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	<title>Frankreich | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
	<lastBuildDate>Fri, 23 Oct 2026 18:09:39 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Frankreich | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>E4 trifft R4 : Deutschland und Türkei bringen Europa und islamische Welt an einen Tisch</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/e4-trifft-r4-deutschland-und-tuerkei-bringen-europa-und-islamische-welt-an-einen-tisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 09:11:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland und die Türkei starten ein neues Acht-Staaten-Format mit Ägypten, Saudi-Arabien und Pakistan. Außenminister Wadephul will die Konflikte um die Straße von Hormus, das Rote Meer und das Schwarze Meer gemeinsam mit europäischen und regionalen Partnern angehen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fe4-trifft-r4-deutschland-und-tuerkei-bringen-europa-und-islamische-welt-an-einen-tisch%2F&amp;action_name=E4%20trifft%20R4%20%3A%20Deutschland%20und%20T%C3%BCrkei%20bringen%20Europa%20und%20islamische%20Welt%20an%20einen%20Tisch&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/e4-trifft-r4-deutschland-und-tuerkei-bringen-europa-und-islamische-welt-an-einen-tisch/">E4 trifft R4 : Deutschland und Türkei bringen Europa und islamische Welt an einen Tisch</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und die Türkei haben ein neues diplomatisches Gesprächsformat mit acht Staaten gestartet, um die Konflikte um die Straße von Hormus, das Rote Meer und das Schwarze Meer gemeinsam anzugehen. Das erste Außenministertreffen findet am Freitag, dem 23. Oktober 2026, in Istanbul statt. Neben den E4 aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien nehmen die R4 bestehend aus Ägypten, Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei teil. Die Initiative fällt in eine Phase zunehmender Angriffe auf internationale Schifffahrtswege und saudisches Staatsgebiet, während die beteiligten Länder nach politischen Lösungen für die Konflikte mit Iran, im Jemen und in der Ukraine suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesaußenminister Johann Wadephul und sein türkischer Amtskollege Hakan Fidan haben das Treffen gemeinsam initiiert. Ursprünglich war eine Zusammenkunft der drei europäischen Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit den vier regionalen Partnern vorgesehen. Auf Wadephuls Initiative wurde Italien zusätzlich eingebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit entsteht erstmals ein gemeinsames Gesprächsformat zwischen den sogenannten E4-Staaten und der Regionalgruppe R4, die sich aus Ägypten, Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei zusammensetzt.</p>



<h2 id="h-wadephul-will-neue-diplomatische-wege-offnen" class="wp-block-heading"><span id="wadephul-will-neue-diplomatische-wege-oeffnen">Wadephul will neue diplomatische Wege öffnen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Auftakt des Treffens erklärte Wadephul, die bestehenden diplomatischen Formate reichten angesichts der gegenwärtigen Sicherheitskrisen nicht aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Konflikt um die Straße von Hormus, die Angriffe der Huthi im Jemen, auf Saudi-Arabien und die freie Seeschifffahrt, aber auch die Folgen immer stärker eskalierender russischer Angriffe auf Getreidelieferungen im Schwarzen Meer – diese massiven Herausforderungen können wir nur bewältigen, wenn wir über etablierte Formate hinaus an einem Strang ziehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister betonte, die acht Staaten wollten gemeinsam ausloten, wie sich Bewegung in die festgefahrenen Konflikte bringen lasse. Dabei gehe es sowohl um regionale Sicherheit als auch um wirtschaftliche Folgen für Europa, Afrika und Asien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die türkische Regierung hatte das Treffen zunächst als Zusammenkunft der regionalen R4-Gruppe mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien angekündigt. Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurde die Initiative anschließend um Italien erweitert, das besondere wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen im Mittelmeerraum und Nahen Osten verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Agenda stehen neben Iran und Jemen auch die Palästinafrage sowie der russische Krieg gegen die Ukraine.</p>



<h2 id="h-agypten-und-saudi-arabien-stehen-unter-unmittelbarem-sicherheitsdruck" class="wp-block-heading"><span id="aegypten-und-saudi-arabien-stehen-unter-unmittelbarem-sicherheitsdruck">Ägypten und Saudi-Arabien stehen unter unmittelbarem Sicherheitsdruck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche fallen mit einer erneuten Verschärfung des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 21. Oktober wurde der internationale König-Fahd-Flughafen in Dammam im Osten Saudi-Arabiens angegriffen. Zwei Zivilisten kamen ums Leben, weitere Menschen wurden verletzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ägyptische Außenministerium verurteilte den Angriff am folgenden Tag. Die gezielte Gefährdung des Luftverkehrs, ziviler Einrichtungen und unbeteiligter Menschen verstoße gegen das internationale Recht und verschärfe die regionale Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/aegyptens-praesident-al-sisi-kuendigt-2030-rueckzug-an-und-sagt-saudi-arabien-militaerische-unterstuetzung-zu/" data-type="post" data-id="30851">Kairo bekräftigte seine uneingeschränkte Solidarität mit Saudi-Arabien.</a> Die Sicherheit des Königreichs sei ein untrennbarer Bestandteil der arabischen und ägyptischen nationalen Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/parlament-zwingt-aegypten-zur-roten-linie-militaerhilfe-fuer-saudi-arabien-iran-warnt-kein-angriff-auf-jemen/" data-type="post" data-id="31041">Präsident Abdel Fattah al-Sisi hatte bereits am 21. Oktober erklärt, Ägypten könne Saudi-Arabien bei der Verteidigung seines Territoriums und seiner Grenzen militärisch unterstützen. </a>Eine Beteiligung an Angriffen gegen den Jemen schloss er dagegen ausdrücklich aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ägyptische Parlament berät derzeit über eine mögliche Ermächtigung zur Entsendung von Streitkräften. <a href="https://fokus-afrika.de/aegyptens-parlament-stoppt-vorerst-militaereinsatz-fuer-saudi-arabien-widerstand-gegen-sisis-plaene-waechst/" data-type="post" data-id="30926">Die Entscheidung wurde auf den 26. Oktober verschoben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ägyptens Position folgt dem von al-Sisi vertretenen außenpolitischen Konzept des strategischen Gleichgewichts. Dieses verbindet die Unterstützung staatlicher Souveränität und regionaler Sicherheit mit dem Anspruch, militärische Verstrickungen zu begrenzen und diplomatische Beziehungen zu unterschiedlichen Machtzentren aufrechtzuerhalten.</p>



<h2 id="h-rotes-meer-und-hormus-gefahrden-den-welthandel" class="wp-block-heading"><span id="rotes-meer-und-hormus-gefaehrden-den-welthandel">Rotes Meer und Hormus gefährden den Welthandel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheit internationaler Handelsrouten bildet den zentralen Schwerpunkt des Istanbuler Treffens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen sind zwei Meerengen, über die ein erheblicher Teil des weltweiten Handels und der Energieversorgung abgewickelt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch Bab al-Mandab am südlichen Zugang zum Roten Meer passieren nach Angaben des Auswärtigen Amts rund zwölf Prozent des weltweiten Seehandels. Die Straße von Hormus zwischen Iran und Oman ist Transportweg für etwa ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Juli haben die Huthi ihre Angriffe auf Handelsschiffe und Ziele in Saudi-Arabien verstärkt. Schiffe mit Verbindungen zum Königreich werden nach Angaben der Bundesregierung an der Ein- und Ausfahrt des Roten Meeres behindert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen reichen über die unmittelbar betroffene Region hinaus. Umleitungen erhöhen Transportzeiten und Frachtkosten. Gleichzeitig beeinflussen Störungen der Energie- und Düngemittelversorgung die Preise auf internationalen Märkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Ägypten sind die Entwicklungen besonders bedeutsam. Der Suezkanal verbindet das Rote Meer mit dem Mittelmeer und gehört zu den wichtigsten Einnahmequellen des Landes. Sinkender Schiffsverkehr belastet die Einnahmen aus Kanalgebühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland beteiligt sich bereits an der EU-geführten Marineoperation EUNAVFOR ASPIDES zum Schutz der Handelsschifffahrt im Roten Meer und im Golf von Aden.</p>



<h2 id="h-turkei-und-pakistan-bauen-parallel-neue-militarpartnerschaften-auf" class="wp-block-heading"><span id="tuerkei-und-pakistan-bauen-parallel-neue-militaerpartnerschaften-auf">Türkei und Pakistan bauen parallel neue Militärpartnerschaften auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die diplomatischen Beratungen finden vor dem Hintergrund einer engeren sicherheitspolitischen Zusammenarbeit mehrerer beteiligter Staaten statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 21. Oktober unterzeichneten die Türkei, Pakistan, Qatar und Indonesien in Doha das sogenannte Badr-Memorandum. Die Vereinbarung sieht eine intensivere Kooperation in der Rüstungsproduktion, bei Forschung und Entwicklung, Technologietransfer sowie militärischer Ausbildung vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier Länder wollen ihre industriellen Fähigkeiten stärker miteinander verbinden und gemeinsame Projekte entwickeln. Auch weitere befreundete Staaten können sich unter vereinbarten Bedingungen anschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung ist von den Istanbuler Außenministergesprächen getrennt. Sie betrifft die verteidigungsindustrielle Zusammenarbeit und enthält keine öffentlich bekannt gewordene allgemeine Beistandsverpflichtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits zuvor hatten die Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien ihre militärische Zusammenarbeit vertieft. Die regionalen Partner verfolgen damit neben der diplomatischen Abstimmung auch eigene sicherheitspolitische Initiativen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="646" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Image1140149636377-jpeg-1024x646.jpeg" alt="" class="wp-image-31073 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Image1140149636377-jpeg-1024x646.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Image1140149636377-jpeg-300x189.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Image1140149636377-jpeg-768x485.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Image1140149636377-jpeg-380x240.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Image1140149636377-jpeg-800x505.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Image1140149636377-jpeg-1160x732.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Image1140149636377-jpeg.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die R4-Gruppe hatte am 21. Juni in Kairo ihre vierte gemeinsame Außenministerkonsultation abgehalten. Damals begrüßten die Minister die Verständigung zwischen den Vereinigten Staaten und Iran vom 18. Juni und forderten eine dauerhafte, überprüfbare Lösung der offenen Streitfragen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-ukraine-krieg-und-getreideexporte-ebenfalls-auf-der-tagesordnung" class="wp-block-heading"><span id="ukraine-krieg-und-getreideexporte-ebenfalls-auf-der-tagesordnung">Ukraine-Krieg und Getreideexporte ebenfalls auf der Tagesordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat die Agenda der Istanbuler Gespräche ausdrücklich auf die Sicherheitslage im Schwarzen Meer ausgeweitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Juli 2026 haben russische Angriffe auf zivile Schiffe und Hafeninfrastruktur die ukrainischen Getreideexporte über das Schwarze Meer nach Angaben des Auswärtigen Amts nahezu zum Erliegen gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul warf Russland vor, durch Angriffe auf Getreidetransporte eine Nahrungsmittelknappheit in ärmeren Ländern bewusst in Kauf zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist darauf, dass zuvor rund 30 Prozent des weltweiten Weizenhandels über die betroffene Route abgewickelt wurden. Alternative Transportwege könnten den Ausfall nur teilweise ausgleichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen sind Staaten, die auf Getreideimporte angewiesen sind, darunter mehrere Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens. Die Türkei gehört zugleich zu den großen Verarbeitern von Weizen für den internationalen Handel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland setzt sich deshalb für eine erneute Vereinbarung zum Schutz der zivilen Schifffahrt im Schwarzen Meer ein. Als früheres Beispiel nennt das Auswärtige Amt die 2022 unter Vermittlung der Vereinten Nationen vereinbarte Schwarzmeer-Getreideinitiative.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Gesprächen in Istanbul nehmen neben Wadephul und Fidan unter anderem Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty, Pakistans Außenminister Muhammad Ishaq Dar und Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan teil. Ergebnisse oder gemeinsame Beschlüsse des erstmals erweiterten Acht-Staaten-Formats waren zum Auftakt zunächst nicht bekannt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Libyen: UN warnen vor Scheitern der Wahlen – USA drohen mit Sanktionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/libyen-un-warnen-vor-scheitern-der-wahlen-usa-drohen-mit-sanktionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 21:56:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Libyens politischer Übergang steckt erneut fest: Ein Abkommen über Wahlen binnen zwei Jahren wird von einem wichtigen Staatsorgan zurückgewiesen. Die USA drohen mit Sanktionen, während die UN vor milliardenschwerem Treibstoffschmuggel und wachsender wirtschaftlicher Instabilität warnen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Flibyen-un-warnen-vor-scheitern-der-wahlen-usa-drohen-mit-sanktionen%2F&amp;action_name=Libyen%3A%20UN%20warnen%20vor%20Scheitern%20der%20Wahlen%20%E2%80%93%20USA%20drohen%20mit%20Sanktionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen warnen vor einer erneuten Blockade des politischen Übergangs in Libyen, nachdem der Hohe Staatsrat eine Vereinbarung über den Weg zu nationalen Wahlen zurückgewiesen hat. Am Mittwoch, 14. Oktober 2026, befasste sich der UN-Sicherheitsrat in New York mit dem festgefahrenen politischen Prozess. Die USA drohten politischen Akteuren, die Fortschritte in Richtung Wahlen behindern, ausdrücklich mit Sanktionen. Gleichzeitig verschärfen steigende Lebensmittelpreise, milliardenschwerer Treibstoffschmuggel und Angriffe auf die Erdölinfrastruktur die wirtschaftliche und sicherheitspolitische Krise des Landes.</p>



<h2 id="h-un-sondergesandte-fordert-konsequenzen-gegen-politische-blockierer" class="wp-block-heading"><span id="un-sondergesandte-fordert-konsequenzen-gegen-politische-blockierer">UN-Sondergesandte fordert Konsequenzen gegen politische Blockierer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Sondergesandte für Libyen, Hanna Serwaa Tetteh, forderte den Sicherheitsrat auf, Verantwortliche für die Behinderung des politischen Prozesses zur Rechenschaft zu ziehen. „Libyen kann es sich nicht leisten, dass Blockierer den Prozess behindern“, erklärte die Leiterin der UN-Unterstützungsmission UNSMIL.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser ist die Ablehnung einer am 30. August in Tripolis erzielten Vereinbarung durch den Hohen Staatsrat am 5. Oktober. Das Abkommen war nach viermonatigen Verhandlungen eines als „4+4-Komitee“ bezeichneten Gesprächsformats zustande gekommen. Es sieht einen Weg zu Parlaments- und Präsidentschaftswahlen innerhalb von 24 Monaten unter einer einheitlichen Exekutive vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/fragile-stabilitaet-in-gefahr-unsmil-fordert-politische-einigung-in-libyen/">Tetteh bezeichnete die Vereinbarung als Fortschritt nach einer langen Phase politischer Blockade.</a> Zahlreiche libysche Akteure hätten damit anerkannt, dass die institutionelle Spaltung des Landes überwunden werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zurückweisung durch den Hohen Staatsrat stellt jedoch die politische Tragfähigkeit des Abkommens infrage. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-mandat-der-unsmil/">Die UN-Mission bemüht sich um eine Verständigung zwischen den beteiligten Institutionen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen verfügt seit Jahren über konkurrierende Machtzentren im Westen und Osten des Landes. Die politischen Auseinandersetzungen haben wiederholt nationale Wahlen verhindert und die Zusammenführung staatlicher Institutionen blockiert.</p>



<h2 id="h-usa-drohen-gegnern-des-wahlprozesses-mit-sanktionen" class="wp-block-heading"><span id="usa-drohen-gegnern-des-wahlprozesses-mit-sanktionen">USA drohen Gegnern des Wahlprozesses mit Sanktionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten unterstützten die Forderung nach Konsequenzen und verschärften den Druck auf politische Akteure, die das Wahlabkommen behindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Vertreterin Jennifer Locetta erklärte, der Sicherheitsrat müsse diejenigen zur Verantwortung ziehen, die Fortschritte in Richtung Wahlen untergraben. Dazu gehörten ausdrücklich Sanktionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der gegenwärtige Zustand ist nicht länger tragbar“, sagte Locetta mit Blick auf die anhaltende politische Spaltung, Angriffe auf die Energieinfrastruktur und wirtschaftliche Schäden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington kritisierte insbesondere den Hohen Staatsrat, dessen Ablehnung die Umsetzung des Abkommens erschwere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verwies Locetta auf Ergebnisse der amerikanischen Diplomatie. Dazu gehörten nach ihrer Darstellung der erste einheitliche nationale Haushalt Libyens seit 13 Jahren sowie gemeinsame Militärübungen von Streitkräften aus dem Osten und Westen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Übung Flintlock 2026 seien Einheiten beider Landesteile unter Führung des US-Afrika-Kommandos AFRICOM zusammengekommen. Washington betrachtet die militärische Zusammenarbeit als Bestandteil der Bemühungen um eine Wiedervereinigung der staatlichen Sicherheitsstrukturen.</p>



<h2 id="h-libyen-widerspricht-und-warnt-vor-auslandischer-einmischung" class="wp-block-heading"><span id="libyen-widerspricht-und-warnt-vor-auslaendischer-einmischung">Libyen widerspricht und warnt vor ausländischer Einmischung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der libysche UN-Botschafter Taher El-Sonni widersprach der Vorstellung, das Abkommen vom 30. August könne ohne breiteren politischen Konsens umgesetzt werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="923" height="661" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6.jpeg" alt="" class="wp-image-30775 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6.jpeg 923w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6-300x215.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6-768x550.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6-380x272.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/3455a588-d650-44d8-8ead-604ddcb091a6-800x573.jpeg 800w" sizes="(max-width: 923px) 100vw, 923px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf Einwände des Hohen Staatsrates gegen das Verfahren und die Beteiligung der politischen Institutionen. Ein Wahlprozess müsse auf einer tragfähigen verfassungsrechtlichen Grundlage beruhen und von den maßgeblichen libyschen Akteuren getragen werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">El-Sonni stellte deshalb die Frage, wie die UN-Mission die bestehenden Meinungsverschiedenheiten überwinden und eine ausreichende Beteiligung sicherstellen wolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verlangte er, UNSMIL müsse ihre Rolle als unparteiische Vermittlerin wahren. Er verwies auf Forderungen libyscher Institutionen nach einer unabhängigen Überprüfung der Arbeit der Mission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch vor einer stärkeren ausländischen Einflussnahme warnte der Botschafter. „Wir brauchen Unterstützung, keinen Ersatz für libysche Institutionen und keine Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten“, erklärte er.</p>



<h2 id="h-afrikanische-staaten-verlangen-verbindlichen-wahlfahrplan" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-staaten-verlangen-verbindlichen-wahlfahrplan">Afrikanische Staaten verlangen verbindlichen Wahlfahrplan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Mitglieder des Sicherheitsrates drängten auf eine rasche Umsetzung der politischen Vereinbarung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia erklärte im Namen der Demokratischen Republik Kongo, Somalias und des eigenen Landes, die libyschen Führungspersönlichkeiten müssten das Abkommen vom 30. August in funktionsfähige Institutionen und glaubwürdige Wahlen übersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April waren nach Angaben der UN-Mission bereits 2,8 Millionen Menschen als Wähler registriert. Diese hätten Anspruch auf eine tatsächliche Möglichkeit zur demokratischen Beteiligung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Staaten forderten konkrete Etappenziele für Wahlen innerhalb der vereinbarten 24 Monate. „Ein Zeitplan muss Dringlichkeit schaffen und darf niemals zur Erlaubnis für weitere Verzögerungen werden“, erklärte der liberianische Vertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien schloss sich dem Aufruf an. Die britische UN-Botschafterin Sarah MacIntosh verlangte, politische Zusagen müssten in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Bereits erzielte Kompromisse dürften nicht wieder aufgeschnürt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland warnte dagegen davor, einflussreiche libysche Institutionen vom politischen Prozess auszuschließen. Botschafter Wassili Nebensja erklärte, neue Initiativen müssten auf bestehenden Vereinbarungen und Gesetzen aufbauen. Die wichtigsten politischen Kräfte müssten Lösungen durch Verhandlungen und gegenseitige Zugeständnisse finden.</p>



<h2 id="h-treibstoffschmuggel-verursacht-milliardenschaden" class="wp-block-heading"><span id="treibstoffschmuggel-verursacht-milliardenschaeden">Treibstoffschmuggel verursacht Milliardenschäden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum politischen Stillstand verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage in Libyen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Sondergesandte Tetteh berichtete von einer Inflation von mehr als 14 Prozent, steigenden Lebensmittelpreisen und einer deutlichen Schwächung des libyschen Dinars. Die Kaufkraft vieler Haushalte sinke, während die Versorgung mit grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen unzuverlässig bleibe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hohe Verluste entstehen dem Staat durch den Treibstoffschmuggel. Nach UN-Schätzungen gingen zwischen Januar und September 30 bis 50 Prozent der Treibstoffimporte im Wert von 2,4 bis 4,4 Milliarden US-Dollar verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon profitierten Schmuggler und illegale Handelsnetzwerke, während der Staat Einnahmen verliere und es im Land zu Versorgungsengpässen komme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tetteh warnte, diese Entwicklung schränke die Fähigkeit der Regierung ein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehöre auch die Zahlung von Gehältern im öffentlichen Dienst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September verursachten Unterbrechungen der Erdölproduktion einen Produktionsausfall von rund einer Million Barrel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angriffe und Blockaden gegen die Energieinfrastruktur könnten nach Einschätzung der UN-Sondergesandten zudem Grundlage für Maßnahmen im Rahmen bestehender Sicherheitsratsresolutionen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Libyens UN-Botschafter El-Sonni verurteilte die Angriffe ebenfalls. „Erdöl ist kein Verhandlungsinstrument“, erklärte er. Die Ressourcen gehörten allen Libyern und dürften weder von einzelnen Gruppen kontrolliert noch für politische Auseinandersetzungen eingesetzt werden.</p>



<h2 id="h-frankreich-fordert-abzug-auslandischer-truppen" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-fordert-abzug-auslaendischer-truppen">Frankreich fordert Abzug ausländischer Truppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich drängte auf eine Wiedervereinigung der libyschen Streitkräfte und Sicherheitsinstitutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Botschafter Jérôme Bonnafont erklärte, eine einheitliche Exekutive und gemeinsame staatliche Sicherheitsstrukturen seien Voraussetzungen für eine dauerhafte politische Stabilisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er begrüßte die jüngsten gemeinsamen Übungen von Streitkräften aus dem Osten und Westen und forderte, diese Zusammenarbeit auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verlangte Frankreich den beschleunigten Abzug ausländischer Söldner, Kämpfer und Truppen aus Libyen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Griechenland verwies auf die regionalen Folgen der libyschen Instabilität. Botschafterin Aglaia Balta bezeichnete ein stabiles und souveränes Libyen als Voraussetzung für die Sicherheit der weiteren Mittelmeerregion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Migration und Fluchtbewegungen blieben eine zentrale regionale Herausforderung. Griechenland wolle deshalb mit Tripolis und weiteren Partnern gegen Menschenhandel und Schleusernetzwerke vorgehen und zugleich die Rechte von Migranten und Flüchtlingen schützen.</p>



<h2 id="h-un-kritisieren-hinrichtungen-und-hetze-gegen-migranten" class="wp-block-heading"><span id="un-kritisieren-hinrichtungen-und-hetze-gegen-migranten">UN kritisieren Hinrichtungen und Hetze gegen Migranten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den politischen und wirtschaftlichen Problemen äußerte Tetteh erhebliche menschenrechtliche Bedenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Bengasi seien innerhalb der vergangenen zwei Monate 58 Menschen hingerichtet worden, die wegen früherer Straftaten im Zusammenhang mit Terrorismus verurteilt worden waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Sondergesandte forderte, weitere Hinrichtungen auszusetzen und die angewandten Verfahren auf faire Gerichtsprozesse und rechtsstaatliche Garantien zu überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem warnte sie vor zunehmender Desinformation und Hassrede gegen Flüchtlinge und Migranten, darunter Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden müssten öffentliche Sorgen mit sachlichen Maßnahmen und überprüfbaren Informationen beantworten, statt gesellschaftliche Spannungen weiter zu verschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tetteh berichtete außerdem von Streiks und Protesten im September. Ein landesweiter Lehrerstreik habe den Schulunterricht für rund 1,6 Millionen Kinder und Jugendliche verzögert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat befasst sich mit den Entwicklungen auch im Zusammenhang mit der Verlängerung des Mandats der UN-Unterstützungsmission UNSMIL. Das bestehende Mandat läuft am 31. Oktober 2026 aus.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Merz will Europas Lieferketten vor China schützen – doch bei Kobalt fehlt der Überblick</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/merz-will-europas-lieferketten-vor-china-schuetzen-doch-bei-kobalt-fehlt-der-ueberblick/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2026 18:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Merz und Macron fordern neue EU-Instrumente gegen gefährliche Lieferkettenabhängigkeiten. Doch bei Kobalt aus dem Kongo kann die Bundesregierung nicht einmal beziffern, welche Mengen über Drittstaaten und Batterien nach Deutschland gelangen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmerz-will-europas-lieferketten-vor-china-schuetzen-doch-bei-kobalt-fehlt-der-ueberblick%2F&amp;action_name=Merz%20will%20Europas%20Lieferketten%20vor%20China%20sch%C3%BCtzen%20%E2%80%93%20doch%20bei%20Kobalt%20fehlt%20der%20%C3%9Cberblick&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordern neue EU-Instrumente gegen gefährliche Rohstoffabhängigkeiten, während die Bundesregierung die Herkunft von Kobalt in deutschen Lieferketten nicht systematisch nachvollziehen kann. Das geht aus einer am 8. Oktober veröffentlichten Bundestagsantwort und einem gemeinsamen Schreiben der beiden Regierungschefs an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom selben Monat hervor. Berlin fehlen Daten darüber, wie viel Kobalt aus der Demokratischen Republik Kongo über Drittstaaten oder fertige Batterien nach Deutschland gelangt. Zugleich konzentriert sich ein erheblicher Teil der weltweiten Kobaltverarbeitung auf China.</p>



<h2 id="h-merz-und-macron-wollen-europas-abhangigkeiten-verringern" class="wp-block-heading"><span id="merz-und-macron-wollen-europas-abhaengigkeiten-verringern">Merz und Macron wollen Europas Abhängigkeiten verringern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem gemeinsamen Brief warnen Merz und Macron vor zunehmenden wirtschaftlichen Abhängigkeiten, Marktverzerrungen und geopolitischen Risiken für die europäische Industrie.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Tahtekoalitsiooni_kohtumine_Pariisis_06.01.2026_55026147312-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30590 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Tahtekoalitsiooni_kohtumine_Pariisis_06.01.2026_55026147312-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Tahtekoalitsiooni_kohtumine_Pariisis_06.01.2026_55026147312-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Tahtekoalitsiooni_kohtumine_Pariisis_06.01.2026_55026147312-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Tahtekoalitsiooni_kohtumine_Pariisis_06.01.2026_55026147312-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Tahtekoalitsiooni_kohtumine_Pariisis_06.01.2026_55026147312-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Tahtekoalitsiooni_kohtumine_Pariisis_06.01.2026_55026147312-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Tahtekoalitsiooni_kohtumine_Pariisis_06.01.2026_55026147312.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sie fordern ein neues EU-Instrument, um Lieferketten zu diversifizieren, bestehende Konzentrationen abzubauen und neue Abhängigkeiten zu verhindern. Ein weiteres Instrument soll der EU-Kommission ermöglichen, gegen schwerwiegende Marktverzerrungen durch Drittstaaten vorzugehen, notfalls bis zum Ausschluss vom Binnenmarkt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie groß die Abhängigkeiten bei einzelnen Rohstoffen tatsächlich sind, kann die Bundesregierung jedoch nicht durchgehend beziffern.</p>



<h2 id="h-deutschland-kennt-die-herkunft-des-kobalts-nicht" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-kennt-die-herkunft-des-kobalts-nicht">Deutschland kennt die Herkunft des Kobalts nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes importierte Deutschland 2016 rund 5,2 Tonnen und 2017 etwa eine Tonne Kobalt direkt aus der Demokratischen Republik Kongo. Seit 2018 sind keine entsprechenden Direktimporte mehr verzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über indirekte Einfuhren liegen der Bundesregierung dagegen keine Informationen vor. Auch systematische Daten zur Herkunft von Kobalt in den Lieferketten deutscher Unternehmen, etwa bei importierten Batterien, fehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratische Republik Kongo liefert rund drei Viertel des weltweit geförderten Kobalts. Ein großer Teil der Weiterverarbeitung findet jedoch in China statt. Kongolesisches Kobalt kann deshalb über chinesische Verarbeitungsbetriebe und internationale Batteriehersteller nach Deutschland gelangen, ohne in der deutschen Handelsstatistik als Direktimport aus dem Kongo aufzutauchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bezeichnet solche Konzentrationen bei kritischen Rohstoffen selbst als Risiko für die wirtschaftliche Sicherheit Deutschlands und Europas.</p>



<h2 id="h-keine-deutschen-projekte-fur-vollstandige-kobaltverarbeitung-im-kongo" class="wp-block-heading"><span id="keine-deutschen-projekte-fuer-vollstaendige-kobaltverarbeitung-im-kongo">Keine deutschen Projekte für vollständige Kobaltverarbeitung im Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zeigt eine weitere Grenze der deutschen Rohstoffpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/dr-kongo-fordert-un-regeln-fuer-kobalt-und-kupfer-keine-blutbefleckten-mineralien/">Auf die Frage, ob Deutschland Projekte zur Verlagerung der gesamten Kobalt-Wertschöpfungskette in die Demokratische Republik Kongo unterstützt</a>, antwortet die Bundesregierung ausdrücklich: „Die Bundesregierung unterstützt keine Projekte im Sinne der Fragestellung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechtsbeauftragter-lars-castellucci-reist-in-den-ostkongo/" data-type="post" data-id="26849">Zugleich bestätigt sie erhebliche Menschenrechtsrisiken beim Rohstoffabbau.</a> Im südostkongolesischen Kupfer- und Kobaltgürtel bestehen insbesondere Risiken durch Kinderarbeit und unsichere Arbeitsbedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Erweiterung der bestehenden EU-Konfliktmineralien-Verordnung um Kobalt hält die Bundesregierung nicht für erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen verweist Berlin auf die europäische Batterieverordnung. Ab August 2027 sollen für betroffene Unternehmen neue Sorgfaltspflichten gelten, die unter anderem eine Rückverfolgung der Herkunft von Kobalt, Nickel, Grafit und Lithium ermöglichen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/merz-will-rohstoffabhaengigkeit-von-china-senken-swp-sieht-deutschland-allein-ueberfordert/">Während Merz und Macron neue europäische Instrumente zur wirtschaftlichen Risikominderung verlangen, fehlen damit bei Kobalt bislang grundlegende Herkunftsdaten.</a> Ihre Vorschläge sollen beim Europäischen Rat im Oktober beraten werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmerz-will-europas-lieferketten-vor-china-schuetzen-doch-bei-kobalt-fehlt-der-ueberblick%2F&amp;action_name=Merz%20will%20Europas%20Lieferketten%20vor%20China%20sch%C3%BCtzen%20%E2%80%93%20doch%20bei%20Kobalt%20fehlt%20der%20%C3%9Cberblick&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreich und Marokko planen historischen Vertrag – König Mohammed VI soll im Januar nach Paris</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-und-marokko-planen-historischen-vertrag-koenig-mohammed-vi-soll-im-januar-nach-paris/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 17:05:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Paris und Rabat wollen ihre Annäherung mit einem neuen bilateralen Vertrag festschreiben. Frankreich hat Mohammed VI dafür die dritte Januarwoche 2027 für einen Besuch vorgeschlagen – der Vertrag wäre nach französischen Medienberichten eine Premiere mit einem außereuropäischen Staat.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-marokko-planen-historischen-vertrag-koenig-mohammed-vi-soll-im-januar-nach-paris%2F&amp;action_name=Frankreich%20und%20Marokko%20planen%20historischen%20Vertrag%20%E2%80%93%20K%C3%B6nig%20Mohammed%20VI%20soll%20im%20Januar%20nach%20Paris&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-marokko-planen-historischen-vertrag-koenig-mohammed-vi-soll-im-januar-nach-paris/">Frankreich und Marokko planen historischen Vertrag – König Mohammed VI soll im Januar nach Paris</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Marokko bereiten einen neuen bilateralen Vertrag vor, der bei einem Besuch von König Mohammed VI in Paris unterzeichnet werden könnte. Der Élysée hat dem marokkanischen Königshaus dafür die dritte Januarwoche 2027 vorgeschlagen. Ein endgültiger Termin steht noch aus. <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-bald-in-paris-frankreich-stellt-sich-klar-hinter-marokko/" data-type="post" data-id="28857">Der nahezu fertig ausgehandelte Vertrag soll die seit 2024 wieder intensivierten Beziehungen zwischen Paris und Rabat auf eine neue institutionelle Grundlage stellen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das berichtete&nbsp;<em>La Tribune Dimanche</em>&nbsp;unter Berufung auf eine diplomatische Quelle. Die mit dem Vertrag befassten Kommissionen kamen demnach zuletzt am 21. September zusammen. Der Text sei inzwischen „nahezu abgeschlossen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorbild ist der Quirinal-Vertrag zwischen Frankreich und Italien. Nach Angaben der französischen Zeitung wäre ein entsprechendes Abkommen mit Marokko der erste Vertrag dieser Art, den Frankreich mit einem Staat außerhalb Europas schließt.</p>



<h2 id="h-besuch-mehrfach-verschoben" class="wp-block-heading"><span id="besuch-mehrfach-verschoben">Besuch mehrfach verschoben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der geplante Besuch Mohammeds VI. in Frankreich war bereits mehrfach verschoben worden. Im Mai hatte Marokkos Außenminister Nasser Bourita bestätigt, dass die Reise grundsätzlich geplant sei, ohne einen Termin zu nennen. Paris rechnete zunächst mit einem Besuch im Herbst 2026. Im Juli zeichnete sich jedoch bereits eine Verschiebung auf Anfang 2027 ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Informationen von&nbsp;<em>Le Monde</em>&nbsp;war auch die noch laufende Ausarbeitung des neuen Vertrags ein Grund für die Verzögerung. Hinzu kamen die marokkanische Parlamentswahl Ende September und die französische Präsidentschaftswahl im April 2027.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/MAPPH_29102024_17571730221044873_MAP_29278-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30361 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/MAPPH_29102024_17571730221044873_MAP_29278-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/MAPPH_29102024_17571730221044873_MAP_29278-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/MAPPH_29102024_17571730221044873_MAP_29278-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/MAPPH_29102024_17571730221044873_MAP_29278-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/MAPPH_29102024_17571730221044873_MAP_29278-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/MAPPH_29102024_17571730221044873_MAP_29278-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/MAPPH_29102024_17571730221044873_MAP_29278-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/MAPPH_29102024_17571730221044873_MAP_29278-1160x773.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Einladung zu einem Frankreich-Besuch hatte Mohammed VI bereits während des Staatsbesuchs von Präsident Emmanuel Macron in Marokko im Oktober 2024 angenommen. <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/" data-type="post" data-id="12016">Macrons Reise markierte nach mehreren Jahren diplomatischer Spannungen eine Annäherung zwischen beiden Ländern.</a></p>
</div></div>



<h2 id="h-neuer-rahmen-fur-die-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="neuer-rahmen-fuer-die-beziehungen">Neuer Rahmen für die Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem geplanten Vertrag wollen Paris und Rabat ihre Zusammenarbeit langfristiger strukturieren. Das Vorbild des 2021 geschlossenen Quirinal-Vertrags zwischen Frankreich und Italien steht für regelmäßige politische Abstimmung und eine institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen den Regierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französisch-marokkanische Annäherung hatte 2024 deutlich an Dynamik gewonnen. <a href="https://fokus-afrika.de/macron-im-marokkanischen-parlament-marokko-ist-tor-zu-afrika/" data-type="post" data-id="12170">Frankreich veränderte damals seine Position im Westsahara-Konflikt und erklärte, dass für Paris die Gegenwart und Zukunft der Westsahara im Rahmen marokkanischer Souveränität liege. </a>Während Macrons Staatsbesuch vereinbarten beide Seiten zudem zahlreiche Kooperationen in Bereichen wie Energie, Infrastruktur, Verkehr, Bildung und Investitionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem für Januar vorbereiteten Besuch würde Mohammed VI erstmals seit der Wiederannäherung zu einem offiziellen Besuch nach Frankreich reisen. Die genauen Daten sollen nach Informationen von <em>La Tribune Dimanche</em> in den kommenden Wochen zwischen Paris und Rabat festgelegt werden.</p>
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			<media:title type="html">Arrivée au Maroc du Président français Emmanuel Macron</media:title>
			<media:description type="html">Le Président de la République Française, S.E.M. Emmanuel Macron, et son épouse Mme Brigitte Macron sont arrivés, lundi en fin d&#039;après-midi à Rabat, pour une visite d&#039;Etat au Royaume du Maroc, à l&#039;invitation de Sa Majesté le Roi Mohammed VI. 28102024 – Rabat</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Ibrahim Traoré kündigt neue Verfassung an – Burkina Faso entwickelt &#8220;eigene Demokratie&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-kuendigt-neue-verfassung-an-burkina-faso-entwickelt-eigene-demokratie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 08:07:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Burkina Faso soll eine neue Verfassung und ein grundlegend verändertes politisches System erhalten. Staatschef Ibrahim Traoré stellt das bisherige Parteienmodell infrage und nennt zugleich neue Details zur gemeinsamen AES-Streitkraft und zum Verhältnis zu Frankreich.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fibrahim-traore-kuendigt-neue-verfassung-an-burkina-faso-entwickelt-eigene-demokratie%2F&amp;action_name=Ibrahim%20Traor%C3%A9%20k%C3%BCndigt%20neue%20Verfassung%20an%20%E2%80%93%20Burkina%20Faso%20entwickelt%20%26%238220%3Beigene%20Demokratie%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Burkina Fasos Staatschef Ibrahim Traoré hat eine neue Verfassung und eine grundlegende Neuordnung des politischen Systems angekündigt. Die Aussagen machte er am 27. September in einem ausführlichen Presseinterview anlässlich des vierten Jahrestags seiner Machtübernahme. Traoré stellte dabei das bisherige Parteiensystem und das westlich geprägte Demokratiemodell grundsätzlich infrage, nannte aber weder einen Zeitplan für die Verfassungsreform noch konkrete Regeln für die künftige Besetzung des Präsidentenamtes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso wird derzeit auf Grundlage einer Transitionscharta regiert. Traoré kam nach dem Militärputsch vom September 2022 an die Macht und wurde im Oktober desselben Jahres als Staatschef vereidigt. Die Übergangsordnung sieht eine aus 71 ernannten Mitgliedern bestehende gesetzgebende Versammlung vor.</p>



<h2 id="h-traore-stellt-bisheriges-parteiensystem-infrage" class="wp-block-heading"><span id="traore-stellt-bisheriges-parteiensystem-infrage">Traoré stellt bisheriges Parteiensystem infrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob die Führung über einen neuen Modus für den Zugang zum Präsidentenamt nachdenke, antwortete Traoré eindeutig: „Es wird zwangsläufig eine neue Verfassung geben. Wir werden alles vollständig neu organisieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-loest-alle-parteien-in-burkina-faso-auf/" data-type="post" data-id="24160">Vorher müsse jedoch die von ihm kritisierte „parteipolitische Mentalität“ überwunden werden. </a>Traoré wandte sich gegen ein politisches System, in dem Regierung und Opposition über Jahre gegeneinander arbeiteten und politische Projekte dadurch blockiert würden. Der Staat brauche stattdessen langfristige Kontinuität und eine über einzelne Amtszeiten hinausreichende Entwicklungsrichtung, argumentierte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ein solches System institutionell aussehen soll, ließ Traoré offen. Er machte keine Angaben dazu, welche Rolle Parteien künftig spielen sollen, wie politische Machtwechsel organisiert würden oder wann die angekündigte Verfassung ausgearbeitet und verabschiedet werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verfassungsfrage ist in Burkina Faso nicht neu. Bereits Ende 2023 hatte die Regierung die Ausarbeitung einer neuen Verfassung als Teil der geplanten „Refondation“ des Staates beschrieben. Dabei sollte der neue Text nach Darstellung der Regierung stärker auf gesellschaftlichen und politischen Vorstellungen aus Burkina Faso beruhen.</p>



<h2 id="h-eigene-definition-von-demokratie" class="wp-block-heading"><span id="eigene-definition-von-demokratie">Eigene Definition von Demokratie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-demokratie-passt-nicht-zu-burkina-faso/" data-type="post" data-id="26216">Traoré verband die Verfassungsankündigung mit einer grundsätzlichen Kritik an dem politischen Modell, das er als von außen nach Afrika übertragen bezeichnet.</a> Auf den Vorwurf, er sei „antidemokratisch“, sagte er, Afrika habe eine eigene demokratische Tradition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Demokratie das ist, was sie definieren, dann wollen wir sie nicht. Aber wir haben hier unsere eigene Demokratie“, sagte Traoré. Burkina Faso befinde sich in einer Revolution und werde deshalb „unser eigenes System schaffen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit knüpft der Staatschef an die von seiner Führung im April 2025 ausgerufene „Progressive Volksrevolution“ an. Die Präsidentschaft bezeichnet diese inzwischen als politischen Rahmen für die staatliche Neuordnung. Im April 2026 kündigte Traoré zudem ein Manifest an, das die Grundlinien dieser Politik für verschiedene gesellschaftliche Bereiche festhalten soll.</p>



<h2 id="h-gemeinsame-aes-streitkraft-noch-nicht-vollstandig-einsatzbereit" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsame-aes-streitkraft-noch-nicht-vollstaendig-einsatzbereit">Gemeinsame AES-Streitkraft noch nicht vollständig einsatzbereit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Breiten Raum nahm in dem Interview auch die Zusammenarbeit Burkina Fasos mit Mali und Niger in der Allianz der Sahelstaaten, AES, ein.<a href="https://fokus-afrika.de/5-000-soldaten-aes-etabliert-gemeinsame-einsatztruppe/" data-type="post" data-id="13625"> Traoré räumte ein, dass die geplante gemeinsame Streitkraft noch nicht vollständig operationalisiert sei.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel sei eine eigenständig einsetzbare Einheit mit Personal, Logistik, Luftkapazitäten und einer gemeinsamen Kommandostruktur. Der Aufbau brauche Zeit, weil sich auch die nationalen Streitkräfte der drei Länder in einem Prozess der Umstrukturierung befänden. Traoré erklärte zugleich, die gemeinsame Truppe könne bei Sicherheitskrisen eine wichtige Rolle übernehmen und ihr Aufbau sei im Gang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei anderen Integrationsprojekten verlangte er ein höheres Tempo. Dazu gehören die Beseitigung von Kontrollen und Behinderungen auf den Verkehrsachsen zwischen den drei Staaten sowie gemeinsame Infrastruktur- und Finanzierungsprojekte. Burkina Faso habe bereits Vorschläge für zusätzliche Vereinbarungen vorgelegt und warte auf entsprechende Entscheidungen Malis und Nigers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Traoré bestätigte zudem Überlegungen, die gemeinsame Entwicklungsbank der AES an der Finanzierung von Ausrüstung für die gemeinsame Streitkraft zu beteiligen. Besonders der Aufbau eigener Luftkapazitäten sei der Bank zur Prüfung vorgelegt worden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="737" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HPT0XoHW8AA6ZRU-1024x737.jpeg" alt="" class="wp-image-30340 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HPT0XoHW8AA6ZRU-1024x737.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HPT0XoHW8AA6ZRU-300x216.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HPT0XoHW8AA6ZRU-768x553.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HPT0XoHW8AA6ZRU-1536x1106.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HPT0XoHW8AA6ZRU-2048x1474.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HPT0XoHW8AA6ZRU-380x273.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HPT0XoHW8AA6ZRU-800x576.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HPT0XoHW8AA6ZRU-1160x835.jpeg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage nach einer möglichen gemeinsamen Währung der drei Staaten legte er sich nicht fest. „Bleiben Sie aufmerksam, dann werden Sie sehen“, sagte Traoré und verwies zugleich auf laufende Währungsdebatten innerhalb der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion.</p>
</div></div>



<h2 id="h-verhaltnis-zu-frankreich-soll-nicht-zum-fruheren-zustand-zuruckkehren" class="wp-block-heading"><span id="verhaeltnis-zu-frankreich-soll-nicht-zum-frueheren-zustand-zurueckkehren">Verhältnis zu Frankreich soll nicht zum früheren Zustand zurückkehren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich äußerte sich Traoré zu den Beziehungen zu Frankreich. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-bricht-diplomatische-beziehungen-zu-frankreich-ab/" data-type="post" data-id="28455">Auf die Frage nach einer möglichen Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen auf neuer Grundlage sagte er, das Verhältnis könne „nie wieder wie vorher“ werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Zeitpunkt für eine mögliche Annäherung nannte er nicht. Voraussetzung sei aus seiner Sicht, dass Burkina Faso zunächst politisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch widerstandsfähiger werde. Traoré wiederholte dabei Vorwürfe, Frankreich arbeite gegen seine Regierung. Belege für diese Anschuldigungen legte er in dem Interview nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Beziehungen zur Europäischen Union bezeichnete Traoré als belastet.<a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-verschaerft-die-regeln-fuer-auslaendische-ngos-in-burkina-faso/" data-type="post" data-id="28568"> Er verwies auf eine Resolution des Europäischen Parlaments und erklärte, seine Regierung habe die EU deswegen gewarnt. </a>Sollten sich entsprechende Vorgänge wiederholen, könne Burkina Faso seine Beziehungen weiter reduzieren, sagte er.</p>



<h2 id="h-traore-setzt-wirtschaftlich-auf-starkeren-staat" class="wp-block-heading"><span id="traore-setzt-wirtschaftlich-auf-staerkeren-staat">Traoré setzt wirtschaftlich auf stärkeren Staat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innenpolitisch bekräftigte Traoré zugleich den Ausbau staatlicher Kontrolle über strategische Wirtschaftsbereiche. Private Unternehmen müssten sich stärker von Importen auf Produktion und Export orientieren. Bei Rohstoffen und anderen von der Regierung als strategisch eingestuften Branchen werde der Staat selbst eine aktive wirtschaftliche Rolle übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Überall dort, wo wir einen Bereich als strategisch ansehen, wird der Staat präsent sein“, sagte Traoré. Er verteidigte dabei die Übernahme beziehungsweise Verstaatlichung von Unternehmen und wandte sich gegen die Auffassung, staatliche Unternehmen seien grundsätzlich weniger effizient als private.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim Kampf gegen steigende Verbraucherpreise stellte Traoré weitere staatliche Eingriffe in Aussicht. Für bestimmte Waren könne die Regierung den Import vollständig übernehmen und Verkaufspreise festlegen, falls Händler aus Sicht der Behörden Produkte künstlich verknappten oder Preise manipulierten. Einen konkreten Zeitplan für solche Maßnahmen nannte er nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Energieversorgung verfolgt die Regierung nach Traorés Angaben ein Programm bis 2032. Ziel sei eine nahezu flächendeckende Stromversorgung bis in die Dörfer. Parallel soll das Stromnetz modernisiert und die Übertragungskapazität ausgebaut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am geplanten Einstieg in die zivile Kernenergie hält Traoré ebenfalls fest. Der Bau solle jedoch erst vorangetrieben werden, wenn burkinische Ingenieure für Betrieb und technische Betreuung ausgebildet seien. Erste Studierende befänden sich bereits in Ausbildung, sagte er.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Komoren verschärfen Mayotte-Streit mit Frankreich: „Unsere Souveränität steht nicht zum Verkauf“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/komoren-verschaerfen-mayotte-streit-mit-frankreich-unsere-souveraenitaet-steht-nicht-zum-verkauf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 15:17:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Komoren]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=30273</guid>

					<description><![CDATA[<p>Besonders verwies er auf die Folgen der Konflikte im Nahen Osten. Unterbrechungen wichtiger Handels- und Energierouten bedrohten Lebensmittel- und Energieversorgung von Staaten wie den Komoren, deren Wirtschaft stark von Importen abhängig sei.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkomoren-verschaerfen-mayotte-streit-mit-frankreich-unsere-souveraenitaet-steht-nicht-zum-verkauf%2F&amp;action_name=Komoren%20versch%C3%A4rfen%20Mayotte-Streit%20mit%20Frankreich%3A%20%E2%80%9EUnsere%20Souver%C3%A4nit%C3%A4t%20steht%20nicht%20zum%20Verkauf%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Komorens Präsident Azali Assoumani hat den Streit mit Frankreich um Mayotte bei den Vereinten Nationen deutlich verschärft und Paris vorgeworfen, Entwicklungshilfe als Druckmittel in der Migrationspolitik einzusetzen. Er sprach am Donnerstag, 24. September 2026, vor der 81. UN-Generalversammlung in New York. Hintergrund ist die Ankündigung des französischen Premierministers Sébastien Lecornu, einen Teil der Entwicklungshilfe für die Komoren und weitere afrikanische Staaten von ihrer Zusammenarbeit bei der Eindämmung irregulärer Migration nach Mayotte abhängig zu machen. Moroni betrachtet die von Frankreich verwaltete Insel weiterhin als Teil seines Staatsgebiets und weist deshalb auch Rückführungen von Komorern aus Mayotte grundsätzlich anders ein als Paris.&nbsp;</p>



<h2 id="h-assoumani-greift-franzosische-migrationspolitik-an" class="wp-block-heading"><span id="assoumani-greift-franzoesische-migrationspolitik-an">Assoumani greift französische Migrationspolitik an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Für die komorische Nation steht die Souveränität über den gesamten Archipel nicht zum Verkauf“, sagte Assoumani vor der Generalversammlung. Er kritisierte französische Maßnahmen in Mayotte und wandte sich gegen Kooperationen anderer Staaten mit den dortigen Behörden, soweit sie aus Sicht Moronis den französischen Status der Insel anerkennen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders scharf reagierte der Präsident auf Lecornus Ankündigung vom August. Frankreich will Entwicklungshilfe stärker davon abhängig machen, ob Herkunftsstaaten bei der Rücknahme von Migranten und im Kampf gegen irreguläre Migration nach Mayotte kooperieren. Betroffen sind neben den Komoren unter anderem die Demokratische Republik Kongo, Burundi, Tansania, Ruanda, Somalia und Kenia.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die komorische Regierung hatte den Vorstoß bereits Ende August als „unerträglich herablassend“ zurückgewiesen. Paris wolle Entwicklungshilfe als Druckmittel einsetzen, kritisierte Moroni damals.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Assoumani griff diesen Konflikt nun auf der größten diplomatischen Bühne erneut auf. „Frankreichs einseitige Maßnahmen, insbesondere in Afrika, stehen unseren Erwartungen entgegen“, sagte er.&nbsp;</p>



<h2 id="h-mayotte-bleibt-kernkonflikt-zwischen-paris-und-moroni" class="wp-block-heading"><span id="mayotte-bleibt-kernkonflikt-zwischen-paris-und-moroni">Mayotte bleibt Kernkonflikt zwischen Paris und Moroni</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit reicht bis zur Unabhängigkeit der Komoren zurück. Beim Referendum von 1974 stimmten die drei Inseln Grande Comore, Anjouan und Mohéli mehrheitlich für die Unabhängigkeit. Auf Mayotte votierte dagegen eine Mehrheit für den Verbleib bei Frankreich. Paris organisierte dort 1976 ein weiteres Referendum, bei dem sich erneut eine große Mehrheit gegen den Anschluss an den neuen komorischen Staat aussprach. Frankreich beruft sich bis heute auf dieses Selbstbestimmungsrecht. Seit 2011 ist Mayotte das 101. französische Département.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Komoren akzeptieren diese Trennung nicht. Auch die UN-Generalversammlung stellte sich nach der Unabhängigkeit mehrfach hinter die Position Moronis. Resolution 31/4 von 1976 bekräftigte die Souveränität der Komoren über Mayotte. Spätere Resolutionen wiederholten diese Position und forderten Frankreich zu Verhandlungen über die Insel auf.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris vertritt dagegen die Auffassung, dass Mayottes Verbleib bei Frankreich mit dem Selbstbestimmungsrecht der Inselbevölkerung vereinbar sei. Das französische Außenministerium bezeichnet Mayotte ausdrücklich als französisches Département, über das die Komoren weiterhin Souveränität beanspruchen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit stehen sich zwei grundlegend unterschiedliche Sichtweisen gegenüber: Frankreich verweist auf die Abstimmungen der Bevölkerung von Mayotte, Moroni auf die territoriale Einheit des früheren Archipels und die entsprechenden Resolutionen der UN-Generalversammlung.</p>



<h2 id="h-migration-verscharft-den-alten-territorialstreit" class="wp-block-heading"><span id="migration-verschaerft-den-alten-territorialstreit">Migration verschärft den alten Territorialstreit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der ungelöste Statuskonflikt ist eng mit der Migrationsfrage verbunden. Viele Menschen von den übrigen Komoren versuchen, Mayotte über den rund 70 Kilometer breiten Meeresarm zwischen Anjouan und der französisch verwalteten Insel zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich betrachtet diese Überfahrten als irreguläre Migration in französisches Staatsgebiet. Die komorische Regierung argumentiert dagegen, Komorer bewegten sich innerhalb eines Archipels, über den Moroni weiterhin Souveränität beansprucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Migrationsfrage gehört seit Jahren zu den wichtigsten Streitpunkten in den bilateralen Beziehungen. Frankreich und die Komoren vereinbarten 2019 einen Partnerschaftsrahmen, der sowohl Entwicklungszusammenarbeit als auch die Bekämpfung irregulärer Migration umfasst.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/streit-um-mayotte-eskaliert-frankreich-droht-komoren-mit-entzug-der-entwicklungshilfe/" data-type="post" data-id="29656">Lecornus Ankündigung, die Entwicklungshilfe künftig noch enger an migrationspolitische Kooperation zu binden, hat diesen Konflikt erneut verschärft.</a></p>



<h2 id="h-krieg-im-nahen-osten-trifft-importabhangige-inselstaaten" class="wp-block-heading"><span id="krieg-im-nahen-osten-trifft-importabhaengige-inselstaaten">Krieg im Nahen Osten trifft importabhängige Inselstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Assoumani verband den Streit mit Frankreich mit einer breiteren Kritik an der internationalen Ordnung. Die Ziele der Agenda 2030 seien für die Komoren trotz eigener Anstrengungen inzwischen „außer Reichweite“, sagte er.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="561" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-1024x561.jpeg" alt="" class="wp-image-30276 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-1024x561.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-300x164.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-768x420.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-1536x841.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-380x208.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-800x438.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1-1160x635.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/f08d111e-2f40-4bd1-95ed-0f3862d155e1.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders verwies er auf die Folgen der Konflikte im Nahen Osten. Unterbrechungen wichtiger Handels- und Energierouten bedrohten Lebensmittel- und Energieversorgung von Staaten wie den Komoren, deren Wirtschaft stark von Importen abhängig sei.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident forderte ein Ende der Kämpfe und die Umsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina. In seiner Rede machte er Israel für eine Ausweitung der militärischen Auseinandersetzungen auf Syrien und den Libanon verantwortlich und sprach von schweren Folgen für die Zivilbevölkerung. Diese Aussagen geben die Position der komorischen Regierung wieder.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die internationale Gemeinschaft wird ihre Glaubwürdigkeit zunächst dadurch zurückgewinnen, dass sie dringend handelt, um die Waffen zum Schweigen zu bringen und ziviles Leben zu schützen – israelisches, palästinensisches, libanesisches oder syrisches“, sagte Assoumani.</p>



<h2 id="h-kleine-inselstaaten-verlangen-andere-finanzierungsregeln" class="wp-block-heading"><span id="kleine-inselstaaten-verlangen-andere-finanzierungsregeln">Kleine Inselstaaten verlangen andere Finanzierungsregeln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationalen Krisen treffen nach seiner Darstellung auf strukturelle Probleme kleiner Inselstaaten. Die Komoren fordern deshalb eine Reform der internationalen Finanzarchitektur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kredit- und Hilfskriterien orientierten sich zu stark am Pro-Kopf-Einkommen und bildeten die besondere Verwundbarkeit kleiner Inselstaaten nicht ausreichend ab, argumentierte Assoumani. Klimarisiken, hohe Importabhängigkeit und externe wirtschaftliche Schocks müssten stärker berücksichtigt werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der seit 2019 laufende Entwicklungsplan „Emerging Comoros“ benötigt nach Angaben der Regierung über zehn Jahre rund 5,2 Milliarden US-Dollar. Assoumani bezifferte das Wirtschaftswachstum für 2025 auf 3,8 Prozent, nach 1,9 Prozent im Jahr 2019. Für die Jahre 2027 bis 2030 kündigte er eine beschleunigte Umsetzung des Programms an. Diese Zahlen und Ziele stammen von der komorischen Regierung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den nächsten Führungswechsel an der Spitze der Vereinten Nationen verband Assoumani deshalb mit einer Forderung nach stärkerer Berücksichtigung kleiner Insel- und Entwicklungsländer. Die UN müssten sich über nationale und geopolitische Interessen erheben und „einen glaubwürdigeren Multilateralismus“ ermöglichen.</p>
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		<title>Togo arbeitet mit russischen Militärausbildern – und wirbt für Zusammenarbeit mit AES-Staaten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/togo-arbeitet-mit-russischen-militaerausbildern-und-wirbt-fuer-zusammenarbeit-mit-aes-staaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 10:54:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Keine russischen Söldner, aber russische Ausbilder: Togo widerspricht Berichten über eine Präsenz von Africa Corps. Zugleich fordert Außenminister Robert Dussey einen Kurswechsel gegenüber Mali, Burkina Faso und Niger: „Die Lösung besteht darin, diese Länder nicht zu isolieren.“<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftogo-arbeitet-mit-russischen-militaerausbildern-und-wirbt-fuer-zusammenarbeit-mit-aes-staaten%2F&amp;action_name=Togo%20arbeitet%20mit%20russischen%20Milit%C3%A4rausbildern%20%E2%80%93%20und%20wirbt%20f%C3%BCr%20Zusammenarbeit%20mit%20AES-Staaten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Togo hat Berichte über eine Präsenz russischer Söldner im Land zurückgewiesen, zugleich aber russische Ausbilder bei den togolesischen Streitkräften bestätigt. Die Aussagen machte Außenminister Robert Dussey am Mittwoch, 23. September 2026, in einem Interview mit&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;in New York. Die Zusammenarbeit mit Moskau stehe nach seiner Darstellung neben Sicherheitskooperationen mit Frankreich, den USA und China und diene unter anderem der Ausbildung an gelieferten Militärsystemen. Zugleich fordert Lomé einen engeren Dialog mit Mali, Burkina Faso und Niger und warnt davor, die drei Staaten der Allianz der Sahel-Staaten weiter zu isolieren.&nbsp;</p>



<h2 id="h-dussey-weist-berichte-uber-africa-corps-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="dussey-weist-berichte-ueber-africa-corps-zurueck">Dussey weist Berichte über Africa Corps zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>France 24</em>&nbsp;konfrontierte Dussey mit Berichten, nach denen sich mehr als 300 Angehörige des russischen Africa Corps in Togo befinden sollen. Der Außenminister widersprach dieser Darstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich sage Ihnen, dass das falsch ist“, erklärte Dussey. „Wir haben keine russischen Söldner.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine militärische Zusammenarbeit mit Russland bestritt er dagegen nicht. Togo unterhalte politische, diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu Moskau und nutze auch russische Militärausrüstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausländische Ausbilder seien deshalb Teil der Zusammenarbeit. Dussey verglich dies mit Trainingsunterstützung anderer Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Sie einen französischen, amerikanischen, chinesischen oder russischen Hubschrauber kaufen, kommen natürlich Ausbilder, um unsere Verteidigungs- und Sicherheitskräfte und die Piloten zu schulen“, sagte er.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die togolesische Regierung erklärte nach dem Interview, dass keine Angehörigen von Africa Corps im Land stationiert seien, wohl aber russische Ausbilder für aus Russland gelieferte militärische Ausrüstung.&nbsp;</p>



<h2 id="h-sicherheitslage-im-norden-treibt-togo-zur-zusammenarbeit" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitslage-im-norden-treibt-togo-zur-zusammenarbeit">Sicherheitslage im Norden treibt Togo zur Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte über ausländische Militärunterstützung fällt in eine Phase anhaltender Unsicherheit im Norden Togos. Bewaffnete islamistische Gruppen aus dem Sahel haben ihre Aktivitäten in den vergangenen Jahren zunehmend in Richtung der Küstenstaaten Westafrikas ausgeweitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dussey erklärte, Togo habe seine Sicherheitsstrukturen im äußersten Norden verstärkt und arbeite dabei auch mit den Streitkräften Burkina Fasos zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage habe sich dadurch verbessert. Der Norden Togos sei heute „viel friedlicher als vor vier Jahren“, sagte der Außenminister. Gleichzeitig bezeichnete er die Entwicklung im Sahel insgesamt weiterhin als besorgniserregend.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="823" height="617" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Csm_MSC_2026_13.02.2026_JS-232_882ea08baa.jpg" alt="" class="wp-image-30243 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Csm_MSC_2026_13.02.2026_JS-232_882ea08baa.jpg 823w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Csm_MSC_2026_13.02.2026_JS-232_882ea08baa-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Csm_MSC_2026_13.02.2026_JS-232_882ea08baa-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Csm_MSC_2026_13.02.2026_JS-232_882ea08baa-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Csm_MSC_2026_13.02.2026_JS-232_882ea08baa-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Csm_MSC_2026_13.02.2026_JS-232_882ea08baa-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Csm_MSC_2026_13.02.2026_JS-232_882ea08baa-800x600.jpg 800w" sizes="(max-width: 823px) 100vw, 823px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Togos Regierung hat im April eine neue Sahel-Strategie für die Jahre 2026 bis 2028 beschlossen. Sie verbindet Terrorismusbekämpfung mit politischem Dialog und einer engeren Kooperation zwischen den Sahel-Staaten und den Ländern am Golf von Guinea.&nbsp;</p>
</div></div>



<h2 id="h-togo-fordert-ende-der-isolation-von-mali-burkina-faso-und-niger" class="wp-block-heading"><span id="togo-fordert-ende-der-isolation-von-mali-burkina-faso-und-niger">Togo fordert Ende der Isolation von Mali, Burkina Faso und Niger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/togo-erwaegt-beitritt-zur-allianz-der-sahelstaaten-aes/">Dussey wandte sich zugleich gegen eine politische Isolation der Militärregierungen in Mali, Burkina Faso und Niger.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Lösung besteht darin, diese Länder nicht zu isolieren“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Togo habe sich bereits gegen frühere Sanktionen und den Ausschluss der drei Staaten gestellt. Inzwischen näherten sich sowohl afrikanische als auch europäische Staaten den Regierungen in Bamako, Ouagadougou und Niamey wieder an, erklärte Dussey.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus togolesischer Sicht ist die Zusammenarbeit vor allem eine Frage der eigenen Sicherheit. Die drei Sahel-Staaten bildeten eine Art Schutzwall gegen die weitere Ausbreitung gewaltsamer extremistischer Gruppen in Richtung der westafrikanischen Küste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn sie Mali verteidigen, verteidigen sie nicht nur Mali. Sie verteidigen auch uns als Küstenstaaten“, sagte Dussey.&nbsp;</p>



<h2 id="h-lome-wirbt-auch-bei-washington-fur-kooperation-mit-der-aes" class="wp-block-heading"><span id="lome-wirbt-auch-bei-washington-fuer-kooperation-mit-der-aes">Lomé wirbt auch bei Washington für Kooperation mit der AES</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Lomé versucht, diese Position auch gegenüber westlichen Partnern zu vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dussey bestätigte, dass er die US-Regierung zu einer Zusammenarbeit mit Mali, Burkina Faso und Niger aufgerufen habe. Ob Washington diesem Ansatz folgen werde, könne er nicht sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir können die drei Länder der AES nicht isolieren“, erklärte er. Verantwortlich sei vielmehr, „mit diesen Ländern zu arbeiten, mit ihnen zu sprechen und den Dialog zu führen“.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Togo verfolgt damit einen anderen Ansatz als die zeitweise auf Sanktionen und politischen Druck ausgerichtete Politik gegenüber den drei Staaten. Die neue Togo-Sahel-Strategie nennt ausdrücklich den Dialog mit der Allianz der Sahel-Staaten, die Terrorismusbekämpfung und die wirtschaftliche Zusammenarbeit als Schwerpunkte. Lomé will zugleich als Verbindung zwischen den AES-Staaten und der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS dienen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-austritt-aus-ecowas-soll-zusammenarbeit-nicht-blockieren" class="wp-block-heading"><span id="austritt-aus-ecowas-soll-zusammenarbeit-nicht-blockieren">Austritt aus ECOWAS soll Zusammenarbeit nicht blockieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/togo-bringt-aes-und-ecowas-wieder-an-einen-tisch/" data-type="post" data-id="26707">Dussey stellte auch eine Rückkehr von Mali, Burkina Faso und Niger zur ECOWAS nicht als Voraussetzung für eine Normalisierung der Beziehungen dar.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, weshalb die drei Länder nicht wieder in die westafrikanische Staatengemeinschaft eintreten wollten, antwortete er: „Warum wollen Sie unbedingt, dass sie zur ECOWAS zurückkehren? Das ist ihre Entscheidung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Staaten hätten sich für eine eigene Konföderation entschieden. Entscheidend sei nun, Sicherheitsfragen und grenzüberschreitende Herausforderungen trotz der institutionellen Trennung gemeinsam zu bearbeiten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Lomé hatte ihre neue Sahel-Strategie im April gemeinsam mit Vertretern der AES-Staaten, der ECOWAS und weiteren regionalen Akteuren vorgestellt. Sie bezeichnet die Ausbreitung terroristischer Gruppen vom Sahel in Richtung der Staaten am Golf von Guinea ausdrücklich als gemeinsame Bedrohung. </p>
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		<title>Bundesregierung warnt vor Verfolgung von Exil-Kritikern und Diaspora in Deutschland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-warnt-vor-verfolgung-von-exil-kritikern-und-diaspora-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 21:15:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Politische Verfolgung kann bis nach Europa reichen. Ein Fall um eine deutsch-ägyptische Aktivistin und die Ermittlungen zur Entführung eines algerischen Regierungskritikers in Frankreich zeigen, wie Regierungen und Sicherheitsapparate über Grenzen hinweg Druck auf Exilgemeinden ausüben können.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-warnt-vor-verfolgung-von-exil-kritikern-und-diaspora-in-deutschland%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20warnt%20vor%20Verfolgung%20von%20Exil-Kritikern%20und%20Diaspora%20in%20Deutschland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-warnt-vor-verfolgung-von-exil-kritikern-und-diaspora-in-deutschland/">Bundesregierung warnt vor Verfolgung von Exil-Kritikern und Diaspora in Deutschland</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ausländische Regierungen versuchen nach Einschätzung der Bundesregierung zunehmend, Oppositionelle, Journalisten und andere im Exil lebende Menschen auch in Deutschland einzuschüchtern, auszuspähen oder zum Schweigen zu bringen. Darüber <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1217342">berichteten</a> Vertreter von Auswärtigem Amt und Bundesinnenministerium am Mittwoch, 23. September 2026, im Menschenrechtsausschuss des Bundestages. Als wichtige Akteure nannten sie China, Russland, Vietnam und Iran. Das Phänomen betrifft jedoch auch afrikanische Diasporas: Menschenrechtsorganisationen dokumentieren Fälle mit direktem Deutschlandbezug aus Ägypten, während in Frankreich Ermittlungen zur Entführung eines algerischen Regierungskritikers die europäische Dimension zeigen.</p>



<h2 id="h-verfolgung-endet-nicht-an-der-staatsgrenze" class="wp-block-heading"><span id="verfolgung-endet-nicht-an-der-staatsgrenze">Verfolgung endet nicht an der Staatsgrenze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Regierungen können gegen Kritiker im Ausland auf sehr unterschiedliche Weise vorgehen. Dazu gehören Überwachung, Cyberangriffe und Drohungen ebenso wie Druck auf Angehörige im Herkunftsland, Probleme bei Pässen oder der Versuch, internationale Fahndungssysteme gegen Oppositionelle einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fachleute sprechen bei solchen grenzüberschreitenden Formen staatlicher Einschüchterung von „transnationaler Repression“. Deutschland gilt wegen seiner großen Diasporagemeinden und als Zufluchtsort für politische Oppositionelle und Menschenrechtsverteidiger als bedeutendes Zielland. Der Bundestag hatte das Thema bereits im Frühjahr als wachsendes Sicherheits- und Menschenrechtsproblem aufgegriffen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffen sind Menschenrechtsverteidiger, oppositionelle Aktivisten und Journalisten ebenso wie Wissenschaftler, Studierende und andere Mitglieder von Diasporagemeinden. Die Folgen reichen bis in das persönliche Umfeld der Betroffenen.</p>



<h2 id="h-agypten-setzte-familie-einer-aktivistin-aus-deutschland-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="aegypten-setzte-familie-einer-aktivistin-aus-deutschland-unter-druck">Ägypten setzte Familie einer Aktivistin aus Deutschland unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ein afrikanischer Staat auf im Ausland lebende Kritiker einwirken kann, zeigt ein von Human Rights Watch dokumentierter Fall mit direktem Deutschlandbezug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsch-ägyptische Ärztin und Aktivistin Fagr al-Adly hatte 2015 bei einer Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi in Berlin lautstark gegen Sisi protestiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im August 2023 nahmen ägyptische Sicherheitskräfte ihren Vater am Flughafen Kairo fest, als er aus Deutschland einreiste. Nach Angaben von Human Rights Watch wurde er zu den politischen Aktivitäten seiner Tochter befragt. Die Staatsanwaltschaft warf ihm die „Verbreitung falscher Nachrichten“ vor und hielt ihn in Untersuchungshaft. Im Oktober kam er ohne Prozess frei.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch dokumentierte darüber hinaus Fälle, in denen ägyptische Behörden Angehörige von im Ausland lebenden Regierungskritikern festnahmen, verhörten oder mit Reisebeschränkungen belegten. Zudem verweigerten Behörden nach Darstellung der Organisation Dissidenten, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten im Ausland teilweise die Ausstellung oder Verlängerung von Pässen und anderen Identitätsdokumenten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen können Menschen auch dann treffen, wenn sie sich selbst außerhalb der Reichweite der Sicherheitsbehörden befinden. Familienangehörige im Herkunftsland werden dadurch zu einem möglichen Druckmittel.</p>



<h2 id="h-passprobleme-konnen-zum-politischen-instrument-werden" class="wp-block-heading"><span id="passprobleme-koennen-zum-politischen-instrument-werden">Passprobleme können zum politischen Instrument werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau diese Form des Drucks spielte auch im Bundestagsausschuss eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen verwiesen auf russische Regimegegner im Exil, deren Pässe auslaufen und die Schwierigkeiten haben, neue Reisedokumente von russischen Vertretungen zu erhalten. Das Bundesinnenministerium erklärte, bei nachweislich politisch verfolgten Russinnen und Russen könne die Beschaffung eines Passes als unzumutbar anerkannt werden. Eine vergleichbare Praxis gibt es bereits bei politisch verfolgten Belarussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Exilgemeinden ist die Frage ebenfalls nicht theoretisch. Human Rights Watch hat für Ägypten wiederholt dokumentiert, dass die Verweigerung von Pässen und Personenstandsdokumenten gegen Regierungskritiker im Ausland eingesetzt wurde. Amnesty International berichtete noch im Juni 2026 über Reiseverbote gegen ägyptische Menschenrechtsverteidiger und Aktivisten, die deren Arbeit, Ausbildung und Familienleben erheblich beeinträchtigten.&nbsp;</p>



<h2 id="h-algerien-fall-beschaftigt-frankreich-seit-mehr-als-einem-jahr" class="wp-block-heading"><span id="algerien-fall-beschaeftigt-frankreich-seit-mehr-als-einem-jahr">Algerien-Fall beschäftigt Frankreich seit mehr als einem Jahr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch weiter reichen die Vorwürfe in einem Fall aus Frankreich, wo eine der größten afrikanischen Diasporagemeinden Europas lebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-wirft-algerien-spionage-und-druck-auf-doppelstaatler-vor/" data-type="post" data-id="23942">Der algerische Regierungskritiker Amir Boukhors, bekannt als „Amir DZ“, wurde im April 2024 in Frankreich für rund einen Tag entführt.</a> Französische Ermittler nahmen später mehrere Verdächtige fest, darunter einen Mitarbeiter des algerischen Konsulats in Créteil. Ihm wird eine Beteiligung an der Entführung vorgeworfen. Eine gerichtliche Feststellung einer staatlichen Verantwortung Algeriens gibt es bislang nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Festnahme des Konsulatsmitarbeiters löste 2025 einen schweren diplomatischen Konflikt zwischen Paris und Algier aus. <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-bestellt-franzoesischen-geschaeftstraeger-ein-und-droht-mit-folgen-fuer-die-beziehungen/" data-type="post" data-id="26039">Algerien protestierte gegen das Vorgehen der französischen Justiz und kündigte die Ausweisung französischer Diplomaten an.</a> Frankreich reagierte seinerseits mit Ausweisungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konsulatsmitarbeiter befand sich im Sommer 2026 weiterhin in Untersuchungshaft.&nbsp;<em>Le Monde</em>&nbsp;berichtete Ende Juni, dass die französische Antiterrorstaatsanwaltschaft seine Freilassung beantragt hatte. Das Verfahren wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an der Entführung von Boukhors lief zu diesem Zeitpunkt weiter.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall fällt in eine Phase ohnehin angespannter Beziehungen zwischen Frankreich und Algerien. Frankreich zählt nach Angaben französischer Behörden einen erheblichen Bevölkerungsanteil mit familiären oder biografischen Verbindungen nach Algerien. <a href="https://fokus-afrika.de/frankreichs-nationalversammlung-stimmt-fuer-aufkuendigung-des-einwanderungsabkommens-mit-algerien/" data-type="post" data-id="21386">Die politischen Konflikte zwischen Paris und Algier wirken deshalb regelmäßig unmittelbar in die Diaspora hinein. </a></p>



<h2 id="h-china-russland-vietnam-und-iran-im-fokus-der-bundesregierung" class="wp-block-heading"><span id="china-russland-vietnam-und-iran-im-fokus-der-bundesregierung">China, Russland, Vietnam und Iran im Fokus der Bundesregierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Menschenrechtsausschuss nannten Auswärtiges Amt und Bundesinnenministerium vor allem China, Russland, Vietnam und Iran als Staaten, von denen entsprechende Aktivitäten in Deutschland ausgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-entsendet-afd-abgeordneten-maximilian-krah-zur-mittelmeer-versammlung-nach-kairo/" data-type="post" data-id="28540">Als Beispiel für China verwies das Innenministerium auf den früheren Mitarbeiter des damaligen Europaabgeordneten Maximilian Krah.</a> Er wurde 2025 wegen Spionage für China verurteilt. Neben Informationen aus dem Europäischen Parlament hatte er nach Feststellung des Gerichts auch chinesische Oppositionelle im Exil ausgespäht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Iran verwiesen die Regierungsvertreter auf staatlich unterstützte Hackergruppen wie „Charming Kitten“. Deren Ziele umfassen nach Einschätzung westlicher Sicherheitsbehörden Politiker, Journalisten und Wissenschaftler sowie iranische Oppositionelle im Ausland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hatte bereits im März erklärt, dass iranische Nachrichtendienste in Deutschland Oppositionelle sowie jüdische und israelische Einrichtungen ausspähen. Dabei würden häufig Mittelsmänner eingesetzt.&nbsp;</p>



<h2 id="h-bundesregierung-baut-schutz-fur-diasporagemeinden-aus" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-baut-schutz-fuer-diasporagemeinden-aus">Bundesregierung baut Schutz für Diasporagemeinden aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auswärtiges Amt und Bundesinnenministerium sehen solche Aktivitäten sowohl als Menschenrechtsverletzung gegenüber den Betroffenen als auch als Eingriff in die deutsche Souveränität.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="510" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Auswaertiges_Amt_01-3-1024x510.jpg" alt="" class="wp-image-30222 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Auswaertiges_Amt_01-3-1024x510.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Auswaertiges_Amt_01-3-300x150.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Auswaertiges_Amt_01-3-768x383.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Auswaertiges_Amt_01-3-380x189.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Auswaertiges_Amt_01-3-800x399.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Auswaertiges_Amt_01-3-1160x578.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Auswaertiges_Amt_01-3.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will deshalb Sicherheitsbehörden, Ministerien und internationale Partner enger zusammenbringen. Das Innenministerium hat einen Leitfaden für Betroffene entwickelt und organisiert Informationsveranstaltungen für Landespolizeien. Hinzu kommen ein Runder Tisch mit Angehörigen von Diasporagemeinden und ein Hinweiskanal der Sicherheitsbehörden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Problem bleibt das hohe Dunkelfeld. Einschüchterungen werden nicht immer angezeigt. In anderen Fällen ist schwer nachzuweisen, ob hinter Drohungen, Cyberangriffen oder Druck auf Familien tatsächlich staatliche Stellen stehen.</p>



<h2 id="h-auch-interpol-kann-zum-konfliktfeld-werden" class="wp-block-heading"><span id="auch-interpol-kann-zum-konfliktfeld-werden">Auch Interpol kann zum Konfliktfeld werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unionsfraktion sprach im Ausschuss zudem die Gefahr an, dass Regierungen internationale Polizeisysteme zur Verfolgung politischer Gegner nutzen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen sogenannte Red Notices und andere Fahndungsinstrumente von Interpol. Deutsche Abgeordnete hatten in früheren Anfragen unter anderem Auskunft über Ausschreibungen aus China, Russland, Iran, Saudi-Arabien, der Türkei, Belarus und Aserbaidschan verlangt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD forderte stärkere Schulungen für deutsche Polizeibehörden, damit Betroffene schneller erkannt und geschützt werden können. Die Grünen sprachen sich zusätzlich für humanitäre Visa für Angehörige gefährdeter Oppositioneller aus. Gerade iranische Menschenrechtsverteidiger berichteten immer wieder, dass Druck auf Familien im Herkunftsland eingesetzt werde, um ihr politisches Engagement im Ausland zu beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Afghanen kennt das Bundesinnenministerium ebenfalls Berichte über Schwierigkeiten bei Passverlängerungen. Belegte Fälle, in denen konsularische Dienstleistungen gezielt als politisches Druckmittel eingesetzt wurden, seien der Bundesregierung bislang jedoch nicht bekannt.</p>
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		<item>
		<title>Macron warnt vor „Gesetz des Dschungels“ und fordert mehr Gewicht für Afrika bei der UN</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-warnt-vor-gesetz-des-dschungels-und-fordert-mehr-gewicht-fuer-afrika-bei-der-un/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 23:21:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Gesetz des Dschungels“ oder internationale Ordnung: Emmanuel Macron stellt sich bei der UN gegen eine Weltpolitik nach dem Recht des Stärkeren. Für Afrika fordert er mehr Gewicht im Sicherheitsrat und neues Geld für den Friedensfonds der Afrikanischen Union.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-warnt-vor-gesetz-des-dschungels-und-fordert-mehr-gewicht-fuer-afrika-bei-der-un%2F&amp;action_name=Macron%20warnt%20vor%20%E2%80%9EGesetz%20des%20Dschungels%E2%80%9C%20und%20fordert%20mehr%20Gewicht%20f%C3%BCr%20Afrika%20bei%20der%20UN&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat vor der UN-Generalversammlung vor einer Weltordnung gewarnt, in der militärische und wirtschaftliche Macht internationale Regeln verdrängt, und zugleich eine stärkere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat gefordert. Seine Rede hielt er am Dienstag, 22. September 2026, in New York. Macron stellte sich ausdrücklich hinter die Vereinten Nationen und kündigte für November in Paris ein Treffen zur Finanzierung des Friedensfonds der Afrikanischen Union an. Zugleich kritisierte er unterschiedliche Maßstäbe bei der Verteidigung staatlicher Souveränität in Europa, Afrika und dem Nahen Osten.&nbsp;</p>



<h2 id="h-gesetz-des-dschungels-oder-internationale-ordnung" class="wp-block-heading"><span id="gesetz-des-dschungels-oder-internationale-ordnung">„Gesetz des Dschungels“ oder internationale Ordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/">Macron stellte zu Beginn seiner Rede die Grundfrage, ob Staaten eine Rückkehr zum „Gesetz des Dschungels“ akzeptieren oder an einer internationalen Ordnung festhalten wollten, in der sich auch mächtige Länder an gemeinsam vereinbarte Regeln binden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Er beschrieb eine Welt, in der Imperialismus, Machtkonzentration und der Einsatz von Gewalt ohne ausreichende Begrenzung wieder zunähmen. <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-warnt-im-un-sicherheitsrat-vor-gesetz-des-dschungels-und-fordert-reformen/">Die UN-Charta solle gerade verhindern, dass stärkere Staaten über die Zukunft schwächerer Länder entscheiden könnten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich werde deshalb an den Vereinten Nationen und an einer Erneuerung multilateraler Zusammenarbeit festhalten. Gemeinsame Regeln seien aus französischer Sicht sowohl bei Krieg und Frieden als auch bei Klima, Entwicklung und künstlicher Intelligenz notwendig.&nbsp;</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-soll-sich-starker-fur-afrika-offnen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-soll-sich-staerker-fuer-afrika-oeffnen">Sicherheitsrat soll sich stärker für Afrika öffnen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen konkreten Reformbedarf sieht Macron beim UN-Sicherheitsrat. Das Gremium müsse sich „neuen Mitgliedern und neuen Regionen der Welt“ öffnen, „beginnend mit Afrika“, sagte der französische Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich unterstützt zugleich seine gemeinsam mit Mexiko entwickelte Initiative, den Einsatz des Vetorechts der fünf ständigen Mitglieder bei massenhaften Gräueltaten einzuschränken. Nach Macrons Angaben unterstützen inzwischen 128 UN-Mitgliedstaaten den Vorschlag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat müsse nicht nur repräsentativer werden, sondern auch handlungsfähig bleiben, wenn schwere Verstöße gegen das Völkerrecht drohten, erklärte Macron.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/" data-type="post" data-id="27290">Frankreich hatte sich bereits beim Africa-Forward-Gipfel in Nairobi hinter eine umfassende Reform des Sicherheitsrates entsprechend der gemeinsamen afrikanischen Position gestellt.</a> Diese beruft sich unter anderem auf den Ezulwini-Konsens und die Erklärung von Sirte zur angemessenen Vertretung Afrikas. </p>



<h2 id="h-paris-soll-geld-fur-friedensfonds-der-afrikanischen-union-mobilisieren" class="wp-block-heading"><span id="paris-soll-geld-fuer-friedensfonds-der-afrikanischen-union-mobilisieren">Paris soll Geld für Friedensfonds der Afrikanischen Union mobilisieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron kündigte zugleich einen neuen Schritt bei der Finanzierung afrikanischer Friedens- und Sicherheitsstrukturen an. Paris werde im November am Rande des Paris Peace Forum ein Treffen zur Wiederauffüllung des Friedensfonds der Afrikanischen Union organisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident rief mögliche Geldgeber dazu auf, dort konkrete Zusagen zu machen. Afrikanische Friedenseinsätze benötigten ausreichende Mittel sowie eine engere Abstimmung zwischen den Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union, Regionalorganisationen und den jeweiligen Gaststaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/" data-type="post" data-id="27333">Macron verwies dabei auf frühere Gespräche beim Africa-Forward-Gipfel in Nairobi und am Sitz der Afrikanischen Union in Addis Abeba.</a> Afrikanische Organisationen müssten nach seiner Darstellung eine größere Rolle bei Frieden und Sicherheit auf dem Kontinent übernehmen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Nairobi verabschiedete Erklärung sieht unter anderem eine stärkere Finanzierung afrikanisch geführter Friedenseinsätze und die Umsetzung der UN-Sicherheitsratsresolution 2719 vor.&nbsp;</p>



<h2 id="h-macron-kritisiert-doppelte-standards-gegenuber-afrika" class="wp-block-heading"><span id="macron-kritisiert-doppelte-standards-gegenueber-afrika">Macron kritisiert doppelte Standards gegenüber Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron wandte sich in seiner Rede ausdrücklich gegen unterschiedliche Maßstäbe bei der Anwendung des Prinzips staatlicher Souveränität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie oft haben wir gehört, dass die Souveränität der Völker in Europa gilt, dass man aber, wenn es um den Nahen Osten oder Afrika geht, darauf verzichten könne?“, fragte der französische Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Souveränität müsse überall nach denselben Prinzipien gelten. Interventionen ausländischer Staaten, die selbst über Regierungs- oder Systemwechsel entscheiden wollten, hätten in der Vergangenheit vielfach größere Instabilität hinterlassen, sagte Macron.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Argumentation zog sich durch seine Aussagen zur Ukraine, zu Libanon, den Palästinensern und Syrien. Die Sicherheit eines Staates könne nicht dauerhaft durch die Missachtung der Souveränität seiner Nachbarn hergestellt werden, erklärte Macron mit Blick auf Israel und die Region.&nbsp;</p>



<h2 id="h-nord-sud-spaltung-soll-nicht-zum-neuen-blockkonflikt-werden" class="wp-block-heading"><span id="nord-sued-spaltung-soll-nicht-zum-neuen-blockkonflikt-werden">Nord-Süd-Spaltung soll nicht zum neuen Blockkonflikt werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron warnte auch vor einer dauerhaften politischen Teilung zwischen dem Globalen Norden und Süden. Eine solche Spaltung werde unter anderem durch wahrgenommene doppelte Standards verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich wolle stattdessen Partnerschaften bei Gesundheit, Entwicklung und Finanzierung ausbauen. Macron verwies auf die Umschichtung von mehr als 100 Milliarden Dollar an Sonderziehungsrechten zur Unterstützung afrikanischer Volkswirtschaften und forderte weitere Reformen bei Internationalem Währungsfonds und Weltbank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sprach er sich für eine stärkere Mobilisierung privaten Kapitals und neue Garantiesysteme aus, damit Schwellen- und Entwicklungsländer leichter Investitionen finanzieren können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch historische und kulturelle Fragen nahm Macron in diese Nord-Süd-Agenda auf. Frankreich wolle die Rückgabe von Kulturgütern weiter vorantreiben und arbeite unter anderem mit Ghana an Fragen historischer Aufarbeitung und restaurativer Gerechtigkeit.&nbsp;</p>



<h2 id="h-macron-fordert-eigene-ki-kapazitaten-ausserhalb-von-usa-und-china" class="wp-block-heading"><span id="macron-fordert-eigene-ki-kapazitaeten-ausserhalb-von-usa-und-china">Macron fordert eigene KI-Kapazitäten außerhalb von USA und China</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen weiteren Schwerpunkt setzte Macron bei künstlicher Intelligenz. Er warnte davor, dass allein die Vereinigten Staaten und China sowie einige große Unternehmen über die technologische Entwicklung entscheiden könnten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-30115 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB--1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HSx3bcyXcAEbmB-.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Staaten und Weltregionen müssten eigene Rechenkapazitäten, Sprachmodelle und KI-Ökosysteme entwickeln und Modelle unabhängig prüfen können. Macron verwies auf den europäischen AI Act als einen Ansatz zur Regulierung.&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei brachte der französische Präsident erneut eine „Koalition der Unabhängigen“ ins Spiel. Europäische, afrikanische, asiatische, lateinamerikanische und Golfstaaten, die weder von Washington noch von Peking abhängig sein wollten, sollten nach seiner Vorstellung Rechenleistung und Investitionen bündeln und gemeinsam ein leistungsfähiges Open-Source-KI-Modell entwickeln.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel treibt Frankreich gemeinsam mit Kenia, Spanien und Australien eine internationale Initiative zum Schutz von Kindern im Umgang mit KI voran. Die Koalition stellte am selben Tag in New York einen Aktionsplan für 2026 und 2027 vor.&nbsp;</p>



<h2 id="h-frankreich-setzt-auf-multilateralen-gegenentwurf" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-setzt-auf-multilateralen-gegenentwurf">Frankreich setzt auf multilateralen Gegenentwurf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron fasste seine Position als Widerstand gegen eine zunehmende Aufteilung der Welt in Machtblöcke zusammen. Internationale Zusammenarbeit solle Machtkonzentration begrenzen, die Nord-Süd-Spaltung verringern und gemeinsame Regeln für neue Technologien schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mehr denn je brauchen wir unsere Vereinten Nationen“, sagte Macron. Während des laufenden Auswahlprozesses für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres müsse die Organisation nach seiner Darstellung an gemeinsamer Handlungsfähigkeit festhalten.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-warnt-vor-gesetz-des-dschungels-und-fordert-mehr-gewicht-fuer-afrika-bei-der-un%2F&amp;action_name=Macron%20warnt%20vor%20%E2%80%9EGesetz%20des%20Dschungels%E2%80%9C%20und%20fordert%20mehr%20Gewicht%20f%C3%BCr%20Afrika%20bei%20der%20UN&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>DR Kongo im Visier eines Netzwerks aus 70 gefälschten Nachrichtenseiten – aus Frankreich</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/dr-kongo-im-visier-eines-netzwerks-aus-70-gefaelschten-nachrichtenseiten-aus-frankreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2026 10:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>70 Fake-Nachrichtenseiten, mehr als 250 unechte Social-Media-Profile und 318 Beiträge zur DR Kongo: Anthropic legt eine kommerzielle Einflussoperation mit Verbindungen nach Frankreich offen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdr-kongo-im-visier-eines-netzwerks-aus-70-gefaelschten-nachrichtenseiten-aus-frankreich%2F&amp;action_name=DR%20Kongo%20im%20Visier%20eines%20Netzwerks%20aus%2070%20gef%C3%A4lschten%20Nachrichtenseiten%20%E2%80%93%20aus%20Frankreich&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein kommerzielles Einflussnetzwerk hat nach Erkenntnissen von Anthropic hunderte politisch gefärbte Beiträge zur DR Kongo über gefälschte Nachrichtenseiten und Social-Media-Konten verbreitet. Die Angaben wurden am 10. September 2026 veröffentlicht. Anthropic ordnet die Infrastruktur der in Frankreich ansässigen Digitalagentur LKM Company zu. Allein zur Demokratischen Republik Kongo identifizierte das Unternehmen 318 Beiträge, die meist die Position der Regierung in Kinshasa unterstützten und sich mit Rohstoffabkommen sowie den Spannungen mit Ruanda beschäftigten.&nbsp;</p>



<h2 id="h-tausende-artikel-unter-erfundenen-medienmarken" class="wp-block-heading"><span id="tausende-artikel-unter-erfundenen-medienmarken">Tausende Artikel unter erfundenen Medienmarken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das gesamte Netzwerk bestand aus rund 70 vermeintlichen Nachrichtenseiten und ebenso vielen dazugehörigen Konten auf X. Mehr als 250 weitere unechte Profile kommentierten und verbreiteten die Inhalte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mindestens 8.913 Beiträge in ungefähr 20 Sprachen wurden über diese Infrastruktur veröffentlicht. Anthropic zufolge nutzten die Betreiber Claude sowohl zum Verfassen vollständig neuer Texte als auch zur politischen Umgestaltung bereits veröffentlichter journalistischer Beiträge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Artikel erschienen unter Namen erfundener Journalisten. Die verschiedenen Portale sollten wie voneinander unabhängige lokale Redaktionen wirken, liefen technisch jedoch auf einer gemeinsamen Infrastruktur.</p>



<h2 id="h-318-beitrage-zur-dr-kongo" class="wp-block-heading"><span id="318-beitraege-zur-dr-kongo">318 Beiträge zur DR Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den USA, Brasilien und Frankreich gehörte die DR Kongo zu den wichtigsten Zielmärkten der Kampagne. Die auf das Land zugeschnittenen Artikel unterstützten überwiegend Positionen der kongolesischen Regierung und behandelten unter anderem regionale Rohstoffgeschäfte sowie den Konflikt mit Ruanda.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. September 2025 veröffentlichte das Netzwerk nahezu identische Beiträge über den Konflikt zwischen der DR Kongo und Ruanda innerhalb von drei Minuten. Für verschiedene Zielgruppen wurde jeweils die Tonalität verändert, während zahlreiche X-Konten die Links koordiniert verbreiteten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Un_garcon_au_travail-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-29906 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Un_garcon_au_travail-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Un_garcon_au_travail-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Un_garcon_au_travail-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Un_garcon_au_travail-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Un_garcon_au_travail-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Un_garcon_au_travail-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Un_garcon_au_travail.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Anfangsphase des Netzwerks stammte nach Anthropic ein großer Teil der gefälschten Profile, die den Seiten folgten, aus dem thematischen Umfeld der DR Kongo. Die speziell auf das Land ausgerichtete Seite entwickelte sich zeitweise zum am stärksten geteilten und populärsten Konto innerhalb der eigenen Infrastruktur.</p>
</div></div>



<h2 id="h-auftraggeber-bleiben-unbekannt" class="wp-block-heading"><span id="auftraggeber-bleiben-unbekannt">Auftraggeber bleiben unbekannt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anthropic bezeichnet das Modell als kommerzielle „Influence-as-a-Service“-Operation. Die Betreiber hätten ihre politischen Positionen je nach Kunde verändert und keine durchgehend erkennbare ideologische Linie verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Kongo-Berichterstattung fand das Unternehmen Hinweise darauf, dass ein oder mehrere Auftraggeber Interessen im <a href="https://fokus-afrika.de/kongo-praesident-tshisekedi-fordert-konsequente-umsetzung-des-friedensabkommens-mit-ruanda/" data-type="post" data-id="20141">Konflikt zwischen der DR Kongo und Ruanda</a> verfolgt haben könnten. Wer diese Kunden waren, konnte Anthropic nicht feststellen. Belege für eine Steuerung durch eine Regierung fand das Unternehmen nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kampagne erreichte nach der Bewertung von Anthropic überwiegend die eigenen Webseiten und Social-Media-Konten. Ein größerer Durchbruch in authentische Nutzergruppen sei nicht nachgewiesen worden. Das Unternehmen sperrte das beteiligte Konto sowie die damit verbundene Organisation.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Niger beschuldigt Frankreich nach Putschversuch – Russland profitiert</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/niger-beschuldigt-frankreich-nach-putschversuch-russland-profitiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 11:44:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Niger beschuldigt Frankreich, hinter dem gescheiterten Putschversuch in Niamey zu stehen, und erwägt Schritte vor der internationalen Justiz. Paris weist den Vorwurf vollständig zurück, während Niamey die russische Unterstützung während der Kämpfe hervorhebt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fniger-beschuldigt-frankreich-nach-putschversuch-russland-profitiert%2F&amp;action_name=Niger%20beschuldigt%20Frankreich%20nach%20Putschversuch%20%E2%80%93%20Russland%20profitiert&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nigers Militärregierung macht Frankreich offiziell für den gescheiterten Putschversuch in Niamey verantwortlich und erwägt wegen der mutmaßlichen ausländischen Beteiligung Schritte vor der internationalen Justiz. Die Erklärung erfolgte am 4. September 2026 nach einer Sitzung des Ministerrats. Paris weist den Vorwurf entschieden zurück, während Niamey Russland, Algerien und den Staaten der Sahel-Konföderation für ihre Unterstützung während der Krise dankt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung von General Abdourahamane Tiani behauptet, hinter den Ereignissen vom 28. und 29. August stehe ein internationales Netzwerk unter Führung der französischen Regierung. Belege für eine operative Beteiligung Frankreichs legte der Ministerrat in seiner öffentlichen Erklärung nicht vor. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot bezeichnete die Anschuldigungen einen Tag später als „reine Fantasien“.</p>



<h2 id="h-regierung-spricht-von-international-gesteuerter-destabilisierung" class="wp-block-heading"><span id="regierung-spricht-von-international-gesteuerter-destabilisierung">Regierung spricht von international gesteuerter Destabilisierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt des Putschversuchs war die strategisch wichtige Militärbasis 101 am internationalen Flughafen von Niamey. Angehörige einer Spezialeinheit wandten sich dort gegen die Führung. Die Kämpfe griffen anschließend auf weitere Bereiche der Hauptstadt über, darunter das Umfeld des Präsidentenpalastes. Loyalistische Kräfte gewannen mit Unterstützung russischer Africa-Corps-Soldaten wieder die Kontrolle über die Basis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nigrische Ministerrat bezeichnete die Vorgänge nun als „Versuch der Destabilisierung“ und als „Aggression“ gegen das Land. Eine Operation mit internationalen Verbindungen sei von einem Netzwerk „angestiftet und unterhalten“ worden, an dessen Spitze die französische Regierung von Präsident Emmanuel Macron stehe, erklärte Regierungssprecher Soumana Boubacar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung erklärte zugleich, sie habe eine umfangreiche Dokumentation zu den Ereignissen zusammengestellt. Niger behalte sich auf dieser Grundlage das Recht vor, Verfahren vor der internationalen Justiz einzuleiten. Welche Institution angerufen werden könnte und welche konkreten Belege Niamey dafür vorlegen will, wurde nicht mitgeteilt.</p>



<h2 id="h-frankreich-weist-vorwurfe-vollstandig-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-weist-vorwuerfe-vollstaendig-zurueck">Frankreich weist Vorwürfe vollständig zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Barrot widersprach der Darstellung aus Niamey am 5. September. Es habe weder eine französische Absicht noch eingesetzte Mittel gegeben, um einen solchen Putschversuch auszulösen, sagte der Außenminister dem französischen Sender RFI.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das sind reine Fantasien“, erklärte Barrot. Die nigrische Führung weise Frankreich erneut eine Verantwortung zu, die „schlicht nicht existiert“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit dem Militärputsch vom Juli 2023 stark belastet. Tiani und seine Verbündeten beendeten die enge sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Paris und ließen die französischen Truppen aus Niger abziehen. Gleichzeitig baute Niamey die militärische Kooperation mit Russland aus.</p>



<h2 id="h-russland-half-loyalen-kraften-bei-der-niederschlagung-des-putschversuchs" class="wp-block-heading"><span id="russland-half-loyalen-kraeften-bei-der-niederschlagung-des-putschversuchs">Russland half loyalen Kräften bei der Niederschlagung des Putschversuchs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse Ende August machten die neue sicherheitspolitische Ausrichtung Nigers unmittelbar sichtbar. Russische Africa-Corps-Kräfte griffen auf Seiten der loyalistischen Truppen in die Kämpfe ein und unterstützten die Rückeroberung der Militärbasis. Russische Kräfte beteiligten sich direkt an der Niederschlagung des Putschversuchs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nigrische Ministerrat dankte Russland anschließend ebenso wie Algerien sowie Mali und Burkina Faso als Partnern in der Konföderation der Sahelstaaten für ihre Solidarität während der Ereignisse.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="893" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRhvQPFWEAYCUcU-1024x893.jpeg" alt="" class="wp-image-29758 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRhvQPFWEAYCUcU-1024x893.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRhvQPFWEAYCUcU-300x262.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRhvQPFWEAYCUcU-768x670.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRhvQPFWEAYCUcU-380x331.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRhvQPFWEAYCUcU-800x698.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRhvQPFWEAYCUcU-1160x1011.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRhvQPFWEAYCUcU.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu empfing Tiani den russischen Botschafter Viktor Voropaev in Niamey. Der Diplomat erklärte nach dem Treffen, er habe dem nigrischen Volk und den Behörden angesichts der Ereignisse vom 28. und 29. August die Solidarität Russlands ausgesprochen und der Führung weitere Unterstützung zugesichert.</p>
</div></div>



<h2 id="h-putschversuch-traf-strategische-militarbasis-in-niamey" class="wp-block-heading"><span id="putschversuch-traf-strategische-militaerbasis-in-niamey">Putschversuch traf strategische Militärbasis in Niamey</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/putschversuch-in-niger-niedergeschlagen-russland-greift-ein-algerien-schickt-kampfjets/" data-type="post" data-id="29638">Der Putschversuch begann in der Nacht zum 29. August auf der Basis 101 im Bereich des internationalen Flughafens Diori Hamani.</a> Die Anlage besitzt auch für die gemeinsame Sicherheitsarchitektur Nigers mit Mali und Burkina Faso strategische Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Kämpfen wurden Soldaten festgenommen und getötet. Die nigrische Regierung bestätigte inzwischen auch zivile und militärische Todesopfer, veröffentlichte in ihrer Erklärung vom 4. September jedoch keine vollständige Opferbilanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufstand war die bislang schwerste offene interne Herausforderung für die Führung um Tiani seit deren Machtübernahme 2023. Die Militärregierung hatte den damaligen gewählten <a href="https://fokus-afrika.de/niger-weist-eu-resolution-zur-freilassung-von-ex-praesident-bazoum-zurueck/" data-type="post" data-id="25630">Präsidenten Mohamed Bazoum </a>gestürzt und anschließend große Teile ihrer außen- und sicherheitspolitischen Partnerschaften neu ausgerichtet.</p>



<h2 id="h-konflikt-mit-paris-verscharft-sich-weiter" class="wp-block-heading"><span id="konflikt-mit-paris-verschaerft-sich-weiter">Konflikt mit Paris verschärft sich weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Niamey hat Frankreich seit dem Machtwechsel wiederholt vorgeworfen, gegen die neue politische Ordnung in Niger zu arbeiten. Paris hat entsprechende Anschuldigungen regelmäßig zurückgewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Streit geht darüber hinaus, weil die Regierung Frankreich nun unmittelbar mit einem bewaffneten Putschversuch innerhalb der nigrischen Sicherheitskräfte in Verbindung bringt und mögliche juristische Schritte ankündigt. Gleichzeitig bezeichnet Niamey Russland ausdrücklich als unterstützenden Partner während derselben Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konfrontation fällt zudem in eine Phase wachsender Spannungen um französische Wirtschaftsinteressen in Niger. <a href="https://fokus-afrika.de/niger-sitzt-auf-1-800-tonnen-uran-fest/" data-type="post" data-id="27794">Seit dem Bruch mit Paris hat die nigrische Führung auch die Kontrolle über Uranaktivitäten des französischen Konzerns Orano verschärft.</a></p>
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		<item>
		<title>UN-Sicherheitsrat startet mit Streit – China und Russland blockieren Frankreich</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-startet-mit-streit-china-und-russland-blockieren-frankreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 10:08:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der UN-Sicherheitsrat startet Frankreichs September-Präsidentschaft mit einem offenen Verfahrensstreit. Für Afrika stehen die Sudan-Sanktionen, die Krise in Sudan und die UN-Mission im Osten der DR Kongo auf der Agenda.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-startet-mit-streit-china-und-russland-blockieren-frankreich%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20startet%20mit%20Streit%20%E2%80%93%20China%20und%20Russland%20blockieren%20Frankreich&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat ist unter französischem Vorsitz ohne formell beschlossenes Arbeitsprogramm in den September gestartet, will aber unter anderem Entscheidungen zu Sudan, Haiti und Iran vorantreiben. Frankreich führt das Gremium seit dem 1. September turnusgemäß für einen Monat. China und Russland widersetzten sich nach Angaben von <em>PassBlue</em> der Aufnahme bestimmter Iran-Dossiers in das offizielle Monatsprogramm. Für Afrika stehen neben der Verlängerung des Sudan-Sanktionsregimes auch die Krise in Sudan und die UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo auf der Tagesordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs UN-Botschafter Jérôme Bonnafont kündigte an, den Sicherheitsrat während der Präsidentschaft möglichst zu konkreten Beschlüssen zu führen. „Der Rat kann und muss handeln“, sagte er bei der Vorstellung der französischen Prioritäten in New York.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die September-Sitzungen fallen mit der Generaldebatte der UN-Vollversammlung und der jährlichen hochrangigen Woche zusammen, zu der zahlreiche Staats- und Regierungschefs nach New York kommen.</p>



<h2 id="h-streit-uber-iran-blockiert-offizielles-monatsprogramm" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-iran-blockiert-offizielles-monatsprogramm">Streit über Iran blockiert offizielles Monatsprogramm</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schon zu Beginn der französischen Präsidentschaft zeigten sich die politischen Spannungen unter den 15 Mitgliedern. Der Sicherheitsrat konnte sich nach einem Bericht von&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;nicht auf ein formelles Arbeitsprogramm für September verständigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/china-setzt-im-un-sicherheitsrat-auf-afrika-nahost-und-die-un-charta/">China und Russland erhoben demnach Einwände gegen Iran-bezogene Punkte im Zusammenhang mit dem früheren Sanktionsausschuss nach Resolution 1737 und dem Expertengremium zum iranischen Atomprogramm.</a> Statt eines offiziell verabschiedeten Monatsprogramms arbeitet der Rat deshalb mit einem informelleren Arbeitsplan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliche Auseinandersetzungen über die Monatsagenda hatte es in diesem Jahr bereits gegeben. Sie spiegeln politische Konflikte wider, die zunehmend auch Verfahrensfragen des Sicherheitsrats erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich kündigte dennoch an, bei mehreren Themen auf operative Entscheidungen hinzuarbeiten. Dazu zählen das Iran-Dossier, die internationale Mission gegen bewaffnete Banden in Haiti und das Sanktionsregime zu Sudan.</p>



<h2 id="h-sudan-sanktionen-stehen-zur-verlangerung-an" class="wp-block-heading"><span id="sudan-sanktionen-stehen-zur-verlaengerung-an">Sudan-Sanktionen stehen zur Verlängerung an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Sudan soll der Sicherheitsrat über die Verlängerung des Sanktionsregimes entscheiden, das auf Resolution 1591 aus dem Jahr 2005 zurückgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen wurden ursprünglich im Zusammenhang mit dem Konflikt in Darfur geschaffen. Der zuständige Sanktionsausschuss gehört bis heute zum Instrumentarium des Sicherheitsrats für Sudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich ist ein informeller interaktiver Dialog zur aktuellen Sudan-Krise vorgesehen. Der Krieg im Land beschäftigt den Sicherheitsrat regelmäßig und hat zugleich eine der größten Vertreibungs- und humanitären Krisen weltweit ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will während seiner Präsidentschaft nach Bonnafonts Darstellung besonders auf Gespräche mit den unmittelbar von Konflikten betroffenen Staaten und mit Vertretern der Zivilgesellschaft setzen.</p>



<h2 id="h-auch-un-mission-im-kongo-wird-beraten" class="wp-block-heading"><span id="auch-un-mission-im-kongo-wird-beraten">Auch UN-Mission im Kongo wird beraten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Afrika-Schwerpunkt ist die Demokratische Republik Kongo. Der Sicherheitsrat soll im September seine turnusmäßige Sitzung zur UN-Stabilisierungsmission MONUSCO abhalten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23009 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Mission ist seit Jahren vor allem im Osten des Landes tätig. Dort beschäftigen bewaffnete Gruppen, regionale Spannungen und die Sicherheit der Zivilbevölkerung regelmäßig den Rat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung findet in einer Phase statt, in der die Vereinten Nationen ihre künftige Rolle in der Demokratischen Republik Kongo immer wieder mit der Regierung in Kinshasa und den beteiligten Staaten der Region abstimmen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Zusammenarbeit des Sicherheitsrats mit der Arabischen Liga soll im September in einem informellen Dialog behandelt werden.</p>



<h2 id="h-frankreich-bringt-kunstliche-intelligenz-in-die-konfliktpolitik" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-bringt-kuenstliche-intelligenz-in-die-konfliktpolitik">Frankreich bringt künstliche Intelligenz in die Konfliktpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den geografischen Krisen setzt Frankreich auf mehrere thematische Debatten. Bereits am 2. September kamen Mitglieder des Sicherheitsrats in einem geschlossenen informellen Format zusammen, um über den Einsatz künstlicher Intelligenz bei Konfliktprävention und Friedenssicherung zu sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Diskussion stehen Anwendungen bei Frühwarnsystemen, der Überwachung von Waffenruhen, UN-Friedensmissionen und der Bekämpfung von Desinformation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will die Debatte bewusst auf bestehende Aufgaben des Sicherheitsrats konzentrieren. Damit soll zunächst nicht die umfassende internationale Regulierung künstlicher Intelligenz verhandelt werden, sondern deren Einsatz bei Frieden und Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Mitgliedern bestehen dennoch unterschiedliche Auffassungen. Russland stellt infrage, ob der Sicherheitsrat überhaupt das geeignete UN-Gremium für übergreifende Regeln zur künstlichen Intelligenz ist. Pakistan verwies ebenfalls darauf, dass Entscheidungen über eine Technologie mit weltweiten Auswirkungen sämtliche UN-Mitgliedstaaten beträfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China unterstützt eine Rolle der Vereinten Nationen, fordert jedoch eine staatlich geprägte und nicht von technologisch führenden westlichen Staaten dominierte Ordnung. Chinas stellvertretender UN-Botschafter Sun Lei warnte davor, künstliche Intelligenz zur Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Künstliche Intelligenz ist die kollektive Weisheit der gesamten Menschheit“, sagte Sun. Ihre Entwicklung müsse Menschen in allen Ländern zugutekommen und dürfe nicht zu einem „Spiel der Reichen und Mächtigen“ werden.</p>



<h2 id="h-terrorismus-und-neue-technologien-ebenfalls-thema" class="wp-block-heading"><span id="terrorismus-und-neue-technologien-ebenfalls-thema">Terrorismus und neue Technologien ebenfalls Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. September plant Frankreich eine weitere thematische Sitzung des Sicherheitsrats zum internationalen Terrorismus. Anlass ist der 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei soll ebenfalls die Rolle neuer Technologien behandelt werden. Der Sicherheitsrat befasst sich seit Jahren sowohl mit terroristischen Organisationen als auch mit deren Finanzierung, grenzüberschreitenden Netzwerken und der Nutzung digitaler Technologien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den 25. September ist außerdem ein Treffen mit dem UN-Hochkommissar für Flüchtlinge vorgesehen. Es wäre das erste Zusammentreffen des Sicherheitsrats mit dem neuen Hochkommissar Barham Salih.</p>



<h2 id="h-frankreich-erwartet-weitere-sitzung-zur-ukraine" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-erwartet-weitere-sitzung-zur-ukraine">Frankreich erwartet weitere Sitzung zur Ukraine</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich rechnet während der hochrangigen UN-Woche zudem mit einer Sitzung zur Ukraine. Bonnafont bezeichnete einen Waffenstillstand als notwendige Voraussetzung für einen gerechten und dauerhaften Frieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Nahe Osten bleibt nach französischer Darstellung eine mögliche Priorität für kurzfristig einberufene Sitzungen. Die Präsidentschaft erklärte sich bereit, bei neuen Krisenentwicklungen zusätzliche Treffen des Sicherheitsrats anzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Turnusmäßige Beratungen sind außerdem zur UN-Unterstützungsmission in Afghanistan und zum syrischen Chemiewaffen-Dossier geplant. Zur Situation in Afghanistan kündigte Bonnafont an, Vertreter der afghanischen Zivilgesellschaft anzuhören. Frankreich verwies dabei insbesondere auf die fortbestehenden Einschränkungen der Rechte von Frauen und Mädchen unter den Taliban.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Streit um Mayotte eskaliert – Frankreich droht Komoren mit Entzug der Entwicklungshilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/streit-um-mayotte-eskaliert-frankreich-droht-komoren-mit-entzug-der-entwicklungshilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 10:42:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komoren]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Komoren bringen den Mayotte-Streit vor die Afrikanische Union und fordern afrikanische Staaten auf, keine Abkommen mit Frankreich zu schließen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstreit-um-mayotte-eskaliert-frankreich-droht-komoren-mit-entzug-der-entwicklungshilfe%2F&amp;action_name=Streit%20um%20Mayotte%20eskaliert%20%E2%80%93%20Frankreich%20droht%20Komoren%20mit%20Entzug%20der%20Entwicklungshilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Komoren haben den Territorialstreit um Mayotte vor der Afrikanischen Union verschärft und andere Mitgliedstaaten aufgefordert, keine Abkommen mit der französischen Verwaltung der Insel zu schließen. Außenminister Mbae Mohamed erhob die Forderung am Sonntag beim <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-kaempft-mit-finanzierungskrise/" data-type="post" data-id="29629">26. außerordentlichen Gipfeltreffen des Exekutivrats der Afrikanischen Union in Luanda.</a> Moroni betrachtet Mayotte als Teil des komorischen Staatsgebiets und bezeichnet die französische Verwaltung als rechtswidrige Besetzung. Die Intervention folgt auf einen neuen diplomatischen Streit mit Paris über Migration und französische Entwicklungshilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mbae Mohamed wandte sich in seiner Rede insbesondere gegen Vereinbarungen afrikanischer Staaten mit den Behörden auf Mayotte. Solche Rechtsakte verletzten aus Sicht der komorischen Regierung die Souveränität und territoriale Integrität des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister forderte sowohl die Mitgliedstaaten als auch die Kommission der Afrikanischen Union auf, bei Kontakten mit Mayotte die Position der Komoren zu berücksichtigen. Staaten sollten sich jedes Schrittes enthalten, der den komorischen Anspruch auf die Insel beeinträchtigen und zusätzliche politische oder diplomatische Konflikte auslösen könne.</p>



<h2 id="h-moroni-kritisiert-abkommen-mit-mayotte" class="wp-block-heading"><span id="moroni-kritisiert-abkommen-mit-mayotte">Moroni kritisiert Abkommen mit Mayotte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mbae Mohamed verband die Mayotte-Frage mit der Debatte über Frieden und Sicherheit auf dem afrikanischen Kontinent. Dabei verwies er auf die strategische Lage der Komoren im Mosambikkanal und beklagte eine nachlassende Solidarität zwischen afrikanischen Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisierte der Außenminister den Abschluss rechtlicher Vereinbarungen zwischen afrikanischen Ländern und den französischen Behörden auf Mayotte. <a href="https://fokus-afrika.de/komoren-rueckkehr-zur-oel-exploration-nach-sieben-jahren-stille/">Moroni wertet solche Kontakte als indirekte Anerkennung der französischen Position in dem seit Jahrzehnten bestehenden Territorialstreit.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="647" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HQ_o88zaAAAylgT-1-1024x647.jpeg" alt="" class="wp-image-29659 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HQ_o88zaAAAylgT-1-1024x647.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HQ_o88zaAAAylgT-1-300x190.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HQ_o88zaAAAylgT-1-768x485.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HQ_o88zaAAAylgT-1-1536x970.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HQ_o88zaAAAylgT-1-380x240.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HQ_o88zaAAAylgT-1-800x505.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HQ_o88zaAAAylgT-1-1160x733.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HQ_o88zaAAAylgT-1.jpeg 1578w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und die Komoren vertreten bei der Zugehörigkeit Mayottes gegensätzliche Positionen. Die komorische Regierung beansprucht die Insel als Bestandteil des bei der Unabhängigkeit zusammengehörenden Archipels. Vertreter der französischen Seite verweisen dagegen auf die Abstimmungen von 1974 und 1976 und betrachten Mayotte als französisches Gebiet.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Vereinten Nationen spielen in dieser Auseinandersetzung eine Rolle. Die komorische Seite beruft sich auf frühere Resolutionen der UN-Generalversammlung zur Einheit und territorialen Integrität des Archipels. Französische Vertreter verweisen darauf, dass Resolutionen der Generalversammlung rechtlich nicht bindend sind.</p>



<h2 id="h-streit-uber-franzosische-entwicklungshilfe-eskaliert" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-franzoesische-entwicklungshilfe-eskaliert">Streit über französische Entwicklungshilfe eskaliert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mbaes Auftritt in Luanda folgt auf eine neue Verschärfung der Beziehungen zwischen Paris und Moroni. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu hatte während eines Besuchs auf Mayotte angekündigt, einen Teil der französischen Entwicklungshilfe stärker an die Zusammenarbeit bei der Migration zu koppeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von Lecornu als „Bonus-Malus“-System beschriebene Modell soll unter anderem berücksichtigen, wie Herkunftsstaaten gegen Schleuser vorgehen, konsularische Dokumente für Rückführungen ausstellen und ausgewiesene Staatsangehörige wieder aufnehmen. Nach den veröffentlichten Angaben könnten davon Entwicklungsmittel in erheblichem Umfang betroffen sein, während humanitäre Hilfe ausgenommen bleiben soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der komorische Außenminister reagierte darauf bereits mit scharfer Kritik. Er sprach von einer „unerträglichen Herablassung“ und lehnte es ab, Entwicklungshilfe als Druckmittel bei der Rücknahme von Menschen einzusetzen, die von Mayotte auf die übrigen Inseln der Komoren abgeschoben werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Houmed Msaidié, Sonderberater von Präsident Azali Assoumani, griff die französischen Pläne an. Entwicklungshilfe ehemaliger Kolonialmächte sei „keine Almosengabe“, schrieb er. Der frühere Minister Djaanfar Salim Allaoui erklärte zugleich, die Komoren müssten ihre Grenzen kontrollieren und Schleuser bekämpfen, dürften jedoch nicht zum ausführenden Organ der französischen Migrationspolitik werden.</p>



<h2 id="h-abgeordnete-aus-mayotte-fordert-sanktionen-gegen-komoren" class="wp-block-heading"><span id="abgeordnete-aus-mayotte-fordert-sanktionen-gegen-komoren">Abgeordnete aus Mayotte fordert Sanktionen gegen Komoren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf französischer Seite reagierte die Abgeordnete Estelle Youssouffa aus Mayotte auf die komorischen Vorwürfe. Sie verteidigte die Zugehörigkeit der Insel zu Frankreich und warf Moroni Einmischung und Destabilisierung vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouffa forderte Paris auf, Sanktionen gegen die Komoren zu verhängen und unter anderem die Entwicklungshilfe auszusetzen. Zur Begründung verwies sie auf die französische Präsenz auf Mayotte seit 1841 sowie auf die Abstimmungen der Bevölkerung in den 1970er-Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der diplomatische Konflikt über Migration und Entwicklungshilfe ist damit erneut mit der ungelösten Statusfrage Mayottes verknüpft. Mit Mbaes Rede in Luanda versucht die komorische Regierung nun, ihre Position verstärkt innerhalb der Afrikanischen Union abzusichern und insbesondere bilaterale Kontakte afrikanischer Staaten mit den Behörden auf Mayotte zum Gegenstand der kontinentalen Diplomatie zu machen.</p>
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		<item>
		<title>Doch keine Spione: Togo begründet Haft zweier französischer Filmemacher</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/doch-keine-spione-togo-begruendet-haft-zweier-franzoesischer-filmemacher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 13:41:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Ende Juli sitzen zwei französische Dokumentarfilmer in Togo in Haft. Nun nennt Lomé erstmals konkrete Vorwürfe: unerlaubte Drehorte, Probleme mit der Genehmigung und eine nicht angemeldete Drohne. Die Produktionsfirma widerspricht der Darstellung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdoch-keine-spione-togo-begruendet-haft-zweier-franzoesischer-filmemacher%2F&amp;action_name=Doch%20keine%20Spione%3A%20Togo%20begr%C3%BCndet%20Haft%20zweier%20franz%C3%B6sischer%20Filmemacher&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Togo hat erstmals öffentlich begründet, warum zwei französische Dokumentarfilmer und ihr togolesischer Mitarbeiter seit Ende Juli festgehalten werden. Die Erklärung der Regierung folgte am Samstag, 22. August, knapp vier Wochen nach ihrer Festnahme. Gaël Mocaër und Sebastian Perez Pezzani werden wegen „falscher Angaben“ strafrechtlich verfolgt. Ihr Arbeitgeber und Reporter ohne Grenzen widersprechen der Darstellung der Behörden und verlangen ihre Freilassung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mocaër und Perez Pezzani arbeiteten im Norden Togos an einer Folge der Dokumentarreihe „Les Routes de l’impossible“ für France Télévisions. Gemeinsam mit dem togolesischen Produzenten und Fixer Fred Vedomey wurden sie am 27. Juli während der Dreharbeiten festgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer zwischenzeitlichen Unterbringung unter Aufsicht wurden die beiden Franzosen am 17. August in Untersuchungshaft genommen. Sie befinden sich in einer Einrichtung der Sicherheitskräfte in Agoè Logopé bei Lomé.</p>



<h2 id="h-togo-spricht-von-schwerwiegenden-und-ubereinstimmenden-indizien" class="wp-block-heading"><span id="togo-spricht-von-schwerwiegenden-und-uebereinstimmenden-indizien">Togo spricht von „schwerwiegenden und übereinstimmenden Indizien“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die togolesische Regierung äußerte sich am 22. August erstmals offiziell zu dem Fall. In einer gemeinsamen Mitteilung der Ministerien für Justiz und Sicherheit erklärten die Behörden, gegen die beiden Franzosen lägen „schwerwiegende und übereinstimmende Indizien“ vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht die Genehmigung für die Dreharbeiten. Nach Darstellung der Regierung beriefen sich Mocaër und Perez Pezzani auf eine Erlaubnis des für Tourismus zuständigen Ministeriums. Diese sei jedoch ausschließlich auf den Namen des togolesischen Produzenten Vedomey ausgestellt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Vorwürfe wegen der Drehorte. Die Filmemacher sollen auch in der Region Savanes und in der Präfektur Binah gearbeitet haben. Diese Gebiete seien von der erteilten Genehmigung nicht erfasst gewesen. Außerdem wirft Lomé der Filmcrew vor, eine Drohne eingesetzt zu haben, deren technische Merkmale zuvor nicht angemeldet worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung betont, das Verfahren betreffe ausschließlich die Einhaltung administrativer Vorschriften.</p>



<h2 id="h-antrag-nannte-die-beiden-franzosen-ausdrucklich" class="wp-block-heading"><span id="antrag-nannte-die-beiden-franzosen-ausdruecklich">Antrag nannte die beiden Franzosen ausdrücklich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Produktionsfirma Tony Comiti Productions widerspricht der Darstellung, die beiden Filmemacher hätten ohne die erforderlichen Genehmigungen gearbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Antrag auf Dreherlaubnis vom 12. Juni führt die Mitglieder des Teams ausdrücklich auf. Darin werden Gaël Mocaër als Regisseur, Sebastian Perez als Kameramann und Vedomey Komi Mawufemo als lokaler Produzent genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das geplante 50-minütige Programm sollte zwischen dem 10. und 30. Juli in mehreren Teilen Togos entstehen. Genannt wurden Tchamba, Bassar, Kara, Nadoba und Badja sowie Dreharbeiten in Lomé.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die am 19. Juni ausgestellte behördliche Genehmigung selbst wurde allerdings nur auf den Namen des togolesischen Produzenten ausgestellt. Sie beschränkte die Dreharbeiten zudem auf die ausdrücklich genannten Gebiete und verwies darauf, dass weitere örtliche Verwaltungsvorschriften einzuhalten seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit stehen sich zwei Lesarten gegenüber. Die Behörden berufen sich auf den Wortlaut der ausgestellten Genehmigung. Die Produktionsfirma verweist darauf, dass die vollständige Zusammensetzung des Teams bereits im Genehmigungsantrag angegeben worden war.</p>



<h2 id="h-produktionsfirma-bestreitet-politische-absicht" class="wp-block-heading"><span id="produktionsfirma-bestreitet-politische-absicht">Produktionsfirma bestreitet politische Absicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tony Comiti Productions erklärt, die Journalisten hätten über gültige Visa und eine Drehgenehmigung verfügt. Auch das eingesetzte Material sei bei der Einreise gegenüber dem Zoll angegeben worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Produzent Tony Comiti hatte zuvor erklärt, die Crew könne im Norden des Landes unwissentlich eine für Journalisten gesperrte Zone um wenige Kilometer überschritten haben. Nach seiner Darstellung wurden bei der Festnahme Pässe und Filmaufnahmen beschlagnahmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das geplante Programm sollte vor allem Alltag, Wirtschaft und Kultur zeigen. Im Antrag wurden unter anderem eine Cashew-Verarbeitungsanlage in Tchamba, traditionelle Tänze, die Tatas der Batammariba im Norden Togos sowie Aufnahmen aus Lomé genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reporter ohne Grenzen bezeichnet das Projekt deshalb als journalistische Arbeit „ohne politische Zielsetzung“. Die Organisation hält die Inhaftierung für „ungerechtfertigt und unverhältnismäßig“ und fordert die sofortige Freilassung der beiden Franzosen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie haben lediglich ihre Arbeit gemacht“, erklärte die Organisation.</p>



<h2 id="h-paris-bestatigt-konsularische-betreuung" class="wp-block-heading"><span id="paris-bestaetigt-konsularische-betreuung">Paris bestätigt konsularische Betreuung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Außenministerium bestätigte die Inhaftierung am 18. August. Beide Franzosen seien Gegenstand eines von einem Untersuchungsrichter geführten Ermittlungsverfahrens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Französische Diplomaten hätten die beiden Männer seit ihrer Festnahme dreimal besucht. Die Mitarbeiter des Ministeriums in Paris und Lomé seien „vollständig mobilisiert“, um ihre Haftbedingungen, ihren Gesundheitszustand und die Wahrung ihrer Verteidigungsrechte zu verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Botschaft steht nach französischen Angaben zudem mit den Anwälten, den Familien und dem Arbeitgeber der beiden Männer in Kontakt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der togolesische Mitarbeiter Fred Vedomey befindet sich weiterhin in Haft.</p>



<h2 id="h-verhaltnis-zu-franzosischen-medien-seit-2025-belastet" class="wp-block-heading"><span id="verhaeltnis-zu-franzoesischen-medien-seit-2025-belastet">Verhältnis zu französischen Medien seit 2025 belastet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall trifft auf bereits bestehende Spannungen zwischen den togolesischen Behörden und französischen Medien. RFI und France 24 wurden im Juni 2025 in Togo vom Sendebetrieb ausgeschlossen. Die Medienaufsicht warf den Sendern damals unter anderem mangelnde Unparteilichkeit und die Verbreitung unzutreffender Informationen im Zusammenhang mit Protesten gegen die Regierung vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sender wiesen die Vorwürfe zurück. Die Ausstrahlung in Togo ist weiterhin ausgesetzt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HGwlRakagAADqhO-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-29512 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HGwlRakagAADqhO-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HGwlRakagAADqhO-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HGwlRakagAADqhO-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HGwlRakagAADqhO-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HGwlRakagAADqhO-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HGwlRakagAADqhO-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HGwlRakagAADqhO-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HGwlRakagAADqhO.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hatte bei einem Besuch in Lomé im April 2026 für eine Aufhebung der Maßnahmen geworben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits 2024 war der französische Journalist Thomas Dietrich während einer Recherche zur damaligen Wahlkampagne festgenommen und anschließend aus Togo ausgewiesen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/pressefreiheit-2025-rsf-spricht-von-risiken-fuer-journalisten-in-afrika/" data-type="post" data-id="22796">Reporter ohne Grenzen führt Togo 2026 auf Platz 97 von 180 Staaten in seinem weltweiten Index der Pressefreiheit.</a></p>



<h2 id="h-sicherheitslage-im-norden-verscharft-kontrollen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitslage-im-norden-verschaerft-kontrollen">Sicherheitslage im Norden verschärft Kontrollen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Festnahme der Filmcrew erfolgte zugleich in einem besonders sensiblen Teil des Landes. Togos Norden ist seit mehreren Jahren von der Ausbreitung jihadistischer Gruppen aus dem benachbarten Burkina Faso betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Region Savanes gilt seit 2022 der Ausnahmezustand. Sicherheitskräfte und Behörden kontrollieren dort Reisen, Filmaufnahmen und die Tätigkeit ausländischer Journalisten besonders streng.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden französischen Filmemacher waren nahe Kara unterwegs, als sie festgenommen wurden. Nach Angaben ihrer Produktionsfirma arbeiteten sie dort an einem Dokumentarfilm über das alltägliche Leben der Bevölkerung.</p>
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		<item>
		<title>Tschad nennt Frankreich wieder Verbündeten – französische Soldaten sind zurück</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschad-nennt-frankreich-wieder-verbuendeten-franzoesische-soldaten-sind-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 10:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2024 warf der Tschad Frankreich militärisch aus dem Land. Nun nennt die Regierung Paris wieder einen „Verbündeten“. Französische Soldaten sollen bereits zurück sein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-nennt-frankreich-wieder-verbuendeten-franzoesische-soldaten-sind-zurueck%2F&amp;action_name=Tschad%20nennt%20Frankreich%20wieder%20Verb%C3%BCndeten%20%E2%80%93%20franz%C3%B6sische%20Soldaten%20sind%20zur%C3%BCck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nur knapp zwei Jahre nach dem Ende der militärischen Zusammenarbeit nähert sich der Tschad Frankreich sicherheitspolitisch wieder an. Am 20. August bezeichnete Regierungssprecher Gassim Chérif Mahamat Frankreich öffentlich als „Verbündeten“ und wichtigen langjährigen Partner. Nach einer Analyse des Institute for Security Studies sind bereits wieder französische Kräfte im Tschad stationiert, während Paris und N’Djamena über eine deutlich verkleinerte Militärpräsenz zusammenarbeiten. Noch im November 2024 hatte der Tschad die jahrzehntelange Verteidigungskooperation mit der früheren Kolonialmacht beendet.</p>



<h2 id="h-regierung-beziehungen-zu-frankreich-sind-wieder-gut" class="wp-block-heading"><span id="regierung-beziehungen-zu-frankreich-sind-wieder-gut">Regierung: Beziehungen zu Frankreich sind wieder gut</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tschads Kommunikationsminister und Regierungssprecher Gassim Chérif Mahamat äußerte sich in einem Interview mit&nbsp;<em>TV5 Monde</em>&nbsp;ungewöhnlich deutlich zum Verhältnis zwischen N’Djamena und Paris.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Beziehungen zu Frankreich sind ausgezeichnet. Frankreich ist ein Verbündeter und ein sehr alter und wichtiger Partner für uns“, erklärte Mahamat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies dabei auf die historischen, sprachlichen und kulturellen Verbindungen zwischen beiden Ländern sowie auf die fortgesetzte Zusammenarbeit in mehreren Bereichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit schlägt die Regierung öffentlich einen anderen Ton an als Ende 2024. <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-uebergibt-militaerbasis-und-zieht-aus-dem-tschad-ab/" data-type="post" data-id="13760">Damals kündigte N’Djamena überraschend die militärischen Kooperationsvereinbarungen mit Paris. </a>Die Entscheidung wurde als Ausdruck einer eigenständigeren Außen- und Sicherheitspolitik dargestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des südafrikanischen Institute for Security Studies, ISS, deutet seit März 2026 jedoch immer mehr auf eine Wiederbelebung der militärischen Beziehungen hin.</p>



<h2 id="h-franzosische-krafte-offenbar-wieder-im-tschad" class="wp-block-heading"><span id="franzoesische-kraefte-offenbar-wieder-im-tschad">Französische Kräfte offenbar wieder im Tschad</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich verfolgt bei der erneuten Annäherung offenbar ein deutlich zurückhaltenderes Modell als in früheren Jahrzehnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Französische Soldaten&nbsp;befinden sich&nbsp;bereits wieder im Land. Eine umfassende offizielle Ankündigung der neuen Militärkooperation durch Paris oder N’Djamena gibt es bislang nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institut verweist auf Pläne für ein französisches Verbindungsdetachement mit rund 600 Soldaten. Vor dem Abzug waren etwa 2.300 französische Militärangehörige im Tschad stationiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29450 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit würde die französische Präsenz erheblich kleiner ausfallen als zuvor. Paris verfolgt im Rahmen seiner neuen Afrikastrategie generell das Ziel, Personal und dauerhaft stationierte militärische Ausrüstung auf dem Kontinent zu reduzieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Über Jahrzehnte hatte der Tschad für Frankreich eine besondere militärische Bedeutung. Das Land liegt zwischen Zentralafrika, der Sahelzone, Libyen und dem Sudan und diente der französischen Armee als Ausgangspunkt für Operationen in mehreren Teilen der Region.</p>



<h2 id="h-frankreich-bot-mehr-als-waffenlieferungen" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-bot-mehr-als-waffenlieferungen">Frankreich bot mehr als Waffenlieferungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französisch-tschadische Sicherheitskooperation reicht bis in die 1960er-Jahre zurück und ging weit über klassische Waffenlieferungen hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich bildete zahlreiche tschadische Offiziere aus und stellte unter anderem Waffen, gepanzerte Fahrzeuge, Kommunikationsausrüstung und logistische Unterstützung bereit. Hinzu kamen Fähigkeiten zur Aufklärung und Überwachung des großen tschadischen Staatsgebiets.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Französische Streitkräfte griffen in der Vergangenheit auch unmittelbar militärisch ein. Paris unterstützte Regierungen in N’Djamena zudem diplomatisch und politisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beendet-militaerabkommen-mit-frankreich/" data-type="post" data-id="12884">Diese umfassende Form der Zusammenarbeit konnte der Tschad nach dem Bruch von 2024 nach Einschätzung des ISS nicht vollständig durch neue Partner ersetzen.</a></p>



<h2 id="h-tschad-setzte-auf-turkei-emirate-und-russland" class="wp-block-heading"><span id="tschad-setzte-auf-tuerkei-emirate-und-russland">Tschad setzte auf Türkei, Emirate und Russland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tschad-zwischen-paris-und-sahel-allianz-neue-fragen-zur-aussenpolitik-ndjamenas/" data-type="post" data-id="25328">Nach dem Ende der französischen Militärkooperation versuchte N’Djamena, seine sicherheitspolitischen Beziehungen breiter aufzustellen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit mit der Türkei führte unter anderem zum Erwerb gepanzerter Fahrzeuge und Drohnen sowie zu Ausbildungs- und Unterstützungsleistungen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate bauten ihre Beziehungen zum Tschad aus und lieferten militärische Fahrzeuge und Sicherheitsausrüstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2021 unterzeichneten N’Djamena und Abu Dhabi mehrere Abkommen. Im Juni 2023 kam ein Kooperationspakt im Sicherheitsbereich hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Ungarn vereinbarte eine wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit dem Tschad.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tschad-draengt-russland-muss-seine-afrika-politik-wirtschaftlich-neu-ausrichten/" data-type="post" data-id="28805">Eine stärkere Partnerschaft mit Russland entwickelte sich dagegen nicht in dem Umfang, den N’Djamena zunächst ausgelotet hatte.</a> Damit unterscheidet sich der Tschad von Mali, Burkina Faso und Niger, die ihre militärischen Beziehungen zu Frankreich weitgehend beendet und gleichzeitig die Sicherheitskooperation mit Moskau erheblich ausgeweitet haben.</p>



<h2 id="h-sicherheitsdruck-aus-sudan-und-am-tschadsee" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsdruck-aus-sudan-und-am-tschadsee">Sicherheitsdruck aus Sudan und am Tschadsee</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erneute Annäherung an Frankreich fällt in eine Phase anhaltender Sicherheitsprobleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Osten wirkt sich der Krieg im benachbarten Sudan auf den Tschad aus. Im Süden ist mit der Bewegung für Frieden, Wiederaufbau und Fortschritt eine Rebellengruppe aktiv. Gleichzeitig bleibt Boko Haram im Gebiet des Tschadsees eine Bedrohung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade die Überwachung des weitläufigen Staatsgebiets und die Luftaufklärung gehören zu den Bereichen, in denen Frankreich dem Tschad über Jahrzehnte Fähigkeiten zur Verfügung gestellt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">N’Djamena arbeitet zugleich weiterhin mit seinen Nachbarn gegen bewaffnete Gruppen. Regierungssprecher Mahamat wies Berichte über Spannungen mit Niger zurück und verwies auf die gemeinsame Niger-Tschad-Truppe im Kampf gegen Boko Haram.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben keinerlei Problem mit Niger“, sagte der Minister.</p>



<h2 id="h-ruckkehr-frankreichs-konnte-verhaltnis-zu-sahelstaaten-belasten" class="wp-block-heading"><span id="rueckkehr-frankreichs-koennte-verhaeltnis-zu-sahelstaaten-belasten">Rückkehr Frankreichs könnte Verhältnis zu Sahelstaaten belasten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erneute Kooperation mit Paris berührt zugleich das Verhältnis zu Mali, Burkina Faso und Niger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle drei Staaten haben ihre französischen Militärpartner aus dem Land gedrängt und sich in der Allianz der Sahelstaaten zusammengeschlossen. Ihre Außenpolitik wird stark mit Forderungen nach staatlicher Souveränität und der Zurückweisung früherer französischer Einflussstrukturen begründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tschad hatte beim Ende der Militärkooperation 2024 ähnliche Argumente verwendet. Auch der Rückzug aus dem Internationalen Strafgerichtshof wurde mit der Betonung nationaler Souveränität begründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://issafrica.org/iss-today/chad-s-quiet-return-to-french-military-support">ISS-Forscher Remadji Hoinathy</a> hält es deshalb für möglich, dass die Sahelstaaten eine erneute französische Militärpräsenz im Tschad mit Misstrauen betrachten. Auch innenpolitisch könne die Annäherung mit dem zuvor vertretenen Souveränitätskurs kollidieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als bei der früheren französischen Präsenz soll der Tschad jedoch parallel an seinen Beziehungen zur Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Partnern festhalten. Eine kleinere französische Militärpräsenz würde N’Djamena dabei mehr Spielraum für diese parallelen Sicherheitsbeziehungen lassen.</p>
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			<media:title type="html">French_Marines</media:title>
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		<title>Marokko vermittelte Freilassung des französischen Spions Yann Vézilier in Mali</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-vermittelte-freilassung-des-franzoesischen-spions-yann-vezilier-in-mali/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 09:14:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu 20 Jahren Haft verurteilt, nun frei: Mali hat einen als französischen Geheimdienstmitarbeiter bezeichneten Franzosen begnadigt. Hinter den Kulissen soll Marokko zwischen Bamako und Paris vermittelt haben.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-vermittelte-freilassung-des-franzoesischen-spions-yann-vezilier-in-mali%2F&amp;action_name=Marokko%20vermittelte%20Freilassung%20des%20franz%C3%B6sischen%20Spions%C2%A0Yann%20V%C3%A9zilier%C2%A0in%20Mali&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Malis Präsident Assimi Goïta hat den Franzosen Yann Vézilier begnadigt, der wegen Gefährdung der Staatssicherheit zu 20 Jahren Haft verurteilt worden war und von den malischen Behörden den französischen Nachrichtendiensten zugerechnet wird. Am 13. August wurde Vézilier freigelassen und unmittelbar aus Mali ausgewiesen. Mehrere französischsprachige Medien führen die Begnadigung auf eine Vermittlung Marokkos zurück, während die Regierung in Bamako offiziell lediglich von den „guten Diensten“ eines „Bruderlandes“ spricht. Die Entscheidung fällt in eine Phase tief belasteter Beziehungen zwischen Mali und Frankreich.</p>



<h2 id="h-mali-bestatigt-vermittlung-durch-ein-bruderland" class="wp-block-heading"><span id="mali-bestaetigt-vermittlung-durch-ein-bruderland">Mali bestätigt Vermittlung durch ein „Bruderland“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die malische Übergangsregierung machte die Begnadigung über das staatliche Fernsehen bekannt. Goïta hatte dazu das Dekret Nr. 0503/PT-RM unterzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung betonte zugleich, dass die Begnadigung die im Verfahren gegen Vézilier festgestellten Tatsachen nicht infrage stelle.<a href="https://fokus-afrika.de/mali-verurteilt-franzoesischen-agenten-zu-20-jahren-haft/" data-type="post" data-id="27966"> Das Verfahren sei unter Wahrung der Verteidigungsrechte und der Unabhängigkeit der Justiz geführt worden.</a> Mit seiner Freilassung wurde zugleich seine sofortige Entfernung aus dem malischen Staatsgebiet angeordnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist ein weiterer Teil der offiziellen Erklärung. Bamako bedankte sich ausdrücklich bei einem nicht näher genannten „Bruderland“, dessen diplomatische Vermittlung zur Lösung des Falls beigetragen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Französischsprachige Medien wie <em>Le Monde</em> und <em>Jeune Afrique</em> berichten, bei diesem Staat handele es sich um Marokko. Auch andere Medien führen die Vermittlung auf Rabat zurück. Eine offizielle Bestätigung Marokkos oder eine namentliche Nennung durch die malische Regierung liegt nicht vor.</p>



<h2 id="h-marokkos-aussenminister-war-ende-juli-in-bamako" class="wp-block-heading"><span id="marokkos-aussenminister-war-ende-juli-in-bamako">Marokkos Außenminister war Ende Juli in Bamako</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berichte über eine marokkanische Vermittlung fallen zeitlich mit intensiveren Kontakten zwischen Rabat und Bamako zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokkos Außenminister Nasser Bourita besuchte am 24. Juli die malische Hauptstadt. Dort wurde er von Goïta empfangen. Der Besuch fand im Zusammenhang mit einer Sitzung der gemeinsamen hochrangigen Kommission zwischen Mali und Marokko statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur knapp drei Wochen später erfolgte die Begnadigung Véziliers.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>La Nouvelle Tribune</em> berichtet unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Informationen, ein marokkanischer Vermittler habe die malischen Behörden während der Gespräche gebeten, die Freilassung im Namen der Beziehungen zu Marokko zu ermöglichen. Diese Darstellung wurde von den beteiligten Regierungen nicht offiziell bestätigt. Schon </p>



<h2 id="h-20-jahre-haft-wegen-gefahrdung-der-staatssicherheit" class="wp-block-heading"><span id="20-jahre-haft-wegen-gefaehrdung-der-staatssicherheit">20 Jahre Haft wegen Gefährdung der Staatssicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vézilier war im August 2025 in Bamako festgenommen worden. Zu diesem Zeitpunkt war er offiziell als zweiter Sekretär an der französischen Botschaft eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden warfen ihm vor, für französische Nachrichtendienste tätig gewesen und in Aktivitäten zur Destabilisierung der staatlichen Institutionen verwickelt gewesen zu sein. Zusammen mit ihm wurden mehrere malische Militärangehörige festgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 2026 wurde der Franzose zu 20 Jahren Haft verurteilt. Zusätzlich wurden eine 20-jährige Aufenthaltsuntersagung für Mali und eine Geldstrafe von 3,6 Millionen CFA-Franc verhängt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1.png" alt="" class="wp-image-27969 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-300x196.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-768x502.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-380x248.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-800x523.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Medien bezeichnen Vézilier als Mitarbeiter oder Offizier der französischen Auslandsaufklärung DGSE. Die malischen Behörden sprachen allgemein von einem Agenten französischer Nachrichtendienste.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Paris hatte die Vorwürfe gegen den Botschaftsmitarbeiter zurückgewiesen. Nach Darstellung französischer Stellen war seine Festnahme unbegründet. Frankreich verwies zudem auf die Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen.</p>



<h2 id="h-begnadigung-als-mogliches-signal-zwischen-mali-und-frankreich" class="wp-block-heading"><span id="begnadigung-als-moegliches-signal-zwischen-mali-und-frankreich">Begnadigung als mögliches Signal zwischen Mali und Frankreich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Freilassung beendet damit einen besonders sensiblen Streitpunkt zwischen Bamako und Paris.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bilateralen Beziehungen hatten sich seit der Machtübernahme der Militärführung in Mali erheblich verschlechtert. Frankreich zog seine Truppen aus dem Land ab, die militärische Zusammenarbeit wurde weitgehend beendet und Bamako orientierte sich sicherheitspolitisch stärker in Richtung Moskau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Mali wird deshalb darüber diskutiert, ob die Begnadigung Véziliers über den Einzelfall hinaus eine vorsichtige Entspannung einleiten könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der malische Politikwissenschaftler Pierre-Claver Bakoroba Traoré warnte im Gespräch mit&nbsp;<em>Studio Tamani</em>&nbsp;jedoch vor weitergehenden Schlussfolgerungen. Von einer Normalisierung könne noch nicht gesprochen werden. Eine Entspannung sei dagegen möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich habe mehrfach den Wunsch nach einer Freilassung seines Staatsbürgers geäußert. Die Begnadigung könne deshalb dazu beitragen, die Spannungen zwischen beiden Staaten zu reduzieren.</p>



<h2 id="h-marokko-vermittelte-bereits-fur-frankreich-im-sahel" class="wp-block-heading"><span id="marokko-vermittelte-bereits-fuer-frankreich-im-sahel">Marokko vermittelte bereits für Frankreich im Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko wäre der Fall nicht die erste Vermittlung zugunsten französischer Staatsbürger in einem von Militärs regierten Sahel-Staat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/freilassung-franzoesischer-staatsbuerger-in-burkina-faso-durch-vermittlung-von-koenig-mohammed-vi/">Im Dezember 2024 kamen vier Franzosen aus der Haft in Burkina Faso frei, nachdem Marokko vermittelt hatte. </a>Die burkinischen Behörden hatten die Männer verdächtigt, für französische Nachrichtendienste tätig gewesen zu sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="538" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-1024x538.jpg" alt="" class="wp-image-13140 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-1024x538.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-300x158.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-768x403.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-380x200.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-800x420.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-1160x609.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Freilassung war damals nach diplomatischen Bemühungen Rabats erfolgt. Frankreich und Marokko hatten die Rolle des marokkanischen Königs Mohammed VI. bei der Lösung des Falls öffentlich hervorgehoben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fall Vézilier bleibt Mali dagegen bislang bei der zurückhaltenden Formulierung eines nicht genannten „Bruderlandes“. Die Begnadigung selbst ist offiziell bestätigt, ebenso die diplomatische Vermittlung eines Drittstaates. Dass es sich dabei um Marokko handelte, wird bislang durch übereinstimmende Medienberichte gestützt.</p>
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		<item>
		<title>Sex-Skandal in Bangui: Paris leitet Disziplinarverfahren gegen Botschafter ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sex-skandal-in-bangui-paris-leitet-disziplinarverfahren-gegen-botschafter-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 22:21:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade erst erklärte Frankreichs Botschafter in Bangui das Vertrauen zwischen Paris und der Zentralafrikanischen Republik für „vollständig wiederhergestellt“. Nun läuft gegen Bruno Foucher ein Disziplinarverfahren – nach Berichten über zahlreiche private Besucherinnen in der Botschafterresidenz.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsex-skandal-in-bangui-paris-leitet-disziplinarverfahren-gegen-botschafter-ein%2F&amp;action_name=Sex-Skandal%20in%20Bangui%3A%20Paris%20leitet%20Disziplinarverfahren%20gegen%20Botschafter%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sex-skandal-in-bangui-paris-leitet-disziplinarverfahren-gegen-botschafter-ein/">Sex-Skandal in Bangui: Paris leitet Disziplinarverfahren gegen Botschafter ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hat ein Disziplinarverfahren gegen seinen Botschafter in der Zentralafrikanischen Republik, Bruno Foucher, eingeleitet. Das Außenministerium bestätigte den Schritt am 11. August, nachdem eine interne Inspektion die Vorgänge an der französischen Botschafterresidenz in Bangui untersucht hatte. Auslöser waren nach Recherchen von&nbsp;<em>Le Canard enchaîné</em>&nbsp;zahlreiche Besuche junger Frauen in den privaten Räumen des Diplomaten. Welche konkreten Vorwürfe das Ministerium Foucher macht, teilte der Quai d’Orsay bislang nicht mit.</p>



<h2 id="h-zahlreiche-besuche-in-der-residenz-losten-untersuchung-aus" class="wp-block-heading"><span id="zahlreiche-besuche-in-der-residenz-loesten-untersuchung-aus">Zahlreiche Besuche in der Residenz lösten Untersuchung aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Januar 2024 und März 2026 sollen regelmäßig junge Frauen die Residenz des französischen Botschafters in Bangui besucht haben.&nbsp;<em>Le Canard enchaîné</em>&nbsp;berichtet unter Berufung auf einen internen Inspektionsbericht von rund 15 Besuchen pro Monat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wiederholten Aufenthalte sollen schließlich den Sicherheitsdienst der diplomatischen Vertretung aufmerksam gemacht haben. Einer der Besucherinnen sei auf Anweisung des Botschafters sogar gestattet worden, während seiner Abwesenheit in der Residenz zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Außenministerium entsandte daraufhin im April eine Inspektionsmission nach Bangui. Auf Grundlage ihrer Ergebnisse wurde auf Anweisung des Ministers ein Disziplinarverfahren eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ministerium bestätigte das Verfahren, äußerte sich jedoch weder zu den einzelnen Vorwürfen noch zu möglichen Sanktionen.</p>



<h2 id="h-bericht-foucher-raumte-sexuelle-beziehungen-ein" class="wp-block-heading"><span id="bericht-foucher-raeumte-sexuelle-beziehungen-ein">Bericht: Foucher räumte sexuelle Beziehungen ein</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-29335 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN-1024x1024.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN-800x800.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN-1160x1160.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/HPgRLP0WcAAkEnN.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Foucher wurde nach Darstellung von <em>Le Canard enchaîné</em> im Verlauf der Untersuchung zweimal befragt. Dabei soll er eingeräumt haben, mit zwei der Frauen sexuelle Beziehungen unterhalten zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung betrifft damit zunächst das dienstliche Verhalten des Botschafters und die Nutzung der offiziellen Residenz. Ob darüber hinaus Sicherheitsvorschriften verletzt wurden, ist bislang nicht öffentlich bekannt.</p>
</div></div>



<h2 id="h-sensibler-posten-in-einem-von-russland-umworbenen-land" class="wp-block-heading"><span id="sensibler-posten-in-einem-von-russland-umworbenen-land">Sensibler Posten in einem von Russland umworbenen Land</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit erhält der Fall durch Fouchers Einsatzort. <a href="https://fokus-afrika.de/wird-praesident-touadera-ein-sicherheitsabkommen-mit-russland-schliessen/">Die Zentralafrikanische Republik gehört seit Jahren zu den afrikanischen Staaten mit besonders enger sicherheitspolitischer Zusammenarbeit mit Russland.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russische-soeldner-nehmen-aerzte-ohne-grenzen-koordinator-in-zentralafrika-fest/">Russische Sicherheitskräfte und mit Moskau verbundene Strukturen unterstützen Präsident Faustin-Archange Touadéra und die zentralafrikanischen Sicherheitskräfte. </a>Frankreich hatte seinen politischen und militärischen Einfluss in dem Land dagegen über Jahre stark zurückgefahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund können Zugang und Sicherheit diplomatischer Einrichtungen auch nachrichtendienstliche Fragen berühren. Ob die französische Untersuchung konkrete Hinweise auf ein Sicherheitsrisiko ergeben hat, teilte das Außenministerium bislang nicht mit.</p>



<h2 id="h-erst-anfang-august-sprach-foucher-von-wiederhergestelltem-vertrauen" class="wp-block-heading"><span id="erst-anfang-august-sprach-foucher-von-wiederhergestelltem-vertrauen">Erst Anfang August sprach Foucher von wiederhergestelltem Vertrauen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verfahren trifft die französische Diplomatie in einer Phase, in der Paris seine Beziehungen zu Bangui wieder ausbauen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch Anfang August hatte Foucher im zentralafrikanischen Sender&nbsp;<em>Radio Ndeke Luka</em>&nbsp;erklärt, das Verhältnis zwischen beiden Ländern habe sich grundlegend verbessert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Vertrauensklima zwischen unseren beiden Ländern ist vollständig wiederhergestellt“, sagte der Botschafter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beleg verwies er auf die französischen Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag in Bangui. Präsident Touadéra, der Präsident der Nationalversammlung, der Premierminister und 19 Minister hätten gemeinsam mit mehr als 700 Gästen an einem Empfang in der französischen Residenz teilgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und die Zentralafrikanische Republik hatten ihren politischen Dialog seit 2024 schrittweise wieder intensiviert. <a href="https://fokus-afrika.de/frankreichs-aussenminister-jean-noel-barrot-reist-zu-gespraechen-nach-bangui/">Im März 2026 reiste Außenminister Jean-Noël Barrot nach Bangui. </a>Es war der erste Besuch eines französischen Ministers in der zentralafrikanischen Hauptstadt seit 2018.</p>



<h2 id="h-frankreich-setzt-wieder-auf-sicherheitskooperation" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-setzt-wieder-auf-sicherheitskooperation">Frankreich setzt wieder auf Sicherheitskooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Foucher beschrieb die neue französische Politik gegenüber der Zentralafrikanischen Republik zuletzt als bewusste Abkehr von großen Militäroperationen und dauerhaften Militärbasen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich konzentriere sich heute stärker auf Ausbildung und Sicherheitskooperation, insbesondere mit Polizei und Gendarmerie. Auch Angehörige der zentralafrikanischen Streitkräfte würden wieder an französischen und regionalen Ausbildungseinrichtungen geschult.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig spielt Paris weiterhin eine wichtige diplomatische Rolle bei der UN-Mission MINUSCA. Frankreich führt im UN-Sicherheitsrat traditionell die Verhandlungen über Resolutionen zur Zentralafrikanischen Republik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Foucher erklärte Anfang August, Paris arbeite an einer schrittweisen Anpassung der MINUSCA-Präsenz. Ein abrupter Rückzug solle vermieden werden, während zentralafrikanische Armee, Polizei und Gendarmerie zunehmend Aufgaben der internationalen Mission übernehmen.</p>



<h2 id="h-disziplinarverfahren-kann-bis-zur-entlassung-fuhren" class="wp-block-heading"><span id="disziplinarverfahren-kann-bis-zur-entlassung-fuehren">Disziplinarverfahren kann bis zur Entlassung führen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bruno Foucher gehört seit Jahrzehnten dem französischen diplomatischen Dienst an. Der 1960 geborene Diplomat war unter anderem auf Posten im Tschad, Iran und Libanon tätig, bevor er Frankreich in der Zentralafrikanischen Republik vertrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Disziplinarrecht sieht je nach Schwere eines Dienstvergehens unterschiedliche Sanktionen vor. Sie reichen von Verwarnungen bis zu weitergehenden dienstrechtlichen Konsequenzen und einer Entfernung aus dem öffentlichen Dienst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Foucher während des laufenden Verfahrens Botschafter in Bangui bleibt, ist bislang offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sex-skandal-in-bangui-paris-leitet-disziplinarverfahren-gegen-botschafter-ein/">Sex-Skandal in Bangui: Paris leitet Disziplinarverfahren gegen Botschafter ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Organisation will Palantir-Vertrag trotz Warnungen verlängern</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-organisation-will-palantir-vertrag-trotz-warnungen-verlaengern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 14:07:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Welternährungsprogramm will weitere fünf Jahre mit Palantir zusammenarbeiten – obwohl ein interner UN-Audit ungelöste Datenschutzprobleme festhält. Die Software ist inzwischen tief in die weltweiten WFP-Lieferketten integriert.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-organisation-will-palantir-vertrag-trotz-warnungen-verlaengern%2F&amp;action_name=UN-Organisation%20will%20Palantir-Vertrag%20trotz%20Warnungen%20verl%C3%A4ngern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) will seine Zusammenarbeit mit dem US-Softwareunternehmen Palantir um weitere fünf Jahre verlängern, obwohl ein interner Prüfbericht ungelöste Datenschutz- und Risikofragen festhält. Die Unterzeichnung soll nach WFP-Quellen im August erfolgen. Palantir stellt dem WFP mit dem Digital Operations and Transformation System, kurz DOTS, eine zentrale Plattform zur Steuerung seiner weltweiten humanitären Lieferketten bereit. Innerhalb der UN-Organisation wächst zugleich der Widerstand gegen die Partnerschaft.</p>



<h2 id="h-interner-audit-sieht-probleme-mit-datenschutz" class="wp-block-heading"><span id="interner-audit-sieht-probleme-mit-datenschutz">Interner Audit sieht Probleme mit Datenschutz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der interne Prüfbericht des Büros des WFP-Generalinspekteurs stammt vom August 2025. Darin ist von „unzureichendem Risikomanagement“ und fehlenden angemessenen Richtlinien für den Datenschutz im Verhältnis zu Palantir die Rede. Die Prüfer stuften das Problem als hohe Priorität ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Seit Beginn der Partnerschaft wurden zentrale Datenschutzbedenken, die sowohl von internen als auch externen Beteiligten hinsichtlich der Nutzung von DOTS geäußert wurden, nicht angemessen behandelt“, heißt es in dem Bericht, über den&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;und&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;gemeinsam berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das WFP bestätigte gegenüber beiden Medien, dass eine Verlängerung des bestehenden Fünfjahresvertrags vorbereitet werde. Umfang und Bedingungen sollen demnach im Wesentlichen dem Vertrag von 2019 entsprechen.</p>



<h2 id="h-palantir-system-tief-in-wfp-strukturen-integriert" class="wp-block-heading"><span id="palantir-system-tief-in-wfp-strukturen-integriert">Palantir-System tief in WFP-Strukturen integriert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Palantir arbeitet bereits seit 2017 mit dem Welternährungsprogramm zusammen. 2019 wurde die Partnerschaft formalisiert. DOTS verbindet Daten aus unterschiedlichen Systemen und soll dem WFP helfen, Hilfslieferungen, Logistik und Lieferketten effizienter zu steuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ehemaliger WFP-Mitarbeiter, der intensiv mit der Palantir-Software gearbeitet habe, erklärte gegenüber&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;und&nbsp;<em>France 24</em>, inzwischen würden rund 98 Prozent der WFP-Operationen DOTS nutzen. Ein Ausstieg könnte deshalb technisch schwierig werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der interne Audit bemängelt, dass keine klar definierte Ausstiegsstrategie für DOTS existiere und mögliche Kosten eines Endes der Zusammenarbeit nicht ausreichend geklärt seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das WFP widerspricht allerdings der Darstellung, von einem einzelnen Technologieanbieter abhängig zu sein.</p>



<h2 id="h-millionen-menschen-in-biometrischer-wfp-datenbank" class="wp-block-heading"><span id="millionen-menschen-in-biometrischer-wfp-datenbank">Millionen Menschen in biometrischer WFP-Datenbank</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Datenschutzdebatte erhält zusätzlich Gewicht durch die Datenbestände des Welternährungsprogramms. Das WFP verwaltet mit seinem System SCOPE eine der weltweit größten biometrischen Datenbanken. Darin befinden sich Informationen über Millionen Menschen, darunter Empfänger humanitärer Hilfe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29307 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/World_Food_Programme_in_Liberia_002.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben früherer WFP-Verantwortlicher erhielt Palantirs System zwar Zugang zu Datensätzen über die <a href="https://fokus-afrika.de/wfp-verteilt-bargeld-an-2-millionen-menschen-im-sudan/">Verteilung humanitärer Hilfe</a>, nicht jedoch zu personenbezogenen Daten der Begünstigten. UN-Insider erklärten, biometrische SCOPE-Daten seien ausdrücklich von Palantir abgeschirmt worden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das WFP betont, sämtliche eigenen Daten selbst zu verarbeiten und zu kontrollieren. Technologieverträge enthielten strenge Vorgaben zu Datenschutz und Sicherheit.</p>



<h2 id="h-streit-uber-mogliche-nutzung-von-daten" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-moegliche-nutzung-von-daten">Streit über mögliche Nutzung von Daten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Fragen wirft eine Klausel des ursprünglichen Vertrags auf. Ein mit der Vereinbarung vertrauter Experte erklärte gegenüber den beiden Medien, Formulierungen zur Nutzung von Daten zur „Verbesserung der Systemleistung“ könnten theoretisch ermöglichen, Informationen zur Weiterentwicklung von Algorithmen zu verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Palantir weist eine solche Nutzung zurück. Das Unternehmen erklärte, Kundendaten weder für eigene Zwecke zu verwenden noch zu speichern oder zu verkaufen. „Wir verwenden Kundendaten nicht zum Trainieren von Modellen“, teilte ein Sprecher mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen erklärt auch auf seiner eigenen Plattform, Kundendaten grundsätzlich nicht zum Training seiner Modelle einzusetzen, sofern Kunden dies nicht ausdrücklich verlangen.</p>



<h2 id="h-widerstand-innerhalb-des-welternahrungsprogramms" class="wp-block-heading"><span id="widerstand-innerhalb-des-welternaehrungsprogramms">Widerstand innerhalb des Welternährungsprogramms</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb des WFP wird die Zusammenarbeit zunehmend kontrovers diskutiert. Im April 2026 fragte ein Mitarbeiter bei einer Sitzung in der WFP-Zentrale in Rom: „Warum arbeiten wir immer noch mit Palantir zusammen?“ Die Frage wurde nach Angaben von UN-Insidern mit Applaus von Mitarbeitern aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits zuvor hatten UN-Beschäftigte in einem Schreiben an die damalige WFP-Leitung Bedenken geäußert, die Partnerschaft könne im Widerspruch zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten der Organisation stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Kommunikation über Palantir war intern umstritten. Pedro Garbellini, der bis Ende 2025 in der Technologieabteilung des WFP arbeitete, beschrieb eine ungeschriebene Regel innerhalb der Organisation mit den Worten: „Nie über Palantir sprechen.“ Grund seien mögliche Reputationsrisiken gewesen.</p>



