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	<title>Afrika | Nachrichten | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
	<lastBuildDate>Fri, 23 Oct 2026 17:54:37 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Afrika | Nachrichten | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>Mit Gerhard Schröder in China: Peking wirbt für eine neue Weltordnung und sucht Verbündete in Afrika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 17:54:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Guinea]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerhard Schröder sitzt beim chinesischen Global Governance Forum in der ersten Reihe. Während Peking eine eigene Vorstellung des Multilateralismus vorantreibt, sollen afrikanische Staaten mehr Einfluss auf die Weltordnung erhalten – und zugleich politische Partner Chinas werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmit-gerhard-schroeder-in-china-peking-wirbt-fuer-eine-neue-weltordnung-und-sucht-verbuendete-in-afrika%2F&amp;action_name=Mit%20Gerhard%20Schr%C3%B6der%20in%20China%3A%20Peking%20wirbt%20f%C3%BCr%20eine%20neue%20Weltordnung%20und%20sucht%20Verb%C3%BCndete%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mit-gerhard-schroeder-in-china-peking-wirbt-fuer-eine-neue-weltordnung-und-sucht-verbuendete-in-afrika/">Mit Gerhard Schröder in China: Peking wirbt für eine neue Weltordnung und sucht Verbündete in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">China hat auf einem internationalen Forum zur Reform der Weltordnung seine eigene Vorstellung von Multilateralismus vorgestellt und dabei gezielt um Unterstützung aus Afrika und dem Globalen Süden geworben. Das Global Governance Forum wurde am Freitag, dem 23. Oktober 2026, in der chinesischen Modellstadt Xiong’an eröffnet. Unter den Gästen befand sich auch Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), der gemeinsam mit Außenminister Wang Yi zur Eröffnungsfeier erschien. Peking fordert eine stärkere Beteiligung von Entwicklungsländern an internationalen Entscheidungen und will zugleich eigene politische Grundsätze in der Reform der Vereinten Nationen, der internationalen Finanzordnung und globaler Menschenrechtsstandards verankern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schröder nahm in der ersten Reihe Platz, hielt jedoch keine Rede. Bereits am 18. Oktober hatte er den Vorsitzenden des Chinesischen Volksinstituts für Auswärtige Angelegenheiten, Wu Ken, getroffen. Nach Angaben des Instituts sprachen beide über die deutsch-chinesischen Beziehungen sowie internationale und regionale Konflikte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ehemalige Bundeskanzler hält sich damit bereits seit mehreren Tagen in China auf. Anfang Oktober hatte er zudem Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Moskau besucht. Dieser Besuch hatte innerhalb der SPD erneut Kritik an seinen Beziehungen zur russischen Führung ausgelöst.</p>



<h2 id="h-china-stellt-eigene-grundsatze-fur-den-multilateralismus-vor" class="wp-block-heading"><span id="china-stellt-eigene-grundsaetze-fuer-den-multilateralismus-vor">China stellt eigene Grundsätze für den Multilateralismus vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Eröffnung des Forums übermittelte Außenminister Wang Yi eine Botschaft von Staatspräsident Xi Jinping und erläuterte die chinesische Global Governance Initiative. Mit ihr will Peking die politischen Grundlagen internationaler Zusammenarbeit stärker nach eigenen Vorstellungen gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Xi hatte die Initiative im September 2025 auf einem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Tianjin vorgestellt. Sie beruht auf fünf Grundsätzen: souveräne Gleichheit der Staaten, Achtung des internationalen Rechts, Multilateralismus, Orientierung am Menschen und praktische Ergebnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peking verbindet diese Prinzipien mit der Forderung, internationale Entscheidungen stärker auf zwischenstaatliche Konsultationen, gemeinsame Verantwortung und gegenseitigen Nutzen auszurichten. China beansprucht dabei, insbesondere die Interessen von Entwicklungs- und Schwellenländern stärker zur Geltung zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wang Yi stellte zwei aus chinesischer Sicht gegensätzliche Vorstellungen internationaler Ordnung gegenüber. Die eine beruhe auf Machtpolitik, Eigeninteressen, monopolisierten Entscheidungsbefugnissen und doppelten Standards. Die andere orientiere sich an Multilateralismus, staatlicher Gleichberechtigung, gegenseitigem Respekt und internationalem Recht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China ordnet seine Global Governance Initiative ausdrücklich der zweiten Vorstellung zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der chinesische Ansatz knüpft damit an bestehende Grundsätze der UN-Charta an, verbindet sie jedoch mit eigenen politischen Prioritäten. Dazu gehören ein stärkerer Schutz staatlicher Souveränität, eine größere Rolle des Globalen Südens und die Betonung wirtschaftlicher Entwicklung als Bestandteil internationaler Menschenrechtspolitik.</p>



<h2 id="h-peking-kundigt-reforminitiativen-fur-un-menschenrechte-und-kunstliche-intelligenz-an" class="wp-block-heading"><span id="peking-kuendigt-reforminitiativen-fuer-un-menschenrechte-und-kuenstliche-intelligenz-an">Peking kündigt Reforminitiativen für UN, Menschenrechte und künstliche Intelligenz an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wang Yi stellte auf dem Forum mehrere konkrete Maßnahmen vor, mit denen China seine Vorstellungen international institutionell voranbringen will.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-31056 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-1536x948.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-380x234.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Wang_Yi_2025.jpg 1880w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders hervorgehobe<a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-debattiert-ueber-neue-weltordnung/">n wurde die Reform der Vereinten Nationen. China unterstützt nach Darstellung des Außenministers eine effizientere UN-Verwaltung und eine schnellere Handlungsfähigkeit des Sicherheitsrats. </a>Gleichzeitig fordert Peking eine stärkere Repräsentation von Entwicklungsländern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der internationalen Finanzordnung sieht die chinesische Regierung Reformbedarf. Die Beteiligungs- und Entscheidungsrechte des Globalen Südens müssten erweitert und bestehende Ungleichgewichte abgebaut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Menschenrechtspolitik kündigte Wang Yi eine stärkere Gewichtung des Rechts auf Entwicklung an. China will dazu ein internationales Fortbildungsprogramm zu wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten organisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Initiativen betreffen die Regulierung künstlicher Intelligenz, die internationale Zusammenarbeit bei Weltraumaktivitäten und den Schutz der biologischen Vielfalt auf hoher See.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus kündigte Peking ein neues Global Governance Research Center an. Die Einrichtung soll einen eigenen Index für globale Regierungsführung entwickeln, Jahresberichte veröffentlichen und Forschungsarbeiten zu Reformen internationaler Institutionen koordinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China will außerdem die sogenannte Gruppe der Freunde der Global Governance stärken. Nach Angaben Wang Yis haben sich ihr inzwischen mehr als 60 Staaten angeschlossen. Die chinesische Regierung spricht zudem von über 160 Ländern und internationalen Organisationen, die ihre Initiative unterstützen. Eine unabhängige Aufschlüsselung der unterschiedlichen Unterstützungsformen wurde auf dem Forum nicht vorgelegt.</p>



<h2 id="h-afrika-soll-in-der-reform-des-un-sicherheitsrats-mehr-gewicht-erhalten" class="wp-block-heading"><span id="afrika-soll-in-der-reform-des-un-sicherheitsrats-mehr-gewicht-erhalten">Afrika soll in der Reform des UN-Sicherheitsrats mehr Gewicht erhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wang Yi stellte die Beteiligung afrikanischer Staaten ausdrücklich in den Zusammenhang einer neuen internationalen Machtverteilung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reform des UN-Sicherheitsrats müsse die Repräsentation von Entwicklungsländern erhöhen. China wolle dabei afrikanische Forderungen besonders berücksichtigen und unterstützt nach Darstellung des Außenministers spezielle Regelungen zur stärkeren Vertretung des Kontinents.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten verlangen seit Langem eine umfassende Reform des Sicherheitsrats. Die Afrikanische Union fordert unter anderem mindestens zwei ständige Sitze mit Vetorechten sowie zusätzliche nichtständige Sitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/chinesischer-aussenminister-wang-yi-besucht-afrikanische-union/">Peking unterstützt das Anliegen einer stärkeren afrikanischen Repräsentation, legte auf dem Forum jedoch keinen konkreten Vorschlag zur Sitzverteilung oder zur Ausgestaltung möglicher Vetorechte vor.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die chinesische Regierung betrachtet die zunehmende politische und wirtschaftliche Bedeutung des Globalen Südens als grundlegende Veränderung der internationalen Ordnung. Neben den Vereinten Nationen sollen nach ihrer Vorstellung auch Zusammenschlüsse wie BRICS und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit eine größere Rolle bei internationalen Entscheidungen übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wang Yi bezeichnete den Aufstieg des Globalen Südens als die bedeutendste Veränderung der internationalen Kräfteverhältnisse seit dem Zweiten Weltkrieg. China wolle diese Entwicklung nutzen, um internationale Entscheidungsstrukturen zu verändern.</p>



<h2 id="h-in-guinea-wirbt-china-bereits-fur-seine-vorstellung-der-weltordnung" class="wp-block-heading"><span id="in-guinea-wirbt-china-bereits-fuer-seine-vorstellung-der-weltordnung">In Guinea wirbt China bereits für seine Vorstellung der Weltordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Peking afrikanische Staaten für seine Global Governance Initiative gewinnen will, zeigt ein Gastbeitrag des chinesischen Botschafters in Guinea, Sun Yong.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Diplomat veröffentlichte Ende September in mehreren guineischen Medien einen ausführlichen Beitrag über die chinesische Initiative. Darin stellte er die Position Pekings als Angebot an afrikanische und andere Entwicklungsländer dar, ihre politische Mitsprache im internationalen System zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sun Yong bezeichnete China und Guinea als Partner innerhalb des Globalen Südens, die gemeinsam für die Reform der internationalen Ordnung eintreten könnten. Dabei warb er ausdrücklich für eine engere politische Abstimmung zwischen Peking, Conakry und anderen Entwicklungsländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach chinesischer Darstellung sollen die Staaten des Globalen Südens nicht nur stärker an bestehenden internationalen Institutionen beteiligt werden, sondern gemeinsam Einfluss auf deren künftige Regeln nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Botschafter stellte die Global Governance Initiative dabei in eine Reihe mit drei weiteren chinesischen Initiativen für Entwicklung, Sicherheit und internationale Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Programme bilden inzwischen einen wesentlichen Bestandteil der chinesischen Außenpolitik. Sie verbinden wirtschaftliche Kooperation und Sicherheitsfragen mit dem Anspruch, die Grundsätze internationaler Zusammenarbeit mitzugestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Ansprache afrikanischer Staaten beschränkt sich somit nicht auf Gipfeltreffen zwischen Regierungen. China verbreitet seine Positionen auch durch diplomatische Beiträge in nationalen Medien und über seine Botschaften.</p>



<h2 id="h-wirtschaftsbeziehungen-werden-mit-politischen-interessen-verknupft" class="wp-block-heading"><span id="wirtschaftsbeziehungen-werden-mit-politischen-interessen-verknuepft">Wirtschaftsbeziehungen werden mit politischen Interessen verknüpft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der institutionellen Reform stellte Wang Yi die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Afrika heraus. China gewähre inzwischen afrikanischen Staaten, mit denen es diplomatische Beziehungen unterhält, umfassenden zollfreien Zugang zum chinesischen Markt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister führte diese Maßnahmen als Beispiel für Chinas Beitrag zu einer offeneren internationalen Wirtschaftsordnung an. Nach Darstellung Pekings sollen insbesondere Entwicklungsländer bessere Möglichkeiten erhalten, am Welthandel teilzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftspolitischen Zusagen ergänzen Chinas bereits umfangreiche Handels- und Investitionsbeziehungen zu afrikanischen Staaten. Diese umfassen Infrastruktur, Rohstoffe, Industrie, Energieversorgung und digitale Technologien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Global Governance Initiative erweitert diese Beziehungen um eine ausdrücklich politische Ebene. Peking wirbt bei afrikanischen Partnern nicht nur für wirtschaftliche Kooperation, sondern auch für gemeinsame Positionen zur Reform internationaler Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei überschneiden sich chinesische Forderungen mit seit Langem bestehenden afrikanischen Anliegen. Dazu gehören die stärkere Vertretung des Kontinents im UN-Sicherheitsrat und Veränderungen an internationalen Finanzinstitutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die chinesische Initiative geht jedoch darüber hinaus, indem sie diese Reformforderungen mit Pekings eigener Vorstellung staatlicher Souveränität, internationaler Sicherheit und Menschenrechtspolitik verknüpft.</p>



<h2 id="h-china-will-seine-vorschlage-in-internationalen-organisationen-verankern" class="wp-block-heading"><span id="china-will-seine-vorschlaege-in-internationalen-organisationen-verankern">China will seine Vorschläge in internationalen Organisationen verankern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die chinesische Regierung verfolgt ihren Ansatz innerhalb bestehender internationaler Institutionen. Wang Yi betonte ausdrücklich, dass die Vereinten Nationen weiterhin die zentrale Organisation der globalen Zusammenarbeit bleiben sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich will China den politischen Einfluss neuer Staatengruppen ausbauen. Die Gruppe der Freunde der Global Governance soll künftig zusätzliche Veranstaltungen organisieren und die von Peking formulierten Reformprioritäten vorantreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das neue Forschungszentrum und der angekündigte Global Governance Index gehören zu diesem Vorhaben. Damit soll neben diplomatischen Initiativen eine wissenschaftliche Infrastruktur entstehen, die sich mit internationalen Entscheidungsprozessen und deren Bewertung beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forum in Xiong’an dauert vom 23. bis 25. Oktober. Rund 400 Gäste aus mehr als 90 Ländern nehmen nach Angaben der Veranstalter teil. Neben Vertretern aus Politik und Diplomatie sind Wissenschaftler, Wirtschaftsvertreter, Medienfachleute und junge Führungspersönlichkeiten eingeladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Programm stehen 22 Gesprächsrunden in fünf Themenbereichen sowie weitere Veranstaltungen. Diskutiert werden unter anderem die Zukunft der Vereinten Nationen, internationale Handelsregeln, Klimapolitik und künstliche Intelligenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mit-gerhard-schroeder-in-china-peking-wirbt-fuer-eine-neue-weltordnung-und-sucht-verbuendete-in-afrika/">Mit Gerhard Schröder in China: Peking wirbt für eine neue Weltordnung und sucht Verbündete in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Rubio stellt US-Auslandshilfe unter „America First“ – Unterstützung nur noch im US-Interesse</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/rubio-stellt-us-auslandshilfe-unter-america-first-unterstuetzung-nur-noch-im-us-interesse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 10:05:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marco Rubio formuliert die neue Linie der US-Auslandshilfe ungewöhnlich deutlich: Geld soll nur noch fließen, wenn es amerikanischen Interessen dient. Auch bei der regionalen Gewichtung setzt Washington klare Prioritäten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frubio-stellt-us-auslandshilfe-unter-america-first-unterstuetzung-nur-noch-im-us-interesse%2F&amp;action_name=Rubio%20stellt%20US-Auslandshilfe%20unter%20%E2%80%9EAmerica%20First%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Unterst%C3%BCtzung%20nur%20noch%20im%20US-Interesse&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/rubio-stellt-us-auslandshilfe-unter-america-first-unterstuetzung-nur-noch-im-us-interesse/">Rubio stellt US-Auslandshilfe unter „America First“ – Unterstützung nur noch im US-Interesse</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">US-Außenminister Marco Rubio hat die amerikanische Auslandshilfe ausdrücklich den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten untergeordnet und angekündigt, keine Organisationen mehr zu finanzieren, die Washington als gegen amerikanische Interessen gerichtet einstuft. Die Aussagen fielen wenige Tage nach einer außenpolitischen Grundsatzrede Rubios in Athen. Zugleich verteidigte er die Verlagerung der Entwicklungshilfe in das Außenministerium und stellte die westliche Hemisphäre in der regionalen Prioritätensetzung klar vor Afrika, den Nahen Osten und Asien. Die neue Linie ist Teil einer umfassenderen „America First“-Außenpolitik der Regierung von Präsident Donald Trump.</p>



<h2 id="h-auslandshilfe-soll-unmittelbar-us-interessen-dienen" class="wp-block-heading"><span id="auslandshilfe-soll-unmittelbar-us-interessen-dienen">Auslandshilfe soll unmittelbar US-Interessen dienen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio erklärte, die amerikanische Auslandshilfe werde inzwischen gezielt so eingesetzt, dass sie den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten diene. Washington werde kein Geld mehr an Organisationen oder Akteure vergeben, die nach Einschätzung der Regierung gegen amerikanische Interessen arbeiteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden nicht für Dinge bezahlen, die schlecht für Amerika sind“, sagte Rubio. Ebenso werde die Regierung keine Organisationen finanzieren, „die Amerika hassen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister verteidigte in diesem Zusammenhang die Verlagerung der Auslandshilfe in das Außenministerium und weg von der früher weitgehend eigenständig arbeitenden US-Entwicklungsbehörde USAID. Die Vereinigten Staaten blieben nach seinen Worten ein besonders großer internationaler Geber. Der entscheidende Unterschied bestehe nun darin, dass die Mittel stärker an außenpolitische Ziele gebunden würden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-30875 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Secretary_Rubio_Hosts_Memorial_for_U_S_Victims_of_October_7th_Attack_55589583416.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rubio warf zugleich Teilen der bislang unterstützten Nichtregierungsorganisationen vor, Teil eines gegen die Vereinigten Staaten gerichteten internationalen Netzwerkes zu sein. Manche dieser Gruppen träten als Umweltorganisationen oder Vertreter indigener Bevölkerungsgruppen auf, seien politisch jedoch mit antiamerikanischen Kräften verbunden. Für diese Einschätzung legte Rubio in dem Interview keine konkreten Belege vor.</p>
</div></div>



<h2 id="h-rubio-sieht-zusammenhang-mit-politischen-verschiebungen" class="wp-block-heading"><span id="rubio-sieht-zusammenhang-mit-politischen-verschiebungen">Rubio sieht Zusammenhang mit politischen Verschiebungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders ausführlich ging der Außenminister auf Lateinamerika ein. Die Veränderungen bei der US-Auslandshilfe könnten nach seiner persönlichen Einschätzung zu politischen Verschiebungen in mehreren Staaten beigetragen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen direkten Zusammenhang mit Wahlergebnissen könne er nicht belegen, räumte Rubio ein. Er halte es jedoch nicht für einen Zufall, dass sich die politische Ausrichtung mehrerer Regierungen verändert habe, während Washington gleichzeitig seine Entwicklungsfinanzierung neu organisiert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die betreffenden Staats- und Regierungschefs seien keine „Marionettenpräsidenten“, betonte Rubio. Sie seien von ihren Bevölkerungen gewählt worden und müssten die Interessen ihrer eigenen Länder verfolgen. Entscheidend sei aus amerikanischer Sicht, dass diese Regierungen eine Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten anderen außenpolitischen Partnerschaften vorzögen.</p>



<h2 id="h-westliche-hemisphare-erhalt-vorrang-vor-afrika" class="wp-block-heading"><span id="westliche-hemisphaere-erhaelt-vorrang-vor-afrika">Westliche Hemisphäre erhält Vorrang vor Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio machte zugleich deutlich, dass die Trump-Regierung Regionen nach ihrer unmittelbaren Bedeutung für die Vereinigten Staaten gewichten will. <a href="https://fokus-afrika.de/washington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik/">Die geographische Nähe bleibe trotz technologischer Vernetzung ein entscheidender Faktor für amerikanische Außenpolitik.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/rubio-warnt-aethiopien-und-eritrea-vor-groesserem-krieg/">Negative Entwicklungen in der westlichen Hemisphäre wirkten sich schneller auf die Vereinigten Staaten aus als Krisen in Afrika, im Nahen Osten oder in Asien, sagte der Außenminister.</a> Washington habe deshalb ein unmittelbares Interesse daran, möglichst viele stabile und sichere Partner in Nord-, Mittel- und Südamerika zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Gewichtung fügt sich in Rubios grundsätzliche Definition der amerikanischen Außenpolitik ein. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-dr-kongo-praesident-tshisekedi-besucht-marco-rubio-und-us-abgeordnete/">Jedes Land müsse zunächst seine eigenen nationalen Interessen verfolgen.</a> Von anderen Staaten erwarte Washington dasselbe.</p>



<h2 id="h-humanitare-hilfe-soll-weiterlaufen" class="wp-block-heading"><span id="humanitaere-hilfe-soll-weiterlaufen">Humanitäre Hilfe soll weiterlaufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio unterschied ausdrücklich zwischen Sicherheitsunterstützung, längerfristiger Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Nothilfe. Vor allem bei Katastropheneinsätzen sieht er nach der Neuorganisation deutliche Verbesserungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Reaktion der Vereinigten Staaten sei inzwischen schneller und stärker am konkreten Bedarf der betroffenen Staaten ausgerichtet, sagte er. Als Beispiele nannte Rubio amerikanische Hilfseinsätze nach Naturkatastrophen in der westlichen Hemisphäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington wolle nicht mehr selbst bestimmen, welche Hilfe ein betroffenes Land benötige. Stattdessen sollten die jeweiligen Regierungen ihren Bedarf benennen, den die Vereinigten Staaten anschließend nach Möglichkeit deckten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio verband auch diese Unterstützung ausdrücklich mit außenpolitischen Interessen. Bevölkerungen von Staaten mit einer proamerikanischen Regierung sollten erkennen können, welche Vorteile die Zusammenarbeit mit Washington bringe. In der Vergangenheit hätten die Vereinigten Staaten von Partnerstaaten Loyalität erwartet, ohne diese Beziehungen ausreichend zu honorieren.</p>



<h2 id="h-america-first-auch-gegenuber-internationalen-institutionen" class="wp-block-heading"><span id="america-first-auch-gegenueber-internationalen-institutionen">„America First“ auch gegenüber internationalen Institutionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Neuordnung der Auslandshilfe ist Teil einer breiteren außenpolitischen Linie, die Rubio mit „America First“ beschrieb. Die US-Regierung werde wirtschaftliche, militärische, diplomatische und kulturelle Macht einsetzen, um amerikanische Interessen durchzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-starten-negativ-kampagne-gegen-den-internationalen-strafgerichtshof/">Dabei stellte Rubio nationale Interessen ausdrücklich über multilaterale Institutionen und bestehende internationale Ordnungsmodelle.</a> Die Vereinigten Staaten seien nicht grundsätzlich gegen die Vereinten Nationen oder internationale Zusammenarbeit. Washington werde solche Strukturen jedoch nicht über die eigenen Interessen stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch gegenüber verbündeten Staaten könne es Interessenkonflikte geben. In solchen Fällen solle Diplomatie helfen, unterschiedliche Positionen miteinander zu vereinbaren. Wenn sich die Interessen der Vereinigten Staaten und eines Partners nicht miteinander verbinden ließen, werde Washington jedoch die amerikanische Position bevorzugen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/rubio-stellt-us-auslandshilfe-unter-america-first-unterstuetzung-nur-noch-im-us-interesse/">Rubio stellt US-Auslandshilfe unter „America First“ – Unterstützung nur noch im US-Interesse</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio hosts a memorial for U.S. victims of the October 7th attack at the Department of State in Washington, D.C., October 14, 2026. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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		<title>Selenskyj: &#8220;Alle reden über Diesel und vergessen das Getreide&#8221; – Russland sei Grund für Krisen, auch in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/selenskyj-alle-reden-ueber-diesel-und-vergessen-das-getreide-russland-sei-grund-fuer-krisen-auch-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 11:39:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Selenskyj warnt, dass Afrikas Lebensmittelversorgung in wenigen Monaten unter Druck geraten könnte. Er wirft Russland vor, die ukrainischen Seeexporte zu blockieren, während Washington vor allem auf Energiepreise schaut.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fselenskyj-alle-reden-ueber-diesel-und-vergessen-das-getreide-russland-sei-grund-fuer-krisen-auch-in-afrika%2F&amp;action_name=Selenskyj%3A%20%26%238220%3BAlle%20reden%20%C3%BCber%20Diesel%20und%20vergessen%20das%20Getreide%26%238221%3B%20%E2%80%93%20Russland%20sei%20Grund%20f%C3%BCr%20Krisen%2C%20auch%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/selenskyj-alle-reden-ueber-diesel-und-vergessen-das-getreide-russland-sei-grund-fuer-krisen-auch-in-afrika/">Selenskyj: &#8220;Alle reden über Diesel und vergessen das Getreide&#8221; – Russland sei Grund für Krisen, auch in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einer neuen Nahrungsmittelkrise in Afrika und wirft Russland vor, die ukrainischen Getreideexporte über das Schwarze Meer zu blockieren. Bei seiner Rede auf dem Warsaw Security Forum am Montag, 12. Oktober, erklärte er, bereits in wenigen Monaten könnten afrikanische Staaten, Teile Asiens und der Nahe Osten von Engpässen betroffen sein. Während die USA und Europa vor allem über Energiepreise und russische Diesellieferungen diskutierten, werde die Versorgung mit Getreide vernachlässigt. Selenskyj forderte stärkeren amerikanischen Druck auf Moskau und warnte davor, die weltweiten Folgen des Krieges auf den Energiesektor zu reduzieren.</p>



<h2 id="h-selenskyj-warnt-vor-hungerkrise-in-afrika-russland-blockiere-getreideexporte" class="wp-block-heading"><span id="selenskyj-warnt-vor-hungerkrise-in-afrika-russland-blockiere-getreideexporte">Selenskyj warnt vor Hungerkrise in Afrika: Russland blockiere Getreideexporte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Alle reden über Diesel, aber alle vergessen das Getreide“, sagte Selenskyj in einer Gesprächsrunde des Warschauer Sicherheitsforums. Er warnte, dass sich die internationale Debatte in zwei bis drei Monaten auf eine neue Krise in der Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung verlagern könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es wird nicht genügend Nahrungsmittel für Länder auf dem afrikanischen Kontinent, für einige Länder in Asien und für den Nahen Osten geben“, erklärte der ukrainische Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ukraine exportiere Millionen Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse in diese Märkte. Russland blockiere nun die Seewege und gefährde damit die Versorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Vereinigten Staaten spüren die Auswirkungen nicht. Deshalb konzentriert sich die Aufmerksamkeit ausschließlich auf Energie“, kritisierte Selenskyj.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Warnung richtete sich insbesondere an Washington. Die amerikanische Regierung beschäftige sich mit möglichen russischen Diesellieferungen und der Stabilisierung der Energiemärkte, während eine mögliche Ernährungskrise deutlich weniger Beachtung finde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist eine weitere Herausforderung. Es geht um Hunger. Und das kann viele Länder treffen“, erklärte Selenskyj.</p>



<h2 id="h-streit-uber-russische-diesellieferungen-an-die-usa" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-russische-diesellieferungen-an-die-usa">Streit über russische Diesellieferungen an die USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Warnung steht im Zusammenhang mit einer neuen Kontroverse über die amerikanische Russlandpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selenskyj kritisierte Berichte über eine mögliche Vereinbarung zwischen Washington und Moskau zu russischen Diesellieferungen. Nach seinen Angaben werde über monatliche Mengen zwischen 300.000 und 500.000 Tonnen gesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er bezweifelte, dass solche Lieferungen die weltweiten Energiemärkte wesentlich entlasten könnten. Angesichts des globalen Verbrauchs sei die diskutierte Menge zu gering, um größere Auswirkungen auf die Preise zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ukrainische Präsident schlug stattdessen vor, Washington könne mit Kiew über eine Vereinbarung zur Energiesicherheit verhandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ukraine sei bereit, ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien und Energieexportanlagen einzustellen, wenn Russland im Gegenzug die ukrainische Stromversorgung und andere kritische Infrastruktur nicht mehr angreife.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Russland will, dass wir unsere weitreichenden Angriffe auf seine Raffinerien und Ölexporte einstellen, muss Russland seine Angriffe auf unser Energiesystem und unsere kritische Infrastruktur einstellen und aufhören, unsere Menschen zu töten“, sagte Selenskyj.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er bekräftigte die ukrainische Zustimmung zu einer gegenseitigen Feuerpause für Energieanlagen. Moskau habe bislang jedoch keine erkennbaren Schritte zu einer Deeskalation unternommen.</p>



<h2 id="h-ukraine-wirft-russland-blockade-des-schwarzen-meeres-vor" class="wp-block-heading"><span id="ukraine-wirft-russland-blockade-des-schwarzen-meeres-vor">Ukraine wirft Russland Blockade des Schwarzen Meeres vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ukraine gehört zu den bedeutenden Exporteuren von Weizen, Mais, Gerste und Sonnenblumenöl. Ein erheblicher Teil ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse wird über Häfen am Schwarzen Meer ausgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russlands Angriffskrieg hat diese Handelswege wiederholt beeinträchtigt. Bereits zu Beginn der großangelegten Invasion im Februar 2022 wurden ukrainische Seehäfen blockiert, wodurch die internationalen Getreidepreise stark anstiegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juli 2022 ermöglichten die Vereinten Nationen und die Türkei mit der Schwarzmeer-Getreideinitiative eine zeitweilige Wiederaufnahme ukrainischer Agrarexporte. Russland zog sich im Juli 2023 aus der Vereinbarung zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-afrika-wirtschaftsforum-erdogan-kritisiert-koloniale-abhaengigkeiten/" data-type="post" data-id="20916">Die Ukraine richtete anschließend einen eigenen maritimen Exportkorridor ein und konnte darüber wieder größere Mengen landwirtschaftlicher Erzeugnisse verschiffen.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Obisk_predsednika_vlade_Janeza_Janse_v_Ukrajini_15._7._2026_-_66-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-30689 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Obisk_predsednika_vlade_Janeza_Janse_v_Ukrajini_15._7._2026_-_66-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Obisk_predsednika_vlade_Janeza_Janse_v_Ukrajini_15._7._2026_-_66-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Obisk_predsednika_vlade_Janeza_Janse_v_Ukrajini_15._7._2026_-_66-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Obisk_predsednika_vlade_Janeza_Janse_v_Ukrajini_15._7._2026_-_66-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Obisk_predsednika_vlade_Janeza_Janse_v_Ukrajini_15._7._2026_-_66-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Obisk_predsednika_vlade_Janeza_Janse_v_Ukrajini_15._7._2026_-_66-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Obisk_predsednika_vlade_Janeza_Janse_v_Ukrajini_15._7._2026_-_66.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Selenskyjs aktuelle Erklärung deutet auf eine erneute erhebliche Beeinträchtigung dieser Transportwege hin. Ob die ukrainischen Agrarexporte inzwischen vollständig unterbrochen sind oder einzelne Häfen und Schifffahrtsrouten weiterhin genutzt werden können, lässt sich aus seinen Angaben nicht feststellen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-afrika-ist-auf-getreideimporte-angewiesen" class="wp-block-heading"><span id="afrika-ist-auf-getreideimporte-angewiesen">Afrika ist auf Getreideimporte angewiesen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für zahlreiche afrikanische Staaten sind die internationalen Getreidemärkte ein wichtiger Bestandteil der Nahrungsmittelversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders in Nordafrika decken Länder wie Ägypten, Algerien, Tunesien und Marokko einen beträchtlichen Teil ihres Weizenbedarfs durch Importe. Auch Staaten in Ostafrika und am Horn von Afrika beziehen Getreide aus dem Ausland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ukraine und Russland sind seit Jahren bedeutende Lieferanten für internationale Agrarmärkte. Störungen im Schwarzen Meer können deshalb nicht nur unmittelbare Lieferausfälle verursachen, sondern auch die weltweiten Preise für Weizen und andere Grundnahrungsmittel beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits die russische Invasion von 2022 hatte erhebliche Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise. Besonders Staaten mit hoher Importabhängigkeit und begrenzten finanziellen Möglichkeiten waren von den Preissteigerungen betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selenskyjs Warnung betrifft damit nicht ausschließlich Länder, die unmittelbar ukrainisches Getreide beziehen. Auch Staaten, die ihre Nahrungsmittel aus anderen Herkunftsländern importieren, können von steigenden Weltmarktpreisen betroffen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob und in welchem Umfang die von ihm befürchteten Engpässe eintreten, hängt allerdings von der Dauer möglicher Exportbehinderungen, den verfügbaren Lagerbeständen und alternativen Liefermöglichkeiten ab.</p>



<h2 id="h-warschauer-sicherheitsforum-fordert-mehr-druck-auf-moskau" class="wp-block-heading"><span id="warschauer-sicherheitsforum-fordert-mehr-druck-auf-moskau">Warschauer Sicherheitsforum fordert mehr Druck auf Moskau</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Warsaw Security Forum standen die russischen Angriffe auf die Ukraine und die amerikanischen Bemühungen um eine begrenzte Waffenruhe im Energiebereich im Mittelpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Polens Ministerpräsident Donald Tusk warf Moskau vor, auf diplomatische Angebote mit weiteren Angriffen auf ukrainische Energieanlagen zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kündigte an, sich bei den europäischen Partnern für eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selenskyj unterstützte diese Forderung und erklärte, die Ukraine sei weiterhin zu einer gegenseitigen Waffenruhe bereit. Russland müsse jedoch ebenfalls konkrete Schritte unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sehen derzeit keine Anzeichen dafür, dass Russland diesen Krieg beenden will. Wir sehen keine grundlegenden Schritte zur Deeskalation“, sagte der ukrainische Präsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verband die Forderung nach wirksameren Sanktionen mit dem Appell, die internationalen Folgen des Krieges umfassender zu berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verwies Selenskyj erneut auf die drohenden Engpässe bei Getreide und anderen landwirtschaftlichen Produkten. Die internationale Gemeinschaft müsse neben den Energiepreisen auch die Versorgung von Millionen Menschen in Afrika, Asien und dem Nahen Osten berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir können viele verschiedene Krisen verhindern, bevor sie überhaupt beginnen“, erklärte er.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/selenskyj-alle-reden-ueber-diesel-und-vergessen-das-getreide-russland-sei-grund-fuer-krisen-auch-in-afrika/">Selenskyj: &#8220;Alle reden über Diesel und vergessen das Getreide&#8221; – Russland sei Grund für Krisen, auch in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Fake-Jobs führen in Russlands Krieg: Netzwerk rekrutiert Afrikaner über westliche Plattformen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/fake-jobs-fuehren-in-russlands-krieg-netzwerk-rekrutiert-afrikaner-ueber-westliche-plattformen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 08:25:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Baujobs, Visa und sogar Filmrollen führen Männer aus Afrika in russische Militärverträge. Ermittler haben 289 digitale Ressourcen und bis zu 33 Rekrutierungsoperationen identifiziert – mit Spuren zu Meta, Google, europäischen Servern und auch nach Deutschland.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffake-jobs-fuehren-in-russlands-krieg-netzwerk-rekrutiert-afrikaner-ueber-westliche-plattformen%2F&amp;action_name=Fake-Jobs%20f%C3%BChren%20in%20Russlands%20Krieg%3A%20Netzwerk%20rekrutiert%20Afrikaner%20%C3%BCber%20westliche%20Plattformen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/fake-jobs-fuehren-in-russlands-krieg-netzwerk-rekrutiert-afrikaner-ueber-westliche-plattformen/">Fake-Jobs führen in Russlands Krieg: Netzwerk rekrutiert Afrikaner über westliche Plattformen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein weit verzweigtes Rekrutierungssystem lockt Männer aus afrikanischen Staaten mit vermeintlichen Jobs, Visaangeboten und sogar Filmrollen nach Russland und führt sie teilweise erst später an Militärverträge für den Krieg gegen die Ukraine heran. Eine Ende September veröffentlichte Untersuchung von Code for Africa dokumentiert die Strukturen der Rekrutierung. Die Ermittler identifizierten 289 Websites, Social-Media-Konten und Kommunikationskanäle sowie bis zu 33 unterschiedliche Rekrutierungsoperationen. Viele von ihnen nutzen Dienste westlicher Technologieunternehmen, um Interessenten zu erreichen, deren Daten zu erfassen und den Kontakt anschließend über Messenger fortzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung zeichnet dabei nicht das Bild eines einzigen zentral gesteuerten Netzwerks. Vielmehr beschreibt sie einen kommerzialisierten Markt aus Unternehmen, Vermittlern und einzelnen Rekrutierern, die mit ähnlichen Methoden um Kandidaten konkurrieren. Der russische Staat ist nach Darstellung der Forscher letztlich Abnehmer der angeworbenen Soldaten. Für eine zentrale staatliche Steuerung sämtlicher untersuchter Operationen fanden sie jedoch keine Belege.</p>



<h2 id="h-289-digitale-ressourcen-fur-die-rekrutierung" class="wp-block-heading"><span id="289-digitale-ressourcen-fuer-die-rekrutierung">289 digitale Ressourcen für die Rekrutierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Investigation Lab iLAB von Code for Africa erfasste insgesamt 197 Websites und Webseiten, 19 Social-Media-Konten oder Facebook-Seiten sowie 73 Kontaktwege über WhatsApp, Telegram, das russische Netzwerk VK und den staatlich unterstützten Messenger MAX.</p>



<p class="wp-block-paragraph">17 der insgesamt 33 untersuchten Rekrutierungsgruppen konnten die Forscher namentlich bestimmen. Weitere Operationen blieben zunächst nicht eindeutig zugeordnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders auffällig ist die arbeitsteilige Struktur. Vier größere Marken treten unter den Namen Military Staff Agency, Work in Russia, IRC Russian Bear und Work Crew Agency auf. Daneben existieren kleinere Anbieter, selbstständige Vermittler und Systeme, die neue Rekrutierer gegen Provision anwerben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Netzwerk, von den Forschern nach der russischen Stadt Bratsk als „Bratsky Syndicate“ bezeichnet, vermarktet die Rekrutierung demnach sogar als Franchise-Modell. Nach eigenen Angaben verlangt die Organisation von russischen Militärrekrutierungsstellen 600.000 Rubel pro vermitteltem Kandidaten, umgerechnet rund 7.100 US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Seiten werben öffentlich um freie Vermittler. Je nach Modell werden Provisionen von mehreren Hundert bis zu mehreren Tausend Dollar pro angeworbenem Mann versprochen.</p>



<h2 id="h-bauarbeit-visa-oder-filmrollen-statt-militardienst" class="wp-block-heading"><span id="bauarbeit-visa-oder-filmrollen-statt-militaerdienst">Bauarbeit, Visa oder Filmrollen statt Militärdienst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die militärische Verwendung steht bei vielen Anzeigen zunächst nicht im Vordergrund. Interessenten stoßen stattdessen auf Angebote für Bau- oder Sicherheitsarbeit, Unterstützung bei Visa oder angebliche Filmproduktionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von einer professionell gestalteten Website gelangen Bewerber zu Formularen, in denen teilweise Namen, Telefonnummern und Passinformationen abgefragt werden. Anschließend übernehmen menschliche Vermittler die Kommunikation über WhatsApp oder Telegram und sprechen mit den Bewerbern häufig in deren eigener Sprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung der Ermittler kann sich der tatsächliche Zweck erst wesentlich später offenbaren. In dokumentierten Fällen sei aus dem vermeintlichen Arbeitsplatz nach Visaerteilung und Flugbuchung ein russischer Militärvertrag geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Seiten sind vielfach darauf ausgelegt, schnell ersetzt zu werden. iLAB spricht von einer „Burn-and-replace“-Strategie. Wird eine Domain gesperrt oder öffentlich bekannt, kann eine nahezu identische Seite unter einer neuen Adresse erscheinen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forscher beobachteten innerhalb des untersuchten Netzes im Durchschnitt etwa alle drei Tage eine neue Telefonnummer, eine neue Website-Komponente oder einen neuen Werbe-Tracker.</p>



<h2 id="h-facebook-anzeigen-richten-sich-gezielt-an-afrikaner" class="wp-block-heading"><span id="facebook-anzeigen-richten-sich-gezielt-an-afrikaner">Facebook-Anzeigen richten sich gezielt an Afrikaner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten gehören zu den wichtigsten Zielregionen der Kampagnen. Besonders dokumentiert sind Fälle aus Ghana, Kenia, Simbabwe, Côte d’Ivoire und Sierra Leone. Die Rekrutierung reicht zugleich weit über Afrika hinaus und richtet sich auch an Menschen in Asien, Lateinamerika, im Nahen Osten und in ehemaligen Sowjetrepubliken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 16. September liefen nach Angaben der Untersuchung etwa Facebook-Anzeigen in Côte d’Ivoire und Sierra Leone, in denen Vermittlern 1.000 US-Dollar für Kandidaten versprochen wurden, die bereits ein Flugticket nach Russland oder zu einem Transitort besaßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderes System registrierte innerhalb von nur 15 Minuten länderspezifische Websites für Simbabwe, Kolumbien, Mexiko, Panama und Peru. Weitere Seiten arbeiten in mehreren Sprachen, darunter Englisch, Französisch und Arabisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch offizielle Proteste afrikanischer Regierungen scheinen die Rekrutierung nicht vollständig zu stoppen. Einige Websites führen Ghana, Kenia, Nigeria und Südafrika auf Listen von Staaten, aus denen angeblich keine Kandidaten mehr akzeptiert werden. Nach Darstellung von iLAB fanden sich dennoch Hinweise darauf, dass Staatsangehörige dieser Länder weiter angesprochen wurden.</p>



<h2 id="h-jeder-funfte-identifizierte-afrikanische-rekrut-soll-gestorben-sein" class="wp-block-heading"><span id="jeder-fuenfte-identifizierte-afrikanische-rekrut-soll-gestorben-sein">Jeder fünfte identifizierte afrikanische Rekrut soll gestorben sein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwer wiegt die Zahl der Todesfälle. Drei voneinander getrennte Datensätze, die iLAB untersuchte, kommen nach Angaben der Forscher zu einem ähnlichen Ergebnis: Rund jeder fünfte identifizierte afrikanische Rekrut wurde getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Ghana verweist die Untersuchung auf 272 Personen, die nach Medienrecherchen nach Russland gegangen sein sollen. 55 von ihnen seien gestorben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Anti-terrorist_operation_in_eastern_Ukraine_War_Ukraine_27843153986-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25651 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Anti-terrorist_operation_in_eastern_Ukraine_War_Ukraine_27843153986-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Anti-terrorist_operation_in_eastern_Ukraine_War_Ukraine_27843153986-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Anti-terrorist_operation_in_eastern_Ukraine_War_Ukraine_27843153986-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Anti-terrorist_operation_in_eastern_Ukraine_War_Ukraine_27843153986-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Anti-terrorist_operation_in_eastern_Ukraine_War_Ukraine_27843153986-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Anti-terrorist_operation_in_eastern_Ukraine_War_Ukraine_27843153986-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Anti-terrorist_operation_in_eastern_Ukraine_War_Ukraine_27843153986.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Einzelne Rekrutierungsangebote machen den möglichen Tod sogar zum Bestandteil ihrer finanziellen Versprechen. IRC Russian Bear stellte nach den dokumentierten Angaben unter anderem etwa 15.000 US-Dollar für die Vertragsunterzeichnung, rund 3.000 Dollar Monatslohn und bis zu 60.000 Dollar für die Familie im Todesfall in Aussicht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Website behauptete, eine solche Todesfallzahlung werde über eine russische Botschaft an Angehörige ausgezahlt. iLAB fand jedoch keinen Nachweis dafür, dass eine Familie eine solche Zahlung tatsächlich erhalten hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forscher fordern deshalb unter anderem die Außenministerien Kameruns, Ghanas, Kenias, Nigerias, Senegals und Simbabwes auf, von Moskau Auskunft darüber zu verlangen, ob entsprechende Vermittler im staatlichen Auftrag handeln und ob russische Botschaften Todesfallleistungen ausgezahlt haben.</p>



<h2 id="h-kenia-geht-gegen-rekrutierer-vor" class="wp-block-heading"><span id="kenia-geht-gegen-rekrutierer-vor">Kenia geht gegen Rekrutierer vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/geheimdienst-bestaetigt-1-000-kenianer-sollen-fuer-russland-im-ukraine-krieg-kaempfen/" data-type="post" data-id="24864">In Kenia haben Ermittler inzwischen auch lokale Strukturen ins Visier genommen.</a> Festus Arasa Omwamba, der als Leiter der Personalvermittlungsfirma Global Face Human Resources beschrieben wird, wurde im Februar wegen des Vorwurfs angeklagt, Kenianer durch Täuschung zum Zweck der Ausbeutung angeworben zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">22 Männer sollen aus einem Gebäude außerhalb Nairobis gerettet worden sein, bevor sie nach Russland reisen konnten. Die Vorwürfe sind Gegenstand eines laufenden Strafverfahrens.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kenia-kuendigt-amnestie-fuer-buerger-an-die-fuer-russland-kaempfen/">Die Fälle zeigen zugleich die Grenzen nationaler Ermittlungen.</a> Gegen einen Personalvermittler im eigenen Land können Behörden unmittelbar vorgehen. Die digitalen Bestandteile der Rekrutierung laufen dagegen über zahlreiche Staaten und Unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ramaphosa-und-putin-vereinbaren-rueckfuehrung-suedafrikanischer-kaempfer-aus-der-ukraine/" data-type="post" data-id="24555">In Südafrika sorgte zudem der Fall der Radiomoderatorin Nonkululeko Mantula für Aufmerksamkeit. </a>Ihr und weiteren Beschuldigten wird vorgeworfen, Männer für den Krieg auf russischer Seite angeworben zu haben. Südafrikanische Behörden hatten zuvor die Rückführung von 17 Staatsbürgern eingeleitet, die nach offiziellen Angaben unter falschen Voraussetzungen nach Russland gelangt und dort zum Einsatz an der Front gezwungen worden waren.</p>



<h2 id="h-westliche-technologie-tragt-die-rekrutierungsinfrastruktur" class="wp-block-heading"><span id="westliche-technologie-traegt-die-rekrutierungsinfrastruktur">Westliche Technologie trägt die Rekrutierungsinfrastruktur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Befund der Untersuchung betrifft die technische Infrastruktur. Die Rekrutierer verwenden reguläre Produkte von Unternehmen aus Europa und den USA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ermittler fanden unter anderem 27 Meta-Pixel sowie Tracking- und Verifikationssysteme von Google. Hinzu kamen Dienste von TikTok, Yandex, Mail.ru und weiteren Anbietern. Mit solchen Kennungen lassen sich Werbekampagnen messen und Nutzer verfolgen. Sie können zugleich Hinweise darauf liefern, welche Konten und Betreiber hinter mehreren scheinbar unabhängigen Seiten stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Websites wurden mit KI-basierten Werkzeugen erstellt. Genannt werden Vercels v0 aus den USA und das schwedische Unternehmen Lovable. Über Formulare des österreichischen Anbieters Involve.me seien Bewerberdaten nach Russland übertragen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Server von IRC Russian Bear befand sich zeitweise in Amsterdam. Mitte September verlagerten außerdem sechs Websites der Military Staff Agency ihre technische Adresse nach Amsterdam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung beschuldigt diese Unternehmen nicht, wissentlich an der Rekrutierung für den russischen Krieg beteiligt gewesen zu sein. Sie zeigt vielmehr, wie gewöhnliche Werbe-, Hosting-, Analyse- und KI-Dienste von den Betreibern für militärische Rekrutierung zweckentfremdet werden.</p>



