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	<title>UAE | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
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	<title>UAE | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>Neue Kandidatin für UN-Spitze: Emirate nominieren Lana Nusseibeh – Sudan-Krieg wird zur Streitfrage</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 17:53:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Bewegung im Rennen um die UN-Spitze: Die Emirate schicken ihre frühere UN-Botschafterin Lana Nusseibeh ins Rennen. Sie verspricht grundlegende Reformen – doch Vorwürfe gegen Abu Dhabi wegen des Sudan-Krieges begleiten ihre Bewerbung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneue-kandidatin-fuer-un-spitze-emirate-nominieren-lana-nusseibeh-sudan-krieg-wird-zur-streitfrage%2F&amp;action_name=Neue%20Kandidatin%20f%C3%BCr%20UN-Spitze%3A%20Emirate%20nominieren%20Lana%20Nusseibeh%20%E2%80%93%20Sudan-Krieg%20wird%20zur%20Streitfrage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neue-kandidatin-fuer-un-spitze-emirate-nominieren-lana-nusseibeh-sudan-krieg-wird-zur-streitfrage/">Neue Kandidatin für UN-Spitze: Emirate nominieren Lana Nusseibeh – Sudan-Krieg wird zur Streitfrage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Arabischen Emirate haben die Diplomatin Lana Nusseibeh als Kandidatin für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres nominiert. Die offizielle Bewerbung wurde am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, bekannt gegeben. Ihr Einstieg folgt auf sechs ergebnislose Testabstimmungen im UN-Sicherheitsrat, bei denen keiner der bisherigen Bewerber die Zustimmung aller fünf Vetomächte erreichen konnte. Zugleich rückt die umstrittene Rolle der Emirate im Sudan-Krieg in den Auswahlprozess, während Nusseibeh eine unabhängigere und handlungsfähigere Führung der Vereinten Nationen verspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Mohammed bin Zayed Al Nahyan übermittelte die Nominierung in einem Schreiben an die Präsidenten der UN-Generalversammlung und des Sicherheitsrats. Die amtierende emiratische Staatsministerin und ehemalige UN-Botschafterin hat ihre Regierungsaufgaben vorübergehend niedergelegt, um sich auf ihre Kandidatur zu konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nusseibeh will die Vereinten Nationen stärker auf Konfliktprävention, praktische diplomatische Vereinbarungen und messbare Ergebnisse ausrichten. In ihrem achtseitigen Reformprogramm fordert sie eine Organisation, die früher in Krisen eingreift, Entscheidungen schneller umsetzt und gegenüber ihren Mitgliedstaaten transparenter über Kosten und Leistungen berichtet.</p>



<h2 id="h-neue-kandidatur-nach-blockade-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="neue-kandidatur-nach-blockade-im-sicherheitsrat">Neue Kandidatur nach Blockade im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewerbung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Suche nach einem Nachfolger für António Guterres ins Stocken geraten ist. Dessen zweite Amtszeit endet am 31. Dezember 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der sechsten informellen Abstimmung am 16. Oktober erhielten alle drei führenden Kandidaten jeweils zwei ablehnende Stimmen von ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats. Damit bleibt offen, wer die erforderliche Unterstützung der Vereinigten Staaten, Chinas, Russlands, Frankreichs und Großbritanniens gewinnen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/grynspan-bleibt-vorn-doch-das-rennen-um-die-un-spitze-oeffnet-sich-wieder/">Zu den bisherigen Bewerbern gehören Rebeca Grynspan aus Costa Rica, Carolyn Rodrigues-Birkett aus Guyana und der Argentinier Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-bekommt-konkurrenz-uganda-nominiert-olara-otunnu-fuer-un-spitze/">Auch der frühere ugandische UN-Diplomat Olara Otunnu kandidiert.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/macky-sall-zieht-un-kandidatur-zurueck-vetomaechte-blockieren-alle-bewerber/" data-type="post" data-id="30837">Der ehemalige senegalesische Präsident Macky Sall zog seine Kandidatur dagegen im Oktober zurück.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen haben bislang ausschließlich männliche Generalsekretäre gehabt. Gleichzeitig bestand für die aktuelle Nachfolge die informelle Erwartung, dass die Position nach bisherigen regionalen Rotationsmustern an eine Persönlichkeit aus Lateinamerika oder der Karibik gehen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Nusseibeh tritt nun eine weitere Frau aus einer anderen Weltregion in das Auswahlverfahren ein.</p>



<h2 id="h-langjahrige-un-botschafterin-mit-erfahrung-im-sicherheitsrat" class="wp-block-heading"><span id="langjaehrige-un-botschafterin-mit-erfahrung-im-sicherheitsrat">Langjährige UN-Botschafterin mit Erfahrung im Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lana Nusseibeh gehört seit mehr als einem Jahrzehnt zu den führenden diplomatischen Vertreterinnen der Vereinigten Arabischen Emirate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von 2013 bis 2024 war sie Ständige Vertreterin ihres Landes bei den Vereinten Nationen in New York. Während der nichtständigen Mitgliedschaft der Emirate im Sicherheitsrat von 2022 bis 2023 übernahm sie zweimal dessen turnusmäßigen Vorsitz.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="458" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-1024x458.webp" alt="" class="wp-image-31061 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-1024x458.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-300x134.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-768x344.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-380x170.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-800x358.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1-1160x519.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/Placeholder-6-1.webp 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus war sie Vizepräsidentin der UN-Generalversammlung und Vorsitzende des Exekutivrats der UN-Frauenorganisation UN Women. Sie beschäftigte sich mit der Reform der Generalversammlung und des Sicherheitsrats sowie mit Fragen der internationalen Sicherheit, humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt war sie als Staatsministerin im Außenministerium der Emirate und Sondergesandte für die Vereinten Nationen und die Europäische Union tätig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Bewerbung verbindet sie mit dem Anspruch, das Vertrauen in internationale Diplomatie wiederherzustellen. „Wenn die Entfernung zwischen dem, was wir versprechen, und dem, was wir tatsächlich leisten, wächst, schwindet das Vertrauen und damit auch unsere Handlungsfähigkeit“, erklärte Nusseibeh bei der Bekanntgabe ihrer Kandidatur.</p>



<h2 id="h-reformprogramm-setzt-auf-fruhzeitige-diplomatie-und-konkrete-ergebnisse" class="wp-block-heading"><span id="reformprogramm-setzt-auf-fruehzeitige-diplomatie-und-konkrete-ergebnisse">Reformprogramm setzt auf frühzeitige Diplomatie und konkrete Ergebnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nusseibeh stellt Friedensvermittlung und Konfliktprävention an den Anfang ihres politischen Programms. Die Vereinten Nationen sollten sich stärker auf erreichbare Vereinbarungen konzentrieren, statt ausschließlich umfassende Friedenslösungen anzustreben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu zählt sie lokale Waffenruhen, Gefangenenaustausche und sichere Korridore für humanitäre Hilfe. Solche Vereinbarungen müssten diplomatisch begleitet und ihre Umsetzung überprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Regionale Organisationen und Vermittler, die von den Konfliktparteien akzeptiert werden, sollen dabei eine größere Rolle übernehmen. Die UN müsse nicht jeden Verhandlungsprozess selbst führen, solle aber überall dort präsent sein, wo sie einen konkreten Beitrag leisten könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Entwicklungszusammenarbeit will Nusseibeh verändern. Nationale Prioritäten und die Schaffung von Arbeitsplätzen sollen stärker berücksichtigt werden. Bei der Finanzierung setzt sie auf eine engere Zusammenarbeit mit Entwicklungsbanken, Unternehmen und privaten Stiftungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verschuldung von Entwicklungsländern. Die Kandidatin will internationale Verständigungen über tragfähigere Schuldenlösungen fördern und Investitionshindernisse abbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb der Vereinten Nationen fordert sie eine stärkere Kontrolle der Ausgaben. Große Programme sollen künftig ausweisen, welche konkreten Ergebnisse sie mit den eingesetzten Mitteln erreicht haben. Doppelstrukturen zwischen UN-Einrichtungen sollen reduziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem spricht sie sich für internationale Vereinbarungen zur Sicherheit künstlicher Intelligenz, einen breiteren Zugang zu neuen Technologien und eine konsequentere Anwendung internationaler Menschenrechtsstandards aus.</p>



<h2 id="h-sudan-krieg-bringt-politische-kontroverse-in-die-kandidatur" class="wp-block-heading"><span id="sudan-krieg-bringt-politische-kontroverse-in-die-kandidatur">Sudan-Krieg bringt politische Kontroverse in die Kandidatur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" data-type="post" data-id="23270">Die Herkunft der Kandidatin dürfte auch die Diskussion über den Krieg im Sudan beeinflussen</a>. Den Vereinigten Arabischen Emiraten wird seit Längerem vorgeworfen, die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) militärisch zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/" data-type="post" data-id="27692">UN-Experten und Menschenrechtsorganisationen haben Hinweise auf mutmaßliche Waffenlieferungen und andere Unterstützung für die RSF dokumentiert.</a> Amnesty International berichtete 2025 über chinesische Waffen, die nach Erkenntnissen der Organisation über die Emirate an die Miliz gelangt sein sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abu Dhabi weist die Vorwürfe zurück und bestreitet, eine der sudanesischen Konfliktparteien mit Waffen oder militärischer Unterstützung zu versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/" data-type="post" data-id="27112">Der Internationale Gerichtshof wies eine Klage Sudans gegen die Emirate wegen fehlender Zuständigkeit ab.</a> Über die inhaltliche Berechtigung der Vorwürfe entschied das Gericht nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nathaniel Raymond, Leiter des Humanitarian Research Lab der Yale School of Public Health, äußerte gegenüber dem UN-Fachmedium&nbsp;<em>PassBlue</em>&nbsp;scharfe Kritik an der Kandidatur. Er sieht einen möglichen Interessenkonflikt zwischen dem Amt des UN-Generalsekretärs und der bisherigen Regierungszugehörigkeit Nusseibehs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Kritik richtet sich insbesondere auf die Vorwürfe gegen die Emirate im Zusammenhang mit den Gewalttaten in Darfur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nusseibeh selbst betont ihre Unabhängigkeit. Unter ausdrücklichem Verweis auf Artikel 100 der UN-Charta, der die internationale Unabhängigkeit des Generalsekretariats schützt, erklärte sie, ihre Regierungsfunktion für die Dauer der Kandidatur ruhen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie wolle „mit jeder Regierung offen sprechen und keiner verpflichtet sein“. Ausnahmen für befreundete Staaten werde es ebenso wenig geben wie eine Benachteiligung von Kritikern.</p>



<h2 id="h-entscheidung-liegt-bei-den-funf-vetomachten" class="wp-block-heading"><span id="entscheidung-liegt-bei-den-fuenf-vetomaechten">Entscheidung liegt bei den fünf Vetomächten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Nachfolge von Guterres entscheidet zunächst der UN-Sicherheitsrat. Ein Kandidat benötigt dort mindestens neun Stimmen und darf kein Veto eines der fünf ständigen Mitglieder erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst danach spricht der Sicherheitsrat eine formelle Empfehlung an die Generalversammlung aus, die den neuen Generalsekretär ernennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherige Abstimmungsserie hat gezeigt, dass selbst Kandidaten mit breiter Unterstützung innerhalb des 15-köpfigen Sicherheitsrats an Vorbehalten einzelner Vetomächte scheitern können. Die ablehnenden Stimmen bei den informellen Abstimmungen sind allerdings noch keine förmlichen Vetos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Kandidatur Nusseibehs erweitert sich das Bewerberfeld um eine Diplomatin, die über langjährige Erfahrung innerhalb der Vereinten Nationen verfügt und zugleich aus einem Staat stammt, dessen internationale Rolle insbesondere im Sudan-Konflikt kontrovers diskutiert wird.</p>
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		<item>
		<title>Marrakech Air Show: Marokko macht militärische Aufrüstung zum Industrieprojekt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marrakech-air-show-marokko-macht-militaerische-aufruestung-zum-industrieprojekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 20:24:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marokko ist Afrikas größter Importeur großer Waffensysteme geworden und will zugleich selbst stärker produzieren. Beim Marrakech Air Show treffen US- und israelische Rüstungskonzerne auf eine wachsende marokkanische Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarrakech-air-show-marokko-macht-militaerische-aufruestung-zum-industrieprojekt%2F&amp;action_name=Marrakech%20Air%20Show%3A%20Marokko%20macht%20milit%C3%A4rische%20Aufr%C3%BCstung%20zum%20Industrieprojekt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Marokko nutzt den Marrakech Air Show 2026, um seine militärische Modernisierung zunehmend mit dem Aufbau einer eigenen Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie zu verbinden. Vom 7. bis 10. Oktober treffen auf dem Stützpunkt der marokkanischen Luftwaffe in Marrakesch rund 200 Unternehmen aus 27 Ländern zusammen. Besonders stark vertreten sind die USA und Israel, die inzwischen den größten Teil der marokkanischen Importe großer Waffensysteme liefern. Zugleich werben Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Frankreich, der Türkei, China, Indien und Südkorea um Partnerschaften mit Rabat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die achte Ausgabe des Marrakech Air Show geht damit deutlich über eine klassische Luftfahrtausstellung hinaus. Im Zentrum stehen neben Kampfflugzeugen, Drohnen und Luftverteidigung auch künstliche Intelligenz, Weltraumtechnologien, industrielle Fertigung, Wartung und die Einbindung marokkanischer Unternehmen in internationale Lieferketten.</p>



<h2 id="h-usa-bleiben-wichtigster-rustungspartner-marokkos" class="wp-block-heading"><span id="usa-bleiben-wichtigster-ruestungspartner-marokkos">USA bleiben wichtigster Rüstungspartner Marokkos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte Rolle bei der Modernisierung der marokkanischen Streitkräfte spielen weiterhin die Vereinigten Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Daten des Stockholm International Peace Research Institute entfielen im Zeitraum 2021 bis 2025 rund 60 Prozent der marokkanischen Importe großer Waffensysteme auf die USA. Israel erreichte 24 Prozent, Frankreich zehn Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko steigerte seine Waffenimporte gegenüber dem Zeitraum 2016 bis 2020 um zwölf Prozent und wurde damit im jüngsten Fünfjahresvergleich zum größten Importeur großer Waffensysteme in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung ist auf dem Marrakech Air Show unmittelbar sichtbar. Lockheed Martin tritt als Platinum-Sponsor auf und präsentiert Fähigkeiten aus den Bereichen Kampfflugzeuge, Luftverteidigung und Präzisionswaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gezeigt werden unter anderem ein Cockpit-Demonstrator des F-35 sowie marokkanische F-16. Ein C-130J Super Hercules der US-Luftwaffe gehört ebenfalls zur Ausstellung. Das Unternehmen präsentiert zudem Systeme wie HIMARS, Javelin, PAC-3 MSE und ER GMLRS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lockheed Martin arbeitet seit rund fünf Jahrzehnten mit Marokko zusammen. Neben F-16-Kampfflugzeugen und C-130-Transportern lieferte der Konzern Radar- und Hubschraubertechnik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2022 beteiligte sich das Unternehmen zudem an der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Wartung, Reparatur und Überholung marokkanischer F-16 und C-130H.</p>



<h2 id="h-washington-genehmigt-weitere-raketen-und-prazisionsbomben" class="wp-block-heading"><span id="washington-genehmigt-weitere-raketen-und-praezisionsbomben">Washington genehmigt weitere Raketen und Präzisionsbomben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die militärische Beschaffung läuft parallel zur Messe weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2025 genehmigten die USA eine mögliche Lieferung von bis zu 600 Stinger-Flugabwehrraketen an Marokko. Das Paket wurde mit einem geschätzten Wert von 825 Millionen US-Dollar angegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kam die mögliche Lieferung von 500 GBU-39B-Präzisionsbomben im Wert von rund 86 Millionen Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den bereits beschafften oder genehmigten US-Systemen gehören außerdem AH-64E-Apache-Kampfhubschrauber, HIMARS-Raketenartillerie sowie unterschiedliche Flugkörper-, Überwachungs- und Luftverteidigungssysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko besitzt seit 2004 den Status eines wichtigen Verbündeten der USA außerhalb der NATO. Washington bezeichnet das Land zudem als größten afrikanischen Käufer amerikanischer Militärausrüstung.</p>



<h2 id="h-israel-wird-zum-zweiten-pfeiler-der-militarischen-modernisierung" class="wp-block-heading"><span id="israel-wird-zum-zweiten-pfeiler-der-militaerischen-modernisierung">Israel wird zum zweiten Pfeiler der militärischen Modernisierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich jünger als die amerikanische Partnerschaft ist die offen institutionalisierte Sicherheitskooperation mit Israel. In wenigen Jahren hat sie sich jedoch von diplomatischer Normalisierung zu einer Verbindung entwickelt, die Beschaffung, Nachrichtendienste, Cyberabwehr, Ausbildung, militärische Planung und zunehmend auch industrielle Zusammenarbeit umfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der politische Ausgangspunkt war die Wiederaufnahme offizieller Beziehungen Ende 2020. Sie erfolgte im Umfeld der von den USA vermittelten Abraham-Abkommen und war mit einer grundlegenden Veränderung der regionalen Beziehungen Marokkos verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Juli 2021 vereinbarten beide Staaten eine Zusammenarbeit bei der Cybersicherheit. Sie umfasste operative Kooperation, gemeinsame Forschung und Entwicklung sowie den Austausch von Informationen und Fachwissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Schritt folgte im November 2021. In Rabat unterzeichneten die Verteidigungsministerien ein Memorandum, das erstmals einen dauerhaften institutionellen Rahmen für die militärischen Beziehungen schuf. Er erfasste den Austausch von Informationen und Erfahrungen, Ausbildung, Rüstungsbeschaffung, Technologietransfer und Kooperation zwischen den Verteidigungsindustrien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit änderte sich die Qualität der Beziehungen. Israel war nicht mehr nur ein möglicher Lieferant einzelner Systeme. Marokko erhielt direkten Zugang zu einem Verteidigungssektor, der besonders stark bei Drohnen, Luft- und Raketenabwehr, Sensorik, elektronischer Kampfführung und militärischer Aufklärung ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Rabat traf dieses Angebot auf einen laufenden Umbau seiner Streitkräfte. Marokko investiert gleichzeitig in Kampfflugzeuge und Präzisionswaffen aus den USA und in Technologien, die Aufklärung, Luftverteidigung, Drohnenkrieg und vernetzte Operationsführung stärken.</p>



<h2 id="h-westsahara-verandert-den-militarischen-bedarf" class="wp-block-heading"><span id="westsahara-veraendert-den-militaerischen-bedarf">Westsahara verändert den militärischen Bedarf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil dieser Modernisierung ist eng mit der Sicherheitslage im Maghreb verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Westsahara-Konflikt bleibt ein zentraler Faktor marokkanischer Verteidigungsplanung. Seit dem Ende des Waffenstillstands zwischen Marokko und der Polisario-Front im Jahr 2020 haben unbemannte Systeme, weitreichende Aufklärung und Präzisionswaffen zusätzlich an Bedeutung gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit passen mehrere israelische Technologien genau in Fähigkeitsbereiche, die für Marokko wichtiger geworden sind. Drohnen können große Wüstenräume überwachen und Ziele über längere Zeit verfolgen. Elektronische Aufklärung erweitert die Fähigkeit, Kommunikations- und Radarsignale zu erfassen. Präzisionswaffen ermöglichen Angriffe auf größere Entfernung. Luftverteidigung und Systeme gegen Drohnen schützen wiederum militärische Einrichtungen und kritische Infrastruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanisch-israelische Zusammenarbeit lässt sich deshalb weniger über einzelne Waffenkäufe erklären als über eine Veränderung der gesamten militärischen Architektur. Rabat ergänzt seine amerikanischen Plattformen um israelische Sensorik, Drohnen, Luftverteidigung und Aufklärungssysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Partnerschaften konkurrieren dabei nicht zwingend miteinander. Sie decken teilweise unterschiedliche Ebenen derselben Modernisierung ab.</p>



<h2 id="h-algerien-bleibt-strategischer-gegenpol" class="wp-block-heading"><span id="algerien-bleibt-strategischer-gegenpol">Algerien bleibt strategischer Gegenpol</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt der regionale Wettbewerb mit Algerien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Rabat und Algier sind seit Jahren angespannt. Algerien brach 2021 die diplomatischen Beziehungen zu Marokko ab. Beide Staaten investieren erheblich in ihre Streitkräfte und verfolgen unterschiedliche Positionen im Westsahara-Konflikt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Algerien traditionell stark auf russische Rüstungssysteme setzt, vertieft Marokko seine Verteidigungsbeziehungen mit den USA und Israel und verbreitert zugleich den Kreis seiner Lieferanten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die israelische Partnerschaft verschafft Rabat Zugang zu Fähigkeiten, die in diesem regionalen Kräfteverhältnis besonders relevant sind. Dazu zählen moderne Luftverteidigung, Drohnen, Präzisionsartillerie, elektronische Kampfführung sowie satellitengestützte Aufklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verändert sich nicht nur der Umfang des marokkanischen Arsenals. Auch die Fähigkeit, Informationen zu sammeln, Systeme miteinander zu vernetzen und Ziele über größere Entfernungen zu erkennen und zu bekämpfen, wächst.</p>



<h2 id="h-vom-waffenkauf-zur-vernetzten-aufklarung" class="wp-block-heading"><span id="vom-waffenkauf-zur-vernetzten-aufklaerung">Vom Waffenkauf zur vernetzten Aufklärung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese Entwicklung lässt sich an den israelischen Beschaffungen ablesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das International Institute for Strategic Studies führt seit 2021 eine breite Palette von Systemen mit Marokko-Bezug auf. Nicht jede öffentlich gemeldete Beschaffung ist gleichermaßen bestätigt. In ihrer Gesamtheit zeigen die Programme jedoch eine klare Richtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den frühesten Bereichen gehörten unbemannte Fluggeräte und Systeme zur Drohnenabwehr. Hinzu kamen Panzerabwehrwaffen, elektronische Kampfführung und Luftverteidigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Barak MX und weiteren israelischen Luftverteidigungssystemen rückte der Schutz vor Flugzeugen, Drohnen und anderen Bedrohungen aus der Luft stärker in den Vordergrund. Systeme wie Hermes 900, Harop und SpyX erweitern zugleich Aufklärung und unbemannte Angriffsmöglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Elbits ATMOS 2000 bringt weitreichende mobile Rohrartillerie in diesen Fähigkeitsmix. Systeme für elektronische Kampfführung und Fernmeldeaufklärung ergänzen die kinetischen Waffen um die Informationsdimension moderner Kriegsführung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders weit reicht die Zusammenarbeit im Weltraumbereich. 2024 wurde ein Geschäft über einen israelischen Aufklärungssatelliten im Umfang von rund einer Milliarde US-Dollar bekannt. Der Ofeq-13 soll nach damaligen Medienberichten bestehende französische Satelliten ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eigenes hochauflösendes militärisches Aufklärungssystem würde Marokkos Fähigkeit erheblich erweitern, Entwicklungen unabhängig zu beobachten und Aufklärungsinformationen für militärische Entscheidungen bereitzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit reicht die israelische Rolle inzwischen vom taktischen Gefechtsfeld bis zur strategischen Aufklärung.</p>



<h2 id="h-gemeinsame-militarplanung-institutionalisiert-die-partnerschaft" class="wp-block-heading"><span id="gemeinsame-militaerplanung-institutionalisiert-die-partnerschaft">Gemeinsame Militärplanung institutionalisiert die Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Beschaffungen wurden die Kontakte zwischen beiden Streitkräften verstetigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang 2026 vereinbarten Israel und Marokko bei der dritten Sitzung ihres gemeinsamen Militärausschusses einen militärischen Arbeitsplan für das laufende Jahr. Die Gespräche umfassten neben Arbeitstreffen auch Kontakte zu israelischen Einheiten und Rüstungsunternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Behandelt wurde insbesondere der Aufbau militärischer Fähigkeiten aus strategischer Perspektive.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist aus dem Verteidigungsabkommen von 2021 inzwischen ein regelmäßiger institutioneller Prozess geworden. Beschaffung und Ausbildung werden nicht mehr ausschließlich als einzelne Projekte behandelt, sondern in gemeinsamen Gremien koordiniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung unterscheidet die Beziehung von einem klassischen Käufer-Lieferanten-Verhältnis.</p>



<h2 id="h-gaza-krieg-hat-sicherheitsbeziehungen-nicht-beendet" class="wp-block-heading"><span id="gaza-krieg-hat-sicherheitsbeziehungen-nicht-beendet">Gaza-Krieg hat Sicherheitsbeziehungen nicht beendet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Politisch bleibt die Kooperation zugleich anspruchsvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Gazastreifen hat in Marokko starke öffentliche Proteste und Kritik an den Beziehungen zu Israel ausgelöst. Die marokkanische Regierung hielt dennoch an der offiziellen Verbindung fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-israel-vereinbaren-botschaften-mitten-im-wahlkampf/" data-type="post" data-id="30013">Im September 2026 vereinbarten beide Staaten sogar eine weitere Aufwertung ihrer diplomatischen Beziehungen mit Botschaften und Botschaftern.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitskooperation zeigt sich damit bislang widerstandsfähiger als die politischen Spannungen, die der Gaza-Krieg in Teilen der marokkanischen Öffentlichkeit ausgelöst hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-generaldebatte-marokko-fordert-palaestinensischen-staat/" data-type="post" data-id="30139">Rabat trennt seine Positionen zum israelisch-palästinensischen Konflikt damit in der Praxis von wesentlichen Teilen seiner bilateralen Sicherheitsinteressen.</a></p>



<h2 id="h-abraham-abkommen-schaffen-einen-neuen-verteidigungsraum" class="wp-block-heading"><span id="abraham-abkommen-schaffen-einen-neuen-verteidigungsraum">Abraham-Abkommen schaffen einen neuen Verteidigungsraum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko ist Teil einer größeren Entwicklung, die seit den Abraham-Abkommen entstanden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das International Institute for Strategic Studies beziffert die israelischen Verteidigungsexporte nach Bahrain, Marokko und in die Vereinigten Arabischen Emirate zwischen 2021 und 2025 auf insgesamt rund 8,8 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2022 erreichten die Lieferungen an die drei Staaten etwa drei Milliarden Dollar und damit 24 Prozent aller israelischen Verteidigungsexporte. 2025 waren es rund 2,88 Milliarden Dollar beziehungsweise etwa 15 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen unterscheiden sich jedoch deutlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Arabischen Emirate sind inzwischen tief in gemeinsame Investitionen und Entwicklungsprogramme mit israelischen Unternehmen eingestiegen. Emiratische Konzerne beteiligen sich an israelischen Technologieunternehmen, entwickeln gemeinsam Systeme und bauen Wartungs- und Produktionskapazitäten auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko befindet sich auf einer früheren Stufe. Der Schwerpunkt liegt weiterhin stärker auf Beschaffung, militärischer Kooperation und dem Aufbau ausgewählter industrieller Fähigkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Produktionsstätte von BlueBird Aero Systems in Rabat zeigt jedoch, in welche Richtung sich die Zusammenarbeit entwickeln könnte.</p>



<h2 id="h-marrakech-air-show-wird-zur-buhne-dieser-neuen-partnerschaft" class="wp-block-heading"><span id="marrakech-air-show-wird-zur-buehne-dieser-neuen-partnerschaft">Marrakech Air Show wird zur Bühne dieser neuen Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund erhält die israelische Präsenz beim Marrakech Air Show eine andere Bedeutung als die eines gewöhnlichen Messeauftritts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israel Aerospace Industries und Elbit Systems treten 2026 erstmals offiziell mit einer größeren Delegation auf. Hinzu kommen Rafael Advanced Defense Systems, XTEND, UVision und weitere israelische Unternehmen aus den Bereichen Drohnen, Sensorik, Kommunikation und Präzisionswaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">IAI zeigt unter anderem den Langstreckenflugkörper LORA, die Heron-MK-II-Drohne, Luftverteidigung, Satellitenkommunikation und Technologien zur vernetzten Operationsführung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Elbit präsentiert Hermes 900, das Raketenartilleriesystem PULS, SkyStriker sowie autonome und elektronische Kampfsysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Angebote spiegeln jene Fähigkeitsfelder wider, die Marokko seit Beginn der Sicherheitskooperation systematisch ausbaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Schritt für Rabat liegt deshalb weniger in der Zahl zusätzlicher Systeme als in der Frage, wie viel Entwicklung, Wartung und Produktion künftig im Land selbst stattfinden.</p>



<h2 id="h-emirate-bringen-eigenes-verteidigungsmodell-nach-marrakesch" class="wp-block-heading"><span id="emirate-bringen-eigenes-verteidigungsmodell-nach-marrakesch">Emirate bringen eigenes Verteidigungsmodell nach Marrakesch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Vereinigten Arabischen Emirate treten in Marrakesch mit einer umfangreichen Delegation auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nationale Pavillon vereint das Verteidigungsministerium, den Tawazun Council for Defence Enablement sowie Unternehmen wie EDGE, Generation 5 Holding, Resource Industries und Multi Level Group.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate nutzen internationale Rüstungsmessen zunehmend, um ihre eigenen Unternehmen geschlossen als nationales Verteidigungsökosystem zu präsentieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle spielt EDGE. Der staatlich geprägte Konzern entwickelt unter anderem Präzisionswaffen, unbemannte Systeme, elektronische Kampfführung und maritime Plattformen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EDGE hat zugleich enge industrielle Beziehungen mit israelischen Unternehmen aufgebaut. Der Konzern und mit ihm verbundene Einrichtungen investierten nach Untersuchungen des IISS in mindestens acht israelische Unternehmen, insbesondere aus den Bereichen Sensorik, künstliche Intelligenz, Drohnen und Raumfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit treffen in Marrakesch nicht nur Anbieter aus unterschiedlichen Ländern aufeinander. Teilweise sind ihre Verteidigungsindustrien bereits untereinander durch Beteiligungen, Gemeinschaftsunternehmen und gemeinsame Entwicklungsprogramme verbunden.</p>



<h2 id="h-marokko-will-vom-kaufer-zum-produzenten-werden" class="wp-block-heading"><span id="marokko-will-vom-kaeufer-zum-produzenten-werden">Marokko will vom Käufer zum Produzenten werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rabat verfolgt parallel eine eigene industrielle Strategie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im marokkanischen Luftfahrtsektor sind inzwischen mehr als 150 internationale Unternehmen tätig. Das Land verfügt über Produktions- und Wartungskapazitäten in Bereichen wie Flugzeugkomponenten, Elektronik, Engineering und digitale Systeme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Marrakech Air Show soll diese industrielle Basis stärker mit dem militärischen Markt verbinden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/IMG_5194-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-30553 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/IMG_5194-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/IMG_5194-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/IMG_5194-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/IMG_5194-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/IMG_5194-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/IMG_5194.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lockheed Martin organisiert dazu Treffen mit marokkanischen Zulieferern und informiert über Voraussetzungen für eine Aufnahme in seine internationale Lieferkette. Boeing setzt ebenfalls auf die Entwicklung lokaler Zulieferunternehmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zivile und militärische Luftfahrt wachsen dabei zunehmend zusammen. Der RTX-Konzern eröffnete über seine Tochter Pratt &amp; Whitney im April eine neue Produktionsstätte in Casablanca. Dort werden Komponenten für Flugzeugtriebwerke gefertigt. Bis 2030 sollen rund 200 Arbeitsplätze entstehen.</p>



<h2 id="h-wettbewerb-um-marokkos-verteidigungsindustrie-wachst" class="wp-block-heading"><span id="wettbewerb-um-marokkos-verteidigungsindustrie-waechst">Wettbewerb um Marokkos Verteidigungsindustrie wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den USA, Israel und den Emiraten bauen weitere Staaten ihre Präsenz aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der türkische Drohnenhersteller Baykar ist ebenso vertreten wie Airbus, Safran und Thales aus Europa, Embraer aus Brasilien sowie Unternehmen aus China, Indien und Südkorea.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Arabischen Emirate treten als strategischer Partner der diesjährigen Messe auf. Ihr Unternehmen Generation 5 Holding arbeitet inzwischen mit Embraer am Militärtransporter C-390 Millennium. Im Mai vereinbarten die Emirate die Beschaffung von zehn Maschinen mit Optionen auf zehn weitere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wettbewerb verlagert sich damit zunehmend von der reinen Lieferung fertiger Waffensysteme auf industrielle Partnerschaften, Wartung, Technologietransfer und lokale Produktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko verbindet sich die Modernisierung seiner Streitkräfte dadurch mit einem zweiten Ziel: einen größeren Anteil der Wertschöpfung aus Luftfahrt- und Verteidigungsprogrammen im eigenen Land aufzubauen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marrakech-air-show-marokko-macht-militaerische-aufruestung-zum-industrieprojekt/">Marrakech Air Show: Marokko macht militärische Aufrüstung zum Industrieprojekt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Bundesregierung zieht Sudan-Bilanz: 1,5 Milliarden Euro zugesagt </title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-zieht-sudan-bilanz-15-milliarden-euro-zugesagt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 17:38:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=30364</guid>

					<description><![CDATA[<p>Fast 1,5 Milliarden Euro wurden bei der Berliner Sudan-Konferenz zugesagt. Deutschland richtet seine Diplomatie zugleich auf Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-zieht-sudan-bilanz-15-milliarden-euro-zugesagt%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20zieht%20Sudan-Bilanz%3A%201%2C5%20Milliarden%20Euro%20zugesagt%C2%A0&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und internationale Partner haben bei der Berliner Sudan-Konferenz Hilfen von insgesamt 1,485 Milliarden Euro für Sudan und die vom Krieg betroffenen Nachbarstaaten zugesagt. Die Bundesregierung legte die genaue Verteilung der Mittel nun in einer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/080/2108059.pdf">Antwort</a> an den Bundestag offen. Deutschland steht mit rund 233 Millionen Euro hinter der Europäischen Union und der Afrikanischen Entwicklungsbank an dritter Stelle der aufgeführten Geber. Zugleich setzt Berlin seine diplomatischen Bemühungen gegenüber Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/" data-type="post" data-id="26588">Die dritte internationale Sudan-Konferenz war am 15. April von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA, der Afrikanischen Union und der Europäischen Union in Berlin ausgerichtet worden.</a> Neben der Mobilisierung humanitärer Hilfe sollte sie Wege zu einer Waffenruhe und einem politischen Prozess unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte Zusage kam von der Europäischen Union mit 360,8 Millionen Euro. Deutschland stellte 232,8 Millionen Euro in Aussicht, die Afrikanische Entwicklungsbank 206 Millionen Euro und Großbritannien 167,9 Millionen Euro. Saudi-Arabien sagte 123,25 Millionen Euro zu. Kanada folgte mit 74,4 Millionen und die Niederlande mit 64 Millionen Euro.</p>



<h2 id="h-deutsche-hilfe-lauft-bis-2028" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-hilfe-laeuft-bis-2028">Deutsche Hilfe läuft bis 2028</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 212 Millionen Euro, die das Auswärtige Amt für humanitäre Hilfe zugesagt hat, waren zum Zeitpunkt der Antwort 174,85 Millionen Euro einzelnen Ländern zugeteilt. Direkt für Sudan sind für 2026 insgesamt 42,3 Millionen Euro vorgesehen, 2027 weitere 23,2 Millionen und 2028 nochmals 9,33 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Mittel gehen unter anderem an Südsudan, Äthiopien, Tschad, Ägypten und die Zentralafrikanische Republik. Das Bundesentwicklungsministerium hat zusätzlich 20 Millionen Euro für Maßnahmen in Sudan angekündigt. Insgesamt ist die deutsche Förderung für den Zeitraum von 2026 bis 2028 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für humanitäre Länderfonds der Vereinten Nationen sind 21,5 Millionen Euro eingeplant. Davon fließen 15 Millionen Euro in den Sudan Humanitarian Fund, weitere 6,5 Millionen Euro in entsprechende Fonds für Äthiopien, Südsudan und die Zentralafrikanische Republik.</p>



<h2 id="h-gesprache-uber-zivilen-ubergang-laufen-in-addis-abeba-weiter" class="wp-block-heading"><span id="gespraeche-ueber-zivilen-uebergang-laufen-in-addis-abeba-weiter">Gespräche über zivilen Übergang laufen in Addis Abeba weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 20 Staaten und Institutionen verabschiedeten nach der Berliner Konferenz die „Berliner Prinzipien für Sudan“. Sie umfassen unter anderem Grundsätze für eine friedliche Konfliktlösung, ein Ende externer Unterstützung für die Kriegsparteien, den Schutz der Zivilbevölkerung und eine zivil geführte Nachkriegsordnung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="726" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Free_Sudan_Sticker_in_Blackheath-1024x726.jpg" alt="" class="wp-image-29898 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Free_Sudan_Sticker_in_Blackheath-1024x726.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Free_Sudan_Sticker_in_Blackheath-300x213.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Free_Sudan_Sticker_in_Blackheath-768x545.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Free_Sudan_Sticker_in_Blackheath-380x270.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Free_Sudan_Sticker_in_Blackheath-800x568.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Free_Sudan_Sticker_in_Blackheath-1160x823.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Free_Sudan_Sticker_in_Blackheath.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/vor-sudan-konferenz-in-berlin-eskaliert-der-streit-mit-der-sudanesischen-regierung/" data-type="post" data-id="26463">In Berlin kamen außerdem mehr als 40 Vertreter verschiedener sudanesischer politischer und gesellschaftlicher Gruppen zusammen.</a> Sie verständigten sich erstmals auf einen „Gemeinsamen Aufruf zum Ende des Krieges in Sudan“. Die Gespräche über einen zivil geführten Übergang werden inzwischen in Addis Abeba fortgesetzt. Vermittelt werden sie von einem Quintett aus Afrikanischer Union, Vereinten Nationen, Arabischer Liga, der Regionalorganisation IGAD und der Europäischen Union.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Kriegsparteien, die sudanesischen Streitkräfte SAF und die paramilitärischen Rapid Support Forces RSF, waren an der Berliner Konferenz allerdings nicht beteiligt. Einen Waffenstillstand brachte das Treffen nicht hervor.</p>



<h2 id="h-berlin-erhoht-druck-auf-regionale-akteure" class="wp-block-heading"><span id="berlin-erhoeht-druck-auf-regionale-akteure">Berlin erhöht Druck auf regionale Akteure</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung richtet ihre Diplomatie zugleich stärker auf Staaten aus, denen Einfluss auf die Konfliktparteien zugeschrieben wird. <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/" data-type="post" data-id="20996">Staatsministerin Serap Güler führte im Juni hochrangige Gespräche in Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. </a>Dabei ging es nach Angaben der Bundesregierung um die Umsetzung der Berliner Prinzipien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin erklärt zudem, auf regionale Unterstützer der Konfliktparteien einzuwirken, um Waffenlieferungen zu stoppen, humanitäre Zugänge offenzuhalten und Sanktionen durchzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juli verschärfte die Europäische Union ihre Sudan-Sanktionen und nahm erstmals unmittelbar Teile der Kriegswirtschaft ins Visier.<a href="https://fokus-afrika.de/eu-verbietet-handel-mit-sudanesischem-gold-und-verschaerft-sanktionen/" data-type="post" data-id="28787"> Seitdem sind der Kauf, die Einfuhr und die Verbringung von Gold aus Sudan sowie die Ausfuhr von Quecksilber und Cyanid zur Goldgewinnung nach Sudan verboten.</a> Die EU begründet die Maßnahmen damit, Finanzierungsquellen des Krieges einzuschränken.</p>



<h2 id="h-grenzubergange-fur-humanitare-hilfe-geoffnet" class="wp-block-heading"><span id="grenzuebergaenge-fuer-humanitaere-hilfe-geoeffnet">Grenzübergänge für humanitäre Hilfe geöffnet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Fortschritte meldet die Bundesregierung beim humanitären Zugang. Durch diplomatische Gespräche sei die Öffnung des Grenzübergangs Adré zum Tschad verlängert worden. Der Übergang Tiné-Tina sei wieder geöffnet worden, außerdem sei eine durchgehende Öffnung des Grenzübergangs Renk zum Südsudan erreicht worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Berliner Konferenz nahmen nach Angaben der Bundesregierung 38 sudanesische und internationale Nichtregierungsorganisationen sowie zivilgesellschaftliche Gruppen teil. Ein Schwerpunkt lag auf den sogenannten Emergency Response Rooms, lokalen Netzwerken, die in vielen Teilen Sudans die Versorgung der Bevölkerung organisieren. Ihre Vorschläge sollen in diplomatische Gespräche auch mit den Konfliktparteien einfließen.</p>
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		<title>Machtkampf am Roten Meer erhöht Afrikas strategischen Wert – und das Risiko neuer Bruchlinien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/machtkampf-am-roten-meer-erhoeht-afrikas-strategischen-wert-und-das-risiko-neuer-bruchlinien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 15:33:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Häfen in Dschibuti, Somaliland und Sudan werden zu geopolitischen Schlüsselpunkten. Der Machtkampf am Roten Meer verschiebt Einfluss nach Afrika – und bringt Investitionen, Sicherheitsabkommen und neue politische Abhängigkeiten enger zusammen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmachtkampf-am-roten-meer-erhoeht-afrikas-strategischen-wert-und-das-risiko-neuer-bruchlinien%2F&amp;action_name=Machtkampf%20am%20Roten%20Meer%20erh%C3%B6ht%20Afrikas%20strategischen%20Wert%20%E2%80%93%20und%20das%20Risiko%20neuer%20Bruchlinien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/machtkampf-am-roten-meer-erhoeht-afrikas-strategischen-wert-und-das-risiko-neuer-bruchlinien/">Machtkampf am Roten Meer erhöht Afrikas strategischen Wert – und das Risiko neuer Bruchlinien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die wachsende Rivalität zwischen Golfstaaten und anderen Regionalmächten verlagert geopolitischen Druck zunehmend an Afrikas Küsten am Roten Meer und macht Häfen, Flugplätze sowie Sicherheitskooperationen am Horn von Afrika zu strategischen Verhandlungswerten. Das Institute for Security Studies (ISS) veröffentlichte seine Analyse am 18. September. Staaten wie Dschibuti, Somalia, Äthiopien, Sudan und Ägypten könnten daraus zusätzlichen politischen und wirtschaftlichen Spielraum gewinnen, zugleich aber stärker in konkurrierende Sicherheitsblöcke hineingezogen werden. Die jüngsten militärischen Entwicklungen im Jemen haben diese Verschiebung nochmals beschleunigt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht des ISS entsteht entlang des Roten Meeres ein zusammenhängendes Konfliktsystem, in dem sich mehrere Krisen überlagern. Dazu gehören der Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA, neue Angriffe der Huthi auf Schifffahrtswege, die Konkurrenz zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie afrikanische Konflikte um Grenzen, staatliche Souveränität und regionalen Einfluss.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit gewinnen afrikanische Staaten an beiden Seiten des Roten Meeres strategisches Gewicht. Externe Akteure benötigen Häfen und logistische Infrastruktur, Zugang zu Flugplätzen, Informationen über regionale Sicherheitslagen und Partner für militärische sowie maritime Operationen.</p>



<h2 id="h-huthi-vormarsch-verandert-die-lage-am-bab-al-mandab" class="wp-block-heading"><span id="huthi-vormarsch-veraendert-die-lage-am-bab-al-mandab">Huthi-Vormarsch verändert die Lage am Bab al-Mandab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlichen Druck erzeugt der jüngste Vormarsch der Huthi im Jemen. Die Gruppe hat die strategisch gelegene Hafenstadt Mocha eingenommen und ihre Position entlang der Küste am Bab al-Mandab ausgebaut. Chatham House bezeichnet dies als die bedeutendste Veränderung der territorialen Kontrolle im Jemen seit Jahren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bab al-Mandab verbindet den Golf von Aden mit dem Roten Meer und damit über den Suezkanal mit dem Mittelmeer. Die neue Position der Huthi erhöht ihre Möglichkeiten, Einfluss auf den Schiffsverkehr durch diese Meerenge auszuüben. Gleichzeitig bleibt auch die Straße von Hormus vom Konflikt mit Iran betroffen. Damit geraten zwei zentrale Engstellen des internationalen Seehandels gleichzeitig unter erheblichen sicherheitspolitischen Druck.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika reichen die Folgen weit über den Jemen hinaus. Dschibuti liegt nur rund 20 Kilometer von der Insel Perim entfernt, die nach Berichten inzwischen von den Huthi kontrolliert wird. <a href="https://fokus-afrika.de/wie-agiert-dschibuti-im-zentrum-der-geopolitischen-spannungen-am-horn-von-afrika/" data-type="post" data-id="24194">In Dschibuti befinden sich Militärstützpunkte unter anderem der USA, Chinas, Frankreichs, Italiens und Japans.</a> Auch die Europäische Union nutzt das Land als Partner ihrer maritimen Sicherheitsoperationen. </p>