<h2 id="h-palantir-verweist-auf-effizienzgewinne" class="wp-block-heading"><span id="palantir-verweist-auf-effizienzgewinne">Palantir verweist auf Effizienzgewinne</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die technologische Abhängigkeit ist innerhalb des WFP ebenfalls umstritten. Während ein Mitarbeiter die Software gegenüber den recherchierenden Medien als wenig innovativ bezeichnete, bewertete ein anderer ehemaliger Nutzer DOTS als das beste verfügbare Werkzeug seiner Branche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Plattform ermögliche es, unterschiedliche Datensätze zusammenzuführen, eigene Anwendungen zu entwickeln und die gesamte Lieferkette zu optimieren. Ein Wegfall des Systems würde nach seiner Einschätzung die WFP-Lieferkette schwer beeinträchtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Palantir erklärte, stolz auf die Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ursprüngliche Vertrag von 2019 hatte einen angegebenen Wert von 45 Millionen US-Dollar und wurde als Pro-bono-Vereinbarung geschlossen. Das UN-Beschaffungsportal weist zugleich für den Zeitraum von 2017 bis 2024 Zahlungen an Palantir von insgesamt mehr als 10,5 Millionen Dollar aus. Das WFP erklärte, auch bei kostenlos bereitgestellter Software entstünden Kosten für Cloud-Infrastruktur, Hosting und zusätzlichen technischen Support.</p>



<h2 id="h-frankreich-beendet-zusammenarbeit-mit-palantir" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-beendet-zusammenarbeit-mit-palantir">Frankreich beendet Zusammenarbeit mit Palantir</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte über Palantir reicht inzwischen weit über das WFP hinaus. Frankreichs Inlandsgeheimdienst DGSI beendete im Juni seine Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen und wechselte zu einem heimischen Anbieter. Als Gründe wurden unter anderem Datensouveränität und digitale Widerstandsfähigkeit genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der deutsche Inlandsnachrichtendienst hat dem Bericht zufolge seine Zusammenarbeit mit Palantir beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Großbritannien steht die Nutzung der Technologie ebenfalls unter Druck. Der National Health Service musste im Mai einräumen, dass bestimmte Palantir-Mitarbeiter Zugriff auf identifizierbare Patientendaten haben können.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Europas Geheimdienste im Ranking: MI6 weit vor dem deutschen BND</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/europas-geheimdienste-im-ranking-mi6-weit-vor-dem-deutschen-bnd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 11:44:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=29276</guid>

					<description><![CDATA[<p>Europas Geheimdienste im Vergleich: Der britische MI6 dominiert mit 251 Punkten. Frankreich folgt deutlich dahinter – und der deutsche BND landet nur auf Platz fünf.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feuropas-geheimdienste-im-ranking-mi6-weit-vor-dem-deutschen-bnd%2F&amp;action_name=Europas%20Geheimdienste%20im%20Ranking%3A%20MI6%20weit%20vor%20dem%20deutschen%20BND&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/europas-geheimdienste-im-ranking-mi6-weit-vor-dem-deutschen-bnd/">Europas Geheimdienste im Ranking: MI6 weit vor dem deutschen BND</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der britische Auslandsgeheimdienst MI6 führt ein Ranking europäischer Nachrichtendienste mit deutlichem Abstand vor Frankreich und den Niederlanden an. Die Rangliste wurde Anfang August veröffentlicht. Der MI6 erreicht 251 Punkte, die französische DGSE folgt mit 169 Punkten. Der deutsche Bundesnachrichtendienst kommt mit 62 Punkten lediglich auf Platz fünf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Nachrichtenmagazin&nbsp;<em>L’Express</em>&nbsp;hatte für die Untersuchung 60 Fachleute aus Nachrichtendiensten in 25 Ländern nach ihrer Einschätzung anderer westlich orientierter Dienste gefragt. Über einen Zeitraum von drei Monaten entstand daraus eine Rangliste, die vor allem Reputation, operative Fähigkeiten und die Einschätzung innerhalb der Nachrichtendienstwelt widerspiegelt.</p>



<h2 id="h-mi6-mit-grossem-abstand-auf-platz-eins" class="wp-block-heading"><span id="mi6-mit-grossem-abstand-auf-platz-eins">MI6 mit großem Abstand auf Platz eins</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 251 Punkten liegt der britische Secret Intelligence Service, besser bekannt als MI6, 82 Punkte vor der französischen Direction générale de la sécurité extérieure, kurz DGSE.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hoch bewerteten die befragten Fachleute die Fähigkeit der Briten, hochrangige menschliche Quellen zu gewinnen und Zugang zu politischen und staatlichen Eliten anderer Länder zu erhalten. Genannt wurden dabei insbesondere Russland, China, Iran und die Türkei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere CIA-Mitarbeiter Robert Gorelick bezeichnete die britischen Dienste gegenüber&nbsp;<em>L’Express</em>&nbsp;als die mit Abstand stärksten Europas. Auch beim Krieg in der Ukraine wird dem MI6 eine zentrale Rolle zugeschrieben. Großbritannien gehörte zu den Staaten, die Kiew früh vor einer bevorstehenden russischen Invasion warnten.</p>



<h2 id="h-frankreichs-dgse-mit-starker-stellung-in-afrika" class="wp-block-heading"><span id="frankreichs-dgse-mit-starker-stellung-in-afrika">Frankreichs DGSE mit starker Stellung in Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Rang zwei folgt die französische DGSE mit 169 Punkten. Sie gehört nach Einschätzung der Befragten zu den wenigen europäischen Diensten, die über nahezu weltweite operative Fähigkeiten verfügen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besondere Rolle spielt dabei Afrika. Die DGSE verfügt aufgrund der langjährigen politischen, militärischen und wirtschaftlichen Präsenz Frankreichs auf dem Kontinent über weitreichende Strukturen und Kontakte. <em>L’Express</em> führt unter anderem den Wagner-Aufstand in Russland im Juni 2023 an. Frankreich hatte die CIA zuvor über Vorbereitungen des Wagner-Chefs Jewgeni Prigoschin informiert. <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" data-type="post" data-id="24623">Die entsprechenden Erkenntnisse sollen aus Afrika gekommen sein.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei Terrorismusbekämpfung und verdeckten Operationen wird der französische Dienst von anderen Nachrichtendiensten hoch bewertet. Die DGSE liegt dennoch deutlich hinter dem britischen MI6.</p>



<h2 id="h-niederlande-uberraschen-auf-rang-drei" class="wp-block-heading"><span id="niederlande-ueberraschen-auf-rang-drei">Niederlande überraschen auf Rang drei</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist die Platzierung des niederländischen Allgemeinen Nachrichten- und Sicherheitsdienstes AIVD. Mit 97 Punkten erreicht der vergleichsweise kleine Dienst den dritten Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ehemalige portugiesische Geheimdienstchef Jorge Silva Carvalho bezeichnete den AIVD gegenüber&nbsp;<em>L’Express</em>&nbsp;als besonders effizient und vertrauenswürdig. Damit liegt der niederländische Dienst vor Nachrichtendiensten deutlich größerer europäischer Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Rang vier folgen die beiden ukrainischen Dienste SBU und HUR mit jeweils 77 Punkten. Ihre seit Beginn der russischen Großinvasion 2022 stark ausgeweiteten Operationen haben ihnen innerhalb der internationalen Nachrichtendienstgemeinschaft hohe Anerkennung eingebracht. Hervorgehoben werden insbesondere ihre Fähigkeit zu unkonventionellen Operationen, Sabotage und risikoreichen Einsätzen gegen russische Ziele.</p>



<h2 id="h-bnd-erreicht-nur-platz-funf" class="wp-block-heading"><span id="bnd-erreicht-nur-platz-fuenf">BND erreicht nur Platz fünf</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="325" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/2019-08-30_BND_Zentrale_Berlin_OK_0317-1024x325.jpg" alt="" class="wp-image-29278 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/2019-08-30_BND_Zentrale_Berlin_OK_0317-1024x325.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/2019-08-30_BND_Zentrale_Berlin_OK_0317-300x95.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/2019-08-30_BND_Zentrale_Berlin_OK_0317-768x243.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/2019-08-30_BND_Zentrale_Berlin_OK_0317-1536x487.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/2019-08-30_BND_Zentrale_Berlin_OK_0317-2048x649.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/2019-08-30_BND_Zentrale_Berlin_OK_0317-380x120.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/2019-08-30_BND_Zentrale_Berlin_OK_0317-800x254.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/2019-08-30_BND_Zentrale_Berlin_OK_0317-1160x368.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/2019-08-30_BND_Zentrale_Berlin_OK_0317.jpg 3761w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Bundesnachrichtendienst landet mit 62 Punkten auf dem fünften Platz. Damit erreicht Deutschlands Auslandsgeheimdienst weniger als ein Viertel der Punktzahl des MI6 und deutlich weniger als die französische DGSE.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die befragten Experten bescheinigen dem BND vor allem starke analytische Fähigkeiten. Kritischer fällt dagegen die Einschätzung seiner operativen Arbeit im Ausland aus. Ein früherer Schweizer Nachrichtendienstchef verglich Mitarbeiter des deutschen Dienstes mit Forschern eines Thinktanks. Auch die vergleichsweise zurückhaltende deutsche Praxis bei geheimdienstlichen Operationen außerhalb Deutschlands wird als Grund für den Abstand zu Großbritannien und Frankreich genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rangliste misst dabei keine objektiv überprüfbare Gesamtleistung. Nachrichtendienste veröffentlichen nur einen kleinen Teil ihrer Operationen, zudem unterscheiden sich ihre gesetzlichen Aufgaben und Zuständigkeiten erheblich. Das Ergebnis bildet deshalb vor allem die Reputation der Dienste unter internationalen Fachleuten und ehemaligen Nachrichtendienstmitarbeitern ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			<media:title type="html">Zentrale des Bundesnachrichendienstes in Berlin</media:title>
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		<title>Gabun fordert Truppenabzug und schließt Mangan-Deal mit Frankreich</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gabun-fordert-truppenabzug-und-schliesst-mangan-deal-mit-frankreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 09:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rohstoff-Deal und klare Forderung: Beim Paris-Besuch setzt Gabun auf mehr Mangan-Verarbeitung im eigenen Land – und verlangt zugleich den Abzug französischer Truppen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgabun-fordert-truppenabzug-und-schliesst-mangan-deal-mit-frankreich%2F&amp;action_name=Gabun%20fordert%20Truppenabzug%20und%20schlie%C3%9Ft%20Mangan-Deal%20mit%20Frankreich&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Beim Staatsbesuch von Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema in Paris haben Gabun und Frankreich ihre Beziehungen neu ausgerichtet – mit einem milliardenschweren Rohstoffabkommen und klaren Forderungen nach einem weiteren Abzug französischer Truppen. Im Zentrum der Gespräche im Élysée-Palast stand zunächst die wirtschaftliche Zusammenarbeit, allen voran ein umfassender Deal zur lokalen Verarbeitung von Mangan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gabun und der französische Bergbaukonzern Eramet vereinbarten am 20. Juli 2026 einen Fahrplan, um bis Ende 2031 jährlich bis zu 700.000 Tonnen Mangan im Land zu verarbeiten. „Die Vereinbarung ist eine gemeinsam entwickelte industrielle Roadmap“, erklärte Eramet-Chefin Christel Bories. Sie respektiere Gabuns Ziel, „seine Rohstoffe stärker im eigenen Land zu verarbeiten“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Libreville will damit einen größeren Teil der Wertschöpfung aus einem seiner wichtigsten Rohstoffe im Inland halten. Das Abkommen wurde in Anwesenheit von Oligui Nguema und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unterzeichnet.</p>



<h2 id="h-drei-industrieprojekte-als-kern-des-rohstoffdeals" class="wp-block-heading"><span id="drei-industrieprojekte-als-kern-des-rohstoffdeals">Drei Industrieprojekte als Kern des Rohstoffdeals</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm sieht drei zentrale Industrieprojekte vor. Den Auftakt könnte eine Anlage zur Herstellung von Manganoxid in der Region Libreville bilden. Sie soll zunächst 10.000 Tonnen jährlich produzieren und bis Ende 2028 in Betrieb gehen. Bei steigender Nachfrage sind Erweiterungen geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweites Projekt betrifft die Modernisierung des Metallurgischen Komplexes von Moanda. Die Anlagen sollen bis 2029 erneuert werden und eine Kapazität von bis zu 70.000 Tonnen Manganlegierungen erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als größtes Vorhaben wird eine neue Legierungsfabrik nahe der Küste geprüft. Sie könnte ab 2031 jährlich bis zu 265.000 Tonnen produzieren – vorausgesetzt, Energieversorgung und Logistik sind gesichert.</p>



<h2 id="h-gabun-drangt-auf-lokale-verarbeitung-von-mangan" class="wp-block-heading"><span id="gabun-draengt-auf-lokale-verarbeitung-von-mangan">Gabun drängt auf lokale Verarbeitung von Mangan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gabun gehört zu den weltweit wichtigsten Produzenten von Manganerz, exportierte bislang jedoch einen Großteil unverarbeitet. Präsident Oligui Nguema will dieses Modell ändern und hatte eine klare Frist gesetzt: Ab Januar 2029 soll Mangan vor dem Export mindestens teilweise im Land verarbeitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit folgt Gabun einer Strategie, die auf mehr industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze abzielt. Das nun vereinbarte Programm konkretisiert erstmals Projekte und Produktionsziele, verschiebt jedoch einzelne Fristen über 2029 hinaus.</p>



<h2 id="h-energie-bio-kohle-und-industriearbeitsplatze" class="wp-block-heading"><span id="energie-bio-kohle-und-industriearbeitsplaetze">Energie, Bio-Kohle und Industriearbeitsplätze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung hängt maßgeblich von einer stabilen Energieversorgung ab. Die Regierung soll diese sicherstellen, während Eramet die Projekte technisch und wirtschaftlich prüft. Ein gemeinsamer Ausschuss soll die Fortschritte überwachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel wird der Aufbau einer Bio-Kohle-Produktion geprüft, um importierten Koks zu ersetzen. Ein Pilotprojekt läuft bereits in Lastourville. Zudem planen Eramet und Comilog einen Industriefonds „Fabriqué au Gabon“, der langfristig 3.000 Arbeitsplätze schaffen soll.</p>



<h2 id="h-weitere-wirtschaftliche-themen-wasserprojekt-und-schulden" class="wp-block-heading"><span id="weitere-wirtschaftliche-themen-wasserprojekt-und-schulden">Weitere wirtschaftliche Themen: Wasserprojekt und Schulden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Manganabkommen standen weitere wirtschaftliche Fragen auf der Agenda. Dazu gehört ein umstrittenes Wasserprojekt des französischen Konzerns Suez im Wert von rund 183 Millionen Euro. Verzögerungen sorgen für Spannungen zwischen beiden Seiten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG-20260720-WA0069-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28978 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG-20260720-WA0069-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG-20260720-WA0069-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG-20260720-WA0069-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG-20260720-WA0069-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG-20260720-WA0069-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG-20260720-WA0069-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG-20260720-WA0069.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Gabuns hohe Staatsverschuldung von über 70 Prozent der Wirtschaftsleistung wurde thematisiert. Die Regierung prüft ihre Finanzen und verhandelt über ein mögliches Programm mit dem Internationalen Währungsfonds.</p>
</div></div>



<h2 id="h-gabun-fordert-weiteren-abzug-franzosischer-truppen" class="wp-block-heading"><span id="gabun-fordert-weiteren-abzug-franzoesischer-truppen">Gabun fordert weiteren Abzug französischer Truppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den wirtschaftlichen Themen rückte die Sicherheitskooperation in den Fokus. Gabun verlangt einen weiteren Rückzug der französischen Streitkräfte sowie die Übergabe des Geländes des ehemaligen Camp de Gaulle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die militärische Zusammenarbeit soll künftig vor allem auf Ausbildung beschränkt werden. <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-braucht-eigene-verteidigungspolitik-frankreich-stellt-afrika-kooperation-neu-auf/" data-type="post" data-id="26305">Frankreich hat seine Präsenz in mehreren afrikanischen Staaten bereits reduziert.</a> Gabun verfolgt dabei einen vergleichsweise kooperativen Ansatz und verhandelt direkt mit Paris.</p>



<h2 id="h-neuordnung-der-beziehungen-und-politische-spannungen" class="wp-block-heading"><span id="neuordnung-der-beziehungen-und-politische-spannungen">Neuordnung der Beziehungen und politische Spannungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gabun-und-frankreich-vertiefen-partnerschaft-staatsbesuch-macrons-in-libreville/" data-type="post" data-id="22289">Der Staatsbesuch war Teil einer umfassenden Neuausrichtung der bilateralen Beziehungen.</a> Gabun strebt eine Partnerschaft an, die stärker auf Investitionen und industrielle Entwicklung ausgerichtet ist, während es gleichzeitig seine internationalen Beziehungen diversifiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überschattet wurde der Besuch von Kritik an der Inhaftierung des früheren Premierministers Alain-Claude Bilie-By-Nze. Seine Anwälte forderten Frankreich auf, sich für die Einhaltung von „individuellen Rechten und öffentlichen Freiheiten“ einzusetzen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ibrahim Traoré: „Der Feind kann uns nicht besiegen, wenn wir eine Nation sind“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-der-feind-kann-uns-nicht-besiegen-wenn-wir-eine-nation-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 19:31:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28888</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Der Feind kann uns nicht besiegen, wenn wir eine Nation sind“: Ibrahim Traoré verbindet seinen Appell zur Einheit mit Warnungen vor innerer Spaltung, ausländischer Einflussnahme und wirtschaftlicher Abhängigkeit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fibrahim-traore-der-feind-kann-uns-nicht-besiegen-wenn-wir-eine-nation-sind%2F&amp;action_name=Ibrahim%20Traor%C3%A9%3A%20%E2%80%9EDer%20Feind%20kann%20uns%20nicht%20besiegen%2C%20wenn%20wir%20eine%20Nation%20sind%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-der-feind-kann-uns-nicht-besiegen-wenn-wir-eine-nation-sind/">Ibrahim Traoré: „Der Feind kann uns nicht besiegen, wenn wir eine Nation sind“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ibrahim Traoré hat in Ouahigouya zu nationaler Geschlossenheit, Disziplin und einer stärkeren Rückbesinnung auf die afrikanische Geschichte aufgerufen. Die Rede hielt Burkina Fasos Staatschef am Donnerstag. Er verband seinen Appell mit Warnungen vor innerer Spaltung und schweren, nicht belegten Vorwürfen gegen ausländische Akteure, Medien und Hilfsorganisationen. Wirtschaftliche Eigenständigkeit und die Kontrolle über die Rohstoffe des Landes stellte er als Teil des Kampfes um Sicherheit und Souveränität dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Traoré sprach vor Vertretern gesellschaftlicher Gruppen aus der Region Yaadga. Zu Beginn ließ er den burkinischen Sicherheitskräften und den Freiwilligen zur Verteidigung des Vaterlandes applaudieren, die nördlich von Ouahigouya im Einsatz seien. Verwundeten wünschte er Genesung, zugleich erinnerte er an einen getöteten Kämpfer.</p>



<h2 id="h-geschlossenheit-als-teil-des-sicherheitskampfes" class="wp-block-heading"><span id="geschlossenheit-als-teil-des-sicherheitskampfes">Geschlossenheit als Teil des Sicherheitskampfes</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatschef erklärte, die Sicherheitslage rund um mehrere Städte im Norden des Landes habe sich seit 2022 verändert. Damals seien wichtige Straßen und zeitweise auch der Flugplatz von Ouahigouya nicht erreichbar gewesen. Inzwischen würden die burkinischen Kräfte ihre Einsätze bis in die Grenzregionen ausweiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Feind kann uns nicht besiegen, wenn wir eine Nation sind“, sagte Traoré. Eine Nation benötige Disziplin, Opferbereitschaft und ein gemeinsames Ziel. Ohne ein solches Ziel wisse ein Land nicht, wohin es sich bewege.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso kämpft seit mehr als einem Jahrzehnt gegen bewaffnete Gruppen. Traoré stellte den Konflikt in seiner Rede erneut als Auseinandersetzung um das Staatsgebiet und die natürlichen Ressourcen des Landes dar. Die Angreifer hätten es auf den Boden, die Rohstoffe und die Kontrolle über das Land abgesehen, behauptete er.</p>



<h2 id="h-afrikanische-geschichte-als-politischer-orientierungspunkt" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-geschichte-als-politischer-orientierungspunkt">Afrikanische Geschichte als politischer Orientierungspunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Traoré forderte die Menschen in Burkina Faso und auf dem gesamten Kontinent auf, sich intensiver mit der afrikanischen Geschichte auseinanderzusetzen. Wer seine Herkunft nicht kenne, verliere die Orientierung und könne die Fehler der Vergangenheit wiederholen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Um Orientierungspunkte zu haben, müssen wir zurückgehen und die Geschichte befragen“, sagte er. Bestimmte Abschnitte der afrikanischen Geschichte dürften nicht ausgeblendet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Begriff „Stockholm-Syndrom“ nutzte Traoré als politische Metapher. Er warf Teilen der afrikanischen Bevölkerung vor, ehemalige Unterdrücker zu bewundern, zu verteidigen und den eigenen Fähigkeiten weniger zu vertrauen. Kolonialismus und unterschiedliche Formen der Versklavung hätten ein Verhältnis geschaffen, in dem die Opfer die Perspektiven ihrer früheren Aggressoren übernähmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Gesellschaften müssten sich fragen, welches Wissen und welche technischen Fähigkeiten im Laufe der Geschichte verloren gegangen seien. Traoré verwies dabei auf die Metallverarbeitung früherer Generationen und stellte die Frage, weshalb viele afrikanische Staaten ihre Rohstoffe bis heute nicht selbst verarbeiten.</p>



<h2 id="h-traore-weist-geruchte-uber-ein-zweites-machtzentrum-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="traore-weist-geruechte-ueber-ein-zweites-machtzentrum-zurueck">Traoré weist Gerüchte über ein zweites Machtzentrum zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Appell an die Bevölkerung richtete Traoré eine deutliche Warnung an Regierungsmitglieder, Unternehmer und weitere Personen aus seinem politischen Umfeld. Niemand solle einzelne Funktionsträger als besonders mächtige Vermittler oder als zweites Entscheidungszentrum behandeln.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="625" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1280px-Ibrahim_Traore_President_de_la_Transition_du_Burkina_Faso_2023.png" alt="" class="wp-image-11399 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Es gibt nicht zwei Kapitäne in einem Boot“, erklärte er. Ebenso gebe es innerhalb seiner Führung keine „Nummer eins“ und „Nummer zwei“. Alle Personen, die mit ihm arbeiteten, hätten sich einer gemeinsamen Mission unterzuordnen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Traoré kündigte an, Minister und andere Verantwortliche härter zu bestrafen, wenn ihnen ein von ihm als „antirevolutionär“ bezeichnetes Verhalten nachgewiesen werde. Geschäftsleute forderte er auf, nicht nach vermeintlich einflussreichen Personen in seinem Umfeld zu suchen, um Entscheidungen auszuhandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe meine Jugend nicht geopfert, um mit meiner Mission zu spielen“, sagte Traoré. Sein Tagesablauf und die ständige Bewachung ließen ihm kein gewöhnliches Privatleben mehr. Er habe einen „Traum“ für Burkina Faso, den er verwirklichen wolle.&nbsp;</p>



<h2 id="h-schwere-vorwurfe-gegen-auslandische-akteure" class="wp-block-heading"><span id="schwere-vorwuerfe-gegen-auslaendische-akteure">Schwere Vorwürfe gegen ausländische Akteure</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner mehr als einstündigen Rede erhob Traoré zudem Vorwürfe gegen Angehörige eines nicht genannten westlichen Nachrichtendienstes. Diese hätten Burkina Faso vier Substanzen angeboten, die Lebensmitteln, Getränken und Tabakprodukten in von bewaffneten Gruppen kontrollierten Gebieten beigemischt werden sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel sollten nach seiner Darstellung die Denkfähigkeit und körperliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen beeinträchtigen sowie Müdigkeit verursachen. Traoré erklärte, seine Gesprächspartner hätten behauptet, vergleichbare Substanzen bereits in Afrika und Asien eingesetzt zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatschef nannte weder das betreffende Land noch die angeblichen Produkte. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-bricht-diplomatische-beziehungen-zu-frankreich-ab/" data-type="post" data-id="28455">Mit hoher Wahrscheinlichkeit bezog er sich jedoch auf Frankreich. Burkina Faso hatte die diplomatischen Beziehungen zu Paris am 26. Juni 2026 abgebrochen und Frankreich unter anderem die Unterstützung „subversiver Netzwerke“ vorgeworfen.</a> Traoré verwies in seiner Rede selbst auf Reaktionen, die unmittelbar nach dieser Entscheidung erfolgt seien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Traoré beschuldigte außerdem ausländische Akteure, religiöse und ethnische Spannungen in Burkina Faso zu fördern. Ein früherer Mitarbeiter einer Botschaft und weitere Personen hätten Kontakte in die Kultur-, Medien- und Religionslandschaft aufgebaut. Ihr Ziel sei es nach seiner Darstellung, spätestens im August gegen die von ihm geführte „Revolution“ vorzugehen. Auch für diese Behauptung führte Traoré keine öffentlich überprüfbaren Nachweise an.&nbsp;</p>



<h2 id="h-religion-soll-nicht-uber-der-nation-stehen" class="wp-block-heading"><span id="religion-soll-nicht-ueber-der-nation-stehen">Religion soll nicht über der Nation stehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-ordnet-religionsfreiheit-neu-ein/" data-type="post" data-id="28320">Der Staatschef wandte sich zugleich gegen religiösen Extremismus. </a>Eine neue Regelung verbiete nicht das Gebet am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum, erklärte er. Vorgeschrieben seien lediglich Genehmigungen, wenn Straßen oder öffentliche Flächen für größere Zusammenkünfte genutzt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-schliesst-grossmoschee-und-verhaftet-salafistischen-prediger-mohamed-ishaq-kindo/" data-type="post" data-id="27756">Traoré warf einem Imam vor, die Regelung bewusst falsch dargestellt und behauptet zu haben, die Regierung wolle das Beten verbieten.</a> Die Mehrheit der Imame vertrete einen gemäßigten Islam, betonte der Staatschef. Radikale Minderheiten dürften Religion nicht gegen den Staat einsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Einreise in ein anderes Land werde zuerst nach Pass und Staatsangehörigkeit gefragt, nicht nach der Religion, sagte Traoré. Patriotismus und gesellschaftlicher Zusammenhalt müssten daher über religiösen oder ethnischen Interessen stehen.</p>



<h2 id="h-lokale-produktion-statt-wirtschaftlicher-abhangigkeit" class="wp-block-heading"><span id="lokale-produktion-statt-wirtschaftlicher-abhaengigkeit">Lokale Produktion statt wirtschaftlicher Abhängigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Traoré verknüpfte seine politischen Aussagen mit dem Ziel einer stärkeren wirtschaftlichen Eigenständigkeit. Burkina Faso müsse mehr von dem konsumieren, was im Land produziert werde. Als Beispiel nannte er die Einschränkung von Reisimporten, nachdem die einheimische Produktion gestiegen sei.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Importierende Unternehmer hätten die Maßnahme abgelehnt, weil sie weiterhin ausländischen Reis verkaufen wollten. Damit profitierten Bauern in anderen Weltregionen, während burkinische Produzenten keinen gesicherten Absatz erhielten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-will-gold-eigenstandig-erschliesen/" data-type="post" data-id="11667">Auch beim Goldabbau kündigte Traoré eine stärkere Kontrolle des Staates an.</a> Ungeordnete Förderung zerstöre die Umwelt und führe dazu, dass Einnahmen für importierte Fahrzeuge und Konsumgüter ausgegeben würden, während Straßen, Wasserversorgung und andere öffentliche Infrastruktur fehlten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-verschaerft-die-regeln-fuer-auslaendische-ngos-in-burkina-faso/" data-type="post" data-id="28568">Humanitäre Organisationen kritisierte er, wenn ihre Arbeit staatliche Strukturen umgehe oder neue Abhängigkeiten schaffe. </a>Hilfe, die andere politische oder wirtschaftliche Absichten verfolge, werde Burkina Faso nicht akzeptieren. Die Ressourcen des Landes müssten stattdessen dazu beitragen, die Bevölkerung mit Wasser, Nahrung und Infrastruktur zu versorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Regionen kündigte Traoré eigene Straßenbaubrigaden an. Gouverneure und lokale Verantwortliche sollen festlegen, welche Verkehrswege zuerst ausgebaut werden. Bis zum Jahresende sollen auch die neu geschaffenen Regionen über entsprechende Ausrüstung und Einheiten verfügen.</p>
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			<media:title type="html">Ibrahim Traoré: „Der Feind kann uns nicht besiegen, wenn wir eine Nation sind“</media:title>
			<media:description type="html">Ibrahim Traoré ruft Burkina Faso zur Einheit auf und warnt vor innerer Spaltung. Zugleich erhebt er schwere Vorwürfe gegen ausländische Akteure.</media:description>
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		<title>König Mohammed VI bald in Paris: Frankreich stellt sich klar hinter Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-bald-in-paris-frankreich-stellt-sich-klar-hinter-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 17:10:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreich und Marokko wollen ihre Beziehungen neu ordnen: Ein Freundschaftsvertrag, ein umfassendes Sicherheitsabkommen und neue Energieprojekte sind geplant.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoenig-mohammed-vi-bald-in-paris-frankreich-stellt-sich-klar-hinter-marokko%2F&amp;action_name=K%C3%B6nig%20Mohammed%20VI%20bald%20in%20Paris%3A%20Frankreich%20stellt%20sich%20klar%20hinter%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Marokko wollen ihre Beziehungen mit einem umfassenden Freundschaftsvertrag auf eine neue Stufe heben. Am Donnerstag, 16. Juli 2026, kamen die Regierungen beider Länder in Rabat erstmals seit 2019 wieder zu hochrangigen Konsultationen zusammen. Neue Vereinbarungen betreffen unter anderem Sicherheit, Energie, Verkehr, Wasser, Bildung, Kultur und Verteidigung. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu bekräftigte zugleich die Unterstützung von Paris für die marokkanische Souveränität über das umstrittene Gebiet Westsahara.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 15. französisch-marokkanische Regierungskonferenz wurde von Lecornu und dem marokkanischen Regierungschef Aziz Akhannouch geleitet. Zwölf französische Minister reisten nach Rabat und führten Gespräche mit ihren marokkanischen Amtskollegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/" data-type="post" data-id="12016">Beide Regierungen bezeichneten das Treffen als nächste Etappe der Annäherung, die mit dem Staatsbesuch von Präsident Emmanuel Macron im Oktober 2024 begonnen hatte.</a> Damals vereinbarten Frankreich und Marokko eine „verstärkte Ausnahmepartnerschaft“ und unterzeichneten 22 strategische Abkommen mit einem Gesamtvolumen von fast zehn Milliarden Euro.</p>



<h2 id="h-freundschaftsvertrag-soll-partnerschaft-erweitern" class="wp-block-heading"><span id="freundschaftsvertrag-soll-partnerschaft-erweitern">Freundschaftsvertrag soll Partnerschaft erweitern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lecornu kündigte an, dass der geplante Staatsbesuch von König Mohammed VI. in Frankreich in einen neuen Freundschaftsvertrag münden soll. Das Abkommen werde über die 2024 beschlossene Partnerschaft hinausgehen und die Zusammenarbeit langfristig ordnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Premierminister sprach von einem Vertrag „außerhalb des üblichen Rahmens“. Nach seinen Angaben wäre es der erste Vertrag dieser Art, den Frankreich mit einem Staat außerhalb der Europäischen Union schließen würde. Ein französisch-marokkanisches Expertengremium arbeitet bereits an dem Text.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Zusammenarbeit muss jetzt eine neue Größenordnung erreichen“, sagte Lecornu. Der Vertrag solle nicht nur die historischen Beziehungen würdigen, sondern auch eine gemeinsame politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Grundlage für die kommenden Jahrzehnte schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wiederaufnahme der Regierungskonsultationen beendet eine längere Unterbrechung. Das letzte Treffen dieses Formats in Marokko fand 2017 statt, die bislang jüngste französisch-marokkanische Regierungskonferenz 2019.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Macrons Staatsbesuch haben sich die politischen Kontakte deutlich verdichtet. Nach Angaben beider Regierungen reisten rund 20 marokkanische Minister zu Gesprächen nach Frankreich. Französische Regierungsmitglieder absolvierten 16 Besuche in Marokko. Insgesamt fanden seit Oktober 2024 mehr als 40 politische Treffen und hochrangige Besuche statt.</p>



<h2 id="h-neue-projekte-bei-energie-verkehr-und-wasser" class="wp-block-heading"><span id="neue-projekte-bei-energie-verkehr-und-wasser">Neue Projekte bei Energie, Verkehr und Wasser</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Rabat unterzeichneten Vereinbarungen decken mehrere Bereiche der bilateralen Zusammenarbeit ab. Dazu gehören die Finanzierung des Regionalbahnnetzes im Großraum Rabat und ein französisches Darlehen zur Unterstützung der marokkanischen Wasserpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Dokumente betreffen die zivile Luftfahrt, die maritime Ausbildung, wissenschaftliche Kooperationen, den Austausch zwischen Postunternehmen sowie die Zusammenarbeit bei Infrastruktur- und Bauprojekten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Energiesektor wollen Frankreich und Marokko gemeinsame Vorhaben beschleunigen. Während des Treffens wurde ein Interessenbekundungsverfahren für eine Stromverbindung zwischen Europa und Nordafrika eingeleitet. Beide Länder wollen ihre Unternehmen stärker in gemeinsame Wertschöpfungsketten bei Energie, Verkehr, Industrie und Hochtechnologie einbinden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28859 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNTXzAFWQAE2luj.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Akhannouch erklärte, die neuen Vereinbarungen sollten die 2024 begonnenen Projekte ergänzen und ihre Umsetzung beschleunigen. Gemeinsame Kommissionen, Arbeitsgruppen und Fachausschüsse sollen den Fortschritt kontrollieren und weitere Vorhaben entwickeln.</p>
</div></div>



<h2 id="h-umfassendes-sicherheitsabkommen-geplant" class="wp-block-heading"><span id="umfassendes-sicherheitsabkommen-geplant">Umfassendes Sicherheitsabkommen geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Marokko wollen ihre Zusammenarbeit gegen Terrorismus, Drogenhandel, Menschenhandel, organisierte Kriminalität und irreguläre Migration vertiefen. Lecornu sprach von einer bereits engen Kooperation zwischen Polizei, Justiz und Sicherheitsdiensten beider Länder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Wochen habe die gemeinsame Arbeit zu außergewöhnlichen operativen Erfolgen gegen organisierte Kriminalität und Drogenschmuggel geführt, erklärte der französische Premierminister, ohne Einzelheiten zu nennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris und Rabat arbeiten nun an einem umfassenden Sicherheitsabkommen. Dieses soll die bisherige Zusammenarbeit bündeln und in den kommenden Monaten auf weitere Bereiche ausweiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Verteidigungskooperation wird ausgebaut. Beide Regierungen beschlossen Grundlagen für einen bilateralen Ausschuss zur Verteidigungsindustrie und ein technisches Abkommen über den Zugang zu militärischen Archiven.</p>



<h2 id="h-paris-bezeichnet-sahara-position-als-unveranderlich" class="wp-block-heading"><span id="paris-bezeichnet-sahara-position-als-unveraenderlich">Paris bezeichnet Sahara-Position als unveränderlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lecornu bekräftigte in Rabat ausdrücklich die französische Position im Westsahara-Konflikt. Frankreich stehe „loyal und treu“ an der Seite Marokkos. Die Haltung von Paris sei „unveränderlich“ und werde sich nicht mehr ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-frankreich-investiert-in-der-sahara/" data-type="post" data-id="12215">Präsident Macron hatte König Mohammed VI. am 30. Juli 2024 mitgeteilt, dass Frankreich Gegenwart und Zukunft der Westsahara im Rahmen marokkanischer Souveränität sehe.</a> Der marokkanische Autonomieplan bilde aus französischer Sicht die Grundlage für eine politische Lösung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Neupositionierung hatte die zuvor belasteten Beziehungen zwischen Paris und Rabat deutlich verbessert. Akhannouch bezeichnete sie als Grundlage für die neue politische Dynamik zwischen beiden Ländern.</p>



<h2 id="h-gemeinsame-interessen-in-europa-und-afrika" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsame-interessen-in-europa-und-afrika">Gemeinsame Interessen in Europa und Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will Marokkos Beziehungen zur Europäischen Union stärker unterstützen. Lecornu bezeichnete Frankreich als möglichen „Ankerpunkt“ für die Zusammenarbeit zwischen Rabat und Brüssel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Länder streben zudem gemeinsame Initiativen in Afrika an. Im Vordergrund stehen Sicherheit und Stabilität im Sahel, wirtschaftliche Investitionen sowie demografische und ökologische Herausforderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit soll auch den Austausch von Studierenden, Wissenschaftlern, Unternehmern und Menschen mit französischer und marokkanischer Staatsangehörigkeit erleichtern. Marokkanische Studierende bilden bereits die größte Gruppe ausländischer Studierender in Frankreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den neuen Vereinbarungen gehören außerdem Kooperationen beim Arabischunterricht und beim Geschichts- und Geografieunterricht an französischen Schulen in Marokko. Hinzu kommen Partnerschaften in der Kulturförderung, bei Künstlerprogrammen und bei der Unterstützung afrikanischer Autoren und Filmproduzenten.</p>
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		<item>
		<title>Frankreich will 250.000 Visa an Algerier vergeben</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-will-250-000-visa-an-algerier-vergeben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 23:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Visa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr Visa, volle Konsulate und neue Wirtschaftsprojekte: Frankreich und Algerien treiben nach fast zwei Jahren Krise ihre Annäherung voran.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-will-250-000-visa-an-algerier-vergeben%2F&amp;action_name=Frankreich%20will%20250.000%20Visa%20an%20Algerier%20vergeben&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-will-250-000-visa-an-algerier-vergeben/">Frankreich will 250.000 Visa an Algerier vergeben</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will die Zahl der Visa für algerische Staatsangehörige wieder auf das Niveau vor der diplomatischen Krise anheben. Die Ankündigung erfolgte Mitte Juli, zwei Monate nach der Rückkehr des französischen Botschafters Stéphane Romatet nach Algier. Vor der Krise stellte Frankreich jährlich rund 250.000 Visa für Algerier aus, danach sank die Zahl wegen fehlenden Personals und eingeschränkter Terminvergabe deutlich. Paris und Algier arbeiten zugleich an einer breiteren Wiederaufnahme ihrer migrations-, sicherheits-, justiz- und wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Romatet erklärte im <a href="https://www.tsa-algerie.com/exclusif-visas-renault-economie-entretien-avec-lambassadeur-de-france-en-algerie/">Gespräch</a> mit dem algerischen Nachrichtenportal <em>TSA</em>, die Bevölkerung solle nicht länger die Folgen der politischen Spannungen zwischen beiden Staaten tragen. Schwierigkeiten bei der Visavergabe hätten Geschäftsleute, Familien und andere Reisende unmittelbar betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unser Ziel ist es, dass die Zahl der Visa, die wir algerischen Staatsangehörigen erteilen, wieder steigt und wahrscheinlich auf das Niveau vor der Krise zurückkehrt“, sagte der Botschafter.</p>



<h2 id="h-frankreich-baut-konsulate-in-algerien-wieder-auf" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-baut-konsulate-in-algerien-wieder-auf">Frankreich baut Konsulate in Algerien wieder auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hatte vor der Krise nach Angaben Romatets etwa 250.000 Visa pro Jahr an algerische Antragsteller vergeben. Während der diplomatischen Spannungen standen den französischen Auslandsvertretungen weniger Beschäftigte für die Bearbeitung der Anträge zur Verfügung. Zugleich wurde es für Antragsteller schwieriger, Termine bei den zuständigen Dienstleistern zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris will seine diplomatischen und konsularischen Vertretungen in Algerien deshalb wieder vollständig besetzen. Die dafür erforderlichen Mitarbeiter sollen nach den Plänen der Botschaft noch im Sommer ihre Arbeit aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Algerien soll seine konsularischen Einrichtungen in Frankreich wieder mit dem notwendigen Personal ausstatten können. Beide Regierungen hätten sich darauf verständigt, die Arbeitsfähigkeit ihrer Botschaften und Konsulate wiederherzustellen, erklärte Romatet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Visafrage war während der Krise wiederholt zum politischen Druckmittel geworden. Teile der französischen Politik forderten Einschränkungen, um Zugeständnisse der algerischen Regierung in der Migrationspolitik zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Botschafter wandte sich gegen eine Belastung der persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen. Wenn ein algerischer Unternehmer nicht zu Geschäftsterminen nach Frankreich reisen könne oder Familienbesuche erschwert würden, treffe die politische Krise unmittelbar die Bevölkerung.</p>



<h2 id="h-paris-und-algier-nehmen-staatliche-zusammenarbeit-wieder-auf" class="wp-block-heading"><span id="paris-und-algier-nehmen-staatliche-zusammenarbeit-wieder-auf">Paris und Algier nehmen staatliche Zusammenarbeit wieder auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wiederherstellung der konsularischen Kapazitäten ist Teil einer umfassenderen Annäherung nach einer <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-bestellt-franzoesischen-geschaeftstraeger-ein-und-droht-mit-folgen-fuer-die-beziehungen/">fast zweijährigen Krise</a>. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe ihn mit dem Auftrag nach Algerien zurückgeschickt, die Beziehungen wieder auf eine Grundlage des Vertrauens zu stellen, sagte Romatet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune habe bei seiner Rückkehr nach Algier den Willen zur Wiederaufnahme der Zusammenarbeit bestätigt. Beide Seiten wollen die Kontakte in den Bereichen Migration, innere Sicherheit und Justiz wieder ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere hochrangige Besuche begleiteten die Annäherung. Französische Regierungsmitglieder reisten nach Algerien, darunter die beigeordnete Verteidigungsministerin und der Justizminister. Algeriens Innenminister Saïd Sayoud besuchte Frankreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-wirft-algerien-spionage-und-druck-auf-doppelstaatler-vor/">In der Sicherheitspolitik wollen beide Staaten insbesondere die Zusammenarbeit gegen den internationalen Drogenhandel verstärken. </a>Polizei- und Justizbehörden sollen ihre zuvor weitgehend ausgesetzten Kontakte wieder aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Thema sind mutmaßlich unrechtmäßig erworbene Vermögenswerte früherer algerischer Amtsträger und Geschäftsleute in Frankreich. Algerien fordert seit Jahren Fortschritte bei der Identifizierung und Rückgabe solcher Vermögenswerte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit in diesen Fällen war während der diplomatischen Krise unterbrochen worden. Ein Besuch des französischen Justizministers in Algier und die anschließende Reise einer algerischen Richterdelegation nach Paris hätten neue Gespräche ermöglicht, erklärte Romatet.</p>



<h2 id="h-handel-zwischen-frankreich-und-algerien-ging-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="handel-zwischen-frankreich-und-algerien-ging-zurueck">Handel zwischen Frankreich und Algerien ging zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Krise belastete auch die Wirtschaftsbeziehungen. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern sank nach Angaben des Botschafters in den vergangenen zwei Jahren deutlich. Besonders betroffen waren französische Ausfuhren nach Algerien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris und Algier versuchen nun, direkte Kontakte zwischen Unternehmen und Wirtschaftsverbänden wiederzubeleben. Ende April reiste der Präsident des französischen Arbeitgeberverbandes Medef nach Algerien und traf Kamel Moula, den Vorsitzenden des algerischen Rates für wirtschaftliche Erneuerung CREA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moula soll im Herbst zu Gesprächen nach Frankreich reisen. Anschließend plant der Medef eine weitere Reise nach Algerien mit einer größeren Delegation französischer Unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Internationalen Messe von Algier war Frankreich erstmals seit mehreren Jahren wieder mit einem eigenen Gemeinschaftsstand vertreten. Rund 30 französische Unternehmen nahmen daran teil. Nach Darstellung Romatets gehörte der französische Pavillon zu den größten ausländischen Unternehmensvertretungen der Messe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die französisch-algerische Industrie- und Handelskammer verzeichnet eine steigende Mitgliederzahl. Französische Unternehmen interessieren sich nach Angaben des Botschafters verstärkt für Marktsondierungen und die Suche nach algerischen Geschäftspartnern.</p>



<h2 id="h-renault-verhandelt-uber-neustart-des-werks-in-oran" class="wp-block-heading"><span id="renault-verhandelt-ueber-neustart-des-werks-in-oran">Renault verhandelt über Neustart des Werks in Oran</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein konkretes Vorhaben betrifft die französische Automobilindustrie. Renault führt mit dem algerischen Industrieministerium Gespräche über eine Wiedereröffnung seines Werks in Oran.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNQTEH1WEAA6Fuz-1024x577.jpeg" alt="" class="wp-image-28834 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNQTEH1WEAA6Fuz-1024x577.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNQTEH1WEAA6Fuz-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNQTEH1WEAA6Fuz-768x433.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNQTEH1WEAA6Fuz-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNQTEH1WEAA6Fuz-800x451.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNQTEH1WEAA6Fuz-1160x653.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNQTEH1WEAA6Fuz.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Botschafter äußerte die Hoffnung, dass die Produktion dort bald wieder aufgenommen werden könne. Einen Termin oder eine abschließende Vereinbarung nannte er nicht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien hatte seine Automobilpolitik in den vergangenen Jahren neu geordnet und strengere Vorgaben für ausländische Hersteller eingeführt. Die Regierung verlangt unter anderem höhere lokale Produktionsanteile und eine stärkere Einbindung algerischer Zulieferer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Stellantis ist bereits ein weiterer französisch geprägter Autokonzern im Land aktiv. Der Konzern produziert Fahrzeuge der Marke Fiat und vertreibt auch Peugeot. Romatet verwies auf eine starke Nachfrage nach französischen Automarken auf dem algerischen Markt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Gespräche laufen in den Bereichen Schifffahrt, Pharmaindustrie, Gesundheitswirtschaft, Lebensmittel, Finanzen und digitale Technologien. Der Vorstandsvorsitzende des französischen Logistikkonzerns CMA CGM hielt sich nach Angaben des Botschafters zuletzt in Algerien auf. Eine Delegation aus der französischen Gesundheitswirtschaft soll ebenfalls in das Land reisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit richtet die französische Seite auf Start-ups, künstliche Intelligenz und die Digitalwirtschaft. Algerische Technologieunternehmen hatten sich zuletzt auch auf der Pariser Innovationsmesse Viva Technology präsentiert.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-will-250-000-visa-an-algerier-vergeben/">Frankreich will 250.000 Visa an Algerier vergeben</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Wird Macky Sall der neue UN-Generalsekretär?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wird-macky-sall-der-neue-un-generalsekretaer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 18:58:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Macky Sall kehrt für ein Gespräch mit Präsident Bassirou Diomaye Faye nach Senegal zurück. Das Treffen fällt in eine intensive Kampagne bei den Vetomächten des UN-Sicherheitsrats. Frankreich hält seine Unterstützung weiterhin offen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwird-macky-sall-der-neue-un-generalsekretaer%2F&amp;action_name=Wird%20Macky%20Sall%20der%20neue%20UN-Generalsekret%C3%A4r%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wird-macky-sall-der-neue-un-generalsekretaer/">Wird Macky Sall der neue UN-Generalsekretär?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall kehrt für ein Gespräch mit Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye nach Dakar zurück. Der Besuch ist für Freitag, den 17. Juli, vorgesehen. Das Treffen fällt in eine intensive diplomatische Kampagne des früheren Staatschefs für das Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen. Zuletzt führte Sall Gespräche mit Vertretern mehrerer Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und mit dem somalischen Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall kündigte an, Senegal unmittelbar nach dem Gespräch mit Faye wieder zu verlassen. Sein internationaler Terminkalender lasse zunächst keine Treffen mit Parteimitgliedern und politischen Unterstützern zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Präsident dankte Faye für die geplante Unterredung sowie religiösen und traditionellen Autoritäten für ihre Unterstützung. Auch an die senegalesische Bevölkerung richtete er seinen Dank für die Reaktionen auf seine Kandidatur.</p>



<h2 id="h-treffen-mit-faye-gewinnt-politische-bedeutung" class="wp-block-heading"><span id="treffen-mit-faye-gewinnt-politische-bedeutung">Treffen mit Faye gewinnt politische Bedeutung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begegnung ist das erste öffentlich angekündigte Gespräch zwischen Sall und seinem Nachfolger im Zusammenhang mit der Bewerbung um das höchste Amt der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall regierte Senegal von 2012 bis 2024. Seine Kandidatur wurde nicht von Dakar, sondern vom Burundi eingebracht. Eine geschlossene Unterstützung der Afrikanischen Union kam bislang nicht zustande. Rund 20 Mitgliedstaaten sollen sich gegen einen entsprechenden Beschluss gestellt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit blieb offen, ob die senegalesische Regierung die Bewerbung ihres früheren Präsidenten aktiv unterstützt. Das angekündigte Gespräch mit Faye deutet auf eine direkte Abstimmung zwischen beiden Politikern hin, ohne dass Dakar bislang eine förmliche Position bekannt gegeben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verhältnis zwischen Sall und den heutigen Machthabern ist von der politischen Auseinandersetzung der vergangenen Jahre geprägt. <a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/" data-type="post" data-id="27696">Faye gewann die Präsidentschaftswahl 2024 als Kandidat des damaligen Oppositionslagers, dessen führende Vertreter unter Sall mehrfach strafrechtlich verfolgt oder inhaftiert worden waren.</a></p>



<h2 id="h-diplomatische-gesprache-mit-drei-vetomachten" class="wp-block-heading"><span id="diplomatische-gespraeche-mit-drei-vetomaechten">Diplomatische Gespräche mit drei Vetomächten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sall konzentriert seine Kampagne zunehmend auf Staaten, die über die Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs entscheiden können. Innerhalb weniger Wochen traf er Vertreter Chinas, der Vereinigten Staaten und Frankreichs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29. Juni führte er in Peking Gespräche mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi. Sall erklärte anschließend, beide Seiten hätten über den Multilateralismus und die künftige Führung der Vereinten Nationen gesprochen. Er dankte Präsident Xi Jinping für die Unterstützung bei der Organisation des Besuchs.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-28800 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-1024x768.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HL-Fc0YXUAAzYik.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am 6. Juli traf der senegalesische Kandidat in New York den chinesischen UN-Botschafter Fu Cong. Am selben Tag sprach er mit dem amerikanischen UN-Botschafter Michael Waltz über seine Bewerbung und mögliche Reformen der Weltorganisation.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mit dem französischen UN-Botschafter Jérôme Bonnafont beriet Sall über die Krise des Multilateralismus und die institutionelle Erneuerung der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Sall am 2. Juni im Élysée-Palast empfangen. Paris hat sich dennoch noch nicht auf einen Kandidaten festgelegt.</p>



<h2 id="h-frankreich-will-erst-im-oktober-entscheiden" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-will-erst-im-oktober-entscheiden">Frankreich will erst im Oktober entscheiden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Botschafterin im Senegal, Christine Fages, erklärte gegenüber der senegalesischen Zeitung&nbsp;<em>L’Observateur</em>, Paris wolle seine Entscheidung voraussichtlich im Oktober treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron habe alle Kandidaten empfangen, die um ein Gespräch gebeten hätten. Die Treffen seien Teil der üblichen diplomatischen Konsultationen mit den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich verfügt gemeinsam mit China, Russland, den Vereinigten Staaten und Großbritannien über ein Vetorecht. Bereits die Ablehnung eines dieser Staaten kann eine Kandidatur verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Zurückhaltung zeigt, dass Salls Gespräche mit Vertretern der Vetomächte bislang nicht mit einer öffentlichen Unterstützungszusage verbunden sind.</p>



<h2 id="h-sall-sucht-unterstutzung-in-afrika-und-daruber-hinaus" class="wp-block-heading"><span id="sall-sucht-unterstuetzung-in-afrika-und-darueber-hinaus">Sall sucht Unterstützung in Afrika und darüber hinaus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Vetomächten wirbt Sall bei afrikanischen, europäischen, asiatischen und arabischen Regierungen um Unterstützung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28802 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNGqGIyXYAA7t_9.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Juli traf er den somalischen Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud. Sall sprach anschließend von einer Übereinstimmung bei der Stärkung des Multilateralismus und beim Schutz der Souveränität und territorialen Integrität von Staaten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er bekräftigte zugleich seine Unterstützung für die nationale Einheit Somalias. Das Land verteidigt seinen Anspruch auf Somaliland, das seit 1991 weitgehend unabhängig verwaltet wird, international jedoch überwiegend als Teil Somalias gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 2. Juli hatte Sall in Athen den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und Außenminister Giórgos Gerapetrítis getroffen. Die Gespräche behandelten die Entwicklungszusammenarbeit, internationale Krisen und die Rolle der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Stationen waren Manama und Islamabad. In Bahrain sprach Sall mit Außenminister Abdullatif bin Rashid Alzayani über die Reform der Vereinten Nationen, die Prävention von Konflikten und den Dialog zwischen Kulturen. In Pakistan traf er Ministerpräsident Shehbaz Sharif.</p>



<h2 id="h-sechs-kandidaten-offiziell-im-rennen" class="wp-block-heading"><span id="sechs-kandidaten-offiziell-im-rennen">Sechs Kandidaten offiziell im Rennen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" data-type="post" data-id="23580">Derzeit sind sechs Kandidaturen registriert.</a> Neben Macky Sall bewerben sich die frühere chilenische Präsidentin und ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Michelle Bachelet sowie der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Grossi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen die Generalsekretärin der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung, Rebeca Grynspan, die frühere Präsidentin der UN-Generalversammlung María Fernanda Espinosa und die Diplomatin Carolyn Rodrigues-Birkett aus Guyana.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Bewerberinnen stammen aus Lateinamerika und der Karibik. Die Region verweist auf das informelle Prinzip der geografischen Rotation. Zugleich fordern zahlreiche Staaten, erstmals eine Frau an die Spitze der Vereinten Nationen zu wählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall stellt dem seine Erfahrung als früherer Vorsitzender der Afrikanischen Union und als ehemaliger Staatschef entgegen. Seine Kampagne konzentriert sich auf eine Reform des multilateralen Systems und eine stärkere Repräsentation Afrikas in internationalen Institutionen.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-trifft-die-vorentscheidung" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-trifft-die-vorentscheidung">Sicherheitsrat trifft die Vorentscheidung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">António Guterres beendet seine zweite Amtszeit am 31. Dezember 2026. Der neue Generalsekretär soll sein Amt am 1. Januar 2027 antreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den öffentlichen Anhörungen der Kandidaten beginnen im Sicherheitsrat informelle Beratungen. Das Gremium muss sich schließlich auf einen Namen verständigen und diesen der UN-Generalversammlung empfehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kandidat benötigt mindestens neun Stimmen im 15 Mitglieder umfassenden Sicherheitsrat. Zugleich darf keiner der fünf ständigen Mitglieder sein Veto einlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung ernennt anschließend den empfohlenen Kandidaten. Formal entscheiden alle 193 Mitgliedstaaten. Die politische Auswahl fällt jedoch weitgehend im Sicherheitsrat.</p>
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		<title>Macron will schnellere Aufrüstung – Frankreich wird in Afrika militärisch aktiv</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-will-schnellere-aufruestung-frankreich-wird-in-afrika-militaerisch-aktiv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 23:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>36 Milliarden Euro zusätzlich, mehr Munition und eine stärkere europäische Rüstungsindustrie: Emmanuel Macron beschleunigt Frankreichs Aufrüstung. Auch die neu ausgerichteten Militärpartnerschaften in Afrika werden Teil seiner Sicherheitsstrategie bis 2030.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-will-schnellere-aufruestung-frankreich-wird-in-afrika-militaerisch-aktiv%2F&amp;action_name=Macron%20will%20schnellere%20Aufr%C3%BCstung%20%E2%80%93%20Frankreich%20wird%20in%20Afrika%20milit%C3%A4risch%20aktiv&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-will-schnellere-aufruestung-frankreich-wird-in-afrika-militaerisch-aktiv/">Macron will schnellere Aufrüstung – Frankreich wird in Afrika militärisch aktiv</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will seine Streitkräfte bis 2030 mit zusätzlichen 36 Milliarden Euro ausstatten und zugleich die militärische Handlungsfähigkeit Europas ausbauen. Präsident Emmanuel Macron kündigte am Vorabend des französischen Nationalfeiertags höhere Investitionen in Munition, Luftverteidigung, Drohnen, Weltraumtechnik und nukleare Abschreckung an. Zugleich erklärte er, Frankreich müsse seine neu ausgerichteten Partnerschaften in Afrika dauerhaft militärisch absichern. Paris verbindet die nationale Aufrüstung damit stärker mit europäischen Industrieprojekten und internationalen Sicherheitskooperationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner traditionellen Rede an die Streitkräfte im Pariser Verteidigungsministerium verwies Macron auf eine zunehmend unsichere Weltlage. Frankreich müsse in der Lage sein, gegenwärtige Konflikte zu bewältigen und sich zugleich auf mögliche Kriege der kommenden Jahre vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Verteidigungsbudget soll bereits 2027 auf 64 Milliarden Euro steigen. Dieses Ziel war ursprünglich erst für 2030 vorgesehen. Innerhalb von zehn Jahren hätte Frankreich damit seine jährlichen Militärausgaben verdoppelt.&nbsp;</p>



<h2 id="h-weitere-36-milliarden-euro-bis-2030" class="wp-block-heading"><span id="weitere-36-milliarden-euro-bis-2030">Weitere 36 Milliarden Euro bis 2030</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 plant Frankreich zusätzliche Verteidigungsausgaben von 36 Milliarden Euro. Die Mittel sollen vor allem in größere Munitionsbestände und eine bessere Einsatzbereitschaft fließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Investitionen sind für Frühwarnsysteme, Weltraumfähigkeiten, weitreichende Waffensysteme und die bodengestützte Luftverteidigung vorgesehen. Macron kündigte zudem eine Stärkung der französischen nuklearen Abschreckung an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Streitkräfte sollen außerdem besser auf Drohnenangriffe, elektronische Kriegführung und hochintensive Gefechte vorbereitet werden. Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Cyberabwehr und maritime Fähigkeiten gehören ebenfalls zu den genannten Schwerpunkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Bestellungen und Lieferungen sollen noch 2026 erfolgen. Frankreich führt zugleich ein neues System staatlicher Alarmbereitschaft ein. Im September soll außerdem ein neuer nationaler Dienst innerhalb der Streitkräfte beginnen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-europa-soll-als-militarische-macht-handeln" class="wp-block-heading"><span id="europa-soll-als-militaerische-macht-handeln">Europa soll als militärische Macht handeln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron verband die französische Aufrüstung mit einem erneuten Plädoyer für eine strategisch eigenständigere Europäische Union. Europa entwickle sich zu einer Macht, die auf souveränen Mitgliedstaaten beruhe, zugleich aber gemeinsam handeln und sich verteidigen müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Frieden ist unser Ziel, wir schätzen Freiheit und Recht, und wir sind bereit, für ihre Verteidigung zu kämpfen, wenn nötig auch um den Preis von Blut“, sagte Macron.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/merz-skizziert-europas-anspruch-auf-neue-partnerschaften/">Frankreich setzt dabei auf Koalitionen europäischer und außereuropäischer Partner.</a> Als Beispiel nannte der Präsident die gemeinsam mit Großbritannien aufgebaute „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine. Daran beteiligen sich neben europäischen Staaten auch Kanada und Demokratien aus dem Indopazifik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron bezeichnete diese Zusammenarbeit als Ausdruck eines strategischen Erwachens Europas. Die europäischen Staaten müssten ihre Sicherheit stärker selbst organisieren, ohne ihre nationalen Entscheidungsrechte aufzugeben.&nbsp;</p>



<h2 id="h-frankreich-verweist-auf-takuba-und-seine-afrika-strategie" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-verweist-auf-takuba-und-seine-afrika-strategie">Frankreich verweist auf Takuba und seine Afrika-Strategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede stellte Macron die europäischen Verteidigungsinitiativen ausdrücklich in eine Linie mit der früheren Einsatzgruppe Takuba in der Sahelzone. Frankreich habe dort als Rahmennation Streitkräfte mehrerer europäischer Staaten zusammengeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 2020 gegründete Taskforce sollte malische Einheiten im Kampf gegen dschihadistische Gruppen unterstützen. Das Projekt endete jedoch im Zuge des Abzugs französischer und europäischer Truppen aus Mali. Die Beziehungen zwischen Paris und mehreren Staaten der Sahelzone verschlechterten sich danach deutlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/">Macron erklärte nun, Frankreich müsse auch künftig dort präsent sein, wo Partner Unterstützung erwarteten. </a>Dazu zählte er die Ukraine, den Nahen und Mittleren Osten, den Indopazifik und Afrika.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28784 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1160x773.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Fähigkeit, die „neu gestalteten“ Partnerschaften auf dem afrikanischen Kontinent fortzuführen, werde darüber mitentscheiden, ob das Land den sicherheitspolitischen Anforderungen des Jahres 2030 gewachsen sei. Konkrete afrikanische Staaten oder neue militärische Missionen nannte er nicht. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Formulierung verweist auf den Umbau der französischen Militärpräsenz in Afrika. Paris hat seine dauerhaften Truppenkontingente in mehreren Ländern reduziert und setzt stärker auf Ausbildung, Beratung und Kooperation auf Anfrage der jeweiligen Regierungen.</p>



<h2 id="h-rustungsindustrie-soll-schneller-produzieren" class="wp-block-heading"><span id="ruestungsindustrie-soll-schneller-produzieren">Rüstungsindustrie soll schneller produzieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron forderte die französische und europäische Rüstungsindustrie auf, größere Mengen in kürzerer Zeit herzustellen. Nicht allein vorhandene Waffenbestände bestimmten inzwischen die militärische Stärke, sondern die Fähigkeit, Munition und Systeme kontinuierlich nachzuproduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es sind nicht mehr die bestehenden Arsenale, sondern die Produktionskapazitäten, die Gegner abschrecken können“, sagte der Präsident mit Blick auf die Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich habe vor mehr als vier Jahren eine „Kriegswirtschaft“ eingeleitet, doch die bisherigen Fortschritte reichten nicht aus. Öffentliche und private Investitionen müssten steigen. Unternehmen sollten mehr Risiken eingehen und neue Systeme auch dann entwickeln, wenn noch keine vollständigen staatlichen Bestellungen vorlägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron warb zugleich für europäische Standards und eine stärkere Bevorzugung europäischer Rüstungsgüter. Bei Drohnen, Abfangsystemen, Raketen und Munition produziere Europa bislang weder schnell noch in ausreichender Menge. Lange Lieferzeiten schwächten auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter.&nbsp;</p>



<h2 id="h-macron-bedauert-scheitern-des-europaischen-kampfjets" class="wp-block-heading"><span id="macron-bedauert-scheitern-des-europaeischen-kampfjets">Macron bedauert Scheitern des europäischen Kampfjets</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Präsident bestätigte zugleich das Scheitern des deutsch-französisch-spanischen Projekts für ein gemeinsames europäisches Luftkampfsystem. Das sogenannte Future Combat Air System, in Frankreich SCAF genannt, sollte einen neuen Kampfjet mit Drohnen und vernetzten Waffensystemen verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron äußerte „tiefes Bedauern“ über das Scheitern, forderte jedoch eine Fortsetzung anderer europäischer Rüstungsprojekte. Er nannte das Luftverteidigungssystem SAMP/T der nächsten Generation, das Frühwarnprojekt JEWEL, weitreichende Waffensysteme und die Zusammenarbeit beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Europa dürfe nationale Interessen nicht so verfolgen, dass daraus neue Verzögerungen entstünden. „Patriotismus ja, Nationalismus niemals“, sagte Macron. Es sei falsch, wenn jeder Staat parallel eigene Fähigkeiten aufbaue, während Europa insgesamt schneller und effizienter produzieren müsse.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreich verlangt sofortigen Abzug burkinischer Diplomaten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-verlangt-sofortigen-abzug-burkinischer-diplomaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 01:47:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bruch zwischen Paris und Ouagadougou ist nun auch diplomatisch vollzogen: Frankreich verlangt den Abzug burkinischer Diplomaten, nachdem Burkina Faso die Beziehungen beendet hatte.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-verlangt-sofortigen-abzug-burkinischer-diplomaten%2F&amp;action_name=Frankreich%20verlangt%20sofortigen%20Abzug%20burkinischer%20Diplomaten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hat die burkinischen Diplomaten in Paris nach dem Abbruch der Beziehungen durch Burkina Faso zum Verlassen des Landes aufgefordert. Die Frist lief am Montagabend. Zuvor waren die letzten französischen Diplomaten aus Ouagadougou nach Frankreich zurückgekehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit erreicht der Konflikt zwischen Paris und der Militärregierung von Ibrahim Traoré eine neue diplomatische Stufe. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-bricht-diplomatische-beziehungen-zu-frankreich-ab/" type="post" id="28455">Burkina Faso hatte am 26. Juni die Beziehungen zur früheren Kolonialmacht abgebrochen. </a>Die Regierung in Ouagadougou begründete den Schritt mit angeblicher Einmischung Frankreichs und warf Paris vor, subversive Netzwerke und terroristische Gruppen zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich weist diese Vorwürfe zurück. Das Außenministerium in Paris sprach von einer einseitigen, feindseligen und unbegründeten Entscheidung der burkinischen Behörden. Zugleich kündigte der Quai d’Orsay Gegenmaßnahmen nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit an.</p>



<h2 id="h-franzosische-vertretung-in-ouagadougou-geschlossen" class="wp-block-heading"><span id="franzoesische-vertretung-in-ouagadougou-geschlossen">Französische Vertretung in Ouagadougou geschlossen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abzug betrifft die diplomatische Präsenz beider Länder. Frankreich hat seine Botschaft und seine konsularischen Dienste in Burkina Faso faktisch stillgelegt. Die französischen Diplomaten, die zuletzt noch in Ouagadougou tätig waren, kehrten Ende der vergangenen Woche nach Frankreich zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die französische Gemeinschaft in Burkina Faso bedeutet der Schritt eine Neuordnung der konsularischen Betreuung. Paris verweist auf die Sicherheit der eigenen Staatsbediensteten und der französischen Staatsangehörigen im Land. Das Außenministerium rief Franzosen in Burkina Faso zu erhöhter Wachsamkeit auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hatte bereits in seinen Reisehinweisen vor einer angespannten Sicherheitslage gewarnt. Reisen nach Burkina Faso werden wegen der regionalen Spannungen, der Terrorgefahr und des Entführungsrisikos weiterhin ausdrücklich abgeraten.</p>



<h2 id="h-paris-setzt-auf-gegenseitigkeit" class="wp-block-heading"><span id="paris-setzt-auf-gegenseitigkeit">Paris setzt auf Gegenseitigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Abzug der burkinischen Diplomaten aus Frankreich setzt Paris das Prinzip der Reziprozität um. Dieses kommt in diplomatischen Krisen zur Anwendung, wenn ein Staat seine Vertreter abzieht oder die Beziehungen beendet und der andere Staat gleichartige Schritte verlangt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffen sind die diplomatischen und konsularischen Vertretungen Burkina Fasos in Frankreich. Die französische Seite sieht die Maßnahme als Folge der Entscheidung Ouagadougous, die Beziehungen mit sofortiger Wirkung zu beenden. Eine neue Verhandlungsrunde zwischen beiden Hauptstädten wurde zunächst nicht angekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bruch hat auch praktische Folgen für Bürger beider Länder. Konsularische Dienste, Visa-Verfahren und administrative Unterstützung können eingeschränkt oder neu organisiert werden. In Burkina Faso leben mehrere Tausend französische Staatsangehörige oder Doppelstaater. In Frankreich lebt zugleich eine größere burkinische Gemeinschaft.</p>



<h2 id="h-tiefpunkt-nach-jahren-der-entfremdung" class="wp-block-heading"><span id="tiefpunkt-nach-jahren-der-entfremdung">Tiefpunkt nach Jahren der Entfremdung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Frankreich und Burkina Faso haben sich seit dem Militärputsch von 2022 schrittweise verschlechtert. <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-braucht-eigene-verteidigungspolitik-frankreich-stellt-afrika-kooperation-neu-auf/" type="post" id="26305">Die Übergangsregierung unter Ibrahim Traoré stellte die sicherheitspolitische Kooperation mit Paris infrage, forderte den Abzug französischer Truppen und setzte mehrere französische Vertreter unter Druck.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="840" height="560" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-2.jpg" alt="" class="wp-image-28641 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-2.jpg 840w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-2-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hatte Burkina Faso lange als Partner im Kampf gegen dschihadistische Gruppen im Sahel betrachtet. Die französische Militärpräsenz endete jedoch nach wachsender Ablehnung durch die Militärregierung. Auch in Mali und Niger verlor Frankreich in den vergangenen Jahren seine militärischen und politischen Positionen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ouagadougou verfolgt inzwischen eine Außenpolitik, die stärker auf Souveränität, Nicht-Einmischung und neue Partnerschaften setzt. Burkina Faso arbeitet im Rahmen der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562">Allianz der Sahel-Staaten</a> eng mit Mali und Niger zusammen. Alle drei Länder haben sich von Frankreich abgewandt und suchen neue sicherheitspolitische und wirtschaftliche Partner.</p>



<h2 id="h-sahel-konflikt-bleibt-hintergrund-der-krise" class="wp-block-heading"><span id="sahel-konflikt-bleibt-hintergrund-der-krise">Sahel-Konflikt bleibt Hintergrund der Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso kämpft seit Jahren gegen bewaffnete Gruppen, die mit Al-Qaida und dem sogenannten Islamischen Staat verbunden sind. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" type="post" id="22050">Die Gewalt hat Tausende Menschen getötet und Millionen Menschen in Burkina Faso und der weiteren Sahelzone vertrieben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Militärregierung begründet ihren Kurswechsel gegenüber Frankreich mit dem Ziel, die eigene Souveränität zu stärken und die Sicherheitsstrategie neu auszurichten. <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">Frankreich spricht dagegen von einer besorgniserregenden Entwicklung der burkinischen Behörden und betont seine Solidarität mit der Bevölkerung Burkina Fasos.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem gegenseitigen Abzug der Diplomaten endet die formale diplomatische Präsenz beider Staaten. Bestehen bleiben historische, gesellschaftliche und menschliche Verbindungen zwischen Frankreich und Burkina Faso, die nun ohne reguläre bilaterale Vertretungen organisiert werden müssen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Drohne verfolgt Präsidenten in Madagaskar – Frankreich und Russland ringen um Einfluss</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/drohne-verfolgt-praesidenten-in-madagaskar-frankreich-und-russland-ringen-um-einfluss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 11:40:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drohnen verfolgen den Konvoi des Präsidenten, Russland zeigt Präsenz im Sicherheitssektor, Frankreich hält mit Polizeikooperation dagegen: Madagaskar steht im Zentrum eines neuen Machtwettbewerbs.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdrohne-verfolgt-praesidenten-in-madagaskar-frankreich-und-russland-ringen-um-einfluss%2F&amp;action_name=Drohne%20verfolgt%20Pr%C3%A4sidenten%20in%20Madagaskar%20%E2%80%93%20Frankreich%20und%20Russland%20ringen%20um%20Einfluss&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/drohne-verfolgt-praesidenten-in-madagaskar-frankreich-und-russland-ringen-um-einfluss/">Drohne verfolgt Präsidenten in Madagaskar – Frankreich und Russland ringen um Einfluss</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nach jüngsten Drohnenvorfällen rund um den Präsidentenkonvoi hat sich die Sicherheitslage zusätzlich verschärft. Während Russland seinen Einfluss im Sicherheitsbereich sichtbar ausbaut, versucht Frankreich, seine traditionelle Rolle auf der Insel zu behaupten. Die Rede von Übergangspräsident Michaël Randrianirina zum 66. Jahrestag der Unabhängigkeit liefert dafür den politischen Hintergrund: Er sprach offen von einer fortbestehenden Abhängigkeit seines Landes vom Ausland – und beschrieb damit genau das Spannungsfeld, in dem sich Madagaskar heute bewegt.</p>



<h2 id="h-russlands-sichtbarer-vorstoss" class="wp-block-heading"><span id="russlands-sichtbarer-vorstoss">Russlands sichtbarer Vorstoß</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/" type="post" id="24972">Bei den Feierlichkeiten in Antananarivo war der russische Einfluss kaum zu übersehen. </a>Während der Militärparade wurden nach lokalen Berichten Ausrüstungsgegenstände präsentiert, die zuletzt aus Russland geliefert worden sein sollen. Moskau setzt damit gezielt auf militärische Kooperation und Sicherheitszusammenarbeit, um seine Präsenz im westlichen Indischen Ozean auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland nutzt dabei eine Strategie, die in mehreren afrikanischen Staaten zu beobachten ist: Unterstützung im Sicherheitssektor, kombiniert mit politischer Nähe zur jeweiligen Führung. Für Madagaskar bedeutet das kurzfristig zusätzliche Optionen – langfristig aber auch neue Abhängigkeiten.</p>



<h2 id="h-frankreich-versucht-gegenzuhalten" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-versucht-gegenzuhalten">Frankreich versucht gegenzuhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich reagiert auf diese Entwicklung mit verstärkter Aktivität im Sicherheitsbereich. Wenige Tage nach den Feierlichkeiten reiste Colonel Olivier Ducret, zuständig für die französische Sicherheits- und Verteidigungskooperation in Sub-Sahara Afrika, nach Antananarivo. Gespräche im Ministerium für öffentliche Sicherheit konzentrierten sich auf Polizeiarbeit, Ausbildung und technische Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris setzt damit bewusst auf institutionelle Zusammenarbeit statt auf militärische Symbolik. Doch der Wettbewerb ist spürbar: Frankreich, historisch eng mit Madagaskar verbunden, sieht sich zunehmend mit einem Russland konfrontiert, das offensiver und sichtbarer auftritt.</p>



<h2 id="h-randrianirinas-rede-als-schlussel-zum-verstandnis" class="wp-block-heading"><span id="randrianirinas-rede-als-schluessel-zum-verstaendnis">Randrianirinas Rede als Schlüssel zum Verständnis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund gewinnt die Rede von Übergangspräsident Randrianirina besondere Bedeutung. Seine Aussage, Madagaskar sei trotz politischer Unabhängigkeit weiterhin wirtschaftlich und sozial abhängig, beschreibt nicht nur die Lage des Landes – sie erklärt auch, warum externe Akteure so großen Einfluss gewinnen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Randrianirina sprach von einer „unvollendeten Unabhängigkeit“ und rief zu nationaler Selbstbehauptung auf. Doch genau diese Abhängigkeit eröffnet Raum für den Wettbewerb zwischen Frankreich und Russland. Beide bieten Unterstützung an – und verfolgen zugleich eigene strategische Interessen.</p>



<h2 id="h-internationale-buhne-regionale-signale" class="wp-block-heading"><span id="internationale-buehne-regionale-signale">Internationale Bühne, regionale Signale</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Feierlichkeiten selbst waren international stark besetzt. Mit Kenias Präsident William Ruto und dem Präsidenten der Komoren, Azali Assoumani, waren zwei afrikanische Staatschefs vor Ort. Auch China und die USA richteten Botschaften an Antananarivo und unterstrichen ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch im Gegensatz zu diesen eher diplomatischen Signalen zeigt sich der Wettbewerb zwischen Frankreich und Russland konkreter – vor allem im Sicherheitssektor. Hier entscheidet sich zunehmend, wer langfristig Einfluss auf staatliche Strukturen und politische Entscheidungen gewinnt.</p>



<h2 id="h-sicherheitslage-verscharft-sich-durch-drohnenvorfalle" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitslage-verschaerft-sich-durch-drohnenvorfaelle">Sicherheitslage verschärft sich durch Drohnenvorfälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den geopolitischen Spannungen verschärft sich auch die Sicherheitslage rund um den Übergangspräsidenten – und rückt damit zunehmend auch die Übergangsphase selbst ins Zentrum eines wachsenden Spannungsfelds. <a href="https://www.facebook.com/presidencerefondationmadagascar/posts/pfbid037SJvQfxgBHXFCi6wrMnK8kAqFgtnHCvFstGDHbvGM5xxhByR3RRZ5W8RqmK4o545l">Anfang Juli 2026 wurde eine Untersuchung eingeleitet, nachdem mehrere Drohnen den Konvoi von Michaël Randrianirina in Antananarivo verfolgt hatten.</a> Nach Angaben der Präsidentschaft überflogen zwei Drohnen am Freitagabend das Fahrzeug des Staatschefs und folgten ihm über eine längere Strecke. Die Präsidentengarde eröffnete das Feuer, konnte die Geräte jedoch nicht abschießen, da sie zu hoch flogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Randrianirina erreichte seine Residenz unverletzt, deren Sicherheitsvorkehrungen inzwischen weiter verstärkt werden. Bereits am Vortag war ein einzelner Drohnenflug über dem Konvoi gemeldet worden. Die Vorfälle reihen sich in eine Serie ähnlicher Ereignisse ein: Schon im April hatte die Präsidentschaft den Überflug mehrerer Drohnen über der Residenz als möglichen Anschlagsversuch gewertet. Zudem waren im März dreizehn Personen, darunter ein General, im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Komplott gegen den Präsidenten angeklagt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-schuetzt-madagaskars-regierung/" type="post" id="28259">Die Herkunft der Drohnen ist bislang unklar, die Ermittlungen laufen. </a>Die Vorfälle unterstreichen jedoch die angespannte Sicherheitslage und verstärken den Eindruck eines politisch fragilen Umfelds, in dem selbst der Übergangsprozess zunehmend unter Druck gerät.</p>



<h2 id="h-ein-land-zwischen-optionen-und-abhangigkeiten" class="wp-block-heading"><span id="ein-land-zwischen-optionen-und-abhaengigkeiten">Ein Land zwischen Optionen und Abhängigkeiten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-28589 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/729438024_1386695173271309_752578183816182151_n.png.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Madagaskar versucht, aus dieser Konkurrenz Nutzen zu ziehen. Die Übergangsführung kann verschiedene Partner gegeneinander ausbalancieren und so Handlungsspielräume gewinnen. Gleichzeitig wächst die Gefahr, in neue Abhängigkeiten zu geraten – „wir sind weiterhin auf ausländische Finanzierung angewiesen“, warnte Randrianirina und hat damit genau dieses Problem benannt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ungewöhnlich starken Sicherheitsvorkehrungen während der Feierlichkeiten, darunter kugelsichere Abschirmungen für die Ehrentribüne, unterstreichen zudem die angespannte politische Lage. Seit der Machtübernahme im Oktober 2025 steht die Übergangsregierung unter internationalem Druck, die Afrikanische Union fordert eine Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 66. Jahrestag der Unabhängigkeit zeigt damit ein Land, das zwar formal souverän ist, aber im Zentrum eines neuen geopolitischen Wettbewerbs steht. Frankreich und Russland ringen um Einfluss – und Madagaskar versucht, zwischen beiden seinen eigenen Weg zu finden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Burkina Faso bricht diplomatische Beziehungen zu Frankreich ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burkina-faso-bricht-diplomatische-beziehungen-zu-frankreich-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 01:22:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Burkina Faso beendet mit sofortiger Wirkung seine diplomatischen Beziehungen zu Frankreich. Ouagadougou spricht von Einmischung und „neokolonialen Ambitionen“, legt dafür jedoch keine Belege vor.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburkina-faso-bricht-diplomatische-beziehungen-zu-frankreich-ab%2F&amp;action_name=Burkina%20Faso%20bricht%20diplomatische%20Beziehungen%20zu%20Frankreich%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso hat die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich mit sofortiger Wirkung abgebrochen. Die Entscheidung gilt seit Freitag, 26. Juni 2026. Die Regierung in Ouagadougou begründet den Schritt mit einem vollständigen Vertrauensverlust und wirft Paris Einmischung, „neokoloniale Ambitionen“ sowie die Unterstützung gegen Burkina Faso gerichteter Netzwerke vor. Zugleich kündigten die Behörden an, französische Staatsangehörige im Land zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der burkinische Regierungssprecher Pingdwendé Gilbert Ouédraogo veröffentlichte die Entscheidung im Namen der Regierung. Sie betrifft nach deren Darstellung ausschließlich die offiziellen Beziehungen zwischen beiden Staaten und nicht die Verbindungen zwischen der französischen und der burkinischen Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reaktion der französischen Regierung lag zunächst nicht vor. Auch die praktischen Folgen für die diplomatischen Vertretungen und mögliche Fristen zur Schließung von Einrichtungen wurden zunächst nicht genannt.</p>



<h2 id="h-ouagadougou-spricht-von-vollstandigem-vertrauensverlust" class="wp-block-heading"><span id="ouagadougou-spricht-von-vollstaendigem-vertrauensverlust">Ouagadougou spricht von vollständigem Vertrauensverlust</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung erklärte, sie habe die bilateralen Beziehungen einer „eingehenden Bewertung“ unterzogen. Die Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt, Vertrauen, staatlicher Souveränität und Nichteinmischung seien nicht mehr gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ouagadougou wirft der französischen Regierung einen „unaufhörlichen Aktivismus“ gegen die Interessen Burkina Fasos vor. Paris verfolge „offenkundige neokoloniale Ambitionen“ und unterstütze aktiv „subversive Netzwerke und Terroristen“, die Burkina Faso und die Sahelzone angriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diese Anschuldigungen legte die Regierung in ihrer Erklärung keine Belege vor. Frankreich hat vergleichbare Vorwürfe aus den Staaten der Allianz der Sahelstaaten in der Vergangenheit zurückgewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die burkinischen Behörden kritisierten außerdem französische Stellungnahmen und Bewertungen zur politischen und sicherheitspolitischen Lage des Landes. Diese seien parteiisch und zielten darauf ab, Burkina Faso innerhalb der internationalen Gemeinschaft zu isolieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Angesichts dieser imperialistischen Bestrebungen, unser Land zu beherrschen und unser Volk zu unterwerfen, haben wir uns für Verantwortung und Souveränität entschieden“, erklärte die Regierung.</p>



<h2 id="h-bruch-betrifft-das-verhaltnis-zwischen-den-staaten" class="wp-block-heading"><span id="bruch-betrifft-das-verhaeltnis-zwischen-den-staaten">Bruch betrifft das Verhältnis zwischen den Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ouagadougou betonte, dass die Entscheidung nicht gegen französische Bürger gerichtet sei. Die historischen, menschlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen zwischen beiden Bevölkerungen blieben bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie betrifft ausschließlich den institutionellen Rahmen der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten“, heißt es in der Regierungserklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden sicherten französischen und anderen ausländischen Staatsangehörigen Schutz und die Wahrung ihrer Interessen zu. Die Bevölkerung wurde zu Zurückhaltung, Verantwortungsbewusstsein und einem respektvollen Verhalten gegenüber Ausländern aufgerufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ausdrückliche Appell richtet sich gegen mögliche Übergriffe oder Vergeltungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem diplomatischen Bruch. Alle im Land lebenden Ausländer müssten im Einklang mit den Gesetzen Burkina Fasos behandelt werden.</p>



<h2 id="h-beziehungen-hatten-sich-seit-jahren-verschlechtert" class="wp-block-heading"><span id="beziehungen-hatten-sich-seit-jahren-verschlechtert">Beziehungen hatten sich seit Jahren verschlechtert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung beendet eine mehrjährige Phase wachsender Spannungen zwischen Burkina Faso und seiner früheren Kolonialmacht. Seit dem Machtwechsel durch das Militär und dem Amtsantritt von Hauptmann Ibrahim Traoré im Jahr 2022 hat Ouagadougou seine außen- und sicherheitspolitische Ausrichtung verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso kündigte Anfang 2023 das Militärabkommen mit Frankreich und verlangte den Abzug der im Land stationierten französischen Soldaten. Paris beendete daraufhin seinen Militäreinsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 2024 erklärte Burkina Faso mehrere französische Diplomaten zu unerwünschten Personen und warf ihnen subversive Aktivitäten vor. Frankreich wies die Anschuldigungen zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Zusammenarbeit in den Bereichen Medien, Kultur und Verwaltung wurde schrittweise eingeschränkt. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-verbietet-franzoesischen-sender-wegen-terrorismus-berichterstattung/" type="post" id="27185">Französische Medienangebote waren zeitweise oder dauerhaft von Sperren betroffen. </a>Zugleich verfügten beide Staaten bereits seit längerer Zeit nicht mehr über vollständig besetzte diplomatische Vertretungen auf Botschafterebene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abbruch der Beziehungen geht über die bisherigen Ausweisungen, Einschränkungen und militärischen Trennungen hinaus. Er beseitigt den verbliebenen offiziellen diplomatischen Rahmen zwischen beiden Regierungen.</p>



<h2 id="h-bruch-folgt-dem-kurs-der-sahel-allianz" class="wp-block-heading"><span id="bruch-folgt-dem-kurs-der-sahel-allianz">Bruch folgt dem Kurs der Sahel-Allianz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso stimmt seine Außen- und Sicherheitspolitik zunehmend mit Mali und Niger innerhalb der Allianz der Sahelstaaten ab. <a href="https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/" type="post" id="27290">Die drei militärisch geführten Länder werfen Frankreich regelmäßig vor, seine frühere Vormachtstellung in Westafrika erhalten zu wollen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/" type="post" id="20304">Mali hatte den französischen Botschafter bereits 2022 ausgewiesen und die militärische Zusammenarbeit mit Paris beendet. </a><a href="https://fokus-afrika.de/niger-sitzt-auf-1-800-tonnen-uran-fest/" type="post" id="27794">Niger verlangte nach dem Machtwechsel von 2023 ebenfalls den Abzug französischer Truppen und entzog dem französischen Botschafter die diplomatische Anerkennung.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="658" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-1024x658.jpeg" alt="" class="wp-image-12040 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-1024x658.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-300x193.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-768x494.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-380x244.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso-800x514.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/niger-mali-burkina-faso.jpeg 1120w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im März 2025 kündigten Burkina Faso, Mali und Niger zudem ihren gemeinsamen Austritt aus der Internationalen Organisation der Frankophonie an. Die drei Regierungen begründeten den Schritt mit ihrer staatlichen Souveränität und einer aus ihrer Sicht politisierten Haltung der Organisation.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sahelstaaten haben zugleich ihre Zusammenarbeit mit Russland ausgeweitet.<a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256"> Russische Militärangehörige und Strukturen des Africa Corps unterstützen die Regierungen im Kampf gegen bewaffnete islamistische Gruppen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ouagadougou vertieft darüber hinaus Beziehungen zu China, der Türkei, <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-sucht-den-austausch-mit-iran/" type="post" id="25052">Iran</a> und weiteren Staaten. Im Februar 2026 führte der burkinische Verteidigungsminister Célestin Simporé in Teheran Gespräche über eine sicherheitspolitische Zusammenarbeit.</p>



<h2 id="h-regierung-kundigt-weitere-diversifizierung-an" class="wp-block-heading"><span id="regierung-kuendigt-weitere-diversifizierung-an">Regierung kündigt weitere Diversifizierung an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ibrahim-traore-haelt-sich-israel-offen/">Burkina Faso will seine Außenpolitik nach dem Bruch mit Paris auf zusätzliche Partner ausrichten. </a>Die Regierung nannte die Stärkung der Süd-Süd-Kooperation, ausgewogene Beziehungen zu anderen Staaten sowie die Förderung von Sicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung als Leitlinien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ouagadougou erklärte zugleich, grundsätzlich für Gespräche mit allen Staaten offen zu bleiben. Voraussetzung seien gegenseitiger Respekt, Reziprozität, souveräne Gleichheit und die Anerkennung der jeweiligen nationalen Interessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob und unter welchen Bedingungen künftig wieder direkte diplomatische Gespräche mit Frankreich möglich wären, ließ die Regierung offen. Konkrete Angaben zum weiteren Betrieb der Botschaften, zu konsularischen Dienstleistungen oder zum Umgang mit bestehenden bilateralen Abkommen enthielt die Erklärung nicht.</p>
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		<title>UN-Chefwahl unter Verdacht: Bericht enthüllt mutmaßliche Hinterzimmerdeals – Macky Sall ohne Integritätszusage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-chefwahl-unter-verdacht-bericht-enthuellt-mutmassliche-hinterzimmerdeals-macky-sall-ohne-integritaetszusage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 21:13:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Posten gegen Stimmen? Ein neuer Bericht dokumentiert mutmaßliche Absprachen zwischen UN-Kandidaten und Vetomächten. Im aktuellen Rennen steht auch Macky Sall wegen einer bislang fehlenden Integritätszusage im Blickpunkt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-chefwahl-unter-verdacht-bericht-enthuellt-mutmassliche-hinterzimmerdeals-macky-sall-ohne-integritaetszusage%2F&amp;action_name=UN-Chefwahl%20unter%20Verdacht%3A%20Bericht%20enth%C3%BCllt%20mutma%C3%9Fliche%20Hinterzimmerdeals%20%E2%80%93%20Macky%20Sall%20ohne%20Integrit%C3%A4tszusage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-chefwahl-unter-verdacht-bericht-enthuellt-mutmassliche-hinterzimmerdeals-macky-sall-ohne-integritaetszusage/">UN-Chefwahl unter Verdacht: Bericht enthüllt mutmaßliche Hinterzimmerdeals – Macky Sall ohne Integritätszusage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats sollen Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs wiederholt politische und personelle Zugeständnisse als Gegenleistung für ihre Unterstützung abverlangt haben. Die Untersuchung wurde am 24. Juni 2026 <a href="https://static1.squarespace.com/static/5399cc0ae4b0705199b37aa3/t/6a3bd52adfe1d1158cfdc163/1782306090978/Backroom+Deals+in+Sec-Gen+selection+-+1+for+8+Billion+report+-+24+June+2026.pdf">veröffentlicht</a>. Die Kampagne „1 for 8 Billion“ dokumentiert 13 mutmaßliche Versuche solcher Tauschgeschäfte in der Geschichte der Vereinten Nationen und sieht Hinweise auf eine Beteiligung aller fünf Vetomächte. <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-verteidigt-bei-un-anhoerung-sein-vorgehen-gegen-proteste-im-senegal/">Mit Macky Sall gehört auch der frühere Präsident Senegals zu den Kandidaten der aktuellen Wahl, die eine öffentliche Integritätsverpflichtung bislang nicht unterstützt haben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veröffentlichung erfolgt kurz vor den vertraulichen Gesprächen des Sicherheitsrats mit den Bewerbern um die Nachfolge von António Guterres.<a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580"> Der neue Generalsekretär oder die neue Generalsekretärin soll das Amt am 1. Januar 2027 antreten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Geheime Absprachen über Spitzenposten könnten die Unabhängigkeit der künftigen UN-Führung bereits vor Amtsantritt einschränken. Besonders betroffen wären Bewerber aus kleineren Staaten und Ländern des Globalen Südens, deren Zugang zu einflussreichen Positionen innerhalb der Organisation durch nationale Machtmonopole begrenzt wird.</p>



<h2 id="h-sicherheitsrat-entscheidet-hinter-verschlossenen-turen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsrat-entscheidet-hinter-verschlossenen-tueren">Sicherheitsrat entscheidet hinter verschlossenen Türen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat führt die Auswahl des Generalsekretärs weitgehend vertraulich durch. Die 15 Mitgliedstaaten befragen die Kandidaten zunächst in nicht öffentlichen Sitzungen. Anschließend folgen informelle Probeabstimmungen, bei denen die Mitglieder ihre Zustimmung oder Ablehnung ausdrücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten dieser sogenannten Straw Polls sollen in der letzten Juliwoche beginnen. In einer späteren Phase verwenden die fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die Vereinigten Staaten andersfarbige Stimmzettel als die zehn gewählten Ratsmitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ablehnende Stimme auf einem Stimmzettel der Vetomächte signalisiert, dass ein Kandidat mit einem späteren Veto rechnen muss. Dadurch entsteht erheblicher Druck, vermutete Forderungen eines ständigen Mitglieds zu erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben klar formulierten Tauschgeschäften spielen auch unausgesprochene Erwartungen eine Rolle. Staaten könnten etwa die Besetzung eines hohen UN-Amtes mit einem eigenen Staatsangehörigen verlangen oder davon ausgehen, nach der Wahl für ihre Unterstützung entschädigt zu werden.</p>



<h2 id="h-13-mutmassliche-tauschgeschafte-dokumentiert" class="wp-block-heading"><span id="13-mutmassliche-tauschgeschaefte-dokumentiert">13 mutmaßliche Tauschgeschäfte dokumentiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung stützt sich auf mehr als 40 Gespräche mit früheren Diplomaten, hochrangigen UN-Bediensteten, Kandidaten früherer Auswahlverfahren, Mitgliedern von Wahlkampfteams, Wissenschaftlern und Journalisten. Unter den Gesprächspartnern befanden sich sechs Bewerber aus dem Auswahlverfahren von 2016.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden 13 Fälle identifiziert, in denen Staaten ihre Unterstützung mutmaßlich mit Forderungen oder Angeboten verbunden haben sollen. Etwa die Hälfte dieser Vereinbarungen wurde offenbar angenommen. Die dokumentierten Beispiele gelten als wahrscheinlicher Bruchteil der tatsächlichen Absprachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Angaben beruhen auf vertraulichen Aussagen und historischen Darstellungen. Die betroffenen Vorgänge wurden nicht in allen Fällen öffentlich bestätigt.</p>



<h2 id="h-china-soll-von-kurt-waldheim-einen-spitzenposten-erhalten-haben" class="wp-block-heading"><span id="china-soll-von-kurt-waldheim-einen-spitzenposten-erhalten-haben">China soll von Kurt Waldheim einen Spitzenposten erhalten haben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der frühen Beispiele betrifft die Wahl Kurt Waldheims im Jahr 1971. Nach der Übernahme des chinesischen Sitzes bei den Vereinten Nationen soll die Volksrepublik China einen hochrangigen Posten im UN-Sekretariat verlangt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Waldheim schuf anschließend das Amt des Untergeneralsekretärs für politische Angelegenheiten, Treuhandfragen und Entkolonialisierung und besetzte es mit einem chinesischen Staatsangehörigen. Die zeitliche und politische Verbindung gilt als Hinweis auf eine entsprechende Absprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderes Verhalten zeigte U Thant im Jahr 1961. Frankreich soll von ihm verlangt haben, einen französischen Staatsangehörigen zum Kabinettschef zu ernennen. U Thant wies die Forderung zurück und stellte klar, dass Frankreich seine Kandidatur gegebenenfalls blockieren könne. Frankreich ließ die Forderung daraufhin fallen.</p>



<h2 id="h-frankreich-sicherte-sich-einfluss-auf-un-friedensmissionen" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-sicherte-sich-einfluss-auf-un-friedensmissionen">Frankreich sicherte sich Einfluss auf UN-Friedensmissionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Auswahl Kofi Annans im Jahr 1996 soll Frankreich seine Unterstützung an die Ernennung eines französischen Staatsangehörigen zum Leiter der UN-Friedensmissionen geknüpft haben. Annan akzeptierte die Forderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Auswahlverfahren von 2006 verlangte Frankreich vom späteren Generalsekretär Ban Ki-moon, den Spitzenposten für Friedensoperationen erneut mit einem Franzosen zu besetzen. Seit 1997 wurde dieses Amt durchgehend von französischen Staatsangehörigen geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Praxis wird als „Ringfencing“ bezeichnet. Dabei werden bestimmte Spitzenpositionen faktisch für Angehörige einzelner Staaten oder Staatengruppen reserviert, obwohl sie offiziell nach Qualifikation und unter Berücksichtigung einer breiten geografischen Verteilung besetzt werden sollen.</p>



<h2 id="h-usa-und-grossbritannien-stellten-forderungen-an-ban-ki-moon" class="wp-block-heading"><span id="usa-und-grossbritannien-stellten-forderungen-an-ban-ki-moon">USA und Großbritannien stellten Forderungen an Ban Ki-moon</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten forderten <a href="https://fokus-afrika.de/ban-ki-moon-warnt-vor-bedeutungsverlust-des-sicherheitsrats-ohne-reformen/">Ban Ki-moon</a> 2006 auf, einen US-Amerikaner in eine der höchsten politischen Funktionen des UN-Sekretariats zu berufen. Nach seinem Amtsantritt erhielt ein amerikanischer Staatsangehöriger den entsprechenden Posten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2007 wird die höchste politische Position im Sekretariat ununterbrochen von US-Amerikanern besetzt. Das gilt als Beispiel für ein nationales Monopol, das den Zugang von Bewerbern aus anderen Teilen der Welt einschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien verlangte während Bans Kandidatur, einen Briten mit der Leitung der politischen Angelegenheiten zu betrauen. Ban lehnte diese konkrete Forderung ab. Der humanitäre Spitzenposten der Vereinten Nationen wurde jedoch seit 2007 durchgehend von britischen Staatsangehörigen geführt.</p>



<h2 id="h-guterres-soll-russland-entgegengekommen-sein" class="wp-block-heading"><span id="guterres-soll-russland-entgegengekommen-sein">Guterres soll Russland entgegengekommen sein</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-23401 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1536x864.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/COP30_-_Antonio_Guterres_07.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch António Guterres wurde vor seiner Wahl im Jahr 2016 mit einer Forderung Russlands konfrontiert. Moskau verlangte die Ernennung eines russischen Staatsangehörigen für eine hohe Position am UN-Hauptsitz als Gegenleistung für seine Zustimmung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres gründete später das Büro der Vereinten Nationen zur Terrorismusbekämpfung und ernannte einen Russen zu dessen Leiter. Diese Position ist weiterhin mit einem russischen Staatsangehörigen besetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spanien, das damals als gewähltes Mitglied dem Sicherheitsrat angehörte und Guterres unterstützte, verlangte ebenfalls eine einflussreiche Aufgabe für einen spanischen Staatsangehörigen. Guterres ernannte später einen Spanier zu seinem leitenden politischen Berater.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Vereinbarungen können Reformen erschweren. Wer bereits vor Amtsantritt bestimmte Posten oder Strukturen zusagt, hat später weniger Spielraum für Veränderungen.</p>



<h2 id="h-spitzenposten-bleiben-unter-den-vetomachten-verteilt" class="wp-block-heading"><span id="spitzenposten-bleiben-unter-den-vetomaechten-verteilt">Spitzenposten bleiben unter den Vetomächten verteilt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere langjährige nationale Besetzungsmuster innerhalb der Vereinten Nationen lassen sich erkennen. Neben dem politischen Spitzenamt für die Vereinigten Staaten und den Friedensoperationen für Frankreich werden die humanitäre Koordination mit Großbritannien und die Leitung der UN-Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten mit China verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vier chinesische Staatsangehörige führten nacheinander die Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten. Seit 1993 stand zudem entweder das UN-Büro in Wien oder das UN-Büro in Genf unter der Leitung eines russischen Staatsangehörigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Monopole widersprechen Artikel 100 der UN-Charta, der die Unabhängigkeit des internationalen Personals von einzelnen Regierungen festschreibt. Auch die Generalversammlung hat seit 1980 in mindestens 15 Resolutionen nationale Monopole auf Spitzenpositionen abgelehnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 2024 angenommene Zukunftspakt der Vereinten Nationen hält ebenfalls fest, dass kein Staat und keine Staatengruppe ein Monopol auf hohe Ämter innerhalb des UN-Systems besitzen soll.</p>



<h2 id="h-macky-sall-unterstutzt-integritatsprinzipien-bislang-nicht" class="wp-block-heading"><span id="macky-sall-unterstuetzt-integritaetsprinzipien-bislang-nicht">Macky Sall unterstützt Integritätsprinzipien bislang nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„1 for 8 Billion“ fordert die Bewerber der aktuellen Wahl auf, die „Principles for Integrity in UN Secretary-General Campaigns“ öffentlich anzuerkennen. Die Grundsätze verpflichten Kandidaten unter anderem dazu, ihre Unabhängigkeit von einzelnen Mitgliedstaaten auch bei der Besetzung hoher Positionen zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Michelle Bachelet, María Fernanda Espinosa, Rebeca Grynspan und Carolyn Rodrigues Birkett haben die Prinzipien unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall und Rafael Grossi haben die Erklärung bislang nicht unterzeichnet. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie Absprachen mit Staaten getroffen haben. Gefordert wird jedoch eine klare Zusage, keine Unterstützung gegen Posten, politische Gefälligkeiten oder den Schutz nationaler Personalmonopole einzutauschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere senegalesische Präsident Sall ist einer von sechs genannten Bewerbern. Seine Kandidatur bringt erstmals seit Jahrzehnten wieder einen prominenten westafrikanischen Politiker in das Rennen um das höchste Amt der Vereinten Nationen.</p>



<h2 id="h-reformdruck-erhoht-bedeutung-der-auswahl" class="wp-block-heading"><span id="reformdruck-erhoeht-bedeutung-der-auswahl">Reformdruck erhöht Bedeutung der Auswahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl fällt in eine Phase finanzieller und politischer Spannungen innerhalb der Vereinten Nationen. Die Organisation steht unter Druck, ihre Strukturen zu verkleinern, Aufgaben neu zu ordnen und auf veränderte geopolitische Machtverhältnisse zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusagen an Vetomächte könnten den Handlungsspielraum der neuen UN-Führung bei solchen Reformen einengen. Vereinbarungen über Personal und Zuständigkeiten könnten bestehende Strukturen schützen, auch wenn organisatorische Veränderungen erforderlich wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefordert wird, keine personellen Gegenleistungen für Stimmen zu verlangen. Kandidaten sollen Gespräche über Spitzenpositionen offenlegen und nationale Monopole beenden. Der künftige Generalsekretär oder die künftige Generalsekretärin soll hohe Ämter öffentlich ausschreiben und nach Qualifikation, Unabhängigkeit sowie geografischer Vielfalt besetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland und Frankreich treiben neue EU-Sicherheitsstrategie voran</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:44:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28367</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sicherheit umfasst für Berlin künftig mehr als Militär: Deutschland und Frankreich wollen Rohstoffe, Halbleiter, Lieferketten und Krisenvorsorge in einer neuen EU-Strategie zusammenführen. Am Fünf-Prozent-Ziel der NATO hält die Bundesregierung fest.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran%2F&amp;action_name=Deutschland%20und%20Frankreich%20treiben%20neue%20EU-Sicherheitsstrategie%20voran&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-frankreich-treiben-neue-eu-sicherheitsstrategie-voran/">Deutschland und Frankreich treiben neue EU-Sicherheitsstrategie voran</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Frankreich wollen die künftige EU-Sicherheitsstrategie mit gemeinsamen Vorschlägen prägen und dabei militärische, wirtschaftliche und technologische Risiken zusammenführen. Die Bundesregierung legte ihre Position am 17. Juni 2026 in einer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/065/2106535.pdf">Antwort</a> an den Bundestag dar. Der geplante europäische Sicherheitsrahmen soll neben Verteidigungsfähigkeit auch Krisenvorsorge, Handel, Klima, Erweiterungspolitik sowie digitale und wirtschaftliche Sicherheit umfassen. Berlin hält zugleich am Ziel fest, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und verteidigungsrelevante Infrastruktur einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung und die französische Regierung übermittelten ihr gemeinsames Papier bereits im März an den Europäischen Auswärtigen Dienst, die Europäische Kommission und die übrigen EU-Mitgliedstaaten. Am 23. März wurde das Dokument auch dem Deutschen Bundestag zugeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Kommission hatte die Erarbeitung einer neuen Sicherheitsstrategie im Januar angekündigt. Der Europäische Auswärtige Dienst legte den Mitgliedstaaten am 9. März das Diskussionspapier „New European Security Strategy – turning Europe’s strength into power“ vor.</p>



<h2 id="h-veroffentlichung-nach-nato-gipfel-geplant" class="wp-block-heading"><span id="veroeffentlichung-nach-nato-gipfel-geplant">Veröffentlichung nach NATO-Gipfel geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue EU-Strategie soll nach gegenwärtigem Kenntnisstand der Bundesregierung erst nach dem NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara veröffentlicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgesehen ist eine gemeinsame Mitteilung der Europäischen Kommission und des Europäischen Auswärtigen Dienstes. Konkrete Inhalte des endgültigen Textes liegen der Bundesregierung nach eigener Darstellung noch nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin unterstützt grundsätzlich den breiten Sicherheitsbegriff des europäischen Diskussionspapiers. Sicherheit soll demnach nicht allein als Schutz vor militärischen Angriffen verstanden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrikas-rohstoffe-ruecken-in-deutschlands-sicherheitsagenda/">Auch widerstandsfähige Lieferketten, sichere digitale Systeme, wirtschaftliche Handlungsfähigkeit und die Vorbereitung auf Krisen sollen Bestandteil der europäischen Sicherheitsarchitektur werden. </a>Hinzu kommen Handels-, Klima- und Erweiterungspolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-risiken-und-chancen-kritischer-rohstoffe/">Der Ansatz verbindet damit traditionelle Verteidigungspolitik mit Bereichen, die bisher häufig der Wirtschafts-, Industrie- oder Technologiepolitik zugeordnet wurden.</a></p>



<h2 id="h-rohstoffe-und-lieferketten-werden-teil-der-sicherheitspolitik" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-und-lieferketten-werden-teil-der-sicherheitspolitik">Rohstoffe und Lieferketten werden Teil der Sicherheitspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will strategische Abhängigkeiten insbesondere bei Rohstoffen, Halbleitern und kritischen Technologien verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf europäischer Ebene unterstützt Berlin eine risikobasierte Wirtschaftssicherheitspolitik. Diese soll sich auf besonders gefährdete Bereiche wie die Stabilität von Lieferketten konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will noch 2026 gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft eine nationale Wirtschaftssicherheitsstrategie entwickeln. Sie soll sich an der europäischen Wirtschaftssicherheitsagenda orientieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Rohstoffen setzt die Bundesregierung unter anderem auf einen nationalen Rohstofffonds und Garantien für ungebundene Finanzkredite. Solche Garantien können Unternehmen bei der Finanzierung von Projekten unterstützen, die der Versorgung Deutschlands mit wichtigen Rohstoffen dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Baustein sind Rohstoffpartnerschaften mit rohstoffreichen Staaten. Konkrete Partnerländer oder neue Vereinbarungen nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben unterstützt Berlin europäische Maßnahmen im Rahmen des sogenannten RESourceEU-Aktionsplans der Europäischen Kommission. Ziel ist eine breitere und widerstandsfähigere Versorgung mit strategisch wichtigen Rohstoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die stärkere sicherheitspolitische Bedeutung von Rohstoffen betrifft auch die Beziehungen Europas zu afrikanischen Staaten. Zahlreiche für Energiewende, Digitalisierung und Verteidigungsindustrie benötigte Rohstoffe werden auf dem Kontinent gefördert. Die Bundesregierung benennt in ihrer Antwort jedoch weder einzelne afrikanische Länder noch konkrete Projekte.</p>



<h2 id="h-deutschland-baut-mikroelektronik-aus" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-baut-mikroelektronik-aus">Deutschland baut Mikroelektronik aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Versorgung mit Halbleitern gehört zum neuen Sicherheitsverständnis. Die Bundesregierung hatte im Oktober 2025 eine nationale Mikroelektronikstrategie beschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sollen Forschung, Entwicklung, Design und Produktion von Mikrochips in Deutschland und Europa ausgebaut werden. Die Abhängigkeit von Produktionsstandorten außerhalb Europas soll dadurch sinken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin unterstützt unter anderem europäische Großprojekte und den Bau moderner Chipfabriken sowie technologischer Pilotlinien. Fördermittel fließen dabei auch über sogenannte wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betrachtet nicht nur die eigentliche Chipproduktion als strategisch. Auch Hersteller von Produktionsanlagen, Zulieferer und Forschungseinrichtungen gehören zur europäischen Wertschöpfungskette.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu möglichen Auswirkungen dieser Politik auf die Beziehungen zu China, den Vereinigten Staaten oder anderen Drittstaaten äußerte sich die Bundesregierung nicht. Sie verwies darauf, dass die endgültigen Inhalte der europäischen Sicherheitsstrategie noch nicht feststünden.</p>



<h2 id="h-nato-bleibt-grundlage-der-kollektiven-verteidigung" class="wp-block-heading"><span id="nato-bleibt-grundlage-der-kollektiven-verteidigung">NATO bleibt Grundlage der kollektiven Verteidigung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass die EU ihre sicherheits- und verteidigungspolitischen Fähigkeiten in enger Abstimmung mit der NATO ausbauen müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doppelte militärische Strukturen sollen vermieden werden. Die NATO bleibe das Fundament der kollektiven Verteidigung ihrer europäischen Mitglieder, erklärte die Bundesregierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union soll zugleich einen stärkeren Beitrag zur europäischen, transatlantischen und globalen Sicherheit leisten. EU-Initiativen sollen die NATO ergänzen und nicht ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin hält dabei am sogenannten Fünf-Prozent-Ziel fest. Dieses sieht vor, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und verteidigungsrelevante Infrastruktur einzusetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28369 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/German_Chancellor_Friedrich_Merz_French_President_Emmanuel_Macron_and_other_European_leaders_meet_with_President_Donald_Trump_54732162600.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung sieht keinen Anlass, von den Beschlüssen des NATO-Gipfels in Den Haag vom Juni 2025 abzuweichen. Sie begründet ihre Position mit einer verschärften Bedrohungslage und wachsenden sicherheitspolitischen Unsicherheiten in Europa.</p>
</div></div>



<h2 id="h-werte-und-interessen-sollen-verbunden-werden" class="wp-block-heading"><span id="werte-und-interessen-sollen-verbunden-werden">Werte und Interessen sollen verbunden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Diskussionspapier des Europäischen Auswärtigen Dienstes wird ein „prinzipienorientierter Pragmatismus“ als möglicher außenpolitischer Ansatz zur Debatte gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung legte dafür keine eigene Definition vor. <a href="https://fokus-afrika.de/bergbau-fur-die-energiewende-muss-menschenrechte-respektieren/" type="post" id="2425">Sie erklärte jedoch, ihre Außenpolitik beruhe weiterhin auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig will Berlin multilaterale Organisationen und internationale Foren nutzen, um deutsche und europäische Interessen durchzusetzen. Die Bundesregierung sieht darin keinen Widerspruch zu einer wertegebundenen Außenpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie unterstützt auch Maßnahmen, mit denen die Europäische Union ihre Verteidigungsbereitschaft erhöht. Diese sollen nach ihrer Darstellung Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsch-französische Vorschlagspapier wurde innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Welche einzelnen Empfehlungen Berlin und Paris für die endgültige Strategie vorgelegt haben, wird in der Antwort an den Bundestag nicht ausgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Steckt eine israelische Firma hinter Einflussoperationen bei Wahlen in Angola und Frankreich?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/steckt-eine-israelische-firma-hinter-einflussoperationen-bei-wahlen-in-angola-und-frankreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 11:48:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>48 Profile mit KI-Bildern, portugiesischen Namen und koordinierten Reaktionen: Eine französische Untersuchung legt technische Verbindungen zwischen einem Pro-MPLA-Netzwerk in Angola und der israelischen Einflussfirma BlackCore offen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsteckt-eine-israelische-firma-hinter-einflussoperationen-bei-wahlen-in-angola-und-frankreich%2F&amp;action_name=Steckt%20eine%20israelische%20Firma%20hinter%20Einflussoperationen%20bei%20Wahlen%20in%20Angola%20und%20Frankreich%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die französische Behörde Viginum hat 48 mutmaßlich unechte Facebook-Konten identifiziert, die Inhalte der angolanischen Regierung und der Regierungspartei MPLA koordiniert verstärkten und technische Verbindungen zur israelischen Einflussfirma BlackCore aufweisen. Ein Unterbereich der BlackCore-Website verweist zudem auf eine Schulung für die angolanische Regierung im Februar 2026. Einen formellen Auftrag Luandas an das Unternehmen belegt die Untersuchung jedoch nicht abschließend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viginum ist der französische staatliche Dienst zur Abwehr und zum Schutz vor ausländischer digitaler Einmischung und Desinformation. Der 2021 gegründete und dem Generalsekretariat für Verteidigung und nationale Sicherheit (SGDSN) unterstellte Dienst analysiert öffentlich zugängliche Online-Inhalte, um koordinierte Manipulationskampagnen gegen Frankreich zu erkennen und zu <a href="https://www.sgdsn.gouv.fr/files/files/viginum/Publications/20260611_SGDSN_VIGINUM_Rapport-public_Elections-municipales.pdf">dokumentieren</a>. Im Rahmen dieser Aufgabe untersucht Viginum digitale Einflussoperationen aus dem Ausland. Die Behörde entdeckte das angolanische Netzwerk bei Ermittlungen zu einer Kampagne gegen Kandidaten der französischen Linkspartei La France Insoumise bei den Kommunalwahlen im März.</p>



<h2 id="h-48-konten-verstarkten-regierungsinhalte" class="wp-block-heading"><span id="48-konten-verstaerkten-regierungsinhalte">48 Konten verstärkten Regierungsinhalte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 48 zum Zeitpunkt der Untersuchung noch aktiven Konten verwendeten überwiegend portugiesisch klingende Namen wie „Maria Sousa“, „Paulo Carvalho“ oder „Luisa Pereira“. Ihre Profilbilder waren nach Einschätzung von Viginum mit künstlicher Intelligenz erzeugt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen den Profilen bestanden wiederkehrende Verhaltensmuster. Sie verbreiteten dieselben Beiträge, reagierten koordiniert mit Gefällt-mir-Angaben und Kommentaren und verstärkten gegenseitig ihre Veröffentlichungen. Die Aktivitäten konzentrierten sich auf Inhalte der angolanischen Regierung und Beiträge zugunsten der Volksbewegung für die Befreiung Angolas, kurz MPLA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Konten traten außerdem Facebook-Gruppen mit angolanischem Publikum bei, darunter Gruppen, die offen die MPLA unterstützten. Die Partei regiert Angola seit der Unabhängigkeit im Jahr 1975. Staatspräsident João Lourenço steht zugleich an ihrer Spitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischen Ermittler stellten auch Fehler fest, die Zweifel an der vorgegebenen Identität der Profile weckten. Einige Kommentare unter offiziellen Veröffentlichungen der angolanischen Regierung waren nicht auf Portugiesisch, sondern auf Französisch verfasst. Einzelne Konten hatten zuvor französisch klingende Namen getragen. So war das Profil „Carlos Fernandes“ früher unter dem Namen „Alex Dupuis“ aktiv.</p>



<h2 id="h-uberschneidungen-mit-kampagne-in-frankreich" class="wp-block-heading"><span id="ueberschneidungen-mit-kampagne-in-frankreich">Überschneidungen mit Kampagne in Frankreich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viginum entdeckte mehrere direkte Kontakte zwischen dem lusophonen Netzwerk und Konten, die zuvor Inhalte rund um die französischen Kommunalwahlen verbreitet hatten. Profile aus beiden Gruppen reagierten aufeinander und verstärkten gegenseitig ihre Beiträge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischsprachigen Konten gehörten zum sogenannten Rokh-Solis-Netzwerk. Dieses verbreitete falsche oder irreführende Vorwürfe gegen La France Insoumise und mehrere ihrer Kandidaten in Marseille, Toulouse und Roubaix. Zu den eingesetzten Mitteln gehörten eigens eingerichtete Internetseiten, gefälschte Identitäten und koordinierte Aktivitäten auf Facebook, X, Instagram und TikTok.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Bewertung von Viginum erfüllte Rokh Solis die Kriterien einer ausländischen digitalen Einmischung. Die Sichtbarkeit der Inhalte blieb vor den französischen Kommunalwahlen jedoch begrenzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der weiteren Untersuchung stieß die Behörde auf ähnliche Konten und technische Infrastrukturen, die auch mit Aktivitäten in Angola, Togo, Gabun, Schottland und den Vereinigten Staaten in Verbindung standen.</p>



<h2 id="h-unterseite-verweist-auf-schulung-in-angola" class="wp-block-heading"><span id="unterseite-verweist-auf-schulung-in-angola">Unterseite verweist auf Schulung in Angola</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Spur führte zur Internetdomain blackcore.online. BlackCore bezeichnete sich dort als Anbieter von Einfluss-, Sicherheits- und Technologielösungen für Regierungen. Viginum konnte für das Unternehmen jedoch keine rechtliche Registrierung feststellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der inzwischen entfernte Unterbereich angola-plan.blackcore.online verwies auf eine im Februar 2026 abgehaltene Schulung für die angolanische Regierung. Die Behörde wertet dies als Hinweis darauf, dass BlackCore unmittelbar mit Regierungsvertretern in Angola zu tun hatte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1023" height="575" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking.webp" alt="" class="wp-image-28307 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking.webp 1023w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Joao_Lourenco_at_an_MPLA_event_speaking-800x450.webp 800w" sizes="(max-width: 1023px) 100vw, 1023px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Viginum formuliert zugleich ausdrücklich nur die Hypothese, dass das Netzwerk zur Verstärkung angolanischer Regierungsinhalte mit dieser Tätigkeit von BlackCore zusammenhing. Als Stütze nennt die Behörde Überschneidungen bei der technischen Infrastruktur und den verwendeten Methoden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Unterseite beschrieb das Geschäftsmodell des Unternehmens. BlackCore gab dort an, über insgesamt 1.600 künstliche Nutzerprofile auf Facebook, Instagram und TikTok zu verfügen. Als Instrumente nannte die Firma den massenhaften Versand privater Nachrichten und das gezielte Einschleusen von Profilen in Onlinegemeinschaften und Facebook-Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Methoden entsprechen den von Viginum in Angola beobachteten Aktivitäten. Die Konten versuchten nicht nur, einzelne Veröffentlichungen sichtbarer zu machen. Sie positionierten sich über längere Zeit in bestehenden Gruppen, um ihre Inhalte vor einem glaubwürdig wirkenden sozialen Umfeld zu verbreiten.</p>



<h2 id="h-technische-spuren-fuhren-nach-israel" class="wp-block-heading"><span id="technische-spuren-fuehren-nach-israel">Technische Spuren führen nach Israel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Unterbereiche der BlackCore-Infrastruktur waren mit Programmen zur Suche nach Facebook-Gruppen, zur Verwaltung künstlicher Profile und zur automatisierten Verstärkung von Beiträgen verbunden. Viginum fand außerdem hebräische Metadaten und Verbindungen zu mehreren in Israel ansässigen oder von israelischen Staatsbürgern geführten Technologieunternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine Seite mit dem Namen „Politizando Angola“ tauchte im Umfeld der Ermittlungen auf. Sie war denselben Facebook-Gruppen beigetreten wie Teile des Netzwerks, das regierungsfreundliche Inhalte in Angola verstärkte. Eine damit verbundene TikTok-Spur war nach Angaben der französischen Behörde in Israel lokalisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchungen ermöglichen Viginum zufolge dennoch keine präzise Bestimmung aller beteiligten Betreiber und ihrer jeweiligen Aufgaben. Die Behörde spricht von einer wahrscheinlichen Beteiligung BlackCores an den untersuchten Einflusskampagnen, ordnet dem Unternehmen aber nicht abschließend jede einzelne Aktivität zu.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Russland schützt Madagaskars Regierung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russland-schuetzt-madagaskars-regierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 20:07:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28259</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach Präsidentengarde und Spezialkräften hat Russland nun auch den Personenschutz der madagassischen Regierung ausgebildet. Moskaus Sicherheitskooperation mit Antananarivo erreicht damit eine weitere zentrale staatliche Einheit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussland-schuetzt-madagaskars-regierung%2F&amp;action_name=Russland%20sch%C3%BCtzt%20Madagaskars%20Regierung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Russische Ausbilder haben erstmals Angehörige des Sicherheitsbataillons der madagassischen Regierung für den Personenschutz des Premierministers und der Kabinettsmitglieder geschult. Die sechswöchige Ausbildung endete am 17. Juni. Zehn Soldaten trainierten den Umgang mit Waffen, die Abwehr von Bedrohungen und verschiedene Kampftechniken. Der Kurs erweitert eine Sicherheitskooperation, die Antananarivo und Moskau seit dem Machtwechsel im Oktober 2025 deutlich ausgebaut haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bataillon für die Sicherheit der Primature ist unmittelbar für den Schutz von Premierminister Mamitiana Rajaonarison und weiteren Regierungsmitgliedern zuständig. Die madagassische Regierungszentrale kündigte nach Abschluss der Ausbildung neue Ausrüstung und Uniformen für die Einheit an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schulung folgt auf mehrere russische Ausbildungsprogramme für die Streitkräfte, Spezialeinheiten und die Präsidentengarde. <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/">Damit erstreckt sich die russische Unterstützung inzwischen auf mehrere bewaffnete Einheiten, die für die Führung des Staates und den Schutz seiner Institutionen eingesetzt werden.</a></p>



<h2 id="h-von-der-prasidentengarde-zur-primature" class="wp-block-heading"><span id="von-der-praesidentengarde-zur-primature">Von der Präsidentengarde zur Primature</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 5. Mai hatte das dem russischen Verteidigungsministerium zugeordnete Africa Corps eine Ausbildung für 127 madagassische Soldaten abgeschlossen. Zu den Teilnehmern gehörten Angehörige der Spezialkräfte und der Präsidentengarde. Die Militärführung Madagaskars und die russische Botschaft begleiteten die Abschlusszeremonie in Antananarivo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die madagassische Präsidentschaft hatte das Programm im Januar zunächst für 140 Soldaten angekündigt. Die achtwöchige Ausbildung umfasste Schießtraining, den Einsatz von Aufklärungs- und Angriffsdrohnen, Pionieraufgaben sowie die Vorbereitung von Angriffseinheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erste Gruppe erhielt Anfang März ihre Abschlusszertifikate. Die zweite Ausbildungsphase konzentrierte sich stärker auf Spezialkräfte und den Schutz des Präsidenten. Mit der anschließenden Schulung des Sicherheitsbataillons der Primature wurde nun auch der Personenschutz der Regierung in die Zusammenarbeit einbezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russischen Ausbilder waren bereits Ende Dezember 2025 nach Madagaskar gekommen.&nbsp;<em>Madagascar-Tribune.com</em>berichtete damals über eine etwa 40-köpfige Delegation unter Leitung des russischen Generals Andrei Awerjanow. Er gilt als führender Vertreter des militärischen Nachrichtendienstes und als Verantwortlicher des Africa Corps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation entstand Ende 2023 nach dem Tod des Wagner-Gründers Jewgeni Prigoschin. <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Russland überführte damit einen Teil der bisherigen Wagner-Strukturen in eine Organisation unter direkterer Kontrolle des Verteidigungsministeriums.</a> Das Africa Corps setzt sich aus ehemaligen Wagner-Kämpfern, früheren Kommandeuren und neu angeworbenem Personal zusammen.</p>



<h2 id="h-russland-liefert-waffen-fahrzeuge-und-baumaschinen" class="wp-block-heading"><span id="russland-liefert-waffen-fahrzeuge-und-baumaschinen">Russland liefert Waffen, Fahrzeuge und Baumaschinen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/" type="post" id="24972">Die Ausbildungsprogramme sind Teil einer Reihe militärischer Lieferungen und politischer Kontakte.</a> Am 14. Januar kündigte die madagassische Übergangsregierung den Erhalt eines ersten russischen Rüstungspakets an. Es umfasste Sturmgewehre, Drohnen und Präzisionsausrüstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. April folgten leichte gepanzerte Fahrzeuge und Militärlastwagen. Russland lieferte zudem Hubschrauber und schwere Fahrzeuge, die nach dem Zyklon Gezani auch bei Wiederaufbauarbeiten eingesetzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Juni übergab Moskau auf dem Militärstützpunkt Ivato weitere technische Geräte. Zu der Lieferung gehörten ein Kettenbulldozer, ein Radlader, ein Mobilkran, ein Bagger, mobile Stromgeneratoren sowie Anlagen zur Wasseraufbereitung und zur Notstromversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geräte sollen nach Angaben der russischen Botschaft bei Naturkatastrophen und beim Bau öffentlicher Infrastruktur eingesetzt werden. Organisiert wurde die Lieferung von der für internationale Militärkooperation zuständigen Abteilung des russischen Verteidigungsministeriums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Geschäftsträger Alexei Burjak bezeichnete die Übergabe als „eine neue Etappe der russischen Unterstützung für Madagaskar“. Der Schritt zeige, „dass wir ein verlässlicher Partner sind“. Russland verbinde die militärische Zusammenarbeit zunehmend mit Unterstützung für zivile Aufgaben, erklärte Burjak.</p>



<h2 id="h-kontakte-zwischen-antananarivo-und-moskau-nehmen-zu" class="wp-block-heading"><span id="kontakte-zwischen-antananarivo-und-moskau-nehmen-zu">Kontakte zwischen Antananarivo und Moskau nehmen zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/" type="post" id="22434">Die neue Intensität der Zusammenarbeit setzte nach dem Machtwechsel im Oktober 2025 ein.</a> Damals übernahm Oberst Michaël Randrianirina nach einem Staatsstreich die Führung Madagaskars.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24627 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-im-kontakt-mit-neuem-praesidenten-madagaskars-michael-randrianirina/" type="post" id="20880">Am 19. Februar empfing der russische Präsident Wladimir Putin Randrianirina in Moskau.</a> Ende März wurde eine russisch-madagassische Handelskammer eröffnet. Eine russische Wirtschaftsdelegation besuchte im Mai zudem Antsiranana, um eine mögliche Wiederbelebung der strategisch gelegenen Schiffswerft Secren zu prüfen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Staaten unterhalten bereits seit mehr als fünf Jahrzehnten militärische Beziehungen. Ein großer Teil der Ausrüstung der madagassischen Streitkräfte stammt aus sowjetischer oder russischer Produktion. Seit Ende 2025 hat sich jedoch die Zahl der Waffenlieferungen, Ausbildungsprogramme und hochrangigen Kontakte deutlich erhöht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die madagassische Führung begründet die Zusammenarbeit vor allem mit der inneren Sicherheitslage. Dazu gehören bewaffnete Viehdiebstähle im Süden und Westen des Landes. Randrianirina erklärte, die russischen Ausbilder könnten Veränderungen bei den für seinen Schutz zuständigen Sicherheitskräften bewirken.</p>



<h2 id="h-africa-corps-erreicht-den-indischen-ozean" class="wp-block-heading"><span id="africa-corps-erreicht-den-indischen-ozean">Africa Corps erreicht den Indischen Ozean</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">Mit dem Engagement in Madagaskar weitet das Africa Corps seinen Einsatzraum über seine bisherigen Schwerpunkte in der Sahelzone und Zentralafrika hinaus aus.</a> Die Organisation ist unter anderem in Libyen, Sudan, Mali, Burkina Faso, Niger und der Zentralafrikanischen Republik aktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> setzte das Africa Corps im November 2024 auf seine Sanktionsliste. Die britische Regierung wirft der Organisation weitreichende Menschenrechtsverletzungen und die wirtschaftliche Ausbeutung natürlicher Ressourcen in afrikanischen Staaten vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Madagaskar liegt mehr als 6.000 Kilometer von den bisherigen Einsatzgebieten des Africa Corps im Sahel entfernt. Die Insel grenzt an den Kanal von Mosambik, eine wichtige Schifffahrtsroute zwischen dem südlichen Afrika, dem Indischen Ozean und internationalen Energiemärkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-madagaskar-geben-sich-klare-ziele/">Der Ausbau der russischen Zusammenarbeit fällt zugleich in eine Phase wachsender Spannungen zwischen Antananarivo und Paris.</a> Die madagassischen Behörden verlangten Ende April die Ausweisung eines Mitarbeiters der französischen Botschaft. Ihm wurden Verbindungen zu mutmaßlichen Versuchen vorgeworfen, die politische Ordnung des Landes zu destabilisieren.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russland-schuetzt-madagaskars-regierung/">Russland schützt Madagaskars Regierung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Ruto bringt Afrikas Finanzagenda zum G7 – Kenias Schuldenlast erhöht den Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ruto-bringt-afrikas-finanzagenda-zum-g7-kenias-schuldenlast-erhoeht-den-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 09:57:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>William Ruto reist mit Forderungen nach günstigeren Krediten, Finanzreformen und neuen Investitionen zum G7-Gipfel. Doch Kenias hohe Schulden, das Handelsdefizit mit China und anhaltende Proteste setzen seiner internationalen Agenda enge Grenzen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fruto-bringt-afrikas-finanzagenda-zum-g7-kenias-schuldenlast-erhoeht-den-druck%2F&amp;action_name=Ruto%20bringt%20Afrikas%20Finanzagenda%20zum%20G7%20%E2%80%93%20Kenias%20Schuldenlast%20erh%C3%B6ht%20den%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto will beim G7-Gipfel in Frankreich für eine Reform der internationalen Finanzordnung, günstigere Kredite und mehr Investitionen in Afrika werben. Am 15. Juni reist er nach Évian, wo die Staats- und Regierungschefs bis zum 17. Juni über globale wirtschaftliche Ungleichgewichte beraten. Das kenianische Präsidialamt kündigte an, Ruto werde die beim Africa Forward Summit in Nairobi formulierten afrikanischen Positionen vortragen. Seine Reise fällt in eine Phase, in der hohe Schuldendienstkosten, steigende Lebenshaltungskosten und Proteste gegen die Regierung den innenpolitischen Druck in Kenia erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum von Rutos Auftritt sollen die hohen Finanzierungskosten afrikanischer Staaten, die Reform internationaler Kreditregeln und der Zugang zu privaten Investitionen stehen. Nairobi will zudem engere Partnerschaften in den Bereichen Handel, Infrastruktur, Energie, Klimaschutz und Digitalisierung anstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto stellte sich in der Erklärung als Vertreter afrikanischer Interessen beim Gipfel dar. Ein formales Mandat der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanischen Union</a> erwähnte er jedoch nicht. Dies ist insofern bemerkenswert, als der Vorsitz der Afrikanischen Union derzeit bei <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/burundi/" type="category" id="31">Burundi</a> liegt und sich daraus kein automatisches Vertretungsmandat für Kenia ableiten lässt. Als politische Grundlage verweist die Regierung auf den Africa Forward Summit, den Kenia und Frankreich am 11. und 12. Mai in Nairobi ausrichteten.</p>



<h2 id="h-g7-berat-uber-schulden-und-globale-ungleichgewichte" class="wp-block-heading"><span id="g7-beraet-ueber-schulden-und-globale-ungleichgewichte">G7 berät über Schulden und globale Ungleichgewichte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hat den Abbau wirtschaftlicher Ungleichgewichte zum Schwerpunkt seiner G7-Präsidentschaft gemacht. Präsident Emmanuel Macron nennt hohe Schulden, industrielle Überkapazitäten, geringe private Investitionen in Entwicklungsländern und ungleichen Wettbewerb als zentrale Risiken für die Weltwirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel soll sich mit den anhaltenden Unterschieden zwischen Ländern mit hohen Handelsüberschüssen und Staaten mit großen Defiziten befassen. Die beiden größten Volkswirtschaften stehen dabei auf unterschiedlichen Seiten. Während die USA ein erhebliches Leistungsbilanzdefizit aufweisen, erzielt China einen großen Überschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias wirtschaftliche Lage zeigt, wie solche globalen Verschiebungen auf Staaten mit hohen Importen und begrenztem finanziellen Spielraum wirken. Das ostafrikanische Land verzeichnet seit Jahren Handelsdefizite und muss zugleich einen wachsenden Anteil seiner Staatseinnahmen zur Bedienung von Schulden verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als ein Drittel der kenianischen Einnahmen fließt inzwischen in Zins- und Tilgungszahlungen. Dadurch sinkt der Spielraum für öffentliche Investitionen, soziale Programme und Entlastungen bei steigenden Preisen.</p>



<h2 id="h-hohe-kreditkosten-belasten-rutos-regierung" class="wp-block-heading"><span id="hohe-kreditkosten-belasten-rutos-regierung">Hohe Kreditkosten belasten Rutos Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kenia-wandelt-chinesische-kredite-in-renminbi-um/" type="post" id="21651">Kenias Schuldenprobleme entstanden sowohl durch chinesische Infrastrukturkredite als auch durch die Aufnahme von Kapital an internationalen Finanzmärkten.</a> Nach der weltweiten Finanzkrise von 2008 konnte Nairobi zu vergleichsweise niedrigen Zinsen Kredite aufnehmen und erstmals Eurobonds ausgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/" type="post" id="26919">Gleichzeitig stieg die Kreditvergabe Chinas an afrikanische Staaten deutlich.</a> Kenia finanzierte damit unter anderem die Eisenbahnverbindung zwischen Mombasa und Nairobi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Corona-Pandemie änderten sich die Bedingungen. Höhere internationale Zinsen verteuerten neue Kredite und erschwerten die Refinanzierung bestehender Schulden. Auch chinesische Darlehen mit variablen kommerziellen Zinssätzen wurden dadurch teurer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders angespannt war die Lage vor der Rückzahlung eines Eurobonds über zwei Milliarden US-Dollar im Juni 2024. Zweifel an Kenias Fähigkeit, genügend Liquidität zu beschaffen, setzten den Schilling unter Druck und verschärften die fiskalische Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im selben Monat lösten geplante Steuererhöhungen landesweite Proteste aus. Bei den überwiegend von jungen Menschen getragenen Demonstrationen kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Ruto zog das umstrittene Finanzgesetz zurück und löste später sein Kabinett auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste folgten wenige Wochen nach einem Staatsbesuch des Präsidenten in den USA. Kritiker stellten die Kosten der Reise den wirtschaftlichen Belastungen der Bevölkerung gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch 2026 bleiben außenwirtschaftliche Entscheidungen ein innenpolitisches Konfliktthema. Proteste gegen eine von den USA unterstützte Ebola-Quarantäneeinrichtung sowie ein Stillstand im Transportsektor wegen steigender Treibstoffpreise zeigen, wie internationale Kooperationen und globale Preisentwicklungen die innenpolitische Debatte prägen.</p>



<h2 id="h-enormes-handelsdefizit-mit-china" class="wp-block-heading"><span id="enormes-handelsdefizit-mit-china">Enormes Handelsdefizit mit China</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">China ist Kenias größter Handelspartner, doch die Warenströme sind stark unausgeglichen. Im Jahr 2024 exportierte China Waren im Wert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar nach Kenia. Die kenianischen Ausfuhren nach China erreichten lediglich etwa 196 Millionen US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias Agrarsektor könnte von einem chinesischen Angebot profitieren, Importzölle auf Waren aus 53 afrikanischen Staaten abzuschaffen. Für Kenia ist der Zugang jedoch komplizierter, weil das Land als Volkswirtschaft mit mittlerem Einkommen zuvor über ein gegenseitiges Handelsabkommen verhandelte, das auch chinesischen Produkten einen erleichterten Zugang zum kenianischen Markt gewähren würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konkurrenz chinesischer Industrieprodukte setzt kenianische Hersteller zusätzlich unter Druck. Chinesische Unternehmen können häufig auf staatliche Finanzierung, subventionierte Lieferketten und große Produktionskapazitäten zurückgreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA bleiben dagegen ein bedeutender Absatzmarkt für kenianische Produkte. Kenias Exporte dorthin beliefen sich 2024 auf rund 662 Millionen US-Dollar. Neue US-Zölle und Unsicherheiten über künftige Handelsregeln erschweren jedoch die Planung für kenianische Unternehmen.</p>



<h2 id="h-strassenprojekt-zeigt-kenias-investitionsdilemma" class="wp-block-heading"><span id="strassenprojekt-zeigt-kenias-investitionsdilemma">Straßenprojekt zeigt Kenias Investitionsdilemma</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle westlicher und chinesischer Partner zeigen sich an einem geplanten Straßenprojekt zwischen Zentralkenia und Nairobi. Kenia hatte 2019 mit einem französischen Konsortium einen Vertrag über rund 1,5 Milliarden US-Dollar zum Ausbau einer mautpflichtigen Fernstraße geschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung beendete das Vorhaben 2024 angesichts steigender Kosten. Französische Partner waren Berichten zufolge nicht bereit, das Risiko zu übernehmen, falls die Mauteinnahmen hinter den Erwartungen zurückblieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend erhielten chinesische Unternehmen den Auftrag. Sie boten niedrigere Kosten an und erklärten sich bereit, das Einnahmerisiko zu tragen. Ein erheblicher Teil der benötigten Arbeitskräfte und Baumaterialien soll jedoch aus China kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch sinkt zwar das unmittelbare finanzielle Risiko des kenianischen Staates. Gleichzeitig erhöhen die Importe den bereits großen Handelsüberschuss Chinas gegenüber Kenia und begrenzen die Wirkung des Projekts auf heimische Zulieferer und Beschäftigte.</p>



<h2 id="h-nairobi-fordert-garantien-fur-private-investitionen" class="wp-block-heading"><span id="nairobi-fordert-garantien-fuer-private-investitionen">Nairobi fordert Garantien für private Investitionen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="731" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-731x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-28187 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-731x1024.jpeg 731w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-214x300.jpeg 214w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-768x1075.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1097x1536.jpeg 1097w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1463x2048.jpeg 1463w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-380x532.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-800x1120.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1160x1624.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-scaled.jpeg 1828w" sizes="(max-width: 731px) 100vw, 731px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ruto will in Évian für Garantiesysteme werben, die private Investitionen in afrikanischen Staaten absichern. Solche Modelle sehen vor, dass öffentliche oder internationale Institutionen einen Teil möglicher Anfangsverluste übernehmen. Dadurch sollen private Unternehmen bereit sein, auch in wirtschaftlich oder politisch als riskant eingestuften Märkten zu investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kenianische Präsidialamt erwartet zudem Gespräche über erschwingliche Kredite und eine Reform internationaler Bonitäts- und Finanzierungsregeln. Viele afrikanische Regierungen kritisieren, dass sie trotz vergleichbarer wirtschaftlicher Bedingungen deutlich höhere Zinsen zahlen müssen als Staaten in anderen Weltregionen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto plant am Rande des Gipfels bilaterale Treffen mit mehreren Staats- und Regierungschefs. Die Gespräche sollen Investitionen in Produktion, erneuerbare Energien, Infrastruktur, Landwirtschaft, Wohnungsbau, Gesundheitsversorgung und digitale Dienstleistungen mobilisieren.</p>



<h2 id="h-ruto-wirbt-um-investitionen-in-kunstliche-intelligenz" class="wp-block-heading"><span id="ruto-wirbt-um-investitionen-in-kuenstliche-intelligenz">Ruto wirbt um Investitionen in künstliche Intelligenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der kenianischen Delegation ist die digitale Wirtschaft. Ruto will einen gleichberechtigten Zugang afrikanischer Staaten zu künstlicher Intelligenz, Rechenzentren und digitaler Infrastruktur fordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Präsidialamts sind Gespräche mit Vertretern führender Technologieunternehmen vorgesehen. Genannt wurden unter anderem OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft, Meta und Nvidia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung will Kenia als afrikanischen Standort für digitale Dienstleistungen, Datenverarbeitung und technologische Innovation positionieren. Dabei sollen Partnerschaften zur Ausbildung junger Menschen, zur Entwicklung digitaler Fähigkeiten und zur Schaffung technologiegestützter Arbeitsplätze vereinbart werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Ruto nehmen die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten sowie die Spitzen der Europäischen Union am Gipfel teil. Deutschland wird durch Bundeskanzler Friedrich Merz vertreten. Gastgeber ist der französische Präsident Emmanuel Macron.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>„Die beste Strategie, Mayotte zurückzugewinnen, besteht darin, vorbildliche Komoren aufzubauen“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/die-beste-strategie-mayotte-zurueckzugewinnen-besteht-darin-vorbildliche-komoren-aufzubauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 23:11:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komoren]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28176</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Armut zieht niemanden an“: Komorens Oppositionspolitiker Said Ahmed Said Abdillah fordert einen Kurswechsel. Statt Mayotte nur diplomatisch zu beanspruchen, müsse das Land zunächst Stabilität, Wohlstand und glaubwürdige Institutionen schaffen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdie-beste-strategie-mayotte-zurueckzugewinnen-besteht-darin-vorbildliche-komoren-aufzubauen%2F&amp;action_name=%E2%80%9EDie%20beste%20Strategie%2C%20Mayotte%20zur%C3%BCckzugewinnen%2C%20besteht%20darin%2C%20vorbildliche%20Komoren%20aufzubauen%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/die-beste-strategie-mayotte-zurueckzugewinnen-besteht-darin-vorbildliche-komoren-aufzubauen/">„Die beste Strategie, Mayotte zurückzugewinnen, besteht darin, vorbildliche Komoren aufzubauen“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der komorische Oppositionspolitiker Said Ahmed Said Abdillah fordert, wirtschaftliche Entwicklung, stabile Institutionen und demokratische Reformen vor eine erneute politische Offensive zur Rückkehr Mayottes zu stellen. Am 11. Juni veröffentlichte der Vorsitzende der Partei Comores Alternatives einen entsprechenden <a href="https://www.habarizacomores.com/2026/06/avant-de-reclamer-mayotte-faisons-des.html">Grundsatzbeitrag</a>. Die Komoren müssten den Einwohnern Mayottes zunächst zeigen, dass ein gemeinsamer Staat Sicherheit, Beschäftigung und verlässliche öffentliche Strukturen bieten könne. Zugleich übte Abdillah scharfe Kritik an Präsident Azali Assoumani und an der fortbestehenden wirtschaftlichen Abhängigkeit von Frankreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die beste Strategie, Mayotte zurückzugewinnen, besteht nicht nur darin, die Insel zu beanspruchen. Sie besteht darin, vorbildliche Komoren aufzubauen“, erklärte Abdillah. Der Oppositionspolitiker gehört zu den Gründungsmitgliedern des Bündnisses Rassemblement de l’Opposition Comorienne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zugehörigkeit Mayottes prägt die Außen- und Innenpolitik der Komoren seit der Unabhängigkeit. Moroni betrachtet die Insel als Teil des komorischen Staatsgebiets, während sie von Frankreich verwaltet wird und inzwischen den Status eines französischen Übersee-Départements besitzt.</p>



<h2 id="h-entwicklung-soll-politische-forderung-starken" class="wp-block-heading"><span id="entwicklung-soll-politische-forderung-staerken">Entwicklung soll politische Forderung stärken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abdillah stellt den bisherigen Kurs der komorischen Regierungen grundsätzlich infrage. Diplomatische Erklärungen und internationale Resolutionen hätten die Lage über Jahrzehnte nicht verändert. Frankreich habe seine politische und institutionelle Präsenz auf Mayotte währenddessen weiter gefestigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Oppositionspolitiker leitet daraus eine innenpolitische Forderung ab. Die drei von Moroni regierten Inseln Grande Comore, Anjouan und Mohéli müssten zu einem Beispiel für Stabilität, wirtschaftlichen Fortschritt und gute Regierungsführung werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Armut zieht niemanden an“, erklärte Abdillah. Kein Bevölkerungsteil werde sich einem Staat anschließen wollen, der seinen Bürgern weder Sicherheit und Arbeit noch Gerechtigkeit und Hoffnung bieten könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine glaubwürdige Mayotte-Politik beginne deshalb mit Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und Arbeitsplätze. Nationale Ressourcen müssten stärker zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Beschäftigung junger Menschen eingesetzt werden.</p>



<h2 id="h-kritik-an-assoumanis-regierungsfuhrung" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-assoumanis-regierungsfuehrung">Kritik an Assoumanis Regierungsführung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28177 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJX4db5XQAkPV33.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/massive-wahlbetrugsvorwuerfe-und-politische-spannungen-auf-den-komoren/" type="post" id="13435">Abdillah wirft Präsident Azali Assoumani und früheren Regierungen vor, weder die Mayotte-Frage gelöst noch die 1975 begonnene staatliche Unabhängigkeit vollendet zu haben. </a>Eine dauerhafte diplomatische Strategie könne nicht von den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen innerhalb der Komoren getrennt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisiert er die Veränderungen am früheren System der rotierenden Präsidentschaft. Dieses Modell sollte den großen Inseln des Landes abwechselnd den Zugang zum Präsidentenamt sichern und damit das Gleichgewicht innerhalb des Archipels stabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abdillahs Darstellung hatte das System auch unter Teilen der Bevölkerung Mayottes Hoffnungen geweckt. Eine spätere Eingliederung in den komorischen Staat hätte demnach die Möglichkeit eröffnet, dass eines Tages auch ein Vertreter Mayottes das höchste Staatsamt übernimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Aufhebung beziehungsweise grundlegenden Veränderung dieses Mechanismus habe Assoumani diese Perspektive geschwächt und das institutionelle Gleichgewicht des Landes beschädigt, erklärte Abdillah.</p>



<h2 id="h-wahrungspolitische-bindung-an-frankreich-in-der-kritik" class="wp-block-heading"><span id="waehrungspolitische-bindung-an-frankreich-in-der-kritik">Währungspolitische Bindung an Frankreich in der Kritik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der politischen Ordnung nimmt Abdillah die Währungs- und Finanzpolitik ins Visier. Mehr als fünf Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit seien die Komoren weiterhin eng an ein von Frankreich geprägtes Währungssystem gebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Komoren-Franc ist über ein festes Wechselkurs- und Garantieabkommen mit dem Euro verbunden. Abdillah sieht darin einen Widerspruch zum Anspruch auf vollständige staatliche Souveränität. Die Kontrolle über die eigene Währung gehöre zu den zentralen Instrumenten eines unabhängigen Staates.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er fordert deshalb eine stärkere wirtschaftliche und finanzielle Eigenständigkeit. Die Unabhängigkeit bleibe nicht nur wegen des Status Mayottes unvollendet, sondern auch wegen der aus seiner Sicht fehlenden Kontrolle über zentrale wirtschaftspolitische Werkzeuge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Oppositionspolitiker verbindet diese Kritik mit dem Vorwurf, komorische Regierungen hätten seit 1975 keine eigenständige Entwicklungsstrategie aufgebaut. Die Folgen der Kolonialzeit zeigten sich weiterhin in wirtschaftlicher Schwäche, Armut und Spannungen zwischen den Inseln.</p>



<h2 id="h-mayotte-bleibt-kernfrage-seit-der-unabhangigkeit" class="wp-block-heading"><span id="mayotte-bleibt-kernfrage-seit-der-unabhaengigkeit">Mayotte bleibt Kernfrage seit der Unabhängigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Komoren erklärten am 6. Juli 1975 ihre Unabhängigkeit von Frankreich. Die damalige Regierung bezog den gesamten Archipel mit Grande Comore, Anjouan, Mohéli und Mayotte in die Unabhängigkeitserklärung ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Mayotte hatte sich jedoch zuvor eine Mehrheit der Abstimmenden gegen die Unabhängigkeit ausgesprochen. Die Insel blieb unter französischer Verwaltung. Die komorische Regierung erkennt diese Trennung bis heute nicht an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdillah verweist auf die Position der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1975, die die territoriale Einheit des Archipels in den Mittelpunkt stellte. Zahlreiche internationale Erklärungen hätten den komorischen Anspruch unterstützt, ohne den politischen Status Mayottes zu verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich führte die institutionelle Eingliederung der Insel schrittweise fort. Mayotte wurde 2011 französisches Département und gehört seit 2014 als Gebiet in äußerster Randlage zur Europäischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der wirtschaftliche und soziale Abstand zu den übrigen Inseln der Komoren bleibt groß. Gleichzeitig ist Mayotte mit erheblicher Armut, Wohnungsmangel, irregulärer Migration und einer angespannten öffentlichen Infrastruktur konfrontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdillah fordert, die Debatte nicht auf territoriale Ansprüche zu begrenzen. Frieden, Arbeit, Ernährungssicherheit und Zukunftsperspektiven für Familien müssten die unmittelbaren politischen Prioritäten bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Botschaft an Mayotte werde erst an Gewicht gewinnen, wenn die drei von Moroni regierten Inseln selbst Wohlstand, Freiheit und verlässliche Institutionen vorweisen könnten, erklärte der Vorsitzende von Comores Alternatives.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Vor G7-Reise verteidigt Kenias Präsident Ruto seine häufigen Auslandsreisen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vor-g7-reise-verteidigt-kenias-praesident-ruto-seine-haeufigen-auslandsreisen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Mein Terminkalender ist für sechs Monate voll“: Vor seiner Reise zum G7-Gipfel verteidigt Kenias Präsident William Ruto seine zahlreichen Auslandsreisen gegen Kritik der Opposition.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvor-g7-reise-verteidigt-kenias-praesident-ruto-seine-haeufigen-auslandsreisen%2F&amp;action_name=Vor%20G7-Reise%20verteidigt%20Kenias%20Pr%C3%A4sident%20Ruto%20seine%20h%C3%A4ufigen%20Auslandsreisen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto hat seine häufigen Auslands- und Inlandsreisen gegen Kritik der Opposition verteidigt und sie als Teil seiner Entwicklungsstrategie bezeichnet. Die Äußerungen fielen am Sonntag, 14. Juni 2026, bei einer kirchlichen Spendenveranstaltung im Kajiado County. Einen Tag später will Ruto zum G7-Gipfel nach Évian-les-Bains reisen, zu dem Frankreich Kenia als Gast eingeladen hat. Oppositionspolitiker stellen die Kosten und konkreten Ergebnisse seiner Reisetätigkeit infrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto erklärte, sein Terminkalender sei bereits für die kommenden sechs Monate gefüllt. Die zahlreichen Reisen gehörten zu dem Auftrag, den ihm die kenianische Bevölkerung bei der Präsidentschaftswahl 2022 erteilt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist die Arbeit, für die ich als Staatsoberhaupt gewählt wurde“, sagte Ruto. Er habe für das Amt kandidiert, weil er die Gelegenheit erhalten habe, dem Land in dieser Funktion zu dienen.</p>



<h2 id="h-ruto-erklart-reisen-zum-regierungsauftrag" class="wp-block-heading"><span id="ruto-erklaert-reisen-zum-regierungsauftrag">Ruto erklärt Reisen zum Regierungsauftrag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident reagierte auf Kritik an einer Reihe internationaler und innerkenianischer Termine. Nach seiner jüngsten Rückkehr aus Europa reiste er unter anderem nach Marsabit, Kakamega und Kajiado.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto stellte die Reisen als Arbeitstermine dar, die Investitionen, Handel und Entwicklungspartnerschaften fördern sollten. Seine Regierung müsse zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um die wirtschaftliche Entwicklung Kenias zu beschleunigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wer Urlaub machen will, kann das tun. Ich habe jedoch eine Aufgabe zu erfüllen“, sagte der Präsident. Sein Ziel sei es, die wirtschaftliche Transformation des Landes voranzutreiben und die im Wahlkampf gemachten Zusagen umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Vergleich nannte er Südkorea, Singapur und Malaysia. Diese Staaten hätten sich vor rund sechs Jahrzehnten auf einem ähnlichen wirtschaftlichen Entwicklungsstand wie Kenia befunden, seien inzwischen jedoch deutlich weiter vorangekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia müsse deshalb schneller wachsen und größere Anstrengungen unternehmen, um den Abstand zu verringern, erklärte Ruto.</p>



<h2 id="h-kenia-reist-als-gast-zum-g7-gipfel" class="wp-block-heading"><span id="kenia-reist-als-gast-zum-g7-gipfel">Kenia reist als Gast zum G7-Gipfel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto will am Montag am G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains teilnehmen. Frankreich hat neben Kenia auch Brasilien, Indien und Südkorea als Gaststaaten eingeladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die G7 besteht aus Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Auch die Europäische Union nimmt an den Treffen teil.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28146 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-2048x1365.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ruto erklärte in Kajiado, er werde bei dem Gipfel die Interessen der 54 afrikanischen Staaten vertreten. Dabei sollten unter anderem die wirtschaftliche Nutzung afrikanischer Ressourcen, die wachsende Bevölkerung des Kontinents und internationale Partnerschaften behandelt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia nimmt nicht als Mitglied der G7, sondern auf Einladung der französischen Präsidentschaft teil. Rutos Aussage beschreibt damit den politischen Anspruch, bei dem Treffen afrikanische Positionen einzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Schwerpunkten der französischen G7-Präsidentschaft gehören globale wirtschaftliche Ungleichgewichte, Entwicklungsfinanzierung, sichere Lieferketten und die Gestaltung internationaler Partnerschaften.</p>



<h2 id="h-brussel-reise-starkt-beziehungen-zur-europaischen-union" class="wp-block-heading"><span id="bruessel-reise-staerkt-beziehungen-zur-europaeischen-union">Brüssel-Reise stärkt Beziehungen zur Europäischen Union</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto war wenige Tage zuvor in Brüssel mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, zusammengetroffen. Costa bezeichnete Kenia anschließend als einen der wichtigsten Partner der Europäischen Union in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche betrafen Frieden und Sicherheit, Klimapolitik, Handel, Investitionen und multilaterale Zusammenarbeit. <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">Ruto führt den wachsenden diplomatischen Zugang Kenias zu internationalen Institutionen als Ergebnis seiner Reisetätigkeit an.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union gehört zu den bedeutenden Handels- und Entwicklungspartnern Kenias. Beide Seiten hatten ihre wirtschaftlichen Beziehungen bereits durch ein Handelsabkommen vertieft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto betrachtet solche Treffen zugleich als Teil einer Strategie, Nairobi als politischen und wirtschaftlichen Ansprechpartner internationaler Partner in Afrika zu positionieren.</p>



<h2 id="h-africa-forward-als-beispiel-fur-internationale-vernetzung" class="wp-block-heading"><span id="africa-forward-als-beispiel-fuer-internationale-vernetzung">Africa Forward als Beispiel für internationale Vernetzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/" type="post" id="27333">Als weiteren Erfolg seiner Außenpolitik nannte Ruto den Africa-Forward-Gipfel, den Kenia im Mai gemeinsam mit Frankreich in Nairobi ausrichtete.</a> An dem Treffen nahmen mehr als 30 afrikanische Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter internationaler Organisationen und der Wirtschaft teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche konzentrierten sich auf Investitionen, Innovation, Entwicklung, Frieden und eine Reform der internationalen Finanzarchitektur. Afrikanische Regierungen kritisierten dabei insbesondere die hohen Kreditkosten und die Bewertung finanzieller Risiken auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto forderte bei dem Gipfel Änderungen am internationalen System der Kreditbewertung. Afrikanische Staaten würden trotz ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten häufig als übermäßig riskant eingestuft und müssten deshalb höhere Zinsen zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud Ruto im Zusammenhang mit diesen Gesprächen zum G7-Gipfel ein. Die französische Regierung will dort unter anderem neue Finanzierungsmodelle und Investitionsgarantien für afrikanische Projekte beraten.</p>



<h2 id="h-opposition-verlangt-nachweise-fur-den-nutzen" class="wp-block-heading"><span id="opposition-verlangt-nachweise-fuer-den-nutzen">Opposition verlangt Nachweise für den Nutzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenianische Oppositionspolitiker kritisieren Rutos Reisetätigkeit seit längerer Zeit. Sie werfen ihm vor, zu viel Zeit im Ausland zu verbringen, während Teile der Bevölkerung unter hohen Lebenshaltungskosten, Arbeitslosigkeit und wachsender Steuerbelastung litten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Kritik stehen die Kosten der Reisen und die Frage, welche angekündigten Investitionen und Vereinbarungen tatsächlich umgesetzt wurden. Die Opposition verlangt konkretere Angaben zu wirtschaftlichen Ergebnissen, geschaffenen Arbeitsplätzen und abgeschlossenen Projekten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto weist die Vorwürfe zurück. Die Reisen hätten Kenias diplomatisches Gewicht erhöht und neue Möglichkeiten in den Bereichen Handel, Investitionen, Klimafinanzierung und Entwicklungszusammenarbeit eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch den Afrikanischen Klimagipfel von 2023 führt der Präsident als Beispiel an. Das Treffen in Nairobi brachte afrikanische Regierungen zusammen, um gemeinsame Positionen zu Klimafinanzierung, erneuerbaren Energien und nachhaltiger Entwicklung zu formulieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der G7-Gipfel in Évian-les-Bains findet vom 15. bis 17. Juni statt. Neben wirtschaftlichen Fragen stehen die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die internationale Zusammenarbeit bei Rohstoffen und Lieferketten auf der Tagesordnung.</p>
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		<item>
		<title>Frankreich und die Türkei ringen in Afrika um Einfluss – neue SADAT-Vorwürfe in Mali</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 12:08:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schützt das türkische Unternehmen SADAT Malis Übergangspräsidenten Assimi Goïta? France 24 greift die unbestätigten Vorwürfe erneut auf. SADAT bestreitet jede Präsenz und operative Tätigkeit in Mali.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali%2F&amp;action_name=Frankreich%20und%20die%20T%C3%BCrkei%20ringen%20in%20Afrika%20um%20Einfluss%20%E2%80%93%20neue%20SADAT-Vorw%C3%BCrfe%20in%20Mali&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali/">Frankreich und die Türkei ringen in Afrika um Einfluss – neue SADAT-Vorwürfe in Mali</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der wachsende Wettbewerb zwischen Frankreich und der Türkei um politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss in Afrika zeigt sich derzeit auch in Mali. Der französische Auslandssender&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;hat erneut eine mögliche Rolle des türkischen Sicherheitsunternehmens SADAT im Umfeld der malischen Staatsführung thematisiert. Die Ausstrahlung erfolgte am Samstag, 13. Juni 2026. Der Sender sprach von anhaltenden Hinweisen auf den Einsatz türkischer Kräfte zum Schutz von Übergangspräsident Assimi Goïta und zur Ausbildung malischer Spezialeinheiten. SADAT weist die Vorwürfe vollständig zurück und erklärt, weder Personal noch operative Aktivitäten in Mali zu unterhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Fernsehbeitrag räumte&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;ein, dass eine Präsenz des Unternehmens in Mali nicht offiziell bestätigt sei. Der Korrespondent Ludovic de Foucaud verwies vielmehr auf „sehr hartnäckige Gerüchte“ über eine doppelte Aufgabe von SADAT innerhalb des Landes. Die Berichterstattung fügt sich in eine breitere Debatte über den schwindenden Einfluss Frankreichs im Sahel und den zunehmenden Ausbau türkischer Beziehungen zu afrikanischen Staaten ein.</p>



<h2 id="h-berichte-uber-schutz-von-assimi-goita" class="wp-block-heading"><span id="berichte-ueber-schutz-von-assimi-goita">Berichte über Schutz von Assimi Goïta</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des Senders soll das türkische Unternehmen an der persönlichen Absicherung von Assimi Goïta beteiligt sein. Im Beitrag fiel in diesem Zusammenhang der Begriff einer „Prätorianergarde“ des malischen Übergangspräsidenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>France 24</em>&nbsp;brachte die Vorwürfe mit Angriffen vom 25. April in Verbindung, bei denen bewaffnete Gruppen in bislang ungekanntem Umfang auch Drohnen eingesetzt haben sollen. Während dieser Angriffe sei Goïta möglicherweise von türkischen Kräften in Sicherheit gebracht worden. Unabhängige Belege für diese Darstellung nannte der Sender nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als zweite mögliche Aufgabe führte&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;die Ausbildung von Spezialeinheiten der malischen Streitkräfte an. Auch hierfür wurden in der Sendung keine öffentlich überprüfbaren Nachweise vorgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SADAT wird in internationalen Medien wiederholt als „türkisches Wagner“ oder als inoffizielle Parallelstruktur im Umfeld des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bezeichnet. Das Unternehmen wurde 2012 von dem früheren türkischen General Adnan Tanrıverdi gegründet und wird inzwischen von dessen Sohn geführt. SADAT selbst weist die Bezeichnung als Söldnerorganisation zurück.</p>



<h2 id="h-sadat-bestreitet-personal-und-einsatze-in-mali" class="wp-block-heading"><span id="sadat-bestreitet-personal-und-einsaetze-in-mali">SADAT bestreitet Personal und Einsätze in Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen hatte bereits am 13. Februar 2026 auf eine frühere Dokumentation von&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;reagiert. In „Die Drohne und der Koran: Exklusive Untersuchung zur türkischen Macht in Afrika“ hatte der Sender ebenfalls über eine mögliche SADAT-Präsenz in Mali und anderen afrikanischen Staaten berichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/">SADAT erklärte daraufhin, die Behauptung, das Unternehmen schütze Assimi Goïta oder führe operative Tätigkeiten in Mali aus, sei „vollständig realitätswidrig“.</a> Es habe bislang „keine operative Tätigkeit“ in Mali ausgeübt und dort kein Personal beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen warf&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;vor, selbst das Fehlen öffentlich bekannter Belege eingeräumt und die Vorwürfe dennoch auf Grundlage von Quellen mit ungewisser Verlässlichkeit verbreitet zu haben. Die Bezeichnungen als „türkisches Wagner“ und die Zuschreibung militärischer Einsätze seien eine Rufschädigung ohne Tatsachengrundlage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SADAT kündigte eine Schadenersatzklage gegen den französischen Sender in Frankreich an. Das Unternehmen bezeichnet sich als türkischer Anbieter von Dienstleistungen für die Verteidigungsindustrie. Es biete keine Sicherheitsdienste an, sei in keinem Konfliktgebiet präsent, beschäftige keine Söldner und verfüge über keine eigene bewaffnete Truppe.</p>



