Resolution hat diese Differenz sichtbarer gemacht, weil sie die Frage von Erinnerung, Verantwortung und konkreter Wiedergutmachung erstmals so ausdrücklich miteinander verknüpft.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-draengt-nach-un-resolution-auf-reparationen-fuer-sklaverei/">Ghana drängt nach UN-Resolution auf Reparationen für Sklaverei</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ghana macht in Lyon Druck bei globaler Gesundheitsvorsorge</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ghana-macht-in-lyon-druck-bei-globaler-gesundheitsvorsorge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 15:26:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26332</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ghanas Präsident John Dramani Mahama hat beim globalen One Health Summit in Lyon gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fghana-macht-in-lyon-druck-bei-globaler-gesundheitsvorsorge%2F&amp;action_name=Ghana%20macht%20in%20Lyon%20Druck%20bei%20globaler%20Gesundheitsvorsorge&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ghanas Präsident John Dramani Mahama hat beim globalen One Health Summit in Lyon gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den hochrangigen Teil des Treffens geleitet und konkrete Schritte gegen neue Gesundheitsrisiken gefordert. Am 7. April sprach Mahama vor Staats- und Regierungschefs, Vertretern internationaler Organisationen und Fachleuten über Pandemievorsorge, Ernährungssicherheit, Umweltgefahren und die Reform der globalen Gesundheitsordnung. Für Ghana war der Auftritt ein sichtbares Signal auf internationaler Bühne. Deutschland war ebenfalls vertreten, allerdings nicht durch Bundeskanzler Friedrich Merz, sondern durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mahama-drangt-auf-taten-statt-neuer-bekenntnisse"><span id="mahama-draengt-auf-taten-statt-neuer-bekenntnisse">Mahama drängt auf Taten statt neuer Bekenntnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des Treffens stand der One-Health-Ansatz. Dahinter steht die Idee, dass die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und Umwelt untrennbar zusammenhängt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama nutzte seine Rede in Lyon für einen klaren Appell. Die Welt dürfe sich nicht länger mit Absichtserklärungen begnügen, sondern müsse endlich ins Handeln kommen. Klimawandel, zerstörte Ökosysteme und Umweltverschmutzung verschärften Gesundheitsrisiken in einem Ausmaß, das immer schwerer zu kontrollieren sei. Zugleich warb er dafür, bislang getrennte Bereiche wie Gesundheit, Landwirtschaft und Umweltschutz viel enger zusammenzudenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss seiner Rede setzte Mahama drei Schwerpunkte. One Health müsse fest in nationale und internationale Strukturen eingebaut werden. Frühwarn- und Überwachungssysteme müssten gestärkt werden. Und die Beschlüsse des Gipfels müssten sich an konkreten, überprüfbaren Ergebnissen messen lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ghana-bringt-eigene-erfahrungen-in-die-debatte-ein"><span id="ghana-bringt-eigene-erfahrungen-in-die-debatte-ein">Ghana bringt eigene Erfahrungen in die Debatte ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama sprach nicht nur über globale Strukturen, sondern auch über ganz konkrete Probleme in Ghana. Er verwies auf Krankheiten und Schädlinge, die Kleinbauern im Kakaoanbau unter Druck setzen. Zugleich nannte er die Folgen des illegalen Goldbergbaus, der Wälder zerstört und Gewässer verschmutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit schlug er den Bogen zu einer breiteren afrikanischen Perspektive. One Health sei auf dem Kontinent kein fernes politisches Konzept, sondern für viele Menschen gelebte Realität. Mahama erinnerte daran, dass in Ghana ein großer Teil der Bevölkerung für medizinische Zwecke weiterhin auf Kräuter und natürliche Waldressourcen zurückgreift. Er verknüpfte das mit dem Verweis auf afrikanische Wissenssysteme von Songhai über Timbuktu bis nach Aksum und ins alte Ägypten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26335 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/mpox-ausbruch-schulen-und-unicef-verstarken-masnahmen/" type="post" id="11419">jüngere Krankheitsausbrüche</a> rückte er in den Zusammenhang dieser Debatte. Covid-19, <a href="https://fokus-afrika.de/500-000-mpox-impfdosen-fur-afrika/" type="post" id="11211">Mpox</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/who-bestaetigt-ausbruch-eines-potenziell-toedlichen-haemorrhagischen-fiebers-in-aethiopien/" type="post" id="21957">Lassa-Fieber</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tansania-bestaetigt-neuen-fall-von-marburg-virus-erkrankung/" type="post" id="13580">Marburg</a> hätten erneut gezeigt, dass Vorbeugung wirksamer sei als spätere Krisenreaktion.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lyon-als-buhne-fur-die-reform-der-gesundheitsarchitektur"><span id="lyon-als-buehne-fuer-die-reform-der-gesundheitsarchitektur">Lyon als Bühne für die Reform der Gesundheitsarchitektur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama trat in Lyon in zwei zentralen Formaten auf. Eine Rede hielt er in einer Sitzung zur globalen Gesundheitsarchitektur, die Macron gemeinsam mit WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus leitete. Dort ging es um Reformen internationaler Gesundheitsinitiativen und um eine politische Erklärung zur weltweiten Gesundheitszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine zweite Rede eröffnete den hochrangigen Gipfelteil der Staats- und Regierungschefs. Dort stellte Mahama Ghanas Position zur globalen Gesundheitssicherheit vor und betonte, wie wichtig Zusammenarbeit über Ressort- und Ländergrenzen hinweg bei neuen Gesundheitsbedrohungen geworden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel fand vom 5. bis 7. April in Lyon statt. Frankreich richtete ihn im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft aus, Indonesien war Co-Gastgeber. Beteiligt war zudem die Quadripartite-Allianz aus Weltgesundheitsorganisation, Weltorganisation für Tiergesundheit, Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen sowie dem Umweltprogramm der UN.