<h2 id="h-saudi-arabien-und-emirate-verfolgen-unterschiedliche-modelle" class="wp-block-heading"><span id="saudi-arabien-und-emirate-verfolgen-unterschiedliche-modelle">Saudi-Arabien und Emirate verfolgen unterschiedliche Modelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das ISS sieht die Rivalität zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten als einen weiteren Faktor für die Neuordnung am Roten Meer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" data-type="post" data-id="27403">Abu Dhabi hat seine Position über Investitionen in Häfen und Infrastruktur sowie über Beziehungen zu politischen und bewaffneten Akteuren in mehreren Ländern ausgebaut. </a><a href="https://fokus-afrika.de/somalia-hebt-alle-abkommen-mit-den-vereinigten-arabischen-emiraten-auf/" data-type="post" data-id="23492">Besonders sichtbar ist diese Strategie am Horn von Afrika, wo der emiratische Logistikkonzern DP World unter anderem den Hafen Berbera im international nicht anerkannten Somaliland entwickelt hat.</a><a href="https://fokus-afrika.de/illegale-goldlieferketten-zwischen-ostkongo-ruanda-und-den-emiraten-offengelegt/" data-type="post" data-id="24086"> Auch Infrastruktur und ein Verkehrskorridor in Richtung Äthiopien gehören zu diesem Engagement. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Saudi-Arabien setzt dem nach Darstellung des ISS stärker auf Beziehungen zu international anerkannten Zentralregierungen entgegen. <a href="https://fokus-afrika.de/saudis-kronprinz-fuer-unterstuetzung-gegen-huthis-in-kairo-aegypten-prueft-beitritt-zum-mekka-pakt/" data-type="post" data-id="29984">Riad baut zugleich seine Zusammenarbeit mit Ägypten, der Türkei und Pakistan aus.</a> Die Konkurrenz beider Golfstaaten reicht damit inzwischen von Jemen über Sudan bis an das Horn von Afrika. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die afrikanischen Partner entstehen daraus Investitionsangebote und neue politische Optionen. Häfen und Infrastrukturprojekte können jedoch zunehmend mit militärischem Zugang, Geheimdienstkooperation und anderen Sicherheitsvereinbarungen verbunden werden.</p>



<h2 id="h-athiopiens-suche-nach-einem-zugang-zum-meer" class="wp-block-heading"><span id="aethiopiens-suche-nach-einem-zugang-zum-meer">Äthiopiens Suche nach einem Zugang zum Meer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Äthiopien nimmt in diesem Geflecht eine besondere Stellung ein. Das bevölkerungsreiche Binnenland ist beim Außenhandel stark von Dschibuti abhängig und sucht seit Jahren nach zusätzlichen Zugängen zum Meer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 2024 vereinbarte Vorstoß mit Somaliland führte zu einer schweren Krise mit Somalia. <a href="https://fokus-afrika.de/nach-vermittlung-durch-erdogan-praesident-von-somalia-in-aethiopien/" data-type="post" data-id="13382">Addis Abeba und Mogadischu einigten sich später in der von der Türkei vermittelten Ankara-Erklärung darauf, die territoriale Integrität Somalias anzuerkennen und über einen kommerziellen äthiopischen Zugang zum Meer unter somalischer Souveränität zu verhandeln. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konkurrenz externer Mächte ist damit jedoch nicht verschwunden. Die Türkei hat ihren Einfluss als Vermittler ausgebaut, während die Emirate weiterhin enge wirtschaftliche und politische Beziehungen sowohl zu Äthiopien als auch zu Somaliland unterhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" data-type="post" data-id="24545">Zusätzliche Spannungen verursachen Berichte über angebliche, mit den Emiraten verbundene Ausbildungs- und Logistikstrukturen auf äthiopischem Gebiet zugunsten der sudanesischen Rapid Support Forces. </a>Äthiopien und die Vereinigten Arabischen Emirate bestreiten diese Vorwürfe. </p>



<h2 id="h-agypten-verbindet-nil-suezkanal-und-rotes-meer" class="wp-block-heading"><span id="aegypten-verbindet-nil-suezkanal-und-rotes-meer">Ägypten verbindet Nil, Suezkanal und Rotes Meer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Ägyptens strategische Lage verändert die regionale Kräftebalance. Das Land kontrolliert den Suezkanal und verfügt über umfangreiche Marine- und Militärkapazitäten am nördlichen Ende des Roten Meeres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Störungen am Bab al-Mandab treffen Ägypten unmittelbar, weil sie den Verkehr durch den Suezkanal und damit auch dessen Einnahmen beeinflussen. Gleichzeitig berühren die Konflikte in Sudan und Somalia ägyptische Sicherheitsinteressen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt der langjährige Konflikt mit Äthiopien um den Nil und den Grand Ethiopian Renaissance Dam. Das ISS sieht Ägypten deshalb zunehmend in enger Abstimmung mit Saudi-Arabien und Eritrea, während Kairo äthiopische Forderungen nach einem eigenen Zugang zum Meer zurückweist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit überlagern sich zwei strategische Räume: Der Wettbewerb um Wasser und Einfluss im Nilbecken trifft auf den Kampf um Häfen und Seewege am Roten Meer.</p>



<h2 id="h-sudan-wird-teil-des-regionalen-machtkampfs" class="wp-block-heading"><span id="sudan-wird-teil-des-regionalen-machtkampfs">Sudan wird Teil des regionalen Machtkampfs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Krieg im Sudan hat eine maritime Dimension. Port Sudan ist der wichtigste Zugang des Landes zum Roten Meer und zugleich ein zentraler Knoten für Waren, Nachschub und internationale Verbindungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Arabischen Emirate werden seit längerem beschuldigt, die paramilitärischen Rapid Support Forces zu unterstützen. Abu Dhabi weist diese Vorwürfe zurück. Ägypten und Saudi-Arabien unterhalten dagegen engere Beziehungen zu den sudanesischen Streitkräften und den mit ihnen verbundenen staatlichen Strukturen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird der sudanesische Krieg nach Einschätzung des ISS zunehmend Teil der breiteren Konkurrenz zwischen Regionalmächten. Investitionen, Häfen und Sicherheitsbeziehungen lassen sich dabei immer schwerer voneinander trennen.</p>



<h2 id="h-somalia-trennt-sich-von-den-emiraten-regionen-halten-dagegen" class="wp-block-heading"><span id="somalia-trennt-sich-von-den-emiraten-regionen-halten-dagegen">Somalia trennt sich von den Emiraten – Regionen halten dagegen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders sichtbar ist diese Fragmentierung in Somalia. Die Bundesregierung in Mogadischu brach im Januar 2026 ihre Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten ab. Somaliland, Puntland und Jubaland widersetzten sich diesem Kurs und unterhalten weiterhin eigene Beziehungen zu Abu Dhabi.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig haben die Türkei, Katar und Saudi-Arabien ihre Zusammenarbeit mit der somalischen Bundesregierung vertieft. Damit verlaufen außenpolitische Partnerschaften teilweise entlang innerstaatlicher Machtlinien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das schafft kurzfristige Finanzierungsmöglichkeiten und politische Unterstützung, kann aber bestehende Konflikte zwischen Zentralregierung und Regionen zusätzlich internationalisieren.</p>



<h2 id="h-europa-setzt-starker-auf-maritime-sicherheitsstrukturen" class="wp-block-heading"><span id="europa-setzt-staerker-auf-maritime-sicherheitsstrukturen">Europa setzt stärker auf maritime Sicherheitsstrukturen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union verfolgt in der Region einen anderen Ansatz. Mit den Missionen EUNAVFOR ASPIDES und ATALANTA ist sie militärisch im Roten Meer, im Golf von Aden und im westlichen Indischen Ozean präsent.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="609" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-1024x609.jpg" alt="" class="wp-image-24987 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-1024x609.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-300x178.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-768x457.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-1536x914.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-2048x1218.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-380x226.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-800x476.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-1160x690.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Belgaimage-85349460-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Juli unterzeichneten die EU und Dschibuti ein Statusabkommen für ASPIDES. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-der-hafen-von-dschibuti-von-interesse/">EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete Dschibuti dabei als einen zentralen Partner für die Sicherung der Seewege.</a> Die Mission hatte bis dahin nach EU-Angaben mehr als 670 Handelsschiffe geschützt und 128 Seeleute gerettet.&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel arbeitet die EU in Somalia am Aufbau von Küstenwachen, maritimer Strafverfolgung und staatlichen Sicherheitsstrukturen. Das unterscheidet sich von Partnerschaften, bei denen Hafeninvestitionen unmittelbar mit politischem oder militärischem Zugang verbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland ist an dieser Sicherheitsarchitektur beteiligt.<a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-verlaengert-bundeswehrmandate-fuer-internationale-missionen/" data-type="post" data-id="12914"> Der Bundestag verlängerte die deutsche Beteiligung an EUNAVFOR ASPIDES im Oktober 2025 bis Ende Oktober 2026.</a> Das Mandat erlaubt den Einsatz von bis zu 350 deutschen Soldatinnen und Soldaten zum Schutz von Schiffen, für Aufklärung sowie für logistische und operative Zusammenarbeit mit Partnern. </p>



<h2 id="h-iss-sieht-grosseren-verhandlungsspielraum-fur-afrikanische-staaten" class="wp-block-heading"><span id="iss-sieht-groesseren-verhandlungsspielraum-fuer-afrikanische-staaten">ISS sieht größeren Verhandlungsspielraum für afrikanische Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das ISS leitet aus der Konkurrenz einen wachsenden Verhandlungsspielraum afrikanischer Staaten ab. Häfen, Transportkorridore, Militärzugänge und strategische Infrastruktur werden für Golfstaaten, Europa und andere Akteure wertvoller. Damit könnten afrikanische Regierungen Investitionen und Partnerschaften stärker an eigene wirtschaftliche Ziele knüpfen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Thinktank verweist zugleich auf das Risiko, dass einzelne Staaten dauerhaft in konkurrierende regionale Sicherheitsordnungen eingebunden werden. Bilaterale Vereinbarungen können kurzfristig Kapital, politische Unterstützung oder militärische Hilfe bringen, gleichzeitig aber regionale Abstimmung erschweren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als möglichen Gegenansatz nennt die Analyse eine stärkere Rolle der Afrikanischen Union. Nord- und ostafrikanische Staaten könnten ihre Beziehungen zu den Mächten des Nahen Ostens stärker koordinieren und Investitionen in Häfen, Logistik und Energie mit gemeinsamen Entwicklungsinteressen verbinden.</p>
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			<media:title type="html">GERMANY-NAVY-POLITICS</media:title>
			<media:description type="html">The frigate F 221 Hessen of the German Bundesmarine navy leaves its home port Wilhelmshaven for the Mediterranean Sea on February 8, 2024. The vessel is due to join the international EUNAVFOR ASPIDES mission to protect merchant shipping. (Photo by FOCKE STRANGMANN / AFP)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Algerien bricht Beziehungen zu Emiraten ab – während Mohammed bin Zayed in Berlin empfangen wird</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algerien-bricht-beziehungen-zu-emiraten-ab-waehrend-mohammed-bin-zayed-in-berlin-empfangen-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 12:58:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Algier zieht die Reißleine: Algerien bricht die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten ab und gibt deren Botschafter 48 Stunden Zeit. Gleichzeitig empfängt Deutschland Emirate-Präsident Mohammed bin Zayed zu einem Staatsbesuch in Berlin.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgerien-bricht-beziehungen-zu-emiraten-ab-waehrend-mohammed-bin-zayed-in-berlin-empfangen-wird%2F&amp;action_name=Algerien%20bricht%20Beziehungen%20zu%20Emiraten%20ab%20%E2%80%93%20w%C3%A4hrend%20Mohammed%20bin%20Zayed%20in%20Berlin%20empfangen%20wird&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-bricht-beziehungen-zu-emiraten-ab-waehrend-mohammed-bin-zayed-in-berlin-empfangen-wird/">Algerien bricht Beziehungen zu Emiraten ab – während Mohammed bin Zayed in Berlin empfangen wird</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Algerien hat die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten vollständig abgebrochen und dem emiratischen Botschafter 48 Stunden gegeben, das Land zu verlassen. Die Entscheidung wurde am 10. September 2026 in Algier bekanntgegeben. Die algerische Regierung wirft Abu Dhabi eine zunehmende Zahl „provokativer oder feindseliger Handlungen“ und Einmischung in regionale Angelegenheiten vor. Der Bruch fällt ausgerechnet auf den Tag, an dem der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed, zu einem Staatsbesuch in Berlin erwartet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das algerische Außenministerium erklärte, alle Möglichkeiten zur Bewahrung der bilateralen Beziehungen seien ausgeschöpft. Zuvor habe Algier die emiratische Seite wiederholt vor den Folgen ihres Verhaltens gewarnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Trotz dieser zahlreichen Warnungen haben die Vereinigten Arabischen Emirate diese Handlungen fortgesetzt und Grenzen erreicht, bei denen sie im Verhältnis zwischen zwei souveränen Staaten nicht mehr als akzeptabel oder hinnehmbar angesehen werden können“, heißt es in der Erklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Botschafter der Emirate wurde am Donnerstag ins Außenministerium einbestellt und dort offiziell über die Entscheidung informiert. Für die Umsetzung erhielt er eine Frist von 48 Stunden.</p>



<h2 id="h-jahrelange-spannungen-enden-im-diplomatischen-bruch" class="wp-block-heading"><span id="jahrelange-spannungen-enden-im-diplomatischen-bruch">Jahrelange Spannungen enden im diplomatischen Bruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schritt beendet eine längere Phase wachsender Spannungen zwischen Algier und Abu Dhabi. Algerische Stellen und staatsnahe Medien hatten den Vereinigten Arabischen Emiraten wiederholt vorgeworfen, sich in innere und regionale Angelegenheiten einzumischen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Beweise für einzelne dieser Anschuldigungen legte das Außenministerium in seiner jüngsten Erklärung nicht vor. Die Vorwürfe sind Teil eines politischen Konflikts, der sich über mehrere Jahre verschärft hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits zuvor hatte Algerien die Zusammenarbeit mit den Emiraten zurückgefahren. <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-wirft-den-vereinigten-arabischen-emiraten-wahleinmischung-vor-und-kuendigt-luftverkehrsabkommen/" data-type="post" data-id="24410">Dazu gehörte auch die Beendigung eines Abkommens über den Luftverkehr.</a> Der nun verkündete Abbruch der diplomatischen Beziehungen markiert eine deutlich höhere Eskalationsstufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Angesichts der zunehmenden provokativen oder feindseligen Handlungen der Vereinigten Arabischen Emirate hat Algerien große Zurückhaltung und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein gezeigt“, erklärte das Außenministerium. Man habe keine Anstrengung unterlassen, Abu Dhabi auf die aus algerischer Sicht drohenden Folgen hinzuweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine unmittelbare öffentliche Reaktion der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate auf den Abbruch der Beziehungen lag zunächst nicht vor.</p>



<h2 id="h-konflikt-reicht-uber-das-bilaterale-verhaltnis-hinaus" class="wp-block-heading"><span id="konflikt-reicht-ueber-das-bilaterale-verhaeltnis-hinaus">Konflikt reicht über das bilaterale Verhältnis hinaus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spannungen zwischen Algerien und den Emiraten haben eine regionale Dimension. Beide Staaten verfolgen in Nordafrika und im Sahel teilweise unterschiedliche außenpolitische Interessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-praesident-tebboune-nennt-emirate-mikrostaat-destabilisierung-tunesiens-nicht-geduldet/" data-type="post" data-id="29144">Algier betrachtet sich traditionell als eigenständige Regionalmacht und betont staatliche Souveränität sowie Nichteinmischung.</a> Die Emirate haben ihre politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Präsenz in Afrika in den vergangenen Jahren dagegen deutlich ausgeweitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reibungspunkte entstanden unter anderem durch unterschiedliche Beziehungen zu regionalen Regierungen und Akteuren.<a href="https://fokus-afrika.de/emirate-hindern-algerische-staatsbuerger-an-ausreise/" data-type="post" data-id="25339"> In Algerien wurde Abu Dhabi wiederholt vorgeworfen, politische Entwicklungen in der unmittelbaren Nachbarschaft Algeriens beeinflussen zu wollen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/algerien-erhoeht-oelproduktion-nach-austritt-der-emirate-aus-opec/" data-type="post" data-id="27041">Der diplomatische Bruch verändert damit nicht nur die Beziehungen zwischen zwei energiepolitisch bedeutenden arabischen Staaten.</a> Er verschärft auch bestehende Rivalitäten zwischen Nordafrika, Golfstaaten und Sahel.</p>



<h2 id="h-mohammed-bin-zayed-am-selben-tag-in-berlin" class="wp-block-heading"><span id="mohammed-bin-zayed-am-selben-tag-in-berlin">Mohammed bin Zayed am selben Tag in Berlin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit erhält die Entscheidung durch ihren Zeitpunkt. Während Algier den Bruch mit Abu Dhabi verkündet, hält sich der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed, auf Einladung des Bundespräsidenten zu einem Staatsbesuch in Deutschland auf.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HN_j7w1bcAAEosP-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-29855 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HN_j7w1bcAAEosP-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HN_j7w1bcAAEosP-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HN_j7w1bcAAEosP-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HN_j7w1bcAAEosP-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HN_j7w1bcAAEosP-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HN_j7w1bcAAEosP-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HN_j7w1bcAAEosP-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HN_j7w1bcAAEosP.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz will ihn am Nachmittag im Bundeskanzleramt empfangen. Auf der Tagesordnung stehen der Ausbau der strategischen Partnerschaft zwischen Deutschland und den Emiraten, engere wirtschaftliche Beziehungen und die Zusammenarbeit bei der regionalen Stabilität im Nahen und Mittleren Osten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit trifft die neue Krise mit Algerien unmittelbar auf die deutsche Diplomatie. Die Bundesregierung will ihre Beziehungen zu Abu Dhabi gerade vertiefen, während eines der politisch und wirtschaftlich wichtigsten Länder Nordafrikas die Beziehungen zu den Emiraten abbricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-algerien-schmieden-energiepakt-praesident-tebboune-wehrt-politische-kritik-in-berlin-ab/" data-type="post" data-id="28848">Deutschland unterhält zugleich enge Beziehungen zu Algerien.</a> Das nordafrikanische Land ist wegen seiner Energieexporte, seiner Rolle im Mittelmeerraum und seiner Implikationen im Sahel ein Gesprächspartner Europas.</p>



<h2 id="h-emirate-bauen-ihren-einfluss-in-afrika-aus" class="wp-block-heading"><span id="emirate-bauen-ihren-einfluss-in-afrika-aus">Emirate bauen ihren Einfluss in Afrika aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/illegale-goldlieferketten-zwischen-ostkongo-ruanda-und-den-emiraten-offengelegt/" data-type="post" data-id="24086">Abu Dhabi hat seine Beziehungen zu afrikanischen Staaten über Handel, Häfen, Logistik, Energie, Investitionen und sicherheitspolitische Kooperation stark ausgebaut.</a> Emiratische Unternehmen gehören inzwischen in mehreren Regionen zu wichtigen Investoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/somalia-hebt-alle-abkommen-mit-den-vereinigten-arabischen-emiraten-auf/" data-type="post" data-id="23492">Diese Präsenz wird von afrikanischen Regierungen unterschiedlich bewertet.</a> Während einige Staaten das Kapital aus den Emiraten gezielt anwerben, stoßen politische und sicherheitspolitische Aktivitäten Abu Dhabis andernorts auf Misstrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien hat nun die schärfstmögliche diplomatische Konsequenz gezogen. Das Außenministerium erklärte, das Verhalten der Emirate habe einen Punkt erreicht, an dem ein Verzicht auf eine Reaktion nicht mehr möglich gewesen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten zur Bewahrung der bilateralen Beziehungen hat die algerische Regierung beschlossen, an diesem Tag die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten abzubrechen.“</p>
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		<title>Tschad nennt Frankreich wieder Verbündeten – französische Soldaten sind zurück</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschad-nennt-frankreich-wieder-verbuendeten-franzoesische-soldaten-sind-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 10:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2024 warf der Tschad Frankreich militärisch aus dem Land. Nun nennt die Regierung Paris wieder einen „Verbündeten“. Französische Soldaten sollen bereits zurück sein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-nennt-frankreich-wieder-verbuendeten-franzoesische-soldaten-sind-zurueck%2F&amp;action_name=Tschad%20nennt%20Frankreich%20wieder%20Verb%C3%BCndeten%20%E2%80%93%20franz%C3%B6sische%20Soldaten%20sind%20zur%C3%BCck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nur knapp zwei Jahre nach dem Ende der militärischen Zusammenarbeit nähert sich der Tschad Frankreich sicherheitspolitisch wieder an. Am 20. August bezeichnete Regierungssprecher Gassim Chérif Mahamat Frankreich öffentlich als „Verbündeten“ und wichtigen langjährigen Partner. Nach einer Analyse des Institute for Security Studies sind bereits wieder französische Kräfte im Tschad stationiert, während Paris und N’Djamena über eine deutlich verkleinerte Militärpräsenz zusammenarbeiten. Noch im November 2024 hatte der Tschad die jahrzehntelange Verteidigungskooperation mit der früheren Kolonialmacht beendet.</p>



<h2 id="h-regierung-beziehungen-zu-frankreich-sind-wieder-gut" class="wp-block-heading"><span id="regierung-beziehungen-zu-frankreich-sind-wieder-gut">Regierung: Beziehungen zu Frankreich sind wieder gut</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tschads Kommunikationsminister und Regierungssprecher Gassim Chérif Mahamat äußerte sich in einem Interview mit&nbsp;<em>TV5 Monde</em>&nbsp;ungewöhnlich deutlich zum Verhältnis zwischen N’Djamena und Paris.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Beziehungen zu Frankreich sind ausgezeichnet. Frankreich ist ein Verbündeter und ein sehr alter und wichtiger Partner für uns“, erklärte Mahamat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies dabei auf die historischen, sprachlichen und kulturellen Verbindungen zwischen beiden Ländern sowie auf die fortgesetzte Zusammenarbeit in mehreren Bereichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit schlägt die Regierung öffentlich einen anderen Ton an als Ende 2024. <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-uebergibt-militaerbasis-und-zieht-aus-dem-tschad-ab/" data-type="post" data-id="13760">Damals kündigte N’Djamena überraschend die militärischen Kooperationsvereinbarungen mit Paris. </a>Die Entscheidung wurde als Ausdruck einer eigenständigeren Außen- und Sicherheitspolitik dargestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des südafrikanischen Institute for Security Studies, ISS, deutet seit März 2026 jedoch immer mehr auf eine Wiederbelebung der militärischen Beziehungen hin.</p>



<h2 id="h-franzosische-krafte-offenbar-wieder-im-tschad" class="wp-block-heading"><span id="franzoesische-kraefte-offenbar-wieder-im-tschad">Französische Kräfte offenbar wieder im Tschad</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich verfolgt bei der erneuten Annäherung offenbar ein deutlich zurückhaltenderes Modell als in früheren Jahrzehnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Französische Soldaten&nbsp;befinden sich&nbsp;bereits wieder im Land. Eine umfassende offizielle Ankündigung der neuen Militärkooperation durch Paris oder N’Djamena gibt es bislang nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institut verweist auf Pläne für ein französisches Verbindungsdetachement mit rund 600 Soldaten. Vor dem Abzug waren etwa 2.300 französische Militärangehörige im Tschad stationiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29450 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/French_Marines.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit würde die französische Präsenz erheblich kleiner ausfallen als zuvor. Paris verfolgt im Rahmen seiner neuen Afrikastrategie generell das Ziel, Personal und dauerhaft stationierte militärische Ausrüstung auf dem Kontinent zu reduzieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Über Jahrzehnte hatte der Tschad für Frankreich eine besondere militärische Bedeutung. Das Land liegt zwischen Zentralafrika, der Sahelzone, Libyen und dem Sudan und diente der französischen Armee als Ausgangspunkt für Operationen in mehreren Teilen der Region.</p>



<h2 id="h-frankreich-bot-mehr-als-waffenlieferungen" class="wp-block-heading"><span id="frankreich-bot-mehr-als-waffenlieferungen">Frankreich bot mehr als Waffenlieferungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die französisch-tschadische Sicherheitskooperation reicht bis in die 1960er-Jahre zurück und ging weit über klassische Waffenlieferungen hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich bildete zahlreiche tschadische Offiziere aus und stellte unter anderem Waffen, gepanzerte Fahrzeuge, Kommunikationsausrüstung und logistische Unterstützung bereit. Hinzu kamen Fähigkeiten zur Aufklärung und Überwachung des großen tschadischen Staatsgebiets.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Französische Streitkräfte griffen in der Vergangenheit auch unmittelbar militärisch ein. Paris unterstützte Regierungen in N’Djamena zudem diplomatisch und politisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tschad-beendet-militaerabkommen-mit-frankreich/" data-type="post" data-id="12884">Diese umfassende Form der Zusammenarbeit konnte der Tschad nach dem Bruch von 2024 nach Einschätzung des ISS nicht vollständig durch neue Partner ersetzen.</a></p>



<h2 id="h-tschad-setzte-auf-turkei-emirate-und-russland" class="wp-block-heading"><span id="tschad-setzte-auf-tuerkei-emirate-und-russland">Tschad setzte auf Türkei, Emirate und Russland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tschad-zwischen-paris-und-sahel-allianz-neue-fragen-zur-aussenpolitik-ndjamenas/" data-type="post" data-id="25328">Nach dem Ende der französischen Militärkooperation versuchte N’Djamena, seine sicherheitspolitischen Beziehungen breiter aufzustellen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit mit der Türkei führte unter anderem zum Erwerb gepanzerter Fahrzeuge und Drohnen sowie zu Ausbildungs- und Unterstützungsleistungen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate bauten ihre Beziehungen zum Tschad aus und lieferten militärische Fahrzeuge und Sicherheitsausrüstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2021 unterzeichneten N’Djamena und Abu Dhabi mehrere Abkommen. Im Juni 2023 kam ein Kooperationspakt im Sicherheitsbereich hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Ungarn vereinbarte eine wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit dem Tschad.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tschad-draengt-russland-muss-seine-afrika-politik-wirtschaftlich-neu-ausrichten/" data-type="post" data-id="28805">Eine stärkere Partnerschaft mit Russland entwickelte sich dagegen nicht in dem Umfang, den N’Djamena zunächst ausgelotet hatte.</a> Damit unterscheidet sich der Tschad von Mali, Burkina Faso und Niger, die ihre militärischen Beziehungen zu Frankreich weitgehend beendet und gleichzeitig die Sicherheitskooperation mit Moskau erheblich ausgeweitet haben.</p>



<h2 id="h-sicherheitsdruck-aus-sudan-und-am-tschadsee" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitsdruck-aus-sudan-und-am-tschadsee">Sicherheitsdruck aus Sudan und am Tschadsee</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erneute Annäherung an Frankreich fällt in eine Phase anhaltender Sicherheitsprobleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Osten wirkt sich der Krieg im benachbarten Sudan auf den Tschad aus. Im Süden ist mit der Bewegung für Frieden, Wiederaufbau und Fortschritt eine Rebellengruppe aktiv. Gleichzeitig bleibt Boko Haram im Gebiet des Tschadsees eine Bedrohung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade die Überwachung des weitläufigen Staatsgebiets und die Luftaufklärung gehören zu den Bereichen, in denen Frankreich dem Tschad über Jahrzehnte Fähigkeiten zur Verfügung gestellt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">N’Djamena arbeitet zugleich weiterhin mit seinen Nachbarn gegen bewaffnete Gruppen. Regierungssprecher Mahamat wies Berichte über Spannungen mit Niger zurück und verwies auf die gemeinsame Niger-Tschad-Truppe im Kampf gegen Boko Haram.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben keinerlei Problem mit Niger“, sagte der Minister.</p>



<h2 id="h-ruckkehr-frankreichs-konnte-verhaltnis-zu-sahelstaaten-belasten" class="wp-block-heading"><span id="rueckkehr-frankreichs-koennte-verhaeltnis-zu-sahelstaaten-belasten">Rückkehr Frankreichs könnte Verhältnis zu Sahelstaaten belasten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erneute Kooperation mit Paris berührt zugleich das Verhältnis zu Mali, Burkina Faso und Niger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle drei Staaten haben ihre französischen Militärpartner aus dem Land gedrängt und sich in der Allianz der Sahelstaaten zusammengeschlossen. Ihre Außenpolitik wird stark mit Forderungen nach staatlicher Souveränität und der Zurückweisung früherer französischer Einflussstrukturen begründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tschad hatte beim Ende der Militärkooperation 2024 ähnliche Argumente verwendet. Auch der Rückzug aus dem Internationalen Strafgerichtshof wurde mit der Betonung nationaler Souveränität begründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://issafrica.org/iss-today/chad-s-quiet-return-to-french-military-support">ISS-Forscher Remadji Hoinathy</a> hält es deshalb für möglich, dass die Sahelstaaten eine erneute französische Militärpräsenz im Tschad mit Misstrauen betrachten. Auch innenpolitisch könne die Annäherung mit dem zuvor vertretenen Souveränitätskurs kollidieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als bei der früheren französischen Präsenz soll der Tschad jedoch parallel an seinen Beziehungen zur Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Partnern festhalten. Eine kleinere französische Militärpräsenz würde N’Djamena dabei mehr Spielraum für diese parallelen Sicherheitsbeziehungen lassen.</p>
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		<title>Algeriens Präsident Tebboune nennt Emirate &#8220;Mikrostaat&#8221; – Destabilisierung Tunesiens nicht geduldet</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algeriens-praesident-tebboune-nennt-emirate-mikrostaat-destabilisierung-tunesiens-nicht-geduldet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 22:19:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Algerien hätte die Beziehungen zu den Emiraten nach Darstellung von Präsident Tebboune längst abbrechen können. Algier verzichte darauf, um die Spaltung der arabischen Welt nicht weiter zu vertiefen.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune hat den Vereinigten Arabischen Emiraten erneut Einmischung und destabilisierende Aktivitäten in mehreren arabischen und afrikanischen Staaten vorgeworfen. Die Äußerungen fielen in einem am Montagabend ausgestrahlten Interview mit Vertretern algerischer Medien. Einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen schloss Tebboune nicht grundsätzlich aus. Algerien habe bislang darauf verzichtet, um die bestehenden Spannungen innerhalb der arabischen Welt nicht weiter zu verschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es gibt bereits viele Spaltungen in der arabischen Welt, und wir wollen die Lage nicht noch verschlimmern“, sagte der Präsident. Andernfalls hätte Algerien die Beziehungen zu dem von ihm als „Mikrostaat“ bezeichneten Land bereits vor langer Zeit beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tebboune nannte die Emirate in seinen Aussagen nicht durchgehend beim Namen. <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-wirft-den-vereinigten-arabischen-emiraten-wahleinmischung-vor-und-kuendigt-luftverkehrsabkommen/" data-type="post" data-id="24410">Seine Vorwürfe richteten sich jedoch erkennbar gegen Abu Dhabi, das er bereits bei früheren öffentlichen Auftritten scharf kritisiert hatte.</a></p>



<h2 id="h-algerien-spricht-von-beweisen" class="wp-block-heading"><span id="algerien-spricht-von-beweisen">Algerien spricht von Beweisen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" data-type="post" data-id="27403">Der algerische Präsident warf den Emiraten vor, Konflikte in der Region zu fördern.</a> „Wo sie ihren Fuß hinsetzen, fließt Blut“, sagte Tebboune. Algerien verfüge über Beweise und erhebe die Anschuldigungen nicht ohne Grundlage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Belege legte er in dem Interview nicht vor. Auch erläuterte er nicht, welche Aktivitäten der emiratischen Führung Algerien unmittelbar bedrohen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tebboune erklärte, sein Land wolle lediglich verhindern, dass die Spannungen auf Algerien übergreifen. „Wir wollen nicht, dass bei uns Blut fließt“, sagte er. Die Angelegenheit könne aus seiner Sicht von den Vereinten Nationen oder einer anderen internationalen Seite behandelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im März 2024 hatte Tebboune Abu Dhabi beschuldigt, mit finanzieller Unterstützung in Konflikten in Mali, Libyen und im Sudan präsent zu sein. Seitdem hat er die Emirate wiederholt öffentlich kritisiert.</p>



<h2 id="h-rucksicht-auf-die-arabischen-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="ruecksicht-auf-die-arabischen-beziehungen">Rücksicht auf die arabischen Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der schweren Vorwürfe hält Algier bislang an den diplomatischen Beziehungen zu Abu Dhabi fest. Tebboune begründete dies mit dem Ziel, weitere Brüche zwischen arabischen Staaten zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig stellte er heraus, dass sich die Kritik nicht gegen die Golfstaaten insgesamt richte. Algerien unterhalte nach seinen Worten gute Beziehungen zu Saudi-Arabien und anderen Ländern der Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Verhältnis zu Ägypten hob er hervor. Algerien und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" data-type="category" data-id="23">Ägypten</a> hätten seit Langem gemeinsame Positionen vertreten und seien politisch „im selben Schützengraben“, sagte Tebboune.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1042" height="717" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Abdelmadjid_Tebboune_-_Radio_Algerienne.jpg" alt="" class="wp-image-11040 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit grenzte der Präsident den Konflikt mit Abu Dhabi von Algeriens übrigen Beziehungen zur arabischen Welt ab. Die Zugehörigkeit seines Landes zu diesem Staatensystem sei eindeutig.</p>
</div></div>



<h2 id="h-warnung-vor-einer-destabilisierung-tunesiens" class="wp-block-heading"><span id="warnung-vor-einer-destabilisierung-tunesiens">Warnung vor einer Destabilisierung Tunesiens</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders scharf äußerte sich Tebboune zu möglichen Versuchen, Tunesien von Algerien zu isolieren. Entwicklungen im Nachbarland beträfen unmittelbar auch Algerien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Man will Tunesien wegen Algerien destabilisieren“, sagte der Präsident. Ziel sei es, das Land von Algier zu trennen und dadurch leichter unter Druck setzen zu können. Algerien werde dies nicht zulassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tebboune warnte zudem vor einer Verlagerung terroristischer Aktivitäten in die Nähe Tunesiens. Wer Terrorismus an die tunesische Grenze bringe oder das Land bedrohe, müsse mit einer Reaktion Algeriens rechnen. „Dieses Spiel hat Grenzen“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tausende-protestieren-gegen-praesident-kais-saied-reisewarnung-nach-tunesien/" data-type="post" data-id="29104">Welche Staaten oder Gruppen hinter den von ihm beschriebenen Aktivitäten stehen sollen, führte Tebboune nicht näher aus. </a>Seine Aussagen verbanden die Spannungen mit den Emiraten jedoch mit einer umfassenderen Sorge vor Einflussnahme in Algeriens unmittelbarer Nachbarschaft.</p>



<h2 id="h-algerien-sieht-sich-als-vermittler" class="wp-block-heading"><span id="algerien-sieht-sich-als-vermittler">Algerien sieht sich als Vermittler</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident beschrieb Algerien zugleich als friedlichen Staat, der niemandem schaden wolle. Sein Land stehe den Vereinten Nationen als glaubwürdiger Vermittler zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Akteure betrachteten Algerien nach Tebboune zufolge als Hindernis für ihre geopolitischen Pläne. Algier verteidige jedoch lediglich seine eigenen Interessen, die Vorrang hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine neue Welt entsteht, und jeder hat darin seinen Platz“, sagte Tebboune. Die politischen Verhältnisse des 21. Jahrhunderts ließen sich nicht mehr mit den Machtordnungen und Grenzziehungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vergleichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-praesident-tebboune-nennt-emirate-mikrostaat-destabilisierung-tunesiens-nicht-geduldet/">Algeriens Präsident Tebboune nennt Emirate &#8220;Mikrostaat&#8221; – Destabilisierung Tunesiens nicht geduldet</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Abdelmadjid_Tebboune_-_Radio_Algérienne</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>IStGH meldet Durchbruch bei Darfur-Ermittlungen – El Obeid drohen neue Massengräuel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/istgh-meldet-durchbruch-bei-darfur-ermittlungen-el-obeid-drohen-neue-massengraeuel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 17:59:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28862</guid>

					<description><![CDATA[<p>Neue Zeugenaussagen führen den IStGH näher an die Verantwortlichen für Verbrechen in Darfur. Gleichzeitig wächst die Warnung vor einem neuen Massengräuel in El Obeid.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fistgh-meldet-durchbruch-bei-darfur-ermittlungen-el-obeid-drohen-neue-massengraeuel%2F&amp;action_name=IStGH%20meldet%20Durchbruch%20bei%20Darfur-Ermittlungen%20%E2%80%93%20El%20Obeid%20drohen%20neue%20Massengr%C3%A4uel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof hat nach eigenen Angaben direkte Ermittlungsverbindungen zwischen schweren Verbrechen in Darfur und mutmaßlichen Verantwortlichen hergestellt. Die stellvertretende Anklägerin Nazhat Shameem Khan <a href="https://press.un.org/en/blog/sc16415">sprach</a> am Mittwoch, 15. Juli 2026, vor dem UN-Sicherheitsrat von einem „Durchbruch“. Neue Zeugenaussagen und eine ausgeweitete Zusammenarbeit hätten es ermöglicht, konkrete Verbindungen zwischen Angriffen auf Zivilisten und den Personen hinter diesen Taten nachzuzeichnen. Zugleich warnte Khan vor unmittelbar drohenden internationalen Verbrechen in der sudanesischen Stadt El Obeid.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dies ist ein Paradigmenwechsel, ein Durchbruch“, erklärte die stellvertretende Anklägerin. Die Botschaft richte sich an diejenigen, die Angriffe anführten, planten oder aus der Ferne unterstützten und glaubten, von den Gewalttaten profitieren zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einzelheiten zu laufenden Ermittlungen nannte Khan nicht. Das Büro der Anklage habe jedoch entscheidende Gespräche mit wichtigen Zeugen geführt. Unterstützt werde die Arbeit durch ein wachsendes Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, internationalen Partnern und sudanesischen Behörden.</p>



<h2 id="h-ermittler-stellen-direkte-verbindungen-zu-verantwortlichen-her" class="wp-block-heading"><span id="ermittler-stellen-direkte-verbindungen-zu-verantwortlichen-her">Ermittler stellen direkte Verbindungen zu Verantwortlichen her</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof untersucht Verbrechen in Darfur, seit der UN-Sicherheitsrat die Lage in der westsudanesischen Region 2005 an das Gericht verwiesen hatte. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid/">Die Ermittlungen betreffen sowohl die damaligen Massengewalttaten als auch Verbrechen während des gegenwärtigen Krieges.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Khan erklärte, die Anklage arbeite daran, die Hauptverantwortlichen für Verbrechen in El Fasher im Jahr 2025 und in El Geneina im Jahr 2023 zur Rechenschaft zu ziehen. Auch die vor mehr als zwei Jahrzehnten begangenen Taten blieben Bestandteil der Ermittlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anklage sieht nach Angaben Khans inzwischen deutlich bessere Möglichkeiten, einzelne Verbrechen mit Befehlshabern, Planern und Unterstützern in Verbindung zu bringen. Ein solcher Nachweis ist Voraussetzung für spätere Anklagen und Haftbefehle gegen Personen, die nicht selbst unmittelbar an Angriffen beteiligt waren, diese aber organisiert, ermöglicht oder finanziert haben sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wichtigen Schritt bezeichnete Khan die Verurteilung des früheren Janjaweed-Kommandeurs Ali Muhammad Ali Abd-Al-Rahman, bekannt als Ali Kushayb. Der IStGH hatte ihn im Oktober 2025 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen und im Dezember zu 20 Jahren Haft verurteilt.</p>



<h2 id="h-warnung-vor-schweren-kriegsverbrechen-in-el-obeid" class="wp-block-heading"><span id="warnung-vor-schweren-kriegsverbrechen-in-el-obeid">Warnung vor schweren Kriegsverbrechen in El Obeid</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Ermittlungsfortschritt verschärft sich die Sorge um El Obeid, die Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordofan. Der IStGH teilt die Einschätzung des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, dass dort schwerste internationale Verbrechen unmittelbar bevorstehen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir können nicht sagen, wir hätten es nicht gewusst“, warnte Khan. Der Sicherheitsrat und die UN-Mitgliedstaaten müssten jetzt handeln, um weitere Gräueltaten zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats forderten einen sofortigen Schutz der Zivilbevölkerung, ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe und sichere Fluchtwege. El Obeid dürfe nicht zu einem „zweiten El Fasher“ werden, erklärte der dänische Vertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der britische Vertreter bezeichnete die Stadt als am Rand eines neuen Massengräuels. Anhaltende Gewalt, Vertreibungen und eine schwere humanitäre Notlage könnten die bereits durch die Kämpfe in El Fasher verursachten Wunden weiter vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten verlangten zugleich, Waffenlieferungen an die Konfliktparteien einzustellen. Ausländische Unterstützer müssten ihren Einfluss nutzen, um weitere Angriffe auf Zivilisten zu verhindern.</p>



<h2 id="h-gefluchtete-furchten-eine-wiederholung-fruherer-gewalt" class="wp-block-heading"><span id="gefluechtete-fuerchten-eine-wiederholung-frueherer-gewalt">Geflüchtete fürchten eine Wiederholung früherer Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Khan berichtete dem Sicherheitsrat auch von einem Besuch in Flüchtlingslagern im Osten des Tschad. Dort habe sie mit Menschen gesprochen, die aus Darfur geflohen seien und weiterhin unter den Folgen der Angriffe litten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Geflüchtete hätten den Eindruck, von der internationalen Gemeinschaft vergessen worden zu sein. Sie bezweifelten, dass ihrem Leben derselbe Wert beigemessen werde wie dem anderer Opfer internationaler Konflikte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geschilderten Taten folgten nach Darstellung der Anklägerin denselben Mustern wie die Verbrechen, die 2005 zur Einschaltung des IStGH geführt hatten. Menschen hätten die Ermordung ihrer Eltern oder die Vergewaltigung ihrer Mütter miterlebt. Auch Kinder seien angegriffen, vergewaltigt und durch die erlebte Gewalt schwer traumatisiert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Vertriebenen wachse die Angst, dass „das Schlimmste noch bevorsteht“ und sich die Massengewalt aus der ersten Darfur-Krise vollständig wiederholen könnte.</p>



<h2 id="h-forderung-nach-ausweitung-der-ermittlungen" class="wp-block-heading"><span id="forderung-nach-ausweitung-der-ermittlungen">Forderung nach Ausweitung der Ermittlungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats forderten, die Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs auf den gesamten Sudan auszuweiten. Das bisherige Mandat beruht auf der Überweisung der Lage in Darfur und erfasst nicht automatisch alle Verbrechen in anderen Teilen des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und Dänemark unterstützten eine solche Ausweitung. Strafverfolgung und der Kampf gegen Straflosigkeit dürften sich nicht auf Darfur beschränken, argumentierten ihre Vertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia verlangte zugleich eine stärkere Rolle sudanesischer und afrikanischer Justizmechanismen. Nationale Gerichte und rechtliche Institutionen müssten ausgebaut werden. Internationale Strafverfolgung könne diese Verantwortung unterstützen, aber nicht ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia verwies darauf, dass der Erfolg internationaler Justiz nicht allein an Ermittlungen oder Anklageschriften gemessen werden könne. Entscheidend seien vollstreckte Haftbefehle, abgeschlossene Verfahren und konkrete Gerechtigkeit für die Opfer.</p>



<h2 id="h-usa-russland-und-china-kritisieren-den-strafgerichtshof" class="wp-block-heading"><span id="usa-russland-und-china-kritisieren-den-strafgerichtshof">USA, Russland und China kritisieren den Strafgerichtshof</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit des Gerichts bleibt im Sicherheitsrat umstritten.<a href="https://fokus-afrika.de/usa-starten-negativ-kampagne-gegen-den-internationalen-strafgerichtshof/" data-type="post" data-id="28795"> Die Vereinigten Staaten warfen dem IStGH vor, seine Zuständigkeit über das im Römischen Statut vorgesehene Maß hinaus auszudehnen. </a>Statt des Strafgerichtshofs könnten nach Auffassung Washingtons auch speziell eingerichtete internationale Tribunale die Verbrechen im Sudan untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland erklärte, das Gericht habe den ihm vor 20 Jahren erteilten Auftrag nicht erfüllt. Als Beleg verwies die russische Vertreterin darauf, dass bislang nur ein Angeklagter verurteilt worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China unterstützte grundsätzlich die Bestrafung schwerster internationaler Verbrechen, verlangte jedoch ein vorsichtiges, transparentes und streng an Recht und Fakten gebundenes Vorgehen. Der IStGH müsse die richterliche Souveränität der betroffenen Staaten respektieren.</p>