<h2 id="h-militarische-beziehungen-zwischen-ankara-und-bamako-wachsen" class="wp-block-heading"><span id="militaerische-beziehungen-zwischen-ankara-und-bamako-wachsen">Militärische Beziehungen zwischen Ankara und Bamako wachsen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig von den umstrittenen SADAT-Vorwürfen haben sich die offiziellen Verteidigungsbeziehungen zwischen der Türkei und Mali in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Türkische Hersteller liefern Drohnen, Waffen, Munition und elektronische Verteidigungstechnik an den westafrikanischen Staat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Rüstungs- und Sicherheitsforum Bamako Expo 2025 waren zahlreiche türkische Unternehmen vertreten. Dazu gehörten der Drohnenhersteller Baykar, der Raketenproduzent Roketsan und der Elektronikkonzern Aselsan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Türkische Drohnen haben für die malischen Streitkräfte an Bedeutung gewonnen. Ankara verbindet seine Lieferungen im Vergleich zu westlichen Staaten mit weniger politischen und rechtlichen Auflagen. <a href="https://fokus-afrika.de/tiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel/">Der geringere Preis türkischer Systeme und ihre vergleichsweise flexible Nutzung haben die Nachfrage in mehreren afrikanischen Staaten erhöht.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Mali wird unter Berufung auf das türkische Außenministerium für das Jahr 2003 auf fünf Millionen US-Dollar beziffert. Bis 2022 sei es auf 165 Millionen US-Dollar gestiegen. Waffen und Munition hätten sich seit 2024 zum wichtigsten türkischen Exportbereich im Handel mit Mali entwickelt und rund 20 Prozent des Austauschs ausgemacht.</p>



<h2 id="h-turkei-baut-ihren-einfluss-in-afrika-aus" class="wp-block-heading"><span id="tuerkei-baut-ihren-einfluss-in-afrika-aus">Türkei baut ihren Einfluss in Afrika aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die türkische Afrika-Politik beschränkt sich nicht auf militärische Zusammenarbeit. Ankara ist auf dem Kontinent auch im Bauwesen, in der Logistik, der zivilen Luftfahrt und im Bildungsbereich aktiv. Die staatliche Maarif-Stiftung betreibt Schulen in mehreren afrikanischen Staaten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="789" height="550" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg" alt="" class="wp-image-27931 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg 789w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-380x265.jpg 380w" sizes="(max-width: 789px) 100vw, 789px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-und-algerien-bilden-gemeinsame-front-gegen-israel/">Präsident Erdoğan hat die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu afrikanischen Staaten während seiner Amtszeit systematisch ausgebaut.</a> Er besuchte Mali im Jahr 2018. Ankara unterhält zugleich Beziehungen zu Regierungen im Sahel und zu Staaten, die sich sicherheitspolitisch enger an westliche Partner gebunden haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese parallelen Kontakte unterscheiden die Türkei von Russland und früheren westlichen Ordnungsmächten in der Region. Im Beitrag von&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;wurde Ankara deshalb als Akteur beschrieben, der mit verschiedenen politischen und militärischen Lagern im Sahel Beziehungen unterhalten könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bewaffnete Gruppen in Mali bewerten die türkische Präsenz nicht einheitlich. Einige hätten Ankara in der Vergangenheit als möglichen Vermittler betrachtet. Jüngere Erklärungen richteten sich jedoch scharf gegen den Einsatz türkischer Drohnen, denen die Gruppen auch zivile Opfer zuschreiben. In diesen Stellungnahmen werde die Türkei zunehmend gemeinsam mit Russland als militärischer Unterstützer der malischen Führung genannt.</p>
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		<title>Mali verurteilt französischen Agenten zu 20 Jahren Haft</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-verurteilt-franzoesischen-agenten-zu-20-jahren-haft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 11:25:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mali verurteilt einen französischen Diplomatie-Mitarbeiter zu 20 Jahren Haft. Paris spricht von haltlosen Anschuldigungen. Der Fall verschärft den Konflikt zwischen Bamako und Frankreich.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-verurteilt-franzoesischen-agenten-zu-20-jahren-haft%2F&amp;action_name=Mali%20verurteilt%20franz%C3%B6sischen%20Agenten%20zu%2020%20Jahren%20Haft&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein Gericht in Mali hat den französischen Staatsangehörigen Yann Vézilier wegen Beschädigung der Staatssicherheit zu 20 Jahren Haft verurteilt.&nbsp;Das Urteil erging am Freitag, 5. Juni 2026, in Bamako.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich weist die Vorwürfe zurück und spricht von „haltlosen Anschuldigungen“. <a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/" type="post" id="20304">Die Verurteilung verschärft einen diplomatischen Konflikt, der seit dem Abzug der französischen Truppen und dem Ende mehrerer Sicherheitskooperationen zwischen Paris und Bamako anhält.</a></p>



<h2 id="h-paris-weist-vorwurfe-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="paris-weist-vorwuerfe-zurueck">Paris weist Vorwürfe zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Außenministerium erklärte, Vézilier sei Gegenstand eines Gerichtsverfahrens mit unbegründeten Anschuldigungen. Paris hält daran fest, dass der Franzose als akkreditierter Mitarbeiter der französischen Botschaft in Bamako tätig gewesen sei und Aufgaben im Rahmen der Sicherheitskooperation wahrgenommen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">Frankreich bestreitet, direkt oder indirekt an Handlungen zur Destabilisierung Malis beteiligt gewesen zu sein.</a> Das Außenministerium kündigte an, seine diplomatischen Bemühungen zugunsten des Verurteilten fortzusetzen. Konkrete nächste Schritte nannte Paris zunächst nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden stellen den Fall anders dar. Sie hatten Vézilier nach seiner Festnahme im August 2025 als Agenten bezeichnet, der im Auftrag des französischen Nachrichtendienstes gehandelt habe. Bamako wirft ihm vor, an einem Netzwerk beteiligt gewesen zu sein, das sensible Informationen sammeln und eine Destabilisierung der Institutionen der Übergangsregierung vorbereiten sollte.</p>



<h2 id="h-festnahme-im-august-2025" class="wp-block-heading"><span id="festnahme-im-august-2025">Festnahme im August 2025</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Yann Vézilier war am 13. August 2025 von der malischen Staatssicherheit festgenommen worden. Zeitgleich wurden mehrere Offiziere der malischen Streitkräfte in dem Verfahren genannt oder festgenommen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1.png" alt="" class="wp-image-27969 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-300x196.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-768x502.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-380x248.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-800x523.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden in Bamako sprachen damals von einer vereitelten Destabilisierungsaktion gegen die Institutionen der Transition. Die Ermittlungen wurden auf den Verdacht eines Komplotts und einer Beschädigung der Staatssicherheit gestützt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Zeitpunkt des Urteils machten die malischen Justizbehörden keine detaillierten Beweise öffentlich. Die französische Seite hält den Fall deshalb weiterhin für politisch belastet.</p>



<h2 id="h-geldstrafe-und-einreiseverbot" class="wp-block-heading"><span id="geldstrafe-und-einreiseverbot">Geldstrafe und Einreiseverbot</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Haftstrafe verhängte das Gericht gegen Vézilier eine Geldstrafe von 3,6 Millionen CFA-Francs, umgerechnet 6.300 Euro. Zudem wurde ein 20-jähriges Aufenthaltsverbot für Mali ausgesprochen. Der Verurteilte muss außerdem einen symbolischen Franc an den malischen Staat zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Urteil ist die bislang deutlichste gerichtliche Entscheidung in dem Verfahren, das seit 2025 die Beziehungen zwischen Mali und Frankreich zusätzlich belastet. Ob Rechtsmittel eingelegt werden, war zunächst nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine spätere diplomatische Lösung ist rechtlich nicht ausgeschlossen. Dazu könnten ein möglicher Transfer nach Frankreich zur Verbüßung der Strafe oder eine Begnadigung durch malische Behörden gehören. Eine solche Entwicklung hinge jedoch von Entscheidungen in Bamako und möglichen Gesprächen mit Paris ab.</p>



<h2 id="h-malische-offiziere-im-selben-verfahren" class="wp-block-heading"><span id="malische-offiziere-im-selben-verfahren">Malische Offiziere im selben Verfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Verfahren wurden auch mehrere malische Militärangehörige genannt. Dazu zählen General Abass Dembélé und Generalin Néma Sagara. Beide wurden im Oktober 2025 aus der Armee entlassen und im November wegen des Verdachts auf Destabilisierung und Atteinte an die Staatssicherheit angeklagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abass Dembélé ist ein früherer Gouverneur der Region Mopti. Er wird auch mit der Schlacht von Konna im Januar 2013 in Verbindung gebracht, einem wichtigen Ereignis vor der militärischen Rückeroberung der nördlichen Landesteile mit Unterstützung der französischen Operation Serval.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Néma Sagara ist Generalin der malischen Luftwaffe und hatte mehrere militärische Führungsaufgaben inne. Sie wurde während der Sicherheitskrise von 2012 im malischen Militär bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden veröffentlichten zunächst keinen öffentlichen Zeitplan für die weiteren gerichtlichen Schritte gegen andere in dem Verfahren genannte Personen.</p>



<h2 id="h-beziehungen-zwischen-bamako-und-paris-bleiben-belastet" class="wp-block-heading"><span id="beziehungen-zwischen-bamako-und-paris-bleiben-belastet">Beziehungen zwischen Bamako und Paris bleiben belastet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall steht in einer Phase anhaltender Spannungen zwischen Mali und Frankreich. Seit 2022 haben sich die Beziehungen beider Staaten stark verschlechtert. Der Abzug der französischen Operation Barkhane, die Beendigung mehrerer Kooperationsformate und gegenseitige diplomatische Vorwürfe haben die frühere Sicherheitszusammenarbeit weitgehend beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bamako wirft Paris seit Jahren Einmischung und destabilisierende Aktivitäten vor. Frankreich weist diese Vorwürfe zurück und kritisiert seinerseits den Kurs der malischen Übergangsbehörden.</p>
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		<item>
		<title>Gabuns Präsident Oligui Nguema setzt auf Frankreich und lehnt US-Migrationsdeal ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gabuns-praesident-oligui-nguema-setzt-auf-frankreich-und-lehnt-us-migrationsdeal-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 23:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27906</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gabuns Präsident Oligui Nguema setzt auf Paris, verweigert Washington ein Migrationsabkommen und verspricht: keine Dynastie Oligui.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgabuns-praesident-oligui-nguema-setzt-auf-frankreich-und-lehnt-us-migrationsdeal-ab%2F&amp;action_name=Gabuns%20Pr%C3%A4sident%20Oligui%20Nguema%20setzt%20auf%20Frankreich%20und%20lehnt%20US-Migrationsdeal%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Gabuns Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema hat einen Staatsbesuch in Frankreich angekündigt und die Beziehungen zu Paris als stabil bezeichnet. Das Interview mit&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;wurde am 3. Juni 2026 in Libreville veröffentlicht. Der Besuch in Frankreich ist nach seinen Angaben für den 20. Juli vorgesehen. Zugleich äußerte sich Oligui Nguema zu einem geplanten Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds, zur Aufnahme abgeschobener Migranten aus den USA, zur Sperrung sozialer Netzwerke und zur Frage einer möglichen politischen Dynastie.</p>



<h2 id="h-paris-und-libreville-suchen-normalitat" class="wp-block-heading"><span id="paris-und-libreville-suchen-normalitaet">Paris und Libreville suchen Normalität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema sagte, das Verhältnis zu Frankreich sei „auf dem besten Stand“. Mit Paris gebe es „kein Problem“. Der Präsident bestätigte, dass er am 20. Juli zu einem Staatsbesuch in Frankreich erwartet werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage fällt in eine Phase, in der mehrere frankophone Staaten Afrikas ihre Beziehungen zu Frankreich neu ordnen. Gabun stellt sich dabei nicht in eine Linie mit Staaten, die französische Militärpräsenz offen zurückgedrängt haben. Oligui Nguema sagte, Frankreich habe selbst darum gebeten, sich aus dem Camp de Gaulle zurückzuziehen. Gabun habe dem zugestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinen Angaben ist das Camp bereits an die gabunische Seite zurückgegeben worden. Künftig soll es als Ausbildungszentrum genutzt werden. Die französische Militärpräsenz werde auf rund 100 Soldaten für Ausbildung und Unterweisung reduziert. Der Name Camp de Gaulle solle verschwinden und durch einen gabunischen Namen ersetzt werden.</p>



<h2 id="h-rohstoffpolitik-und-eramet" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffpolitik-und-eramet">Rohstoffpolitik und Eramet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema verband die Beziehungen zu Frankreich auch mit der Rohstoffpolitik Gabuns. Im Zentrum steht der Mangansektor, in dem der französische Konzern Eramet eine wichtige Rolle spielt. Der Präsident sagte, es gebe eine Einigung über die Weiterverarbeitung von Mangan in Gabun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er sprach von einem Ende von Renten, Monopolen und Exklusivrechten in Verträgen. Gabun wolle Eramet nicht vertreiben, aber seine Partner diversifizieren. „Wir jagen Eramet nicht weg, wir jagen niemanden weg“, sagte Oligui Nguema sinngemäß. Entscheidend sei, dass Unternehmen die Verarbeitung im Land voranbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident bekräftigte den Zeitrahmen bis 2029. Sollte bis dahin keine Verarbeitung aufgebaut sein, werde unverarbeitetes Mangan nicht mehr exportiert. Gabun will damit mehr Wertschöpfung im eigenen Land halten und Arbeitsplätze schaffen.</p>



<h2 id="h-iwf-abkommen-soll-ende-des-jahres-kommen" class="wp-block-heading"><span id="iwf-abkommen-soll-ende-des-jahres-kommen">IWF-Abkommen soll Ende des Jahres kommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema kündigte außerdem ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds an. Gabun sei bereit, ein Programm mit dem IWF zu unterzeichnen. Die Unterzeichnung werde voraussichtlich gegen Ende des Jahres erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident begründete die Verzögerung mit einer Prüfung der Schuldenzahlen. Während der Übergangsphase seien unterschiedliche Angaben zur Staatsverschuldung aufgetaucht. Er habe deshalb eine Prüfung verlangt, um zu wissen, welche Zahlen er unterschreibe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur wirtschaftlichen Lage äußerte sich Oligui Nguema demonstrativ gelassen. Auf den Hinweis von&nbsp;<em>France 24</em>, die Afrikanische Entwicklungsbank rechne für Gabun mit einem Wachstum von 2,6 Prozent, sagte er, seine Wirtschaft stehe gut da. Zugleich verteidigte er seine Politik wirtschaftlicher Souveränität.</p>



<h2 id="h-stromversorgung-bleibt-innenpolitisches-thema" class="wp-block-heading"><span id="stromversorgung-bleibt-innenpolitisches-thema">Stromversorgung bleibt innenpolitisches Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Thema des Interviews war die Versorgung mit Wasser und Strom. Oligui Nguema räumte ein, dass die Probleme weiter bestehen. Er sagte, die Not der Gabunerinnen und Gabuner bewege ihn täglich.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="736" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-1024x736.jpeg" alt="" class="wp-image-27908 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-1024x736.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-300x215.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-768x552.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-1536x1103.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-380x273.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-800x575.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR-1160x833.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HAuBtQ5bYAADnLR.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach seinen Angaben wurden mehr als 800 Milliarden CFA-Franc in thermische Kraftwerke investiert. Einige Anlagen sollen bis Juli 2027 geliefert werden. Der Präsident kündigte an, dass Gabun dann die Probleme mit Stromunterbrechungen überwinden werde.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen betreffen eines der zentralen Alltagsthemen im Land. Viele Gabunerinnen und Gabuner erwarten nach der politischen Neuordnung konkrete Verbesserungen bei Energie, Infrastruktur und Versorgung.</p>



<h2 id="h-keine-aufnahme-abgeschobener-migranten-aus-den-usa" class="wp-block-heading"><span id="keine-aufnahme-abgeschobener-migranten-aus-den-usa">Keine Aufnahme abgeschobener Migranten aus den USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema bestätigte, dass die Regierung der Vereinigten Staaten Gabun gebeten habe, abgeschobene Migranten aufzunehmen. Er habe dies abgelehnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident sagte, er habe mit US-Präsident Donald Trump ein gutes persönliches Verhältnis. In dieser Frage seien beide Seiten aber nicht einig geworden. Gabun habe kein entsprechendes Abkommen unterzeichnet und sei nicht bereit, ein solches Abkommen zu schließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage fällt in eine breitere Debatte über Vereinbarungen zwischen Washington und afrikanischen Staaten zur Aufnahme abgeschobener Migranten. <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-nimmt-abgeschobene-westafrikaner-aus-den-usa-auf/" type="post" id="19835">Oligui Nguema nannte Ghana und Ruanda als Beispiele von Ländern, die solche Arrangements akzeptiert hätten.</a></p>



<h2 id="h-soziale-netzwerke-sollen-wieder-geoffnet-werden" class="wp-block-heading"><span id="soziale-netzwerke-sollen-wieder-geoeffnet-werden">Soziale Netzwerke sollen wieder geöffnet werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gabun-sperrt-soziale-netzwerke/" type="post" id="24957">Zur Sperrung sozialer Netzwerke sagte Oligui Nguema, die Maßnahme sei nicht von der Exekutive, sondern von der Hohen Kommunikationsbehörde verhängt worden.</a> Die Behörde sei autonom und unabhängig. Die Sperrung gelte seit Februar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gründe nannte der Präsident Beleidigungen, Verleumdungen und fehlende Ansprechpersonen großer Plattformbetreiber in Libreville. Zugleich bezeichnete er sich als Befürworter von Freiheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gabun-haelt-soziale-netzwerke-blockiert-netblocks-beziffert-milliardenverlust/" type="post" id="26879">Die sozialen Netzwerke sollen nach einer parlamentarischen Regelung wieder geöffnet werden. </a>Oligui Nguema kündigte an, dass bei Verstößen künftig Geldstrafen verhängt werden sollen. Eine „Hexenjagd“ wies er zurück.</p>



<h2 id="h-oligui-nguema-weist-dynastie-vorwurf-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="oligui-nguema-weist-dynastie-vorwurf-zurueck">Oligui Nguema weist Dynastie-Vorwurf zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Ende des Interviews schloss der Präsident eine Machtweitergabe innerhalb seiner Familie aus. Eine „Dynastie Oligui“ werde es nicht geben, sagte er. Er verwies auf die Verfassung, die während der Übergangsphase entstanden sei.</p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/VO6WnsXi-sg?si=QTdfJ4n5eyzeL2PN" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinen Angaben enthält die Verfassung eine Klausel, die nicht verändert werden dürfe. Sie betrifft die Begrenzung präsidialer Macht und die Frage direkter Nachfolge. Ein Kind eines Präsidenten könne seinem Vater nicht unmittelbar im Amt folgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema stellte sich damit ausdrücklich gegen das Modell der früheren Bongo-Herrschaft. Auf die Formulierung von&nbsp;<em>France 24</em>, es habe eine Dynastie Bongo gegeben und es werde keine Dynastie Oligui geben, antwortete er zustimmend: „Es wird keine Dynastie Oligui geben.“</p>



<h2 id="h-ali-bongo-ist-rehabilitiert-seine-familie-nicht" class="wp-block-heading"><span id="ali-bongo-ist-rehabilitiert-seine-familie-nicht">Ali Bongo ist rehabilitiert – seine Familie nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/nach-putsch-ali-bongo-kundigt-ruckzug-aus-der-politik-an/" type="post" id="11266">Dabei verwies der Präsident indirekt auf die letzten Jahre der Herrschaft von Ali Bongo Ondimba.</a> Der frühere Präsident hatte 2018 einen schweren Schlaganfall erlitten und war danach gesundheitlich stark eingeschränkt. In Gabun wurde in den folgenden Jahren zunehmend darüber diskutiert, wie handlungsfähig Ali Bongo noch war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oligui Nguema griff diese Debatte im Interview auf. Er sagte, in den letzten fünf Jahren der Bongo-Herrschaft hätten faktisch andere Personen regiert. <a href="https://fokus-afrika.de/ex-first-lady-sylvia-bongo-erhebt-foltervorwuerfe-gegen-die-regierung-gabuns/" type="post" id="25465">Gemeint seien insbesondere Ali Bongos Ehefrau Sylvia Bongo Ondimba und sein Sohn Noureddin Bongo Valentin. </a>Beide hätten erheblichen Einfluss auf politische Entscheidungen ausgeübt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sylvia Bongo und Noureddin Bongo wurden nach dem Militärputsch vom August 2023 festgenommen und später wegen Korruptions- und Veruntreuungsvorwürfen angeklagt. Die Familie weist die Vorwürfe zurück. Für viele Gabunerinnen und Gabuner symbolisierte die Entwicklung das Ende einer mehr als fünf Jahrzehnte dauernden Herrschaft der Familie Bongo über das zentralafrikanische Land.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gabuns-praesident-oligui-nguema-setzt-auf-frankreich-und-lehnt-us-migrationsdeal-ab/">Gabuns Präsident Oligui Nguema setzt auf Frankreich und lehnt US-Migrationsdeal ab</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Gabuns Präsident Oligui Nguema setzt auf Frankreich und lehnt US-Migrationsdeal ab</media:title>
			<media:description type="html">Gabuns Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema kündigt einen Staatsbesuch in Frankreich an und äußert sich zu IWF, Migration, sozialen Netzwerken und politischer Nachfolge.</media:description>
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			<media:title type="html">HAuBtQ5bYAADnLR</media:title>
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		<title>Kauft Marokko bald deutsche U-Boote?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kauft-marokko-bald-deutsche-u-boote/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 12:15:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marokko könnte erstmals eigene U-Boote beschaffen – und plötzlich ist auch Deutschlands Type 214 im Rennen. Die Marine Royale würde damit zur neuen Unterwasser-Macht Nordafrikas werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkauft-marokko-bald-deutsche-u-boote%2F&amp;action_name=Kauft%20Marokko%20bald%20deutsche%20U-Boote%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kauft-marokko-bald-deutsche-u-boote/">Kauft Marokko bald deutsche U-Boote?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Marokko steht offenbar vor einem historischen Schritt: Die Marine Royale könnte erstmals eigene U-Boote erhalten – und damit in eine völlig neue Liga der maritimen Abschreckung aufsteigen. In Verteidigungs- und Fachkreisen kursieren seit Monaten Berichte über ein mögliches Beschaffungsprogramm für drei konventionelle U-Boote. Neben südkoreanischen und französischen Modellen gilt inzwischen auch ein deutsches Angebot als ernsthafte Option.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Rabat wäre der Einstieg in die Unterwasser-Kriegsführung weit mehr als nur ein Prestigeprojekt. Zwischen Atlantik, Mittelmeer und der strategisch entscheidenden Straße von Gibraltar würde Marokko seine militärische Reichweite erweitern – und zugleich auf die wachsende Konkurrenz mit Algerien reagieren.</p>



<h2 id="h-drei-u-boote-fur-die-marine-royale" class="wp-block-heading"><span id="drei-u-boote-fuer-die-marine-royale">Drei U-Boote für die Marine Royale</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Marine hat in den vergangenen Jahren kräftig modernisiert: neue Fregatten, bessere Überwachungssysteme, modernisierte Küstenverteidigung. Doch unter Wasser blieb bislang eine große Lücke. Genau diese könnte nun geschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere internationale Fachmedien berichten über Pläne für drei diesel-elektrische U-Boote. Als möglicher Zeitraum für Entscheidungen oder Vertragsabschlüsse wird immer wieder 2027 genannt. <a href="https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/" type="post" id="25512">Hinter den Kulissen scheint längst ein Wettbewerb zwischen mehreren Rüstungsanbietern zu laufen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko wären U-Boote ein strategischer Gewinn. Sie könnten Handelsrouten überwachen, gegnerische Schiffe abschrecken, verdeckte Aufklärung betreiben und die Kontrolle über sensible Seegebiete stärken. Gerade im Umfeld der Straße von Gibraltar wären solche Fähigkeit von großer Bedeutung.</p>



<h2 id="h-sudkorea-drangt-mit-dem-kss-iii-nach-nordafrika" class="wp-block-heading"><span id="suedkorea-draengt-mit-dem-kss-iii-nach-nordafrika">Südkorea drängt mit dem KSS-III nach Nordafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders häufig fällt derzeit der Name KSS-III. Das moderne südkoreanische U-Boot gilt als eines der ambitioniertesten konventionellen Unterwasserprojekte weltweit. Es verfügt über einen luftunabhängigen Antrieb, moderne Sensorik und hohe Reichweite – Eigenschaften, die längere verdeckte Einsätze ermöglichen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-1024x576.png" alt="" class="wp-image-27812 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-1024x576.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-300x169.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-768x432.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-380x214.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-800x450.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine-1160x652.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ROKS_Dosan_Ahn_Changho_class_submarine.png 1364w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Südkorea baut seine Rolle als globaler Waffenexporteur derzeit aggressiv aus. Nach Erfolgen bei Panzern, Artillerie und Kriegsschiffen versucht Seoul nun auch im U-Boot-Markt Fuß zu fassen. Marokko könnte dabei zum prestigeträchtigen Einstieg in Nordafrika werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reiz für Rabat liegt auf der Hand: moderne Technologie, vergleichsweise schnelle Lieferzeiten und ein Anbieter, der politisch flexibel agiert.</p>



<h2 id="h-frankreich-setzt-auf-den-scorpene" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-setzt-auf-den-scorpene">Frankreich setzt auf den Scorpène</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch Frankreich mischt kräftig mit. Der Scorpène von Naval Group gehört zu den bekanntesten Export-U-Booten der Welt und ist bereits bei mehreren Marinen im Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/" type="post" id="12016">Für Marokko hätte ein französisches Angebot nicht nur militärische, sondern auch politische Vorteile.</a> Paris und Rabat arbeiten seit Jahrzehnten eng zusammen, insbesondere im Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Frankreich könnte neben den Booten auch Ausbildung, Wartung und industrielle Kooperation liefern – ein entscheidender Faktor für ein Land ohne eigene U-Boot-Erfahrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Scorpène gilt zudem als kompakter und vielseitiger als größere Modelle wie der KSS-III. Für Einsätze im Mittelmeer und entlang der nordafrikanischen Küste wäre das durchaus attraktiv.</p>



<h2 id="h-deutsche-type-214-plotzlich-im-gesprach" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-type-214-ploetzlich-im-gespraech">Deutsche Type 214 plötzlich im Gespräch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine deutsche Alternative ist hin und wieder im Gepräch. In mehreren Analysen taucht inzwischen die Type 214 von ThyssenKrupp Marine Systems auf – eines der erfolgreichsten Export-U-Boote Europas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Type 214 gilt als extrem leise, schwer ortbar und technologisch ausgereift. Dank ihres Brennstoffzellen-Antriebs kann sie wochenlang unter Wasser bleiben, ohne auftauchen zu müssen. Genau diese Fähigkeiten werden bei modernen konventionellen U-Boote nachgefragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Modell wird bereits von Griechenland, Portugal, Südkorea und der Türkei eingesetzt. Für Marokko hätte ein deutsches Angebot mehrere Vorteile: NATO-kompatible Technologie, hohe Zuverlässigkeit und Zugang zu europäischer Marinekooperation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein politischer Faktor: Deutschland genießt in Rabat den Ruf eines vergleichsweise pragmatischen Partners. Sollte Berlin grünes Licht für einen Export geben, könnte die Type 214 schnell zu einem ernsthaften Favoriten werden.</p>



<h2 id="h-algeriens-kilo-flotte-erhoht-den-druck" class="wp-block-heading"><span id="algeriens-kilo-flotte-erhoeht-den-druck">Algeriens Kilo-Flotte erhöht den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blick nach Osten erklärt, warum das Thema plötzlich so brisant ist. Algerien verfügt bereits seit Jahren über eine schlagkräftige U-Boot-Flotte. <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">Die algerische Marine betreibt sechs russische Kilo-U-Boote, darunter modernisierte Varianten des Project 636.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="382" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-1024x382.jpg" alt="" class="wp-image-27814 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-1024x382.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-300x112.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-768x286.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-1536x573.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-2048x764.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-380x142.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-800x298.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-1160x432.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Algerian_Improved_Kilo_St_Petersburg-2-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit besitzt Algier Fähigkeiten, die Marokko bislang komplett fehlen. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-gibt-mehr-fuer-militaer-aus-als-ganz-afrika/" type="post" id="26892">In Nordafrika entsteht seit Jahren ein militärisches Wettrüsten – bei Kampfdrohnen, Luftabwehr, Raketen und Marineeinheiten. </a>U-Boote wären der nächste große Schritt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar vermeidet Rabat offiziell jede direkte Verbindung zu Algerien. Doch in sicherheitspolitischen Kreisen gilt die Sache als offensichtlich: Marokko will verhindern, unter Wasser dauerhaft ins Hintertreffen zu geraten.</p>



<h2 id="h-gibraltar-macht-die-sache-strategisch-explosiv" class="wp-block-heading"><span id="gibraltar-macht-die-sache-strategisch-explosiv">Gibraltar macht die Sache strategisch explosiv</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die geografische Lage Marokkos macht das Thema besonders sensibel. Die Straße von Gibraltar zählt zu den wichtigsten maritimen Engpässen der Welt. Täglich passieren dort Handelsschiffe, Tanker und Kriegsschiffe zwischen Atlantik und Mittelmeer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer in dieser Region über U-Boote verfügt, gewinnt erheblichen Einfluss auf Überwachung und Abschreckung. Für Marokko wäre das ein enormer strategischer Zugewinn – nicht nur militärisch, sondern auch geopolitisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich würde ein U-Boot-Programm die Marine Royale grundlegend verändern. Ausbildung, Infrastruktur, Wartung und Einsatzdoktrin müssten praktisch von Grund auf aufgebaut werden. Genau deshalb geht es bei der Entscheidung nicht nur um das beste Boot, sondern um das überzeugendste Gesamtpaket.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkauft-marokko-bald-deutsche-u-boote%2F&amp;action_name=Kauft%20Marokko%20bald%20deutsche%20U-Boote%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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		<title>Niger sitzt auf 1.800 Tonnen Uran fest</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/niger-sitzt-auf-1-800-tonnen-uran-fest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 22:27:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Niger kontrolliert die Somaïr politisch, doch Orano hält den juristischen Hebel. Mehr als 1.800 Tonnen Uran im Wert von rund 380 Millionen Dollar bleiben blockiert. Der Streit um Arlit verbindet Rohstoffe, Souveränität, Umweltvorwürfe und internationale Schiedsgerichtsbarkeit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fniger-sitzt-auf-1-800-tonnen-uran-fest%2F&amp;action_name=Niger%20sitzt%20auf%201.800%20Tonnen%20Uran%20fest&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Niger kann seinen verstaatlichten Uranbestand trotz politischer Kontrolle über die Somaïr nicht frei auf dem Weltmarkt verkaufen. Die Lage besteht seit der Nationalisierung des Unternehmens im Juni 2025. Mehr als 1.800 Tonnen Uran-Konzentrat mit einem geschätzten Wert von rund 380 Millionen Dollar liegen weiter im Land. Ein internationales Schiedsverfahren des französischen Konzerns Orano blockiert mögliche Verkäufe und macht Käufer vorsichtig.</p>



<h2 id="h-niamey-ubernimmt-die-kontrolle-uber-die-somair" class="wp-block-heading"><span id="niamey-uebernimmt-die-kontrolle-ueber-die-somair">Niamey übernimmt die Kontrolle über die Somaïr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die nigrischen Behörden hatten im Juni 2025 die Somaïr nationalisiert, die die Uranmine von Arlit betreibt. Orano hielt zuvor 63,4 Prozent an dem Unternehmen. Die Mine zählt zu den politisch und wirtschaftlich wichtigsten Rohstoffanlagen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung war Teil einer schrittweisen Konfrontation zwischen Niamey und dem französischen Konzern. Der lokale Direktor von Orano wurde festgenommen. Am 14. November 2025 reiste General Abdourahamane Tiani nach Arlit und enthüllte dort die Plaque zur Nationalisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. Mai 2026 verschärfte die nigrische Regierung den Kurs weiter. Der Ministerrat entzog Orano Mining die Konzession in Arlit. Diese war ursprünglich 1968 an die französische Kommission für Atomenergie vergeben worden und gehörte damit zu den ältesten ausländischen Bergbauarrangements auf dem afrikanischen Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niamey begründete den Entzug mit nicht gezahlten Flächenabgaben. Zugleich wurde eine nationale Gesellschaft geschaffen, die den Betrieb übernehmen soll.</p>



<h2 id="h-orano-setzt-auf-internationale-schiedsverfahren" class="wp-block-heading"><span id="orano-setzt-auf-internationale-schiedsverfahren">Orano setzt auf internationale Schiedsverfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Orano verlagerten den Konflikt auf die internationale Rechtsebene. Das Verfahren läuft vor dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, das zur Weltbank-Gruppe gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. September 2025 erhielt Orano dort eine Anordnung, die es den nigrischen Behörden untersagt, das von der Somaïr produzierte Uran zu verkaufen, zu übertragen oder den Transfer an Dritte zu ermöglichen. Der Konzern leitete inzwischen ein weiteres Schiedsverfahren vor derselben Instanz ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese juristische Blockade wirkt direkt auf den Markt. Potenzielle Käufer müssen damit rechnen, in einen internationalen Rechtsstreit hineingezogen zu werden. Der nigrische Bergbauminister Ousmane Abarchi sprach am 4. Mai 2026 von einem „quasi-juristischen Harcèlement“. Zugleich räumte er ein, dass die Verfahren die Vermarktung blockieren, obwohl Niamey Gespräche mit aus seiner Sicht ernsthaften Käufern führt.</p>



<h2 id="h-lagerbestande-ohne-sicheren-exportweg" class="wp-block-heading"><span id="lagerbestaende-ohne-sicheren-exportweg">Lagerbestände ohne sicheren Exportweg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage wird durch die Geografie Nigers verschärft. Das Land hat keinen eigenen Zugang zum Meer und ist für Rohstoffexporte auf Transitrouten über Nachbarstaaten angewiesen. Nach der Verschlechterung der Beziehungen zu Benin und Togo fehlen verlässliche Zugänge zu regionalen Häfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil des Uranbestands soll am internationalen Flughafen von Niamey lagern. <a href="https://fokus-afrika.de/schuesse-und-explosionen-am-flughafen-niamey-nahe-uranium-lager/" type="post" id="24120">Im November 2025 soll ein Konvoi mit etwa 1.000 Tonnen Uran von Arlit aus über Burkina Faso in Richtung Togo aufgebrochen sein.</a> Orano bezeichnete diese Bewegung als Verstoß gegen die Anordnung des Schiedsgerichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar 2026 bot General Tiani an, Frankreich rund 95 Tonnen Uran zu übergeben. Diese Menge entspricht der Beteiligung Oranos an der Somaïr. Der Konzern wertete den Schritt als mögliches Signal für Verhandlungen. Eine formelle Einigung wurde seitdem nicht bekannt.</p>



<h2 id="h-umweltvorwurfe-erhohen-den-druck-auf-orano" class="wp-block-heading"><span id="umweltvorwuerfe-erhoehen-den-druck-auf-orano">Umweltvorwürfe erhöhen den Druck auf Orano</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451.jpeg" alt="" class="wp-image-27796 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/니제르_우라늄광산_1451-800x800.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Niamey verbindet den Streit um Eigentum und Exportrechte inzwischen auch mit Umweltvorwürfen. Am 4. Februar 2026 kündigte der nigrische Justizminister eine Klage gegen Orano wegen „ökologischer Katastrophe“ an. Hintergrund ist die Entdeckung von 400 Fässern mit radioaktivem Material auf einem früheren Standort im Departement Arlit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Expertenausschuss soll Umwelt-, Gesundheits- und Steuerverstöße dokumentieren. Die nigrischen Behörden wollen die Vorwürfe auch vor französischen und internationalen Instanzen vorbringen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Niamey verweist zudem auf die Verteilung der Einnahmen aus jahrzehntelanger Uranförderung. Nach nigrischer Darstellung gingen zwischen 1971 und 2024 rund 86 Prozent der Erlöse an Orano, während Niger 9,2 Prozent erhalten habe.</p>



<h2 id="h-uranstreit-bleibt-von-schiedsverfahren-abhangig" class="wp-block-heading"><span id="uranstreit-bleibt-von-schiedsverfahren-abhaengig">Uranstreit bleibt von Schiedsverfahren abhängig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt zeigt die zwei Ebenen der Auseinandersetzung. Politisch hat Niger die Kontrolle über die Somaïr und die Arlit-Konzession übernommen. Wirtschaftlich bleibt der Spielraum begrenzt, solange Käufer, Transportwege und internationale Schiedsverfahren nicht geklärt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Anhörung vor dem Schiedsgericht wurde von den beteiligten Parteien noch nicht öffentlich terminiert. Bis dahin bleibt der Uranbestand in Niger blockiert, während Niamey und Orano um Eigentum, Entschädigung, Umweltverantwortung und Exportrechte streiten.</p>
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		<item>
		<title>Frankreich leidet unter Angriffen auf seine Verteidigungsindustrie durch Spionage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-leidet-unter-angriffen-auf-seine-verteidigungsindustrie-durch-spionage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 14:33:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreich sieht seine Verteidigungsindustrie im Fokus hybrider Angriffe. Spionage, Sabotage, Drohnenüberflüge, Datendiebstahl und Desinformation treffen nicht nur große Rüstungskonzerne, sondern auch Zulieferer und Beschäftigte mit sicherheitsrelevantem Wissen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-leidet-unter-angriffen-auf-seine-verteidigungsindustrie-durch-spionage%2F&amp;action_name=Frankreich%20leidet%20unter%20Angriffen%20auf%20seine%20Verteidigungsindustrie%20durch%20Spionage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich sieht seine Streitkräfte, Rüstungsunternehmen und sicherheitsrelevanten Technologien zunehmend durch hybride Angriffe unter Druck.<br>Am 28. Mai beschrieben das französische Verteidigungsministerium und die Direktion für Nachrichtendienst und Sicherheit der Verteidigung, kurz DRSD, ein breites Spektrum feindlicher Aktivitäten gegen den Verteidigungsbereich.<br>Dazu zählen Spionage, Sabotage, wirtschaftlicher Druck, Cyberangriffe, Desinformation und die gezielte Ansprache von Beschäftigten in sensiblen Bereichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Olivia Penichou, die Delegierte für Information und Kommunikation der Verteidigung, verwies auf die Nationale Strategische Überprüfung 2025. Seit 2022 setzten Gegner Frankreichs demnach „enthemmter“ auf hybride Strategien, die französische Interessen beeinträchtigten. Die Bedrohungen seien vielgestaltig, miteinander verbunden und entwickelten sich laufend weiter.</p>



<h2 id="h-verteidigungsindustrie-als-ziel" class="wp-block-heading"><span id="verteidigungsindustrie-als-ziel">Verteidigungsindustrie als Ziel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Warnung steht die französische Verteidigungsbasis. Dazu gehören große Rüstungskonzerne, Zulieferer, Forschungsakteure, Start-ups und Beschäftigte mit technischem Spezialwissen. Penichou beschrieb diesen Bereich als Ökosystem mit kritischen Fähigkeiten, das wegen seiner Technologien und Innovationskraft besonders im Fokus feindlicher Akteure stehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">General Aymeric Bonnemaison, Direktor der DRSD, sagte, der Auftrag seines Dienstes laute: „Aufklären, um zu schützen.“ Die DRSD sei für Gegenspionage und Gegenbeeinflussung im Verteidigungsbereich zuständig. Sie schütze nicht nur die Streitkräfte, sondern auch militärische Geheimnisse und die Wirtschaft der Verteidigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bonnemaison verwies auf ein verändertes strategisches Umfeld. Der Krieg in der Ukraine, die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten, die Rückkehr nuklearer Drohungen und die Zunahme von Einflussoperationen hätten die Arbeit der französischen Sicherheitsdienste verändert. „Wir haben die Welt gewechselt“, sagte der General.</p>



<h2 id="h-drohnen-datendiebstahl-und-digitale-ansprachen" class="wp-block-heading"><span id="drohnen-datendiebstahl-und-digitale-ansprachen">Drohnen, Datendiebstahl und digitale Ansprachen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders stark zugenommen haben nach Darstellung der DRSD Ausspähversuche gegen militärische und industrielle Ziele. Dazu zählen Beobachtungen von Standorten, Drohnenüberflüge und der Diebstahl von Computern. Bonnemaison sagte, die registrierten Drohnenüberflüge hätten sich 2025 gegenüber 2024 verdoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Feld sind digitale Annäherungen an Personen mit sicherheitsrelevantem Wissen. Die DRSD beobachtet demnach Ansprachen über Plattformen wie LinkedIn, bei denen vermeintliche Stellenangebote, bezahlte Interviews oder berufliche Kontakte genutzt werden, um Informationen über Unternehmen, Technologien oder interne Abläufe zu gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Instrumentalisierung von Rechtsnormen und Kontrollen wurde als Risiko benannt. Bonnemaison sprach von Exportkontrollen, extraterritorialen Regeln und Untersuchungen durch spezialisierte Dienstleister, über die sensible Daten aus Unternehmen abgefragt werden könnten. Die DRSD begleite Firmen, damit rechtliche Prüfungen nicht zur Ausforschung genutzt würden.</p>



<h2 id="h-sabotage-und-subversion-unterhalb-der-kriegsschwelle" class="wp-block-heading"><span id="sabotage-und-subversion-unterhalb-der-kriegsschwelle">Sabotage und Subversion unterhalb der Kriegsschwelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischen Behörden sehen zudem eine wachsende Gefahr durch Sabotage. Bonnemaison nannte Aktionen gegen elektrische Transformatoren, Farbattacken auf Unternehmen und Protestformen, die aus einem pro-palästinensischen und anti-israelischen Kontext in eine antimilitaristische Richtung übergehen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben ideologisch motivierten Aktionen verwies der DRSD-Direktor auf sogenannte Insider-Risiken. Beschäftigte in Unternehmen oder militärischen Strukturen könnten Produktionsketten stören oder sensible Daten weitergeben. Auch über das Internet angeworbene Personen könnten als Stellvertreter für Sabotageakte eingesetzt werden, teilweise ohne die eigentlichen Auftraggeber zu kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der Subversion sieht die DRSD eine wachsende Rolle künstlicher Intelligenz. Manipulierte Bilder, Stimmen und Videos erschwerten die Einordnung von Informationen. Frankreich habe bereits Desinformationskampagnen im frankophonen Afrika erlebt, darunter russische Kampagnen gegen französische Präsenz und Interessen. Heute richteten sich vergleichbare Methoden auch gegen Unternehmen, militärische Reputationen und das Verhältnis zwischen Armee und Gesellschaft.</p>



<h2 id="h-schutz-der-zulieferer-ruckt-starker-in-den-fokus" class="wp-block-heading"><span id="schutz-der-zulieferer-rueckt-staerker-in-den-fokus">Schutz der Zulieferer rückt stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die DRSD sieht nicht nur große Rüstungskonzerne als gefährdet an. Kleine und mittlere Unternehmen sowie mittelständische Zulieferer seien oft weniger gut auf Cyberangriffe, Datendiebstahl oder wirtschaftliche Ausforschung vorbereitet. Gleichzeitig werden sie für die Verteidigungsproduktion wichtiger, weil technologische Innovationen schneller in militärische Anwendungen übergehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27773 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/POSTE_ADMI_CRISTOBAL_COLON_1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bonnemaison sprach von einer „Wirtschaftskriegsführung in einer Kriegswirtschaft“. Verteidigungsbudgets stiegen, die internationale Konkurrenz nehme zu und Frankreich verfüge über starke industrielle Fähigkeiten. Dadurch wachse der Druck auf Unternehmen, die Schlüsseltechnologien entwickeln oder Produktionskapazitäten bereitstellen können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die DRSD setzt nach eigenen Angaben auf Sensibilisierung, Sicherheitsprüfungen, Audits und Beratung. Bonnemaison nannte auch <a href="https://fokus-afrika.de/verdacht-auf-spionage-ein-franzoesischer-dgse-agent-im-niger-festgenommen/">einfache Nachlässigkeiten als großes Risiko</a>. „80 Prozent der Kompromittierungen sind heute auf einfache Nachlässigkeiten zurückzuführen“, sagte er. Dazu zählte er offene Dienstcomputer in Zügen, unbeaufsichtigte Geräte oder wiederholte Diebstähle aus Fahrzeugen.</p>



<h2 id="h-hybride-angriffe-erschweren-die-zuordnung" class="wp-block-heading"><span id="hybride-angriffe-erschweren-die-zuordnung">Hybride Angriffe erschweren die Zuordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischen Sicherheitsbehörden sehen die größte Herausforderung in der Kombination verschiedener Angriffsmethoden. <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">Eine Datenpanne könne auf einen Cyberangriff zurückgehen, auf einen Insider, auf eine Serie von Computerdiebstählen oder auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.</a> Der Zweck könne Datendiebstahl sein, aber auch die Schädigung des Rufs eines Unternehmens während eines Exportgeschäfts oder einer Kapitalrunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bonnemaison beschrieb die französische Antwort als dynamischen Ansatz. Die DRSD analysiere Bedrohungen, Schwachstellen und mögliche Angriffspfade. Daraus folgten administrative Prüfungen, operative Recherchen, Audits und gezielte Begleitung sensibler Akteure in der Verteidigungswirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Botschaft des <a href="https://www.defense.gouv.fr/actualites/renseigner-proteger-drsd-face-aux-nouvelles-menaces">Briefings</a> war eine breitere Wachsamkeit im Verteidigungsumfeld. Bonnemaison sagte, die Sicherheit sei kollektiv. Die DRSD könne nicht allein alle Risiken abdecken, sondern brauche Meldungen, Hinweise und ein höheres Bewusstsein in Streitkräften, Unternehmen und Zulieferketten. </p>
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	</item>
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		<title>Reparationen für Sklaverei – Ghana begrüßt Macrons Kurswechsel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/reparationen-fuer-sklaverei-ghana-begruesst-macrons-kurswechsel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 20:23:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ghana bringt die Reparationsfrage weiter auf die internationale Agenda. Frankreich signalisiert Zusammenarbeit, der Code Noir soll aufgehoben werden, und Accra bereitet die nächste hochrangige Konferenz vor.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Freparationen-fuer-sklaverei-ghana-begruesst-macrons-kurswechsel%2F&amp;action_name=Reparationen%20f%C3%BCr%20Sklaverei%20%E2%80%93%20Ghana%20begr%C3%BC%C3%9Ft%20Macrons%20Kurswechsel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/reparationen-fuer-sklaverei-ghana-begruesst-macrons-kurswechsel/">Reparationen für Sklaverei – Ghana begrüßt Macrons Kurswechsel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ghana sieht in Frankreichs neuen Signalen zur Reparationsfrage einen diplomatischen Durchbruch in der internationalen Aufarbeitung von Sklaverei und kolonialem Unrecht. Am 23. Mai 2026 begrüßte Präsident John Dramani Mahama die Ankündigungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Paris will mit Accra eine wissenschaftliche Kommission aufbauen und sich an der nächsten hochrangigen Reparationskonferenz in Ghana beteiligen. Der Schritt folgt auf eine von Ghana vorangetriebene Resolution der Vereinten Nationen zur transatlantischen Versklavung von Afrikanern.</p>



<h2 id="h-paris-bewegt-sich-nach-un-resolution" class="wp-block-heading"><span id="paris-bewegt-sich-nach-un-resolution">Paris bewegt sich nach UN-Resolution</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron hatte seine neuen Maßnahmen im Umfeld des 25. Jahrestags des französischen Gesetzes angekündigt, das Sklaverei als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkennt. Ghana wertet die französische Bereitschaft zur Zusammenarbeit als eine der bislang konkretesten internationalen Reaktionen auf die UN-Resolution vom März 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ghana-bringt-un-resolution-zum-transatlantischen-sklavenhandel-ein/" type="post" id="25783">Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hatte am 25. März 2026 eine von Ghana geführte Resolution angenommen.</a> Sie bezeichnet die transatlantische Versklavung von Afrikanern als schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 123 Staaten stimmten dafür, drei dagegen, 52 enthielten sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama, der auch als Beauftragter der Afrikanischen Union für Reparationsgerechtigkeit auftritt, lobte Macron für eine „ehrliche, offene, versöhnliche und beispielhafte Führung“ in dieser Frage. <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-draengt-nach-un-resolution-auf-reparationen-fuer-sklaverei/">Ghana sprach von einer Entwicklung, die die internationale Debatte von der Anerkennung historischen Unrechts stärker in Richtung politischer und institutioneller Schritte verschiebe.</a></p>



<h2 id="h-gemeinsame-kommission-soll-in-ghana-arbeiten" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsame-kommission-soll-in-ghana-arbeiten">Gemeinsame Kommission soll in Ghana arbeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Accra und Paris wollen eine ghanaisch-französische wissenschaftliche Kommission einrichten. Sie soll in Ghana angesiedelt werden und Forschung, Dialog und Zusammenarbeit zu historischen Unrechtsformen und Reparationsprozessen vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron hat zudem eine Einladung Mahamas angenommen, bei der High-Level Next Steps Conference on Reparatory Justice in Accra zu sprechen. Die Konferenz ist vom 17. bis 19. Juni 2026 geplant. Ghana erwartet dort Staats- und Regierungsvertreter, Minister, Wissenschaftler, zivilgesellschaftliche Organisationen und Reparationsinitiativen aus Afrika, der Karibik, Europa und Amerika.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="645" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-1024x645.jpg" alt="" class="wp-image-26361 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-1024x645.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-300x189.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-768x484.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-380x239.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-800x504.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral-1160x730.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/President_John_Dramani_Mahama_at_Aliu_Mahama_funeral.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die ghanaische Regierung will mit internationalen Partnern über mehrere Fragen sprechen. Dazu gehören offizielle Entschuldigungen, Garantien der Nichtwiederholung, die Rückgabe geraubter Kulturgüter, Heilungsinitiativen, mögliche Entschädigungsmechanismen, die Aufhebung von Gesetzen aus der Sklavereizeit und der Umgang mit den langfristigen Folgen von Sklaverei.</p>
</div></div>



<h2 id="h-frankreich-will-code-noir-aufheben" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-will-code-noir-aufheben">Frankreich will Code Noir aufheben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ghana begrüßte auch Frankreichs Absicht, den sogenannten Code Noir aufzuheben. Der Rechtsrahmen wurde im 17. Jahrhundert unter Ludwig XIV. eingeführt und regelte Sklaverei in französischen Kolonien. Historiker und Menschenrechtsvertreter sehen darin eines der zentralen juristischen Instrumente der französischen Sklavenordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ghanaische Regierung wertet Macrons Anerkennung, dass solche Rechtsnormen mit heutigen demokratischen Grundsätzen unvereinbar seien, als Schritt zu einer offeneren historischen Aufarbeitung. „Ehrliche Abrechnung ist die notwendige Grundlage für alles, was folgt. Wir begrüßen Frankreichs Bereitschaft, diese Arbeit zu beginnen“, erklärte das ghanaische Außenministerium.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika/" type="post" id="13300">Macron blieb in seiner Rede bei konkreten finanziellen Entschädigungen zurückhaltend.</a> Zugleich öffnete er die französische Debatte stärker für den Begriff der Reparationen, der in Frankreich lange politisch umstritten war.</p>



<h2 id="h-ghana-starkt-seine-rolle-in-der-reparationsdebatte" class="wp-block-heading"><span id="ghana-staerkt-seine-rolle-in-der-reparationsdebatte">Ghana stärkt seine Rolle in der Reparationsdebatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ghana hat sich in den vergangenen Jahren zu einer zentralen Stimme der globalen Reparationsbewegung entwickelt. Das Land verbindet seine historische Rolle im transatlantischen Sklavenhandel mit diplomatischen Initiativen innerhalb der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte reicht über finanzielle Entschädigungen hinaus. Sie umfasst die Anerkennung historischen Unrechts, die Rückgabe geraubter Kulturgüter, Bildungsprogramme, institutionelle Verantwortung und den Umgang mit sozialen Folgen von Sklaverei und kolonialer Ausbeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/" type="post" id="27333">Frankreichs neue Bereitschaft zur Zusammenarbeit verschiebt die Reparationsfrage stärker in den Bereich direkter staatlicher Diplomatie.</a> Ghana will die Konferenz in Accra nutzen, um aus der UN-Resolution praktische Vorschläge und internationale Arbeitsformate zu entwickeln.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Darmanin in Algier: Frankreich und Algerien im Annäherungsversuch</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/darmanin-in-algier-frankreich-und-algerien-im-annaeherungsversuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 15:03:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gérald Darmanin reist nach Algier, um die Justizkooperation zwischen Frankreich und Algerien neu zu starten. Auf der Agenda stehen Auslieferungen, Sicherheitsfragen und der Fall Christophe Gleizes.<br />
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/darmanin-in-algier-frankreich-und-algerien-im-annaeherungsversuch/">Darmanin in Algier: Frankreich und Algerien im Annäherungsversuch</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin will in Algier die stark geschwächte Justizkooperation mit Algerien neu starten und mehrere belastete Dossiers voranbringen. Er traf am Sonntagabend zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in der algerischen Hauptstadt ein. Dort wurde er von seinem algerischen Amtskollegen Lotfi Boudjemaâ empfangen. Auf der Tagesordnung stehen Auslieferungen, Vermögensfragen, konsularische Fälle und <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-bestaetigt-siebenjaehrige-haftstrafe-gegen-franzoesischen-journalisten-christophe-gleizes/" type="post" id="22633">die Lage des in Algerien inhaftierten französischen Journalisten Christophe Gleizes.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vertrauen-nach-langer-krise"><span id="vertrauen-nach-langer-krise">Vertrauen nach langer Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise fällt in eine Phase vorsichtiger Annäherung zwischen Paris und Algier. <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-wirft-algerien-spionage-und-druck-auf-doppelstaatler-vor/" type="post" id="23942">Die Beziehungen waren fast zwei Jahre lang von einer schweren diplomatischen Krise geprägt.</a> Nun versucht die französische Regierung, den Dialog in Sicherheits-, Migrations- und Justizfragen wieder aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darmanin ist bereits das dritte Mitglied der französischen Regierung, das seit Jahresbeginn nach Algerien reist. Zuvor hatte Innenminister Laurent Nuñez im Februar in Algier Sicherheits- und Migrationsgespräche wieder aufgenommen. Auch die Rückkehr des französischen Botschafters nach Algerien und die Wiederaufnahme konsularischer Passierscheine gelten in Paris als Zeichen der Entspannung.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">🇫🇷🇩🇿 À Alger, nous avons tenu, avec mon homologue Lotfi Boudjemaa, plusieurs réunions de travail, en présence de hauts magistrats français, pour relancer notre coopération judiciaire qui était à l’arrêt depuis presque deux ans. Nous avons notamment abordé la question de la… <a href="https://t.co/1ErCiNPcZV">pic.twitter.com/1ErCiNPcZV</a></p>&mdash; Gérald DARMANIN (@GDarmanin) <a href="https://twitter.com/GDarmanin/status/2056336746166603841?ref_src=twsrc%5Etfw">May 18, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Justizministerium erklärte vor der Reise: „Wir werden versuchen, das Vertrauensverhältnis mit Algerien wiederherzustellen.“ Zugleich hieß es: „Die Sicherheit Frankreichs führt über Algerien und umgekehrt.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auslieferungen-vermogen-und-konsularische-falle"><span id="auslieferungen-vermoegen-und-konsularische-faelle">Auslieferungen, Vermögen und konsularische Fälle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien will bei den Gesprächen mehrere eigene Anliegen ansprechen. Dazu gehören die Auslieferung von Personen, die von der algerischen Justiz verurteilt wurden, die Rückgabe unrechtmäßig erworbener Vermögenswerte und die Situation eines algerischen Konsularbeamten, der seit mehr als einem Jahr in Frankreich inhaftiert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beamte konnte nach französischer Darstellung Besuchsrechte wahrnehmen. Das französische Justizministerium verwies dabei auf den Respekt vor der Unabhängigkeit der Justiz. Algerien erlaubte im Gegenzug einer französischen konsularischen Delegation einen Besuch beim inhaftierten Journalisten Christophe Gleizes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris will bei der Reise eine Justizkooperation wiederbeleben, die während der Krise deutlich an Tempo verloren hatte. Dabei geht es auch um Strafverfolgung bei Drogenhandel, Terrorismus und Migration.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-fall-christophe-gleizes-bleibt-belastend"><span id="der-fall-christophe-gleizes-bleibt-belastend">Der Fall Christophe Gleizes bleibt belastend</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt auf französischer Seite ist der Fall Christophe Gleizes. Der französische Journalist verbüßt in Algerien eine siebenjährige Haftstrafe wegen „Apologie des Terrorismus“. Er war festgenommen worden, als er an einem Bericht über eine angebliche kabylische Fußballnationalmannschaft arbeitete.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27469 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/EU2024BE_Informal_Meeting_of_Home_Affairs_Ministers_Egmont_Palace_on_25_January_2024_-_22.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darmanin will in Algier über seine Freilassung sprechen. Eine solche Freilassung könnte nach französischer Darstellung nur durch eine Begnadigung des algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune möglich werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Frankreich kommt außerdem die Frage möglicher Auslieferungen von Mitgliedern der sogenannten DZ Mafia hinzu, die sich nach französischen Angaben nach Algerien abgesetzt haben sollen. Die Gruppierung steht in Frankreich im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität und Drogenhandel im Fokus der Ermittlungsbehörden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-setzt-auf-sicherheitskooperation-mit-algerien"><span id="paris-setzt-auf-sicherheitskooperation-mit-algerien">Paris setzt auf Sicherheitskooperation mit Algerien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Regierung verbindet die Justizgespräche mit einer breiteren sicherheitspolitischen Annäherung. In Paris wird Algerien wieder stärker als Partner bei Terrorismusbekämpfung, organisierter Kriminalität und Migration behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf/" type="post" id="27198">Die Entspannung begann nach Monaten weitgehender Blockade.</a> Innenminister Laurent Nuñez hatte nach seiner Ernennung im Oktober einen weniger konfrontativen Ton gegenüber Algerien gewählt und im Februar in Algier die Zusammenarbeit in Sicherheits- und Migrationsfragen wieder angeschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darmanin reist mit einer Delegation hochrangiger Richter und Justizvertreter. Die Gespräche sollen die praktische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern wieder in Gang bringen, nachdem politische Spannungen Verfahren, Auskünfte und konsularische Abläufe erschwert hatten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Guterres nennt Afrikas Ausschluss aus ständiger UN-Vertretung „historische Ungerechtigkeit“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/guterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 14:14:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>UN-Generalsekretär António Guterres hat in Addis Abeba eine stärkere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit%2F&amp;action_name=Guterres%20nennt%20Afrikas%20Ausschluss%20aus%20st%C3%A4ndiger%20UN-Vertretung%20%E2%80%9Ehistorische%20Ungerechtigkeit%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit/">Guterres nennt Afrikas Ausschluss aus ständiger UN-Vertretung „historische Ungerechtigkeit“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres hat in Addis Abeba eine stärkere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und in den internationalen Finanzinstitutionen gefordert. Am 13. Mai 2026 traf er den Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, zur zehnten Jahreskonferenz zwischen UN und AU. Beide Seiten unterzeichneten eine Erklärung, mit der die Zusammenarbeit bei Frieden, Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechten stärker verankert werden soll. Parallel berieten Guterres, Youssouf und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über Folgen der Krise im Nahen Osten für afrikanische Staaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-drangt-auf-reformen-im-sicherheitsrat"><span id="afrika-draengt-auf-reformen-im-sicherheitsrat">Afrika drängt auf Reformen im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres bezeichnete den Ausschluss Afrikas von ständiger Vertretung im Sicherheitsrat als „historische Ungerechtigkeit“. <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Der Sicherheitsrat müsse die heutige Welt stärker abbilden, sagte der UN-Generalsekretär nach dem Treffen in der äthiopischen Hauptstadt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist keine Frage von Privilegien oder Symbolik“, sagte Guterres. Es gehe darum, dass der Sicherheitsrat mit Legitimität und Wirksamkeit handeln könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union fordert seit Jahren eine Reform des Sicherheitsrats. Der Ezulwini-Konsens und die Erklärung von Syrte bilden dafür die gemeinsame afrikanische Grundlage. In Addis Abeba bekräftigten Guterres, Youssouf und Macron die Notwendigkeit einer repräsentativeren und inklusiveren internationalen Ordnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-und-au-wollen-zusammenarbeit-institutionell-absichern"><span id="un-und-au-wollen-zusammenarbeit-institutionell-absichern">UN und AU wollen Zusammenarbeit institutionell absichern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres und Youssouf unterzeichneten eine Erklärung zur weiteren Verankerung der gemeinsamen Arbeitsrahmen zwischen den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union. Dazu zählen die Zusammenarbeit in Frieden und Sicherheit, die Umsetzung der Agenda 2063 der AU und der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie der gemeinsame Rahmen zu Menschenrechten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU und die UN wollen ihre Abstimmung über bestehende Dialogformate ausbauen. Dazu gehören der hochrangige strategische Dialog und die regelmäßige Zusammenarbeit zwischen den Institutionen beider Organisationen. Das gemeinsame Kommuniqué nennt bewaffnete Konflikte, humanitäre Krisen, Armut, Ungleichheit, Klimawandel und Verstöße gegen internationales Recht als zentrale Herausforderungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27389 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHHzuWsAA4xdZ.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580">Für Guterres war es voraussichtlich die letzte AU-UN-Jahreskonferenz als Generalsekretär.</a> „Dies ist meine letzte AU-UN-Konferenz als Generalsekretär“, sagte er. „Aber die Verbindungen zwischen unseren Organisationen sind stärker denn je – und sie werden es bleiben.“</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzsystem-benachteiligt-afrikanische-staaten"><span id="finanzsystem-benachteiligt-afrikanische-staaten">Finanzsystem benachteiligt afrikanische Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Reform des Sicherheitsrats stellte Guterres <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/" type="post" id="27333">die internationale Finanzordnung in den Fokus.</a> Viele afrikanische Staaten zahlten beim Zugang zu Kapital deutlich höhere Zinssätze als andere Länder. Das entziehe öffentlichen Haushalten Mittel, die in Wasser, Sanitärversorgung, Gesundheit und Bildung fließen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die heutige globale Finanzarchitektur bietet Afrika weder ausreichende Unterstützung noch ausreichende Stimme und Beteiligung“, sagte Guterres. Afrikanische Länder müssten für Kredite häufig bis zum Dreifachen des Referenzzinses zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär unterstützte afrikanische Reforminitiativen, darunter den Vorschlag der Afrikanischen Entwicklungsbank für eine neue afrikanische Finanzarchitektur. <a href="https://fokus-afrika.de/wir-brauchen-eine-afrikanische-rating-agentur/" type="post" id="11342">Auch die geplante Afrikanische Ratingagentur stellte er in den Zusammenhang einer breiteren Debatte über faire Kreditbedingungen und die Rolle internationaler Ratingagenturen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klima-und-energie-verscharfen-den-druck"><span id="klima-und-energie-verschaerfen-den-druck">Klima und Energie verschärfen den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verband die Reformdebatte mit der Klimapolitik. Afrika trage am wenigsten zur Erderwärmung bei, sei aber besonders stark von Dürren, Überschwemmungen und wirtschaftlichen Folgeschäden betroffen. Eine zeitweilige Überschreitung der Marke von 1,5 Grad sei inzwischen unvermeidbar, aber nicht unumkehrbar.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27391 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIMHKiDWwAEw3DA.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Generalsekretär verwies zugleich auf das Energiepotenzial des Kontinents. Bis 2040 könne Afrika zehnmal mehr Strom erzeugen, als es selbst benötige, vollständig aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig hätten rund 600 Millionen Menschen in Afrika weiterhin keinen Zugang zu Strom.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Guterres erhält Afrika derzeit nur zwei Prozent der weltweiten Investitionen in saubere Energie. Als Hürden nannte er fehlende Netze und Speicher, hohe Kapitalkosten und anfällige Lieferketten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-friedensmissionen-sollen-verlasslicher-finanziert-werden"><span id="friedensmissionen-sollen-verlaesslicher-finanziert-werden">Friedensmissionen sollen verlässlicher finanziert werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frieden und Sicherheit standen im Zentrum der Gespräche zwischen UN und AU. Beide Seiten bekräftigten die Bedeutung politischer Lösungen und einer vorhersehbaren Finanzierung afrikanisch geführter Friedensmissionen. Grundlage dafür ist die Resolution 2719 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres nannte die Nichtanwendung dieser Resolution im Fall <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> „völlig unverständlich“. Wenn ein Land diese Unterstützung brauche, sei es Somalia, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gemeinsamen Kommuniqué führen AU und UN mehrere Konflikträume auf, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/widersprueche-im-kampf-um-den-frieden-in-der-region-der-grossen-seen/" type="post" id="12817">Region der Großen Seen</a>, das <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">Horn von Afrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a> und den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a>. Für Sudan verlangte Guterres ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und eine Rückkehr der Konfliktparteien an den Verhandlungstisch. Im Sahel sprach er von einer verschlechterten Sicherheitslage mit wachsender Gewalt gegen Zivilisten, Vertreibungen und zunehmender Ernährungsunsicherheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-konferenz-fur-den-au-friedensfonds-geplant"><span id="paris-konferenz-fuer-den-au-friedensfonds-geplant">Paris-Konferenz für den AU-Friedensfonds geplant</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27390 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HINMx3WWMAAaq_C.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einem gesonderten Gespräch mit Macron und Youssouf vereinbarten die drei Seiten, vor Ende 2026 in Paris eine internationale Konferenz zur Mobilisierung privater Mittel für den Friedensfonds der Afrikanischen Union vorzubereiten. Der Fonds soll afrikanische Friedens- und Sicherheitsanstrengungen stärker finanziell absichern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Spitzenpolitiker sprachen auch über die wirtschaftlichen Folgen der Krise im Nahen Osten. Sie warnten vor Auswirkungen auf Energiepreise, Düngerlieferungen, Ernährungssicherheit, Inflation und die Haushalte afrikanischer Staaten. Frankreich kündigte an, das Thema bei den Beratungen zur Weltwirtschaftslage beim G7-Gipfel im Juni in Évian aufzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gemeinsame AU-UN-Kommuniqué nennt außerdem die G20 und die G7 als Foren, in denen die Folgen der Krise für Afrika weiter behandelt werden sollen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-nennt-afrikas-ausschluss-aus-staendiger-un-vertretung-historische-ungerechtigkeit/">Guterres nennt Afrikas Ausschluss aus ständiger UN-Vertretung „historische Ungerechtigkeit“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Afrika fordert günstigere Kredite – Macron verspricht 23 Milliarden € an Investitionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 20:37:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrika fordert in Nairobi eine neue Bewertung seiner Risiken: weniger Kreditkosten, mehr Investitionen, stärkere Mitsprache in der Weltfinanzordnung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen%2F&amp;action_name=Afrika%20fordert%20g%C3%BCnstigere%20Kredite%20%E2%80%93%20Macron%20verspricht%2023%20Milliarden%20%E2%82%AC%20an%20Investitionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/">Afrika fordert günstigere Kredite – Macron verspricht 23 Milliarden € an Investitionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staats- und Regierungschefs drängen beim Africa Forward Summit in Nairobi auf eine Neubewertung finanzieller Risiken auf dem Kontinent und auf mehr Investitionen in Industrie, Energie und Infrastruktur. Der zweitägige Gipfel findet am 11. und 12. Mai statt. Gastgeber sind Kenias Präsident William Ruto und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, beteiligt sind UN-Generalsekretär António Guterres und Delegationen aus mehr als 30 afrikanischen Staaten. Kern der Beratungen sind niedrigere Kapitalkosten, Reformen der globalen Finanzordnung und neue Finanzierungswege für afrikanische Projekte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzmarkte-sollen-afrika-anders-bewerten"><span id="finanzmaerkte-sollen-afrika-anders-bewerten">Finanzmärkte sollen Afrika anders bewerten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias Außenminister Musalia Mudavadi machte vor dem Gipfel deutlich, dass afrikanische Staaten und Unternehmen seit Jahren höhere Finanzierungskosten tragen. „Afrika ist immer als Hochrisikoraum angesehen worden“, sagte Mudavadi der Nachrichtenagentur&nbsp;<em>Reuters</em>. Der Zugang zu Krediten sei deshalb für Regierungen und Unternehmen oft an höhere Zinssätze gebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mudavadi forderte eine andere Bewertung afrikanischer Märkte durch internationale Finanzakteure. Konflikte in anderen Weltregionen zeigten, dass Risiko nicht einseitig mit Afrika verbunden werden könne. <a href="https://fokus-afrika.de/iwf-senkt-kreditkosten-um-36/">Afrikanische Regierungen kritisieren seit Langem, dass globale Ratingagenturen die Risiken des Kontinents zu hoch ansetzen und damit Kreditkosten erhöhen. </a>Die großen Agenturen S&amp;P Global Ratings, Moody’s und Fitch weisen den Vorwurf regionaler Voreingenommenheit zurück und verweisen auf weltweit angewandte Kriterien.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27336 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOrlWUAA1wjq.jpeg 2080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-stellt-afrikanische-union-offen-infrage/">Die Afrikanische Union arbeitet an einer kontinentalen Ratingagentur, die aus afrikanischer Sicht ein genaueres Bild wirtschaftlicher Risiken liefern soll.</a> Mudavadi bezeichnete dieses Vorhaben als „kritisch“. Die Afrikanische Export-Import Bank hatte im Januar ihre Zusammenarbeit mit Fitch beendet, weil sie die Bewertungspraxis der Agentur kritisierte.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruto-setzt-auf-afrikanisches-kapital"><span id="ruto-setzt-auf-afrikanisches-kapital">Ruto setzt auf afrikanisches Kapital</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto verband die Debatte über Kreditkosten mit der Forderung nach mehr afrikanischer Eigenfinanzierung. Das internationale Finanzsystem bleibe strukturell ungleich, sagte Ruto in Nairobi. Afrikanische Länder seien mit hohen Kreditkosten, begrenztem Zugang zu günstiger Finanzierung und verzerrten Risikowahrnehmungen konfrontiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27335 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIHHOqGWUAA5l6e.jpeg 2080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ruto unterstützte ausdrücklich den Aufbau einer afrikanischen Kreditratingagentur. Sie solle bestehende globale Institutionen nicht ersetzen, sondern Verzerrungen bei der Bewertung afrikanischer Volkswirtschaften korrigieren. „Afrika muss Afrika zunehmend selbst finanzieren“, sagte Ruto.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinen Angaben verfügt der Kontinent über mehr als vier Billionen Dollar an langfristigen inländischen Ersparnissen, darunter mehr als eine Billion Dollar in Pensions- und Versicherungsvermögen sowie mehr als 500 Milliarden Dollar an Zentralbankreserven. Gleichzeitig fehlten vielen Staaten Mittel für Infrastruktur, Energie, Industrieparks, Logistiknetze und Wohnungsbau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto verwies auf Kenias National Infrastructure Fund. Der Fonds habe in den vergangenen vier Monaten rund eine Milliarde Dollar mobilisiert. Zudem seien in dreieinhalb Jahren fast vier Milliarden Dollar für das kenianische Programm für bezahlbaren Wohnraum lokal beschafft worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macron-nennt-23-milliarden-euro-private-investitionen"><span id="macron-nennt-23-milliarden-euro-private-investitionen">Macron nennt 23 Milliarden Euro private Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stellte den Gipfel als Teil einer neuen Partnerschaft zwischen Frankreich, Europa und Afrika dar. Er sprach sich für Ko-Investitionen statt klassischer Hilfslogik aus. „Was ich anbiete, ist nicht Hilfe. Diese Zeit liegt hinter uns“, sagte Macron in Nairobi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron kündigte private Investitionen in Höhe von 23 Milliarden Euro an. Davon sollen 14 Milliarden Euro auf französische Unternehmen in Afrika entfallen und neun Milliarden Euro auf afrikanische Unternehmen auf dem Kontinent. Die Investitionen sollen unter anderem in Industrie, Künstliche Intelligenz, Gesundheit, nachhaltige Landwirtschaft und die blaue Wirtschaft fließen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Quand l’Afrique réussit, l’Europe réussit, et vice-versa ! 23 milliards d&#39;euros d&#39;investissements privés en Afrique ont été annoncés, dont 14 milliards portés par des entreprises françaises. Africa Forward est un sommet d&#39;action. <a href="https://t.co/vI8wkMEWs4">pic.twitter.com/vI8wkMEWs4</a></p>&mdash; Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/2054146513371095055?ref_src=twsrc%5Etfw">May 12, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/">Frankreich nutzt den Gipfel auch, um seine Afrika-Politik breiter auszurichten. </a>Das Treffen in Nairobi ist der erste Afrika-Frankreich-Gipfel in einem überwiegend englischsprachigen afrikanischen Land. Macron kündigte an, die Botschaften des Gipfels in weitere internationale Formate einzubringen, darunter Beratungen im Kreis der G7 sowie Treffen von Internationalem Währungsfonds, Weltbank und Vereinten Nationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-guterres-kritisiert-finanzordnung-von-1945"><span id="guterres-kritisiert-finanzordnung-von-1945">Guterres kritisiert Finanzordnung von 1945</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres unterstützte die Forderungen nach Reformen. Die globale Finanzarchitektur sei 1945 für eine Welt geschaffen worden, die nicht mehr existiere, sagte er. Afrika führe eine der zentralen Debatten über eine Reform dieses Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verwies auf hohe Schuldenlasten, sinkende Entwicklungshilfe und ungleiche Mitsprache in internationalen Finanzinstitutionen. Afrika habe mehr als 1,5 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner, aber keine ständigen Sitze im UN-Sicherheitsrat. Zudem fehlten afrikanischen Staaten ausreichende Stimme und Entscheidungsmacht in Institutionen, die die Weltwirtschaft prägen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27337 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDqETsWUAE5d53.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch bei Klima- und Energiefragen sprach Guterres von ungleichen Bedingungen. Afrika verfüge über 60 Prozent des weltweit besten Solarpotenzials, erhalte aber nur zwei Prozent der globalen Investitionen in saubere Energie. Rund 600 Millionen Menschen auf dem Kontinent lebten ohne Strom, eine Milliarde Menschen nutze weiterhin unsaubere Kochmethoden. Zugleich lägen die durchschnittlichen Kreditkosten afrikanischer Staaten nach seinen Angaben etwa doppelt so hoch wie in OECD-Ländern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist kein Markturteil über Afrika“, sagte Guterres. „Es ist ein Urteil über die Ungerechtigkeiten des Systems.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nairobi-gewinnt-als-un-standort-an-gewicht"><span id="nairobi-gewinnt-als-un-standort-an-gewicht">Nairobi gewinnt als UN-Standort an Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Gipfel eröffnete Guterres <a href="https://fokus-afrika.de/un-baut-nairobi-standort-massiv-aus/" type="post" id="22909">neue Bürogebäude am UN-Standort Nairobi und legte den Grundstein für eine neue Konferenzeinrichtung.</a> Das Projekt hat ein Volumen von 340 Millionen Dollar und ist nach UN-Angaben die größte Investition des UN-Sekretariats in Afrika seit Gründung der Organisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenzkapazität des UN Office at Nairobi soll von 2.000 auf 9.000 Teilnehmende steigen. Der Standort in Gigiri beherbergt bereits mehr als 70 UN-Büros und Programme. Die neuen Gebäude sind die ersten Netto-Null-Einrichtungen des UN-Standorts und werden ganzjährig mit Solarenergie betrieben. Im Zuge der Erweiterung sollen insgesamt fast 6.000 einheimische Bäume gepflanzt werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen%2F&amp;action_name=Afrika%20fordert%20g%C3%BCnstigere%20Kredite%20%E2%80%93%20Macron%20verspricht%2023%20Milliarden%20%E2%82%AC%20an%20Investitionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/">Afrika fordert günstigere Kredite – Macron verspricht 23 Milliarden € an Investitionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Macron kritisiert Sahel-Militärs vor Afrika-Gipfel in Nairobi</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 23:17:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreich will in Nairobi einen neuen Afrika-Kurs zeigen. Doch Macrons Seitenhieb auf Mali, Burkina Faso und Niger macht den Africa-Forward-Gipfel auch politisch brisant.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi%2F&amp;action_name=Macron%20kritisiert%20Sahel-Milit%C3%A4rs%20vor%20Afrika-Gipfel%20in%20Nairobi&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/">Macron kritisiert Sahel-Militärs vor Afrika-Gipfel in Nairobi</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat vor dem Africa-Forward-Gipfel in Nairobi die Militärs in Mali, Burkina Faso und Niger scharf kritisiert. Am 11. und 12. Mai richtet Kenia den Gipfel gemeinsam mit Frankreich aus. Das Treffen soll Investitionen, Innovation und neue Finanzierungswege für afrikanische Volkswirtschaften vorantreiben. Macrons Äußerungen zu den Sahel-Staaten geben dem Gipfel jedoch eine politische Schärfe, die über die Wirtschaftsagenda hinausreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macron-verteidigt-auswahl-der-teilnehmer"><span id="macron-verteidigt-auswahl-der-teilnehmer">Macron verteidigt Auswahl der Teilnehmer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit <a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-stellt-afrikanische-union-offen-infrage/">Kenias Präsident William Ruto</a> wies Macron den Eindruck zurück, Westafrika sei beim Gipfel nicht vertreten. Er nannte unter anderem die Präsidenten Senegals, Gabuns und der Demokratischen Republik Kongo als erwartete Teilnehmer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Sahel-Staaten sagte Macron, drei Länder hätten sich „wegen des Putsches und des Verhaltens der militärischen Verantwortlichen“ selbst „vom Rest des Clubs“ entfernt. <a href="https://fokus-afrika.de/togo-bringt-aes-und-ecowas-wieder-an-einen-tisch/" type="post" id="26707">Er verwies dabei auch auf deren Verhältnis zur westafrikanischen Regionalorganisation ECOWAS.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron nannte Mali, Burkina Faso und Niger nicht nur als politische Problemfälle, sondern trennte ausdrücklich zwischen den Militärs an der Macht und der Bevölkerung. Frankreich könne mit einzelnen Regierungen uneins sein, sagte er sinngemäß, „aber wir sind nie uneins mit den Menschen“. Intellektuelle, Akademiker, Künstler und Unternehmer aus diesen Ländern seien beim Gipfel eingebunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-sucht-neuen-zugang-zu-afrika"><span id="frankreich-sucht-neuen-zugang-zu-afrika">Frankreich sucht neuen Zugang zu Afrika</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-27292 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-1024x1024.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-800x800.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O-1160x1160.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dDAIXYAAPz2O.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Auftritt in Nairobi steht für den Versuch Frankreichs, seine Afrika-Politik breiter aufzustellen. Erstmals wird ein Gipfel dieses Formats gemeinsam mit einem anglophonen afrikanischen Land ausgerichtet. Das ist politisch bedeutsam, weil Frankreich seine Beziehungen zum Kontinent lange vor allem über frankophone Staaten strukturiert hat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Macron stellte den Gipfel als pan-afrikanischen Ansatz dar. Afrika sei kein „Hinterhof“ Frankreichs, sagte er. Zugleich verteidigte er die Neuausrichtung seit 2017: Französische Unternehmen hätten bereits zuvor Marktanteile in frankophonen Ländern verloren, Afrika sei ein Wettbewerbsraum.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kenia-und-frankreich-unterzeichnen-elf-abkommen"><span id="kenia-und-frankreich-unterzeichnen-elf-abkommen">Kenia und Frankreich unterzeichnen elf Abkommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der politischen Debatte unterzeichneten Kenia und Frankreich in Nairobi elf Vereinbarungen in strategischen Wirtschaftsbereichen. Sie betreffen unter anderem die blaue Wirtschaft, Fischerei, zivile Kernenergie, digitale Infrastruktur, Wetterdienste, nachhaltigen Flugkraftstoff, Agrarsysteme und Verkehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Projekt ist die Modernisierung des Nahverkehrs in Nairobi. Ruto bezifferte das Vorhaben auf 83 Millionen Euro. Außerdem wurde eine Vereinbarung zu Logistik- und Hafeninfrastruktur geschlossen. Der kenianische Präsident nannte dafür ein Volumen von 800 Millionen US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron verwies auf französische Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro. Dazu zählt ein Projekt des Konzerns CMA CGM zur Erneuerung von zwei Terminals im Hafen von Mombasa. Ein weiteres Vorhaben betrifft den Ausbau eines Windparks durch das Unternehmen Meridiam.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruto-setzt-auf-investitionen-und-infrastruktur"><span id="ruto-setzt-auf-investitionen-und-infrastruktur">Ruto setzt auf Investitionen und Infrastruktur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia präsentiert den Gipfel als <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-kenia-ist-unser-engster-partner-in-der-region/">Teil seiner Strategie, sich stärker als Produktions-, Logistik- und Innovationsstandort für Ost- und Zentralafrika zu positionieren. </a>Ruto verwies auf Verkehr, Energie und Landwirtschaft als zentrale Bereiche seiner Entwicklungsagenda.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27293 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HH-dk6NXEAMqvVQ.jpeg 2080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob Kenia stärker nach Osten oder Westen blicke, sagte Ruto: „Meine Standardantwort ist: Wir schauen nach vorn.“ Frankreich sei für Kenia ein besonderer Partner, die Beziehungen zu anderen Staaten blieben davon unberührt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzierung-und-globale-reformen-auf-der-agenda"><span id="finanzierung-und-globale-reformen-auf-der-agenda">Finanzierung und globale Reformen auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Gipfeltag steht unter dem Titel „Inspire and Connect“ und beginnt mit einem Wirtschaftsforum. Dort sollen Projekte aus afrikanischen und französischen Privatsektoren vorgestellt werden. Weitere Programmpunkte betreffen Jugend, Sport, Kultur- und Kreativwirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Tag ist Entwicklungsfinanzierung und globalen Fragen gewidmet. Im Mittelpunkt stehen die Reform der internationalen Finanzarchitektur, afrikanische Finanzinstitutionen, Gesundheit, Ernährungssouveränität, Wettbewerbsfähigkeit, Konnektivität sowie Frieden und Sicherheit. Teile der Gipfelergebnisse sollen in die Vorbereitung des G7-Gipfels einfließen, den Frankreich vom 15. bis 17. Juni in Évian ausrichtet.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-kritisiert-sahel-militaers-vor-afrika-gipfel-in-nairobi/">Macron kritisiert Sahel-Militärs vor Afrika-Gipfel in Nairobi</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Malis Außenminister: &#8220;Ukraine will einen hybriden Krieg im Sahel!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/malis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 11:05:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mali zieht nach den Angriffen vom 25. April eine klare Linie: Kein Dialog mit bewaffneten Gruppen. Gleichzeitig rücken Vorwürfe über externe Unterstützung und ein RTL-Bericht zu ukrainischen Militäreinheiten im Umfeld tuaregischer Rebellen in den Fokus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmalis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel%2F&amp;action_name=Malis%20Au%C3%9Fenminister%3A%20%26%238220%3BUkraine%20will%20einen%20hybriden%20Krieg%20im%20Sahel%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/malis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel/">Malis Außenminister: &#8220;Ukraine will einen hybriden Krieg im Sahel!&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Malis Außenminister Abdoulaye Diop hat nach den Angriffen vom 25. April jeden Dialog mit bewaffneten Gruppen ausgeschlossen und zugleich externe Unterstützung für die Angreifer angeprangert. Die Erklärung erfolgte am 7. Mai 2026 bei einem Treffen mit dem in Bamako akkreditierten diplomatischen Korps. Diop bezog sich dabei auf den Front de Libération de l’Azawad, dem Bamako eine Allianz mit einem von den Vereinten Nationen gelisteten Terrornetzwerk vorwirft. Parallel berichtete der französische Sender RTL über mutmaßliche verdeckte Aktivitäten ukrainischer Militäraufklärung im Umfeld tuaregischer Rebellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamako-zieht-eine-rote-linie"><span id="bamako-zieht-eine-rote-linie">Bamako zieht eine rote Linie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Regierung sieht keinen Dialog mit bewaffneten terroristischen Gruppen vor“, sagte Diop nach Angaben der malischen Nachrichtenagentur AMAP. Einige bewaffnete Gruppen im Norden des Landes hätten sich dafür entschieden, Partei für eine extremistische Organisation zu ergreifen, die von den Vereinten Nationen als terroristisch anerkannt sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage bezog sich auf den Front de Libération de l’Azawad. Die malische Regierung betrachtet dessen Entwicklung als Teil einer Verbindung zwischen bewaffneten Gruppen im Norden und jihadistischen Akteuren. Zugleich erklärte Diop, die Behörden nähmen weiterhin reuige Kämpfer auf, wenn diese in den republikanischen Rahmen zurückkehrten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister stellte <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">die Angriffe vom 25. April in einen größeren Zusammenhang.</a> Mali befinde sich in einem asymmetrischen Konflikt, in dem bewaffnete Gruppen verdeckt operierten, teils Uniformen der malischen Armee trügen und sich unter die Bevölkerung mischten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriffe-auf-kati-und-verteidigungsministerium"><span id="angriffe-auf-kati-und-verteidigungsministerium">Angriffe auf Kati und Verteidigungsministerium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 25. April trafen nach Darstellung der malischen Behörden mehrere Orte im Land. Zu den Zielen gehörten die Residenz des Staatschefs in Kati und die Residenz des damaligen Verteidigungsministers Sadio Camara.<a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905"> Camara kam bei den Angriffen ums Leben.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27263 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diop sagte vor dem diplomatischen Korps, die staatlichen Institutionen seien trotz der Angriffe voll funktionsfähig. Die Ernennung von General Oumar Diarra zum neuen Verteidigungsminister stehe für institutionelle Kontinuität und die Fortsetzung der sicherheitspolitischen Linie Bamakos.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Untersuchung wurde nach Angaben des Ministers durch den Staatsanwalt beim Militärgericht in Bamako eröffnet. Diop erklärte, zivile und militärische Personen seien identifiziert und festgenommen worden, die mit Planung, Koordinierung oder Durchführung der Angriffe in Verbindung gebracht würden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurf-eines-hybriden-krieges"><span id="vorwurf-eines-hybriden-krieges">Vorwurf eines hybriden Krieges</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop sprach von einem hybriden Krieg gegen Mali und weitere<a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562"> Staaten der Konföderation der Staaten des Sahel.</a> Er warf internen und externen Unterstützern vor, den Angreifern Informationen, Logistik und Personal zur Verfügung zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang nannte der Außenminister ausdrücklich die Ukraine. Kiew habe nach seiner Darstellung öffentlich logistische Unterstützung für bewaffnete Gruppen im Sahel eingeräumt. Weitere mutmaßliche Unterstützer benannte Diop nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister verband die Sicherheitslage auch mit einem Informationskrieg. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-verbietet-franzoesischen-sender-wegen-terrorismus-berichterstattung/" type="post" id="27185">Er kritisierte Medien und Plattformen, die bewaffneten Gruppen aus Sicht der malischen Regierung Raum gäben. </a>Bamako sieht darin eine Begleitstruktur des militärischen Drucks auf den Staat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rtl-berichtet-uber-ukrainische-militaraufklarung-und-tuareg-rebellen"><span id="rtl-berichtet-ueber-ukrainische-militaeraufklaerung-und-tuareg-rebellen">RTL berichtet über ukrainische Militäraufklärung und Tuareg-Rebellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Journalist Georges Malbrunod berichtete bei RTL, französische Soldaten seien zwar nicht mehr in Mali präsent, jedoch seien Einheiten des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR im Umfeld tuaregischer Rebellen aktiv. Er berief sich dabei auf eine französische Sicherheitsquelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Malbrunod sprach von ehemaligen ukrainisch-stämmigen Soldaten, die zuvor in der französischen Fremdenlegion gedient hätten. Die ukrainischen Einheiten operierten dem Bericht zufolge in Koordination mit tuaregischen Rebellen. Ziel sei es, die mit Bamako verbündeten russischen Kräfte zu schwächen, die früher unter Wagner und heute unter Africa Corps auftreten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">EDITO RTL &#8211; La France toujours active au Mali &quot;par procuration&quot;<a href="https://twitter.com/Malbrunot?ref_src=twsrc%5Etfw">@Malbrunot</a> dans <a href="https://twitter.com/hashtag/RTLMatin?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#RTLMatin</a> <a href="https://t.co/MEJKhRFAnw">pic.twitter.com/MEJKhRFAnw</a></p>&mdash; RTL France (@RTLFrance) <a href="https://twitter.com/RTLFrance/status/2052665490091233743?ref_src=twsrc%5Etfw">May 8, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">RTL berichtete weiter, der ukrainische Militärgeheimdienst habe bereits im Vorjahr französischen Stellen einen Plan vorgeschlagen, um Regierungen im Sahel zu schwächen und russischen Einfluss zurückzudrängen. Paris habe damals aus Sicherheitsgründen nicht weitergemacht. Der Sender beschrieb die nun berichtete Konstellation als verdeckten Hebel, der Frankreich Distanz zu den Vorgängen ermögliche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Verteidigungsministerium erklärte gegenüber RTL, ukrainische Soldaten, die die Fremdenlegion verlassen hätten, könnten der Ukraine auf eine Weise dienen, die sie für geeignet hielten. Weitere Kommentare gab das Ministerium dem Bericht zufolge nicht ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatisches-korps-verurteilt-angriffe"><span id="diplomatisches-korps-verurteilt-angriffe">Diplomatisches Korps verurteilt Angriffe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das diplomatische Korps in Bamako verurteilte die Angriffe vom 25. April. Der <a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">russische Botschafter Igor Gromyko, Doyen des diplomatischen Korps</a>, sprach von „barbarischen Angriffen“ gegen die Zivilbevölkerung und staatliche Institutionen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27262 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gromyko erklärte, solche Angriffe seien völlig ungerechtfertigt und erforderten die entschiedensten internationalen Antworten. Er sprach den Behörden Kondolenz zum Tod von Sadio Camara aus und würdigte den Einsatz der malischen Streitkräfte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Botschafter sagte außerdem, die Angriffe seien mit Unterstützung des Africa Corps des russischen Verteidigungsministeriums zurückgeschlagen worden. Moskau sei in Abstimmung mit Bamako bereit, Mali weitere Unterstützung zu leisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsmassnahmen-fur-diplomaten-verstarkt"><span id="sicherheitsmassnahmen-fuer-diplomaten-verstaerkt">Sicherheitsmaßnahmen für Diplomaten verstärkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop kündigte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen auf dem gesamten Staatsgebiet an. Besonders diplomatische und konsularische Vertretungen sowie Büros internationaler Organisationen sollen stärker geschützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei erhielt nach Angaben des Ministers Anweisung, Patrouillen im Umfeld der diplomatischen Vertretungen zu verstärken. Auch am internationalen Flughafen Modibo Keïta in Bamako seien Sicherheitsmaßnahmen angepasst worden. Diop erklärte, der Flugverkehr und die Versorgung mit Kerosin liefen regulär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali verfolgt seine Sicherheitsoperationen mit Unterstützung der Partner in der Konföderation der Staaten des Sahel, insbesondere <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" type="category" id="76">Niger</a>, sowie mit Unterstützung <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russlands</a>.</p>
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		<title>Frankreich nimmt Abschiebungen nach Algerien wieder auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 09:22:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreich und Algerien nähern sich bei Rückführungen wieder an: Paris meldet mehr als 140 Abschiebungen algerischer Staatsangehöriger seit Jahresbeginn.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-nimmt-abschiebungen-nach-algerien-wieder-auf%2F&amp;action_name=Frankreich%20nimmt%20Abschiebungen%20nach%20Algerien%20wieder%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich schiebt wieder algerische Staatsangehörige ohne regulären Aufenthaltsstatus nach Algerien ab.Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez mehr als 140 Menschen zurückgeführt. Der Minister sprach zugleich von 120 ausgestellten Laissez-passer-Dokumenten seit seiner Reise nach Algerien Mitte Februar. Damit zeichnet sich nach der diplomatischen Krise zwischen Paris und Algier eine Wiederaufnahme der Zusammenarbeit bei Rückführungen ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nunez-spricht-von-neuem-austausch-mit-algerien"><span id="nunez-spricht-von-neuem-austausch-mit-algerien">Nuñez spricht von neuem Austausch mit Algerien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Innenminister Laurent Nuñez bestätigte die Zahlen am Donnerstag im Gespräch mit dem Nachrichtensender&nbsp;<em>CNews</em>&nbsp;und dem Radiosender&nbsp;<em>Europe 1</em>. Ende März hatte bereits die Hilfsorganisation Cimade auf eine Wiederaufnahme der Abschiebungen hingewiesen. Das Innenministerium hatte sich dazu bis dahin nicht öffentlich geäußert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als ich Mitte Februar nach Algerien gereist bin, hatten wir seit Jahresbeginn keine ausgestellten Laissez-passer und wir hatten einige Rückführungen vorgenommen“, sagte Nuñez. Seit seinem Besuch sei der Vorgang wieder angelaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Laissez-passer ist ein Reisedokument, das für eine Rückführung benötigt wird, wenn die betroffene Person keinen gültigen Pass besitzt oder die Identität formal bestätigt werden muss.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-140-ruckfuhrungen-seit-jahresbeginn"><span id="mehr-als-140-rueckfuehrungen-seit-jahresbeginn">Mehr als 140 Rückführungen seit Jahresbeginn</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nuñez nannte am Donnerstag 120 ausgestellte Laissez-passer-Dokumente seit seinem Besuch in Algerien. Am Vortag sei zudem die Marke von 140 Rückführungen seit Jahresbeginn überschritten worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Natürlich müssen wir besser werden, natürlich müssen wir mehr tun“, sagte der Innenminister. Zugleich erklärte er, die Dinge seien „wieder in Gang gekommen“. Der Dialog mit Algerien solle fortgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als nächsten Punkt nannte Nuñez die Frage gemeinsamer Sammelflüge. Dabei geht es um Rückführungen mehrerer Staatsangehöriger in einem Flugzeug.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-algerier-stellen-grossen-anteil-in-franzosischen-abschiebeeinrichtungen"><span id="algerier-stellen-grossen-anteil-in-franzoesischen-abschiebeeinrichtungen">Algerier stellen großen Anteil in französischen Abschiebeeinrichtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nuñez bestätigte zudem, dass sich etwas mehr als 700 algerische Staatsangehörige in französischen Abschiebeeinrichtungen befinden. Insgesamt verfügen diese Zentren über rund 2.000 Plätze. Damit machen Algerier nach seinen Angaben etwa 30 bis 40 Prozent der dort untergebrachten Personen aus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="743" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-1024x743.jpg" alt="" class="wp-image-27200 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-1024x743.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-300x218.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-768x557.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-380x276.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-800x581.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685-1160x842.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/DHS_Secretary_Alejandro_Mayorkas_Meets_with_Laurent_Nunez_51586312685.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Frankreich werden solche Einrichtungen genutzt, um ausreisepflichtige Personen vor einer geplanten Abschiebung festzuhalten. Grundlage sind sogenannte OQTF-Bescheide, also behördliche Anordnungen zum Verlassen des französischen Staatsgebiets.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahara-frage-belastete-verhaltnis-zwischen-paris-und-algier"><span id="sahara-frage-belastete-verhaeltnis-zwischen-paris-und-algier">Sahara-Frage belastete Verhältnis zwischen Paris und Algier</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Frankreich und Algerien hatten sich ab Sommer 2024 stark verschlechtert. <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/" type="post" id="12016">Auslöser war die französische Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Sahara.</a> Um das Gebiet streiten Marokko und die von Algerien unterstützte Polisario seit rund 50 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nuñez setzt seit seinem Amtsantritt im Innenministerium auf Entspannung im Verhältnis zu Algier. Damit grenzt er sich von seinem Vorgänger Bruno Retailleau ab, der in der Auseinandersetzung mit Algerien häufiger auf eine härtere Linie setzte.</p>
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			<media:description type="html">Washington, D.C. (October 13, 2021) Homeland Security Secretary Alejandro Mayorkas meets with the head of the French National Center of Intelligence and Counterterrorism (CNRLT) Laurent Nuñez at the DHS St. Elizabeths campus in Washington, D.C. (DHS Photo by Benjamin Applebaum)</media:description>
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		<item>
		<title>&#8220;Menschen, so schwarz wie dieser Tisch!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/menschen-so-schwarz-wie-dieser-tisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 17:24:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bruno Le Maire schildert eine Szene aus dem G7-Gipfel von Biarritz: Donald Trump soll Emmanuel Macron mit einer abfälligen Afrika-Äußerung unterbrochen haben. Der frühere französische Wirtschaftsminister sieht darin ein Muster von Trumps Verhandlungsstil.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmenschen-so-schwarz-wie-dieser-tisch%2F&amp;action_name=%26%238220%3BMenschen%2C%20so%20schwarz%20wie%20dieser%20Tisch%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der frühere französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire beschreibt eine abfällige Afrika-Äußerung Donald Trumps in einem Gespräch mit Emmanuel Macron. Die Szene soll sich am Rand des G7-Gipfels von Biarritz ereignet haben. Le Maire schildert sie in seinem am 23. April erschienenen Buch „Le temps d’une décision“ und sprach darüber am 2. Mai in der France-2-Sendung „Quelle Époque !“. Im Zentrum stand damals ein Streit über die französische Digitalsteuer und mögliche amerikanische Strafzölle auf französischen Wein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprach-uber-digitalsteuer-in-biarritz"><span id="gespraech-ueber-digitalsteuer-in-biarritz">Gespräch über Digitalsteuer in Biarritz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Le Maires Darstellung trafen Macron und Trump während des <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei/">G7-Gipfels</a> im August 2019 in einem kleinen Raum eines Hotels in Biarritz zusammen. Ziel des bilateralen Gesprächs war eine Einigung über die französische Digitalsteuer. Die Steuer belastete große Digitalkonzerne und hatte in Washington Drohungen mit Handelsmaßnahmen ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung stellte damals Strafzölle auf französische Weine in Aussicht. Frankreich versuchte, eine Eskalation des Handelsstreits zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire beschreibt Trump in der Szene als kaum aufmerksam. Der damalige US-Präsident habe auf einem Sofa gesessen, plötzlich mit der Hand auf den Tisch geschlagen und Macron direkt angesprochen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwarz-wie-dieser-tisch"><span id="schwarz-wie-dieser-tisch">„Schwarz wie dieser Tisch“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire zitiert Trump mit den Worten: „Hast du gesehen, Emmanuel, wie schwarz dieser Tisch ist? Ich war in Afrika, Emmanuel, und ich sage dir, die Menschen dort sind schwarz wie dieser Tisch.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="732" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-1024x732.jpg" alt="" class="wp-image-27054 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-1024x732.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-768x549.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-380x272.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-800x572.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-1160x829.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Macron habe darauf nicht reagiert, schreibt Le Maire. Der frühere Minister deutet die Äußerung nicht als beiläufige Abschweifung, sondern als Teil einer Gesprächsführung, mit der Trump sein Gegenüber aus dem gewohnten Rahmen bringen wolle.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Sendung „Quelle Époque !“ sagte Le Maire, Trump versuche in Verhandlungen ständig, Dominanz herzustellen. Der US-Präsident bewege sich dabei nicht in der „kartesianischen Logik“, an der sich französische Regierungsvertreter orientierten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-le-maire-sieht-methode-hinter-trumps-stil"><span id="le-maire-sieht-methode-hinter-trumps-stil">Le Maire sieht Methode hinter Trumps Stil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire ordnet die Szene als Beispiel für Trumps Verhandlungsstil ein. Der frühere Wirtschaftsminister beschreibt eine Form politischer Kommunikation, die weniger auf stringente Argumentation setze als auf Überraschung, Druck und Irritation.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="659" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-1024x659.jpg" alt="" class="wp-image-27055 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-1024x659.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-300x193.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-768x494.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-380x245.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-800x515.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-1160x747.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Darstellung knüpft an Erfahrungen anderer europäischer Verantwortlicher an, die Verhandlungen mit der Trump-Regierung als unberechenbar und psychologisch stark aufgeladen beschrieben haben. Trump nutze demnach Brüche im Gespräch, um sein Gegenüber zu verunsichern und die Gesprächsrichtung zu bestimmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire war während der ersten Präsidentschaft Trumps einer der zentralen französischen Ansprechpartner in Wirtschafts- und Handelsfragen. Der Streit um die Digitalsteuer gehörte zu den besonders angespannten Dossiers zwischen Paris und Washington.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ex-Außenminister soll teure Napoleon-Statuetten aus Afrika erhalten haben</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ex-aussenminister-soll-teure-napoleon-statuetten-aus-afrika-erhalten-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 17:05:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>France 2 erhebt neue Vorwürfe gegen Dominique de Villepin: Zwei Napoleon-Statuetten im Wert von 125.000 Euro sollen über Robert Bourgi an ihn gegangen sein. Eine Spur führt zum früheren Präsidenten Burkina Fasos, Blaise Compaoré.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fex-aussenminister-soll-teure-napoleon-statuetten-aus-afrika-erhalten-haben%2F&amp;action_name=Ex-Au%C3%9Fenminister%20soll%20teure%20Napoleon-Statuetten%20aus%20Afrika%20erhalten%20haben&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Dominique de Villepin soll als französischer Außenminister zwei Napoleon-Statuetten im Gesamtwert von 125.000 Euro über den Lobbyisten Robert Bourgi erhalten haben. Die Vorwürfe wurden am 30. April durch das France-2-Magazin „Complément d’enquête“ öffentlich. Eine der Figuren soll vom damaligen Präsidenten Burkina Fasos, Blaise Compaoré, bezahlt worden sein, die andere von einem italienischen Unternehmer mit Afrika-Geschäften. De Villepin bestreitet, die Herkunft der Geschenke gekannt zu haben, und erklärte, er hätte sie andernfalls „niemals“ angenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-france-2-verweist-auf-rechnungen-uber-75-000-und-50-000-euro"><span id="france-2-verweist-auf-rechnungen-ueber-75-000-und-50-000-euro">France 2 verweist auf Rechnungen über 75.000 und 50.000 Euro</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Robert Bourgi, eine bekannte Figur der alten französisch-afrikanischen Netzwerke, behauptet in der Sendung, er habe de Villepin zwei Napoleon-Figuren zukommen lassen. Die erste soll 2002 von Blaise Compaoré bezahlt worden sein, damals Präsident Burkina Fasos. Die zweite soll vom italienischen Unternehmer Gian Angelo Perrucci stammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Complément d’enquête“ veröffentlichte nach eigenen Angaben Rechnungen einer Pariser Galerie. Eine Bronzebüste Bonapartes soll 75.000 Euro gekostet haben, eine weitere Statuette Napoleons auf St. Helena 50.000 Euro. Die Galerie habe gegenüber der Redaktion bestätigt, dass die Rechnungen echt seien, zu den genannten Werken gehörten und von Compaoré sowie Perrucci beglichen worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">De Villepin erklärte in der Sendung, die Objekte seien Geschenke von Robert Bourgi gewesen. Den Preis und die Herkunft habe er nicht gekannt. Vor der Rechnung über 75.000 Euro sagte er, die Büste sei ihm nicht vom Präsidenten Burkina Fasos geschenkt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-de-villepin-weist-kenntnis-der-herkunft-zuruck"><span id="de-villepin-weist-kenntnis-der-herkunft-zurueck">De Villepin weist Kenntnis der Herkunft zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Premierminister und Außenminister sagte, er hätte die Gegenstände nicht angenommen, wenn er ihre Herkunft gekannt hätte. „Ich hätte diese Objekte niemals akzeptiert, wenn ich gewusst hätte, woher sie stammen“, erklärte de Villepin in der Sendung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27048 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zu der zweiten Statuette sagte de Villepin, auch sie sei ihm von Bourgi geschenkt worden. Den Wert schätzte er auf etwa 10.000 Euro. France 2 führt dagegen eine Rechnung über 50.000 Euro an, ausgestellt auf Gian Angelo Perrucci.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Perrucci bestätigte der Redaktion telefonisch, die Statuette an de Villepin verschenkt zu haben. Er habe den früheren Minister zuvor zweimal getroffen. De Villepin sagte, er habe keine Erinnerung an den italienischen Unternehmer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Interview erklärte de Villepin gegenüber der Redaktion, die Rechnung über 75.000 Euro entspreche nicht der Büste Napoleons. Zugleich sagte er, er sei bereit, die Objekte zurückzugeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-umfeld-spricht-von-manovern-aus-dem-sarkozy-lager"><span id="umfeld-spricht-von-manoevern-aus-dem-sarkozy-lager">Umfeld spricht von Manövern aus dem Sarkozy-Lager</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Umfeld de Villepins wies die Darstellung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP scharf zurück. Es sprach von einem „Nebelvorhang“, verbreitet durch einen „treuen Relais von Nicolas Sarkozy“. Bourgi sei bekannt für wechselnde Erzählungen und politische Manöver.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktion verweist auf den alten Rivalitätskonflikt zwischen de Villepin und Sarkozy. De Villepin bereitet eine mögliche Kandidatur für die französische Präsidentschaftswahl 2027 vor. Sarkozy steht zugleich im Berufungsprozess zur Affäre um mutmaßliche libysche Wahlkampffinanzierung seines Präsidentschaftswahlkampfs von 2007.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourgi erklärte in der Sendung, Sarkozy habe mit den neuen Aussagen nichts zu tun. Zugleich sagte er, er sei de Villepin wegen dessen Äußerungen zur Inhaftierung Sarkozys im vergangenen Jahr gram und wolle alles tun, um ihn daran zu hindern, in den Élysée-Palast einzuziehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-robert-bourgi-und-das-erbe-der-francafrique"><span id="robert-bourgi-und-das-erbe-der-francafrique">Robert Bourgi und das Erbe der Françafrique</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Robert Bourgi war über Jahrzehnte mit den politischen und finanziellen Netzwerken Frankreichs in früheren afrikanischen Kolonien verbunden. Sein Name steht in Frankreich bereits für eine frühere Affäre um teure Geschenke: 2017 hatte Bourgi dem damaligen Präsidentschaftskandidaten François Fillon Anzüge im Wert von 13.000 Euro geschenkt. Der Vorgang belastete Fillons Wahlkampf. Ermittlungen wegen des Verdachts auf Einflussnahme endeten später mit einer Einstellung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="884" height="663" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy.jpg" alt="" class="wp-image-27049 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy.jpg 884w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-800x600.jpg 800w" sizes="(max-width: 884px) 100vw, 884px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bourgi hatte 2011 außerdem behauptet, er habe zwischen 1997 und 2005 Geldkoffer aus afrikanischen Staaten an Jacques Chirac und Dominique de Villepin überbracht. Eine Untersuchung wurde eröffnet und im November 2011 ohne weitere Verfolgung eingestellt. De Villepin bezeichnete diese Darstellung in „Complément d’enquête“ als „vollkommen abwegig“ und Bourgi als „wunderbaren Geschichtenerzähler“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Vorwürfe treffen de Villepin zu einem Zeitpunkt, an dem er politisch wieder stärker sichtbar ist. Der ehemalige Premierminister gilt in Frankreich als möglicher Bewerber für die Präsidentschaftswahl 2027, hat seine Kandidatur aber noch nicht offiziell erklärt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Terror-Allianz koordiniert Angriffe in Mali &#8211; Russischer Hubschrauber getroffen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 10:20:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bamako, Kati, Kidal, Gao und Sévaré wurden fast gleichzeitig angegriffen. Mali meldet Verletzte, verhängt eine Ausgangssperre und steht vor einer neuen Koordination zwischen JNIM und FLA.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fterror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen%2F&amp;action_name=Terror-Allianz%20koordiniert%20Angriffe%20in%20Mali%20%26%238211%3B%20Russischer%20Hubschrauber%20getroffen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Gruppen haben Mali mit koordinierten Angriffen auf Bamako, Kati, Gao, Kidal, Sévaré und Mopti unter Druck gesetzt. Die Angriffe begannen am Samstagmorgen, dem 25. April 2026. Während die malische Armee in der Hauptstadt und nahe dem Machtzentrum Kati kämpfte, reklamierten Angreifer im Norden Geländegewinne in Kidal und Gao. Die Übergangsregierung meldete 16 Verletzte, verhängte eine Ausgangssperre in Bamako und erklärte die Lage in den betroffenen Orten für unter Kontrolle.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamako-als-teil-einer-mehrortigen-offensive"><span id="bamako-als-teil-einer-mehroertigen-offensive">Bamako als Teil einer mehrörtigen Offensive</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff auf Bamako war Teil einer gleichzeitigen Offensive gegen politische, militärische und symbolische Ziele. Schüsse und Explosionen wurden in der Umgebung des internationalen Flughafens Modibo Keïta und in Kati gemeldet, wo sich der wichtigste Militärstützpunkt des Landes und die Residenz von Übergangspräsident Assimi Goïta befinden. In Kati wurde auch das Haus von Verteidigungsminister Sadio Camara schwer beschädigt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zielauswahl deutet auf eine Strategie hin, malische Sicherheitskräfte gleichzeitig an mehreren Fronten zu binden. Heni Nsaibia, Westafrika-Analyst bei ACLED, bezeichnete Kati und Bamako als Orte „im Herzen des Regimes“. Kidal sei zugleich zentral für die Erzählung der Militärführung, die territoriale Kontrolle im Norden wiederhergestellt zu haben.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gelandegewinne-im-norden-bleiben-umstritten"><span id="gelaendegewinne-im-norden-bleiben-umstritten">Geländegewinne im Norden bleiben umstritten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die al-Qaida-nahe JNIM reklamierte die Angriffe gemeinsam mit der Azawad-Befreiungsfront FLA. Die JNIM erklärte, sie habe Ziele in Kati, am Flughafen von Bamako sowie in Mopti, Sévaré und Gao angegriffen. Zugleich behauptete sie, Kidal sei in einer gemeinsamen Operation mit der FLA eingenommen worden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">BREAKING<br><br>Al Qaeda in Mali (JNIM) &amp; Tuareg separatists of FLA have launched a nationwide offensive against Mali’s junta &amp; its Russian allies<br><br>They’re reportedly successful, having entered the capital city Bamako &amp;Taureg capital Kidal<br><br>It’s looks like Mali is falling to jihadists <a href="https://t.co/icpZPqQRjM">pic.twitter.com/icpZPqQRjM</a></p>&mdash; Visegrád 24 (@visegrad24) <a href="https://twitter.com/visegrad24/status/2047984785159606367?ref_src=twsrc%5Etfw">April 25, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die FLA sprach von Geländegewinnen in Kidal und Gao. Die Nachrichtenagentur <em>AP</em> berichtete unter Berufung auf einen früheren Bürgermeister von Kidal, Aufständische seien in die Stadt eingedrungen und hätten einzelne Viertel unter ihre Kontrolle gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kidal hat für die Militärregierung hohen Symbolwert. Die Stadt war lange ein Zentrum separatistischer Gruppen im Norden Malis, bevor Regierungstruppen sie 2023 mit russischer Unterstützung zurückeroberten. Neue Kämpfe dort treffen damit einen Ort, den Bamako als Beleg für die Rückgewinnung staatlicher Kontrolle dargestellt hatte.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russische-unterstutzung-und-berichte-uber-hubschrauberverlust"><span id="russische-unterstuetzung-und-berichte-ueber-hubschrauberverlust">Russische Unterstützung und Berichte über Hubschrauberverlust</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russische Kräfte spielen in Malis Sicherheitsapparat weiter eine wichtige Rolle. Die Militärregierung hatte sich in den vergangenen Jahren von Frankreich und mehreren westlichen Partnern abgewandt und ihre Zusammenarbeit mit Russland ausgebaut. Die Regierung in Bamako stützt sich bei der <a href="https://fokus-afrika.de/bamex-mali-vertieft-militaerische-kooperation-mit-russland-und-deutschland/" type="post" id="22296">Sicherheitsstrategie auf russische Söldner</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-mali-nehmen-politischen-dialog-wieder-auf/" type="post" id="24239">habe zugleich wieder engere Kontakte zu Washington gesucht. </a></p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Russian military lost a helicopter near Gao, Mali, reportedly shot down by a surface-to-air missile system.<br><br>The crew and a mobile fire team on board were killed. The incident was confirmed by a Russian source associated with military aviation, Fighterbomber. <a href="https://t.co/OjNGyye0VY">pic.twitter.com/OjNGyye0VY</a></p>&mdash; Special Kherson Cat 🐈🇺🇦 (@bayraktar_1love) <a href="https://twitter.com/bayraktar_1love/status/2048306585680642366?ref_src=twsrc%5Etfw">April 26, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zu einem möglichen Verlust eines Hubschraubers im Raum Gao kursierten Berichte aus militärnahen und offenen Quellen. Das <em>Aviation Safety Network</em> führte am 25. April einen möglichen Absturz eines malischen Mi-35-Hubschraubers nahe Wabaria in der Region Gao auf. Ukrainische Militärmedien meldeten unter Berufung auf den russlandnahen Telegram-Kanal <em>Fighterbomber</em>, der Hubschrauber sei durch äußere Einwirkung getroffen worden. Eine offizielle Bestätigung aus Bamako oder Moskau lag zunächst nicht vor. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausgangssperre-in-bamako-unklare-opferzahlen"><span id="ausgangssperre-in-bamako-unklare-opferzahlen">Ausgangssperre in Bamako, unklare Opferzahlen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergangsregierung meldete am Samstagabend 16 Verletzte, darunter Zivilisten und Militärangehörige. Regierungssprecher Issa Ousmane Coulibaly nannte keine Zahl der Toten. Die Armee erklärte, <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen/">mehrere Angreifer seien getötet worden</a>, und sprach später von „mehreren Hundert“ getöteten Angreifern. Auch diese Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gouverneur des Distrikts Bamako verhängte eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 6 Uhr. Sie gilt zunächst für drei Tage. Auch in Gao wurde am Abend eine Ausgangssperre verhängt, nachdem dort zunächst eine angespannte Ruhe eingekehrt war. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eine-seltene-allianz-gegen-die-militarregierung"><span id="eine-seltene-allianz-gegen-die-militaerregierung">Eine seltene Allianz gegen die Militärregierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe zeigen eine offene Koordination zwischen der jihadistischen JNIM und separatistischen Kräften aus dem Norden. Ulf Laessing, Leiter des Sahel-Programms der Konrad-Adenauer-Stiftung, sprach vom offenbar größten koordinierten Angriff seit Jahren in Mali. Besonders besorgniserregend sei, dass die JNIM offenbar mit Tuareg-Rebellen zusammengearbeitet habe. Eine solche Verbindung habe es bereits 2012 gegeben, als jihadistische und separatistische Kräfte den Norden Malis überrannten.&nbsp;</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I don’t think Bamako will fall. But no doubt this is major attack apparently coordinated in parts of the country between JNIM and Tuareg. The videos from Kidal are humiliating &#8211; when Mali took it with the Russians it have a huge popularity boost to the government.</p>&mdash; Ulf Laessing (@UlfLaessing) <a href="https://twitter.com/UlfLaessing/status/2048028889859957126?ref_src=twsrc%5Etfw">April 25, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bezeichnung „Tuareg-Rebellen“ meint dabei bewaffnete separatistische Gruppen, nicht die Tuareg-Bevölkerung insgesamt. Die Tuareg sind eine Volksgruppe im Sahel und in Nordafrika. <a href="https://fokus-afrika.de/der-kampf-um-den-norden-malis-separatistische-bewegung-fla-im-fokus/" type="post" id="13057">Bewaffnete Bewegungen wie die FLA</a> berufen sich auf politische Ziele im Norden Malis, vertreten aber nicht automatisch die gesamte Bevölkerungsgruppe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-frankreich-und-afrikanische-union-reagieren"><span id="usa-frankreich-und-afrikanische-union-reagieren">USA, Frankreich und Afrikanische Union reagieren</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-26862 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Botschaft in Bamako warnte vor Explosionen und Schüssen nahe Kati und am internationalen Flughafen. Sie rief US-Bürger dazu auf, Schutz zu suchen und Reisen in die betroffenen Gebiete zu vermeiden. Das US-Außenministerium verurteilte die Angriffe und erklärte Unterstützung für die malische Bevölkerung und die Regierung. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Außenministerium veröffentlichte am 25. April einen Reisehinweis zu „simultanen Angriffen in mehreren Ortschaften“ in Mali. Frankreich hatte seine militärische Präsenz im Land nach dem Bruch mit der Militärregierung beendet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union erklärte, Kommissionspräsident Mahmoud Ali Youssouf verfolge die Angriffe mit „tiefer Besorgnis“. Die AU verurteilte die Gewalt und warnte vor schweren Gefahren für die Zivilbevölkerung.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mali-bleibt-in-einer-schweren-sicherheitskrise"><span id="mali-bleibt-in-einer-schweren-sicherheitskrise">Mali bleibt in einer schweren Sicherheitskrise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mali wird seit 2012 von einer Sicherheitskrise geprägt. Jihadistische Gruppen, separatistische Bewegungen, lokale Milizen und kriminelle Netzwerke sind in verschiedenen Landesteilen aktiv. Die Militärführung kam nach Umstürzen 2020 und 2021 an die Macht und versprach, die Sicherheit wiederherzustellen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Angriffe trafen nicht nur abgelegene Regionen, sondern auch Bamako und Kati. Damit erreichte die Gewalt erneut Orte, die für die politische und militärische Kontrolle des Landes zentral sind. In der Hauptstadt galt nach den Kämpfen weiter die Ausgangssperre.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Afrika drängt auf Finanzreformen gegen Schulden, Hilfskürzungen und Hunger</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra Leone]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrika rückt beim UN-Forum zur Entwicklungsfinanzierung ins Zentrum der Debatte: hohe Schulden, weniger Hilfsgelder und wachsende Risiken für Ernährung und Arbeitsplätze erhöhen den Druck auf Regierungen und Geldgeber.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger%2F&amp;action_name=Afrika%20dr%C3%A4ngt%20auf%20Finanzreformen%20gegen%20Schulden%2C%20Hilfsk%C3%BCrzungen%20und%20Hunger&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/">Afrika drängt auf Finanzreformen gegen Schulden, Hilfskürzungen und Hunger</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten haben zum Auftakt des UN-Forums für Entwicklungsfinanzierung mehr Tempo bei Schuldenentlastung, Entwicklungshilfe und Reformen der globalen Finanzordnung gefordert. Zum Beginn des Treffens am 21. April in New York verwiesen UN-Vertreter, Weltbank und Minister aus Afrika auf hohe Schuldendienstkosten, sinkende Hilfszusagen und neue Risiken für Ernährungssicherheit und Jobs in der Region. Vor allem Länder südlich der Sahara geraten dabei immer stärker unter Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres schlug zum Auftakt einen alarmierenden Ton an. Viele Entwicklungsländer seien von Investitionen abgeschnitten und versänken unter ihrer Schuldenlast. Zugleich verwies er auf die Folgen der jüngsten Krisen und Kriege, die sich weltweit in <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">steigenden Preisen für Treibstoff, Dünger und Lebensmittel niederschlügen.</a> Der Finanzierungsbedarf für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sei inzwischen auf mehr als vier Billionen Dollar pro Jahr angewachsen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-spurt-preis-und-schuldenkrise-besonders-stark"><span id="afrika-spuert-preis-und-schuldenkrise-besonders-stark">Afrika spürt Preis- und Schuldenkrise besonders stark</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie stark die Belastung in Afrika bereits durchschlägt, machte die Weltbank deutlich. Nach ihren Angaben könnten steigende Lebensmittelpreise zusätzlich 16 Millionen Menschen in Ernährungsunsicherheit treiben, vor allem in Subsahara-Afrika. Gleichzeitig seien bis zu 15 Millionen Arbeitsplätze gefährdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Internationale Währungsfonds verwies auf die besondere Anfälligkeit vieler afrikanischer Staaten. In weiten Teilen Subsahara-Afrikas verschärften sich die Folgen von langsamerem Wachstum und höherer Inflation. Hinzu kommt, dass viele Länder der Region auf Düngemittelimporte aus dem Golf angewiesen sind und damit besonders sensibel auf internationale Krisen reagieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26766 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der neue UN-Bericht zur Entwicklungsfinanzierung zeichnet ein entsprechend angespanntes Bild. Der Schuldendienst der Entwicklungsländer lag 2024 auf dem höchsten Stand seit 20 Jahren. Gleichzeitig fiel die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit 2025 um 23 Prozent. Damit verschärft sich aus Sicht der Vereinten Nationen der Druck auf Staaten, die ohnehin nur begrenzten finanziellen Spielraum haben.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sierra-leone-fordert-mehr-mitsprache"><span id="sierra-leone-fordert-mehr-mitsprache">Sierra Leone fordert mehr Mitsprache</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders klar formulierte Sierra Leone seine Kritik an der bestehenden Finanzordnung. Planungsministerin Kenyeh Ballay erklärte, afrikanische Staaten und die am wenigsten entwickelten Länder hätten zu wenig Stimmgewicht in den internationalen Finanzinstitutionen, obwohl globale Entscheidungen ihre Stabilität und Entwicklung direkt prägten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ballay kritisierte außerdem, dass internationale Finanzregeln häufig nach einem einheitlichen Muster funktionierten, das den Bedürfnissen besonders verwundbarer Staaten nicht gerecht werde. Gerade in Krisen komme Hilfe oft zu langsam und unter zu harten Bedingungen. Sierra Leone verlangte daher flexiblere Verfahren, schnelleren Zugang zu Unterstützung und mehr Einfluss für die Länder, die die Folgen globaler Schocks unmittelbar tragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weniger-hilfe-mehr-eigenmittel"><span id="weniger-hilfe-mehr-eigenmittel">Weniger Hilfe, mehr Eigenmittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Forderungen nach Reformen rückte bei dem Forum auch die Frage in den Vordergrund, wie afrikanische Staaten ihre eigenen Einnahmen stärken können. Der IWF nannte eine breitere Steuerbasis, den Abbau von Schlupflöchern und eine stärkere Lenkung staatlicher Mittel in Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung als zentrale Hebel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26767 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch mehrere Regierungsvertreter betonten, dass öffentliche Mittel künftig gezielter eingesetzt und private Investitionen besser mobilisiert werden müssten. Die Weltbank stellte jedoch klar, dass multilaterale Unterstützung allein nicht ausreiche. Entscheidend bleibe, ob Staaten selbst verlässliche Regeln, stabile Institutionen und ein investitionsfreundliches Umfeld schaffen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-und-afrikanische-entwicklungsbank-arbeiten-an-neuem-rahmen"><span id="frankreich-und-afrikanische-entwicklungsbank-arbeiten-an-neuem-rahmen">Frankreich und Afrikanische Entwicklungsbank arbeiten an neuem Rahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Streit um die <a href="https://fokus-afrika.de/un80-antonio-guterres-draengt-auf-umbau-finanzierungsluecken-gefaehrden-friedenseinsaetze/" type="post" id="20853">künftige Architektur</a> der Entwicklungsfinanzierung rückte auch Afrika als eigener Reformraum stärker in den Blick. Frankreich kündigte an, gemeinsam mit der Afrikanischen Entwicklungsbank an einem neuen afrikanischen Entwicklungsrahmen zu arbeiten. Paris will das Thema im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft weiter vorantreiben und Finanzierung so ausrichten, dass besonders verletzliche Staaten widerstandsfähiger werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hintergrund steht das sogenannte Sevilla Commitment, das 2025 auf der vierten internationalen Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung beschlossen worden war. Der neue Rahmen umfasst 280 Maßnahmen und soll nun in konkrete nationale Strategien übersetzt werden. Aus Sicht der Vereinten Nationen entscheidet sich gerade in Ländern mit hoher Schuldenlast, sinkender Hilfe und wachsender sozialer Anspannung, ob aus diesen Zusagen tatsächlich handfeste Entlastung wird.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/">Afrika drängt auf Finanzreformen gegen Schulden, Hilfskürzungen und Hunger</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Frankreich weist Destabilisierungsgerüchte in Madagaskar zurück</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-weist-destabilisierungsgeruechte-in-madagaskar-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 09:41:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26685</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diplomatische Spannung in Antananarivo: Frankreich dementiert Destabilisierungsgerüchte, während sich die madagassische Präsidentschaft von den Aussagen eines Beraters absetzt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-weist-destabilisierungsgeruechte-in-madagaskar-zurueck%2F&amp;action_name=Frankreich%20weist%20Destabilisierungsger%C3%BCchte%20in%20Madagaskar%20zur%C3%BCck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-weist-destabilisierungsgeruechte-in-madagaskar-zurueck/">Frankreich weist Destabilisierungsgerüchte in Madagaskar zurück</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hat Vorwürfe einer Beteiligung an einer versuchten Destabilisierung Madagaskars entschieden zurückgewiesen. Das entsprechende Kommuniqué veröffentlichte die französische Botschaft in Antananarivo am 18. April. Zugleich distanzierte sich die Präsidentschaft der Refondation, also die derzeitige Übergangsführung des Landes, von Aussagen eines Beraters des Staatschefs. Die Affäre fällt in eine ohnehin angespannte politische Lage, die seit dem Machtwechsel im Oktober 2025 von Sicherheitsverfahren, Protesten und wachsendem Misstrauen geprägt ist.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-botschaft-spricht-von-falschen-informationen"><span id="botschaft-spricht-von-falschen-informationen">Botschaft spricht von falschen Informationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem <a href="https://mg.diplomatie.gouv.fr/communique">Kommuniqué</a> wies die französische Botschaft die in sozialen Netzwerken verbreiteten Behauptungen über eine angebliche französische Rolle bei einem Destabilisierungsversuch formal zurück. Sie bezeichnete die Gerüchte als falsch und rief dazu auf, keine Falschinformationen weiterzuverbreiten. Zugleich stellte sie die Frage <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">nach Herkunft und Motivation der Urheber</a> und erklärte, diese wollten <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/" type="post" id="22434">den Beziehungen</a> zwischen Madagaskar und Frankreich offenkundig schaden. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasidentschaft-grenzt-sich-von-berater-ab"><span id="praesidentschaft-grenzt-sich-von-berater-ab">Präsidentschaft grenzt sich von Berater ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser der neuen diplomatischen Spannung waren Behauptungen über zehn französische Staatsangehörige, die in sozialen Netzwerken und in madagassischen Medien als Teil einer mutmaßlichen Destabilisierungsoperation dargestellt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Urheber dieser Gerücht ist Harifidy Ramanandraibe, der zugleich als technischer Berater von <a href="https://fokus-afrika.de/armeeeinheit-schliesst-sich-den-genz-protesten-in-madagaskar-an/" type="post" id="20730">Übergangspräsident Michaël Randrianirina</a> arbeitet. Der Kommunikationsdienst der Präsidentschaft erklärte bereits am Morgen des 18. April, die verbreiteten Angaben „binden die Präsidentschaft in keiner Weise“. <em>Madagascar Tribune</em> verwies auf Harifidy Ramanandraibe Doppelfunktion als Journalist und Berater. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-treffen-auf-ein-nervoses-politisches-umfeld"><span id="vorwuerfe-treffen-auf-ein-nervoeses-politisches-umfeld">Vorwürfe treffen auf ein nervöses politisches Umfeld</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25072 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Streit entfaltet Wirkung in einer Phase, in der Madagaskar politisch besonders verwundbar ist. Nach dem <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskars-uebergangsregierung-muss-liefern/" type="post" id="21623">Sturz von Präsident Andry Rajoelina</a> im Oktober 2025 übernahm Oberst Michaël Randrianirina die Führung und kündigte eine Übergangsphase von bis zu zwei Jahren an. Anfang April meldeten die Behörden zudem Anklagen gegen 13 Verdächtige wegen eines mutmaßlichen Plans zur Tötung des Übergangspräsidenten. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Amnesty International beschrieb Ende März, sechs Monate nach dem Machtwechsel, ein Klima zunehmender Repression gegen Kritiker der neuen Führung. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ermittlungen-laufen-weiter"><span id="ermittlungen-laufen-weiter">Ermittlungen laufen weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaft vermied in ihrer Reaktion eine eigene Bestätigung der kursierenden Behauptungen. Stattdessen verwies sie darauf, dass die zuständigen Behörden die veröffentlichten Angaben prüfen. Damit stehen <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-madagaskar-geben-sich-klare-ziele/" type="post" id="25069">nun zwei offizielle Linien nebeneinander:</a> das kategorische Dementi der französischen Botschaft und die Distanzierung der madagassischen Übergangsführung von den Aussagen ihres Beraters.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-weist-destabilisierungsgeruechte-in-madagaskar-zurueck%2F&amp;action_name=Frankreich%20weist%20Destabilisierungsger%C3%BCchte%20in%20Madagaskar%20zur%C3%BCck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Macron: &#8220;Mauretanien ist ein Schlüsselpartner Frankreichs&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-mauretanien-ist-ein-schluesselpartner-frankreichs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 12:17:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Macron rückt Mauretanien bei dem Staatsbesuch von Präsident Ghazouani als Schlüsselpartner im Sahel ins Zentrum. In Paris ging es um Sicherheit, Migration, Investitionen und milliardenschwere Entwicklungsprojekte.<br />
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-mauretanien-ist-ein-schluesselpartner-frankreichs/">Macron: &#8220;Mauretanien ist ein Schlüsselpartner Frankreichs&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Mauretanien wollen ihre politische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit deutlich vertiefen. Bei den Gesprächen in Paris am Mittwoch und Donnerstag stellten Präsident Emmanuel Macron und Mauretaniens Präsident Mohamed Ould Cheikh El Ghazouani den Ausbau gemeinsamer Projekte, mehr Investitionen und eine engere Abstimmung zu den Krisen im Sahel in den Mittelpunkt. Beide Seiten hoben Mauretanien als stabilen Partner in einer angespannten Region hervor. Für Paris ist der Besuch auch ein Signal, dass die Beziehungen zu Nouakchott in Westafrika und im Sahel weiter an Gewicht gewinnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macron-nennt-mauretanien-einen-schlusselpartner"><span id="macron-nennt-mauretanien-einen-schluesselpartner">Macron nennt Mauretanien einen Schlüsselpartner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron empfing Ghazouani zu einem Staatsbesuch in Paris und sprach am Élysée von einem Partner, dem Frankreich in einer <a href="https://fokus-afrika.de/selbstreflexion-der-praesidentschaft-mauretaniens-in-der-afrikanischen-union/">instabilen regionalen und internationalen Lage vertraue.</a> In seiner gemeinsamen Erklärung sagte der französische Präsident, Mauretanien sei „ein Schlüsselpartner Frankreichs“ und stehe für „Stabilität, Dialog und Souveränität“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron betonte, beide Länder wollten ihre Zusammenarbeit nicht nur politisch, sondern auch praktisch ausbauen. Die Partnerschaft solle nach seinen Worten „konkrete Ergebnisse“ liefern, vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Energie, Wasser, Landwirtschaft und Stadtentwicklung. Auf X schrieb Macron zudem, Frankreich und Mauretanien wollten ihre Partnerschaft stärken, um auf <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist/" type="post" id="22891">regionale Destabilisierung</a>, die humanitäre Krise, wirtschaftliche Fragen und Perspektiven für junge Menschen zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des französischen Präsidenten war es die erste Visite auf diesem Niveau seit mehr als 30 Jahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-investitionen-wasser-energie-und-wirtschaft-im-mittelpunkt"><span id="investitionen-wasser-energie-und-wirtschaft-im-mittelpunkt">Investitionen, Wasser, Energie und Wirtschaft im Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Paris rückten beide Präsidenten vor allem wirtschaftliche Vorhaben und Entwicklungsprojekte in den Vordergrund. Macron verwies auf französische Unternehmen, die bereits in Mauretanien tätig seien. Er nannte unter anderem eine Investition von 155 Millionen Euro in den Containerterminal des Hafens von Nouakchott. Fast 40 französische Unternehmen beschäftigten nach seinen Angaben mehr als 2000 Mauritanierinnen und Mauritanier.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="630" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1.jpg" alt="" class="wp-image-26633 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1.jpg 1000w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1-300x189.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1-768x484.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1-380x239.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/مباحثات-1-800x504.jpg 800w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich kündigte Macron weitere Unterstützung in zentralen Versorgungsbereichen an. Ein Projekt mit französischer Beteiligung soll die Produktionskapazität für die Wasserversorgung von Nouakchott um 50 Prozent erhöhen. Hinzu kommt die Hybridisierung von zehn thermischen Kraftwerken mit einem Finanzierungsvolumen von fast 40 Millionen Euro, um das Stromsystem widerstandsfähiger zu machen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ghazouani sprach ebenfalls von einer Gelegenheit, den bilateralen Beziehungen „neuen Schwung“ zu geben. Die Reise biete die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zu festigen und in eine „für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft“ zu überführen, sagte er. Besonders hervor hob er die Zusammenarbeit mit der Französischen Entwicklungsagentur AFD. Deren aktuelles Portfolio in Mauretanien umfasse 42 Projekte mit einem Volumen von 428 Millionen Euro. Dazu kämen konzessionäre Finanzierungen des französischen Schatzamts von rund 80 Millionen Euro sowie Garantien von Proparco in Höhe von 40 Millionen Euro zugunsten von drei privaten mauretanischen Banken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-im-sahel-und-migration-als-gemeinsame-themen"><span id="sicherheit-im-sahel-und-migration-als-gemeinsame-themen">Sicherheit im Sahel und Migration als gemeinsame Themen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Schwerpunkt der Gespräche war die Lage im Sahel. Macron sprach von einer <a href="https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/" type="post" id="13701">Region, die tief destabilisiert sei</a>, und lobte Mauretaniens Kurs als Beispiel dafür, dass „eine Stimme strategischer Unabhängigkeit und Verantwortung“ möglich sei. Beide Staaten hätten sich für Partnerschaft, gegenseitigen Respekt und gemeinsames Handeln entschieden, um eine weitere Destabilisierung der Region zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ghazouani stellte die Sicherheitslage im Sahel als zentrale Priorität seines Landes dar. Mauretanien setze auf einen umfassenden Ansatz aus Prävention, staatlicher Präsenz und Dialog. Dadurch habe das Land in einem fragilen Umfeld eine relative Stabilität bewahren können. Zugleich warnte er, eine weitere Verschlechterung der Lage im zentralen Sahel oder deren geographische Ausweitung könne nicht ausgeschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Migration spielte in den Gesprächen eine wichtige Rolle. Ghazouani bezeichnete irreguläre Migration im Sahel und besonders in Mauretanien als große Herausforderung. Das Land bewältige diesen Druck mit Unterstützung der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/" type="post_tag" id="374">Europäischen Union</a>, doch die Belastung sei angesichts der demografischen und wirtschaftlichen Grenzen des Landes sowie seiner großen Fläche unverhältnismäßig hoch.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-verweist-auf-unterstutzung-fur-fluchtlinge-in-mauretanien"><span id="frankreich-verweist-auf-unterstuetzung-fuer-fluechtlinge-in-mauretanien">Frankreich verweist auf Unterstützung für Flüchtlinge in Mauretanien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron hob in seiner <a href="https://www.elysee.fr/emmanuel-macron/2026/04/15/visite-detat-de-mohamed-ould-cheikh-el-ghazouani-president-de-la-mauritanie">Erklärung</a> hervor, dass Frankreich sein Engagement in Mauretanien in den vergangenen zwei Jahren ausgebaut habe. Während andere Partner ihre Kooperation reduziert hätten, habe sich das französische Projektportfolio insbesondere über die AFD verdoppelt, sagte er.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Besonders verwies er auf die Unterstützung für Mauretanien bei der Aufnahme von mehr als 300.000 Flüchtlingen im Osten des Landes. Frankreich wolle Mauretanien in dieser Situation weiter mit Unternehmen, Finanzierungen und Entwicklungsinstrumenten begleiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-in-parlament-und-weitere-stationen"><span id="besuch-in-parlament-und-weitere-stationen">Besuch in Parlament und weitere Stationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines Aufenthalts in Paris traf Ghazouani nicht nur Macron, sondern auch die Präsidentin der französischen Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet. Im Gebäude der Nationalversammlung führte er Gespräche über Fragen von gemeinsamem Interesse und trug sich in das Goldene Buch des Hauses ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Auftakt der Reise war der mauretanische Präsident am Dienstagabend am Flughafen Orly empfangen worden. Auch Mitglieder der mauretanischen Gemeinschaft in Paris begrüßten ihn vor seinem Aufenthaltsort in der französischen Hauptstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron verwies außerdem auf weitere Stationen und Formate der bilateralen Zusammenarbeit, darunter ein Wirtschaftsforum, Ghazouanis Besuch in Brest zum Thema maritime Sicherheit und blaue Wirtschaft sowie das bevorstehende Treffen beim Africa-Forward-Gipfel in Nairobi.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-mauretanien-ist-ein-schluesselpartner-frankreichs/">Macron: &#8220;Mauretanien ist ein Schlüsselpartner Frankreichs&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Macron: &#34;Mauretanien ist ein Schlüsselpartner Frankreichs&#34;</media:title>
			<media:description type="html">Frankreich und Mauretanien wollen ihre Partnerschaften ausbauen. Was Macron und Ghazouani in Paris vereinbart haben.</media:description>
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		<title>Sudan-Konferenz in Berlin mobilisiert 1,5 Milliarden Euro an Hilfen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 00:15:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1,5 Milliarden Euro für Sudan und die Nachbarländer, dazu neue Unterstützung für einen zivilen politischen Prozess: Die Berlin-Konferenz hat den Krieg in Sudan zurück auf die internationale Agenda gesetzt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen%2F&amp;action_name=Sudan-Konferenz%20in%20Berlin%20mobilisiert%201%2C5%20Milliarden%20Euro%20an%20Hilfen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/">Sudan-Konferenz in Berlin mobilisiert 1,5 Milliarden Euro an Hilfen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Sudan-Konferenz in Berlin hat neue Hilfszusagen von rund 1,5 Milliarden Euro für Sudan und seine Nachbarländer mobilisiert. Am <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/sudan-node/sudan-konferenz-2766744">Dienstag</a> kamen dazu Vertreter von 55 Staaten, internationalen Organisationen, Entwicklungsbanken sowie sudanesischen und internationalen Hilfsorganisationen in der deutschen Hauptstadt zusammen. Neben der humanitären Finanzierung stellten die Gastgeber auch eine neue politische Botschaft in den Vordergrund: Sudanesische Zivilvertreter sollen stärker in einen Prozess für eine zivile Nachkriegsordnung eingebunden werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-jahre-krieg-millionen-vertriebene"><span id="drei-jahre-krieg-millionen-vertriebene">Drei Jahre Krieg, Millionen Vertriebene</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/">Drei Jahre nach Kriegsbeginn</a> bleibt Sudan eine der schwersten humanitären Krisen weltweit. Mehr als 13 Millionen Menschen wurden gewaltsam vertrieben, darunter mehr als vier Millionen in die Nachbarländer. Fast die Hälfte der Bevölkerung leidet Hunger, zwei Drittel sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Im Konferenzkommuniqué heißt es zudem, 33,7 Millionen Menschen in Sudan benötigten Unterstützung, während Hunger in mehreren Teilen des Landes bereits bestätigt sei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin machte damit nicht nur die humanitäre Not zum Thema, sondern auch die politische Leerstelle. Die Gastgeber wollten verhindern, dass der Krieg weiter an den Rand der internationalen Aufmerksamkeit rückt, obwohl das Ausmaß der Gewalt und Vertreibung seit Monaten zunimmt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-druck-auf-die-kriegsparteien"><span id="druck-auf-die-kriegsparteien">Druck auf die Kriegsparteien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, die Afrikanische Union und die Europäische Union hatten die Konferenz gemeinsam ausgerichtet. In ihrem Kommuniqué forderten sie die Kriegsparteien auf, die Kämpfe zu beenden, humanitären Zugang im ganzen Land zuzulassen und alle bürokratischen Hürden für Hilfslieferungen zu beseitigen. Humanitäre Hilfe dürfe nicht von einer Waffenruhe oder einem Waffenstillstand abhängig gemacht werden.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26590 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqHyWQAAHBB7.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich fiel die Sprache mit Blick auf Angriffe gegen Zivilisten aus. Die Gastgeber verurteilten Gewalt gegen Frauen und Kinder, ethnisch motivierte Angriffe, Beschuss ziviler Infrastruktur sowie sexualisierte Gewalt. Solche Taten könnten Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen, heißt es in dem Text. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zivile-stimmen-rucken-starker-nach-vorn"><span id="zivile-stimmen-ruecken-staerker-nach-vorn">Zivile Stimmen rücken stärker nach vorn</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der politischen Zukunft des Landes. In Berlin kamen auch sudanesische zivile Akteure auf <a href="https://fokus-afrika.de/merz-empfaengt-au-kommissionschef-youssouf-vor-sudan-konferenz-in-berlin/">Einladung des von der Afrikanischen Union</a> geführten Quintetts zusammen. Ziel ist ein inner-sudanescher politischer Dialog, der nach einem dauerhaften Waffenstillstand den Weg zu einem zivil geführten Übergang öffnen soll. Die Konferenz stellte diesen zivilen Strang ausdrücklich als Ergänzung zu den laufenden internationalen Vermittlungsbemühungen dar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bekam die Berliner Konferenz eine doppelte Funktion. Sie diente einerseits der Nothilfe für Millionen Betroffene, andererseits sollte sie den politischen Raum für eine spätere zivile Ordnung offenhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hilfszusagen-fur-sudan-und-die-region"><span id="hilfszusagen-fuer-sudan-und-die-region">Hilfszusagen für Sudan und die Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Gastgeber wurden auf der Konferenz Hilfen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro angekündigt. Davon entfallen 750 Millionen Euro auf die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten. Das Geld ist für Sudan selbst und für die Nachbarländer bestimmt, die große Zahlen sudanesischer Flüchtlinge aufgenommen haben.&nbsp;</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Dieser Krieg geht die Welt an! Und all jene, die Einfluss haben, das Morden und Sterben zu beenden, sind politisch und moralisch aufgefordert, diesen Einfluss auch auszuüben – so <a href="https://twitter.com/AussenMinDE?ref_src=twsrc%5Etfw">@aussenMinDe</a> Wadephul bei der heutigen <a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a>-Konferenz in Berlin. 1/5 <a href="https://t.co/2sMld2Q2qE">pic.twitter.com/2sMld2Q2qE</a></p>&mdash; Auswärtiges Amt (@AuswaertigesAmt) <a href="https://twitter.com/AuswaertigesAmt/status/2044524791525236929?ref_src=twsrc%5Etfw">15. April 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-erhoeht-hilfe-fuer-sudan-um-20-millionen-euro/" type="post" id="26560">Deutschland hatte bereits vor der Konferenz angekündigt, sein humanitäres Engagement noch einmal deutlich aufzustocken.</a> Zugleich verwies Berlin auf die wachsende Belastung der Nachbarstaaten, die Millionen Geflüchtete versorgen müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-breite-internationale-beteiligung-in-berlin"><span id="breite-internationale-beteiligung-in-berlin">Breite internationale Beteiligung in Berlin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An der Konferenz nahmen Delegationen aus Dutzenden Staaten sowie Vertreter zahlreicher UN-Organisationen und Finanzinstitutionen teil. Genannt werden unter anderem OCHA, UNHCR, WHO, WFP, UNDP, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank. Hinzu kamen internationale und sudanesische Nichtregierungsorganisationen sowie Mitglieder der sudanesischen Emergency Response Rooms, die in vielen Teilen des Landes Nothilfe organisieren.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26591 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF9iqH0WMAAk8Fe.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Gastgeber hoben deren Arbeit ausdrücklich hervor. Seit Beginn des Krieges im April 2023 wurden dem Kommuniqué zufolge rund 130 humanitäre Helfer im Einsatz getötet. Viele weitere wurden verletzt, festgenommen oder gefoltert. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-bleibt-auf-der-agenda"><span id="krieg-bleibt-auf-der-agenda">Krieg bleibt auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Berliner Konferenz verknüpften die Gastgeber die Zusage, Sudan nicht zu einer vergessenen Krise werden zu lassen. Zugleich forderten sie <a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">ein Ende externer Unterstützung für die Kriegsparteien</a>, weil diese den Konflikt weiter verlängere. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/vor-sudan-konferenz-in-berlin-eskaliert-der-streit-mit-der-sudanesischen-regierung/" type="post" id="26463">Für Deutschland ist die Konferenz auch diplomatisch bedeutsam.</a> Berlin versucht, humanitäre Hilfe, Unterstützung für Nachbarstaaten und politischen Druck auf die Konfliktparteien in einem Format zusammenzuführen, das Sudan wieder stärker auf die internationale Tagesordnung setzt.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen%2F&amp;action_name=Sudan-Konferenz%20in%20Berlin%20mobilisiert%201%2C5%20Milliarden%20Euro%20an%20Hilfen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/">Sudan-Konferenz in Berlin mobilisiert 1,5 Milliarden Euro an Hilfen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreich spottet über Russlands neues Jobportal – und trifft einen wunden Punkt in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-spottet-ueber-russlands-neues-jobportal-und-trifft-einen-wunden-punkt-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 23:46:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russland sucht offiziell internationale Fachkräfte. Doch der Spott aus Paris lenkt den Blick auf einen heiklen Kontrast: In mehreren afrikanischen Staaten sollen Männer zuvor mit Jobversprechen nach Russland gelockt worden sein und später an der Front in der Ukraine gelandet sein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-spottet-ueber-russlands-neues-jobportal-und-trifft-einen-wunden-punkt-in-afrika%2F&amp;action_name=Frankreich%20spottet%20%C3%BCber%20Russlands%20neues%20Jobportal%20%E2%80%93%20und%20trifft%20einen%20wunden%20Punkt%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-spottet-ueber-russlands-neues-jobportal-und-trifft-einen-wunden-punkt-in-afrika/">Frankreich spottet über Russlands neues Jobportal – und trifft einen wunden Punkt in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Russland hat ein neues Online-Portal zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte gestartet. Am 15. April ging die <a href="https://timetoliveinrussia.com/?lang=en">Plattform</a> „Time to Live in Russia“ online, über die sich Bewerber aus Wissenschaft, Technologie, Kultur, Sport und Wirtschaft melden können. Fast zeitgleich setzte das französische Außenministerium mit einem spöttischen Beitrag auf X den Ton der Debatte. Damit rückten nicht nur Russlands neue Werbebotschaften in den Fokus, sondern auch frühere Fälle aus afrikanischen Staaten, in denen Männer mit falschen Jobversprechen nach Russland gelockt wurden und später an der Front im Ukraine-Krieg landeten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-legt-mit-einem-satz-nach"><span id="paris-legt-mit-einem-satz-nach">Paris legt mit einem Satz nach</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Account „French Response“ schrieb, in der russischen Ausschreibung fehlten noch einige Voraussetzungen, darunter „eine Vorliebe für Autokratien“, „ein flexibles Verhältnis zu Fakten“ und „eine gewisse Abneigung gegen eine regelbasierte Ordnung“. Dazu setzte das Außenministerium den Hashtag „BringYourOwnUniform“.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de"><p lang="en" dir="ltr">Missing a few requirements:<br>• a fondness for autocracies<br>• a flexible relationship with facts<br>• a certain dislike of rules-based order<a href="https://twitter.com/hashtag/BringYourOwnUniform?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#BringYourOwnUniform</a> <a href="https://t.co/rs5modUsfT">https://t.co/rs5modUsfT</a></p>&mdash; French Response (@FrenchResponse) <a href="https://twitter.com/FrenchResponse/status/2044396873503436999?ref_src=twsrc%5Etfw">15. April 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pointe saß auch deshalb, weil sie an Berichte anknüpft, die in mehreren afrikanischen Ländern seit längerem kursieren. Dort geht es um Männer, die mit Versprechen auf zivile Arbeit nach Russland reisten und später im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-moskau-wirbt-mit-karriere-und-integration"><span id="moskau-wirbt-mit-karriere-und-integration">Moskau wirbt mit Karriere und Integration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Offiziell präsentiert Russland das neue Portal als staatliches Programm für hochqualifizierte Ausländer. Gesucht werden Fachkräfte aus Wissenschaft, Unternehmertum, Sport, Kultur und weiteren Bereichen. Bewerber sollen ihren Lebenslauf und Qualifikationsnachweise online einreichen, danach ist ein Interview vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer aufgenommen wird, erhält Unterstützung bei Visa, Einreise und Integration. Die Website wirbt mit beruflichen Chancen, Familienfreundlichkeit und einem dauerhaften Leben in Russland.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aus-jobangeboten-wurden-kriegseinsatze"><span id="aus-jobangeboten-wurden-kriegseinsaetze">Aus Jobangeboten wurden Kriegseinsätze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese Selbstdarstellung trifft auf einen heiklen Hintergrund. Mittlerweile ist von Hunderten bis mehr als 1.400 Afrikanern aus <a href="https://fokus-afrika.de/ramaphosa-und-putin-vereinbaren-rueckfuehrung-suedafrikanischer-kaempfer-aus-der-ukraine/" type="post" id="24555">mindestens 36 Ländern die Rede</a>. Genannt werden <a href="https://fokus-afrika.de/geheimdienst-bestaetigt-1-000-kenianer-sollen-fuer-russland-im-ukraine-krieg-kaempfen/" type="post" id="24864">unter anderem Kenia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/skandal-in-ghana-russischer-pick-up-artist-veroeffentlicht-intime-videos-ohne-einwilligung/" type="post" id="24792">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/senegalesische-ausenministerin-besucht-russland-starkung-der-bilateralen-beziehungen-im-fokus/" type="post" id="9629">Senegal</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/simbabwe-fordert-aufklaerung-zu-moeglichen-zwangsrekrutierungen-im-russland-ukraine-krieg/">Simbabwe</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="375" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/instasquare.photoeditor.effect.cutout_202632611475651-750x375-1.png" alt="" class="wp-image-26200 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/instasquare.photoeditor.effect.cutout_202632611475651-750x375-1.png 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/instasquare.photoeditor.effect.cutout_202632611475651-750x375-1-300x150.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/instasquare.photoeditor.effect.cutout_202632611475651-750x375-1-380x190.png 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/aequatorialguinea-fordert-russland-zur-rueckholung-von-daniel-angel-masie-aus-ukraine-krieg-auf/" type="post" id="26197">Sie wurden mit Angeboten für Tätigkeiten auf dem Bau, in der Logistik, im Sicherheitsbereich oder in Fabriken nach Russland gebracht.</a> Nach der Ankunft wurden ihnen Pässe abgenommen. Zudem wurden sie unter Druck gesetzt oder getäuscht, militärische Verträge zu unterschreiben. Teilweise kamen Betroffene nach kurzer Ausbildung direkt an die Front in der Ukraine.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Moskau nun mit Karrierechancen, Stabilität und Familienleben wirbt, trifft diese Botschaft auf ein Umfeld, in dem die früheren Rekrutierungsfälle noch präsent sind. Gerade in Afrika ist das Misstrauen deshalb naheliegend.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreich und Afrikanische Union dringen auf engere Abstimmung in Afrikas Krisen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-und-afrikanische-union-dringen-auf-engere-abstimmung-in-afrikas-krisen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 08:13:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
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		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26509</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frankreich und die Afrikanische Union rücken in Paris zentrale Streitfragen der Weltpolitik ins Zentrum: UN-Reform, Schulden, Sahel, Sudan und die Rolle Afrikas in der globalen Ordnung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-afrikanische-union-dringen-auf-engere-abstimmung-in-afrikas-krisen%2F&amp;action_name=Frankreich%20und%20Afrikanische%20Union%20dringen%20auf%20engere%20Abstimmung%20in%20Afrikas%20Krisen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und die Kommission der Afrikanischen Union haben ihren strategischen Dialog in Paris genutzt, um den Druck für eine Reform der Vereinten Nationen zu erhöhen und ihre Zusammenarbeit in mehreren Krisen des Kontinents zu bekräftigen. Am selben Tag kamen Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der Präsident der AU-Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, zur dritten Sitzung dieses Formats zusammen. Im Zentrum standen die Reform des UN-Sicherheitsrats, Konflikte in Sudan, in der Region der Großen Seen, in Somalia und im Sahel sowie Fragen von Finanzierung, Verschuldung, Klima, Gesundheit und Wasserpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Afrikanische Union ist das Treffen auch deshalb von Gewicht, weil Frankreich die afrikanische Position zur Reform des Sicherheitsrats ausdrücklich aufgriff. Beide Seiten verwiesen auf den Ezulwini-Konsens und die Syrte-Erklärung, mit denen Afrika seit Jahren mehr Einfluss im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen fordert. Nach Vorstellung der Gesprächspartner soll <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">ein bald in New York vorgestelltes afrikanisches Reformmodell neue Bewegung in die festgefahrene Debatte bringen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-und-addis-abeba-wollen-afrikas-stimme-starken"><span id="paris-und-addis-abeba-wollen-afrikas-stimme-staerken">Paris und Addis Abeba wollen Afrikas Stimme stärken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im gemeinsamen Kommuniqué machten beide Seiten deutlich, dass die internationale Ordnung aus ihrer Sicht stärker auf Völkerrecht, Verantwortung, Solidarität und universelle Regeln gestützt werden muss. Daraus leiteten sie die Forderung nach einer weitreichenden Reform des multilateralen Systems ab. Neben dem Sicherheitsrat nannten sie auch das G20-Format und die französische G7-Präsidentschaft als Bühnen, auf denen Afrika künftig sichtbarer und einflussreicher auftreten soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit geht es nicht nur um Diplomatie im engeren Sinn. Im Kern steht auch die Frage, wie afrikanische Interessen in den globalen Machtzentren künftig stärker verankert werden können. Für die Afrikanische Union ist das zentral, weil Entscheidungen über Sicherheit, Schulden, Handel oder Klimafinanzierung noch immer oft außerhalb des Kontinents fallen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schulden-finanzierung-und-wirtschaftlicher-umbau-rucken-in-den-mittelpunkt"><span id="schulden-finanzierung-und-wirtschaftlicher-umbau-ruecken-in-den-mittelpunkt">Schulden, Finanzierung und wirtschaftlicher Umbau rücken in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der internationalen Finanzarchitektur. Frankreich und die AU-Kommission betonten, dass Afrika besseren Zugang zu Finanzierung braucht, ebenso Fortschritte beim Umgang mit Schulden und mehr Mittel für Industrialisierung, wirtschaftliche Transformation und den ökologischen Wandel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26511 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten stellten diese Agenda in den Zusammenhang mit der Agenda 2063 der Afrikanischen Union sowie mit dem internationalen Reformansatz für Wohlstand, Menschen und Planet. Auch Klima- und Gesundheitsfragen wurden ausdrücklich als gemeinsame Handlungsfelder benannt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich griffen Frankreich und die AU-Kommission das AU-Jahresthema 2026 auf, das den Herausforderungen rund um Wasser und Sanitärversorgung gewidmet ist. Im Vordergrund standen dabei Gesundheitsfragen, der Zugang zu sauberem Trinkwasser und die zunehmende Wasserknappheit in Teilen Afrikas infolge des Klimawandels.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-linie-bei-sudan-kongo-somalia-und-sahel"><span id="gemeinsame-linie-bei-sudan-kongo-somalia-und-sahel">Gemeinsame Linie bei Sudan, Kongo, Somalia und Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Breiten Raum nahmen die regionalen Krisen ein. Mit Blick auf den Sudan bekannten sich beide Seiten zur Einheit und territorialen Integrität des Landes. Zugleich stellten sie eine politische Lösung in den Vordergrund und riefen zu einer sofortigen humanitären Feuerpause auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die <a href="https://fokus-afrika.de/internationale-kontaktgruppe-fordert-einhaltung-der-waffenruhe-im-ostkongo/" type="post" id="25370">Region der Großen Seen </a>bekräftigten Frankreich und die AU-Kommission ihre Unterstützung für eine politische Lösung auf Grundlage des Völkerrechts sowie der Souveränität und territorialen Integrität der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a>. Sie verwiesen zudem auf die humanitäre Lage und unterstrichen, wie <a href="https://fokus-afrika.de/ich-hoffe-dass-dies-den-beginn-der-schrittweisen-wiedereroeffnung-des-flughafens-goma-markiert/" type="post" id="24713">wichtig wiederaufgenommene Flüge von und nach Goma für Hilfslieferungen und Zugänge in die Krisenregion sind.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> spielte in den Gesprächen eine wichtige Rolle. Beide Seiten betonten, dass die Stabilisierung des Landes <a href="https://fokus-afrika.de/tuerkischer-geheimdienstbericht-warnt-vor-fuenf-risiken-in-somalia/" type="post" id="22699">ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit im Roten Meer sei,</a> das zuletzt durch zunehmende Störungen von Handelswegen und der Schifffahrtsfreiheit zusätzlich unter Druck geraten ist.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26512 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a> äußerten Frankreich und die AU-Kommission große Sorge über<a href="https://fokus-afrika.de/us-geheimdienste-ruecken-afrika-als-brennpunkt-von-terror-und-rohstoffkonkurrenz-in-den-fokus/" type="post" id="25794"> die anhaltende Bedrohung durch Terrorismus und gewaltsamen Extremismus.</a> Sie warben für einen breiteren Ansatz, der Sicherheitsmaßnahmen mit politischen, wirtschaftlichen und sozialen Antworten verbindet, und erklärten ihre Solidarität mit den Bevölkerungen, die unter der Gewalt leiden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nairobi-soll-zur-nachsten-wegmarke-werden"><span id="nairobi-soll-zur-naechsten-wegmarke-werden">Nairobi soll zur nächsten Wegmarke werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des Austauschs war auch <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">der bevorstehende Africa-Forward-Gipfel am 11. und 12. Mai in Nairobi,</a> an dem Mahmoud Ali Youssouf teilnehmen soll. Nach Darstellung im <a href="https://au.int/en/pressreleases/20260413/dialogue-strategique-entre-la-france-et-la-commission-de-lunion-africaine">Kommuniqué</a> soll das Treffen dazu dienen, gemeinsame und konkrete Antworten auf zentrale politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen zu entwickeln. Die AU-Kommission soll zudem eng in die Nachverfolgung und Umsetzung der Ergebnisse eingebunden werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Heureux d’accueillir le Président de la Commission de l’Union africaine, Mahmoud Ali Youssouf.<br> <br>Dans un monde de plus en plus bousculé, l’Union africaine est un interlocuteur essentiel de la France, de l’Union européenne et de la communauté internationale… <a href="https://t.co/C72v4jWHIo">pic.twitter.com/C72v4jWHIo</a></p>&mdash; Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/2043660735067156798?ref_src=twsrc%5Etfw">April 13, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rand des strategischen Dialogs wurde der Präsident der AU-Kommission auch von Frankreichs Präsidenten Macron empfangen. Zudem besuchte er gemeinsam mit der beigeordneten Ministerin Eléonore Caroit das Haus der afrikanischen Welten MansA, wo Gespräche mit jungen Vertretern der Zivilgesellschaft und afrikanischen Diasporas in Frankreich stattfanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU-Kommission hob in diesem Zusammenhang auch die französische Unterstützung für die operative Umsetzung der <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-business-forum-2025-afrikanischer-freihandel-soll-bald-realitaet-werden/" type="post" id="14089">Afrikanischen Freihandelszone ZLECAF</a> sowie die Bereitstellung von Fachwissen zur <a href="https://fokus-afrika.de/88-millionen-euro-fuer-agenda-2063-afrikanische-union-und-deutschland-vertiefen-partnerschaft/" type="post" id="22185">Umsetzung der Agenda 2063</a> hervor.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-afrikanische-union-dringen-auf-engere-abstimmung-in-afrikas-krisen%2F&amp;action_name=Frankreich%20und%20Afrikanische%20Union%20dringen%20auf%20engere%20Abstimmung%20in%20Afrikas%20Krisen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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		<title>Benins Finanzminister Wadagni geht als Favorit in Präsidentenwahl</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/benins-finanzminister-wadagni-geht-als-favorit-in-praesidentenwahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 11:44:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Benin wählt einen neuen Präsidenten, doch über der Abstimmung liegt der Krieg im Norden. Neue Berichte über französische Spezialkräfte im Einsatz verschärfen die sicherheitspolitische Dimension des Wahlkampfs.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbenins-finanzminister-wadagni-geht-als-favorit-in-praesidentenwahl%2F&amp;action_name=Benins%20Finanzminister%20Wadagni%20geht%20als%20Favorit%20in%20Pr%C3%A4sidentenwahl&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Benins Finanzminister Romuald Wadagni will am Sonntag selbst Staatschef werden und geht als klarer Favorit in die Präsidentenwahl. Die <a href="https://fokus-afrika.de/benins-praesidentenwahl-geht-in-die-schlussphase/">Abstimmung fällt in eine Phase wachsender Unsicherheit</a>, nachdem jihadistische Gruppen ihre Angriffe im Norden des Landes ausgeweitet haben. Wadagni steht für die wirtschafts- und staatspolitische Linie von Präsident Patrice Talon, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren darf. Die Wahl entscheidet damit nicht nur über die Nachfolge an der Staatsspitze, sondern auch über die Fortsetzung eines Machtmodells, das wirtschaftliche Erfolge mit einem enger gewordenen politischen Raum verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadagni ist 49 Jahre alt, stammt aus Lokossa im Süden Benins und gehört seit Jahren zu den zentralen Figuren der Regierung Talon. Der frühere Deloitte-Manager hat als Finanzminister maßgeblich an der Wirtschaftsagenda des Präsidenten mitgewirkt. Seine Kampagne verweist auf einen verdreifachten Staatshaushalt und auf die höchsten Wachstumsraten des Landes seit mehr als zwei Jahrzehnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-technokrat-will-selbst-an-die-staatsspitze"><span id="ein-technokrat-will-selbst-an-die-staatsspitze">Ein Technokrat will selbst an die Staatsspitze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lange galt Wadagni als Mann im Hintergrund. Nun versucht er den Wechsel vom Regierungsmanager zum Präsidenten. Seit seiner Nominierung durch das Regierungslager im vergangenen September hat er jeden Eindruck eines politischen Bruchs vermieden. Im Gegenteil: Er setzt offen auf Kontinuität.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">🇧🇯 COTONOU.<br><br>Aujourd’hui, c’était spécial. Vous avez répondu présents, si nombreux.<br><br>En vous regardant, j’ai ressenti à la fois l’honneur… et le poids de la responsabilité.<br><br>Cette confiance nous engage. Nous devons être à la hauteur.<br><br>Ce dimanche 12 avril, faisons compter chaque… <a href="https://t.co/FNCfkHXPJt">pic.twitter.com/FNCfkHXPJt</a></p>&mdash; Romuald Wadagni (@WadagniRomuald) <a href="https://twitter.com/WadagniRomuald/status/2042669371416306060?ref_src=twsrc%5Etfw">April 10, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Unterstützern sagte Wadagni im März, er habe unter Talon „einen Ihrer wertvollsten Schätze verwaltet: Ihr Geld“. Als Präsident werde er diese Aufgabe „mit derselben Ernsthaftigkeit und Hingabe“ erfüllen. Auch inhaltlich verspricht er keinen Kurswechsel, sondern eine Fortsetzung der bisherigen Linie mit neuen Entwicklungszentren im Land, einer breiteren Verteilung von Industrie- und Tourismusinvestitionen sowie einem besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-sicherheitslage-im-norden-uberschattet-den-wahlkampf"><span id="die-sicherheitslage-im-norden-ueberschattet-den-wahlkampf">Die Sicherheitslage im Norden überschattet den Wahlkampf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">So stark Wadagni wirtschaftliche Kontinuität betont, so sehr wird der Wahlkampf von der Sicherheitslage bestimmt. Benin ist unter den Küstenstaaten Westafrikas inzwischen besonders stark von der <a href="https://fokus-afrika.de/15-tote-bei-terrorangriff-der-jnim-auf-militaerposten-in-benin/">Ausbreitung jihadistischer Gewalt</a> betroffen. Vor allem die Grenzräume zu Niger und Burkina Faso haben sich zu aktiven Konfliktzonen entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gruppen mit Verbindungen zu Al-Qaida und zum sogenannten Islamischen Staat haben ihre Angriffe dort zuletzt deutlich verstärkt. Vor einem Jahr tötete die mit Al-Qaida verbundene Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin 54 beninische Soldaten bei einem Angriff. Im vergangenen Monat kamen bei einer weiteren Attacke 15 Soldaten ums Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der westafrikanische Analyst Gilles Yabi sagte, Benin habe historisch nie eine Lage erlebt, in der es „solch ernste Bedrohungen“ und „diese regelmäßigen Verluste in der Armee“ gebe. Damit rückt die Sicherheitsfrage mitten in eine Wahl, die ursprünglich stark von Wirtschafts- und Kontinuitätsversprechen geprägt war.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-unterstutzt-benin-auch-militarisch-im-norden"><span id="frankreich-unterstuetzt-benin-auch-militaerisch-im-norden">Frankreich unterstützt Benin auch militärisch im Norden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur angespannten Lage im Norden gehört inzwischen auch eine <a href="https://fokus-afrika.de/benin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen/">diskrete französische Militärpräsenz</a>. Offiziell spricht Paris von Ausbildungsmissionen für beninische Streitkräfte, um die Armee bei der Abwehr jihadistischer Vorstöße im Grenzraum zu stärken. Französische Soldaten waren in den vergangenen Monaten demnach unter anderem in Parakou und Kandi präsent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.lemonde.fr/afrique/article/2026/04/10/dans-le-nord-du-benin-l-appui-discret-des-forces-speciales-francaises-au-combat-contre-les-djihadistes_6678764_3212.html">Informationen von <em>Le Monde</em></a> geht die Zusammenarbeit über Ausbildung hinaus. Demnach beteiligen sich auch Angehörige französischer Spezialkräfte an Kampfeinsätzen an der Seite der beninischen Armee. Die Zeitung verweist zudem darauf, dass Mitglieder des französischen Kommandos für Spezialoperationen beninische Spezialkräfte ausbilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitische Zusammenarbeit erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, weil die beninische Spezialeinheit zuvor von Oberstleutnant Pascal Tigri geführt worden war. Er gilt als Kopf der Meuterei vom 7. Dezember 2025 in Cotonou.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-putschversuch-vom-dezember-wirkt-nach"><span id="der-putschversuch-vom-dezember-wirkt-nach">Der Putschversuch vom Dezember wirkt nach</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Schwere bekam die Lage durch den <a href="https://fokus-afrika.de/putschversuch-in-benin-frankreich-und-ecowas-stuetzen-regierung-talon/">Putschversuch vom 7. Dezember</a>. Unzufriedene Soldaten übernahmen in den frühen Morgenstunden vorübergehend den staatlichen Fernsehsender und rückten so nah an Präsident Talon heran, dass dieser die Zusammenstöße unmittelbar miterlebte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="421" height="237" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB.jpg" alt="" class="wp-image-22855 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB.jpg 421w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 421px) 100vw, 421px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nigeria flog Luftangriffe, und die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS setzte Teile ihrer Bereitschaftstruppe ein, um Talon im Amt zu halten. Rund 100 mutmaßliche Beteiligte sitzen laut den vorliegenden Angaben im Gefängnis und warten auf ihren Prozess.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Putschisten begründeten ihr Vorgehen unter anderem mit der Vernachlässigung der Soldaten, die im Norden an der Front stehen. Damit griffen sie ein Thema auf, das auch im öffentlichen Raum an Gewicht gewonnen hat: den Eindruck, dass der Staat den Druck der Gewalt an seinen nördlichen Grenzen nur unzureichend auffängt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wadagni-setzt-auf-prasenz-und-kontrolle"><span id="wadagni-setzt-auf-praesenz-und-kontrolle">Wadagni setzt auf Präsenz und Kontrolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadagni versucht im Wahlkampf, gerade daraus politisches Kapital zu ziehen. Er hat mehrere Kundgebungen im Landesinneren abgehalten, darunter in Parakou und Tanguiéta. Die Auftritte sollten auch zeigen, dass der Staat sein gesamtes Territorium weiterhin kontrolliert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="832" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-1024x832.jpeg" alt="" class="wp-image-26252 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-1024x832.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-300x244.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-768x624.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-1536x1248.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-380x309.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-800x650.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S-1160x943.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFE6_AobwAAJK5S.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich kündigte er an, in nördlichen Grenzkommunen kommunale Polizeikräfte aufzubauen, um Angriffe besser abwehren zu können. Damit verbindet seine Kampagne wirtschaftliche Entwicklung mit einem sichtbaren Versprechen staatlicher Ordnung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwache-opposition-erleichtert-den-weg-zur-macht"><span id="schwache-opposition-erleichtert-den-weg-zur-macht">Schwache Opposition erleichtert den Weg zur Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadagnis Favoritenrolle hängt jedoch nicht nur mit seiner Regierungsnähe oder seiner Bekanntheit zusammen. Sie ist auch Ergebnis eines <a href="https://fokus-afrika.de/benin-praesidentenlager-gewinnt-alle-109-sitze-bei-parlamentswahlen-2026/">politischen Systems, in dem die Opposition unter Talon Schritt für Schritt an Einfluss verloren hat</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Präsidentenwahl tritt ihm nur ein einziger Kandidat gegenüber: Paul Hounkpè von den Cowry Forces for an Emerging Benin. Hounkpè hält der Regierung entgegen, dass viele Bürgerinnen und Bürger von den hohen Wachstumszahlen und den sichtbaren Prestigeprojekten im Tourismussektor nicht profitierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste Oppositionskraft, die Partei The Democrats, schaffte es nicht, genügend Abgeordnete zu finden, um überhaupt einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Auch bei den Parlamentswahlen im Januar gewann sie keinen einzigen Sitz. Für Wadagni bedeutet das einen deutlich leichteren Weg an die Spitze des Staates.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kontinuitat-mit-offenem-machtanspruch"><span id="kontinuitaet-mit-offenem-machtanspruch">Kontinuität mit offenem Machtanspruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau darin liegt die politische Brisanz dieser Wahl. Unterstützer Talons argumentieren, eine starke Präsidentschaft sei wirksamer, um das Land zu entwickeln und Sicherheitskrisen zu begegnen. Kritiker sehen dagegen einen immer engeren politischen Raum und warnen vor weiterer Machtkonzentration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nina Wilen vom Egmont Royal Institute for International Relations verweist auf das Risiko, dass anhaltende Unsicherheit im Norden den Druck auf die Opposition weiter erhöhen könnte. Wo sich jihadistische Gewalt ausbreite, wollten Regierungen oft vollständige Kontrolle behalten, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Benin steht damit am Sonntag mehr auf dem Spiel als nur ein personeller Wechsel. Die Wahl verbindet drei Konfliktlinien in einer Abstimmung: wirtschaftliche Kontinuität, wachsende Unsicherheit im Norden und die Frage, wie viel politischer Wettbewerb im Land noch möglich ist.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Macron lädt Guineas Präsident Doumbouya nach Paris ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-laedt-guineas-praesident-doumbouya-nach-paris-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 16:49:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Guinea]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Paris und Conakry rücken enger zusammen: Emmanuel Macron lädt Mamadi Doumbouya nach Frankreich ein, während Nicolas Forissier in Guinea milliardenschwere Projekte und neue Wirtschaftsinitiativen in den Mittelpunkt stellt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-laedt-guineas-praesident-doumbouya-nach-paris-ein%2F&amp;action_name=Macron%20l%C3%A4dt%20Guineas%20Pr%C3%A4sident%20Doumbouya%20nach%20Paris%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Guineas Staatschef Mamadi Doumbouya hat den französischen Sondergesandten Nicolas Forissier in Conakry empfangen und damit ein Signal für engere Beziehungen zu Paris gesetzt. Im Mittelpunkt des Treffens standen eine offizielle Einladung nach Frankreich sowie Gespräche über den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit in mehreren strategischen Bereichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://agpguinee.com/conakry-le-chef-de-letat-recoit-le-ministre-francais-en-charge-du-commerce-exterieur-et-de-lattractivite/">Termin</a> fand am 8. April im Mohammed-V.-Palast statt. Parallel stellte Forissier eine französische Finanzierungszusage von mehr als 1,1 Milliarden Euro für Entwicklungsprojekte und wirtschaftliche Partnerschaften in Guinea heraus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einladung-nach-frankreich-und-neues-signal-an-paris"><span id="einladung-nach-frankreich-und-neues-signal-an-paris">Einladung nach Frankreich und neues Signal an Paris</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/praesidentschaftswahl-in-guinea-mamadi-doumbouya-mit-8672-prozent-zum-sieger-erklaert/" type="post" id="23206">guineische Präsidentschaft</a> erklärte, Forissier habe bei seinem Treffen mit Doumbouya eine persönliche Botschaft Macrons überbracht und eine offizielle Einladung nach Frankreich ausgesprochen. Ziel sei es, den politischen Dialog zu vertiefen und die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcidc9XMAAPgF--1024x640.jpeg" alt="" class="wp-image-26385 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcidc9XMAAPgF--1024x640.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcidc9XMAAPgF--300x188.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcidc9XMAAPgF--768x480.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcidc9XMAAPgF--1536x960.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcidc9XMAAPgF--380x238.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcidc9XMAAPgF--800x500.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcidc9XMAAPgF--1160x725.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcidc9XMAAPgF-.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Doumbouya begrüßte die Initiative und verwies auf die historischen Beziehungen zwischen Guinea und Frankreich. Er bekräftigte nach Angaben der Präsidentschaft den Willen Guineas, ausgewogene Partnerschaften auf Grundlage gegenseitigen Respekts und gemeinsamer Interessen auszubauen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">An dem Treffen nahm auch <a href="https://fokus-afrika.de/guinea-ruft-12-botschafter-zurueck-auch-gesandter-in-deutschland-betroffen/">Außenminister Morissanda Kouyaté</a> teil. Anschließend setzten beide Seiten ihre Gespräche in kleiner Runde fort.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-conakry-betont-partnerschaften-auf-augenhohe"><span id="conakry-betont-partnerschaften-auf-augenhoehe">Conakry betont Partnerschaften auf Augenhöhe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doumbouya bekräftigte zugleich den Anspruch Guineas, ausgewogene Partnerschaften zu entwickeln, die auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Interessen beruhen. Damit rückte Conakry die <a href="https://fokus-afrika.de/guinea-mamadi-doumbouya-vereidigt-und-offiziell-als-praesident-ins-amt-eingefuehrt/">politische Linie</a> in den Vordergrund, internationale Kooperation enger an eigene Entwicklungsziele zu binden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcpMovXMAAYfUp-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-26387 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcpMovXMAAYfUp-1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcpMovXMAAYfUp-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcpMovXMAAYfUp-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcpMovXMAAYfUp-1536x1026.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcpMovXMAAYfUp-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcpMovXMAAYfUp-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcpMovXMAAYfUp-1160x775.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcpMovXMAAYfUp.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche in Conakry drehten sich um mehrere strategische Felder. Genannt wurden Gesundheit, Energie, Industrie sowie der Abbau kritischer Mineralien. Hinzu kamen Themen wie Jugend, ländliche Entwicklung, Migration und Partnerschaften zwischen guineischen und französischen Unternehmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die guineische Präsidentschaft stellte den Austausch zudem in den Zusammenhang mit dem Programm Simandou 2040. Außenminister Kouyaté sprach von einem neuen Vertrauenszuwachs zwischen beiden Staaten und verwies auf die wirtschaftlichen Transformationsziele des Landes.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-hebt-zusagen-von-mehr-als-1-1-milliarden-euro-hervor"><span id="paris-hebt-zusagen-von-mehr-als-11-milliarden-euro-hervor">Paris hebt Zusagen von mehr als 1,1 Milliarden Euro hervor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Medien in Conakry sagte Forissier, Frankreich habe derzeit mehr als 1,1 Milliarden Euro für konkrete Entwicklungsprojekte und wirtschaftliche Partnerschaften in Guinea mobilisiert. Er nannte dabei unter anderem die französische Entwicklungsagentur, Bpifrance, Business France und Darlehen des französischen Schatzamts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mehr als eine Milliarde einhundert Millionen Euro sind derzeit in äußerst konkrete Projekte der Entwicklung und der wirtschaftlichen Partnerschaften eingebunden“, sagte Forissier. Frankreich wolle diese Dynamik fortsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies außerdem auf den Bau und die Kofinanzierung von vier großen Krankenhäusern in verschiedenen Regionen des Landes. Daneben nannte er Vorhaben im urbanen Ausbau von Conakry, Projekte rund um die Deponie La Minière, mögliche technische Deponiezentren sowie industrielle Entwicklung.</p>



