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	<title>Sicherheit | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
	<lastBuildDate>Tue, 11 Aug 2026 23:09:15 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Sicherheit | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>Rechte Täter haben Muslime im Visier: Islamfeindliche Straftaten nehmen Überhand</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/rechte-taeter-haben-muslime-im-visier-islamfeindliche-straftaten-nehmen-ueberhand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 23:09:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>231 islamfeindliche Straftaten in sechs Monaten: Mehr als 80 Prozent ordnen die Sicherheitsbehörden dem rechten Spektrum zu. Unter den Fällen sind 16 Gewaltdelikte und neun Angriffe mit Moscheen als Ziel – festgenommen wurde niemand.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frechte-taeter-haben-muslime-im-visier-islamfeindliche-straftaten-nehmen-ueberhand%2F&amp;action_name=Rechte%20T%C3%A4ter%20haben%20Muslime%20im%20Visier%3A%20Islamfeindliche%20Straftaten%20nehmen%20%C3%9Cberhand&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/rechte-taeter-haben-muslime-im-visier-islamfeindliche-straftaten-nehmen-ueberhand/">Rechte Täter haben Muslime im Visier: Islamfeindliche Straftaten nehmen Überhand</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland haben die Sicherheitsbehörden im ersten Halbjahr 231 islamfeindliche Straftaten registriert – 194 davon ordneten sie der politisch motivierten Kriminalität von <a href="https://fokus-afrika.de/politisch-motivierte-straftaten-steigen-auf-neuen-hoechststand/">rechts</a> zu. Die Zahlen betreffen den Zeitraum von Januar bis Juni 2026. Unter den erfassten Fällen waren 16 Gewaltdelikte, 89 Volksverhetzungen und 13 Sachbeschädigungen. 127 Tatverdächtige wurden ermittelt, festgenommen wurde niemand.</p>



<h2 id="h-16-gewaltdelikte-gegen-muslime-und-den-islam" class="wp-block-heading"><span id="16-gewaltdelikte-gegen-muslime-und-den-islam">16 Gewaltdelikte gegen Muslime und den Islam</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt die Zahlen in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag. Erfasst werden Straftaten, die sich gegen den Islam oder gegen Muslime richten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle 16 registrierten Gewaltdelikte waren Körperverletzungen. 14 davon wurden dem rechten Spektrum zugerechnet, jeweils ein Fall einer ausländischen Ideologie und einer sonstigen politischen Zuordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kamen 89 Fälle von Volksverhetzung. 74 davon wurden als rechts motiviert eingestuft. Außerdem registrierten die Behörden 13 Sachbeschädigungen, elf Fälle von Nötigung oder Bedrohung sowie elf Fälle, in denen Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt entfielen 194 der 231 Straftaten auf den Bereich „Politisch motivierte Kriminalität – rechts“. Zwölf Fälle wurden einer ausländischen Ideologie zugerechnet, zehn einer religiösen Ideologie und 15 konnten keinem dieser Bereiche eindeutig zugeordnet werden.</p>



<h2 id="h-neun-straftaten-richteten-sich-gegen-moscheen" class="wp-block-heading"><span id="neun-straftaten-richteten-sich-gegen-moscheen">Neun Straftaten richteten sich gegen Moscheen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="887" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Schloss_Schwetzingen_-_Moschee_07-1024x887.jpg" alt="" class="wp-image-28916 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Schloss_Schwetzingen_-_Moschee_07-1024x887.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Schloss_Schwetzingen_-_Moschee_07-300x260.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Schloss_Schwetzingen_-_Moschee_07-768x665.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Schloss_Schwetzingen_-_Moschee_07-380x329.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Schloss_Schwetzingen_-_Moschee_07-800x693.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Schloss_Schwetzingen_-_Moschee_07-1160x1005.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Schloss_Schwetzingen_-_Moschee_07.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neun der registrierten Straftaten hatten ausdrücklich eine Moschee als Angriffsziel. Darunter waren fünf Sachbeschädigungen. In einem weiteren Fall wurden Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation verwendet, drei weitere Taten fallen in andere Deliktskategorien.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den 127 ermittelten Tatverdächtigen befanden sich auch Verdächtige wegen Körperverletzungen, Bedrohungen und Volksverhetzung. Zu einer Festnahme kam es im gesamten ersten Halbjahr nicht.</p>



<h2 id="h-231-falle-bedeuten-noch-keinen-ruckgang" class="wp-block-heading"><span id="231-faelle-bedeuten-noch-keinen-rueckgang">231 Fälle bedeuten noch keinen Rückgang</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Zahl liegt deutlich unter den für frühere Halbjahre ausgewiesenen Werten. Daraus lässt sich nach Angaben der Bundesregierung jedoch kein belastbarer Rückgang ableiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grund ist eine technische Umstellung beim Meldesystem für politisch motivierte Kriminalität. Seit dem 1. Juni werden noch nicht übermittelte Fälle schrittweise an das Bundeskriminalamt nachgemeldet. Die Bundesregierung warnt deshalb ausdrücklich davor, die 231 bislang registrierten Straftaten mit früheren Zeiträumen zu vergleichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen für 2026 sind vorläufig und können sich durch Nachmeldungen noch erhöhen.</p>



<h2 id="h-178-beschwerden-wegen-antimuslimischer-diskriminierung" class="wp-block-heading"><span id="178-beschwerden-wegen-antimuslimischer-diskriminierung">178 Beschwerden wegen antimuslimischer Diskriminierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guterres-warnt-vor-wachsendem-antimuslimischem-hass/">Parallel zur Kriminalstatistik registrierte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes im ersten Halbjahr 178 Fälle antimuslimischer Diskriminierung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders häufig betrafen die Beschwerden das Arbeitsleben. 58 Fälle wurden dem Arbeitsmarkt zugeordnet. Weitere 42 entfielen auf private Dienstleistungen und den Zugang zu Gütern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch aus Bildung und Wohnungsmarkt wurden jeweils 13 Fälle gemeldet, aus dem Bereich Justiz und Polizei zwölf. Zehn Beschwerden betrafen Gesundheit und Pflege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Regional wurden die meisten Fälle in Nordrhein-Westfalen erfasst. Dort gingen 43 Meldungen ein. Es folgten Berlin mit 26 und Bayern mit 23 Fällen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei 48 der insgesamt 178 Beschwerden stellte die Antidiskriminierungsstelle eine unmittelbare Benachteiligung fest. Jeweils 14 Fälle wurden als mittelbare Benachteiligung beziehungsweise Belästigung eingeordnet. <a href="https://fokus-afrika.de/politisch-motivierte-gewalt-gegen-gefluechtete-steigt-linke-lehnt-eu-abschiebezentren-ab/">Bei einem erheblichen Teil ließen die vorliegenden Angaben keine eindeutige Zuordnung zu.</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Algerien meldet: Deutscher nach zwei Wochen Geiselhaft im Niger befreit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algerien-meldet-deutscher-nach-zwei-wochen-geiselhaft-im-niger-befreit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 23:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Zwei Wochen lang war ein Deutscher im Niger in der Gewalt einer bewaffneten Gruppe. Nun ist Ulumaskan Sinan in der Obhut der algerischen Armee und soll an Deutschland übergeben werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgerien-meldet-deutscher-nach-zwei-wochen-geiselhaft-im-niger-befreit%2F&amp;action_name=Algerien%20meldet%3A%20Deutscher%20nach%20zwei%20Wochen%20Geiselhaft%20im%20Niger%20befreit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-meldet-deutscher-nach-zwei-wochen-geiselhaft-im-niger-befreit/">Algerien meldet: Deutscher nach zwei Wochen Geiselhaft im Niger befreit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der im Niger entführte deutsche Staatsbürger Ulumaskan Sinan ist nach rund zwei Wochen Geiselhaft freigelassen und über Algerien an die deutschen Behörden übergeben worden. Die Übergabe erfolgte im Sitz des algerischen Außenministeriums in Algier. Zuvor war Sinan von algerischen Sicherheitskräften aus dem Süden des Landes nach Boufarik gebracht worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der algerischen Behörden erfolgte die Freilassung im Rahmen einer Vermittlung und regionalen sicherheitspolitischen Zusammenarbeit. Sinan war im Niger von einer bewaffneten kriminellen Gruppe entführt worden.</p>



<h2 id="h-ubergabe-an-deutsche-behorden-in-algier" class="wp-block-heading"><span id="uebergabe-an-deutsche-behoerden-in-algier">Übergabe an deutsche Behörden in Algier</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die offizielle Übergabe des deutschen Staatsbürgers fand am Sitz des algerischen Außenministeriums statt. Der Generalsekretär des Ministeriums, Lounès Magramane, übergab Sinan an den deutschen Botschafter Georg Felsheim.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magramane würdigte dabei die Zusammenarbeit der Sicherheits- und Regierungsinstitutionen und dankte insbesondere den Einheiten des Verteidigungsministeriums für ihren Einsatz. Die Operation sei erfolgreich abgeschlossen worden, nachdem Sinan zuvor sicher von In Guezzam nach Boufarik transportiert worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Behörden wurde der Deutsche unmittelbar nach seiner Ankunft medizinisch untersucht und befand sich in gutem gesundheitlichem Zustand. Die deutschen Stellen seien während des gesamten Prozesses kontinuierlich informiert worden.</p>



<h2 id="h-entfuhrung-im-niger-durch-bewaffnete-gruppe" class="wp-block-heading"><span id="entfuehrung-im-niger-durch-bewaffnete-gruppe">Entführung im Niger durch bewaffnete Gruppe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sinan war im Niger von einer <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" data-type="post" data-id="22050">“bewaffneten kriminellen Gruppe”</a> verschleppt worden. Details zu den Entführern, ihrem Vorgehen oder möglichen Forderungen wurden nicht veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seiner Freilassung berichtete Sinan den algerischen Behörden über seine Gefangenschaft. Er soll rund zwei Wochen festgehalten worden sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="973" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/769051418_876217525311607_3448361767199451471_n.png-973x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-29317 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/769051418_876217525311607_3448361767199451471_n.png-973x1024.jpeg 973w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/769051418_876217525311607_3448361767199451471_n.png-285x300.jpeg 285w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/769051418_876217525311607_3448361767199451471_n.png-768x808.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/769051418_876217525311607_3448361767199451471_n.png-1460x1536.jpeg 1460w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/769051418_876217525311607_3448361767199451471_n.png-380x400.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/769051418_876217525311607_3448361767199451471_n.png-800x842.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/769051418_876217525311607_3448361767199451471_n.png-1160x1221.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/769051418_876217525311607_3448361767199451471_n.png.jpeg 1946w" sizes="(max-width: 973px) 100vw, 973px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Umstände seiner Freilassung bleiben weiterhin unklar. Auch die konkrete Rolle Algeriens bei der Beendigung der Geiselhaft wurde nicht im Detail erläutert, jedoch betonen die Behörden eine koordinierte sicherheitspolitische und diplomatische Zusammenarbeit.</p>
</div></div>



<h2 id="h-transport-uber-in-guezzam-und-boufarik" class="wp-block-heading"><span id="transport-ueber-in-guezzam-und-boufarik">Transport über In Guezzam und Boufarik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Übernahme durch algerische Sicherheitskräfte wurde Sinan von der Militärbasis In Guezzam im äußersten Süden Algeriens mit einem Flugzeug nach Boufarik südwestlich von Algier gebracht. Von dort erfolgte die Weiterleitung an die diplomatischen Stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Guezzam liegt unmittelbar an der Grenze zum Niger und gehört zur 6. Militärregion der algerischen Streitkräfte.</p>



<h2 id="h-algerien-betont-rolle-als-regionaler-vermittler" class="wp-block-heading"><span id="algerien-betont-rolle-als-regionaler-vermittler">Algerien betont Rolle als regionaler Vermittler</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die algerischen Behörden stellten die Freilassung in einen größeren politischen Kontext. <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-wirft-algerien-spionage-und-druck-auf-doppelstaatler-vor/" data-type="post" data-id="23942">Das Land sehe sich als aktiver Vermittler in der Sahelregion und lehne konsequent Terrorismus, Entführungen und Lösegeldzahlungen ab.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter des Außenministeriums erklärten, die Operation sei Teil einer Reihe ähnlicher Einsätze, die die Rolle Algeriens als regionaler Akteur in Sicherheits- und Vermittlungsfragen unterstreichen sollen. <a href="https://fokus-afrika.de/diplomatische-spannungen-unterstuetzt-algerien-terrorgruppen-im-mali/" data-type="post" data-id="13267">Die Sicherheit und Stabilität der Nachbarregionen seien ein zentrales Anliegen der algerischen Außenpolitik.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die deutsche Botschaft in Algier bedankte sich für die Zusammenarbeit und die erfolgreiche Rückführung des Staatsbürgers. Sinan selbst äußerte nach seiner Freilassung Dank gegenüber den algerischen Behörden und Sicherheitskräften.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokko äußert sich erstmals zur Ceuta-Krise: Soziale Medien verursachten 40.000 Versuche und elf Tote</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-aeussert-sich-erstmals-zur-ceuta-krise-soziale-medien-verursachten-40-000-versuche-und-elf-tote/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 10:17:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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<p>Nach tagelangem Schweigen legt Marokko erstmals eine eigene Bilanz zur Ceuta-Krise vor: 40.000 Übertrittsversuche und elf bestätigte Tote. Spanien zählt mindestens 72 Opfer.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-aeussert-sich-erstmals-zur-ceuta-krise-soziale-medien-verursachten-40-000-versuche-und-elf-tote%2F&amp;action_name=Marokko%20%C3%A4u%C3%9Fert%20sich%20erstmals%20zur%20Ceuta-Krise%3A%20Soziale%20Medien%20verursachten%2040.000%20Versuche%20und%20elf%20Tote&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-aeussert-sich-erstmals-zur-ceuta-krise-soziale-medien-verursachten-40-000-versuche-und-elf-tote/">Marokko äußert sich erstmals zur Ceuta-Krise: Soziale Medien verursachten 40.000 Versuche und elf Tote</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Marokkos Innenministerium hat nach tagelangem Schweigen erstmals einen eigenen Zwischenstand zur Migrationskrise an den Grenzen zu Ceuta und Melilla veröffentlicht. Die Erklärung erschien am Sonntag Abend, dem 2. August, mehrere Tage nach Beginn der massenhaften Grenzübertritte. Rund 40.000 Menschen hätten versucht, nach Ceuta zu gelangen, weitere 1.135 nach Melilla. Während Rabat bislang elf Todesfälle bestätigt, nennen spanische Behörden mindestens 72 Tote.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das marokkanische Innenministerium führt die massenhaften Übertrittsversuche auf Falschinformationen im Internet, Aktivitäten von Menschenhändlern und eine irreführende Auslegung spanischer Gerichtsentscheidungen zurück. Die Ereignisse seien weder spontan noch allein durch kurzfristige Umstände ausgelöst worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zu dieser Erklärung hatten marokkanische Behörden keine ausführlichen Angaben zum Ausmaß der Krise gemacht. Medien im Land stützten sich überwiegend auf Zahlen spanischer Institutionen. Zugleich wuchs die Kritik an der fehlenden öffentlichen Kommunikation Rabats.</p>



<h2 id="h-rabat-bestatigt-elf-todesfalle" class="wp-block-heading"><span id="rabat-bestaetigt-elf-todesfaelle">Rabat bestätigt elf Todesfälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Bilanz des Innenministeriums starb ein Mensch nach einem Sturz in einem felsigen Küstenabschnitt nahe Ceuta. Zehn weitere Menschen ertranken bei dem Versuch, die spanische Stadt schwimmend zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/zehn-tote-vor-ceuta-spanien-und-marokko-vereinbaren-rueckfuehrungen/" data-type="post" data-id="29182">Spanische Behörden beziffern die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit den Grenzübertritten inzwischen auf mindestens 72.</a> Rabat erklärte, gemeinsam mit Madrid weitere gemeldete Todesfälle in Ceuta zu überprüfen. Dabei sollen die tatsächliche Zahl der Opfer sowie ihre Identitäten und Staatsangehörigkeiten festgestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob und in welchem Umfang sich die marokkanischen und spanischen Angaben überschneiden, blieb zunächst offen. Beide Seiten erfassen die Ereignisse zudem auf unterschiedliche Weise. Marokko beruft sich auf Überwachungsdaten an den Ausgangspunkten der Übertrittsversuche, während Spanien vor allem die in Ceuta angekommenen Menschen und die dort geborgenen Opfer zählt.</p>



<h2 id="h-40-000-versuche-in-richtung-ceuta" class="wp-block-heading"><span id="40-000-versuche-in-richtung-ceuta">40.000 Versuche in Richtung Ceuta</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanischen Behörden registrierten nach eigenen Angaben rund 40.000 Menschen, die sich in Richtung Ceuta bewegten. Weitere 1.135 Personen versuchten demnach, Melilla zu erreichen. Alle Menschen, denen der Übertritt nach Melilla gelungen sei, seien unmittelbar zurückgebracht worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ministerium bezeichnete seine Zahlen als Ergebnis technischer Überwachung und Beobachtungen vor Ort. Andere kursierende Angaben beruhten aus Sicht der Behörde nicht auf verlässlichen Erhebungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="480" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Pedro_Sanchez_con_representantes_de_las_Fuerzas_y_Cuerpos_de_Seguridad_del_Estado_en_la_frontera_del_Tarajal.jpg" alt="" class="wp-image-29211 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Pedro_Sanchez_con_representantes_de_las_Fuerzas_y_Cuerpos_de_Seguridad_del_Estado_en_la_frontera_del_Tarajal.jpg 720w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Pedro_Sanchez_con_representantes_de_las_Fuerzas_y_Cuerpos_de_Seguridad_del_Estado_en_la_frontera_del_Tarajal-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/Pedro_Sanchez_con_representantes_de_las_Fuerzas_y_Cuerpos_de_Seguridad_del_Estado_en_la_frontera_del_Tarajal-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Spanische Stellen gingen zeitweise von 50.000 bis 60.000 Menschen aus, die Ceuta über Land oder auf dem Seeweg erreichten oder dies versuchten. Die autonome Stadt zählt selbst nur rund 85.000 Einwohner. Die große Zahl der Ankommenden überforderte zeitweise Grenzschutz, medizinische Versorgung und Unterbringungsmöglichkeiten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen kehrten anschließend freiwillig nach Marokko zurück. Einige erklärten, in Ceuta weder eine Unterkunft noch ausreichend Lebensmittel gefunden zu haben. Eine Weiterreise auf das spanische Festland war für irregulär Eingereiste nicht möglich, da zwischen Ceuta und dem europäischen Teil Spaniens zusätzliche Personen- und Dokumentenkontrollen gelten.</p>



<h2 id="h-gerichtsurteil-loste-falsche-erwartungen-aus" class="wp-block-heading"><span id="gerichtsurteil-loeste-falsche-erwartungen-aus">Gerichtsurteil löste falsche Erwartungen aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als einen zentralen Auslöser nennt das marokkanische Innenministerium jüngste Entscheidungen der spanischen Justiz. Diese schränkten die Möglichkeit ein, bestimmte auf See aufgegriffene Migranten ohne individuelles Verfahren unmittelbar zurückzuweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung Rabats verbreitete sich daraufhin die falsche Annahme, eine Einreise nach Ceuta auf dem Seeweg schütze grundsätzlich vor einer sofortigen Rückführung. Menschenhändler und Beiträge in sozialen Netzwerken hätten diesen Eindruck verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch entwickelte sich ein neuer Schwerpunkt der Übertrittsversuche. Zahlreiche Menschen versuchten, die Grenze schwimmend zu umgehen. Die Entfernung beträgt an einigen Stellen weniger als 70 Meter, die Wassertiefe teilweise nur wenig mehr als zwei Meter. Das habe bei vielen Beteiligten den Eindruck erweckt, die Strecke sei leicht zu bewältigen, erklärte das Ministerium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Instagram und anderen Plattformen verbreiteten sich Videos bereits erfolgreicher Übertritte. Ein 16-jähriger Marokkaner berichtete, er sei gemeinsam mit seinem Cousin nach Ceuta aufgebrochen, nachdem beide entsprechende Aufnahmen gesehen hatten.</p>



<h2 id="h-innenministerium-verteidigt-vorgehen-der-sicherheitskrafte" class="wp-block-heading"><span id="innenministerium-verteidigt-vorgehen-der-sicherheitskraefte">Innenministerium verteidigt Vorgehen der Sicherheitskräfte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Innenministerium erklärte, Polizei, Küstenwache und örtliche Behörden hätten ihre Einsatzbereitschaft frühzeitig erhöht. Die Überwachung an Land und auf See sei verstärkt worden, um Menschenleben zu schützen, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und die Grenzen zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einsatzkräfte hätten sich an gesetzliche Vorgaben und den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gehalten. Unabhängig überprüfen ließ sich diese Darstellung zunächst nicht. In Fnideq auf der marokkanischen Seite der Grenze kam es während der Krise zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Menschen, die nach Ceuta gelangen wollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zuständige Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen zu den Ereignissen ein. Sie soll mögliche Straftaten untersuchen, Verantwortliche ermitteln und insbesondere die Rolle von Schleuser- und Menschenhandelsnetzwerken prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko und Spanien öffneten zugleich Grenzübergänge für Menschen, die freiwillig aus Ceuta zurückkehren wollten. Nach Angaben des Innenministeriums trug dies dazu bei, die Lage in der Grenzregion schrittweise zu beruhigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ceuta und Melilla sind autonome spanische Städte an der nordafrikanischen Küste. Sie bilden die einzigen Landgrenzen zwischen der Europäischen Union und Afrika. Marokko erkennt die spanische Souveränität über beide Gebiete nicht an.</p>
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		<title>CSD-Attentäter Abdul Ballout wollte über Mauretanien zum IS – Jetzt sollen 100 Kämpfer in den Sahel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 15:28:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der CSD-Attentäter Abdul Ballout wollte über Mauretanien zum Islamischen Staat. Neue Erkenntnisse zeigen, wie der IS Kämpfer, Ausbilder und Waffen zwischen dem Tschadsee, Nigeria und dem Sahel verschiebt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fcsd-attentaeter-abdul-ballout-wollte-ueber-mauretanien-zum-is-jetzt-sollen-100-kaempfer-in-den-sahel%2F&amp;action_name=CSD-Attent%C3%A4ter%20Abdul%20Ballout%20wollte%20%C3%BCber%20Mauretanien%20zum%20IS%20%E2%80%93%20Jetzt%20sollen%20100%20K%C3%A4mpfer%20in%20den%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Attentäter des Berliner Christopher Street Days, Abdul Ballout, hatte versucht, über Mauretanien zum Islamischen Staat auszureisen, während dessen afrikanische Ableger ihre Kämpfer zunehmend zwischen dem Tschadsee und dem Sahel verlagern. Die Tat ereignete sich am 25. Juli 2026. Bei dem Angriff wurde eine Frau getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Neue Recherchen des Institute for Security Studies zeigen zugleich, wie eng die IS-Strukturen in Westafrika und im Sahel inzwischen zusammenarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 21-jährige Abdul Ballout ist am Rand des Berliner CSD mit einem gemieteten Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren und anschließend weitere Menschen mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Die Behörden gehen von einem islamistischen Terroranschlag aus. Der Tatverdächtige wurde nach einer fast eintägigen Fahndung bei einem Polizeieinsatz getötet.</p>



<h2 id="h-erster-reiseversuch-fuhrte-nach-mauretanien" class="wp-block-heading"><span id="erster-reiseversuch-fuehrte-nach-mauretanien">Erster Reiseversuch führte nach Mauretanien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abdul Ballout hatte bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 den Entschluss gefasst, sich dem bewaffneten Kampf des Islamischen Staates anzuschließen. Im Mai versuchte er zunächst, über die Türkei nach Mauretanien auszureisen. Der Versuch scheiterte. Wenige Tage später flog er über die Türkei in den Libanon, um von dort nach Syrien weiterzureisen und sich dem IS anzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Libanon nahm er nach Erkenntnissen der Berliner Generalstaatsanwaltschaft Kontakt zu Personen auf, die er für Mitglieder der Terrororganisation hielt. Die libanesischen Behörden nahmen ihn im Juli 2025 fest. Nach einer dreimonatigen Haft kehrte er im November nach Deutschland zurück und wurde am Flughafen Berlin-Brandenburg erneut festgenommen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="862" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5f93dc821f20822f72a3c9d092c222c8e905bb31-862x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-29132 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5f93dc821f20822f72a3c9d092c222c8e905bb31-862x1024.jpeg 862w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5f93dc821f20822f72a3c9d092c222c8e905bb31-253x300.jpeg 253w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5f93dc821f20822f72a3c9d092c222c8e905bb31-768x912.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5f93dc821f20822f72a3c9d092c222c8e905bb31-380x451.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5f93dc821f20822f72a3c9d092c222c8e905bb31-800x950.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5f93dc821f20822f72a3c9d092c222c8e905bb31.jpeg 992w" sizes="(max-width: 862px) 100vw, 862px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte ihn im Mai 2026 wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und wegen der Verbreitung verbotener IS-Propaganda zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Das Gericht stellte die Entscheidung über eine Bewährung zunächst für sechs Monate zurück und hob den Haftbefehl auf. Das Urteil war noch nicht rechtskräftig, weil die Generalstaatsanwaltschaft eine höhere Strafe und seine weitere Inhaftierung verlangt hatte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalstaatsanwaltschaft benennt keinen konkreten afrikanischen IS-Ableger, dem sich Abdul Ballout anschließen wollte. Sein versuchter Reiseweg nach Mauretanien führte jedoch an den westlichen Rand des Sahel, in dessen östlicheren Teilen die sogenannte Provinz Islamischer Staat Sahel inzwischen große Gebiete bedroht.</p>



<h2 id="h-iswap-will-100-kampfer-nach-mali-schicken" class="wp-block-heading"><span id="iswap-will-100-kaempfer-nach-mali-schicken">ISWAP will 100 Kämpfer nach Mali schicken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Erkenntnissen des Institute for Security Studies hat die Führung der <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/" data-type="post" data-id="26116">Provinz Islamischer Staat Westafrika</a> beschlossen, 100 Kämpfer zur Unterstützung der Provinz Islamischer Staat Sahel zu entsenden. Ziel ist demnach die Region Ménaka im Osten Malis nahe der Grenze zu <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" data-type="category" data-id="76">Niger</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institut stützt sich auf Aussagen von Überläufern, die weiterhin mit aktiven Kämpfern in Verbindung stehen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Demnach benötigt der IS-Ableger im Sahel Verstärkung, nachdem er sich aus Teilen der Region zurückziehen musste, die malische Truppen wieder unter ihre Kontrolle gebracht hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ISWAP operiert vor allem im Gebiet des Tschadsees und im Nordosten Nigerias. Der Sahel-Ableger ist hauptsächlich im Grenzgebiet zwischen Mali, Burkina Faso und Niger aktiv. Dort konkurriert er auch mit der al-Qaida-nahen Gruppierung Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplante Verlegung über mehrere Ländergrenzen hinweg zeigt, dass die regionalen Ableger nicht getrennt voneinander handeln. Kämpfer, Waffen, Ausbilder und technische Fähigkeiten werden zwischen weit entfernten Einsatzgebieten verschoben.</p>



<h2 id="h-weitere-kampfer-sollen-nach-zentralnigeria" class="wp-block-heading"><span id="weitere-kaempfer-sollen-nach-zentralnigeria">Weitere Kämpfer sollen nach Zentralnigeria</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Verstärkung für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" data-type="category" data-id="74">Mali</a> sollen weitere 50 ISWAP-Kämpfer in den zentralnigerianischen Bundesstaat Nasarawa entsandt werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Organisation nach Angaben des ISS 25 Männer dorthin geschickt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ISWAP soll in Nasarawa eine verdeckte Zelle aufgebaut haben. Ein vergleichbares Netzwerk besteht dem Institut zufolge im benachbarten Bundesstaat Kogi. Diese Zelle soll 2022 an einem Angriff auf eine Kirche im Südwesten Nigerias und an der Erstürmung des Kuje-Gefängnisses in der Hauptstadt Abuja beteiligt gewesen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kämpfer der IS-Provinz Sahel sind zugleich aus dem Süden Nigers in die nordwestnigerianischen Bundesstaaten Sokoto und Kebbi vorgedrungen. Damit treffen im Grenzgebiet von Nigeria, Niger und Benin mehrere bewaffnete Gruppen und Schmuggelnetzwerke aufeinander.</p>



<h2 id="h-gemeinsamer-angriff-auf-flughafen-in-niger" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsamer-angriff-auf-flughafen-in-niger">Gemeinsamer Angriff auf Flughafen in Niger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit der beiden IS-Ableger wurde bereits bei koordinierten Angriffen auf den internationalen Flughafen Diori Hamani und den Militärstützpunkt Air Base 101 in Niger sichtbar. ISWAP stellte dafür nach Informationen des Instituts Kämpfer und Drohnen aus dem Tschadseegebiet und dem Nordwesten Nigerias bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sahel-Ableger hatte zuvor die Ziele ausgespäht und die Angriffe vorbereitet. Vertreter der Multinationalen Gemeinsamen Einsatztruppe am Tschadsee beobachteten bereits Wochen zuvor Bewegungen von ISWAP-Kämpfern in westlicher Richtung. Niger war dennoch nicht ausreichend auf die Attacken vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Multinationale Gemeinsame Einsatztruppe koordiniert den Kampf gegen islamistische Gruppen rund um den Tschadsee. Ihre Strukturen reichen jedoch nicht in gleicher Weise in die zentralen Sahelstaaten hinein. Die dortigen Sicherheitskräfte arbeiten wiederum nur eingeschränkt mit den Institutionen rund um den Tschadsee zusammen.</p>



<h2 id="h-iswap-senkt-rekrutierungsalter-auf-15-jahre" class="wp-block-heading"><span id="iswap-senkt-rekrutierungsalter-auf-15-jahre">ISWAP senkt Rekrutierungsalter auf 15 Jahre</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">ISWAP steht gleichzeitig unter militärischem und finanziellem Druck. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-nigeria-vertiefen-zusammenarbeit-zu-religionsfreiheit-und-sicherheit/" data-type="post" data-id="23912">Bei gemeinsamen amerikanisch-nigerianischen Angriffen im Mai sollen der Kommandeur Bukar Mainok und rund 200 Kämpfer getötet worden sein.</a> Der Schura-Rat der Organisation beschloss daraufhin, die Abgaben auf Viehzucht und Fischerei in den kontrollierten Gebieten um 50 Prozent zu erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Führung senkte zudem das Mindestalter für neue Rekruten von 17 auf 15 Jahre. Der Schwerpunkt der Anwerbung liegt demnach auf der Region Tumbuma im nigerianischen Bundesstaat Borno. Viele Jugendliche werden nicht freiwillig angeworben, sondern unter Druck gesetzt oder zwangsrekrutiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zehn ausländische Ausbilder aus dem Irak, Tschetschenien und Libyen sollen im Juli in das Einsatzgebiet gereist sein. Sie sollen ISWAP-Kämpfer im Umgang mit Flugabwehrwaffen unterweisen, die mutmaßlich aus dem Sudan geliefert wurden. Die Organisation hatte zuvor Reisebeschränkungen für ausländische Dschihadisten zu ihren Stützpunkten auf Inseln im Tschadsee aufgehoben.</p>



<h2 id="h-politische-bruche-behindern-den-informationsaustausch" class="wp-block-heading"><span id="politische-brueche-behindern-den-informationsaustausch">Politische Brüche behindern den Informationsaustausch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen den Sicherheitsstrukturen am Tschadsee und jenen im Sahel bestehen nach Angaben von Vertretern der Afrikanischen Union kaum feste Kanäle für den Austausch von Geheimdienstinformationen. Die nationalen Systeme sind auf einzelne Länder oder Teilregionen ausgerichtet, während sich die Terrororganisationen über diese Grenzen hinweg bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali, Niger und Burkina Faso haben die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS verlassen und eine eigene Allianz der Sahelstaaten gegründet. Die drei militärisch regierten Länder bauen eine gemeinsame Eingreiftruppe auf. ECOWAS arbeitet parallel an einer eigenen regionalen Einheit gegen den Terrorismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institute for Security Studies fordert einen ständigen Informationskanal zwischen den Staaten des Sahel und des Tschadseebeckens. Der Sondergesandte der Afrikanischen Union für den Sahel, Burundis Präsident Évariste Ndayishimiye, könnte nach Einschätzung des Instituts Gespräche über eine solche Zusammenarbeit vermitteln.</p>
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		<item>
		<title>Deutschland setzt in Mauretanien auf Sicherheit, LNG und grünen Wasserstoff</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-in-mauretanien-auf-sicherheit-lng-und-gruenen-wasserstoff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 10:51:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Außenminister wurde deshalb von einer deutschen Wirtschaftsdelegation begleitet. Nach seiner Einschätzung haben europäische Unternehmen die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes bislang nicht ausreichend genutzt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-setzt-in-mauretanien-auf-sicherheit-lng-und-gruenen-wasserstoff%2F&amp;action_name=Deutschland%20setzt%20in%20Mauretanien%20auf%20Sicherheit%2C%20LNG%20und%20gr%C3%BCnen%20Wasserstoff&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will seine Partnerschaft mit Mauretanien bei Sicherheit, Flüchtlingshilfe und Energie deutlich ausbauen. Die Gespräche fanden am Montag in Nouakchott statt. Außenminister Johann Wadephul bezeichnete das Land als wichtigen und verlässlichen Partner in einer von Terrorismus und Instabilität geprägten Region. Berlin prüft zugleich eine Zusammenarbeit bei Flüssigerdgas und grünem Wasserstoff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul traf Präsident Mohamed Ould Cheikh El Ghazouani sowie Außenminister Mohamed Salem Ould Merzoug. An den erweiterten Gesprächen nahmen auch Vertreter des öffentlichen und privaten Sektors aus Deutschland teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel/" data-type="post" data-id="28067">Beide Seiten vereinbarten, den politischen Dialog zu vertiefen und bestehende Absprachen stärker in konkrete Projekte zu überführen.</a> Neben Sicherheit und Energie standen Investitionen, Entwicklungszusammenarbeit, Migration und regionale Krisen auf der Tagesordnung.</p>



<h2 id="h-berlin-sieht-mauretanien-als-stabilitatsanker-im-sahel" class="wp-block-heading"><span id="berlin-sieht-mauretanien-als-stabilitaetsanker-im-sahel">Berlin sieht Mauretanien als Stabilitätsanker im Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul stellte Mauretanien als Gegenmodell zu den politischen und sicherheitspolitischen Entwicklungen in anderen Teilen des Sahel dar. Während bewaffnete Gruppen ihre Aktivitäten in der Region ausweiten, setzt die Regierung in Nouakchott nach seiner Einschätzung stärker auf Dialog, Prävention und diplomatische Lösungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien sei eine „wichtige und verlässliche Partnerschaft“ für Deutschland in einer Region mit wachsenden Sicherheitsproblemen, erklärte der Außenminister. Er würdigte das Land als „Stimme der Weisheit, der Mäßigung und der Toleranz“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will den mauretanischen Ansatz gegen Radikalisierung und Extremismus weiter unterstützen. Dieser verbindet Sicherheitsmaßnahmen mit gesellschaftlichen Programmen, wirtschaftlichen Perspektiven und der Stärkung lokaler Gemeinschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin und Nouakchott teilen nach Wadephuls Worten ein gemeinsames Interesse daran, die Stabilität des Landes zu sichern. Deutschland hat sich unter anderem an der Ausstattung der mauretanischen Küstenwache und Marine beteiligt.</p>



<h2 id="h-mehr-als-300-000-gefluchtete-aus-mali" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-300-000-gefluechtete-aus-mali">Mehr als 300.000 Geflüchtete aus Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Aufnahme von Geflüchteten aus dem benachbarten <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" data-type="category" data-id="74">Mali</a>. Mauretanien beherbergt nach Angaben Wadephuls inzwischen mehr als 300.000 malische Flüchtlinge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl stellt das dünn besiedelte Land mit seinen begrenzten staatlichen und wirtschaftlichen Ressourcen vor erhebliche Herausforderungen. Viele Menschen suchen Schutz vor bewaffneten Konflikten, extremistischer Gewalt und den Folgen politischer Instabilität in Mali.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul bezeichnete die Aufnahme als Ausdruck großer humanitärer Solidarität. Deutschland werde seine Unterstützung über die Vereinten Nationen und Programme der Entwicklungszusammenarbeit fortsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Mittel sollen auch den aufnehmenden Gemeinden zugutekommen. Berlin will Projekte fördern, die Arbeitsplätze für junge Menschen schaffen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ein friedliches Zusammenleben zwischen Flüchtlingen und der einheimischen Bevölkerung unterstützen.</p>



<h2 id="h-mauretanisches-gas-ruckt-in-den-blick" class="wp-block-heading"><span id="mauretanisches-gas-rueckt-in-den-blick">Mauretanisches Gas rückt in den Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://maghreb-post.de/mauretanien-ein-land-ueber-welches-zu-wenig-gesprochen-wird/">Deutschland sieht Mauretanien zunehmend auch als möglichen Energiepartner.</a> Das Land produziert seit 2025 gemeinsam mit Senegal Flüssigerdgas aus dem grenzüberschreitenden Gasfeld Greater Tortue Ahmeyim.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul erklärte, diese Entwicklung eröffne neue Möglichkeiten zur Diversifizierung der deutschen LNG-Versorgung. Konkrete Lieferverträge oder Abnahmemengen wurden bei den Gesprächen nicht bekannt gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien verfügt neben Erdgas über große Eisenerzvorkommen und weitere Rohstoffe. Die Bundesregierung sieht darin zusätzliche Möglichkeiten für Handel und Investitionen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="430" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/20-07-2026-s0030-750x430-1.jpg" alt="" class="wp-image-28989 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/20-07-2026-s0030-750x430-1.jpg 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/20-07-2026-s0030-750x430-1-300x172.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/20-07-2026-s0030-750x430-1-380x218.jpg 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister wurde deshalb von einer deutschen Wirtschaftsdelegation begleitet. Nach seiner Einschätzung haben europäische Unternehmen die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes bislang nicht ausreichend genutzt.</p>
</div></div>



<h2 id="h-gruner-wasserstoff-als-langfristiges-projekt" class="wp-block-heading"><span id="gruener-wasserstoff-als-langfristiges-projekt">Grüner Wasserstoff als langfristiges Projekt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-mauretanien-vertiefen-partnerschaft-im-rahmen-von-global-gateway/" data-type="post" data-id="20695">Beide Regierungen wollen außerdem ihre Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff vorantreiben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien verfügt über große unbewohnte Flächen sowie günstige Bedingungen für Solar- und Windenergie. Mehrere internationale Unternehmen prüfen dort Projekte zur Herstellung von Wasserstoff mit Strom aus erneuerbaren Quellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Produktion könnte langfristig sowohl den Aufbau einer heimischen Industrie unterstützen als auch Exporte nach Europa ermöglichen. Voraussetzung sind hohe Investitionen in Stromerzeugung, Wasseraufbereitung, Transportwege und Hafenanlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Ould Merzoug erklärte, die bilateralen Beziehungen hätten sich in den vergangenen Jahren deutlich entwickelt. Zu den traditionellen Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit seien inzwischen Sicherheit, Energie und grüner Wasserstoff hinzugekommen.</p>



<h2 id="h-neue-investitionen-und-konkrete-projekte" class="wp-block-heading"><span id="neue-investitionen-und-konkrete-projekte">Neue Investitionen und konkrete Projekte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Außenminister leiteten nach ihrem bilateralen Gespräch eine gemeinsame Arbeitssitzung der Delegationen. Dabei wurden wirtschaftliche, soziale und entwicklungspolitische Kooperationsfelder geprüft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nouakchott und Berlin wollen neue Partnerschaften zwischen staatlichen Institutionen, Unternehmen und Investoren anstoßen. Neben Energie und Rohstoffen geht es um den Austausch von Fachwissen und die Umsetzung bestehender Vereinbarungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die mauretanische Regierung drängt darauf, dass aus politischen Absichtserklärungen konkrete Programme und Investitionen entstehen. Deutsche Unternehmen sollen sich stärker an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beteiligen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul bezeichnete seine Reise als Fortsetzung eines Dialogs, den beide Außenminister bei einem Treffen am Rande eines Gipfels zwischen der Europäischen und der Afrikanischen Union in Brüssel begonnen hatten.</p>



<h2 id="h-zusammenarbeit-bei-regularer-und-irregularer-migration" class="wp-block-heading"><span id="zusammenarbeit-bei-regulaerer-und-irregulaerer-migration">Zusammenarbeit bei regulärer und irregulärer Migration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Migration gehört ebenfalls zu den gemeinsamen Themen. Mauretanien liegt an einer der Routen, über die Menschen aus Westafrika versuchen, die Kanarischen Inseln zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Mauretanien wollen nach Wadephuls Worten Möglichkeiten regulärer Migration stärker nutzen. Gleichzeitig sollen Ursachen und Folgen irregulärer Migration verringert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen, Unterstützung für aufnehmende Gemeinden und eine engere Zusammenarbeit bei Grenz- und Küstenschutz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage im Sahel wirkt sich zunehmend auch auf die westafrikanischen Küstenstaaten und die Migrationsbewegungen in Richtung Europa aus. Wadephul verwies zudem auf Folgen der Krise im Nahen Osten, die sich über Lieferketten, Preise und politische Spannungen bis nach Westafrika ausbreiteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-verstaerkt-afrika-diplomatie-mit-reise-nach-mauretanien-nigeria-und-suedafrika/">Der Besuch in Mauretanien ist die erste Station einer Reise, die Wadephul anschließend nach Nigeria und Südafrika führt. Es handelt sich um seine dritte Afrikareise im Jahr 2026.</a></p>
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		<item>
		<title>ECOWAS stellt Weichen neu: Senegal übernimmt Führung, Pipeline-Deal und Anti-Terror-Pläne beschlossen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ecowas-stellt-weichen-neu-senegal-uebernimmt-fuehrung-pipeline-deal-und-anti-terror-plaene-beschlossen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 08:32:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Neustart für Westafrika: Senegal übernimmt die ECOWAS-Spitze – und treibt Pipeline-Projekt sowie Anti-Terror-Pläne voran.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fecowas-stellt-weichen-neu-senegal-uebernimmt-fuehrung-pipeline-deal-und-anti-terror-plaene-beschlossen%2F&amp;action_name=ECOWAS%20stellt%20Weichen%20neu%3A%20Senegal%20%C3%BCbernimmt%20F%C3%BChrung%2C%20Pipeline-Deal%20und%20Anti-Terror-Pl%C3%A4ne%20beschlossen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye übernimmt den Vorsitz der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS, während der frühere senegalesische Verteidigungsminister Birame Diop zum Präsidenten der ECOWAS-Kommission ernannt wurde. Die Personalentscheidungen fielen am 19. Juli 2026 beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Freetown. Diop soll sein Amt am 1. September am Sitz der Kommission im nigerianischen Abuja antreten. Damit besetzt Senegal gleichzeitig die politische Führung und das wichtigste Exekutivamt der Regionalorganisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 69. ordentliche ECOWAS-Gipfel stand im Zeichen wachsender Sicherheitsrisiken, politischer Spannungen und einer Neuordnung der regionalen Zusammenarbeit. Die Staats- und Regierungschefs verabschiedeten zudem einen Zukunftspakt für die westafrikanische Integration und unterzeichneten das Regierungsabkommen für die geplante Atlantik-Gaspipeline zwischen Nigeria und Marokko.</p>



<h2 id="h-faye-ubernimmt-politische-fuhrung-der-regionalorganisation" class="wp-block-heading"><span id="faye-uebernimmt-politische-fuehrung-der-regionalorganisation">Faye übernimmt politische Führung der Regionalorganisation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bassirou Diomaye Faye folgt als Vorsitzender der ECOWAS-Konferenz auf Sierra Leones Präsident Julius Maada Bio. Der Vorsitz wechselt turnusmäßig zwischen den Mitgliedstaaten und koordiniert die politische Arbeit der Staats- und Regierungschefs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye übernimmt die Führung in einer Phase, in der die Organisation ihre Rolle in Westafrika neu bestimmen muss. Die Mitgliedstaaten stehen vor grenzüberschreitendem Terrorismus, schwachen nationalen Stromnetzen, Handelshemmnissen und politischen Konflikten über den Umgang mit Militärregierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Zukunftspakt der ECOWAS soll das Vertrauen zwischen Bürgern und staatlichen Institutionen stärken und die regionale Integration an veränderte geopolitische Bedingungen anpassen. Zu seinen Schwerpunkten gehören Sicherheit, demokratische Regierungsführung, wirtschaftliche Integration, Digitalisierung sowie die stärkere Beteiligung von Frauen und jungen Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria sagte dem neuen Vorsitz seine Unterstützung zu. Präsident Bola Tinubu bekräftigte die Bereitschaft seines Landes, an einer engeren wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit mitzuwirken.</p>



<h2 id="h-birame-diop-wird-prasident-der-ecowas-kommission" class="wp-block-heading"><span id="birame-diop-wird-praesident-der-ecowas-kommission">Birame Diop wird Präsident der ECOWAS-Kommission</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Birame Diop übernimmt ein früherer General und Verteidigungsminister die Leitung der ECOWAS-Kommission. Das Amt gehört zu den einflussreichsten Positionen innerhalb der Regionalorganisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommission bereitet die politischen Entscheidungen der Staats- und Regierungschefs vor, koordiniert Programme und überwacht die Umsetzung gemeinsamer Beschlüsse. Ihr Präsident vertritt die Organisation zudem gegenüber Mitgliedstaaten, internationalen Partnern und anderen Regionalorganisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diop war Generalstabschef der senegalesischen Streitkräfte und später bis Sommer dieses Jahres Verteidigungsminister. Darüber hinaus arbeitete er als Berater des Generalsekretärs der Vereinten Nationen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="673" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNrczOHXQAAGEXE-1024x673.jpeg" alt="" class="wp-image-28972 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNrczOHXQAAGEXE-1024x673.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNrczOHXQAAGEXE-300x197.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNrczOHXQAAGEXE-768x505.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNrczOHXQAAGEXE-1536x1010.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNrczOHXQAAGEXE-380x250.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNrczOHXQAAGEXE-800x526.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNrczOHXQAAGEXE-1160x763.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNrczOHXQAAGEXE.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Seine militärische und internationale Erfahrung trifft auf eine sicherheitspolitisch angespannte Lage. Bewaffnete Gruppen haben ihre Aktivitäten aus der zentralen Sahelzone in Richtung der westafrikanischen Küstenstaaten ausgeweitet. Die ECOWAS berät deshalb über eine eigene Anti-Terror-Truppe und die Stärkung ihrer regionalen Bereitschaftstruppe.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diop tritt die Nachfolge des gambischen Diplomaten Omar Alieu Touray an.</p>



<h2 id="h-staaten-beraten-uber-neue-sicherheitsarchitektur" class="wp-block-heading"><span id="staaten-beraten-ueber-neue-sicherheitsarchitektur">Staaten beraten über neue Sicherheitsarchitektur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria unterstützte beim Gipfel den Aufbau einer gemeinsamen Anti-Terror-Truppe. Sie soll die Zusammenarbeit bei Nachrichtendiensten, gemeinsamen Einsätzen und präventiver Diplomatie verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu erklärte, wirtschaftliche Entwicklung sei in einem Umfeld von Unsicherheit und politischer Instabilität nicht dauerhaft möglich. Die ECOWAS müsse deshalb am Grundsatz verfassungsgemäßer Regierungswechsel festhalten und zugleich ihre operativen Fähigkeiten ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, Amina Mohammed, sagte der Region Unterstützung beim Kampf gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität zu. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen müsse afrikanische Lösungsansätze stärker berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/guinea-mamadi-doumbouya-vereidigt-und-offiziell-als-praesident-ins-amt-eingefuehrt/" data-type="post" data-id="23671">Guineas Präsident Mamadi Doumbouya forderte zugleich eine ECOWAS, die ihre Mitgliedstaaten stärker begleite und weniger auf Sanktionen setze.</a> Die Organisation müsse näher an den Bedürfnissen der Bevölkerung arbeiten und Dialog, Zusammenarbeit und nationale Souveränität miteinander verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doumbouya war nach einem Militärputsch 2021 an die Macht gekommen. Seine Teilnahme am Gipfel unterstrich die laufenden Bemühungen um eine stärkere Einbindung Guineas in die regionalen Strukturen.</p>



<h2 id="h-nigeria-fordert-reaktion-auf-angriffe-in-sudafrika" class="wp-block-heading"><span id="nigeria-fordert-reaktion-auf-angriffe-in-suedafrika">Nigeria fordert Reaktion auf Angriffe in Südafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-verschaerft-abschiebungen-und-warnt-vor-gewalt-gegen-migranten/" data-type="post" data-id="28172">Nigeria nutzte den Gipfel außerdem, um eine gemeinsame afrikanische Reaktion auf Angriffe gegen Migranten in Südafrika zu fordern.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu verurteilte die Gewalt gegen Nigerianer und andere Afrikaner. Sein Land habe bereits 1.490 Staatsangehörige in sieben Gruppen aus Südafrika ausgeflogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ECOWAS solle nach Auffassung Nigerias geschlossen auftreten und das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Gipfels der Afrikanischen Union setzen. Eine gemeinsame Stellungnahme müsse deutlich machen, dass Gewalt und Diskriminierung gegen Menschen aus anderen afrikanischen Staaten nicht akzeptiert würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu verwies auf die Unterstützung, die Nigeria und andere afrikanische Länder während des südafrikanischen Befreiungskampfes gegen die Apartheid geleistet hatten.</p>



<h2 id="h-ecowas-unterzeichnet-abkommen-fur-atlantik-gaspipeline" class="wp-block-heading"><span id="ecowas-unterzeichnet-abkommen-fuer-atlantik-gaspipeline">ECOWAS unterzeichnet Abkommen für Atlantik-Gaspipeline</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den wichtigsten wirtschaftlichen Entscheidungen des Gipfels gehörte die Unterzeichnung eines Regierungsabkommens für die Afrikanische Atlantik-Gaspipeline.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/fortschritte-beim-afrikanischen-atlantik-gaspipeline-projekt/" data-type="post" data-id="9646">Das Projekt soll Nigeria entlang der westafrikanischen Atlantikküste mit Marokko verbinden</a>. Von dort ist eine Anbindung an das europäische Gasnetz über Spanien vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pipeline soll nach Angaben der Projektpartner eine Länge von rund 6.900 Kilometern erreichen und jährlich bis zu 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas transportieren können. Neben Exporten nach Europa soll sie Staaten entlang der Strecke mit Gas versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt wird von der staatlichen Nigerian National Petroleum Company und dem marokkanischen Amt für Kohlenwasserstoffe und Bergbau vorangetrieben. Die beteiligten Staaten wollen damit neue Kraftwerke, Düngemittelfabriken, petrochemische Anlagen und industrielle Produktionsstätten ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Regierungsabkommen schafft einen gemeinsamen rechtlichen und institutionellen Rahmen. Vorbereitende technische Studien, Streckenuntersuchungen sowie Umwelt- und Sozialprüfungen wurden nach Angaben der Projektpartner bereits abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko und Mauretanien sollen das zwischenstaatliche Regelwerk noch durch gesonderte Unterzeichnungen ergänzen. Anschließend sind eine übergeordnete Pipeline-Behörde in Abuja und eine Projektgesellschaft in Casablanca vorgesehen.</p>



<h2 id="h-digitaler-binnenmarkt-und-weniger-handelsbarrieren" class="wp-block-heading"><span id="digitaler-binnenmarkt-und-weniger-handelsbarrieren">Digitaler Binnenmarkt und weniger Handelsbarrieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zukunftspakt der ECOWAS umfasst auch den Aufbau eines regionalen digitalen Binnenmarktes. Gemeinsame Regeln für künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und digitale Infrastruktur sollen Unternehmen den Zugang zu Märkten in mehreren Mitgliedstaaten erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria sprach sich zugleich dafür aus, Handelsbarrieren abzubauen und den grenzüberschreitenden Verkehr von Personen, Waren und Dienstleistungen zu vereinfachen. Bessere Straßen, Stromnetze und digitale Verbindungen sollen die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Mitgliedstaaten vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region zählt mehr als 400 Millionen Einwohner. Nationale Grenzen, unterschiedliche Vorschriften und schwache Verkehrsverbindungen erschweren jedoch weiterhin den innerwestafrikanischen Handel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Führung aus Senegal übernimmt damit eine ECOWAS, die gleichzeitig ihre Sicherheitsstrukturen, ihre politischen Instrumente und ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit neu ordnet.</p>
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		<title>Spanien und Algerien besiegeln Neustart nach Westsahara-Krise</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/spanien-und-algerien-besiegeln-neustart-nach-westsahara-krise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 18:18:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Vier Jahre nach dem Bruch wegen der Westsahara ordnen Spanien und Algerien ihre Beziehungen neu. Im Zentrum stehen Gas, Investitionen, Migration und Sicherheit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fspanien-und-algerien-besiegeln-neustart-nach-westsahara-krise%2F&amp;action_name=Spanien%20und%20Algerien%20besiegeln%20Neustart%20nach%20Westsahara-Krise&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/spanien-und-algerien-besiegeln-neustart-nach-westsahara-krise/">Spanien und Algerien besiegeln Neustart nach Westsahara-Krise</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Spanien und Algerien wollen ihre nach der Westsahara-Krise schwer beschädigten Beziehungen mit einem Regierungsgipfel und einer engeren Energie- und Wirtschaftspartnerschaft neu ordnen. Die achte hochrangige Regierungskonsultation soll im Oktober 2026 stattfinden. Darauf verständigten sich der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune bei einem Treffen in Algier. Beide Regierungen wollen zudem ihre Zusammenarbeit bei Migration, Sicherheit und der Stabilisierung der Sahelzone ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sánchez sprach von einer „neuen Etappe“ in den bilateralen Beziehungen. Spanien betrachte Algerien nicht nur als Nachbarstaat, sondern als strategischen Partner und befreundetes Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist grundlegend, den politischen Dialog zwischen Spanien und Algerien zu stärken“, sagte Sánchez nach dem Treffen. Der Dialog bilde die Grundlage für alle weiteren Bereiche der Zusammenarbeit.</p>



<h2 id="h-regierungsgipfel-soll-politische-beziehungen-festigen" class="wp-block-heading"><span id="regierungsgipfel-soll-politische-beziehungen-festigen">Regierungsgipfel soll politische Beziehungen festigen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der für Oktober geplante Gipfel ist die achte hochrangige Zusammenkunft beider Regierungen. Ihm sollen politische Konsultationen vorausgehen, die den Abschluss neuer Vereinbarungen vorbereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wird-spanien-den-algerischen-senator-abdelkader-djedei-ausliefern/" data-type="post" data-id="21161">Auf der Agenda stehen die Steuerung von Migration, die Bekämpfung des Terrorismus, die kulturelle Zusammenarbeit und der Austausch zwischen beiden Gesellschaften. </a>Spanien und Algerien wollen zudem ihre Positionen zu regionalen und internationalen Konflikten enger abstimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sánchez traf während seines Besuchs auch den algerischen Ministerpräsidenten Sifi Ghrieb. Es war der erste Besuch eines spanischen Regierungschefs in Algier seit 2020 und die ranghöchste spanische Reise seit Beginn der bilateralen Krise im Frühjahr 2022.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die algerische Seite bezeichnete den Aufenthalt als Arbeits- und Freundschaftsbesuch. Beide Regierungen wollten die Bereiche ihrer Zusammenarbeit erweitern und den politischen Austausch intensivieren.</p>



<h2 id="h-westsahara-kurs-loste-schwere-krise-aus" class="wp-block-heading"><span id="westsahara-kurs-loeste-schwere-krise-aus">Westsahara-Kurs löste schwere Krise aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-spanien-vertiefen-partnerschaft/" data-type="post" data-id="22656">Auslöser der diplomatischen Krise war die Änderung der spanischen Position im Westsahara-Konflikt. Madrid unterstützte im März 2022 erstmals offen den marokkanischen Autonomieplan für das umstrittene Gebiet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien, das die <a href="https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/" data-type="post" data-id="25687">Polisario</a> unterstützt, reagierte mit scharfer Kritik. Die Regierung setzte den 2002 geschlossenen Vertrag über Freundschaft, gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit mit Spanien aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der bilaterale Handel wurde erheblich eingeschränkt. Ausgenommen blieben insbesondere algerische Gaslieferungen nach Spanien. Die politischen und wirtschaftlichen Kontakte lagen anschließend fast zwei Jahre weitgehend auf Eis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine schrittweise Annäherung begann im November 2023. Im März 2026 reaktivierte Algerien den Freundschaftsvertrag. Der Besuch von Sánchez soll die Normalisierung nun auf Regierungsebene absichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28964 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der spanische Ministerpräsident vermied bei seinem Auftritt in Algier eine erneute öffentliche Positionierung zum Westsahara-Konflikt. Er stellte stattdessen die gemeinsamen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen in den Vordergrund.</p>
</div></div>



<h2 id="h-algerien-bleibt-spaniens-wichtigster-gaslieferant" class="wp-block-heading"><span id="algerien-bleibt-spaniens-wichtigster-gaslieferant">Algerien bleibt Spaniens wichtigster Gaslieferant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Energiebeziehungen bilden weiterhin das wirtschaftliche Fundament der Partnerschaft. Algerien war nach Angaben von Sánchez in den ersten Monaten des Jahres 2026 Spaniens größter Lieferant von Erdgas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In einem Moment außergewöhnlicher Unsicherheit auf den internationalen Märkten schätzen wir Algeriens Position als strategischen und verlässlichen Partner besonders“, sagte der Regierungschef.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerisches Gas gelangt vor allem über die direkte Medgaz-Pipeline nach Spanien. Die Verbindung verläuft durch das Mittelmeer und umgeht Marokko. Daneben wird Flüssigerdgas per Schiff geliefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spanien will sich zugleich stärker an der Modernisierung des algerischen Energie- und Industriesektors beteiligen. Sánchez reiste deshalb gemeinsam mit leitenden Vertretern spanischer Energieunternehmen nach Algier.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kooperation solle über klassische Gaslieferungen hinausgehen. Genannt wurden die Energiewende, technologische Innovationen und die Digitalisierung der Infrastruktur.</p>



<h2 id="h-spanische-unternehmen-sollen-wieder-starker-investieren" class="wp-block-heading"><span id="spanische-unternehmen-sollen-wieder-staerker-investieren">Spanische Unternehmen sollen wieder stärker investieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sánchez sagte spanischen Unternehmen politische Unterstützung bei Investitionen in Algerien zu. Neben der Energiewirtschaft nannte er Industrie, Infrastruktur, Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Dienstleistungen und Digitalisierung als mögliche Wachstumsbereiche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Privatwirtschaft und unsere Unternehmen werden bei diesem neuen Impuls für die Beziehungen zwischen Algerien und Spanien eine grundlegende Rolle spielen“, erklärte Sánchez.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die spanische Vizeregierungschefin und Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen, traf parallel Vertreter spanischer Unternehmen, die bereits in Algerien tätig sind. Sie verwies auf deren technische Erfahrung und ihre Möglichkeiten, Arbeitsplätze und lokale Wertschöpfungsketten aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spanien war wenige Wochen vor dem Besuch Ehrengast der Internationalen Messe von Algier. Tebboune hatte dort den spanischen Gemeinschaftsstand besucht und sich über Projekte der beteiligten Unternehmen informiert.</p>



<h2 id="h-zusammenarbeit-bei-migration-und-sicherheit" class="wp-block-heading"><span id="zusammenarbeit-bei-migration-und-sicherheit">Zusammenarbeit bei Migration und Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Spanien und Algerien wollen auch bei der Bekämpfung irregulärer Migration enger zusammenarbeiten. Die westliche Mittelmeerroute führt von Algerien und anderen nordafrikanischen Staaten nach Spanien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Regierungen wollen neben der Grenz- und Migrationskontrolle den Kampf gegen Schleusernetzwerke und terroristische Organisationen verstärken. Algerien besitzt dabei durch seine Grenzen zu Mali und Niger eine besondere Stellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sánchez bezeichnete das Land als wichtigen Akteur bei der Stabilisierung der Sahelzone. Die dortigen Konflikte, Militärputsche und Aktivitäten bewaffneter Gruppen betreffen auch die Sicherheit im westlichen Mittelmeerraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kooperation soll zugleich in die spanische Afrika-Strategie für die Jahre 2025 bis 2028 eingebettet werden. Madrid will seine politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum afrikanischen Kontinent ausbauen und sich als Verbindung zwischen Europa und Afrika positionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nur wenn wir zusammenarbeiten, können wir die Herausforderungen bewältigen, die unsere Gesellschaften am stärksten beschäftigen“, sagte Sánchez. Dazu zählte er steigende Lebenshaltungskosten, Sicherheit und die Folgen des Klimawandels.</p>
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		<item>
		<title>Wadephul verstärkt Afrika-Diplomatie mit Reise nach Mauretanien, Nigeria und Südafrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-verstaerkt-afrika-diplomatie-mit-reise-nach-mauretanien-nigeria-und-suedafrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 10:39:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Drei Länder, drei deutsche Interessen: Wadephul sucht im Sahel Stabilität, in Nigeria neue Märkte und in Südafrika Energie- und Rohstoffpartnerschaften.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwadephul-verstaerkt-afrika-diplomatie-mit-reise-nach-mauretanien-nigeria-und-suedafrika%2F&amp;action_name=Wadephul%20verst%C3%A4rkt%20Afrika-Diplomatie%20mit%20Reise%20nach%20Mauretanien%2C%20Nigeria%20und%20S%C3%BCdafrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-verstaerkt-afrika-diplomatie-mit-reise-nach-mauretanien-nigeria-und-suedafrika/">Wadephul verstärkt Afrika-Diplomatie mit Reise nach Mauretanien, Nigeria und Südafrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann Wadephul reist nach Mauretanien, Nigeria und Südafrika, um Deutschlands Zusammenarbeit bei Sicherheit, Energie, Rohstoffen und Handel auszubauen. Die mehrtägige Reise begann am 20. Juli 2026. In Nouakchott, Lagos, Abuja und Pretoria sind Gespräche mit Regierungsvertretern, Unternehmen und jungen Menschen geplant. Es ist bereits Wadephuls dritter Besuch auf dem afrikanischen Kontinent innerhalb weniger Monate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister war im Januar nach Äthiopien und Kenia sowie im April nach Marokko gereist. Mit der neuen Reise rücken drei Staaten in den Fokus, die für Deutschland jeweils unterschiedliche strategische Funktionen erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien gilt als Stabilitätspartner in der Sahelzone. Nigeria ist Afrikas bevölkerungsreichstes Land und eine politische Führungsmacht in Westafrika. Südafrika bleibt Deutschlands wichtigster Handelspartner auf dem Kontinent und wurde erst vor wenigen Wochen zum strategischen Partner aufgewertet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Europa und Afrika verbindet mehr als geografische Nähe. Unsere Kontinente sind politisch, wirtschaftlich und in Sicherheitsfragen eng verflochten“, erklärte Wadephul vor seiner Abreise.</p>



<h2 id="h-mauretanien-soll-den-sahel-stabilisieren" class="wp-block-heading"><span id="mauretanien-soll-den-sahel-stabilisieren">Mauretanien soll den Sahel stabilisieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Station ist Mauretanien. Das Land grenzt an Mali und liegt damit unmittelbar an einer Region, die seit Jahren von militärischen Umstürzen, bewaffneten Gruppen und zunehmender Instabilität geprägt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland betrachtet Mauretanien als verlässlichen Partner in diesem Umfeld. Die Regierung in Nouakchott verfolgt neben militärischen und polizeilichen Maßnahmen auch gesellschaftliche Programme gegen Radikalisierung und Extremismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul will ein von Deutschland finanziertes Projekt besuchen, in dem Frauen eine zentrale Rolle bei der Prävention von Radikalisierung übernehmen. Gespräche sind mit Außenminister Mohamed Salem Ould Merzoug und Präsident Mohamed Ould Cheikh El Ghazouani vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Dauerkrise im Sahel stellt das Land vor immense humanitäre und auch Sicherheits-Herausforderungen“, sagte Wadephul. <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel/" data-type="post" data-id="28067">Deutschland stehe bereit, Mauretanien noch stärker zu unterstützen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verfolgt zugleich wirtschaftliche Interessen. Mauretanien verfügt über große Flächen, hohe Sonneneinstrahlung und gute Windbedingungen. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-mauretanien-vertiefen-partnerschaft-im-rahmen-von-global-gateway/" data-type="post" data-id="20695">Das Land will diese Voraussetzungen nutzen, um erneuerbare Energien und insbesondere grünen Wasserstoff zu produzieren.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin sieht darin Möglichkeiten für deutsche Unternehmen und eine künftige Energiepartnerschaft. Neben Investitionen in Anlagen geht es um Infrastruktur, Transportwege und die Frage, ob erneuerbar erzeugte Energie oder daraus hergestellte Produkte langfristig nach Europa exportiert werden können.</p>



<h2 id="h-nigeria-ruckt-als-markt-und-regionalmacht-in-den-fokus" class="wp-block-heading"><span id="nigeria-rueckt-als-markt-und-regionalmacht-in-den-fokus">Nigeria rückt als Markt und Regionalmacht in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Nigeria stehen wirtschaftliche und sicherheitspolitische Fragen im Vordergrund. Mit seiner großen Bevölkerung und seinem Binnenmarkt gehört das Land zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten Afrikas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria ist bereits Deutschlands zweitgrößter Handelspartner südlich der Sahara. Wadephul will in Lagos mit Vertretern der nigerianischen Wirtschaft über Investitionen in Energie, Klimaschutz und Rohstoffprojekte sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung möchte mehr deutsche Unternehmen zu einem Engagement in Nigeria bewegen. Das Land benötigt Investitionen in Stromversorgung, Verkehrswege, industrielle Produktion und digitale Infrastruktur. Gleichzeitig verfügt Nigeria über Öl, Gas und weitere Rohstoffe sowie einen wachsenden Markt für erneuerbare Energien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das wechselseitige Potenzial wollen wir weiter ausschöpfen und mehr deutsche Unternehmen ermuntern, den Schritt nach Nigeria zu gehen“, erklärte Wadephul.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria spielt zudem eine zentrale Rolle in der Energieversorgung Westafrikas.<a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-sagt-ecowas-49-millionen-euro-unterstuetzung-zu/" data-type="post" data-id="21856"> Deutschland unterstützt die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS beim Aufbau eines grenzüberschreitenden Stromnetzes, das die nationalen Energiemärkte der Region stärker verbinden soll.</a></p>



<h2 id="h-sicherheit-der-westafrikanischen-kustenstaaten" class="wp-block-heading"><span id="sicherheit-der-westafrikanischen-kuestenstaaten">Sicherheit der westafrikanischen Küstenstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gueler-reist-nach-cote-divoire-und-togo-deutschland-will-kampf-gegen-terrorismus-in-westafrika-unterstuetzen/" data-type="post" data-id="27274">Die Krise in der Sahelzone beschäftigt inzwischen auch die weiter südlich gelegenen Küstenstaaten. </a>Bewaffnete Gruppen operieren nicht mehr ausschließlich in Mali, Burkina Faso und Niger, sondern weiten ihre Aktivitäten in Richtung Benin, Togo, Ghana und Nigeria aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul bezeichnete diese Entwicklung als sicherheitspolitische Herausforderung für alle Küstenstaaten zwischen Mauretanien und Nigeria. Deutschland will deshalb die Zusammenarbeit mit Abuja auch im Sicherheitsbereich vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria ist zugleich Sitz der ECOWAS und besitzt großen politischen Einfluss auf regionale Entscheidungen. Nach den Militärputschen in mehreren Mitgliedstaaten verlor die Organisation jedoch mit Mali, Burkina Faso und Niger drei Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nigerianische Regierung beansprucht weiterhin eine Führungsrolle in Westafrika und setzt sich für eine regelgebundene internationale Ordnung ein. Berlin sieht Nigeria deshalb nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als politischen Partner in internationalen Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul trifft erstmals in Nigeria mit der neuen Außenministerin Bianca Odumegwu-Ojukwu zusammen. Im November hatte er noch gemeinsam mit ihrem Vorgänger Yusuf Tuggar die fünfte deutsch-nigerianische Binationale Kommission in Berlin geleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Format bringt Ministerien und Facharbeitsgruppen beider Länder zusammen. Die Themen reichen von Wirtschaft und Energie über Sicherheit bis zu Kultur und Migration.</p>



<h2 id="h-strategische-partnerschaft-mit-sudafrika" class="wp-block-heading"><span id="strategische-partnerschaft-mit-suedafrika">Strategische Partnerschaft mit Südafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Letzte Station ist Südafrika. <a href="https://fokus-afrika.de/botschafter-andreas-peschke-verabschiedet-sich-aus-suedafrika-geschafft-unsere-differenzen-offen-anzusprechen/" data-type="post" data-id="28899">Deutschland unterhält mit keinem anderen afrikanischen Staat eine ähnlich breite Zusammenarbeit.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen wurden vor wenigen Wochen zu einer strategischen Partnerschaft ausgebaut. Grundlage ist die deutsch-südafrikanische Binationale Kommission, die vor rund 30 Jahren unter Bundeskanzler Helmut Kohl und Präsident Nelson Mandela gegründet wurde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="706" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HFygsTzasAAdkeG-1024x706.jpeg" alt="" class="wp-image-28900 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HFygsTzasAAdkeG-1024x706.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HFygsTzasAAdkeG-300x207.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HFygsTzasAAdkeG-768x530.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HFygsTzasAAdkeG-380x262.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HFygsTzasAAdkeG-800x552.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HFygsTzasAAdkeG-1160x800.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HFygsTzasAAdkeG.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Pretoria trifft Wadephul Außenminister Ronald Lamola und Präsident Cyril Ramaphosa. Geplant sind Gespräche über internationale Konflikte, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Energiepolitik und den Umgang mit Desinformation.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Südafrika wollen enger darüber beraten, wie demokratische Gesellschaften gegen gezielte Falschinformationen und politische Einflussnahme geschützt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika besitzt auch international besonderes Gewicht. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-suedafrika-wollen-enger-zusammenarbeiten/" data-type="post" data-id="26475">Das Land ist das einzige afrikanische Mitglied der G20 und gehört zu den Staatenverbünden BRICS und IBSA.</a> Pretoria vertritt häufig Positionen, die von denen Deutschlands und anderer westlicher Staaten abweichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die strategische Partnerschaft soll deshalb auch den außenpolitischen Dialog stärken. Deutschland setzt darauf, Differenzen in internationalen Fragen durch einen regelmäßigen Austausch zu bearbeiten.</p>



<h2 id="h-rund-600-deutsche-unternehmen-in-sudafrika" class="wp-block-heading"><span id="rund-600-deutsche-unternehmen-in-suedafrika">Rund 600 deutsche Unternehmen in Südafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika ist der mit Abstand wichtigste afrikanische Handelspartner Deutschlands. Rund 600 deutsche Unternehmen sind dort tätig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Schwerpunkten gehören Automobilbau, Maschinenbau, Chemie, Logistik und Energie. Viele Unternehmen nutzen Südafrika zugleich als Ausgangspunkt für Geschäfte in weiteren Staaten des südlichen Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul wird während seines Aufenthalts ein deutsches Energieunternehmen besuchen. Deutschland unterstützt Südafrika bereits bei der schrittweisen Umstellung von Kohle auf klimafreundlichere Energiequellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung bei kritischen Rohstoffen. Südafrika verfügt unter anderem über Platinmetalle, Mangan und Chrom, die für industrielle Produktion, Batterien und klimafreundliche Technologien benötigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will seine Lieferketten breiter aufstellen und die Abhängigkeit von einzelnen Rohstofflieferanten verringern. Wadephul kündigte an, bei seinen Gesprächen auszuloten, welche weiteren Schritte beide Länder in der Energie- und Rohstoffzusammenarbeit unternehmen können.</p>



<h2 id="h-austausch-mit-einer-jungen-generation" class="wp-block-heading"><span id="austausch-mit-einer-jungen-generation">Austausch mit einer jungen Generation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Regierungsgesprächen sucht Wadephul den Kontakt zu jungen Menschen. Mauretanien, Nigeria und Südafrika besitzen im Vergleich zu Deutschland eine deutlich jüngere Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Lagos ist ein Austausch mit jungen Influencern vorgesehen. Dabei soll es um die Erwartungen der jüngeren Generation an die Beziehungen zwischen Europa und Afrika gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Johannesburg hält Wadephul eine Rede am South African Institute of International Affairs der Witwatersrand-Universität. Im Zentrum stehen die künftige internationale Zusammenarbeit und die Rolle afrikanischer Staaten in einer sich verändernden Weltordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Krisen, Handelsbeschränkungen und globale Abschottungstrends die internationale Zusammenarbeit auf die Probe stellen, ist es an uns, unsere weltweiten Netze noch enger zu knüpfen“, erklärte der Außenminister vor seiner Abreise.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung verteidigt mehr Spielraum bei Abschiebungen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-verteidigt-mehr-spielraum-bei-abschiebungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 10:22:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr Spielraum für Abschiebungen, aber keine Abstriche beim absoluten Folterverbot: Die Bundesregierung verteidigt die Chișinău-Erklärung und nutzt sie bereits als Orientierung für BAMF und Länderbehörden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-verteidigt-mehr-spielraum-bei-abschiebungen%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20verteidigt%20mehr%20Spielraum%20bei%20Abschiebungen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-verteidigt-mehr-spielraum-bei-abschiebungen/">Bundesregierung verteidigt mehr Spielraum bei Abschiebungen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verteidigt die Chișinău-Erklärung des Europarats und hält Sicherheitsinteressen bei Abschiebungen für ein legitimes Abwägungselement. Die Stellungnahme übermittelte das Auswärtige Amt am 10. Juli 2026 an den Bundestag. Zugleich betont Berlin, das absolute Verbot von Folter und unmenschlicher Behandlung nach Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention bleibe unangetastet und müsse in jedem Einzelfall geprüft werden. <a href="https://fokus-afrika.de/flughafen-muenchen-plant-abschiebezentrum-fuer-hunderte-abschiebungen-taeglich/">Die Erklärung wird bereits als Orientierungshilfe für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie die Innenverwaltungen der Länder genutzt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitgliedstaaten des Europarats hatten die politische Erklärung am 15. Mai in der moldauischen Hauptstadt Chișinău im Konsens angenommen. Sie behandelt die Auslegung der Europäischen Menschenrechtskonvention, kurz EMRK, bei Abschiebungen, Auslieferungen, irregulärer Migration und der Zusammenarbeit mit Drittstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Auffassung der Bundesregierung wahrt der Text die Autorität und Unabhängigkeit des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, kurz EGMR. <a href="https://fokus-afrika.de/mehr-abschiebungen-deutschland-setzt-gambia-unter-druck/">Gleichzeitig greife er die Herausforderungen auf, vor denen die europäischen Staaten durch irreguläre Migration und ausländische Straftäter stünden.</a></p>



<h2 id="h-erklarung-dient-behorden-als-orientierung" class="wp-block-heading"><span id="erklaerung-dient-behoerden-als-orientierung">Erklärung dient Behörden als Orientierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesinnenministerium hat die Chișinău-Erklärung dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie den Innenministerien und Innenverwaltungen der Länder übermittelt. Die Bundesregierung bezeichnet sie als Orientierungshilfe bei der Auslegung und Anwendung der Menschenrechtskonvention.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bleibt die Erklärung nicht auf die außenpolitische Ebene des Europarats beschränkt. Sie kann auch in nationale Entscheidungen über Asylverfahren, Abschiebungen und den Schutz des Privat- und Familienlebens einfließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtlich bindend ist das Dokument nicht. Verbindlich bleiben die Menschenrechtskonvention und die Urteile des Straßburger Gerichtshofs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen hatten die Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage nach den menschenrechtlichen Folgen der Erklärung gefragt. Die Fraktion sieht darin einen möglichen Versuch, Einfluss auf die Rechtsprechung des EGMR zu nehmen und bestehende Schutzstandards im Migrationsrecht abzuschwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin weist diese Einschätzung zurück. Die Erklärung unterstreiche mehrfach die Unabhängigkeit der richterlichen Entscheidungen und bestätige die Verpflichtung der Staaten, die Rechte der Konvention zu gewährleisten.</p>



<h2 id="h-sicherheitsinteressen-konnen-grundrechte-begrenzen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsinteressen-koennen-grundrechte-begrenzen">Sicherheitsinteressen können Grundrechte begrenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung stellt klar, dass die Unteilbarkeit und Unveräußerlichkeit der Grundrechte nicht bedeute, dass jedes Grundrecht uneingeschränkt gelte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="670" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-1024x670.jpg" alt="" class="wp-image-27091 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-1024x670.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-300x196.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-768x503.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-1536x1005.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-2048x1340.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-380x249.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-800x524.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-1160x759.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_9458-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Wo Einschränkungen möglich sind, sind auch Sicherheitsinteressen ein legitimes Abwägungselement“, heißt es in der Antwort. Als Beispiel nennt Berlin Artikel 8 Absatz 2 der Menschenrechtskonvention.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Artikel 8 schützt das Privat- und Familienleben. Eingriffe können jedoch zulässig sein, wenn sie gesetzlich vorgesehen und etwa zum Schutz der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung oder zur Verhinderung von Straftaten notwendig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Chișinău-Erklärung betont in diesem Zusammenhang den Ermessensspielraum nationaler Behörden und Gerichte. Sie sollen insbesondere bei der Ausweisung ausländischer Straftäter die Schwere einer Straftat, die öffentliche Sicherheit und die persönlichen Bindungen des Betroffenen gegeneinander abwägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der EGMR soll eine nationale Bewertung nicht ohne gewichtige Gründe durch eine eigene ersetzen, wenn die innerstaatlichen Gerichte die Kriterien seiner bisherigen Rechtsprechung vollständig berücksichtigt haben.</p>



<h2 id="h-folterverbot-bleibt-absolute-grenze" class="wp-block-heading"><span id="folterverbot-bleibt-absolute-grenze">Folterverbot bleibt absolute Grenze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anders bewertet die Bundesregierung Artikel 3 der Menschenrechtskonvention. Das Verbot von Folter sowie unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung gilt absolut. Es lässt weder Ausnahmen noch eine Abwägung mit staatlichen Sicherheitsinteressen zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor jeder Abschiebung müsse deshalb individuell geprüft werden, ob der betroffenen Person im Zielland eine Behandlung droht, die gegen Artikel 3 verstößt. In einem solchen Fall werde ein Abschiebungsverbot festgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffene könnten zudem Rechtsmittel gegen eine Abschiebungsentscheidung einlegen und eine gerichtliche Überprüfung verlangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung selbst bezeichnet das Verbot ebenfalls als absolut. Zugleich fordert sie eine hohe und einheitlich angewandte Schwelle dafür, wann eine Behandlung als unmenschlich oder erniedrigend gilt. Unnötige Einschränkungen von Abschiebungen und Auslieferungen sollen dadurch vermieden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der medizinischen Versorgung im Aufnahmestaat soll eine Abschiebung nur in außergewöhnlichen Fällen gegen Artikel 3 verstoßen. Der abschiebende Staat sei nicht verpflichtet, Unterschiede zwischen seinem Gesundheitssystem und dem Versorgungsniveau des Ziellandes auszugleichen.</p>



<h2 id="h-zugang-zum-asylverfahren-bleibt-bestehen" class="wp-block-heading"><span id="zugang-zum-asylverfahren-bleibt-bestehen">Zugang zum Asylverfahren bleibt bestehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält auch im Fall einer gezielten Instrumentalisierung von Migration am individuellen Zugang zum Asylverfahren fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/innenministerium-vor-herausforderung-menschen-mit-terrorbezug-koennten-asyl-bekommen-haben/" data-type="post" data-id="27093">Gemeint sind Situationen, in denen ein Staat oder ein anderer Akteur Migration bewusst fördert oder ausnutzt, um ein anderes Land politisch unter Druck zu setzen oder zu destabilisieren.</a> Die Chișinău-Erklärung beschreibt solche Vorgänge als Gefahr für die territoriale Integrität und die nationale Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das individuelle Zugangsrecht zum Asylverfahren besteht rechtlich, auch im Instrumentalisierungsfall, fort“, erklärt die Bundesregierung. Die Erklärung ändere dieses Grundprinzip nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Menschen, die Teil einer instrumentalisierten Migrationsbewegung sind, behalten demnach ihre Rechte nach der Menschenrechtskonvention und dem übrigen europäischen und internationalen Recht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung berücksichtigt zugleich das Verhalten von Personen beim Versuch eines irregulären Grenzübertritts. Dieses könne bei der Prüfung eine Rolle spielen, ob ein Staat seine Verpflichtungen aus der Konvention eingehalten habe.</p>



<h2 id="h-europarat-ermoglicht-neue-modelle-mit-drittstaaten" class="wp-block-heading"><span id="europarat-ermoeglicht-neue-modelle-mit-drittstaaten">Europarat ermöglicht neue Modelle mit Drittstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Chișinău-Erklärung erkennt das Recht der Mitgliedstaaten an, ihre Einwanderungspolitik selbst festzulegen und ihre Grenzen zu kontrollieren. Alle Maßnahmen müssen jedoch mit den Garantien der Menschenrechtskonvention vereinbar bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als mögliche neue Ansätze nennt der Text die Bearbeitung von Asylanträgen in Drittstaaten, Rückführungszentren außerhalb des eigenen Staatsgebiets und eine engere Zusammenarbeit mit Transitstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist darauf, dass solche Kooperationen nur zulässig seien, wenn die Vorgaben der Konvention eingehalten werden. Dazu gehöre auch die Rechtsprechung des EGMR über die Verantwortung europäischer Staaten bei Handlungen außerhalb ihres eigenen Territoriums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diplomatische Zusicherungen eines Ziellandes können nach der Erklärung dazu beitragen, ein drohendes Risiko nach Artikel 3 auszuschließen. Ob eine solche Zusicherung ausreichend ist, bleibt Gegenstand der individuellen Prüfung.</p>



<h2 id="h-deutschland-unterstutzte-fruhere-initiative-nicht" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-unterstuetzte-fruehere-initiative-nicht">Deutschland unterstützte frühere Initiative nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Chișinău-Erklärung war eine Initiative mehrerer europäischer Regierungen vorausgegangen. Dänemark und Italien hatten 2025 eine Debatte über die Rechtsprechung des EGMR in Migrationsfragen angestoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember 2025 forderten 27 Staaten eine neue Balance zwischen individuellen Menschenrechten und staatlichen Interessen bei Abschiebungen, Migrationskontrolle und der Zusammenarbeit mit Drittstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterzeichnete diese Erklärung nicht. Die Bundesregierung wollte nach eigener Darstellung jeden Anschein vermeiden, politischen Einfluss auf die Unabhängigkeit des Straßburger Gerichtshofs zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den später im Europarat ausgehandelten Text unterstützte Berlin dagegen. Dieser wahre die Autorität und Unabhängigkeit des Gerichts und sei gemeinsam von allen Mitgliedstaaten ausgearbeitet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beteiligte sich an den Verhandlungen im Lenkungsausschuss für Menschenrechte. Zu einzelnen deutschen Änderungsvorschlägen und zum Ablauf der vertraulichen Gespräche machte sie keine Angaben.</p>



<h2 id="h-keine-ratifizierung-des-16-zusatzprotokolls-geplant" class="wp-block-heading"><span id="keine-ratifizierung-des-16-zusatzprotokolls-geplant">Keine Ratifizierung des 16. Zusatzprotokolls geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung fordert eine klare und einheitliche Rechtsprechung des EGMR und weitere Orientierung für nationale Behörden und Gerichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das 16. Zusatzprotokoll zur Menschenrechtskonvention ermöglicht den höchsten nationalen Gerichten, den EGMR um beratende Stellungnahmen zu grundlegenden Auslegungsfragen zu bitten. Deutschland hat das Protokoll bislang nicht ratifiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant derzeit keine Ratifizierung. Weitere Orientierung durch den Gerichtshof könne auch im Rahmen regulärer Individualbeschwerden erfolgen.</p>



<h2 id="h-" class="wp-block-heading"><span id=""></span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>König Mohammed VI bald in Paris: Frankreich stellt sich klar hinter Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-bald-in-paris-frankreich-stellt-sich-klar-hinter-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 17:10:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Frankreich und Marokko wollen ihre Beziehungen neu ordnen: Ein Freundschaftsvertrag, ein umfassendes Sicherheitsabkommen und neue Energieprojekte sind geplant.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoenig-mohammed-vi-bald-in-paris-frankreich-stellt-sich-klar-hinter-marokko%2F&amp;action_name=K%C3%B6nig%20Mohammed%20VI%20bald%20in%20Paris%3A%20Frankreich%20stellt%20sich%20klar%20hinter%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Marokko wollen ihre Beziehungen mit einem umfassenden Freundschaftsvertrag auf eine neue Stufe heben. Am Donnerstag, 16. Juli 2026, kamen die Regierungen beider Länder in Rabat erstmals seit 2019 wieder zu hochrangigen Konsultationen zusammen. Neue Vereinbarungen betreffen unter anderem Sicherheit, Energie, Verkehr, Wasser, Bildung, Kultur und Verteidigung. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu bekräftigte zugleich die Unterstützung von Paris für die marokkanische Souveränität über das umstrittene Gebiet Westsahara.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 15. französisch-marokkanische Regierungskonferenz wurde von Lecornu und dem marokkanischen Regierungschef Aziz Akhannouch geleitet. Zwölf französische Minister reisten nach Rabat und führten Gespräche mit ihren marokkanischen Amtskollegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/" data-type="post" data-id="12016">Beide Regierungen bezeichneten das Treffen als nächste Etappe der Annäherung, die mit dem Staatsbesuch von Präsident Emmanuel Macron im Oktober 2024 begonnen hatte.</a> Damals vereinbarten Frankreich und Marokko eine „verstärkte Ausnahmepartnerschaft“ und unterzeichneten 22 strategische Abkommen mit einem Gesamtvolumen von fast zehn Milliarden Euro.</p>



<h2 id="h-freundschaftsvertrag-soll-partnerschaft-erweitern" class="wp-block-heading"><span id="freundschaftsvertrag-soll-partnerschaft-erweitern">Freundschaftsvertrag soll Partnerschaft erweitern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lecornu kündigte an, dass der geplante Staatsbesuch von König Mohammed VI. in Frankreich in einen neuen Freundschaftsvertrag münden soll. Das Abkommen werde über die 2024 beschlossene Partnerschaft hinausgehen und die Zusammenarbeit langfristig ordnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Premierminister sprach von einem Vertrag „außerhalb des üblichen Rahmens“. Nach seinen Angaben wäre es der erste Vertrag dieser Art, den Frankreich mit einem Staat außerhalb der Europäischen Union schließen würde. Ein französisch-marokkanisches Expertengremium arbeitet bereits an dem Text.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Zusammenarbeit muss jetzt eine neue Größenordnung erreichen“, sagte Lecornu. Der Vertrag solle nicht nur die historischen Beziehungen würdigen, sondern auch eine gemeinsame politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Grundlage für die kommenden Jahrzehnte schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wiederaufnahme der Regierungskonsultationen beendet eine längere Unterbrechung. Das letzte Treffen dieses Formats in Marokko fand 2017 statt, die bislang jüngste französisch-marokkanische Regierungskonferenz 2019.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Macrons Staatsbesuch haben sich die politischen Kontakte deutlich verdichtet. Nach Angaben beider Regierungen reisten rund 20 marokkanische Minister zu Gesprächen nach Frankreich. Französische Regierungsmitglieder absolvierten 16 Besuche in Marokko. Insgesamt fanden seit Oktober 2024 mehr als 40 politische Treffen und hochrangige Besuche statt.</p>



<h2 id="h-neue-projekte-bei-energie-verkehr-und-wasser" class="wp-block-heading"><span id="neue-projekte-bei-energie-verkehr-und-wasser">Neue Projekte bei Energie, Verkehr und Wasser</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Rabat unterzeichneten Vereinbarungen decken mehrere Bereiche der bilateralen Zusammenarbeit ab. Dazu gehören die Finanzierung des Regionalbahnnetzes im Großraum Rabat und ein französisches Darlehen zur Unterstützung der marokkanischen Wasserpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Dokumente betreffen die zivile Luftfahrt, die maritime Ausbildung, wissenschaftliche Kooperationen, den Austausch zwischen Postunternehmen sowie die Zusammenarbeit bei Infrastruktur- und Bauprojekten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Energiesektor wollen Frankreich und Marokko gemeinsame Vorhaben beschleunigen. Während des Treffens wurde ein Interessenbekundungsverfahren für eine Stromverbindung zwischen Europa und Nordafrika eingeleitet. Beide Länder wollen ihre Unternehmen stärker in gemeinsame Wertschöpfungsketten bei Energie, Verkehr, Industrie und Hochtechnologie einbinden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28859 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Akhannouch erklärte, die neuen Vereinbarungen sollten die 2024 begonnenen Projekte ergänzen und ihre Umsetzung beschleunigen. Gemeinsame Kommissionen, Arbeitsgruppen und Fachausschüsse sollen den Fortschritt kontrollieren und weitere Vorhaben entwickeln.</p>
</div></div>



<h2 id="h-umfassendes-sicherheitsabkommen-geplant" class="wp-block-heading"><span id="umfassendes-sicherheitsabkommen-geplant">Umfassendes Sicherheitsabkommen geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Marokko wollen ihre Zusammenarbeit gegen Terrorismus, Drogenhandel, Menschenhandel, organisierte Kriminalität und irreguläre Migration vertiefen. Lecornu sprach von einer bereits engen Kooperation zwischen Polizei, Justiz und Sicherheitsdiensten beider Länder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Wochen habe die gemeinsame Arbeit zu außergewöhnlichen operativen Erfolgen gegen organisierte Kriminalität und Drogenschmuggel geführt, erklärte der französische Premierminister, ohne Einzelheiten zu nennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris und Rabat arbeiten nun an einem umfassenden Sicherheitsabkommen. Dieses soll die bisherige Zusammenarbeit bündeln und in den kommenden Monaten auf weitere Bereiche ausweiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Verteidigungskooperation wird ausgebaut. Beide Regierungen beschlossen Grundlagen für einen bilateralen Ausschuss zur Verteidigungsindustrie und ein technisches Abkommen über den Zugang zu militärischen Archiven.</p>



<h2 id="h-paris-bezeichnet-sahara-position-als-unveranderlich" class="wp-block-heading"><span id="paris-bezeichnet-sahara-position-als-unveraenderlich">Paris bezeichnet Sahara-Position als unveränderlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lecornu bekräftigte in Rabat ausdrücklich die französische Position im Westsahara-Konflikt. Frankreich stehe „loyal und treu“ an der Seite Marokkos. Die Haltung von Paris sei „unveränderlich“ und werde sich nicht mehr ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-frankreich-investiert-in-der-sahara/" data-type="post" data-id="12215">Präsident Macron hatte König Mohammed VI. am 30. Juli 2024 mitgeteilt, dass Frankreich Gegenwart und Zukunft der Westsahara im Rahmen marokkanischer Souveränität sehe.</a> Der marokkanische Autonomieplan bilde aus französischer Sicht die Grundlage für eine politische Lösung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Neupositionierung hatte die zuvor belasteten Beziehungen zwischen Paris und Rabat deutlich verbessert. Akhannouch bezeichnete sie als Grundlage für die neue politische Dynamik zwischen beiden Ländern.</p>



<h2 id="h-gemeinsame-interessen-in-europa-und-afrika" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsame-interessen-in-europa-und-afrika">Gemeinsame Interessen in Europa und Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will Marokkos Beziehungen zur Europäischen Union stärker unterstützen. Lecornu bezeichnete Frankreich als möglichen „Ankerpunkt“ für die Zusammenarbeit zwischen Rabat und Brüssel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Länder streben zudem gemeinsame Initiativen in Afrika an. Im Vordergrund stehen Sicherheit und Stabilität im Sahel, wirtschaftliche Investitionen sowie demografische und ökologische Herausforderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit soll auch den Austausch von Studierenden, Wissenschaftlern, Unternehmern und Menschen mit französischer und marokkanischer Staatsangehörigkeit erleichtern. Marokkanische Studierende bilden bereits die größte Gruppe ausländischer Studierender in Frankreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den neuen Vereinbarungen gehören außerdem Kooperationen beim Arabischunterricht und beim Geschichts- und Geografieunterricht an französischen Schulen in Marokko. Hinzu kommen Partnerschaften in der Kulturförderung, bei Künstlerprogrammen und bei der Unterstützung afrikanischer Autoren und Filmproduzenten.</p>
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		<title>UN warnt vor Terrornetzwerken mit Drohnen und Kryptowährungen im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-terrornetzwerken-mit-drohnen-und-kryptowaehrungen-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 10:19:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Drohnen, Kryptowährungen und grenzüberschreitende Netzwerke: Die UN warnt vor einer neuen Eskalationsstufe im Sahel und dem Übergreifen auf Westafrikas Küstenstaaten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-warnt-vor-terrornetzwerken-mit-drohnen-und-kryptowaehrungen-im-sahel%2F&amp;action_name=UN%20warnt%20vor%20Terrornetzwerken%20mit%20Drohnen%20und%20Kryptow%C3%A4hrungen%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Gruppen in Westafrika und im Sahel setzen zunehmend Drohnen, moderne Kommunikationstechnik und Kryptowährungen ein und weiten ihre Aktivitäten in Richtung der Küstenstaaten aus. Der UN-Sicherheitsrat beriet darüber am 14. Juli in New York. UN-Sondergesandter Leonardo Santos Simão warnte vor engeren Verbindungen zwischen Terrorismus, organisiertem Verbrechen und Drogenhandel. Zugleich berichtete er von neuen diplomatischen Kontakten zwischen den Staaten der Region.</p>



<h2 id="h-terroristische-gruppen-passen-ihre-strategie-an" class="wp-block-heading"><span id="terroristische-gruppen-passen-ihre-strategie-an">Terroristische Gruppen passen ihre Strategie an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Terroristische und andere bewaffnete Gruppen versuchen nach Einschätzung der Vereinten Nationen, nicht mehr nur Anschläge zu verüben. Sie wollen Gebiete, Handelswege und wirtschaftliche Aktivitäten kontrollieren und zugleich das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen schwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen bleiben der zentrale Sahel und der Norden Nigerias. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Staaten am Golf von Guinea. Grenzregionen in Benin, Togo, Côte d’Ivoire und weiteren Küstenstaaten gelten als zunehmend gefährdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppen nutzen dabei nach Angaben von Simão Drohnen, technisch anspruchsvolle Kommunikationssysteme und Kryptowährungen. Ihre Aktivitäten überschneiden sich immer stärker mit grenzüberschreitender Kriminalität, Schmuggel und Drogenhandel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leiter des UN-Büros für Westafrika und den Sahel UNOWAS sprach von schweren Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die bewaffneten Gruppen versuchten, „territoriale und wirtschaftliche Kontrolle“ zu festigen und die staatliche Autorität auszuhöhlen.</p>



<h2 id="h-mali-bleibt-zentrum-der-gewalt" class="wp-block-heading"><span id="mali-bleibt-zentrum-der-gewalt">Mali bleibt Zentrum der Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders angespannt ist die Lage in Mali. Die mit Al-Qaida verbundene Gruppe Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin, kurz JNIM, und Kämpfer der Azawad-Befreiungsfront FLA griffen in den vergangenen Monaten zahlreiche militärische und staatliche Ziele an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende April wurden Angriffe unter anderem aus Bamako, Kati, Kidal, Gao und Mopti gemeldet. Im Juli kam es erneut zu koordinierten Attacken auf mehrere Orte und Militärstellungen. Besonders umkämpft war Anéfis zwischen Gao und Kidal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Burkina Faso, Niger und Nigeria verzeichneten zahlreiche Angriffe, Entführungen und hohe zivile Opferzahlen. In Niger attackierte JNIM am 18. Juni den internationalen Flughafen von Niamey. Dabei wurden nach Angaben der nigrischen Behörden elf Angehörige der Sicherheitskräfte und zwei Zivilisten getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Burkina Faso setzen bewaffnete Gruppen zunehmend Drohnen bei ihren Operationen ein. Nigeria kämpft zugleich gegen dschihadistische Gruppen, Entführungsnetzwerke und kommunale Gewalt im Norden und im sogenannten Middle Belt.</p>



<h2 id="h-millionen-menschen-auf-der-flucht" class="wp-block-heading"><span id="millionen-menschen-auf-der-flucht">Millionen Menschen auf der Flucht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Die menschlichen Kosten der Gewalt sind verheerend“, sagte Simão vor dem Sicherheitsrat. Ende Februar waren in Westafrika und im Sahel rund 6,8 Millionen Menschen innerhalb ihrer Länder vertrieben. Weitere 1,28 Millionen Menschen lebten als Flüchtlinge oder Asylsuchende außerhalb ihrer Herkunftsregionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Küstenstaaten spüren die Folgen. Liberia verzeichnet seit 2025 einen starken Anstieg der Zahl von Menschen aus Burkina Faso. Die Aufnahmegemeinden stehen dadurch unter zusätzlichem Druck. Betroffen sind unter anderem die Versorgung mit Wasser, Land, Unterkünften und grundlegenden sozialen Dienstleistungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleibt der Zugang für Hilfsorganisationen in vielen Konfliktgebieten eingeschränkt. Unsicherheit, administrative Auflagen und die Schließung von Nichtregierungsorganisationen erschweren die Versorgung. Nach Angaben Griechenlands waren zum Zeitpunkt der Sitzung erst 14 Prozent der benötigten Mittel für die humanitäre Hilfe im Jahr 2026 eingegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen, Kinder und junge Menschen tragen nach Einschätzung der Vereinten Nationen einen besonders großen Teil der Folgen. Neben Vertreibung und fehlender Versorgung dokumentieren die UN schwere Menschenrechtsverletzungen sowie sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt.</p>



<h2 id="h-diplomatische-kontakte-nehmen-wieder-zu" class="wp-block-heading"><span id="diplomatische-kontakte-nehmen-wieder-zu">Diplomatische Kontakte nehmen wieder zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der verschärften Sicherheitslage sieht UNOWAS Anzeichen für eine vorsichtige Entspannung zwischen einzelnen Staaten. Niger und Nigeria öffneten den Grenzübergang Kamba wieder und stellten damit eine wichtige Handelsverbindung her.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zwischen Benin, Burkina Faso, Mali und Niger fanden neue Gespräche statt. Mali und Algerien nahmen ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf, setzten ihre Botschafter erneut ein und öffneten ihre Lufträume.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontakte sind Teil eines breiteren Versuchs, die Beziehungen zwischen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und den Militärregierungen von Mali, Burkina Faso und Niger zu stabilisieren. Die drei Staaten hatten ECOWAS im Januar 2025 verlassen und ihre Zusammenarbeit innerhalb der Konföderation der Sahelstaaten vertieft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ECOWAS arbeitet zugleich an einer regionalen Antiterroreinheit. Die Verteidigungschefs der Mitgliedstaaten befassten sich mit der geplanten Truppe und einer engeren Einbindung der Sahelstaaten. Finanzielle und politische Differenzen bremsen jedoch die Umsetzung.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-fordert-mehr-als-militarische-einsatze" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-fordert-mehr-als-militaerische-einsaetze">Sicherheitsrat fordert mehr als militärische Einsätze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats betonten, dass militärische Operationen allein die terroristischen Gruppen nicht besiegen könnten. Liberia forderte im Namen der Demokratischen Republik Kongo und Somalias eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die der Reichweite der bewaffneten Netzwerke entspricht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28816 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/UN71145625.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Côte d’Ivoire verlangte einen stärkeren Austausch von Geheimdienstinformationen, eine engere Sicherung der Grenzen und eine dauerhaft finanzierte afrikanische Sicherheitsarchitektur. Gleichzeitig müssten Regierungen in Prävention, staatliche Institutionen, Jugendliche und Frauen investieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter weiterer Staaten nannten Bildung, Arbeitsplätze, Ernährungssicherheit und soziale Programme als zentrale Bestandteile einer umfassenden Strategie. Terroristische Gruppen nutzen Armut, fehlende staatliche Dienstleistungen und Perspektivlosigkeit gezielt für Rekrutierung und lokale Einflussnahme.</p>



<h2 id="h-russland-und-frankreich-erheben-gegenseitige-vorwurfe" class="wp-block-heading"><span id="russland-und-frankreich-erheben-gegenseitige-vorwuerfe">Russland und Frankreich erheben gegenseitige Vorwürfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung machte zugleich die geopolitischen Spannungen rund um den Sahel sichtbar. Russland warf westlichen Staaten vor, die Bemühungen der Sahelstaaten nicht ausreichend zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/malis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel/" data-type="post" data-id="27260">Die stellvertretende russische UN-Botschafterin Anna Evstigneeva beschuldigte die ukrainische Regierung, bewaffnete Gruppen in der Region zu unterstützen.</a> Frankreich erlaube zudem Mitgliedern der FLA öffentliche Auftritte auf französischem Territorium. <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" data-type="post" data-id="24256">Unabhängige Belege für diese Vorwürfe legte sie in der Sitzung nicht vor.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich warnte seinerseits vor einer unzureichenden internationalen Reaktion auf die Ausbreitung von JNIM und anderen Gruppen. Der französische UN-Botschafter Jérôme Bonnafont forderte stärkere staatliche Institutionen, verantwortliche Regierungsführung und den Schutz zivilgesellschaftlicher Freiräume.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-loest-alle-parteien-in-burkina-faso-auf/" data-type="post" data-id="24160">Burkina Fasos Vertreter Saïdou Zongo verteidigte dagegen die Suspendierung und Auflösung mehrerer Vereinigungen in seinem Land.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-verschaerft-die-regeln-fuer-auslaendische-ngos-in-burkina-faso/" data-type="post" data-id="28568">Die Maßnahmen dienten nach seiner Darstellung nicht der Einschränkung von Menschenrechten, sondern der Durchsetzung nationaler Gesetze und der Kontrolle der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen.</a></p>



<h2 id="h-berlin-und-brussel-suchen-einen-neuen-zugang" class="wp-block-heading"><span id="berlin-und-bruessel-suchen-einen-neuen-zugang">Berlin und Brüssel suchen einen neuen Zugang</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung im Sahel besitzt auch für Deutschland und die Europäische Union eine hohe außen- und sicherheitspolitische Bedeutung. <a href="https://www.swp-berlin.org/publikation/megatrends-afrika-ecowas-und-aes-zwischen-konfrontation-und-kooperation">Fachleute der Stiftung Wissenschaft und Politik verweisen auf die Folgen für regionale Stabilität, Migration, wirtschaftliche Verbindungen und die Glaubwürdigkeit europäischer Partnerschaften.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und die EU unterstützen ECOWAS weiterhin finanziell und politisch. Gleichzeitig bestehen innerhalb Europas unterschiedliche Positionen zum Umgang mit den Militärregierungen in Mali, Burkina Faso und Niger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNOWAS soll dabei weiterhin als Vermittler zwischen den regionalen Organisationen, den Küstenstaaten und den drei Sahelstaaten dienen. Der Sicherheitsrat hat das Mandat des UN-Büros bis zum 31. Januar 2029 verlängert.</p>
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		<item>
		<title>Tschad drängt – Russland muss seine Afrika-Politik wirtschaftlich neu ausrichten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschad-draengt-russland-muss-seine-afrika-politik-wirtschaftlich-neu-ausrichten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 21:46:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrikanische Staaten verlangen von Russland mehr als Waffen, Ausbildung und Sicherheitskooperation. Tschad fordert Investitionen, Unternehmen und konkrete Wirtschaftsprojekte. Moskau räumt ein, dass seine wirtschaftliche Präsenz bislang deutlich hinter dem politischen Einfluss zurückbleibt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-draengt-russland-muss-seine-afrika-politik-wirtschaftlich-neu-ausrichten%2F&amp;action_name=Tschad%20dr%C3%A4ngt%20%E2%80%93%20Russland%20muss%20seine%20Afrika-Politik%20wirtschaftlich%20neu%20ausrichten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-draengt-russland-muss-seine-afrika-politik-wirtschaftlich-neu-ausrichten/">Tschad drängt – Russland muss seine Afrika-Politik wirtschaftlich neu ausrichten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Russland will seine Beziehungen zu afrikanischen Staaten stärker auf Handel, Investitionen und konkrete Wirtschaftsprojekte ausrichten. Bei Gesprächen mit Tschads Außenminister Abdoulaye Sabre Fadoul räumte Moskau ein, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit deutlich hinter dem politischen und sicherheitspolitischen Verhältnis zurückbleibt. Tschad fordert deshalb eine Partnerschaft, die nicht auf Militär, Ausbildung und Terrorismusbekämpfung beschränkt bleibt. Bis zum Russland-Afrika-Gipfel im Oktober sollen neue Vereinbarungen vorbereitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Sergej Lawrow und Fadoul berieten in Moskau über Projekte in geologischer Erkundung, Bergbau, Energie, Landwirtschaft, Düngemittelproduktion und Gesundheitswirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten wollen laufende Vertragsverhandlungen beschleunigen. Weitere Abkommen sollen möglichst während des dritten Russland-Afrika-Gipfels unterzeichnet werden.</p>



<h2 id="h-tschad-verlangt-mehr-investitionen" class="wp-block-heading"><span id="tschad-verlangt-mehr-investitionen">Tschad verlangt mehr Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fadoul formulierte die Erwartungen der afrikanischen Seite deutlich. Die Zusammenarbeit mit Russland dürfe nicht auf Sicherheit und Verteidigung begrenzt bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland sei auch eine Wirtschaftsmacht und müsse seine Unternehmen stärker auf afrikanischen Märkten positionieren. Die bisherigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Moskau und N’Djamena seien kaum sichtbar und entsprächen nicht dem vorhandenen Potenzial.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die wirtschaftlichen Beziehungen, die wir mit Russland unterhalten, entsprechen nicht dem bestehenden Potenzial“, sagte der tschadische Außenminister. Tschad wolle deshalb Projekte voranbringen, die Investitionen auslösen und konkrete wirtschaftliche Ergebnisse schaffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung reicht über das bilaterale Verhältnis hinaus. Auch andere afrikanische Staaten erwarten von Russland stärker sichtbare Beiträge zu Wertschöpfung, Beschäftigung, Infrastruktur und Technologie.</p>



<h2 id="h-moskau-erkennt-den-wirtschaftlichen-ruckstand-an" class="wp-block-heading"><span id="moskau-erkennt-den-wirtschaftlichen-rueckstand-an">Moskau erkennt den wirtschaftlichen Rückstand an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Lawrow räumte ein, dass Handel und Investitionen bislang nicht mit dem engen politischen Dialog Schritt halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hier gibt es viel zu tun“, sagte der russische Außenminister. Der wirtschaftliche Bereich liege deutlich hinter den freundschaftlichen politischen Beziehungen und der humanitären Zusammenarbeit zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-plant-neue-afrika-strategie-lawrow-will-afrikanische-souveraenitaet-staerken/" data-type="post" data-id="28507">Diese Diskrepanz prägt Russlands Beziehungen zu vielen afrikanischen Staaten.</a> Moskau verfügt über politische Kontakte, militärische Kooperationen und wachsenden Einfluss in Teilen der Sahelzone. Der Umfang russischer Investitionen, industrieller Projekte und Handelsbeziehungen bleibt jedoch in vielen Ländern begrenzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Regierungen drängen deshalb zunehmend auf eine Partnerschaft, die Arbeitsplätze, Infrastruktur, Verarbeitungskapazitäten und Technologietransfer schafft. Politische Nähe allein reicht vielerorts nicht mehr aus, um Russlands Rolle dauerhaft abzusichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/вступительное.jpg" alt="" class="wp-image-28806 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/вступительное.jpg 900w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/вступительное-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/вступительное-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/вступительное-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/вступительное-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit Tschad standen vor allem Rohstoffe, Energie und Landwirtschaft im Vordergrund. N’Djamena verfügt über Öl, Gold und weitere Vorkommen, benötigt jedoch Kapital, Technik und Infrastruktur für Förderung und Verarbeitung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei Düngemitteln und Agrarproduktion sieht Moskau Möglichkeiten. Russland versucht, seine Rolle als wichtiger Exporteur von Getreide und Düngemitteln stärker mit langfristigen Partnerschaften in Afrika zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Investitionssummen, beteiligte Unternehmen oder Zeitpläne nannten beide Seiten nicht.</p>



<h2 id="h-der-afrika-gipfel-wird-zum-wirtschaftlichen-prufstein" class="wp-block-heading"><span id="der-afrika-gipfel-wird-zum-wirtschaftlichen-pruefstein">Der Afrika-Gipfel wird zum wirtschaftlichen Prüfstein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der dritte Russland-Afrika-Gipfel im Oktober soll zeigen, ob Moskau seine politischen Beziehungen in belastbare Wirtschaftsprojekte überführen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tschad will laufende Verhandlungen bis dahin abschließen. Präsident Mahamat Idriss Déby plant nach russischen Angaben seine persönliche Teilnahme in Moskau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Russland wächst damit der Druck, neben politischen Erklärungen auch Finanzierungen, Unternehmensbeteiligungen und umsetzbare Projekte vorzulegen. Seit dem ersten Gipfel 2019 präsentiert sich Moskau als Alternative zu westlichen Partnern. Viele afrikanische Regierungen verlangen inzwischen jedoch stärker nach wirtschaftlichen Ergebnissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel dürfte deshalb daran gemessen werden, ob neue Vereinbarungen über Handel, Energie, Rohstoffe und Investitionen tatsächlich abgeschlossen werden.</p>



<h2 id="h-sicherheit-bleibt-ein-zentraler-teil-der-partnerschaft" class="wp-block-heading"><span id="sicherheit-bleibt-ein-zentraler-teil-der-partnerschaft">Sicherheit bleibt ein zentraler Teil der Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russland will seine sicherheitspolitische Rolle in Afrika zugleich fortsetzen. Lawrow sagte weitere Unterstützung bei der Ausbildung von Soldaten und Sicherheitskräften sowie bei der Stärkung nationaler Streitkräfte zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau ist bereits in mehreren Staaten der Sahelzone sicherheitspolitisch aktiv. <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" data-type="post" data-id="24623">Der russische Afrikakorps ist bereits in Mali und Niger tätig.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Tschad begrüßt die Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung, lehnt jedoch eine einseitige Konzentration auf Militärfragen ab. Fadoul erklärte, afrikanische Staaten benötigten keine Konkurrenz ausländischer Mächte, sondern eine Ergänzung ihrer Beiträge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die künftige Partnerschaft soll deshalb Sicherheit und Wirtschaft enger verbinden. Russland will seinen Einfluss im Sicherheitsbereich halten, während Tschad auf Investitionen und breitere wirtschaftliche Zusammenarbeit drängt.</p>
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		<item>
		<title>Macron will schnellere Aufrüstung – Frankreich wird in Afrika militärisch aktiv</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-will-schnellere-aufruestung-frankreich-wird-in-afrika-militaerisch-aktiv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 23:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>36 Milliarden Euro zusätzlich, mehr Munition und eine stärkere europäische Rüstungsindustrie: Emmanuel Macron beschleunigt Frankreichs Aufrüstung. Auch die neu ausgerichteten Militärpartnerschaften in Afrika werden Teil seiner Sicherheitsstrategie bis 2030.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-will-schnellere-aufruestung-frankreich-wird-in-afrika-militaerisch-aktiv%2F&amp;action_name=Macron%20will%20schnellere%20Aufr%C3%BCstung%20%E2%80%93%20Frankreich%20wird%20in%20Afrika%20milit%C3%A4risch%20aktiv&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will seine Streitkräfte bis 2030 mit zusätzlichen 36 Milliarden Euro ausstatten und zugleich die militärische Handlungsfähigkeit Europas ausbauen. Präsident Emmanuel Macron kündigte am Vorabend des französischen Nationalfeiertags höhere Investitionen in Munition, Luftverteidigung, Drohnen, Weltraumtechnik und nukleare Abschreckung an. Zugleich erklärte er, Frankreich müsse seine neu ausgerichteten Partnerschaften in Afrika dauerhaft militärisch absichern. Paris verbindet die nationale Aufrüstung damit stärker mit europäischen Industrieprojekten und internationalen Sicherheitskooperationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner traditionellen Rede an die Streitkräfte im Pariser Verteidigungsministerium verwies Macron auf eine zunehmend unsichere Weltlage. Frankreich müsse in der Lage sein, gegenwärtige Konflikte zu bewältigen und sich zugleich auf mögliche Kriege der kommenden Jahre vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Verteidigungsbudget soll bereits 2027 auf 64 Milliarden Euro steigen. Dieses Ziel war ursprünglich erst für 2030 vorgesehen. Innerhalb von zehn Jahren hätte Frankreich damit seine jährlichen Militärausgaben verdoppelt. </p>



<h2 id="h-weitere-36-milliarden-euro-bis-2030" class="wp-block-heading"><span id="weitere-36-milliarden-euro-bis-2030">Weitere 36 Milliarden Euro bis 2030</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 plant Frankreich zusätzliche Verteidigungsausgaben von 36 Milliarden Euro. Die Mittel sollen vor allem in größere Munitionsbestände und eine bessere Einsatzbereitschaft fließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Investitionen sind für Frühwarnsysteme, Weltraumfähigkeiten, weitreichende Waffensysteme und die bodengestützte Luftverteidigung vorgesehen. Macron kündigte zudem eine Stärkung der französischen nuklearen Abschreckung an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Streitkräfte sollen außerdem besser auf Drohnenangriffe, elektronische Kriegführung und hochintensive Gefechte vorbereitet werden. Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Cyberabwehr und maritime Fähigkeiten gehören ebenfalls zu den genannten Schwerpunkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Bestellungen und Lieferungen sollen noch 2026 erfolgen. Frankreich führt zugleich ein neues System staatlicher Alarmbereitschaft ein. Im September soll außerdem ein neuer nationaler Dienst innerhalb der Streitkräfte beginnen. </p>



<h2 id="h-europa-soll-als-militarische-macht-handeln" class="wp-block-heading"><span id="europa-soll-als-militaerische-macht-handeln">Europa soll als militärische Macht handeln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron verband die französische Aufrüstung mit einem erneuten Plädoyer für eine strategisch eigenständigere Europäische Union. Europa entwickle sich zu einer Macht, die auf souveränen Mitgliedstaaten beruhe, zugleich aber gemeinsam handeln und sich verteidigen müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Frieden ist unser Ziel, wir schätzen Freiheit und Recht, und wir sind bereit, für ihre Verteidigung zu kämpfen, wenn nötig auch um den Preis von Blut“, sagte Macron.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/merz-skizziert-europas-anspruch-auf-neue-partnerschaften/">Frankreich setzt dabei auf Koalitionen europäischer und außereuropäischer Partner.</a> Als Beispiel nannte der Präsident die gemeinsam mit Großbritannien aufgebaute „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine. Daran beteiligen sich neben europäischen Staaten auch Kanada und Demokratien aus dem Indopazifik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron bezeichnete diese Zusammenarbeit als Ausdruck eines strategischen Erwachens Europas. Die europäischen Staaten müssten ihre Sicherheit stärker selbst organisieren, ohne ihre nationalen Entscheidungsrechte aufzugeben. </p>



<h2 id="h-frankreich-verweist-auf-takuba-und-seine-afrika-strategie" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-verweist-auf-takuba-und-seine-afrika-strategie">Frankreich verweist auf Takuba und seine Afrika-Strategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede stellte Macron die europäischen Verteidigungsinitiativen ausdrücklich in eine Linie mit der früheren Einsatzgruppe Takuba in der Sahelzone. Frankreich habe dort als Rahmennation Streitkräfte mehrerer europäischer Staaten zusammengeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 2020 gegründete Taskforce sollte malische Einheiten im Kampf gegen dschihadistische Gruppen unterstützen. Das Projekt endete jedoch im Zuge des Abzugs französischer und europäischer Truppen aus Mali. Die Beziehungen zwischen Paris und mehreren Staaten der Sahelzone verschlechterten sich danach deutlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/">Macron erklärte nun, Frankreich müsse auch künftig dort präsent sein, wo Partner Unterstützung erwarteten. </a>Dazu zählte er die Ukraine, den Nahen und Mittleren Osten, den Indopazifik und Afrika.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28784 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1160x773.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Fähigkeit, die „neu gestalteten“ Partnerschaften auf dem afrikanischen Kontinent fortzuführen, werde darüber mitentscheiden, ob das Land den sicherheitspolitischen Anforderungen des Jahres 2030 gewachsen sei. Konkrete afrikanische Staaten oder neue militärische Missionen nannte er nicht. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Formulierung verweist auf den Umbau der französischen Militärpräsenz in Afrika. Paris hat seine dauerhaften Truppenkontingente in mehreren Ländern reduziert und setzt stärker auf Ausbildung, Beratung und Kooperation auf Anfrage der jeweiligen Regierungen.</p>



<h2 id="h-rustungsindustrie-soll-schneller-produzieren" class="wp-block-heading"><span id="ruestungsindustrie-soll-schneller-produzieren">Rüstungsindustrie soll schneller produzieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron forderte die französische und europäische Rüstungsindustrie auf, größere Mengen in kürzerer Zeit herzustellen. Nicht allein vorhandene Waffenbestände bestimmten inzwischen die militärische Stärke, sondern die Fähigkeit, Munition und Systeme kontinuierlich nachzuproduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es sind nicht mehr die bestehenden Arsenale, sondern die Produktionskapazitäten, die Gegner abschrecken können“, sagte der Präsident mit Blick auf die Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich habe vor mehr als vier Jahren eine „Kriegswirtschaft“ eingeleitet, doch die bisherigen Fortschritte reichten nicht aus. Öffentliche und private Investitionen müssten steigen. Unternehmen sollten mehr Risiken eingehen und neue Systeme auch dann entwickeln, wenn noch keine vollständigen staatlichen Bestellungen vorlägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron warb zugleich für europäische Standards und eine stärkere Bevorzugung europäischer Rüstungsgüter. Bei Drohnen, Abfangsystemen, Raketen und Munition produziere Europa bislang weder schnell noch in ausreichender Menge. Lange Lieferzeiten schwächten auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter. </p>



<h2 id="h-macron-bedauert-scheitern-des-europaischen-kampfjets" class="wp-block-heading"><span id="macron-bedauert-scheitern-des-europaeischen-kampfjets">Macron bedauert Scheitern des europäischen Kampfjets</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Präsident bestätigte zugleich das Scheitern des deutsch-französisch-spanischen Projekts für ein gemeinsames europäisches Luftkampfsystem. Das sogenannte Future Combat Air System, in Frankreich SCAF genannt, sollte einen neuen Kampfjet mit Drohnen und vernetzten Waffensystemen verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron äußerte „tiefes Bedauern“ über das Scheitern, forderte jedoch eine Fortsetzung anderer europäischer Rüstungsprojekte. Er nannte das Luftverteidigungssystem SAMP/T der nächsten Generation, das Frühwarnprojekt JEWEL, weitreichende Waffensysteme und die Zusammenarbeit beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Europa dürfe nationale Interessen nicht so verfolgen, dass daraus neue Verzögerungen entstünden. „Patriotismus ja, Nationalismus niemals“, sagte Macron. Es sei falsch, wenn jeder Staat parallel eigene Fähigkeiten aufbaue, während Europa insgesamt schneller und effizienter produzieren müsse. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Russland baut Militärhilfe für Mosambik im Kampf gegen Terrorismus aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russland-baut-militaerhilfe-fuer-mosambik-im-kampf-gegen-terrorismus-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 22:55:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ausbildung, Waffen und neue Wirtschaftsprojekte: Russland vertieft seine Zusammenarbeit mit Mosambik und bietet weitere Hilfe im Kampf gegen bewaffnete Gruppen in Cabo Delgado an.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussland-baut-militaerhilfe-fuer-mosambik-im-kampf-gegen-terrorismus-aus%2F&amp;action_name=Russland%20baut%20Milit%C3%A4rhilfe%20f%C3%BCr%20Mosambik%20im%20Kampf%20gegen%20Terrorismus%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Russland will Mosambik beim Kampf gegen bewaffnete islamistische Gruppen im Norden des Landes weiter mit Ausbildung, Waffen und militärischer Ausrüstung unterstützen. Die Zusage bekräftigte Außenminister Sergej Lawrow bei Gesprächen mit Präsident Daniel Chapo und Außenministerin Maria Manuela dos Santos Lucas in Maputo. Beide Regierungen verständigten sich außerdem darauf, neue Wirtschafts- und Investitionsprojekte vorzubereiten und ihre außenpolitische Zusammenarbeit zu vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow erklärte, Moskau sei bereit, auf weitere Unterstützungsanfragen der mosambikanischen Regierung zu reagieren. Russland helfe bereits bei der Ausbildung von Personal und der Lieferung benötigter Waffen und Ausrüstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitskooperation richtet sich vor allem auf die <a href="https://fokus-afrika.de/gewalt-in-mosambik-treibt-zehntausende-in-die-flucht/" data-type="post" data-id="22571">Provinz Cabo Delgado</a>. Dort kämpfen die mosambikanischen Streitkräfte seit 2017 gegen eine islamistische Aufstandsbewegung, die zeitweise mehrere Bezirke und wichtige Verkehrswege unter ihre Kontrolle brachte.</p>



<h2 id="h-moskau-unterstutzt-regierung-im-norden-mosambiks" class="wp-block-heading"><span id="moskau-unterstuetzt-regierung-im-norden-mosambiks">Moskau unterstützt Regierung im Norden Mosambiks</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow sagte Präsident Chapo Unterstützung bei der Stabilisierung des Nordens und der Bekämpfung der dortigen bewaffneten Gruppen zu. Einzelheiten zu Umfang, Zeitplan oder Art weiterer Lieferungen nannten beide Seiten nicht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMymbpOWIAAYnba-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-28757 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMymbpOWIAAYnba-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMymbpOWIAAYnba-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMymbpOWIAAYnba-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMymbpOWIAAYnba-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMymbpOWIAAYnba-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMymbpOWIAAYnba-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMymbpOWIAAYnba.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Russland ist bereit, positiv auf Bitten unserer mosambikanischen Freunde um Unterstützung bei der Beseitigung der terroristischen Bedrohung zu reagieren, die im Norden des Landes fortbesteht“, erklärte Lawrow nach dem Treffen mit Chapo.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Maputo versucht seit Jahren, die Kontrolle über Cabo Delgado dauerhaft wiederherzustellen. Die Provinz verfügt über große Erdgasvorkommen und war Standort internationaler Investitionsprojekte. Angriffe, Vertreibungen und die unsichere Lage führten wiederholt zu Unterbrechungen wirtschaftlicher Vorhaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland war bereits 2019 direkt in den Konflikt eingebunden. Damals wurden russische Sicherheitskräfte und militärisches Material nach Mosambik entsandt. Der Einsatz wurde jedoch nach Verlusten und operativen Schwierigkeiten reduziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-ruandische-truppen-im-kampf-gegen-terrorismus-in-mosambik/" data-type="post" data-id="12663">In den folgenden Jahren erhielt Mosambik militärische Unterstützung unter anderem von Ruanda und der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika.</a> Russische Hilfe konzentriert sich inzwischen nach offiziellen Angaben stärker auf Ausbildung, Ausrüstung und bilaterale Sicherheitskooperation.</p>



<h2 id="h-neue-wirtschaftsprojekte-sollen-im-herbst-vorbereitet-werden" class="wp-block-heading"><span id="neue-wirtschaftsprojekte-sollen-im-herbst-vorbereitet-werden">Neue Wirtschaftsprojekte sollen im Herbst vorbereitet werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/mosambik-wirbt-in-deutschland-um-investitionen/" data-type="post" data-id="26732">Neben der Sicherheitslage bestimmten Wirtschaftsreformen und Investitionen die Gespräche in Maputo.</a> Chapo stellte der russischen Delegation die wirtschaftspolitischen Prioritäten seiner Regierung vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten wollen konkrete Projekte für die nächste Sitzung der russisch-mosambikanischen Regierungskommission für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit vorbereiten. Das Treffen soll im Herbst stattfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow sprach von einer Modernisierung der Handels-, Wirtschafts- und Investitionsbeziehungen. Jede Seite solle eigene Vorschläge ausarbeiten, die anschließend in der Regierungskommission beraten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland und Mosambik nannten zunächst keine einzelnen Unternehmen, Investitionssummen oder Branchen. Die Gespräche bezogen sich jedoch auf wirtschaftliche Reformen, die Verarbeitung natürlicher Ressourcen, die Entwicklung staatlicher Institutionen und den Ausbau der Ausbildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-plant-neue-afrika-strategie-lawrow-will-afrikanische-souveraenitaet-staerken/" data-type="post" data-id="28507">Lawrow unterstützte das Ziel afrikanischer Staaten, Rohstoffe stärker im eigenen Land zu verarbeiten. </a>Viele Länder hätten zwar ihre politische Unabhängigkeit erreicht, seien wirtschaftlich aber weiterhin stark von ehemaligen Kolonialmächten und anderen westlichen Staaten abhängig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Afrikaner haben ein berechtigtes Interesse daran, dass ihre reichen natürlichen Ressourcen in den Herkunftsländern verarbeitet und nicht in unverarbeiteter Form ins Ausland exportiert werden“, sagte der russische Außenminister. Die daraus entstehende Wertschöpfung solle in Afrika bleiben.</p>



<h2 id="h-russland-knupft-an-sowjetische-unterstutzung-an" class="wp-block-heading"><span id="russland-knuepft-an-sowjetische-unterstuetzung-an">Russland knüpft an sowjetische Unterstützung an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau stellt die heutige Partnerschaft in den Zusammenhang mit der Unterstützung der mosambikanischen Befreiungsbewegung FRELIMO durch die Sowjetunion. Diese lieferte während des Unabhängigkeitskampfes Waffen, bildete Kämpfer aus und unterstützte den Aufbau staatlicher Strukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik erklärte am 25. Juni 1975 seine Unabhängigkeit von Portugal. Die Sowjetunion gehörte zu den ersten Staaten, die das neue Land diplomatisch anerkannten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chapo habe bei den Gesprächen an diese gemeinsame Geschichte erinnert, sagte Lawrow. Die damalige Zusammenarbeit bilde weiterhin die Grundlage der strategischen Partnerschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Sturmgewehr Kalaschnikow ist bis heute auf der Flagge und im Staatswappen Mosambiks abgebildet. Das Symbol verweist auf den bewaffneten Unabhängigkeitskampf und die damalige Unterstützung durch sozialistische Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Unabhängigkeit beteiligte sich die Sowjetunion an der Ausbildung mosambikanischer Fachkräfte und am Aufbau öffentlicher Institutionen. Russland vergibt weiterhin Studienplätze an Studierende aus Mosambik. Die Zahl der Stipendien sei 2025 erhöht worden, erklärte Lawrow. Moskau sei bereit, auf Anfrage weitere Plätze bereitzustellen.</p>



<h2 id="h-engere-abstimmung-bei-den-vereinten-nationen" class="wp-block-heading"><span id="engere-abstimmung-bei-den-vereinten-nationen">Engere Abstimmung bei den Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russland und Mosambik wollen ihre Zusammenarbeit auch in internationalen Organisationen ausbauen. Beide Länder stimmen sich nach Lawrows Darstellung bei zahlreichen Fragen in den Vereinten Nationen und anderen multilateralen Foren eng ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau würdigte dabei Mosambiks Haltung zum Krieg gegen die Ukraine. Lawrow dankte der Regierung in Maputo für ihre aus russischer Sicht „ausgewogene, begründete und verantwortungsvolle Position“ bei Abstimmungen und Beratungen der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Regierung bemüht sich seit Beginn des Krieges um politische Unterstützung oder Neutralität afrikanischer Staaten. Sie verbindet dabei Sicherheitsangebote, Wirtschaftskontakte und historische Verweise auf die sowjetische Unterstützung antikolonialer Bewegungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow und seine mosambikanischen Gesprächspartner erörterten außerdem die Konflikte zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda, die Sicherheitslage in der Sahelzone, den Krieg im Nahen Osten und die Spannungen um Iran und die Straße von Hormus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland unterstütze Verhandlungslösungen, während terroristische Gruppen gleichzeitig militärisch bekämpft werden müssten, sagte Lawrow. Seine Behauptung, ukrainische Söldner seien in Afrika an terroristischen Operationen beteiligt, wurde in Maputo nicht durch konkrete Belege oder Angaben zu einzelnen Ländern ergänzt.</p>



<h2 id="h-chapo-nimmt-einladung-zum-russland-afrika-gipfel-an" class="wp-block-heading"><span id="chapo-nimmt-einladung-zum-russland-afrika-gipfel-an">Chapo nimmt Einladung zum Russland-Afrika-Gipfel an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Chapo nahm eine Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zum dritten Russland-Afrika-Gipfel in Moskau an. Das Treffen soll Ende Oktober 2026 stattfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des russischen Außenministeriums sollen Handel, Investitionen und wirtschaftliche Kooperation einen Schwerpunkt des Gipfels bilden. Russland will die Zusammenarbeit mit afrikanischen Regionalorganisationen ausweiten und strebt auch engere Beziehungen zur Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik unterstützt nach russischer Darstellung entsprechende Vorschläge Moskaus zur Zusammenarbeit mit der Regionalorganisation. Zu ihr gehören 16 Staaten des südlichen und östlichen Afrikas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow bezeichnete seinen Aufenthalt in Maputo als vierten Besuch in Mosambik. Kein anderes Land südlich der Sahara habe er als russischer Außenminister häufiger besucht.</p>
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	</item>
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		<title>Lavrov in Niamey: Russland zementiert geopolitische Vormachtsstellung im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/lavrov-in-niamey-russland-zementiert-geopolitische-vormachtsstellung-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 18:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Russland baut seine Rolle im Sahel weiter aus: In Niamey traf Sergej Lavrov die Außenminister von Niger, Mali und Burkina Faso. Im Mittelpunkt standen Sicherheitskooperation, Souveränität und der nächste Russland-Afrika-Gipfel.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Flavrov-in-niamey-russland-zementiert-geopolitische-vormachtsstellung-im-sahel%2F&amp;action_name=Lavrov%20in%20Niamey%3A%20Russland%20zementiert%20geopolitische%20Vormachtsstellung%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Russland und die Konföderation der Sahel-Staaten haben in Niamey ihre zweite Ministerkonsultation abgehalten und eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit in Aussicht gestellt. Die Sitzung fand am 8. Juli 2026 in der nigrischen Hauptstadt statt. Russlands Außenminister Sergej Lavrov traf dort die Außenminister Nigers, Malis und Burkina Fasos. Im Zentrum standen der Kampf gegen Terrorismus, die politische Abstimmung und der Ausbau des strategischen Partnerschaftsformats zwischen Moskau und der Allianz der Sahel-Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Gesprächen nahmen Nigers Außenminister Bakary Yaou Sangaré, Malis Außenminister Abdoulaye Diop, Burkina Fasos Außenminister Karamoko Jean-Marie Traoré und Lavrov teil. Tagungsort war das Internationale Konferenzzentrum Mahatma Gandhi in Niamey.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung knüpft an die erste Runde der Konsultationen an, die im April 2025 in Moskau stattgefunden hatte. Damals hatten beide Seiten ein regelmäßiges Format für politische Gespräche vereinbart. In Niamey sollten nun Arbeitsdokumente und Instrumente beraten werden, mit denen die Abstimmung zwischen den Außenministerien verstetigt werden soll.</p>



<h2 id="h-niamey-wird-buhne-fur-das-russland-aes-format" class="wp-block-heading"><span id="niamey-wird-buehne-fuer-das-russland-aes-format">Niamey wird Bühne für das Russland-AES-Format</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/aes-will-gemeinsame-streitkraefte-fuer-den-kampf-gegen-den-terrorismus-im-sahel/" data-type="post" data-id="21747">Die Sahel-Allianz aus Niger, Mali und Burkina Faso tritt seit ihrer Gründung zunehmend als gemeinsamer außenpolitischer Akteur auf.</a> Mit der zweiten Konsultation in Niamey wird das Format stärker institutionalisiert. Die drei Staaten stellen ihre Zusammenarbeit mit Russland als Partnerschaft auf Grundlage von Souveränität, Nicht-Einmischung und gegenseitigem Nutzen dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigers Außenminister Bakary Yaou Sangaré bezeichnete die Zusammenkunft als Schritt zur Konsolidierung der strategischen Partnerschaft zwischen der AES und Russland. Die Runde biete Gelegenheit, die Umsetzung früherer Entscheidungen zu prüfen und nächste Schritte festzulegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach nigrischer Darstellung wurden seit der ersten Konsultation mehrere sicherheits- und verteidigungspolitische Vereinbarungen vorangebracht. Dazu zählen die Stärkung der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte, militärische Ausbildung, technische Unterstützung und Projekte mit sozialem Charakter.</p>



<h2 id="h-russland-als-wichtigster-sicherheitspartner-im-sahel" class="wp-block-heading"><span id="russland-als-wichtigster-sicherheitspartner-im-sahel">Russland als wichtigster Sicherheitspartner im Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsbereich dominierte die Beratungen. Yaou Sangaré sagte in Niamey, Russland bleibe „der wichtigste Verbündete der Konföderation AES im Kampf gegen den Terrorismus im Sahel“. Als nächste Schwerpunkte nannte er die mittelfristige Eigenständigkeit der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte, eine bessere Überwachung der Grenzen und die Nutzung natürlicher Ressourcen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" data-type="category" data-id="66">Burkina Fasos</a> Außenminister Karamoko Jean-Marie Traoré stellte die praktische Wirkung des Formats in den Vordergrund. Ein strategisches Partnerschaftsverhältnis bemesse sich nicht nur an gemeinsamen diplomatischen Positionen, sondern auch daran, ob es konkrete Ergebnisse für die Bevölkerung hervorbringe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" data-type="category" data-id="74">Malis</a> Außenminister Abdoulaye Diop verwies auf die politische Nähe zwischen den Sahel-Staaten und Russland. Die Zusammenarbeit gehe inzwischen über Sicherheitsfragen hinaus und umfasse auch wirtschaftliche und handelspolitische Themen. <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" data-type="post" data-id="24256">Diop kritisierte zugleich internationale Vorwürfe gegen die Sahel-Staaten und sprach von „verzerrten Narrativen“ einzelner Staaten und Medien.</a></p>



<h2 id="h-lavrov-spricht-von-multipolarer-ordnung" class="wp-block-heading"><span id="lavrov-spricht-von-multipolarer-ordnung">Lavrov spricht von multipolarer Ordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sergej Lavrov stellte die Konsultationen in Niamey in einen breiteren geopolitischen Zusammenhang. Russland wolle die Integrationsbemühungen der Sahel-Allianz und die Kooperation im Sicherheitsbereich unterstützen. Beide Seiten seien durch das Ziel verbunden, eine „gerechte multipolare Weltordnung“ aufzubauen, sagte der russische Außenminister.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMuKZX9WsAAa4iz-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-28708 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMuKZX9WsAAa4iz-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMuKZX9WsAAa4iz-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMuKZX9WsAAa4iz-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMuKZX9WsAAa4iz-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMuKZX9WsAAa4iz-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMuKZX9WsAAa4iz-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HMuKZX9WsAAa4iz.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lavrov sprach außerdem von gemeinsamen Anstrengungen gegen „neokoloniale Praktiken“. Diese Formulierung entspricht dem politischen Vokabular, mit dem Moskau und die Militärregierungen im Sahel ihre Abkehr von westlichen Partnern und ihre Annäherung an Russland begründen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Außenminister verwies zudem darauf, dass die russische Botschaft in Niger inzwischen arbeite. Damit sei Russland in allen drei Mitgliedstaaten der Sahel-Allianz diplomatisch vertreten. Lavrov sagte, er sei zum ersten Mal in Niamey und habe zuletzt alle drei Hauptstädte der Sahel-Staaten besucht.</p>



<h2 id="h-einladung-zum-russland-afrika-gipfel" class="wp-block-heading"><span id="einladung-zum-russland-afrika-gipfel">Einladung zum Russland-Afrika-Gipfel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche in Niamey waren Teil von Lavrovs Afrika-Reise. Vor seinem Aufenthalt in Niger hatte er in Addis Abeba Gespräche mit der äthiopischen Regierung und der Kommission der Afrikanischen Union geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lavrov verband die Konsultationen mit dem geplanten dritten Russland-Afrika-Gipfel, der im Oktober 2026 in Moskau stattfinden soll. Präsident Wladimir Putin lasse den Staatschefs von Burkina Faso, Mali und Niger ausrichten, dass er sie in Moskau begrüßen wolle, sagte Lavrov. Auf der Tagesordnung des Gipfels sollen Wirtschaft, Handel und Investitionen stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland erwartet nach Lavrovs Angaben auch Delegationen aus Fachministerien und Wirtschaftskreisen der Sahel-Staaten. Am Rande des Gipfels soll zudem ein Wirtschafts- und Humanitärforum stattfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Ministerkonsultation in Niamey festigt damit ein außenpolitisches Format, das Sicherheitszusammenarbeit, diplomatische Abstimmung und wirtschaftliche Kontakte verbindet. Für Niger, Mali und Burkina Faso ist Russland zum zentralen Partner in einem Sahel geworden, in dem frühere westliche Sicherheitsstrukturen weitgehend verdrängt wurden.</p>
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		<title>Russland sucht den Schulterschluss mit Afrika – Lawrow will &#8220;afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme&#8221; fördern</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russland-sucht-den-schulterschluss-mit-afrika-lawrow-will-afrikanische-loesungen-fuer-afrikanische-probleme-foerdern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 12:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Russland und die Afrikanische Union rücken vor dem Gipfel in Moskau enger zusammen. In Addis Abeba ging es um Handel, Sicherheit, UN-Reformen, Ebola und Afrikas Forderung nach mehr Gewicht im Sicherheitsrat.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussland-sucht-den-schulterschluss-mit-afrika-lawrow-will-afrikanische-loesungen-fuer-afrikanische-probleme-foerdern%2F&amp;action_name=Russland%20sucht%20den%20Schulterschluss%20mit%20Afrika%20%E2%80%93%20Lawrow%20will%20%26%238220%3Bafrikanische%20L%C3%B6sungen%20f%C3%BCr%20afrikanische%20Probleme%26%238221%3B%20f%C3%B6rdern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Russland und die Afrikanische Union wollen ihre politische Zusammenarbeit auf eine festere Grundlage stellen und künftig mindestens einmal jährlich hochrangige Konsultationen abhalten. Am Dienstag kamen AU-Kommissionschef Mahmoud Ali Youssouf und Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Sitz der Afrikanischen Union in Addis Abeba zusammen. Die Gespräche standen im Zeichen des nächsten Russland-Afrika-Gipfels, der Ende Oktober in Moskau stattfinden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten kündigten an, ihre Zusammenarbeit in Frieden und Sicherheit, Handel, Investitionen, Energie, Infrastruktur, Gesundheit, Landwirtschaft und Bildung auszubauen. Außerdem sollen neue sektorale Dialoge und Expertengespräche zwischen russischen Stellen und Einrichtungen der Afrikanischen Union vorbereitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf sprach von einer Partnerschaft, die stärker auf konkrete Ergebnisse ausgerichtet werden solle. <a href="https://fokus-afrika.de/russland-plant-neue-afrika-strategie-lawrow-will-afrikanische-souveraenitaet-staerken/" type="post" id="28507">Lawrow sagte, Russland wolle die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union institutionell ausbauen und die bisherigen Formate durch thematische Dialoge ergänzen.</a></p>



<h2 id="h-gipfel-in-moskau-ruckt-naher" class="wp-block-heading"><span id="gipfel-in-moskau-rueckt-naeher">Gipfel in Moskau rückt näher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konsultationen fanden wenige Monate vor dem dritten Russland-Afrika-Gipfel statt. Das Treffen ist für den 28. und 29. Oktober 2026 in Moskau geplant. Die ersten beiden Gipfel wurden 2019 in Sotschi und 2023 in Sankt Petersburg ausgerichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union und Russland wollen bis dahin bestehende Aktionspläne auswerten und einen neuen Kooperationsplan für die Jahre 2027 bis 2029 vorbereiten. Grundlage der Beziehungen ist unter anderem eine Vereinbarung über Prinzipien der Zusammenarbeit, die Russland und die Afrikanische Union 2019 unterzeichnet hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Addis Abeba ging es auch um die wirtschaftliche Dimension der Partnerschaft. Youssouf bezeichnete das Handelsvolumen zwischen Russland und Afrika als niedrig. Es liege derzeit bei rund 27 Milliarden US-Dollar und solle in den kommenden Jahren deutlich steigen.</p>



<h2 id="h-handel-energie-und-landwirtschaft-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="handel-energie-und-landwirtschaft-im-fokus">Handel, Energie und Landwirtschaft im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union warb für mehr russische Investitionen in Bereichen, die für viele afrikanische Staaten wirtschaftlich zentral sind. Dazu gehören Infrastruktur, Energie, Gesundheit, Landwirtschaft und Düngemittel. Auch Technologietransfer und Innovation wurden als Felder genannt, in denen die Zusammenarbeit ausgebaut werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland und die Afrikanische Union betonten zugleich die Bedeutung von Ernährungssicherheit. Beide Seiten sprachen sich für ununterbrochene Lieferketten bei Nahrungsmitteln, Düngemitteln und landwirtschaftlichen Betriebsmitteln aus. Hintergrund sind die Folgen internationaler Krisen auf afrikanische Volkswirtschaften, darunter steigende Preise, höhere Finanzierungskosten und die Anfälligkeit vieler Länder für externe Schocks.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf verwies im Pressegespräch auch auf die Auswirkungen von Spannungen in der Straße von Hormus auf Energie, Düngemittel und andere Lieferketten. Solche Störungen könnten Inflation auslösen und die Verwundbarkeit afrikanischer Volkswirtschaften verschärfen.</p>



<h2 id="h-moskau-unterstutzt-afrikanische-position-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="moskau-unterstuetzt-afrikanische-position-im-sicherheitsrat">Moskau unterstützt afrikanische Position im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema war die Reform des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Russland bekräftigte seine Unterstützung für die gemeinsame afrikanische Position, die im Ezulwini-Konsens und in der Sirte-Erklärung festgehalten ist. <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Afrika fordert zwei ständige Sitze mit allen damit verbundenen Rechten sowie fünf nichtständige Sitze im Sicherheitsrat.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="744" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/10-3-1024x744.jpg" alt="" class="wp-image-28510 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/10-3-1024x744.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/10-3-300x218.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/10-3-768x558.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/10-3-1536x1116.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/10-3-380x276.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/10-3-800x581.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/10-3-1160x843.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/10-3.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lawrow sprach von einer historischen Ungerechtigkeit gegenüber dem afrikanischen Kontinent. Zusätzliche Sitze brauche vor allem der globale Süden, darunter Afrika, Lateinamerika und Asien. Für westliche Staaten seien keine weiteren Sitze nötig, sagte der russische Außenminister.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union wertete die russische Unterstützung als wichtig für ihre Position in New York. Youssouf dankte Moskau auch für die Unterstützung afrikanischer Anliegen im Sicherheitsrat.</p>



<h2 id="h-friedenseinsatze-und-resolution-2719" class="wp-block-heading"><span id="friedenseinsaetze-und-resolution-2719">Friedenseinsätze und Resolution 2719</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Finanzierung afrikanischer Friedenseinsätze stand auf der Tagesordnung. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-afrikas-konflikte-un-und-afrikanische-union-wollen-partnerschaft-vertiefen/" type="post" id="20603">Die Afrikanische Union und Russland sprachen sich für die vollständige Umsetzung der Resolution 2719 des UN-Sicherheitsrats aus. </a>Sie erlaubt auf Einzelfallbasis, dass Friedenseinsätze unter Führung der Afrikanischen Union mit Pflichtbeiträgen der Vereinten Nationen finanziert werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution gilt als ein Instrument, um afrikanische Missionen planbarer und verlässlicher zu finanzieren. Sie wurde im Dezember 2023 einstimmig verabschiedet. In der Praxis bleibt ihre Umsetzung politisch anspruchsvoll, weil jeder Einsatz weiter vom Sicherheitsrat autorisiert werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland erklärte, afrikanische Ansätze zur Konfliktlösung unterstützen zu wollen. In der gemeinsamen Erklärung wurden der Sahel, die Region der Großen Seen, das Horn von Afrika, Sudan, Südsudan und Libyen als Krisenräume genannt. Beide Seiten verwiesen auf das Prinzip „afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme“.</p>



<h2 id="h-ebola-ausbruche-in-kongo-und-uganda" class="wp-block-heading"><span id="ebola-ausbrueche-in-kongo-und-uganda">Ebola-Ausbrüche in Kongo und Uganda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-mobilisiert-13-millionen-euro-gegen-ebola-in-kongo-und-uganda/" type="post" id="28198">Die Gesundheitskooperation erhielt durch die Ebola-Ausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zusätzliches Gewicht.</a> Die Afrikanische Union und Russland äußerten Sorge über das Risiko einer regionalen Ausbreitung. Beide Seiten wollen Möglichkeiten prüfen, Africa CDC bei der schnellen Eindämmung der Ausbrüche zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es um Vorsorge, Überwachung, Laborsysteme, Forschung und den Aufbau öffentlicher Gesundheitskapazitäten. Youssouf verwies im Pressegespräch auf russische Unterstützung bei PCR-Diagnostik und auf mögliche Kooperation bei der Impfstoffforschung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesundheitsfrage fügt sich in eine breitere Agenda ein, mit der Russland seine Beziehungen zu Afrika nicht nur über Sicherheit und Rohstoffe, sondern auch über technische Zusammenarbeit, Wissenschaft und Ausbildung ausbauen will.</p>



<h2 id="h-sahel-und-ukraine-bleiben-teil-der-gesprache" class="wp-block-heading"><span id="sahel-und-ukraine-bleiben-teil-der-gespraeche">Sahel und Ukraine bleiben Teil der Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow verband seinen Besuch in Addis Abeba mit weiteren Gesprächen in der Region. Er kündigte an, anschließend nach Niamey zu reisen, wo ein Treffen mit der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562">Allianz der Sahel-Staaten</a> geplant sei. Zu diesem Bündnis gehören Niger, Mali und Burkina Faso.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche berührten auch internationale Konflikte außerhalb Afrikas. Youssouf und Lawrow sprachen über den Krieg Russlands gegen die Ukraine, die Lage im Nahen Osten, die Spannungen am Persischen Golf und die palästinensischen Gebiete. Youssouf verwies dabei auf die wirtschaftlichen Folgen externer Krisen für afrikanische Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der gemeinsamen Erklärung betonten die Afrikanische Union und Russland die Bedeutung von internationalem Recht, UN-Charta, diplomatischem Dialog und friedlicher Streitbeilegung. Beide Seiten wollen ihre nächsten hochrangigen Konsultationen 2027 zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt und an einem noch festzulegenden Ort abhalten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Piraterie am Horn von Afrika: Freilassung von 44 Seeleuten gefordert</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/piraterie-am-horn-von-afrika-freilassung-von-44-seeleuten-gefordert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 00:17:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dschibuti]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>44 Seeleute sitzen vor Somalia fest, Lebensmittel und Wasser werden knapp. Die IMO warnt vor einer Rückkehr der Piraterie am Horn von Afrika.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpiraterie-am-horn-von-afrika-freilassung-von-44-seeleuten-gefordert%2F&amp;action_name=Piraterie%20am%20Horn%20von%20Afrika%3A%20Freilassung%20von%2044%20Seeleuten%20gefordert&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation fordert dringende internationale Schritte zur Freilassung von 44 Seeleuten, die in somalischen Gewässern von Piraten und bewaffneten Angreifern festgehalten werden. Am Montag richtete IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez den Appell während einer Sitzung des IMO-Rats in London an die Mitgliedstaaten. Die Crews sitzen seit Angriffen im April und Mai auf drei Schiffen fest, während Lebensmittel und Trinkwasser knapp werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Seeleute befinden sich nach Angaben der IMO an Bord der Schiffe MT Honour 25, Eureka und Sward. Die drei Fahrzeuge wurden bei getrennten Vorfällen vor der Küste Somalias und im Golf von Aden angegriffen. Dominguez sprach von einer „dramatischen humanitären Lage“ für die Besatzungen, die unter ständiger Gewaltandrohung lebten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Vorfälle sind eine deutliche Erinnerung daran, dass die Bedrohung durch Piraterie und bewaffnete Überfälle auf Seeleute nicht verschwunden ist und weiterhin Wachsamkeit sowie Unterstützung für koordiniertes Handeln erfordert“, sagte Dominguez vor dem IMO-Rat. Er bat die Mitgliedstaaten um Unterstützung, um die sichere Freilassung der festgehaltenen Seeleute zu erreichen.</p>



<h2 id="h-angriffe-im-roten-meer-und-im-golf-von-aden-nehmen-zu" class="wp-block-heading"><span id="angriffe-im-roten-meer-und-im-golf-von-aden-nehmen-zu">Angriffe im Roten Meer und im Golf von Aden nehmen zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/piraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika/">Die aktuelle Geisellage fällt in eine Phase wachsender Unsicherheit auf einer der wichtigsten Seerouten zwischen Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Asien.</a> Die IMO registrierte in den vergangenen drei Monaten 24 versuchte oder tatsächliche Vorfälle von Piraterie und bewaffneten Überfällen auf Schiffe im Roten Meer und in der Region des Golfs von Aden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1024x686.jpg" alt="" class="wp-image-27458 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1024x686.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-800x536.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1160x777.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Weltweit stieg die Zahl gemeldeter Fälle von Piraterie und bewaffneten Überfällen auf See zwischen 2024 und 2025 nach IMO-Zahlen um 17 Prozent, von 146 auf 171 Vorfälle. <a href="https://fokus-afrika.de/piraten-vor-somalia-greifen-wieder-handelsschiffe-an/">Die Organisation warnt zugleich vor einem gefährlicheren Vorgehen der Angreifer. </a>Immer häufiger würden schwere Waffen eingesetzt, und die Gewalt gegen Seeleute nehme zu.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dominguez rief Reedereien und Schiffsbetreiber auf, vor Fahrten durch die Region umfassende Risikoanalysen vorzunehmen und alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Besatzungen zu ergreifen. Die IMO will mit Flaggenstaaten, Küstenstaaten, regionalen Organisationen und der Schifffahrtsbranche zusammenarbeiten, um die festgehaltenen Seeleute freizubekommen.</p>



<h2 id="h-dschibuti-bleibt-knotenpunkt-fur-maritime-sicherheit" class="wp-block-heading"><span id="dschibuti-bleibt-knotenpunkt-fuer-maritime-sicherheit">Dschibuti bleibt Knotenpunkt für maritime Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung betrifft auch das Horn von Afrika unmittelbar. Dschibuti liegt an der Zufahrt zum Roten Meer und zum Golf von Aden und ist für internationale Missionen gegen Piraterie und zum Schutz der Seewege ein zentraler Standort. Das Auswärtige Amt verweist in seinen Länderinformationen auf die strategische Bedeutung Dschibutis in einer von Krisen geprägten Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Operation Atalanta zur Bekämpfung der Piraterie und die <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verlaengert-mandat-von-eunavfor-aspides-im-roten-meer/" type="post" id="24986">EU-Mission Aspides</a> zum Schutz der Freiheit der Seewege unterhalten Verbindungsbüros in Dschibuti. Seit 2024 dient Dschibuti den EU-Mitgliedstaaten außerdem als Versorgungshafen im Rahmen von Aspides. Deutschland hat im Zuge der Beteiligung an Aspides die Kooperation der Bundeswehr mit der dschibutischen Polizei wieder aufgenommen und Ende 2025 einen Militärattachéstab an der deutschen Botschaft in Dschibuti eingerichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt warnt für die Schifffahrt östlich von Dschibuti entlang der somalischen Küste ausdrücklich vor der Gefahr von Piratenüberfällen. Schiffsführer sollten in den gefährdeten Gewässern besonders vorsichtig sein und sich beim Maritime Security Centre registrieren. Für den Golf von Aden und die Gewässer um das Horn von Afrika verweist Berlin zudem auf bestehende Reisewarnungen.</p>



<h2 id="h-handel-und-besatzungen-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="handel-und-besatzungen-unter-druck">Handel und Besatzungen unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Golf von Aden und die Meerenge Bab al-Mandab verbinden den Indischen Ozean mit dem Roten Meer und dem Suezkanal. Über diese Route läuft ein erheblicher Teil des internationalen Handels zwischen Asien, Europa und Afrika. Angriffe auf Schiffe können deshalb nicht nur einzelne Besatzungen treffen, sondern auch Transportwege, Versicherungen, Lieferketten und Energiepreise beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage in der Region wird zusätzlich durch die Konflikte im Jemen und am Persischen Golf belastet. Das Auswärtige Amt weist in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für Jemen darauf hin, dass in den Gebieten Bab al-Mandab und Golf von Aden zunehmend Piraterievorfälle sowie Schleusungsprobleme zwischen Somalia und Jemen gemeldet werden. Für Schiffe im südlichen Roten Meer, in der Meerenge Bab al-Mandab und im Golf von Aden gilt weiterhin eine erhöhte Gefahreneinstufung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die IMO unterstützt regionale Gegenmaßnahmen unter anderem über den Dschibuti-Verhaltenskodex und dessen Erweiterung durch die Jeddah Amendment. Daran beteiligen sich 22 Küsten- und Inselstaaten im westlichen Indischen Ozean und im Golf von Aden. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit gegen Piraterie, bewaffnete Überfälle auf See und andere grenzüberschreitende Verbrechen.</p>
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			<media:title type="html">Pirates_capture-May_2009-3</media:title>
			<media:description type="html">090513-N-0743B-084 
GULF OF ADEN (May 13, 2009) USS Gettysburg (CG 64) Verify Board Search and Seizure (VBSS) and US Coast Guard Law Enforcement Detachment 409 capture suspected pirates after responding to a merchant vessel distress signal while operating in the Combined Maritime Forces (CMF) area of responsibility as part of Combined Task Force (CTF) 151. CTF 151 is a multinational task force established to conduct counter-piracy operations under a mission-based mandate throughout the CMF area of responsibility to actively deter, disrupt and suppress piracy in order to protect global maritime security and secure freedom of navigation for the benefit of all nations. (U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist First Class Eric L. Beauregard/Released)</media:description>
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		<title>Heftige Angriffe der Djihadisten und Separatisten setzen Malis Armee und russische Söldner unter Druck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2026 23:48:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mali erlebt erneut koordinierte Angriffe in mehreren Landesteilen. Anéfis, Gao, Sévaré und eine Haftanstalt bei Bamako geraten ins Visier. Die Armee spricht von Kontrolle, FLA und JNIM von Erfolgen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fheftige-angriffe-der-djihadisten-und-separatisten-setzen-malis-armee-und-russische-soeldner-unter-druck%2F&amp;action_name=Heftige%20Angriffe%20der%20Djihadisten%20und%20Separatisten%20setzen%20Malis%20Armee%20und%20russische%20S%C3%B6ldner%20unter%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/heftige-angriffe-der-djihadisten-und-separatisten-setzen-malis-armee-und-russische-soeldner-unter-druck/">Heftige Angriffe der Djihadisten und Separatisten setzen Malis Armee und russische Söldner unter Druck</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Mali ist erneut von koordinierten Angriffen auf militärische Ziele und eine Haftanstalt erschüttert worden. Am Samstag trafen Attacken mehrere Orte im Norden, Zentrum und Süden des Landes. Die malische Armee erklärte anschließend, die Lage sei unter Kontrolle. Rebellen des Fronts zur Befreiung des Azawad und die Al-Qaida-nahe Gruppe JNIM beanspruchten dagegen eigene Erfolge.</p>



<h2 id="h-angriffe-von-anefis-bis-kenieroba" class="wp-block-heading"><span id="angriffe-von-anefis-bis-kenieroba">Angriffe von Anéfis bis Kéniéroba</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe richteten sich gegen mehrere strategische Orte. Betroffen waren unter anderem Aguelhok, Anéfis und Gao im Norden, Sévaré im Zentrum sowie Kéniéroba südlich von Bamako.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders angespannt blieb die Lage in Anéfis. <a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">Die Stadt liegt südlich von Kidal und gilt als wichtiger Zugangspunkt in Richtung der nordmalischen Region, die seit Monaten im Zentrum der Kämpfe zwischen den malischen Streitkräften, ihren russischen Partnern und bewaffneten Gruppen steht.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/der-kampf-um-den-norden-malis-separatistische-bewegung-fla-im-fokus/" type="post" id="13057">Der Front de libération de l’Azawad, kurz FLA, sprach von einer neuen Offensive. </a>Sein Sprecher Mohamed Elmaouloud Ramadane bezeichnete die Angriffe als Beginn einer „Befreiung des Azawad“. Mit Azawad bezeichnen die separatistischen Kräfte den Norden Malis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Gao und Sévaré wurden ebenfalls Schüsse und Explosionen gemeldet. In Kéniéroba griffen bewaffnete Männer eine Haftanstalt an. Nach Angaben aus dem Strafvollzug wurden Fahrzeuge auf dem Gelände in Brand gesetzt. Ob es sich um einen Versuch handelte, Gefangene zu befreien, blieb zunächst unklar.</p>



<h2 id="h-armee-meldet-kontrolle-uber-betroffene-orte" class="wp-block-heading"><span id="armee-meldet-kontrolle-ueber-betroffene-orte">Armee meldet Kontrolle über betroffene Orte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalstab der malischen Streitkräfte erklärte, die Angriffe auf Aguelhok, Anéfis, Gao, Sévaré und Kéniéroba seien abgewehrt worden. Die Streitkräfte hätten Boden- und Lufteinheiten koordiniert eingesetzt und seien von militärischen Partnern unterstützt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Sévaré meldete die Armee die Tötung von rund zwanzig Angreifern. In Gao gab sie einen Toten und vier Verletzte in den eigenen Reihen an. Dort seien zudem sechs Angreifer getötet und ein Fahrzeug zerstört worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Armee kündigte weitere Such- und Sicherungsoperationen aus der Luft und am Boden an. Die Behörden stellten die Angriffe als gescheiterte Operation bewaffneter Gruppen dar. In mehreren betroffenen Orten blieben die Straßen zunächst leer, viele Bewohnerinnen und Bewohner hielten sich in ihren Häusern auf.</p>



<h2 id="h-fla-und-jnim-treten-erneut-parallel-auf" class="wp-block-heading"><span id="fla-und-jnim-treten-erneut-parallel-auf">FLA und JNIM treten erneut parallel auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe zeigen erneut die operative Nähe zwischen dem FLA und der JNIM, der Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin. Die JNIM ist mit Al-Qaida verbunden und gehört zu den aktivsten jihadistischen Gruppen im Sahel. Der FLA ist eine separatistische Bewegung, die im Norden Malis gegen die Zentralregierung kämpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Akteure verfolgen unterschiedliche politische Ziele. Ihre parallelen Angriffe erhöhen jedoch den Druck auf die malische Armee. <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Bereits Ende April hatten JNIM und FLA koordinierte Attacken in mehreren Landesteilen ausgeführt.</a> Damals waren unter anderem Bamako, Kati, Gao, Kidal, Mopti und Sévaré betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Angriffsserie trifft Mali in einer Phase, in der die Militärführung unter Assimi Goïta ihre Sicherheitsstrategie stark auf die nationale Armee und russische Unterstützung stützt. Westliche Militärmissionen wurden in den vergangenen Jahren zurückgedrängt oder beendet. Russlandnahe Kräfte, darunter Africa Corps, spielen inzwischen eine wichtige Rolle an der Seite der malischen Streitkräfte.</p>



<h2 id="h-kampfe-um-anefis-dauern-an" class="wp-block-heading"><span id="kaempfe-um-anefis-dauern-an">Kämpfe um Anéfis dauern an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag richtete sich der Blick erneut auf Anéfis. Dort sollen Kämpfe zwischen den malischen Streitkräften, russischen Kräften und FLA-Einheiten weitergegangen sein. Nach übereinstimmenden Berichten versuchten Regierungskräfte, Verstärkung aus Gao in den Raum Anéfis zu bringen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Les_rebelles_touaregs_joignent_leurs_forces_dans_le_nord_du_Mali_8248043080.jpg" alt="" class="wp-image-28612 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Les_rebelles_touaregs_joignent_leurs_forces_dans_le_nord_du_Mali_8248043080.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Les_rebelles_touaregs_joignent_leurs_forces_dans_le_nord_du_Mali_8248043080-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Les_rebelles_touaregs_joignent_leurs_forces_dans_le_nord_du_Mali_8248043080-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Les_rebelles_touaregs_joignent_leurs_forces_dans_le_nord_du_Mali_8248043080-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; white-space: normal;">Der FLA beanspruchte, einen Militärkonvoi zwischen Gao und Anéfis angegriffen und mehrere Fahrzeuge erbeutet zu haben. Auch die Zerstörung oder der Abschuss eines russischen Hubschraubers wurde von Rebellenkanälen gemeldet. Eine unabhängige Bestätigung durch die malische oder russische Seite lag zunächst nicht vor.</span></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in Anéfis bleibt militärisch bedeutsam, weil der Ort zwischen Gao und Kidal liegt. Kidal gilt seit Jahren als Schlüsselraum des Konflikts im Norden. Wer Anéfis kontrolliert, beeinflusst Bewegungen zwischen den nördlichen Kampfzonen und den weiter südlich gelegenen Versorgungsachsen.</p>



<h2 id="h-auswartiges-amt-warnt-vor-weiterer-eskalation" class="wp-block-heading"><span id="auswaertiges-amt-warnt-vor-weiterer-eskalation">Auswärtiges Amt warnt vor weiterer Eskalation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Deutschland bewertet die Sicherheitslage in Mali als hochgefährlich. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das Land und fordert deutsche Staatsangehörige auf, Mali auf dem Luftweg zu verlassen. Vor Ausreisen über Land wird ausdrücklich gewarnt, weil Nationalstraßen Ziele terroristischer Gruppen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörde verweist auf die Angriffe vom 4. Juli und auf die weiterhin volatile Sicherheitslage im gesamten Land. Besonders die Aktivitäten der JNIM im Süden hätten in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Seit September 2025 führten gezielte Angriffe auf Treibstofftransporte zeitweise zu massiver Treibstoffknappheit in Bamako.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des Auswärtigen Amts besteht auch in der Hauptstadt ein erhöhtes Risiko für Anschläge. Mögliche Ziele sind vor allem Einrichtungen der Sicherheitskräfte und der Regierung, aber auch öffentliche Orte einschließlich des internationalen Flughafens.</p>



<h2 id="h-afrikanische-union-stellt-sich-hinter-bamako" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-union-stellt-sich-hinter-bamako">Afrikanische Union stellt sich hinter Bamako</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union verurteilte die Angriffe auf mehrere Landesteile Malis. Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, sprach von koordinierten terroristischen Attacken und erklärte seine Solidarität mit den malischen Behörden und der Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU rief zugleich zu verstärkten gemeinsamen Anstrengungen gegen Terrorismus auf. Dabei verwies sie auf die Notwendigkeit, das humanitäre Völkerrecht zu achten und Zivilpersonen zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere malische Premierminister Choguel Kokalla Maïga reagierte mit einem Aufruf zur nationalen Geschlossenheit. Er verurteilte die Angriffe des FLA und der JNIM und rief dazu auf, sich hinter die malischen Streitkräfte zu stellen. In seiner Erklärung sprach er von einem Angriff auf die Souveränität des Landes und verband seine Botschaft mit Unterstützung für die Allianz der Sahelstaaten.</p>



<h2 id="h-mali-bleibt-im-zentrum-der-sahel-krise" class="wp-block-heading"><span id="mali-bleibt-im-zentrum-der-sahel-krise">Mali bleibt im Zentrum der Sahel-Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mali wird seit 2020 von Militärregierungen geführt. Die Sicherheitslage hat sich trotz wiederholter militärischer Operationen weiter verschärft. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sonderbeauftragter-simao-in-bamako-solidaritaetsbesuch-und-appell-fuer-koordinierte-sahel-strategie/">Im Norden kämpfen separatistische Kräfte um territoriale Kontrolle, während jihadistische Gruppen ihre Angriffe im Zentrum und Süden ausweiten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 4. Juli zeigen, dass bewaffnete Gruppen gleichzeitig in weit auseinanderliegenden Landesteilen operieren können. <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/">Sie trafen nicht nur klassische Konfliktzonen im Norden, sondern auch Sévaré im Zentrum und Kéniéroba im Süden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die malische Militärführung entsteht dadurch ein Konfliktbild mit mehreren Fronten. Die Armee muss strategische Orte im Norden sichern, staatliche Einrichtungen im Süden schützen und zugleich die Verkehrsachsen offenhalten, die für Versorgung, Militärbewegungen und den Alltag der Bevölkerung entscheidend sind.</p>
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		<title>Drohne verfolgt Präsidenten in Madagaskar – Frankreich und Russland ringen um Einfluss</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/drohne-verfolgt-praesidenten-in-madagaskar-frankreich-und-russland-ringen-um-einfluss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 11:40:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Drohnen verfolgen den Konvoi des Präsidenten, Russland zeigt Präsenz im Sicherheitssektor, Frankreich hält mit Polizeikooperation dagegen: Madagaskar steht im Zentrum eines neuen Machtwettbewerbs.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdrohne-verfolgt-praesidenten-in-madagaskar-frankreich-und-russland-ringen-um-einfluss%2F&amp;action_name=Drohne%20verfolgt%20Pr%C3%A4sidenten%20in%20Madagaskar%20%E2%80%93%20Frankreich%20und%20Russland%20ringen%20um%20Einfluss&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/drohne-verfolgt-praesidenten-in-madagaskar-frankreich-und-russland-ringen-um-einfluss/">Drohne verfolgt Präsidenten in Madagaskar – Frankreich und Russland ringen um Einfluss</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nach jüngsten Drohnenvorfällen rund um den Präsidentenkonvoi hat sich die Sicherheitslage zusätzlich verschärft. Während Russland seinen Einfluss im Sicherheitsbereich sichtbar ausbaut, versucht Frankreich, seine traditionelle Rolle auf der Insel zu behaupten. Die Rede von Übergangspräsident Michaël Randrianirina zum 66. Jahrestag der Unabhängigkeit liefert dafür den politischen Hintergrund: Er sprach offen von einer fortbestehenden Abhängigkeit seines Landes vom Ausland – und beschrieb damit genau das Spannungsfeld, in dem sich Madagaskar heute bewegt.</p>



<h2 id="h-russlands-sichtbarer-vorstoss" class="wp-block-heading"><span id="russlands-sichtbarer-vorstoss">Russlands sichtbarer Vorstoß</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/" type="post" id="24972">Bei den Feierlichkeiten in Antananarivo war der russische Einfluss kaum zu übersehen. </a>Während der Militärparade wurden nach lokalen Berichten Ausrüstungsgegenstände präsentiert, die zuletzt aus Russland geliefert worden sein sollen. Moskau setzt damit gezielt auf militärische Kooperation und Sicherheitszusammenarbeit, um seine Präsenz im westlichen Indischen Ozean auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland nutzt dabei eine Strategie, die in mehreren afrikanischen Staaten zu beobachten ist: Unterstützung im Sicherheitssektor, kombiniert mit politischer Nähe zur jeweiligen Führung. Für Madagaskar bedeutet das kurzfristig zusätzliche Optionen – langfristig aber auch neue Abhängigkeiten.</p>



<h2 id="h-frankreich-versucht-gegenzuhalten" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-versucht-gegenzuhalten">Frankreich versucht gegenzuhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich reagiert auf diese Entwicklung mit verstärkter Aktivität im Sicherheitsbereich. Wenige Tage nach den Feierlichkeiten reiste Colonel Olivier Ducret, zuständig für die französische Sicherheits- und Verteidigungskooperation in Sub-Sahara Afrika, nach Antananarivo. Gespräche im Ministerium für öffentliche Sicherheit konzentrierten sich auf Polizeiarbeit, Ausbildung und technische Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris setzt damit bewusst auf institutionelle Zusammenarbeit statt auf militärische Symbolik. Doch der Wettbewerb ist spürbar: Frankreich, historisch eng mit Madagaskar verbunden, sieht sich zunehmend mit einem Russland konfrontiert, das offensiver und sichtbarer auftritt.</p>



<h2 id="h-randrianirinas-rede-als-schlussel-zum-verstandnis" class="wp-block-heading"><span id="randrianirinas-rede-als-schluessel-zum-verstaendnis">Randrianirinas Rede als Schlüssel zum Verständnis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund gewinnt die Rede von Übergangspräsident Randrianirina besondere Bedeutung. Seine Aussage, Madagaskar sei trotz politischer Unabhängigkeit weiterhin wirtschaftlich und sozial abhängig, beschreibt nicht nur die Lage des Landes – sie erklärt auch, warum externe Akteure so großen Einfluss gewinnen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Randrianirina sprach von einer „unvollendeten Unabhängigkeit“ und rief zu nationaler Selbstbehauptung auf. Doch genau diese Abhängigkeit eröffnet Raum für den Wettbewerb zwischen Frankreich und Russland. Beide bieten Unterstützung an – und verfolgen zugleich eigene strategische Interessen.</p>



<h2 id="h-internationale-buhne-regionale-signale" class="wp-block-heading"><span id="internationale-buehne-regionale-signale">Internationale Bühne, regionale Signale</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Feierlichkeiten selbst waren international stark besetzt. Mit Kenias Präsident William Ruto und dem Präsidenten der Komoren, Azali Assoumani, waren zwei afrikanische Staatschefs vor Ort. Auch China und die USA richteten Botschaften an Antananarivo und unterstrichen ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch im Gegensatz zu diesen eher diplomatischen Signalen zeigt sich der Wettbewerb zwischen Frankreich und Russland konkreter – vor allem im Sicherheitssektor. Hier entscheidet sich zunehmend, wer langfristig Einfluss auf staatliche Strukturen und politische Entscheidungen gewinnt.</p>



<h2 id="h-sicherheitslage-verscharft-sich-durch-drohnenvorfalle" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitslage-verschaerft-sich-durch-drohnenvorfaelle">Sicherheitslage verschärft sich durch Drohnenvorfälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den geopolitischen Spannungen verschärft sich auch die Sicherheitslage rund um den Übergangspräsidenten – und rückt damit zunehmend auch die Übergangsphase selbst ins Zentrum eines wachsenden Spannungsfelds. <a href="https://www.facebook.com/presidencerefondationmadagascar/posts/pfbid037SJvQfxgBHXFCi6wrMnK8kAqFgtnHCvFstGDHbvGM5xxhByR3RRZ5W8RqmK4o545l">Anfang Juli 2026 wurde eine Untersuchung eingeleitet, nachdem mehrere Drohnen den Konvoi von Michaël Randrianirina in Antananarivo verfolgt hatten.</a> Nach Angaben der Präsidentschaft überflogen zwei Drohnen am Freitagabend das Fahrzeug des Staatschefs und folgten ihm über eine längere Strecke. Die Präsidentengarde eröffnete das Feuer, konnte die Geräte jedoch nicht abschießen, da sie zu hoch flogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Randrianirina erreichte seine Residenz unverletzt, deren Sicherheitsvorkehrungen inzwischen weiter verstärkt werden. Bereits am Vortag war ein einzelner Drohnenflug über dem Konvoi gemeldet worden. Die Vorfälle reihen sich in eine Serie ähnlicher Ereignisse ein: Schon im April hatte die Präsidentschaft den Überflug mehrerer Drohnen über der Residenz als möglichen Anschlagsversuch gewertet. Zudem waren im März dreizehn Personen, darunter ein General, im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Komplott gegen den Präsidenten angeklagt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-schuetzt-madagaskars-regierung/" type="post" id="28259">Die Herkunft der Drohnen ist bislang unklar, die Ermittlungen laufen. </a>Die Vorfälle unterstreichen jedoch die angespannte Sicherheitslage und verstärken den Eindruck eines politisch fragilen Umfelds, in dem selbst der Übergangsprozess zunehmend unter Druck gerät.</p>



<h2 id="h-ein-land-zwischen-optionen-und-abhangigkeiten" class="wp-block-heading"><span id="ein-land-zwischen-optionen-und-abhaengigkeiten">Ein Land zwischen Optionen und Abhängigkeiten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-28589 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Madagaskar versucht, aus dieser Konkurrenz Nutzen zu ziehen. Die Übergangsführung kann verschiedene Partner gegeneinander ausbalancieren und so Handlungsspielräume gewinnen. Gleichzeitig wächst die Gefahr, in neue Abhängigkeiten zu geraten – „wir sind weiterhin auf ausländische Finanzierung angewiesen“, warnte Randrianirina und hat damit genau dieses Problem benannt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ungewöhnlich starken Sicherheitsvorkehrungen während der Feierlichkeiten, darunter kugelsichere Abschirmungen für die Ehrentribüne, unterstreichen zudem die angespannte politische Lage. Seit der Machtübernahme im Oktober 2025 steht die Übergangsregierung unter internationalem Druck, die Afrikanische Union fordert eine Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 66. Jahrestag der Unabhängigkeit zeigt damit ein Land, das zwar formal souverän ist, aber im Zentrum eines neuen geopolitischen Wettbewerbs steht. Frankreich und Russland ringen um Einfluss – und Madagaskar versucht, zwischen beiden seinen eigenen Weg zu finden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdrohne-verfolgt-praesidenten-in-madagaskar-frankreich-und-russland-ringen-um-einfluss%2F&action_name=Drohne%20verfolgt%20Pr%C3%A4sidenten%20in%20Madagaskar%20%E2%80%93%20Frankreich%20und%20Russland%20ringen%20um%20Einfluss&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/drohne-verfolgt-praesidenten-in-madagaskar-frankreich-und-russland-ringen-um-einfluss/">Drohne verfolgt Präsidenten in Madagaskar – Frankreich und Russland ringen um Einfluss</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag untersucht Einnahmen der Terrormiliz ISWAP – Schutzgeld, Wirtschaft und Scharia</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-untersucht-einnahmen-der-terrormiliz-iswap-schutzgeld-wirtschaft-und-scharia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 12:33:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>191,5 Millionen Dollar pro Jahr: ISWAP verdient an Fischerei, Landwirtschaft und Handel im Tschadseebecken. Die Finanzierung der Terrormiliz stammt vor allem aus erzwungenen lokalen Abgaben und nicht aus großen Auslandstransfers.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-untersucht-einnahmen-der-terrormiliz-iswap-schutzgeld-wirtschaft-und-scharia%2F&amp;action_name=Bundestag%20untersucht%20Einnahmen%20der%20Terrormiliz%20ISWAP%20%E2%80%93%20Schutzgeld%2C%20Wirtschaft%20und%20Scharia&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-untersucht-einnahmen-der-terrormiliz-iswap-schutzgeld-wirtschaft-und-scharia/">Bundestag untersucht Einnahmen der Terrormiliz ISWAP – Schutzgeld, Wirtschaft und Scharia</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Terrormiliz ISWAP nimmt im Tschadseebecken nach einer Schätzung jährlich 191,5 Millionen US-Dollar durch erzwungene Abgaben ein. Die zugrunde liegende <a href="https://www.bundestag.de/resource/blob/1184988/EU-6-065-26.pdf">Untersuchung</a> des Bundetags wurde am 3. Juni 2026 abgeschlossen und nun veröffentlicht. Die Einnahmen übersteigen demnach die jährlichen Steuereinnahmen des nigerianischen Bundesstaates Borno um mehr als das Zehnfache. Große Geldzuflüsse aus dem Ausland spielen bei der Finanzierung jihadistischer Gruppen in Nigeria dagegen offenbar nur eine geringe Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation Islamischer Staat in der Provinz Westafrika, kurz ISWAP, finanziert sich vor allem über die Kontrolle von Menschen, Handelswegen und wirtschaftlichen Aktivitäten im Nordosten Nigerias und in den angrenzenden Staaten. Fischer, Bauern, Viehhalter und Händler müssen Gebühren und Abgaben entrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Ausarbeitung des Fachbereichs Europa und Völkerrecht der Bundestagsverwaltung beschreibt ein Finanzierungsmodell, das weit über einzelne Entführungen, Überfälle oder Spenden hinausgeht. ISWAP greift dauerhaft auf die reguläre Wirtschaft der Region zu und hat dafür ein organisiertes System aus Verwaltung, Geldeintreibern und lokalen Kommandostrukturen aufgebaut. Die Arbeit gibt die fachliche Einschätzung ihrer Verfasser wieder und ist keine Position des Deutschen Bundestages. </p>



<h2 id="h-fischerei-bildet-die-wichtigste-einnahmequelle" class="wp-block-heading"><span id="fischerei-bildet-die-wichtigste-einnahmequelle">Fischerei bildet die wichtigste Einnahmequelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders einträglich ist die Fischerei im Tschadseebecken. Mehr als 100.000 Fischer aus Nigeria arbeiten dort abhängig von der Jahreszeit. Viele von ihnen müssen Gebiete betreten, die ISWAP faktisch kontrolliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation verlangt Markteintrittsgebühren, Fischereilizenzen, Viehabgaben und Zahlungen auf landwirtschaftliche Erzeugnisse. Auch der Handel mit Chilipfeffer und Erdnussöl wird abgeschöpft. Fisch und Chilis aus der Region trugen vor dem Aufstieg der Terrormiliz jährlich rund 48 Millionen US-Dollar zum nigerianischen Bruttoinlandsprodukt bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ISWAP verwendet für seine Abgaben Begriffe aus dem islamischen Recht. Nichtansässige müssen eine Gebühr für wirtschaftliche Tätigkeiten entrichten. Bewohner werden mit einer als Almosenabgabe bezeichneten Zahlung belastet. Daneben erheben lokale Kommandeure weitere Abgaben nach eigenem Ermessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geschätzten 191,5 Millionen US-Dollar beziehen sich allein auf drei Arten solcher Zahlungen. Einnahmen aus Entführungen, Schmuggel, Erpressung und anderen Quellen sind darin nicht enthalten.</p>



<h2 id="h-ein-zwangssystem-mit-elementen-staatlicher-verwaltung" class="wp-block-heading"><span id="ein-zwangssystem-mit-elementen-staatlicher-verwaltung">Ein Zwangssystem mit Elementen staatlicher Verwaltung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">ISWAP unterhält in Teilen des Nordens von Borno und im weiteren Tschadseebecken eine eigene Verwaltung. Die Organisation übernimmt dort Funktionen, die der nigerianische Staat nur eingeschränkt erfüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören die Regulierung von Märkten, begrenzte medizinische Hilfe, Unterstützung beim Transport und die Bereitstellung von Wasser. Die Miliz tritt zugleich als Polizei und Gericht auf und verhängt Geldstrafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlungen bleiben dennoch erzwungen. Wer sich weigert, muss mit der Beschlagnahmung von Waren, zerstörten Ernten, Entführungen oder tödlicher Gewalt rechnen. Die Höhe der Abgaben kann nach Ort, Jahreszeit und Entscheidung des jeweiligen Kommandanten variieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das System verschafft ISWAP regelmäßig wiederkehrende Einnahmen. Die Gruppe ist dadurch weniger von einzelnen Überfällen oder schwer planbaren Lösegeldzahlungen abhängig. Mit den Einnahmen finanziert sie Kämpfer, Waffen, Verwaltung und weitere militärische Operationen.</p>



<h2 id="h-schmuggelrouten-bringen-zusatzliche-einnahmen" class="wp-block-heading"><span id="schmuggelrouten-bringen-zusaetzliche-einnahmen">Schmuggelrouten bringen zusätzliche Einnahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der regionalen Wirtschaft nutzt ISWAP grenzüberschreitende Schmuggelnetze. Die Miliz besteuert Transporte, die ihr Gebiet durchqueren, und schützt diese teilweise vor staatlichem Zugriff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit entsteht eine Verbindung zwischen Terrorismus und organisierter Kriminalität. Schmuggler zahlen für den Zugang zu kontrollierten Routen, während ISWAP aus der Bewegung illegaler Waren weitere regelmäßige Einnahmen erzielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entführungen bleiben ebenfalls Bestandteil des Finanzierungsmodells. Die Organisation setzt sie sowohl zur Beschaffung von Lösegeld als auch zur Durchsetzung ihrer Abgaben ein. Wer Zahlungen verweigert, kann verschleppt und erst gegen Geld wieder freigelassen werden.</p>



<h2 id="h-kryptowahrungen-und-hawala-verschleiern-transfers" class="wp-block-heading"><span id="kryptowaehrungen-und-hawala-verschleiern-transfers">Kryptowährungen und Hawala verschleiern Transfers</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">ISWAP nutzt zudem Kryptowährungen und informelle Überweisungssysteme, um Geld zu bewegen und Zahlungswege zu verbergen. Genannt wird insbesondere die Kryptowährung Monero, deren Transaktionen schwerer nachzuverfolgen sind als klassische Banküberweisungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt das Hawala-System. Dabei wird Geld nicht direkt über Banken übertragen. Vermittler zahlen Beträge auf Grundlage persönlicher Absprachen und gegenseitigen Vertrauens an anderen Orten aus. Die eigentliche Verrechnung erfolgt außerhalb des herkömmlichen Bankensystems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kombination aus lokalen Einnahmen und schwer kontrollierbaren Transfers erlaubt es ISWAP, Gelder grenzüberschreitend zu verteilen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das ursprünglich in Syrien gegründete Finanzorgan des Islamischen Staates, Maktab al-Furqan, das inzwischen in Nigeria angesiedelt sein soll.</p>



<h2 id="h-keine-belege-fur-umfangreiche-auslandsfinanzierung" class="wp-block-heading"><span id="keine-belege-fuer-umfangreiche-auslandsfinanzierung">Keine Belege für umfangreiche Auslandsfinanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Belastbare Hinweise auf eine umfangreiche Finanzierung von ISWAP oder Boko Haram aus dem Ausland sind selten. Der dokumentierte Fall einer größeren ausländischen Unterstützung betrifft sechs Nigerianer, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten verurteilt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie hatten in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt 782.000 US-Dollar nach Nigeria überwiesen. Ob das Geld an die heutige ISWAP-Struktur oder an die später wieder als Boko Haram bezeichnete Abspaltung gelangte, bleibt unklar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigerianische Sicherheitsvertreter haben wiederholt behauptet, die Terrororganisationen erhielten erhebliche Mittel aus dem Ausland. Die vom Bundestagsfachbereich ausgewerteten Quellen belegen diese Aussagen jedoch nicht. Das vorherrschende Modell beruht auf lokalen Einnahmen, territorialer Kontrolle und der gewaltsamen Abschöpfung wirtschaftlicher Aktivitäten.</p>



<h2 id="h-boko-haram-setzt-starker-auf-entfuhrungen" class="wp-block-heading"><span id="boko-haram-setzt-staerker-auf-entfuehrungen">Boko Haram setzt stärker auf Entführungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boko Haram verfügt im Unterschied zu ISWAP über kein vergleichbar gefestigtes Herrschaftsgebiet. <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/" type="post" id="26116">Die Organisation operiert stärker aus wechselnden Lagern und finanziert sich vor allem durch Entführungen, Erpressung, Banküberfälle und Schmuggel.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-meldet-rettung-von-360-entfuehrten-aus-dschihadisten-stuetzpunkt-in-borno/" type="post" id="27988">Bei Massenentführungen von Schulkindern und der Verschleppung ausländischer Staatsangehöriger sollen teilweise Lösegelder in Millionenhöhe gezahlt worden sein.</a> Die nigerianische Regierung bestreitet staatliche Zahlungen und verweist auf das gesetzliche Verbot, Lösegeld aus öffentlichen Mitteln zu entrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Norden Nigerias hat sich zugleich eine Entführungswirtschaft entwickelt. Kriminelle Banden verschleppen Menschen und übergeben sie gegen Bezahlung an Boko Haram. Umgekehrt verkauft die Terrorgruppe Opfer an Kriminelle oder Menschenhändler weiter.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="636" height="357" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation.png" alt="" class="wp-image-25790 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation.png 636w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation-300x168.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation-380x213.png 380w" sizes="(max-width: 636px) 100vw, 636px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Boko Haram erzielt Einnahmen aus dem Handel mit Treibstoff, Lebensmitteln, Kleinwaffen, Drogen und Altmetall. Wie ISWAP nutzt die Organisation inzwischen Kryptowährungen und Hawala zur Verschleierung ihrer Finanzströme.</p>
</div></div>



<h2 id="h-gewalt-bewaffneter-fulani-gruppen-ist-nicht-einheitlich-organisiert" class="wp-block-heading"><span id="gewalt-bewaffneter-fulani-gruppen-ist-nicht-einheitlich-organisiert">Gewalt bewaffneter Fulani-Gruppen ist nicht einheitlich organisiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/us-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika/" type="post" id="26814">Die Ausarbeitung untersucht außerdem bewaffnete Gruppen, deren Mitglieder der Ethnie der Fulani angehören.</a> Anders als Boko Haram und ISWAP bilden sie keine einheitliche Organisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Milizen entstanden überwiegend aus Konflikten zwischen Viehhaltern und sesshaften Bauern um Land, Wasser und Weideflächen. Bevölkerungswachstum, Wüstenbildung, schrumpfende Weidegebiete und die Verbreitung von Kleinwaffen haben diese Auseinandersetzungen verschärft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von rund 14,5 Millionen Fulani in Nigeria sollen etwa 30.000 bewaffneten Gruppen angehören. Eine Gleichsetzung der gesamten Bevölkerungsgruppe mit Terrorismus oder Gewaltkriminalität ist daher nicht haltbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Milizen finanzieren sich durch Schutzgelder, Viehdiebstahl, Erpressung und Abgaben auf Ernten. Was zunächst als freiwillige Zahlung von Gemeinden zum Schutz vor Angriffen begann, entwickelte sich in mehreren Regionen zu einem erzwungenen System.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Opfer im zentralen und südlicheren Nigeria sind christliche Bauern. Im überwiegend muslimischen Nordwesten richten sich Angriffe dagegen häufig gegen muslimische Hausa-Gemeinschaften.</p>



<h2 id="h-religiose-erklarung-greift-zu-kurz" class="wp-block-heading"><span id="religioese-erklaerung-greift-zu-kurz">Religiöse Erklärung greift zu kurz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Christliche Dörfer, Kirchen und Krankenhäuser werden in Nigeria gezielt angegriffen. Boko Haram und ISWAP verwenden zudem jihadistische und antichristliche Rhetorik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-trumps-vorwurf-eines-christen-genozids-zurueck/" type="post" id="21480">Die Gewalt lässt sich dennoch nicht allein als Konflikt zwischen Muslimen und Christen beschreiben. </a>Auch muslimische Gemeinden und islamische Einrichtungen werden angegriffen. Die meisten Opfer von Boko Haram sind Muslime.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwache staatliche Institutionen, Korruption, Armut, Landkonflikte, Ressourcenknappheit und organisierte Kriminalität prägen die Sicherheitslage ebenso wie religiöser Extremismus. Bewaffnete Gruppen breiten sich besonders in Gebieten aus, in denen staatlicher Schutz, Verwaltung und wirtschaftliche Alternativen fehlen.</p>



<h2 id="h-nigeria-setzt-auf-sanktionen-und-vermogenssperren" class="wp-block-heading"><span id="nigeria-setzt-auf-sanktionen-und-vermoegenssperren">Nigeria setzt auf Sanktionen und Vermögenssperren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria verfolgt mutmaßliche Terrorfinanziers, sperrt Vermögen und untersagt Finanztransaktionen. Zu den zuständigen Institutionen gehören die Kommission für Wirtschafts- und Finanzkriminalität, die nigerianische Finanzaufklärungseinheit und das nationale Sanktionskomitee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Sanktionskomitee führt 48 Personen und zwölf Organisationen auf. Die Vorwürfe betreffen überwiegend Geldtransfers und Geldwäsche. Direkte Finanzierungen von Boko Haram oder ISWAP lassen sich nur in wenigen Fällen eindeutig zuordnen. Zahlungen an bewaffnete Fulani-Gruppen sind auf der Liste nicht erkennbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria wurde 2023 wegen Defiziten bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung auf die sogenannte Graue Liste der internationalen Financial Action Task Force gesetzt. Nach der Umsetzung vereinbarter Reformen wurde das Land im Oktober 2025 wieder von der Liste gestrichen. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>AFRICOM schließt US-Truppen in der DR Kongo und Militärbasis in Angola aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/africom-schliesst-us-truppen-in-der-dr-kongo-und-militaerbasis-in-angola-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 13:38:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Keine US-Truppen in der DR Kongo, keine Militärbasis in Angola und keine direkte Sicherung des Lobito-Korridors: AFRICOM-Kommandeur Dagvin Anderson grenzt Washingtons militärische Rolle in der Region ein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafricom-schliesst-us-truppen-in-der-dr-kongo-und-militaerbasis-in-angola-aus%2F&amp;action_name=AFRICOM%20schlie%C3%9Ft%20US-Truppen%20in%20der%20DR%20Kongo%20und%20Milit%C3%A4rbasis%20in%20Angola%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/africom-schliesst-us-truppen-in-der-dr-kongo-und-militaerbasis-in-angola-aus/">AFRICOM schließt US-Truppen in der DR Kongo und Militärbasis in Angola aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das US-Afrika-Kommando schließt eine Stationierung amerikanischer Truppen in der Demokratischen Republik Kongo sowie den Aufbau einer Militärbasis in Angola aus. Die Aussagen machte AFRICOM-Kommandeur Dagvin Anderson am 30. Juni 2026 in Luanda. Washington setzt bei der Stabilisierung der Region der Großen Seen stattdessen auf regionale Zusammenarbeit, wirtschaftliche Investitionen und Unterstützung gegen grenzüberschreitende Bedrohungen. Anlass war die Eröffnung der African Chiefs of Defense Conference mit Vertretern aus 35 Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.africom.mil/pressrelease/36642/africom-angola-kick-off-the-2026-african-chiefs-of-defense-conference">dreitägige Konferenz</a> wird gemeinsam vom US-Afrika-Kommando und den angolanischen Streitkräften ausgerichtet. Bis zum 2. Juli beraten hochrangige zivile und militärische Vertreter über regionale Sicherheitsrisiken, Desinformation, neue Technologien und den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Stabilität.</p>



<h2 id="h-keine-us-soldaten-fur-die-dr-kongo-geplant" class="wp-block-heading"><span id="keine-us-soldaten-fuer-die-dr-kongo-geplant">Keine US-Soldaten für die DR Kongo geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson wies Spekulationen zurück, wonach die von US-Präsident Donald Trump vermittelten Vereinbarungen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda eine amerikanische Militärpräsenz nach sich ziehen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir planen keine amerikanischen Truppen vor Ort. Darüber wird derzeit nicht diskutiert“, sagte der General im Gespräch mit der portugiesischen Nachrichtenagentur <em>Lusa</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sogenannten Washingtoner Vereinbarungen für Frieden und Wohlstand verbinden sicherheitspolitische Verpflichtungen mit wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Dazu zählen nach Darstellung von <em>Lusa</em> eine dauerhafte Waffenruhe zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda, die Entwaffnung bewaffneter Gruppen sowie Abkommen über Investitionen in kritische Rohstoffe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">US-Unternehmen sollen dabei bevorzugten Zugang zu bestimmten Rohstoffvorkommen erhalten. Anderson widersprach jedoch der Darstellung, Frieden und Rohstoffzugang seien unmittelbar gegeneinander ausgetauscht worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich würde nicht sagen, dass es sich um eine direkte Gegenleistung handelt“, sagte er. Die Vereinbarungen schafften vielmehr Voraussetzungen für Investitionen und Entwicklung, von denen sowohl die beteiligten Staaten als auch investierende Unternehmen profitieren könnten.</p>



<h2 id="h-angola-bleibt-vermittler-in-der-region" class="wp-block-heading"><span id="angola-bleibt-vermittler-in-der-region">Angola bleibt Vermittler in der Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson würdigte die Rolle des angolanischen Präsidenten João Lourenço bei den Vermittlungsbemühungen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Angola hatte über längere Zeit versucht, beide Regierungen und weitere Akteure des Konflikts an einen Verhandlungstisch zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Afrika-Kommando sehe Möglichkeiten, regionale Staaten durch Erfahrungsaustausch und sicherheitspolitische Zusammenarbeit zu unterstützen. Dazu zählte Anderson insbesondere Erkenntnisse aus der Bekämpfung terroristischer Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Entsendung amerikanischer Kampftruppen oder eine direkte Übernahme von Sicherheitsaufgaben kündigte er nicht an. Die Staaten der Region sollten enger zusammenarbeiten, während AFRICOM Ausbildung, Kontakte und fachliche Unterstützung anbieten könne.</p>



<h2 id="h-keine-direkte-militarrolle-am-lobito-korridor" class="wp-block-heading"><span id="keine-direkte-militaerrolle-am-lobito-korridor">Keine direkte Militärrolle am Lobito-Korridor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim<a href="https://fokus-afrika.de/eu-angola-global-gateway-staerkt-lobito-korridor-und-diversifizierung/" type="post" id="20682"> Lobito-Korridor </a>plant das US-Afrika-Kommando nach Angaben Andersons keine direkte Sicherheitsaufgabe. Das Eisenbahn- und Infrastrukturprojekt verbindet den angolanischen Hafen Lobito mit der Demokratischen Republik Kongo und besitzt für die Vereinigten Staaten eine hohe wirtschaftliche Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">Die Route soll den Transport von Rohstoffen erleichtern und Investitionen entlang der Verbindung fördern</a>. Washington betrachtet den Korridor als einen zentralen Bestandteil seiner wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Angola und der zentralafrikanischen Region.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/africom_angola_kick_off_the_2026_african_chiefs_of_defense_conference-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28527 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/africom_angola_kick_off_the_2026_african_chiefs_of_defense_conference-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/africom_angola_kick_off_the_2026_african_chiefs_of_defense_conference-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/africom_angola_kick_off_the_2026_african_chiefs_of_defense_conference-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/africom_angola_kick_off_the_2026_african_chiefs_of_defense_conference-1-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/africom_angola_kick_off_the_2026_african_chiefs_of_defense_conference-1-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/africom_angola_kick_off_the_2026_african_chiefs_of_defense_conference-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/africom_angola_kick_off_the_2026_african_chiefs_of_defense_conference-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/africom_angola_kick_off_the_2026_african_chiefs_of_defense_conference-1-1160x773.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Investitionen tragen dazu bei, Stabilität und allgemeinen Wohlstand aufzubauen, und das führt letztlich zu mehr Sicherheit“, sagte Anderson. AFRICOM werde den Korridor jedoch nicht unmittelbar militärisch schützen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage ordnet die Rolle des Kommandos auf unterstützende militärische Zusammenarbeit ein, während zivile Behörden, Unternehmen und Partnerstaaten für Investitionen, Infrastruktur und den Betrieb der Route zuständig bleiben.</p>



<h2 id="h-anderson-verneint-us-militarbasis-in-angola" class="wp-block-heading"><span id="anderson-verneint-us-militaerbasis-in-angola">Anderson verneint US-Militärbasis in Angola</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der AFRICOM-Kommandeur schloss zugleich die Einrichtung einer permanenten amerikanischen Militärbasis in Angola aus. Ein zwischen beiden Ländern unterzeichnetes Abkommen über gegenseitige Beschaffung und Dienstleistungen schaffe lediglich einen rechtlichen Rahmen für zeitlich begrenzte logistische Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Vereinbarungen ermöglichen Streitkräften unter anderem, bei gemeinsamen Aktivitäten Treibstoff, Transportleistungen oder andere logistische Güter bereitzustellen und abzurechnen. Eine dauerhafte Stationierung amerikanischer Soldaten sei damit nicht verbunden, erklärte Anderson.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kritische-mineralien-usa-gruenden-forge-als-neues-buendnis-fuer-sichere-lieferketten/" type="post" id="24331">Die militärischen Beziehungen zwischen Angola und den Vereinigten Staaten haben sich in den vergangenen Jahren dennoch vertieft.</a> Am Vortag der Konferenz unterzeichneten Angola und die Nationalgarde des US-Bundesstaates Ohio eine Partnerschaft im Rahmen des amerikanischen State Partnership Program.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm verbindet Streitkräfte einzelner US-Bundesstaaten mit Partnerländern. Anderson erklärte, solche Beziehungen könnten sich über die militärische Zusammenarbeit hinaus auf Hochschulen, gesellschaftliche Institutionen und Investitionsmöglichkeiten erstrecken.</p>



<h2 id="h-militarchefs-beraten-uber-grenzuberschreitende-gefahren" class="wp-block-heading"><span id="militaerchefs-beraten-ueber-grenzueberschreitende-gefahren">Militärchefs beraten über grenzüberschreitende Gefahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz in Luanda befasst sich mit Sicherheitsbedrohungen, die sich nicht auf einzelne Staatsgebiete begrenzen lassen. Dazu gehören gewalttätige extremistische Gruppen, organisierter Drogenhandel, Desinformation und Angriffe auf internationale Verkehrs- und Kommunikationsräume.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Viele der Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen, respektieren keine Grenzen“, sagte Anderson. Extremistische Gruppen und Drogenkartelle arbeiteten über Staaten hinweg und hätten eigene internationale Netzwerke aufgebaut. Deshalb müssten auch Regierungen und Streitkräfte ihre Zusammenarbeit verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Arbeitsgruppen und Podiumsdiskussionen behandeln unter anderem die Sicherheit international genutzter Räume, den Umgang mit Desinformation, die Verbindung zwischen Wirtschaft und Sicherheit sowie den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien. Dazu zählen auch Drohnen in modernen Militäroperationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angolas Staatsminister und Leiter des Militärkabinetts des Präsidenten, João Ernesto dos Santos, bezeichnete die Konferenz als Forum für Gespräche über Sicherheit, Stabilität und Wohlstand. Frieden sei kein dauerhafter Zustand, sondern verlange Einsatz, Opferbereitschaft und Zusammenarbeit.</p>



<h2 id="h-africom-zentrale-bleibt-vorerst-in-deutschland" class="wp-block-heading"><span id="africom-zentrale-bleibt-vorerst-in-deutschland">AFRICOM-Zentrale bleibt vorerst in Deutschland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine kurzfristige Verlegung des AFRICOM-Hauptquartiers von Deutschland auf den afrikanischen Kontinent erwartet Anderson nicht. Er verwies auf die hohen Kosten einer solchen Entscheidung und auf die gegenwärtige Haushaltslage der Vereinigten Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung über einen möglichen neuen Standort liege letztlich bei der politischen Führung in Washington. Konkrete Planungen für einen Umzug seien derzeit nicht erkennbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM koordiniert seine militärischen Beziehungen mit afrikanischen Staaten weiterhin von seinem Hauptquartier in Deutschland aus. Die Zusammenarbeit vor Ort erfolgt über Botschaften, zeitlich begrenzte Einsätze, Ausbildungsprogramme, gemeinsame Übungen und Partnerschaften mit nationalen Streitkräften.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>EU stockt militärische Unterstützung für Togo auf 15 Millionen Euro auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:31:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Überwachungstechnik, Kommunikationssysteme und Ausrüstung für Einsätze auf See: Die EU erhöht ihre militärische Unterstützung für Togo auf 15 Millionen Euro.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf%2F&amp;action_name=EU%20stockt%20milit%C3%A4rische%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Togo%20auf%2015%20Millionen%20Euro%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union erhöht ihre militärische Unterstützung für Togo auf insgesamt 15 Millionen Euro und finanziert zusätzliche Ausrüstung für die Marine des Landes. Der Rat der Europäischen Union fasste den <a href="https://www.eeas.europa.eu/togo/european-union-and-togo_en?s=125">Beschluss</a> am Freitag, 26. Juni 2026. Die neue Maßnahme umfasst fünf Millionen Euro und soll Togos Überwachungs-, Kommunikations- und Interventionsfähigkeiten im Golf von Guinea stärken. Die bereitgestellte Ausrüstung ist nicht für die Anwendung tödlicher Gewalt vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterstützung wird über die Europäische Friedensfazilität finanziert. Mit den Mitteln soll die Togoer Marine Ausrüstung erhalten, die ihren operativen Bedarf bei Einsätzen zur maritimen Sicherheit deckt.</p>



<h2 id="h-marine-erhalt-uberwachungs-und-kommunikationstechnik" class="wp-block-heading"><span id="marine-erhaelt-ueberwachungs-und-kommunikationstechnik">Marine erhält Überwachungs- und Kommunikationstechnik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unterstützungspaket umfasst Überwachungs- und Kommunikationskapazitäten sowie Wartungs- und Unterstützungsausrüstung. Hinzu kommen Instrumente, mit denen die Marine bei Zwischenfällen auf See eingreifen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU verbindet die Maßnahme mit Togos Engagement innerhalb der Jaunde-Architektur. Über diesen Rahmen koordinieren Staaten und regionale Organisationen ihre Zusammenarbeit gegen Piraterie und andere Bedrohungen der maritimen Sicherheit im Golf von Guinea.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beschluss soll zugleich die sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und Togo vertiefen. Darüber hinaus richtet sich die Unterstützung auf eine stärkere regionale Kooperation im gesamten Golf von Guinea.</p>



<h2 id="h-erste-hilfsmassnahme-richtete-sich-auf-togos-landstreitkrafte" class="wp-block-heading"><span id="erste-hilfsmassnahme-richtete-sich-auf-togos-landstreitkraefte">Erste Hilfsmaßnahme richtete sich auf Togos Landstreitkräfte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Finanzierung folgt auf eine erste Unterstützungsmaßnahme über zehn Millionen Euro, die der Rat am 18. Juli 2025 beschlossen hatte. Diese Mittel waren für die Togoer Streitkräfte bestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Paket sollte die Fähigkeit des Landes stärken, seine territoriale Unversehrtheit zu schützen. Dazu zählte auch die Eindämmung einer möglichen Ausbreitung gewaltorientierten Extremismus im Norden Togos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem neuen Beschluss erweitert die EU ihre Unterstützung auf die maritime Sicherheit. Die beiden Maßnahmen erreichen zusammen ein Volumen von 15 Millionen Euro.</p>



<h2 id="h-eu-verbindet-militarhilfe-mit-entwicklungsmassnahmen" class="wp-block-heading"><span id="eu-verbindet-militaerhilfe-mit-entwicklungsmassnahmen">EU verbindet Militärhilfe mit Entwicklungsmaßnahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Förderung der Togoer Streitkräfte ist Teil eines breiteren europäischen Unterstützungspakets. Dieses kombiniert militärische und verteidigungspolitische Instrumente mit Entwicklungszusammenarbeit zur Vorbeugung und Bekämpfung gewaltorientierten Extremismus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="315" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02.jpg" alt="" class="wp-image-28422 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02.jpg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02-300x135.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/INS_Tarkash_on_deployment_to_Gulf_of_Guinea_carried_out_a_maritime_partnership_exercise_with_Togo_Naval_Ship_Oti_02-380x171.jpg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-ghana-schliessen-sicherheits-und-verteidigungspartnerschaft/">Daneben unterstützt die EU afrikanisch geführte Einsätze zur maritimen Sicherheit und zur Bekämpfung der Piraterie im Golf von Guinea. </a>Militärische Akteure sollen dort Schiffe, Küstengemeinden und deren wirtschaftliche Lebensgrundlagen schützen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Maßnahme ergänzt außerdem die Sicherheits- und Verteidigungsinitiative der EU für den Golf von Guinea. Die Union hatte diese Initiative im Dezember 2023 gestartet, um Frieden und Stabilität in der Region zu fördern.</p>



<h2 id="h-friedensfazilitat-finanziert-militarische-fahigkeiten-von-partnerstaaten" class="wp-block-heading"><span id="friedensfazilitaet-finanziert-militaerische-faehigkeiten-von-partnerstaaten">Friedensfazilität finanziert militärische Fähigkeiten von Partnerstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Friedensfazilität besteht seit März 2021. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-staerkt-senegals-armee-mit-15-millionen-euro/">Über das Instrument finanziert die EU außenpolitische Maßnahmen mit militärischer oder verteidigungspolitischer Ausrichtung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel können eingesetzt werden, um Konflikten vorzubeugen, Frieden zu sichern und die internationale Sicherheit zu stärken. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Ausrüstung und Unterstützung für Drittstaaten sowie regionale und internationale Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf%2F&action_name=EU%20stockt%20milit%C3%A4rische%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Togo%20auf%2015%20Millionen%20Euro%20auf&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-stockt-militaerische-unterstuetzung-fuer-togo-auf-15-millionen-euro-auf/">EU stockt militärische Unterstützung für Togo auf 15 Millionen Euro auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland und Frankreich treiben neue EU-Sicherheitsstrategie voran</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:44:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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<p>Sicherheit umfasst für Berlin künftig mehr als Militär: Deutschland und Frankreich wollen Rohstoffe, Halbleiter, Lieferketten und Krisenvorsorge in einer neuen EU-Strategie zusammenführen. Am Fünf-Prozent-Ziel der NATO hält die Bundesregierung fest.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran%2F&amp;action_name=Deutschland%20und%20Frankreich%20treiben%20neue%20EU-Sicherheitsstrategie%20voran&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Frankreich wollen die künftige EU-Sicherheitsstrategie mit gemeinsamen Vorschlägen prägen und dabei militärische, wirtschaftliche und technologische Risiken zusammenführen. Die Bundesregierung legte ihre Position am 17. Juni 2026 in einer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/065/2106535.pdf">Antwort</a> an den Bundestag dar. Der geplante europäische Sicherheitsrahmen soll neben Verteidigungsfähigkeit auch Krisenvorsorge, Handel, Klima, Erweiterungspolitik sowie digitale und wirtschaftliche Sicherheit umfassen. Berlin hält zugleich am Ziel fest, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und verteidigungsrelevante Infrastruktur einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung und die französische Regierung übermittelten ihr gemeinsames Papier bereits im März an den Europäischen Auswärtigen Dienst, die Europäische Kommission und die übrigen EU-Mitgliedstaaten. Am 23. März wurde das Dokument auch dem Deutschen Bundestag zugeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Kommission hatte die Erarbeitung einer neuen Sicherheitsstrategie im Januar angekündigt. Der Europäische Auswärtige Dienst legte den Mitgliedstaaten am 9. März das Diskussionspapier „New European Security Strategy – turning Europe’s strength into power“ vor.</p>



<h2 id="h-veroffentlichung-nach-nato-gipfel-geplant" class="wp-block-heading"><span id="veroeffentlichung-nach-nato-gipfel-geplant">Veröffentlichung nach NATO-Gipfel geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue EU-Strategie soll nach gegenwärtigem Kenntnisstand der Bundesregierung erst nach dem NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara veröffentlicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgesehen ist eine gemeinsame Mitteilung der Europäischen Kommission und des Europäischen Auswärtigen Dienstes. Konkrete Inhalte des endgültigen Textes liegen der Bundesregierung nach eigener Darstellung noch nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin unterstützt grundsätzlich den breiten Sicherheitsbegriff des europäischen Diskussionspapiers. Sicherheit soll demnach nicht allein als Schutz vor militärischen Angriffen verstanden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/">Auch widerstandsfähige Lieferketten, sichere digitale Systeme, wirtschaftliche Handlungsfähigkeit und die Vorbereitung auf Krisen sollen Bestandteil der europäischen Sicherheitsarchitektur werden. </a>Hinzu kommen Handels-, Klima- und Erweiterungspolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-risiken-und-chancen-kritischer-rohstoffe/">Der Ansatz verbindet damit traditionelle Verteidigungspolitik mit Bereichen, die bisher häufig der Wirtschafts-, Industrie- oder Technologiepolitik zugeordnet wurden.</a></p>