<h2 id="h-eine-spur-fuhrt-auch-nach-deutschland" class="wp-block-heading"><span id="eine-spur-fuehrt-auch-nach-deutschland">Eine Spur führt auch nach Deutschland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Deutschland taucht in der Untersuchung auf. Eine Facebook-Seite, die als „Bremen Game Store“ auftrat, schaltete demnach Anzeigen für angebliche Filmrollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer auf die Werbung klickte, wurde auf eine Internetseite weitergeleitet, die für den Eintritt in die russischen Streitkräfte warb. Die Anzeigen wurden später von Meta wegen Verstößen gegen die Plattformregeln entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bezeichnung der Facebook-Seite und ihre Darstellung als in Deutschland ansässiger Anbieter belegen allerdings nicht, dass die Betreiber tatsächlich von Deutschland aus handelten. Gerade gefälschte Identitäten und scheinbar seriöse Unternehmensauftritte gehören nach Erkenntnissen der Untersuchung zur Arbeitsweise der Rekrutierer.</p>



<h2 id="h-meta-entfernte-hunderte-afrika-kampagnen" class="wp-block-heading"><span id="meta-entfernte-hunderte-afrika-kampagnen">Meta entfernte Hunderte Afrika-Kampagnen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Meta hat bereits umfangreicher gegen einzelne Teile des Systems eingegriffen. Im August wurden nach Schätzung der Forscher rund 300 auf Afrika ausgerichtete Werbekampagnen entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Netzwerk reagierte jedoch schnell. Anfang September richteten Betreiber ihre Aktivitäten verstärkt auf syrische Staatsangehörige aus und eröffneten neue Angebote für Kolumbien und Mexiko. Wenig später erschienen erneut Websites und Social-Media-Werbung für afrikanische Zielgruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben einfachen Infanteristen suchen einzelne Anbieter inzwischen auch gezielt nach Drohnenpiloten, Ärzten und Ingenieuren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">iLAB sieht deshalb Werbekonten, Abrechnungsdaten und Administratorenzugänge als eine Schwachstelle der Rekrutierungsindustrie. Eine Website lässt sich innerhalb kurzer Zeit neu aufbauen. Die bei Meta, Google und anderen Unternehmen gespeicherten Zahlungs- und Kontodaten könnten dagegen helfen, Betreiber und Geldgeber miteinander zu verbinden.</p>



<h2 id="h-forscher-sprechen-von-betrug-und-moglichem-menschenhandel" class="wp-block-heading"><span id="forscher-sprechen-von-betrug-und-moeglichem-menschenhandel">Forscher sprechen von Betrug und möglichem Menschenhandel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Code for Africa ordnet die beschriebenen Vorgänge nicht in erster Linie als Desinformation ein. Die Forscher sehen Anhaltspunkte für Betrug, organisierte Kriminalität und in bestimmten Fällen Menschenhandel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das UN-Protokoll gegen Menschenhandel, das sogenannte Palermo-Protokoll, könnte nach ihrer Einschätzung für Fälle relevant sein, in denen Menschen mit falschen Arbeitsversprechen angeworben, transportiert und anschließend militärisch eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurückhaltender fällt die Bewertung möglicher Söldnerrekrutierung aus. Ausländische Rekruten erhalten demnach vielfach eine ähnliche Bezahlung wie russische Vertragssoldaten. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung der engen völkerrechtlichen Definition eines Söldners nicht ohne Weiteres erfüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungeklärt bleibt auch das genaue Verhältnis der einzelnen Rekrutierungsunternehmen zum russischen Staat. Die technischen Verbindungen sprechen nach Einschätzung der Ermittler eher für konkurrierende Betreiber, die nach einem ähnlichen Geschäftsmodell arbeiten, als für eine einzige Organisation mit zentraler Führung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einzelnen Strukturen bestehen jedoch engere Verbindungen. Eine mit der belarussischen „Defender“-Operation verbundene Firma gründete im März ein Gemeinschaftsunternehmen mit der russischen paramilitärischen Organisation DOSAAF. Die geschäftliche Verbindung ist dokumentiert. Eine staatliche Steuerung der gesamten Rekrutierungsoperation lässt sich daraus nach Einschätzung der Forscher nicht ableiten.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/fake-jobs-fuehren-in-russlands-krieg-netzwerk-rekrutiert-afrikaner-ueber-westliche-plattformen/">Fake-Jobs führen in Russlands Krieg: Netzwerk rekrutiert Afrikaner über westliche Plattformen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>UNESCO-Bericht: Jedes zweite nicht beschulte Grundschulkind lebt in Subsahara-Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/unesco-bericht-jedes-zweite-nicht-beschulte-grundschulkind-lebt-in-subsahara-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 10:12:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=30094</guid>

					<description><![CDATA[<p>273 Millionen Kinder und Jugendliche gehen weltweit nicht zur Schule. Bei Kindern im Grundschulalter entfällt inzwischen die Hälfte der globalen Fälle auf Subsahara-Afrika – zugleich zeigen Länder wie Marokko, Madagaskar und Togo, dass schnelle Fortschritte möglich sind.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Funesco-bericht-jedes-zweite-nicht-beschulte-grundschulkind-lebt-in-subsahara-afrika%2F&amp;action_name=UNESCO-Bericht%3A%20Jedes%20zweite%20nicht%20beschulte%20Grundschulkind%20lebt%20in%20Subsahara-Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/unesco-bericht-jedes-zweite-nicht-beschulte-grundschulkind-lebt-in-subsahara-afrika/">UNESCO-Bericht: Jedes zweite nicht beschulte Grundschulkind lebt in Subsahara-Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UNESCO-Weltbildungsbericht 2026 zeigt eine wachsende geografische Konzentration des weltweiten Bildungsausschlusses: Auf Subsahara-Afrika entfällt inzwischen die Hälfte der nicht beschulten Kinder im Grundschulalter. Die deutschsprachige Kurzfassung wurde am 22. September in Berlin vorgestellt. Weltweit gingen 2024 rund 273 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nicht zur Schule, neun Millionen mehr als 2015. Besonders groß bleiben die Lücken in Subsahara-Afrika bei weiterführenden Schulen und der frühkindlichen Bildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Bildungsagenda wird damit ihr zentrales Versprechen verfehlen, bis 2030 allen Menschen Zugang zu inklusiver und hochwertiger Bildung zu ermöglichen. Zwar besuchen weltweit deutlich mehr junge Menschen Bildungseinrichtungen als noch zur Jahrtausendwende. Seit 2000 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Primar- und Sekundarbildung um 327 Millionen oder 30 Prozent gestiegen. Seit 2015 ist die Zahl der Menschen im schulpflichtigen Alter, die keine Schule besuchen, jedoch wieder gewachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 273 Millionen Betroffenen im Jahr 2024 waren 79 Millionen im Grundschulalter, 64 Millionen im Alter der unteren Sekundarstufe und 130 Millionen im Alter der oberen Sekundarstufe. In Ländern mit niedrigem Einkommen stieg die Zahl seit 2015 um 29 Prozent. Die UNESCO geht zudem davon aus, dass die tatsächliche globale Zahl wegen unvollständiger Daten aus Konfliktgebieten um mindestens 13 Millionen höher liegen könnte.&nbsp;</p>



<h2 id="h-subsahara-afrikas-anteil-wachst-deutlich" class="wp-block-heading"><span id="subsahara-afrikas-anteil-waechst-deutlich">Subsahara-Afrikas Anteil wächst deutlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders auffällig ist die Entwicklung in Subsahara-Afrika. Im Jahr 2000 entfielen 32 Prozent der weltweit nicht beschulten Kinder im Grundschulalter auf die Region. 2024 waren es 50 Prozent. Bei Jugendlichen im Alter der unteren Sekundarstufe stieg der Anteil im selben Zeitraum von 25 auf 47 Prozent.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Subsahara-Afrika und Zentral- und Südasien vereinen inzwischen zusammen drei Viertel der weltweiten Bevölkerung im schulpflichtigen Alter, die keine Bildungseinrichtung besucht. Bei Jugendlichen im Alter der oberen Sekundarstufe erhöhte sich der gemeinsame Anteil dieser beiden Regionen von 59 Prozent im Jahr 2000 auf 74 Prozent im Jahr 2024.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei den Schulabschlüssen bleibt der Abstand groß. In Subsahara-Afrika schließen derzeit 28 Prozent der jungen Menschen die obere Sekundarstufe ab. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als 1990. In Europa und Nordamerika liegt die entsprechende Quote bei 89 Prozent.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein strukturelles Problem sind verspätete Einschulungen und Klassenwiederholungen. Der Weltbildungsbericht kündigt deshalb eine eigene Afrika-Ausgabe der UNESCO-Reihe „Spotlight“ an. Sie soll untersuchen, wie verspäteter Schuleintritt und Wiederholungen den Bildungsfortschritt auf dem Kontinent bremsen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-fruhkindliche-bildung-bleibt-besonders-schwach" class="wp-block-heading"><span id="fruehkindliche-bildung-bleibt-besonders-schwach">Frühkindliche Bildung bleibt besonders schwach</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterschiede beginnen bereits vor der Grundschule. Weniger als jedes vierte Kind im Vorschulalter in Subsahara-Afrika besucht eine entsprechende Bildungseinrichtung. Gleichzeitig verzeichnet die Region Fortschritte bei Angeboten für jüngere Kinder. Die Beteiligung an frühkindlichen Bildungsprogrammen stieg von sechs Prozent im Jahr 2012 auf 17 Prozent im Jahr 2024.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Global hat sich der Ausbau der frühkindlichen Bildung seit 2015 deutlich verlangsamt. Die UNESCO sieht darin eines der Probleme, die sich später durch die gesamte Bildungslaufbahn ziehen. Weltweit schließt noch immer mehr als jeder dritte junge Mensch die Sekundarschule nicht ab. Beim derzeitigen Entwicklungstempo würde eine Abschlussquote von 95 Prozent in der oberen Sekundarstufe erst im Jahr 2105 erreicht.&nbsp;</p>



<h2 id="h-konflikte-lassen-die-tatsachliche-lucke-noch-grosser-erscheinen" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-lassen-die-tatsaechliche-luecke-noch-groesser-erscheinen">Konflikte lassen die tatsächliche Lücke noch größer erscheinen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kriege und bewaffnete Konflikte erschweren nicht nur den Schulbesuch, sondern auch die Erfassung der Betroffenen. Die UNESCO warnt deshalb davor, die offiziellen Zahlen als vollständiges Bild zu betrachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zeigt sich etwa in Burkina Faso. Dort waren nach Angaben des Bildungsministeriums im Februar 2024 wegen der Sicherheitslage 5.365 Schulen geschlossen. Rund 834.000 Schülerinnen und Schüler waren betroffen. Während das UNESCO-Modell die Zahl der nicht beschulten jungen Menschen auf 3,6 Millionen schätzt, kam die Regierung auf rund vier Millionen.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="559" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa.jpg" alt="" class="wp-image-30096 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa.jpg 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-300x205.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-768x524.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-380x259.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-800x546.jpg 800w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Staatsministerin <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-diplomaten-draengen-berlin-zu-mehr-tempo-in-der-afrika-politik/" data-type="post" data-id="27158">Serap Güler</a> erklärte bei der Vorstellung in Berlin, gerade in Krisen und Konflikten müsse verhindert werden, dass Kindern und Jugendlichen Bildung verwehrt werde und bestehende Ungleichheiten weiter zunähmen. Deutschland setzt in der Entwicklungszusammenarbeit unter anderem auf die Global Partnership for Education und den Fonds Education Cannot Wait. Das Bundesentwicklungsministerium nennt Mädchen und junge Frauen, Kinder mit Behinderungen sowie Kinder in Konflikt- und Krisengebieten als besondere Zielgruppen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-marokko-senkt-schulabwesenheit-bei-jugendlichen-um-85-prozent" class="wp-block-heading"><span id="marokko-senkt-schulabwesenheit-bei-jugendlichen-um-85-prozent">Marokko senkt Schulabwesenheit bei Jugendlichen um 85 Prozent</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht dokumentiert zugleich deutliche Fortschritte in mehreren afrikanischen Staaten. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/" data-type="category" data-id="36">Madagaskar</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/" data-type="category" data-id="80">Togo</a> haben die Quote nicht beschulter Kinder seit 2000 um mindestens 80 Prozent reduziert. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" data-type="category" data-id="26">Marokko</a> erreichte einen vergleichbaren Rückgang bei Jugendlichen im Alter der unteren Sekundarstufe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Entwicklung untersucht die UNESCO in einer eigenen Länderstudie. Zwischen 2000 und 2023 sank dort die Quote der Jugendlichen außerhalb des Bildungssystems in der unteren Sekundarstufe von 42 auf sechs Prozent. Das entspricht einem Rückgang um 85 Prozent. Bei Jugendlichen im Alter der oberen Sekundarstufe ging die Quote von 63 auf 23 Prozent zurück. Insgesamt sank die Zahl der betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen von mehr als zwei Millionen auf rund 570.000.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel baute Marokko seine öffentliche Schulinfrastruktur aus. Die Zahl der staatlichen Schulen der unteren Sekundarstufe stieg zwischen 1999/2000 und 2023/24 von 941 auf 2.024. Die Zahl der Schulen der oberen Sekundarstufe erhöhte sich von 537 auf 1.505.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht verweist außerdem auf gezielte Sozialprogramme. Mit dem Transferprogramm Tayssir erhielten 2025 rund 3,1 Millionen Schülerinnen und Schüler finanzielle Unterstützung. Beim Schultransport stieg die Zahl der geförderten Jugendlichen der oberen Sekundarstufe bis zum Schuljahr 2023/24 auf 111.000. Drei Viertel von ihnen lebten in ländlichen Gebieten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Probleme sind damit nicht verschwunden. In der unteren Sekundarstufe stieg die Wiederholungsquote zeitweise auf 23 Prozent im Jahr 2019. Der Bericht nennt die marokkanische Entwicklung deshalb zugleich als Beispiel dafür, dass ein stark verbesserter Schulzugang nicht automatisch einen erfolgreichen und fristgerechten Abschluss garantiert.&nbsp;</p>



<h2 id="h-auch-deutschland-verfehlt-chancengerechtigkeit" class="wp-block-heading"><span id="auch-deutschland-verfehlt-chancengerechtigkeit">Auch Deutschland verfehlt Chancengerechtigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weltbildungsbericht untersucht auch Deutschland. Rund 62.000 Menschen verließen hier 2024 die Schule ohne Abschluss. Das entsprach fast acht Prozent aller Schülerinnen und Schüler. Der Bildungserfolg hängt weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Maria Böhmer, bezeichnete den Bericht als „Weckruf“ auch für das deutsche Bildungssystem. Bund und Länder setzen unter anderem auf das Startchancen-Programm. Über zehn Jahre sollen dafür 20 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Nach Angaben des Bundesbildungsministeriums erreicht das Programm inzwischen mehr als eine Million Schülerinnen und Schüler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UNESCO-Bericht kommt international zu dem Ergebnis, dass einzelne kurzfristige Reformen selten ausreichen. Staaten mit dauerhaften Fortschritten kombinierten langfristige Investitionen, institutionellen Aufbau und gezielte Unterstützung benachteiligter Gruppen. Weniger als eines von zehn Ländern verfügt nach dem neuen UNESCO-Index über eine ausreichend starke Ausrichtung seiner Bildungspolitik auf Chancengerechtigkeit.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/unesco-bericht-jedes-zweite-nicht-beschulte-grundschulkind-lebt-in-subsahara-afrika/">UNESCO-Bericht: Jedes zweite nicht beschulte Grundschulkind lebt in Subsahara-Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Russlands Außenminister Lawrow: Afrika hat erkannt, dass Europa es „getäuscht“ hat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russlands-aussenminister-lawrow-afrika-hat-erkannt-dass-europa-es-getaeuscht-hat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 12:29:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Natürlich“: Sergej Lawrow sagt, Afrika habe erkannt, dass Europa den Kontinent wirtschaftlich „getäuscht“ habe. Der russische Außenminister spricht von einem neokolonialen Rohstoffmodell und sieht Afrika als Teil einer neuen multipolaren Weltordnung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frusslands-aussenminister-lawrow-afrika-hat-erkannt-dass-europa-es-getaeuscht-hat%2F&amp;action_name=Russlands%20Au%C3%9Fenminister%20Lawrow%3A%20Afrika%20hat%20erkannt%2C%20dass%20Europa%20es%20%E2%80%9Eget%C3%A4uscht%E2%80%9C%20hat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-aussenminister-lawrow-afrika-hat-erkannt-dass-europa-es-getaeuscht-hat/">Russlands Außenminister Lawrow: Afrika hat erkannt, dass Europa es „getäuscht“ hat</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Russlands Außenminister Sergej Lawrow wirft Europa vor, Afrika über Jahrzehnte in einem neokolonialen Wirtschaftsmodell gehalten zu haben, und behauptet, afrikanische Staaten hätten diese Abhängigkeit inzwischen erkannt. In einem am 28. August veröffentlichten Interview mit dem russischen Fernsehsender RBC sprach Lawrow von tiefgreifenden Veränderungen auf dem Kontinent. Afrika beginne sich von einem Modell zu lösen, bei dem Rohstoffe auf dem Kontinent gewonnen, die Wertschöpfung aber in Europa erzielt werde. Die Entwicklung ordnete er in den Aufstieg einer multipolaren Welt mit China, Indien und Brasilien als wachsenden Wirtschaftsmächten ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In Afrika finden grundlegende Veränderungen statt, da sich der Kontinent zunehmend von dem neokolonialen Modell distanziert, bei dem dort Rohstoffe gefördert und die Wertschöpfung in Europa vorgenommen wurde“, sagte Lawrow.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage des Interviewers, ob die Afrikaner erkannt hätten, dass sie getäuscht worden seien, antwortete der russische Außenminister: „Natürlich.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten hätten sich über ihre politische Freiheit und die politische Dekolonisierung gefreut, sagte Lawrow. Die wirtschaftliche Benachteiligung bestehe jedoch weiterhin.</p>



<h2 id="h-russland-stellt-wirtschaftsbeziehungen-zu-europa-als-neokolonialismus-dar" class="wp-block-heading"><span id="russland-stellt-wirtschaftsbeziehungen-zu-europa-als-neokolonialismus-dar">Russland stellt Wirtschaftsbeziehungen zu Europa als Neokolonialismus dar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-plant-neue-afrika-strategie-lawrow-will-afrikanische-souveraenitaet-staerken/" data-type="post" data-id="28507">Lawrows Aussagen entsprechen einem Narrativ, das Moskau in seiner Afrikapolitik seit Jahren verwendet. </a>Im aktuellen Interview stellte der Außenminister die Beziehungen zwischen Afrika und Europa als Fortsetzung kolonialer wirtschaftlicher Strukturen dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum seiner Argumentation steht die Rohstoffwirtschaft. <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-draengt-russland-muss-seine-afrika-politik-wirtschaftlich-neu-ausrichten/" data-type="post" data-id="28805">Nach seiner Darstellung wurden afrikanische Rohstoffe über Jahrzehnte exportiert, während Verarbeitung und ein großer Teil der daraus entstehenden Wertschöpfung außerhalb des Kontinents stattfanden.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/СВЛ_РБК.jpg" alt="" class="wp-image-29618 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/СВЛ_РБК.jpg 900w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/СВЛ_РБК-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/СВЛ_РБК-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/СВЛ_РБК-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/СВЛ_РБК-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lawrow bezeichnete diese Struktur ausdrücklich als „neokoloniales Modell“. Eine politische Dekolonisierung habe stattgefunden, eine entsprechende wirtschaftliche Emanzipation Afrikas nach seiner Darstellung dagegen nicht vollständig.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen sind eine politische Bewertung des russischen Außenministers. Im Interview legte Lawrow keine Daten oder Untersuchungen vor, mit denen er seine Einschätzung zur Haltung afrikanischer Staaten gegenüber Europa belegte.</p>



<h2 id="h-lawrow-sieht-multipolare-welt-bereits-als-realitat" class="wp-block-heading"><span id="lawrow-sieht-multipolare-welt-bereits-als-realitaet">Lawrow sieht multipolare Welt bereits als Realität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/brics-medien-setzen-auf-ein-multipolares-weltordnungssystem/">Die Aussagen zu Afrika waren Teil einer breiteren Darstellung der sich verändernden globalen Machtverhältnisse.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Entstehung einer multipolaren Welt ist eine etablierte Realität“, sagte Lawrow. Als Beispiele nannte er insbesondere China, Indien und Brasilien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China sei gemessen an der Kaufkraftparität inzwischen die größte Volkswirtschaft der Welt und wachse weiterhin in hohem Tempo. Lawrow verwies zugleich auf Diskussionen über mögliche Überkapazitäten der chinesischen Wirtschaft und Schwierigkeiten, ausreichend Absatzmärkte für chinesische Produkte zu finden. Dieses Problem werde jedoch gelöst werden, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Indien und Brasilien würden ihre wirtschaftliche Position schnell stärken und ihren Platz in der Weltwirtschaft beanspruchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikas politische und wirtschaftliche Veränderungen stellte Lawrow in denselben Zusammenhang. Der Kontinent ist damit in seiner Darstellung Teil einer Verschiebung wirtschaftlicher Macht weg von einer westlich dominierten internationalen Ordnung.</p>



<h2 id="h-lawrow-weitet-vorwurf-auf-den-gesamten-westen-aus" class="wp-block-heading"><span id="lawrow-weitet-vorwurf-auf-den-gesamten-westen-aus">Lawrow weitet Vorwurf auf den gesamten Westen aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im weiteren Verlauf des Interviews beschränkte Lawrow seine Vorwürfe nicht auf die Beziehungen zwischen Europa und Afrika. Er griff die westlichen Staaten grundsätzlich an und erklärte, Täuschung liege „im Fundament westlicher Diplomatie“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Belege führte er vor allem Russlands Verhältnis zur NATO, die europäische Sicherheitsordnung und den Krieg gegen die Ukraine an. Dabei wiederholte er die russische Darstellung, Moskau seien nach dem Ende des Kalten Krieges Zusagen über eine Begrenzung der NATO-Erweiterung gemacht worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow verband damit die Kritik an Europas Afrikapolitik mit der umfassenderen russischen These, die westlich geprägte internationale Ordnung verliere an wirtschaftlicher und politischer Dominanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China, Indien, Brasilien und die Veränderungen in Afrika seien Ausdruck einer neuen Machtverteilung, während die frühere unipolare Ordnung nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aus seiner Sicht nicht mehr bestehe.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frusslands-aussenminister-lawrow-afrika-hat-erkannt-dass-europa-es-getaeuscht-hat%2F&amp;action_name=Russlands%20Au%C3%9Fenminister%20Lawrow%3A%20Afrika%20hat%20erkannt%2C%20dass%20Europa%20es%20%E2%80%9Eget%C3%A4uscht%E2%80%9C%20hat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA vergeben knapp zwei Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-vergeben-knapp-zwei-milliarden-dollar-an-christliche-hilfsorganisationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 23:09:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=29267</guid>

					<description><![CDATA[<p>Washington ordnet einen Teil seiner Auslandshilfe neu: Knapp zwei Milliarden Dollar sollen über kirchliche und glaubensbasierte Organisationen in Gesundheitsversorgung und humanitäre Hilfe fließen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-vergeben-knapp-zwei-milliarden-dollar-an-christliche-hilfsorganisationen%2F&amp;action_name=USA%20vergeben%20knapp%20zwei%20Milliarden%20Dollar%20an%20christliche%20Hilfsorganisationen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-vergeben-knapp-zwei-milliarden-dollar-an-christliche-hilfsorganisationen/">USA vergeben knapp zwei Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung stellt knapp zwei Milliarden Dollar für internationale Gesundheits- und humanitäre Programme bereit, die überwiegend über glaubensbasierte und kirchlich verankerte Organisationen umgesetzt werden sollen. Die Entscheidung wurde am 6. August vom US-Außenministerium bekannt gegeben. Allein 1,4 Milliarden Dollar sind für Gesundheitsdienste in mehr als 20 Ländern vorgesehen. Zu den wichtigsten Partnern gehören World Vision, Compassion International und Samaritan’s Purse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung von Präsident Donald Trump bezeichnet die Finanzierung als größte Zuweisung amerikanischer Auslandshilfe im Gesundheitsbereich an glaubensbasierte Organisationen seit mehr als 20 Jahren. Die Mittel sind Teil der „America First Global Health Strategy“.</p>



<h2 id="h-850-millionen-dollar-fur-world-vision-und-partner" class="wp-block-heading"><span id="850-millionen-dollar-fuer-world-vision-und-partner">850 Millionen Dollar für World Vision und Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zu 850 Millionen Dollar sollen über fünf Jahre an World Vision und ein Konsortium lokaler glaubensbasierter Organisationen fließen. Die Finanzierung steht unter dem Vorbehalt der jeweiligen Haushaltsmittel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm soll mehr als 2.500 Krankenhäuser, Kliniken und Gesundheitszentren in 17 Ländern unterstützen. Außerdem sollen mehr als 30.000 Gesundheitshelfer ausgebildet, bezahlt und mit medizinischem Material ausgestattet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere 570 Millionen Dollar will Washington über Vereinbarungen mit einzelnen Regierungen direkt an glaubensbasierte und kommunale Krankenhäuser und Kliniken vergeben. Zusammen ergibt dies die angekündigten 1,4 Milliarden Dollar für internationale Gesundheitsprogramme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/world-health-summit-in-berlin-deutschlands-milliardenzusage-und-afrikas-neue-praeventionsstrategie/" data-type="post" data-id="20769">Das Außenministerium begründet den Ansatz mit der Bedeutung religiös getragener Gesundheitseinrichtungen in zahlreichen Empfängerländern amerikanischer Hilfe.</a> Dort stellten solche Anbieter teilweise mindestens 40 Prozent der gesamten medizinischen Infrastruktur.</p>



<h2 id="h-mindestens-80-prozent-sollen-direkt-in-gesundheitsdienste-fliessen" class="wp-block-heading"><span id="mindestens-80-prozent-sollen-direkt-in-gesundheitsdienste-fliessen">Mindestens 80 Prozent sollen direkt in Gesundheitsdienste fließen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die beteiligten Organisationen sollen mindestens 80 Prozent der bereitgestellten Mittel unmittelbar für medizinische Leistungen an Patienten und Gemeinden verwenden. Verwaltungs- und Managementkosten sollen entsprechend begrenzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/" data-type="post" data-id="13946">Das Außenministerium zieht dabei einen Vergleich zu früheren Förderprogrammen. </a>Bei diesen seien nach Darstellung der US-Regierung teilweise nur 35 bis 40 Prozent der Mittel unmittelbar in Gesundheitsleistungen geflossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-burundi-schliessen-gesundheitskooperation-gegen-hiv-aids/" data-type="post" data-id="24498">Washington will mit dem neuen Modell verstärkt auf bestehende lokale Strukturen zurückgreifen. </a>Kirchen und religiöse Organisationen betreiben insbesondere in Ländern mit schwachen staatlichen Gesundheitssystemen Krankenhäuser, Gesundheitsstationen und lokale Versorgungsnetze.</p>



<h2 id="h-weitere-538-millionen-dollar-fur-humanitare-krisen" class="wp-block-heading"><span id="weitere-538-millionen-dollar-fuer-humanitaere-krisen">Weitere 538 Millionen Dollar für humanitäre Krisen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-unterstuetzen-kenia-bei-ebola-vorsorge/" data-type="post" data-id="27753">Neben den Gesundheitsprogrammen kündigte das US-Außenministerium humanitäre Hilfen in Höhe von 538 Millionen Dollar an. </a>Das Geld soll an Samaritan’s Purse sowie ein gemeinsam von World Vision und Compassion International geführtes Konsortium gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Programme sollen nach Angaben Washingtons rund sieben Millionen Menschen in 16 humanitären Krisen erreichen. Mehr als 100 Millionen Dollar sollen unmittelbar für die Reaktion auf Naturkatastrophen bereitgestellt werden. Gleichzeitig sollen die Katastrophenschutzkapazitäten in 23 besonders gefährdeten Ländern ausgebaut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Länder und Krisengebiete im Einzelnen Mittel erhalten, nannte das Außenministerium in seiner Ankündigung nicht.</p>



<h2 id="h-samaritan-s-purse-erhalt-zentrale-rolle-bei-nothilfe" class="wp-block-heading"><span id="samaritans-purse-erhaelt-zentrale-rolle-bei-nothilfe">Samaritan’s Purse erhält zentrale Rolle bei Nothilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Samaritan’s Purse gehört zu den größten evangelikalen Hilfsorganisationen der Vereinigten Staaten und ist nach eigenen Angaben in mehr als 100 Ländern tätig. Die Organisation arbeitet unter anderem in Konfliktgebieten, nach Naturkatastrophen und bei Krankheitsausbrüchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium hob besonders die Fähigkeit hervor, Flugzeuge, medizinisches Personal, Hilfsgüter und Feldkrankenhäuser kurzfristig in Krisengebiete zu bringen. Zuletzt hatte Samaritan’s Purse nach schweren Erdbeben im Juni ein Feldkrankenhaus in Venezuela eingerichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch World Vision verfügt über ein weltweites Netzwerk. Die Organisation erreichte 2025 nach Angaben der US-Regierung 35,6 Millionen Menschen bei 104 Katastropheneinsätzen in mehr als 100 Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Compassion International arbeitet seit mehr als 70 Jahren mit Zehntausenden lokalen Kirchen zusammen und ist derzeit in 29 Ländern vertreten. Das neue Konsortium wird zusätzlich mit dem internationalen Netzwerk Accord Network kooperieren.</p>



<h2 id="h-trump-regierung-setzt-auf-neue-partnerstruktur" class="wp-block-heading"><span id="trump-regierung-setzt-auf-neue-partnerstruktur">Trump-Regierung setzt auf neue Partnerstruktur</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/P20260205MR-0396_President_Donald_Trump_delivers_remarks_at_the_National_Prayer_Breakfast-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29270 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/P20260205MR-0396_President_Donald_Trump_delivers_remarks_at_the_National_Prayer_Breakfast-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/P20260205MR-0396_President_Donald_Trump_delivers_remarks_at_the_National_Prayer_Breakfast-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/P20260205MR-0396_President_Donald_Trump_delivers_remarks_at_the_National_Prayer_Breakfast-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/P20260205MR-0396_President_Donald_Trump_delivers_remarks_at_the_National_Prayer_Breakfast-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/P20260205MR-0396_President_Donald_Trump_delivers_remarks_at_the_National_Prayer_Breakfast-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/P20260205MR-0396_President_Donald_Trump_delivers_remarks_at_the_National_Prayer_Breakfast-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/P20260205MR-0396_President_Donald_Trump_delivers_remarks_at_the_National_Prayer_Breakfast.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit der Entscheidung baut die Trump-Regierung glaubensbasierte Organisationen zu einem wichtigen Kanal amerikanischer Auslandshilfe aus. Das Außenministerium verbindet die Vergabe mit dem Anspruch, mehr Mittel direkt in medizinische Versorgung und Nothilfe fließen zu lassen und Verwaltungskosten zu reduzieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die angekündigten Programme umfassen sowohl langfristige Gesundheitsversorgung als auch kurzfristige humanitäre Einsätze. Ein erheblicher Teil der Finanzierung ist mehrjährig angelegt und hängt von der weiteren Bereitstellung der Mittel durch die Vereinigten Staaten ab.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump delivers remarks at the National Prayer Breakfast, Thursday, February 5, 2026, at the Washington Hilton in Washington, D.C. (Official White House Photo by Molly Riley)</media:description>
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		<title>USA zeigen fehlerhafte KI Afrika-Karte auf AIDS-Konferenz</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-zeigen-fehlerhafte-ki-afrika-karte-auf-aids-konferenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 07:20:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nigeria ohne Küste, Mosambik am Horn von Afrika: Die US-Delegation zeigt bei der AIDS 2026 eine fehlerhafte Karte. Ein Wasserzeichen deutet auf ein KI-Werkzeug hin.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-zeigen-fehlerhafte-ki-afrika-karte-auf-aids-konferenz%2F&amp;action_name=USA%20zeigen%20fehlerhafte%20KI%20Afrika-Karte%20auf%20AIDS-Konferenz&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Delegation hat auf der Welt-Aids-Konferenz in Brasilien eine fehlerhafte Karte Afrikas präsentiert, auf der sechs Staaten falsch eingezeichnet oder beschriftet waren. Die Folie wurde während der vom 26. bis 31. Juli in Rio de Janeiro veranstalteten AIDS 2026 gezeigt. Eine Untersuchung der Nachrichtenagentur&nbsp;<em>Reuters</em>&nbsp;entdeckte auf dem Bild ein Wasserzeichen, das auf den Einsatz eines KI-Werkzeugs von OpenAI hindeuten soll. Das US-Außenministerium übernahm die Verantwortung für die fehlerhafte Darstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Karte gehörte zu einer Präsentation über neue bilaterale Gesundheitsabkommen der Vereinigten Staaten. Jeff Graham, der führende US-Sondergesandte für globale Gesundheit, stellte darin die neue gesundheitspolitische Zusammenarbeit des Außenministeriums vor.</p>



<h2 id="h-sechs-afrikanische-staaten-falsch-dargestellt" class="wp-block-heading"><span id="sechs-afrikanische-staaten-falsch-dargestellt">Sechs afrikanische Staaten falsch dargestellt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der projizierten Karte befand sich Nigeria im Inneren der Sahara und besaß keinen Zugang zum Meer. Tatsächlich liegt das westafrikanische Land am Golf von Guinea und verfügt über eine mehr als 800 Kilometer lange Küste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik war weit nach Norden verschoben und erschien auf Höhe des Horns von Afrika. Das Land liegt jedoch im Südosten des Kontinents am Indischen Ozean.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Elfenbeinküste war falsch positioniert. Sie wurde in den Südosten Afrikas verlegt, obwohl sie an der westafrikanischen Atlantikküste liegt. Bei Uganda und Malawi stimmten die dargestellten Grenzverläufe nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus enthielt die Karte ein nicht identifiziertes Territorium. Die Bezeichnung Kamerun ließ sich keiner eindeutig eingezeichneten Fläche zuordnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aids-Autorin Emily Bass veröffentlichte die Aufnahme der Folie zunächst auf ihrer Plattform bei&nbsp;<em>Substack</em>. Anschließend verbreitete sich das Bild in sozialen Netzwerken.&nbsp;<em>Reuters</em>&nbsp;sichtete später eine Videoaufzeichnung der Präsentation und bestätigte, dass die fehlerhafte Karte tatsächlich auf der Konferenz gezeigt worden war.</p>



<h2 id="h-us-aussenministerium-ubernimmt-verantwortung" class="wp-block-heading"><span id="us-aussenministerium-uebernimmt-verantwortung">US-Außenministerium übernimmt Verantwortung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium erklärte gegenüber&nbsp;<em>Reuters</em>, ein Mitglied des Teams habe die Präsentation kurz vor der Veranstaltung unter Zeitdruck überarbeitet. Die Behörde übernehme „die volle Verantwortung für die Verwirrung und die falsche Darstellung, die dadurch bei den Teilnehmern einschließlich unserer afrikanischen Partner entstanden ist“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob und mit welchem Programm die Karte erstellt wurde, blieb zunächst offen.&nbsp;<em>Reuters</em>&nbsp;entdeckte auf der Grafik jedoch ein Wasserzeichen, das auf ein Werkzeug von OpenAI hinweisen soll. Das Unternehmen erklärte, es prüfe den Vorgang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Matt Petit, Experte für künstliche Intelligenz und Geopolitik beim Atlantic Council, kritisierte die fehlende Kontrolle der Folie. Die Person, die sie erstellt habe, „wusste nicht, wo die afrikanischen Länder liegen“, und habe das Ergebnis nicht überprüft, schrieb er in den sozialen Medien.</p>



<h2 id="h-senatorin-kritisiert-einsatz-von-ki" class="wp-block-heading"><span id="senatorin-kritisiert-einsatz-von-ki">Senatorin kritisiert Einsatz von KI</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im US-Senat löste die Präsentation Kritik aus. Jeanne Shaheen, führende demokratische Vertreterin im Ausschuss für auswärtige Beziehungen, bezeichnete den Vorfall als blamabel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="700" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jeanne_Shaheen_MSC_2018-1024x700.jpg" alt="" class="wp-image-29191 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jeanne_Shaheen_MSC_2018-1024x700.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jeanne_Shaheen_MSC_2018-300x205.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jeanne_Shaheen_MSC_2018-768x525.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jeanne_Shaheen_MSC_2018-380x260.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jeanne_Shaheen_MSC_2018-800x547.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jeanne_Shaheen_MSC_2018-1160x793.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jeanne_Shaheen_MSC_2018.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Was für eine Peinlichkeit. Das passiert, wenn das Außenministerium erfahrene Fachleute entlässt und versucht, Diplomatie von künstlicher Intelligenz erledigen zu lassen“, schrieb Shaheen auf der Plattform X.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/us-aussenministerium-baut-auswahl-und-ausbildung-des-diplomatischen-dienstes-um/">Ob personelle Kürzungen unmittelbar zur Entstehung der fehlerhaften Karte beitrugen, ist nicht belegt.</a> Das Außenministerium nannte als Ursache lediglich die kurzfristige Bearbeitung der Präsentation durch ein Teammitglied.</p>



<h2 id="h-konferenz-befasst-sich-mit-einschnitten-bei-der-aids-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="konferenz-befasst-sich-mit-einschnitten-bei-der-aids-hilfe">Konferenz befasst sich mit Einschnitten bei der Aids-Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall ereignete sich während einer der weltweit wichtigsten Konferenzen zur Bekämpfung von HIV und Aids. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-burundi-schliessen-gesundheitskooperation-gegen-hiv-aids/" data-type="post" data-id="24498">Wissenschaftler, Regierungen, internationale Organisationen und Hilfswerke beraten bei der AIDS 2026 über medizinische Fortschritte und die Finanzierung von Präventions- und Behandlungsprogrammen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsentation der US-Delegation sollte neue bilaterale Gesundheitsabkommen des Außenministeriums vorstellen. Die fehlerhafte Karte rückte jedoch stärker in den öffentlichen Fokus als die angekündigten Programme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz findet vor dem Hintergrund deutlicher Kürzungen der amerikanischen Entwicklungshilfe statt. <a href="https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/" data-type="post" data-id="13946">Die Regierung von Präsident Donald Trump hat Mittel für internationale HIV- und Aids-Programme reduziert.</a> Von diesen Programmen sind zahlreiche afrikanische Staaten abhängig, in denen ein großer Teil der weltweit mit HIV lebenden Menschen versorgt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten gehörten über Jahrzehnte zu den wichtigsten Geldgebern im weltweiten Kampf gegen HIV und Aids. Einen zentralen Bestandteil bildet das 2003 gestartete Notfallprogramm des US-Präsidenten zur Aids-Bekämpfung, bekannt unter der englischen Abkürzung PEPFAR. Es finanziert unter anderem HIV-Tests, Medikamente, Präventionsmaßnahmen und die medizinische Versorgung von Millionen Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AIDS 2026 in Rio de Janeiro befasst sich deshalb auch mit den Folgen sinkender internationaler Mittel. Die falsch dargestellte Afrika-Karte wurde ausgerechnet während einer Präsentation gezeigt, in der Washington seine neue Form der gesundheitspolitischen Zusammenarbeit mit Partnerstaaten erläuterte.</p>
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		<item>
		<title>Junge Afrikaner blicken optimistisch auf Trump – China genießt mehr Vertrauen in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/junge-afrikaner-blicken-optimistisch-auf-trump-china-geniesst-mehr-vertrauen-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 16:37:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=29152</guid>

					<description><![CDATA[<p>Trump gewinnt unter jungen Afrikanern deutlich an Zustimmung. Doch China wird als positiverer und bevorzugter Partner bewertet. Eine neue Umfrage zeigt wachsenden Pragmatismus, hohe Erwartungen und anhaltendes Misstrauen gegenüber den USA.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fjunge-afrikaner-blicken-optimistisch-auf-trump-china-geniesst-mehr-vertrauen-in-afrika%2F&amp;action_name=Junge%20Afrikaner%20blicken%20optimistisch%20auf%20Trump%20%E2%80%93%20China%20genie%C3%9Ft%20mehr%20Vertrauen%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine Mehrheit junger Menschen in 16 afrikanischen Ländern erwartet von Donald Trumps zweiter Amtszeit positive Impulse für Sicherheit, Handel, politische Beziehungen und Jugendförderung. Die zugrunde liegenden Interviews wurden im März 2026 geführt. Gleichzeitig bewerten die Befragten Chinas Einfluss deutlich positiver als den der USA und äußern Sorgen über Washingtons Rohstoffpolitik in Afrika und die Folgen des Rückbaus der US-Entwicklungsbehörde USAID. Das zeigt die African Youth Survey 2026 mit knapp 5.000 Befragten im Alter zwischen 18 und 24 Jahren.</p>



<h2 id="h-mehrheit-erwartet-vorteile-von-trumps-politik" class="wp-block-heading"><span id="mehrheit-erwartet-vorteile-von-trumps-politik">Mehrheit erwartet Vorteile von Trumps Politik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jeweils 60 Prozent der Befragten sind sehr oder eher optimistisch, dass Trumps Regierung die Jugendförderung sowie die Sicherheitszusammenarbeit und Terrorismusbekämpfung in ihren Ländern verbessern wird. Bei den Handelsbeziehungen und der Unterstützung demokratischer Strukturen liegt der Anteil bei jeweils 59 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der militärischen Unterstützung, der Entwicklungszusammenarbeit sowie den politischen Beziehungen zu Washington erwarten jeweils 58 Prozent positive Auswirkungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit haben sich die Erwartungen gegenüber der Zeit vor der US-Präsidentschaftswahl 2024 deutlich verändert. In der damaligen Befragung schnitt Joe Biden in allen untersuchten Politikfeldern besser ab. Je nach Bereich erwarteten 42 bis 44 Prozent Vorteile von einer weiteren Biden-Regierung. Nur 23 bis 24 Prozent hielten Trump für die bessere Wahl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Zahlen bedeuten jedoch keine uneingeschränkte Zustimmung zur amerikanischen Politik. Sie zeigen vielmehr, dass viele Befragte zwischen der Person Trump, den Interessen der USA und möglichen wirtschaftlichen oder sicherheitspolitischen Vorteilen für ihre eigenen Länder unterscheiden.</p>



<h2 id="h-usa-gelten-als-einflussreichste-macht" class="wp-block-heading"><span id="usa-gelten-als-einflussreichste-macht">USA gelten als einflussreichste Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anteil der Befragten, die den USA Einfluss in Afrika zuschreiben, ist von 74 Prozent im Jahr 2024 auf 81 Prozent gestiegen. Damit liegen die Vereinigten Staaten knapp vor China, dessen Einfluss von 79 Prozent wahrgenommen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/china-schafft-zoelle-fuer-afrika-ab-mit-einer-ausnahme/" data-type="post" data-id="24689">Bei der Bewertung dieses Einflusses schneidet China jedoch besser ab. </a>Unter den Befragten, die China Einfluss zuschreiben, beurteilen 95 Prozent diesen als positiv. Bei den USA sind es 85 Prozent. China wird zudem häufiger als bevorzugter internationaler Partner genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-plant-neue-afrika-strategie-lawrow-will-afrikanische-souveraenitaet-staerken/" data-type="post" data-id="28507">Auch Russland wird stärker wahrgenommen.</a> Der Anteil der jungen Befragten, die dem Land Einfluss in Afrika zuschreiben, stieg innerhalb von zwei Jahren von 44 auf 54 Prozent. Indien erreicht 45 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse spiegeln eine stärkere Orientierung an wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Leistungen wider. Für 55 Prozent sollten afrikanische Staaten vor allem mit Ländern zusammenarbeiten, die Handel und Investitionen ermöglichen. Deren Regierungsform spielt für diese Gruppe eine untergeordnete Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wichtigstes Kriterium bei der Wahl internationaler Partner nennen 43 Prozent Investitionen in Infrastruktur und Wirtschaft. Demokratische Werte und eine überzeugende Menschenrechtsbilanz erreichen 34 Prozent. Zugang zu moderner Technologie und Wissenstransfer nennen 30 Prozent, militärische und sicherheitspolitische Unterstützung 29 Prozent.</p>



<h2 id="h-sorge-vor-amerikanischem-zugriff-auf-rohstoffe" class="wp-block-heading"><span id="sorge-vor-amerikanischem-zugriff-auf-rohstoffe">Sorge vor amerikanischem Zugriff auf Rohstoffe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/was-haben-die-usa-mit-den-rohstoffen-in-afrika-vor/" data-type="post" data-id="24756">Trotz des gestiegenen Einflusses der USA befürchten 58 Prozent, Washington könne internationale Regeln missachten, um Zugang zu Rohstoffen in afrikanischen Ländern zu erhalten. </a>In Südafrika und Liberia teilen jeweils 70 Prozent diese Sorge.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P20260218MR-0519-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29155 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P20260218MR-0519-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P20260218MR-0519-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P20260218MR-0519-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P20260218MR-0519-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P20260218MR-0519-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P20260218MR-0519-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/P20260218MR-0519-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Haltung gegenüber Trump unterscheidet sich zugleich deutlich zwischen einzelnen Staaten. In der Demokratischen Republik Kongo fordern 71 Prozent die eigene Regierung dazu auf, trotz politischer Differenzen mit Trump zusammenzuarbeiten. In Südafrika sprechen sich dagegen ebenfalls 71 Prozent dafür aus, dass ihre Regierung dem US-Präsidenten entgegentritt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Über alle 16 Länder hinweg meinen 52 Prozent, ihre politischen Führungen sollten einen Weg zur Zusammenarbeit mit Trump finden. Die Befragung zeigt damit keinen einheitlichen proamerikanischen Kurs, sondern unterschiedliche Erwartungen, die von nationalen Sicherheitsinteressen, wirtschaftlichen Beziehungen und innenpolitischen Konflikten geprägt sind.</p>