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-setzt-one-health-auf-die-politische-tagesordnung"><span id="frankreich-setzt-one-health-auf-die-politische-tagesordnung">Frankreich setzt One Health auf die politische Tagesordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lyon sollte mehr sein als ein weiteres Fachtreffen. Der Gipfel war als erstes weltweites Format dieser Art auf Ebene von Staats- und Regierungschefs angelegt. Im Kern ging es darum, internationale Antworten auf Gesundheitsrisiken zu bündeln, die an der Schnittstelle von Mensch, Tier und Umwelt entstehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Message de clôture du Président <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron?ref_src=twsrc%5Etfw">@EmmanuelMacron</a> et du directeur général de l’Organisation mondiale de la santé <a href="https://twitter.com/DrTedros?ref_src=twsrc%5Etfw">@DrTedros</a> au One Health Summit à Lyon. <a href="https://t.co/pireQ0cqTh">pic.twitter.com/pireQ0cqTh</a></p>&mdash; Élysée (@Elysee) <a href="https://twitter.com/Elysee/status/2041573975310905508?ref_src=twsrc%5Etfw">April 7, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Agenda standen unter anderem zoonotische und vektorübertragene Krankheiten wie Malaria, Dengue, Chikungunya und Tollwut. Hinzu kamen Antibiotikaresistenzen, nachhaltige Ernährungssysteme und die gesundheitlichen Folgen von Umweltverschmutzung, besonders durch Plastik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres schlug in einer Videobotschaft einen ähnlich eindringlichen Ton an. Der One-Health-Ansatz sei eine Frage des kollektiven Überlebens, sagte er. Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen lasse sich nicht voneinander trennen. Zugleich warnte er vor den Folgen von Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artenverlust und sozialer Ungleichheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-unterstutzt-den-kurs-in-lyon"><span id="deutschland-unterstuetzt-den-kurs-in-lyon">Deutschland unterstützt den Kurs in Lyon</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland war bei dem Gipfel durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vertreten. Sie nahm an einem High-Level-Treffen zur Reform der globalen Gesundheitsarchitektur teil und vertrat dort Bundeskanzler Friedrich Merz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warken <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/one-health-summit-pm-07-04-26">erklärte</a>, die globale Gesundheitsarchitektur müsse leistungsfähiger werden. Wer Pandemien wirksamer vorbeugen wolle, brauche handlungsfähige Institutionen, klare Zuständigkeiten und ein abgestimmtes Vorgehen der Mitgliedstaaten. Deutschland unterstütze die Initiative Frankreichs, One Health während der G7-Präsidentschaft auf höchster politischer Ebene voranzubringen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="de" dir="ltr">Wie können wir uns gemeinsam mit anderen Ländern gut auf künftige Pandemien vorbereiten? Und wie können wir Krankheiten früh erkennen und entschlossen bekämpfen? <br>Bundesgesundheitsministerin <a href="https://twitter.com/ninawarken?ref_src=twsrc%5Etfw">@ninawarken</a> nach dem One Health Summit in Lyon 👇 <a href="https://t.co/Kl2BHJ9Bmn">pic.twitter.com/Kl2BHJ9Bmn</a></p>&mdash; Bundesgesundheitsministerium (@BMG_Bund) <a href="https://twitter.com/BMG_Bund/status/2041565245617963294?ref_src=twsrc%5Etfw">April 7, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Antibiotikaresistenzen spielten in Lyon eine wichtige Rolle. Deutschland unterstützt die politische Erklärung der UN-Generalversammlung von 2024 zu diesem Thema sowie eine unabhängige Sachverständigengruppe der Quadripartite-Allianz.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ghana-setzt-in-lyon-einen-afrikanischen-akzent"><span id="ghana-setzt-in-lyon-einen-afrikanischen-akzent">Ghana setzt in Lyon einen afrikanischen Akzent</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Mahama den hochrangigen Teil des Gipfels gemeinsam mit Macron leitete, gab Ghana in einer zentralen globalen Debatte besonderes Gewicht. Seine Rede verband internationale Reformfragen mit afrikanischen Erfahrungen aus Landwirtschaft, Umweltschutz und öffentlicher Gesundheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit rückte auch eine größere politische Frage in den Vordergrund: wie afrikanische Staaten ihre Interessen in internationalen Gesundheitsforen sichtbarer und wirkungsvoller einbringen. Mahama sprach in Lyon auch die ungleiche Verteilung von Risiken und Ressourcen an. Gerade Länder mit hoher Verwundbarkeit verfügten oft über die geringsten Mittel, um auf Gesundheitskrisen zu reagieren.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN erinnert an Genozid in Ruanda und warnt vor neuer Gewalt durch Hass und Hetze</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-erinnert-an-genozid-in-ruanda-und-warnt-vor-neuer-gewalt-durch-hass-und-hetze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 21:31:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen haben am Dienstag an den Genozid an den Tutsi in Ruanda erinnert und die internationale&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-erinnert-an-genozid-in-ruanda-und-warnt-vor-neuer-gewalt-durch-hass-und-hetze%2F&amp;action_name=UN%20erinnert%20an%20Genozid%20in%20Ruanda%20und%20warnt%20vor%20neuer%20Gewalt%20durch%20Hass%20und%20Hetze&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-erinnert-an-genozid-in-ruanda-und-warnt-vor-neuer-gewalt-durch-hass-und-hetze/">UN erinnert an Genozid in Ruanda und warnt vor neuer Gewalt durch Hass und Hetze</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen haben am Dienstag an den Genozid an den Tutsi in Ruanda erinnert und die internationale Gemeinschaft zugleich vor den Folgen von Hassrede, Aufwiegelung und politischer Untätigkeit gewarnt. Am 7. April 2026 steht die Gedenkfeier in New York im <a href="https://news.un.org/en/story/2026/04/1167256">Zeichen</a> des Internationalen Tages des Gedenkens an den Genozid von 1994.