<h2 id="h-sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate" class="wp-block-heading"><span id="sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate">Sudan beschuldigt Vereinigte Arabische Emirate</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesische Regierung bezeichnete die Herstellung von Gerechtigkeit als eines ihrer zentralen Ziele. Ihr Vertreter Ammar Mohammed Mahmoud Mohammed forderte den IStGH auf, Anklagen und Haftbefehle gegen Verantwortliche der Rapid Support Forces zu beschleunigen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="630" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-1024x630.jpeg" alt="" class="wp-image-28865 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-1024x630.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-300x184.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-768x472.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-380x234.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db-800x492.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/aa9b4ce6-cdaf-4aa4-8b3b-5d7500cbc7db.jpeg 1036w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die RSF begehe ethnisch motivierte Tötungen und großflächige Angriffe auf unbewaffnete Zivilisten, erklärte er. Die Vorwürfe fallen nach sudanesischer Auffassung in die sachliche und territoriale Zuständigkeit des Strafgerichtshofs.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/" data-type="post" data-id="27692">Der sudanesische Diplomat beschuldigte zudem die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate, die RSF militärisch, finanziell, logistisch, politisch und medial zu unterstützen. </a>Ermittlungen müssten deshalb auch Personen und Institutionen erfassen, die Verbrechen finanzierten, erleichterten oder zu ihnen anstifteten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Neun Mosambikaner bei fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika getötet – Bundestag besorgt über Eskalation</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/neun-mosambikaner-bei-fremdenfeindlicher-gewalt-in-suedafrika-getoetet-bundestag-besorgt-ueber-eskalation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 10:45:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Portugal]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28772</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zwei neue Todesopfer, vertriebene Familien und mehr als 1.300 Rückkehrer: Die fremdenfeindliche Gewalt in Südafrika verschärft sich. Auch im Deutschen Bundestag werden die sozialen Konfliktlinien des Landes inzwischen genauer untersucht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneun-mosambikaner-bei-fremdenfeindlicher-gewalt-in-suedafrika-getoetet-bundestag-besorgt-ueber-eskalation%2F&amp;action_name=Neun%20Mosambikaner%20bei%20fremdenfeindlicher%20Gewalt%20in%20S%C3%BCdafrika%20get%C3%B6tet%20%E2%80%93%20Bundestag%20besorgt%20%C3%BCber%20Eskalation&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neun-mosambikaner-bei-fremdenfeindlicher-gewalt-in-suedafrika-getoetet-bundestag-besorgt-ueber-eskalation/">Neun Mosambikaner bei fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika getötet – Bundestag besorgt über Eskalation</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zwei weitere mosambikanische Staatsbürger sind bei fremdenfeindlichen Angriffen im südafrikanischen Germiston getötet worden. Die Taten ereigneten sich am Mittwochabend in der Provinz Gauteng. Damit stieg die Zahl der getöteten Mosambikaner in der aktuellen Gewaltwelle auf neun. Die Regierung in Maputo organisiert konsularische Hilfe, Rückführungen und berufliche Perspektiven für mehr als 1.300 Betroffene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anti-Einwanderungsgruppen zwangen nach Angaben südafrikanischer Behörden zudem 38 Mosambikaner, ihre Wohnungen in Germiston zu verlassen. Die Betroffenen sollen zunächst von der mosambikanischen Hochkommission in Pretoria betreut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Generalkonsulat in Johannesburg hält Kontakt zu den Angehörigen der Todesopfer und unterstützt verletzte Staatsbürger. Zugleich bereitet es gemeinsam mit den südafrikanischen Behörden die Überführung der beiden Leichen nach Mosambik vor.</p>



<h2 id="h-neun-todesopfer-aus-mosambik" class="wp-block-heading"><span id="neun-todesopfer-aus-mosambik">Neun Todesopfer aus Mosambik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sterblichen Überreste der ersten sieben getöteten Mosambikaner wurden bereits in ihre Heimat gebracht. Sie stammten aus der südlichen Provinz Gaza und wurden in den Distrikten Mandlakazi, Chókwè, Chigubo und Limpopo beigesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-verschaerft-abschiebungen-und-warnt-vor-gewalt-gegen-migranten/" data-type="post" data-id="28172">Seit Ende Juni haben sich die Übergriffe nach Darstellung der mosambikanischen Regierung in Gauteng, KwaZulu-Natal, Mpumalanga und North West verschärft.</a> Registriert wurden Angriffe auf Wohnungen, Brandstiftungen, Plünderungen, körperliche Gewalt, Einschüchterungen und Vertreibungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewalt richtet sich überwiegend gegen schwarze Migranten aus anderen afrikanischen Staaten. Neben Mosambikanern sind auch Menschen aus Malawi und weiteren Nachbarländern betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 300.000 mosambikanische Staatsbürger leben nach offiziellen Angaben in Südafrika. Die Migration zwischen beiden Ländern reicht weit zurück. Bereits während der Apartheid rekrutierten südafrikanische Bergbauunternehmen in großem Umfang Arbeitskräfte aus Mosambik und anderen Nachbarstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine aktuelle Ausarbeitung des Fachbereichs Europa- und Völkerrecht des Deutschen Bundestages verweist darauf, dass ausländische Beschäftigte im 20. Jahrhundert stets mindestens 40 Prozent der südafrikanischen Bergarbeiter stellten. Ende der 1960er-Jahre lag ihr Anteil zeitweise bei fast 80 Prozent. Viele Arbeits- und Familienbeziehungen zwischen Südafrika und Mosambik beruhen bis heute auf dieser Geschichte.</p>



<h2 id="h-maputo-plant-berufliche-reintegration" class="wp-block-heading"><span id="maputo-plant-berufliche-reintegration">Maputo plant berufliche Reintegration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die mosambikanische Regierung hat bislang 1.363 Staatsbürger zurückgeführt, die von den Angriffen und Vertreibungen betroffen waren. Sie will deren berufliche Qualifikationen erfassen und zertifizieren lassen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-28774 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Von den Rückkehrern gaben 809 an, einen Beruf oder ein Handwerk auszuüben. Darunter sind 363 Maurer, 102 Handwerker und 77 Hausangestellte. Weitere Betroffene arbeiten als Maler, Elektriker, Tischler oder Installateure.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das staatliche Institut für berufliche Bildung und Arbeitsstudien IFPELAC soll die Qualifikationen prüfen. Regierungssprecher und Staatsverwaltungsminister Inocêncio Impissa kündigte zudem an, Beschäftigungsmöglichkeiten in Portugal und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung beruft sich dabei auf bestehende Abkommen über die Zusammenarbeit im Arbeitsbereich. Angaben zur Zahl möglicher Stellen oder zu einem konkreten Vermittlungszeitraum machte sie nicht.</p>



<h2 id="h-mehr-als-6-000-malawier-durch-mosambik-zuruckgekehrt" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-6-000-malawier-durch-mosambik-zurueckgekehrt">Mehr als 6.000 Malawier durch Mosambik zurückgekehrt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewalt löste auch eine größere Rückkehrbewegung malawischer Staatsbürger aus. Seit Juni reisten rund 6.156 Malawier auf dem Weg aus Südafrika durch Mosambik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten überquerten die Grenze bei Ressano Garcia oder Ponta do Ouro. Von Maputo wurden sie zur Grenzstation Zóbwè in der Provinz Tete gebracht. Allein in den vergangenen Tagen kamen 771 weitere Menschen hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik wird damit zugleich Herkunfts-, Aufnahme- und Transitland der aktuellen Fluchtbewegung aus Südafrika.</p>



<h2 id="h-sudafrikas-ungleichheit-auch-im-bundestag-untersucht" class="wp-block-heading"><span id="suedafrikas-ungleichheit-auch-im-bundestag-untersucht">Südafrikas Ungleichheit auch im Bundestag untersucht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die gesellschaftlichen Spannungen in Südafrika beschäftigen inzwischen auch den Deutschen Bundestag. Eine im Juni abgeschlossene Ausarbeitung seines Fachbereichs Europa- und Völkerrecht untersucht die fortwirkenden Folgen der Apartheid, die wirtschaftliche Ungleichheit und den rechtlichen Umgang mit historischer Benachteiligung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Papier gibt nicht die Position des Bundestages oder der Bundesregierung wieder. Es wurde als fachliche Auftragsarbeit für einen Abgeordneten erstellt. Seine Veröffentlichung zeigt jedoch, dass die sozialen und politischen Konfliktlinien Südafrikas auch in Deutschland parlamentarisch genauer betrachtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Berufung auf die Weltbank bezeichnet die Ausarbeitung Südafrika als das Land mit der größten wirtschaftlichen Ungleichheit weltweit. Das mittlere Haushaltseinkommen weißer Südafrikaner liegt demnach rund 654 Prozent über dem schwarzer Haushalte. Zugleich bestehen schwarze Haushalte im Durchschnitt aus mehr Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltbank führt einen wesentlichen Teil dieser Unterschiede auf die räumliche und wirtschaftliche Ordnung der Apartheid zurück. Fast 48 Prozent der Ungleichheit beim Pro-Kopf-Konsum lassen sich demnach durch ungleiche Ausgangschancen erklären. Der Faktor Herkunft und die während der Apartheid geschaffenen gesellschaftlichen Kategorien tragen dazu rund 39 Prozent bei.</p>



<h2 id="h-ungleichheit-und-gewalt-hangen-zusammen" class="wp-block-heading"><span id="ungleichheit-und-gewalt-haengen-zusammen">Ungleichheit und Gewalt hängen zusammen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundestagsausarbeitung stellt auch einen Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Kriminalität her. Je größer der wirtschaftliche Abstand zwischen armen und wohlhabenden Bevölkerungsgruppen in einer Region ausfällt, desto höher sind demnach häufig die Kriminalitätsraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika verzeichnet seit Jahren eine sehr hohe Zahl von Morden und anderen Gewalttaten. Zwischen 2016 und 2020 lag die durchschnittliche Mordrate bei 35 Fällen je 100.000 Einwohner. In Deutschland wurde im gleichen Zeitraum etwa ein Fall je 100.000 Einwohner registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gegen Migranten gerichteten Angriffe lassen sich damit nicht allein erklären. Sie treffen jedoch auf ein gesellschaftliches Umfeld, das von Arbeitslosigkeit, ungleicher Verteilung von Einkommen und Wohnraum sowie einer hohen allgemeinen Gewaltbelastung geprägt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich ist die südafrikanische Verfassung ausdrücklich auf Gleichheit und die Überwindung der Apartheid ausgerichtet. Sie verbietet ungerechtfertigte Diskriminierung aufgrund von Herkunft und Hautfarbe und erlaubt Maßnahmen, die historisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen fördern sollen.</p>



<h2 id="h-un-beraterin-warnt-vor-wachsender-abschottung" class="wp-block-heading"><span id="un-beraterin-warnt-vor-wachsender-abschottung">UN-Beraterin warnt vor wachsender Abschottung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonderberaterin der Vereinten Nationen für Afrika, Ahunna Eziakonwa, reagierte auf die jüngsten Anti-Einwanderungsproteste mit einem Appell an die afrikanischen Staaten. Der Kontinent müsse die Freizügigkeit stärken und die regionale Integration vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was man sich zumindest wünschen würde, ist das Verständnis dafür, dass wir eins sind“, <a href="https://www.channelstv.com/2026/07/08/xenophobia-un-special-adviser-on-africa-calls-for-unity-free-movement-across-continent/">sagte</a> Eziakonwa dem nigerianischen Sender <em>Channels Television</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne eine gemeinsame Regelung der Bewegungsfreiheit werde Südafrika nicht das letzte afrikanische Land mit solchen Konflikten bleiben. Die Afrikanische Union müsse deshalb stärker zu einer Gemeinschaft der Menschen werden und dürfe sich nicht auf Abkommen zwischen Regierungen beschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eziakonwa verband dies mit der Forderung nach mehr innerafrikanischem Handel und Investitionen. Die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone solle dazu beitragen, lokale Unternehmen, Verarbeitung und Industrie auszubauen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neun-mosambikaner-bei-fremdenfeindlicher-gewalt-in-suedafrika-getoetet-bundestag-besorgt-ueber-eskalation/">Neun Mosambikaner bei fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika getötet – Bundestag besorgt über Eskalation</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Deutschland fordert Stopp: „Fenster schließt sich“ – UN warnt vor Massengewalt in Sudans El Obeid</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 22:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[IGAD]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Das Zeitfenster schließt sich rasch“: Die UN warnt vor einer Eskalation in El Obeid. Rund 500.000 Menschen könnten von einer Offensive und zunehmenden Drohnenangriffen betroffen sein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid%2F&amp;action_name=Deutschland%20fordert%20Stopp%3A%20%E2%80%9EFenster%20schlie%C3%9Ft%20sich%E2%80%9C%20%E2%80%93%20UN%20warnt%20vor%20Massengewalt%20in%20Sudans%20El%20Obeid&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-fordert-stopp-fenster-schliesst-sich-un-warnt-vor-massengewalt-in-sudans-el-obeid/">Deutschland fordert Stopp: „Fenster schließt sich“ – UN warnt vor Massengewalt in Sudans El Obeid</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen warnen vor einer unmittelbar drohenden Eskalation in El Obeid, die Hunderttausende Menschen gefährden und die Gewalt von Al-Faschir wiederholen könnte. Der Sicherheitsrat befasste sich am Freitag, 26. Juni 2026, mit der Lage in der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Kordofan. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-rsf-fuehrungsfiguren-im-sudan/">Die paramilitärischen Rapid Support Forces haben nach UN-Angaben ihre Präsenz rund um die Stadt verstärkt, während Drohnenangriffe die Zivilbevölkerung und lebenswichtige Infrastruktur treffen.</a> Deutschland und sechs weitere europäische Staaten fordern die RSF auf, ihren Angriff unverzüglich einzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Zeitfenster, um eine umfassendere Eskalation in El Obeid zu verhindern, schließt sich rasch“, erklärte die Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen für politische und friedenskonsolidierende Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo. Ein weiterer militärischer Vorstoß könne neue Fluchtbewegungen auslösen und die Instabilität in der gesamten Region Kordofan verschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF schätzt, dass rund 500.000 Menschen durch die Kämpfe in und um El Obeid gefährdet sind. Unter ihnen befinden sich etwa 100.000 Binnenvertriebene.</p>



<h2 id="h-el-obeid-wird-zum-brennpunkt-des-sudan-krieges" class="wp-block-heading"><span id="el-obeid-wird-zum-brennpunkt-des-sudan-krieges">El Obeid wird zum Brennpunkt des Sudan-Krieges</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">El Obeid liegt an einer strategischen Verbindung zwischen der Hauptstadtregion Khartum und dem westlichen Sudan. <a href="https://fokus-afrika.de/drohnen-werden-zur-toedlichsten-waffe-gegen-zivilisten-im-sudan/" type="post" id="27345">Die Stadt dient zugleich als wichtiges Zentrum für humanitäre Einsätze in Kordofan und Darfur.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen beobachten nach eigenen Angaben erhebliche Truppenverstärkungen der RSF rund um die Stadt. Hinzu kommen verstärkter Beschuss und wiederholte Drohnenangriffe. Die Entwicklungen nähren Befürchtungen, dass die RSF eine Bodenoffensive zur Einnahme El Obeids vorbereiten könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt befindet sich unter Kontrolle der sudanesischen Streitkräfte. Armee und RSF kämpfen seit April 2023 um die politische und militärische Vorherrschaft im Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DiCarlo bezeichnete Kordofan als das gegenwärtige „Epizentrum“ des Konflikts. Auch um Dilling, Kadugli und Babanusa haben sich die Kämpfe verschärft. Die Sicherheitslage in den Bundesstaaten Weißer Nil und Blauer Nil bleibt ebenfalls angespannt.</p>



<h2 id="h-sorge-vor-einer-wiederholung-von-al-faschir" class="wp-block-heading"><span id="sorge-vor-einer-wiederholung-von-al-faschir">Sorge vor einer Wiederholung von Al-Faschir</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der Vereinten Nationen und mehrere Mitglieder des Sicherheitsrats zogen Parallelen zur Einnahme Al-Faschirs durch die RSF im Oktober 2025. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sieht-kennzeichen-von-voelkermord-in-el-fasher/" type="post" id="24852">Nach dem Fall der Hauptstadt Nord-Darfurs wurden zahlreiche Berichte über Massentötungen, Hinrichtungen, Entführungen, willkürliche Inhaftierungen und weitere Übergriffe auf Zivilisten bekannt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die damaligen Verbrechen weisen nach Einschätzung europäischer Außenminister „Merkmale eines Völkermords“ auf. Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, die Niederlande, Norwegen und das Vereinigte Königreich erklärten, eine Wiederholung müsse verhindert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„El Obeid steht am Abgrund einer Gräueltat, die die Wunden vertiefen würde, die dem Sudan bereits in El Faschir zugefügt wurden“, sagte der britische Vertreter James Kariuki im Sicherheitsrat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Dänemark warnte davor, dass El Obeid zu einem „weiteren El Faschir“ werden könnte. Der Sicherheitsrat habe die Verantwortung, vor möglichen Massengräueltaten zu handeln und nicht erst zu reagieren, wenn es zu spät sei.</p>



<h2 id="h-drohnen-treffen-wasser-energie-und-hilfseinrichtungen" class="wp-block-heading"><span id="drohnen-treffen-wasser-energie-und-hilfseinrichtungen">Drohnen treffen Wasser-, Energie- und Hilfseinrichtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die zunehmende Nutzung von Drohnen verändert nach Einschätzung der Vereinten Nationen den Verlauf des Krieges. Angriffe werden dadurch geografisch weiter verteilt, schwerer vorhersehbar und tödlicher für die Zivilbevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In und um El Obeid wurden Strom-, Treibstoff- und Wassereinrichtungen sowie Unterkünfte für Vertriebene getroffen. Die Angriffe haben Versorgungsengpässe verschärft und erschweren die Arbeit humanitärer Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Parteien könnten dieses Kampftempo ohne die hochentwickelten Waffen, die sie durch Unterstützung von außen erhalten, nicht aufrechterhalten“, erklärte DiCarlo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der persönliche Sudan-Gesandte des UN-Generalsekretärs, Pekka Haavisto, verwies ebenfalls auf die internationale Dimension. Die im Sudan eingesetzten Drohnen würden nicht im Land selbst hergestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da Drohnen auch während der Regenzeit eingesetzt werden können, rechnen die Vereinten Nationen nicht mit der sonst üblichen saisonalen Abnahme der Kampfhandlungen.</p>



<h2 id="h-kinder-besonders-stark-von-drohnenangriffen-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="kinder-besonders-stark-von-drohnenangriffen-betroffen">Kinder besonders stark von Drohnenangriffen betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/">UNICEF bezeichnet den Sudan als die größte humanitäre Krise der Welt.</a> Seit Beginn des Krieges wurden mehr als 5.700 schwere Verstöße gegen Kinder bestätigt. Mehr als 5.000 Kinder wurden getötet oder verletzt. Die tatsächliche Zahl dürfte nach Einschätzung des Kinderhilfswerks deutlich höher liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast 80 Prozent der gemeldeten getöteten oder verletzten Kinder in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 waren nach UNICEF-Angaben von Drohnenangriffen betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das laufende Jahr wird erwartet, dass rund 825.000 Kinder unter fünf Jahren an akuter Unterernährung leiden. Insgesamt sind seit Kriegsbeginn mehr als 3,5 Millionen Menschen aus dem Sudan geflohen. Weitere 6,5 Millionen wurden innerhalb des Landes vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Im Sudan endet ein Angriff nicht, wenn die Explosion vorüber ist“, sagte die stellvertretende UNICEF-Exekutivdirektorin Hannan Sulieman. Ein einzelner Angriff könne Kindern zugleich den Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung, Bildung und Schutz nehmen.</p>



<h2 id="h-deutschland-fordert-sofortigen-stopp-des-rsf-angriffs" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-fordert-sofortigen-stopp-des-rsf-angriffs">Deutschland fordert sofortigen Stopp des RSF-Angriffs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2775868-2775868">Deutschland und sechs weitere europäische Staaten forderten die RSF auf, alle Angriffe auf El Obeid unverzüglich einzustellen. </a>Zivilisten müssten die Stadt sicher verlassen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Konfliktparteien seien verpflichtet, einen schnellen und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe zu ermöglichen. Die RSF, die sudanesischen Streitkräfte und ihre jeweiligen Verbündeten müssten deeskalieren und das humanitäre Völkerrecht einhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sieben Staaten verwiesen außerdem auf glaubhafte Hinweise auf eine bevorstehende Offensive. Wiederholte Drohnenangriffe hätten Zivilisten getötet und einen akuten Mangel an Treibstoff, Lebensmitteln und Wasser verursacht. Auch humanitäre Helfer seien gezielt angegriffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Durch Unterstützung von außen wird dieser Konflikt weiterhin aufrechterhalten“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Staaten und andere Akteure, die Einfluss auf die Kriegsparteien haben, müssten diesen nutzen, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.</p>



<h2 id="h-hemedti-verspricht-schutz-der-zivilbevolkerung" class="wp-block-heading"><span id="hemedti-verspricht-schutz-der-zivilbevoelkerung">Hemedti verspricht Schutz der Zivilbevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Gesandter Haavisto telefonierte mit dem <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-rsf-fuehrungsfiguren-im-sudan/" type="post" id="25092">RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo</a>, genannt Hemedti, über die Lage in El Obeid. Hemedti habe ihm zugesichert, Zivilisten nicht anzugreifen und humanitäre Korridore zur Stadt zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das müssen wir nun so genau wie möglich überprüfen“, sagte Haavisto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat hatte die RSF bereits am 20. Juni aufgefordert, jeden Angriff auf El Obeid einzustellen. Die Ratsmitglieder verlangten zugleich Ermittlungen zu allen Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht und den Schutz der Fluchtwege aus der Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somalia forderte im Namen der Demokratischen Republik Kongo und Liberias ein sofortiges Ende aller militärischen Vorstöße auf El Obeid. Die Belagerung der Stadt müsse aufgehoben werden. Der Sicherheitsrat solle die bestehenden Sanktionsinstrumente stärker nutzen.</p>



<h2 id="h-usa-verhangen-neue-sanktionen-gegen-sudan" class="wp-block-heading"><span id="usa-verhaengen-neue-sanktionen-gegen-sudan">USA verhängen neue Sanktionen gegen Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verschaerfen-sudan-sanktionen-und-fordern-abzug-von-kolumbianischen-soeldnern/" type="post" id="26669">Die Vereinigten Staaten kündigten im Sicherheitsrat eine zweite Sanktionsrunde gegen Sudan wegen des mutmaßlichen Einsatzes chemischer Waffen an. </a>Washington wirft dem Land einen Verstoß gegen internationales Recht und gegen das Chemiewaffenübereinkommen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sudans Vertreter wies die Anschuldigungen zurück. Die USA hätten keine Beweise für den Einsatz chemischer Waffen durch die sudanesische Armee vorgelegt. Die Frage solle von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen geprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington verhängte zudem Sanktionen gegen acht Personen und Einrichtungen. Ihnen wird vorgeworfen, Beschaffungs- und Rekrutierungsnetzwerke unterstützt zu haben, durch die sowohl die sudanesischen Streitkräfte als auch die RSF ihre Kampfhandlungen ausweiten konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Vertreter Massad Boulos sprach sich außerdem dafür aus, das bislang auf Darfur begrenzte Waffenembargo auf den gesamten Sudan auszuweiten oder ein neues landesweites Embargo zu beschließen.</p>



<h2 id="h-sudan-und-emirate-streiten-uber-externe-unterstutzung" class="wp-block-heading"><span id="sudan-und-emirate-streiten-ueber-externe-unterstuetzung">Sudan und Emirate streiten über externe Unterstützung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Sudans UN-Botschafter beschuldigte die Vereinigten Arabischen Emirate, die RSF mit Waffen zu versorgen. </a>Internationaler Druck auf Abu Dhabi könne den Krieg beenden, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate wiesen den Vorwurf zurück und bezeichneten ihn als Versuch, von der Verantwortung der Kriegsparteien abzulenken. Der emiratische Vertreter Mohamed Issa Abushahab forderte eine sofortige und bedingungslose humanitäre Waffenruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese solle einen sicheren Zugang für Hilfsorganisationen ermöglichen, in einen dauerhaften Waffenstillstand münden und den Weg zu einer zivil geführten politischen Übergangsordnung öffnen. Sollten die Konfliktparteien eine Waffenruhe ablehnen, müsse der Sicherheitsrat Maßnahmen zur Begrenzung ihrer militärischen Möglichkeiten prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China, Russland, Ägypten, Saudi-Arabien, Äthiopien und die Türkei betonten zugleich die Souveränität und territoriale Einheit des Sudan. Mehrere dieser Staaten warnten davor, Armee und RSF politisch gleichzusetzen oder dem Land eine Lösung von außen aufzuzwingen.</p>



<h2 id="h-erstmals-seit-drei-jahren-gemeinsame-politische-gesprache" class="wp-block-heading"><span id="erstmals-seit-drei-jahren-gemeinsame-politische-gespraeche">Erstmals seit drei Jahren gemeinsame politische Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den militärischen Entwicklungen haben die Afrikanische Union, die Europäische Union, die ostafrikanische Regionalorganisation IGAD, die Arabische Liga und die Vereinten Nationen Gespräche mit sudanesischen Parteien, politischen Gruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Beratungen fanden im April am Rande einer internationalen Sudan-Konferenz in Berlin statt. Anfang Juni folgte ein Treffen in Addis Abeba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haavisto bezeichnete die Gespräche als erste Zusammenkunft sudanesischer politischer Akteure seit drei Jahren, bei der nach einer gemeinsamen Grundlage für einen Friedensprozess gesucht werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die als Quintett bezeichnete Gruppe berät über die Bildung eines Vorbereitungskomitees für einen breiten innersudanesischen Dialog. Daneben unterstützen die Vereinten Nationen Bemühungen der Vereinigten Staaten, Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Vereinigten Arabischen Emirate um eine humanitäre Waffenruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Kriegsparteien gingen nach Haavistos Einschätzung weiterhin davon aus, militärische Erfolge erzielen zu können. Regierungen in der Region und am Golf hätten ihm jedoch deutlich gemacht, dass sie eine militärische Lösung des Konflikts nicht für möglich hielten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sudan-Krieg: Human Rights Watch belastet Emirate wegen kolumbianischer Söldner</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 09:39:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Vorwürfe im Sudan-Krieg: Human Rights Watch bringt die Vereinigten Arabischen Emirate mit kolumbianischen Kämpfern an der Seite der RSF in Verbindung. Im Zentrum stehen Militärstandorte in Abu Dhabi, eine Sicherheitsfirma und die Gewalt in El Fasher.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-krieg-human-rights-watch-belastet-emirate-wegen-kolumbianischer-soeldner%2F&amp;action_name=Sudan-Krieg%3A%20Human%20Rights%20Watch%20belastet%20Emirate%20wegen%20kolumbianischer%20S%C3%B6ldner&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate wegen ihrer mutmaßlichen Rolle im Sudan-Krieg. Die Organisation <a href="https://www.hrw.org/news/2026/05/26/sudan-colombians-linked-to-atrocities-trained-in-uae-bases">veröffentlichte</a> die Vorwürfe am 25. Mai 2026. Demnach sollen kolumbianische private Militärkräfte über emiratische Militärstandorte nach Sudan gelangt sein, um die Rapid Support Forces zu unterstützen. Die paramilitärische Gruppe wird für schwere Verbrechen gegen Zivilisten verantwortlich gemacht, besonders im Kampf um El Fasher in Nord-Darfur.</p>



<h2 id="h-kolumbianer-sollen-uber-emirate-nach-sudan-gelangt-sein" class="wp-block-heading"><span id="kolumbianer-sollen-ueber-emirate-nach-sudan-gelangt-sein">Kolumbianer sollen über Emirate nach Sudan gelangt sein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch beschreibt ein Rekrutierungs- und Einsatznetzwerk, das von Kolumbien über die Vereinigten Arabischen Emirate bis nach Darfur geführt haben soll. Im Zentrum steht die in Abu Dhabi ansässige Sicherheitsfirma Global Security Services Group, kurz GSSG. Sie soll seit 2024 Hunderte kolumbianische private Militärkräfte angeworben haben, die später an der Seite der Rapid Support Forces kämpften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation stützt ihre Darstellung auf Interviews mit zwei kolumbianischen Militärdienstleistern, einem früheren GSSG-Mitarbeiter, acht Bewohnern von El Fasher sowie weiteren Quellen. Zudem prüfte Human Rights Watch Unternehmensunterlagen, offizielle Dokumente, Fotos und Videos aus sozialen Medien. Einige Aufnahmen wurden nach Angaben der Organisation verifiziert und geografisch zugeordnet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach diesen Recherchen passierten die angeworbenen Kämpfer eine Militärbasis in Ghiyathi und eine mutmaßliche militärische Einrichtung in Al Wathba, beide im Emirat Abu Dhabi. Ein kolumbianischer Beteiligter schilderte Human Rights Watch, bei seiner Ankunft in den Emiraten seien keine Einreisestempel in die Pässe gesetzt worden. Anschließend sei seine Gruppe direkt zur Basis Ghiyathi gebracht worden.</p>



<h2 id="h-spuren-fuhren-nach-el-fasher" class="wp-block-heading"><span id="spuren-fuehren-nach-el-fasher">Spuren führen nach El Fasher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch fand Hinweise darauf, dass kolumbianische Militärkräfte im Oktober 2025 in El Fasher waren, als die Rapid Support Forces die Hauptstadt Nord-Darfurs einnahmen. Die Stadt war zuvor über Monate belagert worden. Bewohner berichteten von Tötungen, Vergewaltigungen, Hunger und Angriffen auf Menschen mit Behinderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unabhängige internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zu Sudan hatte die Gewalt in El Fasher bereits im Februar 2026 als Vorgänge mit „Merkmalen eines Völkermords“ beschrieben. Die Kommission sprach von koordinierten Angriffen auf nichtarabische Bevölkerungsgruppen, vor allem auf Fur und Zaghawa.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp" alt="" class="wp-image-23273 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-300x300.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-150x150.webp 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-80x80.webp 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-110x110.webp 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-380x380.webp 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch verifizierte Videos, die ausländische private Militärkräfte, offenbar Kolumbianer, bei Kämpfen in El Fasher zeigen sollen. Sechs Zeugen gaben an, sie hätten helle ausländische Kämpfer an Orten gesehen, an denen es zu Massentötungen durch die RSF gekommen sei. Diese Männer hätten ähnliche Schutzausrüstung getragen wie Personen in den überprüften Videos.</p>
</div></div>



<h2 id="h-vorwurf-der-ausbildung-von-rsf-kraften" class="wp-block-heading"><span id="vorwurf-der-ausbildung-von-rsf-kraeften">Vorwurf der Ausbildung von RSF-Kräften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-verschaerfen-sudan-sanktionen-und-fordern-abzug-von-kolumbianischen-soeldnern/" type="post" id="26669">Die Vorwürfe reichen über den Kampfeinsatz hinaus.</a> Ein kolumbianischer Militärdienstleister sagte Human Rights Watch, er habe im April 2025 RSF-Rekruten in Lagern rund um Nyala im Süden Darfurs ausgebildet. Unter den Rekruten seien viele „junge Kinder“ gewesen. Auch das kolumbianische Medium <em>La Silla Vacía</em> berichtete über Hinweise, dass private Militärkräfte aus Kolumbien RSF-Kindersoldaten trainiert hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das humanitäre Völkerrecht verbietet die Rekrutierung und den Einsatz von Kindern in bewaffneten Konflikten. Bei Kindern unter 15 Jahren gilt dies als Kriegsverbrechen. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen bestätigte für 2024 insgesamt 16 Fälle der Rekrutierung von Kindern durch die RSF und führte die Gruppe auf der UN-Liste schwerer Verstöße gegen Kinder in bewaffneten Konflikten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Waffenfunde verstärken die Vorwürfe. Nach Angaben von Human Rights Watch wurden bei Kolumbianern bulgarische 81-Millimeter-Granaten gefunden. Der französische Sender&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;hatte berichtet, diese Munition sei aus Beständen der Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate abgezweigt worden.</p>



<h2 id="h-abu-dhabi-weist-unterstutzung-fur-rsf-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="abu-dhabi-weist-unterstuetzung-fuer-rsf-zurueck">Abu Dhabi weist Unterstützung für RSF zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Die Vereinigten Arabischen Emirate bestreiten seit Langem, die Rapid Support Forces militärisch zu unterstützen.</a> Abu Dhabi erklärt, seine Hilfe für Sudan sei humanitär. Auch die nun erhobenen Vorwürfe treffen auf ein politisch sensibles Umfeld, da die Emirate international als wichtiger Partner westlicher Staaten gelten und zugleich immer wieder mit der RSF in Verbindung gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch argumentiert, die emiratischen Behörden müssten über Vorgänge auf ihrem Staatsgebiet und auf militärischen Einrichtungen informiert sein. Die Organisation verweist zudem auf das Recht der Emirate, nach dem private Sicherheitsunternehmen ihre Aktivitäten mit den Behörden abstimmen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation schrieb nach eigenen Angaben an GSSG, an die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate und an weitere Beteiligte. Antworten erhielt sie nicht.&nbsp;</p>



<h2 id="h-druck-auf-internationale-partner-wachst" class="wp-block-heading"><span id="druck-auf-internationale-partner-waechst">Druck auf internationale Partner wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Human Rights Watch fordert Untersuchungen gegen GSSG, gegen den Unternehmer Mohamed Hamdan al-Zaabi und gegen weitere Akteure, die die RSF unterstützt haben könnten. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen solle sein Expertengremium zu Sudan mit entsprechenden Ermittlungen beauftragen. Dabei geht es auch um mögliche Verstöße gegen das seit 2004 geltende Waffenembargo für Darfur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation verlangt außerdem, dass Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union mögliche Unterstützungsnetzwerke prüfen und <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-verantwortliche-des-sudan-kriegs/" type="post" id="24115">gezielte Sanktionen vorbereiten</a>. Sie fordert Regierungen auf, militärische Zusammenarbeit und Waffenverkäufe an die Vereinigten Arabischen Emirate auszusetzen, solange die Vorwürfe nicht aufgearbeitet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mausi Segun, Afrika-Direktorin von Human Rights Watch, verband die Vorwürfe mit einem Appell an andere Regierungen. „Die Rekrutierung kolumbianischer privater Militärkräfte fügt sich in eine wachsende Zahl von Belegen ein, dass die Vereinigten Arabischen Emirate militärische Unterstützung für die Rapid Support Forces leisten“, erklärte sie. Regierungen sollten öffentlich verlangen, dass Abu Dhabi keine Waffen, Ausrüstung, Personen und andere militärische Unterstützung mehr an die RSF liefere.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg in Sudan dauert seit April 2023 an.</a> Die sudanesische Armee und die Rapid Support Forces kämpfen um Macht, Territorien und staatliche Kontrolle. Der Konflikt hat Millionen Menschen vertrieben und große Teile des Landes in eine humanitäre Katastrophe gestürzt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kenia kündigt Amnestie für Bürger an, die für Russland kämpfen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kenia-kuendigt-amnestie-fuer-buerger-an-die-fuer-russland-kaempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 21:14:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 1.000 Kenianer sollen für Russlands Krieg angeworben worden sein. Nairobi reagiert mit einer Amnestie, doch der Fall zeigt ein größeres Problem: Arbeitslosigkeit, Täuschung und riskante Migration.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkenia-kuendigt-amnestie-fuer-buerger-an-die-fuer-russland-kaempfen%2F&amp;action_name=Kenia%20k%C3%BCndigt%20Amnestie%20f%C3%BCr%20B%C3%BCrger%20an%2C%20die%20f%C3%BCr%20Russland%20k%C3%A4mpfen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kenia bietet Staatsbürgern Straffreiheit an, die für Russland im Krieg gegen die Ukraine angeworben wurden. Die Entscheidung folgte auf den Moskau-Besuch von Außenminister Musalia Mudavadi am 16. März. <a href="https://fokus-afrika.de/geheimdienst-bestaetigt-1-000-kenianer-sollen-fuer-russland-im-ukraine-krieg-kaempfen/" type="post" id="24864">In Nairobi wächst der Druck, nachdem nach Regierungsangaben mehr als 1.000 Kenianer in russische Rekrutierungsnetzwerke geraten sein sollen.</a> Das kenianische Recht verbietet Staatsbürgern den Dienst in ausländischen Streitkräften ohne schriftliche Erlaubnis des Präsidenten.</p>



<h2 id="h-mehr-als-1-000-kenianer-sollen-angeworben-worden-sein" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-1-000-kenianer-sollen-angeworben-worden-sein">Mehr als 1.000 Kenianer sollen angeworben worden sein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Bericht des kenianischen National Intelligence Service, der am 12. Februar im Parlament vorgestellt wurde, nennt mehr als 1.000 angeworbene Kenianer. Kimani Ichung’wah, Fraktionschef der Regierungsmehrheit, sagte demnach, 89 von ihnen befänden sich weiterhin im Kampfeinsatz. 39 seien in Krankenhäusern, 28 würden vermisst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anwerbung soll in Kenia im Dezember 2024 begonnen haben. Zielgruppen waren vor allem frühere Soldaten, ehemalige Polizisten und Personen mit paramilitärischer Ausbildung, darunter Absolventen des National Youth Service. Viele der Betroffenen waren arbeitslos.</p>



<h2 id="h-hohe-versprechen-in-einem-angespannten-arbeitsmarkt" class="wp-block-heading"><span id="hohe-versprechen-in-einem-angespannten-arbeitsmarkt">Hohe Versprechen in einem angespannten Arbeitsmarkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rekruten wurden monatliche Zahlungen von rund 2.400 US-Dollar sowie einmalige Prämien zwischen 6.200 und 8.300 US-Dollar angeboten. Dem steht ein durchschnittlicher Monatslohn von 159 US-Dollar in Kenia gegenüber. Die Jugendarbeitslosigkeit wird im Material mit 67 Prozent angegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Africa Center for Strategic Studies spricht von einem breiten und systematischen Rekrutierungsprozess, der auf Täuschung beruhe und sich gegen afrikanische Arbeitssuchende und Studierende richte. Demnach sollen Menschen aus 45 afrikanischen Staaten an die Front in der Ukraine gebracht worden sein.</p>



<h2 id="h-vorwurfe-gegen-netzwerke-in-kenia-und-russland" class="wp-block-heading"><span id="vorwuerfe-gegen-netzwerke-in-kenia-und-russland">Vorwürfe gegen Netzwerke in Kenia und Russland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ichung’wah warf Vertretern der russischen Botschaft und kenianischen Botschaftsmitarbeitern in Russland vor, mit Rekrutierungsagenturen und Schleusernetzwerken zusammengearbeitet zu haben. Die russische Botschaft in Kenia wies die Vorwürfe als „gefährlich“ und „irreführend“ zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Rekrutierungsnetz soll auch einzelne Akteure aus kenianischen Sicherheits- und Einwanderungsbehörden sowie Arbeitsvermittlungen umfasst haben. Genannt werden unter anderem die Directorate of Criminal Investigations, die Einwanderungsbehörde und das Arbeitsministerium.</p>



<h2 id="h-regierung-setzt-auf-arbeitsmigration-und-ruckuberweisungen" class="wp-block-heading"><span id="regierung-setzt-auf-arbeitsmigration-und-rueckueberweisungen">Regierung setzt auf Arbeitsmigration und Rücküberweisungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="500" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022.avif" alt="" class="wp-image-19760 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022.avif 500w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022-300x300.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022-150x150.avif 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022-80x80.avif 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022-110x110.avif 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Ruto_Potrait_2022-380x380.avif 380w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Fälle treffen Kenia in einer Phase, in der die Regierung Arbeitsmigration stärker als wirtschaftliches Instrument nutzt. Präsident William Ruto sagte bei den Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit am 1. Mai, Kenia könne jährlich nur 100.000 qualifizierte Arbeitskräfte aufnehmen, die neu auf den Arbeitsmarkt kämen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Federation of Kenya Employers drängen jedes Jahr rund eine Million junge Kenianer auf den Arbeitsmarkt. Viele finden keine formelle Beschäftigung oder verfügen nicht über die Qualifikationen, die offene Stellen verlangen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afd-stellt-migrationsabkommen-mit-kenia-in-frage/" type="post" id="13644">Ruto hat Arbeitsmigration wiederholt als Teil der sozioökonomischen Entwicklung des Landes beschrieben. </a>Sie „nützt sowohl Kenia als auch den Ländern, die unsere Arbeitskräfte aufnehmen“, sagte er. Deshalb verhandle Kenia bilaterale Abkommen, um sichere und geordnete Arbeitsmigration zu ermöglichen.</p>



<h2 id="h-auch-der-golf-bleibt-wichtiges-ziel-fur-kenianer" class="wp-block-heading"><span id="auch-der-golf-bleibt-wichtiges-ziel-fuer-kenianer">Auch der Golf bleibt wichtiges Ziel für Kenianer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Kenianer suchen Arbeit im Ausland, besonders im Nahen Osten. Regierungsschätzungen vom März 2026 nennen mehr als 500.000 Kenianer in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Saudi-Arabien. Viele arbeiten in Haushalten, im Sicherheitsgewerbe, auf Baustellen oder in der Gastronomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Amnesty International dokumentiert für Teile dieser Arbeitsmigration Fälle von Menschenhandel, Rassismus, Zwangsarbeit und menschenunwürdigen Bedingungen. Rückkehrer aus Golfstaaten berichteten über ausstehende Löhne, Hunger, sexuelle Gewalt und Todesfälle im Ausland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rücküberweisungen bleiben ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 2025 überschritten sie die Marke von fünf Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr lagen sie bei 4,95 Milliarden US-Dollar.</p>