<h2 id="h-ruckbau-von-usaid-trifft-vor-allem-den-gesundheitsbereich" class="wp-block-heading"><span id="rueckbau-von-usaid-trifft-vor-allem-den-gesundheitsbereich">Rückbau von USAID trifft vor allem den Gesundheitsbereich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Veränderungen bei der US-Entwicklungsbehörde USAID werden kritisch beurteilt. 46 Prozent erwarten negative Folgen für ihr Land, weil USAID nicht mehr als eigenständige amerikanische Entwicklungseinrichtung arbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sorgen sind in Mosambik besonders groß. Dort rechnen 76 Prozent mit negativen Auswirkungen. In Kenia und Ruanda liegt der Anteil jeweils bei 63 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Befragten, die konkrete Folgen erwarten, nennen 53 Prozent Gesundheitsversorgung und Krankheitsprävention als den am stärksten betroffenen Bereich. Dahinter folgen Bildung und Ausbildung mit 38 Prozent, wirtschaftliche Entwicklung und Unternehmertum mit 35 Prozent sowie Landwirtschaft und Ernährungssicherheit mit 34 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der jungen Menschen verbindet mit dem Rückzug der USA jedoch auch die Erwartung größerer Eigenverantwortung. 26 Prozent glauben, dass die Veränderungen positive Auswirkungen haben könnten, weil afrikanische Regierungen stärker gezwungen würden, innenpolitische Probleme selbst zu lösen. In Ghana vertreten 41 Prozent diese Position, in Nigeria 40 Prozent.</p>



<h2 id="h-demokratie-bleibt-bevorzugt-westliches-modell-stosst-auf-skepsis" class="wp-block-heading"><span id="demokratie-bleibt-bevorzugt-westliches-modell-stoesst-auf-skepsis">Demokratie bleibt bevorzugt – westliches Modell stößt auf Skepsis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftlich geprägte Haltung gegenüber internationalen Partnern geht nicht mit einer grundsätzlichen Abkehr von demokratischen Regierungsformen einher. 73 Prozent erklären, Demokratie sei anderen politischen Systemen grundsätzlich vorzuziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig halten 56 Prozent die westliche Form der Demokratie nicht für Afrika geeignet. Die Antworten verbinden damit eine hohe Zustimmung zu Wahlen und demokratischer Regierungsführung mit dem Wunsch nach stärker an afrikanischen Bedingungen orientierten politischen Modellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei internationalen Bündnissen bevorzugt die Mehrheit einen klaren Kurs. 60 Prozent sprechen sich dafür aus, enge Beziehungen zu einer oder zwei großen Weltmächten aufzubauen, um langfristige Vorteile zu sichern. 37 Prozent befürworten eine neutrale Position.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich nehmen 70 Prozent die internationale Lage als zunehmend gespalten und gefährlich wahr. Besonders hoch ist dieser Anteil in Kenia mit 87 Prozent, in der Demokratischen Republik Kongo mit 83 Prozent und in Nigeria mit 81 Prozent.</p>



<h2 id="h-wirtschaftliche-stimmung-verbessert-sich" class="wp-block-heading"><span id="wirtschaftliche-stimmung-verbessert-sich">Wirtschaftliche Stimmung verbessert sich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den acht Ländern, die seit Beginn der Erhebung im Jahr 2020 regelmäßig untersucht werden, hat sich die Einschätzung der nationalen Entwicklung verbessert. 47 Prozent glauben, ihr Land bewege sich in die richtige Richtung. Im Jahr 2024 waren es 30 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Bewertung der wirtschaftlichen Entwicklung fällt positiver aus. Der Anteil stieg von 26 auf 45 Prozent. Afrika insgesamt sehen 43 Prozent auf einem richtigen Kurs, nach 37 Prozent zwei Jahre zuvor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lebenshaltungskosten bleiben dennoch die am häufigsten genannte Belastung der vergangenen fünf Jahre. 27 Prozent bezeichnen steigende Preise als die Entwicklung mit den größten Auswirkungen auf den Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den politischen Prioritäten steht die Schaffung neuer und gut bezahlter Arbeitsplätze mit 27 Prozent an erster Stelle. Es folgen die Bekämpfung staatlicher Korruption mit 25 Prozent und bessere Bedingungen für Unternehmensgründungen mit 16 Prozent. Im Jahr 2020 hatten lediglich zehn Prozent Erleichterungen für Unternehmensgründungen genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die African Youth Survey wird seit 2020 von der Ichikowitz Family Foundation in Auftrag gegeben und von dem Meinungsforschungsunternehmen PSB Insights durchgeführt. Für die Ausgabe 2026 wurden in Burkina Faso, Tschad, der Republik Kongo, der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Ghana, Kenia, Liberia, Mosambik, Nigeria, Ruanda, Somalia, Südafrika, Togo, Sambia und Simbabwe jeweils etwa 300 Menschen persönlich befragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Teilnehmer waren Staatsangehörige des jeweiligen Landes und zwischen 18 und 24 Jahre alt. Die Stichprobe bestand zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen. Vergleiche mit früheren Ausgaben beziehen sich ausschließlich auf die acht Länder, die seit 2020 in jeder Erhebungsrunde vertreten waren.</p>
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		<title>Chatham House drängt neuen Premierminister Andy Burnham zu einem Neustart mit Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/chatham-house-draengt-neuen-premierminister-andy-burnham-zu-einem-neustart-mit-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 19:29:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>52 Prozent weniger bilaterale Mittel, aber höhere wirtschaftliche Ambitionen: Chatham House fordert Andy Burnham auf, Großbritanniens Afrika-Politik neu zu ordnen und Handel, Diplomatie und Finanzierung enger zu verbinden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fchatham-house-draengt-neuen-premierminister-andy-burnham-zu-einem-neustart-mit-afrika%2F&amp;action_name=Chatham%20House%20dr%C3%A4ngt%20neuen%20Premierminister%20Andy%20Burnham%20zu%20einem%20Neustart%20mit%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der britische Premierminister Andy Burnham soll Afrikas wachsende wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung stärker in den Mittelpunkt der britischen Außenpolitik rücken. Die Empfehlungen veröffentlichte Chatham House am 22. Juli 2026. Das Londoner Institut fordert eine engere Verzahnung von Handel, Entwicklungsfinanzierung, Diplomatie und Sicherheitspolitik. Zugleich muss die neue Regierung mit deutlich weniger Mitteln auskommen, nachdem Großbritannien seine bilaterale Finanzierung afrikanischer Staaten zugunsten höherer Verteidigungsausgaben gekürzt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chatham House sieht dennoch Spielraum für eine sichtbare Neuausrichtung. Vergleichsweise begrenzte finanzielle Mittel könnten größere politische und wirtschaftliche Wirkung entfalten, wenn London seine Instrumente besser koordiniere und klare Schwerpunkte setze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die britische Regierung hatte Ende 2025 einen neuen Ansatz für Afrika vorgestellt. Er sollte das Verhältnis zu afrikanischen Staaten stärker auf Investitionen, Handel, wirtschaftliches Wachstum und gemeinsame Interessen ausrichten. Die damalige Entwicklungs- und Afrikaministerin Jenny Chapman erklärte, Großbritannien wolle sich nicht länger vor allem als Geber verstehen, sondern als Partner, Investor und Unterstützer von Reformen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-entwicklungshilfe-verliert-an-gewicht" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungshilfe-verliert-an-gewicht">Entwicklungshilfe verliert an Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Rahmen entstand noch unter dem damaligen Außenminister David Lammy nach Konsultationen mit Regierungen, Unternehmen, Hochschulen, Diaspora-Organisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen. Mehr als 600 Organisationen beteiligten sich nach Angaben der britischen Regierung an dem fünfmonatigen Verfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die daraus entwickelte Afrika-Politik setzt auf sieben Arbeitsfelder. Dazu gehören Handel und Investitionen, Migration, Klima und Energie, Frieden und Sicherheit, Gesundheit und Bildung, eine stärkere afrikanische Vertretung in internationalen Institutionen sowie Zusammenarbeit in Forschung, Technologie und Kultur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chatham House bezeichnet diesen Ansatz als pragmatische Grundlage, sieht darin aber noch keinen umfassenden Neustart der britisch-afrikanischen Beziehungen. Die einzelnen Vorhaben müssten stärker miteinander verbunden und auf konkrete Länder und Wirtschaftsbereiche zugeschnitten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aufgabe fällt in eine Phase wachsender Haushaltszwänge. Nach Berechnungen des Instituts soll die regionale bilaterale Unterstützung für Afrika innerhalb von drei Jahren um 52 Prozent sinken. Die Kürzungen sind Teil der Entscheidung, mehr öffentliche Mittel für Verteidigung bereitzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Langfristige Programme könnten dadurch erheblich eingeschränkt werden. Chatham House warnt zugleich vor einem Vertrauensverlust bei afrikanischen Partnern, wenn politische Ankündigungen nicht durch sichtbare Umsetzung und eine ausreichende diplomatische Präsenz begleitet werden.</p>



<h2 id="h-deutschland-dient-als-beispiel-fur-mehr-koordination" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-dient-als-beispiel-fuer-mehr-koordination">Deutschland dient als Beispiel für mehr Koordination</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Orientierung verweist Chatham House auf die stärker handels- und investitionsbezogene deutsche Afrikapolitik. Deutschland habe Entwicklungsfinanzierung, industrielle Interessen und die Mobilisierung privaten Kapitals enger miteinander verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wolfgang-stefinger-marshallplan-mit-afrika-war-der-richtige-schritt/" data-type="post" data-id="14003">Besonders erwähnt wird der frühere „Marshallplan mit Afrika“. </a>Dabei handelte es sich nicht um ein einzelnes Förderprogramm, sondern um einen politischen Rahmen, aus dem Reformpartnerschaften mit ausgewählten afrikanischen Staaten hervorgingen. Finanzielle Unterstützung wurde dabei mit politischen und wirtschaftlichen Reformen verbunden, die das Investitionsklima verbessern und privates Kapital anziehen sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien solle dieses Modell nicht kopieren, könne aber dessen Grundprinzipien übernehmen. Dazu zählt Chatham House klarere Prioritäten, eine bessere Abstimmung zwischen Ministerien und ein verständliches Angebot an britische Unternehmen und afrikanische Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">London verfügt bereits über mehrere öffentliche Finanzierungsinstrumente. UK Export Finance sichert britische Exportgeschäfte und Investitionen ab. British International Investment finanziert Unternehmen und Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Hinzu kommen die Finanzmärkte und Vermögensverwalter der City of London.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Instrumente könnten gemeinsam eingesetzt werden, um Risiken zu senken, weitere Geldgeber zu gewinnen und Investitionen in Infrastruktur, Energie und industrielle Produktion zu ermöglichen.</p>



<h2 id="h-rohstoffe-sollen-starker-in-afrika-verarbeitet-werden" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-sollen-staerker-in-afrika-verarbeitet-werden">Rohstoffe sollen stärker in Afrika verarbeitet werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Möglichkeiten sieht Chatham House bei kritischen Rohstoffen. Länder wie die Demokratische Republik Kongo, Sambia und Namibia wollen ihre Rolle als reine Lieferanten unverarbeiteter Rohstoffe überwinden. Sie drängen auf mehr Verarbeitung, industrielle Produktion und Beschäftigung im eigenen Land.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Prime_Minister_Andy_Burnham_arrives_at_10_Downing_Street_55405705142-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-29022 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Prime_Minister_Andy_Burnham_arrives_at_10_Downing_Street_55405705142-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Prime_Minister_Andy_Burnham_arrives_at_10_Downing_Street_55405705142-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Prime_Minister_Andy_Burnham_arrives_at_10_Downing_Street_55405705142-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Prime_Minister_Andy_Burnham_arrives_at_10_Downing_Street_55405705142-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Prime_Minister_Andy_Burnham_arrives_at_10_Downing_Street_55405705142-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Prime_Minister_Andy_Burnham_arrives_at_10_Downing_Street_55405705142-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Prime_Minister_Andy_Burnham_arrives_at_10_Downing_Street_55405705142.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien wiederum benötigt Rohstoffe für erneuerbare Energien, Batterien und neue Technologien. Daraus könne eine Zusammenarbeit entstehen, die nicht allein den Zugang britischer Unternehmen zu Rohstoffen absichert. Investitionen müssten zugleich Infrastruktur, berufliche Qualifizierung und lokale Wertschöpfung fördern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nennt das Institut <a href="https://fokus-afrika.de/guinea-mamadi-doumbouya-vereidigt-und-offiziell-als-praesident-ins-amt-eingefuehrt/" data-type="post" data-id="23671">das Programm Simandou 2040 in Guinea</a>. UK Export Finance unterstützt dort mit einer Garantie von 1,8 Milliarden Pfund ein Paket von Infrastrukturvorhaben im Zusammenhang mit dem Eisenerzprojekt Simandou. Die Finanzierung soll weitere Investitionen in Transport, Energie und die Modernisierung staatlicher Strukturen anstoßen.</p>



<h2 id="h-london-soll-diplomatische-prasenz-bewahren" class="wp-block-heading"><span id="london-soll-diplomatische-praesenz-bewahren">London soll diplomatische Präsenz bewahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chatham House warnt davor, neben der Entwicklungsfinanzierung auch die diplomatische Präsenz weiter zu reduzieren. Botschaften und Hochkommissionen verfügten über politische Kontakte, Kenntnisse lokaler Märkte und Netzwerke zu Unternehmen und Regierungen. Weitere Einschnitte würden die Fähigkeit Großbritanniens schwächen, wirtschaftliche Chancen frühzeitig zu erkennen und verlässliche Beziehungen aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institut schlägt zudem vor, die Zuständigkeit für Afrika organisatorisch stärker von der klassischen Entwicklungspolitik zu trennen. Ein eigener Afrika-Berater des Premierministers könne die Zusammenarbeit zwischen Ministerien verbessern und verdeutlichen, dass London afrikanische Staaten nicht ausschließlich aus entwicklungspolitischer Sicht betrachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien unterhält bereits strategische Partnerschaften mit Kenia, Nigeria und Südafrika. Mit Kenia will London den Handel in ausgewählten Bereichen bis 2030 verdoppeln. Mit Nigeria besteht eine erweiterte Handels- und Investitionspartnerschaft. <a href="https://fokus-afrika.de/jbel-sahara-2025-marokko-und-grossbritannien-staerken-militaerische-partnerschaft/" data-type="post" data-id="20663">Hinzu kommen Vereinbarungen mit Marokko über Infrastrukturprojekte im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2030</a> und eine vertiefte Wachstumspartnerschaft mit Südafrika. </p>



<h2 id="h-britische-g20-prasidentschaft-als-diplomatischer-hebel" class="wp-block-heading"><span id="britische-g20-praesidentschaft-als-diplomatischer-hebel">Britische G20-Präsidentschaft als diplomatischer Hebel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Handel und Investitionen soll London afrikanische Forderungen nach Reformen internationaler Institutionen unterstützen. Dazu gehören eine stärkere Vertretung in multilateralen Gremien, Veränderungen bei Weltbank und Internationalem Währungsfonds sowie eine größere afrikanische Rolle innerhalb der G20.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien übernimmt 2027 den Vorsitz der G20. Chatham House sieht darin eine Gelegenheit, afrikanische Positionen bei Schulden, Investitionsfinanzierung und globaler Wirtschaftsordnung stärker auf die Tagesordnung zu setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die britische Afrika-Politik von 2025 enthält bereits entsprechende Zusagen. London unterstützt einen zusätzlichen Sitz für Staaten südlich der Sahara im Exekutivdirektorium des Internationalen Währungsfonds und fordert mehr Stimmrechte für einkommensschwache Länder bei der Weltbank. Die britische Regierung verwies bei der Vorstellung ihrer Afrika-Politik darauf, dass rund 800 Millionen Menschen auf dem Kontinent in Staaten leben, die mehr für Zinsen als für ihre Gesundheitssysteme ausgeben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chatham House nennt außerdem technische Zusammenarbeit bei Steuerverwaltung, öffentlichen Finanzen, digitaler Verwaltung und der Vorbereitung großer Investitionsprojekte. Solche Programme könnten staatliche Institutionen langfristig stärken, auch wenn sie finanziell weniger sichtbar seien als große Förderzusagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien soll zugleich sein Engagement in Konflikten fortsetzen. Dazu gehören humanitäre Hilfe und diplomatische Bemühungen im Sudan sowie Maßnahmen zur Stabilisierung konfliktbetroffener Regionen. Die Regierung arbeitet außerdem mit der Afrikanischen Union und afrikanischen Staaten bei Friedensförderung, Grenzsicherheit und der Bekämpfung organisierter Schleusernetzwerke zusammen.</p>
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		<item>
		<title>Macron will schnellere Aufrüstung – Frankreich wird in Afrika militärisch aktiv</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-will-schnellere-aufruestung-frankreich-wird-in-afrika-militaerisch-aktiv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 23:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>36 Milliarden Euro zusätzlich, mehr Munition und eine stärkere europäische Rüstungsindustrie: Emmanuel Macron beschleunigt Frankreichs Aufrüstung. Auch die neu ausgerichteten Militärpartnerschaften in Afrika werden Teil seiner Sicherheitsstrategie bis 2030.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-will-schnellere-aufruestung-frankreich-wird-in-afrika-militaerisch-aktiv%2F&amp;action_name=Macron%20will%20schnellere%20Aufr%C3%BCstung%20%E2%80%93%20Frankreich%20wird%20in%20Afrika%20milit%C3%A4risch%20aktiv&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will seine Streitkräfte bis 2030 mit zusätzlichen 36 Milliarden Euro ausstatten und zugleich die militärische Handlungsfähigkeit Europas ausbauen. Präsident Emmanuel Macron kündigte am Vorabend des französischen Nationalfeiertags höhere Investitionen in Munition, Luftverteidigung, Drohnen, Weltraumtechnik und nukleare Abschreckung an. Zugleich erklärte er, Frankreich müsse seine neu ausgerichteten Partnerschaften in Afrika dauerhaft militärisch absichern. Paris verbindet die nationale Aufrüstung damit stärker mit europäischen Industrieprojekten und internationalen Sicherheitskooperationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner traditionellen Rede an die Streitkräfte im Pariser Verteidigungsministerium verwies Macron auf eine zunehmend unsichere Weltlage. Frankreich müsse in der Lage sein, gegenwärtige Konflikte zu bewältigen und sich zugleich auf mögliche Kriege der kommenden Jahre vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Verteidigungsbudget soll bereits 2027 auf 64 Milliarden Euro steigen. Dieses Ziel war ursprünglich erst für 2030 vorgesehen. Innerhalb von zehn Jahren hätte Frankreich damit seine jährlichen Militärausgaben verdoppelt.&nbsp;</p>



<h2 id="h-weitere-36-milliarden-euro-bis-2030" class="wp-block-heading"><span id="weitere-36-milliarden-euro-bis-2030">Weitere 36 Milliarden Euro bis 2030</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 plant Frankreich zusätzliche Verteidigungsausgaben von 36 Milliarden Euro. Die Mittel sollen vor allem in größere Munitionsbestände und eine bessere Einsatzbereitschaft fließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Investitionen sind für Frühwarnsysteme, Weltraumfähigkeiten, weitreichende Waffensysteme und die bodengestützte Luftverteidigung vorgesehen. Macron kündigte zudem eine Stärkung der französischen nuklearen Abschreckung an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Streitkräfte sollen außerdem besser auf Drohnenangriffe, elektronische Kriegführung und hochintensive Gefechte vorbereitet werden. Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Cyberabwehr und maritime Fähigkeiten gehören ebenfalls zu den genannten Schwerpunkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Bestellungen und Lieferungen sollen noch 2026 erfolgen. Frankreich führt zugleich ein neues System staatlicher Alarmbereitschaft ein. Im September soll außerdem ein neuer nationaler Dienst innerhalb der Streitkräfte beginnen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-europa-soll-als-militarische-macht-handeln" class="wp-block-heading"><span id="europa-soll-als-militaerische-macht-handeln">Europa soll als militärische Macht handeln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron verband die französische Aufrüstung mit einem erneuten Plädoyer für eine strategisch eigenständigere Europäische Union. Europa entwickle sich zu einer Macht, die auf souveränen Mitgliedstaaten beruhe, zugleich aber gemeinsam handeln und sich verteidigen müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Frieden ist unser Ziel, wir schätzen Freiheit und Recht, und wir sind bereit, für ihre Verteidigung zu kämpfen, wenn nötig auch um den Preis von Blut“, sagte Macron.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/merz-skizziert-europas-anspruch-auf-neue-partnerschaften/">Frankreich setzt dabei auf Koalitionen europäischer und außereuropäischer Partner.</a> Als Beispiel nannte der Präsident die gemeinsam mit Großbritannien aufgebaute „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine. Daran beteiligen sich neben europäischen Staaten auch Kanada und Demokratien aus dem Indopazifik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron bezeichnete diese Zusammenarbeit als Ausdruck eines strategischen Erwachens Europas. Die europäischen Staaten müssten ihre Sicherheit stärker selbst organisieren, ohne ihre nationalen Entscheidungsrechte aufzugeben.&nbsp;</p>



<h2 id="h-frankreich-verweist-auf-takuba-und-seine-afrika-strategie" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-verweist-auf-takuba-und-seine-afrika-strategie">Frankreich verweist auf Takuba und seine Afrika-Strategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede stellte Macron die europäischen Verteidigungsinitiativen ausdrücklich in eine Linie mit der früheren Einsatzgruppe Takuba in der Sahelzone. Frankreich habe dort als Rahmennation Streitkräfte mehrerer europäischer Staaten zusammengeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 2020 gegründete Taskforce sollte malische Einheiten im Kampf gegen dschihadistische Gruppen unterstützen. Das Projekt endete jedoch im Zuge des Abzugs französischer und europäischer Truppen aus Mali. Die Beziehungen zwischen Paris und mehreren Staaten der Sahelzone verschlechterten sich danach deutlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/">Macron erklärte nun, Frankreich müsse auch künftig dort präsent sein, wo Partner Unterstützung erwarteten. </a>Dazu zählte er die Ukraine, den Nahen und Mittleren Osten, den Indopazifik und Afrika.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28784 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/695755909_18576107482046016_6692227345188061179_n-1160x773.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Fähigkeit, die „neu gestalteten“ Partnerschaften auf dem afrikanischen Kontinent fortzuführen, werde darüber mitentscheiden, ob das Land den sicherheitspolitischen Anforderungen des Jahres 2030 gewachsen sei. Konkrete afrikanische Staaten oder neue militärische Missionen nannte er nicht. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Formulierung verweist auf den Umbau der französischen Militärpräsenz in Afrika. Paris hat seine dauerhaften Truppenkontingente in mehreren Ländern reduziert und setzt stärker auf Ausbildung, Beratung und Kooperation auf Anfrage der jeweiligen Regierungen.</p>



<h2 id="h-rustungsindustrie-soll-schneller-produzieren" class="wp-block-heading"><span id="ruestungsindustrie-soll-schneller-produzieren">Rüstungsindustrie soll schneller produzieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron forderte die französische und europäische Rüstungsindustrie auf, größere Mengen in kürzerer Zeit herzustellen. Nicht allein vorhandene Waffenbestände bestimmten inzwischen die militärische Stärke, sondern die Fähigkeit, Munition und Systeme kontinuierlich nachzuproduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es sind nicht mehr die bestehenden Arsenale, sondern die Produktionskapazitäten, die Gegner abschrecken können“, sagte der Präsident mit Blick auf die Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich habe vor mehr als vier Jahren eine „Kriegswirtschaft“ eingeleitet, doch die bisherigen Fortschritte reichten nicht aus. Öffentliche und private Investitionen müssten steigen. Unternehmen sollten mehr Risiken eingehen und neue Systeme auch dann entwickeln, wenn noch keine vollständigen staatlichen Bestellungen vorlägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron warb zugleich für europäische Standards und eine stärkere Bevorzugung europäischer Rüstungsgüter. Bei Drohnen, Abfangsystemen, Raketen und Munition produziere Europa bislang weder schnell noch in ausreichender Menge. Lange Lieferzeiten schwächten auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter.&nbsp;</p>



<h2 id="h-macron-bedauert-scheitern-des-europaischen-kampfjets" class="wp-block-heading"><span id="macron-bedauert-scheitern-des-europaeischen-kampfjets">Macron bedauert Scheitern des europäischen Kampfjets</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Präsident bestätigte zugleich das Scheitern des deutsch-französisch-spanischen Projekts für ein gemeinsames europäisches Luftkampfsystem. Das sogenannte Future Combat Air System, in Frankreich SCAF genannt, sollte einen neuen Kampfjet mit Drohnen und vernetzten Waffensystemen verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron äußerte „tiefes Bedauern“ über das Scheitern, forderte jedoch eine Fortsetzung anderer europäischer Rüstungsprojekte. Er nannte das Luftverteidigungssystem SAMP/T der nächsten Generation, das Frühwarnprojekt JEWEL, weitreichende Waffensysteme und die Zusammenarbeit beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Europa dürfe nationale Interessen nicht so verfolgen, dass daraus neue Verzögerungen entstünden. „Patriotismus ja, Nationalismus niemals“, sagte Macron. Es sei falsch, wenn jeder Staat parallel eigene Fähigkeiten aufbaue, während Europa insgesamt schneller und effizienter produzieren müsse.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-will-schnellere-aufruestung-frankreich-wird-in-afrika-militaerisch-aktiv/">Macron will schnellere Aufrüstung – Frankreich wird in Afrika militärisch aktiv</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Russland plant neue Afrika-Strategie – Lawrow will &#8220;afrikanische Souveränität&#8221; stärken</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russland-plant-neue-afrika-strategie-lawrow-will-afrikanische-souveraenitaet-staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 23:14:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russland bereitet für Ende Oktober den dritten Afrika-Gipfel in Moskau vor. Ein neuer Aktionsplan soll Handel, Investitionen und politische Zusammenarbeit bis 2029 ordnen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussland-plant-neue-afrika-strategie-lawrow-will-afrikanische-souveraenitaet-staerken%2F&amp;action_name=Russland%20plant%20neue%20Afrika-Strategie%20%E2%80%93%20Lawrow%20will%20%26%238220%3Bafrikanische%C2%A0Souver%C3%A4nit%C3%A4t%26%238221%3B%20st%C3%A4rken&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russland-plant-neue-afrika-strategie-lawrow-will-afrikanische-souveraenitaet-staerken/">Russland plant neue Afrika-Strategie – Lawrow will &#8220;afrikanische Souveränität&#8221; stärken</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Russland will beim dritten Russland-Afrika-Gipfel in Moskau einen dreijährigen Aktionsplan für die Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten beschließen. Das Treffen ist für Ende Oktober 2026 angesetzt. Der Plan soll die wirtschaftlichen, politischen und sicherheitspolitischen Beziehungen von 2027 bis 2029 strukturieren. Außenminister Sergej Lawrow stellte zugleich einen weiteren Ausbau der diplomatischen Präsenz Russlands auf dem Kontinent in Aussicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow kündigte die Vorhaben bei einer Sitzung des Wirtschaftsrates des russischen Außenministeriums in Moskau an. Im Zentrum der Beratungen standen die Vorbereitung des Gipfels und bessere Bedingungen für russische Unternehmen auf afrikanischen Märkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Russland wird die afrikanischen Länder weiterhin bei ihren Bemühungen unterstützen, ihre Souveränität in allen Bereichen zu stärken“, sagte Lawrow. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-risiken-und-chancen-kritischer-rohstoffe/" type="post" id="25411">Dazu zählte er das Recht, natürliche Ressourcen eigenständig zu verwalten und nationale Entwicklungswege selbst zu bestimmen.</a></p>



<h2 id="h-aktionsplan-fur-die-jahre-2027-bis-2029" class="wp-block-heading"><span id="aktionsplan-fuer-die-jahre-2027-bis-2029">Aktionsplan für die Jahre 2027 bis 2029</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundlage des geplanten Aktionsplans wurde nach russischen Angaben bei der zweiten Ministerkonferenz des Russland-Afrika-Partnerschaftsforums im Dezember 2025 in Kairo vereinbart. Das Dokument soll beim Gipfel in Moskau verabschiedet werden und als strategischer Rahmen für die folgenden drei Jahre dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Inhalte nannte Lawrow zunächst nicht. Seine Ausführungen verwiesen jedoch auf Handel, Investitionen, Rohstoffe, Energie und die Unterstützung russischer Unternehmen beim Markteintritt in afrikanischen Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Gipfel soll erneut ein Wirtschafts- und Humanitärforum stattfinden. Russische Unternehmen und Wirtschaftsverbände sollen sich an der Vorbereitung seiner Agenda beteiligen und Vorschläge für die praktische Zusammenarbeit einbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen in Moskau wäre der dritte Gipfel dieser Art. Die erste Zusammenkunft fand 2019 im russischen Sotschi statt, die zweite 2023 in Sankt Petersburg. Die Formate gehören zu Moskaus zentralen Instrumenten, um politische Kontakte mit afrikanischen Regierungen zu bündeln und wirtschaftliche Projekte anzubahnen.</p>



<h2 id="h-handelsvolumen-steigt-auf-mehr-als-27-milliarden-dollar" class="wp-block-heading"><span id="handelsvolumen-steigt-auf-mehr-als-27-milliarden-dollar">Handelsvolumen steigt auf mehr als 27 Milliarden Dollar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Handel mit afrikanischen Staaten überstieg im vergangenen Jahr nach Angaben Lawrows ein Volumen von 27 Milliarden US-Dollar. Er sprach von einem schnellen Wachstum, räumte jedoch ein, dass der Gesamtumfang weiterhin ausbaufähig sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russlands Handelsbeziehungen mit Afrika bleiben damit deutlich kleiner als die des Kontinents mit der Europäischen Union oder China. Moskau konzentriert sich unter anderem auf Energie, Bergbau, Landwirtschaft, Getreide, Düngemittel, Rüstungsgüter und zivile Nukleartechnik.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="480" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/СВЛ_Деловой-совет.jpg" alt="" class="wp-image-28511 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/СВЛ_Деловой-совет.jpg 720w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/СВЛ_Деловой-совет-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/СВЛ_Деловой-совет-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der wirtschaftlichen Zusammenarbeit wird durch staatliche Abkommen begleitet. In mehreren afrikanischen Ländern sind russische Unternehmen an Projekten im Rohstoff- und Energiesektor interessiert. Zugleich versucht Moskau, neue Absatzmärkte für russische Produkte und Dienstleistungen zu erschließen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung des Wirtschaftsrates diente deshalb auch dazu, Erfahrungen russischer Unternehmen auf afrikanischen Märkten auszuwerten. Das Außenministerium wolle wissen, welche politischen, rechtlichen und finanziellen Hindernisse ihre Tätigkeit erschwerten, erklärte Lawrow.</p>



<h2 id="h-moskau-erweitert-diplomatische-prasenz-in-afrika" class="wp-block-heading"><span id="moskau-erweitert-diplomatische-praesenz-in-afrika">Moskau erweitert diplomatische Präsenz in Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russland baut zugleich sein diplomatisches Netzwerk auf dem Kontinent aus. Im vergangenen Jahr eröffnete Moskau Botschaften in Niger, Sierra Leone und Südsudan. Im Außenministerium wurde außerdem eine eigene Abteilung für die Partnerschaft mit Afrika eingerichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als nächste Standorte nannte Lawrow Gambia, Liberia, Togo und die Komoren. Mit den geplanten Vertretungen will Russland seine Präsenz vor allem in Westafrika und im Indischen Ozean verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausweitung folgt auf mehrere Jahre intensiverer diplomatischer Kontakte. <a href="https://fokus-afrika.de/lawrow-und-ashipala-musavyi-beraten-in-moskau-ueber-afrikanische-konflikte/">Innerhalb von 18 Monaten hätten afrikanische Staatsoberhäupter insgesamt 17 Besuche in Russland absolviert, sagte Lawrow. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskaus Beziehungen zu afrikanischen Regierungen haben sich seit den 2010er-Jahren verdichtet. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 gewann der Kontinent für die russische Außenpolitik weiter an Gewicht. <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-und-russland-vertiefen-militaerische-zusammenarbeit/">Russland sucht dort politische Unterstützung in internationalen Organisationen, neue Absatzmärkte und Partner zur Umgehung westlicher Sanktionen.</a></p>



<h2 id="h-russland-beruft-sich-auf-sowjetische-vergangenheit" class="wp-block-heading"><span id="russland-beruft-sich-auf-sowjetische-vergangenheit">Russland beruft sich auf sowjetische Vergangenheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow stellte die heutige Afrika-Politik erneut in die Tradition der Sowjetunion. Diese habe afrikanische Unabhängigkeitsbewegungen unterstützt und zur Gründung und Festigung neuer Staaten beigetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die damalige Hilfe bezeichnete er als umfassend und unentgeltlich. Diese Darstellung gehört seit Jahren zur russischen Kommunikation gegenüber afrikanischen Staaten. Moskau grenzt seine Zusammenarbeit dabei regelmäßig von den früheren Kolonialmächten und westlichen Partnern ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Heute setzt Afrika seine Bemühungen um wirtschaftliche Unabhängigkeit mit Unterstützung regionaler Integrationsorganisationen und der Afrikanischen Union fort“, sagte Lawrow. Den Kontinent beschrieb er als ein Zentrum einer entstehenden multipolaren Weltordnung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/01-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28514 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/01-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/01-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/01-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/01-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/01-2048x1363.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/01-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/01-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/01-1160x772.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Russland verbindet diese Rhetorik mit der Forderung nach weniger westlichem Einfluss und einer stärkeren staatlichen Kontrolle über Rohstoffe. Mehrere afrikanische Regierungen, besonders im Sahel, haben ihre Beziehungen zu Moskau ausgebaut, nachdem sie die militärische und politische Zusammenarbeit mit Frankreich und anderen westlichen Staaten eingeschränkt hatten.</p>
</div></div>



<h2 id="h-sicherheit-bleibt-wichtiger-teil-der-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="sicherheit-bleibt-wichtiger-teil-der-beziehungen">Sicherheit bleibt wichtiger Teil der Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitische Zusammenarbeit bildet einen weiteren Schwerpunkt der russischen Afrika-Politik. Russland liefert militärische Ausrüstung, bildet Streitkräfte aus und schließt Verteidigungsabkommen mit Regierungen, die mit Aufständen, Terrorismus oder innerstaatlichen Konflikten konfrontiert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders eng sind die Beziehungen zu mehreren militärisch geführten Staaten im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a>. Dort präsentieren die Regierungen die Zusammenarbeit mit Russland als Teil einer souveräneren Sicherheits- und Außenpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau wiederum beschreibt sich als Partner ohne politische Bedingungen. Kritiker verweisen dagegen auf russische Sicherheitsstrukturen, wirtschaftliche Interessen an Rohstoffen und die Unterstützung autoritärer Regierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow ging in seiner Rede nicht näher auf militärische Kooperationen ein. Der Schwerpunkt lag auf wirtschaftlichen Projekten, diplomatischer Präsenz und der Vorbereitung des Gipfels im Oktober. An dessen Agenda sollen neben Regierungsvertretern auch russische Unternehmen und Organisationen mit Afrika-Geschäft mitwirken.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russland-plant-neue-afrika-strategie-lawrow-will-afrikanische-souveraenitaet-staerken/">Russland plant neue Afrika-Strategie – Lawrow will &#8220;afrikanische Souveränität&#8221; stärken</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>SIPRI-Jahresbericht: Alabali Radovan warnt vor reiner Aufrüstung – Deutschland auf Platz 4</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 11:02:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SIPRI meldet globale Militärausgaben auf Höchststand, schwere Konflikte in Sudan und Nigeria und wachsende nukleare Risiken. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan warnt vor einem Sicherheitsdenken, das allein auf Aufrüstung setzt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4%2F&amp;action_name=SIPRI-Jahresbericht%3A%20Alabali%20Radovan%20warnt%20vor%20reiner%20Aufr%C3%BCstung%20%E2%80%93%20Deutschland%20auf%20Platz%204&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sipri-jahresbericht-alabali-radovan-warnt-vor-reiner-aufruestung-deutschland-auf-platz-4/">SIPRI-Jahresbericht: Alabali Radovan warnt vor reiner Aufrüstung – Deutschland auf Platz 4</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan stellt Entwicklungspolitik angesichts steigender Militärausgaben und anhaltender Konflikte als Teil deutscher Sicherheitspolitik heraus. Die Erklärung erfolgte am Montag zum Jahresbericht 2026 des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI. Der Bericht zeichnet für 2025 ein Bild zunehmender Aufrüstung, wachsender nuklearer Risiken und hoher Gewalt in mehreren Weltregionen. Für Afrika nennt SIPRI unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a> unter den fünf größten bewaffneten Konflikten nach geschätzten Todeszahlen.</p>



<h2 id="h-entwicklungspolitik-als-teil-von-sicherheit" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungspolitik-als-teil-von-sicherheit">Entwicklungspolitik als Teil von Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan verband ihre Stellungnahme mit einer politischen Abgrenzung gegen ein Sicherheitsverständnis, das vor allem auf militärische Stärke setzt. „Die Krisen und Konflikte unserer Zeit sind menschengemacht. Es liegt also auch in unserer Macht, sie zu beenden“, erklärte die SPD-Politikerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie betonte zugleich die Rolle militärischer Abschreckung gegenüber Aggressoren. „Gegenüber Aggressoren ist Abschreckung unabdingbar, aber wer heute nur auf Aufrüstung setzt, denkt zu kurz“, sagte die Ministerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan formulierte <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus/" type="post" id="24604">Entwicklungspolitik als dritte Säule neben Diplomatie und Verteidigung. </a>„Atomwaffen und Panzer schaffen Abschreckung, Frieden aber entsteht durch Perspektiven für Menschen. Entwicklungspolitik ist unverzichtbar im Dreiklang mit Diplomatie und Verteidigung, um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.“</p>



<h2 id="h-weltweite-militarausgaben-auf-sipri-hochststand" class="wp-block-heading"><span id="weltweite-militaerausgaben-auf-sipri-hoechststand">Weltweite Militärausgaben auf SIPRI-Höchststand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI beziffert die weltweiten Militärausgaben im Jahr 2025 auf 2,9 Billionen US-Dollar. Das entspricht 2,5 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und dem höchsten Wert, den das Institut bislang <a href="https://www.sipri.org/sites/default/files/2026-06/yb26_summary_en_0.pdf">erfasst</a> hat. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-gibt-mehr-fuer-militaer-aus-als-ganz-afrika/" type="post" id="26892">Die Ausgaben stiegen demnach im elften Jahr in Folge.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26894 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland rangiert in der SIPRI-Liste der größten Militärausgaben 2025 auf Platz vier. Die deutschen Ausgaben werden mit 114 Milliarden US-Dollar angegeben, ein realer Anstieg um 24 Prozent gegenüber 2024. Vor Deutschland liegen die Vereinigten Staaten mit 954 Milliarden US-Dollar, China mit geschätzten 336 Milliarden US-Dollar und Russland mit geschätzten 190 Milliarden US-Dollar.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/" type="post" id="25512">In Afrika stiegen die Militärausgaben nach SIPRI-Angaben um 8,5 Prozent auf 58,2 Milliarden US-Dollar. </a>Europa verzeichnete mit 14 Prozent den stärksten regionalen Zuwachs und kam auf 864 Milliarden US-Dollar.</p>



<h2 id="h-konflikte-in-49-staaten" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-in-49-staaten">Konflikte in 49 Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI registrierte 2025 bewaffnete Konflikte in 49 Staaten. Die Zahl lag damit leicht unter dem Vorjahr, doch die Zahl zwischenstaatlicher bewaffneter Konflikte verdoppelte sich von drei auf sechs. Betroffen waren unter anderem Afghanistan und Pakistan, Indien und Pakistan, Iran und Israel mit den Vereinigten Staaten, Russland und Nordkorea gegen die Ukraine sowie die Demokratische Republik Kongo und Ruanda.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geschätzte Zahl konfliktbedingter Todesopfer sank leicht auf 238.000. SIPRI weist zugleich darauf hin, dass dieser Wert höher lag als in jedem anderen Jahr seit 2018, dem Beginn der konsistent vergleichbaren Datenreihe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den fünf größten bewaffneten Konflikten nach geschätzten Todeszahlen gehörten 2025 die Ukraine, Sudan, Israel-Palästina, Myanmar und Nigeria. Für Sudan nennt SIPRI 18.447 konfliktbedingte Todesopfer, für Nigeria 12.096. Damit stehen zwei afrikanische Konfliktlagen in der Gruppe der schwersten Gewaltkontexte des Jahres.</p>



<h2 id="h-afrika-zwischen-konflikten-hunger-und-vertreibung" class="wp-block-heading"><span id="afrika-zwischen-konflikten-hunger-und-vertreibung">Afrika zwischen Konflikten, Hunger und Vertreibung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sub-Sahara-Afrika bleibt nach SIPRI-Angaben von mehreren Sicherheitskrisen gleichzeitig betroffen. Das Institut nennt bewaffnete Konflikte, terroristische Bedrohungen, schwache Regierungsführung, extreme Armut, Klimarisiken und geopolitischen Wettbewerb um Einfluss und Ressourcen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region beherbergte 2025 mehr als 45 Prozent der weltweit Binnenvertriebenen. Zugleich waren nach SIPRI-Schätzung 167 Millionen Menschen in Afrika von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Das Institut bezeichnet diese Zahl als Rekordwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei den multilateralen Friedenseinsätzen zeigt der Bericht eine Verschiebung. Weltweit waren 2025 noch 58 Friedensoperationen aktiv, drei weniger als im Vorjahr. Die Zahl fiel damit erstmals seit 2016 unter 60. Das eingesetzte internationale Personal in Friedensoperationen sank innerhalb eines Jahrzehnts um fast 49 Prozent, von 152.803 Personen im Dezember 2016 auf 78.633 im Dezember 2025. Der Rückgang 2025 geht vor allem auf Kürzungen in Sub-Sahara-Afrika zurück, wo weiterhin die meisten Kräfte eingesetzt waren.</p>



<h2 id="h-atomwaffenstaaten-modernisieren-ihre-arsenale" class="wp-block-heading"><span id="atomwaffenstaaten-modernisieren-ihre-arsenale">Atomwaffenstaaten modernisieren ihre Arsenale</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der SIPRI-Jahresbericht verweist auch auf eine angespannte nukleare Lage. Zu Beginn des Jahres 2026 verfügten neun Staaten zusammen über rund 12.187 Atomwaffen. Dazu zählen die Vereinigten Staaten, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von diesen Waffen befanden sich 9.745 in militärischen Beständen und galten als potenziell einsatzfähig. Rund 4.012 Sprengköpfe waren bei Einsatzkräften stationiert. Etwas mehr als die Hälfte dieser stationierten Sprengköpfe wurde nach SIPRI-Einschätzung in hoher Einsatzbereitschaft auf ballistischen Raketen gehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI stellt fest, dass alle neun Atomwaffenstaaten ihre Arsenale 2025 weiter stärkten. Einige stationierten neue atomare oder atomwaffenfähige Systeme. Die Vereinigten Staaten und Russland besaßen zusammen fast 86 Prozent aller nuklearen Sprengköpfe.</p>



<h2 id="h-rustungstransfers-erreichen-neuen-hochststand-seit-dem-kalten-krieg" class="wp-block-heading"><span id="ruestungstransfers-erreichen-neuen-hoechststand-seit-dem-kalten-krieg">Rüstungstransfers erreichen neuen Höchststand seit dem Kalten Krieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der internationale Handel mit großen Waffensystemen nahm zu. SIPRI zufolge erreichte das Volumen der internationalen Transfers großer Waffen im Zeitraum 2021 bis 2025 den höchsten Stand seit Ende des Kalten Krieges. Gegenüber 2016 bis 2020 stieg es um 9,2 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">Vereinigten Staaten</a> blieben mit einem Anteil von 42 Prozent der größte Waffenexporteur. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a> folgte mit 9,8 Prozent, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> mit 6,8 Prozent, Deutschland mit 5,7 Prozent und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> mit 5,6 Prozent. Die Waffenexporte der 27 EU-Mitgliedstaaten zusammen stiegen im Vergleich der beiden Fünfjahreszeiträume um 36 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Importen verschob sich das Gewicht stark nach Europa. Die europäischen Waffenimporte stiegen zwischen 2016 bis 2020 und 2021 bis 2025 um 210 Prozent. Afrika verzeichnete im selben Zeitraum einen Rückgang um 41 Prozent.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Washington macht Afrika zum Testfeld seiner neuen Interessenpolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/washington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 00:22:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrika wird zum Prüfstein der neuen US-Außenpolitik. Washington setzt auf Handel, kritische Rohstoffe, Sicherheit und Migration – und stellt klassische Entwicklungshilfe stärker unter den Vorbehalt amerikanischer Interessen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwashington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik%2F&amp;action_name=Washington%20macht%20Afrika%20zum%20Testfeld%20seiner%20neuen%20Interessenpolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die USA stellen ihre Afrika-Politik auf Handel, Rohstoffe, Sicherheit und Migration um und ordnen Entwicklungshilfe künftig stärker ihren nationalen Interessen unter. Die neue Linie wurde in Washington gleich doppelt sichtbar: in einer Grundsatzrede des Afrika-Direktors im State Department, Nick Checker, und in der Haushaltsanhörung von Außenminister Marco Rubio zum Etat 2027. Afrika wird damit zu einem zentralen Schauplatz der neuen amerikanischen Außenpolitik. Im Mittelpunkt stehen kritische Mineralien, Infrastruktur, Friedensdiplomatie, globale Gesundheit und eine deutlich härtere Bewertung von Auslandshilfe.</p>



<h2 id="h-afrika-ruckt-aus-der-entwicklungsecke" class="wp-block-heading"><span id="afrika-rueckt-aus-der-entwicklungsecke">Afrika rückt aus der Entwicklungsecke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nick Checker, Deputy Assistant Secretary im Bureau of African Affairs des State Department, beschrieb beim Africa Day Forum einen grundlegenden Kurswechsel. <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/">Die USA wollten Afrika nicht länger vor allem durch die Brille von Entwicklungspolitik betrachten.</a> Stattdessen gehe es um Sicherheit, Handel, Migration, Gegenseitigkeit und messbare Ergebnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker sprach von einer notwendigen Abkehr von früheren Ansätzen, die nach seiner Darstellung zu oft auf moralische Appelle, große Ankündigungen und nicht ausreichend finanzierte Initiativen gesetzt hätten. Afrikanische Regierungen erwarteten Investitionen, Handel und Infrastruktur, nicht Belehrungen und unerfüllte Versprechen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27871 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1536x1025.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/55310781545_5bcdebda8d_o.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die neue Linie stützt sich auf ein Prinzip, das auch Rubio in der Haushaltsanhörung betonte: <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/">Außenpolitik soll direkt dem nationalen Interesse der Vereinigten Staaten dienen.</a> Diplomatie, Auslandshilfe, Energiepolitik, Grenzpolitik und Wirtschaftspolitik werden dabei als zusammenhängende Instrumente amerikanischer Stärke beschrieben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika bedeutet das eine Verschiebung der Prioritäten. Washington will den Kontinent stärker als Partner für Lieferketten, Rohstoffe, Märkte und sicherheitspolitische Stabilisierung behandeln. Entwicklungshilfe bleibt Teil der Politik, verliert aber ihren Charakter als eigenständige Leitidee.</p>