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als eine Million Menschen wurden damals innerhalb von weniger als drei Monaten getötet. Betroffen waren vor allem Tutsi, aber auch Hutu und andere Menschen, die sich dem Genozid widersetzten. Mit der diesjährigen Zeremonie wollen die UN die Erinnerung an die Opfer wachhalten und den Zusammenhang zwischen Gedenken, Bildung und Prävention betonen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-ruckt-erinnerung-und-politische-verantwortung-in-den-mittelpunkt"><span id="un-rueckt-erinnerung-und-politische-verantwortung-in-den-mittelpunkt">UN rückt Erinnerung und politische Verantwortung in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres gedachte der Opfer in einer Botschaft zum Gedenktag. Er sprach von „ganzen Familien, die brutal ausgelöscht wurden“ und würdigte die „geraubte Würde“ der Getöteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich erinnerte Guterres an das Versagen der internationalen Gemeinschaft im Jahr 1994. Warnungen seien damals nicht rechtzeitig beachtet worden, lebensrettendes Handeln sei ausgeblieben. Daraus leitete er die Forderung ab, Hass, hetzerische Rhetorik und jede Form der Anstiftung zu Gewalt entschlossen zurückzuweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Botschaft der UN ist damit klar doppelt angelegt: Erinnerung an die Verbrechen von 1994 und Warnung vor politischen Mustern, die zu Massenverbrechen führen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-uberlebende-geben-dem-gedenken-ein-gesicht"><span id="ueberlebende-geben-dem-gedenken-ein-gesicht">Überlebende geben dem Gedenken ein Gesicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Gedenkveranstaltung am UN-Hauptquartier berichten auch Überlebende des Genozids von ihren Erfahrungen. Einer von ihnen ist Serge Gasore, der als Kind mehrere Mordversuche überlebte. Seine Mutter wurde getötet, seine Großmutter starb bei einem Granatenangriff auf eine Kirche, in der sich Tutsi versteckt hatten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Graves_with_Victim_of_1994_Genocide_-_Catholic_Cathedral_-_Huye_Butare_-_Rwanda_9009579800-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-26302 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Graves_with_Victim_of_1994_Genocide_-_Catholic_Cathedral_-_Huye_Butare_-_Rwanda_9009579800-768x1024.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Graves_with_Victim_of_1994_Genocide_-_Catholic_Cathedral_-_Huye_Butare_-_Rwanda_9009579800-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Graves_with_Victim_of_1994_Genocide_-_Catholic_Cathedral_-_Huye_Butare_-_Rwanda_9009579800-380x507.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Graves_with_Victim_of_1994_Genocide_-_Catholic_Cathedral_-_Huye_Butare_-_Rwanda_9009579800-800x1067.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Graves_with_Victim_of_1994_Genocide_-_Catholic_Cathedral_-_Huye_Butare_-_Rwanda_9009579800.jpg 960w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gasore floh wochenlang vor Angreifern und wurde im Alter von neun Jahren gezwungen, mit der Ruandischen Patriotischen Front zu kämpfen. Später ließ er sich in den Vereinigten Staaten nieder und gründete mit seiner Frau die Organisation Rwanda Children, die gefährdete Kinder in Ruanda mit Unterkunft, Nahrung, medizinischer Versorgung und Bildung unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Marcel Mutsindashyaka tritt bei der Zeremonie auf. Er verlor nach eigenen Angaben 25 Angehörige seiner Familie. Heute leitet er die US-Sektion der Überlebendenorganisation Ibuka, die sich für Betroffene einsetzt und Gedenkveranstaltungen organisiert.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gedenktag-ist-teil-eines-weltweiten-un-programms"><span id="gedenktag-ist-teil-eines-weltweiten-un-programms">Gedenktag ist Teil eines weltweiten UN-Programms</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung in New York ist Teil eines internationalen UN-Programms zum Gedenken an den Genozid an den Tutsi in Ruanda. Das Programm wurde 2005 von der Generalversammlung eingerichtet. Ziel ist es, die Zivilgesellschaft für Erinnerung, Aufklärung und Prävention zu mobilisieren.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">We remember the victims. We honour the lives stolen. We acknowledge the suffering that endures. At the General Assembly, we marked the International Day of Reflection on the 1994 Genocide against the Tutsi in Rwanda, reaffirming that the prevention of genocide requires action -… <a href="https://t.co/V3quXyJaBa">pic.twitter.com/V3quXyJaBa</a></p>&mdash; Annalena Baerbock (@UN_PGA) <a href="https://twitter.com/UN_PGA/status/2041595408888066497?ref_src=twsrc%5Etfw">April 7, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Feier am UN-Hauptquartier finden auch an weiteren UN-Standorten weltweit Gedenkveranstaltungen statt. Damit verbinden die Vereinten Nationen historische Erinnerung ausdrücklich mit Bildungsarbeit und dem Anspruch, künftige Völkermorde zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hochrangige-vertreter-aus-un-und-ruanda-nehmen-teil"><span id="hochrangige-vertreter-aus-un-und-ruanda-nehmen-teil">Hochrangige Vertreter aus UN und Ruanda nehmen teil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Rednern der Zeremonie gehören mehrere hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen. Angekündigt sind unter anderem Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Generalversammlung, Courtenay Rattray als Chef des Kabinetts des UN-Generalsekretärs sowie UN-Kommunikationschefin Melissa Fleming.