<h2 id="h-rohstoffe-und-lieferketten-werden-teil-der-sicherheitspolitik" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-und-lieferketten-werden-teil-der-sicherheitspolitik">Rohstoffe und Lieferketten werden Teil der Sicherheitspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will strategische Abhängigkeiten insbesondere bei Rohstoffen, Halbleitern und kritischen Technologien verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf europäischer Ebene unterstützt Berlin eine risikobasierte Wirtschaftssicherheitspolitik. Diese soll sich auf besonders gefährdete Bereiche wie die Stabilität von Lieferketten konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will noch 2026 gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft eine nationale Wirtschaftssicherheitsstrategie entwickeln. Sie soll sich an der europäischen Wirtschaftssicherheitsagenda orientieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Rohstoffen setzt die Bundesregierung unter anderem auf einen nationalen Rohstofffonds und Garantien für ungebundene Finanzkredite. Solche Garantien können Unternehmen bei der Finanzierung von Projekten unterstützen, die der Versorgung Deutschlands mit wichtigen Rohstoffen dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Baustein sind Rohstoffpartnerschaften mit rohstoffreichen Staaten. Konkrete Partnerländer oder neue Vereinbarungen nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben unterstützt Berlin europäische Maßnahmen im Rahmen des sogenannten RESourceEU-Aktionsplans der Europäischen Kommission. Ziel ist eine breitere und widerstandsfähigere Versorgung mit strategisch wichtigen Rohstoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die stärkere sicherheitspolitische Bedeutung von Rohstoffen betrifft auch die Beziehungen Europas zu afrikanischen Staaten. Zahlreiche für Energiewende, Digitalisierung und Verteidigungsindustrie benötigte Rohstoffe werden auf dem Kontinent gefördert. Die Bundesregierung benennt in ihrer Antwort jedoch weder einzelne afrikanische Länder noch konkrete Projekte.</p>



<h2 id="h-deutschland-baut-mikroelektronik-aus" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-baut-mikroelektronik-aus">Deutschland baut Mikroelektronik aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Versorgung mit Halbleitern gehört zum neuen Sicherheitsverständnis. Die Bundesregierung hatte im Oktober 2025 eine nationale Mikroelektronikstrategie beschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sollen Forschung, Entwicklung, Design und Produktion von Mikrochips in Deutschland und Europa ausgebaut werden. Die Abhängigkeit von Produktionsstandorten außerhalb Europas soll dadurch sinken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin unterstützt unter anderem europäische Großprojekte und den Bau moderner Chipfabriken sowie technologischer Pilotlinien. Fördermittel fließen dabei auch über sogenannte wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betrachtet nicht nur die eigentliche Chipproduktion als strategisch. Auch Hersteller von Produktionsanlagen, Zulieferer und Forschungseinrichtungen gehören zur europäischen Wertschöpfungskette.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu möglichen Auswirkungen dieser Politik auf die Beziehungen zu China, den Vereinigten Staaten oder anderen Drittstaaten äußerte sich die Bundesregierung nicht. Sie verwies darauf, dass die endgültigen Inhalte der europäischen Sicherheitsstrategie noch nicht feststünden.</p>



<h2 id="h-nato-bleibt-grundlage-der-kollektiven-verteidigung" class="wp-block-heading"><span id="nato-bleibt-grundlage-der-kollektiven-verteidigung">NATO bleibt Grundlage der kollektiven Verteidigung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass die EU ihre sicherheits- und verteidigungspolitischen Fähigkeiten in enger Abstimmung mit der NATO ausbauen müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doppelte militärische Strukturen sollen vermieden werden. Die NATO bleibe das Fundament der kollektiven Verteidigung ihrer europäischen Mitglieder, erklärte die Bundesregierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union soll zugleich einen stärkeren Beitrag zur europäischen, transatlantischen und globalen Sicherheit leisten. EU-Initiativen sollen die NATO ergänzen und nicht ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin hält dabei am sogenannten Fünf-Prozent-Ziel fest. Dieses sieht vor, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und verteidigungsrelevante Infrastruktur einzusetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28369 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung sieht keinen Anlass, von den Beschlüssen des NATO-Gipfels in Den Haag vom Juni 2025 abzuweichen. Sie begründet ihre Position mit einer verschärften Bedrohungslage und wachsenden sicherheitspolitischen Unsicherheiten in Europa.</p>
</div></div>



<h2 id="h-werte-und-interessen-sollen-verbunden-werden" class="wp-block-heading"><span id="werte-und-interessen-sollen-verbunden-werden">Werte und Interessen sollen verbunden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Diskussionspapier des Europäischen Auswärtigen Dienstes wird ein „prinzipienorientierter Pragmatismus“ als möglicher außenpolitischer Ansatz zur Debatte gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung legte dafür keine eigene Definition vor. <a href="https://fokus-afrika.de/bergbau-fur-die-energiewende-muss-menschenrechte-respektieren/" type="post" id="2425">Sie erklärte jedoch, ihre Außenpolitik beruhe weiterhin auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig will Berlin multilaterale Organisationen und internationale Foren nutzen, um deutsche und europäische Interessen durchzusetzen. Die Bundesregierung sieht darin keinen Widerspruch zu einer wertegebundenen Außenpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie unterstützt auch Maßnahmen, mit denen die Europäische Union ihre Verteidigungsbereitschaft erhöht. Diese sollen nach ihrer Darstellung Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsch-französische Vorschlagspapier wurde innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Welche einzelnen Empfehlungen Berlin und Paris für die endgültige Strategie vorgelegt haben, wird in der Antwort an den Bundestag nicht ausgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland und Senegal wollen Investitionen und Sicherheitspartnerschaft ausbauen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-und-senegal-wollen-investitionen-und-sicherheitspartnerschaft-ausbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:11:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing Faye ebenfalls zu einem Gespräch in Berlin. Behandelt wurden der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die Lage im Sahel und internationale politische Fragen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-und-senegal-wollen-investitionen-und-sicherheitspartnerschaft-ausbauen%2F&amp;action_name=Deutschland%20und%20Senegal%20wollen%20Investitionen%20und%20Sicherheitspartnerschaft%20ausbauen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-senegal-wollen-investitionen-und-sicherheitspartnerschaft-ausbauen/">Deutschland und Senegal wollen Investitionen und Sicherheitspartnerschaft ausbauen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Senegal wollen ihre Wirtschaftsbeziehungen vertiefen und die gemeinsame Sicherheitspartnerschaft ausbauen. <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-praesident-faye-reist-zu-merz-und-steinmeier-nach-deutschland/" type="post" id="28271">Bundeskanzler Friedrich Merz und Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye berieten darüber am 23. Juni 2026 in Berlin im Rahmen eines 48-stündigen offiziellen Arbeitsbesuchs des senegalesischen Staatschefs.</a> Beide Seiten betonten die Bedeutung der langjährigen Partnerschaft und kündigten an, diese durch neue Vereinbarungen und verstärkte Zusammenarbeit weiter zu festigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz empfing Faye mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt. <a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/" type="post" id="27696">Für den senegalesischen Präsidenten war es der erste Besuch in Berlin seit seinem Amtsantritt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye traf während seines Aufenthalts auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Zudem nahm er gemeinsam mit Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan am Deutsch-Senegalesischen Wirtschaftstag teil, bei dem bereits am Vortag mehrere wirtschaftliche Vereinbarungen geschlossen wurden.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-will-deutsche-unternehmen-unterstutzen" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-will-deutsche-unternehmen-unterstuetzen">Bundesregierung will deutsche Unternehmen unterstützen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Merz verwies auf eine zunehmende wirtschaftliche Verflechtung zwischen beiden Ländern. Immer mehr deutsche Unternehmen interessierten sich für den senegalesischen Markt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollen das als Bundesregierung unterstützen“, sagte der Kanzler. Dabei sollen Instrumente der deutschen Außenwirtschaftsförderung und der Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum stehen Investitionen und die Ausbildung junger Menschen in Berufen mit langfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten. Senegal hat eine junge und wachsende Bevölkerung. Die Schaffung von Arbeitsplätzen gehört deshalb zu den Schwerpunkten der nationalen Entwicklungsstrategie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Merz verband die Aussicht auf stärkere Investitionen mit der Forderung nach verlässlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.</a> Er begrüßte Reformen der senegalesischen Regierung, darunter das neue Investitionsgesetz, und ermutigte Dakar zu weiteren Schritten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Investitionen brauchen stabile Rahmenbedingungen“, erklärte der Bundeskanzler.</p>



<h2 id="h-faye-wirbt-um-deutsche-investitionen-und-verweist-auf-neue-dynamik" class="wp-block-heading"><span id="faye-wirbt-um-deutsche-investitionen-und-verweist-auf-neue-dynamik">Faye wirbt um deutsche Investitionen und verweist auf neue Dynamik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Faye erklärte, deutsche Unternehmen seien in Senegal ausdrücklich willkommen. Die Qualität deutscher Produkte und Dienstleistungen genieße in seinem Land hohes Ansehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die deutschen Unternehmen haben ihren Platz im Senegal“, sagte der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf die zunehmende Dynamik der wirtschaftlichen Beziehungen, die sich unter anderem in den beim Wirtschaftstag geschlossenen Vereinbarungen und im wachsenden Interesse deutscher Firmen widerspiegele. Senegal sei eine sichere und attraktive Destination für Investoren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28359 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Seine Regierung wolle die Privatwirtschaft stärker in die Zusammenarbeit einbeziehen und die Handels- und Investitionsbeziehungen mit Deutschland ausbauen. Der Präsident verband dies mit der nationalen Entwicklungsagenda Sénégal 2050, die einen langfristigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbau des Landes vorsieht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Faye erinnerte zudem an die historische Tiefe der Beziehungen, die seit den ersten Jahren der senegalesischen Unabhängigkeit durch regelmäßige Kontakte auf höchster Ebene geprägt seien.</p>



<h2 id="h-zusammenarbeit-bei-energie-gesundheit-und-ausbildung" class="wp-block-heading"><span id="zusammenarbeit-bei-energie-gesundheit-und-ausbildung">Zusammenarbeit bei Energie, Gesundheit und Ausbildung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die bestehende bilaterale Kooperation konzentriert sich unter anderem auf Gesundheit, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und berufliche Bildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye hob besonders die deutsche Unterstützung beim Ausbau der Solarenergie und bei Ausbildungsprogrammen hervor. Auch bei der Bewältigung der Coronapandemie habe Deutschland eine zentrale Rolle gespielt und sei zeitweise wichtigster bilateraler Partner Senegals gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus unterstützt Deutschland Senegal in zahlreichen strategischen Bereichen wie Wasserwirtschaft, Transport, Bildung, Justiz und Energie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz erklärte, die wirtschaftliche Kooperation solle beiden Seiten zugutekommen. Deutsche Unternehmen könnten neue Märkte erschließen, während Senegal Investitionen, Technologie, Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsplätze gewinnen wolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye stellte die Partnerschaft zugleich in den Zusammenhang gemeinsamer Werte. Die Beziehungen beruhten auf Frieden, Demokratie, Menschenrechten und der Achtung des Völkerrechts.</p>



<h2 id="h-merz-wurdigt-senegals-rolle-im-sahel" class="wp-block-heading"><span id="merz-wuerdigt-senegals-rolle-im-sahel">Merz würdigt Senegals Rolle im Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Wirtschaft und Investitionen bestimmten Sicherheit und Stabilität in Westafrika das Treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz verwies auf islamistisch motivierte Anschläge, organisierte Kriminalität und politische Instabilität in Senegals Nachbarschaft. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" type="post" id="22050">Die Sahelzone gehört seit Jahren zu den Regionen mit der weltweit höchsten Zahl tödlicher Terroranschläge.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ein stabiler Sahel liegt auch in unserem nationalen deutschen Interesse“, sagte der Kanzler. Gewalt und Unsicherheit verschärften Armut und trieben Menschen zur Flucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz würdigte Fayes Rolle als Vermittler und dessen Einsatz für Dialog, regionale Integration und eine Stärkung der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-polizei-ist-in-afrika-im-einsatz/" type="post" id="21271">Deutschland und Senegal unterhalten bereits eine Sicherheitspartnerschaft.</a> Diese Zusammenarbeit solle fortgesetzt und intensiviert werden, erklärte der Bundeskanzler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit Deutschland, Herr Präsident, steht Ihnen ein verlässlicher Partner zur Seite“, sagte Merz.</p>



<h2 id="h-faye-setzt-auf-dialog-und-internationale-kooperation" class="wp-block-heading"><span id="faye-setzt-auf-dialog-und-internationale-kooperation">Faye setzt auf Dialog und internationale Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Faye betonte, die Sicherheit Europas und Afrikas sei eng miteinander verbunden. Beide Länder seien im Kampf gegen Terrorismus aktiv und hätten ein gemeinsames Interesse an Frieden und Stabilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident sprach sich für Verhandlungslösungen in internationalen Krisen aus. Angesichts der Konflikte im Sahel, im Nahen und Mittleren Osten sowie in weiteren Weltregionen seien Deeskalation, Toleranz und ein Ende der Feindseligkeiten erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er plädierte zudem für eine offenere, gerechtere und inklusivere globale Ordnung sowie für eine verstärkte internationale Zusammenarbeit bei der Bewältigung globaler Herausforderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss seines Besuchs lud Faye Bundeskanzler Merz zu einem offiziellen Gegenbesuch nach Senegal ein. Eine solche Reise könnte nach Ansicht beider Seiten einen weiteren wichtigen Schritt zur Vertiefung der Partnerschaft darstellen.</p>



<h2 id="h-steinmeier-empfangt-faye-im-schloss-bellevue" class="wp-block-heading"><span id="steinmeier-empfaengt-faye-im-schloss-bellevue">Steinmeier empfängt Faye im Schloss Bellevue</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28358 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLhHvL3XAAA71p2.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing Faye ebenfalls zu einem Gespräch in Berlin. Behandelt wurden der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die Lage im Sahel und internationale politische Fragen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier hatte Senegal zuletzt im Februar 2022 besucht. Das Bundespräsidialamt bezeichnete das Land als einen der engsten Partner Deutschlands in Westafrika und verwies auf seine lange demokratische Tradition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fayes Deutschlandbesuch umfasste damit Gespräche auf höchster politischer Ebene sowie Begegnungen mit Vertretern der deutschen und senegalesischen Wirtschaft. Die Gespräche bestätigten die wachsende Bedeutung der bilateralen Beziehungen und die gemeinsame Absicht, diese künftig weiter auszubauen.</p>
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		<title>Nach tödlicher Gewaltwelle: Gambias Parlament streitet über Rückkehr der Todesstrafe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-toedlicher-gewaltwelle-gambias-parlament-streitet-ueber-rueckkehr-der-todesstrafe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 00:07:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach mehreren Tötungsdelikten fordert ein Abgeordneter die Wiedereinführung der Todesstrafe in Gambia. Andere Parlamentarier sehen die Ursachen der Gewalt vor allem in Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch und Schwächen des Sicherheitsapparats.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-toedlicher-gewaltwelle-gambias-parlament-streitet-ueber-rueckkehr-der-todesstrafe%2F&amp;action_name=Nach%20t%C3%B6dlicher%20Gewaltwelle%3A%20Gambias%20Parlament%20streitet%20%C3%BCber%20R%C3%BCckkehr%20der%20Todesstrafe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-toedlicher-gewaltwelle-gambias-parlament-streitet-ueber-rueckkehr-der-todesstrafe/">Nach tödlicher Gewaltwelle: Gambias Parlament streitet über Rückkehr der Todesstrafe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Eine Reihe von Tötungsdelikten und Gewaltverbrechen hat in Gambias Nationalversammlung eine Debatte über die Wiedereinführung der Todesstrafe ausgelöst. Die <a href="https://thepoint.gm/africa/gambia/headlines/death-penalty-call-dominates-parliament-debate-on-rising-wave-of-killings">Auseinandersetzung</a> fand in der jüngsten Sitzung des Parlaments statt. Der Abgeordnete Almameh Gibba forderte härtere Strafen als Abschreckung, während andere Parlamentarier Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch, Grenzschutz und Defizite bei der Polizeiarbeit als Ursachen der Gewalt nannten. Eine Entscheidung über eine Änderung des Strafrechts wurde nicht getroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt war eine von Yahya Gassama, dem Abgeordneten für Kiang East, eingebrachte aktuelle Aussprache. Mehrere Parlamentarier verwiesen dabei auf jüngste Tötungsfälle, die in verschiedenen Teilen des Landes öffentliche Besorgnis ausgelöst haben.</p>



<h2 id="h-gibba-fordert-ruckkehr-zur-todesstrafe" class="wp-block-heading"><span id="gibba-fordert-rueckkehr-zur-todesstrafe">Gibba fordert Rückkehr zur Todesstrafe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Almameh Gibba, Abgeordneter des Wahlkreises Foni Kansala, stellte die Forderung nach der Todesstrafe in den Mittelpunkt seines Beitrags. Das Land müsse strengere Maßnahmen gegen Täter ergreifen, wenn es die zunehmende Gewalt eindämmen wolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn wir die Todesstrafe nicht zurückbringen, wird dieses Problem weiterbestehen. Drogen töten, Waffen töten, Alkoholismus tötet. Was wir tun müssen, ist bestrafen“, sagte Gibba.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/illegale-migration-belastet-grenzbeamte-in-gambia/" type="post" id="21795">Der Abgeordnete verband seine Forderung mit einem Appell an die Regierung, Recht und öffentliche Ordnung stärker zu priorisieren.</a> Ohne konsequente Strafverfolgung und ausreichende Unterstützung für die Sicherheitsbehörden werde die Gewalt weiter zunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was auch immer wir in diesem Land tun, es muss auf Recht und Ordnung beruhen. Wenn das nicht gewährleistet wird, werden wir weiterhin Blutvergießen erleben“, erklärte Gibba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Äußerungen waren ein politischer Vorstoß innerhalb der Parlamentsdebatte. Aus der Aussprache ging weder ein formeller Gesetzentwurf noch ein Beschluss der Nationalversammlung zur Wiedereinführung der Todesstrafe hervor.</p>



<h2 id="h-abgeordnete-nennen-soziale-ursachen-der-gewalt" class="wp-block-heading"><span id="abgeordnete-nennen-soziale-ursachen-der-gewalt">Abgeordnete nennen soziale Ursachen der Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Yahya Sanyang, Abgeordneter für Latrikunda Sabiji, widersprach der Konzentration auf strafrechtliche Verschärfungen nicht grundsätzlich, rückte jedoch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ursachen gewaltsamer Kriminalität in den Vordergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf Jugendarbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch, unzureichend kontrollierte Grenzen und Konflikte um Grundstücke. Auch die Zusammenarbeit zwischen Polizei und örtlichen Gemeinschaften müsse gestärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was verursacht all diese rücksichtslosen Tötungen in der Gesellschaft?“, fragte Sanyang. Die Regierung müsse dafür sorgen, dass junge Menschen Beschäftigung fänden und der Missbrauch von Rauschmitteln konsequent bekämpft werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Abgeordnete teilten die Einschätzung, dass Gewalt nicht allein durch höhere Strafen verhindert werden könne. In der Debatte wurden schlechte Straßenbeleuchtung, eine unzureichende Polizeipräsenz und der Verlust gesellschaftlicher Werte als weitere Faktoren genannt.</p>



<h2 id="h-kritik-an-regierung-und-sicherheitsbehorden" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-regierung-und-sicherheitsbehoerden">Kritik an Regierung und Sicherheitsbehörden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sulayman Saho, Abgeordneter für Central Badibou, warf der Regierung vor, Leben und Eigentum der Bevölkerung nicht ausreichend zu schützen. Er forderte weitere Reformen des Sicherheitssektors und eine parlamentarische Untersuchung der jüngsten Tötungsfälle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die heutige Regierung nimmt ihre Verantwortung zum Schutz des Lebens ihrer Bürger nicht ausreichend wahr“, sagte Saho.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0.webp" alt="" class="wp-image-28327 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-768x513.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-380x254.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-800x534.webp 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsausschuss der Nationalversammlung solle die Fälle untersuchen und prüfen, wo staatliche Schutzmechanismen versagt hätten. Sahos Forderung richtete sich damit nicht nur auf die strafrechtliche Ahndung einzelner Verbrechen, sondern auch auf mögliche institutionelle Schwächen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Aussprache wurde mehrfach eine bessere Ausstattung der Sicherheitsorgane gefordert. Dazu gehören eine stärkere Präsenz der Polizei in Wohngebieten, verbesserte Ermittlungsarbeit sowie eine konsequentere Kontrolle von Waffen, Drogen und grenzüberschreitenden Bewegungen.</p>



<h2 id="h-gemeinschaften-sollen-starker-einbezogen-werden" class="wp-block-heading"><span id="gemeinschaften-sollen-staerker-einbezogen-werden">Gemeinschaften sollen stärker einbezogen werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parlamentsmitglied Kebba Lang Fofana betonte die Verantwortung der Bevölkerung bei der Verhinderung von Gewalt. Sicherheit beginne nicht erst bei Polizei und Justiz, sondern innerhalb der Familien und örtlichen Gemeinschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind alle Polizisten“, sagte Fofana. „Frieden beginnt beim Einzelnen, schlägt zu Hause Wurzeln und breitet sich von dort auf die gesamte Gesellschaft aus.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er warb für lokale Friedensarbeit und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Bewohnern, Gemeindeverantwortlichen und Sicherheitsbehörden. Hinweise auf drohende Gewalttaten müssten frühzeitig weitergegeben und Konflikte möglichst vor einer Eskalation bearbeitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge zeigten unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die jüngsten Gewaltverbrechen bekämpft werden sollen. Während Gibba die abschreckende Wirkung der Todesstrafe hervorhob, forderten andere Abgeordnete ein umfassenderes Vorgehen gegen soziale Unsicherheit, Drogenmissbrauch und Schwächen im Sicherheitsapparat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übereinstimmung bestand in der Forderung nach schnellen Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und zur Wiederherstellung des Vertrauens in Polizei, Regierung und Justiz.</p>
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		<item>
		<title>UN zieht sich zurück – MINUSCA übergibt sieben Einsatzbasen an Zentralafrikanische Republik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-zieht-sich-zurueck-minusca-uebergibt-sieben-einsatzbasen-an-zentralafrikanische-republik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 12:31:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[MINUSCA]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Sieben UN-Stützpunkte gehen an die zentralafrikanischen Behörden über. MINUSCA spricht nicht von einem Rückzug, sondern von einer neuen Einsatzstrategie mit weniger festen Basen und mehr mobilen Patrouillen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-zieht-sich-zurueck-minusca-uebergibt-sieben-einsatzbasen-an-zentralafrikanische-republik%2F&amp;action_name=UN%20zieht%20sich%20zur%C3%BCck%20%E2%80%93%20MINUSCA%20%C3%BCbergibt%20sieben%20Einsatzbasen%20an%20Zentralafrikanische%20Republik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Mission MINUSCA hat sieben Einsatzbasen samt Gebäuden und technischer Ausstattung an die Behörden der Zentralafrikanischen Republik übergeben. Die Mission erläuterte den Schritt am 17. Juni 2026 in Bangui. Die Übergabe ist Teil einer geplanten Neuordnung der UN-Präsenz, bei der nationale Sicherheitskräfte in stabilisierten Gebieten mehr Verantwortung übernehmen sollen. MINUSCA will ihre festen Standorte reduzieren und zugleich mobile Patrouillen sowie schnelle Einsätze ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sieben Stützpunkte liegen in Mbaïki, Bamingui, Dékoa, Dilapoko, Ippy, Kouango und Pombolo. Sie verteilen sich auf sechs Präfekturen im Westen, Zentrum und Osten des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur übergebenen Infrastruktur gehören feste Gebäude, Fertigbauten, Wachposten und Hubschrauberlandeplätze. Hinzu kommen Brunnen, Wasserbehälter, Stromgeneratoren, Klimaanlagen und eine Verbrennungsanlage.</p>



<h2 id="h-ubergabe-folgt-einer-sicherheitsprufung" class="wp-block-heading"><span id="uebergabe-folgt-einer-sicherheitspruefung">Übergabe folgt einer Sicherheitsprüfung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">MINUSCA-Sprecherin Florence Marchal erklärte, die Standorte seien nach einer eingehenden Prüfung der Sicherheitslage ausgewählt worden. Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit Präsident Faustin-Archange Touadéra, Premierminister Félix Moloua und weiteren staatlichen Stellen getroffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Auswahl der an die zentralafrikanischen Behörden übergebenen Basen ist keineswegs zufällig“, sagte Marchal. In den betroffenen Gebieten seien die zentralafrikanischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte bereits stationiert oder sollten dort eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nationalen Kräfte sollen damit schrittweise Aufgaben übernehmen, die seit der Einrichtung der Mission von MINUSCA ausgeführt oder unterstützt wurden. Dazu gehört insbesondere der Schutz der Bevölkerung in Gebieten, die von den Vereinten Nationen inzwischen als ausreichend stabilisiert eingestuft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Übergabezeremonie in Mbaïki bezeichneten die Leiterin der MINUSCA, Valentine Rugwabiza, und Premierminister Moloua den Schritt als Beginn eines neuen Abschnitts in der Zusammenarbeit zwischen der Mission und der zentralafrikanischen Regierung.</p>



<h2 id="h-un-mission-weist-ruckzugsdeutung-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="un-mission-weist-rueckzugsdeutung-zurueck">UN-Mission weist Rückzugsdeutung zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marchal stellte klar, dass die Übergabe nicht mit einem vollständigen Rückzug der Mission gleichzusetzen sei. MINUSCA befinde sich vielmehr in einer geplanten Umstrukturierung, die sowohl die Sicherheitslage als auch die finanziellen Einschränkungen der Mission berücksichtige.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-28318 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLHqZy6WgAAqF-y.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In vergleichsweise stabilen Regionen soll die dauerhafte Präsenz in festen Lagern abnehmen. Personal und Mittel sollen stärker auf Gebiete konzentriert werden, in denen bewaffnete Gruppen weiterhin aktiv sind oder staatliche Institutionen nur eingeschränkt arbeiten können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission will dafür mehr Patrouillen über große Entfernungen und längere Zeiträume einsetzen. Auch ihre Fähigkeit, bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage kurzfristig Einheiten zu entsenden, soll gestärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Präsenz wird anders organisiert, aber sie bleibt bestehen“, erklärte Marchal. Der Wechsel führe von einer vorwiegend stationären Präsenz in Stützpunkten zu regelmäßig eingesetzten mobilen Einheiten.</p>



<h2 id="h-sicherheitsfortschritte-bleiben-regional-unterschiedlich" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsfortschritte-bleiben-regional-unterschiedlich">Sicherheitsfortschritte bleiben regional unterschiedlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Neuordnung folgt nach Darstellung der MINUSCA auf Fortschritte bei der Ausweitung staatlicher Strukturen und der Sicherung weiter Teile des Landes. <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrikanische-republik-touadera-gewinnt-praesidentschaftswahl-2025-im-ersten-wahlgang/" type="post" id="23231">Die Mission verweist unter anderem auf die Wahlen vom Dezember 2025 und April 2026.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember konnten bis auf wenige Wahllokale in der Präfektur Haut-Mbomou sämtliche Abstimmungsorte öffnen. Beim zweiten Wahlgang und den Teilwahlen im April seien alle Wahllokale zugänglich gewesen. Bei früheren Wahlen habe der Anteil geöffneter Wahllokale teilweise nur zwischen 30 und 40 Prozent gelegen, erklärte Marchal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sprecherin betonte zugleich, dass die Sicherheitsfortschritte in einigen Regionen weiterhin fragil seien. Weitere Anpassungen der Mission sollten deshalb geordnet und schrittweise erfolgen. Entscheidungen über zusätzliche Standortübergaben würden von der jeweiligen Entwicklung vor Ort abhängig gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MINUSCA ist seit 2014 in der Zentralafrikanischen Republik tätig. Ihr Mandat umfasst unter anderem den Schutz der Zivilbevölkerung, die Unterstützung des Friedensprozesses und die Stärkung staatlicher Institutionen. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mandat-bis-november-2026/" type="post" id="21972">Die Neuordnung ihrer Präsenz erfolgt auf Grundlage des aktuellen Mandats des UN-Sicherheitsrats.</a></p>
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		<item>
		<title>Russland schützt Madagaskars Regierung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russland-schuetzt-madagaskars-regierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 20:07:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach Präsidentengarde und Spezialkräften hat Russland nun auch den Personenschutz der madagassischen Regierung ausgebildet. Moskaus Sicherheitskooperation mit Antananarivo erreicht damit eine weitere zentrale staatliche Einheit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussland-schuetzt-madagaskars-regierung%2F&amp;action_name=Russland%20sch%C3%BCtzt%20Madagaskars%20Regierung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Russische Ausbilder haben erstmals Angehörige des Sicherheitsbataillons der madagassischen Regierung für den Personenschutz des Premierministers und der Kabinettsmitglieder geschult. Die sechswöchige Ausbildung endete am 17. Juni. Zehn Soldaten trainierten den Umgang mit Waffen, die Abwehr von Bedrohungen und verschiedene Kampftechniken. Der Kurs erweitert eine Sicherheitskooperation, die Antananarivo und Moskau seit dem Machtwechsel im Oktober 2025 deutlich ausgebaut haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bataillon für die Sicherheit der Primature ist unmittelbar für den Schutz von Premierminister Mamitiana Rajaonarison und weiteren Regierungsmitgliedern zuständig. Die madagassische Regierungszentrale kündigte nach Abschluss der Ausbildung neue Ausrüstung und Uniformen für die Einheit an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schulung folgt auf mehrere russische Ausbildungsprogramme für die Streitkräfte, Spezialeinheiten und die Präsidentengarde. <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/">Damit erstreckt sich die russische Unterstützung inzwischen auf mehrere bewaffnete Einheiten, die für die Führung des Staates und den Schutz seiner Institutionen eingesetzt werden.</a></p>



<h2 id="h-von-der-prasidentengarde-zur-primature" class="wp-block-heading"><span id="von-der-praesidentengarde-zur-primature">Von der Präsidentengarde zur Primature</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 5. Mai hatte das dem russischen Verteidigungsministerium zugeordnete Africa Corps eine Ausbildung für 127 madagassische Soldaten abgeschlossen. Zu den Teilnehmern gehörten Angehörige der Spezialkräfte und der Präsidentengarde. Die Militärführung Madagaskars und die russische Botschaft begleiteten die Abschlusszeremonie in Antananarivo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die madagassische Präsidentschaft hatte das Programm im Januar zunächst für 140 Soldaten angekündigt. Die achtwöchige Ausbildung umfasste Schießtraining, den Einsatz von Aufklärungs- und Angriffsdrohnen, Pionieraufgaben sowie die Vorbereitung von Angriffseinheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erste Gruppe erhielt Anfang März ihre Abschlusszertifikate. Die zweite Ausbildungsphase konzentrierte sich stärker auf Spezialkräfte und den Schutz des Präsidenten. Mit der anschließenden Schulung des Sicherheitsbataillons der Primature wurde nun auch der Personenschutz der Regierung in die Zusammenarbeit einbezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russischen Ausbilder waren bereits Ende Dezember 2025 nach Madagaskar gekommen. <em>Madagascar-Tribune.com</em>berichtete damals über eine etwa 40-köpfige Delegation unter Leitung des russischen Generals Andrei Awerjanow. Er gilt als führender Vertreter des militärischen Nachrichtendienstes und als Verantwortlicher des Africa Corps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation entstand Ende 2023 nach dem Tod des Wagner-Gründers Jewgeni Prigoschin. <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Russland überführte damit einen Teil der bisherigen Wagner-Strukturen in eine Organisation unter direkterer Kontrolle des Verteidigungsministeriums.</a> Das Africa Corps setzt sich aus ehemaligen Wagner-Kämpfern, früheren Kommandeuren und neu angeworbenem Personal zusammen.</p>



<h2 id="h-russland-liefert-waffen-fahrzeuge-und-baumaschinen" class="wp-block-heading"><span id="russland-liefert-waffen-fahrzeuge-und-baumaschinen">Russland liefert Waffen, Fahrzeuge und Baumaschinen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/" type="post" id="24972">Die Ausbildungsprogramme sind Teil einer Reihe militärischer Lieferungen und politischer Kontakte.</a> Am 14. Januar kündigte die madagassische Übergangsregierung den Erhalt eines ersten russischen Rüstungspakets an. Es umfasste Sturmgewehre, Drohnen und Präzisionsausrüstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. April folgten leichte gepanzerte Fahrzeuge und Militärlastwagen. Russland lieferte zudem Hubschrauber und schwere Fahrzeuge, die nach dem Zyklon Gezani auch bei Wiederaufbauarbeiten eingesetzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Juni übergab Moskau auf dem Militärstützpunkt Ivato weitere technische Geräte. Zu der Lieferung gehörten ein Kettenbulldozer, ein Radlader, ein Mobilkran, ein Bagger, mobile Stromgeneratoren sowie Anlagen zur Wasseraufbereitung und zur Notstromversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geräte sollen nach Angaben der russischen Botschaft bei Naturkatastrophen und beim Bau öffentlicher Infrastruktur eingesetzt werden. Organisiert wurde die Lieferung von der für internationale Militärkooperation zuständigen Abteilung des russischen Verteidigungsministeriums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Geschäftsträger Alexei Burjak bezeichnete die Übergabe als „eine neue Etappe der russischen Unterstützung für Madagaskar“. Der Schritt zeige, „dass wir ein verlässlicher Partner sind“. Russland verbinde die militärische Zusammenarbeit zunehmend mit Unterstützung für zivile Aufgaben, erklärte Burjak.</p>



<h2 id="h-kontakte-zwischen-antananarivo-und-moskau-nehmen-zu" class="wp-block-heading"><span id="kontakte-zwischen-antananarivo-und-moskau-nehmen-zu">Kontakte zwischen Antananarivo und Moskau nehmen zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/" type="post" id="22434">Die neue Intensität der Zusammenarbeit setzte nach dem Machtwechsel im Oktober 2025 ein.</a> Damals übernahm Oberst Michaël Randrianirina nach einem Staatsstreich die Führung Madagaskars.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24627 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-im-kontakt-mit-neuem-praesidenten-madagaskars-michael-randrianirina/" type="post" id="20880">Am 19. Februar empfing der russische Präsident Wladimir Putin Randrianirina in Moskau.</a> Ende März wurde eine russisch-madagassische Handelskammer eröffnet. Eine russische Wirtschaftsdelegation besuchte im Mai zudem Antsiranana, um eine mögliche Wiederbelebung der strategisch gelegenen Schiffswerft Secren zu prüfen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Staaten unterhalten bereits seit mehr als fünf Jahrzehnten militärische Beziehungen. Ein großer Teil der Ausrüstung der madagassischen Streitkräfte stammt aus sowjetischer oder russischer Produktion. Seit Ende 2025 hat sich jedoch die Zahl der Waffenlieferungen, Ausbildungsprogramme und hochrangigen Kontakte deutlich erhöht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die madagassische Führung begründet die Zusammenarbeit vor allem mit der inneren Sicherheitslage. Dazu gehören bewaffnete Viehdiebstähle im Süden und Westen des Landes. Randrianirina erklärte, die russischen Ausbilder könnten Veränderungen bei den für seinen Schutz zuständigen Sicherheitskräften bewirken.</p>



<h2 id="h-africa-corps-erreicht-den-indischen-ozean" class="wp-block-heading"><span id="africa-corps-erreicht-den-indischen-ozean">Africa Corps erreicht den Indischen Ozean</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">Mit dem Engagement in Madagaskar weitet das Africa Corps seinen Einsatzraum über seine bisherigen Schwerpunkte in der Sahelzone und Zentralafrika hinaus aus.</a> Die Organisation ist unter anderem in Libyen, Sudan, Mali, Burkina Faso, Niger und der Zentralafrikanischen Republik aktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> setzte das Africa Corps im November 2024 auf seine Sanktionsliste. Die britische Regierung wirft der Organisation weitreichende Menschenrechtsverletzungen und die wirtschaftliche Ausbeutung natürlicher Ressourcen in afrikanischen Staaten vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Madagaskar liegt mehr als 6.000 Kilometer von den bisherigen Einsatzgebieten des Africa Corps im Sahel entfernt. Die Insel grenzt an den Kanal von Mosambik, eine wichtige Schifffahrtsroute zwischen dem südlichen Afrika, dem Indischen Ozean und internationalen Energiemärkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-madagaskar-geben-sich-klare-ziele/">Der Ausbau der russischen Zusammenarbeit fällt zugleich in eine Phase wachsender Spannungen zwischen Antananarivo und Paris.</a> Die madagassischen Behörden verlangten Ende April die Ausweisung eines Mitarbeiters der französischen Botschaft. Ihm wurden Verbindungen zu mutmaßlichen Versuchen vorgeworfen, die politische Ordnung des Landes zu destabilisieren.</p>
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		<title>Bewaffnete greifen Flughafen von Niamey an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bewaffnete-greifen-flughafen-von-niamey-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:51:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Schwere Schüsse am Flughafen von Niamey: Bewaffnete dringen nach Medienberichten in den Sicherheitsbereich ein. Das Gelände ist abgeriegelt. Es ist bereits der zweite Angriff auf den strategischen Standort innerhalb von fünf Monaten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbewaffnete-greifen-flughafen-von-niamey-an%2F&amp;action_name=Bewaffnete%20greifen%20Flughafen%20von%20Niamey%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete haben den internationalen Flughafen Diori Hamani in Nigers Hauptstadt Niamey angegriffen. Der Angriff begann am frühen Morgen des 18. Juni 2026. Anwohner meldeten anhaltende Schüsse am Eingang und im Umfeld des Flughafens, während Sicherheitskräfte das Gelände und die Zufahrtsstraßen abriegelten. Zur Identität der Angreifer und zu möglichen Opfern lagen zunächst keine offiziellen Angaben vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nigrische Medium <em><a href="https://tamtaminfo.com/enieme-attaque-terroriste-a-laeroport-de-niamey-la-situation-est-sous-controle/">Tamtam Info</a></em> berichtete unter Berufung auf Sicherheitsquellen, eine Gruppe sei mit einem Bus zum Kreisverkehr vor dem Flughafen gefahren und habe dort das Feuer auf eingesetzte Polizisten eröffnet. Sicherheitskräfte hätten daraufhin eingegriffen und einen Teil der Angreifer außer Gefecht gesetzt. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben stand zunächst aus.</p>



<h2 id="h-schwere-schusse-rund-um-das-flughafengelande" class="wp-block-heading"><span id="schwere-schuesse-rund-um-das-flughafengelaende">Schwere Schüsse rund um das Flughafengelände</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anwohner berichteten der Nachrichtenagentur AFP, die ersten Schüsse gegen 6 Uhr Ortszeit gehört zu haben. Das Feuer sei aus Richtung des Flughafeneingangs gekommen und habe zwei Stunden später noch angedauert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere regionale Medien meldeten auch den Einsatz schwerer Waffen. Die ivorische Nachrichtenagentur AIP berichtete, Angreifer seien in den Flughafenbereich eingedrungen. Die nigrischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berichte über den weiteren Verlauf waren zunächst nicht einheitlich. Während einzelne Medien am Vormittag weiterhin von Schusswechseln sprachen, meldete <em>Tamtam Info</em>, die Sicherheitskräfte hätten die Lage unter Kontrolle gebracht. Such- und Kontrolloperationen im Umfeld des Flughafens dauerten demnach an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einsatzkräfte überprüften die Zufahrtswege und suchten nach möglichen weiteren Beteiligten. Der öffentliche Zugang zum Flughafen wurde gesperrt. Flugverbindungen waren nach Angaben mehrerer Medien vorübergehend ausgesetzt oder beeinträchtigt.</p>



<h2 id="h-keine-angaben-zu-opfern-und-schaden" class="wp-block-heading"><span id="keine-angaben-zu-opfern-und-schaeden">Keine Angaben zu Opfern und Schäden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die nigrischen Behörden hatten zunächst weder eine Opferzahl noch Angaben zu möglichen Schäden an der zivilen oder militärischen Infrastruktur veröffentlicht. Auch eine offizielle Einordnung des Vorfalls als terroristischer Angriff lag am Vormittag noch nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu dem Angriff bekannte sich zunächst keine Organisation. Die Identität und das Ziel der Angreifer blieben daher ungeklärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Tamtam Info</em> bezeichnete den Vorfall unter Berufung auf Sicherheitskreise als gescheiterten Terrorangriff. Das Medium berichtete außerdem, Anwohner hätten sich nach den Gefechten in der Nähe des Flughafens versammelt und den Sicherheitskräften ihre Unterstützung ausgesprochen.</p>



<h2 id="h-zweiter-angriff-innerhalb-von-funf-monaten" class="wp-block-heading"><span id="zweiter-angriff-innerhalb-von-fuenf-monaten">Zweiter Angriff innerhalb von fünf Monaten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="318" height="159" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Aero.png" alt="" class="wp-image-28249 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Aero.png 318w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Aero-300x150.png 300w" sizes="(max-width: 318px) 100vw, 318px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/schuesse-und-explosionen-am-flughafen-niamey-nahe-uranium-lager/" type="post" id="24120">Der Flughafen Diori Hamani war bereits in der Nacht vom 28. auf den 29. Januar 2026 Ziel eines größeren Angriffs. </a>Damals wurden neben dem zivilen Flughafen auch die angrenzende Luftwaffenbasis 101 und militärische Einrichtungen angegriffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefechte dauerten mehrere Stunden. Die nigrischen Streitkräfte und mit ihnen eingesetzte russische Kräfte schlugen den Angriff nach Angaben der Behörden zurück. Vier Menschen wurden verletzt, zudem entstanden erhebliche Sachschäden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Terrormiliz Islamischer Staat in der Sahelzone bekannte sich später zu dem Angriff. Nigers Übergangspräsident Abdourahamane Tiani erklärte damals, eine Lücke im Sicherheitsdispositiv habe den Angreifern den Zugang ermöglicht. Ihr Ziel sei es gewesen, die Luftstreitkräfte des Landes zu zerstören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff im Januar hatte die jihadistische Gewalt erstmals in größerem Umfang bis zu einer strategischen Einrichtung in der Hauptstadt getragen. Zuvor konzentrierten sich die meisten Anschläge bewaffneter Gruppen auf den Westen und Südosten Nigers.</p>



<h2 id="h-strategischer-standort-in-der-hauptstadt" class="wp-block-heading"><span id="strategischer-standort-in-der-hauptstadt">Strategischer Standort in der Hauptstadt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flughafen liegt südöstlich des Zentrums von Niamey und dient sowohl dem zivilen Luftverkehr als auch militärischen Zwecken. Auf dem Gelände und in seiner unmittelbaren Umgebung befinden sich Einrichtungen der nigrischen Streitkräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Militärputsch vom 26. Juli 2023 wird Niger vom Nationalen Rat für den Schutz des Vaterlandes geführt. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-zieht-botschaftspersonal-aus-niger-ab/" type="post" id="25881">Die Regierung hat ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit westlichen Staaten stark eingeschränkt und die militärischen Beziehungen zu Russland ausgebaut.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage bleibt vor allem in den Grenzgebieten zu Mali, Burkina Faso und Nigeria angespannt. Dort verüben mit dem Islamischen Staat und Al-Qaida verbundene Gruppen regelmäßig Angriffe auf Sicherheitskräfte und die Zivilbevölkerung. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Somalilands Präsident reist nach Israel – Heftige Proteste aus Somalia und Ägypten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/somalilands-praesident-reist-nach-israel-heftige-proteste-aus-somalia-und-aegypten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 15:14:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Jemen]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Somalilands Präsident wird in Israel erstmals mit vollständigem Staatsprotokoll empfangen. Die Visite vertieft die Beziehungen nach der israelischen Anerkennung und verschärft den Konflikt mit Somalia.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsomalilands-praesident-reist-nach-israel-heftige-proteste-aus-somalia-und-aegypten%2F&amp;action_name=Somalilands%20Pr%C3%A4sident%20reist%20nach%20Israel%20%E2%80%93%20Heftige%20Proteste%20aus%20Somalia%20und%20%C3%84gypten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Somalilands Präsident Abdirahman Mohamed Abdullahi ist zu einem Staatsbesuch in Israel eingetroffen und von Präsident Isaac Herzog in Jerusalem empfangen worden. Die Visite begann am Sonntag, 14. Juni 2026. Es ist der erste Besuch eines somaliländischen Staatsoberhaupts in Israel und die bislang ranghöchste Begegnung seit der gegenseitigen Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Somalia lehnt die israelische Anerkennung Somalilands weiterhin als Verletzung seiner staatlichen Souveränität ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herzog empfing Abdullahi mit militärischen Ehren am Präsidentensitz. Auf der Tagesordnung stehen die Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft, Technologie, Gesundheit, Handel und Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Heute wird Geschichte geschrieben, und Somaliland ist bereit, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen, die auf Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt beruht“, erklärte Abdullahi nach seiner Ankunft.</p>



<h2 id="h-israel-empfangt-somaliland-mit-vollem-staatsprotokoll" class="wp-block-heading"><span id="israel-empfaengt-somaliland-mit-vollem-staatsprotokoll">Israel empfängt Somaliland mit vollem Staatsprotokoll</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise hat für Somaliland eine besondere diplomatische Bedeutung. Seit der einseitigen Unabhängigkeitserklärung von Somalia im Jahr 1991 bemüht sich die Regierung in Hargeisa um internationale Anerkennung. <a href="https://fokus-afrika.de/israels-anerkennung-von-somaliland-belastet-somalias-praesidentschaft-im-un-sicherheitsrat/" type="post" id="23367">Israel erkannte Somaliland am 26. Dezember 2025 als unabhängigen und souveränen Staat an und wurde damit das erste Mitglied der Vereinten Nationen, das diesen Schritt vollzog.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„35 Jahre lang hat das Volk von Somaliland eine friedliche, demokratische und widerstandsfähige Nation aufgebaut“, schrieb Abdullahi zu Beginn der Reise. Somaliland habe die internationale Gemeinschaft gefragt: „Seht ihr uns?“ Israel habe als erstes Land geantwortet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Visite markiere einen „historischen Meilenstein“ und den Beginn eines neuen Kapitels in den Beziehungen zwischen Somaliland und Israel, erklärte der Präsident. Er vertrete dabei die Hoffnungen und Interessen von nach seinen Angaben sechs Millionen Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der politische Analyst Sharmake Ali bezeichnete den Empfang als den ersten Moment seit 35 Jahren, in dem Somaliland von einem anderen Staat mit vollständigem diplomatischem Protokoll behandelt werde. Die Begegnung geht damit über die informellen Kontakte hinaus, die Hargeisa seit Jahren zu mehreren Regierungen und internationalen Partnern unterhält.</p>



<h2 id="h-herzog-drangt-auf-konkrete-zusammenarbeit" class="wp-block-heading"><span id="herzog-draengt-auf-konkrete-zusammenarbeit">Herzog drängt auf konkrete Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Israels Präsident erklärte beim Empfang, beide Seiten hätten mit „Mut und Realismus“ gehandelt. Israel habe eine staatliche Realität anerkannt, die sich über mehrere Jahrzehnte entwickelt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herzog verwies auf Bilder aus Somaliland, auf denen Menschen nach der Anerkennung israelische Fahnen schwenkten. Diese Szenen hätten in Israel große Aufmerksamkeit erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun müssten beide Seiten von politischen Erklärungen zu praktischer Zusammenarbeit übergehen. „Wir müssen von Erklärungen zu Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den Menschen übergehen“, sagte Herzog.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28130 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKw2lSCXsAAmK9Z.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Als gemeinsame Interessen nannte er den Kampf gegen extremistische Gruppen, regionale Sicherheit und den Schutz der freien Schifffahrt. Somaliland liegt am Golf von Aden gegenüber dem Jemen und damit an einer der strategisch wichtigsten Seeverbindungen zwischen dem Indischen Ozean, dem Roten Meer und dem Suezkanal.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Über den Hafen von Berbera besteht ein direkter Zugang zu einer Route, die für den internationalen Handel und die Energieversorgung von großer Bedeutung ist. Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf Schiffe im Roten Meer haben die sicherheitspolitische Bedeutung der Region für Israel zusätzlich erhöht.</p>



<h2 id="h-beziehungen-wurden-seit-dezember-rasch-ausgebaut" class="wp-block-heading"><span id="beziehungen-wurden-seit-dezember-rasch-ausgebaut">Beziehungen wurden seit Dezember rasch ausgebaut</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise Abdallahis folgt auf mehrere diplomatische Schritte innerhalb weniger Monate. <a href="https://fokus-afrika.de/israels-aussenminister-saar-besucht-somaliland-nach-anerkennung-durch-israel/" type="post" id="23249">Nach der israelischen Anerkennung besuchte Außenminister Gideon Sa’ar am 6. Januar 2026 die somaliländische Hauptstadt Hargeisa.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sa’ar führte dort Gespräche mit Abdullahi über den Ausbau der bilateralen Beziehungen. Während des Besuchs nahm der somaliländische Präsident die Einladung zu einer Reise nach Israel an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somaliland entsandte anschließend Mohamed Omar Hagi Mohamoud als ersten Botschafter nach Israel. <a href="https://fokus-afrika.de/israels-botschafter-fuer-somaliland-loest-scharfe-reaktionen-aus/" type="post" id="26718">Israel ernannte seinerseits einen diplomatischen Vertreter für Somaliland.</a> Beide Seiten kündigten den Aufbau regulärer diplomatischer Vertretungen an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hargeisa wirbt insbesondere um israelische Investitionen und Technologie. Somaliland bietet nach Darstellung seiner Regierung Möglichkeiten in der Landwirtschaft, im Bergbau, im Energiesektor und in der Hafenwirtschaft. </p>



<h2 id="h-somalia-weist-anerkennung-als-rechtswidrig-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="somalia-weist-anerkennung-als-rechtswidrig-zurueck">Somalia weist Anerkennung als rechtswidrig zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Mogadischu erkennt die Unabhängigkeit Somalilands nicht an. Sie betrachtet das Gebiet weiterhin als Teil der Bundesrepublik Somalia und bezeichnet offizielle Kontakte anderer Staaten mit Hargeisa ohne ihre Zustimmung als rechtswidrig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalias Präsident Hassan Sheikh Mohamud hatte die israelische Anerkennung kurz vor dem Besuch Abdallahis als einen der schwersten politischen Vorgänge in der jüngeren Geschichte seines Landes bezeichnet. Mogadischu spricht von einem Angriff auf die Souveränität und territoriale Integrität Somalias.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Besuch des israelischen Außenministers in Hargeisa forderte Somalia die Vereinten Nationen und die Afrikanische Union auf, an der international anerkannten Einheit des Landes festzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somaliland verwaltet sich dagegen seit 1991 weitgehend unabhängig. Es verfügt über eine eigene Regierung, ein Parlament, Sicherheitskräfte, eine Währung und staatliche Institutionen. Die internationale Gemeinschaft behandelte das Gebiet jedoch über Jahrzehnte nicht als souveränen Staat.</p>



<h2 id="h-botschaft-in-jerusalem-sorgt-fur-weiteren-streit" class="wp-block-heading"><span id="botschaft-in-jerusalem-sorgt-fuer-weiteren-streit">Botschaft in Jerusalem sorgt für weiteren Streit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Spannungen löste die Ankündigung Somalilands aus, eine Botschaft in Jerusalem zu unterhalten. Ägypten, Somalia und weitere arabische und mehrheitlich muslimische Staaten verurteilten den Schritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten 15 Staaten die geplante diplomatische Vertretung als Verletzung des Völkerrechts und des rechtlichen Status von Ostjerusalem. Zu den Unterzeichnern gehörten neben Ägypten und Somalia auch Saudi-Arabien, Katar, Jordanien, die Türkei, Pakistan, Indonesien, Dschibuti, Sudan, Jemen, Oman, Libanon, Mauretanien und die Palästinensische Autonomiebehörde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ägypten unterstützt ausdrücklich die Einheit und territoriale Integrität Somalias. Kairo lehnt sowohl die israelische Anerkennung Somalilands als auch eine somaliländische Vertretung in Jerusalem ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Hargeisa beharrt dagegen darauf, ihre internationalen Beziehungen eigenständig bestimmen zu können. Die israelische Anerkennung bildet dabei den bislang weitreichendsten diplomatischen Erfolg Somalilands seit der Unabhängigkeitserklärung von 1991.</p>
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		<title>Frankreich und die Türkei ringen in Afrika um Einfluss – neue SADAT-Vorwürfe in Mali</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 12:08:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Schützt das türkische Unternehmen SADAT Malis Übergangspräsidenten Assimi Goïta? France 24 greift die unbestätigten Vorwürfe erneut auf. SADAT bestreitet jede Präsenz und operative Tätigkeit in Mali.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali%2F&amp;action_name=Frankreich%20und%20die%20T%C3%BCrkei%20ringen%20in%20Afrika%20um%20Einfluss%20%E2%80%93%20neue%20SADAT-Vorw%C3%BCrfe%20in%20Mali&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali/">Frankreich und die Türkei ringen in Afrika um Einfluss – neue SADAT-Vorwürfe in Mali</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der wachsende Wettbewerb zwischen Frankreich und der Türkei um politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss in Afrika zeigt sich derzeit auch in Mali. Der französische Auslandssender <em>France 24</em> hat erneut eine mögliche Rolle des türkischen Sicherheitsunternehmens SADAT im Umfeld der malischen Staatsführung thematisiert. Die Ausstrahlung erfolgte am Samstag, 13. Juni 2026. Der Sender sprach von anhaltenden Hinweisen auf den Einsatz türkischer Kräfte zum Schutz von Übergangspräsident Assimi Goïta und zur Ausbildung malischer Spezialeinheiten. SADAT weist die Vorwürfe vollständig zurück und erklärt, weder Personal noch operative Aktivitäten in Mali zu unterhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Fernsehbeitrag räumte <em>France 24</em> ein, dass eine Präsenz des Unternehmens in Mali nicht offiziell bestätigt sei. Der Korrespondent Ludovic de Foucaud verwies vielmehr auf „sehr hartnäckige Gerüchte“ über eine doppelte Aufgabe von SADAT innerhalb des Landes. Die Berichterstattung fügt sich in eine breitere Debatte über den schwindenden Einfluss Frankreichs im Sahel und den zunehmenden Ausbau türkischer Beziehungen zu afrikanischen Staaten ein.</p>



<h2 id="h-berichte-uber-schutz-von-assimi-goita" class="wp-block-heading"><span id="berichte-ueber-schutz-von-assimi-goita">Berichte über Schutz von Assimi Goïta</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des Senders soll das türkische Unternehmen an der persönlichen Absicherung von Assimi Goïta beteiligt sein. Im Beitrag fiel in diesem Zusammenhang der Begriff einer „Prätorianergarde“ des malischen Übergangspräsidenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>France 24</em> brachte die Vorwürfe mit Angriffen vom 25. April in Verbindung, bei denen bewaffnete Gruppen in bislang ungekanntem Umfang auch Drohnen eingesetzt haben sollen. Während dieser Angriffe sei Goïta möglicherweise von türkischen Kräften in Sicherheit gebracht worden. Unabhängige Belege für diese Darstellung nannte der Sender nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als zweite mögliche Aufgabe führte <em>France 24</em> die Ausbildung von Spezialeinheiten der malischen Streitkräfte an. Auch hierfür wurden in der Sendung keine öffentlich überprüfbaren Nachweise vorgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SADAT wird in internationalen Medien wiederholt als „türkisches Wagner“ oder als inoffizielle Parallelstruktur im Umfeld des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bezeichnet. Das Unternehmen wurde 2012 von dem früheren türkischen General Adnan Tanrıverdi gegründet und wird inzwischen von dessen Sohn geführt. SADAT selbst weist die Bezeichnung als Söldnerorganisation zurück.</p>



<h2 id="h-sadat-bestreitet-personal-und-einsatze-in-mali" class="wp-block-heading"><span id="sadat-bestreitet-personal-und-einsaetze-in-mali">SADAT bestreitet Personal und Einsätze in Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen hatte bereits am 13. Februar 2026 auf eine frühere Dokumentation von <em>France 24</em> reagiert. In „Die Drohne und der Koran: Exklusive Untersuchung zur türkischen Macht in Afrika“ hatte der Sender ebenfalls über eine mögliche SADAT-Präsenz in Mali und anderen afrikanischen Staaten berichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/">SADAT erklärte daraufhin, die Behauptung, das Unternehmen schütze Assimi Goïta oder führe operative Tätigkeiten in Mali aus, sei „vollständig realitätswidrig“.</a> Es habe bislang „keine operative Tätigkeit“ in Mali ausgeübt und dort kein Personal beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen warf <em>France 24</em> vor, selbst das Fehlen öffentlich bekannter Belege eingeräumt und die Vorwürfe dennoch auf Grundlage von Quellen mit ungewisser Verlässlichkeit verbreitet zu haben. Die Bezeichnungen als „türkisches Wagner“ und die Zuschreibung militärischer Einsätze seien eine Rufschädigung ohne Tatsachengrundlage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SADAT kündigte eine Schadenersatzklage gegen den französischen Sender in Frankreich an. Das Unternehmen bezeichnet sich als türkischer Anbieter von Dienstleistungen für die Verteidigungsindustrie. Es biete keine Sicherheitsdienste an, sei in keinem Konfliktgebiet präsent, beschäftige keine Söldner und verfüge über keine eigene bewaffnete Truppe.</p>



<h2 id="h-militarische-beziehungen-zwischen-ankara-und-bamako-wachsen" class="wp-block-heading"><span id="militaerische-beziehungen-zwischen-ankara-und-bamako-wachsen">Militärische Beziehungen zwischen Ankara und Bamako wachsen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig von den umstrittenen SADAT-Vorwürfen haben sich die offiziellen Verteidigungsbeziehungen zwischen der Türkei und Mali in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Türkische Hersteller liefern Drohnen, Waffen, Munition und elektronische Verteidigungstechnik an den westafrikanischen Staat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Rüstungs- und Sicherheitsforum Bamako Expo 2025 waren zahlreiche türkische Unternehmen vertreten. Dazu gehörten der Drohnenhersteller Baykar, der Raketenproduzent Roketsan und der Elektronikkonzern Aselsan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Türkische Drohnen haben für die malischen Streitkräfte an Bedeutung gewonnen. Ankara verbindet seine Lieferungen im Vergleich zu westlichen Staaten mit weniger politischen und rechtlichen Auflagen. <a href="https://fokus-afrika.de/tiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel/">Der geringere Preis türkischer Systeme und ihre vergleichsweise flexible Nutzung haben die Nachfrage in mehreren afrikanischen Staaten erhöht.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Mali wird unter Berufung auf das türkische Außenministerium für das Jahr 2003 auf fünf Millionen US-Dollar beziffert. Bis 2022 sei es auf 165 Millionen US-Dollar gestiegen. Waffen und Munition hätten sich seit 2024 zum wichtigsten türkischen Exportbereich im Handel mit Mali entwickelt und rund 20 Prozent des Austauschs ausgemacht.</p>



<h2 id="h-turkei-baut-ihren-einfluss-in-afrika-aus" class="wp-block-heading"><span id="tuerkei-baut-ihren-einfluss-in-afrika-aus">Türkei baut ihren Einfluss in Afrika aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die türkische Afrika-Politik beschränkt sich nicht auf militärische Zusammenarbeit. Ankara ist auf dem Kontinent auch im Bauwesen, in der Logistik, der zivilen Luftfahrt und im Bildungsbereich aktiv. Die staatliche Maarif-Stiftung betreibt Schulen in mehreren afrikanischen Staaten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="789" height="550" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg" alt="" class="wp-image-27931 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg 789w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-380x265.jpg 380w" sizes="(max-width: 789px) 100vw, 789px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-und-algerien-bilden-gemeinsame-front-gegen-israel/">Präsident Erdoğan hat die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu afrikanischen Staaten während seiner Amtszeit systematisch ausgebaut.</a> Er besuchte Mali im Jahr 2018. Ankara unterhält zugleich Beziehungen zu Regierungen im Sahel und zu Staaten, die sich sicherheitspolitisch enger an westliche Partner gebunden haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese parallelen Kontakte unterscheiden die Türkei von Russland und früheren westlichen Ordnungsmächten in der Region. Im Beitrag von <em>France 24</em> wurde Ankara deshalb als Akteur beschrieben, der mit verschiedenen politischen und militärischen Lagern im Sahel Beziehungen unterhalten könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bewaffnete Gruppen in Mali bewerten die türkische Präsenz nicht einheitlich. Einige hätten Ankara in der Vergangenheit als möglichen Vermittler betrachtet. Jüngere Erklärungen richteten sich jedoch scharf gegen den Einsatz türkischer Drohnen, denen die Gruppen auch zivile Opfer zuschreiben. In diesen Stellungnahmen werde die Türkei zunehmend gemeinsam mit Russland als militärischer Unterstützer der malischen Führung genannt.</p>
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	</item>
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		<title>Bundesregierung sieht Mauretanien als Schlüsselpartner im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 17:59:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mauretanien rückt stärker in den Fokus der deutschen Sahel-Politik: Die Bundesregierung verweist im Bundestag auf Sicherheit, Migration, Mali-Flüchtlinge und laufende Entwicklungsprojekte im Umfang von 275 Millionen Euro.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20sieht%20Mauretanien%20als%20Schl%C3%BCsselpartner%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung stuft Mauretanien als zentralen Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in der Sahel-Zone ein. Die Einschätzung fiel am Mittwoch in einer nichtöffentlichen Sitzung des Entwicklungsausschusses im Bundestag. Parlamentarischer Staatssekretär Johann Saathoff verwies auf die Rolle des Landes bei Sicherheit, Migration und der Aufnahme von Geflüchteten aus Mali.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien nimmt aus Sicht der Bundesregierung eine besondere Stellung in einer Region ein, die stark von Instabilität, Terrorismus und Fluchtbewegungen geprägt ist. Über die Europäische Union, die Nato und bilaterale Programme unterstützt Deutschland den Kapazitätsaufbau der mauretanischen Sicherheitskräfte. <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Ziel ist es, ein Übergreifen von Terrorismus und Instabilität aus dem benachbarten Mali zu verhindern.</a></p>



<h2 id="h-berlin-setzt-auf-mauretanien-in-einer-instabilen-region" class="wp-block-heading"><span id="berlin-setzt-auf-mauretanien-in-einer-instabilen-region">Berlin setzt auf Mauretanien in einer instabilen Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Saathoff bezeichnete Mauretanien als einzigen demokratischen Staat in der Region. Das Land mit rund 5,5 Millionen Einwohnern liegt an einer geopolitisch sensiblen Schnittstelle zwischen Nordafrika, Westafrika und der Sahel-Zone. <a href="https://fokus-afrika.de/migration-wie-marokko-von-transitland-zum-zielland-wurde/" type="post" id="23409">Zugleich ist es ein wichtiges Transitland für Migranten auf der Atlantikroute in Richtung Europa.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verbindet in Mauretanien Entwicklungszusammenarbeit, Sicherheitskooperation und migrationspolitische Zusammenarbeit. Die laufenden deutschen Vorhaben haben nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung einen Umfang von 275 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwerpunkte liegen auf Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt, nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung sowie dem Schutz natürlicher Lebensgrundlagen. <a href="https://maghreb-post.de/mauretanien-ein-land-ueber-welches-zu-wenig-gesprochen-wird/">Damit soll die staatliche Handlungsfähigkeit gestärkt und wirtschaftliche Perspektive vor Ort verbessert werden.</a></p>



<h2 id="h-mehr-als-310-000-gefluchtete-aus-mali" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-310-000-gefluechtete-aus-mali">Mehr als 310.000 Geflüchtete aus Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien hat mehr als 310.000 Geflüchtete aus Mali aufgenommen. Ein großer Teil von ihnen lebt im Flüchtlingslager Mbera im Südosten des Landes. <a href="https://fokus-afrika.de/mali-und-mauretanien-suchen-nach-vorwuerfen-ueber-terrorstuetzpunkte-einen-ausweg/" type="post" id="25874">Dort treffen die Folgen des Mali-Konflikts auf lokale Armut, Ernährungsunsicherheit und begrenzte staatliche Kapazitäten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt in Mbera und in den umliegenden Gemeinden gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm und dem Kinderhilfswerk Unicef die Integration der Geflüchteten. Die Hilfe soll nicht nur den Menschen aus Mali zugutekommen, sondern auch der mauretanischen Bevölkerung in den Aufnahmegemeinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Vertreterin des Ministeriums sprach im Ausschuss von einer Mammutaufgabe für die mauretanische Regierung. Sie nannte Registrierung und Versorgung der Geflüchteten als zentrale Herausforderungen. Zugleich solle verhindert werden, dass es zwischen Geflüchteten und lokaler Bevölkerung zu Verteilungskonflikten kommt.</p>



<h2 id="h-eu-migrationspartnerschaft-zeigt-wirkung" class="wp-block-heading"><span id="eu-migrationspartnerschaft-zeigt-wirkung">EU-Migrationspartnerschaft zeigt Wirkung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-mauretanien-ruecken-sahel-sicherheit-ins-zentrum-ihrer-partnerschaft/" type="post" id="26821">Die Migrationspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und Mauretanien aus dem Jahr 2024 hat nach Einschätzung Saathoffs dazu geführt, dass deutlich weniger Boote von Mauretanien aus in Richtung EU starten. </a>Die Atlantikroute gilt seit Jahren als eine der gefährlichsten Migrationsrouten nach Europa.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-26796 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland und die Europäische Union ist Mauretanien damit nicht nur ein entwicklungspolitischer Partner, sondern auch ein zentraler Akteur in der Migrationssteuerung. Die Bundesregierung sieht das Land zugleich unter Druck, weil es trotz eigener sozialer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten eine große Zahl von Schutzsuchenden aufgenommen hat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Grünen-Abgeordnete berichtete nach einem Besuch mit der Parlamentariergruppe Magreb, das Lager Mbera sei überfüllt und umliegende Dörfer seien mit der Aufnahme der Menschen überfordert. Auch die Sorge vor einer Infiltration durch islamistischen Terrorismus sei groß. Deutsche und internationale Organisationen leisteten vor Ort wichtige Arbeit.</p>



<h2 id="h-menschenrechtsfall-bleibt-thema-in-gesprachen" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechtsfall-bleibt-thema-in-gespraechen">Menschenrechtsfall bleibt Thema in Gesprächen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unionsfraktion fragte nach dem Fall einer mauretanischen Studentin, die 2023 wegen angeblicher Blasphemie verhaftet wurde und von der Todesstrafe bedroht sein soll. Eine Vertreterin des Auswärtigen Amtes sagte, der Fall sei der Bundesregierung bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Botschaft und Vertreter der Europäischen Union sprächen den Fall regelmäßig in Gesprächen mit mauretanischen Regierungsvertretern an. Damit bleibt neben Sicherheits-, Entwicklungs- und Migrationsfragen auch die Menschenrechtslage Teil der bilateralen Gespräche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion erkundigte sich nach einem deutschen Projekt zur Förderung verantwortungsvoller Regierungsführung. Das Bundesentwicklungsministerium erklärte, Deutschland unterstütze Mauretanien dabei, staatliche Dienstleistungen vor allem auf kommunaler und lokaler Ebene auszubauen. Das solle Vertrauen in den Staat stärken, Terrorismus vorbeugen und die Registrierung sowie Eingliederung von Geflüchteten aus Mali erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion fragte nach künftigen Vorhaben im Bereich Ernährungssicherheit. Saathoff verwies darauf, dass die Schwerpunkte der Zusammenarbeit gemeinsam mit den Partnerländern festgelegt würden. Die nächsten Regierungskonsultationen mit Mauretanien sind für November geplant.</p>
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			<media:title type="html">Rednerbild von Johann Saathoff</media:title>
			<media:description type="html">Johann Saathoff, MdB, SPD, hält eine Rede im Deutschen Bundestag</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Zentralafrika steht trotz politischer Fortschritte unter wachsendem Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/zentralafrika-steht-trotz-politischer-fortschritte-unter-wachsendem-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 00:06:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Zentralafrika macht politische Fortschritte, doch Sudan-Krieg, Boko Haram, Vertreibung und Ebola setzen die Region unter Druck. Im UN-Sicherheitsrat wächst die Sorge, dass militärische Antworten allein nicht reichen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fzentralafrika-steht-trotz-politischer-fortschritte-unter-wachsendem-druck%2F&amp;action_name=Zentralafrika%20steht%20trotz%20politischer%20Fortschritte%20unter%20wachsendem%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrika-steht-trotz-politischer-fortschritte-unter-wachsendem-druck/">Zentralafrika steht trotz politischer Fortschritte unter wachsendem Druck</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat sieht Zentralafrika trotz politischer Fortschritte vor einer wachsenden Sicherheits- und humanitären Krise. Am Dienstag <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16381.doc.htm">befasste</a> sich das Gremium in New York mit der Lage in der Region und der Arbeit des UN-Regionalbüros für Zentralafrika. Im Zentrum standen die Folgen des Krieges im Sudan, Angriffe von Boko-Haram-nahen Gruppen im Tschadseebecken, Einschränkungen politischer Freiheiten und ein Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo. UN-Vertreterin Martha Ama Akyaa Pobee warnte, militärische Antworten allein könnten die Krise nicht lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pobee, Beigeordnete Generalsekretärin für politische Angelegenheiten sowie Friedensaufbau und Friedenseinsätze, verwies auf Fortschritte bei Wahlen und regionaler Zusammenarbeit. Zugleich beschrieb sie eine Lage, in der Vertreibung, Terrorismus, wirtschaftlicher Druck und eingeschränkte Bürgerrechte mehrere Staaten gleichzeitig belasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Zwei Brennpunkte der Instabilität ragen in Zentralafrika heraus: der Osten des Tschad und die Tschadseeregion“, sagte Pobee vor dem Sicherheitsrat.</p>



<h2 id="h-sudans-krieg-belastet-den-tschad" class="wp-block-heading"><span id="sudans-krieg-belastet-den-tschad">Sudans Krieg belastet den Tschad</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg im Sudan wirkt immer stärker über die Landesgrenzen hinaus.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/" type="post" id="20996">Seit April 2023 sind mehr als 900.000 sudanesische Flüchtlinge und 300.000 tschadische Rückkehrer in den Tschad gekommen.</a> Das belastet staatliche Strukturen, lokale Versorgung und das soziale Gefüge in den östlichen Provinzen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tschad zählt damit zu den Staaten, die die Folgen des Sudan-Krieges unmittelbar tragen. Die Aufnahme von mehr als 1,2 Millionen Menschen trifft auf eine bereits angespannte humanitäre Lage. Vertreter mehrerer Staaten warnten im Sicherheitsrat, dass Vertreibung, Hunger, Krankheit und fehlende Grundversorgung in Zentralafrika immer stärker zusammenlaufen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="440" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb.jpeg" alt="" class="wp-image-28050 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb-300x189.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/930320e5-0a48-49c2-9c59-43bcb1af8afb-380x239.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter der Demokratischen Republik Kongo, der auch für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> sprach, forderte mehr internationale Unterstützung für den Tschad und andere betroffene Länder. Millionen Menschen seien von Vertreibung, Ernährungsunsicherheit, Epidemien und fehlenden Basisdiensten betroffen. „Dialog, Zusammenarbeit und die von den Afrikanern selbst gegebenen Antworten, unterstützt durch internationale Partner, sind der wirksame Weg zu Frieden, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung“, sagte Botschafter Zenon Ngay Mukongo.</p>
</div></div>



<h2 id="h-boko-haram-bleibt-bedrohung-im-tschadseebecken" class="wp-block-heading"><span id="boko-haram-bleibt-bedrohung-im-tschadseebecken">Boko Haram bleibt Bedrohung im Tschadseebecken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Druck aus dem Sudan bleibt das Tschadseebecken ein zweiter Krisenraum. In Teilen Kameruns und des Tschad leiden Zivilisten weiter unter Angriffen und Menschenrechtsverletzungen durch Boko-Haram-nahe Gruppen und Abspaltungen. <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/" type="post" id="26116">Die Milizen nutzen schwache staatliche Präsenz, ungesicherte Grenzräume und die schwierige Lage vieler Gemeinden aus.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Pobee bezeichnete die Multinationale Gemeinsame Einsatztruppe als wichtiges regionales Instrument gegen gewalttätigen Extremismus. An der Truppe beteiligen sich Kamerun, Tschad, Nigeria und Benin. Sie soll Boko Haram und den sogenannten Islamischen Staat in Westafrika im Tschadseebecken bekämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Vertreterin machte zugleich deutlich, dass Sicherheitsoperationen nicht ausreichen. Die Region brauche auch grenzüberschreitende Entwicklungsprogramme, funktionierende lokale Verwaltung, Jobs, Bildung und Unterstützung für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Internationale Partner und Entwicklungsbanken müssten die Programme der Tschadseebecken-Kommission stärker finanzieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="517" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5.jpeg" alt="" class="wp-image-28051 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5-300x222.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/3304fa7e-ab2d-4c7d-98af-e2948f668fc5-380x281.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-erklaeren-afrika-zum-schwerpunkt-ihrer-anti-terror-strategie/" type="post" id="27256">Die Vereinigten Staaten hoben im Sicherheitsrat ihre Zusammenarbeit mit Staaten der Region hervor.</a> Der stellvertretende US-Botschafter Jeffrey Bartos verurteilte die Gewalt von Boko Haram, ISIS-Westafrika und anderen Terrorgruppen. Er erklärte, die USA und Nigeria hätten kürzlich eine gemeinsame Operation zur Tötung von Abu Bilal Al-Minuki ausgeführt, den er als globalen Stellvertreter des sogenannten Islamischen Staates bezeichnete.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">Russland bot seinerseits an, die Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus fortzusetzen. </a>Die stellvertretende Botschafterin Anna M. Evstigneeva äußerte Sorge über die Verlagerung ausländischer terroristischer Kämpfer nach Afrika und verwies zugleich auf Schuldenlasten und wirtschaftliche Abhängigkeiten afrikanischer Staaten.</p>



<h2 id="h-einschrankungen-politischer-freiheiten-bereiten-sorge" class="wp-block-heading"><span id="einschraenkungen-politischer-freiheiten-bereiten-sorge">Einschränkungen politischer Freiheiten bereiten Sorge</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten im Sicherheitsrat warnten vor einem enger werdenden politischen Raum in Zentralafrika. Pobee sprach von einem besorgniserregenden Trend zunehmender Einschränkungen ziviler und politischer Rechte in mehreren Teilen der Region. Wenn dieser Trend nicht umgekehrt werde, könne er langfristige Stabilität gefährden und Konflikte begünstigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verwies unter anderem auf politische Vergeltung im Tschad und Einschränkungen sozialer Medien in Gabun. Frankreichs Vertreter betonte, offene und inklusive politische Räume sowie die Achtung der Menschenrechte seien für Stabilität notwendig. Auch Lettland, Panama, Dänemark, Griechenland und Kolumbien stellten den Zusammenhang zwischen Sicherheit, Regierungsführung, Klima, Hunger und Vertreibung heraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China hob dagegen die politischen Fortschritte mehrerer Staaten der Region hervor. Dazu zählte der chinesische Vertreter die Präsidentschaftswahl in der Republik Kongo, den Abschluss des politischen Übergangs in Gabun, Fortschritte im Tschad nach der Übergangsphase und die Vorbereitung von Wahlen in São Tomé und Príncipe. Peking unterstütze die Staaten der Region dabei, auf die Stimmen ihrer Bevölkerung zu hören und Sicherheit wiederherzustellen.</p>



<h2 id="h-ebola-ausbruch-verscharft-lage-im-osten-kongos" class="wp-block-heading"><span id="ebola-ausbruch-verschaerft-lage-im-osten-kongos">Ebola-Ausbruch verschärft Lage im Osten Kongos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat befasste sich auch mit Gesundheitsrisiken in der Region. Der jüngste Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo bereitet mehreren Staaten Sorge, weil der Konflikt in dieser Region die Eindämmung erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der britische Vertreter Archibald Young sagte, der Konflikt im Osten Kongos mache die Ebola-Reaktion schwieriger. Großbritannien stellt 26 Millionen Dollar für die Weltgesundheitsorganisation, die Vereinten Nationen und Partner bereit. Das Geld soll Krankheitsüberwachung, Gesundheitspersonal, Infektionsschutz und den Zugang betroffener Gemeinden zu lebensrettender Versorgung unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">London verwies außerdem auf zusätzliche regionale humanitäre Hilfe in Höhe von 55 Millionen Dollar. Der britische Vertreter nannte auch Klimawandel, Terrorismus und die Folgen des Sudan-Krieges als Faktoren, die Unsicherheit und Vertreibung in Zentralafrika weiter verschärfen.</p>



<h2 id="h-unoca-bleibt-diplomatischer-knotenpunkt" class="wp-block-heading"><span id="unoca-bleibt-diplomatischer-knotenpunkt">UNOCA bleibt diplomatischer Knotenpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das UN-Regionalbüro für Zentralafrika, UNOCA, soll Konflikte früh erkennen, Vermittlung unterstützen und regionale Zusammenarbeit fördern. Sein Mandat läuft bis Ende August 2027. Der Sicherheitsrat diskutierte die Lage auf Grundlage des jüngsten Halbjahresberichts des UN-Generalsekretärs.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="415" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266.jpeg" alt="" class="wp-image-28052 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266-300x178.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/4637224d-9dba-4b28-adc9-425922677266-380x225.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Ratsmitglieder unterstützten die Arbeit von UNOCA und die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union, der Wirtschaftsgemeinschaft der zentralafrikanischen Staaten, der Tschadseebecken-Kommission und weiteren Partnern. Der Vertreter Pakistans forderte eine verlässliche Finanzierung regionaler Initiativen. Die Demokratische Republik Kongo, Liberia und Somalia betonten, Sicherheitsmaßnahmen müssten mit Stabilisierung, Wiederaufbau, Entwicklung und der Verhinderung von Rekrutierung verbunden werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte breite Unterstützung für regionale Sicherheitskooperation, humanitäre Hilfe und diplomatische Vermittlung. Zugleich traten unterschiedliche Akzente hervor: Einige Staaten betonten Menschenrechte, Klima und politische Freiheiten. Andere stellten nationale Souveränität, Terrorismusbekämpfung und wirtschaftliche Ursachen von Instabilität stärker in den Vordergrund.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fzentralafrika-steht-trotz-politischer-fortschritte-unter-wachsendem-druck%2F&action_name=Zentralafrika%20steht%20trotz%20politischer%20Fortschritte%20unter%20wachsendem%20Druck&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrika-steht-trotz-politischer-fortschritte-unter-wachsendem-druck/">Zentralafrika steht trotz politischer Fortschritte unter wachsendem Druck</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>SIPRI-Jahresbericht: Alabali Radovan warnt vor reiner Aufrüstung – Deutschland auf Platz 4</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 11:02:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>SIPRI meldet globale Militärausgaben auf Höchststand, schwere Konflikte in Sudan und Nigeria und wachsende nukleare Risiken. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan warnt vor einem Sicherheitsdenken, das allein auf Aufrüstung setzt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4%2F&amp;action_name=SIPRI-Jahresbericht%3A%20Alabali%20Radovan%20warnt%20vor%20reiner%20Aufr%C3%BCstung%20%E2%80%93%20Deutschland%20auf%20Platz%204&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4/">SIPRI-Jahresbericht: Alabali Radovan warnt vor reiner Aufrüstung – Deutschland auf Platz 4</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan stellt Entwicklungspolitik angesichts steigender Militärausgaben und anhaltender Konflikte als Teil deutscher Sicherheitspolitik heraus. Die Erklärung erfolgte am Montag zum Jahresbericht 2026 des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI. Der Bericht zeichnet für 2025 ein Bild zunehmender Aufrüstung, wachsender nuklearer Risiken und hoher Gewalt in mehreren Weltregionen. Für Afrika nennt SIPRI unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a> unter den fünf größten bewaffneten Konflikten nach geschätzten Todeszahlen.</p>



<h2 id="h-entwicklungspolitik-als-teil-von-sicherheit" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungspolitik-als-teil-von-sicherheit">Entwicklungspolitik als Teil von Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan verband ihre Stellungnahme mit einer politischen Abgrenzung gegen ein Sicherheitsverständnis, das vor allem auf militärische Stärke setzt. „Die Krisen und Konflikte unserer Zeit sind menschengemacht. Es liegt also auch in unserer Macht, sie zu beenden“, erklärte die SPD-Politikerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie betonte zugleich die Rolle militärischer Abschreckung gegenüber Aggressoren. „Gegenüber Aggressoren ist Abschreckung unabdingbar, aber wer heute nur auf Aufrüstung setzt, denkt zu kurz“, sagte die Ministerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan formulierte <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus/" type="post" id="24604">Entwicklungspolitik als dritte Säule neben Diplomatie und Verteidigung. </a>„Atomwaffen und Panzer schaffen Abschreckung, Frieden aber entsteht durch Perspektiven für Menschen. Entwicklungspolitik ist unverzichtbar im Dreiklang mit Diplomatie und Verteidigung, um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.“</p>



<h2 id="h-weltweite-militarausgaben-auf-sipri-hochststand" class="wp-block-heading"><span id="weltweite-militaerausgaben-auf-sipri-hoechststand">Weltweite Militärausgaben auf SIPRI-Höchststand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI beziffert die weltweiten Militärausgaben im Jahr 2025 auf 2,9 Billionen US-Dollar. Das entspricht 2,5 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und dem höchsten Wert, den das Institut bislang <a href="https://www.sipri.org/sites/default/files/2026-06/yb26_summary_en_0.pdf">erfasst</a> hat. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-gibt-mehr-fuer-militaer-aus-als-ganz-afrika/" type="post" id="26892">Die Ausgaben stiegen demnach im elften Jahr in Folge.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26894 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland rangiert in der SIPRI-Liste der größten Militärausgaben 2025 auf Platz vier. Die deutschen Ausgaben werden mit 114 Milliarden US-Dollar angegeben, ein realer Anstieg um 24 Prozent gegenüber 2024. Vor Deutschland liegen die Vereinigten Staaten mit 954 Milliarden US-Dollar, China mit geschätzten 336 Milliarden US-Dollar und Russland mit geschätzten 190 Milliarden US-Dollar.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/" type="post" id="25512">In Afrika stiegen die Militärausgaben nach SIPRI-Angaben um 8,5 Prozent auf 58,2 Milliarden US-Dollar. </a>Europa verzeichnete mit 14 Prozent den stärksten regionalen Zuwachs und kam auf 864 Milliarden US-Dollar.</p>



<h2 id="h-konflikte-in-49-staaten" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-in-49-staaten">Konflikte in 49 Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI registrierte 2025 bewaffnete Konflikte in 49 Staaten. Die Zahl lag damit leicht unter dem Vorjahr, doch die Zahl zwischenstaatlicher bewaffneter Konflikte verdoppelte sich von drei auf sechs. Betroffen waren unter anderem Afghanistan und Pakistan, Indien und Pakistan, Iran und Israel mit den Vereinigten Staaten, Russland und Nordkorea gegen die Ukraine sowie die Demokratische Republik Kongo und Ruanda.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geschätzte Zahl konfliktbedingter Todesopfer sank leicht auf 238.000. SIPRI weist zugleich darauf hin, dass dieser Wert höher lag als in jedem anderen Jahr seit 2018, dem Beginn der konsistent vergleichbaren Datenreihe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den fünf größten bewaffneten Konflikten nach geschätzten Todeszahlen gehörten 2025 die Ukraine, Sudan, Israel-Palästina, Myanmar und Nigeria. Für Sudan nennt SIPRI 18.447 konfliktbedingte Todesopfer, für Nigeria 12.096. Damit stehen zwei afrikanische Konfliktlagen in der Gruppe der schwersten Gewaltkontexte des Jahres.</p>



<h2 id="h-afrika-zwischen-konflikten-hunger-und-vertreibung" class="wp-block-heading"><span id="afrika-zwischen-konflikten-hunger-und-vertreibung">Afrika zwischen Konflikten, Hunger und Vertreibung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sub-Sahara-Afrika bleibt nach SIPRI-Angaben von mehreren Sicherheitskrisen gleichzeitig betroffen. Das Institut nennt bewaffnete Konflikte, terroristische Bedrohungen, schwache Regierungsführung, extreme Armut, Klimarisiken und geopolitischen Wettbewerb um Einfluss und Ressourcen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region beherbergte 2025 mehr als 45 Prozent der weltweit Binnenvertriebenen. Zugleich waren nach SIPRI-Schätzung 167 Millionen Menschen in Afrika von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Das Institut bezeichnet diese Zahl als Rekordwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei den multilateralen Friedenseinsätzen zeigt der Bericht eine Verschiebung. Weltweit waren 2025 noch 58 Friedensoperationen aktiv, drei weniger als im Vorjahr. Die Zahl fiel damit erstmals seit 2016 unter 60. Das eingesetzte internationale Personal in Friedensoperationen sank innerhalb eines Jahrzehnts um fast 49 Prozent, von 152.803 Personen im Dezember 2016 auf 78.633 im Dezember 2025. Der Rückgang 2025 geht vor allem auf Kürzungen in Sub-Sahara-Afrika zurück, wo weiterhin die meisten Kräfte eingesetzt waren.</p>



<h2 id="h-atomwaffenstaaten-modernisieren-ihre-arsenale" class="wp-block-heading"><span id="atomwaffenstaaten-modernisieren-ihre-arsenale">Atomwaffenstaaten modernisieren ihre Arsenale</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der SIPRI-Jahresbericht verweist auch auf eine angespannte nukleare Lage. Zu Beginn des Jahres 2026 verfügten neun Staaten zusammen über rund 12.187 Atomwaffen. Dazu zählen die Vereinigten Staaten, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von diesen Waffen befanden sich 9.745 in militärischen Beständen und galten als potenziell einsatzfähig. Rund 4.012 Sprengköpfe waren bei Einsatzkräften stationiert. Etwas mehr als die Hälfte dieser stationierten Sprengköpfe wurde nach SIPRI-Einschätzung in hoher Einsatzbereitschaft auf ballistischen Raketen gehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI stellt fest, dass alle neun Atomwaffenstaaten ihre Arsenale 2025 weiter stärkten. Einige stationierten neue atomare oder atomwaffenfähige Systeme. Die Vereinigten Staaten und Russland besaßen zusammen fast 86 Prozent aller nuklearen Sprengköpfe.</p>



<h2 id="h-rustungstransfers-erreichen-neuen-hochststand-seit-dem-kalten-krieg" class="wp-block-heading"><span id="ruestungstransfers-erreichen-neuen-hoechststand-seit-dem-kalten-krieg">Rüstungstransfers erreichen neuen Höchststand seit dem Kalten Krieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der internationale Handel mit großen Waffensystemen nahm zu. SIPRI zufolge erreichte das Volumen der internationalen Transfers großer Waffen im Zeitraum 2021 bis 2025 den höchsten Stand seit Ende des Kalten Krieges. Gegenüber 2016 bis 2020 stieg es um 9,2 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Vereinigten Staaten</a> blieben mit einem Anteil von 42 Prozent der größte Waffenexporteur. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a> folgte mit 9,8 Prozent, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> mit 6,8 Prozent, Deutschland mit 5,7 Prozent und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> mit 5,6 Prozent. Die Waffenexporte der 27 EU-Mitgliedstaaten zusammen stiegen im Vergleich der beiden Fünfjahreszeiträume um 36 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Importen verschob sich das Gewicht stark nach Europa. Die europäischen Waffenimporte stiegen zwischen 2016 bis 2020 und 2021 bis 2025 um 210 Prozent. Afrika verzeichnete im selben Zeitraum einen Rückgang um 41 Prozent.</p>
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		<title>EU stellt Ägyptens Streitkräften weitere 20 Millionen Euro bereit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-stellt-aegyptens-streitkraeften-weitere-20-millionen-euro-bereit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 10:31:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die EU vertieft ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Ägypten: Weitere 20 Millionen Euro aus der Europäischen Friedensfazilität sollen die ägyptischen Streitkräfte stärken, vor allem im Mittelmeer und im Roten Meer.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-stellt-aegyptens-streitkraeften-weitere-20-millionen-euro-bereit%2F&amp;action_name=EU%20stellt%20%C3%84gyptens%20Streitkr%C3%A4ften%20weitere%2020%20Millionen%20Euro%20bereit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-stellt-aegyptens-streitkraeften-weitere-20-millionen-euro-bereit/">EU stellt Ägyptens Streitkräften weitere 20 Millionen Euro bereit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union stellt Ägyptens Streitkräften weitere 20 Millionen Euro aus der Europäischen Friedensfazilität bereit. Der Rat der EU fasste den Beschluss am Montag, 8. Juni 2026. Die Mittel sollen die ägyptischen Streitkräfte stärken und ihre Fähigkeiten zur maritimen Sicherheit im Mittelmeer und im Roten Meer ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der neuen Unterstützungsmaßnahme steigt die Hilfe für Ägypten aus der Europäischen Friedensfazilität seit 2024 auf insgesamt 40 Millionen Euro. Brüssel verbindet die Entscheidung mit der sicherheits- und verteidigungspolitischen Zusammenarbeit mit Kairo in einem regional angespannten Umfeld.</p>



<h2 id="h-unterstutzung-fur-maritime-sicherheit" class="wp-block-heading"><span id="unterstuetzung-fuer-maritime-sicherheit">Unterstützung für maritime Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahme richtet sich an die ägyptischen Streitkräfte und soll deren Fähigkeiten zur Sicherung ägyptischer Gewässer verbessern. Im Mittelpunkt stehen nach dem Beschluss des EU-Rates die nationale Sicherheit Ägyptens, Stabilität und der Schutz von Zivilpersonen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="750" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces.webp" alt="" class="wp-image-28005 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces.webp 1000w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-300x225.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-768x576.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-200x150.webp 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-260x195.webp 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-380x285.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Egypt_Joins_Combined_Maritime_Forces-800x600.webp 800w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders genannt werden das Mittelmeer und das Rote Meer. Beide Seegebiete sind für Ägypten sicherheitspolitisch und wirtschaftlich von zentraler Bedeutung. Das Rote Meer bildet den Zugang zum Suezkanal, einer der wichtigsten Handelsrouten zwischen Europa, Asien und Afrika.</p>
</div></div>



<h2 id="h-eu-baut-sicherheitspolitische-zusammenarbeit-mit-kairo-aus" class="wp-block-heading"><span id="eu-baut-sicherheitspolitische-zusammenarbeit-mit-kairo-aus">EU baut sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Kairo aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beschluss steht im Rahmen der engeren Beziehungen zwischen der EU und Ägypten. Grundlage ist das Assoziierungsabkommen, das 2004 in Kraft trat. Im Jahr 2024 unterzeichneten beide Seiten eine gemeinsame Erklärung über eine strategische und umfassende Partnerschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Partnerschaft umfasst sechs Bereiche: politische Beziehungen, wirtschaftliche Stabilität, Handel und Investitionen, Migration und Mobilität, Sicherheit sowie Demografie und Humankapital. Die nun beschlossene Unterstützung fällt in den Bereich der Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. März 2026 fand in Kairo erstmals ein Sicherheits- und Verteidigungsdialog zwischen der EU und Ägypten statt. Die neue Maßnahme knüpft an diese Vertiefung der Zusammenarbeit an.</p>



<h2 id="h-europaische-friedensfazilitat-als-finanzierungsinstrument" class="wp-block-heading"><span id="europaeische-friedensfazilitaet-als-finanzierungsinstrument">Europäische Friedensfazilität als Finanzierungsinstrument</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Friedensfazilität wurde im März 2021 eingerichtet. Sie dient der Finanzierung von Maßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Ziel ist es, Konflikte zu verhindern, Frieden zu erhalten und internationale Sicherheit und Stabilität zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Fazilität kann die EU Drittstaaten sowie regionale und internationale Organisationen im militärischen und verteidigungspolitischen Bereich unterstützen. Ägypten gehört seit 2024 zu den Empfängern solcher Maßnahmen.</p>
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		<title>Nigeria meldet Rettung von 360 Entführten aus Dschihadisten-Stützpunkt in Borno</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nigeria-meldet-rettung-von-360-entfuehrten-aus-dschihadisten-stuetzpunkt-in-borno/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 14:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nigeria meldet eine große Geiselrettung im Nordosten: 360 Entführte wurden aus einem JAS-Stützpunkt in den Mandara-Bergen befreit. Gleichzeitig gibt es unterschiedliche Angaben zu gestorbenen Kindern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigeria-meldet-rettung-von-360-entfuehrten-aus-dschihadisten-stuetzpunkt-in-borno%2F&amp;action_name=Nigeria%20meldet%20Rettung%20von%20360%20Entf%C3%BChrten%20aus%20Dschihadisten-St%C3%BCtzpunkt%20in%20Borno&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-meldet-rettung-von-360-entfuehrten-aus-dschihadisten-stuetzpunkt-in-borno/">Nigeria meldet Rettung von 360 Entführten aus Dschihadisten-Stützpunkt in Borno</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nigerianische Truppen haben nach Militärangaben 360 entführte Menschen aus einem Stützpunkt der Dschihadistengruppe JAS in den Mandara-Bergen im Süden des Bundesstaates Borno befreit. Die Operation wurde von der Joint Task Force North East unter Operation HADIN KAI durchgeführt. Sie richtete sich gegen eine befestigte Enklave von Jama’atu Ahlis Sunna Lidda’awati wal-Jihad, einer Fraktion des Boko-Haram-Umfelds. Unter den Befreiten befanden sich Männer, Frauen und Kinder, die aus mehreren Gemeinden verschleppt worden waren, besonders aus dem Gebiet um Ngoshe.</p>



<h2 id="h-spezialkrafte-greifen-nach-wochenlanger-aufklarung-an" class="wp-block-heading"><span id="spezialkraefte-greifen-nach-wochenlanger-aufklaerung-an">Spezialkräfte greifen nach wochenlanger Aufklärung an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einsatz wurde nach Angaben des Hauptquartiers von Operation HADIN KAI über mehrere Wochen vorbereitet. Der amtierende Medienoffizier der Truppe, Oberstleutnant Haruna M. Sani, erklärte, die Operation habe auf Informationen aus mehreren Quellen beruht. Diese hätten den Aufenthaltsort der Geiseln und das Unterstützungsnetzwerk der Aufständischen in dem Gebiet bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einsatzkräfte kombinierten menschliche Quellen, technische Aufklärung, Drohnenüberwachung und weiträumige Erkundungspatrouillen. Dadurch konnten sie nach Militärangaben das Gelände, Bewegungsmuster, Verteidigungsstellungen und mögliche Fluchtwege der Kämpfer erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein entscheidender Punkt sei die Infiltration des Netzwerks durch nachrichtendienstliche Quellen gewesen. Diese hätten Angaben zu den Standorten der Entführten, zu Kommandeuren der Aufständischen, internen Sicherheitsmaßnahmen und geplanten Verlegungsrouten geliefert. Parallel hätten Informations- und psychologische Operationen Misstrauen innerhalb der Gruppe verstärkt und deren Kommunikation beeinträchtigt.</p>



<h2 id="h-angriff-in-den-mandara-bergen" class="wp-block-heading"><span id="angriff-in-den-mandara-bergen">Angriff in den Mandara-Bergen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Spezialkräfte und Einheiten des Sektors 1 starteten anschließend einen koordinierten Einsatz aus mehreren Richtungen. Ziel war es, das Gebiet zu isolieren, wichtige Geländepunkte zu kontrollieren und Verstärkung oder Rückzug der Kämpfer zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Militärs drangen die Angriffskräfte unter dem Schutz der Dunkelheit in das Zielgebiet ein. Sperrkräfte bezogen Positionen entlang möglicher Fluchtwege. Die Truppen hätten die Aufständischen überrascht, bevor diese eine geordnete Gegenreaktion aufbauen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Kämpfer sollen ihre Stellungen verlassen und in das bergige Gelände geflohen sein. Andere hätten sich ergeben. Die befreiten Geiseln wurden gesichert, medizinisch untersucht und aus dem Einsatzgebiet gebracht.</p>



<h2 id="h-unterschiedliche-angaben-zu-gestorbenen-kindern" class="wp-block-heading"><span id="unterschiedliche-angaben-zu-gestorbenen-kindern">Unterschiedliche Angaben zu gestorbenen Kindern</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="450" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-1024x450.jpeg" alt="" class="wp-image-27990 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-1024x450.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-300x132.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-768x337.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-380x167.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-800x351.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM-1160x509.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/WhatsApp-Image-2026-06-07-at-9.03.43-AM.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Militär erklärte, zwei Säuglinge seien an Erschöpfung gestorben. Als Grund nannte die Armee die schwierigen Bedingungen im bergigen Gelände und die Belastungen der langen Gefangenschaft.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Borno South Youth Alliance erklärte gegenüber <em><a href="https://www.channelstv.com/2026/06/07/zulum-commends-troops-after-rescue-of-360-hostages-in-borno/">Channels Television</a></em>, alle Entführten aus Ngoshe seien am Samstagabend freigekommen. Der Präsident der Gruppe, Samaila Ibrahim-Kaigama, sprach von vier in Gefangenschaft geborenen Babys, die an Infektionen gestorben seien. Ihre Mütter würden in einer staatlichen Einrichtung behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation begrüßte die Freilassung und bezeichnete sie als Ergebnis anhaltender Vermittlungen, Gespräche und öffentlicher Appelle. Zugleich forderte sie die Bundesregierung, die Regierung des Bundesstaates Borno und die zuständigen lokalen Behörden auf, die befreiten Menschen sorgfältig zu überprüfen.</p>



<h2 id="h-zulum-lobt-militar-und-erinnert-an-ngoshe" class="wp-block-heading"><span id="zulum-lobt-militaer-und-erinnert-an-ngoshe">Zulum lobt Militär und erinnert an Ngoshe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bornos Gouverneur Babagana Zulum lobte die beteiligten Soldaten und die Führung von Operation HADIN KAI. In einer Erklärung seines Medienberaters Dauda Iliya bezeichnete er den Einsatz als Ausdruck von Mut, Professionalität und wachsender Wirksamkeit nachrichtendienstlich geführter Militäroperationen im Nordosten Nigerias.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zulum hatte Ngoshe am 6. März 2026 besucht. Zwei Wochen später verbrachte er die Nacht bei Betroffenen in Pulka im Verwaltungsgebiet Gwoza. Dort hatte er zugesichert, dass die Bundesregierung und die Regierung des Bundesstaates Borno an der Freilassung der noch festgehaltenen Menschen arbeiteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gouverneur hatte außerdem Ngoshe besucht und eine sofortige Bewertung sowie den Wiederaufbau zerstörter Häuser angeordnet. Ziel war es, Bewohnern, die in Pulka Zuflucht gesucht hatten, eine Rückkehr in ihre Herkunftsorte zu ermöglichen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">OPERATION HADIN KAI EXECUTES UNPRECEDENTED INTELLIGENCE-LED RESCUE OPERATION, FREES 360 ABDUCTEES FROM JAS STRONGHOLD IN THE MANDARA MOUNTAINS<br><br>In one of the most significant hostage rescue operations conducted in the North East Theatre in recent times, troops of the Joint Task… <a href="https://t.co/czITHDCMEg">pic.twitter.com/czITHDCMEg</a></p>— Nigerian Army (@HQNigerianArmy) <a href="https://x.com/HQNigerianArmy/status/2063537742747717721?ref_src=twsrc%5Etfw">June 7, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Rettung von 360 Entführten aus der Boko-Haram-Hochburg ist ein bedeutender Erfolg“, erklärte Zulum. Der Einsatz zeige die Wirksamkeit behördenübergreifender Zusammenarbeit und den Willen der Sicherheitskräfte, Bürger nicht in den Händen von Aufständischen und Terroristen zurückzulassen.</p>



<h2 id="h-weitere-operationen-laufen" class="wp-block-heading"><span id="weitere-operationen-laufen">Weitere Operationen laufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das militärische Oberkommando würdigte die Disziplin und Professionalität der beteiligten Einheiten. Die Rettung zeige die Wirkung nachrichtendienstlich geführter Operationen und die wachsende Abstimmung zwischen Sicherheitsakteuren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Militärführung laufen Folgeoperationen zur Auswertung, Räumung und Verfolgung verbliebener Kämpfer. <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-begeht-anschlagserie-in-maiduguri/">Dabei sollen Reststrukturen der Gruppe ausgeschaltet, Unterstützungsnetzwerke zerschlagen und weitere Entführungen verhindert werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zulum forderte die Bewohner Bornos auf, wachsam zu bleiben und Sicherheitsbehörden weiterhin Hinweise zu geben. <a href="https://fokus-afrika.de/25-schuelerinnen-bei-angriff-auf-maedchenschule-in-kebbi-entfuehrt/" type="post" id="22144">An die Menschen in Mussa im Verwaltungsgebiet Askira Uba richtete er die Zusicherung, die Regierung arbeite weiter an der Freilassung verschleppter Schulkinder.</a></p>
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		<item>
		<title>Liberia stellt Sicherheitspolitik neu auf – Präsident will Ressourcen und Sicherheit zusammen denken</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/liberia-stellt-sicherheitspolitik-neu-auf-praesident-will-ressourcen-und-sicherheit-zusammen-denken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 13:46:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Liberia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Liberia richtet seine Sicherheitspolitik für zehn Jahre neu aus: Präsident Joseph Boakai setzt auf Grenzschutz, Cyberabwehr, Menschenrechte, lokale Beteiligung und regionale Partnerschaften.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fliberia-stellt-sicherheitspolitik-neu-auf-praesident-will-ressourcen-und-sicherheit-zusammen-denken%2F&amp;action_name=Liberia%20stellt%20Sicherheitspolitik%20neu%20auf%20%E2%80%93%20Pr%C3%A4sident%20will%20Ressourcen%20und%20Sicherheit%20zusammen%20denken&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Liberias Präsident Joseph Nyuma Boakai hat eine neue Nationale Sicherheitsstrategie für den Zeitraum 2026 bis 2036 gestartet. Die Vorstellung fand am 3. Juni 2026 im Executive Mansion in Monrovia statt. Die Strategie ist die erste umfassende Neuordnung des nationalen Sicherheitsrahmens seit 2008. Sie verbindet klassische Sicherheitsfragen mit Cyberrisiken, Grenzschutz, öffentlicher Gesundheit, wirtschaftlicher Verwundbarkeit, Menschenrechten und lokaler Regierungsführung.</p>



<h2 id="h-boakai-ruckt-sicherheit-naher-an-alltag-und-regierungsfuhrung" class="wp-block-heading"><span id="boakai-rueckt-sicherheit-naeher-an-alltag-und-regierungsfuehrung">Boakai rückt Sicherheit näher an Alltag und Regierungsführung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai präsentierte die National Security Strategy of the Republic of Liberia vor Vertretern der Sicherheitsbehörden, staatlichen Institutionen und weiteren Akteuren. <a href="https://fokus-afrika.de/liberias-praesident-boakai-geraet-unter-druck-verbuendete-wenden-sich-ab/">Der Präsident beschrieb Sicherheit als Grundlage für Entwicklung und als Voraussetzung für wirksame Regierungsführung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Strategie ist nicht nur ein Dokument. Sie ist Ausdruck unserer gemeinsamen Ziele als Volk und ein klarer Fahrplan zum Schutz der Souveränität Liberias, seiner territorialen Integrität, seiner nationalen Stabilität und seines demokratischen Fortschritts“, sagte Boakai.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident stellte die Strategie als Antwort auf ein verändertes Sicherheitsumfeld dar. Zu den Bedrohungen zählte er grenzüberschreitende organisierte Kriminalität, Cyberrisiken, Sabotage, klimabedingte Gefahren, wirtschaftliche Verwundbarkeit und neue Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit. Liberias Antwort müsse vorausschauend, koordiniert und auf künftige Entwicklungen vorbereitet sein.</p>



<h2 id="h-wechsel-von-einzelreaktionen-zu-einem-gemeinsamen-sicherheitsansatz" class="wp-block-heading"><span id="wechsel-von-einzelreaktionen-zu-einem-gemeinsamen-sicherheitsansatz">Wechsel von Einzelreaktionen zu einem gemeinsamen Sicherheitsansatz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Strategie markiert einen Wechsel von reaktiven und sektorbezogenen Antworten zu einem integrierten Sicherheitsansatz. Nach Darstellung der Regierung sollen Sicherheitsbehörden, zivile Institutionen, lokale Verwaltungen, Zivilgesellschaft und internationale Partner stärker miteinander arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Informationsminister Jerolinmek M. Piah erklärte bei der regulären Presseunterrichtung des Informationsministeriums, die Strategie sei nach zweijährigen Untersuchungen in allen 15 Counties Liberias entstanden. Dabei seien lokale Sicherheitsprobleme, Grenz- und maritime Verwundbarkeiten, transnationale Kriminalität, Klimarisiken, technologische Bedrohungen im Cyberraum sowie soziale und wirtschaftliche Faktoren geprüft worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie soll Sicherheitsfragen nicht mehr nur als Aufgabe bewaffneter oder uniformierter Institutionen behandeln. Sie verbindet nationale Sicherheit mit Rechtsstaatlichkeit, Bildung, Gesundheit, Beschäftigung, lokaler Verwaltung und Vertrauen in staatliche Institutionen.</p>



<h2 id="h-burger-menschenrechte-und-pravention-im-mittelpunkt" class="wp-block-heading"><span id="buerger-menschenrechte-und-praevention-im-mittelpunkt">Bürger, Menschenrechte und Prävention im Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Liberias Nationaler Sicherheitsberater Samuel Kofi Woods II bezeichnete die Strategie als Einschnitt in der nationalen Sicherheitsplanung. Seit der letzten Strategie von 2008 hätten sich die innere Lage, die regionale Umgebung und das globale Sicherheitsumfeld erheblich verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Woods erklärte, die neue Strategie stelle Bürger, Menschenrechte und Prävention stärker ins Zentrum. Sie sei in einem inklusiven Verfahren entstanden, an dem Regierungsinstitutionen, Sicherheitsbehörden, Abgeordnete, internationale Partner, zivilgesellschaftliche Organisationen und Bürger beteiligt gewesen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Entscheidend war, dass wir breite nationale Konsultationen, Bürgerversammlungen, Fokusgruppen und Anhörungen in Monrovia und in unseren Counties durchgeführt haben“, sagte Woods. Jugendgruppen, Frauenorganisationen, lokale Führungspersonen und Vertreter des Privatsektors seien in den Prozess einbezogen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie sieht stärkere Sicherheitskomitees auf County- und Distriktebene vor. Lokale Anliegen sollen früher in nationale Sicherheitsentscheidungen einfließen. Zudem sind Beschwerdemechanismen in Gemeinden, Menschenrechtsschulungen für Sicherheitsdienste, Programme zur Beschäftigung und Wiedereingliederung junger Menschen sowie genderbezogene Vorgaben für Sicherheitsplanung und Einsatzpraxis vorgesehen.</p>



<h2 id="h-cyberangriffe-werden-teil-der-nationalen-sicherheitsagenda" class="wp-block-heading"><span id="cyberangriffe-werden-teil-der-nationalen-sicherheitsagenda">Cyberangriffe werden Teil der nationalen Sicherheitsagenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Cyberrisiken erhalten in der neuen Strategie besonderes Gewicht. Liberia arbeitet bereits an einer National Cybersecurity Strategy für die Jahre 2025 bis 2029. Diese beschreibt den digitalen Wandel als Chance für Wirtschaft, öffentliche Dienste und gesellschaftliche Teilhabe, verweist aber zugleich auf wachsende Risiken für Energieversorgung, Telekommunikation, Transport, Finanzsektor und Gesundheitswesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 2022 und 2024 waren mehrere staatliche Einrichtungen sowie führende staatliche und private Unternehmen in Liberia von erheblichen Cyberangriffen betroffen. Die Folgen reichten von finanziellen Schäden über Datenabflüsse bis zu Störungen von Diensten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Cybersecurity-Strategie beschreibt Liberias bisherige Cybersicherheitsstrukturen als fragmentiert. Vorgesehen sind ein National Cybersecurity Council, ein National Cybersecurity Coordinator, ein späterer Aufbau einer National Cybersecurity Agency, Meldewege für Cybervorfälle, eine nationale Reaktionsfähigkeit bei großen Cyberereignissen und ein stärkerer Rechtsrahmen gegen Cyberkriminalität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird Cybersicherheit Teil einer breiteren Sicherheitsarchitektur. Digitale Infrastruktur, staatliche Daten, Finanzdienste und Kommunikationsnetze gelten nicht mehr nur als technische Fragen, sondern als Bereiche nationaler Stabilität.</p>



<h2 id="h-grenzsicherheit-gemeinden-und-internationale-partner" class="wp-block-heading"><span id="grenzsicherheit-gemeinden-und-internationale-partner">Grenzsicherheit, Gemeinden und internationale Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai kündigte an, seine Regierung werde weiter in <a href="https://fokus-afrika.de/tag/nachrichtendienste/" type="post_tag" id="506">nachrichtendienstliche Koordination</a>, Grenzsicherheit und gemeindebasierte Sicherheitsansätze investieren. Diese sollen Vertrauen zwischen Bürgern und Staat stärken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="447" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-1024x447.jpg" alt="" class="wp-image-27985 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-1024x447.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-300x131.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-768x335.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-380x166.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n-800x349.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/716590800_1386063393552617_5601263786853701039_n.jpg 1145w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Dividenden von Frieden und Sicherheit müssen bei den einfachen Liberianern ankommen. Einfach gesagt: Es hängt davon ab, wie wir die Ressourcen des Landes verwalten, damit niemand zurückgelassen wird. Wenn das geschieht, wird Sicherheit gewährleistet sein“, sagte Boakai.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verwies zugleich auf die Rolle lokaler Autoritäten, traditioneller Führungspersonen, County Superintendents, religiöser Institutionen und zivilgesellschaftlicher Organisationen. Sie sollen die staatliche Sicherheitsarchitektur ergänzen und lokale Konflikt- und Risikofaktoren früher sichtbar machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die regionale und internationale Zusammenarbeit wird ausgebaut. Boakai nannte die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten, die Mano River Union, die Afrikanische Union und die Vereinten Nationen als zentrale Partner. Die Regierung verweist außerdem auf Unterstützung und Konsultationen mit Entwicklungspartnern, darunter die Folke Bernadotte Academy, <a href="https://fokus-afrika.de/liberia-politische-krise-im-parlament-us-botschaft-fordert-loesungen/">die Vereinigten Staaten</a>, Schweden, die Vereinten Nationen und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/" type="post_tag" id="451">ECOWAS</a>.</p>



<h2 id="h-neue-architektur-fur-ein-land-mit-regionalen-sicherheitsrisiken" class="wp-block-heading"><span id="neue-architektur-fuer-ein-land-mit-regionalen-sicherheitsrisiken">Neue Architektur für ein Land mit regionalen Sicherheitsrisiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia liegt in einer Region, in der Grenzsicherheit, Migration, Schmuggel, organisierte Kriminalität, maritime Risiken und politische Stabilität eng miteinander verbunden sind. Die neue Strategie bündelt diese Themen in einem Zehn-Jahres-Rahmen und ergänzt klassische Sicherheitsplanung durch soziale, wirtschaftliche und digitale Faktoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung beschreibt den <a href="https://mopt.gov.lr/wp-content/uploads/2026/02/Liberia_National-Cyber-Security-Strategy-2025-2029.docx.pdf">Ansatz</a> als „whole-of-society security architecture“. Dahinter steht der Anspruch, Sicherheit nicht nur durch staatliche Gewaltmittel zu sichern, sondern durch belastbare Institutionen, lokale Beteiligung, Rechtsstaatlichkeit, wirtschaftliche Perspektiven und frühzeitige Krisenerkennung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boakai schloss seine Rede mit einem Appell an öffentliche und private Akteure, die Umsetzung der Strategie zu unterstützen. Strategien müssten sich mit Zeit und Umständen verändern, sagte der Präsident. <a href="https://fokus-afrika.de/trump-stoppt-entwicklungshilfe-liberia-stark-betroffen/">Die Regierung bleibe verpflichtet, den Rahmen im Interesse des Landes zu überprüfen und anzupassen.</a></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fliberia-stellt-sicherheitspolitik-neu-auf-praesident-will-ressourcen-und-sicherheit-zusammen-denken%2F&action_name=Liberia%20stellt%20Sicherheitspolitik%20neu%20auf%20%E2%80%93%20Pr%C3%A4sident%20will%20Ressourcen%20und%20Sicherheit%20zusammen%20denken&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/liberia-stellt-sicherheitspolitik-neu-auf-praesident-will-ressourcen-und-sicherheit-zusammen-denken/">Liberia stellt Sicherheitspolitik neu auf – Präsident will Ressourcen und Sicherheit zusammen denken</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>165 Staaten für Afrika-Resolution – USA stimmen dagegen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/165-staaten-fuer-afrika-resolution-usa-stimmen-dagegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 20:50:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die UN fordert Frieden durch Entwicklung in Afrika. Gleichzeitig fehlen Milliarden für Friedensmissionen – und immer mehr Staaten umgehen das UN-System komplett.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F165-staaten-fuer-afrika-resolution-usa-stimmen-dagegen%2F&amp;action_name=165%20Staaten%20f%C3%BCr%20Afrika-Resolution%20%E2%80%93%20USA%20stimmen%20dagegen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/165-staaten-fuer-afrika-resolution-usa-stimmen-dagegen/">165 Staaten für Afrika-Resolution – USA stimmen dagegen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Vollversammlung hat eine Resolution verabschiedet, die nachhaltige Entwicklung als Grundlage für Frieden in Afrika definiert. 165 Staaten stimmten dafür, die USA dagegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Resolutionstext verbindet Armutsbekämpfung, Staatsaufbau und Konfliktprävention. Doch parallel zeigt eine <a href="https://issafrica.org/iss-today/peacekeeping-funding-cuts-mean-africa-must-rethink-security">Analyse</a> des Institute for Security Studies (ISS), wie weit Anspruch und Realität auseinanderliegen: Friedensmissionen sind chronisch unterfinanziert, die Afrikanische Union kämpft mit Finanzierungslücken, und immer mehr Staaten setzen auf private oder bilaterale Sicherheitsmodelle statt auf die UN.</p>



<h2 id="h-grosse-mehrheit-geringe-wirkungsmacht" class="wp-block-heading"><span id="grosse-mehrheit-geringe-wirkungsmacht">Große Mehrheit, geringe Wirkungsmacht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution „Förderung dauerhaften Friedens durch nachhaltige Entwicklung in Afrika“ wurde von Uruguay im Namen der Gruppe der 77 und China eingebracht. Sie gehört zu den regelmäßigen Afrika-Resolutionen der Vollversammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern der <a href="https://docs.un.org/en/A/80/L.70">Vorlage</a>: Konflikte entstehen nicht nur durch Waffen, sondern durch Armut, schwache Institutionen, Korruption, Arbeitslosigkeit und fehlende wirtschaftliche Perspektiven. Deshalb fordert die Resolution Investitionen in Staatsaufbau, Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung und regionale Integration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA lehnten den Text ab. Ihre Vertreterin sprach von „problematischen Formulierungen“, die nichts zum Kernauftrag der UN beitrügen. Der Widerspruch reicht jedoch tiefer: Während die Vollversammlung Entwicklung zur Friedensstrategie erklärt, geraten genau die Instrumente unter Druck, die Konflikte kurzfristig eindämmen sollen.</p>



<h2 id="h-frieden-kostet-wenig-und-selbst-das-wird-knapp" class="wp-block-heading"><span id="frieden-kostet-wenig-und-selbst-das-wird-knapp">Frieden kostet wenig – und selbst das wird knapp</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut ISS liegt das gesamte UN-Friedenssicherungsbudget bei nur 5,6 Milliarden US-Dollar – weniger als 0,2 Prozent der weltweiten Militärausgaben. <a href="https://fokus-afrika.de/blauhelme-unter-druck-un-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-friedensmissionen-deutsche-polizistin-fuer-einsatz-geehrt/" type="post" id="27781">Afrika stellt mehr als die Hälfte aller Blauhelmsoldaten, finanziert aber nur einen kleinen Teil des Systems.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders problematisch: <a href="https://fokus-afrika.de/usa-setzen-un-unter-reformdruck-und-nehmen-minurso-ins-visier/" type="post" id="25895">Die USA schulden den UN rund 1,8 Milliarden Dollar an ausstehenden Beiträgen. </a>Gleichzeitig diskutiert der US-Kongress weitere Kürzungen. Für das kommende Jahr steht sogar eine Reduzierung der US-Mittel um 60 Prozent im Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit trifft die Finanzkrise genau jene Missionen, die die Resolution indirekt voraussetzt. Denn Entwicklungsprogramme funktionieren kaum dort, wo Staaten Territorium verlieren oder bewaffnete Gruppen ganze Regionen kontrollieren.</p>



<h2 id="h-die-au-soll-mehr-verantwortung-tragen-ohne-verlassliches-geld" class="wp-block-heading"><span id="die-au-soll-mehr-verantwortung-tragen-ohne-verlaessliches-geld">Die AU soll mehr Verantwortung tragen – ohne verlässliches Geld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution setzt stark auf afrikanische Eigenverantwortung und verweist auf die Agenda 2063 der Afrikanischen Union. Doch gerade die AU bleibt finanziell abhängig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar beschloss der UN-Sicherheitsrat Ende 2023 mit Resolution 2719 einen Mechanismus zur Finanzierung AU-geführter Friedenseinsätze über UN-Beiträge. Umgesetzt wurde er bislang nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folge: AU-Missionen hängen weiter von freiwilligen Gebern ab. Zahlungen kommen verspätet, Einsätze bleiben unsicher planbar. Der AU-Friedensfonds umfasst zwar 400 Millionen Dollar, es wurden daraus bisher aber nur wenige Millionen für frühe Krisenreaktionen ausgezahlt. Die Resolution fordert also mehr afrikanische Verantwortung – ohne die strukturellen Finanzprobleme zu lösen.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrealitat-entfernt-sich-vom-un-modell" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrealitaet-entfernt-sich-vom-un-modell">Sicherheitsrealität entfernt sich vom UN-Modell</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während die UN auf multilaterale Friedenssicherung setzt, entstehen längst parallele Sicherheitsstrukturen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-25371 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Organization_Stabilization_Mission_in_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_8228455715.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die ISS-Analyse beschreibt eine Verschiebung hin zu bilateralen Einsätzen, regionalen Militärkooperationen und privaten Sicherheitsakteuren. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-ruandische-truppen-im-kampf-gegen-terrorismus-in-mosambik/" type="post" id="12663">Ruandische Truppen sichern Nordmosambik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-entsendet-polizisten-nach-haiti/" type="post" id="26228">Kenia entsendet Kräfte nach Haiti</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Russland operiert über Wagner- beziehungsweise Africa-Corps-Strukturen in Mali</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/" type="post" id="27692">Vereinigten Arabischen Emirate unterstützen Söldner im Sudan.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Modelle sind oft schneller und politisch flexibler als UN-Missionen. Gleichzeitig umgehen sie internationale Kontrollmechanismen und schwächen multilaterale Strukturen weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier zeigt sich die Schwäche der Resolution: Sie beschreibt einen koordinierten internationalen Ansatz, während die Sicherheitsordnung in Afrika zunehmend fragmentiert wird.</p>



<h2 id="h-entwicklung-bleibt-ohne-sicherheit-begrenzt" class="wp-block-heading"><span id="entwicklung-bleibt-ohne-sicherheit-begrenzt">Entwicklung bleibt ohne Sicherheit begrenzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vollversammlung fordert bessere Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit, Jugendbeschäftigung und stärkere Institutionen. Das ISS verweist dagegen auf die operative Realität vieler Staaten: Grenzsicherung, Aufstandsbekämpfung und Schutz ländlicher Räume funktionieren oft nur eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit treffen zwei Ebenen aufeinander. Die Resolution formuliert langfristige politische Ziele. Die Realität scheitert an akuten Mangel an Geld, Personal und belastbaren Sicherheitsstrukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beides widerspricht sich nicht – zeigt aber das zentrale Problem internationaler Afrika-Politik: Frieden soll durch Entwicklung entstehen, doch vielerorts fehlt bereits die Stabilität, um Entwicklung überhaupt umzusetzen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tiani in Ankara: Türkei und Niger vertiefen Partnerschaft in Sicherheit und Handel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 22:13:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Tiani in Ankara: Niger und die Türkei bauen ihre Partnerschaft aus. Im Zentrum stehen Sicherheit, Handel, Bildung und Gesundheit – mit besonderem Blick auf die Sahelzone.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel%2F&amp;action_name=Tiani%20in%20Ankara%3A%20T%C3%BCrkei%20und%20Niger%20vertiefen%20Partnerschaft%20in%20Sicherheit%20und%20Handel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Niger und die Türkei haben in Ankara mehrere Abkommen zur Vertiefung ihrer Zusammenarbeit in Handel, Hochschulbildung, Gesundheit und Diplomatie unterzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarungen folgten auf Gespräche zwischen dem <a href="https://fokus-afrika.de/10-jahre-militaerische-uebergangszeit-in-niger-moeglich/">nigrischen Staatschef Abdourahamane Tiani</a> und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Präsidentenkomplex in Ankara. Beide Seiten rückten dabei auch die Zusammenarbeit in Verteidigung, Sicherheit, Energie, Bergbau, Investitionen und Landwirtschaft in den Vordergrund.</p>



<h2 id="h-ankara-setzt-auf-langfristige-zusammenarbeit-mit-niger" class="wp-block-heading"><span id="ankara-setzt-auf-langfristige-zusammenarbeit-mit-niger">Ankara setzt auf langfristige Zusammenarbeit mit Niger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erdoğan bezeichnete Niger als „freundliches und brüderliches Land“, mit dem die Türkei historische Beziehungen in Afrika verbinde. Die Gespräche hätten den Willen beider Seiten bestätigt, die Beziehungen „in jedem Bereich“ auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir bauen unsere Beziehungen zu afrikanischen Ländern auf der Grundlage gleichberechtigter Partnerschaft, gegenseitigen Respekts und von Win-win-Prinzipien weiter aus“, sagte Erdoğan bei der gemeinsamen Pressekonferenz. Die Türkei sehe diese Beziehungen nicht nur als Handels- und Wirtschaftsbeziehungen, sondern als langfristige Zusammenarbeit in Bereichen wie Sicherheit, Bildung, Kultur und Verkehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wird ein gemeinsamer Wirtschafts- und Handelsausschuss eingerichtet werden. Er soll Investitionen und den Austausch zwischen beiden Ländern fördern. Ankara und Niamey hätten zudem die Investitionsmöglichkeiten in Niger erörtert.</p>



<h2 id="h-sicherheit-und-sahel-stehen-im-zentrum" class="wp-block-heading"><span id="sicherheit-und-sahel-stehen-im-zentrum">Sicherheit und Sahel stehen im Zentrum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitszusammenarbeit nahm in Ankara breiten Raum ein. Erdoğan erklärte, die Türkei stehe an der Seite befreundeter Länder im Kampf gegen terroristische Organisationen, die besonders in der Sahelzone Instabilität verursachten. <a href="https://fokus-afrika.de/wer-finanziert-die-terrorismusbekaempfung/" type="post" id="25314">Er würdigte den Anti-Terror-Kampf der nigrischen Sicherheitskräfte unter Tiani.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten hätten Möglichkeiten engerer Zusammenarbeit in militärischer Ausbildung und Nachrichtendiensten besprochen. Ankara sei bereit, seine Erfahrungen in diesen Bereichen zu teilen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="789" height="550" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg" alt="" class="wp-image-27931 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg 789w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-380x265.jpg 380w" sizes="(max-width: 789px) 100vw, 789px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tiani hob nach Angaben der nigrischen Nachrichtenagentur ANP die türkische Unterstützung im Sicherheitsbereich hervor. Türkische Ausrüstung trage heute zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten Nigers gegen die terroristische Bedrohung bei, sagte der nigrische Staatschef.</p>
</div></div>



<h2 id="h-bildung-und-gesundheit-als-sichtbare-pfeiler-der-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="bildung-und-gesundheit-als-sichtbare-pfeiler-der-beziehungen">Bildung und Gesundheit als sichtbare Pfeiler der Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Sicherheit und Handel verwiesen beide Präsidenten auf bestehende türkische Projekte in Niger. Erdoğan nannte die Arbeit der Türkischen Maarif-Stiftung in Niamey. Mehr als 1.700 Schülerinnen und Schüler besuchen demnach die zwölf Schulen der Stiftung in der nigrischen Hauptstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem studieren fast 500 nigrische Studierende an Universitäten in der Türkei, darunter rund 300 mit türkischen Stipendien. Tiani verwies ebenfalls auf die Rolle der Maarif-Stiftung und auf das Türkei-Niger-Freundschaftskrankenhaus als Beispiele für die Zusammenarbeit im Bildungs- und Gesundheitsbereich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch in Ankara war Tianis erster offizieller Besuch außerhalb Afrikas. Tiani war bereits am Mittwoch in der türkischen Hauptstadt eingetroffen. Begleitet wurde er von einer Regierungsdelegation, der unter anderem die Minister für Verteidigung, Gesundheit, Ausrüstung und Infrastruktur, Bergbau, Außenbeziehungen, Wirtschaft und Finanzen, Landwirtschaft, Energie sowie Handel und Industrie angehörten.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel%2F&action_name=Tiani%20in%20Ankara%3A%20T%C3%BCrkei%20und%20Niger%20vertiefen%20Partnerschaft%20in%20Sicherheit%20und%20Handel&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel/">Tiani in Ankara: Türkei und Niger vertiefen Partnerschaft in Sicherheit und Handel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>JNIM-Blockaden bedrohen Westafrikas Handelsadern</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 12:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>JNIM trifft Mali nicht nur militärisch, sondern wirtschaftlich: Blockaden auf Handelsrouten gefährden Warenströme zwischen Sahel und Küstenstaaten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fjnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern%2F&amp;action_name=JNIM-Blockaden%20bedrohen%20Westafrikas%20Handelsadern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/">JNIM-Blockaden bedrohen Westafrikas Handelsadern</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die dschihadistische Gruppe JNIM verschärft in Mali ihre Blockaden wichtiger Verkehrsachsen und gefährdet damit zentrale Handelsrouten zwischen den Küstenhäfen Westafrikas und den Sahelstaaten. Besonders betroffen ist der Korridor zwischen Dakar und Bamako, über den ein großer Teil des Handels zwischen Senegal und Mali läuft. Auch Routen über Côte d’Ivoire, Ghana, Togo und Benin geraten stärker in den Blick, weil sie für die Versorgung des zentralen Sahel mit Treibstoff, Lebensmitteln und Industrieprodukten wichtig sind.</p>



<h2 id="h-angriffe-in-mali-verscharfen-druck-auf-verkehrsachsen" class="wp-block-heading"><span id="angriffe-in-mali-verschaerfen-druck-auf-verkehrsachsen">Angriffe in Mali verschärfen Druck auf Verkehrsachsen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Die jüngste Eskalation geht auf koordinierte Angriffe vom 25. April zurück.</a> Die Jama’at Nusrat al-Islam wal Muslimin und die Azawad Liberation Front griffen mehrere Orte in Mali an, darunter Kati, Mopti, Sévaré, Gao und die Hauptstadt Bamako. Dabei gab es zahlreiche Opfer. <a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905">Auch Verteidigungsminister Sadio Camara wurde getötet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden reagierten mit einer Gegenoffensive. Dabei wurden mehrere Verdächtige festgenommen, darunter Zivilisten, aktive Soldaten und aus der Armee entlassene Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Tage nach Beginn der Angriffe verhängte JNIM eine Blockade gegen Bamako, vor allem auf westlichen Routen. Die Straße zwischen Kita und Bamako wurde dadurch stark beeinträchtigt. Hunderte Menschen saßen fest, die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser wurde erschwert.</p>



<h2 id="h-dakar-bamako-korridor-besonders-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="dakar-bamako-korridor-besonders-betroffen">Dakar-Bamako-Korridor besonders betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Blockaden treffen eine der wichtigsten Handelsachsen Westafrikas. Der Dakar-Bamako-Korridor verbindet den Hafen von Dakar mit der malischen Hauptstadt und ist für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a> wie Mali wirtschaftlich zentral. Mali war 2024 Senegals wichtigster Kunde und stand für 26,5 Prozent der senegalesischen Exporte. Das entsprach rund 802,8 Milliarden CFA-Franc oder etwa 1,42 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 beliefen sich die senegalesischen Exporte nach Mali demnach auf rund 662 Milliarden CFA-Franc. Die Angriffe in Westmali haben diesen Warenverkehr bereits seit 2024 spürbar belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen September und November 2025 registrierte der Hafen von Dakar täglich rund 120 blockierte Container mit Ziel Mali. Für Senegal bedeutete das geschätzte monatliche Verluste von 15 Milliarden CFA-Franc. Ende November 2025 saßen mehr als 2.000 Container in Dakar fest. Bis Februar 2026 blieben rund 4.000 leere Container in Bamako stecken, weil Fahrer die Rückfahrt nach Dakar aus Sicherheitsgründen mieden.</p>



<h2 id="h-mali-wird-bei-treibstoff-und-waren-getroffen" class="wp-block-heading"><span id="mali-wird-bei-treibstoff-und-waren-getroffen">Mali wird bei Treibstoff und Waren getroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Blockaden schwächen vor allem die Versorgung Malis. Betroffen sind Erdölprodukte, verarbeitete Waren, hydraulischer Zement und Lebensmittel. Gleichzeitig geraten Fahrer, Händler, Spediteure und Hafenakteure unter Druck, deren Einkommen vom regelmäßigen Warenverkehr abhängt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="739" height="416" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg" alt="" class="wp-image-25427 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg 739w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Seit September 2025 verfolgt JNIM nach Einschätzung des Institute for Security Studies eine Strategie, <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">die auf die Unterbrechung lebenswichtiger Lieferungen nach Mali und innerhalb des Landes zielt. </a>Die Gruppe greift besonders Treibstoffkonvois im Süden und Westen an. Dadurch wird nicht nur der nationale Handel Malis getroffen, sondern auch der regionale Austausch zwischen Sahel und Küstenstaaten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Küstenhäfen Westafrikas sind für die Binnenstaaten des Sahel zentrale Ein- und Ausgänge zum Weltmarkt. Straßenverbindungen von Dakar, Abidjan, Tema, Lomé und Cotonou zu den Hauptstädten im Sahel funktionieren dabei als wirtschaftliche Lebensadern. Viele dieser Korridore führen durch Gebiete, in denen JNIM operiert.</p>



<h2 id="h-auch-cote-d-ivoire-und-ghana-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="auch-cote-divoire-und-ghana-betroffen">Auch Côte d’Ivoire und Ghana betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Dakar-Bamako-Korridor rückt der Abidjan-Bamako-Korridor stärker in den Fokus. Mali blieb 2025 wichtigster Kunde <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/" type="category" id="68">Côte d’Ivoires</a> innerhalb der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion. Über diese Achse werden vor allem Erdölprodukte und Lebensmittel nach Mali geliefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Ende 2025 wurden rund 1,47 Millionen Tonnen Waren über den Abidjan-Bamako-Korridor transportiert. Auch diese Verbindung geriet in der Region Sikasso unter JNIM-Beschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Côte d’Ivoire ist zudem der wichtigste afrikanische Lieferant <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Fasos</a>. Geliefert werden vor allem Erdölprodukte, Strom und Düngemittel. Ein Teil der Importe nach Burkina Faso stammt aus Côte d’Ivoire, Ghana und Senegal oder wird durch diese Länder transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefahren für Händler zeigen sich auch außerhalb Malis. Am 14. Februar wurden sieben ghanaische Tomatenhändler bei einem JNIM-Angriff in Titao im Norden Burkina Fasos getötet. Der Vorfall verdeutlicht, dass die Sicherheitsrisiken entlang der Handelswege nicht auf Mali beschränkt sind.</p>



<h2 id="h-militarische-begleitung-soll-lieferungen-sichern" class="wp-block-heading"><span id="militaerische-begleitung-soll-lieferungen-sichern">Militärische Begleitung soll Lieferungen sichern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/niger-liefert-82-tanklastzuege-treibstoff-nach-mali-unter-aes-militaerschutz/" type="post" id="22251">Die malischen Behörden haben mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Versorgung zu stabilisieren. Dazu gehören militärisch begleitete Treibstoffkonvois</a>. Seit November kommen dadurch wöchentlich rund 200 bis 300 Tanklastwagen ins Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung unterzeichnete außerdem eine Vereinbarung mit malischen Erdölgruppen, um Zollverfahren zu beschleunigen. Zugleich wurde ein System eingeführt, das das Tanken begrenzen und den Schwarzmarkt eindämmen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus gibt es Versuche, die Lasten auf den Häfen von Dakar und Abidjan zu reduzieren, indem Handelsströme auf andere Häfen verlagert werden. Solche Umleitungen können kurzfristig Druck mindern, verändern aber nicht die grundlegende Verwundbarkeit der Straßenkorridore.</p>



<h2 id="h-regionale-zusammenarbeit-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="regionale-zusammenarbeit-unter-druck">Regionale Zusammenarbeit unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Blockaden machen sichtbar, wie eng die Sicherheitslage im Sahel mit der Wirtschaft der Küstenstaaten verbunden ist. Handelswege, Häfen, Zollabwicklung und Versorgungsketten hängen über Grenzen hinweg zusammen. Wird ein Korridor blockiert, trifft das nicht nur Mali, sondern auch Exporteure, Spediteure, Fahrer und Hafenbetriebe in den Nachbarstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institute for Security Studies verweist auf regionale Organisationen wie die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/" type="post_tag" id="451">Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten</a>, die Allianz der Sahelstaaten, den Conseil de l’Entente, die Mano River Union und die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion. Sie stehen vor der Aufgabe, die Ausweitung solcher Blockadetaktiken auf weitere Straßenverbindungen zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 25. April zeigen zugleich die Grenzen einer rein militärischen Antwort. JNIM und die Azawad Liberation Front konnten trotz eigener Unterschiede größere Operationen koordinieren. Zwischen Sahel- und Küstenstaaten bleibt eine vergleichbare sicherheitspolitische Abstimmung schwierig.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Washington macht Afrika zum Testfeld seiner neuen Interessenpolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/washington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 00:22:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrika wird zum Prüfstein der neuen US-Außenpolitik. Washington setzt auf Handel, kritische Rohstoffe, Sicherheit und Migration – und stellt klassische Entwicklungshilfe stärker unter den Vorbehalt amerikanischer Interessen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwashington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik%2F&amp;action_name=Washington%20macht%20Afrika%20zum%20Testfeld%20seiner%20neuen%20Interessenpolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die USA stellen ihre Afrika-Politik auf Handel, Rohstoffe, Sicherheit und Migration um und ordnen Entwicklungshilfe künftig stärker ihren nationalen Interessen unter. Die neue Linie wurde in Washington gleich doppelt sichtbar: in einer Grundsatzrede des Afrika-Direktors im State Department, Nick Checker, und in der Haushaltsanhörung von Außenminister Marco Rubio zum Etat 2027. Afrika wird damit zu einem zentralen Schauplatz der neuen amerikanischen Außenpolitik. Im Mittelpunkt stehen kritische Mineralien, Infrastruktur, Friedensdiplomatie, globale Gesundheit und eine deutlich härtere Bewertung von Auslandshilfe.</p>



<h2 id="h-afrika-ruckt-aus-der-entwicklungsecke" class="wp-block-heading"><span id="afrika-rueckt-aus-der-entwicklungsecke">Afrika rückt aus der Entwicklungsecke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nick Checker, Deputy Assistant Secretary im Bureau of African Affairs des State Department, beschrieb beim Africa Day Forum einen grundlegenden Kurswechsel. <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/">Die USA wollten Afrika nicht länger vor allem durch die Brille von Entwicklungspolitik betrachten.</a> Stattdessen gehe es um Sicherheit, Handel, Migration, Gegenseitigkeit und messbare Ergebnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker sprach von einer notwendigen Abkehr von früheren Ansätzen, die nach seiner Darstellung zu oft auf moralische Appelle, große Ankündigungen und nicht ausreichend finanzierte Initiativen gesetzt hätten. Afrikanische Regierungen erwarteten Investitionen, Handel und Infrastruktur, nicht Belehrungen und unerfüllte Versprechen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27871 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1536x1025.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die neue Linie stützt sich auf ein Prinzip, das auch Rubio in der Haushaltsanhörung betonte: <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/">Außenpolitik soll direkt dem nationalen Interesse der Vereinigten Staaten dienen.</a> Diplomatie, Auslandshilfe, Energiepolitik, Grenzpolitik und Wirtschaftspolitik werden dabei als zusammenhängende Instrumente amerikanischer Stärke beschrieben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika bedeutet das eine Verschiebung der Prioritäten. Washington will den Kontinent stärker als Partner für Lieferketten, Rohstoffe, Märkte und sicherheitspolitische Stabilisierung behandeln. Entwicklungshilfe bleibt Teil der Politik, verliert aber ihren Charakter als eigenständige Leitidee.</p>



<h2 id="h-rohstoffe-und-infrastruktur-werden-strategisch" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-und-infrastruktur-werden-strategisch">Rohstoffe und Infrastruktur werden strategisch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders klar wird der Kurswechsel bei kritischen Mineralien und Infrastruktur. Checker erklärte, die USA wollten den Zugang zu afrikanischen Rohstoffen ausbauen und sichere Lieferketten aufbauen. Afrikanische Regierungen suchten Partner, die Transparenz, Arbeitsplätze, Qualifizierung und langfristige Wertschöpfung bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio griff diese Linie im Senat auf. Die USA könnten sich nicht leisten, bei kritischen Gütern oder Rohstoffen zu stark von einem einzigen Land abhängig zu sein. Washington arbeite daran, Lieferketten zu diversifizieren und den Zugang zu kritischen Mineralien abzusichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="626" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg" alt="" class="wp-image-20559 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-300x183.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-768x469.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-380x232.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-800x489.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1160x709.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Afrika erhält damit eine neue strategische Rolle in der amerikanischen Wirtschaftspolitik. Es geht nicht allein um Handel mit einzelnen Staaten, sondern um die Absicherung industrieller Grundlagen der USA. Rohstoffe, Energie, Infrastruktur und Transportwege werden zu außenpolitischen Prioritäten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Checker verwies auf die Strategic Infrastructure and Investment Working Group mit der Kommission der Afrikanischen Union. Sie soll Infrastrukturinvestitionen und Transitrouten voranbringen. Aus Sicht Washingtons sind solche Projekte Grundlage für wirtschaftliche Integration, Industrialisierung und Wettbewerbsfähigkeit afrikanischer Staaten.</p>



<h2 id="h-handel-statt-abhangigkeit" class="wp-block-heading"><span id="handel-statt-abhaengigkeit">Handel statt Abhängigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA beschreiben ihre neue Afrika-Politik als Übergang von Abhängigkeit zu Handel und Investitionen. Checker sagte, wirtschaftliche Integration, private Investitionen und Chancen könnten Stabilität dauerhafter sichern als Waffenruhen allein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das State Department will seine kommerzielle Diplomatie stärker auf Marktreformen, Infrastruktur und direkte Beteiligung amerikanischer Unternehmen ausrichten. Seit Beginn der Regierung seien US-Botschaften und Teams in Washington an mehr als 60 Geschäften mit einem Gesamtwert von mehr als 25 Milliarden Dollar beteiligt gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zahlen dienen Washington als Beleg für eine stärker geschäftsorientierte Afrika-Politik. Gleichzeitig zeigt die Ausrichtung, dass afrikanische Märkte nicht mehr nur als Empfänger von Hilfe betrachtet werden. Sie werden als Räume für Investitionen, Rohstoffsicherung und geopolitische Positionierung verstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker verwies auf die demografische Entwicklung des Kontinents. Afrika werde in etwas mehr als 20 Jahren voraussichtlich rund ein Viertel der Weltbevölkerung stellen und eine Kaufkraft von mehr als 16 Billionen Dollar erreichen. Diese Perspektive macht den Kontinent für Washington wirtschaftlich und strategisch wichtiger.</p>



<h2 id="h-sicherheitspolitik-mit-engerem-us-fokus" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitspolitik-mit-engerem-us-fokus">Sicherheitspolitik mit engerem US-Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Sicherheitskooperation mit afrikanischen Staaten wird neu gefasst. Checker erklärte, die USA hätten in der Vergangenheit Milliarden Dollar für Ausbildung und Ausrüstung afrikanischer Streitkräfte ausgegeben, oft ohne klare Erfolgskriterien. Künftig sollen Einsätze enger daran gemessen werden, ob sie direkte amerikanische Interessen berühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fokus liegt auf der Verhinderung katastrophaler Angriffe auf die USA und auf der Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten, die selbst Verantwortung für Sicherheitslücken übernehmen können. Washington will Lasten stärker auf Partner in Afrika und außerhalb des Kontinents verteilen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26274 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Haushaltsanhörung wurde Afrika zugleich als Raum dargestellt, in dem Konflikte globale Folgen haben. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat verwies auf Konflikte in Afrika, die wirtschaftliche Entwicklung und globale Gesundheitssicherheit untergraben. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-unterstuetzen-kenia-bei-ebola-vorsorge/" type="post" id="27753">Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurde ausdrücklich als Beispiel genannt.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verbindet die US-Regierung Sicherheitsfragen, Gesundheitspolitik und Interessen der amerikanischen Bevölkerung. Krisen in Afrika werden nicht nur humanitär beschrieben, sondern als Risiken für die USA selbst.</p>



<h2 id="h-ebola-drc-und-sudan-pragen-die-haushaltsdebatte" class="wp-block-heading"><span id="ebola-drc-und-sudan-praegen-die-haushaltsdebatte">Ebola, DRC und Sudan prägen die Haushaltsdebatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Haushaltsanhörung machte deutlich, dass der neue Kurs im Kongress umstritten bleibt. Senatorin Jeanne Shaheen kritisierte Kürzungen bei globaler Gesundheit, USAID-Strukturen und Programmen zur Ebola-Erkennung. Sie verwies auf den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda und warnte, dass Prävention nun stärker an amerikanischen Flughäfen statt vor Ort in Afrika stattfinden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio wies die Darstellung zurück, dass die Kürzungen Ursache des Ebola-Ausbruchs seien. Zugleich sagte er, das State Department werde sich erneut mit Gavi befassen. <a href="https://fokus-afrika.de/experten-warnen-im-bundestag-vor-verbreitung-von-malaria-und-tuberkulose/" type="post" id="27523">Die Impfallianz spielt bei der Entwicklung und Verteilung von Impfstoffen eine wichtige Rolle.</a> In der Anhörung ging es auch um Mittel für globale Gesundheit und um die Frage, ob Programme zur Früherkennung und Reaktion auf Krankheitsausbrüche ausreichend finanziert bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Sudan wurde zu einem zentralen Thema. Rubio erklärte, das Problem liege dort weniger in fehlender Bereitschaft zur Finanzierung als in der Verteilung von Hilfe. Hilfslieferungen könnten wegen der Sicherheitslage, blockierter Zugänge und gefährdeter Helfer nicht zuverlässig ankommen. Die USA arbeiteten daran, sichere Orte für humanitäre Versorgung zu identifizieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigt, wie eng Afrika im Haushaltsstreit mit globaler Gesundheit, humanitärer Hilfe und Sicherheitslogik verknüpft ist. Der Kontinent steht dabei nicht nur für Krisenbewältigung, sondern auch für die Frage, wie weit die USA klassische Hilfsstrukturen zurückfahren können, ohne ihre eigene Vorsorge zu schwächen.</p>



<h2 id="h-drc-ruanda-und-sudan-als-felder-neuer-friedensdiplomatie" class="wp-block-heading"><span id="drc-ruanda-und-sudan-als-felder-neuer-friedensdiplomatie">DRC, Ruanda und Sudan als Felder neuer Friedensdiplomatie</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-819x1024.png" alt="" class="wp-image-24249 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-819x1024.png 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-240x300.png 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-768x960.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-380x475.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-800x1000.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker.png 1142w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Checker stellte die amerikanische Friedensdiplomatie in Afrika ausdrücklich in den Zusammenhang der neuen Interessenpolitik. Als Beispiel nannte er die <a href="https://fokus-afrika.de/kagame-und-tshisekedi-unterzeichnen-friedensabkommen-zwischen-ruanda-und-dr-kongo-in-washington/" type="post" id="22648">Washington Accords</a> zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Die USA arbeiteten daran, dass beide Seiten ihre Verpflichtungen einhielten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben verwies Checker auf Bemühungen von Senior Advisor Boulos, den Krieg im Sudan zu beenden. Die US-Regierung stellt solche Initiativen als pragmatische Verhandlungsdiplomatie dar. Präsident Donald Trump werde dabei als Akteur beschrieben, der frühere Normen infrage stelle und auf Abmachungen setze.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Linie unterscheidet sich von einer stärker normativen Demokratie- und Menschenrechtspolitik. Washington setzt nach eigener Darstellung auf Verhandlungen, Stabilisierung und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit. Frieden soll mit Infrastruktur, privaten Investitionen und wirtschaftlicher Integration verbunden werden.</p>



<h2 id="h-sahel-und-souveranitat" class="wp-block-heading"><span id="sahel-und-souveraenitaet">Sahel und Souveränität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit Souveränität. Checker sagte, die neue US-Politik lehne eine Haltung ab, die innenpolitische Ordnungen anderer Staaten verändern wolle, wenn daraus kein direkter Nutzen für amerikanische Interessen entstehe. Diese Sicht präge auch die erneute Annäherung an Sahel-Staaten, die von der vorherigen Regierung isoliert worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sendet Washington ein Signal an afrikanische Regierungen, die westliche Konditionalität lange als Einmischung kritisiert haben. Die USA wollen stärker mit Staaten zusammenarbeiten, die in Fragen von Sicherheit, Migration und Wirtschaft relevant sind, auch wenn deren innenpolitischer Kurs nicht im Zentrum amerikanischer Politik steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig formulierte Checker Grenzen dieser Zurückhaltung. Die USA wollten nicht wegsehen, wenn gefährdete Gemeinschaften unter Druck gerieten oder gezielt angegriffen würden. Er verwies auf Gewalt gegen Christen in Nigeria und auf die Aufmerksamkeit der US-Regierung für Südafrika.</p>



<h2 id="h-auslandshilfe-als-instrument-staatlicher-macht" class="wp-block-heading"><span id="auslandshilfe-als-instrument-staatlicher-macht">Auslandshilfe als Instrument staatlicher Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutlichste Bruch betrifft die Begründung von Auslandshilfe. Rubio sagte im Senat, die US-Regierung sei keine Wohltätigkeitsorganisation. Hilfe müsse den Interessen der Vereinigten Staaten dienen und Ergebnisse liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker formulierte dieselbe Linie für Afrika. Auslandshilfe sei kein Anspruch und keine Wohltätigkeit, sondern ein Instrument amerikanischer Diplomatie und staatlichen Handelns. Jeder Dollar müsse entsprechend begründet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird Afrika zu einem Prüfstein für die Neuordnung amerikanischer Außenpolitik. Programme, die nicht klar mit US-Interessen verbunden werden können, stehen unter Druck. Zugleich sollen Mittel dort eingesetzt werden, wo sie Sicherheit, Lieferketten, Migration, Rohstoffe oder wirtschaftliche Chancen der USA berühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue US-Afrika-Politik verbindet Handelsdiplomatie, Rohstoffstrategie, Friedensverhandlungen und Gesundheitsvorsorge. Sie behandelt Afrika nicht mehr vorrangig als Empfängerregion, sondern als Kontinent, auf dem Washington wirtschaftliche, sicherheitspolitische und geopolitische Interessen neu bündelt.</p>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio testifies before the House Appropriations Committee’s Subcommittee on National Security, Department of State, and Related Programs on the FY27 Department of State Budget Request on Capitol Hill, in Washington, D.C., June 2, 2026. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio hosts a Democratic Republic of the Congo-Rwanda Peace Agreement signing ceremony between Democratic Republic of the Congo Foreign Minister Thérèse Kayikwamba Wagner and Rwandan Foreign Minister Olivier Nduhungirehe at the Department of State in Washington, D.C., June 27, 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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			<media:description type="html">Präsident Donald Trump begrüßt Präsident Felix Tshisekedi der Demokratischen Republik Kongo am Donnerstag, den 4. Dezember 2025, im Oval Office. (Offizielles Foto des Weißen Hauses von Daniel Torok)</media:description>
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			<media:title type="html">DAS-Checker</media:title>
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		<title>Politisch motivierte Gewalt gegen Geflüchtete steigt – Linke lehnt EU-Abschiebezentren ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/politisch-motivierte-gewalt-gegen-gefluechtete-steigt-linke-lehnt-eu-abschiebezentren-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 23:06:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>73 Straftaten gegen Geflüchtete, 23 Gewaltdelikte und 16 Verletzte: Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen, wie angespannt die Lage für Geflüchtete in Deutschland bleibt – während Europa seine Abschiebepolitik weiter verschärft.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpolitisch-motivierte-gewalt-gegen-gefluechtete-steigt-linke-lehnt-eu-abschiebezentren-ab%2F&amp;action_name=Politisch%20motivierte%20Gewalt%20gegen%20Gefl%C3%BCchtete%20steigt%20%E2%80%93%20Linke%20lehnt%20EU-Abschiebezentren%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/politisch-motivierte-gewalt-gegen-gefluechtete-steigt-linke-lehnt-eu-abschiebezentren-ab/">Politisch motivierte Gewalt gegen Geflüchtete steigt – Linke lehnt EU-Abschiebezentren ab</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Während auf europäischer Ebene über schärfere Abschieberegeln, Haftausweitungen und sogenannte Abschiebelager in Drittstaaten verhandelt wird, steigt in Deutschland die Zahl der Angriffe auf Geflüchtete weiter an. Die Bundesregierung hat für das erste Quartal 2026 bundesweit 73 politisch motivierte Straftaten gegen Geflüchtete außerhalb von Unterkünften registriert. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. Unter den Delikten waren 23 Gewalttaten, 16 Menschen wurden verletzt – darunter auch ein Kind. Zusätzlich wurden vier politisch motivierte Straftaten gegen Asylunterkünfte gemeldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/42-544-rechte-straftaten-in-deutschland-gemeldet/">Die Zahlen zeigen, dass sich die gesellschaftliche Stimmung gegenüber Geflüchteten weiter verschärft. </a>Gleichzeitig warnen Menschenrechtsorganisationen und Flüchtlingsverbände davor, dass die politische Debatte über Abschottung und Abschiebung ein Klima erzeugt, in dem rassistische Gewalt normalisiert wird.</p>



<h2 id="h-angriffe-treffen-vor-allem-gefluchtete-im-alltag" class="wp-block-heading"><span id="angriffe-treffen-vor-allem-gefluechtete-im-alltag">Angriffe treffen vor allem Geflüchtete im Alltag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen stammen aus dem Kriminalpolizeilichen Meldedienst zur Politisch motivierten Kriminalität. Erfasst werden Straftaten gegen Asylsuchende und Geflüchtete sowie Delikte gegen Unterkünfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 73 registrierten Straftaten außerhalb von Unterkünften reichen von Beleidigungen und Bedrohungen bis hin zu Körperverletzungen und Volksverhetzung. Ein Großteil der Fälle wird dem rechten Spektrum zugeordnet. Weitere Delikte ordnet die Bundesregierung den Bereichen „ausländische Ideologie“, „religiöse Ideologie“ oder „sonstige Zuordnung“ zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen waren Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In der Einzelfallliste tauchen unter anderem Neuruppin, Magdeburg, Halle, Gera, Potsdam, Oldenburg, Eisenach, Cottbus, Jena und Bonn auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Statistik macht deutlich, dass rassistische Gewalt längst nicht nur rund um Unterkünfte stattfindet. Viele Angriffe ereignen sich im öffentlichen Raum – auf Straßen, an Bahnhöfen oder im direkten Wohnumfeld der Betroffenen. Für Geflüchtete bedeutet das häufig ein Leben in permanenter Unsicherheit.</p>



<h2 id="h-gewalt-gegen-gefluchtete-bleibt-alltag" class="wp-block-heading"><span id="gewalt-gegen-gefluechtete-bleibt-alltag">Gewalt gegen Geflüchtete bleibt Alltag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 73 Straftaten stuft die Bundesregierung 23 als Gewaltdelikte ein. Dazu zählen Körperverletzungen, gefährliche Körperverletzungen und ein besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden 16 Menschen verletzt: 13 erwachsene Männer, eine Frau, ein Jugendlicher und ein Kind. Die meisten Verletzten registrierten die Behörden in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn bei den vier Angriffen auf Asylunterkünfte niemand verletzt wurde, zeigen die Fälle laut Beobachtern eine anhaltende Bedrohungslage. Die Delikte in Eppingen, Wedel, Greiz und Hamburg umfassten Sachbeschädigungen und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Alle vier Fälle wurden dem rechten Spektrum zugeordnet.</p>



<h2 id="h-verscharfte-asylpolitik-pragt-gesellschaftliches-klima" class="wp-block-heading"><span id="verschaerfte-asylpolitik-praegt-gesellschaftliches-klima">Verschärfte Asylpolitik prägt gesellschaftliches Klima</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Zahlen erscheinen in einer Phase, in der die europäische Flüchtlingspolitik massiv verschärft wird. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-einigt-sich-auf-rueckfuehrungszentren-ausserhalb-europas/" type="post" id="27835">Erst Anfang Juni einigten sich Europaparlament und Rat auf eine neue Rückführungsverordnung. </a>Diese sieht unter anderem erweiterte Haftmöglichkeiten und Abschiebungen in Drittstaaten vor, zu denen Betroffene oft keinerlei Bezug haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, kritisierte die Pläne scharf. „Auf europäischer Ebene schreitet die systematische Entrechtung Geflüchteter in erschreckendem Tempo voran“, erklärte sie. Ziel der Maßnahmen sei es, „Härte zu demonstrieren und unter Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus Angst und Schrecken zu verbreiten“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27862 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Clara_Buenger.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bünger warnt davor, dass Menschen ohne Aufenthaltsrecht zunehmend zu „rechtlosen Spielbällen der Behörden“ würden. Die geplanten Regelungen kriminalisierten bereits die angebliche „Nicht-Mitwirkung“ an der eigenen Abschiebung und könnten zu einer systematischen Inhaftierung führen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kritiker sehen darin nicht nur eine Gefahr für Geflüchtete selbst, sondern auch für rechtsstaatliche Standards insgesamt. Wenn Grundrechte bei besonders schutzlosen Gruppen eingeschränkt würden, könne dies langfristig weitere Bereiche der Gesellschaft betreffen.</p>



<h2 id="h-wenige-grosse-proteste-aber-anhaltende-mobilisierung" class="wp-block-heading"><span id="wenige-grosse-proteste-aber-anhaltende-mobilisierung">Wenige große Proteste – aber anhaltende Mobilisierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für das erste Quartal 2026 meldet die Bundesregierung keine rechtsextrem dominierten Großproteste gegen Flüchtlingsunterkünfte. Das Bundesamt für Verfassungsschutz erfasst allerdings nur Veranstaltungen mit größerer oder überregionaler Mobilisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Themenfeld Zuwanderung und Asyl registrierten die Behörden dennoch mehrere rechtsextremistisch geprägte Kundgebungen. Dazu gehörten Veranstaltungen der Gruppen „Junge Patrioten“ in Saarbrücken sowie eine Mahnwache von „Generation Deutschland Schleswig-Holstein“ in Hamburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zusammenhang mit Demonstrationen wurden zudem drei Straftaten registriert – darunter Bedrohung und Volksverhetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Experten weisen seit Jahren darauf hin, dass rassistische Mobilisierung häufig lokal und digital organisiert wird und deshalb nicht immer in großen Demonstrationen sichtbar wird. Gerade soziale Netzwerke spielen bei der Verbreitung von Feindbildern eine zentrale Rolle.</p>



<h2 id="h-keine-angriffe-auf-helfer-registriert" class="wp-block-heading"><span id="keine-angriffe-auf-helfer-registriert">Keine Angriffe auf Helfer registriert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Quartal 2026 wurden laut Bundesregierung keine politisch motivierten Straftaten gegen ehrenamtliche Helfer oder Hilfsorganisationen im Bereich Asyl und Migration gemeldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den vier Angriffen auf Unterkünfte konnten keine Tatverdächtigen ermittelt werden. Bei den Straftaten gegen Geflüchtete außerhalb von Unterkünften wurden in 47 Fällen insgesamt 54 Tatverdächtige festgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die Zahlen vorläufig sind und sich durch Nachmeldungen noch verändern können.</p>



<h2 id="h-hohe-fallzahlen-bereits-ende-2025" class="wp-block-heading"><span id="hohe-fallzahlen-bereits-ende-2025">Hohe Fallzahlen bereits Ende 2025</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundestagsantwort enthält außerdem Nachmeldungen für das vierte Quartal 2025. Damals registrierten die Behörden 36 Straftaten gegen Asylunterkünfte, darunter zehn Gewaltdelikte. Gegen Geflüchtete außerhalb von Unterkünften wurden sogar 355 Straftaten gemeldet, darunter 64 Gewalttaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">49 Menschen wurden dabei verletzt, darunter drei Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen zeigen, dass rassistische Gewalt gegen Geflüchtete kein kurzfristiges Phänomen ist. Während die politische Debatte in Deutschland und Europa zunehmend auf Abschreckung und Abschiebung setzt, wächst bei vielen Betroffenen die Angst vor Angriffen und gesellschaftlicher Ausgrenzung.</p>
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			<media:title type="html">Clara_Bünger</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Auf AfD-Anfrage: Bundesregierung legt Förderung für Namibia seit 2020 offen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/auf-afd-anfrage-bundesregierung-legt-foerderung-fuer-namibia-seit-2020-offen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 22:44:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland investiert massiv in die Zusammenarbeit mit Namibia. Eine Bundestagsantwort zeigt, wie eng Energiepolitik, Wirtschaft, Forschung und Sicherheitsinteressen inzwischen miteinander verbunden sind.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fauf-afd-anfrage-bundesregierung-legt-foerderung-fuer-namibia-seit-2020-offen%2F&amp;action_name=Auf%20AfD-Anfrage%3A%20Bundesregierung%20legt%20F%C3%B6rderung%20f%C3%BCr%20Namibia%20seit%202020%20offen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/auf-afd-anfrage-bundesregierung-legt-foerderung-fuer-namibia-seit-2020-offen/">Auf AfD-Anfrage: Bundesregierung legt Förderung für Namibia seit 2020 offen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat ihre ressortübergreifende Förderung für Namibia seit 2020 offengelegt und damit einen umfassenden Einblick in die deutsch-namibische Zusammenarbeit gegeben. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/061/2106145.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zeigt, dass die Beziehungen inzwischen weit über klassische Entwicklungshilfe hinausgehen. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Kooperationen rund um grünen Wasserstoff, gemeinsame Forschungs- und Bildungsprojekte sowie sicherheits- und kulturpolitische Zusammenarbeit.</p>



<h2 id="h-wirtschaft-und-energie-rucken-ins-zentrum-der-partnerschaft" class="wp-block-heading"><span id="wirtschaft-und-energie-ruecken-ins-zentrum-der-partnerschaft">Wirtschaft und Energie rücken ins Zentrum der Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/botschafter-shaanika-deutschland-und-namibia-sind-gut-aufgestellt/" type="post" id="24516">Namibia hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Partner Deutschlands in Afrika entwickelt </a>– insbesondere im Bereich Energie und Rohstoffpolitik. Die Bundesregierung sieht das Land als potenziellen Produzenten von grünem Wasserstoff, der langfristig auch für den europäischen Markt relevant werden könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/daures-green-hydrogen-projekt-deutschland-will-nicht-mehr-finanzieren/" type="post" id="12652">Entsprechend fließen erhebliche Mittel in den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft.</a> Zu den größten Projekten gehören Förderungen für Unternehmen wie HyIron, TS Elino und LSF Green Invest sowie das sogenannte „GH2 Namibia Programme“, das über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit begleitet wird. Auch die deutsch-namibische Wasserstoffpartnerschaft zwischen beiden Regierungen wird finanziert. <a href="https://fokus-afrika.de/wasserstoff-deutschland-intensiviert-zusammenarbeit-mit-namibia-und-sudafrika/" type="post" id="9720">Ziel ist es, industrielle Produktion, Infrastruktur und technische Standards für grünen Wasserstoff aufzubauen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus unterstützt Deutschland wirtschaftsnahe Projekte in Namibia, etwa in den Bereichen Berufsbildung, Bioenergie, E-Mobilität und nachhaltige Landwirtschaft. Die Bundesregierung betont dabei, dass die Zusammenarbeit sowohl Namibia als auch deutschen Unternehmen zugutekommen solle. Genannt werden bessere Investitionsbedingungen, neue Lieferketten und lokale Wertschöpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftliche Kooperation ist damit eng mit geopolitischen Interessen verbunden. Namibia wird zunehmend als strategischer Partner für die deutsche Energie- und Klimapolitik betrachtet.</p>



<h2 id="h-forschung-bildung-und-entwicklungspolitik-bleiben-wichtige-saulen" class="wp-block-heading"><span id="forschung-bildung-und-entwicklungspolitik-bleiben-wichtige-saeulen">Forschung, Bildung und Entwicklungspolitik bleiben wichtige Säulen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Energiepolitik bleibt Namibia ein Schwerpunktland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-namibia-mit-48-millionen-euro/" type="post" id="22015">Bei den Regierungsverhandlungen 2023 sagte Deutschland nach Angaben der Bundesregierung 51,5 Millionen Euro für die bilaterale Zusammenarbeit zu.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Flag_of_Namibia_and_Germany.jpg" alt="" class="wp-image-27856 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Flag_of_Namibia_and_Germany.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Flag_of_Namibia_and_Germany-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Flag_of_Namibia_and_Germany-768x513.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Flag_of_Namibia_and_Germany-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Förderung konzentriert sich vor allem auf nachhaltige Entwicklung, Klimaanpassung, Wasserressourcenmanagement und Bildung. Deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten dabei eng mit namibischen Partnern zusammen. Mehrere Projekte beschäftigen sich mit den Folgen des Klimawandels im südlichen Afrika, nachhaltiger Landnutzung und dem Umgang mit Wasserknappheit.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Bildungsprogramme spielen eine zentrale Rolle. Deutschland unterstützt Berufsbildungsprojekte, Studienfinanzierungen und wissenschaftliche Kooperationen. Dahinter steht das Ziel, langfristige wirtschaftliche Entwicklung und Fachkräfteausbildung in Namibia zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung macht in ihrer Antwort deutlich, dass Entwicklungszusammenarbeit heute stärker mit wirtschaftlichen und klimapolitischen Interessen verknüpft wird als früher. Forschung, Ausbildung und Energiepolitik greifen dabei zunehmend ineinander.</p>



<h2 id="h-sicherheits-und-kulturpolitik-pragen-die-historischen-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheits-und-kulturpolitik-praegen-die-historischen-beziehungen">Sicherheits- und Kulturpolitik prägen die historischen Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Teil der Zusammenarbeit betrifft Sicherheits- und Kulturpolitik. Das Auswärtige Amt fördert seit Jahren kleinere Projekte in Namibia, darunter Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, Bildungsprogramme und kulturelle Initiativen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit erhält das Ausstattungshilfeprogramm für die namibischen Streitkräfte. Dafür stellte die Bundesregierung in mehreren Jahren Mittel in Millionenhöhe bereit. Die Unterstützung ist Teil der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit Deutschlands mit Partnerstaaten außerhalb Europas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben spielt die gemeinsame Geschichte beider Länder weiterhin eine wichtige Rolle. Gefördert werden unter anderem Projekte zur Restaurierung historischer Orte, zur Bewahrung von Traditionen sowie zur Erinnerung an die Kolonialzeit und den Völkermord an Herero und Nama. Auch Schulpartnerschaften und der Deutschunterricht werden unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt die deutsch-namibischen Beziehungen insgesamt als breit angelegte Partnerschaft. Sie reichen heute von Entwicklungs- und Klimapolitik über Wirtschaftsinteressen bis hin zu Forschung, Kultur und Sicherheitskooperation.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Reform geht in entscheidende Phase</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-reform-geht-in-entscheidende-phase/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 23:47:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinten Nationen sollen schlanker, schneller und besser koordiniert werden. Die UN80-Reform betrifft auch Afrika direkt: Sudan und Somalia sind Testfälle für neue humanitäre Hilfe, Nairobi und Addis Abeba Teil des geplanten Umbaus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-reform-geht-in-entscheidende-phase%2F&amp;action_name=UN-Reform%20geht%20in%20entscheidende%20Phase&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-reform-geht-in-entscheidende-phase/">UN-Reform geht in entscheidende Phase</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres treibt die Reform der Vereinten Nationen in eine neue Entscheidungsphase. Vor der Generalversammlung in New York sagte er, Stillstand in einer Zeit geopolitischer Krisen würde menschliches Leid weiter verschärfen. Die sogenannte UN80-Initiative soll die Weltorganisation schlanker, schneller und besser abgestimmt machen. Für Afrika ist der Umbau auch deshalb relevant, weil mehrere Reformteile direkt Krisenländer, UN-Standorte und Länderteams auf dem Kontinent betreffen.</p>



<h2 id="h-weniger-doppelarbeit-schnellere-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="weniger-doppelarbeit-schnellere-hilfe">Weniger Doppelarbeit, schnellere Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres will die Arbeitsweise der Vereinten Nationen stärker bündeln. Der UN-Apparat soll weniger parallel arbeiten, Daten besser teilen und Verwaltungsaufgaben stärker zusammenlegen. Im Sekretariat wurde für 2026 bereits eine Verringerung der Stellen um 21 Prozent umgesetzt. Elf Teams in New York wurden zu einer gemeinsamen Verwaltungsplattform zusammengeführt, die rund 6.000 Beschäftigte unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Verwaltungsplattformen sollen auch an großen UN-Standorten entstehen. Genannt werden unter anderem Nairobi und Addis Abeba. Beide Städte sind für die UN-Arbeit in Afrika zentrale Knotenpunkte: Nairobi ist ein wichtiger Standort für Umwelt- und Siedlungsfragen, Addis Abeba für die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union und für politische Arbeit auf dem Kontinent.</p>



<h2 id="h-sudan-und-somalia-als-testfalle" class="wp-block-heading"><span id="sudan-und-somalia-als-testfaelle">Sudan und Somalia als Testfälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Teil der Reform betrifft die humanitäre Hilfe. Die Vereinten Nationen testen einen neuen Ansatz zunächst in fünf Krisenlagen: Afghanistan, Haiti, den besetzten palästinensischen Gebieten, Somalia und Sudan. Dabei sollen Lieferketten zusammengeführt, Hilfsplanung vereinfacht und Daten besser genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hintergrund ist ein wachsender Druck auf das humanitäre System. Die UN muss in mehr Krisen helfen, während Geld knapper wird. Besonders bei der Versorgung mit Hilfsgütern geht es um große Summen: Lieferketten machen nach UN-Angaben rund 70 Prozent der gesamten humanitären Ausgaben aus. Wenn die Reform hier greift, kann sie die Arbeit in Ländern wie Sudan und Somalia unmittelbar verändern.</p>



<h2 id="h-friedenseinsatze-sollen-uberpruft-werden" class="wp-block-heading"><span id="friedenseinsaetze-sollen-ueberprueft-werden">Friedenseinsätze sollen überprüft werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres kündigte zudem eine Überprüfung der UN-Friedenseinsätze an. Empfehlungen dazu sollen im Juni vorgelegt werden. Ziel ist eine flexiblere Architektur für Einsätze in einer Sicherheitslage, die sich schneller verändert als früher.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27211 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/UN71138378.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-deutschland-und-afrika-im-fokus-der-generalversammlung/">Für Afrika ist dieser Punkt besonders wichtig. </a>Viele der großen UN-Friedens- und Stabilisierungseinsätze der vergangenen Jahrzehnte lagen auf dem Kontinent. Gleichzeitig haben Debatten über Mandate, Kosten, Schutz von Zivilisten und die Zusammenarbeit mit regionalen Organisationen an Gewicht gewonnen. Die Reform soll klären, welche Instrumente die UN künftig braucht, um auf Konflikte schneller und passender zu reagieren.</p>
</div></div>



<h2 id="h-mitgliedstaaten-behalten-das-letzte-wort" class="wp-block-heading"><span id="mitgliedstaaten-behalten-das-letzte-wort">Mitgliedstaaten behalten das letzte Wort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres machte deutlich, dass viele Entscheidungen nicht beim Sekretariat liegen. Strukturelle Änderungen, neue Zuständigkeiten oder mögliche Zusammenschlüsse von UN-Einheiten brauchen die Zustimmung der Mitgliedstaaten. Der Generalsekretär kann Vorschläge vorlegen, entscheiden müssen aber die Regierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Debatte stehen unter anderem engere Zusammenarbeit zwischen UN-Organisationen, gemeinsame Dienste, ein UN-weiter Datenraum und mögliche Zusammenschlüsse einzelner Einrichtungen. Auch die Arbeit der Länderteams soll neu ausgerichtet werden. Staaten sollen schneller auf Fachwissen aus dem gesamten UN-System zugreifen können, auch wenn nicht jede UN-Einheit dauerhaft im Land vertreten ist.</p>



<h2 id="h-baerbock-fordert-mehr-politische-steuerung" class="wp-block-heading"><span id="baerbock-fordert-mehr-politische-steuerung">Baerbock fordert mehr politische Steuerung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="440" height="588" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-12605 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped.jpg 440w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped-224x300.jpg 224w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-05-27_Event_Konferenz_re-publica_STP_5327_by_Stepro_cropped-380x508.jpg 380w" sizes="(max-width: 440px) 100vw, 440px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Annalena Baerbock, Präsidentin der 80. UN-Generalversammlung, mahnte bei der Sitzung eine stärkere politische Debatte über den Umbau an. Die Reform dürfe nicht nur in technischen Haushaltsverhandlungen behandelt werden. <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">Die Mitgliedstaaten müssten klären, welche Strukturen im UN-System künftig noch klaren Mehrwert bringen und wo Änderungen nötig seien.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Baerbock verwies auch auf die jüngste Resolution zur Überprüfung von UN-Mandaten. Die Vereinten Nationen arbeiten mit zehntausenden Mandaten, die von Mitgliedstaaten beschlossen wurden. Viele davon verursachen Berichte, Sitzungen und Verwaltungsaufwand. <a href="https://fokus-afrika.de/baerbock-ruft-eu-parlament-zur-verteidigung-der-vereinten-nationen-auf/">Die Reform soll prüfen, welche Aufgaben weiterhin nötig sind, wo sich Arbeit überschneidet und wie Mandate besser mit Geld und Personal verbunden werden können.</a></p>
</div></div>



<h2 id="h-menschenrechte-bleiben-streitpunkt-bei-den-ressourcen" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechte-bleiben-streitpunkt-bei-den-ressourcen">Menschenrechte bleiben Streitpunkt bei den Ressourcen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres sprach auch die ungleiche Ausstattung der UN-Arbeit an. Besonders die Menschenrechtsarbeit bekomme deutlich weniger Mittel als andere Bereiche, obwohl sie eine der tragenden Säulen der Organisation sei. Deshalb wurde eine neue Human Rights Group eingerichtet, die Menschenrechtsarbeit im UN-System besser koordinieren soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit berührt die Reform auch eine politische Frage: Die UN soll sparen und effizienter werden, darf dabei aber zentrale Aufgaben nicht verlieren. Guterres forderte die Mitgliedstaaten zugleich auf, ihre Pflichtbeiträge vollständig und pünktlich zu zahlen. Die Reform könne die Arbeitsweise der Vereinten Nationen verbessern, aber ausbleibende Zahlungen nicht ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-reform-geht-in-entscheidende-phase%2F&action_name=UN-Reform%20geht%20in%20entscheidende%20Phase&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-reform-geht-in-entscheidende-phase/">UN-Reform geht in entscheidende Phase</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:description type="html">Außenpolitik in gewendeten Zeiten: Außenministerin Annalena Baerbock im Gespräch mit Johnny Haeusler</media:description>
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		<title>Afrikas Rohstoffe rücken in Deutschlands Sicherheitsagenda</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 23:28:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschlands Energiewende braucht Rohstoffe. Viele davon kommen aus Ländern des Globalen Südens. Neue Regierungsangaben zeigen, wie stark Afrika in Berlins Rohstoffstrategie hineinrückt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda%2F&amp;action_name=Afrikas%20Rohstoffe%20r%C3%BCcken%20in%20Deutschlands%20Sicherheitsagenda&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/">Afrikas Rohstoffe rücken in Deutschlands Sicherheitsagenda</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland behandelt den Zugang zu wichtigen Rohstoffen zunehmend als Frage von Sicherheit und Industriepolitik. Die Bundesregierung hat nach einem Beschluss des Nationalen Sicherheitsrats einen Aktionsplan Rohstoffe erarbeitet, will ihn aber nicht veröffentlichen. Zugleich laufen deutsche und europäische Programme mit Rohstoffbezug in mehreren afrikanischen Ländern. Betroffen sind unter anderem Mauretanien, Mosambik, Namibia, Sambia, Südafrika, Algerien und Ghana.</p>



<h2 id="h-berlin-will-abhangigkeiten-verringern" class="wp-block-heading"><span id="berlin-will-abhaengigkeiten-verringern">Berlin will Abhängigkeiten verringern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland geht es um Rohstoffe, die in Batterien, Stromnetzen, Windkraftanlagen, Halbleitern, Autos und digitaler Technik gebraucht werden. Dazu zählen Lithium, Kupfer, Kobalt, Nickel, Tantal, Seltene Erden, Mangan und Graphit. Viele dieser Stoffe werden außerhalb Europas gefördert, oft in Ländern des Globalen Südens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will die Versorgung deutscher Unternehmen breiter aufstellen. Kein strategischer Rohstoff soll künftig zu stark von einem einzelnen Drittland abhängen. Auf europäischer Ebene gilt dafür eine Zielmarke: Bis 2030 soll bei strategischen Rohstoffen höchstens 65 Prozent des europäischen Bedarfs aus einem einzigen Drittstaat kommen. Außerdem sollen mehr Rohstoffe in Europa gefördert, verarbeitet und wiederverwertet werden.</p>



<h2 id="h-mehrere-afrikanische-lander-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="mehrere-afrikanische-laender-im-fokus">Mehrere afrikanische Länder im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika spielt in dieser Strategie an mehreren Stellen eine Rolle. In Mauretanien unterstützt Deutschland Vorhaben mit Bezug zu Gold, Kupfer und Eisen. In Mosambik geht es um verantwortungsvolle Lieferketten und ein besseres Management des Bergbausektors. Namibia ist Teil von Projekten zur Nutzung mineralischer Rohstoffe und zur Förderung kritischer Rohstoffe für die Energiewende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Sambia und Südafrika tauchen in den Programmen auf. In Sambia geht es um Politik für kritische Rohstoffe. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-suedafrikas-energiewende/">In Südafrika stehen Batterierohstoffe und Wertschöpfung rund um grünen Wasserstoff im Mittelpunkt, darunter Vanadium, Mangan, Nickel, Kupfer, Graphit und Kobalt.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="990" height="557" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche.webp" alt="" class="wp-image-27745 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche.webp 990w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/oport-katherina-reiche-800x450.webp 800w" sizes="(max-width: 990px) 100vw, 990px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit wird sichtbar, wie eng deutsche Industriepolitik, Energiewende und afrikanische Rohstoffländer miteinander verbunden sind. Für Deutschland sind diese Rohstoffe Teil der wirtschaftlichen Sicherheit. Für viele afrikanische Staaten geht es darum, nicht nur Lieferant unverarbeiteter Rohstoffe zu bleiben, sondern mehr Wertschöpfung im eigenen Land aufzubauen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-der-druck-kommt-aus-der-energiewende" class="wp-block-heading"><span id="der-druck-kommt-aus-der-energiewende">Der Druck kommt aus der Energiewende</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bedarf wächst, weil moderne Industrie ohne diese Rohstoffe kaum funktioniert. Batterien brauchen Lithium, Kobalt, Nickel, Mangan und Graphit. Stromnetze und Elektromotoren benötigen Kupfer. Halbleiter, Magnete und Hochtechnologie hängen von weiteren seltenen oder schwer zugänglichen Metallen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Debatte dreht sich deshalb nicht mehr nur um Handel. Rohstoffe sind Teil der Frage, wer künftig Batterien, Chips, grüne Technologien und Rüstungsgüter herstellen kann. Die Bundesregierung verweist auf Kreislaufwirtschaft, Recycling und neue Lieferketten. Zugleich bleibt der Abbau vieler Rohstoffe mit Risiken verbunden, besonders dort, wo Minen Arbeits- und Umweltstandards nicht einhalten.</p>



<h2 id="h-der-kongo-zeigt-die-schattenseite-des-rohstoffbooms" class="wp-block-heading"><span id="der-kongo-zeigt-die-schattenseite-des-rohstoffbooms">Der Kongo zeigt die Schattenseite des Rohstoffbooms</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion stellte ihre <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/059/2105977.pdf">Anfrage</a> auch vor dem Hintergrund eines schweren Minenunglücks in der Demokratischen Republik Kongo. In der Coltanmine Rubaya im <a href="https://fokus-afrika.de/is-reklamiert-angriff-auf-goldminen-in-ituri/" type="post" id="25706">Osten des Landes</a> kamen Ende Januar 2026 mehr als 200 Menschen ums Leben. Die Mine gilt als einer der wichtigen Orte für Coltan, aus dem Tantal gewonnen wird. Tantal wird in der Elektronik und in der Halbleiterindustrie gebraucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall macht sichtbar, welche Spannung hinter dem Rohstoffbedarf steckt. In Deutschland und Europa stehen Digitalisierung, Energiewende und industrielle Unabhängigkeit im Vordergrund. In Förderregionen geht es häufig um Sicherheit der Arbeiter, Umweltzerstörung, Landkonflikte und die Frage, wer vom Abbau tatsächlich profitiert.</p>



<h2 id="h-bundesregierung-verweist-auf-standards" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-verweist-auf-standards">Bundesregierung verweist auf Standards</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, sie unterstütze internationale Regeln für verantwortungsvolle Lieferketten. Dazu gehören die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte sowie Vorgaben der OECD für Rohstoffe aus Konflikt- und Hochrisikogebieten. Bei deutschen Förderinstrumenten sollen Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsfragen geprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleiben Lücken sichtbar. Zu bestehenden Rohstoffpartnerschaften liegen bislang keine formelle Auswertung und kein Monitoringbericht vor. Seit 2021 wurden Rohstoffpartnerschaften auch nicht angepasst oder ausgesetzt, weil Menschenrechts- oder Umweltrisiken festgestellt wurden. Kritik von zivilgesellschaftlichen Akteuren an möglichen kolonialen Mustern in der Rohstoffpolitik nimmt die Bundesregierung nach eigener Darstellung zur Kenntnis, bewertet sie aber nicht.</p>



<h2 id="h-offentliche-garantien-private-interessen" class="wp-block-heading"><span id="oeffentliche-garantien-private-interessen">Öffentliche Garantien, private Interessen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afd-hakt-nach-bmz-oeffnet-entwicklungspolitik-staerker-fuer-unternehmen/">Auch deutsche Absicherungen und Finanzierungsinstrumente spielen eine Rolle. </a>Für Algerien wurde 2022 eine Investitionsgarantie im Bereich Erdöl- und Erdgasförderung mit einer Kapitaldeckung von 104,3 Millionen Euro übernommen. Für dieses Projekt gab es Auflagen zu Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsaspekten. Im Rohstoffbereich wurden außerdem Hinweise oder Beschwerden zu Umweltverstößen bekannt, darunter bei einem 2022 abgesicherten Vorhaben in Ghana.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Exportkreditgarantien im Rohstoffbereich entfällt seit 2021 ein erheblicher Teil auf fossile Rohstoffe oder Infrastruktur, die mit fossilen Rohstoffen verbunden ist. Die Bundesregierung nennt dafür einen Anteil von rund 60 Prozent. Namen beteiligter Unternehmen veröffentlicht sie nicht und verweist auf Geschäftsgeheimnisse.</p>



<h2 id="h-rohstoffpolitik-zwischen-versorgung-und-verantwortung" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffpolitik-zwischen-versorgung-und-verantwortung">Rohstoffpolitik zwischen Versorgung und Verantwortung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Rohstoffpolitik bewegt sich damit zwischen zwei Zielen. Einerseits will Berlin Unternehmen beim Zugang zu wichtigen Rohstoffen unterstützen und Abhängigkeiten verringern. Andererseits sollen Menschenrechte, Umweltstandards und lokale Entwicklung in den Förderländern berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Staaten liegt darin ein zentraler Punkt. Entscheidend ist nicht nur, ob Rohstoffe geliefert werden. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-risiken-und-chancen-kritischer-rohstoffe/">Entscheidend ist auch, ob mehr Verarbeitung, Beschäftigung und Kontrolle in den Förderländern entstehen.</a> Die Bundesregierung nennt lokale Wertschöpfung als Ziel ihrer Entwicklungszusammenarbeit im Rohstoffbereich. Eine umfassende öffentliche Bewertung der bisherigen Rohstoffpartnerschaften liegt bislang nicht vor.</p>
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		<title>ECOWAS-Unterhändler spricht mit Ibrahim Traoré über Zusammenarbeit mit Sahel-Bündnis</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ecowas-unterhaendler-spricht-mit-ibrahim-traore-ueber-zusammenarbeit-mit-sahel-buendnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 20:40:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach dem Bruch zwischen ECOWAS und Sahel-Allianz bleiben die Gesprächskanäle offen: Vermittler Lansana Kouyaté traf Ibrahim Traoré in Ouagadougou. Es ging um Sicherheit, Stabilität und die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fecowas-unterhaendler-spricht-mit-ibrahim-traore-ueber-zusammenarbeit-mit-sahel-buendnis%2F&amp;action_name=ECOWAS-Unterh%C3%A4ndler%20spricht%20mit%20Ibrahim%20Traor%C3%A9%20%C3%BCber%20Zusammenarbeit%20mit%20Sahel-B%C3%BCndnis&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ecowas-unterhaendler-spricht-mit-ibrahim-traore-ueber-zusammenarbeit-mit-sahel-buendnis/">ECOWAS-Unterhändler spricht mit Ibrahim Traoré über Zusammenarbeit mit Sahel-Bündnis</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der ECOWAS-Unterhändler Lansana Kouyaté hat in Ouagadougou mit Burkina Fasos Staatschef Ibrahim Traoré über die künftigen Beziehungen zwischen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Allianz der Sahel-Staaten gesprochen. Das Treffen fand am 25. Mai 2026 statt. Kouyaté warb nach der Audienz für eine „beispielhafte Zusammenarbeit“ zwischen beiden Räumen. Im Mittelpunkt standen Sicherheit, Stabilität und die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung nach dem Bruch von Burkina Faso, Mali und Niger mit der ECOWAS.</p>



<h2 id="h-vermittler-spricht-von-komplexen-fragen" class="wp-block-heading"><span id="vermittler-spricht-von-komplexen-fragen">Vermittler spricht von komplexen Fragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kouyaté bezeichnete die Gespräche mit Traoré als konstruktiv. <a href="https://fokus-afrika.de/togo-bringt-aes-und-ecowas-wieder-an-einen-tisch/" type="post" id="26707">Der frühere Exekutivsekretär der ECOWAS tritt als Vermittler der Regionalorganisation gegenüber der Konföderation der Sahel-Staaten auf.</a> Er hatte zuvor bereits Gespräche mit Côte d’Ivoires Präsident Alassane Ouattara, Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye und Ghanas Präsident John Dramani Mahama geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben über ziemlich komplexe Themen gesprochen, die die Sicherheit und Stabilität unserer Länder betreffen“, sagte Kouyaté nach der Begegnung in Ouagadougou. Die Gründung der Allianz der Sahel-Staaten habe zum Bruch mit der ECOWAS geführt. Dieser Schritt sei inzwischen vollzogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kouyaté stellte deshalb nicht die Rückkehr der Sahel-Staaten in den Vordergrund, sondern den Umgang der beiden Blöcke miteinander. „Es ist bereits beschlossen, darauf kommen wir nicht zurück. Aber wie erhalten wir eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Einheiten aufrecht?“, sagte er.</p>



<h2 id="h-geografie-zwingt-beide-seiten-zum-kontakt" class="wp-block-heading"><span id="geografie-zwingt-beide-seiten-zum-kontakt">Geografie zwingt beide Seiten zum Kontakt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso, Mali und Niger hatten die Allianz der Sahel-Staaten nach ihren Spannungen mit der ECOWAS aufgebaut und ihren Austritt aus der westafrikanischen Regionalorganisation vollzogen. <a href="https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/" type="post" id="13701">Seit Januar 2025 bilden sie einen eigenen Block im Zentrum Westafrikas. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kouyaté verwies auf die enge Verflechtung der Staaten in der Region. Grenzen, Handelswege, Familienbeziehungen und Sicherheitsfragen verbinden die Mitgliedstaaten der ECOWAS weiter mit den Ländern der Sahel-Allianz. „Die Geografie verbindet diese beiden Einheiten: die AES und die ECOWAS“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/die-konfoederation-der-staaten-des-sahel-aes-setzt-auf-visafreiheit-trotz-austritt-aus-der-ecowas/" type="post" id="13085">Dabei hob der Vermittler besonders die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung hervor.</a> Die Menschen müssten weiterhin von einem Raum in den anderen reisen können. Diese Frage berührt Handel, Arbeit, Familienkontakte und die Versorgung grenznaher Regionen.</p>



<h2 id="h-traore-gibt-anweisungen-fur-weitere-gesprache" class="wp-block-heading"><span id="traore-gibt-anweisungen-fuer-weitere-gespraeche">Traoré gibt Anweisungen für weitere Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über konkrete Beschlüsse wurde nach dem Treffen zunächst nichts veröffentlicht. Kouyaté sagte jedoch, Traoré habe „klare Anweisungen“ gegeben. Deren Inhalt nannte er nicht. Der Vermittler erklärte lediglich, diese Vorgaben könnten den weiteren Gesprächen nutzen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="712" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-1024x712.jpg" alt="" class="wp-image-27671 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-1024x712.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-1536x1068.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-800x556.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1-1160x806.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/FB_IMG_1779720077899-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Formulierung zeigt, dass beide Seiten trotz des institutionellen Bruchs Gesprächskanäle offenhalten. Für die ECOWAS geht es darum, die Folgen des Austritts der drei Sahel-Staaten zu begrenzen. Für Burkina Faso, Mali und Niger steht die Anerkennung ihrer neuen regionalen Ordnung im Vordergrund.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spannungen zwischen ECOWAS und AES hatten sich seit den politischen Umbrüchen in Mali, Burkina Faso und Niger verschärft. Die ECOWAS reagierte auf Machtwechsel und Übergangsregierungen mit Sanktionen und diplomatischem Druck. Die Sahel-Staaten warfen der Organisation vor, sich von äußeren Interessen leiten zu lassen.</p>



<h2 id="h-sicherheitslage-bleibt-gemeinsame-belastung" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitslage-bleibt-gemeinsame-belastung">Sicherheitslage bleibt gemeinsame Belastung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage in der Sahelzone bleibt der zentrale Hintergrund der Gespräche. <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">Burkina Faso, Mali und Niger kämpfen seit Jahren mit bewaffneten Gruppen, dschihadistischer Gewalt und Angriffen auf Zivilisten, Sicherheitskräfte und staatliche Einrichtungen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Nachbarstaaten außerhalb der AES verfolgen die Entwicklung mit Sorge. Instabilität im Sahel hat Folgen für Grenzsicherheit, Handel, Migration und regionale Zusammenarbeit. Die ECOWAS kann den Bruch mit den drei Staaten deshalb nicht allein als institutionelle Frage behandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kouyatés Mission setzt an diesem Punkt an. Sie soll einen Rahmen schaffen, in dem ECOWAS und AES trotz politischer Trennung über praktische Zusammenarbeit sprechen können. Nach dem Treffen in Ouagadougou bleibt der Fokus auf Sicherheit, Stabilität und den Alltag der Bevölkerung gerichtet.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Afrika-Kommando warnt vor „Geheimdienstlücke“ auf dem Kontinent</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 22:10:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrika rückt im US-Kongress ins Zentrum der Sicherheitsdebatte: Africom warnt vor ISIS, Al-Qaida im Sahel, russischem Einfluss und Chinas Zugriff auf kritische Rohstoffe.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent%2F&amp;action_name=US-Afrika-Kommando%20warnt%20vor%20%E2%80%9EGeheimdienstl%C3%BCcke%E2%80%9C%20auf%20dem%20Kontinent&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent/">US-Afrika-Kommando warnt vor „Geheimdienstlücke“ auf dem Kontinent</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das US-Afrika-Kommando stuft Afrika als Zentrum des globalen Terrorismus ein und fordert gezielte Investitionen in Aufklärung, Partnerschaften und Krisenreaktion. In Anhörungen im US-Kongress und dem Senat legte Africom-Kommandeur General Anderson die Sicherheitslage auf dem Kontinent dar. Er verwies auf wachsende Aktivitäten von ISIS, Al-Qaida-nahen Gruppen im Sahel sowie auf den Einfluss Chinas und Russlands. Zugleich stellte das US-Verteidigungsministerium seine Afrika-Politik stärker auf Handel, Investitionen und Kooperation mit ausgewählten Partnerstaaten um.</p>



<h2 id="h-washington-sieht-afrika-als-sicherheits-und-wirtschaftsraum" class="wp-block-heading"><span id="washington-sieht-afrika-als-sicherheits-und-wirtschaftsraum">Washington sieht Afrika als Sicherheits- und Wirtschaftsraum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">General Anderson beschrieb Afrika vor dem <a href="https://www.africom.mil/article/36583">Kongress</a> als Raum, in dem globale Sicherheitsinteressen, Handelswege und Rohstofffragen zusammenlaufen. Der Kontinent verbinde strategische Zonen zwischen Atlantik und Indopazifik, liefere kritische Mineralien für moderne Verteidigungssysteme und beherberge zwölf der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis 2050 werde Afrika ein Drittel der weltweiten Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter stellen, sagte Anderson. Die US-Sicht auf den Kontinent geht damit über militärische Einsätze hinaus. Sicherheit, Rohstoffe, Handelswege und demografisches Wachstum werden in Washington zunehmend gemeinsam betrachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zuständige Abteilungsleiter im US-Verteidigungsministerium, Dan Zimmerman, sprach von einem Kurswechsel in der Afrika-Politik. Die Vereinigten Staaten wollten das Verhältnis zum Kontinent von einem stärker hilfsorientierten Ansatz hin zu Handel und Investitionen verschieben. Dabei setze Washington auf Staaten, die als fähige und verlässliche Partner gemeinsame Interessen verfolgen.</p>



<h2 id="h-isis-und-al-qaida-rucken-in-den-mittelpunkt" class="wp-block-heading"><span id="isis-und-al-qaida-ruecken-in-den-mittelpunkt">ISIS und Al-Qaida rücken in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson sagte vor dem Kongress: „Heute liegt das Zentrum des globalen Terrorismus in Afrika.“ Die Führung des sogenannten Islamischen Staates sei afrikanisch geprägt, Al-Qaidas wirtschaftlicher Motor liege auf dem Kontinent. Beide Netzwerke hätten nach seiner Darstellung den Willen und die Absicht, die Vereinigten Staaten anzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/africom-staerkt-sicherheitskooperation-mit-westafrika/" type="post" id="20109">Besonders deutlich verwies Anderson auf die Lage in Westafrika.</a> Die Al-Qaida-nahe Gruppe JNIM habe im Sahel ihre Fähigkeit ausgebaut, wichtige Gebiete zu kontrollieren. Sie könne Treibstofflieferungen um Bevölkerungszentren unterbrechen und damit Druck auf Staaten ausüben. Die Einnahme einer Hauptstadt würde einer solchen Gruppe staatenähnliche Mittel verschaffen, um internationalen Terrorismus zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Somalia bleibt Teil der amerikanischen Bedrohungsanalyse. Das US-Afrika-Kommando sieht dort Fortschritte gegen ISIS-Führungsstrukturen. <a href="https://fokus-afrika.de/us-operation-in-somalia-africom-intensiviert-luftschlaege-gegen-isis/" type="post" id="21276">Nach Andersons Darstellung haben amerikanische Fähigkeiten in Aufklärung, Zielerfassung und Präzisionsschlägen dazu beigetragen, die Führung des Netzwerks in Somalia unter Druck zu setzen.</a></p>



<h2 id="h-us-einsatz-in-nigeria-als-beispiel-neuer-afrika-strategie" class="wp-block-heading"><span id="us-einsatz-in-nigeria-als-beispiel-neuer-afrika-strategie">US-Einsatz in Nigeria als Beispiel neuer Afrika-Strategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zimmerman verwies auf einen gemeinsamen Einsatz mit Nigeria im Nordosten des Landes. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-toeten-is-fuehrer-in-nigeria-und-greifen-weiter-islamisten-an/" type="post" id="27460">US-Kräfte hätten dort zusammen mit nigerianischen Partnern Abu Balal al-Muniki getötet, den er als globalen Operationsdirektor des sogenannten Islamischen Staates bezeichnete.</a> Auch Mitglieder seines inneren Kreises seien bei der Operation getötet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson beschrieb al-Muniki als Finanz- und Organisationskopf des Netzwerks. Sein Tod störe ISIS-Aktivitäten weltweit, ersetze aber nicht den dauerhaften Druck auf die Organisation. Das US-Afrika-Kommando setzt dabei auf Partnerstaaten, die nach amerikanischer Einschätzung willens und in der Lage sind, militärisch mit Washington zusammenzuarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz passt zur neuen Linie des US-Verteidigungsministeriums. Afrikanische und andere Partner sollen größere Verantwortung übernehmen, während die Vereinigten Staaten Fähigkeiten bereitstellen, die nur sie in dieser Form anbieten können. Dazu zählen Aufklärung, Zielerfassung, Präzisionsschläge und Krisenreaktion.</p>



<h2 id="h-china-russland-und-der-kampf-um-einfluss" class="wp-block-heading"><span id="china-russland-und-der-kampf-um-einfluss">China, Russland und der Kampf um Einfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die amerikanische Debatte über Afrika wird zunehmend von der Konkurrenz mit China und Russland geprägt. Anderson sagte, China betrachte Afrika als „zweiten Kontinent“ und sichere sich Kontrolle über kritische Mineralien und Infrastruktur. <a href="https://fokus-afrika.de/kritische-mineralien-usa-gruenden-forge-als-neues-buendnis-fuer-sichere-lieferketten/" type="post" id="24331">Dadurch könnten die Vereinigten Staaten von Ressourcen ausgeschlossen werden, die ihre industrielle Basis antreiben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland nutze Instabilität, um Rohstoffe und auch Menschenleben für seine Kriegsführung auszubeuten, sagte Anderson. In einer weiteren Kongressanhörung verwiesen US-Senatoren auf die Ausweitung des <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">russischen Africa Corps</a> und auf chinesische Investitionen in Häfen, Infrastruktur und politische Beziehungen auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik an einem Rückzug westlicher Präsenz zog sich durch beide Anhörungen. Senator Jack Reed warnte, eine Schwächung oder Zusammenlegung des Afrika-Kommandos würde Verbündeten und Gegnern signalisieren, dass Afrika für die Vereinigten Staaten keine Priorität habe. Er verband dies mit dem Abbau von Hilfsstrukturen und sprach von Lücken, die Russland und China nutzten.</p>



<h2 id="h-weniger-prasenz-weniger-informationen" class="wp-block-heading"><span id="weniger-praesenz-weniger-informationen">Weniger Präsenz, weniger Informationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">Anderson machte vor allem eine schrumpfende amerikanische Präsenz als Problem aus.</a> Die regionale Aufstellung der Vereinigten Staaten sei in den vergangenen zehn Jahren um 75 Prozent reduziert worden. Zugleich hätten auch Verbündete ihre Präsenz verringert. Dadurch entstehe eine „Geheimdienstlücke“, die es erschwere, Gefahren früh zu erkennen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-27564 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-768x511.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1536x1022.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-800x532.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1160x772.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ohne ausreichende Hinweise und Warnsignale könnten die Vereinigten Staaten blind gegenüber wachsenden Bedrohungen in der Region werden, sagte Anderson. Auch die Fähigkeit zur Krisenreaktion sei eingeschränkt. „In einer Krise kann man Kräfte verlegen, aber Vertrauen kann man nicht verlegen“, sagte der Africom-Kommandeur.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kommando fordert deshalb gezielte Investitionen in nicht-traditionelle Aufklärung, besseren Schutz eigener Kräfte, Programme für Partnerstaaten, Experimente mit neuen Technologien und die Fähigkeit, in Krisen schnell zu reagieren. Anderson verwies zugleich darauf, dass Africom mit weniger als einem Zehntel von einem Prozent des Verteidigungshaushalts arbeite.</p>



<h2 id="h-marokko-wird-nach-african-lion-ausdrucklich-erwahnt" class="wp-block-heading"><span id="marokko-wird-nach-african-lion-ausdruecklich-erwaehnt">Marokko wird nach African Lion ausdrücklich erwähnt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson würdigte in seiner Erklärung auch Marokko. Er erinnerte an den Tod von First Lieutenant Kendrick Lamont Key Jr. und Specialist Mariah Collington, die bei einem Unfall während der Militärübung African Lion ums Leben kamen. Dabei dankte er ausdrücklich den Partnern und nannte Marokko als Land, das in diesem Moment Unterstützung geleistet habe.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">U.S. Africa Command confirms the recovery of our second Soldier, Spc. Mariyah Collington. We mourn her loss and stand with her family and the 10th AAMDC community in this moment of grief.<a href="https://t.co/lYjoEY7HTh">https://t.co/lYjoEY7HTh</a> <a href="https://t.co/49HJEcKcYF">pic.twitter.com/49HJEcKcYF</a></p>— U.S. Africa Command (AFRICOM) (@USAfricaCommand) <a href="https://twitter.com/USAfricaCommand/status/2054687545733087441?ref_src=twsrc%5Etfw">May 13, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-marokko-starten-militaeruebung-african-lion-26/" type="post" id="26990">African Lion gehört zu den wichtigsten US-geführten Militärübungen auf dem afrikanischen Kontinent.</a> In der amerikanischen Darstellung steht sie zugleich für einen breiteren Ansatz: Übungen mit afrikanischen Partnern sollen nicht nur militärische Zusammenarbeit stärken, sondern auch neue Technologien testen und gemeinsame Reaktionsfähigkeit verbessern.</p>