<h2 id="geschaeftsforum-mit-mehr-als-50-franzoesischen-unternehmen" class="wp-block-heading">Geschäftsforum mit mehr als 50 französischen Unternehmen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war ein Wirtschaftsforum in Conakry, das nach Angaben Forissiers von BPI France organisiert wurde. Mehr als 50 französische Unternehmen nahmen daran teil. Der Minister sprach vom größten Aufgebot französischer Unternehmen bei einem solchen Format in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Größere Vertragsabschlüsse wurden bei dem Forum nicht bekanntgegeben. Forissier sagte, das Ziel habe nicht in sofortigen Unterschriften gelegen, sondern darin, die Bedürfnisse der guineischen Wirtschaft besser zu verstehen und Verbindungen zwischen Unternehmen beider Länder zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den Gesprächen soll nun ein informeller Arbeitsmechanismus hervorgehen. Er soll Projekte begleiten, Hindernisse benennen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit enger koordinieren.</p>



<h2 id="kooperation-soll-staerker-auf-konkrete-projekte-ausgerichtet-werden" class="wp-block-heading">Kooperation soll stärker auf konkrete Projekte ausgerichtet werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Forissier beschrieb die französisch-guineische Zusammenarbeit mehrfach als „gagnant-gagnant“, also als Partnerschaft zum gegenseitigen Nutzen. Im Mittelpunkt seines Besuchs standen nach seinen Worten wirtschaftliche Kooperation, Investitionen und Entwicklungsprojekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den von ihm genannten Vorhaben gehören der Ausbau lokaler Verarbeitungskapazitäten im Rohstoffsektor, darunter ein Aluminiumeraffinerie-Projekt, der Einsatz Frankreichs beim Ausbau des digitalen Antennenfernsehens im Rahmen des Programms Broadcast sowie laufende Infrastrukturprojekte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="828" height="621" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcmAo0XUAEfJv-.jpeg" alt="" class="wp-image-26386 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcmAo0XUAEfJv-.jpeg 828w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcmAo0XUAEfJv--300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcmAo0XUAEfJv--768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcmAo0XUAEfJv--200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcmAo0XUAEfJv--260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcmAo0XUAEfJv--380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFcmAo0XUAEfJv--800x600.jpeg 800w" sizes="(max-width: 828px) 100vw, 828px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch im Handel nannte Forissier neue Projekte. In Conakry soll demnach ein Geschäft der Carrefour-Gruppe in Partnerschaft mit dem lokalen Unternehmen Imperial eröffnen. Geplant seien zudem die Renovierung von sieben Geschäften und die Schaffung von rund 20 neuen Verkaufsstellen.</p>
</div></div>
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		<title>UN-Sicherheitsrat warnt nach Rekordzahl getöteter Helfer vor Kollaps von Friedensmissionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-warnt-nach-rekordzahl-getoeteter-helfer-vor-kollaps-von-friedensmissionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 13:28:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 1.000 getötete humanitäre Helfer in drei Jahren. Im UN-Sicherheitsrat wächst der Druck auf Staaten und Konfliktparteien, Angriffe auf Hilfskräfte und UN-Personal endlich konsequent zu ahnden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-warnt-nach-rekordzahl-getoeteter-helfer-vor-kollaps-von-friedensmissionen%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20warnt%20nach%20Rekordzahl%20get%C3%B6teter%20Helfer%20vor%20Kollaps%20von%20Friedensmissionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Angesichts einer Rekordzahl getöteter humanitärer Helfer und UN-Beschäftigter hat der UN-Sicherheitsrat mehr Schutz, mehr Rechenschaft und die konsequente Einhaltung des humanitären Völkerrechts gefordert. Im Sicherheitsrat stand die <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16331.doc.htm">Lage</a> von Hilfskräften und UN-Personal in bewaffneten Konflikten im Mittelpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tom Fletcher, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator, sprach von einem dramatischen Einbruch bestehender Schutzmechanismen. 2025 seien mindestens 326 humanitäre Helfer in 21 Ländern getötet worden. In den vergangenen drei Jahren habe die Zahl damit insgesamt bei mehr als 1.010 gelegen. Zum Vergleich verwies Fletcher darauf, dass in den drei Jahren davor weltweit 377 humanitäre Helfer getötet worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist keine zufällige Eskalation, sondern der Zusammenbruch von Schutz“, sagte Fletcher vor dem Sicherheitsrat. Von den Todesfällen der vergangenen drei Jahre entfielen nach seinen Angaben mehr als 560 auf Gaza und das Westjordanland, 130 auf Sudan, 60 auf Südsudan sowie jeweils 25 auf die Ukraine und die Demokratische Republik Kongo.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-vertreter-verlangen-mehr-als-neue-bekenntnisse"><span id="un-vertreter-verlangen-mehr-als-neue-bekenntnisse">UN-Vertreter verlangen mehr als neue Bekenntnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fletcher stellte die Frage, ob die internationale Gemeinschaft noch hinter der Resolution 2730 aus dem Jahr 2024 stehe. Der Text war in einer Phase wachsender Gefahren für humanitäres Personal sowie für UN- und assoziierte Beschäftigte in Konfliktgebieten verabschiedet worden. Die Resolution wurde von der Schweiz eingebracht und von mehr als 90 Mitgliedstaaten mitgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sei eine Beleidigung für die mehr als 1.000 getöteten Kollegen, nur noch einmal die bekannten Zusagen zu wiederholen, sagte Fletcher mit Blick auf Schutz, Integrität und Rechenschaft. Die Vereinten Nationen kämen nicht in den Rat, um an diese Zusagen zu erinnern, sondern um deren Umsetzung einzufordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Gilles Michaud, Untergeneralsekretär für Sicherheit und Gefahrenabwehr, warf den Mitgliedstaaten mangelnde Konsequenz vor. Er erinnerte an den <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/" type="post" id="25608">Tod eines Mitarbeiters des Kinderhilfswerks UNICEF</a>, als im März 2026 in Goma eine Drohne ein Wohnhaus traf, an den Tod eines Mitarbeiters der Weltgesundheitsorganisation WHO bei einem versuchten Kidnapping in Port-au-Prince im November 2025 und an den Tod eines Mitarbeiters des UN-Sicherheitsdienstes, der im Mai 2024 in Gaza von einem Panzer getroffen wurde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26370 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Bis heute ist niemand für ihren Tod zur Verantwortung gezogen worden“, sagte Michaud. Seit seinem Amtsantritt 2019 hätten Umfang, Intensität und Häufigkeit der Bedrohungen gegen humanitäres Personal weiter zugenommen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-richtet-sich-auch-an-staaten"><span id="kritik-richtet-sich-auch-an-staaten">Kritik richtet sich auch an Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Michaud sagte, Angriffe auf Helfer gingen nicht mehr nur von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen aus. Sie kämen inzwischen auch von Mitgliedstaaten, die sich zwar zum humanitären Völkerrecht bekennten, es in der Praxis aber missachteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verwies er auf <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">jüngste Haushaltskürzungen</a>, die den globalen Sicherheitsschutz für <a href="https://fokus-afrika.de/finanzkrise-gefaehrdet-polizeiarbeit-in-un-friedenseinsaetzen/" type="post" id="24377">humanitäres Personal geschwächt</a> hätten. Dadurch würden Mitarbeiter stärker gefährdet, Programme verwundbarer und Mandate schwerer umsetzbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er forderte „echte, folgenschwere Maßnahmen“ gegen alle, die die Sicherheit von Frauen und Männern gefährden, deren Arbeit Leben rette. Andernfalls blieben politische Reaktionen, so Michaud, bestenfalls „Zeichen von Hilflosigkeit“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rotes-kreuz-spricht-von-verlust-an-menschlichkeit"><span id="rotes-kreuz-spricht-von-verlust-an-menschlichkeit">Rotes Kreuz spricht von Verlust an Menschlichkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz drängte auf sofortige Schritte. Elyse Nicole Mosquini, Ständige Beobachterin und Leiterin der Delegation des IKRK bei den Vereinten Nationen, erklärte, jeder einzelne Tod stehe für „ein Versagen der Menschlichkeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihren Angaben wurden allein 2025 mindestens 31 Mitarbeiter und Freiwillige der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung bei humanitären Einsätzen getötet. Dazu zähle auch der 20-jährige Abolfazl Dahanavi, der am vergangenen Samstag als vierter Mitarbeiter der iranischen Rothalbmondgesellschaft während eines humanitären Einsatzes im Iran getötet worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir verlieren im Krieg unsere Menschlichkeit“, sagte Mosquini. Das humanitäre Völkerrecht sei eindeutig, Staaten müssten humanitäres Personal achten und schützen. Zugleich warnte sie davor, den Mut von Helfern mit Schutz zu verwechseln. „Ihr Mut ist außergewöhnlich, aber Mut lenkt keine Kugeln ab. Hingabe schützt nicht vor Drohnen, Beschuss und Schüssen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-ringt-um-verantwortung-in-aktuellen-konflikten"><span id="sicherheitsrat-ringt-um-verantwortung-in-aktuellen-konflikten">Sicherheitsrat ringt um Verantwortung in aktuellen Konflikten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte forderten zahlreiche Staaten stärkere Schutzmechanismen, die Durchsetzung des bestehenden Völkerrechts, Rechenschaft für Täter und bessere operative Absicherung für humanitäres Personal in Konfliktzonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> erklärte, mehr als die Hälfte aller Todesfälle unter humanitären Helfern stehe in direktem Zusammenhang mit dem Krieg in Palästina und israelischen Militäroperationen. Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> hielten dem entgegen, <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">Iran missachte mit gezielten Angriffen auf Zivilisten in der Golfregion internationales Recht und gefährde Frieden und Sicherheit</a>. Der Vertreter Bahrains, das im April den Vorsitz im Sicherheitsrat innehat, sagte in nationaler Funktion, ungerechtfertigte iranische Angriffe auf sein Land und andere Staaten hätten Hilfsbemühungen in vielen Teilen der Welt beeinträchtigt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26371 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> erinnerte an den Angriff auf Mitarbeiter von World Central Kitchen in Gaza vor zwei Jahren, bei dem drei britische Staatsangehörige getötet wurden. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a> habe die Verantwortung, zu erklären, wie und warum es dazu kam, sagte der britische Vertreter.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> mahnte, wer Leben schütze, dürfe nicht selbst in Gefahr geraten. Der chinesische Vertreter verwies auf eine gemeinsam mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brasilien/" type="post_tag" id="608">Brasilien</a>, Jordanien, Kasachstan, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a> und weiteren Staaten sowie dem IKRK gestartete globale Initiative zur Stärkung des politischen Bekenntnisses zum humanitären Völkerrecht. Mehr als 100 Länder hätten sich ihr bereits angeschlossen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-technik-verscharft-risiken-und-eroffnet-neue-mittel"><span id="technik-verschaerft-risiken-und-eroeffnet-neue-mittel">Technik verschärft Risiken und eröffnet neue Mittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen verwiesen auf die wachsende Rolle neuer Technologien in Konflikten. Lettland erklärte, der zunehmende Einsatz von Drohnen und anderen leicht verfügbaren Technologien durch staatliche und nichtstaatliche Akteure schaffe neue Gefahren für humanitäres Personal. Zugleich könne Technik den Einsatz von Hilfsorganisationen verbessern, etwa durch digitale Analyseinstrumente und Frühwarnsysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a> forderte, Resolutionen des Sicherheitsrats müssten stärkere Garantien für die Sicherheit humanitärer Helfer enthalten. Griechenland verwies darauf, dass das IKRK vor 27 Jahren von 20 aktiven Konflikten gesprochen habe, inzwischen aber mehr als 130 Konflikte weltweit registriere. Sicherheitsanforderungen müssten deshalb systematisch in Mandate des Rates eingebaut werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-staaten-dringen-auf-ermittlungen-und-konsequenzen"><span id="staaten-dringen-auf-ermittlungen-und-konsequenzen">Staaten dringen auf Ermittlungen und Konsequenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-au-und-aegypten-stellen-sich-hinter-feuerpause-zwischen-usa-und-iran/" type="post" id="26343">Pakistan</a> erklärte, wenn humanitäre Helfer und UN-Beschäftigte nicht mehr geschützt würden, werde das gesamte System des Schutzes von Zivilisten geschwächt. Der Vertreter forderte schnelle, unparteiische, transparente und wirksame Untersuchungen. Panama sprach von einer rechtlichen und ethischen Pflicht zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a> warnte vor einer tiefen Kluft zwischen den Zusagen der Staaten und ihrer Umsetzung. Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> verwies darauf, dass bestehende Rechtsrahmen in der Praxis zu oft nicht eingehalten würden. Dänemark sagte, fehlende klare und konsequente Verurteilung setze den Preis für solche Angriffe faktisch auf null.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kolumbien beklagte ein fortbestehendes Muster systemischer Gewalt und gezielter wie unterschiedsloser Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Die Schweiz, die Resolution 2730 eingebracht hatte, warnte, zunehmende Attacken auf humanitäre Helfer sendeten das Signal, dass diese Menschen zu akzeptablen Zielen geworden seien. „Kriege haben Regeln, und Zivilisten sind kein Ziel“, sagte die Schweizer Vertreterin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> verwies auf die menschlichen Folgen solcher Angriffe. Der Botschafter beschrieb den Preis ziviler Opfer als Vater, der nicht zurückkehrt, als Mutter, die ihre Familie zusammenzuhalten versucht, als einziges Kind, dessen Zukunft abrupt endet, oder als Angehörige, die auf einen Menschen warten, der unter der Schutzflagge der Vereinten Nationen dient.</p>
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		<title>Ghana macht in Lyon Druck bei globaler Gesundheitsvorsorge</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ghana-macht-in-lyon-druck-bei-globaler-gesundheitsvorsorge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 15:26:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ghanas Präsident John Dramani Mahama hat beim globalen One Health Summit in Lyon gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fghana-macht-in-lyon-druck-bei-globaler-gesundheitsvorsorge%2F&amp;action_name=Ghana%20macht%20in%20Lyon%20Druck%20bei%20globaler%20Gesundheitsvorsorge&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ghanas Präsident John Dramani Mahama hat beim globalen One Health Summit in Lyon gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den hochrangigen Teil des Treffens geleitet und konkrete Schritte gegen neue Gesundheitsrisiken gefordert. Am 7. April sprach Mahama vor Staats- und Regierungschefs, Vertretern internationaler Organisationen und Fachleuten über Pandemievorsorge, Ernährungssicherheit, Umweltgefahren und die Reform der globalen Gesundheitsordnung. Für Ghana war der Auftritt ein sichtbares Signal auf internationaler Bühne. Deutschland war ebenfalls vertreten, allerdings nicht durch Bundeskanzler Friedrich Merz, sondern durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mahama-drangt-auf-taten-statt-neuer-bekenntnisse"><span id="mahama-draengt-auf-taten-statt-neuer-bekenntnisse">Mahama drängt auf Taten statt neuer Bekenntnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des Treffens stand der One-Health-Ansatz. Dahinter steht die Idee, dass die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und Umwelt untrennbar zusammenhängt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama nutzte seine Rede in Lyon für einen klaren Appell. Die Welt dürfe sich nicht länger mit Absichtserklärungen begnügen, sondern müsse endlich ins Handeln kommen. Klimawandel, zerstörte Ökosysteme und Umweltverschmutzung verschärften Gesundheitsrisiken in einem Ausmaß, das immer schwerer zu kontrollieren sei. Zugleich warb er dafür, bislang getrennte Bereiche wie Gesundheit, Landwirtschaft und Umweltschutz viel enger zusammenzudenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss seiner Rede setzte Mahama drei Schwerpunkte. One Health müsse fest in nationale und internationale Strukturen eingebaut werden. Frühwarn- und Überwachungssysteme müssten gestärkt werden. Und die Beschlüsse des Gipfels müssten sich an konkreten, überprüfbaren Ergebnissen messen lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ghana-bringt-eigene-erfahrungen-in-die-debatte-ein"><span id="ghana-bringt-eigene-erfahrungen-in-die-debatte-ein">Ghana bringt eigene Erfahrungen in die Debatte ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama sprach nicht nur über globale Strukturen, sondern auch über ganz konkrete Probleme in Ghana. Er verwies auf Krankheiten und Schädlinge, die Kleinbauern im Kakaoanbau unter Druck setzen. Zugleich nannte er die Folgen des illegalen Goldbergbaus, der Wälder zerstört und Gewässer verschmutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit schlug er den Bogen zu einer breiteren afrikanischen Perspektive. One Health sei auf dem Kontinent kein fernes politisches Konzept, sondern für viele Menschen gelebte Realität. Mahama erinnerte daran, dass in Ghana ein großer Teil der Bevölkerung für medizinische Zwecke weiterhin auf Kräuter und natürliche Waldressourcen zurückgreift. Er verknüpfte das mit dem Verweis auf afrikanische Wissenssysteme von Songhai über Timbuktu bis nach Aksum und ins alte Ägypten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26335 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/mpox-ausbruch-schulen-und-unicef-verstarken-masnahmen/" type="post" id="11419">jüngere Krankheitsausbrüche</a> rückte er in den Zusammenhang dieser Debatte. Covid-19, <a href="https://fokus-afrika.de/500-000-mpox-impfdosen-fur-afrika/" type="post" id="11211">Mpox</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/who-bestaetigt-ausbruch-eines-potenziell-toedlichen-haemorrhagischen-fiebers-in-aethiopien/" type="post" id="21957">Lassa-Fieber</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tansania-bestaetigt-neuen-fall-von-marburg-virus-erkrankung/" type="post" id="13580">Marburg</a> hätten erneut gezeigt, dass Vorbeugung wirksamer sei als spätere Krisenreaktion.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lyon-als-buhne-fur-die-reform-der-gesundheitsarchitektur"><span id="lyon-als-buehne-fuer-die-reform-der-gesundheitsarchitektur">Lyon als Bühne für die Reform der Gesundheitsarchitektur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama trat in Lyon in zwei zentralen Formaten auf. Eine Rede hielt er in einer Sitzung zur globalen Gesundheitsarchitektur, die Macron gemeinsam mit WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus leitete. Dort ging es um Reformen internationaler Gesundheitsinitiativen und um eine politische Erklärung zur weltweiten Gesundheitszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine zweite Rede eröffnete den hochrangigen Gipfelteil der Staats- und Regierungschefs. Dort stellte Mahama Ghanas Position zur globalen Gesundheitssicherheit vor und betonte, wie wichtig Zusammenarbeit über Ressort- und Ländergrenzen hinweg bei neuen Gesundheitsbedrohungen geworden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel fand vom 5. bis 7. April in Lyon statt. Frankreich richtete ihn im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft aus, Indonesien war Co-Gastgeber. Beteiligt war zudem die Quadripartite-Allianz aus Weltgesundheitsorganisation, Weltorganisation für Tiergesundheit, Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen sowie dem Umweltprogramm der UN.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-setzt-one-health-auf-die-politische-tagesordnung"><span id="frankreich-setzt-one-health-auf-die-politische-tagesordnung">Frankreich setzt One Health auf die politische Tagesordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lyon sollte mehr sein als ein weiteres Fachtreffen. Der Gipfel war als erstes weltweites Format dieser Art auf Ebene von Staats- und Regierungschefs angelegt. Im Kern ging es darum, internationale Antworten auf Gesundheitsrisiken zu bündeln, die an der Schnittstelle von Mensch, Tier und Umwelt entstehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Message de clôture du Président <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron?ref_src=twsrc%5Etfw">@EmmanuelMacron</a> et du directeur général de l’Organisation mondiale de la santé <a href="https://twitter.com/DrTedros?ref_src=twsrc%5Etfw">@DrTedros</a> au One Health Summit à Lyon. <a href="https://t.co/pireQ0cqTh">pic.twitter.com/pireQ0cqTh</a></p>&mdash; Élysée (@Elysee) <a href="https://twitter.com/Elysee/status/2041573975310905508?ref_src=twsrc%5Etfw">April 7, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Agenda standen unter anderem zoonotische und vektorübertragene Krankheiten wie Malaria, Dengue, Chikungunya und Tollwut. Hinzu kamen Antibiotikaresistenzen, nachhaltige Ernährungssysteme und die gesundheitlichen Folgen von Umweltverschmutzung, besonders durch Plastik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres schlug in einer Videobotschaft einen ähnlich eindringlichen Ton an. Der One-Health-Ansatz sei eine Frage des kollektiven Überlebens, sagte er. Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen lasse sich nicht voneinander trennen. Zugleich warnte er vor den Folgen von Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artenverlust und sozialer Ungleichheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-unterstutzt-den-kurs-in-lyon"><span id="deutschland-unterstuetzt-den-kurs-in-lyon">Deutschland unterstützt den Kurs in Lyon</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland war bei dem Gipfel durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vertreten. Sie nahm an einem High-Level-Treffen zur Reform der globalen Gesundheitsarchitektur teil und vertrat dort Bundeskanzler Friedrich Merz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warken <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/one-health-summit-pm-07-04-26">erklärte</a>, die globale Gesundheitsarchitektur müsse leistungsfähiger werden. Wer Pandemien wirksamer vorbeugen wolle, brauche handlungsfähige Institutionen, klare Zuständigkeiten und ein abgestimmtes Vorgehen der Mitgliedstaaten. Deutschland unterstütze die Initiative Frankreichs, One Health während der G7-Präsidentschaft auf höchster politischer Ebene voranzubringen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="de" dir="ltr">Wie können wir uns gemeinsam mit anderen Ländern gut auf künftige Pandemien vorbereiten? Und wie können wir Krankheiten früh erkennen und entschlossen bekämpfen? <br>Bundesgesundheitsministerin <a href="https://twitter.com/ninawarken?ref_src=twsrc%5Etfw">@ninawarken</a> nach dem One Health Summit in Lyon 👇 <a href="https://t.co/Kl2BHJ9Bmn">pic.twitter.com/Kl2BHJ9Bmn</a></p>&mdash; Bundesgesundheitsministerium (@BMG_Bund) <a href="https://twitter.com/BMG_Bund/status/2041565245617963294?ref_src=twsrc%5Etfw">April 7, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Antibiotikaresistenzen spielten in Lyon eine wichtige Rolle. Deutschland unterstützt die politische Erklärung der UN-Generalversammlung von 2024 zu diesem Thema sowie eine unabhängige Sachverständigengruppe der Quadripartite-Allianz.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ghana-setzt-in-lyon-einen-afrikanischen-akzent"><span id="ghana-setzt-in-lyon-einen-afrikanischen-akzent">Ghana setzt in Lyon einen afrikanischen Akzent</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Mahama den hochrangigen Teil des Gipfels gemeinsam mit Macron leitete, gab Ghana in einer zentralen globalen Debatte besonderes Gewicht. Seine Rede verband internationale Reformfragen mit afrikanischen Erfahrungen aus Landwirtschaft, Umweltschutz und öffentlicher Gesundheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit rückte auch eine größere politische Frage in den Vordergrund: wie afrikanische Staaten ihre Interessen in internationalen Gesundheitsforen sichtbarer und wirkungsvoller einbringen. Mahama sprach in Lyon auch die ungleiche Verteilung von Risiken und Ressourcen an. Gerade Länder mit hoher Verwundbarkeit verfügten oft über die geringsten Mittel, um auf Gesundheitskrisen zu reagieren.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Afrika braucht eigene Verteidigungspolitik!&#8221; – Frankreich stellt Afrika-Kooperation neu auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrika-braucht-eigene-verteidigungspolitik-frankreich-stellt-afrika-kooperation-neu-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 21:55:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Senegals Verteidigungsminister Biram Diop hat für eine eigenständige afrikanische Sicherheits- und Verteidigungspolitik geworben und dabei mehr nationale Verantwortung,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-braucht-eigene-verteidigungspolitik-frankreich-stellt-afrika-kooperation-neu-auf%2F&amp;action_name=%26%238220%3BAfrika%20braucht%20eigene%20Verteidigungspolitik%21%26%238221%3B%20%E2%80%93%20Frankreich%20stellt%20Afrika-Kooperation%20neu%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-braucht-eigene-verteidigungspolitik-frankreich-stellt-afrika-kooperation-neu-auf/">&#8220;Afrika braucht eigene Verteidigungspolitik!&#8221; – Frankreich stellt Afrika-Kooperation neu auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Senegals Verteidigungsminister Biram Diop hat für eine eigenständige afrikanische Sicherheits- und Verteidigungspolitik geworben und dabei mehr nationale Verantwortung, regionale Abstimmung und demokratische Kontrolle gefordert. Bei einer Debatte an der Académie de défense der École militaire in Paris wurde diese Linie am Dienstag mit einer französischen Neuaufstellung in Afrika verknüpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Runde stand die Frage, wie afrikanische Staaten ihre sicherheitspolitischen Erfahrungen selbstbewusster in internationale Partnerschaften einbringen können. Neben Diop beschrieben französische Militärvertreter einen tiefgreifenden Umbau der Zusammenarbeit mit Staaten in West- und Zentralafrika. Auch die Rolle von Desinformation und lokaler Krisenkommunikation wurde als zentraler Teil heutiger Sicherheitspolitik hervorgehoben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-senegal-ruckt-souveranitat-und-eigene-prioritaten-ins-zentrum"><span id="senegal-rueckt-souveraenitaet-und-eigene-prioritaeten-ins-zentrum">Senegal rückt Souveränität und eigene Prioritäten ins Zentrum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop beschrieb die Sicherheitslage seines Landes als vielschichtig. Senegal stehe zugleich vor Risiken im maritimen Raum, vor der Bedrohung durch bewaffnete Gruppen und Terrorismus im Osten, vor organisierter grenzüberschreitender Kriminalität und vor inneren Konfliktlagen wie Spannungen zwischen Viehhirten und Landwirten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraus leitete er einen klaren Anspruch ab: Senegal müsse in der Lage sein, seine Sicherheitsinteressen selbst zu definieren und vorrangig mit eigenen Mitteln zu schützen. Dafür brauche es ein realistisches sicherheitspolitisches Projekt, das auf nationalen Interessen, Risiken, Chancen und gesellschaftlichen Werten beruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diop betonte zugleich, dass ein solcher Ansatz nicht Sache von Militärs allein sein dürfe. Sicherheits- und Verteidigungspolitik müsse unter Kontrolle demokratisch gewählter Institutionen stehen. Er nannte ausdrücklich die Exekutive, das Parlament und die Bürger als Teil dieses Kontrollrahmens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wichtig sei zudem, dass die Bevölkerung ein solches Sicherheitskonzept kenne und mittrage. Es dürfe kein Dokument bleiben, das nur Fachleuten vorbehalten sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-beschreibt-bruch-mit-bisherigem-modell"><span id="frankreich-beschreibt-bruch-mit-bisherigem-modell">Frankreich beschreibt Bruch mit bisherigem Modell</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die französische Seite sagte General Pascal Ianni, das <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">militärische Dispositiv Frankreichs</a> in West- und Zentralafrika sei in den vergangenen 18 Monaten grundlegend verändert worden. Frankreich habe seine <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-raeumt-militaerstuetzpunkt-in-abidjan/" type="post" id="13892">ständigen Militärbasen</a> in Dakar, Libreville, Abidjan und N’Djamena geschlossen oder übergeben und seine Präsenz neu organisiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26307 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-1536x1023.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/659050732_1364578182363927_4280066051435963094_n.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ianni stellte diesen Schritt nicht als Rückzug dar, sondern als <a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/" type="post" id="23605">Anpassung an veränderte politische und gesellschaftliche Realitäten</a>. Das frühere Modell sei mit Fragen der Souveränität, der öffentlichen Wahrnehmung und des gewachsenen Misstrauens in mehreren Ländern nicht mehr vereinbar gewesen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wörtlich sagte er, man dürfe das „nicht als Rückzug oder als Niederlage“ verstehen, sondern als Anpassung an „eine extrem komplexe Welt“, die sich sehr schnell verändere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich beschrieb er einen Strategiewechsel im Ton und in der Methode der Zusammenarbeit. Früher habe Frankreich eher Ratschläge gegeben, heute höre man stärker auf die Bedürfnisse der Partner. Die Kooperation solle auf gemeinsamem Interesse und auf einem Dialog „von gleich zu gleich“ beruhen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsfragen-reichen-von-terrorismus-bis-klimafolgen"><span id="sicherheitsfragen-reichen-von-terrorismus-bis-klimafolgen">Sicherheitsfragen reichen von Terrorismus bis Klimafolgen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Diskussion wurde deutlich, dass die Teilnehmer Sicherheit nicht auf klassische Militärfragen verengten. Ianni nannte als gemeinsame Herausforderungen vor allem die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Instabilität im Sahel</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-terrorismus-in-afrika/" type="post" id="13611">terroristische Gewalt</a>, illegale Handelsströme, <a href="https://fokus-afrika.de/liberia-verurteilt-fuenf-frauen-wegen-kinderhandels-zu-jeweils-20-jahren-haft/" type="post" id="26233">Menschenhandel</a>, Drogenrouten, Rohstoffplünderung und die Folgen des Klimawandels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diop zeichnete ein ähnliches Bild für Senegal. Er verwies auf Piraterie, illegale Fischerei und Schmuggel im maritimen Raum sowie auf die Gefahr, dass bewaffnete Gruppen aus Nachbarregionen auf senegalesisches Gebiet übergreifen könnten. Auch Straßenunsicherheit, Viehdiebstahl und transnationale Kriminalität nannte er als konkrete Sicherheitsprobleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschob sich die Debatte weg von der klassischen Frage, was europäische Staaten in Afrika leisten, hin zu der Frage, welche sicherheitspolitischen Erfahrungen afrikanische Staaten selbst in internationale Partnerschaften einbringen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-zusammenarbeit-soll-naher-an-die-bevolkerung-rucken"><span id="regionale-zusammenarbeit-soll-naeher-an-die-bevoelkerung-ruecken">Regionale Zusammenarbeit soll näher an die Bevölkerung rücken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop stellte mehrere Instrumente vor, mit denen Senegal Sicherheitspolitik nicht nur zwischen Regierungen, sondern auch <a href="https://fokus-afrika.de/illegale-migration-belastet-grenzbeamte-in-gambia/" type="post" id="21795">entlang der Grenzen organisiert</a>. Mit den Nachbarstaaten gebe es militärische Abkommen, gemeinsame Grenzkommissionen sowie gemeinsame oder koordinierte Patrouillen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hob er sogenannte „cases à palabres“ hervor, also Gesprächsorte entlang der Grenzen, an denen Bevölkerung auf beiden Seiten lokale Probleme gemeinsam besprechen soll. Diese Strukturen, die an traditionelle Formen der Konfliktregelung anknüpfen, sollen helfen, Spannungen früh aufzufangen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alltag zu verankern.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Diop sagte, mehrere afrikanische Staaten interessierten sich inzwischen für dieses Modell. Künftig sollten solche Einrichtungen möglichst direkt auf der Grenze entstehen, damit beide Seiten sie in gleicher Weise nutzen könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-desinformation-wird-als-sicherheitsrisiko-behandelt"><span id="desinformation-wird-als-sicherheitsrisiko-behandelt">Desinformation wird als Sicherheitsrisiko behandelt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nana Maïga, Kommunikationsdirektorin von <em>MSA Sécurité</em> in Abidjan, beschrieb <a href="https://fokus-afrika.de/russische-desinformation-greift-deutsche-entwicklungspolitik-an/" type="post" id="26094">Desinformation</a> als sicherheitspolitische Herausforderung mit unmittelbaren Folgen für Krisen, Wahlen und internationale Partnerschaften. Dabei gehe es <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-premierminister-ouedraogo-kritisiert-desinformation-des-macron-regimes/" type="post" id="20340">nicht nur um falsche Inhalte</a>, sondern um Reichweite, Glaubwürdigkeit und lokale Anschlussfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verwies auf lokale Fact-Checking-Initiativen, Datenjournalismus und Kooperationen zwischen Medien, NGOs, Jugendgruppen und teils auch staatlichen Stellen. Gerade in Krisenzeiten könne schnelle, überprüfte Information Spannungen verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nannte Maïga die Wahlen in Kenia 2017. Dort hätten Jugendgruppen tägliche Informationsbulletins erstellt und mit Lokalradios zusammengearbeitet, um falsche Behauptungen einzuordnen und ethnische Spannungen abzuschwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele afrikanische Gesellschaften sei entscheidend, dass Kommunikation nicht nur von oben nach unten verlaufe. Oft seien religiöse Autoritäten, lokale Führungspersonen oder Jugendverbände glaubwürdiger als zentrale staatliche Kanäle. Deshalb plädierte Maïga für einen stärker lokalen, „bottom up“ organisierten Umgang mit Desinformation.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-franzosische-gendarmerie-setzt-auf-gagnant-gagnant"><span id="franzoesische-gendarmerie-setzt-auf-gagnant-gagnant">Französische Gendarmerie setzt auf „gagnant-gagnant“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">General Stéphane Lacroix von der französischen Gendarmerie beschrieb die <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-bestaetigt-ausbildung-von-soldaten-in-dr-kongo/" type="post" id="24890">Zusammenarbeit mit afrikanischen Gendarmerien als Partnerschaft mit gemeinsamer Struktur</a>, ähnlichen Aufgaben und wachsender operativer Bedeutung. Man teile ein institutionelles Modell, arbeite in Fläche und Krise und sei oft mit denselben Formen organisierter Kriminalität konfrontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lacroix sagte, die Kooperation solle sich stärker von einem reinen Wissenstransfer zu einer „gagnant-gagnant“-Logik entwickeln, also zu einer Zusammenarbeit mit beiderseitigem Nutzen. Frankreich wolle nicht nur ausbilden, sondern auch aus afrikanischen Erfahrungen lernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiele nannte er <a href="https://fokus-afrika.de/benin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen/" type="post" id="25854">Spezialeinheiten in Côte d’Ivoire</a> und Erfahrungen im Kampf gegen illegale Goldförderung, die auch für französische Einsätze in Überseegebieten wie Französisch-Guayana relevant seien. Künftig solle zudem die operative Zusammenarbeit stärker ausgebaut werden, etwa beim Austausch kriminalpolizeilicher Informationen und bei gemeinsamen Ansätzen gegen Drogenhandel, Geldwäsche, Cyberkriminalität und irreguläre Migration.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-multilateralismus-bleibt-fur-senegal-ein-sicherheitspolitischer-bezugspunkt"><span id="multilateralismus-bleibt-fuer-senegal-ein-sicherheitspolitischer-bezugspunkt">Multilateralismus bleibt für Senegal ein sicherheitspolitischer Bezugspunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop verknüpfte die Debatte über regionale und bilaterale Partnerschaften mit einer grundsätzlichen Warnung vor einer Schwächung des Multilateralismus. Er bezeichnete multilaterale Strukturen als Sicherheitsgarantie, weil sie auch kleineren Staaten erlaubten, ihre Interessen mit derselben Würde vorzubringen wie mächtigere Länder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte dieser Rahmen weiter erodieren, drohe eine Rückkehr zu stärker einseitigen Machtlogiken. Der senegalesische Minister stellte dem die Notwendigkeit gegenüber, Sicherheitsfragen über Zusammenarbeit, Koordination und gemeinsame Verantwortung zu bearbeiten.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-braucht-eigene-verteidigungspolitik-frankreich-stellt-afrika-kooperation-neu-auf/">&#8220;Afrika braucht eigene Verteidigungspolitik!&#8221; – Frankreich stellt Afrika-Kooperation neu auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:description type="html">Souveränität, Desinformation, Terrorismus und neue Partnerschaften: Frankreich beschreibt den Umbau seiner Militärkooperation in Afrika.</media:description>
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		<title>Wie Deutschland sich in Afrika selbst blockiert</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jade Madani]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 21:58:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[6]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn sich Bundeskanzler Merz im Mai in die kenianische Hauptstadt Nairobi aufmacht, um die afrikanischen Staatschefs zu treffen,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert%2F&amp;action_name=Wie%20Deutschland%20sich%20in%20Afrika%20selbst%20blockiert&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/">Wie Deutschland sich in Afrika selbst blockiert</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn sich Bundeskanzler Merz im Mai in die kenianische Hauptstadt Nairobi aufmacht, um die afrikanischen Staatschefs zu treffen, dann tut er das auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Dieser wird gemeinsam mit Kenias Präsident William Ruto den „Afrika-Frankreich-Partnerschaftsgipfel für Innovation und Wachstum“ ausrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es dürfte wohl eher eine Party werden, denn Frankreich erlebt gerade ein Comeback auf dem afrikanischen Kontinent. <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-raeumt-militaerstuetzpunkt-in-abidjan/" type="post" id="13892">Geschlossene Militärbasen</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/nigers-premierminister-lamine-zeine-ali-mahaman-wirft-frankreich-destabilisierung-vor/" type="post" id="20344">anti-französische Kampagnen</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/" type="post" id="12016">diplomatische Eiszeit</a> – Macron hat seine Lehren aus seinen <a href="https://fokus-afrika.de/macron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika/" type="post" id="13300">außenpolitischen Fehltritten</a> gezogen und den Wendepunkt geschafft. Der erste Gipfel in einem anglophonen Land darf als Zeichen weiterer Ambitionen verstanden werden. Der als „Außenkanzler“ gestartete Friedrich Merz wird zuschauen dürfen, wie Außenpolitik im Zukunftskontinent Afrika gestaltet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-hat-im-bundeskanzleramt-keine-prioritat"><span id="afrika-hat-im-bundeskanzleramt-keine-prioritaet">Afrika hat im Bundeskanzleramt keine Priorität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei steht sich Deutschland selbst im Weg. Und wieder einmal geht es um Bürokratie. Die deutsche Außenpolitik erstreckt sich über drei Häuser: das Bundeskanzleramt mit dem selbst definierten Anspruch, die außenpolitischen Topprioritäten in der Ukraine und in den deutsch-amerikanischen Beziehungen anzuführen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Thank you, dear <a href="https://twitter.com/GHessebon?ref_src=twsrc%5Etfw">@GHessebon</a>, for the warm welcome in your hometown of Addis Ababa 🇪🇹. Your country is a true regional heavyweight. Which is why we want to deepen our relations in times of geopolitical upheaval. 120 years of diplomatic relations are an excellent basis for that. <a href="https://t.co/vNZqLpApbQ">pic.twitter.com/vNZqLpApbQ</a></p>&mdash; Johann Wadephul (@AussenMinDE) <a href="https://twitter.com/AussenMinDE/status/2014373330137108835?ref_src=twsrc%5Etfw">January 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt soll nach Außenminister Wadephul „Außenpolitik aus einem Guss“ liefern. Dafür bricht das Haus mit Trugschlüssen wie der feministischen Außenpolitik und befasst sich seit Neuestem intensiver mit Wirtschaftsdiplomatie. Auch der <a href="https://fokus-afrika.de/steinmeier-ruft-zum-75-jubilaeum-des-auswaertigen-amts-zu-neuer-deutscher-aussenpolitik/" type="post" id="25945">Verwaltungsapparat wird restrukturiert</a>. Dabei fällt die richtige Entscheidung, Afrika und Nahost in einer Abteilung zusammenzufassen. Spürbar sind diese Entscheidungen allerdings noch nicht – auch weil die deutsch-afrikanischen Beziehungen selbst im krisengetriebenen Sitz des Außenministeriums keine Priorität haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-das-bmz-darf-nicht-zum-afrika-ministerium-verkommen"><span id="das-bmz-darf-nicht-zum-afrika-ministerium-verkommen">Das BMZ darf nicht zum „Afrika-Ministerium“ verkommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das macht das Entwicklungsministerium zum „Afrika-Ministerium“ und führt zu einer politischen Entwertung des Zukunftskontinents. Genau das sollte nach den <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-veroeffentlicht-die-afrikapolitischen-leitlinien/" type="post" id="13322">afrikapolitischen Leitlinien</a> der letzten Bundesregierung nicht passieren. Die Beziehungen zu Afrika sollten auf Augenhöhe erfolgen. Man wolle <a href="https://fokus-afrika.de/neue-afrikapolitische-leitlinien-mehr-mut-und-klarheit-erforderlich/" type="post" id="13487">gleichberechtigte Partnerschaften mit lokaler Wertschöpfung</a> und politische Allianzen für eine multipolare Weltordnung schmieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das soll nicht falsch verstanden werden: Das BMZ befindet sich ebenfalls in einem durch <a href="https://fokus-afrika.de/bundeshaushalt-2026-aenderungen-im-aussen-und-entwicklungsressort-betreffen-auch-afrikapolitik/" type="post" id="22040">Haushaltskürzungen</a> erzwungenen Reformprozess. Dieser hat unter Ministerin Reem Alabali-Radovan viele Lichtblicke. Hervorzuheben ist hier die mutige Entscheidung, die Referate nach „Capacity Building“, also nach Kompetenzen, abzubilden. Ein Geschmäckle bleibt dennoch, wenn erste Ansprechpartner für afrikanische Initiativen das BMZ bleibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gezielte-afrikapolitik-fuhrt-zum-erfolg-auch-fur-russland"><span id="gezielte-afrikapolitik-fuehrt-zum-erfolg-auch-fuer-russland">Gezielte Afrikapolitik führt zum Erfolg – auch für Russland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsche Zuständigkeitsproblem rund um Afrika steht im Gegensatz zum globalen Trend. Afrika mit seinen Ressourcen, als politischer Verbündeter und mit seiner geopolitischen Bedeutung ist unter den globalen und regionalen Mächten so umkämpft wie lange nicht mehr. Dabei liegt auch im <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/en/aussenpolitik/regionaleschwerpunkte/afrika/afrika-leitlinien-node#:~:text=Sustainable%20growth,%20greater%20economic%20exchange,to%20closely%20support%20these%20initiatives.">deutschen Interesse</a> der Blick auf Russlands strategisches Vorgehen in Afrika, das von Erfolg gekrönt ist. Das vereinfachte Playbook hier: Zielländer werden mit <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">antiimperialistischen Desinformationskampagnen</a> geflutet, die Sicherheitslage wird destabilisiert, das durch den Geheimdienst gesteuerte <a href="https://fokus-afrika.de/wird-praesident-touadera-ein-sicherheitsabkommen-mit-russland-schliessen/" type="post" id="25294">Africa Corps</a>, früher <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Wagner-Gruppe</a>, wird als <a href="https://fokus-afrika.de/russland-bekommt-marinebasis-am-roten-meer/">Schutz</a> gegen <a href="https://fokus-afrika.de/bergbausektor-in-mali-neue-chancen-und-reformen/" type="post" id="11597">privilegierten Zugang zu Rohstoffen</a> angeboten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Jamais nous n’avions engagé autant de chantiers pour réinventer notre relation avec l&#39;Afrique. Jamais nous n’avions réuni autant de moyens, désormais consacrés par la loi dédiée à la lutte contre les inégalités mondiales.<a href="https://t.co/YKnI88o65O">pic.twitter.com/YKnI88o65O</a></p>&mdash; Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1494036465109581832?ref_src=twsrc%5Etfw">February 16, 2022</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Frankreich setzt auf ein anderes Vorgehen. In seiner viel <a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/" type="post" id="23605">beachteten Rede zur Ausrichtung der französischen Diplomatie</a> betonte Macron die Sicherheitspartnerschaft auf „Zuruf“ und konnte dies durch die <a href="https://fokus-afrika.de/benin-legt-details-des-vereitelten-putschversuchs-offen/" type="post" id="22757">Vereitelung des Putschversuchs in Benin</a> belegen. Daneben setzt die französische Wirtschaft auf den afrikanischen Markt – als Abnehmer für Produkte und Dienstleistungen, aber auch als <a href="https://fokus-afrika.de/macron-frankreich-investiert-in-der-sahara/" type="post" id="12215">Investitionsstandort für Produktionsstätten</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gestaltende-afrikapolitik-ist-wirksam"><span id="gestaltende-afrikapolitik-ist-wirksam">Gestaltende Afrikapolitik ist wirksam</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland muss weg von der reaktiven Außenpolitik und hin zu einer vorausschauenden, strategischen Diplomatie auf dem Kontinent. Die braucht aber eine Grundlage: klar definierte Interessen. Das hat der Bundeskanzler vergangene Woche im Bundestag auch betont. Auch erkannte er, dass die überwiegende Mehrheit der Staaten auf der Welt eine klarere Führungsrolle Deutschlands einfordert. Beste Bedingungen für eine starke Außenpolitik, könnte man meinen. Die Bundesrepublik hat jedoch ein Umsetzungsproblem. Denn diese nationalen Interessen müssen auch in konkrete Maßnahmen heruntergebrochen werden. Im zweiten Schritt sollten Überschneidungen mit den nationalen Strategien der afrikanischen Staaten erörtert werden, und zuletzt dürfen Projekte auch gern zugunsten deutscher Akteure realisiert werden.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht so, dass es kein deutsches Engagement in Afrika geben würde. Im Gegenteil: Mit dem <a href="https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/" type="post" id="13946">Wegfall der amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID</a> ist Deutschland zum größten Entwicklungspartner aufgestiegen. Es gibt wohl keine Krise auf dem Kontinent, in der nicht deutsche Entwicklungshilfe fließt. Das ist richtig so. Es ist im deutschen Interesse, Armut einzudämmen, <a href="https://fokus-afrika.de/un-landwege-innerhalb-afrikas-sind-todlicher/" type="post" id="3496">Migrationsströme zu stoppen</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-startet-internationale-initiative-fuer-schulessen-und-bildung-von-100-millionen-kindern/" type="post" id="23631">Mädchen auszubilden</a>. Dieses Engagement verdient jedoch ein größeres „Leverage“, also eine stärkere politische Hebelwirkung. Deutsche Unternehmen sollten bei <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-in-aethiopien/" type="post" id="23871">wichtigen Infrastrukturprojekten</a>, beim Wiederaufbau oder beim <a href="https://fokus-afrika.de/us-geheimdienste-ruecken-afrika-als-brennpunkt-von-terror-und-rohstoffkonkurrenz-in-den-fokus/" type="post" id="25794">Zugang zu seltenen Erden Vorrang</a> haben. Bei der baldigen Wahl für den UN-Sicherheitsrat und der <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Reform der Vereinten Nationen</a> darf Deutschland mehr politische Unterstützung erwarten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-darf-eigene-impulse-in-afrika-setzen"><span id="deutschland-darf-eigene-impulse-in-afrika-setzen">Deutschland darf eigene Impulse in Afrika setzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei darf sich Deutschland nicht immer hinter <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/" type="post" id="21384">gemeinsamen Initiativen der Europäischen Union</a> oder von UN-Organisationen verstecken, sondern sollte unbedingt auch eigene Akzente setzen. Auch wenn die innerpolitische Debatte es nicht vermuten lässt: Deutschlands Ruf in der Welt ist gut. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, auch der <a href="https://fokus-afrika.de/kathrin-henneberger-dekolonialisierung-bleibt-zentrale-herausforderung/" type="post" id="13849">kolonialen Vergangenheit</a>, die Qualität deutscher Produkte und die Offenheit für Impulse machen Deutschland zu einem gefragten Partner in der Welt. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="725" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G6jTS4ZWUAA41hl-1024x725.jpeg" alt="" class="wp-image-26132 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G6jTS4ZWUAA41hl-1024x725.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G6jTS4ZWUAA41hl-300x212.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G6jTS4ZWUAA41hl-768x544.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G6jTS4ZWUAA41hl-380x269.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G6jTS4ZWUAA41hl-800x566.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G6jTS4ZWUAA41hl-1160x821.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G6jTS4ZWUAA41hl.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gerade im meist <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">harten Kampf um Einflusssphären</a> wie im <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-staaten-verbieten-air-france-jede-aktivitaet/" type="post" id="12966">Sahel</a>, wo andere europäische Staaten deutliche Schwierigkeiten haben, diplomatische Kanäle offen zu halten, kann Deutschland verstärkte Impulse setzen und einen wichtigen geopolitischen Beitrag für Europa leisten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es braucht also einen Vorstoß. Fest steht: Afrika ist bereit. Vielleicht lässt sich Bundeskanzler Merz beim Afrika-Frankreich-Gipfel von der rasanten Entwicklung des Nachbarkontinents inspirieren und initiiert bald ein neues eigenes deutsch-afrikanisches Format.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/">Wie Deutschland sich in Afrika selbst blockiert</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Sieben Soldaten aus den Komoren verschwinden bei Manöver auf La Réunion</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sieben-soldaten-aus-den-komoren-verschwinden-bei-manoever-auf-la-reunion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 21:28:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komoren]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Visa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sieben Soldaten aus den Komoren sind während eines Regionalmanövers auf La Réunion von ihrer Einheit verschwunden. Am Donnerstag,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsieben-soldaten-aus-den-komoren-verschwinden-bei-manoever-auf-la-reunion%2F&amp;action_name=Sieben%20Soldaten%20aus%20den%20Komoren%20verschwinden%20bei%20Man%C3%B6ver%20auf%20La%20R%C3%A9union&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sieben-soldaten-aus-den-komoren-verschwinden-bei-manoever-auf-la-reunion/">Sieben Soldaten aus den Komoren verschwinden bei Manöver auf La Réunion</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Sieben Soldaten aus den Komoren sind während eines Regionalmanövers auf La Réunion von ihrer Einheit verschwunden. Am Donnerstag, 26. März 2026, meldeten <a href="https://www.comoresinfos.net/scandale-a-la-reunion-des-soldats-comoriens-disparaissent-en-pleine-mission/">Medien</a> auf der französischen Insel den Vorfall, später wurde einer der Männer gefasst, sechs weitere wurden weiter gesucht. Damit gerät ein Manöver in den Fokus, das eigentlich für militärische Zusammenarbeit im Indischen Ozean stehen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Portals LINFO.RE wurden die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/visa/" type="post_tag" id="531">Visa</a> der sechs noch gesuchten Soldaten annulliert. Das Portal berichtete außerdem, einer der Männer habe sich zunächst in die Krankenstation begeben und sich danach entfernt. Die Ausweispapiere der Soldaten seien nicht bei ihnen gewesen, sondern beim Leiter des komorischen Kontingents verwahrt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-zwischenfall-mitten-in-einem-regionalmanover"><span id="ein-zwischenfall-mitten-in-einem-regionalmanoever">Ein Zwischenfall mitten in einem Regionalmanöver</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Manöver Papangue 2026 lief vom 23. bis 26. März auf La Réunion. Es sollte die <a href="https://fokus-afrika.de/maritime-sicherheit-im-indischen-ozean-uebung-cutlass-express-2026-startet-in-mauritius/" type="post" id="24383">Zusammenarbeit mehrerer Streitkräfte</a> aus der Region stärken und den Umgang mit Krisenlagen trainieren. Imaz Press beschrieb die Übung als regionales Format mit mehreren Partnerstaaten des südwestlichen Indischen Ozeans.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb ist der Vorfall politisch heikel. Die Übung sollte Handlungsfähigkeit und Abstimmung zeigen. Stattdessen richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf ein komorisches Kontingent, aus dem mehrere Soldaten kurz vor dem Ende des Einsatzes verschwanden. Zinfos974 bezifferte das Aufgebot der Komoren auf rund 20 Soldaten. Wenn davon sieben fehlen, ist das kein Randereignis mehr, sondern ein Einschnitt, der das gesamte Auftreten der Delegation überschattet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einer-gefasst-sechs-weiter-gesucht"><span id="einer-gefasst-sechs-weiter-gesucht">Einer gefasst, sechs weiter gesucht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe des Tages verdichtete sich das Bild. Während zunächst von sieben verschwundenen Soldaten die Rede war, meldete LINFO.RE später die Festnahme eines Mannes. Sechs weitere würden aktiv gesucht. Die französischen Behörden behandeln den Fall damit nicht nur als militärisches Problem, sondern auch als Frage des Aufenthaltsrechts und der Grenzkontrolle.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Operation_Cutlass_2017_-_different_nations_boarding_parties_train_together_31926695973-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26108 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Operation_Cutlass_2017_-_different_nations_boarding_parties_train_together_31926695973-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Operation_Cutlass_2017_-_different_nations_boarding_parties_train_together_31926695973-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Operation_Cutlass_2017_-_different_nations_boarding_parties_train_together_31926695973-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Operation_Cutlass_2017_-_different_nations_boarding_parties_train_together_31926695973-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Operation_Cutlass_2017_-_different_nations_boarding_parties_train_together_31926695973-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Operation_Cutlass_2017_-_different_nations_boarding_parties_train_together_31926695973-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Operation_Cutlass_2017_-_different_nations_boarding_parties_train_together_31926695973-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Operation_Cutlass_2017_-_different_nations_boarding_parties_train_together_31926695973-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Operation_Cutlass_2017_-_different_nations_boarding_parties_train_together_31926695973-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Warum die Männer verschwanden, ist offiziell weiter offen. Gesichert ist bislang nur, dass sie ihre Einheit ohne Erlaubnis verließen und dass die Suche auf der Insel andauerte. Alles Weitere bleibt vorerst Spekulation.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-fall-hat-eine-vorgeschichte"><span id="der-fall-hat-eine-vorgeschichte">Der Fall hat eine Vorgeschichte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz neu ist ein solcher Vorfall nicht. Bereits 2018 verschwanden bei einer früheren Papangue-Übung vier komorische Soldaten auf La Réunion. Die Männer hätten einen freien Abend genutzt, um sich abzusetzen. Auch damals wurden Ermittlungen eingeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Vergleich macht den aktuellen Fall besonders brisant. Er zeigt, dass es sich nicht um einen völlig überraschenden Zwischenfall handelt. Vielmehr wirft er erneut die Frage auf, wie verletzlich solche offiziellen Einsätze sind, wenn Soldaten aus den Komoren auf französischem Territorium unterwegs sind und sich dort andere Lebensperspektiven eröffnen könnten. Für den aktuellen Fall ist das keine bestätigte Erklärung. Es erklärt aber, warum der Vorfall auf La Réunion über den militärischen Rahmen hinaus Aufmerksamkeit bekommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kooperation-gerat-plotzlich-in-den-hintergrund"><span id="kooperation-geraet-ploetzlich-in-den-hintergrund">Kooperation gerät plötzlich in den Hintergrund</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Papangue steht eigentlich für regionale Abstimmung in einem sensiblen Raum zwischen Ostafrika, den Komoren, Madagaskar, Mauritius und französischen Überseegebieten. Nun wird aus einem Kooperationssignal ein Fall, der vor allem Fragen nach Kontrolle, Disziplin und Beweggründen aufwirft. Für die Komoren ist das heikel, für Frankreich ebenso. Denn aus einem Manöver, das Stabilität demonstrieren sollte, ist binnen Stunden ein sicherheitspolitischer Zwischenfall geworden.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sieben-soldaten-aus-den-komoren-verschwinden-bei-manoever-auf-la-reunion/">Sieben Soldaten aus den Komoren verschwinden bei Manöver auf La Réunion</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:description type="html">170205-N-XT273-051 PORT LOUIS, Mauritius (Feb. 05, 2017) Comoros Sailors participate in visit, board, search and seizure training aboard the Mauritius Coast Guard ship Barracuda during Exercise Cutlass Express 2017 Feb. 05, 2017. Exercise Cutlass Express 2017, sponsored by U.S. Africa Command and conducted by U.S. Naval Forces Africa, is designed to assess and improve combined maritime law enforcement capacity and promote national and regional security in East Africa. (U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 1st Class Justin Stumberg/Released)</media:description>
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	</item>
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		<title>Algerien bestellt französischen Geschäftsträger ein und droht mit Folgen für die Beziehungen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algerien-bestellt-franzoesischen-geschaeftstraeger-ein-und-droht-mit-folgen-fuer-die-beziehungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 21:23:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Algerien hat den Geschäftsträger der französischen Botschaft in Algier einbestellt und damit den jüngsten Annäherungsversuch zwischen beiden Staaten&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgerien-bestellt-franzoesischen-geschaeftstraeger-ein-und-droht-mit-folgen-fuer-die-beziehungen%2F&amp;action_name=Algerien%20bestellt%20franz%C3%B6sischen%20Gesch%C3%A4ftstr%C3%A4ger%20ein%20und%20droht%20mit%20Folgen%20f%C3%BCr%20die%20Beziehungen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-bestellt-franzoesischen-geschaeftstraeger-ein-und-droht-mit-folgen-fuer-die-beziehungen/">Algerien bestellt französischen Geschäftsträger ein und droht mit Folgen für die Beziehungen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Algerien hat den Geschäftsträger der französischen Botschaft in Algier einbestellt und damit den jüngsten Annäherungsversuch zwischen beiden Staaten abrupt überschattet. Am Donnerstag, 26. März 2026, protestierte das algerische Außenministerium in scharfer Form gegen die Verlängerung der Untersuchungshaft eines algerischen Konsularbeamten in Frankreich um ein weiteres Jahr. Das Ministerium erklärte, diese Entscheidung werde „unweigerlich Folgen für den normalen Verlauf der algerisch-französischen Beziehungen“ haben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der neuen Spannung steht ein Fall, der die Beziehungen zwischen Paris und Algier seit Monaten belastet. Die französische Justiz verdächtigt den algerischen Konsularbeamten, an der Entführung des in Frankreich lebenden Regimekritikers Amir DZ beteiligt gewesen zu sein. Algerien weist die Haft seit Langem zurück und verweist auf den geschützten Status des Beamten nach dem Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-scharfer-protest-aus-algier"><span id="scharfer-protest-aus-algier">Scharfer Protest aus Algier</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das algerische Außenministerium erklärte, der französische Diplomat sei einbestellt worden, um den Protest „in den entschiedensten Worten“ zu übermitteln. Zugleich kritisierte Algerien die Haftbedingungen des Konsularbeamten und sprach von einer „nicht hinnehmbaren Behandlung“ seit seiner Inhaftierung. Die algerische Seite hob hervor, dass der Mann bereits seit April 2025 in Untersuchungshaft sitzt und erst am 17. März einen ersten Konsularbesuch erhalten habe.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="586" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ahmed_Attaf_2024.jpg" alt="" class="wp-image-26041 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ahmed_Attaf_2024.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ahmed_Attaf_2024-300x275.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ahmed_Attaf_2024-380x348.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit verschärft sich der Ton in einem Moment, in dem beide Seiten zuletzt wieder aufeinander zugegangen waren. Mitte März hatten die Außenminister Jean-Noël Barrot und Ahmed Attaf <a href="https://www.diplomatie.gouv.fr/en/country-files/algeria/news/article/telephone-conversation-between-jean-noel-barrot-minister-for-europe-and-foreign">erstmals seit Monaten wieder telefoniert</a>. Dabei sprachen sie über die Wiederaufnahme der bilateralen Zusammenarbeit. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neuer-ruckschlag-nach-vorsichtiger-annaherung"><span id="neuer-rueckschlag-nach-vorsichtiger-annaeherung">Neuer Rückschlag nach vorsichtiger Annäherung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einbestellung des französischen Geschäftsträgers trifft Paris und Algier in einer Phase vorsichtiger Entspannung. Zuvor hatte der französische Innenminister Laurent Nuñez Algerien besucht, um die wieder angelaufene Kooperation in Sicherheits- und Migrationsfragen voranzubringen. Frankreichs Außenminister Barrot sprach wenige Tage vor der neuen Eskalation von „ersten Ergebnissen“, die sich bei diesem schwierigen Dialog bereits zeigten und verstärkten.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Meeting_with_Ahmed_Attaf_01913778-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26044 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Meeting_with_Ahmed_Attaf_01913778-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Meeting_with_Ahmed_Attaf_01913778-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Meeting_with_Ahmed_Attaf_01913778-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Meeting_with_Ahmed_Attaf_01913778-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Meeting_with_Ahmed_Attaf_01913778-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Meeting_with_Ahmed_Attaf_01913778-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Meeting_with_Ahmed_Attaf_01913778-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb wiegt die neue Konfrontation schwer. Sie zeigt, wie schnell die <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-wirft-algerien-spionage-und-druck-auf-doppelstaatler-vor/" type="post" id="23942">Affäre</a> um Amir DZ wieder zum zentralen Störfaktor zwischen beiden Regierungen werden kann. Schon im Frühjahr 2025 hatte der Fall zu <a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-aussenpolitik-zwischen-sahelkrisen-migration-und-globaler-neuordnung/" type="post" id="22138">wechselseitigen Ausweisungen</a> von Diplomaten und zur zeitweiligen Rückberufung des französischen Botschafters geführt. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fall-amir-dz-bleibt-politisch-brisant"><span id="fall-amir-dz-bleibt-politisch-brisant">Fall Amir DZ bleibt politisch brisant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Affäre reicht über den eigentlichen Justizfall hinaus. Amir DZ, mit bürgerlichem Namen Amir Boukhors, ist ein algerischer Influencer und Oppositionsaktivist, der in Frankreich lebt. Seine mutmaßliche Entführung hatte die <a href="https://fokus-afrika.de/boualem-sansal-schildert-seine-haftzeit-in-algerien/" type="post" id="22258">ohnehin belasteten Beziehungen</a> zusätzlich verschärft. Diese waren bereits im Sommer 2024 unter Druck geraten, nachdem Paris die <a href="https://fokus-afrika.de/macron-im-marokkanischen-parlament-marokko-ist-tor-zu-afrika/" type="post" id="12170">marokkanische Souveränität über die Westsahara unterstützt hatte</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der erneuten diplomatischen Vorladung macht Algerien nun deutlich, dass der Fall aus seiner Sicht nicht von der allgemeinen bilateralen Agenda getrennt werden kann. Der Versuch, Migration, Sicherheit und politische Gespräche wieder auf eine stabilere Grundlage zu stellen, steht damit erneut unter Vorbehalt.&nbsp;</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-bestellt-franzoesischen-geschaeftstraeger-ein-und-droht-mit-folgen-fuer-die-beziehungen/">Algerien bestellt französischen Geschäftsträger ein und droht mit Folgen für die Beziehungen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Südafrikas Präsident Ramaphosa doch nicht beim G7-Gipfel dabei</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 20:24:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa wird nicht am G7-Gipfel im Juni in Frankreich teilnehmen. Am Donnerstag, 26. März 2026,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrikas%20Pr%C3%A4sident%20Ramaphosa%20doch%20nicht%20beim%20G7-Gipfel%20dabei&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa wird nicht am G7-Gipfel im Juni in Frankreich teilnehmen. Am Donnerstag, 26. März 2026, erklärte die südafrikanische Präsidentschaft zunächst, Paris habe eine frühere Einladung wegen anhaltenden Drucks aus den USA zurückgezogen. Frankreich wies diese Darstellung später zurück. Ramaphosa selbst bestritt am Abend, dass Washington die Entscheidung erzwungen habe.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wurde aus einer ursprünglich diplomatischen Personalie binnen Stunden ein offener Konflikt um Deutungshoheit. Südafrika sprach von einer ausgeladenen Einladung, Frankreich von einer eigenen Auswahlentscheidung für andere Gaststaaten. Im Zentrum steht die Frage, wie stark die Spannungen zwischen Washington und Pretoria inzwischen auch auf multilaterale Formate ausstrahlen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasidentschaft-spricht-von-us-druck"><span id="praesidentschaft-spricht-von-us-druck">Präsidentschaft spricht von US-Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Präsidialamtssprecher Vincent Magwenya sagte dem südafrikanischen Sender SABC, der Rückzug der Einladung sei mit „anhaltendem Druck“ aus den Vereinigten Staaten begründet worden. Nach seiner Darstellung habe Washington sogar mit einem Boykott des Treffens gedroht, falls Südafrika teilnehme. Magwenya sagte zudem, Frankreich habe das Fernbleiben eines wichtigen G7-Mitglieds nicht riskieren wollen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.sabcnews.com/sabcnews/ramaphosa-disinvited-from-g7-summit-over-us-objections/">Angaben</a> aus Pretoria hatte Präsident Emmanuel Macron Ramaphosa bereits im vergangenen Jahr beim G20-Gipfel in Johannesburg persönlich eingeladen. Magwenya betonte zugleich, die bilateralen Beziehungen zu Frankreich blieben eng. Auch der Versuch, das belastete Verhältnis zu den Vereinigten Staaten wieder zu stabilisieren, werde fortgesetzt. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-widerspricht"><span id="frankreich-widerspricht">Frankreich widerspricht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Paris kam kurz darauf eine andere Version. Französische Regierungsvertreter bestritten, Südafrika auf Wunsch der USA von der Gästeliste gestrichen zu haben. Nach Reuters erklärte ein französischer Offizieller, Frankreich habe sich diesmal entschieden, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a> einzuladen. Als Grund nannte er Macrons geplanten Besuch in Kenia im Mai im Zusammenhang mit einem <a href="https://fokus-afrika.de/macron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika/" type="post" id="23385">Afrika-Frankreich-Gipfel</a>. Bei diese, Gipfel werden auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Indiens Premierminister Modi erwartet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26035 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hatte zuvor mitgeteilt, dass <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/" type="post_tag" id="584">Indien</a>, Südkorea, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brasilien/" type="post_tag" id="608">Brasilien</a> und Kenia als Gastländer zum Gipfel in Évian-les-Bains eingeladen werden sollen. Südafrika, das in der Vergangenheit mehrfach als Gast an G7-Treffen teilgenommen hatte, gehört diesmal nicht dazu. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ramaphosa-widerspricht-dem-eigenen-sprecher"><span id="ramaphosa-widerspricht-dem-eigenen-sprecher">Ramaphosa widerspricht dem eigenen Sprecher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend setzte Ramaphosa selbst einen anderen Ton. Er sagte, Südafrikas Abwesenheit beim G7-Gipfel sei kein Affront und kein Grund zur Überraschung, da das Land nicht Mitglied der Gruppe sei. Zugleich erklärte er, es habe keinen Druck auf Frankreich gegeben und Paris müsse frei über seine Einladungen entscheiden können.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24314 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit stand die südafrikanische Regierung am selben Tag mit zwei unterschiedlichen Erklärungen in der Öffentlichkeit. Während Magwenya von amerikanischem Druck sprach, relativierte Ramaphosa den Vorgang und sprach ausdrücklich nicht von einer Zurücksetzung Südafrikas. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-belastetes-verhaltnis-zu-washington"><span id="belastetes-verhaeltnis-zu-washington">Belastetes Verhältnis zu Washington</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit fällt in eine Phase <a href="https://fokus-afrika.de/trump-schliesst-suedafrika-vom-g20-gipfel-2026-aus-scharfer-schlagabtausch-zwischen-washington-und-pretoria/">anhaltender Spannungen</a> zwischen Südafrika und den USA. Reuters verweist darauf, dass Donald Trump Südafrikas Außenpolitik und innenpolitische Rassengesetze in seiner zweiten Amtszeit wiederholt kritisiert hat. Zudem hatte er bereits den G20-Gipfel in <a href="https://fokus-afrika.de/trump-schliesst-suedafrika-vom-g20-gipfel-2026-aus-scharfer-schlagabtausch-zwischen-washington-und-pretoria/" type="post" id="22637">Johannesburg boykottiert</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Pretoria ist der Vorgang deshalb mehr als eine Protokollfrage. Südafrika gehört zwar nicht zur G7, wurde in den vergangenen Jahren aber regelmäßig zu den erweiterten Gesprächen eingeladen. Gerade weil das Land auf internationalen Gipfeln als Stimme des globalen Südens auftritt, erhält die Debatte über die ausgeladene Einladung nun auch eine geopolitische Dimension.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump meets with President of South Africa Cyril Ramaphosa, Wednesday, May 21, 2025, in the Oval Office. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Benin, Côte d’Ivoire und Frankreich vertiefen ihre Militärkooperation gegen Terrorgruppen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/benin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 11:39:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Côte d’Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Benin, Côte d’Ivoire und Frankreich haben in Cotonou ihre militärische Zusammenarbeit gegen Terrorgruppen und grenzüberschreitende Bedrohungen ausgebaut. Am&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbenin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen%2F&amp;action_name=Benin%2C%20C%C3%B4te%20d%E2%80%99Ivoire%20und%20Frankreich%20vertiefen%20ihre%20Milit%C3%A4rkooperation%20gegen%20Terrorgruppen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Benin, Côte d’Ivoire und Frankreich haben in Cotonou ihre militärische Zusammenarbeit gegen Terrorgruppen und grenzüberschreitende Bedrohungen ausgebaut. Am 19. März kamen die Generalstabschefs der drei Länder in der Kaserne von Togbin nahe Cotonou zu einem hochrangigen Treffen zusammen. Im Mittelpunkt standen Geheimdienstkooperation, Ausbildung, Spezialkräfte und die Anpassung gemeinsamer Sicherheitsmaßnahmen an eine sich rasch verändernde Bedrohungslage. Für Benin ist das besonders relevant, weil das Land seit Ende 2021 mit Angriffen und Eindringversuchen bewaffneter Gruppen im Norden konfrontiert ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-armeen-beraten-uber-konkrete-nachste-schritte"><span id="drei-armeen-beraten-ueber-konkrete-naechste-schritte">Drei Armeen beraten über konkrete nächste Schritte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An dem Treffen nahmen Benins Generalstabschef Fructueux Gbaguidi, der französische Generalstabschef Fabien Mandon und sein ivorischer Amtskollege Lassina Doumbia teil. Nach Angaben der beninischen Streitkräfte diente die Zusammenkunft dazu, bestehende Partnerschaften zu überprüfen und neue operative Maßnahmen für die trilaterale Zusammenarbeit zu beschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diskutiert wurden unter anderem der Austausch von Geheimdienstinformationen, die Bekämpfung improvisierter Sprengsätze, gemeinsame Ausbildungsfragen, die Stärkung der Spezialkräfte sowie eine engere strategische Abstimmung. Die drei Generalstabschefs beschrieben die Bedrohungslage als geprägt von terroristischer Infiltration, organisierter grenzüberschreitender Kriminalität und hybriden Formen der Destabilisierung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-benin-sieht-wachsenden-handlungsdruck"><span id="benin-sieht-wachsenden-handlungsdruck">Benin sieht wachsenden Handlungsdruck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Benin hat das Thema <a href="https://fokus-afrika.de/dschihadisten-dringen-aus-benin-in-nigeria-ein/">unmittelbare sicherheitspolitische Bedeutung</a>. Generalstabschef Gbaguidi verwies darauf, dass das Land seit Dezember 2021 im Norden mit terroristischen Vorstößen konfrontiert ist. Vor diesem Hintergrund betonte er die Notwendigkeit, die Reaktion auf diese Gefahr nicht allein, sondern gemeinsam mit Partnern zu organisieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-25856 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD4VINRXEAAwL0r.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gbaguidi sagte, Benin habe versucht, der Bedrohung zu begegnen, doch es sei sinnvoll, dies mit Verbündeten besser zu tun. Zugleich machte er deutlich, dass aus Sicht des Militärs konkrete Ergebnisse im Vordergrund stehen. Als längerfristiges Ziel nannte er eine Sicherheitsoperation, die Terrorgruppen vom eigenen Staatsgebiet verdrängen soll.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geheimdienstarbeit-pilotenausbildung-und-spezialkrafte-im-fokus"><span id="geheimdienstarbeit-pilotenausbildung-und-spezialkraefte-im-fokus">Geheimdienstarbeit, Pilotenausbildung und Spezialkräfte im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Beratungen in Cotonou ging es nicht nur um politische Symbolik, sondern um konkrete operative Felder. Genannt wurden insbesondere die Weitergabe von Aufklärungserkenntnissen, die Ausbildung von Piloten und der Ausbau von Spezialkräften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gbaguidi erklärte, nicht alle Teile der Strategie könnten öffentlich gemacht werden. Zugleich verwies er auf erste Fortschritte in der Zusammenarbeit mit Côte d’Ivoire. Diese Kooperation habe bereits dazu beigetragen, die Ausbildung der Spezialkräfte und unterstützender Einheiten zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-treffen-knupft-an-abidjan-an"><span id="treffen-knuepft-an-abidjan-an">Treffen knüpft an Abidjan an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenkunft in Cotonou war keine isolierte Initiative. Sie folgt auf ein erstes trilaterales Treffen am 18. Juli 2025 in Abidjan, das auf Einladung des ivorischen Generalstabschefs Lassina Doumbia stattgefunden hatte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-25857 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/652909879_931767976256392_3032326558997204941_n-1.jpg 1078w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit dem zweiten Treffen erhält dieses Format nun mehr Gewicht. Die Partner setzen damit ihre sicherheitspolitische Abstimmung in einer Phase fort, in der sich die <a href="https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/" type="post" id="24278">Bedrohungen im Golf von Guinea </a>und im weiteren <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-terrorismus-in-westafrika-und-im-sahel/" type="post" id="22050">westafrikanischen Raum</a> aus Sicht der Militärführungen verdichten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-politische-gesprache-vorgesehen"><span id="auch-politische-gespraeche-vorgesehen">Auch politische Gespräche vorgesehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://srtb.bj/lutte-contre-le-terrorisme-a-cotonou-le-benin-la-cote-divoire-et-la-france-renforcent-la-cooperation-militaire/">Angaben</a> der beninischen Streitkräfte sollten die Gespräche nicht auf die Militärstäbe beschränkt bleiben. General Gbaguidi kündigte an, dass auch Treffen mit politischen Verantwortlichen vorgesehen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich wurden die Delegationen im Anschluss von Präsident Patrice Talon empfangen. Damit bekam das militärische Treffen zusätzlich eine politische Dimension, auch wenn die konkreten Inhalte dieser Gespräche nicht näher ausgeführt wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-cotonou-ruckt-als-sicherheitsdrehscheibe-in-den-mittelpunkt"><span id="cotonou-rueckt-als-sicherheitsdrehscheibe-in-den-mittelpunkt">Cotonou rückt als Sicherheitsdrehscheibe in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen in Togbin zeigt, dass Benin seine Sicherheitskooperation in der Region und mit Frankreich weiter institutionalisiert. Dabei fällt auf, dass die Zusammenarbeit zwei Ebenen verbindet: eine süd-süd-orientierte Abstimmung mit Côte d’Ivoire und ein strategisches Partnerschaftsformat mit Frankreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die beninischen Streitkräfte ist das Teil einer breiteren Antwort auf Bedrohungen, die längst nicht mehr nur als Problem der Sahelzone gesehen werden. Mit dem Treffen in Cotonou rückt nun stärker der Golf von Guinea als sicherheitspolitischer Raum in den Vordergrund.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/benin-cote-divoire-und-frankreich-vertiefen-ihre-militaerkooperation-gegen-terrorgruppen/">Benin, Côte d’Ivoire und Frankreich vertiefen ihre Militärkooperation gegen Terrorgruppen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Verheimlichte Russland-Beziehung: Französische Diplomatin verliert Botschaftsposten in Kinshasa</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/verheimlichte-russland-beziehung-franzoesische-diplomatin-verliert-botschaftsposten-in-kinshasa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 10:58:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine für die französische Botschaft in Kinshasa vorgesehene Diplomatin hat ihren Posten verloren, nachdem ihr die höchste Sicherheitsfreigabe&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fverheimlichte-russland-beziehung-franzoesische-diplomatin-verliert-botschaftsposten-in-kinshasa%2F&amp;action_name=Verheimlichte%20Russland-Beziehung%3A%20Franz%C3%B6sische%20Diplomatin%20verliert%20Botschaftsposten%20in%20Kinshasa&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/verheimlichte-russland-beziehung-franzoesische-diplomatin-verliert-botschaftsposten-in-kinshasa/">Verheimlichte Russland-Beziehung: Französische Diplomatin verliert Botschaftsposten in Kinshasa</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine für die französische Botschaft in Kinshasa vorgesehene Diplomatin hat ihren Posten verloren, nachdem ihr die höchste Sicherheitsfreigabe verweigert worden war. Am 20. März wurde bekannt, dass die französischen Behörden die Entsendung stoppten, weil die Betroffene in ihrem Sicherheitsformular persönliche Kontakte zu russischen Diplomaten nicht angegeben hatte. Der Fall ist auch deshalb brisant, weil es um eine sensible Auslandsverwendung in der Demokratischen Republik Kongo ging. Ein Berufungsgericht in Paris bestätigte die Entscheidung und wies die Klage der Betroffenen ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsprufung-stoppt-geplante-entsendung"><span id="sicherheitspruefung-stoppt-geplante-entsendung">Sicherheitsprüfung stoppt geplante Entsendung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des Falls steht Elena L., eine französisch-russische Doppelstaatlerin mit diplomatischem beziehungsweise administrativem Status. Sie war für einen Posten an der französischen Botschaft in Kinshasa vorgesehen, benötigte dafür aber eine Freigabe der Stufe „Très Secret“, also die höchste französische Sicherheitsklassifizierung für besonders sensible Informationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Freigabe wurde verweigert. Damit war die Entsendung hinfällig, noch bevor sie den Posten in der kongolesischen Hauptstadt antreten konnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nicht-gemeldete-kontakte-zu-russischen-diplomaten"><span id="nicht-gemeldete-kontakte-zu-russischen-diplomaten">Nicht gemeldete Kontakte zu russischen Diplomaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den bekannt gewordenen Angaben hatte Elena L. in ihrem individuellen Sicherheitsformular weder eine persönliche Beziehung zu einem russischen Diplomaten noch einen weiteren Kontaktversuch durch einen anderen russischen Diplomaten angegeben. Genau diese Auslassungen wurden im Prüfverfahren zum zentralen Problem.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="960" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg.png" alt="" class="wp-image-25850 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg.png 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-300x300.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-150x150.png 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-768x768.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-80x80.png 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-110x110.png 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-380x380.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Logo_de_la_Direction_Generale_de_la_Securite_Interieure.svg-800x800.png 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die französische Inlandsgeheimdienstbehörde DGSI kam demnach zu dem Schluss, dass die Diplomatin in Paris von mehreren russischen Diplomaten angesprochen worden war. In Sicherheitsverfahren für besonders sensible Positionen gelten solche nicht gemeldeten Kontakte als schwerwiegendes Risiko, weil sie Fragen nach Ansprechbarkeit, möglicher Einflussnahme und Verlässlichkeit aufwerfen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gericht-bestatigt-die-entscheidung"><span id="gericht-bestaetigt-die-entscheidung">Gericht bestätigt die Entscheidung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Elena L. ging gegen die verweigerte Freigabe juristisch vor. Mit dem Fall befasste sich die Cour administrative d’appel de Paris, also das Pariser Berufungsverwaltungsgericht. Das Gericht bestätigte die Entscheidung der Behörden und hielt die von der DGSI festgestellten, nicht offengelegten Kontakte für einen ausreichenden Grund, die Freigabe nicht zu erteilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit blieb die Ablehnung der Sicherheitsfreigabe bestehen. Der Posten in Kinshasa war für die Diplomatin damit endgültig verloren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kinshasa-als-sicherheitspolitisch-sensibler-einsatzort"><span id="kinshasa-als-sicherheitspolitisch-sensibler-einsatzort">Kinshasa als sicherheitspolitisch sensibler Einsatzort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall reicht über eine reine Personalentscheidung hinaus. Kinshasa ist für Frankreich ein sensibler diplomatischer Standort, nicht zuletzt wegen der politischen und sicherheitspolitischen Bedeutung der Demokratischen Republik Kongo in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrika</a>. Hinzu kommt, dass Russland in <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">mehreren Teilen Afrikas seinen politischen, militärischen und wirtschaftlichen Einfluss ausgebaut</a> hat.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-25849 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/504415361_3998540887026385_2535242013451378249_n.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund erhalten Sicherheitsprüfungen für diplomatische Posten in Afrika besonderes Gewicht. Der Fall zeigt, wie streng französische Behörden bei hochrangigen Verwendungen inzwischen auf mögliche Risiken durch nicht offengelegte Auslandskontakte reagieren.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russland-bezug-im-zentrum-der-prufung"><span id="russland-bezug-im-zentrum-der-pruefung">Russland-Bezug im Zentrum der Prüfung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwer wog in diesem Verfahren der Russland-Bezug. Die bekannten Angaben verweisen nicht nur auf eine persönliche Beziehung zu einem russischen Diplomaten, sondern auch auf einen weiteren Anbahnungsversuch. In französischen Sicherheitsverfahren können solche Kontakte gerade bei Doppelstaatsangehörigen als zusätzlicher Risikofaktor gewertet werden, wenn Zugang zu Verschlusssachen beantragt wird.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="665" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-1024x665.jpg" alt="" class="wp-image-25852 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-1024x665.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-300x195.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-768x499.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-380x247.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-800x519.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris-1160x753.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ministere_francais_des_Affaires_Etrangeres_et_Europeennes_Quai_dOrsay_Paris.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Öffentliche Stellungnahmen des französischen Außenministeriums oder der Botschaft in Kinshasa lagen zu dem Fall zunächst nicht vor. Das entspricht der üblichen Praxis bei Personal- und Sicherheitsfragen, die in Frankreich in der Regel nicht öffentlich kommentiert werden.</p>
</div></div>
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		<title>UN-Sicherheitsrat befasst sich mit Eskalation im Ostkongo nach tödlichem Drohnenangriff in Goma</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 12:38:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der UN-Sicherheitsrat berät am Dienstag in geschlossenen Konsultationen über die neue Eskalation im Osten der Demokratischen Republik Kongo.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-eskalation-im-ostkongo-nach-toedlichem-drohnenangriff-in-goma%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20befasst%20sich%20mit%20Eskalation%20im%20Ostkongo%20nach%20t%C3%B6dlichem%20Drohnenangriff%20in%20Goma&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat berät am Dienstag in geschlossenen Konsultationen über die neue Eskalation im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Anlass ist vor allem der <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/" type="post" id="25608">Drohnenangriff auf Goma vom 11. März</a>, bei dem ein UNICEF-Mitarbeiter und zwei weitere Zivilisten getötet wurden. Frankreich beantragte die Sitzung. Im Mittelpunkt stehen neben dem Angriff auch die stockende Waffenruhe und die Frage, wie die UN-Mission MONUSCO einen dauerhaften Waffenstillstand absichern kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen finden am 17. März statt. Ein <a href="https://www.securitycouncilreport.org/whatsinblue/2026/03/democratic-republic-of-the-congo-closed-consultations-5.php">Briefing</a> ist nach derzeitigem Stand nicht vorgesehen. Viele Ratsmitglieder dürften den Angriff auf Goma verurteilen und den Schutz von Zivilisten sowie humanitären Helfern in den Vordergrund stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MONUSCO hatte kurz nach dem Angriff erklärt, Angriffe auf UN-Personal könnten nach dem Römischen Statut als Kriegsverbrechen gewertet werden. Die Mission rief die Konfliktparteien zugleich auf, die Kämpfe einzustellen, den Dialog in den Vordergrund zu rücken und die bisherigen Fortschritte der jüngsten Friedensbemühungen zu nutzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-goma-angriff-ruckt-in-den-mittelpunkt"><span id="goma-angriff-rueckt-in-den-mittelpunkt">Goma-Angriff rückt in den Mittelpunkt</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="701" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/569237-1024x701.jpg" alt="" class="wp-image-23255 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/569237-1024x701.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/569237-300x205.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/569237-768x526.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/569237-1536x1051.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/569237-2048x1401.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/569237-380x260.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/569237-800x547.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/569237-1160x794.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/569237-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff vom 11. März traf Goma, die Hauptstadt der <a href="https://fokus-afrika.de/wirklich-entsetzliche-angriffe-adf-massaker-an-zivilisten-in-nord-kivu-erschuettern-dr-kongo/" type="post" id="22172">Provinz Nord-Kivu</a>, in einer Phase <a href="https://fokus-afrika.de/m23-offensive-auf-goma-drk-bricht-beziehungen-mit-ruanda-ab/">stark zunehmender</a> Drohnenangriffe im Osten des Landes. Die genauen Umstände sind weiter unklar. Eine am 12. März innerhalb der Vereinten Nationen verbreitete interne Note hält fest, dass MONUSCO eine erste Einschätzung vorgenommen hat, ohne Verantwortung für den Vorfall zuzuschreiben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union und die Europäische Union forderten inzwischen eine unabhängige Aufklärung. Die kongolesische Regierung kündigte am 13. März eine Untersuchung an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-waffenruhe-bleibt-bruchig"><span id="waffenruhe-bleibt-bruechig">Waffenruhe bleibt brüchig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Paris will in der Sitzung auch die Bemühungen um einen dauerhaften Waffenstillstand zur Sprache bringen. Der Sicherheitsrat hatte bereits in Resolution 2808 vom 19. Dezember 2025 verlangt, dass alle Seiten ihre früheren Zusagen für eine „dauerhafte, wirksame und überprüfbare Waffenruhe“ ohne Verzögerung umsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich hat sich die Lage in den vergangenen Wochen trotz der im Doha-Prozess vereinbarten Feuerpause weiter verschärft. Die <a href="https://fokus-afrika.de/m23-sprecher-willy-ngoma-bei-drohnenangriff-in-ostkongo-getoetet/" type="post" id="25036">Regierung in Kinshasa und die M23-Rebellen</a> werfen sich gegenseitig Verstöße gegen die Vereinbarungen vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-doha-prozess-und-kontrollmechanismus-stehen-unter-druck"><span id="doha-prozess-und-kontrollmechanismus-stehen-unter-druck">Doha-Prozess und Kontrollmechanismus stehen unter Druck</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="526" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/6aaf9d11-5298-4032-a4cb-e41da5ca6609-1024x526.jpeg" alt="" class="wp-image-25754 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/6aaf9d11-5298-4032-a4cb-e41da5ca6609-1024x526.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/6aaf9d11-5298-4032-a4cb-e41da5ca6609-300x154.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/6aaf9d11-5298-4032-a4cb-e41da5ca6609-768x395.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/6aaf9d11-5298-4032-a4cb-e41da5ca6609-1536x790.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/6aaf9d11-5298-4032-a4cb-e41da5ca6609-2048x1053.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/6aaf9d11-5298-4032-a4cb-e41da5ca6609-380x195.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/6aaf9d11-5298-4032-a4cb-e41da5ca6609-800x411.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/6aaf9d11-5298-4032-a4cb-e41da5ca6609-1160x596.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/6aaf9d11-5298-4032-a4cb-e41da5ca6609-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema der Sitzung dürfte deshalb auch der Aufbau des im <a href="https://fokus-afrika.de/doha-abkommen-katar-vermittelt-zwischen-dr-kongo-und-afc-m23/" type="post" id="21998">Doha-Prozess</a> vereinbarten Mechanismus zur Überwachung und Verifizierung der Waffenruhe sein. In einem Schreiben vom 27. Februar beschrieb UN-Generalsekretär António Guterres Fortschritte bei der Vorbereitung dieses Ceasefire Oversight and Verification Mechanism, kurz COVM.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">MONUSCO unterstützt diesen Prozess bereits. Ende Februar entsandte die Mission gemeinsam mit der <a href="https://fokus-afrika.de/internationale-kontaktgruppe-fordert-einhaltung-der-waffenruhe-im-ostkongo/" type="post" id="25370">Internationalen Konferenz der Region der Großen Seen</a> ein Erkundungsteam nach Uvira in Süd-Kivu. Dort sollten politische, sicherheitspolitische und logistische Bedingungen für eine mögliche Umsetzung des Mechanismus geprüft werden. Die Stadt war im Dezember 2025 von der M23 eingenommen worden, inzwischen hat sich die Gruppe von dort zurückgezogen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-truppen-und-technik-fur-monusco-im-gesprach"><span id="mehr-truppen-und-technik-fuer-monusco-im-gespraech">Mehr Truppen und Technik für MONUSCO im Gespräch</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23009 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Peacekeepers_coordinate_security_details_6126701621.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/monusco-bildet-ueber-200-kongolesische-soldaten-aus-kritik-aus-ruanda/" type="post" id="21733">Brief</a> des Generalsekretärs empfiehlt einen „phasenweisen, anpassungsfähigen, skalierbaren und an Bedingungen geknüpften Ansatz“, um die Waffenruhe abzusichern. Vorgeschlagen werden zwei leichte Infanteriebataillone, ein schnell verlegbares Bataillon und ein erweitertes medizinisches Evakuierungsteam.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür wären zwischen 1.500 und 2.500 zusätzliche Soldaten nötig, um Nord- und Süd-Kivu gleichzeitig zu unterstützen. Hinzu kommen unbemannte Aufklärungssysteme und schneller Zugang zu Satellitenbildern. Formal wäre das innerhalb der derzeit genehmigten Truppenobergrenze möglich, weil MONUSCO aktuell 8.131 Soldaten stellt, obwohl bis zu 11.500 mandatiert sind. Der Generalsekretär machte zugleich deutlich, dass zusätzliche Fähigkeiten nur mit ausreichender Finanzierung bereitgestellt werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-im-sicherheitsrat-wachst-die-zuruckhaltung"><span id="im-sicherheitsrat-waechst-die-zurueckhaltung">Im Sicherheitsrat wächst die Zurückhaltung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich sondiert bereits seit Tagen unter den Mitgliedern des Rates, wie auf diese Empfehlungen reagiert werden soll. Eigentlich war erwartet worden, dass der Sicherheitsrat das MONUSCO-Mandat per Resolution anpasst. Inzwischen scheinen mehrere Mitglieder dazu jedoch weniger bereit, solange die vereinbarte Waffenruhe auf dem Boden nicht umgesetzt ist.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-22286 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06-2.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Statt einer neuen Resolution könnte daher ein anderes Ratsprodukt in Betracht kommen. Damit könnten die Mitglieder auf die verschärfte Sicherheitslage reagieren, ihre Position zum Schreiben des Generalsekretärs festhalten und die Konfliktparteien erneut zu einer dauerhaften Waffenruhe drängen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kinshasa-erhoht-druck-auf-m23-und-ruanda"><span id="kinshasa-erhoeht-druck-auf-m23-und-ruanda">Kinshasa erhöht Druck auf M23 und Ruanda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Debatte im Sicherheitsrat erhöht die Demokratische Republik Kongo den militärischen und diplomatischen Druck auf die M23 und auf Ruanda. In einem Schreiben an den Rat vom 4. Februar forderte Kinshasa Strafmaßnahmen und warf Ruanda vor, gegen die am 4. Dezember 2025 unter Vermittlung der USA geschlossenen Washington Accords verstoßen zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlichen Rückenwind erhielt diese <a href="https://fokus-afrika.de/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-ruandas-armee/" type="post" id="25270">Linie durch neue US-Sanktionen</a>. Washington belegte am 2. März vier hochrangige ruandische Militärvertreter sowie die Rwanda Defence Force als Institution mit Strafmaßnahmen. Die US-Regierung begründete dies mit einem Verstoß gegen die Washingtoner Vereinbarungen durch die „von Ruanda unterstützte M23“, nachdem die Gruppe kurz nach Unterzeichnung des Abkommens Uvira eingenommen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruanda wies die Entscheidung als einseitig zurück. Die Regierung in Kinshasa begrüßte sie.</p>
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			<media:title type="html">MONUSCO</media:title>
			<media:description type="html">A day after the recapture of the city of Bunagana, on 30 October,  a MONUSCO delegation conducted by the Force Commander (FC), General Santos Cruz  and FIB Commander James Mwakibolwa  went there where they have been welcomed by  FARDC Commander General Bahuma  and FARDC military spokesman, Olivier Amulli. A large crowd was cheering both FARDC and MONUSCO FIB.  The Force Commander  and the FIB Commander  congratulated the FARDC and  the PNC on  their tremendous work and courage during the fightings . Then,  they  walk to the Ugandan border, just few meters away,  to mark  the reinstallation of the  State Authority of  in the territory of Rutshuru.

Bunagana is located 95km North east of Goma on the Ugandan border. It was known as the political stronghold of the M23 rebels who have been occupied the area  for over a year.

FIB on patrol in Kiwanja</media:description>
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			<media:title type="html">Peacekeepers_coordinate_security_details_(6126701621)</media:title>
			<media:description type="html">Mission Inauguration North Kivu..2011_03_09_ Mission Inauguration in North Kivu-SRSG visit Walikale for the International women day © MONUSCO Myriam Asmani.</media:description>
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		<title>Vereinte Nationen verurteilen tödlichen Drohnenangriff in Goma</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 13:22:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen haben den Drohnenangriff auf ein Wohngebiet in Goma scharf verurteilt, bei dem ein Mitarbeiter des&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma%2F&amp;action_name=Vereinte%20Nationen%20verurteilen%20t%C3%B6dlichen%20Drohnenangriff%20in%20Goma&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/">Vereinte Nationen verurteilen tödlichen Drohnenangriff in Goma</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen haben den Drohnenangriff auf ein Wohngebiet in Goma scharf verurteilt, bei dem ein Mitarbeiter des UN-Systems und zwei Zivilisten getötet wurden. Der Vorfall erhöht den Druck auf die Konfliktparteien im Osten der Demokratischen Republik Kongo, den Waffenstillstand einzuhalten und den Schutz von Zivilisten und humanitärem Personal zu gewährleisten. Die Erklärung veröffentlichte die UN-Mission MONUSCO am 11. März.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Bruno Lemarquis, dem stellvertretenden Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs in der Demokratischen Republik Kongo und amtierenden Leiter der MONUSCO, wurden bei dem Angriff am Mittwochmorgen auch zivile Wohnhäuser beschädigt. Lemarquis sprach von einer besorgniserregenden Eskalation der Gewalt und verurteilte insbesondere den Einsatz bewaffneter Drohnen in einem städtischen Umfeld.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-monusco-fordert-schnelle-und-unabhangige-untersuchung"><span id="monusco-fordert-schnelle-und-unabhaengige-untersuchung">MONUSCO fordert schnelle und unabhängige Untersuchung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lemarquis erklärte, Angriffe auf Personal der Vereinten Nationen könnten nach dem Römischen Statut Kriegsverbrechen darstellen. Er forderte eine schnelle, unabhängige und glaubwürdige Untersuchung, um die Umstände des Angriffs aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="612" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-1024x612.jpg" alt="" class="wp-image-25610 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-1024x612.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-300x179.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-768x459.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-380x227.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-800x478.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517-1160x694.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083517.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich rief die MONUSCO alle Konfliktparteien auf, die Gewalt unverzüglich einzustellen, ihre Verpflichtungen aus dem Waffenstillstand einzuhalten und auf politische Lösungen sowie Dialog zu setzen. Die Mission verwies dabei auf die Pflicht aller Beteiligten, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und zwischen militärischen und zivilen Zielen zu unterscheiden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-reaktionen-folgen-auf-angriff"><span id="internationale-reaktionen-folgen-auf-angriff">Internationale Reaktionen folgen auf Angriff</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Afrikanische Union <a href="https://actualite.cd/2026/03/12/attaque-de-drones-goma-lua-appelle-au-respect-des-efforts-de-mediation-et-louverture">reagierte</a> auf den Vorfall. Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, äußerte tiefe Besorgnis über den gemeldeten Drohnenangriff in Goma, bei dem Zivilisten und eine humanitäre Mitarbeiterin von UNICEF getötet worden seien. Die Afrikanische Union verurteilte jede Attacke, die das Leben von Zivilisten und humanitärem Personal gefährdet, und forderte ebenfalls eine unparteiische Untersuchung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betonte die Kommission die Bedeutung laufender Vermittlungsbemühungen und bestehender Waffenstillstandsvereinbarungen zur Stabilisierung des Ostens der Demokratischen Republik Kongo.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Deeply saddened by the news from <a href="https://twitter.com/hashtag/Goma?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Goma</a> where civilians and a UNICEF colleague were killed by a drone attack. Perpetrators must be held accountable and the ceasefire has to be respected.<br>Our thoughts go out to the victims’ families &amp; <a href="https://twitter.com/UNICEF?ref_src=twsrc%5Etfw">@UNICEF</a>. <a href="https://t.co/iBCI0aQg1o">pic.twitter.com/iBCI0aQg1o</a></p>&mdash; Gesa Bräutigam (@GERonAfrica) <a href="https://twitter.com/GERonAfrica/status/2031786994737574060?ref_src=twsrc%5Etfw">March 11, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Deutschland erklärte die Botschafterin Gesa Bräutigam, die Täter müssten zur Verantwortung gezogen werden und der Waffenstillstand müsse respektiert werden. Das US-Außenministerium sprach von einem inakzeptablen Angriff in einem zivilen Gebiet und forderte alle Konfliktparteien auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und UN- sowie humanitäres Personal zu schützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-fordert-aufklarung-kinshasa-verweist-auf-laufende-ermittlungen"><span id="frankreich-fordert-aufklaerung-kinshasa-verweist-auf-laufende-ermittlungen">Frankreich fordert Aufklärung, Kinshasa verweist auf laufende Ermittlungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich bestätigte den Tod der französischen UNICEF-Mitarbeiterin Karine Buisset und forderte eine unabhängige und unparteiische Untersuchung. Das französische Außenministerium erklärte, Paris stehe mit den kongolesischen Behörden in Kontakt, die zugesagt hätten, die Verantwortlichkeiten und Umstände des Vorfalls aufzuklären.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="771" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-771x1024.jpg" alt="" class="wp-image-25612 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-771x1024.jpg 771w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-226x300.jpg 226w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-768x1019.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-1157x1536.jpg 1157w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-380x504.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-800x1062.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1-1160x1540.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/20260311_083557-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 771px) 100vw, 771px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Kinshasa erklärte ihrerseits, sie arbeite mit den Vereinten Nationen und weiteren Partnern zusammen, um die Fakten festzustellen. In einer <a href="https://www.radiookapi.net/2026/03/11/actualite/politique/attaques-de-drones-goma-le-gouvernement-sengage-travailler-avec-lonu">Stellungnahme</a> hieß es, die genauen Umstände und die Herkunft der Explosionen würden von den zuständigen Stellen untersucht. Die Regierung betonte zugleich ihre Bindung an das humanitäre Völkerrecht und erklärte, sie werde keine Handlung vornehmen, die ihren eigenen Grundsätzen widerspreche.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriff-trifft-sensibles-umfeld-des-waffenstillstands"><span id="angriff-trifft-sensibles-umfeld-des-waffenstillstands">Angriff trifft sensibles Umfeld des Waffenstillstands</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall ereignet sich in einer Phase <a href="https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/" type="post" id="13732">anhaltender Spannungen</a> im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Nach Angaben mehrerer internationaler Partnerstaaten waren bereits in den vergangenen Wochen wiederholt <a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-tagt-zur-kongo-krise-usa-verhaengen-sanktionen/" type="post" id="14164">Verstöße gegen vereinbarte Waffenruhen</a> gemeldet worden. In einer <a href="https://fokus-afrika.de/internationale-kontaktgruppe-fordert-einhaltung-der-waffenruhe-im-ostkongo/" type="post" id="25370">gemeinsamen Erklärung</a> vom 5. März hatten unter anderem Belgien, Dänemark, die Europäische Union, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Schweden, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten ihre Besorgnis über <a href="https://fokus-afrika.de/usa-vermitteln-waffenstillstand-im-osten-kongos/">fortgesetzte Verletzungen der Waffenstillstände</a> geäußert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verwiesen sie auch auf den <a href="https://fokus-afrika.de/kaempfe-in-ostkongo-eskalieren-fardc-setzt-drohnen-gegen-m23-ein/" type="post" id="24064">Einsatz von Drohnen</a> bei militärischen Angriffen, der Zivilisten erheblich gefährde. Die Staaten forderten alle Beteiligten auf, die Kampfhandlungen einzustellen und die Verhandlungen wiederaufzunehmen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot reist zu Gesprächen nach Bangui</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreichs-aussenminister-jean-noel-barrot-reist-zu-gespraechen-nach-bangui/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 12:23:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot ist zu einem offiziellen Besuch in der Zentralafrikanischen Republik eingetroffen. Der Aufenthalt soll die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreichs-aussenminister-jean-noel-barrot-reist-zu-gespraechen-nach-bangui%2F&amp;action_name=Frankreichs%20Au%C3%9Fenminister%20Jean-No%C3%ABl%20Barrot%20reist%20zu%20Gespr%C3%A4chen%20nach%20Bangui&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot ist zu einem offiziellen Besuch in der Zentralafrikanischen Republik eingetroffen. Der Aufenthalt soll die bilateralen Beziehungen zwischen Paris und Bangui stärken und laufende Entwicklungsprojekte begleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch findet am 12. März statt und ist der erste eines französischen Außenministers in dem Land seit mehr als sieben Jahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-treffen-mit-prasident-touadera-geplant"><span id="treffen-mit-praesident-touadera-geplant">Treffen mit Präsident Touadéra geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines Aufenthalts in Bangui trifft Barrot den Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik, Faustin-Archange Touadéra. Nach Angaben der beteiligten Akteure stehen Gespräche über die Entwicklung der bilateralen Beziehungen auf der Agenda.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-1024x684.jpg" alt="" class="wp-image-25592 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-1024x684.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-768x513.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_-1160x775.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Larrivee_du_president_et_la_premiere_Dame_aux_parades_militaire_a_Camp_KASSAI_.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt steht eine gemeinsame <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-touadera-will-neue-politische-akzente-fuer-die-zentralafrikanische-republik/">Roadmap zur Zusammenarbeit</a>, die im April 2024 von Frankreich und der Zentralafrikanischen Republik vereinbart wurde. Sie soll die politischen Beziehungen erneuern und Kooperation in verschiedenen Bereichen fördern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung betont nach Angaben der Partner eine Zusammenarbeit unter Achtung der Souveränität der Zentralafrikanischen Republik sowie Unterstützung für Stabilität, nationale Einheit und wirtschaftliche Entwicklung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-von-entwicklungsprojekten"><span id="besuch-von-entwicklungsprojekten">Besuch von Entwicklungsprojekten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="861" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Jean-Noel_Barrot_2025_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-25594 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Jean-Noel_Barrot_2025_cropped.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Jean-Noel_Barrot_2025_cropped-223x300.jpg 223w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Jean-Noel_Barrot_2025_cropped-380x511.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der französische Außenminister plant außerdem mehrere Termine im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören ein Projekt der französischen Entwicklungsagentur Agence française de développement zur Bekämpfung von Überschwemmungen, ein Zentrum des Netzwerks von Überlebenden sexueller Gewalt sowie der Unternehmensinkubator Bangui Hub. Barrot will zudem an der Einweihung eines Referenzlabors für Polio am Institut Pasteur teilnehmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der beteiligten Institutionen hatte Frankreich im November 2024 über die Entwicklungsagentur eine finanzielle Unterstützung von zehn Millionen Euro bereitgestellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-im-politischen-kontext"><span id="besuch-im-politischen-kontext">Besuch im politischen Kontext</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch erfolgt <a href="https://fokus-afrika.de/wird-praesident-touadera-ein-sicherheitsabkommen-mit-russland-schliessen/">wenige Tage nach einer Reise</a> von Präsident Touadéra nach Russland, bei der er mit Präsident Wladimir Putin zusammentraf. Die Gespräche in Moskau standen nach Angaben aus Bangui im Zusammenhang mit Sicherheitsfragen und internationaler Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgleich sorgt die <a href="https://fokus-afrika.de/russische-soeldner-nehmen-aerzte-ohne-grenzen-koordinator-in-zentralafrika-fest/">Festnahme eines französischen Staatsangehörigen</a> in der südöstlichen Stadt Zémio für Aufmerksamkeit. Die Behörden der Zentralafrikanischen Republik verdächtigen den Mitarbeiter der Organisation Ärzte ohne Grenzen, François Antoine Roux Zamparini, an Aktivitäten zur Destabilisierung staatlicher Institutionen beteiligt gewesen zu sein.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreichs-aussenminister-jean-noel-barrot-reist-zu-gespraechen-nach-bangui/">Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot reist zu Gesprächen nach Bangui</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Jean-Noël_Barrot_2025_(cropped)</media:title>
			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio meets with French Foreign Minister Jean-Noël Barrot at the Department of State in Washington, D.C., May 1 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Russische Söldner nehmen Ärzte ohne Grenzen-Koordinator in Zentralafrika fest</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russische-soeldner-nehmen-aerzte-ohne-grenzen-koordinator-in-zentralafrika-fest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 11:47:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein französischer Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen ist im Südosten der Zentralafrikanischen Republik festgenommen worden. Behörden werfen ihm Kontakte zu bewaffneten Gruppen vor.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussische-soeldner-nehmen-aerzte-ohne-grenzen-koordinator-in-zentralafrika-fest%2F&amp;action_name=Russische%20S%C3%B6ldner%20nehmen%20%C3%84rzte%20ohne%20Grenzen-Koordinator%20in%20Zentralafrika%20fest&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein französischer Koordinator der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ist im Südosten der Zentralafrikanischen Republik festgenommen worden. Der Einsatzleiter François Zamparini wurde in der Stadt Zémio im Gebiet Haut-Mbomou von <a href="https://fokus-afrika.de/wird-praesident-touadera-ein-sicherheitsabkommen-mit-russland-schliessen/" type="post" id="25294">paramilitärischen Kräften</a> der russischen Gruppe Wagner festgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Festnahme erfolgte am 3. März während eines Treffens mit lokalen Behörden. Zamparini nahm nach Angaben regionaler Medien an einer Sitzung teil, die vom örtlichen Unterpräfekten einberufen worden war.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-behorden-erheben-vorwurfe-illegaler-einreise"><span id="behoerden-erheben-vorwuerfe-illegaler-einreise">Behörden erheben Vorwürfe illegaler Einreise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Bangui soll Zamparini über die Grenze aus der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> eingereist sein, ohne einen offiziellen Grenzübergang zu nutzen. Zudem hätten Sicherheitskräfte keine Dokumente gefunden, die seine Anwesenheit im Land rechtlich belegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kommunikationsministerium beschuldigte den Mitarbeiter der Organisation, „subversive Aktivitäten zur Unterstützung bewaffneter Gruppen“ betrieben zu haben. Dabei wird insbesondere auf Kontakte zur Miliz <a href="https://fokus-afrika.de/nach-der-wahl-un-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-zentralafrikanischer-republik/" type="post" id="24912">Azandé Ani Kpi Gbè</a> verwiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden kündigten an, Zamparini nach Bangui zu überführen, wo weitere Ermittlungen stattfinden sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-medien-widersprechen-darstellung-der-regierung"><span id="medien-widersprechen-darstellung-der-regierung">Medien widersprechen Darstellung der Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Medienberichte stellen den Ablauf der Ereignisse anders dar. Nach Angaben des zentralafrikanischen Mediums <em><a href="https://corbeaunews-centrafrique.org/wagner-retourne-larrestation-de-francois-zampareni-contre-msf-et-contre-la-france-en-inondant-les-reseaux-avec-une-propagande-generee-par-intelligence-artificielle/">Corbeau News Centrafrique</a></em> sei Zamparini nicht heimlich nach Zémio eingereist. Vielmehr habe der örtliche Unterpräfekt ihn selbst zu dem Treffen eingeladen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="430" height="128" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/logo-5.svg" alt="" class="wp-image-25527 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation habe versucht, einen logistischen Korridor zwischen Bangui und Zémio aufzubauen, um Hilfsgüter für tausende Binnenvertriebene bereitzustellen. Viele dieser Menschen leben im kongolesischen Grenzort Nzapay.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem habe Ärzte ohne Grenzen erwogen, Teile der medizinischen Versorgung im Krankenhaus von Zémio wieder zu übernehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-desinformationskampagne-in-sozialen-netzwerken"><span id="desinformationskampagne-in-sozialen-netzwerken">Desinformationskampagne in sozialen Netzwerken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Berichten von&nbsp;<em>Corbeau News Centrafrique</em>&nbsp;brachten Mitglieder der Wagner-Gruppe Zamparini zunächst in ihre eigene Basis und übergaben ihn anschließend der Gendarmerie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss verbreiteten sich in sozialen Netzwerken zahlreiche Beiträge, die den MSF-<a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">Mitarbeiter als Agenten im Auftrag</a> Frankreichs darstellen. Mehrere dieser Inhalte sollen automatisiert mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt worden sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatischer-kontext-zwischen-frankreich-und-bangui"><span id="diplomatischer-kontext-zwischen-frankreich-und-bangui">Diplomatischer Kontext zwischen Frankreich und Bangui</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Beziehungen zwischen Frankreich und der Zentralafrikanischen Republik wieder vorsichtig annähern.</p>


<figcaption class="image-credit"><span class="image-caption">Russische Söldner sorgen für Sicherheit für Konvoi mit Präsident der Zentralafrikanischen Republik. <br>Foto: Clément Di Roma/VOA</span>   </figcaption>


<p class="wp-block-paragraph">Im April 2024 hatten der <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-touadera-will-neue-politische-akzente-fuer-die-zentralafrikanische-republik/" type="post" id="24979">französische Präsident Emmanuel Macron und Präsident Faustin-Archange Touadéra</a> in Paris eine gemeinsame politische Roadmap vereinbart. Im November 2024 nahm Frankreich zudem seine Budgethilfe für Bangui wieder auf und stellte nach Angaben von <em>Jeune Afrique</em> eine Unterstützung in Höhe von zehn Millionen Euro bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Außenministerium erklärte, man verfolge den Fall aufmerksam. Weitere Details zu möglichen diplomatischen Schritten wurden zunächst nicht genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des zentralafrikanischen Verteidigungsministeriums soll Zamparini in den kommenden Tagen nach Bangui überführt werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussische-soeldner-nehmen-aerzte-ohne-grenzen-koordinator-in-zentralafrika-fest%2F&amp;action_name=Russische%20S%C3%B6ldner%20nehmen%20%C3%84rzte%20ohne%20Grenzen-Koordinator%20in%20Zentralafrika%20fest&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Algerien verabschiedet Gesetz zur Kriminalisierung des französischen Kolonialismus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algerien-verabschiedet-gesetz-zur-kriminalisierung-des-franzoesischen-kolonialismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 11:25:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=25518</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das algerische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das die Verherrlichung des französischen Kolonialismus strafbar macht. Forderungen nach Entschädigung und formellen Entschuldigungen wurden aus dem endgültigen Text gestrichen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgerien-verabschiedet-gesetz-zur-kriminalisierung-des-franzoesischen-kolonialismus%2F&amp;action_name=Algerien%20verabschiedet%20Gesetz%20zur%20Kriminalisierung%20des%20franz%C3%B6sischen%20Kolonialismus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-verabschiedet-gesetz-zur-kriminalisierung-des-franzoesischen-kolonialismus/">Algerien verabschiedet Gesetz zur Kriminalisierung des französischen Kolonialismus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das algerische Parlament hat ein Gesetz zur Kriminalisierung des französischen Kolonialismus verabschiedet. Die Abgeordneten der Nationalen Volksversammlung stimmten dem Text nach Änderungen zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.tsa-algerie.com/criminalisation-du-colonialisme-francais-lalgerie-renonce-aux-excuses-et-a-lindemnisation/">Entscheidung</a> fiel am Montag nach einem Vermittlungsverfahren zwischen den beiden Parlamentskammern. Der Senat hatte zuvor mehrere Artikel des ursprünglich im Dezember verabschiedeten Gesetzesentwurfs abgelehnt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlament-passt-gesetzestext-nach-streit-zwischen-den-kammern-an"><span id="parlament-passt-gesetzestext-nach-streit-zwischen-den-kammern-an">Parlament passt Gesetzestext nach Streit zwischen den Kammern an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der ursprüngliche Entwurf war am 24. Dezember verabschiedet worden. Der Rat der Nation, das Oberhaus des Parlaments, wies jedoch 13 Artikel zurück.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2.jpg" alt="" class="wp-image-25521 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2-380x285.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin wurde eine gemeinsame Vermittlungskommission eingesetzt, um eine endgültige Fassung zu erarbeiten. Ziel war es, eine Formulierung zu finden, die der <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-aussenminister-attaf-fordert-rueckkehr-zum-voelkerrecht/" type="post" id="20420">staatlichen Linie Algeriens</a> im Umgang mit der kolonialen Vergangenheit entspricht und mit der Position von Präsident Abdelmadjid Tebboune übereinstimmt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister für Moudjahidine und Rechteinhaber, Abdelmalek Tacherift, erklärte nach der Abstimmung, die Verabschiedung des Gesetzes sei „eine entscheidende Etappe im <a href="https://fokus-afrika.de/kolonialismus-und-entwicklungspolitik-deutschland-setzt-auf-kritische-aufarbeitung/">Prozess</a> der Bewahrung des nationalen Gedächtnisses und des Schutzes der Opfer des algerischen Volkes“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entschadigungsforderungen-aus-endgultiger-fassung-gestrichen"><span id="entschaedigungsforderungen-aus-endgueltiger-fassung-gestrichen">Entschädigungsforderungen aus endgültiger Fassung gestrichen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere zentrale Passagen des ursprünglichen Entwurfs wurden geändert. Die Vermittlungskommission strich den Artikel, der eine Forderung nach finanzieller Entschädigung vorsah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Passage zu <a href="https://fokus-afrika.de/frankreichs-nationalversammlung-stimmt-fuer-aufkuendigung-des-einwanderungsabkommens-mit-algerien/" type="post" id="21386">möglichen Entschuldigungen</a> Frankreichs wurde neu formuliert. In der endgültigen Fassung heißt es nun, der algerische Staat arbeite „mit allen Mitteln und juristischen Instrumenten darauf hin, dass der französische Staat seine koloniale Vergangenheit offiziell anerkennt“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die algerische Position konzentriert sich damit auf die Anerkennung der während der französischen Kolonialherrschaft begangenen Verbrechen zwischen 1830 und 1962 sowie auf die Dekontamination der Orte französischer Atomtests in der Sahara.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-haftstrafen-fur-verherrlichung-des-kolonialismus"><span id="haftstrafen-fuer-verherrlichung-des-kolonialismus">Haftstrafen für Verherrlichung des Kolonialismus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz sieht strafrechtliche Konsequenzen für die Verherrlichung des Kolonialismus vor. Wer koloniale Ideen über Medien, Wissenschaft, Kultur oder Politik verbreitet oder deren historische Bedeutung bestreitet, kann mit fünf bis zehn Jahren Haft bestraft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich drohen Geldstrafen zwischen 500.000 und einer Million algerischer Dinar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch symbolische oder öffentliche Rechtfertigungen des Kolonialismus werden sanktioniert. Für entsprechende Äußerungen, Veröffentlichungen oder audiovisuelle Inhalte sind Freiheitsstrafen von drei bis fünf Jahren sowie Geldstrafen zwischen 100.000 und 500.000 Dinar vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Wiederholungstat droht eine Verdoppelung der Strafe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neubewertung-der-rolle-der-harkis"><span id="neubewertung-der-rolle-der-harkis">Neubewertung der Rolle der Harkis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gesetzestext enthält zudem eine Änderung in der rechtlichen Bewertung der sogenannten Harkis. Ihre Zusammenarbeit mit der französischen Kolonialarmee wird nicht mehr als „Hochverrat“, sondern als „Verrat“ bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Harkis waren Algerier, die während des Unabhängigkeitskriegs auf Seiten der französischen Streitkräfte kämpften.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-verabschiedet-gesetz-zur-kriminalisierung-des-franzoesischen-kolonialismus/">Algerien verabschiedet Gesetz zur Kriminalisierung des französischen Kolonialismus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>SIPRI: Afrikas Waffenimporte brechen deutlich ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 11:10:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=25512</guid>

					<description><![CDATA[<p>Afrikanische Staaten haben in den vergangenen Jahren deutlich weniger schwere Waffen importiert. Neue Daten des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein%2F&amp;action_name=SIPRI%3A%20Afrikas%20Waffenimporte%20brechen%20deutlich%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/">SIPRI: Afrikas Waffenimporte brechen deutlich ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten haben in den vergangenen Jahren deutlich weniger schwere Waffen importiert. Neue <a href="https://www.sipri.org/publications/2026/sipri-fact-sheets/trends-international-arms-transfers-2025">Daten</a> des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI zeigen einen starken Rückgang der Rüstungsbeschaffung auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung betrifft den Zeitraum 2021 bis 2025. In diesen fünf Jahren gingen die Waffenimporte afrikanischer Staaten im Vergleich zur vorherigen Periode von 2016 bis 2020 um 41 Prozent zurück.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-verliert-weiter-an-bedeutung-im-globalen-waffenhandel"><span id="afrika-verliert-weiter-an-bedeutung-im-globalen-waffenhandel">Afrika verliert weiter an Bedeutung im globalen Waffenhandel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika spielte im internationalen Waffenhandel zuletzt nur noch eine begrenzte Rolle. Afrikanische Staaten machten zwischen 2021 und 2025 lediglich 4,3 Prozent der weltweiten Waffenimporte aus.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigsten Lieferländer für afrikanische Staaten waren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vereinigte Staaten</li>



<li>China</li>



<li>Russland</li>



<li>Frankreich</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA stellten rund 19 Prozent der Waffenimporte des Kontinents, China 17 Prozent und Russland 15 Prozent. Frankreich kam auf 8,3 Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-und-algerien-dominieren-afrikas-rustungsmarkt"><span id="marokko-und-algerien-dominieren-afrikas-ruestungsmarkt">Marokko und Algerien dominieren Afrikas Rüstungsmarkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb Afrikas konzentriert sich der Großteil der Waffenimporte auf wenige Staaten. Marokko und Algerien waren laut SIPRI die beiden größten Empfänger von schweren Waffen auf dem Kontinent.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25514 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/African_Lion_220623-Z-PI638-0678.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/usa-witkoff-kuendigt-friedensabkommen-zwischen-marokko-und-algerien-an/" type="post" id="20978">anhaltenden Spannungen</a> zwischen beiden Ländern gelten als zentraler Faktor für ihre militärische Beschaffung. Marokko erhöhte seine Waffenimporte zwischen den beiden Vergleichszeiträumen um zwölf Prozent.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Algeriens Waffenimporte gingen dagegen deutlich zurück. SIPRI registrierte einen Rückgang um 78 Prozent gegenüber der vorherigen Fünfjahresperiode. Jedoch werden kürzliche Importe aus Russland nicht aufgeführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zunehmende-waffenlieferungen-in-konfliktregionen-sudlich-der-sahara"><span id="zunehmende-waffenlieferungen-in-konfliktregionen-suedlich-der-sahara">Zunehmende Waffenlieferungen in Konfliktregionen südlich der Sahara</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Staaten südlich der Sahara zeigte sich ein anderes Bild. Dort stiegen die Waffenimporte im Vergleich zur vorherigen Periode um 13 Prozent. Die Region machte jedoch weiterhin nur einen kleinen Anteil des weltweiten Waffenhandels aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die größten Empfängerländer in Subsahara-Afrika waren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a></li>



<li><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a></li>



<li><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">China war der wichtigste Lieferant für diese Staaten und stellte rund 22 Prozent der Waffenimporte der Region. Russland folgte mit etwa 12 Prozent, während die Türkei auf etwa 11 Prozent kam.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-waffenlieferungen-im-kontext-regionaler-konflikte"><span id="waffenlieferungen-im-kontext-regionaler-konflikte">Waffenlieferungen im Kontext regionaler Konflikte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere bewaffnete Konflikte in Afrika beeinflussten die Entwicklung der Waffenlieferungen. Dazu zählt insbesondere der <a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-beraet-auf-ministerebene-ueber-eskalation-im-sudan/" type="post" id="24838">Bürgerkrieg</a> im Sudan, der 2023 ausbrach.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25557 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sowohl die sudanesischen Streitkräfte als auch die <a href="https://fokus-afrika.de/gespraeche-zwischen-armee-und-rsf-in-washington-rsf-nimmt-el-fasher-ein/" type="post" id="21244">paramilitärischen</a> Rapid Support Forces erhielten in den vergangenen Jahren Waffenlieferungen. Zu den bekannten Lieferanten der sudanesischen Streitkräfte gehörten Belarus, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a>, Kirgisistan, die <a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-bietet-vermittlung-im-konflikt-zwischen-sudan-und-den-vae-an/" type="post" id="13077">Türkei</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/un-erhoeht-druck-auf-sudan-streit-um-quartett-waffenruhe-und-internationale-reaktionen/" type="post" id="21910">Vereinigten Arabischen Emirate</a>. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben bewaffneten Drohnen und gepanzerten Fahrzeugen wurden auch Transportflugzeuge und andere militärische Ausrüstung geliefert.</p>
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			<media:description type="html">Royal Moroccan Special Operations practice Close-Quarters Battle drills during exercise African Lion 2022 at Tifnit Morocco, Africa, on June 23, 2022. AL22 is U.S. Africa Command&#039;s largest, premier, joint, combined annual exercise hosted by Morocco, Ghana, Senegal, and Tunisia, June 6 - 30. More than 7,500 participants from 28 nations and NATO train together with a focus on enhancing readiness for U.S. and partner-nation forces. AL22 is a joint all-domain, multi-component, and multinational exercise, employing a full array of mission capabilities with the goal to strengthen interoperability among participants and set the theater for strategic access. (U.S. Army National Guard photo by Spc. Christopher Hall) (This photo has been altered for security purposes by blurring faces.)</media:description>
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			<media:title type="html">Sudanese_Air_Force_Sukhoi_Su-25_Onyshchenko-1</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Tschad zwischen Paris und Sahel-Allianz: Neue Fragen zur Außenpolitik N’Djamenas</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschad-zwischen-paris-und-sahel-allianz-neue-fragen-zur-aussenpolitik-ndjamenas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 08:18:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die außenpolitische Position des Tschad rückt stärker in den Fokus regionaler Debatten, während die Allianz der Sahelstaaten (AES)&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-zwischen-paris-und-sahel-allianz-neue-fragen-zur-aussenpolitik-ndjamenas%2F&amp;action_name=Tschad%20zwischen%20Paris%20und%20Sahel-Allianz%3A%20Neue%20Fragen%20zur%20Au%C3%9Fenpolitik%20N%E2%80%99Djamenas&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-zwischen-paris-und-sahel-allianz-neue-fragen-zur-aussenpolitik-ndjamenas/">Tschad zwischen Paris und Sahel-Allianz: Neue Fragen zur Außenpolitik N’Djamenas</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die außenpolitische Position des Tschad rückt stärker in den Fokus regionaler Debatten, während die Allianz der Sahelstaaten (AES) ihre strategische Planung für das zweite Jahr der Konföderation vorantreibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion gewann neue Dynamik Ende Februar 2026, nachdem Vertreter von Mali, Burkina Faso und Niger in Ouagadougou ihre <a href="https://fokus-afrika.de/die-konfoederation-der-staaten-des-sahel-aes-setzt-auf-visafreiheit-trotz-austritt-aus-der-ecowas/">gemeinsame Roadmap</a> für die zweite Phase der Allianz ausgearbeitet hatten. Die Entwicklung lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die Rolle des Tschad in der Sicherheits- und Integrationsarchitektur des Sahel.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aes-staaten-konkretisieren-strategische-agenda"><span id="aes-staaten-konkretisieren-strategische-agenda">AES-Staaten konkretisieren strategische Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Februar 2026 trafen sich in Ouagadougou die zuständigen Minister der drei AES-Mitgliedstaaten für Verteidigung, Diplomatie und Entwicklung, um den Entwurf der strategischen Roadmap für das zweite Jahr der <a href="https://fokus-afrika.de/aes-will-gemeinsame-streitkraefte-fuer-den-kampf-gegen-den-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="21747">Konföderation</a> zu finalisieren. Zuvor hatten hohe Beamte der drei Länder am 24. und 25. Februar technische Beratungen durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen standen unter dem Vorsitz des burkinischen Verteidigungsministers Célestin Simporé. Die Delegationen aus Mali und Niger wurden von Sadio Camara und Salifou Mody geleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der beteiligten Staaten soll die neue Roadmap die operative Umsetzung der politischen Entscheidungen der Staatschefs strukturieren, die im Dezember 2025 bei ihrem Treffen in Bamako getroffen wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zweites-jahr-der-allianz-mit-fokus-auf-umsetzung"><span id="zweites-jahr-der-allianz-mit-fokus-auf-umsetzung">Zweites Jahr der Allianz mit Fokus auf Umsetzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während das erste Jahr der Konföderation vor allem dem Aufbau institutioneller Strukturen gewidmet war, soll das zweite Jahr stärker auf konkrete Maßnahmen ausgerichtet sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen unter anderem:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>sicherheitspolitische Koordination</li>