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ruandische Regierung wird durch Justizminister und Generalstaatsanwalt Emmanuel Ugirashebuja sowie durch Ruandas UN-Botschafter Karoli Martin Ngoga vertreten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN treibt Reformprogramm UN80 voran</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 20:57:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen treiben ihr Reformprogramm UN80 in eine neue Umsetzungsphase und stellen dabei auch einen möglichen Zusammenschluss&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-treibt-reformprogramm-un80-voran%2F&amp;action_name=UN%20treibt%20Reformprogramm%20UN80%20voran&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/">UN treibt Reformprogramm UN80 voran</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen treiben ihr Reformprogramm UN80 in eine neue Umsetzungsphase und stellen dabei auch einen möglichen Zusammenschluss von UN Women und dem Bevölkerungsfonds UNFPA zur Prüfung. Bei einer <a href="https://news.un.org/en/story/2026/04/1167253">Unterrichtung</a> der Mitgliedstaaten am 6. April bezeichnete Untergeneralsekretär Guy Ryder die Initiative als nun klar auf die praktische Umsetzung ausgerichtet. Zugleich legten Spitzenvertreter der UN neue Zwischenstände zu zentralen Reformfeldern vor, darunter Geschlechterpolitik, Digitalisierung und Datennutzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reform ist für viele Staaten auch deshalb relevant, weil sie entscheiden soll, wie wirksam das UN-System in den Bereichen Entwicklung, humanitäre Hilfe, Menschenrechte sowie Frieden und Sicherheit künftig arbeitet. Der Aktionsplan umfasst 86 Maßnahmen, die das gesamte System effizienter und schlagkräftiger machen sollen. Mehr als 80 Prozent der frühen Meilensteine seien bereits erreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-will-von-der-planung-in-die-umsetzung-wechseln"><span id="un-will-von-der-planung-in-die-umsetzung-wechseln">UN will von der Planung in die Umsetzung wechseln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN80 wurde im vergangenen Jahr als systemweite Reforminitiative gestartet. Ziel ist es, Mandate, <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">Mittel</a> und Entscheidungen innerhalb des UN-Systems so zu ordnen, dass ihre Wirkung für Menschen und Umwelt größer wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guy Ryder sagte, die Reform trete nun in eine Phase ein, in der die <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Umsetzung</a> im Vordergrund stehe. Als wichtigen Fortschritt nannte er eine in der vergangenen Woche verabschiedete Resolution der UN-Generalversammlung, die die Entstehung, Umsetzung und Überprüfung von UN-Mandaten stärken soll. Für den kommenden Monat kündigte er einen zusammengefassten Bericht an, der den Stand der einzelnen Arbeitspakete sowie die weiteren Zeitpläne darstellen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mogliche-fusion-von-un-women-und-unfpa-ruckt-in-den-mittelpunkt"><span id="moegliche-fusion-von-un-women-und-unfpa-rueckt-in-den-mittelpunkt">Mögliche Fusion von UN Women und UNFPA rückt in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders aufmerksam verfolgt wurde die erste Bewertung einer möglichen Zusammenlegung von UN Women und UNFPA. Vizegeneralsekretärin Amina Mohammed begründete die Prüfung mit einem veränderten globalen Umfeld. Wörtlich sagte sie: „Wir wissen, dass der Status quo keine Option ist.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134895-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26283 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134895-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134895-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134895-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134895-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134895-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134895-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134895.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach den vorläufigen Ergebnissen könnte ein gemeinsamer institutioneller Rahmen das Fachwissen von UN Women zur Gleichstellung mit dem Mandat von UNFPA zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten zusammenführen. Die UN sieht darin die Möglichkeit, Abstimmung, Reichweite und praktische Wirkung in mehr als 150 Ländern und Territorien zu stärken.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Women-Chefin Sima Bahous betonte, es gehe nicht darum, ob beide Organisationen Ergebnisse lieferten. Entscheidend sei die Frage, ob die bestehende Struktur ausreiche, um auf die kommenden Herausforderungen zu reagieren. UNFPA-Chefin Diene Keita sprach zugleich von einer komplexen Aufgabe und sagte, bei einer Fusion dieser Größenordnung seien eine schrittweise Umsetzung und klare operative Schutzmechanismen nötig, damit die Arbeit ohne Brüche weiterlaufen könne.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-digitalreform-soll-milliardenaufwand-besser-bundeln"><span id="digitalreform-soll-milliardenaufwand-besser-buendeln">Digitalreform soll Milliardenaufwand besser bündeln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrats-g4-wollen-reform-auch-im-sinne-afrikas/">weiteres Reformfeld</a> betrifft die technologische Infrastruktur der Vereinten Nationen. Doreen Bogdan-Martin, Generalsekretärin der Internationalen Fernmeldeunion ITU, sagte, die UN investierten jährlich rund 2,5 Milliarden Dollar in digitale Infrastruktur.