<h2 id="h-africom-bleibt-teil-der-us-sicherheitsarchitektur" class="wp-block-heading"><span id="africom-bleibt-teil-der-us-sicherheitsarchitektur">Africom bleibt Teil der US-Sicherheitsarchitektur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörungen zeigten parteiübergreifende Sorge um die strategische Rolle Afrikas. Republikanische und demokratische Abgeordnete setzten unterschiedliche Akzente, beschrieben den Kontinent aber gleichermaßen als Raum wachsender Konkurrenz, zunehmender terroristischer Aktivität und sicherheitspolitischer Unsicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende des Senatsausschusses Roger Wicker bezeichnete ein eigenes Afrika-Kommando als unverzichtbar. Reed warnte vor einem falschen Signal an Partner und Gegner, falls Africom geschwächt oder in andere Kommandostrukturen eingegliedert werde. Zimmerman ordnete die Afrika-Politik in eine amerikanische Sicherheitsstrategie ein, die den Schutz des eigenen Landes, Abschreckung gegenüber China, stärkere Verantwortung der Partner und den Ausbau der Verteidigungsindustrie verbindet.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Darmanin in Algier: Frankreich und Algerien im Annäherungsversuch</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/darmanin-in-algier-frankreich-und-algerien-im-annaeherungsversuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 15:03:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Gérald Darmanin reist nach Algier, um die Justizkooperation zwischen Frankreich und Algerien neu zu starten. Auf der Agenda stehen Auslieferungen, Sicherheitsfragen und der Fall Christophe Gleizes.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/darmanin-in-algier-frankreich-und-algerien-im-annaeherungsversuch/">Darmanin in Algier: Frankreich und Algerien im Annäherungsversuch</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin will in Algier die stark geschwächte Justizkooperation mit Algerien neu starten und mehrere belastete Dossiers voranbringen. Er traf am Sonntagabend zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in der algerischen Hauptstadt ein. Dort wurde er von seinem algerischen Amtskollegen Lotfi Boudjemaâ empfangen. Auf der Tagesordnung stehen Auslieferungen, Vermögensfragen, konsularische Fälle und <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-bestaetigt-siebenjaehrige-haftstrafe-gegen-franzoesischen-journalisten-christophe-gleizes/" type="post" id="22633">die Lage des in Algerien inhaftierten französischen Journalisten Christophe Gleizes.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vertrauen-nach-langer-krise"><span id="vertrauen-nach-langer-krise">Vertrauen nach langer Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise fällt in eine Phase vorsichtiger Annäherung zwischen Paris und Algier. <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-wirft-algerien-spionage-und-druck-auf-doppelstaatler-vor/" type="post" id="23942">Die Beziehungen waren fast zwei Jahre lang von einer schweren diplomatischen Krise geprägt.</a> Nun versucht die französische Regierung, den Dialog in Sicherheits-, Migrations- und Justizfragen wieder aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darmanin ist bereits das dritte Mitglied der französischen Regierung, das seit Jahresbeginn nach Algerien reist. Zuvor hatte Innenminister Laurent Nuñez im Februar in Algier Sicherheits- und Migrationsgespräche wieder aufgenommen. Auch die Rückkehr des französischen Botschafters nach Algerien und die Wiederaufnahme konsularischer Passierscheine gelten in Paris als Zeichen der Entspannung.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">🇫🇷🇩🇿 À Alger, nous avons tenu, avec mon homologue Lotfi Boudjemaa, plusieurs réunions de travail, en présence de hauts magistrats français, pour relancer notre coopération judiciaire qui était à l’arrêt depuis presque deux ans. Nous avons notamment abordé la question de la… <a href="https://t.co/1ErCiNPcZV">pic.twitter.com/1ErCiNPcZV</a></p>— Gérald DARMANIN (@GDarmanin) <a href="https://twitter.com/GDarmanin/status/2056336746166603841?ref_src=twsrc%5Etfw">May 18, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Justizministerium erklärte vor der Reise: „Wir werden versuchen, das Vertrauensverhältnis mit Algerien wiederherzustellen.“ Zugleich hieß es: „Die Sicherheit Frankreichs führt über Algerien und umgekehrt.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auslieferungen-vermogen-und-konsularische-falle"><span id="auslieferungen-vermoegen-und-konsularische-faelle">Auslieferungen, Vermögen und konsularische Fälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien will bei den Gesprächen mehrere eigene Anliegen ansprechen. Dazu gehören die Auslieferung von Personen, die von der algerischen Justiz verurteilt wurden, die Rückgabe unrechtmäßig erworbener Vermögenswerte und die Situation eines algerischen Konsularbeamten, der seit mehr als einem Jahr in Frankreich inhaftiert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beamte konnte nach französischer Darstellung Besuchsrechte wahrnehmen. Das französische Justizministerium verwies dabei auf den Respekt vor der Unabhängigkeit der Justiz. Algerien erlaubte im Gegenzug einer französischen konsularischen Delegation einen Besuch beim inhaftierten Journalisten Christophe Gleizes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris will bei der Reise eine Justizkooperation wiederbeleben, die während der Krise deutlich an Tempo verloren hatte. Dabei geht es auch um Strafverfolgung bei Drogenhandel, Terrorismus und Migration.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-fall-christophe-gleizes-bleibt-belastend"><span id="der-fall-christophe-gleizes-bleibt-belastend">Der Fall Christophe Gleizes bleibt belastend</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt auf französischer Seite ist der Fall Christophe Gleizes. Der französische Journalist verbüßt in Algerien eine siebenjährige Haftstrafe wegen „Apologie des Terrorismus“. Er war festgenommen worden, als er an einem Bericht über eine angebliche kabylische Fußballnationalmannschaft arbeitete.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27469 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darmanin will in Algier über seine Freilassung sprechen. Eine solche Freilassung könnte nach französischer Darstellung nur durch eine Begnadigung des algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune möglich werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Frankreich kommt außerdem die Frage möglicher Auslieferungen von Mitgliedern der sogenannten DZ Mafia hinzu, die sich nach französischen Angaben nach Algerien abgesetzt haben sollen. Die Gruppierung steht in Frankreich im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität und Drogenhandel im Fokus der Ermittlungsbehörden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-setzt-auf-sicherheitskooperation-mit-algerien"><span id="paris-setzt-auf-sicherheitskooperation-mit-algerien">Paris setzt auf Sicherheitskooperation mit Algerien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Regierung verbindet die Justizgespräche mit einer breiteren sicherheitspolitischen Annäherung. In Paris wird Algerien wieder stärker als Partner bei Terrorismusbekämpfung, organisierter Kriminalität und Migration behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf/" type="post" id="27198">Die Entspannung begann nach Monaten weitgehender Blockade.</a> Innenminister Laurent Nuñez hatte nach seiner Ernennung im Oktober einen weniger konfrontativen Ton gegenüber Algerien gewählt und im Februar in Algier die Zusammenarbeit in Sicherheits- und Migrationsfragen wieder angeschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darmanin reist mit einer Delegation hochrangiger Richter und Justizvertreter. Die Gespräche sollen die praktische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern wieder in Gang bringen, nachdem politische Spannungen Verfahren, Auskünfte und konsularische Abläufe erschwert hatten.</p>
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		<item>
		<title>USA töten IS-Führer in Nigeria – und greifen weiter Islamisten an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-toeten-is-fuehrer-in-nigeria-und-greifen-weiter-islamisten-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 12:14:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die USA und Nigeria erhöhen den Druck auf den Islamischen Staat in Nordnigeria: Nach der Tötung eines hochrangigen IS-Funktionärs meldet die nigerianische Armee mehr als 20 getötete ISWAP-Kämpfer.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-toeten-is-fuehrer-in-nigeria-und-greifen-weiter-islamisten-an%2F&amp;action_name=USA%20t%C3%B6ten%20IS-F%C3%BChrer%20in%20Nigeria%20%E2%80%93%20und%20greifen%20weiter%20Islamisten%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die USA und Nigeria haben im Nordosten Nigerias erneut Ziele des Islamischen Staates angegriffen. Der Einsatz erfolgte am 17. Mai. Das US-Afrika-Kommando AFRICOM <a href="https://www.africom.mil/pressrelease/36570">erklärte</a>, Geheimdienstinformationen hätten die Ziele als IS-Kämpfer bestätigt, die vollständige Bewertung laufe noch. Die nigerianische Armee sprach von mehr als 20 getöteten Kämpfern des IS-Ablegers ISWAP.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zweiter-einsatz-innerhalb-weniger-tage"><span id="zweiter-einsatz-innerhalb-weniger-tage">Zweiter Einsatz innerhalb weniger Tage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Angriffe folgten auf eine gemeinsame Operation der USA und Nigerias am 16. Mai. Dabei wurde nach Angaben von AFRICOM Abu-Bilal al-Minuki getötet, den die USA als Direktor globaler Operationen des Islamischen Staates bezeichneten. Auch weitere hochrangige IS-Führer seien bei dem Einsatz ums Leben gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">US-Soldaten wurden nach Angaben des Kommandos nicht verletzt. Beim folgenden Einsatz am 17. Mai seien weder amerikanische noch nigerianische Kräfte zu Schaden gekommen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/AFRICOM?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AFRICOM</a>, in continued coordination with Nigeria, conducted kinetic strikes against ISIS fighters in NE Nigeria on May 17. No U.S. or Nigerian forces were harmed. <br><br>Full press release: <a href="https://t.co/7xuos8L1MK">https://t.co/7xuos8L1MK</a><a href="https://twitter.com/hashtag/AFRICOM?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AFRICOM</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Nigeria?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Nigeria</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/CounterTerrorism?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#CounterTerrorism</a> <a href="https://t.co/qK8pyky7od">pic.twitter.com/qK8pyky7od</a></p>— U.S. Africa Command (AFRICOM) (@USAfricaCommand) <a href="https://twitter.com/USAfricaCommand/status/2056271337828577495?ref_src=twsrc%5Etfw">May 18, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM-Kommandeur Dagvin Anderson sagte, die Operation zeige den „außergewöhnlichen Wert der Partnerschaft zwischen den USA und Nigeria“. Beide Staaten würden terroristische Bedrohungen weiter verfolgen und neutralisieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-al-minuki-soll-is-netzwerk-weltweit-gesteuert-haben"><span id="al-minuki-soll-is-netzwerk-weltweit-gesteuert-haben">Al-Minuki soll IS-Netzwerk weltweit gesteuert haben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Al-Minuki soll nach Darstellung der USA strategische Vorgaben für das globale IS-Netzwerk gemacht haben. Dazu gehörten Medienarbeit, Finanzoperationen sowie Entwicklung und Herstellung von Waffen, Sprengstoff und Drohnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM bezeichnete ihn als einen der aktivsten Terroristen weltweit. Er habe eine bedeutende Rolle bei der Planung von Angriffen und bei der Anordnung von Geiselnahmen gespielt. Die USA hatten ihn bereits seit 2023 mit Sanktionen belegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Tötung Al-Minikus dankte Nigerias Präsident Bola Tinubu US-Präsident Donald Trump für dessen Unterstützung. Tinubu erklärte, er erwarte weitere entschlossene Angriffe gegen terroristische Rückzugsräume im Land.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nordnigeria-bleibt-von-mehreren-gewaltakteuren-gepragt"><span id="nordnigeria-bleibt-von-mehreren-gewaltakteuren-gepraegt">Nordnigeria bleibt von mehreren Gewaltakteuren geprägt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/">Der Nordosten Nigerias ist seit Jahren Schauplatz eines Aufstands dschihadistischer Gruppen.</a> Boko Haram begann 2009 mit seiner Gewaltkampagne. Später gewann der rivalisierende Ableger Islamischer Staat Provinz Westafrika, kurz ISWAP, an Bedeutung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="732" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-1024x732.jpeg" alt="" class="wp-image-27463 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-1024x732.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-300x214.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-768x549.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-1536x1097.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-380x272.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-800x572.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea-1160x829.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/exercise-obangame-express-23-aids-maritime-security-and-prosecution-in-the-gulf-of-guinea.jpeg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach UN-Angaben wurden seit Beginn des Aufstands mehr als 40.000 Menschen getötet. Rund zwei Millionen Menschen wurden vertrieben. Besonders betroffen sind Bundesstaaten wie Borno, wo dschihadistische Gruppen Dörfer, Sicherheitskräfte, Arbeitergruppen und Militärstützpunkte angreifen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Boko Haram und ISWAP leidet Nordnigeria unter bewaffneten kriminellen Gruppen. Sie greifen Dörfer an und entführen Menschen, häufig mit dem Ziel, Lösegeld zu erpressen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entfuhrungen-und-angriffe-nehmen-zu"><span id="entfuehrungen-und-angriffe-nehmen-zu">Entführungen und Angriffe nehmen zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Wochen haben Boko Haram und ISWAP ihre Angriffe verstärkt. Zu den Zielen gehörten Dörfer, Polizeiposten, Holzfäller, Fischer und Militärbasen. Dabei wurden Zivilisten und Angehörige der Sicherheitskräfte getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den jüngsten Vorfällen zählt die Entführung von rund 40 Kindern aus dem Dorf Mussa im Bundesstaat Borno. Die Tat wurde mutmaßlichen Dschihadisten zugeschrieben. Zudem meldete die nigerianische Polizei den Tod von 17 Polizisten bei einem weiteren Angriff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA hatten die Sicherheitslage in Nigeria zuletzt auch politisch aufgegriffen. <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-gewalt-verschaerft-humanitaere-krise-jenseits-religioeser-konfliktlinien/">Präsident Trump sprach von einer Verfolgung von Christen in Nigeria</a>. <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-trumps-vorwurf-eines-christen-genozids-zurueck/" type="post" id="21480">Die nigerianische Regierung wies diese Darstellung zurück und erklärte, Christen und Muslime seien gleichermaßen Opfer der Gewalt.</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Piraten vor Somalia greifen wieder Handelsschiffe an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/piraten-vor-somalia-greifen-wieder-handelsschiffe-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 11:48:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Piraterie vor Somalia ist zurück: Handelsschiffe werden wieder angegriffen, Besatzungen für Lösegeld festgehalten und Marinekräfte sind durch Krisen im Nahen Osten gebunden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpiraten-vor-somalia-greifen-wieder-handelsschiffe-an%2F&amp;action_name=Piraten%20vor%20Somalia%20greifen%20wieder%20Handelsschiffe%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Vor der Küste Somalias nehmen Piratenangriffe wieder zu und belasten die Sicherheit einer wichtigen Route im Indischen Ozean. Im April und Mai wurden mehrere Dhaus und größere Handelsschiffe angegriffen, einige Schiffe und Besatzungen wurden für Lösegeld festgehalten. Das Joint Maritime Information Center stufte die Bedrohung durch Piraterie inzwischen als „severe“, also schwerwiegend, ein. Die neue Angriffswelle trifft auf internationale Marinekräfte, die durch Krisen im Nahen Osten bereits stark gebunden sind. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tankerentfuhrung-vor-jemen-weist-auf-neue-fahigkeiten-hin"><span id="tankerentfuehrung-vor-jemen-weist-auf-neue-faehigkeiten-hin">Tankerentführung vor Jemen weist auf neue Fähigkeiten hin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. Mai wurde der Öltanker „Eureka“ in jemenitischen Gewässern entführt. Sicherheitsbehörden in Puntland erklärten, die Piraten seien aus einem abgelegenen Küstengebiet nahe Qandala am Golf von Aden gestartet. Für Schiff und Besatzung sollen sie ein Lösegeld von zehn Millionen US-Dollar gefordert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entführung ereignete sich weit entfernt von der somalischen Küste. Das deutet auf ein höheres Maß an Organisation und Reichweite hin als bei anderen Gruppen, die in der Region aktiv sind. Beobachter sehen darin ein mögliches Zeichen für eine dritte Piratengruppe, die im westlichen Indischen Ozean operiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits Ende 2025 hatten mehrere Angriffe Sorge ausgelöst. Während des Nordostmonsuns von Dezember bis März gingen die Aktivitäten vorübergehend zurück, weil Wind und Wellengang Operationen auf See erschweren. Mit dem ruhigeren Wetterfenster im April und Mai nahmen die Vorfälle wieder zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handelsschiffe-ohne-schutz-werden-leichte-ziele"><span id="handelsschiffe-ohne-schutz-werden-leichte-ziele">Handelsschiffe ohne Schutz werden leichte Ziele</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei erfolgreiche Entführungen im April betrafen die Handelsschiffe „Honour 25“ und „Sward“. Beide befanden sich nahe der somalischen Küste, wo die Gefahr von Piratenangriffen traditionell höher ist. Zudem waren nach den vorliegenden Angaben keine bewaffneten Sicherheitskräfte an Bord.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Piraten zielen vor allem auf Entführungen und Lösegeldforderungen. Für den Verkauf gestohlener Container, Öl- oder Frachtladungen fehlen ihnen Infrastruktur und Zugang zu illegalen Absatzmärkten. Besatzungen und wertvolle Schiffe bleiben deshalb ihr bevorzugtes Druckmittel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1024x686.jpg" alt="" class="wp-image-27458 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1024x686.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-800x536.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3-1160x777.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Pirates_capture-May_2009-3.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders Öltanker auf Routen von oder nach Yanbu in Saudi-Arabien gelten als attraktive Ziele. Die Ladung, die Besatzungen und die angespannten Handelswege in der Region erhöhen das Erpressungspotenzial. Zugleich führt mehr Schiffsverkehr entlang der nord-somalischen Küste zu zusätzlichen Angriffsmöglichkeiten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-alte-piraterienetzwerke-bleiben-aktiv"><span id="alte-piraterienetzwerke-bleiben-aktiv">Alte Piraterienetzwerke bleiben aktiv</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia war in den 2000er-Jahren eines der Zentren der weltweiten Piraterie. Der Höhepunkt wurde 2011 erreicht, als hunderte Angriffe registriert wurden. Internationale Marineeinsätze, bessere Schutzmaßnahmen der Reedereien und bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord senkten die Zahlen danach deutlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/piraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika/">Die Strukturen verschwanden jedoch nicht vollständig.</a> Netzwerke, Ortskenntnis und operative Erfahrung blieben erhalten. Viele frühere Akteure verlagerten sich auf andere illegale Aktivitäten, darunter Waffenschmuggel, Schleusung, Drogenhandel, illegale Fischerei und kriminelle Finanzströme im Zusammenhang mit Holzkohle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückkehr der Angriffe zeigt, dass die Piraterie vor Somalia nicht allein durch Patrouillen eingedämmt werden kann. Illegale, unregulierte und ungemeldete Fischerei belastet weiter die Lebensgrundlagen vieler Küstengemeinden. Wenn Fischerei Einkommen zerstört und alternative Arbeitsmöglichkeiten fehlen, steigt das Risiko, dass lokale Gruppen wieder auf Piraterie zurückgreifen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marinekrafte-sind-durch-nahost-krisen-gebunden"><span id="marinekraefte-sind-durch-nahost-krisen-gebunden">Marinekräfte sind durch Nahost-Krisen gebunden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Marineeinsätze haben die Piraterie seit 2008 stark zurückgedrängt, aber nicht beseitigt. <a href="https://fokus-afrika.de/iran-krieg-eu-baut-marineeinsaetze-vor-afrikas-kuesten-aus/" type="post" id="26121">Die EU-Mission Atalanta ist weiterhin aktiv, verfügt in der Region jedoch nur über begrenzte Schiffs- und Luftkapazitäten.</a> Auch die multinationale Combined Task Force 151 operiert weiter, ist aber Teil einer von den USA geführten Sicherheitsstruktur mit Hauptquartier in Bahrain.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/spannungen-am-roten-meer-aethiopien-und-eritrea-warnen-einander-vor-krieg/" type="post" id="22411">Die Krisen im Roten Meer </a>und <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bereitet-unterstuetzung-am-persischen-golf-vor/" type="post" id="26834">am Persischen Golf binden zusätzliche Kräfte.</a> Verlegungen in Richtung Rotes Meer und Straße von Hormus schränken die Möglichkeiten ein, zugleich vor Somalia dauerhaft präsent zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalias eigene maritime Sicherheitskräfte verfügen nur über begrenzte Reichweite. Die Bundesregierung in Mogadischu konzentriert sich vor allem auf den Kampf gegen al-Shabaab im Süden des Landes. In der Praxis übernehmen regionale Strukturen wie die Puntland Maritime Police Force eine wichtige Rolle gegen Piraterie im Norden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-turkei-baut-rolle-vor-somalias-kuste-aus"><span id="tuerkei-baut-rolle-vor-somalias-kueste-aus">Türkei baut Rolle vor Somalias Küste aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Türkei ist in Somalias maritimer Sicherheitspolitik stärker präsent geworden. <a href="https://fokus-afrika.de/tuerkischer-geheimdienstbericht-warnt-vor-fuenf-risiken-in-somalia/" type="post" id="22699">Seit 2024 unterzeichnete Ankara mehrere Vereinbarungen mit der somalischen Bundesregierung.</a> Eine davon überträgt der türkischen Marine Aufgaben beim Schutz somalischer Hoheitsgewässer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar 2026 verlängerte das türkische Parlament das Mandat für türkische Marinekräfte im Golf von Aden, in somalischen Gewässern, im Arabischen Meer und angrenzenden Regionen um ein weiteres Jahr. Zugleich befinden sich türkische maritime Wirtschaftsinteressen vor Somalias Küste, darunter eine Tiefsee-Bohrmission vor der Küste von Galmudug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Angriffe treffen damit eine Region, in der lokale Sicherheitsdefizite, internationale Handelsrouten und geopolitische Interessen eng ineinandergreifen. Ob aus einzelnen Entführungen eine längere Pirateriewelle entsteht, hängt auch davon ab, ob Lösegelder gezahlt werden und weitere Gruppen das Vorgehen kopieren.</p>
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			<media:title type="html">Pirates_capture-May_2009-3</media:title>
			<media:description type="html">090513-N-0743B-084 
GULF OF ADEN (May 13, 2009) USS Gettysburg (CG 64) Verify Board Search and Seizure (VBSS) and US Coast Guard Law Enforcement Detachment 409 capture suspected pirates after responding to a merchant vessel distress signal while operating in the Combined Maritime Forces (CMF) area of responsibility as part of Combined Task Force (CTF) 151. CTF 151 is a multinational task force established to conduct counter-piracy operations under a mission-based mandate throughout the CMF area of responsibility to actively deter, disrupt and suppress piracy in order to protect global maritime security and secure freedom of navigation for the benefit of all nations. (U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist First Class Eric L. Beauregard/Released)</media:description>
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		<item>
		<title>Algeriens Armeechef nennt drei Stützen der Stabilität</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algeriens-armeechef-nennt-drei-stuetzen-der-stabilitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 11:29:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Algeriens Armeeführung stellt Wirtschaft, Einheit und Militär als drei Säulen der Stabilität heraus. Generalstabschef Saïd Chanegriha ordnet die Strategie in eine Weltlage aus Kriegen, Lieferkettenkrisen und wirtschaftlicher Unsicherheit ein.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgeriens-armeechef-nennt-drei-stuetzen-der-stabilitaet%2F&amp;action_name=Algeriens%20Armeechef%20nennt%20drei%20St%C3%BCtzen%20der%20Stabilit%C3%A4t&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Algeriens Generalstabschef Saïd Chanegriha hat Wirtschaft, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft der Streitkräfte als zentrale Stützen der Stabilität des Landes bezeichnet. Die Aussage fiel am Dienstag bei einer Arbeits- und Inspektionsreise in die 3. Militärregion in Béchar. Der Chef der Nationalen Volksarmee stellte seine Rede in den Kontext zunehmender internationaler Konflikte, gestörter Lieferketten und wirtschaftlicher Unsicherheit. Chanegriha ist zugleich beigeordneter Minister beim algerischen Verteidigungsminister.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-chanegriha-verweist-auf-globale-krisenlage"><span id="chanegriha-verweist-auf-globale-krisenlage">Chanegriha verweist auf globale Krisenlage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Führungskräften und Angehörigen der 3. Militärregion sprach Chanegriha von einer „akuten geopolitischen Instabilität“ mit wirtschaftlichen Folgen für viele Staaten. Als Beispiele nannte er gestörte globale Lieferketten, anhaltende Inflation und Rezessionsrisiken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalstabschef stellte die Lage Algeriens in einen breiteren internationalen Zusammenhang. Die Kriege und Spannungen in der Ukraine, in Gaza, <a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-und-algerien-bilden-gemeinsame-front-gegen-israel/" type="post" id="27228">im Nahen Osten</a> und im asiatisch-pazifischen Raum prägen nach seiner Darstellung ein Umfeld, in dem Staaten ihre wirtschaftliche und sicherheitspolitische Widerstandskraft stärken müssten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eisenbahnprojekt-soll-wirtschaftliche-widerstandskraft-starken"><span id="eisenbahnprojekt-soll-wirtschaftliche-widerstandskraft-staerken">Eisenbahnprojekt soll wirtschaftliche Widerstandskraft stärken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ersten Faktor nannte Chanegriha die wirtschaftliche Stabilität Algeriens. Diese werde durch große Infrastrukturprojekte gestützt, darunter die geplante Eisenbahnverbindung zwischen Béchar, Gara Djebilet und Tindouf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strecke gilt in Algerien als strategisches Projekt, weil sie den Südwesten des Landes stärker mit dem Bergbaugebiet Gara Djebilet verbinden soll. Chanegriha bezeichnete solche Vorhaben nicht als kurzfristige Investitionen. Sie würden dazu beitragen, „ein Entwicklungsmodell zu formen, das Schocks absorbieren, eine nationale wirtschaftliche Immunität schaffen und zum strategischen Aufstieg unseres Landes beitragen kann“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einheit-im-inneren-als-zweite-saule"><span id="einheit-im-inneren-als-zweite-saeule">Einheit im Inneren als zweite Säule</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als zweiten Faktor führte Chanegriha den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Einheit der inneren Front an. Diese Einheit wachse durch das Bewusstsein der Bevölkerung und das Engagement nationaler Eliten, sagte der Generalstabschef.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="647" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Said-2.jpg" alt="" class="wp-image-27362 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Said-2.jpg 647w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Said-2-300x247.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Said-2-380x313.jpg 380w" sizes="(max-width: 647px) 100vw, 647px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er sprach dabei von „Komplotten“, die darauf abzielten, den Entwicklungsprozess Algeriens zu stören. Die Formulierung knüpft an eine wiederkehrende Linie der algerischen Führung an, innenpolitische Stabilität eng mit nationaler Sicherheit und staatlicher Entwicklungsplanung zu verbinden. Dabei nutzt das Regime vor allem Feindbilder von ausländischen Mächten, um die Bevölkerung von ihrer Linie zu überzeugen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-armee-sieht-sich-als-garant-der-stabilitat"><span id="armee-sieht-sich-als-garant-der-stabilitaet">Armee sieht sich als Garant der Stabilität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-armeechef-warnt-vor-rueckkehr-von-krieg/" type="post" id="25891">Der dritte Faktor sei die ständige Einsatzbereitschaft und Wachsamkeit der Streitkräfte.</a> Chanegriha bezeichnete sie als „Eckpfeiler dieser Resilienz und dieser einzigartigen strategischen Stärke“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nationale Volksarmee sichere nicht nur das Staatsgebiet, sagte er. Sie trage auch zum Bild eines starken und sicheren Staates in einem instabilen Umfeld bei. Als Zeichen wachsender internationaler Anerkennung verwies Chanegriha auf häufige Besuche hochrangiger militärischer und politischer Vertreter befreundeter Staaten in Algerien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-machtzentrum-zwischen-prasidentschaft-und-militar"><span id="machtzentrum-zwischen-praesidentschaft-und-militaer">Machtzentrum zwischen Präsidentschaft und Militär</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chanegriha zählt zu den einflussreichsten Akteuren im algerischen Machtgefüge. Als Generalstabschef der Nationalen Volksarmee prägt er die Sicherheits- und Verteidigungspolitik des Landes. Seit November 2024 ist er zusätzlich als beigeordneter Minister beim Verteidigungsminister Teil der Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Abdelmadjid Tebboune bleibt verfassungsrechtlich Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Die politische Struktur Algeriens beruht jedoch stark auf dem Zusammenspiel zwischen Präsidentschaft und militärischer Führung. Chanegrihas Rede in Béchar unterstreicht diese Rolle der Armee als sicherheitspolitisches und politisches Zentrum des Staates.</p>
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			<media:title type="html">Said-2</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>AfD verlangt verschärfte Herkunftsangaben bei Kriminalstatistik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-verlangt-verschaerfte-herkunftsangaben-bei-kriminalstatistik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 12:38:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die AfD verlangt schärfere Kriminalitätsdaten nach Staatsangehörigkeit. Die Bundesregierung liefert Zahlen, aber keine neuen Mehrjahresanalysen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-verlangt-verschaerfte-herkunftsangaben-bei-kriminalstatistik%2F&amp;action_name=AfD%20verlangt%20versch%C3%A4rfte%20Herkunftsangaben%20bei%20Kriminalstatistik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant keine weitergehenden Auswertungen der Polizeilichen Kriminalstatistik nach Staatsangehörigkeit, obwohl die AfD-Fraktion genau solche Daten verlangt. Am 11. Mai wurde dazu eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage veröffentlicht. Die AfD hatte nach Tatverdächtigen, Opfern und Deliktstrukturen ausgewählter Staatsangehörigkeiten von 2015 bis 2024 gefragt. Das Bundeskriminalamt und das Bundesinnenministerium verfügen nach Regierungsangaben nicht über Verfahren für kumulative Mehrjahresanalysen ohne Mehrfachzählungen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afd-will-tiefere-daten-zu-herkunft-und-delikten"><span id="afd-will-tiefere-daten-zu-herkunft-und-delikten">AfD will tiefere Daten zu Herkunft und Delikten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion wollte die Kriminalstatistik stärker nach Staatsangehörigkeiten, Delikten und Opfergruppen auswerten lassen. Erfragt wurden unter anderem Zahlen zu Tatverdächtigen aus Bulgarien, Georgien, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/" type="post_tag" id="584">Indien</a>, Kosovo, Polen, Rumänien, Serbien, der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/" type="post_tag" id="380">Türkei</a>, der Ukraine sowie aus Afghanistan, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/" type="category" id="24">Algerien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/" type="category" id="34">Eritrea</a>, Irak, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, Pakistan, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> und Syrien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anfrage bezog sich auf Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße. Zusätzlich fragte die Fraktion nach Gewaltkriminalität, Tötungsdelikten, schweren Sexualdelikten, Raub, gefährlicher und schwerer Körperverletzung, Diebstahl, Rauschgiftdelikten, Wohnungseinbruch und Wirtschaftskriminalität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung lieferte dazu umfangreiche Tabellen. Kumulierte Gesamtsummen über den gesamten Zeitraum weist sie bei den Fallzahlen jedoch nicht aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-verfahren-fur-mehrjahresanalysen"><span id="keine-verfahren-fuer-mehrjahresanalysen">Keine Verfahren für Mehrjahresanalysen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der politisch heikle Punkt liegt in der Methodik. Die AfD wollte wissen, ob Bundeskriminalamt und Bundesinnenministerium technische Möglichkeiten haben, um Tatverdächtige über mehrere Jahre hinweg ohne Mehrfachzählungen zu erfassen. Genannt wurden pseudonymisierte Längsschnittanalysen, Fuzzy-Matching-Verfahren und andere Verknüpfungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="829" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-1024x829.jpg" alt="" class="wp-image-27307 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-1024x829.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-300x243.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-768x622.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-1536x1243.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-2048x1658.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-380x308.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-800x648.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-1160x939.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5023942-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort fällt knapp aus: BKA und BMI verfügen über keine solchen statistischen Verfahren. Auch eine Weiterentwicklung der Polizeilichen Kriminalstatistik in Richtung kumulativer und bevölkerungsbezogener Auswertungen stellt die Bundesregierung nicht in Aussicht. Aus ihrer Sicht seien mit den bestehenden PKS-Daten bereits „umfangreiche und detaillierte Auswertungen“ möglich.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-syrische-staatsangehorige-2024-mit-hochstem-wert"><span id="syrische-staatsangehoerige-2024-mit-hoechstem-wert">Syrische Staatsangehörige 2024 mit höchstem Wert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2024 nennt die Statistik bei Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße 64.780 tatverdächtige Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit. Dahinter folgen rumänische Staatsangehörige mit 64.431 und türkische Staatsangehörige mit 63.781. Für polnische Staatsangehörige weist die Tabelle 47.408 Tatverdächtige aus, für ukrainische 44.668 und für afghanische 31.443.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei afrikanischen Staatsangehörigkeiten nennt die Tabelle für 2024 unter anderem 10.472 Tatverdächtige mit marokkanischer Staatsangehörigkeit,<a href="https://fokus-afrika.de/algerien-will-irregulaer-lebende-staatsbuerger-im-ausland-zurueckholen/"> 9.115 mit algerischer</a>, 7.352 mit nigerianischer, 5.331 mit somalischer und 4.416 mit eritreischer Staatsangehörigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst Tatverdächtige und Fälle. Sie ersetzt keine gerichtlichen Feststellungen und bildet keine Verurteilungen ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-opferdaten-bleiben-begrenzt"><span id="opferdaten-bleiben-begrenzt">Opferdaten bleiben begrenzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei Opferzahlen setzt die Statistik Grenzen. Opferangaben werden in der PKS nur bei Straftaten gegen höchstpersönliche Rechtsgüter erfasst, etwa Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre und sexuelle Selbstbestimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Diebstahlsdelikte, Rauschgiftdelikte und Wirtschaftskriminalität liegen deshalb keine Opferdaten in der von der AfD gewünschten Form vor. Die Frage, wie viele Fälle Opfer und Tatverdächtige mit derselben Staatsangehörigkeit betreffen, kann die Bundesregierung ebenfalls nicht eindeutig beantworten. In einem Fall können mehrere Tatverdächtige und mehrere Opfer mit unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten erfasst sein.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Malis Außenminister: &#8220;Ukraine will einen hybriden Krieg im Sahel!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/malis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 11:05:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27260</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mali zieht nach den Angriffen vom 25. April eine klare Linie: Kein Dialog mit bewaffneten Gruppen. Gleichzeitig rücken Vorwürfe über externe Unterstützung und ein RTL-Bericht zu ukrainischen Militäreinheiten im Umfeld tuaregischer Rebellen in den Fokus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmalis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel%2F&amp;action_name=Malis%20Au%C3%9Fenminister%3A%20%26%238220%3BUkraine%20will%20einen%20hybriden%20Krieg%20im%20Sahel%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Malis Außenminister Abdoulaye Diop hat nach den Angriffen vom 25. April jeden Dialog mit bewaffneten Gruppen ausgeschlossen und zugleich externe Unterstützung für die Angreifer angeprangert. Die Erklärung erfolgte am 7. Mai 2026 bei einem Treffen mit dem in Bamako akkreditierten diplomatischen Korps. Diop bezog sich dabei auf den Front de Libération de l’Azawad, dem Bamako eine Allianz mit einem von den Vereinten Nationen gelisteten Terrornetzwerk vorwirft. Parallel berichtete der französische Sender RTL über mutmaßliche verdeckte Aktivitäten ukrainischer Militäraufklärung im Umfeld tuaregischer Rebellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamako-zieht-eine-rote-linie"><span id="bamako-zieht-eine-rote-linie">Bamako zieht eine rote Linie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Regierung sieht keinen Dialog mit bewaffneten terroristischen Gruppen vor“, sagte Diop nach Angaben der malischen Nachrichtenagentur AMAP. Einige bewaffnete Gruppen im Norden des Landes hätten sich dafür entschieden, Partei für eine extremistische Organisation zu ergreifen, die von den Vereinten Nationen als terroristisch anerkannt sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage bezog sich auf den Front de Libération de l’Azawad. Die malische Regierung betrachtet dessen Entwicklung als Teil einer Verbindung zwischen bewaffneten Gruppen im Norden und jihadistischen Akteuren. Zugleich erklärte Diop, die Behörden nähmen weiterhin reuige Kämpfer auf, wenn diese in den republikanischen Rahmen zurückkehrten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister stellte <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">die Angriffe vom 25. April in einen größeren Zusammenhang.</a> Mali befinde sich in einem asymmetrischen Konflikt, in dem bewaffnete Gruppen verdeckt operierten, teils Uniformen der malischen Armee trügen und sich unter die Bevölkerung mischten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriffe-auf-kati-und-verteidigungsministerium"><span id="angriffe-auf-kati-und-verteidigungsministerium">Angriffe auf Kati und Verteidigungsministerium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 25. April trafen nach Darstellung der malischen Behörden mehrere Orte im Land. Zu den Zielen gehörten die Residenz des Staatschefs in Kati und die Residenz des damaligen Verteidigungsministers Sadio Camara.<a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905"> Camara kam bei den Angriffen ums Leben.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27263 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diop sagte vor dem diplomatischen Korps, die staatlichen Institutionen seien trotz der Angriffe voll funktionsfähig. Die Ernennung von General Oumar Diarra zum neuen Verteidigungsminister stehe für institutionelle Kontinuität und die Fortsetzung der sicherheitspolitischen Linie Bamakos.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Untersuchung wurde nach Angaben des Ministers durch den Staatsanwalt beim Militärgericht in Bamako eröffnet. Diop erklärte, zivile und militärische Personen seien identifiziert und festgenommen worden, die mit Planung, Koordinierung oder Durchführung der Angriffe in Verbindung gebracht würden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurf-eines-hybriden-krieges"><span id="vorwurf-eines-hybriden-krieges">Vorwurf eines hybriden Krieges</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop sprach von einem hybriden Krieg gegen Mali und weitere<a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562"> Staaten der Konföderation der Staaten des Sahel.</a> Er warf internen und externen Unterstützern vor, den Angreifern Informationen, Logistik und Personal zur Verfügung zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang nannte der Außenminister ausdrücklich die Ukraine. Kiew habe nach seiner Darstellung öffentlich logistische Unterstützung für bewaffnete Gruppen im Sahel eingeräumt. Weitere mutmaßliche Unterstützer benannte Diop nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister verband die Sicherheitslage auch mit einem Informationskrieg. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-verbietet-franzoesischen-sender-wegen-terrorismus-berichterstattung/" type="post" id="27185">Er kritisierte Medien und Plattformen, die bewaffneten Gruppen aus Sicht der malischen Regierung Raum gäben. </a>Bamako sieht darin eine Begleitstruktur des militärischen Drucks auf den Staat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rtl-berichtet-uber-ukrainische-militaraufklarung-und-tuareg-rebellen"><span id="rtl-berichtet-ueber-ukrainische-militaeraufklaerung-und-tuareg-rebellen">RTL berichtet über ukrainische Militäraufklärung und Tuareg-Rebellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Journalist Georges Malbrunod berichtete bei RTL, französische Soldaten seien zwar nicht mehr in Mali präsent, jedoch seien Einheiten des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR im Umfeld tuaregischer Rebellen aktiv. Er berief sich dabei auf eine französische Sicherheitsquelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Malbrunod sprach von ehemaligen ukrainisch-stämmigen Soldaten, die zuvor in der französischen Fremdenlegion gedient hätten. Die ukrainischen Einheiten operierten dem Bericht zufolge in Koordination mit tuaregischen Rebellen. Ziel sei es, die mit Bamako verbündeten russischen Kräfte zu schwächen, die früher unter Wagner und heute unter Africa Corps auftreten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">EDITO RTL – La France toujours active au Mali &quot;par procuration&quot;<a href="https://twitter.com/Malbrunot?ref_src=twsrc%5Etfw">@Malbrunot</a> dans <a href="https://twitter.com/hashtag/RTLMatin?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#RTLMatin</a> <a href="https://t.co/MEJKhRFAnw">pic.twitter.com/MEJKhRFAnw</a></p>— RTL France (@RTLFrance) <a href="https://twitter.com/RTLFrance/status/2052665490091233743?ref_src=twsrc%5Etfw">May 8, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">RTL berichtete weiter, der ukrainische Militärgeheimdienst habe bereits im Vorjahr französischen Stellen einen Plan vorgeschlagen, um Regierungen im Sahel zu schwächen und russischen Einfluss zurückzudrängen. Paris habe damals aus Sicherheitsgründen nicht weitergemacht. Der Sender beschrieb die nun berichtete Konstellation als verdeckten Hebel, der Frankreich Distanz zu den Vorgängen ermögliche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Verteidigungsministerium erklärte gegenüber RTL, ukrainische Soldaten, die die Fremdenlegion verlassen hätten, könnten der Ukraine auf eine Weise dienen, die sie für geeignet hielten. Weitere Kommentare gab das Ministerium dem Bericht zufolge nicht ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatisches-korps-verurteilt-angriffe"><span id="diplomatisches-korps-verurteilt-angriffe">Diplomatisches Korps verurteilt Angriffe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das diplomatische Korps in Bamako verurteilte die Angriffe vom 25. April. Der <a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">russische Botschafter Igor Gromyko, Doyen des diplomatischen Korps</a>, sprach von „barbarischen Angriffen“ gegen die Zivilbevölkerung und staatliche Institutionen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27262 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gromyko erklärte, solche Angriffe seien völlig ungerechtfertigt und erforderten die entschiedensten internationalen Antworten. Er sprach den Behörden Kondolenz zum Tod von Sadio Camara aus und würdigte den Einsatz der malischen Streitkräfte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Botschafter sagte außerdem, die Angriffe seien mit Unterstützung des Africa Corps des russischen Verteidigungsministeriums zurückgeschlagen worden. Moskau sei in Abstimmung mit Bamako bereit, Mali weitere Unterstützung zu leisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsmassnahmen-fur-diplomaten-verstarkt"><span id="sicherheitsmassnahmen-fuer-diplomaten-verstaerkt">Sicherheitsmaßnahmen für Diplomaten verstärkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop kündigte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen auf dem gesamten Staatsgebiet an. Besonders diplomatische und konsularische Vertretungen sowie Büros internationaler Organisationen sollen stärker geschützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei erhielt nach Angaben des Ministers Anweisung, Patrouillen im Umfeld der diplomatischen Vertretungen zu verstärken. Auch am internationalen Flughafen Modibo Keïta in Bamako seien Sicherheitsmaßnahmen angepasst worden. Diop erklärte, der Flugverkehr und die Versorgung mit Kerosin liefen regulär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali verfolgt seine Sicherheitsoperationen mit Unterstützung der Partner in der Konföderation der Staaten des Sahel, insbesondere <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" type="category" id="76">Niger</a>, sowie mit Unterstützung <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russlands</a>.</p>
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		<title>Frankreich nimmt Abschiebungen nach Algerien wieder auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 09:22:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Frankreich und Algerien nähern sich bei Rückführungen wieder an: Paris meldet mehr als 140 Abschiebungen algerischer Staatsangehöriger seit Jahresbeginn.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf%2F&amp;action_name=Frankreich%20nimmt%20Abschiebungen%20nach%20Algerien%20wieder%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf/">Frankreich nimmt Abschiebungen nach Algerien wieder auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreich schiebt wieder algerische Staatsangehörige ohne regulären Aufenthaltsstatus nach Algerien ab.Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez mehr als 140 Menschen zurückgeführt. Der Minister sprach zugleich von 120 ausgestellten Laissez-passer-Dokumenten seit seiner Reise nach Algerien Mitte Februar. Damit zeichnet sich nach der diplomatischen Krise zwischen Paris und Algier eine Wiederaufnahme der Zusammenarbeit bei Rückführungen ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nunez-spricht-von-neuem-austausch-mit-algerien"><span id="nunez-spricht-von-neuem-austausch-mit-algerien">Nuñez spricht von neuem Austausch mit Algerien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Innenminister Laurent Nuñez bestätigte die Zahlen am Donnerstag im Gespräch mit dem Nachrichtensender <em>CNews</em> und dem Radiosender <em>Europe 1</em>. Ende März hatte bereits die Hilfsorganisation Cimade auf eine Wiederaufnahme der Abschiebungen hingewiesen. Das Innenministerium hatte sich dazu bis dahin nicht öffentlich geäußert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als ich Mitte Februar nach Algerien gereist bin, hatten wir seit Jahresbeginn keine ausgestellten Laissez-passer und wir hatten einige Rückführungen vorgenommen“, sagte Nuñez. Seit seinem Besuch sei der Vorgang wieder angelaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Laissez-passer ist ein Reisedokument, das für eine Rückführung benötigt wird, wenn die betroffene Person keinen gültigen Pass besitzt oder die Identität formal bestätigt werden muss.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-140-ruckfuhrungen-seit-jahresbeginn"><span id="mehr-als-140-rueckfuehrungen-seit-jahresbeginn">Mehr als 140 Rückführungen seit Jahresbeginn</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nuñez nannte am Donnerstag 120 ausgestellte Laissez-passer-Dokumente seit seinem Besuch in Algerien. Am Vortag sei zudem die Marke von 140 Rückführungen seit Jahresbeginn überschritten worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Natürlich müssen wir besser werden, natürlich müssen wir mehr tun“, sagte der Innenminister. Zugleich erklärte er, die Dinge seien „wieder in Gang gekommen“. Der Dialog mit Algerien solle fortgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als nächsten Punkt nannte Nuñez die Frage gemeinsamer Sammelflüge. Dabei geht es um Rückführungen mehrerer Staatsangehöriger in einem Flugzeug.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-algerier-stellen-grossen-anteil-in-franzosischen-abschiebeeinrichtungen"><span id="algerier-stellen-grossen-anteil-in-franzoesischen-abschiebeeinrichtungen">Algerier stellen großen Anteil in französischen Abschiebeeinrichtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nuñez bestätigte zudem, dass sich etwas mehr als 700 algerische Staatsangehörige in französischen Abschiebeeinrichtungen befinden. Insgesamt verfügen diese Zentren über rund 2.000 Plätze. Damit machen Algerier nach seinen Angaben etwa 30 bis 40 Prozent der dort untergebrachten Personen aus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="743" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-1024x743.jpg" alt="" class="wp-image-27200 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-1024x743.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-300x218.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-768x557.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-380x276.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-800x581.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-1160x842.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Frankreich werden solche Einrichtungen genutzt, um ausreisepflichtige Personen vor einer geplanten Abschiebung festzuhalten. Grundlage sind sogenannte OQTF-Bescheide, also behördliche Anordnungen zum Verlassen des französischen Staatsgebiets.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahara-frage-belastete-verhaltnis-zwischen-paris-und-algier"><span id="sahara-frage-belastete-verhaeltnis-zwischen-paris-und-algier">Sahara-Frage belastete Verhältnis zwischen Paris und Algier</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Frankreich und Algerien hatten sich ab Sommer 2024 stark verschlechtert. <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/" type="post" id="12016">Auslöser war die französische Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Sahara.</a> Um das Gebiet streiten Marokko und die von Algerien unterstützte Polisario seit rund 50 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nuñez setzt seit seinem Amtsantritt im Innenministerium auf Entspannung im Verhältnis zu Algier. Damit grenzt er sich von seinem Vorgänger Bruno Retailleau ab, der in der Auseinandersetzung mit Algerien häufiger auf eine härtere Linie setzte.</p>
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			<media:description type="html">Washington, D.C. (October 13, 2021) Homeland Security Secretary Alejandro Mayorkas meets with the head of the French National Center of Intelligence and Counterterrorism (CNRLT) Laurent Nuñez at the DHS St. Elizabeths campus in Washington, D.C. (DHS Photo by Benjamin Applebaum)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung sieht Schleuserkriminalität als internationales Geschäftsmodell</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-schleuserkriminalitaet-als-internationales-geschaeftsmodell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 23:36:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Schleuserkriminalität ist nach Einschätzung der Bundesregierung mehr als illegale Grenzüberquerung. Netzwerke werben über Social Media an, organisieren Routen über mehrere Staaten und nutzen informelle Geldtransfers.<br />
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<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt Schleuserkriminalität als transnationales Geschäftsmodell der organisierten Kriminalität mit Verbindungen zu Menschenhandel, Ausbeutung und Gewalt. Am 6. Mai wurde die Regierungsposition im Bundestag öffentlich. In 58 von 647 erfassten Verfahren zur Organisierten Kriminalität im Jahr 2024 spielte Schleusungskriminalität eine Rolle. Damit lag der Bereich in der Statistik an vierter Stelle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schleusernetzwerke-arbeiten-arbeitsteilig-uber-grenzen-hinweg"><span id="schleusernetzwerke-arbeiten-arbeitsteilig-ueber-grenzen-hinweg">Schleusernetzwerke arbeiten arbeitsteilig über Grenzen hinweg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schleuserkriminalität ist nach Einschätzung der Bundesregierung nicht immer hierarchisch organisiert. Häufig arbeiten die Gruppen mit einer funktionalen Aufgabenverteilung. Dazu gehören Organisation, Transport, Dokumentenbeschaffung, finanzielle Abwicklung und Koordination.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Netzwerke operieren grenzüberschreitend. Organisatoren verfügen in der Regel über Personen in Herkunfts-, Transit- und Zielstaaten. Die Bundesregierung spricht von Residenten, die entlang der Migrationsrouten Aufgaben übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch staatliche Maßnahmen verändern die Arbeitsweise der Gruppen. Schleusernetzwerke passen Routen, Kommunikation und Arbeitsteilung an. Tatbeiträge werden an spezialisierte Beteiligte ausgelagert. Die Bundesregierung sieht darin Parallelen zu sogenannten Crime-as-a-Service-Modellen, bei denen kriminelle Dienstleistungen wie Urkundenfälschung oder Geldwäsche gegen Gebühr angeboten werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-menschenhandel-und-ausbeutung-uberschneiden-sich-mit-schleusungen"><span id="menschenhandel-und-ausbeutung-ueberschneiden-sich-mit-schleusungen">Menschenhandel und Ausbeutung überschneiden sich mit Schleusungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schleuserkriminalität kann sich mit Menschenhandel überschneiden. Die Bundesregierung verweist auf Fälle, in denen Menschen nach einer Schleusung in ausbeuterische Verhältnisse geraten, etwa um den gezahlten Schleuserlohn abzuarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bundeslagebild Menschenhandel und Ausbeutung 2024 wurden in 33 von 364 abgeschlossenen Verfahren wegen Verdachts der sexuellen Ausbeutung Schleusungsdelikte als Begleitdelikte festgestellt. Zur Durchsetzung von Tathandlungen und zur Gewinnsteigerung setzen Schleusergruppierungen nach Darstellung der Bundesregierung anlassbezogen Gewalt und Einschüchterung ein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27090 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundespolizei_DUS_Airport-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Opferdimension spielt dabei auch in der Strafverfolgung eine Rolle. Die Bundespolizei stimmt sich bei Verdachtsfällen von Menschenhandel, sexueller Ausbeutung und Gewalt gegen Migranten im Einzelfall mit spezialisierten Fachberatungsstellen ab. Opfer sollen ihre Rechte kennen, Hilfsangebote erreichen und in Strafverfahren Unterstützung erhalten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-social-media-und-informelle-geldtransfers-erleichtern-die-organisation"><span id="social-media-und-informelle-geldtransfers-erleichtern-die-organisation">Social Media und informelle Geldtransfers erleichtern die Organisation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Digitale Kommunikationsmittel sind ein zentrales Werkzeug schleuserkrimineller Netzwerke. Social-Media-Plattformen dienen der Anwerbung von Menschen, der Koordination von Routen und der Kommunikation mit Fahrern und Mittätern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="593" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps.jpg" alt="" class="wp-image-27193 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Message_apps-800x494.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlungsabwicklung erfolgt nach Einschätzung der Bundesregierung fast ausschließlich über informelle Anbieter von Finanztransfergeschäften. Diese nutzen spezielle Handy-Apps und sind zu weltweiten Netzwerken verbunden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die finanzielle Seite gilt der Bundesregierung als Kern des Geschäftsmodells. Gewinnorientierung sei die Hauptmotivation der Täter und sichere die Stabilität der Netzwerke. Deshalb setzt die Bundesregierung bei der Bekämpfung auch auf den Ansatz „Follow the money“. Vermögensabschöpfung soll kriminellen Gruppen Gewinne und Mittel für weitere Straftaten entziehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-herkunfts-und-transitstaaten-bleiben-teil-der-sicherheitsfrage"><span id="herkunfts-und-transitstaaten-bleiben-teil-der-sicherheitsfrage">Herkunfts- und Transitstaaten bleiben Teil der Sicherheitsfrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist auch auf die Rolle von Herkunfts- und Transitstaaten. Deren Bedeutung unterscheidet sich je nach Lage, politischem System und staatlicher Leistungsfähigkeit. Soziale, politische, demografische und wirtschaftliche Verhältnisse können Migration aus Herkunftsstaaten begünstigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/steigender-zustrom-illegaler-einwanderer-beunruhigt-die-regierung/">In manchen Ländern kann es nach Darstellung der Bundesregierung ein Interesse geben, irreguläre Migration nicht zu regulieren oder aktiv zu verhindern</a>. <a href="https://fokus-afrika.de/ueberweisungen-der-diaspora-uebertreffen-entwicklungsgelder/" type="post" id="21692">Rücküberweisungen migrierter Staatsangehöriger können wirtschaftlich eine erhebliche Rolle spielen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Restriktive Maßnahmen in Transitländern können irreguläre Migration und Schleusungskriminalität bremsen. Zugleich können sie andere Formen begünstigen, etwa den Missbrauch legaler Migrationsmöglichkeiten oder Schleusungen in Behältnissen. Grenzpolizeien in Transitstaaten verfügen trotz internationaler Unterstützung oft nur über begrenzte personelle und finanzielle Mittel.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-zusammenarbeit-gegen-mobile-netzwerke"><span id="internationale-zusammenarbeit-gegen-mobile-netzwerke">Internationale Zusammenarbeit gegen mobile Netzwerke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt internationale Polizeikooperation, Europol, <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verhindert-78-000-versuche-illegaler-migration-im-jahr-2024/" type="post" id="13637">Abkommen mit Drittstaaten</a> und Sensibilisierungskampagnen als Instrumente gegen Schleuserstrukturen. Deutschland ist zudem Mitglied des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität und hat das Zusatzprotokoll gegen die Schleusung von Migranten unterzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf europäischer Ebene beteiligt sich Deutschland an der Plattform EMPACT zur Bekämpfung schwerer und organisierter Kriminalität. Die Bundesregierung unterstützt außerdem die „Global Alliance to Counter Migrant Smuggling“ der EU-Kommission.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/migration-wie-marokko-von-transitland-zum-zielland-wurde/" type="post" id="23409">Mit einzelnen Partnerländern laufen entwicklungspolitische Maßnahmen zum besseren Schutz vulnerabler Migrantinnen und Migranten sowie von Opfern von Menschenhandel. </a>Eine pauschale Bewertung der Wirkung einzelner Maßnahmen hält die Bundesregierung nicht für möglich, weil die Entwicklung der Schleuserkriminalität von unterschiedlichen Faktoren abhängt.</p>
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		<title>42.544 rechte Straftaten in Deutschland gemeldet</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/42-544-rechte-straftaten-in-deutschland-gemeldet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 23:12:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 42.000 rechte Straftaten in einem Jahr: Nordrhein-Westfalen meldet die meisten Fälle, doch pro Kopf liegen Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg vorn. Auch Berlin, Hamburg und Bremen verzeichnen hohe Werte.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F42-544-rechte-straftaten-in-deutschland-gemeldet%2F&amp;action_name=42.544%20rechte%20Straftaten%20in%20Deutschland%20gemeldet&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland verzeichnet erneut mehr als 42.000 politisch rechts motivierte Straftaten. Die bundesweit abgestimmten Jahresfallzahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025. Das Bundesinnenministerium nennt 42.544 Fälle, die die Länder dem Bundeskriminalamt gemeldet haben. Besonders hoch sind die absoluten Zahlen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern, Brandenburg und Sachsen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nordrhein-westfalen-meldet-die-meisten-falle"><span id="nordrhein-westfalen-meldet-die-meisten-faelle">Nordrhein-Westfalen meldet die meisten Fälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nordrhein-Westfalen führt die Liste mit 6.268 gemeldeten Straftaten an. Dahinter folgen Niedersachsen mit 3.758 Fällen, Bayern mit 3.724, Brandenburg mit 3.557 und Sachsen mit 3.406. Auch Baden-Württemberg, Berlin und Sachsen-Anhalt melden jeweils mehr als 3.000 Straftaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am unteren Ende der absoluten Fallzahlen stehen Bremen mit 557 und das Saarland mit 583 Fällen. Diese Werte sagen jedoch nur begrenzt etwas über die Belastung vor Ort aus, weil die Bundesländer sehr unterschiedlich groß sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kleine-lander-hohe-belastung"><span id="kleine-laender-hohe-belastung">Kleine Länder, hohe Belastung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blick auf die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner verändert das Bild. Mecklenburg-Vorpommern kommt auf 145 Fälle pro 100.000 Einwohner, Sachsen-Anhalt auf 142 und Brandenburg auf 139. Thüringen liegt bei 116. Damit liegen mehrere ostdeutsche Länder deutlich über dem Bundesschnitt von 51.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Hamburg und Bremen stechen hervor. Hamburg kommt auf 81 Fälle pro 100.000 Einwohner, Bremen auf 79. Berlin liegt bei 82. In Nordrhein-Westfalen, dem Land mit den meisten absoluten Fällen, beträgt der Wert 35 pro 100.000 Einwohner. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gewalt-bleibt-teil-des-lagebildes"><span id="gewalt-bleibt-teil-des-lagebildes">Gewalt bleibt Teil des Lagebildes</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Propagandadelikten, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und anderen Straftaten meldeten die Länder auch Gewalttaten aus dem rechten Spektrum. Die bundesweite Häufigkeitszahl liegt wie im Vorjahr bei 2 Gewalttaten pro 100.000 Einwohner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet mit 7 den höchsten Wert. Brandenburg, Hamburg und Thüringen liegen jeweils bei 6. Berlin kommt auf 4, Sachsen-Anhalt auf 4 und das Saarland auf 3. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg liegt der Wert bei 1. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27148 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Politische_Sticker_im_urbanen_Raum_-_Nazi_Kiez_44149.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Gewaltfälle ziehen sich durch das ganze Jahr und über viele Städte hinweg. Schon in den ersten Januartagen erscheinen in den Meldungen unter anderem Magdeburg, Lieberose, Cottbus, Jamel, Krefeld, Zittau, Berlin, Hamburg, Bonn, München, Köln und Dresden. Die Delikte reichen von Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung bis zu Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte und Brandstiftung. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fruhere-zahl-lag-niedriger"><span id="fruehere-zahl-lag-niedriger">Frühere Zahl lag niedriger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Jahreszahl liegt über einer früheren vorläufigen Angabe. Zuvor waren für 2025 insgesamt 41.072 politisch rechts motivierte Straftaten gemeldet worden, darunter 1.521 Gewaltdelikte. Die jetzt genannte Zahl von 42.544 Fällen beruht auf den bundesweit abgestimmten Jahresfallzahlen mit Stichtag 31. Januar des Folgejahres. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesinnenministerium nutzt für die Häufigkeitszahlen Bevölkerungsdaten des Statistischen Bundesamtes. Grundlage sind die Einwohnerzahlen zum 30. September der Jahre 2024 und 2025.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sachsen-und-thuringen-sinken-berlin-und-hamburg-steigen"><span id="sachsen-und-thueringen-sinken-berlin-und-hamburg-steigen">Sachsen und Thüringen sinken, Berlin und Hamburg steigen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vergleich zum Vorjahr bleibt der bundesweite Wert mit 51 Straftaten pro 100.000 Einwohner gleich. In einzelnen Ländern gibt es jedoch deutliche Verschiebungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sachsen fällt von 104 auf 85 Fälle pro 100.000 Einwohner. Thüringen sinkt von 135 auf 116. Brandenburg bleibt mit 139 nur knapp unter dem Vorjahreswert von 142. Sachsen-Anhalt steigt von 137 auf 142 und Mecklenburg-Vorpommern von 139 auf 145.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Stadtstaaten zeigt sich ein Anstieg. Berlin steigt von 76 auf 82, Hamburg von 73 auf 81 und Bremen von 57 auf 79 Fälle pro 100.000 Einwohner.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Innenministerium vor &#8220;Herausforderung&#8221; – Menschen mit Terrorbezug könnten Asyl bekommen haben</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/innenministerium-vor-herausforderung-menschen-mit-terrorbezug-koennten-asyl-bekommen-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 17:28:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27093</guid>

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<p>Keine Statistik zu Asylanträgen mit Terrorbezug, aber Sicherheitsabgleiche beim ersten Behördenkontakt: Die Bundesregierung erklärt, wie BAMF und Sicherheitsbehörden mit Verdachtsfällen umgehen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Finnenministerium-vor-herausforderung-menschen-mit-terrorbezug-koennten-asyl-bekommen-haben%2F&amp;action_name=Innenministerium%20vor%20%26%238220%3BHerausforderung%26%238221%3B%20%E2%80%93%20Menschen%20mit%20Terrorbezug%20k%C3%B6nnten%20Asyl%20bekommen%20haben&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung erfasst nicht statistisch, wie viele Asylanträge von Personen mit nachgewiesenem oder vermutetem Bezug zu Terrororganisationen gestellt wurden. Am 23. April übermittelte das Bundesinnenministerium seine <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/056/2105628.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Zugleich verweist die Bundesregierung auf Sicherheitsabgleiche bei der Erstregistrierung und eine Beteiligung mehrerer Sicherheitsbehörden. Bei einem Anfangsverdacht auf terroristische Aktivitäten sollen Asylverfahren im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge priorisiert entschieden werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-zahlen-zu-antragen-schutzgewahrung-und-abschiebungen"><span id="keine-zahlen-zu-antraegen-schutzgewaehrung-und-abschiebungen">Keine Zahlen zu Anträgen, Schutzgewährung und Abschiebungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion wollte wissen, wie viele Asylanträge seit 1980 von Personen gestellt wurden, die Mitglied in einer als terroristisch eingestuften Organisation waren oder bei denen ein entsprechender Verdacht bestand. Die Bundesregierung antwortet darauf: „Eine statistische Erfassung im Sinne der Fragestellung findet nicht statt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zu Personen, denen trotz eines möglichen Terrorbezugs Schutz gewährt worden sein könnte, nennt die Bundesregierung keine Zahlen. Schutzentscheidungen würden individuell geprüft und statistisch nicht in der abgefragten Form erhoben. Die Frage bezog sich auf mehrere Schutzformen, darunter Asyl nach Artikel 16a des Grundgesetzes, Flüchtlingsschutz, subsidiären Schutz und nationale Abschiebungsverbote.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keine statistische Erfassung gibt es nach Regierungsangaben auch zu späteren Straftaten solcher Personen, zur Rücknahme positiver Asylbescheide wegen einer später festgestellten Zugehörigkeit zu Terrororganisationen und zu Abschiebungen seit 2015 aufgrund einer solchen Zugehörigkeit. Für den Vollzug des Aufenthaltsrechts und damit für Abschiebungen seien die Länder zuständig.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsprufung-beim-ersten-behordenkontakt"><span id="sicherheitspruefung-beim-ersten-behoerdenkontakt">Sicherheitsprüfung beim ersten Behördenkontakt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bezeichnet Asylverfahren von Personen mit Bezügen zum Terrorismus als „erhebliche sicherheitsrechtliche Herausforderung“. Sicherheitsprüfungen seien fester Bestandteil des Asylprozesses. Personen, bei denen schwerwiegende Gründe für Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder sonstige schwere Straftaten vorliegen, erhielten grundsätzlich keinen internationalen Schutz. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="437" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-1024x437.jpg" alt="" class="wp-image-27095 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-1024x437.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-300x128.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-768x328.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-380x162.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-800x341.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin-1160x495.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesministerium_des_Innern_Neubau_Berlin.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei der Erstregistrierung werden Identitätsdaten nach dem Asylgesetz und dem Aufenthaltsgesetz über das Bundesverwaltungsamt einem Sicherheitsabgleich unterzogen. Dieses Konsultationsverfahren umfasst Bundespolizei, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/nachrichtendienste/" type="post_tag" id="506">Bundesnachrichtendienst</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-verweigert-details-zur-arbeitsbelastung-des-verfassungsschutzes/" type="post" id="26979">Bundesamt für Verfassungsschutz</a>, Militärischen Abschirmdienst, Zollkriminalamt und Bundeskriminalamt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abgleich soll sicherheitsrechtlich relevante Hintergründe erkennen. Er dient nach Angaben der Bundesregierung auch der Gefahrenabwehr, der Umsetzung polizeilicher Fahndungen und dem Schutz der Personen, die mit unerlaubt Eingereisten in direkten Kontakt kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamf-schult-mitarbeitende-in-sicherheitsbelangen"><span id="bamf-schult-mitarbeitende-in-sicherheitsbelangen">BAMF schult Mitarbeitende in Sicherheitsbelangen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge führt nach Angaben der Bundesregierung regelmäßige Schulungen und Aufbauschulungen für Mitarbeitende durch. Zusätzlich würden alle Mitarbeitenden der asylbearbeitenden Außenstellen regelmäßig in Sicherheitsbelangen sensibilisiert. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-27087 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beim BAMF besteht seit Juli 2017 eine Referatsgruppe „Sicherheit“. Sie wurde mit rund 80 Mitarbeitenden eingerichtet. Zudem gibt es Sonderbeauftragte für Sicherheit im Asylverfahren in Außenstellen und Zentralreferaten. Das BAMF arbeitet außerdem im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum sowie in Arbeitsgruppen der Länder mit.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verdachtsfalle-sollen-schneller-entschieden-werden"><span id="verdachtsfaelle-sollen-schneller-entschieden-werden">Verdachtsfälle sollen schneller entschieden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Anfangsverdacht auf Beteiligung an terroristischen Aktivitäten wird das jeweilige Asylverfahren nach Angaben der Bundesregierung priorisiert entschieden. Das kann auch geschehen, ohne ein polizeiliches oder strafrechtliches Ermittlungsverfahren abzuwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei belastbaren Erkenntnissen, dass eine Person eine Gefahr für die nationale Sicherheit oder die öffentliche Ordnung darstellt, kann das BAMF einen Asylantrag als offensichtlich unbegründet ablehnen. Klagen gegen solche Entscheidungen haben keine aufschiebende Wirkung. Die Ausreisefrist ist in diesen Fällen verkürzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kein-zusatzliches-gesetzesvorhaben-angekundigt"><span id="kein-zusaetzliches-gesetzesvorhaben-angekuendigt">Kein zusätzliches Gesetzesvorhaben angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist auf das Gesetz zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems vom 25. Oktober 2024. Damit wurde § 60 des Aufenthaltsgesetzes um neue Absätze ergänzt, die Sachverhalte mit Sicherheitsbezug erfassen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Änderungen am Asylgesetz sieht die Bundesregierung derzeit nicht. Sie prüfe fortlaufend, zuletzt auch im Zusammenhang mit der Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems zum 12. Juni 2026, ob gesetzliche Änderungen nötig seien.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wadephul in Rabat – Deutschland setzt in Afrika stärker auf Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-in-rabat-deutschland-setzt-in-nordafrika-staerker-auf-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 17:05:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Berlin und Rabat rücken enger zusammen: Beim strategischen Dialog setzt Deutschland auf Marokko als Wirtschaftsstandort, Sicherheitspartner und Brücke zwischen Europa, Afrika und dem Nahen Osten.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Marokko wollen ihre Partnerschaft in Wirtschaft, Sicherheit, Migration und Außenpolitik deutlich ausbauen. Außenminister Johann Wadephul traf dafür in Rabat seinen marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita zum zweiten multidimensionalen strategischen Dialog. Beide Länder begehen in diesem Jahr 70 Jahre diplomatische Beziehungen. In der gemeinsamen Erklärung rückt Marokko für Deutschland als Partner in Afrika, im Mittelmeerraum, im Sahel und im Nahen Osten weiter nach vorn.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rabat-wird-zur-buhne-fur-eine-engere-partnerschaft"><span id="rabat-wird-zur-buehne-fuer-eine-engere-partnerschaft">Rabat wird zur Bühne für eine engere Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul reiste mit Bundestagsabgeordneten und einer Wirtschaftsdelegation nach Marokko. Schon vor seiner Abreise hatte er das Königreich als „wichtige Brücke zwischen dem europäischen und dem afrikanischen Kontinent“ und als „Schlüsselpartner“ für Deutschland bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Rabat ging es nicht nur um diplomatische Routinen. Beide Regierungen wollen aus dem regelmäßigen Dialog eine breitere strategische Partnerschaft machen. Bourita sprach von einer Beziehung, die auf Vertrauen, gegenseitigem Nutzen und enger Abstimmung in regionalen und internationalen Fragen beruhe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-27016 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Zeitpunkt verleiht dem Besuch zusätzliches Gewicht. Deutschland sucht in einer von Kriegen, Energiefragen und <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verhindert-ueber-70-000-irregulaere-migrationsversuche/" type="post" id="26262">Migrationsdruck </a>geprägten Lage verlässliche Partner im südlichen Mittelmeerraum. Marokko wiederum will seine Rolle als politischer, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Anker zwischen Europa und Afrika ausbauen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-handel-mehr-industrie-mehr-wasserstoff"><span id="mehr-handel-mehr-industrie-mehr-wasserstoff">Mehr Handel, mehr Industrie, mehr Wasserstoff</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen/" type="post" id="22214">Die wirtschaftlichen Beziehungen stehen im Zentrum des neuen deutsch-marokkanischen Anlaufs</a>. Marokko ist bereits Deutschlands zweitgrößter Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent. In Marokko sind mehr als 300 deutsche Unternehmen aktiv, vor allem in der Automobilindustrie, der Luftfahrt, der Pharmawirtschaft und im digitalen Sektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-firmen-bauen-marokko-geschaeft-aus/" type="post" id="26731">Wadephul sprach vor Ort von einem „großen Potenzial“.</a> Deutschland sieht Chancen bei erneuerbaren Energien, grünem Wasserstoff, kritischen Rohstoffen, Maschinenbau, Landwirtschaft und Wasserwirtschaft. Marokko positioniert sich dabei als Industriestandort mit junger Bevölkerung, wachsender Infrastruktur und Zugang zu afrikanischen Märkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Erklärung nennt regelmäßige deutsch-marokkanische Wirtschaftsforen als Plattform für neue Projekte. Dabei sollen Unternehmen, öffentliche Stellen und Investoren enger zusammenkommen. Im Blick stehen integrierte Wertschöpfungsketten, Wasserstoff, Digitalisierung und künstliche Intelligenz.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokkanische-fachkrafte-rucken-starker-in-den-fokus"><span id="marokkanische-fachkraefte-ruecken-staerker-in-den-fokus">Marokkanische Fachkräfte rücken stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Fachkräfteeinwanderung gehört zu den sichtbaren Themen des Besuchs. Wadephul hob die Rolle marokkanischer Fachkräfte in Deutschland hervor, besonders im Gesundheits- und Pflegebereich. <a href="https://fokus-afrika.de/botschafter-robert-doelger-3-000-auszubildende-in-deutschland/" type="post" id="12726">2025 erhielten mehr als 3.000 Marokkanerinnen und Marokkaner ein Arbeitsvisum für Deutschland.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Regierungen wollen legale Mobilität ausbauen und zugleich irreguläre Migration reduzieren. Dafür soll die Ständige Gemischte Migrationsgruppe weiterarbeiten. Das nächste Treffen ist für 2026 in Deutschland geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit umfasst auch Rückkehr, Wiedereingliederung, Berufsbildung und EU-Talentpartnerschaften. Damit verbindet Berlin migrationspolitische Steuerung mit Arbeitsmarktinteressen. Rabat setzt zugleich auf geordnete Verfahren und eine stärkere Anerkennung marokkanischer Qualifikationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-vom-sahel-bis-zur-wm-2030"><span id="sicherheit-vom-sahel-bis-zur-wm-2030">Sicherheit vom Sahel bis zur WM 2030</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der strategische Dialog griff mehrere Krisenräume auf, die Marokko und Deutschland zugleich betreffen. Dazu gehören der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a>, der Nahe Osten, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a>, die Golfregion, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/" type="post_tag" id="374">Europa</a> und der Krieg in der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Sahel wollen beide Länder enger zusammenarbeiten. Bourita sprach in Rabat über Stabilität, Entwicklung und den Kampf gegen Terrorismus. Er verwies zugleich auf eine Verbindung zwischen Terrorismus und Separatismus in der Region. Wadephul nannte die <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">jüngsten Terrorangriffe in Mali</a> als Zeichen einer Lage, die Deutschland strategisch betreffe.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none"><p lang="de" dir="ltr">Die Eskalation der Gewalt im Sahel besorgt uns beide. Sie betrifft unmittelbar auch uns in Europa. Deswegen haben wir ein strategisches Interesse an einem stabilen & sicheren Sahel. Wir werden uns noch enger koordinieren, um gemeinsam zu einem stabilen Sahel beizutragen. (4/5)</p>— Johann Wadephul (@AussenMinDE) <a href="https://twitter.com/AussenMinDE/status/2049852007117144574?ref_src=twsrc%5Etfw">April 30, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitskooperation-marokko-spanien-und-deutschland-vertiefen-austausch-in-rabat/" type="post" id="23380">Auch die Sicherheitskooperation soll ausgebaut werden</a>. Beide Seiten wollen die militärische Zusammenarbeit sowie Rüstungs- und Verteidigungskooperation stärken. Zudem laufen Verhandlungen über ein bilaterales Sicherheitsabkommen und einen Sicherheitsdialog. Dabei geht es um Terrorismusbekämpfung, organisierte Kriminalität, Drogenschmuggel, Informationsaustausch und die Sicherheit großer Veranstaltungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-bereitet-sich-intensiv-auf-die-fifa-weltmeisterschaft-2030-vor/" type="post" id="12910">Die Fußball-Weltmeisterschaft 2030, die Marokko gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichtet,</a> bekommt damit eine sicherheitspolitische und wirtschaftliche Dimension. Deutschland bietet Erfahrungen bei der Organisation sicherer Sportereignisse an. Deutsche Unternehmen sollen zudem beim Ausbau von Infrastruktur und Stadien eine Rolle spielen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-ruckt-bei-der-westsahara-frage-naher-an-rabat"><span id="deutschland-rueckt-bei-der-westsahara-frage-naeher-an-rabat">Deutschland rückt bei der Westsahara-Frage näher an Rabat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Westsahara-Frage bekräftigt Deutschland seine Unterstützung für den Prozess der Vereinten Nationen. Zugleich verweist die gemeinsame Erklärung auf <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">die Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 2025, die Verhandlungen auf Grundlage des marokkanischen Autonomieplans vorsieht.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-27017 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Berlin bezeichnet den Autonomieplan Marokkos als ernsthafte und glaubwürdige Grundlage für Verhandlungen. Deutschland begrüßt zudem die Bereitschaft Marokkos, die Ausgestaltung einer Autonomie unter marokkanischer Souveränität mit allen betroffenen Parteien zu klären.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit erhält Rabat in einem zentralen außenpolitischen Dossier zusätzliche diplomatische Rückendeckung aus Berlin. Deutschland erklärt zugleich seine Bereitschaft, Konsultationen im Rahmen der Vereinten Nationen zu unterstützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gaza-iran-und-ukraine-auf-gemeinsamer-agenda"><span id="gaza-iran-und-ukraine-auf-gemeinsamer-agenda">Gaza, Iran und Ukraine auf gemeinsamer Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nahen Osten betonten Wadephul und Bourita die Unterstützung für eine verhandelte Zwei-Staaten-Lösung. Deutschland würdigte Marokkos Rolle in der Region und das Engagement im Zusammenhang mit Jerusalem. Marokko wiederum hob die deutsche Hilfe für die Palästinensische Autonomiebehörde und die humanitäre Unterstützung für Palästinenser hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verwies zudem auf Marokkos Bereitschaft, an <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-kuendigt-beteiligung-an-stabilisierungsmission-fuer-gaza-an/" type="post" id="24842">der Umsetzung eines 20-Punkte-Plans für Gaza und an einer internationalen Sicherheitstruppe mitzuwirken.</a> Für Berlin fügt sich das in das Bild eines Partners ein, der in regionalen Krisen diplomatisch und sicherheitspolitisch einbezogen werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">Auch Iran und die Sicherheit der Seewege waren Thema.</a> Beide Seiten forderten die Achtung der Waffenruhe in der Region, ein Ende militärischer Operationen und freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus. In der Ukraine-Frage bekräftigten Deutschland und Marokko die Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kultur-bildung-und-sport-als-brucken"><span id="kultur-bildung-und-sport-als-bruecken">Kultur, Bildung und Sport als Brücken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Sicherheit und Wirtschaft setzt der Dialog auch auf Bildung, Kultur und persönliche Verbindungen. Beide Länder wollen die Hochschulkooperation stärken, den Austausch zwischen Schulen ausbauen und den Deutsch- und Arabischunterricht fördern. Die PASCH-Initiative soll im marokkanischen Schulsystem erweitert werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Morocco is a key partner for us and serves as an important bridge between Europe and Africa. This year we are celebrating 70 years of diplomatic relations. – <a href="https://twitter.com/AussenMinDE?ref_src=twsrc%5Etfw">@AussenMinDE</a> (1/4) <a href="https://t.co/noIFJ7vjz4">pic.twitter.com/noIFJ7vjz4</a></p>— GermanForeignOffice (@GermanyDiplo) <a href="https://twitter.com/GermanyDiplo/status/2049799052930306122?ref_src=twsrc%5Etfw">April 30, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Eine neue Partnerschaft zwischen der Nationalen Museumsstiftung Marokkos und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz soll die kulturelle Zusammenarbeit vertiefen. Auch die deutschen politischen Stiftungen bleiben Teil der bilateralen Beziehungen. Im September 2025 wurde in New York eine Änderung des Abkommens zur technischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit von 1966 unterzeichnet, die ihre Arbeit in Marokko betrifft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Besuch gehörte auch ein sportlicher Akzent. Wadephul besuchte mit dem früheren Fußballnationalspieler Karim Bellarabi ein Trainingszentrum zur Nachwuchsförderung. Der deutsch-marokkanische Sportler steht dabei für eine Verbindung, die über Diplomatie hinausgeht: Handel, Migration, Bildung, Kultur und Fußball greifen in dieser Partnerschaft immer stärker ineinander.</p>
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		<title>Kongo und Russland wollen Zusammenarbeit in Energie und Infrastruktur ausbauen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kongo-und-russland-wollen-zusammenarbeit-in-energie-und-infrastruktur-ausbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 13:21:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kongo und Russland rücken enger zusammen: In Moskau sprechen Denis Sassou N’Guesso und Wladimir Putin über Energie, Infrastruktur, Bergbau, Verteidigung und Ausbildung.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kongo-und-russland-wollen-zusammenarbeit-in-energie-und-infrastruktur-ausbauen/">Kongo und Russland wollen Zusammenarbeit in Energie und Infrastruktur ausbauen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Kongos Präsident Denis Sassou N’Guesso und Russlands Präsident Wladimir Putin wollen die Zusammenarbeit zwischen Brazzaville und Moskau in Wirtschaft, Energie, Infrastruktur, Verteidigung und Bildung ausbauen. Die Gespräche fanden während Sassou N’Guessos Staatsbesuch in Russland vom 28. April bis zum 1. Mai statt. Im Kreml kündigten beide Seiten an, gemeinsame Projekte voranzubringen und einen Aktionsplan für die kommenden Jahre im wirtschaftlichen Bereich zu unterzeichnen. Für den Präsidenten der Republik Kongo ist es die erste Auslandsreise seit seiner erneuten Amtseinführung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-erste-auslandsreise-fuhrt-nach-moskau"><span id="erste-auslandsreise-fuehrt-nach-moskau">Erste Auslandsreise führt nach Moskau</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sassou N’Guesso traf Putin im Kreml zu Gesprächen über die weitere Ausrichtung der bilateralen Beziehungen. Vor dem Treffen nahmen beide Präsidenten im Georgssaal des Großen Kremlpalasts an einer offiziellen Begrüßungszeremonie teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Putin erinnerte daran, dass das erste Abkommen zwischen beiden Staaten 1981 geschlossen wurde. Seitdem hätten sich die Beziehungen zwischen Russland und der Republik Kongo in mehreren Bereichen entwickelt. <a href="https://fokus-afrika.de/wahlen-in-kongo-praesident-denis-sassou-nguesso-mit-95-wiedergewaehlt/">Er gratulierte Sassou N’Guesso zu dessen Wiederwahl</a> und hob hervor, dass der kongolesische Präsident Russland als erstes Ziel nach seiner Amtseinführung gewählt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sassou N’Guesso erklärte, sein Staatsbesuch solle die Beziehungen zwischen beiden Staaten stärken. Die Verbindungen reichten über mehrere Jahrzehnte zurück und umfassten Sicherheit, Verteidigung und Wirtschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsamer-aktionsplan-fur-die-kommenden-jahre"><span id="gemeinsamer-aktionsplan-fuer-die-kommenden-jahre">Gemeinsamer Aktionsplan für die kommenden Jahre</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im wirtschaftlichen Bereich nannten beide Seiten geologische Erkundung, Energie, Logistik, Landwirtschaft und weitere Felder als mögliche Schwerpunkte. Putin sagte, russische Unternehmen seien bereit, auf dem kongolesischen Markt zu arbeiten. Er verwies dabei auf die politische Stabilität des Landes als günstige Bedingung für wirtschaftliche Aktivitäten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/diHLRSuoCtKPOJbK55A3lOa2BFtmetB2-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-27006 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/diHLRSuoCtKPOJbK55A3lOa2BFtmetB2-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/diHLRSuoCtKPOJbK55A3lOa2BFtmetB2-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/diHLRSuoCtKPOJbK55A3lOa2BFtmetB2-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/diHLRSuoCtKPOJbK55A3lOa2BFtmetB2-1536x948.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/diHLRSuoCtKPOJbK55A3lOa2BFtmetB2-380x234.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/diHLRSuoCtKPOJbK55A3lOa2BFtmetB2-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/diHLRSuoCtKPOJbK55A3lOa2BFtmetB2-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/diHLRSuoCtKPOJbK55A3lOa2BFtmetB2.jpg 1880w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sassou N’Guesso sprach von einem gemeinsam ausgearbeiteten Programm, dessen Umsetzung beschleunigt werden solle. Nach den Gesprächen in Moskau sollten einzelne Punkte präzisiert und ein Programm für die nächsten drei Jahre festgelegt werden. Ein Abkommen könnte im September in Brazzaville unterzeichnet werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die zwischenstaatliche Kommission beider Länder arbeitet bereits an der Umsetzung gemeinsamer Vorhaben. Putin kündigte an, während des Besuchs solle ein gemeinsamer Aktionsplan für die kommenden Jahre im Wirtschaftsbereich unterzeichnet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-energie-und-rohstoffe-stehen-im-zentrum"><span id="energie-und-rohstoffe-stehen-im-zentrum">Energie und Rohstoffe stehen im Zentrum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Brazzaville geht es besonders um neue Investitionen, Wachstum und Arbeitsplätze. Die Kooperation mit Russland hat im Energiesektor an Bedeutung gewonnen. Moskau unterstützt die Republik Kongo bei der Stärkung ihrer Energiesicherheit und beim Ausbau der Erdölindustrie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-bau-einer-pipeline-vertieft-kooperation/">Zu den Projekten zählt ein möglicher Bau einer Pipeline von mehr als 1.000 Kilometern Länge. </a>Sie soll die Atlantikküste mit dem Norden des Landes verbinden. Das Vorhaben war bereits bei einem Treffen Sassou N’Guessos mit dem russischen Vizepremier Alexander Novak in Brazzaville angesprochen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Bergbau gehört zu den Feldern, in denen beide Staaten enger zusammenarbeiten wollen. Eine Rolle spielt dabei das Institut für Bergbau in Sankt Petersburg. Die Republik Kongo will ihre Wirtschaft breiter aufstellen und neue Projekte außerhalb des klassischen Erdölsektors entwickeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausbildung-bleibt-ein-wichtiger-teil-der-partnerschaft"><span id="ausbildung-bleibt-ein-wichtiger-teil-der-partnerschaft">Ausbildung bleibt ein wichtiger Teil der Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Energie und Infrastruktur spielt Bildung eine zentrale Rolle. Putin erklärte, in früheren Jahren seien in Russland rund 8.000 Fachkräfte für die Republik Kongo ausgebildet worden. Derzeit studieren demnach 850 junge Menschen aus dem Land in der Russischen Föderation.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/vfbeXPQOm5AjCSf6Ghdt5IrQMcg4F90P-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-27007 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/vfbeXPQOm5AjCSf6Ghdt5IrQMcg4F90P-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/vfbeXPQOm5AjCSf6Ghdt5IrQMcg4F90P-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/vfbeXPQOm5AjCSf6Ghdt5IrQMcg4F90P-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/vfbeXPQOm5AjCSf6Ghdt5IrQMcg4F90P-1536x948.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/vfbeXPQOm5AjCSf6Ghdt5IrQMcg4F90P-380x234.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/vfbeXPQOm5AjCSf6Ghdt5IrQMcg4F90P-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/vfbeXPQOm5AjCSf6Ghdt5IrQMcg4F90P-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/vfbeXPQOm5AjCSf6Ghdt5IrQMcg4F90P.jpg 1880w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sassou N’Guesso nannte die Ausbildung von Fachkräften in mehreren Bereichen als einen Schwerpunkt der Zusammenarbeit. Dazu zählten auch Landwirtschaft und Fischerei. Die neue kongolesische Regierung solle nach ihrer Amtsübernahme an der weiteren Ausarbeitung des Programms mitwirken.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Russland und die Republik Kongo arbeiten auch im Gesundheitsbereich zusammen. Sassou N’Guesso verwies auf eine Konferenz zu Infektionskrankheiten in Brazzaville und auf mobile Labore, die in das Land geliefert wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-moskau-bindet-kongo-starker-in-afrika-strategie-ein"><span id="moskau-bindet-kongo-staerker-in-afrika-strategie-ein">Moskau bindet Kongo stärker in Afrika-Strategie ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Putin dankte Sassou N’Guesso für dessen Teilnahme an den Russland-Afrika-Gipfeln und lud ihn zum nächsten Gipfel im Herbst nach Moskau ein. Sassou N’Guesso sagte, er erwarte einen erfolgreichen Verlauf des Treffens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise des kongolesischen Präsidenten umfasst neben dem Kreml auch Termine im Föderationsrat und in Sankt Petersburg. In Moskau legte Sassou N’Guesso zudem einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten nieder. Die Gedenkstätte am Alexandergarten erinnert an sowjetische Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Brazzaville und Moskau reichen bis 1964 zurück, als die damalige Sowjetunion und die Republik Kongo diplomatische Beziehungen aufnahmen. Mit dem aktuellen Staatsbesuch setzen beide Regierungen auf eine engere wirtschaftliche und strategische Abstimmung.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA und Marokko starten Militärübung African Lion 26</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-und-marokko-starten-militaeruebung-african-lion-26/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 10:49:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26990</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>African Lion 26 ist gestartet: In Marokko trainieren die USA, marokkanische Streitkräfte und Partner aus mehr als 40 Ländern schnelle Verlegungen, Luftoperationen, Drohnenabwehr und neue KI-gestützte Militärtechnik.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-und-marokko-starten-militaeruebung-african-lion-26%2F&amp;action_name=USA%20und%20Marokko%20starten%20Milit%C3%A4r%C3%BCbung%20African%20Lion%2026&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-marokko-starten-militaeruebung-african-lion-26/">USA und Marokko starten Militärübung African Lion 26</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die USA und Marokko haben in Agadir die Militärübung African Lion 26 gestartet, das größte jährliche gemeinsame Manöver des US-Afrika-Kommandos. Die Übungen in Marokko laufen vom 27. April bis zum 8. Mai 2026. Rund 5.000 Einsatzkräfte aus mehr als 40 Staaten nehmen teil, begleitet von mehr als 30 US-Unternehmen, die neue militärische Fähigkeiten erproben. Neben Marokko sind Ghana, Senegal und Tunesien Gastgeberländer des Manövers.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grosstes-africom-manover-lauft-in-vier-landern"><span id="groesstes-africom-manoever-laeuft-in-vier-laendern">Größtes AFRICOM-Manöver läuft in vier Ländern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">African Lion 26 wird vom U.S. Army Southern European Task Force, Africa geführt. Das Manöver soll die gemeinsame Einsatzfähigkeit der USA, afrikanischer Partnerstaaten und internationaler Verbündeter stärken. Trainiert werden schnelle Verlegungen, gemeinsame Führung und Einsätze unter Bedrohungen in mehreren Operationsräumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Marokko finden die Übungen an mehreren Standorten statt. Zum Programm gehören multinationale Ausbildungseinheiten, Führungsübungen im Feld, Gefechtsschießen mit verbundenen Waffen, Spezialkräfteausbildung, Luft- und Seemanöver sowie Training für chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Bedrohungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/neuer-us-botschafter-in-rabat-duke-buchan-iii-uebernimmt-amt-und-setzt-erste-signale/" type="post" id="22587">US-Botschafter in Marokko, Duke Buchan III,</a> stellte das Manöver in den Zusammenhang der langjährigen Beziehungen zwischen Washington und Rabat. „African Lion 26 spiegelt unser fortgesetztes bilaterales Engagement für regionale Sicherheit und Stabilität wider“, sagte Buchan. Beide Länder feierten 250 Jahre Freundschaft, die diplomatische und militärische Partnerschaft stärke einsatzfähige und interoperable Kräfte in der Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-b-52-bomber-und-marokkanische-f-16-uber-cap-draa"><span id="b-52-bomber-und-marokkanische-f-16-ueber-cap-draa">B-52-Bomber und marokkanische F-16 über Cap Draa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits vor dem offiziellen Start der Hauptphase setzte die Übung ein sichtbares Signal in der Luft. Zwei US-Bomber vom Typ B-52H Stratofortress und vier marokkanische F-16-Kampfjets flogen gemeinsam über Cap Draa. Der Einsatz markierte den Auftakt des ersten in Marokko anerkannten Qualifikationskurses für sogenannte Joint Terminal Attack Controller.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/african_lion_26_4_319_afar_soldiers_execute_table_vi_qualifications-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26992 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/african_lion_26_4_319_afar_soldiers_execute_table_vi_qualifications-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/african_lion_26_4_319_afar_soldiers_execute_table_vi_qualifications-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/african_lion_26_4_319_afar_soldiers_execute_table_vi_qualifications-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/african_lion_26_4_319_afar_soldiers_execute_table_vi_qualifications-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/african_lion_26_4_319_afar_soldiers_execute_table_vi_qualifications-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/african_lion_26_4_319_afar_soldiers_execute_table_vi_qualifications-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/african_lion_26_4_319_afar_soldiers_execute_table_vi_qualifications-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/african_lion_26_4_319_afar_soldiers_execute_table_vi_qualifications.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Spezialkräfte koordinieren aus vorgeschobenen Positionen den Einsatz von Kampfflugzeugen, Artillerie und Marinefeuer. Sie geben Luftschläge frei und sollen sicherstellen, dass Ziele präzise getroffen, eigene Kräfte geschützt und zivile Schäden möglichst vermieden werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">US-Ausbilder der Air Force, der Marines sowie Soldaten aus Kanada, Ungarn und Marokko trainieren gemeinsam in realitätsnahen Szenarien für Luftnahunterstützung. Air Force Master Sergeant Therron Bundick nannte den Kurs einen Grundstein für eine international anschlussfähige marokkanische JTAC-Fähigkeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kunstliche-intelligenz-und-drohnenabwehr-im-einsatz"><span id="kuenstliche-intelligenz-und-drohnenabwehr-im-einsatz">Künstliche Intelligenz und Drohnenabwehr im Einsatz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">African Lion 26 dient auch der Erprobung neuer Technologien. Mehr als 30 US-Unternehmen testen Fähigkeiten für Führungsunterstützung, tiefe Angriffe, Verteidigung in der Tiefe und Gegenangriffe. Dazu gehören autonome Systeme, KI-gestützte Führung und Kontrolle, Abwehrsysteme gegen unbemannte Fluggeräte sowie moderne Aufklärungsplattformen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übung verknüpft klassifizierte und nicht klassifizierte Datensysteme, damit US-, NATO- und marokkanische Kräfte ein gemeinsames Lagebild nutzen können. Ziel ist eine schnellere Verbindung zwischen Aufklärung, Zielerfassung und Wirkung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/us_service_members_participate_multinational_academics_during_african_lion_26-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26993 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/us_service_members_participate_multinational_academics_during_african_lion_26-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/us_service_members_participate_multinational_academics_during_african_lion_26-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/us_service_members_participate_multinational_academics_during_african_lion_26-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/us_service_members_participate_multinational_academics_during_african_lion_26-2-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/us_service_members_participate_multinational_academics_during_african_lion_26-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/us_service_members_participate_multinational_academics_during_african_lion_26-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/us_service_members_participate_multinational_academics_during_african_lion_26-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/us_service_members_participate_multinational_academics_during_african_lion_26-2.jpg 1680w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM-Kommandeur Dagvin R. M. Anderson bezeichnete das Manöver als Demonstration von „Frieden durch Stärke“. <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/" type="post" id="25830">Die USA arbeiteten daran, islamistische Terroristen in Afrika daran zu hindern, regionale Rückzugsräume für Angriffe gegen die Vereinigten Staaten zu nutzen.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/">Zugleich sollten Partner befähigt werden, solche Organisationen zu schwächen und zu zerstören.</a></p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-utah-national-guard-behandelt-tausende-patienten"><span id="utah-national-guard-behandelt-tausende-patienten">Utah National Guard behandelt Tausende Patienten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Übung gehört auch zivile Unterstützung. Die Utah National Guard soll über elf Tage voraussichtlich rund 20.000 Patientinnen und Patienten behandeln. Utah unterhält seit 2003 im Rahmen des State Partnership Program eine Partnerschaft mit Marokko.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die medizinische Komponente ergänzt die militärischen Trainingsteile um praktische Hilfe vor Ort. Sie ist Teil der breiteren Zusammenarbeit zwischen den marokkanischen Streitkräften und der Utah National Guard, die seit mehr als zwei Jahrzehnten besteht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-bleibt-zentraler-militarpartner-der-usa-in-nordafrika"><span id="marokko-bleibt-zentraler-militaerpartner-der-usa-in-nordafrika">Marokko bleibt zentraler Militärpartner der USA in Nordafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">African Lion zählt seit Jahren zu den wichtigsten militärischen Plattformen der USA auf dem afrikanischen Kontinent. Marokko nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Die diesjährige Übung verbindet klassische Gefechtsausbildung mit moderner Technologie, Luftmacht, Spezialkräfteausbildung und multinationaler Koordination.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gemeinsame Einsatz amerikanischer strategischer Bomber und marokkanischer F-16 zeigt die enge militärische Abstimmung beider Länder. Mit dem neuen JTAC-Kurs baut Marokko zugleich Fähigkeiten aus, die für gemeinsame Einsätze mit Partnern aus den USA, der NATO und weiteren Staaten benötigt werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-und-marokko-starten-militaeruebung-african-lion-26%2F&action_name=USA%20und%20Marokko%20starten%20Milit%C3%A4r%C3%BCbung%20African%20Lion%2026&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-marokko-starten-militaeruebung-african-lion-26/">USA und Marokko starten Militärübung African Lion 26</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">African Lion 26: 4-319 AFAR Soldiers execute table VI qualifications</media:title>
			<media:description type="html">U.S. Soldiers assigned to Assassin Battery, 4th Battalion, 319th Airborne Field Artillery Regiment, 173rd Mobile Brigade Combat Team (Airborne), fire a M119A3 Howitzer during a table VI qualification in preparation for an African Lion 26 live-fire exercise at Cap Draa, Tan-Tan, Morocco, April 17, 2026. The live-fire certification validated a crew&#039;s ability to engage targets in realistic combat scenarios, ensuring their readiness for deployment. Table VI gunnery is the final step in certifying a gun section, testing their collective skills in a challenging live-fire environment. 



AL26 is U.S. Africa Command&#039;s largest annual joint exercise, designed to strengthen collective security capabilities of the U.S., African nations and global allies. Led by U.S. Army Southern European Task Force, Africa (SETAF-AF) from April 20 to May 8, 2026, and hosted in Ghana, Morocco, Senegal and Tunisia,  AL26 involves over 5,600 civilian and military personnel from more than 40 nations, using innovation to drive partner-led regional security. (U.S. Army photos by Sgt. Christopher Sanchez)</media:description>
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			<media:title type="html">US service members participate in multinational academics during African Lion 26</media:title>
			<media:description type="html">African Lion 26 participants attend classroom instruction during the AL26 academics portion at Southern Zone Headquarters, Agadir, Morocco, April 21, 2026. The exercise’s multinational academics engaged approximately 400 students across more than 20 military subjects, increasing a shared understanding of best practices.



AL26 is U.S. Africa Command&#039;s largest annual joint exercise, designed to strengthen collective security capabilities of the U.S., African nations and global allies. Led by U.S. Army Southern European Task Force, Africa (SETAF-AF) from April 20 to May 8, 2026, and hosted in Ghana, Morocco, Senegal and Tunisia, AL26 involves over 5,600 civilian and military personnel from more than 40 nations, using innovation to drive partner-led regional security. (U.S. Army photo by Staff Sgt. Raquel Birk)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung verweigert Details zur Arbeitsbelastung des Verfassungsschutzes</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-verweigert-details-zur-arbeitsbelastung-des-verfassungsschutzes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 09:38:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr Beobachtungsobjekte, geheime Stellenpläne, keine genaue Erfolgsmessung: Die Bundesregierung hält zentrale Details zur Arbeit des Verfassungsschutzes unter Verschluss und verweist auf das Staatswohl.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-verweigert-details-zur-arbeitsbelastung-des-verfassungsschutzes%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20verweigert%20Details%20zur%20Arbeitsbelastung%20des%20Verfassungsschutzes&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung macht aus Sicherheitsgründen keine detaillierten Angaben zur Arbeitsbelastung, Personalausstattung und Wirkungskontrolle des Bundesamts für Verfassungsschutz. Am 22. April 2026 veröffentlichte der Bundestag die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/055/2105558.pdf">Antwort</a> des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Die Bundesregierung verweist bei mehreren Fragen auf das Staatswohl und warnt vor Rückschlüssen auf Arbeitsmethoden, Aufklärungsprioritäten und operative Fähigkeiten des Inlandsnachrichtendienstes. Zugleich bestätigt sie, dass die Zahl der Beobachtungsobjekte in mehreren Extremismusbereichen seit 2020 insgesamt gestiegen ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-beobachtungsobjekte-in-mehreren-extremismusbereichen"><span id="mehr-beobachtungsobjekte-in-mehreren-extremismusbereichen">Mehr Beobachtungsobjekte in mehreren Extremismusbereichen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesamt für Verfassungsschutz sammelt und wertet Informationen über Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung sowie über sicherheitsgefährdende oder geheimdienstliche Tätigkeiten für fremde Mächte aus. Diese gesetzliche Aufgabenzuweisung wurde nach Darstellung der Bundesregierung seit 2020 nicht erweitert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig haben sich die Gesamtzahlen der Beobachtungsobjekte in mehreren Bereichen verändert. Im Rechts- und Linksextremismus sowie im Rechtsterrorismus und Linksterrorismus unterlagen sie leichten Schwankungen, stiegen insgesamt aber an. Im Bereich Islamismus und islamistischer Terrorismus blieb die Gesamtzahl nach Regierungsangaben insgesamt unverändert. Im auslandsbezogenen Extremismus erhöhte sie sich seit 2020. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitergehende Zahlen zu Beobachtungsobjekten, Verdachtsfällen und gesichert extremistischen Bestrebungen nennt die Bundesregierung nicht. Eine Offenlegung könne Rückschlüsse auf Erkenntnisstand, Aufklärungsbedarf, Arbeitsschwerpunkte und Prioritäten des Bundesamts ermöglichen. Beobachtete Personen könnten daraus Gegenmaßnahmen ableiten, wodurch die Arbeit des Dienstes gestört würde. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stellenplan-bleibt-geheim"><span id="stellenplan-bleibt-geheim">Stellenplan bleibt geheim</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zur personellen Ausstattung nennt die Bundesregierung nur öffentlich verfügbare Angaben aus den jährlichen Verfassungsschutzberichten. Der Wirtschaftsplan des Bundesamts für Verfassungsschutz ist als Verschlusssache „GEHEIM“ eingestuft. Die Personalausstattung werde im Haushaltsverfahren überprüft und an Aufgabenentwicklungen sowie prioritären Bedarfen ausgerichtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesinnenministerium beschreibt die Gewinnung von Fachkräften in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik als herausfordernd. Das Bundesamt decke fachliche Bedarfe zu einem hohen Anteil über eigene Ausbildungs- und Studiengänge. Auf steigende Anforderungen und Fallzahlen reagiere die Behörde im Rahmen der verfügbaren personellen, organisatorischen und haushaltsrechtlichen Möglichkeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Angaben zur Stellenverteilung, zu Engpässen und zu Bewertungskriterien lehnt die Bundesregierung ab. Sie begründet dies mit dem Schutz der Arbeitsmethoden, Aufklärungsfähigkeiten und Priorisierungen des Bundesamts. Schon Angaben zur Größenordnung des eingesetzten Personals könnten Rückschlüsse auf Schwerpunkte, technische Fähigkeiten und operative Methoden zulassen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hinweise-werden-gepruft-und-priorisiert"><span id="hinweise-werden-geprueft-und-priorisiert">Hinweise werden geprüft und priorisiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesamt für Verfassungsschutz prüft nach Regierungsangaben zunächst alle Hinweise und Vorgänge, die in seinen gesetzlichen Aufgabenbereich fallen. Im Verlauf der Bearbeitung könne entschieden werden, einzelne Hinweise oder Vorgänge wegen mangelnder Wertigkeit oder fehlendem Wahrheitsgehalt nicht weiterzuverfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bearbeitungsschwerpunkte werden regelmäßig überprüft, definiert und kategorisiert. Damit soll das Bundesamt auf Entwicklungen in den einzelnen Phänomenbereichen reagieren. Welche Hinweise zurückgestellt wurden, welche Beobachtungsfelder priorisiert werden und welche internen Verfahren dabei greifen, legt die Bundesregierung nicht offen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist erneut auf Sicherheitsinteressen. Angaben zu Zurückstellungen, Nichtverfolgungen oder internen Bewertungsverfahren könnten nach ihrer Darstellung die Arbeitsweise des Nachrichtendienstes offenlegen und Dritten ermöglichen, Abwehrstrategien zu entwickeln. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-erfolg-des-verfassungsschutzes-lasst-sich-nicht-wie-unternehmensleistung-messen"><span id="erfolg-des-verfassungsschutzes-laesst-sich-nicht-wie-unternehmensleistung-messen">Erfolg des Verfassungsschutzes lässt sich nicht wie Unternehmensleistung messen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Wirkungskontrolle beschreibt die Bundesregierung den Verfassungsschutz als Frühwarnsystem. Die Behörde erstellt Lagebilder und Analysen, informiert Regierung und Öffentlichkeit und übermittelt Erkenntnisse an Polizei und Staatsanwaltschaften. Diese Erkenntnisse können exekutive Maßnahmen unterstützen oder einleiten. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26981 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Eine genaue Erfolgsmessung einzelner Tätigkeiten lehnt die Bundesregierung ab. Eine Skalierung wie bei wirtschaftlich tätigen Unternehmen sei nicht möglich, <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-weist-kritik-an-foerderpruefungen-durch-verfassungsschutz-zurueck/">weil Maßnahmen des Bundesamts regelmäßig erst gemeinsam mit Maßnahmen anderer Behörden Wirkung entfalteten.</a> Der jährliche Verfassungsschutzbericht beschreibe die Lage in einzelnen Phänomenbereichen, staatliche Maßnahmen und Gefährdungspotenziale. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Regelmäßige besondere Evaluationen der Befugnisse nennt die Bundesregierung nicht. Das Bundesamt stehe im Austausch mit den zuständigen Aufsichtsbehörden. Kontrolliert werde es durch das Bundesinnenministerium, das Parlamentarische Kontrollgremium, die G-10-Kommission, Verwaltungsgerichte und die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Besondere Evaluationen finden demnach anlassbezogen statt. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nachrichtendienstrecht-soll-neu-gefasst-werden"><span id="nachrichtendienstrecht-soll-neu-gefasst-werden">Nachrichtendienstrecht soll neu gefasst werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant eine grundlegende Novellierung des Rechts der Nachrichtendienste des Bundes. Sie verweist auf den Koalitionsvertrag und spricht von einer verfassungskonformen und systematischen Reform. Ziel seien gestärkte operative Fähigkeiten sowie effektivere und zielgerichtetere Kontrollstrukturen nach den Maßgaben des Bundesverfassungsgerichts. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verbindet die Bundesregierung die Debatte über Arbeitsbelastung und Wirkungskontrolle mit einer größeren Reform des Nachrichtendienstrechts. Konkrete Zahlen zu Kapazitäten, Engpässen, Erfolgsindikatoren oder Priorisierungen bleiben jedoch unter Verschluss.</p>
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			<media:title type="html">BfV Berlin 2015-2</media:title>
			<media:description type="html">Berlin Office of Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), Federal Office for the Protection of the Constitution of the Federal Republic of Germany</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>UNICEF warnt vor Millionen Kindern in Not im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/unicef-warnt-vor-millionen-kindern-in-not-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 10:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
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<p>Mehr als 3,6 Millionen Menschen im zentralen Sahel wurden durch Gewalt und Vertreibung aus ihrem Alltag gerissen. UNICEF warnt vor einer dramatischen Lage für Kinder: mehr als 1.500 schwere Verstöße gegen Kinderrechte und über 8.400 nicht erreichbare Schulen allein im Jahr 2025.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Funicef-warnt-vor-millionen-kindern-in-not-im-sahel%2F&amp;action_name=UNICEF%20warnt%20vor%20Millionen%20Kindern%20in%20Not%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/unicef-warnt-vor-millionen-kindern-in-not-im-sahel/">UNICEF warnt vor Millionen Kindern in Not im Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">UNICEF warnt vor einer anhaltenden Notlage von Millionen Kindern im zentralen Sahel, die durch Gewalt, Vertreibung, Klimaschocks und wirtschaftliche Krisen verschärft wird. Die Warnung folgt auf eine 14-tägige Reise des stellvertretenden UNICEF-Exekutivdirektors Ted Chaiban nach Niger, Burkina Faso und Mali. Mehr als 3,6 Millionen Menschen in der Region wurden durch Gewalt und Vertreibung aus ihrem Alltag gerissen. Die jüngsten Angriffe in Mali zeigen nach Einschätzung der Vereinten Nationen, wie gefährlich die Lage für Kinder und Familien bleibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gewalt-in-mali-verscharft-fragile-lage"><span id="gewalt-in-mali-verschaerft-fragile-lage">Gewalt in Mali verschärft fragile Lage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chaiban verwies nach seiner Reise auf die jüngsten Berichte über Gewalt in Mali. Diese Ereignisse seien ein weiteres Beispiel dafür, wie Krisen in der Region Kinder besonders gefährden. Am Wochenende hatten bewaffnete Gruppen in Mali eine Reihe koordinierter Angriffe verübt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Attacken. Der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher erklärte, humanitäre Hilfe, der Schutz von Zivilisten und der Zugang zu grundlegenden Diensten müssten Vorrang haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali steht seit Jahren unter dem Druck bewaffneter Gruppen. Die Gewalt betrifft nicht nur militärische Ziele, sondern verändert auch den Alltag von Kindern, Familien und ganzen Gemeinden. Schulen schließen, Gesundheitsdienste werden schwer erreichbar und viele Familien verlieren Einkommen, Schutz und Stabilität.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-8-400-schulen-nicht-erreichbar"><span id="mehr-als-8-400-schulen-nicht-erreichbar">Mehr als 8.400 Schulen nicht erreichbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/unicef-die-alarmierende-situation-der-kinder-im-sudan/">UNICEF beschreibt die Lage von Kindern im zentralen Sahel als besonders alarmierend.</a> Die Vereinten Nationen dokumentierten mehr als 1.500 schwere Verstöße gegen Kinderrechte. Dazu zählen Tötungen, Entführungen sowie die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern durch bewaffnete Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2025 waren mehr als 8.400 Schulen nicht erreichbar. Fehlender Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung erhöht das Risiko von Krankheiten, psychischer Belastung und langfristigen Entwicklungsproblemen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chaiban sagte, überall während seiner Reise sei dieselbe Sorge geäußert worden: Kinder und Familien besser schützen, Frieden wiederherstellen, Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung ermöglichen und sichere Rückkehr nach Hause garantieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hoffnung-in-gemeinden-trotz-vertreibung"><span id="hoffnung-in-gemeinden-trotz-vertreibung">Hoffnung in Gemeinden trotz Vertreibung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Gewalt beschreibt UNICEF auch lokale Ansätze von Widerstandskraft. In vielen ländlichen Gebieten öffnen Märkte wieder. Gemeinden unterstützen einander, Kinder spielen weiter und Familien versuchen, wirtschaftliche Eigenständigkeit zurückzugewinnen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-26962 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-1024x731.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-768x548.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-380x271.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-800x571.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-1160x828.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Chaiban traf in Niger, Burkina Faso und Mali politische Verantwortliche. Sie stimmten laut UNICEF darin überein, dass Investitionen in Menschen und sozialer Zusammenhalt Voraussetzungen für Stabilität und Entwicklung sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Überall entsteht ein klarer Anspruch: die nächste Generation ins Zentrum nationaler Politik zu stellen“, sagte Chaiban. Er habe ein starkes Engagement der drei Regierungen gesehen, die Rechte jedes Kindes zu schützen und voranzubringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-niger-burkina-faso-und-mali-melden-fortschritte"><span id="niger-burkina-faso-und-mali-melden-fortschritte">Niger, Burkina Faso und Mali melden Fortschritte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Niger führten staatlich getragene Reformen zu Fortschritten bei der Registrierung von Geburten. In mehr als der Hälfte der Gemeinden wurde das zivile Register modernisiert. Die Geburtenregistrierung stieg 2024 auf 79 Prozent, nach 62 Prozent im Jahr 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Burkina Faso stellen die Behörden nach Angaben von UNICEF rund 25 Prozent des nationalen Haushalts für Bildung und fast zwölf Prozent für Gesundheit bereit. Diese Mittel sollen grundlegende soziale Dienste ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Mali erreichte die nationale Impfquote 2024 rund 82 Prozent. Damit kommt das Land dem Ziel näher, mehr Kinder <a href="https://fokus-afrika.de/mpox-ausbruch-schulen-und-unicef-verstarken-masnahmen/">mit lebensrettenden Impfungen zu erreichen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unicef-fordert-mehr-internationale-unterstutzung"><span id="unicef-fordert-mehr-internationale-unterstuetzung">UNICEF fordert mehr internationale Unterstützung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF unterstützt Regierungen im zentralen Sahel unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Wasser, Bildung und Kinderschutz. Chaiban betonte, die Hilfe sei besonders wirksam, wenn sie lokale Systeme stärke, Gemeinden einbinde und Kinderstimmen berücksichtige.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UNICEF-Vertreter rief die internationale Gemeinschaft auf, die Lage der Kinder im Sahel nicht zu übersehen. „Angesichts der Widerstandskraft der Kinder im Sahel darf die Welt nicht wegsehen“, sagte Chaiban. Es gebe weiterhin Millionen Kinder mit dringendem humanitärem Bedarf, die sofortige Unterstützung benötigten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er fügte hinzu: „Ihre Widerstandskraft bedeutet nicht, dass es ihnen gut geht, und sie darf nicht als Vorwand für Untätigkeit dienen.“</p>
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			<media:title type="html">Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment</media:title>
			<media:description type="html">Nigerien army soldiers from the 322nd Parachute Regiment practice field tactics during combat training facilitated by U.S. Army Soldiers during exercise Flintlock 2007 in Maradi, Niger, April 6, 2007. The multi-national exercise, which is part of the U.S. State Department&#039;s Trans-Sahara Counterterrorism Partnership, is an ongoing and long standing military-to-military relationship between Niger and the U.S. that provides an interactive exchange of military, linguistic and intercultural skills for both countries and will also help Niger to respond to threats within and across their borders to maintain security and stability. (U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 1st Class Michael Larson) (Released)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Assimi Goïta zeigt sich wieder und demonstriert Nähe zu Russland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 23:47:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach den schweren Angriffen in Mali zeigt sich Assimi Goïta wieder öffentlich und empfängt Russlands Botschafter in Bamako. Moskau bekräftigt die Unterstützung durch das Africa Corps, während in der Hauptstadt die Ausgangssperre verlängert wird.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fassimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland%2F&amp;action_name=Assimi%20Go%C3%AFta%20zeigt%20sich%20wieder%20und%20demonstriert%20N%C3%A4he%20zu%20Russland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Malis Übergangspräsident Assimi Goïta ist nach den Angriffen vom 25. April wieder öffentlich aufgetreten und hat in Bamako den russischen Botschafter Igor Gromyko empfangen. Das Treffen fand am Dienstag, 28. April 2026, im Präsidentenpalast von Koulouba statt. Gromyko wurde von einer Delegation russischer Streitkräfte begleitet, die in Mali im Einsatz sind. Russland sicherte der malischen Führung dabei weitere Unterstützung durch das Africa Corps und die russisch-malische Sicherheitskooperation zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russland-stellt-sich-hinter-die-ubergangsregierung"><span id="russland-stellt-sich-hinter-die-uebergangsregierung">Russland stellt sich hinter die Übergangsregierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An dem Gespräch nahmen neben Goïta auch Außenminister Abdoulaye Diop und Generalstabschef Oumar Diarra teil. Gromyko erklärte nach der Audienz, Russland und Mali seien in der aktuellen Lage durch gute partnerschaftliche Beziehungen verbunden. Die Gespräche hätten sich auf die <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Lage nach den Angriffen</a> und die Folgen des internationalen Terrorismus in Mali konzentriert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26947 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-2048x1365.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der russische Botschafter sagte, das Africa Corps werde gemeinsam mit den malischen Streitkräften gegen die Angriffe kämpfen. „Ich bin sicher, dass unsere Kräfte siegen werden“, erklärte Gromyko. Russland werde immer ein Freund Malis bleiben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen setzt ein politisches Signal nach den schwersten Angriffen auf die malische Übergangsregierung seit Jahren. Die Regierung in Bamako hatte nach den Attacken erklärt, bewaffnete Gruppen und nicht näher benannte interne und externe Unterstützer hätten versucht, die staatlichen Institutionen zu destabilisieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-goita-besucht-verletzte-und-familie-von-sadio-camara"><span id="goita-besucht-verletzte-und-familie-von-sadio-camara">Goïta besucht Verletzte und Familie von Sadio Camara</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Goïta besuchte am Dienstag auch zivile und militärische Verletzte im Universitätskrankenhaus Bocar Sidy Sall in Kati. Danach begab er sich zum Wohnsitz der Familie <a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905">des getöteten Verteidigungsministers Sadio Camara</a> und sprach dort sein Beileid aus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2.jpeg" alt="" class="wp-image-26948 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Camara war bei den Angriffen vom 25. April ums Leben gekommen. Die Regierung erklärte zuvor, ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug sei von einem Selbstmordattentäter gegen seine Residenz in Kati gesteuert worden. Camara wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht und starb dort.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tod des Verteidigungsministers traf den engsten Machtzirkel der Übergangsregierung. Camara galt als eine der zentralen Figuren des Militärs und als wichtiger Verbindungsmann der Sicherheitskooperation mit Russland.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fernsehansprache-nach-tagen-der-unsicherheit"><span id="fernsehansprache-nach-tagen-der-unsicherheit">Fernsehansprache nach Tagen der Unsicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Dienstagabend wandte sich Goïta in einer Rede an die Nation. Er sprach von „komplexen, koordinierten und gleichzeitigen“ Angriffen auf Bamako, Kati, Konna, Mopti, Gao und Kidal. Die malischen Streitkräfte hätten den Angreifern einen „gewaltsamen Stopp“ gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Goïta erklärte, die Lage sei unter Kontrolle. Die Sicherheitskräfte führten weiter Durchsuchungen, Auswertung von Geheimdienstinformationen und Sicherungsoperationen durch. Er würdigte die Opfer der Angriffe und nannte den Tod Camaras einen großen Verlust für die Nation.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Assimi Goïta s’adresse à la Nation et à la Confédération <a href="https://t.co/43H7oYGP9E">pic.twitter.com/43H7oYGP9E</a></p>— Nathalie Yamb (@Nath_Yamb) <a href="https://twitter.com/Nath_Yamb/status/2049238639167627615?ref_src=twsrc%5Etfw">April 28, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Übergangspräsident machte bewaffnete terroristische Gruppen sowie interne und externe Unterstützer für einen umfassenden Destabilisierungsplan verantwortlich. Dabei verwies er auf die Lieferung von Informationen und logistischer Unterstützung an die Angreifer. Belege für diese Vorwürfe nannte er in der Rede nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamako-verlangert-ausgangssperre"><span id="bamako-verlaengert-ausgangssperre">Bamako verlängert Ausgangssperre</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gouverneur des Distrikts Bamako verlängerte die Ausgangssperre in der Hauptstadt um 72 Stunden. Die Maßnahme gilt seit Dienstagabend weiter von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens. Sie wird mit der öffentlichen Ordnung begründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Hauptstadt und ihrem Umland bleibt die Lage angespannt. In Kabala und Kalaban Coro löste am Dienstag eine Meldung über mögliche bewaffnete Männer Panik aus. Studierende verließen nach einer Warnung das Gelände der Universität Kabala. Kurz darauf leerte sich auch der Markt von Kalaban Coro. Mehrere Schulen in der Umgebung unterbrachen den Unterricht und schickten Schülerinnen und Schüler nach Hause.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine offizielle Bestätigung für die Präsenz bewaffneter Männer lag zunächst nicht vor. Die Episode zeigt, wie stark die Angriffe vom Wochenende den Alltag in Bamako und Umgebung verändert haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-armee-kontrolliert-lage-in-kati"><span id="armee-kontrolliert-lage-in-kati">Armee kontrolliert Lage in Kati</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">General Toumani Koné, der Stabschef des Heeres, besuchte am Dienstag Kati und die Umgebung der Garnisonsstadt. Nach Angaben der Streitkräfte informierte er sich über die Lage vor Ort und sprach mit Soldaten, die nach den Angriffen im Einsatz waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koné erklärte, die Bevölkerung habe vielerorts ihre Aktivitäten wieder aufgenommen. Zugleich rief er Soldaten und Bevölkerung zur Wachsamkeit auf. Er warnte vor Falschinformationen in sozialen Netzwerken und forderte die Bürger auf, Informationen über offizielle Kanäle an die Sicherheitskräfte weiterzugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kati war einer der zentralen Schauplätze der Angriffe. Die Garnisonsstadt liegt rund 15 Kilometer von Bamako entfernt und gilt als <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen/">militärisches Machtzentrum der Übergangsregierung.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-fordert-regionale-sicherheitskoordination"><span id="un-fordert-regionale-sicherheitskoordination">UN fordert regionale Sicherheitskoordination</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Angriffe und zeigte sich tief besorgt über die Lage in Mali. Er forderte den Schutz von Zivilpersonen und ziviler Infrastruktur sowie mehr koordinierte internationale Unterstützung gegen die Ausbreitung von gewaltsamem Extremismus und Terrorismus im Sahel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="460" height="690" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Antonio_Guterres_23.03.23.jpg" alt="António Guterres" class="wp-image-11698 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Antonio_Guterres_23.03.23.jpg 460w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Antonio_Guterres_23.03.23-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Antonio_Guterres_23.03.23-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 460px) 100vw, 460px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen erinnern daran, dass Mali seit mehr als 14 Jahren von extremistischer Gewalt betroffen ist. Die UN-Friedensmission MINUSMA zog 2023 vollständig ab, nachdem die malische Übergangsregierung ihren Abzug verlangt hatte. Frankreich und die EU-Ausbildungsmission mussten das Land ebenfalls verlassen. Bamako stützt sich seither stärker auf russische Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Organisationen bleiben mit humanitären Programmen in Mali aktiv. Ihr Hilfsplan richtet sich an rund 3,8 Millionen Menschen von mehr als fünf Millionen Menschen mit Unterstützungsbedarf.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russlands-rolle-wird-neu-vermessen"><span id="russlands-rolle-wird-neu-vermessen">Russlands Rolle wird neu vermessen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die öffentliche Rückendeckung aus Moskau kommt in einer Phase, in der die russische Sicherheitsgarantie in Mali unter Druck steht. Die Übergangsregierung hatte die Zusammenarbeit mit Russland als Alternative zu Frankreich, zur Europäischen Union und zur UN-Mission aufgebaut. Nach den Angriffen auf Bamako, Kati, Gao, Kidal, Mopti und Konna muss Bamako nun zeigen, dass diese Sicherheitsarchitektur handlungsfähig bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Goïta betonte in seiner Rede die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern, ausdrücklich mit der Russischen Föderation. Zugleich stellte er die Angriffe als Teil eines Kampfes um Souveränität und staatliche Kontrolle dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Für Russland ist Mali ein Schlüsselstaat seiner Sahel-Politik.</a> Die Präsenz russischer Kräfte soll der Übergangsregierung militärische Handlungsfähigkeit verschaffen und Moskaus Einfluss in Westafrika absichern. Die Angriffe vom 25. April haben diese Ordnung sichtbar belastet.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tod eines Bodyguards überschattet Geburtstagsfeier des Königs in Eswatini</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tod-eines-bodyguards-ueberschattet-geburtstagsfeier-des-koenigs-in-eswatini/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 23:29:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eswatini]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ein Offizier aus der Leibwache von König Mswati III. ist während des Besuchs hochrangiger SADC-Gäste in Eswatini gestorben. Die Behörden untersuchen den Vorfall im Royal Villas Hotel in Ezulwini.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftod-eines-bodyguards-ueberschattet-geburtstagsfeier-des-koenigs-in-eswatini%2F&amp;action_name=Tod%20eines%20Bodyguards%20%C3%BCberschattet%20Geburtstagsfeier%20des%20K%C3%B6nigs%20in%20Eswatini&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tod-eines-bodyguards-ueberschattet-geburtstagsfeier-des-koenigs-in-eswatini/">Tod eines Bodyguards überschattet Geburtstagsfeier des Königs in Eswatini</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Eswatini untersuchen die Behörden den Tod eines Offiziers aus der militärischen Schutzeinheit von König Mswati III. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag gegen 11 Uhr im Royal Villas Hotel in Ezulwini. Lieutenant Colani Mdluli war dort nach Medienberichten für die Sicherheit von Gästen aus der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika eingeteilt. Mehrere aktuelle und ehemalige Staatsoberhäupter waren zu Feierlichkeiten anlässlich von 40 Jahren Mswati auf dem Thron angereist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-offizier-war-teil-des-koniglichen-sicherheitsapparats"><span id="offizier-war-teil-des-koeniglichen-sicherheitsapparats">Offizier war Teil des königlichen Sicherheitsapparats</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mdluli gehörte zur militärischen Leibwache des Königs und war auch im Umfeld der Sicherheitskräfte tätig, die Königinmutter Ntombi Tfwala schützen. Vor dem Besuch mehrerer Gäste aus der Southern African Development Community wurden Sicherheitskräfte des Königs und der Königinmutter zu einer Einsatzgruppe zusammengezogen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG0SlXVa4AE82sr-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26942 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG0SlXVa4AE82sr-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG0SlXVa4AE82sr-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG0SlXVa4AE82sr-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG0SlXVa4AE82sr-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG0SlXVa4AE82sr-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG0SlXVa4AE82sr.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Zwischenfall ereignete sich nur wenige Stunden vor dem Culture Day im Ludzidzini-Palast. Die Veranstaltung war Teil mehrerer Feiern zum 40-jährigen Thronjubiläum von Mswati III. Zu den Gästen zählten unter anderem Lesothos König Letsie III., Sambias Präsident Hakainde Hichilema, der frühere südafrikanische Präsident Jacob Zuma und Botswanas früherer Präsident Ian Khama.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, Mosambiks Präsident Daniel Chapo und Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa waren im Rahmen gesonderter Jubiläumsveranstaltungen in Eswatini. Am Somhlolo National Stadium nahmen zudem weitere Monarchen vom afrikanischen Kontinent teil, darunter König Misuzulu der Zulu-Monarchie.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-behorden-geben-zunachst-keine-details-bekannt"><span id="behoerden-geben-zunaechst-keine-details-bekannt">Behörden geben zunächst keine Details bekannt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die genauen Umstände des Todes blieben zunächst unklar. Die Behörden in Eswatini untersuchen den Vorfall. Eine vollständige offizielle Darstellung lag zunächst nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Armeesprecher Major Sandile Gwebu äußerte sich gegenüber <em><a href="https://swazilandnews.co.za/articles/34414">Swaziland News</a></em> nicht zu dem Vorfall. Sicherheitskreise und Angehörige bestätigten dem Medium jedoch den Tod des Offiziers. Auch der Redakteur von <em>Swaziland News</em>, Zweli Martin Dlamini, erklärte, es gebe bislang nur wenige gesicherte Informationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dlamini sagte, es sei kein Abschiedsbrief gefunden worden. Aus dem familiären Umfeld sei bekannt geworden, dass Mdluli gelegentlich über niedrige Gehälter in der Armee geklagt habe. Eine offizielle Bestätigung für ein Motiv gibt es nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mdluli-stammte-aus-bekanntem-umfeld-des-konigshauses"><span id="mdluli-stammte-aus-bekanntem-umfeld-des-koenigshauses">Mdluli stammte aus bekanntem Umfeld des Königshauses</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lieutenant Colani Mdluli war nach Angaben von <em>Swaziland News</em> der Sohn des verstorbenen Boy Mdluli, der als enger Vertrauter des Königs galt. Der Offizier war damit nicht nur Teil des Sicherheitsapparats, sondern auch mit einem bekannten Namen im Umfeld des Königshauses verbunden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/King_Mswati_III_Giving_a_Speech_at_Buhleni_Royal_Residence_during_Buganu_Ceremony_2025_By_Babukisi_Foundation-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26943 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/King_Mswati_III_Giving_a_Speech_at_Buhleni_Royal_Residence_during_Buganu_Ceremony_2025_By_Babukisi_Foundation-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/King_Mswati_III_Giving_a_Speech_at_Buhleni_Royal_Residence_during_Buganu_Ceremony_2025_By_Babukisi_Foundation-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/King_Mswati_III_Giving_a_Speech_at_Buhleni_Royal_Residence_during_Buganu_Ceremony_2025_By_Babukisi_Foundation-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/King_Mswati_III_Giving_a_Speech_at_Buhleni_Royal_Residence_during_Buganu_Ceremony_2025_By_Babukisi_Foundation-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/King_Mswati_III_Giving_a_Speech_at_Buhleni_Royal_Residence_during_Buganu_Ceremony_2025_By_Babukisi_Foundation-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/King_Mswati_III_Giving_a_Speech_at_Buhleni_Royal_Residence_during_Buganu_Ceremony_2025_By_Babukisi_Foundation-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/King_Mswati_III_Giving_a_Speech_at_Buhleni_Royal_Residence_during_Buganu_Ceremony_2025_By_Babukisi_Foundation.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Tod fällt in eine politisch sensible Phase. Die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Thronjubiläum standen im Zeichen regionaler Präsenz und diplomatischer Sichtbarkeit. Eswatini empfing dafür mehrere hochrangige Gäste aus dem südlichen Afrika.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eswatini-unter-beobachtung-der-region"><span id="eswatini-unter-beobachtung-der-region">Eswatini unter Beobachtung der Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eswatini ist die letzte absolute Monarchie Afrikas. König Mswati III. regiert seit 1986. Die Jubiläumsfeiern sollten die Kontinuität der Monarchie und ihre regionalen Beziehungen hervorheben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall im Sicherheitsumfeld der SADC-Gäste lenkt nun den Blick auf den inneren Apparat des Königshauses. Die Ermittlungen müssen klären, wie es während eines internationalen Besuchs zu dem Tod eines eingesetzten Offiziers kommen konnte.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wadephul reist nach Rabat: Deutschland vertieft den Dialog mit Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-reist-nach-rabat-deutschland-vertieft-den-dialog-mit-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 15:10:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Außenminister Johann Wadephul reist nach Rabat. Die zweite Afrikareise des deutschen Außenministers zeigt, wie stark Marokko für Berlin an Gewicht gewinnt: als Sicherheitsakteur im Sahel, Wirtschaftspartner, Migrationspartner und Brücke zwischen Europa und Afrika.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwadephul-reist-nach-rabat-deutschland-vertieft-den-dialog-mit-marokko%2F&amp;action_name=Wadephul%20reist%20nach%20Rabat%3A%20Deutschland%20vertieft%20den%20Dialog%20mit%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann Wadephul reist nach Marokko und trifft in Rabat seinen Amtskollegen Nasser Bourita zu strategischen Konsultationen. Der Besuch ist für Mittwoch angekündigt. Es ist Wadephuls <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-reist-nach-kenia-und-aethiopien/">zweite Afrikareise im Amt</a> und fällt in ein Jahr, in dem Deutschland und Marokko 70 Jahre diplomatische Beziehungen begehen. Auf der Agenda stehen Sicherheit, Wirtschaft, regionale Krisen im Sahel und Nahen Osten sowie die Rolle Marokkos als Brücke zwischen Europa, Nordafrika und dem weiteren afrikanischen Kontinent.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategischer-dialog-soll-beziehungen-verstetigen"><span id="strategischer-dialog-soll-beziehungen-verstetigen">Strategischer Dialog soll Beziehungen verstetigen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der strategische Dialog zwischen Deutschland und Marokko findet alle zwei Jahre auf Ebene der Außenminister statt. Zuletzt war Bourita im Juni 2024 dafür in Berlin. Das Format soll politische Konsultationen institutionalisieren und den Austausch über bilaterale, regionale und globale Fragen auf eine feste Grundlage stellen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-26928 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg.webp 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Berlin gewinnt Rabat damit an Gewicht über die klassische bilaterale Diplomatie hinaus. Marokko gilt der Bundesregierung als zentraler Partner in Nordafrika und als Bindeglied zwischen Europa und Afrika. Diese Rolle ist in den vergangenen Jahren sichtbarer geworden, weil Marokko seine Beziehungen zu europäischen Partnern, afrikanischen Staaten und internationalen Organisationen zugleich ausgebaut hat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dialog steht auch vor dem Hintergrund der diplomatischen Spannungen zwischen Berlin und Rabat in den Jahren 2021 und 2022. Seit der gemeinsamen Erklärung von August 2022 haben beide Seiten ihre Beziehungen neu geordnet. Deutschland betonte damals die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit des marokkanischen Autonomieplans für die Westsahara und leitete damit eine politische Normalisierung ein. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-wird-fur-berlin-aussenpolitisch-wichtiger"><span id="marokko-wird-fuer-berlin-aussenpolitisch-wichtiger">Marokko wird für Berlin außenpolitisch wichtiger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul reist aus New York nach Rabat, wo er zuvor bei den Vereinten Nationen über maritime Sicherheit, den Atomwaffensperrvertrag und <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/" type="post" id="26884">Deutschlands Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat gesprochen hat.</a> Die Stationen zeigen eine außenpolitische Linie, in der Deutschland stärker nach Partnern für eine internationale Ordnung sucht, die nicht allein von den klassischen westlichen Bündnisstrukturen getragen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko passt in diese Strategie. Das Königreich verfügt über <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-eu-vertiefen-partnerschaft/" type="post" id="12800">enge Beziehungen zur Europäischen Union</a>, zu den <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit/" type="post" id="23528">USA</a>, zu <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">mehreren Golfstaaten</a> und zu <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-und-marokko-setzen-auf-engere-zusammenarbeit/" type="post" id="26170">zahlreichen afrikanischen Staaten</a>. Zugleich hat Rabat seine Position in der Westsahara-Frage international deutlich gestärkt. <a href="https://fokus-afrika.de/kaja-kallas-in-marokko-eu-hat-ihre-position-zur-westsahara-geaendert/" type="post" id="26608">Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte Mitte April in Rabat, die Europäische Union habe ihre Position zur Westsahara Anfang 2026 geändert.</a> Die EU sieht den marokkanischen Autonomieplan inzwischen als Grundlage für Verhandlungen im Rahmen des UN-Prozesses. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westsahara-bleibt-diplomatischer-grundpfeiler"><span id="westsahara-bleibt-diplomatischer-grundpfeiler">Westsahara bleibt diplomatischer Grundpfeiler</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Westsahara-Frage bildet einen zentralen Hintergrund der deutsch-marokkanischen Annäherung. <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Der UN-Sicherheitsrat hatte im Oktober 2025 mit Resolution 2797 einen Kurswechsel vollzogen und den marokkanischen Autonomieplan ausdrücklich als realistischste Grundlage für eine politische Lösung benannt.</a> Der Beschluss wurde vom US-Außenministerium eingebracht und verschob die internationale Debatte zugunsten Rabats. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko ist diese Entwicklung ein diplomatischer Erfolg. <a href="https://fokus-afrika.de/zusammenarbeit-zwischen-marokko-deutschland-ist-erfolgreich/" type="post" id="11521">Für Deutschland verändert sie den Rahmen der Zusammenarbeit mit Rabat</a>, weil Handels-, Energie-, Sicherheits- und Migrationsfragen stärker mit der politischen Stabilität des Königreichs und seiner regionalen Rolle verbunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Dynamik ist auch für die europäische Marokko-Politik bedeutsam. Die EU und Marokko wollen ihre Beziehungen zu einer strategischen und umfassenden Partnerschaft weiterentwickeln. In Rabat kündigten Kallas und Bourita im April neue politische Konsultationen, einen Sicherheitsdialog und eine engere Abstimmung in regionalen und internationalen Foren an. Genannt wurden Frieden, internationale Sicherheit, Menschenrechte und Stabilität. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-krise-ruckt-in-den-vordergrund"><span id="sahel-krise-rueckt-in-den-vordergrund">Sahel-Krise rückt in den Vordergrund</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Gespräche dürfte die Sicherheitslage im Sahel sein. <a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905">Die jüngsten Angriffe in Mali haben die Lage in der Region erneut verschärft.</a> Das Auswärtige Amt erklärte vor Wadephuls Reise, die Bundesregierung habe koordinierte und <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">massive Angriffe in Mali</a> mit Sorge zur Kenntnis genommen. Deutsche Staatsangehörige wurden per Landsleutebrief informiert. Für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a> gelten weiter eine Reisewarnung und eine Ausreiseempfehlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko ist in dieser Frage für Deutschland ein besonderer Gesprächspartner. Rabat unterhält Kontakte zu Staaten der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten sowie zu den militärisch regierten Sahelstaaten, die sich in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562">Allianz der Sahelstaaten</a> zusammengeschlossen haben. Die <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/" type="post" id="11804">Königliche Atlantik-Initiative</a> soll Sahelstaaten einen besseren Zugang zum Atlantik ermöglichen und damit wirtschaftliche, logistische und sicherheitspolitische Verbindungen stärken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26929 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3.jpg 2064w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ansatz verbindet Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Marokko setzt darauf, den Binnenstaaten des Sahel über Infrastruktur, Häfen und Handelswege neue Optionen zu geben. In den <a href="https://fokus-afrika.de/deutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen/" type="post" id="22214">deutsch-marokkanischen Wirtschaftsbeziehungen</a> wird die Initiative bereits als möglicher Rahmen genannt, um die marokkanische Sahara stärker als Investitionsraum und logistisches Tor nach Afrika einzubinden. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitskooperation-ist-bereits-eingespielt"><span id="sicherheitskooperation-ist-bereits-eingespielt">Sicherheitskooperation ist bereits eingespielt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland, Marokko und Spanien haben ihre Sicherheitszusammenarbeit zuletzt auf operativer Ebene vertieft. <a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitskooperation-marokko-spanien-und-deutschland-vertiefen-austausch-in-rabat/" type="post" id="23380">Im Januar fand in Rabat ein trilaterales Arbeitstreffen statt.</a> Marokkos Generaldirektor für nationale Sicherheit und Territorialüberwachung Abdellatif Hammouchi leitete die Gespräche. Deutschland war durch Bundespolizei-Präsident Dieter Romann vertreten, Spanien durch den Generaldirektor der Nationalpolizei Francisco Pardo Piqueras. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt standen Terrorismusbekämpfung, irreguläre Migration, Drogenhandel, Cyberkriminalität und die Sicherheit großer Sportereignisse. Auch die Lage in der Sahel- und Sahara-Region sowie deren Auswirkungen auf terroristische Gruppen im euro-mediterranen Raum wurden behandelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Themen passen zu Wadephuls Rabat-Reise. Die Bundesregierung verbindet Sicherheitsfragen im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a> zunehmend mit europäischer Stabilität, Migrationssteuerung und Schutz kritischer Verbindungen zwischen Afrika und Europa. Marokko spielt dabei eine Doppelrolle: als Sicherheitsakteur an Europas südlicher Nachbarschaft und als Staat mit eigener afrikanischer Agenda.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftsdelegation-begleitet-den-aussenminister"><span id="wirtschaftsdelegation-begleitet-den-aussenminister">Wirtschaftsdelegation begleitet den Außenminister</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul wird von einer Wirtschaftsdelegation unter Leitung eines parlamentarischen Staatssekretärs aus dem Bundeswirtschaftsministerium begleitet. Damit erhält die Reise eine deutliche wirtschaftspolitische Komponente. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben sich in den vergangenen Jahren sichtbar verbreitert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko ist für Deutschland inzwischen der zweitwichtigste Investitionsstandort und der drittwichtigste Handelspartner in Afrika. 2025 importierte Deutschland aus Marokko Waren im Wert von mehr als 3,4 Milliarden Euro. Die deutschen Exporte nach Marokko lagen bei knapp 3,9 Milliarden Euro. Rund 300 deutsche Unternehmen sind im Land vertreten, etwa 30 davon mit Produktionsstätten oder Dienstleistungsniederlassungen. Sie schaffen dort etwa 35.000 Arbeitsplätze. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-firmen-bauen-marokko-geschaeft-aus/" type="post" id="26731">Die deutsche Botschaft und die AHK Marokko stellten Mitte April in Casablanca neue Investitionsprojekte deutscher Unternehmen vor.</a> Dazu gehören ein größerer DACHSER-Standort in Tanger, eine neue Bayer-Produktionslinie in Nouaceur, 3.000 zusätzliche Stellen beim Autozulieferer LEONI sowie neue Software- und KI-Zentren von Energie Noire in Casablanca und Khouribga. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-als-plattform-fur-afrika-geschaft"><span id="marokko-als-plattform-fuer-afrika-geschaeft">Marokko als Plattform für Afrika-Geschäft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsche Interesse an Marokko geht über den Binnenmarkt des Königreichs hinaus. Der Standort wird in Berlin zunehmend als Plattform für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/" type="category" id="64">West</a>– und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrika</a> gesehen. Der Hafen Tanger Med, moderne Industriecluster und die geografische Nähe zu Europa machen Marokko zu einem Standort für Nearshoring, Exportlogistik und industrielle Wertschöpfung. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="511" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-1024x511.jpg" alt="" class="wp-image-26734 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-1024x511.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-300x150.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-768x383.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-1536x766.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-2048x1022.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-380x190.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-800x399.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-1160x579.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für deutsche Unternehmen geht es nicht mehr nur um klassische Produktion. Logistik, Pharmaindustrie, Automobilzulieferung, Softwareentwicklung, künstliche Intelligenz, Ingenieursdienstleistungen und Ausbildung rücken stärker in den Vordergrund. Botschafter Robert Dölger nannte politische Stabilität, regulatorische Berechenbarkeit, geografische Nähe und die Qualität der Arbeitskräfte als zentrale Standortfaktoren. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat die wirtschaftliche Partnerschaft auch über die Entwicklungszusammenarbeit ausgebaut. <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-deutschland-vereinbaren-630-millionen-euro-fuer-gemeinsame-zukunftsprojekte/" type="post" id="22424">Bei den marokkanisch-deutschen Regierungskonsultationen in Berlin vereinbarten beide Seiten Ende November 2025 ein Kooperationsprogramm von 630 Millionen Euro für den Zeitraum 2026 bis 2027.</a> Das Paket umfasst Infrastruktur, erneuerbare Energien, Wasserwirtschaft, urbane Mobilität und soziale Programme. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-energie-wasser-und-wasserstoff-bleiben-schlusselthemen"><span id="energie-wasser-und-wasserstoff-bleiben-schluesselthemen">Energie, Wasser und Wasserstoff bleiben Schlüsselthemen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Energiepartnerschaft bleibt ein zentrales Feld. Deutschland betrachtet Marokko als wichtigen Partner bei erneuerbaren Energien und klimaneutralen Energieträgern. Im Kooperationsprogramm von 2025 stehen Solar- und Windkraft sowie der Aufbau eines <a href="https://fokus-afrika.de/40-anfragen-fur-wasserstoff-aus-marokko/" type="post" id="9649">marokkanischen Ökosystems für grünen Wasserstoff</a> im Mittelpunkt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist der Energiesektor nicht frei von Reibungen. In den deutsch-marokkanischen Wirtschaftsbeziehungen bestehen unterschiedliche Erwartungen an Tempo, Investitionslogik und staatliche Rahmensetzung. Marokko setzte lange stärker auf staatliche Abkommen, während deutsche Investitionen oft regulatorische Klarheit und marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen voraussetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Wasserpolitik gewinnt an Bedeutung. Marokko leidet unter wachsendem Druck auf Wasserressourcen. Deutschland unterstützt Projekte zu effizienter Wassernutzung, moderner Bewässerung und Trinkwasserversorgung. Diese Themen verbinden Klimaanpassung, Infrastruktur und soziale Stabilität. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-bleibt-teil-der-zusammenarbeit"><span id="migration-bleibt-teil-der-zusammenarbeit">Migration bleibt Teil der Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Migration dürfte in Rabat ein weiteres Thema bleiben, auch wenn Sicherheit und Wirtschaft die Reise dominieren. Marokko ist für Deutschland und Europa ein zentraler Partner bei der Kontrolle irregulärer Migration. <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verhindert-ueber-70-000-irregulaere-migrationsversuche/" type="post" id="26262">Das marokkanische Innenministerium meldete für 2025 insgesamt 73.640 verhinderte irreguläre Migrationsversuche.</a> Zudem wurden mehr als 300 Schleusernetzwerke zerschlagen, 13.595 Migranten auf See gerettet und 4.372 Menschen in Programme zur freiwilligen Rückkehr aufgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Ausbau der <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-spanien-zerschlagen-is-zelle/" type="post" id="26074">Zusammenarbeit mit Spanien</a> im Jahr 2022 haben sich die Migrationsrouten verändert. Marokko verweist auf eine stärkere Kontrolle traditioneller Wege über das Mittelmeer, den Atlantik sowie über Ceuta und Melilla. Zugleich weichen Migranten zunehmend auf alternative Routen in Westafrika und Teilen des südlichen Mittelmeerraums aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland ist die Zusammenarbeit mit Rabat auch bei Rückführungen und Fachkräftemobilität relevant. Die bilaterale Agenda verbindet dabei Migrationssteuerung, Ausbildung, Arbeitsmarktfragen und legale Mobilität.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-kontakte-erganzen-regierungslinie"><span id="parlamentarische-kontakte-ergaenzen-regierungslinie">Parlamentarische Kontakte ergänzen Regierungslinie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephuls Reise folgt wenige Wochen nach dem Besuch einer Bundestagsdelegation in Marokko. <a href="https://fokus-afrika.de/claudia-roth-fuehrt-bundestagsdelegation-nach-marokko/" type="post" id="26375">Die Parlamentariergruppe Maghreb-Staaten reiste vom 8. bis 10. April nach Marokko. </a>Geleitet wurde sie von <a href="https://fokus-afrika.de/claudia-roth-entwicklungszusammenarbeit-ist-kein-nice-to-have/" type="post" id="22069">Claudia Roth</a>. Zur Delegation gehörten auch Carl-Philipp Sassenrath und Johann Martel. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26930 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Marokko standen Gespräche mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern des Parlaments auf dem Programm. Themen waren Innenpolitik, Außenpolitik, Menschenrechte, Energie und Klima. Die Reise zeigte, dass die deutsch-marokkanischen Beziehungen nicht nur über Regierungskanäle laufen, sondern zunehmend auch parlamentarisch und gesellschaftlich begleitet werden. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch fällt zugleich in eine Phase des diplomatischen Übergangs an der deutschen Botschaft in Rabat. Robert Dölger, der in Marokko als wichtiger Akteur der jüngsten Annäherung gilt, <a href="https://fokus-afrika.de/neue-deutsche-botschafter-in-afrika-christian-heldt-geht-nach-marokko-oliver-rentschler-nach-suedafrika/" type="post" id="24566">wird demnächst durch Christian Heldt abgelöst.</a> Damit trifft Wadephuls Reise auf eine bilaterale Beziehung, die institutionell dichter geworden ist und nun vor ihrer nächsten personellen Etappe steht.</p>
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		<item>
		<title>Malis Verteidigungsminister bei Angriffen getötet  – Russen verlieren Militärbasis</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 18:40:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26905</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mali steht nach koordinierten Angriffen auf Kati, Kidal und weitere Städte unter Druck. Verteidigungsminister Sadio Camara ist tot, Übergangspräsident Assimi Goïta bleibt öffentlich unsichtbar.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmalis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis%2F&amp;action_name=Malis%20Verteidigungsminister%20bei%20Angriffen%20get%C3%B6tet%20%20%E2%80%93%20Russen%20verlieren%20Milit%C3%A4rbasis&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/">Malis Verteidigungsminister bei Angriffen getötet  – Russen verlieren Militärbasis</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Malis Übergangsregierung steht nach koordinierten Angriffen auf zentrale Militärstandorte unter massivem Druck. Seit Samstag, 25. April 2026, kam es in Bamako, Kati, Kidal, Gao, Mopti und Sévaré zu schweren Kämpfen. Verteidigungsminister Sadio Camara wurde bei einem Angriff auf seine Residenz in Kati getötet. Übergangspräsident Assimi Goïta ist seit Beginn der Angriffe nicht öffentlich aufgetreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rebellen-melden-kontrolle-uber-kidal"><span id="rebellen-melden-kontrolle-ueber-kidal">Rebellen melden Kontrolle über Kidal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Front de libération de l’Azawad hat nach den Angriffen die Kontrolle über Kidal im Norden Malis für sich reklamiert. Die Tuareg-Rebellen erklärten, ihre Kräfte kontrollierten die gesamte Stadt und gingen weiter gegen Einheiten vor, die sich in Bunkern des früheren MINUSMA- und Barkhane-Camps verschanzt hätten. Videos auf <em>X</em> zeigten wie russische Söldner freies Geleit zum Verlassen der Basis gewährt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch aus Gao meldete der FLA eine Präsenz innerhalb der Stadt. Unabhängige Bestätigungen für diese Angaben lagen zunächst nicht vor. Die malische Armee erklärte, die Lage sei unter Kontrolle.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-26908 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kidal hat für Mali eine besondere militärische und politische Bedeutung. Die Armee hatte die Stadt im November 2023 von den Rebellen zurückerobert. Eine erneute Einnahme durch den FLA würde die Kontrolle der Übergangsregierung im Norden offen infrage stellen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verteidigungsminister-stirbt-bei-angriff-auf-kati"><span id="verteidigungsminister-stirbt-bei-angriff-auf-kati">Verteidigungsminister stirbt bei Angriff auf Kati</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die schwersten Angriffe trafen Kati, eine Garnisonsstadt rund 15 Kilometer von Bamako entfernt. Kati gilt als Machtzentrum der malischen Militärführung. Dort wurde Verteidigungsminister Sadio Camara bei einem Angriff auf seine Residenz tödlich verletzt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-1024x576.png" alt="" class="wp-image-26906 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-1024x576.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-300x169.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-768x432.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-380x214.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-800x450.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-1160x653.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung erklärte am Sonntagabend, ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug sei von einem Selbstmordattentäter gegen die Residenz gesteuert worden. Bei den anschließenden Kämpfen seien Angreifer neutralisiert worden. Camara wurde nach Regierungsangaben verletzt in ein Krankenhaus gebracht und starb dort.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einsturz seiner Residenz forderte weitere Opfer. Eine nahe gelegene Moschee wurde ebenfalls zerstört, dabei kamen Gläubige ums Leben. Die Behörden ordneten ein zweitägiges nationales Trauerprogramm und ein Staatsbegräbnis für Camara an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Camara war einer der wichtigsten Männer der malischen Übergangsregierung. Sein Tod trifft die Militärführung in einem Moment, in dem sie sich seit Jahren als Garant staatlicher Kontrolle und innerer Sicherheit präsentiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-goita-bleibt-offentlich-unsichtbar"><span id="goita-bleibt-oeffentlich-unsichtbar">Goïta bleibt öffentlich unsichtbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Übergangspräsident Assimi Goïta hat seit Beginn der Angriffe nicht öffentlich gesprochen. Die Regierung verweist in ihrer Kommunikation weiter auf seine Autorität als Staatschef und oberster Befehlshaber der Streitkräfte. Ein öffentliches Auftreten oder eine Ansprache an die Bevölkerung gab es zunächst nicht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="707" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II.png" alt="" class="wp-image-25879 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II-272x300.png 272w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II-380x420.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Abwesenheit verschärft die Unsicherheit in Bamako und Kati. Nach zwei Tagen intensiver Kämpfe herrschte dort am Montagmorgen eine angespannte Ruhe. In Kati waren ausgebrannte Fahrzeuge und Einschusslöcher zu sehen. In der Umgebung des Flughafens Sénou kreisten Militärflugzeuge in regelmäßigen Abständen. Gerüchten zufolge könne der Vizepräsident der Übergangsregierung Malick Diaw den Präsidenten bald ersetzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Offizier erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur <em>AFP</em>, Sicherheitskräfte hätten die ganze Nacht Durchsuchungen durchgeführt und Kontrollpunkte teilweise entlastet. Die Bevölkerung solle verdächtige Personen melden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-armee-meldet-mehr-als-200-getotete-angreifer"><span id="armee-meldet-mehr-als-200-getoetete-angreifer">Armee meldet mehr als 200 getötete Angreifer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Generalstabschef Oumar Diarra erklärte, die malischen Streitkräfte hätten mehr als 200 Terroristen getötet und umfangreiche militärische Ausrüstung beschlagnahmt. Die Angriffe hätten mehr als 20 Orte im Land betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diarra sprach von einer angemessenen und verhältnismäßigen Reaktion der Armee. Die Sicherheitskräfte hätten in nahezu allen betroffenen Orten Operationen geführt. Zugleich warnte er, bewaffnete Gruppen nutzten inzwischen Militäruniformen, um sich unter die Zivilbevölkerung zu mischen und sich in der Nähe von Städten und Dörfern zu versorgen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-26862 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die malische Regierung beschreibt die Angriffe nicht als einzelne Terrorakte, sondern als Versuch, die Institutionen der Übergangsordnung zu zerschlagen und den politischen Prozess zu beenden. Sie macht bewaffnete Gruppen und nicht näher benannte ausländische Unterstützer verantwortlich.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-jihadisten-und-tuareg-rebellen-greifen-gemeinsam-an"><span id="jihadisten-und-tuareg-rebellen-greifen-gemeinsam-an">Jihadisten und Tuareg-Rebellen greifen gemeinsam an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe wurden dem Groupe de soutien à l’islam et aux musulmans und dem Front de libération de l’Azawad zugeschrieben. Der JNIM ist mit Al-Qaida verbunden. Der FLA steht für die separatistische Tuareg-Rebellion im Norden Malis. Außerdem werden weitere unterstützende Akteure wie die Polisario mit den Angriffen in Verbindung gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Die gleichzeitigen Angriffe auf Bamako, Kati, Gao, Kidal, Mopti und Sévaré markieren eine neue Eskalationsstufe. Bislang hatten die beteiligten Gruppen eine strategische Koordination ihrer Operationen meist heruntergespielt. Die Ereignisse vom 25. April deuten auf eine deutlich engere Abstimmung hin.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Allianz der Sahelstaaten verurteilte die Angriffe scharf. Burkina Fasos Präsident Ibrahim Traoré sprach als amtierender Vorsitzender der Staatenkonferenz der Allianz von einem „monströsen Komplott“, das von Gegnern des souveränistischen Kurses im Sahel unterstützt werde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russlands-sicherheitsversprechen-gerat-unter-druck"><span id="russlands-sicherheitsversprechen-geraet-unter-druck">Russlands Sicherheitsversprechen gerät unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe treffen auch die russische Rolle in Mali. Die Übergangsregierung hat ihre Sicherheitspolitik seit dem Bruch mit Frankreich und westlichen Partnern eng an Moskau ausgerichtet. Russische Militärberater und Sicherheitsstrukturen wurden zum sichtbaren Teil der neuen Machtarchitektur in Bamako.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tod des Verteidigungsministers, die Angriffe auf Kati und die von Rebellen beanspruchte Kontrolle über Kidal beschädigen die Grundlage dieser Partnerschaft: <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">das Versprechen, die malische Armee könne mit russischer Unterstützung verlorene Gebiete sichern und staatliche Autorität wiederherstellen.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="548" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-1024x548.png" alt="" class="wp-image-26909 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-1024x548.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-300x161.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-768x411.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-380x204.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-800x428.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-1160x621.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2.png 1322w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Moskau ist Mali ein Schlüsselstaat im Sahel. <a href="https://fokus-afrika.de/geopolitische-dynamiken-in-niger-russland-verstaerkt-einfluss-spannungen-mit-der-eu/" type="post" id="12877">Russland hat seinen Einfluss in der Region vor allem über Sicherheitskooperationen, militärische Beratung und die Unterstützung von Übergangsregierungen ausgebaut.</a> Wenn zentrale Militärstandorte fallen oder umkämpft bleiben, verliert dieses Modell an politischer Wirkung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-strategie-vor-neuer-belastungsprobe"><span id="sahel-strategie-vor-neuer-belastungsprobe">Sahel-Strategie vor neuer Belastungsprobe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mali ist seit 2012 von jihadistischer Gewalt, separatistischen Konflikten und staatlicher Instabilität geprägt. Die Militärführung übernahm 2020 die Macht und stellte die Bekämpfung bewaffneter Gruppen in den Mittelpunkt ihrer Legitimation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 25. April treffen nun mehrere Säulen dieser Ordnung zugleich: die militärische Führung in Kati, die Kontrolle über den Norden, die Handlungsfähigkeit der Übergangsregierung und die Glaubwürdigkeit ihrer internationalen Sicherheitsallianzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Ruhe auf. General Diarra warnte vor Gerüchten und Falschinformationen und forderte die Bürger auf, sich an offizielle Mitteilungen des Generalstabs zu halten. Die Armee kündigte an, defensive Positionen in betroffenen und bislang verschonten Gebieten zu verstärken.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA schicken Vizeaußenminister Landau nach Algier und Rabat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-schicken-vizeaussenminister-landau-nach-algier-und-rabat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 10:47:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[MINURSO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26864</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Washington schickt Vizeaußenminister Christopher Landau nach Algier und Rabat. Die Reise verbindet Sicherheitsfragen, Wirtschaftsinteressen und neue Bewegung im Westsahara-Konflikt.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-schicken-vizeaussenminister-landau-nach-algier-und-rabat/">USA schicken Vizeaußenminister Landau nach Algier und Rabat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die USA schicken Vizeaußenminister Christopher Landau zu Gesprächen nach Algerien und Marokko. Die Reise ist vom 27. April bis 1. Mai geplant. In Algier stehen regionale Sicherheit und Wirtschaftsprojekte mit US-Unternehmen auf der Agenda, in Marokko Technologie, Raumfahrtkooperation und Sicherheitsfragen. Die <a href="https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/04/deputy-secretary-landaus-travel-to-algeria-and-morocco/">Visite</a> fällt in eine Phase neuer Bewegung im Westsahara-Konflikt, nachdem UN-Gesandter Staffan de Mistura im Sicherheitsrat von einer „echten Chance“ für Fortschritte gesprochen hat. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaft-in-nordafrika"><span id="washington-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaft-in-nordafrika">Washington setzt auf Sicherheit und Wirtschaft in Nordafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Christopher Landau reist zunächst nach Algerien. Das US-Außenministerium kündigte Gespräche mit algerischen Regierungsvertretern über die Vertiefung der bilateralen Beziehungen an. Dazu zählen gemeinsame Anstrengungen bei regionalen Sicherheitsfragen und wirtschaftliche Vereinbarungen mit US-Unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerische Medien verwiesen im Zusammenhang mit der Reise auf große Wirtschaftsprojekte mit amerikanischer Beteiligung. Dazu gehören Energiefragen, Rohstoffe und ein Landwirtschaftsprojekt, bei dem Algerien seinen Bedarf an Milchpulver stärker aus eigener Produktion decken will.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="912" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Meets_with_Deputy_Secretary_Landau_54411556839-1024x912.jpg" alt="" class="wp-image-26866 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Meets_with_Deputy_Secretary_Landau_54411556839-1024x912.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Meets_with_Deputy_Secretary_Landau_54411556839-300x267.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Meets_with_Deputy_Secretary_Landau_54411556839-768x684.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Meets_with_Deputy_Secretary_Landau_54411556839-380x338.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Meets_with_Deputy_Secretary_Landau_54411556839-800x713.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Meets_with_Deputy_Secretary_Landau_54411556839-1160x1033.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Secretary_Rubio_Meets_with_Deputy_Secretary_Landau_54411556839.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Anschließend reist Landau nach Marokko. Dort sind Gespräche mit Regierungsvertretern und Wirtschaftsakteuren vorgesehen. Im Fokus stehen technologische Zusammenarbeit, Koordination im Raumfahrtbereich und die seit Jahren bestehende Sicherheitskooperation zwischen Washington und Rabat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium verbindet die Reise mit dem Ziel, regionale Stabilität zu unterstützen und wirtschaftliche sowie strategische Partnerschaften in Nordafrika auszubauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westsahara-frage-ruckt-erneut-in-den-sicherheitsrat"><span id="westsahara-frage-rueckt-erneut-in-den-sicherheitsrat">Westsahara-Frage rückt erneut in den Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise findet parallel zu neuer diplomatischer Bewegung im Westsahara-Konflikt statt. UN-Gesandter Staffan de Mistura sprach im Sicherheitsrat von einem neuen Schwung in den Gesprächen und einer „echten Chance“, einer dauerhaften politischen Lösung näherzukommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht erneut der marokkanische Autonomieplan. Rabat bietet der Westsahara darin Selbstverwaltung unter marokkanischer Souveränität an. Der Sicherheitsrat hatte im Oktober 2025 mit <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Resolution 2797 </a>das Mandat der UN-Mission MINURSO bis Ende Oktober 2026 verlängert und Marokkos Autonomieplan stärker als Grundlage für weitere Verhandlungen hervorgehoben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">De Mistura will die beteiligten Parteien vor Oktober erneut zusammenbringen. Ziel ist ein Rahmen für weitere Gespräche, der politische Garantien, lokale Verwaltung und mögliche Übergangsmechanismen erfassen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-vermittelt-mit-festgelegter-linie"><span id="washington-vermittelt-mit-festgelegter-linie">Washington vermittelt mit festgelegter Linie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/" type="post" id="24487">Die USA verbinden ihre Vermittlungsbemühungen im Westsahara-Konflikt mit einer klaren politischen Position zugunsten Marokkos.</a> Washington erkennt seit Dezember 2020 die marokkanische Souveränität über die gesamte Westsahara an und unterstützt den Autonomieplan Rabats als <a href="https://fokus-afrika.de/usa-witkoff-kuendigt-friedensabkommen-zwischen-marokko-und-algerien-an/" type="post" id="20978">Grundlage für eine politische Lösung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der amerikanischen Linie bleibt der Konflikt damit an zwei Ebenen gekoppelt: an den UN-geführten Prozess und an die von Washington anerkannte marokkanische Souveränität. Der Autonomieplan sieht eine Selbstverwaltung der Westsahara unter marokkanischer Hoheit vor. Eine unabhängige sahrauische Staatslösung betrachtet Washington nicht als realistischen Weg.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/P20250709DT-0312_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23339 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/P20250709DT-0312_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/P20250709DT-0312_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/P20250709DT-0312_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/P20250709DT-0312_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/P20250709DT-0312_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/P20250709DT-0312_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/P20250709DT-0312_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Position prägt auch die aktuellen diplomatischen Gespräche. <a href="https://fokus-afrika.de/massad-boulos-bekraeftigt-us-position-zum-westsahara-konflikt/" type="post" id="23338">Der Sonderberater des US-Präsidenten für Afrika und den Nahen Osten, Massad Boulos, hatte Anfang 2026 bekräftigt, dass die amerikanische Regierung an diesem Kurs festhält.</a> Washington sieht in Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrates einen Rahmen, um die festgefahrenen Gespräche wieder auf den Autonomieansatz zu lenken.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Landaus Reise nach Algerien und Marokko fügt sich in diese Vermittlungslinie ein. In Algier spricht Washington mit dem wichtigsten Unterstützer der Polisario-Front. In Rabat trifft der Vizeaußenminister auf einen Partner, dessen Autonomieplan aus amerikanischer Sicht die Grundlage für eine dauerhafte politische Lösung bildet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-sieht-diplomischen-ruckenwind"><span id="marokko-sieht-diplomischen-rueckenwind">Marokko sieht diplomischen Rückenwind</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko verweist seit Monaten auf wachsende internationale Unterstützung für seinen Autonomieplan. Mehrere westliche Staaten, so auch Deutschland, bezeichnen den Vorschlag als realistische Grundlage für eine Verhandlungslösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rabat erhält zudem Rückhalt von Staaten, die ihre Haltung zur selbsternannten „Sahrauischen Arabischen Demokratischen Republik“ verändert haben. <a href="https://fokus-afrika.de/mali-entzieht-der-polisario-republik-die-anerkennung-und-staerkt-kurs-mit-marokko/" type="post" id="26421">Mali entzog der von der Polisario ausgerufenen Republik im April die Anerkennung</a> und unterstützte den marokkanischen Autonomieplan als Grundlage für eine Lösung. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitskooperation-bleibt-zweites-grosses-thema"><span id="sicherheitskooperation-bleibt-zweites-grosses-thema">Sicherheitskooperation bleibt zweites großes Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Westsahara-Frage bleibt die Sicherheitslage in Nordafrika und im Sahel ein zentrales Thema der US-Diplomatie. <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/" type="post" id="25830">Mali, Niger und Burkina Faso werden inzwischen von Militärregierungen geführt und haben ihre Beziehungen zu Russland ausgebaut.</a> Gleichzeitig wächst der Druck durch jihadistische Gruppen in der Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Washington sind Algerien und Marokko zwei wichtige Gesprächspartner an der Schnittstelle zwischen Nordafrika, Sahel, Mittelmeerraum und Atlantik. Algerien verfügt über große Energie- und Rohstoffreserven. Marokko ist sicherheitspolitisch eng mit den USA verbunden und baut zugleich seine Rolle in Technologie, Raumfahrt und Infrastruktur aus.</p>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio meets with Deputy Secretary Christopher Landau at the Department of State in Washington, D.C., March 25, 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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			<media:description type="html">President Donald Trump walks with Massad Boulos on the West Colonnade, Wednesday, July 9, 2025, before a multilateral luncheon with African leaders.(Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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		<item>
		<title>Nigeria: Religionsbeauftragter Rachel reist in Gewaltregion</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nigeria-religionsbeauftragter-rachel-reist-in-gewaltregion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 00:05:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschlands Religionsfreiheitsbeauftragter reist nach Nigeria: In Abuja und Benue trifft Thomas Rachel religiöse Vertreter, Zivilgesellschaft und Betroffene von Gewalt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigeria-religionsbeauftragter-rachel-reist-in-gewaltregion%2F&amp;action_name=Nigeria%3A%20Religionsbeauftragter%20Rachel%20reist%20in%20Gewaltregion&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-religionsbeauftragter-rachel-reist-in-gewaltregion/">Nigeria: Religionsbeauftragter Rachel reist in Gewaltregion</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel, reist nach Nigeria und besucht dabei auch den von Gewalt und Vertreibung betroffenen Bundesstaat Benue. Die <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2769384-2769384">Reise</a> dauert vom 25. bis 28. April.<br><br>In Abuja und Makurdi will Rachel mit Regierungsvertretern, religiösen Gemeinschaften, humanistischen Vertretern, Zivilgesellschaft und Betroffenen sprechen.<br>Der Besuch verbindet Gespräche über Religionsfreiheit mit der Sicherheitslage in einem Land, das für Deutschland und die USA zu den wichtigsten Partnern in Westafrika zählt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-in-abuja-und-makurdi"><span id="gespraeche-in-abuja-und-makurdi">Gespräche in Abuja und Makurdi</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rachel trifft in Abuja christliche und muslimische Geistliche sowie Vertreterinnen und Vertreter humanistischer Organisationen. Weitere Gespräche sind mit staatlichen Stellen, Abgeordneten und zivilgesellschaftlichen Initiativen geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor seiner Abreise beschrieb Rachel Nigeria als „globalen Schlüsselpartner“ Deutschlands. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas habe als Demokratie und regionale Führungskraft eine Bedeutung, die weit über Westafrika hinausreiche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verwies Rachel auf die angespannte Sicherheitslage. „Angriffe auf Kirchen und Moscheen sowie Entführungen von Geistlichen und Schülerinnen und Schülern durch bewaffnete Gruppen machen mich besonders betroffen“, sagte er. Solche Taten verletzten auch die Religions- und Weltanschauungsfreiheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gewalt-trifft-unterschiedliche-gemeinschaften"><span id="gewalt-trifft-unterschiedliche-gemeinschaften">Gewalt trifft unterschiedliche Gemeinschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria erlebt seit Jahren Gewalt durch jihadistische Gruppen, bewaffnete kriminelle Netzwerke, lokale Milizen und Konflikte um Land und Ressourcen. Besonders betroffen sind mehrere Regionen im Norden, Nordwesten und im sogenannten Middle Belt. Dort überlagern sich religiöse, ethnische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Konfliktlinien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rachel betonte, die Dynamiken der Gewalt seien „vielschichtig und komplex“. Angehörige aller Religionsgemeinschaften litten darunter. Die Bundesregierung unterstütze Nigeria bei der Stabilisierung besonders betroffener Regionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Makurdi, der Hauptstadt des Bundesstaates Benue, will Rachel mit unterschiedlichen Akteuren über die Konfliktdynamiken im Middle Belt sprechen. Außerdem besucht er ein Lager für Binnenvertriebene und trifft dort Menschen, die vor Gewalt fliehen mussten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-benue-steht-fur-die-krise-im-middle-belt"><span id="benue-steht-fuer-die-krise-im-middle-belt">Benue steht für die Krise im Middle Belt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Benue liegt in einer Zone, in der Auseinandersetzungen zwischen bäuerlichen Gemeinschaften, Viehhirten, bewaffneten Gruppen und lokalen Sicherheitsakteuren immer wieder eskalieren. Angriffe auf Dörfer, Entführungen und Vertreibungen haben in Teilen der Region das öffentliche Leben geprägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Middle Belt gilt als besonders sensibel, weil dort unterschiedliche religiöse und ethnische Gemeinschaften eng nebeneinander leben. Konflikte um Landnutzung, Wasser, Weideflächen und lokale Machtstrukturen verschärfen die Lage zusätzlich. Gewalt gegen Kirchen, Moscheen, Geistliche, Schülerinnen und Schüler führt regelmäßig zu nationalen und internationalen Reaktionen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="892" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-26846 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped-300x279.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped-768x714.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped-380x353.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rachel_Thomas_2023_cropped-800x743.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rachel will nach eigenen Worten mit Menschen und Initiativen sprechen, „die sich trotz aller Schwierigkeiten für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen und gesellschaftlicher Gruppen engagieren“. Die Gespräche sollen ihm ein eigenes Bild über die Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit ermöglichen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-und-nigeria-bauen-austausch-aus"><span id="deutschland-und-nigeria-bauen-austausch-aus">Deutschland und Nigeria bauen Austausch aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise fällt in eine Phase intensiverer deutsch-nigerianischer Kontakte. Am 4. November 2025 tagte erstmals seit 2021 wieder die Binationale Kommission beider Länder. Geleitet wurde sie von Außenminister Wadephul und seinem nigerianischen Amtskollegen Yusuf Tuggar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten behandelten dabei Schwerpunkte der Zusammenarbeit in Wirtschaft, Energie, regionaler Sicherheit und Frieden, Kultur und Migration. Die Sicherheitslage in Nigeria gehört damit auch zum bilateralen Austausch zwischen Berlin und Abuja.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria ist für Deutschland nicht nur wegen seiner Bevölkerungsgröße und Wirtschaftskraft ein zentraler Gesprächspartner. Das Land spielt auch in regionalen Sicherheitsfragen, bei Migration, Energiepolitik und wirtschaftlicher Zusammenarbeit eine wichtige Rolle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-verknupfen-religionsfreiheit-und-sicherheit"><span id="usa-verknuepfen-religionsfreiheit-und-sicherheit">USA verknüpfen Religionsfreiheit und Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die USA haben ihre Zusammenarbeit mit Nigeria bei Sicherheit und Religionsfreiheit zuletzt ausgebaut. Am 22. Januar 2026 tagte in Abuja eine <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-nigeria-vertiefen-zusammenarbeit-zu-religionsfreiheit-und-sicherheit/" type="post" id="23912">gemeinsame Arbeitsgruppe beider Länder.</a> Dabei ging es um Religionsfreiheit, den Schutz vulnerabler Gruppen, innere Sicherheit und Terrorismusbekämpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/" type="post" id="23534">Kurz zuvor hatten US-Streitkräfte militärische Ausrüstung an nigerianische Sicherheitsbehörden übergeben.</a> Die Lieferung sollte laufende Sicherheitsoperationen unterstützen. Washington und Abuja arbeiten in diesem Bereich unter anderem bei Ausbildung, Informationsaustausch und technischer Unterstützung zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte über Nigeria wird international auch von der Frage geprägt, wie religiöse Gewalt eingeordnet wird. <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-trumps-vorwurf-eines-christen-genozids-zurueck/" type="post" id="21480">Die nigerianische Regierung weist vereinfachende Darstellungen</a> zurück und verweist auf regionale Unterschiede, kriminelle Netzwerke, Landkonflikte, Extremismus und schwache lokale Sicherheitsstrukturen. Zugleich stehen schwere Angriffe auf religiöse Einrichtungen, Geistliche und Gläubige weiter im Fokus staatlicher Ermittlungen und internationaler Diplomatie.</p>
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		<item>
		<title>Kampf um UN-Spitze beginnt mit öffentlichem Bewerbertest</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kampf-um-un-spitze-beginnt-mit-oeffentlichem-bewerbertest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 09:39:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs nimmt Fahrt auf: Vier Kandidaten stellen sich in New York den Mitgliedstaaten. Besonders sichtbar werden Reformdruck, Afrikas Rolle und der Streit um die Zukunft der Friedenssicherung.<br />
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<p class="wp-block-paragraph">Vier Bewerberinnen und Bewerber um das Amt des nächsten UN-Generalsekretärs haben sich erstmals in öffentlichen Dialogen den Mitgliedstaaten und Vertretern der Zivilgesellschaft gestellt. Die <a href="https://www.un.org/en/sg-selection-and-appointment">Anhörungen</a> fanden am 21. und 22. April in New York statt. Im Rennen sind Michelle Bachelet aus Chile, Rafael Grossi aus Argentinien, Rebeca Grynspan aus Costa Rica und Macky Sall aus Senegal. Die Debatte zeigte, wie stark die Nachfolge von António Guterres von Reformdruck, Finanzkrise, Friedenssicherung und der Rolle Afrikas geprägt ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vier-kandidaten-treten-vor-die-un-mitgliedstaaten"><span id="vier-kandidaten-treten-vor-die-un-mitgliedstaaten">Vier Kandidaten treten vor die UN-Mitgliedstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die öffentlichen Dialoge wurden von <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/" type="post" id="23573">Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung</a>, organisiert. Jede Kandidatin und jeder Kandidat stellte sich über drei Stunden Fragen von Mitgliedstaaten und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Bachelet und Grossi traten am 21. April auf, Grynspan und Sall folgten am 22. April. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Generalsekretär oder die nächste Generalsekretärin soll am 1. Januar 2027 antreten. Guterres’ zweite Amtszeit endet am 31. Dezember 2026. Die Auswahl liegt formal bei der Generalversammlung, doch der Sicherheitsrat empfiehlt die Person. Die fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA können jede Kandidatur politisch blockieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen hatten <a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580">Mitgliedstaaten aufgefordert, Kandidatinnen und Kandidaten bis zum 1. April 2026 zu nominieren.</a> Der Sicherheitsrat soll sich voraussichtlich ab Ende Juli hinter verschlossenen Türen mit den Bewerbungen befassen. Die Generalversammlung soll die Ernennung später im Jahr formalisieren. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reformdruck-bestimmt-die-debatte"><span id="reformdruck-bestimmt-die-debatte">Reformdruck bestimmt die Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alle vier Bewerber stellten Reformen der Vereinten Nationen ins Zentrum ihrer Auftritte. Die Organisation steht unter finanziellen Einschränkungen, während Kriege, Klimakrisen, Entwicklungsfragen und humanitäre Notlagen zugleich mehr internationale Abstimmung verlangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bachelet, frühere Präsidentin Chiles und ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, sprach über die drei Säulen der Vereinten Nationen: Frieden und Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechte. Sie warnte davor, Entwicklung oder Menschenrechte unter dem Druck von Einsparungen auszuhöhlen. Zugleich versprach sie, Doppelstrukturen abzubauen, Finanztransparenz zu erhöhen und die Reforminitiative UN80 fortzuführen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26830 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136988-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde, stellte seine Arbeit in Wien als Erfahrung für Krisendiplomatie dar. Er verwies auf Einsätze der IAEA in Konfliktgebieten und kündigte an, im Fall einer Wahl den Reformprozess dort fortzusetzen, wo die Generalversammlung ihn im Herbst 2026 weiterführt. Zudem sprach er von einem ständigen Austausch mit dem Sicherheitsrat bei Fragen von Frieden und Sicherheit. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-fragen-gewinnen-gewicht"><span id="afrika-fragen-gewinnen-gewicht">Afrika-Fragen gewinnen Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika spielte in mehreren Teilen der Dialoge eine sichtbare Rolle. Bachelet versprach, sich mit den Vermittlungsmöglichkeiten des Generalsekretärsamts für eine Reform des Sicherheitsrats einzusetzen, darunter eine bessere Vertretung Afrikas und anderer unterrepräsentierter Regionen. Grossi kündigte an, die institutionelle Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union zu vertiefen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26829 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137102.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Grynspan wurde mit der Finanzierung afrikanischer Friedenseinsätze konfrontiert. Mali sprach im Namen der Afrikanischen Gruppe die Umsetzung der Resolution 2719 des Sicherheitsrats an. Sie schafft einen Rahmen, damit von der Afrikanischen Union geführte Friedenseinsätze Zugang zu Pflichtbeiträgen der Vereinten Nationen erhalten können. Grynspan sagte, Reformen dürften nicht zulasten besonders verletzlicher Staaten gehen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall rückte die Afrikanische Union ebenfalls in den Mittelpunkt. Der frühere Präsident Senegals versprach, eng an der Umsetzung von Resolution 2719 zu arbeiten. Er sagte, die Vereinten Nationen hätten kein Monopol auf Friedenssicherung. Regionale Organisationen hätten eigene Fähigkeiten aufgebaut und bräuchten dafür ausreichende Mittel. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macky-sall-sucht-unterstutzung-ohne-geschlossene-afrikanische-ruckendeckung"><span id="macky-sall-sucht-unterstuetzung-ohne-geschlossene-afrikanische-rueckendeckung">Macky Sall sucht Unterstützung ohne geschlossene afrikanische Rückendeckung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sall ist bisher der einzige afrikanische Kandidat im Feld. <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-kandidiert-offiziell-als-un-generalsekretaer/" type="post" id="25275">Burundi unterstützt seine Bewerbung.</a> Sein Versuch, <a href="https://fokus-afrika.de/keine-rueckendeckung-fuer-macky-sall-als-kuenftiger-un-generalsekretaer/" type="post" id="26084">eine formelle Unterstützung der Afrikanischen Union zu erhalten, blieb jedoch ohne Erfolg.</a> Damit geht Sall in das Rennen ohne ein geschlossenes Mandat des Kontinents, auf dem er seine außenpolitische Erfahrung besonders herausstellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Generalversammlung präsentierte sich Sall als Vermittler zwischen Regionen und politischen Lagern. Er verwies auf <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-verteidigt-bei-un-anhoerung-sein-vorgehen-gegen-proteste-im-senegal/" type="post" id="26712">seine Regierungszeit in Senegal</a> und seinen Vorsitz der Afrikanischen Union. Als Generalsekretär wolle er auf Frühwarnung, Mediation und die Zusammenarbeit mit regionalen Organisationen setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall kündigte zudem an, im Fall einer Wahl eine Frau aus dem Norden zur stellvertretenden Generalsekretärin zu ernennen. Bei der internen Reform der Vereinten Nationen sprach er sich für weniger Doppelstrukturen und eine genauere Prüfung von Ausgaben aus. Erst danach könne die Organisation von Mitgliedstaaten glaubwürdig verlangen, ihre Beiträge vollständig zu zahlen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grynspan-setzt-auf-umsetzung-statt-neue-versprechen"><span id="grynspan-setzt-auf-umsetzung-statt-neue-versprechen">Grynspan setzt auf Umsetzung statt neue Versprechen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rebeca Grynspan, frühere Vizepräsidentin Costa Ricas und Leiterin der UN-Organisation für Handel und Entwicklung, stellte die Wiederherstellung von Vertrauen in die Vereinten Nationen in den Mittelpunkt. Sie verwies auf ihre Rolle bei der Aushandlung des Schwarzmeer-Getreideabkommens von 2022 zwischen den Vereinten Nationen, der Ukraine, Russland und der Türkei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe viele Neins durchquert, bis ich ein Ja gehört habe“, sagte Grynspan über die Verhandlungen. Das Abkommen ermöglichte ukrainische Getreideexporte über das Schwarze Meer, bevor Russland im Juli 2023 ausstieg. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26831 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136870.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Grynspan versprach, das Büro des Generalsekretärs neu zu strukturieren. Außerdem wolle sie die Planungsarbeit der Abteilung für politische und friedenskonsolidierende Angelegenheiten und der Abteilung für Friedensmissionen besser zusammenführen. Ihr Ziel beschrieb sie mit den Worten, sie wolle eine „Generalsekretärin der Umsetzung“ sein. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frauenfrage-bleibt-teil-des-rennens"><span id="frauenfrage-bleibt-teil-des-rennens">Frauenfrage bleibt Teil des Rennens</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen hatten seit ihrer Gründung neun Generalsekretäre, aber noch nie eine Generalsekretärin. Mitgliedstaaten werden zur Nominierung von Frauen ermutigt, Geschlecht ist jedoch kein formales Auswahlkriterium. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Bachelet und Grynspan bewerben sich zwei Frauen aus Lateinamerika. Grossi und Sall verwiesen in ihren Auftritten ebenfalls auf Gleichstellung. Grossi sagte, der Frauenanteil in der IAEA habe sich unter seiner Leitung von 28 auf 53 Prozent erhöht. Sall kündigte für seine mögliche Führungsspitze eine Frau als Stellvertreterin an. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-entscheidet-uber-die-politische-durchsetzbarkeit"><span id="sicherheitsrat-entscheidet-ueber-die-politische-durchsetzbarkeit">Sicherheitsrat entscheidet über die politische Durchsetzbarkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die öffentlichen Dialoge geben Mitgliedstaaten und Zivilgesellschaft mehr Einblick in die Kandidaturen. Die entscheidende Hürde bleibt der Sicherheitsrat. Eine Kandidatur braucht dort Mehrheit und darf von keinem der fünf ständigen Mitglieder blockiert werden. Danach ernennt die Generalversammlung die vorgeschlagene Person. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier Bewerbungen stehen damit in einem Verfahren, das Transparenz und Machtpolitik verbindet. Die Dialoge machten die programmatischen Unterschiede sichtbar: Bachelet betont Menschenrechte und Entwicklungsfragen, Grossi Krisenmanagement und institutionelle Führung, Grynspan Umsetzung und Reformsteuerung, Sall regionale Vermittlung und die stärkere Rolle Afrikas in der Friedenssicherung.</p>
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		<title>EU und Mauretanien rücken Sahel-Sicherheit ins Zentrum ihrer Partnerschaft</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-und-mauretanien-ruecken-sahel-sicherheit-ins-zentrum-ihrer-partnerschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 09:17:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die EU und Mauretanien vertiefen ihre Partnerschaft: In Brüssel geht es um Sahel-Sicherheit, Migration, grüne Energie und Mauretaniens Rolle als Stabilitätsanker in Westafrika.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-mauretanien-ruecken-sahel-sicherheit-ins-zentrum-ihrer-partnerschaft/">EU und Mauretanien rücken Sahel-Sicherheit ins Zentrum ihrer Partnerschaft</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union und Mauretanien wollen ihre Zusammenarbeit bei Sicherheit, Migration, Energie und Wirtschaft weiter ausbauen. Die 13. interparlamentarische Begegnung zwischen dem Europäischen Parlament und der mauretanischen Nationalversammlung fand am 20. April 2026 in Brüssel statt. Beide Seiten <a href="https://multimedia.europarl.europa.eu/en/webstreaming/Delegation-for-relations-with-the-Maghreb-countries-and-the-Arab-Maghreb-Union,-including-the-EU-Morocco,-EU-Tunisia-and-EU-Algeria-Joint-Parliamentary-Committees-INTER-PARLIAMENTARY-DELEGATION-13th-EU-MAURITANIA-INTERPARLIAMENTARY-MEETING_20260420-1630-DELEGATION-DMAG?lang=en&audio=en&analytics=true">stellten</a> Mauretaniens Rolle als <a href="https://fokus-afrika.de/ousmane-sonko-in-nouakchott-staerkung-der-zusammenarbeit-zwischen-senegal-und-mauretanien/">stabilisierenden Akteur</a> in Westafrika heraus. Die Partnerschaft verbindet Grenz- und Terrorismusbekämpfung im Sahel mit Handelsfragen, nachhaltiger Fischerei, grünem Wasserstoff und Migrationspolitik. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-brussel-und-nouakchott-setzen-auf-engere-abstimmung"><span id="bruessel-und-nouakchott-setzen-auf-engere-abstimmung">Brüssel und Nouakchott setzen auf engere Abstimmung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zu den Maghreb-Staaten und der Kontaktgruppe der mauretanischen Nationalversammlung bestätigten in Brüssel den Ausbau ihrer politischen Beziehungen. Auf mauretanischer Seite führte Sidney Sokhona, Vizepräsident der Nationalversammlung, die Delegation. Für das Europäische Parlament stand Ruggero Razza, Vorsitzender der Maghreb-Delegation, an der Spitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche deckten ein breites Feld ab: politische und wirtschaftliche Beziehungen, gesellschaftliche Fragen, Menschenrechte, Frauenrechte, Jugend, regionale Kooperation, Sicherheit, Entwicklung und Migration. Damit bleibt Mauretanien für die EU ein Partner an der Schnittstelle zwischen Maghreb, Sahel und Westafrika. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-bleibt-ein-kernfeld-der-zusammenarbeit"><span id="migration-bleibt-ein-kernfeld-der-zusammenarbeit">Migration bleibt ein Kernfeld der Zusammenarbeit</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD2_0023-MEDIUM-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26823 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD2_0023-MEDIUM-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD2_0023-MEDIUM-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD2_0023-MEDIUM-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD2_0023-MEDIUM-2-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD2_0023-MEDIUM-2-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD2_0023-MEDIUM-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD2_0023-MEDIUM-2-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD2_0023-MEDIUM-2-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD2_0023-MEDIUM-2-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die EU und Mauretanien knüpfen an ihre Migrationspartnerschaft vom März 2024 an. Mauretanien liegt an wichtigen Transitwegen Richtung Nordafrika und Europa. Das Land nimmt zugleich Flüchtlinge und Asylsuchende auf, was staatliche Dienste, Sicherheitsstrukturen und natürliche Ressourcen belastet.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partner wollen irreguläre Migration stärker begrenzen, Schleusernetzwerke bekämpfen und maritime Routen kontrollieren. Zugleich betonen sie den Schutz von Flüchtlingen und Asylsuchenden sowie die Einhaltung des internationalen Rechts und des humanitären Völkerrechts. Die Ursachen von Migration nennen beide Seiten ebenfalls: bewaffnete Konflikte, Armut, Ungleichheit, Instabilität, Unsicherheit und Klimawandel. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-grenze-zu-mali-ruckt-starker-in-den-blick"><span id="sahel-grenze-zu-mali-rueckt-staerker-in-den-blick">Sahel-Grenze zu Mali rückt stärker in den Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage im Sahel zieht sich durch die Partnerschaft. Die EU und Mauretanien sehen <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" type="post" id="22050">Terrorismus, gewaltbereiten Extremismus und grenzüberschreitende Kriminalität als gemeinsame Herausforderung in Westafrika.</a> Besondere Sorge gilt der Entwicklung an der mauretanischen <a href="https://fokus-afrika.de/mali-und-mauretanien-suchen-nach-vorwuerfen-ueber-terrorstuetzpunkte-einen-ausweg/" type="post" id="25874">Grenze zu Mali</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien wird dabei als Staat beschrieben, der mit den Ländern der Region im Gespräch bleibt und zur regionalen Stabilität beiträgt. Die EU unterstützt den Ausbau mauretanischer Sicherheitskapazitäten, darunter die Ausrüstung neuer mauretanischer Bataillone und die Ausbildung höherer Offiziere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit im Sahel verbindet Sicherheitsfragen mit Entwicklung und Migration. Beide Seiten wollen gemeinsam für Stabilität in der Region arbeiten, Terrorismus bekämpfen und Migration im Rahmen des internationalen Rechts steuern. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaft-fischerei-und-grune-energie-gewinnen-gewicht"><span id="wirtschaft-fischerei-und-gruene-energie-gewinnen-gewicht">Wirtschaft, Fischerei und grüne Energie gewinnen Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union bleibt Mauretaniens größter Handelspartner. Ein besonders gewichtiger Bereich ist die nachhaltige Fischerei. Seit 2014 mobilisierte die Fischereipartnerschaft zwischen beiden Seiten mehr als eine Milliarde Euro und zählt damit zu den größten Partnerschaften dieser Art der EU.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Energie und Infrastruktur nehmen mehr Raum ein. Mauretanien verfügt über Potenzial bei grünem Wasserstoff und Solarenergie. Laufende Projekte sollen die ökologische Transformation des Landes vorantreiben und die Energie- und Klimakooperation mit der EU stärken. Hinzu kommen Zusammenarbeit bei Digitalisierung und Elektrifizierung, besonders im Süden Mauretaniens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU unterstützt außerdem die mauretanische Strategie für beschleunigtes Wachstum und geteilten Wohlstand. Deren dritter Aktionsplan wurde am 9. April 2026 gestartet. Die Kooperation steht im Rahmen der europäischen Global-Gateway-Strategie und des mehrjährigen Richtprogramms für die Jahre 2021 bis 2027. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-menschenrechte-und-politische-teilhabe-bleiben-teil-der-agenda"><span id="menschenrechte-und-politische-teilhabe-bleiben-teil-der-agenda">Menschenrechte und politische Teilhabe bleiben Teil der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partnerschaft umfasst auch Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Genannt werden die Rechte von Frauen, Nichtdiskriminierung, Gleichstellung, bessere Migrationsverwaltung, Bürgerbeteiligung, Unabhängigkeit der Justiz, wirtschaftliche und soziale Rechte, Unterstützung der Zivilgesellschaft sowie Medienpluralismus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD1_0247-MEDIUM-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26824 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD1_0247-MEDIUM-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD1_0247-MEDIUM-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD1_0247-MEDIUM-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD1_0247-MEDIUM-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD1_0247-MEDIUM-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD1_0247-MEDIUM-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD1_0247-MEDIUM-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD1_0247-MEDIUM-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_EP-202746A_LD1_0247-MEDIUM-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien verweist auf Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen. Dazu gehören ein nationales Observatorium für die Rechte von Frauen und Mädchen sowie Plattformen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Die Delegationen halten zugleich an der Anwendung bestehender Gesetze und an einer stärkeren Vertretung von Frauen in Wirtschaft und Politik fest.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die mauretanische Opposition soll weiter in den politischen Dialog einbezogen werden. Die Delegationen verbinden dies mit der Erwartung einer breiteren Beteiligung der Bevölkerung am politischen und wirtschaftlichen Leben des Landes. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-positionen-zu-gaza-ukraine-und-regionalen-konflikten"><span id="gemeinsame-positionen-zu-gaza-ukraine-und-regionalen-konflikten">Gemeinsame Positionen zu Gaza, Ukraine und regionalen Konflikten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delegationen bezogen auch zu internationalen Konflikten Stellung. Sie bekräftigten die Unterstützung der EU für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine gegenüber Russland und begrüßten Mauretaniens Verurteilung der russischen Aggression.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Nahostkonflikt bekräftigten sie die Bindung an das internationale Recht und an eine Zwei-Staaten-Lösung. Sie forderten humanitären Zugang für den Gazastreifen, die Einhaltung des humanitären Völkerrechts und den Schutz der Zivilbevölkerung. Zudem verurteilten sie die fortgesetzte Gewalt von Siedlern gegen palästinensische Zivilisten im Westjordanland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste interparlamentarische Begegnung zwischen der EU und Mauretanien soll 2027 in Mauretanien stattfinden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Regierung verteidigt neuen Anti-Terror-Kurs in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 08:55:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die USA stellen ihre Terrorismusbekämpfung in Afrika neu auf: Im Senat prallen Sicherheitsinteressen, Rohstoffpolitik, religiöse Gewalt und Kritik an Kürzungen aufeinander.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika%2F&amp;action_name=US-Regierung%20verteidigt%20neuen%20Anti-Terror-Kurs%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika/">US-Regierung verteidigt neuen Anti-Terror-Kurs in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung will ihre Terrorismusbekämpfung in Afrika enger auf direkte Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen der Vereinigten Staaten ausrichten. Das legten Vertreter des US-Außenministeriums am Dienstag in einer Anhörung des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats dar. Republikaner und Demokraten beschrieben Afrika zugleich als einen Schauplatz, auf dem Terrorgruppen, schwache Staaten und der Einfluss Chinas, Russlands und Irans stärker ineinandergreifen. Der Streit drehte sich um die Frage, ob Washington mit einem gezielteren Kurs handlungsfähiger wird oder zentrale Instrumente seiner Afrikapolitik abbaut.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-sieht-terrorgruppen-in-afrika-auf-dem-vormarsch"><span id="washington-sieht-terrorgruppen-in-afrika-auf-dem-vormarsch">Washington sieht Terrorgruppen in Afrika auf dem Vormarsch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der republikanische Senator Ted Cruz eröffnete die Anhörung mit der Feststellung, der Schwerpunkt des globalen Terrorismus habe sich nach Afrika verlagert. Er verwies auf Gruppen mit Verbindungen zum sogenannten Islamischen Staat und zu Al-Qaida in Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Somalia und Mosambik. In mehreren Regionen überforderten Terrorgruppen die Fähigkeit lokaler Regierungen, die Sicherheitslage zu kontrollieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cruz sprach von einer wachsenden Gefahr für amerikanische Interessen, Verbündete und das US-Territorium. Er kritisierte frühere Regierungen dafür, Afrika als zweitrangigen Schauplatz behandelt zu haben. Die Anhörung sollte nach seiner Darstellung klären, wie die Regierung von Präsident Donald Trump auf diese Entwicklung reagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der demokratische Senator Cory Booker beschrieb Afrika als zentralen Schauplatz amerikanischer Sicherheitspolitik. Er zitierte eine Einschätzung der US-Geheimdienste, wonach Afrika zu einem „Brennpunkt der globalen sunnitisch-jihadistischen Bewegung“ geworden sei. Booker verband die Sicherheitslage jedoch mit Kritik an Kürzungen bei Diplomatie, Stabilisierung und Entwicklungsprogrammen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26815 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Militärschläge allein können kein Vertrauen in Regierungen schaffen“, sagte Booker. Sie könnten Pläne stören, Netzwerke schwächen und unmittelbare Gefahren eindämmen, aber keine Arbeitsplätze schaffen, Korruption bekämpfen oder Institutionen stärken.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aussenministerium-spricht-von-kurswechsel"><span id="aussenministerium-spricht-von-kurswechsel">Außenministerium spricht von Kurswechsel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nick Checker, leitender Beamter im Afrika-Büro des US-Außenministeriums, verteidigte den <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/">neuen Ansatz der Regierung</a>. Die amerikanische Afrikapolitik durchlaufe einen notwendigen Kurswechsel, weil frühere Ansätze weder für die USA noch für afrikanische Partner die gewünschten Ergebnisse gebracht hätten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-819x1024.png" alt="" class="wp-image-26816 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-819x1024.png 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-240x300.png 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-768x960.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-380x475.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-800x1000.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker.png 960w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Checker beschrieb die neue Linie als interessengeleitete Strategie. Washington wolle keine offenen Verpflichtungen und keine groß angelegten militärischen Einsätze ohne absehbares Ende. Die Vereinigten Staaten wollten stattdessen mit afrikanischen Staaten zusammenarbeiten, die selbst Verantwortung übernehmen und politische Handlungsfähigkeit zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden keine offenen Investitionen in Staaten mehr tätigen, die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, Anti-Terror-Anstrengungen aufrechtzuerhalten“, sagte Checker. Der Schwerpunkt liege auf Informationsaustausch, begrenzter Sicherheitskooperation und Partnern, die eigene Kapazitäten einbringen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Monica Jacobson, leitende Vertreterin des Büros für Terrorismusbekämpfung im Außenministerium, nannte drei Elemente der Strategie: Terrorpläne gegen die USA früh erkennen, afrikanische Partner stärker in die eigene Verantwortung bringen und amerikanische Wirtschaftsinteressen schützen. Dazu gehörten Visa-Beschränkungen, Terrorlistungen, Informationsaustausch, Programme zur Grenzsicherheit und gezielte Sicherheitshilfe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-somalia-und-nigeria-pragen-die-debatte"><span id="sahel-somalia-und-nigeria-praegen-die-debatte">Sahel, Somalia und Nigeria prägen die Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Senatoren konzentrierten sich auf den Sahel, Somalia und Nigeria. Cruz verwies auf fast 19.000 Todesfälle im Zusammenhang mit militantem islamistischem Gewaltextremismus in Afrika im Jahr 2024, davon mehr als die Hälfte im Sahel. Checker sagte, Gruppen mit Verbindungen zum sogenannten Islamischen Staat und zu Al-Qaida hätten sich im Sahel ausgeweitet. Die Regierung bemühe sich deshalb um eine erneute Annäherung an Mali, Niger und Burkina Faso.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Somalia verteidigte Checker einen Kurs, der mehr Verantwortung bei der Regierung in Mogadischu und bei regionalen Partnern sieht. Die USA seien seit mehr als 17 Jahren in Somalia engagiert. Der bisherige Zustand sei nicht tragfähig, weil die somalische Regierung ihre Sicherheitsverantwortung nicht ausreichend übernommen habe. Senator Booker kritisierte, Washington setze zu stark auf Luftschläge und schwäche zugleich Sicherheits-, Stabilisierungs- und Hilfsprogramme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Nigeria prallten unterschiedliche Sichtweisen auf die Gewalt gegen religiöse Gruppen aufeinander. Cruz sprach von systematischer Gewalt gegen Christen und forderte stärkeren Druck auf die nigerianische Regierung. Checker sagte, Präsident Trump habe Nigeria am 31. Oktober als Land besonderer Besorgnis wegen Religionsfreiheit eingestuft. Die nigerianische Regierung habe seitdem erste Schritte unternommen, darunter Veränderungen in Sicherheitsdiensten, zusätzliche Kräfte und verstärkte Strafverfolgung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="561" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-1024x561.jpg" alt="" class="wp-image-26434 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-1024x561.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-300x164.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-768x421.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-380x208.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-800x438.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-1160x635.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Booker betonte, auch Muslime würden in Nigeria durch Terrorgruppen getötet. Jacobson bestätigte, terroristische Gewalt treffe in Nigeria Muslime, Christen und Angehörige weiterer Glaubensgemeinschaften. Die Regierung konzentriere sich sowohl auf den Norden mit Boko Haram und ISIS West Africa als auch auf den Middle Belt, wo Fulani-Milizen besonders Christen angriffen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-kurzungen-und-fehlenden-botschaftern"><span id="kritik-an-kuerzungen-und-fehlenden-botschaftern">Kritik an Kürzungen und fehlenden Botschaftern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Demokratische Senatoren warfen der Regierung vor, ihre eigenen Aussagen über Afrika nicht mit Personal, Geld und diplomatischer Präsenz zu unterlegen. Senator Chris Coons sagte, in 36 afrikanischen Ländern fehlten bestätigte US-Botschafter. China sei dagegen fast überall mit Botschaften und Botschaftern vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Booker sprach von einem Widerspruch zwischen den Aussagen der Regierung und ihren Entscheidungen. Er verwies auf Kürzungen bei Programmen für Friedenssicherung, Justiz, Polizei, Stabilisierung und Entwicklung. Der Ausschuss habe parteiübergreifend Mittel für solche Programme bereitgestellt, die Regierung könne aber nicht ausreichend erklären, wie sie diese Mittel in Afrika nutzen wolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker hielt dagegen, jede Botschaft werde weiterhin von erfahrenen Diplomaten geführt. Bei der Besetzung von Botschafterposten laufe ein Verfahren, für dessen Zeitplan er auf das Weiße Haus verwies.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik richtete sich auch gegen eine interne Formulierung, die Booker aus einer E-Mail an Beschäftigte des Afrika-Büros zitierte. Darin sei Afrika als „peripherer statt zentraler Schauplatz amerikanischer Interessen“ bezeichnet worden. Checker sagte, die Formulierung sei im Vergleich zu Ostasien und der westlichen Hemisphäre gemeint gewesen. Sie bedeute nicht, dass Afrika irrelevant sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mosambik-verbindet-terrorgefahr-und-rohstoffe"><span id="mosambik-verbindet-terrorgefahr-und-rohstoffe">Mosambik verbindet Terrorgefahr und Rohstoffe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/" type="category" id="39">Mosambik</a> nahm in der Anhörung breiten Raum ein. Jacobson verwies auf ein Flüssigerdgasprojekt in der <a href="https://fokus-afrika.de/gewalt-in-mosambik-treibt-zehntausende-in-die-flucht/" type="post" id="22571">Provinz Cabo Delgado</a>, für das die US-Export-Import-Bank im vergangenen Jahr einen Kredit von fünf Milliarden Dollar genehmigt habe. In der Provinz liege auch eine Graphitmine, deren gesamte Abnahme in den USA weiterverarbeitet werde.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">ISIS Mosambik bedrohe diese Investitionen, sagte Jacobson. Das Außenministerium bereite deshalb neue Programme vor, um lokale Sicherheitskräfte beim Schutz kritischer Infrastruktur, wichtiger Verkehrswege, Flüssigerdgasanlagen und Graphitminen zu unterstützen. Der Ansatz solle zeitlich begrenzt bleiben und keine langfristige Ausbildung ganzer Einheiten ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker verwies zusätzlich auf die Rolle Ruandas in Cabo Delgado. Die USA hätten trotz <a href="https://fokus-afrika.de/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-ruandas-armee/" type="post" id="25270">Sanktionen gegen ruandische Kräfte</a> im Zusammenhang mit dem Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo eine allgemeine Genehmigung für den ruandischen Einsatz in Mosambik erteilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-als-modell-fur-regionale-ausbildung-genannt"><span id="marokko-als-modell-fuer-regionale-ausbildung-genannt">Marokko als Modell für regionale Ausbildung genannt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jacobson nannte <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> als Beispiel für einen Ansatz, bei dem regionale Partner stärker selbst Verantwortung übernehmen. Marokkanische Kräfte, die zuvor durch das Büro für Terrorismusbekämpfung ausgebildet worden seien, trainierten inzwischen mit US-Lehrplänen sahelische Kräfte in Subsahara-Afrika.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="792" height="445" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc-.jpg" alt="" class="wp-image-21056 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc-.jpg 792w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc--300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc--768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc--380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 792px) 100vw, 792px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ansatz entspricht der Linie der Regierung, afrikanische und regionale Partner stärker in Sicherheitsaufgaben einzubinden. Jacobson sagte, die USA wollten Partner befähigen, sie aber nicht ersetzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium setzt nach ihren Angaben auch auf das Grenzsicherheitsprogramm PISCES. Es wird in 15 afrikanischen Ländern eingesetzt und soll den Austausch von Terrorismusdaten mit den Vereinigten Staaten und internationalen Partnern erleichtern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-rsf-und-muslimbruderschaft-im-fokus"><span id="sudan-rsf-und-muslimbruderschaft-im-fokus">Sudan, RSF und Muslimbruderschaft im Fokus</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp" alt="" class="wp-image-23273 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-300x300.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-150x150.webp 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-80x80.webp 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-110x110.webp 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-380x380.webp 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Senatorin Jeanne Shaheen sprach die Waffenflüsse im <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Sudan-Krieg</a> und mögliche weitere Sanktionen an. Sie fragte, ob die Rapid Support Forces als ausländische Terrororganisation eingestuft werden könnten. Checker sagte, Außenminister Marco Rubio habe alle Optionen offengehalten, falls eine solche Einstufung helfen könne, den Konflikt zu beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jacobson verwies auf die <a href="https://fokus-afrika.de/us-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor/" type="post" id="25497">jüngste Einstufung der sudanesischen Muslimbruderschaft</a> als ausländische Terrororganisation. Die Gruppe sei in Gewalt gegen Zivilisten verwickelt und habe Unterstützung, Ausbildung und Waffen von den Iranischen Revolutionsgarden erhalten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Cruz griff das Thema Muslimbruderschaft später erneut auf. Jacobson sagte, die Regierung sehe deren Netzwerke auch in Afrika und prüfe weitere Schritte. Einzelheiten wollte sie nur in einem geheimen Rahmen erläutern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-polisario-iran-und-der-streit-um-regionale-risiken"><span id="polisario-iran-und-der-streit-um-regionale-risiken">Polisario, Iran und der Streit um regionale Risiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Cruz sprach außerdem über <a href="https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/" type="post" id="25687">die Polisario-Front und mögliche Verbindungen zu iranischen Akteuren.</a> Er sagte, die Polisario solle als Terrorgruppe eingestuft werden, falls eine Zusammenarbeit mit iranisch verbundenen Gruppen bei Militäroperationen, Drohnen, Flugabwehrwaffen oder Geheimdienstinformationen nachweisbar sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jacobson sagte, <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">die Region, in der die Polisario operiere, liege nahe an Schmuggelrouten und militanten Aktivitäten im Sahel.</a> Das schaffe Verwundbarkeiten, die externe Akteure wie Iran ausnutzen könnten. Die Vorwürfe zu Verbindungen mit Hisbollah und den Iranischen Revolutionsgarden würden von Außenministerium und Geheimdiensten verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkretere Angaben stellte Jacobson für ein vertrauliches Briefing in Aussicht. In der öffentlichen Anhörung sagte sie, die USA beobachteten die Lage genau.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-china-russland-und-der-wettbewerb-um-einfluss"><span id="china-russland-und-der-wettbewerb-um-einfluss">China, Russland und der Wettbewerb um Einfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Senatoren verbanden die Terrorismusdebatte mit dem Wettbewerb gegen China und Russland. Cruz sagte, China baue Handel, Infrastrukturfinanzierung und Sicherheitsbeziehungen in Afrika aus. <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">Russland biete seinen Africa Corps als Sicherheitsakteur an.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker erklärte, die Regierung wolle afrikanische Länder stärker als wirtschaftliche Partner behandeln. Seit 1991 hätten die USA rund 200 Milliarden Dollar an Auslandshilfe für Afrika ausgegeben. Dieses Modell habe nicht die erhoffte strukturelle Veränderung gebracht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26274 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung setze stärker auf Handel, private Investitionen, kritische Rohstoffe und Entwicklungsfinanzierung. Checker nannte den Lobito-Korridor in Angola und Bemühungen um Frieden im Osten der Demokratischen Republik Kongo als Felder, in denen wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen zusammenliefen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">China dominiere Teile der Lieferketten für kritische Mineralien, sagte Checker. Die USA könnten nicht Dollar für Dollar mit China konkurrieren, wollten aber amerikanische Unternehmen mit einem anderen Angebot positionieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-anhorung-endet-mit-offenen-fragen"><span id="anhoerung-endet-mit-offenen-fragen">Anhörung endet mit offenen Fragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörung zeigte breite Einigkeit über die gewachsene Bedrohung durch Terrorgruppen in Afrika. Die Konfliktlinie verlief über die Mittel, mit denen Washington reagieren soll. Republikaner betonten Terrorismusbekämpfung, religiöse Verfolgung, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a>, China und Schutz amerikanischer Investitionen. Demokraten forderten mehr Diplomatie, transparente Mittelverwendung, Botschafterposten, Stabilisierung und zivile Programme neben militärischen Mitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Senatoren konnten bis Mittwoch, 22. April, weitere Fragen schriftlich einreichen.</p>
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			<media:title type="html">US-Regierung verteidigt neuen Anti-Terror-Kurs in Afrika</media:title>
			<media:description type="html">Die US-Regierung verteidigt im Senat ihren neuen Anti-Terror-Kurs in Afrika. Im Fokus stehen Sahel, Somalia, Nigeria, Mosambik, China, Iran und Kürzungen in der Afrikapolitik.</media:description>
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			<media:title type="html">U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_(7823091)</media:title>
			<media:description type="html">U.S. Sen. Cory Booker, left, talks with U.S. Army Sgt. Bryan Ferreira, a High Mobility Artillery Rocket System gunner, assigned to the 1st Battalion, 14th Field Artillery Regiment, 75th Field Artillery Brigade, 4th Infantry Division, during the senator’s visit to Camp Tapa, Estonia, May 27, 2023. As part of his trip, the senator wanted to learn more about the ongoing security cooperation between the U.S., Estonia, and the NATO Enhanced Forward Presence Battle-Group Estonia, as well as to thank U.S. servicemembers currently deployed in the country for their service and commitment. (U.S. Army National Guard photo by Staff Sgt. Agustín Montañez)</media:description>
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			<media:title type="html">Nick_Checker</media:title>
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			<media:description type="html">Nigerianische Sicherheitskräfte im Training. &#124; Bild: U.S. Navy/Andrea Rumple</media:description>
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			<media:description type="html">Präsident Donald Trump begrüßt Präsident Felix Tshisekedi der Demokratischen Republik Kongo am Donnerstag, den 4. Dezember 2025, im Oval Office. (Offizielles Foto des Weißen Hauses von Daniel Torok)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>UN drängt Libyen zu Wahlen und Ende des Stillstands</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-draengt-libyen-zu-wahlen-und-ende-des-stillstands/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 21:58:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Im UN-Sicherheitsrat wächst der Druck auf Libyens politische Lager: Die UN sieht weiter Stillstand bei Wahlen und staatlicher Einheit, trotz neuer Gespräche und eines ersten gemeinsamen Haushalts seit 13 Jahren.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-draengt-libyen-zu-wahlen-und-ende-des-stillstands%2F&amp;action_name=UN%20dr%C3%A4ngt%20Libyen%20zu%20Wahlen%20und%20Ende%20des%20Stillstands&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-draengt-libyen-zu-wahlen-und-ende-des-stillstands/">UN drängt Libyen zu Wahlen und Ende des Stillstands</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Libyens Weg zu Wahlen und einer einheitlichen Staatsführung kommt aus Sicht der Vereinten Nationen weiter nicht entscheidend voran. Am Mittwoch warnte UNSMIL-Chefin Hanna Serwaa Tetteh im Sicherheitsrat, dass die politische Roadmap stockt und ein Festhalten am Status quo die Risiken für Libyen und die Region erhöht. Der Rat stellte sich erneut hinter den UN-Fahrplan mit Wahlen, institutioneller Wiedervereinigung, Sicherheitsreformen und wirtschaftlicher Transparenz. Viele Delegationen machten zugleich klar, dass es nun weniger an Plänen als an Umsetzung und politischem Willen fehlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind nicht dort, wo wir beim Fortschritt auf der Roadmap sein möchten“, <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16346.doc.htm">sagte</a> Tetteh vor dem Sicherheitsrat. Einige libysche Akteure umgingen weiterhin die Erwartungen der Bevölkerung nach demokratischer Teilhabe. Parallelstrukturen außerhalb bestehender Vereinbarungen erschwerten zusätzlich die Wiedervereinigung der staatlichen Institutionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-sieht-fortschritte-im-dialog-aber-keine-politische-wende"><span id="un-sieht-fortschritte-im-dialog-aber-keine-politische-wende">UN sieht Fortschritte im Dialog, aber keine politische Wende</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tetteh verwies auf Bewegung im sogenannten strukturierten Dialog, der zunächst online während des Ramadan und später auch in Präsenz geführt wurde. In vier Arbeitsfeldern wird dort über Sicherheit, Regierungsführung, Wirtschaft sowie nationale Versöhnung und Menschenrechte beraten. Nach Angaben der UN liegen inzwischen Entwürfe für Empfehlungen vor. Eine Plenarsitzung ist noch in diesem Monat geplant, ein Abschlussbericht soll bis Anfang Juni vorliegen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="401" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/76f1d46f-099f-47b3-8890-e753c018e284.jpeg" alt="" class="wp-image-26800 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/76f1d46f-099f-47b3-8890-e753c018e284.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/76f1d46f-099f-47b3-8890-e753c018e284-300x172.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/76f1d46f-099f-47b3-8890-e753c018e284-380x218.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Sondergesandte machte jedoch deutlich, dass dieser Prozess allein die Blockade nicht beendet. Sollte es bis dahin keinen Fortschritt geben, will sie dem Sicherheitsrat im Juni eigene Vorschläge auf Grundlage der bestehenden Vereinbarungen vorlegen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlen-und-staatliche-einheit-bleiben-die-offenen-kernfragen"><span id="wahlen-und-staatliche-einheit-bleiben-die-offenen-kernfragen">Wahlen und staatliche Einheit bleiben die offenen Kernfragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rat herrschte breite Einigkeit darüber, dass <a href="https://fokus-afrika.de/kommunalwahlen-in-libyen-und-deutsche-unterstuetzung/" type="post" id="20903">freie und glaubwürdige Präsidentschafts- und Parlamentswahlen der nächste entscheidende Schritt bleiben</a>. Mehrere Delegationen warnten, dass das anhaltende Nebeneinander rivalisierender Institutionen das Vertrauen in den politischen Prozess weiter schwächt und die gesetzliche Grundlage für Wahlen verzögert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lettland sprach von Kräften, die den Prozess bewusst hinauszögerten, um ihre eigenen Interessen zu schützen. Auch Panama verwies auf fehlenden Konsens zwischen den politischen Lagern. Pakistan und Dänemark stellten sich hinter einen libysch geführten Prozess unter Vermittlung der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus libyscher Sicht klingt die <a href="https://fokus-afrika.de/bevoelkerung-koche-in-libyen-un-warnt-vor-eskalation/" type="post" id="24805">Frustration inzwischen offener.</a> Libyens Vertreter Taher El-Sonni sagte im Sicherheitsrat, viele internationale Initiativen der vergangenen 15 Jahre hätten die politische Sackgasse nicht überwunden, weil sie „die wirklichen Probleme“ nicht angegangen seien. Zwischen der libyschen Bevölkerung und der internationalen Gemeinschaft sei eine „Vertrauenskrise“ entstanden. „Wir haben begonnen, die Hoffnung zu verlieren“, sagte er.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-haushaltsdeal-gilt-als-seltenes-signal"><span id="haushaltsdeal-gilt-als-seltenes-signal">Haushaltsdeal gilt als seltenes Signal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als positive Entwicklung verwiesen mehrere Ratsmitglieder auf die <a href="https://fokus-afrika.de/libyen-einigt-sich-erstmals-seit-13-jahren-auf-gemeinsamen-staatshaushalt/" type="post" id="26697">erste einheitliche Haushaltsvereinbarung in Libyen seit 13 Jahren.</a> Latvia nannte sie einen wichtigen Schritt, Frankreich sprach von einem Fortschritt bei Transparenz, Regierungsführung und der Verteilung des libyschen Reichtums.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="423" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/97c4e0a9-3ad9-4e3b-ad7d-8b61dd7c2741-2.jpeg" alt="" class="wp-image-26802 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/97c4e0a9-3ad9-4e3b-ad7d-8b61dd7c2741-2.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/97c4e0a9-3ad9-4e3b-ad7d-8b61dd7c2741-2-300x181.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/97c4e0a9-3ad9-4e3b-ad7d-8b61dd7c2741-2-380x230.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Libyens Vertreter hob die neue Budgetvereinbarung hervor. Sie müsse nun „fair und gerecht“ umgesetzt werden, um Vertrauen zu stärken und Manipulationen zu verhindern. Zugleich kündigte er an, der libysche Staat werde nicht zulassen, dass nationale Ressourcen missbraucht werden. Schmuggler von libyschem Öl müssten national und international strafrechtlich verfolgt werden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-bleibt-fragil"><span id="sicherheitslage-bleibt-fragil">Sicherheitslage bleibt fragil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der politischen Blockade rückte der Sicherheitsrat auch die Sicherheitslage in den Mittelpunkt. Tetteh sprach von einer fragilen Lage, vor allem in den südlichen Grenzregionen. Dort zeige sich besonders deutlich, wie eng die politische Spaltung und die fehlende Einigung der Sicherheitsstrukturen zusammenhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a> forderte erneut den Abzug aller ausländischen Kämpfer, Söldner und ausländischen Truppen. Auch die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a>, die im Rat zugleich für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> sprach, verlangte den sofortigen Abzug dieser Kräfte. Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Vereinigten Staaten</a> verwiesen ihrerseits auf Gespräche zwischen Akteuren aus Ost- und Westlibyen zur wirtschaftlichen und militärischen Annäherung. Dazu zählt auch das <a href="https://fokus-afrika.de/mehr-als-30-staaten-nehmen-an-us-militaeruebung-flintlock-2026-teil/" type="post" id="25041">multinationale Spezialkräfte-Manöver Flintlock</a>, an dem libysche Offiziere aus beiden Teilen des Landes teilnehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ol-justiz-und-sudan-krieg-verscharfen-den-druck"><span id="oel-justiz-und-sudan-krieg-verschaerfen-den-druck">Öl, Justiz und Sudan-Krieg verschärfen den Druck</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="435" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/95eab9cd-af3e-4e93-b887-30990c6fbe11.jpeg" alt="" class="wp-image-26801 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/95eab9cd-af3e-4e93-b887-30990c6fbe11.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/95eab9cd-af3e-4e93-b887-30990c6fbe11-300x186.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/95eab9cd-af3e-4e93-b887-30990c6fbe11-380x236.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen wirtschaftliche und humanitäre Belastungen. Tetteh warnte vor einer sich verschlechternden Wirtschaftslage, einer vertieften Spaltung im Justizsystem und anhaltenden Menschenrechtsverletzungen. Dazu zählen Berichte über willkürliche Festnahmen, Einschüchterung und Repressalien gegen politische Gegner und Menschenrechtsverteidiger.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen verlangten außerdem besseren Schutz für Libyens zentrale Wirtschaftsorgane. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> rief dazu auf, die <a href="https://fokus-afrika.de/libyen-erreicht-hoechste-oelproduktion-seit-2013/" type="post" id="12881">Unabhängigkeit der National Oil Corporation </a>und der Zentralbank Libyens zu achten, damit beide Institutionen ohne politische Einflussnahme arbeiten können. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> und andere Ratsmitglieder verlangten ein schärferes Vorgehen gegen Öl- und Waffenschmuggel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Krieg im Sudan</a> wirkt inzwischen stärker auf Libyen ein. Kolumbien sprach von einer sich verschlechternden humanitären Lage und verwies auf schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Migranten und Flüchtlinge. Tetteh nannte den Sudan-Konflikt einen zusätzlichen Faktor, der den Druck auf Libyen weiter erhöht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Anfang Juni sollen die Empfehlungen des strukturierten Dialogs den politischen Akteuren und der Öffentlichkeit vorgelegt werden.</p>
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		<title>UN warnt vor Situation im Südsudan: &#8220;Geschlachtet wie Ziegen&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-situation-im-suedsudan-geschlachtet-wie-ziegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 22:09:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr Gewalt, mehr Vertriebene, weniger Schutz: Im UN-Sicherheitsrat wächst die Sorge, dass der Südsudan in eine neue Eskalation rutscht, während UNMISS mit deutlich weniger Kapazität arbeiten muss.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-situation-im-suedsudan-geschlachtet-wie-ziegen/">UN warnt vor Situation im Südsudan: &#8220;Geschlachtet wie Ziegen&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen warnen vor einer neuen Zuspitzung der Gewalt im Südsudan, während die UN-Friedensmission UNMISS wegen Finanzkürzungen deutlich eingeschränkt arbeitet. Im Sicherheitsrat schilderten UN-Vertreter eine wachsende Zahl von Toten, Vertreibungen und Angriffen auf Zivilisten, besonders im Bundesstaat Jonglei. Die Warnung ist auch deshalb brisant, weil das Mandat der Mission Ende April verlängert werden muss und mehrere Staaten UNMISS trotz knapper Mittel weiter für unverzichtbar halten. Für die Zivilbevölkerung steht viel auf dem Spiel, weil Schutz, humanitärer Zugang und politische Vermittlung zugleich unter Druck geraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Freitag befasste sich der UN-Sicherheitsrat in New York mit der Lage im Südsudan und der Zukunft von UNMISS. Es war der erste Bericht von Anita Kiki Gbeho als neue Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs und Leiterin der Mission seit ihrer Ernennung am 11. April.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gewalt-nimmt-zu-zivilisten-zahlen-den-preis"><span id="gewalt-nimmt-zu-zivilisten-zahlen-den-preis">Gewalt nimmt zu, Zivilisten zahlen den Preis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gbeho zeichnete vor dem Sicherheitsrat ein Bild einer deutlich verschärften Sicherheitslage. Die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen des Südsudan und der Sudan People’s Liberation Movement beziehungsweise Army in Opposition hätten sich vor allem in Jonglei intensiviert. Zugleich halte interkommunale Gewalt in anderen Teilen des Landes an.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26646 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136524.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die neue Missionschefin sagte, Zivilisten trügen weiterhin die Hauptlast der Gewalt. Nach UN-Angaben stieg die Zahl der Todesopfer und Verletzten im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent. In mehreren Landesteilen spielen dabei nicht nur Gefechte zwischen bewaffneten Akteuren eine Rolle, sondern auch Viehdiebstähle, Landkonflikte und Vergeltungsangriffe.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders alarmierend äußerte sich auch das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte. Im <a href="https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-eskalation-in-jonglei/">Bundesstaat</a> Jonglei seien bei Straßenarbeiten Leichen entdeckt worden. Die UN-Menschenrechtskommission für den Südsudan warnte deshalb, die tatsächlichen menschlichen Kosten der jüngsten Gewalt könnten deutlich höher sein als bislang bekannt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unmiss-verliert-bis-zu-30-prozent-ihrer-einsatzfahigkeit"><span id="unmiss-verliert-bis-zu-30-prozent-ihrer-einsatzfaehigkeit">UNMISS verliert bis zu 30 Prozent ihrer Einsatzfähigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Eskalation der Gewalt ist UNMISS nach Angaben der Mission durch Haushaltskürzungen spürbar geschwächt worden. Gbeho sagte dem Sicherheitsrat, die operative Kapazität sei infolge eines Notfallplans um 25 bis 30 Prozent reduziert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hat direkte Folgen für die Arbeit der Mission. Zwar konnten Blauhelme nach gewaltsamen Vorfällen in Akobo und Abiemnhom noch Zivilisten schützen. Eine dauerhafte Präsenz an solchen Orten sei unter den aktuellen Finanzbedingungen jedoch nicht tragfähig, machte Gbeho deutlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch andere Kernbereiche sind betroffen. Wegen geringerer Mittel kann UNMISS weniger Minen und explosive Überreste räumen, während zugleich Patrouillen und die Sicherung von Standorten weiterlaufen müssen. In Hochrisikogebieten wie Jonglei verzögert das nach UN-Angaben die Reaktion auf humanitäre Hilfsgesuche. Hinzu kommt, dass die Mission weniger Kontakt zu lokalen Behörden, traditionellen Autoritäten und Gemeinden halten kann. Das schwächt Frühwarnsysteme, Vertrauensbildung und die Sichtbarkeit der Mission vor Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gbeho formulierte das Dilemma offen. „Das Ausmaß und die Dringlichkeit der Bedürfnisse vor Ort entsprechen bisher nicht dem nachhaltigen Engagement und den Investitionen, die notwendig wären, um das gemeinsame Ziel eines dauerhaften Friedenswegs zu erreichen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-lage-verscharft-sich-weiter"><span id="humanitaere-lage-verschaerft-sich-weiter">Humanitäre Lage verschärft sich weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher schilderte die Lage im Sicherheitsrat in drastischen Worten. Der Südsudan stehe „an einem gefährlichen Scheideweg“, sagte er. In diesem Jahr seien rund zwei Drittel der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen, während der humanitäre Plan der UN über 1,46 Milliarden Dollar bislang nur zu 22 Prozent finanziert sei.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26647 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136525.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Fletcher berichtete von seinem Besuch in Jonglei, wo ihm Frauen von extremer Gewalt erzählt hätten. Ihre Häuser seien niedergebrannt worden, Menschen seien „wie Ziegen abgeschlachtet“ worden. Seit Dezember 2025 seien durch die erneuten Kämpfe in Jonglei mehr als 250.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben worden. Weitere 110.000 Menschen seien nach Äthiopien geflohen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Daten der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/who/" type="post_tag" id="314">Weltgesundheitsorganisation</a> haben in Jonglei 1,35 Millionen Menschen den Zugang zu medizinischer Versorgung verloren, nachdem 26 Gesundheitseinrichtungen zerstört wurden oder schließen mussten. Zugleich breiten sich Cholera und Masern weiter aus. Für die kommende Hungerperiode von April bis Juli werden in allen zehn Bundesstaaten des Landes Notlagen bei der Ernährungssicherheit erwartet. Mehr als 7,5 Millionen Menschen sollen in diesem Jahr Nahrungsmittelhilfe benötigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-ringt-um-auftrag-und-mittel-der-mission"><span id="sicherheitsrat-ringt-um-auftrag-und-mittel-der-mission">Sicherheitsrat ringt um Auftrag und Mittel der Mission</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats bezeichneten UNMISS trotz der Einschränkungen als unverzichtbar. China warnte, jede Schwächung des Mandats würde Frieden und regionale Stabilität untergraben. Pakistan nannte die Mission mit Blick auf die für Dezember geplanten Wahlen „unverzichtbar“. Liberia drängte darauf, den Auftrag klar auf den Schutz von Zivilisten, humanitären Zugang und die Umsetzung des Friedensabkommens zu konzentrieren. Die Demokratische Republik Kongo, die auch für Liberia und Somalia sprach, forderte, die Finanzierung müsse der Bedrohungslage angepasst werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="447" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2a8c7383-b033-4c47-b5df-b8513c37f5c3.jpeg" alt="" class="wp-image-26648 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2a8c7383-b033-4c47-b5df-b8513c37f5c3.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2a8c7383-b033-4c47-b5df-b8513c37f5c3-300x192.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2a8c7383-b033-4c47-b5df-b8513c37f5c3-380x243.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Aus den Vereinigten Staaten kamen zugleich Forderungen nach enger gesetzten Prioritäten. Washington sprach sich für ein realistischeres und umsetzbares Mandat aus, das sich auf den Schutz von Zivilisten, humanitäre Hilfe, Menschenrechtsberichte und Rechenschaftspflicht konzentriert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der britische Vertreter erklärte, die „einzige Lösung“ für die Krise sei ein sofortiger Stopp der Kämpfe und eine Rückkehr zu einem inklusiven Dialog mit allen Beteiligten. Dazu müsse auch die Sudan People’s Liberation Army in Opposition des Ersten Vizepräsidenten Riek Machar gehören.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-weist-vorwurfe-gegen-juba-zuruck"><span id="regierung-weist-vorwuerfe-gegen-juba-zurueck">Regierung weist Vorwürfe gegen Juba zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter des Südsudan, Sabino Edward Nyawella Amaikwey, widersprach im Sicherheitsrat dem Eindruck, seine Regierung behindere systematisch die UN-Mission. „Es gibt keine Politik, die Arbeit von UNMISS zu behindern“, sagte er. Die Regierung sei zum Schutz der eigenen Bevölkerung verpflichtet und entschlossen, in allen Teilen des Landes wieder Stabilität herzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich wies er Empfehlungen des Generalsekretärs zurück, die aus Sicht Jubas über den Kernauftrag von UNMISS hinausgingen. Fragen der Regierungsführung und nationalen Politik seien Sache des souveränen Staates und würden durch innerstaatlichen Dialog geregelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eigensinniger-prasident-verscharft-die-krise"><span id="eigensinniger-praesident-verschaerft-die-krise">Eigensinniger Präsident verschärft die Krise</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1000" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Arrival_of_President_of_South_Sudan_H.E._Mr_Salva_Kiirmayardit_53136037886.jpg" alt="" class="wp-image-11301 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hintergrund der Debatte ist eine zunehmend fragile politische Lage. Nach dem jüngsten Bericht des UN-Generalsekretärs wird die Landschaft des Landes unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-kiir-korrigiert-ernennung-eines-verstorbenen-in-wahlgremium/" type="post" id="24320">durch einseitige Entscheidungen von Präsident Salva Kiir belastet.</a> Dazu zählen <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudans-praesident-kiir-setzt-parlamentsfuehrung-ab/" type="post" id="26323">Absetzungen von Amtsträgern </a>ohne vorherige Konsultation, was nach UN-Darstellung gegen das revitalisierte Friedensabkommen von 2018 verstößt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig wächst die Unsicherheit rund um die<a href="https://fokus-afrika.de/verschiebung-der-wahlen-in-suedsudan-ein-bedauerlicher-rueckschlag/" type="post" id="12410"> für Dezember 2026 geplanten Wahlen.</a> Finanzielle Engpässe und politische Verzögerungen bremsen den Übergangsprozess. Die Nationale Wahlkommission hatte nach UN-Angaben bis zum 11. März erst vier Prozent ihres beantragten Budgets erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Friedensabkommen selbst wirkt zunehmend ausgehöhlt. Der Bericht des Generalsekretärs verweist auf politische Zersplitterung, schärfere Rhetorik und eine wachsende militärische Eskalation. Währenddessen dokumentierte UNMISS im Berichtszeitraum 139 Vorfälle mit schweren Verstößen gegen Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht, von denen 1.063 Zivilisten betroffen waren, darunter 639 Todesopfer. Hinzu kamen 34 Fälle konfliktbezogener sexueller Gewalt mit 64 Überlebenden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entscheidung-uber-unmiss-steht-bis-ende-april-an"><span id="entscheidung-ueber-unmiss-steht-bis-ende-april-an">Entscheidung über UNMISS steht bis Ende April an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat muss nun über die <a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-einsatz-im-suedsudan-unmiss-mandat-bis-2025-verlaengert/">Verlängerung </a>des UNMISS-Mandats entscheiden, das am 30. April ausläuft. In der Debatte wurde deutlich, dass die Mission weiterhin als zentraler Stabilisierungsfaktor gesehen wird, ihre Handlungsmöglichkeiten aber bereits jetzt durch Geldmangel, Sicherheitsrisiken und politischen Widerstand enger geworden sind.</p>
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		<title>Macron: &#8220;Mauretanien ist ein Schlüsselpartner Frankreichs&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-mauretanien-ist-ein-schluesselpartner-frankreichs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 12:17:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Macron rückt Mauretanien bei dem Staatsbesuch von Präsident Ghazouani als Schlüsselpartner im Sahel ins Zentrum. In Paris ging es um Sicherheit, Migration, Investitionen und milliardenschwere Entwicklungsprojekte.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-mauretanien-ist-ein-schluesselpartner-frankreichs/">Macron: &#8220;Mauretanien ist ein Schlüsselpartner Frankreichs&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Mauretanien wollen ihre politische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit deutlich vertiefen. Bei den Gesprächen in Paris am Mittwoch und Donnerstag stellten Präsident Emmanuel Macron und Mauretaniens Präsident Mohamed Ould Cheikh El Ghazouani den Ausbau gemeinsamer Projekte, mehr Investitionen und eine engere Abstimmung zu den Krisen im Sahel in den Mittelpunkt. Beide Seiten hoben Mauretanien als stabilen Partner in einer angespannten Region hervor. Für Paris ist der Besuch auch ein Signal, dass die Beziehungen zu Nouakchott in Westafrika und im Sahel weiter an Gewicht gewinnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macron-nennt-mauretanien-einen-schlusselpartner"><span id="macron-nennt-mauretanien-einen-schluesselpartner">Macron nennt Mauretanien einen Schlüsselpartner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron empfing Ghazouani zu einem Staatsbesuch in Paris und sprach am Élysée von einem Partner, dem Frankreich in einer <a href="https://fokus-afrika.de/selbstreflexion-der-praesidentschaft-mauretaniens-in-der-afrikanischen-union/">instabilen regionalen und internationalen Lage vertraue.</a> In seiner gemeinsamen Erklärung sagte der französische Präsident, Mauretanien sei „ein Schlüsselpartner Frankreichs“ und stehe für „Stabilität, Dialog und Souveränität“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron betonte, beide Länder wollten ihre Zusammenarbeit nicht nur politisch, sondern auch praktisch ausbauen. Die Partnerschaft solle nach seinen Worten „konkrete Ergebnisse“ liefern, vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Energie, Wasser, Landwirtschaft und Stadtentwicklung. Auf X schrieb Macron zudem, Frankreich und Mauretanien wollten ihre Partnerschaft stärken, um auf <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist/" type="post" id="22891">regionale Destabilisierung</a>, die humanitäre Krise, wirtschaftliche Fragen und Perspektiven für junge Menschen zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des französischen Präsidenten war es die erste Visite auf diesem Niveau seit mehr als 30 Jahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-investitionen-wasser-energie-und-wirtschaft-im-mittelpunkt"><span id="investitionen-wasser-energie-und-wirtschaft-im-mittelpunkt">Investitionen, Wasser, Energie und Wirtschaft im Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Paris rückten beide Präsidenten vor allem wirtschaftliche Vorhaben und Entwicklungsprojekte in den Vordergrund. Macron verwies auf französische Unternehmen, die bereits in Mauretanien tätig seien. Er nannte unter anderem eine Investition von 155 Millionen Euro in den Containerterminal des Hafens von Nouakchott. Fast 40 französische Unternehmen beschäftigten nach seinen Angaben mehr als 2000 Mauritanierinnen und Mauritanier.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="630" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1.jpg" alt="" class="wp-image-26633 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1.jpg 1000w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1-300x189.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1-768x484.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1-380x239.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1-800x504.jpg 800w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich kündigte Macron weitere Unterstützung in zentralen Versorgungsbereichen an. Ein Projekt mit französischer Beteiligung soll die Produktionskapazität für die Wasserversorgung von Nouakchott um 50 Prozent erhöhen. Hinzu kommt die Hybridisierung von zehn thermischen Kraftwerken mit einem Finanzierungsvolumen von fast 40 Millionen Euro, um das Stromsystem widerstandsfähiger zu machen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ghazouani sprach ebenfalls von einer Gelegenheit, den bilateralen Beziehungen „neuen Schwung“ zu geben. Die Reise biete die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zu festigen und in eine „für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft“ zu überführen, sagte er. Besonders hervor hob er die Zusammenarbeit mit der Französischen Entwicklungsagentur AFD. Deren aktuelles Portfolio in Mauretanien umfasse 42 Projekte mit einem Volumen von 428 Millionen Euro. Dazu kämen konzessionäre Finanzierungen des französischen Schatzamts von rund 80 Millionen Euro sowie Garantien von Proparco in Höhe von 40 Millionen Euro zugunsten von drei privaten mauretanischen Banken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-im-sahel-und-migration-als-gemeinsame-themen"><span id="sicherheit-im-sahel-und-migration-als-gemeinsame-themen">Sicherheit im Sahel und Migration als gemeinsame Themen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Schwerpunkt der Gespräche war die Lage im Sahel. Macron sprach von einer <a href="https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/" type="post" id="13701">Region, die tief destabilisiert sei</a>, und lobte Mauretaniens Kurs als Beispiel dafür, dass „eine Stimme strategischer Unabhängigkeit und Verantwortung“ möglich sei. Beide Staaten hätten sich für Partnerschaft, gegenseitigen Respekt und gemeinsames Handeln entschieden, um eine weitere Destabilisierung der Region zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ghazouani stellte die Sicherheitslage im Sahel als zentrale Priorität seines Landes dar. Mauretanien setze auf einen umfassenden Ansatz aus Prävention, staatlicher Präsenz und Dialog. Dadurch habe das Land in einem fragilen Umfeld eine relative Stabilität bewahren können. Zugleich warnte er, eine weitere Verschlechterung der Lage im zentralen Sahel oder deren geographische Ausweitung könne nicht ausgeschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Migration spielte in den Gesprächen eine wichtige Rolle. Ghazouani bezeichnete irreguläre Migration im Sahel und besonders in Mauretanien als große Herausforderung. Das Land bewältige diesen Druck mit Unterstützung der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/" type="post_tag" id="374">Europäischen Union</a>, doch die Belastung sei angesichts der demografischen und wirtschaftlichen Grenzen des Landes sowie seiner großen Fläche unverhältnismäßig hoch.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-verweist-auf-unterstutzung-fur-fluchtlinge-in-mauretanien"><span id="frankreich-verweist-auf-unterstuetzung-fuer-fluechtlinge-in-mauretanien">Frankreich verweist auf Unterstützung für Flüchtlinge in Mauretanien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron hob in seiner <a href="https://www.elysee.fr/emmanuel-macron/2026/04/15/visite-detat-de-mohamed-ould-cheikh-el-ghazouani-president-de-la-mauritanie">Erklärung</a> hervor, dass Frankreich sein Engagement in Mauretanien in den vergangenen zwei Jahren ausgebaut habe. Während andere Partner ihre Kooperation reduziert hätten, habe sich das französische Projektportfolio insbesondere über die AFD verdoppelt, sagte er.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Besonders verwies er auf die Unterstützung für Mauretanien bei der Aufnahme von mehr als 300.000 Flüchtlingen im Osten des Landes. Frankreich wolle Mauretanien in dieser Situation weiter mit Unternehmen, Finanzierungen und Entwicklungsinstrumenten begleiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-in-parlament-und-weitere-stationen"><span id="besuch-in-parlament-und-weitere-stationen">Besuch in Parlament und weitere Stationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines Aufenthalts in Paris traf Ghazouani nicht nur Macron, sondern auch die Präsidentin der französischen Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet. Im Gebäude der Nationalversammlung führte er Gespräche über Fragen von gemeinsamem Interesse und trug sich in das Goldene Buch des Hauses ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Auftakt der Reise war der mauretanische Präsident am Dienstagabend am Flughafen Orly empfangen worden. Auch Mitglieder der mauretanischen Gemeinschaft in Paris begrüßten ihn vor seinem Aufenthaltsort in der französischen Hauptstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron verwies außerdem auf weitere Stationen und Formate der bilateralen Zusammenarbeit, darunter ein Wirtschaftsforum, Ghazouanis Besuch in Brest zum Thema maritime Sicherheit und blaue Wirtschaft sowie das bevorstehende Treffen beim Africa-Forward-Gipfel in Nairobi.</p>
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			<media:description type="html">Frankreich und Mauretanien wollen ihre Partnerschaften ausbauen. Was Macron und Ghazouani in Paris vereinbart haben.</media:description>
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		<title>Kaja Kallas in Marokko: &#8220;EU hat ihre Position zur Westsahara geändert&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kaja-kallas-in-marokko-eu-hat-ihre-position-zur-westsahara-geaendert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 20:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als ein diplomatisches Signal: Die EU und Marokko wollen ihre Beziehungen neu ordnen, den Sicherheitsdialog ausbauen und noch 2026 eine strategische Partnerschaft auf den Weg bringen.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkaja-kallas-in-marokko-eu-hat-ihre-position-zur-westsahara-geaendert%2F&amp;action_name=Kaja%20Kallas%20in%20Marokko%3A%20%26%238220%3BEU%20hat%20ihre%20Position%20zur%20Westsahara%20ge%C3%A4ndert%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kaja-kallas-in-marokko-eu-hat-ihre-position-zur-westsahara-geaendert/">Kaja Kallas in Marokko: &#8220;EU hat ihre Position zur Westsahara geändert&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union und Marokko wollen ihre Beziehungen spürbar ausbauen. Bei einem Treffen in Rabat vereinbarten EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Marokkos Außenminister Nasser Bourita konkrete nächste Schritte für eine engere politische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. April kamen beide Seiten in der marokkanischen Hauptstadt zusammen. Für Kallas war es die erste Reise nach Marokko und in den Maghreb seit ihrem Amtsantritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen knüpft an den EU-Marokko-Assoziationsrat von Ende Januar an und soll den Beziehungen neuen Schwung geben. In Rabat bekräftigten beide Seiten, dass sie ihre Partnerschaft nicht nur politisch bestätigen, sondern strukturell vertiefen wollen. Im Mittelpunkt steht dabei eine neue strategische und umfassende Partnerschaft, die die bilateralen Beziehungen auf eine neue Stufe heben soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rabat-und-brussel-wollen-enger-zusammenarbeiten"><span id="rabat-und-bruessel-wollen-enger-zusammenarbeiten">Rabat und Brüssel wollen enger zusammenarbeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind in den kommenden Monaten neue politische Konsultationen und ein Sicherheitsdialog in Rabat. Zugleich soll der institutionelle Austausch im Rahmen des Assoziierungsabkommens wieder vollständig aufgenommen werden. Beide Seiten wollen den Beziehungen damit mehr Verlässlichkeit und ein klareres politisches Gerüst geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit soll dabei weit über klassische Felder wie Handel und Investitionen hinausgehen. Kallas und Bourita kündigten an, sich auch in <a href="https://fokus-afrika.de/eu-warnt-im-sicherheitsrat-vor-bruch-der-weltordnung/">internationalen und regionalen Foren enger abzustimmen.</a> Genannt wurden gemeinsame Initiativen zu Menschenrechten, Frieden, internationaler Sicherheit und Stabilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Mittelmeerraum soll die Kooperation enger werden. Beide Seiten verwiesen auf die Vorbereitungen für das regionale Sicherheitsforum EU-Mittelmeer im November. Themen sollen unter anderem Terrorismusbekämpfung, maritime Sicherheit und Cyber-Resilienz sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas nannte Marokko in Rabat einen „engen, verlässlichen und strategischen Partner“ der Europäischen Union. Die Grundlage der Beziehungen sei bereits stark, sagte sie, „aber wir werden sie noch weiter stärken“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bourita-ruckt-den-geopolitischen-wert-der-partnerschaft-in-den-mittelpunkt"><span id="bourita-rueckt-den-geopolitischen-wert-der-partnerschaft-in-den-mittelpunkt">Bourita rückt den geopolitischen Wert der Partnerschaft in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita machte deutlich, dass Marokko die Beziehung zur Europäischen Union nicht als rein technische Zusammenarbeit versteht. Rabat sehe darin eine strategische und geopolitische Partnerschaft, die für beide Seiten an Bedeutung gewinne.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26610 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGC0q3LaYAAZhqa.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In seiner Erklärung sagte der Außenminister, diese Beziehung sei für König Mohammed VI. „eine zentrale Partnerschaft“, und zwar „nicht nur als Schlagwort, sondern als reale Tatsache und objektive Beschreibung des Gewichts dieser Beziehung in der Außenpolitik beider Seiten“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita beschrieb die Partnerschaft als breit angelegt. Sie umfasse politische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische, soziale, kulturelle und menschliche Fragen. Zugleich drängte er auf ein neues strategisches Dokument, das den Rahmen für die Beziehungen in den kommenden Jahren setzen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westsahara-bleibt-ein-schlusselthema"><span id="westsahara-bleibt-ein-schluesselthema">Westsahara bleibt ein Schlüsselthema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt der Gespräche war erneut die Westsahara. Im gemeinsamen Kommuniqué bekräftigten beide Seiten ihre Unterstützung für den von den Vereinten Nationen geführten Prozess im Einklang mit der <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 2025.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas verwies dabei auf die EU-<a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-marokkos-autonomieplan-fuer-die-westsahara/">Position vom 29. Januar 2026</a>. Demnach unterstützt die Union die Bemühungen des UN-Generalsekretärs und seines Persönlichen Gesandten und sieht den marokkanischen Autonomieplan als Grundlage für Verhandlungen. Ziel sei eine gerechte, dauerhafte und für beide Seiten <a href="https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/">annehmbare politische Lösung</a> im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Presseerklärung formulierte Kallas diesen Kurs noch klarer. Die EU habe ihre Position zur Westsahara Anfang des Jahres geändert. Dieser Schritt spiegele die jüngsten Entwicklungen im Sicherheitsrat wider und halte zugleich an der Unterstützung für den UN-Prozess fest.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsamer-blick-auf-krisen-in-der-ukraine-und-nahost"><span id="gemeinsamer-blick-auf-krisen-in-der-ukraine-und-nahost">Gemeinsamer Blick auf Krisen in der Ukraine und Nahost</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den bilateralen Beziehungen ging es in Rabat auch um internationale Konflikte und Krisen. Im <a href="https://www.eeas.europa.eu/eeas/joint-communiqué-following-visit-high-representativevice-president-kaja-kallas-minister-foreign_en?channel=eeas_press_alerts&date=2026-04-16&newsid=0&langid=en&source=mail">gemeinsamen Kommuniqué</a> werden der <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-au-und-aegypten-stellen-sich-hinter-feuerpause-zwischen-usa-und-iran/" type="post" id="26343">Krieg mit Iran</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-kuendigt-beteiligung-an-stabilisierungsmission-fuer-gaza-an/" type="post" id="24842">Lage in Gaza</a> und im Westjordanland, der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">russische</a> Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie die Situation im Sahel genannt.</p>