<li>diplomatische Abstimmung</li>



<li>wirtschaftliche Zusammenarbeit und Infrastrukturprojekte</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem soll die konföderale Investitionsbank der Allianz weiter gestärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beteiligten Regierungen sehen die Roadmap als Instrument zur politischen Koordination und als Rahmen für gemeinsame Programme in den drei zentralen Bereichen Verteidigung, Diplomatie und Entwicklung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tschads-aussenpolitik-sorgt-fur-debatten"><span id="tschads-aussenpolitik-sorgt-fuer-debatten">Tschads Außenpolitik sorgt für Debatten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu diesen Entwicklungen wird in politischen und analytischen Kreisen zunehmend über die Rolle des Tschad im regionalen Bündnissystem diskutiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="787" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-1024x787.jpg" alt="" class="wp-image-25331 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-1024x787.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-300x230.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-768x590.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-380x292.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-800x615.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n-1160x891.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/633280723_1203952678552022_2295156252040606948_n.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">N’Djamena galt lange als potenzieller Kandidat für eine Annäherung an die Allianz der Sahelstaaten. Beobachter verweisen jedoch darauf, dass jüngste außenpolitische Signale des Landes unterschiedliche Interpretationen auslösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders die Reise des tschadischen Präsidenten Mahamat Idriss Déby nach Paris im Januar 2026 hat politische Debatten ausgelöst.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch erfolgte gut ein Jahr nach der Entscheidung der tschadischen Regierung im Oktober 2024, <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beendet-militaerabkommen-mit-frankreich/" type="post" id="12884">militärische Kooperationsabkommen</a> mit Frankreich zu beenden und <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-uebergibt-militaerbasis-und-zieht-aus-dem-tschad-ab/" type="post" id="13760">französische Streitkräfte aus dem Land abzuziehen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-aus-opposition-und-politischem-umfeld"><span id="kritik-aus-opposition-und-politischem-umfeld">Kritik aus Opposition und politischem Umfeld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb des Tschad äußerten Oppositionsparteien Zweifel an der außenpolitischen Linie der Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Djona Avocksouma, Sprecher der oppositionellen Plattform Groupe de concertation des acteurs politiques, erklärte, viele politische Akteure seien über die strategische Ausrichtung der Beziehungen zu Frankreich besorgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Oppositionsbündnis „Tchad Uni“ verwies auf einen möglichen Widerspruch zwischen der früheren Abkehr von militärischer Zusammenarbeit mit Frankreich und der jüngsten diplomatischen Annäherung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der Regierungspartei Mouvement patriotique du salut (MPS) betonten dagegen, eine Normalisierung der Beziehungen zu Paris könne auch Auswirkungen auf politische Dynamiken im Land haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-und-internationale-partnerschaften"><span id="regionale-und-internationale-partnerschaften">Regionale und internationale Partnerschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren hat der Tschad seine internationalen Partnerschaften erweitert. Dazu gehören verstärkte Kooperationen mit der Türkei, Ungarn und den Vereinigten Arabischen Emiraten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25330 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/531612891_1060262189587739_559879659313091733_n.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein sichtbares Beispiel dieser Entwicklung ist die Übernahme ehemaliger französischer Militärstandorte durch türkische Streitkräfte sowie eine intensivere militärische Zusammenarbeit zwischen Ankara und N’Djamena.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://lefaso.net/spip.php?article144805">Beobachter</a> verweisen darauf, dass die zukünftige Balance zwischen diesen Partnerschaften und möglichen neuen Beziehungen zu Frankreich eine wichtige Rolle für die regionale Position des Tschad spielen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verfolgen die Staaten der Allianz der Sahelstaaten ihre Integrationsagenda weiter. Die nun ausgearbeitete Roadmap für das zweite Jahr der Konföderation soll nach Angaben der beteiligten Regierungen dem Kollegium der Staatschefs zur endgültigen Entscheidung vorgelegt werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-zwischen-paris-und-sahel-allianz-neue-fragen-zur-aussenpolitik-ndjamenas%2F&amp;action_name=Tschad%20zwischen%20Paris%20und%20Sahel-Allianz%3A%20Neue%20Fragen%20zur%20Au%C3%9Fenpolitik%20N%E2%80%99Djamenas&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-zwischen-paris-und-sahel-allianz-neue-fragen-zur-aussenpolitik-ndjamenas/">Tschad zwischen Paris und Sahel-Allianz: Neue Fragen zur Außenpolitik N’Djamenas</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Frankreich und Madagaskar geben sich klare Ziele</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-und-madagaskar-geben-sich-klare-ziele/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 22:48:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreich und Madagaskar haben einen erneuerten bilateralen Partnerschaftsrahmen für die kommenden 24 Monate beschlossen. Präsident Emmanuel Macron und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-madagaskar-geben-sich-klare-ziele%2F&amp;action_name=Frankreich%20und%20Madagaskar%20geben%20sich%20klare%20Ziele&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-madagaskar-geben-sich-klare-ziele/">Frankreich und Madagaskar geben sich klare Ziele</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Madagaskar haben einen erneuerten bilateralen Partnerschaftsrahmen für die kommenden 24 Monate beschlossen. Präsident Emmanuel Macron und Michaël Randrianirina, Präsident der Refondation der Republik Madagaskar, einigten sich am 24. Februar 2026 im Élysée-Palast in Paris auf <a href="https://www.elysee.fr/emmanuel-macron/2026/02/24/communique-conjoint-a-lissue-de-la-rencontre-bilaterale-entre-le-president-emmanuel-macron-et-michael-randrianirina-president-de-la-refondation-de-la-republique-de-madagascar">zentrale Leitlinien für die Zusammenarbeit</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung legt die politische und wirtschaftliche Ausrichtung der Beziehungen bis zum Abschluss des madagassischen Reformprozesses fest. Beide Seiten definierten drei Prioritäten: die Konsolidierung der politischen Beziehungen, die Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung Madagaskars sowie die Fortsetzung der Sicherheits- und Verteidigungskooperation unter Wahrung der Souveränität beider Staaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-rahmen-und-reformprozess"><span id="politischer-rahmen-und-reformprozess">Politischer Rahmen und Reformprozess</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Emmanuel Macron würdigte nach Angaben des Élysée-Palasts die ersten Fortschritte des Reformprozesses in Madagaskar. Er bekräftigte die Unterstützung Frankreichs für die Organisation <a href="https://fokus-afrika.de/putsch-in-madagaskar-militaer-uebernimmt-die-macht/" type="post" id="20827">freier und transparenter Wahlen im vorgesehenen Zeitrahmen</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25072 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/MICKAEL-4.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Michaël Randrianirina hatte vor seiner Abreise erklärt, der Besuch in Frankreich stehe nicht im <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/" type="post" id="24972">Zusammenhang mit seiner vorangegangenen Reise nach Russland</a>. „Madagaskar ist vollständig offen für die Nationen der Welt, sofern das madagassische Volk davon profitiert“, sagte er.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die madagassische Delegation umfasste mehrere Regierungsmitglieder, darunter die Justizministerin Fanirisoa Ernaivo sowie den Präsidenten der Nationalversammlung Siteny Randrianasoloniaiko.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaft-und-investitionen"><span id="wirtschaft-und-investitionen">Wirtschaft und Investitionen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/642282881_122123568729075432_128552171585804580_n-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25073 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/642282881_122123568729075432_128552171585804580_n-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/642282881_122123568729075432_128552171585804580_n-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/642282881_122123568729075432_128552171585804580_n-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/642282881_122123568729075432_128552171585804580_n-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/642282881_122123568729075432_128552171585804580_n-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/642282881_122123568729075432_128552171585804580_n-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/642282881_122123568729075432_128552171585804580_n.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Präsidenten begrüßten die Initiative des Groupement des Entreprises de Madagascar und von MEDEF International, einen strategischen Investitionsplan im Einklang mit der madagassischen Reformagenda umzusetzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Macron verwies auf neue Kooperationsprojekte seit Oktober im Umfang von rund 70 Millionen Euro. Frankreich unterstützt unter anderem das Wasserkraftprojekt Volobe sowie Vorhaben im Bereich der maritimen Wirtschaft und der Hafeninfrastruktur in Antsiranana.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-hilfe-nach-zyklonen"><span id="humanitaere-hilfe-nach-zyklonen">Humanitäre Hilfe nach Zyklonen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HB2li_qX0AAae7I-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-25070 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HB2li_qX0AAae7I-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HB2li_qX0AAae7I-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HB2li_qX0AAae7I-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HB2li_qX0AAae7I-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HB2li_qX0AAae7I-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HB2li_qX0AAae7I-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HB2li_qX0AAae7I-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HB2li_qX0AAae7I.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auf Ersuchen der Regierung Madagaskars entsandte Frankreich nach Angaben des gemeinsamen Kommuniqués 20 Tonnen humanitäre Hilfsgüter sowie rund 50 technische Experten und Einsatzkräfte des Zivilschutzes. Die Unterstützung richtet sich an Betroffene der <a href="https://fokus-afrika.de/zyklone-in-madagaskar-mindestens-38-tote-regierung-ruft-nationale-katastrophe-aus/" type="post" id="24779">Zyklone Fytia und Gezani</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten betonten das Ziel, die <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/" type="post" id="22434">bilaterale Zusammenarbeit</a> auf konkrete Projekte auszurichten, die wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung und institutionelle Stabilität fördern.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreich bestätigt Ausbildung von Soldaten in DR Kongo</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-bestaetigt-ausbildung-von-soldaten-in-dr-kongo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 19:57:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die französische Botschaft in der&#160;Demokratische Republik Kongo&#160;hat die Präsenz französischer Offiziere in Kisangani im Nordosten des Landes bestätigt.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-bestaetigt-ausbildung-von-soldaten-in-dr-kongo%2F&amp;action_name=Frankreich%20best%C3%A4tigt%20Ausbildung%20von%20Soldaten%20in%20DR%20Kongo&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-bestaetigt-ausbildung-von-soldaten-in-dr-kongo/">Frankreich bestätigt Ausbildung von Soldaten in DR Kongo</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die französische Botschaft in der&nbsp;Demokratische Republik Kongo&nbsp;hat die Präsenz französischer Offiziere in Kisangani im Nordosten des Landes bestätigt. Die Erklärung erfolgte nach der Verbreitung eines Fotos in sozialen Medien, das einen Soldaten mit französischer Flagge zeigte und Spekulationen auslöste.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Vérifiez toujours auprès des sources officielles de l’Ambassade avant d’alarmer ! Les images partagées sans contexte peuvent prêter à confusion. Cette présence est une réponse à une demande des autorités congolaises. L’Ambassadeur évoquait la coopération militaire bilatérale. ⤵️ <a href="https://t.co/N8CVFOKGfd">https://t.co/N8CVFOKGfd</a> <a href="https://t.co/92bCzC83kt">pic.twitter.com/92bCzC83kt</a></p>&mdash; France en R.D.Congo 🇨🇵🇪🇺 (@AmbaFranceRDC) <a href="https://twitter.com/AmbaFranceRDC/status/2023461216450936905?ref_src=twsrc%5Etfw">February 16, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der diplomatischen Vertretung erfolgt der Einsatz im Rahmen eines bilateralen Militärkooperationsprogramms, das seit 2021 besteht. Die Entsendung sei auf ausdrücklichen Wunsch der Regierung in Kinshasa erfolgt und beschränke sich ausschließlich auf Ausbildungsaufgaben ohne operative Beteiligung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-setzt-schwerpunkt-auf-jungle-bataillonen-fur-den-osten-kongos"><span id="frankreich-setzt-schwerpunkt-auf-jungle-bataillonen-fuer-den-osten-kongos">Frankreich setzt Schwerpunkt auf „Jungle“-Bataillonen für den Osten Kongos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französischen Offiziere arbeiten vor allem mit sogenannten „Jungle“-Bataillonen der&nbsp;Forces armées de la République démocratique du Congo&nbsp;(FARDC). Diese Einheiten sind auf Gefechte in dicht bewaldetem Terrain spezialisiert, insbesondere in den ostkongolesischen Konfliktregionen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBTAGDjX0AAiAim-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-24892 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBTAGDjX0AAiAim-1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBTAGDjX0AAiAim-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBTAGDjX0AAiAim-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBTAGDjX0AAiAim-1536x1026.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBTAGDjX0AAiAim-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBTAGDjX0AAiAim-800x535.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBTAGDjX0AAiAim-1160x775.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBTAGDjX0AAiAim.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sicherheitsquellen zufolge sollen mindestens vier solcher Bataillone mit jeweils rund 800 Soldaten bereits von französischen Ausbildern betreut worden sein. Die Schulungen umfassen offensive und defensive Gefechtstechniken, den Umgang mit improvisierten Sprengsätzen, Gefechtsmedizin sowie Operationen im tropischen Waldgebiet. Die laufende Ausbildungsmission ist demnach bis Ende März vorgesehen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-dr-kongo-frankreich-will-sicherheitslage-stabilisieren"><span id="dr-kongo-frankreich-will-sicherheitslage-stabilisieren">DR Kongo: Frankreich will Sicherheitslage stabilisieren</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FQtALnqXEAUZ0dZ.jpeg" alt="" class="wp-image-24893 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FQtALnqXEAUZ0dZ.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FQtALnqXEAUZ0dZ-225x300.jpeg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FQtALnqXEAUZ0dZ-380x507.jpeg 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Unterstützung erfolgt vor dem <a href="https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/" type="post" id="13732">Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage im Osten des Landes</a>. Die Jungle-Bataillone waren in den Jahren 2024 und 2025 an intensiven Gefechten beteiligt. Die Stärkung ihrer Fähigkeiten gilt für Kinshasa als strategisch relevant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich beteiligen sich französische Offiziere an der Ausbildung an der Militärakademie in Kinshasa. Eine Beteiligung im Rahmen der Europäischen Friedensfazilität findet hingegen nicht statt. Dort sind belgische Offiziere in Kindu in der Provinz Maniema bei der 31. schnellen Reaktionsbrigade der FARDC eingesetzt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich betont, dass sein Engagement ausschließlich der militärischen Zusammenarbeit und dem Kapazitätsaufbau dient und keine direkte Beteiligung an Kampfeinsätzen umfasst.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-bestaetigt-ausbildung-von-soldaten-in-dr-kongo%2F&amp;action_name=Frankreich%20best%C3%A4tigt%20Ausbildung%20von%20Soldaten%20in%20DR%20Kongo&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-bestaetigt-ausbildung-von-soldaten-in-dr-kongo/">Frankreich bestätigt Ausbildung von Soldaten in DR Kongo</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>„Ich hoffe, dass dies den Beginn der schrittweisen Wiedereröffnung des Flughafens Goma markiert“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ich-hoffe-dass-dies-den-beginn-der-schrittweisen-wiedereroeffnung-des-flughafens-goma-markiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 14:39:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Hubschrauber der UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo ist erstmals seit einem Jahr wieder in Goma gelandet.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fich-hoffe-dass-dies-den-beginn-der-schrittweisen-wiedereroeffnung-des-flughafens-goma-markiert%2F&amp;action_name=%E2%80%9EIch%20hoffe%2C%20dass%20dies%20den%20Beginn%20der%20schrittweisen%20Wiederer%C3%B6ffnung%20des%20Flughafens%20Goma%20markiert%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Hubschrauber der UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo ist erstmals seit einem Jahr wieder in Goma gelandet. Am 12. Februar 2026 traf die stellvertretende Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs und amtierende Leiterin der Mission der Organisation der Vereinten Nationen für Stabilisierung in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO), Vivian van de Perre, in der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu ein.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">In <a href="https://twitter.com/hashtag/Goma?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Goma</a>, Vivian van de Perre, Acting Head of <a href="https://twitter.com/hashtag/MONUSCO?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#MONUSCO</a>, is committed to consolidating the ceasefire. <a href="https://t.co/Uo8YBguvHj">pic.twitter.com/Uo8YBguvHj</a></p>&mdash; MONUSCO (@MONUSCO) <a href="https://twitter.com/MONUSCO/status/2021995510207586760?ref_src=twsrc%5Etfw">February 12, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist die erste Landung eines UN-Luftfahrzeugs seit der Schließung des Flughafens von Goma infolge der Kämpfe und der Kontrolle der Stadt durch die Rebellengruppe AFC/M23 im Januar 2025. Van de Perre erklärte vor der Presse: „Ich hoffe, dass dies den Beginn der schrittweisen Wiedereröffnung des Flughafens Goma zum Nutzen der Bevölkerung markiert.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unterstutzung-des-waffenstillstandsmechanismus"><span id="unterstuetzung-des-waffenstillstandsmechanismus">Unterstützung des Waffenstillstandsmechanismus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise dient nach Angaben der Mission der Vorbereitung des Mechanismus zur Überwachung und Verifizierung eines Waffenstillstands im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Grundlage ist die Resolution 2808 (2025) des&nbsp;Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, die der Mission ein Mandat zur Unterstützung eines dauerhaften Waffenstillstands erteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MONUSCO beteiligt sich am erweiterten gemeinsamen Verifizierungsmechanismus MCVE+. In den kommenden Tagen soll eine erste Luftaufklärungsmission nach Uvira im Süd-Kivu entsandt werden. Van de Perre kündigte Gespräche mit relevanten Akteuren an, um Verfahren, Koordination und Kommunikationsstrukturen für eine funktionsfähige Überwachung vorzubereiten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBD9XOsawAAZgxj-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24715 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBD9XOsawAAZgxj-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBD9XOsawAAZgxj-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBD9XOsawAAZgxj-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBD9XOsawAAZgxj-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBD9XOsawAAZgxj-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBD9XOsawAAZgxj-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBD9XOsawAAZgxj-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HBD9XOsawAAZgxj.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sie betonte, jede Unterstützung erfolge schrittweise und im Rahmen bestätigter Sicherheitsgarantien für UN-Personal und -Material. Das Mandat werde unter Wahrung der Souveränität der Demokratischen Republik Kongo umgesetzt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-flughafen-seit-2025-geschlossen"><span id="flughafen-seit-2025-geschlossen">Flughafen seit 2025 geschlossen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der internationale Flughafen von Goma ist <a href="https://fokus-afrika.de/m23-offensive-auf-goma-drk-bricht-beziehungen-mit-ruanda-ab/">seit Ende Januar 2025 nicht mehr regulär in Betrieb</a>. Auch der Flughafen von Kavumu in Bukavu ist betroffen. Internationale Akteure hatten wiederholt eine Wiederaufnahme humanitärer Flüge gefordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Regierung begrüßte in einer <a href="https://www.diplomatie.gouv.fr/fr/dossiers-pays/afrique/evenements/article/situation-dans-la-region-des-grands-lacs-14-02-26?xtor=RSS-1">Stellungnahme</a> die Reise van de Perres nach Goma als wichtigen Schritt. Paris verwies auf die Pariser Konferenz vom 30. Oktober 2025, bei der eine schrittweise Wiederaufnahme humanitärer Tagesflüge kleinerer Maschinen nach Goma empfohlen worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hob zudem die Zustimmung des kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi zu einem von Angola vorgeschlagenen Waffenstillstand hervor und rief alle Parteien zur Umsetzung bestehender Vereinbarungen auf.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kandidiert Senegals Ex-Präsident Macky Sall als UN-Generalsekretär?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kandidiert-senegals-ex-praesident-macky-sall-als-un-generalsekretaer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 08:08:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Präsidentschaft der Republik Kongo hat die mögliche Kandidatur des ehemaligen senegalesischen Präsidenten Macky Sall für das Amt&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkandidiert-senegals-ex-praesident-macky-sall-als-un-generalsekretaer%2F&amp;action_name=Kandidiert%20Senegals%20Ex-Pr%C3%A4sident%20Macky%20Sall%20als%20UN-Generalsekret%C3%A4r%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kandidiert-senegals-ex-praesident-macky-sall-als-un-generalsekretaer/">Kandidiert Senegals Ex-Präsident Macky Sall als UN-Generalsekretär?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaft der Republik Kongo hat die mögliche Kandidatur des ehemaligen senegalesischen Präsidenten Macky Sall für das Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen ausdrücklich erwähnt und als unterstützenswert bezeichnet. Die Erklärung fiel im Zusammenhang mit einem offiziellen Besuch des senegalesischen Präsidenten Bassirou Diomaye Faye in Brazzaville.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stellungnahme erfolgte Anfang Februar, wenige Tage vor dem Gipfel der Afrikanischen Union in Addis Abeba. Nach Angaben der kongolesischen Behörden sei die Kandidatur Sallls ein Thema der diplomatischen Gespräche gewesen und könne auf die Unterstützung afrikanischer Staaten stoßen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macky-sall-halt-option-offen"><span id="macky-sall-haelt-option-offen">Macky Sall hält Option offen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macky Sall, der seit dem Ende seiner zweiten Amtszeit in Marokko lebt, hat eine Bewerbung bislang nicht offiziell erklärt. Bereits im September 2025 hatte er erklärt, er schließe eine Kandidatur nicht aus, falls man der Ansicht sei, dass er zur Erneuerung der Vereinten Nationen beitragen könne.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71001581-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24563 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71001581-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71001581-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71001581-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71001581-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71001581-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71001581-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71001581.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Magazins <em>Africa Intelligence</em> hatte es im Frühjahr 2025 ein Treffen zwischen Sall und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron gegeben, bei dem die Möglichkeit einer Bewerbung erörtert worden sei. Sall selbst verwies später auf seine internationale Erfahrung und erklärte, er könne mit unterschiedlichen politischen Lagern sprechen. Eine Kandidatur machte er von der Unterstützung des Sicherheitsrats, Afrikas sowie weiterer internationaler Partner abhängig.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-unterstutzer-und-diplomatische-netzwerke"><span id="internationale-unterstuetzer-und-diplomatische-netzwerke">Internationale Unterstützer und diplomatische Netzwerke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere afrikanische Staats- und Regierungschefs haben sich positiv zu einer möglichen Kandidatur geäußert. Umaro Sissoco Embaló, <a href="https://fokus-afrika.de/militaerputsch-in-guinea-bissau-embalo-flieht-general-horta-nta-na-man-uebernimmt-die-macht/" type="post" id="22379">ehemaliger Präsident</a> von Guinea-Bissau, hatte Sall in einem Interview mit <em>Jeune Afrique</em> als geeignet für das Amt beschrieben. Nach Angaben aus Sall nahestehenden Kreisen gebe es in Afrika und darüber hinaus intensive Bemühungen, Unterstützung für eine Bewerbung zu mobilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sall kann auf internationale Funktionen verweisen, darunter den Vorsitz der Afrikanischen Union von 2022 bis 2023 sowie seine Rolle als Sondergesandter des Pariser Pakts für Menschen und den Planeten und als Ko-Vorsitzender des Global Center on Adaptation gemeinsam mit dem früheren UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auswahlverfahren-und-strukturelle-hurden"><span id="auswahlverfahren-und-strukturelle-huerden">Auswahlverfahren und strukturelle Hürden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Amtszeit des derzeitigen UN-Generalsekretärs endet Ende 2026. Formal entscheidet die UN-Generalversammlung auf Empfehlung des Sicherheitsrats. Die fünf ständigen Mitglieder verfügen über ein Vetorecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://fokus-afrika.de/michelle-bachelet-kandidiert-als-un-generalsekretaerin/" type="post" id="24223">informeller regionaler Rotation wäre Lateinamerika an der Reihe</a>, auch wenn dies keine verbindliche Regel ist. Zudem wird in Teilen der Mitgliedstaaten die Forderung erhoben, erstmals eine Frau an die Spitze der Vereinten Nationen zu wählen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kontroverse-im-senegal"><span id="kontroverse-im-senegal">Kontroverse im Senegal</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7160869-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24564 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7160869-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7160869-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7160869-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7160869-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7160869-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7160869-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN7160869.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Senegal selbst ist eine mögliche Kandidatur stark umstritten. Vertreter der Nichtregierungsorganisation Amnesty International im Senegal kritisieren Sall mit Verweis auf Menschenrechtsfragen während seiner zweiten Amtszeit. Zwischen 2021 und 2024 kam es im Zuge politischer Spannungen zu gewaltsamen Protesten mit zahlreichen Todesopfern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Regierung unter Präsident Bassirou Diomaye Faye und Premierminister Ousmane Sonko kündigte an, die damaligen Ereignisse aufzuarbeiten. Zudem wirft sie Sall vor, öffentliche Finanzen falsch dargestellt zu haben. Der Internationale Währungsfonds bestätigte Unstimmigkeiten bei der Staatsverschuldung. Sall weist die Vorwürfe zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb der Regierungskoalition gibt es unterschiedliche Stimmen. Einzelne Abgeordnete lehnen eine Unterstützung ab, während andere argumentieren, eine Bewerbung könne im Interesse des Landes und des Kontinents liegen. Die Präsidentschaft äußerte sich bislang nicht offiziell.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage einer möglichen afrikanischen Unterstützung für Macky Sall dürfte beim Gipfel der Afrikanischen Union vom 11. bis 15. Februar in Addis Abeba erörtert werden. Präsident Faye wird dort nicht persönlich teilnehmen und sich durch Premierminister Sonko vertreten lassen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kandidiert-senegals-ex-praesident-macky-sall-als-un-generalsekretaer/">Kandidiert Senegals Ex-Präsident Macky Sall als UN-Generalsekretär?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Maritime Sicherheit im Indischen Ozean: Übung „Cutlass Express 2026“ startet in Mauritius</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/maritime-sicherheit-im-indischen-ozean-uebung-cutlass-express-2026-startet-in-mauritius/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 20:47:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mauritius]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Port Louis auf Mauritius hat Anfang Februar die multinationale Marineübung „Cutlass Express 2026“ begonnen. Die bis zum&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmaritime-sicherheit-im-indischen-ozean-uebung-cutlass-express-2026-startet-in-mauritius%2F&amp;action_name=Maritime%20Sicherheit%20im%20Indischen%20Ozean%3A%20%C3%9Cbung%20%E2%80%9ECutlass%20Express%202026%E2%80%9C%20startet%20in%20Mauritius&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Port Louis auf Mauritius hat Anfang Februar die multinationale Marineübung „Cutlass Express 2026“ begonnen. Die bis zum 12. Februar laufende Übung wird vom US Africa Command getragen und durch die&nbsp;<strong>U.S. Sixth Fleet</strong>&nbsp;umgesetzt. Ziel ist es, die maritime Sicherheit vor der ostafrikanischen Küste und im westlichen Indischen Ozean zu stärken sowie die Zusammenarbeit zwischen regionalen und internationalen Partnern zu vertiefen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsames-training-von-19-staaten"><span id="gemeinsames-training-von-19-staaten">Gemeinsames Training von 19 Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An der Übung beteiligen sich 19 Staaten aus Afrika, Europa, dem Nahen Osten und Asien. Zu den teilnehmenden Ländern zählen unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/tansania/" type="category" id="44">Tansania</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/dschibuti/" type="category" id="33">Dschibuti</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/seychellen/" type="category" id="41">Seychellen</a>, Mauritius, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/" type="post_tag" id="584">Indien</a>, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. Die Übung soll nationale und regionale Kapazitäten zur Durchsetzung des Seerechts verbessern und die Interoperabilität der beteiligten Marinen erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.africom.mil/articles/36199/exercise-cutlass-express-2026-to-enhance-maritime-security-in-east-africa">Angaben</a> der Übungsleitung konzentriert sich „Cutlass Express 2026“ auf <a href="https://fokus-afrika.de/piraterie-und-waffenschmuggel-neue-maritime-unsicherheiten-am-horn-von-afrika/">sicherheitsrelevante Seegebiete</a> entlang der ostafrikanischen Küste und im westlichen Indischen Ozean, die als zentrale Handels- und Transportrouten gelten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-seeraumuberwachung-und-strafverfolgung"><span id="fokus-auf-seeraumueberwachung-und-strafverfolgung">Fokus auf Seeraumüberwachung und Strafverfolgung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-2-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24384 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-2-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/AFRICOM_leadership_visits_USS_Makin_Island-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Übung kombiniert landgestützte Ausbildungsabschnitte mit Manövern auf See. Geprobt werden unter anderem Verfahren zur maritimen Lagebilderstellung, der Austausch sicherheitsrelevanter Informationen sowie taktische Fähigkeiten zur Unterbindung illegaler Aktivitäten. Dazu zählen Trainings zu Besuchs-, Durchsuchungs- und Beschlagnahmemaßnahmen auf See, maritime Interdiktion sowie Maßnahmen gegen illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzend finden medizinische Ausbildungsabschnitte statt, um die Einsatzfähigkeit der beteiligten Kräfte unter realistischen Bedingungen zu verbessern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-einsatz-unbemannter-systeme"><span id="einsatz-unbemannter-systeme">Einsatz unbemannter Systeme</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz unbemannter und autonomer Systeme. Die für diese Fähigkeiten zuständige Task Force der&nbsp;<strong>U.S. Sixth Fleet</strong>&nbsp;arbeitet mit Partner-Marinen zusammen, um Überwachung und Abschreckung in ausschließlichen Wirtschaftszonen afrikanischer Staaten zu verbessern. Ziel ist es, illegale Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und maritime Sicherheitslücken zu schließen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-teil-einer-grosseren-ubungsreihe"><span id="teil-einer-groesseren-uebungsreihe">Teil einer größeren Übungsreihe</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/U.S._Naval_Forces-Africa_continues_exercises_to_test_movement_of_troops_across_Africa_-_51280999374-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24385 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/U.S._Naval_Forces-Africa_continues_exercises_to_test_movement_of_troops_across_Africa_-_51280999374-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/U.S._Naval_Forces-Africa_continues_exercises_to_test_movement_of_troops_across_Africa_-_51280999374-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/U.S._Naval_Forces-Africa_continues_exercises_to_test_movement_of_troops_across_Africa_-_51280999374-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/U.S._Naval_Forces-Africa_continues_exercises_to_test_movement_of_troops_across_Africa_-_51280999374-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/U.S._Naval_Forces-Africa_continues_exercises_to_test_movement_of_troops_across_Africa_-_51280999374-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/U.S._Naval_Forces-Africa_continues_exercises_to_test_movement_of_troops_across_Africa_-_51280999374-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/U.S._Naval_Forces-Africa_continues_exercises_to_test_movement_of_troops_across_Africa_-_51280999374.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Cutlass Express“ gehört zu einer Reihe regionaler Marinemanöver, die vom <strong>U.S. Africa Command</strong> unterstützt werden. Diese sogenannten „Express“-Übungen sollen <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit/" type="post" id="23528">afrikanischen Streitkräften und internationalen Partnern regelmäßig Gelegenheit</a> geben, gemeinsame Antworten auf komplexe maritime Sicherheitsherausforderungen zu erproben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht der Vereinigten Staaten besteht ein gemeinsames Interesse mit afrikanischen Partnern an sicheren Seewegen. Die Gewässer rund um den afrikanischen Kontinent gelten als entscheidend für wirtschaftliche Entwicklung, Handel und die Anbindung an globale Märkte.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/maritime-sicherheit-im-indischen-ozean-uebung-cutlass-express-2026-startet-in-mauritius/">Maritime Sicherheit im Indischen Ozean: Übung „Cutlass Express 2026“ startet in Mauritius</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Russischer Geheimdienst wirft Frankreich Destabilisierungsversuche in Afrika vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 11:25:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Auslandsgeheimdienst hat am Montag schwere Vorwürfe gegen Frankreich erhoben. In einer öffentlichen Erklärung beschuldigt der russische&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor%2F&amp;action_name=Russischer%20Geheimdienst%20wirft%20Frankreich%20Destabilisierungsversuche%20in%20Afrika%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/">Russischer Geheimdienst wirft Frankreich Destabilisierungsversuche in Afrika vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der russische Auslandsgeheimdienst hat am Montag schwere Vorwürfe gegen Frankreich erhoben. In einer <a href="http://svr.gov.ru/smi/2026/02/frantsiya-gotovit-neokolonialnye-perevoroty-v-afrike.htm">öffentlichen Erklärung</a> beschuldigt der russische Dienst Paris, gezielt politische Umsturzversuche und Destabilisierungsmaßnahmen in mehreren afrikanischen Staaten zu unterstützen. Genannt werden unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" type="category" id="285">Zentralafrikanische Republik</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/" type="category" id="36">Madagaskar</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-gegen-die-franzosische-afrikapolitik"><span id="vorwuerfe-gegen-die-franzoesische-afrikapolitik">Vorwürfe gegen die französische Afrikapolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des russischen Auslandsgeheimdienstes suche die Regierung von Präsident <strong>Emmanuel Macron</strong> nach Möglichkeiten, <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-verstaerkt-kooperation-mit-der-ceeac-akkreditierung-von-botschafter-fabrice-mauries/" type="post" id="13270">verlorenen politischen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent zurückzugewinnen</a>. Hintergrund seien Machtverschiebungen in mehreren früheren französischen Kolonien, in denen politische Kräfte an Einfluss gewonnen hätten, die ihre Politik stärker auf nationale Souveränität und panafrikanische Ansätze ausrichteten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24258 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Erklärung wird behauptet, Paris habe seine Nachrichtendienste angewiesen, Maßnahmen gegen aus französischer Sicht „unerwünschte“ politische Führungen in Afrika zu ergreifen. Ziel sei es, Regierungen zu schwächen oder zu stürzen, die sich vom traditionellen französischen Einfluss gelöst hätten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-burkina-faso-gescheiterter-umsturzversuch"><span id="burkina-faso-gescheiterter-umsturzversuch">Burkina Faso: gescheiterter Umsturzversuch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret verweist der russische Geheimdienst auf einen mutmaßlichen Putschversuch in Burkina Faso am 3. Januar 2026. Dieser sei vereitelt worden. Den Angaben zufolge hätten die Beteiligten geplant, <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-entkommt-vereitelten-umsturzversuch-gegen-ibrahim-traore/" type="post" id="23324">Präsident <strong>Ibrahim Traoré</strong> zu töten</a>. Der russische Dienst stellt diesen Vorgang in einen Zusammenhang mit französischen Interessen und bezeichnet Traoré als eine zentrale Figur im Widerstand gegen neokoloniale Strukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dieser Darstellung hätte ein erfolgreicher Umsturz nicht nur einen <a href="https://fokus-afrika.de/macron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika/" type="post" id="13300">politischen Kurswechsel in Ouagadougou bewirkt</a>, sondern auch ein Signal an andere Regierungen gesendet, die ähnliche souveränitätsorientierte Positionen vertreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mali-und-die-sahelzone-im-fokus"><span id="mali-und-die-sahelzone-im-fokus">Mali und die Sahelzone im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Vorwürfe betrifft Mali. Der russische Auslandsgeheimdienst erklärt, Frankreich setze auf eine <a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/" type="post" id="20304">Destabilisierung der Sicherheitslage</a> in der Sahara-Sahel-Zone. Dabei würden lokale bewaffnete Gruppen instrumentalisiert. Zudem wird behauptet, dass Akteure aus der Ukraine bewaffnete Gruppen mit Drohnen und militärischer Ausbildung unterstützen würden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24259 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang werden Angriffe auf zivile Infrastruktur, Überfälle auf Treibstofftransporte sowie Gewalt gegen die Zivilbevölkerung genannt. Ziel sei es laut der Erklärung, <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">die Regierung von Präsident <strong>Assimi Goïta</strong> zu schwächen</a> und Voraussetzungen für einen Machtwechsel zu schaffen. Auch für die Zentralafrikanische Republik werden <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrikanische-republik-machtkampf-in-der-diplomatie-sorgt-fuer-chaos/" type="post" id="13234">Versuche einer Destabilisierung</a> behauptet.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-madagaskar-und-brics-annaherung"><span id="madagaskar-und-brics-annaeherung">Madagaskar und BRICS-Annäherung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als weiteres Beispiel nennt der russische Geheimdienst Madagaskar. Dort seien im Oktober 2025 <a href="https://fokus-afrika.de/russland-im-kontakt-mit-neuem-praesidenten-madagaskars-michael-randrianirina/" type="post" id="20880">politische Kräfte an die Macht gekommen, die eine stärkere Annäherung an die BRICS-Staaten anstrebten</a>. Nach russischer Darstellung arbeite Frankreich daran, Präsident <strong>Mamy Randrianirina</strong> zu stürzen und eine aus <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/" type="post" id="22434">Sicht von Paris genehme politische Führung</a> wieder einzusetzen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Always nice to feature so prominently in Russia’s sales pitch in Africa. Waiting on the customer reviews. <br>Syria, Venezuela, Iran — any feedback? <a href="https://t.co/Z48wx0enQO">https://t.co/Z48wx0enQO</a></p>&mdash; French Response (@FrenchResponse) <a href="https://twitter.com/FrenchResponse/status/2018636834042007854?ref_src=twsrc%5Etfw">February 3, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung wird in der Erklärung als Teil eines umfassenderen Versuchs beschrieben, Einflussverluste Frankreichs in strategisch wichtigen Regionen Afrikas rückgängig zu machen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor%2F&amp;action_name=Russischer%20Geheimdienst%20wirft%20Frankreich%20Destabilisierungsversuche%20in%20Afrika%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/">Russischer Geheimdienst wirft Frankreich Destabilisierungsversuche in Afrika vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie agiert Dschibuti im Zentrum der geopolitischen Spannungen am Horn von Afrika?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wie-agiert-dschibuti-im-zentrum-der-geopolitischen-spannungen-am-horn-von-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 10:30:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dschibuti]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Djibouti hat Ende Januar und Anfang Februar 2026 eine Reihe hochrangiger politischer und militärischer Begegnungen ausgerichtet. Präsident Ismail&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwie-agiert-dschibuti-im-zentrum-der-geopolitischen-spannungen-am-horn-von-afrika%2F&amp;action_name=Wie%20agiert%20Dschibuti%20im%20Zentrum%20der%20geopolitischen%20Spannungen%20am%20Horn%20von%20Afrika%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wie-agiert-dschibuti-im-zentrum-der-geopolitischen-spannungen-am-horn-von-afrika/">Wie agiert Dschibuti im Zentrum der geopolitischen Spannungen am Horn von Afrika?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Djibouti hat Ende Januar und Anfang Februar 2026 eine Reihe hochrangiger politischer und militärischer Begegnungen ausgerichtet. Präsident Ismail Omar Guelleh empfing führende Vertreter Frankreichs und der Vereinigten Staaten und nahm zugleich an regionalen Konsultationen mit Äthiopien und Somalia teil. Die Gespräche standen im Zeichen sicherheitspolitischer Kooperation, regionaler Integration und wirtschaftlicher Entwicklungsprojekte in der strategisch wichtigen Region am Horn von Afrika. Dschibuti positioniert sich damit erneut als zentraler Akteur in internationalen Partnerschaften und regionalen Abstimmungsprozessen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-und-dschibuti-militarische-kooperation-im-geopolitischen-wandel"><span id="frankreich-und-dschibuti-militaerische-kooperation-im-geopolitischen-wandel">Frankreich und Dschibuti: Militärische Kooperation im geopolitischen Wandel</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="776" height="437" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/vlcsnap-2026-01-29-22h34m16s448.png" alt="" class="wp-image-24195 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/vlcsnap-2026-01-29-22h34m16s448.png 776w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/vlcsnap-2026-01-29-22h34m16s448-300x169.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/vlcsnap-2026-01-29-22h34m16s448-768x432.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/vlcsnap-2026-01-29-22h34m16s448-380x214.png 380w" sizes="(max-width: 776px) 100vw, 776px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Präsident Ismail Omar Guelleh empfing den neuen Chef des Generalstabs der französischen Streitkräfte, General Fabien Mandon, im Präsidentenpalast in Dschibuti. General Mandon überbrachte dabei ein schriftliches Schreiben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Im Mittelpunkt der Gespräche stand der <a href="https://fokus-afrika.de/militaerbasis-macron-setzt-auf-dschibuti-fuer-die-indo-pazifische-strategie-frankreichs/">Stand der bilateralen Zusammenarbeit</a> zwischen Frankreich und Dschibuti, die sich auf sicherheitspolitische, wirtschaftliche und institutionelle Bereiche erstreckt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten thematisierten zudem die Herausforderungen für das strategische Partnerschaftsverhältnis vor dem Hintergrund veränderter globaler und regionaler Machtkonstellationen. General Mandon erklärte nach dem Treffen, angesichts neuer, vielfältiger Bedrohungen in der Region komme der Verlässlichkeit von Partnerschaften besondere Bedeutung zu. Er verwies zugleich auf das hohe Niveau der Zusammenarbeit und Solidarität zwischen beiden Ländern in unterschiedlichen Sektoren. Laut <a href="https://rtd.dj/le-president-guelleh-recoit-le-nouveau-chef-detat-major-general-des-forces-armees-francaises/">Angaben</a> der <em>Agence Djiboutienne d’Information</em> diente der Besuch auch dazu, sich ein Bild von der praktischen militärischen Kooperation zwischen den Streit- und Sicherheitskräften beider Staaten zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-mit-den-vereinigten-staaten-sicherheit-der-seewege-im-fokus"><span id="gespraeche-mit-den-vereinigten-staaten-sicherheit-der-seewege-im-fokus">Gespräche mit den Vereinigten Staaten: Sicherheit der Seewege im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz zuvor hatte Präsident Guelleh den stellvertretenden US-Außenminister Christopher Landau zu Gesprächen empfangen. Thema war ein umfassender Überblick über die bilateralen Beziehungen sowie mögliche Erweiterungen des sicherheitspolitischen Engagements angesichts zunehmender regionaler Krisen. Landau betonte nach dem Treffen die Bedeutung der Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Terrorismus und Piraterie sowie bei der Sicherung der Schifffahrtswege im Roten Meer, das als zentrale Handelsroute für den Welthandel gilt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Excellent meeting today with President <a href="https://twitter.com/IsmailOguelleh?ref_src=twsrc%5Etfw">@IsmailOguelleh</a> of Djibouti. We emphasized the long history of friendship and cooperation between our countries and pledged to work together to further peace, security, and prosperity in this turbulent region. Je remercie le Président et le… <a href="https://t.co/uXrcg8HNht">pic.twitter.com/uXrcg8HNht</a></p>&mdash; Christopher Landau (@DeputySecState) <a href="https://twitter.com/DeputySecState/status/2017659480108925375?ref_src=twsrc%5Etfw">January 31, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Stellungnahme hob Landau hervor, die Vereinigten Staaten seien entschlossen, ihre strategische Partnerschaft mit Dschibuti fortzuführen. An den Gesprächen nahmen unter anderem der AFRICOM-Kommandeur General Dagvin Anderson sowie die US-Botschafterin in Djibouti teil. Auf djiboutischer Seite waren Vertreter aus Außen-, Verteidigungs- und Sicherheitsressorts anwesend.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsames-militarmanover-unterstreicht-bilaterale-verteidigungszusammenarbeit"><span id="gemeinsames-militaermanoever-unterstreicht-bilaterale-verteidigungszusammenarbeit">Gemeinsames Militärmanöver unterstreicht bilaterale Verteidigungszusammenarbeit</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="638" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-1024x638.jpeg" alt="" class="wp-image-24200 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-1024x638.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-300x187.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-768x479.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-1536x957.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-380x237.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-800x498.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1-1160x723.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAAZm3QW8AE0LXD-1.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den politischen Konsultationen führten die Streitkräfte Dschibutis und der USA ein groß angelegtes gemeinsames Militärmanöver nahe des Schießplatzes Maryama durch. Beteiligt waren Einheiten des Bataillon d’Intervention Rapide der dschibutischen Streitkräfte sowie amerikanische Truppen. Die Übung umfasste unter anderem Gefechtstraining, Schießübungen und die Koordination zwischen Einheiten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Manöver fand im Rahmen des bilateralen Aktionsplans statt und wurde von Vertretern beider Armeen begleitet. Ziel war die Stärkung der Einsatzbereitschaft und der Interoperabilität. Der Schießplatz Maryama gilt als zentrales Ergebnis der militärischen Kooperation und als wichtiger Baustein für den Kapazitätsaufbau der djiboutischen Streitkräfte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-diplomatie-trilaterale-gesprache-in-jigjiga"><span id="regionale-diplomatie-trilaterale-gespraeche-in-jigjiga">Regionale Diplomatie: Trilaterale Gespräche in Jigjiga</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-24198 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-1024x768.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-1536x1152.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn-1160x870.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_-dtCkWEAABRDn.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben den internationalen Kontakten engagierte sich Präsident Guelleh auch auf regionaler Ebene. In der äthiopischen Stadt Jigjiga nahm er gemeinsam mit dem äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed und dem somalischen Präsidenten Hassan Cheikh Mahmoud an trilateralen Gesprächen teil. Diese fanden am Rande der Einweihung des touristischen Großprojekts „Shebelle Resort“ sowie weiterer Energieinfrastruktur statt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche zielten auf eine koordinierte Antwort auf sicherheitspolitische Herausforderungen und auf die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Dschibuti, Äthiopien und Somalia. Präsident Guelleh erklärte, die Realisierung großer Entwicklungsprojekte sei möglich, wenn Staaten auf Verständigung und gegenseitiges Vertrauen setzten. Die drei Staats- und Regierungschefs bekräftigten ihre Absicht, den Austausch in den Bereichen Sicherheit, Infrastruktur und wirtschaftliche Integration auszubauen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-entwicklung-und-regionale-integration"><span id="wirtschaftliche-entwicklung-und-regionale-integration">Wirtschaftliche Entwicklung und regionale Integration</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das in Jigjiga eröffnete „Shebelle Resort“ ist Teil einer äthiopischen Strategie zur Förderung des Tourismus in verschiedenen Landesteilen. Das Projekt umfasst Hotels, Wohnanlagen und Freizeitangebote und ist in ein nationales Entwicklungsprogramm eingebettet, das seit 2023 umgesetzt wird. Im Anschluss an die Eröffnung nahm Präsident Guelleh zudem an der Inbetriebnahme eines Windkraftwerks in der grenznahen Region Aysha teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsamen Auftritte der Staatschefs bei Infrastruktur- und Tourismusprojekten verdeutlichen den Anspruch, wirtschaftliche Entwicklung, regionale Vernetzung und Stabilität miteinander zu verbinden. In einem internationalen Umfeld zunehmender Konkurrenz um Einfluss am Horn von Afrika setzen Dschibuti, Äthiopien und Somalia damit auf abgestimmte politische und wirtschaftliche Ansätze.</p>
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	</item>
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		<title>Schüsse und Explosionen am Flughafen Niamey &#8211; nahe Uranium-Lager</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/schuesse-und-explosionen-am-flughafen-niamey-nahe-uranium-lager/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 17:56:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nacht zum Donnerstag ist es am internationalen Flughafen Diori Hamani in Niamey zu einem bewaffneten Angriff&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fschuesse-und-explosionen-am-flughafen-niamey-nahe-uranium-lager%2F&amp;action_name=Sch%C3%BCsse%20und%20Explosionen%20am%20Flughafen%20Niamey%20%26%238211%3B%20nahe%20Uranium-Lager&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht zum Donnerstag ist es am internationalen Flughafen Diori Hamani in Niamey zu einem bewaffneten Angriff und stundenlangen Schusswechseln gekommen. Augenzeugen berichteten von heftigen Detonationen und anhaltendem Feuer nahe der Luftwaffenbasis 101, die unmittelbar an das Flughafengelände grenzt. Offizielle Angaben zu Tätern, Schäden oder Opfern lagen am Nachmittag weiterhin nicht vor, die Sicherheitskräfte blieben in der Hauptstadt in erhöhter Alarmbereitschaft. Wie <em>AFP</em> berichtet, wurden <a href="https://aeroportniamey.com">mehrere Flüge</a> umgeleitet, während die Situation am Morgen als unter Kontrolle beschrieben wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriff-auf-eine-militarisch-sensible-zone"><span id="angriff-auf-eine-militaerisch-sensible-zone">Angriff auf eine militärisch sensible Zone</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach übereinstimmenden Berichten zielte die Attacke auf den Flughafenkomplex, in dem neben der zivilen Infrastruktur mehrere militärische Einrichtungen liegen. Dazu zählen eine Basis der nigrischen Luftwaffe, eine zuletzt errichtete Drohnenbasis sowie das Hauptquartier der gemeinsamen Saheltruppe von Niger, Mali und Burkina Faso. Der Flughafen liegt zudem rund zehn Kilometer vom Präsidialkomplex entfernt und gilt damit als besonders sensibler Bereich.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">What Niamey’s Airport attack means for Niger, West Africa and Sahel<br><br>By: Zagazola Makama <br><br>Niamey woke up in the morning of Thursday to disturbing reports of heavy gunfire and explosions around the airport zone an area that hosts Niger’s air force base, the headquarters of… <a href="https://t.co/98zqatgGOM">pic.twitter.com/98zqatgGOM</a></p>&mdash; Zagazola (@ZagazOlaMakama) <a href="https://twitter.com/ZagazOlaMakama/status/2016877300361404736?ref_src=twsrc%5Etfw">January 29, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Bewohner der umliegenden Viertel schilderten über mehr als eine Stunde anhaltende Schusswechsel und Explosionen, teils in der Größenordnung schwerer Waffen. Auf Videos, die in sozialen Medien verbreitet wurden, waren Lichtspuren am Nachthimmel zu erkennen. Beobachter deuteten dies als mögliche Flugabwehraktivität, etwa gegen Drohnen, eine unabhängige Bestätigung lag nicht vor.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-panik-unter-reisenden-umleitungen-im-flugverkehr"><span id="panik-unter-reisenden-umleitungen-im-flugverkehr">Panik unter Reisenden, Umleitungen im Flugverkehr</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="625" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_1lWMlbUAQ3zc7-1024x625.jpeg" alt="" class="wp-image-24123 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_1lWMlbUAQ3zc7-1024x625.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_1lWMlbUAQ3zc7-300x183.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_1lWMlbUAQ3zc7-768x469.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_1lWMlbUAQ3zc7-1536x938.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_1lWMlbUAQ3zc7-380x232.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_1lWMlbUAQ3zc7-800x488.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_1lWMlbUAQ3zc7-1160x708.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_1lWMlbUAQ3zc7.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse lösten Unruhe unter Reisenden und Anwohnern aus. Mehrere Passagiere verließen das Flughafengelände zu Fuß. Nach Angaben aus der Luftverkehrsbeobachtung wurden in der Nacht und am Morgen auch kommerzielle und Frachtflüge auf alternative Airports in Nachbarstaaten umgeleitet. Ein offizieller Statusbericht zum Flugbetrieb wurde zunächst nicht veröffentlicht.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-air-cote-d-ivoire-meldet-beschadigtes-flugzeug"><span id="air-cote-divoire-meldet-beschaedigtes-flugzeug">Air Côte d’Ivoire meldet beschädigtes Flugzeug</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fluggesellschaft Air Côte d’Ivoire teilte am 29. Januar mit, dass ein Airbus A319 während des Vorfalls durch Schüsse unbekannter Herkunft beschädigt worden sei. Einschläge seien am Rumpf und am rechten Flügel festgestellt worden. Passagiere und Crew hätten sich zum Zeitpunkt des Beschusses nicht an Bord befunden, Verletzte oder Todesopfer seien demnach nicht registriert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesellschaft kündigte eine Schadensanalyse an. Je nach Ergebnis könne es zu einer längeren Stilllegung des betroffenen Flugzeugs kommen, was Anpassungen im Flugplan nach sich ziehen würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-offizielle-einordnung-spekulationen-uber-jihadistische-tater"><span id="keine-offizielle-einordnung-spekulationen-ueber-jihadistische-taeter">Keine offizielle Einordnung, Spekulationen über jihadistische Täter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden der Militärregierung äußerten sich zunächst nicht öffentlich zu Ursache und Ablauf. Mehrere Beobachter halten eine jihadistische Attacke für möglich, verweisen jedoch auf fehlende Bestätigung. Niger ist seit Jahren von bewaffneten Gruppen betroffen, darunter JNIM und der Islamische Staat im Sahel, vor allem in westlichen Regionen. In den Tagen vor dem Vorfall habe es nach Angaben von Analysten Warnungen über ein erhöhtes Anschlagsrisiko gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Umfeld des Flughafens waren am Donnerstagmorgen Zufahrten gesperrt und ein starkes Sicherheitsaufgebot im Einsatz. Satellitenbilder, auf die sich Medienberichte stützten, zeigten verbrannte Flächen in der Nähe der Start- und Landebahn.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-die-umstrittene-uranium-lagerung"><span id="die-umstrittene-uranium-lagerung">Die umstrittene Uranium-Lagerung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flughafenstandort steht auch im Zusammenhang mit einem wirtschaftspolitisch sensiblen Thema. Nach Medienangaben lagert dort derzeit eine größere Uranium-Menge, deren Ausfuhr aussteht. Der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">französische</a> Nuklearkonzern Orano hatte zuletzt angekündigt, rechtliche Schritte gegen den nigrischen Staat fortzusetzen und Ansprüche auf das Material zu bekräftigen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-im-landesinneren"><span id="reaktionen-im-landesinneren">Reaktionen im Landesinneren</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="540" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_155i6XgAAHr6z.jpeg" alt="" class="wp-image-24122 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_155i6XgAAHr6z.jpeg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_155i6XgAAHr6z-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_155i6XgAAHr6z-768x432.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_155i6XgAAHr6z-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_155i6XgAAHr6z-800x450.jpeg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Aus Tahoua meldete die Agence Nigérienne de Presse eine Kundgebung, bei der lokale Vertreter und Bürgergruppen ihre Solidarität mit den Behörden des Conseil National pour la Sauvegarde de la Patrie und den Sicherheitskräften erklärten. In einer verlesenen Erklärung wurden Gewalt und Destabilisierungsversuche verurteilt, zugleich wurde die Bevölkerung zur Wachsamkeit aufgerufen. Der Gouverneur der Region erklärte, die Lage in Niamey sei unter Kontrolle und die Sicherheitskräfte blieben im Einsatz.</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Macron skizziert Frankreichs künftiges militärisches Engagement in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 19:10:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat auf der Luftwaffenbasis 125 in Istres-Le Tubé die Neujahrswünsche an die Streitkräfte mit&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika%2F&amp;action_name=Macron%20skizziert%20Frankreichs%20k%C3%BCnftiges%20milit%C3%A4risches%20Engagement%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat auf der Luftwaffenbasis 125 in Istres-Le Tubé die Neujahrswünsche an die Streitkräfte mit politischen Leitlinien für 2026 verbunden. In seiner <a href="https://www.elysee.fr/emmanuel-macron/2026/01/15/voeux-aux-forces-armees-sur-la-base-aerienne-125-distres">Rede</a> hob er die Aktualisierung der Loi de programmation militaire 2026 bis 2030, zusätzliche Mittel für Munition, Souveränität und Modernisierung sowie eine beschleunigte Aufrüstung hervor. Für Afrika skizzierte er zugleich ein künftiges Engagement, das weniger auf dauerhafte Präsenz und stärker auf angefragte, klar definierte Kooperationen setzt. Macron stellte dieses Modell als „Partnerschaft im Gleichgewicht“ dar und betonte Souveränität, Bedarfsorientierung und operative Anpassungsfähigkeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-istres-als-buhne-fur-strategische-botschaften"><span id="istres-als-buehne-fuer-strategische-botschaften">Istres als Bühne für strategische Botschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron wählte die Luftwaffenbasis 125 Istres-Le Tubé als Ort, um den seit 2017 verfolgten Kurs der französischen Aufrüstung zu illustrieren. Er erinnerte an seine damalige Ankündigung, den Verteidigungshaushalt schrittweise anzuheben und bis 2025 zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erreichen. Dieses Ziel sei erreicht. Istres sei zugleich ein sichtbares Beispiel für die Umsetzung der Militärplanung, unter anderem durch die Lieferung von 15 Airbus-Flugzeugen zur Luftbetankung und zum strategischen Transport, neue Infrastruktur, einen Simulator sowie ein Passagierterminal. Die Basis sei zu einem Hub geworden, der militärische Verlegungen und Materialtransporte beschleunige.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident knüpfte diese Standortbeschreibung an eine sicherheitspolitische Lagebewertung. 2026 werde ein Jahr der Bewährung. Frankreich müsse schneller, stärker und unabhängiger werden. Die Fähigkeit, Kräfte weltweit kurzfristig zu verlegen, nannte er als zentrales Element, das auch für künftige Einsätze und Unterstützungsleistungen in Afrika relevant sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-operative-erfahrungshintergrund-und-die-rolle-afrikas"><span id="der-operative-erfahrungshintergrund-und-die-rolle-afrikas">Der operative Erfahrungshintergrund und die Rolle Afrikas</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rückblick auf 2025 zählte Macron zahlreiche Operationen auf, darunter Einsätze gegen illegalen Goldabbau in Französisch-Guayana, Maßnahmen im Roten Meer zur Sicherung des Seehandels, den Kampf gegen Drogenschmuggel auf See, humanitäre Hilfe in Jamaika und Gaza, neue Brigaden in Rumänien, Projektionen in den hohen Norden sowie Cyber- und Weltraumoperationen. In diese Reihe ordnete er ausdrücklich auch die „Transformation“ der französischen Haltung in Afrika ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit legte Macron einen Rahmen nahe, in dem <a href="https://fokus-afrika.de/macron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika/">Afrika nicht als singulärer Einsatzraum behandelt wird,</a> sondern als Teil einer globalen Einsatzlogik, bei der Frankreich je nach Bedrohungslage und politischer Anfrage Fähigkeiten bereitstellt. Der Präsident stellte damit die <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/">Anpassung an Partnerwünsche</a> und die Flexibilität französischer Kräfte in den Vordergrund, <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-raeumt-militaerstuetzpunkt-in-abidjan/">nicht die Aufrechterhaltung einer dauerhaften Präsenz</a> um ihrer selbst willen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-prioritaten-der-militarplanung-und-ihre-bedeutung-fur-afrika"><span id="drei-prioritaeten-der-militaerplanung-und-ihre-bedeutung-fuer-afrika">Drei Prioritäten der Militärplanung und ihre Bedeutung für Afrika</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="573" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-1024x573.jpg" alt="" class="wp-image-23607 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-1024x573.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-300x168.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-768x429.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-380x212.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-800x447.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-1160x649.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Macron kündigte eine Aktualisierung der Loi de programmation militaire an, die für 2026 bis 2030 zusätzliche 36 Milliarden Euro vorsehen soll, darunter 3,5 Milliarden Euro bereits 2026. Diese surmarche soll drei Prioritäten finanzieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens sollen Munitionsbestände ausgebaut und die operative Vorbereitung gestärkt werden. Macron verwies auf Lehren aus der Ukraine und dem Roten Meer. Indirekt betrifft dies auch Afrikasicherheitskooperationen, weil Verfügbarkeiten von Munition und Einsatzfähigkeit die Voraussetzung für kurzfristige Unterstützungsleistungen, Ausbildung und Schutzmissionen bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens nannte Macron die Sicherung französischer Souveränität. Dazu gehören ein System der Frühwarnung mit Weltraumkomponente und bodengebundener Radarüberwachung, die Nutzung von Satellitenkonstellationen in niedriger Erdumlaufbahn sowie zusätzliche Schutzfähigkeiten für den Weltraumsektor. Auch die Entwicklung von Fähigkeiten für weitreichende Feuerwirkung in großer Tiefe und eine beschleunigte bodengebundene Luftverteidigung, darunter das SAMP/T Nouvelle Génération, verortete er unter Souveränität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika ergibt sich daraus vor allem eine strukturelle Konsequenz. Paris will Fähigkeiten ausbauen, die unabhängig von außereuropäischen Systemen verfügbar sind. Dieser Fokus auf autonome Fähigkeiten kann die Art der Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern beeinflussen, etwa bei Ausbildung, Ausrüstung und der Bereitstellung spezifischer Beiträge, die Macron als angefragt und klar begrenzt beschrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drittens soll das Streitkräftemodell kurzfristig modernisiert werden, insbesondere durch Anti-Drohnen-Fähigkeiten, Maßnahmen im elektromagnetischen Umfeld und eine schnellere Ausstattung der Teilstreitkräfte mit Drohnen. Macron räumte ein, dass Frankreich hier Rückstände habe. Gerade in afrikanischen Einsatzräumen, in denen Drohnen und unbemannte Systeme sowohl in der Aufklärung als auch bei Schutzaufgaben an Bedeutung gewinnen, sind solche Fähigkeiten für künftige Unterstützungsformate unmittelbar relevant.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerschaft-im-gleichgewicht-als-leitlinie-fur-afrika"><span id="partnerschaft-im-gleichgewicht-als-leitlinie-fuer-afrika">„Partnerschaft im Gleichgewicht“ als Leitlinie für Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron beschrieb die französische Haltung in Afrika als tiefgreifend reorganisiert. Diese Reorganisation bedeute, so der Präsident, ein „Partnerschaftsmodell im Gleichgewicht“. Frankreich wolle an der Seite von Regierungen und Streitkräften stehen, die konkrete Bedarfe formulieren. Kooperationen sollen demnach vor allem Ausbildung, Ausrüstung und spezifische Beiträge umfassen. Entscheidend sei ein klar definierter Rahmen und die volle Respektierung der Souveränität der Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzte Macron sprachlich einen Kontrapunkt zu früheren Formen französischer Präsenz, ohne diese explizit zu bewerten. In seiner Darstellung ist Frankreich weiterhin verfügbar, wenn es angefordert wird. Zugleich ist das Engagement stärker konditional durch Nachfrage, Aufgabenbeschreibung und Abgrenzung bestimmt. Die operative und politische Logik ist <a href="https://fokus-afrika.de/abeche-frankreich-uebergibt-militaerbasis-an-tschad/">weniger dauerhafte Stationierung</a>, mehr modulare Kooperation.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-verlegefahigkeit-als-voraussetzung-fur-afrika-formate"><span id="militaerische-verlegefaehigkeit-als-voraussetzung-fuer-afrika-formate">Militärische Verlegefähigkeit als Voraussetzung für Afrika-Formate</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beschreibung von Istres als Hub und die Betonung strategischer Transport- und Betankungsfähigkeit fügen sich in dieses Afrika-Modell ein. Wenn Kooperationen kurzfristig, bedarfsorientiert und projektförmig erfolgen sollen, ist schnelle Verlegbarkeit zentral. Die erwähnte Flotte ermöglicht medizinische Evakuierungen über große Distanzen und unterstützt nukleare Abschreckung, wird aber zugleich als polyvalentes Instrument der Projektion dargestellt. Macron verwies auf Einsätze im hohen Norden und auf bevorstehende Missionen, deren Details offen blieben. Der funktionale Kern ist die Fähigkeit, Kräfte rasch dorthin zu bringen, wo Frankreich politisch handeln will oder wo Partner anfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Logik lässt sich auf Afrika übertragen, insbesondere auf Ausbildungsmissionen, zeitlich begrenzte Unterstützungsoperationen oder den Schutz spezifischer Knotenpunkte, sofern ein Partnerstaat dies anfordert und der Rahmen definiert ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stabilitatsmacht-frankreich-in-afrika"><span id="stabilitaetsmacht-frankreich-in-afrika">Stabilitätsmacht Frankreich in Afrika</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="799" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55029221105_6194021c59_c.jpg" alt="" class="wp-image-23608 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55029221105_6194021c59_c.jpg 533w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55029221105_6194021c59_c-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55029221105_6194021c59_c-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 533px) 100vw, 533px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Macron bezeichnete Frankreich auf internationaler Ebene als glaubwürdige und verlässliche Stabilitätsmacht. Er stellte Europa, Afrika und den Indopazifik in eine Reihe von Räumen, in denen Frankreich präsent sei, wenn Frieden bedroht werde. Für Afrika bedeutet diese Einordnung, dass Paris den Kontinent nicht als isolierten Einsatzraum behandelt, sondern als Teil einer globalen Strategie, die auf Stabilität, Partnerschaften und Souveränitätsrespekt setzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig deutete Macron an, dass Frankreich in Afrika nicht in eine Logik langfristiger militärischer Konflikte eintreten wolle. Die <a href="https://fokus-afrika.de/macron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika/">neue Ausrichtung ist als flexible Kooperation beschrieben</a>, die sich an Nachfrage orientiert und sich in Umfang und Dauer begrenzen lässt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-industrie-tempo-und-die-fahigkeit-partner-zu-bedienen"><span id="industrie-tempo-und-die-faehigkeit-partner-zu-bedienen">Industrie, Tempo und die Fähigkeit, Partner zu bedienen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron forderte die französische Rüstungsindustrie auf, schneller zu produzieren, in höheren Stückzahlen zu liefern und leichtere Systeme innovativ zu entwickeln. Er warnte vor Entwicklungszeiten von fünf bis sieben Jahren und vor der Gefahr, dass Kunden zu Wettbewerbern werden. Diese industriepolitische Botschaft ist auch für Afrika relevant, weil sie mittelbar die Frage berührt, welche Ausrüstung Frankreich kurzfristig bereitstellen kann, wenn afrikanische Partner Unterstützung anfragen. Macron betonte zudem die europäische Präferenz beim Einkauf und verwies auf EU-Finanzierungsprogramme, in denen europäische Beschaffung verankert sei. Paris will demnach in Europa schnell lieferfähig sein und zugleich industrielle Kooperationen ausbauen, etwa bei SAMP/T, JEWEL oder der Initiative ELSA.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-personal-resilienz-und-service-national"><span id="personal-resilienz-und-service-national">Personal, Resilienz und Service national</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich kündigte Macron an, für 2026 bis 2030 mehr als zwei Milliarden Euro für den service national, der französischen Wehrpflicht, vorzusehen. Die Rekrutierung habe begonnen, die ersten Einberufenen sollen im September 2026 ihre Grundausbildung antreten. Macron stellte dies als Stärkung des pacte armée-nation und als Beitrag zur Reserve dar. In einer Afrika-Perspektive ist dies weniger ein direkter Einsatzbezug, sondern eher Teil einer Gesamtarchitektur, die Personalverfügbarkeit, Durchhaltefähigkeit und nationale Resilienz erhöhen soll. In Kombination mit der geforderten Steigerung operativer Vorbereitung ergibt sich daraus der Anspruch, flexibel auf internationale Anforderungen reagieren zu können, ohne die eigene Einsatzbereitschaft zu schwächen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/">Macron skizziert Frankreichs künftiges militärisches Engagement in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Macron skizziert Frankreichs künftiges militärisches Engagement in Afrika</media:title>
			<media:description type="html">Frankreich ordnet seine Afrika-Präsenz neu. Macron spricht von Partnerschaften auf klaren Mandaten, eingebettet Milliarden für Modernisierung.</media:description>
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		<title>Macron definiert Frankreichs Diplomatie 2026: G7-Präsidentschaft, europäische Souveränität und Afrika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 23:29:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Donnerstag die französischen Botschafterinnen und Botschafter im Élysée-Palast empfangen. Im Rahmen der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika%2F&amp;action_name=Macron%20definiert%20Frankreichs%20Diplomatie%202026%3A%20G7-Pr%C3%A4sidentschaft%2C%20europ%C3%A4ische%20Souver%C3%A4nit%C3%A4t%20und%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika/">Macron definiert Frankreichs Diplomatie 2026: G7-Präsidentschaft, europäische Souveränität und Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Donnerstag die französischen Botschafterinnen und Botschafter im Élysée-Palast empfangen. Im Rahmen der „Conférence des ambassadrices et ambassadeurs“ standen am  8. Januar 2026 drei thematische Arbeitssitzungen im Mittelpunkt, die die französische Außenpolitik 2026 strukturieren sollen. Genannt wurden ein Agenda-Block zur europäischen Souveränität, die französische G7-Präsidentschaft mit wirtschafts- und entwicklungspolitischen Schwerpunkten sowie Afrika mit Blick auf den Afrika-Frankreich-Gipfel in Nairobi.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-thematische-schwerpunkte-fur-2026"><span id="drei-thematische-schwerpunkte-fuer-2026">Drei thematische Schwerpunkte für 2026</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="502" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1024x502.jpeg" alt="" class="wp-image-23391 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1024x502.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-300x147.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-768x377.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1536x753.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-380x186.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-800x392.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1160x569.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz der französischen Botschafter war laut offizieller Darstellung um drei Arbeitsformate organisiert, die den diplomatischen Jahresfahrplan abbilden sollen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-europaische-souveranitat-als-leitmotiv"><span id="europaeische-souveraenitaet-als-leitmotiv">Europäische Souveränität als Leitmotiv</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Themenblock ging es um europäische Souveränität, explizit mit wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Dimensionen. Der Präsident verortete die Debatte in einem internationalen Umfeld, das er als zunehmend von Machtpolitik geprägt beschrieb. In der Rede war von einem „Weltgeschehen, das sich verstellt“ die Rede, verbunden mit der Diagnose schwächer werdender multilateraler Institutionen und einer Tendenz großer Mächte, Einflusszonen und Regeln neu zu definieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Teil dieser Lagebeschreibung wurden mehrere Akteure benannt: Die USA seien eine etablierte Macht, die sich schrittweise von Teilen ihrer Allianzen entferne und sich in einzelnen Politikfeldern von internationalen Regeln löse. China wurde als wirtschaftlich aufstrebende Macht mit „enthemmter“ Handelsaggressivität beschrieben, die insbesondere die europäische Wirtschaft belaste. Russland wurde als „destabilisierende Macht“ im Kontext des Krieges gegen die Ukraine genannt, ergänzt um Verweise auf Informationsoperationen und weitere Akteure.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-g7-prasidentschaft-makrookonomische-ungleichgewichte-und-entwicklungsfinanzierung"><span id="g7-praesidentschaft-makrooekonomische-ungleichgewichte-und-entwicklungsfinanzierung">G7-Präsidentschaft: Makroökonomische Ungleichgewichte und Entwicklungsfinanzierung</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="549" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026.png" alt="" class="wp-image-23390 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026-300x257.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026-380x326.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Schwerpunkt betraf die französische Präsidentschaft der G7, die laut Rede im Juni 2026 in Evian stattfinden soll. Als Kernziele nannte der Präsident die Reduzierung globaler makroökonomischer Ungleichgewichte sowie Fragen der Finanzierung von Entwicklung und globaler Klimatransition.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Argumentation in der Rede ordnete diese Agenda in ein Dreieck globaler Wirtschaftsprobleme ein: US-Doppeldefizite, eine europäische Investitions- und Innovationsschwäche sowie eine chinesische Produktionsstärke bei zugleich zu geringer Binnenkonsumnachfrage. Der Präsident verband diese Diagnose mit dem Ziel, die G7 nicht als Blockbildung gegen China oder die BRICS zu nutzen. Stattdessen solle eine Brücke zu den BRICS gesucht werden, um Fragmentierung zu vermeiden. In diesem Zusammenhang verwies die Rede auf die Rolle Indiens und auf ein Treffen, an dem der indische Außenminister im Élysée teilnahm.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-afrika-nairobi-gipfel-als-politischer-fixpunkt"><span id="afrika-nairobi-gipfel-als-politischer-fixpunkt">Afrika: Nairobi-Gipfel als politischer Fixpunkt</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="840" height="560" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017.jpg" alt="" class="wp-image-23389 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017.jpg 840w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der dritte Themenblock war Afrika, ausdrücklich „in der Perspektive des Afrika-Frankreich-Gipfels von Nairobi“. Der Präsident stellte diesen Gipfel als wichtigen Termin im Mai 2026 dar. Er ordnete ihn in eine seit Jahren verfolgte Neujustierung der Afrikapolitik ein, die er als „Partnerschaft auf Augenhöhe“ bezeichnete und auf Veränderungen seit der Rede von Ouagadougou zurückführte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Rede wurde betont, Frankreich habe seine militärische Präsenz auf dem Kontinent umgebaut und Stützpunkte reduziert. Das sei teils als Rückzug gedeutet worden, werde jedoch als Rebalancing beschrieben. Parallel skizzierte der Präsident eine erneuerte militärische Kooperation, die in der Rede als „pertinent“ bezeichnet und unter anderem mit einem Verweis auf Benin konkretisiert wurde. Daneben wurden neue Kooperationsfelder genannt, darunter Unternehmertum, Jugend, Kultur- und Kreativwirtschaft, Sport sowie eine erinnerungs- und kulturpolitische Agenda. Auch die Mobilisierung von Diasporas wurde als Ziel genannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23388 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident erklärte, der Gipfel solle zudem eine neue Form der Einbindung externer Partner zeigen. In der Rede sagte er, er habe den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/">indischen</a> Premierminister Modi und den deutschen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bundeskanzler/">Bundeskanzler</a> Merz eingeladen, gemeinsam mit ihm in Nairobi präsent zu sein. Das wurde als Signal für eine veränderte Arbeitsweise und für breitere Koalitionen in Afrika beschrieben.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weltlage-und-franzosischer-handlungsrahmen"><span id="weltlage-und-franzoesischer-handlungsrahmen">Weltlage und französischer Handlungsrahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident zeichnete ein Bild eines internationalen Systems, in dem multilaterale Arenen als weniger leistungsfähig dargestellt werden und die „Logik des Stärkeren“ an Raum gewinnt. Im Zentrum stand die Abgrenzung von zwei Verhaltensweisen, die als unpassend für Frankreich und Europa bezeichnet wurden: Einerseits die Anpassung an Machtlogik bis hin zur „glücklichen Vasallisierung“, andererseits eine rein moralische Positionierung ohne Handlungsfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen wurde eine Linie formuliert, die auf Stärkung von Kapazitäten, Interessenwahrung und Einflussarbeit setzt. Dazu zählte auch die Aussage, Diplomatie solle nicht primär kommentieren, sondern handeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ukraine-europaische-verteidigung-und-rustungsindustrie"><span id="ukraine-europaeische-verteidigung-und-ruestungsindustrie">Ukraine, europäische Verteidigung und Rüstungsindustrie</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23387 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitsdimension wurde in der Rede stark über den Ukraine-Krieg gerahmt. Der Präsident bezeichnete diesen Konflikt als grundlegendes Sicherheitsthema für Frankreich und Europa und verwies auf eine „Koalition der Willigen“, deren Treffen in Paris „vor 48 Stunden“ stattgefunden habe. Er sagte, die finanzielle Unterstützung für die ukrainische Widerstandsfähigkeit werde vollständig durch die Mitglieder dieser Koalition getragen, während weiterhin Abhängigkeiten bei Fähigkeiten bestünden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Darauf aufbauend wurde die Entwicklung einer „Europa der Verteidigung“ als zentrale Veränderung seit 2022 dargestellt, einschließlich neuer Finanzierungselemente, strategischer Dokumente und einer „europäischen Präferenz“. In der Rede wurden zwei operative Erwartungen formuliert: Erstens solle die europäische Dimension stärker in Beschaffung und Planung einfließen. Zweitens wurden die Auslandsvertretungen aufgefordert, Partneroptionen zu erschließen, insbesondere im Kontext der Rüstungsindustrie und Exportperspektiven.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftspolitik-schutz-marktregeln-und-investitionen"><span id="wirtschaftspolitik-schutz-marktregeln-und-investitionen">Wirtschaftspolitik: Schutz, Marktregeln und Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt war die wirtschaftliche Lage Europas zwischen chinesischer Konkurrenz und US-Zöllen. Die Rede benannte explizit eine gleichzeitige Belastung durch chinesische Handelspraktiken und amerikanische Tarifpolitik. Als Beispiel wurde angeführt, dass selbst Deutschland mittlerweile ein Handelsdefizit mit China aufweise und im Vorjahr 50.000 industrielle Arbeitsplätze verloren habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als strategischer Rahmen wurde eine „Schutz“-Logik beschrieben, die von Protektionismus abgegrenzt wurde. Genannt wurden Instrumente wie Schutzklauseln, „Spiegelklauseln“ und Grenzschutzmechanismen gegenüber unlauterer Konkurrenz. Ergänzend verwies die Rede auf Agenda-Elemente wie Vereinfachung, Wettbewerbsfähigkeit, Binnenmarktvertiefung und Kapitalmarktunion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein drittes Element betraf Investitionen in Innovation. Genannt wurden KI, Quanten, Raumfahrt und „Green Tech“ als Felder, in denen Europa mehr und schneller investieren müsse, um technologische und wirtschaftliche Interessen zu sichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-demokratie-informationsraum-und-regulierung"><span id="demokratie-informationsraum-und-regulierung">Demokratie, Informationsraum und Regulierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede verknüpfte die internationale Lage mit einer innen- und gesellschaftspolitischen Dimension. Als Risiko wurde eine doppelte Belastung durch autoritäre Systeme und durch die Wirkung großer Plattform-Algorithmen beschrieben. Genannt wurden dabei die europäischen Digitalregulierungen DSA und DMA sowie ein angekündigter „europäischer demokratischer Schutzschild“. Zudem verwies der Präsident auf Initiativen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerschaften-indo-pazifik-mittelmeer-und-afrika"><span id="partnerschaften-indo-pazifik-mittelmeer-und-afrika">Partnerschaften: Indo-Pazifik, Mittelmeer und Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Abschnitt zur Einflussarbeit stellte der Präsident mehrere Partnerschaftsachsen heraus. Genannt wurden ein Indo-Pazifik-Ansatz, der seit 2018 aufgebaut worden sei, sowie Formate im Mittelmeerraum, darunter die Beziehungen zu Ägypten, Libanon und Marokko. Zudem verwies die Rede auf die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch Frankreich im Vorjahr und auf eine „Erklärung von New York“, die Frankreichs Glaubwürdigkeit in der Region gestärkt habe.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-will-die-partnerschaft-mit-afrika-wirtschaftlich-erneuern"><span id="frankreich-will-die-partnerschaft-mit-afrika-wirtschaftlich-erneuern">Frankreich will die Partnerschaft mit Afrika wirtschaftlich erneuern</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein markanter Teil der Afrika-Passage bezog sich auf die Rolle französischer Unternehmen und Finanzakteure. Der Präsident stellte einen Widerspruch heraus: Während die Diplomatie die politische Beziehung neu ausrichte und „verständlich“ mache, hätten sich zugleich große Teile der französischen Wirtschaft vom afrikanischen Kontinent zurückgezogen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Er nannte insbesondere den Rückzug des Bank- und Finanzsektors und sagte, Frankreich sei vor 15 Jahren noch eine „Bank- und Finanzmacht“ in Afrika gewesen, während „alle verkauft“ hätten. Die Rede deutete an, dass Regulierungen als Begründung für diesen Rückzug genannt würden, setzte dem aber entgegen, dass entstehende Lücken von anderen Akteuren gefüllt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident formulierte daraus eine Erwartung an die französische Regierung und die diplomatischen Strukturen: Es solle auf „finanzielle“ Fragen Antworten geben. Gleichzeitig skizzierte er eine Auswahl-Logik für wirtschaftliche Delegationen und Kooperationsprojekte. Er sagte sinngemäß, es solle stärker mit Akteuren gearbeitet werden, die bereit seien, in dem beschriebenen Partnerschaftsrahmen tätig zu sein, darunter ausdrücklich auch KMU, Start-ups und mittelständische Unternehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-macro-will-sich-der-schlacht-der-narrative-in-afrika-stellen"><span id="macro-will-sich-der-schlacht-der-narrative-in-afrika-stellen">Macro will sich der &#8220;Schlacht der Narrative&#8221; in Afrika stellen</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-12018 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-768x1024.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-380x507.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-800x1066.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024.jpg 1069w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verband die Afrika-Agenda mit einem größeren Kontext internationaler Einflusskonkurrenz. Er sprach von einer „Schlacht der Narrative“ und einer intensiven Auseinandersetzung um Deutungshoheit. In der Rede wurde betont, Frankreich müsse die eigene Politik stärker erklären und Desinformation bekämpfen. Das wurde als Bestandteil der Sicherung von Interessen und Einfluss beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich ordnete der Präsident Afrika in ein weltpolitisches Umfeld ein, das er als zunehmend instabil charakterisierte und in dem multilaterale Institutionen weniger wirksam seien. Er verwies auf mehrere Krisenräume, die Frankreich 2026 weiter begleiten wolle, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a>, die Hornregion Afrikas und die Region der Großen Seen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-multilateralismus-ozeane-gesundheit-rohstoffe-und-un-reform"><span id="multilateralismus-ozeane-gesundheit-rohstoffe-und-un-reform">Multilateralismus: Ozeane, Gesundheit, Rohstoffe und UN-Reform</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verteidigte die Idee eines „wirksamen Multilateralismus“ als Interesse Frankreichs. Als Beispiele nannte die Rede ein KI-Gipfelformat in Paris, den Ozeangipfel und die Ratifizierung eines Hochsee-Abkommens (BBNJ). Für 2026 wurden weitere multilaterale Prioritäten genannt, darunter Plastikregulierung, Gesundheitspolitik und ein Gipfel in Lyon im April sowie Kooperationen zu kritischen Rohstoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur G7-Präsidentschaft wurde neben Makroökonomie auch die Vermeidung globaler Blockbildung betont. Darüber hinaus nannte die Rede drei Baustellen: eine Krise der internationalen Sicherheitsinstrumente und Friedensmissionen, eine Krise der öffentlichen Entwicklungsfinanzierung vor dem Hintergrund eines US-Rückzugs sowie die Reform internationaler Governance, insbesondere der Vereinten Nationen. In diesem Kontext wurde ein französischer Anspruch formuliert, Initiativen zur Reform der globalen Ordnung gemeinsam mit „großen Schwellenländern“ voranzutreiben.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika/">Macron definiert Frankreichs Diplomatie 2026: G7-Präsidentschaft, europäische Souveränität und Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Macron definiert Frankreichs Diplomatie 2026: G7-Präsidentschaft, europäische Souveränität und Afrika</media:title>
			<media:description type="html">Macron macht Afrika 2026 zum Schwerpunkt für Frankreich: Nairobi-Gipfel, Diaspora-Politik und die militärischen Kooperation im Fokus.</media:description>
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			<media:description type="html">Prime Minister Keir Starmer calls athletes ahead of Paralympics</media:description>
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		<title>Nigeria weist KI-Vorwürfe zurück: Foto von Treffen zwischen Tinubu und Kagame in Paris ist authentisch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Jan 2026 15:13:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das nigerianische Präsidialamt hat Vorwürfe zurückgewiesen, ein Foto von Präsident Bola Tinubu und dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigeria-weist-ki-vorwuerfe-zurueck-foto-von-treffen-zwischen-tinubu-und-kagame-in-paris-ist-authentisch%2F&amp;action_name=Nigeria%20weist%20KI-Vorw%C3%BCrfe%20zur%C3%BCck%3A%20Foto%20von%20Treffen%20zwischen%20Tinubu%20und%20Kagame%20in%20Paris%20ist%20authentisch&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-ki-vorwuerfe-zurueck-foto-von-treffen-zwischen-tinubu-und-kagame-in-paris-ist-authentisch/">Nigeria weist KI-Vorwürfe zurück: Foto von Treffen zwischen Tinubu und Kagame in Paris ist authentisch</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das nigerianische Präsidialamt hat Vorwürfe zurückgewiesen, ein Foto von Präsident Bola Tinubu und dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame in Paris sei mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt worden. Die Aufnahme entstand am 4. Januar 2026 während eines realen Treffens der beiden Staatschefs in der französischen Hauptstadt. Auslöser der Debatte war eine nachträglich bearbeitete Version des Bildes, die in sozialen Netzwerken verbreitet wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausloser-der-kontroverse-um-das-paris-foto"><span id="ausloeser-der-kontroverse-um-das-paris-foto">Auslöser der Kontroverse um das Paris-Foto</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Foto zeigt Nigerias Präsident&nbsp;<strong>Bola Tinubu</strong>&nbsp;und Ruandas Präsident&nbsp;<strong>Paul Kagame</strong>&nbsp;bei einem privaten Mittagessen in Paris. Nachdem eine verbesserte Version der Aufnahme online kursierte, erschien auf dieser ein sichtbares Grok-Wasserzeichen. In sozialen Medien führte dies zu Spekulationen, das Bild sei künstlich erzeugt oder manipuliert worden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">This afternoon, I had a private lunch with H. E. President Paul Kagame of Rwanda to discuss the current state of world affairs and advancing Africa in an ever-changing global landscape.<a href="https://twitter.com/PaulKagame?ref_src=twsrc%5Etfw">@PaulKagame</a> <a href="https://t.co/7iiIzXYK5z">pic.twitter.com/7iiIzXYK5z</a></p>&mdash; Bola Ahmed Tinubu (@officialABAT) <a href="https://twitter.com/officialABAT/status/2007850631579529506?ref_src=twsrc%5Etfw">January 4, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion griff rasch auf einzelne Medienberichte über und entwickelte sich zu einer breiteren Debatte über den Einsatz digitaler Werkzeuge in der politischen Kommunikation. Trotz erster Erläuterungen aus dem Umfeld des Präsidenten hielten Zweifel an der Echtheit des Fotos an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stellungnahme-des-nigerianischen-prasidialamts"><span id="stellungnahme-des-nigerianischen-praesidialamts">Stellungnahme des nigerianischen Präsidialamts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer offiziellen Erklärung wies das Präsidialamt die Vorwürfe als falsch und irreführend zurück. Das Foto sei authentisch und während eines tatsächlichen Treffens der beiden Präsidenten aufgenommen worden. Tinubu und Kagame hätten sich am 4. Januar 2026 zu einem privaten Gespräch und gemeinsamen Mittagessen in Paris getroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss seien beide Staatschefs am selben Abend zu einem weiteren Treffen mit dem französischen Präsidenten&nbsp;<strong>Emmanuel Macron</strong>&nbsp;zusammengekommen. Das Treffen sei Teil laufender diplomatischer Gespräche auf kontinentaler und internationaler Ebene gewesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-erklarung-zur-bildqualitat-und-nachbearbeitung"><span id="erklaerung-zur-bildqualitaet-und-nachbearbeitung">Erklärung zur Bildqualität und Nachbearbeitung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Präsidialamts wurde das Foto ursprünglich mit einem Mobiltelefon aufgenommen. Die zunächst geringe Bildqualität habe dazu geführt, dass das Bild später mithilfe eines digitalen Werkzeugs nachgeschärft worden sei. Diese technische Bearbeitung habe ausschließlich der besseren Sichtbarkeit gedient und stelle keine Erstellung eines künstlichen oder erfundenen Bildes dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidialverwaltung betonte, dass eine nachträgliche Verbesserung der Bildqualität weder den Moment noch das Treffen selbst infrage stelle. Das Foto bilde eine reale Begegnung ab und sei nicht mithilfe von Künstlicher Intelligenz generiert worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-in-sozialen-medien-und-forderungen-nach-klarheit"><span id="reaktionen-in-sozialen-medien-und-forderungen-nach-klarheit">Reaktionen in sozialen Medien und Forderungen nach Klarheit</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9w6V2tWcAAZ-yW-819x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23220 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9w6V2tWcAAZ-yW-819x1024.jpeg 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9w6V2tWcAAZ-yW-240x300.jpeg 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9w6V2tWcAAZ-yW-768x960.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9w6V2tWcAAZ-yW-380x475.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9w6V2tWcAAZ-yW-800x1000.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9w6V2tWcAAZ-yW.jpeg 864w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Bild war zunächst über den verifizierten X-Account von Präsident Tinubu veröffentlicht und später von einem Mitarbeiter des Präsidialamts weiterverbreitet worden. In der Folge forderten einige Nutzerinnen und Nutzer in sozialen Netzwerken mehr Transparenz beim Umgang mit offiziellen Bildern und eine klarere Kennzeichnung technischer Nachbearbeitungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig blieb die Skepsis einzelner Kommentatoren bestehen, die den <a href="https://fokus-afrika.de/ki-als-geopolitisches-instrument-europa-afrika-und-die-strategische-zusammenarbeit/">Einsatz digitaler Werkzeuge grundsätzlich kritisch sehen</a>. Die Debatte verdeutlichte die wachsende Sensibilität gegenüber Bildmaterial in einer Zeit, in der manipulierte Inhalte zunehmend verbreitet sind.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-appell-an-medien-und-offentlichkeit"><span id="appell-an-medien-und-oeffentlichkeit">Appell an Medien und Öffentlichkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Erklärung äußerte das Präsidialamt Besorgnis über vorschnelle Schlussfolgerungen und unzutreffende Berichterstattung. Journalistinnen und Journalisten seien aufgerufen, vor der Veröffentlichung entsprechender Behauptungen Rückfragen zu stellen und Sachverhalte zu überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stellungnahme betonte, dass verantwortungsvoller Journalismus sorgfältige Recherche und eine faire Darstellung erfordere. Die Verbreitung unbelegter Vorwürfe könne das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben und zu Fehlwahrnehmungen führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterzeichnet wurde die Erklärung von Temitope Ajayi, Senior Special Assistant des Präsidenten für Medien und Öffentlichkeitsarbeit. Er bekräftigte das Bekenntnis des Präsidialamts zu transparenter Kommunikation und zur korrekten Information der Öffentlichkeit.</p>
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		<title>Präsidentschaftswahl in Guinea: Mamadi Doumbouya mit 86,72 Prozent zum Sieger erklärt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Jan 2026 14:10:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Guinea]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Guinea hat der Oberste Gerichtshof die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vom 28. Dezember 2025 bestätigt. Demnach gewann Mamadi Doumbouya,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesidentschaftswahl-in-guinea-mamadi-doumbouya-mit-8672-prozent-zum-sieger-erklaert%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sidentschaftswahl%20in%20Guinea%3A%20Mamadi%20Doumbouya%20mit%2086%2C72%20Prozent%20zum%20Sieger%20erkl%C3%A4rt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Guinea hat der Oberste Gerichtshof die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vom 28. Dezember 2025 bestätigt. Demnach gewann <strong>Mamadi Doumbouya</strong>, Kandidat der Partei Génération pour la Modernité et le Développement (GMD), die Wahl mit 86,72 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Entscheidung beendet das formelle Wahlverfahren und markiert einen zentralen Schritt im von den Behörden betonten Übergang zur verfassungsmäßigen Ordnung. Nationale Reaktionen sowie internationale Glückwünsche folgten unmittelbar auf die Verkündung der endgültigen Ergebnisse.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entscheidung-der-cour-supreme-und-offizielle-ergebnisse"><span id="entscheidung-der-cour-supreme-und-offizielle-ergebnisse">Entscheidung der Cour suprême und offizielle Ergebnisse</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="638" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6fWgAAlmhT-1024x638.jpeg" alt="" class="wp-image-23208 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6fWgAAlmhT-1024x638.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6fWgAAlmhT-300x187.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6fWgAAlmhT-768x479.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6fWgAAlmhT-1536x957.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6fWgAAlmhT-380x237.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6fWgAAlmhT-800x498.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6fWgAAlmhT-1160x723.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6fWgAAlmhT.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Oberster Gerichtshof von Guinea</strong> bestätigte am 4. Januar 2026 in Conakry die vorläufigen Resultate der Wahl. Mamadi Doumbouya erhielt demnach 4.594.226 Stimmen, was einem Anteil von 86,72 Prozent der gültigen Stimmen entspricht. Das Gericht erklärte ihn damit bereits im ersten Wahlgang zum Sieger.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl fand am 28. Dezember 2025 statt und war Teil des politischen Prozesses, der nach dem Machtwechsel vom 5. September 2021 eingeleitet worden war. Mit der Entscheidung des Gerichtshofs sind die Ergebnisse rechtskräftig.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ansprache-des-gewahlten-prasidenten-an-die-nation"><span id="ansprache-des-gewaehlten-praesidenten-an-die-nation">Ansprache des gewählten Präsidenten an die Nation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend der Verkündung wandte sich Mamadi Doumbouya in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung. Er würdigte die Beteiligung der Wählerinnen und Wähler und sprach von einer Entscheidung, die in Ruhe und unter Achtung der Institutionen getroffen worden sei. Dabei verwies er auf Berichte internationaler Wahlbeobachtungsmissionen, die den ordnungsgemäßen Ablauf des Urnengangs bestätigt hätten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">🔴🟡🟢Adresse à la Nation de S.E.M Mamadi Doumbouya élu Président de la République de Guinée pour un mandat de 7 ans.✅ <a href="https://t.co/Qhc7Zh38CX">pic.twitter.com/Qhc7Zh38CX</a></p>&mdash; Guinee Buzz (@GuineeBuzz) <a href="https://twitter.com/GuineeBuzz/status/2007948361354109305?ref_src=twsrc%5Etfw">January 4, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede betonte Doumbouya den nationalen Zusammenhalt. Es gebe weder Sieger noch Besiegte, sondern eine einige und unteilbare Nation. Er rief die Bevölkerung dazu auf, gemeinsam an einer neuen Phase des Landes zu arbeiten, die von Frieden, Gerechtigkeit und geteilter wirtschaftlicher Entwicklung geprägt sein solle. Zugleich kündigte er an, das Jahr 2026 unter das Zeichen von Arbeit, Disziplin und Hoffnung zu stellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-unterlegener-kandidaten"><span id="reaktionen-unterlegener-kandidaten">Reaktionen unterlegener Kandidaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Bestätigung der Ergebnisse äußerten sich mehrere unterlegene Kandidaten <a href="https://guineenews.org/2026/01/04/presidentielle-des-candidats-malheureux-reagissent-apres-la-validation-des-resultats-definitifs/">öffentlich</a>. Ibrahima Abé Sylla von der Nouvelle Génération pour la République, der mit 0,87 Prozent den fünften Platz belegte, erklärte, er akzeptiere das Ergebnis. Er verwies auf den aus seiner Sicht sehr engen Zeitrahmen des Wahlkampfs, betonte jedoch seinen Respekt gegenüber der Entscheidung der Wähler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sylla kündigte an, sein politisches Programm dem gewählten Präsidenten zur Verfügung stellen zu wollen, um zur wirtschaftlichen Erholung des Landes beizutragen. Auch Elhadj Bouna Keïta vom Rassemblement pour une Guinée Prospère, der mit 0,52 Prozent den achten Platz erreichte, begrüßte den Ausgang der Wahl. Entscheidend sei das nationale Interesse, erklärte er, und sprach von einem positiven Moment für das Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Stellungnahmen wurden als Signal der Anerkennung des offiziellen Ergebnisses und als Beitrag zur politischen Beruhigung gewertet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-reaktionen-aus-washington-paris-und-peking"><span id="internationale-reaktionen-aus-washington-paris-und-peking">Internationale Reaktionen aus Washington, Paris und Peking</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="898" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6mXEAAclSX-898x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23209 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6mXEAAclSX-898x1024.jpeg 898w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6mXEAAclSX-263x300.jpeg 263w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6mXEAAclSX-768x876.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6mXEAAclSX-1347x1536.jpeg 1347w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6mXEAAclSX-380x433.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6mXEAAclSX-800x912.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6mXEAAclSX-1160x1323.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G9QsH6mXEAAclSX.jpeg 1796w" sizes="(max-width: 898px) 100vw, 898px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch auf internationaler Ebene folgten rasch Glückwünsche. Die Vereinigten Staaten erklärten in einer offiziellen Stellungnahme, sie gratulierten Mamadi Doumbouya zu seiner Wahl und sähen darin eine Gelegenheit, die bilateralen Beziehungen weiter zu vertiefen. <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Washington</a></strong> äußerte die Absicht, die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die politische Stabilität zwischen beiden Ländern zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">französische</a> Präsident <strong>Emmanuel Macron</strong> nahm telefonisch Kontakt mit dem gewählten Präsidenten auf und gratulierte ihm nach der Bestätigung der Ergebnisse durch den Obersten Gerichtshof. Der Élysée bezeichnete die Wahl als wichtigen politischen Schritt für Guinea.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> übermittelte Präsident <strong>Xi Jinping</strong> eine Botschaft, in der er die historische Bedeutung der Beziehungen zwischen beiden Ländern hervorhob. Guinea war das erste Land in Subsahara-Afrika, das diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China aufgenommen hatte. Xi Jinping erklärte, er messe der weiteren Entwicklung der bilateralen Partnerschaft große Bedeutung bei und wolle die Zusammenarbeit weiter ausbauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stellungnahme-der-afrikanischen-union"><span id="stellungnahme-der-afrikanischen-union">Stellungnahme der Afrikanischen Union</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <strong>AU</strong> gratulierte Mamadi Doumbouya offiziell zu seinem Wahlsieg. In einem am 5. Januar 2026 veröffentlichten Kommuniqué würdigte die Organisation die friedliche Stimmabgabe und die Beteiligung der Bevölkerung. Die Wahl sei Ausdruck einer breiten nationalen Einbindung in den politischen Prozess.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich erklärte die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanische Union</a> ihre Bereitschaft, Guinea weiterhin bei der Konsolidierung demokratischer Strukturen und des Rechtsstaats zu unterstützen. Darüber hinaus rief sie die internationale Gemeinschaft dazu auf, die seit dem Machtwechsel 2021 bestehenden Sanktionen gegen Guinea zu überprüfen und eine mögliche Aufhebung in Betracht zu ziehen. Dies solle die Umsetzung der politischen Reformagenda sowie die wirtschaftliche Stabilisierung des Landes erleichtern.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-gestützter strukturierter Dialog startet in Libyen als zentraler Schritt im politischen Fahrplan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-gestuetzter-strukturierter-dialog-startet-in-libyen-als-zentraler-schritt-im-politischen-fahrplan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 00:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Libyen]]></category>
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		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Tripolis hat die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Libyen (UNSMIL) Mitte Dezember 2025 die Auftaktsitzungen eines neuen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-gestuetzter-strukturierter-dialog-startet-in-libyen-als-zentraler-schritt-im-politischen-fahrplan%2F&amp;action_name=UN-gest%C3%BCtzter%20strukturierter%20Dialog%20startet%20in%20Libyen%20als%20zentraler%20Schritt%20im%20politischen%20Fahrplan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-gestuetzter-strukturierter-dialog-startet-in-libyen-als-zentraler-schritt-im-politischen-fahrplan/">UN-gestützter strukturierter Dialog startet in Libyen als zentraler Schritt im politischen Fahrplan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Tripolis hat die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Libyen (UNSMIL) Mitte Dezember 2025 die Auftaktsitzungen eines neuen strukturierten Dialogs abgeschlossen. Mehr als 120 ausgewählte libysche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Regionen des Landes beraten über Governance, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheit/">Sicherheit</a>, Wirtschaft, nationale Versöhnung und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/menschenrechte/">Menschenrechte</a>. Der Dialog gilt als zentraler Baustein des von den Vereinten Nationen begleiteten politischen Fahrplans, der auf nationale Wahlen und die Vereinheitlichung staatlicher Institutionen abzielt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ein-dialog-erstmals-auf-libyschem-boden"><span id="ein-dialog-erstmals-auf-libyschem-boden">Ein Dialog erstmals auf libyschem Boden</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der strukturierte Dialog, der am 14. und 15. Dezember 2025 in Tripolis stattfand, markiert einen <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-unterstuetzt-neuen-fahrplan-fuer-libyen/">neuen Ansatz im libyschen politischen Prozess</a>. Erstmals wird ein derart umfassendes Format innerhalb des Landes selbst durchgeführt. Nach Angaben von UNSMIL nehmen mehr als 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Ost-, Süd- und Westlibyen teil. Die Zusammensetzung soll die geografische, politische, soziale und kulturelle Vielfalt des Landes widerspiegeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frauen/">Frauen</a> stellen rund 35 Prozent der Teilnehmenden. Hinzu kommen junge Menschen, Personen mit Behinderungen sowie Fachleute aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Thematisch gliedert sich der Dialog in Arbeitsstränge zu Regierungsführung, Wirtschaft, Sicherheitssektorreform, nationaler Versöhnung und Menschenrechten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="540" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347042.jpg" alt="" class="wp-image-23039 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347042.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347042-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347042-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347042-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347042-800x450.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen sehen in diesem Dialog einen wesentlichen Bestandteil eines libysch geführten und international unterstützten Prozesses. Ziel ist es, konkrete und konsensbasierte Empfehlungen zu erarbeiten, die den Weg zu glaubwürdigen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen ebnen und die anhaltenden Übergangsphasen beenden sollen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-auswahl-der-teilnehmenden-und-kriterien"><span id="auswahl-der-teilnehmenden-und-kriterien">Auswahl der Teilnehmenden und Kriterien</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL betonte, dass die Auswahl der Dialogteilnehmenden auf klar definierten und überprüfbaren Kriterien beruhte. Voraussetzung war unter anderem, dass keine Verstrickungen in Menschenrechtsverletzungen, Korruption, Hassrede oder sonstiges unethisches Verhalten vorliegen. Darüber hinaus mussten die Kandidatinnen und Kandidaten nachweisbare Expertise oder Erfahrung in mindestens einem der thematischen Bereiche des Dialogs mitbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Kriterien umfassten die Bereitschaft zu konstruktiver Mitarbeit, die Fähigkeit zum Brückenbauen zwischen unterschiedlichen politischen Lagern sowie ein klares Bekenntnis zum nationalen Interesse Libyens. Auch die zeitliche Verfügbarkeit für den gesamten Dialogprozess spielte eine zentrale Rolle. Die Vereinten Nationen unterstrichen damit den Anspruch, Glaubwürdigkeit und Arbeitsfähigkeit des Formats sicherzustellen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-politischer-rahmen-und-rolle-der-vereinten-nationen"><span id="politischer-rahmen-und-rolle-der-vereinten-nationen">Politischer Rahmen und Rolle der Vereinten Nationen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leiterin von UNSMIL, Hanna Tetteh, eröffnete die erste Sitzung des Dialogs persönlich. In ihrer Ansprache hob sie die Bedeutung hervor, politische Diskussionen innerhalb Libyens zu führen, um nationale Eigenverantwortung zu stärken. Der strukturierte Dialog basiere auf der <a href="https://fokus-afrika.de/unsmil-mandatsverlaengerung-mit-politischen-und-wirtschaftlichen-auftrag/">Resolution 2796 des UN-Sicherheitsrates</a> aus dem Jahr 2025 und sei ein Kernpfeiler der politischen Roadmap, die UNSMIL im August 2025 dem Sicherheitsrat und der libyschen Öffentlichkeit vorgestellt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tetteh betonte, dass der Dialog eine Plattform biete, über die breite gesellschaftliche Gruppen an der Ausarbeitung eines nationalen Aktionsplans beteiligt werden. Die Vielfalt der Teilnehmenden solle sicherstellen, dass unterschiedliche Perspektiven in die Diskussionen einfließen und gesellschaftliche Realitäten angemessen berücksichtigt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-inhalte-und-arbeitsweise-des-dialogs"><span id="inhalte-und-arbeitsweise-des-dialogs">Inhalte und Arbeitsweise des Dialogs</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am zweiten Tag des Treffens setzten die Arbeitsgruppen ihre Beratungen fort. Parallel tagten Teams zu Regierungsführung und Sicherheit, während für den Nachmittag Sitzungen zu Wirtschaft, nationaler Versöhnung und Menschenrechten angesetzt waren. Ziel ist es, nicht nur politische Grundsatzfragen zu erörtern, sondern auch umsetzbare Vorschläge für institutionelle Reformen, Wahlvorbereitungen und Konfliktbearbeitung zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL erklärte, der Dialog solle dazu beitragen, die Voraussetzungen für glaubwürdige Wahlen zu schaffen, strukturelle Governance- und Wirtschaftsprobleme anzugehen und Reformen im Sicherheitssektor voranzubringen. Gleichzeitig gehe es darum, bestehende Konfliktursachen und gesellschaftliche Gräben mittelfristig zu überwinden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-nationale-institutionen-und-parallele-politische-prozesse"><span id="nationale-institutionen-und-parallele-politische-prozesse">Nationale Institutionen und parallele politische Prozesse</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum strukturierten Dialog befasste sich auch der Hohe Staatsrat in Tripolis mit den jüngsten Entwicklungen des politischen Fahrplans. Unter Vorsitz von Mohamed Takala wurden Fragen zu sogenannten souveränen Positionen sowie die Abstimmung mit dem Repräsentantenhaus erörtert. Ziel dieser Gespräche ist es nach Angaben des Staatsrats, Positionen anzugleichen und den Weg zu einem breiten nationalen Konsens zu ebnen, der Wahlen ermöglicht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347046.jpg" alt="" class="wp-image-23040 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347046.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347046-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347046-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347046-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347046-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus fanden Gespräche zwischen Mitgliedern des Präsidialrats und internationalen Partnern statt. Abdullah Al-Lafi, Mitglied des Präsidialrats, traf den neuen französischen Botschafter Thierry Vallat, um über die Rolle Frankreichs bei der Unterstützung eines libysch-libyschen Dialogs und der Überwindung der politischen Blockade zu sprechen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-internationale-unterstutzung-und-diplomatische-reaktionen"><span id="internationale-unterstuetzung-und-diplomatische-reaktionen">Internationale Unterstützung und diplomatische Reaktionen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start des strukturierten Dialogs wurde international ausdrücklich begrüßt. Die Delegation der Europäischen Union in Libyen sowie die Botschaften der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">EU-Mitgliedstaaten</a> erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, der Dialog sei ein wichtiger Schritt im politischen Fahrplan der Vereinten Nationen. Sie riefen alle libyschen Akteure zur konstruktiven Teilnahme auf und betonten die Bedeutung weiterer Schritte, darunter die Neubesetzung der Nationalen Wahlkommission und Anpassungen des Wahlrechtsrahmens.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="606" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347113.jpg" alt="" class="wp-image-23041 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347113.jpg 606w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347113-267x300.jpg 267w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/347113-380x426.jpg 380w" sizes="(max-width: 606px) 100vw, 606px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch das Vereinigte Königreich unterstrich die Bedeutung des Dialogs und hob insbesondere die Einbindung von Frauen, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen hervor. Frankreich bekräftigte, durch den Sondergesandten des Präsidenten, seine Unterstützung für gleichzeitige Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a> wiederum betonte in Gesprächen mit den <a href="https://fokus-afrika.de/usa-sichern-neuen-standort-fuer-botschaft-in-tripolis/">USA die Notwendigkeit einer vollständig libysch getragenen politischen Lösung sowie den Abzug ausländischer Kämpfer und Milizen.</a></p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-einbettung-in-die-regionale-und-internationale-lage"><span id="einbettung-in-die-regionale-und-internationale-lage">Einbettung in die regionale und internationale Lage</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche zu Libyen fanden vor dem Hintergrund anhaltender regionaler Spannungen statt. In bilateralen Kontakten thematisierten mehrere Akteure auch die Lage im Sudan und in anderen Krisenregionen Afrikas. Die ägyptische Regierung bekräftigte dabei ihre Ablehnung jeglicher Versuche, Staaten zu destabilisieren oder zu fragmentieren, und stellte den Zusammenhang zwischen regionaler Sicherheit und einem stabilen Libyen heraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <em>Libyan News Agency (LANA)</em> sehen die Vereinten Nationen und internationale Partner im strukturierten Dialog einen Versuch, den <a href="https://fokus-afrika.de/fragile-stabilitaet-in-gefahr-unsmil-fordert-politische-einigung-in-libyen/">politischen Stillstand der vergangenen Jahre zu überwinden</a> und einen inklusiveren Prozess zu etablieren, der über elitenzentrierte Verhandlungen hinausgeht.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-gestuetzter-strukturierter-dialog-startet-in-libyen-als-zentraler-schritt-im-politischen-fahrplan/">UN-gestützter strukturierter Dialog startet in Libyen als zentraler Schritt im politischen Fahrplan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Putschversuch in Benin: Frankreich und ECOWAS stützen Regierung Talon</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/putschversuch-in-benin-frankreich-und-ecowas-stuetzen-regierung-talon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Dec 2025 00:55:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der gescheiterte Benin-Putschversuch 2025 hat die sicherheitspolitischen Frontlinien in Westafrika sichtbar verschoben. Am 7. Dezember 2025 versuchte eine&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fputschversuch-in-benin-frankreich-und-ecowas-stuetzen-regierung-talon%2F&amp;action_name=Putschversuch%20in%20Benin%3A%20Frankreich%20und%20ECOWAS%20st%C3%BCtzen%20Regierung%20Talon&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der gescheiterte Benin-Putschversuch 2025 hat die sicherheitspolitischen Frontlinien in Westafrika sichtbar verschoben. Am 7. Dezember 2025 versuchte eine Gruppe von Soldaten um den Lieutenant-Colonel Pascal Tigri, Präsident Patrice Talon zu stürzen. Innerhalb von Stunden griffen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a>, ECOWAS und nach Angaben aus Paris auch Frankreich ein. Während in Benin Festnahmen gemeldet werden, soll der Anführer des Putschversuchs inzwischen in Lomé im benachbarten Togo untergetaucht sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-putschversuch-in-benin-ziel-talon-absetzung-der-institutionen"><span id="putschversuch-in-benin-ziel-talon-absetzung-der-institutionen">Putschversuch in Benin: Ziel Talon, Absetzung der Institutionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Morgen des 7. Dezember erklärten bewaffnete Soldaten, die sich als „Comité militaire pour la refondation“ bezeichneten, im staatlichen Fernsehen von Benin die Absetzung von Präsident Patrice Talon und kündigten die Auflösung der Institutionen sowie die Aussetzung der Verfassung an. Sie begründeten ihr Vorgehen unter anderem mit der Verschlechterung der Sicherheitslage im Norden des Landes, der Situation der Streitkräfte und innenpolitischen Entscheidungen der Regierung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="741" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/On_May_23_2024_Benin_President_Patrice_Talon_visited_Brazil-741x1024.jpg" alt="" class="wp-image-22853 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/On_May_23_2024_Benin_President_Patrice_Talon_visited_Brazil-741x1024.jpg 741w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/On_May_23_2024_Benin_President_Patrice_Talon_visited_Brazil-217x300.jpg 217w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/On_May_23_2024_Benin_President_Patrice_Talon_visited_Brazil-768x1061.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/On_May_23_2024_Benin_President_Patrice_Talon_visited_Brazil-380x525.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/On_May_23_2024_Benin_President_Patrice_Talon_visited_Brazil-800x1105.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/On_May_23_2024_Benin_President_Patrice_Talon_visited_Brazil.jpg 916w" sizes="(max-width: 741px) 100vw, 741px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wie die BBC berichtet, warfen die Putschisten Talon vor, die „fortschreitende Verschlechterung der Sicherheitslage im Norden Benins“ zu ignorieren. Die Armee hatte in den vergangenen Jahren im Grenzgebiet zu Niger und Burkina Faso wiederholt Verluste durch jihadistische Angriffe erlitten. Die Soldaten kritisierten zudem die angebliche Vernachlässigung von gefallenen Soldaten und deren Familien, Kürzungen im Gesundheitssektor wie die Streichung staatlich finanzierter Dialysebehandlungen, Steuererhöhungen und Einschränkungen politischer Aktivitäten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der beninischen Behörden wurde die Machtübernahme innerhalb weniger Stunden vereitelt. Es kam zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen loyalen Kräften und den Putschisten, bei denen es „mehrere Opfer“ auf beiden Seiten gab. Mindestens ein Dutzend Soldaten wurden festgenommen. Der mutmaßliche Anführer, Lieutenant-Colonel Pascal Tigri, ehemaliges Mitglied des Personenschutzes von Talon, gilt seither als flüchtig.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-koordination-mit-ecowas-und-nigeria-luftschlage-gegen-camp-togbin"><span id="koordination-mit-ecowas-und-nigeria-luftschlaege-gegen-camp-togbin">Koordination mit ECOWAS und Nigeria: Luftschläge gegen Camp Togbin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abwehr des Benin-Putschversuchs 2025 war eng mit regionaler und internationaler Unterstützung verknüpft. Aus dem Élysée-Palast in Paris hieß es, Präsident Emmanuel Macron habe einen „Koordinationsprozess“ angeführt und sowohl mit Präsident Patrice Talon als auch mit Vertretern der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS gesprochen. Diese Abstimmung habe den Weg geebnet für den Einsatz einer ECOWAS-Reservekraft mit Truppen aus Nigeria, Ghana, Côte d’Ivoire und Sierra Leone, um den Putschversuch zu unterbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am Sonntagabend hatte ECOWAS die Entsendung von Verstärkung aus vier Mitgliedstaaten angekündigt, um die verfassungsmäßige Ordnung in Benin zu sichern. Nigeria flog nach Regierungsangaben aus Abuja Luftschläge gegen Stellungen der Putschisten. Die nigerianische Luftwaffe setzte Kampfjets ein, um mutmaßliche Ziele in der Nähe des Camps Togbin zu treffen, wo sich Teile der Putschtruppen verschanzt hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sprecher der beninischen Regierung, Wilfried Léandre Houngbédji, erklärte gegenüber der BBC, Talon habe ECOWAS um Luftschläge gebeten, nachdem Hinweise vorlagen, dass die Putschisten den internationalen Flughafen von Cotonou angreifen könnten. Nach seinen Angaben zielten die Angriffe darauf ab, gepanzerte Fahrzeuge und schweres Gerät der Mutineure zu neutralisieren und damit Gefahren für die Zivilbevölkerung im dicht besiedelten Umfeld des Flughafens zu begrenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-franzosische-spezialkrafte-im-einsatz-unterschiedliche-darstellungen"><span id="franzoesische-spezialkraefte-im-einsatz-unterschiedliche-darstellungen">Französische Spezialkräfte im Einsatz – unterschiedliche Darstellungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Rolle Frankreichs bei der Niederschlagung des Benin-Putschversuchs 2025 liegen unterschiedliche, aber sich ergänzende Darstellungen vor. Aus Kreisen des Élysée wurde bestätigt, dass Paris die Regierung in Cotonou „in den Bereichen Überwachung, Beobachtung und logistische Unterstützung“ unterstützt habe. Details zu einem möglichen militärischen Einsatz wurden zunächst nicht genannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="951" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/image-67.png" alt="" class="wp-image-22854 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/image-67.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/image-67-300x279.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/image-67-768x713.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/image-67-380x353.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/image-67-800x743.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Chef der beninischen Garde républicaine, Colonel Dieudonné Djimon Tévoédjrè, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem konkreten Einsatz französischer Spezialkräfte. Nach seiner Darstellung habe die beninische Armee „wirklich tapfer“ den Putschversuch über den Tag hinweg bekämpft. In den Abendstunden seien dann Spezialkräfte aus Abidjan entsandt worden, die für „Ratissages“, also Sicherungs- und Säuberungsoperationen, eingesetzt worden seien, nachdem die beninischen Truppen die Hauptarbeit erledigt hätten. Das französische Militär kommentierte diese Angaben nicht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Houngbédji wiederum konnte gegenüber der BBC eine Beteiligung französischer Spezialkräfte nicht bestätigen und verwies auf nachrichtendienstliche Unterstützung als zentrale Komponente der Zusammenarbeit. In jedem Fall zeigt der Vorgang, dass Benin im Rahmen der regionalen Sicherheitsarchitektur auf eine Kombination aus ECOWAS-Strukturen, nigerianischer Militärmacht und gezielter Unterstützung aus Europa zurückgreift.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-flucht-von-pascal-tigri-verdacht-auf-zuflucht-in-lome"><span id="flucht-von-pascal-tigri-verdacht-auf-zuflucht-in-lome">Flucht von Pascal Tigri: Verdacht auf Zuflucht in Lomé</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Pascal-Tigri-1-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-22852 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Pascal-Tigri-1-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Pascal-Tigri-1-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Pascal-Tigri-1-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Pascal-Tigri-1-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Pascal-Tigri-1-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Pascal-Tigri-1-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Pascal-Tigri-1.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Während in Benin Ermittlungen und Festnahmen laufen, richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Verbleib von Lieutenant-Colonel Pascal Tigri.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Informationen des Magazins <em>Jeune Afrique</em> soll er sich inzwischen in Lomé, der Hauptstadt des Nachbarstaats Togo, aufhalten, und zwar im Bereich des Viertels Lomé 2, in dem auch Präsident Faure Essozimna Gnassingbé residiert. Eine Regierungsquelle in Cotonou wird zitiert mit der Aussage, Benin stehe kurz davor, eine Interpol-Red Notice und ein offizielles Auslieferungsersuchen zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein hochrangiger Regierungsvertreter bestätigte laut BBC anonym, dass die Behörden davon ausgehen, Tigri halte sich in Lomé auf. Die togolesische Regierung hat dazu bislang keine öffentliche Stellungnahme abgegeben. Aus dem Umfeld des togolesischen Präsidenten hieß es gegenüber Medien, man sei über eine mögliche Ankunft des Offiziers nicht informiert. Die Präsidentschaft in Burkina Faso <a href="https://lefaso.net/spip.php?article142970">dementierte</a> unterdessen einen in sozialen Medien verbreiteten, gefälschten Kommuniquétext, der den Exilort von Tigri in Ouagadougou verortet hatte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="421" height="237" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB.jpg" alt="" class="wp-image-22855 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB.jpg 421w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/2025_Beninese_coup_attempt_–_Soldiers_appear_on_BeninTB-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 421px) 100vw, 421px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sollte sich der Verdacht formell bestätigen, hätte der Benin-Putschversuch 2025 auch eine diplomatische Dimension zwischen Cotonou und Lomé. Togo ist Mitglied von ECOWAS, das den Putschversuch verurteilt und den Einsatz einer regionalen Eingreiftruppe unterstützt hat.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-innenpolitischer-kontext-sicherheit-im-norden-und-politische-spannungen"><span id="innenpolitischer-kontext-sicherheit-im-norden-und-politische-spannungen">Innenpolitischer Kontext: Sicherheit im Norden und politische Spannungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Putschversuch in Benin findet vor einem komplexen innenpolitischen Hintergrund statt. Das Land galt nach der Demokratisierung in den 1990er Jahren als relativ stabile Mehrparteien­demokratie in Westafrika. Unter Präsident Talon, der 2016 erstmals gewählt und 2021 im Amt bestätigt wurde, haben sich laut Kritikern jedoch die Spielräume der Opposition verengt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Talon steht am Ende seiner zweiten Amtszeit. Die Verfassung begrenzt das Präsidentenamt auf zwei Mandate, die <a href="https://fokus-afrika.de/benin-bereitet-sich-auf-wahlen-2026-vor/">regulären Wahlen sind für April 2026</a> vorgesehen. Der Präsident hat <a href="https://fokus-afrika.de/wahlen-in-benin-romuald-wadagni-und-mariam-chabi-talata-kandidieren/">Finanzminister Romuald Wadagni als seinen Wunschnachfolger</a> benannt. <a href="https://fokus-afrika.de/politische-spannungen-vor-den-wahlen-2026-in-benin/">Die Wahlkommission schloss im Oktober den Hauptkandidaten der größten Oppositionspartei Les Démocrates von der Wahl aus</a>, weil er nicht die erforderliche Zahl an Unterstützerunterschriften vorweisen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu verschärfte sich die Sicherheitslage im Norden, wo Benin zunehmend von grenzüberschreitenden jihadistischen Gruppen betroffen ist, die aus Niger und Burkina Faso operieren und Verbindungen zu al-Qaida und dem sogenannten Islamischen Staat zugeschrieben werden. Nigerianische und internationale Beobachter bezeichneten den Putschversuch als „direkten Angriff auf die Demokratie“. Nigeria selbst verurteilte das Vorgehen scharf und unterstützte Benin militärisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der weiterer Region reiht sich der Benin-Putschversuch 2025 in eine Serie von Machtverschiebungen ein. Zuvor hatten Militärs in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea/">Guinea</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> gewählte Regierungen gestürzt, während in Guinea-Bissau der Machtwechsel ebenfalls in Zweifel gezogen wird. Vor diesem Hintergrund war der Versuch, in Benin die zivile Regierung zu stürzen, auch in regionalen und internationalen Debatten als weiterer Testfall für die Reaktionsfähigkeit von ECOWAS und externen Partnern wahrgenommen worden.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/putschversuch-in-benin-frankreich-und-ecowas-stuetzen-regierung-talon/">Putschversuch in Benin: Frankreich und ECOWAS stützen Regierung Talon</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">23.05.2024 &#8211; Cerimônia oficial de chegada do Presidente da Rep</media:title>
			<media:description type="html">23.05.2024 - Presidente da República, Luiz Inácio Lula da Silva, durante a cerimônia oficial de chegada do Presidente da República do Benim, Patrice Talon, por ocasião de sua visita ao Brasil, no Palácio do Planalto. Brasília - DF.  Foto: Ricardo Stuckert / PR</media:description>
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		<title>Algerien bestätigt siebenjährige Haftstrafe gegen französischen Journalisten Christophe Gleizes</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algerien-bestaetigt-siebenjaehrige-haftstrafe-gegen-franzoesischen-journalisten-christophe-gleizes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 21:12:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die algerische Justiz hat die siebenjährige Haftstrafe gegen den französischen Journalisten Christophe Gleizes bestätigt. Das Urteil der Berufungsinstanz&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgerien-bestaetigt-siebenjaehrige-haftstrafe-gegen-franzoesischen-journalisten-christophe-gleizes%2F&amp;action_name=Algerien%20best%C3%A4tigt%20siebenj%C3%A4hrige%20Haftstrafe%20gegen%20franz%C3%B6sischen%20Journalisten%20Christophe%20Gleizes&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die algerische Justiz hat die siebenjährige Haftstrafe gegen den französischen Journalisten Christophe Gleizes bestätigt. Das Urteil der Berufungsinstanz in Tizi Ouzou markiert eine weitere Verschärfung eines Falls, der seit Monaten erhebliche Aufmerksamkeit in Medienkreisen, diplomatischen Vertretungen und Menschenrechtsorganisationen erzeugt. Laut&nbsp;<em>TV5Monde</em>&nbsp;wurden sämtliche Anklagepunkte der ersten Instanz aufrechterhalten, obwohl die Verteidigung die Beweisführung wiederholt als unzureichend kritisiert hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-umstrittenes-urteil-und-seine-politischen-implikationen"><span id="ein-umstrittenes-urteil-und-seine-politischen-implikationen"><strong>Ein umstrittenes Urteil und seine politischen Implikationen</strong></span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der 36-jährige Reporter wurde im Mai 2024 festgenommen und bereits im Juni desselben Jahres erstmals verurteilt. Die Behörden werfen ihm vor, Kontakte zu einem Verantwortlichen der Jeunesse Sportive de Kabylie (JSK) unterhalten zu haben, der zugleich dem Mouvement pour l’autodétermination de la Kabylie (MAK) zugerechnet wird. Diese Organisation ist in Algerien seit 2021 als terroristisch eingestuft. Nach Auffassung des Gerichts deuteten diese Gespräche auf eine Absicht hin, die über journalistische Recherche hinausgehe. Der zuständige Richter bezeichnete die Präsenz des Journalisten als „feindselig“ und nicht als Bestandteil einer legitimen Pressearbeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-strittige-beweislage-und-position-der-verteidigung"><span id="strittige-beweislage-und-position-der-verteidigung">Strittige Beweislage und Position der Verteidigung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verteidigung widerspricht dieser Interpretation deutlich. Nach Angaben seines Anwalts erbrachte die Auswertung von Gleizes’ elektronischen Geräten keinerlei Hinweise auf Unterstützung oder Sympathie für verbotene Organisationen. Die dokumentierten Kontakte datieren zudem aus den Jahren 2015 und 2017 und erfolgten im Rahmen eines Rechercheprojekts über die JSK, deren gesellschaftliche und politische Bedeutung in der Kabylei der Gegenstand seiner Arbeit war.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/614e8df9-03ce-48d4-b345-fef917bb4881_w640_r1.3333333333333333_fpx57_fpy50.jpg" alt="" class="wp-image-22635 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/614e8df9-03ce-48d4-b345-fef917bb4881_w640_r1.3333333333333333_fpx57_fpy50.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/614e8df9-03ce-48d4-b345-fef917bb4881_w640_r1.3333333333333333_fpx57_fpy50-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/614e8df9-03ce-48d4-b345-fef917bb4881_w640_r1.3333333333333333_fpx57_fpy50-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/614e8df9-03ce-48d4-b345-fef917bb4881_w640_r1.3333333333333333_fpx57_fpy50-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/614e8df9-03ce-48d4-b345-fef917bb4881_w640_r1.3333333333333333_fpx57_fpy50-380x285.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleizes räumt ein, ohne berufliches Visum eingereist zu sein, betont jedoch, dass sein Aufenthalt ausschließlich journalistischer Natur gewesen sei. Er erklärte im Gerichtssaal, er habe nicht beabsichtigt, algerisches Recht zu verletzen. Die Berufungsinstanz folgte dieser Darstellung nicht und bestätigte die Strafhöhe von sieben Jahren.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-der-medien-und-internationale-kritik"><span id="reaktionen-der-medien-und-internationale-kritik">Reaktionen der Medien und internationale Kritik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verfahren hat weitreichende Reaktionen innerhalb der internationalen Medienlandschaft ausgelöst. Französische Journalistenverbände, darunter Reporters sans frontières und der Syndicat national des journalistes, verweisen auf die Gefahren, die entstehen, wenn journalistische Recherche mit strafrechtlicher Relevanz gleichgesetzt wird. Sie kritisieren die aus ihrer Sicht unzureichende Grundlage der Anklage und sehen im Urteil ein Zeichen für eine problematische Entwicklung des Mediensystems in Algerien.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Alg%C3%A9rie?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Algérie</a> | La France regrette vivement la confirmation de la condamnation en appel du journaliste français Christophe Gleizes à une peine de sept ans de prison ferme.<br>➡️ <a href="https://t.co/rTLIYi9d9f">https://t.co/rTLIYi9d9f</a> <a href="https://t.co/iLNMU54Kt5">pic.twitter.com/iLNMU54Kt5</a></p>&mdash; France Diplomatie 🇫🇷🇪🇺 (@francediplo) <a href="https://twitter.com/francediplo/status/1996286972361322533?ref_src=twsrc%5Etfw">December 3, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Regierung reagierte mit deutlicher diplomatischer Sprache. <a href="https://www.diplomatie.gouv.fr/fr/dossiers-pays/algerie/evenements/article/algerie-confirmation-de-la-condamnation-en-appel-du-journaliste-christophe">France Diplomatie</a> teilte mit, dass Paris die Bestätigung des Urteils „sehr bedauert“ und die Freilassung Gleizes’ fordert. Das Außenministerium betonte, dass der Journalist voll kooperiert habe und die Argumente der Verteidigung nicht berücksichtigt worden seien. Frankreich sichert dem Reporter weiterhin konsularische Unterstützung zu und hält engen Kontakt zu seiner Familie und seinem Rechtsbeistand.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-journalistische-arbeit-zwischen-identitatspolitik-und-staatlicher-sicherheit"><span id="journalistische-arbeit-zwischen-identitaetspolitik-und-staatlicher-sicherheit">Journalistische Arbeit zwischen Identitätspolitik und staatlicher Sicherheit</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall berührt ein sensibles politisches Umfeld. Die Kabylei gilt seit Jahrzehnten als Zentrum kultureller und politischer Spannungen. Die JSK, zu deren Geschichte Gleizes recherchierte, ist ein zentrales Symbol amazigher Identität. Die algerischen Behörden gehen seit Jahren verstärkt gegen die MAK und ihr Umfeld vor. Vor diesem Hintergrund wird journalistische Arbeit in der Region besonders eng kontrolliert und verläuft entlang klarer staatlicher Sicherheitsinteressen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sorge vieler Medienorganisationen richtet sich darauf, dass der Fall Gleizes einen Präzedenzfall schaffen könnte, bei dem Recherchehandlungen – auch solche mit politisch sensiblen Gesprächspartnern – als strafbare Handlungen interpretiert werden. Der Reporter bleibt weiterhin in Haft, während sein Umfeld und zahlreiche internationale Medien die Justizpraxis in Algerien kritisch beobachten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Madagaskar zwischen Moskau und Paris: Übergangsregierung positioniert Außenpolitik neu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 18:25:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der madagassische Übergangspräsident Colonel Michaël Randrianirina betont eine Außenpolitik, die auf Offenheit und flexible Partnerschaften ausgerichtet ist. In&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmadagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu%2F&amp;action_name=Madagaskar%20zwischen%20Moskau%20und%20Paris%3A%20%C3%9Cbergangsregierung%20positioniert%20Au%C3%9Fenpolitik%20neu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/">Madagaskar zwischen Moskau und Paris: Übergangsregierung positioniert Außenpolitik neu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der madagassische Übergangspräsident Colonel Michaël Randrianirina betont eine Außenpolitik, die auf Offenheit und flexible Partnerschaften ausgerichtet ist. In einem Interview mit RT France vom 20. November, das auch von der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">russischen</a> Botschaft verbreitet wurde, erläuterte er, dass Antananarivo mit allen Akteuren kooperieren will, solange Vereinbarungen ausgewogen und im nationalen Interesse sind. Der Ansatz vereint panafrikanische Orientierung und politische Nichtausrichtung.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der Zeitpunkt des Interviews unterstreicht die steigende Bedeutung Russlands in der frühen Phase der Transition. Moskau war die erste ausländische Macht, die nach der Machtübernahme am 14. Oktober direkten Kontakt mit den fünf führenden Offizieren aufnahm. Seit der Investitur am 17. Oktober hat Randrianirina zudem zwei exklusive Gespräche mit russischen Medien geführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahrnehmungen-und-reaktionen-internationaler-partner"><span id="wahrnehmungen-und-reaktionen-internationaler-partner">Wahrnehmungen und Reaktionen internationaler Partner</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/590793056_122109782061075432_4318849299893847946_n-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-22436 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/590793056_122109782061075432_4318849299893847946_n-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/590793056_122109782061075432_4318849299893847946_n-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/590793056_122109782061075432_4318849299893847946_n-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/590793056_122109782061075432_4318849299893847946_n-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/590793056_122109782061075432_4318849299893847946_n-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/590793056_122109782061075432_4318849299893847946_n-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/590793056_122109782061075432_4318849299893847946_n.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/russland-im-kontakt-mit-neuem-praesidenten-madagaskars-michael-randrianirina/">sichtbare Annäherung an Russland</a> löst in westlichen Hauptstädten erhöhte Aufmerksamkeit aus. Paris und andere europäische Partner beobachten die Entwicklungen mit Vorsicht, insbesondere vor dem Hintergrund vergleichbarer Konstellationen in den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahelstaaten</a>. Randrianirina versucht diesen Befürchtungen zu begegnen, indem er zuverlässig signalisiert, dass Madagaskar keine exklusiven Bündnisse anstrebt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Frage betrifft weiterhin die Umstände der Ausreise des ehemaligen Präsidenten Andry Rajoelina. Berichte, wonach Rajoelina mit Unterstützung der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">französischen</a> Armee ausgeflogen wurde, kommentierte Randrianirina nur zurückhaltend. Er erklärte, ihn hätten zum Zeitpunkt der Ereignisse keine bestätigten Informationen erreicht. Diese distanzierte Formulierung deutet darauf hin, dass der Übergangspräsident den Dialog mit Paris offen halten will.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-bietet-unterstutzung-fur-die-ubergangsphase-an"><span id="frankreich-bietet-unterstuetzung-fuer-die-uebergangsphase-an">Frankreich bietet Unterstützung für die Übergangsphase an</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-12018 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-768x1024.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-380x507.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-800x1066.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024.jpg 1069w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Präsident Emmanuel Macron hat bei einem Treffen auf Mauritius deutlich gemacht, dass Frankreich bereit ist, Madagaskar bei der Bewältigung des Übergangsprozesses zu begleiten. In einer Mitteilung des Élysée wird die Bedeutung der bilateralen Beziehungen hervorgehoben. Macron begrüßte die angekündigte nationale Konsultation, geplante Reformen und die Vorbereitung von Wahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich stellt neue Finanzierungen bereit, die der Ernährungssicherheit im Süden, der medizinischen Versorgung in Antananarivo und städtischen Entwicklungsprojekten zugutekommen sollen. Zudem wurde eine zweckgebundene Budgethilfe zugesagt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Position stützt sich auf die Einschätzung, dass die Transition gelingen kann, wenn sie von gesellschaftlichen Akteuren wie der Jugend und zivilgesellschaftlichen Gruppen begleitet wird. Paris empfiehlt, diese Partner in die anstehenden Prozesse einzubeziehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-innenpolitischer-kontext-und-bedeutung-internationaler-unterstutzung"><span id="innenpolitischer-kontext-und-bedeutung-internationaler-unterstuetzung">Innenpolitischer Kontext und Bedeutung internationaler Unterstützung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="676" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/589878259_122109860769075432_1470144919875348782_n-1-676x1024.jpg" alt="" class="wp-image-22438 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/589878259_122109860769075432_1470144919875348782_n-1-676x1024.jpg 676w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/589878259_122109860769075432_1470144919875348782_n-1-198x300.jpg 198w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/589878259_122109860769075432_1470144919875348782_n-1-380x575.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/589878259_122109860769075432_1470144919875348782_n-1.jpg 720w" sizes="(max-width: 676px) 100vw, 676px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Machtwechsel erfolgte nach wochenlangen Protesten seit dem 25. September, unterstützt durch das Engagement der Gen Z Bewegung. Randrianirina begründete das Eingreifen der Armee mit einem Auftrag der Haute Cour, um eine unkontrollierte Eskalation zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sturz Rajoelinas und seine anschließende Ausreise haben innenpolitische Spannungen verstärkt. Teile der Bevölkerung sehen in der französischen Evakuierungsoperation einen Eingriff der ehemaligen Kolonialmacht. Dies verstärkt die Sensibilität im bilateralen Verhältnis und prägt den Kurs der Übergangsregierung, die versucht, internationale Kooperation mit einer eigenständigen außenpolitischen Position zu verbinden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aussenpolitik-als-balance-zwischen-alten-partnern-und-neuen-akteuren"><span id="aussenpolitik-als-balance-zwischen-alten-partnern-und-neuen-akteuren">Außenpolitik als Balance zwischen alten Partnern und neuen Akteuren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Madagaskar steht vor der Herausforderung, wirtschaftliche Stabilisierung, internationale Unterstützung und politische Legitimation miteinander zu verbinden. Die Orientierung an mehreren Partnern zugleich verdeutlicht das Bemühen des Übergangspräsidenten, außenpolitische Spielräume offenzuhalten. Die kommenden Monate werden zeigen, wie verlässlich dieser Kurs umgesetzt wird und welchen Raum internationale Akteure dabei erhalten.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/">Madagaskar zwischen Moskau und Paris: Übergangsregierung positioniert Außenpolitik neu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Prime Minister Keir Starmer calls athletes ahead of Paralympics</media:title>
			<media:description type="html">Prime Minister Keir Starmer calls athletes ahead of Paralympics</media:description>
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		<title>Sicherheitsrat berät im Hintergrund über Ostkongo: Vermittlungsinitiativen vor nächster MONUSCO-Entscheidung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-beraet-im-hintergrund-ueber-ostkongo-vermittlungsinitiativen-vor-naechster-monusco-entscheidung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2025 14:40:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. November kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu einem informellen interaktiven Dialog zur Lage in der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsicherheitsrat-beraet-im-hintergrund-ueber-ostkongo-vermittlungsinitiativen-vor-naechster-monusco-entscheidung%2F&amp;action_name=Sicherheitsrat%20ber%C3%A4t%20im%20Hintergrund%20%C3%BCber%20Ostkongo%3A%20Vermittlungsinitiativen%20vor%20n%C3%A4chster%20MONUSCO-Entscheidung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-beraet-im-hintergrund-ueber-ostkongo-vermittlungsinitiativen-vor-naechster-monusco-entscheidung/">Sicherheitsrat berät im Hintergrund über Ostkongo: Vermittlungsinitiativen vor nächster MONUSCO-Entscheidung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 26. November kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu einem informellen interaktiven Dialog zur Lage in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) zusammen. Das nicht öffentliche Treffen soll den Mitgliedern ein aktuelles Bild über die verschiedenen Vermittlungsprozesse im Osten des Landes vermitteln und Optionen für die weitere Rolle der UN-Organisation für Stabilisierungsmission in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO) ausloten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-informelles-dialogformat-zum-osten-der-demokratischen-republik-kongo"><span id="informelles-dialogformat-zum-osten-der-demokratischen-republik-kongo">Informelles Dialogformat zum Osten der Demokratischen Republik Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eingeladen haben <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> als sogenannter Penholder für das DRC-Dossier sowie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a>. Neben Ratsmitgliedern nehmen regionale Akteure und Staaten teil, die unmittelbar in die Vermittlung eingebunden sind, darunter die DR Kongo und Ruanda. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgesehen sind Beiträge von Vertreterinnen und Vertretern der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/katar/">Katars</a>, die zentral an den Washington- beziehungsweise Doha-Prozessen beteiligt sind, sowie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/">Togos</a> als Vermittler der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a>. Auf UN-Seite berichten der Sondergesandte für die Region der Großen Seen, Huang Xia, die beigeordnete Generalsekretärin für Afrika, Martha Ama Akyaa Pobee, und die stellvertretende MONUSCO-Leiterin Vivian van de Perre.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-prozess-umsetzung-des-friedensabkommens-drc-ruanda"><span id="washington-prozess-umsetzung-des-friedensabkommens-drc-ruanda">Washington-Prozess: Umsetzung des Friedensabkommens DRC–Ruanda</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="626" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg" alt="" class="wp-image-20559 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-300x183.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-768x469.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-380x232.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-800x489.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1160x709.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt ist der sogenannte Washington-Prozess, der auf dem am 27. Juni unterzeichneten Friedensabkommen zwischen der DR Kongo und Ruanda aufbaut. In Washington wurden Mechanismen etabliert, die die Umsetzung dieses Abkommens begleiten. Im Zentrum steht der Gemeinsame Sicherheitskoordinationsmechanismus, der am 20. November zu seiner vierten Sitzung zusammentrat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Mechanismus überwacht die Umsetzung eines Operationskonzepts zur Harmonisierung der Sicherheitsmaßnahmen. Ziel ist die Neutralisierung der Forces Démocratiques de Libération du Rwanda (FDLR), einer bewaffneten Hutu-Gruppe mit Wurzeln im Genozid von 1994, und die schrittweise Entflechtung ruandischer Kräfte aus dem Ostkongo. Parallel dazu geht es um den Abbau ruandischer Verteidigungsmaßnahmen entlang der Grenze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben aus New York finden in Washington fortlaufend Folgetreffen statt, um die Umsetzung zu überprüfen und Absprachen zu vertiefen. Im Raum steht zudem ein Gipfeltreffen zwischen dem kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi und dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame in der US-Hauptstadt, dessen Termin allerdings mehrfach verschoben wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-goma-und-die-humanitare-dimension"><span id="goma-und-die-humanitaere-dimension">Goma und die humanitäre Dimension</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich versucht, innerhalb dieses Rahmens den Fokus stärker auf humanitäre Zugänge zu lenken. Im Mittelpunkt steht die Wiedereröffnung des internationalen Flughafens von Goma, der seit Januar für den zivilen Luftverkehr geschlossen ist, nachdem die M23-Rebellengruppe die Provinzhauptstadt von Nord-Kivu eingenommen hatte. Paris argumentiert, der Flughafen sei für die Versorgung der Zivilbevölkerung und für humanitäre Luftbrücken zentral.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="851" height="443" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/M23_in_Goma.png" alt="M23 in Goma" class="wp-image-9622 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/M23_in_Goma.png 851w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/M23_in_Goma-300x156.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/M23_in_Goma-768x400.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/M23_in_Goma-380x198.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/08/M23_in_Goma-800x416.png 800w" sizes="(max-width: 851px) 100vw, 851px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die M23 lehnt dies bislang ab und beansprucht die alleinige Entscheidungsbefugnis über eine Wiederöffnung. Ruanda verwies zuletzt bei einer von Frankreich und Togo organisierten Konferenz am Rande des Pariser Friedensforums auf fehlenden Konsens. Wie das Analysenformat <em><a href="https://www.securitycouncilreport.org/whatsinblue/2025/11/democratic-republic-of-the-congo-informal-interactive-dialogue-2.php">What’s in Blue</a></em> berichtet, wird der Umgang mit Goma als Testfall für die Handlungsfähigkeit der verschiedenen Vermittlungsformate betrachtet.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-doha-prozess-und-der-doha-framework-for-peace"><span id="doha-prozess-und-der-doha-framework-for-peace">Doha-Prozess und der „Doha Framework for Peace“</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxPWQAA0AKm-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21999 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxPWQAA0AKm-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxPWQAA0AKm-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxPWQAA0AKm-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxPWQAA0AKm-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxPWQAA0AKm-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxPWQAA0AKm-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxPWQAA0AKm-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxPWQAA0AKm-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxPWQAA0AKm-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel verhandelt Katar in Doha mit der kongolesischen Regierung und der M23. Zunächst hatten beide Seiten am 23. April eine gemeinsame Erklärung angenommen, in der sie sich zu einem sofortigen Ende der Feindseligkeiten bekannten und jede Form von Hassrede und Einschüchterung zurückwiesen. Am 19. Juli folgte eine Grundsatzerklärung, die eine Waffenruhe vorsah.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dieser Grundlage wurde am 15. November der „Doha Framework for Peace“ zwischen der Regierung in Kinshasa und der Alliance Fleuve Congo (AFC) vereinbart, einem politisch-militärischen Bündnis, in dem die M23 eine zentrale Rolle spielt. Das Rahmenwerk zielt auf einen strukturierten Dialog über die Ursachen des Konflikts, vertrauensbildende Maßnahmen und eine schrittweise Deeskalation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgesehen ist ein gestuftes Verfahren mit Zusatzprotokollen, Anhängen und technischen Vereinbarungen. Diese sollen unter anderem die Konsolidierung und Verifizierung eines Waffenstillstands, Modalitäten für den Rückzug von Truppen, den Zugang humanitärer Akteure, Reintegration und Unterstützung nationaler Dialogprozesse regeln. Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, hatte kurz nach der Unterzeichnung Kinshasa und Kigali besucht, um den Prozess politisch zu flankieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat begrüßte den Doha-Rahmen in einer Erklärung vom 22. November als wichtigen Schritt und rief die Unterzeichner dazu auf, ihn in einen dauerhaften, überprüfbaren Waffenstillstand zu überführen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-vermittlung-und-rolle-togos"><span id="afrikanische-vermittlung-und-rolle-togos">Afrikanische Vermittlung und Rolle Togos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Washington und Doha laufen afrikanische Vermittlungsbemühungen, koordiniert durch die Afrikanische Union und regionale Organisationen. Togo übernimmt hierbei eine zentrale Rolle und agiert als von der AU mandatierter Vermittler zur DR Kongo. Das Land war bereits Mitveranstalter der Pariser Ministerkonferenz zur Region der Großen Seen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den 17. Januar 2026 ist in Togo ein hochrangiges Treffen geplant, das die verschiedenen Prozesse in Ostkongo zusammenführen soll. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die unterschiedlichen Formate kohärent aufeinander abstimmen lassen. Seit drei Jahren betonen Ratsmitglieder die Notwendigkeit einer solchen Harmonisierung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="380" height="220" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/huang-xia.jpg" alt="" class="wp-image-11748 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/huang-xia.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/huang-xia-300x174.jpg 300w" sizes="(max-width: 380px) 100vw, 380px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sondergesandte für die Region der Großen Seen, Huang Xia, unterstützt diese Bemühungen mit seinen guten Diensten. Ziel ist, Überschneidungen zu vermeiden, Widersprüche in Mandaten zu klären und die Akzeptanz bei den Konfliktparteien zu erhöhen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-monusco-zwischen-mandatsdiskussion-und-waffenstillstandsuberwachung"><span id="monusco-zwischen-mandatsdiskussion-und-waffenstillstandsueberwachung">MONUSCO zwischen Mandatsdiskussion und Waffenstillstandsüberwachung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-21734 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/54908227328_2a05690d43_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der informelle Dialog hat auch eine innenpolitische Dimension für den Sicherheitsrat. Im Dezember steht die Verlängerung des MONUSCO-Mandats an. Die Ratsmitglieder hatten den Generalsekretär gebeten, Empfehlungen für die Mandatsanpassung vorzulegen, die die Sicherheitsentwicklung und die Vermittlungsprozesse berücksichtigen. Der nächste Quartalsbericht zu MONUSCO wird bis Ende November erwartet.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch ist eine stärkere Rolle der Mission bei der Überwachung einer möglichen Waffenruhe im Osten der DR Kongo. Die stellvertretende Missionsleiterin Vivian van de Perre soll im Dialog die aktuelle Sicherheitslage und die Handlungsspielräume der Mission erläutern. Diskutiert werden Optionen, wie MONUSCO in Abstimmung mit regionalen Mechanismen zur Verifizierung eines Waffenstillstands, zur Berichterstattung über Verstöße und zur Absicherung humanitärer Korridore beitragen könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verscharfte-kampfe-im-ostkongo-trotz-diplomatischer-fortschritte"><span id="verschaerfte-kaempfe-im-ostkongo-trotz-diplomatischer-fortschritte">Verschärfte Kämpfe im Ostkongo trotz diplomatischer Fortschritte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der institutionellen Fortschritte in den Vermittlungsprozessen verschlechtert sich die Sicherheitslage im Osten der DR Kongo weiter. Berichte verweisen auf neue Gefechte zwischen den kongolesischen Streitkräften FARDC und der M23 in mehreren Gebieten Nord-Kivus. In den Territorien Walikale und Masisi sollen die Rebellen unter anderem Katoyi und Mahanga eingenommen haben, weitere Auseinandersetzungen werden aus Lubero gemeldet. Auch in der Provinz Süd-Kivu kam es zu Kämpfen, in deren Folge die M23 zusätzliche Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht haben soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kongolesische Regierung wirft der M23 vor, gegen Verpflichtungen aus Doha zu verstoßen. Die Gruppe wiederum beschuldigt die FARDC und verbündete Milizen, koordinierte Angriffe zu führen und Luftfahrzeuge, einschließlich Drohnen, einzusetzen. In Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen sollen die kongolesischen Streitkräfte die Vermittler im Washington- und im Doha-Prozess aufgefordert haben, auf die von ihnen wahrgenommenen Vertragsverletzungen zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die anstehende Diskussion im Sicherheitsrat bedeutet dies, dass diplomatische Formate und Sicherheitslage deutlich auseinanderfallen. Die Ratsmitglieder stehen vor der Aufgabe, die unterschiedlichen Vermittlungsansätze, die Erwartungen der kongolesischen Regierung und die laufenden Operationen der M23 in einer Mandatsformel für MONUSCO zusammenzuführen, die sowohl regionale Prozesse stützt als auch den Schutz der Zivilbevölkerung in den Konfliktregionen des Ostkongo berücksichtigt.</p>
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			<media:title type="html">Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_(54618027854)</media:title>
			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio hosts a Democratic Republic of the Congo-Rwanda Peace Agreement signing ceremony between Democratic Republic of the Congo Foreign Minister Thérèse Kayikwamba Wagner and Rwandan Foreign Minister Olivier Nduhungirehe at the Department of State in Washington, D.C., June 27, 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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			<media:title type="html">M23 in Goma</media:title>
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		<title>Gabun und Frankreich vertiefen Partnerschaft: Staatsbesuch Macrons in Libreville</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gabun-und-frankreich-vertiefen-partnerschaft-staatsbesuch-macrons-in-libreville/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 10:28:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französische Präsident Emmanuel Macron ist am 22. November 2025 zu einem Staatsbesuch in Libreville eingetroffen. Am Flughafen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgabun-und-frankreich-vertiefen-partnerschaft-staatsbesuch-macrons-in-libreville%2F&amp;action_name=Gabun%20und%20Frankreich%20vertiefen%20Partnerschaft%3A%20Staatsbesuch%20Macrons%20in%20Libreville&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">französische</a> Präsident Emmanuel Macron ist am 22. November 2025 zu einem Staatsbesuch in Libreville eingetroffen. Am Flughafen Léon Mba wurde er vom <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/gabun/">gabunischen</a> Präsidenten Brice Clotaire Oligui Nguema empfangen. Nach der <a href="https://agpgabon.ga/gabon-emmanuel-macron-accueilli-avec-ferveur-a-libreville/">Ankunft</a> um 17 Uhr folgten die Nationalhymnen beider Staaten, eine militärische Ehrenformation, Kanonenschüsse und eine Parade.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-libreville"><span id="emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-libreville">Emmanuel Macron zu Staatsbesuch in Libreville</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCkMW0AAkLD4-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22293 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCkMW0AAkLD4-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCkMW0AAkLD4-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCkMW0AAkLD4-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCkMW0AAkLD4-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCkMW0AAkLD4-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCkMW0AAkLD4-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCkMW0AAkLD4-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCkMW0AAkLD4.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss begrüßte Macron Mitglieder der Regierung, Verwaltungsvertreter und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die sich am Flughafen eingefunden hatten. Entlang der Strecke bis zu seiner Unterkunft säumten Tausende Menschen die Straßen. Fahnen beider Länder, Banner und Plakate mit Bezug auf die Visite begleiteten den Konvoi. Gruppen mit traditionellen Tänzen sorgten für eine festliche Atmosphäre.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Präsident verließ das Flughafengelände mit geöffneter Heckscheibe seiner Limousine und grüßte die Menschenmenge mit Gesten freundlicher Nähe. Die gleiche Szenerie setzte sich bis zur Residenz fort, wo sich das Protokoll des Staatsbesuchs fortführte. Für den 23. November war ein bilaterales Gespräch zwischen beiden Staatschefs vorgesehen. Es ist der erste Besuch Macrons in Gabun seit der Wahl Oligui Nguemas.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-und-infrastrukturelle-vereinbarungen"><span id="wirtschaftliche-und-infrastrukturelle-vereinbarungen">Wirtschaftliche und infrastrukturelle Vereinbarungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. November haben Brice Clotaire Oligui Nguema und Emmanuel Macron bei einem gemeinsamen Pressestatement eine Reihe von Vereinbarungen zur wirtschaftlichen, institutionellen und infrastrukturellen Entwicklung Gabuns bestätigt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Eisenbahnsektor. Ein Vertrag mit der Agence Française de Développement sieht eine gemeinsam von Frankreich und der Europäischen Union finanzierte Revitalisierung des nationalen Schienennetzes vor. Die Regierung betrachtet die Bahn als strategische Infrastruktur für Industriepolitik und lokale Weiterverarbeitung von Rohstoffen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Je veux dire avec force que les engagements que nous avons scellés avec le Président français, Emmanuel Macron, marquent une étape décisive pour l’avenir de notre nation. La signature du protocole d’accord relatif à la modernisation et à la sécurisation du Chemin de Fer… <a href="https://t.co/X0KFlYRRKR">pic.twitter.com/X0KFlYRRKR</a></p>&mdash; Brice Clotaire Oligui Nguema (@oliguinguema) <a href="https://twitter.com/oliguinguema/status/1993067814622462024?ref_src=twsrc%5Etfw">November 24, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Vereinbarungen betreffen die Wasserversorgung, den Abfallsektor und den städtischen Ausbau. Im Bereich Trinkwasser wurde ein französisch gabunisches Investitionsprogramm zur Verbesserung von Verteilung und Dienstleistungsqualität angekündigt. In der Abfallwirtschaft will Frankreich technische und finanzielle Unterstützung ausbauen. Im Bereich Stadtinfrastruktur sind Transformationsprogramme für Libreville und weitere große Städte vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die lokale Verarbeitung von Mangan bleibt ein politisch zentrales Thema. Präsident Oligui Nguema bekräftigte, dass Gabun von Eramet die vollständige Einhaltung der Verpflichtungen zur Verarbeitung des Erzes im Land erwartet. Beide Seiten ordnen die Vereinbarungen in einen wirtschaftlichen Rahmen ein, der auf Transparenz, Verantwortung und Gegenseitigkeit basiert. Macron verwies darauf, dass rund 85 französische Tochtergesellschaften mit mehr als 12 000 Arbeitsplätzen in Gabun tätig sind und die neuen Vereinbarungen Investitionen in einem angepassten Rahmen erleichtern sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-und-kulturelle-neuausrichtung-der-beziehungen"><span id="politische-und-kulturelle-neuausrichtung-der-beziehungen">Politische und kulturelle Neuausrichtung der Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im politischen Bereich erklärten beide Präsidenten den Willen, ein erneuertes Verhältnis zwischen Gabun und Frankreich zu gestalten. Oligui Nguema betonte, es gebe „aucun nuage entre le Gabon et la France“. Emmanuel Macron würdigte die politische Entwicklung seit dem 30. August 2023 als „historischen Wendepunkt“ und beschrieb die gabunische Übergangsphase als beispielhaft. Er erklärte ausdrücklich, er nenne Gabun „als Beispiel“ in Situationen politischer Destabilisierung.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Président <a href="https://twitter.com/oliguinguema?ref_src=twsrc%5Etfw">@oliguinguema</a>, merci pour cet accueil si chaleureux.<br><br>La France se tient à vos côtés pour cette nouvelle page de votre histoire, avec un partenariat amical, fraternel, respectueux et pleinement gagnant-gagnant. <a href="https://t.co/kZooo16q67">pic.twitter.com/kZooo16q67</a></p>&mdash; Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1992995271265984650?ref_src=twsrc%5Etfw">November 24, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Macron verwies auf die Übergangszeit, die Öffnung für unterschiedliche politische Kräfte und die Einhaltung der selbst gesetzten Fristen. In seiner gemeinsamen Erklärung sagte er über die Beziehungen zu Gabun, Frankreich wolle „eine neu gefundene Partnerschaft“ und „eine Win-win-Partnerschaft“ auf Basis von Respekt und kohärenten wirtschaftlichen Modellen. Zur Rohstoffpolitik erklärte er mit Blick auf Afrika, der Kontinent könne nicht länger „un continent de simple extraction des ressources“ sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheitspolitisch verwies Macron auf die Anpassung der Verteidigungskooperation der vergangenen Jahre. Die Partnerschaft sei „neu gefunden“ worden und basiere nun auf gegenseitiger Kooperation, Ausbildung, gemeinsamen Programmen und einer verstärkten Rolle gabunischer Bedarfsanmeldungen. Elemente sind Ausbildungsprogramme, gemeinsame Übungen, Ausrüstungsprojekte und Ausbildungsstrukturen mit regionaler Reichweite. Bestätigt wurde die Einrichtung einer „Akademie für den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen“, die unter anderem gegen Wilderei und illegalen Goldabbau arbeiten soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schutz-der-walder-des-kongobeckens-und-klimafinanzierung"><span id="schutz-der-waelder-des-kongobeckens-und-klimafinanzierung">Schutz der Wälder des Kongobeckens und Klimafinanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs liegt auf Klima und Waldschutz. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung zum Schutz der Wälder des Kongobeckens wurden bestehende Verpflichtungen und neue Initiativen bilanziert. Expertengremien strukturierten ihre Arbeiten entlang der Themen Wissenschaft und Naturschutz, Rolle des Privatsektors und innovative Finanzierungsinstrumente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf wissenschaftlicher Ebene wurden der Ausbau der Forschung im Kongobecken, die Ausbildung einer gabunischen wissenschaftlichen Elite sowie eine bessere Verzahnung bestehender Instrumente wie GEOS, One Forest Vision und der Umweltakademie empfohlen. Ziel ist, das Kongobecken als Referenzraum der internationalen Umweltforschung zu etablieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf den Privatsektor nannten die Teilnehmenden die Anpassung an rechtliche Rahmenbedingungen, inklusive Entscheidungsprozesse und die gerechte Verteilung von Wertschöpfung für lokale Gemeinden als zentrale Aufgaben. Geplante Initiativen umfassen ein freiwilliges Kohlenstoffprojekt unter Regierungsaufsicht, eine Arbeitsgruppe der Wirtschaftsverbände MEDEF und FEG sowie den Aufbau eines gabunischen Umweltlabels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich innovativer Finanzierung wurden eine Absichtserklärung zwischen der gabunischen Regierung und Nature Conservation über rund 200 Millionen US Dollar für kommunale Entwicklungspläne, der erneute Rückhalt durch die Europäische Union und weitere Partner sowie finanzielle Zusagen aus dem Appel de Belém über 2,5 Milliarden US Dollar hervorgehoben. Der amtierende Umweltminister Mark Alexandre Doumba beschrieb das Entwicklungsmodell Gabuns als „rapide, maîtrisé, ambitieux, mais responsable, innovant et durable“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCgZXcAE55Ev-683x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-22291 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCgZXcAE55Ev-683x1024.jpeg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCgZXcAE55Ev-200x300.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCgZXcAE55Ev-768x1151.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCgZXcAE55Ev-1025x1536.jpeg 1025w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCgZXcAE55Ev-380x570.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCgZXcAE55Ev-800x1199.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCgZXcAE55Ev-1160x1739.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6lmCgZXcAE55Ev.jpeg 1366w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beim Wirtschaftsforum Gabun–Frankreich in der Baie des Rois stellte Macron die Frage, wie Staaten, die Wälder schützen, angemessen begleitet und kompensiert werden können. Er führte die 24 Millionen Hektar gabunischer Wälder, den hohen Schutzflächenanteil und das negative Kohlenstoffprofil des Landes an und sprach von einem „paradoxe qu’il nous faut traiter“. Er erinnerte an den Appel de Belém und die mit ihm verbundenen Finanzzusagen über 2,5 Milliarden US Dollar. Zudem verwies er auf internationale Finanzierungsmechanismen und forderte Unternehmen zu verstärkten Beiträgen und besser nachverfolgbaren Umweltleistungen auf.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuche-zentraler-infrastrukturprojekte-in-libreville"><span id="besuche-zentraler-infrastrukturprojekte-in-libreville">Besuche zentraler Infrastrukturprojekte in Libreville</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf des Staatsbesuchs besichtigten beide Präsidenten mehrere Bauvorhaben in Libreville. Erster Halt war die Cité de la Démocratie, ein großflächiger institutioneller Komplex auf 434 Hektar, der nach Jahren des Stillstands umfassend saniert wird. Der Baufortschritt liegt bei rund 75 Prozent, die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen. Das Gelände umfasst einen Kongresssaal mit 3 000 Plätzen, präsidiale Gebäude, 55 Villen, einen Zoo und ein modernisiertes inneres Straßennetz von 12 Kilometern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterer Programmpunkt war die Cité Émeraude als künftiger Verwaltungsstandort. In der Baie des Rois, einem 400 Hektar großen Stadtentwicklungsprojekt mit Hotels, Büroflächen, Handelszonen, Freizeitbereichen und Marina, pflanzten Macron und Oligui Nguema symbolisch einen Baum. Anschließend nahmen sie an der Abschlussrunde der Waldschutzkonferenz teil und erhielten die zusammengeführten Ergebnisse der Fachpanels. Beide Staatschefs betonten dort die strategische Bedeutung der Umweltpolitik und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-das-institut-francais-du-gabon-als-kultureller-knotenpunkt"><span id="das-institut-francais-du-gabon-als-kultureller-knotenpunkt">Das Institut français du Gabon als kultureller Knotenpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Element der kulturellen Zusammenarbeit ist das Institut français du Gabon in Libreville. Emmanuel Macron und Brice Clotaire Oligui Nguema eröffneten die vollständig renovierten Räumlichkeiten. Das Institut verfügt nun über modernisierte Multimediaräume, eine neu gestaltete Mediathek und ein aktualisiertes Auditorium. Die Einrichtung soll als Raum für Kultur, Bildung und Innovation dienen und sowohl Künstlerinnen und Künstler als auch Studierende und breitere Öffentlichkeit ansprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Eröffnung besuchten beide Präsidenten einen Moderaum mit Fokus auf Raphia, in dem Arbeiten des Designers Chouchou Lazare und ein Beitrag des Anthropologen Hermann Moussoudou zur kulturellen Bedeutung des Materials vorgestellt wurden. Im „Espace Campus France“ sprachen sie mit Forschenden wie Marie Josée Angue Zogho und Geoffroy de Saulieu vom Institut de recherche pour le développement über archäologische Projekte in Gabun. Außerdem kamen Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Sport und Gleichstellung zu Wort, darunter Princesse Apinda und die ehemalige Basketballnationalspielerin Géraldine Robert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6gnf-TWIAAS54o-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-22292 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6gnf-TWIAAS54o-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6gnf-TWIAAS54o-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6gnf-TWIAAS54o-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6gnf-TWIAAS54o-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6gnf-TWIAAS54o-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6gnf-TWIAAS54o-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6gnf-TWIAAS54o-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6gnf-TWIAAS54o.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Führung endete in der Galerie M mit der Ausstellung „Défigurés“ zu Masken und Kultobjekten Gabuns sowie im Auditorium, wo vier B Boys mit Breakdance und N’Tcham Auftritten unter der Leitung von Ekomo Bikoro Jean Hussein auftraten. Macron bezeichnete die Kreativität der Jugend und die Dynamik der Kulturszene als wesentliche Ressourcen des Landes.</p>
</div></div>
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		<title>Boualem Sansal schildert seine Haftzeit in Algerien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/boualem-sansal-schildert-seine-haftzeit-in-algerien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 12:25:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französisch-algerische Schriftsteller Boualem Sansal hat am 23. November 2025 erstmals öffentlich über seine einjährige Haft in Algerien&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fboualem-sansal-schildert-seine-haftzeit-in-algerien%2F&amp;action_name=Boualem%20Sansal%20schildert%20seine%20Haftzeit%20in%20Algerien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der französisch-algerische Schriftsteller Boualem Sansal hat am 23. November 2025 erstmals öffentlich über seine einjährige Haft in Algerien gesprochen. Das Interview wurde auf&nbsp;<em>France 2</em>&nbsp;ausgestrahlt, wenige Tage nach seiner Freilassung am 12. November. Sansal beschrieb seinen Gesundheitszustand, die Bedingungen seiner Inhaftierung und die politischen Umstände, die nach seiner Darstellung zu seiner Festnahme geführt hatten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesundheitszustand-und-diplomatische-hintergrunde"><span id="gesundheitszustand-und-diplomatische-hintergruende">Gesundheitszustand und diplomatische Hintergründe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sansal erklärte, dass bei ihm ein Prostatakarzinom diagnostiziert worden sei und er eine medizinische Behandlung erhalten habe. Die gesundheitliche Situation und sein fortgeschrittenes Alter seien maßgeblich für die präsidentielle Begnadigung gewesen. Nach Angaben aus seinem Umfeld hätten <a href="https://fokus-afrika.de/bundespraesident-steinmeier-bittet-algerien-um-begnadigung-des-schriftstellers-boualem-sansal/">Deutschland und Frankreich diplomatisch vermittelt</a> und Unterstützung für eine sichere medizinische Betreuung zugesichert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verhaftung-und-erste-tage-in-gewahrsam"><span id="verhaftung-und-erste-tage-in-gewahrsam">Verhaftung und erste Tage in Gewahrsam</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="975" height="650" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/asEG4dQGs219XOPSr.webp" alt="" class="wp-image-22260 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/asEG4dQGs219XOPSr.webp 975w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/asEG4dQGs219XOPSr-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/asEG4dQGs219XOPSr-768x512.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/asEG4dQGs219XOPSr-380x253.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/asEG4dQGs219XOPSr-800x533.webp 800w" sizes="(max-width: 975px) 100vw, 975px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In seinem Interview schilderte Sansal die ersten Stunden nach seiner Festnahme am Flughafen Algier. Er sagte: „Ich wusste nicht, wer mich festnahm und warum. Während sechs Tagen hatte ich keinen Kontakt zur Außenwelt.“ Anschließend berichtete er von den Haftbedingungen: regelmäßige Durchsuchungen, willkürliche Anweisungen, Isolation und psychischer Druck.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sansal erklärte, der schwerste Aspekt sei der Zwang gewesen, das eigene Leid für sich zu behalten: „Man weint allein, nachts, im Kopf.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aussagen-sansals-zu-politischen-hintergrunden"><span id="aussagen-sansals-zu-politischen-hintergruenden">Aussagen Sansals zu politischen Hintergründen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schriftsteller äußerte sich zu möglichen Gründen für seine Inhaftierung. Nach seiner Einschätzung steht sie in einem größeren politischen Kontext zwischen Algerien und Frankreich. In einem Interview sagte er, sein Arrest sei Teil einer „Kreuzzugshaltung“ der algerischen Behörden gegen Frankreich. Er führte aus: „Ich sah keinen Grund, der die Behörden veranlasst hätte, mich zu verhaften, aber es gibt einen. Vor einigen Monaten ist ein Konflikt ausgebrochen, nachdem Präsident Macron formell die Marokkanität der Sahara anerkannt hatte. Alles begann dort.“</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">🔴⚡️ Boualem Sansal sur les raisons probables de son arrestation en Algérie : &quot;L&#39;ultranationalisme, la question du Sahara occidental et le crime de lèse-majesté que personne n&#39;oubliera jamais : le fait que je sois allé en Israël.&quot; <a href="https://twitter.com/hashtag/JT20h?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#JT20h</a> <a href="https://t.co/kI8fqgKp5m">pic.twitter.com/kI8fqgKp5m</a></p>&mdash; Le20h-France Télévisions (@le20hfrancetele) <a href="https://twitter.com/le20hfrancetele/status/1992685344761024625?ref_src=twsrc%5Etfw">November 23, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Sansal erklärte außerdem, sein Fall sei ein „Sündenbock“-Mechanismus gewesen, ausgelöst durch politische Spannungen. Weitere Gründe sieht er in seinem persönlichen Umfeld, darunter seine Freundschaft mit Xavier Driencourt, dem früheren französischen Botschafter, und der Veröffentlichung des Werkes „L’Énigme algérienne“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-haftbedingungen-und-personlicher-umgang-mit-der-situation"><span id="haftbedingungen-und-persoenlicher-umgang-mit-der-situation">Haftbedingungen und persönlicher Umgang mit der Situation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sansal beschrieb seinen Gefängnisaufenthalt als körperlich und psychisch belastend. Er erzählte: „Das Leben ist hart in einem Gefängnis, […] die Zeit ist lang, man ermüdet, erschöpft sich, und sehr schnell fühlt man sich sterben.“ Er berichtete, dass er während seiner Festnahme eine Kapuze über den Kopf bekommen habe und sechs Tage lang nicht gewusst habe, wo er sich befinde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz seines hohen Alters und seiner Erkrankung blieb er ein Jahr in Haft. Laut Sansal führten diese Umstände zu großer Sorge in seinem Umfeld.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-europaischer-politiker-und-freilassung"><span id="reaktionen-europaeischer-politiker-und-freilassung">Reaktionen europäischer Politiker und Freilassung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sansal erwähnte sein Telefonat mit dem französischen Politiker Bruno Retailleau, den er als Freund bezeichnete. Er erklärte jedoch: „Mit oder ohne sein Eingreifen hätten die algerischen Behörden auf die gleiche Weise gehandelt.“ Nach Angaben des Schriftstellers erfolgte seine Freilassung nach einer Bitte des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier an seinen algerischen Amtskollegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bedeutung-seiner-personlichen-unterlagen"><span id="bedeutung-seiner-persoenlichen-unterlagen">Bedeutung seiner persönlichen Unterlagen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="699" height="466" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/92784938-64966186-2-1.jpg" alt="" class="wp-image-22262 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/92784938-64966186-2-1.jpg 699w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/92784938-64966186-2-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/92784938-64966186-2-1-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 699px) 100vw, 699px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sansal äußerte den Wunsch, nach Algerien zurückzukehren, um persönliche Gegenstände wie seinen Computer und sein Telefon zurückzuerhalten. Diese enthielten zwanzig Jahre seiner schriftstellerischen Arbeit. Für ihn sei dies ein zentraler Bestandteil seiner intellektuellen Biografie.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In seinem Interview sagte Sansal: „Gefangener zu sein, ist eine Demütigung.“ Er betonte die psychischen Belastungen und die Einsamkeit, die eine Inhaftierung mit sich bringe. Sein Auftritt markiert die Rückkehr einer prägenden Stimme in den politischen und kulturellen Austausch zwischen Frankreich und Algerien.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Mauritius</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/besuch-des-franzoesischen-praesidenten-emmanuel-macron-in-mauritius/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 11:38:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mauritius]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=22234</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erster Besuch eines französischen Staatsoberhaupts seit drei Jahrzehnten Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am 20. und 21.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbesuch-des-franzoesischen-praesidenten-emmanuel-macron-in-mauritius%2F&amp;action_name=Besuch%20des%20franz%C3%B6sischen%20Pr%C3%A4sidenten%20Emmanuel%20Macron%20in%20Mauritius&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/besuch-des-franzoesischen-praesidenten-emmanuel-macron-in-mauritius/">Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Mauritius</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="h-erster-besuch-eines-franzosischen-staatsoberhaupts-seit-drei-jahrzehnten"><span id="erster-besuch-eines-franzoesischen-staatsoberhaupts-seit-drei-jahrzehnten">Erster Besuch eines französischen Staatsoberhaupts seit drei Jahrzehnten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am 20. und 21. November 2025 Mauritius besucht. Es handelt sich um die erste Reise eines französischen Staatsoberhaupts seit mehr als dreißig Jahren. Laut den offiziellen Angaben steht der Besuch in einer Phase verstärkter politischer und wirtschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Frankreich und seinen Partnerländern im Indischen Ozean.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OmTluWQAAOLaS-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-22239 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OmTluWQAAOLaS-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OmTluWQAAOLaS-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OmTluWQAAOLaS-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OmTluWQAAOLaS-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OmTluWQAAOLaS-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OmTluWQAAOLaS-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OmTluWQAAOLaS-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OmTluWQAAOLaS.jpeg 1990w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Macron traf zunächst den mauritischen Präsidenten Dharam Gokhool und nahm anschließend im Caudan Arts Center an einer Veranstaltung zu neuen Technologien und Afrika teil, darunter dem Forum „Generation M.IA“ und einer regionalen AI4Good-Initiative. Er sprach dort mit jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie mit Akteuren der mauritischen und französischen Technologiesektoren.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-themenschwerpunkte-technologie-maritime-sicherheit-und-biodiversitat"><span id="themenschwerpunkte-technologie-maritime-sicherheit-und-biodiversitaet">Themenschwerpunkte: Technologie, maritime Sicherheit und Biodiversität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während seiner Reise besuchte Macron auch das Forschungsschiff Plastic Odyssey, wo er mit Wissenschaftlern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus La Réunion und Mayotte über Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung sprach. Der Präsident betonte bei mehreren Terminen die Bedeutung gemeinsamer Ansätze zur Bewältigung ökologischer Herausforderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der gemeinsamen Erklärung mit Premierminister Navin Ramgoolam hob Macron zentrale Politikfelder hervor, die beide Staaten künftig enger bearbeiten wollen. Genannt wurden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>maritime Sicherheit</li>



<li>Schutz der Biodiversität</li>



<li>Förderung der Mehrsprachigkeit und Bildungskooperation</li>



<li>Energie- und Wasserversorgung</li>



<li>Ernährungssicherheit</li>



<li>wirtschaftliche Zusammenarbeit und künstliche Intelligenz</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-erklarung-in-port-louis"><span id="gemeinsame-erklaerung-in-port-louis">Gemeinsame Erklärung in Port Louis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während des öffentlichen Auftritts mit Premierminister Ramgoolam erklärte Macron wörtlich:<br>„Mauritius und Frankreich teilen eine gemeinsame Sicht auf die großen Herausforderungen unserer Zeit. Angesichts geopolitischer Spannungen, des Klimawandels, des Verlusts der biologischen Vielfalt und der Störungen der Handelsbeziehungen glauben wir an die Einhaltung internationaler Regeln, an einen wirksamen Multilateralismus und an Zusammenarbeit.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten kündigten mehrere Abkommen zur maritimen Sicherheit an. Sie betreffen unter anderem:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eine koordinierte Nutzung französischer Marinekapazitäten und mauritischer Luftüberwachung</li>



<li>die Bekämpfung illegalen Fischfangs</li>



<li>die Bekämpfung von Drogenhandel und organisierter Kriminalität</li>



<li>die Stärkung gemeinsamer Ausbildungsprogramme über die „Akademie des Indischen Ozeans“</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Macron erinnerte zudem an die im September ratifizierte Hochsee-Schutzvereinbarung (BBNJ) und würdigte den frühzeitigen Beitritt von Mauritius.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bildung-forschung-und-infrastruktur"><span id="bildung-forschung-und-infrastruktur">Bildung, Forschung und Infrastruktur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich Bildung und Hochschulen kündigten beide Regierungen ein Partnerschaftsabkommen an, das eine zweisprachige französisch-englische Exzellenzstrecke in öffentlichen Schulen einführen soll. Weitere Vereinbarungen betreffen die Anerkennung von Abschlüssen und die Fortsetzung französischer BTS-Programme auf Mauritius.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Energie- und Wasserversorgung sollen neue Projekte entstehen. Die französische Entwicklungsagentur (AFD) und EDF sollen technische Analysen und Infrastrukturmaßnahmen begleiten. Frankreich unterstützt zudem Wasserprojekte in Mauritius und Rodrigues unter Beteiligung der Europäischen Union.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-zusammenarbeit"><span id="wirtschaftliche-zusammenarbeit">Wirtschaftliche Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Mauritius vereinbarten darüber hinaus Kooperationen in den Bereichen Zuckerproduktion, Getreideversorgung und wirtschaftliche Modernisierung. Die französische Regierung sieht darin einen Beitrag zur mauritischen Ernährungssicherheit und eine Fortführung langjähriger wirtschaftlicher Beziehungen beider Länder.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Dans un monde de désordre, la France est un partenaire de confiance. <a href="https://t.co/qwEd6MMDft">pic.twitter.com/qwEd6MMDft</a></p>&mdash; Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1991842782445776930?ref_src=twsrc%5Etfw">November 21, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Im Technologiesektor hob Macron die Bedeutung künstlicher Intelligenz hervor. Beim Besuch eines Technologieforums sprach er nach eigenen Angaben mit Unternehmern aus Mauritius sowie Vertretern aus La Réunion und Mayotte. Die AI4Good-Initiative, die in Mauritius entstand und inzwischen in mehreren afrikanischen Ländern aktiv ist, wurde als Beispiel für regionale Innovationsdynamik genannt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bedeutung-des-indischen-ozeans-im-franzosischen-aussenpolitischen-konzept"><span id="bedeutung-des-indischen-ozeans-im-franzoesischen-aussenpolitischen-konzept">Bedeutung des Indischen Ozeans im französischen außenpolitischen Konzept</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron betonte mehrfach die sicherheitspolitische Bedeutung der Region für Frankreich.<br>Er sagte: „Frankreich will nicht dominieren, es will nichts aufzwingen, es will kooperieren – angesichts hegemonialer Versuchungen in einer Welt der Unordnung, in der imperialistische Ambitionen zurückkehren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf die Präsenz französischer Staatsbürger sowie auf die Bedeutung der Überseegebiete La Réunion und Mayotte, die Frankreich strategisch im Indischen Ozean verankern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron erwähnte außerdem, dass Frankreich seine Position im südwestlichen Indischen Ozean angesichts wachsender Ambitionen anderer internationaler Akteure – darunter China, Russland und Indien – stärken wolle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-militarischer-und-diplomatischer-einrichtungen"><span id="besuch-militaerischer-und-diplomatischer-einrichtungen">Besuch militärischer und diplomatischer Einrichtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 21. November besuchte Macron den botanischen Garten von Pamplemousses, wo er an einer Kranzniederlegung teilnahm und einen Baum pflanzte. Im Anschluss begab er sich auf das französische Marineschiff „Le Champlain“, das gemeinsam mit den mauritischen Küstenwachen gegen illegalen Handel und andere maritime Risiken operiert, insbesondere im Kontext des Drogenhandels aus der Region <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/">Indien</a>–Pakistan.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RqQ0qWIAAj82--1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22238 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RqQ0qWIAAj82--1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RqQ0qWIAAj82--300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RqQ0qWIAAj82--768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RqQ0qWIAAj82--1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RqQ0qWIAAj82--2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RqQ0qWIAAj82--380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RqQ0qWIAAj82--800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RqQ0qWIAAj82--1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RqQ0qWIAAj82--scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Später besichtigte er den Standort der neuen französischen Botschaft in Port Louis, die 2026 eröffnet werden soll. Dort sagte Macron, Frankreich wolle den bilateralen und regionalen Austausch im Indischen Ozean weiter stärken.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-themen-und-internationale-politische-gesprache"><span id="regionale-themen-und-internationale-politische-gespraeche">Regionale Themen und internationale politische Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident sprach zudem regionale Fragen an. Die Regierungschefs thematisierten die Situation in Madagaskar, wo derzeit ein politischer Übergangsprozess stattfindet. Frankreich will nach offiziellen Angaben die Transformation unterstützen, insbesondere in den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung, Energie, Jugendpolitik und Korruptionsbekämpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron ging außerdem auf die Zukunft der Insel Tromelin ein. Er nannte die gemeinsame Herangehensweise „respektvoll, pragmatisch und auf Fortschritt ausgerichtet“.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbesuch-des-franzoesischen-praesidenten-emmanuel-macron-in-mauritius%2F&amp;action_name=Besuch%20des%20franz%C3%B6sischen%20Pr%C3%A4sidenten%20Emmanuel%20Macron%20in%20Mauritius&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/besuch-des-franzoesischen-praesidenten-emmanuel-macron-in-mauritius/">Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Mauritius</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Mitgliedstaaten drängen auf echte Reform des Sicherheitsrats – Afrika und Veto im Fokus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 14:57:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat in einer Ganztagsdebatte die Reform des Sicherheitsrats erneut auf die Agenda gesetzt.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus%2F&amp;action_name=UN-Mitgliedstaaten%20dr%C3%A4ngen%20auf%20echte%20Reform%20des%20Sicherheitsrats%20%E2%80%93%20Afrika%20und%20Veto%20im%20Fokus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat in einer Ganztagsdebatte die Reform des Sicherheitsrats erneut auf die Agenda gesetzt. Hintergrund ist ein massiver Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit des Rates, der Kriege, Massengräuel und neue Bedrohungen wie Klimarisiken und digitale Desinformation häufig nicht verhindert oder eingedämmt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalversammlungspräsidentin Annalena Baerbock bezeichnete die laufende 80. Sitzungsperiode als „Moment der Reflexion, des Handelns und der Führung“, um die Vereinten Nationen an die Realität des 21. Jahrhunderts anzupassen. Mit der UN80-Reforminitiative und dem im „Pakt für die Zukunft“ verankerten Reformauftrag soll der Sicherheitsrat inklusiver, transparenter, effizienter, demokratischer und rechenschaftspflichtiger werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kernpunkte-der-debatte-reprasentation-legitimitat-handlungsfahigkeit"><span id="kernpunkte-der-debatte-repraesentation-legitimitaet-handlungsfaehigkeit">Kernpunkte der Debatte: Repräsentation, Legitimität, Handlungsfähigkeit</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22124 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rund 60 Delegationen unterstrichen, dass der Rat in seiner Grundstruktur noch immer die Nachkriegsordnung nach 1945 widerspiegelt, während Bedrohungen und Machtverhältnisse sich deutlich verändert haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die G4-Staaten <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brasilien/">Brasilien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/institutionelle-beziehungen/">Deutschland</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/">Indien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/japan/">Japan</a> ist die Reform „kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit“. Sie argumentieren, dass das schlechte Image der UN maßgeblich mit der Blockade im Sicherheitsrat verknüpft ist und nur eine Erweiterung in beiden Kategorien – ständige und nicht ständige Sitze – reale Abhilfe schaffen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das L.69-Bündnis, ein Zusammenschluss reformorientierter Entwicklungs- und Schwellenländer, spricht von einem „moralischen und politischen Imperativ“, unterrepräsentierten Regionen mehr Gewicht zu geben. Ohne sichtbare Fortschritte drohe das System in einem „freien Fall des Vertrauens“ weiter abzusinken.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-afrika-im-zentrum-historisches-unrecht-und-common-african-position"><span id="afrika-im-zentrum-historisches-unrecht-und-common-african-position">Afrika im Zentrum: Historisches Unrecht und Common African Position</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="325" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/b581551b-cbe3-490d-8cd1-f003316c71da.jpeg" alt="" class="wp-image-22121 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/b581551b-cbe3-490d-8cd1-f003316c71da.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/b581551b-cbe3-490d-8cd1-f003316c71da-300x181.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/b581551b-cbe3-490d-8cd1-f003316c71da-380x230.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich fiel der Fokus auf Afrika aus. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a> sprach im Namen der Afrikanischen Gruppe von einer „historischen Ungerechtigkeit“, da über 70 Prozent der vom Sicherheitsrat behandelten Dossiers Afrika betreffen, der Kontinent aber keinen ständigen Sitz innehat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Gruppe bekräftigte die Common African Position nach Ezulwini-Konsens und Sirte-Erklärung. Gefordert werden mindestens zwei ständige Sitze mit allen Rechten, einschließlich Veto, falls dieses Instrument bestehen bleibt, sowie fünf zusätzliche nicht ständige Sitze für Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a> und andere afrikanische Staaten betonten, dass eine breitere geografische Diversität die Ursachen von Konflikten – etwa im Sahel oder im Nahen Osten – besser erfassen und damit wirksamere Lösungen ermöglichen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Venezuela erinnerte im Namen der „Group of Friends in Defense of the UN Charter“ daran, dass mehr als ein Viertel der UN-Mitgliedschaft afrikanisch ist, während der Rat in seiner Zusammensetzung weiterhin stark westlich dominiert sei.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-veto-unter-druck-von-verantwortungsvoller-nutzung-bis-veto-muss-weg"><span id="veto-unter-druck-von-verantwortungsvoller-nutzung-bis-veto-muss-weg">Veto unter Druck: Von „verantwortungsvoller Nutzung“ bis „Veto muss weg“</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten stellten das Veto der fünf ständigen Mitglieder in den Mittelpunkt. Frankreich warb für eine „verantwortungsvolle“ Nutzung und verwies auf die gemeinsam mit Mexiko vorgeschlagene Einschränkung des Vetos bei Massenverbrechen. Italien und die Uniting-for-Consensus-Gruppe gehen weiter und lehnen jede Ausweitung des Vetos ab. Im Minimum solle der Einsatz bei Völkermord, Kriegsverbrechen und schweren Menschenrechtsverletzungen eingeschränkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch grundsätzlicher argumentierten kleinere Staaten. Die Malediven bezeichneten das Veto als „strukturelles Hindernis“, das Krisen in Lähmung verwandle, und forderten seine vollständige Abschaffung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="331" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Unknown-2.png" alt="" class="wp-image-22125 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Unknown-2.png 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Unknown-2-300x185.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Unknown-2-380x234.png 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Demgegenüber warnte <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> vor einer Schwächung der Rechte der ständigen Mitglieder. Ohne Veto hätten die Vereinten Nationen „dasselbe Schicksal wie der Völkerbund“ erlitten. Moskau plädiert für ein kompaktes Gremium mit mehr Entwicklungsländern aus Afrika, Asien und Lateinamerika, jedoch ohne Änderung der Privilegien der P5.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-modellvielfalt-g4-uniting-for-consensus-sids-sitz-arabische-und-regionale-forderungen"><span id="modellvielfalt-g4-uniting-for-consensus-sids-sitz-arabische-und-regionale-forderungen">Modellvielfalt: G4, Uniting for Consensus, SIDS-Sitz, arabische und regionale Forderungen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte erneut konkurrierende Reformmodelle:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>G4-Modell: Erweiterung um neue ständige und nicht ständige Sitze, insbesondere für Afrika, Asien-Pazifik und Lateinamerika.</li>