<h2 id="h-mudavadi-schlagt-abkommen-mit-russland-vor" class="wp-block-heading"><span id="mudavadi-schlaegt-abkommen-mit-russland-vor">Mudavadi schlägt Abkommen mit Russland vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Mudavadi hat ein formelles bilaterales Abkommen zur Arbeitsmigration mit Russland vorgeschlagen. <a href="https://fokus-afrika.de/kenia-warnt-vor-rekrutierungen-fuer-kriege/" type="post" id="24695">Zugleich kündigte er staatliche Schritte gegen Personen an, die an der Verschleppung von Kenianern an die russische Front beteiligt sein sollen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Emmanuel Wa-Kyendo vom Institute of Economic Affairs Kenya sagte <em><a href="https://issafrica.org/iss-today/economic-hardship-drives-kenyans-onto-russia-s-brutal-frontline">ISS Today</a></em>, jahrzehntelange Planungsfehler und eine Lücke zwischen Ausbildung und Arbeitsmarkt hätten Kenianer dazu gebracht, im Ausland Arbeit zu suchen. Das Problem gehe auf strukturelle Schwächen und mangelhafte Umsetzung wirtschaftspolitischer Maßnahmen zurück.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kenia-kuendigt-amnestie-fuer-buerger-an-die-fuer-russland-kaempfen/">Kenia kündigt Amnestie für Bürger an, die für Russland kämpfen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">President_Ruto_Potrait_2022</media:title>
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		<title>232 Millionen € Sudan-Hilfe wird zum Streitfall im Bundestag</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/232-millionen-e-sudan-hilfe-wird-zum-streitfall-im-bundestag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 21:25:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>232 Millionen Euro deutsche Hilfe für Sudan, 1,5 Milliarden Euro internationale Zusagen, Millionen Menschen auf der Flucht: Im Bundestag prallen humanitäre Verantwortung, Migrationspolitik und der Streit über externe Kriegsakteure aufeinander.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verteidigt ihre Hilfszusagen für den Sudan gegen Kritik aus der Opposition und will zugleich den Druck auf ausländische Unterstützer der Kriegsparteien erhöhen. Die <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw21-de-vereinbarte-debatte-sudan-1174718">Debatte</a> fand am Mittwochabend im Bundestag statt. Außenminister Johann Wadephul bezeichnete die deutschen Hilfen als „geboten“ und „richtig“. Die AfD sprach von „Geldkofferdiplomatie“, Grüne und Linke forderten mehr Druck auf Staaten und Netzwerke, die den Krieg im Sudan weiter befeuern. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wadephul-verteidigt-232-millionen-euro-fur-sudan"><span id="wadephul-verteidigt-232-millionen-euro-fuer-sudan">Wadephul verteidigt 232 Millionen Euro für Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann Wadephul stellte sich in der Debatte hinter die deutschen Zusagen für Sudan und seine Nachbarländer.<a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/" type="post" id="26588"> Deutschland hatte bei der internationalen Sudan-Konferenz Mitte April in Berlin 232 Millionen Euro angekündigt.</a> Insgesamt kamen dort Zusagen von 1,5 Milliarden Euro zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul sagte, Deutschland werde als große Industrienation seiner humanitären Verantwortung gerecht. „Das können wir uns leisten, das müssen wir uns leisten“, erklärte der CDU-Politiker. Die Hilfe diene Menschen, die durch Krieg, Hunger und Vertreibung in existenzieller Not seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister verband die Hilfe mit migrationspolitischen Interessen. Wenn Menschen vor Ort versorgt würden und nicht hungern müssten, sinke der Druck zur Flucht. Zugleich kündigte Wadephul an, Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei weiter auf ihre Verantwortung anzusprechen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-millionen-menschen-auf-der-flucht"><span id="millionen-menschen-auf-der-flucht">Millionen Menschen auf der Flucht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verwies auf die Dimension der Krise. <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Rund zwölf Millionen Sudanesinnen und Sudanesen seien auf der Flucht, 20 Millionen Menschen litten Hunger.</a> Sie sprach zudem von Tausenden Toten sowie von Frauen und Kindern, die sexualisierte Gewalt erlebt hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ministerin wies Kritik an der deutschen Hilfe zurück. <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/" type="post" id="20996">Deutschland müsse die Anrainerstaaten unterstützen, die Millionen Geflüchtete aufnehmen.</a> Zugleich gehe es darum, Schutzräume für Frauen und Kinder zu schaffen und die Grundlagen für ein Leben nach dem Krieg zu erhalten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-2048x1426.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208.jpg 2405w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sagte, Entwicklungszusammenarbeit arbeite auch daran, soziale und wirtschaftliche Strukturen zu bewahren. Als Beispiel nannte sie Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen, damit die Wirtschaft im Krieg nicht vollständig zusammenbricht.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afd-kritisiert-deutsche-hilfszusagen"><span id="afd-kritisiert-deutsche-hilfszusagen">AfD kritisiert deutsche Hilfszusagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stefan Keuter von der AfD bezeichnete das Leid im Sudan als „Tragödie“, griff die Bundesregierung aber scharf an. Die Politik der „reinen Geldkofferdiplomatie“ müsse enden. Sie biete nur „Scheinlösungen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keuter sprach von <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/" type="post" id="27112">einem Stellvertreterkrieg ausländischer Mächte um Rohstoffe, Bodenschätze und Einfluss.</a> Er fragte, ob die Bundesregierung ernsthaft glaube, das Kalkül dieser Akteure „mit deutschen Scheckbüchern wegsubventionieren“ zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD forderte stärkeren diplomatischen Druck auf externe Unterstützer der Kriegsparteien. Zugleich verlangte Keuter mehr Schutz der deutschen und europäischen Außengrenzen vor möglichen Migrationsbewegungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berliner-prinzipien-sollen-zivilgesellschaft-einbinden"><span id="berliner-prinzipien-sollen-zivilgesellschaft-einbinden">Berliner Prinzipien sollen Zivilgesellschaft einbinden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boris Mijatovic von den Grünen nannte die Berliner Sudan-Konferenz ein starkes Signal. Besonders hob er die Einbindung der sudanesischen Zivilgesellschaft hervor. Die Berliner Prinzipien und der „Joint Call to End the War“ seien wichtige Ergebnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mijatovic warnte zugleich, die Konferenz dürfe kein Endpunkt sein. Die Bundesregierung müsse nun helfen, Kriegsökonomien einzudämmen. Er nannte Gold, Gummi arabicum und Öl als Rohstoffe, über deren internationale Lieferketten der Krieg indirekt weiter finanziert werde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-27207 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen forderten außerdem eine konsequente Überwachung des europäischen Waffenembargos. Auch Partnerstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Saudi-Arabien müssten sich daran halten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-linke-fordert-stopp-von-waffenlieferungen"><span id="linke-fordert-stopp-von-waffenlieferungen">Linke fordert Stopp von Waffenlieferungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vinzenz Glaser von der Linken warf der Bundesregierung Heuchelei vor. Sie spreche von humanitärer Verantwortung, behandle aber Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate weiter als wichtige Partner, obwohl deren Rolle im Sudan hoch umstritten sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glaser verwies auf die demokratische Revolution im Sudan und auf die Emergency Response Rooms, die vielerorts selbst organisierte Hilfe leisten. Diese Strukturen trügen heute einen großen Teil der Versorgung, während ihre Finanzierung unsicher bleibe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke forderte einen Stopp aller Waffenlieferungen aus Deutschland. Außerdem verlangte Glaser strengere Regeln für Lieferketten und Sanktionen gegen illegale Handelsstrukturen, die Kriegswirtschaft im Sudan ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wadephul-kundigt-gesprache-mit-regionalmachten-an"><span id="wadephul-kuendigt-gespraeche-mit-regionalmaechten-an">Wadephul kündigt Gespräche mit Regionalmächten an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul wies den Vorwurf zurück, die Bundesregierung bleibe gegenüber externen Akteuren untätig. Er verwies auf Gespräche mit dem türkischen Außenminister und dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate in Berlin. Auch mit Saudi-Arabien und Ägypten wolle er über den Sudan sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister sagte, Deutschland werde diese Staaten an den Berliner Prinzipien messen. Wer Beziehungen zu den Kriegsparteien habe, müsse seiner internationalen und humanitären Verantwortung gerecht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul sprach zudem den Goldhandel an. <a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Die Bundesregierung werde auf EU-Ebene darauf dringen, Akteure rund um diesen Handel stärker in den Blick zu nehmen und Sanktionen zu prüfen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-spd-abgeordnete-warnt-vor-wegsehen"><span id="spd-abgeordnete-warnt-vor-wegsehen">SPD-Abgeordnete warnt vor Wegsehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD-Abgeordnete Sanae Abdi erklärte auf sozialen Medien, der Sudan dürfe nicht wieder von der politischen Agenda verschwinden. Sie sprach von mehr als 33 Millionen Menschen, die auf Hilfe angewiesen seien, von über 13 Millionen Vertriebenen und fast 30 Millionen Hungernden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="722" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-1024x722.jpg" alt="" class="wp-image-14129 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-1024x722.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-300x211.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-768x541.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-380x268.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-800x564.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-1160x818.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae.jpg 1532w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Abdi bezeichnete die Berliner Konferenz als wichtig, weil sie humanitäre Unterstützung mobilisiert und zugleich Druck für Waffenstillstand, humanitären Zugang und einen zivilen Friedensprozess aufgebaut habe. „Geld allein reicht nicht“, erklärte sie. Nötig sei auch politischer Druck auf Konfliktparteien und externe Akteure, die den Krieg weiter anheizten. </p>
</div></div>
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			<media:title type="html">Reem Alabali-Radovan spricht im Plenum</media:title>
			<media:description type="html">Reem Alabali-Radovan, SPD, MdB, hält Rede zu ZP 4 „Aktuelle Stunde – Pläne der Bundesregierung zur schnelleren Einbürgerung“ im Plenum.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>SWP sieht Emirate als Störfaktor in Afrikas Konflikten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 21:11:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sudan, Libyen, Somalia, Äthiopien: Eine neue SWP-Analyse beschreibt die Vereinigten Arabischen Emirate als Störfaktor in Afrikas Konflikten und stellt Deutschlands strategische Partnerschaft mit Abu Dhabi infrage.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fswp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten%2F&amp;action_name=SWP%20sieht%20Emirate%20als%20St%C3%B6rfaktor%20in%20Afrikas%20Konflikten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung Wissenschaft und Politik verschärft ihre Kritik an der Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate in afrikanischen Konflikten. Die Analyse erschien am 13. Mai. Im Zentrum stehen Sudan, Libyen, Somalia und Äthiopien sowie der Vorwurf, Abu Dhabi unterstütze bewaffnete Akteure mit Geld, Waffen, Logistik und politischen Netzwerken. Für Deutschland und Europa berührt die Entwicklung Handelsrouten, Fluchtbewegungen, Sanktionen und die Glaubwürdigkeit internationaler Konfliktlösung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-steht-im-zentrum-der-vorwurfe"><span id="sudan-steht-im-zentrum-der-vorwuerfe">Sudan steht im Zentrum der Vorwürfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan richtet sich der schwerste Vorwurf gegen die Unterstützung der Rapid Support Forces. Die paramilitärische Truppe unter <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-rsf-fuehrungsfiguren-im-sudan/" type="post" id="25092">Mohamed Hamdan Dagalo</a>, genannt Hemedti, kämpft seit 2023 gegen die sudanesischen Streitkräfte. <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg hat die größte humanitäre Krise der Welt ausgelöst.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Einnahme von <a href="https://fokus-afrika.de/massaker-in-el-fasher-460-tote-bei-angriff-auf-krankenhaus-in-darfur/" type="post" id="21372">El-Fasher in Nord-Darfur durch die RSF im Oktober 2025</a> kam es zu Massakern mit mutmaßlich zehntausenden Toten. Die RSF wird für gezielte Gewalt gegen Zivilisten verantwortlich gemacht, darunter sexualisierte Gewalt, Geiselnahmen, Plünderungen, Vertreibungen, Angriffe auf medizinische Einrichtungen und Massentötungen. Besonders betroffen sind nichtarabische Bevölkerungsgruppen wie die Masalit in West-Darfur und die Zaghawa in Nord-Darfur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate bestreiten eine direkte militärische Unterstützung für Konfliktparteien im Sudan. Abu Dhabi verweist auf humanitäre Zusagen und fordert ein Waffenembargo für das gesamte Land. Derzeit gilt ein UN-Embargo nur für Darfur.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-netzwerke-uber-libyen-tschad-und-somalia"><span id="netzwerke-ueber-libyen-tschad-und-somalia">Netzwerke über Libyen, Tschad und Somalia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die mutmaßliche Unterstützung für die RSF läuft über ein Netz aus Lufttransporten, Militärstützpunkten, lokalen Partnern und Transitstaaten. Lieferungen wurden über von Khalifa Haftars Libyan Arab Armed Forces kontrollierte Gebiete in Libyen, über N’Djamena und Amdjarass im Tschad sowie über Stopps in Kenia, Uganda und Ruanda abgewickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bosaso in Puntland diente als Knotenpunkt für Waffen aus Jemen und für den <a href="https://fokus-afrika.de/usa-verschaerfen-sudan-sanktionen-und-fordern-abzug-von-kolumbianischen-soeldnern/" type="post" id="26669">Transport kolumbianischer Söldner in Richtung Sudan.</a> Seit Herbst 2025 soll es zudem ein Ausbildungslager für die RSF in Benishangul-Gumuz im Westen Äthiopiens geben. Teile der militärischen Ausrüstung sollen über Berbera in Somaliland und über Einrichtungen der äthiopischen Streitkräfte weitergeleitet worden sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Oktober 2024 und Ende 2025 wurden 458 Flüge schwerer Transportmaschinen von Militärflughäfen in den Emiraten oder vom emiratischen Umschlagplatz Bosaso nach Ostlibyen registriert. 239 dieser Flüge gingen nach Kufra, einem wichtigen Knotenpunkt für Lieferungen an die RSF. Solche Transporte können die UN-Waffenembargos gegen Libyen und Darfur berühren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lokale-partner-mit-eigener-machtbasis"><span id="lokale-partner-mit-eigener-machtbasis">Lokale Partner mit eigener Machtbasis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das emiratische Vorgehen folgt in mehreren Konflikten einem ähnlichen Muster. Abu Dhabi setzt selten eigene Bodentruppen ein, sondern stützt lokale Akteure mit eigener Machtbasis. Dazu zählen <a href="https://fokus-afrika.de/libyen-krieg-spanien-stoppt-geheime-waffenlieferung-an-haftars-milizen/" type="post" id="21005">Haftars Truppen in Libyen</a>, die RSF im Sudan, die Puntland Maritime Police Force sowie Polizei- und Militäreinheiten in Somaliland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/" type="post" id="24545">In Äthiopien wich das Muster teilweise ab.</a> Während des Krieges im Norden des Landes unterstützten die Emirate die Regierung von Abiy Ahmed gegen die Tigray Defense Forces. Drohnen aus den Emiraten spielten dabei eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Libyen griffen die Emirate früh zugunsten Haftars ein. Sein Angriff auf Tripolis im April 2019 mündete in einen länger andauernden Bürgerkrieg, der eine dauerhafte türkische und russische Militärpräsenz im Land begünstigte. Emiratische Luftabwehrsysteme und Logistik standen während des Krieges in enger Verbindung mit <a href="https://fokus-afrika.de/wagner-chef-dimitri-sitiy-sind-in-20-afrikanischen-staaten-aktiv/" type="post" id="13791">russischen Wagner-Strukturen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hafen-rohstoffe-und-regionale-macht"><span id="haefen-rohstoffe-und-regionale-macht">Häfen, Rohstoffe und regionale Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate haben in den vergangenen Jahren ihre wirtschaftliche Präsenz in Afrika stark ausgebaut. Staatliche Logistikkonzerne wie DP World und AD Ports betreiben oder entwickeln Häfen und dazugehörige Infrastruktur unter anderem in Somalia, Senegal, Tansania, Mosambik, Angola und Ägypten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Projekte schaffen Korridore für Mineralien, Agrargüter und Energierohstoffe zu internationalen Märkten. Sie sichern zugleich Handelswege zwischen Afrika, Asien und Europa. Militärische und politische Einflussnahme kann solche wirtschaftlichen Interessen absichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27406 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Flag_of_the_United_Arab_Emirates-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftlichen Motiven geht es um regionale Macht. Die Emirate konkurrieren mit Saudi-Arabien um Einfluss, Handelsrouten und strategische Drehscheiben. Die Spannungen zwischen beiden Golfstaaten haben sich in Jemen, Sudan und am Roten Meer verschärft. Saudi-Arabien, Ägypten und Somalia schlossen zeitweise ihren Luftraum für emiratische Versorgungsflüge in Richtung RSF.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ideologische-und-familiare-netzwerke"><span id="ideologische-und-familiaere-netzwerke">Ideologische und familiäre Netzwerke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Außenpolitik Abu Dhabis wird auch durch <a href="https://fokus-afrika.de/us-terrorliste-washington-geht-gegen-sudanesische-muslimbruderschaft-vor/" type="post" id="25497">die Gegnerschaft zur Muslimbruderschaft geprägt. </a>Die Herrscherfamilie Al Nahyan bekämpft islamistische Bewegungen, die gesellschaftliche Mobilisierung und politische Beteiligung anstreben. In afrikanischen Konflikten unterstützt Abu Dhabi häufig Akteure, die sich ebenfalls gegen die Muslimbruderschaft oder ihr nahestehende Gruppen positionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Persönliche Netzwerke in den Herrscherfamilien von Abu Dhabi und Dubai spielen ebenfalls eine Rolle. <a href="https://fokus-afrika.de/illegale-goldlieferketten-zwischen-ostkongo-ruanda-und-den-emiraten-offengelegt/" type="post" id="24086">Handelsströme mit Gold und anderen Rohstoffen aus Konfliktgebieten schaffen Einnahmen für bewaffnete Akteure im Sudan, für reguläre Militärstrukturen und für Geschäftspartner in den Emiraten.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-folgen-reichen-bis-nach-europa"><span id="folgen-reichen-bis-nach-europa">Folgen reichen bis nach Europa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan belastet vor allem Nachbarstaaten. Zugleich steigt die Zahl sudanesischer Schutzsuchender auf Mittelmeerrouten nach Europa. In Italien verdoppelte sich der Anteil sudanesischer Staatsangehöriger unter den Ankünften zwischen 2024 und 2025 von drei auf sechs Prozent. In Griechenland stellten Sudanesen 2025 bereits die zweitgrößte Gruppe und machten mehr als ein Fünftel der Ankünfte aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konflikte berühren auch europäische Interessen an sicheren Handelsrouten, stabilen Nachbarregionen, funktionierenden Sanktionen und einer regelbasierten Ordnung. Ohne stärkeren politischen Druck bleibt die Einbindung der Emirate in diplomatische Formate begrenzt wirksam.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-und-brussel-stehen-vor-heikler-interessenabwagung"><span id="berlin-und-bruessel-stehen-vor-heikler-interessenabwaegung">Berlin und Brüssel stehen vor heikler Interessenabwägung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterhält seit 2004 eine strategische Partnerschaft mit den Emiraten. Wirtschaft, Energie, Sicherheit, künstliche Intelligenz, die Kooperation mit Israel und der Wunsch, Abu Dhabi nicht weiter in Richtung China oder Russland zu treiben, prägen das Verhältnis.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="849" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin.jpg" alt="" class="wp-image-27407 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-300x265.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-768x679.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-380x336.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik_Berlin-800x708.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die SWP nennt fünf mögliche Schritte für Deutschland und Europa: deutlichere öffentliche Kritik an destabilisierenden Aktivitäten, konsequentere Finanzsanktionen, eine Überprüfung von Rüstungsexporten, strengere Regeln gegen Geldwäsche und eine Neubewertung der strategischen Partnerschaft. Eine solche Linie würde auch andere externe Akteure erfassen müssen, die Konfliktparteien im Sudan unterstützen, darunter Ägypten, Saudi-Arabien, Russland, die Türkei und Iran.</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Sudan beschuldigt Vereinigte Arabische Emirate und Äthiopien nach Angriff auf Flughafen Khartum</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 10:02:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sudan erhebt schwere Vorwürfe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und Äthiopien: Drohnen sollen vom äthiopischen Bahir Dar aus gestartet sein und den Flughafen Khartum getroffen haben. Die Regierung in Khartum spricht von einem Angriff auf die Souveränität des Landes.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum%2F&amp;action_name=Sudan%20beschuldigt%20Vereinigte%20Arabische%20Emirate%20und%20%C3%84thiopien%20nach%20Angriff%20auf%20Flughafen%20Khartum&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sudan wirft den Vereinigten Arabischen Emiraten und Äthiopien eine direkte Beteiligung an Drohnenangriffen auf den internationalen Flughafen von Khartum und weitere Ziele im Land vor. Am Dienstag erklärten Außenminister Mohieddin Salem und Armeesprecher Asim Awad Abdelwahab in Khartum, die sudanesischen Behörden verfügten über technische Daten zu Starts vom äthiopischen Flughafen Bahir Dar. Der Angriff trifft die Hauptstadt in einer Phase, in der die Armee Khartum wieder unter Kontrolle gebracht hat und der Bürgerkrieg mit den Rapid Support Forces weitergeht. Die beschuldigten Staaten reagierten zunächst nicht auf die neuen Vorwürfe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-khartum-macht-bahir-dar-als-startpunkt-aus"><span id="khartum-macht-bahir-dar-als-startpunkt-aus">Khartum macht Bahir Dar als Startpunkt aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesische Armee erklärte, die jüngsten Drohnenangriffe seien von Bahir Dar in Äthiopien ausgegangen. Ziel waren demnach der internationale Flughafen Khartum, Wohngebiete und militärische Einrichtungen, darunter das Signal Corps in Khartum-Nord und das Ausbildungszentrum Al-Markhiyat in Omdurman.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Armeesprecher Asim Awad Abdelwahab sprach von „schlüssigen Beweisen“ für eine Beteiligung der Vereinigten Arabischen Emirate und Äthiopiens. Die Drohnen seien aus äthiopischem Gebiet gestartet und in den sudanesischen Luftraum eingedrungen. Sudan wertet dies als Angriff auf seine Souveränität.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-27114 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU--1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHeJZsIXwAAEEU-.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Flughafen Khartum war erst in der vergangenen Woche wieder geöffnet worden, nachdem die Armee die Hauptstadt im März 2025 zurückerobert hatte. Bei dem Angriff wurden nach sudanesischen Angaben keine Opfer gemeldet. Der Flugbetrieb wurde für 72 Stunden ausgesetzt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-seriennummer-soll-auf-emirate-verweisen"><span id="seriennummer-soll-auf-emirate-verweisen">Seriennummer soll auf Emirate verweisen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der sudanesischen <a href="https://suna-sd.net/posts/army-spokesperson-presents-documented-evidence-of-uae-ethiopia-involvement-in-khartoum-airport-strike">Darstellung</a> steht eine Drohne mit der Seriennummer S88. Sie sei am 17. März von der sudanesischen Luftabwehr nördlich von El-Obeid abgeschossen worden. Die Auswertung technischer Daten und Rückfragen beim Hersteller hätten ergeben, dass die Drohne den Vereinigten Arabischen Emiraten zugeordnet werde, erklärte die Armee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach sudanesischen Angaben begannen die feindlichen Drohnenoperationen bereits am 1. März. Drei Drohnen seien von Bahir Dar aus gestartet und hätten Ziele in den Bundesstaaten Weißer Nil, Blauer Nil, Nord-Kordofan und Süd-Kordofan angegriffen. Die Drohne mit der Seriennummer S88 sei zuvor unter anderem bei Al-Kurmuk und in weiteren Gebieten des Blauen Nils sowie in Kordofan eingesetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen dem 1. und 4. Mai sei eine weitere Drohne vom Flughafen Bahir Dar aus in den sudanesischen Luftraum eingedrungen. Sie sei bis in den Raum Jebel Aulia verfolgt worden und habe anschließend den Flughafen Khartum sowie weitere Ziele angegriffen, bevor sie abgefangen worden sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-botschafter-aus-addis-abeba-zuruckgerufen"><span id="botschafter-aus-addis-abeba-zurueckgerufen">Botschafter aus Addis Abeba zurückgerufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sudan hat seinen Botschafter aus Äthiopien zu Konsultationen zurückgerufen. Außenminister Mohieddin Salem erklärte, seine Regierung behalte sich eine Antwort „zu einem Zeitpunkt und an einem Ort ihrer Wahl“ vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Khartum will zudem gegen die Vereinigten Arabischen Emirate bei den Vereinten Nationen vorgehen. Die Emirate stehen seit längerem unter sudanesischem Vorwurf, die Rapid Support Forces zu unterstützen. Abu Dhabi weist solche Vorwürfe in der Regel zurück. Äthiopien hatte ähnliche sudanesische Anschuldigungen bereits im März als falsch zurückgewiesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drohnenkrieg-verscharft-lage-in-mehreren-regionen"><span id="drohnenkrieg-verschaerft-lage-in-mehreren-regionen">Drohnenkrieg verschärft Lage in mehreren Regionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Vorwürfe fallen in eine Phase zunehmender Drohnenangriffe in mehreren Kriegsgebieten Sudans. In der Region Blauer Nil erklärte die Sudan People’s Liberation Movement-North unter Abdelaziz El Hilu, bei einem Drohnenangriff der sudanesischen Armee auf das Gebiet Balila in der Lokalität Kurmuk seien zehn Zivilisten getötet und 20 weitere verletzt worden, viele von ihnen Frauen und Kinder. Die Gruppe berichtete zudem von Bränden auf einem Markt, beschädigten Wasserquellen und getötetem Vieh.&nbsp;</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">🧵 Sudan’s Armed Forces (SAF) have published evidence confirming that UAE Akinci drones, deployed at Bahir Dar Airport in northern Ethiopia 🇪🇹, have been used since early March to carry out strikes across Sudan, from Kordofan to the White &amp; Blue Nile states, reaching Khartoum 1/ <a href="https://t.co/fhne7E27pV">https://t.co/fhne7E27pV</a> <a href="https://t.co/mC9GjkE1iX">pic.twitter.com/mC9GjkE1iX</a></p>&mdash; Rich Tedd 🛰 ✈️ (@AfriMEOSINT) <a href="https://twitter.com/AfriMEOSINT/status/2051455897537257745?ref_src=twsrc%5Etfw">May 5, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Omdurman und im Gebiet Kenana im Bundesstaat Weißer Nil wurden zuletzt Drohnenangriffe gemeldet. In Kenana trafen nach Angaben mehrerer Quellen zwei mutmaßlich den Rapid Support Forces zugeschriebene Drohnen eine Tankstelle und ein Treibstofflager. In Omdurman meldete die Armee abgewehrte Drohnenangriffe. Die Emergency Lawyers Group verurteilte zudem den Tod von fünf Zivilisten bei einem Drohnenangriff auf ein Fahrzeug südlich von Omdurman.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zehntausende-menschen-vertrieben"><span id="zehntausende-menschen-vertrieben">Zehntausende Menschen vertrieben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kämpfe im Blauen Nil dauern seit Monaten an. Die Internationale Organisation für Migration meldete zuletzt 745 Vertriebene aus dem Dorf El Kili in der Provinz Kurmuk. Insgesamt sind nach Angaben aus der Region rund 30.000 Menschen aus Kurmuk und Qaysan vertrieben worden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Kordofan verschärft sich die Lage. Die Internationale Organisation für Migration meldete 3.550 Vertriebene aus drei Dörfern in Nord- und Süd-Kordofan. Davon entfielen 2.600 Menschen auf Abu Haraz und Kazqil in der Lokalität Sheikan in Nord-Kordofan sowie 950 Menschen auf Dbeiker in Süd-Kordofan.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Algerien erhöht Ölproduktion nach Austritt der Emirate aus OPEC</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algerien-erhoeht-oelproduktion-nach-austritt-der-emirate-aus-opec/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 15:58:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Algerien erhöht seine Ölproduktion um 6.000 Barrel pro Tag. Die Entscheidung fällt nach einer neuen OPEC+-Absprache und kurz nach dem angekündigten Rückzug der Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Produzentenbündnis.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgerien-erhoeht-oelproduktion-nach-austritt-der-emirate-aus-opec%2F&amp;action_name=Algerien%20erh%C3%B6ht%20%C3%96lproduktion%20nach%20Austritt%20der%20Emirate%20aus%20OPEC&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Algerien erhöht seine Ölproduktion im Rahmen einer neuen OPEC+-Absprache um 6.000 Barrel pro Tag. Die Anhebung gilt für Juni. Die sieben beteiligten Förderstaaten vereinbarten gemeinsam eine zusätzliche Produktion von 188.000 Barrel täglich. Die Entscheidung folgt auf den angekündigten Rückzug der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC und zeigt Algeriens Festhalten an der Zusammenarbeit im Produzentenbündnis.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sieben-opec-staaten-beschliessen-hohere-forderung"><span id="sieben-opec-staaten-beschliessen-hoehere-foerderung">Sieben OPEC+-Staaten beschließen höhere Förderung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung fiel bei einer Videokonferenz der sogenannten G7 der OPEC+, an der Algerien durch Minister Mohamed Arkab vertreten war. Der Begriff bezeichnet in diesem Zusammenhang eine Gruppe von sieben Förderstaaten innerhalb der OPEC+-Kooperation: Algerien, Saudi-Arabien, Irak, Kasachstan, Kuwait, Oman und Russland.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Borma_Algeria_-_panoramio_1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27042 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Borma_Algeria_-_panoramio_1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Borma_Algeria_-_panoramio_1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Borma_Algeria_-_panoramio_1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Borma_Algeria_-_panoramio_1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Borma_Algeria_-_panoramio_1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Borma_Algeria_-_panoramio_1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/El_Borma_Algeria_-_panoramio_1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Staaten setzen im Rahmen von OPEC+ freiwillige Produktionsanpassungen um. Nach Angaben des algerischen Ministeriums für Kohlenwasserstoffe diente das Treffen der regelmäßigen Bewertung des Ölmarkts und der Koordination zwischen den beteiligten Ländern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Erhöhung um 188.000 Barrel pro Tag soll im Juni greifen. Auf Algerien entfällt davon ein Anteil von 6.000 Barrel täglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ministerium-verweist-auf-starkere-nachfrage"><span id="ministerium-verweist-auf-staerkere-nachfrage">Ministerium verweist auf stärkere Nachfrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das algerische Ministerium beschrieb <a href="https://fokus-afrika.de/venezuela-krise-und-oelmarkt-welche-folgen-die-eskalation-um-nicolas-maduro-fuer-algerien-haben-koennte/">die Marktaussichten nach der Sitzung als stabiler</a>. Die beteiligten Minister hätten kurzfristige Entwicklungen auf dem internationalen Ölmarkt bewertet und „ermutigende“ Zeichen einer Erholung festgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der jüngste Rückgang der Nachfrage sei teilweise saisonal bedingt gewesen. Das Ministerium erwartet eine schrittweise Verbesserung des Ölverbrauchs, gestützt durch robuste weltwirtschaftliche Fundamentaldaten und eine Nachfrage, die sich in den kommenden Wochen weiter stärken solle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister bekräftigten nach der Sitzung ihren Willen zu enger und fortlaufender Abstimmung. Sie wollten „verantwortlich, koordiniert und proaktiv“ handeln, um die positive Entwicklung des internationalen Ölmarkts zu unterstützen und seine Stabilität zu bewahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-algerien-halt-nach-vae-ruckzug-an-opec-fest"><span id="algerien-haelt-nach-vae-rueckzug-an-opec-fest">Algerien hält nach VAE-Rückzug an OPEC fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Absprache ist die erste Sitzung der sieben Staaten nach dem angekündigten Rückzug der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC und OPEC+. Algerien reagierte darauf bereits mit einer Erklärung, in der das Ministerium für Kohlenwasserstoffe sein „unerschütterliches Engagement“ für die OPEC und die OPEC+-Zusammenarbeit betonte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algier bezeichnete die OPEC und die OPEC+-Erklärung zur Zusammenarbeit als zentrale Rahmen für die Stabilität des Weltölmarkts. Das Ministerium verwies auf die Rolle der Organisation bei der Verteidigung der Interessen der Produzentenländer, bei der Stabilisierung der Märkte und beim Dialog mit den Verbraucherländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien trat der OPEC 1969 bei. Das Land stellt seine Energiepolitik weiter in den Zusammenhang des Produzentenbündnisses, das 1960 in Bagdad gegründet wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ol-bleibt-kernbereich-der-algerischen-wirtschaftspolitik"><span id="oel-bleibt-kernbereich-der-algerischen-wirtschaftspolitik">Öl bleibt Kernbereich der algerischen Wirtschaftspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Öl- und Gassektor bleibt für Algerien ein zentraler Teil der Wirtschafts- und Außenpolitik. Das Ministerium betonte, die Entwicklung des algerischen Öl- und Gassektors sei historisch und strukturell mit der OPEC verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algier verwies außerdem auf das bevorstehende zehnjährige Jubiläum des Abkommens von Algier. Dieses Abkommen legte die Grundlage für die OPEC+-Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern der OPEC und weiteren Förderstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Produktionsanhebung fällt damit in eine Phase, in der Algerien seine Bindung an das Produzentenbündnis ausdrücklich bestätigt. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten ihren Austritt aus der OPEC und OPEC+ vor dem Hintergrund von Spannungen mit Iran und Golfstaaten, darunter Saudi-Arabien, angekündigt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Trotz Iran-Krieg – Kongos Präsident:  &#8220;Ich setze auf die Golf-Staaten!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/trotz-iran-krieg-kongos-praesident-ich-setze-auf-die-golf-staaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 09:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Amtszeit, klare Prioritäten: Der Präsident der Republik Kongo setzt auf Zentralafrika, Landwirtschaft, Partner aus dem Golf und Diplomatie in Krisenregionen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftrotz-iran-krieg-kongos-praesident-ich-setze-auf-die-golf-staaten%2F&amp;action_name=Trotz%20Iran-Krieg%20%E2%80%93%20Kongos%20Pr%C3%A4sident%3A%20%20%26%238220%3BIch%20setze%20auf%20die%20Golf-Staaten%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der Republik Kongo Denis Sassou-N&#8217;Guesso hat nach seiner Vereidigung für eine neue Amtszeit den Ausbau regionaler Infrastruktur, die Stärkung der Landwirtschaft und engere Wirtschaftsbeziehungen zu den Golfstaaten zu seinen Schwerpunkten erklärt. Kurz nach der Investitur in Brazzaville skizzierte er diese Linie in einem Interview. Er verband sie mit einem Appell an mehr panafrikanische Geschlossenheit und mit dem Versprechen, das Investitionsklima im Land weiter zu verbessern. Für Konflikte in Afrika und im arabischen Raum stellte er erneut Vermittlung und Friedensinitiativen in den Vordergrund.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zentralafrika-als-erster-schwerpunkt"><span id="zentralafrika-als-erster-schwerpunkt">Zentralafrika als erster Schwerpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident sagte, Afrika habe immer dann Erfolge erzielt, wenn es „mit einer Stimme“ gesprochen habe. Als Beispiele nannte er die Befreiungskämpfe auf dem Kontinent und den Widerstand gegen das Apartheid-Regime in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dieser Sicht unterstütze er auch die Linie der Afrikanischen Union zur <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-business-forum-2025-afrikanischer-freihandel-soll-bald-realitaet-werden/" type="post" id="14089">kontinentalen Freihandelszone</a>. Zugleich machte er deutlich, dass wirtschaftliche Integration aus seiner Sicht nur mit besseren Verbindungen zwischen den Staaten vorankommt. Er nannte Straßen, Eisenbahnen, Brücken, Flughäfen, Fluss- und Seeverkehr, Telekommunikation und Energie.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">INTERVIEW DU PRESIDENT DE LA REPUBLIQUE, S.E.M <a href="https://twitter.com/SassouNGuesso_?ref_src=twsrc%5Etfw">@SassouNGuesso_</a> A LA CHAINE SKY NEWS ARABIA <a href="https://t.co/yTkPyFr1Fa">pic.twitter.com/yTkPyFr1Fa</a></p>&mdash; Présidence de la République du Congo &#8211; Officiel (@PR_Congo) <a href="https://twitter.com/PR_Congo/status/2045859526922916078?ref_src=twsrc%5Etfw">April 19, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Für die neue Amtszeit erklärte er die zentralafrikanische Teilregion zum ersten Schwerpunkt. Die Republik Kongo wolle ihre Verbindungen zu den Nachbarstaaten über Verkehrs- und Energieprojekte festigen und damit eine Grundlage für Entwicklung in der Subregion schaffen. Neben Infrastruktur stellte er auch die Nutzung von Rohstoffen, Agrarflächen und Wäldern sowie die Ausbildung junger Menschen heraus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-landwirtschaft-und-ressourcen-im-mittelpunkt"><span id="landwirtschaft-und-ressourcen-im-mittelpunkt">Landwirtschaft und Ressourcen im Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders viel Gewicht legte der Präsident Denis Sassou-N&#8217;Guesso auf die Landwirtschaft. Die Republik Kongo verfüge nach seinen Angaben über rund zehn Millionen Hektar Ackerland, von denen bisher nur ein kleiner Teil genutzt werde. Dieses Potenzial solle stärker erschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben verwies er auf mineralische Rohstoffe, Holz, Fischerei sowie Öl- und Gasvorkommen. Die wirtschaftliche Linie, die er zeichnete, setzt auf eine breitere Nutzung dieser Ressourcen im eigenen Land und in engerer Abstimmung mit anderen afrikanischen Staaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerschaft-mit-den-golfstaaten"><span id="partnerschaft-mit-den-golfstaaten">Partnerschaft mit den Golfstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Beziehungen zur arabischen Welt, vor allem zu den Golfstaaten, warb der Präsident für eine vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit. Er verwies auf Besuche in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Kuwait sowie auf bereits geschlossene Abkommen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF8RwDdXoAAZ3S--1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26682 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF8RwDdXoAAZ3S--1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF8RwDdXoAAZ3S--300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF8RwDdXoAAZ3S--768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF8RwDdXoAAZ3S--1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF8RwDdXoAAZ3S--380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF8RwDdXoAAZ3S--800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF8RwDdXoAAZ3S--1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF8RwDdXoAAZ3S-.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Als Grundlage nannte er Vereinbarungen zum Investitionsschutz und zur Vermeidung von Doppelbesteuerung. Ziel sei eine Partnerschaft zum gegenseitigen Nutzen in Bereichen, in denen beide Seiten über komplementäre Interessen verfügten, darunter Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bergbau, Öl und Gas.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">An potenzielle Investoren richtete er die Botschaft, sein Land sei in Frieden und verfüge über stabile Institutionen. Zugleich sagte er, die Regierung arbeite daran, das Geschäftsklima weiter zu verbessern. Als konkretes Beispiel nannte er die Region um <a href="https://fokus-afrika.de/neue-impulse-fur-informelle-restaurants-in-pointe-noire/" type="post" id="10214">Pointe-Noire</a>. In der Nähe des Tiefseehafens lägen bedeutende Vorkommen von Phosphat, Kali und Gas. Diese Kombination könne die Grundlage für eine Düngemittelproduktion für den kongolesischen Markt, für Afrika und darüber hinaus bilden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frieden-als-leitlinie-in-krisen"><span id="frieden-als-leitlinie-in-krisen">Frieden als Leitlinie in Krisen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGNPHe-XoAAnGer-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26683 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGNPHe-XoAAnGer-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGNPHe-XoAAnGer-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGNPHe-XoAAnGer-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGNPHe-XoAAnGer-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGNPHe-XoAAnGer-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGNPHe-XoAAnGer-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGNPHe-XoAAnGer-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGNPHe-XoAAnGer.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In außenpolitischen Krisen stellte der Präsident erneut Verhandlungen und Vermittlung in den Mittelpunkt. „Man baut nie im Krieg“, sagte er mit Blick auf Konflikte in Afrika und im arabischen Raum. Für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a> bekräftigte er seine Rolle an der Spitze des hochrangigen Ausschusses der Afrikanischen Union und warb erneut für nationale Versöhnung und Wiederaufbau.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu seiner Methode in regionalen Vermittlungen sagte er, dauerhafte Lösungen entstünden nicht durch den Export fertiger Modelle. Jede Krise habe ihre eigene Dynamik und müsse genau analysiert werden. Entscheidend sei, die Konfliktparteien in Demut an einen Punkt gemeinsamen Interesses heranzuführen. Als Beispiele nannte er frühere Vermittlungen in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" type="category" id="285">Zentralafrikanischen Republik</a> und historische Verhandlungen in Brazzaville zwischen Vertretern Südafrikas, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/angola/" type="category" id="49">Angolas</a>, Kubas und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Iran-Krieg setzt Somalia unter Druck: Treibstoffpreise verdoppeln sich</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/iran-krieg-setzt-somalia-unter-druck-treibstoffpreise-verdoppeln-sich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 22:53:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die humanitäre Lage in Somalia verschärft sich weiter, weil die Preise für Treibstoff und lebenswichtige Güter innerhalb weniger&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Firan-krieg-setzt-somalia-unter-druck-treibstoffpreise-verdoppeln-sich%2F&amp;action_name=Iran-Krieg%20setzt%20Somalia%20unter%20Druck%3A%20Treibstoffpreise%20verdoppeln%20sich&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Lage in Somalia verschärft sich weiter, weil die Preise für Treibstoff und lebenswichtige Güter innerhalb weniger Tage stark gestiegen sind. Der Literpreis für Treibstoff sprang zuletzt von 0,60 auf 1,50 US-Dollar. Die Vereinten Nationen warnen, dass sich dadurch Lebensmittel, Wasser und Hilfslieferungen verteuern und eine ohnehin schwere Versorgungskrise weiter zuspitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitlich fällt diese Entwicklung mit der jüngsten Eskalation im Nahen Osten zusammen, die von somalischen Behörden und humanitären Partnern als Hauptursache für den Preisschub genannt wird. Somalia importiert mehr als 90 Prozent seiner grundlegenden Güter. Verzögerungen bei Lieferungen von Nahrungszusätzen, Medikamenten, Wasser- und Sanitärmaterialien treffen das Land deshalb besonders hart.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hilfseinsatze-werden-deutlich-teurer"><span id="hilfseinsaetze-werden-deutlich-teurer">Hilfseinsätze werden deutlich teurer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den höheren Treibstoffkosten steigen auch die Transportkosten für humanitäre Einsätze. Nach Angaben aus dem UN-Umfeld haben sich diese Kosten inzwischen verdoppelt. Das erschwert die Versorgung in einem Land, das bereits unter schwerer Dürre leidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisch ist die Lage, weil mehrere Krisen gleichzeitig aufeinandertreffen. Mindestens 6,5 Millionen Menschen in Somalia leiden unter hohem Hunger. Mehr als 1,8 Millionen Kinder sind von akuter Mangelernährung betroffen. Die seit dem späten vergangenen Jahr anhaltende Dürre hat fast fünf Millionen Menschen getroffen, also rund ein Viertel der Bevölkerung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geldmangel-bremst-die-hilfe"><span id="geldmangel-bremst-die-hilfe">Geldmangel bremst die Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen und ihre Partner verweisen zugleich auf eine große <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-rueckt-afrika-im-februar-in-den-mittelpunkt/" type="post" id="24227">Finanzierungslücke</a>. Für den diesjährigen humanitären Bedarfs- und Reaktionsplan werden 852 Millionen US-Dollar benötigt, um 2,4 Millionen Menschen zu unterstützen. Bislang sind jedoch nur 97 Millionen US-Dollar eingegangen. Das entspricht 11 Prozent des Bedarfs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit fehlt nicht nur Geld für zusätzliche Hilfe. Es fehlen auch Mittel, um auf die jetzt noch teureren Transport- und Versorgungskosten zu reagieren. Gerade in einem Land, das bei Grundgütern so stark von Importen abhängt, wirkt sich jeder neue Kostenschub direkt auf den Alltag der Bevölkerung und auf die Reichweite humanitärer Hilfe aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasident-ruft-zu-einheit-und-unterstutzung-auf"><span id="praesident-ruft-zu-einheit-und-unterstuetzung-auf">Präsident ruft zu Einheit und Unterstützung auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund hat Präsident Hassan Sheikh Mohamud in seiner Ansprache zum Eid al-Fitr zu nationalem Zusammenhalt und größerer Unterstützung für besonders betroffene Bevölkerungsgruppen aufgerufen. Er forderte Geschäftsleute, Diaspora-Netzwerke und leistungsfähige Teile der Gesellschaft auf, finanzielle und logistische Hilfe für Menschen zu mobilisieren, die unter den jüngsten Klimaschocks und wirtschaftlichen Belastungen leiden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HC1QI68XcAAeYGE-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-25821 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HC1QI68XcAAeYGE-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HC1QI68XcAAeYGE-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HC1QI68XcAAeYGE-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HC1QI68XcAAeYGE-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HC1QI68XcAAeYGE-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HC1QI68XcAAeYGE-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HC1QI68XcAAeYGE.jpeg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verband diese soziale Mobilisierung mit der Sicherheitslage des Landes. Er stellte die <a href="https://fokus-afrika.de/somalia-bietet-den-usa-militaerischen-zugang-zu-haefen-und-flughaefen/">laufenden Operationen gegen extremistische Gruppen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe</a> dar und warb für die Unterstützung der Bevölkerung. Gleichzeitig betonte er, dass soziale Stabilität und Hilfe für verletzliche Gruppen Teil der nationalen Widerstandskraft seien.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mogadischu-positioniert-sich-auch-aussenpolitisch"><span id="mogadischu-positioniert-sich-auch-aussenpolitisch">Mogadischu positioniert sich auch außenpolitisch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu hat die somalische Regierung die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">iranischen Angriffe</a> auf kritische Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten <a href="https://sonna.so/en/somalia-condemns-iranian-attacks-on-critical-energy-infrastructure-in-saudi-arabia-qatar-and-the-emirates/">scharf verurteilt</a>. Mogadischu sprach von einem schweren Verstoß gegen das Völkerrecht und einer Bedrohung für Sicherheit und Stabilität in der Region.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HCrPyMYaUAMEKVR-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-25822 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HCrPyMYaUAMEKVR-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HCrPyMYaUAMEKVR-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HCrPyMYaUAMEKVR-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HCrPyMYaUAMEKVR-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HCrPyMYaUAMEKVR-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HCrPyMYaUAMEKVR.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Somalia stellte sich dabei ausdrücklich an die Seite Saudi-Arabiens, Katars und der Emirate. Die Regierung in Mogadischu rief zu Deeskalation und Dialog auf und verwies auf die Bedeutung sicherer Energiekorridore. Für Somalia ist das auch eine eigene strategische Frage, weil das Land an wichtigen Seerouten liegt und von stabilen Handels- und Lieferwegen besonders abhängig ist.</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Emirate hindern algerische Staatsbürger an Ausreise</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/emirate-hindern-algerische-staatsbuerger-an-ausreise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 13:19:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehrere algerische Staatsbürger in den Vereinigten Arabischen Emiraten konnten Berichten zufolge nicht an Bord eines Evakuierungsfluges von Air&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Femirate-hindern-algerische-staatsbuerger-an-ausreise%2F&amp;action_name=Emirate%20hindern%20algerische%20Staatsb%C3%BCrger%20an%20Ausreise&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere algerische Staatsbürger in den Vereinigten Arabischen Emiraten konnten Berichten zufolge nicht an Bord eines Evakuierungsfluges von Air Algérie gehen. Der Vorfall wurde am 5. März 2026 bekannt, während sich die Sicherheitslage im Nahen Osten im Zusammenhang mit militärischen Auseinandersetzungen zwischen Iran und einer israelisch-amerikanischen Allianz verschärft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der algerischen Zeitung <em><a href="https://www.elkhabar.com">El Khabar</a></em> verweigerten Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate Mitgliedern der algerischen Gemeinschaft die Genehmigung, einen Flug der staatlichen Fluggesellschaft Air Algérie zu besteigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-evakuierungsversuche-im-kontext-regionaler-eskalation"><span id="evakuierungsversuche-im-kontext-regionaler-eskalation">Evakuierungsversuche im Kontext regionaler Eskalation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Beginn der militärischen Angriffe auf iranische Ziele am 28. Februar verlassen zahlreiche ausländische Staatsbürger Staaten der Golfregion.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/USS_Gerald_R_Ford_Conducts_Operations_in_Support_of_Operation_Epic_Fury_9546221-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25340 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/USS_Gerald_R_Ford_Conducts_Operations_in_Support_of_Operation_Epic_Fury_9546221-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/USS_Gerald_R_Ford_Conducts_Operations_in_Support_of_Operation_Epic_Fury_9546221-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/USS_Gerald_R_Ford_Conducts_Operations_in_Support_of_Operation_Epic_Fury_9546221-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/USS_Gerald_R_Ford_Conducts_Operations_in_Support_of_Operation_Epic_Fury_9546221-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/USS_Gerald_R_Ford_Conducts_Operations_in_Support_of_Operation_Epic_Fury_9546221-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/USS_Gerald_R_Ford_Conducts_Operations_in_Support_of_Operation_Epic_Fury_9546221-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/USS_Gerald_R_Ford_Conducts_Operations_in_Support_of_Operation_Epic_Fury_9546221.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Iran reagierte nach Angaben regionaler Medien mit Raketen- und Drohnenangriffen auf amerikanische Militärstützpunkte im Nahen Osten. Die Situation hat in mehreren Ländern der Region zu erhöhter Unsicherheit geführt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund versuchten algerische Staatsbürger, das Land über einen Sonderflug von Air Algérie zu verlassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-aus-algerischen-politischen-kreisen"><span id="kritik-aus-algerischen-politischen-kreisen">Kritik aus algerischen politischen Kreisen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Berichterstatter des außenpolitischen Ausschusses der algerischen Nationalversammlung, Hicham Benhaddad, kritisierte das Vorgehen der emiratischen Behörden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="750" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assemblee_populaire_nationale_Algerie-1024x750.jpg" alt="" class="wp-image-25341 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assemblee_populaire_nationale_Algerie-1024x750.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assemblee_populaire_nationale_Algerie-300x220.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assemblee_populaire_nationale_Algerie-768x562.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assemblee_populaire_nationale_Algerie-380x278.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assemblee_populaire_nationale_Algerie-800x586.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assemblee_populaire_nationale_Algerie-1160x849.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assemblee_populaire_nationale_Algerie.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gegenüber <em>El Khabar</em> erklärte er, Notfallevakuierungen seien „dringende humanitäre Maßnahmen“, die auf etablierten Grundsätzen des internationalen Rechts beruhen, darunter dem Schutz von Zivilisten und der Trennung humanitärer Fragen von politischen Konflikten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Benhaddad betonte zudem, der Schutz eigener Staatsbürger im Ausland sei eine staatliche Verantwortung und Teil international anerkannter konsularischer Aufgaben. Eine Stellungnahme aus den Emiraten zu den Vorwürfen liegt zur Zeit noch nicht vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angespannte-beziehungen-zwischen-algerien-und-den-emiraten"><span id="angespannte-beziehungen-zwischen-algerien-und-den-emiraten">Angespannte Beziehungen zwischen Algerien und den Emiraten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall fällt in eine Phase bereits <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-wirft-den-vereinigten-arabischen-emiraten-wahleinmischung-vor-und-kuendigt-luftverkehrsabkommen/" type="post" id="24410">belasteter Beziehungen</a> zwischen Algerien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spannungen zwischen beiden Staaten stehen im Zusammenhang mit unterschiedlichen Positionen zu politischen Entwicklungen im arabischen Raum und in Teilen Afrikas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar 2026 kündigte Algerien als Reaktion auf diese Differenzen das <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-wirft-den-vereinigten-arabischen-emiraten-wahleinmischung-vor-und-kuendigt-luftverkehrsabkommen/" type="post" id="24410">bilaterale Luftverkehrsabkommen</a> von 2013 mit den Emiraten.</p>