<iframe id="corporateplayer" src="https://audiovisual.ec.europa.eu/corporateplayer/index.html?video=I-287439" title="High Representative / Vice-President Kaja KALLAS in Rabat, Morocco" width="852" height="480" frameborder="0" scrolling="no" allowFullScreen="true"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Ukraine hielten beide Seiten fest, dass Staaten in ihren internationalen Beziehungen auf Gewalt oder Gewaltandrohung verzichten müssten. Zugleich bekräftigten sie ihre Unterstützung für die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Lage im Mittelmeerraum und im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a> nahm in den Gesprächen breiten Raum ein. Kallas hob hervor, dass Marokko eine wichtige Rolle für die Zusammenarbeit im Mittelmeerraum spiele. Bourita sagte, Marokko und die EU teilten „dieselbe Vision und dieselben Werte“, die sie regional und international verteidigen wollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-akzente-bei-digitalisierung-ausbildung-und-investitionen"><span id="neue-akzente-bei-digitalisierung-ausbildung-und-investitionen">Neue Akzente bei Digitalisierung, Ausbildung und Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas verwies zudem auf Felder, in denen die Zusammenarbeit bereits ausgeweitet wird. Neben der grünen Transformation, Bildung und Investitionen nannte sie neue Programme zu Qualifizierung, Unternehmertum und einem besseren Geschäftsumfeld. Hinzu komme ein neuer digitaler Dialog über künstliche Intelligenz, Infrastruktur und Innovation.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26611 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGDLkG3XcAAhEDh.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch die Ausbildung des diplomatischen Nachwuchses soll stärker verknüpft werden. Nach den Worten der EU-Außenbeauftragten wollen beide Seiten die Beziehungen ihrer diplomatischen Akademien vertiefen, damit künftige Generationen enger zusammenarbeiten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita verwies seinerseits auf jüngste Kontakte mit EU-Vertretern in Bereichen wie Digitalisierung, Hochschulkooperation sowie Forschung und Innovation. Aus seiner Sicht zeigt das, wie stark die bilateralen Beziehungen derzeit in Bewegung sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerschaft-soll-politisch-breiter-und-verbindlicher-werden"><span id="partnerschaft-soll-politisch-breiter-und-verbindlicher-werden">Partnerschaft soll politisch breiter und verbindlicher werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss unterstrichen beide Seiten ihren Willen, die Beziehungen weiter zu verdichten. Kallas sagte, die Europäische Union wolle die Partnerschaft mit Marokko „auf eine höhere Ebene“ bringen. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die neue strategische Partnerschaft noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita sprach von einer Beziehung „zwischen gleichberechtigten Partnern“, die auf gegenseitigem Respekt, Klarheit in den Positionen und einem gemeinsamen politischen Anspruch beruhen solle.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Berlin will Extremismus und Auslandssteuerung in Vereinen stärker eindämmen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/berlin-will-extremismus-und-auslandssteuerung-in-vereinen-staerker-eindaemmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 18:49:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung will Vereine mit einem neuen Gesetzentwurf besser vor extremistischen Einflüssen und illegaler Einflussnahme aus dem Ausland schützen. Der Entwurf wurde am Mittwoch vorgestellt. Vorgesehen sind ein modernisiertes Ausländervereinsregister, mehr Befugnisse für Sicherheitsbehörden und neue Transparenzpflichten bei Geldflüssen aus Drittstaaten. Betroffen ist ein Bereich, der in Deutschland mit mehr als 600.000 Vereinen tief im gesellschaftlichen Leben verankert ist.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fberlin-will-extremismus-und-auslandssteuerung-in-vereinen-staerker-eindaemmen%2F&amp;action_name=Berlin%20will%20Extremismus%20und%20Auslandssteuerung%20in%20Vereinen%20st%C3%A4rker%20eind%C3%A4mmen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-will-extremismus-und-auslandssteuerung-in-vereinen-staerker-eindaemmen/">Berlin will Extremismus und Auslandssteuerung in Vereinen stärker eindämmen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will das Vereinsrecht verschärfen, um Vereine besser vor extremistischer Einflussnahme und illegaler Steuerung durch andere Staaten zu schützen. Am <a href="https://www.bundeskanzler.de/bk-de/aktuelles/extremismus-vereine-2420894">Mittwoch</a> beschloss das Kabinett einen Gesetzentwurf, der das Ausländervereinsregister modernisieren und Sicherheitsbehörden bessere Kontrollmöglichkeiten geben soll. Zudem sollen Geldflüsse aus Drittstaaten transparenter werden. Die geplanten Regeln betreffen damit einen Bereich, der in Deutschland als wichtiger Teil des gesellschaftlichen Zusammenhalts gilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vereine-rucken-starker-in-den-fokus-der-sicherheitspolitik"><span id="vereine-ruecken-staerker-in-den-fokus-der-sicherheitspolitik">Vereine rücken stärker in den Fokus der Sicherheitspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit mehr als 600.000 Vereinen verfügt Deutschland über ein <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-initiativen-zur-entwicklungszusammenarbeit/">besonders dichtes und vielfältiges</a> Vereinswesen. Nach Darstellung der Bundesregierung haben Vereine deshalb nicht nur gesellschaftliche Bedeutung, sondern auch einen besonderen verfassungsrechtlichen Stellenwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau dieser Bereich soll mit der Gesetzesänderung besser geschützt werden. Hintergrund ist die Einschätzung, dass Vereine in den vergangenen Jahren häufiger für illegale Einflussnahme <a href="https://fokus-afrika.de/einflussnahme-russlands-im-tschad-eine-fortlaufende-entwicklung/">durch andere Staaten</a> und durch extremistische Akteure genutzt worden seien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-register-soll-modernisiert-werden"><span id="register-soll-modernisiert-werden">Register soll modernisiert werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kern des Entwurfs ist eine Reform des Ausländervereinsregisters. Es soll modernisiert und datenschutzkonform ausgestaltet werden. Sicherheitsbehörden sollen dadurch ein Instrument erhalten, um extremistische Bestrebungen in diesem Bereich leichter zu beobachten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2026-03-25-merz-regierungsbefragung-data-2-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26570 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2026-03-25-merz-regierungsbefragung-data-2-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2026-03-25-merz-regierungsbefragung-data-2-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2026-03-25-merz-regierungsbefragung-data-2-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2026-03-25-merz-regierungsbefragung-data-2-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2026-03-25-merz-regierungsbefragung-data-2-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2026-03-25-merz-regierungsbefragung-data-2-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/2026-03-25-merz-regierungsbefragung-data-2-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist dabei auf den grundgesetzlichen Rahmen. Vereine dürften nicht für verfassungsfeindliche Zwecke genutzt werden und keine Aktivitäten unterstützen, die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-transparenz-bei-geld-aus-drittstaaten"><span id="mehr-transparenz-bei-geld-aus-drittstaaten">Mehr Transparenz bei Geld aus Drittstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Punkt des Gesetzentwurfs betrifft die Finanzierung. Künftig sollen finanzielle Zuwendungen aus Drittstaaten ab 10.000 Euro pro Jahr offengelegt werden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit will die Bundesregierung Geldflüsse nachvollziehbarer machen. Aus ihrer Sicht soll so schneller erkennbar werden, ob hinter Vereinsaktivitäten politische oder extremistische Einflussversuche stehen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fberlin-will-extremismus-und-auslandssteuerung-in-vereinen-staerker-eindaemmen%2F&action_name=Berlin%20will%20Extremismus%20und%20Auslandssteuerung%20in%20Vereinen%20st%C3%A4rker%20eind%C3%A4mmen&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-will-extremismus-und-auslandssteuerung-in-vereinen-staerker-eindaemmen/">Berlin will Extremismus und Auslandssteuerung in Vereinen stärker eindämmen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Regierungsbefragung Bundeskanzler Friedrich Merz 2026</media:title>
			<media:description type="html">Bundeskanzler Friedrich Merz antwortet bei einer Regierungsbefragung im Bundestag auf die Fragen der Abgeordneten.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreich und Afrikanische Union dringen auf engere Abstimmung in Afrikas Krisen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-und-afrikanische-union-dringen-auf-engere-abstimmung-in-afrikas-krisen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 08:13:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Frankreich und die Afrikanische Union rücken in Paris zentrale Streitfragen der Weltpolitik ins Zentrum: UN-Reform, Schulden, Sahel, Sudan und die Rolle Afrikas in der globalen Ordnung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-afrikanische-union-dringen-auf-engere-abstimmung-in-afrikas-krisen%2F&amp;action_name=Frankreich%20und%20Afrikanische%20Union%20dringen%20auf%20engere%20Abstimmung%20in%20Afrikas%20Krisen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-afrikanische-union-dringen-auf-engere-abstimmung-in-afrikas-krisen/">Frankreich und Afrikanische Union dringen auf engere Abstimmung in Afrikas Krisen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und die Kommission der Afrikanischen Union haben ihren strategischen Dialog in Paris genutzt, um den Druck für eine Reform der Vereinten Nationen zu erhöhen und ihre Zusammenarbeit in mehreren Krisen des Kontinents zu bekräftigen. Am selben Tag kamen Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der Präsident der AU-Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, zur dritten Sitzung dieses Formats zusammen. Im Zentrum standen die Reform des UN-Sicherheitsrats, Konflikte in Sudan, in der Region der Großen Seen, in Somalia und im Sahel sowie Fragen von Finanzierung, Verschuldung, Klima, Gesundheit und Wasserpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Afrikanische Union ist das Treffen auch deshalb von Gewicht, weil Frankreich die afrikanische Position zur Reform des Sicherheitsrats ausdrücklich aufgriff. Beide Seiten verwiesen auf den Ezulwini-Konsens und die Syrte-Erklärung, mit denen Afrika seit Jahren mehr Einfluss im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen fordert. Nach Vorstellung der Gesprächspartner soll <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">ein bald in New York vorgestelltes afrikanisches Reformmodell neue Bewegung in die festgefahrene Debatte bringen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-und-addis-abeba-wollen-afrikas-stimme-starken"><span id="paris-und-addis-abeba-wollen-afrikas-stimme-staerken">Paris und Addis Abeba wollen Afrikas Stimme stärken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im gemeinsamen Kommuniqué machten beide Seiten deutlich, dass die internationale Ordnung aus ihrer Sicht stärker auf Völkerrecht, Verantwortung, Solidarität und universelle Regeln gestützt werden muss. Daraus leiteten sie die Forderung nach einer weitreichenden Reform des multilateralen Systems ab. Neben dem Sicherheitsrat nannten sie auch das G20-Format und die französische G7-Präsidentschaft als Bühnen, auf denen Afrika künftig sichtbarer und einflussreicher auftreten soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit geht es nicht nur um Diplomatie im engeren Sinn. Im Kern steht auch die Frage, wie afrikanische Interessen in den globalen Machtzentren künftig stärker verankert werden können. Für die Afrikanische Union ist das zentral, weil Entscheidungen über Sicherheit, Schulden, Handel oder Klimafinanzierung noch immer oft außerhalb des Kontinents fallen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schulden-finanzierung-und-wirtschaftlicher-umbau-rucken-in-den-mittelpunkt"><span id="schulden-finanzierung-und-wirtschaftlicher-umbau-ruecken-in-den-mittelpunkt">Schulden, Finanzierung und wirtschaftlicher Umbau rücken in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der internationalen Finanzarchitektur. Frankreich und die AU-Kommission betonten, dass Afrika besseren Zugang zu Finanzierung braucht, ebenso Fortschritte beim Umgang mit Schulden und mehr Mittel für Industrialisierung, wirtschaftliche Transformation und den ökologischen Wandel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26511 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten stellten diese Agenda in den Zusammenhang mit der Agenda 2063 der Afrikanischen Union sowie mit dem internationalen Reformansatz für Wohlstand, Menschen und Planet. Auch Klima- und Gesundheitsfragen wurden ausdrücklich als gemeinsame Handlungsfelder benannt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich griffen Frankreich und die AU-Kommission das AU-Jahresthema 2026 auf, das den Herausforderungen rund um Wasser und Sanitärversorgung gewidmet ist. Im Vordergrund standen dabei Gesundheitsfragen, der Zugang zu sauberem Trinkwasser und die zunehmende Wasserknappheit in Teilen Afrikas infolge des Klimawandels.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-linie-bei-sudan-kongo-somalia-und-sahel"><span id="gemeinsame-linie-bei-sudan-kongo-somalia-und-sahel">Gemeinsame Linie bei Sudan, Kongo, Somalia und Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Breiten Raum nahmen die regionalen Krisen ein. Mit Blick auf den Sudan bekannten sich beide Seiten zur Einheit und territorialen Integrität des Landes. Zugleich stellten sie eine politische Lösung in den Vordergrund und riefen zu einer sofortigen humanitären Feuerpause auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die <a href="https://fokus-afrika.de/internationale-kontaktgruppe-fordert-einhaltung-der-waffenruhe-im-ostkongo/" type="post" id="25370">Region der Großen Seen </a>bekräftigten Frankreich und die AU-Kommission ihre Unterstützung für eine politische Lösung auf Grundlage des Völkerrechts sowie der Souveränität und territorialen Integrität der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a>. Sie verwiesen zudem auf die humanitäre Lage und unterstrichen, wie <a href="https://fokus-afrika.de/ich-hoffe-dass-dies-den-beginn-der-schrittweisen-wiedereroeffnung-des-flughafens-goma-markiert/" type="post" id="24713">wichtig wiederaufgenommene Flüge von und nach Goma für Hilfslieferungen und Zugänge in die Krisenregion sind.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> spielte in den Gesprächen eine wichtige Rolle. Beide Seiten betonten, dass die Stabilisierung des Landes <a href="https://fokus-afrika.de/tuerkischer-geheimdienstbericht-warnt-vor-fuenf-risiken-in-somalia/" type="post" id="22699">ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit im Roten Meer sei,</a> das zuletzt durch zunehmende Störungen von Handelswegen und der Schifffahrtsfreiheit zusätzlich unter Druck geraten ist.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26512 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a> äußerten Frankreich und die AU-Kommission große Sorge über<a href="https://fokus-afrika.de/us-geheimdienste-ruecken-afrika-als-brennpunkt-von-terror-und-rohstoffkonkurrenz-in-den-fokus/" type="post" id="25794"> die anhaltende Bedrohung durch Terrorismus und gewaltsamen Extremismus.</a> Sie warben für einen breiteren Ansatz, der Sicherheitsmaßnahmen mit politischen, wirtschaftlichen und sozialen Antworten verbindet, und erklärten ihre Solidarität mit den Bevölkerungen, die unter der Gewalt leiden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nairobi-soll-zur-nachsten-wegmarke-werden"><span id="nairobi-soll-zur-naechsten-wegmarke-werden">Nairobi soll zur nächsten Wegmarke werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des Austauschs war auch <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">der bevorstehende Africa-Forward-Gipfel am 11. und 12. Mai in Nairobi,</a> an dem Mahmoud Ali Youssouf teilnehmen soll. Nach Darstellung im <a href="https://au.int/en/pressreleases/20260413/dialogue-strategique-entre-la-france-et-la-commission-de-lunion-africaine">Kommuniqué</a> soll das Treffen dazu dienen, gemeinsame und konkrete Antworten auf zentrale politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen zu entwickeln. Die AU-Kommission soll zudem eng in die Nachverfolgung und Umsetzung der Ergebnisse eingebunden werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Heureux d’accueillir le Président de la Commission de l’Union africaine, Mahmoud Ali Youssouf.<br> <br>Dans un monde de plus en plus bousculé, l’Union africaine est un interlocuteur essentiel de la France, de l’Union européenne et de la communauté internationale… <a href="https://t.co/C72v4jWHIo">pic.twitter.com/C72v4jWHIo</a></p>— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/2043660735067156798?ref_src=twsrc%5Etfw">April 13, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rand des strategischen Dialogs wurde der Präsident der AU-Kommission auch von Frankreichs Präsidenten Macron empfangen. Zudem besuchte er gemeinsam mit der beigeordneten Ministerin Eléonore Caroit das Haus der afrikanischen Welten MansA, wo Gespräche mit jungen Vertretern der Zivilgesellschaft und afrikanischen Diasporas in Frankreich stattfanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU-Kommission hob in diesem Zusammenhang auch die französische Unterstützung für die operative Umsetzung der <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-business-forum-2025-afrikanischer-freihandel-soll-bald-realitaet-werden/" type="post" id="14089">Afrikanischen Freihandelszone ZLECAF</a> sowie die Bereitstellung von Fachwissen zur <a href="https://fokus-afrika.de/88-millionen-euro-fuer-agenda-2063-afrikanische-union-und-deutschland-vertiefen-partnerschaft/" type="post" id="22185">Umsetzung der Agenda 2063</a> hervor.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-afrikanische-union-dringen-auf-engere-abstimmung-in-afrikas-krisen%2F&action_name=Frankreich%20und%20Afrikanische%20Union%20dringen%20auf%20engere%20Abstimmung%20in%20Afrikas%20Krisen&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-afrikanische-union-dringen-auf-engere-abstimmung-in-afrikas-krisen/">Frankreich und Afrikanische Union dringen auf engere Abstimmung in Afrikas Krisen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Selbstmordanschläge überschatten Papstbesuch in Algerien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/selbstmordanschlaege-ueberschattet-papstbesuch-in-algerien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 18:22:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Während Papst Leo XIV seinen historischen ersten Besuch im Land beginnt, treffen zwei Selbstmordanschläge die Provinz Blida. Mindestens zwei Polizisten sterben.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fselbstmordanschlaege-ueberschattet-papstbesuch-in-algerien%2F&amp;action_name=Selbstmordanschl%C3%A4ge%20%C3%BCberschatten%20Papstbesuch%20in%20Algerien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/selbstmordanschlaege-ueberschattet-papstbesuch-in-algerien/">Selbstmordanschläge überschatten Papstbesuch in Algerien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Papst Leo XIV hat am Montag als erster Papst überhaupt Algerien besucht, während zeitgleich zwei Selbstmordanschläge die Provinz Blida südlich von Algier erschütterten. Die Attentate trafen ein Sicherheitsdirektorat im Zentrum von Blida sowie einen weiteren Standort nahe eines Lebensmittelunternehmens. Mindestens zwei Polizisten wurden getötet, mehrere Zivilisten verletzt. Damit wurde der erste Papstbesuch der algerischen Geschichte noch während seines Auftakts von tödlicher Gewalt überschattet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. April fiel der Doppelschlag genau in die ersten Stunden des Besuchs von Leo XIV in Algerien. Während der Papst in Algier zu Frieden, Versöhnung und einem Ende der Gewalt aufrief, detonierten in Blida die Sprengsätze. Der Zeitpunkt verleiht den Anschlägen weit über die Provinz hinaus politische Wucht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zwei-selbstmordanschlage-treffen-blida"><span id="zwei-selbstmordanschlaege-treffen-blida">Zwei Selbstmordanschläge treffen Blida</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Attentat richtete sich gegen ein Sicherheitsdirektorat im Zentrum von Blida. Das zweite traf einen Standort in der Nähe eines Lebensmittelunternehmens in der Provinz. Beide Angriffe wurden von Selbstmordattentätern verübt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Algeria?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Algeria</a> 🇩🇿: Two attackers with explosive vests carried out suicide bombing attacks in <a href="https://twitter.com/hashtag/Blida?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Blida</a>. The attack took place during the visit of the <a href="https://twitter.com/hashtag/Pope?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Pope</a>.<br><br>Reportedly at least one police officer killed as a result of the detonation of “Person-Borne Improvised Explosive Devices” (PBIED). <a href="https://t.co/AFOHX0tO5i">pic.twitter.com/AFOHX0tO5i</a></p>— War Noir (@war_noir) <a href="https://twitter.com/war_noir/status/2043713928484569565?ref_src=twsrc%5Etfw">April 13, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Todesopfern befinden sich mindestens zwei Polizisten. Mehrere Zivilisten wurden verletzt. Eine Bekennung zu den Anschlägen lag zunächst nicht vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-papst-ruft-in-algier-zu-frieden-auf"><span id="papst-ruft-in-algier-zu-frieden-auf">Papst ruft in Algier zu Frieden auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Leo XIV begann seinen Besuch in Algerien mit einer Botschaft der Versöhnung. In Algier rief er dazu auf, Gewalt nicht das letzte Wort zu überlassen, und warb für Gerechtigkeit, Dialog und Frieden. Der Papst traf Präsident Abdelmadjid Tebboune und setzte mit dem Besuch der Großen Moschee von Algier ein starkes Zeichen für den christlich-muslimischen Dialog.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Pope_Leo_XIV_in_the_popemobile_at_his_inauguration-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-26488 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Pope_Leo_XIV_in_the_popemobile_at_his_inauguration-1024x681.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Pope_Leo_XIV_in_the_popemobile_at_his_inauguration-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Pope_Leo_XIV_in_the_popemobile_at_his_inauguration-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Pope_Leo_XIV_in_the_popemobile_at_his_inauguration-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Pope_Leo_XIV_in_the_popemobile_at_his_inauguration-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Pope_Leo_XIV_in_the_popemobile_at_his_inauguration-1160x771.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Pope_Leo_XIV_in_the_popemobile_at_his_inauguration.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb trifft die Gewalt den Kern dieser Reise. Der Besuch sollte als historisches Signal der Annäherung gelesen werden. Stattdessen wurde sein Auftakt fast zeitgleich von einem tödlichen Doppelanschlag begleitet.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ende-der-langsten-phase-ohne-bestatigte-selbstmordanschlage"><span id="ende-der-laengsten-phase-ohne-bestaetigte-selbstmordanschlaege">Ende der längsten Phase ohne bestätigte Selbstmordanschläge</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Anschlägen von Blida endet in Algerien die längste Phase ohne bestätigte Selbstmordanschläge seit August 2017. Damit markiert der 13. April einen sicherheitspolitischen Einschnitt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt der historische Kontext. Die Anschläge ereigneten sich nur zwei Tage nach dem 19. Jahrestag der schweren Doppelanschläge vom 11. April 2007 in Algier. Damals verübte Al-Qaida im Islamischen Maghreb koordinierte Angriffe mit 33 Toten. Der neue Doppelschlag in Blida reiht sich damit in einen hochsensiblen Erinnerungskorridor der algerischen Sicherheitsgeschichte ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-fallt-auch-in-eine-debatte-uber-religionsfreiheit"><span id="besuch-faellt-auch-in-eine-debatte-ueber-religionsfreiheit">Besuch fällt auch in eine Debatte über Religionsfreiheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Papstbesuch war schon vor seiner Ankunft politisch aufgeladen. Internationale Menschenrechtsorganisationen hatten Leo XIV aufgefordert, bei seinen Gesprächen in Algerien auch Religionsfreiheit und Menschenrechte anzusprechen. Dabei geht es unter anderem um die Schließung protestantischer Kirchen, staatliche Beschränkungen für nichtmuslimische Gebetsstätten und den Druck auf religiöse Minderheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/papst-leo-xiv-besucht-algerien-im-april/" type="post" id="25147">Reise steht damit von Beginn</a> an unter doppelter Spannung. Sie ist ein historischer Moment für den interreligiösen Dialog und zugleich ein Besuch in einem Land, in dem Sicherheitsfragen, staatliche Kontrolle und die Lage religiöser Minderheiten eng miteinander verknüpft sind. <a href="https://fokus-afrika.de/papst-leo-xiv-reist-im-april-nach-algerien-kamerun-angola-und-aequatorialguinea/" type="post" id="26245">Der Papst wird seine Reise in weitere afrikanische Staaten fortsetzen.</a></p>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio attends the Papal Inauguration Mass in Vatican City, the Holy See, May 18, 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Kenias Präsident Ruto stellt Afrikanische Union offen infrage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-stellt-afrikanische-union-offen-infrage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 16:03:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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<p>„Nicht geeignet für die Zukunft“: Kenias Präsident William Ruto greift die Afrikanische Union frontal an und fordert einen tiefgreifenden Umbau der Organisation.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkenias-praesident-ruto-stellt-afrikanische-union-offen-infrage%2F&amp;action_name=Kenias%20Pr%C3%A4sident%20Ruto%20stellt%20Afrikanische%20Union%20offen%20infrage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-stellt-afrikanische-union-offen-infrage/">Kenias Präsident Ruto stellt Afrikanische Union offen infrage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto hat die Afrikanische Union in ihrer jetzigen Form als nicht zukunftsfähig bezeichnet und einen grundlegenden Umbau der Organisation gefordert. Die Aussage fiel bei der Mashariki Cooperation Conference in Kenia, wo Ruto erklärte, die AU sei „nicht geeignet“, die Führung zu leisten, die Afrika künftig brauche. Damit hat <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region/">einer der einflussreichsten Staatschefs Ostafrikas</a> die Reformdebatte über die kontinentale Organisation öffentlich neu zugespitzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. April trat Ruto bei der Konferenz auf, die sich mit geopolitischen Verschiebungen und Afrikas Sicherheitsarchitektur befasste. Veranstaltungsort war Diani im County Kwale an Kenias Küste. Organisiert wurde das Treffen vom kenianischen <a href="https://fokus-afrika.de/geheimdienst-bestaetigt-1-000-kenianer-sollen-fuer-russland-im-ukraine-krieg-kaempfen/" type="post" id="24864">National Intelligence Service</a>, an dem hochrangige Vertreter aus Sicherheits- und Regierungsstrukturen teilnahmen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruto-verbindet-sicherheitsfragen-mit-au-reform"><span id="ruto-verbindet-sicherheitsfragen-mit-au-reform">Ruto verbindet Sicherheitsfragen mit AU-Reform</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto machte deutlich, dass seine Kritik nicht nur auf Verwaltungsfragen zielt. Er verknüpfte die Schwächen der AU direkt mit den sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen des Kontinents. Nach seinen Worten hätten ihn andere afrikanische Staats- und Regierungschefs damit beauftragt, an einer Reform der Institutionen und Organe der Afrikanischen Union mitzuwirken, damit sie „für den Zweck geeignet“ werde. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFeOnN2XkAA3q-n-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26450 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFeOnN2XkAA3q-n-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFeOnN2XkAA3q-n-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFeOnN2XkAA3q-n-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFeOnN2XkAA3q-n-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFeOnN2XkAA3q-n-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFeOnN2XkAA3q-n-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFeOnN2XkAA3q-n-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFeOnN2XkAA3q-n.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders scharf fiel seine zentrale Kritik aus. „Ich kann Ihnen ohne den geringsten Zweifel sagen, dass die Afrikanische Union in ihrer heutigen Form nicht in der Lage ist, die Führung zu leisten, die dieser Kontinent für die Zukunft braucht“, sagte Ruto. Zugleich forderte er Unterstützung dabei, eine AU zu entwerfen, die Afrikas Potenzial besser freisetzen könne. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-trifft-einen-lange-umstrittenen-punkt"><span id="kritik-trifft-einen-lange-umstrittenen-punkt">Kritik trifft einen lange umstrittenen Punkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte über die Handlungsfähigkeit der AU ist nicht neu. Seit Jahren steht die Organisation in der Kritik, bei Konflikten, Staatskrisen und sicherheitspolitischen Bedrohungen oft zu langsam, zu bürokratisch oder politisch zu zersplittert zu reagieren. Ruto griff diese Zweifel nun in ungewöhnlich direkter Form auf und verschob die Diskussion damit wieder auf die Ebene der Staats- und Regierungschefs. Diese Zuspitzung verleiht der Reformfrage neues politisches Gewicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Ruto seine Worte ausgerechnet auf einer Konferenz zur Sicherheitsarchitektur Afrikas wählte, ist dabei politisch relevant. Er stellte die Reform der AU nicht als abstrakte Verwaltungsfrage dar, sondern als Antwort auf Terrorismus, transnationale Kriminalität, Putsche und geopolitischen Druck. Damit verbindet er institutionellen Umbau mit dem Anspruch, die Organisation handlungsfähiger zu machen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-die-finanzierung-bleibt-ein-kernproblem"><span id="auch-die-finanzierung-bleibt-ein-kernproblem">Auch die Finanzierung bleibt ein Kernproblem</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Streitpunkt der Reformdebatte bleibt die Finanzierung der Afrikanischen Union. Die AU selbst verweist darauf, dass die Staats- und Regierungschefs 2016 in Kigali eine Abgabe von 0,2 Prozent auf förderfähige Importe beschlossen haben, um die Union verlässlicher aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Ziel war es, die <a href="https://fokus-afrika.de/88-millionen-euro-fuer-agenda-2063-afrikanische-union-und-deutschland-vertiefen-partnerschaft/" type="post" id="22185">Abhängigkeit von externen Geldgebern zu verringern</a> und die Finanzierung von Verwaltung, Programmen und Friedensoperationen planbarer zu machen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFdJYGVW4AAqaDt-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26449 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFdJYGVW4AAqaDt-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFdJYGVW4AAqaDt-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFdJYGVW4AAqaDt-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFdJYGVW4AAqaDt-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFdJYGVW4AAqaDt-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFdJYGVW4AAqaDt-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFdJYGVW4AAqaDt.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die AU nennt die Finanzierung seit Jahren eine Voraussetzung für mehr politische Eigenständigkeit. Gleichzeitig zeigen offizielle Angaben, dass die Umsetzung dieser Importabgabe in den Mitgliedstaaten nur schrittweise vorankommt. Auch deshalb bleibt die Frage offen, wie weit Reformbeschlüsse auf dem Papier reichen und wie konsequent sie tatsächlich umgesetzt werden. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruto-erhoht-den-druck-auf-die-kommenden-gipfel"><span id="ruto-erhoeht-den-druck-auf-die-kommenden-gipfel">Ruto erhöht den Druck auf die kommenden Gipfel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Reformvorschläge legte der kenianische Präsident in seiner Rede nicht vor. Seine Wortwahl erhöht jedoch den Druck auf die nächsten Beratungen der Afrikanischen Union, bei denen die Reform ihrer Organe, Entscheidungswege und Finanzierungsstruktur erneut Thema werden dürfte. Ruto hat die Debatte damit auf einen Punkt zugespitzt, der weit über Kenia hinausreicht: die Frage, ob die AU in ihrer jetzigen Form den politischen und sicherheitspolitischen Anforderungen des Kontinents noch gerecht wird.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Benins Finanzminister Wadagni geht als Favorit in Präsidentenwahl</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/benins-finanzminister-wadagni-geht-als-favorit-in-praesidentenwahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 11:44:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Benin wählt einen neuen Präsidenten, doch über der Abstimmung liegt der Krieg im Norden. Neue Berichte über französische Spezialkräfte im Einsatz verschärfen die sicherheitspolitische Dimension des Wahlkampfs.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbenins-finanzminister-wadagni-geht-als-favorit-in-praesidentenwahl%2F&amp;action_name=Benins%20Finanzminister%20Wadagni%20geht%20als%20Favorit%20in%20Pr%C3%A4sidentenwahl&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Benins Finanzminister Romuald Wadagni will am Sonntag selbst Staatschef werden und geht als klarer Favorit in die Präsidentenwahl. Die <a href="https://fokus-afrika.de/benins-praesidentenwahl-geht-in-die-schlussphase/">Abstimmung fällt in eine Phase wachsender Unsicherheit</a>, nachdem jihadistische Gruppen ihre Angriffe im Norden des Landes ausgeweitet haben. Wadagni steht für die wirtschafts- und staatspolitische Linie von Präsident Patrice Talon, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren darf. Die Wahl entscheidet damit nicht nur über die Nachfolge an der Staatsspitze, sondern auch über die Fortsetzung eines Machtmodells, das wirtschaftliche Erfolge mit einem enger gewordenen politischen Raum verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadagni ist 49 Jahre alt, stammt aus Lokossa im Süden Benins und gehört seit Jahren zu den zentralen Figuren der Regierung Talon. Der frühere Deloitte-Manager hat als Finanzminister maßgeblich an der Wirtschaftsagenda des Präsidenten mitgewirkt. Seine Kampagne verweist auf einen verdreifachten Staatshaushalt und auf die höchsten Wachstumsraten des Landes seit mehr als zwei Jahrzehnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-technokrat-will-selbst-an-die-staatsspitze"><span id="ein-technokrat-will-selbst-an-die-staatsspitze">Ein Technokrat will selbst an die Staatsspitze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lange galt Wadagni als Mann im Hintergrund. Nun versucht er den Wechsel vom Regierungsmanager zum Präsidenten. Seit seiner Nominierung durch das Regierungslager im vergangenen September hat er jeden Eindruck eines politischen Bruchs vermieden. Im Gegenteil: Er setzt offen auf Kontinuität.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">🇧🇯 COTONOU.<br><br>Aujourd’hui, c’était spécial. Vous avez répondu présents, si nombreux.<br><br>En vous regardant, j’ai ressenti à la fois l’honneur… et le poids de la responsabilité.<br><br>Cette confiance nous engage. Nous devons être à la hauteur.<br><br>Ce dimanche 12 avril, faisons compter chaque… <a href="https://t.co/FNCfkHXPJt">pic.twitter.com/FNCfkHXPJt</a></p>— Romuald Wadagni (@WadagniRomuald) <a href="https://twitter.com/WadagniRomuald/status/2042669371416306060?ref_src=twsrc%5Etfw">April 10, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Unterstützern sagte Wadagni im März, er habe unter Talon „einen Ihrer wertvollsten Schätze verwaltet: Ihr Geld“. Als Präsident werde er diese Aufgabe „mit derselben Ernsthaftigkeit und Hingabe“ erfüllen. Auch inhaltlich verspricht er keinen Kurswechsel, sondern eine Fortsetzung der bisherigen Linie mit neuen Entwicklungszentren im Land, einer breiteren Verteilung von Industrie- und Tourismusinvestitionen sowie einem besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-sicherheitslage-im-norden-uberschattet-den-wahlkampf"><span id="die-sicherheitslage-im-norden-ueberschattet-den-wahlkampf">Die Sicherheitslage im Norden überschattet den Wahlkampf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">So stark Wadagni wirtschaftliche Kontinuität betont, so sehr wird der Wahlkampf von der Sicherheitslage bestimmt. Benin ist unter den Küstenstaaten Westafrikas inzwischen besonders stark von der <a href="https://fokus-afrika.de/15-tote-bei-terrorangriff-der-jnim-auf-militaerposten-in-benin/">Ausbreitung jihadistischer Gewalt</a> betroffen. Vor allem die Grenzräume zu Niger und Burkina Faso haben sich zu aktiven Konfliktzonen entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gruppen mit Verbindungen zu Al-Qaida und zum sogenannten Islamischen Staat haben ihre Angriffe dort zuletzt deutlich verstärkt. Vor einem Jahr tötete die mit Al-Qaida verbundene Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin 54 beninische Soldaten bei einem Angriff. Im vergangenen Monat kamen bei einer weiteren Attacke 15 Soldaten ums Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der westafrikanische Analyst Gilles Yabi sagte, Benin habe historisch nie eine Lage erlebt, in der es „solch ernste Bedrohungen“ und „diese regelmäßigen Verluste in der Armee“ gebe. Damit rückt die Sicherheitsfrage mitten in eine Wahl, die ursprünglich stark von Wirtschafts- und Kontinuitätsversprechen geprägt war.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-unterstutzt-benin-auch-militarisch-im-norden"><span id="frankreich-unterstuetzt-benin-auch-militaerisch-im-norden">Frankreich unterstützt Benin auch militärisch im Norden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur angespannten Lage im Norden gehört inzwischen auch eine <a href="https://fokus-afrika.de/benin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen/">diskrete französische Militärpräsenz</a>. Offiziell spricht Paris von Ausbildungsmissionen für beninische Streitkräfte, um die Armee bei der Abwehr jihadistischer Vorstöße im Grenzraum zu stärken. Französische Soldaten waren in den vergangenen Monaten demnach unter anderem in Parakou und Kandi präsent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.lemonde.fr/afrique/article/2026/04/10/dans-le-nord-du-benin-l-appui-discret-des-forces-speciales-francaises-au-combat-contre-les-djihadistes_6678764_3212.html">Informationen von <em>Le Monde</em></a> geht die Zusammenarbeit über Ausbildung hinaus. Demnach beteiligen sich auch Angehörige französischer Spezialkräfte an Kampfeinsätzen an der Seite der beninischen Armee. Die Zeitung verweist zudem darauf, dass Mitglieder des französischen Kommandos für Spezialoperationen beninische Spezialkräfte ausbilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitische Zusammenarbeit erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, weil die beninische Spezialeinheit zuvor von Oberstleutnant Pascal Tigri geführt worden war. Er gilt als Kopf der Meuterei vom 7. Dezember 2025 in Cotonou.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-putschversuch-vom-dezember-wirkt-nach"><span id="der-putschversuch-vom-dezember-wirkt-nach">Der Putschversuch vom Dezember wirkt nach</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Schwere bekam die Lage durch den <a href="https://fokus-afrika.de/putschversuch-in-benin-frankreich-und-ecowas-stuetzen-regierung-talon/">Putschversuch vom 7. Dezember</a>. Unzufriedene Soldaten übernahmen in den frühen Morgenstunden vorübergehend den staatlichen Fernsehsender und rückten so nah an Präsident Talon heran, dass dieser die Zusammenstöße unmittelbar miterlebte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="421" height="237" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB.jpg" alt="" class="wp-image-22855 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB.jpg 421w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 421px) 100vw, 421px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nigeria flog Luftangriffe, und die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS setzte Teile ihrer Bereitschaftstruppe ein, um Talon im Amt zu halten. Rund 100 mutmaßliche Beteiligte sitzen laut den vorliegenden Angaben im Gefängnis und warten auf ihren Prozess.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Putschisten begründeten ihr Vorgehen unter anderem mit der Vernachlässigung der Soldaten, die im Norden an der Front stehen. Damit griffen sie ein Thema auf, das auch im öffentlichen Raum an Gewicht gewonnen hat: den Eindruck, dass der Staat den Druck der Gewalt an seinen nördlichen Grenzen nur unzureichend auffängt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wadagni-setzt-auf-prasenz-und-kontrolle"><span id="wadagni-setzt-auf-praesenz-und-kontrolle">Wadagni setzt auf Präsenz und Kontrolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadagni versucht im Wahlkampf, gerade daraus politisches Kapital zu ziehen. Er hat mehrere Kundgebungen im Landesinneren abgehalten, darunter in Parakou und Tanguiéta. Die Auftritte sollten auch zeigen, dass der Staat sein gesamtes Territorium weiterhin kontrolliert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="832" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-1024x832.jpeg" alt="" class="wp-image-26252 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-1024x832.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-300x244.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-768x624.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-1536x1248.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-380x309.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-800x650.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-1160x943.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich kündigte er an, in nördlichen Grenzkommunen kommunale Polizeikräfte aufzubauen, um Angriffe besser abwehren zu können. Damit verbindet seine Kampagne wirtschaftliche Entwicklung mit einem sichtbaren Versprechen staatlicher Ordnung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwache-opposition-erleichtert-den-weg-zur-macht"><span id="schwache-opposition-erleichtert-den-weg-zur-macht">Schwache Opposition erleichtert den Weg zur Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadagnis Favoritenrolle hängt jedoch nicht nur mit seiner Regierungsnähe oder seiner Bekanntheit zusammen. Sie ist auch Ergebnis eines <a href="https://fokus-afrika.de/benin-praesidentenlager-gewinnt-alle-109-sitze-bei-parlamentswahlen-2026/">politischen Systems, in dem die Opposition unter Talon Schritt für Schritt an Einfluss verloren hat</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Präsidentenwahl tritt ihm nur ein einziger Kandidat gegenüber: Paul Hounkpè von den Cowry Forces for an Emerging Benin. Hounkpè hält der Regierung entgegen, dass viele Bürgerinnen und Bürger von den hohen Wachstumszahlen und den sichtbaren Prestigeprojekten im Tourismussektor nicht profitierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste Oppositionskraft, die Partei The Democrats, schaffte es nicht, genügend Abgeordnete zu finden, um überhaupt einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Auch bei den Parlamentswahlen im Januar gewann sie keinen einzigen Sitz. Für Wadagni bedeutet das einen deutlich leichteren Weg an die Spitze des Staates.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kontinuitat-mit-offenem-machtanspruch"><span id="kontinuitaet-mit-offenem-machtanspruch">Kontinuität mit offenem Machtanspruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau darin liegt die politische Brisanz dieser Wahl. Unterstützer Talons argumentieren, eine starke Präsidentschaft sei wirksamer, um das Land zu entwickeln und Sicherheitskrisen zu begegnen. Kritiker sehen dagegen einen immer engeren politischen Raum und warnen vor weiterer Machtkonzentration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nina Wilen vom Egmont Royal Institute for International Relations verweist auf das Risiko, dass anhaltende Unsicherheit im Norden den Druck auf die Opposition weiter erhöhen könnte. Wo sich jihadistische Gewalt ausbreite, wollten Regierungen oft vollständige Kontrolle behalten, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Benin steht damit am Sonntag mehr auf dem Spiel als nur ein personeller Wechsel. Die Wahl verbindet drei Konfliktlinien in einer Abstimmung: wirtschaftliche Kontinuität, wachsende Unsicherheit im Norden und die Frage, wie viel politischer Wettbewerb im Land noch möglich ist.</p>
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		<title>UN-Sicherheitsrat warnt nach Rekordzahl getöteter Helfer vor Kollaps von Friedensmissionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-warnt-nach-rekordzahl-getoeteter-helfer-vor-kollaps-von-friedensmissionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 13:28:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 1.000 getötete humanitäre Helfer in drei Jahren. Im UN-Sicherheitsrat wächst der Druck auf Staaten und Konfliktparteien, Angriffe auf Hilfskräfte und UN-Personal endlich konsequent zu ahnden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-warnt-nach-rekordzahl-getoeteter-helfer-vor-kollaps-von-friedensmissionen%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20warnt%20nach%20Rekordzahl%20get%C3%B6teter%20Helfer%20vor%20Kollaps%20von%20Friedensmissionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Angesichts einer Rekordzahl getöteter humanitärer Helfer und UN-Beschäftigter hat der UN-Sicherheitsrat mehr Schutz, mehr Rechenschaft und die konsequente Einhaltung des humanitären Völkerrechts gefordert. Im Sicherheitsrat stand die <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16331.doc.htm">Lage</a> von Hilfskräften und UN-Personal in bewaffneten Konflikten im Mittelpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tom Fletcher, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator, sprach von einem dramatischen Einbruch bestehender Schutzmechanismen. 2025 seien mindestens 326 humanitäre Helfer in 21 Ländern getötet worden. In den vergangenen drei Jahren habe die Zahl damit insgesamt bei mehr als 1.010 gelegen. Zum Vergleich verwies Fletcher darauf, dass in den drei Jahren davor weltweit 377 humanitäre Helfer getötet worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist keine zufällige Eskalation, sondern der Zusammenbruch von Schutz“, sagte Fletcher vor dem Sicherheitsrat. Von den Todesfällen der vergangenen drei Jahre entfielen nach seinen Angaben mehr als 560 auf Gaza und das Westjordanland, 130 auf Sudan, 60 auf Südsudan sowie jeweils 25 auf die Ukraine und die Demokratische Republik Kongo.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-vertreter-verlangen-mehr-als-neue-bekenntnisse"><span id="un-vertreter-verlangen-mehr-als-neue-bekenntnisse">UN-Vertreter verlangen mehr als neue Bekenntnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fletcher stellte die Frage, ob die internationale Gemeinschaft noch hinter der Resolution 2730 aus dem Jahr 2024 stehe. Der Text war in einer Phase wachsender Gefahren für humanitäres Personal sowie für UN- und assoziierte Beschäftigte in Konfliktgebieten verabschiedet worden. Die Resolution wurde von der Schweiz eingebracht und von mehr als 90 Mitgliedstaaten mitgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sei eine Beleidigung für die mehr als 1.000 getöteten Kollegen, nur noch einmal die bekannten Zusagen zu wiederholen, sagte Fletcher mit Blick auf Schutz, Integrität und Rechenschaft. Die Vereinten Nationen kämen nicht in den Rat, um an diese Zusagen zu erinnern, sondern um deren Umsetzung einzufordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Gilles Michaud, Untergeneralsekretär für Sicherheit und Gefahrenabwehr, warf den Mitgliedstaaten mangelnde Konsequenz vor. Er erinnerte an den <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/" type="post" id="25608">Tod eines Mitarbeiters des Kinderhilfswerks UNICEF</a>, als im März 2026 in Goma eine Drohne ein Wohnhaus traf, an den Tod eines Mitarbeiters der Weltgesundheitsorganisation WHO bei einem versuchten Kidnapping in Port-au-Prince im November 2025 und an den Tod eines Mitarbeiters des UN-Sicherheitsdienstes, der im Mai 2024 in Gaza von einem Panzer getroffen wurde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26370 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Bis heute ist niemand für ihren Tod zur Verantwortung gezogen worden“, sagte Michaud. Seit seinem Amtsantritt 2019 hätten Umfang, Intensität und Häufigkeit der Bedrohungen gegen humanitäres Personal weiter zugenommen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-richtet-sich-auch-an-staaten"><span id="kritik-richtet-sich-auch-an-staaten">Kritik richtet sich auch an Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Michaud sagte, Angriffe auf Helfer gingen nicht mehr nur von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen aus. Sie kämen inzwischen auch von Mitgliedstaaten, die sich zwar zum humanitären Völkerrecht bekennten, es in der Praxis aber missachteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verwies er auf <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">jüngste Haushaltskürzungen</a>, die den globalen Sicherheitsschutz für <a href="https://fokus-afrika.de/finanzkrise-gefaehrdet-polizeiarbeit-in-un-friedenseinsaetzen/" type="post" id="24377">humanitäres Personal geschwächt</a> hätten. Dadurch würden Mitarbeiter stärker gefährdet, Programme verwundbarer und Mandate schwerer umsetzbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er forderte „echte, folgenschwere Maßnahmen“ gegen alle, die die Sicherheit von Frauen und Männern gefährden, deren Arbeit Leben rette. Andernfalls blieben politische Reaktionen, so Michaud, bestenfalls „Zeichen von Hilflosigkeit“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rotes-kreuz-spricht-von-verlust-an-menschlichkeit"><span id="rotes-kreuz-spricht-von-verlust-an-menschlichkeit">Rotes Kreuz spricht von Verlust an Menschlichkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz drängte auf sofortige Schritte. Elyse Nicole Mosquini, Ständige Beobachterin und Leiterin der Delegation des IKRK bei den Vereinten Nationen, erklärte, jeder einzelne Tod stehe für „ein Versagen der Menschlichkeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihren Angaben wurden allein 2025 mindestens 31 Mitarbeiter und Freiwillige der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung bei humanitären Einsätzen getötet. Dazu zähle auch der 20-jährige Abolfazl Dahanavi, der am vergangenen Samstag als vierter Mitarbeiter der iranischen Rothalbmondgesellschaft während eines humanitären Einsatzes im Iran getötet worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir verlieren im Krieg unsere Menschlichkeit“, sagte Mosquini. Das humanitäre Völkerrecht sei eindeutig, Staaten müssten humanitäres Personal achten und schützen. Zugleich warnte sie davor, den Mut von Helfern mit Schutz zu verwechseln. „Ihr Mut ist außergewöhnlich, aber Mut lenkt keine Kugeln ab. Hingabe schützt nicht vor Drohnen, Beschuss und Schüssen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-ringt-um-verantwortung-in-aktuellen-konflikten"><span id="sicherheitsrat-ringt-um-verantwortung-in-aktuellen-konflikten">Sicherheitsrat ringt um Verantwortung in aktuellen Konflikten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte forderten zahlreiche Staaten stärkere Schutzmechanismen, die Durchsetzung des bestehenden Völkerrechts, Rechenschaft für Täter und bessere operative Absicherung für humanitäres Personal in Konfliktzonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> erklärte, mehr als die Hälfte aller Todesfälle unter humanitären Helfern stehe in direktem Zusammenhang mit dem Krieg in Palästina und israelischen Militäroperationen. Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> hielten dem entgegen, <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">Iran missachte mit gezielten Angriffen auf Zivilisten in der Golfregion internationales Recht und gefährde Frieden und Sicherheit</a>. Der Vertreter Bahrains, das im April den Vorsitz im Sicherheitsrat innehat, sagte in nationaler Funktion, ungerechtfertigte iranische Angriffe auf sein Land und andere Staaten hätten Hilfsbemühungen in vielen Teilen der Welt beeinträchtigt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26371 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> erinnerte an den Angriff auf Mitarbeiter von World Central Kitchen in Gaza vor zwei Jahren, bei dem drei britische Staatsangehörige getötet wurden. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a> habe die Verantwortung, zu erklären, wie und warum es dazu kam, sagte der britische Vertreter.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> mahnte, wer Leben schütze, dürfe nicht selbst in Gefahr geraten. Der chinesische Vertreter verwies auf eine gemeinsam mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brasilien/" type="post_tag" id="608">Brasilien</a>, Jordanien, Kasachstan, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a> und weiteren Staaten sowie dem IKRK gestartete globale Initiative zur Stärkung des politischen Bekenntnisses zum humanitären Völkerrecht. Mehr als 100 Länder hätten sich ihr bereits angeschlossen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-technik-verscharft-risiken-und-eroffnet-neue-mittel"><span id="technik-verschaerft-risiken-und-eroeffnet-neue-mittel">Technik verschärft Risiken und eröffnet neue Mittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen verwiesen auf die wachsende Rolle neuer Technologien in Konflikten. Lettland erklärte, der zunehmende Einsatz von Drohnen und anderen leicht verfügbaren Technologien durch staatliche und nichtstaatliche Akteure schaffe neue Gefahren für humanitäres Personal. Zugleich könne Technik den Einsatz von Hilfsorganisationen verbessern, etwa durch digitale Analyseinstrumente und Frühwarnsysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a> forderte, Resolutionen des Sicherheitsrats müssten stärkere Garantien für die Sicherheit humanitärer Helfer enthalten. Griechenland verwies darauf, dass das IKRK vor 27 Jahren von 20 aktiven Konflikten gesprochen habe, inzwischen aber mehr als 130 Konflikte weltweit registriere. Sicherheitsanforderungen müssten deshalb systematisch in Mandate des Rates eingebaut werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-staaten-dringen-auf-ermittlungen-und-konsequenzen"><span id="staaten-dringen-auf-ermittlungen-und-konsequenzen">Staaten dringen auf Ermittlungen und Konsequenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-au-und-aegypten-stellen-sich-hinter-feuerpause-zwischen-usa-und-iran/" type="post" id="26343">Pakistan</a> erklärte, wenn humanitäre Helfer und UN-Beschäftigte nicht mehr geschützt würden, werde das gesamte System des Schutzes von Zivilisten geschwächt. Der Vertreter forderte schnelle, unparteiische, transparente und wirksame Untersuchungen. Panama sprach von einer rechtlichen und ethischen Pflicht zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a> warnte vor einer tiefen Kluft zwischen den Zusagen der Staaten und ihrer Umsetzung. Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> verwies darauf, dass bestehende Rechtsrahmen in der Praxis zu oft nicht eingehalten würden. Dänemark sagte, fehlende klare und konsequente Verurteilung setze den Preis für solche Angriffe faktisch auf null.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kolumbien beklagte ein fortbestehendes Muster systemischer Gewalt und gezielter wie unterschiedsloser Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Die Schweiz, die Resolution 2730 eingebracht hatte, warnte, zunehmende Attacken auf humanitäre Helfer sendeten das Signal, dass diese Menschen zu akzeptablen Zielen geworden seien. „Kriege haben Regeln, und Zivilisten sind kein Ziel“, sagte die Schweizer Vertreterin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> verwies auf die menschlichen Folgen solcher Angriffe. Der Botschafter beschrieb den Preis ziviler Opfer als Vater, der nicht zurückkehrt, als Mutter, die ihre Familie zusammenzuhalten versucht, als einziges Kind, dessen Zukunft abrupt endet, oder als Angehörige, die auf einen Menschen warten, der unter der Schutzflagge der Vereinten Nationen dient.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Afrika braucht eigene Verteidigungspolitik!&#8221; – Frankreich stellt Afrika-Kooperation neu auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrika-braucht-eigene-verteidigungspolitik-frankreich-stellt-afrika-kooperation-neu-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 21:55:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Senegals Verteidigungsminister Biram Diop hat für eine eigenständige afrikanische Sicherheits- und Verteidigungspolitik geworben und dabei mehr nationale Verantwortung,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-braucht-eigene-verteidigungspolitik-frankreich-stellt-afrika-kooperation-neu-auf%2F&amp;action_name=%26%238220%3BAfrika%20braucht%20eigene%20Verteidigungspolitik%21%26%238221%3B%20%E2%80%93%20Frankreich%20stellt%20Afrika-Kooperation%20neu%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-braucht-eigene-verteidigungspolitik-frankreich-stellt-afrika-kooperation-neu-auf/">&#8220;Afrika braucht eigene Verteidigungspolitik!&#8221; – Frankreich stellt Afrika-Kooperation neu auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Senegals Verteidigungsminister Biram Diop hat für eine eigenständige afrikanische Sicherheits- und Verteidigungspolitik geworben und dabei mehr nationale Verantwortung, regionale Abstimmung und demokratische Kontrolle gefordert. Bei einer Debatte an der Académie de défense der École militaire in Paris wurde diese Linie am Dienstag mit einer französischen Neuaufstellung in Afrika verknüpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Runde stand die Frage, wie afrikanische Staaten ihre sicherheitspolitischen Erfahrungen selbstbewusster in internationale Partnerschaften einbringen können. Neben Diop beschrieben französische Militärvertreter einen tiefgreifenden Umbau der Zusammenarbeit mit Staaten in West- und Zentralafrika. Auch die Rolle von Desinformation und lokaler Krisenkommunikation wurde als zentraler Teil heutiger Sicherheitspolitik hervorgehoben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-senegal-ruckt-souveranitat-und-eigene-prioritaten-ins-zentrum"><span id="senegal-rueckt-souveraenitaet-und-eigene-prioritaeten-ins-zentrum">Senegal rückt Souveränität und eigene Prioritäten ins Zentrum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop beschrieb die Sicherheitslage seines Landes als vielschichtig. Senegal stehe zugleich vor Risiken im maritimen Raum, vor der Bedrohung durch bewaffnete Gruppen und Terrorismus im Osten, vor organisierter grenzüberschreitender Kriminalität und vor inneren Konfliktlagen wie Spannungen zwischen Viehhirten und Landwirten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraus leitete er einen klaren Anspruch ab: Senegal müsse in der Lage sein, seine Sicherheitsinteressen selbst zu definieren und vorrangig mit eigenen Mitteln zu schützen. Dafür brauche es ein realistisches sicherheitspolitisches Projekt, das auf nationalen Interessen, Risiken, Chancen und gesellschaftlichen Werten beruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diop betonte zugleich, dass ein solcher Ansatz nicht Sache von Militärs allein sein dürfe. Sicherheits- und Verteidigungspolitik müsse unter Kontrolle demokratisch gewählter Institutionen stehen. Er nannte ausdrücklich die Exekutive, das Parlament und die Bürger als Teil dieses Kontrollrahmens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wichtig sei zudem, dass die Bevölkerung ein solches Sicherheitskonzept kenne und mittrage. Es dürfe kein Dokument bleiben, das nur Fachleuten vorbehalten sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-beschreibt-bruch-mit-bisherigem-modell"><span id="frankreich-beschreibt-bruch-mit-bisherigem-modell">Frankreich beschreibt Bruch mit bisherigem Modell</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die französische Seite sagte General Pascal Ianni, das <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">militärische Dispositiv Frankreichs</a> in West- und Zentralafrika sei in den vergangenen 18 Monaten grundlegend verändert worden. Frankreich habe seine <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-raeumt-militaerstuetzpunkt-in-abidjan/" type="post" id="13892">ständigen Militärbasen</a> in Dakar, Libreville, Abidjan und N’Djamena geschlossen oder übergeben und seine Präsenz neu organisiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26307 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-1536x1023.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ianni stellte diesen Schritt nicht als Rückzug dar, sondern als <a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/" type="post" id="23605">Anpassung an veränderte politische und gesellschaftliche Realitäten</a>. Das frühere Modell sei mit Fragen der Souveränität, der öffentlichen Wahrnehmung und des gewachsenen Misstrauens in mehreren Ländern nicht mehr vereinbar gewesen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wörtlich sagte er, man dürfe das „nicht als Rückzug oder als Niederlage“ verstehen, sondern als Anpassung an „eine extrem komplexe Welt“, die sich sehr schnell verändere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich beschrieb er einen Strategiewechsel im Ton und in der Methode der Zusammenarbeit. Früher habe Frankreich eher Ratschläge gegeben, heute höre man stärker auf die Bedürfnisse der Partner. Die Kooperation solle auf gemeinsamem Interesse und auf einem Dialog „von gleich zu gleich“ beruhen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsfragen-reichen-von-terrorismus-bis-klimafolgen"><span id="sicherheitsfragen-reichen-von-terrorismus-bis-klimafolgen">Sicherheitsfragen reichen von Terrorismus bis Klimafolgen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Diskussion wurde deutlich, dass die Teilnehmer Sicherheit nicht auf klassische Militärfragen verengten. Ianni nannte als gemeinsame Herausforderungen vor allem die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Instabilität im Sahel</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-terrorismus-in-afrika/" type="post" id="13611">terroristische Gewalt</a>, illegale Handelsströme, <a href="https://fokus-afrika.de/liberia-verurteilt-fuenf-frauen-wegen-kinderhandels-zu-jeweils-20-jahren-haft/" type="post" id="26233">Menschenhandel</a>, Drogenrouten, Rohstoffplünderung und die Folgen des Klimawandels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diop zeichnete ein ähnliches Bild für Senegal. Er verwies auf Piraterie, illegale Fischerei und Schmuggel im maritimen Raum sowie auf die Gefahr, dass bewaffnete Gruppen aus Nachbarregionen auf senegalesisches Gebiet übergreifen könnten. Auch Straßenunsicherheit, Viehdiebstahl und transnationale Kriminalität nannte er als konkrete Sicherheitsprobleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschob sich die Debatte weg von der klassischen Frage, was europäische Staaten in Afrika leisten, hin zu der Frage, welche sicherheitspolitischen Erfahrungen afrikanische Staaten selbst in internationale Partnerschaften einbringen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-zusammenarbeit-soll-naher-an-die-bevolkerung-rucken"><span id="regionale-zusammenarbeit-soll-naeher-an-die-bevoelkerung-ruecken">Regionale Zusammenarbeit soll näher an die Bevölkerung rücken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop stellte mehrere Instrumente vor, mit denen Senegal Sicherheitspolitik nicht nur zwischen Regierungen, sondern auch <a href="https://fokus-afrika.de/illegale-migration-belastet-grenzbeamte-in-gambia/" type="post" id="21795">entlang der Grenzen organisiert</a>. Mit den Nachbarstaaten gebe es militärische Abkommen, gemeinsame Grenzkommissionen sowie gemeinsame oder koordinierte Patrouillen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hob er sogenannte „cases à palabres“ hervor, also Gesprächsorte entlang der Grenzen, an denen Bevölkerung auf beiden Seiten lokale Probleme gemeinsam besprechen soll. Diese Strukturen, die an traditionelle Formen der Konfliktregelung anknüpfen, sollen helfen, Spannungen früh aufzufangen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alltag zu verankern.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Diop sagte, mehrere afrikanische Staaten interessierten sich inzwischen für dieses Modell. Künftig sollten solche Einrichtungen möglichst direkt auf der Grenze entstehen, damit beide Seiten sie in gleicher Weise nutzen könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-desinformation-wird-als-sicherheitsrisiko-behandelt"><span id="desinformation-wird-als-sicherheitsrisiko-behandelt">Desinformation wird als Sicherheitsrisiko behandelt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nana Maïga, Kommunikationsdirektorin von <em>MSA Sécurité</em> in Abidjan, beschrieb <a href="https://fokus-afrika.de/russische-desinformation-greift-deutsche-entwicklungspolitik-an/" type="post" id="26094">Desinformation</a> als sicherheitspolitische Herausforderung mit unmittelbaren Folgen für Krisen, Wahlen und internationale Partnerschaften. Dabei gehe es <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-premierminister-ouedraogo-kritisiert-desinformation-des-macron-regimes/" type="post" id="20340">nicht nur um falsche Inhalte</a>, sondern um Reichweite, Glaubwürdigkeit und lokale Anschlussfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verwies auf lokale Fact-Checking-Initiativen, Datenjournalismus und Kooperationen zwischen Medien, NGOs, Jugendgruppen und teils auch staatlichen Stellen. Gerade in Krisenzeiten könne schnelle, überprüfte Information Spannungen verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nannte Maïga die Wahlen in Kenia 2017. Dort hätten Jugendgruppen tägliche Informationsbulletins erstellt und mit Lokalradios zusammengearbeitet, um falsche Behauptungen einzuordnen und ethnische Spannungen abzuschwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele afrikanische Gesellschaften sei entscheidend, dass Kommunikation nicht nur von oben nach unten verlaufe. Oft seien religiöse Autoritäten, lokale Führungspersonen oder Jugendverbände glaubwürdiger als zentrale staatliche Kanäle. Deshalb plädierte Maïga für einen stärker lokalen, „bottom up“ organisierten Umgang mit Desinformation.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-franzosische-gendarmerie-setzt-auf-gagnant-gagnant"><span id="franzoesische-gendarmerie-setzt-auf-gagnant-gagnant">Französische Gendarmerie setzt auf „gagnant-gagnant“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">General Stéphane Lacroix von der französischen Gendarmerie beschrieb die <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-bestaetigt-ausbildung-von-soldaten-in-dr-kongo/" type="post" id="24890">Zusammenarbeit mit afrikanischen Gendarmerien als Partnerschaft mit gemeinsamer Struktur</a>, ähnlichen Aufgaben und wachsender operativer Bedeutung. Man teile ein institutionelles Modell, arbeite in Fläche und Krise und sei oft mit denselben Formen organisierter Kriminalität konfrontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lacroix sagte, die Kooperation solle sich stärker von einem reinen Wissenstransfer zu einer „gagnant-gagnant“-Logik entwickeln, also zu einer Zusammenarbeit mit beiderseitigem Nutzen. Frankreich wolle nicht nur ausbilden, sondern auch aus afrikanischen Erfahrungen lernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiele nannte er <a href="https://fokus-afrika.de/benin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen/" type="post" id="25854">Spezialeinheiten in Côte d’Ivoire</a> und Erfahrungen im Kampf gegen illegale Goldförderung, die auch für französische Einsätze in Überseegebieten wie Französisch-Guayana relevant seien. Künftig solle zudem die operative Zusammenarbeit stärker ausgebaut werden, etwa beim Austausch kriminalpolizeilicher Informationen und bei gemeinsamen Ansätzen gegen Drogenhandel, Geldwäsche, Cyberkriminalität und irreguläre Migration.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-multilateralismus-bleibt-fur-senegal-ein-sicherheitspolitischer-bezugspunkt"><span id="multilateralismus-bleibt-fuer-senegal-ein-sicherheitspolitischer-bezugspunkt">Multilateralismus bleibt für Senegal ein sicherheitspolitischer Bezugspunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop verknüpfte die Debatte über regionale und bilaterale Partnerschaften mit einer grundsätzlichen Warnung vor einer Schwächung des Multilateralismus. Er bezeichnete multilaterale Strukturen als Sicherheitsgarantie, weil sie auch kleineren Staaten erlaubten, ihre Interessen mit derselben Würde vorzubringen wie mächtigere Länder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte dieser Rahmen weiter erodieren, drohe eine Rückkehr zu stärker einseitigen Machtlogiken. Der senegalesische Minister stellte dem die Notwendigkeit gegenüber, Sicherheitsfragen über Zusammenarbeit, Koordination und gemeinsame Verantwortung zu bearbeiten.</p>
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			<media:description type="html">Souveränität, Desinformation, Terrorismus und neue Partnerschaften: Frankreich beschreibt den Umbau seiner Militärkooperation in Afrika.</media:description>
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		<title>Human Rights Watch wirft Burkina Fasos Konfliktparteien Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 20:29:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Human Rights Watch wirft der Führung in Burkina Faso, regierungsnahen Milizen und der mit Al-Qaida verbundenen Gruppe JNIM&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fhuman-rights-watch-wirft-burkina-fasos-konfliktparteien-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-vor%2F&amp;action_name=Human%20Rights%20Watch%20wirft%20Burkina%20Fasos%20Konfliktparteien%20Verbrechen%20gegen%20die%20Menschlichkeit%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/human-rights-watch-wirft-burkina-fasos-konfliktparteien-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-vor/">Human Rights Watch wirft Burkina Fasos Konfliktparteien Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch wirft der Führung in Burkina Faso, regierungsnahen Milizen und der mit Al-Qaida verbundenen Gruppe JNIM schwere Verbrechen gegen Zivilisten vor. Die Organisation erklärt in einem am 2. April veröffentlichten Bericht, seit 2023 seien in 57 dokumentierten Fällen mindestens 1.837 Zivilisten getötet worden. Drei Tage später wies die Regierung in Ouagadougou die Vorwürfe scharf zurück und sprach von einem „falschen Bericht“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Vorwürfe stehen nicht nur Angriffe der JNIM, sondern auch Einsätze staatlicher Kräfte und der Freiwilligen zur Verteidigung des Vaterlandes, der VDPs. Der Bericht spricht von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf allen Seiten. Die Regierung erklärt dagegen, ihre Streitkräfte handelten professionell und im Einklang mit nationalem Recht sowie internationalen Verpflichtungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-armee-milizen-und-jnim-schwer-belastet"><span id="armee-milizen-und-jnim-schwer-belastet">Armee, Milizen und JNIM schwer belastet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht beschreibt 57 Vorfälle in elf Regionen zwischen Januar 2023 und August 2025. Burkinische Streitkräfte, VDP-Milizen und JNIM werden darin mit vorsätzlichen Tötungen, Angriffen auf Zivilisten, Plünderungen und Vertreibungen in Verbindung gebracht. Mord und Zwangsvertreibung seien in großem Umfang gegen Zivilbevölkerungen eingesetzt worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass staatliche Kräfte und VDPs Fulani gezielt aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit angegriffen hätten. Angehörige dieser Bevölkerungsgruppe seien in zahlreichen Fällen getötet, ihr Besitz zerstört und Hunderttausende aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Der Bericht ordnet dieses Vorgehen als ethnische Verfolgung ein. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwere-vorwurfe-gegen-truppen-der-junta"><span id="schwere-vorwuerfe-gegen-truppen-der-junta">Schwere Vorwürfe gegen Truppen der Junta</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den zentralen Fällen zählt die Operation Tchéfari 2 im Dezember 2023 nördlich von Djibo. Burkinische Soldaten und verbündete VDPs hätten in mindestens 16 Dörfern und Weilern über mehrere Tage hinweg Hunderte Zivilisten getötet. Die Angriffe seien gezielt gegen Zivilisten gerichtet gewesen und nicht nur gegen mutmaßliche JNIM-Kämpfer. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="739" height="416" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg" alt="" class="wp-image-25427 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg 739w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Als eines der schwersten JNIM <a href="https://fokus-afrika.de/sieben-ghanaische-haendler-bei-angriff-der-jnim-in-titao-getoetet/">zugeschriebenen Verbrechen</a> nennt der Bericht den Angriff auf Barsalogho vom 24. August 2024. Dort seien mindestens 133 Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder, getötet worden. Die Gruppe habe der örtlichen Bevölkerung vorgeworfen, die VDPs zu unterstützen. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-die-politische-fuhrung-ruckt-in-den-blick"><span id="auch-die-politische-fuehrung-rueckt-in-den-blick">Auch die politische Führung rückt in den Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verantwortung reiche nach <a href="https://www.hrw.org/de/news/2026/04/02/burkina-faso-alle-konfliktparteien-begehen-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit">Darstellung</a> des Berichts über einzelne Einheiten hinaus. Genannt werden Präsident Ibrahim Traoré sowie mehrere ranghohe Militärs und JNIM-Kommandeure, gegen die wegen möglicher Befehlsverantwortung ermittelt werden sollte. Zugleich heißt es, keiner der belasteten Befehlshaber sei bislang zur Rechenschaft gezogen worden. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="754" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE_President_du_Faso_Chef_de_lEtat-1024x754.jpg" alt="" class="wp-image-26217 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE_President_du_Faso_Chef_de_lEtat-1024x754.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE_President_du_Faso_Chef_de_lEtat-300x221.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE_President_du_Faso_Chef_de_lEtat-768x566.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE_President_du_Faso_Chef_de_lEtat-380x280.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE_President_du_Faso_Chef_de_lEtat-800x589.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE_President_du_Faso_Chef_de_lEtat-1160x855.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE_President_du_Faso_Chef_de_lEtat.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich beschreibt der Bericht ein repressives Umfeld im Land. <a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-loest-alle-parteien-in-burkina-faso-auf/" type="post" id="24160">Oppositionelle Stimmen</a>, Journalisten und Kritiker seien unter Druck geraten, Medien eingeschränkt und Informationen über den Konflikt kontrolliert worden. Das erschwere die unabhängige Erfassung von Gewalt und Opferzahlen zusätzlich. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-weist-die-vorwurfe-zuruck"><span id="regierung-weist-die-vorwuerfe-zurueck">Regierung weist die Vorwürfe zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktion aus Ouagadougou fiel scharf aus. In einer Erklärung vom 5. April bezeichnete die Regierung den Bericht als „Gewebe aus Mutmaßungen“ und „unbegründeten schweren Behauptungen“. Die Organisation sei von den Realitäten vor Ort völlig abgekoppelt und betreibe eine politische Kampagne gegen Burkina Faso.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Le gouvernement du Faso réagit aux tissus de mensonges des mercenaires de HRW. <a href="https://t.co/wo7uhRQ0DA">pic.twitter.com/wo7uhRQ0DA</a></p>— Nathalie Yamb (@Nath_Yamb) <a href="https://twitter.com/Nath_Yamb/status/2040907844405321899?ref_src=twsrc%5Etfw">April 5, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung erklärt weiter, die Streitkräfte und die VDPs kämpften mit Professionalität und mit dem Ziel, Leben zu schützen, Menschenrechte zu wahren und gefährdete Bevölkerungsgruppen zu verteidigen. Zugleich wirft sie Human Rights Watch vor, mit „imperialistischen“ Kräften zusammenzuarbeiten und die Terrorismusbekämpfung des Landes zu schwächen. Der Kampf gegen bewaffnete Gruppen werde unter strikter Beachtung des nationalen Rechts und der internationalen Verpflichtungen Burkina Fasos geführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zivilisten-tragen-die-hauptlast-des-krieges"><span id="zivilisten-tragen-die-hauptlast-des-krieges">Zivilisten tragen die Hauptlast des Krieges</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt hat große Teile Burkina Fasos erfasst, während Zivilisten zwischen staatlichen Sicherheitskräften, Milizen und bewaffneten Islamisten geraten. Im Bericht ist von rund zwei Millionen Vertriebenen die Rede. Zugleich wird betont, dass viele Vorfälle nie vollständig bekannt würden und die tatsächliche Zahl ziviler Opfer daher vermutlich höher liegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Streit zwischen Regierung und Menschenrechtsorganisation verschärft damit auch den Kampf um die Deutung des Krieges im eigenen Land. Während der Bericht systematische Gewalt auf allen Seiten beschreibt, weist die Regierung jede Mitschuld der staatlichen Kräfte zurück und stellt die Vorwürfe als politisch motiviert dar.</p>
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		<title>Marokko verhindert über 70.000 irreguläre Migrationsversuche</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-verhindert-ueber-70-000-irregulaere-migrationsversuche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 19:26:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Marokko hat im Jahr 2025 nach Angaben des Innenministeriums 73.640 irreguläre Migrationsversuche verhindert und damit einen Rückgang um&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-verhindert-ueber-70-000-irregulaere-migrationsversuche%2F&amp;action_name=Marokko%20verhindert%20%C3%BCber%2070.000%20irregul%C3%A4re%20Migrationsversuche&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verhindert-ueber-70-000-irregulaere-migrationsversuche/">Marokko verhindert über 70.000 irreguläre Migrationsversuche</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Marokko hat im Jahr 2025 nach Angaben des Innenministeriums 73.640 irreguläre Migrationsversuche verhindert und damit einen Rückgang um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Die Behörde meldete zudem die Zerschlagung von mehr als 300 Schleusernetzwerken. Die Zahlen wurden am Donnerstag veröffentlicht. Sie deuten auf eine <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verhindert-78-000-versuche-illegaler-migration-im-jahr-2024/">veränderte Dynamik entlang einer Route hin, die über Jahre zu den wichtigsten Zugängen nach Europa zählte</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Zahl der verhinderten Ausreisen rückte das Ministerium auch Rettungseinsätze und Rückkehrprogramme in den Vordergrund. Demnach wurden 2025 insgesamt 13.595 Migranten auf See gerettet. Weitere 4.372 Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus nahmen an Programmen zur freiwilligen Rückkehr in ihre Herkunftsländer teil.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-innenministerium-meldet-ruckgang-auf-der-marokko-route"><span id="innenministerium-meldet-rueckgang-auf-der-marokko-route">Innenministerium meldet Rückgang auf der Marokko-Route</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein hoher Verantwortlicher <a href="https://www.yabiladi.com/articles/details/191646/maroc-reduit-tentatives-migration-irreguliere.html">erklärte</a>, der spürbare Rückgang der Abfangzahlen zeige eine schrittweise Verringerung irregulärer Migrationsbewegungen. Zugleich spreche dies für ein weiteres Austrocknen der Migrationsroute über Marokko.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt steht damit die Frage, ob die traditionellen Wege über das Mittelmeer, den Atlantik sowie über Ceuta und Melilla an Bedeutung verlieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-300-schleusernetzwerke-zerschlagen"><span id="mehr-als-300-schleusernetzwerke-zerschlagen">Mehr als 300 Schleusernetzwerke zerschlagen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="740" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/CeutaBorderFence-740x1024.jpg" alt="" class="wp-image-26263 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/CeutaBorderFence-740x1024.jpg 740w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/CeutaBorderFence-217x300.jpg 217w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/CeutaBorderFence-768x1062.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/CeutaBorderFence-380x526.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/CeutaBorderFence-800x1107.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/CeutaBorderFence.jpg 960w" sizes="(max-width: 740px) 100vw, 740px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zu den zentralen Angaben des Innenministeriums gehört auch das Vorgehen gegen Schleuserstrukturen. Im Verlauf des Jahres 2025 wurden demnach mehr als 300 Netzwerke zerschlagen, die irreguläre Migration organisiert haben sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rabat verbindet die sinkende Zahl der vereitelten Versuche mit einem verstärkten Vorgehen gegen kriminelle Strukturen. Das Innenministerium ordnet diese Entwicklung in eine umfassendere Kontrolle der Migrationsrouten ein.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tausende-rettungen-auf-see-und-freiwillige-ruckkehrprogramme"><span id="tausende-rettungen-auf-see-und-freiwillige-rueckkehrprogramme">Tausende Rettungen auf See und freiwillige Rückkehrprogramme</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Sicherheitsmaßnahmen nennt das Ministerium auch humanitäre Zahlen. Im Jahr 2025 wurden nach seinen Angaben 13.595 Migranten auf <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-stoppt-foerderung-fuer-zivile-seenotrettung/" type="post" id="25957">See gerettet</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem nahmen 4.372 Migranten ohne regulären Status an Programmen zur freiwilligen Rückkehr teil. Das Innenministerium beschreibt diese Programme als Teil eines Ansatzes, der Migrationskontrolle mit humanitärer Verantwortung verbinden soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kooperation-mit-spanien-verandert-die-routen"><span id="kooperation-mit-spanien-veraendert-die-routen">Kooperation mit Spanien verändert die Routen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ministerium verweist darauf, dass Marokko lange ein zentraler Ausgangspunkt für Migranten war, die <a href="https://fokus-afrika.de/eu-marokko-gemeinsamer-parlamentarischer-ausschuss-diskutiert-ueber-sahel-mittelmeer-und-migration/">Europa erreichen wollten</a>. Genannt werden dabei die Wege über das Mittelmeer, den Atlantik sowie über die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-spanien-vertiefen-partnerschaft/" type="post" id="22656">Ausbau der Zusammenarbeit</a> mit Spanien im Jahr 2022 haben sich die Migrationsmuster dem Ministerium zufolge verändert. Migranten weichen zunehmend auf <a href="https://fokus-afrika.de/illegale-migration-belastet-grenzbeamte-in-gambia/" type="post" id="21795">alternative Routen in Westafrika</a> und in <a href="https://fokus-afrika.de/eu-migrationspolitik-in-libyen-zwischen-kooperation-und-kritik/" type="post" id="20027">Teilen des südlichen Mittelmeerraums</a> aus.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-verhindert-ueber-70-000-irregulaere-migrationsversuche%2F&action_name=Marokko%20verhindert%20%C3%BCber%2070.000%20irregul%C3%A4re%20Migrationsversuche&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verhindert-ueber-70-000-irregulaere-migrationsversuche/">Marokko verhindert über 70.000 irreguläre Migrationsversuche</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tschad entsendet Polizisten nach Haiti</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschad-entsendet-polizisten-nach-haiti/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 21:24:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Tschad hat erstmals Sicherheitskräfte nach Haiti entsandt und damit seinen angekündigten Beitrag zu der internationalen Mission gegen bewaffnete&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-entsendet-polizisten-nach-haiti%2F&amp;action_name=Tschad%20entsendet%20Polizisten%20nach%20Haiti&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Tschad hat erstmals Sicherheitskräfte nach Haiti entsandt und damit seinen angekündigten Beitrag zu der internationalen Mission gegen bewaffnete Banden begonnen. Mehr als 50 tschadische Polizisten trafen in Port-au-Prince ein, wie aktuelle Aufnahmen von der Anreise des Kontingents zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ankunft wurde am Samstag bekannt. Sie ist politisch relevant, weil aus den früheren Ankündigungen nun ein realer Einsatz geworden ist und weil der Schritt in Tschad selbst bereits vorab eine Debatte über Prioritäten, Kapazitäten und eigene Sicherheitsrisiken ausgelöst hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits Ende März war aus N’Djamena von einer deutlich größeren Entsendung die Rede. Mehrere Berichte nannten einen geplanten Einsatz von mehr als 500, teils sogar von über 700 Polizisten und Gendarmen. Die nun eingetroffene Gruppe markiert den Beginn dieses Einsatzes.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aus-ankundigungen-wird-ein-realer-auslandseinsatz"><span id="aus-ankuendigungen-wird-ein-realer-auslandseinsatz">Aus Ankündigungen wird ein realer Auslandseinsatz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Bilder aus Haiti verändern die Lage deutlich. Bis dahin war vor allem über eine bevorstehende Entsendung gesprochen worden. Nun ist das erste Kontingent tatsächlich vor Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tschadischen Kräfte sollen in Port-au-Prince an einer internationalen Sicherheitsmission mitwirken, die bewaffnete Banden zurückdrängen und die staatliche Ordnung stützen soll. Haiti steckt seit Monaten in einer schweren Sicherheitskrise. Bewaffnete Gruppen kontrollieren weite Teile der Hauptstadt, während Polizei und staatliche Institutionen stark unter Druck stehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">🚨🇭🇹 BREAKING — Chad troops arrive in Haiti to &quot;combat gangs&quot; in Port-au-Prince <a href="https://t.co/0UTXixP91q">pic.twitter.com/0UTXixP91q</a></p>— ✦✦✦ 𝙿𝚊𝚖𝚙𝚑𝚕𝚎𝚝𝚜 ✦✦✦ (@PamphletsY) <a href="https://twitter.com/PamphletsY/status/2040252171896381721?ref_src=twsrc%5Etfw">April 4, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ankunft der ersten Beamten wird aus einem sicherheitspolitischen Signal ein konkreter Einsatz. Für die Regierung in N’Djamena ist das auch ein <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-schliesst-diplomatische-vertretungen/" type="post" id="19664">außenpolitischer Schritt</a>, der Tschad erneut als Land zeigt, das Sicherheitskräfte für internationale Missionen bereitstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-in-tschad-lief-die-debatte-schon-vor-dem-abflug"><span id="in-tschad-lief-die-debatte-schon-vor-dem-abflug">In Tschad lief die Debatte schon vor dem Abflug</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Tschad war die geplante Entsendung schon vorab umstritten. Der Politologe Yamingué Bétinbaye sagte Ende März, das Kontingent sei zwar nicht so groß, dass es den nationalen Sicherheitsapparat automatisch aus dem Gleichgewicht bringe. Dennoch bewege sich Tschad selbst in einem „ziemlich fragilen sicherheitspolitischen Kontext“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Chadian_soldiers_at_Chad-Sudan_border_3-1024x577.png" alt="" class="wp-image-26230 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Chadian_soldiers_at_Chad-Sudan_border_3-1024x577.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Chadian_soldiers_at_Chad-Sudan_border_3-300x169.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Chadian_soldiers_at_Chad-Sudan_border_3-768x433.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Chadian_soldiers_at_Chad-Sudan_border_3-1536x866.png 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Chadian_soldiers_at_Chad-Sudan_border_3-380x214.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Chadian_soldiers_at_Chad-Sudan_border_3-800x451.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Chadian_soldiers_at_Chad-Sudan_border_3-1160x654.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Chadian_soldiers_at_Chad-Sudan_border_3.png 1659w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er forderte deshalb, personelle, materielle und logistische Mittel vorrangig für die inneren Herausforderungen des Landes einzusetzen. Damit benannte er den zentralen Einwand gegen den Haiti-Einsatz. Tschad engagiert sich im Ausland, obwohl es im eigenen Land und in der Region weiter mit erheblichen Sicherheitsfragen konfrontiert ist.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bétinbaye stellte außerdem die Einsatzfähigkeit auf dem haitianischen Terrain zur Diskussion. Die bewaffneten Gruppen in Haiti verfügten über erhebliche logistische und militärische Fähigkeiten. Allein wäre ein tschadisches Kontingent einem solchen Umfeld kaum gewachsen, sagte er. Innerhalb einer multinationalen Mission könne der Beitrag aber wirksamer sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zweifel-an-vorbereitung-und-zusagen"><span id="zweifel-an-vorbereitung-und-zusagen">Zweifel an Vorbereitung und Zusagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt waren auch Zweifel aufgekommen, wie weit die Einsatzvorbereitung tatsächlich fortgeschritten war. Eine mit der Lage vertraute Person erklärte, Tschad habe seine Absicht zur Entsendung von Polizeieinheiten für die Mission noch nicht vollständig kommuniziert und Vorgaben zu Ausbildung oder anderen Voraussetzungen noch nicht abschließend akzeptiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb ist die nun sichtbare Ankunft der ersten Einheit bedeutsam. Sie zeigt, dass der Einsatz trotz offener Fragen und vorangegangener Unsicherheit begonnen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Bamako, Ulf Laessing, hatte Tschads Sicherheitskräfte als erfahren in gefährlichen Einsatzräumen <a href="https://passblue.com/2026/03/30/will-the-un-backed-gang-suppression-force-for-haiti-ever-materialize/">beschrieben</a>. Zugleich verwies er auf ein innenpolitisches Motiv. Solche Missionen seien für Regierungen auch eine Möglichkeit, Einnahmen zu erzielen. Tschad verfüge über viele Soldaten und Sicherheitskräfte, nicht zuletzt, weil frühere Rebellen in die Sicherheitsapparate integriert worden seien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-haiti-einsatz-folgt-auf-fruhere-zusagen"><span id="haiti-einsatz-folgt-auf-fruehere-zusagen">Haiti-Einsatz folgt auf frühere Zusagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beteiligung Tschads an der Haiti-Mission war seit 2023 im Gespräch. Im März verdichteten sich dann die Berichte, dass N’Djamena mehrere hundert Polizisten und Gendarmen für den Einsatz vorbereite. RFI berichtete unter Berufung auf eine tschadische Sicherheitsquelle von laufenden Schulungen und einer bevorstehenden Verlegung nach Port-au-Prince.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt ist aus dieser Planung der erste konkrete Schritt geworden. Noch offen bleibt, wie schnell weitere Kräfte folgen und wie groß das endgültige tschadische Kontingent am Ende tatsächlich sein wird.</p>
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		<title>Ibrahim Traoré: &#8220;Demokratie passt nicht zu Burkina Faso&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 19:58:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Burkina Fasos Übergangspräsident Ibrahim Traoré hat in einem ausführlichen Pressegespräch Wahlen klar nachrangig behandelt und das westlich geprägte&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fibrahim-traore-demokratie-passt-nicht-zu-burkina-faso%2F&amp;action_name=Ibrahim%20Traor%C3%A9%3A%20%26%238220%3BDemokratie%20passt%20nicht%20zu%20Burkina%20Faso%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-demokratie-passt-nicht-zu-burkina-faso/">Ibrahim Traoré: &#8220;Demokratie passt nicht zu Burkina Faso&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Burkina Fasos Übergangspräsident Ibrahim Traoré hat in einem ausführlichen Pressegespräch Wahlen klar nachrangig behandelt und das westlich geprägte Verständnis von Demokratie für sein Land ausdrücklich zurückgewiesen. Er verband das mit scharfer Kritik an europäischen Institutionen, Nachbarstaaten und westlichen Medien und stellte zugleich neue Prioritäten für Burkina Faso und die Allianz der Sahelstaaten AES heraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentralen Aussagen machte Traoré in dem Interview ein Jahr nach der Ausrufung der von ihm so bezeichneten „fortschrittlichen Volksrevolution“ und wenige Wochen nach der Resolution des Europäischen Parlaments vom 12. März zur Freilassung des gestürzten nigrischen Präsidenten Mohamed Bazoum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die politische Entwicklung Burkina Fasos ist das relevant, weil Traoré damit nicht nur seine bisherige Linie bekräftigt, sondern den Umbau des Staates ausdrücklich über einen klassischen Wahlfahrplan stellt. Zugleich verknüpfte er Sicherheits-, Wirtschafts- und Integrationspolitik der AES enger mit seiner ideologischen Grundlinie von Souveränität, Selbstversorgung und staatlicher Kontrolle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-traore-ruckt-wahlen-aus-dem-zentrum-der-debatte"><span id="traore-rueckt-wahlen-aus-dem-zentrum-der-debatte">Traoré rückt Wahlen aus dem Zentrum der Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Traoré wies die Debatte über mögliche künftige Kandidaturen oder Wahlen deutlich zurück. Auf die Frage, ob die jüngst verabschiedete Revolutionscharta ihm den Weg zu dauerhaftem Machterhalt ebne, sagte er, die Diskussion über Wahlen werde von anderen mit einer bestimmten Absicht geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen stellte er die „Refondation“, also den <a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-entlaesst-premierminister-und-loest-regierung-auf/">politischen und gesellschaftlichen Umbau</a> des Landes, in den Vordergrund. Wörtlich sagte er sinngemäß, Burkina Faso habe andere Herausforderungen und wolle sich nicht an ein Demokratiemodell anpassen, das von außen vorgegeben werde. Das Modell, das man Afrika als Demokratie präsentiere, interessiere ihn nicht. Burkina Faso wolle ein eigenes Modell verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Passage war eine der politisch weitreichendsten Aussagen des Gesprächs. Traoré stellte Demokratie dabei nicht als Zielrahmen des Übergangs dar, sondern als Konzept, das aus seiner Sicht in Afrika vor allem mit Gewalt, Destabilisierung und äußerem Einfluss verbunden sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-scharfe-abgrenzung-gegenuber-europa"><span id="scharfe-abgrenzung-gegenueber-europa">Scharfe Abgrenzung gegenüber Europa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wurde Traoré in seiner Reaktion auf die Resolution des <a href="https://fokus-afrika.de/niger-weist-eu-resolution-zur-freilassung-von-ex-praesident-bazoum-zurueck/" type="post" id="25630">Europäischen Parlaments zur Lage in Niger und zu Mohamed Bazoum</a>. Er sprach von einer Einmischung in innere Angelegenheiten der AES und stellte infrage, warum europäische Institutionen über politische Vorgänge in Niger urteilen sollten.</p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/XDJsx7jfDP0?si=ChKxoK0yYJQSJL9r" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Auch gegenüber Frankreich und der Europäischen Union verschärfte er den Ton. Vertreter europäischer Staaten und Institutionen warf er vor, Afrika weiterhin mit kolonialem Blick zu behandeln. <a href="https://fokus-afrika.de/freilassung-franzoesischer-staatsbuerger-in-burkina-faso-durch-vermittlung-von-koenig-mohammed-vi/">Die wiederholte Kritik westlicher Akteure an Sicherheitslage, Menschenrechten und Pressefreiheit</a> in Burkina Faso deutete er als Ausdruck dieser Haltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Fragen internationaler Journalisten zu Medienfreiheit und Menschenrechten wies Traoré die Vorwürfe ebenfalls zurück. Er sagte, in Burkina Faso gebe es Meinungsfreiheit, diese habe aber Grenzen dort, wo staatliche Stabilität, Kriegsführung oder gesellschaftlicher Zusammenhalt berührt würden. Internationale Kritik an Einschränkungen gegenüber Presse, Zivilgesellschaft oder Freiheiten stellte er als politisch motiviert dar.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-bleibt-zentrales-legitimationsfeld"><span id="sicherheitslage-bleibt-zentrales-legitimationsfeld">Sicherheitslage bleibt zentrales Legitimationsfeld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen großen Teil des Interviews nutzte Traoré, um Fortschritte im Kampf gegen bewaffnete Gruppen herauszustellen. Er sagte, die Initiative liege inzwischen bei den burkinischen Streitkräften. Mehrere Orte im Norden und Osten des Landes seien zurückerobert worden, darunter Gebiete in Richtung Djibo sowie Orte nahe der Grenze zu Benin.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Accueil_Ibrahim_Traore_a_laeroport_de_Ouagadougou-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-26218 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Accueil_Ibrahim_Traore_a_laeroport_de_Ouagadougou-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Accueil_Ibrahim_Traore_a_laeroport_de_Ouagadougou-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Accueil_Ibrahim_Traore_a_laeroport_de_Ouagadougou-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Accueil_Ibrahim_Traore_a_laeroport_de_Ouagadougou-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Accueil_Ibrahim_Traore_a_laeroport_de_Ouagadougou-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Accueil_Ibrahim_Traore_a_laeroport_de_Ouagadougou-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Accueil_Ibrahim_Traore_a_laeroport_de_Ouagadougou-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Accueil_Ibrahim_Traore_a_laeroport_de_Ouagadougou-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Accueil_Ibrahim_Traore_a_laeroport_de_Ouagadougou.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich wies er Darstellungen zurück, wonach große Teile Burkina Fasos unter Kontrolle jihadistischer Gruppen stünden. Solche Karten und Einschätzungen im Internet und in westlichen Medien bezeichnete er als falsch. Die burkinischen Streitkräfte hätten ihre Taktik verändert, neue Ausbildungsansätze entwickelt und seien nicht mehr von ausländischen Militärdoktrinen abhängig.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wichtig war ihm dabei die Botschaft der Eigenständigkeit. Burkina Faso bilde seine Soldaten inzwischen nach eigenen Erfahrungen aus. Unterstützung von außen beschrieb Traoré vor allem als Zugang zu Ausrüstung, nicht als militärische Führung auf dem Schlachtfeld. Zur <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-und-russland-vertiefen-ihre-zusammenarbeit-im-bereich-arbeit-und-beschaeftigung/" type="post" id="12932">Zusammenarbeit mit Russland</a> sagte er, Moskau verkaufe Ausrüstung und ermögliche Erfahrungsaustausch. Gekämpft werde aber von Burkinern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-innenpolitischer-umbau-soll-weitergehen"><span id="innenpolitischer-umbau-soll-weitergehen">Innenpolitischer Umbau soll weitergehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch innenpolitisch kündigte Traoré eine Fortsetzung des Umbaus an. Die <a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-loest-alle-parteien-in-burkina-faso-auf/">Auflösung der politischen Parteien</a> verteidigte er mit dem Argument, die bisherige Parteienpolitik habe das Land gespalten und wirtschaftlich geschwächt. Sie sei von Abhängigkeiten zu Geldgebern und Patronagenetzwerken geprägt gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich begründete er die Aufwertung traditioneller Autoritäten mit deren Rolle für soziale Ordnung, lokale Streitschlichtung und Wertevermittlung. Eine geplante stärkere Regulierung des religiösen Feldes präsentierte er als Versuch, religiöse Autoritäten institutionell zu ordnen und unkontrollierte Predigttätigkeit einzuschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu dem aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/" type="category" id="80">Togo</a> <a href="https://fokus-afrika.de/ex-praesident-damiba-aus-togo-an-burkina-faso-ausgeliefert/" type="post" id="23788">ausgelieferten Ex-Machthaber Paul-Henri Sandaogo Damiba</a> sagte Traoré, die Ermittlungen liefen weiter. Er sprach von belastenden Beweisen und einem komplexen Fall mit möglichen Verbindungen in mehrere Länder. Auch diese Aussagen ordnete er in ein wiederkehrendes Narrativ ein, wonach Burkina Faso fortlaufend mit Destabilisierungsversuchen konfrontiert sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftspolitik-als-zweites-machtzentrum-der-erzahlung"><span id="wirtschaftspolitik-als-zweites-machtzentrum-der-erzaehlung">Wirtschaftspolitik als zweites Machtzentrum der Erzählung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Sicherheit rückte Traoré wirtschaftliche Souveränität als zweites Hauptthema in den Mittelpunkt. Er verwies auf nach eigenen Angaben rekordhohe Staatseinnahmen im Jahr 2025 und führte dies auf Reformen, strengere Abgabenerhebung und den Kampf gegen Korruption zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders ausführlich sprach er über Infrastruktur, Industrie und Rohstoffe. Das Straßenbauprojekt zwischen Ouagadougou und Bobo-Dioulasso stellte er als Symbol eines neuen Entwicklungsansatzes dar. Burkina Faso solle Straßen, Energieanlagen und industrielle Kapazitäten zunehmend selbst aufbauen. Das Land wolle Importe verringern und mehr lokale Wertschöpfung schaffen, etwa bei Mehl, Teigwaren, Speiseöl, Reis, Fruchtsäften und Textilien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Goldpolitik beschrieb Traoré als strategische Frage staatlicher Unabhängigkeit. Burkina Faso <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-will-gold-eigenstandig-erschliesen/" type="post" id="11667">baue eine Goldreserve</a> auf, deren Umfang er bewusst nicht offenlegen wolle. Gold sei für ihn eine Sicherheits- und Verhandlungsreserve in Zeiten blockierter Finanztransaktionen und äußerer Druckversuche.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aes-soll-militarisch-und-wirtschaftlich-enger-zusammenrucken"><span id="aes-soll-militaerisch-und-wirtschaftlich-enger-zusammenruecken">AES soll militärisch und wirtschaftlich enger zusammenrücken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Allianz der Sahelstaaten Burkina Faso, Mali und Niger formulierte Traoré drei Prioritäten. Erstens solle die <a href="https://fokus-afrika.de/5-000-soldaten-aes-etabliert-gemeinsame-einsatztruppe/" type="post" id="13625">gemeinsame Streitkraft</a> operativ gestärkt werden. Zweitens müsse Integration im Alltag spürbar werden, etwa an Grenzen, in Verwaltungen und beim Kampf gegen Korruption. Drittens brauche die AES ein stärker wirtschaftlich ausgerichtetes Instrument, das nicht nur Projekte ausführt, sondern sektorübergreifend plant.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="723" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE-2-1024x723.jpg" alt="" class="wp-image-26219 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE-2-1024x723.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE-2-300x212.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE-2-768x542.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE-2-380x268.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE-2-800x565.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE-2-1160x819.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Capitaine_Ibrahim_TRAORE-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dabei machte Traoré auch deutlich, dass bilaterale Beziehungen einzelner Mitgliedstaaten aus seiner Sicht nicht gegen die Interessen der Konföderation wirken dürften. Über <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-traore-fordert-die-kuendigung-militaerischer-abkommen-fuer-afrikas-unabhaengigkeit/">entsprechende Regeln</a> werde innerhalb der AES bereits beraten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-konfliktlinien-mit-nachbarstaaten-bleiben-bestehen"><span id="konfliktlinien-mit-nachbarstaaten-bleiben-bestehen">Konfliktlinien mit Nachbarstaaten bleiben bestehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Fragen zu <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/benin/" type="category" id="65">Benin</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/" type="category" id="68">Côte d’Ivoire</a> wies Traoré jede Verantwortung für eine Entspannung der Beziehungen zurück. Er sagte, die Feindseligkeiten seien von dort ausgegangen. Eine Deeskalation sei aus seiner Sicht nicht möglich, solange sich an der Haltung der betreffenden Regierungen nichts ändere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aussagen fügen sich in eine Linie des Interviews, in der Traoré regionale Spannungen durchgängig mit <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-entkommt-vereitelten-umsturzversuch-gegen-ibrahim-traore/">äußerem Einfluss</a>, geopolitischem Druck und einem Kampf um Rohstoffe und politische Kontrolle verknüpfte.</p>
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			<media:description type="html">Ibrahim Traoré zieht eine harte politische Linie: Wahlen seien nicht die Priorität, westliche Demokratie passe nicht zu Burkina Faso.</media:description>
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		<title>Nigeria: 30 Tote bei Angriff in der Universitätsstadt Jos</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nigeria-30-tote-bei-angriff-in-der-universitaetsstadt-jos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 22:33:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach einem bewaffneten Angriff mit mindestens 30 Toten im nigerianischen Plateau-Staat reist Präsident Bola Ahmed Tinubu in die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigeria-30-tote-bei-angriff-in-der-universitaetsstadt-jos%2F&amp;action_name=Nigeria%3A%2030%20Tote%20bei%20Angriff%20in%20der%20Universit%C3%A4tsstadt%20Jos&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nach einem bewaffneten Angriff mit mindestens 30 Toten im nigerianischen Plateau-Staat reist Präsident Bola Ahmed Tinubu in die Regionalhauptstadt Jos. Die Attacke traf am Sonntagabend den Stadtteil Angwan Rukuba. Die Regierung des Bundesstaates verhängte daraufhin eine 48-stündige Ausgangssperre in Teilen der Stadt. Tinubu verschob nach eigenen Angaben eine Reise in den Bundesstaat Ogun, um sich zuerst mit den Familien der Opfer zu treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff traf ein Gebiet in Jos, das in mehreren Berichten als offene Bar oder als universitätsnahes Wohnumfeld beschrieben wird. Bewohner und lokale Vertreter berichteten von wahllosem Schusswaffeneinsatz durch bewaffnete Männer. Die Universität von Jos setzte Prüfungen aus, mehrere Schulen in der Umgebung schlossen vorübergehend.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-reagiert-mit-ausgangssperre-und-untersuchung"><span id="regierung-reagiert-mit-ausgangssperre-und-untersuchung">Regierung reagiert mit Ausgangssperre und Untersuchung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung des Plateau-Staates ordnete eine 48-stündige Ausgangssperre für die betroffenen Teile von Jos an. Gouverneur Caleb Manasseh Mutfwang kündigte Ermittlungen an und erklärte, die Verantwortlichen sollten vor Gericht gestellt werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">At least 13 people were killed when gunmen stormed a university community in Nigeria’s central Plateau state.<br><br>Authorities imposed a 48-hour curfew and the University of Jos suspended exams following the attack in a region long scarred by farmer-herder violence. <a href="https://t.co/krBTiEvE8V">pic.twitter.com/krBTiEvE8V</a></p>— Al Jazeera English (@AJEnglish) <a href="https://twitter.com/AJEnglish/status/2038651232378610135?ref_src=twsrc%5Etfw">March 30, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei bestätigte 26 Tote. Lokale Vertreter und Bewohner nannten dagegen eine Zahl von mindestens 30 Opfern. Paul Mancha, Präsident des Jugendrats des Plateau-Staates, sprach von Dutzenden Toten und zahlreichen Verletzten in Krankenhäusern. Markus Audu Kando, Mitvorsitzender einer interreligiösen Jugendgruppe im Plateau-Staat, bezifferte die Zahl der Toten ebenfalls auf 30.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zur eigentlichen Attacke kam es nach Berichten aus Jos zu weiteren Gewalttaten. Drei Menschen starben demnach bei anschließenden Ausschreitungen, als Bewohner versuchten, die Angreifer zu verfolgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tinubu-verschiebt-reise-und-kundigt-besuch-an"><span id="tinubu-verschiebt-reise-und-kuendigt-besuch-an">Tinubu verschiebt Reise und kündigt Besuch an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Bola Ahmed Tinubu erklärte auf X, er habe seine Reise nach Iperu im Bundesstaat Ogun verschoben. Seine erste Pflicht sei es in diesem Moment, an der Seite der Menschen im Plateau-Staat zu stehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I have postponed my trip to Iperu, Ogun State. My first duty at this moment is to stand with the people of Plateau.<br><br>I will be in Jos to commiserate with families who have lost loved ones and to reaffirm that those who seek to spread fear will not prevail. We will continue to…</p>— Bola Ahmed Tinubu (@officialABAT) <a href="https://twitter.com/officialABAT/status/2039416767706226937?ref_src=twsrc%5Etfw">April 1, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Er kündigte an, nach Jos zu reisen, um den Familien der Opfer sein Beileid auszusprechen und zu bekräftigen, dass jene, die Angst verbreiten wollten, keinen Erfolg haben würden. Zugleich stellte er eine Verstärkung der Sicherheitsreaktion und Justizmaßnahmen in Aussicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Besuch in Jos will Tinubu nach Lagos weiterreisen, um dort den Karfreitag zu begehen. Anschließend sollen weitere Termine in Ogun, Lagos und Bayelsa zu Infrastruktur, Handel und Wirtschaft folgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-jos-bleibt-ein-brennpunkt-der-gewalt-im-middle-belt"><span id="jos-bleibt-ein-brennpunkt-der-gewalt-im-middle-belt">Jos bleibt ein Brennpunkt der Gewalt im Middle Belt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Plateau-Staat liegt im nigerianischen Middle Belt, einer Region, in der es seit Jahren immer wieder zu tödlichen Angriffen und Vergeltungsgewalt kommt. Häufig werden diese Konflikte <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-gewalt-verschaerft-humanitaere-krise-jenseits-religioeser-konfliktlinien/" type="post" id="24175">entlang religiöser oder ethnischer Linien beschrieben</a>, meist zwischen mehrheitlich muslimischen Viehhirten und überwiegend christlichen Bauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verweisen Fachleute und Politiker seit langem darauf, dass der Streit um Land und Wasser, die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen und die Folgen des Klimawandels die Gewalt zusätzlich verschärfen. Im Zentrum Nigerias überlagern sich damit lokale Konflikte, organisierte bewaffnete Gewalt und ein überlasteter Sicherheitsapparat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst Mitte März hatte eine <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-begeht-anschlagserie-in-maiduguri/" type="post" id="25788">ähnliche Attacke in derselben Region</a> rund 20 Menschen das Leben gekostet. Auch damals wurde Viehdiebstahl gemeldet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-verscharft-druck-auf-den-staat"><span id="sicherheitslage-verschaerft-druck-auf-den-staat">Sicherheitslage verschärft Druck auf den Staat</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/us-africa-command-leadership-visits-nigeria.jpeg" alt="" class="wp-image-23535 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/us-africa-command-leadership-visits-nigeria.jpeg 1000w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/us-africa-command-leadership-visits-nigeria-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/us-africa-command-leadership-visits-nigeria-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/us-africa-command-leadership-visits-nigeria-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/us-africa-command-leadership-visits-nigeria-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Toten in Jos treffen Nigeria in einer Phase anhaltender Sicherheitskrisen in mehreren Landesteilen. Im Nordosten kämpft der <a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/" type="post" id="23534">Staat weiter gegen jihadistische Gruppen</a>. Im Nordwesten und in Teilen der Mitte des Landes belasten Banditismus, Entführungen und bewaffnete Überfälle die Sicherheitskräfte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bewohner aus Jos berichteten zudem, dass vor dem Angriff Drohungen in sozialen Netzwerken kursierten. Sicherheitskräfte wurden nach der Tat verstärkt in das betroffene Gebiet verlegt. Seit Beginn der Ausgangssperre patrouillieren Polizei und andere Einheiten sichtbar in den betroffenen Vierteln.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigeria-30-tote-bei-angriff-in-der-universitaetsstadt-jos%2F&action_name=Nigeria%3A%2030%20Tote%20bei%20Angriff%20in%20der%20Universit%C3%A4tsstadt%20Jos&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-30-tote-bei-angriff-in-der-universitaetsstadt-jos/">Nigeria: 30 Tote bei Angriff in der Universitätsstadt Jos</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Afrikanische Union und Marokko setzen auf engere Zusammenarbeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-und-marokko-setzen-auf-engere-zusammenarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 18:38:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Marokko und die Afrikanische Union haben in Rabat ihre politische Abstimmung bekräftigt. Am Mittwoch, 1. April, traf AU-Kommissionschef&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrikanische-union-und-marokko-setzen-auf-engere-zusammenarbeit%2F&amp;action_name=Afrikanische%20Union%20und%20Marokko%20setzen%20auf%20engere%20Zusammenarbeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-und-marokko-setzen-auf-engere-zusammenarbeit/">Afrikanische Union und Marokko setzen auf engere Zusammenarbeit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Marokko und die Afrikanische Union haben in Rabat ihre politische Abstimmung bekräftigt. Am Mittwoch, 1. April, <a href="https://au.int/en/pressreleases/20260401/auc-chairperson-held-talks-minister-foreign-affairs-morocco">traf</a> AU-Kommissionschef Mahmoud Ali Youssouf den marokkanischen Außenminister Nasser Bourita zu Gesprächen über Frieden, Sicherheit, nachhaltige Entwicklung und regionale Integration. Das Treffen gewinnt zusätzliches Gewicht, weil Marokko erst im Februar in den Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union gewählt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU-Kommission erklärte, beide Seiten hätten Wege erörtert, die Zusammenarbeit zwischen Marokko und der Kommission zu vertiefen. Mahmoud Ali Youssouf würdigte dabei Marokkos Beitrag zur panafrikanischen Agenda und begrüßte ausdrücklich die Wahl des Landes in den Friedens- und Sicherheitsrat. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warum-die-wahl-in-den-friedens-und-sicherheitsrat-wichtig-ist"><span id="warum-die-wahl-in-den-friedens-und-sicherheitsrat-wichtig-ist">Warum die Wahl in den Friedens- und Sicherheitsrat wichtig ist</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HE1NvoOacAAhX2w-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26172 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HE1NvoOacAAhX2w-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HE1NvoOacAAhX2w-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HE1NvoOacAAhX2w-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HE1NvoOacAAhX2w-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HE1NvoOacAAhX2w-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HE1NvoOacAAhX2w-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HE1NvoOacAAhX2w-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HE1NvoOacAAhX2w.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Friedens- und Sicherheitsrat ist das ständige Entscheidungsgremium der AU für Konfliktprävention, Krisenmanagement und Konfliktlösung. Er gehört zum Kern der afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur und befasst sich mit bewaffneten Konflikten, politischen Krisen und sicherheitspolitischen Reaktionen der Union. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko <a href="https://fokus-afrika.de/au-exekutivrat-waehlt-zehn-mitglieder-fuer-den-friedens-und-sicherheitsrat/" type="post" id="24619">wurde am 11. Februar 2026 in Addis Abeba in erster Runde</a> für ein zweijähriges Mandat in dieses Gremium gewählt. Bei der Wahl erhielt das Land 34 Stimmen. Das neue Mandat läuft im Rahmen der 2026 gewählten Mitglieder bis März 2028. </p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">01/04/2026 : Retour en images sur la rencontre, ce jour à Rabat, entre M. Nasser Bourita et le Président de la Commission de l&#39;Union africaine, M. Mahmoud Ali Youssouf <a href="https://t.co/VXOZ9zz2Qe">pic.twitter.com/VXOZ9zz2Qe</a></p>— Maroc Diplomatie 🇲🇦 (@MarocDiplomatie) <a href="https://twitter.com/MarocDiplomatie/status/2039389591052992923?ref_src=twsrc%5Etfw">April 1, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sitzt Rabat wieder in einem der wichtigsten sicherheitspolitischen Organe der Union. Für das Treffen mit dem neuen AU-Kommissionschef bedeutet das: Es ging nicht nur um allgemeine Kooperation, sondern auch um Marokkos gewachsene Rolle in Fragen von Frieden und <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit/" type="post" id="23528">Sicherheit auf kontinentaler Ebene</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tanger-bildet-den-politischen-rahmen"><span id="tanger-bildet-den-politischen-rahmen">Tanger bildet den politischen Rahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gespräch fand am Rand der 58. Konferenz der afrikanischen Finanz-, Planungs- und Wirtschaftsminister statt, die derzeit in Tanger läuft. Diese Konferenz wird von der UN-Wirtschaftskommission für Afrika ausgerichtet und bringt Regierungen aus dem gesamten Kontinent zusammen. Damit stand das Treffen in einem größeren kontinentalen Rahmen, in dem Wirtschaftspolitik, Integration und institutionelle Zusammenarbeit ohnehin im Mittelpunkt stehen. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Iran-Krieg: EU baut Marineeinsätze vor Afrikas Küsten aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/iran-krieg-eu-baut-marineeinsaetze-vor-afrikas-kuesten-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 14:23:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dschibuti]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Jemen]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Europäische Union passt ihre Marineeinsätze ASPIDES und ATALANTA an und erweitert deren Aufgaben im Roten Meer und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Firan-krieg-eu-baut-marineeinsaetze-vor-afrikas-kuesten-aus%2F&amp;action_name=Iran-Krieg%3A%20EU%20baut%20Marineeins%C3%A4tze%20vor%20Afrikas%20K%C3%BCsten%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/iran-krieg-eu-baut-marineeinsaetze-vor-afrikas-kuesten-aus/">Iran-Krieg: EU baut Marineeinsätze vor Afrikas Küsten aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union passt ihre Marineeinsätze ASPIDES und ATALANTA an und erweitert deren Aufgaben im Roten Meer und im westlichen Indischen Ozean. Am Montag, 30. März 2026, beschloss der Rat der EU, beide Mandate zu aktualisieren und damit die europäische Präsenz auf wichtigen Schifffahrtsrouten auszubauen. Für die Staaten am Horn von Afrika und im weiteren Umfeld des Roten Meeres ist das ein wichtiges Signal, weil die EU ihre Rolle beim Schutz von Handelswegen, Infrastruktur und maritimer Sicherheit sichtbarer stärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neu ist vor allem, dass beide Missionen künftig auch Informationen über verdächtige Aktivitäten rund um kritische Unterwasserinfrastruktur sammeln und weitergeben sollen. Zugleich bekommt ASPIDES zusätzliche Aufgaben beim Aufbau maritimer Kapazitäten in Dschibuti und bei der Zusammenarbeit mit der jemenitischen Küstenwache. Die Beschlüsse zeigen, dass die EU ihre Marineeinsätze enger mit regionalen Partnern und mit <a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehreinsatz-im-roten-meer-soll-verlaengert-werden/">anderen eigenen Initiativen</a> verzahnen will.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aspides-bekommt-neue-aufgaben-im-roten-meer"><span id="aspides-bekommt-neue-aufgaben-im-roten-meer">ASPIDES bekommt neue Aufgaben im Roten Meer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">ASPIDES war im <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verlaengert-mandat-von-eunavfor-aspides-im-roten-meer/">Februar 2024</a> als defensiver EU-Einsatz gegen wiederholte Angriffe der Huthi auf den internationalen Schiffsverkehr eingerichtet worden. Der Auftrag der Mission wird nun verbreitert. Künftig soll ASPIDES nicht nur bestehende Schutzaufgaben fortführen, sondern auch verdächtige Vorgänge an kritischer Unterwasserinfrastruktur erfassen und entsprechende Informationen teilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen neue Partnerschaften in der Region. Die Mission soll dschibutische Seestreitkräfte ausbilden, mit der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/jemen/" type="post_tag" id="589">jemenitischen</a> Küstenwache zusammenarbeiten und ihre Verbindungen zu weiteren EU-Initiativen stärken, darunter CRIMARIO, das europäische Projekt zum Schutz kritischer Seeverbindungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="643" height="361" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Aspides-patrol-in-the-Red-Sea.58bb7b.jpg" alt="" class="wp-image-24989 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Aspides-patrol-in-the-Red-Sea.58bb7b.jpg 643w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Aspides-patrol-in-the-Red-Sea.58bb7b-300x168.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Aspides-patrol-in-the-Red-Sea.58bb7b-380x213.jpg 380w" sizes="(max-width: 643px) 100vw, 643px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit rückt Dschibuti noch <a href="https://fokus-afrika.de/eu-der-hafen-von-dschibuti-von-interesse/" type="post" id="11828">stärker in den Blick</a>. Das Land am <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">Bab al-Mandab</a> liegt an einer der wichtigsten maritimen Engstellen zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/somaliland-bietet-usa-exklusive-rohstoffrechte-und-militaerbasen-an/" type="post" id="24932">Rotem Meer</a> und Golf von Aden. Wenn die EU dort Ausbildung und Kooperation ausbaut, geht es nicht nur um unmittelbare Sicherheit auf See, sondern auch um eine stabilere Absicherung regionaler Handelswege.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-atalanta-wird-neu-ausgerichtet"><span id="auch-atalanta-wird-neu-ausgerichtet">Auch ATALANTA wird neu ausgerichtet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu änderte der Rat auch das Mandat von ATALANTA. Die Mission ist seit 2008 im Einsatz und war der erste Marineeinsatz der EU. Bekannt wurde sie zunächst durch den Kampf gegen Piraterie vor der Küste Somalias. Später kamen weitere Aufgaben hinzu, darunter die Beobachtung von Waffen- und Drogenschmuggel auf See.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der jetzigen Anpassung entfällt die Beobachtung des illegalen Holzkohlehandels. Dagegen bleiben andere Nebenaufgaben bestehen, etwa beim Monitoring von Waffenhandel, Drogenhandel und illegaler Fischerei. Auch ATALANTA soll künftig Informationen zu verdächtigen Aktivitäten an kritischer Unterwasserinfrastruktur sammeln und weitergeben. Außerdem wird die Anbindung an andere EU-Projekte wie CRIMARIO verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verändert sich der Schwerpunkt der Mission. Der Blick richtet sich weniger auf ein einzelnes Schmuggelthema und stärker auf ein breiteres maritimes Lagebild, das sicherheitspolitische Risiken auf mehreren Ebenen zusammenführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-europaische-prasenz-an-afrikas-kusten"><span id="mehr-europaeische-praesenz-an-afrikas-kuesten">Mehr europäische Präsenz an Afrikas Küsten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Ostafrika und das Horn von Afrika ist der Beschluss auch deshalb relevant, weil beide Missionen in Räumen operieren, die für den Kontinent wirtschaftlich und sicherheitspolitisch zentral sind. Das gilt für den Golf von Aden, die Küste Somalias, <a href="https://fokus-afrika.de/aegypten-lehnt-externe-militaerische-praesenz-am-roten-meer-ab/">das Rote Meer</a> und die Seewege zwischen Afrika, der Arabischen Halbinsel und Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat betont in seinem Beschluss, dass die europäische Marinepräsenz bereits dazu beigetragen habe, wichtige Schifffahrtsrouten, Infrastruktur und globale Handelsströme zu schützen. Mit den neuen Mandaten wird daraus nun ein breiterer sicherheitspolitischer Ansatz. Die EU will nicht nur auf Angriffe reagieren, sondern ihre Präsenz langfristiger aufstellen und enger mit regionalen Kräften verbinden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mandate-bis-2027-verlangert"><span id="mandate-bis-2027-verlaengert">Mandate bis 2027 verlängert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Einsätze sind bereits über den Februar 2026 hinaus verlängert worden. Das Mandat von ASPIDES läuft nun bis zum 28. Februar 2027. Auch ATALANTA bleibt bis zu diesem Datum im Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzt die EU auf Kontinuität in einer Region, in der die Sicherheit auf See eng mit Konflikten an Land, mit globalem Handel und mit der Stabilität an Afrikas Ostküste verbunden ist. Der neue Ratsbeschluss macht klar, dass diese Marineeinsätze für Brüssel nicht mehr nur befristete Kriseninstrumente sind, sondern Teil eines dauerhaft angelegten maritimen Engagements.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Firan-krieg-eu-baut-marineeinsaetze-vor-afrikas-kuesten-aus%2F&action_name=Iran-Krieg%3A%20EU%20baut%20Marineeins%C3%A4tze%20vor%20Afrikas%20K%C3%BCsten%20aus&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/iran-krieg-eu-baut-marineeinsaetze-vor-afrikas-kuesten-aus/">Iran-Krieg: EU baut Marineeinsätze vor Afrikas Küsten aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Boko Haram droht ISWAP offen mit neuer Gewalt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 13:17:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ein neues Propagandavideo der Boko-Haram-Fraktion JAS zeigt, wie scharf der Machtkampf unter den jihadistischen Gruppen im Tschadsee-Raum wieder&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fboko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt%2F&amp;action_name=Boko%20Haram%20droht%20ISWAP%20offen%20mit%20neuer%20Gewalt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/">Boko Haram droht ISWAP offen mit neuer Gewalt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ein neues Propagandavideo der Boko-Haram-Fraktion JAS zeigt, wie scharf der Machtkampf unter den jihadistischen Gruppen im Tschadsee-Raum wieder eskaliert. Ende März 2026 kursierte ein Video aus dem Umfeld der JAS-Führung um Bakura Doro, auch Abu Umaymah genannt, in dem Kämpfer die rivalisierende ISWAP als „Abtrünnige“ bezeichnen und ihr offen mit Zerschlagung drohen. Für die Region ist das mehr als ein interner Streit unter Extremisten. Der Konflikt zwischen beiden Lagern verschärft die Unsicherheit rund um den Tschadsee, weil er neue Angriffe, neue Frontlinien und mehr Druck auf Zivilisten erwarten lässt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kern geht es um Macht, Territorium und Ideologie. JAS, die ursprüngliche Boko-Haram-Strömung, knüpft in dem Video offen an das Erbe von Abubakar Shekau an, der sich 2021 in Sambisa tötete, als ISWAP ihn zur Aufgabe zwingen wollte. Die Botschaft ist eindeutig: Shekau sei tot, seine Linie aber lebe weiter. Damit versucht JAS, Geschlossenheit zu demonstrieren und Anhänger über mehrere Teilgruppen hinweg neu auf die Führung von Bakura Doro einzuschwören. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-bruch-verlauft-nicht-nur-militarisch-sondern-ideologisch"><span id="der-bruch-verlaeuft-nicht-nur-militaerisch-sondern-ideologisch">Der Bruch verläuft nicht nur militärisch, sondern ideologisch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt zwischen JAS und ISWAP zieht sich seit der Spaltung von 2016 durch die gesamte Aufstandsbewegung. International Crisis Group beschreibt den Kern des Bruchs als Streit über Führung, Gewalt und die Frage, wer als legitimes Ziel gilt. JAS hält an einer besonders radikalen sog. Takfir-Linie fest und betrachtet selbst viele muslimische Zivilisten in staatlich kontrollierten Gebieten als legitime Ziele. ISWAP geht selektiver vor, greift vorrangig Sicherheitskräfte, deren Helfer und bestimmte andere Gruppen an und versucht zugleich, in manchen Gebieten eine Art Herrschaftsordnung aufzubauen. </p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Jamā&#39;at Ahl as-Sunnah lid-Da&#39;wah wa&#39;l-Jihād (JASDJ), mostly known as Boko Haram, recently released a video threatening ISWAP. The group in the video appears to be based in the Lake Chad area under the authority of the JAS overall leader Bakura Doro, aka Abu Umaymah. <br><br>The… <a href="https://t.co/9X2wVizLsa">https://t.co/9X2wVizLsa</a> <a href="https://t.co/hqc0abkPP3">pic.twitter.com/hqc0abkPP3</a></p>— Brant (@BrantPhilip_) <a href="https://twitter.com/BrantPhilip_/status/2038543018039320902?ref_src=twsrc%5Etfw">March 30, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Genau diese Trennlinie greift das neue JAS-Video auf. Die Sprecher werfen ISWAP vor, vom „wahren Weg“ abgekommen zu sein, weil die Rivalen muslimische Zivilisten nicht pauschal zu Feinden erklären. Damit ist das Video nicht nur Drohung, sondern auch Selbstvergewisserung. JAS sagt seiner eigenen Anhängerschaft: Wir bleiben die Bewegung der maximalen Härte. Für die Bevölkerung in Nordostnigeria, Niger, Kamerun und Tschad ist das bedrohlich, weil diese Logik erfahrungsgemäß mit wahlloseren Anschlägen und höherem Risiko für Märkte, Moscheen, Verkehrswege und Städte einhergeht. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-tschadsee-wird-wieder-zum-zentrum-des-machtkampfs"><span id="der-tschadsee-wird-wieder-zum-zentrum-des-machtkampfs">Der Tschadsee wird wieder zum Zentrum des Machtkampfs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wichtig ist, wo dieses Signal herkommt. Das Video wird der JAS-Struktur im Tschadsee-Gebiet zugeschrieben, also jenem Raum aus Inseln, Wasserarmen und schwer kontrollierbaren Grenzzonen zwischen Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun. Genau dort hat JAS in den vergangenen Jahren wieder an Boden gewonnen. Das Institute for Security Studies warnte bereits im September 2025, die Rückkehr von JAS vertiefe die ohnehin komplexe Sicherheitskrise im gesamten Tschadsee-Becken. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="636" height="357" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation.png" alt="" class="wp-image-25790 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation.png 636w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation-300x168.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation-380x213.png 380w" sizes="(max-width: 636px) 100vw, 636px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch <em>Africa Defense Forum</em> berichtete im Januar 2026, dass JAS und ISWAP zunehmend um Inseln im Tschadsee kämpfen. Dabei geht es nicht nur um symbolische Präsenz, sondern um Rückzugsräume, Schmuggelrouten, Abgaben, Treibstoff, Waffen und den Zugriff auf lokale Gemeinschaften. Wer diese Inseln kontrolliert, hat operative Vorteile für Angriffe und für den eigenen Nachschub. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das macht den aktuellen Schlagabtausch so folgenreich. Wenn zwei jihadistische Fraktionen gleichzeitig gegeneinander und gegen staatliche Kräfte kämpfen, entsteht kein Gleichgewicht, sondern oft eine noch unübersichtlichere Gewaltlage. International Crisis Group hatte schon 2024 darauf hingewiesen, dass beide Gruppen sich zwar schwer geschwächt, aber nicht ausgeschaltet haben. Sie bleiben trotz ihrer Verluste eine Gefahr für Zivilisten und Armeen in der Region. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-was-die-eskalation-fur-die-region-bedeutet"><span id="was-die-eskalation-fuer-die-region-bedeutet">Was die Eskalation für die Region bedeutet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Staaten rund um den Tschadsee ist diese Entwicklung aus drei Gründen brisant. Erstens bindet der Konflikt zusätzliche Sicherheitskräfte, weil Armeen nicht nur auf klassische Anschläge reagieren müssen, sondern auf schnell wechselnde Fronten zwischen rivalisierenden Gruppen. Zweitens steigt der Druck auf Grenzräume, in denen sich Kämpfer zwischen Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun bewegen können. Drittens erhöht sich das Risiko für Zivilisten, weil JAS mit seiner härteren Linie gerade dort zuschlägt, wo Menschen nicht als neutral gelten, sondern pauschal dem gegnerischen Staat zugerechnet werden. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="548" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/26114359-5a9d-446b-a799-1cdb60e57e3a_2048x1096-1024x548.jpg" alt="" class="wp-image-26117 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/26114359-5a9d-446b-a799-1cdb60e57e3a_2048x1096-1024x548.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/26114359-5a9d-446b-a799-1cdb60e57e3a_2048x1096-300x161.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/26114359-5a9d-446b-a799-1cdb60e57e3a_2048x1096-768x411.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/26114359-5a9d-446b-a799-1cdb60e57e3a_2048x1096-1536x822.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/26114359-5a9d-446b-a799-1cdb60e57e3a_2048x1096-380x203.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/26114359-5a9d-446b-a799-1cdb60e57e3a_2048x1096-800x428.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/26114359-5a9d-446b-a799-1cdb60e57e3a_2048x1096-1160x621.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/26114359-5a9d-446b-a799-1cdb60e57e3a_2048x1096.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass JAS unter Bakura Doro lange vergleichsweise geräuschlos operierte und sich gerade deshalb neu sortieren konnte. ISS und weitere Analysen beschreiben, dass die Gruppe nach Jahren des Rückschlags in abgelegenen Gebieten des Tschadsees wieder Strukturen aufbauen, Kämpfer sammeln und einzelne Gebiete zurückgewinnen konnte. Das neue Video wirkt deshalb wie eine politische und militärische Ansage: JAS will zeigen, dass sie nicht nur überlebt hat, sondern wieder offensiv gegen ISWAP auftreten kann. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-zivilbevolkerung-steht-zwischen-zwei-extremismen"><span id="die-zivilbevoelkerung-steht-zwischen-zwei-extremismen">Die Zivilbevölkerung steht zwischen zwei Extremismen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Menschen in der Region ist der Streit zwischen JAS und ISWAP kein abstrakter Flügelkampf. Er entscheidet oft darüber, welche Form von Gewalt droht. ISWAP versucht vielerorts, Berechenbarkeit zu inszenieren und lokale Ordnung mit Zwang, Steuern und begrenzteren Angriffszielen zu verbinden. JAS steht stärker für offene Einschüchterung und für Angriffe auf Zivilisten, die aus ihrer Sicht in „falschem“ Herrschaftsgebiet leben. Wenn JAS diese Linie nun noch einmal öffentlich bekräftigt, dann ist das auch ein Warnsignal an die Orte, die zuletzt wieder von Anschlägen getroffen wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt zwischen beiden Gruppen dürfte damit nicht leiser, <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-begeht-anschlagserie-in-maiduguri/">sondern sichtbarer werden</a>. Das neue Video zeigt, dass der jihadistische Wettbewerb im Tschadsee-Raum nicht eingefroren ist. Er wird neu aufgeladen, ideologisch zugespitzt und territorial ausgetragen. Für die Region bedeutet das vor allem eines: Der Druck durch bewaffnete Gruppen bleibt nicht nur bestehen, sondern kann sich in mehrere Richtungen zugleich verschärfen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokko und Spanien zerschlagen IS-Zelle</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-und-spanien-zerschlagen-is-zelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 22:17:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Marokko und Spanien haben eine mutmaßliche Terrorzelle zerschlagen, die auf beiden Seiten des westlichen Mittelmeers aktiv war. Am&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-und-spanien-zerschlagen-is-zelle%2F&amp;action_name=Marokko%20und%20Spanien%20zerschlagen%20IS-Zelle&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-spanien-zerschlagen-is-zelle/">Marokko und Spanien zerschlagen IS-Zelle</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Marokko und Spanien haben eine mutmaßliche Terrorzelle zerschlagen, die auf beiden Seiten des westlichen Mittelmeers aktiv war. Am 25. März 2026 griffen Sicherheitskräfte in einer gemeinsamen Operation zu. Der Fall zeigt, dass jihadistische Netzwerke in Nordafrika und Europa enger miteinander verflochten bleiben, als es einzelne Festnahmen zunächst vermuten lassen. Zugleich rückt eine Gruppe stärker in den Vordergrund, die lange vor allem mit dem Horn von Afrika verbunden wurde: der Islamische Staat in Somalia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zugriff ist sicherheitspolitisch deshalb bedeutsam, weil er über einen klassischen Anti-Terror-Einsatz hinausweist. Zwischen Nordmarokko und Spanien verläuft nicht nur eine der wichtigsten Migrations- und Handelsrouten Europas, sondern auch ein sensibler Sicherheitsraum. Wenn sich dort Rekrutierung, Radikalisierung und grenzüberschreitende Unterstützung verdichten, betrifft das längst nicht mehr nur Rabat und Madrid.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rabat-und-madrid-setzen-auf-enge-anti-terror-kooperation"><span id="rabat-und-madrid-setzen-auf-enge-anti-terror-kooperation">Rabat und Madrid setzen auf enge Anti-Terror-Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Spanische Behörden hoben nach dem Einsatz ihre Zusammenarbeit mit Marokkos Sicherheitsdiensten ausdrücklich hervor. <a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitskooperation-marokko-spanien-und-deutschland-vertiefen-austausch-in-rabat/" type="post" id="23380">Beide Staaten arbeiten seit Jahren eng zusammen</a>, vor allem bei jihadistischen Netzwerken mit Verbindungen nach Europa, <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/">in den Sahel</a> und nach Nordafrika. Diese Kooperation hat in den <a href="https://fokus-afrika.de/zusammenarbeit-im-kampf-gegen-terrorismus-zwei-is-unterstuetzer-in-spanien-verhaftet/" type="post" id="12053">vergangenen Jahren mehrfach zu grenzüberschreitenden Zugriffen</a> geführt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Cuerpo_nacional_de_Policia_La_Linea_2019-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26076 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Cuerpo_nacional_de_Policia_La_Linea_2019-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Cuerpo_nacional_de_Policia_La_Linea_2019-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Cuerpo_nacional_de_Policia_La_Linea_2019-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Cuerpo_nacional_de_Policia_La_Linea_2019-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Cuerpo_nacional_de_Policia_La_Linea_2019-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Cuerpo_nacional_de_Policia_La_Linea_2019-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Cuerpo_nacional_de_Policia_La_Linea_2019.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gerade Spanien misst dieser Partnerschaft große Bedeutung bei. Die Nähe zu Marokko, die kurzen Wege über die Straße von Gibraltar und die dichte Vernetzung zwischen Europa und Nordafrika machen gemeinsame Einsätze für beide Seiten zu einem zentralen Instrument der Terrorabwehr.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-somalia-wird-fur-europas-sicherheitslage-wichtiger"><span id="somalia-wird-fuer-europas-sicherheitslage-wichtiger">Somalia wird für Europas Sicherheitslage wichtiger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders brisant ist an dem Fall die mögliche Verbindung zur wachsenden internationalen Rolle von IS Somalia. Die Gruppe hat ihren <a href="https://fokus-afrika.de/trump-setzt-somalia-unter-druck-separatisten-aus-somaliland-und-puntland-profitieren/" type="post" id="22578">Ursprung in Puntland</a>, ist inzwischen aber weit mehr als eine regionale Splitterorganisation. Sie gilt zunehmend als Knotenpunkt für Propaganda, Finanzierung, Rekrutierung und internationale Vernetzung innerhalb des globalen IS-Gefüges.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verändert sich auch die sicherheitspolitische Perspektive auf Somalia. Das Land erscheint nicht mehr nur als Schauplatz eines lokalen oder regionalen Konflikts. Es wird stärker als Ausgangspunkt für Strukturen wahrgenommen, die bis nach Nordafrika und Europa reichen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarisch-unter-druck-international-weiter-handlungsfahig"><span id="militaerisch-unter-druck-international-weiter-handlungsfaehig">Militärisch unter Druck, international weiter handlungsfähig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">IS Somalia steht zwar in Puntland seit Monaten unter starkem militärischem Druck. Sicherheitskräfte haben Hochburgen angegriffen, Kämpfer getötet und Rückzugsräume verkleinert. Doch gerade solche Rückschläge im Kerngebiet können dazu führen, dass transnationale Netzwerke an Bedeutung gewinnen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="709" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-1024x709.jpg" alt="" class="wp-image-22932 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-1024x709.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-300x208.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-768x532.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-1536x1064.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-380x263.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-800x554.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-1160x804.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537.jpg 1559w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wenn territoriale Kontrolle schwindet, werden Rekrutierung im Ausland, digitale Ansprache, Geldflüsse und Kontakte zu Unterstützern außerhalb Somalias umso wichtiger. Genau deshalb wirkt eine Zelle zwischen Marokko und Spanien über ihren lokalen Rahmen hinaus. Sie steht für ein Muster, das Sicherheitsbehörden in Europa zunehmend beschäftigt: Der organisatorische Kern sitzt in Afrika, die Anschlussstellen reichen bis in europäische Räume.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gefahr-von-rekrutierung-steuerung-und-einzeltaten"><span id="gefahr-von-rekrutierung-steuerung-und-einzeltaten">Gefahr von Rekrutierung, Steuerung und Einzeltaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitische Sorge richtet sich auf drei Ebenen. Erstens könnten solche Netzwerke Geld, Personal oder Informationen zwischen Afrika und Europa bewegen. Zweitens steigt das Risiko gelenkter Anschlagspläne, wenn lokale Unterstützer mit Akteuren außerhalb Europas in Kontakt stehen. Drittens bleibt die Gefahr inspirierter Einzeltaten hoch, wenn Propaganda, soziale Medien und digitale Radikalisierung den Schritt von der Zustimmung zur Gewalt verkürzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese dritte Ebene ist schwer vorhersehbar. Denn nicht jede Bedrohung braucht direkte Befehle oder eine feste Kommandostruktur. Oft reicht ideologische Mobilisierung aus, um Sympathisanten in Marokko, Spanien oder anderswo in Europa zu Gewalttaten zu treiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fur-europa-wird-nordafrika-noch-wichtiger"><span id="fuer-europa-wird-nordafrika-noch-wichtiger">Für Europa wird Nordafrika noch wichtiger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall unterstreicht, wie stark sich Europas Sicherheitslage mit Entwicklungen in Afrika verschränkt. Deutschland ist davon zwar nicht unmittelbar betroffen wie Spanien, doch die Richtung ist klar. Jihadistische Netzwerke bewegen sich entlang bestehender Verkehrs-, Kommunikations- und Diasporaräume. Was zwischen Puntland, Nordmarokko und Spanien entsteht, kann sich sicherheitspolitisch rasch auf andere Teile Europas auswirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko und Spanien ist der Zugriff deshalb ein Erfolg. Für Europa insgesamt ist er ein Warnsignal. Die Bedrohung verlagert sich nicht einfach von einem Konfliktgebiet ins nächste. Sie wird beweglicher, digitaler und internationaler.</p>
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			<media:title type="html">1280px-Cuerpo_nacional_de_Policía_La_Línea_2019</media:title>
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			<media:title type="html">1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_(8049934537)</media:title>
			<media:description type="html">SOMALIA, Kismayo: In a handout photograph released by the African Union-United Nations Information Support Team 02 October, a soldier of the Kenyan Contingent serving with the African Union Mission in Somalia (AMISOM) gestures towards the black flag of the Al Qaeda-affiliated extremist group Al Shabaab painted on the wall of Kismayo Airport. Kenyan AMISOM troops moved into and through Kismayo, the hitherto last major urban stronghold of tAl Shabaab, on their way to the airport without a shot being fired following a two-month operation to liberate towns and villages across southern Somalia and Kismayo itself. AU-UN IST PHOTO / STUART PRICE.</media:description>
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	</item>
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		<title>UN dringt auf Freilassung von 118 festgehaltenen Mitarbeitern weltweit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-dringt-auf-freilassung-von-118-festgehaltenen-mitarbeitern-weltweit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 21:03:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Jemen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinten Nationen verlangen die sofortige Freilassung von 118 festgehaltenen UN-Mitarbeitenden weltweit. Am stärksten betroffen ist Jemen, wo&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-dringt-auf-freilassung-von-118-festgehaltenen-mitarbeitern-weltweit%2F&amp;action_name=UN%20dringt%20auf%20Freilassung%20von%20118%20festgehaltenen%20Mitarbeitern%20weltweit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-dringt-auf-freilassung-von-118-festgehaltenen-mitarbeitern-weltweit/">UN dringt auf Freilassung von 118 festgehaltenen Mitarbeitern weltweit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen verlangen die sofortige Freilassung von 118 festgehaltenen UN-Mitarbeitenden weltweit. Am stärksten betroffen ist Jemen, wo 73 Beschäftigte der Organisation in Gebieten unter Kontrolle der Huthi festgehalten werden. Die neue Zahl markiert einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr, als die UN zum gleichen Zeitpunkt von 52 inhaftierten Mitarbeitenden sprach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres <a href="https://news.un.org/en/story/2026/03/1167197">rief</a> anlässlich des Internationalen Tages der Solidarität mit inhaftierten und vermissten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dazu auf, internationales Recht einzuhalten und humanitäre Arbeit ohne Behinderung zu ermöglichen. „Kein Kollege ist vergessen“, erklärte er.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-jemen-bleibt-das-zentrum-der-falle"><span id="jemen-bleibt-das-zentrum-der-faelle">Jemen bleibt das Zentrum der Fälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der größte Teil der bekannten Festsetzungen betrifft Jemen. Dort sitzen nach UN-Angaben 73 Mitarbeitende fest, darunter acht Beschäftigte des UN-Menschenrechtsbüros. Menschenrechtskommissar Volker Türk erklärte, einige von ihnen seien bereits seit fünf Jahren ihrer Freiheit beraubt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit jedem Tag wird das Unrecht ihrer Inhaftierung größer. Ihr Leid und das ihrer Familien ist unerträglich“, erklärte Türk. Er forderte die Huthi auf, alle 73 UN-Mitarbeitenden sofort und bedingungslos freizulassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2014 befindet sich Jemen im Bürgerkrieg zwischen den Huthi und der international anerkannten Regierung. Die festgehaltenen UN-Beschäftigten arbeiten in Gebieten, die von den Huthi kontrolliert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-warnt-vor-folgen-fur-humanitare-hilfe"><span id="un-warnt-vor-folgen-fuer-humanitaere-hilfe">UN warnt vor Folgen für humanitäre Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen sehen in den Festsetzungen nicht nur einen Verstoß gegen grundlegende Rechte, sondern auch eine direkte Gefahr für Hilfseinsätze. Guterres betonte, humanitäre Arbeit müsse sicher und ungehindert möglich sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71134137-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25994 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71134137-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71134137-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71134137-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71134137-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71134137-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71134137-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71134137.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, warnte <a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">vor den Folgen</a>. Jede Festsetzung verletze fundamentale Menschenrechte, internationales Recht und die Immunitäten von UN-Mitarbeitenden. Zugleich würden lebenswichtige Hilfseinsätze behindert und dringend benötigte Unterstützung für Millionen Menschen verzögert.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-baerbock-un-personal-darf-kein-ziel-sein"><span id="baerbock-un-personal-darf-kein-ziel-sein">Baerbock: UN-Personal darf kein Ziel sein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Videobotschaft zum Aktionstag erklärte Baerbock, UN-Mitarbeitende dürften niemals Ziel von Angriffen oder Festsetzungen werden. Sie setzten sich täglich unter hohem persönlichem Risiko für Menschen in Not und für die Grundsätze der Vereinten Nationen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Türk würdigte die Arbeit der Beschäftigten in Krisen- und Konfliktgebieten. Die Organisation ist unter anderem in Gaza, Afghanistan, Sudan, der Ukraine, Haiti, der Demokratischen Republik Kongo und im Jemen im Einsatz.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gedenktag-erinnert-an-entfuhrung-von-alec-collett"><span id="gedenktag-erinnert-an-entfuehrung-von-alec-collett">Gedenktag erinnert an Entführung von Alec Collett</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Tag der Solidarität mit inhaftierten und vermissten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erinnert an die Entführung von Alec Collett. Der frühere Journalist arbeitete für das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge, als er 1985 von einem Bewaffneten verschleppt wurde. Seine Leiche wurde erst 2009 im libanesischen Bekaa-Tal gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gedenktag soll internationale Aufmerksamkeit schaffen, Gerechtigkeit einfordern und den Schutz von UN-Mitarbeitenden, Friedenskräften, Beschäftigten von Nichtregierungsorganisationen und Medienschaffenden stärken. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen hat der Tag zusätzlich an Gewicht gewonnen, weil Angriffe auf UN-Personal in den vergangenen Jahren zugenommen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verband den Aktionstag mit einem erneuten Appell zum Schutz der Beschäftigten. Wer Menschen in Krisengebieten unterstütze, müsse diese Arbeit in Sicherheit ausüben können.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-dringt-auf-freilassung-von-118-festgehaltenen-mitarbeitern-weltweit%2F&action_name=UN%20dringt%20auf%20Freilassung%20von%20118%20festgehaltenen%20Mitarbeitern%20weltweit&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-dringt-auf-freilassung-von-118-festgehaltenen-mitarbeitern-weltweit/">UN dringt auf Freilassung von 118 festgehaltenen Mitarbeitern weltweit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">UN71134137</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Nationaler Sicherheitsrat soll Deutschlands Krisensteuerung bündeln</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nationaler-sicherheitsrat-soll-deutschlands-krisensteuerung-buendeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 22:12:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung will Entscheidungen zur nationalen Sicherheit künftig stärker im Kanzleramt bündeln und schneller ressortübergreifend vorbereiten. Am Dienstag&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnationaler-sicherheitsrat-soll-deutschlands-krisensteuerung-buendeln%2F&amp;action_name=Nationaler%20Sicherheitsrat%20soll%20Deutschlands%20Krisensteuerung%20b%C3%BCndeln&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nationaler-sicherheitsrat-soll-deutschlands-krisensteuerung-buendeln/">Nationaler Sicherheitsrat soll Deutschlands Krisensteuerung bündeln</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will Entscheidungen zur nationalen Sicherheit künftig stärker im Kanzleramt bündeln und schneller ressortübergreifend vorbereiten. Am Dienstag stellte sie den Nationalen Sicherheitsrat als zentrales neues Gremium ihrer Sicherheitsarchitektur heraus, das seit August 2025 unter Leitung des Bundeskanzlers besteht. Der <a href="https://www.bundeskanzler.de/bk-de/aktuelles/nationaler-sicherheitsrat-2406218">Rat</a> soll Fragen der inneren, äußeren, wirtschaftlichen und digitalen Sicherheit zusammenführen und auch bei ziviler und militärischer Verteidigung eine Scharnierfunktion übernehmen. Damit reagiert Berlin auf eine Sicherheitslage, in der klassische Außenpolitik, Krisenmanagement und staatliche Resilienz immer enger zusammenrücken. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-neues-zentrum-fur-sicherheitsentscheidungen"><span id="ein-neues-zentrum-fuer-sicherheitsentscheidungen">Ein neues Zentrum für Sicherheitsentscheidungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nationale Sicherheitsrat ist als Kabinettausschuss angelegt und soll Informationen aus der gesamten Bundesregierung in einem gemeinsamen Lagebild verdichten. Auf dieser Grundlage sollen politische Entscheidungen vorbereitet und, soweit rechtlich möglich, auch direkt im Gremium getroffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist der Kern der Reform: Sicherheitsfragen sollen nicht länger getrennt nach Ressorts behandelt werden, sondern in einem einzigen politischen Rahmen zusammenlaufen. Im Blick stehen dabei ausdrücklich die Schnittstellen zwischen innerer und äußerer Sicherheit, zwischen Wirtschaft und Verteidigung sowie zwischen analoger und digitaler Bedrohungslage.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-aufgaben-stehen-im-mittelpunkt"><span id="drei-aufgaben-stehen-im-mittelpunkt">Drei Aufgaben stehen im Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung gibt dem Nationalen Sicherheitsrat drei Hauptaufgaben. Erstens soll er aktuelle Informationen bündeln und zu einem integrierten Lagebild verarbeiten. Zweitens soll er strategische Vorausschau leisten, also mittel- und langfristige Bedrohungen früher erkennen und politische Handlungsoptionen entwickeln. Drittens soll er die Resilienz des Staates stärken, etwa durch Krisensimulationen und sicherheitspolitische Übungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bekommt das Gremium eine deutlich breitere Rolle als reine Krisenreaktion. Es soll nicht nur auf akute Lagen antworten, sondern Sicherheitspolitik vorausschauend mitgestalten. Dazu gehört auch die Fortschreibung der Nationalen Sicherheitsstrategie.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kanzleramt-wird-zur-schaltstelle"><span id="kanzleramt-wird-zur-schaltstelle">Kanzleramt wird zur Schaltstelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrates ist der Bundeskanzler. Zum festen Mitgliederkreis gehören unter anderem die Minister für Finanzen, Auswärtiges, Inneres, Verteidigung und Digitales sowie die Ministerinnen für Wirtschaft, Justiz und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Auch der Chef des Bundeskanzleramts gehört dem Gremium an.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/150515_Bundeskanzleramt_Berlin_Ostseite-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25963 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/150515_Bundeskanzleramt_Berlin_Ostseite-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/150515_Bundeskanzleramt_Berlin_Ostseite-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/150515_Bundeskanzleramt_Berlin_Ostseite-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/150515_Bundeskanzleramt_Berlin_Ostseite-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/150515_Bundeskanzleramt_Berlin_Ostseite-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/150515_Bundeskanzleramt_Berlin_Ostseite-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/150515_Bundeskanzleramt_Berlin_Ostseite.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Unterstützt wird der Rat durch eine eigene Stabsstelle im Bundeskanzleramt. Sie arbeitet mit drei Schwerpunkten: integriertes Lagebild, strategische Vorausschau und Planung sowie Geschäftsstelle. Die beteiligten Ressorts können dafür Verbindungsbeamte und Verbindungsoffiziere entsenden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lander-nato-und-eu-konnen-einbezogen-werden"><span id="laender-nato-und-eu-koennen-einbezogen-werden">Länder, NATO und EU können einbezogen werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig an der neuen Konstruktion ist der breite Kreis möglicher Teilnehmer. Neben weiteren Bundesressorts können auch Vertreter der Länder hinzugezogen werden. Ebenso ist vorgesehen, Fachleute aus Denkfabriken, Stiftungen und der Wissenschaft einzubinden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-2-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-25964 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-2-1024x681.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-2-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-2-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-2-2048x1362.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-2-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-2-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-2-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus kann der Nationale Sicherheitsrat auch Vertreter <a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/">verbündeter Staaten</a>, der Europäischen Union, der NATO und weiterer internationaler Organisationen einladen. Damit rückt die Bundesregierung die deutsche Sicherheitspolitik noch sichtbarer in internationale Zusammenhänge. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade für außen- und afrikapolitische Fragen ist das relevant, weil Krisen, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/migration/" type="post_tag" id="358">Migration</a>, Energie, Cyberbedrohungen oder maritime Sicherheit längst nicht mehr sauber voneinander zu trennen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-rustungsexporte-laufen-kunftig-uber-das-neue-gremium"><span id="auch-ruestungsexporte-laufen-kuenftig-ueber-das-neue-gremium">Auch Rüstungsexporte laufen künftig über das neue Gremium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Nationalen Sicherheitsrat gehen auch bisher getrennte Zuständigkeiten in einer neuen Struktur auf. Die Aufgaben des Bundessicherheitsrates, insbesondere bei der Rüstungsexportkontrolle, sowie die Aufgaben des Sicherheitskabinetts werden in das neue Gremium überführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das verleiht dem Rat zusätzlich politisches Gewicht. Er ist damit nicht nur ein Forum zur Abstimmung, sondern ein Ort, an dem zentrale sicherheitspolitische Entscheidungen zusammenlaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regelmassig-aber-auch-in-der-krise-kurzfristig"><span id="regelmaessig-aber-auch-in-der-krise-kurzfristig">Regelmäßig, aber auch in der Krise kurzfristig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nationale Sicherheitsrat soll regelmäßig zu strategischen Themen tagen, kann aber auch kurzfristig bei Krisen zusammentreten. Die beteiligten Ministerien können Themen für die Tagesordnung vorschlagen. Ein vorgelagerter Vorbereitungsausschuss unter Leitung des Chefs des Bundeskanzleramts koordiniert die laufenden Arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neu ist auch, dass der Rat Beschlüsse veröffentlichen kann. Die Bundesregierung will damit Entscheidungen sichtbarer machen und die Öffentlichkeit gezielter informieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Berlin ist der Nationale Sicherheitsrat damit mehr als ein weiteres Gremium. Er markiert den Versuch, Deutschlands Sicherheitspolitik enger zu verzahnen und das Kanzleramt zum zentralen Knotenpunkt für Krisensteuerung, Strategie und Resilienz auszubauen. </p>
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			<media:title type="html">150515_Bundeskanzleramt_(Berlin)_Ostseite</media:title>
			<media:description type="html">Das Bundeskanzleramt in Berlin ist der Sitz der gleichnamigen Bundesbehörde. Es wurde von den Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank geplant und in den Jahren 1997 bis 2001 errichtet.</media:description>
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			<media:title type="html">Visite de Friedrich Merz, chancelier fédéral allemand, à la Commission européenne</media:title>
			<media:description type="html">Friedrich Merz and Ursula von der Leyen</media:description>
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	</item>
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		<title>Steinmeier ruft zum 75. Jubiläum des Auswärtigen Amts zu neuer deutscher Außenpolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/steinmeier-ruft-zum-75-jubilaeum-des-auswaertigen-amts-zu-neuer-deutscher-aussenpolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 20:58:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts eine grundlegende Neuorientierung der deutschen Außenpolitik&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsteinmeier-ruft-zum-75-jubilaeum-des-auswaertigen-amts-zu-neuer-deutscher-aussenpolitik%2F&amp;action_name=Steinmeier%20ruft%20zum%2075.%20Jubil%C3%A4um%20des%20Ausw%C3%A4rtigen%20Amts%20zu%20neuer%20deutscher%20Au%C3%9Fenpolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/steinmeier-ruft-zum-75-jubilaeum-des-auswaertigen-amts-zu-neuer-deutscher-aussenpolitik/">Steinmeier ruft zum 75. Jubiläum des Auswärtigen Amts zu neuer deutscher Außenpolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts eine grundlegende Neuorientierung der deutschen Außenpolitik gefordert. Am Dienstag verband er die Jubiläumsfeier in Berlin mit dem Appell, militärische Stärke, Diplomatie, europäische Geschlossenheit und eine regelbasierte Ordnung zusammenzudenken. Außenminister Johann Wadephul schlug zuvor einen ähnlichen Ton an und warb für einen moderneren, schlagkräftigeren Auswärtigen Dienst. Damit stand das Jubiläum nicht nur im Zeichen der Geschichte, sondern vor allem im Zeichen einer veränderten Weltlage.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-jubilaum-im-schatten-neuer-krisen"><span id="jubilaeum-im-schatten-neuer-krisen">Jubiläum im Schatten neuer Krisen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier zeichnete in seiner <a href="https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2026/03/260324-75-Jahre-AA.html">Rede</a> das Bild einer Welt, in der sich die außenpolitischen Gewissheiten Deutschlands tiefgreifend verschoben haben. Der Angriff <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russlands</a> auf die Ukraine, der Krieg im Nahen Osten, der Wandel im Verhältnis zu den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> und der Druck auf die internationale Ordnung hätten die Grundlagen deutscher Außenpolitik verändert, sagte er.</p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/j3dbMbkueQg?si=1miUN21SBsYZul0o&start=420" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundespräsident sprach von einer „fundamentalen Neuorientierung“. Drei der prägenden Konstanten der deutschen Außenpolitik seit der Wiedergründung des Amts seien auf absehbare Zeit weggebrochen. Umso wichtiger werde die europäische Einheit. Ein geschlossenes Europa sei heute kein historisches Projekt mehr, sondern ein geopolitischer Imperativ.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-militarische-starke-aber-nicht-ohne-diplomatie"><span id="mehr-militaerische-staerke-aber-nicht-ohne-diplomatie">Mehr militärische Stärke, aber nicht ohne Diplomatie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier wandte sich gegen ein Denken, das militärische Stärke und Diplomatie gegeneinander ausspielt. Deutschland brauche beides. Es sei Zeit für eine „erwachsene Haltung“ zu diesem Verhältnis, sagte er. Militärische Stärke sei nötig, damit Deutschland und Europa ernst genommen würden. Gleichzeitig bleibe Diplomatie unverzichtbar, um Lösungen zu suchen und Bündnisse zu schmieden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="975" height="650" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/260324-75-Jahre-AA-01-Rede-1.jpg" alt="" class="wp-image-25948 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/260324-75-Jahre-AA-01-Rede-1.jpg 975w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/260324-75-Jahre-AA-01-Rede-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/260324-75-Jahre-AA-01-Rede-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/260324-75-Jahre-AA-01-Rede-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/260324-75-Jahre-AA-01-Rede-1-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 975px) 100vw, 975px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er nannte vier Pfeiler, auf die sich deutsche Außenpolitik stützen müsse: militärische Stärke, kluge Diplomatie, Soft Power durch Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft sowie internationale Ordnung als verbindlicher Rahmen. Hinweise auf Völkerrecht und Diplomatie als naiv abzutun, wies er zurück. Gerade für Länder und Regionen, die nicht zu den Großmächten zählten, bleibe das Völkerrecht zentral.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf den Krieg gegen den Iran sagte Steinmeier, dieser sei nach seiner Auffassung völkerrechtswidrig. Zugleich bezeichnete er ihn als politisch verhängnisvollen und vermeidbaren Krieg. Das Völkerrecht sei „kein alter Handschuh“, den man abstreifen könne, wenn andere es täten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wadephul-kundigt-umbau-des-auswartigen-amts-an"><span id="wadephul-kuendigt-umbau-des-auswaertigen-amts-an">Wadephul kündigt Umbau des Auswärtigen Amts an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann Wadephul nutzte die Jubiläumsveranstaltung ebenfalls für eine <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/75-jahre-wiedergruendung-aa-2760714">Botschaft</a> an die Gegenwart. Er sprach von einer internationalen Ordnung, die unter Druck stehe, von einem tiefgreifenden Wandel im transatlantischen Verhältnis und von zwei Kriegen in Europas Nachbarschaft. Deutschlands Sicherheit sei womöglich konkreter bedroht als in den vergangenen Jahrzehnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund kündigte Wadephul eine organisatorische Neuaufstellung des Auswärtigen Amts an. Ab dem Sommer solle die Struktur der Zentrale die veränderte Weltlage stärker abbilden. Auch Arbeitsweisen müssten sich ändern. Künstliche Intelligenz und neue Kommunikationsmittel veränderten das Berufsbild der Diplomatie, sagte der Minister.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none"><p lang="de" dir="ltr">Diplomatie ist heute nötiger denn je. Denn wir stehen vor neuen epochalen Herausforderungen, die von uns Veränderungen und neue Lösungsansätze fordern. Wir brauchen einen modernen, zukunftsfähigen und schlagkräftigen Auswärtigen Dienst – <a href="https://twitter.com/AussenMinDE?ref_src=twsrc%5Etfw">@AussenminDE</a> bei <a href="https://twitter.com/hashtag/75JahreAA?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#75JahreAA</a> 3/5</p>— Auswärtiges Amt (@AuswaertigesAmt) <a href="https://twitter.com/AuswaertigesAmt/status/2036479693692514676?ref_src=twsrc%5Etfw">March 24, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betonte Wadephul, dass Diplomatie trotz neuer Technik ein Beruf bleibe, der auf persönlichem Kontakt beruhe. „Diplomatie ist und bleibt People’s Business“, sagte er. Menschliches Miteinander könne keine Maschine ersetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckblick-auf-geschichte-und-bruche"><span id="rueckblick-auf-geschichte-und-brueche">Rückblick auf Geschichte und Brüche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Reden verknüpften das Jubiläum mit historischen Erfahrungen der Bundesrepublik. Wadephul erinnerte an die Wiedergründung des Außenministeriums am 15. März 1951 und an die politische Rückkehr Deutschlands in die internationale Verantwortung nach dem Nationalsozialismus. Er verwies auf die bleibende Last dieser Vergangenheit, aber auch auf Menschen im Auswärtigen Dienst, die sich dem NS-Regime widersetzt hatten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="510" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2.jpg" alt="" class="wp-image-23026 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-300x149.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-768x383.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-380x189.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-800x398.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier stellte die Geschichte des Amts als Geschichte seiner Beschäftigten dar. Sie hätten durch ihre Arbeit, ihre Integrität und ihre Persönlichkeit Vertrauen in Deutschland aufgebaut. Dieses Vertrauen sei nach der politischen und moralischen Zerstörung durch das NS-Regime zur Grundlage der Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik geworden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europa-ruckt-noch-starker-ins-zentrum"><span id="europa-rueckt-noch-staerker-ins-zentrum">Europa rückt noch stärker ins Zentrum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen besonderen Akzent setzte Steinmeier auf die Rolle Europas. Wenn das Verhältnis zu Russland und den USA nicht mehr auf den alten Gewissheiten beruhe, werde die Einheit Europas zur entscheidenden Konstante. Europa müsse stärker werden, auch militärisch. Zugleich dürfe es seinen eigenen politischen Kern nicht preisgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macht könne Europa nicht gewinnen, indem es sich der Rücksichtslosigkeit anderer anpasse, sagte Steinmeier. Stärke entstehe auch daraus, Rücksicht auf Regeln, Recht, Geschichte und unterschiedliche Interessen zu nehmen. Gerade darin liege ein Teil der europäischen politischen Identität.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nachwuchs-soll-zukunft-des-dienstes-mitpragen"><span id="nachwuchs-soll-zukunft-des-dienstes-mitpraegen">Nachwuchs soll Zukunft des Dienstes mitprägen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jubiläumsveranstaltung stand auch im Zeichen des diplomatischen Nachwuchses. Unter dem Motto „Freiheit gestalten in einer Welt im Umbruch“ gestalteten Anwärterinnen und Anwärter der Akademie Auswärtiger Dienst einen Teil des Programms. Wadephul bezeichnete sie als die kommende Generation, die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik maßgeblich mitprägen werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steinmeier würdigte deren Berufsentscheidung ausdrücklich. In einer Zeit wachsender Unsicherheit brauche es kluge Diplomatinnen und Diplomaten mit Urteilsvermögen, Kommunikationsfähigkeit und Integrität, sagte er. Gerade deshalb komme der Zukunft des Auswärtigen Dienstes besondere Bedeutung zu.</p>
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			<media:title type="html">Steinmeier ruft zum 75. Jubiläum des Auswärtigen Amts zu neuer deutscher Außenpolitik</media:title>
			<media:description type="html">75 Jahre Auswärtiges Amt, aber der Blick geht nach vorn: Steinmeier und Wadephul nutzen das Jubiläum für einen Appell zu einer neu ausgerichteten deutschen Außenpolitik.</media:description>
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		<title>EU und Ghana schließen Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-und-ghana-schliessen-sicherheits-und-verteidigungspartnerschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 20:26:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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<p>Die Europäische Union und Ghana haben in Accra eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft unterzeichnet und zugleich neue militärische Ausrüstung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-und-ghana-schliessen-sicherheits-und-verteidigungspartnerschaft%2F&amp;action_name=EU%20und%20Ghana%20schlie%C3%9Fen%20Sicherheits-%20und%20Verteidigungspartnerschaft&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union und Ghana haben in Accra eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft unterzeichnet und zugleich neue militärische Ausrüstung an die ghanaischen Streitkräfte übergeben. Am Dienstag unterzeichneten EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Ghanas Vizepräsidentin Naana Jane Opoku-Agyemang das <a href="https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-6958-2026-INIT/en/pdf">Abkommen</a>, das die sicherheitspolitische Zusammenarbeit beider Seiten auf eine neue Grundlage stellt. Nach Angaben der EU ist es die erste Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft dieser Art mit einem afrikanischen Staat. Parallel dazu übergab die EU weiteres Material aus einem mit 50 Millionen Euro ausgestatteten Paket der Europäischen Friedensfazilität.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-struktur-fur-sicherheitskooperation"><span id="neue-struktur-fuer-sicherheitskooperation">Neue Struktur für Sicherheitskooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Vereinbarung wollen beide Seiten ihre Zusammenarbeit bei Frieden, Sicherheit und Verteidigung dauerhaft ausbauen. Vorgesehen ist ein jährlicher Sicherheits- und Verteidigungsdialog zwischen der EU und Ghana, der die politische Abstimmung und die strategische Steuerung der Partnerschaft sichern soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Abkommen umfasst Terrorismusbekämpfung, Konfliktprävention, Cybersicherheit, maritime Sicherheit im Golf von Guinea, den Umgang mit hybriden Bedrohungen, Grenzmanagement und organisierte Kriminalität. Auch Krisenmanagement, Mediation, Kapazitätsaufbau im Sicherheitssektor sowie das Thema Frauen, Frieden und Sicherheit sind Teil der Partnerschaft.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">This morning, I welcomed Her Excellency Ms. Kaja Kallas, the High Representative of the European Union for Foreign Affairs and Security Policy and Vice President of the European Commission, during her official visit to Ghana. Her visit marks an important step in deepening the… <a href="https://t.co/xhGVahk4Y9">pic.twitter.com/xhGVahk4Y9</a></p>— Professor Naana Jane Opoku-Agyemang (@NJOAgyemang) <a href="https://twitter.com/NJOAgyemang/status/2036417961607508170?ref_src=twsrc%5Etfw">March 24, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas bezeichnete Ghana bei einer gemeinsamen Pressekonferenz als „friedlichen und demokratischen Anker in der Region“. Die neue Vereinbarung bringe die Beziehungen „auf ein neues Niveau“, sagte sie. Sicherheit in Europa und Afrika sei „eng miteinander verbunden“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-ausrustung-aus-eu-mitteln"><span id="militaerische-ausruestung-aus-eu-mitteln">Militärische Ausrüstung aus EU-Mitteln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgleich mit der Unterzeichnung übergab die EU neue militärische Ausrüstung an Ghana. Die Lieferungen sind Teil eines 50-Millionen-Euro-Pakets aus der Europäischen Friedensfazilität, das nach Angaben der EU seit 2023 bereitgestellt wird.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="918" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HELP2aWagAAijSD-1024x918.jpeg" alt="" class="wp-image-25936 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HELP2aWagAAijSD-1024x918.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HELP2aWagAAijSD-300x269.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HELP2aWagAAijSD-768x689.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HELP2aWagAAijSD-1536x1377.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HELP2aWagAAijSD-380x341.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HELP2aWagAAijSD-800x717.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HELP2aWagAAijSD-1160x1040.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HELP2aWagAAijSD.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zu den übergebenen Geräten gehören laut Kallas Überwachungsdrohnen, Systeme zur Abwehr von Drohnen sowie Motorräder. Die EU spricht zudem von elektronischen Systemen und Fähigkeiten zur Beseitigung explosiver Kampfmittel. Damit sollen die ghanaischen Streitkräfte ihre territoriale Integrität besser schützen, die nationale Widerstandsfähigkeit stärken und zu Stabilität in Westafrika beitragen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU verwies dabei besonders auf die Lage im Norden Ghanas und auf die Sicherheitslage in der weiteren Nachbarschaft. Kallas sagte, die Union unterstütze Ghana sowohl im Norden des Landes als auch im Golf von Guinea, um Terrorismus einzudämmen, Grenzsicherheit zu stärken und die maritime Sicherheit zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktion-auf-ein-schwierigeres-regionales-umfeld"><span id="reaktion-auf-ein-schwierigeres-regionales-umfeld">Reaktion auf ein schwierigeres regionales Umfeld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl die EU als auch Ghana begründen die engere Zusammenarbeit mit einem verschärften regionalen und internationalen Sicherheitsumfeld. In der Partnerschaft werden regionale Instabilität, Terrorismus, Cyberangriffe, hybride Bedrohungen, transnationale organisierte Kriminalität und klimabedingte Sicherheitsrisiken als gemeinsame Herausforderungen genannt.</p>