<h2 id="h-rohstoffe-und-infrastruktur-werden-strategisch" class="wp-block-heading"><span id="rohstoffe-und-infrastruktur-werden-strategisch">Rohstoffe und Infrastruktur werden strategisch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders klar wird der Kurswechsel bei kritischen Mineralien und Infrastruktur. Checker erklärte, die USA wollten den Zugang zu afrikanischen Rohstoffen ausbauen und sichere Lieferketten aufbauen. Afrikanische Regierungen suchten Partner, die Transparenz, Arbeitsplätze, Qualifizierung und langfristige Wertschöpfung bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio griff diese Linie im Senat auf. Die USA könnten sich nicht leisten, bei kritischen Gütern oder Rohstoffen zu stark von einem einzigen Land abhängig zu sein. Washington arbeite daran, Lieferketten zu diversifizieren und den Zugang zu kritischen Mineralien abzusichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="626" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg" alt="" class="wp-image-20559 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-300x183.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-768x469.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-380x232.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-800x489.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1160x709.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Afrika erhält damit eine neue strategische Rolle in der amerikanischen Wirtschaftspolitik. Es geht nicht allein um Handel mit einzelnen Staaten, sondern um die Absicherung industrieller Grundlagen der USA. Rohstoffe, Energie, Infrastruktur und Transportwege werden zu außenpolitischen Prioritäten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Checker verwies auf die Strategic Infrastructure and Investment Working Group mit der Kommission der Afrikanischen Union. Sie soll Infrastrukturinvestitionen und Transitrouten voranbringen. Aus Sicht Washingtons sind solche Projekte Grundlage für wirtschaftliche Integration, Industrialisierung und Wettbewerbsfähigkeit afrikanischer Staaten.</p>



<h2 id="h-handel-statt-abhangigkeit" class="wp-block-heading"><span id="handel-statt-abhaengigkeit">Handel statt Abhängigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA beschreiben ihre neue Afrika-Politik als Übergang von Abhängigkeit zu Handel und Investitionen. Checker sagte, wirtschaftliche Integration, private Investitionen und Chancen könnten Stabilität dauerhafter sichern als Waffenruhen allein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das State Department will seine kommerzielle Diplomatie stärker auf Marktreformen, Infrastruktur und direkte Beteiligung amerikanischer Unternehmen ausrichten. Seit Beginn der Regierung seien US-Botschaften und Teams in Washington an mehr als 60 Geschäften mit einem Gesamtwert von mehr als 25 Milliarden Dollar beteiligt gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zahlen dienen Washington als Beleg für eine stärker geschäftsorientierte Afrika-Politik. Gleichzeitig zeigt die Ausrichtung, dass afrikanische Märkte nicht mehr nur als Empfänger von Hilfe betrachtet werden. Sie werden als Räume für Investitionen, Rohstoffsicherung und geopolitische Positionierung verstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker verwies auf die demografische Entwicklung des Kontinents. Afrika werde in etwas mehr als 20 Jahren voraussichtlich rund ein Viertel der Weltbevölkerung stellen und eine Kaufkraft von mehr als 16 Billionen Dollar erreichen. Diese Perspektive macht den Kontinent für Washington wirtschaftlich und strategisch wichtiger.</p>



<h2 id="h-sicherheitspolitik-mit-engerem-us-fokus" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitspolitik-mit-engerem-us-fokus">Sicherheitspolitik mit engerem US-Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Sicherheitskooperation mit afrikanischen Staaten wird neu gefasst. Checker erklärte, die USA hätten in der Vergangenheit Milliarden Dollar für Ausbildung und Ausrüstung afrikanischer Streitkräfte ausgegeben, oft ohne klare Erfolgskriterien. Künftig sollen Einsätze enger daran gemessen werden, ob sie direkte amerikanische Interessen berühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fokus liegt auf der Verhinderung katastrophaler Angriffe auf die USA und auf der Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten, die selbst Verantwortung für Sicherheitslücken übernehmen können. Washington will Lasten stärker auf Partner in Afrika und außerhalb des Kontinents verteilen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26274 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Haushaltsanhörung wurde Afrika zugleich als Raum dargestellt, in dem Konflikte globale Folgen haben. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat verwies auf Konflikte in Afrika, die wirtschaftliche Entwicklung und globale Gesundheitssicherheit untergraben. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-unterstuetzen-kenia-bei-ebola-vorsorge/" type="post" id="27753">Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurde ausdrücklich als Beispiel genannt.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verbindet die US-Regierung Sicherheitsfragen, Gesundheitspolitik und Interessen der amerikanischen Bevölkerung. Krisen in Afrika werden nicht nur humanitär beschrieben, sondern als Risiken für die USA selbst.</p>



<h2 id="h-ebola-drc-und-sudan-pragen-die-haushaltsdebatte" class="wp-block-heading"><span id="ebola-drc-und-sudan-praegen-die-haushaltsdebatte">Ebola, DRC und Sudan prägen die Haushaltsdebatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Haushaltsanhörung machte deutlich, dass der neue Kurs im Kongress umstritten bleibt. Senatorin Jeanne Shaheen kritisierte Kürzungen bei globaler Gesundheit, USAID-Strukturen und Programmen zur Ebola-Erkennung. Sie verwies auf den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda und warnte, dass Prävention nun stärker an amerikanischen Flughäfen statt vor Ort in Afrika stattfinden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio wies die Darstellung zurück, dass die Kürzungen Ursache des Ebola-Ausbruchs seien. Zugleich sagte er, das State Department werde sich erneut mit Gavi befassen. <a href="https://fokus-afrika.de/experten-warnen-im-bundestag-vor-verbreitung-von-malaria-und-tuberkulose/" type="post" id="27523">Die Impfallianz spielt bei der Entwicklung und Verteilung von Impfstoffen eine wichtige Rolle.</a> In der Anhörung ging es auch um Mittel für globale Gesundheit und um die Frage, ob Programme zur Früherkennung und Reaktion auf Krankheitsausbrüche ausreichend finanziert bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Sudan wurde zu einem zentralen Thema. Rubio erklärte, das Problem liege dort weniger in fehlender Bereitschaft zur Finanzierung als in der Verteilung von Hilfe. Hilfslieferungen könnten wegen der Sicherheitslage, blockierter Zugänge und gefährdeter Helfer nicht zuverlässig ankommen. Die USA arbeiteten daran, sichere Orte für humanitäre Versorgung zu identifizieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigt, wie eng Afrika im Haushaltsstreit mit globaler Gesundheit, humanitärer Hilfe und Sicherheitslogik verknüpft ist. Der Kontinent steht dabei nicht nur für Krisenbewältigung, sondern auch für die Frage, wie weit die USA klassische Hilfsstrukturen zurückfahren können, ohne ihre eigene Vorsorge zu schwächen.</p>



<h2 id="h-drc-ruanda-und-sudan-als-felder-neuer-friedensdiplomatie" class="wp-block-heading"><span id="drc-ruanda-und-sudan-als-felder-neuer-friedensdiplomatie">DRC, Ruanda und Sudan als Felder neuer Friedensdiplomatie</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-819x1024.png" alt="" class="wp-image-24249 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-819x1024.png 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-240x300.png 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-768x960.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-380x475.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-800x1000.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker.png 1142w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Checker stellte die amerikanische Friedensdiplomatie in Afrika ausdrücklich in den Zusammenhang der neuen Interessenpolitik. Als Beispiel nannte er die <a href="https://fokus-afrika.de/kagame-und-tshisekedi-unterzeichnen-friedensabkommen-zwischen-ruanda-und-dr-kongo-in-washington/" type="post" id="22648">Washington Accords</a> zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Die USA arbeiteten daran, dass beide Seiten ihre Verpflichtungen einhielten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben verwies Checker auf Bemühungen von Senior Advisor Boulos, den Krieg im Sudan zu beenden. Die US-Regierung stellt solche Initiativen als pragmatische Verhandlungsdiplomatie dar. Präsident Donald Trump werde dabei als Akteur beschrieben, der frühere Normen infrage stelle und auf Abmachungen setze.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Linie unterscheidet sich von einer stärker normativen Demokratie- und Menschenrechtspolitik. Washington setzt nach eigener Darstellung auf Verhandlungen, Stabilisierung und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit. Frieden soll mit Infrastruktur, privaten Investitionen und wirtschaftlicher Integration verbunden werden.</p>



<h2 id="h-sahel-und-souveranitat" class="wp-block-heading"><span id="sahel-und-souveraenitaet">Sahel und Souveränität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit Souveränität. Checker sagte, die neue US-Politik lehne eine Haltung ab, die innenpolitische Ordnungen anderer Staaten verändern wolle, wenn daraus kein direkter Nutzen für amerikanische Interessen entstehe. Diese Sicht präge auch die erneute Annäherung an Sahel-Staaten, die von der vorherigen Regierung isoliert worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sendet Washington ein Signal an afrikanische Regierungen, die westliche Konditionalität lange als Einmischung kritisiert haben. Die USA wollen stärker mit Staaten zusammenarbeiten, die in Fragen von Sicherheit, Migration und Wirtschaft relevant sind, auch wenn deren innenpolitischer Kurs nicht im Zentrum amerikanischer Politik steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig formulierte Checker Grenzen dieser Zurückhaltung. Die USA wollten nicht wegsehen, wenn gefährdete Gemeinschaften unter Druck gerieten oder gezielt angegriffen würden. Er verwies auf Gewalt gegen Christen in Nigeria und auf die Aufmerksamkeit der US-Regierung für Südafrika.</p>



<h2 id="h-auslandshilfe-als-instrument-staatlicher-macht" class="wp-block-heading"><span id="auslandshilfe-als-instrument-staatlicher-macht">Auslandshilfe als Instrument staatlicher Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutlichste Bruch betrifft die Begründung von Auslandshilfe. Rubio sagte im Senat, die US-Regierung sei keine Wohltätigkeitsorganisation. Hilfe müsse den Interessen der Vereinigten Staaten dienen und Ergebnisse liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker formulierte dieselbe Linie für Afrika. Auslandshilfe sei kein Anspruch und keine Wohltätigkeit, sondern ein Instrument amerikanischer Diplomatie und staatlichen Handelns. Jeder Dollar müsse entsprechend begründet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird Afrika zu einem Prüfstein für die Neuordnung amerikanischer Außenpolitik. Programme, die nicht klar mit US-Interessen verbunden werden können, stehen unter Druck. Zugleich sollen Mittel dort eingesetzt werden, wo sie Sicherheit, Lieferketten, Migration, Rohstoffe oder wirtschaftliche Chancen der USA berühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue US-Afrika-Politik verbindet Handelsdiplomatie, Rohstoffstrategie, Friedensverhandlungen und Gesundheitsvorsorge. Sie behandelt Afrika nicht mehr vorrangig als Empfängerregion, sondern als Kontinent, auf dem Washington wirtschaftliche, sicherheitspolitische und geopolitische Interessen neu bündelt.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/washington-macht-afrika-zum-testfeld-seiner-neuen-interessenpolitik/">Washington macht Afrika zum Testfeld seiner neuen Interessenpolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio testifies before the House Appropriations Committee’s Subcommittee on National Security, Department of State, and Related Programs on the FY27 Department of State Budget Request on Capitol Hill, in Washington, D.C., June 2, 2026. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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			<media:title type="html">Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_(54618027854)</media:title>
			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio hosts a Democratic Republic of the Congo-Rwanda Peace Agreement signing ceremony between Democratic Republic of the Congo Foreign Minister Thérèse Kayikwamba Wagner and Rwandan Foreign Minister Olivier Nduhungirehe at the Department of State in Washington, D.C., June 27, 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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			<media:description type="html">Präsident Donald Trump begrüßt Präsident Felix Tshisekedi der Demokratischen Republik Kongo am Donnerstag, den 4. Dezember 2025, im Oval Office. (Offizielles Foto des Weißen Hauses von Daniel Torok)</media:description>
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		<title>US-Afrika-Kommando warnt vor „Geheimdienstlücke“ auf dem Kontinent</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 22:10:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrika rückt im US-Kongress ins Zentrum der Sicherheitsdebatte: Africom warnt vor ISIS, Al-Qaida im Sahel, russischem Einfluss und Chinas Zugriff auf kritische Rohstoffe.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent%2F&amp;action_name=US-Afrika-Kommando%20warnt%20vor%20%E2%80%9EGeheimdienstl%C3%BCcke%E2%80%9C%20auf%20dem%20Kontinent&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent/">US-Afrika-Kommando warnt vor „Geheimdienstlücke“ auf dem Kontinent</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das US-Afrika-Kommando stuft Afrika als Zentrum des globalen Terrorismus ein und fordert gezielte Investitionen in Aufklärung, Partnerschaften und Krisenreaktion. In Anhörungen im US-Kongress und dem Senat legte Africom-Kommandeur General Anderson die Sicherheitslage auf dem Kontinent dar. Er verwies auf wachsende Aktivitäten von ISIS, Al-Qaida-nahen Gruppen im Sahel sowie auf den Einfluss Chinas und Russlands. Zugleich stellte das US-Verteidigungsministerium seine Afrika-Politik stärker auf Handel, Investitionen und Kooperation mit ausgewählten Partnerstaaten um.</p>



<h2 id="h-washington-sieht-afrika-als-sicherheits-und-wirtschaftsraum" class="wp-block-heading"><span id="washington-sieht-afrika-als-sicherheits-und-wirtschaftsraum">Washington sieht Afrika als Sicherheits- und Wirtschaftsraum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">General Anderson beschrieb Afrika vor dem <a href="https://www.africom.mil/article/36583">Kongress</a> als Raum, in dem globale Sicherheitsinteressen, Handelswege und Rohstofffragen zusammenlaufen. Der Kontinent verbinde strategische Zonen zwischen Atlantik und Indopazifik, liefere kritische Mineralien für moderne Verteidigungssysteme und beherberge zwölf der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis 2050 werde Afrika ein Drittel der weltweiten Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter stellen, sagte Anderson. Die US-Sicht auf den Kontinent geht damit über militärische Einsätze hinaus. Sicherheit, Rohstoffe, Handelswege und demografisches Wachstum werden in Washington zunehmend gemeinsam betrachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zuständige Abteilungsleiter im US-Verteidigungsministerium, Dan Zimmerman, sprach von einem Kurswechsel in der Afrika-Politik. Die Vereinigten Staaten wollten das Verhältnis zum Kontinent von einem stärker hilfsorientierten Ansatz hin zu Handel und Investitionen verschieben. Dabei setze Washington auf Staaten, die als fähige und verlässliche Partner gemeinsame Interessen verfolgen.</p>



<h2 id="h-isis-und-al-qaida-rucken-in-den-mittelpunkt" class="wp-block-heading"><span id="isis-und-al-qaida-ruecken-in-den-mittelpunkt">ISIS und Al-Qaida rücken in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson sagte vor dem Kongress: „Heute liegt das Zentrum des globalen Terrorismus in Afrika.“ Die Führung des sogenannten Islamischen Staates sei afrikanisch geprägt, Al-Qaidas wirtschaftlicher Motor liege auf dem Kontinent. Beide Netzwerke hätten nach seiner Darstellung den Willen und die Absicht, die Vereinigten Staaten anzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/africom-staerkt-sicherheitskooperation-mit-westafrika/" type="post" id="20109">Besonders deutlich verwies Anderson auf die Lage in Westafrika.</a> Die Al-Qaida-nahe Gruppe JNIM habe im Sahel ihre Fähigkeit ausgebaut, wichtige Gebiete zu kontrollieren. Sie könne Treibstofflieferungen um Bevölkerungszentren unterbrechen und damit Druck auf Staaten ausüben. Die Einnahme einer Hauptstadt würde einer solchen Gruppe staatenähnliche Mittel verschaffen, um internationalen Terrorismus zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Somalia bleibt Teil der amerikanischen Bedrohungsanalyse. Das US-Afrika-Kommando sieht dort Fortschritte gegen ISIS-Führungsstrukturen. <a href="https://fokus-afrika.de/us-operation-in-somalia-africom-intensiviert-luftschlaege-gegen-isis/" type="post" id="21276">Nach Andersons Darstellung haben amerikanische Fähigkeiten in Aufklärung, Zielerfassung und Präzisionsschlägen dazu beigetragen, die Führung des Netzwerks in Somalia unter Druck zu setzen.</a></p>



<h2 id="h-us-einsatz-in-nigeria-als-beispiel-neuer-afrika-strategie" class="wp-block-heading"><span id="us-einsatz-in-nigeria-als-beispiel-neuer-afrika-strategie">US-Einsatz in Nigeria als Beispiel neuer Afrika-Strategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zimmerman verwies auf einen gemeinsamen Einsatz mit Nigeria im Nordosten des Landes. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-toeten-is-fuehrer-in-nigeria-und-greifen-weiter-islamisten-an/" type="post" id="27460">US-Kräfte hätten dort zusammen mit nigerianischen Partnern Abu Balal al-Muniki getötet, den er als globalen Operationsdirektor des sogenannten Islamischen Staates bezeichnete.</a> Auch Mitglieder seines inneren Kreises seien bei der Operation getötet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson beschrieb al-Muniki als Finanz- und Organisationskopf des Netzwerks. Sein Tod störe ISIS-Aktivitäten weltweit, ersetze aber nicht den dauerhaften Druck auf die Organisation. Das US-Afrika-Kommando setzt dabei auf Partnerstaaten, die nach amerikanischer Einschätzung willens und in der Lage sind, militärisch mit Washington zusammenzuarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz passt zur neuen Linie des US-Verteidigungsministeriums. Afrikanische und andere Partner sollen größere Verantwortung übernehmen, während die Vereinigten Staaten Fähigkeiten bereitstellen, die nur sie in dieser Form anbieten können. Dazu zählen Aufklärung, Zielerfassung, Präzisionsschläge und Krisenreaktion.</p>



<h2 id="h-china-russland-und-der-kampf-um-einfluss" class="wp-block-heading"><span id="china-russland-und-der-kampf-um-einfluss">China, Russland und der Kampf um Einfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die amerikanische Debatte über Afrika wird zunehmend von der Konkurrenz mit China und Russland geprägt. Anderson sagte, China betrachte Afrika als „zweiten Kontinent“ und sichere sich Kontrolle über kritische Mineralien und Infrastruktur. <a href="https://fokus-afrika.de/kritische-mineralien-usa-gruenden-forge-als-neues-buendnis-fuer-sichere-lieferketten/" type="post" id="24331">Dadurch könnten die Vereinigten Staaten von Ressourcen ausgeschlossen werden, die ihre industrielle Basis antreiben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland nutze Instabilität, um Rohstoffe und auch Menschenleben für seine Kriegsführung auszubeuten, sagte Anderson. In einer weiteren Kongressanhörung verwiesen US-Senatoren auf die Ausweitung des <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">russischen Africa Corps</a> und auf chinesische Investitionen in Häfen, Infrastruktur und politische Beziehungen auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik an einem Rückzug westlicher Präsenz zog sich durch beide Anhörungen. Senator Jack Reed warnte, eine Schwächung oder Zusammenlegung des Afrika-Kommandos würde Verbündeten und Gegnern signalisieren, dass Afrika für die Vereinigten Staaten keine Priorität habe. Er verband dies mit dem Abbau von Hilfsstrukturen und sprach von Lücken, die Russland und China nutzten.</p>



<h2 id="h-weniger-prasenz-weniger-informationen" class="wp-block-heading"><span id="weniger-praesenz-weniger-informationen">Weniger Präsenz, weniger Informationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">Anderson machte vor allem eine schrumpfende amerikanische Präsenz als Problem aus.</a> Die regionale Aufstellung der Vereinigten Staaten sei in den vergangenen zehn Jahren um 75 Prozent reduziert worden. Zugleich hätten auch Verbündete ihre Präsenz verringert. Dadurch entstehe eine „Geheimdienstlücke“, die es erschwere, Gefahren früh zu erkennen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-27564 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-768x511.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1536x1022.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-800x532.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb-1160x772.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIIW66_XYAAtpPb.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ohne ausreichende Hinweise und Warnsignale könnten die Vereinigten Staaten blind gegenüber wachsenden Bedrohungen in der Region werden, sagte Anderson. Auch die Fähigkeit zur Krisenreaktion sei eingeschränkt. „In einer Krise kann man Kräfte verlegen, aber Vertrauen kann man nicht verlegen“, sagte der Africom-Kommandeur.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kommando fordert deshalb gezielte Investitionen in nicht-traditionelle Aufklärung, besseren Schutz eigener Kräfte, Programme für Partnerstaaten, Experimente mit neuen Technologien und die Fähigkeit, in Krisen schnell zu reagieren. Anderson verwies zugleich darauf, dass Africom mit weniger als einem Zehntel von einem Prozent des Verteidigungshaushalts arbeite.</p>



<h2 id="h-marokko-wird-nach-african-lion-ausdrucklich-erwahnt" class="wp-block-heading"><span id="marokko-wird-nach-african-lion-ausdruecklich-erwaehnt">Marokko wird nach African Lion ausdrücklich erwähnt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson würdigte in seiner Erklärung auch Marokko. Er erinnerte an den Tod von First Lieutenant Kendrick Lamont Key Jr. und Specialist Mariah Collington, die bei einem Unfall während der Militärübung African Lion ums Leben kamen. Dabei dankte er ausdrücklich den Partnern und nannte Marokko als Land, das in diesem Moment Unterstützung geleistet habe.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">U.S. Africa Command confirms the recovery of our second Soldier, Spc. Mariyah Collington. We mourn her loss and stand with her family and the 10th AAMDC community in this moment of grief.<a href="https://t.co/lYjoEY7HTh">https://t.co/lYjoEY7HTh</a> <a href="https://t.co/49HJEcKcYF">pic.twitter.com/49HJEcKcYF</a></p>&mdash; U.S. Africa Command (AFRICOM) (@USAfricaCommand) <a href="https://twitter.com/USAfricaCommand/status/2054687545733087441?ref_src=twsrc%5Etfw">May 13, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-marokko-starten-militaeruebung-african-lion-26/" type="post" id="26990">African Lion gehört zu den wichtigsten US-geführten Militärübungen auf dem afrikanischen Kontinent.</a> In der amerikanischen Darstellung steht sie zugleich für einen breiteren Ansatz: Übungen mit afrikanischen Partnern sollen nicht nur militärische Zusammenarbeit stärken, sondern auch neue Technologien testen und gemeinsame Reaktionsfähigkeit verbessern.</p>



<h2 id="h-africom-bleibt-teil-der-us-sicherheitsarchitektur" class="wp-block-heading"><span id="africom-bleibt-teil-der-us-sicherheitsarchitektur">Africom bleibt Teil der US-Sicherheitsarchitektur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörungen zeigten parteiübergreifende Sorge um die strategische Rolle Afrikas. Republikanische und demokratische Abgeordnete setzten unterschiedliche Akzente, beschrieben den Kontinent aber gleichermaßen als Raum wachsender Konkurrenz, zunehmender terroristischer Aktivität und sicherheitspolitischer Unsicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende des Senatsausschusses Roger Wicker bezeichnete ein eigenes Afrika-Kommando als unverzichtbar. Reed warnte vor einem falschen Signal an Partner und Gegner, falls Africom geschwächt oder in andere Kommandostrukturen eingegliedert werde. Zimmerman ordnete die Afrika-Politik in eine amerikanische Sicherheitsstrategie ein, die den Schutz des eigenen Landes, Abschreckung gegenüber China, stärkere Verantwortung der Partner und den Ausbau der Verteidigungsindustrie verbindet.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent%2F&amp;action_name=US-Afrika-Kommando%20warnt%20vor%20%E2%80%9EGeheimdienstl%C3%BCcke%E2%80%9C%20auf%20dem%20Kontinent&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-afrika-kommando-warnt-vor-geheimdienstluecke-auf-dem-kontinent/">US-Afrika-Kommando warnt vor „Geheimdienstlücke“ auf dem Kontinent</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
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		<title>SWP sieht Emirate als Störfaktor in Afrikas Konflikten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 21:11:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sudan, Libyen, Somalia, Äthiopien: Eine neue SWP-Analyse beschreibt die Vereinigten Arabischen Emirate als Störfaktor in Afrikas Konflikten und stellt Deutschlands strategische Partnerschaft mit Abu Dhabi infrage.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fswp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten%2F&amp;action_name=SWP%20sieht%20Emirate%20als%20St%C3%B6rfaktor%20in%20Afrikas%20Konflikten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung Wissenschaft und Politik verschärft ihre Kritik an der Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate in afrikanischen Konflikten. Die Analyse erschien am 13. Mai. Im Zentrum stehen Sudan, Libyen, Somalia und Äthiopien sowie der Vorwurf, Abu Dhabi unterstütze bewaffnete Akteure mit Geld, Waffen, Logistik und politischen Netzwerken. Für Deutschland und Europa berührt die Entwicklung Handelsrouten, Fluchtbewegungen, Sanktionen und die Glaubwürdigkeit internationaler Konfliktlösung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-steht-im-zentrum-der-vorwurfe"><span id="sudan-steht-im-zentrum-der-vorwuerfe">Sudan steht im Zentrum der Vorwürfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan richtet sich der schwerste Vorwurf gegen die Unterstützung der Rapid Support Forces. Die paramilitärische Truppe unter <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-rsf-fuehrungsfiguren-im-sudan/" type="post" id="25092">Mohamed Hamdan Dagalo</a>, genannt Hemedti, kämpft seit 2023 gegen die sudanesischen Streitkräfte. <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg hat die größte humanitäre Krise der Welt ausgelöst.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Einnahme von <a href="https://fokus-afrika.de/massaker-in-el-fasher-460-tote-bei-angriff-auf-krankenhaus-in-darfur/" type="post" id="21372">El-Fasher in Nord-Darfur durch die RSF im Oktober 2025</a> kam es zu Massakern mit mutmaßlich zehntausenden Toten. Die RSF wird für gezielte Gewalt gegen Zivilisten verantwortlich gemacht, darunter sexualisierte Gewalt, Geiselnahmen, Plünderungen, Vertreibungen, Angriffe auf medizinische Einrichtungen und Massentötungen. Besonders betroffen sind nichtarabische Bevölkerungsgruppen wie die Masalit in West-Darfur und die Zaghawa in Nord-Darfur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate bestreiten eine direkte militärische Unterstützung für Konfliktparteien im Sudan. Abu Dhabi verweist auf humanitäre Zusagen und fordert ein Waffenembargo für das gesamte Land. Derzeit gilt ein UN-Embargo nur für Darfur.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-netzwerke-uber-libyen-tschad-und-somalia"><span id="netzwerke-ueber-libyen-tschad-und-somalia">Netzwerke über Libyen, Tschad und Somalia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die mutmaßliche Unterstützung für die RSF läuft über ein Netz aus Lufttransporten, Militärstützpunkten, lokalen Partnern und Transitstaaten. Lieferungen wurden über von Khalifa Haftars Libyan Arab Armed Forces kontrollierte Gebiete in Libyen, über N’Djamena und Amdjarass im Tschad sowie über Stopps in Kenia, Uganda und Ruanda abgewickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bosaso in Puntland diente als Knotenpunkt für Waffen aus Jemen und für den <a href="https://fokus-afrika.de/usa-verschaerfen-sudan-sanktionen-und-fordern-abzug-von-kolumbianischen-soeldnern/" type="post" id="26669">Transport kolumbianischer Söldner in Richtung Sudan.</a> Seit Herbst 2025 soll es zudem ein Ausbildungslager für die RSF in Benishangul-Gumuz im Westen Äthiopiens geben. Teile der militärischen Ausrüstung sollen über Berbera in Somaliland und über Einrichtungen der äthiopischen Streitkräfte weitergeleitet worden sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Oktober 2024 und Ende 2025 wurden 458 Flüge schwerer Transportmaschinen von Militärflughäfen in den Emiraten oder vom emiratischen Umschlagplatz Bosaso nach Ostlibyen registriert. 239 dieser Flüge gingen nach Kufra, einem wichtigen Knotenpunkt für Lieferungen an die RSF. Solche Transporte können die UN-Waffenembargos gegen Libyen und Darfur berühren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lokale-partner-mit-eigener-machtbasis"><span id="lokale-partner-mit-eigener-machtbasis">Lokale Partner mit eigener Machtbasis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das emiratische Vorgehen folgt in mehreren Konflikten einem ähnlichen Muster. Abu Dhabi setzt selten eigene Bodentruppen ein, sondern stützt lokale Akteure mit eigener Machtbasis. Dazu zählen <a href="https://fokus-afrika.de/libyen-krieg-spanien-stoppt-geheime-waffenlieferung-an-haftars-milizen/" type="post" id="21005">Haftars Truppen in Libyen</a>, die RSF im Sudan, die Puntland Maritime Police Force sowie Polizei- und Militäreinheiten in Somaliland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">In Äthiopien wich das Muster teilweise ab.</a> Während des Krieges im Norden des Landes unterstützten die Emirate die Regierung von Abiy Ahmed gegen die Tigray Defense Forces. Drohnen aus den Emiraten spielten dabei eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Libyen griffen die Emirate früh zugunsten Haftars ein. Sein Angriff auf Tripolis im April 2019 mündete in einen länger andauernden Bürgerkrieg, der eine dauerhafte türkische und russische Militärpräsenz im Land begünstigte. Emiratische Luftabwehrsysteme und Logistik standen während des Krieges in enger Verbindung mit <a href="https://fokus-afrika.de/wagner-chef-dimitri-sitiy-sind-in-20-afrikanischen-staaten-aktiv/" type="post" id="13791">russischen Wagner-Strukturen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hafen-rohstoffe-und-regionale-macht"><span id="haefen-rohstoffe-und-regionale-macht">Häfen, Rohstoffe und regionale Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate haben in den vergangenen Jahren ihre wirtschaftliche Präsenz in Afrika stark ausgebaut. Staatliche Logistikkonzerne wie DP World und AD Ports betreiben oder entwickeln Häfen und dazugehörige Infrastruktur unter anderem in Somalia, Senegal, Tansania, Mosambik, Angola und Ägypten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Projekte schaffen Korridore für Mineralien, Agrargüter und Energierohstoffe zu internationalen Märkten. Sie sichern zugleich Handelswege zwischen Afrika, Asien und Europa. Militärische und politische Einflussnahme kann solche wirtschaftlichen Interessen absichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27406 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftlichen Motiven geht es um regionale Macht. Die Emirate konkurrieren mit Saudi-Arabien um Einfluss, Handelsrouten und strategische Drehscheiben. Die Spannungen zwischen beiden Golfstaaten haben sich in Jemen, Sudan und am Roten Meer verschärft. Saudi-Arabien, Ägypten und Somalia schlossen zeitweise ihren Luftraum für emiratische Versorgungsflüge in Richtung RSF.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ideologische-und-familiare-netzwerke"><span id="ideologische-und-familiaere-netzwerke">Ideologische und familiäre Netzwerke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Außenpolitik Abu Dhabis wird auch durch <a href="https://fokus-afrika.de/us-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor/" type="post" id="25497">die Gegnerschaft zur Muslimbruderschaft geprägt. </a>Die Herrscherfamilie Al Nahyan bekämpft islamistische Bewegungen, die gesellschaftliche Mobilisierung und politische Beteiligung anstreben. In afrikanischen Konflikten unterstützt Abu Dhabi häufig Akteure, die sich ebenfalls gegen die Muslimbruderschaft oder ihr nahestehende Gruppen positionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Persönliche Netzwerke in den Herrscherfamilien von Abu Dhabi und Dubai spielen ebenfalls eine Rolle. <a href="https://fokus-afrika.de/illegale-goldlieferketten-zwischen-ostkongo-ruanda-und-den-emiraten-offengelegt/" type="post" id="24086">Handelsströme mit Gold und anderen Rohstoffen aus Konfliktgebieten schaffen Einnahmen für bewaffnete Akteure im Sudan, für reguläre Militärstrukturen und für Geschäftspartner in den Emiraten.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-folgen-reichen-bis-nach-europa"><span id="folgen-reichen-bis-nach-europa">Folgen reichen bis nach Europa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan belastet vor allem Nachbarstaaten. Zugleich steigt die Zahl sudanesischer Schutzsuchender auf Mittelmeerrouten nach Europa. In Italien verdoppelte sich der Anteil sudanesischer Staatsangehöriger unter den Ankünften zwischen 2024 und 2025 von drei auf sechs Prozent. In Griechenland stellten Sudanesen 2025 bereits die zweitgrößte Gruppe und machten mehr als ein Fünftel der Ankünfte aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konflikte berühren auch europäische Interessen an sicheren Handelsrouten, stabilen Nachbarregionen, funktionierenden Sanktionen und einer regelbasierten Ordnung. Ohne stärkeren politischen Druck bleibt die Einbindung der Emirate in diplomatische Formate begrenzt wirksam.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-und-brussel-stehen-vor-heikler-interessenabwagung"><span id="berlin-und-bruessel-stehen-vor-heikler-interessenabwaegung">Berlin und Brüssel stehen vor heikler Interessenabwägung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterhält seit 2004 eine strategische Partnerschaft mit den Emiraten. Wirtschaft, Energie, Sicherheit, künstliche Intelligenz, die Kooperation mit Israel und der Wunsch, Abu Dhabi nicht weiter in Richtung China oder Russland zu treiben, prägen das Verhältnis.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="849" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin.jpg" alt="" class="wp-image-27407 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-300x265.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-768x679.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-380x336.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-800x708.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die SWP nennt fünf mögliche Schritte für Deutschland und Europa: deutlichere öffentliche Kritik an destabilisierenden Aktivitäten, konsequentere Finanzsanktionen, eine Überprüfung von Rüstungsexporten, strengere Regeln gegen Geldwäsche und eine Neubewertung der strategischen Partnerschaft. Eine solche Linie würde auch andere externe Akteure erfassen müssen, die Konfliktparteien im Sudan unterstützen, darunter Ägypten, Saudi-Arabien, Russland, die Türkei und Iran.</p>
</div></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/">SWP sieht Emirate als Störfaktor in Afrikas Konflikten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA erklären Afrika zum Schwerpunkt ihrer Anti-Terror-Strategie</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-erklaeren-afrika-zum-schwerpunkt-ihrer-anti-terror-strategie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 10:29:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die USA richten ihre Anti-Terror-Strategie neu aus. Afrika steht stärker im Zentrum: Sahel, Somalia, Mosambik, Sudan und das Tschadseebecken gelten Washington als Räume, in denen islamistische Gruppen neue Operationsbasen aufbauen könnten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-erklaeren-afrika-zum-schwerpunkt-ihrer-anti-terror-strategie%2F&amp;action_name=USA%20erkl%C3%A4ren%20Afrika%20zum%20Schwerpunkt%20ihrer%20Anti-Terror-Strategie&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-erklaeren-afrika-zum-schwerpunkt-ihrer-anti-terror-strategie/">USA erklären Afrika zum Schwerpunkt ihrer Anti-Terror-Strategie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung rückt Afrika in ihrer neuen Anti-Terror-Strategie stärker in den Fokus. Die Strategie wurde im Mai 2026 vom Weißen Haus <a href="https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2026/05/2026-USCT-Strategy-1.pdf">veröffentlicht</a>. Washington nennt Westafrika, den Sahel, das Tschadseebecken, Mosambik, Sudan und Somalia als Regionen, in denen islamistische Gruppen neue Operationsräume nutzen. Die USA wollen dabei keine neuen groß angelegten Nation-Building-Einsätze aufbauen, sondern mit afrikanischen Regierungen, regionalen Partnern und eigenen Geheimdienstmitteln gegen Gruppen wie ISIS, al-Qaida und Al-Shabaab vorgehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-sieht-neue-ruckzugsraume-fur-terrorgruppen"><span id="washington-sieht-neue-rueckzugsraeume-fuer-terrorgruppen">Washington sieht neue Rückzugsräume für Terrorgruppen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie beschreibt Afrika als einen zentralen Schauplatz der veränderten Terrorbedrohung. <a href="https://fokus-afrika.de/us-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika/" type="post" id="26814">Nach Darstellung des Weißen Hauses hätten sich Überreste von ISIS nach dem Verlust ihres früheren Herrschaftsgebiets im Irak und in Syrien unter anderem nach Afrika und Zentralasien verlagert.</a> Dort nutzten sie schwach kontrollierte Räume und staatliche Lücken aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genannt werden besonders <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-terrorismus-in-afrika/" type="post" id="13611">Westafrika</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahelzone</a>, das <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beklagt-23-tote-nach-boko-haram-angriff/" type="post" id="27189">Tschadseebecken</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-ruandische-truppen-im-kampf-gegen-terrorismus-in-mosambik/" type="post" id="12663">Mosambik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Sudan</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/somalia-bietet-den-usa-militaerischen-zugang-zu-haefen-und-flughaefen/" type="post" id="25016">Somalia</a>. <a href="https://fokus-afrika.de/us-operation-in-somalia-africom-intensiviert-luftschlaege-gegen-isis/" type="post" id="21276">In Somalia verweist die Strategie auf ISIS-Strukturen und die fortbestehende islamistische Aufstandsbewegung Al-Shabaab.</a> Für die USA steht dabei vor allem die Frage im Vordergrund, ob Gruppen von dort Anschläge gegen amerikanische Interessen planen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie ordnet Afrika in eine breitere Sicherheitslage ein. Washington sieht drei Hauptbedrohungen: Drogenkartelle und transnationale Banden, etablierte islamistische Terrorgruppen sowie gewaltbereite linke Extremisten. Für Afrika liegt der Schwerpunkt klar auf islamistischen Gruppen und deren Fähigkeit zu grenzüberschreitenden Operationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zwei-ziele-fur-afrika"><span id="zwei-ziele-fuer-afrika">Zwei Ziele für Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika nennt die US-Regierung zwei zentrale Ziele. Erstens soll verhindert werden, dass islamistische Gruppen Stützpunkte aufbauen, von denen aus sie Angriffe gegen die Vereinigten Staaten oder amerikanische Interessen weltweit planen können. <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-trumps-vorwurf-eines-christen-genozids-zurueck/" type="post" id="21480">Zweitens will Washington Christen schützen, die nach Darstellung der Strategie von islamistischen Gruppen angegriffen werden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weiße Haus grenzt diesen Ansatz ausdrücklich von früheren Interventions- und Nation-Building-Konzepten ab. Die USA wollen ihre globale militärische Präsenz verkleinern und zugleich Gruppen bekämpfen, die aus amerikanischer Sicht zu internationalen Angriffen fähig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür sollen bilaterale Anti-Terror-Beziehungen mit afrikanischen Regierungen ausgebaut werden. Die Strategie nennt nachrichtendienstliche Zusammenarbeit und den Aufbau von Partnerkräften als zentrale Instrumente. Afrikanische Staaten sollen zugleich mehr Verantwortung für die Bekämpfung gemeinsamer Bedrohungen übernehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weniger-us-prasenz-mehr-lastenteilung"><span id="weniger-us-praesenz-mehr-lastenteilung">Weniger US-Präsenz, mehr Lastenteilung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Washington setzt in Afrika auf eine begrenzte militärische Präsenz. Die US-Regierung erwartet von regionalen und nahegelegenen Partnern, einen größeren Teil der Anti-Terror-Aufgaben zu übernehmen. Dazu zählen Informationsaustausch, gemeinsame Lagebilder und die Schwächung bewaffneter Gruppen, sobald diese entstehen oder sich ausbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie spricht von einer neuen Phase der Lastenteilung. Auch europäische Partner werden in diesem Zusammenhang genannt. Europa solle mehr Verantwortung für eigene Sicherheit und für Anti-Terror-Operationen in Afrika übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">Damit verbindet Washington Sicherheitspolitik mit wirtschaftlicher Zusammenarbeit.</a> Die Strategie verweist auf Handels- und Wirtschaftsbeziehungen als stabilisierenden Faktor.<a href="https://fokus-afrika.de/internationale-reaktionen-auf-das-washington-abkommen-zwischen-der-demokratischen-republik-kongo-und-ruanda/" type="post" id="22697"> Als Beispiel nennt sie das von Präsident Donald Trump vermittelte Abkommen zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo und beschreibt Sicherheit als Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-somalia-und-mosambik-im-strategischen-blick"><span id="sahel-somalia-und-mosambik-im-strategischen-blick">Sahel, Somalia und Mosambik im strategischen Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die regionale Aufzählung zeigt, wo Washington die größten Risiken auf dem afrikanischen Kontinent sieht. In der Sahelzone haben sich in den vergangenen Jahren mehrere bewaffnete Gruppen ausgebreitet, die mit al-Qaida oder ISIS verbunden sind. Im Tschadseebecken bleibt die Bedrohung durch islamistische Gruppen ebenfalls Teil der regionalen Sicherheitslage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia nimmt in der Strategie eine besondere Stellung ein. Al-Shabaab wird als islamistische Aufstandsbewegung beschrieben, während ISIS dort ebenfalls erneut Strukturen aufgebaut habe. <a href="https://fokus-afrika.de/fluechtlingsbewegung-sorge-ueber-terroristen-im-norden-mosambiks/">Mosambik wird als weiterer Schauplatz genannt, in dem islamistische Gewalt für die US-Terrorbekämpfung relevant bleibt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sudan erscheint in der Strategie ebenfalls als Teil des afrikanischen Bedrohungsraums. Zugleich nennt das Papier <a href="https://fokus-afrika.de/us-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor/" type="post" id="25497">die Bezeichnung sudanesischer und ägyptischer Kapitel der Muslimbruderschaft als ausländische Terrororganisationen als Instrument der amerikanischen Anti-Terror-Politik.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bruch-mit-fruherer-us-politik"><span id="bruch-mit-frueherer-us-politik">Bruch mit früherer US-Politik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie ist stark durch den innenpolitischen Kurs der Trump-Regierung geprägt. Das Weiße Haus stellt sie als Abkehr von früheren Ansätzen dar und verbindet Terrorbekämpfung mit Grenzsicherung, Drogenbekämpfung, Migrationspolitik und dem Schutz amerikanischer Staatsbürger.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27258 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/F20260506AH-1495.ARW_President_Donald_J._Trump_and_First_Lady_Melania_Trump_deliver_remarks_at_a_Military_Mothers_Day_event.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Präsident Trump schreibt im Vorwort, seine Regierung stelle Amerika wieder an erste Stelle. Terroristen jeder Art sollten keinen sicheren Hafen erhalten, weder in den USA noch im Ausland. Die Strategie verwendet dafür den Begriff „Peace through Strength“, also Frieden durch Stärke.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im operativen Teil nennt die Regierung drei Funktionen: Terrorakteure und Anschlagspläne früh erkennen, Waffen-, Finanzierungs- und Rekrutierungswege abschneiden und etablierte Bedrohungsgruppen zerstören. Dazu sollen diplomatische, finanzielle, geheimdienstliche, militärische, polizeiliche und Cyber-Instrumente eingesetzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nahost-und-westliche-hemisphare-bleiben-zentrale-felder"><span id="nahost-und-westliche-hemisphaere-bleiben-zentrale-felder">Nahost und westliche Hemisphäre bleiben zentrale Felder</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des stärkeren Afrika-Fokus bleibt die westliche Hemisphäre der erste Schwerpunkt der Strategie. Drogenkartelle und transnationale Banden werden als terroristische Bedrohung behandelt. Das Weiße Haus verweist auf die Einstufung von Kartellen als ausländische Terrororganisationen und auf militärische Schläge gegen Drogenschmuggel auf See.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nahen Osten nennt die Strategie Iran als größte Bedrohung aus der Region. Teheran wird als Unterstützer von Terrorgruppen und als Gefahr durch nukleare und ballistische Fähigkeiten dargestellt. Auch Hezbollah, Hamas, al-Qaida, ISIS, die Huthi und die Muslimbruderschaft werden im Nahostteil der Strategie behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA wollen zudem verhindern, dass strategische Wasserwege wie die Straße von Hormus oder das Rote Meer durch staatliche oder nichtstaatliche Akteure blockiert werden. Für Afrika ist dieser Punkt auch wegen der Verbindung zwischen Rotem Meer, Horn von Afrika und globalen Handelsrouten relevant.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-waffen-und-neue-technologien-als-sonderrisiko"><span id="waffen-und-neue-technologien-als-sonderrisiko">Waffen und neue Technologien als Sonderrisiko</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eigener Abschnitt befasst sich mit Massenvernichtungswaffen. Die US-Regierung beschreibt die Verhinderung eines Terroranschlags mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Waffen als Aufgabe, die nicht scheitern dürfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie nennt auch neue Technologien als Sicherheitsrisiko. Dazu gehören Drohnen, künstliche Intelligenz, additive Fertigung und autonome Systeme. Solche Technologien könnten Terrorgruppen neue Möglichkeiten verschaffen. Washington will deshalb mit Partnern verhindern, dass gefährliche Materialien, Technologien oder Informationen in die Hände nichtstaatlicher Gruppen gelangen.</p>
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			<media:description type="html">President Donald J. Trump delivers remarks at a Military Mothers’ Day event, Wednesday, May 6, 2026, in the East Room of the White House. (Official White House Photo by Andrea Hanks)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Vatikan und USA beraten über Kriege in Afrika und Nahost</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vatikan-und-usa-beraten-ueber-kriege-in-afrika-und-nahost/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 10:09:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27251</guid>