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134897-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26285 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134897-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134897-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134897-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134897-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134897-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134897-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134897.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das zentrale Problem sei nicht die Technik selbst, sondern die Zersplitterung des Systems, dazu Finanzierungsengpässe und komplexe Steuerungsstrukturen. Deshalb soll der Ausbau gemeinsamer Dienste vorangetrieben, Doppelarbeit reduziert und eine systemweite Plattform für digitale Anwendungen und Werkzeuge mit künstlicher Intelligenz aufgebaut werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit soll die Organisation hinter den Kulissen stärker vernetzt werden. Aus Sicht der UN ist das eine Voraussetzung dafür, Programme und Entscheidungen über verschiedene Organisationen hinweg schneller und einheitlicher umzusetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geplant-ist-auch-ein-gemeinsamer-zugang-zu-un-daten"><span id="geplant-ist-auch-ein-gemeinsamer-zugang-zu-un-daten">Geplant ist auch ein gemeinsamer Zugang zu UN-Daten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu arbeitet die UN an einem neuen Datenportal. Der sogenannte UN Data Commons soll öffentliche Datensätze und amtliche Statistiken, die bislang auf viele Organisationen verteilt sind, an einem Ort bündeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Untergeneralsekretär Li Junhua sagte, die Mitgliedstaaten brauchten rechtzeitige, verlässliche und leicht nutzbare Daten. UNICEF-Chefin Catherine Russell erklärte, ein funktionierendes System würde den Nutzern einen einzigen Zugangspunkt zu belastbaren Informationen bieten und zugleich die Grundlage schaffen, Daten dauerhaft verlässlich und anwendbar zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem derzeitigen Zeitplan soll die Plattform bis September 2026 einsatzbereit sein.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Außenministerium baut Auswahl und Ausbildung des diplomatischen Dienstes um</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-aussenministerium-baut-auswahl-und-ausbildung-des-diplomatischen-dienstes-um/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 20:41:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26193</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das US-Außenministerium ändert Auswahl und Ausbildung seines diplomatischen Dienstes grundlegend und richtet beides stärker auf amerikanische Geschichte, außenpolitische&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-aussenministerium-baut-auswahl-und-ausbildung-des-diplomatischen-dienstes-um%2F&amp;action_name=US-Au%C3%9Fenministerium%20baut%20Auswahl%20und%20Ausbildung%20des%20diplomatischen%20Dienstes%20um&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium ändert Auswahl und Ausbildung seines diplomatischen Dienstes grundlegend und richtet beides stärker auf amerikanische Geschichte, außenpolitische Grundbegriffe und Verhandlungskompetenz aus. Die Reformen stellte das Ministerium am 1. April vor. Künftig sollen Bewerber wieder schriftlich geprüft werden, während Inhalte mit Bezug zu Diversität, Gleichstellung und Inklusion aus den Auswahlverfahren gestrichen werden. Die Neuausrichtung verbindet die Regierung von Präsident Donald Trump ausdrücklich mit ihrem außenpolitischen Kurs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffen sind sowohl das Auswahlverfahren für den Foreign Service als auch die Einführung neuer Diplomatinnen und Diplomaten. Das Ministerium will nach eigener Darstellung sicherstellen, dass amerikanische Vertreter im Ausland besser auf internationale Machtkonkurrenz, wirtschaftliche Interessenpolitik und diplomatische Verhandlungen vorbereitet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schriftliche-prufung-kehrt-zuruck"><span id="schriftliche-pruefung-kehrt-zurueck">Schriftliche Prüfung kehrt zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den sichtbarsten Änderungen zählt die Rückkehr zu einer schriftlichen Prüfung. Das Außenministerium ersetzt damit das bisherige Verfahren über ein Qualifikationspanel. Begründet wird das mit der Notwendigkeit, kritisches Denken und klares Schreiben wieder stärker zu gewichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Foreign Service Officer Test wird neu zugeschnitten. Künftig sollen dort amerikanische Geschichte und logisches Denken stärker geprüft werden. Fragen, die nach Darstellung des Ministeriums auf eine Übereinstimmung mit einer Agenda zu Diversität, Gleichstellung und Inklusion zielten, entfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben wird auch die mündliche Prüfung verändert. Sie soll sich künftig stärker auf außenpolitische Grundbegriffe der Vereinigten Staaten, diplomatische Geschichte und Verhandlungskompetenz konzentrieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausbildung-wird-starker-politisch-und-strategisch-ausgerichtet"><span id="ausbildung-wird-staerker-politisch-und-strategisch-ausgerichtet">Ausbildung wird stärker politisch und strategisch ausgerichtet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Einführungsprogramm A-100 für neue Mitglieder des diplomatischen Dienstes wird ebenfalls umgebaut. Das Außenministerium beschreibt es künftig als strenges und umfassendes Grundtraining für den diplomatischen Dienst der Vereinigten Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind Vorlesungen und Schulungen zu diplomatischer Geschichte, wirtschaftlicher Strategie, Handelsdiplomatie und großer Strategie. Hinzu kommen Einheiten zu Rhetorik, Verhandlung und Führung. Nach Darstellung des Ministeriums sollen neue Diplomatinnen und Diplomaten dadurch früher mit zentralen Instrumenten amerikanischer Außenpolitik vertraut gemacht werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26194 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Departs_France_55172149960.