<iframe id="corporateplayer" src="https://audiovisual.ec.europa.eu/corporateplayer/index.html?video=I-287042" title="High Representative / Vice President Kaja KALLAS in Accra, Ghana" width="852" height="480" frameborder="0" scrolling="no" allowFullScreen="true"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas verband die Unterzeichnung in Accra auch mit einer breiteren geopolitischen Botschaft. Europa und Afrika seien von Kriegen in ihren jeweiligen Nachbarschaften betroffen, sagte sie mit Verweis auf die Ukraine, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a> und den Nahen Osten. Zugleich kritisierte sie die Rekrutierung afrikanischer Staatsangehöriger für <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russlands</a> Krieg gegen die Ukraine. „Ihre <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-meldet-55-tote-im-ukraine-krieg-zwei-staatsbuerger-in-kriegsgefangenschaft/" type="post" id="25181">Bürgerinnen und Bürger sollten nicht in einen Krieg </a>gelockt werden, der nicht ihrer ist“, sagte sie in Richtung der ghanaischen Seite.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-und-wirtschaft-enger-verknupft"><span id="sicherheit-und-wirtschaft-enger-verknuepft">Sicherheit und Wirtschaft enger verknüpft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Vereinbarung steht in einem breiteren politischen Rahmen zwischen der EU und Ghana. Beide Seiten verweisen auf gemeinsame Grundlagen wie Demokratie, Multilateralismus, gute Regierungsführung und Rechtsstaatlichkeit. Sicherheit und wirtschaftlicher Wohlstand seien eng miteinander verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas hob daneben auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit hervor. Die <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/" type="post" id="21384">Global-Gateway-Initiative</a> der EU habe in Ghana bereits greifbare Ergebnisse erbracht, sagte sie, unter anderem beim Aufbau eines Impfstoffzentrums und eines Pharmastandorts. Die Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft ergänzt damit eine breiter angelegte Beziehung, die über Entwicklungszusammenarbeit und Handel hinausreichen soll.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU baut Partnerschaft mit Nigeria aus und sagt 290 Millionen Euro für neue Projekte zu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-baut-partnerschaft-mit-nigeria-aus-und-sagt-290-millionen-euro-fuer-neue-projekte-zu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 21:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Europäische Union hat ihre Zusammenarbeit mit Nigeria ausgebaut und ein neues Investitionspaket von 290 Millionen Euro angekündigt.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-baut-partnerschaft-mit-nigeria-aus-und-sagt-290-millionen-euro-fuer-neue-projekte-zu%2F&amp;action_name=EU%20baut%20Partnerschaft%20mit%20Nigeria%20aus%20und%20sagt%20290%20Millionen%20Euro%20f%C3%BCr%20neue%20Projekte%20zu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union hat ihre Zusammenarbeit mit Nigeria ausgebaut und ein neues Investitionspaket von 290 Millionen Euro angekündigt. Die Mittel sollen sofort in sieben Vorhaben in den Bereichen Digitalisierung, Gesundheit, Agrarwirtschaft und Migrationsmanagement fließen. Die Zusage wurde am 23. März in Abuja beim achten Ministerdialog zwischen Nigeria und der EU bekanntgegeben und markiert eine neue Phase der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Gespräche standen Sicherheit, Investitionen, Migration und die Lage in Westafrika. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Nigerias Außenminister Yusuf Maitama Tuggar leiteten den Dialog gemeinsam. Für beide Seiten ist das Treffen ein Signal, dass die Partnerschaft in einer Phase wachsender geopolitischer Spannungen enger werden soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-290-millionen-euro-fur-digitale-netze-gesundheit-und-landwirtschaft"><span id="290-millionen-euro-fuer-digitale-netze-gesundheit-und-landwirtschaft">290 Millionen Euro für digitale Netze, Gesundheit und Landwirtschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den größten Teil des neuen <a href="https://www.eeas.europa.eu/delegations/nigeria/european-union-upgrades-its-relationship-nigeria-and-announces-significant-new-global-gateway_en?s=114">Pakets</a> stellt die EU für den Ausbau digitaler Infrastruktur bereit. 131 Millionen Euro sind für Projekte vorgesehen, die die digitale Anbindung verbessern, digitale Dienste ausbauen und neue Qualifizierungsprogramme fördern sollen. Gemeinsam mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung will die EU den Ausbau von 90.000 Kilometern Glasfaserkabel unterstützen. Ziel ist es, Millionen Menschen in bislang unterversorgten Regionen an günstigere und sichere Internetverbindungen anzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere 55 Millionen Euro sollen den Aufbau lokaler Gesundheitsproduktion fördern. Über eine neue Kreditlinie der Europäischen Investitionsbank sollen Unternehmen unterstützt werden, die in Nigeria Medikamente und Impfstoffe herstellen. Ergänzend ist ein Programm für technische und berufliche Ausbildung geplant, um Fachkräfte für diesen Bereich auszubilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Landwirtschaft sind weitere 86 Millionen Euro vorgesehen. Das Geld soll Unternehmen und Kleinbauern in den Wertschöpfungsketten Kakao und Milch besseren Zugang zu Finanzierung verschaffen und zugleich die nigerianische Agrarpolitik bei klimafreundlicher Produktion unterstützen. Die EU knüpft damit an Nigerias Ziel an, die Milchproduktion deutlich zu steigern und den Kakaosektor stärker auf Exporte in die EU auszurichten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-migration-ruckt-starker-in-den-fokus"><span id="auch-migration-rueckt-staerker-in-den-fokus">Auch Migration rückt stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Teil des Pakets betrifft Migration. Die EU stellt zusätzliche 16 Millionen Euro bereit, um die Reintegration zurückkehrender Migranten zu unterstützen und zugleich Schleuser- und Menschenhändlernetzwerke stärker zu bekämpfen. Vorgesehen sind soziale, wirtschaftliche und psychologische Unterstützungsangebote für Rückkehrer sowie eine engere Zusammenarbeit mit nigerianischen Sicherheitsbehörden gegen kriminelle Strukturen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEF1FvOakAAkmSN-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-25928 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEF1FvOakAAkmSN-1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEF1FvOakAAkmSN-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEF1FvOakAAkmSN-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEF1FvOakAAkmSN-1536x1026.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEF1FvOakAAkmSN-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEF1FvOakAAkmSN-800x535.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEF1FvOakAAkmSN-1160x775.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEF1FvOakAAkmSN.jpeg 1579w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dieses Thema spielte auch beim Ministerdialog selbst eine wichtige Rolle. Kallas sagte, bei dem Rückübernahmeabkommen zwischen der EU und Nigeria habe es „echte Fortschritte“ gegeben. Sie dankte Tuggar für seine Rolle in den Verhandlungen und dafür, dass das Abkommen am Montag paraphiert wurde. Damit unterstreicht die EU, dass sie die Zusammenarbeit mit Nigeria auch bei politisch sensiblen Fragen vertiefen will.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-und-terrorismus-bleiben-zentrales-feld"><span id="sicherheit-und-terrorismus-bleiben-zentrales-feld">Sicherheit und Terrorismus bleiben zentrales Feld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Investitionen stand die <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-nigeria-vertiefen-zusammenarbeit-zu-religionsfreiheit-und-sicherheit/">Sicherheitslage im Mittelpunkt</a>. Kallas erklärte, Nigeria sehe sich einem gefährlichen Anstieg jihadistischer Gewalt gegenüber. Gruppen wie Boko Haram bedrohten nicht nur Nigeria, sondern die gesamte Region. Sie nannte Nigeria einen „Schutzwall im Kampf gegen den Terrorismus“ und betonte, Europa stehe an der Seite des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihren Angaben hat die EU in den vergangenen zehn Jahren mehr als 700 Millionen Euro für Terrorismusbekämpfung, Stabilisierung, Rechtsstaatlichkeit und die Multinational Joint Task Force mobilisiert. Zu Jahresbeginn hatten beide Seiten bereits den ersten EU-Nigeria-Dialog zu Frieden, Sicherheit und Verteidigung gestartet. Nun soll dieser sicherheitspolitische Austausch weiter vertieft werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abuja-und-brussel-setzen-auf-wirtschaftliche-verflechtung"><span id="abuja-und-bruessel-setzen-auf-wirtschaftliche-verflechtung">Abuja und Brüssel setzen auf wirtschaftliche Verflechtung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kallas hob Nigeria zugleich als wirtschaftliches Schwergewicht hervor. Das Land sei Afrikas bevölkerungsreichster Staat und ein politischer Anker in der Region. Die EU ist nach ihren Worten Nigerias wichtigster Handels- und Investitionspartner. Mehr als ein Viertel des nigerianischen Handels entfällt demnach auf die Europäische Union. Über 200 europäische Unternehmen sind im Land tätig und schaffen rund 130.000 Arbeitsplätze.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Video: My remarks at the Nigeria–European Union Ministerial Meeting <a href="https://twitter.com/NigeriaMFA?ref_src=twsrc%5Etfw">@NigeriaMFA</a> Headquarter in Abuja, focused on strengthening our partnership for sustainable development and security.<a href="https://twitter.com/hashtag/NigeriaEURelations?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#NigeriaEURelations</a> <a href="https://t.co/8QXhgDn7Yq">pic.twitter.com/8QXhgDn7Yq</a></p>— Hon. Yusuf Maitama Tuggar (@YusufTuggar) <a href="https://twitter.com/YusufTuggar/status/2036134783122567533?ref_src=twsrc%5Etfw">March 23, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das nächste große Wirtschaftstreffen ist bereits gesetzt. Im Juni soll in Lagos das EU-Nigeria Business Forum stattfinden. Es soll neue Investitionen und Kooperationen zwischen Unternehmen auf beiden Seiten fördern. Zudem will die EU mit Nigeria über ein Abkommen zu Wissenschaft, Technologie und Innovation im Rahmen von Horizon Europe verhandeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westafrika-bleibt-teil-der-politischen-gesprache"><span id="westafrika-bleibt-teil-der-politischen-gespraeche">Westafrika bleibt Teil der politischen Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über die bilateralen Themen hinaus ging es in Abuja auch um die Lage in Westafrika. Kallas verwies auf verfassungswidrige Machtwechsel, terroristische Bedrohungen aus dem Sahel und humanitäre Krisen in Teilen der Region. In dieser Lage komme der regelbasierten internationalen Ordnung besondere Bedeutung zu.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">It is a real pleasure to be in Abuja. <br><br>Nigeria is a political heavyweight and a regional anchor. Our partnership continues to grow stronger.<br><br>There is real momentum to deepen our cooperation, from countering terrorism and managing migration to boosting trade and investment.<br><br>My… <a href="https://t.co/ZtPYaDZouY">pic.twitter.com/ZtPYaDZouY</a></p>— Kaja Kallas (@kajakallas) <a href="https://twitter.com/kajakallas/status/2036107213840757163?ref_src=twsrc%5Etfw">March 23, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU bekräftigte in diesem Zusammenhang ihre Unterstützung für die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS. Kallas sagte, die Europäische Union bleibe der Partnerschaft mit ECOWAS langfristig verpflichtet und unterstütze die Organisation als Rahmen für regionale Stabilität.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rohstoffe-bleiben-auf-der-agenda-aber-noch-ohne-vereinbarung"><span id="rohstoffe-bleiben-auf-der-agenda-aber-noch-ohne-vereinbarung">Rohstoffe bleiben auf der Agenda, aber noch ohne Vereinbarung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der <a href="https://www.eeas.europa.eu/eeas/nigeria-joint-press-conference-following-8th-nigeria-eu-ministerial-dialogue-high-representative_en?s=114">Fragerunde</a> sprach Kallas auch über mögliche Rohstoffabkommen mit Nigeria. Sie sagte, bei kritischen Rohstoffen gebe es Spielraum für Zusammenarbeit. Eine Absichtserklärung sei bei diesem Besuch aber noch nicht unterzeichnet worden. „Wir haben definitiv Interesse und arbeiten daran, eine gemeinsame Lösung zu finden“, erklärte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bleibt ein weiteres strategisch wichtiges Thema auf der Agenda der EU-Nigeria-Beziehungen. Konkrete Vereinbarungen dazu wurden in Abuja jedoch noch nicht bekanntgegeben.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Algeriens Armeechef warnt vor Rückkehr von Krieg</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algeriens-armeechef-warnt-vor-rueckkehr-von-krieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2026 22:10:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Algeriens Generalstabschef Saïd Chanegriha hat angesichts der aktuellen internationalen Lage vor einer Rückkehr von Krieg und militärischen Interventionen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgeriens-armeechef-warnt-vor-rueckkehr-von-krieg%2F&amp;action_name=Algeriens%20Armeechef%20warnt%20vor%20R%C3%BCckkehr%20von%20Krieg&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Algeriens Generalstabschef Saïd Chanegriha hat angesichts der aktuellen internationalen Lage vor einer Rückkehr von Krieg und militärischen Interventionen gewarnt. Bei einer Zeremonie im Verteidigungsministerium in Algier sprach er von schnellen und gefährlichen geopolitischen Umbrüchen, die auch die Staaten des globalen Südens treffen könnten. Damit setzt die algerische Militärführung in einer Phase <a href="http://Algerien Mali">wachsender Spannungen</a> in der Region ein deutliches Signal zur sicherheitspolitischen Wachsamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chanegriha äußerte sich am Sonntag bei der traditionellen islamischen Festtag Eid-al-Fitr-im Sitz des Verteidigungsministeriums. Seine Aussagen standen im Zusammenhang mit den aktuellen militärischen Eskalationen in der Region und der breiteren internationalen Lage.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-chanegriha-beschreibt-eine-internationale-ordnung-unter-druck"><span id="chanegriha-beschreibt-eine-internationale-ordnung-unter-druck">Chanegriha beschreibt eine internationale Ordnung unter Druck</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="630" height="555" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/cem.jpg" alt="" class="wp-image-25893 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/cem.jpg 630w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/cem-300x264.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/cem-380x335.jpg 380w" sizes="(max-width: 630px) 100vw, 630px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Armeechef sprach von einer Weltlage, die durch die Rückkehr der Kriegsoption und militärischer Eingriffe geprägt sei. Zugleich beklagte er einen <a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-un-muss-sich-erneuern-oder-in-bedeutungslosigkeit-verfallen/" type="post" id="20157">Bedeutungsverlust multilateraler Organisationen</a> und eine Missachtung des Völkerrechts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung, sagte Chanegriha, wirke sich auf die <a href="https://fokus-afrika.de/africom-treffen-zwischen-praesident-tebboune-und-us-general-langley/">Souveränität der Staaten</a> und auf ihre nationalen Entscheidungen aus. Gerade für <a href="https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/" type="post" id="25687">Länder des Südens</a> seien die Folgen dieser Veränderungen besonders relevant.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-appell-an-offentlichkeit-und-institutionen"><span id="appell-an-oeffentlichkeit-und-institutionen">Appell an Öffentlichkeit und Institutionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund forderte Chanegriha, die nationale Öffentlichkeit mit großer Professionalität und klarem Blick für die tiefgreifenden geopolitischen Umwälzungen zu sensibilisieren. Es gehe darum, die Veränderungen in der Weltlage und ihre möglichen Folgen für die Länder des Südens frühzeitig zu verstehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">🇩🇿 : Le chef d’état-major des forces algériennes appelle l’Algérie à renforcer sa cohésion face « au retour de l’option de la guerre et des interventions militaires, le recul du droit international et des changements géopolitiques affectant les pays du sud ». L’Algérie qui a un… <a href="https://t.co/vSx1WMXFn7">pic.twitter.com/vSx1WMXFn7</a></p>— Infos Minutes (@InfosMinutesFR) <a href="https://twitter.com/InfosMinutesFR/status/2035784951593857256?ref_src=twsrc%5Etfw">March 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Appell rückte der Generalstabschef nicht nur die militärische Lage in den Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie politische und gesellschaftliche Akteure auf die internationalen Verschiebungen reagieren.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgeriens-armeechef-warnt-vor-rueckkehr-von-krieg%2F&action_name=Algeriens%20Armeechef%20warnt%20vor%20R%C3%BCckkehr%20von%20Krieg&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-armeechef-warnt-vor-rueckkehr-von-krieg/">Algeriens Armeechef warnt vor Rückkehr von Krieg</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">cem.</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland zieht Botschaftspersonal aus Niger ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-zieht-botschaftspersonal-aus-niger-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2026 20:52:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland hat sein gesamtes Personal vorübergehend aus der Botschaft in Niamey abgezogen. Die deutsche Vertretung in Niger kann&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-zieht-botschaftspersonal-aus-niger-ab%2F&amp;action_name=Deutschland%20zieht%20Botschaftspersonal%20aus%20Niger%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat sein gesamtes Personal vorübergehend aus der Botschaft in Niamey abgezogen. Die deutsche Vertretung in Niger kann damit vor Ort keine konsularischen Dienste mehr leisten. Für Deutsche im Land ist das ein gravierender Einschnitt, weil Hilfe bei Passfragen, Visa oder Notfällen nun nur noch über die Botschaft in Ouagadougou in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a> läuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung wurde am 21. März bekanntgegeben. Zugleich bekräftigte das Auswärtige Amt die bestehende Aufforderung an deutsche Staatsangehörige, Niger zu verlassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-botschaft-in-niamey-stellt-konsularische-hilfe-vor-ort-ein"><span id="botschaft-in-niamey-stellt-konsularische-hilfe-vor-ort-ein">Botschaft in Niamey stellt konsularische Hilfe vor Ort ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt begründete den Schritt mit der Sicherheitslage. Wörtlich heißt es: „Das Personal der Deutschen Botschaft Niamey wurde aufgrund der Sicherheitslage temporär aus Niger verlegt und kann derzeit keine konsularische Hilfe gewährleisten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter erklärte das Ministerium: „Für konsularische Fragen ist die Deutsche Botschaft Ouagadougou / Burkina Faso zuständig.“ Außerdem erinnerte das Auswärtige Amt „nachdrücklich an die seit längerem bestehende Reisewarnung und die Aufforderung an deutsche Staatsangehörige, Niger zu verlassen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist die Botschaft in Niamey zwar nicht formell geschlossen, sie kann aber ihre zentralen Aufgaben für Deutsche vor Ort derzeit nicht erfüllen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-in-niamey-hat-sich-verscharft"><span id="sicherheitslage-in-niamey-hat-sich-verschaerft">Sicherheitslage in Niamey hat sich verschärft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser für den Abzug ist die deutlich verschlechterte Sicherheitslage in Niger. Im Januar 2026 verübte die Terrorgruppe Islamischer Staat einen <a href="https://fokus-afrika.de/schuesse-und-explosionen-am-flughafen-niamey-nahe-uranium-lager/">Anschlag auf den Flughafen Diori Hamani</a> in Niamey. Zugleich hat die Sorge vor Entführungen von Ausländern in der Hauptstadt zugenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Vereinigten Staaten</a> hatten zuvor bereits nicht notwendiges Personal aus ihrer Botschaft abgezogen. Anders als Deutschland hielten andere westliche Vertretungen ihre Präsenz in Niamey jedoch zunächst aufrecht, wenn auch teils mit reduziertem Personal.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="684" height="513" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Ulf_Laessing_82d03739ba.jpeg.webp" alt="" class="wp-image-25883 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Ulf_Laessing_82d03739ba.jpeg.webp 684w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Ulf_Laessing_82d03739ba.jpeg-300x225.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Ulf_Laessing_82d03739ba.jpeg-200x150.webp 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Ulf_Laessing_82d03739ba.jpeg-260x195.webp 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Ulf_Laessing_82d03739ba.jpeg-380x285.webp 380w" sizes="(max-width: 684px) 100vw, 684px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ulf Lässing, Leiter des Sahel-Programms der Konrad-Adenauer-Stiftung in Mali, kritisierte den deutschen Schritt deutlich. „Die deutsche Evakuierung ist umso frustrierender, weil andere Missionen wie die USA, Belgien oder die EU Personal reduziert, aber nicht geschlossen haben.“ Er fügte hinzu: „Ich bin sicher, dass die chinesischen und türkischen Botschaften voll besetzt sind. Russland hat inzwischen ebenfalls einen Botschafter in Niamey.“</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fur-deutsche-in-niger-wird-hilfe-deutlich-komplizierter"><span id="fuer-deutsche-in-niger-wird-hilfe-deutlich-komplizierter">Für Deutsche in Niger wird Hilfe deutlich komplizierter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für deutsche Staatsangehörige in Niger hat der Schritt unmittelbare Folgen. Konsularische Leistungen wie Passverlängerungen, Visaangelegenheiten oder reguläre Beratung sind in Niamey derzeit nicht mehr möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffene müssen sich stattdessen an die deutsche Botschaft in Ouagadougou wenden. Das erschwert den Zugang zu staatlicher Hilfe erheblich, auch weil zwischen beiden Hauptstädten große Entfernungen liegen und die Sicherheitslage in der Region angespannt bleibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-niger-hat-sich-aussenpolitisch-neu-ausgerichtet"><span id="niger-hat-sich-aussenpolitisch-neu-ausgerichtet">Niger hat sich außenpolitisch neu ausgerichtet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Niger wird seit dem Militärputsch von 2023 von General Abdourahamane Tiani geführt. Die Übergangsführung hat in den vergangenen Jahren die Zusammenarbeit mit westlichen Staaten weitgehend beendet. Dazu gehören <a href="https://fokus-afrika.de/nigers-premierminister-lamine-zeine-ali-mahaman-wirft-frankreich-destabilisierung-vor/" type="post" id="20344">Militärabkommen mit Frankreich</a> und den <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/" type="post" id="25830">Vereinigten Staaten</a> sowie <a href="https://fokus-afrika.de/eu-zieht-botschafter-aus-niger-ab/">Vereinbarungen mit der Europäischen Union im Migrationsbereich</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="990" height="557" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/2023-03-29-bundeswehr-in-niger.jpg" alt="Bundeswehr in Niger" class="wp-image-9657 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/2023-03-29-bundeswehr-in-niger.jpg 990w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/2023-03-29-bundeswehr-in-niger-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/2023-03-29-bundeswehr-in-niger-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/2023-03-29-bundeswehr-in-niger-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/2023-03-29-bundeswehr-in-niger-800x450.jpg 800w" sizes="(max-width: 990px) 100vw, 990px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig hat Niamey seine Beziehungen zu anderen Partnern ausgebaut. Seit 2024 ist das russische Afrika-Korps in Niger präsent und bildet nigrische Soldaten aus. Zudem gibt es Berichte über russische Waffen- und Drohnenlieferungen. <a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-verlasst-den-niger/">Die Bundeswehr musste ihren Einsatz in Niger 2024 beenden</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben vertieft Niger die Zusammenarbeit mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> bei Rohstoffprojekten und sucht engere militärische Kontakte zu <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a>, unter anderem im Bereich Drohnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-abzug-trifft-auch-die-politische-prasenz-deutschlands-im-sahel"><span id="der-abzug-trifft-auch-die-politische-praesenz-deutschlands-im-sahel">Der Abzug trifft auch die politische Präsenz Deutschlands im Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem vollständigen Personalabzug verliert Deutschland vor Ort nicht nur konsularische Handlungsfähigkeit, sondern auch unmittelbare diplomatische Präsenz in einem Land, das für die Sicherheitslage im Sahel von zentraler Bedeutung ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niger galt lange als wichtiger Partner westlicher Staaten in der Region. Nach dem Machtwechsel in Niamey und der politischen Neuorientierung des Landes hat sich dieses Verhältnis jedoch tiefgreifend verändert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Benin, Côte d’Ivoire und Frankreich vertiefen ihre Militärkooperation gegen Terrorgruppen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/benin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 11:39:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Côte d’Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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<p>Benin, Côte d’Ivoire und Frankreich haben in Cotonou ihre militärische Zusammenarbeit gegen Terrorgruppen und grenzüberschreitende Bedrohungen ausgebaut. Am&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbenin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen%2F&amp;action_name=Benin%2C%20C%C3%B4te%20d%E2%80%99Ivoire%20und%20Frankreich%20vertiefen%20ihre%20Milit%C3%A4rkooperation%20gegen%20Terrorgruppen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Benin, Côte d’Ivoire und Frankreich haben in Cotonou ihre militärische Zusammenarbeit gegen Terrorgruppen und grenzüberschreitende Bedrohungen ausgebaut. Am 19. März kamen die Generalstabschefs der drei Länder in der Kaserne von Togbin nahe Cotonou zu einem hochrangigen Treffen zusammen. Im Mittelpunkt standen Geheimdienstkooperation, Ausbildung, Spezialkräfte und die Anpassung gemeinsamer Sicherheitsmaßnahmen an eine sich rasch verändernde Bedrohungslage. Für Benin ist das besonders relevant, weil das Land seit Ende 2021 mit Angriffen und Eindringversuchen bewaffneter Gruppen im Norden konfrontiert ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-armeen-beraten-uber-konkrete-nachste-schritte"><span id="drei-armeen-beraten-ueber-konkrete-naechste-schritte">Drei Armeen beraten über konkrete nächste Schritte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An dem Treffen nahmen Benins Generalstabschef Fructueux Gbaguidi, der französische Generalstabschef Fabien Mandon und sein ivorischer Amtskollege Lassina Doumbia teil. Nach Angaben der beninischen Streitkräfte diente die Zusammenkunft dazu, bestehende Partnerschaften zu überprüfen und neue operative Maßnahmen für die trilaterale Zusammenarbeit zu beschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diskutiert wurden unter anderem der Austausch von Geheimdienstinformationen, die Bekämpfung improvisierter Sprengsätze, gemeinsame Ausbildungsfragen, die Stärkung der Spezialkräfte sowie eine engere strategische Abstimmung. Die drei Generalstabschefs beschrieben die Bedrohungslage als geprägt von terroristischer Infiltration, organisierter grenzüberschreitender Kriminalität und hybriden Formen der Destabilisierung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-benin-sieht-wachsenden-handlungsdruck"><span id="benin-sieht-wachsenden-handlungsdruck">Benin sieht wachsenden Handlungsdruck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Benin hat das Thema <a href="https://fokus-afrika.de/dschihadisten-dringen-aus-benin-in-nigeria-ein/">unmittelbare sicherheitspolitische Bedeutung</a>. Generalstabschef Gbaguidi verwies darauf, dass das Land seit Dezember 2021 im Norden mit terroristischen Vorstößen konfrontiert ist. Vor diesem Hintergrund betonte er die Notwendigkeit, die Reaktion auf diese Gefahr nicht allein, sondern gemeinsam mit Partnern zu organisieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-25856 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gbaguidi sagte, Benin habe versucht, der Bedrohung zu begegnen, doch es sei sinnvoll, dies mit Verbündeten besser zu tun. Zugleich machte er deutlich, dass aus Sicht des Militärs konkrete Ergebnisse im Vordergrund stehen. Als längerfristiges Ziel nannte er eine Sicherheitsoperation, die Terrorgruppen vom eigenen Staatsgebiet verdrängen soll.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geheimdienstarbeit-pilotenausbildung-und-spezialkrafte-im-fokus"><span id="geheimdienstarbeit-pilotenausbildung-und-spezialkraefte-im-fokus">Geheimdienstarbeit, Pilotenausbildung und Spezialkräfte im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Beratungen in Cotonou ging es nicht nur um politische Symbolik, sondern um konkrete operative Felder. Genannt wurden insbesondere die Weitergabe von Aufklärungserkenntnissen, die Ausbildung von Piloten und der Ausbau von Spezialkräften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gbaguidi erklärte, nicht alle Teile der Strategie könnten öffentlich gemacht werden. Zugleich verwies er auf erste Fortschritte in der Zusammenarbeit mit Côte d’Ivoire. Diese Kooperation habe bereits dazu beigetragen, die Ausbildung der Spezialkräfte und unterstützender Einheiten zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-treffen-knupft-an-abidjan-an"><span id="treffen-knuepft-an-abidjan-an">Treffen knüpft an Abidjan an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenkunft in Cotonou war keine isolierte Initiative. Sie folgt auf ein erstes trilaterales Treffen am 18. Juli 2025 in Abidjan, das auf Einladung des ivorischen Generalstabschefs Lassina Doumbia stattgefunden hatte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-25857 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1.jpg 1078w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit dem zweiten Treffen erhält dieses Format nun mehr Gewicht. Die Partner setzen damit ihre sicherheitspolitische Abstimmung in einer Phase fort, in der sich die <a href="https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/" type="post" id="24278">Bedrohungen im Golf von Guinea </a>und im weiteren <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" type="post" id="22050">westafrikanischen Raum</a> aus Sicht der Militärführungen verdichten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-politische-gesprache-vorgesehen"><span id="auch-politische-gespraeche-vorgesehen">Auch politische Gespräche vorgesehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://srtb.bj/lutte-contre-le-terrorisme-a-cotonou-le-benin-la-cote-divoire-et-la-france-renforcent-la-cooperation-militaire/">Angaben</a> der beninischen Streitkräfte sollten die Gespräche nicht auf die Militärstäbe beschränkt bleiben. General Gbaguidi kündigte an, dass auch Treffen mit politischen Verantwortlichen vorgesehen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich wurden die Delegationen im Anschluss von Präsident Patrice Talon empfangen. Damit bekam das militärische Treffen zusätzlich eine politische Dimension, auch wenn die konkreten Inhalte dieser Gespräche nicht näher ausgeführt wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-cotonou-ruckt-als-sicherheitsdrehscheibe-in-den-mittelpunkt"><span id="cotonou-rueckt-als-sicherheitsdrehscheibe-in-den-mittelpunkt">Cotonou rückt als Sicherheitsdrehscheibe in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen in Togbin zeigt, dass Benin seine Sicherheitskooperation in der Region und mit Frankreich weiter institutionalisiert. Dabei fällt auf, dass die Zusammenarbeit zwei Ebenen verbindet: eine süd-süd-orientierte Abstimmung mit Côte d’Ivoire und ein strategisches Partnerschaftsformat mit Frankreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die beninischen Streitkräfte ist das Teil einer breiteren Antwort auf Bedrohungen, die längst nicht mehr nur als Problem der Sahelzone gesehen werden. Mit dem Treffen in Cotonou rückt nun stärker der Golf von Guinea als sicherheitspolitischer Raum in den Vordergrund.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbenin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen%2F&action_name=Benin%2C%20C%C3%B4te%20d%E2%80%99Ivoire%20und%20Frankreich%20vertiefen%20ihre%20Milit%C3%A4rkooperation%20gegen%20Terrorgruppen&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/benin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen/">Benin, Côte d’Ivoire und Frankreich vertiefen ihre Militärkooperation gegen Terrorgruppen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Verheimlichte Russland-Beziehung: Französische Diplomatin verliert Botschaftsposten in Kinshasa</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/verheimlichte-russland-beziehung-franzoesische-diplomatin-verliert-botschaftsposten-in-kinshasa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 10:58:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Eine für die französische Botschaft in Kinshasa vorgesehene Diplomatin hat ihren Posten verloren, nachdem ihr die höchste Sicherheitsfreigabe&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fverheimlichte-russland-beziehung-franzoesische-diplomatin-verliert-botschaftsposten-in-kinshasa%2F&amp;action_name=Verheimlichte%20Russland-Beziehung%3A%20Franz%C3%B6sische%20Diplomatin%20verliert%20Botschaftsposten%20in%20Kinshasa&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/verheimlichte-russland-beziehung-franzoesische-diplomatin-verliert-botschaftsposten-in-kinshasa/">Verheimlichte Russland-Beziehung: Französische Diplomatin verliert Botschaftsposten in Kinshasa</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Eine für die französische Botschaft in Kinshasa vorgesehene Diplomatin hat ihren Posten verloren, nachdem ihr die höchste Sicherheitsfreigabe verweigert worden war. Am 20. März wurde bekannt, dass die französischen Behörden die Entsendung stoppten, weil die Betroffene in ihrem Sicherheitsformular persönliche Kontakte zu russischen Diplomaten nicht angegeben hatte. Der Fall ist auch deshalb brisant, weil es um eine sensible Auslandsverwendung in der Demokratischen Republik Kongo ging. Ein Berufungsgericht in Paris bestätigte die Entscheidung und wies die Klage der Betroffenen ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsprufung-stoppt-geplante-entsendung"><span id="sicherheitspruefung-stoppt-geplante-entsendung">Sicherheitsprüfung stoppt geplante Entsendung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des Falls steht Elena L., eine französisch-russische Doppelstaatlerin mit diplomatischem beziehungsweise administrativem Status. Sie war für einen Posten an der französischen Botschaft in Kinshasa vorgesehen, benötigte dafür aber eine Freigabe der Stufe „Très Secret“, also die höchste französische Sicherheitsklassifizierung für besonders sensible Informationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Freigabe wurde verweigert. Damit war die Entsendung hinfällig, noch bevor sie den Posten in der kongolesischen Hauptstadt antreten konnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nicht-gemeldete-kontakte-zu-russischen-diplomaten"><span id="nicht-gemeldete-kontakte-zu-russischen-diplomaten">Nicht gemeldete Kontakte zu russischen Diplomaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den bekannt gewordenen Angaben hatte Elena L. in ihrem individuellen Sicherheitsformular weder eine persönliche Beziehung zu einem russischen Diplomaten noch einen weiteren Kontaktversuch durch einen anderen russischen Diplomaten angegeben. Genau diese Auslassungen wurden im Prüfverfahren zum zentralen Problem.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="960" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg.png" alt="" class="wp-image-25850 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg.png 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-300x300.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-150x150.png 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-768x768.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-80x80.png 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-110x110.png 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-380x380.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-800x800.png 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die französische Inlandsgeheimdienstbehörde DGSI kam demnach zu dem Schluss, dass die Diplomatin in Paris von mehreren russischen Diplomaten angesprochen worden war. In Sicherheitsverfahren für besonders sensible Positionen gelten solche nicht gemeldeten Kontakte als schwerwiegendes Risiko, weil sie Fragen nach Ansprechbarkeit, möglicher Einflussnahme und Verlässlichkeit aufwerfen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gericht-bestatigt-die-entscheidung"><span id="gericht-bestaetigt-die-entscheidung">Gericht bestätigt die Entscheidung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Elena L. ging gegen die verweigerte Freigabe juristisch vor. Mit dem Fall befasste sich die Cour administrative d’appel de Paris, also das Pariser Berufungsverwaltungsgericht. Das Gericht bestätigte die Entscheidung der Behörden und hielt die von der DGSI festgestellten, nicht offengelegten Kontakte für einen ausreichenden Grund, die Freigabe nicht zu erteilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit blieb die Ablehnung der Sicherheitsfreigabe bestehen. Der Posten in Kinshasa war für die Diplomatin damit endgültig verloren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kinshasa-als-sicherheitspolitisch-sensibler-einsatzort"><span id="kinshasa-als-sicherheitspolitisch-sensibler-einsatzort">Kinshasa als sicherheitspolitisch sensibler Einsatzort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall reicht über eine reine Personalentscheidung hinaus. Kinshasa ist für Frankreich ein sensibler diplomatischer Standort, nicht zuletzt wegen der politischen und sicherheitspolitischen Bedeutung der Demokratischen Republik Kongo in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrika</a>. Hinzu kommt, dass Russland in <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">mehreren Teilen Afrikas seinen politischen, militärischen und wirtschaftlichen Einfluss ausgebaut</a> hat.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-25849 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund erhalten Sicherheitsprüfungen für diplomatische Posten in Afrika besonderes Gewicht. Der Fall zeigt, wie streng französische Behörden bei hochrangigen Verwendungen inzwischen auf mögliche Risiken durch nicht offengelegte Auslandskontakte reagieren.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russland-bezug-im-zentrum-der-prufung"><span id="russland-bezug-im-zentrum-der-pruefung">Russland-Bezug im Zentrum der Prüfung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwer wog in diesem Verfahren der Russland-Bezug. Die bekannten Angaben verweisen nicht nur auf eine persönliche Beziehung zu einem russischen Diplomaten, sondern auch auf einen weiteren Anbahnungsversuch. In französischen Sicherheitsverfahren können solche Kontakte gerade bei Doppelstaatsangehörigen als zusätzlicher Risikofaktor gewertet werden, wenn Zugang zu Verschlusssachen beantragt wird.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="665" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-1024x665.jpg" alt="" class="wp-image-25852 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-1024x665.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-300x195.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-768x499.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-380x247.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-800x519.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-1160x753.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Öffentliche Stellungnahmen des französischen Außenministeriums oder der Botschaft in Kinshasa lagen zu dem Fall zunächst nicht vor. Das entspricht der üblichen Praxis bei Personal- und Sicherheitsfragen, die in Frankreich in der Regel nicht öffentlich kommentiert werden.</p>
</div></div>
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		<title>Tschad schließt nach tödlichem Drohnenangriff bei Tiné die Grenze zum Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschad-schliesst-nach-toedlichem-drohnenangriff-bei-tine-die-grenze-zum-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 10:22:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Tschad hat nach einem tödlichen Angriff auf die Grenzstadt Tiné seine gesamte Grenze zum Sudan geschlossen und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-schliesst-nach-toedlichem-drohnenangriff-bei-tine-die-grenze-zum-sudan%2F&amp;action_name=Tschad%20schlie%C3%9Ft%20nach%20t%C3%B6dlichem%20Drohnenangriff%20bei%20Tin%C3%A9%20die%20Grenze%20zum%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-schliesst-nach-toedlichem-drohnenangriff-bei-tine-die-grenze-zum-sudan/">Tschad schließt nach tödlichem Drohnenangriff bei Tiné die Grenze zum Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Tschad hat nach einem tödlichen Angriff auf die Grenzstadt Tiné seine gesamte Grenze zum Sudan geschlossen und die Armee in höchste Alarmbereitschaft versetzt. In der Nacht zum 19. März berief Präsident Mahamat Idriss Déby Itno einen Sicherheits- und Verteidigungsrat ein und ordnete an, auf jede neue Attacke aus dem Sudan zu reagieren. Die Regierung spricht von einer schweren Aggression gegen tschadisches Territorium. Zugleich erklärte Regierungssprecher Gassim Chérif, das Geschoss stamme nach Überzeugung der Behörden aus dem Sudan, die Urheberschaft sei aber noch nicht geklärt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-n-djamena-reagiert-mit-grenzschliessung-und-militaralarm"><span id="ndjamena-reagiert-mit-grenzschliessung-und-militaeralarm">N’Djamena reagiert mit Grenzschließung und Militäralarm</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Angriff auf Tiné ordnete Déby die vollständige Schließung der rund 1300 Kilometer langen gemeinsamen Grenze mit dem Sudan an. Zudem wurde eine hochrangige Regierungsdelegation unter Leitung von Premierminister Allah-Maye Halina in das Gebiet entsandt, um die Schäden an Menschen und Infrastruktur zu bewerten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">🚨Tchad 🇹🇩 x Soudan 🇸🇩 : le président Mahamat Idriss Déby a ordonné à l’armée de riposter à toute attaque en provenance du Soudan, tout en fermant immédiatement la frontière et en plaçant les forces en état d’alerte maximale. La décision intervient après une frappe de drone ayant… <a href="https://t.co/cZWjKdjyp4">pic.twitter.com/cZWjKdjyp4</a></p>— LSI AFRICA (@lsiafrica) <a href="https://twitter.com/lsiafrica/status/2034434237101666393?ref_src=twsrc%5Etfw">March 19, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident wies die Streitkräfte außerdem an, auf jede weitere Attacke zu reagieren, unabhängig davon, ob sie von der sudanesischen Armee unter Abdel Fattah al-Burhan oder von den Rapid Support Forces unter Mohamed Hamdan Dagalo ausgeht. Nach Regierungsangaben wurden die Verteidigungs- und Sicherheitskräfte in eine verstärkte Einsatzbereitschaft versetzt, um Bevölkerung und Staatsgebiet zu schützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-verurteilt-schwere-aggression"><span id="regierung-verurteilt-schwere-aggression">Regierung verurteilt „schwere Aggression“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer offiziellen Erklärung vom 19. März zeigte sich die tschadische Regierung tief erschüttert über den Angriff, den sie als Akt „äußerster Schwere“ bezeichnete. Sie sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus und wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich erinnerte die Regierung daran, seit Beginn des Krieges im Sudan auf Frieden, Dialog und Gespräche zwischen den Konfliktparteien zu drängen. Die Behörden warnten außerdem vor Falschinformationen und Hassrede in sozialen Netzwerken, die die Spannungen zwischen Gemeinschaften weiter verschärfen könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-herkunft-aus-dem-sudan-tater-noch-unklar"><span id="herkunft-aus-dem-sudan-taeter-noch-unklar">Herkunft aus dem Sudan, Täter noch unklar</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="870" height="486" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95468935-66761636.jpg" alt="" class="wp-image-25843 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95468935-66761636.jpg 870w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95468935-66761636-300x168.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95468935-66761636-768x429.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95468935-66761636-380x212.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95468935-66761636-800x447.jpg 800w" sizes="(max-width: 870px) 100vw, 870px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Eine wichtige Unsicherheit blieb auch einen Tag nach dem Angriff bestehen. Regierungssprecher Gassim Chérif sagte im tschadischen Staatsfernsehen, Fachleute untersuchten noch das Geschoss, das in Tiné eingeschlagen sei. Wörtlich erklärte er: „Wir sind überzeugt, dass es aus dem Sudan kam, aber wir wissen nicht, wer das Geschoss abgefeuert hat.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit hält die Regierung zwar an ihrer Einschätzung fest, dass der Angriff aus dem Nachbarland kam. Eine eindeutige Zuordnung zu einer der beiden Kriegsparteien im Sudan, der sudanesischen Armee oder den Milizen der RSF, liegt nach den vorliegenden Angaben aber bislang nicht vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vereinte-nationen-warnen-vor-weiterer-eskalation"><span id="vereinte-nationen-warnen-vor-weiterer-eskalation">Vereinte Nationen warnen vor weiterer Eskalation</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1015" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RC-Chad-1024x1015.jpeg" alt="" class="wp-image-25842 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RC-Chad-1024x1015.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RC-Chad-300x298.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RC-Chad-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RC-Chad-768x762.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RC-Chad-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RC-Chad-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RC-Chad-380x377.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RC-Chad-800x793.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RC-Chad.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen im Tschad verurteilten den Angriff ebenfalls scharf. Der UN-Resident Coordinator und Humanitarian Coordinator im Tschad, François Batalingaya, erklärte am 19. März, es sei äußerst besorgniserregend, dass trotz wiederholter Aufrufe zur Zurückhaltung weiterhin Zivilisten im Zusammenhang mit dem Sudan-Krieg getroffen würden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN nahmen die Sicherheitsmaßnahmen der tschadischen Behörden zur Kenntnis und betonten, der Tschad dürfe nicht zu einem Schauplatz der Ausweitung des Sudan-Konflikts werden. Zugleich riefen sie die internationale Gemeinschaft auf, diplomatische Bemühungen zur sofortigen Deeskalation zu verstärken und die Stabilisierung sowie die humanitäre Hilfe in der ohnehin belasteten Grenzregion stärker zu unterstützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudanische-armee-verurteilt-den-angriff"><span id="sudanische-armee-verurteilt-den-angriff">Sudanische Armee verurteilt den Angriff</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="853" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/تحرير_الخرطوم.jpg" alt="" class="wp-image-25841 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/تحرير_الخرطوم.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/تحرير_الخرطوم-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/تحرير_الخرطوم-380x506.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch die sudanesische Armee äußerte sich zu dem Vorfall und verurteilte den Drohnenangriff auf tschadischem Gebiet. Nach ihrer Darstellung steht der Angriff im Zusammenhang mit einer Reihe von Attacken auf Zivilisten in den Grenzgebieten zwischen Sudan und Tschad seit dem 25. Dezember 2025.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesischen Streitkräfte sprachen den Familien der Opfer sowie dem tschadischen Staat und der Bevölkerung ihr Beileid aus. Sie erklärten sich zudem bereit, mit den Nachbarstaaten stärker zusammenzuarbeiten, um Sicherheit und Stabilität in der Region zu gewährleisten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriff-verscharft-druck-an-der-sudan-grenze"><span id="angriff-verschaerft-druck-an-der-sudan-grenze">Angriff verschärft Druck an der Sudan-Grenze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall bei Tiné fällt in eine Phase, in der der <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-icc-warnt-im-un-sicherheitsrat-vor-graeueltaten-in-darfur/" type="post" id="23751">Krieg</a> im Sudan immer stärker auf die Nachbarstaaten ausstrahlt. Für den Tschad ist die Entwicklung besonders heikel, weil das Land an eine lange, schwer kontrollierbare Grenze zum Sudan grenzt und bereits seit Beginn des Krieges <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/" type="post" id="20996">stark von dessen Folgen</a> betroffen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidungen in N’Djamena zeigen, wie ernst die Regierung die Lage einschätzt. Mit der Grenzschließung, der Alarmbereitschaft der Armee und der angekündigten Reaktion auf mögliche neue Angriffe hat der Tschad seine Sicherheitsmaßnahmen entlang der Ostgrenze deutlich verschärft.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Russlands Botschafter wirbt für Ausbau der Partnerschaft mit Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russlands-botschafter-wirbt-fuer-ausbau-der-partnerschaft-mit-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 10:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Russland hat zum zehnten Jahrestag der vertieften strategischen Partnerschaft mit Marokko für einen weiteren Ausbau der bilateralen Beziehungen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frusslands-botschafter-wirbt-fuer-ausbau-der-partnerschaft-mit-marokko%2F&amp;action_name=Russlands%20Botschafter%20wirbt%20f%C3%BCr%20Ausbau%20der%20Partnerschaft%20mit%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-botschafter-wirbt-fuer-ausbau-der-partnerschaft-mit-marokko/">Russlands Botschafter wirbt für Ausbau der Partnerschaft mit Marokko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Russland hat zum zehnten Jahrestag der vertieften strategischen Partnerschaft mit Marokko für einen weiteren Ausbau der bilateralen Beziehungen geworben. Am 17. März sagte Russlands Botschafter in Rabat, Wladimir Baibakov, die Zusammenarbeit habe sich über Jahre „stetig und erfolgreich“ entwickelt und gewinne weiter an Dynamik. Er stellte dabei neue wirtschaftliche, logistische und afrikanische Kooperationsfelder in den Vordergrund. Für Marokko ist das auch deshalb relevant, weil Moskau das Königreich ausdrücklich als wirtschaftlichen Schlüsselpartner in Afrika und als Knotenpunkt für Projekte in Richtung Sahel beschreibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-moskau-hebt-politische-stabilitat-der-beziehungen-hervor"><span id="moskau-hebt-politische-stabilitaet-der-beziehungen-hervor">Moskau hebt politische Stabilität der Beziehungen hervor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Baibakov sagte im Gespräch mit der marokkanischen Nachrichtenagentur <em><a href="https://www.mapexpress.ma/ar/actualite/الشراكة-الاستراتيجية-بين-الرباط-وموس/الآراء-و-حوارات/">MAP</a></em>, die strategische Partnerschaft zwischen Rabat und Moskau beruhe auf gegenseitigem Respekt, Nichteinmischung in innere Angelegenheiten sowie auf der Berücksichtigung kultureller und nationaler Werte und der jeweiligen Prioritäten beider Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Botschafter erinnerte daran, dass König Mohammed VI. bereits 2002 bei seinem ersten Besuch in Moskau gemeinsam mit Präsident Wladimir Putin die strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern unterzeichnet hatte. Bei einem weiteren Besuch am 15. März 2016 sei dann eine Erklärung zur Entwicklung einer vertieften strategischen Zusammenarbeit sowie mehrere bilaterale Abkommen unterzeichnet worden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaft-und-fischerei-im-mittelpunkt"><span id="wirtschaft-und-fischerei-im-mittelpunkt">Wirtschaft und Fischerei im Mittelpunkt</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des Botschafters zählt Marokko zu den wichtigsten Handels- und Wirtschaftspartnern Russlands in Afrika. Als Beleg nannte er die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-russland-vertiefen-strategische-zusammenarbeit-in-moskau/" type="post" id="20898">achte Sitzung der gemischten russisch-marokkanischen Regierungskommission </a>für wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit, die im Oktober vergangenen Jahres in Moskau stattfand. Dort sei auch ein neues Abkommen im Bereich Fischerei unterzeichnet worden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-20899 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Baibakov verwies zudem auf weitere Felder, in denen russische Unternehmen Interesse an Investitionen zeigten. Dazu gehörten Landwirtschaft, Wassermanagement, Industrie, Pharmazie, Bau, Tourismus und große Vorhaben der digitalen Transformation.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sagte er, unter den aktuellen Bedingungen komme dem Aufbau einer „zuverlässigen und modernen logistischen und finanziellen Infrastruktur“ besondere Bedeutung zu. Wichtige Schritte in diese Richtung seien bereits bei der Sitzung der gemischten Kommission in Moskau besprochen worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-als-partner-fur-afrika-und-den-sahel"><span id="marokko-als-partner-fuer-afrika-und-den-sahel">Marokko als Partner für Afrika und den Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Botschafter rückte Marokko auch als Brücke nach Afrika in den Mittelpunkt. Eine verstärkte dreiseitige Partnerschaft zwischen Russland, Marokko und Afrika trage nicht nur zur Festigung der bilateralen Beziehungen bei, sondern auch zur Entwicklung des Kontinents und zu einer <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">stärkeren Rolle Afrikas im internationalen System</a>, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verwies Baibakov auf Marokkos Rolle als einer der wichtigsten Investoren in Afrika. In diesem Zusammenhang äußerte er sich auch positiv zu den von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/konig/" type="post_tag" id="518">König</a> Mohammed VI. <a href="https://fokus-afrika.de/kraftwerk-sa-majeste-le-roi-mohammed-vi-startet-in-niger/" type="post" id="13062">angestoßenen Initiativen</a> zugunsten Afrikas und der Sahel-Staaten. Ihre Umsetzung könne die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents beschleunigen und regionale Probleme schneller angehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="719" height="480" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/image-22-01-26-06-14.jpeg" alt="" class="wp-image-25837 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/image-22-01-26-06-14.jpeg 719w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/image-22-01-26-06-14-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/image-22-01-26-06-14-380x254.jpeg 380w" sizes="(max-width: 719px) 100vw, 719px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders ausführlich sprach er über die <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/" type="post" id="11804">Atlantik-Initiative</a>, die auf bessere Verkehrs- und Infrastrukturverbindungen sowie mehr innerafrikanischen Handel ziele. Auch der Zugang der Sahel-Staaten zum Atlantik über marokkanische Infrastruktur könne aus seiner Sicht neue Möglichkeiten für Transport, Logistik und große Infrastrukturprojekte schaffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum <a href="https://fokus-afrika.de/fortschritte-beim-afrikanischen-atlantik-gaspipeline-projekt/" type="post" id="9646">afrikanisch-atlantischen Gaspipeline-Projekt</a> sagte Baibakov, es könne zuverlässige, bezahlbare und nachhaltige Energie liefern. Das sei ein zentraler Faktor für Industrialisierung, regionale Integration und wirtschaftliche Entwicklung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-bildung-und-tourismus-als-weitere-felder"><span id="sicherheit-bildung-und-tourismus-als-weitere-felder">Sicherheit, Bildung und Tourismus als weitere Felder</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-682x1024.jpg" alt="" class="wp-image-25838 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-682x1024.jpg 682w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-768x1152.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-380x570.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-800x1200.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6.jpg 853w" sizes="(max-width: 682px) 100vw, 682px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben Wirtschaft und Infrastruktur nannte der Botschafter weitere Bereiche, in denen sich die Beziehungen aus seiner Sicht vertieft haben. Er sprach von Fortschritten in den parlamentarischen, sportlichen und kulturellen Beziehungen sowie in der Bildungszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Tourismus zwischen beiden Ländern nehme weiter zu. Baibakov führte das auf zusätzliche Direktflüge der marokkanischen Fluggesellschaft <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-baut-tourismuspartnerschaften-mit-deutschland-auf-der-itb-berlin-aus/" type="post" id="25363">Royal Air Maroc</a> zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus verwies er auf die <a href="https://fokus-afrika.de/wer-finanziert-die-terrorismusbekaempfung/" type="post" id="25314">Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung</a> und bei Fragen von Sicherheit und Stabilität in der Region, einschließlich der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/" type="post_tag" id="527">Sahara</a> und des <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">Sahel</a>. Russland unterstütze zudem die Arbeit des regionalen Büros der Vereinten Nationen für Terrorismusbekämpfung in Rabat.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-fussball-und-technik-als-mogliche-nachste-schritte"><span id="fussball-und-technik-als-moegliche-naechste-schritte">Fußball und Technik als mögliche nächste Schritte</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für die weitere Entwicklung der Partnerschaft sieht Moskau nach Darstellung des Botschafters noch ungenutztes Potenzial. Baibakov sagte, die Beziehungen verfügten wegen ihres strategischen Charakters, der engen Freundschaft zwischen beiden Völkern und der Dynamik beider Volkswirtschaften über breite Perspektiven.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als mögliche Felder für neue Kooperation nannte er vor allem technische Zusammenarbeit und den Sport. Gerade der Fußball könne die Partnerschaft zusätzlich stärken, sagte er mit Blick auf die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-bereitet-sich-intensiv-auf-die-fifa-weltmeisterschaft-2030-vor/" type="post" id="12910">Fußball-Weltmeisterschaft 2030</a>, die Marokko gemeinsam mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/" type="post_tag" id="555">Spanien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/portugal/" type="post_tag" id="548">Portugal</a> ausrichten wird.</p>
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		<title>America First in Afrika: Ex-CIA-Analyst Nick Checker zeigt neue Leitlinie der USA auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 09:39:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
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		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die US-Regierung treibt ihren politischen Neustart gegenüber Niger, Mali und Burkina Faso voran und stellt dabei wirtschaftliche Zusammenarbeit,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Famerica-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf%2F&amp;action_name=America%20First%20in%20Afrika%3A%20Ex-CIA-Analyst%20Nick%20Checker%20zeigt%20neue%20Leitlinie%20der%20USA%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/">America First in Afrika: Ex-CIA-Analyst Nick Checker zeigt neue Leitlinie der USA auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung treibt ihren politischen Neustart gegenüber Niger, Mali und Burkina Faso voran und stellt dabei wirtschaftliche Zusammenarbeit, Sicherheitsfragen und den Umgang mit staatlicher Souveränität in den Mittelpunkt. Am 13. März wurde der Afrika-Beauftragte des US-Außenministeriums, Nick Checker, in Niamey von Außenminister Bakary Yaou Sangaré und Premierminister Ali Mahamane Lamine Zeine empfangen. Washington verbindet diesen Kurs mit einer neuen Afrika-Strategie der Trump-Regierung, die auf Handel, Investitionen und eine konditionierte Zusammenarbeit statt auf klassische Entwicklungshilfe setzt. Für die Staaten der <a href="https://fokus-afrika.de/treffen-der-sahel-staaten-aes-zusammenarbeit-fuer-wirtschaftliche-integration/">Allianz</a> der Sahel-Staaten (AES) ist das ein Signal, dass die USA nach dem Bruch der vergangenen Jahre <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/">wieder enger ins Gespräch kommen wollen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-wirbt-in-niger-fur-neustart-mit-den-sahel-staaten"><span id="washington-wirbt-in-niger-fuer-neustart-mit-den-sahel-staaten"><strong>Washington wirbt in Niger für Neustart mit den Sahel-Staaten</strong></span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinem Besuch in Niamey knüpft Checker an <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-mali-nehmen-politischen-dialog-wieder-auf/">Reisen nach</a> Mali und Burkina Faso an. Das nigrische Außenministerium erklärte, der US-Vertreter habe die neue Linie seines Landes zur Stärkung der bilateralen Beziehungen vorgestellt. Beide Seiten hätten ihren Willen bekundet, die Zusammenarbeit auf neuer Grundlage wieder anzuschieben und Vertrauen wiederherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Themen der Gespräche gehörten nach Angaben des Ministeriums die wirtschaftliche und kommerzielle Kooperation sowie der <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-terrorismus-in-afrika/" type="post" id="13611">Kampf gegen Terrorismus</a>. Die weiteren Kontakte sollen demnach im Respekt vor der nationalen Souveränität und auf Grundlage gemeinsam definierter Prioritäten fortgesetzt werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Senior Bureau Official Nick Checker met with Prime Minister Ali Mahaman Lamine Zeine to discuss opportunities to expand security cooperation and strengthen trade and investment ties between the United States and Niger. The United States remains committed to partnerships that… <a href="https://t.co/L5Bxif389y">pic.twitter.com/L5Bxif389y</a></p>— U.S. Embassy Niamey (@USEmbassyNiamey) <a href="https://twitter.com/USEmbassyNiamey/status/2032914427444334616?ref_src=twsrc%5Etfw">March 14, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzt Washington nach dem Regierungswechsel in den USA einen neuen Akzent. Ein großer Teil der Entwicklungszusammenarbeit und der militärischen Kooperation mit Niger war zuvor ausgesetzt worden. Niger hatte seinerseits den Abzug der US-Soldaten verlangt und im September 2024 durchgesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handel-statt-hilfe-als-neue-leitlinie"><span id="handel-statt-hilfe-als-neue-leitlinie">Handel statt Hilfe als neue Leitlinie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenige Tage nach seinem Besuch in Niger hat Checker in Washington die Grundzüge der neuen US-Afrika-Politik <a href="https://www.state.gov/releases/bureau-of-african-affairs/2026/03/america-first-in-africa/">öffentlich</a> beschrieben. Im Zentrum steht eine Abkehr von einem Ansatz, der Afrika vor allem über Hilfe und politische Belehrung definiere. Stattdessen präsentiere sich die US-Regierung als Partner für Handel, Investitionen und wirtschaftliche Projekte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-819x1024.png" alt="" class="wp-image-25831 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-819x1024.png 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-240x300.png 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-768x960.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-380x475.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-800x1000.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2.png 1142w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Checker sagte, die Vereinigten Staaten wollten ihre Beziehungen zu Afrika auf „gegenseitig vorteilhaften Partnerschaften“ aufbauen, nicht auf Hilfe, Abhängigkeit und ideologischer Einflussnahme. Die Regierung betrachte afrikanische Staaten nicht als Empfänger von Hilfe, sondern als wirtschaftliche Partner. Ziel sei es, US-Exporte und Investitionen in Afrika zu steigern, Lieferketten zu sichern und die wirtschaftlichen Potenziale des Kontinents stärker zu nutzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird dieser Kurs bei Rohstoffen und Infrastruktur. Checker verwies auf die strategische Bedeutung afrikanischer kritischer Mineralien und nannte Projekte wie den Lobito-Korridor in Angola sowie neue Vorhaben in der Demokratischen Republik Kongo. Dort wolle Washington nicht nur Rohstoffe beziehen, sondern sich an Infrastruktur, Logistik und Weiterverarbeitung beteiligen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hilfe-nur-noch-unter-bedingungen"><span id="hilfe-nur-noch-unter-bedingungen">Hilfe nur noch unter Bedingungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der Entwicklungszusammenarbeit kündigt Washington einen härteren Kurs an. Checker machte deutlich, dass US-Hilfe aus Sicht der Trump-Regierung kein karitatives Instrument sei, sondern „strategisches Kapital“, das amerikanischen Interessen dienen müsse. Unterstützung solle künftig gezielt, an Bedingungen geknüpft und mit einer klaren Ausstiegslogik organisiert werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24758 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er sagte offen, dass Länder, die nicht im Sinne amerikanischer Interessen handelten, mit Kürzungen rechnen müssten. Zugleich betonte er, Regierungen in Afrika wollten mehr Eigenverantwortung und begrüßten Vereinbarungen, die ihnen mehr Kontrolle über ihre eigenen Systeme gäben, etwa im Gesundheitsbereich.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Länder wie Niger ist das politisch relevant, weil Washington damit eine Zusammenarbeit anbietet, die weniger auf öffentliche Belehrung und stärker auf Interessen, Gegenleistungen und pragmatische Kooperation setzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-im-fokus-der-sicherheitsdiplomatie"><span id="sahel-im-fokus-der-sicherheitsdiplomatie">Sahel im Fokus der Sicherheitsdiplomatie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Wirtschaft und Hilfe gehört die Sicherheitslage im Sahel zu den drei Schwerpunkten, die Checker für die Afrika-Politik der US-Regierung genannt hat. Die USA beobachteten nach seinen Worten mit Sorge das Wiedererstarken jihadistischer Gruppen in der Region, wollten dabei aber keine langfristige amerikanische Präsenz und keine dauerhaften Verpflichtungen eingehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="650" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-1024x650.jpeg" alt="" class="wp-image-25833 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-1024x650.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-300x191.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-768x488.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-1536x975.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-380x241.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-800x508.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-1160x737.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz.jpeg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Blick sind dabei ausdrücklich Niger, Mali und Burkina Faso. Checker sprach von einem Versuch, die Beziehungen zu diesen Staaten neu zu ordnen. Ziel sei eine pragmatische Zusammenarbeit auf Grundlage gemeinsamer Interessen und mehr regionaler Eigenverantwortung im Umgang mit grenzüberschreitenden Terrorgruppen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei formulierte er auch den politischen Grundsatz dieses Kurses. Die USA müssten mit Regierungen so arbeiten, wie sie seien, nicht so, wie Washington sie sich wünsche. Engagement bedeute keine Zustimmung, sondern die Anerkennung politischer Realitäten. Wertefragen sollten mit stillem Druck behandelt werden, nicht mit öffentlicher Moralisierung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-was-der-besuch-in-niamey-bedeutet"><span id="was-der-besuch-in-niamey-bedeutet">Was der Besuch in Niamey bedeutet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Niger kommt diese Öffnung in einer Phase tiefgreifender außenpolitischer Neuorientierung. Das Land hat sich in den vergangenen Jahren von mehreren westlichen Partnern distanziert und setzt stärker auf Souveränität und neue Bündnisse. Wenn Washington nun ausdrücklich einen Neustart anbietet, zeigt das, dass die USA den Kontakt zu den Staaten der Allianz der Sahel-Staaten nicht abreißen lassen wollen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The United States’ is resetting its relationship with Africa based on mutually beneficial partnerships rather than aid, dependency, and spreading divisive ideology. <a href="https://t.co/XDDhLXcehT">pic.twitter.com/XDDhLXcehT</a></p>— Bureau of African Affairs (@AsstSecStateAF) <a href="https://twitter.com/AsstSecStateAF/status/2035092308530475423?ref_src=twsrc%5Etfw">March 20, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ton ist dabei auffällig verändert. Statt demokratiepolitischer Mahnungen rücken wirtschaftliche Interessen, sicherheitspolitische Kooperation und gegenseitiger Respekt in den Vordergrund. Genau diese Linie hatte auch das nigrische Außenministerium nach dem Treffen mit Checker hervorgehoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die USA ist Niger damit Teil eines breiteren Kurses in Afrika. Washington will seine Präsenz auf dem Kontinent sichtbar halten, sich aber anders positionieren als in früheren Jahren. Checker formulierte das in Washington mit einem Satz, der den neuen Anspruch zusammenfasst: „America First ist vollständig vereinbar mit Africa First.“</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Famerica-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf%2F&action_name=America%20First%20in%20Afrika%3A%20Ex-CIA-Analyst%20Nick%20Checker%20zeigt%20neue%20Leitlinie%20der%20USA%20auf&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/">America First in Afrika: Ex-CIA-Analyst Nick Checker zeigt neue Leitlinie der USA auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump hosts a multilateral luncheon with African leaders, Wednesday, July 9, 2025, in the State Dining Room. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Nigeria und Großbritannien vertiefen Zusammenarbeit bei Migration, Sicherheit und Handel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nigeria-und-grossbritannien-vertiefen-zusammenarbeit-bei-migration-sicherheit-und-handel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 22:20:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nigeria und Großbritannien haben bei dem Staatsbesuch von Präsident Bola Tinubu in London mehrere neue Vereinbarungen zu Migration,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigeria-und-grossbritannien-vertiefen-zusammenarbeit-bei-migration-sicherheit-und-handel%2F&amp;action_name=Nigeria%20und%20Gro%C3%9Fbritannien%20vertiefen%20Zusammenarbeit%20bei%20Migration%2C%20Sicherheit%20und%20Handel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-und-grossbritannien-vertiefen-zusammenarbeit-bei-migration-sicherheit-und-handel/">Nigeria und Großbritannien vertiefen Zusammenarbeit bei Migration, Sicherheit und Handel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nigeria und Großbritannien haben bei dem Staatsbesuch von Präsident Bola Tinubu in London mehrere neue Vereinbarungen zu Migration, Grenzsicherheit und wirtschaftlicher Zusammenarbeit geschlossen. Am Donnerstag traf Tinubu dazu den britischen Premierminister Keir Starmer in der Downing Street und war zugleich Zeuge eines Finanzierungsabkommens über 746 Millionen Pfund zur Modernisierung zweier wichtiger Häfen in Lagos. Die Absprachen markieren einen zentralen politischen und wirtschaftlichen Schwerpunkt des zweitägigen Besuchs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch findet seit Dienstag auf <a href="https://www.royal.uk/news-and-activity/2026-03-18/state-visit-by-the-president-and-first-lady-of-nigeria">Einladung</a> von König Charles III. statt. Es ist der erste Staatsbesuch eines nigerianischen Präsidenten im Vereinigten Königreich seit fast vier Jahrzehnten. Tinubu wurde mit militärischen Ehren empfangen und nahm am Mittwochabend an einem Staatsbankett in Windsor Castle teil.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-vereinbarungen-rucken-migration-und-grenzschutz-in-den-mittelpunkt"><span id="drei-vereinbarungen-ruecken-migration-und-grenzschutz-in-den-mittelpunkt">Drei Vereinbarungen rücken Migration und Grenzschutz in den Mittelpunkt</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="920" height="613" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83925702.jpg.webp.webp" alt="" class="wp-image-25817 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83925702.jpg.webp.webp 920w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83925702.jpg.webp-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83925702.jpg.webp-768x512.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83925702.jpg.webp-380x253.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83925702.jpg.webp-800x533.webp 800w" sizes="(max-width: 920px) 100vw, 920px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der bilateralen Gespräche stehen drei neue Absichtserklärungen zwischen Nigeria und dem Vereinigten Königreich. Sie betreffen die Migrationspartnerschaft, die Bekämpfung organisierter Einwanderungskriminalität, die Grenzsicherheit sowie erweiterte Geschäftsvisa für britische Unternehmen mit Tätigkeit in Nigeria.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unterzeichnet wurden die Vereinbarungen von Nigerias Innenminister Olubunmi Tunji-Ojo mit der britischen Innenministerin Shabana Mahmood und der britischen Handelsbeauftragten Florence Eshalomi. Die nigerianische Regierung verbindet damit zwei Ziele: irreguläre Migration stärker zu kontrollieren und zugleich geschäftliche Mobilität zu erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tunji-Ojo sprach von einem transparenten und regelbasierten Migrationssystem, das sicher, geordnet und für beide Seiten nützlich sein solle. Die Vereinbarungen sollen nach Darstellung der Regierung auch den Missbrauch legaler Wege eindämmen und die Grenzkontrolle stärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-746-millionen-pfund-fur-die-hafen-in-lagos"><span id="746-millionen-pfund-fuer-die-haefen-in-lagos">746 Millionen Pfund für die Häfen in Lagos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den politischen Gesprächen wurde in London ein Finanzierungsabkommen über 746 Millionen Pfund unterzeichnet. Es soll den Lagos Port Complex in Apapa und den Tin Can Island Port modernisieren, zwei der wichtigsten Umschlagplätze für Nigerias Importe und Exporte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Unterzeichnung beteiligt waren Nigerias Finanzministerium unter Leitung von Wale Edun und die Citibank. Die nigerianische Seite verbindet mit dem Projekt den Abbau von Staus, mehr Effizienz in der Abfertigung und eine stärkere Handelskapazität. Für die nigerianische Wirtschaft ist das Vorhaben besonders relevant, weil beide Häfen eine zentrale Rolle für Zollabwicklung, Staatseinnahmen und den Warenverkehr spielen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tinubu-und-starmer-setzen-auf-engere-wirtschaftsbeziehungen"><span id="tinubu-und-starmer-setzen-auf-engere-wirtschaftsbeziehungen">Tinubu und Starmer setzen auf engere Wirtschaftsbeziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Treffen mit Starmer rückte Tinubu die wirtschaftliche Lage und die sozialen Folgen globaler Unsicherheit in den Mittelpunkt. Nigeria wie Großbritannien stünden unter Druck, sagte der Präsident. Deshalb müsse die langjährige Beziehung beider Länder stärker für Handel, Zusammenarbeit und wirtschaftliche Stabilisierung genutzt werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Earlier today, the Minister of Interior <a href="https://twitter.com/BTOofficial?ref_src=twsrc%5Etfw">@BTOofficial</a> was in the company of President <a href="https://twitter.com/officialABAT?ref_src=twsrc%5Etfw">@officialABAT</a> when he paid a historic visit to UK Prime Minister, <a href="https://twitter.com/Keir_Starmer?ref_src=twsrc%5Etfw">@Keir_Starmer</a> at <a href="https://twitter.com/10DowningStreet?ref_src=twsrc%5Etfw">@10DowningStreet</a> <br><br>Credit: <a href="https://twitter.com/MobilePunch?ref_src=twsrc%5Etfw">@MobilePunch</a> <a href="https://t.co/Y5IsaXuykv">pic.twitter.com/Y5IsaXuykv</a></p>— Alao Babatunde (@aeonalloy) <a href="https://twitter.com/aeonalloy/status/2034719152762388899?ref_src=twsrc%5Etfw">March 19, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu verwies dabei auch auf die <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-begeht-anschlagserie-in-maiduguri/" type="post" id="25788">Sicherheitslage </a>in Nigeria. Das Land sei als größter Staat <a href="https://fokus-afrika.de/us-geheimdienste-ruecken-afrika-als-brennpunkt-von-terror-und-rohstoffkonkurrenz-in-den-fokus/" type="post" id="25794">Westafrikas mit Terrorismus</a> und den Folgen des Klimawandels konfrontiert. Diese Fragen müssten Teil der bilateralen Gespräche sein, ebenso die Frage, wie Großbritannien Partnerschaft und Zusammenarbeit weiter beschleunigen könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Starmer hob die gemeinsame Geschichte beider Staaten und die engen Kontakte zwischen den Gesellschaften hervor. Es gebe bereits eine enge Zusammenarbeit in Wirtschaft, Verteidigung und Sicherheit. Der jetzige Besuch biete die Möglichkeit, diese Beziehungen auf eine neue Ebene zu heben, auch mit den nun erzielten Exportvereinbarungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-staatsbesuch-verbindet-diplomatie-wirtschaft-und-symbolik"><span id="staatsbesuch-verbindet-diplomatie-wirtschaft-und-symbolik">Staatsbesuch verbindet Diplomatie, Wirtschaft und Symbolik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch in Großbritannien ist nicht nur von politischen Gesprächen geprägt, sondern auch stark symbolisch aufgeladen. König Charles III. und Königin Camilla empfingen Tinubu und die First Lady Oluremi Tinubu in Windsor. Das britische Königshaus betonte dabei die Bedeutung der Beziehungen zu Nigeria und verwies auf gemeinsame Geschichte, persönliche Verbindungen und die Rolle der nigerianischen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/diaspora/" type="category" id="20">Diaspora</a> im Vereinigten Königreich.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="920" height="613" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83931339.png.webp.webp" alt="" class="wp-image-25816 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83931339.png.webp.webp 920w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83931339.png.webp-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83931339.png.webp-768x512.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83931339.png.webp-380x253.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/PA-83931339.png.webp-800x533.webp 800w" sizes="(max-width: 920px) 100vw, 920px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tinubu nutzte seine Rede beim Staatsbankett, um die Verbindung beider Länder über Demokratie, Rechtstradition und gesellschaftliche Kontakte zu betonen. Er erinnerte auch daran, dass Großbritannien ihm während der Militärdiktatur Schutz gewährt habe. Zugleich verwies er auf den Beitrag der nigerianischen Gemeinschaft in Großbritannien in Bereichen wie Gesundheitswesen, Wirtschaft, Technologie und Kreativwirtschaft.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-wirbt-in-london-fur-kurs-der-eigenen-wirtschaftspolitik"><span id="regierung-wirbt-in-london-fuer-kurs-der-eigenen-wirtschaftspolitik">Regierung wirbt in London für Kurs der eigenen Wirtschaftspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise zeigt, wie stark die Beziehungen inzwischen von wirtschaftlichen Interessen, Sicherheitsfragen und der Rolle der Diaspora getragen werden. Mehr als ein klassisches diplomatisches Ritual ist der Besuch damit auch ein Signal an Investoren, Unternehmen und politische Entscheidungsträger in beiden Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tinubu nutzte den Aufenthalt außerdem, um sich bei einer Veranstaltung mit in Großbritannien lebenden Nigerianern <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-und-deutschland-intensivieren-zusammenarbeit-in-energie-und-regionalpolitik/">wirtschaftsoptimistisch</a> zu geben. Er sagte, Nigeria habe den „dunklen Tunnel“ wirtschaftlicher Unsicherheit hinter sich gelassen und wolle die Hoffnung auf einen spürbaren Wandel erneuern. Diese Botschaft richtete sich zugleich an die Diaspora, die für Investitionen, Wissenstransfer und politische Wahrnehmung des Landes eine wichtige Rolle spielt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Geheimdienste rücken Afrika als Brennpunkt von Terror in den Fokus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-geheimdienste-ruecken-afrika-als-brennpunkt-von-terror-und-rohstoffkonkurrenz-in-den-fokus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 12:26:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrika rückt im neuen Bedrohungsbericht der US-Geheimdienste zugleich als Schauplatz wachsender jihadistischer Gewalt und als strategisch wichtiger Rohstoffraum&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-geheimdienste-ruecken-afrika-als-brennpunkt-von-terror-und-rohstoffkonkurrenz-in-den-fokus%2F&amp;action_name=US-Geheimdienste%20r%C3%BCcken%20Afrika%20als%20Brennpunkt%20von%20Terror%20in%20den%20Fokus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-geheimdienste-ruecken-afrika-als-brennpunkt-von-terror-und-rohstoffkonkurrenz-in-den-fokus/">US-Geheimdienste rücken Afrika als Brennpunkt von Terror in den Fokus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Afrika rückt im neuen Bedrohungsbericht der US-Geheimdienste zugleich als Schauplatz wachsender jihadistischer Gewalt und als strategisch wichtiger Rohstoffraum in den Mittelpunkt. Der Bericht warnt davor, dass sich Al-Qaida- und IS-Ableger auf dem Kontinent weiter ausbreiten und damit US-Interessen, regionale Stabilität und die Sicherheit in mehreren Städten mit US-Präsenz stärker unter Druck setzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.dni.gov/files/ODNI/documents/assessments/ATA-2026-Unclassified-Report.pdf">Bericht</a> der US Intelligence Community beschreibt Afrika ausdrücklich als einen immer wichtigeren Schwerpunkt der globalen Jihad-Bewegung. Al-Qaida und der sogenannte Islamische Staat nutzten schwache staatliche Strukturen und lokale Konflikte, um ihre Operationsräume auszuweiten. Dadurch steige aus Sicht der US-Dienste nicht nur das Risiko für amerikanische Interessen in der Region, sondern auch die allgemeine Instabilität in mehreren afrikanischen Krisenräumen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-al-shabaab-setzt-mogadischu-starker-unter-druck"><span id="al-shabaab-setzt-mogadischu-staerker-unter-druck">Al-Shabaab setzt Mogadischu stärker unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders angespannt ist die Lage in Somalia. Al-Shabaab ist im vergangenen Jahr weiter auf Mogadischu vorgerückt und hat dort indirekte Angriffe verstärkt. In der somalischen Hauptstadt befindet sich auch US-Personal. Zugleich arbeitet die Gruppe propagandistisch weiter mit anderen Teilen von <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-als-globaler-schwerpunkt-des-terrorismus-un-sicherheitsrat-fordert-koordinierte-antworten-fuer-westafrika/" type="post" id="22105">Al-Qaida</a> zusammen und hat Finanzmittel an Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel im Jemen weitergeleitet. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="709" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-1024x709.jpg" alt="" class="wp-image-22932 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-1024x709.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-300x208.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-768x532.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-1536x1064.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-380x263.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-800x554.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537-1160x804.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_8049934537.jpg 1559w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Mali wird als besonders verwundbar beschrieben. Al-Qaida-nahe Kräfte in der Sahelzone haben demnach eine <a href="https://fokus-afrika.de/russland-nutzt-energiekrise-in-mali/" type="post" id="21289">wirtschaftliche Blockade gegen Bamako durchgesetzt</a>. Das setzt die <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">malische Übergangsregierung</a> zusätzlich unter Druck und betrifft zugleich die US-Präsenz in der Hauptstadt. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gewalt-breitet-sich-in-westafrika-und-im-sahel-weiter-aus"><span id="gewalt-breitet-sich-in-westafrika-und-im-sahel-weiter-aus">Gewalt breitet sich in Westafrika und im Sahel weiter aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> richtet sich der Blick auf <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/" type="category" id="64">Westafrika</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahelzone</a>. Der Islamische Staat in Westafrika und im Sahel hat seine Angriffe auf lokale Sicherheitskräfte intensiviert und seine Operationsgebiete weiter ausgeweitet. Die Gruppen bewegen sich damit näher an Orte heran, an denen die USA vertreten sind. Gleichzeitig haben <a href="https://fokus-afrika.de/us-operation-in-somalia-africom-intensiviert-luftschlaege-gegen-isis/" type="post" id="21276">US-Militäroperationen in Somalia die Fähigkeit von IS-Somalia eingeschränkt</a>, Anschläge gegen die USA und amerikanische Interessen in der Region vorzubereiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die amerikanische Sicht auf Afrika erschöpft sich jedoch nicht in Sicherheitsfragen. Mehrere Regierungen auf dem Kontinent wollen ihren Reichtum an kritischen Mineralien gezielt einsetzen, um Partnerschaften zu schließen, die konkrete Unterstützung bringen. Parallel dazu verschärfen gleichzeitige Konflikte und Krisen in verschiedenen Teilen Afrikas die Unsicherheit für zahlreiche US-Bürger und tragen zu weiterer Instabilität bei. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritische-mineralien-machen-afrika-auch-wirtschaftlich-strategisch"><span id="kritische-mineralien-machen-afrika-auch-wirtschaftlich-strategisch">Kritische Mineralien machen Afrika auch wirtschaftlich strategisch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika verfügt über große Reserven an Rohstoffen, die für moderne Waffensysteme und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zentral sind. Dazu zählen Bauxit, Kobalt, Graphit, Lithium und Mangan. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">Chinesische</a> Unternehmen besitzen auf dem Kontinent bei allen fünf Mineralien mehr <a href="https://fokus-afrika.de/china-zijin-mining-uebernimmt-goldminen-in-mali-cote-divoire-und-aethiopien/" type="post" id="24070">produktive Minen</a> als jedes andere Land. Diese Rohstoffe sind für fortgeschrittene Waffen- und Computertechnologie entscheidend und damit auch für die globale Konkurrenz um technologische Führungspositionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein weiterer Risikofaktor. Krankheiten wie <a href="https://fokus-afrika.de/neuer-ebola-ausbruch-in-der-dr-kongo/" type="post" id="19624">Ebola</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/500-000-mpox-impfdosen-fur-afrika/" type="post" id="11211">Mpox</a> treten in Afrika weiter in neuen Regionen auf und können sich über Grenzen hinweg ausbreiten. Damit erscheint der Kontinent in Washington gleichzeitig als Sicherheitsraum, als Krisenzone mit regionalen Folgewirkungen und als Schlüsselregion im weltweiten Wettbewerb um strategische Rohstoffe.</p>
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			<media:title type="html">1559px-AMISOM_and_allied_forces_enter_Kismayo_23_(8049934537)</media:title>
			<media:description type="html">SOMALIA, Kismayo: In a handout photograph released by the African Union-United Nations Information Support Team 02 October, a soldier of the Kenyan Contingent serving with the African Union Mission in Somalia (AMISOM) gestures towards the black flag of the Al Qaeda-affiliated extremist group Al Shabaab painted on the wall of Kismayo Airport. Kenyan AMISOM troops moved into and through Kismayo, the hitherto last major urban stronghold of tAl Shabaab, on their way to the airport without a shot being fired following a two-month operation to liberate towns and villages across southern Somalia and Kismayo itself. AU-UN IST PHOTO / STUART PRICE.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Boko Haram begeht Anschlagserie in Maiduguri</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/boko-haram-begeht-anschlagserie-in-maiduguri/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 12:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehrere Explosionen haben die nigerianische Stadt Maiduguri erschüttert und mindestens 23 Menschen getötet. Die Polizei meldete am Dienstag&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fboko-haram-begeht-anschlagserie-in-maiduguri%2F&amp;action_name=Boko%20Haram%20begeht%20Anschlagserie%20in%20Maiduguri&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-begeht-anschlagserie-in-maiduguri/">Boko Haram begeht Anschlagserie in Maiduguri</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Explosionen haben die nigerianische Stadt Maiduguri erschüttert und mindestens 23 Menschen getötet. Die Polizei meldete am Dienstag zudem 108 Verletzte nach drei Anschlägen in der Hauptstadt des Bundesstaats Borno. Nach Angaben von Sicherheitsbehörden deutet vieles auf koordinierte Selbstmordanschläge der Boko Haram hin. Die Angriffe trafen einen Markt, den Eingang des Universitätsklinikums von Maiduguri und den Bereich am Post-Office-Flyover.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Detonationen ereigneten sich am Montagabend gegen 19.24 Uhr. Nigerias Präsident Bola Tinubu reagierte am Dienstag mit der Anweisung an die Sicherheitschefs, nach Maiduguri zu reisen und die Lage vor Ort zu übernehmen. Auch die Armee verschärfte ihre Warnung und erklärte, es könnten weitere Attentäter in die Stadt eingeschleust worden sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsbehorden-warnen-vor-weiteren-anschlagen"><span id="sicherheitsbehoerden-warnen-vor-weiteren-anschlaegen">Sicherheitsbehörden warnen vor weiteren Anschlägen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die nigerianische Armee macht mutmaßliche Boko-Haram-Attentäter für die Explosionen verantwortlich. Der Sprecher der Operation Hadin Kai erklärte, die Angriffe seien an drei verschiedenen Orten mit improvisierten Sprengsätzen ausgeführt worden. Ziel seien stark frequentierte öffentliche Bereiche gewesen, um möglichst viele Opfer zu verursachen und in der Stadt Panik auszulösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich warnte das Militär vor weiteren Gefahren. Erste Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass mehrere Selbstmordattentäter nach Maiduguri gebracht worden sein könnten, um koordinierte Anschläge an belebten Orten auszuführen. Sicherheitskräfte hätten ihre Überwachung, Patrouillen und Maßnahmen zur Sprengstoffabwehr in der Stadt deshalb ausgeweitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-polizei-bestatigt-hohe-opferzahl"><span id="polizei-bestaetigt-hohe-opferzahl">Polizei bestätigt hohe Opferzahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei im Bundesstaat Borno <a href="https://www.channelstv.com/2026/03/17/23-confirmed-dead-108-injured-in-borno-explosions-police/">sprach</a> von 23 Todesopfern und 108 Verletzten. Ein gemeinsamer Einsatz von Polizeispezialeinheiten, Militär und weiteren Sicherheitskräften habe die betroffenen Orte abgesperrt und durchsucht, um weitere Gefahren auszuschließen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Verletzt wurden die Menschen laut Polizei und Armee in mehrere Kliniken gebracht, darunter das General Hospital, das Specialist Hospital und das University of Maiduguri Teaching Hospital. Einsatzkräfte der nationalen Katastrophenschutzbehörde NEMA sowie weitere Rettungsdienste übernahmen die Evakuierung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasident-ordnet-verlegung-der-sicherheitschefs-an"><span id="praesident-ordnet-verlegung-der-sicherheitschefs-an">Präsident ordnet Verlegung der Sicherheitschefs an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Tinubu bezeichnete die Anschläge als Teil verzweifelter Versuche von Terrorgruppen, Angst zu verbreiten. Er kündigte an, die Täter aufzuspüren und zu bekämpfen. Wörtlich erklärte er: „Es gibt keinen Ort in Nigeria, an dem Terroristen sicher sein werden. Wir werden sie aufspüren, uns ihnen stellen und sie vollständig besiegen.“</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The recent news from Maiduguri, Borno State, is profoundly upsetting. I mourn those who lost their lives, sympathise with the injured and stand in solidarity with the people of Borno during this challenging time.<br><br>I want to make it categorically clear that these acts of terror…</p>— Bola Ahmed Tinubu (@officialABAT) <a href="https://twitter.com/officialABAT/status/2033833525846135045?ref_src=twsrc%5Etfw">March 17, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem wies er die Notfallbehörden an, die Verletzten medizinisch zu versorgen. Tinubu verwies auch auf bereits <a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/" type="post" id="23534">genehmigte zusätzliche Ausrüstung</a> und operative Unterstützung für die Sicherheitskräfte. Diese Maßnahmen seien bereits angelaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-anschlage-treffen-eine-stadt-mit-bruchiger-ruhe"><span id="anschlaege-treffen-eine-stadt-mit-bruechiger-ruhe">Anschläge treffen eine Stadt mit brüchiger Ruhe</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="636" height="357" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation.png" alt="" class="wp-image-25790 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation.png 636w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation-300x168.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation-380x213.png 380w" sizes="(max-width: 636px) 100vw, 636px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Maiduguri galt in den vergangenen Jahren wieder als vergleichsweise ruhiger als auf dem Höhepunkt der Gewalt in den 2010er Jahren. Die neuen Explosionen haben <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-gewalt-verschaerft-humanitaere-krise-jenseits-religioeser-konfliktlinien/">diese Phase</a> jedoch abrupt beendet. Nach Polizeiangaben schlugen die Sprengsätze am Monday Market, am Tor des Universitätsklinikums und im Bereich des Post Office Flyover ein.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Augenzeugen schilderten Szenen der Panik. Der 27-jährige Modu Bukar sagte, nach der ersten Explosion auf dem Markt seien die Menschen in Angst davongelaufen. Während viele noch auf der Flucht gewesen seien, habe es im Bereich des Postamts eine weitere Explosion gegeben. Der 31-jährige Mala Mohammed berichtete, zahlreiche Menschen seien vom Markt in Richtung Postamt gerannt, weil der Weg dorthin nahe am Marktausgang liege. Dort sei ein weiterer Sprengsatz in die Menge getragen worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionalpolitiker-und-afrikanische-union-reagieren"><span id="regionalpolitiker-und-afrikanische-union-reagieren">Regionalpolitiker und Afrikanische Union reagieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende des Northern Senators Forum, Abdulaziz Yar’Adua, sprach von einem schockierenden und erschütternden Angriff. Das Gremium rief die Bevölkerung zur Ruhe auf und forderte Unterstützung für die Sicherheitsbehörden. Yar’Adua erklärte, die Senatoren stünden in Solidarität an der Seite der Familien der Opfer und der Menschen in Maiduguri.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Gj5T6LrXYAEWD5a-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-25791 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Gj5T6LrXYAEWD5a-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Gj5T6LrXYAEWD5a-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Gj5T6LrXYAEWD5a-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Gj5T6LrXYAEWD5a-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Gj5T6LrXYAEWD5a-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Gj5T6LrXYAEWD5a-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Gj5T6LrXYAEWD5a-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Gj5T6LrXYAEWD5a.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanische Union</a> reagierte. Der Vorsitzende der Kommission, Mahmoud Youssouf, verurteilte die Selbstmordanschläge scharf und sprach Nigeria und den Angehörigen der Opfer seine Solidarität aus. Zugleich forderte die Kommission mehr internationale Unterstützung für Nigeria und die Region des Tschadbeckens, darunter humanitäre Hilfe, Kapazitätsaufbau, besseren Austausch von Geheimdienstinformationen sowie Investitionen in Stabilisierung und Entwicklung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gouverneur-sieht-zusammenhang-mit-militaroperationen"><span id="gouverneur-sieht-zusammenhang-mit-militaeroperationen">Gouverneur sieht Zusammenhang mit Militäroperationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bornos Gouverneur Babagana Zulum nannte die Anschläge barbarisch und verurteilte sie als Angriff auf Zivilisten. Nach seiner Darstellung könnte der jüngste Anstieg der Gewalt mit <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-nigeria-vertiefen-zusammenarbeit-zu-religionsfreiheit-und-sicherheit/" type="post" id="23912">intensiven Militäroperationen</a> im Sambisa-Wald zusammenhängen, einem bekannten Rückzugsraum extremistischer Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zulum rief die Bewohner zur Wachsamkeit auf, besonders an öffentlichen Orten und in Gotteshäusern. Er versicherte, Militär und andere Sicherheitsbehörden hätten die Lage im Blick und zusätzliche Maßnahmen eingeleitet, um weitere Sicherheitslücken in Maiduguri und im Bundesstaat zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-boko-haram-und-iswap-verstarken-den-druck-im-nordosten"><span id="boko-haram-und-iswap-verstaerken-den-druck-im-nordosten">Boko Haram und ISWAP verstärken den Druck im Nordosten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anschläge fügen sich in eine Phase neuer Gewalt im Nordosten Nigerias ein. Boko Haram und die rivalisierende Gruppe <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" type="post" id="22050">Islamischer Staat in Westafrika</a>, kurz ISWAP, haben ihre Angriffe zuletzt wieder verstärkt. Die seit 16 Jahren andauernde Gewalt hat mehr als 40.000 Menschen das Leben gekostet und rund <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-undp-eroeffnen-1-900-unterkuenfte-fuer-binnenvertriebene-in-borno/">zwei Millionen vertrieben</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst in der vergangenen Woche bestätigte die Armee koordinierte Angriffe auf mehrere Militärstützpunkte im Nordosten. Dabei wurden laut lokalen zivilen und militärischen Quellen mindestens 14 Menschen getötet, darunter zehn Soldaten. Bereits im Dezember hatte ein mutmaßlicher Selbstmordanschlag in einer Moschee in Maiduguri mindestens sieben Menschen getötet.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fboko-haram-begeht-anschlagserie-in-maiduguri%2F&action_name=Boko%20Haram%20begeht%20Anschlagserie%20in%20Maiduguri&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-begeht-anschlagserie-in-maiduguri/">Boko Haram begeht Anschlagserie in Maiduguri</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Boko Haram begeht Anschlagserie in Maiduguri</media:title>
			<media:description type="html">Bei mehreren Anschlägen in Maiduguri sind 23 Menschen getötet und 108 verletzt worden. Nigerias Präsident Tinubu schickt Sicherheitschefs nach Borno.</media:description>
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		<title>IS reklamiert Angriff auf Goldminen in Ituri</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/is-reklamiert-angriff-auf-goldminen-in-ituri/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 00:42:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach dem tödlichen Angriff auf zwei Goldminenstandorte im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die Regierung in Kinshasa&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fis-reklamiert-angriff-auf-goldminen-in-ituri%2F&amp;action_name=IS%20reklamiert%20Angriff%20auf%20Goldminen%20in%20Ituri&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/is-reklamiert-angriff-auf-goldminen-in-ituri/">IS reklamiert Angriff auf Goldminen in Ituri</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nach dem tödlichen Angriff auf zwei Goldminenstandorte im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die Regierung in Kinshasa die Tat scharf verurteilt und den Kampf gegen bewaffnete Gruppen bekräftigt. In der Nacht vom 11. auf den 12. März wurden die Standorte Muchacha und Mavuvu im Gebiet Mambasa in der Provinz Ituri angegriffen. Am 15. März erklärte die kongolesische Regierung, die Attacke habe mehrere Todesopfer gefordert, Anlagen zerstört und Zivilisten in die Flucht getrieben. Der Islamische Staat reklamierte den Angriff für sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der neuen Entwicklung steht damit nicht nur die Gewalt gegen die Minenstandorte selbst, sondern auch die Zuordnung der Täter. Sicherheits- und traditionelle Quellen aus Bapere in Nord-Kivu führen die Attacke auf Kämpfer der Allied Democratic Forces, kurz ADF, zurück, die dem Islamischen Staat zugerechnet werden. Kinshasa verweist zugleich auf laufende Militäroperationen gegen diese Gruppe in Ituri.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriff-traf-minenstandorte-in-muchacha-und-mavuvu"><span id="angriff-traf-minenstandorte-in-muchacha-und-mavuvu">Angriff traf Minenstandorte in Muchacha und Mavuvu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffen waren zwei Standorte des Goldabbaus im Gebiet Mambasa. Dort werden Minen nach den vorliegenden Angaben von dem chinesischen Unternehmen Kimia Mining betrieben. Bilder, die vom Islamischen Staat verbreitet wurden, sollen brennende Fahrzeuge, darunter Lastwagen und Traktoren, sowie zerstörte Lager zeigen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/MCC-Ressources-.jpeg" alt="" class="wp-image-25709 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/MCC-Ressources-.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/MCC-Ressources--300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/MCC-Ressources--768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/MCC-Ressources--200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/MCC-Ressources--260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/MCC-Ressources--380x285.jpeg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung spricht von mehreren Toten, zerstörten Einrichtungen und Vertriebenen. Lokale Quellen aus Bapere berichten darüber hinaus von mehr als einem Dutzend Getöteten, von rund hundert entführten Zivilisten und von einem Hinterhalt gegen eine Einheit der kongolesischen Armee. Diese weitergehenden Angaben sind besonders schwerwiegend, wurden aber nicht unabhängig bestätigt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-spur-fuhrt-laut-lokalen-quellen-in-das-gebiet-bapere"><span id="spur-fuehrt-laut-lokalen-quellen-in-das-gebiet-bapere">Spur führt laut lokalen Quellen in das Gebiet Bapere</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung von Sicherheits- und traditionellen Autoritäten aus dem Sektor Bapere kamen die Angreifer aus den Gruppierungen Batike und Bapaitumba im Territorium Lubero in der Provinz Nord-Kivu. Dort sollen sich ADF-Kämpfer seit mehr als einem Jahr festgesetzt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Verwaltungsvertreter aus Bapere schilderte, ein größerer Teil der Kämpfer habe in den vergangenen Tagen die Richtung Matombi eingeschlagen. Viele hätten vermutet, ihr Ziel sei Ilota. Tatsächlich seien sie dem Fluss Lenda gefolgt, hätten die Grenze zwischen Nord-Kivu und Ituri überquert und schließlich Muchacha angegriffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militaroffensive-konnte-bewegung-der-adf-ausgelost-haben"><span id="militaeroffensive-koennte-bewegung-der-adf-ausgeloest-haben">Militäroffensive könnte Bewegung der ADF ausgelöst haben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berichte aus Bapere stellen den Angriff in einen direkten Zusammenhang mit jüngsten Militäroperationen. Anfang März hatte der stellvertretende Chef der kongolesischen Armee, General Jacques Ychaligonza, bei einem Besuch in Manguredjipa eine intensivere Verfolgung der ADF angekündigt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23.jpeg" alt="" class="wp-image-13282 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FARDC-M23-380x285.jpeg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 5. März wurden daraufhin kongolesische und ugandische Soldaten sowie <a href="https://fokus-afrika.de/kaempfe-in-ostkongo-eskalieren-fardc-setzt-drohnen-gegen-m23-ein/" type="post" id="24064">Wazalendo-Späher</a> in den betroffenen Zonen eingesetzt. Ein traditioneller Führer aus Bandulu sagte, die Kämpfer hätten Muchacha womöglich angegriffen, um neue Rückzugsräume zu erkunden, falls der Druck in den Wäldern von Bapere weiter zunehme. Zugleich warnte er, die ADF hielten ihre Stellungen in Bapere weiterhin.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-verweist-auf-einsatze-der-fardc"><span id="regierung-verweist-auf-einsaetze-der-fardc">Regierung verweist auf Einsätze der FARDC</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Kinshasa würdigte in ihrer Erklärung den Einsatz der Streitkräfte der Demokratischen Republik Kongo, der FARDC. Sie erklärte, die Armee setze ihre Operationen fort, um die in der Region aktiven terroristischen Gruppen zu neutralisieren und die staatliche Kontrolle wiederherzustellen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Le Gouvernement condamne avec la plus grande fermeté l’attaque terroriste perpétrée contre des sites miniers à Muchacha, en territoire de Mambasa (Ituri).<br>Il salue l’engagement des FARDC dans la lutte contre les groupes terroristes et réaffirme sa détermination à rétablir… <a href="https://t.co/KT5FyVjRxX">pic.twitter.com/KT5FyVjRxX</a></p>— Ministère de la Communication et Médias/RDC (@Com_mediasRDC) <a href="https://twitter.com/Com_mediasRDC/status/2033206443545903164?ref_src=twsrc%5Etfw">March 15, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verwies sie auf jüngste Einsätze in Ituri. In Mambasa hätten FARDC mehrere Stützpunkte der ADF zerstört und größere Mengen Sprengstoff sichergestellt. Im Gebiet Djugu seien außerdem Kämpfer der Miliz Convention pour la Révolution Populaire, die mit Thomas Lubanga in Verbindung gebracht wird, bekämpft und Waffen beschlagnahmt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategisch-wichtiger-raum-uber-den-angriffsort-hinaus"><span id="strategisch-wichtiger-raum-ueber-den-angriffsort-hinaus">Strategisch wichtiger Raum über den Angriffsort hinaus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region um Muchacha ist nicht nur wegen des Goldabbaus sensibel. Sie führt auch in Richtung Badengaido, Niania und zu Waldgebieten der Okapi-Wildtierreserve an der Achse Mambasa-Kisangani.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Raum gilt als strategisch wichtig, weil er Teil eines Korridors ist, über den Kisangani und auch Kinshasa mit landwirtschaftlichen Produkten versorgt werden. Damit reicht die Bedeutung des Angriffs über die unmittelbaren Opfer und Schäden hinaus und berührt auch eine wichtige Versorgungsroute im Landesinneren.</p>
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			<media:title type="html">MCC Ressources</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Senatoren wollen Polisario per Gesetz als Terrororganisation einstufen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 12:41:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehrere republikanische US-Senatoren wollen den außenpolitischen Druck auf die Polisario mit einer neuen Gesetzesinitiative deutlich erhöhen. Am 13.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen%2F&amp;action_name=US-Senatoren%20wollen%20Polisario%20per%20Gesetz%20als%20Terrororganisation%20einstufen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Mehrere republikanische US-Senatoren wollen den außenpolitischen Druck auf die Polisario mit einer neuen Gesetzesinitiative deutlich erhöhen. Am 13. März brachten Ted Cruz, Tom Cotton und Rick Scott den „Polisario Front Terrorist Designation Act of 2026“ in den Senat ein. Der Entwurf sieht vor, dass Außenminister Marco Rubio dem Kongress einen Bericht über mögliche Verbindungen der Polisario zu bereits gelisteten iranischen Terrororganisationen vorlegen muss. Wird eine solche Zusammenarbeit bestätigt, soll die Einstufung der Polisario als Terrororganisation folgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der <a href="https://www.congress.gov/bill/119th-congress/senate-bill/4063?overview=closed">Initiative</a> steht damit nicht eine sofortige Einstufung, sondern ein formelles Prüfverfahren mit klarer politischer Stoßrichtung. Für die Debatte um die Westsahara ist der Vorstoß dennoch relevant, weil er das Thema aus der regionalen Ebene stärker in die amerikanische Sicherheits- und Iranpolitik zieht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berichtspflicht-fur-das-us-aussenministerium"><span id="berichtspflicht-fuer-das-us-aussenministerium">Berichtspflicht für das US-Außenministerium</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="707" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-1024x707.jpg" alt="" class="wp-image-25690 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-1024x707.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-300x207.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-768x530.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-380x262.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-800x553.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-1160x801.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Gesetzentwurf verpflichtet das US-Außenministerium, den zuständigen Ausschüssen im Senat und im Repräsentantenhaus einen Bericht vorzulegen. Darin soll geklärt werden, ob die Polisario mit iranisch verbundenen Gruppen kooperiert hat, die in den Vereinigten Staaten bereits als Terrororganisationen eingestuft sind. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret geht es um mögliche militärische, logistische und nachrichtendienstliche Unterstützung. Der Bericht soll unter anderem prüfen, ob bewaffnete Hilfe, Waffensysteme, Drohnen, Bauteile für Drohnen oder Aufklärungs- und Zieldaten übermittelt wurden. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, ob aus amerikanischer Sicht nur politische Kontakte bestehen oder ob belastbare Hinweise auf operative Zusammenarbeit vorliegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ted-cruz-verknupft-die-polisario-direkt-mit-iran"><span id="ted-cruz-verknuepft-die-polisario-direkt-mit-iran">Ted Cruz verknüpft die Polisario direkt mit Iran</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="654" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-1024x654.jpg" alt="" class="wp-image-25688 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-1024x654.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-300x191.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-768x490.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-380x243.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-800x511.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-1160x740.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ted Cruz formulierte den <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">Vorstoß</a> in scharfen Worten. Er erklärte, das iranische Regime versuche, die Polisario in eine Art Huthi-Struktur in Westafrika zu verwandeln. Nach seiner Darstellung arbeite die Polisario mit iranischen Terrorgruppen zusammen, erhalte Drohnen von den Revolutionsgarden und transportiere Waffen im Interesse Teherans.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Aussagen verschärft Cruz die Tonlage in einer Debatte, die in Washington seit Monaten an Fahrt gewinnt. Der Gesetzentwurf verlangt deshalb nicht nur eine Prüfung, sondern zielt im Fall einer Bestätigung ausdrücklich auf weitreichende Antiterror-Sanktionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sanktionen-waren-weitreichend"><span id="sanktionen-waeren-weitreichend">Sanktionen wären weitreichend</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte es zu einer Terror-Einstufung kommen, hätte das erhebliche praktische Folgen. In der Mitteilung zur Gesetzesinitiative heißt es, die Polisario und ihre Führung würden dann vom Zugang zum globalen Finanzsystem, zu internationalen Reisen und zu weiteren Ressourcen abgeschnitten, die für ihre Aktivitäten wichtig sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verbinden die Initiatoren des Vorstoßes sicherheitspolitische und finanzielle Hebel. Aus einem politischen Konflikt um Statusfragen in Nordwestafrika würde aus Sicht der USA noch deutlicher ein Fall für Sanktions- und Terrorrecht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neuer-vorstoss-baut-auf-fruheren-initiativen-auf"><span id="neuer-vorstoss-baut-auf-frueheren-initiativen-auf">Neuer Vorstoß baut auf früheren Initiativen auf</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="820" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-820x1024.jpg" alt="" class="wp-image-25689 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-820x1024.jpg 820w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-240x300.jpg 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-768x959.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-1230x1536.jpg 1230w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-1640x2048.jpg 1640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-380x474.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-800x999.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-1160x1448.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5.jpg 1894w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Gesetzentwurf kommt nicht aus dem Nichts. Bereits am 24. Juni 2025 hatten der <a href="https://fokus-afrika.de/kongressabgeordneter-joe-wilson-teilt-gegen-praesidenten-kais-saied-aus/" type="post" id="13864">Republikaner Joe Wilson</a> und der Demokrat Jimmy Panetta im Repräsentantenhaus einen Vorstoß eingebracht, der ebenfalls auf Sanktionen gegen die Polisario zielte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Schritt im Senat erhöht nun den politischen Druck, auch wenn solche Vorlagen im Kongress häufig ein langes Gesetzgebungsverfahren durchlaufen. Ob der Entwurf tatsächlich beide Kammern passiert, bleibt offen. Neu ist vor allem, dass die Forderung nun von Senatoren mit direktem Verweis auf Iran, Drohnen und sicherheitspolitische Risiken für die USA und ihre Verbündeten vorgetragen wird.  </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-sieht-sich-in-seiner-linie-bestatigt"><span id="marokko-sieht-sich-in-seiner-linie-bestaetigt">Marokko sieht sich in seiner Linie bestätigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko greift die Initiative ein Argument auf, das Rabat seit Jahren vorträgt. Die marokkanische Regierung hatte ihre <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">diplomatischen Beziehungen</a> zu Iran bereits am 1. Mai 2018 abgebrochen und den Schritt damals mit militärischer Unterstützung der Hisbollah für die Polisario begründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorstoß aus Washington knüpft daran an und verleiht diesen Vorwürfen neue politische Sichtbarkeit in den USA. Im Kern geht es dabei um die Frage, ob die Polisario in der amerikanischen Debatte künftig nicht mehr nur als <a href="https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/">Konfliktpartei</a> in der Westsahara, sondern zunehmend als Teil eines größeren sicherheitspolitischen Gefüges rund um Iran betrachtet wird.</p>
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			<media:title type="html">Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_(NHQ202603050003)</media:title>
			<media:description type="html">Sen. Ted Cruz, R-Texas, Chairman of the Senate Committee on Commerce, Science, and Transportation, questions Matthew Anderson, President Trumps&#039; nominee to be Deputy Administrator of the National Aeronautics and Space Administration, during a confirmation hearing, Thursday, March 5, 2026, at the Russell Senate Office Building in Washington. Photo Credit: (NASA/Bill Ingalls)</media:description>
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			<media:title type="html">Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_(54747144491)</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Ex-US-General Michael Flynn trifft Ugandas Armeechef Muhoozi Kainerugaba</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ex-us-general-michael-flynn-trifft-ugandas-armeechef-muhoozi-kainerugaba/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 12:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der frühere US-General und Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn ist in Uganda zu Gesprächen mit Armeechef Muhoozi Kainerugaba empfangen worden.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fex-us-general-michael-flynn-trifft-ugandas-armeechef-muhoozi-kainerugaba%2F&amp;action_name=Ex-US-General%20Michael%20Flynn%20trifft%20Ugandas%20Armeechef%20Muhoozi%20Kainerugaba&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ex-us-general-michael-flynn-trifft-ugandas-armeechef-muhoozi-kainerugaba/">Ex-US-General Michael Flynn trifft Ugandas Armeechef Muhoozi Kainerugaba</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der frühere US-General und Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn ist in Uganda zu Gesprächen mit Armeechef Muhoozi Kainerugaba empfangen worden. Das Treffen fand am 14. März im Hauptquartier des Special Forces Command in Entebbe statt. Beide Seiten sprachen über militärische Führung, Bildung und den Ausbau von Beziehungen zwischen Institutionen. Für Uganda ist der <a href="https://fokus-afrika.de/general-muhoozi-sorgt-wieder-fuer-diplomatischen-eklat/">Besuch auch deshalb bemerkenswert</a>, weil Flynn zu den bekanntesten früheren Militär- und Sicherheitsvertretern der Vereinigten Staaten zählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muhoozi Kainerugaba, Chef der ugandischen Streitkräfte und zugleich Sonderberater des Präsidenten für Spezialoperationen, stellte seinem Gast die Geschichte der Uganda People’s Defence Forces vor. Dabei hob er den panafrikanischen Anspruch der Armee hervor, insbesondere mit Blick auf Friedenseinsätze und die Zusammenarbeit mit Streitkräften in Afrika und darüber hinaus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-flynn-lobt-ugandas-militarfuhrung"><span id="flynn-lobt-ugandas-militaerfuehrung">Flynn lobt Ugandas Militärführung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Flynn würdigte bei dem Treffen die Rolle der ugandischen Armee für Stabilität und Entwicklung im Land. Er erklärte, Ugandas Wandel sei auch auf die Stabilität zurückzuführen, die von den Streitkräften getragen werde. Mit anhaltendem Frieden und einer starken militärischen Führung könne das Land seinen Entwicklungskurs fortsetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyKWkAA0TwM-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-25677 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyKWkAA0TwM-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyKWkAA0TwM-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyKWkAA0TwM-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyKWkAA0TwM-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyKWkAA0TwM-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyKWkAA0TwM-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyKWkAA0TwM.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">An dem Gespräch in Entebbe nahmen auch der Chef des Gemeinsamen Stabes, Jack Bakasumba, sowie Oberst Allan Matsiko teil, der im Militärnachrichtendienst für Verteidigungskooperation und internationale Angelegenheiten zuständig ist.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-beim-abendessen-geht-es-um-bildung-und-nachwuchsfuhrung"><span id="beim-abendessen-geht-es-um-bildung-und-nachwuchsfuehrung">Beim Abendessen geht es um Bildung und Nachwuchsführung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Samstagabend setzte Muhoozi Kainerugaba die Gespräche bei einem Abendessen mit Flynn im Serena Hotel Kigo fort. Dort rückte vor allem die Rolle von Bildung und Führungsausbildung in den Mittelpunkt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Gen Kainerugaba Hosts Dinner for US General Michael Flynn, Discusses Education and Leadership<a href="https://t.co/Ow0CQXtcvQ">https://t.co/Ow0CQXtcvQ</a> <a href="https://t.co/hLaQfKl9R9">pic.twitter.com/hLaQfKl9R9</a></p>— The Kampala Post (@KampalaPost) <a href="https://twitter.com/KampalaPost/status/2033040937551642990?ref_src=twsrc%5Etfw">March 15, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Kainerugaba sagte, man habe bereits während früherer Ausbildungsphasen Texte von Flynn studiert. Wörtlich erklärte er: „Wir haben einige seiner Schriften gelesen, als wir in Fort Leavenworth waren, und wir fühlen uns geehrt, dass er hier bei uns ist. Ich glaube, das ist der Beginn einer sehr folgenreichen und wichtigen Beziehung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ugandische Armeechef betonte, junge Menschen müssten lernen, ihr Land zu achten, Verantwortung zu übernehmen und sich an klaren Werten zu orientieren. Zugleich sprach er über eine mögliche stärkere Rolle des Militärs in der Bildungs- und Führungsarbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-uganda-schaut-auf-das-us-modell-rotc"><span id="uganda-schaut-auf-das-us-modell-rotc">Uganda schaut auf das US-Modell ROTC</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kainerugaba verwies darauf, dass die ugandischen Streitkräfte bereits eigene Grund- und weiterführende Schulen betreiben. Diese orientierten sich am nationalen Lehrplan des Bildungsministeriums. Zugleich brachte er ins Gespräch, Elemente des US-amerikanischen Reserve Officers’ Training Corps, kurz ROTC, auf Uganda zu übertragen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOxdX0AA93td-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-25678 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOxdX0AA93td-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOxdX0AA93td-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOxdX0AA93td-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOxdX0AA93td-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOxdX0AA93td-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOxdX0AA93td-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOxdX0AA93td.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um ein Programm an Schulen und Hochschulen, das junge Menschen auf Führungsaufgaben und den Militärdienst vorbereitet. Kainerugaba sagte: „Vielleicht müssen wir darüber nachdenken, wie wir etwas Ähnliches in unserem eigenen System entwickeln können.“</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-flynn-betont-langfristige-beziehungen"><span id="flynn-betont-langfristige-beziehungen">Flynn betont langfristige Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Flynn stellte bei dem Abendessen die Bedeutung belastbarer Beziehungen zwischen Staaten und Institutionen heraus. „Das Wichtigste, was man im Leben tun kann, ist, Beziehungen zu Menschen aufzubauen und diese Beziehungen über die Zeit zu erhalten“, sagte er. Solche Verbindungen seien besonders dann entscheidend, wenn Krisen entstünden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verwies er auf das Potenzial Afrikas und besonders Ugandas. Flynn nannte die junge Bevölkerung des Landes eine wichtige Grundlage für künftige Entwicklung, sofern Bildung, Disziplin und Führung gezielt gefördert würden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyFXIAA7OMR-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-25679 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyFXIAA7OMR-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyFXIAA7OMR-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyFXIAA7OMR-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyFXIAA7OMR-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyFXIAA7OMR-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyFXIAA7OMR-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDXeOyFXIAA7OMR.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er sagte außerdem: „Die Generäle gehen irgendwann, und wir müssen neue Führungskräfte entwickeln. Am besten entwickelt man Führung oft im Militär, weil dort Disziplin, Ausbildung, Bildung und Teamarbeit im Mittelpunkt stehen.“</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-mit-politischer-und-militarischer-signalwirkung"><span id="besuch-mit-politischer-und-militaerischer-signalwirkung">Besuch mit politischer und militärischer Signalwirkung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Flynn war mehr als 33 Jahre in den US-Streitkräften tätig und leitete zuletzt den militärischen Nachrichtendienst der Vereinigten Staaten. Später war er Nationaler Sicherheitsberater des damaligen US-Präsidenten Donald Trump.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den weiteren Teilnehmern des Abendessens gehörten Ugandas Botschafterin in den Vereinigten Staaten, Robie Kakonge, sowie mehrere Generäle und ranghohe Offiziere. Flynn soll während seines Uganda-Besuchs weitere Gespräche mit Militärvertretern und Akademikern führen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Togos Präsident Gnassingbé will Beziehungen zur USA stärken</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/togos-praesident-gnassingbe-will-beziehungen-zur-usa-staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 11:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Togos Präsident des Ministerrates, Faure Essozimna Gnassingbé, hat einen Vertreter der US-Regierung zu Gesprächen über die bilaterale Zusammenarbeit&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftogos-praesident-gnassingbe-will-beziehungen-zur-usa-staerken%2F&amp;action_name=Togos%20Pr%C3%A4sident%20Gnassingb%C3%A9%20will%20Beziehungen%20zur%20USA%20st%C3%A4rken&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Togos Präsident des Ministerrates, Faure Essozimna Gnassingbé, hat einen Vertreter der US-Regierung zu Gesprächen über die bilaterale Zusammenarbeit in Lomé empfangen. Das Treffen fand am Freitag, 13. März 2026, im Rahmen eines Arbeitsbesuchs des stellvertretenden Unterstaatssekretärs im Büro für Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration, Christian Jové Ehrhardt, statt. Im Mittelpunkt standen nach Angaben der Gesprächspartner die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Togo sowie Möglichkeiten, diese Zusammenarbeit auszubauen. Ehrhardt bezeichnete die Beziehungen zwischen beiden Ländern als stark und verwies auf deren Kontinuität seit der Unabhängigkeit Togos.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-us-vertreter-christian-jove-ehrhardt-will"><span id="us-vertreter-christian-jove-ehrhardt-will">US-Vertreter Christian Jové Ehrhardt will</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Christian Jové Ehrhardt erklärte nach dem Gespräch, es sei sein erster Besuch in Togo. Wörtlich sagte er: „Ich hatte ein Treffen mit dem Präsidenten des Ministerrates. Wir haben über die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Togo gesprochen. Das ist seit der Unabhängigkeit Togos eine sehr starke Beziehung. Wir haben geprüft, wie wir diese gute Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern vertiefen können.“</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-uber-partnerschaft-und-migration"><span id="gespraeche-ueber-partnerschaft-und-migration">Gespräche über Partnerschaft und Migration</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="662" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF20-WQAI7L4N-1024x662.jpeg" alt="" class="wp-image-25666 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF20-WQAI7L4N-1024x662.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF20-WQAI7L4N-300x194.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF20-WQAI7L4N-768x497.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF20-WQAI7L4N-1536x994.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF20-WQAI7L4N-380x246.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF20-WQAI7L4N-800x518.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF20-WQAI7L4N-1160x750.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF20-WQAI7L4N.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://presidenceduconseil.gouv.tg/2026/03/13/cooperation-togo-usa-un-representant-de-la-maison-blanche-recu-par-le-president-du-conseil/">Angaben</a> der togolesischen Seite sprach der US-Vertreter mit Faure Gnassingbé über das Partnerschaftsverhältnis zwischen Washington und Lomé sowie über Mechanismen zur Stärkung dieser Zusammenarbeit. Der Besuch stand im Zusammenhang mit Migrationsfragen, für die Ehrhardt innerhalb des US-Außenministeriums zuständig ist.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begegnung fällt in eine Phase, in der Togo und die Vereinigten Staaten ihre Zusammenarbeit in mehreren Politikfeldern fortführen. Genannt werden insbesondere wirtschaftliche, soziale und sicherheitspolitische Bereiche.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitszusammenarbeit-mit-blick-auf-die-savannenregion"><span id="sicherheitszusammenarbeit-mit-blick-auf-die-savannenregion">Sicherheitszusammenarbeit mit Blick auf die Savannenregion</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Kooperation betrifft Fragen von Frieden und Sicherheit. Dabei wird auf das Notfallprogramm für die Savannenregion verwiesen, das im Rahmen des <a href="https://fokus-afrika.de/prasident-gnassingbe-und-unowas-diskutieren-uber-frieden-und-sicherheit-in-westafrika/">Stabilitätsmechanismus der Küstenstaaten</a> unterstützt wird.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="808" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF21hakAA6END-1024x808.jpeg" alt="" class="wp-image-25665 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF21hakAA6END-1024x808.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF21hakAA6END-300x237.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF21hakAA6END-768x606.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF21hakAA6END-1536x1212.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF21hakAA6END-380x300.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF21hakAA6END-800x631.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF21hakAA6END-1160x915.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDUF21hakAA6END.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Zusammenarbeit soll demnach zur Stärkung der Fähigkeiten der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte im Kampf gegen Terrorismus und gewaltsamen Extremismus beitragen. In dem Zusammenhang ist auch eine militärische und sicherheitspolitische Kooperation auf kontinentaler Ebene vorgesehen, die unter dem Dach des <a href="https://fokus-afrika.de/africom-staerkt-sicherheitskooperation-mit-westafrika/" type="post" id="20109">United States Africa Command</a> (AFRICOM), auf Deutsch des Afrika-Kommandos der Vereinigten Staaten, stehen soll.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-unterstutzung-in-gesundheit-bildung-und-regierungsfuhrung"><span id="unterstuetzung-in-gesundheit-bildung-und-regierungsfuehrung">Unterstützung in Gesundheit, Bildung und Regierungsführung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Washington unterstützt Lomé auch bei Projekten in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Regierungsführung. Hinzu kommen der Ausbau wirtschaftlicher Beziehungen, des Handels und der Investitionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington unterstützt Lomé auch bei Projekten in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Regierungsführung. Hinzu kommen der Ausbau wirtschaftlicher Beziehungen, des Handels und der Investitionen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Vereinte Nationen verurteilen tödlichen Drohnenangriff in Goma</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 13:22:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinten Nationen haben den Drohnenangriff auf ein Wohngebiet in Goma scharf verurteilt, bei dem ein Mitarbeiter des&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma%2F&amp;action_name=Vereinte%20Nationen%20verurteilen%20t%C3%B6dlichen%20Drohnenangriff%20in%20Goma&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/">Vereinte Nationen verurteilen tödlichen Drohnenangriff in Goma</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen haben den Drohnenangriff auf ein Wohngebiet in Goma scharf verurteilt, bei dem ein Mitarbeiter des UN-Systems und zwei Zivilisten getötet wurden. Der Vorfall erhöht den Druck auf die Konfliktparteien im Osten der Demokratischen Republik Kongo, den Waffenstillstand einzuhalten und den Schutz von Zivilisten und humanitärem Personal zu gewährleisten. Die Erklärung veröffentlichte die UN-Mission MONUSCO am 11. März.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Bruno Lemarquis, dem stellvertretenden Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs in der Demokratischen Republik Kongo und amtierenden Leiter der MONUSCO, wurden bei dem Angriff am Mittwochmorgen auch zivile Wohnhäuser beschädigt. Lemarquis sprach von einer besorgniserregenden Eskalation der Gewalt und verurteilte insbesondere den Einsatz bewaffneter Drohnen in einem städtischen Umfeld.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-monusco-fordert-schnelle-und-unabhangige-untersuchung"><span id="monusco-fordert-schnelle-und-unabhaengige-untersuchung">MONUSCO fordert schnelle und unabhängige Untersuchung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lemarquis erklärte, Angriffe auf Personal der Vereinten Nationen könnten nach dem Römischen Statut Kriegsverbrechen darstellen. Er forderte eine schnelle, unabhängige und glaubwürdige Untersuchung, um die Umstände des Angriffs aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="612" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-1024x612.jpg" alt="" class="wp-image-25610 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-1024x612.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-300x179.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-768x459.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-380x227.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-800x478.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-1160x694.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich rief die MONUSCO alle Konfliktparteien auf, die Gewalt unverzüglich einzustellen, ihre Verpflichtungen aus dem Waffenstillstand einzuhalten und auf politische Lösungen sowie Dialog zu setzen. Die Mission verwies dabei auf die Pflicht aller Beteiligten, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und zwischen militärischen und zivilen Zielen zu unterscheiden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-reaktionen-folgen-auf-angriff"><span id="internationale-reaktionen-folgen-auf-angriff">Internationale Reaktionen folgen auf Angriff</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Afrikanische Union <a href="https://actualite.cd/2026/03/12/attaque-de-drones-goma-lua-appelle-au-respect-des-efforts-de-mediation-et-louverture">reagierte</a> auf den Vorfall. Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, äußerte tiefe Besorgnis über den gemeldeten Drohnenangriff in Goma, bei dem Zivilisten und eine humanitäre Mitarbeiterin von UNICEF getötet worden seien. Die Afrikanische Union verurteilte jede Attacke, die das Leben von Zivilisten und humanitärem Personal gefährdet, und forderte ebenfalls eine unparteiische Untersuchung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betonte die Kommission die Bedeutung laufender Vermittlungsbemühungen und bestehender Waffenstillstandsvereinbarungen zur Stabilisierung des Ostens der Demokratischen Republik Kongo.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Deeply saddened by the news from <a href="https://twitter.com/hashtag/Goma?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Goma</a> where civilians and a UNICEF colleague were killed by a drone attack. Perpetrators must be held accountable and the ceasefire has to be respected.<br>Our thoughts go out to the victims’ families & <a href="https://twitter.com/UNICEF?ref_src=twsrc%5Etfw">@UNICEF</a>. <a href="https://t.co/iBCI0aQg1o">pic.twitter.com/iBCI0aQg1o</a></p>— Gesa Bräutigam (@GERonAfrica) <a href="https://twitter.com/GERonAfrica/status/2031786994737574060?ref_src=twsrc%5Etfw">March 11, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Deutschland erklärte die Botschafterin Gesa Bräutigam, die Täter müssten zur Verantwortung gezogen werden und der Waffenstillstand müsse respektiert werden. Das US-Außenministerium sprach von einem inakzeptablen Angriff in einem zivilen Gebiet und forderte alle Konfliktparteien auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und UN- sowie humanitäres Personal zu schützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-fordert-aufklarung-kinshasa-verweist-auf-laufende-ermittlungen"><span id="frankreich-fordert-aufklaerung-kinshasa-verweist-auf-laufende-ermittlungen">Frankreich fordert Aufklärung, Kinshasa verweist auf laufende Ermittlungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich bestätigte den Tod der französischen UNICEF-Mitarbeiterin Karine Buisset und forderte eine unabhängige und unparteiische Untersuchung. Das französische Außenministerium erklärte, Paris stehe mit den kongolesischen Behörden in Kontakt, die zugesagt hätten, die Verantwortlichkeiten und Umstände des Vorfalls aufzuklären.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="771" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-771x1024.jpg" alt="" class="wp-image-25612 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-771x1024.jpg 771w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-226x300.jpg 226w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-768x1019.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-1157x1536.jpg 1157w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-380x504.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-800x1062.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-1160x1540.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 771px) 100vw, 771px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Kinshasa erklärte ihrerseits, sie arbeite mit den Vereinten Nationen und weiteren Partnern zusammen, um die Fakten festzustellen. In einer <a href="https://www.radiookapi.net/2026/03/11/actualite/politique/attaques-de-drones-goma-le-gouvernement-sengage-travailler-avec-lonu">Stellungnahme</a> hieß es, die genauen Umstände und die Herkunft der Explosionen würden von den zuständigen Stellen untersucht. Die Regierung betonte zugleich ihre Bindung an das humanitäre Völkerrecht und erklärte, sie werde keine Handlung vornehmen, die ihren eigenen Grundsätzen widerspreche.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriff-trifft-sensibles-umfeld-des-waffenstillstands"><span id="angriff-trifft-sensibles-umfeld-des-waffenstillstands">Angriff trifft sensibles Umfeld des Waffenstillstands</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall ereignet sich in einer Phase <a href="https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/" type="post" id="13732">anhaltender Spannungen</a> im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Nach Angaben mehrerer internationaler Partnerstaaten waren bereits in den vergangenen Wochen wiederholt <a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-tagt-zur-kongo-krise-usa-verhaengen-sanktionen/" type="post" id="14164">Verstöße gegen vereinbarte Waffenruhen</a> gemeldet worden. In einer <a href="https://fokus-afrika.de/internationale-kontaktgruppe-fordert-einhaltung-der-waffenruhe-im-ostkongo/" type="post" id="25370">gemeinsamen Erklärung</a> vom 5. März hatten unter anderem Belgien, Dänemark, die Europäische Union, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Schweden, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten ihre Besorgnis über <a href="https://fokus-afrika.de/usa-vermitteln-waffenstillstand-im-osten-kongos/">fortgesetzte Verletzungen der Waffenstillstände</a> geäußert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verwiesen sie auch auf den <a href="https://fokus-afrika.de/kaempfe-in-ostkongo-eskalieren-fardc-setzt-drohnen-gegen-m23-ein/" type="post" id="24064">Einsatz von Drohnen</a> bei militärischen Angriffen, der Zivilisten erheblich gefährde. Die Staaten forderten alle Beteiligten auf, die Kampfhandlungen einzustellen und die Verhandlungen wiederaufzunehmen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Dschibuti, Äthiopien und Somalia beraten über Sicherheit im Horn von Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/dschibuti-aethiopien-und-somalia-beraten-ueber-sicherheit-im-horn-von-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 12:59:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Dschibuti]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
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<p>Die Staats- und Regierungschefs von Dschibuti, Äthiopien und Somalia haben in Dschibuti gemeinsame Gespräche über regionale Sicherheit und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdschibuti-aethiopien-und-somalia-beraten-ueber-sicherheit-im-horn-von-afrika%2F&amp;action_name=Dschibuti%2C%20%C3%84thiopien%20und%20Somalia%20beraten%20%C3%BCber%20Sicherheit%20im%20Horn%20von%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/dschibuti-aethiopien-und-somalia-beraten-ueber-sicherheit-im-horn-von-afrika/">Dschibuti, Äthiopien und Somalia beraten über Sicherheit im Horn von Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Staats- und Regierungschefs von Dschibuti, Äthiopien und Somalia haben in Dschibuti gemeinsame Gespräche über regionale Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit geführt. Präsident Ismail Omar Guelleh empfing den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed und den somalischen Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud zu trilateralen Beratungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.lanation.dj/entretiens-tripartites-entre-le-president-guelleh-son-homologue-somalien-et-le-premier-ministre-ethiopien/">Treffen</a> fand am 11. März in der Residenz des dschibutischen Präsidenten in Haramous statt. Beide Gäste waren zuvor zu einem kurzfristigen Besuch nach Dschibuti gereist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-beratungen-uber-sicherheit-und-regionale-zusammenarbeit"><span id="beratungen-ueber-sicherheit-und-regionale-zusammenarbeit">Beratungen über Sicherheit und regionale Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der dschibutischen Präsidentschaft konzentrierten sich die Gespräche auf zentrale Herausforderungen im Horn von Afrika. Themen waren unter anderem regionale Sicherheit, <a href="https://fokus-afrika.de/eu-der-hafen-von-dschibuti-von-interesse/">wirtschaftliche Integration</a> sowie gemeinsame politische und wirtschaftliche Interessen der drei Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche fanden im Rahmen eines gemeinsamen Iftar-Abendessens statt. Vertreter der Regierungen beider Länder nahmen ebenfalls an den Beratungen teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delegationen erörterten zudem die aktuelle Lage im Nahen Osten und mögliche <a href="https://fokus-afrika.de/oelpreis-von-120-dollar-pro-barrel-moeglich/" type="post" id="25205">wirtschaftliche Auswirkungen des Konflikts</a> auf die Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-delegationen-begleiten-staats-und-regierungschefs"><span id="delegationen-begleiten-staats-und-regierungschefs">Delegationen begleiten Staats- und Regierungschefs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed <a href="https://www.fanamc.com/english/pm-abiy-ahmed-arrives-in-djibouti-for-regional-consultations/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=pm-abiy-ahmed-arrives-in-djibouti-for-regional-consultations">wurde</a> von mehreren Mitgliedern seiner Regierung begleitet, darunter Finanzminister Ahmed Shide, Friedensminister Mohammed Edris sowie nationale Sicherheits- und außenpolitische Berater.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="521" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMhFJJbQAEVaWn-1024x521.jpeg" alt="" class="wp-image-25605 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMhFJJbQAEVaWn-1024x521.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMhFJJbQAEVaWn-300x153.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMhFJJbQAEVaWn-768x390.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMhFJJbQAEVaWn-380x193.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMhFJJbQAEVaWn-800x407.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMhFJJbQAEVaWn.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Somalias Präsident Hassan Sheikh Mohamud <a href="https://sonna.so/en/somali-president-hassan-sheikh-mohamud-visits-djibouti-to-strengthen-bilateral-ties/">reiste</a> ebenfalls mit einer Delegation nach Dschibuti. Dazu gehörten unter anderem Verteidigungsminister Ahmed Moalim Faqi, Hafenminister Abdulkadir Mohamed Nur und weitere Regierungsvertreter.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Präsident Guelleh nahm an den Gesprächen gemeinsam mit mehreren Mitgliedern seiner Regierung teil, darunter Außenminister Abdoulkader Houssein Omar und Wirtschaftsminister Ilyas Moussa Dawaleh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen stehen nach Angaben der beteiligten Regierungen im Zusammenhang mit einer Reihe von <a href="https://fokus-afrika.de/nach-vermittlung-durch-erdogan-praesident-von-somalia-in-aethiopien/">Konsultationen zwischen den Staaten</a> der Region. Ziel ist es, <a href="https://fokus-afrika.de/rubio-und-abiy-sprechen-ueber-sicherheit-am-horn-von-afrika/" type="post" id="25578">gemeinsame politische Positionen zu aktuellen regionalen Entwicklungen abzustimmen</a> und mögliche gemeinsame Maßnahmen zu koordinieren.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot reist zu Gesprächen nach Bangui</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreichs-aussenminister-jean-noel-barrot-reist-zu-gespraechen-nach-bangui/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 12:23:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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<p>Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot ist zu einem offiziellen Besuch in der Zentralafrikanischen Republik eingetroffen. Der Aufenthalt soll die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreichs-aussenminister-jean-noel-barrot-reist-zu-gespraechen-nach-bangui%2F&amp;action_name=Frankreichs%20Au%C3%9Fenminister%20Jean-No%C3%ABl%20Barrot%20reist%20zu%20Gespr%C3%A4chen%20nach%20Bangui&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot ist zu einem offiziellen Besuch in der Zentralafrikanischen Republik eingetroffen. Der Aufenthalt soll die bilateralen Beziehungen zwischen Paris und Bangui stärken und laufende Entwicklungsprojekte begleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch findet am 12. März statt und ist der erste eines französischen Außenministers in dem Land seit mehr als sieben Jahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-treffen-mit-prasident-touadera-geplant"><span id="treffen-mit-praesident-touadera-geplant">Treffen mit Präsident Touadéra geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines Aufenthalts in Bangui trifft Barrot den Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik, Faustin-Archange Touadéra. Nach Angaben der beteiligten Akteure stehen Gespräche über die Entwicklung der bilateralen Beziehungen auf der Agenda.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-1024x684.jpg" alt="" class="wp-image-25592 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-1024x684.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-768x513.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-1160x775.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt steht eine gemeinsame <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-touadera-will-neue-politische-akzente-fuer-die-zentralafrikanische-republik/">Roadmap zur Zusammenarbeit</a>, die im April 2024 von Frankreich und der Zentralafrikanischen Republik vereinbart wurde. Sie soll die politischen Beziehungen erneuern und Kooperation in verschiedenen Bereichen fördern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung betont nach Angaben der Partner eine Zusammenarbeit unter Achtung der Souveränität der Zentralafrikanischen Republik sowie Unterstützung für Stabilität, nationale Einheit und wirtschaftliche Entwicklung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-von-entwicklungsprojekten"><span id="besuch-von-entwicklungsprojekten">Besuch von Entwicklungsprojekten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="861" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Jean-Noel_Barrot_2025_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-25594 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Jean-Noel_Barrot_2025_cropped.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Jean-Noel_Barrot_2025_cropped-223x300.jpg 223w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Jean-Noel_Barrot_2025_cropped-380x511.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der französische Außenminister plant außerdem mehrere Termine im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören ein Projekt der französischen Entwicklungsagentur Agence française de développement zur Bekämpfung von Überschwemmungen, ein Zentrum des Netzwerks von Überlebenden sexueller Gewalt sowie der Unternehmensinkubator Bangui Hub. Barrot will zudem an der Einweihung eines Referenzlabors für Polio am Institut Pasteur teilnehmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der beteiligten Institutionen hatte Frankreich im November 2024 über die Entwicklungsagentur eine finanzielle Unterstützung von zehn Millionen Euro bereitgestellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-im-politischen-kontext"><span id="besuch-im-politischen-kontext">Besuch im politischen Kontext</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch erfolgt <a href="https://fokus-afrika.de/wird-praesident-touadera-ein-sicherheitsabkommen-mit-russland-schliessen/">wenige Tage nach einer Reise</a> von Präsident Touadéra nach Russland, bei der er mit Präsident Wladimir Putin zusammentraf. Die Gespräche in Moskau standen nach Angaben aus Bangui im Zusammenhang mit Sicherheitsfragen und internationaler Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgleich sorgt die <a href="https://fokus-afrika.de/russische-soeldner-nehmen-aerzte-ohne-grenzen-koordinator-in-zentralafrika-fest/">Festnahme eines französischen Staatsangehörigen</a> in der südöstlichen Stadt Zémio für Aufmerksamkeit. Die Behörden der Zentralafrikanischen Republik verdächtigen den Mitarbeiter der Organisation Ärzte ohne Grenzen, François Antoine Roux Zamparini, an Aktivitäten zur Destabilisierung staatlicher Institutionen beteiligt gewesen zu sein.</p>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio meets with French Foreign Minister Jean-Noël Barrot at the Department of State in Washington, D.C., May 1 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Rubio und Abiy sprechen über Sicherheit am Horn von Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/rubio-und-abiy-sprechen-ueber-sicherheit-am-horn-von-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 11:10:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=25578</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der US-Außenminister Marco Rubio hat mit dem äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed über regionale Sicherheit, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Stabilität&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frubio-und-abiy-sprechen-ueber-sicherheit-am-horn-von-afrika%2F&amp;action_name=Rubio%20und%20Abiy%20sprechen%20%C3%BCber%20Sicherheit%20am%20Horn%20von%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der US-Außenminister Marco Rubio hat mit dem äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed über regionale Sicherheit, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Stabilität im Horn von Afrika gesprochen. Beide Politiker betonten die Bedeutung einer langfristigen Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Äthiopien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gespräch fand am 11. März statt, wie das US-Außenministerium mitteilte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-uber-sicherheit-und-wirtschaftliche-zusammenarbeit"><span id="gespraeche-ueber-sicherheit-und-wirtschaftliche-zusammenarbeit">Gespräche über Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="1002" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Walks_Between_Meetings_55116414440.jpg" alt="" class="wp-image-25580 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Walks_Between_Meetings_55116414440.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Walks_Between_Meetings_55116414440-287x300.jpg 287w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Walks_Between_Meetings_55116414440-768x802.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Walks_Between_Meetings_55116414440-380x397.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Secretary_Rubio_Walks_Between_Meetings_55116414440-800x835.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/03/secretary-rubios-call-with-ethiopian-prime-minister-abiy-3/">Angaben</a> des US-Außenministeriums tauschten sich Rubio und Abiy über gemeinsame Interessen bei der Stabilität der Region aus. Themen waren unter anderem Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus sowie wirtschaftliche Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten hoben außerdem hervor, dass eine langfristige Sicherheitsarchitektur im Horn von Afrika aufgebaut werden müsse. Dazu gehörten wirtschaftliche Perspektiven und politische Stabilität.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abiy-betont-nationale-entwicklung"><span id="abiy-betont-nationale-entwicklung">Abiy betont nationale Entwicklung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-25579 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-1024x1024.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-768x768.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-380x380.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-800x800.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali-1160x1160.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel äußerte sich Abiy Ahmed zur innenpolitischen Entwicklung Äthiopiens. In einer Botschaft nach Reisen in mehrere <a href="https://fokus-afrika.de/tigray-gibt-es-bald-krieg-zwischen-aethiopien-und-eritrea/" type="post" id="24540">östliche Regionen des Landes</a> erklärte er, Äthiopien befinde sich auf einem Weg der wirtschaftlichen Entwicklung und nationalen Versöhnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ministerpräsident betonte, das Land orientiere sich nicht an seiner Vergangenheit, sondern verfolge einen Kurs, der auf Versöhnung, gegenseitigem Respekt und gemeinsamen wirtschaftlichen Fortschritt ausgerichtet sei.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Abiy erklärte außerdem: „Die Zeit, in der Äthiopien größer sein wird als je zuvor, ist nicht mehr fern.“</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-appell-an-die-bevolkerung"><span id="appell-an-die-bevoelkerung">Appell an die Bevölkerung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Regierungschef rief die Bevölkerung dazu auf, sich weiterhin in ihren jeweiligen Bereichen für die Entwicklung des Landes einzusetzen. Fortschritt hänge von der gemeinsamen Arbeit und Entschlossenheit der Bürgerinnen und Bürger ab, erklärte Abiy.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frubio-und-abiy-sprechen-ueber-sicherheit-am-horn-von-afrika%2F&action_name=Rubio%20und%20Abiy%20sprechen%20%C3%BCber%20Sicherheit%20am%20Horn%20von%20Afrika&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/rubio-und-abiy-sprechen-ueber-sicherheit-am-horn-von-afrika/">Rubio und Abiy sprechen über Sicherheit am Horn von Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Secretary_Rubio_Walks_Between_Meetings_(55116414440)</media:title>
			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio meets with Saint Kitts and Nevis Prime Minister Terrence Drew in Basseterre, Saint Kitts and Nevis, February 25, 2026. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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			<media:title type="html">Prime_Minister_of_Ethiopia_Abiy_Ahmed_Ali</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>SIPRI: Afrikas Waffenimporte brechen deutlich ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 11:10:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrikanische Staaten haben in den vergangenen Jahren deutlich weniger schwere Waffen importiert. Neue Daten des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein%2F&amp;action_name=SIPRI%3A%20Afrikas%20Waffenimporte%20brechen%20deutlich%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/">SIPRI: Afrikas Waffenimporte brechen deutlich ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten haben in den vergangenen Jahren deutlich weniger schwere Waffen importiert. Neue <a href="https://www.sipri.org/publications/2026/sipri-fact-sheets/trends-international-arms-transfers-2025">Daten</a> des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI zeigen einen starken Rückgang der Rüstungsbeschaffung auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung betrifft den Zeitraum 2021 bis 2025. In diesen fünf Jahren gingen die Waffenimporte afrikanischer Staaten im Vergleich zur vorherigen Periode von 2016 bis 2020 um 41 Prozent zurück. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-verliert-weiter-an-bedeutung-im-globalen-waffenhandel"><span id="afrika-verliert-weiter-an-bedeutung-im-globalen-waffenhandel">Afrika verliert weiter an Bedeutung im globalen Waffenhandel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika spielte im internationalen Waffenhandel zuletzt nur noch eine begrenzte Rolle. Afrikanische Staaten machten zwischen 2021 und 2025 lediglich 4,3 Prozent der weltweiten Waffenimporte aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigsten Lieferländer für afrikanische Staaten waren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vereinigte Staaten</li>



<li>China</li>



<li>Russland</li>



<li>Frankreich</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA stellten rund 19 Prozent der Waffenimporte des Kontinents, China 17 Prozent und Russland 15 Prozent. Frankreich kam auf 8,3 Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-und-algerien-dominieren-afrikas-rustungsmarkt"><span id="marokko-und-algerien-dominieren-afrikas-ruestungsmarkt">Marokko und Algerien dominieren Afrikas Rüstungsmarkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb Afrikas konzentriert sich der Großteil der Waffenimporte auf wenige Staaten. Marokko und Algerien waren laut SIPRI die beiden größten Empfänger von schweren Waffen auf dem Kontinent.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25514 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/usa-witkoff-kuendigt-friedensabkommen-zwischen-marokko-und-algerien-an/" type="post" id="20978">anhaltenden Spannungen</a> zwischen beiden Ländern gelten als zentraler Faktor für ihre militärische Beschaffung. Marokko erhöhte seine Waffenimporte zwischen den beiden Vergleichszeiträumen um zwölf Prozent.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Algeriens Waffenimporte gingen dagegen deutlich zurück. SIPRI registrierte einen Rückgang um 78 Prozent gegenüber der vorherigen Fünfjahresperiode. Jedoch werden kürzliche Importe aus Russland nicht aufgeführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zunehmende-waffenlieferungen-in-konfliktregionen-sudlich-der-sahara"><span id="zunehmende-waffenlieferungen-in-konfliktregionen-suedlich-der-sahara">Zunehmende Waffenlieferungen in Konfliktregionen südlich der Sahara</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Staaten südlich der Sahara zeigte sich ein anderes Bild. Dort stiegen die Waffenimporte im Vergleich zur vorherigen Periode um 13 Prozent. Die Region machte jedoch weiterhin nur einen kleinen Anteil des weltweiten Waffenhandels aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die größten Empfängerländer in Subsahara-Afrika waren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a></li>



<li><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a></li>



<li><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">China war der wichtigste Lieferant für diese Staaten und stellte rund 22 Prozent der Waffenimporte der Region. Russland folgte mit etwa 12 Prozent, während die Türkei auf etwa 11 Prozent kam.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-waffenlieferungen-im-kontext-regionaler-konflikte"><span id="waffenlieferungen-im-kontext-regionaler-konflikte">Waffenlieferungen im Kontext regionaler Konflikte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere bewaffnete Konflikte in Afrika beeinflussten die Entwicklung der Waffenlieferungen. Dazu zählt insbesondere der <a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-beraet-auf-ministerebene-ueber-eskalation-im-sudan/" type="post" id="24838">Bürgerkrieg</a> im Sudan, der 2023 ausbrach.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25557 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sowohl die sudanesischen Streitkräfte als auch die <a href="https://fokus-afrika.de/gespraeche-zwischen-armee-und-rsf-in-washington-rsf-nimmt-el-fasher-ein/" type="post" id="21244">paramilitärischen</a> Rapid Support Forces erhielten in den vergangenen Jahren Waffenlieferungen. Zu den bekannten Lieferanten der sudanesischen Streitkräfte gehörten Belarus, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a>, Kirgisistan, die <a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-bietet-vermittlung-im-konflikt-zwischen-sudan-und-den-vae-an/" type="post" id="13077">Türkei</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/un-erhoeht-druck-auf-sudan-streit-um-quartett-waffenruhe-und-internationale-reaktionen/" type="post" id="21910">Vereinigten Arabischen Emirate</a>. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben bewaffneten Drohnen und gepanzerten Fahrzeugen wurden auch Transportflugzeuge und andere militärische Ausrüstung geliefert.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein%2F&action_name=SIPRI%3A%20Afrikas%20Waffenimporte%20brechen%20deutlich%20ein&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/">SIPRI: Afrikas Waffenimporte brechen deutlich ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">African_Lion_220623-Z-PI638-0678</media:title>
			<media:description type="html">Royal Moroccan Special Operations practice Close-Quarters Battle drills during exercise African Lion 2022 at Tifnit Morocco, Africa, on June 23, 2022. AL22 is U.S. Africa Command&#039;s largest, premier, joint, combined annual exercise hosted by Morocco, Ghana, Senegal, and Tunisia, June 6 - 30. More than 7,500 participants from 28 nations and NATO train together with a focus on enhancing readiness for U.S. and partner-nation forces. AL22 is a joint all-domain, multi-component, and multinational exercise, employing a full array of mission capabilities with the goal to strengthen interoperability among participants and set the theater for strategic access. (U.S. Army National Guard photo by Spc. Christopher Hall) (This photo has been altered for security purposes by blurring faces.)</media:description>
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			<media:title type="html">Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Terrorliste: Washington geht gegen sudanesische Muslimbruderschaft vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 23:53:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das US-Außenministerium stuft die sudanesische Muslimbruderschaft als globale Terrororganisation ein. Die Maßnahme zielt auf Finanzströme und internationale Unterstützung der Gruppe im Sudan-Konflikt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor%2F&amp;action_name=US-Terrorliste%3A%20Washington%20geht%20gegen%20sudanesische%20Muslimbruderschaft%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor/">US-Terrorliste: Washington geht gegen sudanesische Muslimbruderschaft vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten haben die sudanesische Muslimbruderschaft offiziell als globale Terrororganisation eingestuft. Das US-Außenministerium kündigte an, die Gruppe zusätzlich als „Foreign Terrorist Organization“ zu klassifizieren. Die weitergehende Einstufung soll am 16. März in Kraft treten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">US-Außenminister Marco Rubio erklärte, die Organisation setze „ungehemmte Gewalt gegen Zivilisten“ ein, um den <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-icc-warnt-im-un-sicherheitsrat-vor-graeueltaten-in-darfur/" type="post" id="23751">Konflikt</a> im Sudan zu verschärfen und eine gewaltsame islamistische Ideologie voranzutreiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sanktionen-gegen-netzwerk-im-sudan-krieg"><span id="sanktionen-gegen-netzwerk-im-sudan-krieg">Sanktionen gegen Netzwerk im Sudan-Krieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des US-Außenministeriums umfasst die sudanesische Muslimbruderschaft die sudanesische Islamische Bewegung sowie deren bewaffneten Arm, die Al-Baraa-Bin-Malik-Brigade. Die Gruppe soll mehr als 20.000 Kämpfer in den Krieg im Sudan eingebracht haben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="316" height="316" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Al-Bara_ibn_Malik_Brigade.jpg" alt="" class="wp-image-25500 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Al-Bara_ibn_Malik_Brigade.jpg 316w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Al-Bara_ibn_Malik_Brigade-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Al-Bara_ibn_Malik_Brigade-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Al-Bara_ibn_Malik_Brigade-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Al-Bara_ibn_Malik_Brigade-110x110.jpg 110w" sizes="(max-width: 316px) 100vw, 316px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Kämpfer hätten Ausbildung und Unterstützung durch die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/">iranischen</a> Revolutionsgarden erhalten. Das Außenministerium wirft den Einheiten vor, in von ihnen kontrollierten Gebieten Massenhinrichtungen an Zivilisten durchgeführt zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kämpfer der Brigade hätten Zivilisten wiederholt und ohne Gerichtsverfahren hingerichtet. Die Opfer seien teilweise nach ethnischer Zugehörigkeit, Herkunft oder vermuteter Nähe zu Oppositionsgruppen ausgewählt worden.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-bereits-zuvor-sanktionen-gegen-bewaffneten-arm"><span id="bereits-zuvor-sanktionen-gegen-bewaffneten-arm">Bereits zuvor Sanktionen gegen bewaffneten Arm</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die al-Baraa-Bin-Malik-Brigade war bereits im September 2025 vom US-Finanzministerium sanktioniert worden. Grundlage war ein Dekret, das gegen Personen und Organisationen gerichtet ist, die den Krieg im Sudan verschärfen und einen demokratischen Übergang behindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der neuen Einstufung weiten die Vereinigten Staaten die Maßnahmen nun auf die gesamte Organisation aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-blockade-von-vermogen-und-finanzstromen"><span id="blockade-von-vermoegen-und-finanzstroemen">Blockade von Vermögen und Finanzströmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Terrorlistung führt dazu, dass Vermögenswerte der sudanesischen Muslimbruderschaft in den Vereinigten Staaten eingefroren werden. US-Bürgern und Unternehmen ist es grundsätzlich untersagt, Geschäfte mit der Organisation zu tätigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch internationale Akteure könnten von Sanktionen betroffen sein. Personen oder Unternehmen, die bestimmte Transaktionen mit der Gruppe durchführen, laufen nach Angaben des Außenministeriums Gefahr, selbst Ziel sogenannter Sekundärsanktionen zu werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/President_Donald_J._Trump_oversees_Operation_Epic_Fury_at_Mar-a-Lago_Palm_Beach_FL_Feb._28_2026._White_House_photo_by_Daniel_Torok_55121342816-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25499 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/President_Donald_J._Trump_oversees_Operation_Epic_Fury_at_Mar-a-Lago_Palm_Beach_FL_Feb._28_2026._White_House_photo_by_Daniel_Torok_55121342816-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/President_Donald_J._Trump_oversees_Operation_Epic_Fury_at_Mar-a-Lago_Palm_Beach_FL_Feb._28_2026._White_House_photo_by_Daniel_Torok_55121342816-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/President_Donald_J._Trump_oversees_Operation_Epic_Fury_at_Mar-a-Lago_Palm_Beach_FL_Feb._28_2026._White_House_photo_by_Daniel_Torok_55121342816-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/President_Donald_J._Trump_oversees_Operation_Epic_Fury_at_Mar-a-Lago_Palm_Beach_FL_Feb._28_2026._White_House_photo_by_Daniel_Torok_55121342816-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/President_Donald_J._Trump_oversees_Operation_Epic_Fury_at_Mar-a-Lago_Palm_Beach_FL_Feb._28_2026._White_House_photo_by_Daniel_Torok_55121342816-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/President_Donald_J._Trump_oversees_Operation_Epic_Fury_at_Mar-a-Lago_Palm_Beach_FL_Feb._28_2026._White_House_photo_by_Daniel_Torok_55121342816-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/President_Donald_J._Trump_oversees_Operation_Epic_Fury_at_Mar-a-Lago_Palm_Beach_FL_Feb._28_2026._White_House_photo_by_Daniel_Torok_55121342816.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rubio erklärte, Washington werde „alle verfügbaren Instrumente einsetzen“, um dem iranischen Regime sowie Ablegern der Muslimbruderschaft die Ressourcen für terroristische Aktivitäten zu entziehen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen erfolgen auf Grundlage des US-Einwanderungs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes sowie der Terrorismus-Sanktionsverordnung <a href="https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/03/terrorist-designation-of-the-sudanese-muslim-brotherhood/">Executive Order 13224</a>.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor%2F&action_name=US-Terrorliste%3A%20Washington%20geht%20gegen%20sudanesische%20Muslimbruderschaft%20vor&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor/">US-Terrorliste: Washington geht gegen sudanesische Muslimbruderschaft vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Al-Bara&#8217;_ibn_Malik_Brigade</media:title>
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			<media:description type="html">President Donald J. Trump oversees Operation Epic Fury at Mar-a-Lago, Palm Beach, FL, Feb. 28, 2026. (White House photo by Daniel Torok)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>15 Tote bei Terrorangriff der JNIM auf Militärposten in Benin</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/15-tote-bei-terrorangriff-der-jnim-auf-militaerposten-in-benin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Mar 2026 23:29:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ein Angriff auf einen Militärposten im Norden Benins hat 15 Soldaten das Leben gekostet.Der Überfall ereignete sich am&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F15-tote-bei-terrorangriff-der-jnim-auf-militaerposten-in-benin%2F&amp;action_name=15%20Tote%20bei%20Terrorangriff%20der%20JNIM%20auf%20Milit%C3%A4rposten%20in%20Benin&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/15-tote-bei-terrorangriff-der-jnim-auf-militaerposten-in-benin/">15 Tote bei Terrorangriff der JNIM auf Militärposten in Benin</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ein Angriff auf einen Militärposten im Norden Benins hat 15 Soldaten das Leben gekostet.<br>Der Überfall ereignete sich am 4. März in Kofonou nahe der Gemeinde Karimama im Département Alibori, nahe der Grenze zum Niger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union verurteilte den Angriff zwei Tage später scharf. Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, sprach den Familien der getöteten Soldaten sowie der Regierung Benins sein Beileid aus und erklärte die Solidarität der Organisation mit dem Land.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriff-auf-militarstellung-nahe-der-grenze-zu-niger"><span id="angriff-auf-militaerstellung-nahe-der-grenze-zu-niger">Angriff auf Militärstellung nahe der Grenze zu Niger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://lanouvelletribune.info/2026/03/benin-15-soldats-tues-dans-une-attaque-armee-contre-une-position-militaire-bip-radio/">Angaben</a> des Sprechers der beninischen Streitkräfte, Oberst James Johnson, griffen bewaffnete Männer am Abend des 4. März den Militärposten in Kofonou an. Die Stellung gehört zu einem Netz von vorgeschobenen Militärposten im Norden des Landes, das zur Sicherung der Grenzregion eingerichtet wurde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Benin_Independence_Day_2025_-_Armee_de_terre_02-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25425 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Benin_Independence_Day_2025_-_Armee_de_terre_02-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Benin_Independence_Day_2025_-_Armee_de_terre_02-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Benin_Independence_Day_2025_-_Armee_de_terre_02-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Benin_Independence_Day_2025_-_Armee_de_terre_02-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Benin_Independence_Day_2025_-_Armee_de_terre_02-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Benin_Independence_Day_2025_-_Armee_de_terre_02-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Benin_Independence_Day_2025_-_Armee_de_terre_02.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff führte nach offiziellen Angaben zum Tod von 15 Soldaten. Vier weitere Militärangehörige wurden verletzt. Ihr Zustand gilt nach Angaben der Streitkräfte als stabil.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region liegt im Département Alibori im äußersten Nordosten Benins, nahe den Grenzen zu Niger und Burkina Faso. In diesem Gebiet kommt es seit mehreren Jahren zu wiederholten Angriffen bewaffneter Gruppen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-luftangriff-auf-fliehende-angreifer"><span id="luftangriff-auf-fliehende-angreifer">Luftangriff auf fliehende Angreifer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Angriff versuchten die Angreifer nach Angaben der beninischen Armee, sich aus dem Gebiet zurückzuziehen. Militärische Luftfahrzeuge verfolgten die Gruppe und griffen sie an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wurden nach Angaben der Streitkräfte vier Kämpfer getötet. Die Sicherheitskräfte setzten anschließend ihre Operationen fort, um das Gebiet zu sichern und weitere Angreifer aufzuspüren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="739" height="416" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg" alt="" class="wp-image-25427 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg 739w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">jihadistische Gruppe</a> <em>Groupe de soutien à l’islam et aux musulmans</em> (JNIM) reklamierte den Angriff für sich. Das Netzwerk gilt als mit al-Qaida verbündet und ist in mehreren Ländern der Sahelzone aktiv.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-union-fordert-starkere-regionale-mobilisierung"><span id="afrikanische-union-fordert-staerkere-regionale-mobilisierung">Afrikanische Union fordert stärkere regionale Mobilisierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der AU-Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, rief nach dem Angriff zu verstärkter regionaler Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorgruppen auf. Er verwies dabei auf laufende Konsultationen innerhalb der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS zur Einsatzbereitschaft einer regionalen Brigade der Afrikanischen Eingreiftruppe.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The Chairperson of the African Union Commission, H.E. Mahmoud Ali Youssouf, strongly condemns the terrorist attack carried out on 4 March against a military post in northern <a href="https://twitter.com/hashtag/Benin?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Benin</a>, near the village of Kofouno, close to Karimama and the border with Niger.<br><br>The Chairperson of the… <a href="https://t.co/HxNfmv2NfM">pic.twitter.com/HxNfmv2NfM</a></p>— African Union (@_AfricanUnion) <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion/status/2029985560228434189?ref_src=twsrc%5Etfw">March 6, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Struktur ist Teil der Sicherheitsarchitektur der Afrikanischen Union, wurde in Westafrika bislang jedoch nur begrenzt eingesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zunehmender-druck-auf-benins-grenzregionen"><span id="zunehmender-druck-auf-benins-grenzregionen">Zunehmender Druck auf Benins Grenzregionen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Defile_militaire_de_la_commemoration_des_64_ans_de_lindependance_a_Cotonou_du_Benin-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25426 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Defile_militaire_de_la_commemoration_des_64_ans_de_lindependance_a_Cotonou_du_Benin-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Defile_militaire_de_la_commemoration_des_64_ans_de_lindependance_a_Cotonou_du_Benin-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Defile_militaire_de_la_commemoration_des_64_ans_de_lindependance_a_Cotonou_du_Benin-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Defile_militaire_de_la_commemoration_des_64_ans_de_lindependance_a_Cotonou_du_Benin-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Defile_militaire_de_la_commemoration_des_64_ans_de_lindependance_a_Cotonou_du_Benin-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Defile_militaire_de_la_commemoration_des_64_ans_de_lindependance_a_Cotonou_du_Benin-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Defile_militaire_de_la_commemoration_des_64_ans_de_lindependance_a_Cotonou_du_Benin.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Norden Benins ist seit 2021 zunehmend Ziel von Angriffen bewaffneter Gruppen, die aus der Sahelzone operieren. Die Regierung in Cotonou hat darauf mit einer stärkeren militärischen Präsenz reagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2022 starteten die Behörden die Operation „Mirador“, mit der Überwachung und militärische Reaktionsfähigkeit in den nördlichen Grenzregionen verstärkt werden sollen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Militärposten von Kofonou gehört zu den Einrichtungen, die im Rahmen dieser Sicherheitsstrategie eingerichtet wurden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F15-tote-bei-terrorangriff-der-jnim-auf-militaerposten-in-benin%2F&action_name=15%20Tote%20bei%20Terrorangriff%20der%20JNIM%20auf%20Milit%C3%A4rposten%20in%20Benin&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/15-tote-bei-terrorangriff-der-jnim-auf-militaerposten-in-benin/">15 Tote bei Terrorangriff der JNIM auf Militärposten in Benin</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Äthiopiens Geheimdienst startet Online-Plattform für Sicherheitsmeldungen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aethiopiens-geheimdienst-startet-online-plattform-fuer-sicherheitsmeldungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 21:25:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der äthiopische Geheimdienst National Intelligence and Security Service (NISS) hat eine neue digitale Plattform gestartet, über die Bürger&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faethiopiens-geheimdienst-startet-online-plattform-fuer-sicherheitsmeldungen%2F&amp;action_name=%C3%84thiopiens%20Geheimdienst%20startet%20Online-Plattform%20f%C3%BCr%20Sicherheitsmeldungen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der äthiopische Geheimdienst National Intelligence and Security Service (NISS) hat eine neue digitale Plattform gestartet, über die Bürger sicherheitsrelevante Informationen melden und aktuelle Warnungen erhalten können. Die Plattform wurde am 5. März 2026 vorgestellt und soll die Kommunikation zwischen Behörden und Bevölkerung im Bereich der nationalen Sicherheit ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.fanamc.com/english/niss-launches-digital-platform-to-enhance-public-engagement-and-national-security-information-flow/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=niss-launches-digital-platform-to-enhance-public-engagement-and-national-security-information-flow">Angaben</a> des NISS wurde das System intern entwickelt und ist Teil von Reformmaßnahmen, mit denen die Behörde ihre operativen Fähigkeiten und technologischen Kapazitäten stärken will.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-plattform-ermoglicht-meldungen-aus-der-bevolkerung"><span id="plattform-ermoeglicht-meldungen-aus-der-bevoelkerung">Plattform ermöglicht Meldungen aus der Bevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Element der neuen Plattform ist eine digitale Meldestelle. Bürgerinnen und Bürger können dort Informationen zu sicherheitsrelevanten Vorfällen oder Risiken übermitteln.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-25382 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg-1024x1024.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg-300x300.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg-150x150.png 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg-768x768.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg-80x80.png 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg-110x110.png 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg-380x380.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg-800x800.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg-1160x1160.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/NISS_Logo.svg.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des NISS können Meldungen von jedem Ort aus übermittelt werden, sobald Nutzer sich auf der Plattform registriert und angemeldet haben. Die Behörde rief die Bevölkerung dazu auf, „verlässliche und überprüfte Informationen“ über die entsprechende Funktion der Plattform zu übermitteln.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geheimdienst-schafft-informationskanal-fur-sicherheitswarnungen"><span id="geheimdienst-schafft-informationskanal-fuer-sicherheitswarnungen">Geheimdienst schafft Informationskanal für Sicherheitswarnungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Möglichkeit zur Meldung von Vorfällen soll die Plattform auch aktuelle Informationen zu <a href="https://fokus-afrika.de/tigray-gibt-es-bald-krieg-zwischen-aethiopien-und-eritrea/" type="post" id="24540">Sicherheitslagen in verschiedenen Teilen</a> Äthiopiens bereitstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der NISS erklärte, dass das System auch Frühwarnhinweise zu möglichen Bedrohungen veröffentlichen soll. Diese Informationen sollen Bürgern sowie ausländischen Staatsangehörigen helfen, ihre Aktivitäten entsprechend anzupassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rekrutierungsportal-integriert"><span id="rekrutierungsportal-integriert">Rekrutierungsportal integriert</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Plattform enthält außerdem ein Bewerbungsportal für künftige Rekrutierungen des Nachrichtendienstes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessierte Personen mit entsprechenden Qualifikationen können dort Bewerbungen für mögliche Positionen beim NISS einreichen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsprufung-durch-nationale-behorde"><span id="sicherheitspruefung-durch-nationale-behoerde">Sicherheitsprüfung durch nationale Behörde</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des NISS wurde die Plattform vor der Veröffentlichung von der Information Network Security Administration (INSA) geprüft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nationale Behörde für Netzwerksicherheit habe eine Sicherheitsüberprüfung durchgeführt und dem System eine entsprechende Zertifizierung erteilt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tschad zwischen Paris und Sahel-Allianz: Neue Fragen zur Außenpolitik N’Djamenas</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschad-zwischen-paris-und-sahel-allianz-neue-fragen-zur-aussenpolitik-ndjamenas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 08:18:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die außenpolitische Position des Tschad rückt stärker in den Fokus regionaler Debatten, während die Allianz der Sahelstaaten (AES)&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-zwischen-paris-und-sahel-allianz-neue-fragen-zur-aussenpolitik-ndjamenas%2F&amp;action_name=Tschad%20zwischen%20Paris%20und%20Sahel-Allianz%3A%20Neue%20Fragen%20zur%20Au%C3%9Fenpolitik%20N%E2%80%99Djamenas&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die außenpolitische Position des Tschad rückt stärker in den Fokus regionaler Debatten, während die Allianz der Sahelstaaten (AES) ihre strategische Planung für das zweite Jahr der Konföderation vorantreibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion gewann neue Dynamik Ende Februar 2026, nachdem Vertreter von Mali, Burkina Faso und Niger in Ouagadougou ihre <a href="https://fokus-afrika.de/die-konfoederation-der-staaten-des-sahel-aes-setzt-auf-visafreiheit-trotz-austritt-aus-der-ecowas/">gemeinsame Roadmap</a> für die zweite Phase der Allianz ausgearbeitet hatten. Die Entwicklung lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die Rolle des Tschad in der Sicherheits- und Integrationsarchitektur des Sahel.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aes-staaten-konkretisieren-strategische-agenda"><span id="aes-staaten-konkretisieren-strategische-agenda">AES-Staaten konkretisieren strategische Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Februar 2026 trafen sich in Ouagadougou die zuständigen Minister der drei AES-Mitgliedstaaten für Verteidigung, Diplomatie und Entwicklung, um den Entwurf der strategischen Roadmap für das zweite Jahr der <a href="https://fokus-afrika.de/aes-will-gemeinsame-streitkraefte-fuer-den-kampf-gegen-den-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="21747">Konföderation</a> zu finalisieren. Zuvor hatten hohe Beamte der drei Länder am 24. und 25. Februar technische Beratungen durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen standen unter dem Vorsitz des burkinischen Verteidigungsministers Célestin Simporé. Die Delegationen aus Mali und Niger wurden von Sadio Camara und Salifou Mody geleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der beteiligten Staaten soll die neue Roadmap die operative Umsetzung der politischen Entscheidungen der Staatschefs strukturieren, die im Dezember 2025 bei ihrem Treffen in Bamako getroffen wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zweites-jahr-der-allianz-mit-fokus-auf-umsetzung"><span id="zweites-jahr-der-allianz-mit-fokus-auf-umsetzung">Zweites Jahr der Allianz mit Fokus auf Umsetzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während das erste Jahr der Konföderation vor allem dem Aufbau institutioneller Strukturen gewidmet war, soll das zweite Jahr stärker auf konkrete Maßnahmen ausgerichtet sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen unter anderem:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>sicherheitspolitische Koordination</li>



<li>diplomatische Abstimmung</li>



<li>wirtschaftliche Zusammenarbeit und Infrastrukturprojekte</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem soll die konföderale Investitionsbank der Allianz weiter gestärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beteiligten Regierungen sehen die Roadmap als Instrument zur politischen Koordination und als Rahmen für gemeinsame Programme in den drei zentralen Bereichen Verteidigung, Diplomatie und Entwicklung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tschads-aussenpolitik-sorgt-fur-debatten"><span id="tschads-aussenpolitik-sorgt-fuer-debatten">Tschads Außenpolitik sorgt für Debatten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu diesen Entwicklungen wird in politischen und analytischen Kreisen zunehmend über die Rolle des Tschad im regionalen Bündnissystem diskutiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="787" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-1024x787.jpg" alt="" class="wp-image-25331 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-1024x787.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-300x230.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-768x590.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-380x292.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-800x615.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-1160x891.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">N’Djamena galt lange als potenzieller Kandidat für eine Annäherung an die Allianz der Sahelstaaten. Beobachter verweisen jedoch darauf, dass jüngste außenpolitische Signale des Landes unterschiedliche Interpretationen auslösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders die Reise des tschadischen Präsidenten Mahamat Idriss Déby nach Paris im Januar 2026 hat politische Debatten ausgelöst.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch erfolgte gut ein Jahr nach der Entscheidung der tschadischen Regierung im Oktober 2024, <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beendet-militaerabkommen-mit-frankreich/" type="post" id="12884">militärische Kooperationsabkommen</a> mit Frankreich zu beenden und <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-uebergibt-militaerbasis-und-zieht-aus-dem-tschad-ab/" type="post" id="13760">französische Streitkräfte aus dem Land abzuziehen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-aus-opposition-und-politischem-umfeld"><span id="kritik-aus-opposition-und-politischem-umfeld">Kritik aus Opposition und politischem Umfeld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb des Tschad äußerten Oppositionsparteien Zweifel an der außenpolitischen Linie der Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Djona Avocksouma, Sprecher der oppositionellen Plattform Groupe de concertation des acteurs politiques, erklärte, viele politische Akteure seien über die strategische Ausrichtung der Beziehungen zu Frankreich besorgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Oppositionsbündnis „Tchad Uni“ verwies auf einen möglichen Widerspruch zwischen der früheren Abkehr von militärischer Zusammenarbeit mit Frankreich und der jüngsten diplomatischen Annäherung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der Regierungspartei Mouvement patriotique du salut (MPS) betonten dagegen, eine Normalisierung der Beziehungen zu Paris könne auch Auswirkungen auf politische Dynamiken im Land haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-und-internationale-partnerschaften"><span id="regionale-und-internationale-partnerschaften">Regionale und internationale Partnerschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren hat der Tschad seine internationalen Partnerschaften erweitert. Dazu gehören verstärkte Kooperationen mit der Türkei, Ungarn und den Vereinigten Arabischen Emiraten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25330 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein sichtbares Beispiel dieser Entwicklung ist die Übernahme ehemaliger französischer Militärstandorte durch türkische Streitkräfte sowie eine intensivere militärische Zusammenarbeit zwischen Ankara und N’Djamena.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://lefaso.net/spip.php?article144805">Beobachter</a> verweisen darauf, dass die zukünftige Balance zwischen diesen Partnerschaften und möglichen neuen Beziehungen zu Frankreich eine wichtige Rolle für die regionale Position des Tschad spielen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verfolgen die Staaten der Allianz der Sahelstaaten ihre Integrationsagenda weiter. Die nun ausgearbeitete Roadmap für das zweite Jahr der Konföderation soll nach Angaben der beteiligten Regierungen dem Kollegium der Staatschefs zur endgültigen Entscheidung vorgelegt werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wer finanziert die Terrorismusbekämpfung?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wer-finanziert-die-terrorismusbekaempfung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 07:25:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das System der Terrorismusbekämpfung innerhalb der Vereinten Nationen gerät wegen fehlender Transparenz bei seiner Finanzierung stärker unter Druck.Die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwer-finanziert-die-terrorismusbekaempfung%2F&amp;action_name=Wer%20finanziert%20die%20Terrorismusbek%C3%A4mpfung%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das System der Terrorismusbekämpfung innerhalb der Vereinten Nationen gerät wegen fehlender Transparenz bei seiner Finanzierung stärker unter Druck.<br>Die Kritik fällt in eine Phase umfassender Sparmaßnahmen im UN-System, während die Generalversammlung im Jahr 2026 die globale Strategie zur Terrorismusbekämpfung überprüft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt steht das Büro der Vereinten Nationen für Terrorismusbekämpfung (UNOCT), das seit seiner Gründung 2017 zentrale Programme zur internationalen Koordination im Kampf gegen Terrorismus verantwortet. Nach Angaben der Vereinten Nationen stammt nur rund ein Fünftel des Budgets aus Pflichtbeiträgen der Mitgliedstaaten. Rund 80 Prozent werden über freiwillige Beiträge finanziert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bericht-dokumentiert-transparenzdefizite"><span id="bericht-dokumentiert-transparenzdefizite">Bericht dokumentiert Transparenzdefizite</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Bericht der <strong>Civil Society Coalition on Human Rights and Counter-Terrorism</strong>, einem internationalen Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen, beschreibt erhebliche Informationslücken bei der Finanzierung der Programme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach ist öffentlich kaum nachvollziehbar, welche Staaten oder Geldgeber welche Projekte finanzieren. Zwar veröffentlicht das UNOCT einzelne Daten zu Beiträgen und Programmen, doch seien diese Informationen über zahlreiche Dokumente und Webseiten verstreut und für Außenstehende nur schwer zugänglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht weist darauf hin, dass das Büro keine vollständige Liste aller Geldgeber veröffentlicht und auch nicht systematisch offenlegt, welche Programme durch einzelne Beiträge finanziert werden. Dadurch sei unklar, in welchem Umfang politische Prioritäten durch einzelne Staaten beeinflusst werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Büro wird derzeit kommissarisch von dem russischen Diplomaten <strong>Alexandre Zouev</strong> geleitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-dominanz-freiwilliger-beitrage-einzelner-staaten"><span id="dominanz-freiwilliger-beitraege-einzelner-staaten">Dominanz freiwilliger Beiträge einzelner Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den ausgewerteten Finanzdaten stammen große Teile der freiwilligen Mittel von wenigen Staaten, darunter Katar und Saudi-Arabien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da das UNOCT weder zwischen zweckgebundenen und frei verwendbaren Beiträgen unterscheidet noch regelmäßig Bedingungen einzelner Geldgeber veröffentlicht, lässt sich laut Bericht nicht erkennen, in welchem Umfang Programme an Vorgaben der Geldgeber gebunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass Berichte über die Verwendung der Mittel bislang nur teilweise veröffentlicht wurden. Zwischen 2017 und 2023 bezogen sich die öffentlich zugänglichen Jahresberichte ausschließlich auf Programme, die durch Katar finanziert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst für das Jahr 2024 wurde ein umfassender Bericht über die Aktivitäten des gesamten Büros veröffentlicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ungleichgewicht-bei-programmschwerpunkten"><span id="ungleichgewicht-bei-programmschwerpunkten">Ungleichgewicht bei Programmschwerpunkten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine interne Evaluation des UN-Büros für interne Aufsichtsdienste (Office of Internal Oversight Services) hatte bereits zuvor ein Ungleichgewicht bei der Umsetzung der globalen Anti-Terror-Strategie festgestellt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="469" height="309" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Us-embassy-nairobi-bombing-1998.jpg" alt="" class="wp-image-25316 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Us-embassy-nairobi-bombing-1998.jpg 469w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Us-embassy-nairobi-bombing-1998-300x198.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Us-embassy-nairobi-bombing-1998-380x250.jpg 380w" sizes="(max-width: 469px) 100vw, 469px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse ergab, dass der Großteil der Mittel in Programme zur <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-praesentiert-eigene-strategie-zur-terrorismusbekaempfung-vor-dem-sicherheitsrat/">Bekämpfung von Terrorismus</a> und zum Aufbau staatlicher Kapazitäten fließt. Nur ein kleiner Teil der Finanzierung wird für Maßnahmen zur Förderung von Menschenrechten, Geschlechtergerechtigkeit oder zur <a href="https://fokus-afrika.de/nigerianische-soldaten-befreien-59-entfuehrungsopfer-in-kaduna/" type="post" id="14111">Unterstützung von Terrorismusopfern</a> eingesetzt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2024 entfielen nach den ausgewerteten Daten lediglich rund 270.000 US-Dollar auf Programme in diesem Bereich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-uberprufung-der-globalen-strategie-im-jahr-2026"><span id="ueberpruefung-der-globalen-strategie-im-jahr-2026">Überprüfung der globalen Strategie im Jahr 2026</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion über Reformen fällt in eine Phase, in der die Generalversammlung der Vereinten Nationen die <strong>Globale Strategie zur Terrorismusbekämpfung</strong> überprüft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das 2006 verabschiedete <a href="https://www.un.org/counterterrorism/en/un-global-counter-terrorism-strategy">Instrument</a> bildet den zentralen Rahmen für internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus. Es umfasst vier Säulen: Maßnahmen gegen Ursachen von Terrorismus, operative Terrorismusbekämpfung, Unterstützung staatlicher Kapazitäten sowie die Wahrung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Überprüfung der Strategie erfolgt regelmäßig im Abstand von etwa zwei Jahren. Die neunte Überprüfung im Jahr 2026 fällt mit dem zwanzigjährigen Bestehen der Strategie zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNOCT unterstützt diesen Prozess als fachliches Sekretariat innerhalb des Systems der Vereinten Nationen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung sieht Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Tunesien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit-in-tunesien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 18:41:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung bestätigt eine Verschlechterung der menschenrechtlichen Lage in Tunesien und verweist auf wiederholte Verfahren gegen Oppositionelle, Journalisten&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-sieht-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit-in-tunesien%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20sieht%20Einschr%C3%A4nkungen%20der%20Meinungsfreiheit%20in%20Tunesien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bestätigt eine Verschlechterung der menschenrechtlichen Lage in Tunesien und verweist auf wiederholte Verfahren gegen Oppositionelle, Journalisten und zivilgesellschaftliche Akteure. Das geht aus ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/043/2104310.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen Einschränkungen der Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit sowie die Zusammenarbeit Deutschlands mit tunesischen Sicherheitsbehörden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausnahmezustand-bis-ende-2026-verlangert"><span id="ausnahmezustand-bis-ende-2026-verlaengert">Ausnahmezustand bis Ende 2026 verlängert</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-25310 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Bundesregierung garantiert die tunesische Verfassung von 2022 zwar grundlegende Freiheitsrechte. Gleichzeitig werde jedoch seit 2015 ein Ausnahmezustand angewendet, der zuletzt per Präsidialdekret bis Ende 2026 verlängert worden sei.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausnahmezustand ermögliche weitreichende Eingriffe in Freizügigkeit und Versammlungsfreiheit. Zudem komme es <a href="https://fokus-afrika.de/prasidentschaftskandidat-festgenommen-spannungen-vor-den-wahlen-steigen/" type="post" id="9793">regelmäßig zu Verhaftungen</a> und Verfahren gegen oppositionelle Politiker, kritische Journalisten und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen. Auch das Dekret Nr. 54 zur Bekämpfung von Falschinformation und Hassrede werde auf regierungs- oder präsidentenkritische Äußerungen angewendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Belastbare Zahlen zu strafrechtlichen Verfahren gegen Medienschaffende oder Menschenrechtsverteidiger lägen der Bundesregierung nicht vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unhcr-reduziert-prasenz-deutlich"><span id="unhcr-reduziert-praesenz-deutlich">UNHCR reduziert Präsenz deutlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hat seine Präsenz in Tunesien im Jahr 2025 nach Angaben der Bundesregierung um rund zwei Drittel des Personals reduziert. In der Folge seien operative Daten zur Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden seltener verfügbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu weiteren Reduzierungen lägen keine Informationen vor. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass sie keine eigene Statistik zu Abfangaktionen auf See oder zu Disembarkationen anderer Staaten führt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zusammenarbeit-im-migrations-und-sicherheitsbereich"><span id="zusammenarbeit-im-migrations-und-sicherheitsbereich">Zusammenarbeit im Migrations- und Sicherheitsbereich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der <a href="https://fokus-afrika.de/wahl-in-tunesien-14-wahlbeteiligung/" type="post" id="11669">angespannten innenpolitischen Lage</a> bezeichnet die Bundesregierung Tunesien als wichtigen Partner in zahlreichen Politikbereichen. Sie begleitet nach eigenen Angaben die Umsetzung des EU-Tunesien-Memorandum of Understanding von Juli 2023 auf EU-Ebene und setzt sich für die Einhaltung menschenrechtlicher und humanitärer Standards ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2020 bestehen mehrere bilaterale Projekte im Bereich Migration, Sicherheit und Grenzmanagement. Diese Zusammenarbeit reiche von Programmen zur Prävention von Gewalt und Radikalisierung im Strafvollzug bis zu Vorhaben zur regulären Arbeitsmigration zwischen Nordafrika und Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-polizei-ist-in-afrika-im-einsatz/" type="post" id="21271">Bundespolizei beteiligt sich zudem im Rahmen eines EU-Projekts</a> an der Erweiterung der Ausbildungskapazitäten der tunesischen Küstenwache. Eine Militärhilfemission der Bundeswehr in Tunesien besteht derzeit nicht. Die frühere Military Assistance Mission „Fennek“ wurde im Juni 2024 beendet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-menschenrechtliche-risikoanalysen"><span id="menschenrechtliche-risikoanalysen">Menschenrechtliche Risikoanalysen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass die Menschenrechtssituation in Partnerländern laufend beobachtet werde. Bei Planung und Durchführung bilateraler Maßnahmen würden ressortübergreifend Risikoanalysen vorgenommen. Projekte sollten keine Akteure stärken, die an Menschenrechtsverletzungen beteiligt seien.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinweise darauf, dass von Deutschland bereitgestellte Ausrüstung bei sogenannten „Desert Dumps“ oder kollektiven Zurückweisungen eingesetzt worden sei, lägen der Bundesregierung nicht vor.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung unterstreicht, dass sie in Gesprächen mit der tunesischen Regierung regelmäßig die Einhaltung menschenrechtlicher Standards anmahnt.</p>
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			<media:title type="html">Tunesien-Fanblock_Nr._1</media:title>
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			<media:title type="html">Berlin 2012</media:title>
			<media:description type="html">Berlin 2012</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Wird Präsident Touadéra ein Sicherheitsabkommen mit Russland schließen?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wird-praesident-touadera-ein-sicherheitsabkommen-mit-russland-schliessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 08:43:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=25294</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Präsident der Zentralafrikanische Republik, Faustin-Archange Touadéra, ist zu einem einwöchigen Arbeitsbesuch in der Russischen Föderation aufgebrochen. Der Aufenthalt begann&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwird-praesident-touadera-ein-sicherheitsabkommen-mit-russland-schliessen%2F&amp;action_name=Wird%20Pr%C3%A4sident%20Touad%C3%A9ra%20ein%20Sicherheitsabkommen%20mit%20Russland%20schlie%C3%9Fen%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der Zentralafrikanische Republik, Faustin-Archange Touadéra, ist zu einem einwöchigen Arbeitsbesuch in der Russischen Föderation aufgebrochen. Der Aufenthalt begann am 1. März mit der Abreise aus Bangui.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach offiziellen Angaben dient die Reise der <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-touadera-will-neue-politische-akzente-fuer-die-zentralafrikanische-republik/">Vertiefung der bilateralen Beziehungen</a> zwischen Bangui und Moskau. Der Besuch ist in zwei Phasen gegliedert: Zunächst hält sich Touadéra zu einem privaten Teil des Aufenthalts in Sankt Petersburg auf. Anschließend sind in Moskau öffentliche Treffen mit russischen Vertretern vorgesehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-in-moskau-geplant"><span id="gespraeche-in-moskau-geplant">Gespräche in Moskau geplant</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="870" height="488" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95024740-66567340-2.jpg" alt="" class="wp-image-25296 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95024740-66567340-2.jpg 870w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95024740-66567340-2-300x168.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95024740-66567340-2-768x431.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95024740-66567340-2-380x213.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/95024740-66567340-2-800x449.jpg 800w" sizes="(max-width: 870px) 100vw, 870px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am internationalen Flughafen Bangui M’Poko wurde der Präsident mit militärischen Ehren verabschiedet. Anwesend waren unter anderem Premierminister Félix Moloua, Mitglieder der Regierung, der russische Botschafter sowie der Generalstabschef der Streitkräfte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den geplanten Gesprächspartnern in Moskau äußerten sich die Behörden bislang nicht im Detail. Der Besuch erfolgt vor dem Hintergrund einer seit mehreren Jahren intensivierten sicherheitspolitischen Zusammenarbeit zwischen der Zentralafrikanischen Republik und Russland.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berichte-uber-mogliches-sicherheitsabkommen"><span id="berichte-ueber-moegliches-sicherheitsabkommen">Berichte über mögliches Sicherheitsabkommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://corbeaunews-centrafrique.org/ca-yest-il-est-parti-a-moscou-pour-signer-laccord-de-poutine-pour-afrikacor/">Medienberichte</a> aus Bangui spekulieren über ein mögliches Abkommen im Sicherheitsbereich. Demnach könnte es um eine formalisierte Zusammenarbeit mit dem sogenannten „Africa Corps“ gehen, der nach russischen Angaben dem Verteidigungsministerium untersteht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HBTk_1qbcAEV6wL-1024x720.jpeg" alt="" class="wp-image-25297 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HBTk_1qbcAEV6wL-1024x720.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HBTk_1qbcAEV6wL-300x211.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HBTk_1qbcAEV6wL-768x540.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HBTk_1qbcAEV6wL-380x267.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HBTk_1qbcAEV6wL-800x562.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HBTk_1qbcAEV6wL.jpeg 1081w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Offizielle Bestätigungen zu konkreten Vertragsunterzeichnungen liegen bislang nicht vor. In der Zentralafrikanischen Republik sind bereits seit Jahren russische Sicherheitskräfte präsent, darunter Einheiten der Gruppe Wagner.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriff-auf-russischen-konvoi"><span id="angriff-auf-russischen-konvoi">Angriff auf russischen Konvoi</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgleich wurde aus der Präfektur Nana-Gribizi von einem Angriff auf einen Konvoi russischer Kämpfer berichtet. Nach Angaben <a href="https://corbeaunews-centrafrique.org/nana-gribizi-mbres-2-mercenaires-russes-tues-un-autre-dans-un-etat-grave/">lokaler Medien</a> kamen dabei zwei russische Angehörige ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt. Der Angriff ereignete sich zwischen Mbrès und Ndélé.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="134" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/les-wagner-ti-azande.jpg" alt="" class="wp-image-25298 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sicherheitskräfte der Forces armées centrafricaines und russische Einheiten durchkämmten demnach das Gebiet, ohne die Angreifer zu stellen. Offizielle Stellungnahmen der Regierung in Bangui zu dem Vorfall lagen zunächst nicht vor.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch Touadéras in Russland fällt somit in eine Phase fortgesetzter sicherheitspolitischer Zusammenarbeit und anhaltender Spannungen im Landesinneren.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag reflektiert eigene Rolle in der Außen- , Entwicklung- und Verteidigungspolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-reflektiert-eigene-rolle-in-der-aussen-entwicklung-und-verteidigungspolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2026 20:53:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat eine aktuelle Ausarbeitung zur Rolle des Parlaments in der Außen-, Entwicklungs-&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-reflektiert-eigene-rolle-in-der-aussen-entwicklung-und-verteidigungspolitik%2F&amp;action_name=Bundestag%20reflektiert%20eigene%20Rolle%20in%20der%20Au%C3%9Fen-%20%2C%20Entwicklung-%20und%20Verteidigungspolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-reflektiert-eigene-rolle-in-der-aussen-entwicklung-und-verteidigungspolitik/">Bundestag reflektiert eigene Rolle in der Außen- , Entwicklung- und Verteidigungspolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat eine aktuelle Ausarbeitung zur Rolle des Parlaments in der Außen-, Entwicklungs- und Verteidigungspolitik vorgelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://www.bundestag.de/resource/blob/1150866/WD-2-006-26_EN.pdf">Mittelpunkt</a> steht die Frage, wie stark der Bundestag in zentrale Entscheidungen der sogenannten „externen Politikfelder“ eingebunden ist. Dazu zählen außenpolitische Maßnahmen, Entwicklungszusammenarbeit sowie Verteidigungspolitik.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-parlamentsmehrheit-als-grundlage-der-regierungspolitik"><span id="parlamentsmehrheit-als-grundlage-der-regierungspolitik">Parlamentsmehrheit als Grundlage der Regierungspolitik</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausarbeitung beschreibt zunächst die institutionelle Verzahnung zwischen Bundesregierung und Parlament. Anders als in präsidentiellen Systemen wird der Bundeskanzler vom Bundestag gewählt. Regierungshandeln ist damit grundsätzlich auf eine parlamentarische Mehrheit gestützt. Dieses Modell wird als „Gewaltenverschränkung“ bezeichnet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1080px-2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg" alt="" class="wp-image-11450 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verfügen Bundestag und Ausschüsse über umfassende Kontrollrechte. Minister können vorgeladen werden, Abgeordnete haben Fragerechte. Einschränkungen bestehen nur in eng definierten Kernbereichen exekutiver Eigenverantwortung, etwa bei sensiblen sicherheitsrelevanten Informationen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-zentrale-rolle-bei-krieg-einsatzen-und-vertragen"><span id="zentrale-rolle-bei-krieg-einsaetzen-und-vertraegen">Zentrale Rolle bei Krieg, Einsätzen und Verträgen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Bedeutung kommt dem Bundestag bei Fragen von Krieg und Frieden zu. Der sogenannte Verteidigungsfall muss mit einer Zweidrittelmehrheit festgestellt werden. Zudem unterliegen Auslandseinsätze der Bundeswehr grundsätzlich der vorherigen Zustimmung des Parlaments. Diese Parlamentsbeteiligung geht auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 1994 zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei völkerrechtlichen Verträgen ist das Parlament eingebunden. Während die Bundesregierung verhandelt, muss der Bundestag zentrale Abkommen ratifizieren, sofern sie die internationalen Beziehungen oder Bundesgesetzgebung betreffen oder europarechtliche Grundlagen verändern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-haushaltsrecht-als-politisches-steuerungsinstrument"><span id="haushaltsrecht-als-politisches-steuerungsinstrument">Haushaltsrecht als politisches Steuerungsinstrument</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres wesentliches Instrument ist das Haushaltsrecht. Der Bundestag entscheidet über die Mittelvergabe und kann so politische Prioritäten setzen. Besonders deutlich wird dieser Einfluss in der Entwicklungszusammenarbeit sowie bei größeren Rüstungsbeschaffungen. Verteidigungsvorhaben über 25 Millionen Euro müssen vom Haushalts- und Verteidigungsausschuss gebilligt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kontrolle-von-rustungsexporten-und-nachrichtendiensten"><span id="kontrolle-von-ruestungsexporten-und-nachrichtendiensten">Kontrolle von Rüstungsexporten und Nachrichtendiensten</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung legt dem Parlament jährlich einen Bericht zu Rüstungsexporten vor. Zudem existiert ein Unterausschuss zu Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für die Kontrolle der Nachrichtendienste ist das Parlamentarische Kontrollgremium zuständig. Dessen Existenz ist im Grundgesetz verankert. Es überwacht unter anderem den Bundesnachrichtendienst sowie den Militärischen Abschirmdienst.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-diplomatie-und-internationale-vernetzung"><span id="parlamentarische-diplomatie-und-internationale-vernetzung">Parlamentarische Diplomatie und internationale Vernetzung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben formalen Zuständigkeiten hebt die Ausarbeitung die Rolle <a href="https://fokus-afrika.de/delegationsreise-der-parlamentariergruppe-westafrika-nach-senegal-und-cabo-verde/">parlamentarischer Diplomatie</a> hervor. Der Bundestag unterhält 47 <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-delegation-besucht-aethiopien-und-suedsudan/">Parlamentarierfreundschaftsgruppen</a>. Abgeordnete wirken zudem in <a href="https://fokus-afrika.de/claudia-roth-entwicklungszusammenarbeit-ist-kein-nice-to-have/" type="post" id="22069">internationalen parlamentarischen Versammlungen</a> mit, darunter die Interparlamentarische Union, die Parlamentarische Versammlung des Europarates und die NATO-Parlamentarierversammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin des Bundestages nimmt regelmäßig repräsentative Aufgaben wahr und empfängt ausländische Staats- und Regierungsvertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse zeigt, dass der Bundestag nicht nur Kontrollorgan der Bundesregierung ist, sondern in zentralen Fragen der Außen-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik eigenständige Mitwirkungs- und Entscheidungsrechte besitzt.</p>
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			<media:title type="html">Berlin 2012</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokko verurteilt iranische Raketenangriffe und sichert Golfstaaten Unterstützung zu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 20:07:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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<p>Marokko hat die iranischen Raketenangriffe auf mehrere arabische Staaten scharf verurteilt und den betroffenen Ländern seine volle Unterstützung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu%2F&amp;action_name=Marokko%20verurteilt%20iranische%20Raketenangriffe%20und%20sichert%20Golfstaaten%20Unterst%C3%BCtzung%20zu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Marokko hat die iranischen Raketenangriffe auf mehrere arabische Staaten scharf verurteilt und den betroffenen Ländern seine volle Unterstützung zugesichert. König Mohammed VI. führte dazu am Samstag Telefonate mit führenden Staats- und Regierungschefs der Golfregion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Februar erklärte das marokkanische Außenministerium, die Angriffe stellten eine „eklatante Verletzung der nationalen Souveränität“ der betroffenen Staaten dar und seien eine „direkte Bedrohung für die Stabilität der Region“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-telefonate-mit-golfstaaten"><span id="telefonate-mit-golfstaaten">Telefonate mit Golfstaaten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="767" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-767x1024.jpg" alt="" class="wp-image-25226 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-767x1024.jpg 767w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-768x1025.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-380x507.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-800x1068.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty.jpg 960w" sizes="(max-width: 767px) 100vw, 767px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Königlichen Kabinetts sprach Mohammed VI. mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, mit Bahrains König Hamad bin Isa Al Khalifa, mit dem saudischen Kronprinzen und Ministerpräsidenten Mohammed bin Salman sowie mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der König bekräftigte die „starke Verurteilung der offensichtlichen Angriffe“ auf die Souveränität dieser Staaten. Er versicherte ihnen die „volle Unterstützung und Solidarität“ Marokkos bei allen legitimen Maßnahmen zum Schutz ihrer Sicherheit.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatte das Außenministerium ausdrücklich die Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait, Jordanien und Saudi-Arabien verurteilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auswirkungen-auf-den-luftverkehr"><span id="auswirkungen-auf-den-luftverkehr">Auswirkungen auf den Luftverkehr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die militärische Eskalation wirkte sich unmittelbar auf den Luftverkehr aus. Die nationale Fluggesellschaft Royal Air Maroc teilte mit, Flüge von und nach Katar würden wieder aufgenommen, sobald der katarische Luftraum sicher geöffnet werde. Passagiere wurden aufgefordert, den Status ihrer Flüge regelmäßig zu überprüfen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-25227 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-1024x577.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-768x433.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-800x451.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten in der Region, darunter Iran, Irak, Israel, Syrien, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate, kündigten zumindest teilweise Luftraumsperrungen an. Zahlreiche internationale Fluggesellschaften setzten daraufhin Verbindungen aus.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsdimension-fur-marokko"><span id="sicherheitsdimension-fuer-marokko">Sicherheitsdimension für Marokko</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko verweist seit Jahren auf Spannungen mit dem Iran. Rabat hatte 2018 die diplomatischen Beziehungen zu Teheran abgebrochen und dem Iran vorgeworfen, über die <a href="https://www.welt.de/politik/ausland/plus248426070/Geheimdienstberichte-Irans-weltumspannendes-Terror-Netz-gegen-Israel.html">Revolutionsgarden Kontakte zur Polisario-Front</a> zu unterhalten. <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">Iran weist militärische Verbindungen zurück.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 2024 hatte die iranische Vertreterin Zahra Ershadi vor der Vierten Kommission der Vereinten Nationen Marokko unter anderem vorgeworfen, Ressourcen in der Westsahara auszubeuten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-verbot-von-solidaritatskundgebungen"><span id="verbot-von-solidaritaetskundgebungen">Verbot von Solidaritätskundgebungen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. März untersagten die marokkanischen Behörden mehrere Solidaritätskundgebungen mit dem Iran in Rabat und Tanger. In der Hauptstadt sperrten Sicherheitskräfte den Zugang zum Parlamentsplatz an der Avenue Mohammed V. In Tanger wurde eine geplante Versammlung auf der Place Iberia aufgelöst. Nach Angaben lokaler Medien kam es dabei zu keinen gewaltsamen Zwischenfällen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutscher Bundestag analysiert Beziehungen zu Nigeria</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutscher-bundestag-analysiert-beziehungen-zu-nigeria/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 14:04:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages haben in einer aktuellen Ausarbeitung die politischen, wirtschaftlichen, entwicklungs- und sicherheitspolitischen Beziehungen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutscher-bundestag-analysiert-beziehungen-zu-nigeria%2F&amp;action_name=Deutscher%20Bundestag%20analysiert%20Beziehungen%20zu%20Nigeria&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutscher-bundestag-analysiert-beziehungen-zu-nigeria/">Deutscher Bundestag analysiert Beziehungen zu Nigeria</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages haben in einer aktuellen Ausarbeitung die politischen, wirtschaftlichen, entwicklungs- und sicherheitspolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und Nigeria umfassend dargestellt. Die Analyse mit dem <a href="https://www.bundestag.de/resource/blob/1150646/WD-2-004-26.pdf">Aktenzeichen WD 2 – 3000 – 004/26</a> beleuchtet insbesondere die sicherheitspolitische Dimension der Partnerschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-und-wirtschaftliche-verflechtung"><span id="politische-und-wirtschaftliche-verflechtung">Politische und wirtschaftliche Verflechtung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen gelten als breit aufgestellt. Deutschland stuft Nigeria als zentralen Partner in Subsahara-Afrika ein – nicht zuletzt wegen seiner Rolle als bevölkerungsreichstes Land des Kontinents und als regionale Führungsmacht in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/" type="post_tag" id="451">Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft</a> ECOWAS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im wirtschaftlichen Bereich erreichte das bilaterale Handelsvolumen 2025 rund drei Milliarden Euro. Deutschland exportiert vor allem Maschinen, Fahrzeuge und chemische Erzeugnisse, während Nigeria primär Erdöl und Erdgas liefert. Eine deutsch-nigerianische Energiepartnerschaft besteht seit 2008, ergänzt durch ein Wasserstoff-Diplomatiebüro in Abuja seit 2021.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungszusammenarbeit-mit-hohem-finanzvolumen"><span id="entwicklungszusammenarbeit-mit-hohem-finanzvolumen">Entwicklungszusammenarbeit mit hohem Finanzvolumen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="674" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-674x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-25202 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-674x1024.jpeg 674w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-197x300.jpeg 197w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-768x1167.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-1011x1536.jpeg 1011w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-380x577.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-800x1215.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-1160x1762.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ.jpeg 1348w" sizes="(max-width: 674px) 100vw, 674px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nigeria zählt zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Für 2023 werden Zusagen in Höhe von rund 640 Millionen Euro genannt, verteilt auf verschiedene Programme und Instrumente. Schwerpunkte sind nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Berufsbildung, Ernährungssicherung, erneuerbare Energien sowie Gesundheitsstrukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verweist die Analyse auf geplante Reformen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Zuge sinkender Haushaltsmittel, deren konkrete Auswirkungen auf Nigeria noch offen seien.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-als-zentrale-herausforderung"><span id="sicherheitslage-als-zentrale-herausforderung">Sicherheitslage als zentrale Herausforderung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonderes Gewicht legt die Ausarbeitung auf die innere Sicherheitslage Nigerias. Genannt werden <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-als-globaler-schwerpunkt-des-terrorismus-un-sicherheitsrat-fordert-koordinierte-antworten-fuer-westafrika/" type="post" id="22105">islamistische Gruppen wie Boko Haram und ISWAP</a>, wachsende organisierte Kriminalität, Entführungen sowie Konflikte zwischen sesshaften Bauern und Viehhirten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse weist darauf hin, dass Gewaltkonflikte häufig <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-gewalt-verschaerft-humanitaere-krise-jenseits-religioeser-konfliktlinien/" type="post" id="24175">vorschnell als rein religiös interpretiert würden</a>, während sozioökonomische Faktoren, Ressourcenkonflikte und staatliche Schwächen eine zentrale Rolle spielten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstützt Nigeria im Rahmen der <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-und-deutschland-intensivieren-zusammenarbeit-in-energie-und-regionalpolitik/" type="post" id="13073">sogenannten Ertüchtigungsinitiative</a> unter Federführung des Bundesverteidigungsministeriums durch Beratung, Ausbildung und begrenzte Ausstattungshilfe für Sicherheitskräfte. Zudem beteiligt sich Deutschland indirekt an der Unterstützung der Multinational Joint Task Force gegen Boko Haram.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategische-bedeutung"><span id="strategische-bedeutung">Strategische Bedeutung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftlichen Dienste kommen zu dem Schluss, dass Nigeria für Deutschland sowohl energiepolitisch als auch sicherheitspolitisch ein Schlüsselland in Westafrika bleibt. Die Beziehungen seien zunehmend in einen europäischen Rahmen eingebettet und umfassten Dialogformate, Energiekooperation, Entwicklungsprogramme sowie sicherheitspolitische Unterstützung.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Präsident Carlos Vila Nova reagiert auf Festnahme seines schwedischen Ex-Beraters</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesident-carlos-vila-nova-reagiert-auf-festnahme-seines-schwedischen-ex-beraters/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 15:06:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[São Tomé und Príncipe]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Präsident von São Tomé und Príncipe, Carlos Vila Nova, hat zur Festnahme eines schwedischen Staatsbürgers Stellung genommen,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesident-carlos-vila-nova-reagiert-auf-festnahme-seines-schwedischen-ex-beraters%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sident%20Carlos%20Vila%20Nova%C2%A0reagiert%20auf%20Festnahme%20seines%20schwedischen%20Ex-Beraters&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-carlos-vila-nova-reagiert-auf-festnahme-seines-schwedischen-ex-beraters/">Präsident Carlos Vila Nova reagiert auf Festnahme seines schwedischen Ex-Beraters</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident von São Tomé und Príncipe, Carlos Vila Nova, hat zur Festnahme eines schwedischen Staatsbürgers Stellung genommen, der zuvor als sein Sonderberater tätig war. Am 25. Februar 2026 erklärte das <a href="https://fokus-afrika.de/sao-tome-und-principe-praesident-carlos-vila-nova-entlaesst-regierung/">Staatsoberhaupt</a> auf einer <a href="https://www.stp-press.st/2026/02/25/presidente-da-republica-reage-caso-da-detencao-do-cidadao-sueco-seu-ex-conselheiro-especial/">Pressekonferenz</a> in São Tomé, er erwäge eine Strafanzeige gegen Personen und Einrichtungen, die ihn in sozialen Netzwerken mit „falschen Informationen“ diffamiert hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vila Nova betonte, dass der Betroffene zum Zeitpunkt seiner Ernennung über ein „sauberes Führungszeugnis“ verfügt habe, ausgestellt von den zuständigen Behörden. Erst nach dem Auftauchen von Informationen über eine mögliche Verwicklung in schwere Straftaten sei er umgehend seines Amtes enthoben worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-schwerer-straftaten"><span id="vorwuerfe-schwerer-straftaten">Vorwürfe schwerer Straftaten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="512" height="512" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/unnamed-8.jpg" alt="" class="wp-image-25174 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/unnamed-8.jpg 512w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/unnamed-8-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/unnamed-8-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/unnamed-8-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/unnamed-8-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/unnamed-8-380x380.jpg 380w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Präsidenten betreffen die gegen den schwedischen Staatsbürger erhobenen Vorwürfe unter anderem schwere Körperverletzung, unerlaubten Besitz und Gebrauch verbotener Waffen sowie schwere sexuelle Gewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Justiz setzt ihre Arbeit zur vollständigen Klärung der Angelegenheit fort“, sagte Vila Nova. Der Betroffene habe Anspruch auf die Unschuldsvermutung, solange keine Verurteilung vorliege.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-beteiligung-an-projekten-in-gesundheit-und-maritimer-sicherheit"><span id="beteiligung-an-projekten-in-gesundheit-und-maritimer-sicherheit">Beteiligung an Projekten in Gesundheit und maritimer Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident erklärte zudem, der ehemalige Sonderberater habe an zwei Projekten gearbeitet, die für das Land von großer Bedeutung seien. Dabei handele es sich um Vorhaben im Gesundheitssektor sowie im Bereich der maritimen Sicherheit im Golf von Guinea.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Umgang mit dem Fall in sozialen Medien äußerte Vila Nova, er prüfe die Möglichkeit, Strafanzeige gegen diejenigen zu erstatten, die die Situation genutzt hätten, um ihn zu diffamieren und falsche Informationen über seine Person zu verbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Details zu den Ermittlungen oder zum Stand des Verfahrens wurden nicht bekanntgegeben.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sambia und Tansania verstärken Sicherheit an gemeinsamer Grenze</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sambia-und-tansania-verstaerken-sicherheit-an-gemeinsamer-grenze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 14:56:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Sambia und Tansania haben sich auf zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Grenzsicherheit geeinigt. Am 27. Februar 2026 teilte&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsambia-und-tansania-verstaerken-sicherheit-an-gemeinsamer-grenze%2F&amp;action_name=Sambia%20und%20Tansania%20verst%C3%A4rken%20Sicherheit%20an%20gemeinsamer%20Grenze&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sambia-und-tansania-verstaerken-sicherheit-an-gemeinsamer-grenze/">Sambia und Tansania verstärken Sicherheit an gemeinsamer Grenze</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Sambia und Tansania haben sich auf zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Grenzsicherheit geeinigt. Am 27. Februar 2026 teilte das sambische Verteidigungsministerium mit, dass beide Länder Strategien zur Bekämpfung grenzüberschreitender organisierter Kriminalität verabschiedet haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarungen wurden im Rahmen der vierten Sitzung der Gemeinsamen Ständigen Kommission für Verteidigung und Sicherheit in Arusha erzielt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit bei Sicherheitsfragen entlang der gemeinsamen Grenze zu vertiefen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-umsetzung-vereinbarter-strategien-angekundigt"><span id="umsetzung-vereinbarter-strategien-angekuendigt">Umsetzung vereinbarter Strategien angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ständige Sekretär im sambischen Verteidigungsministerium, Maambo Haamaundu, <a href="https://www.lusakatimes.com/2026/02/27/zambia-tanzania-strengthen-border-security/">erklärte</a> zum Abschluss des Treffens der hochrangigen Beamten, die Umsetzung der beschlossenen Strategien werde Frieden und Sicherheit in beiden Ländern stärken. Sambia sei entschlossen, alle vereinbarten Maßnahmen umzusetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="691" height="460" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/6156ff5e-e47f-4d45-8d0d-474218aa2db3_691x460.jpg" alt="" class="wp-image-25169 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/6156ff5e-e47f-4d45-8d0d-474218aa2db3_691x460.jpg 691w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/6156ff5e-e47f-4d45-8d0d-474218aa2db3_691x460-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/6156ff5e-e47f-4d45-8d0d-474218aa2db3_691x460-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 691px) 100vw, 691px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sein tansanischer Amtskollege im Innenministerium, Ally Gugu, würdigte die Zusammenarbeit der Präsidentin Tansanias, Samia Suluhu Hassan, und des sambischen Präsidenten Hakainde Hichilema. Beide Staatsoberhäupter hätten die traditionell guten bilateralen Beziehungen weiter vertieft.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ministertreffen-zwischen-sambia-und-tansania-geplant"><span id="ministertreffen-zwischen-sambia-und-tansania-geplant">Ministertreffen zwischen Sambia und Tansania geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen der hochrangigen Beamten sollen in ein Ministertreffen münden. Erwartet wird die Teilnahme der Verteidigungs- und Innenminister beider Länder, um die Beschlüsse offiziell zu bestätigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des sambischen Verteidigungsministeriums konzentrieren sich die vereinbarten Maßnahmen auf die <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-sambia-bei-der-korruptionsbekaempfung/">Eindämmung transnationaler organisierter Kriminalität</a> entlang der Grenze. Weitere Details zu den konkreten Sicherheitsstrategien wurden nicht veröffentlicht.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Afrika-Kommando startet Militärübung „Justified Accord 2026“ in Ostafrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-afrika-kommando-startet-militaeruebung-justified-accord-2026-in-ostafrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 20:18:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dschibuti]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das US-Afrika-Kommando hat die multinationale Militärübung „Justified Accord 2026“ in Dschibuti, Kenia und Tansania begonnen. Am 24. Februar&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-afrika-kommando-startet-militaeruebung-justified-accord-2026-in-ostafrika%2F&amp;action_name=US-Afrika-Kommando%20startet%20Milit%C3%A4r%C3%BCbung%20%E2%80%9EJustified%20Accord%202026%E2%80%9C%20in%20Ostafrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-afrika-kommando-startet-militaeruebung-justified-accord-2026-in-ostafrika/">US-Afrika-Kommando startet Militärübung „Justified Accord 2026“ in Ostafrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das US-Afrika-Kommando hat die multinationale Militärübung „Justified Accord 2026“ in Dschibuti, Kenia und Tansania begonnen. Am 24. Februar 2026 startete die zweiwöchige Übung, an der rund 1.500 Soldatinnen und Soldaten aus den drei Gastgeberstaaten, den Vereinigten Staaten sowie <a href="https://fokus-afrika.de/maritime-sicherheit-im-indischen-ozean-uebung-cutlass-express-2026-startet-in-mauritius/">weiteren Partnerländern</a> teilnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übung gilt als größte jährliche Trainingsmaßnahme des US-Afrika-Kommandos in Ostafrika. Sie wird von der U.S. Army Southern European Task Force, Africa (SETAF-AF) geführt und läuft bis zum 13. März 2026.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-terrorismusbekampfung-und-einsatzbereitschaft"><span id="fokus-auf-terrorismusbekaempfung-und-einsatzbereitschaft">Fokus auf Terrorismusbekämpfung und Einsatzbereitschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.africom.mil/articles/36278/justified-accord-2026-begins-in-kenya-tanzania-djibouti">Angaben</a> der US-Streitkräfte dient „Justified Accord 2026“ der <a href="https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/">Stärkung regionaler Sicherheit und der Vertiefung militärischer Partnerschaften</a>. Ziel ist es, partnergeführte Sicherheitsoperationen gegen gemeinsame Bedrohungen, insbesondere im Bereich Terrorismus, zu ermöglichen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="825" height="550" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/250215-A-CO672-1752.jpg" alt="" class="wp-image-25138 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/250215-A-CO672-1752.jpg 825w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/250215-A-CO672-1752-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/250215-A-CO672-1752-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/250215-A-CO672-1752-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/250215-A-CO672-1752-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 825px) 100vw, 825px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Kenia stehen gemeinsame Führungs- und Koordinationsstrukturen im Mittelpunkt. Geplant sind unter anderem eine multinationale Gefechtsübung mit scharfem Schuss, eine Gefechtsstandübung zur Integration von Spezial- und konventionellen Kräften, Luft-Boden-Koordination sowie defensive Cyber-Operationen in Nairobi und Isiolo.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Tansania liegt der Schwerpunkt auf Einsatzbereitschaft und Krisenreaktion. Vorgesehen sind eine bilaterale Feldübung zur Dschungelkriegsführung und zur Bekämpfung improvisierter Sprengsätze sowie eine medizinische Übung zur Unterstützung lokaler Gemeinden und zur Stärkung der Einsatzfähigkeit der US-Streitkräfte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einbindung-von-nationalgardeeinheiten"><span id="einbindung-von-nationalgardeeinheiten">Einbindung von Nationalgardeeinheiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Element der Übung ist das „State Partnership Program“ des National Guard Bureau. Die Nationalgarde des Bundesstaates Massachusetts setzt ihre seit zehn Jahren bestehende Partnerschaft mit Kenia fort und führt komplexe Gefechtsausbildungen durch. Die Nationalgarde Nebraskas baut ihre neu etablierte Partnerschaft mit Tansania aus, mit einem Schwerpunkt auf medizinischer Einsatzbereitschaft und Bodentruppen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="825" height="550" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_tanzania_conduct_field_training_exercise_during_justified_accord_2025.jpg" alt="" class="wp-image-25139 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_tanzania_conduct_field_training_exercise_during_justified_accord_2025.jpg 825w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_tanzania_conduct_field_training_exercise_during_justified_accord_2025-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_tanzania_conduct_field_training_exercise_during_justified_accord_2025-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_tanzania_conduct_field_training_exercise_during_justified_accord_2025-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_tanzania_conduct_field_training_exercise_during_justified_accord_2025-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 825px) 100vw, 825px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Leiter der Übung bei SETAF-AF, Oberstleutnant Jason Fernandez, erklärte, die Stärke von „Justified Accord“ liege darin, dass die Partner die Führung übernähmen. Die Übung verkörpere das Prinzip der Lastenteilung und schaffe ein sicherheitspolitisches Netzwerk unter Führung der Partnerstaaten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-technologiemesse-im-rahmen-der-ubung"><span id="technologiemesse-im-rahmen-der-uebung">Technologiemesse im Rahmen der Übung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss sind sogenannte „Distinguished Visitor Days“ vorgesehen. In Abstimmung mit dem US-Verteidigungsministerium und dem US-Handelsministerium in Nairobi sollen ausgewählte US-amerikanische und afrikanische Anbieter ihre Technologien präsentieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_uk_kenya_somalia_tanzania_distinguished_visitors_participate_justified_accord-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25140 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_uk_kenya_somalia_tanzania_distinguished_visitors_participate_justified_accord-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_uk_kenya_somalia_tanzania_distinguished_visitors_participate_justified_accord-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_uk_kenya_somalia_tanzania_distinguished_visitors_participate_justified_accord-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_uk_kenya_somalia_tanzania_distinguished_visitors_participate_justified_accord-1536x1025.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_uk_kenya_somalia_tanzania_distinguished_visitors_participate_justified_accord-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_uk_kenya_somalia_tanzania_distinguished_visitors_participate_justified_accord-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_uk_kenya_somalia_tanzania_distinguished_visitors_participate_justified_accord-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/us_uk_kenya_somalia_tanzania_distinguished_visitors_participate_justified_accord.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Industrieveranstaltung soll kommerzielle Lösungen mit militärischen und behördlichen Anwendern verknüpfen. Thematische Schwerpunkte sind Terrorismusbekämpfung, unbemannte Luftfahrtsysteme sowie Abwehrmaßnahmen gegen Drohnen.</p>
</div></div>
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			<media:title type="html">US, Tanzania conduct field training exercise during Justified Accord 2025</media:title>
			<media:description type="html">U.S. Army soldiers with the East Africa Response Force (EARF), assigned to Combined Joint Task Force – Horn of Africa (CJTF-HOA), join U.S. Army Southern European Task Force, Africa (SETAF-AF) and the Tanzania People’s Defense Force (TPDF) for a group photo, culminating their field training exercise and concluding exercise Justified Accord (JA25), Feb. 15, 2025 at the Masata Military Training Base in Msata, Tanzania. The exercise JA25, is the premier U.S. Africa Command (USAFRICOM) exercise in East Africa, designed to enhance multinational combat readiness, strengthen crisis response capabilities and empower allies and partners in the region. Led by U.S. Army Southern European Task Force, Africa (SETAF-AF) and hosted in Kenya, Djibouti and Tanzania, JA25 integrates high-intensity training scenarios that sharpen warfighting skills, increase operational reach and enhance the ability to execute complex joint and multinational operations. The exercise runs from Feb. 10–21, 2025. (U.S. Army photo by Sgt. Michael Knight)</media:description>
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			<media:title type="html">US, UK, Kenya, Somalia, Tanzania, distinguished visitors participate in Justified Accord</media:title>
			<media:description type="html">U.S. Soldiers assigned to Chosen Company, 2nd Battalion, 503rd Infantry Regiment, 173rd Airborne Brigade; join 1st Battalion, 182nd Infantry Regiment, 51st Troop Command, 27th Infantry Brigade Combat Team, Massachusetts National Guard; the Kenya Defence Forces (KDF); Somalia Danab; Tanzania People&#039;s Defence Forces; and 3rd Rifles, 11th Infantry Brigade, 1st (United Kingdom) Division, pose for a group photo while a KDF F5, assigned to the 15th Fighter Wing flies over at the Counter Insurgency Terrorism and Stability Operations center during Justified Accord 2025 (JA25) in Nanyuki, Kenya, Feb. 20, 2025. JA25 is the premier U.S. Africa Command (USAFRICOM) exercise in East Africa, designed to enhance multinational combat readiness, strengthen crisis response capabilities and empower allies and partners in the region. Led by U.S. Army Southern European Task Force, Africa (SETAF-AF) and hosted by Kenya, Djibouti and Tanzania, JA25 integrates high-intensity training scenarios that sharpen warfighting skills, increase operational reach and enhance the ability to execute complex joint and multinational operations. The exercise runs from Feb. 10–21, 2025. (U.S. Army photo by Sgt. Kylejian Francia)</media:description>
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	</item>
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		<title>EU und Angola bekräftigen Partnerschaft und Fokus auf Lobito-Korridor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-und-angola-bekraeftigen-partnerschaft-und-fokus-auf-lobito-korridor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 19:48:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Europäische Union und Angola haben bei ihrem siebten Ministertreffen in Brüssel ihre strategische Partnerschaft vertieft und eine&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-und-angola-bekraeftigen-partnerschaft-und-fokus-auf-lobito-korridor%2F&amp;action_name=EU%20und%20Angola%20bekr%C3%A4ftigen%20Partnerschaft%20und%20Fokus%20auf%20Lobito-Korridor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-angola-bekraeftigen-partnerschaft-und-fokus-auf-lobito-korridor/">EU und Angola bekräftigen Partnerschaft und Fokus auf Lobito-Korridor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union und Angola haben bei ihrem siebten Ministertreffen in Brüssel ihre strategische Partnerschaft vertieft und eine engere Zusammenarbeit in Sicherheit, Handel und Investitionen vereinbart. Am 26. Februar 2026 verabschiedeten beide Seiten ein gemeinsames <a href="https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2026/02/26/joint-communique-european-union-angola-joint-way-forward/">Kommuniqué</a>, in dem sie ihre Verpflichtung zur „Joint Way Forward“-Agenda von 2012 erneuerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen wurde vom angolanischen Außenminister Téte António und dem belgischen Vizepremier- und Außenminister Maxime Prévot im Namen des EU-Außenbeauftragten geleitet. Im Mittelpunkt standen politische und sicherheitspolitische Fragen in Europa und Afrika, multilaterale Zusammenarbeit sowie wirtschaftliche Prioritäten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-multilaterale-ordnung-und-ukraine"><span id="sicherheit-multilaterale-ordnung-und-ukraine">Sicherheit, multilaterale Ordnung und Ukraine</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten betonten die Bedeutung eines vertieften politischen Dialogs zu Frieden und Sicherheit. Sie bekräftigten ihre Unterstützung für eine Reform des UN-Sicherheitsrats, um diesen repräsentativer und effizienter zu gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf aktuelle Konflikte verwiesen EU und Angola auf die Verpflichtung aller Staaten zur Einhaltung der Charta der Vereinten Nationen, insbesondere hinsichtlich Souveränität und territorialer Integrität. Beide Seiten erneuerten ihre Unterstützung für die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Bezug auf afrikanische Konfliktkontexte nannten sie die Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo, im Sahel, im Sudan sowie den Friedensprozess in der Zentralafrikanischen Republik. Sie lehnten verfassungswidrige Machtübernahmen ab und unterstützten regionale Initiativen unter Einbindung von Afrikanischer Union und Vereinten Nationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-maritime-sicherheit-im-golf-von-guinea"><span id="maritime-sicherheit-im-golf-von-guinea">Maritime Sicherheit im Golf von Guinea</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich Sicherheits- und Verteidigungskooperation vereinbarten beide Seiten eine Fortsetzung des Dialogs, insbesondere zur maritimen Sicherheit im Golf von Guinea. Angola ist Gastgeber des Zentrums der Zone A der Yaoundé-Architektur. Die EU bot Unterstützung an, um das Multinationale Maritime Koordinierungszentrum in Luanda einsatzbereit zu machen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCE7LaUWUAAcwlw-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-25128 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCE7LaUWUAAcwlw-1024x576.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCE7LaUWUAAcwlw-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCE7LaUWUAAcwlw-768x432.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCE7LaUWUAAcwlw-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCE7LaUWUAAcwlw-800x450.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCE7LaUWUAAcwlw-1160x653.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCE7LaUWUAAcwlw.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind unter anderem gemeinsame Hafenbesuche, Ausbildungsmaßnahmen auf See sowie die Stärkung von Rechtsrahmen und Durchsetzungsfähigkeiten zur Bekämpfung illegaler Aktivitäten auf See.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lobito-korridor-als-schlusselprojekt"><span id="lobito-korridor-als-schluesselprojekt">Lobito-Korridor als Schlüsselprojekt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt des Treffens war die Global-Gateway-Strategie der EU mit besonderem Fokus auf den Lobito-Korridor. Beide Seiten bezeichneten das Infrastrukturprojekt als strategische Achse für industrielle Entwicklung, regionale Integration und wirtschaftliche Diversifizierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU verwies auf ihre Rolle als Partner bei Finanzierung, Technologie und Logistik entlang des Korridors. Investitionen sollen unter anderem in Berufsbildung, erneuerbare Energien, nachhaltige Landwirtschaft, Biodiversität, Logistikplattformen sowie in die blaue Wirtschaft fließen. Zur Stärkung der Zivilgesellschaft entlang des Korridors stellte die EU zehn Millionen Euro bereit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handel-investitionen-und-regionale-integration"><span id="handel-investitionen-und-regionale-integration">Handel, Investitionen und regionale Integration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU begrüßte Angolas Beitritt zur Freihandelszone der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika am 8. Juni 2025. Dieser Schritt ebnet den Weg für einen möglichen Beitritt Angolas zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und der SADC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten hoben zudem die Bedeutung des EU-Angola-Abkommens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen hervor, das am 1. September 2024 in Kraft trat. Ziel ist es, das Investitionsklima zu verbessern, Wertschöpfungsketten zu stärken und qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angola und die EU vereinbarten, die Gespräche über ein mögliches Partnerschaftsabkommen im Bereich nachhaltige Fischerei fortzusetzen. Zudem bekräftigten sie ihre gemeinsame Verpflichtung zur Bekämpfung illegaler, nicht gemeldeter und unregulierter Fischerei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klima-biodiversitat-und-globale-gesundheit"><span id="klima-biodiversitaet-und-globale-gesundheit">Klima, Biodiversität und globale Gesundheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich Klimapolitik verwiesen beide Seiten auf die Ziele des Pariser Abkommens und die Notwendigkeit, die globale Energiewende voranzutreiben. Sie unterstützten das Ziel, die weltweite Kapazität erneuerbarer Energien bis 2030 zu verdreifachen und die Energieeffizienz zu steigern.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The 7th Meeting between the European Union (EU) and the Republic of Angola, within the framework of the Joint Path Action Programme, has just ended in Brussels, Kingdom of Belgium. <a href="https://t.co/SByU7zipmr">pic.twitter.com/SByU7zipmr</a></p>— Ministério das Relações Exteriores/MRE -(Angola) (@angola_Mirex) <a href="https://twitter.com/angola_Mirex/status/2027061949163303109?ref_src=twsrc%5Etfw">February 26, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Angola plant die Überarbeitung seiner nationalen Biodiversitätsstrategie im Einklang mit dem globalen Biodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal. Beide Seiten bekräftigten zudem ihre Unterstützung für die Beendigung der Entwaldung bis 2030.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gesundheitsbereich vereinbarten sie eine engere Zusammenarbeit bei Pandemievorsorge, lokaler Produktion von Gesundheitsprodukten und der Reform der globalen Gesundheitsarchitektur mit der Weltgesundheitsorganisation im Zentrum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nächste, achte Ministertreffen soll in Luanda stattfinden. Zuvor ist ein Treffen auf Ebene hoher Beamter vorgesehen, um die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen zu überprüfen.</p>
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			<media:title type="html">HCE7LaUWUAAcwlw</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>UN warnt vor fragiler Lage nach Wahlen in der Zentralafrikanischen Republik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-fragiler-lage-nach-wahlen-in-der-zentralafrikanischen-republik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 23:11:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[MINUSCA]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Fortschritte nach den Wahlen in der Zentralafrikanischen Republik bleiben nach Einschätzung der Vereinten Nationen fragil und sind&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-warnt-vor-fragiler-lage-nach-wahlen-in-der-zentralafrikanischen-republik%2F&amp;action_name=UN%20warnt%20vor%20fragiler%20Lage%20nach%20Wahlen%20in%20der%20Zentralafrikanischen%20Republik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-warnt-vor-fragiler-lage-nach-wahlen-in-der-zentralafrikanischen-republik/">UN warnt vor fragiler Lage nach Wahlen in der Zentralafrikanischen Republik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Fortschritte nach den Wahlen in der Zentralafrikanischen Republik bleiben nach Einschätzung der Vereinten Nationen fragil und sind auf anhaltende internationale Unterstützung angewiesen. Am 25. Februar 2026 <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16305.doc.htm">informierte</a> Valentine Rugwabiza, Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs und Leiterin der Stabilisierungsmission MINUSCA, den Sicherheitsrat in New York über die Lage im Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am <a href="https://fokus-afrika.de/wahlen-in-der-zentralafrikanische-republik-anicet-georges-dologuele-erklaert-sich-zum-sieger/" type="post" id="23197">28. Dezember 2025 fanden kombinierte Präsidentschafts-, Parlaments-, Regional- und Kommunalwahlen statt</a>. Es handelte sich um die ersten Kommunalwahlen seit 1988 und nach Angaben der UN um die umfangreichsten Wahloperationen in der Geschichte des Landes.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-bleibt-angespannt"><span id="sicherheitslage-bleibt-angespannt">Sicherheitslage bleibt angespannt</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3ViXIAAeoo7.jpeg" alt="" class="wp-image-25103 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3ViXIAAeoo7.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3ViXIAAeoo7-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3ViXIAAeoo7-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3ViXIAAeoo7-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3ViXIAAeoo7-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3ViXIAAeoo7-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3ViXIAAeoo7-800x600.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rugwabiza erklärte, die Wahlen seien das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen der Regierung in Bangui und von MINUSCA zur Ausweitung staatlicher Autorität sowie zur Umsetzung des Friedensabkommens von 2019. Die Mission habe maßgeblich zu einem sicheren Umfeld während des Wahlkampfs und am Wahltag beigetragen, auch in den meisten als Brennpunkte geltenden Regionen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verwies sie auf fortbestehende Sicherheitsprobleme. Während sich die <a href="https://fokus-afrika.de/fortschritte-auf-dem-weg-zu-den-wahlen-2025-in-zar/">Lage im Westen und in Teilen der Mitte des Landes verbessert habe</a>, dauerten Angriffe im Nordosten und Südosten an. In der Präfektur Haut-Mbomou seien 21 Wahllokale aus Sicherheitsgründen geschlossen geblieben. Die Unsicherheit verschärfe zudem interkommunale Spannungen und erschwere den humanitären Zugang.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132375-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25101 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132375-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132375-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132375-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132375-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132375-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132375-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132375.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Nordosten habe der Konflikt im benachbarten Sudan zu einem Zustrom tausender Geflüchteter in die Präfektur Vakaga geführt. MINUSCA arbeite in beiden Regionen am Schutz der Zivilbevölkerung, sei jedoch durch Liquiditätsengpässe in ihrer Einsatzfähigkeit beeinträchtigt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzielle-engpasse-belasten-minusca"><span id="finanzielle-engpaesse-belasten-minusca">Finanzielle Engpässe belasten MINUSCA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leiterin der Mission berichtete, MINUSCA habe Effizienzmaßnahmen eingeleitet, Ausgaben strikt kontrolliert und ihre Präsenz nach einer <a href="https://fokus-afrika.de/minusca-in-der-zentralafrikanischen-republik-kaempft-mit-15-budgetkuerzungen/" type="post" id="21092">Reduzierung uniformierter Kräfte angepasst</a>. Diese Neuausrichtungen hätten operative Auswirkungen. Die Phase nach den Wahlen sei entscheidend für die Konsolidierung politischer, friedens- und sicherheitspolitischer Fortschritte. Eine schrittweise Übergabe von Aufgaben an nationale Institutionen müsse sich an deren tatsächlicher Leistungsfähigkeit orientieren und erfordere ausreichende finanzielle Ressourcen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132377-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25100 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132377-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132377-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132377-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132377-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132377-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132377-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71132377.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitgliedstaaten warnten vor den Folgen unzureichender Finanzierung. Vertreter der Demokratischen Republik Kongo, Liberias und Somalias betonten, finanzielle Einschränkungen könnten die Beweglichkeit der Mission einschränken und ihre Fähigkeit zum Schutz der Zivilbevölkerung beeinträchtigen. Frankreich, Griechenland und Bahrain verwiesen auf die zentrale Rolle von MINUSCA bei der Absicherung des Wahlprozesses.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter Pakistans, das mehr als 1.200 uniformierte Kräfte stellt, erklärte, Truppensteller seien seit Ende September 2025 nicht mehr für Personalkosten und seit Ende Dezember 2024 nicht mehr für Ausrüstung erstattet worden. Damit trügen sie neben personellen Beiträgen auch erhebliche finanzielle Lasten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-debatte-uber-kunftige-rolle-der-mission"><span id="debatte-ueber-kuenftige-rolle-der-mission">Debatte über künftige Rolle der Mission</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Vereinigten Staaten</a> hatten sich im <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mandat-bis-november-2026/" type="post" id="21972">November 2025 bei der Verlängerung des Mandats</a> enthalten und für eine stärkere Übernahme von Aufgaben durch nationale Behörden plädiert. Der US-Vertreter sprach nun von der Notwendigkeit, die Haltung der Mission zu überprüfen und Verantwortlichkeiten schrittweise an die Regierung zu übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter der Zentralafrikanischen Republik warnte hingegen vor einem übereilten Übergang. Die vorübergehende Aussetzung von Entwaffnungs- und Reintegrationsprogrammen während der Wahlen habe mit einem Anstieg von Sicherheitsvorfällen im Westen und in der Mitte des Landes zusammengefallen. Eine Übertragung sicherheitsrelevanter Aufgaben müsse schrittweise erfolgen und sich an überprüfbaren Fortschritten orientieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="773" height="475" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3VuWUAAxeGi.jpeg" alt="" class="wp-image-25102 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3VuWUAAxeGi.jpeg 773w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3VuWUAAxeGi-300x184.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3VuWUAAxeGi-768x472.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HCCF3VuWUAAxeGi-380x234.jpeg 380w" sizes="(max-width: 773px) 100vw, 773px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Ratsmitglieder forderten zudem verstärkte Bemühungen im Bereich Rechtsstaatlichkeit und Rechenschaftspflicht. Vertreter des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Vereinigten Königreichs</a> äußerten Sorge über Berichte zu Menschenrechtsverletzungen durch Sicherheitsakteure und riefen zur sorgfältigen Auswahl von Sicherheitspartnern auf.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion im Sicherheitsrat machte deutlich, dass die internationale Unterstützung für die Zentralafrikanische Republik in der Phase nach den Wahlen weiterhin als zentraler Faktor für Stabilität und institutionelle Konsolidierung betrachtet wird.</p>
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		<item>
		<title>Marokko kündigt Beteiligung an Stabilisierungsmission für Gaza an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-kuendigt-beteiligung-an-stabilisierungsmission-fuer-gaza-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 20:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Marokko will sich mit Truppen, Polizeiausbildern und humanitärer Unterstützung an einer internationalen Stabilisierungsmission für Gaza beteiligen. Das kündigte&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-kuendigt-beteiligung-an-stabilisierungsmission-fuer-gaza-an%2F&amp;action_name=Marokko%20k%C3%BCndigt%20Beteiligung%20an%20Stabilisierungsmission%20f%C3%BCr%20Gaza%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-kuendigt-beteiligung-an-stabilisierungsmission-fuer-gaza-an/">Marokko kündigt Beteiligung an Stabilisierungsmission für Gaza an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Marokko will sich mit Truppen, Polizeiausbildern und humanitärer Unterstützung an einer internationalen Stabilisierungsmission für Gaza beteiligen. Das kündigte Außenminister Nasser Bourita bei der <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-unterzeichnet-gruendungsurkunde-des-neuen-friedensrates-von-donald-trump/" type="post" id="23837">konstituierenden Sitzung</a> eines von den Vereinigten Staaten initiierten „Friedensrates“ in Washington am 19. Februar 2026 an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben aus marokkanischen und US-Kreisen gehört das Königreich zu fünf Staaten, die sich an der Mission beteiligen wollen. Neben Marokko wurden Indonesien, Kasachstan, Kosovo und Albanien genannt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-truppen-polizeiausbildung-und-feldlazarett"><span id="truppen-polizeiausbildung-und-feldlazarett">Truppen, Polizeiausbildung und Feldlazarett</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko will Soldaten für friedenserhaltende Aufgaben entsenden und Ausbilder stellen, die beim Aufbau und der Schulung einer künftigen lokalen Polizei in Gaza mitwirken sollen. Zudem sollen die Königlich Marokkanischen Streitkräfte ein militärisches Feldlazarett bereitstellen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Points saillants de l&#39;allocution de Monsieur le Ministre Nasser Bourita lors de la réunion inaugurale du Conseil de Paix<a href="https://twitter.com/BoardOfPeace?ref_src=twsrc%5Etfw">@BoardOfPeace</a> <a href="https://t.co/hNqfr2ffcW">pic.twitter.com/hNqfr2ffcW</a></p>— Maroc Diplomatie 🇲🇦 (@MarocDiplomatie) <a href="https://twitter.com/MarocDiplomatie/status/2024565233201639640?ref_src=twsrc%5Etfw">February 19, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus kündigte Rabat Beiträge zu Programmen der Deradikalisierung sowie zur Förderung von Toleranz und Koexistenz an. Nach Angaben des Kommandeurs der internationalen Truppe, Generalmajor Jasper Jeffers, soll die Mission den Waffenstillstand überwachen, friedenserhaltende Aufgaben übernehmen und humanitäre Maßnahmen unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesamtstärke der geplanten Truppe wird auf rund 20.000 Soldaten geschätzt. Der Einsatz soll zunächst im Süden des Gazastreifens in Rafah beginnen und anschließend schrittweise auf weitere Gebiete ausgeweitet werden. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a> und Jordanien sollen parallel mit rund 12.000 Beamten den Aufbau von Polizeistrukturen unterstützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unterstutzung-fur-us-friedensplan"><span id="unterstuetzung-fuer-us-friedensplan">Unterstützung für US-Friedensplan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede erklärte Nasser Bourita, <a href="https://fokus-afrika.de/koenigliche-mitteilung-marokko-ruft-zu-dauerhaften-frieden-in-gaza-auf/">König Mohammed VI unterstütze den 20-Punkte-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump</a>. Der Plan habe zu einem Waffenstillstand geführt, das Ende einer „tragischen“ Kriegsphase ermöglicht und einen pragmatischen Ansatz für den Wiederaufbau von Gaza eröffnet.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">🚨🇲🇦🇺🇸🇵🇸🇮🇱🚨<br><br>Lors du Premier sommet du &quot;Board of Peace&quot;;<br><br>Devant Trump, Mr Bourita a enumeré les engagemens du Maroc dans le plan de paix à Gaza:<br><br>1️⃣💵 Une contribution financière (qui a déjà ete faite) ✅ <br><br>2️⃣👮‍♂️ Le déploiement d&#39;officiers de police et la formation des policiers… <a href="https://t.co/D2Z48fBtuF">pic.twitter.com/D2Z48fBtuF</a></p>— Jaf (@Jafkech) <a href="https://twitter.com/Jafkech/status/2024523383455490295?ref_src=twsrc%5Etfw">February 19, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita betonte zugleich die Notwendigkeit, die Rechte der Palästinenser im Westjordanland zu wahren und deren institutionelle Vertretung zu stärken. Die zweite Phase des US-Plans sieht nach vorliegenden Angaben die Entmilitarisierung der Hamas, den Rückzug der israelischen Armee sowie die Einrichtung einer vorläufigen palästinensischen Verwaltung vor, die von einem internationalen Expertengremium unterstützt werden soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzielle-beitrage-fur-wiederaufbau"><span id="finanzielle-beitraege-fuer-wiederaufbau">Finanzielle Beiträge für Wiederaufbau</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben militärischen und sicherheitsbezogenen Beiträgen sagte Marokko auch finanzielle Unterstützung für Hilfsprogramme in Gaza zu. Insgesamt sollen neun Staaten gemeinsam sieben Milliarden US-Dollar bereitstellen. Die konkrete marokkanische Beteiligung wurde nicht beziffert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1620px-P20251003MR-0355_President_Donald_Trump_receives_an_update_from_Secretary_of_State_Marco_Rubio_on_the_U.S._peace_plan_for_Gaza-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21482 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1620px-P20251003MR-0355_President_Donald_Trump_receives_an_update_from_Secretary_of_State_Marco_Rubio_on_the_U.S._peace_plan_for_Gaza-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1620px-P20251003MR-0355_President_Donald_Trump_receives_an_update_from_Secretary_of_State_Marco_Rubio_on_the_U.S._peace_plan_for_Gaza-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1620px-P20251003MR-0355_President_Donald_Trump_receives_an_update_from_Secretary_of_State_Marco_Rubio_on_the_U.S._peace_plan_for_Gaza-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1620px-P20251003MR-0355_President_Donald_Trump_receives_an_update_from_Secretary_of_State_Marco_Rubio_on_the_U.S._peace_plan_for_Gaza-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1620px-P20251003MR-0355_President_Donald_Trump_receives_an_update_from_Secretary_of_State_Marco_Rubio_on_the_U.S._peace_plan_for_Gaza-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1620px-P20251003MR-0355_President_Donald_Trump_receives_an_update_from_Secretary_of_State_Marco_Rubio_on_the_U.S._peace_plan_for_Gaza-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1620px-P20251003MR-0355_President_Donald_Trump_receives_an_update_from_Secretary_of_State_Marco_Rubio_on_the_U.S._peace_plan_for_Gaza-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1620px-P20251003MR-0355_President_Donald_Trump_receives_an_update_from_Secretary_of_State_Marco_Rubio_on_the_U.S._peace_plan_for_Gaza.jpg 1620w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten wollen nach eigenen Angaben zehn Milliarden US-Dollar mobilisieren. Für den vollständigen Wiederaufbau des Gazastreifens werden Schätzungen zufolge rund 70 Milliarden US-Dollar benötigt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der von Washington initiierte „Friedensrat“ ist als alternatives Koordinierungsformat konzipiert und soll die Umsetzung des US-Friedensplans begleiten.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump receives an update from Secretary of State Marco Rubio on the U.S. peace plan for Gaza in the Oval Office, Friday, October 3, 2025. (Official White House Photo by Molly Riley)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Merz telefoniert mit Nigerias Präsident Tinubu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/merz-telefoniert-mit-nigerias-praesident-tinubu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 21:05:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=24818</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bundeskanzler Friedrich Merz und Nigerias Präsident Bola Ahmed Tinubu haben eine Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Energie und Infrastruktur&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmerz-telefoniert-mit-nigerias-praesident-tinubu%2F&amp;action_name=Merz%20telefoniert%20mit%20Nigerias%20Pr%C3%A4sident%20Tinubu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/merz-telefoniert-mit-nigerias-praesident-tinubu/">Merz telefoniert mit Nigerias Präsident Tinubu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz und Nigerias Präsident Bola Ahmed Tinubu haben eine Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Energie und Infrastruktur vereinbart. Nach Angaben des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung telefonierten beide Staats- und Regierungschefs am 18. Februar 2026 über die Lage in der Region und künftige Kooperationsfelder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland werde Nigeria weiterhin bei seinen Stabilisierungsbemühungen unterstützen, erklärte der Bundeskanzler. Beide Seiten würdigten die langjährigen und engen Beziehungen zwischen Deutschland und Nigeria und verständigten sich darauf, die wirtschaftliche Zusammenarbeit auszubauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-austausch-zwischen-merz-und-tinubu-zur-wirtschaftlichen-kooperation"><span id="austausch-zwischen-merz-und-tinubu-zur-wirtschaftlichen-kooperation">Austausch zwischen Merz und Tinubu zur wirtschaftlichen Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Merz würdigte die langjährigen und engen Beziehungen zwischen Deutschland und Nigeria. Beide Staats- und Regierungschefs vereinbarten, die <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-und-deutschland-intensivieren-zusammenarbeit-in-energie-und-regionalpolitik/">Zusammenarbeit insbesondere im wirtschaftlichen Bereich</a> weiter zu vertiefen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:37% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="800" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bola_Tinubu_portrait-2.jpg" alt="" class="wp-image-24819 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bola_Tinubu_portrait-2.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bola_Tinubu_portrait-2-240x300.jpg 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bola_Tinubu_portrait-2-380x475.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.channelstv.com/2026/02/18/tinubu-german-chancellor-to-collaborate-on-security-power/">Angaben</a> der nigerianischen Präsidentschaft tauschten sich Merz und Tinubu insbesondere über die sogenannte Presidential Power Initiative aus. Präsident Tinubu habe darauf hingewiesen, dass Nigeria Unterstützung beim Ausbau der Stromübertragung benötige.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundeskanzler habe zugesagt, dass Siemens bereit sei, bei der Umsetzung zu helfen. Zudem habe Deutsche Banksignalisiert, das Projekt finanzieren zu wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus vereinbarten beide Seiten eine engere Kooperation im Eisenbahnsektor sowie bei der Förderung kreativer Industrien und der beruflichen Qualifizierung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria gilt als bevölkerungsreichstes Land Afrikas und spielt eine <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-nigeria-vertiefen-zusammenarbeit-zu-religionsfreiheit-und-sicherheit/" type="post" id="23912">zentrale Rolle für Sicherheit</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-deutschland-eu-programm-zur-foerderung-gruener-energiewirtschaft-vorgestellt/" type="post" id="12269">wirtschaftliche Entwicklung</a> in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/" type="category" id="64">Westafrika</a>. Weitere Details zu konkreten Projekten oder Vereinbarungen wurden zunächst nicht bekanntgegeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-im-sahel-im-gesprach"><span id="sicherheitslage-im-sahel-im-gespraech">Sicherheitslage im Sahel im Gespräch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt des Telefonats war die Sicherheitslage im Sahel. Beide Staats- und Regierungschefs äußerten sich besorgt über die Entwicklungen in der Region. Präsident Tinubu sprach sich nach Angaben seiner Präsidentschaft für die Lieferung gebrauchter Hubschrauber aus, um Aufklärungs- und Überwachungsmaßnahmen zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Sahel-Korridor ist problematisch und benötigt unsere Unterstützung. Aufklärungsunterstützung ist notwendig“, wurde Tinubu zitiert.</p>