					<description><![CDATA[<p>Papst Leo XIV. und US-Außenminister Marco Rubio haben im Vatikan über Kriege und humanitäre Krisen gesprochen. Afrika spielte dabei eine zentrale Rolle: Rubio verwies auf Sudan, wachsende christliche Gemeinschaften und die humanitäre Präsenz der Kirche.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvatikan-und-usa-beraten-ueber-kriege-in-afrika-und-nahost%2F&amp;action_name=Vatikan%20und%20USA%20beraten%20%C3%BCber%20Kriege%20in%20Afrika%20und%20Nahost&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Papst Leo XIV. und US-Außenminister Marco Rubio haben im Vatikan über Kriege, politische Spannungen und humanitäre Krisen gesprochen. Das Treffen fand am 7. Mai 2026 im Apostolischen Palast statt. Nach Angaben des Heiligen Stuhls bekräftigten beide Seiten ihre bilateralen Beziehungen und sprachen über die Notwendigkeit, weiter für Frieden zu arbeiten. Rubio nannte anschließend Afrika, den Sudan, Libanon und Kuba als Themen, bei denen die katholische Kirche und die USA über eigene Zugänge und humanitäre Strukturen verfügen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rubio-verweist-auf-afrikas-wachsende-bedeutung"><span id="rubio-verweist-auf-afrikas-wachsende-bedeutung">Rubio verweist auf Afrikas wachsende Bedeutung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio sagte nach dem Treffen in Rom, die katholische Kirche sei eine wichtige globale Institution mit Präsenz in vielen Teilen der Welt. Er verwies dabei ausdrücklich auf Afrika. Der Papst sei gerade von einer Afrikareise zurückgekehrt, sagte Rubio. Afrika sei „ein sehr wichtiger Kontinent mit wachsenden christlichen Bevölkerungen“, von denen sich viele durch die Ausbreitung radikalislamistischen Terrorismus bedroht fühlten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Außenminister sagte, Washington interessiere sich für diese Lage. Die Kirche verfüge in vielen Ländern über eigene Informationen, Kontakte und humanitäre Strukturen. In der Vergangenheit sei sie nicht nur mit Regierungen, sondern auch mit Gesellschaften ein wichtiger Gesprächspartner gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio verband diese Rolle auch mit humanitärer Hilfe. In verschiedenen Teilen der Welt habe die Kirche eine praktische Bedeutung bei Hilfsmaßnahmen und sei in einigen Fällen auch Vermittlerin oder Ermöglicherin amerikanischer humanitärer Unterstützung gewesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-als-humanitare-krise"><span id="sudan-als-humanitaere-krise">Sudan als humanitäre Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf eine Frage zum Krieg im Sudan sagte Rubio, die USA hätten Afrika allgemein besprochen. Sudan bezeichnete er als „unglaubliche Tragödie“. Die Vereinigten Staaten seien über den sogenannten <a href="https://fokus-afrika.de/un-erhoeht-druck-auf-sudan-streit-um-quartett-waffenruhe-und-internationale-reaktionen/" type="post" id="21910">Quad-Prozess</a> stark engagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio beschrieb den <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Krieg im Sudan als Konflikt</a>, in dem mehrere Staaten direkt oder indirekt Einfluss nähmen. Einige Länder unterstützten kämpfende Akteure, <a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">andere ließen ihr Territorium für Waffenlieferungen nutzen.</a> Zuletzt habe es eine positive Erklärung zu Grundsätzen gegeben, sagte Rubio. Diese müsse nun mit konkretem Handeln verbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington konzentriere sich derzeit darauf, eine humanitäre Feuerpause zu erreichen. Diese solle Hilfe für Menschen ermöglichen, die unter dem Krieg leiden. Rubio sprach von sicheren Orten für die Verteilung humanitärer Hilfe und bezeichnete Sudan als eine der schlimmsten humanitären Krisen weltweit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="891" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV.jpg" alt="" class="wp-image-27253 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV.jpg 891w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV-300x202.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV-768x517.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV-380x256.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Marco_Rubio_with_Pope_Leo_XIV-800x539.jpg 800w" sizes="(max-width: 891px) 100vw, 891px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich machte er deutlich, dass eine humanitäre Feuerpause aus Sicht der USA nicht das Endziel sei. Neben humanitären Korridoren und Hilfsorten müsse der Krieg beendet werden. Dazu müssten die Staaten und Akteure, die kämpfende Gruppen unterstützten, Druck auf diese ausüben, damit ein Friedensabkommen zustande komme.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vatikan-spricht-von-landern-in-krieg-und-not"><span id="vatikan-spricht-von-laendern-in-krieg-und-not">Vatikan spricht von Ländern in Krieg und Not</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Heilige Stuhl teilte nach der Audienz mit, es habe einen Austausch über regionale und internationale Situationen gegeben. Besonderes Augenmerk habe Ländern gegolten, die von Krieg, politischen Spannungen und schwierigen humanitären Situationen geprägt seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Vatican News gehörten dazu auch afrikanische und nahöstliche Länder. Genannt wurden unter anderem Libanon und Iran. Auch Kuba wurde angesprochen, wo die Spannungen mit den USA zuletzt zugenommen hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio traf nach seiner Audienz bei Papst Leo XIV. auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Erzbischof Paul Gallagher, den Außenbeauftragten des Heiligen Stuhls. Dabei wurden nach Vatikanangaben die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den Vereinigten Staaten bekräftigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nahost-frieden-und-christliche-gemeinden"><span id="nahost-frieden-und-christliche-gemeinden">Nahost-Frieden und christliche Gemeinden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio verwies besonders auf Libanon. Die katholische Kirche habe dort ein Interesse an den christlichen Gemeinschaften, sagte er. Die USA seien zugleich in Bemühungen eingebunden, Frieden zwischen Israel und Libanon zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des US-Außenministeriums ging es bei den Gesprächen um die Lage im Nahen Osten sowie um weitere Themen von gemeinsamem Interesse. Das Treffen habe die starken Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Heiligen Stuhl sowie das gemeinsame Engagement für Frieden und Menschenwürde unterstrichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Heilige Stuhl sprach von „herzlichen Gesprächen“. Beide Seiten hoben das gemeinsame Interesse an stabilen bilateralen Beziehungen hervor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-treffen-nach-spannungen-um-iran"><span id="treffen-nach-spannungen-um-iran">Treffen nach Spannungen um Iran</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begegnung fand nach verbalen Spannungen zwischen Washington und dem Vatikan statt. US-Präsident Donald Trump hatte Papst Leo XIV. in den vergangenen Wochen wegen dessen Aussagen zum <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Iran-Krieg</a> angegriffen. Rubio sagte vor und nach dem Treffen, die Audienz sei nicht wegen dieser Auseinandersetzung angesetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob er den Papst aufgefordert habe, seine Kritik am Iran-Krieg einzustellen, sagte Rubio, er werde nicht öffentlich über seine Gespräche mit dem Papst sprechen. Zugleich betonte er, die USA hätten eine starke Beziehung zum Vatikan und arbeiteten weltweit mit ihm in vielen Fragen zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rubio nannte das Treffen produktiv. Es habe die Möglichkeit gegeben, über Weltregionen zu sprechen, in denen sowohl die Vereinigten Staaten als auch die katholische Kirche präsent seien, und bestehende Zusammenarbeit fortzusetzen oder auszubauen.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Menschen, so schwarz wie dieser Tisch!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/menschen-so-schwarz-wie-dieser-tisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 17:24:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bruno Le Maire schildert eine Szene aus dem G7-Gipfel von Biarritz: Donald Trump soll Emmanuel Macron mit einer abfälligen Afrika-Äußerung unterbrochen haben. Der frühere französische Wirtschaftsminister sieht darin ein Muster von Trumps Verhandlungsstil.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmenschen-so-schwarz-wie-dieser-tisch%2F&amp;action_name=%26%238220%3BMenschen%2C%20so%20schwarz%20wie%20dieser%20Tisch%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der frühere französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire beschreibt eine abfällige Afrika-Äußerung Donald Trumps in einem Gespräch mit Emmanuel Macron. Die Szene soll sich am Rand des G7-Gipfels von Biarritz ereignet haben. Le Maire schildert sie in seinem am 23. April erschienenen Buch „Le temps d’une décision“ und sprach darüber am 2. Mai in der France-2-Sendung „Quelle Époque !“. Im Zentrum stand damals ein Streit über die französische Digitalsteuer und mögliche amerikanische Strafzölle auf französischen Wein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprach-uber-digitalsteuer-in-biarritz"><span id="gespraech-ueber-digitalsteuer-in-biarritz">Gespräch über Digitalsteuer in Biarritz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Le Maires Darstellung trafen Macron und Trump während des <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei/">G7-Gipfels</a> im August 2019 in einem kleinen Raum eines Hotels in Biarritz zusammen. Ziel des bilateralen Gesprächs war eine Einigung über die französische Digitalsteuer. Die Steuer belastete große Digitalkonzerne und hatte in Washington Drohungen mit Handelsmaßnahmen ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung stellte damals Strafzölle auf französische Weine in Aussicht. Frankreich versuchte, eine Eskalation des Handelsstreits zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire beschreibt Trump in der Szene als kaum aufmerksam. Der damalige US-Präsident habe auf einem Sofa gesessen, plötzlich mit der Hand auf den Tisch geschlagen und Macron direkt angesprochen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwarz-wie-dieser-tisch"><span id="schwarz-wie-dieser-tisch">„Schwarz wie dieser Tisch“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire zitiert Trump mit den Worten: „Hast du gesehen, Emmanuel, wie schwarz dieser Tisch ist? Ich war in Afrika, Emmanuel, und ich sage dir, die Menschen dort sind schwarz wie dieser Tisch.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="732" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-1024x732.jpg" alt="" class="wp-image-27054 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-1024x732.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-768x549.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-380x272.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-800x572.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-1160x829.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Macron habe darauf nicht reagiert, schreibt Le Maire. Der frühere Minister deutet die Äußerung nicht als beiläufige Abschweifung, sondern als Teil einer Gesprächsführung, mit der Trump sein Gegenüber aus dem gewohnten Rahmen bringen wolle.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Sendung „Quelle Époque !“ sagte Le Maire, Trump versuche in Verhandlungen ständig, Dominanz herzustellen. Der US-Präsident bewege sich dabei nicht in der „kartesianischen Logik“, an der sich französische Regierungsvertreter orientierten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-le-maire-sieht-methode-hinter-trumps-stil"><span id="le-maire-sieht-methode-hinter-trumps-stil">Le Maire sieht Methode hinter Trumps Stil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire ordnet die Szene als Beispiel für Trumps Verhandlungsstil ein. Der frühere Wirtschaftsminister beschreibt eine Form politischer Kommunikation, die weniger auf stringente Argumentation setze als auf Überraschung, Druck und Irritation.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="659" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-1024x659.jpg" alt="" class="wp-image-27055 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-1024x659.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-300x193.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-768x494.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-380x245.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-800x515.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-1160x747.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Darstellung knüpft an Erfahrungen anderer europäischer Verantwortlicher an, die Verhandlungen mit der Trump-Regierung als unberechenbar und psychologisch stark aufgeladen beschrieben haben. Trump nutze demnach Brüche im Gespräch, um sein Gegenüber zu verunsichern und die Gesprächsrichtung zu bestimmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire war während der ersten Präsidentschaft Trumps einer der zentralen französischen Ansprechpartner in Wirtschafts- und Handelsfragen. Der Streit um die Digitalsteuer gehörte zu den besonders angespannten Dossiers zwischen Paris und Washington.</p>
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		<item>
		<title>Ex-Außenminister soll teure Napoleon-Statuetten aus Afrika erhalten haben</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ex-aussenminister-soll-teure-napoleon-statuetten-aus-afrika-erhalten-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 17:05:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>France 2 erhebt neue Vorwürfe gegen Dominique de Villepin: Zwei Napoleon-Statuetten im Wert von 125.000 Euro sollen über Robert Bourgi an ihn gegangen sein. Eine Spur führt zum früheren Präsidenten Burkina Fasos, Blaise Compaoré.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fex-aussenminister-soll-teure-napoleon-statuetten-aus-afrika-erhalten-haben%2F&amp;action_name=Ex-Au%C3%9Fenminister%20soll%20teure%20Napoleon-Statuetten%20aus%20Afrika%20erhalten%20haben&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Dominique de Villepin soll als französischer Außenminister zwei Napoleon-Statuetten im Gesamtwert von 125.000 Euro über den Lobbyisten Robert Bourgi erhalten haben. Die Vorwürfe wurden am 30. April durch das France-2-Magazin „Complément d’enquête“ öffentlich. Eine der Figuren soll vom damaligen Präsidenten Burkina Fasos, Blaise Compaoré, bezahlt worden sein, die andere von einem italienischen Unternehmer mit Afrika-Geschäften. De Villepin bestreitet, die Herkunft der Geschenke gekannt zu haben, und erklärte, er hätte sie andernfalls „niemals“ angenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-france-2-verweist-auf-rechnungen-uber-75-000-und-50-000-euro"><span id="france-2-verweist-auf-rechnungen-ueber-75-000-und-50-000-euro">France 2 verweist auf Rechnungen über 75.000 und 50.000 Euro</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Robert Bourgi, eine bekannte Figur der alten französisch-afrikanischen Netzwerke, behauptet in der Sendung, er habe de Villepin zwei Napoleon-Figuren zukommen lassen. Die erste soll 2002 von Blaise Compaoré bezahlt worden sein, damals Präsident Burkina Fasos. Die zweite soll vom italienischen Unternehmer Gian Angelo Perrucci stammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Complément d’enquête“ veröffentlichte nach eigenen Angaben Rechnungen einer Pariser Galerie. Eine Bronzebüste Bonapartes soll 75.000 Euro gekostet haben, eine weitere Statuette Napoleons auf St. Helena 50.000 Euro. Die Galerie habe gegenüber der Redaktion bestätigt, dass die Rechnungen echt seien, zu den genannten Werken gehörten und von Compaoré sowie Perrucci beglichen worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">De Villepin erklärte in der Sendung, die Objekte seien Geschenke von Robert Bourgi gewesen. Den Preis und die Herkunft habe er nicht gekannt. Vor der Rechnung über 75.000 Euro sagte er, die Büste sei ihm nicht vom Präsidenten Burkina Fasos geschenkt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-de-villepin-weist-kenntnis-der-herkunft-zuruck"><span id="de-villepin-weist-kenntnis-der-herkunft-zurueck">De Villepin weist Kenntnis der Herkunft zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Premierminister und Außenminister sagte, er hätte die Gegenstände nicht angenommen, wenn er ihre Herkunft gekannt hätte. „Ich hätte diese Objekte niemals akzeptiert, wenn ich gewusst hätte, woher sie stammen“, erklärte de Villepin in der Sendung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27048 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dominique_de_Villepin_20100330_Salon_du_livre_de_Paris_3.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zu der zweiten Statuette sagte de Villepin, auch sie sei ihm von Bourgi geschenkt worden. Den Wert schätzte er auf etwa 10.000 Euro. France 2 führt dagegen eine Rechnung über 50.000 Euro an, ausgestellt auf Gian Angelo Perrucci.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Perrucci bestätigte der Redaktion telefonisch, die Statuette an de Villepin verschenkt zu haben. Er habe den früheren Minister zuvor zweimal getroffen. De Villepin sagte, er habe keine Erinnerung an den italienischen Unternehmer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Interview erklärte de Villepin gegenüber der Redaktion, die Rechnung über 75.000 Euro entspreche nicht der Büste Napoleons. Zugleich sagte er, er sei bereit, die Objekte zurückzugeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-umfeld-spricht-von-manovern-aus-dem-sarkozy-lager"><span id="umfeld-spricht-von-manoevern-aus-dem-sarkozy-lager">Umfeld spricht von Manövern aus dem Sarkozy-Lager</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Umfeld de Villepins wies die Darstellung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP scharf zurück. Es sprach von einem „Nebelvorhang“, verbreitet durch einen „treuen Relais von Nicolas Sarkozy“. Bourgi sei bekannt für wechselnde Erzählungen und politische Manöver.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktion verweist auf den alten Rivalitätskonflikt zwischen de Villepin und Sarkozy. De Villepin bereitet eine mögliche Kandidatur für die französische Präsidentschaftswahl 2027 vor. Sarkozy steht zugleich im Berufungsprozess zur Affäre um mutmaßliche libysche Wahlkampffinanzierung seines Präsidentschaftswahlkampfs von 2007.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourgi erklärte in der Sendung, Sarkozy habe mit den neuen Aussagen nichts zu tun. Zugleich sagte er, er sei de Villepin wegen dessen Äußerungen zur Inhaftierung Sarkozys im vergangenen Jahr gram und wolle alles tun, um ihn daran zu hindern, in den Élysée-Palast einzuziehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-robert-bourgi-und-das-erbe-der-francafrique"><span id="robert-bourgi-und-das-erbe-der-francafrique">Robert Bourgi und das Erbe der Françafrique</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Robert Bourgi war über Jahrzehnte mit den politischen und finanziellen Netzwerken Frankreichs in früheren afrikanischen Kolonien verbunden. Sein Name steht in Frankreich bereits für eine frühere Affäre um teure Geschenke: 2017 hatte Bourgi dem damaligen Präsidentschaftskandidaten François Fillon Anzüge im Wert von 13.000 Euro geschenkt. Der Vorgang belastete Fillons Wahlkampf. Ermittlungen wegen des Verdachts auf Einflussnahme endeten später mit einer Einstellung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="884" height="663" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy.jpg" alt="" class="wp-image-27049 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy.jpg 884w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Kamal_Benali_linvite_mystere_de_Nicolas_Sarkozy-800x600.jpg 800w" sizes="(max-width: 884px) 100vw, 884px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bourgi hatte 2011 außerdem behauptet, er habe zwischen 1997 und 2005 Geldkoffer aus afrikanischen Staaten an Jacques Chirac und Dominique de Villepin überbracht. Eine Untersuchung wurde eröffnet und im November 2011 ohne weitere Verfolgung eingestellt. De Villepin bezeichnete diese Darstellung in „Complément d’enquête“ als „vollkommen abwegig“ und Bourgi als „wunderbaren Geschichtenerzähler“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Vorwürfe treffen de Villepin zu einem Zeitpunkt, an dem er politisch wieder stärker sichtbar ist. Der ehemalige Premierminister gilt in Frankreich als möglicher Bewerber für die Präsidentschaftswahl 2027, hat seine Kandidatur aber noch nicht offiziell erklärt.</p>
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		<item>
		<title>Pressefreiheit in Afrika rutscht unter Druck von Kriegen und Sicherheitsgesetzen ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/pressefreiheit-in-afrika-rutscht-unter-druck-von-kriegen-und-sicherheitsgesetzen-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 09:17:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kriege, Sicherheitsgesetze und wirtschaftlicher Druck setzen Afrikas Medien weiter zu. Die RSF-Rangliste 2026 zeigt besonders starke Rückgänge in Niger, Tansania, Benin und mehreren Konfliktstaaten.<br />
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Reporter ohne Grenzen sieht die Pressefreiheit in Afrika südlich der Sahara und Nordafrika weiter unter Druck: Konflikte, Sicherheitsgesetze und wirtschaftlich schwache Medienmärkte verschärfen die Lage für Journalistinnen und Journalisten. Die Organisation ordnet die Entwicklung in ihrer <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/2026">Rangliste</a> der Pressefreiheit 2026 ein. Besonders stark betroffen sind Niger, Sudan, Eritrea, Mali, Burkina Faso, Tansania und mehrere Staaten Nordafrikas. Weltweit leben nur noch rund ein Prozent der Bevölkerung in Ländern mit „guter“ Pressefreiheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahelstaaten-rutschen-weiter-ab"><span id="sahelstaaten-rutschen-weiter-ab">Sahelstaaten rutschen weiter ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Afrika südlich der Sahara bewertet Reporter ohne Grenzen die Lage in 24 von 48 Ländern als „schwierig“. In fünf Ländern gilt sie als „sehr ernst“. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/" type="category" id="34">Eritrea</a> steht zum dritten Mal in Folge auf dem letzten Platz der weltweiten Rangliste. Das Land belegt Rang 180.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="360" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki.jpg" alt="" class="wp-image-26975 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki.jpg 480w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/VOA_interviews_Afewerki-380x285.jpg 380w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" type="category" id="76">Niger</a> verzeichnet mit einem Minus von 37 Plätzen den stärksten Rückgang weltweit und liegt nun auf Rang 120. Reporter ohne Grenzen sieht darin ein Zeichen für den wachsenden Druck auf Medienschaffende in der Sahelregion. Mindestens sechs Reporter sitzen in Niger in Haft.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a> fallen weiter zurück. Mali liegt auf Platz 121, Burkina Faso auf Platz 110. In Mali sitzt ein Journalist in Haft. In Burkina Faso gelten zwei Journalisten weiterhin als verschwunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/pressefreiheit-im-tschad-bedroht/">Ein zentrales Muster ist der Einsatz von Gesetzen zur nationalen und digitalen Sicherheit gegen Journalistinnen und Journalisten.</a> Solche Regelungen werden in mehreren Staaten genutzt, um Berichterstattung einzuschränken, Medienschaffende strafrechtlich zu verfolgen oder unabhängige Medien unter Druck zu setzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-benin-fallt-deutlich-tansania-verliert-seinen-fruheren-vorsprung"><span id="benin-faellt-deutlich-tansania-verliert-seinen-frueheren-vorsprung">Benin fällt deutlich, Tansania verliert seinen früheren Vorsprung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/benin/" type="category" id="65">Benin</a> ist auf Rang 113 gefallen, ein Minus von 21 Plätzen. Die vorherige Regierung ließ den Gründer des investigativen Online-Mediums <em>Olofofo</em>, Hugues Comlan Sossoukpè, aus der Elfenbeinküste ausliefern und inhaftieren. Die Behörden bezeichneten ihn als „gefährlichen Cyberaktivisten“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/tansania/" type="category" id="44">Tansania</a> rutscht um 22 Plätze auf Rang 117 ab. Das Land galt lange als vergleichsweise offener Medienstandort in Ostafrika. Reporter ohne Grenzen verweist auf schlechtere Arbeitsbedingungen und einen eingeschränkten Zugang zu Informationen durch zunehmend restriktive Gesetze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/burundi/" type="category" id="31">Burundi</a> liegt auf Rang 119. Die Journalistin Sandra Muhoza, die nach Einschätzung von Reporter ohne Grenzen zu Unrecht verurteilt worden war, ist inzwischen wieder frei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-zerstort-unabhangige-berichterstattung-im-sudan"><span id="krieg-zerstoert-unabhaengige-berichterstattung-im-sudan">Krieg zerstört unabhängige Berichterstattung im Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Konfliktländern verschlechtert sich die Sicherheitslage für Medienschaffende besonders stark. In der Demokratischen Republik Kongo, die auf Rang 130 liegt, geraten Journalistinnen und Journalisten im Osten des Landes zwischen bewaffnete Gruppen und Armee. Viele müssen ihre Arbeitsorte verlassen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26977 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Interview_sous_larbre_a_palabres.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan hat der Krieg unabhängigen Journalismus nahezu vollständig zerstört. Das Land liegt auf Rang 161. Viele Journalistinnen und Journalisten mussten fliehen. Der Druck auf Medien entsteht dort nicht nur durch Gewalt, sondern auch durch zerstörte Redaktionsstrukturen, fehlende Sicherheit und die Abwanderung von Fachkräften.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die wirtschaftliche Schwäche vieler Medienmärkte bleibt ein Problem. In Mauretanien, das auf Rang 61 gefallen ist, nennt Reporter ohne Grenzen verzögerte Reformen und finanzielle Unsicherheit im Mediensektor als Gründe für den Rückgang. Ghana liegt dagegen auf Rang 39, Südafrika auf Rang 21. Beide Länder gehören in der Region zur Kategorie „zufriedenstellend“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nordafrika-bleibt-unter-politischem-und-rechtlichem-druck"><span id="nordafrika-bleibt-unter-politischem-und-rechtlichem-druck">Nordafrika bleibt unter politischem und rechtlichem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Region Naher Osten und Nordafrika sieht Reporter ohne Grenzen erneut den weltweit niedrigsten Grad an Pressefreiheit. In 18 von 19 Ländern ist die Lage für Medienschaffende entweder „sehr ernst“ oder „schwierig“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> fällt um acht Plätze auf Rang 137. Der Rückgang der Pressefreiheit setzt sich seit der Machtübernahme von Präsident Kais Saied im Jahr 2019 fort. Politischer Druck, rechtliche Verfahren und wirtschaftliche Unsicherheit greifen dort ineinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> liegt auf Rang 105. Die Lage hat sich nach Einschätzung von Reporter ohne Grenzen verbessert, doch Medienschaffende stehen weiter unter rechtlichem und finanziellem Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a> bleibt auf Rang 169. Trotz der Freilassung prominenter Journalisten ist die Presse unter Präsident Abdel Fattah al-Sisi weiterhin erheblich eingeschränkt. Der Jemen fällt um zehn Plätze auf Rang 164. Journalistische Arbeit bleibt dort wegen des Kriegs und der Sicherheitslage extrem gefährlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weltweit-wird-journalismus-haufiger-kriminalisiert"><span id="weltweit-wird-journalismus-haeufiger-kriminalisiert">Weltweit wird Journalismus häufiger kriminalisiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Reporter ohne Grenzen sieht weltweit eine Verschlechterung der rechtlichen Rahmenbedingungen. In 110 von 180 untersuchten Ländern und Territorien haben sich die gesetzlichen Bedingungen für Medien im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Dazu zählen Staaten wie Indien und Ägypten, aber auch Demokratien wie Israel, die Philippinen und Japan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation bewertet in ihrer Rangliste politische, wirtschaftliche, rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten. Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste fällt mehr als die Hälfte aller Länder und Territorien in die Kategorien „schwierig“ oder „sehr ernst“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland liegt auf Rang 14 und verliert drei Plätze. Reporter ohne Grenzen verweist auf ein raueres Arbeitsklima für Journalistinnen und Journalisten auf der Straße und im Netz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nur noch einer von 100 Menschen weltweit kann sich durch eine vielfältige, gesunde Medienlandschaft informieren“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer für Politik und Strategie bei Reporter ohne Grenzen. In Deutschland sei der erneute Rückgang auch Ausdruck eines aufgeheizten Klimas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Norwegen steht zum zehnten Mal in Folge auf Platz 1. Am Ende der Rangliste stehen Eritrea, Nordkorea und China. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/" type="post_tag" id="565">Saudi-Arabien</a> ist neu unter den letzten zehn Ländern und liegt nach einem Rückgang um 14 Plätze auf Rang 176. Dort wurde im vergangenen Jahr der Journalist Turki al-Dschasser hingerichtet.</p>
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		<item>
		<title>Deutschland gibt mehr für Militär aus als ganz Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-gibt-mehr-fuer-militaer-aus-als-ganz-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 14:08:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland ist 2025 zum viertgrößten Militärfinanzierer der Welt aufgestiegen und liegt nur noch hinter den USA, China und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-gibt-mehr-fuer-militaer-aus-als-ganz-afrika%2F&amp;action_name=Deutschland%20gibt%20mehr%20f%C3%BCr%20Milit%C3%A4r%20aus%20als%20ganz%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-gibt-mehr-fuer-militaer-aus-als-ganz-afrika/">Deutschland gibt mehr für Militär aus als ganz Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland ist 2025 zum viertgrößten Militärfinanzierer der Welt aufgestiegen und liegt nur noch hinter den USA, China und Russland. Die neuen SIPRI-Daten wurden am Montag, 27. April 2026, veröffentlicht. Mit 114 Milliarden US-Dollar lagen die deutschen Militärausgaben fast doppelt so hoch wie die gesamten Ausgaben Afrikas mit 58,2 Milliarden US-Dollar. Weltweit stiegen die Militärausgaben auf 2,887 Billionen US-Dollar, den höchsten von SIPRI erfassten Wert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-ruckt-in-die-spitzengruppe-auf"><span id="deutschland-rueckt-in-die-spitzengruppe-auf">Deutschland rückt in die Spitzengruppe auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland erhöhte seine Militärausgaben 2025 um 24 Prozent auf 114 Milliarden US-Dollar. Damit überholte die Bundesrepublik Großbritannien und rückte auf Platz vier der weltweiten Rangliste. Der Anteil der deutschen Militärausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag bei 2,3 Prozent und damit erstmals seit 1990 wieder über der Marke von zwei Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI ordnet Deutschland damit in eine kleine Gruppe von Staaten ein, die den größten Teil der weltweiten Militärausgaben tragen. Die fünf größten Militärfinanzierer &#8211; USA, China, Russland, Deutschland und Indien &#8211; kamen 2025 zusammen auf 1,686 Billionen US-Dollar. Das entsprach 58 Prozent der weltweiten Ausgaben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26894 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rheinmetall_kf51_dynamisch_hohe_aufloesung_1XII0825.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung finanziert den höheren Verteidigungsaufwand auch über Änderungen an den deutschen Haushaltsregeln. Militärausgaben oberhalb von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden demnach von der Schuldenbremse ausgenommen. Deutschland hat zugesagt, bis 2029 eine Quote von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erreichen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikas-ausgaben-steigen-bleiben-aber-weit-unter-europas-niveau"><span id="afrikas-ausgaben-steigen-bleiben-aber-weit-unter-europas-niveau">Afrikas Ausgaben steigen, bleiben aber weit unter Europas Niveau</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika gab 2025 insgesamt 58,2 Milliarden US-Dollar für Militär aus. <a href="https://fokus-afrika.de/sipri-afrikas-waffenimporte-brechen-deutlich-ein/" type="post" id="25512">Das waren 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr und 45 Prozent mehr als 2016.</a> Dennoch entfielen nur zwei Prozent der weltweiten Militärausgaben auf den Kontinent. Europa kam auf 864 Milliarden US-Dollar und damit auf 30 Prozent der globalen Ausgaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Nordafrika stiegen die Ausgaben auf 35 Milliarden US-Dollar. Algerien blieb mit 25,4 Milliarden US-Dollar der größte Militärfinanzierer Afrikas. Das Land erhöhte seine Ausgaben um elf Prozent und wendete 8,8 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für das Militär auf. Nur die Ukraine lag weltweit höher. Marokko folgte mit 6,3 Milliarden US-Dollar und einem Plus von 6,6 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SIPRI verweist bei <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/" type="category" id="24">Algerien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> auf die anhaltenden Spannungen zwischen beiden Staaten, insbesondere um die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/" type="post_tag" id="527">Westsahara</a>. Nordafrika trug damit deutlich mehr zu den afrikanischen Militärausgaben bei als Subsahara-Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nigeria-kongo-und-somalia-spiegeln-sicherheitskrisen"><span id="nigeria-kongo-und-somalia-spiegeln-sicherheitskrisen">Nigeria, Kongo und Somalia spiegeln Sicherheitskrisen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Subsahara-Afrika kam 2025 auf 23,3 Milliarden US-Dollar. Das waren 7,4 Prozent mehr als 2024. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a> erhöhte <a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/" type="post" id="23534">seine Militärausgaben um 55 Prozent auf 2,1 Milliarden US-Dollar.</a> SIPRI verbindet diesen Anstieg mit der <a href="https://fokus-afrika.de/wer-finanziert-die-terrorismusbekaempfung/" type="post" id="25314">verschlechterten Sicherheitslage durch Aufstände und extremistische Gewalt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a> blieb mit 3,2 Milliarden US-Dollar der größte Militärfinanzierer südlich der Sahara. Die Ausgaben sanken jedoch um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und lagen 19 Prozent unter dem Niveau von 2016.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> stiegen die Militärausgaben um 20 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Hintergrund war die Eskalation des Konflikts mit einer von Ruanda unterstützten nichtstaatlichen bewaffneten Gruppe in der ersten Jahreshälfte 2025. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> gab 199 Millionen US-Dollar aus. Das war weniger als im Vorjahr, aber 173 Prozent mehr als 2016.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-bleiben-mit-abstand-an-der-spitze"><span id="usa-bleiben-mit-abstand-an-der-spitze">USA bleiben mit Abstand an der Spitze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA blieben 2025 der größte Militärfinanzierer der Welt. Mit 954 Milliarden US-Dollar entfiel ein Drittel der weltweiten Militärausgaben auf Washington. Gegenüber 2024 sanken die US-Ausgaben um 7,5 Prozent. SIPRI erklärt den Rückgang vor allem damit, dass 2025 keine neuen Mittel für militärische Finanzhilfen an die Ukraine beschlossen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig investierten die USA weiter in nukleare Modernisierung und konventionelle Hochtechnologie. Dazu gehörten Programme für nuklear bewaffnete Columbia-U-Boote und konventionell bewaffnete Virginia-U-Boote. SIPRI verknüpft diese Ausrichtung mit dem Ziel, militärische Dominanz in der westlichen Hemisphäre zu halten und China im Indopazifik abzuschrecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abstand zwischen den USA und China schrumpfte dennoch. Washington gab 2025 noch 2,8 Mal so viel für das Militär aus wie Peking. Im Jahr zuvor lag das Verhältnis bei 3,2 zu eins.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-china-erhoht-seit-31-jahren-seine-militarausgaben"><span id="china-erhoeht-seit-31-jahren-seine-militaerausgaben">China erhöht seit 31 Jahren seine Militärausgaben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">China blieb mit geschätzten 336 Milliarden US-Dollar der zweitgrößte Militärfinanzierer der Welt. Die Ausgaben stiegen 2025 um 7,4 Prozent. SIPRI registriert damit das 31. Jahr in Folge mit steigenden chinesischen Militärausgaben, die längste solche Serie in der Datenbank des Instituts.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PLA_tanker_070324-F-0193C-028-1024x680.jpeg" alt="" class="wp-image-26899 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PLA_tanker_070324-F-0193C-028-1024x680.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PLA_tanker_070324-F-0193C-028-300x199.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PLA_tanker_070324-F-0193C-028-768x510.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PLA_tanker_070324-F-0193C-028-380x252.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PLA_tanker_070324-F-0193C-028-800x531.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PLA_tanker_070324-F-0193C-028-1160x770.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PLA_tanker_070324-F-0193C-028.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Anteil Chinas am Bruttoinlandsprodukt lag bei geschätzten 1,7 Prozent. Der Anteil an den weltweiten Militärausgaben betrug zwölf Prozent. China verfolgt eine Modernisierung der Volksbefreiungsarmee über alle militärischen Bereiche hinweg. Dazu gehörten 2025 Tests neuer Kampfflugzeuge und Fortschritte beim strategischen Bomber H-20.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die chinesische Rolle reicht damit über Ostasien hinaus. Höhere Ausgaben Pekings beeinflussen auch die Militärplanung der USA und ihrer Partner. SIPRI verweist außerdem auf steigende Ausgaben in Asien und Ozeanien, unter anderem in Japan, Taiwan und Australien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russland-tragt-hohe-kriegskosten"><span id="russland-traegt-hohe-kriegskosten">Russland trägt hohe Kriegskosten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russland erhöhte seine Militärausgaben 2025 um 5,9 Prozent auf geschätzte 190 Milliarden US-Dollar. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt lag bei 7,5 Prozent. Der Anteil am Staatshaushalt erreichte 20 Prozent und damit den höchsten von SIPRI für Russland erfassten Wert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau blieb damit drittgrößter Militärfinanzierer der Welt. Der Anstieg war der schwächste seit Beginn der umfassenden russischen Invasion in der Ukraine 2022. SIPRI beschreibt zugleich eine sinkende Haushaltstransparenz. Ein wachsender Teil des russischen Verteidigungshaushalts wurde als klassifiziert ausgewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland beschafft nach SIPRI-Angaben verstärkt größere Mengen günstigerer Waffensysteme. Der Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge nahm zu. Zugleich erschweren westliche Sanktionen den Zugang zu Technologiekomponenten und verändern Lieferketten der russischen Rüstungsindustrie.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-linke-kritisiert-deutsche-aufrustung"><span id="linke-kritisiert-deutsche-aufruestung">Linke kritisiert deutsche Aufrüstung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland lösten die SIPRI-Zahlen politische Kritik aus. Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, sprach von einer bereits laufenden Aufrüstungsspirale. „Deutschland gab 2025 rund 114 Milliarden Euro für die Aufrüstung aus. Nach den USA, China und Russland belegen wir Platz 4 laut aktuellem SIPRI-Bericht“, erklärte Pellmann.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Soeren_JM-55-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26895 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Soeren_JM-55-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Soeren_JM-55-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Soeren_JM-55-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Soeren_JM-55-2-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Soeren_JM-55-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Soeren_JM-55-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Soeren_JM-55-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Soeren_JM-55-2.jpg 1560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Pellmann verband die höheren Militärausgaben mit Kritik an der Haushaltspolitik der Bundesregierung. Er warf dem Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz vor, soziale Leistungen zu kürzen, während hohe Beträge in Rüstungsverträge flössen. Zudem kritisierte er die Vergabepraxis bei der Bundeswehr und verwies auf mehr als 47.000 Rüstungsverträge in vier Jahren mit einem Volumen von rund 111 Milliarden Euro.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-gewichte-verschieben-sich-global"><span id="militaerische-gewichte-verschieben-sich-global">Militärische Gewichte verschieben sich global</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die SIPRI-Daten zeigen eine doppelte Verschiebung. Deutschland rückt in die Spitzengruppe der weltweiten Militärfinanzierer auf, während Afrikas Ausgaben trotz deutlicher Zuwächse in einer anderen Größenordnung bleiben. Zugleich bestimmen die USA, China und Russland weiter die globale Militärstruktur. Zusammen kamen die drei Staaten 2025 auf 1,48 Billionen US-Dollar und damit auf 51 Prozent der weltweiten Militärausgaben.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-gibt-mehr-fuer-militaer-aus-als-ganz-afrika/">Deutschland gibt mehr für Militär aus als ganz Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Regierung verteidigt neuen Anti-Terror-Kurs in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 08:55:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26814</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die USA stellen ihre Terrorismusbekämpfung in Afrika neu auf: Im Senat prallen Sicherheitsinteressen, Rohstoffpolitik, religiöse Gewalt und Kritik an Kürzungen aufeinander.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika%2F&amp;action_name=US-Regierung%20verteidigt%20neuen%20Anti-Terror-Kurs%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika/">US-Regierung verteidigt neuen Anti-Terror-Kurs in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung will ihre Terrorismusbekämpfung in Afrika enger auf direkte Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen der Vereinigten Staaten ausrichten. Das legten Vertreter des US-Außenministeriums am Dienstag in einer Anhörung des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats dar. Republikaner und Demokraten beschrieben Afrika zugleich als einen Schauplatz, auf dem Terrorgruppen, schwache Staaten und der Einfluss Chinas, Russlands und Irans stärker ineinandergreifen. Der Streit drehte sich um die Frage, ob Washington mit einem gezielteren Kurs handlungsfähiger wird oder zentrale Instrumente seiner Afrikapolitik abbaut.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-sieht-terrorgruppen-in-afrika-auf-dem-vormarsch"><span id="washington-sieht-terrorgruppen-in-afrika-auf-dem-vormarsch">Washington sieht Terrorgruppen in Afrika auf dem Vormarsch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der republikanische Senator Ted Cruz eröffnete die Anhörung mit der Feststellung, der Schwerpunkt des globalen Terrorismus habe sich nach Afrika verlagert. Er verwies auf Gruppen mit Verbindungen zum sogenannten Islamischen Staat und zu Al-Qaida in Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Somalia und Mosambik. In mehreren Regionen überforderten Terrorgruppen die Fähigkeit lokaler Regierungen, die Sicherheitslage zu kontrollieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cruz sprach von einer wachsenden Gefahr für amerikanische Interessen, Verbündete und das US-Territorium. Er kritisierte frühere Regierungen dafür, Afrika als zweitrangigen Schauplatz behandelt zu haben. Die Anhörung sollte nach seiner Darstellung klären, wie die Regierung von Präsident Donald Trump auf diese Entwicklung reagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der demokratische Senator Cory Booker beschrieb Afrika als zentralen Schauplatz amerikanischer Sicherheitspolitik. Er zitierte eine Einschätzung der US-Geheimdienste, wonach Afrika zu einem „Brennpunkt der globalen sunnitisch-jihadistischen Bewegung“ geworden sei. Booker verband die Sicherheitslage jedoch mit Kritik an Kürzungen bei Diplomatie, Stabilisierung und Entwicklungsprogrammen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26815 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/U_S_Senator_Cory_Brooker_Visits_Troops_in_Estonia_7823091.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Militärschläge allein können kein Vertrauen in Regierungen schaffen“, sagte Booker. Sie könnten Pläne stören, Netzwerke schwächen und unmittelbare Gefahren eindämmen, aber keine Arbeitsplätze schaffen, Korruption bekämpfen oder Institutionen stärken.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aussenministerium-spricht-von-kurswechsel"><span id="aussenministerium-spricht-von-kurswechsel">Außenministerium spricht von Kurswechsel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nick Checker, leitender Beamter im Afrika-Büro des US-Außenministeriums, verteidigte den <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/">neuen Ansatz der Regierung</a>. Die amerikanische Afrikapolitik durchlaufe einen notwendigen Kurswechsel, weil frühere Ansätze weder für die USA noch für afrikanische Partner die gewünschten Ergebnisse gebracht hätten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-819x1024.png" alt="" class="wp-image-26816 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-819x1024.png 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-240x300.png 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-768x960.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-380x475.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker-800x1000.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Nick_Checker.png 960w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Checker beschrieb die neue Linie als interessengeleitete Strategie. Washington wolle keine offenen Verpflichtungen und keine groß angelegten militärischen Einsätze ohne absehbares Ende. Die Vereinigten Staaten wollten stattdessen mit afrikanischen Staaten zusammenarbeiten, die selbst Verantwortung übernehmen und politische Handlungsfähigkeit zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden keine offenen Investitionen in Staaten mehr tätigen, die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, Anti-Terror-Anstrengungen aufrechtzuerhalten“, sagte Checker. Der Schwerpunkt liege auf Informationsaustausch, begrenzter Sicherheitskooperation und Partnern, die eigene Kapazitäten einbringen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Monica Jacobson, leitende Vertreterin des Büros für Terrorismusbekämpfung im Außenministerium, nannte drei Elemente der Strategie: Terrorpläne gegen die USA früh erkennen, afrikanische Partner stärker in die eigene Verantwortung bringen und amerikanische Wirtschaftsinteressen schützen. Dazu gehörten Visa-Beschränkungen, Terrorlistungen, Informationsaustausch, Programme zur Grenzsicherheit und gezielte Sicherheitshilfe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-somalia-und-nigeria-pragen-die-debatte"><span id="sahel-somalia-und-nigeria-praegen-die-debatte">Sahel, Somalia und Nigeria prägen die Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Senatoren konzentrierten sich auf den Sahel, Somalia und Nigeria. Cruz verwies auf fast 19.000 Todesfälle im Zusammenhang mit militantem islamistischem Gewaltextremismus in Afrika im Jahr 2024, davon mehr als die Hälfte im Sahel. Checker sagte, Gruppen mit Verbindungen zum sogenannten Islamischen Staat und zu Al-Qaida hätten sich im Sahel ausgeweitet. Die Regierung bemühe sich deshalb um eine erneute Annäherung an Mali, Niger und Burkina Faso.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Somalia verteidigte Checker einen Kurs, der mehr Verantwortung bei der Regierung in Mogadischu und bei regionalen Partnern sieht. Die USA seien seit mehr als 17 Jahren in Somalia engagiert. Der bisherige Zustand sei nicht tragfähig, weil die somalische Regierung ihre Sicherheitsverantwortung nicht ausreichend übernommen habe. Senator Booker kritisierte, Washington setze zu stark auf Luftschläge und schwäche zugleich Sicherheits-, Stabilisierungs- und Hilfsprogramme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Nigeria prallten unterschiedliche Sichtweisen auf die Gewalt gegen religiöse Gruppen aufeinander. Cruz sprach von systematischer Gewalt gegen Christen und forderte stärkeren Druck auf die nigerianische Regierung. Checker sagte, Präsident Trump habe Nigeria am 31. Oktober als Land besonderer Besorgnis wegen Religionsfreiheit eingestuft. Die nigerianische Regierung habe seitdem erste Schritte unternommen, darunter Veränderungen in Sicherheitsdiensten, zusätzliche Kräfte und verstärkte Strafverfolgung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="561" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-1024x561.jpg" alt="" class="wp-image-26434 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-1024x561.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-300x164.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-768x421.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-380x208.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-800x438.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023-1160x635.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/230125-N-DK722-1002_-_Nigerian_Navy_Police_Force_conduct_VBSS_Training_during_Obangame_Express_2023.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Booker betonte, auch Muslime würden in Nigeria durch Terrorgruppen getötet. Jacobson bestätigte, terroristische Gewalt treffe in Nigeria Muslime, Christen und Angehörige weiterer Glaubensgemeinschaften. Die Regierung konzentriere sich sowohl auf den Norden mit Boko Haram und ISIS West Africa als auch auf den Middle Belt, wo Fulani-Milizen besonders Christen angriffen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-kurzungen-und-fehlenden-botschaftern"><span id="kritik-an-kuerzungen-und-fehlenden-botschaftern">Kritik an Kürzungen und fehlenden Botschaftern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Demokratische Senatoren warfen der Regierung vor, ihre eigenen Aussagen über Afrika nicht mit Personal, Geld und diplomatischer Präsenz zu unterlegen. Senator Chris Coons sagte, in 36 afrikanischen Ländern fehlten bestätigte US-Botschafter. China sei dagegen fast überall mit Botschaften und Botschaftern vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Booker sprach von einem Widerspruch zwischen den Aussagen der Regierung und ihren Entscheidungen. Er verwies auf Kürzungen bei Programmen für Friedenssicherung, Justiz, Polizei, Stabilisierung und Entwicklung. Der Ausschuss habe parteiübergreifend Mittel für solche Programme bereitgestellt, die Regierung könne aber nicht ausreichend erklären, wie sie diese Mittel in Afrika nutzen wolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker hielt dagegen, jede Botschaft werde weiterhin von erfahrenen Diplomaten geführt. Bei der Besetzung von Botschafterposten laufe ein Verfahren, für dessen Zeitplan er auf das Weiße Haus verwies.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik richtete sich auch gegen eine interne Formulierung, die Booker aus einer E-Mail an Beschäftigte des Afrika-Büros zitierte. Darin sei Afrika als „peripherer statt zentraler Schauplatz amerikanischer Interessen“ bezeichnet worden. Checker sagte, die Formulierung sei im Vergleich zu Ostasien und der westlichen Hemisphäre gemeint gewesen. Sie bedeute nicht, dass Afrika irrelevant sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mosambik-verbindet-terrorgefahr-und-rohstoffe"><span id="mosambik-verbindet-terrorgefahr-und-rohstoffe">Mosambik verbindet Terrorgefahr und Rohstoffe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/" type="category" id="39">Mosambik</a> nahm in der Anhörung breiten Raum ein. Jacobson verwies auf ein Flüssigerdgasprojekt in der <a href="https://fokus-afrika.de/gewalt-in-mosambik-treibt-zehntausende-in-die-flucht/" type="post" id="22571">Provinz Cabo Delgado</a>, für das die US-Export-Import-Bank im vergangenen Jahr einen Kredit von fünf Milliarden Dollar genehmigt habe. In der Provinz liege auch eine Graphitmine, deren gesamte Abnahme in den USA weiterverarbeitet werde.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">ISIS Mosambik bedrohe diese Investitionen, sagte Jacobson. Das Außenministerium bereite deshalb neue Programme vor, um lokale Sicherheitskräfte beim Schutz kritischer Infrastruktur, wichtiger Verkehrswege, Flüssigerdgasanlagen und Graphitminen zu unterstützen. Der Ansatz solle zeitlich begrenzt bleiben und keine langfristige Ausbildung ganzer Einheiten ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker verwies zusätzlich auf die Rolle Ruandas in Cabo Delgado. Die USA hätten trotz <a href="https://fokus-afrika.de/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-ruandas-armee/" type="post" id="25270">Sanktionen gegen ruandische Kräfte</a> im Zusammenhang mit dem Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo eine allgemeine Genehmigung für den ruandischen Einsatz in Mosambik erteilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-als-modell-fur-regionale-ausbildung-genannt"><span id="marokko-als-modell-fuer-regionale-ausbildung-genannt">Marokko als Modell für regionale Ausbildung genannt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jacobson nannte <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> als Beispiel für einen Ansatz, bei dem regionale Partner stärker selbst Verantwortung übernehmen. Marokkanische Kräfte, die zuvor durch das Büro für Terrorismusbekämpfung ausgebildet worden seien, trainierten inzwischen mit US-Lehrplänen sahelische Kräfte in Subsahara-Afrika.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="792" height="445" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc-.jpg" alt="" class="wp-image-21056 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc-.jpg 792w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc--300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc--768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/chergui-exercice-france-maroc--380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 792px) 100vw, 792px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ansatz entspricht der Linie der Regierung, afrikanische und regionale Partner stärker in Sicherheitsaufgaben einzubinden. Jacobson sagte, die USA wollten Partner befähigen, sie aber nicht ersetzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium setzt nach ihren Angaben auch auf das Grenzsicherheitsprogramm PISCES. Es wird in 15 afrikanischen Ländern eingesetzt und soll den Austausch von Terrorismusdaten mit den Vereinigten Staaten und internationalen Partnern erleichtern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-rsf-und-muslimbruderschaft-im-fokus"><span id="sudan-rsf-und-muslimbruderschaft-im-fokus">Sudan, RSF und Muslimbruderschaft im Fokus</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp" alt="" class="wp-image-23273 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-300x300.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-150x150.webp 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-80x80.webp 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-110x110.webp 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-380x380.webp 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Senatorin Jeanne Shaheen sprach die Waffenflüsse im <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Sudan-Krieg</a> und mögliche weitere Sanktionen an. Sie fragte, ob die Rapid Support Forces als ausländische Terrororganisation eingestuft werden könnten. Checker sagte, Außenminister Marco Rubio habe alle Optionen offengehalten, falls eine solche Einstufung helfen könne, den Konflikt zu beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jacobson verwies auf die <a href="https://fokus-afrika.de/us-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor/" type="post" id="25497">jüngste Einstufung der sudanesischen Muslimbruderschaft</a> als ausländische Terrororganisation. Die Gruppe sei in Gewalt gegen Zivilisten verwickelt und habe Unterstützung, Ausbildung und Waffen von den Iranischen Revolutionsgarden erhalten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Cruz griff das Thema Muslimbruderschaft später erneut auf. Jacobson sagte, die Regierung sehe deren Netzwerke auch in Afrika und prüfe weitere Schritte. Einzelheiten wollte sie nur in einem geheimen Rahmen erläutern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-polisario-iran-und-der-streit-um-regionale-risiken"><span id="polisario-iran-und-der-streit-um-regionale-risiken">Polisario, Iran und der Streit um regionale Risiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Cruz sprach außerdem über <a href="https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/" type="post" id="25687">die Polisario-Front und mögliche Verbindungen zu iranischen Akteuren.</a> Er sagte, die Polisario solle als Terrorgruppe eingestuft werden, falls eine Zusammenarbeit mit iranisch verbundenen Gruppen bei Militäroperationen, Drohnen, Flugabwehrwaffen oder Geheimdienstinformationen nachweisbar sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jacobson sagte, <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">die Region, in der die Polisario operiere, liege nahe an Schmuggelrouten und militanten Aktivitäten im Sahel.</a> Das schaffe Verwundbarkeiten, die externe Akteure wie Iran ausnutzen könnten. Die Vorwürfe zu Verbindungen mit Hisbollah und den Iranischen Revolutionsgarden würden von Außenministerium und Geheimdiensten verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkretere Angaben stellte Jacobson für ein vertrauliches Briefing in Aussicht. In der öffentlichen Anhörung sagte sie, die USA beobachteten die Lage genau.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-china-russland-und-der-wettbewerb-um-einfluss"><span id="china-russland-und-der-wettbewerb-um-einfluss">China, Russland und der Wettbewerb um Einfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Senatoren verbanden die Terrorismusdebatte mit dem Wettbewerb gegen China und Russland. Cruz sagte, China baue Handel, Infrastrukturfinanzierung und Sicherheitsbeziehungen in Afrika aus. <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">Russland biete seinen Africa Corps als Sicherheitsakteur an.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker erklärte, die Regierung wolle afrikanische Länder stärker als wirtschaftliche Partner behandeln. Seit 1991 hätten die USA rund 200 Milliarden Dollar an Auslandshilfe für Afrika ausgegeben. Dieses Modell habe nicht die erhoffte strukturelle Veränderung gebracht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26274 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/P202512004DT-0266_President_Donald_Trump_President_Paul_Kagame_of_the_Republic_of_Rwanda_and_President_Felix_Tshisekedi_of_the_Democratic_Republic_of_the_Congo_sign_Washington_Accords_for_Peace.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung setze stärker auf Handel, private Investitionen, kritische Rohstoffe und Entwicklungsfinanzierung. Checker nannte den Lobito-Korridor in Angola und Bemühungen um Frieden im Osten der Demokratischen Republik Kongo als Felder, in denen wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen zusammenliefen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">China dominiere Teile der Lieferketten für kritische Mineralien, sagte Checker. Die USA könnten nicht Dollar für Dollar mit China konkurrieren, wollten aber amerikanische Unternehmen mit einem anderen Angebot positionieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-anhorung-endet-mit-offenen-fragen"><span id="anhoerung-endet-mit-offenen-fragen">Anhörung endet mit offenen Fragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörung zeigte breite Einigkeit über die gewachsene Bedrohung durch Terrorgruppen in Afrika. Die Konfliktlinie verlief über die Mittel, mit denen Washington reagieren soll. Republikaner betonten Terrorismusbekämpfung, religiöse Verfolgung, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a>, China und Schutz amerikanischer Investitionen. Demokraten forderten mehr Diplomatie, transparente Mittelverwendung, Botschafterposten, Stabilisierung und zivile Programme neben militärischen Mitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Senatoren konnten bis Mittwoch, 22. April, weitere Fragen schriftlich einreichen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika/">US-Regierung verteidigt neuen Anti-Terror-Kurs in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">US-Regierung verteidigt neuen Anti-Terror-Kurs in Afrika</media:title>
			<media:description type="html">Die US-Regierung verteidigt im Senat ihren neuen Anti-Terror-Kurs in Afrika. Im Fokus stehen Sahel, Somalia, Nigeria, Mosambik, China, Iran und Kürzungen in der Afrikapolitik.</media:description>
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			<media:description type="html">U.S. Sen. Cory Booker, left, talks with U.S. Army Sgt. Bryan Ferreira, a High Mobility Artillery Rocket System gunner, assigned to the 1st Battalion, 14th Field Artillery Regiment, 75th Field Artillery Brigade, 4th Infantry Division, during the senator’s visit to Camp Tapa, Estonia, May 27, 2023. As part of his trip, the senator wanted to learn more about the ongoing security cooperation between the U.S., Estonia, and the NATO Enhanced Forward Presence Battle-Group Estonia, as well as to thank U.S. servicemembers currently deployed in the country for their service and commitment. (U.S. Army National Guard photo by Staff Sgt. Agustín Montañez)</media:description>
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			<media:title type="html">Nick_Checker</media:title>
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			<media:description type="html">Nigerianische Sicherheitskräfte im Training. &#124; Bild: U.S. Navy/Andrea Rumple</media:description>
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			<media:description type="html">Präsident Donald Trump begrüßt Präsident Felix Tshisekedi der Demokratischen Republik Kongo am Donnerstag, den 4. Dezember 2025, im Oval Office. (Offizielles Foto des Weißen Hauses von Daniel Torok)</media:description>
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		<title>Frankreich spottet über Russlands neues Jobportal – und trifft einen wunden Punkt in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-spottet-ueber-russlands-neues-jobportal-und-trifft-einen-wunden-punkt-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 23:46:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russland sucht offiziell internationale Fachkräfte. Doch der Spott aus Paris lenkt den Blick auf einen heiklen Kontrast: In mehreren afrikanischen Staaten sollen Männer zuvor mit Jobversprechen nach Russland gelockt worden sein und später an der Front in der Ukraine gelandet sein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-spottet-ueber-russlands-neues-jobportal-und-trifft-einen-wunden-punkt-in-afrika%2F&amp;action_name=Frankreich%20spottet%20%C3%BCber%20Russlands%20neues%20Jobportal%20%E2%80%93%20und%20trifft%20einen%20wunden%20Punkt%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-spottet-ueber-russlands-neues-jobportal-und-trifft-einen-wunden-punkt-in-afrika/">Frankreich spottet über Russlands neues Jobportal – und trifft einen wunden Punkt in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Russland hat ein neues Online-Portal zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte gestartet. Am 15. April ging die <a href="https://timetoliveinrussia.com/?lang=en">Plattform</a> „Time to Live in Russia“ online, über die sich Bewerber aus Wissenschaft, Technologie, Kultur, Sport und Wirtschaft melden können. Fast zeitgleich setzte das französische Außenministerium mit einem spöttischen Beitrag auf X den Ton der Debatte. Damit rückten nicht nur Russlands neue Werbebotschaften in den Fokus, sondern auch frühere Fälle aus afrikanischen Staaten, in denen Männer mit falschen Jobversprechen nach Russland gelockt wurden und später an der Front im Ukraine-Krieg landeten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-legt-mit-einem-satz-nach"><span id="paris-legt-mit-einem-satz-nach">Paris legt mit einem Satz nach</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Account „French Response“ schrieb, in der russischen Ausschreibung fehlten noch einige Voraussetzungen, darunter „eine Vorliebe für Autokratien“, „ein flexibles Verhältnis zu Fakten“ und „eine gewisse Abneigung gegen eine regelbasierte Ordnung“. Dazu setzte das Außenministerium den Hashtag „BringYourOwnUniform“.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de"><p lang="en" dir="ltr">Missing a few requirements:<br>• a fondness for autocracies<br>• a flexible relationship with facts<br>• a certain dislike of rules-based order<a href="https://twitter.com/hashtag/BringYourOwnUniform?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#BringYourOwnUniform</a> <a href="https://t.co/rs5modUsfT">https://t.co/rs5modUsfT</a></p>&mdash; French Response (@FrenchResponse) <a href="https://twitter.com/FrenchResponse/status/2044396873503436999?ref_src=twsrc%5Etfw">15. April 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pointe saß auch deshalb, weil sie an Berichte anknüpft, die in mehreren afrikanischen Ländern seit längerem kursieren. Dort geht es um Männer, die mit Versprechen auf zivile Arbeit nach Russland reisten und später im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-moskau-wirbt-mit-karriere-und-integration"><span id="moskau-wirbt-mit-karriere-und-integration">Moskau wirbt mit Karriere und Integration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Offiziell präsentiert Russland das neue Portal als staatliches Programm für hochqualifizierte Ausländer. Gesucht werden Fachkräfte aus Wissenschaft, Unternehmertum, Sport, Kultur und weiteren Bereichen. Bewerber sollen ihren Lebenslauf und Qualifikationsnachweise online einreichen, danach ist ein Interview vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer aufgenommen wird, erhält Unterstützung bei Visa, Einreise und Integration. Die Website wirbt mit beruflichen Chancen, Familienfreundlichkeit und einem dauerhaften Leben in Russland.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aus-jobangeboten-wurden-kriegseinsatze"><span id="aus-jobangeboten-wurden-kriegseinsaetze">Aus Jobangeboten wurden Kriegseinsätze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese Selbstdarstellung trifft auf einen heiklen Hintergrund. Mittlerweile ist von Hunderten bis mehr als 1.400 Afrikanern aus <a href="https://fokus-afrika.de/ramaphosa-und-putin-vereinbaren-rueckfuehrung-suedafrikanischer-kaempfer-aus-der-ukraine/" type="post" id="24555">mindestens 36 Ländern die Rede</a>. Genannt werden <a href="https://fokus-afrika.de/geheimdienst-bestaetigt-1-000-kenianer-sollen-fuer-russland-im-ukraine-krieg-kaempfen/" type="post" id="24864">unter anderem Kenia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/skandal-in-ghana-russischer-pick-up-artist-veroeffentlicht-intime-videos-ohne-einwilligung/" type="post" id="24792">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/senegalesische-ausenministerin-besucht-russland-starkung-der-bilateralen-beziehungen-im-fokus/" type="post" id="9629">Senegal</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/simbabwe-fordert-aufklaerung-zu-moeglichen-zwangsrekrutierungen-im-russland-ukraine-krieg/">Simbabwe</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="375" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/instasquare.photoeditor.effect.cutout_202632611475651-750x375-1.png" alt="" class="wp-image-26200 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/instasquare.photoeditor.effect.cutout_202632611475651-750x375-1.png 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/instasquare.photoeditor.effect.cutout_202632611475651-750x375-1-300x150.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/instasquare.photoeditor.effect.cutout_202632611475651-750x375-1-380x190.png 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/aequatorialguinea-fordert-russland-zur-rueckholung-von-daniel-angel-masie-aus-ukraine-krieg-auf/" type="post" id="26197">Sie wurden mit Angeboten für Tätigkeiten auf dem Bau, in der Logistik, im Sicherheitsbereich oder in Fabriken nach Russland gebracht.</a> Nach der Ankunft wurden ihnen Pässe abgenommen. Zudem wurden sie unter Druck gesetzt oder getäuscht, militärische Verträge zu unterschreiben. Teilweise kamen Betroffene nach kurzer Ausbildung direkt an die Front in der Ukraine.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Moskau nun mit Karrierechancen, Stabilität und Familienleben wirbt, trifft diese Botschaft auf ein Umfeld, in dem die früheren Rekrutierungsfälle noch präsent sind. Gerade in Afrika ist das Misstrauen deshalb naheliegend.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-spottet-ueber-russlands-neues-jobportal-und-trifft-einen-wunden-punkt-in-afrika%2F&amp;action_name=Frankreich%20spottet%20%C3%BCber%20Russlands%20neues%20Jobportal%20%E2%80%93%20und%20trifft%20einen%20wunden%20Punkt%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA stellen Afrika-Politik auf „Handel statt Hilfe“ um</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-stellen-afrika-politik-auf-handel-statt-hilfe-um/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 11:16:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26409</guid>