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			<media:title type="html">USS_Gerald_R_Ford_Conducts_Operations_in_Support_of_Operation_Epic_Fury_(9546221)</media:title>
			<media:description type="html">An F/A-18E Super Hornet aircraft, attached to Strike Fighter Squadron 37, lands on the flight deck of the world’s largest aircraft carrier, USS Gerald R. Ford (CVN 78), while operating in support of Operation Epic Fury in the Eastern Mediterranean Sea, March 2, 2026. (U.S. Navy photo)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokko verurteilt iranische Raketenangriffe und sichert Golfstaaten Unterstützung zu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 20:07:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marokko hat die iranischen Raketenangriffe auf mehrere arabische Staaten scharf verurteilt und den betroffenen Ländern seine volle Unterstützung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu%2F&amp;action_name=Marokko%20verurteilt%20iranische%20Raketenangriffe%20und%20sichert%20Golfstaaten%20Unterst%C3%BCtzung%20zu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Marokko hat die iranischen Raketenangriffe auf mehrere arabische Staaten scharf verurteilt und den betroffenen Ländern seine volle Unterstützung zugesichert. König Mohammed VI. führte dazu am Samstag Telefonate mit führenden Staats- und Regierungschefs der Golfregion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Februar erklärte das marokkanische Außenministerium, die Angriffe stellten eine „eklatante Verletzung der nationalen Souveränität“ der betroffenen Staaten dar und seien eine „direkte Bedrohung für die Stabilität der Region“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-telefonate-mit-golfstaaten"><span id="telefonate-mit-golfstaaten">Telefonate mit Golfstaaten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="767" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-767x1024.jpg" alt="" class="wp-image-25226 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-767x1024.jpg 767w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-768x1025.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-380x507.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty-800x1068.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Mohammed_VI_behind_a_family_tree_of_the_Alaoui_dynasty.jpg 960w" sizes="(max-width: 767px) 100vw, 767px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Königlichen Kabinetts sprach Mohammed VI. mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, mit Bahrains König Hamad bin Isa Al Khalifa, mit dem saudischen Kronprinzen und Ministerpräsidenten Mohammed bin Salman sowie mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der König bekräftigte die „starke Verurteilung der offensichtlichen Angriffe“ auf die Souveränität dieser Staaten. Er versicherte ihnen die „volle Unterstützung und Solidarität“ Marokkos bei allen legitimen Maßnahmen zum Schutz ihrer Sicherheit.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatte das Außenministerium ausdrücklich die Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait, Jordanien und Saudi-Arabien verurteilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auswirkungen-auf-den-luftverkehr"><span id="auswirkungen-auf-den-luftverkehr">Auswirkungen auf den Luftverkehr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die militärische Eskalation wirkte sich unmittelbar auf den Luftverkehr aus. Die nationale Fluggesellschaft Royal Air Maroc teilte mit, Flüge von und nach Katar würden wieder aufgenommen, sobald der katarische Luftraum sicher geöffnet werde. Passagiere wurden aufgefordert, den Status ihrer Flüge regelmäßig zu überprüfen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-25227 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-1024x577.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-768x433.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-800x451.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CN-ROB-_Royal_Air_Maroc_Boeing_B737-800.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten in der Region, darunter Iran, Irak, Israel, Syrien, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate, kündigten zumindest teilweise Luftraumsperrungen an. Zahlreiche internationale Fluggesellschaften setzten daraufhin Verbindungen aus.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsdimension-fur-marokko"><span id="sicherheitsdimension-fuer-marokko">Sicherheitsdimension für Marokko</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko verweist seit Jahren auf Spannungen mit dem Iran. Rabat hatte 2018 die diplomatischen Beziehungen zu Teheran abgebrochen und dem Iran vorgeworfen, über die <a href="https://www.welt.de/politik/ausland/plus248426070/Geheimdienstberichte-Irans-weltumspannendes-Terror-Netz-gegen-Israel.html">Revolutionsgarden Kontakte zur Polisario-Front</a> zu unterhalten. <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">Iran weist militärische Verbindungen zurück.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 2024 hatte die iranische Vertreterin Zahra Ershadi vor der Vierten Kommission der Vereinten Nationen Marokko unter anderem vorgeworfen, Ressourcen in der Westsahara auszubeuten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-verbot-von-solidaritatskundgebungen"><span id="verbot-von-solidaritaetskundgebungen">Verbot von Solidaritätskundgebungen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. März untersagten die marokkanischen Behörden mehrere Solidaritätskundgebungen mit dem Iran in Rabat und Tanger. In der Hauptstadt sperrten Sicherheitskräfte den Zugang zum Parlamentsplatz an der Avenue Mohammed V. In Tanger wurde eine geplante Versammlung auf der Place Iberia aufgelöst. Nach Angaben lokaler Medien kam es dabei zu keinen gewaltsamen Zwischenfällen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ölpreis von 120 Dollar pro Barrel möglich</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/oelpreis-von-120-dollar-pro-barrel-moeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 14:25:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die militärische Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran wirkt sich unmittelbar auf den globalen Ölmarkt aus.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Foelpreis-von-120-dollar-pro-barrel-moeglich%2F&amp;action_name=%C3%96lpreis%20von%20120%20Dollar%20pro%20Barrel%20m%C3%B6glich&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die militärische Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran wirkt sich unmittelbar auf den globalen Ölmarkt aus. Am Sonntag beschlossen acht Staaten des erweiterten Opec+-Bündnisses eine erneute Produktionsausweitung. Die zusätzlichen Mengen sollen ab April auf den Markt kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des algerischen Ministeriums für Energie und Bergbau erhöhen die beteiligten Länder ihre gemeinsame Förderung um 206.000 Barrel pro Tag. Algerien entfällt dabei auf ein Plus von 6.000 Barrel täglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-produktionsanhebung-in-geopolitisch-angespannter-lage"><span id="produktionsanhebung-in-geopolitisch-angespannter-lage">Produktionsanhebung in geopolitisch angespannter Lage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An der Videokonferenz nahmen Algerien, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/" type="post_tag" id="565">Saudi-Arabien</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/" type="post_tag" id="519">Vereinigten Arabischen Emirate</a>, Irak, Kasachstan, Kuwait, Oman und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> teil. Die acht Staaten gehören zu den Unterzeichnern der sogenannten Erklärung zur Zusammenarbeit innerhalb von Opec+.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="783" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Wien_-_OPEC-Zentrale_a-2-1024x783.jpg" alt="" class="wp-image-25207 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Wien_-_OPEC-Zentrale_a-2-1024x783.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Wien_-_OPEC-Zentrale_a-2-300x229.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Wien_-_OPEC-Zentrale_a-2-768x587.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Wien_-_OPEC-Zentrale_a-2-380x291.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Wien_-_OPEC-Zentrale_a-2-800x612.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Wien_-_OPEC-Zentrale_a-2-1160x887.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Wien_-_OPEC-Zentrale_a-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ziel der Entscheidung sei es, die Koordination zu stärken und Marktstabilität zu gewährleisten. Die Minister führten nach Angaben des algerischen Ministeriums „vertiefte und konstruktive Konsultationen“ über die kurzfristigen Perspektiven des Ölmarktes. Zwar sei die Nachfrage aktuell saisonbedingt gedämpft, mittelfristig werde jedoch eine schrittweise Erholung erwartet.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beschluss fällt in eine Phase erhöhter Unsicherheit. Nach Beginn der militärischen Auseinandersetzungen am 28. Februar haben Marktteilnehmer verstärkt auf mögliche Versorgungsrisiken reagiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-preisprognosen-zwischen-100-und-120-dollar"><span id="preisprognosen-zwischen-100-und-120-dollar">Preisprognosen zwischen 100 und 120 Dollar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der wirtschaftliche Berater des Kreml, Kirill Dmitriew, erklärte auf der Plattform X, der Ölpreis könne von derzeit rund 72 US-Dollar auf „100 Dollar in Kürze“ steigen. Der Analyst Homayoun Falakshahi vom Analysehaus Kpler sagte dem Sender&nbsp;<em>BFMTV</em>, bei einer längeren militärischen Eskalation sei auch ein Anstieg auf 120 Dollar pro Barrel möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit gilt der Straße von Hormus. Nach Angaben der US-Energieinformationsbehörde EIA passierten dort im Jahr 2024 täglich rund 20 Millionen Barrel Rohöl. Das entspricht etwa 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Eine Blockade der Meerenge würde erhebliche Auswirkungen auf die globale Versorgung haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reedereien-passen-routen-an"><span id="reedereien-passen-routen-an">Reedereien passen Routen an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits jetzt reagieren internationale Reedereien auf die Sicherheitslage. Der französische Konzern CMA CGM teilte mit, sämtliche Schiffe im Persischen Golf seien angewiesen worden, geschützte Zonen anzulaufen. Die Durchfahrt durch den Suezkanal werde bis auf Weiteres ausgesetzt, betroffene Schiffe würden über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Hapag-Lloyd kündigte entsprechende Maßnahmen an.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bericht über geheimes Ausbildungslager belastet Äthiopiens Rolle im Sudan-Krieg</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 17:07:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Äthiopien soll in seiner westlichen Grenzregion ein geheimes Ausbildungslager für Kämpfer der sudanesischen Rapid Support Forces eingerichtet haben.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg%2F&amp;action_name=Bericht%20%C3%BCber%20geheimes%20Ausbildungslager%20belastet%20%C3%84thiopiens%20Rolle%20im%20Sudan-Krieg&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Äthiopien soll in seiner westlichen Grenzregion ein geheimes Ausbildungslager für Kämpfer der sudanesischen Rapid Support Forces eingerichtet haben. Nach Recherchen von <em><a href="https://www.reuters.com/investigations/ethiopia-builds-secret-camp-train-sudan-rsf-fighters-sources-say-2026-02-10/">Reuters</a></em> trainieren dort seit Monaten Tausende Rekruten für den Einsatz im sudanesischen Bürgerkrieg. Die Vorwürfe markieren erstmals konkrete Hinweise auf eine direkte äthiopische Beteiligung an dem Konflikt im Nachbarland Sudan.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reuters-meldet-ausbildung-von-rsf-kampfern-nahe-der-sudanesischen-grenze"><span id="reuters-meldet-ausbildung-von-rsf-kaempfern-nahe-der-sudanesischen-grenze">Reuters meldet Ausbildung von RSF-Kämpfern nahe der sudanesischen Grenze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Informationen wurden am 10. Februar öffentlich und beruhen nach Angaben der Nachrichtenagentur auf Aussagen mehrerer äthiopischer Regierungs- und Sicherheitsquellen sowie auf ausgewerteten Satellitenbildern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-lage-und-umfang-des-mutmasslichen-lagers"><span id="lage-und-umfang-des-mutmasslichen-lagers">Lage und Umfang des mutmaßlichen Lagers</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Lager befindet sich demnach im Bezirk Menge in der Region Benishangul-Gumuz, rund 30 Kilometer von der sudanesischen Grenze entfernt. Satellitenaufnahmen zeigen hunderte Zelte, militärische Fahrzeuge sowie anhaltende Bautätigkeit. Interne Sicherheitsdokumente gehen von einer Kapazität von bis zu 10.000 Kämpfern aus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="709" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FE2H3DEJLRB3BB7TUXRVJZKJOU.png-1024x709.avif" alt="" class="wp-image-24546 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FE2H3DEJLRB3BB7TUXRVJZKJOU.png-1024x709.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FE2H3DEJLRB3BB7TUXRVJZKJOU.png-300x208.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FE2H3DEJLRB3BB7TUXRVJZKJOU.png-768x532.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FE2H3DEJLRB3BB7TUXRVJZKJOU.png-1536x1063.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FE2H3DEJLRB3BB7TUXRVJZKJOU.png-380x263.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FE2H3DEJLRB3BB7TUXRVJZKJOU.png-800x554.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FE2H3DEJLRB3BB7TUXRVJZKJOU.png-1160x803.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/FE2H3DEJLRB3BB7TUXRVJZKJOU.png.avif 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben aus äthiopischen Sicherheitskreisen befanden sich Anfang Januar mehr als 4.000 RSF-Kämpfer in militärischer Ausbildung. Mehrere Quellen erklärten, dass bereits Hunderte Absolventen in den vergangenen Wochen die Grenze überquert hätten, um die RSF im sudanesischen Bundesstaat Blue Nile zu unterstützen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-zur-rolle-der-vereinigten-arabischen-emirate"><span id="vorwuerfe-zur-rolle-der-vereinigten-arabischen-emirate">Vorwürfe zur Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere von <em>Reuters</em> zitierte <a href="https://fokus-afrika.de/illegale-goldlieferketten-zwischen-ostkongo-ruanda-und-den-emiraten-offengelegt/" type="post" id="24086">Quellen führen die Finanzierung</a> des Lagers auf die Vereinigten Arabischen Emirate zurück. Demnach sollen Bau, logistische Unterstützung und militärische Ausbildung durch emiratische Stellen erfolgt sein. Ein internes äthiopisches Sicherheitsdokument sowie ein diplomatisches Schreiben stützen diese Darstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate wies eine Beteiligung zurück und erklärte, nicht Teil des sudanesischen Konflikts zu sein. Eine unabhängige Bestätigung der Finanzierungsangaben liegt bislang nicht vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verbindung-zur-athiopischen-militarfuhrung"><span id="verbindung-zur-aethiopischen-militaerfuehrung">Verbindung zur äthiopischen Militärführung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben aus Sicherheits- und Diplomatenkreisen soll General Getachew Gudina, Leiter des militärischen Nachrichtendienstes der äthiopischen Streitkräfte, den Aufbau des Lagers koordiniert haben. Offizielle Stellen in Addis Abeba äußerten sich zu den Vorwürfen nicht. Auch die Rapid Support Forces sowie die sudanesischen Streitkräfte reagierten nicht auf Anfragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ausbau-militarischer-infrastruktur-in-grenznahe"><span id="ausbau-militaerischer-infrastruktur-in-grenznaehe">Ausbau militärischer Infrastruktur in Grenznähe</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Lagerbau wurde der Flughafen Asosa, rund 50 Kilometer entfernt, umfangreich ausgebaut. Satellitenbilder zeigen neue Hangars, befestigte Flächen sowie Einrichtungen, die von Militärexperten als Bodenstationen für <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Drohneneinsätze</a> eingeordnet werden. Mehrere regionale Beobachter sehen darin einen Teil einer strategischen Verlagerung äthiopischer Militärkapazitäten an die Westgrenze.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UIIKGJX7BJAYBAO54CS5LL3VUQ.png-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-24547 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UIIKGJX7BJAYBAO54CS5LL3VUQ.png-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UIIKGJX7BJAYBAO54CS5LL3VUQ.png-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UIIKGJX7BJAYBAO54CS5LL3VUQ.png-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UIIKGJX7BJAYBAO54CS5LL3VUQ.png-1536x1025.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UIIKGJX7BJAYBAO54CS5LL3VUQ.png-380x254.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UIIKGJX7BJAYBAO54CS5LL3VUQ.png-800x534.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UIIKGJX7BJAYBAO54CS5LL3VUQ.png-1160x774.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UIIKGJX7BJAYBAO54CS5LL3VUQ.png.avif 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Nähe des Lagers zur Großen Äthiopischen Renaissance-Talsperre hat zusätzlich Besorgnis ausgelöst. Regionale Diplomaten äußerten die Befürchtung, dass eine Ausweitung der Kämpfe im Grenzgebiet auch kritische Infrastruktur in Mitleidenschaft ziehen könnte.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sudan-krieg-zieht-nachbarstaaten-tiefer-hinein"><span id="sudan-krieg-zieht-nachbarstaaten-tiefer-hinein">Sudan-Krieg zieht Nachbarstaaten tiefer hinein</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bürgerkrieg im Sudan dauert seit 2023 an und hat <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/" type="post" id="20996">Millionen Menschen zur Flucht</a> gezwungen. Neben <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/" type="category" id="52">Tschad</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a> geraten zunehmend auch weitere Nachbarstaaten unter Druck. Internationale Beobachter warnen seit Monaten vor einer Regionalisierung des Konflikts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nun bekannt gewordenen Vorwürfe verstärken diese Sorge. Die mögliche Ausbildung sudanesischer Milizen auf äthiopischem Staatsgebiet würde eine neue Dimension der Verflechtung regionaler Akteure im Sudan-Krieg markieren.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bericht-ueber-geheimes-ausbildungslager-belastet-aethiopiens-rolle-im-sudan-krieg/">Bericht über geheimes Ausbildungslager belastet Äthiopiens Rolle im Sudan-Krieg</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Algerien wirft den Vereinigten Arabischen Emiraten Wahleinmischung vor und kündigt Luftverkehrsabkommen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algerien-wirft-den-vereinigten-arabischen-emiraten-wahleinmischung-vor-und-kuendigt-luftverkehrsabkommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 11:25:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune hat den Vereinigten Arabischen Emiraten Einmischung in algerische Wahlen vorgeworfen und die Beziehungen öffentlich belastet. Die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgerien-wirft-den-vereinigten-arabischen-emiraten-wahleinmischung-vor-und-kuendigt-luftverkehrsabkommen%2F&amp;action_name=Algerien%20wirft%20den%20Vereinigten%20Arabischen%20Emiraten%20Wahleinmischung%20vor%20und%20k%C3%BCndigt%20Luftverkehrsabkommen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-wirft-den-vereinigten-arabischen-emiraten-wahleinmischung-vor-und-kuendigt-luftverkehrsabkommen/">Algerien wirft den Vereinigten Arabischen Emiraten Wahleinmischung vor und kündigt Luftverkehrsabkommen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der algerische Präsident <strong>Abdelmadjid Tebboune</strong> hat den Vereinigten Arabischen Emiraten Einmischung in algerische Wahlen vorgeworfen und die Beziehungen öffentlich belastet. Die Vorwürfe äußerte er in einem Interview mit algerischen Medien, das im staatlichen Fernsehen und Radio ausgestrahlt wurde. Kurz zuvor leitete Algerien die Kündigung des bilateralen Luftverkehrsabkommens ein, das seit 2013 gilt. Die Maßnahme eröffnet den Weg zu einem Stopp der Flugverbindungen zwischen beiden Ländern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-offentliche-vorwurfe-in-medieninterview"><span id="oeffentliche-vorwuerfe-in-medieninterview">Öffentliche Vorwürfe in Medieninterview</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tebboune sprach in dem Interview von wiederholten Eingriffen eines Golfstaates in innere Angelegenheiten Algeriens, ohne das Land namentlich zu nennen. Er erklärte, es habe Versuche gegeben, sich in <a href="https://fokus-afrika.de/neue-regierung-durch-praesident-tebboune-ernannt/">mehrere Wahlgänge</a> einzumischen. Wörtlich sagte er, dieser Staat „mischt sich in unsere Wahlen ein, in die erste und in die zweite Wahl“.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Im selben Gespräch hob der Präsident die Beziehungen Algeriens zu Saudi-Arabien, Ägypten, Katar und Kuwait hervor. Diese bezeichnete er als eng und historisch gewachsen. Eine Ausnahme machte er bei den Emiraten, die er als Staat beschrieb, der „gestikuliert“ und sich in innere Angelegenheiten einmischt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kundigung-des-luftverkehrsabkommens"><span id="kuendigung-des-luftverkehrsabkommens">Kündigung des Luftverkehrsabkommens</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenige Stunden vor der Ausstrahlung des Interviews berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Algérie Presse Service, Algerien habe die Verfahren zur Kündigung der Konvention über Luftverkehrsdienste mit den Emiraten eingeleitet. Das Abkommen wurde am 13.05.2013 in Abu Dhabi unterzeichnet und am 30.12.2014 per Präsidialdekret ratifiziert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/7T-VJX_A330_Air_Algerie_14601007657.jpg" alt="Air Algérie" class="wp-image-11387 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Konvention regelt gegenseitige Verkehrsrechte, darunter Überflugrechte, Zwischenlandungen sowie den Transport von Passagieren, Gepäck und Fracht. Sie sieht zudem wechselseitige Steuer- und Zollbefreiungen für die nationalen Fluggesellschaften vor.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-formales-verfahren-und-fristen"><span id="formales-verfahren-und-fristen">Formales Verfahren und Fristen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Artikel 22 der Vereinbarung kann jede Vertragspartei das Abkommen schriftlich kündigen. Die Mitteilung erfolgt auf diplomatischem Weg an die andere Vertragspartei und gleichzeitig an den Generalsekretär der&nbsp;Internationale Zivilluftfahrt-Organisation. Die Kündigung wird zwölf Monate nach Eingang der Mitteilung wirksam, sofern sie nicht einvernehmlich zurückgezogen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt eine Empfangsbestätigung aus, gilt die Mitteilung 14 Tage nach Eingang bei der Zivilluftfahrtorganisation als zugestellt. Nach Ablauf der Frist können die betroffenen Fluggesellschaften keine Linienverbindungen mehr betreiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mogliche-auswirkungen-auf-den-flugverkehr"><span id="moegliche-auswirkungen-auf-den-flugverkehr">Mögliche Auswirkungen auf den Flugverkehr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Wirksamwerden der Kündigung entfällt die rechtliche Grundlage für Linienflüge zwischen Algerien und den Emiraten. Betroffen wären unter anderem Verbindungen zwischen Algier und Dubai. Die Regelungen zu Überflugrechten und Zwischenlandungen würden ebenfalls außer Kraft treten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="880" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Abdelmadjid_Tebboune_2023_cropped-2.jpg" alt="" class="wp-image-23985 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Abdelmadjid_Tebboune_2023_cropped-2.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Abdelmadjid_Tebboune_2023_cropped-2-218x300.jpg 218w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Abdelmadjid_Tebboune_2023_cropped-2-380x523.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tebboune erklärte zudem, die Emirate hätten mit internationalen Schiedsverfahren im Zusammenhang mit Investitionen in Algerien gedroht. „Sie drohen, uns allein durch internationale Schiedsverfahren zu verarmen. Sollen sie doch zur Schiedsgerichtsbarkeit gehen“, sagte er. Zugleich warnte er davor, die bilateralen Beziehungen weiter zu belasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerische Spitzenvertreter hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Vorwürfe gegen die Emirate erhoben, ohne sie stets namentlich zu nennen. Im Januar 2024 äußerte der Hohe Sicherheitsrat Bedauern über „feindselige Handlungen gegen Algerien“, die von einem „arabischen Bruderstaat“ ausgingen. Tebboune verwies zudem auf angebliche destabilisierende Aktivitäten in mehreren Ländern der Region, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>.</p>
</div></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-wirft-den-vereinigten-arabischen-emiraten-wahleinmischung-vor-und-kuendigt-luftverkehrsabkommen/">Algerien wirft den Vereinigten Arabischen Emiraten Wahleinmischung vor und kündigt Luftverkehrsabkommen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Algerien wirft den Vereinigten Arabischen Emiraten Wahleinmischung vor und kündigt Luftverkehrsabkommen</media:title>
			<media:description type="html">Tebboune verschärft den Ton gegenüber den Emiraten und setzt einen formalen Schritt: Algerien kündigt das Luftverkehrsabkommen.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Illegale Goldlieferketten zwischen Ostkongo, Ruanda und den Emiraten offengelegt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/illegale-goldlieferketten-zwischen-ostkongo-ruanda-und-den-emiraten-offengelegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 12:43:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
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		<category><![CDATA[Handel]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Illegale und intransparente Goldlieferketten aus der Demokratischen Republik Kongo stehen erneut im Fokus internationaler Untersuchungen. Ein aktueller Bericht&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fillegale-goldlieferketten-zwischen-ostkongo-ruanda-und-den-emiraten-offengelegt%2F&amp;action_name=Illegale%20Goldlieferketten%20zwischen%20Ostkongo%2C%20Ruanda%20und%20den%20Emiraten%20offengelegt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Illegale und intransparente Goldlieferketten aus der Demokratischen Republik Kongo stehen erneut im Fokus internationaler Untersuchungen. Ein <a href="https://globalinitiative.net/analysis/tracing-opaque-gold-supply-chains-and-deals-central-africa/">aktueller Bericht</a> der Global Initiative Against Transnational Organized Crimedokumentiert, wie Gold aus <a href="https://fokus-afrika.de/kaempfe-in-ostkongo-eskalieren-fardc-setzt-drohnen-gegen-m23-ein/" type="post" id="24064">Konfliktgebieten in Ostkongo</a> über Ruanda in die Vereinigten Arabischen Emirate gelangt. Im Zentrum steht ein gescheitertes Gemeinschaftsunternehmen zwischen der kongolesischen Regierung und einem in den Emiraten registrierten Unternehmen, das eigentlich den informellen Goldsektor formalisieren sollte. Stattdessen offenbart die Analyse erhebliche Defizite bei Kontrolle, Transparenz und menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gold-als-konfliktressource-im-osten-der-dr-kongo"><span id="gold-als-konfliktressource-im-osten-der-dr-kongo">Gold als Konfliktressource im Osten der DR Kongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht zeichnet die Entwicklung der Goldförderung in den ostkongolesischen Provinzen Nord- und Süd-Kivu nach. Seit Beginn des Jahres 2025 kontrollieren bewaffnete Gruppen, darunter die M23, erneut zentrale Handels- und Abbaugebiete rund um Goma und Bukavu. Gold zählt dort neben Zinn, Coltan und Wolframit zu den wichtigsten Einnahmequellen. Laut der Analyse wird ein erheblicher Teil des geförderten Goldes außer Landes geschmuggelt, häufig über Ruanda, das sich seit Jahren als regionaler Umschlagplatz etabliert hat.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Congolese_Light_Infantry_Battalion_training_at_Camp_Base_Kisangani_2010-05-05_1-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24089 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Congolese_Light_Infantry_Battalion_training_at_Camp_Base_Kisangani_2010-05-05_1-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Congolese_Light_Infantry_Battalion_training_at_Camp_Base_Kisangani_2010-05-05_1-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Congolese_Light_Infantry_Battalion_training_at_Camp_Base_Kisangani_2010-05-05_1-1-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Congolese_Light_Infantry_Battalion_training_at_Camp_Base_Kisangani_2010-05-05_1-1-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Congolese_Light_Infantry_Battalion_training_at_Camp_Base_Kisangani_2010-05-05_1-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Congolese_Light_Infantry_Battalion_training_at_Camp_Base_Kisangani_2010-05-05_1-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Congolese_Light_Infantry_Battalion_training_at_Camp_Base_Kisangani_2010-05-05_1-1-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-Congolese_Light_Infantry_Battalion_training_at_Camp_Base_Kisangani_2010-05-05_1-1.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren verweisen darauf, dass die kongolesische Gesetzgebung seit 2012 eine lückenlose Sorgfaltsprüfung entlang der gesamten Lieferkette vorschreibt. In der Praxis bleibt diese Vorgabe jedoch vielfach wirkungslos, insbesondere in Regionen, die von bewaffneten Akteuren beeinflusst oder kontrolliert werden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-das-projekt-primera-gold-und-seine-politische-einbettung"><span id="das-projekt-primera-gold-und-seine-politische-einbettung">Das Projekt Primera Gold und seine politische Einbettung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kernstück des Berichts ist die Untersuchung des Joint Ventures „Primera Gold DRC SA“, das Ende 2022 gegründet wurde. Das Unternehmen sollte als staatlich-private Partnerschaft Gold aus dem artisanalen Bergbau ankaufen und legal exportieren. Die kongolesische Regierung hielt 45 Prozent der Anteile, ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten 55 Prozent. Politisch wurde das Projekt als Schritt zur Eindämmung des Schmuggels und zur Stärkung staatlicher Einnahmen präsentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich exportierte Primera Gold im Jahr 2023 laut offiziellen Angaben mehr als fünf Tonnen Gold im Wert von über 300 Millionen US-Dollar. Der Bericht stellt jedoch infrage, wie diese Einnahmen verbucht wurden und ob der kongolesische Staat tatsächlich in dem erwarteten Umfang profitierte. Öffentliche Haushaltsdaten weisen entsprechende Einnahmen nicht transparent aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwache-kontrollen-und-problematische-lieferketten"><span id="schwache-kontrollen-und-problematische-lieferketten">Schwache Kontrollen und problematische Lieferketten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung dokumentiert erhebliche Mängel bei der Umsetzung von Sorgfaltspflichten. In mehreren Fördergebieten, darunter Luhihi, Misisi und das Itombwe-Waldreservat, sei Gold angekauft worden, obwohl Hinweise auf Kinderarbeit, Umweltzerstörung durch Quecksilber und Abgaben an bewaffnete Gruppen vorlagen. Teilweise seien Minen genutzt worden, deren offizieller Zertifizierungsstatus abgelaufen oder als problematisch eingestuft war.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">When discussing mineral smuggling from Democratic Republic of Congo, most people think in terms of coltan, cobalt and diamonds. In fact the key mineral right now is gold. This is an important report, long overdue. <a href="https://t.co/JIpLw71u5v">https://t.co/JIpLw71u5v</a></p>&mdash; michelawrong (@michelawrong) <a href="https://twitter.com/michelawrong/status/2016563525020225913?ref_src=twsrc%5Etfw">January 28, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem fehlten öffentlich zugängliche Berichte zur Lieferkettenprüfung, obwohl diese nach kongolesischem Recht verpflichtend sind. Auch eine unabhängige Überprüfung durch regionale Kontrollmechanismen blieb aus, obwohl entsprechende Zertifikate für den Export verwendet wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rolle-ruandas-und-der-vereinigten-arabischen-emirate"><span id="rolle-ruandas-und-der-vereinigten-arabischen-emirate">Rolle Ruandas und der Vereinigten Arabischen Emirate</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Joint Venture mit der DR Kongo intensivierten die Vereinigten Arabischen Emirate ihre wirtschaftlichen Kontakte zu Ruanda. Der Bericht beschreibt Ruanda als zentrales Transitland für kongolesisches Gold, das anschließend vor allem in die Emirate exportiert wird. Handelsdaten deuten darauf hin, dass Ruandas offizielle Exportmengen die eigene Förderleistung deutlich übersteigen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Dubai_Gold_Souq_1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-24090 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Dubai_Gold_Souq_1-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Dubai_Gold_Souq_1-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Dubai_Gold_Souq_1-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Dubai_Gold_Souq_1-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Dubai_Gold_Souq_1-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Dubai_Gold_Souq_1-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Dubai_Gold_Souq_1-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Dubai_Gold_Souq_1-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Dubai_Gold_Souq_1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Emirate haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der weltweit größten Umschlagplätze für afrikanisches Gold entwickelt. Laut der Analyse stammt ein erheblicher Teil dieser Importe aus informellen oder illegalen Quellen. Internationale Kontrollinstanzen hätten diese Lieferketten bislang nur unzureichend geprüft, obwohl Risiken in Bezug auf Geldwäsche, Menschenrechte und Konfliktfinanzierung bekannt seien.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-regulierung-unter-druck"><span id="internationale-regulierung-unter-druck">Internationale Regulierung unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht ordnet die Goldgeschäfte in einen <a href="https://fokus-afrika.de/china-zijin-mining-uebernimmt-goldminen-in-mali-cote-divoire-und-aethiopien/">größeren geopolitischen Kontext</a> ein. Trotz anhaltender Vorwürfe gegen den Goldsektor wurden die Vereinigten Arabischen Emirate 2024 von internationalen Graulisten zur Geldwäscheprävention gestrichen. Aus Sicht der Autoren sendet dies ein problematisches Signal, da die strukturellen Risiken im Goldhandel fortbestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Empfohlen wird eine stärkere risikobasierte Prüfung des Goldsektors, sowohl durch internationale Organisationen als auch durch Banken und Investoren. Für die DR Kongo wird eine konsequentere Durchsetzung bestehender Gesetze und mehr Transparenz bei staatlichen Beteiligungen gefordert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Somalia hebt alle Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/somalia-hebt-alle-abkommen-mit-den-vereinigten-arabischen-emiraten-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 17:32:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die somalische Bundesregierung hat sämtliche Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgehoben. Der Ministerrat erklärte am 12. Januar&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsomalia-hebt-alle-abkommen-mit-den-vereinigten-arabischen-emiraten-auf%2F&amp;action_name=Somalia%20hebt%20alle%20Abkommen%20mit%20den%20Vereinigten%20Arabischen%20Emiraten%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die somalische Bundesregierung hat sämtliche Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgehoben. Der Ministerrat erklärte am 12. Januar 2026 in Mogadischu, dass alle Vereinbarungen mit staatlichen Stellen der VAE, verbundenen Einrichtungen sowie föderalen Gliedstaaten Somalias für nichtig erklärt werden. Die Entscheidung betrifft auch sicherheits- und verteidigungspolitische Kooperationen sowie Abkommen zu den Häfen Berbera, Bosaso und Kismayo.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entscheidung-des-kabinetts-zur-wahrung-der-souveranitat"><span id="entscheidung-des-kabinetts-zur-wahrung-der-souveraenitaet">Entscheidung des Kabinetts zur Wahrung der Souveränität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ministerrat der Bundesrepublik Somalia begründete den Schritt mit seinem verfassungsmäßigen Auftrag zum Schutz der staatlichen Souveränität, der nationalen Einheit und der territorialen Integrität. In der offiziellen Erklärung vom 12. Januar heißt es, die Maßnahme sei nach einer umfassenden Bewertung der jüngsten Entwicklungen erfolgt. Dabei seien belastbare Hinweise auf Handlungen festgestellt worden, die als schädlich für die politische Unabhängigkeit und die verfassungsmäßige Ordnung Somalias bewertet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung gilt ausdrücklich für alle Abkommen, die durch föderale Institutionen, ihnen zugeordnete Einrichtungen oder föderale Mitgliedstaaten Somalias mit den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen wurden. Damit bezieht sie auch Vereinbarungen ein, die außerhalb direkter Zuständigkeit der Zentralregierung entstanden sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hafen-im-zentrum-der-aufhebung"><span id="haefen-im-zentrum-der-aufhebung">Häfen im Zentrum der Aufhebung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Bestandteil der Entscheidung betrifft die strategisch wichtigen Häfen Berbera, Bosaso und Kismayo. Diese Hafenstandorte spielen eine Schlüsselrolle für den Handel, die maritime Sicherheit und die geopolitische Lage am Golf von Aden und im westlichen Indischen Ozean. Nach Angaben der somalischen Regierung sind alle Kooperationsvereinbarungen in diesen Häfen mit sofortiger Wirkung annulliert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berbera liegt im nördlichen Landesteil Somaliland, einer Region, die sich seit 1991 selbst verwaltet, international jedoch nicht als unabhängiger Staat anerkannt ist. Bosaso befindet sich in der Region Puntland, Kismayo im Süden des Landes. In allen drei Häfen waren in den vergangenen Jahren emiratische Unternehmen und sicherheitsrelevante Strukturen aktiv.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-beendigung-sicherheits-und-verteidigungspolitischer-kooperation"><span id="beendigung-sicherheits-und-verteidigungspolitischer-kooperation">Beendigung sicherheits- und verteidigungspolitischer Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben wirtschaftlichen und infrastrukturellen Vereinbarungen erklärte das Kabinett auch sämtliche bilateralen Sicherheits- und Verteidigungsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten für beendet. Darunter fallen Ausbildungsprogramme, logistische Unterstützung sowie der Betrieb militärischer Einrichtungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="646" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-1024x646.webp" alt="" class="wp-image-23494 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-1024x646.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-300x189.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-768x484.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-380x240.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-800x505.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg-1160x732.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/basoso-airport-somalia-google-earth.jpg.webp 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die somalische Regierung machte deutlich, dass diese Maßnahmen Teil einer umfassenden Neuausrichtung seien, um staatliche Entscheidungsgewalt wieder vollständig in die Hände föderaler Institutionen zu legen. Sicherheitskooperationen, die außerhalb dieses Rahmens agierten, stünden nicht im Einklang mit der somalischen Verfassung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verweis-auf-internationale-und-regionale-rechtsgrundlagen"><span id="verweis-auf-internationale-und-regionale-rechtsgrundlagen">Verweis auf internationale und regionale Rechtsgrundlagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer <a href="https://sonna.so/en/somali-cabinet-annuls-all-agreements-with-the-united-arab-emirates/">Erklärung</a> verwies die Regierung auf grundlegende Prinzipien des Völkerrechts und regionaler Abkommen. Genannt wurden unter anderem die Charta der Vereinten Nationen, der Gründungsakt der Afrikanischen Union, die Charta der Organisation für Islamische Zusammenarbeit sowie die Charta der Arabischen Liga. Somalia ist Vertragsstaat aller genannten Übereinkommen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The Council of Ministers of the Federal Republic of <a href="https://twitter.com/hashtag/Somalia?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Somalia</a> has formally terminated all existing bilateral security and defense agreements and understandings with the United Arab Emirates <a href="https://twitter.com/hashtag/UAE?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UAE</a>, in a Cabinet resolution adopted to safeguard the nation’s unity, territorial… <a href="https://t.co/TK1d05eqan">pic.twitter.com/TK1d05eqan</a></p>&mdash; OPM Somalia 🇸🇴 (@SomaliPM) <a href="https://twitter.com/SomaliPM/status/2010740764104400976?ref_src=twsrc%5Etfw">January 12, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung betonte, dass die in den Abkommen verankerten Grundsätze der Nichteinmischung, der Achtung staatlicher Souveränität und der territorialen Integrität verletzt worden seien. Die Aufhebung der Abkommen stelle daher eine rechtlich und politisch notwendige Konsequenz dar.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-kontext-somaliland-und-regionale-spannungen"><span id="politischer-kontext-somaliland-und-regionale-spannungen">Politischer Kontext: Somaliland und regionale Spannungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-23495 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-1536x1020.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/A_fishermans_camp_in_Somaliland.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung fällt in eine Phase erhöhter Spannungen rund um die Frage der territorialen Einheit Somalias. In den vergangenen Wochen hatten sich die Vereinigten Arabischen Emirate und <a href="https://fokus-afrika.de/israels-aussenminister-saar-besucht-somaliland-nach-anerkennung-durch-israel/">Israel politisch und wirtschaftlich weiter an Somaliland</a> angenähert. Ende Dezember erkannte <a href="https://fokus-afrika.de/israels-anerkennung-von-somaliland-belastet-somalias-praesidentschaft-im-un-sicherheitsrat/">Israel als erster Staat die Unabhängigkeit Somalilands</a> an.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Berbera rückte dadurch verstärkt in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit. In der Hafenstadt fanden hochrangige Besuche statt, zudem wurden Gespräche über eine mögliche militärische Nutzung geführt. Berbera ist bereits Teil eines Netzes von Häfen und Stützpunkten entlang des Roten Meeres und des Golfs von Aden, in dem emiratische Akteure eine zentrale Rolle spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Berichten internationaler Medien wurde in den vergangenen Tagen zudem mit dem Abzug emiratischer Sicherheitskräfte aus Teilen Somalias begonnen. Dies betraf unter anderem Einrichtungen in Bosaso. Offizielle Stellungnahmen der Vereinigten Arabischen Emirate lagen zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-innerhalb-somalias"><span id="reaktionen-innerhalb-somalias">Reaktionen innerhalb Somalias</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb Somalias stieß der Beschluss auf öffentliche Zustimmung. Politiker und frühere Amtsträger äußerten sich unterstützend und betonten die Bedeutung eines klaren staatlichen Kurses zur Wahrung der nationalen Einheit. Auch in sozialen Netzwerken wurde die Entscheidung vielfach als notwendiger Schritt zur Stärkung staatlicher Autorität diskutiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ehemalige Präsident Mohamed Abdullahi Farmaajo begrüßte die Maßnahme öffentlich. Vertreter der aktuellen Regierung erklärten, die Entscheidung entspreche dem wiederholt geäußerten Willen weiter Teile der Bevölkerung, externe Einflussnahmen auf zentrale staatliche Fragen zurückzuweisen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-appell-an-internationale-partner"><span id="appell-an-internationale-partner">Appell an internationale Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung in Mogadischu rief internationale Partner dazu auf, die verfassungsmäßige Ordnung Somalias zu respektieren und ihre Zusammenarbeit künftig ausschließlich im Rahmen föderaler Zuständigkeiten zu gestalten. Die Wahrung der territorialen Integrität sei eine unverzichtbare Grundlage für Stabilität, staatlichen Wiederaufbau und regionale Sicherheit am Horn von Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die somalische Regierung bekräftigte zugleich ihre Bereitschaft zur internationalen Zusammenarbeit auf Basis klarer rechtlicher Grundlagen und gegenseitigen Respekts.</p>
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	</item>
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		<title>Südafrika beginnt BRICS-Marineübung mit China, Russland und Iran vor Kapstadt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrika-beginnt-brics-marineuebung-mit-china-russland-und-iran-vor-kapstadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 14:51:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor der Küste Südafrikas haben China, Russland und Iran gemeinsam mit der südafrikanischen Marine eine einwöchige Marineübung begonnen.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrika-beginnt-brics-marineuebung-mit-china-russland-und-iran-vor-kapstadt%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrika%20beginnt%20BRICS-Marine%C3%BCbung%20mit%20China%2C%20Russland%20und%20Iran%20vor%20Kapstadt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-beginnt-brics-marineuebung-mit-china-russland-und-iran-vor-kapstadt/">Südafrika beginnt BRICS-Marineübung mit China, Russland und Iran vor Kapstadt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Vor der Küste Südafrikas haben China, Russland und Iran gemeinsam mit der südafrikanischen Marine eine einwöchige Marineübung begonnen. Die Manöver finden im Raum um Simon’s Town südlich von Kapstadt statt, dem Standort der wichtigsten Marinebasis des Landes. Die Übung trägt den Namen „Will for Peace 2026“ und soll bis zum kommenden Freitag dauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die südafrikanischen Streitkräfte ordnen das Manöver als routinemäßige militärische Zusammenarbeit ein. Ziel sei es, Verfahren abzustimmen, operative Fähigkeiten zu verbessern und zur Sicherheit internationaler Schifffahrtsrouten beizutragen. China bezeichnet die Übung als gemeinsame Operation zum Schutz maritimer Verkehrswege und wirtschaftlicher Aktivitäten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marineubung-will-for-peace-2026-welche-lander-beteiligt-sind"><span id="marineuebung-will-for-peace-2026-welche-laender-beteiligt-sind">Marineübung „Will for Peace 2026“: Welche Länder beteiligt sind</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23435 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">An den Übungen beteiligen sich Kriegsschiffe aus China, Russland, Iran und Südafrika. China und Iran entsenden Zerstörer, Russland Korvetten. Südafrika beteiligt sich mit einer Fregatte. Darüber hinaus sind weitere Staaten aus dem erweiterten BRICS-Umfeld als Beobachter eingebunden, darunter Brasilien, Indonesien und Äthiopien.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">BRICS umfasst neben Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika inzwischen auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/">Äthiopien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/">Iran</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan.jpeg">Vereinigten Arabischen Emirate</a> und Indonesien. Die Marineübung wird von China geführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-inhalte-und-erklarte-ziele"><span id="militaerische-inhalte-und-erklaerte-ziele">Militärische Inhalte und erklärte Ziele</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Übungsprogramm gehören maritime Einsatzszenarien, darunter Angriffe auf Seeziele sowie Rettungsoperationen im Rahmen von Anti-Terror-Einsätzen. Nach Darstellung der südafrikanischen Streitkräfte dient das Manöver dem Austausch von Erfahrungen und der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Marinen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der südafrikanische Einsatzkommandeur Captain Nndwakhulu Thomas Thamaha erklärte bei der Eröffnung, die Übung sei Ausdruck des gemeinsamen Willens zur Kooperation in einem zunehmend komplexen maritimen Umfeld. Die Sicherheit von Handelsrouten und maritimen Wirtschaftsaktivitäten stehe im Mittelpunkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marineubung-will-for-peace-2026-welche-lander-beteiligt-sind-0"><span id="marineuebung-will-for-peace-2026-welche-laender-beteiligt-sind-2">Marineübung „Will for Peace 2026“: Welche Länder beteiligt sind</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Marineübung findet in einer Phase erhöhter internationaler Spannungen statt. In den vergangenen Tagen hatten militärische und wirtschaftliche Maßnahmen der Vereinigten Staaten in Lateinamerika und auf See für Reaktionen aus Moskau und Teheran gesorgt. Vor diesem Hintergrund wird die Übung von Beobachtern als politisch sensibel eingestuft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-23437 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Präsenz chinesischer, russischer und iranischer Kriegsschiffe vor Südafrika dürfte die Beziehungen zwischen Pretoria und Washington weiter belasten. Die US-Regierung hat Südafrika zuletzt wiederholt für seine außenpolitische Positionierung kritisiert, insbesondere im Zusammenhang mit den Beziehungen zu Russland und Iran sowie mit der Rolle Südafrikas innerhalb der BRICS-Gruppe.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-innerhalb-sudafrikas"><span id="reaktionen-innerhalb-suedafrikas">Reaktionen innerhalb Südafrikas</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die südafrikanische Regierung weist den Vorwurf einer politischen Provokation zurück. Der stellvertretende Verteidigungsminister Bantu Holomisa erklärte, die Übung sei lange im Voraus geplant worden und stehe nicht im Zusammenhang mit aktuellen internationalen Entwicklungen. Südafrika pflege militärische Kooperationen mit verschiedenen Partnern und sehe darin keinen Widerspruch zu seiner außenpolitischen Linie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kritik kommt aus der Regierungskoalition. Die Democratic Alliance, zweitgrößte Partei in der Regierungskoalition, sprach sich gegen die Marineübung aus. Die Partei erklärte, die Bezeichnung als BRICS-Kooperation verschleiere eine zunehmende militärische Annäherung an Staaten wie Russland und Iran. Dies schade dem internationalen Ansehen Südafrikas.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-brics-fruhere-ubungen-und-internationale-einordnung"><span id="brics-fruehere-uebungen-und-internationale-einordnung">BRICS, frühere Übungen und internationale Einordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Marineübung knüpft an frühere gemeinsame Manöver an. China, Russland und Südafrika hatten bereits 2019 erstmals zusammen trainiert. Auch 2023 hatte Südafrika Marineübungen mit Russland und China abgehalten, was international auf Kritik stieß, da sie zeitlich mit dem Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine zusammenfielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die diesjährige Übung war ursprünglich für November vorgesehen, wurde jedoch wegen einer Terminkollision mit dem <a href="https://fokus-afrika.de/trump-sagt-teilnahme-am-g20-gipfel-in-suedafrika-ab/">G20-Gipfel in Johannesburg</a> verschoben. Der G20-Gipfel markierte für Südafrika einen zentralen außenpolitischen Termin, während die BRICS-Staaten ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit zuletzt sichtbarer ausgebaut haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Marineübung vor Kapstadt verdeutlicht die sicherheitspolitische Dimension dieser Zusammenarbeit und unterstreicht Südafrikas Rolle als strategischer Akteur an einer der wichtigsten maritimen Schnittstellen zwischen Atlantik und Indischem Ozean.</p>
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			<media:title type="html">Chinese_sailors</media:title>
			<media:description type="html">Chinese sailors stand in formation before a visit by Chief of Naval Operations (CNO) Adm. John Richardson to the People&#039;s Liberation Army (Navy) (PLA(N)) headquarters in Beijing Jan. 14, 2019. Richardson is on a three-day visit to Beijing and Nanjing to continue the ongoing dialog between the two heads of navy and encourage professional interactions at sea, specifically addressing risk reduction and operational safety measures to prevent unwanted and unnecessary escalation. (U.S. Navy Photo by Chief Mass Communication Specialist Elliott Fabrizio)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag debattiert Friedensperspektive für den Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-debattiert-friedensperspektive-fuer-den-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Dec 2025 12:31:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bundestag hat am 4. Dezember 2025 zwei Anträge der Opposition zur Lage im Sudan beraten. Die Diskussion&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-debattiert-friedensperspektive-fuer-den-sudan%2F&amp;action_name=Bundestag%20debattiert%20Friedensperspektive%20f%C3%BCr%20den%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-debattiert-friedensperspektive-fuer-den-sudan/">Bundestag debattiert Friedensperspektive für den Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat am 4. Dezember 2025 zwei Anträge der Opposition zur Lage im Sudan beraten. Die Diskussion fand vor dem Hintergrund eines anhaltenden Konflikts statt, der Millionen Menschen betrifft und die internationale Staatengemeinschaft vor erhebliche humanitäre und sicherheitspolitische Herausforderungen stellt. In der halbstündigen Aussprache wurden die Positionen der Oppositionsfraktionen zu humanitärer Hilfe, Waffenembargos und diplomatischen Initiativen erörtert. Laut <a href="https://dserver.bundestag.de/btp/21/21047.pdf">Bundestagsdokumentation</a> wurde ein Antrag der Grünen abgelehnt, während ein Antrag der Linken zur weiteren Beratung in den Auswärtigen Ausschuss überwiesen wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abgelehnter-antrag-der-grunen-zu-humanitarer-hilfe-und-waffenembargos"><span id="abgelehnter-antrag-der-gruenen-zu-humanitaerer-hilfe-und-waffenembargos">Abgelehnter Antrag der Grünen zu humanitärer Hilfe und Waffenembargos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (<a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/030/2103037.pdf">21/3037</a>) zielte auf eine Stärkung des deutschen Engagements im Sudan ab. Die Abgeordneten verwiesen auf die humanitäre Lage, wonach rund 30 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen seien und über 19 Millionen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen seien. Die Bundesregierung sollte nach Vorstellung der Fraktion ihre Mittel für die humanitäre Hilfe deutlich erhöhen.</p>