<h2 id="kulturelle-kooperation-und-diplomatische-kontakte" class="wp-block-heading">Kulturelle Kooperation und diplomatische Kontakte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Merz betonte laut nigerianischer Darstellung die Bedeutung kultureller Zusammenarbeit und sprach sich für die Einrichtung eines „Great Museum of African Arts“ aus. Zudem verwies er auf die Erwartung der baldigen Ankunft des neuen nigerianischen Botschafters in Berlin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das rund neuminütige Telefonat unterstreicht die Bestrebungen beider Regierungen, die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Nigeria in einer Phase regionaler sicherheitspolitischer Spannungen weiter auszubauen.</p>
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		<title>USA und Mauritius intensivieren sicherheitspolitische Abstimmung im Indischen Ozean</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-und-mauritius-intensivieren-sicherheitspolitische-abstimmung-im-indischen-ozean/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 00:25:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mauritius]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinigten Staaten und Mauritius intensivieren ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit im Indischen Ozean. Vom 23. bis 25. Februar 2026&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-und-mauritius-intensivieren-sicherheitspolitische-abstimmung-im-indischen-ozean%2F&amp;action_name=USA%20und%20Mauritius%20intensivieren%20sicherheitspolitische%20Abstimmung%20im%20Indischen%20Ozean&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-mauritius-intensivieren-sicherheitspolitische-abstimmung-im-indischen-ozean/">USA und Mauritius intensivieren sicherheitspolitische Abstimmung im Indischen Ozean</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten und Mauritius intensivieren ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit im Indischen Ozean. Vom 23. bis 25. Februar 2026 führen Vertreter des US-Außenministeriums in Port Louis bilaterale Sicherheitsgespräche, während zeitgleich die von den USA unterstützte <a href="https://fokus-afrika.de/maritime-sicherheit-im-indischen-ozean-uebung-cutlass-express-2026-startet-in-mauritius/" type="post" id="24383">Marineübung</a> Cutlass Express 2026 die maritime Kooperation in der Region vertieft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen die künftige Absicherung des Chagos-Archipels mit dem gemeinsamen US-britischen Stützpunkt Diego Garcia sowie die Bekämpfung illegaler Aktivitäten im westlichen Indischen Ozean.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsgesprache-zum-chagos-archipel"><span id="sicherheitsgespraeche-zum-chagos-archipel">Sicherheitsgespräche zum Chagos-Archipel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche in Port Louis werden vom Bureau of Political-Military Affairs des US-Außenministeriums geleitet. Beteiligt sind Vertreter mehrerer US-Behörden. Nach Angaben des Außenministeriums unterstreichen die Konsultationen die strategische Bedeutung des Chagos-Archipels für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/us-senator-kennedy-warnt-vor-gefaehrdung-der-militaerbasis-diego-garcia/" type="post" id="24388">Washington unterstützt die Entscheidung des Vereinigten Königreichs, sein Abkommen mit Mauritius zum Archipel fortzuführen.</a> Zugleich bekräftigt die US-Regierung ihren Wunsch, mit London ein bilaterales Abkommen abzuschließen, das die langfristige Nutzung der militärischen Einrichtungen auf Diego Garcia sicherstellt. Die Vereinigten Staaten verweisen darauf, dass die Basis auch zur Stabilität im Indischen Ozean beitrage.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-cutlass-express-2026-in-port-louis"><span id="cutlass-express-2026-in-port-louis">Cutlass Express 2026 in Port Louis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits vom 2. bis 12. Februar fand in Mauritius die Marineübung Cutlass Express 2026 statt. Die Übung wird vom US Africa Command organisiert und von der US Sixth Fleet unterstützt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPf6YXoAIogyd-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-24776 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPf6YXoAIogyd-1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPf6YXoAIogyd-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPf6YXoAIogyd-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPf6YXoAIogyd-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPf6YXoAIogyd-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPf6YXoAIogyd-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPf6YXoAIogyd-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPf6YXoAIogyd.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.africom.mil/articles/36199/exercise-cutlass-express-2026-to-enhance-maritime-security-in-east-africa">Angaben</a> von AFRICOM richtet sich das Training gegen Drogenhandel, Menschenschmuggel sowie illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei. Ein erheblicher Teil der wirtschaftlichen Aktivität afrikanischer Küstenstaaten hängt von sicheren Seewegen und geschützten maritimen Räumen ab.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-technologische-systeme-zur-maritimen-uberwachung"><span id="technologische-systeme-zur-maritimen-ueberwachung">Technologische Systeme zur maritimen Überwachung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Übung liegt auf dem Einsatz technischer Systeme zur Verbesserung der maritimen Lageerkennung. SmartMast, SeaVision und Lightfish sollen Schiffsbewegungen erfassen, nächtliche Auffälligkeiten sichtbar machen und Informationen in Echtzeit an maritime Operationszentren übermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Übungen wie Cutlass Express drehen sich nicht mehr nur um Interoperabilität. Es geht darum, wie schnell wir modernste Technologie integrieren, um reale Bedrohungen zu bewältigen“, sagte Oberstleutnant Jared Bindl von US Africa Command.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Vernetzung von Patrouillenbooten und Kommandozentren sollen Partnerstaaten verdächtige Aktivitäten schneller identifizieren und koordinierte Maßnahmen einleiten können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-koordination-gegen-maritime-kriminalitat"><span id="regionale-koordination-gegen-maritime-kriminalitaet">Regionale Koordination gegen maritime Kriminalität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben technologischen Komponenten umfasst Cutlass Express Trainings zu Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsmaßnahmen auf See sowie Gefechtsstandsübungen. Die teilnehmenden Staaten üben dabei die Verfolgung verdächtiger Schiffe, den Informationsaustausch zwischen nationalen Stellen und die Durchführung koordinierter Einsätze.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPetoWUAEjQ7r-1-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24777 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPetoWUAEjQ7r-1-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPetoWUAEjQ7r-1-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPetoWUAEjQ7r-1-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPetoWUAEjQ7r-1-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPetoWUAEjQ7r-1-2048x1365.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPetoWUAEjQ7r-1-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPetoWUAEjQ7r-1-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPetoWUAEjQ7r-1-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FLbPetoWUAEjQ7r-1-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">US Africa Command betont, dass grenzüberschreitende Kooperation notwendig sei, um territoriale Gewässer zu schützen und maritime Netzwerke zu bekämpfen, die nationale Zuständigkeiten überschreiten. Der westliche Indische Ozean gilt als Transitregion für Drogen- und Menschenschmuggel sowie für illegale Fischereiaktivitäten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit politischen Konsultationen und militärischen Übungen verstärken die Vereinigten Staaten ihre sicherheitspolitische Präsenz in einer Region, die sowohl für globale Handelsrouten als auch für strategische Militärinfrastruktur von Bedeutung ist.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sieben ghanaische Händler bei Angriff der JNIM in Titao getötet</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sieben-ghanaische-haendler-bei-angriff-der-jnim-in-titao-getoetet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 18:55:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bei einem bewaffneten Angriff im Norden von Burkina Faso sind sieben ghanaische Tomatenhändler getötet worden. Der Überfall ereignete&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsieben-ghanaische-haendler-bei-angriff-der-jnim-in-titao-getoetet%2F&amp;action_name=Sieben%20ghanaische%20H%C3%A4ndler%20bei%20Angriff%20der%20JNIM%20in%20Titao%20get%C3%B6tet&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bei einem bewaffneten Angriff im Norden von Burkina Faso sind sieben ghanaische Tomatenhändler getötet worden. Der Überfall ereignete sich am 14. Februar 2026 in der Stadt Titao in der Provinz Loroum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des ghanaischen Innenministers Muntaka Mohammed-Mubarak befanden sich 18 Personen – zehn Männer und acht Frauen – in einem Lastwagen, der in die Attacke geriet. Bewaffnete Angreifer hätten die Stadt angegriffen und gezielt männliche Bewohner und Reisende ins Visier genommen. Sieben Männer seien getötet worden, drei weitere verletzt. Eine Frau habe schwere Verletzungen erlitten, sieben weitere Frauen blieben unverletzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriff-auf-militarlager-und-markt"><span id="angriff-auf-militaerlager-und-markt">Angriff auf Militärlager und Markt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lokale Quellen und internationale Medien berichten von koordinierten Angriffen auf militärische und zivile Ziele. Eine Gruppe bewaffneter Männer auf Motorrädern, mutmaßlich <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">islamistische Terroristen</a> der JNIM-Miliz,  habe ein Militärlager gestürmt und Waffen sowie Munition erbeutet. Weitere Angreifer hätten Telekommunikationsanlagen zerstört und damit die Stadt vom Rest des Landes abgeschnitten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Burkina Faso 🇧🇫: JNIM militants have captured the town of Titao, provincial capital of Loroum, after overrunning a local military base.<br><br>It&#39;s unclear whether the jihadists will maintain control or abandon the area after taking everything of value. <a href="https://t.co/HDCIrSD3kK">pic.twitter.com/HDCIrSD3kK</a></p>— Thomas van Linge (@ThomasVLinge) <a href="https://twitter.com/ThomasVLinge/status/2022694965399507227?ref_src=twsrc%5Etfw">February 14, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Ein dritter Trupp sei in das Stadtzentrum vorgedrungen und habe den Markt angegriffen. Geschäfte und Versorgungsfahrzeuge seien geplündert und in Brand gesetzt worden. Nach vorläufigen Angaben kamen bei dem Angriff insgesamt rund 20 Menschen ums Leben. Das endgültige Ausmaß ist noch unklar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sprecher der burkinischen Streitkräfte, Oberstleutnant Abdoul Aziz Ouédraogo, erklärte im staatlichen Sender Radiodiffusion-Télévision du Burkina, die Lage in Titao sei unter Kontrolle. Die Streitkräfte hätten „mehrere Dutzend“ Angreifer neutralisiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-identifizierung-der-opfer-durch-dna-proben"><span id="identifizierung-der-opfer-durch-dna-proben">Identifizierung der Opfer durch DNA-Proben</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="887" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MOHAMMED_MUBARAK_MUNTAKA.jpg" alt="" class="wp-image-24721 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MOHAMMED_MUBARAK_MUNTAKA.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MOHAMMED_MUBARAK_MUNTAKA-216x300.jpg 216w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MOHAMMED_MUBARAK_MUNTAKA-380x527.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der ghanaische Innenminister bestätigte in einem Radiointerview den Tod der sieben Händler. Er sagte, die Leichen seien vor der Bestattung durch DNA-Proben gesichert worden, um eine formelle Identifizierung zu ermöglichen. Die Sicherheitslage habe es der ghanaischen Botschaft in Ouagadougou nicht erlaubt, nach Titao zu reisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überlebende Frauen hätten den Behörden die Namen der Betroffenen genannt. Die burkinischen Streitkräfte organisierten nach Angaben des Ministers eine Eskorte für die Verletzten und Überlebenden nach Ouagadougou, wo sie der ghanaischen Botschaft übergeben werden sollten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mohammed-Mubarak rief die Öffentlichkeit dazu auf, keine Bilder der Opfer in sozialen Medien zu verbreiten, da Familien teilweise vor offizieller Benachrichtigung von Todesfällen erfahren hätten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-sicherheitslage"><span id="regionale-sicherheitslage">Regionale Sicherheitslage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe in Titao stehen im Kontext der anhaltenden Gewalt im Sahel. Der Innenminister verwies auf die zunehmende Zahl von Attacken in der Region und betonte die Notwendigkeit <a href="https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/">regionaler Zusammenarbeit</a>. Bürger der Staaten seien wirtschaftlich und familiär eng miteinander verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei bis drei Wochen zuvor hatte Präsident John Mahama in Accra ein Sicherheitstreffen mit Vertretern aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> und Ghana einberufen, um über die regionale Bedrohungslage zu beraten.</p>
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		<title>„Es ist 2026 – nicht 1946“: Guterres fordert ständigen Sitz für Afrika im Sicherheitsrat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 15:49:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>UN-Generalsekretär António Guterres hat beim 39. Gipfel der Afrikanischen Union eine Reform des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gefordert&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fes-ist-2026-nicht-1946-guterres-fordert-staendigen-sitz-fuer-afrika-im-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=%E2%80%9EEs%20ist%202026%20%E2%80%93%20nicht%201946%E2%80%9C%3A%20Guterres%20fordert%20st%C3%A4ndigen%20Sitz%20f%C3%BCr%20Afrika%20im%20Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/es-ist-2026-nicht-1946-guterres-fordert-staendigen-sitz-fuer-afrika-im-sicherheitsrat/">„Es ist 2026 – nicht 1946“: Guterres fordert ständigen Sitz für Afrika im Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres hat beim 39. Gipfel der Afrikanischen Union eine Reform des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gefordert und das Fehlen eines ständigen afrikanischen Sitzes als „unhaltbar“ bezeichnet. Am 14. Februar 2026 sagte er in Addis Abeba, die globale Ordnung müsse die politische Realität des 21. Jahrhunderts widerspiegeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den Staats- und Regierungschefs der Afrikanische Union <a href="https://www.un.org/sg/en/content/sg/statements/2026-02-14/secretary-generals-remarks-the-39th-african-union-summit">erklärte</a> Guterres: „Es ist 2026 – nicht 1946.“ Wann immer Entscheidungen über Afrika und die Welt getroffen würden, müsse Afrika mit am Tisch sitzen. Der Generalsekretär verwies auf die langjährige Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen und der AU, die auf „Respekt, konstantem Dialog und unerschütterlicher Solidarität“ beruhe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reform-der-un-und-des-sicherheitsrats"><span id="reform-der-un-und-des-sicherheitsrats">Reform der UN und des Sicherheitsrats</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres betonte, die Abwesenheit eines ständigen afrikanischen Sitzes im UN-Sicherheitsrat sei nicht zu rechtfertigen. Die Reform der internationalen Finanzarchitektur und des Sicherheitsrats sei Teil einer notwendigen Modernisierung multilateraler Institutionen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjqIakAEvxjk-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-24686 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjqIakAEvxjk-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjqIakAEvxjk-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjqIakAEvxjk-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjqIakAEvxjk-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjqIakAEvxjk-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjqIakAEvxjk-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjqIakAEvxjk.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf die im vergangenen Jahr verabschiedete Resolution 2719 des Sicherheitsrats, die einen Weg für berechenbare Finanzierungen von afrikanisch geführten Friedensmissionen eröffnet. Die Zusammenarbeit zwischen UN und AU habe in den vergangenen zehn Jahren neue Dimensionen erreicht, unter anderem bei Frieden und Sicherheit, nachhaltiger Entwicklung und Menschenrechten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-forderungen-zu-frieden-und-sicherheit"><span id="forderungen-zu-frieden-und-sicherheit">Forderungen zu Frieden und Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hinblick auf aktuelle Konflikte rief Guterres zu einem <a href="https://fokus-afrika.de/eskalation-der-gewalt-forderung-nach-waffenstillstand/" type="post" id="11360">sofortigen Waffenstillstand im Sudan</a> auf. In <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-sicherheitsrat-draengt-auf-fortschritte-im-friedensprozess/" type="post" id="13858">Südsudan solle der politische Dialog wiederbelebt</a> werden. Für die <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-zieht-truppen-aus-der-un-mission-monusco-in-der-dr-kongo-ab/" type="post" id="24415">Demokratische Republik Kongo forderte er die Achtung der territorialen Integrität</a>. Auch für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a>, Somalia sowie die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel-Region</a> sprach er sich für afrikanisch geführte politische Lösungen mit internationaler Unterstützung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> bedauerte er, dass es im Sicherheitsrat keine Einigung über eine Finanzierung der AU-Unterstützungsmission aus Pflichtbeiträgen gebe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzierungslucke-und-schuldenlast"><span id="finanzierungsluecke-und-schuldenlast">Finanzierungslücke und Schuldenlast</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjmhakAEnf3D-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-24687 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjmhakAEnf3D-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjmhakAEnf3D-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjmhakAEnf3D-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjmhakAEnf3D-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjmhakAEnf3D-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjmhakAEnf3D-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBJbjmhakAEnf3D.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben der Sicherheitsratsreform stellte Guterres wirtschaftspolitische Forderungen in den Mittelpunkt. Entwicklungsländer stünden vor einer jährlichen Finanzierungslücke von vier Billionen US-Dollar zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele. Afrikanische Staaten verlören jährlich mehr durch Schuldendienst und illegale Finanzströme, als sie an öffentlicher Entwicklungshilfe erhielten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er forderte eine Verdreifachung der Kreditvergabekapazität multilateraler Entwicklungsbanken sowie eine stärkere Beteiligung von Entwicklungs- und Schwellenländern an internationalen Finanzinstitutionen. Auf einer Pressekonferenz erklärte er, es sei „einfach skrupellos“, dass Afrika mit einem „Wirtschafts- und Finanzsystem, das völlig ungerecht bleibt“ konfrontiert sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klima-und-rohstoffe"><span id="klima-und-rohstoffe">Klima und Rohstoffe</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBHALTKW0AA51Hu-819x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-24685 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBHALTKW0AA51Hu-819x1024.jpeg 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBHALTKW0AA51Hu-240x300.jpeg 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBHALTKW0AA51Hu-768x960.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBHALTKW0AA51Hu-380x475.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBHALTKW0AA51Hu-800x1000.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBHALTKW0AA51Hu.jpeg 1024w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zum Klimaschutz sagte Guterres, die wissenschaftlichen Erkenntnisse seien eindeutig, die globale Erwärmung werde die 1,5-Grad-Grenze überschreiten. Afrika habe kaum zur Klimakrise beigetragen, sei aber überdurchschnittlich von Dürren, Überschwemmungen und Hitze betroffen. Er forderte Industriestaaten auf, ihre Mittel für Anpassungsmaßnahmen zu verdreifachen und bis 2035 jährlich 1,3 Billionen US-Dollar für Entwicklungsländer zu mobilisieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sprach er sich dafür aus, dass afrikanische Staaten stärker von ihren Rohstoffen profitieren müssten. „Keine Ausbeutung mehr. Keine Plünderungen mehr. Die Menschen in Afrika müssen von den Ressourcen Afrikas profitieren“, sagte er. Kritische Mineralien sollten in fairen und nachhaltigen Wertschöpfungsketten verarbeitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres erklärte abschließend, Afrika bleibe bis zum Ende seiner Amtszeit Priorität Nummer eins für die Vereinten Nationen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Entwicklungsministerin Alabali Radovan verknüpft auf der MSC Entwicklung und Sicherheit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/entwicklungsministerin-alabali-radovan-verknuepft-auf-der-msc-entwicklung-und-sicherheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 17:10:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UNDP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat Entwicklungspolitik auf der Münchner Sicherheitskonferenz als Bestandteil der Sicherheitspolitik dargestellt. Sie bezeichnete Entwicklungszusammenarbeit&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fentwicklungsministerin-alabali-radovan-verknuepft-auf-der-msc-entwicklung-und-sicherheit%2F&amp;action_name=Entwicklungsministerin%20Alabali%20Radovan%20verkn%C3%BCpft%20auf%20der%20MSC%20Entwicklung%20und%20Sicherheit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/entwicklungsministerin-alabali-radovan-verknuepft-auf-der-msc-entwicklung-und-sicherheit/">Entwicklungsministerin Alabali Radovan verknüpft auf der MSC Entwicklung und Sicherheit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat Entwicklungspolitik auf der Münchner Sicherheitskonferenz als Bestandteil der Sicherheitspolitik dargestellt. Sie bezeichnete <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus/">Entwicklungszusammenarbeit als präventiven Ansatz</a>, der Konflikte an ihren Ursachen adressiert und Krisen eindämmen soll. Auf der Konferenz wurde zudem über Reformen der internationalen Entwicklungsarchitektur und über die Rolle privater Investitionen diskutiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen fielen am 12. Februar 2026 beim Opening Townhall „Reboot or Repair? Toward A New Development Paradigm“, das den Auftakt des Townhall-Programms der Konferenz bildete.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-praventive-sicherheit-durch-entwicklungspolitik"><span id="praeventive-sicherheit-durch-entwicklungspolitik">„Präventive Sicherheit“ durch Entwicklungspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan erklärte, Sicherheit lasse sich nicht allein mit Militär und Diplomatie gewährleisten. Sie verwies auf das Konzept der „3D“ aus Verteidigung, Diplomatie und Entwicklung und sprach von Entwicklungszusammenarbeit als präventiver Sicherheitspolitik. Begründet wurde dies mit Maßnahmen, die staatliche Leistungsfähigkeit stärken, Bildung fördern und Perspektiven schaffen sollen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="560" height="420" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260213__msc62___2076_9c71f372b9.jpeg" alt="" class="wp-image-24658 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260213__msc62___2076_9c71f372b9.jpeg 560w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260213__msc62___2076_9c71f372b9-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260213__msc62___2076_9c71f372b9-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260213__msc62___2076_9c71f372b9-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260213__msc62___2076_9c71f372b9-380x285.jpeg 380w" sizes="(max-width: 560px) 100vw, 560px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Als Beleg für die Kostenlogik nannte sie Berechnungen von Weltbank und UNDP, wonach Prävention deutlich günstiger sei als spätere Krisenreaktionen. Zugleich stellte sie die Reform der deutschen Entwicklungspolitik in den Zusammenhang geopolitischer Umbrüche und betonte den Aufbau verlässlicher Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-msc-debatte-uber-reformen-und-finanzierungsmodelle"><span id="msc-debatte-ueber-reformen-und-finanzierungsmodelle">MSC-Debatte über Reformen und Finanzierungsmodelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Panel diskutierten neben Alabali Radovan EU-Kommissar Jozef Síkela, <a href="https://fokus-afrika.de/alexander-de-croo-wird-neuer-administrator-der-undp/" type="post" id="22055">UNDP-Administrator Alexander De Croo</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/" type="category" id="80">Togos</a> Außenminister Robert Dussey. De Croo stellte die These auf, Entwicklungszusammenarbeit sei nicht „Soft Power“, sondern in ihrer Wirkung mit „Hard Power“ vergleichbar, weil Stabilisierung ohne funktionierende Institutionen, Bildung und Gesundheitsversorgung begrenzt bleibe.</p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/cocg7sd5gFc?si=EdWIDllPb61vM8mh" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Síkela argumentierte</a>, die Wirkung von Entwicklungsbudgets müsse stärker über Jobschaffung und Wertschöpfung in Partnerländern organisiert werden. Er verwies auf demografische Trends und die wachsende Lücke zur Finanzierung globaler Entwicklungsziele. Als zentrale Hebel nannte er die Mobilisierung privater Investitionen durch Risikominderung sowie Maßnahmen zur Stärkung der Einnahmenbasis von Staaten, etwa über Steuerreformen und die Eindämmung illegaler Finanzströme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dussey forderte eine Abkehr von paternalistischen Ansätzen und betonte, afrikanische Staaten wollten stärker als Partner agieren, nicht als Empfänger. Er sprach sich für industrielle Entwicklung, lokale Verarbeitung von Rohstoffen und einen Ausbau regionaler Wertschöpfung aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-gesundheit-und-regionale-konflikte-als-schwerpunkte"><span id="migration-gesundheit-und-regionale-konflikte-als-schwerpunkte">Migration, Gesundheit und regionale Konflikte als Schwerpunkte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Townhall wurden auch Themen wie Migration, Gesundheitsversorgung und fragile Staaten angesprochen. Alabali Radovan nannte Sudan als Beispiel für eine große humanitäre Krise, bei der andere Instrumente erforderlich seien als in Regionen, in denen Beschäftigung und Ausbildung im Vordergrund stehen. Sie verwies auf unterschiedliche Ansätze je nach Kontext und betonte, dass Migration sowohl in humanitären Krisen als auch in wirtschaftlichen Transformationsprozessen unterschiedliche politische Antworten erfordere.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260212_16-34-54_MSC2026_lbt_fdf43d07ad-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24659 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260212_16-34-54_MSC2026_lbt_fdf43d07ad-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260212_16-34-54_MSC2026_lbt_fdf43d07ad-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260212_16-34-54_MSC2026_lbt_fdf43d07ad-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260212_16-34-54_MSC2026_lbt_fdf43d07ad-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260212_16-34-54_MSC2026_lbt_fdf43d07ad-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260212_16-34-54_MSC2026_lbt_fdf43d07ad-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260212_16-34-54_MSC2026_lbt_fdf43d07ad-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260212_16-34-54_MSC2026_lbt_fdf43d07ad-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20260212_16-34-54_MSC2026_lbt_fdf43d07ad-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In ihren abschließenden <a href="https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/260212-pm-sicherheitskonferenz-288096">Hinweisen</a> hob sie die Bedeutung von Dialog und Kooperation zwischen Regierungen, internationalen Organisationen und Privatwirtschaft hervor. Als Feld, in dem Rückschritte besonders schnell messbar seien, nannte sie globale Gesundheit.</p>
</div></div>
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			<media:title type="html">Entwicklungsministerin Alabali Radovan verknüpft auf der MSC Entwicklung und Sicherheit</media:title>
			<media:description type="html">Entwicklung als Sicherheitspolitik: Auf der MSC rückt die Bundesregierung Reformen der Entwicklungsarchitektur in den Mittelpunkt.</media:description>
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		<title>AU-Exekutivrat wählt zehn Mitglieder für den Friedens- und Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/au-exekutivrat-waehlt-zehn-mitglieder-fuer-den-friedens-und-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 12:47:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Exekutivrat der Afrikanischen Union hat zehn Staaten in den Friedens- und Sicherheitsrat für die Amtszeit 2026 bis&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fau-exekutivrat-waehlt-zehn-mitglieder-fuer-den-friedens-und-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=AU-Exekutivrat%20w%C3%A4hlt%20zehn%20Mitglieder%20f%C3%BCr%20den%20Friedens-%20und%20Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/au-exekutivrat-waehlt-zehn-mitglieder-fuer-den-friedens-und-sicherheitsrat/">AU-Exekutivrat wählt zehn Mitglieder für den Friedens- und Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Exekutivrat der Afrikanischen Union hat zehn Staaten in den Friedens- und Sicherheitsrat für die Amtszeit 2026 bis 2028 gewählt.<br>Die Entscheidung fiel am 12. Februar während der 48. ordentlichen Sitzung des Gremiums in Addis Abeba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gewählt wurden <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/benin/" type="category" id="65">Benin</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/gabun/" type="category" id="56">Gabun</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/lesotho/" type="category" id="61">Lesotho</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a>. Wiedergewählt wurden <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/" type="category" id="68">Côte d’Ivoire</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/" type="category" id="79">Sierra Leone</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/" type="category" id="45">Uganda</a>. Die neue Amtszeit beginnt am 1. April 2026 und endet am 31. März 2028.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die formelle Bestätigung der gewählten Staaten ist für die 39. ordentliche Sitzung der Versammlung der Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union vorgesehen, die am 14. und 15. Februar ebenfalls in Addis Abeba stattfinden soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rolle-des-friedens-und-sicherheitsrats"><span id="rolle-des-friedens-und-sicherheitsrats">Rolle des Friedens- und Sicherheitsrats</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Friedens- und Sicherheitsrat ist das zentrale Organ der Afrikanischen Union für Konfliktprävention, Krisenmanagement und Friedenseinsätze. Er befasst sich regelmäßig mit Konfliktsituationen auf dem Kontinent sowie mit thematischen Fragen zu Frieden und Sicherheit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA8gpncXsAAKiFu-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-24621 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA8gpncXsAAKiFu-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA8gpncXsAAKiFu-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA8gpncXsAAKiFu-768x511.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA8gpncXsAAKiFu-1536x1022.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA8gpncXsAAKiFu-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA8gpncXsAAKiFu-800x532.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA8gpncXsAAKiFu-1160x772.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA8gpncXsAAKiFu.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Arbeitsprogramm für 2026 sieht unter anderem regelmäßige Überprüfungen von Konfliktlagen in Ländern wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a>, der Demokratischen Republik Kongo und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahelregion</a> vor.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mandate-von-friedensmissionen-und-thematische-sitzungen"><span id="mandate-von-friedensmissionen-und-thematische-sitzungen">Mandate von Friedensmissionen und thematische Sitzungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2026 stehen zudem die Mandate zentraler Friedensmissionen auf der Agenda, darunter die Unterstützungs- und Stabilisierungsmission der Afrikanischen Union in Somalia sowie die Multinationale Gemeinsame Einsatztruppe im Tschadseebecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus sind mehrere thematische Sitzungen geplant, unter anderem zu Wahlen in Afrika, zur Umsetzung der Agenda „Silencing the Guns“, zu Frauen, Frieden und Sicherheit sowie zu Kindern in bewaffneten Konflikten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Wahl der neuen Mitglieder beginnt für den Friedens- und Sicherheitsrat eine Amtsperiode, in der zahlreiche laufende Konfliktdossiers sowie Koordinierungsprozesse innerhalb der Afrikanischen Union anstehen.</p>
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		<item>
		<title>Alabali Radovan rückt Entwicklungspolitik bei Münchner Sicherheitskonferenz in den Fokus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2026 12:45:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan nimmt vom 12. bis 14. Februar an der 62. Münchner Sicherheitskonferenz teil und stellt&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus%2F&amp;action_name=Alabali%20Radovan%20r%C3%BCckt%20Entwicklungspolitik%20bei%20M%C3%BCnchner%20Sicherheitskonferenz%20in%20den%20Fokus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus/">Alabali Radovan rückt Entwicklungspolitik bei Münchner Sicherheitskonferenz in den Fokus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan nimmt vom 12. bis 14. Februar an der 62. Münchner Sicherheitskonferenz teil und stellt dort die Rolle der Entwicklungspolitik für die internationale Sicherheitsordnung heraus. Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird sie in mehreren Formaten über Reformen der internationalen Entwicklungsarchitektur sowie über Krisen in Sudan, Nahost und <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-im-fokus-der-muenchner-sicherheitskonferenz-2025/">weiteren Regionen</a> beraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Entwicklungspolitik ist eine zentrale Säule der Sicherheitspolitik“, erklärte Alabali Radovan vor Beginn der Konferenz. Die globale Friedens- und Sicherheitsordnung benötige das Zusammenspiel von Außen-, Verteidigungs- und Entwicklungspolitik. Entwicklungspolitik setze bei strukturellen Ursachen von Konflikten an, etwa bei <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-startet-internationale-initiative-fuer-schulessen-und-bildung-von-100-millionen-kindern/">Armut, Hunger und fehlenden Perspektiven.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-austausch-mit-weltbank-und-un-vertretern"><span id="austausch-mit-weltbank-und-un-vertretern">Austausch mit Weltbank und UN-Vertretern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Auftakt am Freitag eröffnet Alabali Radovan gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, das Townhall-Format der Konferenz. Im Anschluss ist eine Diskussion mit dem Präsidenten der Weltbank, Ajay Banga, zur Zukunft globaler Entwicklung vorgesehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20250214MSC2025tn205_8dac2b9838-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24469 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20250214MSC2025tn205_8dac2b9838-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20250214MSC2025tn205_8dac2b9838-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20250214MSC2025tn205_8dac2b9838-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20250214MSC2025tn205_8dac2b9838-1-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20250214MSC2025tn205_8dac2b9838-1-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20250214MSC2025tn205_8dac2b9838-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20250214MSC2025tn205_8dac2b9838-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20250214MSC2025tn205_8dac2b9838-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/csm_20250214MSC2025tn205_8dac2b9838-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Samstag kündigte das BMZ ein Treffen mit Amtskolleginnen und -kollegen, internationalen Partnern sowie Vertretern der Vereinten Nationen an. Dabei soll es um Reformen zur Stärkung der Wirksamkeit des Entwicklungssystems der Vereinten Nationen gehen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Samstagabend wird die Ministerin auf der Hauptbühne der Konferenz über Wege beraten, wie die humanitäre Lage im Sudan verbessert werden kann. Das Land ist seit Jahren von Gewalt, bewaffneten Konflikten und politischer Instabilität geprägt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-globale-krisenregionen"><span id="fokus-auf-globale-krisenregionen">Fokus auf globale Krisenregionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Ministeriums wird Alabali Radovan bei bilateralen Gesprächen die Zusammenarbeit mit Ländern des Globalen Südens sowie den Erhalt der regelbasierten internationalen Ordnung thematisieren. Auch die Friedensbemühungen im Nahen Osten und der Wiederaufbau in Gaza sollen Teil ihrer Gespräche sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="568" height="758" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/annen_niels_bild.jpg" alt="" class="wp-image-12100 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/annen_niels_bild.jpg 568w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/annen_niels_bild-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/annen_niels_bild-380x507.jpg 380w" sizes="(max-width: 568px) 100vw, 568px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das BMZ betont, Entwicklungszusammenarbeit leiste insbesondere in fragilen Staaten und Krisenkontexten einen Beitrag zur Stabilisierung und zur Eindämmung von Konflikten. Als Beispiele nennt das Ministerium den Nahen Osten, die Ukraine und das Horn von Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Ministerin vertritt Staatssekretär Niels Annen das BMZ bei der Konferenz. Er wird unter anderem im Townhall-Format zur Lage in Syrien sprechen und an Veranstaltungen teilnehmen, die sich mit der Verbindung von Entwicklungszusammenarbeit und Sicherheit befassen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt als eines der zentralen internationalen Foren für sicherheitspolitische Debatten. In diesem Jahr steht neben <a href="https://fokus-afrika.de/munich-security-report-2026-sieht-internationale-ordnung-unter-massivem-druck/" type="post" id="24461">klassischen sicherheitspolitischen</a> Themen auch die Rolle der Entwicklungszusammenarbeit im <a href="https://fokus-afrika.de/munich-security-report-2026-sieht-afrika-besonders-von-globalen-kuerzungen-betroffen/" type="post" id="24468">Kontext globaler Krisen im Fokus</a>.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus%2F&action_name=Alabali%20Radovan%20r%C3%BCckt%20Entwicklungspolitik%20bei%20M%C3%BCnchner%20Sicherheitskonferenz%20in%20den%20Fokus&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus/">Alabali Radovan rückt Entwicklungspolitik bei Münchner Sicherheitskonferenz in den Fokus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>AU-Außenminister beraten in Addis Abeba über Sicherheitskrisen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/au-aussenminister-beraten-in-addis-abeba-ueber-sicherheitskrisen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2026 12:22:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[ECA]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Außenminister der Afrikanischen Union sind in Addis Abeba zu einer zweitägigen Sitzung des Exekutivrats zusammengekommen. Am Mittwoch&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fau-aussenminister-beraten-in-addis-abeba-ueber-sicherheitskrisen%2F&amp;action_name=AU-Au%C3%9Fenminister%20beraten%20in%20Addis%20Abeba%20%C3%BCber%20Sicherheitskrisen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/au-aussenminister-beraten-in-addis-abeba-ueber-sicherheitskrisen/">AU-Außenminister beraten in Addis Abeba über Sicherheitskrisen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Außenminister der Afrikanischen Union sind in Addis Abeba zu einer zweitägigen Sitzung des Exekutivrats zusammengekommen. Am Mittwoch eröffnete die AU ihre 48. ordentliche Sitzung unter dem Jahresthema 2026 „Sicherstellung nachhaltiger Wasserverfügbarkeit und sicherer Sanitärsysteme zur Erreichung der Ziele von Agenda 2063“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der AU nehmen die Außenminister der Mitgliedstaaten an dem Treffen im AU-Hauptquartier teil. In geschlossenen Sitzungen will der Exekutivrat unter anderem Wahlen und Ernennungen für zentrale Organe beschließen, darunter den Friedens- und Sicherheitsrat, die Afrikanische Kommission für Menschenrechte und Rechte der Völker sowie den Ausschuss für die Rechte und das Wohlergehen des Kindes.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wasser-und-sanitarversorgung-als-politische-und-wirtschaftliche-prioritat"><span id="wasser-und-sanitaerversorgung-als-politische-und-wirtschaftliche-prioritaet">Wasser und Sanitärversorgung als politische und wirtschaftliche Priorität</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfmasAAZ1NE-1024x685.jpeg" alt="" class="wp-image-24595 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfmasAAZ1NE-1024x685.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfmasAAZ1NE-300x201.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfmasAAZ1NE-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfmasAAZ1NE-1536x1027.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfmasAAZ1NE-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfmasAAZ1NE-800x535.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfmasAAZ1NE-1160x775.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfmasAAZ1NE.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der AU-Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, stellte Wasser und Sanitärversorgung als gemeinsames strategisches Thema dar. „Angesichts der beobachteten Klimastörungen ist der sparsame Umgang mit Wasser in allen Bereichen des täglichen Lebens eine zentrale Notwendigkeit“, sagte Youssouf. Wasser müsse „als kollektives Gut“ verstanden werden, das zu bewahren sei, und könne „ein Katalysator sein, um unsere Staaten einander näherzubringen und für Frieden“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Exekutivsekretär der UN-Wirtschaftskommission für Afrika (ECA), Claver Gatete, ordnete das Jahresthema in einen wirtschaftspolitischen Kontext ein. Wasser- und Sanitärversorgung seien nicht nur soziale Leistungen, sondern „wirtschaftliche Infrastruktur“. Gatete verwies darauf, dass in Afrika mehr als 300 Millionen Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser hätten und rund 780 Millionen keine angemessene Sanitärversorgung. Wasserbedingte Krankheiten führten weiterhin zu vermeidbaren Todesfällen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reformagenda-der-au-kommission-und-neue-prufverfahren"><span id="reformagenda-der-au-kommission-und-neue-pruefverfahren">Reformagenda der AU-Kommission und neue Prüfverfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf verwies auf laufende Reformen der AU-Kommission, darunter einen bestätigten Fünfjahresplan 2024 bis 2028. Zudem befinde sich die Reform „Skills Assessment and Competence Audit“ im Umsetzungsstadium. Die Reformarbeit erfolge nach Darstellung der AU-Kommission in Abstimmung mit dem „Champion“ der Reformen, Kenias Präsident William Ruto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als zentrale Reformfelder nannte Youssouf unter anderem die Friedens- und Sicherheitsarchitektur, die Finanzierung, die Arbeitsteilung sowie den Gerichtshof der AU.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sorge-uber-politische-instabilitat-und-verfassungswidrige-regierungswechsel"><span id="sorge-ueber-politische-instabilitaet-und-verfassungswidrige-regierungswechsel">Sorge über politische Instabilität und „verfassungswidrige Regierungswechsel“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf äußerte sich besorgt über politische Instabilität, Sicherheitskrisen und verfassungswidrige Regierungswechsel. Er sprach von „Rückschritten“ und „geringem Fortschritt“ bei Vermittlungsbemühungen, verwies aber auf aktive Mediatoren und laufende Bemühungen der AU-Strukturen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfWaoAEOOKq-1024x685.jpeg" alt="" class="wp-image-24596 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfWaoAEOOKq-1024x685.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfWaoAEOOKq-300x201.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfWaoAEOOKq-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfWaoAEOOKq-1536x1027.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfWaoAEOOKq-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfWaoAEOOKq-800x535.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfWaoAEOOKq-1160x775.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4VyfWaoAEOOKq.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf verfassungswidrige Regierungswechsel sagte er: „Ich begrüße die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/gabun/" type="category" id="56">Gabunischen Republik</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea/" type="category" id="71">Republik Guinea</a> und ihre Rückkehr zur AU.“ Gleichzeitig nannte er <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/" type="category" id="36">Madagaskar</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea-bissau/" type="category" id="72">Guinea-Bissau</a> als Länder, die einen verfassungswidrigen Regierungswechsel erlebt hätten. Für die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahelzone</a> und das Horn von Afrika hob er eine anhaltende Terrorbedrohung hervor.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afcfta-als-integrationsinstrument-g20-bericht-auf-der-tagesordnung"><span id="afcfta-als-integrationsinstrument-g20-bericht-auf-der-tagesordnung">AfCFTA als Integrationsinstrument, G20-Bericht auf der Tagesordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Angolas Außenminister Téte António, Vorsitzender des Exekutivrats, verwies auf eine intensivere diplomatische Abstimmung und Konsultationen unter dem Vorsitz Luandas. Nach seinen Worten habe die AU unter Angolas Führung die Koordination in den Bereichen Frieden, Sicherheit und Entwicklung vorangetrieben und Vorarbeiten für den Gipfel 2026 geleistet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4Up4mXUAAMf2W-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24597 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4Up4mXUAAMf2W-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4Up4mXUAAMf2W-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4Up4mXUAAMf2W-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4Up4mXUAAMf2W-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4Up4mXUAAMf2W-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HA4Up4mXUAAMf2W.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gatete stellte die wirtschaftliche Lage als Übergang zu neuen Rahmenbedingungen dar. Ein Entwicklungsmodell, das auf Rohstoffexporten, Importen von Industriegütern und externer Finanzierung beruhe, sei „nicht mehr tragfähig“. Afrikas Entwicklung müsse stärker „um ein eigenes kontinentales Wirtschaftssystem“ organisiert werden. Als zentralen Hebel nannte er die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA), die Produktion im größeren Maßstab und regionale Wertschöpfungsketten ermöglichen solle.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der AU wird der Exekutivrat in seinen geschlossenen Beratungen zudem den Bericht des Ständigen Vertreterkomitees, den Stand der Umsetzung früherer Beschlüsse sowie den AU-Beitrag zur <a href="https://fokus-afrika.de/tag/g20/" type="post_tag" id="539">G20</a> prüfen. Außerdem soll das Gremium Entwürfe für Rechtsinstrumente beraten und die Agenda sowie Beschlussvorlagen für die 39. ordentliche Sitzung der Versammlung der Staats- und Regierungschefs vorbereiten, die für den 14. und 15. Februar angekündigt ist.</p>
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		<item>
		<title>Ramaphosa und Putin vereinbaren Rückführung südafrikanischer Kämpfer aus der Ukraine</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ramaphosa-und-putin-vereinbaren-rueckfuehrung-suedafrikanischer-kaempfer-aus-der-ukraine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 07:48:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[BRICS]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa und Russlands Präsident Wladimir Putin haben die Rückführung südafrikanischer Staatsbürger aus dem Ukrainekrieg vereinbart.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Framaphosa-und-putin-vereinbaren-rueckfuehrung-suedafrikanischer-kaempfer-aus-der-ukraine%2F&amp;action_name=Ramaphosa%20und%20Putin%20vereinbaren%20R%C3%BCckf%C3%BChrung%20s%C3%BCdafrikanischer%20K%C3%A4mpfer%20aus%20der%20Ukraine&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ramaphosa-und-putin-vereinbaren-rueckfuehrung-suedafrikanischer-kaempfer-aus-der-ukraine/">Ramaphosa und Putin vereinbaren Rückführung südafrikanischer Kämpfer aus der Ukraine</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa und Russlands Präsident Wladimir Putin haben die Rückführung südafrikanischer Staatsbürger aus dem Ukrainekrieg vereinbart. Das teilte die südafrikanische Präsidentschaft nach einem Telefonat der beiden Staatschefs mit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-telefonat-zwischen-pretoria-und-moskau-verbindet-friedensappell-mit-sicherheitsfragen"><span id="telefonat-zwischen-pretoria-und-moskau-verbindet-friedensappell-mit-sicherheitsfragen">Telefonat zwischen Pretoria und Moskau verbindet Friedensappell mit Sicherheitsfragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gespräch fand am 10. Februar 2026 statt. Neben der bilateralen Zusammenarbeit stand die Lage in der Ukraine sowie die Situation südafrikanischer Staatsangehöriger im russischen Militärdienst im Mittelpunkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckkehr-sudafrikanischer-kampfer"><span id="rueckkehr-suedafrikanischer-kaempfer">Rückkehr südafrikanischer Kämpfer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Präsidentschaft in Pretoria sagten beide Seiten ihre Unterstützung für einen Prozess zur Rückführung von Südafrikanern zu, die an der Seite russischer Kräfte in der Ukraine kämpfen. Teams aus beiden Ländern sollen die Gespräche fortsetzen, um die Modalitäten der Rückkehr abzuschließen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">PRESIDENT RAMAPHOSA DISCUSSES PEACE AND SOUTH AFRICA-RUSSIA COOPERATION WITH PRESIDENT PUTIN<br><br>President <a href="https://twitter.com/CyrilRamaphosa?ref_src=twsrc%5Etfw">@CyrilRamaphosa</a> has expressed South Africa’s ongoing support to diplomatic and peaceful efforts aimed at ending the Russia-Ukraine conflict. This is in line with South Africa’s… <a href="https://t.co/h3S6HEvcVU">pic.twitter.com/h3S6HEvcVU</a></p>— The Presidency 🇿🇦 (@PresidencyZA) <a href="https://twitter.com/PresidencyZA/status/2021224888468435353?ref_src=twsrc%5Etfw">February 10, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die südafrikanische Regierung hatte im November mitgeteilt, 17 sogenannte „Notrufe“ von Männern erhalten zu haben, die sich im Donbas befänden, nachdem sie unter falschen Versprechen angeworben worden seien. Pretoria warnte in der Vergangenheit wiederholt vor Rekrutierungsbetrug im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ukrainische Außenminister erklärte im November, mehr als 1.400 Staatsangehörige aus 36 afrikanischen Ländern seien in den russischen Reihen identifiziert worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-putin-und-ramaphosa-wollen-engere-kooperation"><span id="putin-und-ramaphosa-wollen-engere-kooperation">Putin und Ramaphosa wollen engere Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung der südafrikanischen Präsidentschaft begrüßte Ramaphosa die laufenden Gespräche mit Russland zur Weiterentwicklung eines Handels- und Investitionsrahmens im Rahmen der umfassenden strategischen Partnerschaft beider Länder.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/2019_Foto_de_Familia_Lideres_do_BRICS_-_49064338996-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24557 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/2019_Foto_de_Familia_Lideres_do_BRICS_-_49064338996-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/2019_Foto_de_Familia_Lideres_do_BRICS_-_49064338996-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/2019_Foto_de_Familia_Lideres_do_BRICS_-_49064338996-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/2019_Foto_de_Familia_Lideres_do_BRICS_-_49064338996-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/2019_Foto_de_Familia_Lideres_do_BRICS_-_49064338996-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/2019_Foto_de_Familia_Lideres_do_BRICS_-_49064338996-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/2019_Foto_de_Familia_Lideres_do_BRICS_-_49064338996.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch nach Angaben des Kremls standen wirtschaftliche Zusammenarbeit und Investitionen auf der Tagesordnung. Beide Staatschefs betonten demnach die <a href="https://fokus-afrika.de/g20-russland-kritisiert-us-vorgehen-gegen-suedafrika/" type="post" id="24312">Bedeutung der Koordinierung</a> ihrer Positionen in internationalen Foren wie BRICS und der G20.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudafrikas-position-zum-ukrainekrieg"><span id="suedafrikas-position-zum-ukrainekrieg">Südafrikas Position zum Ukrainekrieg</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_26_july_2018_4-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24558 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_26_july_2018_4-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_26_july_2018_4-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_26_july_2018_4-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_26_july_2018_4-1536x948.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_26_july_2018_4-380x234.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_26_july_2018_4-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_26_july_2018_4-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_26_july_2018_4.jpg 1880w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa bekräftigte in dem Telefonat Südafrikas Unterstützung für eine politische und diplomatische Lösung des Konflikts. Nach Angaben des Kremls äußerte er Unterstützung für Bemühungen Russlands, den Konflikt auf politischem und diplomatischem Weg zu lösen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Pretoria hatte sich seit Beginn des Krieges für Verhandlungen ausgesprochen und mehrfach betont, dass Konflikte durch Gespräche beendet werden müssten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rekrutierung-afrikanischer-staatsangehoriger"><span id="rekrutierung-afrikanischer-staatsangehoeriger">Rekrutierung afrikanischer Staatsangehöriger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückführungsinitiative steht im Kontext wachsender Berichte über die Anwerbung afrikanischer Staatsbürger für den Einsatz in der Ukraine. Eine Recherche der Nachrichtenagentur AFP dokumentierte Aussagen kenianischer Rückkehrer, die nach eigenen Angaben unter falschen Versprechen angeworben wurden. <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrikaner-in-der-ukraine-vorwuerfe-gegen-duduzile-zuma-sambudla-wegen-soeldnerrekrutierung/" type="post" id="22456">Auch FOKUS AFRIKA berichtete über die Rekrutierungen von südafrikanischen Kämpfern durch ehemalige Abgeordnete des südafrikanischen Parlaments.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias Behörden teilten im Dezember mit, rund 200 Staatsangehörige seien in den Krieg entsandt worden, 23 davon seien zurückgeführt worden. In Südafrika stehen mehrere Personen im Verdacht, Männer für den Einsatz in russischen Einheiten angeworben zu haben.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Framaphosa-und-putin-vereinbaren-rueckfuehrung-suedafrikanischer-kaempfer-aus-der-ukraine%2F&action_name=Ramaphosa%20und%20Putin%20vereinbaren%20R%C3%BCckf%C3%BChrung%20s%C3%BCdafrikanischer%20K%C3%A4mpfer%20aus%20der%20Ukraine&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ramaphosa-und-putin-vereinbaren-rueckfuehrung-suedafrikanischer-kaempfer-aus-der-ukraine/">Ramaphosa und Putin vereinbaren Rückführung südafrikanischer Kämpfer aus der Ukraine</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
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			<media:description type="html">(Brasília - DF, 14/11/2019) Foto de Família dos líderes do BRICS.
Foto: Marcos Corrêa/PR</media:description>
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			<media:title type="html">Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa,_26_july_2018_(4)</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Premier Abdi Barre spricht mit US-Geschäftsträger über Sicherheit am Horn von Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/premier-abdi-barre-spricht-mit-us-geschaeftstraeger-ueber-sicherheit-am-horn-von-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 13:45:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Somalias Regierung hat in Mogadischu mit der US-Vertretung über Sicherheitskooperation und humanitäre Unterstützung beraten. Am 07.02.2026 traf Premierminister&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpremier-abdi-barre-spricht-mit-us-geschaeftstraeger-ueber-sicherheit-am-horn-von-afrika%2F&amp;action_name=Premier%20Abdi%20Barre%20spricht%20mit%20US-Gesch%C3%A4ftstr%C3%A4ger%20%C3%BCber%20Sicherheit%20am%20Horn%20von%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/premier-abdi-barre-spricht-mit-us-geschaeftstraeger-ueber-sicherheit-am-horn-von-afrika/">Premier Abdi Barre spricht mit US-Geschäftsträger über Sicherheit am Horn von Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Somalias Regierung hat in Mogadischu mit der US-Vertretung über Sicherheitskooperation und humanitäre Unterstützung beraten. Am 07.02.2026 traf Premierminister Hamza Abdi Barre den US-Geschäftsträger in Somalia, Justin Davis, zu einem Gespräch über bilaterale Zusammenarbeit, den Kampf gegen extremistische Gruppen und die Lage in stabilisierten Gebieten. Thema war außerdem die Dürrekrise und die Versorgung betroffener Bevölkerungsgruppen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitskooperation-mit-den-usa"><span id="sicherheitskooperation-mit-den-usa">Sicherheitskooperation mit den USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der <em><a href="https://sonna.so/en/pm-hamza-meets-u-s-charge-daffaires-to-strengthen-bilateral-ties-and-discuss-security-humanitarian-efforts/">Somali National News Agency</a></em> informierte Premierminister Abdi Barre den US-Geschäftsträger über Fortschritte bei der Stabilisierung von Gebieten, die nach Regierungsangaben von extremistischen Kräften zurückgewonnen wurden. Hamza hob in dem Gespräch die Rolle der Vereinigten Staaten bei Ausbildung, Ausrüstung und Professionalisierung der somalischen Sicherheitskräfte hervor.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpHWcAEDOcr-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24423 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpHWcAEDOcr-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpHWcAEDOcr-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpHWcAEDOcr-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpHWcAEDOcr-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpHWcAEDOcr-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpHWcAEDOcr-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpHWcAEDOcr-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpHWcAEDOcr.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einer Erklärung betonte Abdi Barre die Verbindung zwischen Sicherheitslage und wirtschaftlichen Zielen. Er sagte: „Das Räumen extremistischer Kräfte von unseren landwirtschaftlichen Flächen ist entscheidend, damit Somalia eine nachhaltige Entwicklung sichern, Investitionen anziehen und Ernährungsselbstversorgung erreichen kann.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Geschäftsträger Justin Davis würdigte nach Angaben der Nachrichtenagentur somalische Fortschritte in den Bereichen Sicherheit sowie politische und Wahlprozesse. Davis bekräftigte demnach die US-Unterstützung durch Sicherheits-, <a href="https://fokus-afrika.de/luftschlag-durch-us-einheit-africom-gegen-isis-in-somalia/" type="post" id="14068">militärische</a> und humanitäre Hilfe und <a href="https://fokus-afrika.de/trump-setzt-somalia-unter-druck-separatisten-aus-somaliland-und-puntland-profitieren/" type="post" id="22578">erneuerte die US-Position zur „Einheit und territorialen Unversehrtheit“</a> Somalias.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-lage-durre-und-unterstutzungsbedarf"><span id="humanitaere-lage-duerre-und-unterstuetzungsbedarf">Humanitäre Lage: Dürre und Unterstützungsbedarf</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpLXMAA5QM--1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24424 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpLXMAA5QM--1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpLXMAA5QM--300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpLXMAA5QM--768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpLXMAA5QM--1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpLXMAA5QM--380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpLXMAA5QM--800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpLXMAA5QM--1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAkYBpLXMAA5QM-.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des Gesprächs stand auch die humanitäre Krise infolge anhaltender Dürre. Hamza skizzierte demnach einen Regierungsplan für öffentliche Konsultationen zur Unterstützung betroffener Gemeinden und verwies auf die Notwendigkeit internationaler Hilfe, insbesondere für zeitnahe Unterstützung großer Bevölkerungsgruppen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verteidigungsminister-fiqi-militarische-operationen-gegen-al-shabaab"><span id="verteidigungsminister-fiqi-militaerische-operationen-gegen-al-shabaab">Verteidigungsminister Fiqi: Militärische Operationen gegen Al-Shabaab</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="817" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FB_IMG_1770451154419-1444x1536-1-768x817-1.jpg" alt="" class="wp-image-24422 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FB_IMG_1770451154419-1444x1536-1-768x817-1.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FB_IMG_1770451154419-1444x1536-1-768x817-1-282x300.jpg 282w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FB_IMG_1770451154419-1444x1536-1-768x817-1-380x404.jpg 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls am 07.02.2026 nahm Somalias Verteidigungsminister Ahmed Moallim Fiqi in einer separaten Erklärung zur Sicherheitslage Stellung. Nach Angaben der <a href="https://sonna.so/en/deputy-minister-abdirahman-al-adaala-meets-somali-community-in-the-uk-during-official-visit/"><em>Somali National News Agency</em></a> erklärte Fiqi, jüngste Gefechte hätten die operative Handlungsfähigkeit der islamistischen Miliz Al-Shabaab deutlich geschwächt. Er sagte: „In den jüngsten Kämpfen haben unsere Kräfte klar gezeigt, dass der Feind nun im Rückgang und in Unordnung ist, wobei seine Fähigkeiten von Tag zu Tag schwächer werden.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Fiqi verwies auf <a href="https://fokus-afrika.de/us-operation-in-somalia-africom-intensiviert-luftschlaege-gegen-isis/" type="post" id="21276">fortgesetzte Militäroperationen</a> in zentralen und südlichen Regionen. Er erklärte, die Lage auf dem Gefechtsfeld habe sich verändert und die Aufständischen seien weniger in der Lage, längere Auseinandersetzungen zu führen. Zudem sprach er von Druck auf Führungsstrukturen der Gruppe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einordnung-lang-anhaltende-krise-und-sicherheitsdynamiken"><span id="einordnung-lang-anhaltende-krise-und-sicherheitsdynamiken">Einordnung: Lang anhaltende Krise und Sicherheitsdynamiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein im Januar 2026 veröffentlichter <a href="https://www.iiss.org/research-paper/2026/01/lawless-seas-contested-shores---piracy-smuggling-and-the-scramble-for-port-access-in-the-horn-of-africa/">Bericht</a> des International Institute for Strategic Studies beschreibt Somalia als seit dem Zusammenbruch staatlicher Institutionen von einer lang anhaltenden Sicherheits- und Regierungskrise geprägt, bei der die Bundesregierung in Mogadischu mit Unterstützung regionaler und internationaler Kräfte gegen jihadistische Aufständische, darunter Al-Shabaab, vorgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht verweist zugleich auf Spannungen im Zusammenhang mit Somalias geplanten <a href="https://fokus-afrika.de/wahlkommission-gibt-zeitplan-fuer-wahlen-bekannt/" type="post" id="13576">Präsidentschaftswahlen 2026</a> und stellt diese in den Kontext der Sicherheitslage und <a href="https://fokus-afrika.de/israels-anerkennung-von-somaliland-belastet-somalias-praesidentschaft-im-un-sicherheitsrat/">territorialer Entwicklungen</a>. Zudem beschreibt das Institut die Wechselwirkungen zwischen Instabilität an Land und <a href="https://fokus-afrika.de/piraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika/" type="post" id="24092">maritimer Sicherheit in der Region, unter anderem mit Blick auf Piraterie und Konkurrenz um Hafen- und Basiszugang</a> am Horn von Afrika.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpremier-abdi-barre-spricht-mit-us-geschaeftstraeger-ueber-sicherheit-am-horn-von-afrika%2F&action_name=Premier%20Abdi%20Barre%20spricht%20mit%20US-Gesch%C3%A4ftstr%C3%A4ger%20%C3%BCber%20Sicherheit%20am%20Horn%20von%20Afrika&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/premier-abdi-barre-spricht-mit-us-geschaeftstraeger-ueber-sicherheit-am-horn-von-afrika/">Premier Abdi Barre spricht mit US-Geschäftsträger über Sicherheit am Horn von Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
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		<title>Südafrika zieht Truppen aus der UN-Mission MONUSCO in der DR Kongo ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrika-zieht-truppen-aus-der-un-mission-monusco-in-der-dr-kongo-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 13:25:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Südafrika zieht seine Soldaten aus der UN-Stabilisierungsmission in der Demokratischen Republik Kongo ab und beendet damit eine jahrzehntelange&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrika-zieht-truppen-aus-der-un-mission-monusco-in-der-dr-kongo-ab%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrika%20zieht%20Truppen%20aus%20der%20UN-Mission%20MONUSCO%20in%20der%20DR%20Kongo%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-zieht-truppen-aus-der-un-mission-monusco-in-der-dr-kongo-ab/">Südafrika zieht Truppen aus der UN-Mission MONUSCO in der DR Kongo ab</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Südafrika zieht seine Soldaten aus der UN-Stabilisierungsmission in der Demokratischen Republik Kongo ab und beendet damit eine jahrzehntelange militärische Beteiligung. Präsident Cyril Ramaphosa informierte UN-Generalsekretär António Guterres offiziell über die Entscheidung seiner Regierung. Der Abzug betrifft mehr als 700 südafrikanische Soldaten, die im Rahmen der Mission eingesetzt sind. Die Maßnahme erfolgt einseitig und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon am 12.01.2026 erläuterte Ramaphosa in einem Telefonat mit dem UN-Generalsekretär die Hintergründe des Schritts. Nach Angaben der südafrikanischen Präsidentschaft steht der Abzug im Zusammenhang mit der Neuordnung begrenzter militärischer Ressourcen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entscheidung-der-sudafrikanischen-regierung"><span id="entscheidung-der-suedafrikanischen-regierung">Entscheidung der südafrikanischen Regierung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7902080-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24417 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7902080-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7902080-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7902080-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7902080-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7902080-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7902080-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7902080.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Südafrika gehört zu den zehn größten Truppenstellern der Mission der Vereinten Nationen zur Stabilisierung in der Demokratischen Republik Kongo, kurz MONUSCO. Seit 1999 unterstützt das Land die UN-Friedensmission und war damit fast 27 Jahre militärisch in der DR Kongo engagiert. Die Regierung in Pretoria begründet den Rückzug mit wachsenden finanziellen und operativen Belastungen der südafrikanischen Nationalen Verteidigungskräfte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaft erklärte, der Abzug diene der Konsolidierung und Neuausrichtung der militärischen Kapazitäten. Die Umsetzung soll in Abstimmung mit den Vereinten Nationen erfolgen, um einen geordneten Rückzug zu gewährleisten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rolle-sudafrikas-innerhalb-der-monusco"><span id="rolle-suedafrikas-innerhalb-der-monusco">Rolle Südafrikas innerhalb der MONUSCO</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die MONUSCO wurde 1999 durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eingerichtet, zunächst zur Unterstützung des Waffenstillstandsabkommens von Lusaka. Infolge anhaltender Gewalt entwickelte sich das Mandat weiter. Heute liegt der Schwerpunkt auf dem Schutz der Zivilbevölkerung, von humanitärem Personal und von Menschenrechtsverteidigern sowie auf der Unterstützung staatlicher Stabilisierungsmaßnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrikanische Soldaten waren insbesondere in sicherheitsrelevanten Regionen im Osten der DR Kongo stationiert. Die Mission operiert dort weiterhin mit einem vom Sicherheitsrat genehmigten Höchstkontingent von 11.500 Militärangehörigen, ergänzt durch Polizei- und Beobachterkräfte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zeitlicher-rahmen-und-internationale-abstimmung"><span id="zeitlicher-rahmen-und-internationale-abstimmung">Zeitlicher Rahmen und internationale Abstimmung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="881" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71126376-1024x881.jpg" alt="" class="wp-image-24418 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71126376-1024x881.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71126376-300x258.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71126376-768x660.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71126376-380x327.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71126376-800x688.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71126376-1160x998.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71126376.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der südafrikanischen Präsidentschaft soll der Abzug bis spätestens Ende 2026 abgeschlossen sein. Präsident Ramaphosa begrüßte die Dankesworte von UN-Generalsekretär Guterres für den langjährigen Beitrag Südafrikas zur Friedenssicherung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bekräftigte Pretoria, die bilateralen Beziehungen zur Regierung der Demokratischen Republik Kongo fortzuführen und multilaterale Friedensbemühungen weiter zu unterstützen. Genannt wurden dabei insbesondere Initiativen der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika, der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-fortbestehende-sicherheitslage-in-der-dr-kongo"><span id="fortbestehende-sicherheitslage-in-der-dr-kongo">Fortbestehende Sicherheitslage in der DR Kongo</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abzug erfolgt vor dem <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/kongodemokratischerepubliksicherheit-203202">Hintergrund</a> einer <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-fordert-ende-der-unterstuetzung-fuer-m23-in-der-demokratischen-republik-kongo/">weiterhin angespannten Sicherheitslage</a> im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Dort kommt es zu <a href="https://fokus-afrika.de/kaempfe-in-ostkongo-eskalieren-fardc-setzt-drohnen-gegen-m23-ein/" type="post" id="24064">anhaltenden Kämpfen</a> zwischen staatlichen Streitkräften und bewaffneten Gruppen, darunter die M23-Miliz. Die MONUSCO bleibt nach Beschluss des UN-Sicherheitsrats bis mindestens Dezember 2026 im Land eingesetzt.</p>
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		<title>Ägypten und Türkei streben 15 Milliarden Dollar Handelsvolumen an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aegypten-und-tuerkei-streben-15-milliarden-dollar-handelsvolumen-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2026 12:41:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat am Mittwoch in Kairo seinen türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan empfangen. Beide Staatschefs leiteten gemeinsam&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faegypten-und-tuerkei-streben-15-milliarden-dollar-handelsvolumen-an%2F&amp;action_name=%C3%84gypten%20und%20T%C3%BCrkei%20streben%2015%20Milliarden%20Dollar%20Handelsvolumen%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der ägyptische Präsident <strong>Abdel Fattah al-Sisi</strong> hat am Mittwoch in Kairo seinen türkischen Amtskollegen <strong>Recep Tayyip Erdoğan</strong> empfangen. Beide Staatschefs leiteten gemeinsam die zweite Sitzung des Hochrangigen Rates für strategische Zusammenarbeit zwischen Ägypten und der Türkei. Im Anschluss unterzeichneten sie eine gemeinsame Erklärung sowie mehrere Abkommen und Absichtserklärungen in den Bereichen Verteidigung, Handel und Investitionen, Gesundheit, Landwirtschaft, soziale Entwicklung, Jugend und Sport.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bilaterale-gesprache-und-institutioneller-rahmen"><span id="bilaterale-gespraeche-und-institutioneller-rahmen">Bilaterale Gespräche und institutioneller Rahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Sitzung des Kooperationsrates führten Al-Sisi und Erdoğan ein vertrauliches Gespräch. Dabei bewerteten sie den Stand der bilateralen Beziehungen und erörterten Möglichkeiten zur Vertiefung der Zusammenarbeit, insbesondere im Handel und bei Investitionen. Zudem tauschten sie sich zu <a href="https://fokus-afrika.de/ministerrat-sieht-die-nationale-einheit-in-gefahr-turkei-und-agypten-involviert/">regionalen Entwicklungen</a> aus, darunter die Lage im Gazastreifen, im Nahen Osten insgesamt sowie in Sudan, <a href="https://fokus-afrika.de/erdogan-vermittelt-erfolgreich-zwischen-somalia-und-aethiopien/">Somalia und am Horn von Afrika</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAT05EuWsAAswBF-1024x678.jpeg" alt="" class="wp-image-24344 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAT05EuWsAAswBF-1024x678.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAT05EuWsAAswBF-300x199.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAT05EuWsAAswBF-768x509.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAT05EuWsAAswBF-1536x1017.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAT05EuWsAAswBF-380x252.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAT05EuWsAAswBF-800x530.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAT05EuWsAAswBF-1160x768.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAT05EuWsAAswBF.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Präsidenten unterzeichneten anschließend die gemeinsame Erklärung des Kooperationsrates und nahmen an der Unterzeichnung mehrerer sektoraler Abkommen teil. Diese betreffen unter anderem militärische Zusammenarbeit, Arzneimittel und medizinische Versorgung, Pflanzenschutz und Veterinärwesen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-handel-und-investitionen-im-fokus"><span id="handel-und-investitionen-im-fokus">Handel und Investitionen im Fokus</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Al-Sisi erklärte auf der gemeinsamen Pressekonferenz, die Gespräche seien konstruktiv verlaufen und hätten sich auf die Zukunft der bilateralen Kooperation konzentriert. Er verwies darauf, dass der Besuch an die Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen im vergangenen Jahr anknüpfe. Seit der ersten Sitzung des Kooperationsrates im September 2024 in Ankara habe sich die Zusammenarbeit positiv entwickelt. Auch die Ergebnisse der ersten Sitzung der Gemeinsamen Planungsgruppe im November 2025 seien bewertet worden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="694" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSsqOWQAAkYb5-1024x694.jpeg" alt="" class="wp-image-24346 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSsqOWQAAkYb5-1024x694.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSsqOWQAAkYb5-300x203.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSsqOWQAAkYb5-768x520.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSsqOWQAAkYb5-1536x1041.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSsqOWQAAkYb5-2048x1388.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSsqOWQAAkYb5-380x257.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSsqOWQAAkYb5-800x542.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSsqOWQAAkYb5-1160x786.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSsqOWQAAkYb5-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Präsidenten beläuft sich das bilaterale Handelsvolumen derzeit auf rund neun Milliarden US-Dollar. Ägypten ist damit der wichtigste Handelspartner der Türkei in Afrika, während die Türkei zu den bedeutendsten Absatzmärkten für ägyptische Exporte zählt. Beide Seiten vereinbarten, den Warenaustausch auf 15 Milliarden US-Dollar zu steigern, bestehende Hemmnisse abzubauen und Investitionen auszuweiten. Der parallel abgehaltene ägyptisch-türkische Wirtschaftsforum mit starker Beteiligung von Unternehmen und Investoren soll diese Ziele unterstützen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-krisen-und-politische-abstimmung"><span id="regionale-krisen-und-politische-abstimmung">Regionale Krisen und politische Abstimmung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt lag auf regionalen Konflikten. Al-Sisi betonte, die zunehmende Instabilität im Nahen Osten mache deutlich, dass Sicherheit und Stabilität eine gemeinsame Verantwortung seien. Politische Lösungen müssten an den Ursachen ansetzen, staatliche Institutionen stärken und eine Einmischung in innere Angelegenheiten ablehnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Gazastreifen erklärten beide Präsidenten, die vollständige Umsetzung des Waffenstillstands, der humanitäre Zugang und die Verhinderung einer erneuten Eskalation seien zentral. Al-Sisi bekräftigte die gemeinsame Ablehnung einer Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung und unterstrich, dass ein unabhängiger palästinensischer Staat in den Grenzen vom 4. Juni 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt der <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-al-sisi-wirbt-in-davos-fuer-wirtschaftsreformen-und-waffenruhe-in-gaza/">einzige Weg zu dauerhaftem Frieden</a> sei. Erdoğan verwies auf die anhaltende humanitäre Lage und dankte Ägypten für die Unterstützung bei der Lieferung türkischer Hilfsgüter nach Gaza.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sudan-libyen-und-horn-von-afrika"><span id="sudan-libyen-und-horn-von-afrika">Sudan, Libyen und Horn von Afrika</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> nahm in den Gesprächen breiten Raum ein. Beide Seiten sprachen sich für eine humanitäre Waffenruhe als Schritt hin zu einem umfassenden Waffenstillstand und einem inklusiven politischen Prozess aus, bei gleichzeitiger Wahrung staatlicher Institutionen. Al-Sisi verwies auf <a href="https://fokus-afrika.de/aegypten-und-usa-koordinieren-afrika-dossiers-el-sisi-spricht-mit-massad-boulos-ueber-sudan-libyen-und-den-nil/" type="post" id="23658">diplomatische Bemühungen Ägyptens zur Wahrung der Einheit</a> und territorialen Integrität Sudans.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a> war Thema. Al-Sisi erneuerte die Unterstützung für einen <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-unterstuetzt-neuen-fahrplan-fuer-libyen/" type="post" id="19634">UN-geführten politischen Prozess, eine libysch geführte Lösung</a>, gleichzeitige Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sowie den Abzug aller ausländischen Kräfte und Söldner.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftsdaten-und-investitionsumfeld"><span id="wirtschaftsdaten-und-investitionsumfeld">Wirtschaftsdaten und Investitionsumfeld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der ägyptischen Statistikbehörde CAPMAS erreichte der bilaterale Handel im Jahr 2025 rund 6,8 Milliarden US-Dollar nach 6,6 Milliarden im Vorjahr. Ägyptische Exporte in die Türkei beliefen sich auf 3,2 Milliarden US-Dollar, während Importe aus der Türkei 3,6 Milliarden US-Dollar erreichten. Zu den wichtigsten ägyptischen Exporten zählten Bekleidung, Kunststoffe, elektrische Maschinen, Eisen und Stahl sowie Düngemittel. Auf der Importseite dominierten Mineralöle, elektrische Maschinen, Eisen- und Stahlprodukte, Baumwolle sowie Fahrzeuge.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSs3LWIAEfOiB-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24345 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSs3LWIAEfOiB-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSs3LWIAEfOiB-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSs3LWIAEfOiB-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSs3LWIAEfOiB-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSs3LWIAEfOiB-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSs3LWIAEfOiB-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSs3LWIAEfOiB-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSs3LWIAEfOiB-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAVSs3LWIAEfOiB-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Türkische Direktinvestitionen in Ägypten stiegen im Haushaltsjahr 2024/2025 auf 175,1 Millionen US-Dollar, während ägyptische Investitionen in der Türkei 74 Millionen US-Dollar erreichten. Auch die Rücküberweisungen von Arbeitskräften in beide Richtungen nahmen deutlich zu.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftsforum-und-investitionsperspektiven"><span id="wirtschaftsforum-und-investitionsperspektiven">Wirtschaftsforum und Investitionsperspektiven</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Besuchs fand das ägyptisch-türkische Wirtschaftsforum unter dem Motto „Economic Opportunities for a Strategic Partnership“ statt. Rund 400 Unternehmen aus beiden Ländern nahmen teil. Vertreter der ägyptischen Investitionsbehörde GAFI hoben das stabile Investitionsumfeld, umfassende Reformen, digitale Verfahren und den Zugang zu europäischen, afrikanischen und nahöstlichen Märkten hervor. Die geografische Lage und wirtschaftliche Komplementarität beider Länder böten Potenzial für industrielle und technologische Integration.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="695" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAX2e2LWYAAoazQ-1024x695.jpeg" alt="" class="wp-image-24347 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAX2e2LWYAAoazQ-1024x695.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAX2e2LWYAAoazQ-300x204.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAX2e2LWYAAoazQ-768x521.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAX2e2LWYAAoazQ-380x258.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAX2e2LWYAAoazQ-800x543.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAX2e2LWYAAoazQ-1160x788.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAX2e2LWYAAoazQ.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der ägyptischen Wirtschaft betonten, das Forum eröffne konkrete Chancen für neue Partnerschaften und eine Ausweitung des Handels. Erwartet wird eine stärkere Präsenz türkischer Produkte in Ägypten sowie ägyptischer Waren auf dem türkischen Markt.</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2026 17:08:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bei einer Anhörung des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats zur Terrorismusbekämpfung in Nordafrika ist es zu einer scharfen Auseinandersetzung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel%2F&amp;action_name=US-Senat%3A%20Kontroverse%20um%20Polisario-Front%20und%20Terrorismus%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/">US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Anhörung des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats zur Terrorismusbekämpfung in Nordafrika ist es zu einer scharfen Auseinandersetzung über die Rolle der Polisario-Front gekommen. Der republikanische Senator <strong>Ted Cruz</strong> warf Vertretern des US-Außenministeriums vor, mutmaßliche Verbindungen der Bewegung zu terroristischen Akteuren bewusst nicht zu benennen. Die <a href="https://www.foreign.senate.gov/hearings/countering-terrorism-in-north-africa-opportunities-and-challenges">Anhörung</a> fand vor dem Hintergrund anhaltender Instabilität im Sahel sowie wachsender sicherheitspolitischer Spannungen in Nordafrika statt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-anhorung-zu-terrorismus-in-nordafrika"><span id="anhoerung-zu-terrorismus-in-nordafrika">Anhörung zu Terrorismus in Nordafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte entfaltete sich im Rahmen der Sitzung „Countering Terrorism in North Africa: Opportunities and Challenges“ des Senatsunterausschusses für den Nahen Osten, Südasien, Zentralasien und Terrorismusbekämpfung. Ziel der Anhörung war es, die US-Strategie zur Eindämmung <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-terrorismus-in-subsahara-afrika/" type="post" id="11697">terroristischer Bedrohungen</a> in Nordafrika und im Sahel zu beleuchten. Als Zeugen traten <strong>Robert J. Palladino</strong>, leitender Beamter im Bureau of Near Eastern Affairs des US-Außenministeriums, sowie <strong>Joel Borkert</strong>, stellvertretender Koordinator im Bureau of Counterterrorism, auf.</p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/QTmULZjZrxg?si=MWb-MX2corJcANLj" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Palladino hob in seiner <a href="https://www.foreign.senate.gov/imo/media/doc/137af5b9-d09d-f7cd-d673-ab0f5453f6b4/020326_Palladino_Testimony.pdf">vorbereiteten Stellungnahme</a> hervor, dass Nordafrika für die US-Sicherheitsinteressen von zentraler Bedeutung sei. Die Vereinigten Staaten arbeiteten eng mit regionalen Partnern zusammen, um terroristische Aktivitäten frühzeitig zu unterbinden und ein Übergreifen der Gewalt aus dem Sahel zu verhindern. Besonders Staaten wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/" type="category" id="24">Algerien</a>, Marokko und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> hätten ihre Fähigkeiten in der Terrorismusbekämpfung in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Laut Angaben des US-Außenministeriums seien diese Länder zunehmend in der Lage, sicherheitspolitische Verantwortung über die eigenen Grenzen hinaus zu übernehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-algerien-und-russland-warnung-vor-caatsa-sanktionen-wegen-kampfjet-kaufen"><span id="algerien-und-russland-warnung-vor-caatsa-sanktionen-wegen-kampfjet-kaeufen">Algerien und Russland: Warnung vor CAATSA-Sanktionen wegen Kampfjet-Käufen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Debatte um Terrorismus im Sahel und die Polisario-Front wurde Algeriens Rüstungsbeschaffung thematisiert. Auf eine Nachfrage der demokratischen Senatorin Jeanne Shaheen sagte Palladino, man habe entsprechende Medienberichte gesehen und halte sie für „besorgniserregend“. Derartige Transaktionen könnten Sanktionen nach dem US-Gesetz CAATSA auslösen. Palladino betonte, Washington verfolge die Lage „sehr genau“ und könne Details in einem vertraulichen Rahmen mit Senatorinnen und Senatoren erörtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien kündigte im Februar 2025 an, Kampfjets der fünften Generation vom Typ Su-57 aus Russland zu erhalten. Zugleich wurde bekannt, dass algerische Piloten zur Ausbildung für diese Flugzeuge nach Russland entsandt wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-von-ted-cruz-an-ausweichenden-antworten"><span id="kritik-von-ted-cruz-an-ausweichenden-antworten">Kritik von Ted Cruz an „ausweichenden Antworten“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Anhörung stand die wiederholte Nachfrage von Ted Cruz zur Polisario-Front. Der Senator bezog sich auf Passagen aus Palladinos schriftlicher Aussage, in denen Algerien als „kritische Säule regionaler Stabilität“ bezeichnet und zugleich auf „terroristische Aktivitäten im Sahel“ verwiesen wurde. Cruz fragte, ob <a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechtsverletzungen-in-den-tindouf-lagern-bei-un-sitzung-in-genf-angeprangert/" type="post" id="10960">diese Hinweise</a> die Polisario-Front beträfen, die im Kontext des Westsahara-Konflikts agiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-24302 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-1024x678.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-768x508.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-380x251.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-800x529.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-1160x768.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Cruz erklärte, der Iran versuche, die Polisario-Front zu einer Stellvertreterkraft nach dem Vorbild der Huthi-Bewegung im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/yemen/" type="post_tag" id="589">Jemen</a> aufzubauen. Er verwies auf mutmaßliche Verbindungen zu iranischen Akteuren sowie auf Waffenlieferungen und logistische Unterstützung. „Ich glaube, sie sollten als Terrororganisation eingestuft werden“, sagte Cruz und bestätigte, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorbereitet zu haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Palladino wich einer direkten Antwort aus und betonte stattdessen die US-Position, alle Konfliktparteien in der Westsahara in Gespräche einzubinden, um eine „dauerhafte und tragfähige Lösung“ zu erreichen. Die US-Regierung bewerte fortlaufend Bedrohungen für das amerikanische Staatsgebiet, erklärte der Beamte, ohne die Polisario-Front explizit zu nennen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rolle-des-bureau-of-counterterrorism"><span id="rolle-des-bureau-of-counterterrorism">Rolle des Bureau of Counterterrorism</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="764" height="992" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert.png" alt="" class="wp-image-24304 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert.png 764w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert-231x300.png 231w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert-380x493.png 380w" sizes="(max-width: 764px) 100vw, 764px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Joel Borkert vermied es, die Polisario-Front ausdrücklich in den Kreis der von den USA beobachteten terroristischen Bedrohungen einzubeziehen. In seiner <a href="https://www.foreign.senate.gov/imo/media/doc/137af5b9-d09d-f7cd-d673-ab0f5453f6b4/020326_Borkert_Testimony.pdf">Stellungnahme</a> schilderte er ein komplexes Sicherheitsumfeld, in dem instabile Grenzregionen im Sahel terroristischen Netzwerken Bewegungsfreiheit böten. Iranische Stellvertreterorganisationen, die Aktivitäten des <a href="https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/" type="post" id="24278">sogenannten Islamischen Staates</a> sowie ungelöste Konflikte im Nahen Osten wirkten destabilisierend auf Nordafrika und Westafrika.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Borkert verwies auf konkrete Erfolge der US-Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Partnern. So hätten US-ausgebildete Sicherheitskräfte in Tunesien Anfang 2026 eine mutmaßliche IS-Zelle zerschlagen. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> wiederum nutze US-unterstützte Ausbildungsprogramme, um Sicherheitskräfte aus Ländern südlich der Sahara zu schulen. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, <a href="https://fokus-afrika.de/zusammenarbeit-im-kampf-gegen-terrorismus-zwei-is-unterstuetzer-in-spanien-verhaftet/">terroristische Netzwerke</a> zu schwächen, bevor sie US-Interessen oder Verbündete bedrohen könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-zu-iranischen-und-regionalen-verbindungen"><span id="vorwuerfe-zu-iranischen-und-regionalen-verbindungen">Vorwürfe zu iranischen und regionalen Verbindungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Cruz kritisierte die Antworten der Regierungsvertreter als „voller Worte, aber ohne Substanz“. Er fragte beide Zeugen direkt, ob sie angewiesen worden seien, nichts Negatives über die Polisario-Front zu sagen. Sowohl Palladino als auch Borkert verneinten dies. Cruz kommentierte daraufhin, der Eindruck einer bewussten Auslassung bleibe dennoch bestehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="552" height="692" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1.png" alt="" class="wp-image-24303 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1.png 552w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1-239x300.png 239w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1-380x476.png 380w" sizes="(max-width: 552px) 100vw, 552px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte knüpft an eine breitere Diskussion in den USA an, in der Teile des Kongresses eine härtere Gangart gegenüber der Polisario-Front fordern. Bereits 2025 hatten mehrere republikanische Abgeordnete Gesetzesinitiativen eingebracht, die eine Einstufung der Bewegung als ausländische Terrororganisation prüfen lassen sollen. Befürworter verweisen auf Berichte über Verbindungen zu extremistischen Netzwerken im Sahel sowie auf die geopolitische Dimension des <a href="https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/" type="post" id="21301">Westsahara-Konflikts</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein <a href="https://s3.us-east-1.amazonaws.com/media.hudson.org/The+Strategic+Case+for+Designating+the+Polisario+Front+as+a+Foreign+Terrorist+Organization+Zineb+Riboua.pdf">Policy-Papier des Hudson Institute</a> argumentiert, die Aktivitäten der Polisario-Front erfüllten die gesetzlichen Kriterien für eine Terrorlistung. Genannt werden unter anderem die Verletzung von Waffenstillstandsvereinbarungen, die Zweckentfremdung humanitärer Hilfe und mutmaßliche Kooperationen mit Akteuren wie der Hisbollah sowie mit iranischen Strukturen. Die Autorin sieht darin nicht nur ein regionales, sondern auch ein <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">strategisches Problem für US-Interessen</a> in Afrika.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel%2F&action_name=US-Senat%3A%20Kontroverse%20um%20Polisario-Front%20und%20Terrorismus%20im%20Sahel&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/">US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</media:title>
			<media:description type="html">US-Anhörung zu Terrorismus in Nordafrika: Senator Ted Cruz fordert Klarheit zur Polisario-Front – das Außenministerium bleibt vage.</media:description>
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			<media:description type="html">Sen. Ted Cruz, R-Texas, Chairman of the Senate Committee on Commerce, Science, and Transportation, questions Jared Isaacman, President Donald Trump’s nominee to be the next administrator of NASA, during a hearing, Wednesday, April 9, 2025, at the Russell Senate Office Building in Washington. Photo Credit: (NASA/Bill Ingalls)</media:description>
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			<media:title type="html">Joel-M.-Borkert</media:title>
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			<media:title type="html">Palladino-scaled-1</media:title>
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	</item>
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		<title>AFRICOM setzt auf Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 18:28:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das U.S. Africa Command (AFRICOM) richtet seinen strategischen Fokus 2026 stärker auf die Verknüpfung von Sicherheit, Stabilität und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafricom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika%2F&amp;action_name=AFRICOM%20setzt%20auf%20Sicherheit%20und%20wirtschaftliche%20Stabilit%C3%A4t%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/">AFRICOM setzt auf Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das U.S. Africa Command (AFRICOM) richtet seinen strategischen Fokus 2026 stärker auf die Verknüpfung von Sicherheit, Stabilität und wirtschaftlicher Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent. In einem digitalen Pressebriefing erläuterte der AFRICOM-Kommandeur <strong>U.S. Africa Command</strong>, General <strong>Dagvin R. M. Anderson</strong>, gemeinsam mit dem dienstältesten Unteroffizier des Kommandos, Sergeant Major <strong>Garric M. Banfield</strong>, zentrale Prioritäten, laufende Einsätze und die sicherheitspolitische Lage in mehreren Regionen Afrikas.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reisen-und-dialog-mit-afrikanischen-partnern"><span id="reisen-und-dialog-mit-afrikanischen-partnern">Reisen und Dialog mit afrikanischen Partnern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson berichtete von jüngsten Reisen nach <a href="https://fokus-afrika.de/ex-us-afrikabeauftragte-nagy-mit-deutlicher-warnung-an-aethiopien/" type="post" id="24024">Äthiopien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/wie-agiert-dschibuti-im-zentrum-der-geopolitischen-spannungen-am-horn-von-afrika/" type="post" id="24194">Dschibuti</a>, die gemeinsam mit dem stellvertretenden US-Außenminister durchgeführt wurden. Ziel sei es gewesen, sicherheitspolitische Interessen mit wirtschaftlichen Entwicklungsansätzen zu verbinden. Als Beispiel nannte der AFRICOM-Kommandeur die historische US-Unterstützung beim Aufbau der äthiopischen Luftwaffe sowie die spätere Entwicklung von Ethiopian Airlines als Symbol für langfristige Stabilität und wirtschaftliche Eigenständigkeit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24282 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1.jpeg 1620w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch in Kenia hob Anderson Investitionen in sicherheitsrelevante Infrastruktur hervor, darunter den Ausbau einer Landebahn in Manda Bay, die zugleich Teil eines regionalen Wirtschaftskorridors sei. Gespräche mit der Afrikanischen Union hätten zudem verdeutlicht, dass Sicherheitsfragen und wirtschaftliche Perspektiven zunehmend gemeinsam betrachtet würden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wachsende-terrorbedrohung-als-zentrales-thema"><span id="wachsende-terrorbedrohung-als-zentrales-thema">Wachsende Terrorbedrohung als zentrales Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt des Briefings lag auf der Ausbreitung jihadistischer Gruppen. Anderson verwies auf die zunehmende Aktivität von IS- und Al-Qaida-nahen Organisationen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/" type="category" id="30">Ost</a>– und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/" type="category" id="64">Westafrika</a> sowie im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a>. Besonders in Westafrika stellten Gruppierungen wie <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">JNIM eine wachsende Bedrohung</a> dar, die zunehmend Druck auf staatliche Strukturen und Küstenstaaten im Golf von Guinea ausübe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM setze daher auf die Zusammenarbeit mit „willigen und fähigen Partnern“. Als Beispiel nannte Anderson die <a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/" type="post" id="23534">Kooperation mit Nigeria</a>, bei der US-Unterstützung in den Bereichen Aufklärung, Informationsfusion und Beratung die nationalen Sicherheitskräfte ergänze.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarubungen-mit-multinationalem-ansatz"><span id="militaeruebungen-mit-multinationalem-ansatz">Militärübungen mit multinationalem Ansatz</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-24279 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-1024x1024.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-800x800.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-1160x1160.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU.jpeg 1365w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für 2026 kündigte AFRICOM mehrere groß angelegte Militärübungen an. Die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit/" type="post" id="23528">Übung „African Lion“ in Marokko</a> soll im Mai stattfinden und 19 afrikanische sowie mehrere europäische, südamerikanische und nahöstliche Staaten zusammenbringen. Weitere Übungen wie „Cutlass Express“ in Ostafrika, „Justified Accord“ in Kenia und „Flintlock“ mit Schwerpunkt Westafrika und Libyen sollen die multinationale Einsatzfähigkeit und Interoperabilität stärken.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sergeant Major Banfield betonte, dass diese Übungen nicht nur militärische Fähigkeiten verbesserten, sondern auch den Austausch zwischen Streitkräften förderten. Multinationale Einsätze seien komplex und erforderten regelmäßiges Training.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-luftschlage-und-maritime-sicherheit-in-somalia"><span id="luftschlaege-und-maritime-sicherheit-in-somalia">Luftschläge und maritime Sicherheit in Somalia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Fragen zur <a href="https://fokus-afrika.de/luftschlag-durch-us-einheit-africom-gegen-isis-in-somalia/">gestiegenen Zahl US-amerikanischer Luftschläge in Somalia</a> erklärte Anderson, diese dienten der gezielten Unterstützung lokaler Partner, insbesondere im Kampf gegen IS-Zellen in <a href="https://fokus-afrika.de/trump-setzt-somalia-unter-druck-separatisten-aus-somaliland-und-puntland-profitieren/" type="post" id="22578">Puntland</a>. Die Einsätze hätten dazu beigetragen, Rückzugsräume extremistischer Gruppen zu verkleinern und deren Führung unter Druck zu setzen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Gen. Anderson reaffirmed U.S. support for African-led efforts to counter ISIS and al-Shabaab, meeting leaders in Ethiopia, Somaliland, and Puntland. He highlighted AFRICOM’s unique capabilities that strengthen regional security and help defend the U.S. homeland. <a href="https://t.co/xXbTYrl9vI">pic.twitter.com/xXbTYrl9vI</a></p>— U.S. Africa Command (AFRICOM) (@USAfricaCommand) <a href="https://twitter.com/USAfricaCommand/status/1995845056889323946?ref_src=twsrc%5Etfw">December 2, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus verwies AFRICOM auf den Ausbau maritimer Lagebilder entlang der afrikanischen Küsten. Ziel sei es, illegale Aktivitäten wie Waffen- und Menschenschmuggel, Piraterie und illegale Fischerei einzudämmen. Diese Maßnahmen seien auch vor dem Hintergrund wachsender regionaler Verflechtungen extremistischer Netzwerke von Bedeutung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-als-grundlage-fur-entwicklung"><span id="sicherheit-als-grundlage-fuer-entwicklung">Sicherheit als Grundlage für Entwicklung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend unterstrich Anderson, dass AFRICOM Sicherheit nicht isoliert betrachte. Ein sicheres Umfeld sei Voraussetzung für Stabilität, Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung. Projekte wie der Lobito-Korridor in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/" type="category" id="58">Süd</a>– und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrika</a> zeigten, wie Infrastruktur, Rohstoffwirtschaft und Sicherheitspolitik zusammengedacht würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM sehe seine <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">Rolle zunehmend auch als Koordinator zwischen militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Akteuren</a> der USA. Ziel sei es, afrikanische Partner dabei zu unterstützen, eigenständig für Sicherheit zu sorgen und langfristige Entwicklungsbedingungen zu schaffen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>DR Kongo und AFC/M23 bekräftigen Waffenruhe unter Vermittlung Katars</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/dr-kongo-und-afc-m23-bekraeftigen-waffenruhe-unter-vermittlung-katars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 13:10:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die bewaffnete Gruppe Alliance Fleuve Congo/March 23 Movement (AFC/M23) haben gestern&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdr-kongo-und-afc-m23-bekraeftigen-waffenruhe-unter-vermittlung-katars%2F&amp;action_name=DR%20Kongo%20und%20AFC%2FM23%20bekr%C3%A4ftigen%20Waffenruhe%20unter%20Vermittlung%20Katars&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/dr-kongo-und-afc-m23-bekraeftigen-waffenruhe-unter-vermittlung-katars/">DR Kongo und AFC/M23 bekräftigen Waffenruhe unter Vermittlung Katars</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die bewaffnete Gruppe Alliance Fleuve Congo/March 23 Movement (AFC/M23) haben gestern in Doha zentrale Verfahrensgrundlagen für die Überwachung der Waffenruhe vereinbart. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen eines Treffens des Mechanismus zur <a href="https://fokus-afrika.de/sued-kivu-konflikt-un-diskutiert-neue-offensive-der-afc-m23/">Überwachung und Verifikation des Waffenstillstands</a>, das vom Staat Katar ausgerichtet wurde. Ziel ist die <a href="https://fokus-afrika.de/internationale-gemeinschaft-ruft-zu-deeskalation-im-ostkongo-auf/" type="post" id="13674">Stabilisierung der Lage im Osten des Landes</a>, insbesondere in der <a href="https://fokus-afrika.de/m23-offensive-in-sued-kivu-uvira-faellt-region-zwischen-dr-kongo-burundi-und-ruanda-unter-druck/" type="post" id="22842">Provinz</a> Süd-Kivu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-doha-als-plattform-fur-erneute-annaherung"><span id="doha-als-plattform-fuer-erneute-annaeherung">Doha als Plattform für erneute Annäherung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche fanden unter Vermittlung Katars statt und knüpfen an den Doha-Rahmen für Frieden an, der am 15. November 2025 zwischen beiden Seiten unterzeichnet worden war. In Doha erneuerten die Konfliktparteien ihre Verpflichtung zur Einhaltung der Waffenruhe und erklärten ihre Bereitschaft, die darin festgelegten Verpflichtungen umzusetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALXgUHXcAAiOeu-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-24265 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALXgUHXcAAiOeu-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALXgUHXcAAiOeu-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALXgUHXcAAiOeu-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALXgUHXcAAiOeu-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALXgUHXcAAiOeu-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALXgUHXcAAiOeu-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALXgUHXcAAiOeu-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALXgUHXcAAiOeu.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">An dem Treffen nahmen Vertreter der Demokratischen Republik Kongo und der AFC/M23 teil. Als <a href="https://fokus-afrika.de/usa-vermitteln-waffenstillstand-im-osten-kongos/">Beobachter waren die Vereinigten Staaten</a> und die Afrikanische Union vertreten. Zudem beteiligten sich die <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-buendelt-mediation-fuer-ostkongo-bei-gipfel-in-lome/" type="post" id="23662">Republik Togo in ihrer Funktion als von der Afrikanischen Union benannter Vermittler</a>, die UN-Stabilisierungsmission in der DR Kongo <strong>MONUSCO</strong> sowie die Internationale Konferenz der Region der Großen Seen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mechanismus-zur-waffenstillstandsuberwachung"><span id="mechanismus-zur-waffenstillstandsueberwachung">Mechanismus zur Waffenstillstandsüberwachung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Beratungen standen praktische Maßnahmen zur Verbesserung der Überwachung und Verifikation des Waffenstillstands. Die Teilnehmer verständigten sich auf eine Intensivierung des Informationsaustauschs und eine engere Koordinierung zwischen den beteiligten Akteuren. MONUSCO wurde beauftragt, in den kommenden Tagen eine erste Feldmission in die Stadt Uvira zu entsenden, um die Einhaltung der Waffenruhe vor Ort zu überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu wurden Kommunikationskanäle eingerichtet, die den Einsatz des Überwachungsmechanismus unterstützen sollen. Die Beteiligten vereinbarten zudem, die regelmäßigen Treffen innerhalb dieses Formats fortzusetzen, um auf Entwicklungen reagieren zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-uvira-ruckzug-der-m23-fragile-sicherheitslage"><span id="uvira-rueckzug-der-m23-fragile-sicherheitslage">Uvira: Rückzug der M23, fragile Sicherheitslage</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="791" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALr8e1XgAAen4B-791x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-24266 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALr8e1XgAAen4B-791x1024.jpeg 791w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALr8e1XgAAen4B-232x300.jpeg 232w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALr8e1XgAAen4B-768x994.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALr8e1XgAAen4B-1187x1536.jpeg 1187w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALr8e1XgAAen4B-1583x2048.jpeg 1583w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALr8e1XgAAen4B-380x492.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALr8e1XgAAen4B-800x1035.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALr8e1XgAAen4B-1160x1501.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALr8e1XgAAen4B-scaled.jpeg 1978w" sizes="(max-width: 791px) 100vw, 791px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Wiederaufnahme der Gespräche erfolgt nach dem <a href="https://fokus-afrika.de/ostkongo-berichte-ueber-truppenbewegungen-der-afc-m23-trotz-angekuendigtem-rueckzug-aus-uvira/" type="post" id="23005">vollständigen Abzug der M23-Einheiten aus Uvira Mitte Januar. Die Stadt war im Dezember 2025 nach einer Offensive der M23 und verbündeter Kräfte eingenommen worden </a>und gilt als strategischer Knotenpunkt im Süden der Provinz Süd-Kivu. Nach dem Rückzug übernahm die kongolesische Armee erneut die Kontrolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungeachtet dessen bleibt die Sicherheitslage angespannt. In Süd-Kivu bestehen weiterhin bewaffnete Präsenz und konkurrierende Milizen. Beobachter verweisen darauf, dass die strukturellen Ursachen der Kämpfe fortbestehen, darunter rivalisierende bewaffnete Gruppen, regionale Einflüsse und ungeklärte Sicherheitsarrangements entlang zentraler Verkehrsachsen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-dimension-des-konflikts"><span id="internationale-dimension-des-konflikts">Internationale Dimension des Konflikts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche in Doha spiegeln die zunehmende internationale Einbindung in den Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo wider. Neben Katar engagieren sich die Afrikanische Union und die Vereinten Nationen in der Begleitung des Prozesses. <a href="https://fokus-afrika.de/washington-abkommen-friedensbarometer-fordert-von-der-dr-kongo-rasches-vorgehen-gegen-fdlr/" type="post" id="23254">Die Vereinigten Staaten treten als Beobachter auf und üben diplomatischen Druck aus, um die Einhaltung bestehender Vereinbarungen zu sichern.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rolle <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/" type="category" id="40">Ruandas</a> bleibt ein zentraler Faktor. Kigali wird seit Jahren beschuldigt, die M23 zu unterstützen. Ende Januar bestätigten Vertreter Ruandas erstmals öffentlich sicherheitspolitische Abstimmungen mit der Gruppe. Diese Entwicklung hat die regionale Diplomatie zusätzlich belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Unterzeichnung der Verfahrensgrundlagen ist ein technischer Schritt zur Wiederbelebung des Doha-Prozesses vollzogen worden. Ob daraus eine nachhaltige Deeskalation entsteht, hängt von der Umsetzung der Überwachungsmechanismen und der Entwicklung der Sicherheitslage in Süd-Kivu ab. Die Entsendung der MONUSCO-Mission nach Uvira gilt dabei als erster Prüfstein für die Wirksamkeit der Vereinbarungen.</p>
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		<title>USA justieren Afrika-Strategie neu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 23:05:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump richtet ihre Afrikapolitik strategisch neu aus. Statt eines flächendeckenden Engagements will Washington&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-justieren-afrika-strategie-neu%2F&amp;action_name=USA%20justieren%20Afrika-Strategie%20neu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/">USA justieren Afrika-Strategie neu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump richtet ihre Afrikapolitik strategisch neu aus. Statt eines flächendeckenden Engagements will Washington künftig gezielt in ausgewählten Sektoren und Ländern Einfluss nehmen, insbesondere dort, wo Rohstoffe, Lieferketten und Sicherheitsinteressen berührt sind. Das erläuterte <strong>Nick Checker</strong>, Leiter des Büros für afrikanische Angelegenheiten im US-Außenministerium, in einem Interview mit <em>Semafor</em> am 2. Februar 2026.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-flachendeckende-konkurrenz-zu-china"><span id="keine-flaechendeckende-konkurrenz-zu-china">Keine flächendeckende Konkurrenz zu China</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung der US-Regierung verfolgt Washington nicht das Ziel, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">Chinas</a> Einfluss in ganz Afrika zurückzudrängen. Stattdessen sollen sogenannte Prioritätssektoren identifiziert werden, in denen die Vereinigten Staaten gezielt konkurrieren wollen. Dazu zählt vor allem der Rohstoffsektor, insbesondere mit Blick auf Lieferkettenresilienz und strategische Mineralien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker betonte, die USA würden nicht versuchen, mit China „Dollar für Dollar“ bei Großprojekten wie Straßenbau mitzuhalten. Wettbewerb solle dort stattfinden, wo wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen der Vereinigten Staaten unmittelbar betroffen seien. Ähnliche Ansätze verfolge Washington auch in anderen Weltregionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-schwerpunkte-der-us-afrikapolitik"><span id="neue-schwerpunkte-der-us-afrikapolitik">Neue Schwerpunkte der US-Afrikapolitik</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-819x1024.png" alt="" class="wp-image-24249 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-819x1024.png 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-240x300.png 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-768x960.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-380x475.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-800x1000.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker.png 1142w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zu den aktuellen Fokusbereichen der US-Regierung in Afrika zählen nach Angaben Checkers die wirtschaftliche Diplomatie, eine stärkere Betonung nationaler Eigenverantwortung der Partnerstaaten sowie neue Formen der Entwicklungszusammenarbeit. Ergänzend bleibe die Prävention und Eindämmung von Konflikten ein zentrales Element der US-Politik auf dem Kontinent. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Praktisch bedeutet das auch Umbauten in Botschaften. Personal werde auf wirtschaftliche Themen ausgerichtet und in kommerzieller Diplomatie geschult, um US-Unternehmen beim Markteintritt zu unterstützen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckgang-klassischer-entwicklungshilfe"><span id="rueckgang-klassischer-entwicklungshilfe">Rückgang klassischer Entwicklungshilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur strategischen Neuausrichtung hat die US-Regierung im vergangenen Monat neue Abkommen mit mehreren afrikanischen Staaten geschlossen. Diese sehen über fünf Jahre hinweg Gesundheitsausgaben in Höhe von rund 11 Milliarden US-Dollar vor. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/">Das Volumen liegt unter dem früherer Programme</a>. Die Regierung begründet dies mit dem Anspruch, Entwicklungszusammenarbeit stärker an US-Interessen auszurichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kontext der „<a href="https://fokus-afrika.de/usa-schliessen-neue-gesundheitsabkommen-mit-uganda-und-lesotho/" type="post" id="22904">America First Global Health Strategy</a>“ wird zudem beschrieben, dass bilaterale Abkommen mit 13 Regierungen in Subsahara-Afrika abgeschlossen wurden, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/eswatini/" type="category" id="60">Eswatini</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/" type="category" id="39">Mosambik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/" type="category" id="40">Ruanda</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/" type="category" id="45">Uganda</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/lesotho/" type="category" id="61">Lesotho</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/botsuana/" type="category" id="59">Botswana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/" type="category" id="36">Madagaskar</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/" type="category" id="79">Sierra Leone</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/" type="category" id="68">Côte d’Ivoire</a>. In Kenia habe ein Gericht die Vereinbarung nach Kritik an Datenschutzfragen ausgesetzt. Für Äthiopien wird in einem Kommentar eine Abwägung von Nutzen und möglichen Verpflichtungen genannt, etwa bei Datenteilung und Leistungskennziffern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kritik an der stärkeren Konzentration auf andere Weltregionen weist das US-Außenministerium zurück. Checker erklärte, Afrika bleibe Teil der US-Außenpolitik, auch wenn sich Form und Schwerpunkt des Engagements veränderten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-und-wirtschaft-statt-normativer-agenda"><span id="sicherheit-und-wirtschaft-statt-normativer-agenda">Sicherheit und Wirtschaft statt normativer Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung der US-Regierung stoße der neue Ansatz in vielen afrikanischen Staaten auf Zustimmung. Checker verwies darauf, dass frühere US-Politik häufig als belehrend wahrgenommen worden sei. Themen wie Sicherheit und wirtschaftliches Wachstum stünden aus Sicht vieler afrikanischer Regierungen im Vordergrund.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24247 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">US-Außenminister <strong>Marco Rubio</strong> habe einen „Back-to-basics“-Ansatz in der Diplomatie klar formuliert. Dabei gehe es weniger um normative Fragen, sondern um Felder, in denen gemeinsame Interessen bestünden.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kritische-mineralien-als-strategisches-bindeglied"><span id="kritische-mineralien-als-strategisches-bindeglied">Kritische Mineralien als strategisches Bindeglied</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Bestandteil der neuen Afrikastrategie ist der Zugang zu kritischen Rohstoffen. In dieser Woche richtet das US-Außenministerium erstmals ein Ministertreffen zu strategischen Mineralien in Washington aus. Eingeladen sind Vertreter rohstoffreicher afrikanischer Staaten, darunter die Demokratische Republik Kongo, Guinea, Kenia und Sambia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erwartet wird die Teilnahme des kongolesischen Präsidenten <strong>Félix Tshisekedi</strong>. Ziel der Gespräche ist eine Vertiefung von Partnerschaften entlang der Wertschöpfungsketten, einschließlich Verarbeitung und Raffinierung. Checker verwies auf wachsendes Interesse US-amerikanischer Unternehmen an Investitionen in Afrika. Um diese zu erleichtern, habe Washington Personal an Botschaften gezielt im Bereich wirtschaftlicher Diplomatie geschult.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatie-uber-sondergesandte-und-wirtschaftsdeals"><span id="diplomatie-ueber-sondergesandte-und-wirtschaftsdeals">Diplomatie über Sondergesandte und Wirtschaftsdeals</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24248 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Afrika-Politik wird zunehmend über Sondergesandte, präsidiale Initiativen und wirtschaftsbasierte Vereinbarungen umgesetzt. Eine zentrale Rolle spielt dabei <strong>Massad Boulos</strong>, der unter anderem in Konfliktfragen in Sudan sowie im Verhältnis zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda aktiv ist. Auch Außenminister <strong>Marco Rubio</strong> hat sich mehrfach öffentlich zu sicherheitspolitischen Entwicklungen auf dem Kontinent geäußert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur strategischen Neuausrichtung ist die personelle Präsenz der USA in Afrika ausgedünnt. Zahlreiche Botschafterposten sind unbesetzt, mehrere Schlüsselpositionen im Außenministerium werden kommissarisch geführt. Dies betrifft auch die Leitung des Afrika-Büros im US-Außenministerium.</p>



<h3 id="zunehmende-militaerische-aktivitaeten" class="wp-block-heading">Zunehmende militärische Aktivitäten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheitspolitisch verzeichnen die USA eine Zunahme <a href="https://fokus-afrika.de/us-operation-in-somalia-africom-intensiviert-luftschlaege-gegen-isis/" type="post" id="21276">militärischer Operationen in Afrika, insbesondere in Somalia</a> sowie <a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/" type="post" id="23534">punktuell in Nigeria</a> und der Sahelzone. Das <strong>African Center for Strategic Studies</strong> weist auf eine anhaltend hohe Zahl tödlicher Angriffe militanter Gruppen in Regionen wie dem Sahel, Somalia, Mosambik und dem Tschadseebecken hin.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-justieren-afrika-strategie-neu%2F&action_name=USA%20justieren%20Afrika-Strategie%20neu&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/">USA justieren Afrika-Strategie neu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">DAS-Checker</media:title>
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			<media:description type="html">President Donald Trump delivers remarks at a press conference at Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, following Operation Absolute Resolve in Venezuela leading to the capture of Venezuelan President Nicolas Maduro, Saturday, January 3, 2026. (Official White House Photo by Molly Riley)</media:description>
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		<title>Großbritannien baut Migrations- und Wirtschaftspartnerschaft mit Äthiopien aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/grossbritannien-baut-migrations-und-wirtschaftspartnerschaft-mit-aethiopien-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 22:19:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Großbritannien verstärkt seine Zusammenarbeit mit Äthiopien und der Afrikanischen Union, um irreguläre Migration aus dem Horn von Afrika&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgrossbritannien-baut-migrations-und-wirtschaftspartnerschaft-mit-aethiopien-aus%2F&amp;action_name=Gro%C3%9Fbritannien%20baut%20Migrations-%20und%20Wirtschaftspartnerschaft%20mit%20%C3%84thiopien%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien verstärkt seine Zusammenarbeit mit Äthiopien und der Afrikanischen Union, um irreguläre Migration aus dem Horn von Afrika zu begrenzen und wirtschaftliche Perspektiven in der Region zu fördern. Das erklärte die britische Außenministerin <strong>Yvette Cooper</strong> am 2. Februar 2026 bei ihrem ersten offiziellen Afrika-Besuch in Addis Abeba. Im Mittelpunkt stehen Investitionen, sicherheitspolitische Kooperation und eine engere Abstimmung mit afrikanischen Institutionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-horn-von-afrika-als-migrationspolitischer-schwerpunkt"><span id="horn-von-afrika-als-migrationspolitischer-schwerpunkt">Horn von Afrika als migrationspolitischer Schwerpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des britischen Außenministeriums hat sich das Horn von Afrika zu einer zentralen Herkunftsregion irregulärer Migration in Richtung Europa und Großbritannien entwickelt. Rund 30 Prozent der über den Ärmelkanal eingereisten Personen der vergangenen zwei Jahre stammen demnach aus Äthiopien, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/" type="category" id="34">Eritrea</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>. London reagiert darauf mit einer <a href="https://fokus-afrika.de/migrant-deal-rwanda-enjoys-windfall-pr/">Ausweitung der Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitstaaten entlang der Migrationsrouten.</a></p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">I’m here in Ethiopia 🇪🇹 meeting the PM, ministers, UK and Ethiopian businesses & groups to talk about jobs, trade, sustainable growth, tackling illegal migration, promoting regional security and preventing conflict. <br><br>The partnerships we build abroad make us stronger at home. <a href="https://t.co/BKPGBONsWh">pic.twitter.com/BKPGBONsWh</a></p>— Yvette Cooper (@YvetteCooperMP) <a href="https://twitter.com/YvetteCooperMP/status/2018279931307053285?ref_src=twsrc%5Etfw">February 2, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-kooperation-und-jobschaffung-in-athiopien"><span id="wirtschaftliche-kooperation-und-jobschaffung-in-aethiopien">Wirtschaftliche Kooperation und Jobschaffung in Äthiopien</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEZxwuXoAAClVP-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-24234 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEZxwuXoAAClVP-1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEZxwuXoAAClVP-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEZxwuXoAAClVP-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEZxwuXoAAClVP-1536x1027.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEZxwuXoAAClVP-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEZxwuXoAAClVP-800x535.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEZxwuXoAAClVP-1160x775.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEZxwuXoAAClVP.jpeg 1616w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein Kernpunkt der Reise ist die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Äthiopien. Cooper traf unter anderem Vertreter des Telekommunikationsunternehmens Safaricom, das von einem internationalen Konsortium mit britischer Beteiligung getragen wird. Ziel ist es, Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort zu stärken und wirtschaftliche Abwanderungsgründe zu reduzieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem unterzeichnete die Außenministerin eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung für zwei Energieübertragungsprojekte im Gesamtwert von über 400 Millionen US-Dollar. Die Vorhaben werden von Gridworks entwickelt, einem Unternehmen der <strong>British International Investment</strong>. Parallel dazu wurde ein Memorandum of Understanding mit dem äthiopischen Finanzministerium zur Ethiopia Investment Advisory Facility II abgeschlossen, die als zentrales Instrument der britisch-äthiopischen Wirtschaftspartnerschaft gilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitspolitische-zusammenarbeit-gegen-schleusernetzwerke"><span id="sicherheitspolitische-zusammenarbeit-gegen-schleusernetzwerke">Sicherheitspolitische Zusammenarbeit gegen Schleusernetzwerke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der sicherheitspolitischen Kooperation. Großbritannien will gemeinsam mit äthiopischen Behörden gegen Schleusernetzwerke vorgehen, die irreguläre Migration aus dem Horn von Afrika organisieren. Geplant sind unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/">Unterstützungsleistungen für Ermittlungen, bessere Informationsweitergabe</a> sowie eine Beschleunigung von Rückführungen äthiopischer Staatsangehöriger ohne Aufenthaltsrecht im Vereinigten Königreich.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="876" height="584" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEnmA-WoAAHTAJ.jpeg" alt="" class="wp-image-24235 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEnmA-WoAAHTAJ.jpeg 876w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEnmA-WoAAHTAJ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEnmA-WoAAHTAJ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEnmA-WoAAHTAJ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAEnmA-WoAAHTAJ-800x533.jpeg 800w" sizes="(max-width: 876px) 100vw, 876px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen werden unter anderem durch Mittel des britischen Border Security Command unterstützt und beinhalten eine engere Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden, einschließlich der National Crime Agency.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abstimmung-mit-afrikanischer-union-zu-regionalen-konflikten"><span id="abstimmung-mit-afrikanischer-union-zu-regionalen-konflikten">Abstimmung mit Afrikanischer Union zu regionalen Konflikten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen ihres Aufenthalts traf Cooper auch den Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Unio, am Sitz der Organisation in Addis Abeba. Beide Seiten bekräftigten die Bedeutung der Afrika–UK-Partnerschaft und die gemeinsame Unterstützung multilateraler Strukturen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAI7ZRkX0AEI15Z-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24236 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAI7ZRkX0AEI15Z-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAI7ZRkX0AEI15Z-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAI7ZRkX0AEI15Z-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAI7ZRkX0AEI15Z-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAI7ZRkX0AEI15Z-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAI7ZRkX0AEI15Z-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAI7ZRkX0AEI15Z-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAI7ZRkX0AEI15Z.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Fokus der Gespräche standen <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-verantwortliche-des-sudan-kriegs/" type="post" id="24115">regionale Konflikte, insbesondere im Sudan</a> und in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahelzone</a>, sowie die Unterstützung von <a href="https://fokus-afrika.de/un-au-und-eu-buendeln-kraefte-fuer-frieden-und-entwicklung-in-afrika/" type="post" id="20100">AU-Friedensmissionen in Somalia</a>. Angesichts der sich verschärfenden humanitären Lage im Sudan riefen beide Seiten zu einer Waffenruhe und zu ungehindertem humanitärem Zugang auf. Zudem wurde vereinbart, ein hochrangiges strategisches Treffen zwischen der Afrikanischen Union und Großbritannien noch in diesem Jahr in London abzuhalten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-unterstutzung-fur-athiopien"><span id="humanitaere-unterstuetzung-fuer-aethiopien">Humanitäre Unterstützung für Äthiopien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Begleitend zur politischen Agenda kündigte Großbritannien zusätzliche humanitäre Hilfen für Äthiopien an. Dazu zählen fünf Millionen Pfund zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt, vier Millionen Pfund für <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unicef/" type="post_tag" id="504">UNICEF</a> zur Versorgung mangelernährter Kinder sowie acht Millionen Pfund für Programme des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Die Mittel sollen unter anderem den Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und Nahrungsmittelsicherheit für Binnenvertriebene verbessern.</p>
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		<title>Mali verstärkt das Militär mit AKINCI-Drohnen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 11:48:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In der Region Mopti hat die malische Luftwaffe Ende Januar 2026 Drohnen des Typs Bayraktar AKINCI in Dienst&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen%2F&amp;action_name=Mali%20verst%C3%A4rkt%20das%20Milit%C3%A4r%20mit%20AKINCI-Drohnen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen/">Mali verstärkt das Militär mit AKINCI-Drohnen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In der Region Mopti hat die malische Luftwaffe Ende Januar 2026 Drohnen des Typs Bayraktar AKINCI in Dienst gestellt. Die Übergabe erfolgte auf der Luftwaffenbasis 200 in Sévaré durch Verteidigungsminister Sadio Camara an den Generalstabschef Oumar Diarra. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der laufenden Modernisierung der Streitkräfte und der sicherheitspolitischen Neuaufstellung Malis im Sahel. Zeitgleich verweisen offizielle Angaben auf eine veränderte Einordnung des Landes im Global-Firepower-Ranking 2026.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ubergabe-auf-der-luftwaffenbasis-sevare"><span id="uebergabe-auf-der-luftwaffenbasis-sevare">Übergabe auf der Luftwaffenbasis Sévaré</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24205 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die offizielle Übergabe der AKINCI-Drohnen fand auf der Base aérienne 200 in Sévaré statt. Neben Verteidigungsminister Sadio Camara nahmen der Generalstabschef der Streitkräfte, Oumar Diarra, sowie der Chef des Luftwaffenstabs, Alou Boï Diarra, an der Zeremonie teil. Anwesend waren zudem militärische und zivile Vertreter der Region.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Ansprache verwies Camara auf die <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verklagt-algerien-vor-internationalem-gerichtshof-wegen-drohnenabschuss/" type="post" id="20057">veränderte Sicherheitslage im Sahel</a>. Er beschrieb eine <a href="https://fokus-afrika.de/terrorzelle-mit-verbindungen-zu-daesh-im-sahel-zerschlagen/" type="post" id="12730">Zunahme hybrider Bedrohungen</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/schuesse-und-explosionen-am-flughafen-niamey-nahe-uranium-lager/" type="post" id="24120">konventionelle militärische Auseinandersetzungen</a>, asymmetrische Taktiken, Informationsoperationen und Angriffe auf wirtschaftliche Infrastruktur miteinander verbinden. Vor diesem Hintergrund betonte er die Notwendigkeit, die Streitkräfte kontinuierlich anzupassen und technologisch weiterzuentwickeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-modernisierung-der-streitkrafte-und-sicherheitspolitischer-kurs"><span id="modernisierung-der-streitkraefte-und-sicherheitspolitischer-kurs">Modernisierung der Streitkräfte und sicherheitspolitischer Kurs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einführung der AKINCI-Drohnen ist Teil eines umfassenderen Modernisierungsprozesses der Forces armées maliennes (FAMa). Nach Darstellung des Verteidigungsministers dient die fortlaufende Beschaffung moderner Systeme dazu, die operative Leistungsfähigkeit zu erhöhen und die Eigenständigkeit der Streitkräfte zu stärken. Die neuen Drohnen werden dabei als Beitrag zur Verbesserung von Aufklärung, Überwachung und militärischer Wirkung eingeordnet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="578" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-1024x578.jpeg" alt="" class="wp-image-24208 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-1024x578.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-768x433.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-800x452.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-1160x655.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3.jpeg 1467w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Camara stellte die Aufrüstung in einen politischen Rahmen und verwies auf die Prioritäten der Übergangsregierung. Der Ausbau militärischer Fähigkeiten gilt demnach als zentrales Element der nationalen Verteidigungsstrategie. In diesem Zusammenhang appellierte er an bewaffnete Gegner, die Waffen niederzulegen und in den staatlichen Rahmen zurückzukehren. Zugleich machte er deutlich, dass verbleibende Gruppen militärisch bekämpft würden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-koordination-innerhalb-der-aes"><span id="regionale-koordination-innerhalb-der-aes">Regionale Koordination innerhalb der AES</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitische Ausrichtung Malis wird zugleich mit der Zusammenarbeit innerhalb der Konföderation der Sahelstaaten verknüpft. Die Koordination mit Partnerländern der AES wird als Bestandteil der militärischen Strategie dargestellt. Ziel ist es, grenzüberschreitenden Bedrohungen gemeinsam zu begegnen und die operative Abstimmung zu vertiefen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24206 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Verteidigungsminister würdigte in diesem Zusammenhang den Einsatz der Soldaten in den laufenden Operationen und hob die Bedeutung des Rückhalts in der Bevölkerung hervor. Er sprach zudem Verwundeten seine Unterstützung aus und verwies auf zivile und militärische Geiseln. Nationale Einheit wurde dabei als Voraussetzung für militärische Erfolge benannt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mopti-reise-und-symbolische-schlusselubergabe"><span id="mopti-reise-und-symbolische-schluesseluebergabe">Mopti-Reise und symbolische Schlüsselübergabe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Übergabe in Sévaré hielt sich der Verteidigungsminister in der Region Mopti auf. Begleitet wurde er unter anderem vom Generalstabschef Oumar Diarra und vom Chef des Luftwaffenstabs Alou Boï Diarra. Vor Ort traf die Delegation mit regionalen Verwaltungs- und Militärvertretern zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen dieser Reise überbrachte Camara eine Botschaft des Präsidenten der Übergangsregierung an die Streitkräfte und die Zivilbevölkerung. Gespräche mit Truppen sowie mit administrativen und traditionellen Autoritäten standen ebenso auf dem Programm wie ein gemeinsames Treffen mit militärischen Verantwortlichen in Sévaré. Die Übergabe der symbolischen „Schlüssel“ für mehrere AKINCI-Drohnen an den Generalstabschef war Teil dieses Besuchs.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-ausrustung-und-offentliche-prasenz-in-bamako"><span id="militaerische-ausruestung-und-oeffentliche-praesenz-in-bamako">Militärische Ausrüstung und öffentliche Präsenz in Bamako</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgleich wurde in der Hauptstadt Bamako ein umfangreicher Militärkonvoi registriert, der Ausrüstung in Richtung Kati transportierte. Beobachtet wurden unter anderem gepanzerte Fahrzeuge, Artilleriesysteme, Raketenwerfer und moderne Aufklärungsfahrzeuge. Der Konvoi wurde von Spezialeinheiten begleitet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="870" height="580" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195.jpg" alt="" class="wp-image-24207 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195.jpg 870w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 870px) 100vw, 870px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die sichtbare Verlegung von Material wird als weiterer Schritt im Rahmen der laufenden Aufrüstung interpretiert. Die in Sévaré stationierten Drohnen gelten dabei als Teil eines breiteren Ausstattungsprogramms, das verschiedene Waffengattungen umfasst.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einordnung-im-global-firepower-ranking-2026"><span id="einordnung-im-global-firepower-ranking-2026">Einordnung im Global-Firepower-Ranking 2026</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahresbericht 2026 des Instituts <em>Global Firepower</em> wird Mali eine veränderte militärische Position zugeschrieben. Demnach belegt das Land innerhalb der UEMOA den ersten Platz, innerhalb der ECOWAS den zweiten Rang hinter Nigeria. Auf kontinentaler Ebene wird Mali auf Platz 17 von 54 Staaten geführt, weltweit auf Rang 104 von 145 bewerteten Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Faktoren für diese Einordnung werden unter anderem die technologische Modernisierung, der Ausbau von Aufklärungs- und Wirksystemen sowie die Einführung von Drohnen wie AKINCI und TB2 genannt. Ergänzend wird die Finanzierung der Ausrüstung aus dem nationalen Haushalt als Hinweis auf größere logistische Eigenständigkeit gewertet. Auch die kontinuierliche Einsatzpraxis der Streitkräfte fließt nach Angaben des Instituts in die Bewertung ein.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie agiert Dschibuti im Zentrum der geopolitischen Spannungen am Horn von Afrika?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wie-agiert-dschibuti-im-zentrum-der-geopolitischen-spannungen-am-horn-von-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 10:30:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dschibuti]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Djibouti hat Ende Januar und Anfang Februar 2026 eine Reihe hochrangiger politischer und militärischer Begegnungen ausgerichtet. Präsident Ismail&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwie-agiert-dschibuti-im-zentrum-der-geopolitischen-spannungen-am-horn-von-afrika%2F&amp;action_name=Wie%20agiert%20Dschibuti%20im%20Zentrum%20der%20geopolitischen%20Spannungen%20am%20Horn%20von%20Afrika%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wie-agiert-dschibuti-im-zentrum-der-geopolitischen-spannungen-am-horn-von-afrika/">Wie agiert Dschibuti im Zentrum der geopolitischen Spannungen am Horn von Afrika?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Djibouti hat Ende Januar und Anfang Februar 2026 eine Reihe hochrangiger politischer und militärischer Begegnungen ausgerichtet. Präsident Ismail Omar Guelleh empfing führende Vertreter Frankreichs und der Vereinigten Staaten und nahm zugleich an regionalen Konsultationen mit Äthiopien und Somalia teil. Die Gespräche standen im Zeichen sicherheitspolitischer Kooperation, regionaler Integration und wirtschaftlicher Entwicklungsprojekte in der strategisch wichtigen Region am Horn von Afrika. Dschibuti positioniert sich damit erneut als zentraler Akteur in internationalen Partnerschaften und regionalen Abstimmungsprozessen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-und-dschibuti-militarische-kooperation-im-geopolitischen-wandel"><span id="frankreich-und-dschibuti-militaerische-kooperation-im-geopolitischen-wandel">Frankreich und Dschibuti: Militärische Kooperation im geopolitischen Wandel</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="776" height="437" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/vlcsnap-2026-01-29-22h34m16s448.png" alt="" class="wp-image-24195 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/vlcsnap-2026-01-29-22h34m16s448.png 776w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/vlcsnap-2026-01-29-22h34m16s448-300x169.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/vlcsnap-2026-01-29-22h34m16s448-768x432.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/vlcsnap-2026-01-29-22h34m16s448-380x214.png 380w" sizes="(max-width: 776px) 100vw, 776px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Präsident Ismail Omar Guelleh empfing den neuen Chef des Generalstabs der französischen Streitkräfte, General Fabien Mandon, im Präsidentenpalast in Dschibuti. General Mandon überbrachte dabei ein schriftliches Schreiben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Im Mittelpunkt der Gespräche stand der <a href="https://fokus-afrika.de/militaerbasis-macron-setzt-auf-dschibuti-fuer-die-indo-pazifische-strategie-frankreichs/">Stand der bilateralen Zusammenarbeit</a> zwischen Frankreich und Dschibuti, die sich auf sicherheitspolitische, wirtschaftliche und institutionelle Bereiche erstreckt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten thematisierten zudem die Herausforderungen für das strategische Partnerschaftsverhältnis vor dem Hintergrund veränderter globaler und regionaler Machtkonstellationen. General Mandon erklärte nach dem Treffen, angesichts neuer, vielfältiger Bedrohungen in der Region komme der Verlässlichkeit von Partnerschaften besondere Bedeutung zu. Er verwies zugleich auf das hohe Niveau der Zusammenarbeit und Solidarität zwischen beiden Ländern in unterschiedlichen Sektoren. Laut <a href="https://rtd.dj/le-president-guelleh-recoit-le-nouveau-chef-detat-major-general-des-forces-armees-francaises/">Angaben</a> der <em>Agence Djiboutienne d’Information</em> diente der Besuch auch dazu, sich ein Bild von der praktischen militärischen Kooperation zwischen den Streit- und Sicherheitskräften beider Staaten zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-mit-den-vereinigten-staaten-sicherheit-der-seewege-im-fokus"><span id="gespraeche-mit-den-vereinigten-staaten-sicherheit-der-seewege-im-fokus">Gespräche mit den Vereinigten Staaten: Sicherheit der Seewege im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz zuvor hatte Präsident Guelleh den stellvertretenden US-Außenminister Christopher Landau zu Gesprächen empfangen. Thema war ein umfassender Überblick über die bilateralen Beziehungen sowie mögliche Erweiterungen des sicherheitspolitischen Engagements angesichts zunehmender regionaler Krisen. Landau betonte nach dem Treffen die Bedeutung der Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Terrorismus und Piraterie sowie bei der Sicherung der Schifffahrtswege im Roten Meer, das als zentrale Handelsroute für den Welthandel gilt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Excellent meeting today with President <a href="https://twitter.com/IsmailOguelleh?ref_src=twsrc%5Etfw">@IsmailOguelleh</a> of Djibouti. We emphasized the long history of friendship and cooperation between our countries and pledged to work together to further peace, security, and prosperity in this turbulent region. Je remercie le Président et le… <a href="https://t.co/uXrcg8HNht">pic.twitter.com/uXrcg8HNht</a></p>— Christopher Landau (@DeputySecState) <a href="https://twitter.com/DeputySecState/status/2017659480108925375?ref_src=twsrc%5Etfw">January 31, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Stellungnahme hob Landau hervor, die Vereinigten Staaten seien entschlossen, ihre strategische Partnerschaft mit Dschibuti fortzuführen. An den Gesprächen nahmen unter anderem der AFRICOM-Kommandeur General Dagvin Anderson sowie die US-Botschafterin in Djibouti teil. Auf djiboutischer Seite waren Vertreter aus Außen-, Verteidigungs- und Sicherheitsressorts anwesend.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsames-militarmanover-unterstreicht-bilaterale-verteidigungszusammenarbeit"><span id="gemeinsames-militaermanoever-unterstreicht-bilaterale-verteidigungszusammenarbeit">Gemeinsames Militärmanöver unterstreicht bilaterale Verteidigungszusammenarbeit</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="638" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-1024x638.jpeg" alt="" class="wp-image-24200 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-1024x638.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-300x187.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-768x479.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-1536x957.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-380x237.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-800x498.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-1160x723.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den politischen Konsultationen führten die Streitkräfte Dschibutis und der USA ein groß angelegtes gemeinsames Militärmanöver nahe des Schießplatzes Maryama durch. Beteiligt waren Einheiten des Bataillon d’Intervention Rapide der dschibutischen Streitkräfte sowie amerikanische Truppen. Die Übung umfasste unter anderem Gefechtstraining, Schießübungen und die Koordination zwischen Einheiten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Manöver fand im Rahmen des bilateralen Aktionsplans statt und wurde von Vertretern beider Armeen begleitet. Ziel war die Stärkung der Einsatzbereitschaft und der Interoperabilität. Der Schießplatz Maryama gilt als zentrales Ergebnis der militärischen Kooperation und als wichtiger Baustein für den Kapazitätsaufbau der djiboutischen Streitkräfte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-diplomatie-trilaterale-gesprache-in-jigjiga"><span id="regionale-diplomatie-trilaterale-gespraeche-in-jigjiga">Regionale Diplomatie: Trilaterale Gespräche in Jigjiga</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-24198 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-1024x768.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-1536x1152.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-1160x870.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben den internationalen Kontakten engagierte sich Präsident Guelleh auch auf regionaler Ebene. In der äthiopischen Stadt Jigjiga nahm er gemeinsam mit dem äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed und dem somalischen Präsidenten Hassan Cheikh Mahmoud an trilateralen Gesprächen teil. Diese fanden am Rande der Einweihung des touristischen Großprojekts „Shebelle Resort“ sowie weiterer Energieinfrastruktur statt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche zielten auf eine koordinierte Antwort auf sicherheitspolitische Herausforderungen und auf die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Dschibuti, Äthiopien und Somalia. Präsident Guelleh erklärte, die Realisierung großer Entwicklungsprojekte sei möglich, wenn Staaten auf Verständigung und gegenseitiges Vertrauen setzten. Die drei Staats- und Regierungschefs bekräftigten ihre Absicht, den Austausch in den Bereichen Sicherheit, Infrastruktur und wirtschaftliche Integration auszubauen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-entwicklung-und-regionale-integration"><span id="wirtschaftliche-entwicklung-und-regionale-integration">Wirtschaftliche Entwicklung und regionale Integration</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das in Jigjiga eröffnete „Shebelle Resort“ ist Teil einer äthiopischen Strategie zur Förderung des Tourismus in verschiedenen Landesteilen. Das Projekt umfasst Hotels, Wohnanlagen und Freizeitangebote und ist in ein nationales Entwicklungsprogramm eingebettet, das seit 2023 umgesetzt wird. Im Anschluss an die Eröffnung nahm Präsident Guelleh zudem an der Inbetriebnahme eines Windkraftwerks in der grenznahen Region Aysha teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsamen Auftritte der Staatschefs bei Infrastruktur- und Tourismusprojekten verdeutlichen den Anspruch, wirtschaftliche Entwicklung, regionale Vernetzung und Stabilität miteinander zu verbinden. In einem internationalen Umfeld zunehmender Konkurrenz um Einfluss am Horn von Afrika setzen Dschibuti, Äthiopien und Somalia damit auf abgestimmte politische und wirtschaftliche Ansätze.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU unterstützt Marokkos Autonomieplan für die Westsahara</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-marokkos-autonomieplan-fuer-die-westsahara/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 08:01:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Europäische Union und Marokko haben beim Treffen des Assoziationsrates in Brüssel eine Vertiefung ihrer Zusammenarbeit vereinbart. Die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-unterstuetzt-marokkos-autonomieplan-fuer-die-westsahara%2F&amp;action_name=EU%20unterst%C3%BCtzt%20Marokkos%20Autonomieplan%20f%C3%BCr%20die%20Westsahara&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-marokkos-autonomieplan-fuer-die-westsahara/">EU unterstützt Marokkos Autonomieplan für die Westsahara</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union und Marokko haben beim Treffen des Assoziationsrates in Brüssel eine Vertiefung ihrer Zusammenarbeit vereinbart. Die 15. Sitzung wurde von EU-Außenbeauftragter Kaja Kallas und Marokkos Außenminister Nasser Bourita ko-geleitet, die EU-Kommission war durch Mittelmeer-Kommissarin Dubravka Šuica vertreten. Im Zentrum standen politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Fragen, die Umsetzung des Assoziationsabkommens von 1996 sowie regionale Konfliktlagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-30-jahre-assoziationsabkommen-als-anlass-fur-neujustierung"><span id="30-jahre-assoziationsabkommen-als-anlass-fuer-neujustierung">30 Jahre Assoziationsabkommen als Anlass für Neujustierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen fanden nach Angaben beider Seiten im Vorfeld des 30. Jahrestags der Unterzeichnung des EU-Marokko-Assoziationsabkommens statt. In einem gemeinsamen Kommuniqué hoben beide Delegationen die jahrzehntelange Kooperation und die Absicht hervor, das Partnerschaftsformat weiterzuentwickeln und „auf Augenhöhe“ zu konsolidieren. Wie der <em><a href="https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2026/01/29/communique-conjoint-de-la-haute-representante-kaja-kallas-et-du-ministre-des-affaires-etrangeres-du-maroc-nasser-bourita-suite-a-la-tenue-du-quinzieme-conseil-d-association-ue-maroc/">Rat der Europäischen Union</a></em> mitteilt, bekräftigten beide Seiten ihre gemeinsame Verpflichtung, die Partnerschaft neu zu beleben und zu vertiefen.</p>