					<description><![CDATA[<p>Washington zieht die Linie neu: weniger klassische Hilfe, mehr Handel, Rohstoffe und Investitionen. Die USA wollen afrikanische Staaten künftig stärker als Geschäftspartner behandeln.<br />
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-stellen-afrika-politik-auf-handel-statt-hilfe-um/">USA stellen Afrika-Politik auf „Handel statt Hilfe“ um</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung hat einen grundlegenden Kurswechsel in ihrer Afrika-Politik angekündigt und will Entwicklungshilfe künftig stärker an Wirtschaftsinteressen, Investitionen und konkrete Geschäftsabschlüsse knüpfen. Vorgestellt wurde der <a href="https://www.state.gov/releases/bureau-of-african-affairs/2026/04/a-new-model-for-economic-prosperity-in-africa/">neue Ansatz</a> am 10. April in Washington von Ex-CIA Analyst Nick Checker, dem Leiter des Büros für afrikanische Angelegenheiten im US-Außenministerium. Im Zentrum steht die Abkehr von einem Modell, das nach Darstellung der Regierung zu viel Geld in Programme und zu wenig in wirtschaftliche Strukturveränderung gelenkt habe. Für afrikanische Staaten bedeutet das: Washington will sie künftig stärker als Geschäftspartner und weniger als klassische Empfänger von Hilfe behandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker sprach von einem „grundlegenden Neustart“ der amerikanischen Entwicklungspolitik. Die Zeit, in der Erfolg vor allem an der Höhe der Hilfszahlungen und der Zahl der Programme gemessen worden sei, sei vorbei. Künftig gehe es aus Sicht der Regierung nicht mehr um Mittelabfluss, sondern um wirtschaftliches Wachstum, Investitionen und Ergebnisse.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-setzt-auf-wirtschaftliche-gegenleistung"><span id="washington-setzt-auf-wirtschaftliche-gegenleistung">Washington setzt auf wirtschaftliche Gegenleistung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Kurs ist klar auf Gegenseitigkeit ausgerichtet. Checker <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/" type="post" id="25830">machte deutlich</a>, dass die Regierung Beziehungen zu afrikanischen Staaten nicht länger als einseitiges Geber-Empfänger-Verhältnis versteht. Hilfe solle nicht mehr dauerhaft fließen, ohne dass Regierungen Reformen umsetzen, Ergebnisse liefern oder eigene Beiträge leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verbindet Washington auch eine politische Botschaft. Checker kritisierte, frühere Hilfsmodelle hätten Abhängigkeiten verstärkt, schlechte Regierungsführung abgefedert und in manchen Fällen sogar Korruption begünstigt. Als Beispiel nannte er Südsudan, wo trotz milliardenschwerer US-Unterstützung sowohl die humanitäre Not als auch die Korruption zugenommen hätten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-ruckt-als-wachstumsmarkt-fur-die-usa-in-den-mittelpunkt"><span id="afrika-rueckt-als-wachstumsmarkt-fuer-die-usa-in-den-mittelpunkt">Afrika rückt als Wachstumsmarkt für die USA in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich beschreibt die US-Regierung Afrika ausdrücklich als <a href="https://fokus-afrika.de/agoa-usa-verlaengern-handelsprogramm-fuer-afrika-bis-ende-2026/" type="post" id="24326">strategischen Zukunftsmarkt</a>. Checker verwies auf das starke Bevölkerungswachstum, steigende Kaufkraft und <a href="https://fokus-afrika.de/was-haben-die-usa-mit-den-rohstoffen-in-afrika-vor/" type="post" id="24756">große Rohstoffvorkommen</a>. Afrika sei keine Randregion, sondern könne zu einem der wichtigsten Wachstumsmotoren der Welt werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24758 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb bewertet Washington den bisherigen wirtschaftlichen Fußabdruck der USA als zu schwach. Die amerikanischen Exporte nach Subsahara-Afrika lägen weiter unter einem Prozent des gesamten US-Handels. Für die Regierung ist das nicht nur eine verpasste wirtschaftliche Chance, sondern auch ein strategisches Defizit.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-botschafter-sollen-geschafte-voranbringen"><span id="botschafter-sollen-geschaefte-voranbringen">Botschafter sollen Geschäfte voranbringen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Praktisch will die US-Regierung diesen Kurs über eine neue Form der Wirtschaftsdiplomatie umsetzen. Checker sprach von „kommerzieller Diplomatie“. Gemeint ist, dass Botschaften, Finanzierungsinstrumente und politische Kontakte stärker dafür eingesetzt werden sollen, Investitionen, Infrastrukturprojekte und Geschäftsabschlüsse anzustoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">US-Botschafter in Afrika sollen dabei künftig auch daran gemessen werden, wie wirksam sie amerikanische Unternehmen unterstützen und wie viele Abschlüsse sie mit auf den Weg bringen. Washington will nach eigenen Angaben stärker auf offene Ausschreibungen, transparente Regulierung und marktfähige Infrastrukturprojekte drängen. Auch Delegationsreisen sollen sich stärker an Handels- und Investitionszielen orientieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker formulierte das Prinzip offen: Entscheidend sei nicht mehr die Frage, wie viel Hilfe verteilt werde, sondern wie viele Geschäfte zustande kämen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fur-washington-sind-rohstoffe-und-lieferketten-in-afrika-die-erste-prioritat"><span id="fuer-washington-sind-rohstoffe-und-lieferketten-in-afrika-die-erste-prioritaet">Für Washington sind Rohstoffe und Lieferketten in Afrika die erste Priorität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird der neue Kurs bei kritischen Rohstoffen und Energie. Checker stellte Afrika als Schlüsselregion im globalen Wettbewerb um Kobalt, Kupfer, Graphit und Seltene Erden dar. Diese Rohstoffe seien zentral für die amerikanische Reindustrialisierung, für Technologie und für nationale Sicherheitsinteressen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-819x1024.png" alt="" class="wp-image-25831 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-819x1024.png 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-240x300.png 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-768x960.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-380x475.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-800x1000.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2.png 1142w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Washington will nach seinen Worten erreichen, dass kritische Mineralien aus Afrika stärker in sichere und verlässliche Lieferketten mit den USA eingebunden werden. Der Ansatz soll sich dabei von reiner Rohstoffabschöpfung unterscheiden. Stattdessen verspricht die US-Regierung mehr Transparenz, lokale Wertschöpfung, Beschäftigung und Wissenstransfer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nannte Checker ein <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-dr-kongo-praesident-tshisekedi-besucht-marco-rubio-und-us-abgeordnete/" type="post" id="24337">strategisches Partnerschaftsabkommen</a> mit der Demokratischen Republik Kongo im Rahmen der Washington Accords. Ziel sei es, mehr amerikanische Investitionen in den Sektor zu ermöglichen, Hindernisse für Investitionen abzubauen und zugleich den Zugang der USA zu wichtigen Rohstoffen abzusichern.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hilfe-bleibt-aber-unter-neuen-bedingungen"><span id="hilfe-bleibt-aber-unter-neuen-bedingungen">Hilfe bleibt, aber unter neuen Bedingungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz auf Entwicklungshilfe verzichten will Washington nach Checkers Darstellung nicht. Die Regierung wolle jedoch das bisherige Modell beenden und Hilfsgelder <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-burundi-schliessen-gesundheitskooperation-gegen-hiv-aids/" type="post" id="24498">künftig nur noch gezielt, befristet und an überprüfbare Ergebnisse gebunden einsetzen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützung soll demnach vor allem dort fließen, wo sie privates Wachstum erleichtert, Korruption abbaut, Investitionshemmnisse verringert oder amerikanische Angebote wettbewerbsfähiger macht. Auch Infrastrukturprojekte und privatwirtschaftlich geprägte Lösungen im Gesundheits- und humanitären Bereich sollen auf diese Weise unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker machte dabei auch eine klare Auswahllogik deutlich. Länder, die Reformbereitschaft, Transparenz und Eigenverantwortung zeigen, sollen von einer engeren Partnerschaft profitieren. Staaten, die diese Voraussetzungen aus Sicht Washingtons nicht erfüllen, müssen mit weniger Unterstützung rechnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-linie-mit-klarer-interessenpolitik"><span id="neue-linie-mit-klarer-interessenpolitik">Neue Linie mit klarer Interessenpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede markiert damit eine deutlich interessengeleitete Neujustierung der US-Afrika-Politik unter Präsident Donald Trump. Washington verbindet wirtschaftliche Kooperation, Rohstoffsicherung, Diplomatie und Entwicklungspolitik künftig enger als bisher. Hilfe bleibt Teil des Instrumentariums, soll aber nicht mehr Selbstzweck sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker brachte die neue Linie in Washington auf eine knappe Formel: Ziel sei es nicht, Hilfsabhängigkeit in Afrika fortzuschreiben, sondern sie überflüssig zu machen und zugleich amerikanische Wirtschaftsinteressen voranzubringen.</p>
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			<media:description type="html">Präsident Donald Trump mit westafrikanischen Staatschefs. (Offizielles Foto des Weißen Hauses von Daniel Torok)</media:description>
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			<media:title type="html">DAS-Checker-2</media:title>
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		<title>Was haben die USA mit den Rohstoffen in Afrika vor?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/was-haben-die-usa-mit-den-rohstoffen-in-afrika-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 23:53:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Bericht des Africa Center beim Atlantic Council skizziert eine strategische Ausweitung von Infrastruktur- und Rohstoffpartnerschaften zwischen den&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwas-haben-die-usa-mit-den-rohstoffen-in-afrika-vor%2F&amp;action_name=Was%20haben%20die%20USA%20mit%20den%20Rohstoffen%20in%20Afrika%20vor%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/was-haben-die-usa-mit-den-rohstoffen-in-afrika-vor/">Was haben die USA mit den Rohstoffen in Afrika vor?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein Bericht des Africa Center beim Atlantic Council skizziert eine strategische Ausweitung von Infrastruktur- und Rohstoffpartnerschaften zwischen den Vereinigten Staaten und afrikanischen Staaten entlang regionaler Bergbau- und Logistikkorridore. Die Analyse wurde im <a href="https://www.atlanticcouncil.org/wp-content/uploads/2026/02/Mining-corridors-as-catalysts.pdf">Februar 2026 veröffentlicht</a> und stellt den sogenannten Lobito-Korridor als Referenzmodell für weitere Projekte in West-, Ost- und Südostafrika sowie für einen industriellen Verarbeitungsstandort in Nordafrika vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht die <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/">strategische Bedeutung afrikanischer kritischer Mineralien für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und die Versorgungssicherheit der Vereinigten Staaten</a>. Der Bericht verbindet diese Rohstoffdimension mit konkreten Infrastrukturachsen, die Förderung, Transport, <a href="https://fokus-afrika.de/felix-tshisekedi-in-davos-die-globale-energiewende-erfordert-eine-kollektive-verantwortung/">Energieversorgung</a> und Verarbeitung systematisch miteinander verknüpfen sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritische-mineralien-im-geopolitischen-kontext"><span id="kritische-mineralien-im-geopolitischen-kontext">Kritische Mineralien im geopolitischen Kontext</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika verfügt über rund 30 Prozent der weltweit bekannten Mineralreserven. Nach Angaben des Atlantic Council kommen 32 der 50 vom United States Geological Survey als kritisch eingestuften Mineralien in substanziellen Mengen auf dem Kontinent vor. Dazu zählen Kobalt aus der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a>, Mangan aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/gabun/" type="category" id="56">Gabun</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a>, Lithiumvorkommen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/simbabwe/" type="category" id="47">Simbabwe</a>, der Demokratischen Republik Kongo und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a> sowie Bauxitreserven in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea/" type="category" id="71">Guinea</a>. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/" type="category" id="46">Sambia</a> und die Demokratische Republik Kongo gehören zudem zu den wichtigsten Kupferproduzenten weltweit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24758 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht beschreibt die bisherige starke Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von verarbeiteten Mineralien aus <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> als strategische Verwundbarkeit. Afrikanische Partnerschaften könnten demnach dazu beitragen, Lieferketten breiter aufzustellen und alternative Verarbeitungs- und Transportrouten zu etablieren.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-lobito-korridor-als-referenz"><span id="der-lobito-korridor-als-referenz">Der Lobito-Korridor als Referenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als <a href="https://fokus-afrika.de/joe-biden-in-afrika-die-letzte-grosse-reise-vor-dem-ende-seiner-amtszeit/">zentrales Beispiel</a> dient der Lobito-Korridor, der die Kupferregionen Sambias und der Demokratischen Republik Kongo mit dem angolanischen Atlantikhafen Lobito verbindet. Die historische Benguela-Bahn bildet das Rückgrat dieser Achse. Nach jahrzehntelanger Unterbrechung wurde die Strecke in den 2000er-Jahren wiederhergestellt. Seit 2023 betreibt ein internationales Konsortium die Strecke im Rahmen einer privatwirtschaftlichen Konzession.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Benguela_Railway_Station_19603443258.jpg" alt="" class="wp-image-24762 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Benguela_Railway_Station_19603443258.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Benguela_Railway_Station_19603443258-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Benguela_Railway_Station_19603443258-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Benguela_Railway_Station_19603443258-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Benguela_Railway_Station_19603443258-380x285.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Korridor umfasst nicht nur Schieneninfrastruktur, sondern auch Hafenmodernisierung, Energieprojekte, digitale Anbindung sowie grenzüberschreitende Koordinierungsmechanismen zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/angola/" type="category" id="49">Angola</a>, der Demokratischen Republik Kongo und Sambia. Der Atlantic Council beschreibt dieses Zusammenspiel aus regionaler Abstimmung, öffentlich-privater Partnerschaft und internationaler Finanzierung als übertragbares Modell.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-liberty-korridor-in-westafrika"><span id="liberty-korridor-in-westafrika">Liberty-Korridor in Westafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als erstes weiteres Projekt nennt der Bericht den geplanten Liberty-Korridor zwischen Guinea und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a>. Guinea verfügt über die weltweit größten Bauxitreserven und bedeutende Eisenerzvorkommen. Der Korridor soll das Eisenerzgebiet in Guinea mit der liberianischen Küste verbinden und dabei bestehende Bahn- und Hafeninfrastruktur nutzen und erweitern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0183_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24760 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0183_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0183_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0183_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0183_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-2-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0183_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0183_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0183_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0183_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-2.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative basiert auf einem Mehrnutzer-Modell, das mehreren Unternehmen Zugang zur Infrastruktur ermöglicht. Grundlage sind bilaterale Vereinbarungen zwischen Guinea und Liberia, die den grenzüberschreitenden Transport von Mineralien über liberianische Häfen erlauben.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nordlicher-korridor-in-ostafrika"><span id="noerdlicher-korridor-in-ostafrika">Nördlicher Korridor in Ostafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nördliche Korridor verbindet den Hafen Mombasa in Kenia mit Uganda, Ruanda, Burundi, Südsudan und dem Osten der Demokratischen Republik Kongo. Er gilt als wichtigste Handelsachse Ostafrikas. Die Region der Großen Seen ist reich an sogenannten 3T-Mineralien, also Zinn, Wolfram und Tantal.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="335" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mombasa_sea_port_Kenya.jpg" alt="" class="wp-image-24765 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mombasa_sea_port_Kenya.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mombasa_sea_port_Kenya-300x157.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mombasa_sea_port_Kenya-380x199.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht hebt hervor, dass der Korridor bereits über funktionierende Infrastruktur verfügt, jedoch Effizienzpotenzial bei Grenzabfertigung, Interoperabilität der Verkehrssysteme und Anbindung rohstoffreicher Binnenregionen besteht. Trotz umfangreicher chinesischer Investitionen in Teilabschnitte sieht der Atlantic Council Raum für zusätzliche internationale Beteiligung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nacala-korridor-im-sudostlichen-afrika"><span id="nacala-korridor-im-suedoestlichen-afrika">Nacala-Korridor im südöstlichen Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nacala-Korridor verbindet das nördliche Mosambik über Malawi mit Sambia und verfügt mit dem Hafen Nacala über einen Tiefseezugang zum Indischen Ozean. Ursprünglich für Kohleexporte aus dem Moatize-Becken konzipiert, könnte die Infrastruktur künftig auch für Graphit, Rutil, Kupfer und weitere kritische Mineralien genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Investitionen im Energiesektor angezogen, insbesondere im Flüssigerdgasbereich. Der Bericht stellt einen Zusammenhang zwischen wachsender Energieinfrastruktur und potenzieller Mineralverarbeitung her. Auch japanische Finanzierungszusagen für Projekte entlang des Nacala-Korridors werden als stabilisierender Faktor genannt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-als-industrieller-verarbeitungsstandort"><span id="marokko-als-industrieller-verarbeitungsstandort">Marokko als industrieller Verarbeitungsstandort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben linearen Transportkorridoren analysiert der Bericht <a href="https://fokus-afrika.de/deutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen/" type="post" id="22214">Marokko als potenziellen kontinentalen Verarbeitungs- und Produktionshub für Batteriematerialien und Vorprodukte</a>. Das Land verfügt über eine etablierte Automobilindustrie, wettbewerbsfähige Strompreise und einen wachsenden Anteil erneuerbarer Energien. Zudem besteht ein Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="500" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3238.jpg-13102025_183017603802191133.jpg" alt="" class="wp-image-24764 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3238.jpg-13102025_183017603802191133.jpg 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3238.jpg-13102025_183017603802191133-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3238.jpg-13102025_183017603802191133-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere internationale Unternehmen aus dem Batteriebereich haben Investitionen in Marokko angekündigt oder umgesetzt. Der Atlantic Council beschreibt das Land als möglichen Aggregations- und Verarbeitungsstandort für afrikanische Rohstoffe mit Exportorientierung in europäische und US-amerikanische Märkte.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-institutionelle-vorschlage"><span id="institutionelle-vorschlaege">Institutionelle Vorschläge</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht schlägt vor, bilaterale Rohstoffabkommen künftig stärker über regionale Korridorstrukturen zu organisieren. Öffentliche und private Finanzierung solle gebündelt werden. Die US Development Finance Corporation und afrikanische Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen könnten enger kooperieren. Zudem werden regionale Kompaktprogramme der Millennium Challenge Corporation als Instrument genannt, um grenzüberschreitende Infrastruktur und regulatorische Harmonisierung zu unterstützen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774889-1.jpg" alt="" class="wp-image-24763 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774889-1.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774889-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774889-1-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus empfiehlt die Analyse technologische Kooperationen in den Bereichen Geodaten, Lieferkettennachverfolgung und digitale Logistiksysteme, um Investitionsrisiken zu senken und Transparenz zu erhöhen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Atlantic Council beschreibt Bergbau- und Logistikkorridore als Plattformen, die Rohstoffförderung, Energieversorgung, Transport und industrielle Wertschöpfung miteinander verbinden und so die wirtschaftliche Integration afrikanischer Regionen vertiefen können.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwas-haben-die-usa-mit-den-rohstoffen-in-afrika-vor%2F&amp;action_name=Was%20haben%20die%20USA%20mit%20den%20Rohstoffen%20in%20Afrika%20vor%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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			<media:description type="html">Präsident Donald Trump mit westafrikanischen Staatschefs. (Offizielles Foto des Weißen Hauses von Daniel Torok)</media:description>
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			<media:title type="html">Benguela_Railway_Station_(19603443258)</media:title>
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			<media:description type="html">President Donald Trump greets President Joseph Nyuma Boakai of Liberia in the Oval Office, Wednesday, July 9, 2025, before a multilateral luncheon with African leaders. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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			<media:title type="html">Mombasa_sea_port_,Kenya</media:title>
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			<media:description type="html">President Donald Trump meets with President of South Africa Cyril Ramaphosa, Wednesday, May 21, 2025, in the Oval Office. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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		<item>
		<title>China schafft Zölle für Afrika ab &#8211; mit einer Ausnahme</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/china-schafft-zoelle-fuer-afrika-ab-mit-einer-ausnahme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 16:10:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>China wird ab dem 1. Mai die Einfuhrzölle für nahezu alle afrikanischen Länder aufheben. Das kündigte Staats- und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fchina-schafft-zoelle-fuer-afrika-ab-mit-einer-ausnahme%2F&amp;action_name=China%20schafft%20Z%C3%B6lle%20f%C3%BCr%20Afrika%20ab%20%26%238211%3B%20mit%20einer%20Ausnahme&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">China wird ab dem 1. Mai die Einfuhrzölle für nahezu alle afrikanischen Länder aufheben. Das kündigte Staats- und Parteichef Xi Jinping am 14. Februar 2026 anlässlich des Gipfels der&nbsp;Afrikanische Union&nbsp;in Addis Abeba an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nullzollregelung soll für 53 afrikanische Staaten gelten, mit Ausnahme von <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/eswatini/" type="category" id="60">Eswatini</a>. Das Königreich unterhält <a href="https://fokus-afrika.de/eswatinis-koenig-mswati-iii-fordert-ad-hoc-komitees-fuer-konfliktloesung/" type="post" id="20223">diplomatische Beziehungen zu Taiwan</a>, das von Peking als Teil der Volksrepublik China betrachtet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-erweiterung-der-bestehenden-nullzollpolitik"><span id="erweiterung-der-bestehenden-nullzollpolitik">Erweiterung der bestehenden Nullzollpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">China gewährt bereits 33 afrikanischen Ländern zollfreien Zugang für ihre Exporte. Im vergangenen Jahr hatte Peking angekündigt, diese Regelung auf alle afrikanischen Staaten auszuweiten, mit denen diplomatische Beziehungen bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der nun genannten Frist wird die Ausweitung konkret terminiert. Ab dem 1. Mai sollen damit sämtliche betroffenen afrikanischen Länder ohne Einfuhrzölle in den chinesischen Markt exportieren können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aufhebung-der-zolle-in-afrika-als-geopolitscher-hebel"><span id="aufhebung-der-zoelle-in-afrika-als-geopolitscher-hebel">Aufhebung der Zölle in Afrika als geopolitscher Hebel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">China ist der größte Handelspartner Afrikas und finanziert im Rahmen der sogenannten „<a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/" type="post" id="21384">Belt and Road</a>“-Initiative umfangreiche Infrastrukturprojekte auf dem Kontinent. Die Ausweitung der Nullzollpolitik erfolgt vor dem Hintergrund wachsender globaler Handelsspannungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_greets_Chinese_President_Xi_Jinping_before_a_bilateral_meeting_at_the_Gimhae_International_Airport_terminal_54890669668.jpg" alt="" class="wp-image-24692 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_greets_Chinese_President_Xi_Jinping_before_a_bilateral_meeting_at_the_Gimhae_International_Airport_terminal_54890669668.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_greets_Chinese_President_Xi_Jinping_before_a_bilateral_meeting_at_the_Gimhae_International_Airport_terminal_54890669668-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_greets_Chinese_President_Xi_Jinping_before_a_bilateral_meeting_at_the_Gimhae_International_Airport_terminal_54890669668-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere afrikanische Staaten intensivieren ihre Wirtschaftsbeziehungen zu China und anderen Partnern, nachdem die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr weitreichende Zollerhöhungen angekündigt hatten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Xi erklärte laut staatlichen chinesischen Medien, die Nullzollvereinbarung werde „zweifellos neue Möglichkeiten für die Entwicklung Afrikas eröffnen“.</p>
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			<media:title type="html">President_Donald_Trump_greets_Chinese_President_Xi_Jinping_before_a_bilateral_meeting_at_the_Gimhae_International_Airport_terminal_(54890669668)</media:title>
			<media:description type="html">President Donald Trump greets Chinese President Xi Jinping before a bilateral meeting at the Gimhae International Airport terminal, Thursday, October 30, 2025, in Busan, South Korea. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Russlands Auslandsgeheimdienst übernimmt Wagner-Netzwerk für Einflussoperationen in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 13:33:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein internationales Recherchekonsortium berichtet, dass das frühere Einflussnetzwerk der Wagner-Gruppe inzwischen direkt vom russischen Auslandsgeheimdienst gesteuert wird.Die Veröffentlichung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frusslands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika%2F&amp;action_name=Russlands%20Auslandsgeheimdienst%20%C3%BCbernimmt%20Wagner-Netzwerk%20f%C3%BCr%20Einflussoperationen%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein internationales Recherchekonsortium berichtet, dass das frühere Einflussnetzwerk der Wagner-Gruppe inzwischen direkt vom russischen Auslandsgeheimdienst gesteuert wird.<br>Die Veröffentlichung erfolgte am 14. Februar und stützt sich auf interne Dokumente aus den Jahren 2023 und 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Plattform <em><a href="https://alleyesonwagner.org/2026/02/14/a-new-chef-in-the-kitchen-the-svr-takes-control-of-the-wagners-influence-branch-for-offensive-operations-in-the-global-south/">All Eyes on Wagner</a></em> sowie der beteiligten Medien, darunter <em>The Continent</em> und <em>Forbidden Stories</em>, handelt es sich um 76 interne Unterlagen mit strategischen Papieren, Budgetplänen und operativen Berichten. Demnach wurde die frühere Wagner-Einheit „Africa Politology“ nach dem Tod von Jewgeni Prigoschin im August 2023 organisatorisch neu aufgestellt und Ende 2023 vollständig in die Strukturen des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR integriert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategische-neuausrichtung-nach-prigoschins-tod"><span id="strategische-neuausrichtung-nach-prigoschins-tod">Strategische Neuausrichtung nach Prigoschins Tod</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Recherchekonsortium beschreibt „Africa Politology“ als Netzwerk aus Strategieberatern, Kommunikationsspezialisten und Medienakteuren, das politische Kampagnen, Lobbyarbeit und Einflussoperationen in Ländern Afrikas und Lateinamerikas organisiert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Strategiepapier mit dem Titel „Confederation of Independence“ sehe vor, Russlands Einfluss in Afrika auszubauen, westliche Partner zu diskreditieren und neue politische Verbündete bei Abstimmungen in der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu gewinnen. Zudem würden wirtschaftliche Interessen in den Bereichen Rohstoffe, Energie und Rüstung benannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung der Recherchen sei für den Zeitraum Januar bis Oktober 2024 ein Budget von rund 7,2 Millionen US-Dollar vorgesehen gewesen. Die Aktivitäten hätten sich auf 34 Länder in Afrika und Lateinamerika erstreckt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rolle-des-russischen-auslandsgeheimdienstes"><span id="rolle-des-russischen-auslandsgeheimdienstes">Rolle des russischen Auslandsgeheimdienstes</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut den veröffentlichten Dokumenten habe der SWR eine koordinierende und operative Funktion übernommen. In mehreren Ländern soll der Dienst diplomatische Kontakte, sicherheitspolitische Kooperationen und wirtschaftliche Projekte flankiert haben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Some_Moscow_buildings_2558373456.jpg" alt="" class="wp-image-24626 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Some_Moscow_buildings_2558373456.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Some_Moscow_buildings_2558373456-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Some_Moscow_buildings_2558373456-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Some_Moscow_buildings_2558373456-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Some_Moscow_buildings_2558373456-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Some_Moscow_buildings_2558373456-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Some_Moscow_buildings_2558373456-800x600.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Mali etwa sei der SWR beauftragt worden, Informationen über die militärischen und politischen Pläne Frankreichs und der Vereinigten Staaten im Sahel bereitzustellen. Zudem habe der Dienst die Bildung eines <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562">militärisch-politischen Bündnisses</a> zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" type="category" id="76">Niger</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea/" type="category" id="71">Guinea</a> unterstützt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" type="category" id="285">Zentralafrikanischen Republik</a> soll der SWR laut den Recherchen Kontakte zu staatlichen <a href="https://fokus-afrika.de/treibstoff-wird-in-der-zar-zum-machtinstrument-russlands/">Sicherheitsstrukturen gepflegt und Projekte im Energiesektor begleitet</a> haben. Auch in Ländern wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/" type="category" id="39">Mosambik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> würden entsprechende Aktivitäten beschrieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-medienkampagnen-und-politische-einflussnahme"><span id="medienkampagnen-und-politische-einflussnahme">Medienkampagnen und politische Einflussnahme</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterlagen zeichnen nach Darstellung der beteiligten Medien ein Bild systematischer Kommunikationskampagnen. Diese umfassten den Aufbau und die Steuerung von Social-Media-Konten, die Platzierung bezahlter Inhalte sowie die Zusammenarbeit mit lokalen Medien und Influencern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für August 2024 dokumentieren die Unterlagen demnach Ausgaben von rund 340.000 US-Dollar für 516 Artikel, Beiträge und Videos in Afrika und Lateinamerika. Ziel sei es gewesen, westliche Staaten und Unternehmen zu diskreditieren und russische <a href="https://fokus-afrika.de/g20-russland-kritisiert-us-vorgehen-gegen-suedafrika/">Positionen</a> zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als <a href="https://fokus-afrika.de/namibia-und-russland-vertiefen-politischen-dialog-und-wirtschaftliche-kooperation/">Beispiel</a> wird eine Kampagne in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/" type="category" id="220">Namibia</a> genannt, bei der gefälschte Dokumente genutzt worden seien, um oppositionelle Akteure zu belasten. Laut den Recherchen habe der britische Hochkommissar in Namibia öffentlich Stellung genommen und die Vorwürfe zurückgewiesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-netzwerkstruktur-und-personal"><span id="netzwerkstruktur-und-personal">Netzwerkstruktur und Personal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Personen werden in den veröffentlichten Dokumenten als zentrale Akteure genannt: Sergej Maschkewitsch, Sergej Kljuikin und Artem Gorni. Sie hätten bereits während der aktiven Phase der Wagner-Gruppe in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> zusammengearbeitet und später leitende Funktionen in „Africa Politology“ übernommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Recherchen sprechen von bis zu 98 Mitarbeitenden im Jahr 2024, verteilt auf Standorte in Sankt Petersburg sowie in mehreren afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beteiligten Medien berichten, europäische Sicherheitsquellen hätten die Echtheit der Dokumente geprüft. Eine offizielle Stellungnahme russischer Behörden liegt in den veröffentlichten Berichten nicht vor.</p>
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		<title>AFRICOM setzt auf Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 18:28:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das U.S. Africa Command (AFRICOM) richtet seinen strategischen Fokus 2026 stärker auf die Verknüpfung von Sicherheit, Stabilität und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafricom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika%2F&amp;action_name=AFRICOM%20setzt%20auf%20Sicherheit%20und%20wirtschaftliche%20Stabilit%C3%A4t%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das U.S. Africa Command (AFRICOM) richtet seinen strategischen Fokus 2026 stärker auf die Verknüpfung von Sicherheit, Stabilität und wirtschaftlicher Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent. In einem digitalen Pressebriefing erläuterte der AFRICOM-Kommandeur <strong>U.S. Africa Command</strong>, General <strong>Dagvin R. M. Anderson</strong>, gemeinsam mit dem dienstältesten Unteroffizier des Kommandos, Sergeant Major <strong>Garric M. Banfield</strong>, zentrale Prioritäten, laufende Einsätze und die sicherheitspolitische Lage in mehreren Regionen Afrikas.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reisen-und-dialog-mit-afrikanischen-partnern"><span id="reisen-und-dialog-mit-afrikanischen-partnern">Reisen und Dialog mit afrikanischen Partnern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anderson berichtete von jüngsten Reisen nach <a href="https://fokus-afrika.de/ex-us-afrikabeauftragte-nagy-mit-deutlicher-warnung-an-aethiopien/" type="post" id="24024">Äthiopien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/wie-agiert-dschibuti-im-zentrum-der-geopolitischen-spannungen-am-horn-von-afrika/" type="post" id="24194">Dschibuti</a>, die gemeinsam mit dem stellvertretenden US-Außenminister durchgeführt wurden. Ziel sei es gewesen, sicherheitspolitische Interessen mit wirtschaftlichen Entwicklungsansätzen zu verbinden. Als Beispiel nannte der AFRICOM-Kommandeur die historische US-Unterstützung beim Aufbau der äthiopischen Luftwaffe sowie die spätere Entwicklung von Ethiopian Airlines als Symbol für langfristige Stabilität und wirtschaftliche Eigenständigkeit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24282 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_1FghTWIAE4DLI-1.jpeg 1620w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch in Kenia hob Anderson Investitionen in sicherheitsrelevante Infrastruktur hervor, darunter den Ausbau einer Landebahn in Manda Bay, die zugleich Teil eines regionalen Wirtschaftskorridors sei. Gespräche mit der Afrikanischen Union hätten zudem verdeutlicht, dass Sicherheitsfragen und wirtschaftliche Perspektiven zunehmend gemeinsam betrachtet würden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wachsende-terrorbedrohung-als-zentrales-thema"><span id="wachsende-terrorbedrohung-als-zentrales-thema">Wachsende Terrorbedrohung als zentrales Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt des Briefings lag auf der Ausbreitung jihadistischer Gruppen. Anderson verwies auf die zunehmende Aktivität von IS- und Al-Qaida-nahen Organisationen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/" type="category" id="30">Ost</a>&#8211; und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/" type="category" id="64">Westafrika</a> sowie im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a>. Besonders in Westafrika stellten Gruppierungen wie <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">JNIM eine wachsende Bedrohung</a> dar, die zunehmend Druck auf staatliche Strukturen und Küstenstaaten im Golf von Guinea ausübe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM setze daher auf die Zusammenarbeit mit „willigen und fähigen Partnern“. Als Beispiel nannte Anderson die <a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/" type="post" id="23534">Kooperation mit Nigeria</a>, bei der US-Unterstützung in den Bereichen Aufklärung, Informationsfusion und Beratung die nationalen Sicherheitskräfte ergänze.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarubungen-mit-multinationalem-ansatz"><span id="militaeruebungen-mit-multinationalem-ansatz">Militärübungen mit multinationalem Ansatz</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-24279 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-1024x1024.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-800x800.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU-1160x1160.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G7t-pwuXUAARUwU.jpeg 1365w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für 2026 kündigte AFRICOM mehrere groß angelegte Militärübungen an. Die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit/" type="post" id="23528">Übung „African Lion“ in Marokko</a> soll im Mai stattfinden und 19 afrikanische sowie mehrere europäische, südamerikanische und nahöstliche Staaten zusammenbringen. Weitere Übungen wie „Cutlass Express“ in Ostafrika, „Justified Accord“ in Kenia und „Flintlock“ mit Schwerpunkt Westafrika und Libyen sollen die multinationale Einsatzfähigkeit und Interoperabilität stärken.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sergeant Major Banfield betonte, dass diese Übungen nicht nur militärische Fähigkeiten verbesserten, sondern auch den Austausch zwischen Streitkräften förderten. Multinationale Einsätze seien komplex und erforderten regelmäßiges Training.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-luftschlage-und-maritime-sicherheit-in-somalia"><span id="luftschlaege-und-maritime-sicherheit-in-somalia">Luftschläge und maritime Sicherheit in Somalia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Fragen zur <a href="https://fokus-afrika.de/luftschlag-durch-us-einheit-africom-gegen-isis-in-somalia/">gestiegenen Zahl US-amerikanischer Luftschläge in Somalia</a> erklärte Anderson, diese dienten der gezielten Unterstützung lokaler Partner, insbesondere im Kampf gegen IS-Zellen in <a href="https://fokus-afrika.de/trump-setzt-somalia-unter-druck-separatisten-aus-somaliland-und-puntland-profitieren/" type="post" id="22578">Puntland</a>. Die Einsätze hätten dazu beigetragen, Rückzugsräume extremistischer Gruppen zu verkleinern und deren Führung unter Druck zu setzen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Gen. Anderson reaffirmed U.S. support for African-led efforts to counter ISIS and al-Shabaab, meeting leaders in Ethiopia, Somaliland, and Puntland. He highlighted AFRICOM’s unique capabilities that strengthen regional security and help defend the U.S. homeland. <a href="https://t.co/xXbTYrl9vI">pic.twitter.com/xXbTYrl9vI</a></p>&mdash; U.S. Africa Command (AFRICOM) (@USAfricaCommand) <a href="https://twitter.com/USAfricaCommand/status/1995845056889323946?ref_src=twsrc%5Etfw">December 2, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus verwies AFRICOM auf den Ausbau maritimer Lagebilder entlang der afrikanischen Küsten. Ziel sei es, illegale Aktivitäten wie Waffen- und Menschenschmuggel, Piraterie und illegale Fischerei einzudämmen. Diese Maßnahmen seien auch vor dem Hintergrund wachsender regionaler Verflechtungen extremistischer Netzwerke von Bedeutung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-als-grundlage-fur-entwicklung"><span id="sicherheit-als-grundlage-fuer-entwicklung">Sicherheit als Grundlage für Entwicklung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend unterstrich Anderson, dass AFRICOM Sicherheit nicht isoliert betrachte. Ein sicheres Umfeld sei Voraussetzung für Stabilität, Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung. Projekte wie der Lobito-Korridor in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/" type="category" id="58">Süd</a>&#8211; und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrika</a> zeigten, wie Infrastruktur, Rohstoffwirtschaft und Sicherheitspolitik zusammengedacht würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM sehe seine <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">Rolle zunehmend auch als Koordinator zwischen militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Akteuren</a> der USA. Ziel sei es, afrikanische Partner dabei zu unterstützen, eigenständig für Sicherheit zu sorgen und langfristige Entwicklungsbedingungen zu schaffen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Russischer Geheimdienst wirft Frankreich Destabilisierungsversuche in Afrika vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 11:25:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Auslandsgeheimdienst hat am Montag schwere Vorwürfe gegen Frankreich erhoben. In einer öffentlichen Erklärung beschuldigt der russische&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor%2F&amp;action_name=Russischer%20Geheimdienst%20wirft%20Frankreich%20Destabilisierungsversuche%20in%20Afrika%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/">Russischer Geheimdienst wirft Frankreich Destabilisierungsversuche in Afrika vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der russische Auslandsgeheimdienst hat am Montag schwere Vorwürfe gegen Frankreich erhoben. In einer <a href="http://svr.gov.ru/smi/2026/02/frantsiya-gotovit-neokolonialnye-perevoroty-v-afrike.htm">öffentlichen Erklärung</a> beschuldigt der russische Dienst Paris, gezielt politische Umsturzversuche und Destabilisierungsmaßnahmen in mehreren afrikanischen Staaten zu unterstützen. Genannt werden unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" type="category" id="285">Zentralafrikanische Republik</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/" type="category" id="36">Madagaskar</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-gegen-die-franzosische-afrikapolitik"><span id="vorwuerfe-gegen-die-franzoesische-afrikapolitik">Vorwürfe gegen die französische Afrikapolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des russischen Auslandsgeheimdienstes suche die Regierung von Präsident <strong>Emmanuel Macron</strong> nach Möglichkeiten, <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-verstaerkt-kooperation-mit-der-ceeac-akkreditierung-von-botschafter-fabrice-mauries/" type="post" id="13270">verlorenen politischen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent zurückzugewinnen</a>. Hintergrund seien Machtverschiebungen in mehreren früheren französischen Kolonien, in denen politische Kräfte an Einfluss gewonnen hätten, die ihre Politik stärker auf nationale Souveränität und panafrikanische Ansätze ausrichteten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24258 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Erklärung wird behauptet, Paris habe seine Nachrichtendienste angewiesen, Maßnahmen gegen aus französischer Sicht „unerwünschte“ politische Führungen in Afrika zu ergreifen. Ziel sei es, Regierungen zu schwächen oder zu stürzen, die sich vom traditionellen französischen Einfluss gelöst hätten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-burkina-faso-gescheiterter-umsturzversuch"><span id="burkina-faso-gescheiterter-umsturzversuch">Burkina Faso: gescheiterter Umsturzversuch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret verweist der russische Geheimdienst auf einen mutmaßlichen Putschversuch in Burkina Faso am 3. Januar 2026. Dieser sei vereitelt worden. Den Angaben zufolge hätten die Beteiligten geplant, <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-entkommt-vereitelten-umsturzversuch-gegen-ibrahim-traore/" type="post" id="23324">Präsident <strong>Ibrahim Traoré</strong> zu töten</a>. Der russische Dienst stellt diesen Vorgang in einen Zusammenhang mit französischen Interessen und bezeichnet Traoré als eine zentrale Figur im Widerstand gegen neokoloniale Strukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dieser Darstellung hätte ein erfolgreicher Umsturz nicht nur einen <a href="https://fokus-afrika.de/macron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika/" type="post" id="13300">politischen Kurswechsel in Ouagadougou bewirkt</a>, sondern auch ein Signal an andere Regierungen gesendet, die ähnliche souveränitätsorientierte Positionen vertreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mali-und-die-sahelzone-im-fokus"><span id="mali-und-die-sahelzone-im-fokus">Mali und die Sahelzone im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Vorwürfe betrifft Mali. Der russische Auslandsgeheimdienst erklärt, Frankreich setze auf eine <a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/" type="post" id="20304">Destabilisierung der Sicherheitslage</a> in der Sahara-Sahel-Zone. Dabei würden lokale bewaffnete Gruppen instrumentalisiert. Zudem wird behauptet, dass Akteure aus der Ukraine bewaffnete Gruppen mit Drohnen und militärischer Ausbildung unterstützen würden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24259 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang werden Angriffe auf zivile Infrastruktur, Überfälle auf Treibstofftransporte sowie Gewalt gegen die Zivilbevölkerung genannt. Ziel sei es laut der Erklärung, <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">die Regierung von Präsident <strong>Assimi Goïta</strong> zu schwächen</a> und Voraussetzungen für einen Machtwechsel zu schaffen. Auch für die Zentralafrikanische Republik werden <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrikanische-republik-machtkampf-in-der-diplomatie-sorgt-fuer-chaos/" type="post" id="13234">Versuche einer Destabilisierung</a> behauptet.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-madagaskar-und-brics-annaherung"><span id="madagaskar-und-brics-annaeherung">Madagaskar und BRICS-Annäherung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als weiteres Beispiel nennt der russische Geheimdienst Madagaskar. Dort seien im Oktober 2025 <a href="https://fokus-afrika.de/russland-im-kontakt-mit-neuem-praesidenten-madagaskars-michael-randrianirina/" type="post" id="20880">politische Kräfte an die Macht gekommen, die eine stärkere Annäherung an die BRICS-Staaten anstrebten</a>. Nach russischer Darstellung arbeite Frankreich daran, Präsident <strong>Mamy Randrianirina</strong> zu stürzen und eine aus <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/" type="post" id="22434">Sicht von Paris genehme politische Führung</a> wieder einzusetzen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Always nice to feature so prominently in Russia’s sales pitch in Africa. Waiting on the customer reviews. <br>Syria, Venezuela, Iran — any feedback? <a href="https://t.co/Z48wx0enQO">https://t.co/Z48wx0enQO</a></p>&mdash; French Response (@FrenchResponse) <a href="https://twitter.com/FrenchResponse/status/2018636834042007854?ref_src=twsrc%5Etfw">February 3, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung wird in der Erklärung als Teil eines umfassenderen Versuchs beschrieben, Einflussverluste Frankreichs in strategisch wichtigen Regionen Afrikas rückgängig zu machen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor%2F&amp;action_name=Russischer%20Geheimdienst%20wirft%20Frankreich%20Destabilisierungsversuche%20in%20Afrika%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/">Russischer Geheimdienst wirft Frankreich Destabilisierungsversuche in Afrika vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA justieren Afrika-Strategie neu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 23:05:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump richtet ihre Afrikapolitik strategisch neu aus. Statt eines flächendeckenden Engagements will Washington&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-justieren-afrika-strategie-neu%2F&amp;action_name=USA%20justieren%20Afrika-Strategie%20neu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/">USA justieren Afrika-Strategie neu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump richtet ihre Afrikapolitik strategisch neu aus. Statt eines flächendeckenden Engagements will Washington künftig gezielt in ausgewählten Sektoren und Ländern Einfluss nehmen, insbesondere dort, wo Rohstoffe, Lieferketten und Sicherheitsinteressen berührt sind. Das erläuterte <strong>Nick Checker</strong>, Leiter des Büros für afrikanische Angelegenheiten im US-Außenministerium, in einem Interview mit <em>Semafor</em> am 2. Februar 2026.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-flachendeckende-konkurrenz-zu-china"><span id="keine-flaechendeckende-konkurrenz-zu-china">Keine flächendeckende Konkurrenz zu China</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung der US-Regierung verfolgt Washington nicht das Ziel, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">Chinas</a> Einfluss in ganz Afrika zurückzudrängen. Stattdessen sollen sogenannte Prioritätssektoren identifiziert werden, in denen die Vereinigten Staaten gezielt konkurrieren wollen. Dazu zählt vor allem der Rohstoffsektor, insbesondere mit Blick auf Lieferkettenresilienz und strategische Mineralien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Checker betonte, die USA würden nicht versuchen, mit China „Dollar für Dollar“ bei Großprojekten wie Straßenbau mitzuhalten. Wettbewerb solle dort stattfinden, wo wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen der Vereinigten Staaten unmittelbar betroffen seien. Ähnliche Ansätze verfolge Washington auch in anderen Weltregionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-schwerpunkte-der-us-afrikapolitik"><span id="neue-schwerpunkte-der-us-afrikapolitik">Neue Schwerpunkte der US-Afrikapolitik</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-819x1024.png" alt="" class="wp-image-24249 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-819x1024.png 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-240x300.png 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-768x960.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-380x475.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker-800x1000.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DAS-Checker.png 1142w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zu den aktuellen Fokusbereichen der US-Regierung in Afrika zählen nach Angaben Checkers die wirtschaftliche Diplomatie, eine stärkere Betonung nationaler Eigenverantwortung der Partnerstaaten sowie neue Formen der Entwicklungszusammenarbeit. Ergänzend bleibe die Prävention und Eindämmung von Konflikten ein zentrales Element der US-Politik auf dem Kontinent. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Praktisch bedeutet das auch Umbauten in Botschaften. Personal werde auf wirtschaftliche Themen ausgerichtet und in kommerzieller Diplomatie geschult, um US-Unternehmen beim Markteintritt zu unterstützen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckgang-klassischer-entwicklungshilfe"><span id="rueckgang-klassischer-entwicklungshilfe">Rückgang klassischer Entwicklungshilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur strategischen Neuausrichtung hat die US-Regierung im vergangenen Monat neue Abkommen mit mehreren afrikanischen Staaten geschlossen. Diese sehen über fünf Jahre hinweg Gesundheitsausgaben in Höhe von rund 11 Milliarden US-Dollar vor. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/">Das Volumen liegt unter dem früherer Programme</a>. Die Regierung begründet dies mit dem Anspruch, Entwicklungszusammenarbeit stärker an US-Interessen auszurichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kontext der „<a href="https://fokus-afrika.de/usa-schliessen-neue-gesundheitsabkommen-mit-uganda-und-lesotho/" type="post" id="22904">America First Global Health Strategy</a>“ wird zudem beschrieben, dass bilaterale Abkommen mit 13 Regierungen in Subsahara-Afrika abgeschlossen wurden, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/eswatini/" type="category" id="60">Eswatini</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/" type="category" id="39">Mosambik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/" type="category" id="40">Ruanda</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/" type="category" id="45">Uganda</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/lesotho/" type="category" id="61">Lesotho</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/botsuana/" type="category" id="59">Botswana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/" type="category" id="36">Madagaskar</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/" type="category" id="79">Sierra Leone</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/" type="category" id="68">Côte d’Ivoire</a>. In Kenia habe ein Gericht die Vereinbarung nach Kritik an Datenschutzfragen ausgesetzt. Für Äthiopien wird in einem Kommentar eine Abwägung von Nutzen und möglichen Verpflichtungen genannt, etwa bei Datenteilung und Leistungskennziffern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kritik an der stärkeren Konzentration auf andere Weltregionen weist das US-Außenministerium zurück. Checker erklärte, Afrika bleibe Teil der US-Außenpolitik, auch wenn sich Form und Schwerpunkt des Engagements veränderten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-und-wirtschaft-statt-normativer-agenda"><span id="sicherheit-und-wirtschaft-statt-normativer-agenda">Sicherheit und Wirtschaft statt normativer Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung der US-Regierung stoße der neue Ansatz in vielen afrikanischen Staaten auf Zustimmung. Checker verwies darauf, dass frühere US-Politik häufig als belehrend wahrgenommen worden sei. Themen wie Sicherheit und wirtschaftliches Wachstum stünden aus Sicht vieler afrikanischer Regierungen im Vordergrund.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24247 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20260103MR-1672-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">US-Außenminister <strong>Marco Rubio</strong> habe einen „Back-to-basics“-Ansatz in der Diplomatie klar formuliert. Dabei gehe es weniger um normative Fragen, sondern um Felder, in denen gemeinsame Interessen bestünden.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kritische-mineralien-als-strategisches-bindeglied"><span id="kritische-mineralien-als-strategisches-bindeglied">Kritische Mineralien als strategisches Bindeglied</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Bestandteil der neuen Afrikastrategie ist der Zugang zu kritischen Rohstoffen. In dieser Woche richtet das US-Außenministerium erstmals ein Ministertreffen zu strategischen Mineralien in Washington aus. Eingeladen sind Vertreter rohstoffreicher afrikanischer Staaten, darunter die Demokratische Republik Kongo, Guinea, Kenia und Sambia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erwartet wird die Teilnahme des kongolesischen Präsidenten&nbsp;<strong>Félix Tshisekedi</strong>. Ziel der Gespräche ist eine Vertiefung von Partnerschaften entlang der Wertschöpfungsketten, einschließlich Verarbeitung und Raffinierung. Checker verwies auf wachsendes Interesse US-amerikanischer Unternehmen an Investitionen in Afrika. Um diese zu erleichtern, habe Washington Personal an Botschaften gezielt im Bereich wirtschaftlicher Diplomatie geschult.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatie-uber-sondergesandte-und-wirtschaftsdeals"><span id="diplomatie-ueber-sondergesandte-und-wirtschaftsdeals">Diplomatie über Sondergesandte und Wirtschaftsdeals</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24248 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Afrika-Politik wird zunehmend über Sondergesandte, präsidiale Initiativen und wirtschaftsbasierte Vereinbarungen umgesetzt. Eine zentrale Rolle spielt dabei <strong>Massad Boulos</strong>, der unter anderem in Konfliktfragen in Sudan sowie im Verhältnis zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda aktiv ist. Auch Außenminister <strong>Marco Rubio</strong> hat sich mehrfach öffentlich zu sicherheitspolitischen Entwicklungen auf dem Kontinent geäußert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur strategischen Neuausrichtung ist die personelle Präsenz der USA in Afrika ausgedünnt. Zahlreiche Botschafterposten sind unbesetzt, mehrere Schlüsselpositionen im Außenministerium werden kommissarisch geführt. Dies betrifft auch die Leitung des Afrika-Büros im US-Außenministerium.</p>