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Ministerium nennt dabei ausdrücklich auch Inhalte zur Außenpolitik unter dem <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/" type="post" id="25830">Leitbild „America First“</a>. Damit erhält die politische Linie der Regierung einen festen Platz in der Grundausbildung des diplomatischen Dienstes.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-pflichtlekture-mit-klassischem-und-konservativem-schwerpunkt"><span id="pflichtlektuere-mit-klassischem-und-konservativem-schwerpunkt">Pflichtlektüre mit klassischem und konservativem Schwerpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Lektüreliste für das Einführungsprogramm wird neu gefasst. Vorgesehen sind Texte und Reden von George Washington, John Quincy Adams und James Monroe sowie Auszüge aus den&nbsp;<em>Federalist Papers</em>. Hinzu kommen Werke von George Kennan, Angelo Codevilla und Samuel Huntington.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser Auswahl verschiebt das Ministerium den Schwerpunkt der Ausbildung sichtbar auf amerikanische Staatsgeschichte, klassische außenpolitische Denkschulen und strategische Theorie. Zugleich rückt die Behörde von bisherigen Ausbildungselementen ab, die stärker auf Kommunikation im Team und Gruppendynamik zielten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fruhere-trainingsbausteine-fallen-weg"><span id="fruehere-trainingsbausteine-fallen-weg">Frühere Trainingsbausteine fallen weg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/04/u-s-department-of-state-announces-reforms-to-the-u-s-foreign-service-2/">Angaben</a> des Außenministeriums werden mehrere bisherige Übungen aus dem Einführungsprogramm gestrichen. Genannt wird unter anderem eine 90-minütige Gruppenübung, bei der Teilnehmer mit verbundenen Augen Gegenstände in einen Eimer werfen mussten. Solche Formate hätten angeblich Kommunikationsfähigkeit und Teamresilienz vermitteln sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen setzt das Ministerium nun stärker auf Vorlesungen und fachliche Schulungen. Inhalte zu bürokratischen Abläufen sollen auf ein Minimum reduziert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-wirbt-offen-um-neue-bewerber"><span id="regierung-wirbt-offen-um-neue-bewerber">Regierung wirbt offen um neue Bewerber</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Reform verbindet das Außenministerium auch einen neuen Aufruf zur Bewerbung. Registrierungen für die Tests sind bereits geöffnet. Die Prüfungen sollen vom 15. bis 22. Mai stattfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vize-Sprecher Tommy Pigott erklärte, die Regierung modernisiere den diplomatischen Dienst, damit amerikanische Diplomaten nationale Interessen in einer sich rasch verändernden Welt wirksam vertreten könnten. Er hob dabei besonders öffentliche Rede, Verhandlung und internationale Beziehungstheorie hervor.</p>
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		<title>Bahrain setzt im UN-Sicherheitsrat auf Hormus und Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bahrain-setzt-im-un-sicherheitsrat-auf-hormus-und-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 20:23:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bahrain will im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution zur Sicherheit in der Straße von Hormus voranbringen und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbahrain-setzt-im-un-sicherheitsrat-auf-hormus-und-afrika%2F&amp;action_name=Bahrain%20setzt%20im%20UN-Sicherheitsrat%20auf%20Hormus%20und%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bahrain will im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution zur Sicherheit in der Straße von Hormus voranbringen und gleichzeitig mehrere Afrika-Dossiers im April behandeln. Zum Auftakt seiner Ratspräsidentschaft stellte der Golfstaat das <a href="https://press.un.org/en/2026/260401_sc.doc.htm">Arbeitsprogramm</a> für den Monat vor. Auf der Agenda stehen unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a>, die Region der Großen Seen und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a>. Bahrain verknüpft den Vorsitz zudem offen mit den Spannungen mit Iran und den Angriffen auf Staaten der Golfregion.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-maritimsicherheit-wird-zum-schwerpunktthema"><span id="maritimsicherheit-wird-zum-schwerpunktthema">Maritimsicherheit wird zum Schwerpunktthema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der bahrainischen Ratspräsidentschaft steht ein neuer Vorstoß zur maritimen Sicherheit in der Straße von Hormus. Bahrains UN-Botschafter Jamal Fares Alrowaiei sagte vor Journalisten, der Sicherheitsrat arbeite an einem Resolutionsentwurf, der sichere Schifffahrt gewährleisten und eine <a href="https://fokus-afrika.de/iran-krieg-eu-baut-marineeinsaetze-vor-afrikas-kuesten-aus/" type="post" id="26121">dauerhafte Antwort</a> auf die Spannungen in der Region geben solle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. April ist dazu eine hochrangige offene Debatte unter dem Tagesordnungspunkt Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit geplant. Einen Tag später folgt die reguläre offene Debatte zur Lage im Nahen Osten einschließlich der Palästinafrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alrowaiei verwies auf die strategische Bedeutung internationaler Seewege und warnte davor, maritime Korridore als Druckmittel in Konflikten zu nutzen. Solche Eingriffe verletzten aus seiner Sicht Grundprinzipien des Völkerrechts und träfen alle Staaten, die auf diese Routen angewiesen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bahrain-ruckt-iran-in-den-mittelpunkt"><span id="bahrain-rueckt-iran-in-den-mittelpunkt">Bahrain rückt Iran in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bahrain verbindet seine Präsidentschaft mit einer scharfen politischen Botschaft an Teheran. Alrowaiei erklärte, Bahrain, Staaten des Golf-Kooperationsrates und Jordanien würden seit dem 28. Februar von Iran angegriffen. Teheran verletze damit weiterhin die Resolution 2817 aus dem Jahr 2026, die von 136 UN-Mitgliedstaaten mitgetragen worden sei.