<iframe src="https://newsroom.consilium.europa.eu/embed/268038" height="270" width="480" frameborder="0" scrolling="no" allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen oallowfullscreen msallowfullscreen></iframe>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-vier-kooperationsraume-als-rahmen-der-zusammenarbeit"><span id="vier-kooperationsraeume-als-rahmen-der-zusammenarbeit">Vier Kooperationsräume als Rahmen der Zusammenarbeit</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">EU und Marokko verwiesen auf Fortschritte in vier als „strukturierend“ bezeichneten Kooperationsräumen. Genannt wurden ein Raum der Werte-Konvergenz, ein Raum der wirtschaftlichen Konvergenz und sozialen Kohäsion, ein Raum geteilter Kenntnisse sowie ein Raum politischer Abstimmung und verstärkter Sicherheitskooperation. Inhaltlich umfasst dies unter anderem inklusive und nachhaltige sozioökonomische Entwicklung, Handel und Investitionen, den grünen Übergang und Klimapolitik, Forschung und Innovation, Kultur, Migration und Mobilität sowie Prävention von gewalttätigem Extremismus und Zusammenarbeit in Sicherheit und Justiz.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/28086df5-52a4-4915-ae64-6969cf32e792-2.jpg" alt="" class="wp-image-24133 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/28086df5-52a4-4915-ae64-6969cf32e792-2.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/28086df5-52a4-4915-ae64-6969cf32e792-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/28086df5-52a4-4915-ae64-6969cf32e792-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/28086df5-52a4-4915-ae64-6969cf32e792-2-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Marokko ist größter Empfänger von EU-Finanzierungen in Nordafrika. Ergänzt werde dies durch strukturierende Investitionen der Europäischen Investitionsbank und Finanzierungsinstitutionen von EU-Mitgliedstaaten. Als Größenordnung werden für den Zeitraum 2021 bis 2024 rund 270 Millionen Euro pro Jahr genannt, bestehend aus bilateralen Zuweisungen und Mitteln unter dem EFSD+.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionalpolitik-gaza-ukraine-und-internationale-rechtsgrundsatze"><span id="regionalpolitik-gaza-ukraine-und-internationale-rechtsgrundsaetze">Regionalpolitik: Gaza, Ukraine und internationale Rechtsgrundsätze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">EU und Marokko bekräftigten ihren Bezug auf eine regelbasierte internationale Ordnung, wirksamen Multilateralismus und die Beachtung des Völkerrechts. Mit Blick auf den Nahen Osten verwiesen beide Seiten auf die Resolution 2803 (2025) des UN-Sicherheitsrates und betonten die Zwei-Staaten-Lösung als Grundlage für einen umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden. Im Fokus standen der <a href="https://fokus-afrika.de/koenigliche-mitteilung-marokko-ruft-zu-dauerhaften-frieden-in-gaza-auf/" type="post" id="13541">Schutz von Zivilisten in Gaza und der schnelle, sichere und ungehinderte Zugang humanitärer Hilfe</a> sowie die unabhängige Arbeit von UN-Organisationen und humanitären Akteuren. Zugleich wurde die Rolle des Al-Quds-Komitees genannt, das von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/konig/" type="post_tag" id="518">König</a> Mohammed VI. geleitet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Ukraine verwiesen beide Seiten auf die Verpflichtung aller Staaten, in ihren internationalen Beziehungen auf Gewaltandrohung oder Gewaltanwendung zu verzichten. Sie betonten das Ziel eines umfassenden, gerechten und dauerhaften Friedens im <a href="https://fokus-afrika.de/un-generalversammlungspraesidentin-baerbock-verteidigt-die-un-charta-in-davos/" type="post" id="23810">Einklang mit UN-Charta</a> und Völkerrecht sowie die Unterstützung der Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine innerhalb international anerkannter Grenzen. Zudem wurde die Bedeutung von Rechenschaft für schwere Verstöße gegen das Völkerrecht hervorgehoben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sahara-eu-verweist-auf-un-prozess-und-resolution-2797-2025"><span id="sahara-eu-verweist-auf-un-prozess-und-resolution-2797-2025">Sahara: EU verweist auf UN-Prozess und Resolution 2797 (2025)</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der politischen Abstimmung war die Frage der Westsahara. Die europäische Seite verwies auf ihre Unterstützung eines UN-geführten Prozesses und nahm Bezug auf die <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Resolution 2797 </a>(2025) des UN-Sicherheitsrates. In dem Kommuniqué wird der <a href="https://fokus-afrika.de/un-marokkos-premierminister-akhannouch-bekraeftigt-autonomieplan-fuer-die-sahara/" type="post" id="20150">Autonomieplan Marokkos</a> als Grundlage genannt, auf der Verhandlungen ohne Vorbedingungen geführt werden sollen, um zu einer politischen, dauerhaften und gegenseitig akzeptablen Lösung zu gelangen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24135 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die EU erklärte, sie sei bereit, Konsultationen zwischen den Parteien im Rahmen der Vereinten Nationen zu unterstützen und die Arbeit des <a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/" type="post" id="21428">Persönlichen Gesandten des UN-Generalsekretärs</a> zu begleiten. Zugleich begrüßte die EU die Bereitschaft Marokkos, die Modalitäten des Autonomieansatzes weiter zu erläutern.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nachbarschaftspolitik-atlantik-initiative-global-gateway-und-sahel-koordination"><span id="nachbarschaftspolitik-atlantik-initiative-global-gateway-und-sahel-koordination">Nachbarschaftspolitik: Atlantik-Initiative, Global Gateway und Sahel-Koordination</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">EU und Marokko tauschten sich auch über Entwicklungen in der gemeinsamen Nachbarschaft aus. Genannt wurden die Initiative der Atlantischen Afrikanischen Staaten sowie Projekte im Rahmen der <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-von-der-leyen-kuendigt-neue-afrika-schwerpunkte-an/" type="post" id="20672">EU-Strategie Global Gateway</a>. Beide Seiten kündigten an, die Kooperation in internationalen und regionalen Foren zu stärken, insbesondere im euro-mediterranen Raum und mit afrikanischen Partnern. Für die <a href="https://fokus-afrika.de/eu-marokko-gemeinsamer-parlamentarischer-ausschuss-diskutiert-ueber-sahel-mittelmeer-und-migration/" type="post" id="21500">Sahel-Region</a> wurde die Notwendigkeit betont, Stabilität, Sicherheit und Prosperität gemeinsam zu fördern, unter anderem durch koordinierte diplomatische Anstrengungen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">In diesem Kontext wurde auch der „Pakt für das Mittelmeer“ hervorgehoben, der am 28. November 2025 in Barcelona vorgestellt wurde. Die europäische Seite würdigte zudem Marokkos Rolle bei regionalen Kooperationsformaten, einschließlich der Ausrichtung einer hochrangigen „Retraite“ zur Zukunft der euro-mediterranen Beziehungen am 11. September 2025 in Rabat.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Merz skizziert Europas Anspruch auf neue Partnerschaften</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/merz-skizziert-europas-anspruch-auf-neue-partnerschaften/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 13:23:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bundeskanzler Friedrich Merz hat in einer Regierungserklärung im Deutschen Bundestag anlässlich des informellen Europäischen Rates die Notwendigkeit umfassender Reformen in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmerz-skizziert-europas-anspruch-auf-neue-partnerschaften%2F&amp;action_name=Merz%20skizziert%20Europas%20Anspruch%20auf%20neue%20Partnerschaften&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler <strong>Friedrich Merz</strong> hat in einer Regierungserklärung im Deutschen Bundestag anlässlich des informellen Europäischen Rates die Notwendigkeit umfassender Reformen in der EU und in Deutschland betont. Vor dem Hintergrund <a href="https://fokus-afrika.de/bundeskanzler-merz-warnt-in-davos-vor-neuer-grossmaechteordnung/">geopolitischer Umbrüche</a> sprach er von einer Phase <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-im-tv-interview-in-kenia-die-un-muss-reformiert-werden/">rascher politischer Veränderungen</a>, in der Europa zugleich neue Chancen habe, sich als verlässlicher Partner und eigenständiger Akteur zu positionieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europa-zwischen-krisendruck-und-reformanspruch"><span id="europa-zwischen-krisendruck-und-reformanspruch">Europa zwischen Krisendruck und Reformanspruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Merz verwies darauf, dass die Europäische Union in der Lage sei, geschlossen und schnell zu handeln. Als Beispiel nannte er die gemeinsame Reaktion auf angedrohte Strafzölle, bei der die EU entschlossen aufgetreten sei. Diese Handlungsfähigkeit müsse nun auf zentrale Aufgaben übertragen werden, insbesondere auf die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit und der Verteidigungsfähigkeit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24100 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Visit_of_Friedrich_Merz_Federal_Chancellor_of_Germany_to_the_European_Commission_-_2025_1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Auffassung des Kanzlers ist Wettbewerbsfähigkeit ein zentraler Bestandteil europäischer und deutscher Souveränität. Um die Wachstumslücke gegenüber den USA und China zu verringern, kündigte er ein Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs am 12. Februar in Belgien an. Dort solle es um Bürokratieabbau, die weitere Integration des Binnenmarktes und die Vereinfachung von EU-Vorschriften gehen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-transatlantisches-bundnis-und-rolle-der-nato"><span id="transatlantisches-buendnis-und-rolle-der-nato">Transatlantisches Bündnis und Rolle der NATO</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Erklärung hob Merz den Stellenwert des transatlantischen Bündnisses hervor. Das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten sei historisch gewachsen und von Vertrauen geprägt. Deutschland werde den USA weiterhin „immer die Hand der Zusammenarbeit reichen“. Zugleich betonte er, dass dieses Bündnis nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden dürfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NATO bezeichnete der Kanzler als weiterhin beste Garantie für Freiheit, Frieden und Sicherheit. Ziel der Europäer sei es, das Bündnis aus Europa heraus und in Europa zu stärken. Den Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan im Rahmen der NATO-Mission verteidigte Merz ausdrücklich gegen nachträgliche Abwertung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handel-regelbasierte-ordnung-und-neue-allianzen"><span id="handel-regelbasierte-ordnung-und-neue-allianzen">Handel, regelbasierte Ordnung und neue Allianzen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5025218-2-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-24101 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5025218-2-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5025218-2-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5025218-2-2-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5025218-2-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5025218-2-2-380x265.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5025218-2-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5025218-2-2-1160x808.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5025218-2-2.jpg 1962w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Regierungserklärung lag auf der regelbasierten Weltordnung und der Handelspolitik. Merz unterstrich, dass freier und fairer Handel eine Grundlage für Wohlstand und Sicherheit bleibe. Vor diesem Hintergrund sprach er sich für den zügigen Abschluss des MERCOSUR-Abkommens sowie für das EU-Indien-Abkommen aus.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als Leitprinzip formulierte der Kanzler, Demokratien seien Partner und Verbündete und nicht Untergebene. Immer mehr Staaten sähen in der gegenwärtigen Weltneuordnung eine Chance und zögen verlässliche Regeln der Willkür vor. Deutschland unterstütze daher ausdrücklich die Arbeit der Welthandelsorganisation, um offenen und fairen Handel zu sichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reformbedarf-in-deutschland"><span id="reformbedarf-in-deutschland">Reformbedarf in Deutschland</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="990" height="557" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2026-01-29-merz-bundestag.jpg" alt="" class="wp-image-24102 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2026-01-29-merz-bundestag.jpg 990w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2026-01-29-merz-bundestag-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2026-01-29-merz-bundestag-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2026-01-29-merz-bundestag-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2026-01-29-merz-bundestag-800x450.jpg 800w" sizes="(max-width: 990px) 100vw, 990px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben europäischen Fragen thematisierte Merz auch den Reformbedarf im Inland. Die Bundesregierung wolle die „Substanz des Landes erneuern“, um langfristige Stabilität zu gewährleisten. Erste Weichenstellungen aus dem Vorjahr zeigten nach seinen Worten bereits Wirkungen, unter anderem in Form steigender Innovationstätigkeit.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich kündigte er tiefgreifende Reformen der sozialen Sicherungssysteme an. Für das laufende Jahr stellte Merz eine grundlegende Reform der Rentenversicherung in Aussicht. Ähnliche Reformschritte seien auch im Bereich Gesundheit und Pflege geplant.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-debatte-im-bundestag-uber-europas-rolle"><span id="debatte-im-bundestag-ueber-europas-rolle">Debatte im Bundestag über Europas Rolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der anschließenden Bundestagsdebatte griffen Vertreter der Fraktionen zentrale Punkte der Regierungserklärung auf. Unionsfraktionschef <strong>Jens Spahn</strong> betonte die fortbestehende sicherheitspolitische Abhängigkeit Europas von den USA, verwies jedoch zugleich darauf, dass Partnerschaft nicht bedeute, jede Entwicklung widerspruchslos hinzunehmen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">SPD-Fraktionschef <strong>Matthias Miersch</strong> sprach von einem Epochenwechsel und forderte Investitionen in Wirtschaft und Verteidigung sowie neue Allianzen mit Partnern wie Kanada, Brasilien und asiatischen Staaten. Vertreter von Bündnis 90 Die Grünen plädierten für mehr Druck auf die US-Regierung, während die AfD die USA als wichtigen Verbündeten bezeichnete und stärkeres nationales Selbstbewusstsein einforderte. Die Linke warf der Bundesregierung und früheren Regierungen vor, zur Erosion des Völkerrechts beigetragen zu haben.</p>
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		<item>
		<title>Piraterie und Waffenschmuggel: Neue maritime Unsicherheiten am Horn von Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/piraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 13:01:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die maritime Sicherheitslage am Horn von Afrika hat sich seit Ende 2023 spürbar verschärft. Vor der Küste Somalias&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpiraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika%2F&amp;action_name=Piraterie%20und%20Waffenschmuggel%3A%20Neue%20maritime%20Unsicherheiten%20am%20Horn%20von%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/piraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika/">Piraterie und Waffenschmuggel: Neue maritime Unsicherheiten am Horn von Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die maritime Sicherheitslage am Horn von Afrika hat sich seit Ende 2023 spürbar verschärft. Vor der Küste Somalias ist es erneut zu Piraterie gekommen, parallel dazu intensivieren sich Waffenschmuggelrouten zwischen dem Jemen und Ostafrika sowie der geopolitische Wettbewerb um Häfen und militärische Präsenz. Internationale Analysen verweisen auf strukturelle Sicherheitsdefizite und eine wachsende strategische Bedeutung der Region für globale Handels- und Sicherheitsinteressen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wiederkehr-der-piraterie-vor-der-kuste-somalias"><span id="wiederkehr-der-piraterie-vor-der-kueste-somalias">Wiederkehr der Piraterie vor der Küste Somalias</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach mehreren Jahren relativer Ruhe haben sich seit November 2023 wieder Piraterievorfälle im Golf von Aden und im westlichen Indischen Ozean gehäuft. Auslöser war unter anderem die Entführung des maltesischen Frachters MV Ruen im Dezember 2023, die als erste erfolgreiche Kaperung eines Handelsschiffes seit 2017 gilt. In den Monaten danach folgten weitere Annäherungen, versuchte Entern und einzelne Entführungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-thumbnail-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-24094 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-thumbnail-1024x731.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-thumbnail-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-thumbnail-768x548.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-thumbnail-380x271.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-thumbnail-800x571.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-thumbnail-1160x828.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-thumbnail.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die beteiligten Gruppen griffen auf bekannte Vorgehensweisen aus der Hochphase der Piraterie zwischen 2008 und 2013 zurück. Dazu zählt der Einsatz gekaperter Dhows als sogenannte Mutterschiffe, um weit entfernt von der somalischen Küste operieren zu können. Die erneute Aktivität fiel zeitlich mit dem Rückzug internationaler Seestreitkräfte und der Lockerung von Sicherheitsmaßnahmen in der Handelsschifffahrt zusammen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-begrenzte-staatliche-kontrolle-und-maritime-sicherheitslucken"><span id="begrenzte-staatliche-kontrolle-und-maritime-sicherheitsluecken">Begrenzte staatliche Kontrolle und maritime Sicherheitslücken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückkehr der Piraterie wird eng mit der anhaltenden Fragilität staatlicher Strukturen in Somalia verknüpft. Föderale Sicherheitskräfte verfügen nur über eingeschränkte maritime Fähigkeiten. Marine, Küstenwache und maritime Polizeieinheiten sind weder personell noch technisch in der Lage, die mehr als 3.300 Kilometer lange Küstenlinie wirksam zu überwachen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/US_Navy_071202-N-3764J-003_Merchant_vessel_Al_Marjan_was_released_from_pirates_off_the_Somali_coast_Dec._2-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-24096 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/US_Navy_071202-N-3764J-003_Merchant_vessel_Al_Marjan_was_released_from_pirates_off_the_Somali_coast_Dec._2-1024x731.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/US_Navy_071202-N-3764J-003_Merchant_vessel_Al_Marjan_was_released_from_pirates_off_the_Somali_coast_Dec._2-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/US_Navy_071202-N-3764J-003_Merchant_vessel_Al_Marjan_was_released_from_pirates_off_the_Somali_coast_Dec._2-768x548.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/US_Navy_071202-N-3764J-003_Merchant_vessel_Al_Marjan_was_released_from_pirates_off_the_Somali_coast_Dec._2-380x271.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/US_Navy_071202-N-3764J-003_Merchant_vessel_Al_Marjan_was_released_from_pirates_off_the_Somali_coast_Dec._2-800x571.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/US_Navy_071202-N-3764J-003_Merchant_vessel_Al_Marjan_was_released_from_pirates_off_the_Somali_coast_Dec._2-1160x828.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/US_Navy_071202-N-3764J-003_Merchant_vessel_Al_Marjan_was_released_from_pirates_off_the_Somali_coast_Dec._2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleibt die Sicherheitslage an Land angespannt. Bewaffnete islamistische Gruppen konnten ihre Präsenz in mehreren Regionen ausbauen, während politische Spannungen im Vorfeld geplanter nationaler Wahlen die staatliche Handlungsfähigkeit zusätzlich einschränken. Internationale Unterstützungsmissionen stehen unter finanziellem und politischem Druck, was ihre Wirksamkeit begrenzt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-waffenschmuggel-zwischen-jemen-und-ostafrika"><span id="waffenschmuggel-zwischen-jemen-und-ostafrika">Waffenschmuggel zwischen Jemen und Ostafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Analyse liegt auf maritimen Schmuggelnetzwerken im Golf von Aden. Traditionelle Dhows dienen als Haupttransportmittel für Waffen, Munition und andere militärisch nutzbare Güter. Ein Teil dieser Lieferungen stammt aus dem Nahen Osten und ist ursprünglich für Akteure im Jemen bestimmt, wird jedoch über somalische Gewässer oder Küstenorte weitergeleitet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="447" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Aerial_surveillance_photo_of_the_USS_Bainbridge_while_apprehending_Somali_pirates_090409-N-0000X-136.jpg" alt="" class="wp-image-24095 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Aerial_surveillance_photo_of_the_USS_Bainbridge_while_apprehending_Somali_pirates_090409-N-0000X-136.jpg 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Aerial_surveillance_photo_of_the_USS_Bainbridge_while_apprehending_Somali_pirates_090409-N-0000X-136-300x179.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Aerial_surveillance_photo_of_the_USS_Bainbridge_while_apprehending_Somali_pirates_090409-N-0000X-136-380x226.jpg 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel existieren Schmuggelrouten in umgekehrter Richtung. Waffen aus dem Jemen gelangen über See nach Somalia und in andere Teile Ostafrikas. Diese Strukturen stärken lokale Milizen und bewaffnete Gruppen und tragen zur weiteren Militarisierung bestehender Konflikte bei.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wettbewerb-um-hafen-und-militarische-prasenz"><span id="wettbewerb-um-haefen-und-militaerische-praesenz">Wettbewerb um Häfen und militärische Präsenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Piraterie und Schmuggel nimmt der <a href="https://fokus-afrika.de/eu-der-hafen-von-dschibuti-von-interesse/">geopolitische Wettbewerb um Hafenanlagen</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/aegypten-lehnt-externe-militaerische-praesenz-am-roten-meer-ab/">Militärstützpunkte</a> am Horn von Afrika zu. Staaten aus dem Nahen Osten, regionale Akteure und globale Mächte zeigen verstärkt Interesse an strategisch gelegenen Häfen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/dschibuti/" type="category" id="33">Dschibuti</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/israels-anerkennung-von-somaliland-belastet-somalias-praesidentschaft-im-un-sicherheitsrat/" type="post" id="23367">Somaliland</a> und Somalia. Anlagen wie Berbera oder Bossaso gewinnen sowohl für Handelsrouten als auch für militärische Logistik an Bedeutung.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Following years of dormancy, Somali piracy resurfaced between November 2023 and April 2025, exacerbating regional maritime insecurity amid Houthi attacks in the Red Sea. This map shows pirate attacks on both merchant vessels far offshore and smaller fishing boats near Somali… <a href="https://t.co/oQD0BrE0iH">pic.twitter.com/oQD0BrE0iH</a></p>— IISS News (@IISS_org) <a href="https://twitter.com/IISS_org/status/2016511760002388341?ref_src=twsrc%5Etfw">January 28, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Viele angekündigte Investitions- und Militärprojekte bleiben bislang jedoch in der Planungsphase. Lokale politische Akteure behalten erheblichen Einfluss auf Genehmigungsprozesse, und langfristige Engagements erfordern komplexe Verhandlungen mit regionalen Machtzentren. Der Wettbewerb um Zugang und Einfluss prägt dennoch zunehmend die maritime Sicherheitsarchitektur der Region.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpiraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika%2F&action_name=Piraterie%20und%20Waffenschmuggel%3A%20Neue%20maritime%20Unsicherheiten%20am%20Horn%20von%20Afrika&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/piraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika/">Piraterie und Waffenschmuggel: Neue maritime Unsicherheiten am Horn von Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">1280px-thumbnail</media:title>
			<media:description type="html">081008-N-1082Z-045 INDIAN OCEAN (Oct. 08, 2008) - Pirates transiting from MV Faina to shore while under observation by a U.S. Navy ship. The Belize-flagged cargo ship is owned and operated by &#34;Kaalbye Shipping Ukraine&#34; and is carrying a cargo of Ukrainian T-72 tanks and related equipment. The ship was attacked on Sept. 25 and forced to proceed to anchorage off the Somali Coast. U.S. 5th Fleet conducts maritime security operations to promote stability and regional economic prosperity. U.S. Navy photo by Mass communication Specialist 2nd Class Jason R. Zalasky (Released)</media:description>
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			<media:title type="html">US_Navy_071202-N-3764J-003_Merchant_vessel_Al_Marjan_was_released_from_pirates_off_the_Somali_coast_Dec._2</media:title>
			<media:description type="html">071202-N-3764J-003 ñ USS WHIDBEY ISLAND, At Sea -  Merchant vessel Al Marjan was released from pirates off the Somali coast Dec. 2.  Al Marjan had been under the control of Somalia-based pirates since Oct. 17.  USS Whidbey Island (LSD 41) was on hand to assist the vessel and its crew following its release.  The U.S. Navy has maintained a ship presence off the coast of Somalia since late October.  There has been as many as six pirated vessels off the Somali coast over the last 30 days.  The U.S.-led multinational maritime task force responsible for planning counter-piracy operations off the Horn of Africa includes Italy, the Netherlands, and the United Kingdom.  Coalition forces conduct Maritime Security Operations under international maritime conventions to ensure security and safety in international waters so that all commercial shipping can operate freely while transiting the region. US Navy photo by Cmdr. Michael Junge. .</media:description>
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			<media:title type="html">090409-N-0000X-136</media:title>
			<media:description type="html">090409-N-0000X-136INDIAN OCEAN (April 9, 2009) In a still frame from video released by the U.S. Navy taken by the Scan Eagle unmanned aerial vehicle, the guided-missile destroyer USS Bainbridge (DDG 96) is underway near a 28-foot lifeboat from the U.S.-flagged container ship Maersk Alabama Thursday, April 9, 2009 in the Indian Ocean. (U.S. Navy Photo)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Afrikanische Union und USA erörtern strategische Zusammenarbeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-und-usa-eroertern-strategische-zusammenarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 12:09:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union Mahmoud Ali Youssouf hat eine hochrangige Delegation der Vereinigten Staaten unter&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrikanische-union-und-usa-eroertern-strategische-zusammenarbeit%2F&amp;action_name=Afrikanische%20Union%20und%20USA%20er%C3%B6rtern%20strategische%20Zusammenarbeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-und-usa-eroertern-strategische-zusammenarbeit/">Afrikanische Union und USA erörtern strategische Zusammenarbeit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union <strong>Mahmoud Ali Youssouf</strong> hat eine <a href="https://fokus-afrika.de/us-vizeaussenminister-landau-will-praesenz-am-horn-von-afrika-verstaerken/">hochrangige Delegation</a> der Vereinigten Staaten unter Leitung des stellvertretenden US-Außenministers <strong>Christopher Landau</strong> empfangen. An den Gesprächen nahm auch der Kommandeur von <strong>United States Africa Command</strong> teil. Im Mittelpunkt standen die Vertiefung der strategischen Partnerschaft sowie die Ankündigung einer neuen gemeinsamen Arbeitsgruppe zu Infrastruktur und Investitionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategische-partnerschaft-in-einem-komplexen-umfeld"><span id="strategische-partnerschaft-in-einem-komplexen-umfeld">Strategische Partnerschaft in einem komplexen Umfeld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der Afrikanischen Union verwies darauf, dass der Besuch der US-Delegation in eine Phase hoher regionaler und globaler Komplexität falle. Dies unterstreiche die Bedeutung einer engen Abstimmung zwischen der Afrikanischen Union und den Vereinigten Staaten. Beide Seiten bekräftigten ihr Bekenntnis zu einer Partnerschaft auf Grundlage gegenseitigen Respekts, gemeinsamer Interessen sowie eines gemeinsamen Engagements für Frieden, Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-arbeitsgruppe-fur-infrastruktur-und-investitionen"><span id="neue-arbeitsgruppe-fuer-infrastruktur-und-investitionen">Neue Arbeitsgruppe für Infrastruktur und Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Treffens kündigten die Afrikanische Union und die Vereinigten Staaten die Einrichtung der <strong>U.S.–AUC Strategic Infrastructure and Investment Working Group</strong> an. Die neue Arbeitsgruppe soll hochwertige, handelsfördernde Infrastrukturprojekte voranbringen, private Investitionen mobilisieren und zentrale kontinentale Prioritäten unterstützen. Dazu zählen die Agenda 2063 der Afrikanischen Union, das Programme for Infrastructure Development in Africa sowie die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Image-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-24083 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Image-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Image-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Image-768x511.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Image-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Image-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Image.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten bauen die Initiative auf den Fortschritten bestehender technischer Arbeitsgruppen sowie auf einer kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen US-Behörden und Abteilungen der Kommission der Afrikanischen Union auf.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-wirtschaftliches-wachstum-und-private-investitionen"><span id="fokus-auf-wirtschaftliches-wachstum-und-private-investitionen">Fokus auf wirtschaftliches Wachstum und private Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Gesprächspartner, dass wirtschaftliches Wachstum die Grundlage für einen friedlichen und prosperierenden afrikanischen Kontinent bilde. Der Ausbau qualitativ hochwertiger Infrastruktur sei dabei ein zentraler nächster Schritt. Die neue Arbeitsgruppe soll als Plattform für hochrangige Regierungsvertreter und technische Experten dienen, um konkrete Investitionsmöglichkeiten für US-Unternehmen in von der Afrikanischen Union unterstützten Infrastrukturprojekten zu identifizieren und umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt liegt auf Verkehrs- und Logistikinfrastruktur, Energie- und digitalen Netzwerken, der Entwicklung von Lieferketten für kritische Rohstoffe sowie auf regulatorischer Harmonisierung. Ziel ist es zudem, den bilateralen Handel zu stärken, digitale Sicherheit zu verbessern und die Gesundheitsversorgung resilienter zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-austausch-zu-sicherheit-gesundheit-und-regionalen-konflikten"><span id="austausch-zu-sicherheit-gesundheit-und-regionalen-konflikten">Austausch zu Sicherheit, Gesundheit und regionalen Konflikten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftlichen Fragen tauschten sich beide Seiten auch über die Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit sowie Frieden und Sicherheit aus. Dabei bekräftigten sie die Unterstützung für <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-buendelt-mediation-fuer-ostkongo-bei-gipfel-in-lome/" type="post" id="23662">afrikanisch geführte Initiativen in der Region der Großen Seen</a> und im <a href="https://fokus-afrika.de/kaempfe-in-ostkongo-eskalieren-fardc-setzt-drohnen-gegen-m23-ein/" type="post" id="24064">Osten</a> der Demokratischen Republik Kongo und würdigten das ergänzende Engagement der Vereinigten Staaten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Today, I met with General <a href="https://twitter.com/AndersonDagvin?ref_src=twsrc%5Etfw">@AndersonDagvin</a>, Commander of <a href="https://twitter.com/USAfricaCommand?ref_src=twsrc%5Etfw">@USAfricaCommand</a> 🇺🇸 (AFRICOM). <br><br>We discussed peace and security as part of Africa’s development process, alongside increased investment in trade, infrastructure, and expanded opportunities across the continent. <a href="https://twitter.com/hashtag/Africa?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Africa</a>… <a href="https://t.co/3KFKe3CaCK">pic.twitter.com/3KFKe3CaCK</a></p>— H.E Amb. Selma Malika Haddadi (@DCP_Haddadi) <a href="https://twitter.com/DCP_Haddadi/status/2016602001690288178?ref_src=twsrc%5Etfw">January 28, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf den <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> äußerten die Gesprächspartner große Sorge über den anhaltenden Konflikt. Sie betonten die Notwendigkeit eines sofortigen Waffenstillstands, eines ungehinderten humanitären Zugangs sowie des Schutzes der Zivilbevölkerung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_wZd-cXQAA1iqa-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_wZd-cXQAA1iqa-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_wZd-cXQAA1iqa-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_wZd-cXQAA1iqa-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_wZd-cXQAA1iqa-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_wZd-cXQAA1iqa-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_wZd-cXQAA1iqa-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_wZd-cXQAA1iqa-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_wZd-cXQAA1iqa.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der <a href="https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/01/joint-statement-of-the-united-states-and-african-union-on-the-launch-of-a-strategic-investment-working-group/">gemeinsamen Erklärung</a> heißt es, die neue Arbeitsgruppe solle eine Grundlage für eine langfristige strategische wirtschaftliche Zusammenarbeit schaffen. Diese solle zunehmend auf tragfähige und rentable Investitionen setzen und damit klassische Entwicklungszusammenarbeit ergänzen. Ziel sei es, Arbeitsplätze, wirtschaftliche Sicherheit und Wohlstand sowohl in Afrika als auch in den Vereinigten Staaten zu fördern.</p>
</div></div>
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		<title>Bundesregierung hält Projektdetails in Sudan, Tschad, Burundi und Ägypten unter Verschluss</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-haelt-projektdetails-in-sudan-tschad-burundi-und-aegypten-unter-verschluss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 17:03:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Burundi]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung veröffentlicht bei zahlreichen entwicklungspolitischen Projekten in Sudan, Tschad, Burundi und Ägypten weder Projekttitel noch Maßnahmenbeschreibungen. Dies&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-haelt-projektdetails-in-sudan-tschad-burundi-und-aegypten-unter-verschluss%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20h%C3%A4lt%20Projektdetails%20in%20Sudan%2C%20Tschad%2C%20Burundi%20und%20%C3%84gypten%20unter%20Verschluss&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung veröffentlicht bei zahlreichen entwicklungspolitischen Projekten in Sudan, Tschad, Burundi und Ägypten weder Projekttitel noch Maßnahmenbeschreibungen. Dies geht aus mehreren Antworten auf Kleine Anfragen der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag hervor. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung begründet die eingeschränkte Transparenz mit Sicherheitsrisiken für lokale Partnerorganisationen und deren Mitarbeitende sowie mit dem Schutz laufender Projekte in hochvolatilen politischen Kontexten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-betroffene-projekte-und-finanzvolumen"><span id="betroffene-projekte-und-finanzvolumen">Betroffene Projekte und Finanzvolumen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1140082">Angaben</a> der Fragesteller sind allein im Sudan elf Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 37,9 Millionen Euro im Transparenzportal des Bundes ohne nähere Bezeichnung geführt. Für den Tschad betrifft dies <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1140084">30 Projekte</a> mit einem Finanzvolumen von rund 10,9 Millionen Euro. In Burundi sind <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1140080">22 Projekte</a> im Umfang von etwa 15,5 Millionen Euro betroffen, in Ägypten <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1140074">19 Projekte</a> mit einem Gesamtvolumen von rund 13 Millionen Euro. In allen Fällen erscheinen im IATI-Portal sowohl Titel als auch Maßnahmenbeschreibung mit dem Hinweis, die Information sei für diese Maßnahme nicht verfügbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-als-zentrale-begrundung"><span id="sicherheitslage-als-zentrale-begruendung">Sicherheitslage als zentrale Begründung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/file7c1ys4b63xl123agye10-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24107 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/file7c1ys4b63xl123agye10-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/file7c1ys4b63xl123agye10-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/file7c1ys4b63xl123agye10-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/file7c1ys4b63xl123agye10-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/file7c1ys4b63xl123agye10-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/file7c1ys4b63xl123agye10-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/file7c1ys4b63xl123agye10-2.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist in ihren Antworten auf die jeweilige Sicherheits- und Menschenrechtslage vor Ort. Im Sudan sei die Arbeit der Zuwendungsempfänger seit Beginn des Krieges im April 2023 mit erheblichen Risiken verbunden. Die Nennung konkreter Projektdetails könne lokale nichtstaatliche Organisationen und deren Personal in Lebensgefahr bringen. Auch für deutsche Partner bestehe bei Aufenthalten vor Ort ein erhöhtes Risiko. Aus diesem Grund verzichte die Bundesregierung auf eine Veröffentlichung selbst gegenüber dem Parlament.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Tschad wird die Lage laut Bundesregierung maßgeblich durch <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-erwaegt-rueckzug-aus-sicherheitsbuendnis-nach-toedlichem-angriff-der-boko-haram/" type="post" id="12321">Gewalt islamistischer Terrororganisationen wie Boko Haram</a> sowie durch <a href="https://fokus-afrika.de/einflussnahme-russlands-im-tschad-eine-fortlaufende-entwicklung/" type="post" id="12582">weitere militärische Auseinandersetzungen</a> geprägt. Die Offenlegung von Projektnamen und Partnern könne die Sicherheit der beteiligten Akteure gefährden. Die detaillierten Informationen wurden daher als Verschlusssache eingestuft und nur berechtigten Abgeordneten zugänglich gemacht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verweis-auf-politische-repression-und-fragile-kontexte"><span id="verweis-auf-politische-repression-und-fragile-kontexte">Verweis auf politische Repression und fragile Kontexte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Burundi argumentiert die Bundesregierung ebenfalls mit einem <a href="https://fokus-afrika.de/burundi-beschuldigt-ruanda-praesident-ndayishimiye-warnt-vor-krieg/" type="post" id="13777">hochvolatilen Umfeld</a>. Die öffentliche Benennung von Projekten und Partnerorganisationen könne den Fortbestand lokaler zivilgesellschaftlicher Strukturen gefährden und die körperliche Unversehrtheit der Mitarbeitenden beeinträchtigen. Eine Veröffentlichung als Verschlusssache sei nach Abwägung der Risiken nicht ausreichend, da selbst ein geringfügiges Bekanntwerden der Informationen nicht hingenommen werden könne.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23024 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Ägypten verweist das BMZ auf eine repressiv agierende Regierung, die mit willkürlichen Festnahmen, Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie Gewalt gegen Oppositionelle in Verbindung gebracht werde. In diesem Umfeld könnten bereits Projektbezeichnungen Rückschlüsse auf beteiligte Personen zulassen und diese gefährden. Auch hier überwiege nach Auffassung der Bundesregierung der Schutz von Leib und Leben gegenüber dem parlamentarischen Informationsinteresse.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In allen vier Fällen betont die Bundesregierung, sie habe sich im Rahmen der International Aid Transparency Initiative grundsätzlich zur Transparenz verpflichtet. Diese Verpflichtung werde jedoch durch Regelungen des Geheimschutzes, der Datenschutz-Grundverordnung und des Informationsfreiheitsrechts begrenzt. Eine umfassende Offenlegung könne bestehende Vertrauensverhältnisse mit zivilgesellschaftlichen Partnern beschädigen und die Durchführung entwicklungspolitischer Maßnahmen erheblich beeinträchtigen.</p>
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		<item>
		<title>Präsidenten Tinubu und Erdogan vertiefen Partnerschaft zwischen Nigeria und der Türkei</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesidenten-tinubu-und-erdogan-vertiefen-partnerschaft-zwischen-nigeria-und-der-tuerkei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 15:17:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der nigerianische Präsident Bola Ahmed Tinubu ist zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in die Türkei gereist, um die bilateralen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesidenten-tinubu-und-erdogan-vertiefen-partnerschaft-zwischen-nigeria-und-der-tuerkei%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sidenten%20Tinubu%20und%20Erdogan%20vertiefen%20Partnerschaft%20zwischen%20Nigeria%20und%20der%20T%C3%BCrkei&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der nigerianische Präsident Bola Ahmed Tinubu ist zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in die Türkei gereist, um die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern auszubauen. Ziel der Gespräche ist eine Vertiefung der Zusammenarbeit in zentralen Bereichen wie Sicherheit, Verteidigung, Handel, Investitionen, Energie, Bildung, Innovation und Luftfahrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-rahmen-und-agenda-des-besuchs"><span id="politischer-rahmen-und-agenda-des-besuchs">Politischer Rahmen und Agenda des Besuchs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch folgt auf den offiziellen Aufenthalt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Nigeria im Oktober 2021, der die diplomatischen Beziehungen zwischen Abuja und Ankara spürbar intensivierte. In Ankara sind politische und diplomatische Konsultationen vorgesehen, die sich auf <a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-und-ecowas-was-macht-die-tuerkei-in-westafrika/">gemeinsame Interessen</a> in den Bereichen Finanzen, Kommunikation, Handel und Investitionen konzentrieren. Begleitend sind mehrere bilaterale Treffen auf Ministerebene geplant.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="679" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CQW4AAqgEJ-1024x679.jpeg" alt="" class="wp-image-24054 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CQW4AAqgEJ-1024x679.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CQW4AAqgEJ-300x199.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CQW4AAqgEJ-768x509.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CQW4AAqgEJ-1536x1019.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CQW4AAqgEJ-2048x1358.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CQW4AAqgEJ-380x252.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CQW4AAqgEJ-800x530.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CQW4AAqgEJ-1160x769.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CQW4AAqgEJ-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt des Programms ist die Unterzeichnung mehrerer Absichtserklärungen. Diese betreffen unter anderem wissenschaftliche Forschung, Energie, technische Zusammenarbeit, Medien und Kommunikation, militärische Kooperation sowie Protokollfragen. Parallel dazu findet ein Wirtschaftsforum statt, das nigerianische und türkische Unternehmen zusammenführt, um konkrete Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nigeria-setzt-auf-verteidigungskooperation-mit-der-turkei"><span id="nigeria-setzt-auf-verteidigungskooperation-mit-der-tuerkei">Nigeria setzt auf Verteidigungskooperation mit der Türkei</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Präsident Tinubu bekräftigte Präsident Erdoğan die Unterstützung der Türkei im <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-nigeria-vertiefen-zusammenarbeit-zu-religionsfreiheit-und-sicherheit/" type="post" id="23912">Kampf Nigerias gegen den Terrorismus</a>. Er verwies auf die Bereitschaft Ankaras, Erfahrungen in den Bereichen militärische Ausbildung und nachrichtendienstliche Zusammenarbeit zu teilen. Terroristische Gruppen, insbesondere in der Sahelzone, stellten nach türkischer Einschätzung eine anhaltende Bedrohung für die Stabilität des afrikanischen Kontinents dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Besuchs führten nigerianische Regierungsvertreter Gespräche mit führenden Unternehmen der türkischen Verteidigungsindustrie. Dabei ging es um eine mögliche Ausweitung der Zusammenarbeit zum Schutz kritischer Infrastrukturen sowie um die Stärkung der operativen Fähigkeiten Nigerias im Sicherheitssektor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaft-energie-und-handel"><span id="wirtschaft-energie-und-handel">Wirtschaft, Energie und Handel</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CIWYAEYr9I-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-24055 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CIWYAEYr9I-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CIWYAEYr9I-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CIWYAEYr9I-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CIWYAEYr9I-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CIWYAEYr9I-2048x1364.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CIWYAEYr9I-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CIWYAEYr9I-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CIWYAEYr9I-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_r38CIWYAEYr9I-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ökonomisch bekräftigten beide Seiten das Ziel, das bilaterale Handelsvolumen mittelfristig auf fünf Milliarden US-Dollar zu steigern. Diskutiert wurden konkrete Schritte zur Intensivierung des Handels und zur Förderung gegenseitiger Investitionen. Die Einrichtung eines Gemeinsamen Wirtschafts- und Handelsausschusses soll diesen Prozess institutionell begleiten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Energiesektor betonte die türkische Seite ihre Offenheit für Kooperationen zwischen der staatlichen Turkish Petroleum Corporation, dem Energieunternehmen BOTAS und nigerianischen Partnern. <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-und-deutschland-intensivieren-zusammenarbeit-in-energie-und-regionalpolitik/">Nigeria wird dabei als zentraler Akteur für die Neustrukturierung der afrikanischen Energiewirtschaft gesehen, insbesondere mit Blick auf Öl- und Gasförderung sowie nachgelagerte Industrien.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kurzer-stolper-sorgt-fur-aufsehen"><span id="kurzer-stolper-sorgt-fuer-aufsehen">Kurzer Stolper sorgt für Aufsehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während der offiziellen Begrüßungszeremonie in Ankara kam es zu einem kurzen Stolpern des nigerianischen Präsidenten, das international Aufmerksamkeit erregte. Vertreter der nigerianischen Regierung stellten klar, dass es sich um einen kurzen Moment ohne gesundheitliche Relevanz handelte und das offizielle Programm ohne Unterbrechung fortgesetzt wurde. Die bilateralen Gespräche mit Präsident Erdoğan sowie weitere Treffen fanden wie geplant statt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Moment President Tinubu Stumbled And Fall<br>During A Reception Parade in Turkey <a href="https://t.co/Xxk44cX2oT">pic.twitter.com/Xxk44cX2oT</a></p>— karisma🌹 (@Khris_mah) <a href="https://twitter.com/Khris_mah/status/2016202488689406181?ref_src=twsrc%5Etfw">January 27, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zur nigerianischen Delegation zählen unter anderem der Außenminister, der Justizminister, der Verteidigungsminister, der Nationale Sicherheitsberater sowie mehrere Ressortminister. Die Zusammensetzung unterstreicht den umfassenden Ansatz des Besuchs, der sicherheitspolitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen gleichermaßen abdeckt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ex-US-Afrikabeauftragte Nagy mit deutlicher Warnung an Äthiopien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ex-us-afrikabeauftragte-nagy-mit-deutlicher-warnung-an-aethiopien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 21:32:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der frühere US-Afrikabeauftragte Tibor Nagy hat sich in einem ausführlichen Interview zu den geopolitischen Verschiebungen im Horn von Afrika, zur&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fex-us-afrikabeauftragte-nagy-mit-deutlicher-warnung-an-aethiopien%2F&amp;action_name=Ex-US-Afrikabeauftragte%20Nagy%20mit%20deutlicher%20Warnung%20an%20%C3%84thiopien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der frühere US-Afrikabeauftragte <strong>Tibor Nagy</strong> hat sich in einem <a href="https://thereportermagazines.com/4995/">ausführlichen Interview</a> zu den geopolitischen Verschiebungen im Horn von Afrika, zur Rolle der USA unter Präsident <strong>Donald Trump</strong> und zur strategischen Konkurrenz zwischen Äthiopien und Ägypten geäußert. Zentrale Botschaft: Äthiopien sollte Washington niemals auffordern, sich zwischen Kairo und Addis Abeba zu entscheiden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-transaktionale-diplomatie-und-neue-machtlogiken"><span id="transaktionale-diplomatie-und-neue-machtlogiken">Transaktionale Diplomatie und neue Machtlogiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nagy beschreibt einen grundlegenden Wandel der US-Außenpolitik hin zu einer stärker interessengeleiteten, „transaktionalen“ Diplomatie. Alte Gewissheiten multilateraler Ordnungsmuster verlören an Bedeutung. Diese Entwicklung zeige sich besonders deutlich im strategisch sensiblen Raum des Horns von Afrika und entlang des Roten Meeres. Die USA orientierten sich zunehmend daran, wo konkrete sicherheits- und wirtschaftspolitische Interessen berührt seien.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-somaliland-israel-und-regionale-reaktionen"><span id="somaliland-israel-und-regionale-reaktionen">Somaliland, Israel und regionale Reaktionen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf die <a href="https://fokus-afrika.de/israels-anerkennung-von-somaliland-belastet-somalias-praesidentschaft-im-un-sicherheitsrat/" type="post" id="23367">Anerkennung Somalilands durch Israel</a> sprach sich Nagy erneut offen für die internationale Anerkennung Somalilands aus. Der Schritt Israels sei geopolitisch folgerichtig und verschaffe Somaliland erstmals formale völkerrechtliche Legitimität. Zugleich rechne er mit weiterem diplomatischem Widerstand, insbesondere aus der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanischen Union</a>, der Arabischen Liga und der Organisation für Islamische Zusammenarbeit. Kurzfristig erwartet Nagy jedoch, dass einzelne Staaten Somalilands Status schrittweise aufwerten, etwa durch halbdiplomatische Vertretungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Haltung der USA sei intern gespalten. Sicherheits- und Antiterrorakteure tendierten zur Unterstützung Mogadischus, während andere Stellen den strategischen Wert Somalilands stärker betonten. Eine Entscheidung hänge letztlich vom Weißen Haus ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-eritrea-und-begrenzte-erwartungen-an-washington"><span id="eritrea-und-begrenzte-erwartungen-an-washington">Eritrea und begrenzte Erwartungen an Washington</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zu <a href="https://fokus-afrika.de/eritreas-praesident-afwerki-zur-globalen-ordnung-und-den-beziehungen-mit-den-usa/" type="post" id="23684">möglichen Annäherungen</a> zwischen den USA und Eritrea äußerte sich Nagy skeptisch. Auch unter einer stärker transaktionalen US-Politik fehle es aus seiner Sicht an Verlässlichkeit auf eritreischer Seite. Frühere Versuche Washingtons, Beziehungen zu normalisieren, seien regelmäßig ins Leere gelaufen. Entsprechend gering seien die Erwartungen an eine nachhaltige strategische Partnerschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-athiopien-interne-konflikte-und-us-interessen"><span id="aethiopien-interne-konflikte-und-us-interessen">Äthiopien, interne Konflikte und US-Interessen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="845" height="545" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/download.jpeg" alt="" class="wp-image-24026 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/download.jpeg 845w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/download-300x193.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/download-768x495.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/download-380x245.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/download-800x516.jpeg 800w" sizes="(max-width: 845px) 100vw, 845px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Äthiopien bleibe trotz interner Instabilitäten ein wichtiger Akteur im Horn von Afrika. Nagy verwies auf das wirtschaftliche Potenzial des Landes, etwa im Luftverkehr und in der Demografie. Gleichzeitig schmälerten ungelöste Konflikte in Regionen wie Amhara und Oromia sowie die <a href="https://fokus-afrika.de/us-und-eu-delegation-in-tigray-zur-umsetzung-des-pretoria-abkommens/" type="post" id="13967">Nachwirkungen des Tigray-Krieges</a> die Attraktivität Äthiopiens als Partner. Eine glaubwürdige nationale Versöhnung sei entscheidend.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-warnung-an-addis-abeba-wegen-nilkonflikt-um-mega-staudamm"><span id="warnung-an-addis-abeba-wegen-nilkonflikt-um-mega-staudamm">Warnung an Addis Abeba wegen Nilkonflikt um Mega-Staudamm</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des Interviews stand der <a href="https://fokus-afrika.de/gerd-inbetriebnahme-nationale-inszenierung-trotz-harte-fronten-am-nil/" type="post" id="19766">Konflikt um den <strong>Grand Ethiopian Renaissance Dam</strong> </a>(GERD). Nagy stellte klar, dass Ägypten für die USA strategisch wichtiger sei als Äthiopien, insbesondere wegen seiner Rolle im Nahen Osten. Vor diesem Hintergrund sei es unrealistisch, von Washington vollständige Neutralität zu erwarten. Gleichzeitig betonte er, dass die USA als Vermittler nur dann glaubwürdig seien, wenn sie objektiv aufträten. Entscheidend sei nicht der Bau des Damms, sondern eine Einigung über die Wasserfreigabe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nagy formulierte seine zentrale These unmissverständlich: Äthiopien solle niemals versuchen, die USA vor die Wahl zwischen Kairo und Addis Abeba zu stellen. Diese Konstellation könne Äthiopien politisch nur schaden. Die realistische Option liege in direkten Vereinbarungen mit Ägypten, nicht in der Hoffnung auf einseitige US-Unterstützung.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wandel-der-us-afrikapolitik-und-konkurrenz-zu-china"><span id="wandel-der-us-afrikapolitik-und-konkurrenz-zu-china">Wandel der US-Afrikapolitik und Konkurrenz zu China</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend ordnete Nagy den zunehmenden Wettbewerb zwischen den USA und China in Afrika ein. Washington gehe es weniger darum, Einfluss gegenüber Peking zu maximieren, sondern primär um eigene Sicherheits- und Wohlstandsinteressen. Die Zeit moralisch aufgeladener, aus seiner Sicht oft heuchlerischer Afrikapolitik sei vorbei. Künftig zählten klare Interessen, gegenseitiger Nutzen und Ehrlichkeit in den Beziehungen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tunesien, Algerien und Ägypten koordinieren Diplomatie zur Stabilisierung Libyens</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tunesien-algerien-und-aegypten-koordinieren-diplomatie-zur-stabilisierung-libyens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 08:48:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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<p>Am 26. Januar 2026 haben die Außenminister Tunesiens, Algeriens und Ägyptens in Tunis ihre Abstimmung zur Libyen-Politik vertieft.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftunesien-algerien-und-aegypten-koordinieren-diplomatie-zur-stabilisierung-libyens%2F&amp;action_name=Tunesien%2C%20Algerien%20und%20%C3%84gypten%20koordinieren%20Diplomatie%20zur%20Stabilisierung%20Libyens&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Januar 2026 haben die Außenminister Tunesiens, Algeriens und Ägyptens in Tunis ihre Abstimmung zur Libyen-Politik vertieft. Im Rahmen des trilateralen Konsultationsmechanismus zu Libyen berieten sie über den aktuellen Stand der politischen Krise und über Wege zu einer politischen Lösung, die den Erwartungen der libyschen Bevölkerung in Bezug auf Sicherheit und Stabilität entsprechen soll. Laut Angaben aus dem gemeinsamen Kommuniqué bekräftigten die drei Staaten ihre Absicht, Konsultationen zu verstetigen, Maßnahmen enger zu koordinieren und ihre Bemühungen im Interesse Libyens und der gesamten Region zu bündeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-trilateralem-mechanismus-kommt-wachsende-bedeutung-zu"><span id="trilateralem-mechanismus-kommt-wachsende-bedeutung-zu">Trilateralem Mechanismus kommt wachsende Bedeutung zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen fand vor dem Hintergrund anhaltender institutioneller Spaltungen und sicherheitspolitischer Fragilität in Libyen statt. Die Außenminister unterstrichen übereinstimmend, dass das übergeordnete Interesse Libyens und der Libyer den zentralen Referenzpunkt des trilateralen Formats bilde. Ziel sei es, regionale und multilaterale Initiativen zu unterstützen, die auf eine umfassende politische Lösung abzielen und zugleich die territoriale Einheit Libyens sowie den Schutz seiner nationalen Ressourcen sichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="676" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1024x676.jpeg" alt="" class="wp-image-23979 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1024x676.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-300x198.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-768x507.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1536x1014.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-380x251.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-800x528.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1160x766.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Teilgenommen haben <strong>Mohamed Ali Nafti</strong>, Außenminister Tunesiens, <strong>Ahmed Attaf</strong>, algerischer Staatsminister und Außenminister, sowie <strong>Badr Abdel Aty</strong>, Außenminister Ägyptens. Ebenfalls anwesend war die Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für Libyen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-libysche-eigenverantwortung-als-leitprinzip"><span id="libysche-eigenverantwortung-als-leitprinzip">Libysche Eigenverantwortung als Leitprinzip</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zentraler Punkt der Beratungen war die Frage der politischen Eigenverantwortung. Die Minister erklärten, der politische Prozess müsse vollständig in libyscher Hand liegen. Eine Lösung könne nur „libysch-libysch“ sein und dürfe keine relevanten Akteure ausschließen. Unter dem Dach und mit Unterstützung der Vereinten Nationen solle ein einheitlicher Staat mit stabilen Institutionen entstehen, der Sicherheit, Entwicklung und gesellschaftliches Wohlergehen gewährleistet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang riefen die drei Staaten alle libyschen Parteien dazu auf, Dialog gegenüber Konfrontation zu priorisieren, bestehende Spaltungen zu überwinden und auf die Vereinigung militärischer und sicherheitsrelevanter Institutionen hinzuarbeiten. Die Arbeit der Gemeinsamen Militärkommission wurde ausdrücklich als unterstützenswert hervorgehoben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlen-und-institutionelle-einheit-im-fokus"><span id="wahlen-und-institutionelle-einheit-im-fokus">Wahlen und institutionelle Einheit im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Organisation von Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Die Außenminister sprachen sich dafür aus, beide Wahlen zeitgleich durchzuführen, um die politische Fragmentierung zu überwinden und staatliche Institutionen zu vereinheitlichen. Dieser Schritt wurde als zentraler Bestandteil eines umfassenden politischen Prozesses beschrieben, der den Erwartungen der libyschen Bevölkerung Rechnung tragen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betonten sie die Notwendigkeit, Libyen vor regionalen und internationalen Spannungen zu schützen. Jegliche ausländische Einmischung in innere Angelegenheiten müsse zurückgewiesen werden, um den Libyern die Möglichkeit zu geben, ihre internen Vereinbarungen ohne äußeren Druck zu formulieren. In diesem Zusammenhang wurde erneut der Abzug ausländischer Kämpfer und Söldner aus dem gesamten Staatsgebiet gefordert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-verflechtung-als-stabilisierender-faktor"><span id="wirtschaftliche-verflechtung-als-stabilisierender-faktor">Wirtschaftliche Verflechtung als stabilisierender Faktor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben sicherheitspolitischen und institutionellen Fragen spielte die wirtschaftliche Dimension eine zentrale Rolle. Die Minister hoben hervor, dass eine engere wirtschaftliche Verknüpfung der verschiedenen Regionen Libyens Voraussetzung für eine nachhaltige soziale und ökonomische Entwicklung sei. Eine solche Integration könne ein Umfeld schaffen, das politische Einigung begünstigt und den Weg für einen umfassenden politischen Ausgleich ebnet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23980 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus stellten die drei Staaten klar, dass die <a href="https://fokus-afrika.de/gesuchter-milizenfuehrer-ahmed-omar-al-fetouri-al-dabashi-getoetet/">Stabilität Libyens untrennbar mit der Sicherheit</a> des arabischen Raums sowie der Sahel- und Sahara-Region verbunden sei. Entsprechend notwendig seien verstärkte Konsultationen und Koordinierungsmechanismen in einer ganzheitlichen sicherheitspolitischen Perspektive.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abstimmung-mit-den-vereinten-nationen"><span id="abstimmung-mit-den-vereinten-nationen">Abstimmung mit den Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande des Treffens führten die Außenminister eine Arbeitssitzung mit der UN-Sondergesandten für Libyen. Dabei bekräftigten sie ihre Unterstützung für die <a href="https://fokus-afrika.de/un-gestuetzter-strukturierter-dialog-startet-in-libyen-als-zentraler-schritt-im-politischen-fahrplan/">Bemühungen der Vereinten Nationen</a> um eine umfassende politische Lösung. Zugleich verwiesen sie auf die Bedeutung enger Abstimmung mit den direkten Nachbarstaaten Libyens, um die Wirksamkeit und regionale Verankerung der UN-Roadmap zu erhöhen. Die Ausarbeitung eines zeitlich strukturierten Aktionsplans unter UN-Ägide wurde als notwendig erachtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bilaterale-gesprache-am-rande-des-treffens"><span id="bilaterale-gespraeche-am-rande-des-treffens">Bilaterale Gespräche am Rande des Treffens</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur trilateralen Konsultation führte der tunesische Präsident <strong>Kaïs Saïed</strong> bilaterale Gespräche mit seinen Gästen. In Treffen mit Ahmed Attaf und Badr Abdel Aty bekräftigte Saïed die historischen Beziehungen Tunesiens zu Algerien und Ägypten sowie den gemeinsamen Willen, regionale Herausforderungen koordiniert anzugehen. In Bezug auf Libyen wiederholte er die tunesische Position, wonach allein die Libyer über ihren politischen Weg entscheiden könnten. Internationale Formate hätten ausschließlich unterstützenden und konsultativen Charakter.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23981 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tunesien erklärte erneut seine Bereitschaft, hochrangige Treffen oder eine inklusive Konferenz auf eigenem Boden auszurichten, um einen Rahmen für einen umfassenden politischen Ausgleich zwischen den libyschen Akteuren zu schaffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss vereinbarten die drei Außenminister, die Treffen des trilateralen Konsultationsmechanismus regelmäßig fortzuführen. Das nächste Treffen soll in Kairo stattfinden, der Termin wird auf diplomatischem Weg festgelegt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA und Nigeria vertiefen Zusammenarbeit zu Religionsfreiheit und Sicherheit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-und-nigeria-vertiefen-zusammenarbeit-zu-religionsfreiheit-und-sicherheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2026 22:34:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die USA und Nigeria haben ihre sicherheits- und religionspolitische Zusammenarbeit ausgeweitet. Anlass ist die erste Sitzung der gemeinsamen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-und-nigeria-vertiefen-zusammenarbeit-zu-religionsfreiheit-und-sicherheit%2F&amp;action_name=USA%20und%20Nigeria%20vertiefen%20Zusammenarbeit%20zu%20Religionsfreiheit%20und%20Sicherheit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die USA und Nigeria haben ihre sicherheits- und religionspolitische Zusammenarbeit ausgeweitet. Anlass ist die <a href="https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/01/under-secretary-hookers-travel-to-nigeria-oman-bahrain-and-rome/">erste Sitzung</a> der gemeinsamen Arbeitsgruppe beider Länder, die am 22. Januar 2026 in Abuja stattfand. Im Zentrum der Gespräche standen die Lage der Religionsfreiheit, der Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen sowie eine verstärkte Kooperation im Bereich der inneren Sicherheit und Terrorismusbekämpfung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hintergrund-einstufung-nigerias-als-country-of-particular-concern"><span id="hintergrund-einstufung-nigerias-als-country-of-particular-concern">Hintergrund: Einstufung Nigerias als „Country of Particular Concern“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die bilaterale Arbeitsgruppe wurde nach der Einstufung Nigerias als „<a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-trumps-vorwurf-eines-christen-genozids-zurueck/" type="post" id="21480">Country of Particular Concern</a>“ durch US-Präsident Donald J. Trump im Rahmen des International Religious Freedom Act eingerichtet. Mit diesem Status verbindet Washington die Erwartung konkreter Schritte zur Eindämmung religiös motivierter Gewalt und zur Stärkung des verfassungsrechtlich garantierten Rechts auf freie Religionsausübung. Die neue Struktur soll einen kontinuierlichen politischen und operativen Austausch ermöglichen und bestehende Kooperationsformate bündeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-zusammensetzung-der-delegationen-und-politischer-rahmen"><span id="zusammensetzung-der-delegationen-und-politischer-rahmen">Zusammensetzung der Delegationen und politischer Rahmen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die nigerianische Delegation wurde vom Nationalen Sicherheitsberater Mallam Nuhu Ribadu geleitet und umfasste Vertreter aus zehn Ministerien und staatlichen Behörden. Die US-Seite entsandte Vertreter aus acht Bundesbehörden. Die Delegation wurde von der Unterstaatssekretärin für politische Angelegenheiten Allison Hooker geführt. Beide Seiten verwiesen zu Beginn auf die langjährige Partnerschaft zwischen Nigeria und den Vereinigten Staaten, die auf gemeinsamen Grundsätzen wie Pluralismus, Rechtsstaatlichkeit und nationaler Souveränität beruhe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwerpunkte-der-gesprache-in-abuja"><span id="schwerpunkte-der-gespraeche-in-abuja">Schwerpunkte der Gespräche in Abuja</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Arbeitsgruppe befassten sich die Beratungen mit einer breiten Palette strategischer Fragen. Ein Schwerpunkt lag auf der Verbesserung der Religionsfreiheit und der <a href="https://fokus-afrika.de/dschihadisten-dringen-aus-benin-in-nigeria-ein/" type="post" id="3486">landesweiten Sicherheitslage</a>. Die US-Delegation begrüßte dabei ausdrücklich Nigerias Darstellung zur Neuausrichtung sicherheitspolitischer Ressourcen, insbesondere in den North-Central-Staaten, die zuletzt verstärkt von Gewalt, Entführungen und <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-terrorismus-in-subsahara-afrika/" type="post" id="11697">Angriffen bewaffneter Gruppen</a> betroffen waren.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">U.S-Nigeria Joint Working Group Issues Statement. <br>🇳🇬🇺🇸<a href="https://twitter.com/USinNigeria?ref_src=twsrc%5Etfw">@USinNigeria</a> <a href="https://t.co/yMI7RPCbtf">pic.twitter.com/yMI7RPCbtf</a></p>— Government of Nigeria (@NigeriaGov) <a href="https://twitter.com/NigeriaGov/status/2015020341504991288?ref_src=twsrc%5Etfw">January 24, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Regierungen bekräftigten ihre Verpflichtung, die Rechte auf Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und friedliche Versammlung zu schützen. Diese Rechte seien integraler Bestandteil der nigerianischen Verfassung und bildeten die Grundlage für gesellschaftliche Stabilität. Zugleich betonten die Teilnehmer die Notwendigkeit nachhaltiger und koordinierter Maßnahmen, um diese Grundrechte wirksam durchzusetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-schutz-vulnerabler-gruppen-und-verantwortlichkeit"><span id="schutz-vulnerabler-gruppen-und-verantwortlichkeit">Schutz vulnerabler Gruppen und Verantwortlichkeit</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema war der Schutz der Zivilbevölkerung, insbesondere von christlichen Gemeinschaften, die in mehreren Regionen Nigerias gezielt <a href="https://fokus-afrika.de/massenentfuehrung-in-niger-state-ueber-300-schuelerinnen-schueler-und-lehrkraefte-verschleppt/" type="post" id="22199">Opfer von Angriffen</a> geworden sind. Die Arbeitsgruppe hob hervor, dass der Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen und die strafrechtliche Verfolgung der Täter entscheidend für das Vertrauen in staatliche Institutionen seien. Die US-Seite würdigte Nigerias kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitslage für gefährdete christliche Gemeinden sowie für Angehörige anderer Religionsgemeinschaften.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-terrorismusbekampfung-und-operative-zusammenarbeit"><span id="terrorismusbekaempfung-und-operative-zusammenarbeit">Terrorismusbekämpfung und operative Zusammenarbeit</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_VYPFZXcAAgNHt-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-23914 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_VYPFZXcAAgNHt-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_VYPFZXcAAgNHt-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_VYPFZXcAAgNHt-768x511.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_VYPFZXcAAgNHt-1536x1022.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_VYPFZXcAAgNHt-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_VYPFZXcAAgNHt-800x532.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_VYPFZXcAAgNHt-1160x772.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_VYPFZXcAAgNHt.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus vereinbarten beide Länder, ihre <a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/" type="post" id="23534">Zusammenarbeit im Bereich der Terrorismusbekämpfung</a> weiter zu intensivieren. Vorgesehen sind unter anderem eine engere operative Kooperation, verbesserter Zugang zu sicherheitsrelevanter Technologie sowie verstärkte Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Auch der Ausbau polizeilicher und strafverfolgungsbehördlicher Kompetenzen wurde als gemeinsames Ziel benannt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aktuelle-sicherheitslage-in-kaduna"><span id="aktuelle-sicherheitslage-in-kaduna">Aktuelle Sicherheitslage in Kaduna</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund <a href="https://fokus-afrika.de/nigerianische-soldaten-befreien-59-entfuehrungsopfer-in-kaduna/" type="post" id="14111">jüngster Entführungen</a> in Kaduna statt, bei denen mehr als 170 christliche Gläubige während eines Gottesdienstes verschleppt wurden. US-Vertreter forderten im Rahmen der Arbeitsgruppe eine Intensivierung der <a href="https://fokus-afrika.de/religionsfreiheit-unter-druck-polarisierende-diskurse-gefaehrden-den-sozialen-frieden/">Schutzmaßnahmen für religiöse Gemeinschaften</a>. Allison Hooker erklärte, anhaltende Angriffe auf religiöse Gruppen untergrüben erzielte Sicherheitsfortschritte und das Vertrauen der Bevölkerung. Ziel der bilateralen Zusammenarbeit sei es, Gewalt abzuschrecken, Täter zur Rechenschaft zu ziehen und Entführungen sowie Zwangsvertreibungen zu reduzieren, insbesondere in den North-Central-Staaten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Mission Nigeria thanks <a href="https://twitter.com/UnderSecStateP?ref_src=twsrc%5Etfw">@UnderSecStateP</a> Allison Hooker for her visit to Abuja, where she joined Nigerian officials, religious leaders, and U.S. business leaders to strengthen cooperation on security, religious freedom, and economic growth. The United States remains committed to… <a href="https://t.co/fldfnmEOuK">pic.twitter.com/fldfnmEOuK</a></p>— U.S. Mission Nigeria (@USinNigeria) <a href="https://twitter.com/USinNigeria/status/2014759911532741077?ref_src=twsrc%5Etfw">January 23, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Nigerias Nationaler Sicherheitsberater Ribadu bezeichnete religiös motivierte Gewalt als Angriff auf den nigerianischen Staat. Er verwies auf ausgeweitete Militäreinsätze, verstärkte Ermittlungen und eine verbesserte Geheimdienstkoordination. Präsident Bola Ahmed Tinubu habe zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen genehmigt, um Angriffe auf religiöse Gemeinschaften konsequent zu verfolgen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-weitere-zusammenarbeit-zwischen-usa-und-nigeria"><span id="weitere-zusammenarbeit-zwischen-usa-und-nigeria">Weitere Zusammenarbeit zwischen USA und Nigeria</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss der Sitzung vereinbarten beide Seiten, die nächste Tagung der gemeinsamen Arbeitsgruppe in den Vereinigten Staaten abzuhalten. Der Termin soll über diplomatische Kanäle festgelegt werden. Wie aus der gemeinsamen Erklärung hervorgeht, soll die Arbeitsgruppe künftig als dauerhaftes Forum dienen, um Fortschritte zu überprüfen und weitere Schritte zur Förderung von Religionsfreiheit und Sicherheit zu koordinieren.</p>
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		<title>US-Vizeaußenminister Landau will Präsenz am Horn von Afrika verstärken</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-vizeaussenminister-landau-will-praesenz-am-horn-von-afrika-verstaerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2026 21:54:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der stellvertretende US-Außenminister Christopher Landau reist am Samstag für acht Tage nach Ägypten, Äthiopien, Kenia und Dschibuti. Die Reise verbindet&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-vizeaussenminister-landau-will-praesenz-am-horn-von-afrika-verstaerken%2F&amp;action_name=US-Vizeau%C3%9Fenminister%20Landau%20will%20Pr%C3%A4senz%20am%20Horn%20von%20Afrika%20verst%C3%A4rken&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-vizeaussenminister-landau-will-praesenz-am-horn-von-afrika-verstaerken/">US-Vizeaußenminister Landau will Präsenz am Horn von Afrika verstärken</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der stellvertretende US-Außenminister <strong>Christopher Landau</strong> reist am Samstag für acht Tage nach Ägypten, Äthiopien, Kenia und Dschibuti. Die <a href="https://www.state.gov/remarks-and-releases-deputy-secretary-of-state/">Reise</a> verbindet wirtschaftspolitische Gespräche mit sicherheits- und außenpolitischen Konsultationen im Horn von Afrika und im Rotmeerraum. Nach Angaben des US-Außenministeriums stehen Handelsfragen, <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/">regionale Stabilität und sicherheitspolitische Kooperation im Mittelpunkt</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-station-kairo-wirtschaft-und-regionale-kooperation"><span id="station-kairo-wirtschaft-und-regionale-kooperation">Station Kairo: Wirtschaft und regionale Kooperation</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="803" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Deputy_Secretary_Christopher_Landau_Official_Portrait.png" alt="" class="wp-image-23908 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Deputy_Secretary_Christopher_Landau_Official_Portrait.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Deputy_Secretary_Christopher_Landau_Official_Portrait-239x300.png 239w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Deputy_Secretary_Christopher_Landau_Official_Portrait-380x477.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Kairo will Landau Gespräche mit US-Unternehmen führen, die in <strong>Ägypten</strong> tätig sind oder investieren. Zudem sind Treffen mit Vertretern der ägyptischen Regierung geplant, um über die <a href="https://fokus-afrika.de/aegypten-und-usa-koordinieren-afrika-dossiers-el-sisi-spricht-mit-massad-boulos-ueber-sudan-libyen-und-den-nil/" type="post" id="23658">Zusammenarbeit</a> bei regionalen Herausforderungen und die Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Ägypten zu beraten. Ägypten zählt zu den Staaten, die von der US-Regierung eingeladen wurden, am <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-unterzeichnet-gruendungsurkunde-des-neuen-friedensrates-von-donald-trump/" type="post" id="23837">Friedensrats</a> an der künftigen Ordnung im Gazastreifen mitzuwirken.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-addis-abeba-wirtschaftliche-offnung-und-sicherheitsfragen"><span id="addis-abeba-wirtschaftliche-oeffnung-und-sicherheitsfragen">Addis Abeba: Wirtschaftliche Öffnung und Sicherheitsfragen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In <strong>Äthiopien</strong> liegt der Fokus auf der Förderung von US-Handels- und Investitionsmöglichkeiten sowohl mit der Regierung als auch mit dem privaten Sektor. Landau will zudem Gespräche mit äthiopischen Regierungsvertretern über regionale Friedens- und Sicherheitsfragen führen, darunter mit Premierminister <strong>Abiy Ahmed</strong>. Nach Angaben des State Department ist auch ein Austausch über die Stabilität am Horn von Afrika vorgesehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Very excited to be leaving tomorrow for my first trip to Egypt 🇪🇬, Ethiopia 🇪🇹, Kenya 🇰🇪, and Djibouti 🇩🇯. Looking forward to advancing <a href="https://twitter.com/POTUS?ref_src=twsrc%5Etfw">@POTUS</a> <a href="https://twitter.com/realDonaldTrump?ref_src=twsrc%5Etfw">@realDonaldTrump</a>&#39;s priorities of developing commercial and economic ties and promoting security and peace. One of the great privileges of…</p>— Christopher Landau (@DeputySecState) <a href="https://twitter.com/DeputySecState/status/2014823469926502755?ref_src=twsrc%5Etfw">January 23, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-treffen-mit-der-afrikanischen-union"><span id="treffen-mit-der-afrikanischen-union">Treffen mit der Afrikanischen Union</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sitz der <strong>Afrikanische Union</strong> plant Landau ein Gespräch mit dem <a href="https://fokus-afrika.de/mahmoud-ali-youssouf-neuer-vorsitzender-der-afrikanischen-union-kommission/" type="post" id="14050">Vorsitzenden der AU-Kommission <strong>Mahmoud Ali Youssouf</strong></a>. Dabei sollen <a href="https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-2025-welche-rolle-afrika-im-neuen-aussenpolitischen-kurs-der-usa-spielt/">gemeinsame Prioritäten</a> wie die Förderung von Frieden, der Ausbau wirtschaftlicher Zusammenarbeit und der Umgang mit humanitären Krisen thematisiert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-nairobi-handel-terrorismusbekampfung-und-haiti"><span id="nairobi-handel-terrorismusbekaempfung-und-haiti">Nairobi: Handel, Terrorismusbekämpfung und Haiti</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="862" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54810252061_83ad69f2e1_h-1024x862.jpg" alt="" class="wp-image-23906 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54810252061_83ad69f2e1_h-1024x862.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54810252061_83ad69f2e1_h-300x253.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54810252061_83ad69f2e1_h-768x647.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54810252061_83ad69f2e1_h-1536x1293.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54810252061_83ad69f2e1_h-380x320.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54810252061_83ad69f2e1_h-800x674.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54810252061_83ad69f2e1_h-1160x977.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54810252061_83ad69f2e1_h.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Nairobi führt Landau Gespräche mit kenianischen Regierungsvertretern. Im Mittelpunkt stehen Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der Terrorismusbekämpfung sowie Kenias <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region/">Beitrag zu internationalen Sicherheitsmissionen</a>. Kenia war das erste Land, das ein bilaterales <a href="https://fokus-afrika.de/usa-schliessen-neue-gesundheitsabkommen-mit-uganda-und-lesotho/" type="post" id="22904">Gesundheitskooperationsabkommen</a> mit den Vereinigten Staaten unterzeichnete. Darüber hinaus verhandelt Nairobi mit Washington über ein bilaterales Handelsabkommen, ergänzend zu den Handelsvorteilen im Rahmen des African Growth and Opportunity Act, dessen Laufzeit die US-Regierung um weitere drei Jahre verlängert hat.</p>
</div></div>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The US objective for Haiti 🇭🇹 remains the establishment of baseline security and stability. The US would regard any effort to change the composition of the government by the non-elected Transitional Presidential Council at this late stage in its tenure (set to expire on February…</p>— Christopher Landau (@DeputySecState) <a href="https://twitter.com/DeputySecState/status/2014168302705062017?ref_src=twsrc%5Etfw">January 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt ist Kenias Engagement in Haiti. Das Land stellt mit 599 Polizeikräften den größten Teil der Einsatzkräfte für die Multinational Security Support Mission, die sich derzeit zu einer sogenannten Gang Suppression Force entwickelt. Die Mission ist nach Angaben aus Washington weiterhin unterfinanziert. Landau betonte in diesem Zusammenhang, das Ziel der Vereinigten Staaten in Haiti bleibe die Herstellung grundlegender Sicherheit und Stabilität. Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Endes des Mandats der haitianischen Übergangsbehörde am 7. Februar lehnt Washington nach eigenen Angaben Änderungen an deren Zusammensetzung ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-dschibuti-sicherheit-im-rotmeerraum"><span id="dschibuti-sicherheit-im-rotmeerraum">Dschibuti: Sicherheit im Rotmeerraum</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss der Reise bildet ein Aufenthalt in <strong>Dschibuti</strong>. Dort trifft Landau Regierungsvertreter zu Gesprächen über Sicherheits- und Terrorismusbekämpfung sowie über <a href="https://fokus-afrika.de/eu-der-hafen-von-dschibuti-von-interesse/">wirtschaftliche Beziehungen</a>. Dschibuti spielt aufgrund seiner strategischen Lage am Roten Meer eine zentrale Rolle für die Stabilität der Region. Wie Kenia und Äthiopien beteiligt sich das Land mit eigenen Truppen an der African Union Support and Stabilisation Mission in Somalia, deren Operationen in erheblichem Maße von den US-Streitkräften in Afrika unterstützt werden. Ziel dieser Mission ist die <a href="https://fokus-afrika.de/us-luftangriffe-und-einsaetze-der-somalischen-armee-gegen-al-shabaab-und-is-ableger/" type="post" id="23450">Bekämpfung der Miliz al-Shabaab</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-begleitung-durch-us-africa-command"><span id="begleitung-durch-us-africa-command">Begleitung durch US Africa Command</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="800" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Gen_Dagvin_R._M._Anderson.jpg" alt="" class="wp-image-23907 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Gen_Dagvin_R._M._Anderson.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Gen_Dagvin_R._M._Anderson-240x300.jpg 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Gen_Dagvin_R._M._Anderson-380x475.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Während der Besuche in Äthiopien, Kenia und Dschibuti wird Landau vom Kommandeur des <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/africom/" type="post_tag" id="598">U.S. Africa Command</a></strong>, General <strong><a href="https://fokus-afrika.de/neuer-africom-kommandeur-besucht-ostafrika/" type="post" id="19708">Dagvin Anderson</a></strong>, begleitet. Die Einbindung des Militärs unterstreicht die sicherheitspolitische Dimension der Reise. Nach Angaben des US-Außenministeriums sollen Handelsfragen, ein positives Investitionsumfeld sowie die Förderung von Sicherheit und Frieden im Einklang mit den politischen Prioritäten von Präsident Trump aufeinander abgestimmt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das US-Außenministerium erklärte, zielt die Reise darauf ab, <a href="https://fokus-afrika.de/verteidigungsminister-hegseth-besucht-africom/" type="post" id="13963">wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen</a> der Vereinigten Staaten am Horn von Afrika enger miteinander zu verzahnen und den politischen Dialog mit zentralen Partnerstaaten der Region zu vertiefen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>AU-Kommissionschef Youssouf empfängt deutschen Außenminister Wadephul</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/au-kommissionschef-youssouf-empfaengt-deutschen-aussenminister-wadephul/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 23:03:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, hat den deutschen Außenminister Johann David Wadephul zu&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fau-kommissionschef-youssouf-empfaengt-deutschen-aussenminister-wadephul%2F&amp;action_name=AU-Kommissionschef%20Youssouf%20empf%C3%A4ngt%20deutschen%20Au%C3%9Fenminister%20Wadephul&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph" id="h-">Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, <a href="https://fokus-afrika.de/mahmoud-ali-youssouf-neuer-vorsitzender-der-afrikanischen-union-kommission/">Mahmoud Ali Youssouf</a>, hat den deutschen Außenminister Johann David Wadephul zu <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-reist-nach-kenia-und-aethiopien/">Gesprächen</a> über die strategische Partnerschaft zwischen Afrikanischer Union und Deutschland empfangen. Beide Seiten bekräftigten ihre Zusammenarbeit zu Multilateralismus, Frieden und Sicherheit, Menschenrechten und nachhaltiger Entwicklung. Deutschland sagte für den Zeitraum 2026 bis 2027 eine Unterstützung in Höhe von 88 Millionen Euro zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-au-deutschland-partnerschaft-mit-schwerpunkten-von-peacebuilding-bis-afcfta"><span id="au-deutschland-partnerschaft-mit-schwerpunkten-von-peacebuilding-bis-afcfta">AU–Deutschland: Partnerschaft mit Schwerpunkten von Peacebuilding bis AfCFTA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Afrikanischen Union unterstrichen Youssouf und Wadephul die „strategische Tiefe“ und die „dauerhafte Bedeutung“ der AU–Deutschland-Partnerschaft. In der inhaltlichen Ausrichtung wurde ein breites Spektrum benannt: Peacebuilding, gute Regierungsführung, Migrationsmanagement, Gesundheitssicherheit sowie die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA).</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">It was an honor to meet you, dear <a href="https://twitter.com/ymahmoudali?ref_src=twsrc%5Etfw">@ymahmoudali</a>. The <a href="https://twitter.com/hashtag/EU?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#EU</a> and <a href="https://twitter.com/hashtag/AU?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AU</a> are natural partners. Thank you for the open exchange and our trusting cooperation. The African Union is an indispensable pillar for peace, stability and cooperation. <a href="https://t.co/ItxANuaDbz">pic.twitter.com/ItxANuaDbz</a></p>— Johann Wadephul (@AussenMinDE) <a href="https://twitter.com/AussenMinDE/status/2014312340758372569?ref_src=twsrc%5Etfw">January 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der AU-Kommissionschef würdigte <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-verstaerkt-unterstuetzung-fuer-sudan-alabali-radovan-bei-der-afrikanischen-union-in-addis-abeba/" type="post" id="22861">Deutschlands Rolle als langfristiger Partner</a> und verwies zugleich auf konkrete Prioritäten und Initiativen, die Berlin weiterhin unterstützen wolle. Genannt wurden unter anderem das AU Border Programme sowie AFRIPOL. Aus Sicht der AU sind dies Bausteine für institutionelle Handlungsfähigkeit, grenzüberschreitende Kooperation und Sicherheitszusammenarbeit auf kontinentaler Ebene.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzzusage-88-millionen-euro-fur-2026-2027"><span id="finanzzusage-88-millionen-euro-fuer-2026-2027">Finanzzusage: 88 Millionen Euro für 2026–2027</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt des Gesprächs war die <a href="https://fokus-afrika.de/88-millionen-euro-fuer-agenda-2063-afrikanische-union-und-deutschland-vertiefen-partnerschaft/" type="post" id="22185">angekündigte deutsche Unterstützung in Höhe von <strong>88 Millionen Euro</strong> für den Zeitraum <strong>2026–2027</strong>.</a> Die AU ordnete diese Zusage in die Fortsetzung einer „langjährigen und prinzipiengeleiteten“ Unterstützung Deutschlands ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Mitteilung wurde zudem Deutschlands Rolle als „Schlüsselpartner“ bei der Weiterentwicklung der <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-business-forum-2025-afrikanischer-freihandel-soll-bald-realitaet-werden/" type="post" id="14089">AfCFTA-Agenda</a> hervorgehoben. Damit rückt die wirtschaftspolitische Dimension der Partnerschaft in den Vordergrund, verbunden mit dem Anspruch, Kontinentalintegration als Stabilitäts- und Entwicklungsfaktor zu stärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grosse-seen-waffenruhe-afrikanisch-gefuhrte-vermittlung-und-regionaler-dialog"><span id="grosse-seen-waffenruhe-afrikanisch-gefuehrte-vermittlung-und-regionaler-dialog">Große Seen: Waffenruhe, afrikanisch geführte Vermittlung und regionaler Dialog</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="737" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RP7CaXMAA9Ndn-1024x737.jpeg" alt="" class="wp-image-23885 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RP7CaXMAA9Ndn-1024x737.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RP7CaXMAA9Ndn-300x216.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RP7CaXMAA9Ndn-768x552.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RP7CaXMAA9Ndn-1536x1105.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RP7CaXMAA9Ndn-380x273.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RP7CaXMAA9Ndn-800x575.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RP7CaXMAA9Ndn-1160x834.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RP7CaXMAA9Ndn.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Youssouf und Wadephul tauschten sich nach AU-Angaben zu regionalen und internationalen Sicherheitsfragen aus. Mit Blick auf die Lage in der <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-fordert-rueckzug-ruandischer-truppen-aus-ostkongo/" type="post" id="22307">Region der Großen Seen</a> betonten beide Seiten die Dringlichkeit einer Waffenruhe. Darüber hinaus wurde die Notwendigkeit „kohärenter und <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-buendelt-mediation-fuer-ostkongo-bei-gipfel-in-lome/" type="post" id="23662">afrikanisch geführter Vermittlungsbemühungen</a>“ sowie eines inklusiven regionalen Dialogs hervorgehoben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzt die Mitteilung einen klaren Rahmen: Mediation soll erkennbar abgestimmt sein, regional verankert erfolgen und unterschiedliche Akteure in einen Dialogprozess einbinden. Die AU positioniert sich in diesem Kontext als Trägerin afrikanischer Vermittlungsansätze, während Deutschland seine Unterstützung an Prinzipien der Partnerschaft und Verantwortungs­teilung knüpft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-dialog-sofortige-beendigung-der-kampfhandlungen-und-schutz-der-zivilbevolkerung"><span id="sudan-dialog-sofortige-beendigung-der-kampfhandlungen-und-schutz-der-zivilbevoelkerung">Sudan: Dialog, sofortige Beendigung der Kampfhandlungen und Schutz der Zivilbevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-debattiert-friedensperspektive-fuer-den-sudan/" type="post" id="22689">Situation im Sudan</a> war Gegenstand der Gespräche. Beide Seiten sprachen sich laut AU-Mitteilung für komplementäre internationale und regionale Bemühungen aus, die auf Dialog ausgerichtet sind. Genannt wurden eine „sofortige Beendigung der Kampfhandlungen“ sowie der Schutz der Zivilbevölkerung als zentrale Zielsetzungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Formulierung unterstreicht, dass AU und Deutschland die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>-Diplomatie nicht als rein externes Krisenmanagement beschreiben, sondern als Zusammenspiel von regionalen und internationalen Akteuren, bei dem die AU als regionale Institution eine strukturierende Rolle beansprucht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-eigenverantwortung-und-unterstutzung-von-aussom"><span id="afrikanische-eigenverantwortung-und-unterstuetzung-von-aussom">Afrikanische Eigenverantwortung und Unterstützung von AUSSOM</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul hob nach Angaben der Afrikanischen Union hervor, dass afrikanische Eigenverantwortung in Entwicklungsprozessen und Vermittlungsinitiativen gestärkt werden müsse. Er stellte dies in einen Rahmen von Partnerschaft, gegenseitigem Respekt und geteilter Verantwortung.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Excellent meeting of <a href="https://twitter.com/AussenMinDE?ref_src=twsrc%5Etfw">@AussenMinDE</a> Wadephul with Chairperson of the <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion?ref_src=twsrc%5Etfw">@_AfricanUnion</a> Commission Mahmoud Ali Youssouf <a href="https://twitter.com/ymahmoudali?ref_src=twsrc%5Etfw">@ymahmoudali</a> yesterday in Addis Ababa, 🇪🇹. Looking forward to deepen strategic partnership between 🇩🇪 and African Union. <a href="https://t.co/lxLAVP8Yyh">https://t.co/lxLAVP8Yyh</a> <a href="https://t.co/lmeaTUOYpx">pic.twitter.com/lmeaTUOYpx</a></p>— Gesa Bräutigam (@GERonAfrica) <a href="https://twitter.com/GERonAfrica/status/2014626789776060667?ref_src=twsrc%5Etfw">January 23, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Im sicherheitspolitischen Teil bekräftigte der Minister Deutschlands Unterstützung für afrikanisch geführte Friedenssicherung und präventive Diplomatie. Konkret wurde festgehalten, dass Deutschland gemeinsam mit der Europäischen Union die <strong>African Union Support and Stabilisation Mission in Somalia (AUSSOM)</strong> <a href="https://fokus-afrika.de/aethiopien-und-somalia-staerken-kooperation-fuer-die-aussom-mission/">unterstützen werde</a>. Damit verbindet sich die Zusage, AU-geführte Missionen politisch und über Kooperationsformate mit der EU abzustützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-reform-sicherheitsrat-und-g20-afrika-als-zentraler-akteur-in-globalen-foren"><span id="un-reform-sicherheitsrat-und-g20-afrika-als-zentraler-akteur-in-globalen-foren">UN-Reform, Sicherheitsrat und G20: Afrika als zentraler Akteur in globalen Foren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten bekräftigten zudem Deutschlands Unterstützung für Afrikas Forderung nach einer <a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-antonio-guterres-fordert-umfassende-reform-des-sicherheitsrats/" type="post" id="21167">Reform des Systems der Vereinten Nationen</a>, einschließlich einer <a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-guterres-plaediert-fuer-staendige-sitze-im-sicherheitsrat-fuer-afrika/" type="post" id="12027">dauerhaften Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="679" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RPz9vWQAASIzq-1024x679.jpeg" alt="" class="wp-image-23884 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RPz9vWQAASIzq-1024x679.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RPz9vWQAASIzq-300x199.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RPz9vWQAASIzq-768x509.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RPz9vWQAASIzq-1536x1019.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RPz9vWQAASIzq-380x252.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RPz9vWQAASIzq-800x530.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RPz9vWQAASIzq-1160x769.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RPz9vWQAASIzq.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wadephul begrüßte außerdem die Einbindung Afrikas in die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/g20/" type="post_tag" id="539">G20</a> und verwies darauf, dass dies neue Impulse für globale Kooperation bringe. Der AU-Kommissionschef dankte Deutschland für dessen Unterstützung in diesem Prozess und nahm Bezug auf einen Partnerschaftspakt, den Deutschland im Rahmen eines <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-unterstuetzt-suedafrikas-g20-praesidentschaft-katja-keul-reist-nach-johannesburg/" type="post" id="14134">G20-Treffens in Johannesburg</a> angekündigt habe.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss hielten beide Seiten laut <a href="https://au.int/en/pressreleases/20260122/auc-chairperson-receives-federal-minister-foreign-affairs-germany">Mitteilung</a> fest, die Kooperation zwischen Afrikanischer Union und Deutschland weiter zu stärken. Als Zielrahmen wurden Frieden, Stabilität und die kontinentale Integrationsagenda Afrikas benannt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Außenminister Wadephul: &#8220;Kenia ist unser engster Partner in der Region&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 22:37:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland hat bei einem Arbeitsbesuch in Nairobi seine Unterstützung für Frieden, Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Kenia bekräftigt.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region%2F&amp;action_name=Au%C3%9Fenminister%20Wadephul%3A%20%26%238220%3BKenia%20ist%20unser%20engster%20Partner%20in%20der%20Region%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region/">Außenminister Wadephul: &#8220;Kenia ist unser engster Partner in der Region&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat bei einem Arbeitsbesuch in Nairobi seine Unterstützung für Frieden, Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Kenia bekräftigt. Außenminister Johann Wadephul führte <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-reist-nach-kenia-und-aethiopien/">Gespräche</a> mit der kenianischen Regierung über regionale Vermittlungsbemühungen, multilaterale Sicherheit und den Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Laut Angaben des kenianischen Außenministeriums unterstrich Berlin dabei Kenias Rolle als zentraler Stabilitätsanker in Ostafrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bilaterale-gesprache-in-nairobi"><span id="bilaterale-gespraeche-in-nairobi">Bilaterale Gespräche in Nairobi</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RgQZYXAAA3bJl-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23880 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RgQZYXAAA3bJl-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RgQZYXAAA3bJl-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RgQZYXAAA3bJl-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RgQZYXAAA3bJl-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RgQZYXAAA3bJl-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RgQZYXAAA3bJl-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_RgQZYXAAA3bJl.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des Aufenthalts von <strong>Johann Wadephul</strong> standen unter anderem Gespräche mit Kenias Premier- und Außenminister <strong>Musalia Mudavadi</strong>. Beide Seiten betonten die strategische Bedeutung der bilateralen Beziehungen, die auf gegenseitigem Vertrauen, gemeinsamen politischen Grundannahmen und einer engen sicherheitspolitischen Zusammenarbeit beruhen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul würdigte Kenias Rolle als Vermittler in regionalen Konflikten, unter anderem im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a>, in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> und in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a>. Darüber hinaus hob er Kenias Beteiligung an internationalen Friedensmissionen hervor, darunter als größter Truppensteller der UN-geführten Mission in Haiti. Kenia übernehme damit Verantwortung weit über die Region hinaus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitspolitische-kooperation-und-friedensmissionen"><span id="sicherheitspolitische-kooperation-und-friedensmissionen">Sicherheitspolitische Kooperation und Friedensmissionen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23878 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-1024x1024.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-1536x1536.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-800x800.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1-1160x1160.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_NfBmtWEAA9VIg-1.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Gespräche lag auf der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit. Deutschland und Kenia arbeiten nach Angaben des Auswärtigen Amts eng in den Bereichen Terrorismusbekämpfung, <a href="https://fokus-afrika.de/sondergesandte-fuer-das-horn-von-afrika-heiko-nitzschke-zu-gespraechen-in-somalia/" type="post" id="12166">Stabilisierung fragiler Regionen</a> und Ausbildung von Sicherheitskräften zusammen. Während seines Besuchs informierte sich Wadephul am International Peace Support Training Centre in Nairobi über Ausbildungsprogramme im Rahmen der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Besuch des Humanitarian Peace Support School Komplexes in Embakasi war Teil des Programms. Dort wurde die Rolle Kenias bei der Ausbildung von Personal für Friedensmissionen betont, insbesondere im Bereich der Bekämpfung improvisierter Sprengsätze. Die kenianische Seite verwies auf die Bedeutung deutscher Unterstützung für den Ausbau dieser Kapazitäten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaft-handel-und-investitionen"><span id="wirtschaft-handel-und-investitionen">Wirtschaft, Handel und Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Sicherheitsfragen nahmen wirtschaftliche Themen breiten Raum ein. Wadephul bezeichnete Kenia als wichtigsten Handelspartner Deutschlands in Ostafrika. Nach kenianischen Angaben sind derzeit rund 120 deutsche Unternehmen im Land aktiv, mit Direktinvestitionen von etwa 28 Millionen Euro. Diese Präsenz solle weiter ausgebaut werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">German Foreign Affairs Minister Johann Wadephul tried his hand at making chapatis on the streets of Nairobi during his official visit to Kenya. Tourists are now making this a trend after U.S. streamer IShowSpeed did it a week ago. <a href="https://t.co/CbNUt07AXC">pic.twitter.com/CbNUt07AXC</a></p>— The Kenyan Vigilante (@KenyanSays) <a href="https://twitter.com/KenyanSays/status/2014272509592416432?ref_src=twsrc%5Etfw">January 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diskutiert wurden Investitionsmöglichkeiten in erneuerbare Energien, grüne Wasserstoffprojekte, Landwirtschaft, Digitalisierung und berufliche Qualifizierung. Kenia positioniert sich zunehmend als technologischer Knotenpunkt der Region, häufig als „Silicon Savannah“ bezeichnet. Deutsche Unternehmen schätzen insbesondere das innovationsfreundliche Umfeld und die regionale Marktzugangsrolle des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mudavadi verwies in diesem Zusammenhang auf die <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-business-forum-2025-afrikanischer-freihandel-soll-bald-realitaet-werden/" type="post" id="14089">Afrikanische Kontinentale Freihandelszone</a> <strong>African Continental Free Trade Area</strong>, die deutschen Firmen neue Expansionsmöglichkeiten in Afrika eröffnen könne. Kenia sehe sich als Brücke für Investitionen in wachstumsstarke Märkte des Kontinents.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-mobilitat-und-arbeitsmarkt"><span id="migration-mobilitaet-und-arbeitsmarkt">Migration, Mobilität und Arbeitsmarkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Themenkomplex betraf Migration und Arbeitsmobilität. Beide Seiten verwiesen auf die strukturierte Partnerschaft zur Arbeitsmigration zwischen Deutschland und Kenia. Wadephul hob hervor, dass Fachkräfte aus Kenia zunehmend in Deutschland tätig seien, unter anderem im Transportwesen, im Pflegebereich, in der Industrie und in der Wissenschaft.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">A little about the Kenya-Germany mobility partnership signed in Sept 2024 that we spoke about with Minister Wadephul and his delegation today, hosted by <a href="https://twitter.com/MusaliaMudavadi?ref_src=twsrc%5Etfw">@MusaliaMudavadi</a> <a href="https://t.co/j3CcwPEVkA">https://t.co/j3CcwPEVkA</a> <a href="https://t.co/smCjDIH6Io">pic.twitter.com/smCjDIH6Io</a></p>— Roseline Kathure Njogu, CBS 🇰🇪 (@roselinenjogu) <a href="https://twitter.com/roselinenjogu/status/2014085403335065602?ref_src=twsrc%5Etfw">January 21, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich machte der Außenminister deutlich, dass Fortschritte bei der Zusammenarbeit in Rückführungsfragen notwendig seien. Eine nachhaltige Partnerschaft im Bereich Migration und Mobilität setze aus deutscher Sicht funktionierende Verfahren in beide Richtungen voraus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-multilaterale-ordnung-und-internationale-rolle"><span id="multilaterale-ordnung-und-internationale-rolle">Multilaterale Ordnung und internationale Rolle</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="671" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_PkpjsWoAAY2Hq-1024x671.jpeg" alt="" class="wp-image-23879 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_PkpjsWoAAY2Hq-1024x671.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_PkpjsWoAAY2Hq-300x197.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_PkpjsWoAAY2Hq-768x503.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_PkpjsWoAAY2Hq-1536x1007.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_PkpjsWoAAY2Hq-380x249.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_PkpjsWoAAY2Hq-800x524.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_PkpjsWoAAY2Hq-1160x760.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_PkpjsWoAAY2Hq.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Hintergrund globaler Krisen betonte Wadephul in einer <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/wadephul-rede-nairobi-2752728">Rede</a> an der Deutschen Botschaft in Nairobi die Bedeutung der multilateralen Ordnung. Die Vereinten Nationen seien weiterhin das zentrale Forum für internationale Friedenssicherung. Deutschland trage seine Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/" type="post_tag" id="526">Sicherheitsrat</a> 2027/2028 auch bei Reisen nach Afrika vor und sehe die Afrikanische Union als wichtigen Gesprächspartner.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia wurde von deutscher Seite als eine der einflussreichsten Stimmen Afrikas beschrieben, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Das Land gelte als verlässlicher Akteur in einer von Krisen geprägten Region und als Partner mit wachsendem globalem Gewicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klimapolitik-und-nachhaltige-entwicklung"><span id="klimapolitik-und-nachhaltige-entwicklung">Klimapolitik und nachhaltige Entwicklung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Klimawandel war Gegenstand der Gespräche. Wadephul verwies auf die sichtbaren Folgen in Kenia, von Überschwemmungen in urbanen Zentren bis zu Dürre in ariden Regionen. Kenia nehme innerhalb Afrikas eine Vorreiterrolle beim Ausbau erneuerbarer Energien ein und sei ein wichtiger Partner Deutschlands in internationalen Klimaverhandlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bestehende Klima- und Entwicklungspartnerschaft wurde von beiden Seiten als Beispiel für funktionierende multilaterale Zusammenarbeit dargestellt. Weitere Impulse sollen im Rahmen künftiger Regierungskonsultationen gesetzt werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region%2F&action_name=Au%C3%9Fenminister%20Wadephul%3A%20%26%238220%3BKenia%20ist%20unser%20engster%20Partner%20in%20der%20Region%26%238221%3B&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region/">Außenminister Wadephul: &#8220;Kenia ist unser engster Partner in der Region&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Außenminister Wadephul in Äthiopien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-in-aethiopien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 22:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Besuch des deutschen Außenministers Johann Wadephul in Addis Abeba hat die strategische Bedeutung Äthiopiens und Afrikas für&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faussenminister-wadephul-in-aethiopien%2F&amp;action_name=Au%C3%9Fenminister%20Wadephul%20in%20%C3%84thiopien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-in-aethiopien/">Außenminister Wadephul in Äthiopien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch des deutschen Außenministers Johann Wadephul in Addis Abeba hat die strategische Bedeutung Äthiopiens und Afrikas für Deutschland und Europa hervorgehoben. Im Mittelpunkt standen <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-reist-nach-kenia-und-aethiopien/">Gespräche</a> mit der äthiopischen Regierung, der Afrikanischen Union sowie deutschen Abgeordneten zu bilateraler Zusammenarbeit, regionaler Sicherheit und wirtschaftlichen Perspektiven. Dabei unterstrich die deutsche Seite zudem ihre Unterstützung für Afrikas stärkere Rolle in multilateralen Institutionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-mit-regierung-und-afrikanischer-union"><span id="gespraeche-mit-regierung-und-afrikanischer-union">Gespräche mit Regierung und Afrikanischer Union</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_QvjL7XgAAP4on-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-23873 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_QvjL7XgAAP4on-1024x768.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_QvjL7XgAAP4on-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_QvjL7XgAAP4on-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_QvjL7XgAAP4on-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_QvjL7XgAAP4on-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_QvjL7XgAAP4on-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_QvjL7XgAAP4on-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_QvjL7XgAAP4on.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der <em><a href="https://www.fanamc.com/english/german-fms-visit-underlines-ethiopia-and-africa-as-strategic-partners-for-germany-embassy-says/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=german-fms-visit-underlines-ethiopia-and-africa-as-strategic-partners-for-germany-embassy-says">Fana Media Corporation</a></em> traf Außenminister <strong>Johann Wadephul</strong> in Addis Abeba mit hochrangigen Vertretern der äthiopischen Regierung sowie der <strong>Afrikanische Union</strong> zusammen. Im Gespräch mit <strong>Abiy Ahmed</strong> standen die Vertiefung der bilateralen Beziehungen und Äthiopiens Rolle für <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">Stabilität am Horn von Afrika</a> im Fokus. Die Bundesregierung verwies dabei auf Äthiopiens regionale Bedeutung und auf Chancen für deutsche Unternehmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu erörterte Wadephul mit Äthiopiens Außenminister <strong>Gedion Timothewos</strong> sowie mit dem Vorsitzenden der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">AU</a>-Kommission <strong>Mahmoud Ali Youssouf</strong> Fragen der Friedensförderung, der regionalen Sicherheit und der Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union. Deutschland bekräftigte seine Unterstützung für äthiopische Vermittlungsbemühungen und kündigte an, gemeinsam mit Partnern eine internationale Sudan-Konferenz am 15. April in Berlin auszurichten. Zudem soll ein strategischer Dialog zu Frieden, Klimawandel und Migration aufgenommen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-historische-bezuge-und-politische-einordnung"><span id="historische-bezuege-und-politische-einordnung">Historische Bezüge und politische Einordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Rede an der Deutschen Botschaft in Addis Abeba stellte Wadephul die historischen Grundlagen der <a href="https://fokus-afrika.de/regierungsverhandlungen-aethiopien-bliebt-zentraler-partner-deutschlands/" type="post" id="22375">deutsch-äthiopischen Beziehungen heraus</a>. Er erinnerte daran, dass Kaiser Haile Selassie 1954 der erste ausländische Staatsgast der jungen Bundesrepublik gewesen sei und Äthiopien eine zentrale Rolle bei der Gründung multilateraler Institutionen gespielt habe. Addis Abeba habe sich dadurch früh als politisches und diplomatisches Zentrum Afrikas etabliert.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">FM <a href="https://twitter.com/GHessebon?ref_src=twsrc%5Etfw">@GHessebon</a> met today with Johann Wadephul, Federal Minister for Foreign Affairs of the Federal Republic of Germany, at his office. The two ministers discussed ways to strengthen bilateral and multilateral cooperation on matters of mutual interest.<br><br>In a joint press statement… <a href="https://t.co/iwv5nKeeFl">pic.twitter.com/iwv5nKeeFl</a></p>— The Ministry of Foreign Affairs of Ethiopia 🇪🇹 (@MFAEthiopia) <a href="https://twitter.com/MFAEthiopia/status/2014368499875877146?ref_src=twsrc%5Etfw">January 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Hintergrund globaler Krisen betonte der Außenminister die Bedeutung des Multilateralismus. Er verwies auf sicherheitspolitische Herausforderungen durch <a href="https://fokus-afrika.de/tag/terrorismus/" type="post_tag" id="332">Terrorismus</a>, irreguläre <a href="https://fokus-afrika.de/tag/migration/" type="post_tag" id="358">Migration</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/fake-news/" type="post_tag" id="362">Desinformation</a> sowie auf die Folgen des Klimawandels. Deutschland sehe Investitionen in Partnerschaften mit afrikanischen Staaten als zentrale Antwort auf diese Entwicklungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitspolitik-und-regionale-konflikte"><span id="sicherheitspolitik-und-regionale-konflikte">Sicherheitspolitik und regionale Konflikte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche lag auf der Sicherheitslage in der Region. Wadephul bezeichnete den Krieg im benachbarten <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> als größte humanitäre Krise der Welt und kündigte an, Vermittlungsformate weiter voranzubringen. Äthiopiens Beitrag zu regionalen Friedensmissionen, unter anderem durch Truppenstellungen, wurde von deutscher Seite ausdrücklich hervorgehoben.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">🇩🇪 firmly believes that African nations must finally be properly represented in international institutions. That is why we are in favour of two permanent African seats to the <a href="https://twitter.com/hashtag/UN?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#UN</a> Security Council. <a href="https://twitter.com/AussenMinDE?ref_src=twsrc%5Etfw">@AussenMinDE</a></p>— GermanForeignOffice (@GermanyDiplo) <a href="https://twitter.com/GermanyDiplo/status/2014352206904820180?ref_src=twsrc%5Etfw">January 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich bekräftigte Deutschland seine Unterstützung für die Ukraine und verwies auf die Bedeutung der UN-Charta als Grundlage der internationalen Ordnung. In diesem Zusammenhang sprach sich Wadephul erneut für eine <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Reform des Sicherheitsrats</a> aus und unterstützte die Forderung Afrikas nach zwei ständigen Sitzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-kooperation-und-infrastrukturprojekte"><span id="wirtschaftliche-kooperation-und-infrastrukturprojekte">Wirtschaftliche Kooperation und Infrastrukturprojekte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines Aufenthalts besuchte der Außenminister die <strong>Ethiopian Airlines</strong> sowie das Cargo-Terminal des <strong>Bole International Airport</strong>. Das Terminal wurde von einem deutschen Unternehmen mit Exportgarantien der <strong>KfW IPEX-Bank</strong> errichtet. Darüber hinaus informierte sich die Delegation über Planungen zum <strong>Bishoftu International Airport</strong>, der als eines der größten Flughafenprojekte weltweit gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verwies auf die laufenden makroökonomischen Reformen in Äthiopien und bezeichnete das Land als zunehmend attraktiven Markt für deutsche Investoren. Die Entwicklung hin zu einer marktbasierten Wirtschaft und die Perspektiven einer panafrikanischen Freihandelszone wurden als Faktoren genannt, die privates Engagement begünstigen könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarischer-austausch-und-die-cop32"><span id="parlamentarischer-austausch-und-die-cop32">Parlamentarischer Austausch und die COP32</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder des Deutschen Bundestages trafen während des Besuchs äthiopische Abgeordnete sowie Vertreter der nationalen Menschenrechtskommission. Dabei ging es um politische Entwicklungen in der Region und um Fragen der Menschenrechte. Der Austausch sollte nach Angaben der deutschen Seite den parlamentarischen Dialog vertiefen und den Blick auf regionale Dynamiken schärfen. Unklar ist, ob bei den Gesprächen die <a href="https://fokus-afrika.de/aethiopien-sperrt-deutsche-welle/" type="post" id="21183">Sperrung des, von dem Auswärtigen Amt finanzierten, Mediums Deutsche Welle</a> eine Rolle gespielt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend verwies der Außenminister auf Äthiopiens Auswahl als Gastgeber der <a href="https://fokus-afrika.de/aethiopien-ist-gastgeber-der-cop32/" type="post" id="21905">UN-Klimakonferenz COP32 im Jahr 2027</a>. Die Ausrichtung der Konferenz unterstreiche die wachsende Rolle des Landes in globalen Fragen. Deutschland bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Bereitschaft, multilaterale Zusammenarbeit zu stärken und globale Herausforderungen gemeinsam mit afrikanischen Partnern anzugehen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faussenminister-wadephul-in-aethiopien%2F&action_name=Au%C3%9Fenminister%20Wadephul%20in%20%C3%84thiopien&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-in-aethiopien/">Außenminister Wadephul in Äthiopien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundeskanzler Merz warnt in Davos vor neuer Großmächteordnung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundeskanzler-merz-warnt-in-davos-vor-neuer-grossmaechteordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2026 14:46:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine grundlegende Neubewertung der internationalen Ordnung vorgenommen. In seiner Rede am 22.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundeskanzler-merz-warnt-in-davos-vor-neuer-grossmaechteordnung%2F&amp;action_name=Bundeskanzler%20Merz%20warnt%20in%20Davos%20vor%20neuer%20Gro%C3%9Fm%C3%A4chteordnung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler <strong>Friedrich Merz</strong> hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine grundlegende Neubewertung der internationalen Ordnung vorgenommen. In seiner <a href="https://www.bundeskanzler.de/bk-de/aktuelles/rede-von-bundeskanzler-merz-beim-world-economic-forum-am-22-januar-2026-in-davos-2403600">Rede</a> am 22. Januar 2026 beschrieb Merz den Übergang in eine neue Ära der Großmächtepolitik, in der Macht, Stärke und notfalls auch Gewalt zunehmend an die Stelle regelbasierter internationaler Zusammenarbeit treten. Deutschland und Europa seien dieser Entwicklung jedoch nicht ausgeliefert, sondern könnten und müssten aktiv gegensteuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kanzler stellte klar, dass <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russlands</a> Angriffskrieg gegen die Ukraine nur der sichtbarste Ausdruck eines tiefergehenden globalen Wandels sei. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> habe sich strategisch in den Kreis der Großmächte vorgearbeitet, während die globale Führungsrolle der Vereinigten Staaten zunehmend herausgefordert werde. Die internationale Ordnung der vergangenen Jahrzehnte, die auf internationalem Recht beruhte, sei dadurch in ihren Grundfesten erschüttert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grossmachtepolitik-als-neue-realitat"><span id="grossmaechtepolitik-als-neue-realitaet">Großmächtepolitik als neue Realität</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055092533_a736c242fc_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23849 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055092533_a736c242fc_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055092533_a736c242fc_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055092533_a736c242fc_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055092533_a736c242fc_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055092533_a736c242fc_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055092533_a736c242fc_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055092533_a736c242fc_k-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055092533_a736c242fc_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Merz betonte, dass sich die Welt bereits in einer Phase offener Großmächtekonkurrenz befinde. Diese Entwicklung sei gefährlich, insbesondere für kleine und mittlere Staaten, letztlich aber auch für die Großmächte selbst. Er verwies dabei ausdrücklich auf die historische Verantwortung Deutschlands und die katastrophalen Folgen einer Politik, die im 20. Jahrhundert auf Macht und Gewalt gesetzt habe.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund unterstrich der Kanzler die Bedeutung von Partnerschaften und Allianzen unter Gleichen. Die Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen und zu bewahren, bleibe die zentrale Stärke demokratischer Staaten. Diese Logik habe nach 1945 zur Entstehung von Bündnissen wie der <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/nato/" type="post_tag" id="574">NATO</a></strong> geführt, die Merz als erfolgreichstes Militärbündnis der Geschichte bezeichnete.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-saulen-europaischer-macht"><span id="drei-saeulen-europaeischer-macht">Drei Säulen europäischer Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundeskanzler definierte drei zentrale Säulen, auf denen Europas Handlungsmacht beruhe: Sicherheit, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und politische Einheit. Deutschland und Europa hätten begonnen, in allen drei Bereichen entschlossen zu handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der Sicherheit kündigte Merz massive Investitionen an. Deutschland habe sich zu Beginn seiner Amtszeit entschieden, die Verteidigungsausgaben auf bis zu fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. Diese Entscheidung diene nicht nur der militärischen Abschreckung, sondern auch der Reduzierung wirtschaftlicher und technologischer Abhängigkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betonte Merz, dass Europa seine Verteidigungsfähigkeit eigenständig stärken müsse, ohne das transatlantische Bündnis infrage zu stellen. Vertrauen innerhalb der Allianz müsse erneuert und gefestigt werden. Demokratien, so Merz, hätten keine Untertanen, sondern Partner, Verbündete und verlässliche Freunde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-transatlantische-spannungen-und-der-hohe-norden"><span id="transatlantische-spannungen-und-der-hohe-norden">Transatlantische Spannungen und der Hohe Norden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf aktuelle Spannungen innerhalb der transatlantischen Beziehungen sprach Merz die jüngsten Forderungen der Vereinigten Staaten nach größerem Einfluss auf Grönland an. Deutschland teile die Einschätzung, dass Russland im Hohen Norden eine sicherheitspolitische Bedrohung darstelle. Diese Bedrohung richte sich gleichermaßen gegen Europa und Nordamerika und zeige sich unter anderem in hybriden Angriffen im Ostseeraum sowie im Krieg gegen die Ukraine.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstütze daher eine stärkere sicherheitspolitische Rolle der NATO im arktischen Raum. Gleichzeitig stellte Merz klar, dass Souveränität und territoriale Integrität nicht verhandelbar seien. Gespräche zwischen Dänemark, Grönland und den Vereinigten Staaten müssten auf diesen Prinzipien beruhen. Eine gewaltsame Aneignung europäischen Territoriums sei inakzeptabel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mögliche neue Zölle bezeichnete Merz als Risiko für die transatlantischen Beziehungen. Sollte es zu solchen Maßnahmen kommen, werde Europa geschlossen, ruhig, maßvoll und zugleich entschlossen reagieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wettbewerbsfahigkeit-handel-und-reformagenda"><span id="wettbewerbsfaehigkeit-handel-und-reformagenda">Wettbewerbsfähigkeit, Handel und Reformagenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen zentralen Teil seiner Rede widmete Merz der wirtschaftlichen Erneuerung Europas. Geopolitischer Einfluss und wirtschaftliche Stärke seien untrennbar miteinander verbunden. Deutschland könne nur dann eine Führungsrolle in Europa übernehmen, wenn es selbst wirtschaftlich stark sei.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055162489_70ef9a555d_k-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23850 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055162489_70ef9a555d_k-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055162489_70ef9a555d_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055162489_70ef9a555d_k-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055162489_70ef9a555d_k-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055162489_70ef9a555d_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055162489_70ef9a555d_k-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055162489_70ef9a555d_k-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055162489_70ef9a555d_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Merz sprach sich entschieden gegen Protektionismus und Isolationismus aus. Europa solle sich als Allianz offener Märkte positionieren und für fairen Wettbewerb sowie verbindliche Handelsregeln eintreten. In diesem Zusammenhang verteidigte er das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mercosur, das er als notwendig für künftiges Wachstum bezeichnete.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus verwies der Kanzler auf laufende und geplante Handelsinitiativen mit Indien, Mexiko und Indonesien. Diese Partnerschaften seien Teil einer Strategie, Abhängigkeiten zu reduzieren und neue wirtschaftliche Spielräume zu erschließen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-burokratieabbau-und-investitionen"><span id="buerokratieabbau-und-investitionen">Bürokratieabbau und Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Inneren kündigte Merz tiefgreifende Reformen an. Deutschland und Europa hätten in den vergangenen Jahren erhebliches Wachstumspotenzial durch übermäßige Regulierung verspielt. Sicherheit und Planbarkeit müssten künftig Vorrang vor Detailregulierung haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kanzler warb für einen umfassenden Bürokratieabbau, eine Stärkung des europäischen Binnenmarktes und Fortschritte bei der Kapitalmarktunion. Europäische Unternehmen sollten Zugang zu Finanzierung innerhalb Europas haben und nicht auf außereuropäische Kapitalmärkte angewiesen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland stellte Merz umfangreiche Investitionen in Infrastruktur, Energieversorgung und Digitalisierung in Aussicht. Insgesamt stünden 500 Milliarden Euro für den Ausbau und die Modernisierung von Infrastruktur bereit. Im Energiesektor setze die Bundesregierung auf erneuerbare Energien, Speichertechnologien und moderne Gaskraftwerke.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-digitalisierung-und-technologische-souveranitat"><span id="digitalisierung-und-technologische-souveraenitaet">Digitalisierung und technologische Souveränität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Rede lag auf der digitalen Transformation. Merz bezeichnete künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie, die industrielle Skalierung erfordere. Deutschland verfüge über einen der weltweit größten industriellen Datenbestände und wolle diesen Vorteil durch Investitionen in KI-Gigafactories, Rechenzentren und digitale Infrastruktur nutzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055089168_07baa8d003_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23851 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055089168_07baa8d003_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055089168_07baa8d003_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055089168_07baa8d003_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055089168_07baa8d003_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055089168_07baa8d003_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055089168_07baa8d003_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055089168_07baa8d003_k-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55055089168_07baa8d003_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Forschung und Innovation sollen durch eine neue Hightech-Agenda stärker in marktfähige Anwendungen überführt werden. Deutschland wolle sich als verlässlicher Investitionsstandort für globales Kapital positionieren, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Hochtechnologie und industrielle Transformation.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaische-einheit-als-strategische-voraussetzung"><span id="europaeische-einheit-als-strategische-voraussetzung">Europäische Einheit als strategische Voraussetzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend betonte Merz, dass all diese Vorhaben nur im Rahmen einer geschlossenen Europäischen Union erfolgreich sein könnten. Deutschland sehe sich in einer besonderen Verantwortung, diesen Prozess aktiv mitzugestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Welt befinde sich in einem tiefgreifenden Umbruch, dessen Richtung Anlass zur Sorge gebe. Dennoch liege es in der <a href="https://fokus-afrika.de/bundespraesident-steinmeier-wirbt-fuer-regelbasierte-ordnung-und-zukunftspartnerschaften/" type="post" id="23523">Verantwortung demokratischer Staaten</a>, diesen Wandel aktiv zu gestalten. <a href="https://fokus-afrika.de/un-deutschland-und-afrika-im-fokus-der-generalversammlung/" type="post" id="11355">Deutschland wolle dabei eine zentrale Rolle übernehmen</a> und gemeinsam mit seinen Partnern an Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und europäischer Geschlossenheit arbeiten.</p>
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			<media:description type="html">Bundeskanzler Friedrich Merz skizziert beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2026 Deutschlands Kurs in einer neuen Ära der Großmächtepolitik.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Wahlen in Uganda: AU gratuliert Museveni, Bobi Wine weist Ergebnisse zurück</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wahlen-in-uganda-au-gratuliert-museveni-bobi-wine-weist-ergebnisse-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2026 13:52:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Uganda haben führende regionale Organisationen dem Amtsinhaber Yoweri Kaguta Museveni zur Wiederwahl&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwahlen-in-uganda-au-gratuliert-museveni-bobi-wine-weist-ergebnisse-zurueck%2F&amp;action_name=Wahlen%20in%20Uganda%3A%20AU%20gratuliert%20Museveni%2C%20Bobi%20Wine%20weist%20Ergebnisse%20zur%C3%BCck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wahlen-in-uganda-au-gratuliert-museveni-bobi-wine-weist-ergebnisse-zurueck/">Wahlen in Uganda: AU gratuliert Museveni, Bobi Wine weist Ergebnisse zurück</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Uganda haben führende regionale Organisationen dem Amtsinhaber Yoweri Kaguta Museveni zur <a href="https://fokus-afrika.de/uganda-wahl-2026-museveni-bleibt-praesident/">Wiederwahl</a> gratuliert. Gleichzeitig erhebt die Opposition <a href="https://fokus-afrika.de/uganda-sperrt-das-internet-kurz-vor-der-praesidentschaftswahl/">schwere Vorwürfe gegen den Wahlprozess</a> und weist die bekanntgegebenen Ergebnisse zurück. Während die Afrikanische Union und die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/igad/">Regionalorganisation</a> IGAD den Ablauf der Wahlen ausdrücklich würdigen, spricht der Oppositionskandidat Robert Kyagulanyi, bekannt als Bobi Wine, von <a href="https://fokus-afrika.de/uganda-vor-den-wahlen-eskalierende-polizeieinsaetze-gegen-bobi-wine/">Manipulationen, Einschränkungen politischer Freiheiten und mangelnder Transparenz.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-union-gratuliert-museveni-zur-wiederwahl"><span id="afrikanische-union-gratuliert-museveni-zur-wiederwahl">Afrikanische Union gratuliert Museveni zur Wiederwahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der Kommission der <strong>Afrikanische Union</strong>, <strong>Mahmoud Ali Youssouf</strong>, erklärte am 17. Januar 2026, er begrüße den Verlauf der Wahlen in Uganda und gratuliere <strong>Yoweri Kaguta Museveni</strong> zu seiner Wiederwahl. Nach <a href="https://www.monitor.co.ug/uganda/news/national/uganda-elections-museveni-81-given-five-more-years-to-lead-uganda-5329552">Angaben der Wahlbehörden</a> habe Museveni 71,61 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Chairperson of African Union Commission commends the conduct of elections in <a href="https://twitter.com/hashtag/Uganda?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Uganda</a> and congratulates President Yoweri Museveni on re-election.<br><br>The Chairperson of the African Union Commission, H.E. Mahmoud Ali Youssouf, commends the conduct of the elections in Uganda and… <a href="https://t.co/QWTvQeA997">pic.twitter.com/QWTvQeA997</a></p>— African Union (@_AfricanUnion) <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion/status/2012582618168959228?ref_src=twsrc%5Etfw">January 17, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf würdigte zudem die Arbeit der gemeinsamen Wahlbeobachtungsmission von Afrikanischer Union, COMESA und IGAD. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle des ehemaligen nigerianischen Präsidenten <strong>Goodluck Jonathan</strong>, der die Mission leitete. Die Kommission der Afrikanischen Union bekräftigte in diesem Zusammenhang ihre Bereitschaft, weiterhin die Förderung von Demokratie und guter Regierungsführung auf dem Kontinent zu unterstützen. Zugleich lobte sie die ugandische Bevölkerung für ihr Engagement für Frieden, Sicherheit und Entwicklung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-igad-betont-regionale-stabilitat-und-zusammenarbeit"><span id="igad-betont-regionale-stabilitaet-und-zusammenarbeit">IGAD betont regionale Stabilität und Zusammenarbeit</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8jtxCXwAAI59W.jpeg" alt="" class="wp-image-23668 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8jtxCXwAAI59W.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8jtxCXwAAI59W-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8jtxCXwAAI59W-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8jtxCXwAAI59W-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8jtxCXwAAI59W-800x533.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch die <strong>Intergovernmental Authority on Development</strong> schloss sich den Glückwünschen an. Der Exekutivsekretär der Organisation, <strong>Workneh Gebeyehu</strong>, gratulierte Museveni offiziell zur Wiederwahl. Er hob die zivile Beteiligung der Bevölkerung hervor und bekräftigte die Unterstützung der IGAD für Maßnahmen zur Stärkung demokratischer Regierungsführung, von Frieden, Stabilität und inklusiver Entwicklung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gebeyehu verwies ebenfalls auf die Arbeit der gemeinsamen Wahlbeobachtungsmission von AU, COMESA und IGAD und unterstrich das Interesse der Organisation an einer fortgesetzten Zusammenarbeit mit Regierung und Bevölkerung Ugandas im Sinne regionaler Kooperation und gemeinsamer Entwicklungsperspektiven.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-opposition-weist-wahlergebnis-zuruck"><span id="opposition-weist-wahlergebnis-zurueck">Opposition weist Wahlergebnis zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu diesen Stellungnahmen regionaler Organisationen äußerte die Opposition grundlegende Zweifel am offiziellen Wahlergebnis. Der Präsidentschaftskandidat der National Unity Platform, <strong>Robert Kyagulanyi</strong>, bekannt als Bobi Wine, erklärte, die an den Wahllokalen erzielten Ergebnisse zeichneten ein anderes Bild als die von der Wahlkommission veröffentlichten Zahlen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Video message recorded from a safe place, to the people of Uganda and the world about the goings on in our country! <a href="https://twitter.com/hashtag/FreeUgandaNow?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#FreeUgandaNow</a> <a href="https://t.co/s5t6LPMkMG">pic.twitter.com/s5t6LPMkMG</a></p>— BOBI WINE (@HEBobiwine) <a href="https://twitter.com/HEBobiwine/status/2012486868298846649?ref_src=twsrc%5Etfw">January 17, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">In einem am 17. Januar verbreiteten Video erklärte Kyagulanyi, er halte sich an einem unbekannten Ort auf, nachdem Sicherheitskräfte sein Wohnhaus in Magere durchsucht hätten. Er sagte, er und seine Ehefrau seien seit dem Wahltag unter Hausarrest gestanden. Nach seinen Angaben seien Polizeikräfte und weitere Personen in Zivil in das Anwesen eingedrungen, hätten Strom und Überwachungskameras abgeschaltet und seien durch einen Hubschrauber unterstützt worden. Ihm sei es gelungen zu entkommen, während seine Ehefrau festgenommen worden sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-forderungen-nach-transparenz-und-wiederherstellung-des-internets"><span id="forderungen-nach-transparenz-und-wiederherstellung-des-internets">Forderungen nach Transparenz und Wiederherstellung des Internets</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bobi Wine wies die von der Wahlkommission verkündeten Ergebnisse als nicht legitim zurück. Er warf den Behörden vor, Wahlhelfer seiner Partei festgenommen, Stimmzettel manipuliert und den Internetzugang landesweit eingeschränkt zu haben. Er forderte die vollständige Veröffentlichung aller sogenannten Declaration of Results Forms sowie der regionalen Auszählungsprotokolle, um eine Überprüfung der Ergebnisse zu ermöglichen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Video showing Electoral Commission officials ticking all ballot papers in favor of Museveni at a polling station in western Uganda. This is what Museveni and his criminal system call an election! We campaigned. We voted. We tried to protect our vote but the criminals arrested or… <a href="https://t.co/90UQ06chlv">pic.twitter.com/90UQ06chlv</a></p>— BOBI WINE (@HEBobiwine) <a href="https://twitter.com/HEBobiwine/status/2012774154622144785?ref_src=twsrc%5Etfw">January 18, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem verlangte er die Wiederherstellung des Internets, das nach Angaben der Opposition während und nach dem Wahlprozess eingeschränkt oder abgeschaltet worden sei. Transparenz sei eine Grundvoraussetzung für die Glaubwürdigkeit des Wahlverfahrens und das Vertrauen der Bevölkerung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stellungnahmen-der-sicherheitsbehorden"><span id="stellungnahmen-der-sicherheitsbehoerden">Stellungnahmen der Sicherheitsbehörden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ugandische Polizei wies die Vorwürfe der Opposition zurück. Der Polizeisprecher <strong>Kituuma Rusoke</strong> erklärte, ihm lägen keine Informationen über eine Razzia im Haus Kyagulanyis vor. Er bestätigte jedoch, dass Sicherheitskräfte in der Gegend präsent seien. Diese Maßnahmen seien Teil allgemeiner Sicherheitsvorkehrungen in Gebieten, die als sensibel eingestuft würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rusoke erklärte weiter, der Zugang zu Kyagulanyis Anwesen werde kontrolliert, um mögliche Gewaltausbrüche oder Unruhen zu verhindern. Es gebe keine Anweisung, ihm die Bewegungsfreiheit grundsätzlich zu entziehen. Sollten Einschränkungen erfolgen, würden diese aus Sicherheitsgründen begründet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-divergierende-bewertungen-des-wahlprozesses"><span id="divergierende-bewertungen-des-wahlprozesses">Divergierende Bewertungen des Wahlprozesses</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse verdeutlichen die Spannungen zwischen offizieller Anerkennung des Wahlverlaufs durch regionale Organisationen und den Vorwürfen der Opposition. Während Afrikanische Union und IGAD den Prozess als geordnet darstellen und das Ergebnis akzeptieren, stellt die National Unity Platform die Integrität der Wahlen infrage und verweist auf konkrete Vorfälle am Wahltag und in den Tagen danach.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8j-SsWoAARfAT.jpeg" alt="" class="wp-image-23669 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8j-SsWoAARfAT.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8j-SsWoAARfAT-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8j-SsWoAARfAT-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8j-SsWoAARfAT-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-8j-SsWoAARfAT-800x533.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Internationale und regionale Wahlbeobachtungsmissionen spielten in diesem Kontext eine zentrale Rolle. Ihre positiven Einschätzungen bilden die Grundlage für die offiziellen Glückwünsche an Museveni. Die Opposition hingegen fordert eine detaillierte Offenlegung aller Auszählungsunterlagen und verweist auf Abweichungen zwischen lokalen Ergebnissen und zentraler Bekanntgabe.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-kontext-und-regionale-bedeutung"><span id="politischer-kontext-und-regionale-bedeutung">Politischer Kontext und regionale Bedeutung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Uganda gilt als politisch und sicherheitspolitisch wichtiger Akteur in Ostafrika. Entwicklungen im Land haben Auswirkungen auf regionale Stabilität, insbesondere im Kontext der Zusammenarbeit innerhalb von IGAD und der Afrikanischen Union. Die <a href="https://fokus-afrika.de/uganda-vor-der-wahl-am-15-januar-2026-erwarteter-museveni-sieg-trifft-auf-nachfolgefrage-junge-waehler-und-wachsende-schuldenlast/">Anerkennung der Wahlergebnisse durch diese Organisationen signalisiert Kontinuität in der regionalen Zusammenarbeit</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig zeigen die Vorwürfe der Opposition, dass innenpolitische Spannungen fortbestehen und Fragen nach politischer Teilhabe, Transparenz und dem Umgang mit oppositionellen Kräften weiterhin Teil der öffentlichen Debatte sind.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Global Risks Report 2026: Warum Afrika im Zeitalter geopolitischer Konkurrenz stärker unter Druck gerät</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 13:48:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Global Risks Report 2026 des World Economic Forum zeichnet das Bild einer Welt am Rand zunehmender geopolitischer und geökonomischer Spannungen. Afrika&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fglobal-risks-report-2026-warum-afrika-im-zeitalter-geopolitischer-konkurrenz-staerker-unter-druck-geraet%2F&amp;action_name=Global%20Risks%20Report%202026%3A%20Warum%20Afrika%20im%20Zeitalter%20geopolitischer%20Konkurrenz%20st%C3%A4rker%20unter%20Druck%20ger%C3%A4t&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/global-risks-report-2026-warum-afrika-im-zeitalter-geopolitischer-konkurrenz-staerker-unter-druck-geraet/">Global Risks Report 2026: Warum Afrika im Zeitalter geopolitischer Konkurrenz stärker unter Druck gerät</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>Global Risks Report 2026</strong> des <strong>World Economic Forum</strong> zeichnet das Bild einer Welt am Rand zunehmender geopolitischer und geökonomischer Spannungen. Afrika erscheint dabei als Region, die besonders von geökonomischer Konfrontation, Klimarisiken, Ungleichheit und strukturellen Verschiebungen betroffen ist. Der Bericht basiert auf einer weltweiten Befragung von mehr als 1.300 Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Er analysiert Risiken für die Jahre 2026, 2028 und 2036 und ordnet diese in einen globalen Wettbewerbsrahmen ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-globales-risikoumfeld-im-zeichen-der-konkurrenz"><span id="ein-globales-risikoumfeld-im-zeichen-der-konkurrenz">Ein globales Risikoumfeld im Zeichen der Konkurrenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem <a href="https://reports.weforum.org/docs/WEF_Global_Risks_Report_2026.pdf">Bericht</a> ist Unsicherheit das prägende Merkmal des globalen Risikoumfelds zu Beginn des Jahres 2026. Rund die Hälfte der Befragten erwartet in den kommenden zwei Jahren eine turbulente oder stürmische Entwicklung. Für den Zehnjahreshorizont steigt dieser Anteil weiter an. Der Bericht beschreibt diese Phase als ein Zeitalter der Konkurrenz, in dem multilaterale Kooperationsmechanismen an Wirkung verlieren und nationale Interessen stärker in den Vordergrund treten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht die geökonomische Konfrontation. Sie wird von den Befragten als das Risiko mit dem höchsten kurzfristigen Eskalationspotenzial eingestuft. Gemeint ist der strategische Einsatz wirtschaftlicher Instrumente wie Sanktionen, Handelsbeschränkungen, Investitionskontrollen oder Subventionen zur Durchsetzung geopolitischer Ziele. Diese Dynamik prägt laut Bericht zunehmend auch die Beziehungen zu und innerhalb Afrikas.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikas-rolle-in-einer-fragmentierten-weltordnung"><span id="afrikas-rolle-in-einer-fragmentierten-weltordnung">Afrikas Rolle in einer fragmentierten Weltordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht verortet Afrika in einer sich herausbildenden multipolaren Ordnung ohne tragfähigen Multilateralismus. In diesem Umfeld konkurrieren <a href="https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-und-afrika-interessen-ruecken-prinzipien-in-den-hintergrund/">Groß und Mittelmächte um Einfluss, Ressourcen und Lieferketten</a>. Afrika rückt dabei vor allem als Standort strategischer Rohstoffe und als Knotenpunkt globaler Wertschöpfungsketten in den Fokus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konzentration strategischer Ressourcen und Technologien zählt laut Bericht zu den Risiken, deren Bedeutung über die kommenden Jahre zunimmt. Für afrikanische Staaten bedeutet dies steigenden externen Druck auf Bergbau, Energieinfrastruktur und Transportkorridore. Gleichzeitig erhöht sich die Verwundbarkeit gegenüber Handelskonflikten und einseitigen politischen Maßnahmen externer Akteure.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geokonomische-konfrontation-als-zentrales-kurzfrist-risiko"><span id="geoekonomische-konfrontation-als-zentrales-kurzfrist-risiko">Geökonomische Konfrontation als zentrales Kurzfrist-Risiko</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="724" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-724x1024.avif" alt="" class="wp-image-23592 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-724x1024.avif 724w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-212x300.avif 212w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-768x1086.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-1086x1536.avif 1086w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-380x538.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-800x1132.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-1160x1641.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg.avif 1240w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Rangliste der kurzfristigen Risiken für 2026 nimmt die geökonomische Konfrontation den ersten Platz ein. Sie wird von 18 Prozent der Befragten als das wahrscheinlichste Auslöserrisiko für eine globale Krise genannt. Der Bericht stellt fest, dass diese Entwicklung nicht auf einzelne Regionen begrenzt ist, sondern weltweit nationale Risikowahrnehmungen prägt, auch in exportorientierten Volkswirtschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika bedeutet dies eine zunehmende Instrumentalisierung wirtschaftlicher Beziehungen. Handelszugänge, Entwicklungsfinanzierung und Investitionen stehen stärker unter geopolitischem Vorbehalt. Die Fähigkeit afrikanischer Staaten, eigenständige wirtschaftspolitische Strategien zu verfolgen, wird dadurch eingeschränkt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-und-gesellschaftliche-risiken-verstarken-sich-gegenseitig"><span id="wirtschaftliche-und-gesellschaftliche-risiken-verstaerken-sich-gegenseitig">Wirtschaftliche und gesellschaftliche Risiken verstärken sich gegenseitig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben <a href="https://fokus-afrika.de/munich-security-report-2025-suedafrika-verliert-an-einfluss-in-der-welt/">geopolitischen Spannungen</a> identifiziert der Bericht eine deutliche Zunahme wirtschaftlicher Risiken. Ein globaler Wirtschaftsabschwung, steigende Inflation und das Platzen von Vermögensblasen werden im Kurzfristvergleich deutlich höher eingestuft als im Vorjahr. Diese Risiken wirken sich laut Bericht besonders stark auf Regionen mit hoher sozialer Ungleichheit aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungleichheit wird erneut als das am stärksten vernetzte globale Risiko beschrieben. Sie verstärkt andere Risikofelder wie gesellschaftliche Polarisierung, politische Instabilität und Erosion von Vertrauen in staatliche Institutionen. In vielen afrikanischen Ländern treffen wirtschaftliche Schocks auf bereits angespannte soziale Strukturen, was die Resilienz weiter schwächt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-umwelt-und-klimarisiken-langfristig-dominant"><span id="umwelt-und-klimarisiken-langfristig-dominant">Umwelt- und Klimarisiken langfristig dominant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während Umwelt- und Klimarisiken im kurzfristigen Zeithorizont an relativer Priorität verlieren, bleiben sie für den Zeitraum bis 2036 die gravierendsten globalen Risiken. Extremwetterereignisse, Biodiversitätsverlust und kritische Veränderungen der Erdsysteme belegen die Spitzenplätze der Langfristrangliste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht verweist darauf, dass Afrika besonders stark von diesen Entwicklungen betroffen ist. Dürreperioden, Überschwemmungen und Belastungen für bestehende Infrastruktur verschärfen wirtschaftliche und gesellschaftliche Spannungen. Gleichzeitig wird festgestellt, dass Umweltfragen im politischen Entscheidungsprozess vieler Staaten kurzfristig hinter geostrategischen und wirtschaftlichen Prioritäten zurücktreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-technologische-risiken-und-informationsraume"><span id="technologische-risiken-und-informationsraeume">Technologische Risiken und Informationsräume</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Technologische Risiken gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Desinformation und Fehlinformation zählen zu den größten kurzfristigen Risiken weltweit. Cyberunsicherheit und die langfristigen Folgen Künstlicher Intelligenz steigen im Zehnjahreshorizont deutlich im Risikoranking.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Gesellschaften bedeutet dies wachsende Herausforderungen im digitalen Raum. Der Bericht beschreibt, wie technologische Entwicklungen bestehende gesellschaftliche Spaltungen vertiefen und politische Entscheidungsprozesse beeinflussen können. Gleichzeitig fehlt es in vielen Ländern an institutionellen Kapazitäten zur Regulierung dieser Risiken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckzug-des-multilateralismus-und-institutionelle-schwachen"><span id="rueckzug-des-multilateralismus-und-institutionelle-schwaechen">Rückzug des Multilateralismus und institutionelle Schwächen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23593 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein wiederkehrendes Motiv des Berichts ist der Rückzug von Staaten aus multilateralen Strukturen. Der Bericht spricht von einem schwindenden Vertrauen in internationale Regeln, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit. Diese Entwicklung erhöht laut Analyse das Risiko von Konflikten und erschwert kollektive Antworten auf grenzüberschreitende Herausforderungen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika ist davon in besonderer Weise betroffen, da viele sicherheits, handels und klimapolitische Herausforderungen nur im regionalen oder multilateralen Rahmen bewältigt werden können. Die Schwächung internationaler Institutionen verschiebt Verantwortung auf nationale Ebenen, die vielfach nur begrenzte Ressourcen haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-risikoumfeld-mit-struktureller-tiefe"><span id="ein-risikoumfeld-mit-struktureller-tiefe">Ein Risikoumfeld mit struktureller Tiefe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>Global Risks Report 2026</strong> ordnet diese Entwicklungen in vier langfristige Strukturkräfte ein. Dazu zählen technologische Beschleunigung, geostrategische Verschiebungen, Klimawandel und demografische Spaltung. Diese Kräfte wirken global, entfalten ihre Folgen jedoch regional unterschiedlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika beschreibt der Bericht ein Umfeld, in dem externe Konkurrenz, interne Ungleichgewichte und langfristige Umweltveränderungen gleichzeitig wirksam sind. Diese Überlagerung erhöht die Wahrscheinlichkeit sich gegenseitig verstärkender Krisen. Laut Angaben des <em>World Economic Forum</em> verdeutlicht der Bericht damit nicht einzelne Ereignisse, sondern strukturelle Risiken eines zunehmend fragmentierten globalen Systems</p>
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		<item>
		<title>US-Sicherheitsstrategie und Afrika: Interessen rücken Prinzipien in den Hintergrund</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-und-afrika-interessen-ruecken-prinzipien-in-den-hintergrund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 11:26:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten aus dem November 2025 definiert Afrikas Rolle primär über Rohstoffe und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-sicherheitsstrategie-und-afrika-interessen-ruecken-prinzipien-in-den-hintergrund%2F&amp;action_name=US-Sicherheitsstrategie%20und%20Afrika%3A%20Interessen%20r%C3%BCcken%20Prinzipien%20in%20den%20Hintergrund&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-und-afrika-interessen-ruecken-prinzipien-in-den-hintergrund/">US-Sicherheitsstrategie und Afrika: Interessen rücken Prinzipien in den Hintergrund</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten aus dem November 2025 definiert Afrikas Rolle primär über Rohstoffe und geopolitische Konkurrenz mit China. Demokratische Werte, Entwicklungszusammenarbeit und multilaterale Ansätze treten in den Hintergrund. Die <a href="https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-2025-welche-rolle-afrika-im-neuen-aussenpolitischen-kurs-der-usa-spielt/">Strategie</a> steht im Kontext der zweiten Amtszeit von <strong>Donald Trump</strong> und markiert eine Fortsetzung einer transaktionalen US-Außenpolitik gegenüber afrikanischen Staaten. Wie das <em>Institute for Security Studies</em> analysiert, spiegelt sich dieser Ansatz bereits in konkreten politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen wider.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nationale-sicherheitsstrategie-der-usa-mit-globalem-anspruch"><span id="nationale-sicherheitsstrategie-der-usa-mit-globalem-anspruch">Nationale Sicherheitsstrategie der USA mit globalem Anspruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im November 2025 veröffentlichten die Vereinigten Staaten ihre neue Nationale Sicherheitsstrategie. Das Dokument beschreibt, wie Washington seine sogenannten Kerninteressen schützen will. Dazu zählt ausdrücklich das Ziel, die Vereinigten Staaten langfristig als stärkste, reichste und einflussreichste Nation der Welt zu positionieren. Neben innenpolitischen Prioritäten formuliert die Strategie auch, welche Erwartungen die USA an andere Weltregionen richten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentrale Leitlinien sind wirtschaftlicher Protektionismus, die Sicherung eigener Lieferketten sowie die Betonung westlicher Identitätsvorstellungen im Kontext europäischer Sicherheit. Gleichzeitig verfolgt die Strategie das Ziel, den Einfluss von Rivalen in Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Quantenforschung zu begrenzen. Multilaterale Kooperation wird dabei nachrangig behandelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-am-rand-der-strategischen-planung"><span id="afrika-am-rand-der-strategischen-planung">Afrika am Rand der strategischen Planung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika nimmt in der 29 Seiten umfassenden Sicherheitsstrategie lediglich einen begrenzten Raum ein. Der Kontinent wird in drei Absätzen am Ende des Dokuments behandelt. Dabei wird Afrika vor allem als Quelle kritischer Mineralien sowie als geopolitisches Wettbewerbsfeld gegenüber China dargestellt. Politische Reformen, demokratische Institutionen oder langfristige Entwicklungsziele spielen eine untergeordnete Rolle.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23587 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des <em>Institute for Security Studies</em> verdeutlicht diese knappe Behandlung, dass Afrika aus US-Sicht vor allem funktional betrachtet wird. Der Fokus liegt auf wirtschaftlicher Verwertbarkeit und strategischem Nutzen, nicht auf partnerschaftlicher Zusammenarbeit.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handelsdruck-und-politische-konditionalitat"><span id="handelsdruck-und-politische-konditionalitaet">Handelsdruck und politische Konditionalität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Beispiele aus den vergangenen Monaten illustrieren diesen Ansatz. Im Januar 2026 verschob <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/">Kenia</a> die Unterzeichnung eines Handelsabkommens im Umfang von rund einer Milliarde US-Dollar mit China. Berichten zufolge geschah dies unter politischem Druck aus Washington, während Nairobi auf die Verlängerung seiner Teilnahme am African Growth and Opportunity Act wartet. Das Handelsprogramm war im September ausgelaufen und wurde erst kürzlich wieder vom US-Repräsentantenhaus gebilligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/">Sambia</a> ist betroffen. Im Dezember 2025 verzögerten die USA die Freigabe von 1,5 Milliarden US-Dollar an Gesundheitsmitteln. Die Unterstützung wurde laut Berichten an den Zugang zu kritischen Mineralien geknüpft. Entwicklungszusammenarbeit wird damit an wirtschaftliche Gegenleistungen gebunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abkehr-von-wertebasierter-politik"><span id="abkehr-von-wertebasierter-politik">Abkehr von wertebasierter Politik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Strategie verzichtet weitgehend auf langfristige Verpflichtungen, insbesondere bei militärischen Engagements. Ausnahmen bilden zeitlich <a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/">begrenzte Einsätze gegen islamistische Gruppen</a>, etwa bei Luftangriffen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a> am Weihnachtstag. Diese Maßnahmen werden im strategischen Kontext der Verteidigung westlicher Werte verortet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt verschiebt sich der Schwerpunkt von lebensrettender Hilfe und Demokratieförderung hin zu kurzfristigen Partnerschaften in den Bereichen Handel, Investitionen und Rohstoffförderung. Normative Ansätze werden als potenziell nachteilig für nationale Interessen bewertet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-transaktionalismus-als-leitprinzip-der-us-afrika-politik"><span id="transaktionalismus-als-leitprinzip-der-us-afrika-politik">Transaktionalismus als Leitprinzip der US-Afrika-Politik</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="626" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg" alt="" class="wp-image-20559 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-300x183.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-768x469.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-380x232.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-800x489.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1160x709.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der neuen Sicherheitsstrategie steht ein transaktionales Verständnis von Diplomatie. Außenpolitik wird als Abfolge konkreter Gegenleistungen verstanden, nicht als langfristige Partnerschaft. Dieser Ansatz ist eng mit der Doktrin America First verbunden. Beziehungen werden bilateral und themenspezifisch gestaltet, multilaterale Formate verlieren an Bedeutung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel dafür sind die sogenannten <a href="https://fokus-afrika.de/washington-kongo-und-ruanda-einigen-sich-tshisekedi-kuendigt-unterzeichnung-des-friedensabkommens-an/">Washington Accords</a> zwischen der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruanda</a>, die im Dezember 2025 unter US-Vermittlung zustande kamen. Beide Staaten gewährten US-Unternehmen bevorzugten Zugang zu kongolesischen Mineralien. Im Gegenzug sagten die Vereinigten Staaten zu, einen Infrastrukturkorridor zu entwickeln, der Rohstoffregionen mit westlichen Märkten verbindet. Ziel ist es, Chinas Einfluss im Sektor zurückzudrängen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitspolitische-symbolik-und-begrenzte-wirkung"><span id="sicherheitspolitische-symbolik-und-begrenzte-wirkung">Sicherheitspolitische Symbolik und begrenzte Wirkung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der politischen Inszenierung hielten die Kämpfe im <a href="https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/">Osten der Demokratischen Republik Kongo</a> an. Rebellengruppen setzten ihre Offensive kurz nach der Unterzeichnung der Vereinbarung fort. Dies unterstreicht die begrenzte Wirksamkeit von Abkommen, die primär wirtschaftliche Interessen adressieren, während tief verwurzelte politische und ethnische Konflikte fortbestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliche Dynamiken zeigen sich auch in anderen Ländern. Die US-Regierung schloss mit Staaten wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a>, Ruanda und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/eswatini/">Eswatini</a> Abkommen zur <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-nimmt-abgeschobene-westafrikaner-aus-den-usa-auf/">Rücknahme abgeschobener Personen</a>. Diese Vereinbarungen koppeln finanzielle Anreize an migrationspolitische Zugeständnisse.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bilaterale-abkommen-und-ihre-folgen-fur-afrikanische-staaten"><span id="bilaterale-abkommen-und-ihre-folgen-fuer-afrikanische-staaten">Bilaterale Abkommen und ihre Folgen für afrikanische Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eswatini unterzeichnete im Mai 2025 ein nicht bindendes Memorandum of Understanding mit den USA. Das Abkommen sah Zahlungen in Höhe von 5,1 Millionen US-Dollar für Grenz- und Migrationsmanagement vor, im Gegenzug zur Aufnahme von bis zu 160 Abgeschobenen. Im Dezember folgte ein weiteres bilaterales Abkommen im Rahmen der neuen <a href="https://fokus-afrika.de/usa-schliessen-neue-gesundheitsabkommen-mit-uganda-und-lesotho/">America First Global Health Strategy</a>. Das fünfjährige Programm mit einem Volumen von 242 Millionen US-Dollar umfasst den Zugang zu US-Technologie und zu Lenacapavir, einem in den USA entwickelten HIV-Präventionsmedikament.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vereinbarungen verdeutlichen die kurzfristige Ausrichtung der Kooperation. Sie sind abhängig von aktuellen US-Interessen und bieten nur begrenzte institutionelle Absicherung für die Partnerländer.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-spannungen-und-strukturelle-herausforderungen"><span id="regionale-spannungen-und-strukturelle-herausforderungen">Regionale Spannungen und strukturelle Herausforderungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Regierungen stehen vor der Herausforderung, kurzfristige wirtschaftliche Vorteile gegen langfristige politische und regionale Stabilität abzuwägen. Während einige Staaten ihre Verhandlungsposition nutzen können, gehen damit häufig wirtschaftliche und politische Kosten einher. Die transaktionale US-Politik macht bestehende Machtasymmetrien sichtbarer, ohne sie strukturell zu verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das südafrikanische Thinktank <em><a href="https://issafrica.org/iss-today/deal-making-trumps-democratic-principles-in-us-approach-to-africa">Institute for Security Studies</a></em> festhält, verschärft dieser Ansatz bestehende Ungleichgewichte und Fragmentierungen innerhalb des Kontinents. Regionale Institutionen und koordinierte Strategien geraten dabei unter Druck.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump and Vice President JD Vance meet with executives from the oil and gas industry, Friday, January 9, 2026, (Official White House Photo by Emily J. Higgins)</media:description>
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			<media:title type="html">Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_(54618027854)</media:title>
			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio hosts a Democratic Republic of the Congo-Rwanda Peace Agreement signing ceremony between Democratic Republic of the Congo Foreign Minister Thérèse Kayikwamba Wagner and Rwandan Foreign Minister Olivier Nduhungirehe at the Department of State in Washington, D.C., June 27, 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>USA liefern Militärgüter an Nigeria</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2026 19:08:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinigten Staaten haben militärische Ausrüstung an Nigeria geliefert, um laufende Sicherheitsoperationen des Landes zu unterstützen. Die Übergabe&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-liefern-militaergueter-an-nigeria%2F&amp;action_name=USA%20liefern%20Milit%C3%A4rg%C3%BCter%20an%20Nigeria&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten haben militärische Ausrüstung an Nigeria geliefert, um laufende Sicherheitsoperationen des Landes zu unterstützen. Die Übergabe erfolgte in Abuja und ist Teil der bilateralen Sicherheitskooperation zwischen beiden Staaten. Bestätigt wurde die Lieferung durch das US-Afrika-Kommando AFRICOM. Sie folgt auf hochrangige Gespräche in Washington im November 2025, bei denen Nigeria und die USA ihre Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Terrorismusbekämpfung weiter abgestimmt hatten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-unterstutzung-fur-laufende-sicherheitsoperationen"><span id="militaerische-unterstuetzung-fuer-laufende-sicherheitsoperationen">Militärische Unterstützung für laufende Sicherheitsoperationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des <strong>United States Africa Command</strong> haben US-Streitkräfte militärische Lieferungen an nigerianische Sicherheitsbehörden übergeben. Die Ausrüstung wurde in der Hauptstadt Abuja an nigerianische Partner überreicht und soll laufende Einsätze in verschiedenen Regionen des Landes unterstützen. Zu Art und Umfang der gelieferten Militärgüter wurden keine Details veröffentlicht.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">U.S. forces delivered critical military supplies to our Nigerian partners in Abuja. This delivery supports Nigeria’s ongoing operations and emphasizes our shared security partnership. <a href="https://twitter.com/USinNigeria?ref_src=twsrc%5Etfw">@USinNigeria</a> <a href="https://t.co/PcXIcfgmGU">pic.twitter.com/PcXIcfgmGU</a></p>— U.S. Africa Command (AFRICOM) (@USAfricaCommand) <a href="https://twitter.com/USAfricaCommand/status/2011028079141871828?ref_src=twsrc%5Etfw">January 13, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergabe unterstreicht die bestehende sicherheitspolitische Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Nigeria, die in den vergangenen Jahren insbesondere vor dem Hintergrund von Terrorismus, organisierter Gewalt und bewaffneten <a href="https://fokus-afrika.de/dschihadisten-dringen-aus-benin-in-nigeria-ein/">Extremistengruppen</a> an Bedeutung gewonnen hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nigeria-als-sicherheitspolitischer-schwerpunkt-in-westafrika"><span id="nigeria-als-sicherheitspolitischer-schwerpunkt-in-westafrika">Nigeria als sicherheitspolitischer Schwerpunkt in Westafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria nimmt aufgrund seiner Größe, Bevölkerungszahl und regionalen Bedeutung eine zentrale Rolle in der Sicherheitsarchitektur Westafrikas ein. Das Land sieht sich seit Jahren mit vielfältigen sicherheitspolitischen Herausforderungen konfrontiert, darunter Angriffe extremistischer Gruppen, bewaffnete Gewalt durch kriminelle Netzwerke sowie interkommunale Konflikte in mehreren Landesteilen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="400" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/africom-exercise-600.jpg" alt="" class="wp-image-23536 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/africom-exercise-600.jpg 600w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/africom-exercise-600-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/africom-exercise-600-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die militärische Unterstützung durch die USA zielt darauf ab, die operativen Fähigkeiten der nigerianischen Sicherheitskräfte zu stärken und bestehende Einsätze gegen gewalttätige extremistische Gruppen zu unterstützen. In diesem Kontext arbeiten beide Staaten bereits seit längerem in den Bereichen Ausbildung, Informationsaustausch und technische Unterstützung zusammen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatische-vorbereitung-gesprache-in-washington"><span id="diplomatische-vorbereitung-gespraeche-in-washington">Diplomatische Vorbereitung: Gespräche in Washington</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuellen Lieferung war im November 2025 ein Besuch einer hochrangigen nigerianischen Delegation in Washington vorausgegangen. Die Gespräche dienten der Vertiefung der bilateralen Sicherheitskooperation und der Abstimmung künftiger gemeinsamer Maßnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delegation wurde angeführt vom nigerianischen Nationalen Sicherheitsberater <strong>Nuhu Ribadu</strong>. Weitere Mitglieder waren der Generalstaatsanwalt <strong>Lateef Fagbemi</strong>, der Generalstabschef der Streitkräfte <strong>Olufemi Oluyede</strong>, der Chef des militärischen Nachrichtendienstes <strong>Emmanuel Undiandeye</strong> sowie der Generalinspekteur der Polizei <strong>Kayode Egbetokun</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Washington führte die Delegation Gespräche mit Vertretern des US-Kongresses, des Weißen Hauses, des Außenministeriums, des Nationalen Sicherheitsrates sowie des Verteidigungsministeriums.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diskussion-uber-sicherheitslage-und-internationale-wahrnehmung"><span id="diskussion-ueber-sicherheitslage-und-internationale-wahrnehmung">Diskussion über Sicherheitslage und internationale Wahrnehmung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema der Gespräche war die <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-trumps-vorwurf-eines-christen-genozids-zurueck/">internationale Berichterstattung über Gewalt in Nigeria</a>. Die nigerianische Delegation wies dabei Vorwürfe zurück, die die Sicherheitslage im Land pauschal als religiös motivierte Gewalt oder als gezielte Verfolgung einzelner Bevölkerungsgruppen darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sprecher des nigerianischen Präsidenten, <strong>Bayo Onanuga</strong>, erklärte im Anschluss an die Gespräche, dass die Gewalt unterschiedliche Bevölkerungsgruppen betreffe und nicht entlang religiöser oder ethnischer Linien verlaufe. Die Gespräche hätten dazu beigetragen, bestehende Missverständnisse auszuräumen und eine sachliche Grundlage für die weitere Zusammenarbeit zu schaffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vereinbarungen-zur-vertieften-zusammenarbeit"><span id="vereinbarungen-zur-vertieften-zusammenarbeit">Vereinbarungen zur vertieften Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Ergebnis der Gespräche verständigten sich beide Seiten auf die Umsetzung eines unverbindlichen Kooperationsrahmens. Zudem wurde die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe vereinbart, die eine koordinierte Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen sicherstellen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Verpflichtung zum Schutz der Zivilbevölkerung. Gleichzeitig signalisierten die Vereinigten Staaten ihre Bereitschaft, ergänzende Unterstützung zu leisten. Dazu zählen neben militärischer Zusammenarbeit auch humanitäre Hilfe für betroffene Bevölkerungsgruppen sowie technische Unterstützung zur Verbesserung von Frühwarnsystemen.</p>
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	</item>
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		<title>Marokko und USA vertiefen sicherheitspolitische Zusammenarbeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2026 18:51:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Rabat sind Marokkos für die nationale Verteidigung zuständiger Ministerdelegierter Abdeltif Loudyi und der stellvertretende US-Unterstaatssekretär für afrikanische&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit%2F&amp;action_name=Marokko%20und%20USA%20vertiefen%20sicherheitspolitische%20Zusammenarbeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">In Rabat sind Marokkos für die nationale Verteidigung zuständiger Ministerdelegierter Abdeltif Loudyi und der stellvertretende US-Unterstaatssekretär für afrikanische Angelegenheiten im Verteidigungsministerium, Bryan J. Ellis, zu hochrangigen Gesprächen zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die bilaterale militärische Zusammenarbeit, regionale Sicherheitsfragen in Afrika sowie die weitere Umsetzung der marokkanisch-amerikanischen Verteidigungskooperation für den Zeitraum 2020 bis 2030.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hochrangiges-treffen-im-kontext-der-marokkanisch-amerikanischen-beziehungen"><span id="hochrangiges-treffen-im-kontext-der-marokkanisch-amerikanischen-beziehungen">Hochrangiges Treffen im Kontext der marokkanisch-amerikanischen Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der marokkanische Ministerdelegierte für die Verwaltung der Nationalen Verteidigung, <strong>Abdeltif Loudyi</strong>, empfing am 12. Januar 2026 in Rabat den stellvertretenden Unterstaatssekretär der Vereinigten Staaten im Verteidigungsministerium für afrikanische Angelegenheiten, <strong>Bryan J. Ellis</strong>. Ellis wurde von einer hochrangigen Delegation begleitet, die sich zu einem Arbeitsbesuch im Königreich Marokko aufhielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen fand auf Grundlage der <a href="https://fokus-afrika.de/neuer-africom-kommandeur-zu-besuch-in-marokko/">bestehenden strategischen Partnerschaft</a> zwischen Marokko und den Vereinigten Staaten statt und reiht sich in eine Serie regelmäßiger Konsultationen ein, mit denen beide Seiten ihre sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit weiterentwickeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verteidigungskooperation-und-strategische-partnerschaft"><span id="verteidigungskooperation-und-strategische-partnerschaft">Verteidigungskooperation und strategische Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf der Gespräche bekräftigten beide Seiten die enge militärische Zusammenarbeit und verwiesen auf die historische Tiefe der bilateralen Beziehungen zwischen dem Königreich Marokko und den Vereinigten Staaten. Diese Beziehungen gelten als eine der ältesten kontinuierlichen Partnerschaften der USA in Afrika und im arabischen Raum.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="ar" dir="rtl">استقبل الفريق أول محمد بريظ، المفتش العام للقوات المسلحة الملكية، قائد المنطقة الجنوبية، يوم الاثنين 12 يناير 2026، بمقر القيادة العامة للقوات المسلحة الملكية، السيد برايان ج. إيليس (M. Bryan J. ELLIS) ، نائب مساعد وزير الحرب للولايات المتحدة الأمريكية المكلف بالشؤون الإفريقية. <a href="https://t.co/8hPzXem97D">pic.twitter.com/8hPzXem97D</a></p>— FAR-Maroc (@FAR_Maroc_) <a href="https://twitter.com/FAR_Maroc_/status/2010783516607516687?ref_src=twsrc%5Etfw">January 12, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zentraler Bezugspunkt der aktuellen Kooperation ist die Verteidigungs-Roadmap für den Zeitraum 2020 bis 2030, die im Oktober 2020 in Rabat unterzeichnet wurde. Sie bildet den Rahmen für gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen militärische Ausbildung, Kapazitätsaufbau, operative Zusammenarbeit und strategischer Dialog zu regionalen Sicherheitsfragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-sicherheit-und-afrikafokus"><span id="regionale-sicherheit-und-afrikafokus">Regionale Sicherheit und Afrikafokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Loudyi hob in den Gesprächen die Bedeutung Marokkos als sicherheitspolitischer Akteur in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nord</a>– und Westafrika hervor. Er verwies auf Initiativen der Süd-Süd-Kooperation sowie auf Programme zur regionalen Integration, die unter marokkanischer Führung umgesetzt werden. Diese Initiativen zielen darauf ab, Stabilität, institutionelle Resilienz und sicherheitspolitische Kooperation in afrikanischen Nachbarregionen zu fördern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-1024x685.jpeg" alt="" class="wp-image-23529 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-1024x685.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-300x201.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-768x514.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-800x535.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-1160x776.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU.jpeg 1290w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Marokko positioniert sich dabei als Vermittler und Partner für afrikanische Staaten in Fragen der Sicherheitssektorreform, der <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-praesentiert-eigene-strategie-zur-terrorismusbekaempfung-vor-dem-sicherheitsrat/">Terrorismusbekämpfung</a> und der maritimen Sicherheit. Die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten wird in diesem Zusammenhang als Bestandteil einer breiter angelegten afrikanischen Sicherheitsarchitektur verstanden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-us-perspektive-auf-marokkos-rolle-in-afrika"><span id="us-perspektive-auf-marokkos-rolle-in-afrika">US-Perspektive auf Marokkos Rolle in Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von amerikanischer Seite unterstrich Ellis die Rolle Marokkos als stabilisierender Faktor in einem von vielfältigen sicherheitspolitischen Herausforderungen geprägten regionalen Umfeld. Er verwies auf die Reformstrategien des Landes und dessen zunehmende Bedeutung als sicherheitspolitischer Dreh- und Angelpunkt in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten sehen Marokko als <a href="https://fokus-afrika.de/staerkung-der-us-marokko-partnerschaft/">verlässlichen Partner</a> bei der Förderung regionaler Stabilität, insbesondere im Kontext von Terrorismusbekämpfung, Grenzsicherung und multilateraler militärischer Zusammenarbeit. Regelmäßige gemeinsame Manöver, darunter die jährlich stattfindende Übung „African Lion“, dienen dem Ausbau operativer Fähigkeiten und der Interoperabilität mit afrikanischen und internationalen Partnern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-dimension-der-sicherheitskooperation"><span id="politische-dimension-der-sicherheitskooperation">Politische Dimension der Sicherheitskooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens lag auf politischen Rahmenbedingungen der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit. Loudyi würdigte die klare Position der Vereinigten Staaten zur Unterstützung der marokkanischen Souveränität und ordnete diese Haltung in den breiteren Kontext der bilateralen Beziehungen ein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="508" height="300" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvlgXkAAHOjD.jpeg" alt="" class="wp-image-23531 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvlgXkAAHOjD.jpeg 508w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvlgXkAAHOjD-300x177.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvlgXkAAHOjD-380x224.jpeg 380w" sizes="(max-width: 508px) 100vw, 508px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitische Kooperation zwischen Marokko und den USA hat sich in den vergangenen Jahren weiter vertieft und umfasst neben militärischen Aspekten auch strategische Abstimmungen zu regionalen Entwicklungen in Afrika. Dazu zählen sicherheitspolitische Dynamiken in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahelzone</a>, in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/">Westafrika</a> sowie entlang wichtiger maritimer Routen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten bekräftigten ihre Absicht, die bestehende Partnerschaft weiter auszubauen und die vereinbarten Kooperationsformate im Rahmen der Verteidigungs-Roadmap konsequent umzusetzen. Die Gespräche in Rabat verdeutlichen die strategische Bedeutung Marokkos für die US-Afrika-Politik sowie den Stellenwert sicherheitspolitischer Zusammenarbeit für die Stabilität auf dem afrikanischen Kontinent.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ägypten und Europäische Union vertiefen strategische Partnerschaft und politische Abstimmung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aegypten-und-europaeische-union-vertiefen-strategische-partnerschaft-und-politische-abstimmung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 18:18:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ägypten und die Europäische Union bauen ihre Beziehungen weiter aus. Bei einem Treffen in Kairo würdigte Präsident Abdel&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faegypten-und-europaeische-union-vertiefen-strategische-partnerschaft-und-politische-abstimmung%2F&amp;action_name=%C3%84gypten%20und%20Europ%C3%A4ische%20Union%20vertiefen%20strategische%20Partnerschaft%20und%20politische%20Abstimmung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ägypten und die Europäische Union bauen ihre Beziehungen weiter aus. Bei einem Treffen in Kairo würdigte Präsident Abdel Fattah al-Sisi die jüngste Aufwertung der Beziehungen zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft und unterstrich die Bedeutung einer vertieften politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt der Gespräche mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas standen regionale Krisen, Migration, Sicherheit sowie Handel und Investitionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategische-aufwertung-der-beziehungen-zwischen-agypten-und-der-eu"><span id="strategische-aufwertung-der-beziehungen-zwischen-aegypten-und-der-eu">Strategische Aufwertung der Beziehungen zwischen Ägypten und der EU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Treffen mit <strong>Abdel Fattah al-Sisi</strong> <a href="https://egyptindependent.com/president-sisi-hails-notable-development-of-egypt-eu-relations/">betonte</a> die ägyptische Seite, dass die Entwicklung der Beziehungen zur Europäischen Union eine neue Phase erreicht habe. Die im Oktober 2025 in Brüssel abgehaltene erste EU-Ägypten-Spitzenkonferenz habe den politischen Rahmen für eine umfassende strategische Partnerschaft geschaffen. Diese solle nun durch konkrete Projekte und eine engere Abstimmung in zentralen Politikfeldern mit Leben gefüllt werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="652" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8o9WEAEixj1-1024x652.jpeg" alt="" class="wp-image-23506 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8o9WEAEixj1-1024x652.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8o9WEAEixj1-300x191.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8o9WEAEixj1-768x489.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8o9WEAEixj1-380x242.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8o9WEAEixj1-800x509.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8o9WEAEixj1-1160x739.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8o9WEAEixj1.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">An dem Gespräch nahmen unter anderem Außenminister <strong>Badr Abdelatty</strong>, die Leiterin der EU-Delegation in Kairo, Angelina Eichhorst, sowie weitere hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Union teil. Auch der EU-Sonderbeauftragte für den Nahost-Friedensprozess, Christophe Bigot, war anwesend.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzielle-unterstutzung-und-wirtschaftliche-zusammenarbeit"><span id="finanzielle-unterstuetzung-und-wirtschaftliche-zusammenarbeit">Finanzielle Unterstützung und wirtschaftliche Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">EU-Außenbeauftragte <strong>Kaja Kallas</strong> hob die Bedeutung Ägyptens als zentralen Partner der Europäischen Union hervor. Die strategische Partnerschaft liefere bereits konkrete Ergebnisse in Bereichen wie Handel, Investitionen, Sicherheit und Wissenschaft. In diesem Zusammenhang verwies sie auf das europäische Finanzpaket für Ägypten, das unter anderem Kredite in Höhe von fünf Milliarden Euro zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Unterstützung der grünen Transformation vorsieht. Die zweite Tranche dieser Unterstützung soll nach EU-Angaben in den kommenden Tagen ausgezahlt werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">HR/VP <a href="https://twitter.com/kajakallas?ref_src=twsrc%5Etfw">@kajakallas</a> is currently in Egypt, where she held a bilateral meeting with Egyptian Foreign Minister Badr Abdelatty.<br><br>Watch HR/VP Kaja Kallas press remarks following today’s meeting here: <a href="https://t.co/0hoATzqLx1">https://t.co/0hoATzqLx1</a></p>— European External Action Service – EEAS 🇪🇺 (@eu_eeas) <a href="https://twitter.com/eu_eeas/status/2009253671578571084?ref_src=twsrc%5Etfw">January 8, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident al-Sisi unterstrich die Bedeutung einer weiteren Intensivierung der Handels- und Investitionsbeziehungen. Ägypten verfüge über vielfältige Investitionsmöglichkeiten, die sowohl ägyptischen als auch europäischen Interessen dienten. Die EU-Seite signalisierte ihre Bereitschaft, die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter auszubauen und europäische Investitionen zu fördern, unter anderem durch begleitende Reformunterstützung und Fachberatung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitspolitische-abstimmung-und-migration"><span id="sicherheitspolitische-abstimmung-und-migration">Sicherheitspolitische Abstimmung und Migration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche lag auf der sicherheitspolitischen Kooperation. Beide Seiten vereinbarten, die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Terrorismus, organisierter Kriminalität und irregulärer Migration zu vertiefen. In diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung regionaler Stabilität hervorgehoben, insbesondere angesichts anhaltender Konflikte im Nahen Osten und in Nordafrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für März 2026 ist erstmals ein formeller EU-Ägypten-Dialog zu Sicherheits- und Verteidigungsfragen in Kairo geplant. Dabei sollen unter anderem maritime Sicherheit im Roten Meer, Cybersicherheit und Maßnahmen gegen terroristische Bedrohungen thematisiert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gaza-nahost-und-regionale-krisen"><span id="gaza-nahost-und-regionale-krisen">Gaza, Nahost und regionale Krisen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1001" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8pBW4AAMA3g-1001x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23507 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8pBW4AAMA3g-1001x1024.jpeg 1001w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8pBW4AAMA3g-293x300.jpeg 293w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8pBW4AAMA3g-768x786.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8pBW4AAMA3g-380x389.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8pBW4AAMA3g-800x819.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8pBW4AAMA3g-1160x1187.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-JJ8pBW4AAMA3g.jpeg 1251w" sizes="(max-width: 1001px) 100vw, 1001px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Breiten Raum nahmen die regionalen Entwicklungen ein. Beide Seiten bekräftigten ihre Unterstützung für eine Waffenruhe im <a href="https://fokus-afrika.de/al-sisi-lehnt-trumps-gaza-plan-ab-und-verschiebt-besuch-nach-washington/">Gazastreifen</a> und betonten die Notwendigkeit, humanitäre Hilfe ungehindert und regelmäßig in das Gebiet zu ermöglichen. Präsident al-Sisi würdigte die Unterstützung der Europäischen Union für ägyptische Vermittlungsbemühungen und unterstrich gemeinsam mit der EU-Außenbeauftragten die Ablehnung jeglicher Versuche, Palästinenser gewaltsam von ihrem Land zu vertreiben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich wurde die Bedeutung einer politischen Lösung auf Grundlage der Zwei-Staaten-Perspektive hervorgehoben. Die Gespräche befassten sich auch mit der Verwaltung und dem Wiederaufbau des Gazastreifens sowie mit der Rolle internationaler Akteure bei der Stabilisierung der Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus tauschten sich beide Seiten über die Situation in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/syrien/">Syrien</a>, Libanon, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/">Iran</a> und der Ukraine aus. In allen Fällen wurde die Notwendigkeit betont, Konflikte auf friedlichem Wege zu lösen und die Souveränität sowie territoriale Integrität der betroffenen Staaten zu wahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rolle-agyptens-aus-europaischer-sicht"><span id="rolle-aegyptens-aus-europaeischer-sicht">Rolle Ägyptens aus europäischer Sicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Außenbeauftragte würdigte Ägyptens diplomatische Rolle bei der Eindämmung regionaler Spannungen. Aus Sicht der Europäischen Union sei Ägypten ein zentraler Stabilitätsfaktor in einer <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/">zunehmend fragilen Nachbarschaft</a>. Dies gelte sowohl für die Vermittlung im Nahostkonflikt als auch für Fragen der regionalen Sicherheit und Migration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die europäische Unterstützung für Reformen der Palästinensischen Autonomiebehörde und für den Aufbau palästinensischer Sicherheitsstrukturen wurde angesprochen. Die EU signalisierte Bereitschaft, ihre Missionen vor Ort auszubauen und enger mit Ägypten zu kooperieren.</p>
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		<item>
		<title>Somalia hebt alle Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/somalia-hebt-alle-abkommen-mit-den-vereinigten-arabischen-emiraten-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 17:32:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die somalische Bundesregierung hat sämtliche Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgehoben. Der Ministerrat erklärte am 12. Januar&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsomalia-hebt-alle-abkommen-mit-den-vereinigten-arabischen-emiraten-auf%2F&amp;action_name=Somalia%20hebt%20alle%20Abkommen%20mit%20den%20Vereinigten%20Arabischen%20Emiraten%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/somalia-hebt-alle-abkommen-mit-den-vereinigten-arabischen-emiraten-auf/">Somalia hebt alle Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die somalische Bundesregierung hat sämtliche Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgehoben. Der Ministerrat erklärte am 12. Januar 2026 in Mogadischu, dass alle Vereinbarungen mit staatlichen Stellen der VAE, verbundenen Einrichtungen sowie föderalen Gliedstaaten Somalias für nichtig erklärt werden. Die Entscheidung betrifft auch sicherheits- und verteidigungspolitische Kooperationen sowie Abkommen zu den Häfen Berbera, Bosaso und Kismayo.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entscheidung-des-kabinetts-zur-wahrung-der-souveranitat"><span id="entscheidung-des-kabinetts-zur-wahrung-der-souveraenitaet">Entscheidung des Kabinetts zur Wahrung der Souveränität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ministerrat der Bundesrepublik Somalia begründete den Schritt mit seinem verfassungsmäßigen Auftrag zum Schutz der staatlichen Souveränität, der nationalen Einheit und der territorialen Integrität. In der offiziellen Erklärung vom 12. Januar heißt es, die Maßnahme sei nach einer umfassenden Bewertung der jüngsten Entwicklungen erfolgt. Dabei seien belastbare Hinweise auf Handlungen festgestellt worden, die als schädlich für die politische Unabhängigkeit und die verfassungsmäßige Ordnung Somalias bewertet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung gilt ausdrücklich für alle Abkommen, die durch föderale Institutionen, ihnen zugeordnete Einrichtungen oder föderale Mitgliedstaaten Somalias mit den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen wurden. Damit bezieht sie auch Vereinbarungen ein, die außerhalb direkter Zuständigkeit der Zentralregierung entstanden sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hafen-im-zentrum-der-aufhebung"><span id="haefen-im-zentrum-der-aufhebung">Häfen im Zentrum der Aufhebung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Bestandteil der Entscheidung betrifft die strategisch wichtigen Häfen Berbera, Bosaso und Kismayo. Diese Hafenstandorte spielen eine Schlüsselrolle für den Handel, die maritime Sicherheit und die geopolitische Lage am Golf von Aden und im westlichen Indischen Ozean. Nach Angaben der somalischen Regierung sind alle Kooperationsvereinbarungen in diesen Häfen mit sofortiger Wirkung annulliert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berbera liegt im nördlichen Landesteil Somaliland, einer Region, die sich seit 1991 selbst verwaltet, international jedoch nicht als unabhängiger Staat anerkannt ist. Bosaso befindet sich in der Region Puntland, Kismayo im Süden des Landes. In allen drei Häfen waren in den vergangenen Jahren emiratische Unternehmen und sicherheitsrelevante Strukturen aktiv.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-beendigung-sicherheits-und-verteidigungspolitischer-kooperation"><span id="beendigung-sicherheits-und-verteidigungspolitischer-kooperation">Beendigung sicherheits- und verteidigungspolitischer Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftlichen und infrastrukturellen Vereinbarungen erklärte das Kabinett auch sämtliche bilateralen Sicherheits- und Verteidigungsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten für beendet. Darunter fallen Ausbildungsprogramme, logistische Unterstützung sowie der Betrieb militärischer Einrichtungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="646" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-1024x646.webp" alt="" class="wp-image-23494 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-1024x646.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-300x189.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-768x484.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-380x240.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-800x505.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-1160x732.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg.webp 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die somalische Regierung machte deutlich, dass diese Maßnahmen Teil einer umfassenden Neuausrichtung seien, um staatliche Entscheidungsgewalt wieder vollständig in die Hände föderaler Institutionen zu legen. Sicherheitskooperationen, die außerhalb dieses Rahmens agierten, stünden nicht im Einklang mit der somalischen Verfassung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verweis-auf-internationale-und-regionale-rechtsgrundlagen"><span id="verweis-auf-internationale-und-regionale-rechtsgrundlagen">Verweis auf internationale und regionale Rechtsgrundlagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer <a href="https://sonna.so/en/somali-cabinet-annuls-all-agreements-with-the-united-arab-emirates/">Erklärung</a> verwies die Regierung auf grundlegende Prinzipien des Völkerrechts und regionaler Abkommen. Genannt wurden unter anderem die Charta der Vereinten Nationen, der Gründungsakt der Afrikanischen Union, die Charta der Organisation für Islamische Zusammenarbeit sowie die Charta der Arabischen Liga. Somalia ist Vertragsstaat aller genannten Übereinkommen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The Council of Ministers of the Federal Republic of <a href="https://twitter.com/hashtag/Somalia?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Somalia</a> has formally terminated all existing bilateral security and defense agreements and understandings with the United Arab Emirates <a href="https://twitter.com/hashtag/UAE?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#UAE</a>, in a Cabinet resolution adopted to safeguard the nation’s unity, territorial… <a href="https://t.co/TK1d05eqan">pic.twitter.com/TK1d05eqan</a></p>— OPM Somalia 🇸🇴 (@SomaliPM) <a href="https://twitter.com/SomaliPM/status/2010740764104400976?ref_src=twsrc%5Etfw">January 12, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung betonte, dass die in den Abkommen verankerten Grundsätze der Nichteinmischung, der Achtung staatlicher Souveränität und der territorialen Integrität verletzt worden seien. Die Aufhebung der Abkommen stelle daher eine rechtlich und politisch notwendige Konsequenz dar.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-kontext-somaliland-und-regionale-spannungen"><span id="politischer-kontext-somaliland-und-regionale-spannungen">Politischer Kontext: Somaliland und regionale Spannungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-23495 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-1536x1020.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung fällt in eine Phase erhöhter Spannungen rund um die Frage der territorialen Einheit Somalias. In den vergangenen Wochen hatten sich die Vereinigten Arabischen Emirate und <a href="https://fokus-afrika.de/israels-aussenminister-saar-besucht-somaliland-nach-anerkennung-durch-israel/">Israel politisch und wirtschaftlich weiter an Somaliland</a> angenähert. Ende Dezember erkannte <a href="https://fokus-afrika.de/israels-anerkennung-von-somaliland-belastet-somalias-praesidentschaft-im-un-sicherheitsrat/">Israel als erster Staat die Unabhängigkeit Somalilands</a> an.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Berbera rückte dadurch verstärkt in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit. In der Hafenstadt fanden hochrangige Besuche statt, zudem wurden Gespräche über eine mögliche militärische Nutzung geführt. Berbera ist bereits Teil eines Netzes von Häfen und Stützpunkten entlang des Roten Meeres und des Golfs von Aden, in dem emiratische Akteure eine zentrale Rolle spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Berichten internationaler Medien wurde in den vergangenen Tagen zudem mit dem Abzug emiratischer Sicherheitskräfte aus Teilen Somalias begonnen. Dies betraf unter anderem Einrichtungen in Bosaso. Offizielle Stellungnahmen der Vereinigten Arabischen Emirate lagen zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-innerhalb-somalias"><span id="reaktionen-innerhalb-somalias">Reaktionen innerhalb Somalias</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb Somalias stieß der Beschluss auf öffentliche Zustimmung. Politiker und frühere Amtsträger äußerten sich unterstützend und betonten die Bedeutung eines klaren staatlichen Kurses zur Wahrung der nationalen Einheit. Auch in sozialen Netzwerken wurde die Entscheidung vielfach als notwendiger Schritt zur Stärkung staatlicher Autorität diskutiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ehemalige Präsident Mohamed Abdullahi Farmaajo begrüßte die Maßnahme öffentlich. Vertreter der aktuellen Regierung erklärten, die Entscheidung entspreche dem wiederholt geäußerten Willen weiter Teile der Bevölkerung, externe Einflussnahmen auf zentrale staatliche Fragen zurückzuweisen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-appell-an-internationale-partner"><span id="appell-an-internationale-partner">Appell an internationale Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung in Mogadischu rief internationale Partner dazu auf, die verfassungsmäßige Ordnung Somalias zu respektieren und ihre Zusammenarbeit künftig ausschließlich im Rahmen föderaler Zuständigkeiten zu gestalten. Die Wahrung der territorialen Integrität sei eine unverzichtbare Grundlage für Stabilität, staatlichen Wiederaufbau und regionale Sicherheit am Horn von Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die somalische Regierung bekräftigte zugleich ihre Bereitschaft zur internationalen Zusammenarbeit auf Basis klarer rechtlicher Grundlagen und gegenseitigen Respekts.</p>
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		<title>Deutsche Entwicklungspolitik neu ausgerichtet: Afrika rückt strategisch in den Mittelpunkt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutsche-entwicklungspolitik-neu-ausgerichtet-afrika-rueckt-strategisch-in-den-mittelpunkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 16:27:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mit dem Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“ hat Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan im Januar 2026 eine umfassende Neuausrichtung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsche-entwicklungspolitik-neu-ausgerichtet-afrika-rueckt-strategisch-in-den-mittelpunkt%2F&amp;action_name=Deutsche%20Entwicklungspolitik%20neu%20ausgerichtet%3A%20Afrika%20r%C3%BCckt%20strategisch%20in%20den%20Mittelpunkt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-entwicklungspolitik-neu-ausgerichtet-afrika-rueckt-strategisch-in-den-mittelpunkt/">Deutsche Entwicklungspolitik neu ausgerichtet: Afrika rückt strategisch in den Mittelpunkt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“ hat Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan im Januar 2026 eine umfassende Neuausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik vorgestellt. Der Ansatz reagiert auf eine zunehmend <a href="https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/">konfliktreiche multipolare Weltordnung</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/msc-2025-ministerinnen-svenja-schulze-und-leila-benali-wollen-entwicklungspolitik-neu-denken/">definiert Entwicklungspolitik stärker als strategisches Instrument</a> der Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Afrika rückt dabei klar in den Mittelpunkt der politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Prioritäten Deutschlands.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungspolitik-im-kontext-globaler-machtverschiebungen"><span id="entwicklungspolitik-im-kontext-globaler-machtverschiebungen">Entwicklungspolitik im Kontext globaler Machtverschiebungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bmz.de/de/ministerium/grundsaetze-ziele/zukunft-zusammen-global-gestalten-282480">Plan</a> des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung setzt bei einer grundlegenden Analyse der internationalen Lage an. Die Bundesregierung beschreibt eine Welt, die von geopolitischer Konkurrenz, regionalen Konflikten, Klimarisiken und wirtschaftlicher Fragmentierung geprägt ist. Klassische Entwicklungszusammenarbeit, so der Befund, reicht unter diesen Bedingungen nicht mehr aus. Entwicklungspolitik soll künftig politischer, strategischer und zugleich partnerschaftlicher ausgestaltet werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-19632 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1536x1024.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-2048x1365.avif 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-scaled.avif 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ministerin Reem Alabali Radovan betont in diesem Zusammenhang, Deutschland müsse internationale Solidarität mit klaren Interessen verbinden. Ziel sei es, Stabilität zu fördern, globale Ungleichheiten abzubauen und zugleich deutsche Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen zu berücksichtigen. Entwicklungspolitik wird damit explizit als integraler Bestandteil deutscher Außenpolitik verstanden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-als-strategischer-schwerpunkt-deutscher-entwicklungspolitik"><span id="afrika-als-strategischer-schwerpunkt-deutscher-entwicklungspolitik">Afrika als strategischer Schwerpunkt deutscher Entwicklungspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika nimmt im Reformkonzept eine zentrale Rolle ein. Der Kontinent wird sowohl als Region mit erheblichen strukturellen Herausforderungen als auch als politisch und wirtschaftlich zunehmend bedeutender Akteur beschrieben. Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Klimafolgen und fragile Staatlichkeit treffen hier auf wirtschaftliches Potenzial, regionale Integrationsprozesse und eine wachsende politische Eigenständigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformplan sieht vor, die Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten stärker zu fokussieren und zu differenzieren. Besonders hervorgehoben werden fragile Regionen wie der Sahel, das Horn von Afrika und Teile <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrikas</a>. In diesen Kontexten soll deutsche Entwicklungspolitik verstärkt präventiv wirken, Konfliktrisiken mindern und staatliche Strukturen stabilisieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-armutsbekampfung-ernahrungssicherheit-und-soziale-ungleichheit"><span id="armutsbekaempfung-ernaehrungssicherheit-und-soziale-ungleichheit">Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit und soziale Ungleichheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Ziel bleibt die Bekämpfung von Armut und Hunger. Der Reformplan verweist auf anhaltende Ernährungskrisen, insbesondere in Afrika südlich der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/">Sahara</a>. Deutschland will seine Maßnahmen zur Ernährungssicherung ausbauen, unter anderem durch Investitionen in nachhaltige Landwirtschaft, resiliente Ernährungssysteme und Wassermanagement.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soziale Ungleichheit wird als politischer Risikofaktor definiert, der Instabilität, Gewalt und Flucht begünstigt. Entwicklungszusammenarbeit soll daher stärker auf inklusive Wachstumspfade, den Zugang zu Bildung und Gesundheit sowie auf die Stärkung sozialer Sicherungssysteme ausgerichtet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frieden-sicherheit-und-wiederaufbau"><span id="frieden-sicherheit-und-wiederaufbau">Frieden, Sicherheit und Wiederaufbau</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Frieden und Sicherheit. Entwicklungspolitik soll Konflikten vorbeugen und gleichzeitig den Wiederaufbau nach Krisen unterstützen. Das BMZ versteht sich dabei zunehmend als Wiederaufbau- und Stabilisierungspartner, der humanitäre Hilfe, Entwicklungsmaßnahmen und politische Begleitung miteinander verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika bedeutet dies eine stärkere Präsenz in Post-Konflikt-Situationen sowie eine engere Abstimmung mit regionalen Akteuren und multilateralen Organisationen. Flucht und Migration werden dabei als Folge von Gewalt, Perspektivlosigkeit und staatlicher Schwäche behandelt, nicht als isoliertes Migrationsproblem.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-zusammenarbeit-und-neue-wachstumssektoren"><span id="wirtschaftliche-zusammenarbeit-und-neue-wachstumssektoren">Wirtschaftliche Zusammenarbeit und neue Wachstumssektoren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformplan setzt deutlich stärker auf wirtschaftliche Kooperation. Ziel ist es, private Investitionen zu fördern, lokale Wertschöpfung zu stärken und faire Handelsbeziehungen auszubauen. Afrika wird als wichtiger Partner für Zukunftssektoren wie erneuerbare Energien, grüne Industrie, Digitalisierung und Infrastrukturentwicklung gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Bedeutung kommt dabei der beruflichen Bildung, der Fachkräfteentwicklung und der wirtschaftlichen Integration afrikanischer Staaten zu. Programme sollen stärker an den wirtschaftlichen Realitäten der Partnerländer ausgerichtet und mit deutschen und europäischen Wirtschaftsinteressen verknüpft werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerschaften-auf-augenhohe-und-differenzierte-kooperation"><span id="partnerschaften-auf-augenhoehe-und-differenzierte-kooperation">Partnerschaften auf Augenhöhe und differenzierte Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Element des Reformplans ist die Abkehr von starren Länderklassifikationen. Künftig sollen Kooperationsformate flexibler gestaltet werden und stärker auf politische, wirtschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen reagieren. Afrika wird dabei nicht als homogener Raum betrachtet, sondern als Kontinent mit sehr unterschiedlichen Entwicklungs- und Kooperationsbedarfen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="de" dir="ltr">&quot;Die deutsche Entwicklungspolitik wird fokussierter&quot;, so Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan <a href="https://twitter.com/BMZ_Bund?ref_src=twsrc%5Etfw">@BMZ_Bund</a>​. Man werde sich künftig auf Krisenregionen konzentrieren, die für die Sicherheit &quot;in Deutschland und in Europa von zentraler Bedeutung sind.&quot; <a href="https://t.co/yhvvfwhRY5">pic.twitter.com/yhvvfwhRY5</a></p>— phoenix (@phoenix_de) <a href="https://twitter.com/phoenix_de/status/2010724769071534489?ref_src=twsrc%5Etfw">January 12, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Least Developed Countries sollen weiterhin umfassend unterstützt werden, während mit wirtschaftlich stärkeren Partnern verstärkt auf gemeinsame Investitionen, Klimaschutz und Eigenverantwortung gesetzt wird. Regionale Organisationen wie die Afrikanische Union gewinnen als strategische Partner an Bedeutung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-multilateralismus-und-globale-ordnungspolitik"><span id="multilateralismus-und-globale-ordnungspolitik">Multilateralismus und globale Ordnungspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformplan unterstreicht die Bedeutung multilateraler Zusammenarbeit. Themen wie Klimaschutz, globale Gesundheit, Verschuldung und internationale Finanzarchitektur können nach Einschätzung des BMZ nur gemeinsam gelöst werden. Deutschland will sich stärker für Reformen internationaler Institutionen einsetzen und afrikanische Positionen in globalen Foren stärker einbeziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich soll die deutsche Entwicklungspolitik klarer priorisieren, um Wirkung und politische Anschlussfähigkeit zu erhöhen. Interne Reformen im BMZ, eine stärkere strategische Steuerung und verbesserte Wirkungsanalysen sind Teil dieses Ansatzes.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-leitlinien-der-reform"><span id="politische-leitlinien-der-reform">Politische Leitlinien der Reform</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="777" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2025-05-05_Unterzeichnung_des_Koalitionsvertrages_der_21._Wahlperiode_des_Bundestages_by_Sandro_Halank–035.jpg" alt="" class="wp-image-23483 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2025-05-05_Unterzeichnung_des_Koalitionsvertrages_der_21._Wahlperiode_des_Bundestages_by_Sandro_Halank–035.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2025-05-05_Unterzeichnung_des_Koalitionsvertrages_der_21._Wahlperiode_des_Bundestages_by_Sandro_Halank–035-247x300.jpg 247w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2025-05-05_Unterzeichnung_des_Koalitionsvertrages_der_21._Wahlperiode_des_Bundestages_by_Sandro_Halank–035-380x461.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ministerin Alabali Radovan fasst den Anspruch der Reform mit dem Ziel zusammen, Entwicklungspolitik strategischer, fokussierter und partnerschaftlicher zu gestalten. Deutschland soll als verlässlicher Akteur auftreten, der internationale Verantwortung übernimmt und zugleich eigene Interessen transparent vertritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“ markiert damit einen deutlichen Kurswechsel. Afrika steht dabei nicht nur als Empfänger von Unterstützung, sondern als zentraler Partner in einer neu definierten deutschen Entwicklungs- und Außenpolitik.</p>
</div></div>
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	</item>
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		<title>US-Luftangriffe und Einsätze der somalischen Armee gegen Al-Shabaab und IS-Ableger</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-luftangriffe-und-einsaetze-der-somalischen-armee-gegen-al-shabaab-und-is-ableger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 15:42:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Sicherheitslage in Somalia bleibt angespannt. In enger Abstimmung mit der Bundesregierung Somalias haben die Vereinigten Staaten in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-luftangriffe-und-einsaetze-der-somalischen-armee-gegen-al-shabaab-und-is-ableger%2F&amp;action_name=US-Luftangriffe%20und%20Eins%C3%A4tze%20der%20somalischen%20Armee%20gegen%20Al-Shabaab%20und%20IS-Ableger&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-luftangriffe-und-einsaetze-der-somalischen-armee-gegen-al-shabaab-und-is-ableger/">US-Luftangriffe und Einsätze der somalischen Armee gegen Al-Shabaab und IS-Ableger</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage in Somalia bleibt angespannt. In enger Abstimmung mit der Bundesregierung Somalias haben die Vereinigten Staaten in den vergangenen Tagen mehrere Luftangriffe gegen bewaffnete Gruppen durchgeführt. Parallel dazu meldet die somalische Armee gezielte Bodenoperationen gegen Al-Shabaab. Die Einsätze konzentrieren sich auf verschiedene Regionen des Landes und richten sich sowohl gegen den somalischen Ableger des sogenannten „Islamischen Staates“ als auch gegen Al-Shabaab.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-mehrere-us-luftangriffe-in-nord-und-zentralsomalia"><span id="mehrere-us-luftangriffe-in-nord-und-zentralsomalia">Mehrere US-Luftangriffe in Nord- und Zentralsomalia</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von <strong>United States Africa Command</strong> führten US-Streitkräfte am 8. und 9. Januar 2026 mehrere Luftangriffe in Somalia durch. Ziel waren bewaffnete Kämpfer von ISIS-Somalia sowie von Al-Shabaab. Die Angriffe erfolgten jeweils in Koordination mit der somalischen Bundesregierung und den somalischen Sicherheitskräften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Luftschlag gegen ISIS-Somalia traf Stellungen der Gruppe im Gebiet der Golis-Berge, rund 30 Kilometer südöstlich der Hafenstadt Bossaso im Norden des Landes. Weitere Angriffe richteten sich gegen Al-Shabaab in den Regionen Saakow im Bezirk Middle Juba sowie nahe Buur Heybo, etwa 150 Kilometer nordwestlich von Mogadischu. Angaben zu eingesetzten Einheiten oder militärischen Mitteln wurden aus Gründen der Operationssicherheit nicht veröffentlicht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23452 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM erklärte, Ziel der Einsätze sei es, die Fähigkeit der bewaffneten Gruppen zu schwächen, Anschläge in Somalia zu verüben und internationale Interessen zu bedrohen. Die <a href="https://fokus-afrika.de/somalia-sicherheitsrat-eroertert-teilweise-aufhebung-des-waffenembargos/">militärische Zusammenarbeit mit den somalischen Streitkräften</a> solle fortgesetzt werden.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rolle-der-somalischen-streitkrafte-bei-der-terrorismusbekampfung"><span id="rolle-der-somalischen-streitkraefte-bei-der-terrorismusbekaempfung">Rolle der somalischen Streitkräfte bei der Terrorismusbekämpfung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Luftangriffen melden die somalischen Sicherheitskräfte eigene Erfolge. Die <strong>Somali National Army</strong> gab bekannt, in mehreren Regionen gezielte Operationen gegen Al-Shabaab durchgeführt zu haben. In Baardheere im Gedo-Gebiet wurde demnach ein Mitglied der Gruppe festgenommen, dem vorgeworfen wird, für wirtschaftliche Störungen und sicherheitsrelevante Vorfälle verantwortlich gewesen zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein Einsatz der Danab-Spezialkräfte der somalischen Armee in der Bay-Region. In der Gegend Buur Eyle im Distrikt Buur Hakaba sollen 22 Kämpfer von Al-Shabaab getötet worden sein. Nach militärischen Angaben richtete sich die Operation gegen eine Gruppe, die Anschläge mit Selbstmordattentätern und Fahrzeugbomben vorbereitet haben soll. Sprengstoffmaterial und Fahrzeuge seien zerstört worden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-zerstorung-einer-zentralen-sprengstoffanlage"><span id="zerstoerung-einer-zentralen-sprengstoffanlage">Zerstörung einer zentralen Sprengstoffanlage</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt lag im Bezirk Saakow in der Region Middle Juba. Dort meldete die somalische Armee die Zerstörung einer Anlage zur Herstellung von Sprengstoffen, die als größte Produktionsstätte von Al-Shabaab in diesem Gebiet beschrieben wurde. Bei dem Einsatz sollen 18 Mitglieder der Gruppe getötet worden sein, darunter Spezialisten für den Bau von Sprengsätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die somalischen Behörden betonen, dass diese Einsätze Teil einer langfristigen Strategie seien, um die militärischen und logistischen Strukturen von Al-Shabaab zu schwächen. Die enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, insbesondere mit den Vereinigten Staaten, gilt dabei als zentraler Bestandteil der Sicherheitsarchitektur des Landes.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-und-regionale-bedeutung"><span id="sicherheitslage-und-regionale-bedeutung">Sicherheitslage und regionale Bedeutung</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/CJTF-HOA_170522-F-ML224-0076-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23453 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/CJTF-HOA_170522-F-ML224-0076-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/CJTF-HOA_170522-F-ML224-0076-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/CJTF-HOA_170522-F-ML224-0076-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/CJTF-HOA_170522-F-ML224-0076-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/CJTF-HOA_170522-F-ML224-0076-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/CJTF-HOA_170522-F-ML224-0076-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/CJTF-HOA_170522-F-ML224-0076-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/CJTF-HOA_170522-F-ML224-0076.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Somalia steht seit Jahren im Fokus internationaler Sicherheitsbemühungen. <a href="https://fokus-afrika.de/regional-prasident-mobilisiert-krafte-zur-sicherstellung-der-hauptroute-gegen-al-shabaab/">Al-Shabaab kontrolliert weiterhin Teile des Landes und verübt regelmäßig Anschläge</a> gegen staatliche Einrichtungen, Sicherheitskräfte und Zivilisten. Auch der IS-Ableger im Norden Somalias spielt trotz geringerer Größe eine Rolle, insbesondere in schwer zugänglichen Gebirgsregionen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Einsätze verdeutlichen die anhaltende Bedeutung externer militärischer Unterstützung für die somalische Regierung. Zugleich zeigen sie, dass die somalischen Streitkräfte ihre eigenen Fähigkeiten weiter ausbauen, insbesondere durch spezialisierte Einheiten wie Danab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Luftangriffe und die Operationen der somalischen Armee fügen sich in ein Muster kontinuierlicher militärischer Maßnahmen ein, die darauf abzielen, bewaffnete Gruppen territorial und organisatorisch zurückzudrängen. Über zivile Opfer oder Schäden an ziviler Infrastruktur wurden keine Angaben gemacht.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-internationale-kooperation-ohne-detailoffenlegung"><span id="internationale-kooperation-ohne-detailoffenlegung">Internationale Kooperation ohne Detailoffenlegung</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Mack_Bastion_APC_UPDF-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23454 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Mack_Bastion_APC_UPDF-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Mack_Bastion_APC_UPDF-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Mack_Bastion_APC_UPDF-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Mack_Bastion_APC_UPDF-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Mack_Bastion_APC_UPDF-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Mack_Bastion_APC_UPDF-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Mack_Bastion_APC_UPDF-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Mack_Bastion_APC_UPDF.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sowohl AFRICOM als auch die somalischen Behörden betonen, dass aus Sicherheitsgründen keine weiteren Einzelheiten zu eingesetzten Mitteln oder beteiligten Einheiten veröffentlicht werden. Die <a href="https://www.africom.mil/press-releases/36172/us-forces-conduct-strike-targeting-isis-somalia">Kommunikation</a> konzentriert sich auf Ort, Zeitpunkt und Zielrichtung der Einsätze.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die somalische Regierung erklärt, sollen die <a href="https://fokus-afrika.de/un-was-passiert-in-somalia/">laufenden Operationen</a> fortgesetzt werden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern und die Handlungsfähigkeit bewaffneter Gruppen weiter einzuschränken.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-luftangriffe-und-einsaetze-der-somalischen-armee-gegen-al-shabaab-und-is-ableger%2F&action_name=US-Luftangriffe%20und%20Eins%C3%A4tze%20der%20somalischen%20Armee%20gegen%20Al-Shabaab%20und%20IS-Ableger&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-luftangriffe-und-einsaetze-der-somalischen-armee-gegen-al-shabaab-und-is-ableger/">US-Luftangriffe und Einsätze der somalischen Armee gegen Al-Shabaab und IS-Ableger</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
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			<media:title type="html">AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island</media:title>
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			<media:description type="html">Somali National Police cadets conduct training at the Djiboutian National Gendarmerie Base in Djibouti, Djibouti, May 22, 2017. The cadets receive training from the Italian Carabinieri on a rotational basis in order to boost Somali defense capabilities and counter violent extremist organizations in the Horn of Africa.  (U.S. Air Force photo by Master Sgt. Russ Scalf)</media:description>
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			<media:title type="html">Mack_Bastion_APC_UPDF</media:title>
			<media:description type="html">U.S. military forces delivered nearly 20 vehicles and two storage containers to members of the Uganda People’s Defence Force at Mogadishu International Airport, Mogadishu, Somalia, Sept., 25, 2017. U.S. forces’ mission in the Horn of Africa is to assist partner nations of AMISOM strengthen Somalia’s defenses against local violent extremist organizations. (U.S. Air National Guard photo by Tech. Sgt. Andria Allmond)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Namibia reagiert auf deutsche Reisehinweise: Regierung betont Schutz für Touristen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/namibia-reagiert-auf-deutsche-reisehinweise-regierung-betont-schutz-fuer-touristen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 13:45:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Namibias Regierung hat ihre Sicherheitsstrategie für internationale Reisende bekräftigt, nachdem Deutschland und Kanada ihre Reisehinweise mit Warnungen zu&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnamibia-reagiert-auf-deutsche-reisehinweise-regierung-betont-schutz-fuer-touristen%2F&amp;action_name=Namibia%20reagiert%20auf%20deutsche%20Reisehinweise%3A%20Regierung%20betont%20Schutz%20f%C3%BCr%20Touristen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/namibia-reagiert-auf-deutsche-reisehinweise-regierung-betont-schutz-fuer-touristen/">Namibia reagiert auf deutsche Reisehinweise: Regierung betont Schutz für Touristen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Namibias Regierung hat ihre Sicherheitsstrategie für internationale Reisende bekräftigt, nachdem Deutschland und Kanada ihre Reisehinweise mit Warnungen zu Kriminalität und Betrugsrisiken veröffentlicht haben. In einer gemeinsamen Erklärung des Ministeriums für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus sowie des Ministeriums für Inneres, Einwanderung, Sicherheit und Schutz verwies die Regierung auf ein dauerhaftes Engagement für sichere Reisebedingungen. Gleichzeitig dokumentieren die deutschen Hinweise konkrete Risikofelder, darunter bewaffnete Überfälle, Diebstahl, Kreditkartenbetrug und Sicherheitslagen in einzelnen Regionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warum-deutsche-reisehinweise-namibia-unter-druck-setzen"><span id="warum-deutsche-reisehinweise-namibia-unter-druck-setzen">Warum deutsche Reisehinweise Namibia unter Druck setzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die von Deutschland und Kanada veröffentlichten Hinweise beschreiben Namibia als Reiseziel mit erhöhten Risiken durch Kriminalität und Betrug. In der internationalen Berichterstattung werden diese Einschätzungen als „restriktiv“ eingeordnet. Für Namibia hat dies eine unmittelbare Bedeutung, weil der <a href="https://fokus-afrika.de/174-millionen-touristen-im-jahr-2024-marokko-erste-tourismusdestination-afrikas/">Tourismussektor als zentraler Wirtschaftsfaktor</a> gilt und das internationale Image des Landes eng mit dem Ruf als sichere Destination verknüpft ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die namibische Regierung positioniert sich deshalb nicht nur allgemein zur Sicherheitslage, sondern ausdrücklich mit Blick auf internationale Besucher. In der gemeinsamen Erklärung betonen die zuständigen Ministerien, Namibia bleibe ein offenes und gastfreundliches Land. Zugleich wird der Schutz von Reisenden als Priorität beschrieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-welche-massnahmen-namibia-fur-touristensicherheit-nennt"><span id="welche-massnahmen-namibia-fuer-touristensicherheit-nennt">Welche Maßnahmen Namibia für Touristensicherheit nennt</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="767" height="544" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Namibia_Police_Traffic_Enforcement_Peugeot_3008.jpg" alt="" class="wp-image-23428 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Namibia_Police_Traffic_Enforcement_Peugeot_3008.jpg 767w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Namibia_Police_Traffic_Enforcement_Peugeot_3008-300x213.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Namibia_Police_Traffic_Enforcement_Peugeot_3008-380x270.jpg 380w" sizes="(max-width: 767px) 100vw, 767px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kernpunkt der namibischen Reaktion ist der Verweis auf institutionelle Sicherheitsstrukturen. Die Regierung nennt eine speziell eingerichtete Tourist Protection Unit, die gemeinsam mit Sicherheitsbehörden und relevanten Akteuren arbeitet. Der Fokus liege demnach auf touristischen Gebieten, urbanen Zentren und stark frequentierten Reiserouten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich verweist die Regierung auf bestehende Mechanismen von Polizei und Justiz, die darauf ausgerichtet seien, Täter strafrechtlich zu verfolgen. Die Erklärung ordnet Kriminalität als Risiko ein, das grundsätzlich viele Länder betrifft, und stellt dem die eigene Selbstbeschreibung als politisch stabiler und friedlicher Staat gegenüber.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-was-die-deutschen-reise-und-sicherheitshinweise-konkret-beschreiben"><span id="was-die-deutschen-reise-und-sicherheitshinweise-konkret-beschreiben">Was die deutschen Reise- und Sicherheitshinweise konkret beschreiben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutschen Reise- und Sicherheitshinweise benennen mehrere Gefährdungslagen. Eigentumsdelikte könnten landesweit auftreten, mit einer Häufung in der Hauptstadt Windhuk und in abgelegenen Gebieten. Genannt werden auch Überfälle auf Reisende durch teils schwer bewaffnete Täter. Im Text wird zudem darauf verwiesen, dass Touristenunterkünfte, darunter auch Campingplätze, gezielt ins Visier genommen werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Windhuk werden spezifische Muster beschrieben, etwa Raubüberfälle an Sonn- und Feiertagen und Tatorte sowohl am Stadtrand als auch in der Innenstadt. Zusätzlich enthalten die Hinweise eine Darstellung von Vorgehensweisen, bei denen Reisende nach der Übernahme eines Mietwagens vom Flughafen bis zur Unterkunft verfolgt und durch Ablenkungsmanöver zum Anhalten gebracht werden. Dabei werden auch Fahrzeuge mit Regierungskennzeichen erwähnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Risikofeld werden außerdem Taxis genannt, in denen sich neben dem Fahrer weitere Personen befinden. Kreditkartenbetrug und das erhöhte Risiko, als Reisende wegen sichtbarer Kameraausrüstung zum Ziel zu werden, sind ebenfalls Bestandteil der deutschen Darstellung. Diese Punkte sind in den Reise- und <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/namibia-node/namibiasicherheit-208314?isLocal=false&isPreview=false">Sicherheitshinweisen</a> des <em>Auswärtigen Amts</em> dokumentiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-treibstoffversorgung-und-infrastruktur-als-zusatzlicher-faktor"><span id="treibstoffversorgung-und-infrastruktur-als-zusaetzlicher-faktor">Treibstoffversorgung und Infrastruktur als zusätzlicher Faktor</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-23429 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Land_Rover_Tiras_Mountains_Namibia_2009.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben Kriminalität thematisieren die deutschen Hinweise auch die Versorgungslage bei Treibstoff, insbesondere an Tankstellen auf Lodges der Namibia Wildlife Resorts. Genannt werden Einschränkungen bis hin zu fehlender Verfügbarkeit an mehreren Standorten, darunter Halali Resort, Okaukuejo Resort, Terrace Bay Resort, der Sesriem Camping-Platz sowie Ai/Ais Hotsprings & Spa.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hinweise ordnen diese Information in den Kontext von Reisen in abgelegene Regionen ein, etwa in und um den Etosha-Nationalpark. Ergänzend werden Risiken im Straßenverkehr beschrieben, unter anderem durch Wildwechsel, unbeleuchtete Fahrzeuge und gefährliche Überholmanöver. Auch Besonderheiten bei Mietwagen werden erwähnt, etwa GPS-Tracker und mögliche Folgen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie die Darstellung von Versicherungspraktiken, bei denen im Schadensfall Nachweispflichten zu Lasten der Versicherten geltend gemacht werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-stabilitat-aber-sicherheitsrisiken-im-alltag"><span id="politische-stabilitaet-aber-sicherheitsrisiken-im-alltag">Politische Stabilität, aber Sicherheitsrisiken im Alltag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den deutschen Hinweisen wird die innenpolitische Lage Namibias als stabil beschrieben, zugleich aber mit dem Verweis auf mögliche Demonstrationen und größere Menschenansammlungen ergänzt. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/terrorismus/">Terrorismus</a> wird im Rahmen eines allgemeinen globalen Sicherheitshinweises eingeordnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Namibias Regierung setzt dem die Darstellung eines politisch stabilen Landes entgegen und betont die Kontinuität staatlicher Schutzmaßnahmen für internationale Gäste. Die Differenz zwischen dem Regierungsnarrativ und den detaillierten Aufzählungen in den Reisehinweisen zeigt, dass die Debatte weniger um politische Stabilität als um Alltagskriminalität, Betrugsmuster und infrastrukturelle Rahmenbedingungen geführt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tourismuspolitik-zwischen-imagepflege-und-sicherheitsmanagement"><span id="tourismuspolitik-zwischen-imagepflege-und-sicherheitsmanagement">Tourismuspolitik zwischen Imagepflege und Sicherheitsmanagement</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierungsreaktion bindet Tourismus unmittelbar an Sicherheitsmanagement. Die Erwähnung einer Tourist Protection Unit deutet auf eine institutionalisierte Schnittstelle zwischen Tourismusverwaltung und Sicherheitsapparat hin. Gleichzeitig spiegeln die deutschen Hinweise, dass Risiken nicht nur in klassischen urbanen Kontexten, sondern auch entlang typischer touristischer Bewegungsmuster gesehen werden, etwa nach Ankunft am Flughafen, auf Fahrten in abgelegene Regionen oder in Unterkünften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird Touristensicherheit zu einem Thema, das gleichzeitig außenpolitisch, wirtschaftlich und verwaltungspraktisch relevant ist. Die Positionierung Namibias erfolgt dabei über die Betonung staatlicher Kapazitäten, während die deutschen Hinweise konkrete Szenarien und Risikokonstellationen im Reisealltag beschreiben.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sicherheitskooperation: Marokko, Spanien und Deutschland vertiefen Austausch in Rabat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sicherheitskooperation-marokko-spanien-und-deutschland-vertiefen-austausch-in-rabat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 22:34:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Sicherheitsbehörden Marokkos, Spaniens und Deutschlands haben in Rabat ein trilaterales Arbeitstreffen abgehalten, um ihre Zusammenarbeit in zentralen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsicherheitskooperation-marokko-spanien-und-deutschland-vertiefen-austausch-in-rabat%2F&amp;action_name=Sicherheitskooperation%3A%20Marokko%2C%20Spanien%20und%20Deutschland%20vertiefen%20Austausch%20in%20Rabat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitskooperation-marokko-spanien-und-deutschland-vertiefen-austausch-in-rabat/">Sicherheitskooperation: Marokko, Spanien und Deutschland vertiefen Austausch in Rabat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitsbehörden Marokkos, Spaniens und Deutschlands haben in Rabat ein trilaterales Arbeitstreffen abgehalten, um ihre Zusammenarbeit in zentralen Sicherheits- und Migrationsfragen weiter zu vertiefen. Das Treffen fand im Rahmen eines mehrtägigen Besuchs  der spanischen und deutschen Delegationen in Marokko statt und knüpft an einen im <a href="https://fokus-afrika.de/marokkos-polizeichef-staerkt-sicherheitskooperation-mit-spanien-und-deutschland/">Januar 2025 in Madrid gestarteten Dialog</a> an.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-trilaterales-treffen-auf-hoher-ebene"><span id="trilaterales-treffen-auf-hoher-ebene">Trilaterales Treffen auf hoher Ebene</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Arbeitstreffen wurde vom marokkanischen Generaldirektor für nationale Sicherheit und Territorialüberwachung, <strong>Abdellatif Hammouchi</strong>, geleitet. Auf spanischer Seite nahm <strong>Francisco Pardo Piqueras</strong>, Generaldirektor der spanischen Nationalpolizei, teil. Deutschland war durch <strong>Dieter Romann</strong>, Präsident der Bundespolizei, vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der marokkanischen Sicherheitsbehörden diente das Treffen der Bewertung des <a href="https://fokus-afrika.de/ueberschwemmungen-in-spanien-marokko-bietet-unterstuetzung-an/">bisherigen Kooperationsniveaus</a> sowie der weiteren Abstimmung in sicherheits- und nachrichtendienstlichen Fragen von gemeinsamem Interesse.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-terrorismus-migration-und-organisierte-kriminalitat"><span id="fokus-auf-terrorismus-migration-und-organisierte-kriminalitaet">Fokus auf Terrorismus, Migration und organisierte Kriminalität</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Bekämpfung des Terrorismus, irreguläre Migration, Drogenhandel und Cyberkriminalität. Darüber hinaus tauschten sich die Delegationen über Fragen der Sicherheit bei Sportgroßveranstaltungen aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt war die Sicherheitslage in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahel</a>– und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/">Sahara</a>-Region sowie deren Auswirkungen auf die <a href="https://fokus-afrika.de/zusammenarbeit-im-kampf-gegen-terrorismus-zwei-is-unterstuetzer-in-spanien-verhaftet/">Aktivitäten terroristischer Gruppen</a> im euro-mediterranen Raum. Die Teilnehmer betonten die Bedeutung eines fortgesetzten Austauschs operativer und technischer Informationen, um auf grenzüberschreitende Bedrohungen reagieren zu können.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-vorbereitung-auf-internationale-sportereignisse"><span id="vorbereitung-auf-internationale-sportereignisse">Vorbereitung auf internationale Sportereignisse</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/espagne-allemagne-hammouchi-dgsn-3.jpg" alt="" class="wp-image-23382 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/espagne-allemagne-hammouchi-dgsn-3.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/espagne-allemagne-hammouchi-dgsn-3-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/espagne-allemagne-hammouchi-dgsn-3-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/espagne-allemagne-hammouchi-dgsn-3-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen diente auch der Abstimmung mit Blick auf künftige Großveranstaltungen. Dabei wurden Möglichkeiten erörtert, die operative Zusammenarbeit auszuweiten und sich auf internationale Sportereignisse vorzubereiten, darunter die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-bereitet-sich-intensiv-auf-die-fifa-weltmeisterschaft-2030-vor/">Fußball-Weltmeisterschaft 2030</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Besuchs informierten sich die spanische und die deutsche Delegation zudem über die Sicherheits- und Schutzkonzepte für den Afrika-Cup 2025. Dazu besuchten sie den <strong>Stade Prince Moulay Abdellah</strong> in Rabat und erhielten Einblicke in die technische Ausstattung des Stadions sowie in die Sicherheitsmaßnahmen bei Fußballspielen, einschließlich des Einsatzes digitaler Technologien und der Einsatzplanung der Sicherheitskräfte.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-austausch-zu-afrikanischer-sicherheitskooperation"><span id="austausch-zu-afrikanischer-sicherheitskooperation">Austausch zu afrikanischer Sicherheitskooperation</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des afrikanischen Zentrums für Sicherheitskooperation, das im Kontext internationaler Fußballturniere eingerichtet wurde. Dort informierten sich die Delegationen über moderne Arbeitsmethoden und technologische Kapazitäten sowie über die Zusammenarbeit zwischen marokkanischen Sicherheitsbehörden und afrikanischen sowie internationalen Verbindungsoffizieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/espagne-allemagne-hammouchi-dgsn-6.webp" alt="" class="wp-image-23383 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/espagne-allemagne-hammouchi-dgsn-6.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/espagne-allemagne-hammouchi-dgsn-6-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/espagne-allemagne-hammouchi-dgsn-6-768x512.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/espagne-allemagne-hammouchi-dgsn-6-380x253.webp 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wie die marokkanischen Behörden erklärten, sind die trilateralen Treffen Teil eines gemeinsamen Ansatzes zur Stärkung der sicherheitspolitischen Partnerschaft zwischen Marokko, Spanien und Deutschland. Ziel ist es, durch regelmäßige Konsultationen, schnellen Informationsaustausch und operative Zusammenarbeit grenzüberschreitenden Risiken wirksam zu begegnen.</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Burkina Faso entkommt vereitelten Umsturzversuch gegen Ibrahim Traoré</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burkina-faso-entkommt-vereitelten-umsturzversuch-gegen-ibrahim-traore/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 13:18:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die burkinische Regierung hat Details zu einem mutmaßlichen Umsturzversuch veröffentlicht, der in der Nacht vom 3. auf den&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburkina-faso-entkommt-vereitelten-umsturzversuch-gegen-ibrahim-traore%2F&amp;action_name=Burkina%20Faso%20entkommt%20vereitelten%20Umsturzversuch%20gegen%20Ibrahim%20Traor%C3%A9&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die burkinische Regierung hat Details zu einem mutmaßlichen Umsturzversuch veröffentlicht, der in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar 2026 stattfinden sollte. Nach Angaben des Sicherheitsministeriums zielte der Plan auf die politische und militärische Führung des Landes. Die Behörden erklärten, die Lage sei unter Kontrolle, die Ermittlungen dauerten an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geplanter-ablauf-des-umsturzversuchs"><span id="geplanter-ablauf-des-umsturzversuchs">Geplanter Ablauf des Umsturzversuchs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Minister <strong>Mahamadou Sana</strong>, der am 6. Januar 2026 vor die Presse trat, sollte der Umsturz gegen 23 Uhr des 3. Januar ausgelöst werden. Beteiligt gewesen seien zivile und militärische Akteure, darunter auch Personen mit ausländischem Hintergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitsdienste hätten den Plan durch frühzeitige Erkenntnisse der Nachrichtendienste vereitelt. Eine Umsetzung sei verhindert worden, bevor es zu konkreten Handlungen gekommen sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasident-als-hauptziel-der-verschworer"><span id="praesident-als-hauptziel-der-verschwoerer">Präsident als Hauptziel der Verschwörer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des mutmaßlichen Komplotts habe laut Minister Sana die geplante Tötung des Staatschefs gestanden. Zwei Szenarien seien vorgesehen gewesen: ein direkter Angriff auf <strong>Ibrahim Traoré</strong> oder ein Anschlag mit Sprengstoff an dessen Wohnsitz. Darüber hinaus hätten weitere hochrangige zivile und militärische Entscheidungsträger auf der Zielliste gestanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu sei die Zerstörung einer Drohnenbasis geplant gewesen, um eine mögliche militärische Reaktion der Streitkräfte zu schwächen. Diese Maßnahme habe den Weg für ein Eingreifen externer Bodentruppen ebnen sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rolle-von-paul-henri-sandaogo-damiba"><span id="rolle-von-paul-henri-sandaogo-damiba">Rolle von Paul-Henri Sandaogo Damiba</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als mutmaßlicher Hauptinitiator des Plans wurde der frühere Übergangspräsident <strong>Paul-Henri Sandaogo Damiba</strong> benannt. Nach Darstellung der Behörden soll Damiba für die strategische Planung, die Mobilisierung finanzieller Mittel sowie die Rekrutierung von Unterstützern verantwortlich gewesen sein. Er halte sich derzeit im Ausland auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Struktur des Netzwerks habe sich auf zwei Säulen gestützt: ein militärisches Netzwerk mit dem Ziel, Angehörige der Streitkräfte zu gewinnen und operative Gruppen zu bilden, sowie ein ziviles Netzwerk zur politischen und logistischen Unterstützung nach Beginn der Aktion.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-festnahmen-und-erste-gestandnisse"><span id="festnahmen-und-erste-gestaendnisse">Festnahmen und erste Geständnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Festgenommenen zählt nach offiziellen Angaben unter anderem Madi Sakandé, der eingeräumt habe, Kontakte zu Damiba unterhalten zu haben. In den folgenden Tagen sei zudem El Hadj Ali Winèga festgenommen worden, der die ihm vorgeworfenen Taten gestanden und weitere Informationen geliefert habe.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Ermittler gehen davon aus, dass Teile der Finanzierung aus dem Ausland stammten. Konkret nannte der Sicherheitsminister eine Geldüberweisung in Höhe von 70 Millionen CFA-Franc aus der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/">Côte d’Ivoire</a>, die der Vorbereitung der Aktion gedient haben soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aussagen-im-staatlichen-fernsehen"><span id="aussagen-im-staatlichen-fernsehen">Aussagen im staatlichen Fernsehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatliche Rundfunk- und Fernsehanstalt <strong>RTB</strong> strahlte am 6. Januar die Aussagen von Madi Sakandé aus. Darin schilderte der Beschuldigte Treffen, Geldtransfers und Kontakte zu zivilen und militärischen Mittelsmännern. Er erklärte, er habe auf Bitten Damibas finanzielle Mittel beschafft und weitergeleitet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="659" height="387" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1_11_-3-bfeb7.jpg" alt="" class="wp-image-23326 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1_11_-3-bfeb7.jpg 659w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1_11_-3-bfeb7-300x176.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1_11_-3-bfeb7-380x223.jpg 380w" sizes="(max-width: 659px) 100vw, 659px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In seiner Darstellung sprach Sakandé auch von Gesprächen mit einer Person namens Salif, die angeblich Zugang zum Präsidenten gehabt habe. Diese Aussagen wurden von den Behörden als Teil der laufenden Ermittlungen dargestellt und nicht unabhängig verifiziert.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weitere-ermittlungen-angekundigt"><span id="weitere-ermittlungen-angekuendigt">Weitere Ermittlungen angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Sicherheitsministeriums werden die Untersuchungen fortgesetzt, um alle beteiligten Akteure und Unterstützungsstrukturen zu identifizieren. Dabei sollen auch Personen zur Verantwortung gezogen werden, die nach Darstellung der Behörden „aus Naivität oder als Mittelsmänner“ gehandelt hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Minister Sana würdigte zugleich die Rolle der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sowie der Organisation <strong>Freiwillige für die Verteidigung des Vaterlandes</strong>, die zur Aufrechterhaltung der Ordnung beigetragen hätten. Auch die sogenannte Bürgerüberwachung habe aus Sicht der Regierung eine stabilisierende Funktion erfüllt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fortsetzung-der-reformagenda-trotz-sicherheitslage"><span id="fortsetzung-der-reformagenda-trotz-sicherheitslage">Fortsetzung der Reformagenda trotz Sicherheitslage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ungeachtet der angespannten Sicherheitslage bekräftigten die Behörden ihre Absicht, die laufenden Reformen fortzusetzen. Genannt wurden insbesondere die Modernisierung der Steuerverwaltung durch die Einführung einer zertifizierten elektronischen Rechnungsstellung sowie Maßnahmen zur Mobilisierung der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/diaspora/">Diaspora</a> zugunsten des Fonds zur patriotischen Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung erklärte, der vereitelte Umsturzversuch habe keinen Einfluss auf den <a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-entlaesst-premierminister-und-loest-regierung-auf/">Fortgang der politischen Transition</a>. Die staatlichen Institutionen arbeiteten weiter regulär, die Sicherheitslage sei unter Kontrolle.</p>
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			<media:title type="html">Burkina Faso entkommt vereitelten Umsturzversuch gegen Ibrahim Traoré</media:title>
			<media:description type="html">Burkina Faso meldet die Vereitelung eines geplanten Umsturzversuchs gegen die Übergangsregierung und Ibrahim Traoré.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>ECOWAS-Gipfel: Regierungen wollen Militärputsche nicht mehr dulden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ecowas-gipfel-regierungen-wollen-militaerputsche-nicht-mehr-dulden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 13:32:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Staats- und Regierungschefs der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) sind am 14. Dezember 2025 in Abuja zu ihrer&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fecowas-gipfel-regierungen-wollen-militaerputsche-nicht-mehr-dulden%2F&amp;action_name=ECOWAS-Gipfel%3A%20Regierungen%20wollen%20Milit%C3%A4rputsche%20nicht%20mehr%20dulden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Staats- und Regierungschefs der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) sind am 14. Dezember 2025 in Abuja zu ihrer 68. ordentlichen Sitzung zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Gipfels standen die sich verschärfende Sicherheitslage in der Region, der Zustand von Demokratie und Verfassungsordnung sowie zentrale Fragen der wirtschaftlichen und institutionellen Integration. Gastgeber war <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a>, den Vorsitz führte der Präsident von <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a>, Julius Maada Bio. Wie aus dem offiziellen Abschlusskommuniqué hervorgeht, befasste sich der Gipfel sowohl mit kurzfristigen Krisen als auch mit strategischen Weichenstellungen für die Zukunft der Gemeinschaft.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-regionale-lage-zwischen-stabilitat-und-wachsendem-druck"><span id="regionale-lage-zwischen-stabilitaet-und-wachsendem-druck">Regionale Lage zwischen Stabilität und wachsendem Druck</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die ECOWAS-Staaten stellten fest, dass sich Westafrika trotz zunehmender geopolitischer Spannungen und interner Bruchlinien insgesamt widerstandsfähig gezeigt habe. Zugleich verwiesen sie auf eine deutliche Verschlechterung der Sicherheitslage, insbesondere im Sahel und im Tschadsee-Becken. <a href="https://fokus-afrika.de/armee-neutralisiert-terrorist-tall-boureima/">Terroristische Angriffe</a>, Entführungen und Sabotageakte hätten in mehreren Ländern zu massiven Vertreibungen und einer schweren humanitären Krise geführt. Nach Angaben der ECOWAS sind rund sechs Millionen Menschen direkt betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund bekräftigten die Staats- und Regierungschefs ihre Verpflichtung, den Terrorismus innerhalb des ECOWAS-Raums zu bekämpfen. Sie forderten die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanische Union</a> und den UN-<a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/">Sicherheitsrat</a> auf, die betroffenen Länder stärker und koordinierter zu unterstützen. Zudem beschlossen sie konkrete finanzielle Soforthilfen aus dem Regionalen Sicherheitsfonds für besonders betroffene Küstenstaaten wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/benin/">Benin</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/">Togo</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/">Côte d’Ivoire</a> und Nigeria.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-militarputsche-und-politische-ubergange-im-fokus"><span id="militaerputsche-und-politische-uebergaenge-im-fokus">Militärputsche und politische Übergänge im Fokus</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Image-2025-12-15-at-3.22.42-PM-2-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23002 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Image-2025-12-15-at-3.22.42-PM-2-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Image-2025-12-15-at-3.22.42-PM-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Image-2025-12-15-at-3.22.42-PM-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Image-2025-12-15-at-3.22.42-PM-2-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Image-2025-12-15-at-3.22.42-PM-2-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Image-2025-12-15-at-3.22.42-PM-2-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Image-2025-12-15-at-3.22.42-PM-2-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Image-2025-12-15-at-3.22.42-PM-2.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Breiten Raum nahmen die jüngsten politischen Entwicklungen in mehreren Mitgliedstaaten ein. Die ECOWAS verurteilte den Militärputsch in Guinea-Bissau, der den Wahlprozess unterbrochen habe, sowie den vereitelten Umsturzversuch in Benin kurz vor den dortigen Wahlen. In beiden Fällen betonte die Gemeinschaft ihre Null-Toleranz-Haltung gegenüber verfassungswidrigen Machtübernahmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich positionierte sich die ECOWAS zu <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea-bissau/">Guinea-Bissau</a>. Die Staats- und Regierungschefs lehnten das von den dortigen Behörden <a href="https://fokus-afrika.de/nach-wahlen-militaerputsch-in-guinea-bissau/">angekündigte Übergangsprogramm</a> ausdrücklich ab. Sie forderten die sofortige Freilassung politischer Gefangener und die Einsetzung einer kurzen, inklusiven Übergangsphase mit dem Ziel, transparente und glaubwürdige Wahlen zu organisieren. Sollte diesen Forderungen nicht nachgekommen werden, kündigte die ECOWAS gezielte Sanktionen gegen verantwortliche Akteure an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch andere politische Prozesse wurden thematisiert. Die Gemeinschaft nahm die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Côte d’Ivoire und Guinea-Bissau zur Kenntnis und begrüßte die <a href="https://fokus-afrika.de/benin-bereitet-sich-auf-wahlen-2026-vor/">geplanten Wahlen in Benin</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea/">Guinea</a>. Für <a href="https://fokus-afrika.de/guineische-diaspora-in-berlin-demonstriert-fuer-kandidatur-von-mamadi-doumbouya/">Guinea wurde die Präsidentschaftswahl</a> am 28. Dezember 2025 als entscheidender Schritt zur Beendigung der Transition hervorgehoben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-demokratie-rechtsstaatlichkeit-und-umgang-mit-ex-prasidenten"><span id="demokratie-rechtsstaatlichkeit-und-umgang-mit-ex-praesidenten">Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Umgang mit Ex-Präsidenten</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Fragen der demokratischen Governance. Die ECOWAS rief ihre Mitgliedstaaten dazu auf, Institutionen zu stärken, die Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung fördern. Ziel sei es, einem weiteren Rückgang demokratischer Standards in der Region entgegenzuwirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang befasste sich der Gipfel auch mit dem ehemaligen gambischen Präsidenten Yahya Jammeh. Seine öffentlichen Äußerungen aus dem Exil in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/aquatorialguinea/">Äquatorialguinea</a> wurden als Bedrohung für Frieden und soziale Kohäsion in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/gambia/">Gambia</a> bewertet. Die ECOWAS stellte klar, dass frühere Vereinbarungen über sein Exil ihn nicht von einer möglichen strafrechtlichen Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen zwischen 1994 und 2017 entbinden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-entwicklung-und-integration"><span id="wirtschaftliche-entwicklung-und-integration">Wirtschaftliche Entwicklung und Integration</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Sicherheits- und Demokratiefragen widmete sich der Gipfel intensiv der wirtschaftlichen Lage. Die ECOWAS stellte für 2025 eine robuste Entwicklung fest, gekennzeichnet durch höheres Wachstum, sinkenden Inflationsdruck und Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung. Gleichzeitig mahnten die Staats- und Regierungschefs weitere Reformen an, insbesondere zur Mobilisierung eigener Einnahmen und zur Verbesserung der Effizienz öffentlicher Ausgaben.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">SIXTY-EIGHTH ORDINARY SESSION OF THE ECOWAS AUTHORITY OF<br>HEADS OF STATE AND GOVERNMENT<br>14 December 2025, Abuja, Federal Republic of Nigeria<br>FINAL COMMUNIQUE…. <a href="https://t.co/Jgth4L5mvM">https://t.co/Jgth4L5mvM</a> <a href="https://t.co/LGK0FGGaNs">pic.twitter.com/LGK0FGGaNs</a></p>— Ecowas – Cedeao (@ecowas_cedeao) <a href="https://twitter.com/ecowas_cedeao/status/2000581583154159804?ref_src=twsrc%5Etfw">December 15, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Besorgt äußerte sich die Gemeinschaft über Verzögerungen bei der geplanten Einführung der <a href="https://fokus-afrika.de/cote-divoire-draengt-auf-einfuehrung-der-waehrung-eco-in-westafrika/">gemeinsamen Währung ECO</a>. Weniger als zwei Jahre vor dem anvisierten Start erfüllten viele Mitgliedstaaten weiterhin nicht die makroökonomischen Konvergenzkriterien. Die ECOWAS kündigte an, die Präsidiale Taskforce zur Einheitswährung zu reaktivieren, um politische Blockaden zu überwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fortschritte wurden dagegen bei der regionalen Energieintegration hervorgehoben. Die erfolgreiche Synchronisierung der Stromnetze von 15 westafrikanischen Staaten im November 2025 wurde als Meilenstein gewertet. Zugleich warnte die Gemeinschaft vor finanziellen Risiken durch ausbleibende Zahlungen einzelner Mitgliedsunternehmen des West African Power Pool.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-institutionelle-entscheidungen-und-strategische-ausrichtung"><span id="institutionelle-entscheidungen-und-strategische-ausrichtung">Institutionelle Entscheidungen und strategische Ausrichtung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel traf zudem weitreichende institutionelle Entscheidungen. Die Verteilung zentraler Führungspositionen für den Zeitraum 2026 bis 2030 wurde bestätigt, ebenso die geplante Verlegung des Hauptsitzes der Westafrikanischen Gesundheitsorganisation nach Côte d’Ivoire. Darüber hinaus beschlossen die Staats- und Regierungschefs, Burkina Faso, Mali und Niger als Nicht-ECOWAS-Mitglieder in die Anti-Geldwäsche-Organisation GIABA aufzunehmen, unter der Bedingung klarer politischer Verpflichtungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend betonte die ECOWAS ihre Absicht, sich stärker auf die Zukunft der regionalen Integration zu konzentrieren. Ein Sondergipfel zur strategischen Neuausrichtung der Gemeinschaft ist angekündigt. Dabei sollen unter anderem Jugend- und Frauenförderung, digitale Transformation, Konnektivität sowie gleichberechtigte internationale Partnerschaften eine zentrale Rolle spielen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Armee neutralisiert Terrorist Tall Boureima</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/armee-neutralisiert-terrorist-tall-boureima/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2025 21:17:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die burkinische Armee hat nach eigenen Angaben einen bedeutenden Schlag gegen bewaffnete terroristische Gruppen im Norden des Landes&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Farmee-neutralisiert-terrorist-tall-boureima%2F&amp;action_name=Armee%20neutralisiert%20Terrorist%20Tall%20Boureima&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die burkinische Armee hat nach eigenen Angaben einen bedeutenden Schlag gegen bewaffnete terroristische Gruppen im Norden des Landes geführt. Tall Boureima, auch bekannt unter dem Alias Abdoul Barly, gilt als eine der zentralen Führungspersonen terroristischer Netzwerke in Burkina Faso und wurde im Rahmen einer Militäroperation getötet. Der Einsatz mit dem Namen „Wonr Bèba“ fand am 13. November 2025 statt und wurde von Spezialeinheiten der Streitkräfte durchgeführt. Nach Angaben des Militärs zielte die Operation auf die Schwächung operativer Strukturen terroristischer Gruppen ab, die in mehreren Regionen des Landes aktiv sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-operation-wonr-beba-unter-fuhrung-der-spezialeinheiten"><span id="operation-wonr-beba-unter-fuehrung-der-spezialeinheiten">Operation „Wonr Bèba“ unter Führung der Spezialeinheiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Militäroperation mit der Bezeichnung „Wonr Bèba“, was in der lokalen Sprache sinngemäß „die Feinde zerschlagen“ bedeutet, wurde vom Groupement des Forces spéciales koordiniert. Mehrere Einheiten der burkinischen Streitkräfte waren daran beteiligt. Nach militärischen Angaben beruhte der Einsatz auf präzisen Geheimdienstinformationen und einer längeren operativen Vorbereitung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="464" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113259-1024x464.png" alt="" class="wp-image-22970 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113259-1024x464.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113259-300x136.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113259-768x348.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113259-380x172.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113259-800x362.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113259.png 1135w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tall Boureima sei in den frühen Morgenstunden des 13. November lokalisiert worden. Anschließend erfolgte ein gezielter Zugriff durch Spezialeinheiten. Der eigentliche Einsatz habe nur wenige Minuten gedauert. Neben Tall Boureima wurden auch seine unmittelbaren Begleiter sowie weitere bewaffnete Kämpfer, die sich am Einsatzort befanden, getötet.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rolle-tall-boureimas-innerhalb-terroristischer-strukturen"><span id="rolle-tall-boureimas-innerhalb-terroristischer-strukturen">Rolle Tall Boureimas innerhalb terroristischer Strukturen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tall Boureima, alias Abdoul Barly, stammte aus der Region Yaadga im Norden Burkina Fasos. Sicherheitskreise führten ihn seit längerer Zeit auf den Fahndungslisten als eine der meistgesuchten Personen im Zusammenhang mit terroristischer Gewalt. Ihm wurde eine zentrale Rolle bei der Koordinierung und Planung von Angriffen zugeschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Streitkräfte war Tall Boureima insbesondere für operative Planung, logistische Mobilisierung sowie die Weitergabe von Befehlen zuständig. Sein Wirkungsbereich umfasste mehrere sicherheitssensible Zonen im Norden des Landes, in denen es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Angriffen auf militärische Stellungen, zivile Infrastruktur und lokale Gemeinden gekommen war.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarischer-kontext-im-norden-burkina-fasos"><span id="militaerischer-kontext-im-norden-burkina-fasos">Militärischer Kontext im Norden Burkina Fasos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso ist seit Jahren mit einer angespannten Sicherheitslage konfrontiert. Bewaffnete Gruppen, die sich teils auf jihadistische Ideologien berufen, sind vor allem im Norden und Osten des Landes aktiv. Die Streitkräfte führen dort regelmäßig Militäroperationen durch, um die Bewegungsfreiheit dieser Gruppen einzuschränken und ihre Führungsstrukturen zu schwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region Yaadga gilt dabei als strategisch bedeutsam, da sie als Rückzugsraum und logistischer Knotenpunkt für bewaffnete Gruppen beschrieben wird. Operationen in diesem Gebiet sind häufig komplex, da sich bewaffnete Kämpfer in schwer zugänglichen Zonen bewegen und auf lokale Unterstützungsnetzwerke zurückgreifen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prazisionsschlag-auf-basis-von-geheimdienstinformationen"><span id="praezisionsschlag-auf-basis-von-geheimdienstinformationen">Präzisionsschlag auf Basis von Geheimdienstinformationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach militärischen Angaben stützte sich die Operation „Wonr Bèba“ auf detaillierte Aufklärungsarbeit. Die Lokalisierung Tall Boureimas sei das Ergebnis einer Kombination aus nachrichtendienstlichen Erkenntnissen und operativer Beobachtung gewesen. Ziel sei es gewesen, den Einsatz schnell und kontrolliert durchzuführen, um eine Eskalation zu vermeiden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="997" height="485" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113519.png" alt="" class="wp-image-22971 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113519.png 997w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113519-300x146.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113519-768x374.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113519-380x185.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Capture-decran-2025-12-14-113519-800x389.png 800w" sizes="(max-width: 997px) 100vw, 997px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Zugriff erfolgte demnach durch speziell ausgebildete Kräfte, die auf kurzfristige Einsätze in feindlich kontrollierten Gebieten vorbereitet sind. Die Armee machte keine Angaben dazu, ob es zivile Opfer gab oder ob weiteres Material sichergestellt wurde.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bedeutung-fur-terroristische-netzwerke"><span id="bedeutung-fuer-terroristische-netzwerke">Bedeutung für terroristische Netzwerke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des Militärs stellt der Tod Tall Boureimas einen erheblichen Einschnitt für die betroffenen terroristischen Netzwerke dar. Als zentrale Koordinationsfigur habe er Verbindungen zwischen verschiedenen Zellen aufrechterhalten und operative Abläufe gesteuert. Sein Wegfall könne die Fähigkeit dieser Gruppen beeinträchtigen, komplexe Angriffe zu planen und durchzuführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig weisen Sicherheitsanalysen darauf hin, dass bewaffnete Gruppen in der Region häufig dezentral organisiert sind. Führungswechsel und interne Neuordnungen gehören daher zum bekannten Muster dieser Netzwerke.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktion-des-militarkommandos"><span id="reaktion-des-militaerkommandos">Reaktion des Militärkommandos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das militärische Kommando würdigte den Einsatz der beteiligten Einheiten und hob deren Professionalität hervor. Die Streitkräfte bekräftigten ihre Entschlossenheit, die Kontrolle über das Staatsgebiet schrittweise wiederherzustellen und die Bewegungsräume bewaffneter Gruppen weiter einzuschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Operation „Wonr Bèba“ wird von den Streitkräften als Teil einer umfassenderen Strategie dargestellt, die auf eine Kombination aus militärischem Druck, territorialer Kontrolle und der Unterbrechung logistischer Netzwerke abzielt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-bleibt-angespannt"><span id="sicherheitslage-bleibt-angespannt">Sicherheitslage bleibt angespannt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz einzelner militärischer Erfolge bleibt die Sicherheitslage in Burkina Faso fragil. In mehreren Regionen kommt es weiterhin zu Angriffen und Vertreibungen. Die Streitkräfte setzen ihre Einsätze fort, während die Übergangsregierung wiederholt betont hat, den Kampf gegen terroristische Gruppen zu einer zentralen staatlichen Priorität gemacht zu haben.</p>
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		<title>Gesuchter Milizenführer Ahmed Omar Al-Fetouri Al-Dabashi getötet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2025 21:05:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In der westlibyschen Küstenstadt Sabratha ist der international gesuchte Milizenführer Ahmed Omar Al-Fetouri Al-Dabashi, bekannt unter dem Spitznamen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgesuchter-milizenfuehrer-ahmed-omar-al-fetouri-al-dabashi-getoetet%2F&amp;action_name=Gesuchter%20Milizenf%C3%BChrer%20Ahmed%20Omar%20Al-Fetouri%20Al-Dabashi%20get%C3%B6tet&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In der westlibyschen Küstenstadt Sabratha ist der international gesuchte Milizenführer Ahmed Omar Al-Fetouri Al-Dabashi, bekannt unter dem Spitznamen „Al-Amu“, bei einer gezielten Sicherheitsoperation getötet worden. Dies teilte die libysche Anti-Security Threats Agency am Freitag, dem 12. Dezember 2025, mit. Der Einsatz folgte auf einen bewaffneten Angriff krimineller Gruppen auf einen Kontrollpunkt der Sicherheitsbehörde. Al-Dabashi galt als zentrale Figur <a href="https://fokus-afrika.de/tag/kriminalitat/">organisierter Kriminalität</a> in der Region und wurde unter anderem wegen Menschenhandels, Drogenhandels und Mordes gesucht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bewaffneter-angriff-auf-sicherheitscheckpoint-in-sabratha"><span id="bewaffneter-angriff-auf-sicherheitscheckpoint-in-sabratha">Bewaffneter Angriff auf Sicherheitscheckpoint in Sabratha</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser der Operation war ein bewaffneter Angriff auf einen Kontrollpunkt der Anti-Security Threats Agency in der Nähe der Kreuzung am Krankenhaus von Sabratha. Nach Angaben der Behörde wurde der Angriff von bewaffneten Gruppen durchgeführt, die dem Umfeld von Ahmed Omar Al-Fetouri Al-Dabashi zugerechnet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Angriff wurden sechs Angehörige der Sicherheitsbehörde schwer verletzt. Sie seien umgehend in ein Krankenhaus gebracht und dort auf der Intensivstation behandelt worden. Der Vorfall verdeutlicht nach Einschätzung der Sicherheitskräfte die weiterhin angespannte Sicherheitslage in Teilen Westlibyens, insbesondere in Küstenstädten, die in der Vergangenheit als Knotenpunkte für Schmuggel und irreguläre Migration galten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-genehmigte-gegenoperation-nach-anordnung-der-staatsanwaltschaft"><span id="genehmigte-gegenoperation-nach-anordnung-der-staatsanwaltschaft">Genehmigte Gegenoperation nach Anordnung der Staatsanwaltschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an den Angriff leitete die Anti-Security Threats Agency eine Gegenoperation ein. Grundlage dafür war eine ausdrückliche Genehmigung der libyschen Staatsanwaltschaft. Sicherheitskräfte durchsuchten demnach ein mutmaßliches Versteck der kriminellen Gruppe, die dem getöteten Milizenführer zugerechnet wurde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_2644-800x450.jpeg.webp" alt="" class="wp-image-22966 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_2644-800x450.jpeg.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_2644-800x450.jpeg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_2644-800x450.jpeg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_2644-800x450.jpeg-380x214.webp 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Während des Einsatzes wurde Saleh Al-Dabashi festgenommen. Ahmed Omar Al-Fetouri Al-Dabashi selbst kam nach Angaben der Behörde während der Operation ums Leben. Zu den genauen Umständen seines Todes machte die Sicherheitsbehörde keine weitergehenden Angaben.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-profil-von-ahmed-omar-al-fetouri-al-dabashi"><span id="profil-von-ahmed-omar-al-fetouri-al-dabashi">Profil von Ahmed Omar Al-Fetouri Al-Dabashi</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ahmed Omar Al-Fetouri Al-Dabashi, genannt „Al-Amu“, galt als einer der bekanntesten kriminellen Milizenführer im Raum Sabratha. Internationalen Sicherheitskreisen zufolge war er in schwerwiegende Straftaten verwickelt, darunter Menschenhandel, Drogenhandel und Mord. Sein Name wurde wiederholt im Zusammenhang mit transnationalen Schmuggelnetzwerken genannt, die Migranten über die libysche Mittelmeerküste nach Europa schleusten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sabratha war über Jahre hinweg ein zentraler Ausgangspunkt für irreguläre Migration. Milizen und kriminelle Netzwerke profitierten von staatlichen Machtvakuums und schwachen Sicherheitsstrukturen. Al-Dabashi wurde in diesem Kontext als Schlüsselfigur beschrieben, die sowohl bewaffnete Kontrolle vor Ort als auch internationale Kontakte nutzte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-in-westlibyen-bleibt-fragil"><span id="sicherheitslage-in-westlibyen-bleibt-fragil">Sicherheitslage in Westlibyen bleibt fragil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Zusammenstößen zwischen staatlichen oder staatlich legitimierten Sicherheitskräften und bewaffneten Gruppen in Westlibyen. Trotz formaler politischer Prozesse und internationaler Vermittlungsbemühungen ist die Sicherheitsarchitektur des Landes weiterhin fragmentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verschiedene Behörden konkurrieren um Zuständigkeiten, während lokale Milizen nach wie vor über erhebliche militärische Kapazitäten verfügen. Insbesondere in Küstenstädten wie Sabratha, Zawiya oder Zliten kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die häufig mit Schmuggelrouten, Einnahmequellen aus illegalen Aktivitäten und territorialer Kontrolle zusammenhängen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rolle-der-anti-security-threats-agency"><span id="rolle-der-anti-security-threats-agency">Rolle der Anti-Security Threats Agency</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anti-Security Threats Agency gehört zu den libyschen Sicherheitsstrukturen, die mit der Bekämpfung organisierter Kriminalität, bewaffneter Gruppen und sicherheitsrelevanter Bedrohungen betraut sind. In den vergangenen Monaten hat die Behörde ihre Präsenz in mehreren Städten Westlibyens ausgeweitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Einsatz in Sabratha wird von der Behörde als Teil dieser Strategie dargestellt. Ziel sei es, kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, die öffentliche Sicherheit zu stärken und staatliche Autorität wiederherzustellen. Der Angriff auf den eigenen Kontrollpunkt habe die Dringlichkeit dieses Vorgehens zusätzlich unterstrichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verletzte-sicherheitskrafte-und-medizinische-versorgung"><span id="verletzte-sicherheitskraefte-und-medizinische-versorgung">Verletzte Sicherheitskräfte und medizinische Versorgung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit gilt den sechs schwer verletzten Angehörigen der Sicherheitsbehörde. Nach offiziellen Angaben wurden sie nach dem Angriff umgehend medizinisch versorgt. Angaben zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand wurden nicht gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall verdeutlicht die hohen Risiken für Sicherheitskräfte im Einsatz gegen bewaffnete Gruppen. Kontrollpunkte und Patrouillen gelten als besonders gefährdet, da sie häufig Ziel koordinierter Angriffe sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bedeutung-des-vorfalls-fur-die-region"><span id="bedeutung-des-vorfalls-fuer-die-region">Bedeutung des Vorfalls für die Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tod von Ahmed Omar Al-Fetouri Al-Dabashi markiert einen Einschnitt für die lokale Machtbalance in Sabratha. Ob dies zu einer nachhaltigen Schwächung krimineller Netzwerke führt oder kurzfristig neue Machtkämpfe auslöst, bleibt offen. Sicherheitsbehörden betonen jedoch, dass der Einsatz Teil eines breiteren Vorgehens gegen organisierte Kriminalität sei.</p>
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		<title>UN-Sicherheitsrat verlängert Al-Shabaab-Sanktionen: Resolution 2806 regelt Waffenlieferungen nach Somalia neu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-al-shabaab-sanktionen-resolution-2806-regelt-waffenlieferungen-nach-somalia-neu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 16:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der UN-Sicherheitsrat hat am 12. Dezember 2025 die Al-Shabaab-Sanktionen gegen Somalia verlängert und die Arbeit des zuständigen Expertengremiums&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-verlaengert-al-shabaab-sanktionen-resolution-2806-regelt-waffenlieferungen-nach-somalia-neu%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20verl%C3%A4ngert%20Al-Shabaab-Sanktionen%3A%20Resolution%202806%20regelt%20Waffenlieferungen%20nach%20Somalia%20neu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hat am 12. Dezember 2025 die Al-Shabaab-Sanktionen gegen Somalia verlängert und die Arbeit des zuständigen Expertengremiums fortgeschrieben. Mit Resolution 2806 (2025) werden zentrale Elemente des Sanktionsregimes fortgeführt, darunter das Mandat des Panels of Experts bis Ende 2026 sowie die maritime Kontrolle zur Durchsetzung des Waffenembargos, des Holzkohle-Exportverbots und des Verbots von Komponenten für improvisierte Sprengsätze. Zugleich präzisiert die Resolution die Anforderungen an Waffenlieferungen nach Somalia, indem sie die Rolle der Bundesregierung in Mogadischu bei Notifizierung und Koordinierung stärker betont.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-resolution-2806-2025-verlangerung-von-panel-of-experts-und-maritimer-kontrolle"><span id="resolution-2806-2025-verlaengerung-von-panel-of-experts-und-maritimer-kontrolle">Resolution 2806 (2025): Verlängerung von Panel of Experts und maritimer Kontrolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat verlängerte die Mandatsdauer des Panels of Experts, das den Sanktionsausschuss 2713 zu Al-Shabaab unterstützt, bis zum 31. Dezember 2026. Der Rat will das Mandat des Panels zudem bis zum 30. November 2026 überprüfen. Parallel verlängerte der Sicherheitsrat bis zum 30. November 2026 die Autorisierung für maritime Interdiktion, um das Embargo gegen illegale Waffenimporte, das Verbot von Holzkohle-Exporten sowie das Verbot von Komponenten für improvisierte Sprengsätze durchzusetzen. Andere Elemente des Regimes, darunter allgemeine und gezielte Waffenembargo-Bestimmungen, Reiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten, bleiben demnach ohne feste Befristung bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie <em>Security Council Report</em> berichtet, war der Verhandlungsprozess zur Resolution ungewöhnlich konfliktgeladen. Der von Großbritannien als „Penholder“ vorgelegte Text durchlief mehrere Runden mit „Silence Procedure“, die von verschiedenen Staaten und Gruppierungen gebrochen wurden. Erst nach bilateralen Gesprächen wurde der Text in einer überarbeiteten Fassung „in blue“ gestellt und anschließend zur Abstimmung gebracht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-a3-und-somalias-forderung-sanktionen-enger-auf-al-shabaab-zuschneiden"><span id="a3-und-somalias-forderung-sanktionen-enger-auf-al-shabaab-zuschneiden">A3+ und Somalias Forderung: Sanktionen enger auf Al-Shabaab zuschneiden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Motiv der Verhandlungen war der Wunsch Somalias, das Sanktionsregime stärker auf Al-Shabaab als Entität zu fokussieren und gleichzeitig der Bundesregierung Somalias größere Autorität über den Zufluss von Waffen und militärischer Ausrüstung zu geben. Nach Darstellung von <em>Security Council Report</em> wurde diese Linie maßgeblich von der A3+-Gruppe geprägt, bestehend aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalia</a> und Guyana. Unterstützung erhielt die Stoßrichtung demnach unter anderem von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>, Pakistan und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="750" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/AlShabaabFightersInBarawe2013.jpg" alt="" class="wp-image-22933 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/AlShabaabFightersInBarawe2013.jpg 1000w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/AlShabaabFightersInBarawe2013-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/AlShabaabFightersInBarawe2013-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/AlShabaabFightersInBarawe2013-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/AlShabaabFightersInBarawe2013-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/AlShabaabFightersInBarawe2013-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/AlShabaabFightersInBarawe2013-800x600.jpg 800w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Kern zielte Somalias Position auf eine „Rekalibrierung“ des Regimes: Das Instrumentarium solle wirksamer gegen Al-Shabaab sein, zugleich müsse Mogadischu den Zufluss von Waffen nach Somalia stärker kontrollieren können. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Debatte berührte sowohl den Umgang mit zusätzlichen Kontrollen zur Verhinderung von Waffenbeschaffung durch Al-Shabaab als auch die Frage, wie Lieferungen an föderale Gliedstaaten und private Sicherheitsunternehmen reguliert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-technische-bewertung-des-waffenembargos-streit-uber-prufmassstab-und-zustandigkeit"><span id="technische-bewertung-des-waffenembargos-streit-ueber-pruefmassstab-und-zustaendigkeit">Technische Bewertung des Waffenembargos: Streit über Prüfmaßstab und Zuständigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der umstrittensten Passagen betraf die Frage, unter welchen Voraussetzungen zusätzliche Kontrollen gelockert oder aufgehoben werden könnten. Laut <em>Security Council Report</em> hatte Großbritannien zunächst vorgeschlagen, dass der Rat beabsichtige, diese Maßnahmen „gegebenenfalls“ auf Grundlage einer technischen Bewertung des Waffenembargos und nach Bestätigung zu beenden, dass notwendige Gesetze, Regeln und administrative Verfahren etabliert seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Ratsmitglieder, darunter Frankreich, Griechenland, Slowenien, Dänemark und die Republik Korea, drängten darauf, dass der Sicherheitsrat die zentrale Rolle bei der Entscheidung über Änderungen behalten müsse. Sie verwiesen darauf, dass eine technische Bewertung eine sachliche Grundlage liefern solle. Andere Mitglieder, darunter Frankreich und die USA, setzten sich dem Bericht zufolge dafür ein, dass der Text nicht nur „aufheben“, sondern auch „revidieren“ als Option abbildet, um das Spektrum möglicher Anpassungen zu erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demgegenüber lehnte die A3+-Gruppe nach Darstellung von <em>Security Council Report</em> die Anforderung einer technischen Bewertung ab. Stattdessen sollte es ausreichen, wenn die Bundesregierung Somalias bestätigt, dass die erforderlichen gesetzlichen und administrativen Voraussetzungen geschaffen sind. Um die Gegensätze zu überbrücken, wurde im Text in blue laut Bericht eine Kompromissformel verankert: Der Sicherheitsrat beabsichtige, die Maßnahmen zu „überprüfen“, informiert durch Berichte einschließlich einer technischen Bewertung, und auf Basis seiner eigenen Bewertung über eine Aufhebung zu entscheiden, sofern Voraussetzungen erfüllt sind. Der Versuch einzelner Staaten, zusätzlich den Begriff „implementiert“ neben „etabliert“ aufzunehmen, scheiterte laut Bericht am Widerstand der A3+-Gruppe und wurde wieder gestrichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-private-sicherheitsunternehmen-notifizierung-oder-vorherige-zustimmung"><span id="private-sicherheitsunternehmen-notifizierung-oder-vorherige-zustimmung">Private Sicherheitsunternehmen: Notifizierung oder vorherige Zustimmung?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Verhandlungsschwerpunkt war die Regelung für private Sicherheitsunternehmen (Private Security Companies, PSCs), die Waffen nach Somalia importieren. Somalia und die A3+-Partner setzten sich laut <em>Security Council Report</em> für mehr nationale Kontrolle ein. PSCs sollten nicht nur die Bundesregierung informieren, sondern vor dem Import eine vorherige Zustimmung Mogadischus einholen müssen. Diese Position wurde als Teil einer breiteren Strategie beschrieben, alle Waffenströme im Land unter föderale Regulierung zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einzelne Ratsmitglieder äußerten dem Bericht zufolge Vorbehalte mit Blick auf Sicherheitsbedürfnisse diplomatischer Missionen und auf PSCs, die für solche Schutzaufgaben vertraglich gebunden sind. Als Kompromiss wurde die Formulierung aufgenommen, die Bundesregierung zu ermutigen, sicherzustellen, dass PSCs die erforderliche Genehmigung einholen, bevor sie Waffen, Munition oder militärische Ausrüstung importieren. Zudem wurden die Regelungen zur Notifizierung von Lieferungen an föderale Gliedstaaten oder lizenzierte PSCs so präzisiert, dass Notifizierungen der Bundesregierung eine „angemessene Überprüfung und Erwägung“ ermöglichen sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-maritime-interdiktion-und-somalias-souveranitat"><span id="maritime-interdiktion-und-somalias-souveraenitaet">Maritime Interdiktion und Somalias Souveränität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Abschnitt zur maritimen Interdiktionsautorisation war nach Darstellung von <em>Security Council Report</em> zunächst eine Formulierung vorgesehen, wonach die maritimen Maßnahmen Somalias souveränes Recht nicht beeinträchtigen sollten, bilateral maritime Sicherheitskooperationen mit Mitgliedstaaten einzugehen. Im Entwurf in blue blieb diese Passage erhalten, allerdings wurde auf Wunsch Somalias der Zusatz „gegebenenfalls“ entfernt. Diese Änderung unterstreicht die Sensibilität des Rats für Souveränitätsfragen, die in den Verhandlungen wiederholt als Argument gegen als zu weit empfundene Konditionalitäten genutzt wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-panel-of-experts-mandat-gestrafft-zusammensetzung-geandert-thematische-berichte-reduziert"><span id="panel-of-experts-mandat-gestrafft-zusammensetzung-geaendert-thematische-berichte-reduziert">Panel of Experts: Mandat gestrafft, Zusammensetzung geändert, thematische Berichte reduziert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution verändert nach Angaben von <em>Security Council Report</em> auch die Arbeitsweise des Panels of Experts. Der ursprüngliche Entwurf sah eine gestraffte Mandatsbeschreibung und eine Anpassung der Zusammensetzung vor. Die Zahl der Expertinnen und Experten wurde demnach auf fünf festgelegt, während frühere Panels aus sechs Mitgliedern bestanden. Außerdem wurde klargestellt, dass Panelmitglieder „angemessen“ stationiert sein sollten, unter Berücksichtigung der Anforderungen der Mandatsumsetzung und administrativer Erfordernisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders umstritten war eine Bestimmung, die das Panel zu aktiver Kooperation mit anderen Sanktionsregimen und deren Expertengremien anhalten sollte, insbesondere bei der Untersuchung gelisteter Gruppen mit regionaler Präsenz. Die A3+-Staaten sowie China, Russland und Pakistan wollten diese Bestimmung laut <em>Security Council Report</em> streichen, um den Fokus strikt auf Al-Shabaab zu begrenzen. Die Passage wurde im Verlauf der Verhandlungen entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der Berichterstattung gab es Auseinandersetzungen. Die A3+-Gruppe argumentierte laut Bericht, thematische Berichte seien entbehrlich, da bereits Zwischen- und Abschlussberichte existierten. Großbritannien und weitere Mitglieder hielten dem entgegen, solche Berichte seien hilfreich für die Entscheidungsfindung des Rates. Der Kompromiss sah demnach vor, nur einen thematischen Bericht bis zum 30. Juni 2026 anzufordern, statt mindestens zwei, wie ursprünglich geplant.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kinder-waffenstrome-und-der-verweis-auf-jemen"><span id="kinder-waffenstroeme-und-der-verweis-auf-jemen">Kinder, Waffenströme und der Verweis auf Jemen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al_Shabaab_fighters_disengage_and_lay_down_arms_01_8019360014-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-22934 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al_Shabaab_fighters_disengage_and_lay_down_arms_01_8019360014-1024x640.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al_Shabaab_fighters_disengage_and_lay_down_arms_01_8019360014-300x188.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al_Shabaab_fighters_disengage_and_lay_down_arms_01_8019360014-768x480.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al_Shabaab_fighters_disengage_and_lay_down_arms_01_8019360014-1536x961.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al_Shabaab_fighters_disengage_and_lay_down_arms_01_8019360014-380x238.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al_Shabaab_fighters_disengage_and_lay_down_arms_01_8019360014-800x500.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al_Shabaab_fighters_disengage_and_lay_down_arms_01_8019360014-1160x725.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al_Shabaab_fighters_disengage_and_lay_down_arms_01_8019360014.jpg 1599w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wie <em>Security Council Report</em> darlegt, stritten die Mitglieder auch über Formulierungen zu Waffen- und Munitionsflüssen von Jemen nach Somalia. Einige Mitglieder wollten die Sprache verschärfen, um etwa Ausbildung von Al-Shabaab-Kämpfern in Jemen deutlicher zu verurteilen. Andere Mitglieder setzten sich dafür ein, die bereits in einer früheren Resolution enthaltene Formulierung beizubehalten. Im Entwurf in blue wurde schließlich die Sprache aus der vorangegangenen Resolution beibehalten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">China schlug laut Bericht außerdem vor, eine Passage zu streichen, die das Panel um Empfehlungen an den Sanktionsausschuss bittet, wie die somalische Regierung bei der Bearbeitung von Verstößen gegen Kinder unterstützt werden kann. Begründet wurde dies damit, dass das Mandat thematisch dem Sonderbeauftragten für Kinder und bewaffnete Konflikte zugeordnet sei. Mehrere Mitglieder, darunter Griechenland und Slowenien, plädierten für den Erhalt der Passage, die im Endtext nach Darstellung von <em>Security Council Report</em> beibehalten wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sexualisierte-gewalt-streit-um-begriffe-und-expertisen-im-panel"><span id="sexualisierte-gewalt-streit-um-begriffe-und-expertisen-im-panel">Sexualisierte Gewalt: Streit um Begriffe und Expertisen im Panel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kontrovers verliefen nach Angaben von <em>Security Council Report</em> auch Passagen zu sexualisierter Gewalt. Die USA verlangten demnach, konsistent mit ihrer Position seit Januar 2025, die Entfernung des Begriffs „gender“. Russland wollte zudem die Formulierung streichen, die das Panel auffordert, Gender als Querschnittsthema in Ermittlungen und Berichten zu behandeln. Andere Mitglieder, darunter Dänemark und Slowenien, wollten die Bezüge erhalten. Der schließlich gefundene Text fordert nach Darstellung des Berichts den Generalsekretär auf, entsprechende Expertise im Panel vorzusehen, im Einklang mit Resolution 2467 vom 23. April 2019, und verlangt, dass diese Expertise in allen Aspekten der Untersuchungen und Berichte angewandt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einstimmige-annahme-mitgliedstaaten-sollen-schmuggel-verhindern-lieferungen-nur-mit-koordinierung-und-notifizierung"><span id="einstimmige-annahme-mitgliedstaaten-sollen-schmuggel-verhindern-lieferungen-nur-mit-koordinierung-und-notifizierung">Einstimmige Annahme: Mitgliedstaaten sollen Schmuggel verhindern, Lieferungen nur mit Koordinierung und Notifizierung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128805-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22935 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128805-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128805-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128805-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128805-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128805-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128805-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128805.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der späteren Darstellung zur Annahme der Resolution heißt es, der Sicherheitsrat habe die Sanktionen gegen Waffenlieferungen nach Somalia bis zum 30. November 2026 verlängert und die Autorisierung zur Abfangung entsprechender Lieferungen bekräftigt. Der Rat rief Mitgliedstaaten auf, „angemessene Schritte“ zu unternehmen, um Waffenschmuggel nach Somalia zu verhindern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betonte der Sicherheitsrat, dass Lieferungen von Waffen, Munition und militärischer Ausrüstung an Somalia nur in Koordinierung mit der Bundesregierung Somalias und mit vorheriger Notifizierung an diese erfolgen dürfen, damit eine „angemessene Überprüfung und Erwägung“ möglich ist. Für Lieferungen an föderale Gliedstaaten und an lizenzierte private Sicherheitsunternehmen soll der liefernde Staat ebenfalls die Bundesregierung informieren, wiederum mit dem Ziel, eine Überprüfung zu ermöglichen. Der Rat erklärte zudem seine Absicht, die Bestimmungen der Resolution zu überprüfen und zu revidieren und spätestens bis zum 30. November 2026 über Verlängerung oder Änderung zu entscheiden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-im-rat-uk-russland-china-und-usa-setzen-akzente"><span id="reaktionen-im-rat-uk-russland-china-und-usa-setzen-akzente">Reaktionen im Rat: UK, Russland, China und USA setzen Akzente</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der einstimmigen Annahme äußerten mehrere Delegationen spezifische Schwerpunkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigten Königreichs</a> sagte, die Resolution enthalte ein starkes Maßnahmenpaket, um Al-Shabaab zu schwächen. Er erklärte zudem, der Text skizziere einen „angemessenen Pfad“ für mögliche künftige Änderungen am Waffenembargo. Außerdem äußerte er Sorge über anerkannte Verbindungen zwischen Al-Shabaab und der Huthi-Bewegung in Jemen und ermutigte die zuständigen Sanktionsausschüsse zu enger Kooperation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vertreterin <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russlands</a> mahnte, das Augenmerk müsse strikt auf Al-Shabaab bleiben. Sie warnte vor „kontraproduktiven“ Versuchen einiger Mitglieder, den Mandatsrahmen künstlich auszuweiten, da dies Politisierung und übermäßige Berichtslasten fördern könne. Gleichzeitig begrüßte sie, dass eine als Lücke wahrgenommene automatische Ausnahme für Waffenlieferungen an private Sicherheitsfirmen nun geschlossen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">Chinas</a> Vertreter begrüßte die einstimmige Annahme und betonte, Sanktionen zur Eindämmung von Waffenströmen müssten strikt beachtet werden. Er hob die vollständige Wahrung der somalischen Souveränität hervor, insbesondere bei jeder Diskussion über Lockerung oder Aufhebung von Sanktionen. Auch China plädierte für eine enge Fokussierung auf Al-Shabaab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vertreterin der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> erklärte, die Maßnahmen seien wesentlich, um Druck auf Al-Shabaab und andere destabilisierende Akteure aufrechtzuerhalten. Sie äußerte jedoch Enttäuschung darüber, dass einige Ratsmitglieder Widerstand gegen ausdrückliche Verweise auf wachsende Beziehungen zwischen Al-Shabaab und den Houthis geleistet hätten. Außerdem verwies sie auf Vorbehalte zu einer Formulierung in der Präambel und erklärte, ihre Delegation habe stattdessen eine Formulierung befürwortet, die das Ende „aller Formen sexualisierter Gewalt“ fordert.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-verlaengert-al-shabaab-sanktionen-resolution-2806-regelt-waffenlieferungen-nach-somalia-neu%2F&action_name=UN-Sicherheitsrat%20verl%C3%A4ngert%20Al-Shabaab-Sanktionen%3A%20Resolution%202806%20regelt%20Waffenlieferungen%20nach%20Somalia%20neu&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-al-shabaab-sanktionen-resolution-2806-regelt-waffenlieferungen-nach-somalia-neu/">UN-Sicherheitsrat verlängert Al-Shabaab-Sanktionen: Resolution 2806 regelt Waffenlieferungen nach Somalia neu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">AlShabaabFightersInBarawe2013</media:title>
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			<media:title type="html">Al_Shabaab_fighters_disengage_and_lay_down_arms_01_(8019360014)</media:title>
			<media:description type="html">SOMALIA, Garsale: In a handout photograph dated 22 September and released by the African Union-United Nations Information Support Team 23 September, members of the Al Qaeda-affiliated militant group Al Shabaab stand after giving themselves up to forces of the African Union Mission in Somalia (AMISOM) in Garsale, approximately 10km from the town of Jowhar, 80km north of the capital Mogadishu. Over 200 militants disengaged following in-fighting between militants in the region in which 8 Al Shabaab were killed, including 2 senior commanders. The former fighters were peacefully taken into AMISOM&#039;s protection handing in over 80 weapons in the process, in a further indication that the once-feared militant group is now divided and being defeated across Somalia. Deputy Force Commander of AMISOM Operations, Brigadier Michael Ondoga said a number of militants have contacted the AU force indicating their wish to cease fighting and that they their safety is assured if they give themselves up peacefully to AMISOM forces. AU-UN IST PHOTO / ABUKAR ALBADRI.</media:description>
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			<media:title type="html">UN71128805</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Hitzige Debatte im Sicherheitsrat zu Kämpfe im Ost-Kongo</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/hitzige-debatte-im-sicherheitsrat-zu-kaempfe-im-ost-kongo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 15:03:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burundi]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat eine neue Offensive der Alliance Fleuve Congo/Mouvement du 23 mars (AFC/M23)&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fhitzige-debatte-im-sicherheitsrat-zu-kaempfe-im-ost-kongo%2F&amp;action_name=Hitzige%20Debatte%20im%20Sicherheitsrat%20zu%20K%C3%A4mpfe%20im%20Ost-Kongo&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/hitzige-debatte-im-sicherheitsrat-zu-kaempfe-im-ost-kongo/">Hitzige Debatte im Sicherheitsrat zu Kämpfe im Ost-Kongo</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat eine neue Offensive der Alliance Fleuve Congo/Mouvement du 23 mars (AFC/M23) die <a href="https://fokus-afrika.de/m23-offensive-in-sued-kivu-uvira-faellt-region-zwischen-dr-kongo-burundi-und-ruanda-unter-druck/">Kampfhandlungen</a> in Süd-Kivu erneut ausgeweitet. Die Eskalation folgt nur wenige Tage nach diplomatischen Vereinbarungen, die auf Deeskalation zielten, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/kagame-und-tshisekedi-unterzeichnen-friedensabkommen-zwischen-ruanda-und-dr-kongo-in-washington/">die am 4. Dezember in Washington unterzeichneten</a> „Washington Accords“ zwischen der DR Kongo und Ruanda sowie das Doha-Rahmenabkommen vom 15. November zwischen Kinshasa und der AFC/M23. UN-Vertreter warnen nun vor einer regionalen Zuspitzung mit „unkalkulierbaren Folgen“, während die humanitäre Lage sich laut UN und Hilfsorganisationen weiter verschlechtert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afc-m23-offensive-in-sud-kivu-und-warnung-vor-regionaler-flare-up"><span id="afc-m23-offensive-in-sued-kivu-und-warnung-vor-regionaler-flare-up">AFC/M23-Offensive in Süd-Kivu und Warnung vor „regionaler Flare-up“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jean-Pierre Lacroix, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Friedenseinsätze, sprach im Sicherheitsrat von der Wiederkehr des „Gespensts einer regionalen Eskalation mit unkalkulierbaren Folgen“. Er verwies darauf, dass die territoriale Ausdehnung der AFC/M23 und die Schwächung staatlicher Autorität im Osten zentrale Prinzipien wie Einheit, Souveränität und territoriale Integrität der DR Kongo unter Druck setzten. Zugleich nehme die Regionalisierung des Konflikts zu, auch durch grenzüberschreitende Bewegungen von Vertriebenen und Kämpfern sowie durch die direkte oder indirekte Einbindung von Akteuren aus Nachbarstaaten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128829-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22926 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128829-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128829-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128829-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128829-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128829-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128829-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128829.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lacroix betonte, die jüngsten politischen Fortschritte hätten „echte Hoffnung“ auf Entspannung erzeugt. Gleichzeitig warnte er, dass wiederholte Verstöße gegen Waffenruhen und die neue Dynamik am Boden diese Fortschritte gefährdeten. Wörtlich sagte er: „Die wachsende Lücke zwischen politischen Zusagen und ihrer tatsächlichen Umsetzung vor Ort untergräbt die Glaubwürdigkeit von Friedensprozessen und verstärkt das Gefühl des Verlassenseins bei der Zivilbevölkerung.“</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-accords-und-doha-framework-diplomatie-trifft-auf-realitat-vor-ort"><span id="washington-accords-und-doha-framework-diplomatie-trifft-auf-realitaet-vor-ort">Washington Accords und Doha Framework: Diplomatie trifft auf Realität vor Ort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Gewaltausbruch setzt die Glaubwürdigkeit der jüngsten Vereinbarungen unter Druck. Nach UN-Angaben wurden die Washington Accords am 4. Dezember zwischen der DR Kongo und Ruanda unterzeichnet. Zusätzlich existiert das Doha Framework Agreement, das am 15. November zwischen Kinshasa und der AFC/M23 vereinbart worden sein soll. Beide Prozesse sollten zur Deeskalation beitragen, stehen aber nun im Schatten neuer Kämpfe.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">“Rwanda is leading the region towards increased instability and war. We will use the tools at our disposal to hold to account spoilers to peace,” U.S🇺🇸 Ambassador to the <a href="https://twitter.com/UN?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN</a> Mike Waltz tells <a href="https://twitter.com/hashtag/UNSC?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#UNSC</a> as M23 rebel group in <a href="https://twitter.com/hashtag/DRC?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#DRC</a>🇨🇩 threatens to derail President Trump&#39;s Peace efforts.… <a href="https://t.co/dofj45lszC">pic.twitter.com/dofj45lszC</a></p>— Kennedy Wandera (@KennedyWandera_) <a href="https://twitter.com/KennedyWandera_/status/1999564211928662120?ref_src=twsrc%5Etfw">December 12, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sicherheitsrat äußerte der Vertreter der Vereinigten Staaten, Mike Waltz, Enttäuschung über die Entwicklung. Die US-Seite habe die Unterzeichnung des Abkommens in Washington in der Vorwoche unterstützt, sei nun jedoch „unglaublich enttäuscht“ über das Verhalten Ruandas in den letzten Tagen. Waltz erklärte, Kigali unterstütze die M23-Rebellen, die Ruanda „vollständig kontrolliere“. Diese Darstellung steht im Kontext wiederkehrender Vorwürfe, wonach die M23 von Ruanda unterstützt werde. Ruanda hat entsprechende Vorwürfe laut UN-Darstellungen wiederholt zurückgewiesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-monusco-als-schutzanker-und-gleichzeitig-unter-druck"><span id="monusco-als-schutzanker-und-gleichzeitig-unter-druck">MONUSCO als Schutzanker – und gleichzeitig unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Eskalation rückt die UN-Friedensmission MONUSCO erneut ins Zentrum. Lacroix berichtete, MONUSCO leiste direkte physische Schutzmaßnahmen für rund 100.000 Vertriebene in der Nähe von UN-Stützpunkten, insbesondere in Nord-Kivu und Ituri. Die Mission arbeite mit täglichen Patrouillen, Frühwarnsystemen und engem Austausch mit lokalen Gemeinschaften. Zugleich setze MONUSCO stärker auf eine präventive Haltung, die auf Abschreckung, schnelle Reaktion und dauerhafte Präsenz rund um Vertriebenenstandorte abziele.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-21736 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908313145_a6cc9baa5a_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig schilderte Lacroix erhebliche Einschränkungen: Bewegungsfreiheit, Treibstoffversorgung sowie Wasser- und Stromzugänge seien durch Restriktionen der AFC/M23 beeinträchtigt. Auch die Schließung des Flughafens von Goma begrenze Mobilität, erschwere Rotationen und beeinträchtige humanitären Zugang. Hinzu kommen nach UN-Angaben finanzielle Engpässe und Personalreduzierungen im Kontext einer breiteren Liquiditätskrise der UN.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat steht zudem kurz vor einer Entscheidung zur Verlängerung des MONUSCO-Mandats. Vor diesem Hintergrund betonte Lacroix, dass diplomatische Fortschritte nun „in reale Verbesserungen vor Ort“ übersetzt werden müssten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-lage-verletzte-zerstorte-infrastruktur-massive-vertreibung"><span id="humanitaere-lage-verletzte-zerstoerte-infrastruktur-massive-vertreibung">Humanitäre Lage: Verletzte, zerstörte Infrastruktur, massive Vertreibung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN und Hilfsorganisationen berichten von zivilen Opfern, zerstörter Infrastruktur und einer hohen Zahl an Vertriebenen. Der Konflikt habe „Hunderttausende“ aus ihren Häusern getrieben. In Briefings wurde die Belastung der Gesundheitsversorgung als besonders dramatisch beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Notfallmediziner Javid Abdelmoneim, internationaler Präsident von Médecins Sans Frontières (MSF), erklärte vor dem Sicherheitsrat, die Gesundheitssysteme im Osten der DR Kongo seien „am Kollabieren“, ausgelöst durch Gewalt, Massenvertreibung und eingeschränkten humanitären Zugang. Er sagte: „MSF-Teams erleben weiterhin erschütternde Ausmaße an Gewalt, Vertreibung und Entbehrung. Diese Krise lässt nicht nach.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128809-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22927 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128809-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128809-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128809-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128809-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128809-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128809-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128809.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">MSF schilderte zudem Angriffe und Behinderungen medizinischer Arbeit. In den Briefings wurden Fälle genannt, in denen Ambulanzen unter Waffengewalt gestoppt, Einrichtungen gestürmt sowie ein Gesundheitszentrum geplündert und zerstört worden sei.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sexualisierte-gewalt-und-krankheitsausbruche-als-mehrfachkrise"><span id="sexualisierte-gewalt-und-krankheitsausbrueche-als-mehrfachkrise">Sexualisierte Gewalt und Krankheitsausbrüche als Mehrfachkrise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">MSF und UN-Vertreter hoben sexualisierte Gewalt als systematisch und weit verbreitet hervor, besonders zulasten von Frauen und Mädchen. Abdelmoneim berichtete, in den ersten sechs Monaten des Jahres hätten fast 28.000 Überlebende in von MSF unterstützten Einrichtungen in Ostkongo medizinische Hilfe gesucht. Er bezifferte dies als durchschnittlich mehr als 150 Personen pro Tag. Ein Teil der Betroffenen komme zu spät für präventive Behandlungen, andere erreichten medizinische Versorgung gar nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu verweisen die Briefings auf eine Zunahme von Infektionskrankheiten. Genannt wurden Cholera-Fälle von mehr als 38.000 im laufenden Jahr, bei denen sich die Zahl der Todesfälle im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt habe. Zudem breiteten sich Masern weiter aus, während Malaria-Ausbrüche bei eingeschränkter Diagnostik und Behandlung zunähmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-positionen-von-dr-kongo-ruanda-und-burundi-im-sicherheitsrat"><span id="positionen-von-dr-kongo-ruanda-und-burundi-im-sicherheitsrat">Positionen von DR Kongo, Ruanda und Burundi im Sicherheitsrat</span></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kinshasa-offensive-kurz-nach-washington-forderung-nach-durchsetzung-von-resolution-2773"><span id="kinshasa-offensive-kurz-nach-washington-forderung-nach-durchsetzung-von-resolution-2773">Kinshasa: „Offensive“ kurz nach Washington, Forderung nach Durchsetzung von Resolution 2773</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Außenministerin der DR Kongo, Thérèse Kayikwamba Wagner, verurteilte im Sicherheitsrat eine erneute Offensive, die sie als von Ruanda unterstützten Angriff von M23-Kräften darstellte, gestartet kurz nach dem Washington-Abkommen. Sie erklärte, Kinshasa habe „in gutem Glauben“ auf diplomatische Prozesse gesetzt, darunter US-, katarisch- und afrikanisch unterstützte Initiativen. Gleichzeitig warnte sie vor fortgesetzten Angriffen, dem Risiko grenzüberschreitender Effekte und einer weiteren Verschärfung der humanitären Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie forderte den Sicherheitsrat auf, die Resolution 2773 (2025) durchzusetzen, das MONUSCO-Mandat zu stärken und Konsequenzen bei anhaltenden Verstößen zu ziehen. In den Briefings wurde außerdem erwähnt, dass Kinshasa Sanktionen gegen Verantwortliche und weitere Maßnahmen ins Spiel brachte, darunter stärkere Kontrolle von Waffenlieferungen sowie Schritte gegen die ökonomische Verwertung von Ressourcenströmen, die als ruandisch deklariert würden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kigali-forderung-nach-strikter-unparteilichkeit-hinweis-auf-banyamulenge"><span id="kigali-forderung-nach-strikter-unparteilichkeit-hinweis-auf-banyamulenge">Kigali: Forderung nach „strikter Unparteilichkeit“, Hinweis auf Banyamulenge</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ruandas Vertreter Karoli Martin Ngoga wies Vorwürfe der Unterstützung der M23 zurück und betonte, ein erneuertes MONUSCO-Mandat müsse Washington- und Doha-Prozesse durch strikte Unparteilichkeit stützen. Er erklärte, Fortschritte hingen vom politischen Willen aller Parteien ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kigali verwies außerdem auf eine aus seiner Sicht schwere Schutzkrise der Banyamulenge-Gemeinschaft in Süd-Kivu. Genannt wurden Vertreibung, Tötungen und Blockaden, die ruandischer Darstellung zufolge durch kongolesische Kräfte, burundische Einheiten und verbündete Milizen verursacht würden. Der Vertreter sprach von frühen Indikatoren für mögliche Massenverbrechen und forderte eine politische Lösung.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-burundi-verurteilung-der-einnahme-von-uvira-und-sorge-um-grenzverletzungen"><span id="burundi-verurteilung-der-einnahme-von-uvira-und-sorge-um-grenzverletzungen">Burundi: Verurteilung der Einnahme von Uvira und Sorge um Grenzverletzungen</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128814-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22929 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128814-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128814-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128814-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128814-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128814-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128814-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128814-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Burundis Vertreter Zéphyrin Maniratanga verurteilte die berichtete Einnahme von Uvira durch M23-Kräfte, die er als von der ruandischen Armee unterstützt bezeichnete. Er sprach von wiederholten Verstößen gegen Resolution 2773 und warnte vor erheblichem zivilen Leid und massiver Flucht in sein Land. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Burundi äußerte zudem Sorge über grenzüberschreitende Artillerie- und Drohnenangriffe, die burundisches Territorium getroffen hätten. Maniratanga rief zur vollständigen Umsetzung der Washington-Verpflichtungen auf und verlangte mehr humanitäre Hilfe für Geflüchtete, unter anderem in Gatumba und Cibitoke.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-resolution-2773-und-debatte-uber-konsequenzen"><span id="sicherheitsrat-resolution-2773-und-debatte-ueber-konsequenzen">Sicherheitsrat: Resolution 2773 und Debatte über Konsequenzen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71126829-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22346 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71126829-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71126829-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71126829-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71126829-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71126829-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71126829-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71126829.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In den UN-Darstellungen wird Resolution 2773 (2025) als zentraler Bezugspunkt genannt, verbunden mit Forderungen nach sofortigem Ende der Kampfhandlungen und nach Umsetzung der politischen Vereinbarungen. Mehrere Beiträge stellten heraus, dass nicht die Formulierung von Vereinbarungen das Problem sei, sondern deren Durchsetzung und Umsetzung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den Debatten wurden zudem die erheblichen Finanzierungsdefizite der humanitären Hilfe thematisiert. In den Briefings hieß es, der Humanitarian Response Plan für die DR Kongo sei nur zu 22 Prozent finanziert. Vor diesem Hintergrund warnte Lacroix, dass die Fähigkeit von MONUSCO zur schnellen Reaktion und zur Ausweitung des Schutzes zusätzlich belastet werde, wenn Ressourcen weiter schrumpften.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Zentralafrika im Sicherheitsrat: Wahlen trotzen Risiken durch Terrorismus und Klimaschocks</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/zentralafrika-im-sicherheitsrat-wahlen-trotzen-risiken-durch-terrorismus-und-klimaschocks/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2025 14:05:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Zentralafrika sind in den vergangenen Monaten politische Fortschritte und punktuelle Sicherheitsgewinne erzielt worden, während gleichzeitig bewaffnete Gewalt,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fzentralafrika-im-sicherheitsrat-wahlen-trotzen-risiken-durch-terrorismus-und-klimaschocks%2F&amp;action_name=Zentralafrika%20im%20Sicherheitsrat%3A%20Wahlen%20trotzen%20Risiken%20durch%20Terrorismus%20und%20Klimaschocks&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrika-im-sicherheitsrat-wahlen-trotzen-risiken-durch-terrorismus-und-klimaschocks/">Zentralafrika im Sicherheitsrat: Wahlen trotzen Risiken durch Terrorismus und Klimaschocks</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Zentralafrika sind in den vergangenen Monaten politische Fortschritte und punktuelle Sicherheitsgewinne erzielt worden, während gleichzeitig bewaffnete Gewalt, Klimaschocks und regionale Konflikte die humanitäre Lage weiter verschärfen. Das erklärte der Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für Zentralafrika, Abdou Abarry, bei einer Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen am 11. Dezember 2025. Die Beratungen stützten sich auf aktuelle Lageberichte des UN-Regionalkommissariats UNOCA sowie auf Einschätzungen von humanitären Organisationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlen-und-politische-entwicklungen-in-mehreren-staaten"><span id="wahlen-und-politische-entwicklungen-in-mehreren-staaten">Wahlen und politische Entwicklungen in mehreren Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abarry stellte fest, dass die Region trotz anhaltender struktureller Herausforderungen in mehreren Staaten politische Prozesse vorangebracht habe. „In den vergangenen sechs Monaten hat Zentralafrika beträchtliche Fortschritte erzielt, auch wenn die Region weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert ist“, sagte er vor dem Sicherheitsrat. Zugleich betonte er: „Die Region hat ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, bestehende Problemlagen anzugehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in mehreren Ländern Zentralafrikas Wahlen durchgeführt oder politische Reformprozesse eingeleitet. In Gabun fanden laut UNOCA friedliche Wahlen statt. Auch in Kamerun sei eine Präsidentschaftswahl „in einer Atmosphäre relativer Ruhe“ abgehalten worden, wobei Abarry zugleich auf zunehmende Spannungen nach dem Urnengang hinwies. In Tschad verwies er auf den Start eines ambitionierten nationalen Entwicklungsprogramms, das mit institutionellen Reformen verbunden sei.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128754-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22886 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128754-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128754-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128754-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128754-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128754-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128754-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/UN71128754.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vertreter mehrerer Sicherheitsratsmitglieder griffen diese Einschätzung auf, äußerten jedoch zugleich Sorge über die langfristige Stabilität politischer Übergangsprozesse. Insbesondere die Entwicklung des zivilgesellschaftlichen Raums und die Legitimität staatlicher Institutionen wurden in mehreren Wortmeldungen thematisiert.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-terroristische-gewalt-im-tschadsee-becken"><span id="terroristische-gewalt-im-tschadsee-becken">Terroristische Gewalt im Tschadsee-Becken</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema der Sitzung war die Sicherheitslage im Tschadsee-Becken. Abarry warnte vor der anhaltenden Anpassungsfähigkeit bewaffneter Gruppen. „Mit Boko-Haram verbundenen Gruppen zeigen weiterhin ihre Fähigkeit, sich an die von den Sicherheitskräften der vier betroffenen Länder durchgeführten Operationen anzupassen“, erklärte er. Betroffen seien insbesondere <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/kamerun/">Kamerun</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a>.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/AbdouAbarry?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AbdouAbarry</a>, convaincu que des organisations sous-régionales fortes sont la clé de la stabilité régionale, a encouragé les États membres de la CEEAC à contribuer aux efforts déployés pour apaiser les tensions internes et renforcer les capacités de prévention et de médiation. <a href="https://t.co/vNejJOEhyg">pic.twitter.com/vNejJOEhyg</a></p>— ONU Afrique centrale (@UNOCA_NEWS) <a href="https://twitter.com/UNOCA_NEWS/status/1999157710924001585?ref_src=twsrc%5Etfw">December 11, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen verwiesen auf die wachsende Zahl von Angriffen mit improvisierten Sprengsätzen sowie auf den zunehmenden Einsatz von Drohnen durch nichtstaatliche Akteure. Vertreter aus Afrika und Europa unterstrichen die Bedeutung der Multinational Joint Task Force, die in der Region gegen terroristische Gruppen operiert, und wiesen auf deren Finanzierungs- und Ausstattungsprobleme hin.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-lage-und-bildungskrise"><span id="humanitaere-lage-und-bildungskrise">Humanitäre Lage und Bildungskrise</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Situation war ein weiterer Schwerpunkt der Debatte. Christelle Hurè, Regionalleiterin Advocacy beim Norwegian Refugee Council, schilderte insbesondere die Lage im Bildungsbereich. Nach ihren Angaben waren im August 2025 in Zentralafrika rund 5.800 Schulen geschlossen, wodurch mehr als 1,2 Millionen Kinder keinen Zugang zu Bildung hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hurè warnte vor den langfristigen Folgen dieser Entwicklung: „Wenn Schultüren geschlossen werden, steigen die Schutzrisiken erheblich, insbesondere für Mädchen, die einer erhöhten Gefahr von geschlechtsspezifischer Gewalt, Kinderheirat, früher Schwangerschaft, Kinderarbeit und der Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen ausgesetzt sind.“ In Ländern wie der Zentralafrikanischen Republik seien strukturelle Schwächen des Bildungssystems seit Jahren nicht überwunden worden. Genannt wurden unter anderem Lehrermangel, überfüllte Klassen und anhaltende geschlechtsspezifische Ungleichheiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-auswirkungen-der-krise-im-sudan"><span id="auswirkungen-der-krise-im-sudan">Auswirkungen der Krise im Sudan</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="452" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/377c4bd0-1951-4e52-9939-a7d8c1092106.jpeg" alt="" class="wp-image-22888 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/377c4bd0-1951-4e52-9939-a7d8c1092106.jpeg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/377c4bd0-1951-4e52-9939-a7d8c1092106-300x199.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/377c4bd0-1951-4e52-9939-a7d8c1092106-380x251.jpeg 380w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Lage im Sudan wurde von mehreren Rednern als eines der größten regionalen Risiken bezeichnet. Seit dem Fall der Stadt El Fasher im November 2025 seien mehr als 12.000 weitere Menschen nach Tschad geflohen, zusätzlich zu den bereits rund 1,2 Millionen sudanesischen Flüchtlingen in den Nachbarstaaten. Abarry sagte dazu: „Die Sicherheits- und humanitäre Krise im Sudan hält leider weiter an.“ Er fügte hinzu: „Dieser Konflikt hat Auswirkungen auf die gesamte Region.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter Frankreichs, des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigten Königreichs</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/danemark/">Dänemarks</a> warnten vor einer Destabilisierung angrenzender Staaten, insbesondere des Tschad und der Zentralafrikanischen Republik. Die Aufnahmekapazitäten der betroffenen Länder seien stark belastet, während der humanitäre Hilfsplan für 2025 bislang nur zu 26 Prozent finanziert sei.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-klimaschocks-als-sicherheitsfaktor"><span id="klimaschocks-als-sicherheitsfaktor">Klimaschocks als Sicherheitsfaktor</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Sicherheitsratsmitglieder stellten einen direkten Zusammenhang zwischen Klimaschocks und Sicherheitsrisiken her. Überschwemmungen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/kamerun/">Kamerun</a>, Dürreperioden in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/angola/">Angola</a> und veränderte Niederschlagsmuster im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahelraum</a> verschärften demnach bestehende Konflikte um Land und Ressourcen. Der Vertreter Griechenlands erklärte: „Frauen und Mädchen zahlen den höchsten Preis für Konflikte und Naturkatastrophen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Südkorea und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> betonten, dass Umweltveränderungen zunehmend als Konflikttreiber wirkten, etwa durch verstärkte Spannungen zwischen sesshaften Gemeinschaften und nomadischen Viehhaltern. In diesem Zusammenhang wurde die Rolle von UNOCA hervorgehoben, Risiken im Bereich Klima, Frieden und Sicherheit frühzeitig zu analysieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-positionen-im-sicherheitsrat"><span id="positionen-im-sicherheitsrat">Positionen im Sicherheitsrat</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte zugleich unterschiedliche politische Akzente innerhalb des Sicherheitsrats. Während westliche Staaten die Verknüpfung von Klima- und Sicherheitsfragen unterstützten, wies die Russische Föderation diesen Ansatz zurück. Moskau lehnte es ab, den Klimawandel als Thema des Sicherheitsrats zu behandeln.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="414" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/87522684-225f-423f-9bad-594cadf72be2.jpeg" alt="" class="wp-image-22887 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/87522684-225f-423f-9bad-594cadf72be2.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/87522684-225f-423f-9bad-594cadf72be2-300x177.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/87522684-225f-423f-9bad-594cadf72be2-380x225.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten betonten dagegen wirtschaftliche Perspektiven für die Region. Der US-Vertreter erklärte: „Die Vereinigten Staaten erkennen das Potenzial Afrikas an und betrachten afrikanische Länder als gleichwertige und leistungsfähige wirtschaftliche Partner.“ Zugleich forderte er die Staaten Zentralafrikas auf, eine stärkere Eigenverantwortung bei der Bewältigung ihrer Sicherheitsprobleme zu übernehmen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rolle-von-unoca"><span id="rolle-von-unoca">Rolle von UNOCA</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen unterstrichen die Bedeutung des UN-Regionalbüros für Zentralafrika. Slowenien, das im Dezember den Vorsitz des Sicherheitsrats innehatte, verwies auf die präventiv-diplomatische Rolle von UNOCA und sprach sich gegen eine Kürzung der finanziellen Mittel aus. Auch afrikanische Staaten warnten davor, die Kapazitäten des Büros angesichts der komplexen Lage zu schwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen im Sicherheitsrat machten deutlich, dass Zentralafrika derzeit von parallel verlaufenden Entwicklungen geprägt ist. Politische Fortschritte und institutionelle Prozesse stehen einer anhaltenden Gewalt, humanitären Krisen und strukturellen Risiken gegenüber, die nach Einschätzung der Vereinten Nationen weiterhin erhebliche internationale Aufmerksamkeit erfordern.</p>
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		<item>
		<title>Deutschland verstärkt Unterstützung für Sudan – Alabali Radovan bei der Afrikanischen Union in Addis Abeba</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-verstaerkt-unterstuetzung-fuer-sudan-alabali-radovan-bei-der-afrikanischen-union-in-addis-abeba/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Dec 2025 12:13:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan reist nach Addis Abeba, um die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union zu&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-verstaerkt-unterstuetzung-fuer-sudan-alabali-radovan-bei-der-afrikanischen-union-in-addis-abeba%2F&amp;action_name=Deutschland%20verst%C3%A4rkt%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20Sudan%20%E2%80%93%20Alabali%20Radovan%20bei%20der%20Afrikanischen%20Union%20in%20Addis%20Abeba&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-verstaerkt-unterstuetzung-fuer-sudan-alabali-radovan-bei-der-afrikanischen-union-in-addis-abeba/">Deutschland verstärkt Unterstützung für Sudan – Alabali Radovan bei der Afrikanischen Union in Addis Abeba</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan reist nach Addis Abeba, um die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union zu vertiefen und das deutsche Engagement für den Sudan zu unterstreichen. Im Zentrum der Gespräche in der äthiopischen Hauptstadt stehen der Krieg im Sudan, regionale Stabilität am Horn von Afrika sowie wirtschaftliche Integration über die Afrikanische Freihandelszone. Parallel dazu baut das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) seine Programme für den Sudan und die Nachbarstaaten aus, um die Folgen der größten humanitären Krise der Gegenwart abzufedern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategische-partnerschaft-mit-der-afrikanischen-union"><span id="strategische-partnerschaft-mit-der-afrikanischen-union">Strategische Partnerschaft mit der Afrikanischen Union</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Alabali Radovan bezeichnet die Partnerschaft mit der Afrikanischen Union (AU) als „von zentraler Bedeutung“. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Bekenntnis zu einer regelbasierten Weltordnung sowie zu Demokratie, guter Regierungsführung und Menschenrechten. Die Afrikanische Union wird dabei als politischer Schlüsselakteur verstanden, mit dem globale und kontinentale Herausforderungen wie Migration, Klima, Armut, Hunger und Krisen gemeinsam adressiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ministerin betont, dass <a href="https://fokus-afrika.de/tag/entwicklung/">wirtschaftliche Zusammenarbeit</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheit/">Sicherheit</a> die tragenden Säulen dieser strategischen Partnerschaft sind. Ziel ist ein Ausbau der Kooperation auf Basis gemeinsamer Interessen zwischen Deutschland, der Europäischen Union und afrikanischen Partnern. Nach Einschätzung des BMZ erfordert die wachsende Bevölkerung in Afrika Entwicklungen, die dauerhaft mit dem demografischen Wachstum Schritt halten und die Lebensbedingungen der Menschen verbessern. Dafür verweist die Ministerin ausdrücklich auf die Notwendigkeit von Frieden und Stabilität in der Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-im-sudan-als-zentrales-thema-in-addis-abeba"><span id="krieg-im-sudan-als-zentrales-thema-in-addis-abeba">Krieg im Sudan als zentrales Thema in Addis Abeba</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan prägt die Reiseagenda der Ministerin nach Addis Abeba. Alabali Radovan beschreibt den Konflikt als „größte humanitäre Krise der Gegenwart“ und verweist auf die Rolle externer Akteure, die den Krieg durch Waffen und Finanzströme zusätzlich anheizen. Nach BMZ-Angaben sind rund 30 Millionen Sudanesinnen und Sudanesen auf humanitäre Hilfe aus dem Ausland angewiesen, fast die Hälfte der Bevölkerung leidet akut an Hunger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hervorgehoben wird die Situation von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frauen/">Frauen</a> und Mädchen. Laut Ministerin sind fast zwölf Millionen Sudanesinnen, vom Kleinkind bis zur älteren Frau, von Gewalt bedroht. Vergewaltigungen würden systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Das BMZ richtet sein entwicklungspolitisches Engagement daher bewusst auf den Schutz der Zivilbevölkerung aus, insbesondere auf sichere Orte für Frauen sowie auf medizinische und psychologische Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union wird in den BMZ-Erklärungen als „entscheidender Akteur“ für einen zivil geführten Übergangsprozess im Sudan bezeichnet, sobald ein Waffenstillstand in Aussicht ist. Die Gestaltung dieses Übergangs bewerten die deutschen Gesprächspartner in Addis Abeba als zentrale Voraussetzung für nachhaltige Stabilität im Land und in der Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-unterstutzt-den-sudan-und-nachbarlander-in-ostafrika"><span id="deutschland-unterstuetzt-den-sudan-und-nachbarlaender-in-ostafrika">Deutschland unterstützt den Sudan und Nachbarländer in Ostafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen ihrer Ostafrika-Reise hebt Alabali Radovan hervor, dass Deutschland seine Unterstützung für die Bevölkerung im Sudan ausbaut. Das BMZ verfolgt dabei das Ziel, die Abhängigkeit von akuter humanitärer Hilfe zu verringern und die Eigenhandlungsfähigkeit der Menschen zu stärken, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret setzt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auf mehrere Schwerpunkte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stärkung der Ernährungssicherheit durch Fördermaßnahmen in der Landwirtschaft</li>