<h3 id="zunehmende-militaerische-aktivitaeten" class="wp-block-heading">Zunehmende militärische Aktivitäten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheitspolitisch verzeichnen die USA eine Zunahme <a href="https://fokus-afrika.de/us-operation-in-somalia-africom-intensiviert-luftschlaege-gegen-isis/" type="post" id="21276">militärischer Operationen in Afrika, insbesondere in Somalia</a> sowie <a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/" type="post" id="23534">punktuell in Nigeria</a> und der Sahelzone. Das <strong>African Center for Strategic Studies</strong> weist auf eine anhaltend hohe Zahl tödlicher Angriffe militanter Gruppen in Regionen wie dem Sahel, Somalia, Mosambik und dem Tschadseebecken hin.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/">USA justieren Afrika-Strategie neu</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">DAS-Checker</media:title>
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			<media:title type="html">P20260103MR-1672</media:title>
			<media:description type="html">President Donald Trump delivers remarks at a press conference at Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, following Operation Absolute Resolve in Venezuela leading to the capture of Venezuelan President Nicolas Maduro, Saturday, January 3, 2026. (Official White House Photo by Molly Riley)</media:description>
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		<title>Macron skizziert Frankreichs künftiges militärisches Engagement in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 19:10:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat auf der Luftwaffenbasis 125 in Istres-Le Tubé die Neujahrswünsche an die Streitkräfte mit&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika%2F&amp;action_name=Macron%20skizziert%20Frankreichs%20k%C3%BCnftiges%20milit%C3%A4risches%20Engagement%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-skizziert-frankreichs-kuenftiges-militaerisches-engagement-in-afrika/">Macron skizziert Frankreichs künftiges militärisches Engagement in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat auf der Luftwaffenbasis 125 in Istres-Le Tubé die Neujahrswünsche an die Streitkräfte mit politischen Leitlinien für 2026 verbunden. In seiner <a href="https://www.elysee.fr/emmanuel-macron/2026/01/15/voeux-aux-forces-armees-sur-la-base-aerienne-125-distres">Rede</a> hob er die Aktualisierung der Loi de programmation militaire 2026 bis 2030, zusätzliche Mittel für Munition, Souveränität und Modernisierung sowie eine beschleunigte Aufrüstung hervor. Für Afrika skizzierte er zugleich ein künftiges Engagement, das weniger auf dauerhafte Präsenz und stärker auf angefragte, klar definierte Kooperationen setzt. Macron stellte dieses Modell als „Partnerschaft im Gleichgewicht“ dar und betonte Souveränität, Bedarfsorientierung und operative Anpassungsfähigkeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-istres-als-buhne-fur-strategische-botschaften"><span id="istres-als-buehne-fuer-strategische-botschaften">Istres als Bühne für strategische Botschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron wählte die Luftwaffenbasis 125 Istres-Le Tubé als Ort, um den seit 2017 verfolgten Kurs der französischen Aufrüstung zu illustrieren. Er erinnerte an seine damalige Ankündigung, den Verteidigungshaushalt schrittweise anzuheben und bis 2025 zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erreichen. Dieses Ziel sei erreicht. Istres sei zugleich ein sichtbares Beispiel für die Umsetzung der Militärplanung, unter anderem durch die Lieferung von 15 Airbus-Flugzeugen zur Luftbetankung und zum strategischen Transport, neue Infrastruktur, einen Simulator sowie ein Passagierterminal. Die Basis sei zu einem Hub geworden, der militärische Verlegungen und Materialtransporte beschleunige.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident knüpfte diese Standortbeschreibung an eine sicherheitspolitische Lagebewertung. 2026 werde ein Jahr der Bewährung. Frankreich müsse schneller, stärker und unabhängiger werden. Die Fähigkeit, Kräfte weltweit kurzfristig zu verlegen, nannte er als zentrales Element, das auch für künftige Einsätze und Unterstützungsleistungen in Afrika relevant sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-operative-erfahrungshintergrund-und-die-rolle-afrikas"><span id="der-operative-erfahrungshintergrund-und-die-rolle-afrikas">Der operative Erfahrungshintergrund und die Rolle Afrikas</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rückblick auf 2025 zählte Macron zahlreiche Operationen auf, darunter Einsätze gegen illegalen Goldabbau in Französisch-Guayana, Maßnahmen im Roten Meer zur Sicherung des Seehandels, den Kampf gegen Drogenschmuggel auf See, humanitäre Hilfe in Jamaika und Gaza, neue Brigaden in Rumänien, Projektionen in den hohen Norden sowie Cyber- und Weltraumoperationen. In diese Reihe ordnete er ausdrücklich auch die „Transformation“ der französischen Haltung in Afrika ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit legte Macron einen Rahmen nahe, in dem <a href="https://fokus-afrika.de/macron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika/">Afrika nicht als singulärer Einsatzraum behandelt wird,</a> sondern als Teil einer globalen Einsatzlogik, bei der Frankreich je nach Bedrohungslage und politischer Anfrage Fähigkeiten bereitstellt. Der Präsident stellte damit die <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/">Anpassung an Partnerwünsche</a> und die Flexibilität französischer Kräfte in den Vordergrund, <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-raeumt-militaerstuetzpunkt-in-abidjan/">nicht die Aufrechterhaltung einer dauerhaften Präsenz</a> um ihrer selbst willen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-prioritaten-der-militarplanung-und-ihre-bedeutung-fur-afrika"><span id="drei-prioritaeten-der-militaerplanung-und-ihre-bedeutung-fuer-afrika">Drei Prioritäten der Militärplanung und ihre Bedeutung für Afrika</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="573" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-1024x573.jpg" alt="" class="wp-image-23607 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-1024x573.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-300x168.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-768x429.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-380x212.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-800x447.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS-1160x649.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Rj0zI6loNsWh-dbS.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Macron kündigte eine Aktualisierung der Loi de programmation militaire an, die für 2026 bis 2030 zusätzliche 36 Milliarden Euro vorsehen soll, darunter 3,5 Milliarden Euro bereits 2026. Diese surmarche soll drei Prioritäten finanzieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens sollen Munitionsbestände ausgebaut und die operative Vorbereitung gestärkt werden. Macron verwies auf Lehren aus der Ukraine und dem Roten Meer. Indirekt betrifft dies auch Afrikasicherheitskooperationen, weil Verfügbarkeiten von Munition und Einsatzfähigkeit die Voraussetzung für kurzfristige Unterstützungsleistungen, Ausbildung und Schutzmissionen bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens nannte Macron die Sicherung französischer Souveränität. Dazu gehören ein System der Frühwarnung mit Weltraumkomponente und bodengebundener Radarüberwachung, die Nutzung von Satellitenkonstellationen in niedriger Erdumlaufbahn sowie zusätzliche Schutzfähigkeiten für den Weltraumsektor. Auch die Entwicklung von Fähigkeiten für weitreichende Feuerwirkung in großer Tiefe und eine beschleunigte bodengebundene Luftverteidigung, darunter das SAMP/T Nouvelle Génération, verortete er unter Souveränität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika ergibt sich daraus vor allem eine strukturelle Konsequenz. Paris will Fähigkeiten ausbauen, die unabhängig von außereuropäischen Systemen verfügbar sind. Dieser Fokus auf autonome Fähigkeiten kann die Art der Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern beeinflussen, etwa bei Ausbildung, Ausrüstung und der Bereitstellung spezifischer Beiträge, die Macron als angefragt und klar begrenzt beschrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drittens soll das Streitkräftemodell kurzfristig modernisiert werden, insbesondere durch Anti-Drohnen-Fähigkeiten, Maßnahmen im elektromagnetischen Umfeld und eine schnellere Ausstattung der Teilstreitkräfte mit Drohnen. Macron räumte ein, dass Frankreich hier Rückstände habe. Gerade in afrikanischen Einsatzräumen, in denen Drohnen und unbemannte Systeme sowohl in der Aufklärung als auch bei Schutzaufgaben an Bedeutung gewinnen, sind solche Fähigkeiten für künftige Unterstützungsformate unmittelbar relevant.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerschaft-im-gleichgewicht-als-leitlinie-fur-afrika"><span id="partnerschaft-im-gleichgewicht-als-leitlinie-fuer-afrika">„Partnerschaft im Gleichgewicht“ als Leitlinie für Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron beschrieb die französische Haltung in Afrika als tiefgreifend reorganisiert. Diese Reorganisation bedeute, so der Präsident, ein „Partnerschaftsmodell im Gleichgewicht“. Frankreich wolle an der Seite von Regierungen und Streitkräften stehen, die konkrete Bedarfe formulieren. Kooperationen sollen demnach vor allem Ausbildung, Ausrüstung und spezifische Beiträge umfassen. Entscheidend sei ein klar definierter Rahmen und die volle Respektierung der Souveränität der Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzte Macron sprachlich einen Kontrapunkt zu früheren Formen französischer Präsenz, ohne diese explizit zu bewerten. In seiner Darstellung ist Frankreich weiterhin verfügbar, wenn es angefordert wird. Zugleich ist das Engagement stärker konditional durch Nachfrage, Aufgabenbeschreibung und Abgrenzung bestimmt. Die operative und politische Logik ist <a href="https://fokus-afrika.de/abeche-frankreich-uebergibt-militaerbasis-an-tschad/">weniger dauerhafte Stationierung</a>, mehr modulare Kooperation.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-verlegefahigkeit-als-voraussetzung-fur-afrika-formate"><span id="militaerische-verlegefaehigkeit-als-voraussetzung-fuer-afrika-formate">Militärische Verlegefähigkeit als Voraussetzung für Afrika-Formate</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beschreibung von Istres als Hub und die Betonung strategischer Transport- und Betankungsfähigkeit fügen sich in dieses Afrika-Modell ein. Wenn Kooperationen kurzfristig, bedarfsorientiert und projektförmig erfolgen sollen, ist schnelle Verlegbarkeit zentral. Die erwähnte Flotte ermöglicht medizinische Evakuierungen über große Distanzen und unterstützt nukleare Abschreckung, wird aber zugleich als polyvalentes Instrument der Projektion dargestellt. Macron verwies auf Einsätze im hohen Norden und auf bevorstehende Missionen, deren Details offen blieben. Der funktionale Kern ist die Fähigkeit, Kräfte rasch dorthin zu bringen, wo Frankreich politisch handeln will oder wo Partner anfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Logik lässt sich auf Afrika übertragen, insbesondere auf Ausbildungsmissionen, zeitlich begrenzte Unterstützungsoperationen oder den Schutz spezifischer Knotenpunkte, sofern ein Partnerstaat dies anfordert und der Rahmen definiert ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stabilitatsmacht-frankreich-in-afrika"><span id="stabilitaetsmacht-frankreich-in-afrika">Stabilitätsmacht Frankreich in Afrika</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="799" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55029221105_6194021c59_c.jpg" alt="" class="wp-image-23608 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55029221105_6194021c59_c.jpg 533w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55029221105_6194021c59_c-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/55029221105_6194021c59_c-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 533px) 100vw, 533px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Macron bezeichnete Frankreich auf internationaler Ebene als glaubwürdige und verlässliche Stabilitätsmacht. Er stellte Europa, Afrika und den Indopazifik in eine Reihe von Räumen, in denen Frankreich präsent sei, wenn Frieden bedroht werde. Für Afrika bedeutet diese Einordnung, dass Paris den Kontinent nicht als isolierten Einsatzraum behandelt, sondern als Teil einer globalen Strategie, die auf Stabilität, Partnerschaften und Souveränitätsrespekt setzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig deutete Macron an, dass Frankreich in Afrika nicht in eine Logik langfristiger militärischer Konflikte eintreten wolle. Die <a href="https://fokus-afrika.de/macron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika/">neue Ausrichtung ist als flexible Kooperation beschrieben</a>, die sich an Nachfrage orientiert und sich in Umfang und Dauer begrenzen lässt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-industrie-tempo-und-die-fahigkeit-partner-zu-bedienen"><span id="industrie-tempo-und-die-faehigkeit-partner-zu-bedienen">Industrie, Tempo und die Fähigkeit, Partner zu bedienen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macron forderte die französische Rüstungsindustrie auf, schneller zu produzieren, in höheren Stückzahlen zu liefern und leichtere Systeme innovativ zu entwickeln. Er warnte vor Entwicklungszeiten von fünf bis sieben Jahren und vor der Gefahr, dass Kunden zu Wettbewerbern werden. Diese industriepolitische Botschaft ist auch für Afrika relevant, weil sie mittelbar die Frage berührt, welche Ausrüstung Frankreich kurzfristig bereitstellen kann, wenn afrikanische Partner Unterstützung anfragen. Macron betonte zudem die europäische Präferenz beim Einkauf und verwies auf EU-Finanzierungsprogramme, in denen europäische Beschaffung verankert sei. Paris will demnach in Europa schnell lieferfähig sein und zugleich industrielle Kooperationen ausbauen, etwa bei SAMP/T, JEWEL oder der Initiative ELSA.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-personal-resilienz-und-service-national"><span id="personal-resilienz-und-service-national">Personal, Resilienz und Service national</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich kündigte Macron an, für 2026 bis 2030 mehr als zwei Milliarden Euro für den service national, der französischen Wehrpflicht, vorzusehen. Die Rekrutierung habe begonnen, die ersten Einberufenen sollen im September 2026 ihre Grundausbildung antreten. Macron stellte dies als Stärkung des pacte armée-nation und als Beitrag zur Reserve dar. In einer Afrika-Perspektive ist dies weniger ein direkter Einsatzbezug, sondern eher Teil einer Gesamtarchitektur, die Personalverfügbarkeit, Durchhaltefähigkeit und nationale Resilienz erhöhen soll. In Kombination mit der geforderten Steigerung operativer Vorbereitung ergibt sich daraus der Anspruch, flexibel auf internationale Anforderungen reagieren zu können, ohne die eigene Einsatzbereitschaft zu schwächen.</p>
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			<media:title type="html">Macron skizziert Frankreichs künftiges militärisches Engagement in Afrika</media:title>
			<media:description type="html">Frankreich ordnet seine Afrika-Präsenz neu. Macron spricht von Partnerschaften auf klaren Mandaten, eingebettet Milliarden für Modernisierung.</media:description>
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		<title>Foresight Africa 2026: US-Think Tank definiert Afrikas Prioritäten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/foresight-africa-2026-us-think-tank-definiert-afrikas-prioritaeten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 15:42:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bericht&#160;Foresight Africa 2026&#160;der&#160;Brookings Institution&#160;analysiert zentrale wirtschaftliche und politische Prioritäten des afrikanischen Kontinents für das Jahr 2026. Vor&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fforesight-africa-2026-us-think-tank-definiert-afrikas-prioritaeten%2F&amp;action_name=Foresight%20Africa%202026%3A%20US-Think%20Tank%20definiert%20Afrikas%20Priorit%C3%A4ten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/foresight-africa-2026-us-think-tank-definiert-afrikas-prioritaeten/">Foresight Africa 2026: US-Think Tank definiert Afrikas Prioritäten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht&nbsp;<strong>Foresight Africa 2026</strong>&nbsp;der&nbsp;<strong>Brookings Institution</strong>&nbsp;analysiert zentrale wirtschaftliche und politische Prioritäten des afrikanischen Kontinents für das Jahr 2026. Vor dem Hintergrund sinkender Entwicklungshilfe, steigender Verschuldungsrisiken und geopolitischer Konkurrenz beschreibt der Report strukturelle Engpässe bei Finanzierung, Beschäftigung und Governance. Gleichzeitig identifiziert er interne Ressourcen und regionale Integration als entscheidende Hebel für wirtschaftliche Stabilisierung und langfristiges Wachstum. Die Analyse stützt sich auf Beiträge zahlreicher afrikanischer und internationaler Fachautorinnen und Fachautoren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckgang-externer-finanzierung-verscharft-strukturelle-engpasse"><span id="rueckgang-externer-finanzierung-verschaerft-strukturelle-engpaesse">Rückgang externer Finanzierung verschärft strukturelle Engpässe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.brookings.edu/collection/foresight-africa-2026">Bericht</a> des amerikanischen Think Tanks stellt fest, dass Afrika sich 2026 mit einer deutlichen Verknappung externer Finanzierung konfrontiert sieht. Öffentliche Entwicklungsleistungen gehen laut Bericht spürbar zurück, während gleichzeitig der Finanzierungsbedarf für Infrastruktur, Energie, Gesundheitsversorgung und soziale Sicherung steigt. Mehr als die Hälfte der einkommensschwachen Länder Afrikas befindet sich laut Analyse in einer Phase hoher oder akuter Schuldengefährdung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Seite 10 des Berichts wird der jährliche Finanzierungsbedarf für Subsahara Afrika auf durchschnittlich 245 Milliarden US Dollar beziffert. Diese Lücke ergibt sich aus niedrigen nationalen Sparquoten, steigenden Schuldendienstkosten und einem erschwerten Zugang zu internationalen Kapitalmärkten. Die Autoren betonen, dass externe Finanzierung unter diesen Bedingungen weder verlässlich noch ausreichend ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mobilisierung-eigener-ressourcen-ruckt-in-den-mittelpunkt"><span id="mobilisierung-eigener-ressourcen-rueckt-in-den-mittelpunkt">Mobilisierung eigener Ressourcen rückt in den Mittelpunkt</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="429" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Battery_Tech_for_Transportation_5428163889.jpg" alt="" class="wp-image-23600 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Battery_Tech_for_Transportation_5428163889.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Battery_Tech_for_Transportation_5428163889-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Battery_Tech_for_Transportation_5428163889-380x255.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund beschreibt Foresight Africa 2026 eine strategische Verschiebung hin zur Mobilisierung eigener finanzieller Ressourcen. Im Fokus stehen Steuerreformen, der Kampf gegen illegale Finanzabflüsse sowie eine stärkere Nutzung natürlicher Ressourcen. Laut Bericht beläuft sich der geschätzte Wert der natürlichen Ressourcen Afrikas auf über sechs Billionen US Dollar.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren verweisen darauf, dass Afrika rund 30 Prozent der weltweit bekannten kritischen Mineralreserven besitzt. Dennoch werden diese überwiegend als Rohstoffe exportiert, ohne nennenswerte lokale Wertschöpfung. Auf den Seiten 12 bis 14 wird ausgeführt, dass eine stärkere lokale Verarbeitung nicht nur staatliche Einnahmen erhöhen, sondern auch Beschäftigung und industrielle Entwicklung fördern könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesundheitsfinanzierung-unter-druck"><span id="gesundheitsfinanzierung-unter-druck">Gesundheitsfinanzierung unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eigenes Kapitel widmet sich der Gesundheitsfinanzierung. Der Bericht dokumentiert, dass externe Gesundheitsfinanzierung in zahlreichen afrikanischen Staaten mehr als ein Viertel der öffentlichen Gesundheitsausgaben ausmacht. Auf Seite 17 zeigen Grafiken, dass in rund 20 Ländern die externen Mittel die staatlichen Gesundheitsausgaben sogar übersteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Rückgang internationaler Gesundheitsprogramme steigt der Anteil direkter Eigenzahlungen der Haushalte. In mehr als 80 Prozent der afrikanischen Staaten liegt dieser Anteil laut Bericht über der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Schwelle. Dies verschärft soziale Ungleichheiten und belastet insbesondere einkommensschwache Bevölkerungsgruppen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-demografischer-druck-auf-arbeitsmarkte"><span id="demografischer-druck-auf-arbeitsmaerkte">Demografischer Druck auf Arbeitsmärkte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Querschnittsthema des Berichts ist die demografische Entwicklung. Afrika steht laut Brookings vor der weltweit schnellsten Ausweitung der erwerbsfähigen Bevölkerung. Bis 2050 sollen rund 740 Millionen zusätzliche Menschen im arbeitsfähigen Alter hinzukommen. Bereits heute treten jährlich etwa 12 Millionen junge Menschen neu in den Arbeitsmarkt ein.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Join us tomorrow at 10 am ET for the launch of the 2026 Foresight Africa report, where experts will explore key priorities and trends shaping Africa this year.<br><br>Register 🔗 <a href="https://t.co/1f1cZiBaq9">https://t.co/1f1cZiBaq9</a><br>Learn more about the report 👇 <a href="https://t.co/ptZdXeg2DB">https://t.co/ptZdXeg2DB</a></p>&mdash; The Brookings Institution (@BrookingsInst) <a href="https://twitter.com/BrookingsInst/status/2011493125697556504?ref_src=twsrc%5Etfw">January 14, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Demgegenüber entstehen laut Bericht lediglich rund drei Millionen formelle Beschäftigungsverhältnisse pro Jahr. Auf den Seiten 30 und 31 wird betont, dass das Kernproblem nicht allein Arbeitslosigkeit ist, sondern die fehlende Schaffung produktiver und stabiler Arbeitsplätze. Ohne strukturellen Wandel drohe die demografische Dynamik wirtschaftliche und politische Spannungen zu verschärfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-industriepolitik-und-regionale-integration"><span id="industriepolitik-und-regionale-integration">Industriepolitik und regionale Integration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht unterstreicht die Bedeutung industrieller Entwicklung und regionaler Integration. Die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone wird als zentrales Instrument beschrieben, um Märkte zu vergrößern, Skaleneffekte zu ermöglichen und Investitionen anzuziehen. Mit 55 Mitgliedstaaten und einem gemeinsamen Markt von über 1,3 Milliarden Menschen biete die Freihandelszone laut Analyse ein erhebliches Potenzial für industrielle Wertschöpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Seite 31 wird ausgeführt, dass wirtschaftliche Integration nicht nur handels, sondern vor allem beschäftigungspolitische Effekte entfalten kann. Größere Märkte ermöglichen Spezialisierung, steigern Produktivität und schaffen die Grundlage für höhere Löhne und stabilere Beschäftigung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-governance-sicherheit-und-geopolitischer-wettbewerb"><span id="governance-sicherheit-und-geopolitischer-wettbewerb">Governance, Sicherheit und geopolitischer Wettbewerb</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/The_Brookings_Institution_53822779298-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-23601 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/The_Brookings_Institution_53822779298-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/The_Brookings_Institution_53822779298-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/The_Brookings_Institution_53822779298-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/The_Brookings_Institution_53822779298-1536x864.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/The_Brookings_Institution_53822779298-2048x1152.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/The_Brookings_Institution_53822779298-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/The_Brookings_Institution_53822779298-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/The_Brookings_Institution_53822779298-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/The_Brookings_Institution_53822779298-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Kapitel widmet sich Fragen von Governance, Sicherheit und institutioneller Leistungsfähigkeit. Der Bericht konstatiert, dass politische Übergänge, Konflikte und Vertrauensverluste in staatliche Institutionen in mehreren Regionen fortbestehen. Gleichzeitig verschärft sich der geopolitische Wettbewerb um Einfluss, Ressourcen und strategische Partnerschaften.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Abschnitt zu globalen Partnerschaften wird Afrikas Rolle in einer multipolaren Weltordnung thematisiert. Die Autoren beschreiben, dass der Rückzug multilateraler Akteure und die Zunahme bilateraler, interessengeleiteter Kooperationen Afrikas Handlungsspielräume einschränken können. Gleichzeitig eröffnen sich neue Verhandlungsspielräume für Staaten mit klaren wirtschaftlichen und politischen Strategien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strukturelle-risiken-und-politische-prioritaten-fur-2026"><span id="strukturelle-risiken-und-politische-prioritaeten-fuer-2026">Strukturelle Risiken und politische Prioritäten für 2026</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Foresight Africa 2026 ordnet die beschriebenen Entwicklungen als strukturelle Herausforderungen ein, die sich gegenseitig verstärken. Finanzierungsengpässe, demografischer Druck, begrenzte industrielle Basis und geopolitische Konkurrenz bilden ein komplexes Risikoumfeld. Der Bericht versteht diese Konstellation jedoch nicht als Momentaufnahme, sondern als Ausdruck langfristiger Verschiebungen im globalen System.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Angaben der <em>Brookings Institution</em>, welches u.a. mit Mitteln der Bill Gates Stiftung gefördert wird, zielt der Bericht darauf ab, die zentralen politischen und wirtschaftlichen Prioritäten für Afrika im Jahr 2026 analytisch zu bündeln und in einen globalen Kontext einzuordnen</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/foresight-africa-2026-us-think-tank-definiert-afrikas-prioritaeten/">Foresight Africa 2026: US-Think Tank definiert Afrikas Prioritäten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Global Risks Report 2026: Warum Afrika im Zeitalter geopolitischer Konkurrenz stärker unter Druck gerät</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 13:48:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[WEF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der&#160;Global Risks Report 2026&#160;des&#160;World Economic Forum&#160;zeichnet das Bild einer Welt am Rand zunehmender geopolitischer und geökonomischer Spannungen. Afrika&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fglobal-risks-report-2026-warum-afrika-im-zeitalter-geopolitischer-konkurrenz-staerker-unter-druck-geraet%2F&amp;action_name=Global%20Risks%20Report%202026%3A%20Warum%20Afrika%20im%20Zeitalter%20geopolitischer%20Konkurrenz%20st%C3%A4rker%20unter%20Druck%20ger%C3%A4t&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/global-risks-report-2026-warum-afrika-im-zeitalter-geopolitischer-konkurrenz-staerker-unter-druck-geraet/">Global Risks Report 2026: Warum Afrika im Zeitalter geopolitischer Konkurrenz stärker unter Druck gerät</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der&nbsp;<strong>Global Risks Report 2026</strong>&nbsp;des&nbsp;<strong>World Economic Forum</strong>&nbsp;zeichnet das Bild einer Welt am Rand zunehmender geopolitischer und geökonomischer Spannungen. Afrika erscheint dabei als Region, die besonders von geökonomischer Konfrontation, Klimarisiken, Ungleichheit und strukturellen Verschiebungen betroffen ist. Der Bericht basiert auf einer weltweiten Befragung von mehr als 1.300 Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Er analysiert Risiken für die Jahre 2026, 2028 und 2036 und ordnet diese in einen globalen Wettbewerbsrahmen ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-globales-risikoumfeld-im-zeichen-der-konkurrenz"><span id="ein-globales-risikoumfeld-im-zeichen-der-konkurrenz">Ein globales Risikoumfeld im Zeichen der Konkurrenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem <a href="https://reports.weforum.org/docs/WEF_Global_Risks_Report_2026.pdf">Bericht</a> ist Unsicherheit das prägende Merkmal des globalen Risikoumfelds zu Beginn des Jahres 2026. Rund die Hälfte der Befragten erwartet in den kommenden zwei Jahren eine turbulente oder stürmische Entwicklung. Für den Zehnjahreshorizont steigt dieser Anteil weiter an. Der Bericht beschreibt diese Phase als ein Zeitalter der Konkurrenz, in dem multilaterale Kooperationsmechanismen an Wirkung verlieren und nationale Interessen stärker in den Vordergrund treten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht die geökonomische Konfrontation. Sie wird von den Befragten als das Risiko mit dem höchsten kurzfristigen Eskalationspotenzial eingestuft. Gemeint ist der strategische Einsatz wirtschaftlicher Instrumente wie Sanktionen, Handelsbeschränkungen, Investitionskontrollen oder Subventionen zur Durchsetzung geopolitischer Ziele. Diese Dynamik prägt laut Bericht zunehmend auch die Beziehungen zu und innerhalb Afrikas.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikas-rolle-in-einer-fragmentierten-weltordnung"><span id="afrikas-rolle-in-einer-fragmentierten-weltordnung">Afrikas Rolle in einer fragmentierten Weltordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht verortet Afrika in einer sich herausbildenden multipolaren Ordnung ohne tragfähigen Multilateralismus. In diesem Umfeld konkurrieren <a href="https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-und-afrika-interessen-ruecken-prinzipien-in-den-hintergrund/">Groß und Mittelmächte um Einfluss, Ressourcen und Lieferketten</a>. Afrika rückt dabei vor allem als Standort strategischer Rohstoffe und als Knotenpunkt globaler Wertschöpfungsketten in den Fokus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konzentration strategischer Ressourcen und Technologien zählt laut Bericht zu den Risiken, deren Bedeutung über die kommenden Jahre zunimmt. Für afrikanische Staaten bedeutet dies steigenden externen Druck auf Bergbau, Energieinfrastruktur und Transportkorridore. Gleichzeitig erhöht sich die Verwundbarkeit gegenüber Handelskonflikten und einseitigen politischen Maßnahmen externer Akteure.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geokonomische-konfrontation-als-zentrales-kurzfrist-risiko"><span id="geoekonomische-konfrontation-als-zentrales-kurzfrist-risiko">Geökonomische Konfrontation als zentrales Kurzfrist-Risiko</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="724" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-724x1024.avif" alt="" class="wp-image-23592 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-724x1024.avif 724w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-212x300.avif 212w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-768x1086.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-1086x1536.avif 1086w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-380x538.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-800x1132.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg-1160x1641.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/9u1ADrx7t7AVytN_uXZQRClAIxx_5i26cHqnj6h8wcc.jpg.avif 1240w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Rangliste der kurzfristigen Risiken für 2026 nimmt die geökonomische Konfrontation den ersten Platz ein. Sie wird von 18 Prozent der Befragten als das wahrscheinlichste Auslöserrisiko für eine globale Krise genannt. Der Bericht stellt fest, dass diese Entwicklung nicht auf einzelne Regionen begrenzt ist, sondern weltweit nationale Risikowahrnehmungen prägt, auch in exportorientierten Volkswirtschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika bedeutet dies eine zunehmende Instrumentalisierung wirtschaftlicher Beziehungen. Handelszugänge, Entwicklungsfinanzierung und Investitionen stehen stärker unter geopolitischem Vorbehalt. Die Fähigkeit afrikanischer Staaten, eigenständige wirtschaftspolitische Strategien zu verfolgen, wird dadurch eingeschränkt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-und-gesellschaftliche-risiken-verstarken-sich-gegenseitig"><span id="wirtschaftliche-und-gesellschaftliche-risiken-verstaerken-sich-gegenseitig">Wirtschaftliche und gesellschaftliche Risiken verstärken sich gegenseitig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben <a href="https://fokus-afrika.de/munich-security-report-2025-suedafrika-verliert-an-einfluss-in-der-welt/">geopolitischen Spannungen</a> identifiziert der Bericht eine deutliche Zunahme wirtschaftlicher Risiken. Ein globaler Wirtschaftsabschwung, steigende Inflation und das Platzen von Vermögensblasen werden im Kurzfristvergleich deutlich höher eingestuft als im Vorjahr. Diese Risiken wirken sich laut Bericht besonders stark auf Regionen mit hoher sozialer Ungleichheit aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungleichheit wird erneut als das am stärksten vernetzte globale Risiko beschrieben. Sie verstärkt andere Risikofelder wie gesellschaftliche Polarisierung, politische Instabilität und Erosion von Vertrauen in staatliche Institutionen. In vielen afrikanischen Ländern treffen wirtschaftliche Schocks auf bereits angespannte soziale Strukturen, was die Resilienz weiter schwächt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-umwelt-und-klimarisiken-langfristig-dominant"><span id="umwelt-und-klimarisiken-langfristig-dominant">Umwelt- und Klimarisiken langfristig dominant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während Umwelt- und Klimarisiken im kurzfristigen Zeithorizont an relativer Priorität verlieren, bleiben sie für den Zeitraum bis 2036 die gravierendsten globalen Risiken. Extremwetterereignisse, Biodiversitätsverlust und kritische Veränderungen der Erdsysteme belegen die Spitzenplätze der Langfristrangliste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht verweist darauf, dass Afrika besonders stark von diesen Entwicklungen betroffen ist. Dürreperioden, Überschwemmungen und Belastungen für bestehende Infrastruktur verschärfen wirtschaftliche und gesellschaftliche Spannungen. Gleichzeitig wird festgestellt, dass Umweltfragen im politischen Entscheidungsprozess vieler Staaten kurzfristig hinter geostrategischen und wirtschaftlichen Prioritäten zurücktreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-technologische-risiken-und-informationsraume"><span id="technologische-risiken-und-informationsraeume">Technologische Risiken und Informationsräume</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Technologische Risiken gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Desinformation und Fehlinformation zählen zu den größten kurzfristigen Risiken weltweit. Cyberunsicherheit und die langfristigen Folgen Künstlicher Intelligenz steigen im Zehnjahreshorizont deutlich im Risikoranking.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Gesellschaften bedeutet dies wachsende Herausforderungen im digitalen Raum. Der Bericht beschreibt, wie technologische Entwicklungen bestehende gesellschaftliche Spaltungen vertiefen und politische Entscheidungsprozesse beeinflussen können. Gleichzeitig fehlt es in vielen Ländern an institutionellen Kapazitäten zur Regulierung dieser Risiken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckzug-des-multilateralismus-und-institutionelle-schwachen"><span id="rueckzug-des-multilateralismus-und-institutionelle-schwaechen">Rückzug des Multilateralismus und institutionelle Schwächen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23593 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/54936517015_a469a29fe8_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein wiederkehrendes Motiv des Berichts ist der Rückzug von Staaten aus multilateralen Strukturen. Der Bericht spricht von einem schwindenden Vertrauen in internationale Regeln, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit. Diese Entwicklung erhöht laut Analyse das Risiko von Konflikten und erschwert kollektive Antworten auf grenzüberschreitende Herausforderungen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika ist davon in besonderer Weise betroffen, da viele sicherheits, handels und klimapolitische Herausforderungen nur im regionalen oder multilateralen Rahmen bewältigt werden können. Die Schwächung internationaler Institutionen verschiebt Verantwortung auf nationale Ebenen, die vielfach nur begrenzte Ressourcen haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-risikoumfeld-mit-struktureller-tiefe"><span id="ein-risikoumfeld-mit-struktureller-tiefe">Ein Risikoumfeld mit struktureller Tiefe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der&nbsp;<strong>Global Risks Report 2026</strong>&nbsp;ordnet diese Entwicklungen in vier langfristige Strukturkräfte ein. Dazu zählen technologische Beschleunigung, geostrategische Verschiebungen, Klimawandel und demografische Spaltung. Diese Kräfte wirken global, entfalten ihre Folgen jedoch regional unterschiedlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika beschreibt der Bericht ein Umfeld, in dem externe Konkurrenz, interne Ungleichgewichte und langfristige Umweltveränderungen gleichzeitig wirksam sind. Diese Überlagerung erhöht die Wahrscheinlichkeit sich gegenseitig verstärkender Krisen. Laut Angaben des&nbsp;<em>World Economic Forum</em>&nbsp;verdeutlicht der Bericht damit nicht einzelne Ereignisse, sondern strukturelle Risiken eines zunehmend fragmentierten globalen Systems</p>
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		<item>
		<title>US-Sicherheitsstrategie und Afrika: Interessen rücken Prinzipien in den Hintergrund</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-und-afrika-interessen-ruecken-prinzipien-in-den-hintergrund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 11:26:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten aus dem November 2025 definiert Afrikas Rolle primär über Rohstoffe und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-sicherheitsstrategie-und-afrika-interessen-ruecken-prinzipien-in-den-hintergrund%2F&amp;action_name=US-Sicherheitsstrategie%20und%20Afrika%3A%20Interessen%20r%C3%BCcken%20Prinzipien%20in%20den%20Hintergrund&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten aus dem November 2025 definiert Afrikas Rolle primär über Rohstoffe und geopolitische Konkurrenz mit China. Demokratische Werte, Entwicklungszusammenarbeit und multilaterale Ansätze treten in den Hintergrund. Die <a href="https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-2025-welche-rolle-afrika-im-neuen-aussenpolitischen-kurs-der-usa-spielt/">Strategie</a> steht im Kontext der zweiten Amtszeit von <strong>Donald Trump</strong> und markiert eine Fortsetzung einer transaktionalen US-Außenpolitik gegenüber afrikanischen Staaten. Wie das <em>Institute for Security Studies</em> analysiert, spiegelt sich dieser Ansatz bereits in konkreten politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen wider.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nationale-sicherheitsstrategie-der-usa-mit-globalem-anspruch"><span id="nationale-sicherheitsstrategie-der-usa-mit-globalem-anspruch">Nationale Sicherheitsstrategie der USA mit globalem Anspruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im November 2025 veröffentlichten die Vereinigten Staaten ihre neue Nationale Sicherheitsstrategie. Das Dokument beschreibt, wie Washington seine sogenannten Kerninteressen schützen will. Dazu zählt ausdrücklich das Ziel, die Vereinigten Staaten langfristig als stärkste, reichste und einflussreichste Nation der Welt zu positionieren. Neben innenpolitischen Prioritäten formuliert die Strategie auch, welche Erwartungen die USA an andere Weltregionen richten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentrale Leitlinien sind wirtschaftlicher Protektionismus, die Sicherung eigener Lieferketten sowie die Betonung westlicher Identitätsvorstellungen im Kontext europäischer Sicherheit. Gleichzeitig verfolgt die Strategie das Ziel, den Einfluss von Rivalen in Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Quantenforschung zu begrenzen. Multilaterale Kooperation wird dabei nachrangig behandelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-am-rand-der-strategischen-planung"><span id="afrika-am-rand-der-strategischen-planung">Afrika am Rand der strategischen Planung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika nimmt in der 29 Seiten umfassenden Sicherheitsstrategie lediglich einen begrenzten Raum ein. Der Kontinent wird in drei Absätzen am Ende des Dokuments behandelt. Dabei wird Afrika vor allem als Quelle kritischer Mineralien sowie als geopolitisches Wettbewerbsfeld gegenüber China dargestellt. Politische Reformen, demokratische Institutionen oder langfristige Entwicklungsziele spielen eine untergeordnete Rolle.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23587 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/V20260109EH-0268_President_Donald_Trump_attends_a_roundtable_with_energy_officials_and_executives_from_the_oil_industry_in_the_East_Room_of_the_White_House.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des <em>Institute for Security Studies</em> verdeutlicht diese knappe Behandlung, dass Afrika aus US-Sicht vor allem funktional betrachtet wird. Der Fokus liegt auf wirtschaftlicher Verwertbarkeit und strategischem Nutzen, nicht auf partnerschaftlicher Zusammenarbeit.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handelsdruck-und-politische-konditionalitat"><span id="handelsdruck-und-politische-konditionalitaet">Handelsdruck und politische Konditionalität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Beispiele aus den vergangenen Monaten illustrieren diesen Ansatz. Im Januar 2026 verschob <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/">Kenia</a> die Unterzeichnung eines Handelsabkommens im Umfang von rund einer Milliarde US-Dollar mit China. Berichten zufolge geschah dies unter politischem Druck aus Washington, während Nairobi auf die Verlängerung seiner Teilnahme am African Growth and Opportunity Act wartet. Das Handelsprogramm war im September ausgelaufen und wurde erst kürzlich wieder vom US-Repräsentantenhaus gebilligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/">Sambia</a> ist betroffen. Im Dezember 2025 verzögerten die USA die Freigabe von 1,5 Milliarden US-Dollar an Gesundheitsmitteln. Die Unterstützung wurde laut Berichten an den Zugang zu kritischen Mineralien geknüpft. Entwicklungszusammenarbeit wird damit an wirtschaftliche Gegenleistungen gebunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abkehr-von-wertebasierter-politik"><span id="abkehr-von-wertebasierter-politik">Abkehr von wertebasierter Politik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Strategie verzichtet weitgehend auf langfristige Verpflichtungen, insbesondere bei militärischen Engagements. Ausnahmen bilden zeitlich <a href="https://fokus-afrika.de/usa-liefern-militaergueter-an-nigeria/">begrenzte Einsätze gegen islamistische Gruppen</a>, etwa bei Luftangriffen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a> am Weihnachtstag. Diese Maßnahmen werden im strategischen Kontext der Verteidigung westlicher Werte verortet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt verschiebt sich der Schwerpunkt von lebensrettender Hilfe und Demokratieförderung hin zu kurzfristigen Partnerschaften in den Bereichen Handel, Investitionen und Rohstoffförderung. Normative Ansätze werden als potenziell nachteilig für nationale Interessen bewertet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-transaktionalismus-als-leitprinzip-der-us-afrika-politik"><span id="transaktionalismus-als-leitprinzip-der-us-afrika-politik">Transaktionalismus als Leitprinzip der US-Afrika-Politik</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="626" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg" alt="" class="wp-image-20559 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-300x183.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-768x469.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-380x232.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-800x489.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1160x709.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der neuen Sicherheitsstrategie steht ein transaktionales Verständnis von Diplomatie. Außenpolitik wird als Abfolge konkreter Gegenleistungen verstanden, nicht als langfristige Partnerschaft. Dieser Ansatz ist eng mit der Doktrin America First verbunden. Beziehungen werden bilateral und themenspezifisch gestaltet, multilaterale Formate verlieren an Bedeutung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel dafür sind die sogenannten <a href="https://fokus-afrika.de/washington-kongo-und-ruanda-einigen-sich-tshisekedi-kuendigt-unterzeichnung-des-friedensabkommens-an/">Washington Accords</a> zwischen der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruanda</a>, die im Dezember 2025 unter US-Vermittlung zustande kamen. Beide Staaten gewährten US-Unternehmen bevorzugten Zugang zu kongolesischen Mineralien. Im Gegenzug sagten die Vereinigten Staaten zu, einen Infrastrukturkorridor zu entwickeln, der Rohstoffregionen mit westlichen Märkten verbindet. Ziel ist es, Chinas Einfluss im Sektor zurückzudrängen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitspolitische-symbolik-und-begrenzte-wirkung"><span id="sicherheitspolitische-symbolik-und-begrenzte-wirkung">Sicherheitspolitische Symbolik und begrenzte Wirkung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der politischen Inszenierung hielten die Kämpfe im <a href="https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/">Osten der Demokratischen Republik Kongo</a> an. Rebellengruppen setzten ihre Offensive kurz nach der Unterzeichnung der Vereinbarung fort. Dies unterstreicht die begrenzte Wirksamkeit von Abkommen, die primär wirtschaftliche Interessen adressieren, während tief verwurzelte politische und ethnische Konflikte fortbestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliche Dynamiken zeigen sich auch in anderen Ländern. Die US-Regierung schloss mit Staaten wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a>, Ruanda und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/eswatini/">Eswatini</a> Abkommen zur <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-nimmt-abgeschobene-westafrikaner-aus-den-usa-auf/">Rücknahme abgeschobener Personen</a>. Diese Vereinbarungen koppeln finanzielle Anreize an migrationspolitische Zugeständnisse.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bilaterale-abkommen-und-ihre-folgen-fur-afrikanische-staaten"><span id="bilaterale-abkommen-und-ihre-folgen-fuer-afrikanische-staaten">Bilaterale Abkommen und ihre Folgen für afrikanische Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eswatini unterzeichnete im Mai 2025 ein nicht bindendes Memorandum of Understanding mit den USA. Das Abkommen sah Zahlungen in Höhe von 5,1 Millionen US-Dollar für Grenz- und Migrationsmanagement vor, im Gegenzug zur Aufnahme von bis zu 160 Abgeschobenen. Im Dezember folgte ein weiteres bilaterales Abkommen im Rahmen der neuen <a href="https://fokus-afrika.de/usa-schliessen-neue-gesundheitsabkommen-mit-uganda-und-lesotho/">America First Global Health Strategy</a>. Das fünfjährige Programm mit einem Volumen von 242 Millionen US-Dollar umfasst den Zugang zu US-Technologie und zu Lenacapavir, einem in den USA entwickelten HIV-Präventionsmedikament.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vereinbarungen verdeutlichen die kurzfristige Ausrichtung der Kooperation. Sie sind abhängig von aktuellen US-Interessen und bieten nur begrenzte institutionelle Absicherung für die Partnerländer.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-spannungen-und-strukturelle-herausforderungen"><span id="regionale-spannungen-und-strukturelle-herausforderungen">Regionale Spannungen und strukturelle Herausforderungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Regierungen stehen vor der Herausforderung, kurzfristige wirtschaftliche Vorteile gegen langfristige politische und regionale Stabilität abzuwägen. Während einige Staaten ihre Verhandlungsposition nutzen können, gehen damit häufig wirtschaftliche und politische Kosten einher. Die transaktionale US-Politik macht bestehende Machtasymmetrien sichtbarer, ohne sie strukturell zu verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das südafrikanische Thinktank <em><a href="https://issafrica.org/iss-today/deal-making-trumps-democratic-principles-in-us-approach-to-africa">Institute for Security Studies</a></em> festhält, verschärft dieser Ansatz bestehende Ungleichgewichte und Fragmentierungen innerhalb des Kontinents. Regionale Institutionen und koordinierte Strategien geraten dabei unter Druck.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump and Vice President JD Vance meet with executives from the oil and gas industry, Friday, January 9, 2026, (Official White House Photo by Emily J. Higgins)</media:description>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio hosts a Democratic Republic of the Congo-Rwanda Peace Agreement signing ceremony between Democratic Republic of the Congo Foreign Minister Thérèse Kayikwamba Wagner and Rwandan Foreign Minister Olivier Nduhungirehe at the Department of State in Washington, D.C., June 27, 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Macron definiert Frankreichs Diplomatie 2026: G7-Präsidentschaft, europäische Souveränität und Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 23:29:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Donnerstag die französischen Botschafterinnen und Botschafter im Élysée-Palast empfangen. Im Rahmen der „Conférence des ambassadrices et ambassadeurs“ standen am  8. Januar 2026 drei thematische Arbeitssitzungen im Mittelpunkt, die die französische Außenpolitik 2026 strukturieren sollen. Genannt wurden ein Agenda-Block zur europäischen Souveränität, die französische G7-Präsidentschaft mit wirtschafts- und entwicklungspolitischen Schwerpunkten sowie Afrika mit Blick auf den Afrika-Frankreich-Gipfel in Nairobi.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-thematische-schwerpunkte-fur-2026"><span id="drei-thematische-schwerpunkte-fuer-2026">Drei thematische Schwerpunkte für 2026</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="502" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1024x502.jpeg" alt="" class="wp-image-23391 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1024x502.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-300x147.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-768x377.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1536x753.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-380x186.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-800x392.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1160x569.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz der französischen Botschafter war laut offizieller Darstellung um drei Arbeitsformate organisiert, die den diplomatischen Jahresfahrplan abbilden sollen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-europaische-souveranitat-als-leitmotiv"><span id="europaeische-souveraenitaet-als-leitmotiv">Europäische Souveränität als Leitmotiv</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Themenblock ging es um europäische Souveränität, explizit mit wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Dimensionen. Der Präsident verortete die Debatte in einem internationalen Umfeld, das er als zunehmend von Machtpolitik geprägt beschrieb. In der Rede war von einem „Weltgeschehen, das sich verstellt“ die Rede, verbunden mit der Diagnose schwächer werdender multilateraler Institutionen und einer Tendenz großer Mächte, Einflusszonen und Regeln neu zu definieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Teil dieser Lagebeschreibung wurden mehrere Akteure benannt: Die USA seien eine etablierte Macht, die sich schrittweise von Teilen ihrer Allianzen entferne und sich in einzelnen Politikfeldern von internationalen Regeln löse. China wurde als wirtschaftlich aufstrebende Macht mit „enthemmter“ Handelsaggressivität beschrieben, die insbesondere die europäische Wirtschaft belaste. Russland wurde als „destabilisierende Macht“ im Kontext des Krieges gegen die Ukraine genannt, ergänzt um Verweise auf Informationsoperationen und weitere Akteure.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-g7-prasidentschaft-makrookonomische-ungleichgewichte-und-entwicklungsfinanzierung"><span id="g7-praesidentschaft-makrooekonomische-ungleichgewichte-und-entwicklungsfinanzierung">G7-Präsidentschaft: Makroökonomische Ungleichgewichte und Entwicklungsfinanzierung</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="549" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026.png" alt="" class="wp-image-23390 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026-300x257.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026-380x326.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Schwerpunkt betraf die französische Präsidentschaft der G7, die laut Rede im Juni 2026 in Evian stattfinden soll. Als Kernziele nannte der Präsident die Reduzierung globaler makroökonomischer Ungleichgewichte sowie Fragen der Finanzierung von Entwicklung und globaler Klimatransition.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Argumentation in der Rede ordnete diese Agenda in ein Dreieck globaler Wirtschaftsprobleme ein: US-Doppeldefizite, eine europäische Investitions- und Innovationsschwäche sowie eine chinesische Produktionsstärke bei zugleich zu geringer Binnenkonsumnachfrage. Der Präsident verband diese Diagnose mit dem Ziel, die G7 nicht als Blockbildung gegen China oder die BRICS zu nutzen. Stattdessen solle eine Brücke zu den BRICS gesucht werden, um Fragmentierung zu vermeiden. In diesem Zusammenhang verwies die Rede auf die Rolle Indiens und auf ein Treffen, an dem der indische Außenminister im Élysée teilnahm.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-afrika-nairobi-gipfel-als-politischer-fixpunkt"><span id="afrika-nairobi-gipfel-als-politischer-fixpunkt">Afrika: Nairobi-Gipfel als politischer Fixpunkt</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="840" height="560" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017.jpg" alt="" class="wp-image-23389 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017.jpg 840w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der dritte Themenblock war Afrika, ausdrücklich „in der Perspektive des Afrika-Frankreich-Gipfels von Nairobi“. Der Präsident stellte diesen Gipfel als wichtigen Termin im Mai 2026 dar. Er ordnete ihn in eine seit Jahren verfolgte Neujustierung der Afrikapolitik ein, die er als „Partnerschaft auf Augenhöhe“ bezeichnete und auf Veränderungen seit der Rede von Ouagadougou zurückführte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Rede wurde betont, Frankreich habe seine militärische Präsenz auf dem Kontinent umgebaut und Stützpunkte reduziert. Das sei teils als Rückzug gedeutet worden, werde jedoch als Rebalancing beschrieben. Parallel skizzierte der Präsident eine erneuerte militärische Kooperation, die in der Rede als „pertinent“ bezeichnet und unter anderem mit einem Verweis auf Benin konkretisiert wurde. Daneben wurden neue Kooperationsfelder genannt, darunter Unternehmertum, Jugend, Kultur- und Kreativwirtschaft, Sport sowie eine erinnerungs- und kulturpolitische Agenda. Auch die Mobilisierung von Diasporas wurde als Ziel genannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23388 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident erklärte, der Gipfel solle zudem eine neue Form der Einbindung externer Partner zeigen. In der Rede sagte er, er habe den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/">indischen</a> Premierminister Modi und den deutschen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bundeskanzler/">Bundeskanzler</a> Merz eingeladen, gemeinsam mit ihm in Nairobi präsent zu sein. Das wurde als Signal für eine veränderte Arbeitsweise und für breitere Koalitionen in Afrika beschrieben.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weltlage-und-franzosischer-handlungsrahmen"><span id="weltlage-und-franzoesischer-handlungsrahmen">Weltlage und französischer Handlungsrahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident zeichnete ein Bild eines internationalen Systems, in dem multilaterale Arenen als weniger leistungsfähig dargestellt werden und die „Logik des Stärkeren“ an Raum gewinnt. Im Zentrum stand die Abgrenzung von zwei Verhaltensweisen, die als unpassend für Frankreich und Europa bezeichnet wurden: Einerseits die Anpassung an Machtlogik bis hin zur „glücklichen Vasallisierung“, andererseits eine rein moralische Positionierung ohne Handlungsfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen wurde eine Linie formuliert, die auf Stärkung von Kapazitäten, Interessenwahrung und Einflussarbeit setzt. Dazu zählte auch die Aussage, Diplomatie solle nicht primär kommentieren, sondern handeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ukraine-europaische-verteidigung-und-rustungsindustrie"><span id="ukraine-europaeische-verteidigung-und-ruestungsindustrie">Ukraine, europäische Verteidigung und Rüstungsindustrie</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23387 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitsdimension wurde in der Rede stark über den Ukraine-Krieg gerahmt. Der Präsident bezeichnete diesen Konflikt als grundlegendes Sicherheitsthema für Frankreich und Europa und verwies auf eine „Koalition der Willigen“, deren Treffen in Paris „vor 48 Stunden“ stattgefunden habe. Er sagte, die finanzielle Unterstützung für die ukrainische Widerstandsfähigkeit werde vollständig durch die Mitglieder dieser Koalition getragen, während weiterhin Abhängigkeiten bei Fähigkeiten bestünden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Darauf aufbauend wurde die Entwicklung einer „Europa der Verteidigung“ als zentrale Veränderung seit 2022 dargestellt, einschließlich neuer Finanzierungselemente, strategischer Dokumente und einer „europäischen Präferenz“. In der Rede wurden zwei operative Erwartungen formuliert: Erstens solle die europäische Dimension stärker in Beschaffung und Planung einfließen. Zweitens wurden die Auslandsvertretungen aufgefordert, Partneroptionen zu erschließen, insbesondere im Kontext der Rüstungsindustrie und Exportperspektiven.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftspolitik-schutz-marktregeln-und-investitionen"><span id="wirtschaftspolitik-schutz-marktregeln-und-investitionen">Wirtschaftspolitik: Schutz, Marktregeln und Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt war die wirtschaftliche Lage Europas zwischen chinesischer Konkurrenz und US-Zöllen. Die Rede benannte explizit eine gleichzeitige Belastung durch chinesische Handelspraktiken und amerikanische Tarifpolitik. Als Beispiel wurde angeführt, dass selbst Deutschland mittlerweile ein Handelsdefizit mit China aufweise und im Vorjahr 50.000 industrielle Arbeitsplätze verloren habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als strategischer Rahmen wurde eine „Schutz“-Logik beschrieben, die von Protektionismus abgegrenzt wurde. Genannt wurden Instrumente wie Schutzklauseln, „Spiegelklauseln“ und Grenzschutzmechanismen gegenüber unlauterer Konkurrenz. Ergänzend verwies die Rede auf Agenda-Elemente wie Vereinfachung, Wettbewerbsfähigkeit, Binnenmarktvertiefung und Kapitalmarktunion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein drittes Element betraf Investitionen in Innovation. Genannt wurden KI, Quanten, Raumfahrt und „Green Tech“ als Felder, in denen Europa mehr und schneller investieren müsse, um technologische und wirtschaftliche Interessen zu sichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-demokratie-informationsraum-und-regulierung"><span id="demokratie-informationsraum-und-regulierung">Demokratie, Informationsraum und Regulierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede verknüpfte die internationale Lage mit einer innen- und gesellschaftspolitischen Dimension. Als Risiko wurde eine doppelte Belastung durch autoritäre Systeme und durch die Wirkung großer Plattform-Algorithmen beschrieben. Genannt wurden dabei die europäischen Digitalregulierungen DSA und DMA sowie ein angekündigter „europäischer demokratischer Schutzschild“. Zudem verwies der Präsident auf Initiativen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerschaften-indo-pazifik-mittelmeer-und-afrika"><span id="partnerschaften-indo-pazifik-mittelmeer-und-afrika">Partnerschaften: Indo-Pazifik, Mittelmeer und Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Abschnitt zur Einflussarbeit stellte der Präsident mehrere Partnerschaftsachsen heraus. Genannt wurden ein Indo-Pazifik-Ansatz, der seit 2018 aufgebaut worden sei, sowie Formate im Mittelmeerraum, darunter die Beziehungen zu Ägypten, Libanon und Marokko. Zudem verwies die Rede auf die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch Frankreich im Vorjahr und auf eine „Erklärung von New York“, die Frankreichs Glaubwürdigkeit in der Region gestärkt habe.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-will-die-partnerschaft-mit-afrika-wirtschaftlich-erneuern"><span id="frankreich-will-die-partnerschaft-mit-afrika-wirtschaftlich-erneuern">Frankreich will die Partnerschaft mit Afrika wirtschaftlich erneuern</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein markanter Teil der Afrika-Passage bezog sich auf die Rolle französischer Unternehmen und Finanzakteure. Der Präsident stellte einen Widerspruch heraus: Während die Diplomatie die politische Beziehung neu ausrichte und „verständlich“ mache, hätten sich zugleich große Teile der französischen Wirtschaft vom afrikanischen Kontinent zurückgezogen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Er nannte insbesondere den Rückzug des Bank- und Finanzsektors und sagte, Frankreich sei vor 15 Jahren noch eine „Bank- und Finanzmacht“ in Afrika gewesen, während „alle verkauft“ hätten. Die Rede deutete an, dass Regulierungen als Begründung für diesen Rückzug genannt würden, setzte dem aber entgegen, dass entstehende Lücken von anderen Akteuren gefüllt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident formulierte daraus eine Erwartung an die französische Regierung und die diplomatischen Strukturen: Es solle auf „finanzielle“ Fragen Antworten geben. Gleichzeitig skizzierte er eine Auswahl-Logik für wirtschaftliche Delegationen und Kooperationsprojekte. Er sagte sinngemäß, es solle stärker mit Akteuren gearbeitet werden, die bereit seien, in dem beschriebenen Partnerschaftsrahmen tätig zu sein, darunter ausdrücklich auch KMU, Start-ups und mittelständische Unternehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-macro-will-sich-der-schlacht-der-narrative-in-afrika-stellen"><span id="macro-will-sich-der-schlacht-der-narrative-in-afrika-stellen">Macro will sich der &#8220;Schlacht der Narrative&#8221; in Afrika stellen</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-12018 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-768x1024.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-380x507.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-800x1066.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024.jpg 1069w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verband die Afrika-Agenda mit einem größeren Kontext internationaler Einflusskonkurrenz. Er sprach von einer „Schlacht der Narrative“ und einer intensiven Auseinandersetzung um Deutungshoheit. In der Rede wurde betont, Frankreich müsse die eigene Politik stärker erklären und Desinformation bekämpfen. Das wurde als Bestandteil der Sicherung von Interessen und Einfluss beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich ordnete der Präsident Afrika in ein weltpolitisches Umfeld ein, das er als zunehmend instabil charakterisierte und in dem multilaterale Institutionen weniger wirksam seien. Er verwies auf mehrere Krisenräume, die Frankreich 2026 weiter begleiten wolle, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a>, die Hornregion Afrikas und die Region der Großen Seen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-multilateralismus-ozeane-gesundheit-rohstoffe-und-un-reform"><span id="multilateralismus-ozeane-gesundheit-rohstoffe-und-un-reform">Multilateralismus: Ozeane, Gesundheit, Rohstoffe und UN-Reform</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verteidigte die Idee eines „wirksamen Multilateralismus“ als Interesse Frankreichs. Als Beispiele nannte die Rede ein KI-Gipfelformat in Paris, den Ozeangipfel und die Ratifizierung eines Hochsee-Abkommens (BBNJ). Für 2026 wurden weitere multilaterale Prioritäten genannt, darunter Plastikregulierung, Gesundheitspolitik und ein Gipfel in Lyon im April sowie Kooperationen zu kritischen Rohstoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur G7-Präsidentschaft wurde neben Makroökonomie auch die Vermeidung globaler Blockbildung betont. Darüber hinaus nannte die Rede drei Baustellen: eine Krise der internationalen Sicherheitsinstrumente und Friedensmissionen, eine Krise der öffentlichen Entwicklungsfinanzierung vor dem Hintergrund eines US-Rückzugs sowie die Reform internationaler Governance, insbesondere der Vereinten Nationen. In diesem Kontext wurde ein französischer Anspruch formuliert, Initiativen zur Reform der globalen Ordnung gemeinsam mit „großen Schwellenländern“ voranzutreiben.</p>
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			<media:description type="html">Macron macht Afrika 2026 zum Schwerpunkt für Frankreich: Nairobi-Gipfel, Diaspora-Politik und die militärischen Kooperation im Fokus.</media:description>
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		<item>
		<title>Verteidigungsminister Hegseth besucht AFRICOM</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/verteidigungsminister-hegseth-besucht-africom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 17:47:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Besuch von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth beim United States Africa Command (AFRICOM) am 11. Februar 2025 in Stuttgart,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fverteidigungsminister-hegseth-besucht-africom%2F&amp;action_name=Verteidigungsminister%20Hegseth%20besucht%20AFRICOM&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/verteidigungsminister-hegseth-besucht-africom/">Verteidigungsminister Hegseth besucht AFRICOM</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth beim United States Africa Command (AFRICOM) am 11. Februar 2025 in Stuttgart, Deutschland, unterstreicht die wachsende geopolitische Bedeutung Afrikas für die US-amerikanische Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Als erster Auslandstermin seiner Amtszeit diente der Besuch nicht nur der internen Abstimmung mit AFRICOM-Kommandeur General Michael E. Langley, sondern auch der Formulierung neuer strategischer Schwerpunkte.</p>