<li>Uniting-for-Consensus-Ansatz (unter anderem Italien, Türkei): Keine neuen ständigen Sitze, dafür mehr rotierende nicht ständige Mandate und regionale Rotations- oder Gruppenlösungen.</li>



<li>Afrikanische Position: Mindestens zwei ständige und fünf nicht ständige zusätzliche Sitze für Afrika.</li>



<li>Arabische Gruppe: Bahrain forderte mindestens einen ständigen Sitz für die arabischen Staaten, da ein Großteil der Veto-Fälle und der Ratsagenda die Region betreffe.</li>



<li>Kleine Inselstaaten: Die Malediven warben für einen eigenen rotierenden Sitz für Small Island Developing States (SIDS), die trotz hoher Verwundbarkeit gegenüber Klima- und Sicherheitsrisiken im Rat nicht systematisch vertreten sind.</li>



<li>Costa Rica und andere: Sie kritisieren zusätzliche ständige Sitze als „mehr Blockade, getarnt als mehr Balance“ und wollen ausschließlich die Gruppe der gewählten Mitglieder ausbauen.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-verfahren-stillstand-im-ign-format-druck-fur-textbasierte-verhandlungen"><span id="verfahren-stillstand-im-ign-format-druck-fuer-textbasierte-verhandlungen">Verfahren: Stillstand im IGN-Format, Druck für textbasierte Verhandlungen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben inhaltlichen Fragen war das Verfahren der Reform selbst ein Streitpunkt. Mehrere Delegationen – darunter Indien, Indonesien und die nordischen Staaten – kritisierten die Intergouvernementalen Verhandlungen (IGN) als Karussell, das seit Jahren diskutiere, ohne konkrete Texte, Fristen oder Beschlüsse hervorzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indien sprach von einem „Theater des Absurden“, in dem der Konsensbegriff faktisch als Vetoinstrument genutzt werde, um jede Bewegung zu blockieren. Breite Unterstützung fand die Forderung, die Verhandlungen auf eine textbasierte Grundlage zu stellen, mit klaren Optionen, Zeitplänen und Meilensteinen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22123 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Generalsversammlungspräsidentin Baerbock rief die Mitgliedstaaten auf, bestehende Modelle zu konkretisieren, neue Vorschläge einzubringen und aus den fünf Verhandlungsklustern – Größe und Zusammensetzung, Arbeitsmethoden, Verhältnis zur Generalversammlung, Kategorien der Mitgliedschaft, Veto und Repräsentation – einen konsolidierten Kompromissansatz zu entwickeln.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-parallele-dynamik-reformdruck-und-anstehende-wahl-des-un-generalsekretars"><span id="parallele-dynamik-reformdruck-und-anstehende-wahl-des-un-generalsekretaers">Parallele Dynamik: Reformdruck und anstehende Wahl des UN-Generalsekretärs</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reformdebatte findet in einer Phase statt, in der die Vereinten Nationen zugleich in den Auswahlprozess für den nächsten Generalsekretär für die Amtszeit 2027 bis 2031 einsteigen. Nach den seit 2015 geltenden Regeln koordinieren die Präsidentin der Generalversammlung und die jeweilige Ratspräsidentschaft den Prozess gemeinsam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswahl bleibt eng mit dem Sicherheitsrat verknüpft. Dieser empfiehlt den Kandidaten oder die Kandidatin per Resolution, während die Generalversammlung formal ernennt. Damit ist die geplante Ratsreform nicht nur eine strukturelle Frage, sondern beeinflusst auch die Wahrnehmung, ob die nächste Führungsspitze der UN das Versprechen von Transparenz, Geschlechtergerechtigkeit, regionaler Balance und Unabhängigkeit glaubwürdig verkörpern kann.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus%2F&amp;action_name=UN-Mitgliedstaaten%20dr%C3%A4ngen%20auf%20echte%20Reform%20des%20Sicherheitsrats%20%E2%80%93%20Afrika%20und%20Veto%20im%20Fokus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/">UN-Mitgliedstaaten drängen auf echte Reform des Sicherheitsrats – Afrika und Veto im Fokus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Doha-Abkommen: Katar vermittelt zwischen DR Kongo und AFC/M23</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/doha-abkommen-katar-vermittelt-zwischen-dr-kongo-und-afc-m23/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2025 21:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die Rebellengruppe AFC/M23 haben am 15. November in Doha ein neues&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdoha-abkommen-katar-vermittelt-zwischen-dr-kongo-und-afc-m23%2F&amp;action_name=Doha-Abkommen%3A%20Katar%20vermittelt%20zwischen%20DR%20Kongo%20und%20AFC%2FM23&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/doha-abkommen-katar-vermittelt-zwischen-dr-kongo-und-afc-m23/">Doha-Abkommen: Katar vermittelt zwischen DR Kongo und AFC/M23</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die Rebellengruppe AFC/M23 haben am 15. November in Doha ein neues Abkommen unterzeichnet. Das Dokument dient als methodische und inhaltliche Grundlage für weitere Friedensverhandlungen und soll den Weg zu einem umfassenden Abkommen für den Osten des Landes ebnen. Dabei handelt es sich nicht um ein endgültiges Friedensabkommen, sondern um eine strukturierende Vorlage für die kommenden Gesprächsrunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-verhandlungsbasis-zwischen-regierung-und-rebellen"><span id="neue-verhandlungsbasis-zwischen-regierung-und-rebellen">Neue Verhandlungsbasis zwischen Regierung und Rebellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Hauptverhandlungsführers der AFC/M23, Benjamin Mbonimpa, enthält das Dokument keine unmittelbar bindenden Bestimmungen. Veränderungen auf dem Boden oder operative Maßnahmen seien erst nach Verhandlung einzelner Protokolle möglich. Er betonte, dass der Weg zu einem endgültigen Abkommen lang bleibe.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-inhalte-des-doha-abkommens"><span id="inhalte-des-doha-abkommens">Inhalte des Doha-Abkommens</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Abkommen sieht die Erarbeitung mehrerer Protokolle vor, die innerhalb von zwei Wochen nach der Unterzeichnung verhandelt werden sollen. Die Themen umfassen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>humanitärer Zugang zu Konfliktgebieten</li>



<li>Sicherheitsarrangements und DDR-Programme (Demobilisierung, Entwaffnung, Reintegration)</li>



<li>Wiederherstellung staatlicher Autorität in Gebieten unter Rebellenkontrolle</li>



<li>Rückkehr und Reintegration von Geflüchteten und Binnenvertriebenen</li>



<li>wirtschaftliche Wiederbelebung der betroffenen Regionen</li>



<li>Einführung eines Mechanismus für Übergangsjustiz und Reparationen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text betont die Notwendigkeit, die strukturellen Ursachen des Konflikts anzugehen. Dazu gehören der Abbau von Diskriminierung, die Stärkung der nationalen Einheit und der Aufbau inklusiver Regierungsstrukturen. Beide Seiten bekräftigen zudem ihre Verpflichtung zum permanenten Waffenstillstand und zur Freilassung von Gefangenen gemäß den bereits im September und Oktober 2025 eingegangenen Verpflichtungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxLXsAAPsIQ-1024x640.jpeg" alt="" class="wp-image-22000 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxLXsAAPsIQ-1024x640.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxLXsAAPsIQ-300x187.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxLXsAAPsIQ-768x480.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxLXsAAPsIQ-1536x960.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxLXsAAPsIQ-2048x1280.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxLXsAAPsIQ-380x237.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxLXsAAPsIQ-800x500.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxLXsAAPsIQ-1160x725.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5zStxLXsAAPsIQ-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Abkommen, als „Cadre de Doha“ bezeichnet, wurde im Beisein von Vertretern beider Seiten sowie von Vermittlern aus Katar, den Vereinigten Staaten und der Afrikanischen Union unterzeichnet.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-haltung-der-regierung-in-kinshasa"><span id="haltung-der-regierung-in-kinshasa">Haltung der Regierung in Kinshasa</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo bezeichnete das Doha-Abkommen als entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem gerechten und nachhaltigen Frieden. Sie betonte, dass das Dokument die Grundlage für die Beendigung der Feindseligkeiten, die Wiederherstellung staatlicher Autorität und die Stabilisierung des Landes bilde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem kommunizierten Standpunkt hob Kinshasa hervor, dass die kommenden Protokolle zentrale Bereiche abdecken sollen, darunter humanitäre Korridore, Zugänge für Hilfsorganisationen, Interimssicherheitsmaßnahmen, DDR sowie Fragen der Identität, Staatsbürgerschaft und Reintegration. Die Regierung erklärte zudem, dass ein „statischer Zustand“ nicht im Einklang mit dem angestrebten Friedensprozess stehe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rolle-katars-und-internationale-unterstutzung"><span id="rolle-katars-und-internationale-unterstuetzung">Rolle Katars und internationale Unterstützung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Pressekonferenz würdigte der Staatsminister im katarischen Außenministerium, Mohammed bin Abdulaziz bin Saleh Al Khulaifi, die Unterzeichnung als wichtigen Schritt für Frieden und Stabilität im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Er betonte das langfristige Engagement Katars für den Prozess und lobte die politische Entschlossenheit beider Delegationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister verwies auf die diplomatische Vorgeschichte: Seit März 2025 fanden in Doha mehrere Gesprächsrunden statt, die auf der am 19. Juli 2025 unterzeichneten Prinzipienerklärung aufbauten. Diese bereitete eine Phase des Vertrauensaufbaus vor. Fortschritte wurden unter anderem mit dem Mechanismus zur Überwachung des Waffenstillstands vom 14. Oktober 2025 und dem Mechanismus zur Freilassung von Gefangenen vom 14. September 2025 erzielt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Minister of State at Ministry of Foreign Affairs <a href="https://twitter.com/Dr_Al_Khulaifi?ref_src=twsrc%5Etfw">@Dr_Al_Khulaifi</a> : Qatar Committed to Continuing Efforts for Comprehensive Peace for DRC People<br><br>🔗 Read More: <a href="https://t.co/C934wXzNjP">https://t.co/C934wXzNjP</a><a href="https://twitter.com/hashtag/MOFAQatar?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#MOFAQatar</a> <a href="https://t.co/XTUIyp6qIG">pic.twitter.com/XTUIyp6qIG</a></p>&mdash; Ministry of Foreign Affairs &#8211; Qatar (@MofaQatar_EN) <a href="https://twitter.com/MofaQatar_EN/status/1989728660782551151?ref_src=twsrc%5Etfw">November 15, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Katar bezeichnete das Abkommen als Teil eines umfassenderen Friedensprozesses, der acht Protokolle umfassen soll. Zwei davon wurden bereits unterzeichnet, während sechs Protokolle in den kommenden zwei Wochen verhandelt werden. Sie betreffen Themen wie staatliche Autorität, Reformen, Identitäts- und Staatsbürgerschaftsfragen, Rückkehrprogramme sowie wirtschaftliche Wiederherstellung und soziale Dienste. Zudem soll eine unabhängige Kommission für Wahrheit, Versöhnung und Rechenschaftspflicht eingerichtet werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-aus-der-region-und-der-internationalen-gemeinschaft"><span id="reaktionen-aus-der-region-und-der-internationalen-gemeinschaft">Reaktionen aus der Region und der internationalen Gemeinschaft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanische Union</a> begrüßte das Doha-Abkommen und bezeichnete es als bedeutenden Fortschritt für Stabilität und Vertrauensbildung im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Sie hob den Beitrag Katars sowie die Rolle des von der AU benannten Mediators, Faure Gnassingbé, hervor. Die AU rief alle beteiligten Akteure auf, die im Abkommen festgelegten Prinzipien einzuhalten und die ausstehenden Protokolle zügig abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruanda</a> äußerte sich positiv. Die Regierung würdigte das Abkommen als wichtigen Schritt zur Bewältigung der Ursachen des Konflikts und lobte sowohl Katar als auch internationale Partner wie die USA und die Afrikanische Union.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">We commend <a href="https://twitter.com/Dr_Al_Khulaifi?ref_src=twsrc%5Etfw">@Dr_Al_Khulaifi</a>🇶🇦, <a href="https://twitter.com/US_SrAdvisorAF?ref_src=twsrc%5Etfw">@US_SrAdvisorAF</a> 🇺🇸, <a href="https://twitter.com/FEGnassingbe?ref_src=twsrc%5Etfw">@FEGnassingbe</a> 🇹🇬 &amp; <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion?ref_src=twsrc%5Etfw">@_AfricanUnion</a> for their mediation resulting in the Doha framework agreement between <a href="https://twitter.com/hashtag/DRC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DRC</a> 🇨🇩 and m23/AFC.,We urge all parties to honour their commitments and continue the path of negotiations.<a href="https://twitter.com/GermanyDiplo?ref_src=twsrc%5Etfw">@GermanyDiplo</a></p>&mdash; Gesa Bräutigam (@GERonAfrica) <a href="https://twitter.com/GERonAfrica/status/1990003538961809770?ref_src=twsrc%5Etfw">November 16, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">französische</a> Präsident Emmanuel Macron bezeichnete das Abkommen als „eine echte Öffnung für den Frieden und einen Hoffnungsschimmer“. Er verwies auf das Engagement Frankreichs im Rahmen der Pariser Konferenz der Region der Großen Seen und sagte weitere Unterstützung zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz diplomatischer Fortschritte bleibt die Sicherheitslage im Osten der DR Kongo angespannt. Regierungstruppen (FARDC) und AFC/M23 werfen sich gegenseitig Verstöße gegen den Waffenstillstand vor. Die Vermittler betonen, dass die Umsetzung des Rahmenabkommens und der folgenden Protokolle entscheidend sein wird, um Vertrauen aufzubauen und die Voraussetzungen für einen dauerhaften Frieden zu schaffen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Sicherheitsrat verlängert MINUSCA-Mandat bis November 2026</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mandat-bis-november-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2025 22:41:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Mandat der Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mandat-bis-november-2026%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20verl%C3%A4ngert%20MINUSCA-Mandat%20bis%20November%202026&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mandat-bis-november-2026/">UN-Sicherheitsrat verlängert MINUSCA-Mandat bis November 2026</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Mandat der Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik bis zum 15. November 2026 verlängert. Die Resolution 2800 erhielt 14 Stimmen &#8211; die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a> enthielten sich. Die Entscheidung fiel nach intensiven Verhandlungen, die durch die anhaltende Liquiditätskrise der Vereinten Nationen geprägt waren. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> legte den Entwurfstext vor und leitete zwei Verhandlungsrunden sowie eine Informationssitzung mit dem UN-Sekretariat ein, um die Auswirkungen der Budgeteinschränkungen auf die Mission zu klären.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwerpunkte-des-neuen-mandats-und-anpassung-der-truppenstarke"><span id="schwerpunkte-des-neuen-mandats-und-anpassung-der-truppenstaerke">Schwerpunkte des neuen Mandats und Anpassung der Truppenstärke</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21975 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution bestätigt die zentralen Aufgaben der Mission. Dazu gehören die Unterstützung des Wahlprozesses, der Schutz der Zivilbevölkerung, die Ausweitung staatlicher Autorität im gesamten Staatsgebiet sowie die Umsetzung des Politischen Abkommens für Frieden und Versöhnung. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Obergrenzen des Personals wurden angepasst. Das militärische Kontingent umfasst künftig 14 046 Soldaten sowie 580 Beobachter und Stabsoffiziere. Die Polizeikomponente besteht aus 2 999 Kräften, darunter 589 Einzelpolizisten und 2 410 Mitglieder geschlossener Polizeieinheiten. Zusätzlich bleiben 108 Justizvollzugsbedienstete Teil der Mission. Der Sicherheitsrat kündigte an, die Personalstärken fortlaufend zu überprüfen und nach Abschluss der Wahlprozesse 2025 und 2026 neu zu bewerten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-positionen-im-sicherheitsrat"><span id="positionen-im-sicherheitsrat">Positionen im Sicherheitsrat</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Ratsmitglieder bezeichneten die Mission als wichtigen Stabilitätsfaktor. Sierra Leone verwies im Namen der A3 Plus auf Fortschritte im vergangenen Jahr, betonte jedoch die weiterhin fragile Lage in Grenzgebieten. Die Vereinigten Staaten erklärten ihre Enthaltung mit dem Wunsch nach einer sechsmonatigen Verlängerung und verwiesen auf die bevorstehenden Wahlen als zentrale Wegmarke. Zudem forderte die US-Delegation eine Budgetplanung, die der Finanzlage der Vereinten Nationen entspricht. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125190-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21974 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125190-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125190-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125190-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125190-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125190-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125190-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125190.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> hob die eigenen Beiträge zur Stabilisierung hervor und verwies auf eine fortschreitende Normalisierung der politischen Lage. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> betonte die Bedeutung der Resolution für die Umsetzung des nationalen Entwicklungsplans und des Friedensabkommens. Pakistan bezeichnete die Mission als Beispiel erfolgreicher multidimensionaler Friedenssicherung.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-der-zentralafrikanischen-republik"><span id="reaktionen-der-zentralafrikanischen-republik">Reaktionen der Zentralafrikanischen Republik</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der ständige Vertreter der Zentralafrikanischen Republik dankte dem Sicherheitsrat für die Unterstützung und hob die Bedeutung verlässlicher finanzieller Mittel hervor. Präsident Faustin Archange Touadéra hatte bereits im Oktober auf mögliche sicherheitsrelevante und humanitäre Folgen der Budgetkürzungen hingewiesen und betont, dass die Mission eine zentrale Rolle bei der Sicherung politischer und institutioneller Fortschritte spiele.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">UN Security Council adopts resolution 2800 (2025) by a vote of 14 in favour to 0 against, with 1 abstention (USA), renewing the mandate of the UN Multidimensional Integrated Stabilization Mission in the Central African Republic 🇨🇫 <a href="https://twitter.com/UN_CAR?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN_CAR</a> for another year. <a href="https://t.co/D6fKqLAbKl">pic.twitter.com/D6fKqLAbKl</a></p>&mdash; United Nations Geneva (@UNGeneva) <a href="https://twitter.com/UNGeneva/status/1989302396820865273?ref_src=twsrc%5Etfw">November 14, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lokale-friedensinitiativen-und-entwicklungen-vor-ort"><span id="lokale-friedensinitiativen-und-entwicklungen-vor-ort">Lokale Friedensinitiativen und Entwicklungen vor Ort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission berichtete über Fortschritte bei lokalen Friedensprozessen. Sprecherin Florence Marchal verwies auf ein Ende Oktober in Am Dafock unterzeichnetes lokales Friedensabkommen zwischen Gemeinschaften an der Grenze zu Sudan. </p>



<p class="wp-block-paragraph">MINUSCA unterstützte den Dialog und begleitete die folgenden Sensibilisierungsmaßnahmen. Mehr als 3 000 Personen nahmen an Informationsformaten und Radioprogrammen teil. Seit der Unterzeichnung habe sich die Sicherheitslage verbessert. Die Achse Birao–Am Dafock sei wieder frei befahrbar und vertriebene Familien seien in ihre Herkunftsorte zurückgekehrt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-minusca-bereitet-wahlen-in-der-zentralafrikanischen-republik-vor"><span id="minusca-bereitet-wahlen-in-der-zentralafrikanischen-republik-vor">MINUSCA bereitet Wahlen in der Zentralafrikanischen Republik vor</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. November erhielt die Nationale Wahlbehörde in Bangui 892 135 Wählerkarten. Die Mission unterstützt den Transport und die Verteilung der Karten, von denen mehr als 690 000 in die Regionen gebracht werden sollen. Die Produktion und Distribution der Materialien wurde von der Regierung finanziert und von Partnern wie Kamerun, Kanada, der Europäischen Union, Frankreich, Marokko, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und der Schweiz unterstützt. </p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/pressconference?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#pressconference</a> : La porte-parole a salué le renouvellement du mandat de la <a href="https://twitter.com/hashtag/MINUSCA?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#MINUSCA</a> et réaffirmé l’appui de la Mission aux autorités pour préserver et consolider les acquis enregistrés dans la consolidation de la stabilité au profit des populations 🇨🇫. <a href="https://t.co/Cg2pKMu9KX">https://t.co/Cg2pKMu9KX</a> <a href="https://t.co/eHq5KIN6Q3">pic.twitter.com/eHq5KIN6Q3</a></p>&mdash; MINUSCA (@UN_CAR) <a href="https://twitter.com/UN_CAR/status/1989359416513274219?ref_src=twsrc%5Etfw">November 14, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Sicherung des Wahlprozesses übergab MINUSCA Ausrüstung an die nationalen Sicherheitskräfte, darunter Material für den Ordnungsdienst, Motorräder und Zelte. Diese Maßnahmen sind Teil des integrierten Sicherheitsplans für die Wahlen. Zudem wurde am 12. November die Hotline 1325 reaktiviert, über die Vorfälle von Gewalt, Diskriminierung und Betrugsversuchen gemeldet werden können.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-berichtspflichten-gegenuber-dem-sicherheitsrat"><span id="berichtspflichten-gegenueber-dem-sicherheitsrat">Berichtspflichten gegenüber dem Sicherheitsrat</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat fordert den Generalsekretär auf, im Februar, Juni und Oktober 2026 über die Umsetzung des Mandats zu berichten. Ein weiterer Bericht zur möglichen Übergabe bestimmter Aufgaben an nationale Institutionen oder an das UN-Landesteam soll bis 15. September 2026 vorgelegt werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mandat-bis-november-2026%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20verl%C3%A4ngert%20MINUSCA-Mandat%20bis%20November%202026&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mandat-bis-november-2026/">UN-Sicherheitsrat verlängert MINUSCA-Mandat bis November 2026</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
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		<title>Nach der Begnadigung für Boualem Sansal gibt es neue Festnahmen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-der-begnadigung-fuer-boualem-sansal-gibt-es-neue-festnahmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 15:47:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französisch-algerische Schriftsteller Boualem Sansal ist nach knapp einem Jahr Haft in Algerien begnadigt worden. Die Maßnahme wurde&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-der-begnadigung-fuer-boualem-sansal-gibt-es-neue-festnahmen%2F&amp;action_name=Nach%20der%20Begnadigung%20f%C3%BCr%20Boualem%20Sansal%20gibt%20es%20neue%20Festnahmen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der französisch-algerische Schriftsteller Boualem Sansal ist nach knapp einem Jahr Haft in Algerien begnadigt worden. Die Maßnahme wurde von Präsident Abdelmadjid Tebboune gewährt, nachdem <a href="https://fokus-afrika.de/bundespraesident-steinmeier-bittet-algerien-um-begnadigung-des-schriftstellers-boualem-sansal/">Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sich persönlich für eine Begnadigung eingesetzt hatte.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasidialer-gnadenakt-nach-fast-einem-jahr-haft"><span id="praesidialer-gnadenakt-nach-fast-einem-jahr-haft">Präsidialer Gnadenakt nach fast einem Jahr Haft</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="575" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1920px-Boualem_Sansal_at_16th_international_literature_festival_berlin_on_September_7th_2016-1024x575.jpg" alt="" class="wp-image-12774 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1920px-Boualem_Sansal_at_16th_international_literature_festival_berlin_on_September_7th_2016-1024x575.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1920px-Boualem_Sansal_at_16th_international_literature_festival_berlin_on_September_7th_2016-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1920px-Boualem_Sansal_at_16th_international_literature_festival_berlin_on_September_7th_2016-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1920px-Boualem_Sansal_at_16th_international_literature_festival_berlin_on_September_7th_2016-1536x863.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1920px-Boualem_Sansal_at_16th_international_literature_festival_berlin_on_September_7th_2016-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1920px-Boualem_Sansal_at_16th_international_literature_festival_berlin_on_September_7th_2016-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1920px-Boualem_Sansal_at_16th_international_literature_festival_berlin_on_September_7th_2016-1160x652.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1920px-Boualem_Sansal_at_16th_international_literature_festival_berlin_on_September_7th_2016.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/algerischer-schriftsteller-boualem-sansal-inhaftiert-mena-direktor-tobias-tunkel-irritiert/">Sansal war im November 2024 am Flughafen von Algier festgenommen</a> und anschließend inhaftiert worden. Ein Gericht hatte ihn wegen „Attentat à la sûreté nationale“, also wegen Gefährdung der Staatssicherheit, zu fünf Jahren Haft verurteilt. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. Juli 2025 wurde dieses Urteil in zweiter Instanz bestätigt und mit einer Geldstrafe verbunden. Die Präsidentschaft in Algier erklärte, die nun gewährte Maßnahme der Milde erfolge nahezu auf den Tag genau ein Jahr nach der Festnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boualem Sansal besitzt sowohl die algerische als auch die französische Staatsangehörigkeit und ist Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe standen im Zusammenhang mit Äußerungen in einem Interview vom Oktober 2024, in dem er auf historische Grenzfragen zwischen Algerien, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> und Marokko eingegangen war.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-vermittlung-und-medizinische-behandlung-in-berlin"><span id="deutsche-vermittlung-und-medizinische-behandlung-in-berlin">Deutsche Vermittlung und medizinische Behandlung in Berlin</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="684" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/steinmeier-offizielles-portraet-2-684x1024.jpg" alt="" class="wp-image-21920 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/steinmeier-offizielles-portraet-2-684x1024.jpg 684w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/steinmeier-offizielles-portraet-2-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/steinmeier-offizielles-portraet-2-768x1150.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/steinmeier-offizielles-portraet-2-1025x1536.jpg 1025w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/steinmeier-offizielles-portraet-2-1367x2048.jpg 1367w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/steinmeier-offizielles-portraet-2-380x569.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/steinmeier-offizielles-portraet-2-800x1198.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/steinmeier-offizielles-portraet-2-1160x1738.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/steinmeier-offizielles-portraet-2-scaled.jpg 1709w" sizes="(max-width: 684px) 100vw, 684px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bundespräsident Steinmeier bezeichnete die Begnadigung als wichtige humanitäre Entscheidung. In einer Erklärung vom 12. November 2025 sagte er, er freue sich, dass der algerische Staatspräsident seiner Bitte um Begnadigung entsprochen habe. Es sei ihm ein sehr wichtiges Anliegen gewesen, da Sansal in Deutschland viele Leserinnen, Leser und Freunde habe. Steinmeier dankte seinem algerischen Amtskollegen für eine „wichtige humanitäre Geste“, die zugleich die Qualität der Beziehungen und des Vertrauens zwischen Deutschland und Algerien erkennen lasse.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Bundespräsidialamts in Berlin wurde Sansal unmittelbar nach seiner Freilassung aus Algerien ausgeflogen. Ein ranghoher Referent Steinmeiers reiste nach Algier, um den Schriftsteller an Bord eines deutschen Flugzeugs der Flugbereitschaft der Bundeswehr zu begleiten. Der Autor traf am Mittwochabend in Berlin ein und wurde direkt in ein Krankenhaus gebracht. Seine Ehefrau soll nach diesen Angaben zeitnah aus Algerien nachreisen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-reaktion-des-pen-deutschland"><span id="reaktion-des-pen-deutschland">Reaktion des PEN Deutschland</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">PEN Deutschland würdigte die Entscheidung Algeriens als bedeutendes Signal. In einer Pressemitteilung vom 12. November 2025 heißt es, die Begnadigung sei „ein wichtiges Zeichen, sowohl für ihn als auch für alle Schriftsteller, die wegen ihres Schreibens verfolgt werden“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-21921 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452-1024x1024.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452-768x768.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452-380x380.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452-800x800.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452-1160x1160.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Najem_Wali-8452.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Najem Wali, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des PEN Deutschland, erklärte, man habe seit Beginn des Verfahrens bei verschiedenen Stellen auf Sansals Freilassung hingewirkt. Er betonte, man freue sich „doppelt: zum einen, weil Sansal wohl bald frei sein wird, zum anderen aber auch, weil unsere hartnäckige Arbeit sich lohnen kann“. Zugleich dankte er ausdrücklich Bundespräsident Steinmeier für dessen Initiative.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-franzosische-reaktionen-und-belastete-beziehungen-zu-algier"><span id="franzoesische-reaktionen-und-belastete-beziehungen-zu-algier">Französische Reaktionen und belastete Beziehungen zu Algier</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch aus Paris kam eine politische Einordnung des Falls. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron begrüßte die Freilassung Sansals und sprach von einem Ergebnis „konsequenter Bemühungen“ Frankreichs, die auf „Respekt, Ruhe und Entschlossenheit“ beruhten. Die französische Position zum Fall steht vor dem Hintergrund ohnehin angespannten Verhältnisses zu Algerien.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Boualem Sansal est libre et bientôt de retour.<br><br>Ma profonde gratitude va au Président Steinmeier pour notre coopération fructueuse.<br><br>Je remercie le Président Tebboune pour ce geste d’humanité. <a href="https://t.co/UaSWqASLL1">pic.twitter.com/UaSWqASLL1</a></p>&mdash; Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1988665362792214920?ref_src=twsrc%5Etfw">November 12, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Faktoren belasten die bilateralen Beziehungen. Dazu gehört die <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/">Entscheidung Frankreichs, die marokkanische Souveränität über die Westsahara anzuerkennen</a>. Hinzu kommt der anhaltende Streit um die Rücknahme abgelehnter algerischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger im Rahmen von Abschiebemaßnahmen aus Frankreich. Im Oktober hatte zudem die <a href="https://fokus-afrika.de/frankreichs-nationalversammlung-stimmt-fuer-aufkuendigung-des-einwanderungsabkommens-mit-algerien/">französische Nationalversammlung beschlossen, das Abkommen von 1968</a> zu beenden, das Algerierinnen und Algeriern erleichterten Zugang zu Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen in Frankreich gewährte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund ist die Begnadigung Sansals mehr als ein individueller Akt: Sie berührt das komplexe Dreiecksverhältnis zwischen Algerien, Deutschland und Frankreich und wird in Paris wie in Berlin ausdrücklich als Ergebnis diplomatischer Bemühungen gewertet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hintergrund-des-falls-sansal-und-historische-sensibilitaten"><span id="hintergrund-des-falls-sansal-und-historische-sensibilitaeten">Hintergrund des Falls Sansal und historische Sensibilitäten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verurteilung Sansals stand in engem Zusammenhang mit Äußerungen zur kolonialen Vergangenheit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrikas</a>. In einem Interview mit dem Medium <em>Frontières</em> hatte er im Oktober 2024 darauf verwiesen, dass Frankreich während der Kolonialzeit Gebiete, die zuvor zu <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> gehört hätten, Algerien zugeschlagen habe. Die algerische Justiz wertete dies als Angriff auf die nationale Einheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die damalige Verurteilung fügte sich in eine Serie von Verfahren gegen Intellektuelle, Journalistinnen und Journalisten sowie Aktivistinnen und Aktivisten in Algerien. Nichtregierungsorganisationen und europäische Staaten kritisierten diese Verfahren als Teil einer breiteren Beschränkung der Meinungsfreiheit. Im Fall Sansal stand neben der rechtlichen Bewertung seiner Äußerungen auch die politische Dimension der Erinnerungspolitik im Mittelpunkt, die im algerisch-französischen Verhältnis seit Langem eine zentrale Rolle spielt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-festnahmen-und-druck-auf-medienschaffende"><span id="neue-festnahmen-und-druck-auf-medienschaffende">Neue Festnahmen und Druck auf Medienschaffende</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Begnadigung Sansals setzen die algerischen Behörden ihr Vorgehen gegen Personen fort, denen vorgeworfen wird, mit öffentlichen Äußerungen die Interessen des Staates zu untergraben. So berichtet das staatsnahe Nachrichtenportal&nbsp;<em>Ennahar Online</em>&nbsp;über die Festnahme einer marokkanischen TikTok-Influencerin, die unter dem Namen „Free Voice“ auftritt. Ihr wird zur Last gelegt, Inhalte zu veröffentlichen, die „gegen Algerien und die Algerier“ gerichtet und mutmaßlich „zugunsten der marokkanischen Behörden“ seien. Die Frau wurde einem Gericht vorgeführt und sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, Inhalte verbreitet zu haben, die darauf abzielten, die Interessen Algeriens zu schädigen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="787" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/portrait-christophe-gleizes-profession-reporter-1-society-n-260-du-17-au-30-juillet-2025.jpg-787x1024.webp" alt="" class="wp-image-21922 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/portrait-christophe-gleizes-profession-reporter-1-society-n-260-du-17-au-30-juillet-2025.jpg-787x1024.webp 787w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/portrait-christophe-gleizes-profession-reporter-1-society-n-260-du-17-au-30-juillet-2025.jpg-231x300.webp 231w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/portrait-christophe-gleizes-profession-reporter-1-society-n-260-du-17-au-30-juillet-2025.jpg-768x999.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/portrait-christophe-gleizes-profession-reporter-1-society-n-260-du-17-au-30-juillet-2025.jpg-380x494.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/portrait-christophe-gleizes-profession-reporter-1-society-n-260-du-17-au-30-juillet-2025.jpg-800x1041.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/portrait-christophe-gleizes-profession-reporter-1-society-n-260-du-17-au-30-juillet-2025.jpg.webp 1000w" sizes="(max-width: 787px) 100vw, 787px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Fall reiht sich in eine Serie von Ermittlungen und Anklagen gegen Medienschaffende ein. Bereits zuvor war der französische Journalist Christophe Gleize zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er war im Mai des Vorjahres bei der Einreise mit einem Touristenvisum festgenommen worden und sieht sich dem Vorwurf der Rechtfertigung von „Terrorismus“ und des Besitzes von Propagandamaterial ausgesetzt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Nichtregierungsorganisationen und europäische Akteure kritisieren regelmäßig, dass die wiederholten Festnahmen von Journalistinnen, Bloggern und Intellektuellen auf eine systematische Einschränkung der Meinungsfreiheit hindeuteten. Der Fall Sansal wurde in diesem Zusammenhang als prominentes Beispiel eines Vorgehens gegen kritische Stimmen wahrgenommen.</p>
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		<title>50 Jahre Grüner Marsch: Marokkos Weg zur UN-Resolution 2797</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2025 23:43:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Resolution 2797 hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 31. Oktober 2025 einen grundlegenden Kurswechsel im&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797%2F&amp;action_name=50%20Jahre%20Gr%C3%BCner%20Marsch%3A%20Marokkos%20Weg%C2%A0zur%20UN-Resolution%202797&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit der <strong>Resolution 2797</strong> hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 31. Oktober 2025 einen grundlegenden Kurswechsel im Westsahara-Konflikt vollzogen. Der Beschluss, den das US-Außenministerium eingebracht hatte, benennt erstmals ausdrücklich den marokkanischen Autonomieplan als realistischste Grundlage für eine politische Lösung. Damit wird die bisherige Neutralität der UN nach dem zugunsten der marokkanischen Position verschoben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-historische-wurzeln-der-grune-marsch-von-1975"><span id="historische-wurzeln-der-gruene-marsch-von-1975">Historische Wurzeln: Der Grüne Marsch von 1975</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung des Sicherheitsrats fällt fast auf den Tag genau 50 Jahre nach dem <strong>Grünen Marsch</strong>, jenem friedlichen Massenaufbruch, der Marokkos nationale Einheit und territoriale Identität prägte. Am 6. November 1975 rief <strong>König Hassan II.</strong> 350.000 Freiwillige dazu auf, unbewaffnet in die damalige Spanisch-Sahara zu ziehen – ein symbolischer Akt zur Wiedervereinigung des Landes.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der Marsch folgte auf das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs, das die rechtlichen und politischen Bindungen zwischen den Stämmen der Sahara und dem marokkanischen Staat bestätigte. „Es war eine friedliche Revolution im Geist der Einheit“, erinnert sich der Journalist und Zeitzeuge <strong>Seddik Maâninou</strong>, der damals für das marokkanische Fernsehen berichtete. Männer und Frauen aus allen Regionen des Landes, begleitet von Ärzten, Geistlichen und Lehrern, zogen unter der Parole „Allah, Al-Watan, Al-Malik“ (Gott, Vaterland, König) gen Süden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-historischer-beschluss-des-sicherheitsrats"><span id="ein-historischer-beschluss-des-sicherheitsrats">Ein historischer Beschluss des Sicherheitsrats</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nctoTWsAADeqr-1-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21662 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nctoTWsAADeqr-1-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nctoTWsAADeqr-1-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nctoTWsAADeqr-1-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nctoTWsAADeqr-1-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nctoTWsAADeqr-1-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nctoTWsAADeqr-1-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nctoTWsAADeqr-1-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nctoTWsAADeqr-1.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Fünf Jahrzehnte später betrachtet Marokko die neue UN-Resolution als Fortsetzung dieser historischen Mission mit diplomatischen Mitteln. <strong>König Mohammed VI.</strong> sprach von einem „neuen und siegreichen Kapitel“ im Prozess der nationalen Einheit. Zehntausende Menschen gingen in Städten wie Rabat, Casablanca und Laâyoune auf die Straße, um die Entscheidung zu feiern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem <a href="https://www.kas.de/documents/252038/33614432/UN-Resolution+2797+-+ein+historischer+Schritt+im+Sahara-Konflikt.pdf/977ef000-0a28-34e7-f529-7908fbe950e9?version=1.0&amp;t=1762253939955">Länderbericht</a> der <strong>Konrad-Adenauer-Stiftung</strong> (KAS) aus Rabat markiert die Resolution „einen historischen Schritt“, da sie den jahrzehntelangen Konflikt in eine neue Phase überführt. Die Annahme erfolgte mit elf Stimmen bei drei Enthaltungen, ohne ein Veto. Algerien, Schutzmacht der Polisario, boykottierte die Abstimmung – ein symbolisch aufgeladener Akt, der den diplomatischen Einflussverlust Algiers deutlich machte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-mit-diplomatischem-erfolg"><span id="marokko-mit-diplomatischem-erfolg">Marokko mit diplomatischem Erfolg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution ruft die Konfliktparteien zu Verhandlungen auf Grundlage des 2007 vorgelegten marokkanischen Autonomieplans auf. Ein Referendum über die Unabhängigkeit der Westsahara, das seit 1991 als theoretische Option galt, wird im Text nicht mehr erwähnt. Damit ist der Weg frei für eine Neujustierung der internationalen Haltung zugunsten Rabats.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="ar" dir="rtl">أجواء احتفالية بمدينة فاس مباشرة بعد اعتماد مجلس الأمن التابع للأمم المتحدة القرار رقم 2797 حول الصحراء المغربية <a href="https://t.co/jbYxPMI13k">pic.twitter.com/jbYxPMI13k</a></p>&mdash; Agence MAP (@MAP_Information) <a href="https://twitter.com/MAP_Information/status/1984365797977010228?ref_src=twsrc%5Etfw">October 31, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung der Vereinten Nationen stärkt Rabats diplomatische Position erheblich. Nach den Analysen der KAS hat Marokko in den vergangenen Jahren eine konsequente internationale Kampagne betrieben, um Unterstützung für seine Autonomieinitiative zu gewinnen. Diese Strategie trägt nun Früchte: die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Großbritannien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/">Spanien</a> und viele afrikanische Staaten haben sich offen auf die Seite Marokkos gestellt. Über 30 Länder unterhalten mittlerweile Konsulate in den von Marokko verwalteten Südgebieten, was als Anerkennung seiner Souveränität gilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-sicht-der-konrad-adenauer-stiftung-wandel-in-der-internationalen-und-deutschen-haltung"><span id="die-sicht-der-konrad-adenauer-stiftung-wandel-in-der-internationalen-und-deutschen-haltung">Die Sicht der Konrad-Adenauer-Stiftung: Wandel in der internationalen und deutschen Haltung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="214" height="300" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Steven-Hoefner-2020.jpg" alt="" class="wp-image-21659 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Leiter des KAS-Regionalbüros Rabat, <strong>Steven Höfner</strong>, bezeichnet Resolution 2797 als diplomatischen Wendepunkt mit langfristigen Folgen für die Außenpolitik Marokkos und die Beziehungen Europas zum Königreich. Besonders die Haltung Deutschlands steht dabei im Fokus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Phase diplomatischer Spannungen 2021/2022 betont Berlin seither die „Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit“ des marokkanischen Autonomieplans, vermeidet aber eine formale Anerkennung. Während Frankreich und Großbritannien den Plan als Grundlage für eine Lösung benennen, hält Deutschland ihn bislang nur für „eine mögliche Option“. Mit der Resolution des Sicherheitsrats steigt jedoch der Druck, die Position an den neuen internationalen Konsens anzupassen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die EU sieht die KAS-Analyse positive Impulse: Die wachsende Unterstützung für Marokkos Position könnte rechtliche und politische Blockaden in Handels-, Energie- und Migrationsfragen lösen. Eine stabile politische Einigung über den Autonomiestatus würde den Weg für eine vertiefte strategische Partnerschaft zwischen Marokko und der EU öffnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-dynamik-im-regionalen-machtgefuge"><span id="neue-dynamik-im-regionalen-machtgefuege">Neue Dynamik im regionalen Machtgefüge</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nRRgdWAAA29ax-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21663 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nRRgdWAAA29ax-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nRRgdWAAA29ax-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nRRgdWAAA29ax-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nRRgdWAAA29ax-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nRRgdWAAA29ax-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nRRgdWAAA29ax-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nRRgdWAAA29ax-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nRRgdWAAA29ax.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Marokkos gestärkte Position verändert das regionale Gleichgewicht im Maghreb. Algerien, das weiterhin die Polisario unterstützt, steht diplomatisch zunehmend isoliert. Die USA, Frankreich und Großbritannien sehen in der Resolution eine Gelegenheit, den festgefahrenen Konflikt zu deeskalieren und zugleich stabile Rahmenbedingungen für Handel und Sicherheit in Nordafrika zu schaffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheitspolitisch bleibt die Lage jedoch fragil. Die Waffenruhe von 1991 ist seit 2020 gebrochen, entlang der Kontaktlinie kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Die Resolution verschafft Marokko Rückendeckung, birgt aber das Risiko, dass die Gegenseite – angesichts der internationalen Rückendeckung Rabats – militärische Eskalation als letztes Druckmittel betrachtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-symbolische-dimension-der-31-oktober-als-tag-der-einheit"><span id="symbolische-dimension-der-31-oktober-als-tag-der-einheit">Symbolische Dimension: Der 31. Oktober als Tag der Einheit</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21434 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1.jpg 2400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Unmittelbar nach der Abstimmung erklärte König Mohammed VI. den 31. Oktober – den Tag der Resolution 2797 – zur „Eid Al Wahda („Fest der Einheit“). Die Entscheidung verknüpft die historische Bedeutung des Grünen Marsches von 1975 mit dem diplomatischen Erfolg von 2025 und schafft ein nationales Symbol der Kontinuität.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während das Land den 50. Jahrestag des Grünen Marsches begeht, wird der 31. Oktober künftig als Erinnerungstag an die internationale Anerkennung der Wiederherstellung der nationalen Einheit verstanden – Ausdruck eines historischen Moments, an dem Marokko außenpolitisch gestärkt und innenpolitisch geeint auftritt.</p>
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			<media:title type="html">50 Jahre Grüner Marsch: Marokkos Weg zur UN-Resolution 2797</media:title>
			<media:description type="html">50 Jahre Grüner Marsch, neue UN-Resolution, neue Realität: Resolution 2797 erklärt Marokkos Autonomieplan zur Basis der Sahara-Lösung.</media:description>
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		<title>MINURSO: Marokko siegt im Sicherheitsrat &#8211; König reicht die Hand für Dialog</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 21:54:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 31. Oktober die Mission MINURSO um ein Jahr verlängert und zugleich&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fminurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog%2F&amp;action_name=MINURSO%3A%20Marokko%20siegt%20im%20Sicherheitsrat%20%26%238211%3B%20K%C3%B6nig%20reicht%20die%20Hand%20f%C3%BCr%20Dialog&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/">MINURSO: Marokko siegt im Sicherheitsrat &#8211; König reicht die Hand für Dialog</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 31. Oktober die Mission MINURSO um ein Jahr verlängert und zugleich die politische Linie deutlich auf den&nbsp;<strong>marokkanischen Autonomieplan</strong>&nbsp;ausgerichtet. Die&nbsp;<strong>Resolution 2797</strong> nimmt Bezug auf die wachsende internationale Unterstützung für diesen Ansatz und fordert die Konfliktparteien auf,&nbsp;<strong>ohne Vorbedingungen</strong>&nbsp;in Verhandlungen einzutreten, wobei der Autonomieplan als&nbsp;<strong>grundlegende Verhandlungsbasis</strong> benannt wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Elf Staaten stimmten dafür, drei enthielten sich, eine Delegation nahm nicht teil. Der Text verlangt zudem innerhalb von sechs Monaten eine&nbsp;<strong>strategische Überprüfung</strong>&nbsp;des Mandats. Wie die&nbsp;<em>Security</em> <em>Council Report</em> im Vorfeld berichte, markiert die Sprachwahl eine starke Gewichtung des Autonomieansatzes gegenüber früheren Formulierungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abstimmung-und-die-initiative-der-usa"><span id="abstimmung-und-die-initiative-der-usa">Abstimmung und die Initiative der USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Annahme erfolgte ohne Gegenstimme.&nbsp;<strong>Russland</strong>,&nbsp;<strong>China</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Pakistan</strong>&nbsp;enthielten sich. <strong>Algerien</strong>&nbsp;nahm nicht teil und kritisierte, der Text entspreche nicht seiner Lesart von Dekolonisationsfragen. Die&nbsp;<strong>USA</strong>,&nbsp;<strong>Frankreich</strong>&nbsp;und das&nbsp;<strong>Vereinigte Königreich</strong>&nbsp;unterstützten die Linie, den Autonomieplan als „glaubwürdig“ und „realistisch“ einzuordnen und ihn in den Mittelpunkt der nächsten Gesprächsrunde zu stellen. Der Sicherheitsrat bekräftigte zugleich die Unterstützung für den Prozess des Generalsekretärs und die Vermittlungsbemühungen des persönlichen Gesandten&nbsp;<strong>Staffan de Mistura</strong>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="388" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/eb4b7398-8a44-4f2c-ad8e-273fd4e39d0c.jpeg" alt="" class="wp-image-21429 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/eb4b7398-8a44-4f2c-ad8e-273fd4e39d0c.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/eb4b7398-8a44-4f2c-ad8e-273fd4e39d0c-300x166.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/eb4b7398-8a44-4f2c-ad8e-273fd4e39d0c-380x211.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">&#8220;Wir haben uns wirklich bemüht, die Vorschläge aller zu berücksichtigen, und sie waren ziemlich zahlreich aus dem gesamten Rat&#8221;, sagte <strong>Michael Waltz</strong>, der Vertreter der Vereinigten Staaten. Er sagte, sein Land und Präsident Donald Trump seien entschlossen in ihrer &#8220;Unterstützung für den Frieden&#8221;.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Botschafter Waltz forderte alle Parteien auf, die kommenden Wochen zu nutzen, um ernsthafte Diskussionen zu führen und &#8220;Marokkos glaubwürdigen und realistischen Autonomievorschlag als einzige Grundlage für eine gerechte und dauerhafte Lösung des Streits&#8221; zu nutzen. &#8220;Wir glauben, dass der <a href="https://fokus-afrika.de/usa-witkoff-kuendigt-friedensabkommen-zwischen-marokko-und-algerien-an/">regionale Frieden in diesem Jahr</a> möglich ist, und wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um Fortschritte bei der Richtung dieses gemeinsamen Ziels des Friedens und des Wohlstands für die Menschen in der Westsahara zu erleichtern&#8221;, schloss er.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-minurso-kernelemente-der-resolution"><span id="minurso-kernelemente-der-resolution">MINURSO: Kernelemente der Resolution</span></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Verlängerung</strong>&nbsp;des MINURSO-Mandats bis&nbsp;<strong>31. Oktober 2026</strong>.</li>



<li><strong>Aufforderung</strong>&nbsp;an&nbsp;<strong>Marokko</strong>, die&nbsp;<strong>Polisario-Front</strong>,&nbsp;<strong>Algerien</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Mauretanien</strong>, sich&nbsp;<strong>ohne Vorbedingungen</strong>&nbsp;auf Basis des&nbsp;<strong>Autonomieplans</strong>&nbsp;an einer Verhandlungsrunde zu beteiligen.</li>



<li><strong>Anerkennung</strong>, dass&nbsp;<strong>„echte Autonomie“</strong> unter marokkanischer Souveränität&nbsp;die&nbsp;<strong>am ehesten machbare</strong>&nbsp;politische Lösung darstellen könne.</li>



<li><strong>Stärkung</strong>&nbsp;des UN-geführten Prozesses und&nbsp;<strong>Dank</strong>&nbsp;an Staaten, die Verhandlungen&nbsp;<strong>ausrichten</strong>&nbsp;wollen.</li>



<li><strong>Hinweise</strong>&nbsp;auf humanitäre Erfordernisse, die&nbsp;<strong>Registrierung von Flüchtlingen</strong>&nbsp;sowie die&nbsp;<strong>uneingeschränkte Einhaltung des Waffenstillstands</strong>.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Punkte konsolidieren die Linie vergangener Jahre, vermeiden Referenzen auf ein Referendum und betonen stattdessen&nbsp;<strong>kompromissbasierte, realistische und pragmatische</strong>&nbsp;Verhandlungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokkos-diplomatischer-moment"><span id="marokkos-diplomatischer-moment">Marokkos diplomatischer Moment</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-20823 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit der erneuten und nun deutlicheren Bezugnahme auf den Autonomieansatz hat Rabat einen wichtigen Markstein gesetzt. In der Ansprache hob der König hervor, dass ein großer Teil der UN-Mitgliedstaaten den Plan als&nbsp;<strong>einzigen tragfähigen Rahmen</strong>&nbsp;betrachte. Zugleich wurde betont, Marokko verstehe die jüngsten Beschlüsse nicht als „Trophäe“, sondern als Grundlage, um&nbsp;<strong>Gespräche ohne Sieger und Besiegte</strong>&nbsp;zu ermöglichen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Diplomatie stützt sich dabei auf mehrere Stränge: bilaterale Positionierungen von Partnern in Europa, Nordamerika, der arabischen Welt und in Afrika, die Eröffnung konsularischer Vertretungen in Laâyoune und Dakhla sowie die Einbindung wirtschaftlicher Akteure in Infrastruktur- und Investitionsprojekte der Südprovinzen. Der Sicherheitsrat greift diese Stränge indirekt auf, indem er&nbsp;<strong>pragmatische, realistische und kompromissorientierte Lösungen</strong>&nbsp;in den Vordergrund rückt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rede-des-konigs-einheit-gleichheit-dialog"><span id="rede-des-koenigs-einheit-gleichheit-dialog">Rede des Königs: Einheit, Gleichheit, Dialog</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21434 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1.jpg 2400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Unmittelbar nach der Abstimmung ordnete <strong>König Mohammed VI.</strong> die Entscheidung in einer Ansprache innen- und außenpolitisch ein. Er sprach von einem <strong>„Wendepunkt“</strong> und betonte die <strong>Einheit des Landes von Tanger bis Lagouira</strong>. Zentrale Botschaften der Rede:</p>
</div></div>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Klarer Bezug</strong>&nbsp;auf die Resolution: Der König hob hervor, dass der Sicherheitsrat nun die&nbsp;<strong>Prinzipien</strong>&nbsp;für eine&nbsp;<strong>endgültige politische Regelung</strong>&nbsp;präziser benenne und dass&nbsp;<strong>Marokko</strong>&nbsp;die&nbsp;<strong>Ausarbeitung</strong>&nbsp;einer&nbsp;<strong>aktualisierten, detaillierten Autonomie-Vorlage</strong>&nbsp;für eine&nbsp;<strong>spätere Vorlage</strong>&nbsp;bei den Vereinten Nationen vorbereite.</li>



<li><strong>Gleichheit der Bürgerinnen und Bürger</strong>: „Es gibt&nbsp;<strong>keinen Unterschied</strong>&nbsp;zwischen Rückkehrern aus den&nbsp;<strong>Lagern von Tindouf</strong>&nbsp;und ihren Brüdern im übrigen Staatsgebiet.“</li>



<li><strong>Einladung zum Dialog</strong>: Der König richtete einen&nbsp;<strong>offenen Dialogaufruf</strong>&nbsp;an den algerischen Präsidenten&nbsp;<strong>Abdelmadjid Tebboune</strong>, um auf Grundlage von&nbsp;<strong>Vertrauen, Nachbarschaft und Kooperation</strong>&nbsp;bilaterale Spannungen abzubauen.</li>



<li><strong>Regionale Einbettung</strong>: Der Monarch stellte die&nbsp;<strong>Südprovinzen</strong>&nbsp;als&nbsp;<strong>Entwicklungs- und Stabilitätsknoten</strong>&nbsp;dar, auch mit Blick auf den&nbsp;<strong>Sahel</strong>&nbsp;und transsaharische Verbindungen.</li>



<li><strong>Anerkennung internationaler Unterstützer</strong>: Genannt wurden insbesondere die&nbsp;<strong>USA</strong>,&nbsp;<strong>Frankreich</strong>, das&nbsp;<strong>Vereinigte Königreich</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Spanien</strong>, daneben arabische und afrikanische Partner.</li>
</ul>



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<p class="wp-block-paragraph">Wörtliche Passagen aus der Rede betonen die historische Zäsur: „<strong>Es wird ein Davor und Danach geben – 31. Oktober 2025</strong>.“ Die Autonomie sei die&nbsp;<strong>einzige tragfähige Grundlage</strong>&nbsp;für Verhandlungen, zugleich bleibe Marokko an einer&nbsp;<strong>„Lösung ohne Sieger und Besiegte“</strong>&nbsp;interessiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-relevanz-fur-afrika-und-nachste-schritte"><span id="relevanz-fuer-afrika-und-naechste-schritte">Relevanz für Afrika und nächste Schritte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung hat&nbsp;<strong>überregionale Bedeutung</strong>&nbsp;für&nbsp;<strong>Nordafrika</strong>&nbsp;und den&nbsp;<strong>Sahel</strong>. Die Klarstellung des Sicherheitsrats reduziert&nbsp;<strong>Ambiguitäten</strong>&nbsp;im Prozessdesign und erleichtert Partnern, <strong>Investitionen</strong>,&nbsp;<strong>Infrastrukturprojekte</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>grenzüberschreitende Kooperation</strong>&nbsp;mit den <strong>Südprovinzen</strong>&nbsp;rechtlich und politisch zu verorten. Für die&nbsp;<strong>Afrikanische Union</strong>&nbsp;und subregionale Formate bedeutet die&nbsp;<strong>Fokussierung auf Autonomie</strong>&nbsp;ein&nbsp;<strong>konkretes Referenzmodell</strong>, an das sich <strong>wirtschaftliche Integration</strong>,&nbsp;<strong>Handelserleichterungen</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Migrationsmanagement</strong>&nbsp;anknüpfen lassen. Humanitäre Aspekte – insbesondere die&nbsp;<strong>versorgungssichere Unterstützung</strong>&nbsp;der in <strong>Algerien</strong>&nbsp;lebenden<strong> Flüchtlinge</strong>&nbsp;– bleiben zugleich explizit Teil des Beschlussrahmens.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="708" height="367" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4ntP3TWgAAXLkR-2.jpeg" alt="" class="wp-image-21439 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4ntP3TWgAAXLkR-2.jpeg 708w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4ntP3TWgAAXLkR-2-300x156.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4ntP3TWgAAXLkR-2-380x197.jpeg 380w" sizes="(max-width: 708px) 100vw, 708px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auf Ebene der Vereinten Nationen ist binnen&nbsp;<strong>sechs Monaten</strong>&nbsp;eine&nbsp;<strong>strategische Überprüfung</strong>&nbsp;von&nbsp;<strong>MINURSO</strong> vorgesehen. Parallel sollen die Parteien eine&nbsp;<strong>Verhandlungsrunde</strong>&nbsp;aufsetzen, an der&nbsp;<strong>Marokko</strong>,&nbsp;<strong>Polisario</strong>,&nbsp;<strong>Algerien</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Mauretanien</strong>&nbsp;teilnehmen. Staaten, die&nbsp;<strong>Gastgeberrollen</strong>&nbsp;für Gespräche anbieten, werden in der Resolution&nbsp;<strong>ausdrücklich gewürdigt</strong>.</p>
</div></div>
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			<media:title type="html">MINURSO: Marokko siegt im Sicherheitsrat - König reicht die Hand für Dialog</media:title>
			<media:description type="html">UN-Sicherheitsrat verlängert MINURSO bis Oktober 2026 und verweist Verhandlungen auf Basis des marokkanischen Autonomieplans.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland sagt 53,5 Millionen Euro für Osten der DR Kongo zu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-sagt-535-millionen-euro-fuer-humanitaere-hilfe-im-osten-der-dr-kongo-zu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 18:23:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Pariser Konferenz zur Unterstützung von Frieden und Prosperität in der Region der Großen Seen, organisiert von Frankreich&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-sagt-535-millionen-euro-fuer-humanitaere-hilfe-im-osten-der-dr-kongo-zu%2F&amp;action_name=Deutschland%20sagt%2053%2C5%20Millionen%20Euro%20f%C3%BCr%20Osten%20der%20DR%20Kongo%20zu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-sagt-535-millionen-euro-fuer-humanitaere-hilfe-im-osten-der-dr-kongo-zu/">Deutschland sagt 53,5 Millionen Euro für Osten der DR Kongo zu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bei der <strong>Pariser Konferenz zur Unterstützung von Frieden und Prosperität in der Region der Großen Seen</strong>, organisiert von Frankreich in Zusammenarbeit mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/">Togo</a>, hat Deutschland eine <strong>humanitäre Hilfe von 53,5 Millionen Euro</strong> für den Zeitraum 2025 bis 2027 zugesagt. Das gab <strong>Lars Castellucci</strong>, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, in Paris bekannt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-pariser-konferenz-mobilisiert-internationale-unterstutzung-fur-frieden-und-wiederaufbau-in-den-grossen-seen"><span id="pariser-konferenz-mobilisiert-internationale-unterstuetzung-fuer-frieden-und-wiederaufbau-in-den-grossen-seen">Pariser Konferenz mobilisiert internationale Unterstützung für Frieden und Wiederaufbau in den Großen Seen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4mLwXMWgAA8HKj-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21416 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4mLwXMWgAA8HKj-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4mLwXMWgAA8HKj-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4mLwXMWgAA8HKj-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4mLwXMWgAA8HKj-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4mLwXMWgAA8HKj-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4mLwXMWgAA8HKj.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel sollen insbesondere den vom Konflikt betroffenen Menschen in der <strong>Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo)</strong> und in den Nachbarstaaten zugutekommen. Deutschland bezeichnete die Lage in der Region als „eine der schwersten humanitären Krisen der Welt“ und forderte sicheren Zugang für Hilfsorganisationen sowie langfristige Lösungen zur Stabilisierung des Ostkongo.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-paris-ruft-zur-internationalen-verantwortung-auf"><span id="paris-ruft-zur-internationalen-verantwortung-auf">Paris ruft zur internationalen Verantwortung auf</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz im französischen Außenministerium brachte mehr als&nbsp;<strong>50 Staaten und internationale Organisationen</strong>zusammen, darunter die&nbsp;<strong>Vereinten Nationen, die Europäische Union</strong>&nbsp;sowie zahlreiche afrikanische und arabische Staaten. Ziel war es, humanitäre und finanzielle Unterstützung für den Osten der DR Kongo zu koordinieren und politische Bemühungen um eine dauerhafte Friedenslösung zu bündeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident&nbsp;<strong>Emmanuel Macron</strong>&nbsp;erklärte, dass Zusagen in Höhe von&nbsp;<strong>über 1,5 Milliarden Euro</strong>&nbsp;eingegangen seien. „Diese Konferenz ist ein Signal, dass die internationale Gemeinschaft die Menschen im Osten des Kongo nicht vergisst“, so Macron.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-unterstutzung-als-teil-eines-europaischen-ansatzes"><span id="deutsche-unterstuetzung-als-teil-eines-europaeischen-ansatzes">Deutsche Unterstützung als Teil eines europäischen Ansatzes</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Zusage ergänzt die Beiträge anderer europäischer Partner:&nbsp;<strong>Belgien</strong>&nbsp;sagte 26,6 Millionen Euro für 2025 und 24,6 Millionen Euro für 2026 zu. Beide Länder bekräftigten ihr Bekenntnis zum&nbsp;<strong>internationalen humanitären Recht</strong>und zur&nbsp;<strong>Schutzverantwortung gegenüber Zivilisten</strong>.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Die humanitäre Krise in der Große Seen Region ist eine der größten weltweit. In Paris haben wir als 🇩🇪heute bis zu 53,5 Mio. EUR Hilfe für 2025-27 angekündigt. Es braucht dringend humanitären Zugang &amp; nachhaltige Lösungen für die DR Kongo und die Region. <a href="https://twitter.com/hashtag/Humanit%C3%A4reHilfe?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#HumanitäreHilfe</a> <a href="https://t.co/SvNSCOmR1I">pic.twitter.com/SvNSCOmR1I</a></p>&mdash; Menschenrechtsbeauftragter Lars Castellucci (@DEonHumanRights) <a href="https://twitter.com/DEonHumanRights/status/1983957939166785922?ref_src=twsrc%5Etfw">October 30, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Castellucci betonte, dass Deutschland in der Region langfristig engagiert bleiben werde – durch humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Unterstützung der regionalen Friedensmissionen. „Nur durch einen koordinierten Ansatz von humanitärer Hilfe, Diplomatie und wirtschaftlicher Entwicklung kann nachhaltige Stabilität entstehen“, erklärte er.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tshisekedis-plan-fur-wiederaufbau-im-ostkongo"><span id="tshisekedis-plan-fuer-wiederaufbau-im-ostkongo">Tshisekedis Plan für Wiederaufbau im Ostkongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz diente auch als Plattform für die Vorstellung eines umfassenden&nbsp;<strong>Wiederaufbauplans</strong>&nbsp;der DR Kongo. Präsident&nbsp;<strong>Félix Tshisekedi</strong>&nbsp;kündigte in Paris ein Programm im Umfang von&nbsp;<strong>5 Milliarden US-Dollar</strong>&nbsp;an, um die wirtschaftliche und soziale Erholung der Konfliktprovinzen&nbsp;<strong>Nord-Kivu</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Süd-Kivu</strong>&nbsp;nach Ende der Kämpfe voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm sieht Investitionen in Schulen, Gesundheitszentren, Infrastruktur, Ernährungssicherheit und die Reintegration Vertriebener vor. Tshisekedi sprach von einem „nationalen und internationalen Pakt“ zur Stabilisierung des Ostens des Landes.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bedeutung-fur-deutschland-und-europa"><span id="bedeutung-fuer-deutschland-und-europa">Bedeutung für Deutschland und Europa</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4lyFyaWoAAtet_-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-21417 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4lyFyaWoAAtet_-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4lyFyaWoAAtet_-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4lyFyaWoAAtet_-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4lyFyaWoAAtet_-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4lyFyaWoAAtet_-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4lyFyaWoAAtet_-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4lyFyaWoAAtet_-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4lyFyaWoAAtet_.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung sieht das Engagement in der DR Kongo auch als Teil einer <strong>europäischen Verantwortung</strong> in Afrika. Deutschland ist in mehreren multilateralen Initiativen in der Region aktiv, darunter bei Programmen der <strong>EU-Kommission</strong>, der <strong>GIZ</strong> und des <strong>Welternährungsprogramms (WFP)</strong>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin betrachtet die Region der Großen Seen als&nbsp;<strong>strategisch bedeutsam für Frieden, Migration und Ressourcensicherheit</strong>&nbsp;in Afrika. Die deutsche Hilfe soll dazu beitragen,&nbsp;<strong>staatliche Strukturen zu stärken</strong>, humanitäre Notlagen zu lindern und Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreichs Nationalversammlung stimmt für Aufkündigung des Einwanderungsabkommens mit Algerien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreichs-nationalversammlung-stimmt-fuer-aufkuendigung-des-einwanderungsabkommens-mit-algerien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 15:15:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die französische Nationalversammlung hat am 30. Oktober 2025 eine Resolution verabschiedet, die zur&#160;Aufkündigung des bilateralen Einwanderungsabkommens mit Algerien&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreichs-nationalversammlung-stimmt-fuer-aufkuendigung-des-einwanderungsabkommens-mit-algerien%2F&amp;action_name=Frankreichs%20Nationalversammlung%20stimmt%20f%C3%BCr%20Aufk%C3%BCndigung%20des%20Einwanderungsabkommens%20mit%20Algerien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die französische Nationalversammlung hat am 30. Oktober 2025 eine Resolution verabschiedet, die zur&nbsp;<strong>Aufkündigung des bilateralen Einwanderungsabkommens mit Algerien von 1968</strong>&nbsp;aufruft. Die Entscheidung fiel mit&nbsp;<strong>185 Stimmen zu 184</strong>&nbsp;denkbar knapp aus und wurde vom rechtsextremen&nbsp;<strong>Rassemblement National (RN)</strong>&nbsp;initiiert. Erstmals in seiner Geschichte brachte der RN damit einen eigenen Antrag erfolgreich durch das Parlament.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-historischer-beschluss-mit-symbolischer-sprengkraft"><span id="historischer-beschluss-mit-symbolischer-sprengkraft">Historischer Beschluss mit symbolischer Sprengkraft</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="760" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-1024x760.jpg" alt="" class="wp-image-21389 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-1024x760.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-300x223.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-768x570.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-380x282.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-800x594.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-1160x861.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Unterstützung erhielt die Partei von Abgeordneten der <strong>Les Républicains (LR)</strong> und der Partei <strong>Horizons</strong> des früheren Premierministers Édouard Philippe. Das Ergebnis zeigt, wie tief die französische Politik in der Frage der Migration und ihrer Beziehungen zu Algerien gespalten ist.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ein-umstrittenes-abkommen-mit-langer-geschichte"><span id="ein-umstrittenes-abkommen-mit-langer-geschichte">Ein umstrittenes Abkommen mit langer Geschichte</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das am&nbsp;<strong>27. Dezember 1968 in Algier</strong>&nbsp;geschlossene Abkommen regelt seit über fünf Jahrzehnten die&nbsp;<strong>Einreise, den Aufenthalt und die Beschäftigung algerischer Staatsbürger in Frankreich</strong>. Es gewährt ihnen einen Sonderstatus, der über die allgemeinen Bestimmungen des französischen Ausländerrechts hinausgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem <strong>am 30. Oktober 2025 </strong><a href="https://www.assemblee-nationale.fr/dyn/17/textes/l17t0177_texte-adopte-seance"><strong>angenommenen Resolutionstext</strong> (n°177)</a> habe dieses Sonderregime seine Legitimität verloren. In der Begründung heißt es, es gebe „keinen Grund mehr, warum algerische Staatsbürger weiterhin von einem erleichterten Aufenthaltsrecht profitieren sollten“. Zudem wirft die Nationalversammlung Algerien vor, bei der <strong>Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern und illegalen Migranten</strong> nicht ausreichend zu kooperieren und gegen das <strong>internationale Recht</strong> zu verstoßen, indem es die Rücknahme eigener Staatsbürger verweigere.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">🔎 Pour découvrir l&#39;analyse du scrutin sur la proposition de résolution visant à dénoncer les accords franco-algériens du 27 décembre 1968 : <a href="https://t.co/wcaaCASy1L">https://t.co/wcaaCASy1L</a> <a href="https://t.co/ZcJ8HP9WjW">pic.twitter.com/ZcJ8HP9WjW</a></p>&mdash; Assemblée nationale (@AssembleeNat) <a href="https://twitter.com/AssembleeNat/status/1983840644012331213?ref_src=twsrc%5Etfw">October 30, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution kritisiert darüber hinaus die <strong>Menschenrechtslage in Algerien</strong>, verweist auf Berichte von <strong>Amnesty International</strong> und <strong>Human Rights Watch</strong> sowie auf die <a href="https://fokus-afrika.de/algerischer-schriftsteller-boualem-sansal-inhaftiert-mena-direktor-tobias-tunkel-irritiert/">Inhaftierung des Schriftstellers <strong>Boualem Sansal</strong></a> und des Journalisten <strong>Christophe Gleizes</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macron-zwischen-symbolischer-abstimmung-und-diplomatischer-realitat"><span id="macron-zwischen-symbolischer-abstimmung-und-diplomatischer-realitaet">Macron zwischen symbolischer Abstimmung und diplomatischer Realität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution hat&nbsp;<strong>keine rechtliche Bindung</strong>. Über eine tatsächliche Kündigung des Abkommens kann nur die Exekutive entscheiden. Dennoch ist das Votum ein&nbsp;<strong>politisches Signal</strong>&nbsp;– und eine Herausforderung für Präsident&nbsp;<strong>Emmanuel Macron</strong>, dessen Regierung auf eine vorsichtige&nbsp;<strong>Wiederannäherung an Algerien</strong>&nbsp;setzt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="805" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-805x1024.jpg" alt="" class="wp-image-21388 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-805x1024.jpg 805w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-236x300.jpg 236w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-768x977.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-380x483.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-800x1018.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez.jpg 960w" sizes="(max-width: 805px) 100vw, 805px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Innenminister <strong>Laurent Nuñez</strong> und Außenminister <strong>Jean-Noël Barrot</strong> hatten zuletzt betont, dass die Aufkündigung des Abkommens „nicht auf der Agenda“ stehe. Nuñez erklärte am 19. Oktober im französischen Radio, das Abkommen „funktioniere, wenn auch nicht perfekt“. Barrot warnte am 21. Oktober im Auswärtigen Ausschuss, eine Abschaffung könne zwar die <strong>Familienmigration verringern</strong>, dafür aber die <strong>wirtschaftliche und studentische Migration</strong> erhöhen – mit unklaren Folgen für die bilateralen Beziehungen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ein-riss-durch-die-politischen-lager"><span id="ein-riss-durch-die-politischen-lager">Ein Riss durch die politischen Lager</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Abstimmungsergebnis offenbart tiefe Gräben. Während der <strong>Rassemblement National</strong> den Erfolg als „historischen Tag“ feierte, blieb das Regierungslager <strong>Ensemble pour la République (EPR)</strong> gespalten – nur 30 der 92 Abgeordneten stimmten gegen die Resolution, viele blieben der Abstimmung fern.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Ils étaient où les macronistes ? G Attal absent ! À 1 voix près Horizon (E Philippe), LR et l’extrême droite votent ensemble la fin de l’accord de 1968 avec l’Algérie. <a href="https://t.co/psYxNZW4he">pic.twitter.com/psYxNZW4he</a></p>&mdash; Olivier Faure (@faureolivier) <a href="https://twitter.com/faureolivier/status/1983837906214207701?ref_src=twsrc%5Etfw">October 30, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der sozialistische Parteichef&nbsp;<strong>Olivier Faure</strong>&nbsp;kritisierte den Rückzug der Regierungsfraktion scharf: „Wo waren die Macronisten?“, fragte er nach der Abstimmung. Auch im bürgerlich-konservativen Lager zeigte sich Uneinigkeit. Zwar unterstützten viele Abgeordnete der&nbsp;<strong>Les Républicains</strong>&nbsp;den Antrag, doch einige warnten vor einer Eskalation mit Algier.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auswirkungen-auf-die-franzosisch-algerischen-beziehungen"><span id="auswirkungen-auf-die-franzoesisch-algerischen-beziehungen">Auswirkungen auf die französisch-algerischen Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Votum kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Beziehungen zwischen&nbsp;<strong>Paris und Algier seit über einem Jahr praktisch eingefroren</strong>&nbsp;sind. Die diplomatische Kommunikation war zuletzt von Misstrauen geprägt – unter anderem wegen Streitigkeiten über Visa, Rückführungen und den Umgang mit der algerischen Diaspora in Frankreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter werten die Abstimmung als&nbsp;<strong>symbolischen Druck</strong>&nbsp;auf Macron, die Migrationspolitik gegenüber Algerien neu zu bewerten. Eine tatsächliche Aufkündigung des Abkommens wäre jedoch ein drastischer Schritt, der weitreichende Folgen hätte – für&nbsp;<strong>Hunderttausende Algerier in Frankreich</strong>, für die&nbsp;<strong>bilaterale Wirtschaft</strong>&nbsp;und für die&nbsp;<strong>Sicherheitskooperation im Mittelmeerraum</strong>.</p>
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		<title>UN-Sonderbeauftragte Rugwabiza bereitet MINUSCA auf bevorstehende Wahlen vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sonderbeauftragte-rugwabiza-bereitet-minusca-auf-bevorstehende-wahlen-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 08:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[MINUSCA]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Leiterin der UN-Mission in der Zentralafrikanischen Republik (MINUSCA), Valentine Rugwabiza, hat den Sicherheitsrat vor den Auswirkungen der weltweiten&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sonderbeauftragte-rugwabiza-bereitet-minusca-auf-bevorstehende-wahlen-vor%2F&amp;action_name=UN-Sonderbeauftragte%20Rugwabiza%20bereitet%20MINUSCA%20auf%20bevorstehende%20Wahlen%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Leiterin der UN-Mission in der Zentralafrikanischen Republik (MINUSCA), <strong>Valentine Rugwabiza</strong>, hat den Sicherheitsrat vor den Auswirkungen der weltweiten Liquiditätskrise der Vereinten Nationen gewarnt. Bei der Sitzung am 28. Oktober erklärte sie, dass die Mission angesichts der finanziellen Engpässe gezwungen sei, ihre Ausgaben um <strong>15 Prozent zu senken</strong>, was zu <strong>Personalabbau</strong> und eingeschränkter operativer Fähigkeit führe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Herausforderungen bezeichnete Rugwabiza MINUSCA als „Erfolgsgeschichte der UN-Friedenssicherung“. Das Mandat der Mission bleibe „entscheidend für die Unterstützung des zentralafrikanischen Volkes auf seinem Weg zu einem dauerhaften Frieden“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mandatsprufung-und-wahlen-im-dezember"><span id="mandatspruefung-und-wahlen-im-dezember">Mandatsprüfung und Wahlen im Dezember</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat berät derzeit über die&nbsp;<strong>Verlängerung des MINUSCA-Mandats</strong>, das Ende November ausläuft. Die Mission spielt eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung der&nbsp;<strong>Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen</strong>, die am&nbsp;<strong>28. Dezember 2025</strong>&nbsp;gleichzeitig stattfinden sollen – die ersten lokalen Wahlen seit 1998.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123148-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21369 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123148-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123148-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123148-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123148-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123148-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123148-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123148.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rugwabiza berichtete, MINUSCA habe die staatliche Präsenz außerhalb der Hauptstadt Bangui erweitert und Sicherheitskräfte in entlegene Gebiete entsandt. Zudem unterstütze sie logistisch die Verteilung von Wahlmaterialien in die Präfekturen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Bangui hat bereits&nbsp;<strong>7,8 Millionen US-Dollar</strong>&nbsp;zusätzlich für die Wahl bereitgestellt, nachdem im Februar&nbsp;<strong>7,1 Millionen US-Dollar</strong>&nbsp;geflossen waren. Dennoch besteht eine&nbsp;<strong>Finanzierungslücke von rund 12,4 Millionen US-Dollar</strong>. Rugwabiza appellierte daher an die internationale Gemeinschaft, die Mittel schnell bereitzustellen, um die Wahlvorbereitungen abzusichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fortschritte-im-friedensprozess-aber-fragile-sicherheitslage"><span id="fortschritte-im-friedensprozess-aber-fragile-sicherheitslage">Fortschritte im Friedensprozess, aber fragile Sicherheitslage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ermutigend sei die Entscheidung zweier bewaffneter Gruppen – der&nbsp;<strong>Unité pour la Paix en Centrafrique (UPC)</strong>&nbsp;und der&nbsp;<strong>Retour, Réclamation et Réhabilitation (3R)</strong>&nbsp;–, wieder in den Friedensprozess einzutreten. Dieser Schritt war Ergebnis einer&nbsp;<strong>Vermittlungsinitiative des Tschad</strong>&nbsp;im April.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">The peace process in the Central African Republic has regained momentum, says Valentine Rugwabiza, Head of <a href="https://twitter.com/UN_CAR?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN_CAR</a>, as she briefs the UN Security Council this Tuesday. <a href="https://t.co/3Qs0EHwazF">pic.twitter.com/3Qs0EHwazF</a></p>&mdash; UN News (@UN_News_Centre) <a href="https://twitter.com/UN_News_Centre/status/1983329433848324449?ref_src=twsrc%5Etfw">October 29, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Fortschritte bleibe die Sicherheitslage in Teilen des Landes angespannt, insbesondere im Südosten und Nordosten an der Grenze zum Sudan. Dort seien wiederholt&nbsp;<strong>Einfälle sudanesischer Milizen</strong>&nbsp;gemeldet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den zentralen und westlichen Regionen habe sich die Situation nach Angaben des UN-Generalsekretärs zwar verbessert, doch&nbsp;<strong>Menschenrechtsverletzungen, sexualisierte Gewalt und Angriffe auf Minderheiten</strong>&nbsp;seien weiterhin dokumentiert worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzielle-unsicherheit-und-politische-spannungen"><span id="finanzielle-unsicherheit-und-politische-spannungen">Finanzielle Unsicherheit und politische Spannungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123220-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21370 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123220-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123220-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123220-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123220-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123220-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123220-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123220.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Ratsmitglieder, darunter <strong>Guyana</strong> (im Namen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algeriens</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leones</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalias</a>), <strong>Pakistan</strong> und <strong>Slowenien</strong>, betonten die Notwendigkeit einer <strong>verlässlichen Finanzierung</strong>, um die Stabilisierungserfolge nicht zu gefährden. Eine Reduzierung des Mandats könne „negative Auswirkungen auf das Land und die gesamte Region“ haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a></strong> sprach sich als Ratsvorsitzender im Oktober gegen eine Mandatskürzung aus und warnte, die Friedensmission dürfe „nicht den finanziellen Interessen einzelner Mitgliedsstaaten zum Opfer fallen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen kündigten die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a> eine <strong>Überprüfung ihrer UN-Finanzbeiträge</strong> an. US-Präsident Donald Trump hatte im August ein Hilfspaket über fünf Milliarden US-Dollar gestrichen, darunter rund <strong>800 Millionen US-Dollar für UN-Friedensmissionen</strong> – mit Verweis auf angebliche Misswirtschaft und Fehlverhalten in Missionen in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">DR Kongo</a> und der Zentralafrikanischen Republik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Schreiben vom 11. Oktober warnte Präsident&nbsp;<strong>Faustin-Archange Touadéra</strong>&nbsp;den Sicherheitsrat, dass Budgetkürzungen „ernste sicherheitspolitische und humanitäre Folgen“ für das Land und die Region haben könnten. Er bat um einen&nbsp;<strong>politischen Konsens zur Aufrechterhaltung der Truppenstärke und finanziellen Ausstattung der MINUSCA</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlvorbereitungen-als-prufstein-fur-stabilitat"><span id="wahlvorbereitungen-als-pruefstein-fuer-stabilitaet">Wahlvorbereitungen als Prüfstein für Stabilität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreichs</a>, des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigten Königreichs</a> und Griechenlands bezeichneten die Wahlen am 28. Dezember als „entscheidenden Meilenstein“ im Friedensprozess. Frankreich sagte eine Unterstützung in Höhe von <strong>zwei Millionen Euro</strong> für die Durchführung der Wahlen zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südkorea und Panama warnten vor möglichen <strong>gewaltbedingten Rückschlägen</strong> während der Wahlperiode. Gleichzeitig verwiesen Delegierte aus <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> und Dänemark auf die Notwendigkeit, die Friedenssicherung mit <strong>wirtschaftlicher Entwicklung</strong> zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter der Zentralafrikanischen Republik bekräftigte, dass „Frieden in Entwicklung verankert sein muss“. Nur eine funktionierende Wirtschaft könne den Bürgern „mehr Anreiz zur Stabilität als zur Rebellion“ bieten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zukunft-der-mission-und-regionale-bedeutung"><span id="zukunft-der-mission-und-regionale-bedeutung">Zukunft der Mission und regionale Bedeutung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">MINUSCA bleibt für den Sicherheitsrat ein Schlüsselprojekt – nicht nur für die Zentralafrikanische Republik, sondern für die&nbsp;<strong>Sicherheitsarchitektur Zentralafrikas</strong>&nbsp;insgesamt. Beobachter sehen in der Mission einen Puffer gegenüber Konflikten in Nachbarstaaten wie dem Sudan und der DR Kongo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion über eine Mandatsverlängerung wird vor dem Hintergrund der weltweiten UN-Finanzkrise fortgesetzt. Sollte keine Lösung für die ausstehenden Mitgliedsbeiträge gefunden werden, drohen weitere Einschnitte in Personal, Logistik und operative Fähigkeiten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA wollen endgültige Lösung der Westsahara-Frage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 10:05:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Washington wächst der Optimismus über eine bevorstehende politische Lösung der Westsahara-Frage. Der Sonderberater des US-Präsidenten für den&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage%2F&amp;action_name=USA%20wollen%20endg%C3%BCltige%20L%C3%B6sung%20der%20Westsahara-Frage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/">USA wollen endgültige Lösung der Westsahara-Frage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Washington wächst der Optimismus über eine bevorstehende politische Lösung der Westsahara-Frage. Der Sonderberater des US-Präsidenten für den Nahen Osten und Afrika, Massad Boulos, erklärte gegenüber&nbsp;<em><a href="https://www.skynewsarabia.com/middle-east/1829884-مسعد-بولس-تفاؤل-أميركي-بحل-نهائي-لقضية-الصحراء">Sky News Arabia</a></em>, dass die Vereinigten Staaten an einer endgültigen und dauerhaften Lösung der seit Jahrzehnten bestehenden Auseinandersetzung arbeiten. Seine Äußerungen fielen wenige Tage vor der Abstimmung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 30. Oktober 2025, bei der über die Verlängerung des Mandats der UN-Mission <a href="https://fokus-afrika.de/tag/minurso/">MINURSO</a> entschieden wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-konsens-und-stabilitat-im-maghreb"><span id="fokus-auf-konsens-und-stabilitaet-im-maghreb">Fokus auf Konsens und Stabilität im Maghreb</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boulos betonte, dass Washington gemeinsam mit Marokko, Algerien und weiteren internationalen Partnern an einer Resolution arbeite, die „so viel Konsens wie möglich“ schaffen soll. Ziel sei es, den Weg zu einem umfassenden Dialog zwischen Rabat und Algier zu ebnen, der zu einer langfristigen politischen Verständigung führen könne. Dabei liege ein besonderes Augenmerk auf der Frage des künftigen Mandatszeitraums der MINURSO, der bisher auf drei Monate festgelegt war, aber geändert werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir arbeiten mit allen Mitgliedern des Sicherheitsrats, um eine Formulierung zu finden, die die Standpunkte annähert und uns zur nächsten Phase führt – einem umfassenden Abkommen zwischen Marokko und Algerien“, so Boulos. Er hob hervor, dass alle Themen auf dem Tisch lägen, einschließlich einer möglichen Mandatsverlängerung für die UN-Mission, die seit 1991 den Waffenstillstand überwacht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unverruckbare-us-position-seit-2020"><span id="unverrueckbare-us-position-seit-2020">Unverrückbare US-Position seit 2020</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Position der Vereinigten Staaten erklärte Boulos, dass die Haltung Washingtons zur Westsahara „klar und unumkehrbar“ sei. Bereits im Dezember 2020 hatte die Regierung von Präsident Donald Trump die Souveränität Marokkos über die Westsahara offiziell anerkannt und den Autonomieplan Rabats als „seriöse, realistische und glaubwürdige“ Grundlage für eine politische Lösung bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Anerkennung der marokkanischen Souveränität ist eine endgültige Entscheidung, die nicht rückgängig gemacht wird“, betonte der US-Berater. „Wir betrachten den marokkanischen Autonomieplan als den besten und realistischsten Ansatz, um einen stabilen und dauerhaften Frieden zu erreichen.“</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I had the pleasure of meeting Foreign Minister Bourita to discuss opportunities to strengthen our strategic partnership and alliance, especially as U.S. firms pursue opportunities throughout all of Morocco including its territory of Western Sahara. I discussed efforts to… <a href="https://t.co/Yf5HBYqmyX">pic.twitter.com/Yf5HBYqmyX</a></p>&mdash; U.S. Senior Advisor for Arab and African Affairs (@US_SrAdvisorAF) <a href="https://twitter.com/US_SrAdvisorAF/status/1971617717359956384?ref_src=twsrc%5Etfw">September 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Haltung wurde in den vergangenen Jahren von mehreren westlichen Staaten bestätigt, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/">Spanien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/">Deutschland</a> und zuletzt auch das <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigte Königreich</a>. Sie alle bezeichneten die marokkanische Initiative als die Grundlage für eine friedliche Lösung unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-optimismus-durch-diplomatische-annaherung-zwischen-marokko-und-algerien"><span id="optimismus-durch-diplomatische-annaeherung-zwischen-marokko-und-algerien">Optimismus durch diplomatische Annäherung zwischen Marokko und Algerien</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Massad Boulos stellte einen direkten Zusammenhang zwischen der Lösung der Sahara-Frage und der Normalisierung der Beziehungen zwischen Marokko und Algerien her, die seit 2021 unterbrochen sind. „Sobald es eine endgültige Lösung für die Sahara gibt, wird die Wiederannäherung zwischen den beiden Nachbarländern deutlich einfacher sein“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er zeigte sich zuversichtlich, dass sowohl König Mohammed VI. als auch die algerische Führung offen für einen „konstruktiven Dialog“ seien. „Wir wissen, dass der König von Marokko eine klare und pragmatische Vision hat. Gleichzeitig erkennen wir, dass Algerien inzwischen bereit ist, an einem friedlichen Dialog teilzunehmen. Daher unser Optimismus, dass eine endgültige Lösung bald erreicht werden kann.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-unterstutzung-fur-rabats-autonomieplan-wachst"><span id="internationale-unterstuetzung-fuer-rabats-autonomieplan-waechst">Internationale Unterstützung für Rabats Autonomieplan wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wachsende Unterstützung für Marokkos Autonomieplan zeigt sich nicht nur in den Vereinigten Staaten und Europa, sondern auch auf dem afrikanischen Kontinent. Laut Angaben des marokkanischen Außenministeriums haben bislang rund 40 Prozent der Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union Konsulate in den südlichen Provinzen Dakhla und Laâyoune eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Lateinamerika und der Karibik bekennen sich immer mehr Länder zu Rabats Ansatz. Guatemala, El Salvador, Panama, Barbados und Paraguay zählen zu den Staaten, die den marokkanischen Vorschlag als glaubwürdige Lösung betrachten. In den arabischen Golfstaaten unterstützen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emirate</a>, Kuwait, Bahrain, Oman und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/katar/">Katar</a> geschlossen die territoriale Integrität Marokkos.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ausblick-auf-den-30-oktober-entscheidung-im-un-sicherheitsrat"><span id="ausblick-auf-den-30-oktober-entscheidung-im-un-sicherheitsrat">Ausblick auf den 30. Oktober – Entscheidung im UN-Sicherheitsrat</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1001" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1001x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-21305 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1001x1024.jpeg 1001w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-293x300.jpeg 293w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-768x786.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1501x1536.jpeg 1501w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-380x389.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-800x818.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1160x1187.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1.jpeg 1564w" sizes="(max-width: 1001px) 100vw, 1001px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der kommende 30. Oktober gilt als entscheidendes Datum für die diplomatische Zukunft der Region. Der UN-Sicherheitsrat wird über die Verlängerung des MINURSO-Mandats abstimmen und eine neue Resolution zur Westsahara-Frage beraten. Diplomaten gehen davon aus, dass die Vereinigten Staaten versuchen werden, eine ausgewogene, aber deutlich proaktive Formulierung einzubringen, die sowohl den marokkanischen Autonomieplan bestätigt als auch die Einbindung Algeriens in einen politischen Prozess vorsieht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wissen, dass es schwierig ist, alle Seiten zufriedenzustellen, aber das Ziel bleibt klar – ein stabiler, dauerhafter Frieden in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrika</a>“, sagte Boulos.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Generalsekretär António Guterres fordert umfassende Reform des Sicherheitsrats</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-antonio-guterres-fordert-umfassende-reform-des-sicherheitsrats/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Oct 2025 22:59:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum 80. Jahrestag der Gründung der Vereinten Nationen hat UN-Generalsekretär António Guterres eindringlich zu einer Reform des UN-Sicherheitsrats aufgerufen. In einer Ansprache&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-generalsekretaer-antonio-guterres-fordert-umfassende-reform-des-sicherheitsrats%2F&amp;action_name=UN-Generalsekret%C3%A4r%20Ant%C3%B3nio%20Guterres%20fordert%20umfassende%20Reform%20des%20Sicherheitsrats&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zum 80. Jahrestag der Gründung der Vereinten Nationen hat <strong>UN-Generalsekretär António Guterres</strong> eindringlich zu einer Reform des <strong>UN-Sicherheitsrats</strong> aufgerufen. In einer Ansprache vor den Mitgliedsstaaten, die er per Videoschaltung aus Hanoi hielt, warnte Guterres, dass der Rat in seiner derzeitigen Form „<strong>nicht mehr zweckmäßig</strong>“ sei und ohne tiefgreifende Veränderungen die Legitimität der Vereinten Nationen gefährdet bleibe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ohne-einen-sicherheitsrat-der-seiner-aufgabe-gewachsen-ist-ist-die-welt-in-gefahr"><span id="ohne-einen-sicherheitsrat-der-seiner-aufgabe-gewachsen-ist-ist-die-welt-in-gefahr">„Ohne einen Sicherheitsrat, der seiner Aufgabe gewachsen ist, ist die Welt in Gefahr“</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="464" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/image1170x530cropped-15-1024x464.jpg" alt="" class="wp-image-21169 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/image1170x530cropped-15-1024x464.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/image1170x530cropped-15-300x136.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/image1170x530cropped-15-768x348.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/image1170x530cropped-15-380x172.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/image1170x530cropped-15-800x362.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/image1170x530cropped-15-1160x525.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/image1170x530cropped-15.jpg 1170w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor Botschaftern im ikonischen Ratssaal in New York erinnerte Guterres an die historische Verantwortung der fünf ständigen und zehn nichtständigen Mitglieder. Der Sicherheitsrat trage die Hauptverantwortung für die <strong>Wahrung von Frieden und Sicherheit</strong> und verfüge über weitreichende Befugnisse – von Sanktionen bis zur Autorisierung militärischer Einsätze.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die Struktur des Gremiums – mit <strong>fünf Vetomächten</strong> (<a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigtes Königreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigte Staaten</a>) – entspreche nicht mehr der Realität des 21. Jahrhunderts. Regionen wie <strong>Afrika, Lateinamerika und die Karibik</strong> seien dauerhaft unterrepräsentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Privileg, an diesem Tisch zu sitzen, bringt vor allem die Pflicht mit sich, das Vertrauen der Menschen zu ehren, die auf diesen Rat hoffen. Ohne einen Sicherheitsrat, der seiner Aufgabe gewachsen ist, ist die Welt in ernster Gefahr“, sagte Guterres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er forderte eine&nbsp;<strong>Erweiterung der Mitgliedschaft</strong>, um die demografische und geopolitische Vielfalt der Welt widerzuspiegeln, sowie eine&nbsp;<strong>Einschränkung des Vetorechts</strong>, das in den vergangenen Jahren zahlreiche Entscheidungen blockiert habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-rat-fur-die-schwachen-nicht-fur-die-machtigen"><span id="ein-rat-fuer-die-schwachen-nicht-fuer-die-maechtigen">„Ein Rat für die Schwachen, nicht für die Mächtigen“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres malte ein eindringliches Bild der Auswirkungen von Ratsentscheidungen auf das Leben der Menschen weltweit: „Der Sicherheitsrat ist nicht für Hegemonen und Imperien da. Er steht für Eltern, die ihre Kinder verloren haben, für Flüchtlinge, die weit von zu Hause vertrieben wurden, und für Soldaten, die ihr Leben geopfert haben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er appellierte an die Delegierten, „den Stimmen der Hoffnung zuzuhören“: „Das Emblem der Vereinten Nationen trägt keinen Lorbeerkranz des Siegers, sondern die Olivenkrone des Friedensstifters.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kontroverse-debatte-uber-legitimitat-und-macht"><span id="kontroverse-debatte-ueber-legitimitaet-und-macht">Kontroverse Debatte über Legitimität und Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während des offenen Ratsdebatte am 24. Oktober, die unter russischem Vorsitz stattfand, prallten die Positionen der Mitgliedsstaaten aufeinander.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-russland-kritik-an-westlicher-dominanz"><span id="russland-kritik-an-westlicher-dominanz">Russland: Kritik an westlicher Dominanz</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische UN-Botschafter&nbsp;<strong>Vassily Nebenzia</strong>&nbsp;würdigte die Verdienste der Vereinten Nationen, warf jedoch westlichen Staaten vor, „die Welt in Demokraten und Autokraten“ zu spalten, um ihren Einfluss zu wahren. „Abenteuer“, so Nebenzia, „von der Invasion im Irak bis zu den sogenannten Farb-Revolutionen, haben nur Tragödien hervorgebracht.“</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-guyana-forderung-nach-echter-reprasentation"><span id="guyana-forderung-nach-echter-repraesentation">Guyana: Forderung nach „echter Repräsentation“</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die guyanische Botschafterin&nbsp;<strong>Carolyn Rodrigues-Birkett</strong>, als Vertreterin eines nichtständigen Mitglieds, bezeichnete den Rat als „unrepräsentativ“ und forderte&nbsp;<strong>permanente Sitze für Afrika und Lateinamerika</strong>&nbsp;sowie einen&nbsp;<strong>rotierenden Sitz für kleine Inselstaaten</strong>.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Der Erfolg oder das Scheitern der Vereinten Nationen wird in hohem Maße durch das Handeln oder Nichthandeln des Sicherheitsrats bestimmt“, erklärte sie.</p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-vereinigte-staaten-reform-und-verantwortlichkeit"><span id="vereinigte-staaten-reform-und-verantwortlichkeit">Vereinigte Staaten: Reform und Verantwortlichkeit</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Botschafterin&nbsp;<strong>Dorothy Shea</strong>&nbsp;betonte die Notwendigkeit von&nbsp;<strong>Rechenschaftspflicht und Effizienz</strong>&nbsp;innerhalb der Vereinten Nationen. Sie kritisierte die Organisation als „aufgeblähte Bürokratie“, die ihren Gründungsauftrag aus den Augen verloren habe.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Die UN sollte den Mitgliedstaaten dienen – nicht umgekehrt. Wir brauchen Mandate mit klaren Zielen und messbaren Ergebnissen“, sagte sie.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem forderte sie, die&nbsp;<strong>Auswahl des nächsten Generalsekretärs</strong>&nbsp;– dessen Amtszeit im Januar 2027 beginnt – solle&nbsp;<strong>leistungsbasiert</strong>&nbsp;und nicht länger nach regionalen Rotationsprinzipien erfolgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckblick-und-mahnung"><span id="rueckblick-und-mahnung">Rückblick und Mahnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres erinnerte in seiner Rede an die historischen Erfolge des Sicherheitsrats, darunter die Friedensmissionen in <strong>Kambodscha, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/">Liberia</a></strong> und <strong>Timor-Leste</strong> sowie die Unterstützung des Übergangs Südafrikas nach dem Ende der Apartheid.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">For 80 years, the <a href="https://twitter.com/UN?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN</a> has worked to forge peace, tackle poverty &amp; hunger, advance human rights &amp; build a more sustainable world,.<br><br>Now, more than ever, the world must recommit to solving problems no nation can solve alone.<br><br>On this <a href="https://twitter.com/hashtag/UNDay?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UNDay</a>, let’s stand together &amp; act as one. <a href="https://t.co/jom1wycSTn">pic.twitter.com/jom1wycSTn</a></p>&mdash; António Guterres (@antonioguterres) <a href="https://twitter.com/antonioguterres/status/1981525298593382584?ref_src=twsrc%5Etfw">October 24, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig warnte er, dass Verstöße gegen die&nbsp;<strong>UN-Charta</strong>&nbsp;durch Mitgliedsstaaten das Vertrauen in die Institution untergraben und die globale Stabilität gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss zitierte er eine symbolische Episode aus der Gründungszeit der UN: Als 1946 der erste Wahlzettel für den Sicherheitsrat in eine Urne gelegt wurde, hatte ein New Yorker Mechaniker,&nbsp;<strong>Paul Antonio</strong>, eine Botschaft hineingelegt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Möge Gott mit allen Mitgliedern der Vereinten Nationen sein und durch ihre edlen Bemühungen dauerhaften Frieden bringen.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres schloss mit den Worten: „Paul Antonio war kein Diplomat, aber er glaubte an die Vereinten Nationen. Ich fordere Sie auf, diesem Vertrauen gerecht zu werden – und diesen Saal der Hoffnung würdig zu machen.“</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Konferenz der feministischen Diplomatie im Lichte der Sahara und Gleichstellung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/konferenz-der-feministischen-diplomatie-im-lichte-der-sahara-und-gleichstellung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 22:21:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat am 22. Oktober 2025 seinen marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita zu einem bilateralen Treffen in Paris empfangen. Im Mittelpunkt&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkonferenz-der-feministischen-diplomatie-im-lichte-der-sahara-und-gleichstellung%2F&amp;action_name=Konferenz%20der%20feministischen%20Diplomatie%20im%20Lichte%20der%20Sahara%20und%20Gleichstellung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/konferenz-der-feministischen-diplomatie-im-lichte-der-sahara-und-gleichstellung/">Konferenz der feministischen Diplomatie im Lichte der Sahara und Gleichstellung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der französische Außenminister <strong>Jean-Noël Barrot</strong> hat am <strong>22. Oktober 2025</strong> seinen marokkanischen Amtskollegen <strong>Nasser Bourita</strong> zu einem bilateralen Treffen in Paris empfangen. Im Mittelpunkt standen die Vertiefung der strategischen Beziehungen, die Zusammenarbeit in internationalen Fragen sowie der Austausch über die <strong>4. Konferenz der feministischen Diplomatie</strong>, die zeitgleich in der französischen Hauptstadt stattfand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen erfolgte knapp ein Jahr nach dem&nbsp;<strong>Staatsbesuch von Präsident Emmanuel Macron in Marokko</strong>, bei dem beide Seiten den Ausbau ihres „<strong>Partnerschaftsverhältnisses von außergewöhnlicher Dichte</strong>“ bekräftigt hatten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreichs-anerkennung-der-marokkanischen-souveranitat-uber-die-sahara"><span id="frankreichs-anerkennung-der-marokkanischen-souveraenitaet-ueber-die-sahara">Frankreichs Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Sahara</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch hob Minister Barrot die „<strong>klare und unveränderte Position Frankreichs</strong>“ zur Westsahara hervor. Der französische Außenminister bekräftigte, dass „<strong>Gegenwart und Zukunft der Sahara im Rahmen der marokkanischen Souveränität</strong>“ liegen. Der von Marokko 2007 vorgelegte&nbsp;<strong>Autonomieplan</strong>&nbsp;bleibe „die einzige realistische Grundlage für eine gerechte, dauerhafte und verhandelte politische Lösung im Einklang mit den Resolutionen des UN-Sicherheitsrats“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872473033_6ab84fcaf5_c.jpg" alt="" class="wp-image-21074 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872473033_6ab84fcaf5_c.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872473033_6ab84fcaf5_c-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872473033_6ab84fcaf5_c-768x513.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872473033_6ab84fcaf5_c-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich unterstütze weiterhin die Bemühungen der Vereinten Nationen, den Konflikt „politisch endgültig“ zu lösen. Damit schließt sich Paris der Linie Washingtons an, das den Autonomieplan seit 2020 offiziell unterstützt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Thema Sahara standen auch die&nbsp;<strong>europäisch-marokkanischen Beziehungen</strong>, die&nbsp;<strong>Zusammenarbeit im Mittelmeerraum</strong>&nbsp;und gemeinsame Interessen in Afrika und im Nahen Osten auf der Tagesordnung. Barrot betonte, die Kooperation zwischen Paris und Rabat solle künftig „noch stärker im Dienste der regionalen Stabilität und des Friedens auf beiden Kontinenten“ stehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">➡️ La France est résolument engagée aux Nations unies en faveur d’un règlement politique définitif de la question du Sahara occidental, sur la seule base du plan d&#39;autonomie proposé par le Maroc en 2007. <a href="https://t.co/j8G6Izy1nF">https://t.co/j8G6Izy1nF</a></p>&mdash; La France au Maroc 🇫🇷🇪🇺 (@AmbaFranceMaroc) <a href="https://twitter.com/AmbaFranceMaroc/status/1981092131063181728?ref_src=twsrc%5Etfw">October 22, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-als-akteur-feministischer-diplomatie"><span id="marokko-als-akteur-feministischer-diplomatie">Marokko als Akteur feministischer Diplomatie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Minister Nasser Bourita nahm in Paris außerdem an der&nbsp;<strong>4. Konferenz der feministischen Diplomatie</strong>&nbsp;teil, an der Außenministerinnen und Außenminister aus rund&nbsp;<strong>50 Ländern</strong>&nbsp;sowie Vertreter internationaler Organisationen, Entwicklungsbanken und zivilgesellschaftlicher Institutionen teilnahmen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">M. Nasser Bourita à la 4ᵉ Conférence des diplomaties féministes : « Sous l’impulsion de SM le Roi, le Maroc a engagé une marche irréversible vers l’égalité femmes-hommes, à travers des réformes constitutionnelles, législatives et institutionnelles. »<br>🔗<a href="https://t.co/UnCqw2S76f">https://t.co/UnCqw2S76f</a> <a href="https://t.co/S9ffDUnwbx">pic.twitter.com/S9ffDUnwbx</a></p>&mdash; Maroc Diplomatie 🇲🇦 (@MarocDiplomatie) <a href="https://twitter.com/MarocDiplomatie/status/1981048344970760194?ref_src=twsrc%5Etfw">October 22, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Eröffnungsrede hob Bourita hervor, dass&nbsp;<strong>Marokko auf Initiative von König Mohammed VI. einen „unumkehrbaren Weg hin zu Gleichstellung und Inklusion“</strong>&nbsp;eingeschlagen habe. Der Beitritt Marokkos zum Netzwerk der&nbsp;<strong>Feminist Foreign Policy Group (FFP+)</strong>&nbsp;markiere „eine bewusste Entscheidung, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die dieselben Werte teilen“.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Diplomatie ist eine Diplomatie des Friedens. Sie setzt auf Gleichstellung als Fundament moderner Gesellschaften“, erklärte Bourita.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Er erinnerte daran, dass Marokko bereits 2022 seinen <strong>Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Resolution 1325</strong> über Frauen, Frieden und Sicherheit verabschiedet habe, der nun bis 2026 verlängert wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frauen-in-frieden-sicherheit-und-diplomatie"><span id="frauen-in-frieden-sicherheit-und-diplomatie">Frauen in Frieden, Sicherheit und Diplomatie</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872229736_16752820b0_c.jpg" alt="" class="wp-image-21076 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872229736_16752820b0_c.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872229736_16752820b0_c-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872229736_16752820b0_c-768x513.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872229736_16752820b0_c-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Marokko ist laut Bourita <strong>neunter größter Truppensteller bei UN-Friedenseinsätzen</strong>, mit <strong>3.400 Blauhelmen</strong>, darunter <strong>120 Frauen</strong>. Ziel sei, ihren Anteil weiter zu erhöhen. Darüber hinaus bilde das Land <strong>Mediatorinnen und Wahlbeobachterinnen</strong> in Zusammenarbeit mit der <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a></strong> aus – bislang <strong>175 von 300 Absolventen</strong>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gleichstellungspolitik finde auch im religiösen Bereich Ausdruck: sogenannte&nbsp;<strong>Morchidates</strong>, weibliche Religionsgelehrte, spielten eine zentrale Rolle in der&nbsp;<strong>Prävention von Extremismus</strong>&nbsp;und im gesellschaftlichen Dialog.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita verwies zudem auf Fortschritte innerhalb des eigenen Außenministeriums:&nbsp;<strong>43 % der Beschäftigten</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>47 % der Führungspositionen</strong>&nbsp;in der Zentrale seien mittlerweile mit Frauen besetzt, ebenso&nbsp;<strong>29 % der diplomatischen Vertretungen im Ausland</strong>.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir fördern keine Gleichstellung aus Gefälligkeit, sondern aus Leistungsprinzip. Die Kompetenz zählt – unabhängig vom Geschlecht“, betonte Bourita.</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gleichstellung-als-internationale-prioritat"><span id="gleichstellung-als-internationale-prioritaet">Gleichstellung als internationale Priorität</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="534" height="800" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872501989_5794792736_c.jpg" alt="" class="wp-image-21075 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872501989_5794792736_c.jpg 534w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872501989_5794792736_c-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872501989_5794792736_c-380x569.jpg 380w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Pariser Konferenz unterstrichen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bedeutung einer <strong>feministischen Außenpolitik</strong> als Querschnittsprinzip in Fragen von <strong>Frieden, Entwicklung, Handel, Gesundheit und Bildung</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita schlug vor, innerhalb des FFP+-Netzwerks <strong>gemeinsame Ausbildungsprogramme und Austauschformate für Diplomatinnen weltweit</strong> zu schaffen, um das Konzept der „Frauen, Frieden, Entwicklung und Rechte“ praktisch umzusetzen. „Eine feministische Diplomatie ist kein Modell, das exportiert wird, sondern eine Erfahrung, die geteilt wird“, schloss Bourita.</p>
</div></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/konferenz-der-feministischen-diplomatie-im-lichte-der-sahara-und-gleichstellung/">Konferenz der feministischen Diplomatie im Lichte der Sahara und Gleichstellung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Vizepräsident Obiang Mangue beschuldigt Frankreich der „Destabilisierung“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vizepraesident-obiang-mangue-beschuldigt-frankreich-der-destabilisierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 21:52:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äquatorialguinea]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Malabo. Die Spannungen zwischen Äquatorialguinea und Frankreich haben sich erneut verschärft. Teodoro Nguema Obiang Mangue, Vizepräsident und Sohn des langjährigen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvizepraesident-obiang-mangue-beschuldigt-frankreich-der-destabilisierung%2F&amp;action_name=Vizepr%C3%A4sident%20Obiang%20Mangue%20beschuldigt%20Frankreich%20der%20%E2%80%9EDestabilisierung%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vizepraesident-obiang-mangue-beschuldigt-frankreich-der-destabilisierung/">Vizepräsident Obiang Mangue beschuldigt Frankreich der „Destabilisierung“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Malabo.</strong> Die Spannungen zwischen Äquatorialguinea und Frankreich haben sich erneut verschärft. <strong>Teodoro Nguema Obiang Mangue</strong>, Vizepräsident und Sohn des langjährigen Staatschefs <strong>Teodoro Obiang Nguema Mbasogo</strong>, wirft Paris vor, eine „systematische Kampagne der Destabilisierung“ gegen sein Land zu führen. Anlass ist die Verleihung des <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">französisch</a>-deutschen Menschenrechtspreises</strong> an den regimekritischen Aktivisten <strong>Alfredo Okenve</strong>, der seit Jahren im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/">spanischen</a> Exil lebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Beitrag auf der Plattform&nbsp;<strong>X (vormals Twitter)</strong>&nbsp;bezeichnete Obiang Mangue die Entscheidung der französischen und deutschen Außenministerien als „Belohnung für Aufwiegler und Verräter“. Er warf Frankreich vor, sich in die inneren Angelegenheiten Äquatorialguineas einzumischen und „politische Feindseligkeit unter dem Deckmantel der Menschenrechte“ zu betreiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aquatorialguinea-mit-angespannten-beziehungen-zu-frankreich"><span id="aequatorialguinea-mit-angespannten-beziehungen-zu-frankreich">Äquatorialguinea mit angespannten Beziehungen zu Frankreich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wortmeldung erfolgt in einem ohnehin angespannten diplomatischen Klima. Die Beziehungen zwischen&nbsp;<strong>Malabo und Paris</strong>&nbsp;sind seit Jahren belastet – insbesondere seit der Beschlagnahmung eines luxuriösen Pariser Anwesens im Wert von rund&nbsp;<strong>100 Millionen Euro</strong>, das Obiang Mangue zugerechnet wird. Der Fall ist Teil der sogenannten&nbsp;<strong>„Biens mal acquis“</strong>-Ermittlungen („unrechtmäßig erworbene Güter“), in deren Rahmen der Vizepräsident wegen&nbsp;<strong>Korruption und Geldwäsche</strong>&nbsp;in mehreren Ländern angeklagt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Sohn des Präsidenten ist die Ehrung Okenves durch westliche Staaten ein weiterer politischer Affront. Der Oppositionsaktivist gilt als scharfer Kritiker des Regimes und wurde bereits mehrfach inhaftiert, bevor er 2018 das Land verließ.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="es" dir="ltr">Trás observar con indignación cómo Francia condecora a instigadores del odio, incitándolos a perturbar la paz y a actuar en contra de sus propias culturas y hermanos, como ocurrió la semana pasada con un ecuatoguineano vende patrias, radicado en Europa, junto con la Embajadora <a href="https://t.co/G9RE4ZwpKX">pic.twitter.com/G9RE4ZwpKX</a></p>&mdash; Teodoro Obiang Nguema Mangue (@TeodoroObiang17) <a href="https://twitter.com/TeodoroObiang17/status/1980507332758184087?ref_src=twsrc%5Etfw">October 21, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Obiang Mangue sprach von einer „Kampagne westlicher Heuchelei“, die darauf abziele,&nbsp;<strong>„den Frieden und die Stabilität des Landes zu untergraben“</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-obiang-mangue-mit-wiederkehrenden-kontroversen"><span id="obiang-mangue-mit-wiederkehrenden-kontroversen">Obiang Mangue mit wiederkehrenden Kontroversen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3tc4guWwAIzKIf-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-21070 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3tc4guWwAIzKIf-768x1024.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3tc4guWwAIzKIf-225x300.jpeg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3tc4guWwAIzKIf-1152x1536.jpeg 1152w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3tc4guWwAIzKIf-380x507.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3tc4guWwAIzKIf-800x1067.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3tc4guWwAIzKIf-1160x1547.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3tc4guWwAIzKIf.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die jüngste Auseinandersetzung fügt sich in eine Reihe öffentlicher Auftritte des Vizepräsidenten ein, die internationale Aufmerksamkeit erregten. Erst wenige Tage zuvor hatte er die Entscheidung des <strong>Nobelkomitees</strong>, den <strong>Friedensnobelpreis 2025</strong> an die venezolanische Oppositionsführerin <strong>María Corina Machado</strong> zu verleihen, als „politisch motiviert“ bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obiang Mangue argumentierte, der Preis hätte stattdessen an <strong>Donald Trump</strong> oder an seinen eigenen Vater gehen sollen – „für seine unermüdlichen Bemühungen um Stabilität und Gleichgewicht in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/">Zentralafrika</a>“.</p>
</div></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Der Nobelpreis hat seinen Sinn verloren, wenn er an Personen vergeben wird, die Proteste und Unruhen fördern“, schrieb der Vizepräsident in seinem Beitrag.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Er warf dem Nobelkomitee vor, „Politik über Frieden“ zu stellen – eine Aussage, die in regierungsnahen Medien Äquatorialguineas breite Zustimmung fand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Analysten sehen in den jüngsten Äußerungen Obiangs den Versuch, innenpolitisch Stärke zu demonstrieren und internationale Kritik an der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/menschenrechte/">Menschenrechtslage</a> des Landes abzuwehren. Äquatorialguinea wird seit 1979 von Präsident <strong>Teodoro Obiang Nguema Mbasogo</strong> regiert.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vizepraesident-obiang-mangue-beschuldigt-frankreich-der-destabilisierung/">Vizepräsident Obiang Mangue beschuldigt Frankreich der „Destabilisierung“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokko und Frankreich vertiefen Militärallianz mit der Übung „Chergui 25“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-und-frankreich-vertiefen-militaerallianz-mit-der-uebung-chergui-25/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 18:12:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=21054</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frankreich und Marokko haben mit dem gemeinsamen Militärmanöver „Chergui 25“ ihre sicherheitspolitische Kooperation weiter ausgebaut. Die Übung fand Anfang Oktober&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-und-frankreich-vertiefen-militaerallianz-mit-der-uebung-chergui-25%2F&amp;action_name=Marokko%20und%20Frankreich%20vertiefen%20Milit%C3%A4rallianz%20mit%20der%20%C3%9Cbung%20%E2%80%9EChergui%2025%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-frankreich-vertiefen-militaerallianz-mit-der-uebung-chergui-25/">Marokko und Frankreich vertiefen Militärallianz mit der Übung „Chergui 25“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Marokko haben mit dem gemeinsamen Militärmanöver <strong>„Chergui 25“</strong> ihre sicherheitspolitische Kooperation weiter ausgebaut. Die Übung fand Anfang Oktober in der Region <strong>Tafilalet</strong> im Südosten Marokkos statt und diente laut den Verteidigungsministerien beider Länder der <strong>Stärkung der Interoperabilität</strong> und der <strong>strategischen Abstimmung</strong> in Wüsten- und Gebirgsszenarien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Großmanöver, an dem&nbsp;<strong>marokkanische Panzer M1A2 Abrams</strong>&nbsp;sowie&nbsp;<strong>französische Kampfhubschrauber Tigre und NH90</strong>&nbsp;beteiligt waren, simulierte laut offiziellen Angaben eine&nbsp;<strong>Verteidigungsoperation gegen eine Aggression gegen die territoriale Integrität des Königreichs</strong>. Die komplexe Topographie der Atlasregion bot dafür die realitätsnahe Umgebung – mit extremen Temperaturunterschieden und schwierigen Bodenverhältnissen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-chergui-25-ein-ubungsszenario-mit-politischer-botschaft"><span id="chergui-25-ein-uebungsszenario-mit-politischer-botschaft">Chergui 25: Ein Übungsszenario mit politischer Botschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">französische</a> Armee beschreibt in ihrer <a href="https://www.defense.gouv.fr/terre/actualites/exercice-chergui-2025-linteroperabilite-franco-marocaine-testee-desert">Mitteilung</a> „Chergui 25“ als ein Manöver, das über militärische Routine hinausgeht. Es zeige die Fähigkeit beider Länder, <strong>gemeinsam als integrierte Streitmacht zu agieren</strong>, und unterstreiche die operative Tiefe ihrer Partnerschaft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="792" height="445" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc-.jpg" alt="" class="wp-image-21056 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc-.jpg 792w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc--300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc--768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc--380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 792px) 100vw, 792px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Online-Magazin <strong>Defensa</strong> bewertet die Übung als strategisches Signal, das „die neue militärische Realität in Nordafrika widerspiegelt“. Der gemeinsame Einsatz französischer und marokkanischer Kräfte werde als <strong>Demonstration gemeinsamer Abschreckungsfähigkeit</strong> verstanden – insbesondere vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen in der Region.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl der Region&nbsp;<strong>Errachidia</strong>&nbsp;unweit der algerischen Grenze wird ebenfalls als symbolisch interpretiert. Während Algerien in den vergangenen Jahren regelmäßig großangelegte Militärübungen an der Grenze zu Marokko abhielt, blieb die algerische Regierung dieses Mal&nbsp;<strong>ungewöhnlich still</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-algeriens-schweigen-und-die-veranderte-regionale-dynamik"><span id="algeriens-schweigen-und-die-veraenderte-regionale-dynamik">Algeriens Schweigen und die veränderte regionale Dynamik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Ankündigung des Manövers im März hatte Algier das Vorhaben noch als „Provokation“ und „feindlichen Akt“ bezeichnet und den französischen Botschafter einbestellt. Nun blieb jede offizielle Reaktion aus – ein bemerkenswerter Kurswechsel.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Chars Abrams et Gazelle 🇲🇦 Tigre et NH90 🇫🇷 dans les reliefs exigeants de l’Atlas marocain.<br><br>L&#39;exercice d’aérocombat Chergui 2025 a tenu toutes ses promesses : haute intensité en milieu désertique et renforcement de l&#39;interopérabilité avec les <a href="https://twitter.com/FAR_Maroc_?ref_src=twsrc%5Etfw">@FAR_Maroc_</a><a href="https://t.co/EW99VR8oMb">https://t.co/EW99VR8oMb</a> <a href="https://t.co/IWggoAOkdK">pic.twitter.com/IWggoAOkdK</a></p>&mdash; Armée de Terre (@armeedeterre) <a href="https://twitter.com/armeedeterre/status/1980657831478235593?ref_src=twsrc%5Etfw">October 21, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Analysten führen das Schweigen darauf zurück, dass Algerien erkannt habe, dass eine öffentliche Eskalation keine Wirkung mehr zeige. Das Manöver sei inzwischen Teil einer&nbsp;<strong>fest etablierten Agenda der französisch-marokkanischen Zusammenarbeit</strong>, deren strategische Relevanz sich kaum bestreiten lasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch innenpolitisch befindet sich Algerien derzeit in einer diplomatisch angespannten Lage gegenüber Paris – insbesondere seit die französische Regierung ihre Unterstützung für die marokkanische Souveränität über die Westsahara bekräftigt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-operative-zusammenarbeit-und-technologische-modernisierung"><span id="operative-zusammenarbeit-und-technologische-modernisierung">Operative Zusammenarbeit und technologische Modernisierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Verteidigungsministerium erklärte, dass „Chergui 25“ die Umsetzung der&nbsp;<strong>Kooperationsvereinbarungen von 2020 bis 2030</strong>&nbsp;zwischen Paris und Rabat vertiefe. Ziel sei es, die Zusammenarbeit in den Bereichen&nbsp;<strong>Ausbildung, Rüstungsindustrie, Nachrichtenaustausch und Wüstenoperationen</strong>&nbsp;zu erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben klassischen Kampfmanövern umfasste die Übung zwei Hauptabschnitte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Command Post Exercise (CPX):</strong> Simulation und Koordination von Kommandostrukturen</li>



<li><strong>Live Exercise (LIVEX):</strong> Kombinierte taktische Einsätze zu Land und in der Luft</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wurde der Einsatz moderner Aufklärungstechnik, Drohnen und Kommunikationssysteme getestet, um die Fähigkeit zu Echtzeitreaktionen und abgestimmter Zielerfassung zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-signal-an-partner-und-rivalen"><span id="signal-an-partner-und-rivalen">Signal an Partner und Rivalen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit „Chergui 25“ präsentieren sich Paris und Rabat als&nbsp;<strong>verlässliche sicherheitspolitische Partner in Nordafrika</strong>. Die Übung gilt als Ausdruck gemeinsamer Interessen im Kampf gegen Terrorismus, illegale Migration und organisierte Kriminalität im Sahel- und Mittelmeerraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit zwischen den&nbsp;<strong>Forces Armées Royales (FAR)</strong>&nbsp;und den französischen Streitkräften zeigt, dass beide Länder ihre Kooperation in sicherheitspolitisch sensiblen Bereichen intensivieren – auch als Antwort auf wachsende russische Präsenz in Nordafrika und zunehmende chinesische Einflussnahme in der Rüstungsindustrie.</p>
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		<title>Putsch in Madagaskar: Militär übernimmt die Macht</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/putsch-in-madagaskar-militaer-uebernimmt-die-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 19:21:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Madagaskars Präsident Andry Rajoelina hat am 13. Oktober 2025 bestätigt, das Land aus Sicherheitsgründen verlassen zu haben. In&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fputsch-in-madagaskar-militaer-uebernimmt-die-macht%2F&amp;action_name=Putsch%20in%20Madagaskar%3A%20Milit%C3%A4r%20%C3%BCbernimmt%20die%20Macht&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Madagaskars Präsident Andry Rajoelina hat am 13. Oktober 2025 bestätigt, das Land aus Sicherheitsgründen verlassen zu haben. In einer über soziale Medien und private Fernsehsender verbreiteten Ansprache erklärte er, eine militärische Fraktion habe versucht, die Macht zu übernehmen und ein Attentat auf ihn zu verüben. Um ein Blutvergießen zu verhindern, habe er sich entschieden, „vorübergehend in Sicherheit zu gehen“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasident-rajoelina-warnt-vor-putsch-obwohl-dieser-schon-langst-im-gange-ist"><span id="praesident-rajoelina-warnt-vor-putsch-obwohl-dieser-schon-laengst-im-gange-ist">Präsident Rajoelina warnt vor Putsch &#8211; obwohl dieser schon längst im Gange ist</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplante Ausstrahlung seiner Rede im staatlichen Fernsehen TVM wurde verhindert, nachdem Einheiten des Militärs, insbesondere des Corps d’Administration et des Services de l’Armée de Terre (CAPSAT), die Kontrolle über die Sendeanstalten übernommen hatten. Die öffentliche Ansprache, ursprünglich für 19 Uhr vorgesehen, verzögerte sich um mehrere Stunden und wurde schließlich über die offiziellen Facebook-Seiten des Präsidenten und der Präsidentschaft veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach vorliegenden Berichten übernahm CAPSAT die Kontrolle über Teile der Streitkräfte, benannte neue Führungen für Armee und Gendarmerie und erklärte, „das Volk solle entscheiden“. Rajoelina sprach von einem „illegalen Versuch, die Macht mit Gewalt zu ergreifen“. Die Ereignisse erinnerten an das Jahr 2009, als er selbst mit Unterstützung von CAPSAT den damaligen Präsidenten Marc Ravalomanana stürzte. Nun richtet sich dieselbe Eliteeinheit gegen ihn.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:48% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="780" height="520" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3PggQ0XoAE5n3C.jpeg" alt="" class="wp-image-20830 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3PggQ0XoAE5n3C.jpeg 780w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3PggQ0XoAE5n3C-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3PggQ0XoAE5n3C-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3PggQ0XoAE5n3C-380x253.jpeg 380w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Colonel Michael Ranndrianirina erklärte am Nachmittag vor dem Präsidialpalast: &#8220;Wir haben ab heute die Macht. Wir lösen den Senat auf. Die Nationalversammlung lassen wir arbeiten. Wir werden ein Rat einsetzen.&#8221; In einem anderen Statement bestätigt er auch die Auflösung der Verfassungsordnung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-druck-von-strasse-und-armee"><span id="druck-von-strasse-und-armee">Druck von Straße und Armee</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Ende September protestieren in Madagaskar Zehntausende, angeführt von der sogenannten „Generation Z“, gegen Energieausfälle, steigende Lebenshaltungskosten und Korruption. Am Wochenende schloss sich CAPSAT den Demonstrationen an, übernahm Teile des Militärs und forderte den Rücktritt des Präsidenten. Die Vereinten Nationen meldeten mindestens 22 Todesopfer durch Sicherheitskräfte, Banden und Plünderer.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">A Madagascar, malgré la dissolution, les députés votent pour le limogeage du Président Andry Rajoelina <a href="https://t.co/ngqqjbSqHF">pic.twitter.com/ngqqjbSqHF</a></p>&mdash; Elodie Goulesque (@Eloditeur) <a href="https://twitter.com/Eloditeur/status/1978074898879631368?ref_src=twsrc%5Etfw">October 14, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Das Parlament bereitete in seiner Sitzung am Dienstag ein mögliches Amtsenthebungsverfahren vor, während Rajoelina per Dekret die Auflösung der Nationalversammlung anordnete. Damit blockierte er das Verfahren und versuchte, seine Autorität wiederherzustellen. Die Lage bleibt unübersichtlich. Nach Angaben der <em><a href="https://www.rfi.fr/fr/afrique/20251014-madagascar-l-assemblée-nationale-vote-la-destitution-du-président?utm_medium=social&amp;utm_campaign=x&amp;utm_source=shorty&amp;utm_slink=rfi.my%2FC5zm">rfi</a></em> votierte das Parlement für die Amtsenthebung des Präsidenten. Der Verfassungsrat bestätigte das Votum.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-prasident-gewahrt-haftlingen-begnadigung"><span id="praesident-gewaehrt-haeftlingen-begnadigung">Präsident gewährt Häftlingen Begnadigung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgleich mit seiner Flucht veröffentlichte Rajoelina ein Dekret, mit dem er acht verurteilten Personen, darunter politische Gefangene, Journalisten und ehemalige Regierungsmitarbeiter, eine außergewöhnliche Strafmilderung gewährte. Zu den Begnadigten zählen der frühere Berater Paul Maillot Rafanoharana und der Journalist Roland Hubert Rasoamaharo. Die Maßnahme wird von Beobachtern als Bestandteil eines Deals mit Frankreich gewertet. Rajoelina wurde mit einem militärischen Flugzeug aus Madagaskar ausgeflogen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-ruft-zu-verfassungsordnung-auf"><span id="frankreich-ruft-zu-verfassungsordnung-auf">Frankreich ruft zu Verfassungsordnung auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte sich am Rande des Friedensgipfels für Gaza in Scharm El-Scheich besorgt über die Lage auf der Insel. „Es ist sehr wichtig, dass die verfassungsmäßige Ordnung und die institutionelle Kontinuität in Madagaskar gewahrt bleiben, weil die Stabilität des Landes davon abhängt“, sagte Macron.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er betonte zugleich die „Freundschaft Frankreichs mit dem madagassischen Volk“ und warnte vor einer militärischen Einflussnahme auf die politische Bewegung der Jugend. „Wir haben eine Jugend, die sich ausdrückt, die politisiert ist, die besser leben will – das ist eine gute Sache. Aber sie darf nicht von militärischen Fraktionen oder ausländischen Einflüssen vereinnahmt werden“, so Macron weiter.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Emmanuel Macron a exfiltré Andry Rajoelina, mais il n’aime pas le président de <a href="https://twitter.com/hashtag/Madgascar?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Madgascar</a>. Il lui reproche d’être trop proche des Russes et de revendiquer la souveraineté malagasy sur les îles Éparses. Rajoelina a aussi refusé de laisser s’installer une emprise militaire… <a href="https://t.co/PMS06H5AIr">pic.twitter.com/PMS06H5AIr</a></p>&mdash; THOMAS DIETRICH (@thomasdietrich0) <a href="https://twitter.com/thomasdietrich0/status/1978017760727748627?ref_src=twsrc%5Etfw">October 14, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Paris bekräftigte damit seine Linie, die auf den Erhalt der bestehenden Verfassungsordnung und die Unterstützung eines zivilen, verhandelten Übergangs setzt. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> kündigte an, eng mit der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sadc/">SADC</a> zusammenzuarbeiten, um eine friedliche Lösung der Krise zu fördern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-unsicherheit-und-wirtschaftliche-risiken"><span id="politische-unsicherheit-und-wirtschaftliche-risiken">Politische Unsicherheit und wirtschaftliche Risiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rajoelina warnte in seiner Ansprache vor den Folgen eines politischen Zusammenbruchs. Nach seinen Angaben sind 54 internationale Entwicklungsprojekte und Hilfsprogramme im Umfang von über 100 Millionen US-Dollar gefährdet, falls die Instabilität anhält. Er rief die Bevölkerung zu Ruhe und Einheit auf: „Der Respekt der Verfassung ist der einzige Weg aus dieser Krise.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf die Energiekrise kündigte der Präsident an, sich persönlich um die Lieferung von Stromaggregaten zu kümmern, die über Partnerländer bereitgestellt werden sollen. Ziel sei eine kurzfristige Entlastung des Versorgers JIRAMA. Zugleich stellte er die Aufhebung der zuletzt verhängten Ausgangssperre in Aussicht, um wirtschaftliche Aktivitäten zu erleichtern, verbunden mit dem Hinweis auf Sicherheitspriorität und Verantwortungsbewusstsein in der öffentlichen Debatte.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Afin d’augmenter la production d’énergie à Madagascar et de répondre aux difficultés d’électricité que vivent nos concitoyens, je procède actuellement à la réception de nouveaux groupes de production.<br>Ces équipements permettront de renforcer la capacité énergétique nationale. <a href="https://t.co/Kr86w0GeQx">pic.twitter.com/Kr86w0GeQx</a></p>&mdash; Andry Rajoelina (@SE_Rajoelina) <a href="https://twitter.com/SE_Rajoelina/status/1978068089888534657?ref_src=twsrc%5Etfw">October 14, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele Beobachter zeigt die aktuelle Krise, dass Madagaskars fragile Institutionen weiterhin anfällig für Machtkämpfe bleiben. Zwischen Forderungen nach Rücktritt, Übergangsregierung und Verfassungswahrung steht das Land erneut am Scheideweg zwischen Demokratie und militärischem Einfluss.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Safran-Komplex: Marokko etabliert sich als Standort für Flugtriebwerksproduktion</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/safran-komplex-marokko-etabliert-sich-als-standort-fuer-flugtriebwerksproduktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 17:58:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Start des neuen Industriekomplexes des französischen Technologiekonzerns Safran in Nouaceur vollzieht Marokko einen strategischen Schritt in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsafran-komplex-marokko-etabliert-sich-als-standort-fuer-flugtriebwerksproduktion%2F&amp;action_name=Safran-Komplex%3A%20Marokko%20etabliert%20sich%20als%20Standort%20f%C3%BCr%20Flugtriebwerksproduktion&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/safran-komplex-marokko-etabliert-sich-als-standort-fuer-flugtriebwerksproduktion/">Safran-Komplex: Marokko etabliert sich als Standort für Flugtriebwerksproduktion</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Start des neuen Industriekomplexes des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">französischen</a> Technologiekonzerns Safran in Nouaceur vollzieht Marokko einen strategischen Schritt in der Entwicklung seiner Luftfahrtindustrie. Die Anlage, die im Beisein von König Mohammed VI. eröffnet wurde, positioniert das Land erstmals in der Montage, Wartung und Prüfung von Flugtriebwerken der LEAP-Serie und verankert Marokko in der globalen Wertschöpfungskette der Motorenproduktion.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einstieg-in-die-triebwerksfertigung"><span id="einstieg-in-die-triebwerksfertigung">Einstieg in die Triebwerksfertigung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Komplex, angesiedelt in der Industrieplattform Midparc bei Casablanca, umfasst zwei eigenständige Einheiten: eine Fabrik für Montage und Test der LEAP-1A-Triebwerke sowie ein Zentrum für deren Wartung, Reparatur und Überholung. Safran plant laut Unternehmensangaben eine Jahreskapazität von bis zu 350 montierten Triebwerken und die Instandhaltung von rund 150 Einheiten. Bis 2030 sollen 900 direkte Arbeitsplätze entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Investitionen gliedern sich in zwei Teilprojekte: 2,1 Milliarden Dirham für den Aufbau der Montage- und Testeinheit und 1,3 Milliarden Dirham für die Einrichtung des Wartungsstandorts. Beide Projekte bilden zusammen den zweiten globalen Produktionsstandort für das Triebwerk LEAP-1A außerhalb Frankreichs.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-safran-verstarkt-industrielle-prasenz"><span id="safran-verstaerkt-industrielle-praesenz">Safran verstärkt industrielle Präsenz</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie&nbsp;<em>L&#8217;Opinion</em>&nbsp;berichtet, wurden während der Zeremonie drei Vereinbarungen unterzeichnet: eine Rahmenvereinbarung zwischen dem marokkanischen Staat und Safran zur Einrichtung des Werks, ein Memorandum zum Bezug erneuerbarer Energien für Safran-Standorte im Land sowie die formelle Integration des Projekts in die Midparc-Zone. Olivier Andriès, Generaldirektor von Safran, erklärte, dass die Gesamtinvestitionen des Konzerns in Marokko inzwischen mehr als 350 Millionen Euro umfassen und sich auf mehrere Standorte verteilen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSwtpXcAAGQHD-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-20824 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSwtpXcAAGQHD-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSwtpXcAAGQHD-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSwtpXcAAGQHD-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSwtpXcAAGQHD-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSwtpXcAAGQHD-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSwtpXcAAGQHD-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSwtpXcAAGQHD-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSwtpXcAAGQHD-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSwtpXcAAGQHD-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende Ross McInnes betonte die enge Partnerschaft mit Marokko und verwies auf die Formulierung „Wir produzieren mit Marokko, nicht in Marokko“, die die strategische Zusammenarbeit unterstreiche.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-industrie-und-ausbildung-als-standortfaktor"><span id="industrie-und-ausbildung-als-standortfaktor">Industrie und Ausbildung als Standortfaktor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko zählt derzeit rund 150 Unternehmen der Luftfahrtindustrie mit einem Jahresumsatz von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro und etwa 26.000 Beschäftigten. Ein zentrales Element der Entwicklung ist die Ausbildung. Am Institut des Métiers de l’Aéronautique (IMA) in Nouaceur werden Fachkräfte für neue technologische Standards qualifiziert. Der Monarch posierte bei der Zeremonie mit Absolventen des Instituts, die künftig im neuen Komplex eingesetzt werden sollen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-bedeutung-des-leap-triebwerks"><span id="bedeutung-des-leap-triebwerks">Bedeutung des LEAP-Triebwerks</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das LEAP-Triebwerk gilt als eines der modernsten Turbofan-Systeme für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge wie den Airbus A320 Neo. Entwickelt von CFM International, einer Partnerschaft zwischen Safran und General Electric, zeichnet es sich durch den Einsatz leichter Verbundwerkstoffe und keramischer Bauteile aus und steht für eine neue Generation effizienter Antriebstechnologien.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSx1jWsAADk94-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-20825 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSx1jWsAADk94-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSx1jWsAADk94-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSx1jWsAADk94-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSx1jWsAADk94-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSx1jWsAADk94-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSx1jWsAADk94-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSx1jWsAADk94-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSx1jWsAADk94-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSx1jWsAADk94-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Safran-Komplex wird Marokko zu einem der wenigen Länder, die über eine vollständige industrielle Kompetenzkette im Bereich Flugtriebwerksmontage und -wartung verfügen. Laut <em><a href="https://www.yabiladi.com/articles/details/178751/safran-nouveau-moteur-dans-l-ascension.html">Yabiladi</a></em> und <em><a href="https://www.moroccoworldnews.com/2025/10/263406/king-mohammed-vi-inaugurates-safran-aircraft-engine-project-in-nouaceur/">Morocco World News</a></em> wird das Projekt voraussichtlich neue Zulieferer in das nationale Ökosystem integrieren und die Position des Landes als Luftfahrtdrehscheibe Afrikas weiter stärken.</p>
</div></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/safran-komplex-marokko-etabliert-sich-als-standort-fuer-flugtriebwerksproduktion/">Safran-Komplex: Marokko etabliert sich als Standort für Flugtriebwerksproduktion</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Sondergesandter Huang Xia sieht Fortschritte, fordert aber sofortige Feuerpause in Ost-DR Kongo</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sondergesandter-huang-xia-sieht-fortschritte-fordert-aber-sofortige-feuerpause-in-ost-dr-kongo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 17:42:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sondergesandte der Vereinten Nationen für die Region der Großen Seen, Huang Xia, hat den Sicherheitsrat über die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sondergesandter-huang-xia-sieht-fortschritte-fordert-aber-sofortige-feuerpause-in-ost-dr-kongo%2F&amp;action_name=UN-Sondergesandter%20Huang%20Xia%20sieht%20Fortschritte%2C%20fordert%20aber%20sofortige%20Feuerpause%20in%20Ost-DR%20Kongo&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sondergesandter-huang-xia-sieht-fortschritte-fordert-aber-sofortige-feuerpause-in-ost-dr-kongo/">UN-Sondergesandter Huang Xia sieht Fortschritte, fordert aber sofortige Feuerpause in Ost-DR Kongo</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Sondergesandte der Vereinten Nationen für die Region der Großen Seen, Huang Xia, hat den Sicherheitsrat über die jüngsten diplomatischen Entwicklungen und die anhaltende Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) informiert. Die Unterrichtung erfolgte aus Lomé, wo der Gesandte am 11. und 12. Oktober am Lomé Peace and Security Forum (LPSF 2025) teilnahm. Bereits im Juni und Juli waren im Rahmen international vermittelter Abkommen relevante Friedensinitiativen gestartet worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-abkommen-und-doha-erklarung-setzen-rahmen-fur-politische-mechanismen"><span id="washington-abkommen-und-doha-erklaerung-setzen-rahmen-fuer-politische-mechanismen">Washington-Abkommen und Doha-Erklärung setzen Rahmen für politische Mechanismen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Huang Xia führte die von den Vereinigten Staaten moderierte Unterzeichnung des Washington-Abkommens am 27. Juni zwischen der DR Kongo und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruanda</a> zur Einrichtung operativer Strukturen. Dazu gehören Pläne zur Neutralisierung der Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR) sowie zur schrittweisen Aufhebung ruandischer Verteidigungsmaßnahmen ab dem 1. Oktober. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/katar/">Katar</a> vermittelte parallel eine Erklärung von Grundsätzen am 19. Juli sowie ein Abkommen über einen Gefangenenaustausch Anfang September.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-vermittlungsstrukturen-werden-zusammengefuhrt"><span id="afrikanische-vermittlungsstrukturen-werden-zusammengefuehrt">Afrikanische Vermittlungsstrukturen werden zusammengeführt</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sondergesandte begrüßte die Zusammenführung der Nairobi- und Luanda-Prozesse unter der Führung des <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/">togolesischen</a> Präsidenten Faure Gnassingbé. Ein gemeinsames technisches Sekretariat wird nach Angaben des Sondergesandten in Addis Abeba unter der Ägide der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">AU</a>-Kommission eingerichtet. Unterstützt wird der Prozess durch einen Kreis ehemaliger Staatsoberhäupter.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Huang Xia, the UN Special Envoy for the Great Lakes region, briefed the Security Council today. Mr. Xia welcomed recent diplomatic progress in the Great Lakes and called for an immediate, unconditional ceasefire in eastern <a href="https://twitter.com/hashtag/DRC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DRC</a>. <a href="https://twitter.com/hashtag/GreatLakesRegion?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#GreatLakesRegion</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/PeaceInDRC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#PeaceInDRC</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/UNPeace?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UNPeace</a> <a href="https://t.co/yMew4Y0mXp">pic.twitter.com/yMew4Y0mXp</a></p>&mdash; UN Great Lakes (@un_greatlakes) <a href="https://twitter.com/un_greatlakes/status/1977772196060860590?ref_src=twsrc%5Etfw">October 13, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-waffenstillstand-bleibt-bruchig"><span id="waffenstillstand-bleibt-bruechig">Waffenstillstand bleibt brüchig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz diplomatischer Fortschritte stellte Huang Xia fest, dass der vereinbarte Waffenstillstand nicht eingehalten wird. Nach einer kurzen Phase relativer Ruhe seien Kampfhandlungen wieder aufgenommen worden. Die Sonderbeauftragte und Leiterin der UN-Mission <a href="https://fokus-afrika.de/tag/monusco/">MONUSCO</a>, Bintou Keïta, hatte zuvor vor einer Ausweitung der Frontlinie in Richtung Süd-Kivu gewarnt. Der Sondergesandte sprach von gravierenden Folgen für die Zivilbevölkerung, eingeschränktem humanitären Zugang und anhaltenden Vertreibungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121979-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-20820 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121979-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121979-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121979-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121979-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121979-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121979-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121979.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Laut Angaben des <em>UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA)</em> wurden seit Jahresbeginn über 1,6 Millionen Menschen neu vertrieben, mehr als zwei Drittel davon infolge direkter Kampfhandlungen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-huang-xia-definiert-vier-prioritaten-fur-die-sicherheitsratsagenda"><span id="huang-xia-definiert-vier-prioritaeten-fuer-die-sicherheitsratsagenda">Huang Xia definiert vier Prioritäten für die Sicherheitsratsagenda</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Ansprache formulierte Huang Xia vier vorrangige Handlungsfelder für die internationale Gemeinschaft:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sofortige und bedingungslose Waffenruhe</strong> unter Verweis auf bestehende Resolutionen und Abkommen.</li>



<li><strong>Technische und politische Unterstützung</strong> bei der Umsetzung der Vereinbarungen von Washington und Doha unter Koordination von UN-Systemakteuren wie MONUSCO, UNOAU, UNOCA und dem Büro des Sondergesandten.</li>



<li><strong>Stärkung afrikanisch geführter Vermittlungsinitiativen</strong> unter Einbindung regionaler Akteure, darunter die Präsidenten João Lourenço und Faure Gnassingbé.</li>



<li><strong>Bearbeitung struktureller Konfliktursachen</strong> unter Rückgriff auf das Rahmenabkommen von Addis Abeba von 2013 als Referenzdokument für Reform- und Versöhnungsprozesse.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> verwies im Sicherheitsrat auf die Resolution 2773 (2025), die die territoriale Souveränität der DR Kongo bekräftigt und einen sofortigen Abzug ruandischer Kräfte sowie die Beendigung der Unterstützung für die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/m23/">M23</a> fordert.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-lage-bleibt-laut-un-alarmierend"><span id="humanitaere-lage-bleibt-laut-un-alarmierend">Humanitäre Lage bleibt laut UN alarmierend</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sondergesandte bezeichnete die humanitäre Situation als „katastrophal“ und betonte, dass die Einhaltung einer Feuerpause Voraussetzung für jede weitere Deeskalation sei. Ohne Umsetzung der bestehenden Vereinbarungen drohe eine weitere regionale Destabilisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Huang Xia sicherte dem Sicherheitsrat die Bereitschaft seines Büros zu, alle Akteure weiterhin bei der Förderung von Stabilität, Kooperation und Frieden in der Region der Großen Seen zu begleiten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Putsch in Madagaskar: Präsident Rajoelina flieht per französischem Militärflugzeug</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/putsch-in-madagaskar-praesident-rajoelina-flieht-per-franzoesischem-militaerflugzeug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 16:47:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=20781</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Madagaskar hat ein Militärputsch die politische Lage eskaliert. Präsident Andry Rajoelina hat das Land verlassen, unterstützt durch&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fputsch-in-madagaskar-praesident-rajoelina-flieht-per-franzoesischem-militaerflugzeug%2F&amp;action_name=Putsch%20in%20Madagaskar%3A%20Pr%C3%A4sident%20Rajoelina%20flieht%20per%20franz%C3%B6sischem%20Milit%C3%A4rflugzeug&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/putsch-in-madagaskar-praesident-rajoelina-flieht-per-franzoesischem-militaerflugzeug/">Putsch in Madagaskar: Präsident Rajoelina flieht per französischem Militärflugzeug</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Madagaskar hat ein Militärputsch die <a href="https://fokus-afrika.de/armeeeinheit-schliesst-sich-den-genz-protesten-in-madagaskar-an/">politische Lage</a> eskaliert. Präsident Andry Rajoelina hat das Land verlassen, unterstützt durch ein französisches Militärflugzeug. Die Ereignisse markieren einen Wendepunkt in den anhaltenden Protesten und unterstreichen die Rolle <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreichs</a> in afrikanischen Krisen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausloser-der-gen-z-proteste-in-madagaskar"><span id="ausloeser-der-gen-z-proteste-in-madagaskar">Auslöser der Gen-Z-Proteste in Madagaskar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unruhen in Madagaskar begannen am 25. September 2025 in der Hauptstadt Antananarivo. Jugendliche Demonstranten, organisiert unter dem Label Gen Z Madagascar, protestierten zunächst gegen anhaltende Strom- und Wassermangel. Diese Engpässe, die auf systemische Probleme in der Infrastruktur zurückgehen, haben sich zu breiteren Forderungen nach politischen Reformen ausgewachsen. Die Protestierenden verlangen den Rücktritt von Präsident Rajoelina, des Parlamentspräsidenten und des Präsidenten des Verfassungsgerichts. Wie die Vereinten Nationen berichten, sind in den ersten Tagen der Demonstrationen mindestens 22 Personen getötet worden, darunter durch Einsätze der Sicherheitskräfte. Rajoelina hat diese Zahl angezweifelt und von 12 Toten gesprochen, die er als Plünderer und Vandalen bezeichnet hat.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="und" dir="ltr">Burkina Faso 🇧🇫 ✅<br>Mali 🇲🇱 ✅ <br>Niger 🇳🇪 ✅ <br>Madagascar 🇲🇬 ✅ <br>Togo 🇹🇬⏳<br>Cameroun 🇨🇲⏳ <br>Côte d’Ivoire 🇨🇮 ⏳ <a href="https://t.co/mPxjtoZV0T">pic.twitter.com/mPxjtoZV0T</a></p>&mdash; Interesting Facts (@Interesting228) <a href="https://twitter.com/Interesting228/status/1977071795841970475?ref_src=twsrc%5Etfw">October 11, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewegung ist inspiriert von ähnlichen Gen-Z-Protesten in Kenia und Nepal. Sie hat sich über soziale Medien organisiert und am 2. Oktober einen Lenkungsausschuss gebildet. Die Forderungen umfassen ein Ende der Korruption, eine Auflösung des Senats und der Wahlkommission sowie Entschuldigungen für Gewalt gegen Demonstranten. Am 29. September löste Rajoelina seine Regierung auf und ernannte General Ruphin Fortunat Zafisambo interimsmäßig zum Premierminister, um die Krise zu entschärfen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-militarputsch-und-die-rolle-der-eliteeinheit-capsat"><span id="der-militaerputsch-und-die-rolle-der-eliteeinheit-capsat">Der Militärputsch und die Rolle der Eliteeinheit CAPSAT</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="775" height="900" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3CTgEIWgAA2Nrn.jpeg" alt="" class="wp-image-20783 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3CTgEIWgAA2Nrn.jpeg 775w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3CTgEIWgAA2Nrn-258x300.jpeg 258w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3CTgEIWgAA2Nrn-768x892.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3CTgEIWgAA2Nrn-380x441.jpeg 380w" sizes="(max-width: 775px) 100vw, 775px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am 11. Oktober 2025 mündeten die Proteste in einen Militärputsch. Soldaten der Eliteeinheit CAPSAT, die Rajoelina bereits 2009 bei seinem eigenen Putsch unterstützt hatte, schlossen sich den Demonstranten an. In einer Videobotschaft riefen CAPSAT-Offiziere andere Einheiten auf, Befehle zu verweigern und die Protestierenden zu unterstützen. CAPSAT-Kommandeur Lylison René de Rolland erklärte, die Armee übernehme die Kontrolle über militärische Einrichtungen und setze die Verfassung außer Kraft.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Rajoelina bezeichnete die Aktion als &#8220;versuchten illegalen Machtübernahme&#8221;. Am 12. Oktober stürmten Soldaten den symbolischen Platz des 13. Mai in Antananarivo, wo sie von der Menge bejubelt wurden. Konflikte zwischen CAPSAT und Gendarmerie-Einheiten führten zu Schusswechseln; ein CAPSAT-Soldat wurde getötet.&nbsp;Die Armee kontrolliert nun Schlüsselpositionen, und Oppositionelle im Parlament haben ein Amtsenthebungsverfahren gegen Rajoelina eingeleitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-flucht-rajoelinas-und-der-deal-mit-frankreich"><span id="die-flucht-rajoelinas-und-der-deal-mit-frankreich"><strong>Die Flucht Rajoelinas und der Deal mit Frankreich</strong></span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Oktober 2025 verließ Präsident Rajoelina Madagaskar an Bord eines französischen Militärflugzeugs vom Typ Casa. Laut Berichten der französischen Rundfunkanstalt <em><a href="https://www.rfi.fr/fr/afrique/20251013-crise-à-madagascar-le-président-andry-rajoelina-a-été-exfiltré-par-un-avion-militaire-français-info-rfi">RFI</a></em> landete das Flugzeug auf der Insel Sainte-Marie, wo Rajoelina per Hubschrauber an Bord gebracht wurde. Die Evakuierung erfolgte auf Basis einer Vereinbarung mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Kurz vor der Flucht wurden französische Gefangene auf Anordnung des Präsidenten Rajoelina begnadigt. Rajoelina, der die französische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde zunächst auf die französische Insel La Réunion gebracht; sein weiterer Verbleib ist unbekannt. </p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Le président de <a href="https://twitter.com/hashtag/Madagascar?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Madagascar</a> Andry Rajoelina exfiltré par un avion de l’armée française ?<br><br>Alors qu’Andry Rajoelina est en passe d’être renversé par un soulèvement populaire et par l’armée, j’ai pu confirmer les faits suivants :<br>&#8211; un avion militaire français (CASA CN-235… <a href="https://t.co/RPZHFIJIu8">pic.twitter.com/RPZHFIJIu8</a></p>&mdash; THOMAS DIETRICH (@thomasdietrich0) <a href="https://twitter.com/thomasdietrich0/status/1977505474217156898?ref_src=twsrc%5Etfw">October 12, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich, als ehemalige Kolonialmacht Madagaskars, hat enge wirtschaftliche Bindungen zum Land, einschließlich Investitionen in Ressourcen wie Öl und Uran durch Unternehmen wie Total und Orano. Die französische Botschaft in Antananarivo dementierte eine militärische Intervention zur Unterstützung Rajoelinas.&nbsp;Dennoch wirft die Evakuierung Fragen zur Rolle Frankreichs in afrikanischen Konflikten auf, insbesondere im Kontext abnehmenden Einflusses in der Sahel-Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-und-wirtschaftliche-kontexte-in-madagaskar"><span id="politische-und-wirtschaftliche-kontexte-in-madagaskar">Politische und wirtschaftliche Kontexte in Madagaskar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Madagaskar, mit rund 30 Millionen Einwohnern eines der ärmsten Länder der Welt, leidet unter chronischer Armut: Laut der Weltbank leben 75 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut. Der Internationale Währungsfonds weist auf begrenzten Zugang zu Strom hin, der nur ein Drittel der Bevölkerung erreicht. Rajoelina, der 2009 durch einen Putsch an die Macht kam und 2023 wiedergewählt wurde, steht vor Vorwürfen der Korruption und Misswirtschaft.Die Opposition, vertreten durch Figuren wie Siteny Randrianasoloniaiko, bestätigte Rajoelinas Flucht und fordert Neuwahlen. Der Senat hat den Rajoelina-nahen Präsidenten General Richard Ravalomanana abgesetzt, mit Verweis auf die politische Lage und den Wunsch nach Stabilität. Premierminister Zafisambo betonte die Bereitschaft der Regierung zum Dialog mit Jugend, Gewerkschaften und Militär. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Wollte der ehemaliger Jugendminister Pape Malick Ndour aus Senegal flüchten?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wollte-der-ehemaliger-jugendminister-pape-malick-ndour-aus-senegal-fluechten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Oct 2025 16:30:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der ehemalige senegalesische Jugendminister Pape Malick Ndour hat in einer öffentlichen Erklärung Vorwürfe zurückgewiesen, er habe versucht, sich einer möglichen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwollte-der-ehemaliger-jugendminister-pape-malick-ndour-aus-senegal-fluechten%2F&amp;action_name=Wollte%20der%20ehemaliger%20Jugendminister%20Pape%20Malick%20Ndour%20aus%20Senegal%20fl%C3%BCchten%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der ehemalige <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">senegalesische</a> Jugendminister <strong>Pape Malick Ndour</strong> hat in einer öffentlichen Erklärung Vorwürfe zurückgewiesen, er habe versucht, sich einer möglichen Untersuchung durch Flucht ins Ausland zu entziehen. Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend am <strong>Flughafen Blaise Diagne (AIBD)</strong>, wo Ndour zu einem offiziellen Aufenthalt nach Paris reisen wollte.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ndour-spricht-von-volliger-transparenz"><span id="ndour-spricht-von-voelliger-transparenz">Ndour spricht von „völliger Transparenz“</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Mitteilung betonte Ndour, er habe seinen geplanten Flug nach Paris ordnungsgemäß vorbereitet und seine Vorgesetzten informiert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Als Staatsbediensteter hatte ich meine Dienststelle ordnungsgemäß informiert und eine Abwesenheitsgenehmigung eingeholt“, erklärte er. „Alle Formalitäten wurden in voller Transparenz und im Einklang mit den geltenden Vorschriften durchgeführt.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Minister erklärte weiter, seine Reise sei im Rahmen einer&nbsp;<strong>offiziellen Mission</strong>&nbsp;erfolgt. „Ich selbst habe darauf geachtet, dass alle zuständigen Behörden vorab über die Reise informiert waren, da sie im Auftrag meines Ressorts erfolgen sollte“, so Ndour.</p>