<li>Unterstützung sudanesischer kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) durch Investitionszuschüsse und Beratungsleistungen</li>



<li>Sicherung von Arbeitsplätzen und Versorgungsstrukturen in den Bereichen Nahrung, Wasser, Energie und Gesundheitsprodukte</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des Ministeriums tragen diese Unternehmen trotz des Krieges dazu bei, elementare Lieferketten aufrechtzuerhalten. Das BMZ arbeitet dafür mit UN-Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und lokalen Partnern zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel werden die Nachbarländer des Sudan, darunter Äthiopien, bei der Aufnahme von Geflüchteten und bei der Versorgung aufnehmender Gemeinden unterstützt. Die Programme konzentrieren sich darauf, lokale Strukturen zu stärken, die durch den anhaltenden Zustrom von Vertriebenen stark belastet sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-addis-abeba-gesprache-mit-der-afrikanischen-union-uber-frieden-handel-und-sicherheit"><span id="addis-abeba-gespraeche-mit-der-afrikanischen-union-ueber-frieden-handel-und-sicherheit">Addis Abeba: Gespräche mit der Afrikanischen Union über Frieden, Handel und Sicherheit</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7z0fOqWgAABmZG-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22863 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7z0fOqWgAABmZG-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7z0fOqWgAABmZG-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7z0fOqWgAABmZG-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7z0fOqWgAABmZG-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7z0fOqWgAABmZG-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7z0fOqWgAABmZG-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7z0fOqWgAABmZG-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7z0fOqWgAABmZG.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Während ihres Aufenthalts in Addis Abeba führt Alabali Radovan bilaterale Gespräche mit hochrangigen Vertretern der AU-Kommission wie mit dem Vorsitzenden der Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, sowie mit dem Kommissar für Politische Angelegenheiten, Frieden und Sicherheit, Bankole Adeoye.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Gespräche stehen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Frieden und Sicherheit, insbesondere die Lage im Sudan</li>



<li>wirtschaftliche Entwicklung auf dem Kontinent</li>



<li>die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA)</li>



<li>die Ergebnisse des G20-Gipfels in Johannesburg</li>



<li>das Gipfeltreffen zwischen Europäischer Union und Afrikanischer Union in Luanda</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verweis auf den G20-Gipfel in Johannesburg, der erstmals in Afrika stattfand, und auf den AU-EU-Gipfel in Luanda zeigt, dass Deutschland seine Abstimmung mit der EU und mit kontinentalen Institutionen in Afrika eng verknüpft. Bundeskanzler Merz hatte im November an beiden Formaten teilgenommen, deren Ergebnisse nun mit der Afrikanischen Union weiter vertieft werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfCFTA spielt in den Gesprächen eine zentrale Rolle, weil sie als Rahmen für die stärkere wirtschaftliche Integration afrikanischer Staaten gilt. Für Deutschland eröffnen sich aus Sicht des BMZ weitere Anknüpfungspunkte für Projekte, die wirtschaftliche Entwicklung, regionale Märkte und Beschäftigung fördern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-athiopien-als-reformpartner-am-horn-von-afrika"><span id="aethiopien-als-reformpartner-am-horn-von-afrika">Äthiopien als Reformpartner am Horn von Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise nach Addis Abeba knüpft an einen Dialog zur entwicklungspolitischen Zusammenarbeit an, den das BMZ mit Äthiopien Ende November geführt hat. Das Ministerium verweist auf weitreichende wirtschaftliche Reformen in Äthiopien, die das Interesse der deutschen Wirtschaft an dem Land verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als zweitbevölkerungsreichstes Land Afrikas und zentraler Akteur am Horn von Afrika wird Äthiopien im BMZ-Text als wichtiger Stabilitätsfaktor beschrieben. Die wirtschaftspolitischen Anpassungen sollen laut Ministerium dazu beitragen, Strukturwandel, Investitionen und Beschäftigung zu fördern. Deutschland sieht in diesen Entwicklungen einen Ansatzpunkt, um entwicklungspolitische Projekte mit privatwirtschaftlichem Engagement zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verbindung von sicherheitspolitischen Themen, wirtschaftlicher Reformagenda und regionaler Stabilitätsrolle macht Äthiopien zu einem Schwerpunktpartner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Ostafrika. Die Reise von Alabali Radovan bündelt vor diesem Hintergrund mehrere Ebenen: die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union, das Engagement im Sudan und die Kooperation mit einem Reformpartnerstaat am Horn von Afrika.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Sicherheitsstrategie 2025: Welche Rolle Afrika im neuen außenpolitischen Kurs der USA spielt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-2025-welche-rolle-afrika-im-neuen-aussenpolitischen-kurs-der-usa-spielt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 19:08:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten definiert einen deutlich veränderten Ansatz gegenüber Afrika. Das Dokument, das die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-sicherheitsstrategie-2025-welche-rolle-afrika-im-neuen-aussenpolitischen-kurs-der-usa-spielt%2F&amp;action_name=US-Sicherheitsstrategie%202025%3A%20Welche%20Rolle%20Afrika%20im%20neuen%20au%C3%9Fenpolitischen%20Kurs%20der%20USA%20spielt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-2025-welche-rolle-afrika-im-neuen-aussenpolitischen-kurs-der-usa-spielt/">US-Sicherheitsstrategie 2025: Welche Rolle Afrika im neuen außenpolitischen Kurs der USA spielt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten definiert einen deutlich veränderten Ansatz gegenüber Afrika. Das Dokument, das die außen- und sicherheitspolitischen Leitlinien der US-Regierung für die kommenden Jahre festlegt, ordnet die Region in einen globalen Wettbewerb um Märkte, Energie, kritische Rohstoffe und geopolitische Einflusszonen ein. Afrika erscheint darin nicht als primärer Schauplatz amerikanischer Außenpolitik, jedoch als strategisch relevante Region für ausgewählte Partnerschaften, wirtschaftliche Investitionen und sicherheitspolitische Stabilisierung in zentralen Konfliktzonen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abkehr-von-entwicklungspolitik-fokus-auf-investitionen-markte-und-ressourcen"><span id="abkehr-von-entwicklungspolitik-fokus-auf-investitionen-maerkte-und-ressourcen">Abkehr von Entwicklungspolitik: Fokus auf Investitionen, Märkte und Ressourcen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitsstrategie markiert eine deutliche Verschiebung der US-Afrika-Politik. Der bisherige Schwerpunkt auf Entwicklungszusammenarbeit wird zugunsten eines geoökonomischen Ansatzes zurückgenommen. Afrika soll weniger über Programme traditioneller Hilfe adressiert werden und stärker durch handelspolitische und investitionsgetriebene Instrumente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie betont, dass die Beziehungen mit afrikanischen Staaten künftig auf „gegenseitigen wirtschaftlichen Vorteilen“ beruhen sollen. Insbesondere Energieprojekte, Nukleartechnologie und die Erschließung kritischer Mineralien werden als Felder identifiziert, in denen die USA ihren wirtschaftlichen Einfluss ausbauen wollen. Parallel dazu strebt Washington an, afrikanische Märkte stärker an US-Unternehmen zu binden und Lieferketten zu schaffen, die weniger abhängig von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitskooperation-ohne-langfristige-prasenz"><span id="sicherheitskooperation-ohne-langfristige-praesenz">Sicherheitskooperation ohne langfristige Präsenz</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="798" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jmf4tWoAAmRC6-798x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-22750 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jmf4tWoAAmRC6-798x1024.jpeg 798w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jmf4tWoAAmRC6-234x300.jpeg 234w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jmf4tWoAAmRC6-768x986.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jmf4tWoAAmRC6-380x488.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jmf4tWoAAmRC6-800x1027.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jmf4tWoAAmRC6.jpeg 1088w" sizes="(max-width: 798px) 100vw, 798px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im sicherheitspolitischen Teil benennt die Strategie ausgewählte Konfliktregionen, die aus Sicht Washingtons besondere Aufmerksamkeit erfordern. Dazu zählen unter anderem die Beziehungen zwischen der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruanda</a>, die Lage im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> und die Spannungen im Dreieck <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/">Äthiopien</a>–<a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/">Eritrea</a>–<a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalia</a>. Der amerikanische Ansatz soll jedoch keine dauerhafte militärische Präsenz umfassen. Die Strategie betont ausdrücklich, dass die USA auf langfristige Einsätze verzichten wollen und stattdessen auf begrenzte, politisch fokussierte Interventionen setzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verweist das Dokument auf die Notwendigkeit, Bewegungen „islamistischer Terrorgruppen“ im Blick zu behalten. Die sicherheitspolitische Kooperation bleibt somit ein Bestandteil der US-Afrika-Politik, jedoch unter klaren politischen und operativen Begrenzungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-selektive-partnerschaften-und-neue-geopolitische-konstellationen"><span id="selektive-partnerschaften-und-neue-geopolitische-konstellationen">Selektive Partnerschaften und neue geopolitische Konstellationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie spricht von „ausgewählten Staaten“, mit denen die USA ihre wirtschaftlichen und politischen Beziehungen vertiefen wollen. Kriterien werden nicht ausdrücklich benannt, doch die Formulierungen deuten auf eine Kombination aus institutioneller Stabilität, Marktöffnung und Bereitschaft zur sicherheitspolitischen Kooperation hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus verankert die Sicherheitsstrategie Afrika in größere geopolitische Zusammenhänge. So sieht das Dokument vor, afrikanische Märkte gemeinsam mit Partnern aus Europa, dem Nahen Osten, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/">Indien</a> und anderen asiatischen Ländern zu erschließen. Investitionen aus Golfstaaten sollen dabei eine besonders wichtige Rolle spielen. Diese Perspektive verortet Afrika innerhalb eines erweiterten globalen Investitionsraums, in dem die USA mit verschiedenen Partnern kooperieren, um wirtschaftliche und strategische Spielräume zu sichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wettbewerbsfeld-fur-kritische-mineralien"><span id="wettbewerbsfeld-fuer-kritische-mineralien">Wettbewerbsfeld für kritische Mineralien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Bestandteil des neuen Ansatzes ist die Sicherung kritischer Rohstoffe. Afrika wird explizit als Teil globaler Lieferketten genannt, die die USA gemeinsam mit Verbündeten stärken wollen. Die Strategie zielt darauf ab, Abhängigkeiten von China zu reduzieren und gleichzeitig Kapitalmärkte sowie Finanzströme so auszurichten, dass sie für amerikanische Unternehmen und strategische Projekte in Afrika nutzbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu verweist das Dokument auf Maßnahmen zur Stärkung des US-Dollars als internationale Leitwährung. Afrikanische Staaten sollen stärker in Dollar-basierte Kapitalmärkte eingebunden werden, um Investitionen zu erleichtern und finanzielle Abhängigkeiten neu auszurichten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-konfliktbearbeitung-als-strategisches-instrument"><span id="konfliktbearbeitung-als-strategisches-instrument">Konfliktbearbeitung als strategisches Instrument</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA positionieren sich im Dokument als potenzieller Vermittler in ausgewählten afrikanischen Konflikten. Genannt werden insbesondere Sudan und die Beziehungen zwischen Kinshasa und Kigali. Ziel ist es, politische Lösungen zu fördern, die regionale Stabilität sichern und gleichzeitig den eigenen geopolitischen Handlungsspielraum erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei dient Konfliktbearbeitung weniger als humanitäre oder institutionelle Aufgabe, sondern als Bestandteil einer außenpolitischen Strategie, die regionale Stabilitätsräume schaffen soll. Diese sollen wiederum wirtschaftliche Investitionen, Handel und Rohstoffkooperation ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikas-rolle-in-der-globalen-neuordnung"><span id="afrikas-rolle-in-der-globalen-neuordnung">Afrikas Rolle in der globalen Neuordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Sicherheitsstrategie ordnet Afrika in eine globale Neuordnung ein, in der die USA geoökonomische Interessen, Wettbewerbsfähigkeit und politische Ausrichtung stärker miteinander verknüpfen. Die Region wird damit zu einem Teil eines umfassenderen strategischen Gefüges, das wirtschaftliche Öffnung, die Sicherung von Ressourcen und die Eindämmung sicherheitspolitischer Risiken miteinander verbindet.</p>
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		<title>Trump setzt Somalia unter Druck: Separatisten aus Somaliland und Puntland profitieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 11:48:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über somalischstämmige Menschen in den Vereinigten Staaten sowie geplante Maßnahmen der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftrump-setzt-somalia-unter-druck-separatisten-aus-somaliland-und-puntland-profitieren%2F&amp;action_name=Trump%20setzt%20Somalia%20unter%20Druck%3A%20Separatisten%20aus%20Somaliland%20und%20Puntland%20profitieren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/trump-setzt-somalia-unter-druck-separatisten-aus-somaliland-und-puntland-profitieren/">Trump setzt Somalia unter Druck: Separatisten aus Somaliland und Puntland profitieren</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über somalischstämmige Menschen in den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a> sowie geplante Maßnahmen der US-Einwanderungsbehörden markieren eine deutliche Verschärfung der politischen Linie gegenüber Somalia. Parallel dazu zeigt sich ein strategischer Wandel in der US-Politik am Horn von Afrika. Während Washington sicherheitspolitische Kooperation mit funktionierenden Regionen wie Somaliland und Puntland intensiviert, kritisiert die Regierung in Mogadischu zunehmend den Kurs der US-Administration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungen spiegeln eine Mischung aus innenpolitischer Rhetorik, sicherheitspolitischen Prioritäten und geopolitischen Interessen wider.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zuspitzung-der-innenpolitischen-debatte-in-den-usa"><span id="zuspitzung-der-innenpolitischen-debatte-in-den-usa">Zuspitzung der innenpolitischen Debatte in den USA</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="798" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Ilhan_Omar_official_portrait_116th_Congress_cropped_A.jpg" alt="" class="wp-image-22580 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Ilhan_Omar_official_portrait_116th_Congress_cropped_A.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Ilhan_Omar_official_portrait_116th_Congress_cropped_A-241x300.jpg 241w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Ilhan_Omar_official_portrait_116th_Congress_cropped_A-380x474.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung sagte US-Präsident Trump, er wolle „keine Somalis in unserem Land“. Er sprach von Menschen, die „zurückgehen sollten, wo sie herkommen“, und bezeichnete Somalia als „kaum ein Land“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Aussagen richteten sich auch gegen die Abgeordnete Ilhan Omar, die aus Somalia stammt und eine der bekanntesten politischen Stimmen der somalischstämmigen Diaspora ist. Omar schrieb anschließend, Trumps “Obsession” mit ihr sei „creepy“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen des Präsidenten fielen unmittelbar vor Berichten über eine geplante Operation der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minnesota, wo eine der größten somalischen Gemeinschaften der Welt lebt. Lokale Behörden und Politiker warnten, dass eine solche Maßnahme rechtmäßige amerikanische Staatsbürger treffen könne. Senatorin Zaynab Mohamed sagte, bei Kontrollen werde schnell klar werden, dass „fast alle von uns US-Bürger sind“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, äußerte Kritik und sprach von einem „PR-Manöver“ statt einer tatsächlichen sicherheitspolitischen Strategie.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategischer-kurswechsel-gegenuber-somalia"><span id="strategischer-kurswechsel-gegenueber-somalia">Strategischer Kurswechsel gegenüber Somalia</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/P20251201JB-0400_President_Donald_Trump_delivers_remarks_to_staff_during_a_Christmas_Reception_in_the_White_House-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-22583 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/P20251201JB-0400_President_Donald_Trump_delivers_remarks_to_staff_during_a_Christmas_Reception_in_the_White_House-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/P20251201JB-0400_President_Donald_Trump_delivers_remarks_to_staff_during_a_Christmas_Reception_in_the_White_House-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/P20251201JB-0400_President_Donald_Trump_delivers_remarks_to_staff_during_a_Christmas_Reception_in_the_White_House-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/P20251201JB-0400_President_Donald_Trump_delivers_remarks_to_staff_during_a_Christmas_Reception_in_the_White_House-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/P20251201JB-0400_President_Donald_Trump_delivers_remarks_to_staff_during_a_Christmas_Reception_in_the_White_House-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/P20251201JB-0400_President_Donald_Trump_delivers_remarks_to_staff_during_a_Christmas_Reception_in_the_White_House-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/P20251201JB-0400_President_Donald_Trump_delivers_remarks_to_staff_during_a_Christmas_Reception_in_the_White_House.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinter Trumps innenpolitischer Rhetorik steht zugleich eine umfassendere Neuausrichtung der US-Politik am Horn von Afrika. Die zweite Trump-Administration verfolgt einen pragmatischeren, stärker sicherheitsorientierten Ansatz, der Somaliland und Puntland gegenüber dem föderalen Somalia bevorzugt. </p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wandel-im-verhaltnis-zu-somaliland"><span id="wandel-im-verhaeltnis-zu-somaliland">Wandel im Verhältnis zu Somaliland</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/640px-Somaliland_Parties_Election_Agreement_2020-1.jpg" alt="" class="wp-image-22593 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/640px-Somaliland_Parties_Election_Agreement_2020-1.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/640px-Somaliland_Parties_Election_Agreement_2020-1-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/640px-Somaliland_Parties_Election_Agreement_2020-1-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Somaliland, das sich 1991 einseitig für unabhängig erklärte und seitdem stabile staatliche Strukturen etabliert hat, rückt stärker in das Blickfeld der US-Regierung. Politiker der Republikanischen Partei drängen seit Monaten öffentlich auf eine Anerkennung. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In programmatischen Referenzen des konservativen Policy-Blueprint Project 2025 wird Somaliland als strategischer Partner bezeichnet. Forderungen nach einer formellen Anerkennung haben an Gewicht gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere republikanische Senatoren unterstützen diese Linie. In Medienberichten wird von hochrangigen Gesprächen zwischen Vertretern Somalilands und US-Regierungsstellen gesprochen. Präsident Trump bezeichnete Somaliland nach einem Treffen im August als einen „stabilen und verlässlichen Partner“. Zwar liegt keine offizielle Anerkennung vor, doch beobachten Analysten eine deutliche Annäherung. Washington verfolgt dabei mehrere Interessen. Die geostrategische Lage am Golf von Aden, der Zugang zu Häfen wie Berbera und eine im regionalen Vergleich stabile Sicherheitslage spielen eine zentrale Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somaliland profitiert von einer offenere Haltung der US-Regierung, ohne dass dieser Kurs bereits zu einem diplomatischen Durchbruch geführt hätte. Die amerikanische Außenpolitik bleibt vorsichtig, um das Verhältnis zur Afrikanischen Union und zur Regierung in Mogadischu nicht weiter zu belasten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-puntland-als-sicherheitspolitischer-partner"><span id="puntland-als-sicherheitspolitischer-partner">Puntland als sicherheitspolitischer Partner</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Flag_of_Puntland_and_Flag_of_Somalia-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22592 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Flag_of_Puntland_and_Flag_of_Somalia-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Flag_of_Puntland_and_Flag_of_Somalia-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Flag_of_Puntland_and_Flag_of_Somalia-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Flag_of_Puntland_and_Flag_of_Somalia-1-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Flag_of_Puntland_and_Flag_of_Somalia-1-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Flag_of_Puntland_and_Flag_of_Somalia-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Flag_of_Puntland_and_Flag_of_Somalia-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Flag_of_Puntland_and_Flag_of_Somalia-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Flag_of_Puntland_and_Flag_of_Somalia-1.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Puntland bleibt ein zentraler Kooperationspartner der USA im Kampf gegen Extremismus. Seit Jahren arbeiten amerikanische Dienste und die Sicherheitskräfte Puntlands im Bereich der Terrorismusbekämpfung eng zusammen. Seit 2023 hat Puntland die Zusammenarbeit mit Mogadischu weitgehend reduziert, was die US-Regierung dazu veranlasst hat, die Beziehungen zur Region stärker bilateral auszulegen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph" id="h-">Die Intensität der militärischen Unterstützung hat deutlich zugenommen. Mehrere Luftschläge im Jahr 2025 zielten auf Stellungen von ISIS-Somalia in schwer zugänglichen Gebieten Puntlands. Washington betrachtet die Region als stabiler und besser organisierte Partnerin im Norden des Landes. Die US-Regierung prüft zunehmend, ob durch direkte regionale Kooperationen zuverlässigere Ergebnisse im Kampf gegen extremistische Gruppen erzielt werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-belastete-beziehungen-zu-mogadischu"><span id="belastete-beziehungen-zu-mogadischu">Belastete Beziehungen zu Mogadischu</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="752" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/His_Excellency_President_Hassan_Sheikh_Mohamud.jpg" alt="" class="wp-image-22594 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/His_Excellency_President_Hassan_Sheikh_Mohamud.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/His_Excellency_President_Hassan_Sheikh_Mohamud-255x300.jpg 255w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/His_Excellency_President_Hassan_Sheikh_Mohamud-380x447.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu verschlechtert sich das Verhältnis zwischen Washington und der föderalen Regierung Somalias. Trump hatte Somalia bereits mehrfach kritisiert und bezeichnete es nun abermals als „ohne Struktur“. Die politische Unterstützung der USA für Präsident Hassan Sheikh Mohamud ist sichtbar zurückgegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington fokussiert sich stärker auf sicherheitspolitische Zusammenarbeit, während entwicklungspolitische und humanitäre Programme, die unter der vorherigen US-Regierung ausgebaut worden waren, restriktiver gehandhabt werden. Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber Governance-Problemen und Korruptionsvorwürfen in Somalia.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Kurs widerspricht der früheren US-Politik, die auf die Stabilisierung des zentralen Staates setzte. Analysen wie jene der <em>International Crisis Group</em> sprechen von einem „Retooling“ der US-Somalia-Strategie: weg von der Förderung eines einheitlichen föderalen Staates, hin zur direkten Zusammenarbeit mit Regionen, die als handlungsfähiger gelten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-eskalierender-konflikt-im-innern-somalias"><span id="eskalierender-konflikt-im-innern-somalias">Eskalierender Konflikt im Innern Somalias</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den geopolitischen Entwicklungen erlebt Somalia eine Zunahme der militärischen Aktivitäten. Die jüngsten AFRICOM-Luftschläge folgen einem Jahr mit mehr als 100 Operationen im somalischen Luftraum. Die Angriffe richten sich vorrangig gegen Al-Shabaab, das weiterhin die größte Bedrohung für die Sicherheit des Landes darstellt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Gen. Anderson reaffirmed U.S. support for African-led efforts to counter ISIS and al-Shabaab, meeting leaders in Ethiopia, Somaliland, and Puntland. He highlighted AFRICOM’s unique capabilities that strengthen regional security and help defend the U.S. homeland. <a href="https://t.co/xXbTYrl9vI">pic.twitter.com/xXbTYrl9vI</a></p>— U.S. Africa Command (AFRICOM) (@USAfricaCommand) <a href="https://twitter.com/USAfricaCommand/status/1995845056889323946?ref_src=twsrc%5Etfw">December 2, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Während die US-Regierung die Angriffe als notwendig zur „Degradierung“ der Organisation bezeichnet, sorgt die Intensivierung in Somalia für politischen Druck auf Mogadischu und erschwert eine einheitliche nationale Sicherheitsstrategie.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-auswirkungen-auf-die-somalische-diaspora-in-den-usa"><span id="auswirkungen-auf-die-somalische-diaspora-in-den-usa">Auswirkungen auf die somalische Diaspora in den USA</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die innenpolitischen Spannungen in den Vereinigten Staaten haben konkrete Folgen für die somalische Gemeinschaft, insbesondere in Minnesota. Die Region Minneapolis–St. Paul beherbergt nach Schätzungen rund 80.000 Menschen somalischer Herkunft. Die geplanten ICE-Maßnahmen und die öffentliche Rhetorik des Präsidenten verstärken Ängste vor Diskriminierung.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig plant die US-Regierung die Beendigung des „Temporary Protected Status“ (TPS) für somalische Staatsangehörige, wodurch einige hundert Menschen unmittelbar betroffen wären. Vertreter der lokalen Politik warnten vor den Folgen einer solchen Maßnahme und sprachen von einer unnötigen Eskalation.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wechselwirkung-zwischen-us-innenpolitik-und-us-horn-strategie"><span id="wechselwirkung-zwischen-us-innenpolitik-und-us-horn-strategie">Wechselwirkung zwischen US-Innenpolitik und US-Horn-Strategie</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungen verdeutlichen, wie eng die innenpolitische Debatte über Migration mit strategischen Interessen am Horn von Afrika verknüpft ist. Während Trump Somalia scharf kritisiert, stärken die USA gleichzeitig ihre Präsenz in Somaliland und Puntland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Somalia bedeutet dieser Kurs eine Verringerung des politischen Rückhalts im Westen, während die USA bestimmte sicherheitsrelevante Kooperationen weiterhin fortsetzen. In Somaliland und Puntland hingegen wird die neue Linie in Washington als diplomatische Aufwertung wahrgenommen.</p>
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			<media:title type="html">Trump setzt Somalia unter Druck: Separatisten aus Somaliland und Puntland profitieren</media:title>
			<media:description type="html">Somalia im Fokus der US-Politik. Während Washington Somaliland und Puntland aufwertet, plant ICE Razzien in Minnesota und Trump verschärft die Rhetorik.</media:description>
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			<media:description type="html">President Donald Trump walks through the Ground Floor Corridor after delivering remarks to staff during a Christmas Reception in the White House, Monday, December 1, 2025. (Official White House Photo by Joyce N. Boghosian)</media:description>
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		<title>Präsident Sassou N’Guesso hält Rede zur Lage der Republik Kongo</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesident-sassou-nguesso-haelt-rede-zur-lage-der-republik-kongo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 18:34:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Präsident Denis Sassou N’Guesso hat in seiner Rede zur Lage der Nation am 28. November in Brazzaville ein&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesident-sassou-nguesso-haelt-rede-zur-lage-der-republik-kongo%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sident%20Sassou%20N%E2%80%99Guesso%20h%C3%A4lt%20Rede%20zur%20Lage%20der%20Republik%20Kongo&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-sassou-nguesso-haelt-rede-zur-lage-der-republik-kongo/">Präsident Sassou N’Guesso hält Rede zur Lage der Republik Kongo</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Präsident Denis Sassou N’Guesso hat in seiner Rede zur Lage der Nation am 28. November in Brazzaville ein kompromissloses Vorgehen gegen gewalttätige Banden angekündigt, die im öffentlichen Diskurs als „koulounas“ bezeichnet werden. Er bekräftigte, vor Verfassung und Volk die Verpflichtung eingegangen zu sein, die Sicherheit „aller und eines jeden“ zu garantieren, und erklärte sich auf diesem Feld „kompromisslos“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unnachgiebige-traque-gegen-kriminelle-banden"><span id="unnachgiebige-traque-gegen-kriminelle-banden">Unnachgiebige „Traque“ gegen kriminelle Banden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Er bestätigte, „dass die Verfolgung und das Demontieren dieser Gruppen ohne Glauben und Gesetz in allen Ecken und Winkeln aufrechterhalten werden, bis zur Ergreifung des letzten Banditen“. Ziel sei es, dass die Bevölkerung wieder „die Ruhe der Herzen und die Gelassenheit der Geister“ in allen Landesteilen erlebe. Dies gelte sowohl für die politische Hauptstadt Brazzaville als auch für die Wirtschaftsmetropole Pointe-Noire, deren Anziehungskraft nicht durch Unsicherheit beeinträchtigt werden solle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sassou N’Guesso stellte das Vorgehen gegen die Banden in einen umfassenden sicherheitspolitischen Rahmen. Er sprach von „organisierten Banden“, die in strukturierter und vorsätzlicher Weise Terror verbreiteten, Vergewaltigungen und „beispiellose Grausamkeit“ verübten und damit ein Klima der Angst im Land erzeugten. Der Staat als „Schutzmacht“ ziehe den Kreis um die Täter enger und werde deren Verfolgung ohne Unterbrechung fortsetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bedrohung-fur-stadte-nachtokonomie-und-bildung"><span id="bedrohung-fuer-staedte-nachtoekonomie-und-bildung">Bedrohung für Städte, Nachtökonomie und Bildung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Ansprache ging der Präsident ausführlich auf die sozioökonomischen Folgen des organisierten Banditentums ein. Betroffen sei vor allem die sogenannte „Nachtwirtschaft“, also wirtschaftliche Aktivitäten in Hotellerie, Gastronomie, Unterhaltung, Kultur und nächtlichem Tourismus. Diese Bereiche würden „tief“ von einem Umfeld der Angst geprägt und gerieten „unter die Fänge der Unsicherheit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hervorgehoben wurden die Risiken für den informellen Sektor, „gehalten von unschuldigen Müttern“, die früh aufstünden und bis spät in die Nacht arbeiteten, um den Grundbedarf zahlreicher Familien zu decken. Ohne effektive Eindämmung könnten ihre Aktivitäten „schwer destabilisiert“ werden. Sassou N’Guesso verwies zudem auf wiederholte Übergriffe in Schulen, Collèges und Lycées, die als „Ort der Vorbereitung auf das Leben in der Gesellschaft“ besonders verletzlich seien. Regelmäßige „Überfälle“ solcher Gruppen könnten Bildungseinrichtungen „unter dem Gewicht dieser beispiellosen Inhumanität“ zusammenbrechen lassen und dem internationalen Bild des Landes schaden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund formulierte der Präsident eine deutliche Warnung: Angesichts der „Gefahr der Instabilität“ könne die öffentliche Gewalt nicht dauerhaft herausgefordert werden, ohne das Risiko einzugehen, „sich zur öffentlichen Ohnmacht zu reduzieren“. Die Bevölkerung rief er auf, die Bemühungen der Sicherheitskräfte bei der „Eradikation“ der kriminellen Gruppen zu unterstützen. Zugleich sprach er den Überlebenden der Gewalttaten und ihren Familien „tiefe nationale Anteilnahme“ aus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JXIAAbbvh-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-22526 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JXIAAbbvh-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JXIAAbbvh-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JXIAAbbvh-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JXIAAbbvh-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JXIAAbbvh-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JXIAAbbvh-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JXIAAbbvh-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JXIAAbbvh.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wie die <em><a href="https://www.aci.cg/message-du-president-de-la-republique-sur-letat-de-la-nation-devant-le-parlement-reuni-en-congres/">Agence Congolaise d’Information</a></em> berichtet, nahm der sicherheitspolitische Teil der Rede einen zentralen Platz in der Ansprache ein und wurde bewusst mit langfristigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leitlinien verknüpft.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-im-kontext-einer-langen-konfliktgeschichte"><span id="sicherheit-im-kontext-einer-langen-konfliktgeschichte">Sicherheit im Kontext einer langen Konfliktgeschichte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sassou N’Guesso rahmte die aktuelle Sicherheitslage in eine historische Rückschau seit der Ausrufung der Republik am 28. November 1958 ein. Er erinnerte an „gefährliche Zonen der Turbulenzen“ in Form von Aufständen, Unruhen, Putschversuchen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Erwähnt wurden unter anderem die Konflikte von 1959 in Brazzaville, die „Trois Glorieuses“ von 1963, die Gründung und inneren Spannungen des Nationale Revolutionsbewegung sowie Putschversuche Anfang der 1970er Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politischen und gesellschaftlichen Krisen der 1990er Jahre – inklusive der Übergang zum Mehrparteiensystem und die gewaltsamen Konflikte von 1993, 1997, 1998 und 1999 – bezeichnete er als „die tragischsten Seiten der modernen Geschichte des Landes“. Diese Rückschau sei notwendig, um jüngeren Generationen die Konturen der Vergangenheit zu vermitteln und einer Verzerrung oder Verdrängung der historischen Erfahrungen vorzubeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei zitierte Sassou N’Guesso frühere eigene Aussagen zur Demokratisierung und stellte fest, dass ein pluralistisches System allein keine Tugend garantiere. Er betonte, die „Frieden der Herzen und die Gelassenheit der Geister“ seien seit langem Leitmotive seiner politischen Kultur. Frieden sei nicht nur Abwesenheit von Krieg, sondern auch die „Eradikation jeder Erscheinung, die Sicherheit und Ruhe der Bevölkerung angreift“ – ausdrücklich einschließlich schwerer Kriminalität.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-jugend-bildung-und-beschaftigung-als-innenpolitische-schwerpunkte"><span id="jugend-bildung-und-beschaeftigung-als-innenpolitische-schwerpunkte">Jugend, Bildung und Beschäftigung als innenpolitische Schwerpunkte</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JWsAA6Tpc-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-22527 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JWsAA6Tpc-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JWsAA6Tpc-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JWsAA6Tpc-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JWsAA6Tpc-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JWsAA6Tpc-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JWsAA6Tpc-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JWsAA6Tpc-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G62Tx3JWsAA6Tpc.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Rede lag auf der Jugendpolitik. Das Jahr 2024 war zur „Jahr der Jugend“ erklärt worden. Nach Darstellung des Präsidenten ging es dabei weniger um kurzfristige Lösungen als um eine „kollektive Bewusstseinsbildung“ für den Ausbau von Bildungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungsperspektiven. Die Bildung der Jugend bezeichnete er als Fundament jedes Staates.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sassou N’Guesso stellte eine Reihe neu errichteter oder eröffneter Bildungseinrichtungen vor, darunter Schulkomplexe in Tchiminzi und Brazzaville sowie Lycées in Oyo, Vindoulou und Dolisie. Zwei weitere große Schulkomplexe in Brazzaville sind in Planung. Im Hochschulbereich verwies er auf den Bau der Universität von Loango im Département Kouilou, die Projektplanung für eine Universität in Oyo sowie die jüngste Einweihung der katholischen Universität des Kongo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die berufliche Ausbildung nannte er das im Bau befindliche Ausbildungszentrum für Bergbauberufe in Souanké in der Sangha. Diese Initiativen sollen mittelfristig in Beschäftigung übergehen. Im Jahr 2025 wurden nach Regierungsangaben 10.000 neue Stellen im öffentlichen Dienst geschaffen. Gleichzeitig stellte Sassou N’Guesso klar, dass weder die nationale noch die territoriale Verwaltung „auf Dauer die einzige wirksame Lösung gegen Jugendarbeitslosigkeit“ sein könnten. Er betonte die Bedeutung von Unternehmertum und Selbstständigkeit und verwies auf den Fonds national d’appui à l’employabilité et à l’apprentissage (FONEA) sowie den Fonds d’impulsion, de garantie et d’accompagnement (FIGA), die Projekte, Qualifizierung und Formalisierung von Kleinstunternehmen unterstützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesundheit-soziale-sicherung-und-ernahrungssicherheit"><span id="gesundheit-soziale-sicherung-und-ernaehrungssicherheit">Gesundheit, soziale Sicherung und Ernährungssicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gesundheitssektor wurden 2025 zwei neue Allgemeinkrankenhäuser mit moderner technischer Ausstattung in Sibiti und Ouesso eingeweiht. In Pointe-Noire wurde ein Nationales Institut für Biologie und Gesundheitliche Überwachung geschaffen, das insbesondere bei der Diagnostik von Infektionskrankheiten eine Schlüsselrolle übernehmen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem wurde der Aufbau eines Systems der allgemeinen Krankenversicherung vorangetrieben. Die Führungsstrukturen der Allgemeinen Krankenkasse sind installiert, die Informatik ist abgeschlossen, wodurch nun Verträge mit Gesundheitseinrichtungen und die Registrierung der Zielgruppen möglich werden. Ergänzend verwies der Präsident auf nationale Programme sozialer Sicherung wie die sog. „Soziale Netze“, die Haushalte in prekären Lebenslagen mit Transferleistungen unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eng verknüpft mit Gesundheit ist die Ernährungssicherheit. Sassou N’Guesso argumentierte, ein Volk, das nicht produziere, was es konsumiere, sei nicht frei. Er stellte die Zonen geschützter Landwirtschaft als positives Beispiel vor. Hier sind nach seinen Angaben 28.000 Hektar in Nutzung, rund 4.000 Kooperativen aktiv und zahlreiche junge Menschen in unterschiedlichen Kulturen tätig.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diversifizierung-der-wirtschaft-und-ausbau-der-infrastruktur"><span id="diversifizierung-der-wirtschaft-und-ausbau-der-infrastruktur">Diversifizierung der Wirtschaft und Ausbau der Infrastruktur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Industriesektor verwies der Präsident auf mehrere Projekte im Rahmen der wirtschaftlichen Diversifizierung. Dazu gehören eine Ethanolfabrik in Nkayi mit einer geplanten Jahresproduktion von 6 Millionen Litern Alkohol und 25.000 Tonnen Melasse für Tierfutter sowie eine Biokraftstoffanlage in Loudima auf Basis von Soja, Rizinus und Sonnenblumen. Hinzu kommt der Bau einer Zementfabrik in Tao-Tao im Département Niari mit einer vorgesehenen Produktionskapazität von 600 Tonnen pro Tag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Sonderwirtschaftszone von Pointe-Noire sollen oder werden unter anderem eine Holzdreheinheit, eine Fabrik für Generika, eine Streichholz- und Zahnstocherproduktion, eine Anlage zur Herstellung von Fliesen, Glasfassaden und Solarpaneelen sowie eine Zuckerproduktion aufgebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Energiesektor erinnerte Sassou N’Guesso daran, dass der Kongo seit 2024 Flüssiggas exportiert. Die zweite Phase eines Projekts mit ENI sieht ab 2026 einen Ausbau auf 3 Millionen Tonnen pro Jahr vor. Ein weiteres Gasprojekt mit WING WAH soll bis zu 5 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag verarbeiten. Mit Blick auf wiederholte Störungen in der Kraftstoffversorgung verwies er auf den Bau einer zweiten Raffinerie in der Sonderwirtschaftszone von Pointe-Noire durch Atlantique Pétrochimie mit einer geplanten Kapazität von 1,5 bis 5 Millionen Tonnen pro Jahr.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-energie-wasser-und-verkehrswege"><span id="energie-wasser-und-verkehrswege">Energie, Wasser und Verkehrswege</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Elektrizität bezeichnete er als unverzichtbare Voraussetzung für Entwicklung. Die Stadt Ewo wurde jüngst über eine neue Hochspannungsleitung an das nationale Netz angeschlossen. Gleichzeitig werden weitere Orte im Département Pool an das Netz angebunden und ein Umspannwerk in der Industriezone von Maloukou in Betrieb genommen. Der Präsident verwies jedoch auf den weiterhin großen Bedarf an Investitionen in Transport- und Verteilnetze, deren Leistungsfähigkeit durch veraltete Infrastruktur und das Wachstum der Städte beeinträchtigt ist.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Message du président de la République, Denis Sassou N&#39;Guesso, sur l&#39;état de la Nation. Brazzaville 28 novembre 2025 <a href="https://twitter.com/hashtag/Congo?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Congo</a> <a href="https://t.co/eiwKBAN8Rf">pic.twitter.com/eiwKBAN8Rf</a></p>— ICIBRAZZA (@ICIBrazza) <a href="https://twitter.com/ICIBrazza/status/1994398709392851111?ref_src=twsrc%5Etfw">November 28, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der Wasserversorgung wird auf zusätzliche Maßnahmen verwiesen, darunter der Bau von zehn neuen Stationen in Brazzaville und fünf in Pointe-Noire im Rahmen des Projekts „Praktische Wasserstation“. Ergänzend erhofft sich die Regierung Unterstützung durch den italienischen „Plan Mattei“ für Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Verkehr nannte Sassou N’Guesso unter anderem die Sanierung der Nationalstraße 2, den Ausbau der Straße Boundji–Ewo, die Arbeiten an der Strecke Ouesso–Pokola mit einem neuen Sangha-Brückenschlag sowie die fortschreitende Verbindungsachse Dolisie–Kibangou–Ndendé an der Grenze zu Gabun. Weitere Brückenprojekte über die Flüsse Noumbi, Libenga und Motaba sind in Vorbereitung oder bereits im Bau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Makroökonomisch verwies der Präsident auf eine für 2026 erwartete Wachstumsrate von rund 3,6 Prozent, getragen vor allem vom Nichtölsektor. Die Inflation sei weiter erhöht, zeige aber Tendenzen zur Abschwächung. Die Staatsverschuldung befinde sich auf einem abnehmenden Pfad, insbesondere im Außenbereich. Der erfolgreiche Eurobond nach über zwanzigjähriger Abwesenheit von den internationalen Kapitalmärkten wurde als Ausdruck wiedergewonnener Glaubwürdigkeit dargestellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-panafrikanismus-regionale-integration-und-internationale-diplomatie"><span id="panafrikanismus-regionale-integration-und-internationale-diplomatie">Panafrikanismus, regionale Integration und internationale Diplomatie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen großen Raum nahm der panafrikanische Bezug ein. Der Kongo versteht sich nach den Worten des Präsidenten als „am Herzen des Kontinents gelegen“ und als engagierter Träger panafrikanischer Werte. Er verwies auf die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone, deren Potenzial nach seiner Darstellung erst mit geeigneter Infrastruktur in den Bereichen Transport und Energie voll ausgeschöpft werden kann. Im Kontext der anvisierten Elektrifizierungsinitiative „Mission 300“ sollen bis 2030 300 Millionen Afrikanerinnen und Afrikaner Zugang zu Strom erhalten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="870" height="580" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7F8FkGWIAALVIB.jpeg" alt="" class="wp-image-22528 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7F8FkGWIAALVIB.jpeg 870w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7F8FkGWIAALVIB-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7F8FkGWIAALVIB-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7F8FkGWIAALVIB-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7F8FkGWIAALVIB-800x533.jpeg 800w" sizes="(max-width: 870px) 100vw, 870px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sassou N’Guesso hob regionale Kooperationsprojekte hervor, darunter den Energieverbund Zentralafrika sowie das geplante Straßen- und Eisenbahnbrückenprojekt über den Kongo zwischen Brazzaville und Kinshasa. Er verwies auf gemeinsame Initiativen mit der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a>, etwa die Anerkennung der Rumba als immaterielles Kulturerbe, sowie ein grenzüberschreitendes Eisenprojekt am Mont Nabeba mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/kamerun/">Kamerun</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf internationaler Ebene unterstrich er die Rolle des Kongo als Ko-Vorsitz des Chinesisch-Afrikanischen Kooperationsforums FOCAC und die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zum China–Afrika-Abkommen über wirtschaftliche Partnerschaft mit Nullzoll auf kongolesische Exportgüter nach <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>. Er verwies auf seine <a href="https://fokus-afrika.de/un-kongos-praesident-sassou-nguesso-fordert-globale-abruestung/">Teilnahme an der 80. UN-Generalversammlung</a>, auf die von Kongo initiierte UN-Dekade 2027–2036 für Aufforstung und Wiederaufforstung sowie auf seine Beiträge zur Klimapolitik auf der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/cop/">COP30</a> in Belém.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der Umwelt- und Sicherheitspolitik erwähnte er die mit Frankreich vereinbarte Gründung einer Internationalen Akademie zur Bekämpfung der Umweltkriminalität. Zugleich ging er auf seine Präsenz bei Gedenkzeremonien in Russland und China sowie auf seine Teilnahme am 50. Unabhängigkeitstag Angolas ein. Innenhalb der Afrikanischen Union leitet Sassou N’Guesso weiterhin den hochrangigen Ausschuss zur Libyen-Frage.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">À l&#39;occasion du 67e anniversaire de la proclamation de notre République, je prononcerai, ce vendredi 28 novembre 2025, mon Message sur l&#39;état de la Nation, devant le Parlement réuni en Congrès.</p>— Denis Sassou-N&#39;Guesso – Officiel (@SassouNGuesso_) <a href="https://twitter.com/SassouNGuesso_/status/1993994065990570034?ref_src=twsrc%5Etfw">November 27, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende der Rede stellte er den Bezug zwischen nationaler Symbolik, panafrikanischer Identität und Entwicklungszielen her. Die Farben der Nationalflagge und die Hymne „La Congolaise“ verknüpfte er mit dem Ziel einer „freien, solidarischen und prosperierenden“ afrikanischen Zukunft, ohne jedoch über konkrete politische Ankündigungen hinauszugehen.</p>
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		<title>UN-Untergeneralsekretär Jean-Pierre Lacroix sieht die Zentralafrikanische Republik auf einen &#8220;guten Weg&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-untergeneralsekretaer-jean-pierre-lacroix-sieht-die-zentralafrikanische-republik-auf-einen-guten-weg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 15:27:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[MINUSCA]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinten Nationen bewerten die Lage in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) als zunehmend stabiler. Während eines viertägigen Besuchs&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-untergeneralsekretaer-jean-pierre-lacroix-sieht-die-zentralafrikanische-republik-auf-einen-guten-weg%2F&amp;action_name=UN-Untergeneralsekret%C3%A4r%20Jean-Pierre%20Lacroix%20sieht%20die%20Zentralafrikanische%20Republik%20auf%20einen%20%26%238220%3Bguten%20Weg%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-untergeneralsekretaer-jean-pierre-lacroix-sieht-die-zentralafrikanische-republik-auf-einen-guten-weg/">UN-Untergeneralsekretär Jean-Pierre Lacroix sieht die Zentralafrikanische Republik auf einen &#8220;guten Weg&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen bewerten die Lage in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) als zunehmend stabiler. Während eines viertägigen Besuchs in Bangui führte Jean-Pierre Lacroix, Untergeneralsekretär für Friedenseinsätze, Gespräche mit politischen Institutionen, der Wahlbehörde und der Leitung der Friedensmission MINUSCA. Im Mittelpunkt standen sicherheitspolitische Entwicklungen, die Vorbereitung der für den 28. Dezember geplanten Wahlen sowie die Auswirkungen der globalen Liquiditätskrise der UN. Die Informationen stammen aus Mitteilungen der Mission <em>MINUSCA</em>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-und-politische-entwicklung"><span id="sicherheitslage-und-politische-entwicklung">Sicherheitslage und politische Entwicklung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lacroix skizzierte zu Beginn ein Bild vorsichtiger Zuversicht. Ein breiter Kreis politischer und gesellschaftlicher Gesprächspartner teile die Einschätzung, dass sich die ZAR „auf einer positiven Entwicklungslinie“ befinde. Die sicherheitspolitische Lage habe sich sichtbar verbessert, insbesondere durch den Anschluss mehrerer bewaffneter Gruppen an das Friedensabkommen. Nach Angaben der UN führte der Demobilisierungsprozess allein in diesem Jahr zur Entwaffnung von über 1.000 Kämpfern. Auch die Ausweitung staatlicher Präsenz ermögliche in Teilen des Landes die Rückkehr von Binnenvertriebenen und Geflüchteten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-region-vakaga-und-grenzuberschreitende-risiken"><span id="region-vakaga-und-grenzueberschreitende-risiken">Region Vakaga und grenzüberschreitende Risiken</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region Vakaga bleibt ein sicherheitspolitischer Brennpunkt, da sie von den Auswirkungen des Konflikts im Sudan betroffen ist. Die UN verweisen auf die Bedeutung der MINUSCA-Präsenz, um grenzüberschreitende Risiken einzudämmen und humanitäre Versorgung zu sichern. Die Mission arbeitet in diesem Kontext eng mit zentralafrikanischen Behörden zusammen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorbereitung-der-wahlen"><span id="vorbereitung-der-wahlen">Vorbereitung der Wahlen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="590" height="371" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/92893835-65025397-1.jpg" alt="" class="wp-image-22509 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/92893835-65025397-1.jpg 590w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/92893835-65025397-1-300x189.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/92893835-65025397-1-380x239.jpg 380w" sizes="(max-width: 590px) 100vw, 590px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt des Besuchs war die Vorbereitung der bevorstehenden Wahlen. Lacroix und MINUSCA-Chefin Valentine Rugwabiza trafen den Präsidenten der Nationalen Wahlbehörde (ANE), Mathias Morouba. Morouba dankte der Mission für deren „multiforme Unterstützung“ und hob hervor, dass die Präsenz von MINUSCA das Vertrauen im Land stärke.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Lacroix betonte, das gemeinsame Ziel bestehe darin, einen Wahlprozess sicherzustellen, der als „glaubwürdig, offen und inklusiv“ wahrgenommen werde. Die Resolution 2800 des Sicherheitsrates beauftragt MINUSCA, die Regierung bei der Vorbereitung und Durchführung freier und transparenter Wahlen zu unterstützen. Dazu gehören politische Vermittlung, Dialogförderung, logistische Unterstützung und Maßnahmen zur Sicherung des Wahlablaufs.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-politische-kommunikation-und-risiken-im-vorfeld"><span id="politische-kommunikation-und-risiken-im-vorfeld">Politische Kommunikation und Risiken im Vorfeld</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Lacroix warnte vor politisch aufgeladener Kommunikation, die Gewalt befördern könnte. Kontroversen seien Bestandteil demokratischer Prozesse, Hassbotschaften jedoch nicht. MINUSCA setzt daher auf Prävention politischer Gewalt, sowohl physisch als auch digital.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-mit-staatlichen-institutionen"><span id="gespraeche-mit-staatlichen-institutionen">Gespräche mit staatlichen Institutionen</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="593" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/img_6745-1024x593.jpeg" alt="" class="wp-image-22506 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/img_6745-1024x593.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/img_6745-300x174.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/img_6745-768x445.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/img_6745-380x220.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/img_6745-800x463.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/img_6745-1160x672.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/img_6745.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Gesprächen mit Präsident Faustin-Archange Touadéra sowie weiteren Regierungsvertretern wurde die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Mission hervorgehoben. Lacroix sprach von der „Exzellenz der Beziehungen“ und verwies auf sichtbare Fortschritte bei Sicherheit und institutioneller Stabilisierung. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung betonte die landesweite Präsenz staatlicher Institutionen als Ausdruck stärkerer Staatlichkeit. MINUSCA bestätigte ihre Bereitschaft, die Wahlen operativ und logistisch zu begleiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzielle-engpasse-der-un"><span id="finanzielle-engpaesse-der-un">Finanzielle Engpässe der UN</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Lacroix ausführte, ist die Mission – wie sämtliche Friedenseinsätze der UN – von ausstehenden Pflichtbeiträgen mehrerer Mitgliedstaaten betroffen. Da Friedenseinsätze über verpflichtende Beiträge finanziert werden, erzwingt das Ausbleiben der Zahlungen eine Reduzierung der liquiden Mittel um 15 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lacroix stellte klar, dass diese Einsparungen „kein Zeichen für einen Rückzug“ seien. Die Maßnahmen dienten dazu, die Handlungsfähigkeit der Mission zu erhalten und zentrale Funktionen im Bereich Sicherheit, Logistik und Schutz der Zivilbevölkerung aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig informierte er das diplomatische Corps in Bangui über die finanzielle Lage und bekräftigte die „volle Entschlossenheit“ der UN, den Wahlprozess zu begleiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirkung-der-mission-und-internationale-vergleichsdimension"><span id="wirkung-der-mission-und-internationale-vergleichsdimension">Wirkung der Mission und internationale Vergleichsdimension</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lacroix beschrieb den Einfluss der MINUSCA auf die Sicherheit der Zivilbevölkerung als unmittelbar. Die Demobilisierung der bewaffneten Gruppen UPC, 3R und MPC reduziere direkte Bedrohungen. MINUSCA unterstütze zudem humanitäre Initiativen und schütze Gemeinden durch ihre Präsenz und Abschreckungswirkung. Die Mission trage außerdem zur Eindämmung regionaler Konfliktdynamiken bei, insbesondere in Gebieten, die vom Konflikt im Sudan überschattet werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-bedeutung-fur-friedenseinsatze-weltweit"><span id="bedeutung-fuer-friedenseinsaetze-weltweit">Bedeutung für Friedenseinsätze weltweit</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im internationalen Vergleich bezeichnete Lacroix die ZAR als potenzielles Beispiel dafür, wie Friedenseinsätze wirken können, wenn sicherheitspolitische und institutionelle Entwicklungen parallel vorankommen. Er verwies auf <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Darfur</a> und Haiti, wo ein frühzeitiger Rückzug die Lage verschlechtert habe. Für die ZAR betonte er die Notwendigkeit fortgesetzter Unterstützung bis zur Erreichung einer dauerhaften Stabilisierung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="590" height="388" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/92916404-65032329-1.jpg" alt="" class="wp-image-22510 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/92916404-65032329-1.jpg 590w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/92916404-65032329-1-300x197.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/92916404-65032329-1-380x250.jpg 380w" sizes="(max-width: 590px) 100vw, 590px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Abschließend würdigte Lacroix die Arbeit des Personals der MINUSCA als „außergewöhnlich“. Er hob die Rolle von Sonderbeauftragter Valentine Rugwabiza hervor, die die Mission durch eine Phase sicherheitspolitischer und finanzieller Herausforderungen geführt habe</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Interpol-Generalversammlung: BKA-Chef Münch in Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/93-interpol-generalversammlung-in-marrakesch-bka-chef-muench-in-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 23:02:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Marrakesch hat die 93. Generalversammlung von Interpol begonnen. Delegationen aus 196 Mitgliedstaaten, darunter 82 Polizeichefs, beraten bis&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F93-interpol-generalversammlung-in-marrakesch-bka-chef-muench-in-marokko%2F&amp;action_name=Interpol-Generalversammlung%3A%20BKA-Chef%20M%C3%BCnch%20in%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/93-interpol-generalversammlung-in-marrakesch-bka-chef-muench-in-marokko/">Interpol-Generalversammlung: BKA-Chef Münch in Marokko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marrakesch</a> hat die <a href="https://www.interpol.int/News-and-Events/Events/2025/93rd-INTERPOL-General-Assembly">93.</a> Generalversammlung von Interpol begonnen. Delegationen aus 196 Mitgliedstaaten, darunter 82 Polizeichefs, beraten bis zum 27. November über Entwicklungen der internationalen Kriminalitätsbekämpfung. Zu den Teilnehmern zählen hochrangige Vertreter aus Justiz und Innerer Sicherheit wie der BKA-Chef Holger Münch sowie der Generalsekretär von Interpol, Jürgen Stock.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokkos-rolle-bei-der-ausrichtung-des-gipfels"><span id="marokkos-rolle-bei-der-ausrichtung-des-gipfels">Marokkos Rolle bei der Ausrichtung des Gipfels</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eröffnung wurde durch Reden des Direktors der marokkanischen Sicherheitsbehörden, Abdellatif Hammouchi, und des Interpol-Präsidenten Ahmed Naser Al-Raisi geprägt. Die Versammlung gilt als das wichtigste Entscheidungsgremium der Organisation. Der erneute Zuschlag an Marrakesch – nach 2007 – wird als Ausdruck des internationalen Vertrauens in die marokkanischen Sicherheitsinstitutionen gewertet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647438_a61a06f50a_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22322 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647438_a61a06f50a_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647438_a61a06f50a_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647438_a61a06f50a_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647438_a61a06f50a_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647438_a61a06f50a_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647438_a61a06f50a_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647438_a61a06f50a_k-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647438_a61a06f50a_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Al-Raisi bezeichnete das Königreich als einen Staat, der aufgrund seiner geostrategischen Lage zwischen Afrika, dem arabischen Raum und Europa eine besondere Bedeutung für die internationale Polizeikooperation habe. Das Land verfüge über stabile Sicherheitsstrukturen und langjährige Erfahrung in der Bekämpfung transnationaler Kriminalität.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-themen-und-schwerpunkte-der-interpol-generalversammlung"><span id="themen-und-schwerpunkte-der-interpol-generalversammlung">Themen und Schwerpunkte der Interpol-Generalversammlung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tagesordnung deckt ein breites Spektrum globaler Sicherheitsrisiken ab. Dazu gehören die Bekämpfung organisierter Kriminalität, die Zerschlagung internationaler Betrugszentren, der Ausbau digitaler Ermittlungsfähigkeiten und die Stärkung der Rolle von Frauen in Polizeiorganisationen. Darüber hinaus beraten die Delegierten über die Weiterentwicklung des Projekts „Silver Notice“ sowie über die Förderung der Ratifizierung des VN-Übereinkommens zur Cyberkriminalität. Im Verlauf der Sitzung wird zudem eine neue Exekutivkommission gewählt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokkos-sicherheitspolitische-strategie-im-internationalen-kontext"><span id="marokkos-sicherheitspolitische-strategie-im-internationalen-kontext">Marokkos sicherheitspolitische Strategie im internationalen Kontext</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hammouchi stellte bei der Eröffnung die Grundzüge der marokkanischen Sicherheitsstrategie vor. Diese verbinde Gefahrenabwehr, Strafverfolgung und die Achtung der Menschenrechte. Er betonte die Notwendigkeit, angesichts digital vernetzter krimineller Strukturen gemeinsame Sicherheitsmechanismen zu entwickeln.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="799" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54944801880_b392098f61_c.jpg" alt="" class="wp-image-22320 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54944801880_b392098f61_c.jpg 799w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54944801880_b392098f61_c-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54944801880_b392098f61_c-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54944801880_b392098f61_c-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Laut Hammouchi setzt das Königreich darauf, nationale Fähigkeiten zu modernisieren und gleichzeitig über Interpol eng mit internationalen Partnern zusammenzuarbeiten. Die marokkanischen Dienste verfolgen einen integrativen Ansatz, in dem operative Polizeiarbeit und sicherheitspolitische Kommunikation zusammengedacht werden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bedeutung-fur-afrika-und-regionale-kooperation"><span id="bedeutung-fuer-afrika-und-regionale-kooperation">Bedeutung für Afrika und regionale Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Al-Raisi betonte, dass Marokko als Vizepräsident für Afrika eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung regionaler Sicherheitsarchitektur spiele. Das Land beteilige sich regelmäßig an multilateralen Operationen und bringe Fachwissen in digitale Ermittlungen, Grenzsicherung und die Bekämpfung von Terrorismusnetzwerken ein. Die marokkanische Beteiligung an Operationen wie „Neptune“ zeigt, dass das Land in globale Ermittlungsprozesse eingebunden ist.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="799" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647058_a093e04371_c.jpg" alt="" class="wp-image-22321 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647058_a093e04371_c.jpg 533w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647058_a093e04371_c-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54939647058_a093e04371_c-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 533px) 100vw, 533px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Abschluss der Generalversammlung soll in Ifrane ein internationales Ausbildungszentrum eröffnet werden. Der Standort wird als globaler Trainingshub für Cybersicherheit, digitale Ermittlungen und multilaterale Polizeikooperation aufgebaut. Ziel ist es, Fachkräfte aus allen Interpol-Mitgliedsländern auszubilden und gemeinsame Standards zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vizepräsident für Afrika, Mohammed Dkhissi, hob hervor, dass marokkanische Fachkräfte in internationalen Missionen zunehmend führende Rollen übernehmen. Schwerpunkte sind digitale Forensik, cyberpolizeiliche Operationen und der Austausch sicherheitsrelevanter Daten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsch-marokkanische-zusammenarbeit-vertiefte-sicherheitspolitische-partnerschaft"><span id="deutsch-marokkanische-zusammenarbeit-vertiefte-sicherheitspolitische-partnerschaft">Deutsch-marokkanische Zusammenarbeit: Vertiefte sicherheitspolitische Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande der Generalversammlung betonte Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, die „sehr gute“ Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Marokko. Beide Länder kooperieren seit Jahren in zentralen sicherheitspolitischen Bereichen, insbesondere in der Terrorismusbekämpfung, der Bekämpfung irregulärer Migration, im Informationsaustausch und bei operativen Ermittlungen gegen transnationale Netzwerke.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="799" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54944895886_e802dd7e27_c.jpg" alt="" class="wp-image-22319 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54944895886_e802dd7e27_c.jpg 799w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54944895886_e802dd7e27_c-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54944895886_e802dd7e27_c-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54944895886_e802dd7e27_c-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanischen Sicherheitsdienste gelten in deutschen Behörden als leistungsstarker Partner, vor allem aufgrund ihrer technischen Fähigkeiten, ihrer verlässlichen Analysekapazitäten und ihrer schnellen operativen Reaktionsfähigkeit. Münch hob hervor, dass Deutschland „auf diese Zusammenarbeit angewiesen“ sei und diese in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut wurde.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Regelmäßige Expertentreffen, gemeinsame Schulungsprogramme, Austauschformate zu Cybercrime und organisierter Kriminalität sowie operative Unterstützungsersuchen gehören zum festen Instrumentarium der Kooperation. Dabei spielt Marokko eine zentrale Rolle bei Ermittlungen mit Bezug zur westlichen Mittelmeerregion, etwa bei Fällen von Schleusungskriminalität, Dokumentenfälschung, Drogenhandel oder grenzüberschreitender Finanzkriminalität.</p>
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		<title>BAMEX: Mali vertieft militärische Kooperation mit Russland und Deutschland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bamex-mali-vertieft-militaerische-kooperation-mit-russland-und-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 11:14:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mali nutzt den Rahmen des Salon international de la Défense (BAMEX), um bestehende Militärpartnerschaften zu vertiefen. Am 11.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbamex-mali-vertieft-militaerische-kooperation-mit-russland-und-deutschland%2F&amp;action_name=BAMEX%3A%20Mali%20vertieft%20milit%C3%A4rische%20Kooperation%20mit%20Russland%20und%20Deutschland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bamex-mali-vertieft-militaerische-kooperation-mit-russland-und-deutschland/">BAMEX: Mali vertieft militärische Kooperation mit Russland und Deutschland</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Mali nutzt den Rahmen des Salon international de la Défense (BAMEX), um bestehende Militärpartnerschaften zu vertiefen. Am 11. November 2025 empfing der malische Minister der Verteidigung und der ehemaligen Kämpfer, General Sadio Camara, den russischen Vizeverteidigungsminister zu einem Höflichkeitsbesuch. Die russische Delegation nahm am Rüstungsformat in Bamako teil und führte im Anschluss ein bilaterales Gespräch im Verteidigungsministerium.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-des-russischen-vizeverteidigungsministers-in-bamako"><span id="besuch-des-russischen-vizeverteidigungsministers-in-bamako">Besuch des russischen Vizeverteidigungsministers in Bamako</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des Treffens stand die weitere Stärkung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Mali und Russland. Beide Seiten erörterten den Stand der bilateralen Beziehungen und ihre technische sowie operative Dimension. Nach den politischen Gesprächen präsentierte die russische Delegation ausgewählte Waffensysteme und Ausrüstung. Damit wurde der Austausch um eine fachliche Komponente ergänzt, die auf die Ausrüstung und die Einsatzfähigkeit der malischen Streitkräfte zielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter werten diese Visite als Ausdruck eines stabilen und ausgebauten militärischen Verhältnisses zwischen Bamako und Moskau. Der Besuch fügt sich in eine Reihe von Schritten ein, mit denen Mali seine sicherheitspolitischen Partnerschaften diversifiziert und auf unterschiedliche Akteure stützt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-zusammenarbeit-im-gesundheits-und-ausbildungsbereich"><span id="deutsche-zusammenarbeit-im-gesundheits-und-ausbildungsbereich">Deutsche Zusammenarbeit im Gesundheits- und Ausbildungsbereich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Kontakten mit Russland hat das Verteidigungsministerium die Zusammenarbeit mit Deutschland hervorgehoben. Am 6. November 2025 organisierte das Ministerium der Verteidigung und der ehemaligen Kämpfer eine Zeremonie zu Ehren zweier deutscher Militärberater. Die Veranstaltung stand unter dem Vorsitz des Generalsekretärs des Ministeriums, Generalmajor Sidiki Samaké.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Kooperationsoffizier General Mirko Freitag wurde zum Ritter des Nationalordens von Mali ernannt, und zwar als Auszeichnung für ausländische Persönlichkeiten. Der Oberstleutnant Frank Borchers erhielt die „Médaille de l’Étoile d’Argent du Mérite national“ mit der Effigie „Lion Debout“. Beide Auszeichnungen stehen im Zusammenhang mit ihrem Beitrag zur Stärkung der malischen Streitkräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Borchers ist an der Umsetzung medizinischer Projekte beteiligt und begleitet mehrere Initiativen der École de maintien de la paix Alioune Blondin Beye. Diese Aktivitäten stehen in Verbindung mit Programmen des Ausbildungsinstituts UNITAR und richten sich an militärische wie zivile Zielgruppen. Damit verknüpft die Zusammenarbeit Ausbildung, medizinische Versorgung und Friedenssicherung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwerpunkte-der-deutsch-malischen-verteidigungskooperation"><span id="schwerpunkte-der-deutsch-malischen-verteidigungskooperation">Schwerpunkte der deutsch-malischen Verteidigungskooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auszeichnungen sind Teil eines breiter angelegten bilateralen Programms, das von der deutschen Regierung initiiert wurde. Ziel ist die Unterstützung der „sécurisation et stabilisation du Mali“. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau medizinischer Kapazitäten der Forces armées maliennes und die Verbesserung der Betreuung von Soldatinnen und Soldaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret wurden zwei größere Projekte umgesetzt. In Kati ist ein psychiatrisches Zentrum eingerichtet worden, das sich speziell mit der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen bei Angehörigen der Streitkräfte befasst. Damit reagiert die Kooperation auf psychische Belastungen, die aus Einsätzen in einem konfliktreichen Umfeld resultieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Sévaré wurde ein Krankenhaus der Stufe 2 gebaut, das die medizinische Versorgung der FAMa im Einsatzraum stärken soll. Diese Einrichtung spielt eine Rolle für die Erstversorgung und Stabilisierung von Verwundeten und ergänzt bestehende Strukturen der militärischen Sanitätsdienste.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22298 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Verteidigungsministeriums dienen die Dekorationen dazu, den Einsatz der beiden deutschen Offiziere zu würdigen und zugleich die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Mali und Deutschland hervorzuheben. In der offiziellen Darstellung wird diese Kooperation in den Kontext von Frieden, Stabilität und dem Ausbau der operativen Fähigkeiten der Sicherheitskräfte gestellt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamex-als-plattform-fur-internationale-sicherheitspolitische-kontakte"><span id="bamex-als-plattform-fuer-internationale-sicherheitspolitische-kontakte">BAMEX als Plattform für internationale sicherheitspolitische Kontakte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Salon international de la Défense (BAMEX) fungiert als Plattform, auf der das Verteidigungsministerium Malis Kontakte zu internationalen Partnern bündelt. Nach Angaben des Ministeriums nutzte es die Messe, um Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Staaten zu empfangen. Neben den Ländern der Allianz der Sahelstaaten wurden unter anderem Delegationen aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a>, der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/">Türkei</a>, dem <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/">Iran</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mauretanien/">Mauretanien</a> genannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-22300 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnahme dieser Staaten verdeutlicht, dass Mali seine Verteidigungsbeziehungen auf eine breite Basis stellt. Rüstungsmessen wie BAMEX ermöglichen es, technische Fähigkeiten zu präsentieren, Gespräche über Ausrüstung und Ausbildung zu führen und sicherheitspolitische Netzwerke zu vertiefen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die malischen Streitkräfte bieten solche Foren die Möglichkeit, ihre Bedarfe zu artikulieren und Optionen für Kooperationen zu sondieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einordnung-der-parallelen-partnerschaften"><span id="einordnung-der-parallelen-partnerschaften">Einordnung der parallelen Partnerschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Mali gleichzeitig auf unterschiedliche Partner setzt. Mit Russland verbindet das Land vor allem eine operative und ausrüstungsbezogene Sicherheitskooperation. Die deutsche Zusammenarbeit konzentriert sich stärker auf medizinische Infrastruktur, Ausbildung und institutionelle Kapazitätsbildung im Verteidigungssektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Kontakte mit Moskau insbesondere die militärische Handlungsfähigkeit im engeren Sinne betreffen, zielen die Projekte mit Berlin auf die langfristige Stärkung der Gesundheitsversorgung und der professionellen Ausbildung der FAMa. Beide Linien sind in die breitere Strategie des Verteidigungsministeriums eingebettet, die auf eine Verbesserung der Einsatzbereitschaft und der Betreuung des Personals abzielt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="475" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-1024x475.webp" alt="" class="wp-image-22301 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-1024x475.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-300x139.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-768x357.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-380x176.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-800x371.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-1160x539.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1.webp 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt stellt die Kombination aus technischen Gesprächen, Auszeichnungen und Projektbesuchen im Umfeld von BAMEX eine Momentaufnahme der gegenwärtigen sicherheitspolitischen Ausrichtung Malis dar. Das Verteidigungsministerium nutzt die Messe als Sichtfenster für seine internationalen Beziehungen und als Rahmen, um sowohl bestehende Kooperationen zu konsolidieren als auch neue Kontakte zu vertiefen.</p>
</div></div>
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		<title>UN-Sicherheitsrat stimmt über Verlängerung der Libyen-Sanktionen ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-stimmt-ueber-verlaengerung-der-libyen-sanktionen-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 10:04:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird am 25. November über einen Resolutionsentwurf abstimmen, der die bestehende Genehmigung zur&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-stimmt-ueber-verlaengerung-der-libyen-sanktionen-ab%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20stimmt%20%C3%BCber%20Verl%C3%A4ngerung%20der%20Libyen-Sanktionen%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-stimmt-ueber-verlaengerung-der-libyen-sanktionen-ab/">UN-Sicherheitsrat stimmt über Verlängerung der Libyen-Sanktionen ab</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird am 25. November über einen Resolutionsentwurf abstimmen, der die bestehende Genehmigung zur Kontrolle von Schiffen vor der libyschen Küste um weitere sechs Monate verlängern soll. Die Maßnahme ermöglicht es Mitgliedstaaten, national oder über regionale Organisationen handelnd, Schiffe auf hoher See zu durchsuchen, wenn der begründete Verdacht besteht, dass sie gegen das Waffenembargo gegenüber Libyen verstoßen. Frankreich und Griechenland haben den aktuellen Entwurf gemeinsam vorgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Genehmigung dient der Unterstützung des seit 2011 geltenden Waffenembargos, das in Reaktion auf den bewaffneten Konflikt im Land verhängt wurde. Es betrifft sowohl Lieferungen an staatliche als auch nichtstaatliche Akteure.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hintergrund-der-bisherigen-sanktionen-gegen-libyen"><span id="hintergrund-der-bisherigen-sanktionen-gegen-libyen">Hintergrund der bisherigen Sanktionen gegen Libyen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Befugnis zur maritimen Kontrolle basiert auf Resolution 2292 vom 14. Juni 2016. Diese sah erstmals umfassende Maßnahmen vor, um den Waffentransfer nach Libyen über den Seeweg einzudämmen. Der Sicherheitsrat verlängerte die Genehmigung in den Folgejahren jeweils um ein Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Abweichung von dieser Praxis erfolgte im Mai 2025. Damals wurde die Autorisierung durch Resolution 2780 nur für sechs Monate verlängert. Libyen hatte sich gegen eine Verlängerung um ein Jahr ausgesprochen und auf eine kürzere Frist gedrängt. Die Verhandlungen endeten mit einem Kompromiss, der die Dauer der Verlängerung auf ein halbes Jahr begrenzte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lagebericht-des-generalsekretars-zu-den-kontrollen"><span id="lagebericht-des-generalsekretaers-zu-den-kontrollen">Lagebericht des Generalsekretärs zu den Kontrollen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o.jpeg" alt="" class="wp-image-21953 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o-300x212.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o-768x543.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o-380x269.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o-800x566.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der jüngste Bericht des UN-Generalsekretärs, datiert auf den 27. Oktober und den Zeitraum vom 15. April bis 14. Oktober abdeckend, beschreibt die Aktivitäten im Rahmen der Kontrollbefugnis. Demnach hat die europäische Operation <a href="https://fokus-afrika.de/eunavfor-med-irini-zur-durchsetzung-des-waffenembargos-gegen-libyen-wird-verlaengert/">EUNAVFOR MED IRINI</a> weiterhin als einzige regionale Mission Inspektionen durchgeführt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Berichtszeitraums registrierte die Operation 2.079 Funkkontakte mit Schiffen, 52 sogenannte „friendly approaches“, also einvernehmliche Annäherungen ohne Durchsuchungsbefugnis, und zwei förmliche Inspektionen. Seizures oder die Entsorgung verbotener Güter wurden nicht gemeldet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-uneinigkeit-im-sicherheitsrat-seit-2022"><span id="uneinigkeit-im-sicherheitsrat-seit-2022">Uneinigkeit im Sicherheitsrat seit 2022</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21397 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bis einschließlich 2022 erfolgte die jährliche Verlängerung der Kontrollbefugnis einstimmig. Seitdem enthält sich <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> regelmäßig der Stimme. Die russische Delegation äußert Zweifel an der Wirksamkeit der Maßnahmen und kritisiert die Praxis der Inspektionen. Zu den vorgebrachten Bedenken zählt der Vorwurf, die Operation handle selektiv und intransparent.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> hat in den vergangenen Jahren ebenfalls Vorbehalte formuliert, sich aber zumeist der Stimme enthalten. Andere Ratsmitglieder verwiesen auf ähnliche Fragen zur Effektivität der Inspektionen und der Dokumentation der Ergebnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abstimmung über Resolution 2733 im Mai 2024 verdeutlicht diese Entwicklung: Der Rat verlängerte die Genehmigung damals mit neun Stimmen bei sechs Enthaltungen. Die jüngste Verlängerung im Mai 2025 wurde mit 13 Stimmen angenommen, während China und Russland sich enthielten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verhandlungen-uber-den-neuen-resolutionsentwurf"><span id="verhandlungen-ueber-den-neuen-resolutionsentwurf">Verhandlungen über den neuen Resolutionsentwurf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> und Griechenland brachten den aktuellen Entwurf am 17. November in den Verhandlungsprozess ein und setzten ihn am 19. November in das sogenannte „Silence Procedure“. Russland durchbrach das Schweigen, ohne textliche Änderungen vorzuschlagen, und wiederholte seine bekannten Einwände. China äußerte ebenfalls Bedenken, bat jedoch nicht um Änderungen am Dokument.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 21. November wurde der unveränderte Entwurf zur Abstimmung in blauer Fassung („in blue“) vorgelegt. Das Verfahren ähnelt damit den Verhandlungen im Frühjahr, bei denen die Co-Penholder ebenfalls keine Änderungen infolge der geäußerten Bedenken vorgenommen hatten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bedeutung-der-maritimen-inspektionen-fur-das-waffenembargo"><span id="bedeutung-der-maritimen-inspektionen-fuer-das-waffenembargo">Bedeutung der maritimen Inspektionen für das Waffenembargo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Genehmigung, Schiffe auf hoher See zu kontrollieren, ist ein zentrales Instrument zur Durchsetzung des Waffenembargos gegenüber Libyen. Die internationale Kontrolle der Seewege soll verhindern, dass Waffenlieferungen Konfliktparteien erreichen und damit die Instabilität im Land verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen befindet sich weiterhin in einer politischen Übergangssituation, in der parallele Verwaltungen, bewaffnete Gruppen und externe Einflussfaktoren die Sicherheitslage bestimmen. Der Zugang zu Waffen gilt als ein struktureller Faktor, der Konflikte in verschiedenen Landesteilen antreibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN betrachten maritime Kontrollen als einen Baustein, der gemeinsam mit diplomatischen Bemühungen, politischen Prozessen und wirtschaftlichen Stabilisierungsmaßnahmen wirken soll. Der Sicherheitsrat entscheidet in diesem Zusammenhang regelmäßig über Mandate, die darauf abzielen, illegale Waffenströme einzugrenzen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU-Parlament und Panafrikanisches-Parlament wollen in Zukunft stärker kooperieren</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-parlament-und-panafrikanisches-parlament-wollen-in-zukunft-staerker-kooperieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 09:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=22281</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Im Vorfeld des 7. Gipfels von Afrikanischer Union und Europäischer Union in Luanda haben sich Abgeordnete des Pan-Afrikanischen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-parlament-und-panafrikanisches-parlament-wollen-in-zukunft-staerker-kooperieren%2F&amp;action_name=EU-Parlament%20und%20Panafrikanisches-Parlament%20wollen%20in%20Zukunft%20st%C3%A4rker%20kooperieren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-parlament-und-panafrikanisches-parlament-wollen-in-zukunft-staerker-kooperieren/">EU-Parlament und Panafrikanisches-Parlament wollen in Zukunft stärker kooperieren</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Im Vorfeld des <a href="https://fokus-afrika.de/7-gipfel-afrikanische-union-europaeische-union-findet-ende-november-in-luanda-statt/">7. Gipfels</a> von Afrikanischer Union und Europäischer Union in Luanda haben sich Abgeordnete des Pan-Afrikanischen Parlaments und des Europäischen Parlaments zu einem parlamentarischen Vortreffen in Midrand, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a>, versammelt. Unter dem Motto „Renewing Africa-Europe Parliamentary Cooperation in a Changing Global Context“ diskutierten sie, wie die Zusammenarbeit zwischen beiden Kontinenten politisch und institutionell weiterentwickelt werden soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarisches-vortreffen-in-midrand"><span id="parlamentarisches-vortreffen-in-midrand">Parlamentarisches Vortreffen in Midrand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum stand die Frage, welche Rolle Parlamente nach 25 Jahren AU-EU-Partnerschaft in der Steuerung und Kontrolle dieser Beziehungen einnehmen sollen. Die Abgeordneten formulierten gemeinsame Botschaften und Empfehlungen, die in den Gipfelprozess der Staats- und Regierungschefs einfließen sollen. Leitplanken bilden dabei die Agenda 2063 der Afrikanischen Union und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grundprinzipien-der-erneuerten-zusammenarbeit"><span id="grundprinzipien-der-erneuerten-zusammenarbeit">Grundprinzipien der erneuerten Zusammenarbeit</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-22283 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-1024x768.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-1536x1152.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-1160x870.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Linie der Abgeordneten beruht auf einigen zentralen Grundsätzen. Erstens wird die Partnerschaft zwischen Afrika und Europa ausdrücklich als Beziehung von gleichberechtigten Partnern beschrieben, die auf Demokratie, Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und Rechenschaftspflicht basiert. Diese Grundprinzipien werden als Voraussetzung für dauerhafte Stabilität und Entwicklung verstanden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens betonen die Parlamentarier die Bedeutung des Multilateralismus. Internationale Zusammenarbeit und parlamentarische Diplomatie sollen genutzt werden, um komplexe politische, sicherheitspolitische und sozioökonomische Herausforderungen auf beiden Kontinenten zu bearbeiten. Das gilt für Themen der Friedenssicherung ebenso wie für wirtschaftliche und soziale Fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drittens rückt die Rolle der Parlamente selbst stärker in den Vordergrund. Sie sollen nicht nur Gesetzgebung und Haushaltskontrolle in den jeweiligen Unionsstrukturen ausüben, sondern auch die Umsetzung gemeinsamer AU-EU-Beschlüsse politisch begleiten, hinterfragen und öffentlich sichtbar machen. Parlamentarische Kontrolle wird als zentrales Element verstanden, damit Partnerschaftsprogramme messbare Ergebnisse für Bürgerinnen und Bürger liefern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reformen-von-finanzarchitektur-handel-und-globalen-rahmenbedingungen"><span id="reformen-von-finanzarchitektur-handel-und-globalen-rahmenbedingungen">Reformen von Finanzarchitektur, Handel und globalen Rahmenbedingungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die parlamentarische Agenda greift auch die Debatte über die internationale Finanz- und Wirtschaftsordnung auf. Die Abgeordneten plädieren für eine Reform der globalen Finanzarchitektur und der Governance-Strukturen, einschließlich einer stärkeren Vertretung Afrikas in zentralen Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören unter anderem Forderungen nach veränderten Entscheidungsstrukturen in internationalen Organisationen, einer gerechteren Behandlung afrikanischer Staaten bei Schuldenfragen sowie verbesserten Zugängen zu langfristigen, planbaren Finanzierungsquellen für Infrastruktur, Klima- und Entwicklungsprojekte. Handelspolitisch zielt die Zusammenarbeit darauf, wirtschaftliche Integration in Afrika voranzubringen und gleichzeitig den Marktzugang zwischen beiden Kontinenten zu vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich nachhaltiger Entwicklung werden globale Gesundheit, belastbare Agrar- und Ernährungssysteme sowie Klimaanpassung genannt. Afrika-EU-Programme in diesen Bereichen sollen so gestaltet werden, dass sie auf lokalen Prioritäten beruhen und gleichzeitig in übergreifende Strategien auf kontinentaler Ebene eingebettet sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frieden-und-sicherheit-als-gemeinsames-handlungsfeld"><span id="frieden-und-sicherheit-als-gemeinsames-handlungsfeld">Frieden und Sicherheit als gemeinsames Handlungsfeld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der parlamentarischen Zusammenarbeit liegt auf der Friedens- und Sicherheitspolitik. Die Abgeordneten betonen, dass Sicherheit in Afrika und Europa eng miteinander verknüpft ist und sich Konflikte, Instabilität und Terrorismus über Regionen hinweg auswirken.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The Pre-African Union-European Union Summit Meeting kicks off in Midrand <br><br>The Pan-African Parliament (PAP) and the <a href="https://twitter.com/Europarl_EN?ref_src=twsrc%5Etfw">@Europarl_EN</a> (EP) have commenced a two-day Parliamentary meeting under the theme: “Renewing Africa-Europe Parliamentary Cooperation in a Changing Global Context.”… <a href="https://t.co/8eMIv7pSXf">pic.twitter.com/8eMIv7pSXf</a></p>— Pan-African Parliament (@AfrikParliament) <a href="https://twitter.com/AfrikParliament/status/1989364302956965905?ref_src=twsrc%5Etfw">November 14, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen Prinzipien wie die Achtung des Völkerrechts, politische Stabilität durch demokratische Verfahren und verantwortliche Regierungsführung. Militärische Machtübernahmen und verfassungswidrige Veränderungen von Regierungen werden abgelehnt. Stattdessen wird auf politische Dialogformate, inklusive Prozesse und afrikanisch geführte Lösungen gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parlamentarier heben afrikanische Friedensinitiativen ausdrücklich hervor und verknüpfen diese mit der Frage der Finanzierung. Instrumente wie der Friedensfonds der Afrikanischen Union und europäische Finanzierungsmechanismen sollen so ausgestaltet werden, dass sie afrikanische Eigenverantwortung stärken, transparente Entscheidungsprozesse ermöglichen und gemeinsame Prioritäten abbilden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-dimension-der-sicherheitspolitik"><span id="parlamentarische-dimension-der-sicherheitspolitik">Parlamentarische Dimension der Sicherheitspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Finanzierung geht es um die Rolle der Parlamente in sicherheitspolitischen Fragen. Die Abgeordneten sehen die Notwendigkeit, Einsätze, Mandate und sicherheitspolitische Initiativen enger parlamentarisch zu begleiten. Dies betrifft sowohl nationale Parlamente als auch das Pan-Afrikanische Parlament und das Europäische Parlament in ihrer jeweiligen Funktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei spielen Themen wie Rüstungskontrolle, der Schutz der Zivilbevölkerung, der Zugang humanitärer Hilfe und der Umgang mit neuen Bedrohungsformen eine Rolle. Sicherheits- und Friedenspolitik wird nicht als exklusives Feld der Exekutiven verstanden, sondern als Bereich, in dem Parlamente Transparenz einfordern und politische Richtungsentscheidungen mitgestalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-25-jahre-au-eu-partnerschaft-und-die-rolle-der-parlamente"><span id="25-jahre-au-eu-partnerschaft-und-die-rolle-der-parlamente">25 Jahre AU-EU-Partnerschaft und die Rolle der Parlamente</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Hintergrund von 25 Jahren institutionalisierter AU-EU-Beziehungen wird die parlamentarische Ebene als Bereich mit Entwicklungspotenzial beschrieben. Während Gipfeltreffen, Kommissionsdialoge und bilaterale Regierungskanäle die Partnerschaft prägen, bleibt der Beitrag der Parlamente in vielen Feldern im Vergleich dazu weniger sichtbar.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The Pan-African Parliament (PAP) and the <a href="https://twitter.com/Europarl_EN?ref_src=twsrc%5Etfw">@Europarl_EN</a> have issued a Joint Declaration following the <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion?ref_src=twsrc%5Etfw">@_AfricanUnion</a> –European Union Parliamentary Pre-Summit Meeting held in Midrand, South Africa, on 14–15 November 2025.<br><br>Adopted today ahead of the 7th <a href="https://twitter.com/hashtag/AU?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AU</a>–<a href="https://twitter.com/hashtag/EU?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#EU</a> Summit, currently… <a href="https://t.co/q6BihrDygv">pic.twitter.com/q6BihrDygv</a></p>— Pan-African Parliament (@AfrikParliament) <a href="https://twitter.com/AfrikParliament/status/1993070188959334547?ref_src=twsrc%5Etfw">November 24, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle parlamentarische Agenda knüpft daher an die bisherigen Erfahrungen an und setzt drei Schwerpunkte. Erstens sollen parlamentarische Dialoge regelmäßiger, strukturierter und thematisch fokussierter werden. Zweitens soll die Überwachung von gemeinsamen Programmen – etwa in Handel, Infrastruktur, Klima oder Sicherheit – durch parlamentarische Gremien intensiviert werden. Drittens sollen Bürgerbeteiligung, regionale Vielfalt und die Perspektiven junger Menschen stärker in die bi-regionale Debatte eingebunden werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-kooperation-als-teil-einer-breiteren-agenda"><span id="parlamentarische-kooperation-als-teil-einer-breiteren-agenda">Parlamentarische Kooperation als Teil einer breiteren Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die parlamentarische Zusammenarbeit wird damit zu einem Teil einer breiteren politischen Agenda zwischen Afrika und Europa. Sie reicht von wirtschaftlicher Integration über Rohstoff- und Handelspolitik bis hin zu Klima, Migration, digitalem Wandel und Sicherheitsfragen. Die Abgeordneten verknüpfen diesen breiten Themenkatalog mit der Erwartung, dass parlamentarische Gremien die Umsetzung politischer Zusagen dauerhaft begleiten und auf Kohärenz zwischen verschiedenen Politikfeldern achten.</p>
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		<item>
		<title>AU-EU-Gipfel in Luanda: 25 Jahre Partnerschaft und neue Zusagen für Handel, Klima und Sicherheit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/au-eu-gipfel-in-luanda-25-jahre-partnerschaft-und-neue-zusagen-fuer-handel-klima-und-sicherheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 08:59:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Luanda, der Hauptstadt Angolas, haben sich Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fau-eu-gipfel-in-luanda-25-jahre-partnerschaft-und-neue-zusagen-fuer-handel-klima-und-sicherheit%2F&amp;action_name=AU-EU-Gipfel%20in%20Luanda%3A%2025%20Jahre%20Partnerschaft%20und%20neue%20Zusagen%20f%C3%BCr%20Handel%2C%20Klima%20und%20Sicherheit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/au-eu-gipfel-in-luanda-25-jahre-partnerschaft-und-neue-zusagen-fuer-handel-klima-und-sicherheit/">AU-EU-Gipfel in Luanda: 25 Jahre Partnerschaft und neue Zusagen für Handel, Klima und Sicherheit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Luanda, der Hauptstadt Angolas, haben sich Staats- und Regierungschefs der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a> (AU) und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">Europäischen Union</a> (EU) zum 7. AU-EU-Gipfel versammelt. Der Gipfel markiert 25 Jahre seit dem ersten Treffen in Kairo und steht unter dem Motto „Promoting Peace and Prosperity through Effective Multilateralism“. Im Mittelpunkt stehen die Weiterentwicklung der strategischen Partnerschaft, neue Investitionszusagen sowie die Rolle Afrikas in einer sich wandelnden internationalen Ordnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-25-jahre-strategische-partnerschaft-gipfel-in-luanda"><span id="25-jahre-strategische-partnerschaft-gipfel-in-luanda">25 Jahre strategische Partnerschaft: Gipfel in Luanda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, verwies auf die Veränderungen seit dem letzten Gipfel im Februar 2022. Sie beschrieb eine Welt, in der Handel stärker politisiert sei und Zölle, Exportkontrollen und Überkapazitäten als machtpolitische Instrumente eingesetzt würden. Vor diesem Hintergrund stellte sie die Frage, wie Afrika und Europa gute Arbeitsplätze schaffen, wirtschaftliche Risiken minimieren und sich aus schädlichen Abhängigkeiten lösen können.</p>



<iframe width="852" height="480" id="ec-player" src="https://audiovisual.ec.europa.eu/corporateplayer/index.html?video=I-281321&language=INT" title="7th EU-African Union Summit in Luanda, Angola" frameborder="0" scrolling="no" allowfullscreen></iframe>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-global-gateway-und-investitionsbilanz-der-eu"><span id="global-gateway-und-investitionsbilanz-der-eu">Global Gateway und Investitionsbilanz der EU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU hebt in <a href="https://fokus-afrika.de/7-gipfel-afrikanische-union-europaeische-union-findet-ende-november-in-luanda-statt/">Luanda</a> die bisherige Bilanz ihrer Investitionsinitiative Global Gateway hervor. Nach eigenen Angaben wurden bereits rund 120 Milliarden Euro für Projekte in Afrika mobilisiert. Insgesamt 138 Vorhaben in Bereichen wie grüne Energie, Verkehrskorridore, Digitalisierung, Gesundheitssysteme, Bildung und Qualifizierung werden als „Flaggschiffprojekte“ geführt. Die EU sieht sich auf Kurs, das Ziel von 150 Milliarden Euro an mobilisierten Mitteln bis 2027 zu übertreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den genannten Beispielen gehören der Lobito-Korridor zwischen der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/">Sambia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/angola/">Angola</a> sowie die Initiative „Manufacturing and Access to Vaccines, Medicines and Health Technologies“ (MAV+), über die rund zwei Milliarden Euro für lokale Produktionskapazitäten im Gesundheitssektor bereitgestellt wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handel-afcfta-und-wirtschaftliche-integration"><span id="handel-afcfta-und-wirtschaftliche-integration">Handel, AfCFTA und wirtschaftliche Integration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema des Gipfels ist die stärkere wirtschaftliche Verflechtung der beiden Kontinente. Die Europäische Kommission unterzeichnete ein Memorandum of Understanding mit dem Sekretariat der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AfCFTA) und sagte zusätzliche 25,5 Millionen Euro für die Zusammenarbeit zu. Ziel ist es, die afrikanische Binnenintegration zu stärken und gleichzeitig die Verbindungen zwischen dem europäischen Binnenmarkt und dem künftig voll funktionsfähigen afrikanischen Binnenmarkt auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU verweist darauf, bereits 1,2 Milliarden Euro in Programme zur wirtschaftlichen Integration in Afrika zu investieren. Von der Leyen betonte, Europa sei schon heute wichtigster Handelspartner Afrikas und verwies auf die bestehende weitgehende Zoll- und Quotefreiheit im Warenhandel. Zugleich sieht die Kommission weiteren Spielraum, Handelsvolumen und Wertschöpfung zu erhöhen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-07_02-HIGH-49513-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-22274 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-07_02-HIGH-49513-683x1024.jpg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-07_02-HIGH-49513-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-07_02-HIGH-49513-768x1152.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-07_02-HIGH-49513-380x570.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-07_02-HIGH-49513.jpg 800w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der AU-Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, stellte die wirtschaftliche Dimension in einen breiteren politischen Kontext. Er forderte eine stärkere Beteiligung Afrikas an globalen Wertschöpfungsketten und erklärte, die Rolle Afrikas als reiner Rohstofflieferant müsse beendet werden. Er rief zu europäischen Investitionen in die Verarbeitung von Rohstoffen auf dem Kontinent auf und verlangte den Abbau tarifärer und nichttarifärer Handelshemmnisse für afrikanische Produkte auf dem EU-Markt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-infrastruktur-rohstoffe-und-digitale-vernetzung"><span id="infrastruktur-rohstoffe-und-digitale-vernetzung">Infrastruktur, Rohstoffe und digitale Vernetzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Handel und Integration werden auch Infrastrukturinvestitionen hervorgehoben. Ein zusätzliches Paket von 600 Millionen Euro soll Machbarkeitsstudien und Investitionen in strategische Korridore unterstützen, insbesondere im Bereich kritischer Rohstoffe. Die EU sieht die Kombination von Infrastruktur- und Rohstoffprojekten als Hebel zur Stärkung von Lieferketten und lokaler Wertschöpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im digitalen Bereich kündigt „Team Europe“ 43 Millionen Euro für die Initiative „Africa-Europe Digital Innovation Bridge 2.0“ an, um digitale Unternehmertätigkeit in 14 afrikanischen Staaten zu fördern. Hinzu kommt ein Beitrag von 122 Millionen Euro zum Finnfund-Programm „Global Connect“, davon 32 Millionen Euro für Unterseekabel, Glasfasernetze, Rechenzentren und mobile Bezahlsysteme in Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klima-energie-und-anpassungsfinanzierung"><span id="klima-energie-und-anpassungsfinanzierung">Klima, Energie und Anpassungsfinanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Klimapolitik und Energiewende sind ein weiterer Schwerpunkt. Die EU verweist darauf, größter öffentlicher Klimafinanzierungsgeber weltweit zu sein. Im Rahmen einer Team-Europe-Initiative zur Klimaanpassung und Resilienz in Afrika soll der Beitrag auf 3,4 Milliarden Euro erhöht werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-17_02-HIGH-236842-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-22275 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-17_02-HIGH-236842-1024x681.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-17_02-HIGH-236842-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-17_02-HIGH-236842-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-17_02-HIGH-236842-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-17_02-HIGH-236842-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-17_02-HIGH-236842-1160x771.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-17_02-HIGH-236842.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa hat von der Leyen zudem die Abschlussveranstaltung der Kampagne „Scaling Up Renewables for Africa“ begleitet, bei der 15,5 Milliarden Euro für erneuerbare Energien und Stromzugang auf dem Kontinent mobilisiert wurden. Nach EU-Angaben stammen über 15,1 Milliarden Euro dieser Zusagen aus europäischen Mitteln und Hebelmechanismen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hintergrund ist eine deutliche Diskrepanz: Trotz hohen Potenzials für Solarenergie entfallen nur rund zwei Prozent der globalen Investitionen in saubere Energie auf Afrika, während zugleich Hunderte Millionen Menschen keinen Zugang zu Strom oder sauberen Kochmöglichkeiten haben. Die Afrika-Europa Green Energy Initiative verfolgt das Ziel, bis 2030 mindestens 50 Gigawatt zusätzliche erneuerbare Erzeugungskapazität aufzubauen und 100 Millionen Menschen an Stromnetze oder Off-Grid-Lösungen anzuschließen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unterstutzung-von-unternehmen-und-jugend"><span id="unterstuetzung-von-unternehmen-und-jugend">Unterstützung von Unternehmen und Jugend</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Förderung unternehmerischer Strukturen kündigt die EU neue Investitionen von 94 Millionen Euro in junge Unternehmen und Start-ups in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/gambia/">Gambia</a>, <a href="http://Côte d’Ivoire">Côte d’Ivoire</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea/">Guinea</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/">Uganda</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/">Madagaskar</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/kamerun/">Kamerun</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a> an. Parallel dazu werden Mobilitäts- und Bildungsprogramme wie Erasmus+ und das Intra-Africa Academic Mobility Scheme fortgeführt. Seit 2022 haben nach EU-Angaben mehr als 30.000 afrikanische und 18.000 europäische Studierende und Forschende an solchen Programmen teilgenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-positionen-agenda-2063-g20-und-globale-governance"><span id="afrikanische-positionen-agenda-2063-g20-und-globale-governance">Afrikanische Positionen: Agenda 2063, G20 und globale Governance</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Ansprache hob der AUC-Vorsitzende Youssouf die Agenda 2063 als langfristige strategische Leitlinie der AU hervor. Diese definiert das Ziel einer „friedlichen, integrierten und prosperierenden“ afrikanischen Zukunft. Zugleich verwies er auf die aktuellen Belastungen des Multilateralismus, die Blockaden im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und die Spannungen im Welthandel. Afrika fordere eine gleichberechtigte Vertretung in internationalen Finanzinstitutionen und im Sicherheitsrat auf Basis des Konsenses von Ezulwini.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf verwies darauf, dass Afrika inzwischen Vollmitglied der G20 ist und Südafrika beim Gipfel in Johannesburg die Interessen des Kontinents vertreten habe. Er forderte Reformen der globalen Finanzarchitektur, eine tragfähige Schuldenpolitik auf Grundlage einer „Common African Position“ sowie eine angemessene Finanzierung von Anpassungsplänen an den Klimawandel. Zudem betonte er die Notwendigkeit, die digitale Kluft zu verringern, da andere Sektoren von dieser Grundvoraussetzung abhingen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaische-perspektive-handel-investitionen-und-energiewende"><span id="europaeische-perspektive-handel-investitionen-und-energiewende">Europäische Perspektive: Handel, Investitionen und Energiewende</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-03_02-HIGH-204922-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-22277 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-03_02-HIGH-204922-683x1024.jpg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-03_02-HIGH-204922-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-03_02-HIGH-204922-768x1152.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-03_02-HIGH-204922-380x570.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-03_02-HIGH-204922.jpg 800w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Eröffnungsrede in Luanda betonte von der Leyen drei Schwerpunkte der europäischen Agenda: Handel, Investitionen und Energie. Sie verwies darauf, dass Europa und Afrika in einer global konflikthaften Wirtschaft gleichermaßen auf verlässliche Partner angewiesen seien. Handel werde als „Motor für Wachstum vor Ort“ verstanden, wenn Infrastrukturprojekte wie der Lobito-Korridor nicht nur Rohstoffe, sondern auch landwirtschaftliche Exporte – etwa angolanische Avocados – in neue Märkte bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Verweis auf Global Gateway unterstrich sie, dass die EU Investitionen in lokale Wertschöpfungsketten und Arbeitsplätze auf dem Kontinent als zentrales Unterscheidungsmerkmal zu anderen externen Akteuren betrachte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie nannte Beispiele wie Investitionen in Rohstoffverarbeitung in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/">Namibia</a> und Sambia, den Aufbau pharmazeutischer Kapazitäten im Senegal und in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruanda</a> sowie Dateninfrastruktur von <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrika</a> bis <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/">Ostafrika</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frieden-sicherheit-und-multilaterale-kooperation"><span id="frieden-sicherheit-und-multilaterale-kooperation">Frieden, Sicherheit und multilaterale Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftlichen Themen ist Frieden und Sicherheit ein weiteres Schwerpunktthema des Gipfels. Afrika und Europa wollen ihre Zusammenarbeit bei Konfliktprävention, Vermittlung, Terrorismusbekämpfung und bei afrikanisch geführten Missionen, etwa in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalia</a> oder im Kampf gegen Boko Haram, ausbauen. Sowohl die AU als auch die EU betonen dabei den Stellenwert afrikanischer Regionalorganisationen und Initiativen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-18_02-HIGH-246930-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-22276 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-18_02-HIGH-246930-683x1024.jpg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-18_02-HIGH-246930-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-18_02-HIGH-246930-768x1152.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-18_02-HIGH-246930-380x570.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/P-068404_00-18_02-HIGH-246930.jpg 800w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär António Guterres verwies in Luanda darauf, dass sich die Welt zugleich in Richtung einer multipolaren Ordnung bewege und dabei die Gefahr einer Blockbildung bestehe. Er sprach sich für eine „vernetzte Multipolarität“ aus, die auf intensiven Beziehungen im Bereich Handel, Entwicklung, Finanzarchitektur und politischer Koordination beruht. Gemeinsam repräsentierten AU und EU etwa 40 Prozent der UN-Mitgliedstaaten und hätten das Potenzial, internationale Normen zu verteidigen und Vereinbarungen zu vermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres forderte eine umfassende Reform der globalen Finanzarchitektur und eine stärkere Repräsentation afrikanischer Staaten in internationalen Institutionen, einschließlich des Sicherheitsrats.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-analysen-zur-sicherheitspolitischen-dimension-der-partnerschaft"><span id="analysen-zur-sicherheitspolitischen-dimension-der-partnerschaft">Analysen zur sicherheitspolitischen Dimension der Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vorfeld des Gipfels betont der Politikwissenschaftler Julian Bergmann in einer <a href="https://www.megatrends-afrika.de/publikation/partnership-between-the-au-and-eu-closer-cooperation-in-peace-and-security">Analyse</a>, dass die Zusammenarbeit in Frieden und Sicherheit traditionell eine zentrale Säule der AU-EU-Beziehungen darstellt. Er verweist auf frühere Instrumente wie die African Peace Facility und auf aktuelle Herausforderungen, darunter die Zunahme innerstaatlicher Konflikte, jihadistischer Gewalt und die Krise der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bergmann sieht Handlungsbedarf insbesondere bei der Stärkung gemeinsamer präventiver Diplomatie, beim Schutz kritischer Infrastruktur im Rahmen von Global-Gateway-Projekten sowie bei sicherheits- und verteidigungspolitischen Partnerschaften mit einzelnen afrikanischen Staaten. Aus seiner Sicht könnte der Gipfel genutzt werden, um diese Bereiche durch operative Mechanismen und neue Dialogformate weiter zu vertiefen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fau-eu-gipfel-in-luanda-25-jahre-partnerschaft-und-neue-zusagen-fuer-handel-klima-und-sicherheit%2F&action_name=AU-EU-Gipfel%20in%20Luanda%3A%2025%20Jahre%20Partnerschaft%20und%20neue%20Zusagen%20f%C3%BCr%20Handel%2C%20Klima%20und%20Sicherheit&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/au-eu-gipfel-in-luanda-25-jahre-partnerschaft-und-neue-zusagen-fuer-handel-klima-und-sicherheit/">AU-EU-Gipfel in Luanda: 25 Jahre Partnerschaft und neue Zusagen für Handel, Klima und Sicherheit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Deutsch-marokkanische Wirtschaftsbeziehungen: Sechs Trends, die den Kurs bestimmen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jade Madani]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 18:03:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Marokko befinden sich in einer Phase der Neujustierung. Verschiedene Entwicklungen aus der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen%2F&amp;action_name=Deutsch-marokkanische%20Wirtschaftsbeziehungen%3A%20Sechs%20Trends%2C%20die%20den%20Kurs%20bestimmen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen/">Deutsch-marokkanische Wirtschaftsbeziehungen: Sechs Trends, die den Kurs bestimmen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Marokko befinden sich in einer Phase der Neujustierung. Verschiedene Entwicklungen aus der Vergangenheit wirken bis heute nach, aktuelle Dynamiken verändern die Zusammenarbeit und neue Potenziale zeichnen sich ab. Insgesamt lassen sich zwei abgelaufene, zwei aktuelle und zwei mögliche Trends erkennen, die den wirtschaftspolitischen Rahmen prägen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-trends-der-vergangenheit"><span id="trends-der-vergangenheit">Trends der Vergangenheit </span></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-fachkrafteeinwanderung-grenzen-eines-modells"><span id="fachkraefteeinwanderung-grenzen-eines-modells">Fachkräfteeinwanderung: Grenzen eines Modells</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fachkräfteeinwanderung aus Marokko nach Deutschland stößt zunehmend an strukturelle Grenzen. Programme, die ausbildungswillige Marokkanerinnen und Marokkaner in Berufen des Niedriglohnsektor nach Deutschland bringen, sind mit steigenden Risiken und sichtbaren Misserfolgen verbunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu wirken sich der massive Stellenabbau im deutschen Industriesektor und den vielen arbeitslosen Zugewanderten aus Syrien und der Ukraine auf die Aufnahmebereitschaft aus.  Die innenpolitische Stimmung ist angespannt, Verschärfungen bei Einbürgerungsvoraussetzungen haben frühere progressive Reformen relativiert. Unter diesen Bedingungen verliert dieses Einwanderungsmodell an politischer und gesellschaftlicher Tragfähigkeit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><video controls src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bbdsnww1xge-xmj4_3xXljYVO.mp4"></video></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch deshalb hat der Bundeskanzler diese Woche beim SZ-Wirtschaftsgipfel auf eine Regelung im Koalitionsvertrag verwiesen: Die quasi Verstaatlichung der Fachkräftevermittlung. Dies geschieht durch die Etablierung einer “Work-and-Stay-Agentur“, die private und teilweise dubiose Vermittler durch digitale Prozesse umgeht und gezielter hochqualifizierte Menschen akquirieren wird.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-energie-und-wasserstoff-verpasste-chancen-durch-unterschiedliche-logiken"><span id="energie-und-wasserstoff-verpasste-chancen-durch-unterschiedliche-logiken">Energie und Wasserstoff: Verpasste Chancen durch unterschiedliche Logiken</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Energiebereich, insbesondere beim Thema <a href="https://fokus-afrika.de/tag/wasserstoff/">Wasserstoff</a>, ist ein deutlicher Bruch zwischen Erwartungen und tatsächlichen Abläufen erkennbar. Marokko setzte lange primär auf staatliche Abkommen und zeigte Zurückhaltung gegenüber marktwirtschaftlichen Mechanismen. In Deutschland hingegen besteht eine klare Arbeitsteilung: Der Staat schafft frühzeitig regulatorische Sicherheit, während private Unternehmen investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokkanische Stellen sendeten widersprüchliche Signale an deutsche Investoren. Statt zügig eigene Vorstudien vorzulegen, wurde ironischerweise viel Energie darauf verwendet, deutsche Fördergelder für Realisierungsstudien einzuwerben – und damit wertvolles Momentum verspielt. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22217 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig setzte die Energieministerin mit einem Zielpreis von drei Euro pro Kilogramm Wasserstoff eine Marke, die deutlich unter den aktuellen Marktpreisen für grünen Wasserstoff von rund acht bis dreizehn Euro liegt. Ambitionierte Ziele sind sinnvoll, doch sie müssen mit realistischen Pfaden und partnerschaftlichen Rahmenbedingungen unterlegt werden – sonst schrecken sie seriöse Investitionen eher ab, als sie anzuziehen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aktuelle-entwicklungen-zwischen-deutschland-und-marokko"><span id="aktuelle-entwicklungen-zwischen-deutschland-und-marokko">Aktuelle Entwicklungen zwischen Deutschland und Marokko</span></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-starke-prasenz-deutscher-interessen-in-marokko-wo-bleibt-das-gleichgewicht"><span id="starke-praesenz-deutscher-interessen-in-marokko-wo-bleibt-das-gleichgewicht">Starke Präsenz deutscher Interessen in Marokko: Wo bleibt das Gleichgewicht?</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausbau deutscher Institutionen in Marokko schreitet voran. Neben der AHK und Germany Trade & Invest hat der <a href="https://fokus-afrika.de/bvmw-eroeffnet-buero-in-rabat-weitere-deutsch-marokkanische-wirtschaftskooperation/">Bundesverband Mittelstand kürzlich ein Verbindungsbüro in Rabat</a> eröffnet. Damit ist Deutschland institutionell breit vertreten und verfügt über eine stabile operative Infrastruktur.</p>



<iframe src="https://www.linkedin.com/embed/feed/update/urn:li:share:7397551291155243008?collapsed=1" height="668" width="504" frameborder="0" allowfullscreen="" title="Eingebetteter Beitrag"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Während die deutsche Seite ihre Präsenz ausbaut, fehlt auf marokkanischer Seite weiterhin eine langfristig handlungsfähige Repräsentanz in Deutschland. Roadshows, Messeauftritte oder projektbezogene Delegationsreisen schaffen nur punktuelle Sichtbarkeit, erzielen jedoch keine kontinuierliche Wirkung. Dauerhafte Präsenz in Deutschland ist entscheidend, um Vertrauen aufzubauen, Interessen konsistent zu vertreten und komplexe Investitionsprozesse transparent zu begleiten. Sie bildet die Grundlage für ein koordiniertes wirtschaftliches Auftreten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-nearshoring-marokko-im-wettbewerb-um-produktionsstandorte"><span id="nearshoring-marokko-im-wettbewerb-um-produktionsstandorte">Nearshoring: Marokko im Wettbewerb um Produktionsstandorte</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der globale Trend zum Nearshoring beeinflusst deutsche Unternehmen spürbar. Hohe Energiepreise, Bürokratie und strukturelle Kosten in der Bundesrepublik lassen Unternehmen nach alternativen Standorten suchen. Marokko bietet eine Kombination aus Logistik, politischer Stabilität und marktnahen Industrieclustern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659.jpg" alt="" class="wp-image-22219 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Hafen Tanger Med fungiert als logistisches Rückgrat, das den Güterverkehr zwischen Europa, Afrika und anderen globalen Märkten zuverlässig verbindet. Ergänzt wird dies durch wettbewerbsfähige Steuersätze, moderne Industrieparks und moderate Lohnkosten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch diese Standortvorteile entsteht ein Umfeld, in dem deutsche Unternehmen zunehmend Produktionsprozesse verlagern oder erweitern. Marokko positioniert sich damit als industrielle Erweiterung des europäischen Wirtschaftsraums und stärkt seine Rolle in globalen Lieferketten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zukunftige-dynamiken-das-potential-deutsch-marokkanischer-zusammenarbeit"><span id="zukuenftige-dynamiken-das-potential-deutsch-marokkanischer-zusammenarbeit">Zukünftige Dynamiken: Das Potential deutsch-marokkanischer Zusammenarbeit</span></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rustungsindustrie-zwischen-wirtschaftszweig-und-nationales-sicherheitsinteresse"><span id="ruestungsindustrie-zwischen-wirtschaftszweig-und-nationales-sicherheitsinteresse">Rüstungsindustrie: Zwischen Wirtschaftszweig und Nationales Sicherheitsinteresse </span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="666" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-1024x666.jpg" alt="" class="wp-image-22218 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-1024x666.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-300x195.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-768x500.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-1536x999.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-380x247.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-800x520.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-1160x754.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitischen Verschiebungen in Europa und der Ukraine-Krieg haben in Deutschland zu einem massiven Ausbau des militärisch-industriellen Komplexes geführt. Gleichzeitig kämpft die deutsche Rüstungsindustrie mit bekannten strukturellen Problemen: hohe Bürokratielasten, Flächenknappheit und steigende Kosten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko kann hier eine strategische Rolle einnehmen. Die deutsche Verteidigungsindustrie benötigt langfristige Sammelbestellungen, um Produktionsprozesse zu skalieren. Produktions- oder Vertriebsstrukturen in Marokko würden den Zugang zu Märkten in Afrika und Südamerika erleichtern. Beispiele wie die Präsenz des Zulieferers Böllhoff in Casablanca verdeutlichen, dass industrielle Strukturen im sicherheitsrelevanten Bereich implementierbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem globalen Kontext, in dem neue Sicherheitskooperationen entstehen, könnte dieser Sektor zu einem zentralen Feld deutsch-marokkanischer Zusammenarbeit werden. Hier gilt es bald Fakten zu schaffen – auch im Interesse des marokkanischen Sicherheitspolitik.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-investitionen-in-der-marokkanischen-sahara-neue-raume-durch-politischen-ruckenwind"><span id="investitionen-in-der-marokkanischen-sahara-neue-raeume-durch-politischen-rueckenwind">Investitionen in der marokkanischen Sahara: Neue Räume durch politischen Rückenwind</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/">Sahara</a> gewinnt für Investitionen an Bedeutung. Bisher waren dort vor allem große deutsche Konzerne vertreten, darunter Siemens Energy und Heidelberg Cement. Diese Projekte markierten eine erste Phase der wirtschaftlichen Öffnung der Region für deutsche Fachkonzerne.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21661 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/">jüngste Beschluss des UN-Sicherheitsrats</a> verschafft Marokko zusätzliche politische Argumente, um deutsche Unternehmen, gerade den breit aufgestellten deutschen Mittelstand, zu Investitionen in der Sahara einzuladen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine Ausweitung dieser Aktivitäten wären verschiedene Flankierungen erforderlich. Dazu gehören staatliche Bürgschaften, eine breitere politische Unterstützung für Projekte in der Region und die Ausweitung konsularischer Dienstleistungen der deutschen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/botschaft/">Botschaft</a> auf die Sahara.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Kombination mit der <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/">Königlichen Atlantik-Initiative</a>, die zum Ziel hat den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahel</a>-Staaten den logistischen Zugang zum Ozean zu ermöglichen, würde die Sahara als Investitionsraum stärker in die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen eingebunden werden und könnte eine nach Afrika ausgehende markteröffnende Rolle im Gefüge der deutsch-marokkanischen Kooperation einnehmen.</p>
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			<media:title type="html">Deutsch-marokkanische Wirtschaftsbeziehungen: Sechs Trends, die den Kurs bestimmen</media:title>
			<media:description type="html">Sechs Trends zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Marokko. Von Fachkräftemigration bis Rüstungsindustrie - Ein 360°-Blick.</media:description>
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		<title>Togo und Russland: Gespräche zwischen Faure Gnassingbé und Wladimir Putin im Kreml</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/togo-und-russland-gespraeche-zwischen-faure-gnassingbe-und-wladimir-putin-im-kreml/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 17:19:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Präsident des togolesischen Ministerrats, Faure Essozimna Gnassingbé, ist am 19. November 2025 zu einem offiziellen Besuch im&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftogo-und-russland-gespraeche-zwischen-faure-gnassingbe-und-wladimir-putin-im-kreml%2F&amp;action_name=Togo%20und%20Russland%3A%20Gespr%C3%A4che%20zwischen%20Faure%20Gnassingb%C3%A9%20und%20Wladimir%20Putin%20im%20Kreml&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/togo-und-russland-gespraeche-zwischen-faure-gnassingbe-und-wladimir-putin-im-kreml/">Togo und Russland: Gespräche zwischen Faure Gnassingbé und Wladimir Putin im Kreml</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident des togolesischen Ministerrats, Faure Essozimna Gnassingbé, ist am 19. November 2025 zu einem offiziellen Besuch im Kreml empfangen worden. Das Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin fand im Green Hall des Präsidentenpalastes statt. Beide Seiten betonten dabei ihren Anspruch, die bilateralen Beziehungen auszubauen und bestehende Kooperationsfelder zu erweitern. Nach Angaben der togolesischen Nachrichtenagentur <em><a href="https://atop.tg/diplomatie-fructueux-echanges-entre-faure-gnassingbe-et-vladimir-poutine-au-kremlin/">ATOP</a></em> standen politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Themen im Mittelpunkt des Austauschs.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bilaterale-beziehungen-nach-65-jahren-diplomatischer-kontakte"><span id="bilaterale-beziehungen-nach-65-jahren-diplomatischer-kontakte">Bilaterale Beziehungen nach 65 Jahren diplomatischer Kontakte</span></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-kooperation-und-institutionelle-anbindung"><span id="wirtschaftliche-kooperation-und-institutionelle-anbindung">Wirtschaftliche Kooperation und institutionelle Anbindung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Putin hob die „historische Stärke“ der Beziehungen zwischen beiden Staaten hervor und verwies auf das 65. Jubiläum der diplomatischen Beziehungen, das 2025 begangen wurde. Der russische Präsident betonte, dass sich die wirtschaftlichen Aktivitäten zwischen beiden Ländern positiv entwickelten und die Eröffnung geplanter Botschaften sowie die Einrichtung einer intergouvernementalen Kommission die Zusammenarbeit weiter institutionalisieren würden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22211 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Austausch soll nach Darstellung beider Delegationen neue Impulse für eine breiter angelegte Partnerschaft setzen, die sich auf Diplomatie, Handel, wirtschaftliche Entwicklung und den Ausbau menschlicher Kapazitäten richtet. Gnassingbé begrüßte die Perspektive einer stärkeren institutionellen Präsenz und bezeichnete die Einrichtung der Botschaften als „neue Etappe“ in den bilateralen Beziehungen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-bildung-fachkrafteentwicklung-und-wissenstransfer"><span id="bildung-fachkraefteentwicklung-und-wissenstransfer">Bildung, Fachkräfteentwicklung und Wissenstransfer</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wesentlicher Schwerpunkt des Treffens war die Kooperation im Bereich Bildung und Qualifizierung. Putin hob hervor, dass mehrere togolesische Studierende in Russland ausgebildet werden und bezeichnete sie als „talentierte junge Menschen“, die künftig zur Entwicklung ihres Landes beitragen könnten. Gnassingbé unterstrich die Bedeutung von Bildung und Technologie für Togos Zukunft und äußerte die Erwartung, dass eine engere institutionelle Zusammenarbeit zusätzliche Möglichkeiten für Studierende und Fachkräfte eröffnen werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten sehen in der Fortbildung und im Kompetenztransfer einen strategischen Faktor für langfristiges Wachstum. Die Ausweitung technischer und wissenschaftlicher Kooperationen soll diesen Ansatz unterstützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsfragen-und-regionale-stabilitat"><span id="sicherheitsfragen-und-regionale-stabilitaet">Sicherheitsfragen und regionale Stabilität</span></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-lage-in-der-westafrikanischen-subregion"><span id="lage-in-der-westafrikanischen-subregion">Lage in der westafrikanischen Subregion</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Themenkomplex des Gesprächs betraf die Sicherheitslage in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/">Westafrika</a> und den angrenzenden Sahelstaaten. Gnassingbé würdigte ausdrücklich die Unterstützung, die Russland nach Ansicht der togolesischen Seite Ländern wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> zukommen lässt, die sich seit Jahren mit Gewalt lokaler bewaffneter Gruppen und transnationalen Sicherheitsrisiken konfrontiert sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gnassingbé erklärte, diese Unterstützung habe über die bilateralen Beziehungen hinaus eine Wirkung auf die Stabilität in Westafrika insgesamt. Er betonte, dass die Sicherheit der Region nur durch eine gemeinsame Antwort auf sicherheitspolitische Herausforderungen gewährleistet werden könne. Die togolesische Seite stellte diesen Kontext als Teil eines umfassenderen regionalen Stabilitätsverständnisses dar, das Kooperation und strategische Partnerschaften umfasst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-kontext-und-strategische-ausrichtung"><span id="politischer-kontext-und-strategische-ausrichtung">Politischer Kontext und strategische Ausrichtung</span></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-positionierung-in-einer-sich-verandernden-geopolitischen-landschaft"><span id="positionierung-in-einer-sich-veraendernden-geopolitischen-landschaft">Positionierung in einer sich verändernden geopolitischen Landschaft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch in Moskau erfolgt in einer Phase, in der mehrere afrikanische Staaten ihre bilateralen Beziehungen diversifizieren und neue Kooperationskanäle mit unterschiedlichen internationalen Akteuren öffnen. Die Gespräche zwischen Togo und Russland fügen sich in diesen Trend ein und spiegeln Bemühungen wider, wirtschaftliche und politische Spielräume zu erweitern.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">C’est sous le signe d’une volonté commune de renforcer les relations d’amitié et de coopération entre le Togo et la Fédération de Russie que le Président Vladimir Poutine a accueilli ce 19 novembre 2025 au Green Hall du Kremlin, le Président du Conseil, Faure Essozimna Gnassingbé… <a href="https://t.co/oakl4ZbR04">pic.twitter.com/oakl4ZbR04</a></p>— Présidence du Conseil du Togo (@presidencecstg) <a href="https://twitter.com/presidencecstg/status/1991533637657874683?ref_src=twsrc%5Etfw">November 20, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von <em>ATOP</em> betonten beide Seiten, dass die Partnerschaft auf gegenseitigem Interesse und langfristiger Stabilität basieren soll. Die Delegationen erklärten, die Gespräche hätten „alle strategischen Achsen“ der bilateralen Zusammenarbeit abgedeckt, wobei neue Kooperationsfelder identifiziert wurden, insbesondere im Bereich wirtschaftlicher Entwicklung und sicherheitspolitischer Dialog.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-perspektiven-fur-die-bilaterale-zusammenarbeit"><span id="perspektiven-fuer-die-bilaterale-zusammenarbeit">Perspektiven für die bilaterale Zusammenarbeit</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="819" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz3WUAA6aD8-1024x819.jpeg" alt="" class="wp-image-22212 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz3WUAA6aD8-1024x819.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz3WUAA6aD8-300x240.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz3WUAA6aD8-768x614.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz3WUAA6aD8-1536x1229.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz3WUAA6aD8-380x304.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz3WUAA6aD8-800x640.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz3WUAA6aD8-1160x928.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz3WUAA6aD8.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Besuch sieht die togolesische Regierung die Grundlage für eine erweiterte Zusammenarbeit gelegt. Der Austausch soll in konkrete Projekte überführt werden, die sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Entwicklung unterstützen. Beide Seiten betonten die Absicht, die Dynamik ihrer Partnerschaft beizubehalten und die praktische Zusammenarbeit durch institutionelle Mechanismen zu stärken.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatsbesuch wird in Togo und Russland als Ausdruck der fortbestehenden diplomatischen Beziehungen sowie als Schritt in Richtung einer vertieften strategischen Kooperation dargestellt.</p>
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		<title>UN-Sonderbeauftragter Simão in Bamako: Solidaritätsbesuch und Appell für koordinierte Sahel-Strategie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2025 22:21:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Westafrika und den Sahel (UNOWAS), Leonardo Santos Simão, hat einen zweitägigen Solidaritätsbesuch in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sonderbeauftragter-simao-in-bamako-solidaritaetsbesuch-und-appell-fuer-koordinierte-sahel-strategie%2F&amp;action_name=UN-Sonderbeauftragter%20Sim%C3%A3o%20in%20Bamako%3A%20Solidarit%C3%A4tsbesuch%20und%20Appell%20f%C3%BCr%20koordinierte%20Sahel-Strategie&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sonderbeauftragter-simao-in-bamako-solidaritaetsbesuch-und-appell-fuer-koordinierte-sahel-strategie/">UN-Sonderbeauftragter Simão in Bamako: Solidaritätsbesuch und Appell für koordinierte Sahel-Strategie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Westafrika und den Sahel (UNOWAS), Leonardo Santos Simão, hat einen zweitägigen Solidaritätsbesuch in Bamako abgeschlossen. Die Reise fand vor dem Hintergrund einer anhaltenden Verschlechterung der Sicherheitslage im Sahel und eines deutlichen Anstiegs humanitärer Bedarfe statt. Ziel des Besuchs war es, sich ein aktuelles Bild der Lage in Mali zu verschaffen und die Grundlage für eine koordinierte Antwort auf die vielfältigen Krisendimensionen zu stärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-in-bamako-vor-dem-hintergrund-einer-verscharften-sahel-krise"><span id="besuch-in-bamako-vor-dem-hintergrund-einer-verschaerften-sahel-krise">Besuch in Bamako vor dem Hintergrund einer verschärften Sahel-Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Gesprächen mit den Übergangsbehörden bekräftigte Simão die fortdauernde Unterstützung der Vereinten Nationen für Mali und die Länder der Region. Er übermittelte die Solidarität der Organisation mit den Bevölkerungsgruppen, die unmittelbar von Gewalt, Vertreibung und Unsicherheit betroffen sind. Wie <em>UNOWAS</em> mitteilt, verbindet die Mission diesen Ansatz mit dem Anspruch, politische, sicherheitspolitische, humanitäre und entwicklungsbezogene Maßnahmen enger zu verzahnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-simao-unterstutzung-fur-frieden-sicherheit-und-stabilitat"><span id="simao-unterstuetzung-fuer-frieden-sicherheit-und-stabilitaet">Simão: Unterstützung für Frieden, Sicherheit und Stabilität</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="892" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-1024x892.jpeg" alt="" class="wp-image-22181 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-1024x892.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-300x261.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-768x669.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-1536x1337.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-380x331.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-800x697.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-1160x1010.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Gespräche in Bamako stand die Frage, wie Mali und seine Nachbarstaaten angesichts grenzüberschreitender Bedrohungen besser zusammenarbeiten können. Simão betonte, die Vereinten Nationen seien entschlossen, Mali und die Region in ihren Bemühungen zur Stärkung von Frieden, Sicherheit und Stabilität zu begleiten. Er unterstrich die Notwendigkeit, Gewalt betroffenen Gemeinden Perspektiven zu eröffnen und die Resilienz gegenüber Krisen zu erhöhen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sonderbeauftragte wies darauf hin, dass die Bekämpfung von Terrorismus, organisierter Kriminalität und anderen transnationalen Risiken einen gemeinsamen Handlungsrahmen erfordert. Eine isolierte oder fragmentierte Vorgehensweise einzelner Staaten könne strukturelle Ursachen von Instabilität nicht nachhaltig adressieren. Daher rief er zu einem intensiveren Dialog zwischen den Sahel-Staaten und ihren internationalen Partnern auf, um gemeinsame Anstrengungen zur Stabilisierung zu bündeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ursachenbekampfung-und-langfristige-entwicklungsansatze"><span id="ursachenbekaempfung-und-langfristige-entwicklungsansaetze">Ursachenbekämpfung und langfristige Entwicklungsansätze</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Simão erinnerte daran, dass die Stabilität in der Sahelzone nicht allein über sicherheitspolitische Maßnahmen erreicht werden kann. Er mahnte, die tieferliegenden Ursachen von Instabilität – darunter Armut, fehlende wirtschaftliche Perspektiven, schwache staatliche Dienstleistungen und die Folgen des Klimawandels – gezielt anzugehen. Die internationale Gemeinschaft wurde aufgefordert, ihre Unterstützung für besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen auszuweiten und nachhaltige Entwicklungsstrategien zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNOWAS bekräftigte zugleich sein „unerschütterliches Engagement“ für Mali und die Sahelstaaten. In enger Abstimmung mit Partnern will die Mission politische Prozesse begleiten, regionale Kooperation unterstützen und dazu beitragen, Rahmenbedingungen für langfristige Stabilität und Entwicklung zu schaffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-position-der-ubergangsregierung-in-mali"><span id="position-der-uebergangsregierung-in-mali">Position der Übergangsregierung in Mali</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22182 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5.jpeg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der malische Premierminister empfing den Sonderbeauftragten in Bamako zu einem Austausch über die Zusammenarbeit zwischen Mali und den Vereinten Nationen. Nach Angaben der Regierung stand die Übermittlung einer Solidaritätsbotschaft des UN-Generalsekretärs an die Übergangsbehörden und die Einholung politischer Orientierung für die weitere Unterstützung des Landes im Mittelpunkt des Gesprächs.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Premierminister zeigte sich nachdrücklich berührt von der Solidaritätsbekundung und würdigte den Besuch als wichtiges Signal in einer sensiblen Phase. Er lobte das Engagement der UN-Landesorganisationen und hob insbesondere die Arbeit des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) hervor, das aus seiner Sicht „gute Ergebnisse“ erziele. Zugleich forderte er, Berichte der Organisation sollten die Lage im Land möglichst realitätsnah widerspiegeln, um Vertrauen zu sichern und auf belastbaren Analysen aufzubauen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-darstellung-der-sicherheitslage-und-der-versorgung-mit-treibstoffen"><span id="darstellung-der-sicherheitslage-und-der-versorgung-mit-treibstoffen">Darstellung der Sicherheitslage und der Versorgung mit Treibstoffen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs betraf die Sicherheitslage und deren Auswirkungen auf die Versorgung mit Energieträgern. Der Premierminister betonte, die Situation im Bereich der <a href="https://fokus-afrika.de/russland-nutzt-energiekrise-in-mali/">Treibstoffversorgung</a> werde „mit Professionalität“ von den Streitkräften und Sicherheitsorganen des Landes gesteuert. In seinen Ausführungen erklärte er, beobachtete Störungen beim Transport von Treibstoffen seien eine Folge der Niederlagen, die bewaffnete Gruppen auf dem Operationsfeld erlitten hätten. Die aktuelle Lage sei Ausdruck eines Anpassungsprozesses, mit dem Mali auf eine umfassende Lösung der Krise hinarbeite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verknüpfte der Regierungschef die Botschaft, dass sicherheitspolitische Operationen unmittelbar mit Fragen der wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit und Versorgungssicherheit verbunden sind. Er signalisierte, dass die Regierung Maßnahmen ergreife, um Versorgungsengpässe zu überwinden und zentrale Infrastruktur zu stabilisieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-terrorismusbekampfung-als-aufgabe-westafrikas"><span id="terrorismusbekaempfung-als-aufgabe-westafrikas">Terrorismusbekämpfung als Aufgabe Westafrikas</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seinen Ausführungen gegenüber dem UN-Sonderbeauftragten unterstrich der Premierminister die regionale Dimension der Sicherheitskrise. Er hob hervor, dass der Kampf gegen den Terrorismus nicht allein in einem nationalen Rahmen gedacht werden könne. Für eine wirksame Bekämpfung des Phänomens seien „Offenheit und Engagement auf regionaler Ebene“ erforderlich. Der Regierungschef verdeutlichte, dass die militärischen und sicherheitspolitischen Anstrengungen Malis stets auch Auswirkungen über die Landesgrenzen hinaus hätten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22183 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zur Illustration erklärte er: „All diese Arbeit im Kampf gegen den Terrorismus leisten wir für uns, aber auch für ganz <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/">Westafrika</a>.“ Damit knüpfte er an eine Sichtweise an, die Stabilisierung in Mali als Voraussetzung für die Sicherheit in der gesamten Region begreift. Die Botschaft richtet sich sowohl an Nachbarstaaten als auch an internationale Partner, die mit Blick auf regionale Sicherheitsarchitekturen eng abgestimmt handeln sollen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kollektive-und-koordinierte-reaktion-im-sahel"><span id="kollektive-und-koordinierte-reaktion-im-sahel">Kollektive und koordinierte Reaktion im Sahel</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch Simãos in Bamako war zugleich ein Appell an Sahelstaaten, regionale Organisationen und internationale Partner, eine kollektive und koordinierte Antwort auf die Sicherheits- und Gouvernancemissstände im Sahel zu entwickeln. Der Sonderbeauftragte machte deutlich, dass der Erfolg gemeinsamer Bemühungen davon abhängt, politische Prozesse, Sicherheitskooperation, humanitäre Hilfe und langfristige Entwicklungsinitiativen miteinander zu verzahnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNOWAS erklärte, nur in Verbindung mit klarer politischer Entschlossenheit, abgestimmtem Handeln und kontinuierlicher Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft lasse sich ein Fundament für dauerhaften Frieden, verbesserte Sicherheit und tragfähige sozioökonomische Perspektiven in Mali und im weiteren Sahelraum errichten.</p>
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		<title>UN-Sicherheitsrat befasst sich mit Terrorismus in Westafrika und im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2025 09:52:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird am 18. November eine Sitzung unter dem Tagesordnungspunkt „Friedenskonsolidierung in Westafrika“ abhalten.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20befasst%20sich%20mit%20Terrorismus%20in%20Westafrika%20und%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/">UN-Sicherheitsrat befasst sich mit Terrorismus in Westafrika und im Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird am 18. November eine Sitzung unter dem Tagesordnungspunkt „Friedenskonsolidierung in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/">Westafrika</a>“ abhalten. Im Mittelpunkt steht die regionale Zusammenarbeit zur Terrorismusbekämpfung in Westafrika und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahelzone</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sierra-leone-leitet-treffen-zu-terrorismusbekampfung"><span id="sierra-leone-leitet-treffen-zu-terrorismusbekaempfung">Sierra Leone leitet Treffen zu Terrorismusbekämpfung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="684" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/His_Excellency_President_Julius_Maada_Bio_of_Sierra_Leone_speaking_at_the_UK-Africa_Investment_Summit_in_London_20_January_2020_20200120144519ZJW_4639_49418697043-684x1024.jpg" alt="" class="wp-image-22051 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/His_Excellency_President_Julius_Maada_Bio_of_Sierra_Leone_speaking_at_the_UK-Africa_Investment_Summit_in_London_20_January_2020_20200120144519ZJW_4639_49418697043-684x1024.jpg 684w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/His_Excellency_President_Julius_Maada_Bio_of_Sierra_Leone_speaking_at_the_UK-Africa_Investment_Summit_in_London_20_January_2020_20200120144519ZJW_4639_49418697043-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/His_Excellency_President_Julius_Maada_Bio_of_Sierra_Leone_speaking_at_the_UK-Africa_Investment_Summit_in_London_20_January_2020_20200120144519ZJW_4639_49418697043-768x1150.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/His_Excellency_President_Julius_Maada_Bio_of_Sierra_Leone_speaking_at_the_UK-Africa_Investment_Summit_in_London_20_January_2020_20200120144519ZJW_4639_49418697043-1026x1536.jpg 1026w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/His_Excellency_President_Julius_Maada_Bio_of_Sierra_Leone_speaking_at_the_UK-Africa_Investment_Summit_in_London_20_January_2020_20200120144519ZJW_4639_49418697043-380x569.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/His_Excellency_President_Julius_Maada_Bio_of_Sierra_Leone_speaking_at_the_UK-Africa_Investment_Summit_in_London_20_January_2020_20200120144519ZJW_4639_49418697043-800x1198.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/His_Excellency_President_Julius_Maada_Bio_of_Sierra_Leone_speaking_at_the_UK-Africa_Investment_Summit_in_London_20_January_2020_20200120144519ZJW_4639_49418697043-1160x1737.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/His_Excellency_President_Julius_Maada_Bio_of_Sierra_Leone_speaking_at_the_UK-Africa_Investment_Summit_in_London_20_January_2020_20200120144519ZJW_4639_49418697043.jpg 1280w" sizes="(max-width: 684px) 100vw, 684px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a>, das den Vorsitz des Sicherheitsrats im November innehat, hat das Treffen einberufen. Präsident Julius Maada Bio, zugleich amtierender Vorsitzender der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/">Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft</a> ECOWAS, wird die Sitzung leiten. Generalsekretär António Guterres und ECOWAS-Kommissionspräsident Omar Alieu Touray werden voraussichtlich berichten. Laut <em><a href="https://www.securitycouncilreport.org/whatsinblue/2025/11/briefing-peace-consolidation-in-west-africa.php">Security Council Report</a></em> soll das Treffen den im Juli begonnenen Dialog zu regionalen Kooperationsstrukturen weiterführen und internationale Unterstützung für langfristige Stabilisierungsvorhaben mobilisieren.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-verscharfte-sicherheitslage-in-mali-burkina-faso-und-niger"><span id="verschaerfte-sicherheitslage-in-mali-burkina-faso-und-niger">Verschärfte Sicherheitslage in Mali, Burkina Faso und Niger</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In mehreren Staaten Westafrikas und der Sahelzone hat sich die Sicherheitslage in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Bewaffnete Gruppen, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/">Jama’at Nasr al-Islam wal Muslimin (JNIM)</a>, eine Al-Qaida-nahe Organisation, intensivieren Angriffe in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>. Vorstöße in der Nähe der Hauptstadt Bamako sowie Blockaden der Treibstoffversorgung haben zu einer schweren Versorgungskrise und Schulschließungen geführt. Internationale Reisewarnungen, darunter aus Kanada, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> und den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a>, unterstreichen die wachsenden Risiken. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/">Côte d’Ivoire</a> hat als Reaktion seine Grenzsicherung verstärkt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">JNIM in Loulouni this morning, southern Mali, the Malian army seemingly didn&#39;t intervene and the Dozo militias were left to defend the city alone. <a href="https://t.co/HWVVJxi9tm">https://t.co/HWVVJxi9tm</a> <a href="https://t.co/jCsjxjtm18">pic.twitter.com/jCsjxjtm18</a></p>— Brant (@BrantPhilip_) <a href="https://twitter.com/BrantPhilip_/status/1989440656000127161?ref_src=twsrc%5Etfw">November 14, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> nehmen Angriffe extremistischer Gruppen zu. In Nordburkina Faso dauern Blockaden von Städten wie Djibo an. In der nigrischen Region Tillabéri wurden im September 22 Menschen bei einem bewaffneten Angriff getötet. Die anhaltende Gewalt trägt zur massiven Binnenvertreibung in beiden Ländern bei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-und-regionale-reaktionen"><span id="internationale-und-regionale-reaktionen">Internationale und regionale Reaktionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konzeptnote Sierra Leones zufolge gilt die Sahelzone mittlerweile als „globales Epizentrum des Terrorismus“, wobei sich die Bedrohung zunehmend in Küstenstaaten Westafrikas ausbreitet. Die Note verweist auf bestehende multilaterale Rahmenwerke zur Terrorismusbekämpfung und auf Resolution 2719 des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/">Sicherheitsrats</a> vom Februar 2023 zur Finanzierung von AU-geführten Friedensmissionen. Diskussionen über eine Anwendung dieses Finanzierungsmechanismus für Operationen in Westafrika haben bisher jedoch wenig Resonanz gefunden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5_B8aMXcAAE6P3-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-22053 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5_B8aMXcAAE6P3-1024x576.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5_B8aMXcAAE6P3-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5_B8aMXcAAE6P3-768x432.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5_B8aMXcAAE6P3-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5_B8aMXcAAE6P3-800x450.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5_B8aMXcAAE6P3-1160x653.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5_B8aMXcAAE6P3.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">ECOWAS prüft die Aktivierung ihrer Standby-Truppe zur Eindämmung der Bedrohung. Auf dem Gipfel im Juli 2024 wurde Kommissionspräsident Touray beauftragt, mit der Afrikanischen Union über Finanzierungsoptionen zu beraten. Beide Organisationen vereinbarten bei ihrem gemeinsamen Treffen im Mai eine beschleunigte Einsatzbereitschaft der regionalen Kräfte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere regionale Initiativen wie die Accra-Initiative – getragen von <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/benin/">Benin</a>, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/">Ghana</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/">Togo</a> – kämpfen mit Finanzierungsengpässen und politischen Spannungen zwischen ihren Mitgliedstaaten. Die Multinationale Einsatztruppe MNJTF im Tschadseebecken, die seit 2015 gegen Boko Haram und ISWAP operiert, ist geschwächt, seit Niger im März seinen Rückzug erklärt hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-positionen-innerhalb-des-sicherheitsrats"><span id="positionen-innerhalb-des-sicherheitsrats">Positionen innerhalb des Sicherheitsrats</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei jüngsten <a href="https://fokus-afrika.de/un-au-und-eu-buendeln-kraefte-fuer-frieden-und-entwicklung-in-afrika/">multilateralen Treffen</a> – darunter das jährliche UN-<a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">AU</a>-Konsultationsformat in Addis Abeba und die <a href="https://fokus-afrika.de/un-und-afrikanische-union-vertiefen-partnerschaft-bei-konferenz-in-new-york/">UN-AU-Konferenz am 12. November in New York</a> – wurde erneut vor den Folgen der sich verschärfenden Lage in Mali und der gesamten Sahelzone gewarnt. António Guterres sprach von einer „dramatischen Verschlechterung“, insbesondere infolge der Treibstoffblockade. Der Vorsitzende der AU-Kommission, Mahamoud Ali Youssouf, forderte eine koordinierte internationale Reaktion und betonte die Bedeutung von Informationsaustausch und verstärkten Kapazitäten der betroffenen Staaten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21397 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Positionen im Sicherheitsrat bleiben dennoch differenziert. Während die USA und europäische Mitglieder die wachsende Rolle <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russlands</a> kritisch hervorheben, führt Russland die Verschlechterung der Sicherheitslage auf westliche Politik zurück und verweist auf eigene bilaterale Kooperationen mit Sahelstaaten. Eine russische Delegation unter Vizeverteidigungsminister Yunus-Bek Jewkurow reiste zuletzt nach Mali, um militärtechnische Zusammenarbeit und regionale Sicherheitsfragen zu erörtern.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-erwartete-themen-der-sitzung"><span id="erwartete-themen-der-sitzung">Erwartete Themen der Sitzung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sierra Leone stellt zur Diskussion mehrere Schlüsselthemen, darunter:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>wie operative und nachrichtendienstliche Zusammenarbeit in der Region verbessert werden kann</li>



<li>wie Resolution 2719 zur Unterstützung regionaler Sicherheitsoperationen genutzt werden kann</li>



<li>wie militärische Maßnahmen mit Stabilisierung, Wiederaufbau, Verwaltung und Justiz verknüpft werden können</li>



<li>welche Schritte notwendig sind, um Terrorismusfinanzierung und Schmuggelnetzwerke – etwa für Mineralien, Waffen, Drogen und Menschenhandel – zu unterbinden</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Generalsekretär Guterres dürfte die jüngsten Entwicklungen seit der Sitzung im August einordnen, während Touray auf Erfolge und Herausforderungen der ECOWAS eingehen könnte, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen markiert. Auch die diplomatischen Beziehungen zu Mali, Burkina Faso und Niger, die ihren Austritt aus ECOWAS angekündigt haben, könnten thematisiert werden.</p>
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		<item>
		<title>UN und Afrikanische Union vertiefen Partnerschaft bei Konferenz in New York</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-und-afrikanische-union-vertiefen-partnerschaft-bei-konferenz-in-new-york/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 18:03:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bei der neunten Jahreskonferenz zwischen den Vereinten Nationen (UN) und der Afrikanischen Union (AU) haben UN-Generalsekretär António Guterres&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-und-afrikanische-union-vertiefen-partnerschaft-bei-konferenz-in-new-york%2F&amp;action_name=UN%20und%20Afrikanische%20Union%20vertiefen%20Partnerschaft%20bei%20Konferenz%20in%20New%20York&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-und-afrikanische-union-vertiefen-partnerschaft-bei-konferenz-in-new-york/">UN und Afrikanische Union vertiefen Partnerschaft bei Konferenz in New York</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bei der neunten Jahreskonferenz zwischen den Vereinten Nationen (UN) und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a> (AU) haben UN-Generalsekretär António Guterres und der Vorsitzende der AU-Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, eine engere Abstimmung in den Bereichen Frieden, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheit/">Sicherheit</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/entwicklung/">Entwicklung</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/menschenrechte/">Menschenrechte</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/klima/">Klima</a> zugesagt. Die Gespräche in New York konzentrierten sich auf den Stand gemeinsamer Rahmenabkommen und auf aktuelle Konfliktlagen auf dem afrikanischen Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres betonte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am UN-Sitz, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen sei „nie stärker und nie notwendiger“ gewesen. Die Welt befinde sich in einer Phase „tödlicher Konflikte, wachsender Ungleichheiten, Klimachaos und außer Kontrolle geratener Technologien“, deren Auswirkungen Afrika besonders hart träfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategische-allianz-und-vorrang-fur-afrika"><span id="strategische-allianz-und-vorrang-fuer-afrika">Strategische Allianz und Vorrang für Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verwies auf eine „engere strategische Allianz“ mit der AU, die auf gemeinsamen Werten, gegenseitigem Respekt und komplementären Interessen beruhe. Ergebnis dieser Vertiefung seien drei gemeinsame Rahmenwerke zu Frieden und Sicherheit, nachhaltiger Entwicklung sowie Menschenrechten. Sie verbinden die AU-Agenda 2063 mit der UN-Agenda 2030 und sollen von der Früherkennung von Konflikten bis zur Nachsorge in Post-Konflikt-Gesellschaften wirken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125013-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21947 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125013-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125013-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125013-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125013-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125013-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125013-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125013.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär nahm dabei ausdrücklich auf den im Vorjahr verabschiedeten „Pact for the Future“ Bezug. Dieses Dokument unterstreicht die besondere Rolle regionaler Organisationen wie der AU und fordert, Afrikas Anliegen in Bereichen wie Frieden und Sicherheit, nachhaltige Entwicklung, Frauen- und Jugendbeteiligung sowie Wissenschaft und Innovation stärker abzubilden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pakt sieht zudem vor, Afrika ständige Sitze im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/">Sicherheitsrat</a> einzuräumen, um – so Guterres – „ein unerträgliches Unrecht“ gegenüber dem Kontinent zu korrigieren. In der anschließenden Fragerunde beschrieb er Afrika als „doppeltes Opfer des Kolonialismus“: zuerst durch die direkte koloniale Herrschaft, anschließend durch die Schaffung eines multilateralen Systems, in dem afrikanische Staaten „nicht am Tisch saßen“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reform-der-globalen-finanzarchitektur"><span id="reform-der-globalen-finanzarchitektur">Reform der globalen Finanzarchitektur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage der globalen Finanzordnung. Guterres kritisierte, Afrikas Fortschritt werde durch ein „veraltetes und unfaires“ System gebremst. Die internationale Finanzarchitektur müsse inklusiver, repräsentativer und wirksamer werden. Dazu gehörten mehr Mitbestimmung für Entwicklungs- und Schwellenländer in internationalen Finanzinstitutionen, die Ausweitung der Kreditvergabekapazitäten multilateraler Entwicklungsbanken sowie Instrumente zur Senkung von Kapitalkosten und zur schnelleren Entschuldung überschuldeter Staaten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Our world is in turmoil & the impacts are felt deeply on the African continent.<br><br>Cooperation between the <a href="https://twitter.com/UN?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN</a> & <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion?ref_src=twsrc%5Etfw">@_AfricanUnion</a> has never been stronger or more necessary.<br><br>I’m committed to continue strengthening our partnership, building on shared values, mutual respect &…</p>— António Guterres (@antonioguterres) <a href="https://twitter.com/antonioguterres/status/1988732444598493427?ref_src=twsrc%5Etfw">November 12, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär verwies auf das „Sevilla Commitment“, das in diesem Jahr von Mitgliedstaaten vereinbart wurde. Es sehe konkrete Schritte vor, um Schuldenlasten zu mildern und Finanzierungskosten zu senken. Beim anstehenden G20-Gipfel in Johannesburg will Guterres nach eigenen Angaben dafür werben, dass die führenden Wirtschaftsmächte diese Reformen vorantreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf unterstrich, die afrikanischen Staaten wollten ihre „Eigenverantwortung“ stärken und verstärkt heimische Ressourcen für Entwicklungsprogramme mobilisieren. Der erste <a href="https://fokus-afrika.de/tag/g20/">G20</a>-Gipfel auf afrikanischem Boden und die volle Mitgliedschaft der AU in der G20 böten eine neue Plattform, um Forderungen nach Finanzreformen und Klimagerechtigkeit zu artikulieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klimagerechtigkeit-und-energiewende-auf-dem-kontinent"><span id="klimagerechtigkeit-und-energiewende-auf-dem-kontinent">Klimagerechtigkeit und Energiewende auf dem Kontinent</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres stellte die afrikanische Dimension der Klimakrise in den Vordergrund. Afrika trage kaum zu den globalen Emissionen bei, sei jedoch „an vorderster Front“ von den Folgen betroffen. Zugleich verfüge kein Kontinent über mehr Sonnen- und Windpotenzial, während Investitionen in erneuerbare Energien in erster Linie in Industriestaaten flössen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">African Union and United Nations Reaffirm Partnership for Peace, Security and Sustainable Development.<br><br>The Chairperson of the African Union Commission, H.E. Mahmoud Ali Youssouf, and the Secretary-General of the United Nations, H.E. António Guterres, today co-chaired the Ninth… <a href="https://t.co/sXG98nZ7Ul">pic.twitter.com/sXG98nZ7Ul</a></p>— African Union (@_AfricanUnion) <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion/status/1988872007434359213?ref_src=twsrc%5Etfw">November 13, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär forderte die Industrieländer auf, ihre Zusagen deutlich zu erhöhen. Er erinnerte an das Ziel, die Anpassungsfinanzierung auf mindestens 40 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr zu verdoppeln sowie ab 2025 jährlich rund 300 Milliarden US-Dollar für Minderung und Anpassung bereitzustellen und so die Mobilisierung von etwa 1,3 Billionen US-Dollar für Entwicklungsländer zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Fortsetzung der UN-Klimakonferenz COP30 in Belém kündigte Guterres an, erneut für ein „Klimagerechtigkeitspaket“ zu werben, das Gemeinschaften, „die wie viele in Afrika an der Frontlinie der Klimakrise stehen“, Zugang zu Finanzierung, Anpassungsmaßnahmen und Zukunftsperspektiven verschaffen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-investitionen-in-frieden-konfliktherde-und-gemeinsame-initiativen"><span id="investitionen-in-frieden-konfliktherde-und-gemeinsame-initiativen">Investitionen in Frieden: Konfliktherde und gemeinsame Initiativen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich Frieden und Sicherheit bekräftigte Guterres seine Unterstützung für die AU-Initiative „Silencing the Guns“. Ziel dieses Programms ist es, gewaltsame Konflikte auf dem Kontinent zu beenden und einen integrierten, friedlichen und wohlhabenden Raum zu schaffen. Er bezeichnete nachhaltige Entwicklung und Frieden als „gegenseitig verstärkend“ und verwies auf die notwendige Verzahnung von humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und friedenssichernden Maßnahmen.</p>



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<h3 class="wp-block-heading" id="h-sudan-sahel-und-horn-von-afrika"><span id="sudan-sahel-und-horn-von-afrika">Sudan, Sahel und Horn von Afrika</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> äußerte Guterres „tiefe Besorgnis“ über Berichte zu Massenverbrechen und schweren Menschenrechtsverletzungen in El Fasher sowie über eskalierende Gewalt in den Kordofan-Regionen. Er forderte, den Zustrom von Waffen und Kämpfern aus dem Ausland zu stoppen und den raschen Zugang humanitärer Hilfe zu gewährleisten. Zudem rief er die Konfliktparteien, die Sudanese Armed Forces und die Rapid Support Forces, dazu auf, mit seinem Sondergesandten Ramtane Lamamra zusammenzuarbeiten und konkrete Schritte in Richtung einer verhandelten Lösung zu unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Lage im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahel</a> erklärte Guterres, bewaffnete Gruppen und Terrornetzwerke nutzten schwache Regierungsführung und zwischenethnische Spannungen aus. Die Entwicklungen in Mali, darunter eine Kraftstoffblockade, verschärften die ohnehin prekäre Lage und erhöhten die Risiken für die Region. Vertrauen müsse rasch wiederhergestellt und die regionale Kooperation erneuert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalia</a> verwies der Generalsekretär auf die chronische Unterfinanzierung der African Union Support and Stabilization Mission (AUSSOM). Die UN-Resolution 2719 biete zwar einen Rahmen für eine verlässlichere Finanzierung AU-geführter Einsätze durch Pflichtbeiträge, die konkrete Umsetzung bleibe jedoch aus. Dies habe unmittelbare Folgen für die Stabilisierung und den Anti-Terror-Kampf im Land.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-weitere-herausforderungen-in-afrika"><span id="weitere-herausforderungen-in-afrika">Weitere Herausforderungen in Afrika</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a> warf Guterres Verzögerungen bei der Umsetzung des Friedensabkommens vor. Diese gefährdeten die Voraussetzungen für glaubwürdige und friedliche Wahlen im Dezember 2026. Die politische Führung müsse die nötige Bereitschaft zeigen, Kompromisse einzugehen und eine erneute Eskalation zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a> bekräftigten UN und AU ihre Unterstützung für den UN-Fahrplan, der nationale Wahlen und ein Ende der Übergangsphase ermöglichen soll, sowie für die geplante nationale Friedens- und Versöhnungscharta.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders eindringlich beschrieb der Generalsekretär die Lage im Osten der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a>. Dort habe jahrzehntelanger Konflikt eine „tragische humanitäre Krise“ mit 5,7 Millionen Vertriebenen und 21 Millionen Menschen in Lebensgefahr hervorgebracht. Öffentliche Dienste stünden vor dem Kollaps, Cholera breite sich aus, und der humanitäre Aktionsplan sei drastisch unterfinanziert. Guterres rief dazu auf, die Souveränität und territoriale Integrität der DR Kongo zu achten, Friedensabkommen umzusetzen und die strukturellen Ursachen von Instabilität und Gewalt anzugehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reform-des-multilateralismus-und-afrikas-stimme-in-globalen-foren"><span id="reform-des-multilateralismus-und-afrikas-stimme-in-globalen-foren">Reform des Multilateralismus und Afrikas Stimme in globalen Foren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob das derzeitige multilaterale System Afrika gerecht werde, antwortete Guterres, die internationale Ordnung sei in einer Zeit entstanden, als afrikanische Staaten „nicht am Tisch“ gewesen seien. Reformen seien notwendig, damit Afrika dauerhaft mit ständigen Sitzen im Sicherheitsrat vertreten sei und im internationalen Finanzsystem stärkeres Gewicht erhalte.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Today, the <a href="https://twitter.com/AfricanUnionUN?ref_src=twsrc%5Etfw">@AfricanUnionUN</a> hosted a meeting between the <a href="https://twitter.com/hashtag/AUC?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AUC</a> delegation led by H.E. Mahmoud Ali Youssouf, joined by <a href="https://twitter.com/hashtag/DCP?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#DCP</a> Selma Malika Haddadi, and <a href="https://twitter.com/hashtag/DSG?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#DSG</a> <a href="https://twitter.com/AminaJMohammed?ref_src=twsrc%5Etfw">@AminaJMohammed</a>, joined by USG @Durate_UNOSAA, for an engaging working session, focused on deepening collaboration and advancing… <a href="https://t.co/LnCUUM7RVy">pic.twitter.com/LnCUUM7RVy</a></p>— African Union Mission to the UN (@AfricanUnionUN) <a href="https://twitter.com/AfricanUnionUN/status/1988402366966542531?ref_src=twsrc%5Etfw">November 12, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf betonte, das multilaterale System könne für Afrika liefern, sei aber nicht nur für den Kontinent von Bedeutung. Sollten Defizite bestehen, liege es auch an den Vereinten Nationen und afrikanischen Partnern, dieses System zu stützen und weiterzuentwickeln. Die erstmalige Ausrichtung eines G20-Gipfels in Südafrika und die volle Mitgliedschaft der AU in der G20 wertete er als Chance, afrikanische Positionen zu Finanzreformen und Klimagerechtigkeit deutlicher in globale Entscheidungen einzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres fasste seinen Ansatz mit Blick auf Johannesburg knapp zusammen. Er werde persönlich am Gipfel teilnehmen und sich dafür einsetzen, die Kosten des Kapitals zu senken, Schuldenkrisen zu entschärfen und damit eine tragfähige Entwicklungsagenda zu ermöglichen, „insbesondere in Afrika“.</p>
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		<title>7. Gipfel Afrikanische Union – Europäische Union findet Ende November in Luanda statt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/7-gipfel-afrikanische-union-europaeische-union-findet-ende-november-in-luanda-statt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 11:56:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Vom 24. bis 25. November 2025 findet in Luanda, Angola, der 7. Gipfel der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union (EU) statt.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F7-gipfel-afrikanische-union-europaeische-union-findet-ende-november-in-luanda-statt%2F&amp;action_name=7.%20Gipfel%20Afrikanische%20Union%20%E2%80%93%20Europ%C3%A4ische%20Union%20findet%20Ende%20November%20in%20Luanda%20statt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/7-gipfel-afrikanische-union-europaeische-union-findet-ende-november-in-luanda-statt/">7. Gipfel Afrikanische Union – Europäische Union findet Ende November in Luanda statt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Vom <strong>24. bis 25. November 2025</strong> findet in <strong>Luanda, Angola</strong>, der <strong>7. Gipfel der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union (EU)</strong> statt. Ziel des Treffens ist es, die <strong>gemeinsame Verpflichtung zu Multilateralismus, Solidarität und partnerschaftlichem Handeln</strong> zu bekräftigen, um globale Herausforderungen gemeinsam anzugehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-staats-und-regierungschefs-beider-kontinente-beraten-uber-multilateralismus-stabilitat-und-nachhaltige-entwicklung"><span id="staats-und-regierungschefs-beider-kontinente-beraten-ueber-multilateralismus-stabilitaet-und-nachhaltige-entwicklung">Staats- und Regierungschefs beider Kontinente beraten über Multilateralismus, Stabilität und nachhaltige Entwicklung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel wird gemeinsam geleitet von <strong>João Lourenço</strong>, Präsident der Republik Angola und derzeitiger <strong>Vorsitzender der Afrikanischen Union</strong>, sowie <strong>António Costa</strong>, Präsident des <strong>Europäischen Rates</strong>. Anwesend sind außerdem <strong>Mahmoud Ali Youssouf</strong>, Vorsitzender der <strong>Kommission der Afrikanischen Union</strong>, und <strong>Ursula von der Leyen</strong>, Präsidentin der <strong>Europäischen Kommission</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rahmenveranstaltungen-jugend-zivilgesellschaft-und-wirtschaft"><span id="rahmenveranstaltungen-jugend-zivilgesellschaft-und-wirtschaft">Rahmenveranstaltungen: Jugend, Zivilgesellschaft und Wirtschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Vorfeld werden mehrere thematische Foren abgehalten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>AU–EU Jugend- und Zivilgesellschaftsforum (20.–21. November 2025)</strong><br>Junge Führungskräfte, Innovatoren und zivilgesellschaftliche Organisationen aus Afrika und Europa entwickeln hier Empfehlungen zu Themen wie <strong>Beschäftigung, Innovation, Klimaanpassung, Governance und sozialer Inklusion</strong>. Die Ergebnisse fließen in die Diskussionen der Staats- und Regierungschefs ein.</li>



<li><strong>AU–EU Wirtschaftsforum (24.–25. November 2025)</strong><br>Dieses Forum bringt <strong>Unternehmer, Investoren und politische Entscheidungsträger</strong> zusammen, um Partnerschaften in den Bereichen <strong>Infrastruktur, nachhaltige Energie, Agrarwirtschaft, verarbeitende Industrie, digitale Wirtschaft und kreative Branchen</strong> zu vertiefen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hintergrund-25-jahre-au-eu-partnerschaft"><span id="hintergrund-25-jahre-au-eu-partnerschaft">Hintergrund: 25 Jahre AU–EU-Partnerschaft</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="760" height="493" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/45622-WhatsApp_Image_2025-10-19_at_16.15.26.jpeg" alt="" class="wp-image-21828 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/45622-WhatsApp_Image_2025-10-19_at_16.15.26.jpeg 760w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/45622-WhatsApp_Image_2025-10-19_at_16.15.26-300x195.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/45622-WhatsApp_Image_2025-10-19_at_16.15.26-380x247.jpeg 380w" sizes="(max-width: 760px) 100vw, 760px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Partnerschaft zwischen Afrika und Europa</strong> wurde beim ersten <strong>Afrika–EU-Gipfel 2000 in Kairo</strong> begründet und ist heute eine der zentralen Plattformen für politischen Dialog, wirtschaftliche Zusammenarbeit und kulturellen Austausch. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum 25-jährigen Bestehen haben die <strong>AU-Kommission</strong> und die <strong>Delegation der EU bei der Afrikanischen Union</strong> das Jubiläum unter dem Motto <strong>#AUEU25</strong> ausgerufen – begleitet von <strong>Ausstellungen, Kampagnen und Dialogveranstaltungen</strong> in Afrika und Europa.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vier-strategische-saulen-der-partnerschaft"><span id="vier-strategische-saeulen-der-partnerschaft">Vier strategische Säulen der Partnerschaft</span></h2>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Wohlstand – Nachhaltiges Wachstum und Integration</strong><br>Beide Unionen setzen auf regionale wirtschaftliche Integration, nachhaltigen Handel, Investitionen und Beschäftigung, den <strong>grünen und digitalen Wandel</strong>, den Ausbau der <strong>Gesundheitssysteme</strong> sowie bessere <strong>Bildung und Qualifizierung</strong>.</li>



<li><strong>Frieden, Sicherheit und Regierungsführung – Partnerschaft für Stabilität</strong><br>AU und EU arbeiten eng bei <strong>Konfliktprävention, Friedenseinsätzen und Wiederaufbau</strong> zusammen. Die <strong>Afrikanische Friedens- und Sicherheitsarchitektur (APSA)</strong> bleibt ein zentrales Instrument zur Stärkung von Stabilität, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.</li>



<li><strong>Menschen – Investitionen in Bildung, Gleichstellung und Inklusion</strong><br>Gemeinsame Programme zu <strong>Migration, Mobilität, Kultur, sozialer Teilhabe und humanitärer Hilfe</strong> fördern insbesondere die <strong>Beteiligung von Frauen und Jugendlichen</strong>. Beide Seiten bekräftigen ihr Engagement für <strong>Menschenrechte, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit</strong>.</li>



<li><strong>Planet – Multilateralismus und Nachhaltigkeit</strong><br>Mit über 40 Prozent der UN-Mitgliedsstaaten bilden AU und EU eine starke Stimme für <strong>globale Nachhaltigkeit und eine Reform des multilateralen Systems</strong>. Sie arbeiten in Formaten wie dem <strong>G20-Vorsitz Südafrikas</strong> und dem <strong>UN-Pakt für die Zukunft</strong> zusammen, um <strong>Klimaschutz und Umweltschutz</strong> international voranzutreiben.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel in Luanda gilt als <strong>wichtiger Meilenstein</strong> für die künftige strategische Ausrichtung der AU–EU-Beziehungen. Er soll neue Impulse für <strong>wirtschaftliche Resilienz, gemeinsame Sicherheitsarchitekturen und nachhaltige Entwicklungspolitik</strong> setzen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F7-gipfel-afrikanische-union-europaeische-union-findet-ende-november-in-luanda-statt%2F&action_name=7.%20Gipfel%20Afrikanische%20Union%20%E2%80%93%20Europ%C3%A4ische%20Union%20findet%20Ende%20November%20in%20Luanda%20statt&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/7-gipfel-afrikanische-union-europaeische-union-findet-ende-november-in-luanda-statt/">7. Gipfel Afrikanische Union – Europäische Union findet Ende November in Luanda statt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
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		<title>Deutsch-kenianische Kooperation für besseren Katastrophenschutz</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutsch-kenianische-kooperation-fuer-besseren-katastrophenschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 17:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die westkenianische Stadt Kisumu hat ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der bayerischen Stadt Gertshofen unterzeichnet, um ihre Katastrophenschutz- und Feuerwehrkapazitäten grundlegend zu modernisieren.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsch-kenianische-kooperation-fuer-besseren-katastrophenschutz%2F&amp;action_name=Deutsch-kenianische%20Kooperation%20f%C3%BCr%20besseren%20Katastrophenschutz&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutsch-kenianische-kooperation-fuer-besseren-katastrophenschutz/">Deutsch-kenianische Kooperation für besseren Katastrophenschutz</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die westkenianische Stadt <strong>Kisumu</strong> hat ein <strong>Memorandum of Understanding (MoU)</strong> mit der bayerischen Stadt <strong>Gertshofen</strong> unterzeichnet, um ihre Katastrophenschutz- und Feuerwehrkapazitäten grundlegend zu modernisieren. Das Abkommen sieht die <strong>Lieferung moderner Löschfahrzeuge</strong>, <strong>Schutzausrüstung</strong> und <strong>spezialisierte Schulungen</strong> für Feuerwehrkräfte vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung wurde von <strong>Gertshofens Bürgermeister Michael Wörle</strong>, <strong>Kisumus City Manager Abala Wanga</strong> und <strong>Judy Oluoch</strong>, Mitglied des Exekutivkomitees des Landkreises für Umwelt, unterzeichnet. Ziel ist es, die Notfallreaktion in Kisumu deutlich zu verbessern und die bisher begrenzten technischen Ressourcen zu erweitern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-modernisierung-der-feuerwehr"><span id="modernisierung-der-feuerwehr">Modernisierung der Feuerwehr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">City Manager <strong>Abala Wanga</strong> betonte, dass die Partnerschaft ein entscheidender Schritt sei, um die Katastrophenresilienz der Stadt zu erhöhen. „Unsere Feuerwehrleute werden künftig sowohl in Deutschland als auch vor Ort in Kisumu weitergebildet. Außerdem erhalten sie moderne Schutzausrüstung und neue Einsatzfahrzeuge, um ihre Sicherheit und Effizienz im Einsatz zu verbessern“, erklärte Wanga.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kisumu ist ein schnell wachsendes urbanes Zentrum mit Industriebetrieben, Einkaufszentren, Wohngebieten, Tanklagern und einem wichtigen Hafen am Viktoriasee. Trotz dieser strategischen Bedeutung verfügt die Stadt bislang über veraltete Löschfahrzeuge und unzureichend ausgebildetes Personal.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="443" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Feuerwehr-Gersthofen-Uebung-2400x1038-1-1024x443.jpg" alt="" class="wp-image-21803 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Feuerwehr-Gersthofen-Uebung-2400x1038-1-1024x443.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Feuerwehr-Gersthofen-Uebung-2400x1038-1-300x130.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Feuerwehr-Gersthofen-Uebung-2400x1038-1-768x332.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Feuerwehr-Gersthofen-Uebung-2400x1038-1-1536x664.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Feuerwehr-Gersthofen-Uebung-2400x1038-1-2048x886.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Feuerwehr-Gersthofen-Uebung-2400x1038-1-380x164.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Feuerwehr-Gersthofen-Uebung-2400x1038-1-800x346.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Feuerwehr-Gersthofen-Uebung-2400x1038-1-1160x502.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Feuerwehr-Gersthofen-Uebung-2400x1038-1.jpg 2400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Vergangenheit hatten Einsatzkräfte immer wieder Schwierigkeiten, <strong>enge Zufahrtswege</strong> zu passieren, <strong>veraltete Technik</strong> zu bedienen oder <strong>ausreichend Wasser</strong> für Löschmaßnahmen zu sichern – etwa bei Bränden in Nyamasaria, Kondele und auf den Märkten der Stadt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausbildung-und-wissenstransfer"><span id="ausbildung-und-wissenstransfer">Ausbildung und Wissenstransfer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt sieht vor, dass <strong>deutsche Feuerwehr- und Katastrophenschutzexperten aus Gertshofen</strong> Kisumus Einsatzkräfte in den Bereichen <strong>Schnelleinsatz</strong>, <strong>Fahrzeugbedienung</strong>, <strong>Rettungstechniken</strong> und <strong>Einsatzkoordination</strong>schulen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus werden Feuerwehrleute aus Kisumu die Möglichkeit haben, <strong>Trainings in Bayern</strong> zu absolvieren, um praktische Erfahrungen mit <strong>europäischen Sicherheitsstandards</strong> und <strong>technisch fortschrittlichen Systemen</strong> zu sammeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Initiative bedeutet mehr als nur die Lieferung von Ausrüstung – wir übernehmen Wissen, Technologie und neue Arbeitsstandards. Bis Ende des Jahres wird Kisumu deutlich besser auf Notfälle vorbereitet sein“, sagte Wanga.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-umsetzung-und-lokale-wirkung"><span id="umsetzung-und-lokale-wirkung">Umsetzung und lokale Wirkung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Phase des Projekts soll noch im Laufe des Jahres beginnen. Sie umfasst die <strong>Lieferung der neuen Fahrzeuge und Ausrüstungen</strong> sowie den <strong>Start der Trainingsprogramme</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu plant der County die Einrichtung <strong>dezentraler Feuerwachen</strong> und den <strong>Ausbau der Hydranteninfrastruktur</strong>in Wohn- und Geschäftsvierteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Abkommen wird Kisumu zu einer der ersten Städte in Ostafrika, die eine <strong>institutionalisierte Partnerschaft mit einer deutschen Kommune</strong> im Bereich Katastrophenschutz eingeht.</p>
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		<item>
		<title>Illegale Migration belastet Grenzbeamte in Gambia</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/illegale-migration-belastet-grenzbeamte-in-gambia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 17:28:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Im westafrikanischen Gambia sehen sich Beamte der Gambia Immigration Department (GID) zunehmend gefährlichen Situationen ausgesetzt. Während der illegale Grenzübertritt in Richtung Europa&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fillegale-migration-belastet-grenzbeamte-in-gambia%2F&amp;action_name=Illegale%20Migration%20belastet%20Grenzbeamte%20in%20Gambia&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Im westafrikanischen <strong>Gambia</strong> sehen sich Beamte der <strong>Gambia Immigration Department (GID)</strong> zunehmend gefährlichen Situationen ausgesetzt. Während der illegale Grenzübertritt in Richtung Europa stark zunimmt, müssen viele Einsatzkräfte an den Grenzen und Wasserwegen <strong>ohne Schusswaffen</strong> patrouillieren – trotz wachsender Bedrohung durch bewaffnete Schleuser.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrisiken-entlang-der-migrationsrouten"><span id="sicherheitsrisiken-entlang-der-migrationsrouten">Sicherheitsrisiken entlang der Migrationsrouten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Pressekonferenz der <strong>Abteilung für Migrationsmanagement in Tanji</strong> am 6. November äußerte der Pressesprecher der Behörde, <strong>Inspektor Siman Lowe</strong>, deutliche Bedenken zur Sicherheit der Beamten. Er forderte eine rasche Verabschiedung des sogenannten <strong>GID-Gesetzentwurfs</strong>, der den Grenzpatrouillen das Führen von Dienstwaffen erlauben würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Gesetz sieht vor, dass die Grenzpatrouillen mit Waffen ausgestattet werden, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Wir gehen manchmal ohne Bewaffnung ins Feld – das stellt eine reale Gefahr dar, wenn wir auf bewaffnete Schleuser treffen“, sagte Lowe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-festnahmen-und-laufende-ermittlungen"><span id="festnahmen-und-laufende-ermittlungen">Festnahmen und laufende Ermittlungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Image-2025-11-07-at-09.03.50_a3cb743b-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-21797 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Image-2025-11-07-at-09.03.50_a3cb743b-1024x1024.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Image-2025-11-07-at-09.03.50_a3cb743b-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Image-2025-11-07-at-09.03.50_a3cb743b-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Image-2025-11-07-at-09.03.50_a3cb743b-768x768.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Image-2025-11-07-at-09.03.50_a3cb743b-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Image-2025-11-07-at-09.03.50_a3cb743b-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Image-2025-11-07-at-09.03.50_a3cb743b-380x380.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Image-2025-11-07-at-09.03.50_a3cb743b-800x800.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Image-2025-11-07-at-09.03.50_a3cb743b.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lowe berichtete, dass am <strong>2. November 2025</strong> zwei Verdächtige – <strong>Ebrima Njie</strong> und <strong>Abdou Jobe</strong> – mit Funkgeräten und einer mutmaßlichen Schusswaffe festgenommen wurden. Da die Echtheit der Waffe nicht bestätigt werden konnte, wurde sie an die Polizei zur weiteren Untersuchung übergeben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Verdächtige, der die Waffe besessen haben soll, befindet sich in Polizeigewahrsam, ebenso wie zwei weitere mutmaßliche Organisatoren der Migrationsroute. Die Polizei wird prüfen, ob es sich um eine echte Waffe handelt und welche strafrechtlichen Konsequenzen folgen“, erklärte Lowe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-2-000-migranten-abgefangen"><span id="mehr-als-2-000-migranten-abgefangen">Mehr als 2.000 Migranten abgefangen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen elf Monaten hat die GID <strong>2.041 Migranten</strong> abgefangen – darunter <strong>535 Gambier</strong>, <strong>921 Senegalesen</strong>und <strong>485 Guineer</strong>. Viele von ihnen nutzten Gambia als <strong>Transitland</strong> auf dem Weg zu den <strong>Kanarischen Inseln</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Behörde waren <strong>1.693 Männer</strong>, <strong>348 Frauen</strong>, <strong>77 Minderjährige</strong> und <strong>21 schwangere Frauen</strong> unter den aufgegriffenen Personen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-pravention-statt-abfangaktionen"><span id="fokus-auf-praevention-statt-abfangaktionen">Fokus auf Prävention statt Abfangaktionen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/N4_-_Border_Senegal_Gambia.jpg" alt="" class="wp-image-21798 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/N4_-_Border_Senegal_Gambia.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/N4_-_Border_Senegal_Gambia-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/N4_-_Border_Senegal_Gambia-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/N4_-_Border_Senegal_Gambia-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/N4_-_Border_Senegal_Gambia-800x534.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Trotz der schwierigen Lage betonte Lowe, dass die Arbeit der Behörde zunehmend darauf abzielt, <strong>Schleusernetzwerke frühzeitig zu zerschlagen</strong>, bevor Migranten ihre gefährlichen Reisen antreten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind entschlossen, das Geschäft der irregulären Migration zu beenden. Unsere Beamten werden weiter dienen, auch unter schwierigen und riskanten Bedingungen, um unsere Grenzen zu sichern und Leben zu schützen“, so Lowe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung nach einer rechtlichen Grundlage zur Bewaffnung der GID-Einheiten bleibt ein zentrales Anliegen, da die Sicherheitslage an Gambias Grenzen weiterhin angespannt ist.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>MINUSCA: Trotz Fortschritte kommen 14 Blauhelme ums Leben</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/minusca-trotz-fortschritte-kommen-14-blauhelme-ums-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2025 18:54:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[MINUSCA]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNDP]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=21641</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In der nordöstlichen Präfektur Vakaga der Zentralafrikanischen Republik ist am 30. Oktober 2025 ein lokales Friedensabkommen zwischen zentralafrikanischen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fminusca-trotz-fortschritte-kommen-14-blauhelme-ums-leben%2F&amp;action_name=MINUSCA%3A%20Trotz%20Fortschritte%20kommen%2014%20Blauhelme%20ums%20Leben&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/minusca-trotz-fortschritte-kommen-14-blauhelme-ums-leben/">MINUSCA: Trotz Fortschritte kommen 14 Blauhelme ums Leben</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In der nordöstlichen Präfektur Vakaga der Zentralafrikanischen Republik ist am 30. Oktober 2025 ein lokales Friedensabkommen zwischen zentralafrikanischen und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">sudanesischen</a> Grenzgemeinden unterzeichnet worden. Die Vereinbarung wurde durch die Vermittlung und logistische Unterstützung der Multidimensionalen Integrierten <a href="https://fokus-afrika.de/tag/minusca/">Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik</a> (MINUSCA) ermöglicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-friedensabkommen-zwischen-grenzgemeinden-in-am-dafock"><span id="friedensabkommen-zwischen-grenzgemeinden-in-am-dafock">Friedensabkommen zwischen Grenzgemeinden in Am-Dafock</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der Sprecherin der Mission, Florence Marchal, fand das Abkommen nach drei Tagen intensiver Dialoge in Am-Dafock statt. Die MINUSCA hatte zuvor die zentralafrikanischen Gemeindeführungen aus Birao in die Grenzregion transportiert. Beide Seiten verpflichteten sich, den Besitz illegaler Waffen zu unterbinden und die Transhumanzrouten zu respektieren. „Seit der Unterzeichnung wurden keine sicherheitsrelevanten Zwischenfälle gemeldet“, erklärte Marchal in Bangui. Ein lokales Komitee soll künftig die Umsetzung überwachen und Verstöße dokumentieren.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/PressConference?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#PressConference</a> – Annonce de la conclusion, à Am-Dafock, d’un accord local de <a href="https://twitter.com/hashtag/paix?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#paix</a> entre les communautés frontalières centrafricaines et soudanaises avec la facilitation et médiation de la <a href="https://twitter.com/hashtag/MINUSCA?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#MINUSCA</a>. Une avancée majeure pour la sécurité et la cohésion sociale dans la Vakaga. <a href="https://t.co/XCpw930I4w">pic.twitter.com/XCpw930I4w</a></p>— MINUSCA (@UN_CAR) <a href="https://twitter.com/UN_CAR/status/1986110576691458506?ref_src=twsrc%5Etfw">November 5, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission arbeitet gemeinsam mit lokalen Behörden und Gemeinschaften daran, das Abkommen bekannt zu machen, um eine breite gesellschaftliche Verankerung zu erreichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-umsetzung-des-friedensprozesses-und-entwaffnung"><span id="umsetzung-des-friedensprozesses-und-entwaffnung">Umsetzung des Friedensprozesses und Entwaffnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Friedensabkommen steht im Zusammenhang mit der fortgesetzten Umsetzung des nationalen Versöhnungsprozesses, der nach dem „Abkommen vom 19. April 2025“ und dessen Ratifizierung am 10. Juli in Bangui begonnen wurde. An der Zeremonie hatten Vertreter der Regierung, der bewaffneten Gruppen UPC und 3R, eine Delegation des Tschad sowie Garanten und Vermittler des APPR-RCA teilgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Juli unterstützt die MINUSCA die zentralafrikanischen Behörden bei der technischen und logistischen Umsetzung von Entwaffnungs- und Demobilisierungsmaßnahmen. Marchal berichtete, dass allein in der letzten Oktoberwoche 125 Kämpfer der UPC in Noufou entwaffnet und demobilisiert wurden. Seit Beginn des Prozesses im Sommer seien über 800 ehemalige Kämpfer in mehreren Regionen in zivile Programme überführt worden. Begleitend wurden medizinische Hilfeleistungen und Bildungsprojekte für die betroffenen Gemeinden durchgeführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlen-und-stabilisierung"><span id="wahlen-und-stabilisierung">Wahlen und Stabilisierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben ihrer sicherheitspolitischen Rolle leistet die MINUSCA weiterhin Unterstützung bei der Vorbereitung der Wahlen. Der Bericht des Generalsekretärs, der am 28. Oktober dem Sicherheitsrat vorgelegt wurde, hebt hervor, dass die provisorischen Wählerlisten landesweit am 20. Juli ausgehängt werden konnten. Diese Maßnahmen erfolgten in Zusammenarbeit mit dem <a href="https://fokus-afrika.de/tag/undp/">Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen</a> (UNDP) und der nationalen Wahlkommission ANE.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mandat der Mission umfasst technische, logistische und sicherheitspolitische Unterstützung, um den Wahlprozess abzusichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-und-regionale-entwicklungen"><span id="sicherheitslage-und-regionale-entwicklungen">Sicherheitslage und regionale Entwicklungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der jüngste Bericht beschreibt eine allgemeine Verbesserung der Sicherheitslage im Westen und Zentrum des Landes, insbesondere nach dem Abkommen von N’Djamena und der Umsetzung des Stabilisierungsplans für die Region Yadé. In der Vakaga-Region hat die MINUSCA ihre Präsenz in strategischen Orten wie Am-Dafock und Ouanda Djallé ausgebaut, um Spannungen einzudämmen und den interkommunalen Dialog zu fördern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54897991667_3beb71235a_c.jpg" alt="" class="wp-image-21643 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54897991667_3beb71235a_c.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54897991667_3beb71235a_c-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54897991667_3beb71235a_c-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54897991667_3beb71235a_c-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Süden, in der Region Haut-Oubangui, bleibt die Lage angespannt. Angriffe der bewaffneten Gruppe Azandé Ani Kpi Gbé (AAKG) auf Sicherheitskräfte und Zivilisten führten zu zahlreichen Opfern und Vertreibungen. Die Mission setzt auch hier auf Mediation und soziale Kohäsion, um den Rückkehrprozess und humanitäre Hilfe zu ermöglichen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus wurde am 4. September eine nationale Behörde zur Minenbekämpfung geschaffen, deren Einrichtung mit technischer Unterstützung der MINUSCA erfolgte. Zu den weiteren Maßnahmen gehören die Sanierung und Übergabe von sicherheitsrelevanten Infrastrukturen wie Waffendepots, Polizeiposten und Ausbildungsstätten an die zentralafrikanischen Behörden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unterstutzung-fur-die-streitkrafte-faca"><span id="unterstuetzung-fuer-die-streitkraefte-faca">Unterstützung für die Streitkräfte FACA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. November übergab die MINUSCA in Bangui zwölf neue Geländefahrzeuge an den Generalstab der zentralafrikanischen Streitkräfte (FACA). Die Repräsentantin des Generalsekretärs, Valentine Rugwabiza, erklärte bei der Übergabe, dass die Fahrzeuge die Mobilität und Einsatzfähigkeit der FACA verbessern und insbesondere die Sicherung des Wahlprozesses unterstützen sollen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54899104394_bf23e905b3_c.jpg" alt="" class="wp-image-21644 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54899104394_bf23e905b3_c.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54899104394_bf23e905b3_c-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54899104394_bf23e905b3_c-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54899104394_bf23e905b3_c-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Die FACA müssen überall dort präsent sein, wo die Bevölkerung sie braucht“, betonte Rugwabiza. Der Generalstabschef Zéphirin Mamadou bezeichnete die Übergabe als wichtigen Beitrag zur operativen Stärkung der Armee. Er hob hervor, dass die Kooperation mit der MINUSCA neben Transport und Versorgung auch medizinische Evakuierungen und logistische Unterstützung umfasst.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fahrzeuge, im Gesamtwert von rund 500.000 US-Dollar, sollen in den Städten Batangafo, Bokaranga, Birao, Markounda, Ndélé und Obo eingesetzt werden. Bereits im August hatte die Mission 300 Motorräder an die Streitkräfte übergeben, um die Reichweite militärischer und humanitärer Einsätze zu erhöhen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einsatz-unter-hohen-risiken"><span id="einsatz-unter-hohen-risiken">Einsatz unter hohen Risiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Fortschritte bleibt der Einsatz der UN-Mission mit hohen Risiken verbunden. Nach Angaben der MINUSCA kamen in den vergangenen vier Monaten 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vereinten Nationen ums Leben, elf weitere wurden verletzt. Florence Marchal würdigte ihren „Einsatz und das Opfer im Dienst von Frieden und Stabilität in der Zentralafrikanischen Republik“.</p>
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