<iframe width="640" height="360" src="https://webtv.bundestag.de/pservices/player/embed/nokey?e=bt-od&#038;ep=69&#038;a=144277506&#038;c=7645932&#038;t=https%3A%2F%2Fdbtg.tv%2Fcvid%2F7645932" allowfullscreen="true" referrerpolicy="origin" allow="geolocation; autoplay" sandbox="allow-same-origin allow-scripts allow-forms allow-modals allow-popups"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen forderten zudem, sich aktiv für einen Waffenstillstand einzusetzen und auf die konsequente Umsetzung des bestehenden EU-Waffenembargos hinzuwirken. Ein umfassender Sanktionsansatz sollte nach Auffassung der Fraktion beide Kriegsparteien sowie Netzwerke in unterstützenden Staaten erfassen. Dazu gehöre auch, Drittstaaten von jeglicher Unterstützung der Konfliktparteien abzuhalten, sofern diese zu Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht oder die Menschenrechte beitragen könnte. Der Antrag wurde von SPD, Union und AfD abgelehnt. Die Linke enthielt sich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-antrag-der-linken-zur-weiteren-beratung-im-ausschuss"><span id="antrag-der-linken-zur-weiteren-beratung-im-ausschuss">Antrag der Linken zur weiteren Beratung im Ausschuss</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1080px-2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg" alt="" class="wp-image-11450 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion Die Linke forderte in ihrem Antrag (<a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/030/2103028.pdf">21/3028</a>) einen Ausbau der humanitären Hilfe sowie verstärkte Anstrengungen für Friedensverhandlungen. Nach Angaben der Antragsteller sind mehr als 30 Millionen Menschen auf humanitäre Unterstützung angewiesen, darunter zwölf Millionen Binnenvertriebene und zwei Millionen Geflüchtete in Nachbarstaaten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich auf diplomatischer Ebene stärker für einen dauerhaften Waffenstillstand einzusetzen. Dazu solle auch Druck auf am Konflikt beteiligte Drittstaaten aufgebaut werden, insbesondere auf die Vereinigten Arabischen Emirate, die nach Angaben der Fraktion die Rapid Support Forces (RSF) unterstützen. Weiterhin plädiert der Antrag für eine Ausweitung des bestehenden UN-Waffenembargos für Darfur auf den gesamten Sudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion spricht sich darüber hinaus für einen Stopp von Rüstungsexporten an die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emirate</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a> aus, um mögliche Weiterleitungen deutscher Rüstungsgüter in das Konfliktgebiet zu verhindern. Auch eine Aufstockung der deutschen Mittel für Nothilfe wird gefordert. Die bisherigen Zusagen in Höhe von 141 Millionen Euro reichten nach Darstellung der Antragsteller nicht aus, um den vom Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten ermittelten Bedarf zu decken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarisches-verfahren-und-weitere-schritte"><span id="parlamentarisches-verfahren-und-weitere-schritte">Parlamentarisches Verfahren und weitere Schritte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Antrag der Grünen keine Mehrheit fand, wurde der Antrag der Linken zur weiteren Beratung an den Auswärtigen Ausschuss überwiesen. Die parlamentarischen Beratungen werden damit auf Fachebene fortgesetzt. Die Debatte verdeutlichte die unterschiedlichen Schwerpunkte der Oppositionsfraktionen im Umgang mit dem Konflikt im Sudan, insbesondere hinsichtlich humanitärer Maßnahmen, diplomatischer Initiativen und Exportkontrollen.</p>
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			<media:title type="html">Blick in den Plenarsaal</media:title>
			<media:description type="html">Blick in den Plenarsaal</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Auf Antrag der Linken und Grünen: Deutscher Bundestag ringt um Kurs im Sudan-Krieg</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/auf-antrag-der-linken-und-gruenen-deutscher-bundestag-ringt-um-kurs-im-sudan-krieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 17:25:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Krieg im Sudan, der im April 2023 offen zwischen der sudanesischen Armee (SAF) unter Abdel Fattah al-Burhan&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fauf-antrag-der-linken-und-gruenen-deutscher-bundestag-ringt-um-kurs-im-sudan-krieg%2F&amp;action_name=Auf%20Antrag%20der%20Linken%20und%20Gr%C3%BCnen%3A%20Deutscher%20Bundestag%20ringt%20um%20Kurs%20im%20Sudan-Krieg&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/auf-antrag-der-linken-und-gruenen-deutscher-bundestag-ringt-um-kurs-im-sudan-krieg/">Auf Antrag der Linken und Grünen: Deutscher Bundestag ringt um Kurs im Sudan-Krieg</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan, der im April 2023 offen zwischen der sudanesischen Armee (SAF) unter Abdel Fattah al-Burhan und den Rapid Support Forces (RSF) unter Mohammed Hamdan Daglo eskalierte, beschäftigt nun auch den Deutschen Bundestag in neuer Schärfe. Zwei aktuelle Anträge der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen umreißen, wie Deutschland seiner Verantwortung in einer der derzeit größten humanitären Krisen der Welt nachkommen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-krieg-mit-globalen-verflechtungen"><span id="ein-krieg-mit-globalen-verflechtungen">Ein Krieg mit globalen Verflechtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Initiativen setzen an demselben Ausgangspunkt an: Der Machtkampf zweier Militärblöcke hat einen bereits zuvor fragilen Übergangsprozess nach der Revolution von 2019 zerstört, die sudanesische Zivilgesellschaft massiv zurückgedrängt und eine Notlage geschaffen, in der Millionen Menschen auf externe Unterstützung angewiesen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-katastrophe-hunger-vertreibung-gewalt"><span id="humanitaere-katastrophe-hunger-vertreibung-gewalt">Humanitäre Katastrophe: Hunger, Vertreibung, Gewalt</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1024x685.jpg" alt="" class="wp-image-20643 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1024x685.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1536x1028.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-800x535.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1160x776.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week.jpg 1704w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Anträge zeichnen ein weitgehend deckungsgleiches Bild der Lage im Land. Rund 30 Millionen Menschen sind demnach auf humanitäre Hilfe angewiesen, ein großer Teil der Bevölkerung leidet unter akuter Ernährungsunsicherheit. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In einzelnen Regionen wird bereits von Hungersnot gesprochen. Frauen und Mädchen sind in besonderem Maße von sexualisierter Gewalt, Vergewaltigung, sexueller Sklaverei, Menschenhandel und Zwangsheirat betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kampfhandlungen haben <a href="https://fokus-afrika.de/horror-im-sudan-berichte-uber-hinrichtungen/">Millionen Menschen zur Flucht</a> gezwungen. Mehr als zwölf Millionen gelten als Binnenvertriebene, weitere Hunderttausende sind in Nachbarstaaten wie Tschad, Südsudan oder Ägypten geflohen. Gleichzeitig breiten sich Krankheiten wie Cholera, Malaria und Masern aus, während der UN-Hilfsappell für den Sudan und für sudanesische Geflüchtete in den Nachbarländern nur zu einem Bruchteil finanziert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hervorgehoben wird die <a href="https://fokus-afrika.de/gespraeche-zwischen-armee-und-rsf-in-washington-rsf-nimmt-el-fasher-ein/">Einnahme von El Fasher</a> (Al-Faschir) durch die RSF Ende Oktober 2025. Satellitenanalysen und Berichte internationaler Organisationen deuten auf Massentötungen, ethnisch motivierte Hinrichtungen, Blockaden von Fluchtwegen, Massenvergewaltigungen, Plünderungen sowie Angriffe auf humanitäre Helferinnen und Helfer hin. Sudanese Ärztenetzwerke sprechen in diesem Zusammenhang von Völkermord.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-externe-akteure-waffenstrome-und-konfliktgold"><span id="externe-akteure-waffenstroeme-und-konfliktgold">Externe Akteure, Waffenströme und Konfliktgold</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Anträge rücken die Rolle externer Akteure ins Zentrum. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) werden als zentraler Unterstützer der RSF benannt. Über sie laufen laut unterschiedlichen Recherchen umfangreiche Lieferketten für Waffen, Treibstoff, Drohnen, Munition und Söldner. Zugleich werden Ägypten, Saudi-Arabien, Iran, Russland und die Türkei als Staaten genannt, die die SAF militärisch unterstützen oder in anderer Form Einfluss nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt wird zudem über Rohstoffe finanziert. Der Handel mit sudanesischem Gold, das in großen Mengen über die VAE und Nachbarländer exportiert wird, ist nach Angaben der Anträge ein maßgeblicher Finanzierungsstrang insbesondere für die RSF. Damit sind internationale Finanzplätze, Raffinerien und Handelshäuser direkt oder indirekt in die Kriegsökonomie eingebunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-antrag-der-linksfraktion-fokus-auf-waffenembargo-und-fluchtwege"><span id="antrag-der-linksfraktion-fokus-auf-waffenembargo-und-fluchtwege">Antrag der Linksfraktion: Fokus auf Waffenembargo und Fluchtwege</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg.png" alt="" class="wp-image-22608 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-300x196.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-768x502.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-380x248.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-800x523.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1128856">Antrag</a> der Fraktion Die Linke stellt die deutsche und europäische Verantwortung im Bereich Rüstungsexporte und Wirtschaftsbeziehungen in den Mittelpunkt. Verwiesen wird auf die strategische Partnerschaft Deutschlands mit den VAE und ein bilaterales Handelsvolumen von über 14 Milliarden Euro im Jahr 2023. Zusätzlich werden Rüstungsexporte im Wert von 150 Millionen Euro im Jahr 2024 an die Emirate genannt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund fordert die Linke, genehmigte Rüstungsexporte an die VAE, Saudi-Arabien und Ägypten zu beenden und den Weiterexport deutscher Waffen in den Sudan zu unterbinden. Dazu sollen systematische Vor-Ort- und Endverbleibskontrollen etabliert und genutzt werden. Parallel dazu soll Deutschland sich innerhalb der EU für eine wirksame Überwachung und Umsetzung des bestehenden Waffenembargos gegen den Sudan einsetzen und eine Ausweitung des VN-Embargos von Darfur auf das gesamte Land unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Kampf gegen den illegalen Handel mit sudanesischem Gold. Gefordert werden schärfere EU-Goldstandards, insbesondere eine Novellierung der EU-Konfliktmineralien-Verordnung, mehr Transparenzpflichten für Raffinerien und unabhängige Audits entlang der Lieferketten. Ziel ist, die Finanzierungsbasis der Konfliktparteien einzuschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem dringt die Linke auf eine Ausweitung sicherer Fluchtwege. Die Aussetzung der Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge über das UNHCR-Resettlementprogramm soll aufgehoben und durch zusätzliche humanitäre Aufnahmeprogramme ergänzt werden, um Verletzte und besonders gefährdete Personen aus dem Sudan herauszubringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-antrag-der-grunen-humanitare-hilfe-und-sanktionsregime"><span id="antrag-der-gruenen-humanitaere-hilfe-und-sanktionsregime">Antrag der Grünen: Humanitäre Hilfe und Sanktionsregime</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="563" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-1024x563.png" alt="" class="wp-image-22609 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-1024x563.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-300x165.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-768x422.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-380x209.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-800x440.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg.png 1128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1128966">Antrag</a> von Bündnis 90/Die Grünen betont die langfristige Transformation des Landes und die Rolle der sudanesischen Zivilgesellschaft. Ausgangspunkt ist die Revolution von 2019, die das Regime von Omar al-Bashir stürzte, jedoch in einem von Militärinterventionen unterbrochenen Übergangsprozess mündete. Die jetzige Gewalt wird als Ergebnis dieses gescheiterten Übergangs beschrieben</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern eine signifikante Aufstockung der deutschen humanitären Hilfe für Sudan und die Region sowie sicheren, dauerhaften Zugang für internationale Organisationen und lokale Akteure. Lokale Netzwerke wie die „Emergency Response Rooms“ und von Frauen geführte Organisationen sollen gezielt und auch direkt über internationale Nichtregierungsorganisationen finanziell unterstützt werden, da sie vielerorts die einzigen Strukturen mit Zugang zur Bevölkerung darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu wird ein umfassender Sanktionsansatz auf EU-Ebene vorgeschlagen, der beide Kriegsparteien und ihre Unterstützernetzwerke in Drittstaaten adressiert. Dazu zählen verschärfte Endverbleibskontrollen für Rüstungsgüter, eine strengere Überwachung von Gold- und Ressourcenimporten sowie die Anwendung internationaler Geldwäsche-Standards der Financial Action Task Force.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wesentlich ist außerdem der Schutz vor sexualisierter Gewalt: Der Antrag fordert Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen, medizinische und psychologische Betreuung für Überlebende, Zugang zu Verhütungsmitteln, sicheren Schwangerschaftsabbrüchen und zur Behandlung sexuell übertragbarer Infektionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-prozess-strafverfolgung-und-internationale-rolle-deutschlands"><span id="politischer-prozess-strafverfolgung-und-internationale-rolle-deutschlands">Politischer Prozess, Strafverfolgung und internationale Rolle Deutschlands</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="762" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-1024x762.jpg" alt="" class="wp-image-13646 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-1024x762.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-300x223.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-768x571.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-380x283.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-800x595.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-1160x863.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht.jpg 1452w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Anträge legen Wert auf die Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in einen möglichen politischen Prozess. Zivilgesellschaft und Diaspora werden als „Rückgrat“ eines nachhaltigen Friedens beschrieben. Frauen und junge Menschen sollen demnach gleichberechtigt in allen Phasen humanitärer Hilfe und eines späteren Friedensprozesses beteiligt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der internationalen Strafverfolgung plädieren die Initiativen für eine stärkere Unterstützung des Internationalen Strafgerichtshofs und der UN-Untersuchungsmechanismen. Genannt werden die Bereitstellung forensischer Kapazitäten, nachrichtendienstlicher Hinweise, Zeug*innenschutz und finanzielle Mittel. Zusätzlich wird auf nationaler Ebene die Nutzung des Weltrechtsprinzips angeregt, um mutmaßliche Täter mit Bezug zu Deutschland zu verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich schlagen die Grünen vor, dass Deutschland eine größere koordinierende Rolle übernimmt – etwa durch die Ausrichtung einer hochrangigen internationalen Geberkonferenz zum Sudan in Berlin im April 2026 und den Aufbau einer Koalition von Staaten, die zivile Kräfte im Sudan langfristig unterstützen. Vermittlungsinitiativen anderer Akteure wie der von USA, Saudi-Arabien, Ägypten und den VAE getragenen Quad-Initiative sollen dabei konstruktiv begleitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/auf-antrag-der-linken-und-gruenen-deutscher-bundestag-ringt-um-kurs-im-sudan-krieg/">Auf Antrag der Linken und Grünen: Deutscher Bundestag ringt um Kurs im Sudan-Krieg</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Spannungen am Roten Meer: Äthiopien und Eritrea warnen einander vor Krieg</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/spannungen-am-roten-meer-aethiopien-und-eritrea-warnen-einander-vor-krieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 16:15:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Äthiopien und Eritrea haben sich in den vergangenen Wochen deutlich verschlechtert. Beide Regierungen nutzen zunehmend konfrontative Sprache, während innenpolitische Spannungen in Äthiopien und ungelöste Konfliktfolgen in Tigray den Druck weiter erhöhen. Die Lage hat zu internationalen Warnungen geführt, dass die Region am Horn von Afrika erneut an die Schwelle eines Konflikts geraten könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verscharfte-rhetorik-und-wachsende-risiken"><span id="verschaerfte-rhetorik-und-wachsende-risiken">Verschärfte Rhetorik und wachsende Risiken</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="823" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_and_Isaias_Afwerki_speaking_in_Eritrea_2019-1-1024x823.jpg" alt="" class="wp-image-22417 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_and_Isaias_Afwerki_speaking_in_Eritrea_2019-1-1024x823.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_and_Isaias_Afwerki_speaking_in_Eritrea_2019-1-300x241.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_and_Isaias_Afwerki_speaking_in_Eritrea_2019-1-768x617.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_and_Isaias_Afwerki_speaking_in_Eritrea_2019-1-1536x1235.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_and_Isaias_Afwerki_speaking_in_Eritrea_2019-1-2048x1646.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_and_Isaias_Afwerki_speaking_in_Eritrea_2019-1-380x305.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_and_Isaias_Afwerki_speaking_in_Eritrea_2019-1-800x643.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_and_Isaias_Afwerki_speaking_in_Eritrea_2019-1-1160x932.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_and_Isaias_Afwerki_speaking_in_Eritrea_2019-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht die Frage des Zugangs Äthiopiens zum Roten Meer sowie die Kontrolle über den Hafen von Assab. Die äthiopische Regierung bezeichnet den fehlenden Seezugang als strategische Belastung und als existenzielle Herausforderung. Eritrea weist diese Position strikt zurück und betont die Unantastbarkeit seiner Souveränität und international anerkannten Grenzen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-spannungen-im-kontext-der-entwicklungen-in-tigray"><span id="spannungen-im-kontext-der-entwicklungen-in-tigray">Spannungen im Kontext der Entwicklungen in Tigray</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Jahre nach dem Abkommen von Pretoria ist die Lage in Tigray erneut angespannt. Die Region ist im nationalen Entscheidungsprozess weitgehend marginalisiert. Streitpunkte wie die Zukunft West-Tigrays und der Umgang mit Vertriebenen bleiben ungelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Neuordnung in Tigray hat dabei direkte Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Addis Abeba und Asmara. Führungswechsel innerhalb der TPLF und regionale Machtverschiebungen verstärken Misstrauen. Berichte über taktische Annäherungen zwischen Teilen der TPLF und Eritrea lösen in der äthiopischen Regierung Besorgnis aus. Offizielle Stellungnahmen aus Tigray weisen diese Vorwürfe zurück und verweisen auf die Notwendigkeit, das Pretoria-Abkommen einzuhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-addis-abeba-bekraftigt-anspruch-auf-dauerhafte-meeresanbindung"><span id="addis-abeba-bekraeftigt-anspruch-auf-dauerhafte-meeresanbindung">Addis Abeba bekräftigt Anspruch auf dauerhafte Meeresanbindung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="617" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_at_the_African_Union_2018.jpg" alt="" class="wp-image-22415 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_at_the_African_Union_2018.jpg 500w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_at_the_African_Union_2018-243x300.jpg 243w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Abiy_Ahmed_at_the_African_Union_2018-380x469.jpg 380w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die äthiopische Führung stellt die Frage des Zugangs zum Meer offen in den Mittelpunkt der außenpolitischen Agenda. Regierungsvertreter verweisen auf die wirtschaftlichen Belastungen durch die Abhängigkeit von den Häfen Djiboutis und argumentieren, eine diversifizierte maritime Anbindung sei notwendig, um die Entwicklung eines Landes mit über 130 Millionen Einwohnern zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In mehreren öffentlichen Reden machte die äthiopische Regierung deutlich, dass ein stabiler Zugang zum Roten Meer ein Kernziel ihrer langfristigen Strategie und für den regionalen Handel erforderlich sei. Zugleich betont Addis Abeba, man strebe Verhandlungen an, übe aber wachsende Kritik an Eritrea und wirft dem Nachbarstaat destabilisierende Aktivitäten in der Region vor.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eritrea-weist-athiopische-positionen-scharf-zuruck"><span id="eritrea-weist-aethiopische-positionen-scharf-zurueck">Eritrea weist äthiopische Positionen scharf zurück</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="700" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Isaias_Afwerki_2024_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-22413 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Isaias_Afwerki_2024_cropped.jpg 500w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Isaias_Afwerki_2024_cropped-214x300.jpg 214w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Isaias_Afwerki_2024_cropped-380x532.jpg 380w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Eritrea reagierte mit einer ungewöhnlich ausführlichen und deutlichen Stellungnahme. Die Regierung beschreibt die äthiopischen Forderungen als rechtlich unhaltbar und politisch gefährlich. Die Aussagen aus Addis Abeba werden als Versuch dargestellt, maritime Ambitionen historisch zu legitimieren und regionales Recht zu reinterpretieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Asmara verweist auf die abschließenden Grenzentscheidungen der Eritrea–Äthiopien-Boundary-Commission, die aus eritreischer Sicht alle territorialen Fragen verbindlich geklärt haben. Zudem betont Eritrea, dass jeder Anspruch auf militärische Präsenz oder souveräne Korridore entlang der eritreischen Küste gegen internationales Recht verstoßen würde.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stellungnahme beschreibt die äthiopischen Positionen als Fortführung historischer Konfliktlinien und warnt vor einer Rückkehr expansionistischer Politik. Eritrea hebt hervor, dass jegliche Zugangsrechte ausschließlich bilateral verhandelt werden können und keine Form von Druck oder sicherheitspolitischen Argumenten die eigene Souveränität berühren dürfe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-folgen-und-internationale-befurchtungen"><span id="regionale-folgen-und-internationale-befuerchtungen">Regionale Folgen und internationale Befürchtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Beobachter wie der britische Think Tank <em><a href="https://www.chathamhouse.org/2025/11/de-escalation-needed-prevent-ethiopia-and-eritrea-going-war">Chatham House</a></em> bewerten die Lage als zunehmend kritisch. Analysen weisen auf die Gefahr hin, dass Missverständnisse, innenpolitischer Druck und militärische Aktivitäten lokaler Akteure eine Eskalation auslösen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die regionale Sicherheitsarchitektur gilt als fragil. Die Entwicklungen berühren Themen wie Grenzsicherung, humanitäre Lage, maritime Stabilität im Roten Meer sowie bestehende Konflikte im Sudan, Jemen und am Golf von Aden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aktivitaten-externer-akteure-und-ansatze-zur-deeskalation"><span id="aktivitaeten-externer-akteure-und-ansaetze-zur-deeskalation">Aktivitäten externer Akteure und Ansätze zur Deeskalation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Hinweise, dass mehrere internationale Akteure direkte oder indirekte Vermittlungsbemühungen aufnehmen. Staaten wie <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/">Türkei</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emirate</a> beschäftigen sich mit der Lage, da ihre sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Interessen im Roten Meer betroffen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch westliche Partner haben signalisiert, dass sie Stabilität am Horn von Afrika als strategisch wichtig ansehen. Hintergrundgespräche und diplomatische Kontakte konzentrieren sich darauf, Eskalationen durch klare Kommunikationskanäle und koordinierte Einflussnahme zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-offene-fragen-mit-blick-auf-die-kunftige-entwicklung"><span id="offene-fragen-mit-blick-auf-die-kuenftige-entwicklung">Offene Fragen mit Blick auf die künftige Entwicklung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der weitere Verlauf hängt stark von inneräthiopischen Dynamiken, dem Verhältnis zwischen Addis Abeba und der Führung in Tigray sowie den Reaktionen Eritreas ab. Die Frage des Meereszugangs bleibt ein zentraler Konfliktpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig spielt die wirtschaftliche Lage der Region eine Rolle. Die Abhängigkeit Äthiopiens von Handelsrouten, die strategische Bedeutung des Roten Meeres und die politische Fragmentierung innerhalb mehrerer Staaten schaffen ein komplexes Umfeld, das von vielen Akteuren aufmerksam beobachtet wird.</p>
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		<title>Humanitäre Krise im Sudan: Bundesregierung erläutert Umfang der deutschen Hilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/humanitaere-krise-im-sudan-bundesregierung-erlaeutert-umfang-der-deutschen-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 18:41:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Krieg im Sudan hat nach Angaben der Bundesregierung eine der schwersten humanitären Notlagen weltweit ausgelöst. In ihrer&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fhumanitaere-krise-im-sudan-bundesregierung-erlaeutert-umfang-der-deutschen-hilfe%2F&amp;action_name=Humanit%C3%A4re%20Krise%20im%20Sudan%3A%20Bundesregierung%20erl%C3%A4utert%20Umfang%20der%20deutschen%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/humanitaere-krise-im-sudan-bundesregierung-erlaeutert-umfang-der-deutschen-hilfe/">Humanitäre Krise im Sudan: Bundesregierung erläutert Umfang der deutschen Hilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan hat nach Angaben der Bundesregierung eine der schwersten humanitären Notlagen weltweit ausgelöst. In ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/028/2102847.pdf">Antwort</a> auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion Die Linke beschreibt die Bundesregierung, dass die anhaltenden Kämpfe Millionen Menschen in die Flucht treiben und die Versorgungslage im gesamten Land kollabiert ist. Die Bundesregierung spricht von der „größten humanitären Krise weltweit“ im Jahr 2025.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-hilfe-und-finanzielle-zusagen"><span id="humanitaere-hilfe-und-finanzielle-zusagen">Humanitäre Hilfe und finanzielle Zusagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland zählt zu den größten humanitären Gebern für den Sudan und die angrenzenden Staaten. Laut Regierungsangaben sind im Jahr 2025 bislang mehr als 141 Millionen Euro deutsche humanitäre Hilfe an den Sudan und dessen Nachbarländer geflossen. Diese Mittel unterstützen internationale Hilfsorganisationen bei der Versorgung von Geflüchteten, der Bereitstellung von Nahrungsmitteln, medizinischer Hilfe und der Aufrechterhaltung grundlegender Infrastruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu besteht ein umfangreiches Programmportfolio des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die laufenden BMZ-Maßnahmen im Sudan umfassen rund 500 Millionen Euro. Diese Programme zielen darauf ab, strukturelle Stabilisierung und Versorgungsleistungen langfristig aufrechtzuerhalten, trotz der kriegsbedingten Lage.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatische-initiativen-und-politischer-druck"><span id="diplomatische-initiativen-und-politischer-druck">Diplomatische Initiativen und politischer Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass sie sich auf bilateraler Ebene, innerhalb der Europäischen Union und in den Vereinten Nationen für eine politische Lösung des Konflikts einsetzt. Deutschland unterstützt international koordinierte Bemühungen für einen Waffenstillstand, den Zugang für humanitäre Hilfe und einen zivil geführten Übergangsprozess.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Element ist die Unterstützung des Quad-Friedensplans, getragen von Ägypten, Saudi-Arabien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ziel dieses Formats ist die Stabilisierung der Lage und die Schaffung eines Rahmens für politische Gespräche zwischen den Konfliktparteien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Ebene der Europäischen Union wurden Sanktionen gegen Vertreter der sudanesischen Konfliktparteien beschlossen. Die Bundesregierung verweist darauf, dass diese Maßnahmen insbesondere militärische Akteure adressieren, die für Eskalation und systematische Blockaden humanitärer Zugänge verantwortlich gemacht werden. Die Sanktionen sind Teil eines umfassenden Ansatzes, um politischen Druck aufzubauen und Verantwortliche für Verstöße gegen humanitäres Völkerrecht zu adressieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-auswirkungen-auf-nachbarlander"><span id="regionale-auswirkungen-auf-nachbarlaender">Regionale Auswirkungen auf Nachbarländer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg wirkt weit über die Grenzen des Sudan hinaus. Millionen Menschen sind in Nachbarländer wie Tschad, Südsudan, Äthiopien und Eritrea geflohen. Die Bundesregierung hebt hervor, dass ein erheblicher Teil der deutschen Mittel den humanitären Bedarf in diesen Aufnahmestaaten adressiert, die selbst unter strukturellen Belastungen stehen. Die Maßnahmen reichen von der Bereitstellung medizinischer Versorgung bis hin zur Unterstützung lokaler und internationaler Hilfsstrukturen in Grenzregionen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21822 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg wirkt weit über die Grenzen des Sudan hinaus. Millionen Menschen sind in Nachbarländer wie Tschad, Südsudan, Äthiopien und Eritrea geflohen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hebt hervor, dass ein erheblicher Teil der deutschen Mittel den humanitären Bedarf in diesen Aufnahmestaaten adressiert, die selbst unter strukturellen Belastungen stehen. Die Maßnahmen reichen von der Bereitstellung medizinischer Versorgung bis hin zur Unterstützung lokaler und internationaler Hilfsstrukturen in Grenzregionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung unterstreicht, dass ein ungehinderter humanitärer Zugang Voraussetzung für jede effektive Hilfe bleibt. Angesichts der Blockaden, der Zerstörung von Infrastruktur und der Prekarisierung urbaner Zentren sei der Schutz der Zivilbevölkerung eine zentrale Herausforderung. Internationale Organisationen berichten von stark eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten, Angriffen auf zivile Einrichtungen und systematischer Behinderung von Hilfslieferungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort der Bundesregierung macht deutlich, dass sie den Konflikt im Sudan nicht isoliert betrachtet. Der Krieg verschärft regionale Spannungen, beeinflusst Handelswege, destabilisiert politische Ordnungen im Horn von Afrika und verschlechtert die Sicherheitslage im Sahel und im Roten Meer. Die Bundesregierung verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung multilateraler Abstimmung in der EU und den Vereinten Nationen.</p>
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		<title>Sicherheitsrat diskutiert Situation im Sudan: „Blut im Sand, Blut an den Händen“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sicherheitsrat-diskutiert-situation-im-sudan-blut-im-sand-blut-an-den-haenden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 18:40:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der UN-Sicherheitsrat hat am 30. Oktober 2025 in einer Dringlichkeitssitzung die dramatische Lage im Sudan beraten. Hintergrund ist&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsicherheitsrat-diskutiert-situation-im-sudan-blut-im-sand-blut-an-den-haenden%2F&amp;action_name=Sicherheitsrat%20diskutiert%20Situation%20im%20Sudan%3A%20%E2%80%9EBlut%20im%20Sand%2C%20Blut%20an%20den%20H%C3%A4nden%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Sicherheitsrat hat am 30. Oktober 2025 in einer Dringlichkeitssitzung die dramatische Lage im Sudan beraten. Hintergrund ist der&nbsp;<strong>Fall der Stadt El Fasher</strong>, der letzten Bastion der sudanesischen Streitkräfte (SAF) in Darfur, die nach mehr als 500 Tagen Belagerung durch die&nbsp;<strong>Rapid Support Forces (RSF)</strong>&nbsp;eingenommen wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-befasst-sich-mit-massakern-und-humanitarer-katastrophe"><span id="sicherheitsrat-befasst-sich-mit-massakern-und-humanitaerer-katastrophe">Sicherheitsrat befasst sich mit Massakern und humanitärer Katastrophe</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="320" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5a75b794-9060-434e-a3c9-1acb443e7d99.jpeg" alt="" class="wp-image-21393 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5a75b794-9060-434e-a3c9-1acb443e7d99.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5a75b794-9060-434e-a3c9-1acb443e7d99-300x178.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5a75b794-9060-434e-a3c9-1acb443e7d99-380x226.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">UN-Nothilfekoordinator <strong>Tom Fletcher</strong> sprach in New York von einem „noch dunkleren Höllenszenario“. Fast 500 Menschen seien im <strong>Saudi-Krankenhaus</strong> getötet worden, das zuletzt als einzig funktionsfähige medizinische Einrichtung in der Stadt galt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Frauen und Mädchen werden vergewaltigt, Menschen werden verstümmelt und ermordet – mit völliger Straflosigkeit“, sagte Fletcher. Seine Worte standen unter dem Eindruck eines Massakers, das die <strong>Weltgesundheitsorganisation (WHO)</strong> bereits am Vortag bestätigt hatte.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-blut-im-sand-blut-an-den-handen"><span id="blut-im-sand-blut-an-den-haenden">„Blut im Sand, Blut an den Händen“</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Fletcher schilderte ein Bild des Grauens: „Wir hören die Schreie nicht, aber das Entsetzliche dauert an.“ Er sprach von „Blut im Sand“ und einem „Versagen der Weltgemeinschaft, die tatenlos zusieht“. Die Vereinten Nationen hätten ihre Grenzen erreicht: „Nach fast einem Jahr in diesem Amt muss ich ehrlich sagen, dass ich an die Grenzen unserer Autorität gestoßen bin, um Hilfe zu leisten.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/pobee_martha_ama_akyaa_rev_1-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-21394 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/pobee_martha_ama_akyaa_rev_1-683x1024.jpg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/pobee_martha_ama_akyaa_rev_1-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/pobee_martha_ama_akyaa_rev_1-768x1152.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/pobee_martha_ama_akyaa_rev_1-380x570.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/pobee_martha_ama_akyaa_rev_1-800x1200.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/pobee_martha_ama_akyaa_rev_1.jpg 1000w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die stellvertretende UN-Generalsekretärin <strong>Martha Ama Akyaa Pobee</strong> warnte, der Fall von El Fasher markiere eine „tiefgreifende Verschiebung der Sicherheitslage in Sudan“. Die Gefahr von <strong>Massenverbrechen und ethnisch motivierter Gewalt</strong> sei alarmierend hoch. „Tatsächlich ist niemand in El Fasher sicher. Es gibt keinen sicheren Fluchtweg für Zivilisten“, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach UN-Angaben sind inzwischen <strong>über 24 Millionen Menschen – rund 40 Prozent der Bevölkerung – von Hunger betroffen</strong>. Allein in <strong>Tawila</strong>, 50 Kilometer westlich von El Fasher, suchen Zehntausende Schutz, darunter viele Frauen und Kinder.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-verurteilt-angriffe-und-fordert-zugang-fur-humanitare-hilfe"><span id="sicherheitsrat-verurteilt-angriffe-und-fordert-zugang-fuer-humanitaere-hilfe">Sicherheitsrat verurteilt Angriffe und fordert Zugang für humanitäre Hilfe</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21397 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71123377.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einer gemeinsamen Erklärung des Sicherheitsrats, die vom <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">russischen</a> Vorsitzenden <strong>Vassily Nebenzia</strong> verlesen wurde, äußerten die Mitglieder „tiefe Besorgnis“ über die Eskalation der Gewalt. Sie <strong>verurteilten die Angriffe der RSF auf El Fasher</strong> und die Berichte über <strong>Massenhinrichtungen und ethnisch motivierte Übergriffe</strong>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat erinnerte an&nbsp;<strong>Resolution 2736 (2024)</strong>, die die Aufhebung der Belagerung und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts fordert. Alle Konfliktparteien müssten den&nbsp;<strong>ungehinderten Zugang für Hilfsorganisationen</strong>&nbsp;gewährleisten und Zivilisten schützen. Zudem forderte der Rat ein sofortiges Ende der Kämpfe und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-scharfe-worte-und-neue-hilfszusagen"><span id="scharfe-worte-und-neue-hilfszusagen">Scharfe Worte und neue Hilfszusagen</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="313" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/a1621722-6cc4-46ed-ae0e-eca9794504f5.jpeg" alt="" class="wp-image-21395 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/a1621722-6cc4-46ed-ae0e-eca9794504f5.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/a1621722-6cc4-46ed-ae0e-eca9794504f5-300x175.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/a1621722-6cc4-46ed-ae0e-eca9794504f5-380x221.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der sudanesische UN-Botschafter sprach von einem „Genozid an der Zivilbevölkerung von El Fasher“. Die RSF handle „mit Barbarei, ohne jegliche zivilisatorische Standards“, unterstützt durch „ausländische Söldner und Gold, das aus Darfur geplündert und ins Ausland geschmuggelt wird“. Er wies jeden Versuch zurück, die <strong>souveräne Regierung Sudans</strong> mit einer „Rebellengruppe“ gleichzusetzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emirate</a></strong> verurteilten die Angriffe scharf und kündigten <strong>100 Millionen US-Dollar an zusätzlicher humanitärer Hilfe</strong> für El Fasher an. Der Emirati-Vertreter mahnte, der Weg zum Frieden könne „nicht auf dem Schlachtfeld geschmiedet werden“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch&nbsp;<strong>Dänemark</strong>&nbsp;verurteilte die „erschütternden Menschenrechtsverletzungen“ und forderte, humanitäre Hilfe dürfe „niemals als politisches Druckmittel“ missbraucht werden. Die dänische Delegierte sprach von einem „Versagen der Welt, das nicht länger hinnehmbar ist“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Republik Korea</strong> ging noch weiter: „Worte allein reichen nicht“, sagte ihr Vertreter. Angesichts der Gräueltaten sei eine <strong>stärkere Resolution mit konkreten Maßnahmen</strong> nötig, einschließlich <strong>internationaler Strafverfolgung</strong> durch den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/icc/">Internationalen Strafgerichtshof</a> (IStGH).</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eine-region-am-rand-des-zusammenbruchs"><span id="eine-region-am-rand-des-zusammenbruchs">Eine Region am Rand des Zusammenbruchs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt zwischen SAF und RSF, der im April 2023 begann, hat sich längst zu einem&nbsp;<strong>landesweiten Krieg</strong>ausgeweitet. Die RSF ging aus den&nbsp;<strong>Janjaweed-Milizen</strong>&nbsp;hervor, die vor 20 Jahren in Darfur Kriegsverbrechen begingen. Nun breitet sich die Gewalt erneut aus: In der&nbsp;<strong>Kordofan-Region</strong>&nbsp;wurde die strategisch wichtige Stadt&nbsp;<strong>Bara</strong>eingenommen, während Drohnenangriffe beide Lager bis nach&nbsp;<strong>Khartum</strong>&nbsp;und in den&nbsp;<strong>Blauen Nil</strong>&nbsp;tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über <strong>vier Millionen Menschen</strong> sind in Nachbarländer wie <strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/zentralafrika-wirtschaftsnachrichten/zentralafrikanische-republik-wirtschaftsnachrichten/">Zentralafrikanische Republik</a></strong> geflohen. Innerhalb Sudans droht eine Hungersnot, die laut UN-Angaben bereits „katastrophale Ausmaße“ erreicht hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-aufruf-zu-handeln-doch-keine-einigung-in-sicht"><span id="aufruf-zu-handeln-doch-keine-einigung-in-sicht">Aufruf zu Handeln – doch keine Einigung in Sicht</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der dramatischen Lage bleibt der UN-Sicherheitsrat gespalten. Zwar herrscht Einigkeit in der Verurteilung der Gräueltaten, doch über mögliche&nbsp;<strong>Sanktionen gegen die RSF oder ihre Unterstützer</strong>&nbsp;konnte bislang kein Konsens erzielt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fletcher schloss seine Rede mit einem Appell: „Das Blut im Sand ist sichtbar. Aber das größere Verbrechen ist das Schweigen darüber.“</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA wollen endgültige Lösung der Westsahara-Frage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 10:05:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Washington wächst der Optimismus über eine bevorstehende politische Lösung der Westsahara-Frage. Der Sonderberater des US-Präsidenten für den&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage%2F&amp;action_name=USA%20wollen%20endg%C3%BCltige%20L%C3%B6sung%20der%20Westsahara-Frage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Washington wächst der Optimismus über eine bevorstehende politische Lösung der Westsahara-Frage. Der Sonderberater des US-Präsidenten für den Nahen Osten und Afrika, Massad Boulos, erklärte gegenüber&nbsp;<em><a href="https://www.skynewsarabia.com/middle-east/1829884-مسعد-بولس-تفاؤل-أميركي-بحل-نهائي-لقضية-الصحراء">Sky News Arabia</a></em>, dass die Vereinigten Staaten an einer endgültigen und dauerhaften Lösung der seit Jahrzehnten bestehenden Auseinandersetzung arbeiten. Seine Äußerungen fielen wenige Tage vor der Abstimmung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 30. Oktober 2025, bei der über die Verlängerung des Mandats der UN-Mission <a href="https://fokus-afrika.de/tag/minurso/">MINURSO</a> entschieden wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-konsens-und-stabilitat-im-maghreb"><span id="fokus-auf-konsens-und-stabilitaet-im-maghreb">Fokus auf Konsens und Stabilität im Maghreb</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boulos betonte, dass Washington gemeinsam mit Marokko, Algerien und weiteren internationalen Partnern an einer Resolution arbeite, die „so viel Konsens wie möglich“ schaffen soll. Ziel sei es, den Weg zu einem umfassenden Dialog zwischen Rabat und Algier zu ebnen, der zu einer langfristigen politischen Verständigung führen könne. Dabei liege ein besonderes Augenmerk auf der Frage des künftigen Mandatszeitraums der MINURSO, der bisher auf drei Monate festgelegt war, aber geändert werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir arbeiten mit allen Mitgliedern des Sicherheitsrats, um eine Formulierung zu finden, die die Standpunkte annähert und uns zur nächsten Phase führt – einem umfassenden Abkommen zwischen Marokko und Algerien“, so Boulos. Er hob hervor, dass alle Themen auf dem Tisch lägen, einschließlich einer möglichen Mandatsverlängerung für die UN-Mission, die seit 1991 den Waffenstillstand überwacht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unverruckbare-us-position-seit-2020"><span id="unverrueckbare-us-position-seit-2020">Unverrückbare US-Position seit 2020</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Position der Vereinigten Staaten erklärte Boulos, dass die Haltung Washingtons zur Westsahara „klar und unumkehrbar“ sei. Bereits im Dezember 2020 hatte die Regierung von Präsident Donald Trump die Souveränität Marokkos über die Westsahara offiziell anerkannt und den Autonomieplan Rabats als „seriöse, realistische und glaubwürdige“ Grundlage für eine politische Lösung bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Anerkennung der marokkanischen Souveränität ist eine endgültige Entscheidung, die nicht rückgängig gemacht wird“, betonte der US-Berater. „Wir betrachten den marokkanischen Autonomieplan als den besten und realistischsten Ansatz, um einen stabilen und dauerhaften Frieden zu erreichen.“</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I had the pleasure of meeting Foreign Minister Bourita to discuss opportunities to strengthen our strategic partnership and alliance, especially as U.S. firms pursue opportunities throughout all of Morocco including its territory of Western Sahara. I discussed efforts to… <a href="https://t.co/Yf5HBYqmyX">pic.twitter.com/Yf5HBYqmyX</a></p>&mdash; U.S. Senior Advisor for Arab and African Affairs (@US_SrAdvisorAF) <a href="https://twitter.com/US_SrAdvisorAF/status/1971617717359956384?ref_src=twsrc%5Etfw">September 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Haltung wurde in den vergangenen Jahren von mehreren westlichen Staaten bestätigt, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/">Spanien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/">Deutschland</a> und zuletzt auch das <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigte Königreich</a>. Sie alle bezeichneten die marokkanische Initiative als die Grundlage für eine friedliche Lösung unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-optimismus-durch-diplomatische-annaherung-zwischen-marokko-und-algerien"><span id="optimismus-durch-diplomatische-annaeherung-zwischen-marokko-und-algerien">Optimismus durch diplomatische Annäherung zwischen Marokko und Algerien</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Massad Boulos stellte einen direkten Zusammenhang zwischen der Lösung der Sahara-Frage und der Normalisierung der Beziehungen zwischen Marokko und Algerien her, die seit 2021 unterbrochen sind. „Sobald es eine endgültige Lösung für die Sahara gibt, wird die Wiederannäherung zwischen den beiden Nachbarländern deutlich einfacher sein“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er zeigte sich zuversichtlich, dass sowohl König Mohammed VI. als auch die algerische Führung offen für einen „konstruktiven Dialog“ seien. „Wir wissen, dass der König von Marokko eine klare und pragmatische Vision hat. Gleichzeitig erkennen wir, dass Algerien inzwischen bereit ist, an einem friedlichen Dialog teilzunehmen. Daher unser Optimismus, dass eine endgültige Lösung bald erreicht werden kann.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-unterstutzung-fur-rabats-autonomieplan-wachst"><span id="internationale-unterstuetzung-fuer-rabats-autonomieplan-waechst">Internationale Unterstützung für Rabats Autonomieplan wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wachsende Unterstützung für Marokkos Autonomieplan zeigt sich nicht nur in den Vereinigten Staaten und Europa, sondern auch auf dem afrikanischen Kontinent. Laut Angaben des marokkanischen Außenministeriums haben bislang rund 40 Prozent der Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union Konsulate in den südlichen Provinzen Dakhla und Laâyoune eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Lateinamerika und der Karibik bekennen sich immer mehr Länder zu Rabats Ansatz. Guatemala, El Salvador, Panama, Barbados und Paraguay zählen zu den Staaten, die den marokkanischen Vorschlag als glaubwürdige Lösung betrachten. In den arabischen Golfstaaten unterstützen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emirate</a>, Kuwait, Bahrain, Oman und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/katar/">Katar</a> geschlossen die territoriale Integrität Marokkos.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ausblick-auf-den-30-oktober-entscheidung-im-un-sicherheitsrat"><span id="ausblick-auf-den-30-oktober-entscheidung-im-un-sicherheitsrat">Ausblick auf den 30. Oktober – Entscheidung im UN-Sicherheitsrat</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1001" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1001x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-21305 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1001x1024.jpeg 1001w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-293x300.jpeg 293w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-768x786.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1501x1536.jpeg 1501w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-380x389.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-800x818.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1160x1187.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1.jpeg 1564w" sizes="(max-width: 1001px) 100vw, 1001px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der kommende 30. Oktober gilt als entscheidendes Datum für die diplomatische Zukunft der Region. Der UN-Sicherheitsrat wird über die Verlängerung des MINURSO-Mandats abstimmen und eine neue Resolution zur Westsahara-Frage beraten. Diplomaten gehen davon aus, dass die Vereinigten Staaten versuchen werden, eine ausgewogene, aber deutlich proaktive Formulierung einzubringen, die sowohl den marokkanischen Autonomieplan bestätigt als auch die Einbindung Algeriens in einen politischen Prozess vorsieht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wissen, dass es schwierig ist, alle Seiten zufriedenzustellen, aber das Ziel bleibt klar – ein stabiler, dauerhafter Frieden in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrika</a>“, sagte Boulos.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Gespräche zwischen Armee und RSF in Washington – RSF nimmt El Fasher ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gespraeche-zwischen-armee-und-rsf-in-washington-rsf-nimmt-el-fasher-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2025 10:10:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Washington D.C. haben vergangene Woche&#160;indirekte Gespräche&#160;zwischen Vertretern der&#160;sudanesischen Streitkräfte (SAF)&#160;und der&#160;Rapid Support Forces (RSF)&#160;begonnen. Nach Angaben des&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgespraeche-zwischen-armee-und-rsf-in-washington-rsf-nimmt-el-fasher-ein%2F&amp;action_name=Gespr%C3%A4che%20zwischen%20Armee%20und%20RSF%20in%20Washington%20%E2%80%93%20RSF%20nimmt%20El%20Fasher%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Washington D.C. haben vergangene Woche&nbsp;<strong>indirekte Gespräche</strong>&nbsp;zwischen Vertretern der&nbsp;<strong>sudanesischen Streitkräfte (SAF)</strong>&nbsp;und der&nbsp;<strong>Rapid Support Forces (RSF)</strong>&nbsp;begonnen. Nach Angaben des US-Außenministeriums handelt es sich um einen&nbsp;<strong>ersten diplomatischen Schritt</strong>&nbsp;hin zu formellen&nbsp;<strong>Friedens- und Waffenstillstandsverhandlungen</strong>, die den Weg für eine politische Übergangsordnung nach über eineinhalb Jahren Krieg ebnen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beamter des Außenministeriums bestätigte gegenüber <em><a href="https://www.dabangasudan.org/en/all-news/article/us-indirect-talks-between-sudan-army-and-rsf-ahead-of-ceasefire-negotiations">Radio Dabanga</a></em>, dass die zweitägigen Treffen Teil einer „<strong>Vorbereitungsphase für offizielle Gespräche</strong>“ seien. Dabei würden militärische und politische Rahmenbedingungen für die Nachkriegsordnung in Sudan ausgelotet.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-militar-zu-militar-format-unter-us-vermittlung"><span id="militaer-zu-militaer-format-unter-us-vermittlung">Militär-zu-Militär-Format unter US-Vermittlung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Journalisten&nbsp;<strong>Shawgi Abdelazim</strong>&nbsp;finden die Gespräche&nbsp;<strong>nicht direkt zwischen den Konfliktparteien</strong>, sondern in getrennten Sitzungen mit US-Diplomaten statt. Ziel dieses Formats sei es, „den Graben zwischen beiden Seiten zu überbrücken, bevor formelle Verhandlungen beginnen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SAF-Delegation besteht aus hochrangigen Vertretern des Militärgeheimdienstes und der Sicherheitstruppen, während die RSF durch führende Kommandeure vertreten ist. Abdelazim zufolge habe&nbsp;<strong>Armeechef Abdelfattah al-Burhan</strong>&nbsp;die Vorbereitungsphase persönlich beaufsichtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thematisch konzentrieren sich die Gespräche auf&nbsp;<strong>drei Schwerpunkte</strong>:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Waffenruhe und militärische Deeskalation</strong></li>