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134787-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26189 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134787-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134787-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134787-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134787-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134787-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134787-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71134787.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der bahrainische Diplomat bezifferte die Angriffe auf 186 Raketen und 419 Drohnen. Getroffen worden seien zivile Einrichtungen wie Entsalzungsanlagen, Ölanlagen und Gebäude. Ähnliche Angriffe habe es auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten gegeben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Aussagen macht Bahrain deutlich, dass es seine Ratspräsidentschaft nicht nur für die allgemeine Arbeitsplanung nutzt, sondern auch für die politische Rahmung des <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">Konflikts mit Iran</a>. Die Straße von Hormus wird damit im April zu einem zentralen Sicherheitsthema der Vereinten Nationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-bleibt-fest-auf-der-tagesordnung"><span id="afrika-bleibt-fest-auf-der-tagesordnung">Afrika bleibt fest auf der Tagesordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Krisen im Nahen Osten bleiben mehrere Konflikte in Afrika auf der Agenda des Sicherheitsrats. Geplant sind Beratungen zu Libyen, zur Region der Großen Seen und zu Südsudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Libyen wird eine Resolution zu den Sanktionen erwartet. Für Südsudan soll das Mandat der Mission der Vereinten Nationen im Südsudan, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unmiss/" type="post_tag" id="592">UNMISS</a>, verlängert werden. Beide Entscheidungen gehören zu den zentralen Beschlüssen des Monats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit rücken im April sowohl Nordafrika als auch Ost- und Zentralafrika in den Fokus des Rates. Die Beratungen betreffen damit Regionen, in denen Fragen von Sicherheit, Staatszerfall, Gewalt und internationaler Stabilisierung weiter eng miteinander verbunden sind.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Mandate kommen auf den Prüfstand</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-mandate-kommen-auf-den-pruefstand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 23:23:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die UN-Generalversammlung hat den Weg für eine umfassende Überprüfung bestehender UN-Mandate freigemacht und zugleich neue Regeln für künftige&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-mandate-kommen-auf-den-pruefstand%2F&amp;action_name=UN-Mandate%20kommen%20auf%20den%20Pr%C3%BCfstand&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-mandate-kommen-auf-den-pruefstand/">UN-Mandate kommen auf den Prüfstand</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Generalversammlung hat den Weg für eine umfassende Überprüfung bestehender UN-Mandate freigemacht und zugleich neue Regeln für künftige Beschlüsse beschlossen. Mit der Resolution sollen tausende bestehende Aufträge der Vereinten Nationen auf den Prüfstand kommen, während neue Mandate knapper, klarer und stärker datenbasiert formuliert werden sollen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://press.un.org/en/2026/ga12756.doc.htm">Abstimmung</a> fiel am 31. März mit 168 Ja-Stimmen bei 4 Gegenstimmen. Gegen die Resolution votierten Belarus, Nordkorea, Nicaragua und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a>, Enthaltungen gab es keine. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="389" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/16b8fe6a-d43f-49b4-a452-bafde54f429b.jpeg" alt="" class="wp-image-26155 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/16b8fe6a-d43f-49b4-a452-bafde54f429b.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/16b8fe6a-d43f-49b4-a452-bafde54f429b-300x167.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/16b8fe6a-d43f-49b4-a452-bafde54f429b-380x211.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit beginnt für die UN ein Reformprozess, der Berichte, Sitzungen und Aufträge im gesamten System straffen soll. Ziel ist es, Doppelungen abzubauen, ineffiziente Vorgaben zu überprüfen und neue Mandate so zu formulieren, dass sie leichter umzusetzen und besser kontrollierbar sind. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tausende-beschlusse-sollen-auf-den-prufstand"><span id="tausende-beschluesse-sollen-auf-den-pruefstand">Tausende Beschlüsse sollen auf den Prüfstand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kern der Resolution ist eine Bestandsaufnahme der bisherigen Mandate der Generalversammlung. Die Mitgliedstaaten wollen prüfen, welche Aufträge verlängert, angepasst, zusammengelegt, ersetzt oder beendet werden sollen. Der Generalsekretär soll dafür bis Ende Dezember 2026 jene Mandate benennen, die inaktiv, doppelt oder bereits vollständig umgesetzt sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bestimmte Bereiche bleiben davon ausgenommen. Nicht überprüft werden sollen <a href="https://fokus-afrika.de/un-generalversammlungspraesidentin-baerbock-verteidigt-die-un-charta-in-davos/" type="post" id="23810">Mandate, die in der UN-Charta verankert sind</a>, universelle Normsetzung betreffen, Institutionen schaffen oder mit laufenden politischen Konflikten zusammenhängen, die Folgen für Frieden und Sicherheit haben. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-mandate-sollen-kurzer-und-klarer-werden"><span id="neue-mandate-sollen-kuerzer-und-klarer-werden">Neue Mandate sollen kürzer und klarer werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Künftig sollen neue Beschlüsse in der Generalversammlung deutlich enger gefasst werden. Wer ein neues Mandat vorschlägt, soll dafür eine knappe Konzeptnotiz vorlegen. Darin sollen Hintergrund, Ziele, erwartete Wirkung, finanzielle Folgen, zuständige Kontaktstellen und ein Zeitplan enthalten sein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitgliedstaaten verpflichten sich außerdem, Mandate mit klarerem Zuschnitt zu verabschieden. Vorgesehen sind schlankere Einleitungstexte, präzise Ziele, klare Arbeitsaufträge, Zeitpläne für die Umsetzung sowie Prüfklauseln und gegebenenfalls auch Regelungen für das Auslaufen eines Mandats.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei Berichten und Sitzungen soll stärker gebremst werden. Die Generalversammlung will nur noch solche Treffen, Berichte oder weiteren Aktivitäten mandatieren, die für das erklärte Ziel einer Resolution tatsächlich nötig sind.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-kontrolle-uber-umsetzung-und-kosten"><span id="mehr-kontrolle-ueber-umsetzung-und-kosten">Mehr Kontrolle über Umsetzung und Kosten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution verbindet die Reform eng mit der <a href="https://fokus-afrika.de/finanzkrise-gefaehrdet-polizeiarbeit-in-un-friedenseinsaetzen/" type="post" id="24377">angespannten Finanzlage</a> der Vereinten Nationen. Mandate sollen regelmäßig auf Wirkung überprüft werden, nicht nur auf ihre bloße Durchführung. Neue und verlängerte Mandate sollen deshalb grundsätzlich Prüfklauseln enthalten. Als Orientierung nennt der Text Überprüfungszyklen von drei bis fünf Jahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betont die Generalversammlung, dass Mandate mit <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">klaren Haushaltsfolgen auch entsprechend finanziert werden müssen</a>. Der Generalsekretär soll Berichte nutzerfreundlicher, kürzer und stärker datenbasiert gestalten. Zudem soll das bestehende Mandatsregister weiter ausgebaut werden, damit die Mitgliedstaaten einen besseren Überblick über Aufträge, Zuständigkeiten, Ressourcen und Ergebnisse erhalten. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russland-stellte-sich-offen-gegen-den-prozess"><span id="russland-stellte-sich-offen-gegen-den-prozess">Russland stellte sich offen gegen den Prozess</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Widerstand kam vor allem aus Moskau. Russland kritisierte das Verfahren bereits vor der Abstimmung als unzureichend abgestimmt und kündigte an, gegen die Resolution zu stimmen. Die russische Delegation erklärte zudem, sie werde sich an die Bestimmungen des Textes nicht gebunden sehen, falls er angenommen werde.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="453" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/83da5766-21ba-4655-92ab-df50a437e855.jpeg" alt="" class="wp-image-26156 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/83da5766-21ba-4655-92ab-df50a437e855.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/83da5766-21ba-4655-92ab-df50a437e855-300x194.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/83da5766-21ba-4655-92ab-df50a437e855-380x246.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Vorfeld hatte Russland mehrere Änderungen vorgeschlagen, darunter eine stärkere Bindung an Konsens und zusätzliche Hürden für Mandatsüberprüfungen. Die Arbeitsgruppe entschied jedoch mit Mehrheit, diese Änderungsanträge nicht weiterzuverfolgen. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-arbeitsgruppe-bekommt-ein-weiteres-jahr"><span id="arbeitsgruppe-bekommt-ein-weiteres-jahr">Arbeitsgruppe bekommt ein weiteres Jahr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformprozess endet nicht mit der Abstimmung. Die bisherige <a href="https://fokus-afrika.de/un80-antonio-guterres-draengt-auf-umbau-finanzierungsluecken-gefaehrden-friedenseinsaetze/" type="post" id="20853">informelle Arbeitsgruppe</a> wird als Ad-hoc-Arbeitsgruppe fortgeführt und soll bis Ende April 2027 weitere Bausteine ausarbeiten. Dazu gehören Vorlagen für Konzeptnoten, Muster für Überprüfungsklauseln, Kriterien für die Verlängerung oder Beendigung von Mandaten und Leitlinien für die große Bestandsaufnahme der bestehenden Beschlüsse. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="508" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/412c005f-2eaf-4d89-8aa7-1fd4ded0b79b.jpeg" alt="" class="wp-image-26157 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/412c005f-2eaf-4d89-8aa7-1fd4ded0b79b.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/412c005f-2eaf-4d89-8aa7-1fd4ded0b79b-300x218.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/412c005f-2eaf-4d89-8aa7-1fd4ded0b79b-380x276.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres sprach nach der Annahme von einer „historischen Resolution“ und einem großen Schritt bei der Reform von Mandaten. Er hob hervor, dass der Prozess Mitgliedstaaten entlasten, Doppelungen und Zersplitterung vermeiden und die Schaffung neuer Mandate disziplinierter, kohärenter und transparenter machen solle.</p>
</div></div>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-mandate-kommen-auf-den-pruefstand%2F&amp;action_name=UN-Mandate%20kommen%20auf%20den%20Pr%C3%BCfstand&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-mandate-kommen-auf-den-pruefstand/">UN-Mandate kommen auf den Prüfstand</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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