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<h3 class="wp-block-heading" id="h-zwischenfall-am-flughafen"><span id="zwischenfall-am-flughafen">Zwischenfall am Flughafen</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="874" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Pape-Malick-Ndour.png" alt="" class="wp-image-20617 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Pape-Malick-Ndour.png 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Pape-Malick-Ndour-300x273.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Pape-Malick-Ndour-768x699.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Pape-Malick-Ndour-380x346.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Pape-Malick-Ndour-800x728.png 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Laut <em>Dakaractu.com</em> wurde Ndour am Samstagabend am AIBD von einem Beamten aufgefordert, den <strong>Sonderkommissariatsposten des Flughafens</strong> aufzusuchen. Nach einer Überprüfung, die keine Unregelmäßigkeiten ergab, übergab die Polizei den Fall an die <strong>Rechercheabteilung der Gendarmerie (Section de Recherches)</strong> in Colobane. Dort wurde Ndour kurzzeitig befragt und für <strong>Montag zu einer offiziellen Anhörung</strong> vorgeladen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Bericht zufolge sei die Vorladung ursprünglich nicht vorgesehen gewesen, sondern sei aufgrund der öffentlichen Aufmerksamkeit und der Diskussionen in den sozialen Netzwerken vorgezogen worden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-politischer-hintergrund-und-reaktionen"><span id="politischer-hintergrund-und-reaktionen">Politischer Hintergrund und Reaktionen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall steht laut Medienberichten möglicherweise im Zusammenhang mit der&nbsp;<strong>Affäre Pape Abdoulaye Touré</strong>, in der Ermittlungen wegen mutmaßlicher Polizeigewalt laufen. In diesem Kontext war auch der Name des ehemaligen Innenministers&nbsp;<strong>Antoine Diome</strong>&nbsp;gefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ndour bezeichnete sein Vorgehen als rechtskonform und sprach von einer „<strong>politisch motivierten Kampagne der Einschüchterung</strong>“.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Es handelt sich um einen Versuch der Demütigung, getragen von politischer Manipulation“, sagte er. „Ich bleibe jedoch zuversichtlich und werde meine Position vor der Justiz verteidigen.“</p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-pape-malick-ndour-kundigt-pressegesprach-an"><span id="pape-malick-ndour-kuendigt-pressegespraech-an"><strong>Pape Malick Ndour</strong> kündigt Pressegespräch an</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag kündigte Ndour eine&nbsp;<strong>Pressekonferenz</strong>&nbsp;an, um die Ereignisse am Flughafen und die seiner Meinung nach „laufende Desinformationskampagne“ im Detail zu erläutern.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Ich werde heute Abend alle Fakten und Hintergründe dieses Vorfalls klarstellen“, erklärte der ehemalige Minister.</p>
</blockquote>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Sicherheitsrat diskutiert Afrikas Konflikte – UN und Afrikanische Union wollen Partnerschaft vertiefen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-afrikas-konflikte-un-und-afrikanische-union-wollen-partnerschaft-vertiefen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Oct 2025 10:19:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Dienstag über die sicherheitspolitische Lage in Afrika beraten. Im Mittelpunkt stand&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-diskutiert-afrikas-konflikte-un-und-afrikanische-union-wollen-partnerschaft-vertiefen%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20diskutiert%20Afrikas%20Konflikte%20%E2%80%93%20UN%20und%20Afrikanische%20Union%20wollen%20Partnerschaft%20vertiefen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-afrikas-konflikte-un-und-afrikanische-union-wollen-partnerschaft-vertiefen/">UN-Sicherheitsrat diskutiert Afrikas Konflikte – UN und Afrikanische Union wollen Partnerschaft vertiefen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Dienstag über die sicherheitspolitische Lage in Afrika beraten. Im Mittelpunkt stand die&nbsp;<strong>strategische Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (AU)</strong>. Der Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für die Afrikanische Union,&nbsp;<strong>Parfait Onanga-Anyanga</strong>, warnte vor „<strong>komplexen und miteinander verflochtenen Bedrohungen</strong>“, die in vielen Regionen des Kontinents zu anhaltenden Konflikten führen. Zugleich betonte er das wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenzial Afrikas als „<strong>Kontinent der Jugend, Innovation und Chancen</strong>“.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-afrika-ist-ein-kontinent-des-potenzials"><span id="afrika-ist-ein-kontinent-des-potenzials">„Afrika ist ein Kontinent des Potenzials“</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Bericht des Generalsekretärs, den Onanga-Anyanga vorstellte, habe es im vergangenen Jahr in mehreren afrikanischen Staaten – darunter <strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/botsuana/">Botswana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mauritius/">Mauritius</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/malawi/">Malawi</a></strong> – freie und friedliche Wahlen gegeben. Positiv hervorgehoben wurden auch Fortschritte bei der Beteiligung von <strong>Frauen und Jugendlichen</strong> sowie bei der Effizienz nationaler Wahlbehörden. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121603-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-20605 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121603-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121603-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121603-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121603-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121603-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121603-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121603.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Onanga-Anyanga betonte in der Vorstellung des jüngsten Berichts des Generalsekretärs, dass Afrika „ein Kontinent unglaublicher Chancen“ sei, geprägt von einer jungen, dynamischen und innovationsfreudigen Bevölkerung. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Entwicklungen bleibe die Lage in Teilen des Kontinents angespannt. Anhaltende <strong>Konflikte im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a>, in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahelzone</a> und in der Region der Großen Seen</strong> würden durch <strong>schwache staatliche Strukturen, extremistische Gewalt, den Klimawandel</strong> und <strong>Menschenrechtsverletzungen</strong> verschärft. „<strong>Keine militärische Lösung kann die Ursachen dieser Konflikte beseitigen</strong>“, sagte Onanga-Anyanga. Er rief afrikanische Regierungen dazu auf, nationale Mechanismen zur Konfliktprävention zu stärken und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-umsetzung-von-resolution-2719-2023"><span id="umsetzung-von-resolution-2719-2023">Umsetzung von Resolution 2719 (2023)</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Martha Ama Akyaa Pobee</strong>, beigeordnete Generalsekretärin für Afrika in den Abteilungen für Politische und Friedenssicherung, betonte die Bedeutung der&nbsp;<strong>Resolution 2719 (2023)</strong>, die die Grundlage für die Finanzierung und Koordination gemeinsamer UN-AU-Missionen bildet. Sie berichtete von Fortschritten bei der&nbsp;<strong>gemeinsamen Einsatzplanung</strong>&nbsp;und verwies auf neue Verfahren, die eine „<strong>vorhersehbare, kohärente und gemeinsame Entscheidungsfindung</strong>“ ermöglichen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem arbeite die Afrikanische Union an einem&nbsp;<strong>Rechenschafts- und Kontrollrahmen</strong>, um Menschenrechtsstandards in AU-geführten Missionen zu gewährleisten. Eine Überprüfung der Finanzierungsmechanismen laufe derzeit in den zuständigen UN-Gremien.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-losungen-fur-afrikanische-probleme"><span id="afrikanische-loesungen-fuer-afrikanische-probleme">„Afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme“</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121676-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-20606 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121676-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121676-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121676-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121676-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121676-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121676-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121676.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>Ständige Beobachter der Afrikanischen Union bei den Vereinten Nationen</strong>, <strong>Mohamed Fathi Ahmed Edrees</strong>, bekräftigte den Grundsatz der <strong>Komplementarität</strong> zwischen beiden Organisationen. Er forderte, die <strong>„A3 Plus“-Staaten</strong>(die afrikanischen Mitglieder des Sicherheitsrats) stärker in die Ausarbeitung von Resolutionen einzubeziehen, um afrikanische Prioritäten in die Entscheidungen des Rates zu integrieren.</p>
</div></div>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Always a pleasure to reconnect with Mohamed Edrees, Permanent Observer of the <a href="https://twitter.com/hashtag/AU?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#AU</a> to the UN <a href="https://twitter.com/AfricanUnionUN?ref_src=twsrc%5Etfw">@AfricanUnionUN</a>, for a meaningful exchange on the <a href="https://twitter.com/hashtag/AU?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#AU</a>–<a href="https://twitter.com/hashtag/UN?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UN</a> partnership. <a href="https://twitter.com/UNOAU_?ref_src=twsrc%5Etfw">@UNOAU_</a> looks forward to continued collaboration for peace and development across Africa. <a href="https://t.co/g2Bo18y79c">pic.twitter.com/g2Bo18y79c</a></p>&mdash; Parfait Onanga-Anyanga (@parfait_onanga) <a href="https://twitter.com/parfait_onanga/status/1975223821251830093?ref_src=twsrc%5Etfw">October 6, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Delegierte aus <strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a>, Guyana und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalia</a></strong> betonten die Notwendigkeit, afrikanische Führungsrollen in Friedens- und Sicherheitsfragen zu stärken. Die bevorstehenden <strong>jährlichen Konsultationen zwischen dem Sicherheitsrat und dem Friedens- und Sicherheitsrat der AU</strong> sollten nach Ansicht mehrerer Staaten künftig „über das Verfassen gemeinsamer Kommuniqués hinausgehen“ und zu einem festen Referenzrahmen für die politische Abstimmung werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-somalia-im-fokus"><span id="sicherheitsrat-somalia-im-fokus">Sicherheitsrat: Somalia im Fokus</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Debatte war die Lage in <strong>Somalia</strong>, wo die Finanzierung der <strong>African Union Support and Stabilization Mission (AUSSOM)</strong> weiterhin unzureichend ist. Mehrere Delegierte, darunter Vertreter aus <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, dem <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigten Königreich</a> und der Republik Korea</strong>, forderten verlässliche Finanzierungszusagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Vertreter erklärte, die Anwendung der Resolution 2719 (2023) auf AUSSOM hätte eine „<strong>vorhersehbare und nachhaltige Finanzierung</strong>“ ermöglicht. Der britische Delegierte verwies auf eine&nbsp;<strong>Unterstützung in Höhe von 22 Millionen US-Dollar</strong>&nbsp;und die Ausrichtung einer Geberkonferenz. Die&nbsp;<strong>Republik Korea</strong>&nbsp;habe in diesem Jahr&nbsp;<strong>1,6 Millionen US-Dollar</strong>&nbsp;beigetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a></strong> äußerten Unterstützung für die UN-AU-Partnerschaft, lehnten aber eine Anwendung der Resolution auf Somalia ab, falls diese dem „Geist und Wortlaut“ der Vereinbarung widerspreche.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-forderung-nach-afrikanischer-reprasentation-im-sicherheitsrat"><span id="forderung-nach-afrikanischer-repraesentation-im-sicherheitsrat">Forderung nach afrikanischer Repräsentation im Sicherheitsrat</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121601-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-20607 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121601-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121601-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121601-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121601-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121601-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121601-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71121601.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten erneuerten den Ruf nach einer <strong>Reform des Sicherheitsrats</strong> und einer stärkeren afrikanischen Vertretung. Frankreichs Delegierter sprach sich für <strong>zwei ständige Sitze mit Vetorecht für afrikanische Staaten</strong> aus.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter aus <strong>Pakistan</strong>, <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a></strong> und <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a></strong> betonten die Notwendigkeit, afrikanische Eigenverantwortung zu respektieren und historische Ungerechtigkeiten zu überwinden. Moskau und Peking verwiesen auf die koloniale Vergangenheit als Ursache vieler heutiger Konflikte und warnten vor „neokolonialen Einflüssen“ und selektivem Engagement internationaler Akteure.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-eigenverantwortung-und-globale-partnerschaft"><span id="afrikanische-eigenverantwortung-und-globale-partnerschaft">Afrikanische Eigenverantwortung und globale Partnerschaft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen, darunter&nbsp;<strong>Slowenien, Dänemark und Griechenland</strong>, begrüßten Fortschritte in Bereichen wie&nbsp;<strong>guter Regierungsführung, Klimaschutz, Frauenförderung und Jugendbeteiligung</strong>. Die&nbsp;<strong>„Africa Water Vision 2063“</strong>und die&nbsp;<strong>gemeinsame afrikanische Position zu Klima, Frieden und Sicherheit</strong>&nbsp;wurden als zentrale Initiativen hervorgehoben, um Konfliktursachen besser zu bekämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parfait Onanga-Anyanga fasste abschließend zusammen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Afrika bleibt ein Kontinent der Chancen. Doch diese Chancen entfalten sich nur, wenn Frieden, Investitionen und Partnerschaft Hand in Hand gehen.“</p>
</blockquote>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-diskutiert-afrikas-konflikte-un-und-afrikanische-union-wollen-partnerschaft-vertiefen%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20diskutiert%20Afrikas%20Konflikte%20%E2%80%93%20UN%20und%20Afrikanische%20Union%20wollen%20Partnerschaft%20vertiefen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-afrikas-konflikte-un-und-afrikanische-union-wollen-partnerschaft-vertiefen/">UN-Sicherheitsrat diskutiert Afrikas Konflikte – UN und Afrikanische Union wollen Partnerschaft vertiefen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Abderrahmane Ammar: &#8220;Der Maghreb verfügt über erhebliche Potenziale&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/abderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jade Madani]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Oct 2025 18:01:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
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		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Journalist Abderrahmane Ammar im Interview mit FOKUS AFRIKA<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fabderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale%2F&amp;action_name=Abderrahmane%20Ammar%3A%20%26%238220%3BDer%20Maghreb%20verf%C3%BCgt%20%C3%BCber%20erhebliche%20Potenziale%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/abderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale/">Abderrahmane Ammar: &#8220;Der Maghreb verfügt über erhebliche Potenziale&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Maghreb steckt in einer Phase höchster Dynamik: Egal, ob in Algerien, Tunesien oder Marokko – Protestbewegungen, Autoritarismus, Wirtschafts- und soziale Krisen, Fragen der Souveränität und geopolitische Umbrüche prägen die öffentliche Debatte. Für Deutschland und die EU könnte diese Region zunehmend zu einem Schwerpunkt strategischer Interessen werden – sei es in den Bereichen Energie, Migration, Sicherheit oder politische Einflussnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als versierter Beobachter dieser Region, insbesondere Nordafrikas und des Nahen Ostens, bringt Abderrahmane Ammar profunde Einsichten und Erfahrungen ein. Er arbeitet als Journalist u. a. für die <a href="http://dw.com">Deutsche Welle</a> und beschäftigt sich intensiv mit politischen, sozialen und medienbezogenen Fragen der MENA-Region. <a href="https://de.linkedin.com/in/dr-abderrahmane-ammar-14a44615b?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warum-spielt-der-maghreb-noch-keine-top-prioritat-im-auswartigen-amt"><span id="warum-spielt-der-maghreb-noch-keine-top-prioritaet-im-auswaertigen-amt">Warum spielt der Maghreb noch keine Top-Priorität im Auswärtigen Amt?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;Im Maghreb beobachten wir derzeit so viele dynamische Entwicklungen wie seit Jahren nicht mehr. In Berlin scheint dies – insbesondere in den Leitungsebenen der Ministerien – jedoch (noch) keine absolute Priorität zu besitzen. Warum sollte das Auswärtige Amt den Maghreb aus Ihrer Sicht dringend höher gewichten?&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Die Maghreb-Region verfügt über erhebliche Potenziale. Die Region ist ein wichtiger Markt für deutsche Produkte, sie bietet mögliche Energieressourcen – wie sauberen Wasserstoff in Marokko und Algerien – und stellt eine bedeutende Quelle für Gas und Rohstoffe dar, wie etwa marokkanischen Kobalt. Zusätzlich ist die Region zentral für sicherheitspolitische Kooperationen und für gemeinsame Strategien in der Bekämpfung irregulärer Migration. Würde Deutschland diese Region vernachlässigen, würde man sie anderen globalen Akteuren überlassen – etwa den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> oder der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/">Türkei</a>.&#8221;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-tunesien-wohin-fuhrt-prasident-kais-saied-tunesien"><span id="fokus-auf-tunesien-wohin-fuehrt-praesident-kais-saied-tunesien">Fokus auf Tunesien: Wohin führt Präsident Kaïs Saïed Tunesien?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;Präsident Kaïs Saïed hat eine <a href="https://fokus-afrika.de/proteste-gegen-prasident-saied-kurz-vor-den-wahlen/">breite Protestwelle politisch überstanden</a>, ohne die strukturellen Probleme des Landes grundlegend zu lösen. Welche strategischen Schritte haben ihm diese Konsolidierung ermöglicht?&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Obwohl viele Tunesier mit Saïeds Machtkonzentration unzufrieden sind – etwa durch die Entmachtung des Parlaments, den harten Umgang mit der Opposition und die <a href="https://fokus-afrika.de/prasidentschaftskandidat-festgenommen-spannungen-vor-den-wahlen-steigen/">Verhaftung zahlreicher Gegner</a> – fehlen derzeit Bewegungen, die seiner Herrschaft vergleichbar widerstehen wie 2011. Nach dem Sturz von Ben Ali führten die Islamisten, die an die Macht kamen, das Land nicht aus seinen sozialen und wirtschaftlichen Problemen heraus. Heute sind zahlreiche Akteure des alten Regimes zurückgekehrt und fungieren in Saïeds Umfeld. Sicherheitsstrukturen wie Geheimdienste und das Militär haben an Einfluss zurückgewonnen. Er profitiert zudem von der Unterstützung Algeriens, das wenig Interesse an demokratischen Nachbarn hat, und nutzt die instabile Lage in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a>, um die Bevölkerung vor Machtwechseln zu warnen. Auf diese Weise kehrt Tunesien de facto wieder zu autokratischen Strukturen zurück.&#8221;</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Tunisia Court Sentences Citizen to Death for Facebook Posts Criticizing President Kais Saied<br><br>A court in Tunisia has sentenced a citizen to death over Facebook posts critical of President Kais Saied. <a href="https://t.co/WbNuAnvL3p">pic.twitter.com/WbNuAnvL3p</a></p>&mdash; ME24 &#8211; Middle East 24 (@MiddleEast_24) <a href="https://twitter.com/MiddleEast_24/status/1974147792617791876?ref_src=twsrc%5Etfw">October 3, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-abderrahmane-ammar-das-regime-saied-wird-scheitern"><span id="abderrahmane-ammar-das-regime-saied-wird-scheitern">Abderrahmane Ammar: &#8220;Das Regime Saïed wird scheitern&#8221;</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;Einerseits vertieft Tunis die Zusammenarbeit mit der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">EU</a> (unter anderem durch das im Juli 2025 geschlossene Abkommen über 100 Millionen Euro), andererseits wächst die Abhängigkeit zum Nachbarstaat Algerien – Kritiker warnen, dies gefährde die tunesische Souveränität. In welche mittelfristige Lage manövriert sich Tunesien unter Präsident Saïed außen- und innenpolitisch?&#8221;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1019" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-1024x1019.jpg" alt="" class="wp-image-20460 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-1024x1019.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-768x764.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-380x378.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-800x796.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-1160x1155.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66.jpg 1290w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Tunesien steuert auf eine strategische Sackgasse zu. Die wirtschaftliche und soziale Lage bleibt schwerwiegend – die vom Internationalen Währungsfonds geforderten Reformen sind weitgehend ungelöst. Das Regime Saïeds wird früher oder später scheitern. Aber Alternativen erscheinen kaum überzeugend, denn es fehlt eine klare, realistische wirtschaftliche Vision, die breite Unterstützung findet.&#8221;</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-algerien-was-passiert-in-algerien"><span id="fokus-auf-algerien-was-passiert-in-algerien">Fokus auf Algerien: Was passiert in Algerien?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;Die mutmaßliche <a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-ex-geheimdienstchef-abdelkader-haddad-flieht-nach-spanien/">Flucht des algerischen Geheimdienstchefs nach Spanien sorgt für Schlagzeilen.</a> Was lässt dieses Ereignis über die innere Verfasstheit des Staates und die Balance zwischen Präsidialmacht, Militär und Diensten erkennen?&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Dass ein hoher Geheimdienstoffizier im Exil Schutz sucht – im Boot wie ein irregulärer Migrant –, ist ein Symbol für tiefe Risse innerhalb der Sicherheitsstrukturen. Seit dem Ende der Bouteflika-Ära bestehen Flügelkämpfe zwischen Militär und Geheimdiensten, es gibt zahlreiche Fälle von inneren Abrechnungen. Berichte nennen Verantwortliche, die im Gefängnis sitzen oder ausgeschaltet wurden. Solche Fluchten sind also keine Einzelfälle, sondern Hinweise auf Schwächen und Konflikte in der Machtarchitektur. Sollte der Geflüchtete im Exil zum Regimegegner werden und geheimdienstliche Informationen veröffentlichen, könnte das die Herrschaft empfindlich erschüttern.&#8221;</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-trotz-sitz-im-un-sicherheitsrat-warum-bleibt-algerien-diplomatisch-so-isoliert"><span id="trotz-sitz-im-un-sicherheitsrat-warum-bleibt-algerien-diplomatisch-so-isoliert">Trotz Sitz im UN-Sicherheitsrat: Warum bleibt Algerien diplomatisch so isoliert?</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-20466 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: Trotz des Sitzes im Sicherheitsrat wirkt Algerien außenpolitisch isoliert: tiefe <a href="https://fokus-afrika.de/macron-fordert-die-sofortige-freilassung-von-boualem-sansal-algerien-reagiert-empoert/">Spannungen mit Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/diplomatische-spannungen-unterstuetzt-algerien-terrorgruppen-im-mali/">Vorwürfe der Unterstützung bewaffneter Gruppen</a> in der Sahel-Region, die <a href="https://fokus-afrika.de/hintergrund-algerien-gibt-brics-beitrittsgesuch-auf/">ausgebliebene BRICS-Aufnahme</a> und anhaltende Blockaden im <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/">Westsahara-Dossier</a>. Warum gelingt es der algerischen Diplomatie nicht, aus der Ratsmitgliedschaft politisches Kapital zu schlagen?</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;In Algerien herrscht das Militär, nicht die zivile Regierung. Innere Konflikte werden oft inszeniert, um die Bedeutung der Armee nach innen zu stärken – ein politisches Muster seit der Unabhängigkeit. Obwohl Algerien wirtschaftliche Partnerschaften mit Russland, China, europäischen Staaten und den USA pflegt, gilt seine Innenpolitik als sprunghaft und unberechenbar. Abgesehen von Tunesien hat Algerien Spannungen mit nahezu allen Nachbarstaaten. In der Westsahara-Frage hat Marokko große diplomatische Schritte gemacht: viele Staaten anerkennen bereits die marokkanische Souveränität und unterstützen den Autonomieplan, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-vereinigtes-koenigreich-bekraeftigen-unterstuetzung-fuer-marokkanischen-autonomieplan/">einige ständige Mitglieder des Sicherheitsrats</a>. Algerien beharrt darauf, keine Konfliktpartei zu sein, weigert sich aber, die <a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechtsverletzungen-in-den-tindouf-lagern-bei-un-sitzung-in-genf-angeprangert/">Flüchtlinge in Tindouf</a> zu registrieren, und unterstützt die Polisario finanziell und militärisch – wodurch seine Neutralität schwer glaubhaft wird.&#8221;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-marokko-gibt-es-ein-marokko-der-zwei-geschwindigkeiten"><span id="fokus-auf-marokko-gibt-es-ein-marokko-der-zwei-geschwindigkeiten">FOKUS auf Marokko: Gibt es ein Marokko der &#8220;zwei Geschwindigkeiten&#8221;?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;In Marokko formiert sich die online getragene Jugendbewegung „GenZ212“, die kritisiert, Investitionen – insbesondere im Zusammenhang mit der WM 2030 – und makroökonomisches Wachstum kämen bei jungen Menschen nicht an. Was kennzeichnet diese Bewegung, ihre Forderungen und ihre Organisationsform?&#8221;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="731" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-731x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20467 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-731x1024.jpg 731w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-214x300.jpg 214w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-768x1076.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-1097x1536.jpg 1097w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-380x532.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-800x1121.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-1160x1625.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250.jpg 1462w" sizes="(max-width: 731px) 100vw, 731px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Bereits beim Arabischen Frühling 2011 engagierten sich viele junge Marokkaner – was den König dazu brachte, Verfassungsreformen anzustoßen: stärkere Kompetenzen für den Regierungchef, Anerkennung der Amazigh-Identität und der jüdischen Minderheit. Heute greift die Jugendbewegung Generation Z jene Themen wieder auf: bessere Leistungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich, mehr Arbeitsplätze und Teilhabe. Dabei haben die Demonstranten einen starken Verbündeten: Der König kritisiert diese Defizite und warnt vor einem Marokko der „zwei Geschwindigkeiten“ – Fortschritt hier, Krise in Gesundheit und Bildung dort. Die Bewegung selbst ist parteiungebunden, wenngleich Oppositionsparteien – einschließlich islamistischer Gruppen – versuchen, sie politisch zu instrumentalisieren. Eine friedliche Protestkultur und die organisatorische Flexibilität im digitalen Raum gelten vielen als bedeutsam für die demokratische Entwicklung des Landes.&#8221;</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-konnten-die-proteste-weitere-aussenpolitische-ambitionen-gefahrden"><span id="koennten-die-proteste-weitere-aussenpolitische-ambitionen-gefaehrden">Könnten die Proteste weitere außenpolitische Ambitionen gefährden?</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;Könnten die aktuellen gesellschaftlichen Spannungen in Marokko außenpolitische Konsequenzen entfalten? Das Königreich ist diplomatisch stark positioniert; mit Blick auf eine mögliche Reform des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/">UN-Sicherheitsrats</a> wird mitunter über einen ständigen afrikanischen Sitz für Marokko spekuliert. Wie realistisch sind solche Überlegungen – und wovon hinge ihre Tragfähigkeit ab?&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Marokko konnte 2011 politische Spannungen durch Dialog und moderate Reformen bewältigen, ohne die Monarchie infrage zu stellen – im Unterschied zu republikanischen Systemen wie Tunesien oder Ägypten. Die Tatsache, dass friedliche Proteste nicht repressiv niedergeschlagen wurden und dass Diskurs möglich war, spricht für eine gewisse Stabilität. Im Hinblick auf den UN-Sicherheitsrat konkurrieren derzeit Marokko und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a> um einen möglichen ständigen Sitz für Afrika. In Bezug auf internationale Unterstützung – sowohl in Afrika als auch bei westlichen Partnern – hätte Marokko gute Chancen, vorausgesetzt, es gelingt ihm, politische, wirtschaftliche und institutionelle Glaubwürdigkeit zu demonstrieren.&#8221;</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fabderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale%2F&amp;action_name=Abderrahmane%20Ammar%3A%20%26%238220%3BDer%20Maghreb%20verf%C3%BCgt%20%C3%BCber%20erhebliche%20Potenziale%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/abderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale/">Abderrahmane Ammar: &#8220;Der Maghreb verfügt über erhebliche Potenziale&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Algeriens Ex-Geheimdienstchef Abdelkader Haddad flieht nach Spanien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algeriens-ex-geheimdienstchef-abdelkader-haddad-flieht-nach-spanien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2025 15:50:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Algerien sorgt der Fall des ehemaligen Chefs des Inlandsgeheimdienstes, Abdelkader Haddad – besser bekannt unter seinem Decknamen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgeriens-ex-geheimdienstchef-abdelkader-haddad-flieht-nach-spanien%2F&amp;action_name=Algeriens%20Ex-Geheimdienstchef%20Abdelkader%20Haddad%20flieht%20nach%20Spanien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-ex-geheimdienstchef-abdelkader-haddad-flieht-nach-spanien/">Algeriens Ex-Geheimdienstchef Abdelkader Haddad flieht nach Spanien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Algerien sorgt der Fall des ehemaligen Chefs des Inlandsgeheimdienstes, Abdelkader Haddad – besser bekannt unter seinem Decknamen Nacer El Djinn – für Aufsehen. Nach offiziellen Angaben war der hochrangige Funktionär seit dem 19. September 2025 verschwunden. Nun berichten spanische Medien, er habe die Überfahrt über das Mittelmeer in einem Boot von Migranten gewagt und sei in der Hafenstadt Alicante angekommen. Die spanische <em>El Confidencial</em> bestätigte, dass Haddad sich unter den Passagieren einer improvisierten Überfahrt befand.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-flucht-uber-das-mittelmeer-mit-dem-boot"><span id="flucht-ueber-das-mittelmeer-mit-dem-boot">Flucht über das Mittelmeer &#8211; mit dem Boot</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Haddad galt lange Zeit als Schlüsselfigur innerhalb des algerischen Sicherheitsapparates. Bis Mai 2025 leitete er den Inlandsgeheimdienst, der in Algerien maßgeblich für die politische Überwachung zuständig war. Dass er wenige Monate nach seiner Entlassung das Land unter denselben Bedingungen verlassen musste, wie viele junge Algerier auf der Suche nach Perspektiven, gilt als außergewöhnlicher Vorgang. Laut <em>El Confidencial</em> traf er in <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/">Spanien</a> unter dem Status eines „Harrag“ ein, der ein Begriff in der Region für irreguläre Migranten verwendet wird.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de"><p lang="fr" dir="ltr">D&#39;autres journaux espagnols donnent ce vendredi l&#39;information, 24h. après <a href="https://twitter.com/elconfidencial?ref_src=twsrc%5Etfw">@elconfidencial</a>, de la fuite en <a href="https://twitter.com/hashtag/Espagne?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Espagne</a> du général Abdelkader Haddad, surnommé El Djinn (Le Diable), patron de la surêté intérieure (DGSI) d&#39;<a href="https://twitter.com/hashtag/Alg%C3%A9rie?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Algérie</a>. Il était assigné à résidence à Alger et allait être…</p>&mdash; Ignacio Cembrero (@icembrero) <a href="https://twitter.com/icembrero/status/1971475368822317417?ref_src=twsrc%5Etfw">26. September 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umstände seiner Flucht werfen ein Schlaglicht auf die Schwächen des algerischen Sicherheitsapparates. In den Tagen nach seinem Verschwinden hatte die Regierung landesweite Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, darunter Straßensperren, Hubschraubereinsätze und umfangreiche Personenkontrollen. Trotz dieser Maßnahmen gelang es Haddad, die Grenze unbemerkt zu überschreiten und nach Europa zu gelangen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-machtkampfe-im-algerischen-system"><span id="machtkaempfe-im-algerischen-system">Machtkämpfe im algerischen System</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flucht des ehemaligen Geheimdienstchefs ist nicht nur ein persönlicher Vorgang, sondern auch Ausdruck einer politischen Krise. Beobachter weisen auf tiefe Spaltungen innerhalb der algerischen Machtstrukturen hin. Rivalitäten zwischen Militärs, politischen Fraktionen und Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen Jahren mehrfach zu internen Säuberungen geführt. Haddad war Teil dieses Systems und verfügte über detaillierte Kenntnisse sensibler Vorgänge, insbesondere im Bereich der Korruptionsbekämpfung sowie der geheimdienstlichen Operationen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="561" height="303" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/77758041-56489242-1.avif" alt="" class="wp-image-20379 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/77758041-56489242-1.avif 561w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/77758041-56489242-1-300x162.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/77758041-56489242-1-380x205.avif 380w" sizes="(max-width: 561px) 100vw, 561px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Tatsache, dass er nun in Spanien Zuflucht sucht, könnte für die algerische Führung schwerwiegende Folgen haben. Nach Einschätzung von <em>El Confidencial</em> besitzt Haddad umfangreiche Informationen über die finanziellen Netzwerke und mutmaßliche Korruptionsfälle innerhalb der algerischen Elite. Dieses Wissen könnte im Ausland politischen Druck erzeugen und die Regierung in Algier zusätzlich belasten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abdelkader-haddad-flucht-ein-symbol-fur-den-zustand-algeriens"><span id="abdelkader-haddad-flucht-ein-symbol-fuer-den-zustand-algeriens">Abdelkader Haddad Flucht ein Symbol für den Zustand Algeriens</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall wird in Algerien als Sinnbild eines tiefergehenden Zerfalls gedeutet. Während die politische Führung den Anspruch erhebt, Stabilität zu sichern, wird durch die Flucht eines ehemaligen Spitzenbeamten das Bild eines Staates vermittelt, der selbst in den höchsten Rängen keine Sicherheit gewährleisten kann. Besonders brisant ist die Tatsache, dass Haddad jahrelang für die Bekämpfung politischer Gegner verantwortlich war. Dass er selbst als Flüchtiger in einem Migrantenboot endete, wird als Spiegelbild der Widersprüche im algerischen Machtapparat gesehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="752" height="440" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/chengriha-teboune-752x440-1.avif" alt="" class="wp-image-20380 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/chengriha-teboune-752x440-1.avif 752w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/chengriha-teboune-752x440-1-300x176.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/chengriha-teboune-752x440-1-380x222.avif 380w" sizes="(max-width: 752px) 100vw, 752px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Ankunft Haddads in Spanien eröffnet zudem eine internationale Dimension. Sollte er dort Schutz erhalten, könnten interne Geheimnisse Algeriens in europäische Medien oder Institutionen gelangen. Für Algier bedeutet dies ein potenzielles Risiko diplomatischer Spannungen, da bislang enge Partnerstaaten wie Spanien oder <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> sensibel auf Informationen reagieren, die sicherheitsrelevante Aspekte <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrikas</a> betreffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele Medien ist der Fall damit mehr als ein persönliches Schicksal: Er zeigt, wie sehr Korruption, interne Machtkämpfe und der Verlust an Kontrolle selbst höchste Ebenen des Staates erfassen. Die Flucht eines Mannes, der über Jahre an der Spitze des Geheimdienstes stand, symbolisiert einen Wendepunkt in der Wahrnehmung der algerischen Staatsführung – im In- wie im Ausland.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ägyptens Außenminister Abdelatty fordert sofortigen Waffenstillstand in Gaza</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aegyptens-aussenminister-abdelatty-fordert-sofortigen-waffenstillstand-in-gaza/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2025 14:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Badr Ahmed Mohamed Abdelatty erklärte, der Nahe Osten stehe „am Punkt der Implosion“. Er verwies auf das Leid&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faegyptens-aussenminister-abdelatty-fordert-sofortigen-waffenstillstand-in-gaza%2F&amp;action_name=%C3%84gyptens%20Au%C3%9Fenminister%20Abdelatty%20fordert%20sofortigen%20Waffenstillstand%20in%20Gaza&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Badr Ahmed Mohamed Abdelatty erklärte, der Nahe Osten stehe „am Punkt der Implosion“. Er verwies auf das Leid palästinensischer Zivilisten. Er sprach von „den schwersten israelischen Handlungen […] für eine Sünde, die sie nicht begangen haben“. Der ägyptische Außenminister begrüßte die Bereitschaft von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">US</a>-Präsident Donald Trump, mit regionalen Akteuren „den ungerechten Krieg gegen Gaza zu beenden“. Ägypten dränge seit Kriegsbeginn mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/katar/">Katar</a> und den Vereinigten Staaten auf einen nachhaltigen Waffenstillstand. „Der Eintritt humanitärer Hilfe muss Priorität haben“, sagte er.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-agypten-will-die-zwei-staaten-losung"><span id="aegypten-will-die-zwei-staaten-loesung">Ägypten will die Zwei-Staaten-Lösung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Abdelatty wies jede Zwangsvertreibung von Palästinensern zurück. Dies wäre „ein Verbrechen der ethnischen Säuberung“. „Ägypten ist nicht und wird kein Tor zur Liquidierung der palästinensischen Sache sein. Wir werden niemals Partner einer neuen Nakba sein.“ Er begrüßte Entscheidungen zur Anerkennung palästinensischer Staatlichkeit. Er unterstützte die von Saudi-Arabien und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> geführte Konferenz zur Zwei-Staaten-Lösung. „<a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/">Israel</a> kann nicht sicher sein, wenn andere nicht sicher sind. Stabilität gibt es nur mit einem unabhängigen Staat Palästina.“ Ägypten und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a> hätten dazu eine gemeinsame Sicherheits- und Kooperationsvision erarbeitet, die von der Arabischen Liga angenommen wurde.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">On the margins of <a href="https://twitter.com/hashtag/UNGA80?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UNGA80</a>, FM Dr. Badr Abdelattty met with Mr. Antonio Guterres, UN Secretary General. Abdelatty highly commended the Secretary General for his principled positions and steadfast commitment to the UN Charter. <a href="https://t.co/iEWAdrlgfI">pic.twitter.com/iEWAdrlgfI</a></p>&mdash; Egypt MFA Spokesperson (@MfaEgypt) <a href="https://twitter.com/MfaEgypt/status/1972196562932511188?ref_src=twsrc%5Etfw">September 28, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-abdelatty-erklart-situation-am-suezkanal-und-nil"><span id="abdelatty-erklaert-situation-am-suezkanal-und-nil">Abdelatty erklärt Situation am Suezkanal und Nil</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zum <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> sagte Abdelatty, Ägypten arbeite im Rahmen des internationalen Quartetts für Stabilität auf Grundlage nationaler sudanesischer Verantwortung. Für Libyen forderte er gleichzeitige Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sowie den Abzug ausländischer Kämpfer. Er verurteilte „wiederholte israelische Verletzungen der Souveränität“ von Libanon und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/syrien/">Syrien</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14AiEdXUAAgkbE-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-20361 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14AiEdXUAAgkbE-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14AiEdXUAAgkbE-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14AiEdXUAAgkbE-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14AiEdXUAAgkbE-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14AiEdXUAAgkbE-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14AiEdXUAAgkbE-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14AiEdXUAAgkbE.avif 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf den Roten Meereskorridor nannte er Einbußen von „mehr als 9 Milliarden US-Dollar“ an Einnahmen des Sueskanals durch Störungen der Schiffahrt. Er hob die sicherheitspolitische Bedeutung <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalias</a> hervor und kündigte eine ägyptische Beteiligung an einer Mission der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a> an. Den Nil bezeichnete er als „existenzielles“ Interesse Ägyptens.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ägypten nehme „mehr als 10 Millionen Flüchtlinge“ auf. Diese würden in einem Umfeld betreut, das ihre Würde und Rechte wahre, trotz Lasten, die die nationalen Kapazitäten überstiegen. Er forderte verlässliche internationale Unterstützung sowie funktionsfähigen Multilateralismus. Die Vereinten Nationen müssten reformiert und inklusiver werden. Afrika solle in Entscheidungsorganen, einschließlich des Sicherheitsrats, voll vertreten sein.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nigers Premierminister Lamine Zeine Ali Mahaman wirft Frankreich Destabilisierung vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nigers-premierminister-lamine-zeine-ali-mahaman-wirft-frankreich-destabilisierung-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2025 12:53:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Premierminister Lamine Zeine Ali Mahaman betonte in seiner Ansprache vor der UN-Generalversammlung die Tradition des Zusammenlebens und der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigers-premierminister-lamine-zeine-ali-mahaman-wirft-frankreich-destabilisierung-vor%2F&amp;action_name=Nigers%20Premierminister%20Lamine%20Zeine%20Ali%20Mahaman%20wirft%20Frankreich%20Destabilisierung%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Premierminister Lamine Zeine Ali Mahaman betonte in seiner Ansprache vor der UN-Generalversammlung die Tradition des Zusammenlebens und der Solidarität im Sahel. Er erklärte, Niger unterstütze Initiativen für internationale Kooperation, Frieden und Entwicklung und lehne Maßnahmen ab, die diese Ziele unterminieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Premierminister Mahaman verurteilte, in seinen Worten, den „Völkermord <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/">Israels</a> in Gaza“ sowie Angriffe auf <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/">Iran</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/katar/">Katar</a>. Er kritisierte die Bagatellisierung von Gewalt in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a>, im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> und im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahel</a> und sprach einigen internationalen Mächten Mitverantwortung zu.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-mahaman-zu-sicherheit-im-sahel-terrorismusvorwurfe-und-internationale-verantwortung"><span id="mahaman-zu-sicherheit-im-sahel-terrorismusvorwuerfe-und-internationale-verantwortung">Mahaman zu Sicherheit im Sahel, Terrorismusvorwürfe und internationale Verantwortung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Sicherheitslage sagte er, westliche Militärpräsenz habe Terrorismus nicht eingedämmt. Stattdessen habe sich die Bedrohung ausgedehnt. Die „wahren Anführer“ der Gruppen kämen von außerhalb der Region, verfügten über erhebliche Ressourcen und übten „beispiellose, wahllose Gewalt“ aus, die der lokalen Kultur fremd sei. Die Region habe „noch nie eine derart blutige, sinnlose Gewalt in diesem Ausmaß erlebt“. </p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/ONU?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#ONU</a><a href="https://twitter.com/hashtag/80%C3%A8me_AG?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#80ème_AG</a> <br>New-York, 27.09.2025<br> <a href="https://twitter.com/hashtag/AES?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#AES</a> État du Niger 🇳🇪<br><br>🛑 Déclaration Historique de S.E.M Ali Mahaman Lamine Zeine, Premier Ministre et Ministre de l&#39;Économie et des Finances de l&#39;<a href="https://twitter.com/hashtag/AES?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#AES</a> État du Niger 🇳🇪 à la 80ème Assemblée Générale des Nations Unies, 27.09.2025 <br>👏🏻👏🏻👍🏼🤝🏼… <a href="https://t.co/aJ62Y08gWH">pic.twitter.com/aJ62Y08gWH</a></p>&mdash; M.PORGO (@rafayaporgo) <a href="https://twitter.com/rafayaporgo/status/1971986692161565062?ref_src=twsrc%5Etfw">September 27, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Er warf <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> vor, Niger zu destabilisieren, darunter die Ausbildung von Terroristen, das Schüren interethnischer Spannungen, Desinformation, die Anheizung regionaler Konflikte sowie wirtschaftlichen und finanziellen Druck. Diese Vorwürfe stellte er in einen historischen Kontext von „Plünderung“ und „totalem Krieg“ seit dem 19. Jahrhundert. Uranförderung habe der Bevölkerung „Elend, Verschmutzung, Rebellion, Korruption und Verzweiflung“ gebracht, während Frankreich profitiert habe.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-souveranitat-innenpolitische-agenda-und-forderungen-an-das-multilaterale-system"><span id="souveraenitaet-innenpolitische-agenda-und-forderungen-an-das-multilaterale-system">Souveränität, innenpolitische Agenda und Forderungen an das multilaterale System</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2023, so der Premierminister, habe der Nationale Rat für die Wahrung der Heimat (CNSP) Kräfte entfernt, die Souveränität und Sicherheitsaufbau behindert hätten. Niger habe „unfaire“ Abkommen beendet. Das Land verfolge nun eine Charta der Neugründung, stärke Institutionen, eröffne neue diplomatische Vertretungen und starte ein groß angelegtes Agrarprogramm zur Ernährungssouveränität. Makroökonomische Reformen sollten Stabilität fördern. Niger setze auf integre Regierungsführung und lade ausländische Investoren ein. Trotz anhaltender Belastungen sehe er eine „Renaissance“ des Landes. Niger breche nicht mit der internationalen Gemeinschaft, sondern bekräftige Souveränität und Würde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1f-n-eWQAEgpEE-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-20346 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1f-n-eWQAEgpEE-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1f-n-eWQAEgpEE-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1f-n-eWQAEgpEE-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1f-n-eWQAEgpEE-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1f-n-eWQAEgpEE-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1f-n-eWQAEgpEE-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1f-n-eWQAEgpEE.avif 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zur Rolle der Vereinten Nationen sagte Lamine Zeine Ali Mahaman, das System sei durch Vetos westlicher Staaten gelähmt. Die UN müssten reformiert und inklusiver werden, mit voller Mitsprache Afrikas in den Entscheidungsorganen, einschließlich des Sicherheitsrats.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er bekräftigte den Glauben an den Multilateralismus als Weg zur Bewältigung globaler Herausforderungen, forderte jedoch ein „gerechteres“ System, das die Interessen des Globalen Südens stärker abbildet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Burkina Faso: Premierminister Ouedraogo kritisiert &#8220;Desinformation des Macron-Regimes&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burkina-faso-premierminister-ouedraogo-kritisiert-desinformation-des-macron-regimes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2025 12:36:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rimtalba Jean Emmanuel Ouedraogo bezeichnete das 80. UN-Jubiläum als „peinliches Fiasko, kollektive Enttäuschung und strukturelles Versagen“. Er fragte,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburkina-faso-premierminister-ouedraogo-kritisiert-desinformation-des-macron-regimes%2F&amp;action_name=Burkina%20Faso%3A%20Premierminister%20Ouedraogo%20kritisiert%20%26%238220%3BDesinformation%20des%20Macron-Regimes%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-premierminister-ouedraogo-kritisiert-desinformation-des-macron-regimes/">Burkina Faso: Premierminister Ouedraogo kritisiert &#8220;Desinformation des Macron-Regimes&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Rimtalba Jean Emmanuel Ouedraogo bezeichnete das 80. UN-Jubiläum als „peinliches Fiasko, kollektive Enttäuschung und strukturelles Versagen“. Er fragte, wie Afrika mit über einer Milliarde Menschen weiterhin von Entscheidungen des Sicherheitsrats ausgeschlossen bleiben könne. </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-friedenseinsatzen-und-un-generalsekretar"><span id="kritik-an-friedenseinsaetzen-und-un-generalsekretaer">Kritik an Friedenseinsätzen und UN-Generalsekretär </span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Er kritisierte Friedenseinsätze, die trotz Milliardensummen mehr Frustration als Ergebnisse hinterließen. Nach seinen Worten wirke der Rat heute als „Störenfried“, begünstigt durch stillschweigende oder aktive Mitwirkung einzelner ständiger Mitglieder. Er verlangte mutige Reformen, sonst bleibe der Sicherheitsrat anachronistisch.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14OpSqWkAAdS57.avif" alt="" class="wp-image-20342 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14OpSqWkAAdS57.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14OpSqWkAAdS57-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14OpSqWkAAdS57-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14OpSqWkAAdS57-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Premierminister verurteilte aus seiner Sicht bestehende Blockaden gegen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/kuba/">Kuba</a> und Sanktionen gegen Venezuela. Zum Nahostkonflikt sprach er von einer andauernden Sackgasse. Die Vereinten Nationen stünden „wie einst der Völkerbund“ an einem Wendepunkt. Der Generalsekretär solle die UN zu einem Garant für Frieden und Sicherheit machen, nicht zu einem Instrument der Mächtigen. Ouedraogo erinnerte daran, dass Afrika seit acht Jahrzehnten seinen „berechtigten Platz“ im Rat fordere.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ouedraogo-beschreibt-innenlage-und-auseinandersetzungen-mit-internationalen-akteuren"><span id="ouedraogo-beschreibt-innenlage-und-auseinandersetzungen-mit-internationalen-akteuren">Ouedraogo beschreibt Innenlage und Auseinandersetzungen mit internationalen Akteuren</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Regierungschef beschrieb Burkina Faso als eines der am stärksten geprüften Sahelländer. Seit fast einem Jahrzehnt werde das Land von Terrorgruppen attackiert, „unterstützt von dunklen Kräften“, die Ressourcen anstrebten und Souveränität aushöhlten. Er berichtete, über 72 Prozent des Staatsgebiets seien zurückgewonnen. Binnenvertriebene kehrten zurück, Schulen öffneten wieder, soziale Dienste nähmen ihre Arbeit auf. Ouedraogo wies die aus seiner Sicht „herablassende“ Haltung mancher UN-Agenturen zurück und lehnte den Bericht „Children and Armed Conflict in Burkina Faso“ ab, den er als semantisch manipulativ bezeichnete.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">H.E. Rimtalba Jean Emmanuel Ouedraogo, Prime Minister, Head of Government of Burkina Faso 🇧🇫 <a href="https://twitter.com/UN?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/GeneralDebate?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#GeneralDebate</a><br>🔗Access the recording and transcript of the statement here: <a href="https://t.co/pXDDzKmsOe">https://t.co/pXDDzKmsOe</a><a href="https://twitter.com/hashtag/UNJournal?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UNJournal</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/UNGA80?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UNGA80</a><br>© UN Photo/Loey Felipe <a href="https://t.co/mHq6KdbUJE">pic.twitter.com/mHq6KdbUJE</a></p>&mdash; Journal of the United Nations (@Journal_UN_ONU) <a href="https://twitter.com/Journal_UN_ONU/status/1971946622113534424?ref_src=twsrc%5Etfw">September 27, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Er warf einigen Staaten vor, Kriminelle öffentlich zu unterstützen, und kritisierte Medien des „Macron-Regimes“ wegen Desinformation. Er erklärte, manche Ratsmitglieder missachteten weiterhin Resolution 1373 (2001) zur Unterbindung der Terrorfinanzierung, zur Grenzsicherung und zur internationalen Zusammenarbeit. Ouedraogo forderte, die Ressourcen des Sahel müssten den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahel</a>-Bevölkerungen dienen. Seine Regierung setze auf innere Entwicklungsinitiativen sowie strategische Investitionen in Infrastruktur und landwirtschaftliche Diversifizierung.</p>
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		<title>Malis Premierminister Maïga kritisiert Frankreich und Algerien scharf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2025 19:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Malis Premierminister Abdoulaye Maïga stellte bei der UN-Generalversammlung die neue Sahel-Allianz (AES) vor. Mali, Burkina Faso und Niger&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmalis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf%2F&amp;action_name=Malis%20Premierminister%20Ma%C3%AFga%20kritisiert%20Frankreich%20und%20Algerien%20scharf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Malis Premierminister Abdoulaye Maïga stellte bei der UN-Generalversammlung die neue <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/">Sahel-Allianz (AES)</a> vor. Mali, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> kooperieren enger gegen Terrorgruppen und ausländische Einflussnahme. Die drei Staaten handeln nach eigener Darstellung in panafrikanischem Geist. Maïga sprach von Zusammenarbeit und Komplementarität in einem bisher nicht erreichten Umfang. Ziel sei es, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/terrorismus/">Terrorismus</a> einzudämmen und regionale Stabilität zu sichern. Einige Staaten wie Frankreich und Algerien würden Transitkorridore für Terroristen öffnen, sagte er. Die Allianz wolle genau das verhindern, auch nach dem Abzug internationaler Kräfte.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-maiga-mit-vorwurfe-gegen-frankreich-und-algerien"><span id="maiga-mit-vorwuerfe-gegen-frankreich-und-algerien">Maïga mit Vorwürfe gegen Frankreich und Algerien</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga verknüpfte den Krieg in der Ukraine mit der Gewalt im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahel</a>. Er behauptete, die ukrainische Regierung liefere Kamikaze-Drohnen an Terrorgruppen. Er forderte westliche Staaten auf, Waffenlieferungen einzustellen. Er warf <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> eine rückwärtsgewandte Politik vor und kündigte Belege an. Mali habe eine Sitzung des Sicherheitsrats beantragt, um Beweise für französische Unterstützung terroristischer Aktivitäten vorzulegen. Diese Sitzung habe noch nicht stattgefunden. Die Ressourcen des Sahel müssten den Bevölkerungen vor Ort zugutekommen, sagte er. Die Allianz investiere in Infrastruktur und diversifiziere die Landwirtschaft.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Discours du Premier Ministre, Abdoulaye Maïga, à la 80eme Assemblée Générale de l’ONU. Il a parlé au nom de la Confédération de l’Alliance des États du Sahel (AES). <a href="https://t.co/jdX7o36sjf">pic.twitter.com/jdX7o36sjf</a></p>&mdash; Niang Abdoul (@NiangAbdoul15) <a href="https://twitter.com/NiangAbdoul15/status/1971691158398292147?ref_src=twsrc%5Etfw">September 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga verwies auf die geografische Nähe und frühere Kooperation mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a>. Er kritisierte jedoch jüngste Vorfälle scharf. Er verurteilte einen <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verklagt-algerien-vor-internationalem-gerichtshof-wegen-drohnenabschuss/">Angriff</a> auf malische Kräfte als feige Tat. Algerien habe erklärt, ein malischer Drohneinschlag verletze seinen Luftraum. Diese Behauptung sei physikalisch unmöglich, sagte Maïga. Die Drohne sei auf malischem Territorium gefunden worden. Mali werde auf jeden Angriff und jede Beleidigung reagieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-menschenrechte-rom-statut-und-nationale-souveranitat"><span id="menschenrechte-rom-statut-und-nationale-souveraenitaet">Menschenrechte, Rom-Statut und nationale Souveränität</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga erklärte, die Allianz bekenne sich zu Humanismus. Er lehnte die Politisierung von Menschenrechten als Eingriff in die Souveränität ab.<a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-mali-und-niger-treten-aus-dem-internationalen-strafgerichtshof-aus/"> Mali, Burkina Faso und Niger seien aus dem Rom-Statut ausgetreten.</a> Die Staaten setzten nun auf einheimische Justizmechanismen. Internationale Partner handelten mit doppelten Standards, sagte er. Er verlangte eine handlungsfähige UN. Afrika fordere seit mehr als 20 Jahren mehr Sitze im Sicherheitsrat. Konferenzbeschlüsse bräuchten stärkere Umsetzungsmechanismen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="651" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-1024x651.avif" alt="" class="wp-image-20306 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-1024x651.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-300x191.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-768x489.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-380x242.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-800x509.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU.avif 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Afrikas Entwicklungsanliegen müssten ernst genommen werden. Der Kontinent gelte als Region der Zukunft, so Maïga. Gleichzeitig gebe es Ressourcenraubbau, hohe Schulden und Klimarisiken. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er koppelte Sicherheitspolitik mit Entwicklungsfragen. Die Allianz plane innengetragene Projekte, um Wertschöpfung zu erhöhen. Landwirtschaftliche Diversifizierung solle Abhängigkeiten verringern. Investitionen sollten die Resilienz gegenüber Klimaextremen stärken.</p>
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		<item>
		<title>Öl: Angolas Wirtschaft schwächelt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/oel-angolas-wirtschaft-schwaechelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2025 14:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die angolanische Wirtschaft steht im ersten Halbjahr 2025 erneut unter dem Einfluss rückläufiger Öleinnahmen. Nach Angaben des Wirtschaftsportals Expansão sanken&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Foel-angolas-wirtschaft-schwaechelt%2F&amp;action_name=%C3%96l%3A%20Angolas%20Wirtschaft%20schw%C3%A4chelt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/oel-angolas-wirtschaft-schwaechelt/">Öl: Angolas Wirtschaft schwächelt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die angolanische Wirtschaft steht im ersten Halbjahr 2025 erneut unter dem Einfluss rückläufiger <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ol/">Öleinnahmen</a>. Nach Angaben des Wirtschaftsportals <em><a href="http://expansao.co.ao/economia/detalhe/queda-do-petroleo-faz-economia-desacelerar-para-23-no-i-semestre-67159.html">Expansão</a></em> sanken die Exporte zwischen Januar und Juni um 18 Prozent auf 15,1 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Zeitraum stiegen die Importe um 13 Prozent auf 7,3 Milliarden US-Dollar. Der Überschuss der Handelsbilanz schrumpfte damit um 52 Prozent auf 7,9 Milliarden US-Dollar.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ruckgang-der-olexporte-als-hauptursache"><span id="rueckgang-der-oelexporte-als-hauptursache">Rückgang der Ölexporte als Hauptursache</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung ist vor allem auf die sinkende Ölproduktion zurückzuführen. Angola exportierte im ersten Halbjahr 21,3 Millionen Barrel weniger als im Vorjahr und erzielte einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 71 US-Dollar pro Barrel, rund elf US-Dollar weniger als im Vergleichszeitraum 2024. Insgesamt sank die Öl- und Gasausfuhr auf 14,0 Milliarden US-Dollar, nach 17,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen ist der Handel mit den wichtigsten Abnehmerländern. Chinas Ölimporte aus Angola gingen um 13 Prozent zurück, was einem Minus von 1,1 Milliarden US-Dollar entspricht. Auch <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/">Spanien</a> (-67 Prozent), Indien (-29 Prozent), <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, Brasilien und die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> reduzierten ihre Einkäufe deutlich. Zusammengenommen importierten diese sechs Staaten um 3,7 Milliarden US-Dollar weniger angolanisches Öl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu legten die Gasexporte um 488 Millionen US-Dollar auf 1,5 Milliarden zu. Der Diamantensektor erzielte einen Zuwachs von 14 Prozent und erreichte Exporteinnahmen von 808 Millionen US-Dollar, während die diversifizierten Nicht-Öl-Sektoren, einschließlich Landwirtschaft und verarbeitender Industrie, um 21 Prozent einbrachen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-steigende-importe-belasten-zusatzlich"><span id="steigende-importe-belasten-zusaetzlich">Steigende Importe belasten zusätzlich</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Rückgang der Exporte verzeichnete Angola höhere Importausgaben. Vor allem Maschinen und Ausrüstungen (+339,8 Millionen US-Dollar), Baumaterialien (+221,2 Millionen), Chemikalien und Pharmazeutika (+146,7 Millionen) sowie Luftfahrzeuge und Schiffe (+125,1 Millionen) trugen zum Anstieg bei. Nahrungsmittelimporte stiegen um 108 Millionen auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Ein Rückgang zeigte sich lediglich beim Import von Treibstoffen (-341 Millionen US-Dollar).</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftswachstum-verliert-dynamik"><span id="wirtschaftswachstum-verliert-dynamik">Wirtschaftswachstum verliert Dynamik</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das schwächere Exportvolumen wirkte sich unmittelbar auf die Gesamtwirtschaft aus. Laut den nationalen Statistikbehörden wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr um 2,3 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatte die Wirtschaft noch um 5,6 Prozent zugelegt. Damit liegt das Wachstum unterhalb der Bevölkerungsentwicklung, die im Schnitt bei 3,0 Prozent jährlich veranschlagt wird.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/First_WAFMAX_in_Angola_3_8222830479.avif" alt="" class="wp-image-19650 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/First_WAFMAX_in_Angola_3_8222830479.avif 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/First_WAFMAX_in_Angola_3_8222830479-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/First_WAFMAX_in_Angola_3_8222830479-380x254.avif 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Ölproduktion fiel im ersten Halbjahr auf durchschnittlich 1,028 Millionen Barrel pro Tag, ein Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Juli sank die Fördermenge sogar erstmals seit über zwei Jahren unter die Marke von einer Million Barrel pro Tag. Der Rückgang wird auf mangelnde Investitionen und die Alterung bestehender Ölfelder zurückgeführt.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-entwicklung-ausserhalb-des-olsektors"><span id="entwicklung-ausserhalb-des-oelsektors">Entwicklung außerhalb des Ölsektors</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Abhängigkeit vom Ölsektor verzeichneten mehrere nicht-ölbasierte Bereiche ein starkes Wachstum. Besonders dynamisch entwickelten sich die Informations- und Kommunikationsdienste (+32 Prozent) sowie die Förderung von Diamanten und Metallerzen (+26,3 Prozent). Auch der Handel legte mit +7,7 Prozent zu. Weitere Zuwächse gab es in Fischerei (+5,9 Prozent), verarbeitender Industrie (+4,1 Prozent) sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe (+3,9 Prozent).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bauwirtschaft (+3,8 Prozent), Strom- und Wasserversorgung (+3,4 Prozent) sowie Landwirtschaft (+3,3 Prozent) verzeichneten hingegen nur moderate Steigerungen. Der Finanz- und Versicherungssektor war mit -1,7 Prozent der einzige Bereich mit negativem Ergebnis.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-strukturelle-abhangigkeit-bleibt-bestehen"><span id="strukturelle-abhaengigkeit-bleibt-bestehen">Strukturelle Abhängigkeit bleibt bestehen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Anteil der Öl- und Gaswirtschaft am Bruttoinlandsprodukt nach einer methodischen Anpassung von 28,6 Prozent (2024) auf 19,5 Prozent (2025) zurückging, bleibt der Sektor für 95 Prozent der Exporteinnahmen verantwortlich und dominiert damit weiterhin die angolanische Volkswirtschaft.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/oel-angolas-wirtschaft-schwaechelt/">Öl: Angolas Wirtschaft schwächelt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Sicherheitsrat fordert Ende der Unterstützung für M23 in der Demokratischen Republik Kongo</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-fordert-ende-der-unterstuetzung-fuer-m23-in-der-demokratischen-republik-kongo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Feb 2025 13:41:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der UN-Sicherheitsrat hat die ruandischen Streitkräfte nachdrücklich aufgefordert, ihre Unterstützung für die bewaffnete Gruppe M23 im Osten der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-fordert-ende-der-unterstuetzung-fuer-m23-in-der-demokratischen-republik-kongo%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20fordert%20Ende%20der%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20M23%20in%20der%20Demokratischen%20Republik%20Kongo&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-fordert-ende-der-unterstuetzung-fuer-m23-in-der-demokratischen-republik-kongo/">UN-Sicherheitsrat fordert Ende der Unterstützung für M23 in der Demokratischen Republik Kongo</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-<a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/">Sicherheitsrat</a> hat die ruandischen Streitkräfte nachdrücklich aufgefordert, ihre Unterstützung für die bewaffnete Gruppe <a href="https://fokus-afrika.de/tag/m23/">M23</a> im Osten der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a> (DRK) einzustellen und sich unverzüglich ohne Bedingungen aus dem kongolesischen Territorium zurückzuziehen. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution (2773/2025) forderten die 15 Mitglieder des Sicherheitsrats zudem die M23 auf, ihre Offensiven sofort zu beenden, sich aus allen kontrollierten Gebieten zurückzuziehen und illegale parallele Verwaltungen rückgängig zu machen.</p>



<h2 id="sicherheitsrat-fordert-diplomatische-loesung" class="wp-block-heading">Sicherheitsrat fordert diplomatische Lösung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat betonte die Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung und forderte sowohl die DRK als auch Ruanda auf, unverzüglich und ohne Vorbedingungen in direkte Verhandlungen einzutreten. Dabei sollen bestehende Vermittlungsprozesse intensiv genutzt werden. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle der Luanda- und Nairobi-Prozesse, die als zentrale Mechanismen für eine friedliche Beilegung des Konflikts angesehen werden. Zudem wurde auf die Bedeutung regionaler Organisationen, insbesondere der Afrikanischen Union und der Ostafrikanischen Gemeinschaft, hingewiesen. Der Sicherheitsrat forderte eine verstärkte internationale Zusammenarbeit zur Unterstützung dieser diplomatischen Bemühungen, um eine nachhaltige und umfassende Konfliktlösung zu erreichen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013739.avif" alt="" class="wp-image-14199 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013739.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013739-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013739-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013739-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Lage im rohstoffreichen Osten der DRK hat sich seit Januar weiter verschärft. Die M23-Rebellen haben wichtige Städte wie <a href="https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/">Goma</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/m23-rebellen-erobern-kalehe-und-bukavu/">Bukavu</a> eingenommen, was zu zahlreichen Toten und einer massiven Vertreibung von Zivilisten geführt hat. Laut UN-Angaben sind Tausende Menschen in Nachbarländer wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/burundi/">Burundi</a> geflohen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Resolution verurteilt der Sicherheitsrat alle Angriffe auf Zivilisten, humanitäre Helfer und medizinisches Personal. Zudem werden Kriegsverbrechen wie standrechtliche Hinrichtungen, sexuelle Gewalt, Menschenhandel sowie die Rekrutierung von Kindersoldaten scharf verurteilt. Die Mitglieder des Rates forderten, humanitären Organisationen sicheren und ungehinderten Zugang zu gewährleisten und grundlegende Dienste wie Gesundheitsversorgung, Wasser- und Stromversorgung sowie Telekommunikation schnellstmöglich wiederherzustellen.</p>



<h2 id="unterstuetzung-fuer-die-un-mission-monusco" class="wp-block-heading">Unterstützung für die UN-Mission MONUSCO</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat bekräftigte seine volle Unterstützung für die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/monusco/">Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der DRK</a> (MONUSCO) und warnte davor, deren Mandat zu untergraben. Angriffe auf UN-Friedenstruppen könnten als Kriegsverbrechen eingestuft werden.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="fr" dir="ltr">Les Casques bleus de la <a href="https://twitter.com/hashtag/MONUSCO?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#MONUSCO</a> &amp; les <a href="https://twitter.com/FARDC_Info?ref_src=twsrc%5Etfw">@FARDC_Info</a> ont déjoué deux attaques des miliciens CODECO à Sanduku &amp; Gokalu, près de Djugu en <a href="https://twitter.com/hashtag/Ituri?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Ituri</a>. Trois maisons ont été incendiées sans faire de victimes. Une patrouille conjointe est en place pour protéger des populations dans la zone. <a href="https://t.co/nUntHz1Z1u">pic.twitter.com/nUntHz1Z1u</a></p>
<p>&mdash; MONUSCO (@MONUSCO) <a href="https://twitter.com/MONUSCO/status/1892941445373313454?ref_src=twsrc%5Etfw">February 21, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus kritisierte die Resolution die fortgesetzte illegale Ausbeutung und den Schmuggel natürlicher Ressourcen in der Region als einen zentralen Faktor für die anhaltende Instabilität. Die Mitglieder bekräftigten ihre Unterstützung für die Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität der DRK.</p>



<h2 id="internationale-reaktionen-der-mitglieder-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading">Internationale Reaktionen der Mitglieder im Sicherheitsrat</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreichs</a> UN-Botschafter Nicolas de Rivière betonte, dass die Resolution eine klare Botschaft sende: „Es gibt keine militärische Lösung für den Konflikt im Osten der DRK. Die Offensive der M23, die von <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruanda</a> unterstützt wird, muss beendet werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Delegierte, darunter Vertreter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algeriens</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalias</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">Chinas</a>, hoben die Bedeutung afrikanisch geführter Lösungen hervor und betonten die Notwendigkeit einer stärkeren regionalen Zusammenarbeit, um nachhaltige Stabilität zu gewährleisten. Die afrikanische Union hatte zuvor betont, dass nur eine politische Einigung langfristigen Frieden sichern könne und dass externe Akteure die afrikanischen Vermittlungsprozesse respektieren und unterstützen sollten. Zudem wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen gemeinsam anzugehen, um die Hauptursachen des Konflikts zu beseitigen. Die Vertreter sprachen sich für eine enge Kooperation mit internationalen Organisationen aus, um humanitäre Hilfe effizient bereitzustellen und den Wiederaufbau der betroffenen Regionen zu fördern.</p>



<h2 id="wachsende-spannungen-zwischen-drk-und-ruanda" class="wp-block-heading">Wachsende Spannungen zwischen DRK und Ruanda</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013740.avif" alt="" class="wp-image-14198 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013740.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013740-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013740-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013740-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die diplomatischen Spannungen zwischen Kinshasa und Kigali verschärfen sich weiter. Die kongolesische Regierung warf dem Sicherheitsrat Verzögerungen vor, die es den ruandischen Streitkräften ermöglicht hätten, Teile der DRK illegal zu besetzen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie betonte zudem, dass die fortgesetzte Präsenz ruandischer Soldaten auf kongolesischem Gebiet nicht nur die territoriale Souveränität des Landes verletze, sondern auch die humanitäre Krise in den betroffenen Regionen weiter verschärfe. Die Regierung in Kinshasa forderte eine verstärkte internationale Unterstützung, um die Besetzung zu beenden und die betroffenen Gebiete zu stabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruandas Vertreter hingegen kritisierte, dass afrikanische Stimmen im Rat nicht ausreichend gehört würden und dass die ursprünglichen Ursachen des Konflikts – insbesondere die Sicherheitsinteressen Ruandas und die Behandlung der Kinyarwanda-sprechenden Bevölkerung in der DRK – nicht angemessen berücksichtigt würden. Er betonte, dass die Spannungen durch die historische Feindschaft und ungelöste Konflikte zwischen beiden Ländern weiter angeheizt würden. Zudem warnte er davor, dass eine einseitige Verurteilung Ruandas die diplomatischen Bemühungen zur Konfliktlösung behindern könnte. Der ruandische Diplomat forderte eine differenzierte Betrachtung der Situation und betonte die Notwendigkeit eines umfassenden Dialogs, um eine nachhaltige Lösung zu erreichen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Fortschritte auf dem Weg zu den Wahlen 2025 in ZAR</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/fortschritte-auf-dem-weg-zu-den-wahlen-2025-in-zar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Feb 2025 16:47:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralafrikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zentralafrikanische Republik (ZAR) bereitet sich auf die Wahlen 2025 vor, während sie gleichzeitig mit Herausforderungen im Sicherheitssektor&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffortschritte-auf-dem-weg-zu-den-wahlen-2025-in-zar%2F&amp;action_name=Fortschritte%20auf%20dem%20Weg%20zu%20den%20Wahlen%202025%20in%20ZAR&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/fortschritte-auf-dem-weg-zu-den-wahlen-2025-in-zar/">Fortschritte auf dem Weg zu den Wahlen 2025 in ZAR</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/">Zentralafrikanische Republik</a> (ZAR) bereitet sich auf die Wahlen 2025 vor, während sie gleichzeitig mit Herausforderungen im Sicherheitssektor und humanitären Krisen konfrontiert bleibt. Laut der Sondervertreterin des Generalsekretärs und Leiterin der UN-Mission MINUSCA, Valentine Rugwabiza, stellen die bevorstehenden Wahlen eine historische Chance dar, um die Grundlage für eine dezentrale Regierungsführung zu legen. Gleichzeitig betonte sie die anhaltende Fragilität in Grenzregionen und die Notwendigkeit weiterer Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft.</p>



<h2 id="politische-und-sicherheitspolitische-fortschritte-in-zar" class="wp-block-heading">Politische und sicherheitspolitische Fortschritte in ZAR</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Ansprache vor dem UN-Sicherheitsrat berichtete Rugwabiza, dass in Zusammenarbeit mit MINUSCA 570.000 neue Wähler registriert und die erste multiservice Grenzstation zur Verbesserung des Grenzschutzes mit dem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a> eröffnet wurde. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt die Lage in bestimmten Regionen angespannt. Bewaffnete Gruppen kontrollieren weiterhin Bergbaugebiete und Transhumanz-Korridore, was die wirtschaftliche Stabilität und soziale Kohäsion des Landes gefährdet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250220_LF_8079.avif" alt="" class="wp-image-14178 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250220_LF_8079.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250220_LF_8079-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250220_LF_8079-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250220_LF_8079-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Sondervertreterin begrüßte die Auflösung von neun der vierzehn bewaffneten Gruppen, die 2019 das politische Friedensabkommen unterzeichnet hatten, betonte jedoch die Notwendigkeit, die verbleibenden Gruppen zu entwaffnen und ihre Anführer zur Rückkehr in die Gesellschaft zu bewegen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem forderte sie die Regierung auf, die Kommission für Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Versöhnung zu aktivieren, um vergangene Menschenrechtsverletzungen aufzuarbeiten und langfristige Stabilität zu sichern.</p>



<h4 id="rolle-der-frauen-in-der-wirtschaftlichen-entwicklung" class="wp-block-heading">Rolle der Frauen in der wirtschaftlichen Entwicklung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Portia Deya Abazene, Präsidentin des Verbandes der Unternehmerinnen der Zentralafrikanischen Republik, hob in ihrer Ansprache hervor, dass Frauen trotz rechtlicher Gleichstellung weiterhin strukturelle Benachteiligungen erfahren. Sie forderte gezielte politische Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Unternehmertum und einen erleichterten Zugang zu Finanzierungen. &#8220;Unser Land kann sein volles Potenzial nicht ausschöpfen, solange 51 Prozent der Bevölkerung ausgegrenzt bleiben&#8221;, betonte sie.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="fr" dir="ltr">Retrouvez le résumé de l’intervention de <a href="https://twitter.com/VRugwabiza?ref_src=twsrc%5Etfw">@VRugwabiza</a>, Représentante spéciale du Secrétaire général pour la 🇨🇫, au Conseil de sécurité de l’<a href="https://twitter.com/hashtag/ONU?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#ONU</a>🇺🇳 dans la note d’information de la conférence de presse de ce jour <br />👉 <a href="https://t.co/IPouTMVSfE">https://t.co/IPouTMVSfE</a> <a href="https://t.co/NX7LC8XeqK">pic.twitter.com/NX7LC8XeqK</a></p>
<p>&mdash; MINUSCA (@UN_CAR) <a href="https://twitter.com/UN_CAR/status/1892964383833112786?ref_src=twsrc%5Etfw">February 21, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="kontroversen-im-un-sicherheitsrat-russland-usa-und-das-vereinigte-koenigreich-im-streit" class="wp-block-heading">Kontroversen im UN-Sicherheitsrat: Russland, USA und das Vereinigte Königreich im Streit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sicherheitsrat kam es zu kontroversen Auseinandersetzungen über den Einfluss <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russlands</a> in der Zentralafrikanischen Republik. Der Vertreter der Vereinigten Staaten warf Moskau vor, über von der Regierung beauftragte Sicherheitsakteure primär wirtschaftliche Interessen zu verfolgen, ohne zur langfristigen Entwicklung des Landes beizutragen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250220_LF_8071.avif" alt="" class="wp-image-14177 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250220_LF_8071.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250220_LF_8071-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250220_LF_8071-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250220_LF_8071-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">britische</a> Vertreter behauptete, dass &#8220;von Russland gesteuerte Akteure versuchen, die Wahlen zu manipulieren und politische Stimmen zu unterdrücken&#8221;. Zudem wurden Berichte über Menschenrechtsverletzungen durch Wagner-nahe Gruppen diskutiert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Vertreterin wies diese Vorwürfe zurück und betonte, dass Moskau weiterhin auf eine stabile Sicherheitslage in der Zentralafrikanischen Republik hinarbeite. Sie hob hervor, dass &#8220;die wiederholten westlichen Vorwürfe gegen Russland jede sachliche Debatte über die Stabilisierung des Landes behindern&#8221;.</p>



<h4 id="unterstuetzung-fuer-demokratische-wahlen" class="wp-block-heading">Unterstützung für demokratische Wahlen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrats, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, Slowenien und Panama, hoben die Notwendigkeit freier und fairer Wahlen hervor. Der slowenische Vertreter unterstrich: &#8220;Diese Wahlen sind nur dann als demokratisch anzusehen, wenn alle berechtigten Bürger, einschließlich Frauen, Jugendlicher, ethnischer Minderheiten sowie Binnenvertriebener, uneingeschränkt registriert werden und ihr Wahlrecht ohne Einschränkungen ausüben können.&#8221; Panama betonte zudem, dass der Wahlausgang von der Transparenz des Wahlprozesses abhänge, während Frankreich auf die Rolle der internationalen Gemeinschaft bei der Unterstützung eines glaubwürdigen Urnengangs verwies.</p>



<h4 id="angst-vor-einer-ausbreitung-des-konflikts-aus-dem-sudan" class="wp-block-heading">Angst vor einer Ausbreitung des Konflikts aus dem Sudan</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres zentrales Thema der Debatte war die zunehmende Unsicherheit an den Grenzen, insbesondere im Nordosten des Landes, wo der Konflikt im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> erhebliche Auswirkungen zeigt. Der Vertreter Südkoreas warnte eindringlich vor der Präsenz paramilitärischer Gruppen, die sich zunehmend entlang der Grenze ausbreiten. &#8220;Die bereits fragile Sicherheitslage könnte durch externe Akteure noch weiter eskalieren, insbesondere durch den Zustrom von Kämpfern und Waffen aus dem Sudan&#8221;, erklärte er. Mehrere Ratsmitglieder äußerten Besorgnis über die unkontrollierte Bewegung bewaffneter Gruppen und den Einfluss regionaler Konfliktdynamiken, die die Stabilität der Zentralafrikanischen Republik weiter untergraben könnten.</p>



<h2 id="appell-der-zentralafrikanischen-republik-an-die-internationale-gemeinschaft" class="wp-block-heading">Appell der Zentralafrikanischen Republik an die internationale Gemeinschaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pakistans Vertreter wies darauf hin, dass MINUSCA mit erheblichen finanziellen Engpässen zu kämpfen hat. Unbezahlte Beiträge beliefen sich zum 4. Februar auf 570,7 Millionen US-Dollar. Der Vertreter Frankreichs kündigte an, dass Paris zwei Millionen Euro für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) bereitstellen wird, um die bevorstehenden Wahlen zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter der Zentralafrikanischen Republik hob hervor, dass seit dem Friedensabkommen von 2019 bedeutende Fortschritte erzielt wurden. Neun bewaffnete Gruppen sind aufgelöst. 7.000 Kämpfer demobilisiert und 20.000 Waffen sichergestellt. &#8220;Dies ist ein Zeichen historischen Fortschritts&#8221;, betonte er, wies jedoch auf die anhaltende Bedrohung durch verbliebene Milizen hin. &#8220;Unser Ziel ist die vollständige Zerschlagung dieser Gruppen, die weiterhin Gräueltaten begehen.&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Demokratisierungsprozess mit finanzieller Unterstützung in Höhe von sieben Millionen US-Dollar zu begleiten. &#8220;Indem Sie diesen Prozess unterstützen, tragen Sie direkt zu Frieden und Entwicklung in unserem Land bei&#8221;, appellierte er.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/fortschritte-auf-dem-weg-zu-den-wahlen-2025-in-zar/">Fortschritte auf dem Weg zu den Wahlen 2025 in ZAR</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sicherheitsrat tagt zur Kongo-Krise – USA verhängen Sanktionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-tagt-zur-kongo-krise-usa-verhaengen-sanktionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Feb 2025 12:10:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>New York/Kinshasa – Die anhaltende Krise in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und die militärischen Erfolge der M23-Rebellen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsicherheitsrat-tagt-zur-kongo-krise-usa-verhaengen-sanktionen%2F&amp;action_name=Sicherheitsrat%20tagt%20zur%20Kongo-Krise%20%E2%80%93%20USA%20verh%C3%A4ngen%20Sanktionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-tagt-zur-kongo-krise-usa-verhaengen-sanktionen/">Sicherheitsrat tagt zur Kongo-Krise – USA verhängen Sanktionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">New York/Kinshasa – Die anhaltende Krise in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a> (DRK) und die militärischen Erfolge der M23-Rebellen standen im Mittelpunkt einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 19. Februar 2025. Hochrangige UN-Vertreter warnten vor einer weiteren Destabilisierung der Region und riefen die Konfliktparteien zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche auf.</p>



<h2 id="un-fordert-verhandlungen-m23-rueckt-weiter-vor" class="wp-block-heading">UN fordert Verhandlungen – M23 rückt weiter vor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bintou Keita, Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs und Leiterin der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/monusco/">UN-Stabilisierungsmission in der DRK</a> (MONUSCO), berichtete dem Sicherheitsrat von den jüngsten Gebietsgewinnen der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/m23/">M23</a>. In den vergangenen Wochen habe die Rebellengruppe die Kontrolle über strategische Orte in Nord- und Südkivu übernommen. &#8220;Die humanitäre Lage verschlechtert sich rapide, insbesondere in Goma, wo die Versorgung der Bevölkerung zunehmend eingeschränkt ist&#8221;, erklärte Keita.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die M23 behindere die Nachschublieferungen an MONUSCO-Truppen und habe die Zugangswege zur Stadt blockiert. &#8220;Zivilisten suchen in MONUSCO-Einrichtungen Schutz, doch die Lage wird zunehmend prekärer. Die schlechte humanitäre Versorgung wird genutzt, um anti-MONUSCO-Stimmungen zu verstärken&#8221;, so Keita weiter.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">« Il est impératif que ce Conseil prenne des mesures urgentes et décisives pour éviter une guerre régionale de plus grande ampleur », a déclaré <a href="https://twitter.com/UN_BintouKeita?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN_BintouKeita</a>, cheffe de la <a href="https://twitter.com/hashtag/MONUSCO?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#MONUSCO</a>, devant le Conseil de sécurité de l&#39;<a href="https://twitter.com/ONU_fr?ref_src=twsrc%5Etfw">@ONU_fr</a> le 19 février sur la situation en <a href="https://twitter.com/hashtag/RDC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#RDC</a>. <a href="https://t.co/QiSeENJ3jc">pic.twitter.com/QiSeENJ3jc</a></p>
<p>&mdash; MONUSCO (@MONUSCO) <a href="https://twitter.com/MONUSCO/status/1892525857031221473?ref_src=twsrc%5Etfw">February 20, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Huang Xia, UN-Sondergesandter für die Region der Großen Seen, betonte die Dringlichkeit eines Friedensdialogs. &#8220;Die Gefahr einer regionalen Eskalation war nie so groß wie heute. Die internationale Gemeinschaft muss die Fortschritte der vergangenen zehn Jahre sichern und einen neuen diplomatischen Prozess anstoßen&#8221;, sagte Xia.</p>



<h2 id="internationale-reaktionen-und-sanktionen-zur-kongo-krise" class="wp-block-heading">Internationale Reaktionen und Sanktionen zur Kongo-Krise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten im UN-Sicherheitsrat forderten ein Ende der Unterstützung bewaffneter Gruppen. Der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">französische</a> Vertreter erklärte: &#8220;Alle ausländischen Truppen, einschließlich der ruandischen Streitkräfte, müssen sich unverzüglich aus der Demokratischen Republik Kongo zurückziehen.&#8221; Ähnliche Forderungen äußerten Delegationen aus <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a> verhängten am 21. Februar Sanktionen gegen den ruandischen Minister für regionale Integration, James Kabarebe, sowie den M23-Sprecher Lawrence Kanyuka Kingston. Zudem wurden zwei mit Kanyuka verbundene Unternehmen mit Sitz in <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Großbritannien</a> und Frankreich auf die Sanktionsliste gesetzt. Die US-Regierung erklärte, die Maßnahmen richteten sich gegen Personen, die &#8220;direkt von der Instabilität in der DRC profitieren&#8221;.</p>



<h2 id="demokratische-republik-kongo-und-ruanda-im-konflikt-afrika-will-eigene-loesung" class="wp-block-heading">Demokratische Republik Kongo und Ruanda im Konflikt &#8211; Afrika will eigene Lösung</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013686.avif" alt="" class="wp-image-14167 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013686.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013686-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013686-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/999990013686-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Außenministerin der DRK, Thérèse Kaykwamba Wagner, sprach von einer humanitären Katastrophe und warf Ruanda eine direkte Beteiligung am Konflikt vor. &#8220;Goma ist eine Stadt unter Belagerung. In nur 48 Stunden wurden dort mehr als 4.000 Menschen getötet&#8221;, erklärte sie vor dem Sicherheitsrat. Sie forderte stärkere Maßnahmen gegen Ruanda und eine aktivere Rolle der UN zur Verhinderung weiterer Massaker.</p>
</div></div>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der ruandische Vertreter wies die Vorwürfe zurück und erklärte, sein Land sei gezwungen gewesen, seine Verteidigungsmaßnahmen zu verstärken. &#8220;Die Wurzeln dieses Konflikts reichen Jahrzehnte zurück. Ruanda trägt nicht die Verantwortung für die internen Probleme der DRC&#8221;, sagte er.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250219_LF_8057.avif" alt="" class="wp-image-14168 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250219_LF_8057.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250219_LF_8057-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250219_LF_8057-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/20250219_LF_8057-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter afrikanischer Staaten drängten auf eine politische Lösung des Konflikts. Malawis Delegierter forderte einen &#8220;sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand&#8221;, während <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/">Kenias</a> Vertreter betonte: &#8220;Weniger Schuldzuweisungen, mehr Dialog – das ist der einzige Weg nach vorne.&#8221; Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/angola/">Angola</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a> betonten die Bedeutung afrikanisch geführter Friedensprozesse.</p>
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		<item>
		<title>UN-Sicherheitsrat debattiert über neue Weltordnung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-debattiert-ueber-neue-weltordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2025 20:28:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einer ganztägigen Debatte im UN-Sicherheitsrat äußerten sich Vertreter zahlreicher Mitgliedstaaten zur Notwendigkeit einer Reform der Vereinten Nationen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-debattiert-ueber-neue-weltordnung%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20debattiert%20%C3%BCber%20neue%20Weltordnung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-debattiert-ueber-neue-weltordnung/">UN-Sicherheitsrat debattiert über neue Weltordnung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In einer ganztägigen Debatte im UN-<a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/">Sicherheitsrat</a> äußerten sich Vertreter zahlreicher Mitgliedstaaten zur Notwendigkeit einer Reform der Vereinten Nationen und der globalen Governance-Strukturen. Dabei wurden insbesondere Forderungen nach einer Erweiterung des Sicherheitsrats und einer gerechteren wirtschaftlichen Ordnung laut. Während einige Staaten eine stärkere Berücksichtigung des Globalen Südens fordern, warnen andere vor einer zunehmenden Fragmentierung der internationalen Ordnung.</p>



<h2 id="un-generalsekretaer-guterres-fordert-modernisierung-der-vereinten-nationen" class="wp-block-heading">UN-Generalsekretär Guterres fordert Modernisierung der Vereinten Nationen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres eröffnete die Debatte mit einem eindringlichen Appell: &#8220;Die Vereinten Nationen wurden aus der Asche des Zweiten Weltkriegs geboren, um einen dritten zu verhindern. Doch die Welt hat sich verändert – und wir müssen mit ihr Schritt halten. Wir brauchen dringend ein Update unserer Institutionen, denn ohne Reformen werden wir die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht bewältigen können.&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres verwies auf den &#8220;Pakt für die Zukunft&#8221;, der in diesem Jahr verabschiedet wurde, und als Blaupause für eine modernisierte multilaterale Zusammenarbeit dient. &#8220;Wir haben eine historische Chance, regionale Organisationen zu stärken, den Sicherheitsrat repräsentativer zu machen und neue Vereinbarungen für Abrüstung und Konfliktprävention zu treffen. Doch all das wird nur gelingen, wenn alle Mitgliedstaaten an einem Strang ziehen.&#8221;</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">Multilateral cooperation is the beating heart of the <a href="https://twitter.com/UN?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN</a>.</p>
<p>As we look to the challenges around us, I urge all member countries to continue strengthening &amp; updating our global problem-solving mechanisms.</p>
<p>Let’s make them fit for purpose, fit for people &amp; fit for peace.</p>
<p>&mdash; António Guterres (@antonioguterres) <a href="https://twitter.com/antonioguterres/status/1891975021016310124?ref_src=twsrc%5Etfw">February 18, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres betonte, dass die internationale Zusammenarbeit zwar über die notwendige &#8220;Hardware&#8221; verfüge, aber das &#8220;Software-Update&#8221; fehle. Er verwies auf die tiefgreifenden geopolitischen Verschiebungen der letzten Jahrzehnte und betonte, dass die bestehenden internationalen Strukturen oft ineffektiv seien, um gegenwärtige globale Herausforderungen wie den Klimawandel, wachsende Ungleichheiten und neue Konflikte zu bewältigen. Besonders in Krisenregionen fehle es der UNO an Reaktionsfähigkeit und Handlungsbefugnissen, was die Notwendigkeit umfassender Reformen unterstreiche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er rief die Mitgliedstaaten auf, sich aktiv für eine Reform der globalen Problembehebung einzusetzen. Dazu gehöre nicht nur eine strukturelle Anpassung des Sicherheitsrats, sondern auch eine Modernisierung der globalen Finanzinstitutionen, um Entwicklungsländern bessere wirtschaftliche Perspektiven zu ermöglichen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/3475222250218_ED_-1.avif" alt="" class="wp-image-14154 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/3475222250218_ED_-1.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/3475222250218_ED_-1-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/3475222250218_ED_-1-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/3475222250218_ED_-1-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Reform solle zudem sicherstellen, dass multilaterale Mechanismen effektiver und inklusiver werden, indem sie auf die Bedürfnisse aller Staaten, insbesondere des Globalen Südens, eingehen. Nur durch eine solche Erneuerung könne das multilaterale System weiterhin Frieden und Stabilität gewährleisten.</p>
</div></div>



<h2 id="afrikanische-staaten-verlangen-permanente-sitze-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading">Afrikanische Staaten verlangen permanente Sitze im Sicherheitsrat</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere afrikanische Staaten, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalia</a>, forderten eine tiefgreifende Reform des UN-Sicherheitsrats. Afrika stellt mehr als ein Viertel der UN-Mitgliedsstaaten, doch bleibt der Kontinent bislang ohne permanente Vertretung in dem einflussreichsten Gremium der Vereinten Nationen. Die afrikanischen Staaten argumentierten, dass die aktuelle Zusammensetzung des Sicherheitsrats eine koloniale Ungleichheit fortschreibe und der politischen sowie wirtschaftlichen Bedeutung Afrikas in der Welt nicht gerecht werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere wurde die Forderung nach zwei ständigen Sitzen mit Vetorecht erhoben. Diese Maßnahme sei notwendig, um die strukturellen Defizite der globalen Governance zu korrigieren und Afrika eine gleichberechtigte Stimme in sicherheits- und friedenspolitischen Fragen zu geben. Befürworter dieser Reform verweisen darauf, dass afrikanische Staaten bei fast allen UN-Friedensmissionen eine Schlüsselrolle spielen, jedoch bei den Entscheidungsprozessen des Sicherheitsrats weitgehend außen vor bleiben.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">There is no excuse that Africa still lacks permanent representation on the Security Council.</p>
<p>I will keep working with the <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion?ref_src=twsrc%5Etfw">@_AfricanUnion</a> and all <a href="https://twitter.com/UN?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN</a> Member Countries to ensure the representation Africa needs – including with two permanent members.</p>
<p>&mdash; António Guterres (@antonioguterres) <a href="https://twitter.com/antonioguterres/status/1891490183972897107?ref_src=twsrc%5Etfw">February 17, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> unterstützte diese Forderung ausdrücklich und bezeichnete sie als &#8220;legitim&#8221;. Der französische Vertreter betonte, dass eine Reform des Sicherheitsrats ohne eine angemessene Vertretung Afrikas unvollständig sei. Auch <a href="https://fokus-afrika.de/tag/danemark/">Dänemark</a> und weitere europäische Staaten sprachen sich für eine stärkere Repräsentation Afrikas aus. Dänemarks Vertreterin verwies darauf, dass der Sicherheitsrat ohne strukturelle Reform zunehmend an Legitimität verliere und die wachsende Unzufriedenheit über die ungleiche Machtverteilung die Effizienz der Vereinten Nationen beeinträchtige.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/3477722250218_ED_-1.avif" alt="" class="wp-image-14155 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/3477722250218_ED_-1.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/3477722250218_ED_-1-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/3477722250218_ED_-1-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/3477722250218_ED_-1-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die afrikanischen Staaten forderten darüber hinaus eine allgemeine Demokratisierung der UN-Entscheidungsstrukturen und eine gerechtere Verteilung der finanziellen Mittel innerhalb der Organisation. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie argumentierten, dass Afrika nicht nur in sicherheitspolitischen Fragen gestärkt werden müsse, sondern auch in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit eine größere Rolle spielen sollte. Viele afrikanische Delegationen machten deutlich, dass sie nicht länger bereit seien, eine marginalisierte Position in den internationalen Institutionen zu akzeptieren.</p>



<h2 id="china-fordert-mehr-einfluss-fuer-den-globalen-sueden-in-der-un" class="wp-block-heading">China fordert mehr Einfluss für den Globalen Süden in der UN</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">Chinas</a> Außenminister Wang Yi, der die Debatte als amtierender Präsident des Sicherheitsrats leitete, unterstrich die Notwendigkeit einer gerechteren globalen Ordnung. Die Zeit, in der eine kleine Gruppe von Staaten die internationalen Angelegenheiten dominierte, sei vorbei. Die aufstrebenden Märkte und Entwicklungsländer des Globalen Südens müssten eine stärkere Stimme erhalten. Er verwies auf die wirtschaftlichen Erfolge der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika), die mittlerweile einen höheren Anteil am globalen BIP ausmachen als die G7-Staaten.</p>



<h2 id="usa-kritisieren-russland-und-china-als-destabilisierende-akteure" class="wp-block-heading">USA kritisieren Russland und China als destabilisierende Akteure</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vertreterin der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a> argumentierte, dass zwei der größten Verursacher globaler Instabilität Vetomächte seien: Russland durch seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine und China durch seine strategische Nutzung des Status als Entwicklungsland. Sie kündigte eine umfassende Überprüfung der US-Unterstützung für die Vereinten Nationen an und stellte infrage, ob die Organisation weiterhin den amerikanischen Interessen diene.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">The United States will continue to work to reform the UN and return it to its founding mission of promoting peace and security around the world.  </p>
<p>Ambassador Shea’s full remarks: <a href="https://t.co/oxFcgBC0f8">https://t.co/oxFcgBC0f8</a></p>
<p>&mdash; U.S. Mission to the UN (@USUN) <a href="https://twitter.com/USUN/status/1891943504533709062?ref_src=twsrc%5Etfw">February 18, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der britische Vertreter befürwortete Reformen, wies aber darauf hin, dass die Vereinten Nationen bereits wirksame Instrumente zur Friedenssicherung besäßen. Der Sicherheitsrat sei oft ein &#8220;geopolitisches Theater&#8221;, aber mit der richtigen Anpassung könne er effizienter arbeiten.</p>



<h2 id="russland-fordert-eine-multipolare-weltordnung" class="wp-block-heading">Russland fordert eine multipolare Weltordnung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russlands</a> Vertreter kritisierte den westlichen Einfluss auf die globalen Institutionen und forderte eine gerechtere wirtschaftliche Ordnung. Er wies darauf hin, dass westliche Länder seit den 1960er-Jahren 62 Billionen Dollar an Ressourcen aus dem Globalen Süden abgeschöpft hätten. Russland setze sich dafür ein, dass das UN-System die Interessen aller Länder gleichberechtigt berücksichtige und nicht von westlichen Mächten dominiert werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ukraine forderte eine Begrenzung des Vetorechts für ständige Mitglieder, insbesondere wenn diese in einen Konflikt involviert sind. Die ukrainische Vertreterin warnte, dass die UN zu einer &#8220;Kampfarena&#8221; verkommen könne, in der Staaten ihre Interessen rücksichtslos durchsetzten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte, dass es große Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft der globalen Governance gibt. Während Entwicklungsländer und aufstrebende Märkte eine gerechtere Weltordnung fordern, warnen westliche Staaten vor einer Fragmentierung des internationalen Systems.&nbsp;</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-debattiert-ueber-neue-weltordnung/">UN-Sicherheitsrat debattiert über neue Weltordnung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Diplomatische Vertretungen von Ägypten, Türkei und Frankreich bei COMESA akkreditiert</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/diplomatische-vertretungen-von-aegypten-tuerkei-und-frankreich-bei-comesa-akkreditiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Feb 2025 18:17:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[COMESA]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Botschafter Ägyptens, der Türkei und Frankreichs in Sambia sind offiziell als Vertreter ihrer Länder bei der Gemeinsamen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdiplomatische-vertretungen-von-aegypten-tuerkei-und-frankreich-bei-comesa-akkreditiert%2F&amp;action_name=Diplomatische%20Vertretungen%20von%20%C3%84gypten%2C%20T%C3%BCrkei%20und%20Frankreich%20bei%20COMESA%20akkreditiert&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/diplomatische-vertretungen-von-aegypten-tuerkei-und-frankreich-bei-comesa-akkreditiert/">Diplomatische Vertretungen von Ägypten, Türkei und Frankreich bei COMESA akkreditiert</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Botschafter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägyptens</a>, der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/">Türkei</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreichs</a> in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/">Sambia</a> sind offiziell als Vertreter ihrer Länder bei der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/comesa/">Gemeinsamen Marktorganisation für das östliche und südliche Afrika</a> (COMESA) akkreditiert worden. Bei einer <a href="https://www.comesa.int/egypt-turkey-france-ambassadors-accredited-to-comesa/">Zeremonie</a> im COMESA-Sekretariat in Lusaka überreichten die Diplomaten am Montag ihre Beglaubigungsschreiben an Generalsekretärin Chileshe Mpundu Kapwepwe. Dies markiert einen weiteren Schritt zur Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mayada Essam Abdelrahman wurde als Ständige Vertreterin Ägyptens bei COMESA akkreditiert, da ihr Land Mitglied des regionalen Blocks ist. Hüseyin Barbaros Dicle aus der Türkei und Thomas Rossignol aus Frankreich wurden als Sondervertreter ihrer jeweiligen Regierungen ernannt.</p>



<h4 id="vertiefung-der-zusammenarbeit-in-handel-investitionen-und-sicherheit" class="wp-block-heading">Vertiefung der Zusammenarbeit in Handel, Investitionen und Sicherheit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Akkreditierung unterstreicht das Engagement dieser Staaten für eine engere Zusammenarbeit mit COMESA in Bereichen wie Handel, Investitionen, Kultur, Frieden und Sicherheit. Botschafter Rossignol bekräftigte die Bereitschaft Frankreichs, gemeinsame Initiativen mit COMESA weiter auszubauen, insbesondere im Bereich der regionalen Integration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als Franzose liegen mir Fragen der regionalen Integration und der freien Personenbewegung besonders am Herzen“, erklärte Rossignol.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Botschafterin Abdelrahman betonte Ägyptens langjährige Unterstützung für die Integrationsprogramme von COMESA und deren Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ägypten hat das COMESA-Sekretariat stets in seinem Bestreben unterstützt, Integrationsprogramme umzusetzen, die darauf abzielen, den Lebensstandard der Menschen in der Region zu verbessern“, so Abdelrahman.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Botschafter Dicle hob die Bedeutung der Frauenförderung hervor, ein Anliegen, das von der türkischen Regierung und insbesondere der First Lady der Türkei unterstützt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden uns auf den Austausch von Fachwissen, den Aufbau institutioneller Kapazitäten und die Förderung von Frauen in der Wirtschaft konzentrieren“, erklärte Dicle.</p>



<h4 id="comesa-generalsekretaerin-hebt-partnerschaften-hervor" class="wp-block-heading">COMESA-Generalsekretärin hebt Partnerschaften hervor</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Generalsekretärin Kapwepwe würdigte die Bedeutung der Kooperation mit diesen Nationen. Sie betonte insbesondere die Rolle Frankreichs als wichtiger Partner innerhalb der Europäischen Union, die zahlreiche Programme von COMESA finanziell unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Frankreich stellt jährlich Mittel zur Förderung der französischen Sprache bereit, die eine unserer offiziellen Sprachen ist. Wir hoffen, diese Beziehung weiter auszubauen“, so Kapwepwe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf die wirtschaftlichen Beziehungen zu Ägypten hob die Generalsekretärin hervor, dass das Land eine führende Rolle in der intra-regionalen Handelsförderung einnimmt. Der ägyptische Exportanteil innerhalb von COMESA sei von 22,2 % im Jahr 2021 auf 24,1 % im Jahr 2022 gestiegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Führungsrolle Ägyptens bei der Ermöglichung des intra-COMESA-Handels ist bemerkenswert“, sagte Kapwepwe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bezüglich der Zusammenarbeit mit der Türkei betonte sie deren zunehmende Rolle als strategischer Partner für Afrika. Die Generalsekretärin verwies auf Initiativen wie das Türkei-Afrika Wirtschafts- und Business-Forum als wegweisend für die künftige Kooperation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Expertise der Türkei in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Tourismus bietet große Chancen für unsere Region“, so Kapwepwe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">COMESA setzt weiterhin auf den Ausbau seiner Partnerschaften, um die sozioökonomische Entwicklung in der Region zu fördern. Die Kooperation mit Ägypten, der Türkei und Frankreich wird in diesem Zusammenhang als bedeutender Schritt gesehen.</p>
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		<title>MSC 2025: Ministerinnen Svenja Schulze und Leila Benali wollen Entwicklungspolitik neu denken</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/msc-2025-ministerinnen-svenja-schulze-und-leila-benali-wollen-entwicklungspolitik-neu-denken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Feb 2025 15:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNDP]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze hob auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Notwendigkeit einer verstärkten internationalen Kooperation hervor, insbesondere in den&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmsc-2025-ministerinnen-svenja-schulze-und-leila-benali-wollen-entwicklungspolitik-neu-denken%2F&amp;action_name=MSC%202025%3A%20Ministerinnen%20Svenja%20Schulze%20und%20Leila%20Benali%20wollen%20Entwicklungspolitik%20neu%20denken&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/msc-2025-ministerinnen-svenja-schulze-und-leila-benali-wollen-entwicklungspolitik-neu-denken/">MSC 2025: Ministerinnen Svenja Schulze und Leila Benali wollen Entwicklungspolitik neu denken</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze hob auf der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/msc/">Münchner Sicherheitskonferenz</a> die Notwendigkeit einer verstärkten internationalen Kooperation hervor, insbesondere in den Bereichen nachhaltige Entwicklungspolitik, Klimawandel und globale Gesundheitsversorgung. Sie betonte, dass die finanziellen Kürzungen und strukturellen Herausforderungen innerhalb des UN-Entwicklungssystems langfristig den Fortschritt der Agenda 2030 gefährden könnten. Deutschland setzt sich daher für eine gezielte Reform und eine nachhaltige Finanzierung der UN-Programme ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der von Deutschland initiierten „Joint Declaration of Intent“ zur Stärkung des UN-Entwicklungssystems beteiligen sich bereits zahlreiche Staaten, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Großbritannien</a>, Norwegen, Irland, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, Kolumbien und Costa Rica. Weitere afrikanische Länder haben signalisiert, sich der Initiative anzuschließen. Die Erklärung wird auf der <a href="https://fokus-afrika.de/hamburg-sustainability-conference-neue-allianzen-fur-sdgs/">Hamburg Sustainability Conference</a> im Juni weiter diskutiert, um die langfristige Strukturreform der Entwicklungszusammenarbeit voranzutreiben.</p>



<h3 id="afrikanische-perspektiven-und-reformforderungen-an-die-entwicklungspolitik" class="wp-block-heading">Afrikanische Perspektiven und Reformforderungen an die Entwicklungspolitik</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Konferenz unterstrichen afrikanische Delegationen die Notwendigkeit, Entwicklungshilfe strategischer und nachhaltiger auszurichten. Der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/tansania/">tansanische</a> Außenminister betonte, dass multilaterale Entwicklungszusammenarbeit nicht nur auf kurzfristige Hilfsprogramme abzielen, sondern gezielt in Bildung, Infrastruktur und wirtschaftliche Selbstständigkeit investieren müsse.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gj6N5AHaAAAUzql-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-14064 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gj6N5AHaAAAUzql-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gj6N5AHaAAAUzql-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gj6N5AHaAAAUzql-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gj6N5AHaAAAUzql-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gj6N5AHaAAAUzql-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gj6N5AHaAAAUzql-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gj6N5AHaAAAUzql-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gj6N5AHaAAAUzql.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokkos</a> Energieministerin Leila Benali hob die Rolle Marokkos als Energiekorridor zwischen Afrika und Europa hervor und betonte, dass das Königreich eine Schlüsselrolle in der globalen Energiewende einnehmen möchte. Sie verwies auf die ambitionierten Pläne Marokkos zur Entwicklung erneuerbarer Energien, insbesondere im Bereich der Solar- und Windkraft, sowie auf die Schaffung von Infrastruktur für grünen Wasserstoff.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko hat in den letzten Jahren erheblich in seine erneuerbare Energieproduktion investiert und gilt als Vorreiter auf dem afrikanischen Kontinent. Benali unterstrich, dass das Land strategische Partnerschaften mit europäischen Staaten und internationalen Investoren suche, um eine nachhaltige und gerechte Energiewirtschaft zu fördern.</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/HuI_pnCP_rA?si=-t1KKGhHFZ2Fg6tF&amp;start=291" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus plädierte sie für eine gerechtere Verteilung von Technologie und Wissen, um Afrika stärker in die globale Energiewertschöpfung einzubinden. Afrika dürfe nicht nur als Rohstoffquelle betrachtet werden, sondern müsse aktiv an der Gestaltung internationaler Energiemärkte teilnehmen. Die Ministerin forderte außerdem eine stärkere Zusammenarbeit innerhalb Afrikas, um regionale Energiemärkte besser zu vernetzen und Energieautonomie auf dem Kontinent zu fördern.</p>



<h3 id="deutschlands-ansatz-fuer-eine-moderne-entwicklungspolitik" class="wp-block-heading">Deutschlands Ansatz für eine moderne Entwicklungspolitik</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schulze stellte Deutschlands Konzept für eine moderne Entwicklungszusammenarbeit vor. Neben klassischer finanzieller Unterstützung setzt Deutschland zunehmend auf Wissenstransfer, Technologiepartnerschaften und nachhaltige Handelsbeziehungen mit afrikanischen Ländern. Der Fokus liege dabei auf einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die afrikanische Eigeninitiativen und wirtschaftliche Autonomie stärkt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1532" height="1080" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1532px-Svenja_Schulze_2021.jpg" alt="" class="wp-image-11473 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstützt zudem die Idee eines afrikanischen Entwicklungsfonds, der es Ländern ermöglicht, in nachhaltige Projekte zu investieren, ohne sich in neue Schuldenzyklen zu begeben. Dieser Vorschlag wird aktuell mit der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a> und weiteren multilateralen Partnern erörtert.</p>
</div></div>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="de" dir="ltr">Gemeinsam stellen wir uns gegen die Angriffe auf das <a href="https://twitter.com/hashtag/UN?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UN</a>-System. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz haben wir uns mit Mitstreitern getroffen, um zu besprechen, wie wir die Vereinten Nationen schützen &amp; stärken können &#8211; für mehr internationale Zusammenarbeit, nicht weniger. <a href="https://t.co/Gb57bwuUcQ">pic.twitter.com/Gb57bwuUcQ</a></p>
<p>&mdash; Bundesentwicklungsministerium (@BMZ_Bund) <a href="https://twitter.com/BMZ_Bund/status/1890800878350639136?ref_src=twsrc%5Etfw">February 15, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="reformbedarf-im-un-entwicklungssystem" class="wp-block-heading">Reformbedarf im UN-Entwicklungssystem</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Achim Steiner, Chef des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/undp/">UN-Entwicklungsprogramms</a> (UNDP) und Vize-Vorsitzender der UN-Entwicklungsgruppe, betonte die Notwendigkeit einer effizienteren Koordination zwischen den über 50 Fonds und Programmen der Vereinten Nationen. Besonders im Hinblick auf Afrika müsse das Verhältnis zwischen Entwicklungs- und Verteidigungsbudgets hinterfragt werden, da nachhaltige Sicherheit nur durch wirtschaftliche Stabilität und soziale Entwicklung erreicht werden könne. Er forderte eine engere Zusammenarbeit zwischen multilateralen Organisationen und afrikanischen Staaten, um Entwicklungsziele effektiver zu verwirklichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Münchner Sicherheitskonferenz verdeutlichte, dass eine nachhaltige Entwicklungspolitik ohne eine enge Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern nicht zielführend ist. Während sich Deutschland für eine Stärkung des UN-Entwicklungssystems einsetzt, fordern afrikanische Staaten eine gerechtere Verteilung von Ressourcen und eine stärkere Einbindung in globale Entscheidungsprozesse. Die Diskussionen werden auf der <a href="https://fokus-afrika.de/hamburg-sustainability-conference-neue-allianzen-fur-sdgs/">Hamburg Sustainability Conference</a> fortgesetzt, mit dem Ziel, neue Finanzierungsmechanismen und nachhaltige Entwicklungsstrategien zu etablieren.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmsc-2025-ministerinnen-svenja-schulze-und-leila-benali-wollen-entwicklungspolitik-neu-denken%2F&amp;action_name=MSC%202025%3A%20Ministerinnen%20Svenja%20Schulze%20und%20Leila%20Benali%20wollen%20Entwicklungspolitik%20neu%20denken&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/msc-2025-ministerinnen-svenja-schulze-und-leila-benali-wollen-entwicklungspolitik-neu-denken/">MSC 2025: Ministerinnen Svenja Schulze und Leila Benali wollen Entwicklungspolitik neu denken</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">MSC 2025: Ministerinnen Svenja Schulze und Leila Benali wollen Entwicklungspolitik neu denken</media:title>
			<media:description type="html">%%primary_category%% %%sep%% Afrikanische Staaten fordern nachhaltige Entwicklungspolitik, faire Partnerschaften und Wirtschaftsstrukturen.</media:description>
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		<title>M23-Rebellen erobern Kalehe und Bukavu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/m23-rebellen-erobern-kalehe-und-bukavu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2025 17:55:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Rebellengruppe M23 hat Kalehe-Centre, den Verwaltungssitz des gleichnamigen Territoriums in der Provinz Süd-Kivu, besetzt. Laut der von&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fm23-rebellen-erobern-kalehe-und-bukavu%2F&amp;action_name=M23-Rebellen%20erobern%20Kalehe%20und%20Bukavu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/m23-rebellen-erobern-kalehe-und-bukavu/">M23-Rebellen erobern Kalehe und Bukavu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Rebellengruppe <a href="https://fokus-afrika.de/tag/m23/">M23</a> hat Kalehe-Centre, den Verwaltungssitz des gleichnamigen Territoriums in der Provinz Süd-Kivu, besetzt. Laut der von den Vereinten Nationen unterstützten Nachrichtendienst <em>Radio Okapi</em> gingen der Eroberung intensive Kämpfe mit den Streitkräften der Demokratischen Republik Kongo (FARDC) voraus. Die Rebellen durchbrachen die Verteidigungslinie der FARDC bei Ihusi nach 48 Stunden heftiger Gefechte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14. Februar eroberte M23 zudem die Provinzhauptstadt Bukavu. Laut lokalen Quellen marschierten die Rebellen, unterstützt durch die ruandische Armee, ohne Widerstand in die Stadt ein. Zuvor hatten die FARDC-Truppen ihre Stellungen verlassen. Die Einnahme von Bukavu markiert eine signifikante Eskalation des Konflikts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung steht im direkten Widerspruch zu dem im Rahmen eines gemeinsamen Gipfels der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eac/">Ostafrikanischen Gemeinschaft</a> (EAC) und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sadc/">Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft</a> (SADC) vereinbarten Waffenstillstand.</p>



<h3 id="diplomatische-bemuehungen-zur-loesung-des-konflikts" class="wp-block-heading">Diplomatische Bemühungen zur Lösung des Konflikts</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der ruandische Außenminister Olivier Nduhungirehe führte ein Telefongespräch mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Noël Barrot. Dabei wurden die aktuellen Entwicklungen in der Ost-DR Kongo und die im Rahmen des EAC-SADC-Gipfels beschlossenen Maßnahmen erörtert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="730" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjwSnsdWMAAQDHK-1024x730.jpeg" alt="" class="wp-image-14059 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjwSnsdWMAAQDHK-1024x730.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjwSnsdWMAAQDHK-300x214.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjwSnsdWMAAQDHK-768x548.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjwSnsdWMAAQDHK-1536x1095.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjwSnsdWMAAQDHK-380x271.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjwSnsdWMAAQDHK-800x570.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjwSnsdWMAAQDHK-1160x827.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjwSnsdWMAAQDHK.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Präsident Paul Kagame bekräftigte gegenüber UN-Generalsekretär António Guterres Ruandas Engagement für eine politische Lösung unter Berücksichtigung der regionalen Sicherheitsinteressen. Die Vereinten Nationen unterstreichen die Notwendigkeit einer nachhaltigen und inklusiven Lösung mit Rechenschaftspflicht aller beteiligten Akteure.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Paul Kagame bekräftigte gegenüber UN-Generalsekretär António Guterres Ruandas Engagement für eine politische Lösung unter Berücksichtigung der regionalen Sicherheitsinteressen. Die Vereinten Nationen unterstreichen die Notwendigkeit einer nachhaltigen und inklusiven Lösung mit Rechenschaftspflicht aller beteiligten Akteure.</p>



<h3 id="tshisekedi-fordert-haertere-massnahmen-gegen-ruanda" class="wp-block-heading">Tshisekedi fordert härtere Maßnahmen gegen Ruanda</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der DR Kongo, Félix Tshisekedi, forderte auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine verstärkte diplomatische und wirtschaftliche Isolierung Ruandas. Er kritisierte die ungleiche Behandlung internationaler Krisen und zog Parallelen zwischen der russischen Invasion in der Ukraine und der M23-Offensive in der DR Kongo.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/RDC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#RDC</a> &#8211; <a href="https://twitter.com/hashtag/Securite?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Securite</a> | Revivez en images la participation du Président Félix Tshisekedi à la 61ème Conférence de <a href="https://twitter.com/hashtag/Munich?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Munich</a> sur la Sécurité. <a href="https://t.co/imzz1BrEiO">pic.twitter.com/imzz1BrEiO</a></p>
<p>&mdash; Présidence RDC 🇨🇩 (@Presidence_RDC) <a href="https://twitter.com/Presidence_RDC/status/1890646203580178779?ref_src=twsrc%5Etfw">February 15, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Tshisekedi beschuldigte zudem seinen Vorgänger Joseph Kabila, die M23-Rebellen mit Unterstützung der ruandischen Armee zu finanzieren und zu steuern. Diese schweren Vorwürfe äußerte er während seines Aufenthalts in Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tshisekedi forderte Sanktionen gegen Ruanda, vergleichbar mit denen gegen Russland, sowie strengere Regulierungen für den Handel mit strategischen Mineralien, die über Ruanda aus der DR Kongo ausgeführt werden. Zudem rief er zur Bereitstellung humanitärer Hilfe für die Millionen Binnenvertriebenen auf. Trotzdem muss sich der Präsident in seiner Heimat Kritik gefallen lassen. Seine Abwesenheit während des drohenden Falls von Bukavu wird in den Sozialen Medien diskutiert. </p>



<h3 id="deutsche-reaktion-auf-die-eroberung-von-kalehe-und-bukavu" class="wp-block-heading">Deutsche Reaktion auf die Eroberung von Kalehe und Bukavu</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt hat deutsche Staatsangehörige in Nord- und Süd-Kivu zur Ausreise aufgefordert und die Reisewarnungen für die DR Kongo ausgeweitet. Zudem verurteilt Deutschland zusammen mit der EU die eskalierende Gewalt und fordert eine diplomatische Lösung unter afrikanischer Führung.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">M23&amp;Rwanda‘s advance into <a href="https://twitter.com/hashtag/Bukavu?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Bukavu</a> blatantly disregards int‘l calls for ceasefire. This will not go unanswered. Together with our partners we are discussing options to respond, including sanctions. <a href="https://twitter.com/hashtag/DRC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DRC</a> territorial integrity and Rwandan security needs must both be respected. 1/2</p>
<p>&mdash; Christoph Retzlaff (@GERonAfrica) <a href="https://twitter.com/GERonAfrica/status/1890772590173585597?ref_src=twsrc%5Etfw">February 15, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Außenministerin Annalena Baerbock betonte die Notwendigkeit eines inklusiven Friedensprozesses und forderte M23 sowie Ruanda auf, den Vormarsch zu stoppen. Neben diplomatischen Maßnahmen unterstützt Deutschland humanitäre Initiativen zur Versorgung der betroffenen Zivilbevölkerung und beobachtet die Sicherheitslage kritisch.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="de" dir="ltr">M23 &amp; <a href="https://twitter.com/hashtag/Ruanda?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Ruanda</a> müssen ihren Vormarsch auf <a href="https://twitter.com/hashtag/Bukavu?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Bukavu</a> stoppen. Über die dramatische Lage in <a href="https://twitter.com/hashtag/Ostkongo?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Ostkongo</a><br />sprach <a href="https://twitter.com/ABaerbock?ref_src=twsrc%5Etfw">@ABaerbock</a> mit ihrer Kollegin <a href="https://twitter.com/kayikwambaT?ref_src=twsrc%5Etfw">@kayikwambaT</a>. Die territoriale Integrität der <a href="https://twitter.com/hashtag/DRKongo?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DRKongo</a> muss genauso respektiert werden, wie legitime Sicherheitsbedürfnisse Ruandas. <a href="https://twitter.com/hashtag/MSC2025?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#MSC2025</a> 1/2 <a href="https://t.co/JLZUGpM1AJ">pic.twitter.com/JLZUGpM1AJ</a></p>
<p>&mdash; Auswärtiges Amt (@AuswaertigesAmt) <a href="https://twitter.com/AuswaertigesAmt/status/1890431904110751953?ref_src=twsrc%5Etfw">February 14, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungen im Osten der DR Kongo bleiben volatil. Die internationale Gemeinschaft, darunter die Vereinten Nationen, regionale Akteure und europäische Partner, bemühen sich um eine politische Lösung. Der weitere Verlauf hängt maßgeblich von den diplomatischen Verhandlungen und der Einhaltung der vereinbarten Waffenstillstände ab.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/m23-rebellen-erobern-kalehe-und-bukavu/">M23-Rebellen erobern Kalehe und Bukavu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US- und EU-Delegation in Tigray zur Umsetzung des Pretoria-Abkommens</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-und-eu-delegation-in-tigray-zur-umsetzung-des-pretoria-abkommens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 18:01:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine hochrangige Delegation aus den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union, Deutschland, Frankreich, Italien, dem Vereinigten Königreich und Dänemark&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-und-eu-delegation-in-tigray-zur-umsetzung-des-pretoria-abkommens%2F&amp;action_name=US-%20und%20EU-Delegation%20in%20Tigray%20zur%20Umsetzung%20des%20Pretoria-Abkommens&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-und-eu-delegation-in-tigray-zur-umsetzung-des-pretoria-abkommens/">US- und EU-Delegation in Tigray zur Umsetzung des Pretoria-Abkommens</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine hochrangige Delegation aus den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a>, der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">Europäischen Union</a>, Deutschland, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/italien/">Italien</a>, dem <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigten Königreich</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/danemark/">Dänemark</a> ist am 11. Februar 2025 in Mekelle, der Hauptstadt der äthiopischen Region Tigray, eingetroffen. Ihr Besuch steht im Zeichen der internationalen Bemühungen zur Stabilisierung der Region und der Umsetzung des Pretoria-Abkommens, das den bewaffneten Konflikt zwischen der äthiopischen Zentralregierung und den Tigray-Kräften beenden sollte.</p>



<h3 id="hintergrund-des-besuchs-das-pretoria-abkommen-und-die-anhaltenden-herausforderungen-in-tigray" class="wp-block-heading">Hintergrund des Besuchs: Das Pretoria-Abkommen und die anhaltenden Herausforderungen in Tigray</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das am 2. November 2022 unterzeichnete Pretoria-Abkommen legte den Grundstein für ein Ende der Feindseligkeiten in Tigray. Es sah die Entwaffnung der Tigray-Truppen, die Wiedereingliederung der Region in den äthiopischen Staatsverband sowie die Wiederherstellung grundlegender Dienstleistungen wie Telekommunikation, Bankenwesen und Stromversorgung vor. Doch die Umsetzung des Abkommens bleibt bis heute eine Herausforderung. Die Präsenz ausländischer Truppen, insbesondere aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/">Eritrea</a>, sowie anhaltende politische Spannungen innerhalb der Tigray-Führung erschweren den Friedensprozess erheblich.</p>



<h3 id="schwerpunkte-der-gespraeche-in-mekelle" class="wp-block-heading">Schwerpunkte der Gespräche in Mekelle</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationalen Gesandten wurden am Flughafen Alula Aba Nega von Getachew Reda, dem Präsidenten der Tigray-Interimsverwaltung, empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Umsetzung des Pretoria-Abkommens, die aktuellen politischen Spannungen innerhalb der TPLF (Tigray People’s Liberation Front) und die humanitäre Lage in der Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delegation traf sowohl mit Getachew Reda als auch mit Debretsion Gebremichael zusammen, der eine rivalisierende Fraktion innerhalb der TPLF anführt. Die Spannungen zwischen diesen beiden Lagern haben sich seit dem 14. Parteikongress der TPLF verschärft und drohen, den ohnehin fragilen Friedensprozess weiter zu destabilisieren. Der Konflikt eskalierte zuletzt, als hochrangige Mitglieder der Tigray-Streitkräfte öffentlich die Auflösung der Interimsverwaltung forderten und sich offen auf die Seite einer der politischen Fraktionen stellten – ein Bruch mit ihrer bisherigen neutralen Haltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der politischen Krise spielte auch die Sicherheitslage eine zentrale Rolle in den Gesprächen. Internationale Beobachter haben wiederholt auf die anhaltende Präsenz eritreischer Truppen hingewiesen, die trotz des Friedensabkommens nicht vollständig aus Tigray abgezogen wurden. Dies erschwert nicht nur die Umsetzung des Abkommens, sondern sorgt auch für anhaltende Spannungen zwischen Tigray und der Zentralregierung in Addis Abeba.</p>



<h3 id="internationale-reaktionen-und-diplomatische-signale" class="wp-block-heading">Internationale Reaktionen und diplomatische Signale</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ankunft der hochrangigen Delegation unterstreicht das anhaltende Engagement der internationalen Gemeinschaft für den Friedensprozess in Äthiopien. In den vergangenen Monaten haben bereits mehrere ausländische Gesandte, darunter der US-Botschafter in Äthiopien, Ervin Massinga, Tigray besucht, um die Einhaltung des Abkommens zu überwachen und die Konfliktparteien zu einem Dialog zu bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche in Mekelle signalisieren eine erneute diplomatische Initiative, um den Friedensprozess wieder in Gang zu bringen. Die internationale Gemeinschaft fordert verstärkte Anstrengungen zur Umsetzung der Vereinbarungen, insbesondere in Bezug auf den Truppenabzug, die wirtschaftliche Erholung Tigrays und die politische Stabilität der Region.</p>



<h3 id="implikationen-fuer-die-zukunft-des-friedensprozesses-in-tigray" class="wp-block-heading"><strong>Implikationen für die Zukunft des Friedensprozesses</strong> in Tigray</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anwesenheit von Vertretern aus den USA und Europa setzt die äthiopische Regierung sowie die Tigray-Führung unter Druck, die Verpflichtungen des Pretoria-Abkommens zügig umzusetzen. Die langsame Implementierung hat bereits zu wachsender Frustration innerhalb der internationalen Gemeinschaft geführt, die eine nachhaltige Lösung für den Konflikt anstrebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Spaltung innerhalb der TPLF stellt jedoch eine ernsthafte Bedrohung für den Friedensprozess dar. Wenn keine Einigung innerhalb der politischen Führung von Tigray erzielt wird, könnte dies nicht nur das Abkommen gefährden, sondern auch neue Spannungen mit der Zentralregierung in Addis Abeba hervorrufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres zentrales Thema ist die humanitäre Lage. Trotz des Waffenstillstands leiden Millionen von Menschen in Tigray weiterhin unter Versorgungsengpässen. Die Delegation dürfte daher auch die Notwendigkeit einer ungehinderten Bereitstellung humanitärer Hilfe betont haben, insbesondere in Anbetracht der unsicheren wirtschaftlichen Zukunft und der stockenden Wiederherstellung wesentlicher Infrastrukturen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>KI als geopolitisches Instrument: Europa, Afrika und die strategische Zusammenarbeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ki-als-geopolitisches-instrument-europa-afrika-und-die-strategische-zusammenarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 14:45:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=13950</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Pariser AI Action Summit verdeutlichte die geopolitische Bedeutung künstlicher Intelligenz (KI) und ihre zunehmende Rolle als Machtfaktor&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fki-als-geopolitisches-instrument-europa-afrika-und-die-strategische-zusammenarbeit%2F&amp;action_name=KI%20als%20geopolitisches%20Instrument%3A%20Europa%2C%20Afrika%20und%20die%20strategische%20Zusammenarbeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Pariser <a href="https://www.elysee.fr/en/sommet-pour-l-action-sur-l-ia">AI Action Summit</a> verdeutlichte die geopolitische Bedeutung künstlicher Intelligenz (KI) und ihre zunehmende Rolle als Machtfaktor in internationalen Beziehungen. Während große Nationen wie die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> um die technologische Vorherrschaft konkurrieren, wird gleichzeitig die Notwendigkeit einer verstärkten internationalen Kooperation betont – insbesondere mit den Ländern Afrikas.</p>



<h3 id="technologie-als-geopolitisches-instrument" class="wp-block-heading">Technologie als geopolitisches Instrument</h3>



<p class="wp-block-paragraph">KI ist nicht nur ein Treiber wirtschaftlicher Innovation, sondern auch ein strategisches Werkzeug in globalen Machtkämpfen. Dies zeigte sich auf dem Gipfel insbesondere durch die Anwesenheit führender Regierungsvertreter, darunter US-Vizepräsident JD Vance und Chinas Vizepremier Zhang Guoqing. Während westliche Nationen auf regulatorische Rahmenbedingungen drängen, verfolgen Länder wie China einen expansiven Ansatz, indem sie KI-Technologien in strategische Partnerschaften mit Schwellenländern integrieren.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">&quot;America can not and will not accept that&quot;</p>
<p>US Vice President, JD Vance is speaking at the AI Action Summit in Paris</p>
<p>Latest ➡️ <a href="https://t.co/asFRj2oarG">https://t.co/asFRj2oarG</a></p>
<p>📺 Sky 501, Virgin 602, Freeview 233 and YouTube <a href="https://t.co/Kz6BBeOt7h">pic.twitter.com/Kz6BBeOt7h</a></p>
<p>&mdash; Sky News (@SkyNews) <a href="https://twitter.com/SkyNews/status/1889253476724507035?ref_src=twsrc%5Etfw">February 11, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der renommierte KI-Experte Yoshua Bengio warnte vor möglichen Missbräuchen durch Terroristen und betonte, dass Regierungen die damit verbundenen Risiken bislang nicht ausreichend ernst nehmen. Um diesen Bedrohungen zu begegnen, sei eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den USA, China und anderen globalen Akteuren erforderlich.</p>



<h3 id="afrika-als-schluesselregion-fuer-die-ki-zukunft" class="wp-block-heading">Afrika als Schlüsselregion für die KI-Zukunft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten stehen zunehmend im Fokus, wenn es um technologische Partnerschaften geht. Insbesondere europäische Länder, darunter Deutschland und Frankreich, haben erkannt, dass eine nachhaltige Entwicklung von KI nicht nur im Westen stattfinden darf, sondern unter Einbeziehung des globalen Südens.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="fr" dir="ltr">Merci à 🇰🇭, 🇲🇹, 🇷🇴, 🇭🇷, 🇷🇼, 🇲🇦, 🇰🇿, qui ont exprimé leur souhait de rejoindre le Partenariat mondial pour l’IA 🎉 <br />Le PMIA, c’est quoi ? <a href="https://t.co/NV7oybJ01Q">pic.twitter.com/NV7oybJ01Q</a></p>
<p>&mdash; France Diplomatie 🇫🇷🇪🇺 (@francediplo) <a href="https://twitter.com/francediplo/status/1888701121340088790?ref_src=twsrc%5Etfw">February 9, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein prominentes Beispiel hierfür ist <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a>, das als führender Akteur im Bereich Digitalisierung und Innovation in Afrika gilt. Die marokkanische Ministerin für digitale Transformation, Amal El Fallah Seghrouchni, betonte auf der Veranstaltung, dass ihr Land verstärkt in Start-ups und KI-Technologien investiert. Programme wie &#8220;Maroc Digital 2030&#8221; zeigen, dass sich Marokko als Brücke zwischen Afrika und Europa positionieren will, um eine führende Rolle im technologischen Fortschritt einzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland setzt im Rahmen der europäischen Initiative &#8220;Global Gateway&#8221; verstärkt auf Investitionen in digitale Infrastrukturprojekte, um afrikanische Länder bei der KI-Entwicklung zu unterstützen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="568" height="758" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/kofler_baerbel_gross.jpg" alt="" class="wp-image-13955 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/kofler_baerbel_gross.jpg 568w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/kofler_baerbel_gross-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/kofler_baerbel_gross-380x507.jpg 380w" sizes="(max-width: 568px) 100vw, 568px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler hob hervor: „Es ist heute wichtiger denn je, dass die demokratischen Länder Europas eng zusammenstehen. Wir werden gemeinsam unsere Demokratien verteidigen, auch gegen Desinformation und Fake News. Dabei müssen wir sicherstellen, dass nicht nur eine Hand voll Länder die Vorteile der künstlichen Intelligenz nutzen und ihre Regeln festlegen. Alle Regionen, und besonders die des globalen Südens, müssen an der Entwicklung, Nutzung und Steuerung von KI beteiligt werden.“</p>
</div></div>



<h3 id="neue-allianzen-fuer-eine-gerechte-ki-zukunft" class="wp-block-heading">Neue Allianzen für eine gerechte KI-Zukunft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während auf dem Gipfel auch kritische Stimmen laut wurden, die eine strengere Kontrolle von künstlicher Technologien fordern, setzen europäische Akteure darauf, mit afrikanischen Staaten eine faire und nachhaltige Partnerschaft zu etablieren. Projekte wie „Génération AI: Booster 1000 PME Marocaines“, das kleinen und mittleren marokkanischen Unternehmen den Zugang zu KI-Technologien ermöglicht, zeigen das wachsende Engagement in der Region.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="341" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1500x500-1024x341.jpeg" alt="" class="wp-image-13952 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1500x500-1024x341.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1500x500-300x100.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1500x500-768x256.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1500x500-380x127.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1500x500-800x267.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1500x500-1160x387.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1500x500.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste am Rande des Gipfels, bei denen Aktivisten eine stärkere Regulierung der Tech-Industrie forderten, unterstreichen jedoch die Notwendigkeit, ethische Standards und wirtschaftliche Interessen in Einklang zu bringen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufruf zu einem internationalen Abkommen zwischen den USA und China zur Begrenzung von Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz zeigt, dass die Regulierung von KI auch als sicherheitspolitische Herausforderung wahrgenommen wird.</p>



<h3 id="europas-strategische-rolle" class="wp-block-heading">Europas strategische Rolle</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pariser Gipfel machte deutlich, dass Europa eine zentrale Rolle bei der Gestaltung einer KI-Strategie spielen kann, die über wirtschaftliche Interessen hinausgeht. Eine enge Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern und die Förderung gemeinsamer KI-Initiativen kann eine Balance zwischen Innovation und Regulierung schaffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="396" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjgudDYacAEGWUn-1024x396.jpeg" alt="" class="wp-image-13953 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjgudDYacAEGWUn-1024x396.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjgudDYacAEGWUn-300x116.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjgudDYacAEGWUn-768x297.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjgudDYacAEGWUn-1536x593.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjgudDYacAEGWUn-380x147.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjgudDYacAEGWUn-800x309.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjgudDYacAEGWUn-1160x448.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjgudDYacAEGWUn.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Frage, ob Afrika lediglich zum geopolitischen Spielfeld zwischen China, den USA und Europa wird oder als eigenständiger Akteur im KI-Bereich auftritt, wird entscheidend für die kommenden Jahre sein.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weichen dafür werden durch Initiativen wie „Global Gateway“ und nationale Strategien wie „Maroc Digital 2030“ bereits gestellt.</p>
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		<item>
		<title>Frankreich räumt Militärstützpunkt in Abidjan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-raeumt-militaerstuetzpunkt-in-abidjan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2025 21:06:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Côte d’Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=13892</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 20. Februar 2025 wird der französische Militärstützpunkt in Abidjan offiziell an die Elfenbeinküste übergeben. Die feierliche Zeremonie&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-raeumt-militaerstuetzpunkt-in-abidjan%2F&amp;action_name=Frankreich%20r%C3%A4umt%20Milit%C3%A4rst%C3%BCtzpunkt%20in%20Abidjan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-raeumt-militaerstuetzpunkt-in-abidjan/">Frankreich räumt Militärstützpunkt in Abidjan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 20. Februar 2025 wird der französische Militärstützpunkt in Abidjan offiziell an die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/">Elfenbeinküste</a> übergeben. Die feierliche Zeremonie erfolgt im Beisein der Verteidigungsminister beider Länder, Téné Birahima Ouattara und Sébastien Lecornu, wie aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen hervorgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Transfer des 43. Bataillons der Marineinfanterie (43e BIMA), das im Stadtteil Port-Bouët stationiert war, wurde bereits am 31. Dezember 2024 durch Präsident Alassane Ouattara angekündigt. Die Übergabe ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung der französischen Militärpräsenz in Afrika, nachdem <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> in den vergangenen Monaten seine Truppen aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und zuletzt auch aus dem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a> abgezogen hat.</p>



<h3 id="militaerstuetzpunkt-hintergrund-der-uebergabe" class="wp-block-heading">Militärstützpunkt: Hintergrund der Übergabe</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="321" height="480" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Insigne_regimentaire_du_43e_Bataillon_dInfanterie_de_Marine_9_palmes.jpg" alt="" class="wp-image-13893 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Insigne_regimentaire_du_43e_Bataillon_dInfanterie_de_Marine_9_palmes.jpg 321w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Insigne_regimentaire_du_43e_Bataillon_dInfanterie_de_Marine_9_palmes-201x300.jpg 201w" sizes="(max-width: 321px) 100vw, 321px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hatte das 43e BIMA über Jahrzehnte hinweg in der Region stationiert und spielte eine zentrale Rolle in der militärischen Zusammenarbeit mit der Elfenbeinküste. Neben der Ausbildung der ivorischen Streitkräfte unterstützte die Einheit während der Krise nach den Präsidentschaftswahlen 2010-2011 die Operation Licorne zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Stabilisierung der Hauptstadt Abidjan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der formellen Übergabe bleibt Frankreich weiterhin sicherheitspolitischer Partner der Elfenbeinküste. Rund 80 französische Soldaten werden weiterhin in Abidjan stationiert bleiben, während das Militärlager in &#8220;Camp Thomas d&#8217;Aquin Ouattara&#8221; umbenannt wird. Diese präsenzreduzierte Strategie entspricht dem neuen Ansatz Frankreichs, seine militärische Präsenz in Afrika weniger sichtbar und verstärkt nach den Bedürfnissen der jeweiligen Gastländer auszurichten.</p>
</div></div>



<h3 id="regionale-auswirkungen" class="wp-block-heading">Regionale Auswirkungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückzug französischer Truppen aus mehreren westafrikanischen Staaten erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Paris und militärischen Regierungen in der Region. Nach dem Abzug aus Mali, Burkina Faso und Niger beabsichtigt auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a>, die Präsenz französischer Soldaten bis Ende 2025 schrittweise zu reduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Elfenbeinküste hingegen bleibt ein zentraler Partner Frankreichs in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/">Westafrika</a>. Laut Experten könnte sich die Zusammenarbeit künftig verstärkt auf Ausbildungsprogramme und den Austausch von sicherheitspolitischem Know-how konzentrieren.</p>



<h3 id="zukunft-der-militaerischen-kooperation" class="wp-block-heading">Zukunft der militärischen Kooperation</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/451239528_806195208301172_5708287713438314619_n.jpg" alt="" class="wp-image-13894 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/451239528_806195208301172_5708287713438314619_n.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/451239528_806195208301172_5708287713438314619_n-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/451239528_806195208301172_5708287713438314619_n-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/451239528_806195208301172_5708287713438314619_n-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/451239528_806195208301172_5708287713438314619_n-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Abzug des 43e BIMA markiert einen Wendepunkt in der Militärstrategie Frankreichs in Afrika. Die Elfenbeinküste wird künftig die Kontrolle über die Militärbasis und deren Infrastruktur übernehmen, während sich die bilaterale Zusammenarbeit zunehmend auf technische Assistenz und operative Beratung verlagert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Meldungen der Agentur AfricaNews wird die Übergabe am 20. Februar eine symbolische Zäsur darstellen, da sich die Sicherheitsarchitektur Westafrikas weiter verändert. Wie sich diese Umstrukturierungen auf die Stabilität der Region auswirken werden, bleibt abzuwarten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kontroverse um Herstellung militärischer Uniformen in Madagaskar</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kontroverse-um-herstellung-militaerischer-uniformen-in-madagaskar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2025 19:59:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die französische Armee sieht sich einer Debatte über die Verlagerung der Produktion ihrer Uniformen nach Afrika gegenüber. Bisher&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkontroverse-um-herstellung-militaerischer-uniformen-in-madagaskar%2F&amp;action_name=Kontroverse%20um%20Herstellung%20milit%C3%A4rischer%20Uniformen%20in%20Madagaskar&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die französische Armee sieht sich einer Debatte über die Verlagerung der Produktion ihrer Uniformen nach Afrika gegenüber. Bisher wurden diese von der traditionsreichen Firma Marck &amp; Balsan in Calais gefertigt, die seit 1999 auf die Herstellung hochwertiger Militärbekleidung spezialisiert ist. Besonders bekannt ist das Unternehmen für die Anfertigung der Paradeuniformen zum Nationalfeiertag am 14. Juli.</p>



<h4 id="paul-boye-unterbietet-marck-balsan" class="wp-block-heading">Paul Boyé unterbietet Marck &amp; Balsan</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein jüngst vergebener Auftrag sorgt nun für Aufsehen: Das Verteidigungsministerium hat den Zuschlag an <a href="https://www.paulboye.fr/fr/la-societe/paul-boye-technologies">Paul Boyé Technologies</a> aus Haute-Garonne erteilt. Obwohl das Unternehmen 90 % der Wertschöpfung in Frankreich halten will, wird ein erheblicher Teil der Produktion nach <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/">Madagaskar</a> ausgelagert. Dort beschäftigt Paul Boyé bereits rund 1.000 Mitarbeiter. Der Kostenunterschied zwischen den Angeboten war signifikant: Paul Boyé Technologies bot 26 Millionen Euro, während Marck &amp; Balsan fast 70 Millionen Euro forderte. Paul Boyé begründet den Preisunterschied mit globalen Marktbedingungen und Fachkräftemangel in der französischen Textilbranche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vergabe des Auftrags bedeutet das Aus für das Werk von Marck &amp; Balsan in Calais. 65 Arbeitsplätze, hauptsächlich von Frauen, die ihre gesamte Laufbahn in der Firma verbracht haben, stehen auf dem Spiel. Zwar gibt es Versuche, eine Neuanstellung in der Luxusbranche zu ermöglichen und einen Nachfolger für das Werk zu finden, doch die Zukunft der betroffenen Beschäftigten bleibt ungewiss. Diese Entwicklung reiht sich in den allgemeinen Niedergang des französischen Textilsektors ein, da Marck &amp; Balsan zuvor bereits Aufträge von SNCF und RATP an Unternehmen mit Produktionsverlagerung verloren hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verteidigungsministerium verteidigt seine Entscheidung mit der hohen Qualität der Produkte von Paul Boyé Technologies und der Sicherstellung, dass ein wesentlicher Teil der Produktion in <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> verbleibt. Zudem wird ein Recyclingprojekt für Militäruniformen geprüft, um in Krisenzeiten die Rohstoffversorgung sicherzustellen. Die Bürgermeisterin von Calais, Natacha Bouchart, kritisiert jedoch das Fehlen einer klaren nationalen Industriepolitik. Sie warnt, dass die Herstellung militärischer Ausrüstung eine strategische Bedeutung für die französische Verteidigung habe. Diese Entwicklung wirft grundlegende Fragen über das Spannungsverhältnis zwischen wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und industrieller Souveränität im Verteidigungssektor auf.</p>
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		<item>
		<title>Frankreich übergibt Militärbasis und zieht aus dem Tschad ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-uebergibt-militaerbasis-und-zieht-aus-dem-tschad-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2025 21:14:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreich hat am 30. Januar 2025 seine letzte Militärbasis im Tschad, die Luftwaffenbasis Sergent-Adji-Kossei, offiziell an die tschadischen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-uebergibt-militaerbasis-und-zieht-aus-dem-tschad-ab%2F&amp;action_name=Frankreich%20%C3%BCbergibt%20Milit%C3%A4rbasis%20und%20zieht%20aus%20dem%20Tschad%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hat am 30. Januar 2025 seine letzte Militärbasis im Tschad, die Luftwaffenbasis Sergent-Adji-Kossei, offiziell an die tschadischen Streitkräfte übergeben. Diese Entscheidung markiert das <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beendet-militaerabkommen-mit-frankreich/">Ende eines militärischen Engagements</a>, das seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1960 andauerte.</p>



<h4 id="historischer-hintergrund-der-franzoesischen-praesenz" class="wp-block-heading">Historischer Hintergrund der französischen Präsenz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Militärpräsenz im Tschad begann mit einem Verteidigungsabkommen nach der Unabhängigkeit des Landes. Über Jahrzehnte hinweg war Frankreich ein zentraler Akteur in der Sicherung der Stabilität des Tschad, insbesondere durch militärische Interventionen während interner Konflikte und Bürgerkriege. Beispiele hierfür sind die Operation TACAUD in den 1960er Jahren sowie die Unterstützung der Regierungen von Hissène Habré und Idriss Déby.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2014 war der Tschad ein wichtiger Partner der französischen Operation Barkhane, die auf die Bekämpfung jihadistischer Gruppen im Sahel abzielte. Die Luftwaffenbasis in N&#8217;Djamena diente dabei als zentrale Operationsplattform für französische Truppen.</p>



<h4 id="gruende-fuer-das-ende-der-kooperation" class="wp-block-heading">Gründe für das Ende der Kooperation</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im November 2024 kündigte der tschadische Präsident Mahamat Idriss Déby das Verteidigungsabkommen mit Frankreich als „veraltet“ und „überholt“ auf. Diese Entscheidung reflektiert eine wachsende Bewegung in mehreren afrikanischen Ländern, die ihre militärischen Partnerschaften mit der ehemaligen Kolonialmacht neu bewerten.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">Suivez un extrait de la déclaration du Président de la République, Mahamat Idriss Déby Itno, lors de la cérémonie officielle de désengagement des troupes françaises à la base Sergent-Chef Adji Kossei de <a href="https://twitter.com/hashtag/Ndjamena?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Ndjamena</a>.<a href="https://twitter.com/hashtag/Tchad?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Tchad</a>🇷🇴 <a href="https://t.co/9FKanblu3f">pic.twitter.com/9FKanblu3f</a></p>
<p>&mdash; tchadinfos (@tchadinfos) <a href="https://twitter.com/tchadinfos/status/1885303189894799707?ref_src=twsrc%5Etfw">January 31, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der feierlichen Übergabe der Militärbasis betonte Präsident Déby, dass der Tschad nun vollständig die Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen wolle. „Wir sind bereit, unsere Autonomie zu stärken und eine Armee aufzubauen, die den aktuellen Bedrohungen gewachsen ist,“ erklärte er.</p>



<h4 id="symbolisches-ende-aber-fortsetzung-der-partnerschaft" class="wp-block-heading">Symbolisches Ende, aber Fortsetzung der Partnerschaft</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GinwK-IXsAAU7SU.jpeg" alt="" class="wp-image-13762 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GinwK-IXsAAU7SU.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GinwK-IXsAAU7SU-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GinwK-IXsAAU7SU-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GinwK-IXsAAU7SU-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GinwK-IXsAAU7SU-800x533.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Trotz des Rückzugs der französischen Truppen betonte Déby, dass die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich fortbestehen. Es gehe um eine Neuausrichtung der Zusammenarbeit, bei der künftig der Fokus auf Ausbildung und militärische Ausrüstung liege, anstatt auf eine direkte Truppenpräsenz.</p>
</div></div>



<h4 id="regionale-und-geopolitische-auswirkungen" class="wp-block-heading">Regionale und geopolitische Auswirkungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abzug der französischen Truppen aus dem Tschad erfolgt inmitten eines umfassenderen Trends im Sahel. Länder wie Mali, Burkina Faso und Niger haben ebenfalls den Abzug französischer Truppen gefordert. Der Tschad bleibt jedoch ein zentraler Akteur in der Terrorismusbekämpfung in der Region und wird nun gezwungen sein, neue Allianzen zu schmieden, die auf Respekt und Gegenseitigkeit beruhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Déby unterstrich, dass die Souveränität des Tschad nicht Isolation bedeute, sondern die Möglichkeit, „auf Augenhöhe“ mit internationalen Partnern zu kooperieren.</p>
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			<media:title type="html">GinwK-IXsAAU7SU</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>M23 in Goma: Was passiert im Ostkongo?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2025 00:18:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Eskalation im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) spitzt sich zu, nachdem die M23-Rebellen die strategisch wichtige&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fm23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo%2F&amp;action_name=M23%20in%20Goma%3A%20Was%20passiert%20im%20Ostkongo%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Eskalation im Osten der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a> (DRK) spitzt sich zu, nachdem die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/m23/">M23</a>-Rebellen die strategisch wichtige Stadt Goma eingenommen haben. Die humanitäre Lage verschlechtert sich rapide, und die diplomatischen Spannungen zwischen der DRK und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruanda</a> erreichen einen neuen Höhepunkt. Sowohl Kinshasa als auch Kigali beschuldigen einander, die Instabilität zu fördern, während internationale Akteure versuchen, eine Lösung zu finden.</p>



<h3 id="m23-rebellen-und-die-humanitaere-krise-in-goma" class="wp-block-heading">M23-Rebellen und die humanitäre Krise in Goma</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die M23-Rebellen, unterstützt durch Ruanda, haben nach eigenen Angaben Goma unter Kontrolle gebracht und betonen, sie seien eine „Armee des Volkes“. Willy Ngoma, Sprecher der M23, erklärte: „Wir bringen Frieden. Es gibt keinen Diebstahl, keine Vergewaltigungen. Wir schützen die Bevölkerung.“ Doch die Realität vor Ort sieht anders aus: Strom- und Internetversorgung fehlen, und laut den Vereinten Nationen sind mehr als ein Drittel der Bewohner von Nord-Kivu bereits vertrieben worden.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="fr" dir="ltr">L&#39;aéroport de goma est totalement sécurisé par les lions. <a href="https://t.co/g0z6YQWe54">pic.twitter.com/g0z6YQWe54</a></p>
<p>&mdash; Willy NGOMA (@WillyNG0MA) <a href="https://twitter.com/WillyNG0MA/status/1884182141950726329?ref_src=twsrc%5Etfw">January 28, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Krise verschärft sich weiter, da viele Menschen keinen Zugang zu grundlegenden Gütern und Dienstleistungen haben. Internationale Organisationen warnen, dass die Kontrolle Gomas durch die M23 die Situation weiter destabilisieren könnte.</p>



<h4 id="perspektive-der-demokratischen-republik-kongo" class="wp-block-heading">Perspektive der Demokratischen Republik Kongo</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Félix Tshisekedi bezeichnete die Besetzung von Goma als „Beleidigung unserer Geschichte“ und forderte die nationale Mobilisierung. Er kündigte an, die Ausgaben der staatlichen Institutionen drastisch zu senken, um Ressourcen für die Streitkräfte freizugeben. Außerdem forderte er den Privatsektor und die gesamte Bevölkerung zur Unterstützung des Krieges gegen die M23 auf.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">L’Agression Rwandaise 🇷🇼contre la RDC 🇨🇩 : </p>
<p>Discours du Président de la République, Félix Tshisekedi <a href="https://t.co/WfWALB9JB9">pic.twitter.com/WfWALB9JB9</a></p>
<p>&mdash; The Voice Of Congo (@VoiceOfCongo) <a href="https://twitter.com/VoiceOfCongo/status/1884743007053689207?ref_src=twsrc%5Etfw">January 29, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Tshisekedi betonte, dass es keine direkten Verhandlungen mit der M23 geben werde. Stattdessen sieht Kinshasa Ruanda als Hauptakteur hinter der Krise. Er beschuldigte Kigali, „das Prinzip der UN-Charta zu verletzen“ und Tausende ruandische Soldaten in die DRK entsandt zu haben.</p>



<h4 id="ruandas-perspektive-und-gespraeche-mit-den-usa" class="wp-block-heading">Ruandas Perspektive und Gespräche mit den USA</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ruanda weist die Vorwürfe der DRK zurück und sieht die M23-Krise als eine „interne Angelegenheit der DRK“. Präsident Paul Kagame erklärte nach einem Gespräch mit dem US-Außenminister Marco Rubio, dass ein nachhaltiger Frieden im Osten der DRK nur durch die Behebung der „tief verwurzelten Ursachen des Konflikts“ erreicht werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich hatte ein produktives Gespräch mit Außenminister Rubio über die Notwendigkeit eines Waffenstillstands in der DRK und darüber, die Wurzeln des Konflikts endgültig anzugehen. Wir müssen die bilateralen Beziehungen auf der Grundlage gegenseitigen Respekts vertiefen“, schrieb Kagame auf der Plattform X (ehemals Twitter).</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">Had a productive conversation with Secretary Rubio <a href="https://twitter.com/SecRubio?ref_src=twsrc%5Etfw">@SecRubio</a> on the need to ensure a ceasefire in Eastern DRC and address the root causes of the conflict once and for all, and on the importance of deepening our bilateral ties based upon respect for our respective national…</p>
<p>&mdash; Paul Kagame (@PaulKagame) <a href="https://twitter.com/PaulKagame/status/1884376209527873784?ref_src=twsrc%5Etfw">January 28, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio lobte Ruandas Einsatz für Stabilität und sicherte zu, dass die USA zur Beendigung des Konflikts beitragen würden. Dieses Gespräch fand inmitten der anhaltenden Kämpfe und wachsender diplomatischer Spannungen statt.</p>



<h3 id="internationale-vermittlungsbemuehungen" class="wp-block-heading">Internationale Vermittlungsbemühungen</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GifUlwoWgAAFh9X-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-13733 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GifUlwoWgAAFh9X-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GifUlwoWgAAFh9X-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GifUlwoWgAAFh9X-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GifUlwoWgAAFh9X-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GifUlwoWgAAFh9X-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GifUlwoWgAAFh9X-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GifUlwoWgAAFh9X-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GifUlwoWgAAFh9X.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/angola/">Angolas</a> Präsident João Lourenço, Vermittler der Afrikanischen Union, kritisierte die Besetzung von Goma scharf und forderte den sofortigen Rückzug der M23 sowie der ruandischen Streitkräfte aus der DRK. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der kenianische Präsident William Ruto, Vorsitzender der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC), führte Gespräche mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Rubio, um regionale und internationale Unterstützung für die Lösung des Konflikts zu mobilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Währenddessen bleibt der Luanda-Prozess, der von João Lourenço initiiert wurde, ein Schlüsselinstrument zur Förderung des Dialogs zwischen der DRK und Ruanda. Der Nairobi-Prozess, der unter der Leitung des ehemaligen kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta steht, soll ebenfalls dazu beitragen, den Konflikt durch Verhandlungen mit der M23 und anderen bewaffneten Gruppen zu entschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Tshisekedi nahm jedoch nicht am virtuellen Gipfel der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eac/">EAC</a> teil, der von Präsident Ruto einberufen wurde. Stattdessen reiste er nach Luanda, um weitere Schritte mit Lourenço zu koordinieren.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">The escalating deteriorating peace and security situation in the DRC is of grave concern. The humanitarian crisis is being exacerbated by ongoing military actions, including the closure of airspace in Goma.</p>
<p>I call for the immediate and unconditional cessation of hostilities,… <a href="https://t.co/yFS5badWAL">pic.twitter.com/yFS5badWAL</a></p>
<p>&mdash; William Samoei Ruto, PhD (@WilliamsRuto) <a href="https://twitter.com/WilliamsRuto/status/1883628248023679213?ref_src=twsrc%5Etfw">January 26, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h4 id="humanitaere-und-regionale-auswirkungen" class="wp-block-heading">Humanitäre und regionale Auswirkungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Lage in Goma bleibt kritisch. Tausende Menschen wurden vertrieben, die Infrastruktur ist schwer beschädigt, und die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern ist eingeschränkt. Internationale Organisationen fordern freien Zugang für humanitäre Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die diplomatischen Spannungen zwischen der DRK und Ruanda drohen, die gesamte Region zu destabilisieren. Trotz zahlreicher Vermittlungsbemühungen bleibt die Lage angespannt, und eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Offizieller Austritt der Sahel-Staaten-Allianz aus der ECOWAS</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2025 21:13:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
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		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
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		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. Januar 2025 trat die Allianz der Staaten des Sahel (AES), bestehend aus Burkina Faso, Mali und Niger,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Foffizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas%2F&amp;action_name=Offizieller%20Austritt%20der%20Sahel-Staaten-Allianz%20aus%20der%20ECOWAS&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Januar 2025 trat die <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/">Allianz der Staaten des Sahel</a> (AES)</strong>, bestehend aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a>, offiziell aus der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) aus. Diese historische Entscheidung markiert den Abschluss eines einjährigen Austrittsprozesses und wird aus eigener Sicht als Wendepunkt für die drei Staaten und die Region insgesamt betrachtet.</p>



<h3 id="gruende-fuer-den-austritt-aus-ecowas" class="wp-block-heading">Gründe für den Austritt aus ECOWAS</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="540" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg.webp" alt="" class="wp-image-13704 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg.webp 720w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg-300x225.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg-200x150.webp 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg-260x195.webp 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg-380x285.webp 380w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidenten Ibrahim Traoré (Burkina Faso), Assimi Goïta (Mali) und Abdourahamane Tiani (Niger) begründeten diesen Schritt mit dem Wunsch nach einer vollständigen Souveränität und Unabhängigkeit von externer Bevormundung. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Laut den Staatschefs und ihrer Bevölkerung hat die ECOWAS in den vergangenen Jahrzehnten nicht die Interessen der Menschen in der Region vertreten. Vielmehr sei sie ein „Syndikat der Staatschefs“ gewesen, das von &#8220;imperialistischen Einflüssen&#8221; gesteuert wurde.</p>



<h3 id="kritik-an-der-ecowas" class="wp-block-heading">Kritik an der ECOWAS</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="153" height="158" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/ECOWAS_logo.svg" alt="" class="wp-image-13703 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die AES-Staaten warfen der ECOWAS vor, bei der Bekämpfung des Terrorismus in der Region gescheitert zu sein und stattdessen Sanktionen und militärische Drohungen gegen ihre eigenen Mitglieder zu richten. Zudem bemängelten sie die mangelnde Unterstützung in wirtschaftlichen und sozialen Fragen sowie die Abhängigkeit der ECOWAS von westlichen Interessen, insbesondere von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die ECOWAS hat in 50 Jahren nie die Interessen unserer Völker verteidigt. Dieser Schritt war notwendig, um unseren Weg zur Souveränität zu sichern,“ erklärte der burkinische Außenminister Karamoko Jean Marie Traoré bei einer Zeremonie in Ouagadougou.</p>



<h3 id="erfolge-der-allianz-der-staaten-des-sahel" class="wp-block-heading">Erfolge der Allianz der Staaten des Sahel</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Gründung der AES haben die drei Staaten wichtige Fortschritte erzielt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Militärische Kontrolle:</strong> Burkina Faso hat die Kontrolle über 70 % seines Territoriums zurückgewonnen, Mali hat die Region Kidal zurückerobert, und Niger konnte ebenfalls Gebiete unter staatliche Kontrolle bringen.</li>



<li><strong>Wirtschaftliche Unabhängigkeit:</strong> Die Kündigung sog. &#8220;neokolonialer&#8221; Abkommen hat die Diversifizierung von Partnerschaften ermöglicht, insbesondere in den Bereichen Verteidigung, Wirtschaft und Diplomatie, so die Staatschefs.</li>



<li><strong>Regionale Zusammenarbeit:</strong> Die AES hat eine vereinte Sahel-Sicherheitsstreitkraft ins Leben gerufen, um die Verteidigung und Solidarität der Mitgliedstaaten zu stärken.</li>
</ul>



<h3 id="appelle-an-die-bevoelkerung" class="wp-block-heading"><a href="https://youtu.be/_ZIkz1ghJNs?si=XGy4VOOTSQ4g6ejx">Appelle</a> an die Bevölkerung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der burkinische Premierminister Rimtalba Jean Emmanuel Ouédraogo rief die Bevölkerung zu Wachsamkeit und Durchhaltevermögen auf. Er betonte, dass die Emanzipation von imperialistischen Strukturen Opfer und Entschlossenheit erfordere: „Freiheit wird nicht geschenkt, sie muss erkämpft werden. Unsere drei Staaten haben diesen Weg eingeschlagen, um unseren Kindern eine souveräne und prosperierende Zukunft zu sichern.“</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/_ZIkz1ghJNs?si=hLG36jCKe-k1-AX1" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<h3 id="der-weg-nach-vorn" class="wp-block-heading">Der Weg nach vorn</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Allianz der Staaten des Sahel verfolgt drei zentrale Ziele:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Unabhängige Außenpolitik</strong> ohne Beeinflussung durch externe Mächte.</li>



<li><strong>Autonome Verteidigungsstrategie</strong>, um die Sicherheit der Region selbstständig zu gewährleisten.</li>



<li><strong>Investitionen in die Entwicklung</strong>, um die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Länder betonen, dass sie trotz der Herausforderungen vereint und entschlossen sind, ihre Vision einer souveränen und unabhängigen Zukunft zu verwirklichen.</p>
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			<media:title type="html">Offizieller Austritt der Sahel-Staaten-Allianz aus der ECOWAS</media:title>
			<media:description type="html">Die Allianz der Staaten des Sahel (AES) – bestehend aus Burkina Faso, Mali und Niger – tritt offiziell aus der ECOWAS aus.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Angriffe auf Botschaften in Kinshasa eskalieren</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/angriffe-auf-botschaften-in-kinshasa-eskalieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2025 20:14:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Belgien]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) wurde am Dienstag von massiven Protesten erschüttert. Demonstranten griffen die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fangriffe-auf-botschaften-in-kinshasa-eskalieren%2F&amp;action_name=Angriffe%20auf%20Botschaften%20in%20Kinshasa%20eskalieren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/angriffe-auf-botschaften-in-kinshasa-eskalieren/">Angriffe auf Botschaften in Kinshasa eskalieren</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) wurde am Dienstag von massiven Protesten erschüttert. Demonstranten griffen die Botschaften mehrerer Länder an, darunter die des <strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/">Kenias</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/">Ugandas</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruandas</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreichs</a></strong>, <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/belgien/">Belgien</a></strong> und der <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a></strong>. Diese Proteste stehen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt im Osten des Landes und den Vorwürfen gegen ausländische Mächte, den M23-Rebellen zu unterstützen.</p>



<h3 id="diplomatische-reaktionen-auf-die-angriffe-auf-botschaften" class="wp-block-heading">Diplomatische Reaktionen auf die Angriffe auf Botschaften</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der kenianische Diplomat in Kinshasa verurteilte die Angriffe auf die Botschaften und bezeichnete sie als „schwere Verletzung des Völkerrechts“. Auf der Plattform X rief er die kongolesischen Behörden dazu auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit diplomatischer Vertretungen zu gewährleisten.<br>„Kenya steht an der Seite der DR Kongo in dieser schwierigen Zeit und wird alle diplomatischen Mittel nutzen, um Frieden in der Region zu fördern,“ erklärte er. Gleichzeitig appellierte er an kenianische Staatsbürger in Kinshasa, vorsichtig zu sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="766" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FqIzpB3XsAENSFQ-1024x766.jpeg" alt="" class="wp-image-13688 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FqIzpB3XsAENSFQ-1024x766.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FqIzpB3XsAENSFQ-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FqIzpB3XsAENSFQ-768x575.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FqIzpB3XsAENSFQ-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FqIzpB3XsAENSFQ-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FqIzpB3XsAENSFQ-380x284.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FqIzpB3XsAENSFQ-800x599.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FqIzpB3XsAENSFQ-1160x868.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FqIzpB3XsAENSFQ.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Frankreich reagierte mit Besorgnis, nachdem seine Botschaft in Brand gesetzt wurde. Augenzeugen berichteten von dichter Rauchentwicklung über dem Gebäude. Die Demonstranten beschuldigten Frankreich, Komplizen der M23-Rebellen zu sein, die zuletzt in der Stadt Goma aktiv waren.</p>
</div></div>



<h3 id="proteste-in-kinshasa" class="wp-block-heading">Proteste in Kinshasa</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In mehreren Teilen Kinshasas versammelten sich Demonstranten vor diplomatischen Vertretungen, um ihre Wut über die internationale Gemeinschaft zum Ausdruck zu bringen. Die Botschaft der USA wurde zum Ziel von Protesten, bei denen Reifen verbrannt und Transparente mit Aufschriften wie „Verräter, verschwindet!“ gezeigt wurden. Forderungen nach einer stärkeren Rolle Russlands und einer Zurückweisung westlicher „Heuchelei“ wurden laut.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">BREAKING: French embassy in Kinshasa 🇨🇩 “attacked and firebombed” but protesters were unable to enter, France’s foreign ministry tells CNN.</p>
<p>Security forces defending the embassy fired shots, the ministry said, but embassy staff are now safe <a href="https://t.co/4MWyAr2Ho7">pic.twitter.com/4MWyAr2Ho7</a></p>
<p>&mdash; Larry Madowo (@LarryMadowo) <a href="https://twitter.com/LarryMadowo/status/1884219097887695006?ref_src=twsrc%5Etfw">January 28, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="auswirkungen-auf-das-oeffentliche-leben" class="wp-block-heading">Auswirkungen auf das öffentliche Leben</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste hatten weitreichende Auswirkungen auf den Alltag in der Stadt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Schulen in der Nähe von Protestorten</strong>, wie dem Groupe Scolaire du Mont-Amba, schickten ihre Schüler frühzeitig nach Hause.</li>



<li><strong>Öffentlicher Verkehr:</strong> Auf wichtigen Straßen wie der Avenue de l’Université waren nur wenige Busse und Taxis unterwegs. Motos-Taxis trugen oft Zweige als Symbol der Solidarität mit den Opfern im Ostkongo.</li>



<li><strong>Barrikaden:</strong> An Orten wie dem Stadion der Märtyrer und dem Mandela-Kreuzungspunkt blockierten Demonstranten Straßen mit brennenden Reifen.</li>
</ul>



<h3 id="forderungen-der-demonstranten" class="wp-block-heading">Forderungen der Demonstranten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste waren Teil einer „Journée ville morte“, die in sozialen Netzwerken angekündigt wurde. Die Demonstranten forderten:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Rückzug der M23 und ruandischer Truppen</strong> aus Goma, der Hauptstadt von Nord-Kivu.</li>



<li><strong>Ende des „stillen Einverständnisses“ der internationalen Gemeinschaft</strong> mit dem Konflikt.</li>



<li><strong>Sanktionen gegen Ruanda</strong> für die mutmaßliche Unterstützung der M23-Rebellen.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Verteilte Flugblätter trugen Slogans wie „Nein zur Aggression Ruandas“ und „Nein zum Massaker an Kongolesen“.</p>



<h3 id="eskalation-und-internationale-spannungen" class="wp-block-heading">Eskalation und internationale Spannungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste wurden durch Berichte über die erneute Einnahme der Stadt Goma durch die M23-Rebellen ausgelöst, was die Vorwürfe gegenüber Ruanda verschärfte. Während Kinshasa Ruanda beschuldigt, die M23 zu unterstützen, weist Kigali die Anschuldigungen zurück und wirft der DR Kongo vor, die FDLR, eine ruandische Rebellengruppe, zu dulden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spannungen haben sich zu einer diplomatischen Krise ausgeweitet, wobei <a href="https://fokus-afrika.de/m23-offensive-auf-goma-drk-bricht-beziehungen-mit-ruanda-ab/">Kinshasa die diplomatischen Beziehungen zu Ruanda abgebrochen hat.</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>TotalEnergies verschiebt LNG-Projekt in Mosambik aufgrund von Sicherheitsrisiken</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/totalenergies-verschiebt-lng-projekt-in-mosambik-aufgrund-von-sicherheitsrisiken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2025 19:22:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die französische Energiefirma TotalEnergies hat erneut die Umsetzung ihres mit 20 Milliarden US-Dollar veranschlagten LNG-Projekts in Mosambik verschoben.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftotalenergies-verschiebt-lng-projekt-in-mosambik-aufgrund-von-sicherheitsrisiken%2F&amp;action_name=TotalEnergies%20verschiebt%20LNG-Projekt%20in%20Mosambik%20aufgrund%20von%20Sicherheitsrisiken&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die französische Energiefirma TotalEnergies hat erneut die Umsetzung ihres mit 20 Milliarden US-Dollar veranschlagten LNG-Projekts in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/">Mosambik</a> verschoben. Das Unternehmen begründete die <a href="https://aimnews.org/2025/01/22/totalenergies-adia-projecto-de-lng-em-mocambique/">Entscheidung</a> mit Sicherheitsbedenken und politischen Unsicherheiten nach den jüngsten Unruhen im Anschluss an die Präsidentschaftswahlen.</p>



<h3 id="hintergrund-des-lng-projekts" class="wp-block-heading">Hintergrund des LNG-Projekts</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das 2020 gestartete Projekt zur Verflüssigung von Erdgas galt als das größte ausländische Direktinvestitionsvorhaben in Afrika und könnte Mosambiks Wirtschaft nachhaltig transformieren. Doch bereits 2021 hatte TotalEnergies eine „Force Majeure“-Klausel aktiviert, nachdem islamistische Aufständische in der Provinz Cabo Delgado nahe der geplanten LNG-Anlagen mehrere Dutzend Menschen getötet hatten. Die jüngsten politischen Unruhen stellen nun ein weiteres Hindernis für das Vorhaben dar.</p>



<h4 id="politische-unsicherheiten-nach-den-wahlen" class="wp-block-heading">Politische Unsicherheiten nach den Wahlen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/ueberraschung-bei-wahlen-in-mosambik/">Präsidentschaftswahlen im Oktober 2024</a> führten zu <a href="https://fokus-afrika.de/proteste-in-mosambik-praesenz-der-polizei/">landesweiten Protesten</a>, die mehr als 350 Menschen das Leben kosteten und die Wirtschaft des Landes erheblich beeinträchtigten. Der neue Präsident Daniel Chapo, dessen Wahlsieg von Teilen der Bevölkerung angezweifelt wird, hat die Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit in Cabo Delgado zu einem zentralen Punkt seiner Agenda gemacht. Chapo hatte versprochen, das LNG-Projekt zu schützen und die Sicherheitslage in der Region zu stabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Venâncio Mondlane, der unterlegene Oppositionskandidat, bezeichnete sich als „vom Volk gewählter Präsident“ und drohte mit weiteren Protesten, sollte die Regierung seinen Forderungen, darunter die Senkung der Lebenshaltungskosten, nicht nachkommen.</p>



<h3 id="sicherheitsmassnahmen-und-internationale-unterstuetzung" class="wp-block-heading">Sicherheitsmaßnahmen und internationale Unterstützung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Situation in Cabo Delgado bleibt angespannt, trotz der Entsendung von 4.000 ruandischen Soldaten zur Bekämpfung der dortigen Insurgenz. Diese Einsätze konnten zwar Fortschritte erzielen, doch TotalEnergies fordert die Rückkehr zu einem „normalen Leben“ und die Wiederherstellung öffentlicher Dienste, bevor das Projekt fortgesetzt werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Sicherheitsrisiken sieht sich das LNG-Projekt auch mit finanziellen Unsicherheiten konfrontiert. Ein Darlehen der USA in Höhe von 4,7 Milliarden US-Dollar wurde nach der Ausrufung der „Force Majeure“ eingefroren, und Großbritannien hat seine Exportförderung für fossile Brennstoffe eingestellt.</p>



<h4 id="strategische-bedeutung-und-ausblick" class="wp-block-heading">Strategische Bedeutung und Ausblick</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das LNG-Projekt in der Rovuma-Bucht, an dem TotalEnergies mit 26,5 % beteiligt ist, hat eine Kapazität von 13 Millionen Tonnen Flüssiggas pro Jahr. Damit bleibt es eine zentrale Säule der LNG-Strategie des Unternehmens, das auch Projekte in Katar, den USA und Nigeria verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Analysten wie James Waddell von Energy Aspects betonen die strategische Lage Mosambiks zur Deckung der steigenden LNG-Nachfrage in asiatischen Märkten. Patrick Pouyanné, CEO von TotalEnergies, bleibt trotz der Verzögerungen zuversichtlich: „Dieses Projekt bleibt wirtschaftlich rentabel aufgrund seiner attraktiven LNG-Verkaufskonditionen.“</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Trotz Rückzug der MONUSCO &#8211; DRK schielt auf einen Sitz im UN-Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/trotz-rueckzug-der-monusco-drk-schielt-auf-einen-sitz-im-un-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2025 16:06:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Demokratische Republik Kongo (DRK) befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt. Der schrittweise Rückzug der UN-Friedensmission MONUSCO stellt&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftrotz-rueckzug-der-monusco-drk-schielt-auf-einen-sitz-im-un-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=Trotz%20R%C3%BCckzug%20der%20MONUSCO%20%26%238211%3B%20DRK%20schielt%20auf%20einen%20Sitz%20im%20UN-Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/trotz-rueckzug-der-monusco-drk-schielt-auf-einen-sitz-im-un-sicherheitsrat/">Trotz Rückzug der MONUSCO &#8211; DRK schielt auf einen Sitz im UN-Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratische Republik Kongo</a> (DRK) befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt. Der schrittweise Rückzug der UN-Friedensmission MONUSCO stellt das Land vor die Herausforderung, die Sicherheit in den konfliktreichen östlichen Provinzen selbstständig zu gewährleisten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig strebt Präsident Félix Tshisekedi internationale Allianzen an, um die geopolitische Position seines Landes zu stärken. Dazu gehört die Kandidatur für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat sowie Bemühungen, die Ursachen der Konflikte im Osten des Landes anzugehen. Inmitten dieser Entwicklungen verschärfen sich die Spannungen zwischen der DRK und Ruanda, was die Stabilität in der Region der Großen Seen weiter belastet.</p>