<h3 id="hegseth-will-neuausrichtung-der-us-militaerstrategie-in-afrika" class="wp-block-heading">Hegseth will Neuausrichtung der US-Militärstrategie in Afrika</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hegseths Besuch war Teil einer größeren internationalen Reise, die auch das U.S. European Command (EUCOM) umfasste. Dabei wurde die Rolle Afrikas als sicherheitspolitische Herausforderung und als geopolitisches Interessensgebiet für die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> bekräftigt. In Gesprächen mit hochrangigen Militärvertretern lag der Fokus auf der Verbesserung der Einsatzbereitschaft der US-Truppen, der Verstärkung bestehender Partnerschaften und der Eindämmung transnationaler Bedrohungen. Besondere Aufmerksamkeit galt der Abwehr externer Akteure, die in Afrika zunehmend Einfluss gewinnen, darunter China und Russland.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjhcAmoWUAAbshN-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-13965 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjhcAmoWUAAbshN-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjhcAmoWUAAbshN-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjhcAmoWUAAbshN-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjhcAmoWUAAbshN-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjhcAmoWUAAbshN-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjhcAmoWUAAbshN-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjhcAmoWUAAbshN-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjhcAmoWUAAbshN.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Während einer anschließenden Townhall-Veranstaltung mit Soldaten und zivilem Personal betonte Hegseth:&nbsp;„Zwei Combatant Commands, die an vorderster Front stehen, um amerikanische Interessen weltweit zu verteidigen. Ich bin stolz, hier zu sein – es ist beeindruckend zu sehen, was Amerikaner in weit entfernten Regionen für unser Land leisten.“ Seine Worte spiegeln die anhaltende Bedeutung Afrikas in der US-amerikanischen Militärstrategie wider.</p>
</div></div>



<h3 id="us-interessen-in-afrika-sicherheit-einfluss-und-politische-signale" class="wp-block-heading">US-Interessen in Afrika: Sicherheit, Einfluss und politische Signale</h3>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM ist eines von sieben US-Regionalkommandozentren und für militärische Einsätze in 53 afrikanischen Ländern verantwortlich. Ziel der Mission ist es, durch die Unterstützung lokaler Sicherheitskräfte, den Schutz amerikanischer Interessen sowie die Eindämmung terroristischer Gruppen Stabilität in der Region zu fördern. Neben klassischen Anti-Terror-Operationen geht es zunehmend darum, den wachsenden Einfluss geopolitischer Konkurrenten wie <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> und regionaler Akteure in Afrika zu begrenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders brisant war Hegseths Äußerung zur Grenzsicherheit. Er zog eine Parallele zwischen der Verteidigung der US-Grenzen und der Sicherung internationaler Grenzen. Dies wird als Zeichen für eine stärkere Fokussierung auf nationale Sicherheitsinteressen gedeutet. Zudem begrüßte er die laufende Überprüfung der US-Entwicklungshilfe durch <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usaid/">USAID</a>, was auf mögliche Kürzungen oder eine Neuausrichtung hindeutet.</p>



<h3 id="politische-und-militaerische-implikationen-des-besuchs" class="wp-block-heading">Politische und militärische Implikationen des Besuchs</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch wurde in sozialen Medien intensiv diskutiert. Während Kritiker Hegseth für seine enge politische Verbindung zu Präsident Donald Trump und frühere umstrittene Aussagen kritisierten, lobten Anhänger seinen direkten Austausch mit den Truppen und seine klare Haltung zur US-Militärstrategie.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">Strength equals readiness. Kicked off the day with PT alongside the warriors of 1/10 SFG. </p>
<p>No bureacracy—just sharp minds, strong bodies, and a mission-first mindset. <a href="https://t.co/9lATvWhabH">pic.twitter.com/9lATvWhabH</a></p>
<p>&mdash; Secretary of Defense Pete Hegseth (@SecDef) <a href="https://twitter.com/SecDef/status/1889211368017957068?ref_src=twsrc%5Etfw">February 11, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Militärisch signalisiert der Besuch eine Fortsetzung der amerikanischen Präsenz in Afrika mit einem Fokus auf die Bekämpfung von Terrorgruppen und die Stärkung regionaler Partner. Gleichzeitig könnten mögliche Kürzungen der US-Entwicklungshilfe bestehende Programme gefährden. Das könnte ein geopolitisches Vakuum schaffen, welches von anderen Mächten wie China oder Russland gefüllt werden könnte. Die Betonung der Grenzsicherheit deutet zudem auf eine mögliche Neuausrichtung der Prioritäten hin, die sich stärker auf innere Sicherheitsinteressen konzentriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diplomatisch sendet die Wahl von AFRICOM als erstes internationales Besuchsziel eine klare Botschaft über die Bedeutung Afrikas für die USA. Angesichts wachsender globaler Spannungen und der strategischen Rolle des Kontinents könnte dieser Besuch eine Neudefinition der amerikanischen Sicherheits- und Militärpolitik in Afrika einläuten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Syrien: Ein Problem für Russlands Engagement in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/syrien-ein-problem-fuer-russlands-engagement-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2024 11:20:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sturz von Baschar al-Assad in Syrien stellt für Russland eine geopolitische Zäsur dar, die insbesondere die Nutzung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsyrien-ein-problem-fuer-russlands-engagement-in-afrika%2F&amp;action_name=Syrien%3A%20Ein%20Problem%20f%C3%BCr%20Russlands%20Engagement%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/syrien-ein-problem-fuer-russlands-engagement-in-afrika/">Syrien: Ein Problem für Russlands Engagement in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Sturz von Baschar al-Assad in Syrien stellt für <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> eine geopolitische Zäsur dar, die insbesondere die Nutzung seiner Militärbasen in Syrien und deren Bedeutung für Operationen in Afrika betrifft. Dieser Artikel beleuchtet, warum der Verlust der Unterstützung für Assad Moskau in seinem Bestreben, in Afrika aktiv zu bleiben, erheblich beeinträchtigen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland hat in Syrien zwei bedeutende Militärbasen: die Marinebasis Tartus und die Luftwaffenbasis Hmeimim. Diese Basen sind von zentraler Bedeutung für Moskau, um seine Militäroperationen sowohl im Nahen Osten als auch in Afrika durchzuführen. Der Fall Assads könnte die Stabilität und den Zugang zu diesen Basen gefährden. Die neuen Machthaber in Syrien könnten entweder diese Basen nicht mehr dulden oder Russland in die Verhandlungsposition zwingen, was die Operationen in Afrika erschweren würde.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none">
<p lang="de" dir="ltr">Auch über die Region hinaus könnte Assads Sturz massive Konsequenzen haben. Assad war ein wichtiger Verbündeter Russlands, und sein Fall ist für Putin eine Riesenpleite. Dabei geht es nicht nur &#8211; oder in erster Linie &#8211; um die Marinebasis in Tartus, die jetzt bedroht ist.. 10/</p>
<p>&mdash; Peter R. Neumann (@PeterRNeumann) <a href="https://twitter.com/PeterRNeumann/status/1865672815548289516?ref_src=twsrc%5Etfw">December 8, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="die-rolle-der-militaerbasen-in-syrien" class="wp-block-heading">Die Rolle der Militärbasen in Syrien</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Marinebasis Tartus:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Strategische Position</strong>: Die Marinebasis Tartus ist der einzige Marinestützpunkt Russlands außerhalb des postsowjetischen Raums. Sie bietet Zugang zum Mittelmeer und damit einen Ausgangspunkt für russische Schiffe, die in Richtung Afrika operieren. Die Basis wurde 1971 errichtet und war seitdem ein Symbol für die russische Präsenz im Nahen Osten.<a href="https://zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2013/9/unheilige-allianz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></li>



<li><strong>Logistik und Versorgung</strong>: Tartus dient nicht nur als Reparatur- und Nachschubpunkt für die russische Marine, sondern auch als logistischer Knotenpunkt für Operationen in Afrika. Hier werden Versorgungsschiffe für die Unterstützung von Missionen in Ländern wie <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/">Zentralafrikanischen Republik</a> eingesetzt.<a href="https://zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2013/9/unheilige-allianz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></li>



<li><strong>Sicherheitsfragen nach Assads Sturz</strong>: Der Verlust von Assad könnte die Sicherheit dieser Basis in Frage stellen. Neue Machthaber könnten die Präsenz Russlands nicht mehr tolerieren oder zumindest verhandlungsbedürftige Bedingungen für deren Nutzung aufstellen, was die Effizienz und den Zugang zu afrikanischen Missionen beeinträchtigen könnte.<a href="https://zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2013/9/unheilige-allianz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Luftwaffenbasis Hmeimim:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Militärische Bedeutung</strong>: Hmeimim wurde 2015 in Betrieb genommen und ist eine zentrale Einrichtung für die russische Luftwaffe, von wo aus Luftangriffe sowohl in Syrien als auch in anderen Regionen koordiniert werden. Von Hmeimim aus wurden und werden russische Kräfte und Ausrüstung nach Afrika transportiert.<a href="https://zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2013/9/unheilige-allianz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></li>



<li><strong>Operative Rolle in Afrika</strong>: Die Basis spielt eine Schlüsselrolle bei der Logistik für Operationen in Afrika. Sie ermöglicht nicht nur direkte Flüge, sondern auch die Zwischenlagerung und den Transfer von Militärpersonal und Material.<a href="https://zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2013/9/unheilige-allianz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></li>



<li><strong>Rückzug und Unsicherheit</strong>: Nach dem Sturz Assads gab es Berichte über den Rückzug russischer Truppen von dieser Basis, was auf eine erhöhte Sicherheitsbedrohung oder auf eine mögliche Anpassung der russischen Strategie hinweist. Die Unsicherheit um den Status dieser Basis nach einem Machtwechsel könnte die Fähigkeit Russlands, in Afrika effektiv zu operieren, stark beeinträchtigen.<a href="https://x.com/AndySch64494719/status/1862928425184293162"></a><a href="https://x.com/AndySch64494719/status/1862928425184293162"></a></li>
</ul>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="ar" dir="rtl">عدسة <a href="https://twitter.com/hashtag/%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%B1%D8%B5%D8%AF_%D8%A7%D9%84%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#المرصد_السوري</a>: القوات الروسية تنسحب من قاعدة <a href="https://twitter.com/hashtag/%D8%B5%D8%B1%D9%8A%D9%86?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#صرين</a> بريف <a href="https://twitter.com/hashtag/%D8%B9%D9%8A%D9%86_%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%B1%D8%A8?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#عين_العرب</a>( <a href="https://twitter.com/hashtag/%D9%83%D9%88%D8%A8%D8%A7%D9%86%D9%8A?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#كوباني</a>)<a href="https://t.co/BB2xVFljEI">https://t.co/BB2xVFljEI</a> <a href="https://t.co/kdnxxdSBZO">pic.twitter.com/kdnxxdSBZO</a></p>
<p>&mdash; المرصد السوري لحقوق الإنسان (@syriahr) <a href="https://twitter.com/syriahr/status/1866012172356030724?ref_src=twsrc%5Etfw">December 9, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="auswirkungen-auf-russlands-engagement-in-afrika" class="wp-block-heading">Auswirkungen auf Russlands Engagement in Afrika</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Logistische Herausforderungen</strong>: Ohne die Basen in Syrien müsste Russland möglicherweise alternative Wege und Basen für seine afrikanischen Operationen finden, was die Kosten und die Logistik erheblich erhöhen könnte.</li>



<li><strong>Politischer und diplomatischer Druck</strong>: Der Verlust der Kontrolle über diese Basen könnte den politischen Einfluss Russlands in Afrika schmälern. Länder, die bisher auf russische Unterstützung vertrauten, könnten ihre Loyalität neu bewerten, insbesondere wenn Moskau zeigt, dass es seine Verbündeten nicht vor einem Sturz schützen kann.<a href="https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/russland-assad-putin-syrien-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a><a href="https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/russland-assad-putin-syrien-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></li>



<li><strong>Internationale Wahrnehmung</strong>: Die Niederlage in Syrien könnte Russlands Image als zuverlässigen Partner für autoritäre Regime in Afrika beschädigen. Dies könnte die Bereitschaft afrikanischer Nationen, russische Militärberater oder Söldner wie die Wagner-Gruppe zu akzeptieren, mindern.<a href="https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/russland-assad-putin-syrien-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a><a href="https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/russland-assad-putin-syrien-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></li>



<li><strong>Finanzielle Belastung</strong>: Der Aufbau oder die Nutzung anderer Basen oder Logistikzentren würde zusätzliche finanzielle Ressourcen erfordern, die Russland möglicherweise nicht zur Verfügung stehen, besonders im Kontext des andauernden Krieges in der Ukraine.</li>
</ul>



<h3 id="zaesur-in-syrien-veraendert-die-geopolitische-lage" class="wp-block-heading">Zäsur in Syrien verändert die geopolitische Lage</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Offiziell betonte Russland, dass die Sicherheit seiner Basen nicht akut gefährdet sei und diese sich in erhöhter Bereitschaft befänden. Gleichzeitig rief Moskau zu einer inklusiven politischen Lösung in Syrien auf, basierend auf der UN-Resolution 2254. Die Kontakte zu syrischen Oppositionsgruppen wurden intensiviert, um mögliche zukünftige Vereinbarungen zur Nutzung der Militärbasen zu sichern.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Der Sturz von Assad hat nicht nur direkte Konsequenzen für die russische Militärpräsenz in Syrien, sondern auch indirekte Auswirkungen auf seine Aktivitäten in Afrika. Die Militärbasen Tartus und Hmeimim waren Schlüssel für Russlands logistische und strategische Operationen. Ihr möglicher Verlust oder die Einschränkung ihrer Nutzung stellt eine bedeutende Herausforderung für Moskaus Ambitionen dar, in Afrika präsent zu bleiben und seinen Einfluss zu erweitern. Die Reaktion auf diese Entwicklung wird entscheidend sein für die zukünftige russische Außen- und Sicherheitspolitik sowohl im Nahen Osten als auch auf dem afrikanischen Kontinent.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/syrien-ein-problem-fuer-russlands-engagement-in-afrika/">Syrien: Ein Problem für Russlands Engagement in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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