<li><strong>Sicherheits- und Übergangsregelungen</strong> zwischen SAF und RSF</li>



<li><strong>Status der beiden Streitkräfte nach Kriegsende</strong></li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Das sudanesische Außenministerium wurde nicht offiziell einbezogen; es handle sich, so Abdelazim, um „rein militärische Verhandlungen“.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-internationale-vermittlung-durch-das-quartett"><span id="internationale-vermittlung-durch-das-quartett">Internationale Vermittlung durch das „Quartett“</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche werden im Rahmen der sogenannten <strong>Quartett-Initiative</strong> (<a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigte Arabische Emirate</a>) geführt, die seit 2023 Friedensinitiativen für Sudan koordiniert. Auch die <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanische Union</a></strong> ist einbezogen. Ziel sei es, zentrale Streitpunkte vorab zu klären, um ein Scheitern späterer offizieller Verhandlungen zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der diplomatische Vorstoß folgt auf ein Treffen der Außenminister des Quartetts am Rande der&nbsp;<strong>UN-Generalversammlung in New York</strong>&nbsp;im September.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-initiative-guler-fordert-waffenruhe-und-humanitaren-zugang"><span id="deutsche-initiative-gueler-fordert-waffenruhe-und-humanitaeren-zugang">Deutsche Initiative: Güler fordert Waffenruhe und humanitären Zugang</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-21249 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-1024x768.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-1536x1152.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-2048x1536.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-1160x870.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4QeXzVWkAAV51D-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Staatssekretärin im Auswärtigen Amt, <strong>Serap Güler</strong>, besuchte Sudan zeitgleich mit den Washingtoner Gesprächen. In einer Erklärung betonte sie, Deutschland setze sich „mit starker Stimme für freien humanitären Zugang und eine sofortige Waffenruhe“ ein.</p>
</div></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Was alle Sudanesinnen und Sudanesen eint, ist der Wunsch nach Frieden. Dieser Krieg und das Leid müssen enden“, erklärte Güler.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Sie traf in <strong>Port Sudan</strong> unter anderem General <strong>Burhan</strong>, Premierminister <strong>Idriss</strong>, Geheimdienstchef <strong>General Muffadal</strong> sowie den Gouverneur von Darfur, <strong>Minni Minawi</strong>. Besonders besorgt zeigte sie sich über die <strong>humanitäre Katastrophe in El Fasher</strong>, wo RSF-Kämpfer derzeit in die Stadt vordringen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">In <a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a> gibt es in diesen Stunden schwere Kämpfe in der Stadt El-Fasher in Darfur. Die Zivilbevölkerung ist in höchster Gefahr. Wir fordern die Rapid Support Forces dringend dazu auf, Zivilisten zu schützen und das humanitäre Völkerrecht zu achten! 1/2</p>&mdash; Serap Güler (@SerapGueler) <a href="https://twitter.com/SerapGueler/status/1982453017484869860?ref_src=twsrc%5Etfw">October 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland habe seine humanitäre Hilfe für Sudan um&nbsp;<strong>16 Millionen Euro</strong>&nbsp;auf insgesamt&nbsp;<strong>141 Millionen Euro</strong>aufgestockt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Keine humanitäre Hilfe kann das Leid der Menschen beenden – die Waffen müssen schweigen“, sagte Güler. Deutschland unterstütze den&nbsp;<strong>Friedensplan des Quartetts</strong>&nbsp;und fordere die Konfliktparteien auf, „diesem Plan eine Chance zu geben“.</p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rsf-beansprucht-kontrolle-uber-el-fasher"><span id="rsf-beansprucht-kontrolle-ueber-el-fasher">RSF beansprucht Kontrolle über El Fasher</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den diplomatischen Bemühungen hat die&nbsp;<strong>RSF</strong>&nbsp;am Sonntag, dem&nbsp;<strong>26. Oktober 2025</strong>, den&nbsp;<strong>Fall von El Fasher</strong>, der Hauptstadt Nord-Darfurs, verkündet. RSF-Sprecher&nbsp;<strong>Al-Fateh Qureshi</strong>&nbsp;erklärte, die Gruppe habe die&nbsp;<strong>6. Infanteriedivision der Armee vollständig übernommen</strong>.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Dies ist ein Wendepunkt in den Kämpfen und ein Schritt hin zu einem neuen Staat, der allen Sudanesen gehört“, so Qureshi.</p>
</blockquote>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="601" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4NDNsgW4AAJ16K-1024x601.jpeg" alt="" class="wp-image-21247 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4NDNsgW4AAJ16K-1024x601.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4NDNsgW4AAJ16K-300x176.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4NDNsgW4AAJ16K-768x451.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4NDNsgW4AAJ16K-380x223.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4NDNsgW4AAJ16K-800x469.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4NDNsgW4AAJ16K-1160x681.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4NDNsgW4AAJ16K.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lokale Quellen berichten von <strong>anhaltenden Gefechten</strong> innerhalb der Stadt, während sich Einheiten der Armee neu positionierten. El Fasher gilt als strategisch zentrales logistisches und humanitäres Drehkreuz für Darfur und Nachbarstaaten wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen warnen vor einer&nbsp;<strong>humanitären Katastrophe</strong>: Über&nbsp;<strong>eine Million Menschen</strong>&nbsp;seien seit Beginn der Belagerung im Mai 2024 geflohen, etwa&nbsp;<strong>250.000</strong>&nbsp;befänden sich weiterhin in der Stadt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-warnungen-vor-ethnisch-motivierter-gewalt"><span id="warnungen-vor-ethnisch-motivierter-gewalt">Warnungen vor ethnisch motivierter Gewalt</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Menschenrechtsorganisationen und UN-Berichte dokumentieren schwere&nbsp;<strong>Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht</strong>, darunter&nbsp;<strong>Plünderungen, sexuelle Gewalt</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Tötungen von Zivilisten</strong>&nbsp;entlang von Fluchtrouten. Die USA hatten 2024 erklärt, die RSF habe&nbsp;<strong>Völkermordhandlungen</strong>&nbsp;in Darfur begangen – ein Vorwurf, den die RSF bestreitet.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">El Fasher is at breaking point. People are trapped and fighting is advancing further into the city. <br><br>Ceasefire now, in El Fasher, in Darfur and throughout Sudan. <a href="https://t.co/dzTkYgHXaJ">pic.twitter.com/dzTkYgHXaJ</a></p>&mdash; Tom Fletcher (@UNReliefChief) <a href="https://twitter.com/UNReliefChief/status/1982591007515435466?ref_src=twsrc%5Etfw">October 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Gefechte andauern, bleiben Hilfskorridore blockiert, und internationale Beobachter warnen vor einem&nbsp;<strong>Zusammenbruch der zivilen Versorgung</strong>&nbsp;in Nord-Darfur.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgespraeche-zwischen-armee-und-rsf-in-washington-rsf-nimmt-el-fasher-ein%2F&amp;action_name=Gespr%C3%A4che%20zwischen%20Armee%20und%20RSF%20in%20Washington%20%E2%80%93%20RSF%20nimmt%20El%20Fasher%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gespraeche-zwischen-armee-und-rsf-in-washington-rsf-nimmt-el-fasher-ein/">Gespräche zwischen Armee und RSF in Washington – RSF nimmt El Fasher ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Über eine Million Rückkehrer nach Khartum</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ueber-eine-million-rueckkehrer-nach-khartum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2025 17:29:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[IOM]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach über zwei Jahren Krieg beginnen erste Anzeichen einer vorsichtigen Rückkehrbewegung: Laut der International Organization for Migration (IOM) sind zwischen November&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fueber-eine-million-rueckkehrer-nach-khartum%2F&amp;action_name=%C3%9Cber%20eine%20Million%20R%C3%BCckkehrer%20nach%20Khartum&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ueber-eine-million-rueckkehrer-nach-khartum/">Über eine Million Rückkehrer nach Khartum</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nach über zwei Jahren Krieg beginnen erste Anzeichen einer vorsichtigen Rückkehrbewegung: Laut der <strong>International Organization for Migration (IOM)</strong> sind zwischen <strong>November 2024 und September 2025</strong> mehr als <strong>eine Million Menschen in die sudanesische Hauptstadt Khartum zurückgekehrt</strong>. Die Familien, die teils monatelang vertrieben waren, kehren in eine Stadt zurück, die noch immer von den Kämpfen zwischen den <strong>Sudanesischen Streitkräften (SAF)</strong> und den <strong>Rapid Support Forces (RSF)</strong> gezeichnet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Ausmaß dieser Rückkehr ist zugleich ein Zeichen von Widerstandskraft und eine Warnung“, erklärte&nbsp;<strong>Ugochi Daniels</strong>, stellvertretende Generaldirektorin der IOM, nach ihrem jüngsten Besuch im Sudan. „Ich habe Menschen getroffen, die in eine Stadt zurückkehren, in der die Häuser zerstört sind und grundlegende Dienstleistungen kaum funktionieren.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eine-fragile-ruckkehr-in-die-zerstorte-hauptstadt-khartum"><span id="eine-fragile-rueckkehr-in-die-zerstoerte-hauptstadt-khartum">Eine fragile Rückkehr in die zerstörte Hauptstadt Khartum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rund <strong>3,8 Millionen Menschen</strong> hatten die Region Khartum seit Beginn der Kämpfe im April 2023 verlassen. Die derzeitige Rückkehr entspricht damit nur etwa einem Viertel der Vertriebenen – <strong>weitere 2,7 Millionen</strong> könnten folgen, wenn sich die Lage stabilisiert. Insgesamt registrierte die IOM <strong>2,6 Millionen Rückkehrbewegungen</strong> im ganzen Land, darunter <strong>über 520.000 grenzüberschreitende Rückkehrer</strong>, vor allem aus <strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a></strong>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV.jpeg" alt="" class="wp-image-21100 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Doch trotz dieser vorsichtigen Bewegungen bleibt die Lage katastrophal. <strong>Cholera-, Dengue- und Malaria-Ausbrüche</strong> verschärfen die ohnehin dramatische humanitäre Situation. „Es ist dringend notwendig, in sauberes Wasser, Gesundheitsversorgung und grundlegende Dienste zu investieren, damit die Menschen wirklich neu anfangen können“, so Daniels.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mehrheit der Rückkehrer lebt in beschädigten Gebäuden oder provisorischen Unterkünften. Rund die Hälfte lebt in ländlichen Gebieten,&nbsp;<strong>nahezu die Hälfte sind Kinder</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-el-fasher-stadt-unter-belagerung"><span id="el-fasher-stadt-unter-belagerung">El Fasher: Stadt unter Belagerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders dramatisch ist die Lage in&nbsp;<strong>El Fasher</strong>, der Hauptstadt des Bundesstaates&nbsp;<strong>Nord-Darfur</strong>. Dort sind seit Beginn des Krieges über&nbsp;<strong>eine Million Menschen</strong>&nbsp;geflohen. Tausende, die geblieben sind, leben unter Belagerung – ohne Zugang zu Lebensmitteln, Wasser oder medizinischer Versorgung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-1024x680.jpeg" alt="" class="wp-image-21101 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-1024x680.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-300x199.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-768x510.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-380x252.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-800x531.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Berichte sprechen von <strong>wahllosen Bombardierungen, sexueller Gewalt und ethnisch motivierten Angriffen</strong>. Menschen greifen auf Tierfutter zurück, um zu überleben. Nach IOM-Daten wurden allein zwischen dem 15. und 20. Oktober über <strong>13.000 neue Vertreibungen</strong> in Nord-Darfur und West-Kordofan verzeichnet.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir und unsere Partner weiten unsere Hilfe dort aus, wo der Zugang möglich ist“, sagte&nbsp;<strong>Farhan Haq</strong>, stellvertretender UN-Sprecher in New York.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsamer-appell-der-un-organisationen"><span id="gemeinsamer-appell-der-un-organisationen">Gemeinsamer Appell der UN-Organisationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer&nbsp;<strong>gemeinsamen Erklärung</strong>&nbsp;fordern&nbsp;<strong>IOM, UNHCR, UNICEF und das Welternährungsprogramm (WFP)</strong>sofortiges internationales Handeln. Nach über&nbsp;<strong>900 Tagen Krieg</strong>, systematischen Menschenrechtsverletzungen, Hungersnot und dem Zusammenbruch lebenswichtiger Dienste stünden&nbsp;<strong>über 30 Millionen Menschen im Sudan</strong>&nbsp;kurz vor dem Überleben.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">“IOM was the first UN agency to re-enter Khartoum and support communities in the heart of the conflict.&quot;<br><br>IOM <a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a> Chief of Mission <a href="https://twitter.com/_Moh_Refaat?ref_src=twsrc%5Etfw">@_Moh_Refaat</a> speaks to <a href="https://twitter.com/Islamchannel?ref_src=twsrc%5Etfw">@Islamchannel</a> about IOM’s work on the ground. <br><br>Tune in <a href="https://t.co/jThF8Sl1LO">pic.twitter.com/jThF8Sl1LO</a></p>&mdash; IOM &#8211; UN Migration 🇺🇳 (@UNmigration) <a href="https://twitter.com/UNmigration/status/1981390210110779653?ref_src=twsrc%5Etfw">October 23, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als&nbsp;<strong>9,6 Millionen Menschen</strong>&nbsp;sind innerhalb des Landes vertrieben, fast&nbsp;<strong>15 Millionen Kinder</strong>&nbsp;benötigen humanitäre Hilfe. Der Bildungssektor ist fast vollständig kollabiert –&nbsp;<strong>14 von 17 Millionen Schulkindern</strong>&nbsp;gehen nicht mehr zur Schule.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist eine der schlimmsten Schutzkrisen seit Jahrzehnten“, sagte&nbsp;<strong>Kelly T. Clements</strong>, stellvertretende Hochkommissarin des UNHCR, nach einem Besuch in Flüchtlingslagern bei&nbsp;<strong>Port Sudan</strong>. „Millionen sind entwurzelt, Familien kehren ohne jede Unterstützung zurück, und viele werden weiter von Gewalt, Hunger und Krankheit bedroht.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-katastrophale-zustande-in-darfur-und-kordofan"><span id="katastrophale-zustaende-in-darfur-und-kordofan">Katastrophale Zustände in Darfur und Kordofan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den Bundesstaaten&nbsp;<strong>Darfur</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Kordofan</strong>&nbsp;sind die humanitären Bedürfnisse besonders akut. In&nbsp;<strong>El Fasher</strong>&nbsp;sitzen über&nbsp;<strong>260.000 Zivilisten</strong>, darunter&nbsp;<strong>130.000 Kinder</strong>, seit über 16 Monaten eingeschlossen. Gesundheitszentren sind zerstört, Medikamente fehlen, und tausende Kinder mit akuter Mangelernährung sind ohne Behandlung.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Peace is possible; we will not look away❗️Millions in 🇸🇩 <a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a> &amp; 🇹🇩 <a href="https://twitter.com/hashtag/Chad?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Chad</a> are suffering from war, displacement, hunger!<br><br>🇩🇪 Minister of State <a href="https://twitter.com/SerapGueler?ref_src=twsrc%5Etfw">@SerapGueler</a>​ is in the region to push for peace &amp; to coordinate new aid aimed at humanitarian support &amp; protection of women &amp; children. <a href="https://t.co/c8UCZXoepc">pic.twitter.com/c8UCZXoepc</a></p>&mdash; GIC Africa (@GermanyInAfrica) <a href="https://twitter.com/GermanyInAfrica/status/1980658813544837564?ref_src=twsrc%5Etfw">October 21, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Städten wie&nbsp;<strong>Dilling</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Kadugli</strong>&nbsp;sind Familien von der Außenwelt abgeschnitten – Trinkwasser- und Gesundheitssysteme sind kollabiert, und&nbsp;<strong>Cholera- sowie Masernausbrüche</strong>&nbsp;breiten sich ungehindert aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was ich in Darfur gesehen habe, war erschütternd: Kinder hungern, Familien kämpfen ums Überleben in Bedingungen, die jeder Würde widersprechen“, erklärte&nbsp;<strong>Ted Chaiban</strong>, stellvertretender Exekutivdirektor von UNICEF. „Der Mut dieser Familien ist außergewöhnlich, aber er muss durch rasches internationales Handeln unterstützt werden.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzierungslucke-gefahrdet-hilfsoperationen"><span id="finanzierungsluecke-gefaehrdet-hilfsoperationen">Finanzierungslücke gefährdet Hilfsoperationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der&nbsp;<strong>Humanitarian Response Plan 2025</strong>&nbsp;für den Sudan beläuft sich auf&nbsp;<strong>4,2 Milliarden US-Dollar</strong>, ist jedoch&nbsp;<strong>nur zu 25 % finanziert</strong>. Ohne zusätzliche Mittel drohen humanitäre Organisationen, lebensrettende Maßnahmen zurückzufahren.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">6 Envoys visit Khartoum in show of support to the Framework Agreement.<br><br>Special Envoys and Representatives from the 🇪🇺 European Union, 🇫🇷France, 🇩🇪 Germany, 🇳🇴 Norway, 🇬🇧 the United Kingdom, and the 🇺🇸 United States will conduct a joint visit to Khartoum, 7-9 February. (1/4) <a href="https://t.co/L2E5b1RnES">pic.twitter.com/L2E5b1RnES</a></p>&mdash; German Embassy to Sudan (@GermanyInSudan) <a href="https://twitter.com/GermanyInSudan/status/1623334921908416512?ref_src=twsrc%5Etfw">February 8, 2023</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz widrigster Bedingungen haben UN-Agenturen und Partner&nbsp;<strong>über 13,5 Millionen Menschen</strong>&nbsp;erreicht – darunter viele in schwer zugänglichen Gebieten wie Darfur, Kordofan und Al Jazira.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich sah in Khartum eine Stadt, die vom Krieg zerstört wurde, aber auch Menschen, die Hoffnung zeigen“, sagte&nbsp;<strong>Valerie Guarnieri</strong>, stellvertretende Exekutivdirektorin des WFP. „Wir arbeiten mit lokalen Partnern, um Familien mit Nahrung, Schulmahlzeiten und Unterstützung beim Wiederaufbau grundlegender Dienste zu versorgen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-forderungen-der-un-agenturen"><span id="gemeinsame-forderungen-der-un-agenturen">Gemeinsame Forderungen der UN-Agenturen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier UN-Organisationen rufen gemeinsam auf zu:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>sofortiger Waffenruhe und Schutz der Zivilbevölkerung</strong>, insbesondere von Frauen und Kindern,</li>



<li><strong>uneingeschränktem humanitärem Zugang</strong> im ganzen Land,</li>



<li><strong>vereinfachten Verfahren</strong> für Hilfstransporte und Personalbewegungen,</li>



<li><strong>flexibler Sofortfinanzierung</strong>, um lebensrettende Einsätze auszuweiten,</li>



<li><strong>nachhaltigen Lösungen</strong> für Binnenvertriebene, Rückkehrer und Aufnahmegemeinschaften,</li>



<li><strong>weiterem Schutz</strong> für die rund <strong>900.000 Geflüchteten</strong>, die weiterhin im Sudan leben.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">„Die humanitäre Gemeinschaft steht bereit, aber sie kann nicht allein handeln. Die Welt muss handeln“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von&nbsp;<strong>IOM, UNHCR, UNICEF und WFP</strong>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Libyen-Krieg: Spanien stoppt geheime Waffenlieferung an Haftars Milizen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/libyen-krieg-spanien-stoppt-geheime-waffenlieferung-an-haftars-milizen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 12:13:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
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		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Recherchen der italienischen Zeitung Il Foglio hat die spanische Guardia Civil im August 2025 im Hafen der nordafrikanischen Enklave Ceuta&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Flibyen-krieg-spanien-stoppt-geheime-waffenlieferung-an-haftars-milizen%2F&amp;action_name=Libyen-Krieg%3A%20Spanien%20stoppt%20geheime%20Waffenlieferung%20an%20Haftars%20Milizen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/libyen-krieg-spanien-stoppt-geheime-waffenlieferung-an-haftars-milizen/">Libyen-Krieg: Spanien stoppt geheime Waffenlieferung an Haftars Milizen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nach Recherchen der italienischen Zeitung <em><a href="https://www.ilfoglio.it/esteri/2025/10/17/news/cosi-gli-emirati-danno-agli-haftar-le-motovedette-usate-per-respingere-i-migranti-inchiesta-8218397/">Il Foglio</a></em> hat die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/">spanische</a> Guardia Civil im August 2025 im Hafen der nordafrikanischen Enklave <strong>Ceuta (Sebta)</strong> zehn militärische Boote beschlagnahmt, die aus den <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emiraten</a> (VAE)</strong> stammten und für die Streitkräfte des libyschen Generals <strong>Khalifa Haftar</strong> bestimmt waren. Der Einsatz erfolgte im Rahmen der Durchsetzung des seit 2011 geltenden <strong>UN-Waffenembargos gegen Libyen</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Bericht handelte es sich bei den gestoppten Schiffen um moderne <strong>Patrouillen- und Schnellboote</strong>, die in Werften in <strong>Dubai</strong> gebaut wurden. Sie befanden sich auf dem Weg nach <strong>Bengasi</strong>, dem Machtzentrum der sogenannten <strong>Libyschen Nationalarmee (LNA)</strong> im Osten des Landes. Offiziell sollten sie dort zur „Sicherung der Migrationsrouten im Mittelmeer“ eingesetzt werden – eine Begründung, die Beobachter seit Jahren als Deckmantel für verdeckte militärische Aufrüstung werten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-seltener-eingriff-in-eine-routinemassige-waffenroute"><span id="ein-seltener-eingriff-in-eine-routinemaessige-waffenroute">Ein seltener Eingriff in eine routinemäßige Waffenroute</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beschlagnahmung gilt als&nbsp;<strong>ungewöhnlicher Vorgang</strong>, da Lieferungen aus den Golfstaaten an die ostlibyschen Kräfte Haftars trotz des Embargos bislang fast immer ungehindert ihr Ziel erreichten. Laut europäischen Sicherheitskreisen werden solche Transfers häufig&nbsp;<strong>toleriert oder stillschweigend geduldet</strong>, da sie – indirekt – europäischen Interessen dienen: Haftar kontrolliert große Teile der libyschen Küste und gilt als Schlüsselfigur bei der&nbsp;<strong>Eindämmung von Migration nach Südeuropa</strong>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="790" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Libyan_General_Khalifa_Haftar_in_2023.jpg" alt="" class="wp-image-21008 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Libyan_General_Khalifa_Haftar_in_2023.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Libyan_General_Khalifa_Haftar_in_2023-243x300.jpg 243w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Libyan_General_Khalifa_Haftar_in_2023-380x469.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die beschlagnahmten Boote trugen das <strong>Emblem „TBZ“</strong> – die Initialen der <strong>Tariq-Ben-Ziyad-Brigade</strong>, die von <strong>Saddam Haftar</strong>, dem Sohn des libyschen Feldmarschalls, geführt wird. Diese Einheit steht seit Jahren unter Beobachtung der Vereinten Nationen und wird beschuldigt, <strong>Kriegsverbrechen und schwere Menschenrechtsverletzungen</strong> gegen Zivilisten und Migranten begangen zu haben. Trotz dieser Vorwürfe gilt sie in Sicherheitskreisen als <strong>zentrale Partnerin europäischer Migrationspolitik</strong>, da sie an der Überwachung der Küstenabschnitte beteiligt ist, die von Flüchtlingsrouten aus Westafrika und der Sahelzone genutzt werden.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-verwicklungen-europaischer-interessen-in-libyen"><span id="verwicklungen-europaeischer-interessen-in-libyen">Verwicklungen europäischer Interessen in Libyen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die <strong>Widersprüche europäischer Migrationspolitik</strong>. Während die <strong>Europäische Union</strong> seit Jahren auf die „Externalisierung der Grenzen“ setzt und Schiffe an die libysche Küstenwache in <strong>Tripolis</strong> liefert, um Migrantenrouten abzufangen, zeigt die Affäre um die Boote für Bengasi, dass auch mit Haftars Kräften im Osten des Landes <strong>inoffizielle Kooperationen</strong> bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese zweigleisige Strategie – Zusammenarbeit mit rivalisierenden libyschen Machtzentren – dient der Kontrolle von Abfahrten nach <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/italien/">Italien</a>, Malta und Griechenland</strong>, birgt jedoch erhebliche politische und moralische Risiken. Menschenrechtsorganisationen kritisieren seit Langem, dass die EU damit <strong>Akteure stärkt, die für Gewalt, Folter und illegale Inhaftierungen verantwortlich gemacht werden</strong>.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="it" dir="ltr">Inchiesta: gli Emirati danno agli Haftar le motovedette usate per respingere i migranti. Il sequestro in Spagna di dieci imbarcazioni dirette a Bengasi svela una rete dei traffici fra Libia, Giordania, Emirati e Hong Kong. Di <a href="https://twitter.com/GambLuca?ref_src=twsrc%5Etfw">@Gambluca</a> <a href="https://t.co/HOUB9K4Y0j">https://t.co/HOUB9K4Y0j</a></p>&mdash; Il Foglio (@ilfoglio_it) <a href="https://twitter.com/ilfoglio_it/status/1979093992546369664?ref_src=twsrc%5Etfw">October 17, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen dokumentierten bereits mehrfach Verstöße gegen das Waffenembargo durch die Vereinigten Arabischen Emirate, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a> und andere Staaten, die Haftar unterstützen. Dennoch blieb die Umsetzung der Sanktionen bislang weitgehend wirkungslos. Spaniens Eingreifen markiert daher einen <strong>seltenen Präzedenzfall</strong>, bei dem ein EU-Staat aktiv gegen eine Lieferung aus einem verbündeten Land vorging.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-offizielle-bestatigung-aus-madrid"><span id="keine-offizielle-bestaetigung-aus-madrid">Keine offizielle Bestätigung aus Madrid</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die spanische Regierung hat die Enthüllungen bislang&nbsp;<strong>nicht bestätigt</strong>. Das Innenministerium verwies lediglich darauf, dass „sämtliche Maßnahmen im Einklang mit internationalen Verpflichtungen“ stünden. Auch die Guardia Civil äußerte sich nicht zu den Vorgängen in Ceuta.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1620px-Patrullera_Rio_Luna._Dia_de_las_Fuerzas_Armadas._Gijon._24-05-2024._53746014773-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21007 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1620px-Patrullera_Rio_Luna._Dia_de_las_Fuerzas_Armadas._Gijon._24-05-2024._53746014773-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1620px-Patrullera_Rio_Luna._Dia_de_las_Fuerzas_Armadas._Gijon._24-05-2024._53746014773-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1620px-Patrullera_Rio_Luna._Dia_de_las_Fuerzas_Armadas._Gijon._24-05-2024._53746014773-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1620px-Patrullera_Rio_Luna._Dia_de_las_Fuerzas_Armadas._Gijon._24-05-2024._53746014773-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1620px-Patrullera_Rio_Luna._Dia_de_las_Fuerzas_Armadas._Gijon._24-05-2024._53746014773-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1620px-Patrullera_Rio_Luna._Dia_de_las_Fuerzas_Armadas._Gijon._24-05-2024._53746014773-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1620px-Patrullera_Rio_Luna._Dia_de_las_Fuerzas_Armadas._Gijon._24-05-2024._53746014773-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1620px-Patrullera_Rio_Luna._Dia_de_las_Fuerzas_Armadas._Gijon._24-05-2024._53746014773.jpg 1620w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In diplomatischen Kreisen wird davon ausgegangen, dass Madrid mit der Aktion <strong>ein Signal an Brüssel und die Vereinten Nationen</strong> senden wollte: Die EU müsse stärker darauf achten, dass ihre Mitgliedsstaaten und Partner nicht selbst zur <strong>Unterwanderung internationaler Embargos</strong> beitragen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Währenddessen schweigen sowohl die Emirate als auch Vertreter der ostlibyschen Behörden. In Bengasi dementierten Haftars Sprecher bislang jede Verbindung zu den beschlagnahmten Booten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ein-embargo-mit-politischer-sprengkraft"><span id="ein-embargo-mit-politischer-sprengkraft">Ein Embargo mit politischer Sprengkraft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Waffenembargo gegen Libyen besteht seit&nbsp;<strong>Resolution 1970 des UN-Sicherheitsrats</strong>&nbsp;aus dem Jahr 2011 und wurde seither regelmäßig verlängert. Es soll verhindern, dass die zahlreichen bewaffneten Gruppen des Landes weiter aufgerüstet werden. Dennoch sind&nbsp;<strong>illegale Waffenlieferungen über See und Luft</strong>&nbsp;weiterhin an der Tagesordnung – ein Spiegelbild der anhaltenden Fragmentierung Libyens und der&nbsp;<strong>geopolitischen Rivalitäten zwischen Ost und West</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der spanische Vorfall könnte neue Diskussionen über die&nbsp;<strong>Effektivität internationaler Sanktionen</strong>&nbsp;und die&nbsp;<strong>Komplizenschaft europäischer Staaten in der libyschen Sicherheitsarchitektur</strong>&nbsp;auslösen – insbesondere im Hinblick auf die Kontrolle der Migration und die Balance zwischen Sicherheitspolitik und Menschenrechten.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/libyen-krieg-spanien-stoppt-geheime-waffenlieferung-an-haftars-milizen/">Libyen-Krieg: Spanien stoppt geheime Waffenlieferung an Haftars Milizen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
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		<title>Staatsministerin Serap Güler reist nach Tschad und Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 11:12:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
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		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer klaren Botschaft für mehr humanitäres Engagement und politische Verantwortung ist Staatsministerin Serap Güler zu einer Reise&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstaatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan%2F&amp;action_name=Staatsministerin%20Serap%20G%C3%BCler%20reist%20nach%20Tschad%20und%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/">Staatsministerin Serap Güler reist nach Tschad und Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit einer klaren Botschaft für mehr humanitäres Engagement und politische Verantwortung ist Staatsministerin Serap Güler zu einer <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/gueler-tschad-sudan-2740458">Reise</a> nach Tschad und Sudan aufgebrochen. Ziel der Mission, die am 21. Oktober 2025 begann, ist die Unterstützung der internationalen Bemühungen um eine Waffenruhe im Sudan sowie die Stärkung der Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten, insbesondere dem Tschad, der über eine Million Geflüchtete aufgenommen hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-katastrophe-im-sudan-bleibt-schwerpunkt-deutscher-aussenpolitik"><span id="humanitaere-katastrophe-im-sudan-bleibt-schwerpunkt-deutscher-aussenpolitik">Humanitäre Katastrophe im Sudan bleibt Schwerpunkt deutscher Außenpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„25 Millionen Menschen leiden in Sudan unter akutem Hunger, 15 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule, über 11 Millionen sind vertrieben“, erklärte Güler vor dem Abflug. Die Staatsministerin sprach von einer „der größten humanitären Krisen der Gegenwart“, die zu Unrecht im Schatten anderer Konflikte stehe. Seit April 2023 tobt zwischen den rivalisierenden Generälen der Sudanese Armed Forces (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) ein Krieg, der nach Schätzungen über 100.000 Menschenleben gefordert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will ihre humanitäre Hilfe um weitere 16 Millionen Euro erhöhen. Bereits auf der Londoner Sudan-Konferenz im April hatte Deutschland 125 Millionen Euro zugesagt. Im Mittelpunkt der zusätzlichen Mittel steht die Bekämpfung der Hungerkrise und die Unterstützung von Überlebenden sexualisierter Gewalt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-friedensplan-der-quad-staaten-als-diplomatischer-rahmen"><span id="friedensplan-der-quad-staaten-als-diplomatischer-rahmen">Friedensplan der Quad-Staaten als diplomatischer Rahmen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstützt den im September vorgestellten <strong>Friedensplan der Quad-Staaten</strong> – <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigte Arabische Emirate</a>. Dieser sieht eine Waffenruhe und den Beginn eines zivil geführten Übergangsprozesses vor. Serap Güler wird in Port Sudan mit Vertretern der dort ansässigen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammentreffen, um über humanitäre Zugänge und Fortschritte im politischen Dialog zu sprechen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">„Ein Ende des Kriegs in Sudan ist möglich“, sagte Güler. Gemeinsam mit Außenminister Wadephul wolle sie sicherstellen, dass Deutschland „politisch und humanitär weiterhin entschieden eingebunden bleibt“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tschad-als-schlusselpartner-in-der-regionalen-stabilisierung"><span id="tschad-als-schluesselpartner-in-der-regionalen-stabilisierung">Tschad als Schlüsselpartner in der regionalen Stabilisierung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="564" height="752" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/gueler_serap.jpg" alt="" class="wp-image-20997 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/gueler_serap.jpg 564w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/gueler_serap-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/gueler_serap-380x507.jpg 380w" sizes="(max-width: 564px) 100vw, 564px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor ihrem Aufenthalt im Sudan wird die Staatsministerin Güler im Tschad erwartet, wo sie Flüchtlingslager an der Grenze besuchen und Gespräche mit Regierungsmitgliedern in N’Djamena führen wird. Das Nachbarland beherbergt inzwischen mehr als eine Million Geflüchtete aus dem Sudan. Deutschland unterstützt die tschadische Bevölkerung über Programme des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/wfp/">Welternährungsprogramms</a> (WFP), des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unhcr/">UN-Flüchtlingshilfswerks</a> (UNHCR) und des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unicef/">Kinderhilfswerks</a> (UNICEF).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt beschreibt die bilateralen Beziehungen zu N’Djamena als <strong>integrierten Ansatz von Außen-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik</strong>. Der Fokus liegt auf Ernährungssicherheit, Wasser- und Gesundheitsversorgung sowie Schutzmaßnahmen für Frauen und Kinder.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Tschad hat nach einer Übergangsphase im Frühjahr und Winter 2024–2025 seine politische Transition mit Präsidentschafts-, Parlaments- und Senatswahlen abgeschlossen. Berlin begleitet diesen Prozess mit regionalen Stabilisierungsprojekten im Sahel, insbesondere in der Tschadseeregion, die von den Folgen des Sudan-Konflikts und dem Klimawandel stark betroffen ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-aussenpolitik-zwischen-stabilisierung-sicherheit-und-humanitarer-verantwortung"><span id="deutsche-aussenpolitik-zwischen-stabilisierung-sicherheit-und-humanitaerer-verantwortung">Deutsche Außenpolitik zwischen Stabilisierung, Sicherheit und humanitärer Verantwortung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan genießt Deutschland weiterhin hohes Vertrauen. Nach dem Sturz von Omar al-Baschir und der kurzen Phase einer zivilen Übergangsregierung engagierte sich Berlin frühzeitig für den demokratischen Wandel und richtete 2020 die Sudan-Partnerschaftskonferenz aus. Seit dem Putsch von 2021 ist die bilaterale Regierungszusammenarbeit ausgesetzt, Projekte zur Ernährungssicherung und Grundversorgung werden jedoch weitergeführt, sofern die Sicherheitslage dies zulässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwerpunkte deutscher Politik im Sudan bleiben klar definiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Unterstützung humanitärer Zugänge</strong> in umkämpften Regionen wie El Fasher,</li>



<li><strong>politische Begleitung des Friedensprozesses</strong> im Rahmen internationaler Formate,</li>