<h2 id="der-rueckzug-der-monusco-sicherheit-in-nationaler-verantwortung" class="wp-block-heading">Der Rückzug der MONUSCO: Sicherheit in nationaler Verantwortung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die MONUSCO in der DRK tätig, um die Stabilität in einem von wiederkehrender Gewalt geprägten Land zu fördern. Doch der schrittweise Rückzug der Mission, der mit der UN-Resolution 2666 beschlossen wurde, signalisiert eine neue Phase. Besonders in den Provinzen <a href="https://fokus-afrika.de/ost-kongo-m23-erobert-masisi/">Nord-Kivu</a> und Ituri bleibt die Sicherheitslage prekär. Deswegen hat der UN-Sicherheitsrat beschlossen, die MONUSCO-Mission bis Dezember 2025 mit einem maximalen Einsatz von 11.500 Soldaten und weiteren Hilfskräften fortzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Tshisekedi hat wiederholt betont, dass der Rückzug der MONUSCO im Einklang mit dem Wunsch der Bevölkerung stehe, die staatliche Souveränität wiederherzustellen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Unser Volk hat den legitimen Wunsch, dass der Staat seine volle Verantwortung übernimmt. Wir setzen alles daran, einen geordneten Übergang zu gewährleisten.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Um Sicherheitsvakuums zu vermeiden, hat die Regierung verstärkte Anstrengungen unternommen, die nationalen Streitkräfte (FARDC) und Sicherheitsbehörden zu stärken. Parallel dazu wurde das Programm für Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung (P-DDRCS) intensiviert. Ziel ist es, ehemaligen Kämpfern Alternativen zu bieten und den Zyklus der Gewalt zu durchbrechen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">🔴<a href="https://twitter.com/hashtag/RDC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#RDC</a> La province de l’<a href="https://twitter.com/hashtag/Ituri?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Ituri</a> vers sa paix et la restauration de l’autorité de l’état.</p>
<p>La milice autodéfense <a href="https://twitter.com/hashtag/Za%C3%AFre?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Zaïre</a> dépose les armes. La cérémonie a été lancée à <a href="https://twitter.com/hashtag/Mabanga?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Mabanga</a> (Djugu) par le commandant de la 32ème région militaire <a href="https://twitter.com/hashtag/FARDC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#FARDC</a> en présence de plus de 600 combattants. <a href="https://t.co/uPcXWn2VGu">pic.twitter.com/uPcXWn2VGu</a></p>
<p>&mdash; Serge Sindani (@sergesindani01) <a href="https://twitter.com/sergesindani01/status/1879802202157625522?ref_src=twsrc%5Etfw">January 16, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="internationale-ambitionen-der-drk-ein-sitz-im-un-sicherheitsrat" class="wp-block-heading">Internationale Ambitionen der DRK: Ein Sitz im UN-Sicherheitsrat</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während die DRK interne Herausforderungen bewältigt, richtet sie ihren Blick auf die internationale Bühne. Präsident Tshisekedi hat die Bewerbung seines Landes für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Periode 2026–2027 offiziell angekündigt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Kandidatur ist nicht nur ein nationales Anliegen, sondern ein Ausdruck der legitimen Aspirationen Afrikas, eine stärkere Stimme in der globalen Governance zu erhalten,“ erklärte Tshisekedi.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Unterstützung der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a> (AU) will die DRK die Interessen des Kontinents vertreten und eine Reform des Sicherheitsrats vorantreiben. Tshisekedi betonte, dass Afrika, als Region mit den meisten globalen Herausforderungen, eine angemessene und starke Repräsentation benötige.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">[Vidéo ] Ce samedi au Palais de la nation, à <a href="https://twitter.com/hashtag/Kinshasa?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Kinshasa</a>, le Chef de l’État a présidé la cérémonie solennelle de présentation des vœux au corps diplomatique accrédité en <a href="https://twitter.com/hashtag/RDC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#RDC</a>🇨🇩.<br /> Retour en images 👇🏾 <a href="https://t.co/BB5EuyfPRb">pic.twitter.com/BB5EuyfPRb</a></p>
<p>&mdash; Présidence RDC 🇨🇩 (@Presidence_RDC) <a href="https://twitter.com/Presidence_RDC/status/1880765734277767646?ref_src=twsrc%5Etfw">January 18, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="drk-und-die-spannungen-mit-ruanda-ein-eskalierender-konflikt" class="wp-block-heading">DRK und die Spannungen mit Ruanda: Ein eskalierender Konflikt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen der DRK und Ruanda sind von tiefen Spannungen geprägt. Im Zentrum des Konflikts steht die wiederauflebende <a href="https://fokus-afrika.de/tag/m23/">M23</a>-Rebellion. Die DRK beschuldigt Ruanda, die Rebellengruppe zu unterstützen, während Ruanda die DRK der Zusammenarbeit mit den FDLR beschuldigt – einer Gruppierung, die für den Völkermord an den Tutsi in Ruanda 1994 verantwortlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Tshisekedi nutzte eine diplomatische Rede, um das politische System Ruandas zu kritisieren:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Während andere Länder auf vorgeplante Wahlergebnisse setzen, haben wir in der DRK eine echte Demokratie geschaffen, in der jede Stimme zählt.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die DRK hat als Reaktion auf die Spannungen bilaterale Abkommen mit Ruanda gekündigt. Die gegenseitigen Vorwürfe haben jedoch nicht nur den Konflikt verschärft, sondern auch den Dialog zwischen den beiden Ländern praktisch zum Erliegen gebracht.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">“People tell us they want democracy everywhere, they encourage elections, [yet] the person who is causing problems in this situation I am talking about between Rwanda and DRC, has never twice been elected. And you know it. This is why I was saying it doesn’t matter evidence,… <a href="https://t.co/wafckQaAh5">pic.twitter.com/wafckQaAh5</a></p>
<p>&mdash; Presidency | Rwanda (@UrugwiroVillage) <a href="https://twitter.com/UrugwiroVillage/status/1879916848470241557?ref_src=twsrc%5Etfw">January 16, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="internationale-stimmen-und-vermittlungsbemuehungen" class="wp-block-heading">Internationale Stimmen und Vermittlungsbemühungen</h2>



<h4 id="angolas-vermittlungsrolle" class="wp-block-heading">Angolas Vermittlungsrolle</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Angola, unter der Führung von Präsident João Lourenço, hat sich als zentraler Vermittler im Konflikt zwischen der DRK und Ruanda positioniert. Im Rahmen des „<a href="https://fokus-afrika.de/eklat-in-luanda-konflikt-zwischen-drc-und-ruanda-eskaliert-weiter/">Luanda-Prozesses</a>“ wurde versucht, den Dialog zwischen den beiden Staaten wieder aufzunehmen. Lourenço rief beide Seiten dazu auf, die Spannungen zu deeskalieren:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Stabilität in der Region der Großen Seen kann nur durch Dialog und gegenseitiges Verständnis erreicht werden.“</p>
</blockquote>



<h4 id="frankreichs-appell" class="wp-block-heading">Frankreichs Appell</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Präsident Emmanuel Macron unterstützte die Bemühungen Angolas und betonte die Bedeutung eines respektvollen Umgangs zwischen den Konfliktparteien:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Die territoriale Integrität der DRK muss gewahrt bleiben. Alle Beteiligten müssen gemeinsam an einer nachhaltigen Lösung arbeiten.“</p>
</blockquote>



<h4 id="die-usa-kritik-an-beiden-konfliktparteien" class="wp-block-heading">Die USA: Kritik an beiden Konfliktparteien</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten haben sowohl die M23 als auch die FDLR als Bedrohungen für die Stabilität in der Region bezeichnet. Diese Position stieß jedoch auf scharfe Kritik aus Ruanda. Der ruandische Außenminister Olivier Nduhungirehe wies darauf hin, dass es inakzeptabel sei, eine genozidale Gruppe wie die FDLR mit der M23 gleichzusetzen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist beleidigend, eine Bewegung, die ihre Gemeinschaft verteidigt, mit einer genozidalen Kraft zu vergleichen.“</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/trotz-rueckzug-der-monusco-drk-schielt-auf-einen-sitz-im-un-sicherheitsrat/">Trotz Rückzug der MONUSCO &#8211; DRK schielt auf einen Sitz im UN-Sicherheitsrat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Präsident Traoré fordert die Kündigung militärischer Abkommen für Afrikas Unabhängigkeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesident-traore-fordert-die-kuendigung-militaerischer-abkommen-fuer-afrikas-unabhaengigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2025 00:25:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der burkinische Präsident Ibrahim Traoré hat betont, dass die Aufkündigung militärischer Abkommen der einzige Weg sei, unabhängige und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesident-traore-fordert-die-kuendigung-militaerischer-abkommen-fuer-afrikas-unabhaengigkeit%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sident%20Traor%C3%A9%20fordert%20die%20K%C3%BCndigung%20milit%C3%A4rischer%20Abkommen%20f%C3%BCr%20Afrikas%20Unabh%C3%A4ngigkeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der burkinische Präsident Ibrahim Traoré hat betont, dass die Aufkündigung militärischer Abkommen der einzige Weg sei, unabhängige und starke afrikanische Armeen aufzubauen. Seine Aussagen werfen ein Schlaglicht auf die wachsende Diskussion über afrikanische Souveränität und die Rolle externer Mächte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Januar 2025, anlässlich der traditionellen Zeremonie zur Nationalflagge in Ouagadougou, rief Kapitän Traoré afrikanische Staaten dazu auf, bestehende militärischer Vereinbarungen zu beenden. Er kritisierte seine Amtskollegen, die den Schritt bisher nicht gegangen seien. „Nur durch die vollständige Abkehr dieser militärischer Abkommen können wir starke und unabhängige Armeen aufbauen“, erklärte der Präsident.</p>



<h3 id="kritik-an-frankreichs-neuer-strategie-in-afrika" class="wp-block-heading">Kritik an Frankreichs neuer Strategie in Afrika</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Traoré reagierte insbesondere auf die jüngsten Aussagen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der den Abzug französischer Truppen aus einigen afrikanischen Staaten angekündigt hatte. Er warnte vor einer Täuschung der afrikanischen Bevölkerung: „Es handelt sich um eine rein kosmetische Maßnahme. Die Soldaten in Uniform werden verschwinden, aber stattdessen werden Sicherheitsfirmen die Interessen französischer Unternehmen schützen.“</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">President Traoré addresses the African people and responds to Macron. He also confirmed the sincerity of Chad&#39;s commitment 🇹🇩 to this process.</p>
<p>President Ibrahim Traoré believes that Macron is a &quot;necessary evil for Africa&quot; ​​but &quot;mourns the French people&quot;. <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron?ref_src=twsrc%5Etfw">@EmmanuelMacron</a>… <a href="https://t.co/cOU2jpcM2D">pic.twitter.com/cOU2jpcM2D</a></p>
<p>&mdash; African Revolt (@Africarevolt) <a href="https://twitter.com/Africarevolt/status/1878926936321249540?ref_src=twsrc%5Etfw">January 13, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Traoré zeigt dies, dass es sich nicht um einen tatsächlichen Bruch, sondern lediglich um einen Strategiewechsel handele. „Es ist eine Auflösung, die den Kern ihrer Präsenz unangetastet lässt“, fügte er hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er lobte die Regierung des <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a>, die kürzlich ähnliche Abkommen gekündigt hat, und nannte dies ein Beispiel für den Weg zu mehr Unabhängigkeit.</p>



<h3 id="aufruf-zur-mentalen-dekolonisation-und-rueckbesinnung" class="wp-block-heading">Aufruf zur mentalen Dekolonisation und Rückbesinnung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Traoré nutzte die Gelegenheit, um die Bevölkerung zu einem „mentalen Dekolonisationsprozess“ aufzurufen. „Der Kampf gegen den Imperialismus beginnt in den Köpfen. Es ist ein täglicher Kampf, der tief in unser Denken und Handeln eindringen muss“, erklärte er. Die Rückbesinnung auf endogene Werte sei ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Traoré betonte, dass viele Burkinabè die Bedeutung dieser Herausforderung noch nicht vollständig verstanden hätten. „Die Zeichen des Imperialismus sind klar erkennbar, und wir müssen unermüdlich daran arbeiten, diese Strukturen zu überwinden“, so der Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Worte fügen sich in eine wachsende Bewegung afrikanischer Staaten ein, die ihre wirtschaftliche und militärische Souveränität stärken wollen, während sie gleichzeitig die Abhängigkeit von ehemaligen Kolonialmächten reduzieren.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Abéché: Frankreich übergibt Militärbasis an Tschad</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/abeche-frankreich-uebergibt-militaerbasis-an-tschad/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2025 10:46:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. Januar 2025 hat Frankreich offiziell seine Militärbasis in Abéché an die tschadischen Streitkräfte übergeben. Die Zeremonie,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fabeche-frankreich-uebergibt-militaerbasis-an-tschad%2F&amp;action_name=Ab%C3%A9ch%C3%A9%3A%20Frankreich%20%C3%BCbergibt%20Milit%C3%A4rbasis%20an%20Tschad&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/abeche-frankreich-uebergibt-militaerbasis-an-tschad/">Abéché: Frankreich übergibt Militärbasis an Tschad</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 11. Januar 2025 hat <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> offiziell seine Militärbasis in Abéché an die tschadischen Streitkräfte übergeben. Die Zeremonie, an der hochrangige Vertreter beider Länder teilnahmen, markiert einen symbolischen Schritt in Richtung des vollständigen Rückzugs der französischen Truppen aus dem <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a>, der bis zum 31. Januar 2025 abgeschlossen sein soll.</p>



<h3 id="eine-lange-geschichte-militaerischer-zusammenarbeit" class="wp-block-heading">Eine lange Geschichte militärischer Zusammenarbeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Militärbasis in Abéché ist eng mit der Geschichte der französisch-tschadischen Beziehungen verbunden. Bereits im frühen 20. Jahrhundert spielte die Stadt eine Schlüsselrolle in französischen Militäroperationen. Während des Zweiten Weltkriegs war Abéché ein strategischer Standort für die Freien Französischen Streitkräfte und unterstützte logistische Operationen wie die des Groupe de Bombardement Bretagne, das 1942 im Tschad gegründet wurde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1620px-373A4301_02-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-13376 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1620px-373A4301_02-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1620px-373A4301_02-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1620px-373A4301_02-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1620px-373A4301_02-1-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1620px-373A4301_02-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1620px-373A4301_02-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1620px-373A4301_02-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1620px-373A4301_02-1.jpg 1620w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In den 1980er Jahren diente Abéché als wichtiger Stützpunkt im Rahmen der Operation Épervier, die darauf abzielte, libysche Invasionen und regionale Aufstände zu bekämpfen. Die Basis trägt den Namen von Kapitän Michel Croci, der 1984 in der Nähe von Abéché während eines Einsatzes ums Leben kam.</p>
</div></div>



<h3 id="rueckzug-als-symbol-der-souveraenitaet" class="wp-block-heading">Rückzug als Symbol der Souveränität</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="980" height="735" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250111-WA0211-980x735-1.jpg" alt="" class="wp-image-13374 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250111-WA0211-980x735-1.jpg 980w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250111-WA0211-980x735-1-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250111-WA0211-980x735-1-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250111-WA0211-980x735-1-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250111-WA0211-980x735-1-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250111-WA0211-980x735-1-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250111-WA0211-980x735-1-800x600.jpg 800w" sizes="(max-width: 980px) 100vw, 980px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Übergabe der Basis unterstreicht die Bemühungen des Tschad, seine militärische Souveränität zu stärken. Verteidigungsminister Issaka Maroua Djamous bezeichnete die Übergabe als „entscheidenden Schritt auf dem Weg zur vollständigen Unabhängigkeit in Sicherheitsfragen“. Er erinnerte daran, dass der Rückzug der französischen Streitkräfte planmäßig bis zum 31. Januar 2025 abgeschlossen sein wird – ein Termin, der als „nicht verhandelbar“ gilt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abzug ist Teil einer schrittweisen Beendigung der militärischen Zusammenarbeit, die bereits Ende 2024 mit dem Abzug französischer Kampfflugzeuge und der Rückgabe der Basis in Faya-Largeau begann.</p>



<h3 id="die-bedeutung-von-abeche-fuer-frankreich-und-den-tschad" class="wp-block-heading">Die Bedeutung von Abéché für Frankreich und den Tschad</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Jahrzehnte französischer Präsenz war die Basis nicht nur ein militärischer Standort, sondern auch ein Zentrum humanitärer und infrastruktureller Unterstützung. Die französischen Streitkräfte trugen zur Renovierung von Schulen, zum Bau von Brunnen und zur Bereitstellung medizinischer Hilfe bei, darunter auch Notfallevakuierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig war die französische Präsenz in Abéché nicht unumstritten. In der Stadt kam es regelmäßig zu Protesten gegen die Basis, die von der Regierung oft mit Gewalt unterdrückt wurden. Der Rückzug wird daher auch von Teilen der lokalen Bevölkerung als Zeichen des Wandels begrüßt.</p>



<h3 id="frankreichs-botschaft-kein-abschied-sondern-ein-neuanfang" class="wp-block-heading">Frankreichs Botschaft: Kein Abschied, sondern ein Neuanfang</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des Truppenabzugs betonten französische Vertreter, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in anderen Bereichen fortgesetzt werde. „Dies ist kein Abschied Frankreichs, sondern ein &#8216;Auf Wiedersehen&#8217; seiner Soldaten“, erklärte Colonel Boris Pomirol, Kommandeur der französischen Streitkräfte im Sahel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich plant, seine Partnerschaft mit dem Tschad künftig stärker auf zivilen und entwicklungspolitischen Gebieten zu konzentrieren.</p>



<h3 id="ausblick-neue-herausforderungen-fuer-den-tschad" class="wp-block-heading">Ausblick: Neue Herausforderungen für den Tschad</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Übergabe der Basis steht der Tschad vor der Aufgabe, die Sicherheitslage in der Region Ouaddaï eigenständig zu stabilisieren. Die Region ist geprägt von Konflikten mit Rebellen und humanitären Herausforderungen. Verteidigungsminister Djamous appellierte an die tschadischen Streitkräfte, wachsam zu bleiben und ihre Kapazitäten weiter auszubauen, um die territoriale Integrität des Landes zu gewährleisten.</p>
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		<item>
		<title>Macron fordert die sofortige Freilassung von Boualem Sansal &#8211; Algerien reagiert empört</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-fordert-die-sofortige-freilassung-von-boualem-sansal-algerien-reagiert-empoert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2025 18:04:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verhaftung des französisch-algerischen Schriftstellers Boualem Sansal und die anschließende Kritik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an Algeriens&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-fordert-die-sofortige-freilassung-von-boualem-sansal-algerien-reagiert-empoert%2F&amp;action_name=Macron%20fordert%20die%20sofortige%20Freilassung%20von%20Boualem%20Sansal%20%26%238211%3B%20Algerien%20reagiert%20emp%C3%B6rt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/algerischer-schriftsteller-boualem-sansal-inhaftiert-mena-direktor-tobias-tunkel-irritiert/">Verhaftung des französisch-algerischen Schriftstellers Boualem Sansal</a> und die anschließende Kritik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an Algeriens Umgang mit dem Fall haben die Beziehungen zwischen beiden Ländern weiter belastet. Macron bezeichnete die Inhaftierung des schwer kranken Sansal als „beschämend“ für Algerien und forderte dessen sofortige Freilassung aus humanitären Gründen.</p>



<h3 id="hintergrund-der-verhaftung-von-sansal" class="wp-block-heading">Hintergrund der Verhaftung von Sansal</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Boualem Sansal, 75 Jahre alt und seit 2024 französischer Staatsbürger, wurde Mitte November in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a> festgenommen. Ihm wird „Gefährdung der Staatssicherheit“ gemäß Artikel 87 bis des algerischen Strafgesetzbuchs vorgeworfen. Der Vorwurf bezieht sich auf Aussagen, die Sansal in einem Interview mit einem rechtsextremen französischen Medium gemacht haben soll, in denen er die marokkanische Position zum Westsaharakonflikt unterstützt und Algerien kritisiert habe. Seit Dezember wird er in einer medizinischen Abteilung der Haftanstalt behandelt.</p>



<h3 id="macrons-kritik-und-die-diplomatische-reaktion" class="wp-block-heading">Macrons Kritik und die diplomatische Reaktion</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Rede vor französischen Botschaftern kritisierte Macron die algerischen Behörden scharf: „Die Algerien, das wir so sehr lieben, entwürdigt sich selbst, indem es einem schwer kranken Mann die notwendige medizinische Versorgung verweigert.“ Er forderte die sofortige Freilassung Sansals und hob die historische und kulturelle Verbundenheit beider Länder hervor.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">💬&quot;L’Algérie entre dans une histoire qui la déshonore&quot; en retenant en détention Boualem Sansal</p>
<p>Emmanuel Macron demande &quot;instamment&quot; la libération de l&#39;écrivain franco-algérien arrêté mi-novembre <a href="https://t.co/JMYVbF20iH">pic.twitter.com/JMYVbF20iH</a></p>
<p>&mdash; BFMTV (@BFMTV) <a href="https://twitter.com/BFMTV/status/1876251677747032381?ref_src=twsrc%5Etfw">January 6, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die algerische Regierung wies Macrons Äußerungen als „unverschämte Einmischung in innere Angelegenheiten“ zurück. In einer Stellungnahme des Außenministeriums wurde betont, dass der Fall Sansal kein Fall der Meinungsfreiheit sei, sondern ein strafrechtlich relevantes Vergehen im Zusammenhang mit der territorialen Integrität Algeriens. Präsident Abdelmadjid Tebboune bezeichnete Sansal als „Instrument Frankreichs“ und „Impostor“.</p>



<h3 id="ein-komplexes-geopolitisches-umfeld" class="wp-block-heading">Ein komplexes geopolitisches Umfeld</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Affäre Sansal verschärft die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Paris und Algier, die von historischen Konflikten und aktuellen geopolitischen Spannungen geprägt sind. <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/">Macrons Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Westsahara im Juli 2024</a> hat Algerien verärgert, das traditionell die Terrororganisation Polisario unterstützt. Diese Position Frankreichs wird als Abkehr von der bisherigen Neutralität und als Stärkung der Beziehungen zu Marokko interpretiert, was Algerien als Provokation sieht.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-fordert-die-sofortige-freilassung-von-boualem-sansal-algerien-reagiert-empoert%2F&amp;action_name=Macron%20fordert%20die%20sofortige%20Freilassung%20von%20Boualem%20Sansal%20%26%238211%3B%20Algerien%20reagiert%20emp%C3%B6rt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Macron, eine Belastungsprobe für die Beziehungen zu Afrika?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2025 13:55:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=13300</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Tschad und der Senegal haben scharf auf Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron reagiert, die während eines&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika%2F&amp;action_name=Macron%2C%20eine%20Belastungsprobe%20f%C3%BCr%20die%20Beziehungen%20zu%20Afrika%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika/">Macron, eine Belastungsprobe für die Beziehungen zu Afrika?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a> haben scharf auf Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron reagiert, die während eines Treffens mit französischen Botschaftern getätigt wurden. Die Kommentare, die als herablassend gegenüber Afrika und seinen Führungspersönlichkeiten empfunden wurden, haben in den Hauptstädten N’Djamena und Dakar für Empörung gesorgt und die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Frankreich und Afrika weiter belastet.</p>



<h3 id="kritik-an-afrikas-undankbarkeit-und-an-souveraenitaetsbestrebungen" class="wp-block-heading">Kritik an Afrikas „Undankbarkeit“ und an Souveränitätsbestrebungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Konferenz der Botschafter am 6. Januar im Élysée-Palast äußerte der französische Präsident Emmanuel Macron scharfe Kritik an einem vermeintlichen Mangel an Dankbarkeit afrikanischer Staatsführer gegenüber den militärischen Interventionen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreichs</a>. Seine Aussagen lösten sofortige Empörung in zahlreichen afrikanischen Ländern aus und vertieften die ohnehin wachsenden Spannungen zwischen Frankreich und seinen ehemaligen Kolonien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron verwies auf den Rückzug französischer Truppen aus Ländern wie Mali, Burkina Faso, Niger, Tschad und Côte d’Ivoire. Er machte dafür die politischen Umstürze und Militärputsche in diesen Staaten verantwortlich, ohne jedoch die tiefergehenden Ursachen für das Scheitern der französischen Afrikapolitik anzuerkennen. Tatsächlich spiegelt der Verlust dieser Militärbasen eine deutliche Ablehnung der französischen Präsenz durch die afrikanische Bevölkerung und deren politische Führungen wider, die zunehmend auf eine echte Souveränität hinarbeiten.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">EN DIRECT | Conférence des Ambassadrices et des Ambassadeurs : le discours du Président <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron?ref_src=twsrc%5Etfw">@EmmanuelMacron</a>. <a href="https://t.co/0p0ZHAIP85">https://t.co/0p0ZHAIP85</a></p>
<p>&mdash; Élysée (@Elysee) <a href="https://twitter.com/Elysee/status/1876219171249524899?ref_src=twsrc%5Etfw">January 6, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Indem Macron die Forderungen nach mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit als „wohlfeilen Panafrikanismus“ bezeichnete, griff er auf eine Rhetorik zurück, die vielerorts als herablassend und kolonialistisch wahrgenommen wird. Diese Aussagen nähren das Bild eines Frankreichs, das nicht bereit ist, die veränderte Dynamik in den Beziehungen zu Afrika zu akzeptieren.</p>



<h3 id="tschads-reaktion-forderung-nach-respekt" class="wp-block-heading">Tschads Reaktion: Forderung nach Respekt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In einem offiziellen Kommuniqué kritisierte die tschadische Regierung die Äußerungen Macrons, die einen „Mangel an Respekt gegenüber Afrika und den Afrikanern“ zeigten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="901" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GgorgL8WkAA4sBc.jpeg" alt="" class="wp-image-13302 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GgorgL8WkAA4sBc.jpeg 720w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GgorgL8WkAA4sBc-240x300.jpeg 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GgorgL8WkAA4sBc-380x476.jpeg 380w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Tschad erinnerte an die zentrale Rolle, die afrikanische Soldaten in den beiden Weltkriegen gespielt haben, um Frankreich zu verteidigen. Diese Opfer seien jedoch nie angemessen anerkannt worden. Der Tschad betonte zudem, dass seine Armee nicht durch französische Unterstützung aufgebaut wurde, sondern das Ergebnis der Entschlossenheit und Opferbereitschaft des tschadischen Volkes sei. Die Regierung in N’Djamena forderte Frankreich auf, die legitimen Bestrebungen der afrikanischen Nationen nach voller Souveränität und Unabhängigkeit zu respektieren.</p>
</div></div>



<h3 id="senegals-klare-botschaft-an-macron" class="wp-block-heading">Senegals klare Botschaft an Macron</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Senegal reagierte Premierminister Ousmane Sonko ebenfalls mit scharfer Kritik. Er wies darauf hin, dass die jüngste Umstrukturierung der französischen Militärbasen auf senegalesischem Boden eine souveräne Entscheidung seines Landes war und nicht durch Verhandlungen oder Einflussnahme Frankreichs zustande kam. Sonko kritisierte außerdem Frankreichs Rolle in der Destabilisierung mehrerer afrikanischer Länder, insbesondere in Libyen. Er erinnerte daran, dass ohne die Mobilisierung afrikanischer Soldaten während des Zweiten Weltkriegs Frankreich möglicherweise weiterhin unter deutscher Besatzung stehen würde.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="fr" dir="ltr">Le Président Emanuel Macron a affirmé aujourd’hui que le départ annoncé des bases françaises aurait été négocié entre les pays africains qui l’ont décrété et la France.</p>
<p>Il poursuit en estimant que c’est par simple commodité et par politesse que la France a consenti la primeur… <a href="https://t.co/kNrBtkEGE0">pic.twitter.com/kNrBtkEGE0</a></p>
<p>&mdash; Ousmane Sonko (@SonkoOfficiel) <a href="https://twitter.com/SonkoOfficiel/status/1876388352217186339?ref_src=twsrc%5Etfw">January 6, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Premierminister unterstrich, dass der Senegal zunehmend eine panafrikanische Politik verfolgt, die auf Eigenständigkeit und einer losgelösten Beziehung zur ehemaligen Kolonialmacht basiert. Die jüngsten Gedenkveranstaltungen für die Massaker an den senegalesischen Tirailleurs durch französische Kolonialtruppen unterstreichen diese Neuausrichtung, die darauf abzielt, eine unabhängige Erinnerungskultur zu schaffen, die nicht mehr von Paris dominiert wird.</p>



<h3 id="ein-wendepunkt-in-den-beziehungen-afrika-frankreich" class="wp-block-heading">Ein Wendepunkt in den Beziehungen Afrika-Frankreich</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die scharfen Reaktionen aus N’Djamena und Dakar spiegeln einen wachsenden Widerstand gegen das, was viele afrikanische Länder als Bevormundung durch Frankreich empfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktionen aus dem Tschad und dem Senegal verdeutlichen den Wandel in den Beziehungen zwischen Afrika und Frankreich. Die scharfe Kritik an Macrons Äußerungen zeigt, dass viele afrikanische Länder nicht länger bereit sind, eine bevormundende Haltung hinzunehmen. Dieser Eklat markiert einen Wendepunkt, da immer mehr Staaten ihre Souveränität betonen und eine gleichberechtigte Partnerschaft einfordern.</p>



<ul class="wp-block-list"></ul>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreich verstärkt Kooperation mit der CEEAC: Akkreditierung von Botschafter Fabrice Mauriès</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-verstaerkt-kooperation-mit-der-ceeac-akkreditierung-von-botschafter-fabrice-mauries/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jan 2025 16:59:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 16. Dezember 2024 präsentierte Fabrice Mauriès, Botschafter Frankreichs in Gabun sowie in São Tomé und Príncipe, seine&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-verstaerkt-kooperation-mit-der-ceeac-akkreditierung-von-botschafter-fabrice-mauries%2F&amp;action_name=Frankreich%20verst%C3%A4rkt%20Kooperation%20mit%20der%20CEEAC%3A%20Akkreditierung%20von%20Botschafter%20Fabrice%20Mauri%C3%A8s&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-verstaerkt-kooperation-mit-der-ceeac-akkreditierung-von-botschafter-fabrice-mauries/">Frankreich verstärkt Kooperation mit der CEEAC: Akkreditierung von Botschafter Fabrice Mauriès</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 16. Dezember 2024 präsentierte Fabrice Mauriès, Botschafter Frankreichs in Gabun sowie in São Tomé und Príncipe, seine <a href="https://ceeac-eccas.org/2024/12/18/accreditation-de-lambassadeur-de-france-aupres-de-la-ceeac/">Akkreditierungsschreiben</a> an den Präsidenten der Kommission der Wirtschaftsgemeinschaft Zentralafrikanischer Staaten (CEEAC), Gilberto Da Piedade Verissimo. Mit diesem Schritt unterstreicht <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> sein Engagement für eine vertiefte Zusammenarbeit mit der CEEAC, einer Schlüsselorganisation in der Region Zentralafrika.</p>



<h3 id="symbol-fuer-gestaerkte-beziehungen" class="wp-block-heading">Symbol für gestärkte Beziehungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der CEEAC-Kommission begrüßte die Akkreditierung als wichtigen Meilenstein in der Beziehung zwischen Frankreich und der Organisation. Er betonte, dass die Präsenz eines französischen Botschafters die Zusammenarbeit erleichtere und einen kontinuierlichen Dialog zwischen beiden Partnern ermögliche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Ansprache bekräftigte Botschafter Mauriès seine Absicht, die bilateralen und multilateralen Beziehungen zwischen Frankreich und den Mitgliedsstaaten der CEEAC weiter auszubauen. Dabei hob er die Verdienste seines Vorgängers, Alexis Lamek, hervor und versprach, mit Nachdruck an einer Vertiefung der Partnerschaft zu arbeiten.</p>



<h3 id="diskussionen-hinter-verschlossenen-tueren" class="wp-block-heading">Diskussionen hinter verschlossenen Türen</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-13274 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-2048x1536.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Presentation-lettres-de-creance-France-2-scaled-3.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach der offiziellen Zeremonie führten der Botschafter und der Präsident der CEEAC ein vertrauliches Gespräch, in dem sie die wirtschaftliche Lage in São Tomé und Príncipe sowie den laufenden Übergangsprozess in Gabun thematisierten. Mauriès lobte die jüngste Entscheidung der CEEAC, die Sanktionen gegen Gabun aufzuheben, und bezeichnete die Wiedereingliederung des Landes als positives Signal für die regionale Stabilität.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus bekräftigte er, dass die französische Botschaft in Libreville und São Tomé und Príncipe bereit sei, als Vermittler in regionalen Krisen zu agieren und Botschaften zwischen den betroffenen Staaten weiterzugeben.</p>



<h3 id="neue-ausrichtung-der-franzoesischen-afrikapolitik" class="wp-block-heading">Neue Ausrichtung der französischen Afrikapolitik</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Botschafter Mauriès verwies auf Frankreichs erneuerte Strategie in Afrika, die auf gleichberechtigten Partnerschaften und einem verstärkten Fokus auf wirtschaftliche, kulturelle und sicherheitspolitische Kooperationen basiert. Ziel sei es, die Realität vor Ort besser zu verstehen und die Interessen aller Partner zu respektieren.</p>



<h3 id="fabrice-mauries-ein-erfahrener-diplomat" class="wp-block-heading">Fabrice Mauriès: Ein erfahrener Diplomat</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Fabrice Mauriès verfügt über eine beeindruckende Karriere im diplomatischen Dienst. Als Absolvent der École nationale d’administration (ENA) und des Institut d’études politiques de Paris hat er verschiedene hochrangige Positionen innegehabt, darunter:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Botschafter in Peru (2014–2017) und Haiti (2021–2024);</li>



<li>Stellv. Direktor für die Region Amerika und Karibik;</li>



<li>Konsul in Ho-Chi-Minh-Stadt (2011–2014).</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der mehrsprachige Diplomat (Französisch, Englisch, Spanisch und Chinesisch) bringt umfassende internationale Erfahrung und ein tiefes Verständnis für multilaterale Beziehungen mit.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-verstaerkt-kooperation-mit-der-ceeac-akkreditierung-von-botschafter-fabrice-mauries/">Frankreich verstärkt Kooperation mit der CEEAC: Akkreditierung von Botschafter Fabrice Mauriès</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Pipeline-Anschlag in Niger: Eine neue Belastungsprobe für die Beziehungen zu Nigeria</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/pipeline-anschlag-in-niger-eine-neue-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-nigeria/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Dec 2024 17:03:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Angriff auf die Niger-Benin-Ölpipeline in der Region Dosso hat nicht nur die Energieinfrastruktur der Region empfindlich getroffen,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpipeline-anschlag-in-niger-eine-neue-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-nigeria%2F&amp;action_name=Pipeline-Anschlag%20in%20Niger%3A%20Eine%20neue%20Belastungsprobe%20f%C3%BCr%20die%20Beziehungen%20zu%20Nigeria&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Angriff auf die Niger-Benin-Ölpipeline in der Region Dosso hat nicht nur die Energieinfrastruktur der Region empfindlich getroffen, sondern auch diplomatische Spannungen zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a> verschärft. Die Pipeline, die eine Schlüsselrolle für die wirtschaftliche Zusammenarbeit in Westafrika spielt, wurde durch eine Explosion zwischen Lido und Karakara außer Betrieb gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. Dezember rief Nigers Außenminister Nigerias Geschäftsträger in Niamey wegen schwerwiegender Vorwürfe der nigerianischen Sicherheitsmittäterschaft bei Angriffen auf die Niger-Benin-Pipeline vor. Laut RTN wurden die Angriffe in der Nähe von Dioundiou, Lido und Karakara angeblich von Nigeria aus orchestriert, in Abstimmung mit &#8220;Flüchtlingen aus Nigers ehemaligem Regime&#8221;, um Niger zu destabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niger verurteilte das &#8220;mitschuldige Schweigen&#8221; der nigerianischen Behörden und beschuldigte sie, mit subversiven Flüchtlingen zusammenzuarbeiten, während er die Präsenz ausländischer Streitkräfte in der Nähe der Grenze in den Lagern Gigani und Gidan Kata hervorhob. Niger verurteilte diese &#8220;beschämenden Manöver&#8221; und bekräftigte sein Engagement, die Täter zu verfolgen und zu bestrafen und gleichzeitig die Sicherheit seiner Bevölkerung zu gewährleisten. Die Regierung drückte ihre Bereitschaft aus, mit allen friedlichen Nationen auf der Grundlage von Brüderlichkeit und gegenseitigem Respekt zusammenzuarbeiten.</p>



<h3 id="regionale-auswirkungen-des-pipeline-anschlags" class="wp-block-heading">Regionale Auswirkungen des Pipeline-Anschlags</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff hat weitreichende Konsequenzen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Wirtschaftliche Unsicherheit:</strong> Die Pipeline ist ein wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Niger und seinen Nachbarstaaten Benin und Nigeria. Der Vorfall gefährdet zukünftige Kooperationen und Investitionen in die Energieinfrastruktur.</li>



<li><strong>Internationale Besorgnis:</strong> Chinesische Investitionen in die Pipeline und andere regionale Projekte könnten durch die anhaltende Instabilität beeinträchtigt werden.</li>



<li><strong>Sicherheitslage:</strong> Pipelines sind in Westafrika häufig Ziel von Sabotageakten, die entweder auf Diebstahl, politische Instabilität oder geopolitische Spannungen zurückzuführen sind.</li>
</ol>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">NIGER 🇳🇪 There are reports circulating that on December 17, 2024, the Niger-Benin pipeline was bombed between Lido and Karakara in the Dosso region. As a result, the pipeline is not operational.</p>
<p>The bombing raises concerns about the future of the Chinese investment into building… <a href="https://t.co/Z12sZP3X4L">pic.twitter.com/Z12sZP3X4L</a></p>
<p>&mdash; Toria Brooke (@realtoriabrooke) <a href="https://twitter.com/realtoriabrooke/status/1869603353983934747?ref_src=twsrc%5Etfw">December 19, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="einblicke-in-die-beziehungen-zwischen-niger-und-nigeria" class="wp-block-heading">Einblicke in die Beziehungen zwischen Niger und Nigeria</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse spiegeln eine komplexe Dynamik wider, die durch geopolitische Spannungen und die Sicherheitslage entlang der gemeinsamen Grenze geprägt ist.</p>



<h4 id="sicherheitskooperation-und-instabilitaet" class="wp-block-heading">Sicherheitskooperation und Instabilität</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grenze zwischen Niger und Nigeria ist Schauplatz von Gewalt durch bewaffnete Gruppen wie Boko Haram und ISGS. Beide Länder arbeiten im Rahmen der Multinational Joint Task Force (MNJTF) zusammen, doch die Effektivität dieser Maßnahmen wird oft in Frage gestellt.</p>



<h4 id="politische-veraenderungen-nach-dem-putsch-in-niger" class="wp-block-heading">Politische Veränderungen nach dem Putsch in Niger</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Militärputsch in Niger im Juli 2023 hat die diplomatischen Beziehungen neu definiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sanktionen:</strong> Nigeria unterstützte als Mitglied der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) harte Sanktionen gegen Niger, was die wirtschaftlichen und sozialen Verbindungen zwischen den Ländern belastete.</li>



<li><strong>Entspannung:</strong> In den letzten Monaten gab es jedoch Anzeichen für eine Lockerung der Sanktionen und eine Wiederaufnahme des grenzüberschreitenden Handels.</li>
</ul>



<h4 id="misstrauen-und-geopolitische-spannungen" class="wp-block-heading">Misstrauen und geopolitische Spannungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pipeline-Angriff und die anschließenden Vorwürfe werfen ein Schlaglicht auf das tief verwurzelte Misstrauen zwischen den beiden Ländern. Es wird spekuliert, dass externe Mächte, insbesondere Frankreich, eine Rolle in der geopolitischen Dynamik der Region spielen könnten, was die Spannungen weiter anheizt.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Niger?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Niger</a>🇳🇪 &#8211; <a href="https://twitter.com/hashtag/Nig%C3%A9ria?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Nigéria</a>🇳🇬 | Diplomatie <br />Avec la convocation de la Chargée des Affaires en l&#39;absence de l&#39;Ambassadeur de la République Fédérale du Nigéria au Niger, ce 18 décembre 2024, je comprends pourquoi ce Ministre des Affaires des pétro-kidnappeurs est si peu visible dans les… <a href="https://t.co/Gx6mf1dW0M">pic.twitter.com/Gx6mf1dW0M</a></p>
<p>&mdash; Pagoui (@ighazer) <a href="https://twitter.com/ighazer/status/1870067379390001160?ref_src=twsrc%5Etfw">December 20, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schließung der Grenze und die wirtschaftlichen Sanktionen haben sowohl den formellen als auch den informellen Handel erheblich beeinträchtigt, insbesondere in Bezug auf Rohöl und landwirtschaftliche Produkte. Gleichzeitig verschärft die humanitäre Krise mit Binnenvertriebenen und Flüchtlingen die Belastung der Ressourcen auf beiden Seiten.</p>



<h3 id="ausblick-diplomatie-als-schluessel-zur-stabilitaet" class="wp-block-heading">Ausblick: Diplomatie als Schlüssel zur Stabilität</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Spannungen sind Niger und Nigeria durch starke kulturelle und wirtschaftliche Bande verbunden, insbesondere zwischen den Hausa sprechenden Gemeinschaften. Diese Verbindungen könnten dazu beitragen, diplomatische Lösungen zu fördern, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Infrastruktur wiederherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pipeline-Anschlag verdeutlicht jedoch, wie fragil diese Beziehungen in einer Region sind, die von geopolitischen Interessen und Sicherheitsherausforderungen geprägt ist. Es bleibt abzuwarten, ob die beiden Länder in der Lage sein werden, die Spannungen zu entschärfen und eine stabile Grundlage für zukünftige Kooperationen zu schaffen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/pipeline-anschlag-in-niger-eine-neue-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-nigeria/">Pipeline-Anschlag in Niger: Eine neue Belastungsprobe für die Beziehungen zu Nigeria</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Militärbasis: Macron setzt auf Dschibuti für die indo-pazifische Strategie Frankreichs</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/militaerbasis-macron-setzt-auf-dschibuti-fuer-die-indo-pazifische-strategie-frankreichs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Dec 2024 15:57:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dschibuti]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französische Präsident Emmanuel Macron unterstrich bei einem Treffen mit dem dschibutischen Präsidenten Ismaïl Omar Guelleh die entscheidende&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmilitaerbasis-macron-setzt-auf-dschibuti-fuer-die-indo-pazifische-strategie-frankreichs%2F&amp;action_name=Milit%C3%A4rbasis%3A%20Macron%20setzt%20auf%20Dschibuti%20f%C3%BCr%20die%20indo-pazifische%20Strategie%20Frankreichs&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/militaerbasis-macron-setzt-auf-dschibuti-fuer-die-indo-pazifische-strategie-frankreichs/">Militärbasis: Macron setzt auf Dschibuti für die indo-pazifische Strategie Frankreichs</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der französische Präsident Emmanuel Macron unterstrich bei einem Treffen mit dem dschibutischen Präsidenten Ismaïl Omar Guelleh die entscheidende Rolle Dschibutis für Frankreichs militärische und geopolitische Strategie in der indo-pazifischen Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Präsenz in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/dschibuti/">Dschibuti</a> ist ein integraler Bestandteil unserer seit 2018 verstärkten indo-pazifischen Strategie“, erklärte Macron während seines Besuchs, bei dem er auch französische Truppen besuchte.</p>



<h3 id="eine-strategische-ausnahme-in-afrika" class="wp-block-heading">Eine strategische Ausnahme in Afrika</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während Frankreich in den letzten Jahren seine Truppen aus mehreren afrikanischen Ländern wie <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> abziehen musste, betonte Macron, dass Dschibuti eine besondere Position einnimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Natur unserer Präsenz in Dschibuti ist grundlegend anders. Sie spiegelt sowohl die Sicherheitsbedürfnisse Dschibutis als auch <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreichs</a> Ambitionen im indo-pazifischen Raum wider“, fügte er hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dschibutis Lage an der Bab-el-Mandeb-Straße, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet, macht das Land zu einem Schlüsselpunkt für den internationalen Seehandel und die Sicherheit in einer geopolitisch sensiblen Region.</p>



<h3 id="neuausrichtung-der-strategie-fuer-die-franzoesischen-militaerbasen" class="wp-block-heading">Neuausrichtung der Strategie für die französischen Militärbasen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den französischen Truppen betonte Macron die Bedeutung der Militärbasis in Dschibuti als „Projektionspunkt“ für Einsätze in Afrika und darüber hinaus. Diese Basis ist eine der letzten großen französischen Militärinstallationen in Afrika und wird angesichts des schwindenden französischen Einflusses in anderen afrikanischen Ländern zunehmend wichtiger.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">Focus. French President Macron visits Djibouti 🇩🇯, with strategic discussions on the agenda. A key strategic hub, Djibouti hosts military bases for several global nuclear powers, including the USA 🇺🇸, China 🇨🇳, and Japan 🇯🇵. Source video from the RTD. <a href="https://t.co/5MuMfPr1he">pic.twitter.com/5MuMfPr1he</a></p>
<p>&mdash; Awdal WOD. (@awdal_waaye) <a href="https://twitter.com/awdal_waaye/status/1870441132376945057?ref_src=twsrc%5Etfw">December 21, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="vertiefung-der-bilateralen-beziehungen" class="wp-block-heading">Vertiefung der bilateralen Beziehungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Guelleh hob die „privilegierte Beziehung“ zwischen Dschibuti und Frankreich hervor, die durch die Erneuerung des Verteidigungspartnerschaftsvertrags im Juli 2024 gestärkt wurde. Er begrüßte auch die Unterzeichnung von zwei Abkommen: eines zur Errichtung eines neuen Flughafens und eines zur Entwicklung einer nationalen Raumfahrtbehörde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Präsidenten diskutierten außerdem regionale Themen, wobei Macron die Notwendigkeit eines Dialogs zur Beendigung des Konflikts im Sudan betonte.</p>



<h3 id="historische-und-aktuelle-verbindungen" class="wp-block-heading">Historische und aktuelle Verbindungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Frankreich und Dschibuti reichen von der Kolonialzeit bis zur heutigen strategischen Partnerschaft, die auf militärischer Zusammenarbeit basiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Historischer Hintergrund:</strong> Dschibuti war von 1896 bis 1977 französisches Territorium. Diese Vergangenheit prägt die heutigen Beziehungen.</li>



<li><strong>Militärische Präsenz:</strong> Die französischen Streitkräfte in Dschibuti (FFDj) spielen eine Schlüsselrolle bei Operationen in Afrika, insbesondere in den Bereichen Terrorismusbekämpfung, maritime Sicherheit und Ausbildung.</li>



<li><strong>Geopolitische Bedeutung:</strong> Dschibutis strategische Lage an einer der weltweit wichtigsten Schifffahrtsstraßen macht es zu einem unverzichtbaren Standort für Frankreichs Interessen in Afrika und im Indo-Pazifik.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der militärischen Zusammenarbeit pflegen die beiden Länder auch wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen. Dschibuti ist ein frankophones Land, in dem die französische Sprache weiterhin eine wichtige Rolle spielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Frankreich und Dschibuti bleiben somit vielschichtig und sind sowohl historisch verwurzelt als auch durch aktuelle strategische Interessen geprägt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Freilassung französischer Staatsbürger in Burkina Faso durch Vermittlung von König Mohammed VI</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/freilassung-franzoesischer-staatsbuerger-in-burkina-faso-durch-vermittlung-von-koenig-mohammed-vi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Dec 2024 15:14:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dank der Vermittlung von König Mohammed VI hat der Präsident von Burkina Faso, Ibrahim Traoré, der Freilassung von&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffreilassung-franzoesischer-staatsbuerger-in-burkina-faso-durch-vermittlung-von-koenig-mohammed-vi%2F&amp;action_name=Freilassung%20franz%C3%B6sischer%20Staatsb%C3%BCrger%20in%20Burkina%20Faso%20durch%20Vermittlung%20von%20K%C3%B6nig%20Mohammed%20VI&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Dank der Vermittlung von König Mohammed VI hat der Präsident von <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, Ibrahim Traoré, der Freilassung von vier französischen Staatsbürgern zugestimmt, die seit Dezember 2023 in Ouagadougou festgehalten wurden.</p>



<h4 id="humanitaere-geste-durch-diplomatische-beziehungen" class="wp-block-heading">Humanitäre Geste durch diplomatische Beziehungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Diplomatie betonte, dass dieser humanitäre Akt durch die ausgezeichneten Beziehungen zwischen König Mohammed VI und Präsident Traoré sowie die langjährige freundschaftliche Verbindung zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> und Burkina Faso ermöglicht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entscheidung unterstreicht die Stärke der marokkanisch-burkinischen Beziehungen und die Fähigkeit Marokkos, in internationalen Angelegenheiten als vertrauenswürdiger Vermittler zu agieren.</p>



<h4 id="hintergrund-der-freilassung" class="wp-block-heading">Hintergrund der Freilassung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier französischen Staatsbürger, laut Berichten Geheimdienstmitarbeiter, waren vor einem Jahr in Ouagadougou festgenommen worden. Ihre Inhaftierung erfolgte vor dem Hintergrund verschärfter Spannungen zwischen Burkina Faso und Frankreich, die sich nach dem Amtsantritt von Präsident Traoré im September 2022 weiter verschärft hatten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="625" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1280px-Ibrahim_Traore_President_de_la_Transition_du_Burkina_Faso_2023.png" alt="" class="wp-image-11399 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Präsident Traoré verfolgt eine Politik der vollständigen Souveränität und setzt auf Partnerschaften, die auf gegenseitigem Respekt und beiderseitigem Nutzen basieren. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Haltung hat zu einer Abkühlung der Beziehungen zu Frankreich geführt, während Burkina Faso verstärkt Beziehungen zu anderen internationalen Partnern wie Russland und China aufbaut.</p>



<h4 id="rolle-marokkos-in-der-vermittlung" class="wp-block-heading">Rolle Marokkos in der Vermittlung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">König Mohammed VI konnte im Dialog mit Präsident Traoré die Verhandlung mit dem Ergebnis der Freilassung positiv abschließen. Die Entlassung in die Freiheit der vier Franzosen wird als Geste des guten Willens und als Zeichen der Wertschätzung gegenüber Marokko interpretiert.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="fr" dir="ltr">🔴 Suite à la médiation de SM Le Roi Mohammed VI, que Dieu L&#39;assiste, SEM Ibrahim Traoré,Président de la République du Burkina Faso, a répondu favorablement à Sa demande de libération de 4 ressortissants français, retenus à Ouagadougou depuis décembre 2023<a href="https://t.co/D9yGIk1P3f">https://t.co/D9yGIk1P3f</a> <a href="https://t.co/GxsSWPrjLK">pic.twitter.com/GxsSWPrjLK</a></p>
<p>&mdash; Maroc Diplomatie 🇲🇦 (@MarocDiplomatie) <a href="https://twitter.com/MarocDiplomatie/status/1869730972624994633?ref_src=twsrc%5Etfw">December 19, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die enge Zusammenarbeit zwischen Marokko und Burkina Faso zeigt, wie wichtig multilaterale Diplomatie und bilaterale Freundschaften für die Lösung sensibler internationaler Fragen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Freilassung der vier französischen Staatsbürger könnte eine Grundlage für eine Wiederannäherung zwischen Burkina Faso und Frankreich schaffen. Gleichzeitig stärkt dieser Vorfall die Rolle Marokkos als Vermittler auf der internationalen Bühne und seine Fähigkeit, Konflikte durch diplomatische Kanäle zu lösen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffreilassung-franzoesischer-staatsbuerger-in-burkina-faso-durch-vermittlung-von-koenig-mohammed-vi%2F&amp;action_name=Freilassung%20franz%C3%B6sischer%20Staatsb%C3%BCrger%20in%20Burkina%20Faso%20durch%20Vermittlung%20von%20K%C3%B6nig%20Mohammed%20VI&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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			<media:title type="html">1280px-Ibrahim_Traoré,_Président_de_la_Transition_du_Burkina_Faso_(2023)</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Präsidentin der französischen Nationalversammlung Yaël Braun-Pivet besucht Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesidentin-der-franzoesischen-nationalversammlung-yael-braun-pivet-besucht-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vertiefung der bilateralen Beziehungen<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesidentin-der-franzoesischen-nationalversammlung-yael-braun-pivet-besucht-marokko%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sidentin%20der%20franz%C3%B6sischen%20Nationalversammlung%20Ya%C3%ABl%20Braun-Pivet%20besucht%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/praesidentin-der-franzoesischen-nationalversammlung-yael-braun-pivet-besucht-marokko/">Präsidentin der französischen Nationalversammlung Yaël Braun-Pivet besucht Marokko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin der französischen Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, hat am Freitag in Rabat die außergewöhnlichen Perspektiven der französisch-marokkanischen Partnerschaft betont, die sich laut ihrer Aussage in einem „neuen goldenen Zeitalter“ befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich der Abschlussveranstaltung eines institutionellen Twinning-Projekts zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">Europäischen Union</a> erklärte Braun-Pivet, dass die Beziehungen zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> und Marokko 2024 eine neue Dimension erreicht hätten. Grundlage hierfür sei die im Oktober unterzeichnete Erklärung zum „Erweiterten Ausnahme-Partnerschaftsabkommen“ zwischen König Mohammed VI. und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser neue Rahmen stützt sich auf Respekt, Solidarität und gegenseitiges Vertrauen,“ sagte sie. Zudem lobte Braun-Pivet den Einsatz von König Mohammed VI. für den Aufbau dieser strategischen Partnerschaft.</p>



<h4 id="twinning-projekt-unterstuetzung-der-modernisierung-des-marokkanischen-parlaments" class="wp-block-heading">Twinning-Projekt: Unterstützung der Modernisierung des marokkanischen Parlaments</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="707" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-1024x707.jpeg" alt="" class="wp-image-13112 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-1024x707.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-300x207.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-768x530.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-1536x1060.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-2048x1413.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-380x262.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-800x552.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-1160x800.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin würdigte den Erfolg des Twinning-Projekts, das von der Europäischen Union initiiert wurde. Es beinhaltete eine enge Zusammenarbeit zwischen dem marokkanischen Repräsentantenhaus und mehreren europäischen Parlamenten, darunter die französische Nationalversammlung, sowie die Parlamente Belgiens, Tschechiens, Griechenlands, Italiens und Portugals.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt unterstützte die Modernisierung der marokkanischen Parlamentsarbeit durch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Optimierung von Management- und HR-Tools</strong>&nbsp;sowie</li>



<li><strong>Verbesserung der legislativen Nachverfolgung</strong>, um die konkreten Auswirkungen verabschiedeter Gesetze auf die Bevölkerung besser zu bewerten.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Braun-Pivet hob hervor, dass die Stärkung der parlamentarischen Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Marokko eine Schlüsselrolle in der bilateralen Partnerschaft spiele.</p>



<h4 id="frankreich-bekraeftigt-unterstuetzung-fuer-marokkos-souveraenitaet-ueber-die-westsahara" class="wp-block-heading">Frankreich bekräftigt Unterstützung für Marokkos Souveränität über die Westsahara</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres wichtiges Thema der Gespräche war die französische Unterstützung für die marokkanische Souveränität über die Westsahara. Braun-Pivet betonte, dass Frankreich, aufgrund seiner historischen und strategischen Beziehungen zu Marokko, das Königreich weiterhin in seinen zentralen Anliegen unterstütze, insbesondere in Bezug auf die Westsahara.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Frankreich ist davon überzeugt, dass Gegenwart und Zukunft der Sahara untrennbar mit der marokkanischen Souveränität verbunden sind,“ erklärte sie.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">Je crois en la force de la diplomatie parlementaire. </p>
<p>Ensemble, continuons de marcher sur cette route de l’avenir : elle nous mènera vers le progrès des peuples et la paix des nations.</p>
<p>Vive l’amitié franco-marocaine. <a href="https://t.co/1i4O9lDheg">pic.twitter.com/1i4O9lDheg</a></p>
<p>&mdash; Yaël Braun-Pivet (@YaelBRAUNPIVET) <a href="https://twitter.com/YaelBRAUNPIVET/status/1867605089256435731?ref_src=twsrc%5Etfw">December 13, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Nationalversammlung plane, durch parlamentarische Delegationen zur weiteren Entwicklung der Region beizutragen. Ziel sei es, neue wirtschaftliche und kulturelle Partnerschaften zu fördern, die der lokalen Bevölkerung zugutekommen. Braun-Pivet wies darauf hin, dass französische Unternehmen bereits aktiv in der Region engagiert seien und ihre Präsenz ausweiten wollen.</p>



<h4 id="ein-neuer-meilenstein-der-kooperation" class="wp-block-heading">Ein neuer Meilenstein der Kooperation</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die französisch-marokkanische Partnerschaft hat sich 2024 weiter intensiviert. Sie basiert nicht nur auf gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen, sondern auch auf einem politischen und kulturellen Schulterschluss. Die Vision, die von König Mohammed VI. und Präsident Emmanuel Macron vorangetrieben wird, zielt darauf ab, die bilateralen Beziehungen zu einem Modell für erfolgreiche Kooperation innerhalb Afrikas und Europas zu machen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/praesidentin-der-franzoesischen-nationalversammlung-yael-braun-pivet-besucht-marokko/">Präsidentin der französischen Nationalversammlung Yaël Braun-Pivet besucht Marokko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sahel-Staaten verbieten Air France jede Aktivität</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sahel-staaten-verbieten-air-france-jede-aktivitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=12966</guid>

					<description><![CDATA[<p>Air France sieht sich mit Schwierigkeiten in der Sahelzone konfrontiert. Nachdem die Flugverbindungen nach Mali, Burkina Faso und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsahel-staaten-verbieten-air-france-jede-aktivitaet%2F&amp;action_name=Sahel-Staaten%20verbieten%20Air%20France%20jede%20Aktivit%C3%A4t&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-staaten-verbieten-air-france-jede-aktivitaet/">Sahel-Staaten verbieten Air France jede Aktivität</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Air France sieht sich mit Schwierigkeiten in der Sahelzone konfrontiert. Nachdem die Flugverbindungen nach Mali, Burkina Faso und Niger zunächst ausgesetzt wurden, untersagten die Behörden dieser Länder der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">französischen</a> Fluggesellschaft die weiteren Aktivitäten. Diese Entwicklungen zwingen Air France, ihre Marktstrategie neu zu überdenken und ihre Präsenz in alternativen Regionen zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mali</strong>: Seit dem Militärputsch 2020 hat <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a> seine Beziehungen mit Frankreich zunehmend abgekühlt, was zur Ausweisung französischer Truppen und zum Rückzug von Air France führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Burkina Faso</strong>: Nach dem Putsch im Januar 2022 hat <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a> ebenfalls eine Verschärfung der Beziehungen zu Frankreich erfahren, was zu einer Begrenzung der Aktivitäten von Air France führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Niger</strong>: Nach dem Militärputsch im Juli 2023 wurde der Luftraum in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> geschlossen, was dazu führte, dass die Airline aus Frankreich seine Flüge einstellen musste.</p>



<h4 id="air-france-benoetigt-eine-neue-strategie" class="wp-block-heading">Air France benötigt eine neue Strategie</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="652" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/F3Moqi4WgAAbkM6-652x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-12967 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/F3Moqi4WgAAbkM6-652x1024.jpeg 652w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/F3Moqi4WgAAbkM6-191x300.jpeg 191w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/F3Moqi4WgAAbkM6-380x597.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/F3Moqi4WgAAbkM6.jpeg 720w" sizes="(max-width: 652px) 100vw, 652px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese <a href="https://x.com/Nath_Yamb/status/1689739735013421056">Verbote</a> sind Teil einer breiteren Bewegung in der Region, die sich gegen frühere Kolonialmächte und insbesondere Frankreich wendet. Die Militärregierungen haben sich stattdessen mehr zu <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> und anderen Partnern gewandt, was auch eine Umorientierung der Luftverkehrsbeziehungen bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Airline hat diese Entwicklungen kommentiert, indem sie betonte, dass die Sicherheit ihrer Passagiere und Crew stets oberste Priorität hat. Diese Maßnahmen haben den Fluganbieter gezwungen, ihre Flugstrecken und -pläne anzupassen, was zu erheblichen finanziellen Einbußen in der Region führte. Zudem haben andere Fluggesellschaften wie Turkish Airlines und Corsair diese Gelegenheit genutzt, um ihren Marktanteil in der Region auszubauen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese politischen und diplomatischen Spannungen haben nicht nur die Luftfahrtbranche betroffen, sondern auch die allgemeine wirtschaftliche und sicherheitspolitische Landschaft in den Sahel-Staaten verändert.</p>
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		<item>
		<title>Anti-Französische Proteste in Tschad – Forderung nach Abzug der Truppen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/anti-franzoesische-proteste-in-tschad-forderung-nach-abzug-der-truppen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 13:29:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Freitag, dem 6. Dezember 2024, versammelten sich Hunderte Menschen in der tschadischen Hauptstadt N’Djamena, um in Proteste&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fanti-franzoesische-proteste-in-tschad-forderung-nach-abzug-der-truppen%2F&amp;action_name=Anti-Franz%C3%B6sische%20Proteste%20in%20Tschad%20%E2%80%93%20Forderung%20nach%20Abzug%20der%20Truppen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/anti-franzoesische-proteste-in-tschad-forderung-nach-abzug-der-truppen/">Anti-Französische Proteste in Tschad – Forderung nach Abzug der Truppen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am Freitag, dem 6. Dezember 2024, versammelten sich Hunderte Menschen in der tschadischen Hauptstadt N’Djamena, um in Proteste den Abzug der französischen Truppen aus dem Land zu fordern. Mit Slogans wie „<a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a> gehört uns, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> raus“ und Plakaten mit Aufschriften wie „Wir wollen keinen einzigen Franzosen in Tschad sehen“ machten die Demonstranten ihren Unmut deutlich.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="541" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/GeHGZp0WgAAcYLX.jpeg" alt="" class="wp-image-12971 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/GeHGZp0WgAAcYLX.jpeg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/GeHGZp0WgAAcYLX-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/GeHGZp0WgAAcYLX-768x433.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/GeHGZp0WgAAcYLX-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/GeHGZp0WgAAcYLX-800x451.jpeg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Einige Protestierende begaben sich zu einem Militärflugplatz, auf dem französische Soldaten stationiert sind, während andere vor der französischen Botschaft demonstrierten. Die Botschaft wurde von Einheiten der tschadischen Armee schwer bewacht.</p>
</div></div>



<h3 id="hintergrund-ende-der-verteidigungsvereinbarung" class="wp-block-heading">Hintergrund: Ende der Verteidigungsvereinbarung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste folgten der <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beendet-militaerabkommen-mit-frankreich/">Entscheidung der tschadischen Regierung, das Verteidigungsabkommen mit Frankreich zu beenden</a>. Dies wurde vergangene Woche bekannt gegeben, ohne jedoch einen genauen Zeitplan für den Abzug der etwa 1.000 französischen Soldaten zu nennen. Die Regierung erklärte, sie wolle ihre strategischen Partnerschaften auf nationale Prioritäten ausrichten, betonte jedoch, dass die historischen Beziehungen zu Frankreich davon unberührt bleiben sollen.</p>



<h3 id="proteste-anti-franzoesische-stimmung-im-sahel" class="wp-block-heading">Proteste: Anti-französische Stimmung im Sahel</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste in Tschad sind Teil eines größeren Trends in der Sahelzone, wo Frankreich in den vergangenen Jahren seine militärische Präsenz reduziert hat. Mali, Burkina Faso und Niger haben bereits französische Truppen aus ihren Ländern verdrängt, oft begleitet von wachsender Nähe zu Russland, das Söldner in die Region entsendet hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehemalige Kolonien Frankreichs kritisieren zunehmend dessen Rolle in Afrika, einschließlich des Vorwurfs neokolonialer Praktiken. In Tschad wird die Unterstützung Frankreichs für den Übergangs-Militärrat nach dem Tod von Präsident Idriss Déby im Jahr 2021 als Fortsetzung dieser Einmischung wahrgenommen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">🚨Chad 🇹🇩- Chadians took to the streets to demand the departure of the French soldiers from their country. France 🇫🇷 will call this an “anti-French sentiment.”<a href="https://t.co/oYKnbdgM6j">pic.twitter.com/oYKnbdgM6j</a></p>
<p>&mdash; Sy Marcus Herve Traore (@marcus_herve) <a href="https://twitter.com/marcus_herve/status/1864679039757062201?ref_src=twsrc%5Etfw">December 5, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Situation im Tschad hat die anti-französischen Proteste weiter befeuert. Nach dem Tod von Idriss Déby übernahm sein Sohn, Mahamat Déby Itno, die Macht und verlängerte die ursprünglich 18-monatige Übergangsphase im Jahr 2022 um zwei Jahre. Dies führte zu landesweiten Protesten, bei denen politische Unzufriedenheit mit der Forderung nach nationaler Souveränität verbunden wurde.</p>



<h4 id="auswirkungen-und-perspektiven" class="wp-block-heading">Auswirkungen und Perspektiven</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste in Tschad könnten einen Wendepunkt in den Beziehungen des Landes zu Frankreich markieren. Wie in anderen Sahelstaaten könnte die tschadische Regierung eine Neuausrichtung ihrer Sicherheits- und Außenpolitik anstreben, möglicherweise mit verstärkter Zusammenarbeit mit Russland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklungen reflektieren größere geopolitische Veränderungen in Afrika und werfen Fragen zur Zukunft europäischer Partnerschaften in der Region auf.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tschad beendet Militärabkommen mit Frankreich</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschad-beendet-militaerabkommen-mit-frankreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2024 17:39:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der tschadische Präsident Mahamat Idriss Déby Itno verkündete offiziell die Beendigung des Militärabkommens mit Frankreich. Diese Entscheidung markiert&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-beendet-militaerabkommen-mit-frankreich%2F&amp;action_name=Tschad%20beendet%20Milit%C3%A4rabkommen%20mit%20Frankreich&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beendet-militaerabkommen-mit-frankreich/">Tschad beendet Militärabkommen mit Frankreich</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der tschadische Präsident Mahamat Idriss Déby Itno verkündete offiziell die Beendigung des Militärabkommens mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>. Diese Entscheidung markiert einen Wendepunkt in den bilateralen Beziehungen und unterstreicht den Willen des <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a>, seine Souveränität zu stärken und die Außenpolitik neu auszurichten.</p>



<h4 id="ein-obsoletes-abkommen" class="wp-block-heading">Ein &#8220;obsoletes Abkommen&#8221;</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Déby bezeichnete das Abkommen, das zuletzt 2019 überarbeitet wurde, als „obsolet“ und nicht mehr zeitgemäß. Es sei in einer völlig anderen historischen und geopolitischen Situation unterzeichnet worden. „Die Vereinbarung spiegelt nicht mehr die aktuellen Sicherheitsbedürfnisse und geopolitischen Realitäten wider“, erklärte der Präsident.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Rupture?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Rupture</a> de la coopération militaire avec la 🇫🇷: Point de presse du Président de la République, Chef de l’Etat, Mahamat Idriss Deby Itno (01/12/2024) <a href="https://t.co/kmmcYg7iHa">pic.twitter.com/kmmcYg7iHa</a></p>
<p>&mdash; Ambassade du Tchad en France (@Ambatchadparis) <a href="https://twitter.com/Ambatchadparis/status/1863358517899375029?ref_src=twsrc%5Etfw">December 1, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ende der Kooperation umfasst ausschließlich militärische Aspekte und betrifft nicht die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich. Déby betonte, dass Tschad weiterhin ein verlässlicher Partner in der regionalen Sicherheit bleiben werde, jedoch auf Grundlage eines gleichberechtigten und respektvollen Miteinanders.</p>



<h4 id="fokus-auf-nationale-souveraenitaet" class="wp-block-heading">Fokus auf nationale Souveränität</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung, die Militärzusammenarbeit mit Frankreich zu beenden, sei das Ergebnis einer sorgfältigen Analyse. „Diese Maßnahme resultiert aus unserem Versprechen, die Interessen des tschadischen Volkes in den Vordergrund zu stellen und die Souveränität unseres Staates zu wahren“, so Déby.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Gdtb0BoWkAAXXbr.jpeg" alt="" class="wp-image-12889 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Gdtb0BoWkAAXXbr.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Gdtb0BoWkAAXXbr-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Gdtb0BoWkAAXXbr-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Gdtb0BoWkAAXXbr-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Gdtb0BoWkAAXXbr-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die tschadischen Verteidigungskräfte hätten bewiesen, dass sie in der Lage seien, das Land selbst zu schützen und einen Beitrag zur regionalen Stabilität zu leisten. Ziel sei es, die Ressourcen des Landes auf Partnerschaften zu konzentrieren, die einen direkten und positiven Einfluss auf die Lebensrealität der Bevölkerung haben.</p>
</div></div>



<h4 id="reaktionen-im-tschad-und-international" class="wp-block-heading">Reaktionen im Tschad und international</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="895" height="702" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG-20231220-WA0170.jpg" alt="" class="wp-image-12885 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG-20231220-WA0170.jpg 895w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG-20231220-WA0170-300x235.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG-20231220-WA0170-768x602.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG-20231220-WA0170-380x298.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/IMG-20231220-WA0170-800x627.jpg 800w" sizes="(max-width: 895px) 100vw, 895px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Schritt wurde von der politischen Landschaft des Tschad weitgehend begrüßt. Der Koordinator des Cadre National de Concertation des Partis Politiques (CNCP), Nasra Djimasngar, bezeichnete die Entscheidung als „mutig und historisch“. Er forderte einen zügigen Abzug der französischen Truppen und eine geordnete Schließung der Militärbasen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf internationaler Ebene hat Frankreich bisher nicht offiziell auf die Entscheidung reagiert. Beobachter sehen jedoch in der Entwicklung ein Zeichen für eine wachsende Distanz zwischen afrikanischen Staaten und ehemaligen Kolonialmächten, während Länder wie Russland und China zunehmend Einfluss gewinnen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beendet-militaerabkommen-mit-frankreich/">Tschad beendet Militärabkommen mit Frankreich</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>G7-Außenminister: Partnerschaften mit Afrika im Zentrum</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/g7-aussenminister-partnerschaften-mit-afrika-im-zentrum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2024 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Globale Zusammenarbeit in Krisenzeiten<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fg7-aussenminister-partnerschaften-mit-afrika-im-zentrum%2F&amp;action_name=G7-Au%C3%9Fenminister%3A%20Partnerschaften%20mit%20Afrika%20im%20Zentrum&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/g7-aussenminister-partnerschaften-mit-afrika-im-zentrum/">G7-Außenminister: Partnerschaften mit Afrika im Zentrum</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Außenministerinnen und -minister der G7-Staaten – bestehend aus Deutschland, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/italien/">Italien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/japan/">Japan</a>, Kanada, dem <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigten Königreich</a>, den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a> sowie der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">Europäischen Union</a> – erneuerten in ihrer jüngsten Erklärung ihr Bekenntnis zu Frieden, Stabilität und nachhaltiger Entwicklung. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Armutsbekämpfung und technologischer Transformation rufen sie zu gemeinschaftlichem Handeln und multilateraler Zusammenarbeit auf. <em>In der <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2688048-2688048">Erklärung</a> heißt es</em>, dass die Reform des VN-Sicherheitsrats und die Stärkung der Rolle der Vereinten Nationen zentrale Bestandteile ihrer strategischen Ziele bleiben.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">Minister Antonio Tajani welcomed the Heads of Delegation of the <a href="https://twitter.com/hashtag/G7?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#G7</a> Meeting on Foreign Affairs in the stunning Palazzo Comunale of Anagni. <a href="https://twitter.com/hashtag/G7Italy?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#G7Italy</a> <a href="https://t.co/giDSXYIwwM">pic.twitter.com/giDSXYIwwM</a></p>
<p>&mdash; G7 Italy (@G7) <a href="https://twitter.com/G7/status/1861032886507323888?ref_src=twsrc%5Etfw">November 25, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="afrika-als-schluesselpartner-der-g7" class="wp-block-heading">Afrika als Schlüsselpartner der G7</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die G7 bekräftigte ihre Entschlossenheit, afrikanische Länder bei der Förderung von Frieden, Wachstum und Beschäftigung zu unterstützen. Diese Partnerschaften sollen im Einklang mit der Agenda 2063 der Afrikanischen Union gestaltet werden, die eine nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Integration des Kontinents anstrebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein herausragendes Projekt ist der&nbsp;<em>KI-Knotenpunkt für nachhaltige Entwicklung</em>, der in Kooperation mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) entwickelt wurde. Dieses Zentrum soll digitale Innovationen in Schlüsselsektoren wie Landwirtschaft, Energie, Gesundheit, Infrastruktur und Bildung fördern. Im Geiste des von Italien initiierten Mattei-Plans steht der Knotenpunkt für das Prinzip „Gemeinsames Wachsen“ („Growing Together“) und strebt an, afrikanische Länder in die digitale Transformation einzubeziehen, um eine inklusivere Zukunft zu gestalten.</p>



<h3 id="infrastruktur-und-investitionen-fokus-auf-die-pgii-initiative" class="wp-block-heading">Infrastruktur und Investitionen: Fokus auf die PGII-Initiative</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Partnerschaft für globale Infrastruktur und Investitionen (PGII)</em> bleibt ein zentraler Bestandteil der G7-Strategie in Afrika. Ziel ist es, eine nachhaltige und widerstandsfähige Infrastruktur zu schaffen, die hohen Standards sowie Transparenz bei Projektauswahl, Finanzierung und Beschaffung entspricht. Obwohl PGII eine globale Reichweite hat, soll der Schwerpunkt auf afrikanischen Regionen liegen, in denen Investitionen die größte Wirkung erzielen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel hierfür ist der Lobito-Korridor im südlichen und zentralen Afrika, ein Wirtschaftskorridor, der lokale und regionale Infrastruktur verbessert und zur Steigerung des Handels sowie der Ernährungssicherheit beiträgt. Zusätzlich unterstützt die EU im Rahmen ihrer&nbsp;<em>Global Gateway</em>-Initiative Projekte, die auf eine verbesserte Konnektivität und nachhaltige Entwicklung abzielen.</p>



<h3 id="foerderung-nachhaltiger-energie-und-ernaehrungssicherheit" class="wp-block-heading">Förderung nachhaltiger Energie und Ernährungssicherheit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Highlight der Erklärung ist die Initiative „Energie für Wachstum in Afrika“. Sie zielt darauf ab, Hindernisse für Investitionen in saubere Energie zu überwinden und den Kontinent beim Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu unterstützen. <em>Nach Angaben der Erklärung</em> soll diese Initiative eine Vielzahl von Akteuren einbeziehen, darunter öffentliche Entwicklungsbanken, multilaterale Entwicklungsinstitutionen und den Privatsektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der Ernährungssicherheit lancierte die G7 die&nbsp;<em>Ernährungssicherheitsinitiative von Apulien (AFSI)</em>. Sie kombiniert Programme zur Verbesserung der Ernährungssysteme, zur Bekämpfung von Mangelernährung und zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaft. Speziell Kinder sollen vor Wachstumsstörungen und Mangelernährung geschützt werden. In Wertschöpfungsketten wie der Kaffeeproduktion wird Nachhaltigkeit und Resilienz angestrebt, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung voranzubringen.</p>



<h3 id="regionale-konflikte-und-humanitaere-herausforderungen" class="wp-block-heading">Regionale Konflikte und humanitäre Herausforderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die G7 zeigte sich tief besorgt über anhaltende Konflikte in der Region der Großen Seen, im Sudan und in anderen Krisenherden Afrikas. Dabei forderten sie ein Ende der Gewalt sowie humanitären Zugang zu den betroffenen Bevölkerungsgruppen. Besonders die Lage in der Demokratischen Republik Kongo und die Rolle bewaffneter Gruppen wie der M23-Miliz stehen im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stabilisierung Somalias wurde ebenfalls hervorgehoben. Die G7 unterstützt die neue Unterstützungsmission der Afrikanischen Union in Somalia (AUSSOM) und ruft zur verstärkten Finanzierung der Mission auf, um die Sicherheit am Horn von Afrika und im Roten Meer zu gewährleisten.</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/5PkHQLvwjWw?si=2yxwiiKI_CSm4Ki5" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan verurteilen die G7-Mitglieder die anhaltenden Kämpfe, die massives Leid und Vertreibungen verursachen. Sie forderten alle Konfliktparteien auf, die Gewalt zu beenden, den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten und humanitären Zugang zu ermöglichen.</p>



<h3 id="gesundheitsversorgung-und-impfstoffproduktion-in-afrika" class="wp-block-heading">Gesundheitsversorgung und Impfstoffproduktion in Afrika</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die G7 würdigte das GAVI-Projekt AVMA, das die regionale Impfstoffproduktion in Afrika beschleunigen soll. Dieses Vorhaben soll die Gesundheitssysteme stärken und Afrika unabhängiger von internationalen Lieferketten machen. Durch Partnerschaften mit der Afrikanischen Union und Africa CDC wird angestrebt, regionale Kapazitäten zu entwickeln, die sowohl kurzfristige als auch langfristige Bedürfnisse abdecken können.</p>



<h3 id="migration-und-entwicklungszusammenarbeit" class="wp-block-heading">Migration und Entwicklungszusammenarbeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung hob die Bedeutung nachhaltiger Lösungen für Migration hervor. Im Einklang mit der Agenda der Staats- und Regierungschefs von Apulien wollen die G7-Mitglieder die Ursachen irregulärer Migration – Armut, Instabilität und Klimawandel – bekämpfen. Partnerschaften mit Herkunfts-, Transit- und Zielländern sollen zur Stabilisierung beitragen und gleichzeitig Chancen für eine reguläre und sichere Migration schaffen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/G7Italy?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#G7Italy</a> | The first day of the meeting of the Foreign Ministers of the <a href="https://twitter.com/G7?ref_src=twsrc%5Etfw">@G7</a> countries chaired by Minister <a href="https://twitter.com/Antonio_Tajani?ref_src=twsrc%5Etfw">@Antonio_Tajani</a> in <a href="https://twitter.com/hashtag/Fiuggi?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Fiuggi</a> and <a href="https://twitter.com/hashtag/Anagni?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Anagni</a> has come to an end.<br />Let&#39;s see it together 👇 <a href="https://t.co/Nlu73KU6XT">pic.twitter.com/Nlu73KU6XT</a></p>
<p>&mdash; Italy MFA (@ItalyMFA_int) <a href="https://twitter.com/ItalyMFA_int/status/1861163015368020274?ref_src=twsrc%5Etfw">November 25, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
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		<item>
		<title>Algerischer Schriftsteller Boualem Sansal inhaftiert &#8211; MENA-Direktor Tobias Tunkel irritiert</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algerischer-schriftsteller-boualem-sansal-inhaftiert-mena-direktor-tobias-tunkel-irritiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2024 18:54:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 16. November wurde der algerische Schriftsteller Boualem Sansal unmittelbar nach seiner Ankunft aus Paris am Flughafen in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgerischer-schriftsteller-boualem-sansal-inhaftiert-mena-direktor-tobias-tunkel-irritiert%2F&amp;action_name=Algerischer%20Schriftsteller%20Boualem%20Sansal%20inhaftiert%20%26%238211%3B%20MENA-Direktor%20Tobias%20Tunkel%20irritiert&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerischer-schriftsteller-boualem-sansal-inhaftiert-mena-direktor-tobias-tunkel-irritiert/">Algerischer Schriftsteller Boualem Sansal inhaftiert &#8211; MENA-Direktor Tobias Tunkel irritiert</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Am 16. November wurde der algerische Schriftsteller Boualem Sansal unmittelbar nach seiner Ankunft aus Paris am Flughafen in Algier festgenommen. Laut Berichten, unter anderem von der französischen Zeitung <em><a href="https://www.lefigaro.fr/actualite-france/algerie-l-academie-francaise-espere-voir-boualem-sansal-libere-sans-delai-20241125">Le Figaro</a></em>, wurde er von den Sicherheitsbehörden abgeführt. Seitdem gibt es keine Informationen über seinen Aufenthaltsort, seine Mobiltelefone wurden deaktiviert, und offizielle Stellen haben bisher keine Details zu seiner Festnahme bekanntgegeben.</p>



<h2 id="wie-kam-es-zur-verhaftung-von-boualem-sansal" class="wp-block-heading">Wie kam es zur Verhaftung von Boualem Sansal?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.aps.dz/algerie/179096-sansal-le-pantin-du-revisionnisme-anti-algerien">staatliche algerische Nachrichtenagentur APS</a> bestätigte Sansals Festnahme erst mehrere Tage später in einer beunruhigenden und hasserfüllten Pressemitteilung. In dieser wurde er als „Marionette des algerischen Revisionismus“ bezeichnet. Die offiziellen Vorwürfe lauten auf „Zusammenarbeit mit dem Feind“, wobei weder der angebliche „Feind“ noch die genauen Gründe für diesen Vorwurf genannt werden. Es wird vermutet, dass die Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Westsahara durch Frankreich sowie Sansals kritische Äußerungen in der Sendung <em>Frontières</em> am 2. Oktober über die Rolle Algeriens im Westsahara-Konflikt die Verhaftung ausgelöst haben könnten. In der Sendung warf er dem algerischen „Militärregime“ vor, die Polisario zur „Destabilisierung Marokkos“ erfunden zu haben.</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/MG-EpUZeWXk?si=xZuD6PkP67QOYEi6" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Anwalt in Frankreich, François Zimeray, erklärte am Montag gegenüber dem französischen Sender RTL, dass Sansal voraussichtlich am 25. November vor ein algerisches Gericht gestellt werde. Zimeray betonte jedoch: „Wir wissen nicht, wo er sich befindet oder unter welchen Bedingungen er festgehalten wird.“  Vor dem <a href="https://www.bfmtv.com/international/afrique/algerie/arrestation-de-boualem-sansal-son-avocat-explique-recevoir-des-informations-contradictoires_VN-202411250937.html">französischen Nachrichtensender BFM TV</a> erklärte er am 25. November um 19:12 Uhr, dass er keine guten Neuigkeiten habe. Er erhalte widersprüchliche Informationen und äußerte die Sorge, dass die algerische Justiz dem Schriftsteller möglicherweise keine Möglichkeit zur Beauftragung einer Rechtsverteidigung einräumt.</p>



<h3 id="reaktionen-aus-frankreich-und-deutschland" class="wp-block-heading">Reaktionen aus Frankreich und Deutschland</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verhaftung hat international Besorgnis ausgelöst. In Frankreich reagierten sowohl staatliche Stellen als auch zivilgesellschaftliche Akteure empört. Ein Sprecher des Élysée erklärte, Präsident Emmanuel Macron sei „zutiefst besorgt“ über das Verschwinden des Autors, der 2024 die französische Staatsbürgerschaft erhalten hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch aus der Literaturszene kam Unterstützung: Der Verlag Gallimard, der Sansals Werke veröffentlicht, bezeichnete die Verhaftung als „Angriff auf die Meinungsfreiheit“ und forderte seine sofortige Freilassung. Die Académie française äußerte in einem Kommuniqué: „Wir teilen die Hoffnung, dass Boualem Sansal unverzüglich freigelassen wird. Wir haben diesen talentierten und überzeugten Schriftsteller bereits zweimal ausgezeichnet. Seine einzigartige Stimme ist uns lieb und teuer.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="549" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/549px-Thea_Dorn_Frankfurter_Buchmesse_2023_Ausschnitt.jpg" alt="" class="wp-image-12773 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/549px-Thea_Dorn_Frankfurter_Buchmesse_2023_Ausschnitt.jpg 549w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/549px-Thea_Dorn_Frankfurter_Buchmesse_2023_Ausschnitt-229x300.jpg 229w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/549px-Thea_Dorn_Frankfurter_Buchmesse_2023_Ausschnitt-380x498.jpg 380w" sizes="(max-width: 549px) 100vw, 549px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland forderten PEN Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ebenfalls die Freilassung Sansals. Thea Dorn, Sprecherin des PEN Berlin, erklärte: „Boualem Sansal ist eine der wichtigsten Stimmen der französischsprachigen Literatur. Sollte es sich bestätigen, dass im gegenwärtigen Algerien historische Betrachtungen, die ein Schriftsteller anstellt, als Angriff auf die Souveränität und nationale Integrität des Staates ausgelegt werden, wäre dies nicht nur absurd, sondern auch ein eklatanter Angriff auf das Menschenrecht der Meinungsfreiheit.“</p>
</div></div>



<h2 id="das-auswaertige-amt-sieht-die-menschenrechtslage-in-algerien-kritisch" class="wp-block-heading">Das Auswärtige Amt sieht die Menschenrechtslage in Algerien kritisch</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="745" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-1024x745.jpg" alt="" class="wp-image-12626 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-1024x745.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-300x218.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-768x559.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-380x277.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-800x582.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-1160x844.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023.jpg 1484w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt beurteilt die Menschenrechtslage in Algerien als kritisch. Auf Anfrage von FOKUS AFRIKA wurde unter anderem mitgeteilt, dass seit 2019 &#8211; also mit der Wahl von Präsident Abdelmadjid Tebboune &#8211; die Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit erheblich eingeschränkt werde. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder komme es zu <a href="https://fokus-afrika.de/verhaftungswelle-in-algerien-kurz-vor-den-prasidentschaftswahlen/">willkürlichen Verhaftungen</a> von Journalisten und Aktivisten. Die Medien unterlägen einer strengen staatlichen Kontrolle, und der Handlungsspielraum der Zivilgesellschaft wird zunehmend eingeschränkt.</p>



<h3 id="mena-direktor-tobias-tunkel-schweigt" class="wp-block-heading">MENA-Direktor Tobias Tunkel schweigt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während Boualem Sansal festgenommen wurde, befand sich der deutsche MENA-Beauftragte, Botschafter Dr. Tobias Tunkel, zu Gesprächen in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a>. Offiziellen Angaben zufolge traf er sich mit Vertretern der Zivilgesellschaft und der Politik. Außerdem besuchte Botschafter Tunkel im Rahmen einer von der UN organisierten Reise ein Flüchtlingslager in Tindouf. Die gleichzeitige Verhaftung Sansals und Tunkels diplomatische Mission sowie sein Schweigen sorgen für Irritationen. Seine Kommunikation in sozialen Medien erschien jedoch unangemessen. Die Tweets werden von Menschenrechtsaktivisten als Verharmlosung der Realität eines autoritären Militärstaates kritisiert.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de">
<p lang="en" dir="ltr">My favorite espresso bar and my favorite barista. <a href="https://twitter.com/hashtag/Tindouf?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Tindouf</a> <a href="https://t.co/5SrrVjbxBX">pic.twitter.com/5SrrVjbxBX</a></p>
<p>&mdash; Tobias Tunkel (@GermanyOnMENA) <a href="https://twitter.com/GermanyOnMENA/status/1859476272264466742?ref_src=twsrc%5Etfw">21. November 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem wird die finanzielle Unterstützung für Projekte wie die MINURSO-Mission und humanitäre Hilfe für von der Polisario kontrollierte Lager zunehmend kritisch hinterfragt. Kritiker argumentieren, dass solche Gelder indirekt die Legitimität eines repressiven Regimes stärken und zur Stabilisierung autoritärer Macht beitragen könnten.</p>



<h3 id="geopolitischer-kontext-algeriens-rolle-in-afrika" class="wp-block-heading">Geopolitischer Kontext: Algeriens Rolle in Afrika</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien wird von Experten zunehmend als destabilisierender Akteur in der Region wahrgenommen. Neben seiner Unterstützung der Polisario-Front im Westsahara-Konflikt wird dem Regime vorgeworfen, Krisenherde in Ländern wie <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a> durch die <a href="https://fokus-afrika.de/neuer-premierminister-abdoulaye-maiga-aus-reihen-des-militaers-ernannt/">Förderung von Separatisten und Milizen zu befeuern</a>. Diese Politik verschärft bestehende Konflikte und gefährdet die Stabilität in Nordafrika und dem Sahel.</p>



<h3 id="gefahr-fuer-boualem-sansal" class="wp-block-heading">Gefahr für Boualem Sansal</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Situation Boualem Sansals bleibt besorgniserregend. Ohne internationale Intervention droht ihm eine lange Haftstrafe. Seine <a href="https://www.uni-muenster.de/Philologie/aktuelles/archiv/2024/lesung_gespraech_boualem_sansal.html">geplante Lesung in Münster</a> im Januar 2025 steht unter dem aktuellen politischen Druck in Frage. Die deutsche Außenpolitik wird eine klare Haltung gegenüber Algerien einnehmen müssen, um sowohl Sansals Freilassung zu unterstützen als auch ihren Beitrag zur Befriedigung der geopolitischen Lage zu leisten.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerischer-schriftsteller-boualem-sansal-inhaftiert-mena-direktor-tobias-tunkel-irritiert/">Algerischer Schriftsteller Boualem Sansal inhaftiert &#8211; MENA-Direktor Tobias Tunkel irritiert</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Algerischer Schriftsteller Boualem Sansal inhaftiert - MENA-Direktor Tobias Tunkel irritiert</media:title>
			<media:description type="html">%%primary_category%% %%sep%% Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal wurde festgenommen – der Fall sorgt für internationale Besorgnis</media:description>
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		<title>Verdacht auf Spionage: Ein französischer DGSE-Agent im Niger festgenommen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/verdacht-auf-spionage-ein-franzoesischer-dgse-agent-im-niger-festgenommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2024 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Spionage-Affäre erschüttert die Beziehungen zwischen Frankreich und dem Niger. Die nigrischen Behörden haben die Festnahme eines&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fverdacht-auf-spionage-ein-franzoesischer-dgse-agent-im-niger-festgenommen%2F&amp;action_name=Verdacht%20auf%20Spionage%3A%20Ein%20franz%C3%B6sischer%20DGSE-Agent%20im%20Niger%20festgenommen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine neue Spionage-Affäre erschüttert die Beziehungen zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> und dem <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a>. Die nigrischen Behörden haben die Festnahme eines Mannes bekannt gegeben, der verdächtigt wird, ein Agent der französischen Direktion für Auslandsgeheimdienste (DGSE) zu sein. Diese Festnahme, die von der staatlichen Fernsehanstalt <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https://www.facebook.com/rtnniger/%3Flocale%3Dde_DE&amp;ved=2ahUKEwjZrI7-jOSJAxW_cfEDHVxkGUAQFnoECAoQAQ&amp;usg=AOvVaw1YcYgCcnua4vdq_kFk4RBh">RTN</a> gemeldet wurde, könnte die Spannungen zwischen den beiden Ländern erneut anheizen und die regionale Sicherheitszusammenarbeit infrage stellen.</p>



<h4 id="falsche-identitaet-und-belastende-dokumente" class="wp-block-heading">Falsche Identität und belastende Dokumente</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="450" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GckmWedXEAExJ2w.jpeg" alt="" class="wp-image-12588 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GckmWedXEAExJ2w.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GckmWedXEAExJ2w-300x132.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GckmWedXEAExJ2w-768x338.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GckmWedXEAExJ2w-380x167.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GckmWedXEAExJ2w-800x352.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der festgenommene Mann hatte sich als Marius Barcea ausgegeben. Allerdings stellten die nigrischen Geheimdienste schnell fest, dass es sich um eine gefälschte Identität handelte. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei seiner Festnahme hatte der Mann geheime Dokumente bei sich, die sensible Informationen über französische Geheimdienstoperationen im Niger enthielten. Diese Entdeckung rief heftige Reaktionen seitens der nigrischen Behörden hervor, die dies als schweren Verstoß gegen ihre Souveränität werten.</p>



<h4 id="die-bedeutung-des-spionage-vorfalls" class="wp-block-heading">Die Bedeutung des Spionage-Vorfalls</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Vorfall ist besonders brisant, da die Region zunehmend von Unsicherheit und der Ausbreitung terroristischer Gruppen betroffen ist. Die Sicherheitskooperation zwischen Frankreich und dem Niger spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen diese Bedrohungen. Die Festnahme könnte jedoch das Vertrauen zwischen den beiden Ländern erschüttern und die Kooperation gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Fragen bleiben offen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Die Motive des Verdächtigen</strong>: Was waren die wahren Absichten des festgenommenen Mannes? Handelte er allein oder war er Teil eines größeren Netzwerks?</li>



<li><strong>Folgen für die franco-nigrischen Beziehungen</strong>: Wie wird sich dieser Vorfall auf die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern auswirken? Werden die französischen Behörden die Auslieferung des Verdächtigen fordern?</li>



<li><strong>Auswirkungen auf die Region</strong>: Diese Angelegenheit könnte das Kräfteverhältnis im Sahel destabilisieren und andere Länder dazu anregen, ihre Geheimdienstkapazitäten zu verstärken.</li>
</ul>



<h4 id="ein-fall-dem-weiter-aufmerksamkeit-geschenkt-werden-muss" class="wp-block-heading">Ein Fall, dem weiter Aufmerksamkeit geschenkt werden muss</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Festnahme dieses verdächtigen Individuums markiert ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Frankreich und dem Niger. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um die Hintergründe dieses Vorfalls zu verstehen und seine Auswirkungen auf die regionale Stabilität zu bewerten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deep Dive: Abgeordnete kommentieren Macrons Westsahara-Politik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deep-dive-abgeordnete-kommentieren-macrons-westsahara-politik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2024 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am heutigen 6. November jährt sich der Grüne Marsch von 1975, bei dem 350.000 Marokkaner auf Anweisung von König Hassan II. in die damals spanische Sahara zogen, um die territoriale Einheit des Königreichs zu demonstrieren. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeep-dive-abgeordnete-kommentieren-macrons-westsahara-politik%2F&amp;action_name=Deep%20Dive%3A%20Abgeordnete%20kommentieren%20Macrons%20Westsahara-Politik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-abgeordnete-kommentieren-macrons-westsahara-politik/">Deep Dive: Abgeordnete kommentieren Macrons Westsahara-Politik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Marsch ist bis heute ein Symbol der nationalen Einheit und der marokkanischen Identität. In jüngster Zeit bekräftigt Marokko, dass die territoriale Souveränität über die Westsahara Grundlage jeder engen internationalen Partnerschaft ist – eine Position, die Präsident Emmanuel <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/">Macron beim Staatsbesuch</a> in Marokko Ende Oktober unterstützte. Auch deutsche Bundestagsabgeordnete kommentierten das Treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macrons Besuch und die Klarstellung der französischen Haltung zur Westsahara markieren einen wichtigen diplomatischen Schritt. Dabei wird offensichtlich: Marokkos strategische Lage und die anerkannten Bemühungen von König Mohammed VI. machen das Land zu einem zunehmend wichtigen Partner für die westlichen Staaten. Die Anerkennung der territorialen Souveränität Marokkos über die Westsahara wird als Grundvoraussetzung für starke politische und wirtschaftliche Kooperationen gesehen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbDtijAWYAAnQmu-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-12174 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbDtijAWYAAnQmu-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbDtijAWYAAnQmu-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbDtijAWYAAnQmu-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbDtijAWYAAnQmu-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbDtijAWYAAnQmu-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbDtijAWYAAnQmu-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbDtijAWYAAnQmu.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://fokus-afrika.de/macron-im-marokkanischen-parlament-marokko-ist-tor-zu-afrika/">marokkanischen Parlament hob Macron</a> die Bedeutung Marokkos als „Tor zu Afrika“ und als Vermittler zwischen Nord und Süd hervor. Auch Bundestagsabgeordnete aus Deutschland äußerten sich zur Bedeutung dieses Besuchs, insbesondere im Kontext der Westsahara-Frage.</p>
</div></div>



<h2 id="der-gruene-marsch-ein-bestandteil-der-marokkanischen-identitaet-und-der-aussenpolitik" class="wp-block-heading">Der Grüne Marsch: Ein Bestandteil der marokkanischen Identität und der Außenpolitik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Grüne Marsch bleibt im kollektiven Gedächtnis des Landes als ein Wendepunkt der modernen marokkanischen Geschichte präsent. Ohne militärische Mittel zu nutzen, betonte Marokko durch den Marsch seine Souveränität über die Westsahara. Das Event führte schließlich zu einer Verhandlungslösung mit Spanien, wonach Marokko schrittweise die Kontrolle über die Westsahara übernahm.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko ist die Westsahara seitdem ein unverzichtbarer Teil der Staatsräson. König Mohammed VI. stellt den Jahrestag des Grünen Marsches regelmäßig in den Kontext aktueller geopolitischer Herausforderungen und bekräftigt die territoriale Souveränität des Landes als Grundlage für die Stabilität und Entwicklung in der Region. In seiner <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/">letzten Rede zur Eröffnung des vierten Parlamentsjahres</a> der aktuellen Legislatur im Oktober erklärte der König: „Die Frage der Sahara ist und bleibt die erste nationale Priorität aller Marokkaner.“</p>



<h3 id="macron-bestaetigt-franzoesische-unterstuetzung-fuer-den-marokkanischen-autonomieplan" class="wp-block-heading">Macron bestätigt französische Unterstützung für den marokkanischen Autonomieplan</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines Besuchs in Marokko erneuerte Macron Frankreichs Unterstützung für den marokkanischen Autonomieplan von 2007, der der Westsahara eine weitreichende Autonomie unter marokkanischer Souveränität zusichern soll. Er betonte, dass dieser Plan die einzige realistische Grundlage für eine Lösung sei. In seiner Rede im marokkanischen Parlament erklärte Macron: „Für Frankreich ist die marokkanische Souveränität über die Sahara ein klarer Bestandteil unserer Außenpolitik.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macrons Staatsbesuch in Marokko symbolisiert nicht nur die Erneuerung der Beziehung beider Länder, sondern auch den gemeinsamen Ansatz für die Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung in Afrika. Der Präsident betonte, dass die geografische Lage Marokkos und dessen kulturelle Verbindungen das Land zu einem strategischen Partner Frankreichs machten. „Die Stabilität Marokkos, seine Offenheit und seine Entwicklung sind einzigartige Vorteile, die wir zu schätzen wissen und die viele gemeinsame Initiativen inspirieren können,“ führte Macron aus.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">Marocains et Français, une fraternité, un destin commun, un nouveau livre à écrire ensemble. <a href="https://t.co/CnR6nIiZXT">pic.twitter.com/CnR6nIiZXT</a></p>
<p>&mdash; Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1851979982450368869?ref_src=twsrc%5Etfw">October 31, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam wollen die beiden Länder Projekte im Bereich der Infrastruktur, der Digitalisierung und der grünen Energie voranbringen, um die afrikanischen Staaten zu unterstützen. Macron hob insbesondere die Bemühungen Marokkos in der nachhaltigen Energieversorgung und im Umgang mit Wasserknappheit hervor. „Die Vision des Königs für ein nachhaltiges Marokko stellt eine Bereicherung dar, die über die Grenzen hinausreicht und der Welt zeigen kann, wie grüne Transformation in der Praxis funktioniert,“ betonte der französische Staatspräsident.</p>



<h2 id="stimmen-aus-dem-deutschen-bundestag-zur-westsahara-politik-frankreichs" class="wp-block-heading">Stimmen aus dem Deutschen Bundestag zur Westsahara-Politik Frankreichs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch deutsche Abgeordnete bewerteten Macrons Aussagen und die französische Haltung zur Westsahara. Außenpolitiker <strong>Tobias B. Bacherle</strong>, Bundestagsabgeordneter der Grünen, unterstreicht in einem Statement gegenüber FOKUS AFRIKA die Bedeutung dieses Besuchs als Signal für die europäische Unterstützung Marokkos. „Als EU sind wir interessiert daran, unsere langfristigen Beziehungen mit Marokko breit zu gestalten und weiter zu vertiefen,“ so Bacherle. „In diesem Sinne ist es aus deutscher Perspektive zu begrüßen, dass der Besuch den Weg hin zu einer engeren Zusammenarbeit der beiden Länder zeigt. Insofern ist diese Annäherung vor allem gut für die Menschen, die von den diplomatischen Krisen der letzten Jahre betroffen waren.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="568" height="758" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/cronenberg_carlo_gross.jpg" alt="" class="wp-image-12346 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/cronenberg_carlo_gross.jpg 568w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/cronenberg_carlo_gross-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/cronenberg_carlo_gross-380x507.jpg 380w" sizes="(max-width: 568px) 100vw, 568px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Carl-Julius Cronenberg</strong>, Abgeordneter der FDP, lobte ebenfalls die Annäherung zwischen Frankreich und Marokko und den Beitrag zur Stabilität der Region. „Der Besuch Macrons in Marokko markiert den Höhepunkt seiner Bemühungen, die zuvor angespannten Beziehungen zum wichtigsten Handelspartner Frankreichs in der Region zu normalisieren.“ erklärte Cronenberg gegenüber FOKUS AFRIKA. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf Frankreichs Unterstützung für den marokkanischen Autonomieplan und fügte hinzu: „Aus deutscher Sicht ist Marokko der zentrale und zuverlässige Partner in der Region, mit bereits bewährter Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Energie und Migration.“</p>
</div></div>



<h3 id="deutsche-perspektive-eine-staerkere-positionierung-moeglich" class="wp-block-heading">Deutsche Perspektive: Eine stärkere Positionierung möglich</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen seines Statements äußerte Cronenberg seine Wertschätzung für die diplomatischen Fortschritte Marokkos und Frankreichs und wies auf die Wichtigkeit einer umfassenden Lösung des Westsahara-Konflikts unter UN-Vermittlung hin. „Diese komplexe Problematik sollte unter der Ägide der UN gelöst werden, mit einem Kompromiss, der für alle Seiten akzeptabel ist.“ </p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Tobias Bacherle bekräftigte die deutsche Unterstützung für einen multilateralen Lösungsansatz, welche &#8220;realistisch, praktikabel und dauerhaft&#8221; sein müsste. Der Grünen-Politiker verweist auf die <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/reise-marokko/2548272">Erklärung zum Strategischen Dialog</a> der Außenministerin Annalena Baerbock und ihrem marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita im August 2024. Im Papier wird der Einsatz Deutschlands für die Zusammenarbeit mit Marokko und die Unterstützung des UN-Sondergesandten in der Region betont.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="568" height="758" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/bacherle_tobias.jpg" alt="" class="wp-image-12347 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/bacherle_tobias.jpg 568w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/bacherle_tobias-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/bacherle_tobias-380x507.jpg 380w" sizes="(max-width: 568px) 100vw, 568px" /></figure></div>



<h3 id="deutschland-will-mit-marokko-zusammenarbeiten" class="wp-block-heading">Deutschland will mit Marokko zusammenarbeiten </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Außenministerin Annalena Baerbock hob bei diesem Besuch in Marokko die Bedeutung der deutsch-marokkanischen Beziehungen hervor. Sie signalisierte eine vertiefte Zusammenarbeit in sicherheitspolitischen Fragen, der grünen Energiewende und der Migration. In ihrer Erklärung hieß es: „Deutschland und Marokko haben viele gemeinsame Interessen, die auf einer stabilen und zukunftsorientierten Basis stehen.&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph">König Mohammed VI. betont die Rolle Marokkos als Brückenbauer zwischen Afrika, dem Mittelmeerraum und Europa. In einer Region, die von geopolitischen Spannungen und Sicherheitsfragen geprägt ist, sieht sich Marokko als Vermittler und Vorreiter für Stabilität und Entwicklung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/F0YzW2_XoAE-3vH-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-12356 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/F0YzW2_XoAE-3vH-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/F0YzW2_XoAE-3vH-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/F0YzW2_XoAE-3vH-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/F0YzW2_XoAE-3vH-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/F0YzW2_XoAE-3vH-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/F0YzW2_XoAE-3vH-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/F0YzW2_XoAE-3vH-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/F0YzW2_XoAE-3vH.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/marokko-node/bilaterale-beziehungen/224064?openAccordionId=item-224070-0-panel">Länderinformationen des Auswärtigen Amts</a> unterstreichen die engen Beziehungen zu Deutschland: „Marokko spielt eine wichtige Rolle für die Stabilität und nachhaltige Entwicklung in der Region, beispielsweise in seinem diplomatischen Engagement um den libyschen Friedensprozess.“ </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dort heißt es im wirtschaftlichen Kontext weiter: „Marokko ist Deutschlands bedeutendster Handelspartner in Nordafrika. Im Jahr 2022 betrug das Handelsvolumen mehr als 4 Milliarden Euro. Beide Länder arbeiten auch eng in den Bereichen Sicherheit, Klima und Migration zusammen.“</p>



<h3 id="ein-signal-fuer-die-europaeische-zusammenarbeit-mit-marokko" class="wp-block-heading">Ein Signal für die europäische Zusammenarbeit mit Marokko</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Sahara ist nicht nur eine territoriale, sondern auch eine symbolische Frage, die tief in der nationalen Identität verankert ist und als Stabilitätsfaktor für den gesamten Mittelmeerraum gesehen wird. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GbF9WOHWEAA2WNB-min-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-12351 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GbF9WOHWEAA2WNB-min-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GbF9WOHWEAA2WNB-min-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GbF9WOHWEAA2WNB-min-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GbF9WOHWEAA2WNB-min-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GbF9WOHWEAA2WNB-min-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GbF9WOHWEAA2WNB-min-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GbF9WOHWEAA2WNB-min-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GbF9WOHWEAA2WNB-min-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GbF9WOHWEAA2WNB-min-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Anerkennung der Westsahara als integralen Bestandteil Marokkos gilt als zentrale Voraussetzung für privilegierte und umfassende Beziehungen auf politischer, <a href="https://fokus-afrika.de/macron-frankreich-investiert-in-der-sahara/">wirtschaftlicher</a> und sicherheitspolitischer Ebene. Der Staatsbesuch von Präsident Emmanuel Macron in Marokko mit der <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-und-praesident-macron-unterzeichnen-partenariat-dexception-renforce/">Unterzeichnung zahlreicher Abkommen</a> bestätigen diesen diplomatischen Weg eindrucksvoll.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzender der Maghreb-Gruppe Cronenberg, fasste dies zusammen: „Die Unterzeichnung mehrerer bilateraler Abkommen zeigt den Erfolg dieses Prozesses. Frankreichs Unterstützung des marokkanischen Autonomieplans für die Westsahara hat die Annäherung spürbar beschleunigt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko hat sich in den letzten Jahren als geopolitischer Schlüsselakteur etabliert, dessen strategische Bedeutung von Frankreich, den USA und Israel anerkannt wurde. Vor diesem Hintergrund wäre auch für Deutschland eine stärkere Positionierung denkbar, die eine engere Zusammenarbeit mit Marokko ermöglichen und die gemeinsamen Interessen in den Bereichen Wirtschaft, Geopolitik, Energie und Migration stärken könnte. Die Entwicklung der marokkanisch-französischen Beziehungen und die Aussagen der Bundestagsabgeordneten zeigen das Potential für eine vertiefte europäische Kooperation mit dem Königreich Marokko.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-abgeordnete-kommentieren-macrons-westsahara-politik/">Deep Dive: Abgeordnete kommentieren Macrons Westsahara-Politik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>UN-Sicherheitsrat verlängert Mandat der MINURSO um ein Jahr</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-mandat-der-minurso-um-ein-jahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2024 21:16:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der UN-Sicherheitsrat hat am 31. Oktober 2024 mit einer Mehrheit von 12 Stimmen für die Resolution 2756 beschlossen, das Mandat der UN-Mission für das Referendum in der Westsahara (MINURSO) bis zum 31. Oktober 2025 zu verlängern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-verlaengert-mandat-der-minurso-um-ein-jahr%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20verl%C3%A4ngert%20Mandat%20der%20MINURSO%20um%20ein%20Jahr&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-mandat-der-minurso-um-ein-jahr/">UN-Sicherheitsrat verlängert Mandat der MINURSO um ein Jahr</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ziel der Verlängerung der MINURSO Mission ist es, den politischen Dialog zu fördern und eine Kompromisslösung für den langanhaltenden Konflikt um die Westsahara zu finden. Zwei Länder – die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russische Föderation</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/">Mosambik</a> – enthielten sich, während ein Mitgliedstaat an der Abstimmung nicht teilnahm.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">🔵 Today (31 Oct) the <a href="https://twitter.com/hashtag/UNSC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UNSC</a> adopted SCR 2756 (2024) extending until 31 October 2025 the mandate of the 🇺🇳 Mission for the Referendum in Western Sahara <a href="https://twitter.com/hashtag/MINURSO?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#MINURSO</a> (12 votes in favour; 0 against; 2 abstentions)</p>
<p>FULL TEXT 🔗 <a href="https://t.co/R8ErEXdhgk">https://t.co/R8ErEXdhgk</a><a href="https://twitter.com/swiss_un?ref_src=twsrc%5Etfw">@swiss_un</a> <a href="https://t.co/tiRnJu33Ah">pic.twitter.com/tiRnJu33Ah</a></p>
<p>&mdash; UN Media Liaison (MALU) (@UNMediaLiaison) <a href="https://twitter.com/UNMediaLiaison/status/1852092105679868250?ref_src=twsrc%5Etfw">October 31, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Resolution wird betont, dass die beteiligten Parteien ohne Vorbedingungen unter der Schirmherrschaft des UN-Generalsekretärs verhandeln sollen. Dazu soll der persönliche Gesandte des Generalsekretärs den Dialog zwischen Marokko, der Frente Polisario, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mauretanien/">Mauretanien</a> weiterführen. Auch soll die Rolle der MINURSO gestärkt und ihre strategische Ausrichtung durch das umfassende UN-Politikframework zur Friedenssicherung (Resolution 2436) unterstützt werden. Gleichzeitig drängt der Sicherheitsrat auf eine sichere Versorgung der MINURSO-Teamstandorte, um die Nachhaltigkeit ihrer Präsenz zu gewährleisten.</p>



<h3 id="abgelehnte-aenderungsantraege-von-algerien" class="wp-block-heading">Abgelehnte Änderungsanträge von Algerien</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME28574-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-12254 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME28574-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME28574-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME28574-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME28574-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME28574-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME28574-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME28574.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Algerien äußerte scharfe Kritik an der Resolution und enthielt sich der Abstimmung, da seiner Ansicht nach die Positionen und Anliegen des Landes &#8220;gezielt ignoriert&#8221; wurden. Laut dem algerischen Vertreter hätte der Entwurf die Verhandlungen und bestehenden Absprachen nicht ausreichend berücksichtigt. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem reichte Algerien zwei Änderungsanträge ein, die beide vom Sicherheitsrat abgelehnt wurden. Der erste Antrag, der ein neues Absatz nach dem 19. Vorbemerkungspunkt einfügen sollte, erhielt sechs Zustimmungen (Algerien, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>, Guyana, Mosambik, Slowenien, Schweiz), jedoch keine Gegenstimmen und neun Enthaltungen. Der zweite Antrag, der einen zusätzlichen Absatz nach dem operativen Punkt 13 einfügen wollte, wurde von fünf Mitgliedern (Algerien, China, Guyana, Mosambik, Slowenien) unterstützt und ebenfalls mit zehn Enthaltungen abgelehnt. Die Delegierten der Russischen Föderation und Mosambiks begründeten ihre Enthaltungen mit der mangelnden Berücksichtigung ihrer Anliegen. </p>



<h3 id="unterstuetzung-fuer-die-fortsetzung-von-minurso-und-die-stabilitaet-der-region" class="wp-block-heading">Unterstützung für die Fortsetzung von MINURSO und die Stabilität der Region</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Sicherheitsratsmitglieder wie Ecuador und Sierra Leone unterstrichen die Bedeutung der Mission für die Stabilität in der Region und den politischen Fortschritt. Sierra Leone appellierte an die Konfliktparteien, zu einem Waffenstillstand zurückzukehren und den Dialog wieder aufzunehmen, und betonte die Notwendigkeit, die Aktivitäten der MINURSO – einschließlich Minenräumungen und Patrouillen – weiter auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/macron-im-marokkanischen-parlament-marokko-ist-tor-zu-afrika/">Frankreich</a> und die USA bekräftigten ihre Unterstützung für die marokkanische Autonomie-Initiative von 2007, die eine Lösung für den Konflikt auf Basis von Pragmatismus und Realismus vorschlägt. Frankreichs Vertreter, Botschafter Nicolas de Rivière, betonte, dass die Zukunft der Westsahara im Rahmen der marokkanischen Souveränität liege und Frankreich diese Initiative seit Jahren als den einzigen realistischen Lösungsweg betrachte. Der französische Vertreter lobte zudem die sozioökonomischen Entwicklungsmaßnahmen Marokkos in den südlichen Provinzen und äußerte die Hoffnung auf eine rasche Fortsetzung der Verhandlungen im Runden-Tisch-Format.</p>



<h3 id="marokko-begruesst-resolution-2756-und-betont-territorialen-integritaetsanspruch" class="wp-block-heading">Marokko begrüßt Resolution 2756 und betont territorialen Integritätsanspruch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Regierung begrüßte die Entscheidung des Sicherheitsrats, die MINURSO-Mission fortzusetzen, als Bestätigung ihrer Position zur territorialen Integrität der westlichen Sahara. Das Außenministerium hob hervor, dass die neue Resolution den <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/">wachsenden internationalen Rückhalt</a> für die Autonomie-Initiative Marokkos widerspiegele und Algeriens diplomatische Isolation zeige. Laut Marokko wird durch die Resolution erneut bestätigt, dass die Konfliktparteien Marokko und die Frente Polisario seien, wobei Algerien ebenfalls als involvierte Partei betrachtet werde.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de">
<p lang="en" dir="ltr">Morocco welcomes the adoption of UNSC Resolution 2756, extending MINURSO&#39;s mandate for one year, which comes in a context marked by the irreversible trajectory set by His Majesty King Mohammed VI, may God assist Him, on the Moroccan Sahara issue<br />🔗 <a href="https://t.co/NvXNEzITdW">https://t.co/NvXNEzITdW</a> <a href="https://t.co/miC6vvwbZi">pic.twitter.com/miC6vvwbZi</a></p>
<p>&mdash; Moroccan Diplomacy 🇲🇦 (@Marocdiplo_EN) <a href="https://twitter.com/Marocdiplo_EN/status/1852139313036956139?ref_src=twsrc%5Etfw">1. November 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution enthält zudem klare Auflagen, dass alle beteiligten Parteien auf Aktionen verzichten sollen, die den politischen Prozess gefährden könnten. Damit werde ein Signal an die internationale Gemeinschaft gesendet, dass die UN sich künftig stärker an den marokkanischen Autonomie-Ansatz anlehne.</p>


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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-mandat-der-minurso-um-ein-jahr/">UN-Sicherheitsrat verlängert Mandat der MINURSO um ein Jahr</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>König Mohammed VI und Präsident Macron unterzeichnen „Partenariat d’exception renforcé“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2024 22:50:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Präsident Emmanuel Macron besucht Marokko auf Einladung von König Mohammed VI und wird mit höchsten Ehren empfangen. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoenig-mohammed-vi-und-praesident-macron-unterzeichnen-partenariat-dexception-renforce%2F&amp;action_name=K%C3%B6nig%20Mohammed%20VI%20und%20Pr%C3%A4sident%20Macron%20unterzeichnen%20%E2%80%9EPartenariat%20d%E2%80%99exception%20renforc%C3%A9%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-und-praesident-macron-unterzeichnen-partenariat-dexception-renforce/">König Mohammed VI und Präsident Macron unterzeichnen „Partenariat d’exception renforcé“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das zentrale Ereignis des <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/">dreitägigen Besuchs</a> ist die Unterzeichnung des „Partenariat d’exception renforcé“, das die bilaterale Zusammenarbeit in zahlreichen strategischen Bereichen zukunftsweisend stärkt. Dieses Abkommen untermauert die langjährige Verbundenheit beider Länder und hebt sie auf eine neue Ebene, um aktuellen und künftigen Herausforderungen vereint zu begegnen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Unterstützung Frankreichs für die marokkanische Position zur Sahara-Frage, was für <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> von hoher symbolischer und politischer Bedeutung ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Macron und seine Frau Brigitte Macron wurden bei ihrer Ankunft von König Mohammed VI und Mitgliedern des Königshauses am Flughafen Rabat-Salé willkommen geheißen. Die Begrüßung umfasste eine traditionelle Salve von 21 Kanonenschüssen sowie das Abspielen der Nationalhymnen beider Länder. </p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560" data-lang="de">
<p lang="fr" dir="ltr">Le Président de la République et sa délégation sont arrivés au Maroc pour une visite d’État de trois jours. <a href="https://t.co/zNInHE7CN9">pic.twitter.com/zNInHE7CN9</a></p>
<p>&mdash; Élysée (@Elysee) <a href="https://twitter.com/Elysee/status/1850974026799137169?ref_src=twsrc%5Etfw">28. Oktober 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="unterzeichnung-des-partenariat-dexception-renforce" class="wp-block-heading">Unterzeichnung des „Partenariat d’exception renforcé“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im königlichen Kabinett zu Rabat unterzeichneten König Mohammed VI und Präsident Macron die Erklärung zum „Partenariat d’exception renforcé“. Diese Vereinbarung legt den Rahmen für eine stabile und langfristige Zusammenarbeit fest und formuliert das Ziel, die bilateralen Beziehungen in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht nachhaltig zu vertiefen. Besonders die Einbindung strategisch wichtiger Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik beider Nationen ist ein wesentlicher Pfeiler des Abkommens.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="500" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Driss20Benmalek.webp" alt="" class="wp-image-12162 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Driss20Benmalek.webp 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Driss20Benmalek-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Driss20Benmalek-380x253.webp 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Laut Erklärung soll die Partnerschaft auch eine Basis für langfristige Stabilität und Entwicklung in der Mittelmeerregion und Afrika schaffen. Dabei betonen beide Staaten die Bedeutung der Gleichheit, Souveränität und Transparenz als Fundament des Abkommens. Diese Prinzipien sollen die Zusammenarbeit in allen relevanten Bereichen sowohl auf bilateraler als auch auf internationaler Ebene sichern.</p>
</div></div>



<h3 id="position-zur-sahara-frage-frankreich-unterstuetzt-marokkos-autonomieplan" class="wp-block-heading">Position zur Sahara-Frage: Frankreich unterstützt Marokkos Autonomieplan</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein entscheidender Aspekt der Gespräche zwischen den beiden Staatsoberhäuptern war die Frage der marokkanischen Sahara, die seit Jahrzehnten für Marokko von zentralem politischen Interesse ist. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> bekräftigte seine Unterstützung für den marokkanischen Autonomieplan als einzige Lösung für den Konflikt. Bereits seit 2007 schlägt Marokko vor, der Sahara im Rahmen der marokkanischen Souveränität weitreichende Autonomie zu gewähren. Frankreichs Position hierzu ist klar und bekräftigte, dass die marokkanische Souveränität als Grundlage für die Lösung dieses Konflikts gesehen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Macron würdigte erneut die Bedeutung dieses Plans und betonte, dass Frankreich auch weiterhin den marokkanischen Ansatz unterstützt. Diese Haltung Frankreichs trägt wesentlich zur Legitimität des marokkanischen Ansatzes auf internationaler Ebene bei und unterstützt Marokko in seinen Bemühungen, eine friedliche und nachhaltige Lösung für den Sahara-Konflikt zu finden. Macron hob dabei hervor, dass Frankreich Marokko auch weiterhin in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region unterstützen werde, um die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung zu verbessern und eine stabile Grundlage für die marokkanische Verwaltung der Region zu schaffen.</p>



<h3 id="ziele-und-schwerpunkte-der-verstaerkten-partnerschaft" class="wp-block-heading">Ziele und Schwerpunkte der verstärkten Partnerschaft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das „Partenariat d’exception renforcé“ setzt auf drei Hauptziele, die auf die Förderung politischer Konvergenz, wirtschaftlicher Kooperation und sozialer Bindungen abzielen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Politische und strategische Konvergenz</strong>: Marokko und Frankreich sehen sich als Partner, die globalen Herausforderungen vereint entgegentreten. Die Vereinbarung zielt darauf ab, die politischen Beziehungen beider Staaten auf eine stabile Grundlage zu stellen, um strategische Interessen gemeinsam zu sichern.</li>



<li><strong>Wirtschaftliche Zusammenarbeit und soziale Stabilität</strong>: Die wirtschaftliche Entwicklung und der soziale Zusammenhalt beider Nationen sollen gestärkt werden, um durch gezielte Projekte die ökonomische Autonomie in wichtigen Sektoren zu fördern. Dies umfasst auch Investitionen in nachhaltige Industrien und Projekte, die zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zum wirtschaftlichen Wachstum beitragen.</li>



<li><strong>Kulturelle und menschliche Verbindungen</strong>: Die Stärkung der Beziehungen zwischen den Bürgern beider Nationen, insbesondere durch den Ausbau kultureller Kooperation und Bildungsaustausch, steht im Fokus. Geplante Programme umfassen den Ausbau des französischen Bildungsnetzes in Marokko und die Förderung des arabischen Sprachunterrichts in Frankreich, um die gegenseitige kulturelle Wertschätzung und Verständigung zu fördern.</li>
</ol>



<h3 id="schluesselabkommen-zur-umsetzung-der-partnerschaft" class="wp-block-heading">Schlüsselabkommen zur Umsetzung der Partnerschaft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Besuchs wurden insgesamt <a href="https://www.mapnews.ma/fr/activites-royales/sm-le-roi-mohammed-vi-et-le-président-emmanuel-macron-président-la-cérémonie-de">22 Abkommen und Absichtserklärungen </a>unterzeichnet, die die verschiedenen Bereiche der Kooperation konkretisieren und eine breite Basis für zukünftige Projekte schaffen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Infrastruktur und Transport</strong>: Ein Vertrag mit dem französischen Konzern Alstom sieht die Lieferung von Hochgeschwindigkeitszügen sowie umfassende technische Unterstützung für die marokkanische Hochgeschwindigkeitsstrecke vor, die Kénitra und Marrakech verbinden wird. Dieses Projekt stärkt Marokkos Infrastruktur und schafft eine zukunftsweisende Verbindung zwischen bedeutenden marokkanischen Städten.</li>



<li><strong>Energiewende und Umwelt</strong>: Die gemeinsame Förderung des grünen Wasserstoffs durch ein Abkommen zwischen Marokko und Total Energies soll die Energiewende vorantreiben und Marokko als wichtigen Akteur im Bereich erneuerbare Energien positionieren. Zudem wurde ein weiteres Abkommen zur Entwicklung eines Windparks in Taza unterzeichnet, das die Energieversorgung und Umweltfreundlichkeit der Region verbessern wird.</li>



<li><strong>Wirtschaft und industrielle Entwicklung</strong>: Das Abkommen zwischen dem marokkanischen Unternehmen OCP und der französischen Entwicklungsagentur (AFD) sieht Investitionen von 350 Millionen Euro zur Unterstützung der Dekarbonisierungsstrategie von OCP vor. Hierbei geht es um nachhaltige landwirtschaftliche Projekte, die auch afrikanischen Partnern zugutekommen sollen. Ein gemeinsamer Investitionsfonds wird zudem Infrastrukturprojekte fördern und den wirtschaftlichen Austausch intensivieren.</li>



<li><strong>Bildung und wissenschaftliche Zusammenarbeit</strong>: Ein Abkommen zur Einrichtung eines gemeinsamen Forschungszentrums legt den Grundstein für ein Kooperationszentrum, das sich auf Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit konzentrieren wird. Ziel ist es, ein innovatives Bildungs- und Forschungsumfeld zu schaffen, das afrikanischen und internationalen Studierenden und Forschenden zugutekommt.</li>
</ul>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">Visite d’État au Maroc : la cérémonie de signatures d’accords en présence du Président <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron?ref_src=twsrc%5Etfw">@EmmanuelMacron</a> et du Roi Mohammed VI. <a href="https://t.co/izTp30YlxQ">pic.twitter.com/izTp30YlxQ</a></p>
<p>&mdash; Élysée (@Elysee) <a href="https://twitter.com/Elysee/status/1850994117381370365?ref_src=twsrc%5Etfw">October 28, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="regionale-zusammenarbeit-und-strategische-positionierung" class="wp-block-heading">Regionale Zusammenarbeit und strategische Positionierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko und Frankreich bekräftigen ihre Rolle als Akteure für Stabilität und wirtschaftlichen Fortschritt in der Mittelmeerregion und in Afrika. In ihrem bilateralen Dialog nehmen Themen wie die Entwicklung und Stabilität Afrikas sowie die euro-mediterrane Zusammenarbeit eine zentrale Rolle ein. Präsident Macron hob die Bedeutung der afrikanischen Stabilität hervor und lobte die Initiativen von König Mohammed VI zur Förderung der Entwicklung Afrikas, die Marokko zu einem wichtigen Akteur im afrikanischen Kontext machen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmEsUWAAE_f1q-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-12163 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmEsUWAAE_f1q-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmEsUWAAE_f1q-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmEsUWAAE_f1q-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmEsUWAAE_f1q-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmEsUWAAE_f1q-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmEsUWAAE_f1q-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmEsUWAAE_f1q-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmEsUWAAE_f1q-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmEsUWAAE_f1q-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die verstärkte Partnerschaft soll in enger Abstimmung mit den betroffenen Ländern zu einem gemeinsamen Beitrag zur Sicherheit und zum wirtschaftlichen Fortschritt dieser Regionen werden. Macron betonte, dass Frankreich die afrikanischen Projekte Marokkos mit seiner Erfahrung und seinen Mitteln unterstützen werde, um Afrika im 21. Jahrhundert eine noch bedeutendere Rolle auf der globalen Bühne zu sichern.</p>
</div></div>



<h3 id="migration-ein-gemeinsamer-ansatz" class="wp-block-heading">Migration: Ein gemeinsamer Ansatz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Thema Migration bleibt für beide Länder von hoher Bedeutung. Die Vereinbarung zum „Partenariat d’exception renforcé“ sieht einen umfassenden Rahmen zur Steuerung der Migration vor, der sowohl die Förderung legaler Migrationswege als auch Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Migration beinhaltet. Marokko und Frankreich wollen eng zusammenarbeiten, um ein nachhaltiges Migrationsmanagement zu entwickeln. Hierzu zählen Programme zur Rückführung, zur Prävention von illegalen Migrationen und zur verstärkten Zusammenarbeit zwischen Herkunfts-, Transit- und Zielländern. Die Migrationsthematik wird somit zu einem gemeinsamen Projekt, das auf die Verantwortung beider Staaten setzt und die Solidarität gegenüber den betroffenen Bevölkerungen unterstreicht.</p>



<h3 id="sahara-frage-frankreich-bekraeftigt-unterstuetzung-fuer-marokko" class="wp-block-heading">Sahara-Frage: Frankreich bekräftigt Unterstützung für Marokko</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Bekenntnis zur marokkanischen Souveränität über die Sahara ist ein zentrales Element der verstärkten Partnerschaft. Präsident Macron bestätigte die Position Frankreichs, dass der marokkanische Autonomieplan eine tragfähige Grundlage für die Lösung des Konflikts darstellt. Marokko betrachtet die Sahara als integralen Bestandteil seines Territoriums und hat die Region in die eigene Entwicklungsagenda eingebunden, um dort eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Infrastruktur aufzubauen. Frankreichs Unterstützung verleiht Marokkos Bemühungen zusätzliche internationale Anerkennung und stärkt die Position Marokkos in diesem geopolitisch bedeutsamen Konflikt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmifaWoAAabP3-2-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-12164 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmifaWoAAabP3-2-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmifaWoAAabP3-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmifaWoAAabP3-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmifaWoAAabP3-2-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmifaWoAAabP3-2-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmifaWoAAabP3-2-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAmifaWoAAabP3-2.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Macron hob hervor, dass die französische Regierung auch künftig eng mit Marokko zusammenarbeiten werde, um die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Sahara zu fördern und die Lebensbedingungen der Bevölkerung dort zu verbessern. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Unterstützung geht über die rein politische Anerkennung hinaus und umfasst die konkrete Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort, was eine friedliche und stabile Zukunft der Region sicherstellen soll.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Emmanuel Macron zu Staatsbesuch in Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=12016</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf Einladung von König Mohammed VI wird der französische Präsident Emmanuel Macron vom 28. bis 30. Oktober 2024 Marokko besuchen. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Femmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko%2F&amp;action_name=Emmanuel%20Macron%20zu%20Staatsbesuch%20in%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/">Emmanuel Macron zu Staatsbesuch in Marokko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Dieser Staatsbesuch soll die Tiefe und Vielschichtigkeit der Beziehungen zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> und <a href="http://Marokko">Marokko</a> unterstreichen und markiert eine neue Phase in der strategischen Partnerschaft der beiden Länder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem offiziellen <a href="https://www.mapnews.ma/fr/actualites/politique/sm-le-roi-mohammed-vi-et-le-président-emmanuel-macron-une-rencontre-au-sommet">Kommuniqué</a> des marokkanischen Ministeriums für das Königshaus, Protokoll und Kanzlei wurde die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit betont: „Diese Beziehungen beruhen auf einem tief verwurzelten und soliden Fundament, gestärkt durch den gemeinsamen Willen der beiden Staatschefs, die multidimensionalen Verbindungen zwischen beiden Ländern weiter zu festigen.“</p>



<h3 id="staerkung-der-bilateralen-beziehungen-und-foerderung-der-wirtschaftlichen-zusammenarbeit" class="wp-block-heading">Stärkung der bilateralen Beziehungen und Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatsbesuch von Präsident Macron steht in einem neuen geopolitischen Kontext, geprägt durch Frankreichs Anerkennung der Sahara als fester Bestandteil der territorialen Souveränität Marokkos. Diese Entscheidung hat das Verhältnis zwischen Paris und Rabat weiter gefestigt und trägt zur internationalen Dynamik bei, die Marokkos Autonomieplan für den westlichen Teil der Sahara unterstützen. Die beiden Staatschefs, Mohammed VI und Macron, wollen gemeinsam eine neue Phase der Zusammenarbeit einläutern, die auf Respekt, gemeinsamen Interessen und gegenseitiger Achtung basiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere auf wirtschaftlicher Ebene bietet dieser Besuch die Möglichkeit, den marokkanisch-französischen Austausch in strategischen Sektoren zu intensivieren. Im Mittelpunkt stehen erneuerbare Energien, neue Technologien, die Industrie und der Bildungsbereich. Marokko hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Akteur in der Region positioniert und wird zunehmend als attraktiver Investitionsstandort wahrgenommen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="512" height="512" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/cambon_christian04042c_carre.jpg" alt="" class="wp-image-12017 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/cambon_christian04042c_carre.jpg 512w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/cambon_christian04042c_carre-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/cambon_christian04042c_carre-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/cambon_christian04042c_carre-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/cambon_christian04042c_carre-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/cambon_christian04042c_carre-380x380.jpg 380w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der französische Senator <strong>Cambon</strong>, Sonderbeauftragter des Präsidenten des französischen Senats für internationale Beziehungen, betonte: „Marokko bietet heute außergewöhnliche Investitionsmöglichkeiten, besonders in den Bereichen Umwelt und erneuerbare Energien, was das Land zu einem unverzichtbaren Partner für Frankreich und Europa macht.“</p>
</div></div>



<h3 id="vertiefung-der-kulturellen-und-sicherheitspolitischen-zusammenarbeit" class="wp-block-heading">Vertiefung der kulturellen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftlichen Interessen spielen auch die kulturelle Zusammenarbeit und der Austausch in den Bereichen Bildung und Zivilgesellschaft eine bedeutende Rolle in den Beziehungen beider Länder. Frankreich und Marokko blicken auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück, geprägt von engen Verbindungen im Bereich der frankophonen Bildung. Heute ist Marokko das Land, das die meisten französischsprachigen Bildungseinrichtungen außerhalb Frankreichs beheimatet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus hat die sicherheitspolitische Zusammenarbeit eine hohe Bedeutung. Marokko war in den letzten Jahren ein verlässlicher Partner Frankreichs, insbesondere im Rahmen von Friedensmissionen in der Sahelzone. Der französische Senator Cambon erklärte dazu: „Marokko ist seit langem ein Verbündeter und ein Land, das uns zuletzt im Bereich der Sicherheit stark unterstützt hat. Die heutige Zusammenarbeit baut auf einer langen gemeinsamen Geschichte auf.“</p>



<h3 id="perspektiven-fuer-die-zukuenftige-zusammenarbeit" class="wp-block-heading">Perspektiven für die zukünftige Zusammenarbeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die bevorstehende Begegnung zwischen Emmanuel Macron und König Mohammed VI bietet beiden Ländern die Gelegenheit, den Grundstein für eine noch tiefere Zusammenarbeit in den kommenden Jahren zu legen. Besonders die Rolle Marokkos als strategischer Partner für Frankreich und Europa im afrikanischen Kontext wird dabei weiter gestärkt.</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang wird auch der Ausbau der Dreieckskooperation zwischen Marokko, Frankreich und afrikanischen Staaten eine wichtige Rolle spielen. Marokko hat sich als Stabilitätsanker in der Region etabliert und verfolgt eine aktive Diplomatie, die auf die Förderung von Frieden und Entwicklung in Afrika abzielt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Senator Cambon betonte in diesem Zusammenhang: „Dank der diplomatischen Anstrengungen von König Mohammed VI und der Rückkehr Marokkos in die Afrikanische Union können wertvolle Synergien für das Wachstum und die Entwicklung des afrikanischen Kontinents entstehen.“</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaM0n0TbUAAbqBV-682x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-12005 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaM0n0TbUAAbqBV-682x1024.jpeg 682w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaM0n0TbUAAbqBV-200x300.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaM0n0TbUAAbqBV-768x1153.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaM0n0TbUAAbqBV-1023x1536.jpeg 1023w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaM0n0TbUAAbqBV-380x570.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaM0n0TbUAAbqBV-800x1201.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaM0n0TbUAAbqBV.jpeg 1066w" sizes="(max-width: 682px) 100vw, 682px" /></figure></div>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8220;25 Millionen Menschen benötigen dringend Hilfe&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/25-millionen-menschen-benoetigen-dringen-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Oct 2024 19:17:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die humanitäre Krise im Sudan hat sich zu einer der weltweit schlimmsten humanitären Notlagen entwickelt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F25-millionen-menschen-benoetigen-dringen-hilfe%2F&amp;action_name=%26%238220%3B25%20Millionen%20Menschen%20ben%C3%B6tigen%20dringend%20Hilfe%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Krise im Sudan hat sich zu einer der weltweit schlimmsten humanitären Notlagen entwickelt. Laut einer gemeinsamen <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/-/2680808">Erklärung</a> der Regierungen von <strong>Großbritannien</strong>, den <strong>USA</strong>, <strong>Norwegen</strong>, <strong>Schweden</strong>, <strong>Frankreich</strong>, <strong>Deutschland</strong>, den <strong>Niederlanden</strong>, <strong>Irland</strong>, der <strong>Schweiz</strong>, <strong>Kanada</strong> und des <strong>EU-Kommissars für Krisenmanagement</strong> sind 25 Millionen Menschen im Sudan, das entspricht der Hälfte der Bevölkerung, dringend auf Hilfe angewiesen. Dies ist das Ergebnis des seit 18 Monaten andauernden Konflikts zwischen den <strong>Sudanesischen Streitkräften (SAF)</strong> und den <strong>Rapid Support Forces (RSF)</strong>.</p>



<h4 id="verschaerfung-der-krise" class="wp-block-heading">Verschärfung der Krise</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaMSKnMWIAE-Tdg-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-11953 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaMSKnMWIAE-Tdg-768x1024.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaMSKnMWIAE-Tdg-225x300.jpeg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaMSKnMWIAE-Tdg-380x507.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaMSKnMWIAE-Tdg-800x1067.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GaMSKnMWIAE-Tdg.jpeg 867w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt, der Millionen von Menschen zur Flucht gezwungen hat, hat die Lage im Sudan drastisch verschärft. Über 11 Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen, viele von ihnen flohen vor gewaltsamen Auseinandersetzungen und Hunger. Besonders Frauen und Mädchen sind durch sexuelle Gewalt und Menschenrechtsverletzungen gefährdet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der internationalen Geberorganisationen sind ganze Landstriche in <strong>Darfur</strong> und <strong>Süd-Kordofan</strong> von Hunger bedroht. Im <strong>Zamzam-Flüchtlingslager</strong>, in dem mehr als 500.000 Menschen leben, wurde im August offiziell eine Hungersnot festgestellt – die dritte Hungersnot dieser Art im 21. Jahrhundert.</p>
</div></div>



<h4 id="blockierte-hilfe-und-humanitaere-zugangsprobleme" class="wp-block-heading">Blockierte Hilfe und humanitäre Zugangsprobleme</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptursache für die Hungersnot liegt in der systematischen Behinderung humanitärer Hilfe durch die Konfliktparteien SAF und RSF. Laut der Erklärung hat der Krieg landwirtschaftliche Produktionsstätten zerstört und Handelswege blockiert, was zu massiven Engpässen bei der Lebensmittelversorgung geführt hat. Dies hat insbesondere in Darfur bereits zahlreiche Todesopfer gefordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geber verurteilen die anhaltende Blockade der humanitären Hilfe. Seit August konnte nur ein Bruchteil der benötigten Lebensmittel in die betroffenen Gebiete gelangen, was die Situation der <strong>7 Millionen Menschen</strong> in akuter Nahrungsmittelknappheit weiter verschlimmert. Die sudanesischen Behörden und beide Konfliktparteien werden aufgefordert, alle bürokratischen Hürden zu beseitigen, die die humanitäre Hilfe behindern, wie die Verzögerung bei der Erteilung von Visa und Reisedokumenten.</p>



<h4 id="internationale-verantwortung-und-notwendigkeit-humanitaerer-zugaenge" class="wp-block-heading">Internationale Verantwortung und Notwendigkeit humanitärer Zugänge</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In der Erklärung wird zudem auf die Dringlichkeit hingewiesen, dass internationale Hilfsorganisationen ungehinderten Zugang zu den Bedürftigen erhalten müssen. Dies umfasst insbesondere den Grenzübergang <strong>Adre</strong> zu <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a> und weitere grenzüberschreitende Routen. Der sudanesische Souveränitätsratsvorsitzende, General Al-Burhan, hatte in der Vergangenheit zugesichert, humanitäre Hindernisse abzubauen. Diese Verpflichtung müsse nun dringend umgesetzt werden, um das Überleben der Zivilbevölkerung zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geber begrüßen die bisher eingegangenen humanitären Zusagen, darunter die der&nbsp;<strong>Pariser Konferenz</strong>&nbsp;vom April 2024, und drängen auf eine vollständige Einhaltung der Hilfsverpflichtungen. Das kürzlich geschaffene&nbsp;<strong>ALPS (Advancing Lifesaving and Peace in Sudan)</strong>-Programm hat erste Fortschritte bei der Verbesserung des grenzüberschreitenden Zugangs zur Hilfe erzielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September hatten internationale Staats- und Regierungschefs bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York erneut auf die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten im Sudan gedrängt. Angesichts der zunehmenden Gewalt und der damit verbundenen humanitären Katastrophe sei dieses Ziel dringender denn je.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>König Mohammed VI: &#8220;Die Sahara bleibt die erste Priorität aller Marokkaner&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/</link>
					<comments>https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2024 19:09:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Freitag, den 11. Oktober 2024 eröffnete König Mohammed VI. die erste Sitzung des vierten Jahres der laufenden 11. Legislaturperiode des marokkanischen Parlaments in Rabat. In seiner Rede betonte er die Bedeutung der nationalen Einheit und der territorialen Integrität, besonders im Hinblick auf die Sahara.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner%2F&amp;action_name=K%C3%B6nig%20Mohammed%20VI%3A%20%26%238220%3BDie%20Sahara%20bleibt%20die%20erste%20Priorit%C3%A4t%20aller%20Marokkaner%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/">König Mohammed VI: &#8220;Die Sahara bleibt die erste Priorität aller Marokkaner&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">„Die Frage der Sahara ist und bleibt die erste nationale Priorität aller Marokkaner“, erklärte der König. Die Rede betonte die internationale Unterstützung durch Länder wie die USA, Frankreich und Spanien für Marokkos Autonomieplan und rief das Parlament zu verstärkten diplomatischen Initiativen auf, um die nationale Position weiter zu festigen.</p>



<h3 id="internationale-unterstuetzung-fuer-marokkos-sahara-politik" class="wp-block-heading">Internationale Unterstützung für Marokkos Sahara-Politik</h3>



<p class="wp-block-paragraph">König Mohammed VI. hob hervor, dass die zunehmende Unterstützung durch Länder wie die USA und Frankreich eine wichtige diplomatische Errungenschaft darstellt. Besonders die Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die <strong>Sahara</strong> durch diese Länder wird als Grundlage für eine Lösung des regionalen Konflikts gesehen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="901" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GZncPKNXgAAZ0VW-901x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-11807 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GZncPKNXgAAZ0VW-901x1024.jpeg 901w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GZncPKNXgAAZ0VW-264x300.jpeg 264w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GZncPKNXgAAZ0VW-768x872.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GZncPKNXgAAZ0VW-380x432.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GZncPKNXgAAZ0VW-800x909.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GZncPKNXgAAZ0VW.jpeg 905w" sizes="(max-width: 901px) 100vw, 901px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein Zeichen dieser Unterstützung ist die Eröffnung von <strong>über 30 Konsulaten</strong> in den Städten <strong>Dakhla</strong> und <strong>Laâyoune</strong>. Diese Konsulate stammen aus Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas, darunter Nationen wie die <strong>Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien, Gambia und Sambia</strong>. Diese diplomatischen Missionen stärken die internationale Legitimität der marokkanischen Ansprüche und signalisieren ein wachsendes Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung der Region.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die wachsenden Investitionen in den südlichen Provinzen verdeutlichen diese Unterstützung. Zahlreiche internationale Konzerne investieren in <strong>Dakhla</strong>, um den wirtschaftlichen Aufschwung voranzutreiben. Dakhla hat sich durch den Ausbau von Infrastrukturen und die Ansiedlung internationaler Konzerne zu einem wichtigen wirtschaftlichen Knotenpunkt entwickelt. Laut der <strong><a href="https://www.mapnews.ma/fr/activites-royales/sm-le-roi-préside-louverture-de-la-1ère-session-de-la-4ème-année-législative-de-la">Nachrichtenagentur MAP</a></strong> spielen ausländische Direktinvestitionen eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Region, insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, Landwirtschaft und Fischerei. Diese Projekte dienen nicht nur der wirtschaftlichen Stärkung, sondern unterstützen auch die Integration in internationale Handelsstrukturen.</p>



<h3 id="regionale-integration-und-afrikas-wirtschaftliche-zukunft" class="wp-block-heading">Regionale Integration und Afrikas wirtschaftliche Zukunft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Rede des Königs lag auf der regionalen Integration und den wirtschaftlichen Ambitionen Marokkos in Afrika. Marokko spielt eine Schlüsselrolle in der <strong><a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-marokkos-rolle-im-parlaments-panafricain/">Atlantik-Initiative</a></strong>, die darauf abzielt, die atlantischen Staaten Afrikas näher zusammenzubringen. Diese Initiative hat das Ziel, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern und eine gemeinsame Plattform für Sicherheit, Handel und Entwicklung zu schaffen. Besonders die Verbindung der <strong>Sahelstaaten</strong> mit dem Atlantik durch bessere Infrastruktur und Handelsrouten sei ein Schlüssel für langfristigen Frieden und Wohlstand in der Region.</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/Jv1MQjIhnic?si=cGHZzOswPTc4LhU0&amp;start=1028" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betont wurde die <strong>Marokko-Nigeria-Gaspipeline</strong>, ein ambitioniertes Projekt, das die Energieversorgung in Afrika revolutionieren soll. Diese Pipeline, die über 5.600 Kilometer lang sein wird, verbindet Nigeria mit Marokko und durchquert mehrere westafrikanische Länder. Das Projekt soll nicht nur die Energiesicherheit in der Region gewährleisten, sondern auch die wirtschaftliche Integration fördern, indem es neue Handelswege und Investitionsmöglichkeiten eröffnet. Wie <a href="https://fokus-afrika.de/fortschritte-beim-afrikanischen-atlantik-gaspipeline-projekt/">berichtet</a>, befindet sich das Projekt in einer fortgeschrittenen Planungsphase, und zahlreiche Länder und internationale Partner haben bereits ihr Interesse bekundet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko sieht diese Projekte als einen entscheidenden Schritt zur Vertiefung der Beziehungen zu seinen afrikanischen Nachbarn und zur Sicherung seiner strategischen Position auf dem Kontinent. König Mohammed VI. unterstrich, dass diese Initiativen nicht nur dem wirtschaftlichen Fortschritt dienen, sondern auch die Zusammenarbeit in Bereichen wie Sicherheit und regionale Stabilität fördern.</p>
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			<media:description type="html">%%primary_category%% %%sep%% König Mohammed VI. betont in seiner Rede die internationale Unterstützung für Marokkos Autonomieplan in der Sahara.</media:description>
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		<title>Eklat bei Konferenz der Frankophonie in Paris</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2024 20:07:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Inmitten wachsender globaler Spannungen und dem schwindenden Einfluss Frankreichs in Afrika fand der XIX. Gipfel der Frankophonie in der Cité internationale de la langue française im Schloss Villers-Cotterêts statt. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feklat-bei-konferenz-der-frankophonie-in-paris%2F&amp;action_name=Eklat%20bei%20Konferenz%20der%20Frankophonie%20in%20Paris&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eklat-bei-konferenz-der-frankophonie-in-paris/">Eklat bei Konferenz der Frankophonie in Paris</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Motto „Kreativität, Innovation und Unternehmertum auf Französisch“ versammelten sich Staats- und Regierungschefs aus frankophonen Ländern, um über die Zukunft der Frankophonie und die Förderung der französischen Sprache sowie kulturellen Austauschs zu diskutieren. Doch die Ereignisse auf und abseits des Gipfels spiegeln tiefere geopolitische Spannungen wider, die die Rolle Frankreichs als früher führende Macht in Afrika zunehmend in Frage stellen.</p>



<h3 id="staerkung-der-frankophonie-neue-initiativen-frankreichs" class="wp-block-heading">Stärkung der Frankophonie: Neue Initiativen Frankreichs</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Außenminister stellte im Vorfeld des Gipfels eine Reihe von Maßnahmen vor, die die Position Frankreichs als Förderer der Frankophonie festigen sollen. Zu den zentralen Initiativen gehören die Bereitstellung von Stipendien für Studierende aus frankophonen Ländern sowie die Förderung von Kulturprojekten, die die Vielfalt und den kulturellen Reichtum der frankophonen Gemeinschaften betonen. Besonders hervorgehoben wurde der Bedarf, das Erlernen der französischen Sprache in Regionen zu fördern, in denen sie zurückgeht.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de" data-dnt="true">
<p lang="fr" dir="ltr">2e jour du <a href="https://twitter.com/hashtag/SommetdelaFrancophonie?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#SommetdelaFrancophonie</a> ! </p>
<p>Les Chefs d’États et de gouvernements sont réunis sous la nef du <a href="https://twitter.com/GrandPalaisRmn?ref_src=twsrc%5Etfw">@GrandPalaisRmn</a> pour, entre autres, statuer sur les demandes d’adhésion et débattre autour du thème « créer, innover et entreprendre en français » <a href="https://t.co/zFpHjrwBzH">pic.twitter.com/zFpHjrwBzH</a></p>
<p>&mdash; La Francophonie (@OIFrancophonie) <a href="https://twitter.com/OIFrancophonie/status/1842491153393889500?ref_src=twsrc%5Etfw">5. Oktober 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Maßnahmen zeigen, wie wichtig es ist, Frankreichs führende Rolle bei der Förderung der Frankophonie zu erhalten“, sagte der Außenminister. Frankreichs Position innerhalb der frankophonen Welt soll durch stärkere Partnerschaften und kulturellen Austausch weiter gefestigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Bemühungen steht Frankreich jedoch zunehmend vor Herausforderungen, insbesondere in Afrika, wo sich die Beziehungen zu einigen Ländern verschlechtert haben und der Einfluss Frankreichs schwindet.</p>



<h3 id="gipfel-in-villers-cotterets-politische-spannungen-im-vordergrund" class="wp-block-heading">Gipfel in Villers-Cotterêts: Politische Spannungen im Vordergrund</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eröffnungszeremonie des Gipfels wurde von französischem Präsident Emmanuel Macron und der Generalsekretärin der Organisation internationale de la Francophonie (OIF), Louise Mushikiwabo, geleitet. Während das offizielle Thema auf Innovation und Unternehmertum in der französischen Sprache abzielte, traten hinter den Kulissen politische Spannungen zutage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders auffällig war der Abbruch des Gipfels durch den kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi. In einem Protest gegen Macrons Eröffnungsrede, die den Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) nicht erwähnte, verließ Tshisekedi demonstrativ das Treffen der Staatschefs und boykottierte auch ein von Mushikiwabo organisiertes Mittagessen. Dieser diplomatische Vorfall war ein schwerer Schlag für die französische Diplomatie und brachte die Spannungen zwischen Frankreich und afrikanischen Ländern erneut ins Rampenlicht.</p>


<figcaption class="image-credit"><span class="image-caption">Präsident Macron begrüßt den Präsident Ruandas Herrn Paul Kagame. | Bild: Sommet de la Francophonie</span>   </figcaption>


<p class="wp-block-paragraph">Tshisekedi machte deutlich, dass Kinshasa die fehlende Erwähnung des Konflikts im Osten des Kongo als Versuch Frankreichs wertete, die Spannungen mit Ruanda zu entschärfen, das von der DRK und den Vereinten Nationen beschuldigt wird, Rebellen in der Region zu unterstützen. Macron wies diese Vorwürfe zurück und erklärte, dass Frankreich neutral sei und beide Länder ermutige, an einer Lösung zu arbeiten, die von Angola vermittelt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser diplomatische Eklat verdeutlicht die zunehmenden Herausforderungen Frankreichs in Afrika, wo einst enge Verbündete wie die Demokratische Republik Kongo ihre Unzufriedenheit über die französische Außenpolitik deutlich zum Ausdruck bringen.</p>



<h3 id="frankreichs-schwindender-einfluss-in-afrika-ein-sich-wandelndes-geopolitisches-umfeld" class="wp-block-heading">Frankreichs schwindender Einfluss in Afrika: Ein sich wandelndes geopolitisches Umfeld</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich sieht sich in Afrika einem raschen Machtverlust gegenüber. Traditionell war das Land ein dominanter Akteur in frankophonen afrikanischen Staaten, sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf militärischer Ebene. Doch in den letzten Jahren haben geopolitische Veränderungen, wachsende anti-französische Stimmungen und die zunehmende Präsenz anderer globaler Mächte wie China, Russland und der Türkei Frankreichs Position erheblich geschwächt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein prägnantes Beispiel für diese Entwicklung ist der zunehmende Widerstand gegen französische Militärpräsenz in der Sahelzone. In Ländern wie Mali und Burkina Faso kam es in den letzten Jahren zu Militärputschen, die von anti-französischen Protesten begleitet wurden. Diese Umbrüche haben deutlich gemacht, dass Frankreichs traditionelle Rolle als Ordnungsmacht und wirtschaftlicher Partner in der Region bröckelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem wird Frankreichs kultureller Einfluss, insbesondere über die Förderung der französischen Sprache, zunehmend von anderen Ländern herausgefordert, die ihre eigenen Sprachen und Kulturen fördern. Die wachsende Rolle englischsprachiger Bildung und internationaler Medienplattformen schwächt die Position des Französischen in vielen afrikanischen Ländern.</p>
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		<title>&#8220;Frauen müssen wirtschaftliche Aktivität formalisieren&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2024 02:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim ersten Forum der Wirtschaftsfrauen (Wef) in Brazzaville wurde das kooperative Unternehmertum als eine zentrale Strategie zur Förderung des Wirtschaftswachstums in der Republik Kongo hervorgehoben. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrauen-mussen-wirtschaftliche-aktivitat-formalisieren%2F&amp;action_name=%26%238220%3BFrauen%20m%C3%BCssen%20wirtschaftliche%20Aktivit%C3%A4t%20formalisieren%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frauen-mussen-wirtschaftliche-aktivitat-formalisieren/">&#8220;Frauen müssen wirtschaftliche Aktivität formalisieren&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung, die am 16. September 2024 stattfand, rückte das Potenzial von Kooperationen in den Mittelpunkt, um eine inklusive und gerechte wirtschaftliche Entwicklung zu gewährleisten. Sylvia Makosso, Bürgermeisterin des 5. Arrondissements Moungali, betonte in ihrer Rede die Bedeutung des kooperativen Unternehmertums, das auf Zusammenarbeit und Solidarität basiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Indem wir in das kooperative Unternehmertum von Frauen investieren, investieren wir in eine gerechtere, inklusivere und widerstandsfähigere Wirtschaft“, erklärte Makosso. Gleichzeitig rief sie dazu auf, die Beteiligung von Frauen in ökonomischen Netzwerken und Finanzsystemen zu fördern und ihre Beiträge in der Geschäftswelt stärker anzuerkennen.</p>



<h2 id="staerkung-des-frauenunternehmertums" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726613049657 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Stärkung des Frauenunternehmertums</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Betonung auf Kooperation plädierte Jacqueline Lydia Mikolo, Ministerin für kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerk, dafür, dass Frauen ihre wirtschaftlichen Aktivitäten formal registrieren sollten, um von den Vorteilen der Afrikanischen Freihandelszone (Zlecaf) zu profitieren. <strong>Sie erklärte, dass Frauen mehr als 70 % der informellen Wirtschaft in der Republik Kongo ausmachen, jedoch nur ein kleiner Teil ihre Unternehmen offiziell registriert habe.</strong></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1067" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG-20240917-WA0024.jpg" alt="" class="wp-image-11156 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Um von der Zlecaf zu profitieren, müssen Frauen ihre wirtschaftlichen Aktivitäten formalisieren, sich weiterbilden und entscheiden, aktive Akteure im Wirtschaftsleben zu sein“, so Mikolo. Sie betonte, dass die Formalisierung von Unternehmen der Schlüssel sei, um an regionalen und internationalen Märkten teilzunehmen.</p>
</div></div>



<h2 id="die-rolle-der-normen-im-internationalen-handel" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726613043241 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Die Rolle der Normen im internationalen Handel</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Punkt, den Mikolo ansprach, war die Bedeutung von Normen und Standards im Rahmen der Zlecaf. Wenn kongolesische Produkte nicht den internationalen Normen entsprächen, könnten sie auf dem afrikanischen Kontinent schwer verkauft werden. „Wir müssen sicherstellen, dass unsere Produkte den Normen entsprechen. Ansonsten laufen wir Gefahr, lediglich Konsumenten statt Anbieter auf den Märkten der Zlecaf zu sein“, warnte die Ministerin.</p>



<h2 id="frankreich-aktiv-kooperative-modelle-als-schluessel-zum-erfolg" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726613030369 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Frankreich aktiv: <strong>Kooperative Modelle als Schlüssel zum Erfolg</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer wichtiger Aspekt des Forums war die Diskussion über das kooperative Unternehmertum als langfristige Strategie für nachhaltiges Wachstum. In seiner Rede betonte Stéphane Tiki, Geschäftsführer von Chaba Consulting in Frankreich und Sprecher der französischsprachigen Wirtschaftsvereinigung, dass nur durch kollektives Handeln die Hürden des Unternehmertums überwunden werden könnten. „Die wirtschaftliche Entwicklung ist der Schlüssel zu allem, und es ist entscheidend, zusammenzuarbeiten, um starke wirtschaftliche Ökosysteme aufzubauen, die Afrika zu dem ambitionierten und wohlhabenden Kontinent machen, den wir uns alle wünschen“, so Tiki.</p>



<h2 id="staerkung-der-frauenbeteiligung" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726613033902 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Stärkung der Frauenbeteiligung</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forum, das unter dem Motto „Inklusion“ stand, legte besonderen Wert auf die Einbindung von Frauen in kooperative und wirtschaftliche Strukturen. Es setzte den Auftakt für eine Reihe von Initiativen, die das Ziel verfolgen, den weiblichen Führungsanspruch in der kongolesischen und afrikanischen Wirtschaft zu fördern und eine harmonische wirtschaftliche Entwicklung zu gewährleisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Flavie Lombo, Präsidentin der Nationalen Kammer der Unternehmerinnen und Unternehmer im Kongo, hob hervor, dass das Wef-Forum einen wichtigen Schritt zur stärkeren Einbindung von Frauen in das kongolesische und afrikanische Unternehmertum darstelle. Durch gezielte Maßnahmen soll das weibliche Unternehmertum gefördert und das Wachstum auf dem gesamten Kontinent unterstützt werden. Das Forum versammelte eine breite Palette von Expertinnen und Unternehmerinnen aus Bereichen wie Landwirtschaft, Digitalisierung, Bildung und Fortbildung und betonte die Notwendigkeit, Frauen als Treiber für wirtschaftliche Innovation und Kompetenzentwicklung in Afrika zu stärken.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>„SIDI Invest For Africa“: Investitionen und Infrastrukturentwicklung im Fokus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sidi-invest-for-africa-investitionen-und-infrastrukturentwicklung-im-fokus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Sep 2024 21:39:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Côte d'Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Salon „SIDI Invest For Africa“, der sich dem Thema Investitionen und Infrastrukturentwicklung auf dem afrikanischen Kontinent widmet, wird am 4. und 5. Oktober 2024 in Paris stattfinden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsidi-invest-for-africa-investitionen-und-infrastrukturentwicklung-im-fokus%2F&amp;action_name=%E2%80%9ESIDI%20Invest%20For%20Africa%E2%80%9C%3A%20Investitionen%20und%20Infrastrukturentwicklung%20im%20Fokus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sidi-invest-for-africa-investitionen-und-infrastrukturentwicklung-im-fokus/">„SIDI Invest For Africa“: Investitionen und Infrastrukturentwicklung im Fokus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"> Dies geschieht im Rahmen der Generalversammlung der Frankophonie, die nach 33 Jahren erneut die Staatsoberhäupter der frankophonen Länder zusammenbringt.</p>



<h2 id="ein-forum-fuer-private-investitionen-in-schluesselbereichen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1725658523171 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Ein Forum für private Investitionen in Schlüsselbereichen</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ankündigung des Events erfolgte am Donnerstag, den 5. September 2024, in Abidjan durch Mohamed Lamine Fall, Präsident des Réseau Francophone des Journalistes Économiques et Financiers und Gründer der Groupe Sept Afrique, der das Event organisiert. Fall erklärte, dass der Salon als Plattform für den Dialog über die Rolle des nationalen Privatsektors in wesentlichen Bereichen wie Infrastruktur, Immobilien, neuen Technologien und der Nutzung natürlicher Ressourcen dienen soll.</p>



<h2 id="thematische-schwerpunkte-und-diskussionen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1725658527914 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Thematische Schwerpunkte und Diskussionen</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Salon wird zwei spezifische Panels umfassen: eines zu den Themen Öl und Gas in Mauretanien und Senegal sowie ein weiteres über die Zusammenarbeit zwischen dem Kongo-Brazzaville und der Elfenbeinküste. Zusätzlich wird ein allgemeines Debattengremium zum Thema Entwicklung Afrikas eingerichtet.</p>



<h2 id="ehrungen-fuer-herausragende-persoenlichkeiten" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1725658533363 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Ehrungen für herausragende Persönlichkeiten</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Events werden zwei Preise an herausragende Persönlichkeiten aus der Elfenbeinküste verliehen. Der Minister für Verteidigung, Téné Birahima Ouattara, erhält einen Preis für seine erfolgreiche Bekämpfung der jihadistischen Bedrohung im Land, während Touré Fama, Präsident der Handels- und Industrie-Kammer, für sein Engagement in der Entwicklung des privaten Sektors gewürdigt wird.</p>



<h2 id="foerderung-durch-die-maison-de-lafrique" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1725658537666 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Förderung durch die Maison de l’Afrique</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lamine Fall betonte, dass diese Auszeichnungen in Zusammenarbeit mit der Maison de l’Afrique, die 1972 von Félix Houphouët-Boigny und Léopold Sédar Senghor gegründet wurde, vergeben werden. Die Maison de l’Afrique hat sich zum Ziel gesetzt, die Wirtschaft im Schengen-Raum in Partnerschaft mit afrikanischen Handelskammern zu fördern. Fall kündigte an, dass der Salon mit Unterstützung aller Präsidenten der Handelskammern weiterentwickelt wird, wobei der Fokus auf technologischen Innovationen liegen wird.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsidi-invest-for-africa-investitionen-und-infrastrukturentwicklung-im-fokus%2F&amp;action_name=%E2%80%9ESIDI%20Invest%20For%20Africa%E2%80%9C%3A%20Investitionen%20und%20Infrastrukturentwicklung%20im%20Fokus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sidi-invest-for-africa-investitionen-und-infrastrukturentwicklung-im-fokus/">„SIDI Invest For Africa“: Investitionen und Infrastrukturentwicklung im Fokus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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