<li><strong>Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen</strong> als Voraussetzung für einen zukünftigen Übergang zu ziviler Regierung.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Gülers Reise markiert die Rückkehr Deutschlands zu einer aktiven diplomatischen Rolle in einem der komplexesten Konfliktfelder Afrikas – mit einer Doppelstrategie aus&nbsp;<strong>humanitärer Präsenz vor Ort</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>politischer Vermittlung im internationalen Verbund</strong>.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/">Staatsministerin Serap Güler reist nach Tschad und Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>FII Sénégal: Senegal präsentiert sich als neuer Investitionshub Westafrikas</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/fii-senegal-senegal-praesentiert-sich-als-neuer-investitionshub-westafrikas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2025 21:52:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit eindrucksvollen Investitionszusagen in Höhe von&#160;23,5 Milliarden US-Dollar&#160;ist am Mittwoch die zweite Ausgabe des internationalen&#160;Investitionsforums „FII Sénégal“&#160;in Diamniadio&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffii-senegal-senegal-praesentiert-sich-als-neuer-investitionshub-westafrikas%2F&amp;action_name=FII%20S%C3%A9n%C3%A9gal%3A%20Senegal%20pr%C3%A4sentiert%20sich%20als%20neuer%20Investitionshub%20Westafrikas&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/fii-senegal-senegal-praesentiert-sich-als-neuer-investitionshub-westafrikas/">FII Sénégal: Senegal präsentiert sich als neuer Investitionshub Westafrikas</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit eindrucksvollen Investitionszusagen in Höhe von&nbsp;<strong>23,5 Milliarden US-Dollar</strong>&nbsp;ist am Mittwoch die zweite Ausgabe des internationalen&nbsp;<strong>Investitionsforums „FII Sénégal“</strong>&nbsp;in Diamniadio zu Ende gegangen. Über&nbsp;<strong>11.700 Teilnehmende aus 70 Ländern</strong>, darunter Staats- und Regierungsvertreter, internationale Finanzinstitutionen, Investoren und Experten, nahmen an dem zweitägigen Wirtschaftsgipfel teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forum, organisiert unter der Leitung der&nbsp;<strong>Agentur für Investitionsförderung und Großprojekte (APIX)</strong>, stand in diesem Jahr unter dem Zeichen der&nbsp;<strong>wirtschaftlichen Öffnung, Transparenz und neuen internationalen Partnerschaften</strong>. Ehrengast war das&nbsp;<strong>Königreich Saudi-Arabien</strong>, mit dem Senegal seine politischen und wirtschaftlichen Beziehungen weiter ausbaut.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-prasident-diomaye-faye-der-senegal-ist-offen-fur-die-welt"><span id="praesident-diomaye-faye-der-senegal-ist-offen-fuer-die-welt">Präsident Diomaye Faye: „Der Senegal ist offen für die Welt“</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rMscYW4AAd4qM-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-20661 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rMscYW4AAd4qM-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rMscYW4AAd4qM-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rMscYW4AAd4qM-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rMscYW4AAd4qM-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rMscYW4AAd4qM-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rMscYW4AAd4qM-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rMscYW4AAd4qM.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei der Eröffnung am 7. Oktober begrüßte Präsident <strong>Bassirou Diomaye Faye</strong> internationale Delegationen aus <strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea-bissau/">Guinea-Bissau</a>, den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emiraten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a></strong> und weiteren Ländern. In seiner Rede betonte er die zentrale Rolle des Forums für die wirtschaftliche Zukunft des Landes:</p>
</div></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Hier in Senegal wandeln wir Versprechen in Engagement um – mit klaren Zielen und konkreten Ergebnissen.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Faye hob die engen und wachsenden Beziehungen zu Saudi-Arabien hervor, das in den Bereichen&nbsp;<strong>Infrastruktur, Energie, Gesundheit und Bildung</strong>&nbsp;bereits bedeutende Projekte finanziert. Über den&nbsp;<strong>Saudi Fund for Development</strong>werden derzeit vier Großvorhaben umgesetzt – darunter Programme zur&nbsp;<strong>urbanen Mobilität</strong>, zur&nbsp;<strong>Erschließung landwirtschaftlicher und mineralischer Regionen</strong>, zum&nbsp;<strong>Gemeinschaftsentwicklungsfonds</strong>&nbsp;sowie zur&nbsp;<strong>Trinkwasserversorgung durch Meerwasserentsalzung</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verwies zudem auf die Stabilität und gute Regierungsführung des Landes:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Der Senegal ist ein stabiles, demokratisches Land mit transparenter Verwaltung und einer jungen, kreativen Bevölkerung – die beste Garantie für nachhaltige Investitionen.“</p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-premierminister-sonko-fasst-fii-senegal-zusammen-50-projekte-70-lander-23-5-milliarden-dollar"><span id="premierminister-sonko-fasst-fii-senegal-zusammen-50-projekte-70-laender-235-milliarden-dollar">Premierminister Sonko fasst FII Sénégal zusammen: 50 Projekte, 70 Länder, 23,5 Milliarden Dollar</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der feierlichen Abschlusszeremonie verkündete Premierminister&nbsp;<strong>Ousmane Sonko</strong>&nbsp;die Ergebnisse des Forums:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben Investitionszusagen von über 23,5 Milliarden US-Dollar erhalten, 50 neue Projekte und Partnerschaften initiiert und die Zuversicht internationaler Partner in die senegalesische Wirtschaft erneuert.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko dankte insbesondere dem Königreich Saudi-Arabien als&nbsp;<strong>Gastland und Hauptinvestor</strong>&nbsp;des Forums und lobte den konstruktiven Dialog zwischen internationalen Institutionen, privaten Investoren und nationalen Akteuren.<br>Er versprach, den&nbsp;<strong>Investitionsprozess zu vereinfachen</strong>, Verfahren zu beschleunigen und die&nbsp;<strong>Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsstandorts Senegal</strong>&nbsp;zu stärken:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Der Staat Senegal ist mobilisiert, um ein transparentes und effizientes Umfeld für Investoren zu schaffen. Wir setzen auf Reformen, Partnerschaften und Vertrauen.“</p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-internationale-dimension-marokko-und-iwf-zeigen-unterstutzung"><span id="internationale-dimension-marokko-und-iwf-zeigen-unterstuetzung">Internationale Dimension: Marokko und IWF zeigen Unterstützung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande des Forums empfing Präsident Diomaye Faye den marokkanischen Außenminister <strong>Nasser Bourita</strong>, der die Grüße von König <strong>Mohammed VI.</strong> überbrachte. Beide Seiten bekräftigten ihre Absicht, die <strong>strategische Partnerschaft zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> und Senegal</strong> weiter auszubauen – insbesondere in den Bereichen <strong>Infrastruktur, Energie, Bildung und Handel</strong>.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">M. Nasser Bourita, a été reçu en audience , ce jour à Dakar, par le Président de la République du Sénégal, M. Bassirou Diomaye Faye.<br>A cette occasion, M. Bourita a transmis les salutations de Sa Majesté le Roi Mohammed VI, que Dieu L&#39;assiste, au Président sénégalais <a href="https://t.co/YXyQ8fxWO3">pic.twitter.com/YXyQ8fxWO3</a></p>&mdash; Maroc Diplomatie 🇲🇦 (@MarocDiplomatie) <a href="https://twitter.com/MarocDiplomatie/status/1975636366576001513?ref_src=twsrc%5Etfw">October 7, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatte <strong>IWF-Direktorin Kristalina Georgieva</strong> den Fortschritt Senegals bei der Aufarbeitung früherer Unstimmigkeiten im Schuldenmanagement hervorgehoben und die Aufnahme von Verhandlungen über ein <strong>neues IWF-Programm</strong> angekündigt, das <strong>wirtschaftliche Stabilität und integratives Wachstum</strong> fördern soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forum „FII Sénégal“ positioniert das Land als&nbsp;<strong>wachsenden Investitionsknotenpunkt Westafrikas</strong>&nbsp;und als Brücke zwischen Afrika, der arabischen Welt und internationalen Kapitalmärkten. Für 2026 plant die Regierung, die Veranstaltung auf&nbsp;<strong>neue Sektoren wie Digitalisierung, Landwirtschaft und grünes Wachstum</strong>&nbsp;auszuweiten.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/fii-senegal-senegal-praesentiert-sich-als-neuer-investitionshub-westafrikas/">FII Sénégal: Senegal präsentiert sich als neuer Investitionshub Westafrikas</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">G2rMscYW4AAd4qM</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Jan Egeland spricht bei Konferenz &#8220;Sudan – Frieden und humanitären Schutz zivil denken&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/jan-egeland-spricht-bei-konferenz-sudan-frieden-und-humanitaeren-schutz-zivil-denken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2025 17:14:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Heinrich-Böll-Stiftung und ein Netzwerk von mehr als zwanzig zivilgesellschaftlichen Organisationen und politischen Stiftungen haben am 18. September 2025 in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fjan-egeland-spricht-bei-konferenz-sudan-frieden-und-humanitaeren-schutz-zivil-denken%2F&amp;action_name=Jan%20Egeland%20spricht%20bei%20Konferenz%20%26%238220%3BSudan%20%E2%80%93%20Frieden%20und%20humanit%C3%A4ren%20Schutz%20zivil%20denken%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/jan-egeland-spricht-bei-konferenz-sudan-frieden-und-humanitaeren-schutz-zivil-denken/">Jan Egeland spricht bei Konferenz &#8220;Sudan – Frieden und humanitären Schutz zivil denken&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Heinrich-Böll-Stiftung</strong> und ein Netzwerk von mehr als zwanzig zivilgesellschaftlichen Organisationen und politischen Stiftungen haben am 18. September 2025 in Berlin eine internationale Fachkonferenz unter dem Titel <strong><a href="https://www.boell.de/de/2025/10/09/die-humanitaere-lage-im-sudan-ist-katastrophal">„Sudan – Thinking Peace and Humanitarian Protection from a Civilian Perspective“</a></strong> ausgerichtet. Ziel der Veranstaltung war es, den Fokus auf die Zivilgesellschaft des Sudans zu lenken – auf ihre Widerstandskraft, ihre humanitäre Arbeit und ihre Forderungen an die internationale Politik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stand die Rede von&nbsp;<strong>Jan Egeland</strong>, Generalsekretär des&nbsp;<strong>Norwegian Refugee Council (NRC)</strong>&nbsp;und ehemaliger UN-Nothilfekoordinator. Egeland sprach von einer „<strong>katastrophalen humanitären Situation</strong>“ und kritisierte die weitgehende Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-25-millionen-menschen-auf-hilfe-angewiesen"><span id="25-millionen-menschen-auf-hilfe-angewiesen">25 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="750" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/500px-Jan_Egeland_Secretary_General_of_the_Norwegian_Refugee_Council_to_the_European_Commission_-_P065690-454099_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-20644 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/500px-Jan_Egeland_Secretary_General_of_the_Norwegian_Refugee_Council_to_the_European_Commission_-_P065690-454099_cropped.jpg 500w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/500px-Jan_Egeland_Secretary_General_of_the_Norwegian_Refugee_Council_to_the_European_Commission_-_P065690-454099_cropped-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/500px-Jan_Egeland_Secretary_General_of_the_Norwegian_Refugee_Council_to_the_European_Commission_-_P065690-454099_cropped-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben Egelands sind <strong>über zehn Millionen Sudanesen auf der Flucht</strong>, während <strong>25 Millionen Menschen</strong> auf humanitäre Unterstützung angewiesen seien. Rund <strong>100.000 Menschen</strong> hätten sich mit Cholera infiziert – eine direkte Folge des Zusammenbruchs der Wasser- und Sanitärversorgung. „In einer anderen Welt würde es eine massive globale Hilfsoperation geben“, sagte Egeland.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er nannte drei zentrale Ursachen für die Verschärfung der Krise:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Unterfinanzierung und Überlastung der Hilfsorganisationen</strong> – Nur 23 Prozent der benötigten 4,2 Milliarden US-Dollar seien bislang bereitgestellt.</li>



<li><strong>Blockierte Hilfszugänge</strong> – Sowohl die sudanesische Armee als auch die Rapid Support Forces (RSF) verhinderten systematisch den Zugang zu Zivilisten, insbesondere in Al-Fasher und Kadugli.</li>



<li><strong>Fehlende diplomatische Initiative</strong> – Es gebe keinen effektiven Druck auf die Konfliktparteien oder ihre internationalen Unterstützer, den Waffenfluss zu stoppen oder eine Feuerpause durchzusetzen.</li>
</ol>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-appell-an-deutschland-und-die-internationale-gemeinschaft"><span id="appell-an-deutschland-und-die-internationale-gemeinschaft">Appell an Deutschland und die internationale Gemeinschaft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Egeland forderte konkrete Schritte der sogenannten <strong>Quad-Staaten</strong> – <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigte Arabische Emirate</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> – zur Durchsetzung eines Waffenstillstands. Zugleich mahnte er, dass auch <strong>Deutschland</strong> eine größere Verantwortung übernehmen müsse:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Der Bundestag sollte die geplanten Kürzungen im humanitären Haushalt beenden, damit mehr Hilfe die Menschen im Sudan erreicht.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland solle seine&nbsp;<strong>humanitäre Diplomatie</strong>&nbsp;ausbauen, den Zugang für Helfer verbessern und sich im Rahmen seiner&nbsp;<strong>Kandidatur für den UN-Sicherheitsrat 2027–2028</strong>&nbsp;für die Umsetzung der Resolution 2417 („Hunger als Waffe des Krieges“) einsetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-zivilgesellschaft-im-fokus-der-konferenz-sudan-frieden-und-humanitaren-schutz-zivil-denken"><span id="zivilgesellschaft-im-fokus-der-konferenz-sudan-frieden-und-humanitaeren-schutz-zivil-denken">Zivilgesellschaft im Fokus der Konferenz &#8220;Sudan – Frieden und humanitären Schutz zivil denken&#8221;</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreterinnen und Vertreter der&nbsp;<strong>sudanesischen Zivilgesellschaft</strong>&nbsp;berichteten über ihre Arbeit unter extremen Bedingungen. Besonders hervorgehoben wurden die sogenannten&nbsp;<strong>Emergency Response Rooms</strong>, lokale Notfallnetzwerke, die in zahlreichen Regionen des Landes lebensrettende Hilfe leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diskutiert wurden Strategien für Schutz und humanitären Zugang, die Rolle von Frauen und Jugendlichen in Friedensprozessen sowie die Perspektiven für eine zivile Übergangsordnung. Unter den Teilnehmerinnen waren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Tahani Abbas</strong>, Menschenrechtsaktivistin und Gründerin der Organisation <em>No to Women Oppression Initiative</em>,</li>



<li><strong>Eatizaz Yousif</strong>, Landesdirektorin des <em>International Rescue Committee (IRC)</em> Sudan,</li>



<li><strong>Kamilia Kura</strong>, Gründerin der <em>Nuba Women for Education and Development Association</em>,</li>



<li>sowie <strong>Annette Weber</strong>, EU-Sonderbeauftragte für das Horn von Afrika, und <strong>Serap Güler</strong>, Staatsministerin im Auswärtigen Amt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Sie betonten, dass die&nbsp;<strong>sudanesische Zivilgesellschaft trotz zweieinhalb Jahren Krieg handlungsfähig</strong>&nbsp;bleibe und weiter auf internationalen Dialog und Unterstützung setze.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-hintergrund-zwei-jahre-krieg-und-kaum-aufmerksamkeit"><span id="hintergrund-zwei-jahre-krieg-und-kaum-aufmerksamkeit">Hintergrund: Zwei Jahre Krieg und kaum Aufmerksamkeit</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Ausbruch der Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee und den&nbsp;<strong>Rapid Support Forces (RSF)</strong>&nbsp;im April 2023 befindet sich das Land in einer der größten humanitären Krisen weltweit. Über&nbsp;<strong>12 Millionen Menschen</strong>&nbsp;sind auf der Flucht,&nbsp;<strong>zwei Drittel der Bevölkerung</strong>&nbsp;sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Krieg hat die Errungenschaften der Revolution von 2019 weitgehend zunichtegemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teilnehmer der Berliner Konferenz beklagten die&nbsp;<strong>geringe mediale und politische Aufmerksamkeit</strong>&nbsp;in Europa. Internationale Berichterstattung konzentriere sich häufig auf militärische Entwicklungen, während&nbsp;<strong>zivile Stimmen aus dem Sudan kaum Gehör fänden</strong>.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fjan-egeland-spricht-bei-konferenz-sudan-frieden-und-humanitaeren-schutz-zivil-denken%2F&amp;action_name=Jan%20Egeland%20spricht%20bei%20Konferenz%20%26%238220%3BSudan%20%E2%80%93%20Frieden%20und%20humanit%C3%A4ren%20Schutz%20zivil%20denken%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/jan-egeland-spricht-bei-konferenz-sudan-frieden-und-humanitaeren-schutz-zivil-denken/">Jan Egeland spricht bei Konferenz &#8220;Sudan – Frieden und humanitären Schutz zivil denken&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Hoffnung auf Waffenruhe trifft auf neue Vorwürfe von Kriegsverbrechen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/hoffnung-auf-waffenruhe-trifft-auf-neue-vorwuerfe-von-kriegsverbrechen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 10:43:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=20030</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen begrüßen die Bemühungen mehrerer Staaten um eine humanitäre Feuerpause im Sudan. UN-Nothilfekoordinator Martin Fletcher erklärte&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fhoffnung-auf-waffenruhe-trifft-auf-neue-vorwuerfe-von-kriegsverbrechen%2F&amp;action_name=Hoffnung%20auf%20Waffenruhe%20trifft%20auf%20neue%20Vorw%C3%BCrfe%20von%20Kriegsverbrechen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/hoffnung-auf-waffenruhe-trifft-auf-neue-vorwuerfe-von-kriegsverbrechen/">Hoffnung auf Waffenruhe trifft auf neue Vorwürfe von Kriegsverbrechen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen begrüßen die Bemühungen mehrerer Staaten um eine humanitäre Feuerpause im Sudan. UN-Nothilfekoordinator Martin Fletcher erklärte auf der Plattform X, dass die von <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a>, den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emiraten</a> und den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> unterstützte Initiative zu einer dreimonatigen Waffenruhe „willkommene Fortschritte“ darstelle. Diese Atempause solle den Zugang für Hilfsorganisationen erleichtern und eine Grundlage für einen dauerhaften Waffenstillstand schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Erklärung der vier Staaten sieht außerdem einen anschließenden Übergangsprozess von neun Monaten vor, der den Weg zu einer zivilen Regierung ebnen soll. Zu den Grundsätzen gehören zudem die Ablehnung einer militärischen Lösung, das Ende externer Unterstützung für die Konfliktparteien und die Wahrung der territorialen Integrität Sudans.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-lage-im-sudan-bleibt-dramatisch"><span id="humanitaere-lage-im-sudan-bleibt-dramatisch">Humanitäre Lage im Sudan bleibt dramatisch</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="876" height="876" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1I3DdNXoAAVLRh.avif" alt="" class="wp-image-20032 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1I3DdNXoAAVLRh.avif 876w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1I3DdNXoAAVLRh-300x300.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1I3DdNXoAAVLRh-150x150.avif 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1I3DdNXoAAVLRh-768x768.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1I3DdNXoAAVLRh-80x80.avif 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1I3DdNXoAAVLRh-110x110.avif 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1I3DdNXoAAVLRh-380x380.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1I3DdNXoAAVLRh-800x800.avif 800w" sizes="(max-width: 876px) 100vw, 876px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach mehr als zwei Jahren Krieg zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) verschärft sich die Notlage der Zivilbevölkerung weiter. Laut Angaben des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) sind über 30 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, während rund 20 Millionen als besonders verletzlich gelten. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung leidet unter akuter Nahrungsmittelunsicherheit, und nur ein Viertel der Gesundheitseinrichtungen funktioniert noch.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://fokus-afrika.de/tag/wfp/">Welternährungsprogramm (WFP)</a> unterstrich die Dringlichkeit von ungehindertem Zugang. WFP-Direktorin Cindy McCain erklärte: „Sicherer Zugang ist dringend. Dieser Aufruf muss Realität werden.“</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-un-menschenrechtsrat-pruft-verlangerung-des-mandats"><span id="un-menschenrechtsrat-prueft-verlaengerung-des-mandats">UN-Menschenrechtsrat prüft Verlängerung des Mandats</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Verhandlungen über eine Feuerpause begannen in Genf Konsultationen zur Verlängerung des Mandats der UN-Fact-Finding-Mission zu Menschenrechtsverletzungen im Sudan. Vertreter europäischer Staaten diskutieren zudem über die Aufnahme einer Klausel zu möglichen internationalen Untersuchungen wegen des Einsatzes chemischer Waffen. Die sudanesische Regierung lehnt das Mandat ab und bezeichnet die bestehende Zusammenarbeit mit dem Büro des Hochkommissars für Menschenrechte als ausreichend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschenrechtsverteidiger Mohamed Saleh Yassin erklärte gegenüber <em><a href="https://www.dabangasudan.org/en/all-news/article/onsultations-begin-to-extend-mandate-of-un-fact-finding-mission-on-human-rights-in-sudan">Radio Dabanga</a></em>, dass die Mehrheit der beteiligten Staaten die Verlängerung des Mandats befürworte, trotz Einwänden einzelner afrikanischer und arabischer Länder.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-bericht-dokumentiert-massive-kriegsverbrechen-im-sudan"><span id="bericht-dokumentiert-massive-kriegsverbrechen-im-sudan">Bericht dokumentiert massive Kriegsverbrechen im Sudan</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fact-Finding-Mission legte Anfang September einen Bericht mit dem Titel&nbsp;<em>„A War of Atrocities“</em>&nbsp;vor. Darin heißt es, sowohl SAF als auch RSF hätten systematisch Zivilisten ins Visier genommen, Infrastruktur zerstört und humanitäre Hilfe behindert. Besonders die RSF habe während der Belagerung von El Fasher zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, darunter Morde, Vergewaltigungen, sexuelle Versklavung und ethnisch motivierte Vertreibungen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">New <a href="https://twitter.com/UNHumanRights?ref_src=twsrc%5Etfw">@UNHumanRights</a> report on <a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a> shows a rise in civilian killings, including summary executions, amid growing ethnic violence and a worsening humanitarian situation. <br><br>&quot;Accountability is critical.&quot;<a href="https://t.co/wvXsLvGxzK">https://t.co/wvXsLvGxzK</a> <a href="https://t.co/43Os4O2nhb">pic.twitter.com/43Os4O2nhb</a></p>&mdash; United Nations Geneva (@UNGeneva) <a href="https://twitter.com/UNGeneva/status/1969099294096400465?ref_src=twsrc%5Etfw">September 19, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Ergebnisse lassen keinen Zweifel: Zivilisten zahlen den höchsten Preis in diesem Krieg“, erklärte Mohamed Chande Othman, Vorsitzender der Mission. Seine Kollegin Joy Ngozi Ezeilo betonte, dass hinter jedem dokumentierten Fall „eine zerrissene Familie, eine vertriebene Gemeinschaft oder ein Überlebender extremer Gewalt“ stehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission forderte den Sicherheitsrat und die internationale Gemeinschaft auf, die Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs auszuweiten, universelle Gerichtsbarkeit zu nutzen und gezielte Sanktionen gegen Verantwortliche zu verhängen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/hoffnung-auf-waffenruhe-trifft-auf-neue-vorwuerfe-von-kriegsverbrechen/">Hoffnung auf Waffenruhe trifft auf neue Vorwürfe von Kriegsverbrechen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
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		<title>Sudan: UN-Sicherheitsrat verlängert Sanktionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-un-sicherheitsrat-verlaengert-sanktionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2025 17:58:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 12. September 2025 die Sudan-Sanktionen um ein weiteres Jahr verlängert. Mit&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-un-sicherheitsrat-verlaengert-sanktionen%2F&amp;action_name=Sudan%3A%20UN-Sicherheitsrat%20verl%C3%A4ngert%20Sanktionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-un-sicherheitsrat-verlaengert-sanktionen/">Sudan: UN-Sicherheitsrat verlängert Sanktionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 12. September 2025 die Sudan-Sanktionen um ein weiteres Jahr verlängert. Mit der einstimmig angenommenen Resolution 2791 (2025) bleibt das Waffenembargo sowie die gezielte Sanktionierung bestimmter Personen und Gruppen bestehen. Gleichzeitig wurde das Mandat der Expertengruppe bis 12. Oktober 2026 verlängert. Die Expertinnen und Experten sollen einen Zwischenbericht bis März 2026 und einen Abschlussbericht bis Juli 2026 vorlegen. Laut UN wird der Rat die Mandatsverlängerung bis September 2026 erneut prüfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kontroverse-uber-resolutionstext"><span id="kontroverse-ueber-resolutionstext">Kontroverse über Resolutionstext</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Annahme einstimmig erfolgte, gab es Differenzen über die Formulierung. Einige Delegationen drängten auf explizite Bezüge zu Konfliktfaktoren wie sexualisierter Gewalt, Einsatz von Söldnern und humanitären Folgen. Andere Mitglieder bestanden auf einer rein technischen Verlängerung. Vertreter der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> betonten, die internationale Gemeinschaft wolle „den Zustrom von Waffen eindämmen und Verantwortliche für Gewalt in Darfur zur Rechenschaft ziehen“. Auch Dänemark und das <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigte Königreich</a> hoben die Bedeutung des Mandats hervor. London forderte, dass Täter sexualisierter Gewalt und der Einsatz von Drohnen sanktioniert werden sollten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71113548__ME22700_-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-19938 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71113548__ME22700_-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71113548__ME22700_-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71113548__ME22700_-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71113548__ME22700_-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71113548__ME22700_-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71113548__ME22700_-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UN71113548__ME22700_.avif 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Delegierte aus Panama, Slowenien und Sierra Leone begrüßten die Kohärenz zwischen Sanktionen und Mandat der Expertengruppe. Zugleich erinnerten sie daran, dass Sanktionen ein temporäres Instrument bleiben müssten. Pakistan mahnte die Einhaltung des Waffenembargos an. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> warnten vor einer politischen Instrumentalisierung der Sanktionen und verwiesen auf die Priorität eines Waffenstillstands und humanitärer Hilfe.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-position-der-sudanesischen-regierung"><span id="position-der-sudanesischen-regierung">Position der sudanesischen Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der sudanesische Vertreter betonte das Recht seines Landes auf Verteidigung der Souveränität. Er machte externe Einmischungen für die Fortdauer des Konflikts verantwortlich. Insbesondere der Einsatz ausländischer Söldner, unter anderem aus Kolumbien, verschärfe die Gewalt. Laut Angaben der Regierung seien diese über die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emirate</a> nach Sudan gelangt. Dabei sei es zu Massakern und dem Einsatz von weißem Phosphor gekommen, was Verstöße gegen humanitäres Völkerrecht darstellt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">On 14 September 2025, the UN Resident &amp; Humanitarian Coordinator, Ms. Denise Brown, presented her credentials to H.E. Ambassador Mohieddin Salem Ahmed Ibrahim, Sudan&#39;s Minister of Foreign Affairs. Ms. Brown reaffirmed the United Nations’ continued support for the people of Sudan. <a href="https://t.co/BVD0AAlfGM">pic.twitter.com/BVD0AAlfGM</a></p>&mdash; United Nations Sudan (@UN_Sudan) <a href="https://twitter.com/UN_Sudan/status/1967544141291876456?ref_src=twsrc%5Etfw">September 15, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-dimension-der-krise"><span id="humanitaere-dimension-der-krise">Humanitäre Dimension der Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Entscheidung des Sicherheitsrats veröffentlichten UN-Organisationen neue Zahlen zur humanitären Lage. Über 25 Millionen Menschen leiden unter akuter Nahrungsmittelknappheit, rund 20 Millionen benötigen dringend medizinische Versorgung. Das <a href="https://fokus-afrika.de/tag/wfp/">Welternährungsprogramm</a> (WFP) berichtete von Finanzierungslücken, die erstmals zu Einschränkungen bei Hilfslieferungen führen. „Die Dimension der Not zwingt uns zu schwerwiegenden Entscheidungen, wer Hilfe erhält und wer nicht“, erklärte WFP-Sprecherin Leni Kinzli.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder sind besonders betroffen: Nach Angaben von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unicef/">UNICEF</a> und UNFPA sind rund 13 Millionen von 17 Millionen schulpflichtigen Kindern ohne Zugang zu Bildung. Zwar sind 45 Prozent der Schulen wieder geöffnet, dennoch bleibt der Unterricht für Millionen von Kindern unerreichbar. Schulen, die mit Unterstützung von UN-Partnern wie Save the Children arbeiten, bieten neben Unterricht auch Mahlzeiten, Trinkwasser und psychosoziale Betreuung an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-binnenvertriebene-und-ruckkehrbewegungen"><span id="binnenvertriebene-und-rueckkehrbewegungen">Binnenvertriebene und Rückkehrbewegungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Daten der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind zwischen November 2024 und Juli 2025 etwa zwei Millionen Menschen in ihre Heimatorte zurückgekehrt. Die meisten Rückkehrerinnen und Rückkehrer leben in den Bundesstaaten Aj Jazirah, Khartum, Sennar, Blauer Nil und Weißer Nil. Dennoch bleibt dies nur ein Bruchteil der über 4,2 Millionen Geflüchteten, die seit Ausbruch des Krieges im April 2023 in Nachbarländer geflohen sind. Mehr als die Hälfte der Binnenvertriebenen sind Kinder.</p>
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			<media:title type="html">Security Council Meets on Sudan and South Sudan</media:title>
			<media:description type="html">A wide view of the Security Council meeting on Sudan and South Sudan.</media:description>
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		<title>Sudanesische Roadmap zur Demokratie: Technokratische Regierung, Nationaler Dialog und Politische Auflösung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudanische-roadmap-zur-demokratie-technokratische-regierung-nationaler-dialog-und-politische-aufloesung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 02:09:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einer bemerkenswerten Wendung hat die sudanesische Regierung, unter der Führung von General Abdel Fattah Al Burhan und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudanische-roadmap-zur-demokratie-technokratische-regierung-nationaler-dialog-und-politische-aufloesung%2F&amp;action_name=Sudanesische%20Roadmap%20zur%20Demokratie%3A%20Technokratische%20Regierung%2C%20Nationaler%20Dialog%20und%20Politische%20Aufl%C3%B6sung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudanische-roadmap-zur-demokratie-technokratische-regierung-nationaler-dialog-und-politische-aufloesung/">Sudanesische Roadmap zur Demokratie: Technokratische Regierung, Nationaler Dialog und Politische Auflösung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In einer bemerkenswerten Wendung hat die sudanesische Regierung, unter der Führung von General Abdel Fattah Al Burhan und momentan in Port Sudan ansässig, eine detaillierte Roadmap zur Beendigung des seit April 2023 andauernden Bürgerkriegs und zur Schaffung eines demokratischen Übergangs vorgestellt. Diese Pläne wurden am Sonntag bekannt gegeben, während gleichzeitig die zivile Koalition &#8216;Tagadum&#8217; aufgrund interner Streitigkeiten über die Gründung einer parallelen Regierung in RSF-kontrollierten Gebieten aufgelöst wurde.</p>



<h2 id="der-sudanesische-weg-technokratische-regierung-und-nationaler-dialog" class="wp-block-heading">Der sudanesische Weg: Technokratische Regierung und Nationaler Dialog</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="439" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjQ30pAWcAAW2y_.png" alt="" class="wp-image-13940 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjQ30pAWcAAW2y_.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjQ30pAWcAAW2y_-300x171.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjQ30pAWcAAW2y_-380x217.png 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Port Sudan, die in letzter Zeit militärische Erfolge in Sennar, Al-Jazirah, Teilen von Khartoum und Um Ruwaba in Nordkordofan verzeichnen konnte, strebt nun an, eine <a href="https://x.com/i/grok?text=technokratische%20Regierung">technokratische Regierung</a> zu bilden. Diese soll die Übergangsaufgaben übernehmen und dabei helfen, die Auswirkungen des Krieges zu überwinden:</p>
</div></div>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Nationaler Dialog:</strong> Ein umfassender nationaler Dialog soll initiiert werden, bei dem alle politischen und gesellschaftlichen Gruppen des Landes teilnehmen können. Die Regierung hat betont, dass alle, die eine patriotische Haltung einnehmen und die Aggressoren ablehnen, an diesem Dialog teilnehmen dürfen.</li>



<li><strong>Technokratische Regierung:</strong> Ein Kabinett aus unabhängigen Fachleuten soll gebildet werden, um die Aufgaben des Übergangszeitraums zu bewältigen. Ein ziviler Premierminister wird nominiert, um die Exekutive ohne Einmischung zu leiten.</li>



<li><strong>Verfassungsänderungen:</strong> Es sind notwendige Änderungen am Verfassungsdokument vorgesehen, die von nationalen und gesellschaftlichen Kräften bestätigt werden sollen. Diese Änderungen zielen darauf ab, die neue Regierungstruktur zu unterstützen und die Basis für zukünftige Wahlen zu legen.</li>
</ul>



<h3 id="politische-und-sudanesische-sicherheitsbedingungen" class="wp-block-heading">Politische und sudanesische Sicherheitsbedingungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesische Regierung hat klare Bedingungen für Friedensverhandlungen und eine mögliche Waffenruhe aufgestellt:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung lehnt einen Waffenstillstand ab, solange die Belagerung von El Fasher nicht aufgehoben wurde und die RSF (Rapid Support Forces) nicht aus Khartoum, West Kordofan und den Darfur-Staaten abgezogen sind. Der Außenminister rief die internationale Gemeinschaft, insbesondere die Afrikanische Union, die Vereinten Nationen und die Arabische Liga, auf, die Roadmap zu unterstützen, da sie einen nationalen Konsens für Frieden und Stabilität darstellt.</p>



<h2 id="aufloesung-der-tagadum-koalition" class="wp-block-heading">Auflösung der &#8216;Tagadum&#8217; Koalition</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjdYXSlXsAA3WEU.jpeg" alt="" class="wp-image-13939 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjdYXSlXsAA3WEU.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjdYXSlXsAA3WEU-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjdYXSlXsAA3WEU-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/GjdYXSlXsAA3WEU-380x253.jpeg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die &#8216;Tagadum&#8217; Koalition, die als Bündnis ziviler Kräfte gegründet wurde, um gegen den Krieg und für eine demokratische Transition zu kämpfen, hat sich offiziell aufgelöst. Diese Entwicklung wurde von Bakry Eljack, dem Sprecher der Koalition, bei <em>Al Jazeera TV </em>bekannt gegeben:</p>
</div></div>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Hintergrund der Auflösung:</strong> Die Koalition konnte keine Einigkeit über die Idee einer parallelen Regierung in von der RSF kontrollierten Gebieten erzielen. Diese Diskussionen führten zu einem tiefen Riss innerhalb der Koalition, insbesondere zwischen den Befürwortern und Gegnern dieses Plans.</li>



<li><strong>Zukunftsperspektiven:</strong> Die Auflösung könnte zu einer weiteren Fragmentierung der politischen Landschaft führen, da die verschiedenen Gruppen möglicherweise unter neuen Plattformen und Namen weiterarbeiten werden. Es gibt Berichte über Vorbereitungen zur Bildung einer parallelen Regierung durch eine Koalition von politischen Faktionen, darunter einige Mitglieder von Tagadum, die &#8220;Qimam&#8221; Allianz, die National Umma Party und andere Gruppen in Nairobi, Kenia.</li>
</ul>



<h3 id="internationale-reaktionen-und-sanktionen" class="wp-block-heading">Internationale Reaktionen und Sanktionen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a> haben Sanktionen sowohl gegen General Abdel Fattah Al Burhan als auch gegen General Mohamed Hamdan Daglo verhängt, wobei sie Burhan vorwerfen, den Krieg über Friedensverhandlungen zu stellen. Dies zeigt die internationale Sorge um die humanitäre Krise und den Fortgang des Konflikts in Sudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sudanesische Regierung steht vor der Herausforderung, ihre Roadmap zur Demokratie und Friedenswiederherstellung zu implementieren. Die Auflösung der &#8216;Tagadum&#8217; Koalition zeigt jedoch, dass die politische Landschaft in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> weiterhin komplex und gespalten ist. Die Zukunft des Landes hängt davon ab, wie gut diese Pläne umgesetzt werden können und ob eine Einigung auf breiterer Basis erzielt werden kann, um einen nachhaltigen Frieden zu sichern.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudanische-roadmap-zur-demokratie-technokratische-regierung-nationaler-dialog-und-politische-aufloesung/">Sudanesische Roadmap zur Demokratie: Technokratische Regierung, Nationaler Dialog und Politische Auflösung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Türkei bietet Vermittlung im Konflikt zwischen Sudan und den VAE an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tuerkei-bietet-vermittlung-im-konflikt-zwischen-sudan-und-den-vae-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2024 17:49:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erdogan stärkt Rolle der Türkei als regionaler Vermittler<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftuerkei-bietet-vermittlung-im-konflikt-zwischen-sudan-und-den-vae-an%2F&amp;action_name=T%C3%BCrkei%20bietet%20Vermittlung%20im%20Konflikt%20zwischen%20Sudan%20und%20den%20VAE%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat dem sudanesischen Militärführer General Abdel-Fattah Burhan am Freitag telefonisch eine Vermittlung zur Beilegung der Spannungen zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> und den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE)</a> angeboten. Dies teilte das Büro des türkischen Präsidenten mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spannungen zwischen Sudan und den VAE verschärfen sich durch Vorwürfe der sudanesischen Regierung, dass die VAE Waffen an rivalisierende paramilitärische Kräfte liefern und damit den Konflikt verlängern. Die VAE wiesen die Anschuldigungen zurück und kritisierten ihrerseits das sudanesische Militär für seine mangelnde Bereitschaft, Friedensgespräche aufzunehmen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de">
<p lang="en" dir="ltr">President <a href="https://twitter.com/RTErdogan?ref_src=twsrc%5Etfw">@RTErdogan</a> spoke by phone with Chairman of the Sovereignty Council of Sudan Abdel Fattah al-Burhan.</p>
<p>The call addressed the Türkiye-Sudan relations as well as regional and global matters.</p>
<p>Recalling that Türkiye initiated the Ankara Process for the resolution of the…</p>
<p>&mdash; Presidency of the Republic of Türkiye (@trpresidency) <a href="https://twitter.com/trpresidency/status/1867527225823629569?ref_src=twsrc%5Etfw">13. Dezember 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sudan befindet sich seit April 2023 in einer schweren Krise, ausgelöst durch den offenen Konflikt zwischen der Armee und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF). Mehr als 13 Millionen Menschen wurden seitdem vertrieben, und das Land befindet sich in einer gravierenden humanitären Notlage.</p>



<h4 id="tuerkei-als-vermittler-in-regionalen-konflikten" class="wp-block-heading"><strong>Türkei als Vermittler in regionalen Konflikten</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Erdogan betonte in dem Gespräch mit Burhan, dass die Türkei bereit sei, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln, um Frieden und Stabilität in Sudan zu fördern. „Unsere Kernprinzipien sind der Schutz der territorialen Integrität Sudans, die Sicherung seiner Souveränität und die Verhinderung externer Einmischung,“ erklärte Erdogan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative folgt Erdogans erfolgreicher Vermittlung eines <a href="https://fokus-afrika.de/erdogan-vermittelt-erfolgreich-zwischen-somalia-und-aethiopien/">Abkommens zwischen Äthiopien und Somalia</a> Anfang dieser Woche. Das Abkommen, das technische Gespräche zwischen den Ländern einleitet, zielt darauf ab, Spannungen zu entschärfen, die durch Äthiopiens Abkommen mit Somaliland, einer abtrünnigen Region Somalias, entstanden waren.</p>



<h4 id="tuerkei-staerkt-ihre-geopolitische-position" class="wp-block-heading"><strong>Türkei stärkt ihre geopolitische Position</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Erdogans Bemühungen unterstreichen die wachsende Rolle der Türkei als Vermittler in afrikanischen und nahöstlichen Konflikten. Der türkische Präsident hob hervor, dass die Türkei weiterhin aktiv zu regionalem Frieden und Stabilität beitragen werde.</p>
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		<item>
		<title>Eskalation der Gewalt -Forderung nach Waffenstillstand</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eskalation-der-gewalt-forderung-nach-waffenstillstand/</link>
					<comments>https://fokus-afrika.de/eskalation-der-gewalt-forderung-nach-waffenstillstand/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 20:59:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Inmitten des anhaltenden Konflikts zwischen der sudanesischen Armee und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) spitzt sich die Lage weiter zu.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feskalation-der-gewalt-forderung-nach-waffenstillstand%2F&amp;action_name=Eskalation%20der%20Gewalt%20-Forderung%20nach%20Waffenstillstand&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eskalation-der-gewalt-forderung-nach-waffenstillstand/">Eskalation der Gewalt -Forderung nach Waffenstillstand</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Inmitten des anhaltenden Konflikts zwischen der sudanesischen Armee und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) spitzt sich die Lage weiter zu. Nach Berichten über einen groß angelegten Angriff der RSF auf die Stadt El-Fasher im Darfur-Gebiet äußerte UN-Generalsekretär António Guterres seine „tiefe Besorgnis“. Guterres forderte RSF-Führer General Mohamed Hamdan „Hemedti“ Dagalo nachdrücklich auf, die Offensive zu stoppen und rief zu einem landesweiten Waffenstillstand auf.</p>



<h2 id="eskalation-in-el-fasher" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727124945037 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Eskalation in El-Fasher</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">El-Fasher, eine der größten Städte Darfurs, steht seit Monaten unter Belagerung durch die RSF. Laut Bewohnern sind weite Teile des südlichen Stadtgebiets völlig zerstört. Der UN-Generalsekretär warnte davor, dass eine weitere Eskalation entlang der ethnischen und kommunalen Konfliktlinien zu noch schwereren Kämpfen führen könnte.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de" data-dnt="true">
<p lang="en" dir="ltr">Alarming reports of full-scale assault on <a href="https://twitter.com/hashtag/ElFasher?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#ElFasher</a> / <a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a> 🇸🇩 by the RSF. Assault must be stopped immediately. SAF must stop bombing. <br />Ministerial meeting hosted by Germany 🇩🇪, France 🇫🇷, the US 🇺🇸 and the EU 🇪🇺 in NY @ UNGA in New York to strengthen international mediation.</p>
<p>&mdash; Christoph Retzlaff (@GERonAfrica) <a href="https://twitter.com/GERonAfrica/status/1837813345560182799?ref_src=twsrc%5Etfw">22. September 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Beginn des Konflikts im April 2023 wurden Millionen Menschen im Sudan vertrieben, und die humanitäre Krise verschärft sich zusehends. Rund die Hälfte der sudanesischen Bevölkerung leidet unter akuter Nahrungsmittelknappheit. Auch Seuchen wie Cholera haben sich aufgrund der desaströsen Zustände im Land ausgebreitet.</p>



<h2 id="kritik-an-doppelstandards" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727124948488 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Kritik an „Doppelstandards“</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der sudanesische Außenminister Hussein Awad Ali kritisierte während der UN-Generalversammlung die „Doppelstandards und Selektivität“ bei der Umsetzung der Prinzipien der UN-Charta. Insbesondere prangerte er die Ungleichbehandlung bei der Durchsetzung von Souveränitäts- und Territorialitätsprinzipien an. „Es ist bedauerlich, dass gewisse Prinzipien hervorgehoben und andere ignoriert oder neu interpretiert werden“, so Ali.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kontext des Konflikts hat die sudanesische Regierung wiederholt die Vereinigten Arabischen Emirate beschuldigt, die RSF durch Waffenlieferungen zu unterstützen. Ali betonte die Notwendigkeit umfassender Reformen der internationalen Finanzarchitektur, um die Herausforderungen zu bewältigen, denen Entwicklungsländer sowie post-konfliktgeplagte Nationen gegenüberstehen.</p>



<h2 id="dringender-humanitaerer-bedarf" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727124953131 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Dringender humanitärer Bedarf</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der zunehmenden Gewalt und der sich verschlechternden Lebensbedingungen rief Guterres alle Konfliktparteien zu einer sofortigen Waffenruhe auf. Die humanitäre Lage im Sudan ist bereits alarmierend: Millionen Menschen sind aufgrund der Kämpfe vertrieben, Nahrungsmittel sind knapp, und der Zugang zu medizinischer Versorgung ist in vielen Gebieten des Landes stark eingeschränkt. Cholera und andere Krankheiten breiten sich rasch aus, was die Lage zusätzlich verschärft.</p>



<h2 id="internationale-reaktionen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727124956194 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Internationale Reaktionen</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eskalation der Gewalt, insbesondere in Darfur, hat auch international Besorgnis ausgelöst. Diplomaten der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen bemühen sich um Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien, um einen nachhaltigen Waffenstillstand zu erreichen. Doch die Spannungen bleiben hoch, und die RSF scheint entschlossen, ihre Positionen weiter zu festigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inmitten dieser Krise bleibt die sudanesische Zivilbevölkerung die Hauptleidtragende. Internationale Hilfsorganisationen stehen vor enormen Herausforderungen, um lebensrettende Versorgungsgüter in die betroffenen Gebiete zu bringen.</p>
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